1 rv/l.l.r»ni IS: nnchfnla^^ (U Itpf Niiiii«lH{< S«»nnlii^ 1» Hpf jnailiurgtr Leitung Amtliches Organ d e s Steirischen Heimatbundes Verlag imU Schnftleitiing: Marburg a. d. Drau. Badgassc Nr. 6, rernnif: 2n^7. l-.rsdiciiit wÖchenUich scchbiiial ab Morj^oiizcituny (mit Ausnalimc tler ^Soiui. luul 'J0.Ü8, 'J5.6a Ah. 18.30 Uhr ist die Sclinftlcitung nur aut l-crnruf Nr. 28-f;7 l-cicrta^f). Bezugspreis (im voraus zahlbar) niünatlit;li KAI 'J.IU einschl ^^usti;e- crruiclibar. — Unverlangte Ziischriftcii werden nicht rückRCsandt. — fJei 1,^1,l3^.| Lj^.fenmg im Streifband ^uzügl. Hurtü; hei Abholen in der ücscliättsstcllc Anfraßen ist das Rückporto beizulegen. — Postscheckkonto Wien Nr. 54.608. KM 3.—. Altreicli durch Post monatlicli kM 2.10 zuzügl. 3(3 Kpt. Zustellgebühr Olr. 64 Oltardurg a. ö. 3)rau, ®onnerj»loo, 5. !JWärj 1942 82. aaftrgong Sowjßtkräfte vor Sewastopol eingeschlossen und verniclitet dieses Vorgehen mit Abscheu uiid aicht es als einen Angriff ge^^en die gesamte Nation an. Marschall Petain hat sofort angeordnet, daß der Beisetzungstag der Opicr als Tag der Nationaltraiier gelten soll, EroDeErloloe des Infanterieregiments „Groüdetttsdüand" Berlin, 4. Aliirz Seit licginn des Feldzuges im Osten steht das aus Freiwilligen ziisammeiigC' Ki'ölic Brüiidc und heftige tx|jlosioneii in setzte Intantericreginient »Groljtleiitsch-iiatien. üctriebstofflagern und afiderefi'^landj imelnnelinibaro Delierr-^eherin 0^ta>iensx und Üetl sieh im l'luj;-zeu,!^ nach liaUivia brinvren. Dort war es damals ■ sind genau vierzehn iagu her — noch /ieniücli rulilg und friedlich. Kin ricliti;4cr Platz, um die .^'ebroeiienc IvÜppe aus/ulieilen, die Wavell einem Unfall auf dieser ei l'liiclit zu verdaiikeii^ liatie. Nun sind die .fapaner, naclideni sie die buiii zusanniieiik^ew iiriehe l-'lotte der Ijriten. der USA, der Holländer und Australier vor der Nordküste Javas /er-sciilaijeii hatten, auf der Insel tjolaiidet. Und jjleich/eitig erfälirl die Welt, dalJ Wavell den Oberbefehl über Holiän-discli-lndicn wieder 'jab.uegehem« lialu. mn sieh iiunmehr ganz dem KmnnianJo üher Uritisch-Indien zu widmen. Natür-licli hat Wavelj unterdessen Data via lind .lava wieder verlassen und die llol-läiider dort werden mm allein znseiKMi tniisseii, wie sie die Ihnen von Un?;!aiid eiir^icbrockte Suope auslöffeln. »Man brandit nicht an/uiKlimen, dali die Wiederaufnahme des Kommandü.s in Indien durch Wavell die FoIrc der Gefahr war, die über Java schwebt , be» eilt sich das biedere Reulerbiiro treu-lier/ig zu versichern. Wer dahei etwa an das alle Wort »Wer sich entschuldigt, klagt sich an , erinnert wird, erführt ans cn;s"lisc!tem •Mund, und zwar vom militärisciieu Wit-arbeiter des >,Daily l!\prel.!.<, näheres über W^avells Ver>elzuii.s'; »Tat^sachc ist, dal.i Wavell^ als Oherkonnmuidiereiider im Südpaziiik seine Zeit vergeudete. Alliier .lava war nichts niclir nbri:^. über das er den ikn'clil führen könnte. D.i die Iioiländischen Streitkräfte aber die .y;röl.»te Last dei* Gefeclite zu tragen lia-i bell, s<> i>t es billitj, daü sie auch tkn ' (.)heibeielil haben. ist das nicht edelmütig und .vjrol.izügig von den Briten? »Man kann überzen'sii seiih<. bernliik^t Reuters diplomatischer KorrespomJent etwaige Skeptiker. •.>dalJ die lloILinder den japanischen Aiiijpji- tungen für die liinrichlung eines Flug-jgleichen Mut und der y:Iei- Verkehrs zwischen Schönau und Japan zur Hefüi'derung von l'ahrgästen miU Post sind im Gange. Auch die Veränderung des Stadlbildes schreitet rasch fort. Auf vielen Häusern weht die japanische bringen. ! Presseabteilung des japnni- r» I. 1- . r» 1 • I» 1 .* I- Iii sehen Verkehrs veröffentlichte am Diens- Bahnlinie Balavia-BanUung bereits besetzt. ,.,j, AusRahe der japanisclici! Nach den neuesten Meldungen haben ' Zeitung »Schönau Schimbun«. die japanischen Truppen die von Bata- via nach dem niederländisch-indischen Hauptquartier Bandung führende Bahnlinie bereits besetzt und damit ilie feindlichen Verbindungslinien zur Front im Westteil der Insel abgeschnitten. Die Börsen von Batavia und Surabaja haben, wie Domei meldet, alle Notierungen eingestellt. Im Zusammenhang damit wird auf die große Besttirzung in Batavia beim Eintreffen der ersten Nachrichten Uber die Landimg starker japanischer Verbände an drei Stellen javas hingewiesen.. Die Behandlung der Holländer Die Holländer in Niederländisch-Indien werden, wie der Regierungssprecher in Ausdehnunq der OoKraiionen im Indisdien Ozean In Tokio werden die raschen Fort-schrille der japanischen Truppen auf Sumatra, besonders die Besetzung Ben-kulens, sowie die Aktivität der japanischen Aufklärungsarbeiten in den Gewässern westlich von Malakka und südlich von Rangun als Vorbereitimg einer Ausdehnung der Operationen im hidischcn Ozean beurteilt. Obwohl vom Kriegsschauplatz in Burma keine weiteren amtlichen Meldungen ausgegeben wurden, verlautet u"» unterrichteten Kreisen, daß die FJnniihme HaiifJiuns kurz bevorstehe. dien Zähigkeit gegeniibertreten werden, die sie In ihrem Vaterland kckcii die IkMitsclien bLWiesen haben. Sie werden \x)n den verbündeten 'Mächten, soweii als mir igrend uiöglidi. uiiterstülzt.ü Wir brauchen nicht mehr Bewei.se. um das alte enjili.sdie Spiel zu erkennen: Wieder einmal zeigt sich das alte \>:\-fide Lniiland und kämpft nun bis zum letzten Molhinder. wie es bis zum letzten Franzosen, zum letzten Norweser, Serben und Griechen uekäini)ft hat Der traditionelle britisdio Verrat am Bun-des^enosseii trifft die Niederländer allerdings während dieses Krieges zum zweiten Mal. Die l'lucht des Liisländers W avcli ans Batavia, die der japanischen Landung auf Java unniitt'jibar fokie, ist zii-.liieich das britisdic l:iiiic:eständiiis der vollendeten Niederlajje. Das wird auch von en.tjlisdier Seite zu'^ejiebcn, wenn 7 IL Robert l'raser im Londoner Najli-richtendien.st erklärt: -Das Siidwest-komniando li.ii -.^enaii zwei Monate ee-daucrl! Seine Auflösung bc^täliit dcii Seite 2 x.Marbiirucr ZcituiiR» 5. März 1942 Nummer 64 .iial.!;{clicii(Jcn l:rfu!j^ dc> l'"ciiid«.>.. tJd'.T Rciitcr nit;lüci: i>f:s k-idcr iu,f Je:- haiid. dilti die ji'ipiiiii.sclic Oifc.-iMVC ni liurnia bedeuten dt Ausniallu crrc'clit Imi. soJüf'i iiiclu allein die iiritiseluii I'■iippcn an Ort und Stelle bedrolit ^ud. sondern auch die HesatTitlaue* hi-JiciiN sowie die X'erhifidiniicswei^'e mit I "«cluiri'^kln«. \Va\cll wurde ^einer/ei! hei d-r Xu-"^unnnenkurifr der Krics'^iverhrcclier v^liureli:!! und Rooseveli in \VasIiiTii;tc)n dii!;;iipijr«, so wurde in Matavia später initerstridicu, »werde am Java iMil)eüin'^^t vermieden werden, Ja diese scIi n in dci» ersten Ta.'s'cii der >jlilaelit das ^cliieksa' Jer Iii.sel besie-'^leln kf'Muite. Ja. man set/.ie in U'avell >~in ,uar st;J/.js Vertrauen und sprach Nnn ihm in hohen Tönen. Demi Wavell wnrJe i:i als der Napoleon der \\'ü>te« P1-'II. auch er .selbst erinnerte so licihiiiti;^ im (ics[))iicji ,;j[ern an den Kor-"^en imJ \;>ii Lohhiidelern wurde er sfi-.i^ar mit Nel>wii in I'le/jeliunA' K'-braclit. •\\:is er iet/{ im f'azifik unternehmen N\ird«. si> hiel! es \or Vieni,i^en Wochen 'm L()iKl')nc*r Nachrichlendicn.st, />weil.l man nicht, riuni katm aber iiberzeti.y;! ^ein. dalt es diesmal für die .laixincr sehr ilb^r^a^clknd kointncn wird.' hie Ülvrra^chini.i; ist da. aiider.s, ais London es s'cli .i^edacht hat. aber der Linie des erfol.Lilo.seii (jenerals Wavejl, der nacli seinem kur/en Vor.iic-lien in Libyen wieder xuriick nuillte. J.iiHT \ oji einem PtiMtn am" den anderen geschickt wurd-J xom Nahen f)sten iiacij liidieii. in den l'aziiik und niui wieder nach Indien, und der nirk'ends die ertniinnien Lorbeeren ernten konnte. Sein Leideii>\\e.i; i.st das .icetreiie Ab-b !d der i\\il.lerin|.n'e tmd Niederla,v:cn t^js Lmpire. die Churchill verschtildet hat. lirutal, bedenkenlos und kaltsclmauzi,!,' werden die Niederländer, wird der •-::m/e robsioiirciche Insclbereich im Siidw estpaziiik .^a-opfert. Mn,iilaiKl ist nicht in d'-r l-a;s'e, an /.wei I''ronten /ii kämpfen. Ilnn blieb nur die Wahl — ent-wciler Uritiscli-Iiklien oder Australien, t loiüiiidiscli-lndien mul! daran ulimbeii. Tod des Herzogs von Aosta Iv'om. 4. iMär/. >-:ne k.ui. Ihjlieit. der Herzo,:^^ von Aosia, ist ani I hensta.^;'. dem i>. .Wär/. in .Naw'iibi an einer kurzen, hefii.is^en K'-iiiikiicit ;.;csi()iIvjn, meidet Steiaiii, l'er I hice richtete an die Mer/o.^^in-Mntter \()ii Aost;! Ik'ileidstele- oaiimi. III dem er erklärt. dal.l der Tod J'^s ller/o'.;.^ xon Aosta im italienischen ^')ik und bei der Wehrmacht tiefe, Iraner ans'.;el(j^i luit. Oer Mer/ou xon; \osta_ werde den 'Hk■i^enwärtil^cn und' isiimti'.;en (ienerationen als leuchtendes' ^ rbld dienen. j AinaJ'^iis \()ii Sa\o.\».ii. Mer/ von \osi;i, wurde am Jl. Okiob-Jr ist^.s in 1 urm .i^ehjreii. >ein (irollsater war ein Druiler des K("niiv;s Hiimhert I. von Iia-l en. Im Weltkrie.v: meldete si^;h derl lier/okiat iii:t. I"if» wurde er /um Artillerie-! eninant beriifdert, /v'ichnete sich bei N erschicJenen Kämpfen ans und erhielt ^lie hron/eiic und silberne 'l'a])ferkeits-iiicJaiÜe, Nach dem \\eltkrie'.i k'in.i^ er m die Meha."i.steniriii>pe imd nahm an den < M'eratiJtieii zur Wiedei'-'roberuii.;; des •-iidl'ciien L.hveii leil. Als IMie^Ljeroifizier /eicliiiete er sich bei der lieselzun.^ der Nase Kufra au^. Am JO. November wurde er /um \ i/eköiiiv; von Äthiopien ernannt, ßei liev,nnn d*w's i^e'-^enwärtivien Krc'^^es übernahm er das Oberkoni-iiianJo der Sireilkräfte in Athii.i)ien. wo e:- d-'n l\ampi_ ,i;e'^^en einen zahlen- tmd iiiaterialinäl.ü.;'' tiherle.:;eiien (ie;.rner lei-ietc. Svine l''iihrertiijienden bewie.s er bei der heldeiihafteii \'erteidi.u:un:.: der, 'alienischeii Sielhui'^' bei Aniba Alad-"«chi. l.r erhielt d'e höchste miütärische [ An^/'eic!^llm.';. die .i;o!dene Tapferkeits-medaiile. " | Als ()berlxieliislial)er teilte er mit sei-, ncn Soldaten d;is letzte mid /o,u es so-' mit vor. bei ilnien ans/nharren und mit, Iineii auch das Schicksal der fiefanjiien-naiime /ii teilen, Das Beileid des Führers Ii e r i i 11. 4, März. her Liilrer hat Seiner .Majestät dem K()ni^^ von Italien tiiid Kaiser von Äthio-pien /Ulli Tode des l'rin/en von Aosta tele'^raplnscli sein herzlichstes Beileid zum Ausdruck ;:ebra.clil. Das Gericht von Riom auf Nebengeleisen Warum wird die Frage der eigentlichen Kriegsschuld nicht berilhrt? Ii e r I I n, 4. Mar/!. AU h'raiikreieh uiitPr den Schlri^en dvi" deutschen Armeen zusanmienbrneh und Alarschnll Petain, um die Vollendung der Katastrf)phe abzuwenden, nm Waffenstillstand bitten niiilile. hatte das Schicksal seinen Spruch lu-reis über diesen Sta'it gefällt, der ohne jede Notwendigkeit seinem Nachbarn den Krie^,; erklJirt hatte. Zweifellos ^ab es zu diesem Zeitpunkt Millionen l-ranzosen, die in fassuni^sloser I'rschiilterung nicht begriffen, was sich in Wirklichkeit erei.cinet hatte. Sie lebten lern jeder Realität in jenen traumverlorenen üefikien. in denen ihnen eine raffinierte l"'ropa^anda das Trugbild eines ^^ri'Hieren 1'rankreichs vors;ep:aukelt hatte, das dazu berufen schien. V'orkänipterin der Kultur tmd Zivilisation, des Fortschritts und der A\ensehenrechte zu sein. Aus dieser Aufl'assun.t,' er^ab sich für sie zugleii^h der Olaube, allen l'einden dieser selbst-^efallij^iMi llhision entf^e.nentrelen mul sie vernichten zu müssen. Da der Haupt-l'eind, wie sie wähnten, Deutschland war, mündeten ihre Hoffnungen automatisch in die F-Xjiansionspläne ein, die seit Richelieu, Ludwi}^ IV., Napoleon und Cleuvm-eeau danach strebten, 'zumindest die Rheinffrenze zu erreichen und das Reich in lebensunfähige Territorien zu zersplittern. Frankreichs Kriegscrk1üriin}{ Als Daladier am 3. September 11)30, dein Beispiel Chamberlains fol^^jend, f>eutschland ilen Krie^ erklärte, brandete hinter dem Wall der A\aginotlinie eine l'lut extatischer Begeisternnft, entfesselten Hasses und eines, seit lanf^em künstlich ;»eschürlen Chauvinismus empor. Um so nietlerschmetlerndcr mußte es darum wir- ken, dali die Armeen des Reiches die an-}j;eblich so glorreiche Wehrmacht der »Grande Nation« in vier Wochen restlos zerschmetterten. .Aus deprimierten ebenso wie aus hafierfüllten Herzen kamen spontan die I-Tagen: Wie war das mö{jlich? -Wer ist schuld? Dieselben !• ragen stehen heute über dem Richtertiseh vim Riom, an dem französische Juristen das schon von der Geschichte über die Kriegsverbrecher gesprochene Urteil auf merkwürdige Weise auszudeuten versuchen. Nur wenige ^\än-ner waren damals verhaftet worden, als das franz()sische Volk in den Stunden des Zusammenbruchs nach den Verantwortli-ehen rief. Manche von jenen, die [Frankreichs Zukunft frevelhaft verspielt hatten, flohen über den Atlantik; andere bewegen sich noch heute frei zwischen Vichy und fier Provence. Einfache Frage und Antwort Worum geht es in Riom? Um die Schuld an der Katastrophe iVankreichs. So einfach sind Frage und Antwort, daß sie kaum einer Erläuterung bedurften, wenn das Gericht nach objektivem Gesetz Ursache und Wirkung zu eruieren hätte. Aber die Richter von Riom amtieren mit antleren Absichten und Richtlinien, deren Zweck kaum von ihnen selbst bestimmt wurde Daladier, Gamelin und die anderen Angeklagten sollen sich verantworten, weil sie mit schlechter wirtschaftlicher und militärischer Rüstung in den Krieg gingen, weil sie ihn miserabel lührten und damit — so folgert man unlogischerweise — die Niederlage verschuldeten. Weshalb hat in Vichy und Riom noch keine Instanz an die Angeklagten die Frage gerichtet: Wa- iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitittiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinitiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiii Audi Italiens U-Boote an der USA-Riisle Über 27.000 brt von ihnen versenkt Rom, 4. März. | Englische Flugzeuge \)ombardierten Der itallenisehe Wehrmachtbericht vom I Bcngasi. Ls werden keine beträchtlichen AAittwoch gibt l)ekannt; Drei liingeboren^ Feindliche motorisierte Verbände, die in Siid-Libyen eindrangen, wurden von unseren Sa fi a ra -A b t e i 1 u n gen u n verzüg i ic h an;;egrilfen und gezwungen, sich unter Verlusten zurückzuziehen. Die Lultwatle, ilie trotz ungünstiger Witterungsverhäll-nisse entschlossen in die Kämpfe eingriil. verfolgte und zersprengte die feindlichjii Verbände. Deutsch-italienische riugzeugverbände lührten im Gebiet von Tobruk aufeinanderfolgende Zerstr>rnngsaktionen diircli. Drei Ciirtiss wurden im Kampfe abgeschossen. Line vierte wurde vtin der Lienabwehr einer unserer Wüstenstellun-gep zum Absturz gebracht, Malta wurile wiederholt angegrilfen. Im Hafen von La Valetta erzielten deutsche Flugzeuge Trelfer auf einem Kreuzer, aus dem sofort IkjIic Flammen aulstiegen. Schäden gemeldet. wurden verletzt. Längs tler Küste der Vereinigten Staaten operierende U-Boote versenkten insgesamt 21.224 brt. feindlichen Schiffsraumes. USA-Tanker von japanischem U-Bool e nichlei ß e r 1 i 11. 4. März. Der amerikanische 'l'anker »William Borg« wurde in der Nacht zum Mittwoch von einem japanischen Unterse»»-büot an der amerikanischen Pazifikküste versenkt. Zwischen dem Tanker und dem U-ßoot fand ein Feuergefccht statt, in dessen Verlauf der 'i'ankcr so schwer getroffen wurde, dali er Iikmi-tiend unterging. Über das Schicksal der Besatzung ist nichts bekannt." Also sprach Wavell und verschwand Liebe Abschiedsworte an die verratenen niederländischen Bundesgenossen S t o c k h o 1 lu, 4. März. ' W avell ist in Indien eingetroffen, verkündete'Reuter gestern abend. Damit wurde sozusagen der Schlußstrich unter den neuesten Verrat der Briten an eii>Jin ihrer Bundesue!u)sseu gezov:cn. Vor seiner l'Iucht in der Stunde der I:nt-scheidung hat Wavell an die betrogene imd ins Ün.ijlück gestürzte Bevölkerung NieJ'Jrländisch-lndiens übrigens noch eine Abschiedsbotschatt gerichtet. Fin Hölwipunkt britischer Freehhcit Der berühmte Rückzugsg'wtieral, der auf seinen verschlungenen Wegen immer nur rauchende Trümmerhaufen und Ruinenfelder zurückliell. betont einleitend. dalj er den Befehl erhalten habe, angesichts der letzten Ereignisse« — also angesichts der bevorstehenden Katastrophe — den Befehl über die Trup-nen der \erl)ündeten auf Java den nie-derländisciien Kommandeuren zu überlassen. Scheinheilig erklärte Wavell dann noch, er überlasse den Niederländern den Befehi mit vollem Vertrauen, da er hoffe, dali sie alles Meiischenmiigliche, für die Verteidiiimig .la\as tun werdeu. Der Wechsel im Koniiuando werde nicht ^ bedeuten, dal.{ der »Zustrom« an Fhig--/euuen und anderem Kriegsmaterial für die Verteidigung .lavas versiege. Beiini Abschied möchie er Niederiiindisch-Itidien seine »Bewunderung für die Ent-sclilossfJiiheit und Ruhe in Gefalircii und Widerwärtigkeiten aussprechen und sende dem niederländischen Volk uuf-richtige \\ ünsche für einen glücklichen Ausgang des Kampfes... Auch Admiral Henrich zurQckoetrelen Wie die uordanierikanische Agentur Associated' Press heute meldet, ist nun auch Viz'Jadmiral Helfrich, der Befehlshaber der Seestreitkräfte der vereinigten Nationen im südwestlichen Pazifik, von seinem Posten zurückKelreten. Nach Wavells Fluclit aus der Verantwortung konnnt diese Nachricht nicht gerade iil>erraschciid. Sie zeigt, daß die Ratten der »vereinigten Nationen« das sinkende ScJiiff verlassen, Ter Polten libernimml das Komnundo auf lava Wie Reuter meldet, wurde der Befehl über die Landstreitkräfte in Niederlän-disch-Ostindien dem holländischen Generalleutnant Ter Porten übertragen, während der stellvertretende Konteraüm'.ral J. van Staveren das Kommando der noch vorhandenen Seestrcitkrälte übernimmt. rum habt Ihr I3eulschland den Krieg erklärt? Dinge, von denen man in Riem nicht spricht In den Akten von Riom müliten sich die i^eden Adolf Hitlers' vom .30. Jänner 1937 und 2(>. September 1938 befinden, in denen sich der l'ührer zur Verständigung mit Frankreidi bereiterklärte, mit dem Deutschland keinerlei Streitpunkte hatte. Man müßte den Bericht des Botschafters Coulondre über seine Unterredung mit Reichsaulienminister Ribbentrop am 20. November 10.38 über das gleiclie Thema heranziehen. Man müf^te die Aufzeichnungen über den Besuch Ribbentrops in Paris im Dezember 1038 zur Sprache bringen und den Angeklagten die damals unterzeichnete Freundschaftserklärung vorhalten, in der Deutschland und Frankreich sich verpflichteten, die beiderseitigen Grenzen anzuerkennen und alle etwaige Streitfragen in friedlicher Aussprache zu regein. Man müßte die Reichstagsrede des Führers vom 28. April 1939 verlesen, in der er allen Nachbarn des Reiches die Zusammenarbeit und den Abschluß von Nichtangriffspakten anboL Man müßte sich der wiederholten Versuche des Reiches erinnern, die polnische Frage auf gütlichem Wege zu lösen, der damals gemachten, die höchstc Selbstbescheidung überschreitenden Vorschläge bezüglich Danzings und des Korridors; man müßte sich der Mahnungen an England und l-rankreich entsinnen, den i\)len zur Vernunft zu raten. Man müßte den Brief des Führers an Daladier aufgreifen, in dem der damalige französische Ministerpräsident nochmals darauf aufnierksani gemacht wurde, daß Deutschland keinen Krieg, sondern nur eine Regelung der unhaltbaren Zustände an seinen Ostgrenzen suchte. Und weiter gehört in die Anklageschrift von Riom das Verinittlungsan-gebot des Duce, das in letzter Stunde den drohenden Konflikt verhindern wollte. Mau müßte endlich die Rede Adolf Hitlers in« befreiten Danzig zur Vorlesung bringen, in der er nach Beendigung des polnischen Feldzuges den Westmächten die Sinnlosigkeit des Krieges vor Augen hielt und ihnen nochmals die Hand zur Verständigung bot. Weshalb das seltsame Schweigen? Von alledem aber ist in Riom nicht die Rede. Man streitet sich vielmehr darum, ob Frankreich für diesen Krieg genug l'lugzeuge, Tanks und Geschütze besaß, oh seine Wirtschaft ausreichend organisiert war, ob die Minister ihre Pflicht -die der Kriegführung! — nach bestem Gewissen erfüllt und die Generäle richtig oder falsch gehandelt haben. Die gerissene Dialektik Daladiers mul Blums beherrscht den Gerichtssaal, in dem niemand im Namen des verratenen, verhetzten und belogenen Volkes die entscheidende Frage aufwirft: Weshalb habt Ihr überhaupt diesen verbrecherischen Krieg erklärt, den Ihr so schmählich verloren habt? Aber niemand scheint an dieser Frage interessiert zu sein. Auch im Hotel du Parc in Vichy nicht. Darum erlauben wir uns die Gegenfrage; Warum dieses seltsame Schweigen? — Warum werden nur Dinge behandelt, die sekundärer Natur sind, während das primäre Problem der Kriegsschuld vom Prozeß s<» fern als möglich gehalten wird? Lduard Funk iliodimals Enplands Oanit Französischer Frachter versenkt _ Neun Tote Berlin, 4. März. Der französische Frachter »PLM 20',. wurde in« .Mittelmeer auf der Fahrt von Sfax nach TuniS'am 1. März von einen» englischen U-Boot torpediert und versenkt. Obgleich das Schiff deutlich sichtbar die französischen* Hoheitsabzeichen trug, ging das britische Unterseeboot zum Angriff vor und schoß zwei Torpedos ab, die das Schiff trafen. Neun Mann der französischen Besatzung mußteii diesen Überfall der Briten mit dem Leben bezahlen, darunter zwei hulochinesen und zwei Araber. Der Rest der Besatzung konnte gerettet werden. Die Ladung des Schiffes bestand aus Phosphat, das für die französische Landwirtschaft bestimmt war. Die »PLM 20« hatte eine Wasserverdrängung von 5417 brt.' Diese feige Versenkung reiht sich wüi-dig an die Bombardierung der Zivilbevölkerung von Paris. nmclv niid Verlag: M.irhurcer Verlnirs. uiul Oruckerpi-(Ics. !ii b. H. — VcrlaxslcilunK: hsron Baunuiirfncr r Muuinicluilllcitcrr Anlon tierschack: ullo iu Mu'buVr ____a. d.I">raii. nnth;.-issc fi. Zur Zeit für Anzclccn die Preisliste Nr. 1 vom I. Jiinl 1041 KiJUlK. Ausfall der 1 lefcrunß de» HIaltes licl hftherrr Gewalt oder nelrlchsstörunu srilit keinen Anspruch tiii KückuhiUDS des Bc/ucsselJeA l'^mwner f5M ♦ Marfim'ger Zeitu-ris«^ 5. März 104J Seite 3 dUdies B(u$i xfuet Mttk Di# Donau ak Schkksaltstroin dar Völkar Berge fi'ei*neti, Ströme verbii^Jen. Jahrhundertelang haben Alpen und Pyrenäen i'rie mittelländische von der nordischen Welt geschieden und in Asien war der Himalaya die Scheidewand zwischen Indiens Kultur und nordasiatischer Barberei. Flüße hingegen bringen die Menschen zu-üanimen; schon aus diesem Grunde war auch üäs Wort »Rheingrenze« politisch Jalsch. Am aufjenfäHigsten für den verbindenden Charakter großer Ströme ist wohl diis Beispiel der Donau, die vom Schwarz-waW bis zum Schwarzen Meer Länder und Staaten durchfließt und mit ihrem Stromgebiet von 800.000 Quadratkilometern einschließlich ucr Nebenflüße der größte uivd bedeutendste Strom Kuropas ist, wenn man die lerne Wolga ausnimmt. Kein Wunder, daß unter diesen Umstän. den die Donau in der Oeschichte Kuropas und fast aller europäischen Volker nicht nur große Bedeutung erlangt hat, sona'ern vielfach zum Schicksalsstrom geworden ist. Für uns Deutsche ist sie die Nibelun-genstraße, der Strom, an dem sich tragischstes deutsches Geschick vollzogen lial. Die Donau war aber andererseils auch der Schicksalsstrom der Türken, deren l^xpinsionskraft hier gebrochen ^\urde. Sie ist schließlich Schicksalsstroni i.er Magyaren geworden, dieses Reitcr-volks, das an ihren Ufern aus den Sätteln stieg und zum Bauernvolk wurde. Seit hundert Jahren hat sich nmi gewissermaßen eine Wiedergeburt des Do-iiauraums vollzogen, und zwar eigentlich von der Quelle bis zur Mündung Im Oberlauf sah der Strom 1870/71 das Neuerstehen des Reiches, 1918 den zeitweisen Niedergang und als Krönung seiner abermaligen Begründung durch den Führer den Anschluß der Ostmark und .damit die Vereinigung aller ueutschen Stämme. Rhein und Donau können heute als gc-schichMich gleichwertige Ströme für uns angesehen werden: ihnen wird sich in den kommenden Generationen die Weichsel als dritter zugesellen. Aber nicht nur im deutschen Raum hat im Lauf der letzten hundert Jahre im wahrsten Sinne ues Wortes bei der Donau zu »neuen Ufern ein neuer Tag geführt«, War die Wucht des türkischen Ansturms auch ^'hon vor Jahrhunderten an den Toren Wfens zerschellt ,so hatte sich der Halbmond über den Ländern des Un-icrlaufs der Donau dcK:h noch bis weil ins neunzehnte Jahrhundert hinein behaupten können. Im Laufe ü'er Zeit waren dann die '1 ürken immer mehr zurückgedrängt und die Fahnen der Doppelmonarchie weit nach Südosten vorgetragen worden; im Unterlauf des Stromes aber waren eine Reihe selbständiger Staaten entstanden. Der große Stoß, der die Türken dann völlig aus cieni Donauraum heraustrieb und ihnen nur am Bosporus und an den Dardanellen einen Brückenkopl" in EuropJi ließ, erfolgte jedoch erst 1912, als sich die Mehrzahl der Südostvölker erhob, um ihre immer noch unter türkischer Herrschaft lebenden Volksgenossen zu befreien. Infolge des Fehlens einer anerkannten und weitblickenden politischen Gesamt-iührung entzweiten sie sich freilich sehr bald wiecier unter sich und rauften untereinander um die Beute. Das Dröhnen der Kanonen der Balkankriege läutete den Weltkrieg ein, den Krieg, der mit dem Zerfall der Doppelmonarchie dem unteren Donauraum wiederum ein neues Gesicht | saiHes ttivu den übrigen Pariser VorfH*ten kant, nur tii# Zwischenlösung fragwürdigster Art angesehen werden konnte. Erst jetzt, HMl, ist für die Aufleiluitg des Rauint-s eine wahre und dauernde Lö-sirng gefunden worden. Die Fahnen des Großdetitschen Reiches sind hier violleicht c'eutiicher ..... wenn man von dem großen Ringen im Osten absieht — als an anderen Stellen zu Hannern tmd Wcgberoitem des europäischen Gedankens gewtn'den. Wie die Landkarte heute aussieht, netzen die Wellen der Donau den Strand von sieben verschiedenen l.änueru. ^Is ersten und an der Spitze steht Deutschland, zweites ist der deutsche Schutzstaat, die Slowakei. Iis folgen das Königreich Ungarn und der Unabhängige Staat Kroatien, weiter Serbien, Bulgarien und Rumänien, in dessen Gebiet sich t..ie Donau ins Meer ergießt. Bunter aber noch als die Landkartenflächen dieser verschiedenen Staaten, bii'nter noch als das Bild ihrer Landesfarben ist das Bild der Städte, Gie an ihr aufgereiht sind wie Perlen an einer Schnur. Auf Donaueschingen folgt UInt, wo der noch junge Fluß das Schwäbische verläßt und Ins Bayrische übertritt, bei Regensburg blickt die Walhalle auf' den Strom herab und bei Passau, uer Stadt der drei Ströme, Donau, Inn und 11/, gelangt der Hauptstrom in die Ostmark, die einmal des Kernland des Reiches w ar,'das , nach dem Namen e.es Snotues als l>>naii-(lionarcbie in die Geschichte einj^cgangen ist. Ms folgen die beiden Königinnen Wieti, Metropole und ia^>t Grenzstadt an der Donau zugleich, und nach ihr, mil der alten Kaisersladi an Schönheit wetieiiernd, Budapest, Ungarns Hauptstatif. Dazwischen Preßburg, die Hauptstadt der befreundeten Shnvakei. Weiter wiil/.i der Strom seine bre'ten Fluten durch die ungarischen Tielelx'nc iukI begriißl an der Ljnmündung der Save Staut und Festung Belgcrad'v, d.ts wohl die tragischste unti bewegteste Geschichic aller Donaustädte aufzuweisen hat, eine Tragik von besonderer Art, die last ebenso liaufig aus fremder Schuld wie aus der Schulu der eigenen Bewohner Belgrads emporwuchs. [)ie Landschaft ändert sich wieder. Die Ufer rücken zusammen, und nm l-jsernen Tor erhält die Donau fast den Charakter des Rheins. Aber nur kur/.e Zeil. In un-enulich breitent unreguliertem Xug wäl/t sich das jet/.t lang>^t nicht mehr blaue Bani'. durch die Mais- und Wei/enlelder der Niederung, '.anj^e Zeil die Grenze zw"' sehen Bulgarien und Rumänien bildenu. Auch hier noch von Städten und Siedlungen utnsäunil, denren geschichtliche Bedeutung aber nicht .mehr an die von Regensburg und Pa.^sau, Wien und Preßburg, Budapest tnu« Belgrad heranreicht. A. W . Schiirmann Sowjetisches Tagebuch Notizan ainas bolschawistischan Ragimantskommandaurs Von Kriessberichior Armin Lichhol/, Ini Osten, 4. März ( PK) Bei einem Gegenstoß im mittleren At»-schnitt der "Ostfront fiel einer deutschen Division das Tagebuch eines sowjetischen Regimentskommandeurs in tlie Hände. Wir geben aus dem Tagebuch nur einige wörtliche Auszüge aus den ersten drei Wochen des neuen Jahres wieder. Sic sagen mehr als gt^ug über die Stimmung beim Feind. »1. Jan. 42. Nun sind wir im neuen Jahr drin. Erwartet habe ich das neue Jahr im Kampfe mit dem Gegner in 1-. Genau um 24.00 Uhr wurde das Artilleriefeuer mit dem Geschütz Kostikowa eröffnet. Nach dieser Vorbereitung griffen wir das Dorf an und besetzten es. Mit diesem Erfolg betraten wir das neue Jahr. Erfolg im neuen Jahr bedeutet Erfolg das ganze Ja'ir hindurch! Der Sieg wird unser sein! »Unsere Lage ist sehr ernst.« 4. Jan. Am 2. und IL 1. griflen wir mit dem ganzen f^egiinent W. und B. an, alle beiden Tage ohne Erfolg. Der Gegner steckt in einer starken Stellung. Wir haben viel Verluste an Verwundelen, über 200 Mann. Ich gel)e den Befehl, bis zun» letzten .Atemzug zu kämpfen. Dieses bedeutet, daß unsere Lage sehr ernsl war. 8. Jan, 42. Am 7. und 8. Januar stehen wir im Kampf hinter dem Dorf D.r jedoch ohne Erfolg. Der Gegner hat sich end-i ohne F.rfolg, Bis gegen .\bend des 1(!. Januar hielt das II. Btl. ca. 10 Maurer besetzt, die anderen Häuser hatten dio Deutschen in ihrer Hand. Die Straßen-kämple nahmen einen stärkeren Charakter an. Der I-lnderfolg war der, daß die Deutschen infolge ihres .Minen vverfer-, MG- und Gewehrfeuers doch die Herren der Lage blieben. Die Lage war kiitisci». Ich meldete dies der Division und zo«:^ mein Btl. in das Dorf S. zurück. Wieder kein Erfolg im Kampf! Was ist das fiir eine Periode? Warum solche Mißerfolg.'? Warum solche großen Verluste? Dies alles ist nur der unfähigen Führun;.^ der Kommandeure der Division /u/Aischrei-ben. Wie müssen v\ir in den kommenden Fällen handeln? Die Mannschaften kämpfen, aber der Erfolg ist gering. Ich kann schon diese Operalitmen um G. nicht mehr verstehen. Wir haben mit zwei Bataillonen die Verteidigung von O. übernonunen. Wie es aussieht, suchi die Armee und unsere Division irgendeine andere Lösung, um nach der direktiven .Anordnung des Genossen Stalin den Kampf anders als bisher zu führen. Iis wird auch Zeil. Jetzt müssen wir uns unbedingt konzentrieren und unsere ganze Krau zusammennehujon, um mit großen) Verständnis den Kampf so zu führen, daß der Widerstand des Gegners noch im ..... , , X . -n . I A i M • i Eaufe des Wftiters gebrochen winl, da- gültig festgesetzt. 1 rolz des Artillerie- j,„ Prühiahr den Kopf nicht mehr und Minenwerter-Feuers war der Gegner kann oder den Gedanken an eine nicht aus den Stellungen '^inauszuwerteii. 1 fallen lassen muß. Und der Erfolg: der Auftrag konnte nicht! durchgeführt werden. )>Waruiii Solche Mißerfolge, sokhe Verlaste?« 13. Jan. An» 9. imd 10. Januar standen ,'ab, was aber, wie alles, was aus Ver-!"^^ir im Kampf hinter dem Dorl P., wieder m 1 l'K.-KrieKsbcrn.hlrr Kimsthrr iSvht Das Ende eines bolschewistischen Angrlfis \m Dorfrand brach er im dcutschcn Abwehrfeuer /us,inimcn Der Divisionskommtssar prahlte an. Der Kampf wurde gestern mit großem Mißerfolg für uns beendet. Das Dorf ist nicht genommen und nach fast 3 Tagen Kanipf mußten wir zurückgehen und hinterließen viele Tote und etliche niotorisierle Teile. In der Nacht traf P. (Divisionskommissar) ein und wie immer wollte er wieder Dummheiten machen, so z, B. wollte er mich und K. nach G. zurückschicken, um die paar Schlitten /.\\~ lückzuholen, die wir dort stehen lassjn mußten. Er prahlte längere Zeil damit, selbst hinzufahren und sie zu holen, aber wie es aussieht, hat er .Angst. Er fu'ir nu-bis zum Ausgang des Dorfes, kehrte um und fuhr wieder zurück. FJreck, aber k'Mit Kämpfer! 15. Jan. Ja. inau mul.l jcizl iruendvvel-cli'j Mallnalinicn ergreifen, um die Deutschen zu vertreiben, sonst könnten sie sich MtK'li an unser KÜnui .uewöhnen. Wenn wir sie jetzt nicht verja.ijen. dann nininit der Krie.u irn l'rülijalir ikkIi einen ftrölkren Uinfanv: an. Dies fordert neue Opfer und hriiiL;t auch wieder neue N'^rwüslun^en. Es fehlt uns vieles, insbesondere Gewehre Ursaclieii: viele Leichtverwundete werfen ihre (iewelire \Teg und verlassen das Schlachtfeld, ohne die llewelnv milznneliineu tS ist eine Sorglosii^keit imd Feigheit oder ist CS für sie eine Ereiitle. da Ii sie sie Si. hfl M. Auf dem We« zum Markt in Insnlinde .tclzt iiiclit mein" ;un Kampfe zu bcieiü-jien brauchen? Wieder Verluste ... 17. Jan. has 1. Hil. muf Spc/;i;ilaliivi-lun.n' sind .'.iCsicni von /wc Paii/cni iiii-,i;ei:;rifteii worden. Der f:'riol;< eine Panik. Alle sind au^eiMunder '.^ehniieii. W 'v blieben mir mit einer kleinen < iruiipe Inian-terie /uriick und hallen \'erhisiL-. lleiti. kauK'n ^wieder /w cj Jeiitsclie l*an/er im einer GriH^pc Infanterie bis an daN hon heran. - I-iei der hi\'isioii sind ^ecli-. Panzer eiiivrelroüeii. l'vpe KW inui T. .^4, Aber als sie um Kauijiic teilnehmen ><,)llteii. steÜic e^ sich liei\iiis. dal' keiii Breimsuiif da war oder es isi k..iii Ol vorhanden v)der sie sind nicht in Ordnuii.n' usw. .Wjn sa>ii. es sei Sorelo-si^keit oder X'erral. Meine hesct/U- der (ickMier S.. ver.ia.üte das K'-i.. \,)n Jor'. Das sind lieilie und aiiire.^ende lileibc ich am Lehen? Ich weill es iiiolitl .lede Vliiiute lülili man den Tod neben sich. N'orläniij; lebe ich! Die Todesahiuui'.ieii des sow iei'.sclien ReKnmentskoniaumüeurs haiv^ii sich erfüllt. Am nächsten I a;^'. am l.s. 1.. fiel er mit seinem Stab in der Ortschaii <). Da-l-^e.ijimcnt. mit dem a- so .slcycswill Ii; das neue .Lilii' eiii.'.;eirek'ii \\nr, wurde veriiichtei. „Es lebe die Unabhändigkeil Indiensr' Lehliarte BeueisterunK unter siclanucncn Indern Die kmidfmikboischaH des liilirei^ der indischen Natioiialbew c,i;uii'.;. Sub-has Chaikb'a liose. hai. wie SKiaiii berichtet. unter Jen indischen (ieian:4:eiu ii in den ilalienischeii ' iefanneiieiila'Acrii in Nordairika lebliaitc-ic He^eisicrmi erweckt. All! Schluli der Seiiduir^' bracl;..ii d:e t iefanjiciien in den k'in" Es Iciie die l'n-ablninji'i.vikeit Indiens! aus niid ^abcii ihrer \eraclilnii.ic für Eii;4:!and Ausdruck. Unter den < iefaii.iieneii berrseliie eiiu-lebhafte Enipörmi;.; über die mmieuscli-liche Beliandhm.ü:. die die 1 jt.^Hiiiider dcü ludern im \ erlauf der Schlacht \'oii W.i-lakka und wiUireiid der l>elii.^ernn'4 \(hi Siunapur zuteil werden liel.ien. l'k. ZcK'hni'im ; K i ii'cstici itliiiT MULKUI.ihii iWliJ liofiHMjriff atii cMmllsehe 1 lakstclliiujj Seite 4 i>Marburfi:er Zeitunj:« 5. März \^A2 Niimmer (A Volk und Jiuliut Kalevala-Feler in Berliii Unter Beteiligung von Vertre- tern der Behörden, der Partei, der Wehrmacht und der finnischen Kolonie in Berlin veranstaltete die nordische Verbindungsstelle eine von Kammermusik des I ehse-Quartetts umrahmte Feierstunde /ur Erinnerung an die Veröffentlichung des finnischen Nationalepos »Kalevala« durch den finnischen Dichter Elias Loeiin-foth am 28. l-ebruar 1835. Nach einführenden Worten von Präsidenten Dr. Drllger über die Bedeutung des Kalcvala-hpos iils moralische Kraftquelle i'ür die finnische Nation bezeichnete UniversitSts-Professor Jaakkola die Heklendiehtung des Kalevala als die reichste, geschlossenste und selbständigste nationale Schr)pfung unter den früh-nurdischen Oeisteserzeugnissen, In einer Ansprache unterstrich der finnische (icsandte Kivimarki die Impulse, ilie vom Kalevala für den Kampf Finnlands um l'reiheit und Kultur ausgegangen seien. Im Uingen um einen geistigen' Lehensraum kämpften Deutschland und l innland jetzt Seite an Seite, nicht nur weil die Orenzen ihrer L.lnder bedroht i-eien, sondern auch, weil die Möglichkeit zur Saat und Ernte Ireier nationaler Kultur gesichert \\'erden solle. Film Der grosse König« — Film der Nation ( raiiffiilirniiK des nuiieii Tobls-MIms In AfiM'esenhelt von Reichsminister Dr. Qoebb«!«, Soldaten und Rüstungsarbeltern 1 )t*r iicui' Veit liarlrm-lMlrn der Tobls :>Der stelhing zeichnet er die Charakterstärke des jifoRe Kimi^ . der am iJicnstng im Berliner ^iroßen Preiilienkönips, der sich gegen seine Ufa.Palast «iiu /uo uiul in Pfitsdani zur Ur- äiiBercn Feinde ebenso wie gegen Vcrzagt-iiiffiiltnitig j;c'laii)4tc, isl in scint-r Bedeutung heit und Klehunut seiner Umgebung als Kunstwerk dathircli besonders gewürdigt und beharrlich durchsetzt und seinem yolk worden dali der Kiilirer den Darsteller des und Land j^epen alle turmhohen Widerstände Vriedericus Rex Dttu Gebühr /.um Staats- damit eine glücklichere Zukimft erkämpft An >cliauspieler ernannte. ' die Darstellung Friedrich reihen sich im Film Dieser Schauspieler, der sclmn in ni:incheii eine Vielzahl von charaktervollen Gestalten t-ilmwerken den i^ToPieit Preiilk-nktiiiig dar- in getreuer Wiedergabe des geschichtlichen stellte, pibf aurh in diesem neuen groBen (iesehehens an und verhelfen dem Werk zu historischen Filnulokurnent mit auliergew/thn- einem großen und nachhaltigen Erfolg. Itcher f^arstelliinpskratt ein Charakterbild | Dieser Erfolg kam in Tierliii und l^otsdani t riedriclis in .N\aske und Spiel von iiherzeu- ;nii DienstaK int spontanen Beifall, der allen gender Echtheit und Libeiidinkeit. Der Filnt Mitwirkenden Kalt, lebhaft zum Ausdruck. ^elbst wurde, wie bereits berichtet, durch Veit Harlan, Otto Ciehiilir, Christina Söder-Is'eichsniinister Dr Goel-^lnls als Schirmherrn bäum und andere Mitwirkende inul3ten wie-i ^ r*>i t ___ ________ . *.t____ ser s^Dllte als Grundstock für das Mu-scinn seine in jahrzehntelanger Sammeltätigkeit erv^wbenen KunstschiUze und Altertümer zur Verfügung. Ks war die Ihretn kulturgeschichtlichem und tat-süchlichetn Wert nach größte Schen-kuuK, die jemals in l">eutschland von privater Selto gemacht ist. Später übergab die Stadt Nürnbers: dem Museum diren Kesatnten älteren Kunstbesitz, danuiter Originale von Albrecht Dürer und anderen weltberühmten Meistern. Auch sämtliche deutsche Bimdesfürsten übcr-lielien dem Germanischen Museum wert- 'A ,VA^V\^V-V^^^ VV.^^ ^ vVVVVVV'v V/VAVVA.'NVVNW'/VVVVVW » den Film »Olun Krüijer« und Gustav Ucicky für den Film »Heitnkehr«. .in der Kunst nimmt. Man erlebte diesen Bildstreifen als ein Beispiel das die Geschichte allen Zeiten gegeben hat, in denen von einem Volke die PiCwShrtmg seines Charakters gefordert wird.. Der Film der Tobis preift aus dem Sieben- ficr Führer hat Otto Gebühr, den Träger lahngen Krieg entscheidendes und bezeich-1 der Titelrolle In dem neuen Tobis-Film »Der nendes (iescbehen auf. In meisterhafter Dar. | große König«, zutn Staatschauspieler ernannt. Otto fieliDlir zam Slaaissclianspieier 1 ernannt iicubau am Ring (gegenüber dem »Deut sehen Hof«) seiner Bestimmung übergeben. In ^winen ^0() Räumen vereinigt das Germanische Nationalmuseum Meisterwerke der deutschen Kunst und Kultur von der Frühzeit an, reiche Fachsamm-lungen von (jemälden und Bildwerken, Spielzeug und Kostümen, allerlei Altertümern, Zimmer und Bauernstuben des 15. bis 18. Jahrhunderts und eine Unzahl wertvoller kulturgeschichtlicher imd kunstgeschichtlicher Ob/ekte aller Art. Das Kupferstichkabinett des Museums birgt als Hauptschaustücke die kostbare Dürer- und Kleinmeistersammlung der Stadt Nürnberg. Die öffentlich zugängliche BiWlothek umfaßt über 500.000 Bände, das Archiv enthalt 15.000 Pergamenturkunden mit großen Seltenheiten. Mit seinen 1?^ größeren und kleineren Höfen bedeckt das Museum eine Flächo von über 20.000 Oua-dratkilometern. > Aus der Reichskammer der Bildenden Künste. Auf Vorschlag des Präsidenten der Reichskivmmer der Bildenden Künste hat der President der Reictiskultur-kammer, Reichsminister Dr. Goebbels, den Abteilungsleiter in der Hauptgeschäfts-führutig der Reichskulturkaniiner, Rechtsanwalt Hans Meister, unter Beibehaltung seiner bisherigen Dienststellung zum kommissarischen Geschäftsführer der Reichskammer der Bildenden Künste ernannt. -+ Der SchlMe'liund und die Weimar-Festspiele. Der Deutsche Schillerbund (Sitz Weimar) berichtet im neuesten Heft seiner Mitteilungen über die Arbeit im abgelaufenen Jahr. Hauptaufgabe des Bundes bilden die Weimar-Fest-sijiele der Deutschen Jugend, die im zweiten Kriegsjahr in fünf Rellien vom 12. Juni bis 14. Juli durchgeführt wur-d»3n und öt^MX) Teilnehmer nach Weimar brachten. Die n»eisten Besucher stellten die Schulgruppen de.s Deutschen Schillerbundes und die Jungarbeiter und Jungarbeiterinnen aus allen Gauen des Reiches, Auch zahlreiche ausländische Jutf^ndführerabordnungen und Volksdeutsche Jugendführer der Slowakei waren nach Deutschland gekommen, nie festlichen Veranstaltungen von wWallensteln«, »Minna von Barnhelm«. »Meistersinger« und >»lphigenie«( im Deutschen Nationaltheater und die Besichtigung der Oedenkstätten brachten der deutschen Jugend die Größe des Weimarericbnisses zum Bewußtsein !BticA Hoch Sädosteti NOmlierg und sein fiermanisclies Nalionalmnseom •Zeiitralanstall für die gesamte Oeschlchts- und Altertumskunde. • Itii Jahre 1852 fand In Dresden ein volle Stücke aus ihren Sammlungen. Im orcho^iii rNMedvrdonnu konzoHlertc auf Ein. Kongreß deutscher (icscliidits- und AI- Jahre 1894 übernahmen das Reich, der ladnng der Slowakisch-Deutsrhen Ge.sell lerlunisiorsclier siatl, in dessen Mittel- Hayerische Staat und die Stadt Niirn- "• ............... '-i""" punkt der Vortrag des Freilicrrn von berg die finanziellen Garantien für die AufseC stand, der sich mit dem Gedan- Kxist»inz und den Weiterbestand des ken beschäftigte, durch Schaffung eines iMuseums, 1902 wurde das 50-jährige Vaterländisciien Museums eine würdige Bestehen des Germanischen Museums Sanmielstätte für deutsche Kunst und gefeiert. Unter den unzähligen Oe-Kultur ins Leben zu rufen. Der Vor-; schenken, die damals dem Museum als schlag fand bei den KongreßteiliKMmiern' Jubiläumsgaben zuflössen, waren die allgemeine Zustimmung, -sodaß die ^Meistersintf^r-Partitur in der Original-(hündung eines »Germanischen Natio- i>andschrift von Richard Wagner und iialniuseums« tuit dem Sitze in Nürnberg, die Origiiialpartitur von Albert Lort-offizicll beschlossen und Hans v. Aufscß /ings Melstersingeroper ^Hans Sachs«. /u seinem Direktor bestellt wurde. Die- Oleichzcitig wurde der «roße Museums- Schaft in Preliburg unter fx-ituiifi des Clu'fs cfand«n sich auch der slowakische Propugandacbef Tido Cinspar und; Volksj^rupiM'nffdircr f\armasin. Ilio Dnrblo lutigfti der GAst«? '.ms «lern Uficli sowie dor Gastdirigent fanden d<'n lebhaften Ik'ifatl des Publikums. 0. Deutscher t'oi'scber In der SlAwakeL Der Chef des Propasrandaamtes, Tido Qa-spar. cinpfinR heute den bekannten deutsclien ForschunKsrciscnilcn und Schrlftlciter Dr. Paul Rohrbach, der besonders durch seine Weltreise Im Jahre 1931 und seine Afrlka-reise 1938 von sich reden gemacht hat. Zur Zeit arbeitet er an einem Kroßeren Werk über die üeschichtc und die Wirtschaft von Öüdosteuropa. . , o. liroOi» Kullurausilplliwi4 In Sofi« 8^-planU Dor bulgarische F>ziet»erverein wird, wie. sein Vorsitz^endcr, Prof. Consuloff erklflrt, iii nächster Z«mI in Sofia einf internatioualü .\usstelhnig wn Hildiuigs-und ErzielnMigsmitl4'ln voranslallon. Di*' Bildungsverh:\nde aller Völker I*'iu*opas, die für die Neuordnung sind, wurden riir Teilnahme eingeladen. Nneh derscllwn Er-klArung wird eine Gruppe bulgarisch4"r f^ehrer während der Osterferien enie Reis*' nach Deutschland unternehmen und eine Gruppe deutscher Lehrtu' Bulgarien be suchen. o. Von ScInilKartCTi zutn CiemüR^arleii. Im Rahmeii der landwirtschaftlichen M.hörl, in GiMnüsegürten umzu-wandebi. An dieser Arbeit worden siclt •10.000 Lehrer und l,5000üü Sehölcr b«?tei ligen. iiiiiiiiiiHniiitmmniiiiiiiuiHiiiniiiiiiiiiiiiNiiiiiiiiiiiiiiinniHitiiiiH + Arbe't8beH**chungen der Studen-tenachafen Deutschlands, Italiens und Japans. Auf Einladung des Reichsstudentenführers, Gauleiters und Reichsstatt-halters Dr. Scheel fand In Salzburg zum ersten Mal auf der politischen Grundlage des Dreimächtepaktes eine gemeinsame .Arbeitsbesprechung der Studentenschaften Deutschlands, Italiens und Japans statt, der in diesem Augenblick des von den drei verbündeten Völkern geführten Schicksalskampfes eine besoii-dere Bedeutung zukommt. Der Wllio der Studentenschaften aller drei Nalionet» kam in der firklärung zum Ausdruck, die gegenseitigen Beziehungen im Geiste der Waffenbrüderschaft und der besonderen völkischen Verpflichtungen .vertiefen und mit den der studentischen Jugend gegebenen Mittehi sich vorbildlich im Kampf und in der Leistung für den Endsieg einsetzen zu wollen. Die nächste Arbeitstagung wird in Italien stattfinden. -h Kölner Ausstellung: »Der deutsche Westen«. Nach einjähriger Unterbrechung wurde in Köln die dritte Ausstellung »Der deutsche Westen« eröffnet, deren gemeinsame Träger in diesem Jahre erstmalig der Kölnische Kunstverein und die Hansestadt Köln sind. Während die beiden vorhergehenden Ausstellungen nur Künstler aus Rheinland und Westfalen vereinigten, ist der Rahmen dieser Ausstellung weiter-gespannt, da in sie der Oberrhein und Niederdeutschland einbezogen worden sind. mmm DIE FRAU IM ANTILOPENMANTEL [UOMAN von HIKINMIILDF: llOl'MANN Cöpyrifilit by Vcriae Knorr 6c 'llirlli KommanUit« kicsell&chuCt, München lUjfi (30. Fortsetzung) -•Ich kenne seinen Namen«, bemerkte Me dann ausweichend. »So geht es mir mit d: »Sol Behalten Sie, was ich Ihnen jetzt sage: Wachen Sie gut über Jelena! Di« ausgeführt.« Mit einem Ruck fuhr Herbert Gontard hoch. ' »Nach Hamburg?« rief er aus. »Das er diese Absicht trotz meiner Bitte schon. Rache mancher — Verlorener — kann ' blind sein, und darum furchtbar. Denken Sie an Julia.« »So wäre auch sie, Jelena, in der Hand dieses Mannes? Wie Julia? Verzeihen Sie. aber ich —« »Nein, nicht so«, unterbrach Bergliot, »n cht ganz so. »Aber ich fürchte, daß man versuchen wird, sie zu zwingen.« »i>urch den Vcrdacht etwa? Haben Sie gc'esen, uali Fräulein Leskoy es gewesen sein i..uli. die in Julias Abicil gesehen Mal selbst zu versuchen, die Ka*astrnjihe wollte er?« abzuwenden. S'e wissen doch, gnäüige | »Ja. Und ich möchte nun auch Ihnen Frau, wovoi'i ich spreche?« Da BergÜot raten — ich nehme an, Ihr Vater weiß nickte, fuhr er fort; ».\lso hierhe zufahren, von nichts, wenigstens bisher —« Auch um an icnen Rest mensch ichen Anstandt s, Frau Barrat hatte s'ch erhoben, und Herzu appell eren, der in jedem Manne an- '"»ert fühile genau, was sie ihm dringend zutreffen sein tnüß'.e. Damals war ich pf«.'hlen wollte. ^ . übcr/t'ugf dn\'<>n, daß kein AAnnn diOsen , A't.m nu'iiiSvj bi'.Milii gie er. ntgreifen, u urde? 'Jummtr 64 »Marburjrcr ZcHuiit« 5. MSrz 1042 Seite 3 AUS STADT UND LAND iimiiiiiiiiiiiiitiiiiiiimiiiitiiitiniutiiiiniiiiiiiiiiiiiiniiiiMiiiittiHtiiiiiiiiiiiMniiiiiiiiiiitiiiiiiiiHiiHimiiiimitiiiiiniintimiiimKiliiioiNiiiiiiinniiiiiiiiimiitniiiiuiiiiiiiiiiiitiiiiiniiiitiiiHiiiiiitiiiiiiiiiiutifiiiiiiiiii „Mobillsiemiig aller Rrüfte der Unterstelermark und deren bedingnnssloser Einsatz im Freiheitskampf des dentsclien Volkes** Piau Reppelneitf kal guMri... Sdion früh am Morgen schreitet Frait Keppelmeier mit der Einkaufstasche durch die stillen Straßen der Stadt, dem^ Platz entgegen. Sie ist, wie aus ihieni Gesicht zu sehen ist, nicht besonders guter Laune. Sie hat einige Besorgungen zu machen, das tut sie nicht gerne. Man muß sich In den Geschäften nur argern, da man das nicht bekommen kann, was man sich g[e-rade wünscht. So tritt Frau Kappclmeter in dies und jenes Oeschiift ein, um brummend wieder heraus zu kommen. Ihre Augen streifen dabei die Straßen ab, ob sich vielleicht nicht jemand findet, mit dem man ein kleines Trütschen abhalten könnte. Das kann nach dem Frühstück nicht schaden. Und dann ... sie hätte ja soooo-viel zu erzählen ,.. Und siehe da, dort kommt eine biedere iNachbarin ahnungslos die Straße herauf und läuft Frau Keppelnieier rettungslos In die Arme, »Oh, giften Morgen, Frau Nachbarin, schon alles besorgt?« »Danke, danke, Frau Keppelmeier, bin schon fertig und nun muß ich mich nach Hause eilen. Dort wartet Arbeit auf mich...« »Nur einen Augenblick, Frau Nachbarin! Schon lange wollte Ich sie etwas fragen. Sie können sich sicherlich auf die Ausstellung »Edelweiß und Lorbeer« efin-nern, die in der Marburger »Burg;< zu sehen war?« die ganze Stadt war ja dort.« »Freilich, freilich, Frau Nachbarin, drum eben wollte ich Sie fragen, ob Sie auch dort waren? Haben Sie sich diese Ausstellung angesehen?« »Nein, leider bin ich nicht dazu gekommen. Es gibt eben immer Arbeit in der Hauswirtschaft, Sie wissen ja, f'rau Keppelmeier.« »Da können Sie aber froh sem, daß bie nicht dort waren, Frau Nachbarin! FJnfach fürchterlich, sage ich Ihnen. Da waren im Spiritus erfrorene Hände und Füße von unseren Soldaten im Osten ausgestelUl Sie können von Glück reden, daß Sie das nicht gesehen haben! Zum Grausen, Frau Nachbarin!« »Aber gehen Sie, Frau Keppelmeier, was Sie nicht sagen. Ja, und Sie haben das alles anschauen können ...?« »Ach wo, ich war ja gar nicht dort. Ich könnte so was nicht ansehen. Mir wäre gleich schlecht.« »Ja, und wie wissen Sie es dann, Frau Keppelmeier?« »Gehört hab ich's Frau Nachbarin, erzählen ., »Da sind sie aber am Holzweg, Frau Keppelmeier. In der »Edelweiß und Lor-becr«-Aus9tellung war so was nicht zu sehen, wohl aber etwas Ähnliches In der gleichzeitig laufenden Reichsnährstandausstellung. Dort waren in der Abteilung über landwirtschaftlichen Unfallschutz einige krasse Fälle von Unfällen dargestellt, darunter auch men$chliche Gliedmaßen in Spiritus vor allem hervorjjerufen durch Verbrennungen bei feichtferligen Umgang mit elektrischen Anlagen!« J- Vor den Betricbsfülirern und Qefolg-schaitsniitgliedeni der »Spinnerei und Weberei A. 0.«. >Hcr;io«. »Zora«, siprach Bundesführer Pg. S t e i n d 1 im Betrieb der Spinnerei und Weberei A.C. Marburg. In seiner markanten Rede stellte er die Aufgaben des Schaffenden der Un-terstcierniark in diesem Kampf des deutsclien Volkes klar heraus. Er umriß dio Stellung des Untersteirers zu seiner ix)Iitischen Organisation, dem Steirischen Heimatbund, und wies die Gefolgschaften auf ihre Ptlicliten hin. die Sic im Steirischen Heimatbund als dessen Mitglieder zu erfüllen haben. Auf die Leistungen dcs Ucutsclien Soldaten hinweisend, der in deii Jahren des Kriessis als bester der Welt allen Aufgaben gewachsen war, die ihm der Führer stellte mid der weiterhin zur siegreichoti Beendigung des Krieges die Hauptlast .trägt, ergibt sich die iPfliclit der Heimat, sich als Soldaten der Arbeit in das Geschehen des Krieges aktiv einzureihen. Die Leistung des schaffenden Men- schen der Heimat ist mitbestimmend am endgültigen Sieg des deutschen Scliick-salskampfes. Der untcrsteirische Ar-beitskanierad wird am Aufbau der sozialen Lebensbedingungen des sozialsten Staates dieser Krde teilhaftig sein. .Aus diesem Grunde ergibt sich für ihn heute in Zeiten des Kampfes die Pflicht, mitzubauen an den Voraussetzungen zum Sieg. Wenn die Friedeusglucken im deut-'^chen Lande erl()ncn, wenn der Sieg un-^or ist. rief der Bimdcstiihror iius. dann werden alle sozialen Mallnaiiincn erstellt. die vor Ausl>ruch des Krieges schon ihre \'orarbci»L"n erfuhren. Der lintcrsteirer aber wird mit Stolz cinge-lien in die glückliche Zukunft deutsclien l>clKn'<. weil er in Zeiten des Kampfes alle ''Kräfte mobilisierte und Leistungen vollbrachte, die zen ha'fen. Den Ausführnugcn dos Bnndesiührers wurde mit stünnisc!>em Beifall gedankt, i ialirlnind*Jrts Mit der Führerehrung schloli der ein-isung bedarf, druck volle Appell. lOmsiMrag der BeidissiriiBeii-samnlmg in Hntcrsteicrnark Der Tajc der Deutschen brachte dem Wtnterhilfswerk 326.142,67 RM Wie im übrigen Reiehsgehlet, brachte auch in der Untersteiertnark der Tag der Deutschen Polizei das beste bisherige Ergebnis der ReichsstraUensarnm-lungen. Nach den nunmehr vorliegenden endgültigen Meldungen betrügt das Aufkommen in deii Kreisen-Marburg-Stadt K'M Rann M.\55Jh Trifail .. Cilli .. 71.7.'S8,5(. Marburg-Land - 51.3(>8.(.W Luttenberg .. L'^..503,2J Pettau .. .VS,S5n,9.- Sonder.spcndeii Unler>t. .. f>.075.S.=^ insgesiunt RM Dieser Betrag übertrifft das Aufkommen der letzten Reiclisstraliensannnlun^ vom 2S. ix'bruar und 1. März um f^eiclisniark und liegt nur um etwa J(Hfn f^eiclistnark unter dem Aufkommen der (jaustraijensanimlung vom 17. und 1"" Jänner. Diese.s stolze Ergebnis der Uiiter.stei-ermark ist nicht nur yls Zeichen der gesteigerten Oebefp^udigkeit der unterstei-rischcn Bevölkerung zu werten: es ist tlen Sieg vorauszuset- gleichzeitig auch ein Bekenntnis zu Ruhe und Ordnung, die dieser I^andteit nach dem Unfrieden fast eines Viertel-zu meiner völligen Oene- ni. Den Bund fürs Lehen schlos.^cii am j tschitsch mit Maria (irt-if, l'eldarbeiter j Mittwoch vor dem Standesamt in Mar 'Franz Simonitsch mit ^'\nt■i:^ Wcschner [ hurg Willy Hubert aus Wien und Erik.i r des Kaiifm.'uiiu's Bela m Der nibrer Pale beim 16. KIriI Dem Kleinbauern Franz RasRorsehek in 1 ■ . "ü'. ""'K tim Rabensbcrg, Kreis Cilli, ist dieser T.if;eI i.'"' S'-hmie.l Jnsel \Vall;nnl mit Anßela | Rela ilie 1 oclilc eine große Freude widerfahren. Zu seinen' '^'™®'sclntsch. y MnrtjurK 15 Kindern, die alle gesund und am Lc-. seilt. Zur größten Freude Rasgorscheks Arbeit und Leistung lautet die Parole (iroßversamtttlung dos Arbeitspolitiüchen Amtes in Pettau und seiner Familie übernahm der Führer die Patenschaft für den Jungen. Im Rahmen einer schönen Feierlichkeit übcr-{ Sonntag, den 1. März erüftnete der damit deir unerhörten AufscIiuuiig de reichte Orlsgruppenführer und Amtsbür- Leiter des ArbcitspoÜtischen Amtes imi Reiches seit I^Ui ermöglichte. Und wie germeister Müller dem glücklichen Vater^ Ki^i^is Pettau, Stbf. Lenz, die Ver- ein Geschenk des Führers. m. Todesfälle. In Marburg, Weinbau-gassc 3 verschied die Arbeitersgattin .Maria Lubel aus Nußdorf-Schleinitz im blühenden Alter von 20 Jahren. Ferner ist in Pobersch bei Marburg der 66jährlge Reichsbahnpartieführcr 1. Sammlung des Arbeitspolitischen Amtes mit einer Groß Versammlung hn Deutschen Haus, Nach einleitenden Worten wandte sich der Kreisführer, Landrai l'ritz Bauer, an alle Arbeiter der Stirn und der Faust mit der Forderung, sich der (iröUe der i^eit würdig zu zeigen, Kreis- R Johnnn Alek- führte u. a. aus: ) )»Das Gebot der Stunde heilit Arbeit sitsch gestorben. ni. Kranictisfeld berichtet. In Monat Fe- j und Leistung. Wenn uns das große bruar wurden beim Standesamt in Kra- Glück zuteil wurde, im (Iroljdcutschen nichsfeld 5 Geburten, 5 Trauungen und 4 Reich aufgehen zu dürfen, so gilt es Todesfälle (davon eine Totgeburt) verzeichnet. Den Bund fürs Leben schlössen Kraftwagenlenker Ernst Gelser mit Emilie Auer, Schneider Anton Besiak mit Mathilde Frangesch, Schlosser Joset Kowa- jetzt, diese Auszeichnung durch imsere Leistung zu rechtfertigen. Der National sollten dnmt nicht wir lii-jr im befreiten Unterland den Flirgeiz iuiben. es den Kameraden im Reich gleichzutuii an Fleiß. Arbeitsdisziplin und Leistung. So lielicn wir den Befreiungskrieg dvN deutschen Volkes gewinnen, rüsten uii; zugleich für den fri-^dlichen Wiederaufbau nach dem Kriege, und bereiten den deutschen Sozialstaat vor.« Nach dem Kreisfülirer entwickelte der Leiter des Arbeitspan>e mit einer Brille öffnete. l^as hr«;(<'llU' l'iiket \(Mi iür >lcti .sdll tla^ dem Herrn fk» niclir Leistung miJ auch mehr Einsicht für die Erfordernisse Zeit als von ihrer (ietolgschaft. Den sie sohlen ia die (iefolgseliaft führen und erziehen. »Entscheidend ist jetzt vor allem»., fuhr Anitsleiter Hackl fort, »daß der Krieg ge^wonncn wird. Militärisch isi uns der Sieg sicher und so kann er nn^ nicht mehr entrissen werden, wenn die Heimat ihre T^flicht tiit.<' Herrn Olaf Berber - ich soll es persönliclt uhliefern.« vJei bitte«, sagte die ältere l>amc. ^eben Sie imr her, selir frcundlicli. Jab' Sic so pünktlich kommen! Birthe trat .einen Schrill /urück. das l'u-ket hielt sie fest. >Persönlich», wiedcrliohe sie. Paket Herrn Olaf Berger ger, der diti Roman »Kleines Herz« iicsciiri'.'-hen hat -- persönlich übergehen...« »»Ja. kleines l'riiulein. geben Sie nur iitr. Das Paket ist für mich! Olaf Berccr ist mein Pseudonym - aher das weilt doch wohl jeder!« Etwas pikiert nahm der »Ant(»r« des preisgekrönten Buches »Kleines Herz« Birthe das Paket aus den kalten Händen Mit einem leichten Knall fiel die Tür ins Schloli... Ganz, langsam ging ein junges lS-jätlri;;e^ Mädchen abermals enttäuscht zur Stadt zu* rück. Birthes erstes, großes Erlebnis wai Mittwoch nachmittag um halb zwei an eineti Pseudonym gescheitert... l-JuNchrünkuiig (Jottlri^'d Ki'IUt lud sich wähn-jnt fiiwr ftudekiir HllalH-ndlicli Iröhliche h'iH'nndi' zum Wt'in. Der l{ai Oberspielleiters der Oper, Erich Alatthias, Mit in.rfiiifMiir ■■ Ir f i- • ' i'ingt. Musikalische Niinl-ii «ptn Ii ^ Leitung hat Opernchef Richard Dietl, die lernt' lü er 711 r i'i^5'' Linstudierung der Tänze Balletmeisterin . n^i I, • '/'T Jahres 1833 die^Suse Ufert Inne Kcisl nach Italien antrat, wo sich ihm an • nnttli.'h der preußischen Gesandtschaftskirche in i Das Bühnenbild schuf h. a. Rom eine bescheidene, aber sichere Anstellung hol. Hier vN'ird er stj stark be-rinflußl, daß er in den nächsten drei Janren vier Opern schreibt, die ganz im Sti und Geschmack von Rossini, Bellini uiui Doiiizetti komponiert sind. Bald gilt er als verhL'ißiingsvolier Meister, tier im Norden Mild im Süllen aufgeführt wird. Auf diesen l'ahrten kreii/.t er auch wiederholt den Lebensweg ties jungen Verdi. 1841 gehl Nicolai nach Wien iiiu! sein \\ irken [ür ilas Wiener Konzertleben wurde hochbeileiitsam. Nicolai war näm-hcli niemand anderer, als der Begrüntier der ■^Philharmonischen Konzerkv;, einer liistitiilion. die bis auf den heutigen Tag ilireii Ruf iingesehmälert erhalten hat. Hier hält er ancli .Ausschau nach einem geeigneten Opernstoff, und findet ihn "in der breiten Gestalt des fideleii Ritters f-'alsta'f. Shakespeares feister Sir John dünkt ihm die ide>*le (lestalt zu einer komischen Oper, die er sofort in Angriff nimmt. Es widerluhr ihm aber iler Schmecz. daß das Werk abgelehnt wurde. Verbittert und enttiiiischt verläßt er die Donaustadt. Als Dirigent des f)omchors uml Hofkapellniei-ster in Berlin wird seine Oper Die hisli-litMi Weiber \'on Winds()r''< ur.'tifue- liilirt, die d;ink ihres urwiiclisigeii. kösMi-1 chen l!umnr'< und ihrer Melotlienfülle bis teilte eines iler schönsten, musikalisdien I iistspiele ui'blieben ist. I)er bcsondi^re Reiz von .Nicfdais A^iisik liegt in der Ver-'•chmel/niig vnn deufsrhem Instrnmenlal- f üto; Arcliiv, Der .luiikcr h'alstuff (f:ricli Matthias) in der Die iustijreii Weiber von WinJ'^'.or Pettauer um die Gründung eines Gymnasiums, die nach Überwindung zahlreicher Hindernisse erst im Jahre 1869 einreicht wurde und auch dies nur mit Übernahme schwerer geldlicher Leistungen durch die Gemeinde. Zunächst war es nur ein Untcrgyrmiasium, das bewilligt wurde. Es bedurfte jahrzehntelanger Mühen und Vorstellungen bei den maßgebenden Steilen, bis endlich das erstrebte VoJIgymnasiuni im Jahre 1898. fast 30 Jahre nacli der Gründung, zu Stande kam. Ausgezeicht>-te Lehrkräfte verhalfen der Pettauer Anstalt bald zu einem guten Namen. Eine Stätte vorbildlicher Geistesschulung war erstanden, wo tie-ben den rein erziefierisclien Autgaben auch die nationale Bedeutung dieser deutschen Schule im umkämpften Grenzraum nicht vergessen wurde. Der Weltkrieg 1914/18 rief die Hälfte der Lehrkräfte gleich zu Beginn zu den Waffen, denen 1915 noch weitere vkr Lehrer folgten, so daß die Anstalt in dieseni .fahr vorzeitig geschlossen werden mulJte. Erst nach Freigabe einiger Lehrer konnte der Lehrbetrieb im Herbst 1915 wieder aufgenotTnr>2n werden. Daf.1 die Anstalt auch auf den_^Charakter und die Vatelandsliebe ihfer Schüler den besten Einfluß ausübte, beweisen die 37 Schüler, die im Krieg gefallen sind und weitere 77 Lehrer und Schüler, die zum Teil melirmaLs ausgezeichnet wurden. Das jugoslawische Zwischenspiel brachte für das Gynniasium denselben Niedergang, der für das ganze unter Fremdlierrschaft gerjitene Unterland typisch war. D-er langjährige Direktor der Anstalt, der ganze Lehrköt^per bis auf die Lehrkörper für Slowenisch und Religion wurden entlassen. Aus der deutschen Schule dieser deutschen Stadt wurde ein slowenisches Realgymnasium gemacht. Der Zustand, in dem nach d-jr Befreiung die Gebäude und Anlagen so wie die vormals reichen Sammlungen und Lehrmittel vorgefunden wurden, gab beredtes Zeugnis für die ^»Arbeit« die-^>Kulturbringer'0.00 bis 6.30 Ulir IHiBim Stunden der jungen Gemeinschaft Heimabend der Dcutschcn Jugend llciiiiahciid, — du koinnit eine kleine Gc-ii.eiiisclinft von .lullten oder Mädel zusuiii-tiicii. es wird ,;;L'sini«cn. er/älilt und vorgele-l iid durch das Keineinsiniie I'.rlebcii werden sie /us;nninenx;cfü«t /w einer festen t'Ünlicit. Liner lernt den anderen kennen. Im-Micr .stellt der Heimabend unter einem ganz bL'"iijn dieses Heisannnenseins aber ist, daß un-stre Jniigen und ;Müdel gute Kameraden werden. die bereit sind, füreinander und für eine llcn lisch gesetzt, dann klingt ein Lied i'i-f Und nun beginnt der Scharführer zu er-/.iiiiitii. Von den Heldentaten deutscher Soldaten III Polen, in Norwegen, vom blitzschnellen VorstoLi nach Krankreich Iiinein, von dem Einsatz der deutschen Soldaten in der shitheilien Sonne Alrikcis und schlielllich \oni b'eldzug «egeii den Holschewisnnts. der die härteste Bewährungsprobe für jeden Einzelnen ist. Wie er tnit schlichten, einfachen Worten das alles schildert, da geht ein Herzschlag und ein Gleichklam: durch die yiaJize .lungenschar. Er selbst spürt, wie seine Er-/.ählunK Macht gewinnt über die Jungen. Sein Leben für nichts zu achten, wenn es für »eine groUe Aufnähe eiiiResetzt werden inuO. daH war die Eorderung. die hier zum Ausdruck kam. .leder dieser iunvieii Kerle ver-si)ürte dabei den unbändigen ^ran^,^ sich selbst auch einmal vor dem Feind bewähren zu dürfen. So wurde dieser Heimabend für alle zum bleibenden Erlebnis. Und dieses grolle Erleben ist immer da, >\o eine feste Kameradschaft und eine gute Eührun>i vorhanden sind. ■* Es hat mich einmal jemand gefraj^'t: Ja, was macht denn eigentlich so eine Eühierin mit den Dirndln, wenn sie so wenig deutsch verstehen? Da muH ihnen ja die Zeit lauK Verden.- Sie war ganz überrascht, als ich ihr eine Meimstuiule schilderte und hat mir auch geglaubt, daü die Zeit meistens zu kurz wird. Mit einem frischen Lied wird begonnen und dann scharen sich alle im Halbkreis um die Eührerin. Sie erzählt ihnen aus dem Lehen unseres Führers, berichtet aus dem Zeit-sescliehen. Die Worte können nicht schlicht und einfach genug sein, Mienenspiel und drastische Fiewegungen nui.ssen da oft bei der Erläuterung eines neuen Liedtextes schwer erklärbare Worte veranschaulichen. Aber wenn sie dann dieses Lied mit strahlenden üe-sichtern singen, ist die Führerin stolz auf ihre Arbeit. In einem Heimabend komme ich gerade zum Pressebericht zurecht. Die Führerin'hat vor sich einen Atlas liegen, es ist die Europakarte aufceschlageti. An Hand der Karte erklärt sie den Mädeln gerade den Feldzug ge-cen Rußland. Wichtige Nachrichten hat sie fein säuberlich aus Zeitungen herausgesclmit-teii und auf weißen Papier aufgeklebt. Sie nimmt dann die einzelnen Berichte vor, liest die Schlagzeile oder läßt sie von einem Mädel lesen, zeigt dann auf der Landkarte den Verlauf des Feldzuges, Sie spricht langsam und einfach, an den Mienen der Mädel sieht man, daß sie ihr folgen können. In gleicher Weise wird so auch das Kriegsgeschehen in Nordafrika tmd in üstasien erklärt. Üurch geschickte Fragen bringt sie auch die Mädel seihst zum Sprechen. Wenn da einmal ein verdrehter Satz heraus kommt, dann wird er eben richtig gestellt. Und die Mädel eriimeni sich immer wieder an die Wochenschau. Das Lrlehnis dieser Bildberichte klingt wieder und wieder in ihnen auf und sie schildern es t;iit einem tifer und einer Liegeisterung, daß n-.au daran seine Freude haben kann. Ganz-rote Wangen haben sie dabei bekommen -und dazu wieder ein Stückchen mehr deutsch gelern«. • So werden die .luiigen und Mädel langsam m die Gemeinchaft hinein geführt; eine Ge jneinschaft, die eisern zusamnjen hält und damit das erfüllt, was der Führer von ihr fordert: »'Ein Wille mult uns beherrschen. Eine Einheit müssen wir bilden, Pille Disziplin muß uns zusammen schließen-ein Gehorsam, eine Unterordnung muli ims' alle erfüllen, denn über uns steht die Nüiion! An«kdot* Zwischenfall mit Josef Kainz In einem Schauspiel, in dem der berühmte Schauspieler Josef Kainz ,tot' auf einer Bahre lag, geschah es, daß der Vorhang beim Aktschluß auf halbem Wege hängenblieb und allen Bemühungen des Vorhangziehers zum Trotz nicht heruntergehen wollte, Kainz, den das lange Liegen auf der Bahre langweilte, erhob sich von seinem Lager, schritt langsam und würdevoll zum Vorhang und zog ihn ganz herim'er. Dabei sprach er mit grabesdiimpfer Stimme die Worte: »Nicht einmal nach dem Tode hat man seine KiihcU Nummer 64 »Marburprer Zeituns:« 5. März Seite 7 Ehrung von Arbeitsiuliilaren in Rohiiscli-Saaerbrunn Xür/Iicli fanden sich die BetricbsfülH runjT uikI ücfolKscIiaft der Kuranstalt Roliitsch-Sauerbrunn im Hotel »Erzherzog Johann« zu einer ^'ijierstunde zusammen, an der uijter • anderem der Ortsgruppentuhrer urid Bürgermeister, IngK^nieur Miglitsch und der Ortsbeauftragte Kupnik, gleichzeitig iti Vertretung des Kreisbeauftragten Hofstütter teilnahmen. Kurdirektor Wolf verwies in seiner Ansiprache auf die geniale h'ührung des deutschen Schicksals und die glorreichen Wafientaten unserer Wehrmacht, die das Lebensrecht unseres Volkes sicherstellen. All dies verpflichtet uns, den festen Willen wach halten, für di-e Leistungssteigerung unser Können und unsere ganze Kraft einzusetzen. Wenn die Fanfaren des Sieges ertönen werden, soll jeder von uiis sagen können: Auch ich habe meine Pflicht getan und nieinen Beitrag zum Siege geleistet! (iegens«2itiges Vertrauen und Kameradschaft sind die Grundlagen der (iemein-schaft und führen endlich zur Volksgemeinschaft. Kine Voraussetzung hierfür ist die Betriebstreue. Ich bin glücklich, so betonte der Betriebsführer, Arbeitskameraden beglückwünschen zu können, daß sie inehr als .^5 Jahre dem Betriebe angehören. Es sind dies die Arbeiter Franz Pelko, Anton Oobetz. Matthias Fürlin-ger, Anton Beck, Josef Pobeschin und Vinzenz Rodella. Direktor Wolf dankte den Arbeitsjnbilaren für ihre Betriebstreue. Seine Worte klangen in dem Oe-löbnis aus, am Aufbauwerke unseres herrlichen (iroUdeutschland mit fanatischer Hingabe mitzuarbeiten. Die Arbeitsjubila rc wurden auch vom Orts-gruppenfülircr und vom Ortsbeauftrag-ten des Arbeitspolitischen Amtes beglückwünscht. Zorn ersten CiliierSvmphonlekenzerf Schon allein die Tatsache, daß in Cilli ein Sytnphonickonzerl stattfindet, ist als ein künstlerisches Ereignis zu werten. Seine besondere Bedeutung aber erhält der heutige Festabend im Deutschen Haus dadurch, daß hiemit zum ersten Male das neugegrtindele »Städtische Symphonieor-fhi'ster Cilli« vor die fiffentlichkeit (ritt, r.s ist dem Leiter der Cillier Musikschule, (iustav Müller, in rastloser Mühe gelungen, aus wenigen Berufs- und zahlreichen i.iebhabermusikern ein Orchester zusam-nienzustellcn, das sich mit Fug und Recht an ein auch hohen Ansprüchen genügendes künstlerisches Programm wagen darf. Der Abend will zugleich eine Mozartl'eier sein: mit einem kurzen Vortrag und der Auf- Die poliflsche Aufgabe der Betriebsgeme nschaft Abschluß der Schulungstagungen der Dienststelle Marburg des Reichskommlssars für die Festigung Deutschen Volkstums Mit der am 3. März In Fodroczy-Palais abgehaltenen Tagung der Wirtschafter von beschlagnahmten gewerblichen Betrieben hat die Hauptabteilung Wirtschaft der Dienststelle Marburg des Reichskommissars für die Festigung Deutschen Volkstums ihre erste Schulungswellc abgeschlossen. Ebenso wie anläßlich der Tagungen der Wirtschafter von Industrie, Handel und Trafiken, konnte SA-Sturmhannführer F e i c h t i h g e r als Leiter der Hauptabteütmg eine große Zahl von Teilnehmern und erfreulicherweise viele Gäste, danmtcr Dr. Sonekovitsch vom städtischen Gewerbeamt, Pg^ Janisch von der Kreishandwerkerschaft, sowie die Vertreter des Landrates Töscher, Pg. Dr. Venigerhcl/ und vom Arbeitspolitischen Amt im Heimalbund Herrn Anratter. begrüßen. Nach flen Begrüßungsworten ergriff als Ersher Pg. N i t z I, Leiter der Abteilung Gc-werbe, das Wort, um in einstündiger Rede den Tagunpsteiinchmqrn die Aufgah)en i:i politischer wie fachlicher Hinsicht klarzulegen. Die Pflichten des Wirtschafters in dreifacher Aufgabenstellung: als Betriebsflihrer, Menschenftihrer und Kaufmann wurden vom Redner ausführlich und wirkungsvoll belian-delt. Dabei legte Pg^ Nitzl mit Recht sein Hauptaugenmerk auf den Hinweis, wie wichtig neben der fachlichen Eignung die politi-sehe Haltung der Wirfschaftcr sei. Besonders im Verkehr mit der Kundschaft, aber auch gegen Gerüchtemacher, Meckerer u;k1 Schleichhändler, müsse der Wirtschafter sich seiner politischen Aufgabe immer bewußt sein. Handwerkerkammer, Pg^ janisch und legte den Tagiingsteilneiinu-rn vor allem ans Herz, nur über ihre jeweils zuständige Standes-Organisation Rohstoffanfordening einzubringen und nicht weitere Dienststellen damit .:ii belästigen. Er machte sie aufmerksani, Jah die Zuweisungen aller Rohstoffe, bis ai*; Leder, in der Untersteiermark reichlicher se;eii als im übrigen Reichsgebiet, l's sei daher ab-^ solut unrichtig iind unangebracht, weiui Oe-| werbetrcibende der KiiiKischaft gegeniiber z. 15.' erklärten, es g.lhe kein Eisen oder Holz. Beide Rohstofie wären reichlich vorhanden ab-r eben kriegszweckj^ebtnulen. daher für go-wisse private Anschaffungen nicht erhältlicli. Kincm Kunden, der Sperrholz für eine Kasten-rfickwand bemitige dürfe nicht gesagt werden, es gäbe kein Sperrholz, weil es erstens unwahr und zweitens puütisch falsch sei; denn Sperrholz äre mehr vorhanden als in Friedenszeiten, aber seine Verwendung bleibe für kriegsnotwendige Dinge vorbelialten^ Kine Kastenrückwand aber kimne ebens;) schiin und dauerhaft aus Kichtenbrettern geschnitten werden. In dieser Art seien Fragen der Kunden zu beaiUworten oder .Meckerern aufzuklären. Damit erfülle der Wirtsehnfler auch einen Teil der ilini zuf^ewiesenen pnli-tischen Aufgaben und bestätige seine einwandfreie Haltung. Nach diesen kurzen, mit lieiüill auii^^entnii-incnen .-\usfiihruiijien wurJeii \on den Referenten in freier .Aussi)raclie l'rai^en und t^iii-zelheiten behandelt, die von dem «roUen F^i-teresse und der Eiiisatzbereitschait der Ta-' .iriinsisteilnehmer Zenv^nis aliicKten. yüiiatriße,£ronaiiiis fn^ tiif fluoltnten ^tuacn onct aeiduröittri. rfutmrfin&tiif'm, j ottinolf tntjunMidi ptrAnbtrfen daher ihrt )>orin4(fi4frit. Ifiil nion ihnrn «bfr mit .(^iiDbpfWlin* rniatücn, (o iDon bae lür , tPJ» hiff nclluf. ndmlid'-. ntihi ollem bfr Otrr luerCtn, fpn^t^n Oft aUfm für XoHttlrn. t?rhjlili(ti H»'en«. — IVrfjnyi-n f ir( Huhtvr, Konifjn:, JtoifonloJ ii. uniff I Hiinf#, ((/uifrurff AN/24 * Sr> sei ctcnn auch bei der endcjiltigen Ver- ' Nach einer abt^ciilieliencieii ürmalmuii;^:. die gebung der Betriebe, neben der fachliclien Lr^ebnisse dieser Aussprache in der Praxis Figni:ng die politische r.instellung und Arbeit jedes Einzelnen maßgebend. Die Einweisung der ßetribe sei auf ausdrückliche Weisung des Gauleiters für die Zeit nach dem Krieue vorbehalten. In erster Linie müsse für die von der Front heimkehrenden Kameraden gesorgt werden, dann für die umgesiedellcn Deutschen und schließlich für die Volksdeutschen sell>st. Über das Verfahren der Rohstoftzuweisung j sprach nach Pg. Nitzl der Vertreter de- IlllllllltllllllllUlllttlllllllllllllllllllllilllllllllllllllllllllllltillllllllllllll I führung einer seiner schönsten Sympho-[ nien, der Es-Dur-Symphonie Nr. 30, wird t dem Meister gehuldigt. Außerdem kommt! ein Conccrto grosso in D-Dur von Corolli | und die festliche, dramatisch bewegte »Ouvertüre im alten Stil« des steirischi-n Komponisten Konrad Stekl, der, wie wir, vernehmen, der Aufführung selbst beiwoh- } nen wird, zum Vortra.g. Die restlichen j Karten sind im Amt Volkbildung im Kreishaus und an der Abendkasse zu haben. tuitzhriuücnd anzuweiuleii, taml die Taguii..: mit ilein Sie«:-llcil auf AJnlf tlitler ihren Abschlull Wir haben den Aiilaiif ilieser Scliiilniii^s-T.j:.iiin^en \erfol,i,M und nur feststellen Isünneti. dafi \-on Seiten der Dienststelle uiul der zu-stäiidiiien AiMeihtn'4:en altes Kctiiii MorJen iNt. um die Bew irischaftidig der I>esclil;i'.cna!'niteii Betrietie für Krie'.:silaner erfoli:reicli /n >-i-chern. Lbenso inul) .merkariiit werden, dal! die W'irtsciniftcr keine .Miilie iinJ Arbeit scheneii um den erhaltenen Auftrav' voll und Katiz zu crfilllcn. l-s wird sich auch /ei^;en. dal.5 die persiuiiiclie l'üliliiiiKiiahiiie /.v.ischeii Abteiluii's'sleiter und K'eferetUeji und den WirtschaftciII nutzbrni'^'ender war als ;.;anze I>cr;.ie von Rniidschreibcii und ['ra,i;ebri:.:en. II. D. Falscher Verdacht Robert, sliinml das, ilal't Du zu Willi ges.'igr hast, ich wäre ein Idiot? [ »Ki'ine Spur, wie kann! l)ii Jas (.lenken! j Willi wul'.te es. wie er mir sagte. liiiigst, eil' ich es ihm sagle! vVA'v'V'\ V Wirtschaft Neobau des deutsch-flirkisGlien Aussenhandels Ziel; ein für lieidc Teile fruchtbarer Güteraustausch Wer heute auf einer Weltkarte verzeichnen würde, welche AuBenhandelsrouten noch cinigcrinassen befahren werden, nuili zu einem mageren Ergebnis konnnen. Die meisten überseeischen Trans|>ortwege sind verödet, denn es fehlt nicht mir an Hundelschiffen, sondern auch an Produktionsquellen. Das Prinzip der werbrannten Erde«, von den Holschewisten bei ihrem Rückzug im Dsten erstmals angewandt, ist von den Briten auf der Fluch aus Malaya, Horneo, Burin usw. wiederholt worden, Kautschukverscliiffungen etwa, die von Singapur vornehmlich In die enghschen und in die nordauierikanischen Häfen gingen, sind fast «an/ wegRefalleu. Um .so wertvoller ist jeder Handelsweg, der von Land zu Land intakt gehalten werden kann. Das gilt für den Warenaustausch innerhalb des europäischen Kontinents, das gilt aber auch für die Bestrebungen Japans, im ostasiatischen Raum möglichst bald wieder Lieferungen zu starten und Rohstoffe abzu-.setzeii. Als Beitrag zur Erhaltung des Welthandels hat Deut.schland stets seine Bemühungen um den Wiederaufbau des deutsch-türkischen AuUeiduindels betrachtet. Auf der Jahresta-" gung der Türkischen Handelskammer für Deutschland konnte dank dieser fkmühuugeu ein Bericht vorgelegt werden, der den Erfolg dieser beiderseitigen Anstrengungen skizzierte. Vom Sonderabkontmen des Juli 194U, das in der Hauptsache nur der Abwicklung noch laufender Handelsgeschäfte diente, gelangten, wir Ende Mai 1941 zu einem ergänzenden Koinpensationsabkonnuen, das dann politi.sch durch den im Juni abgeschlossenen deutsch-türkischen Freundschaft.svertrag un-terniauert wurde. Llie wertvollste Ergänzung wurde Anfang Oktober 1941 durch die Unterzeichnung des deutsch-türkischen Abkommens zur Regelung des Wareti- utid Zah-luuKsverkehrs geschaffen. Das für anderthalb Jahre laufende Ahkonunen sieht einen Warenaustausch in Höhe von 400 Millionen RiM vor; das heißt, für das erste .lahr würde die Ein- und Ausfuhr je 133 Millionen RM in Anspruch nehmen können und danüt die Ergebnisse der bisher besten Jahre des deutschtürkischen Außenhandels übertreffen, fün von beiden Ländern beschickter Regierungsaus- schuß Unterzeichnete schließlich im Dezember 1941 ein Protokol über die Durchführung des Tabak-Kcnupensationsgeschäftes, das ebenfalls zur Förderung des beiderseitiijon Warenaustausches beitragen wird. Die Ansatzpunkte zu einer Belehunj; sind somit weitgehend geschaffen. Von türkischer Seite ist die Erwartung ausgesprochen worden, daß bald mit einem sprunghaften Aitstei-gen des deutsch-türkischen Außenhandels gerechnet werden könnte. L»ic wiederholt bekundete Bereitwilligkeit Deutschlands, auch mit der Türkei zu einem fruchtbaren Güter-austauscfi zu gelangen, besonders aber die Reihe der seit 1940 abgeschlossenen Verträge, Abkommen und Protokolle kennzeichnen deutlich den Willen Deutschlands zur Neugestaltung des Welthandels, einen positiven Willen, den wir den zerstörendett Absichten Londons und Washingtons gegenüberstellen. Wirlscliansnotlzen X Kcinü Frankcn-AufwcrtutiK In der | Schweiz. Aii's schweizerischen i'inanz- und Wirtschaftskreisen war in den zurückliegenden Monaten wiederholt die Forderung nach Aufwertung des schweizerischen Franken erhoben worden. Die Befürworter denken zwar nicht an eine Aufwertung int Ausmaß der Abwertung des Schweizer Frankens seit September 1936, die 30 v. H. austnacht, sondern nur an eine solche von etwa 10 v. IL Wie den »Basler Nachrichten-, zu diesem Thema imn aus Bern tnitgcteilt wird, befassen sich die zuständigen Buiidesinstanzen augenblicklich nicht ernsthaft mit dieser Frage. Eine Aufwertung würde bei dem heutigen Wechselverhältnis im internationalen Waren- und Zahlungsverkehr gar nicht das angestrebte Ziel der Verbilligung des Importes erreichen können. Der Zahlungsverkehr sei in den meisten Fällen vor allem bei den für die Schweiz entscheidenden Devisen durch zwischenstaatliche Abkommen festgeregelt. X Bulgarische ZollcrhöhunKen. Durch Erlaß des bulgarischen Finanzmiuistcrs wurde der Zoll für Fensterglas von 112,.'iO auf 200, für Glasflaschen von 75 auf 1.50, für alle anderen Olasartikel von 9(i auf 180 Lewa je 100 kg erhöht. Jl k nTutter TTatur gab uns unb unfecem £anb bas gute fiotn, bas hecnightäftige noggenhotn. Daraus micb unfct Ctot gemadit, unb 3D)at aus Tilelil oom ooüen, gan3en ßotn. Unb aus bem oollen unb gansen, ausgefudit guten noggenhorn mirb oudi unfec gemadit, becPetitoggenhaffee. Dec ift m\t unfet Brot: njüt3ig unb ooll unb Duft. hat ^caft 0om ^om/ Seite 8 Murhur>{er ZeitunK« 3. Mär^ 1942 Nummer CA Spoct und J-uaien Fussballer vor orossen Aufgaben I >ic l\\ipid-l'iilll).illijlf der .Marl)ur;;cr >|^^nJ^clllc•ill^cll:lft ich mit «ro- llc«! Kitcr ;iiii die huvorsti'liLMidcii W'ctl-Kaini)ii; \or. |))c iicuf ?>piq|/cit wird \(>raiis>icliilicli in Warhiir;^ ;im In. Miirz mit dcfii er->liiiu]s zur IJurcliiiiliruii;; ktHiimcnd'-ii I scliaintiicr - Pokal - Si)icl /wi.sijlicii kapid und 'I'uSV Lcibiiit/ er-• 'Miict wcrdLii. dem sich in rascher t <'l;;e die weiteriMi lk'^fe;;rniii},'C'ii aii-^chlielleii sollen, l iir die Ostertane ist e II «rollaii'-^elekMes l1?ulld^pici vorsese- iiMi, uu dcjii uucli Lcibiiiizcr, (Jrazcr und Kla«enfurtcr V^creiiie leiliiehincn werden. Darüber lihiaus sind Oast^pielc erstl-kalkänipie, zu deren Austragung die Grazer Rcichsbahner ihren Sportplatz herrichten wollen. Moiitaii. Hochschule Leobcn zu ihren (junsten. : In dt'r Bereichsklassc Ostmark sind i für Sonnta.i? in Wien zwei Doppelspiele j «cplant. KAC—Austria und Rapid- : Die sportlichen Wetikämpfe beim Gra zer Gaustudententag brachten einige gute ! Vienna sowie Wiener ^C—Post S(i und l.eistanuen. Den Dreikampf Kewann i Wacker—PC Wien. Aulkrdeni weilt die Adniira bei Sturm (iraz zu (iast ; Schwedens und Kroatiens Tennisspieler wcriieii am II. und 12. März in Stockholm einen Tenniskampf austragen. Di" OeKuer sind Schröder und Torsten Jo-haiissctn sowie A\itisch und I^allada. pf ße ^ Feidw. Vogler mit 271 Punkten, im {'echten sief^te Weilk'born (SS-iirzll, Akademie Graz) mit 11 Siegen und als bester iiinzelschütze erwies sich der fiOjähri«e Professor Märte! mit lOj Ringen. Bei den Studentinnen gewann Meli l-ahian den Ge-räte-Dreikampf und den Hürdenlauf. Das liasketball-Pndspiel entschied die IJniver-' sitiit Graz mit 33:21 Punkten gegen tlie * Rapidfußbalicr! Heute 20 Uhr ui der Rupidturniialle TrainlnR. Stadtihcater Marburn an der Drau I ie HIefnerenzeiner < < <4 < < -<1 < -4 Ik'ute Donnerstas?. den 5. Mjirz. 20 Uhr Die luslinen ivS'vön Windsor Koinisch-phantaslische ()pt.T in 3 AiitzÜRcn von (). Nicolai. /Morgen, l'reitag den ft. Alärz, 20 Ulir is znai L.>. At.'ir/ l'M'J (im /ii!-i.'iiuli;,'ni Jiif^rrnie'sk'ri) ilii' \nrsclirifts-•■ius;^iiii|li(.' AIisliitil^lisir 1! iiiul (.kn Ahsiliiih(ilan mit ; i)syi'hillk r l^iihrik |) \ iT/iilejLii'ii. ;i r Ii u r g. ik'ii I. Alaiv L)r, Kupnik^ EHRENERKLÄRUNG kli iiv.liiiie die lihtr Herrn Bürgermeister Johann Scher liaiiter niui I ran A|>iitlu'ker Aurora Vollouschck in Prafiberg '.'ft.inen imw,-ihren \erletifiideriselu'ii utui elireiiriilirigen ■ ul^enin^*.«] mit iJedaiiern zurück, leiste Ahliitu- nnd danke iitr tlic l'tiUTlassimg gcnchllicher Anzeige. ' Helmut Gelter. zu verkaufen. Adr. S8r).4 V erw iu mieUn 9isiuiU 'feestUitäeMs ' l iir die vielen herzlichen Glückwünschc zu meinem 77« jährigen Geburtstag und 50. jiihrigen Geschaftsjtihiläum_____ _ spreche ich auf diesem Wege. 1^.,^. Küchenkredenz um ' allen meinen herzlichsten (ui Hank aus. Anton Gregl ' ' Sclimicdnieister, Cilli Überfuhr zwisciien Ganis und Hninndorf steht wieder im Metrieb. Kohler Martin. 1872-1 Tausche eine sonniye Sechs* Zimmerwohnun« mit Had und Kammer am ^^^rk mit einer ebenso scliiinen Vier-Zininiei-wohniing mit Had und Kammer. icdoch nur iitn linken Hrnuufer. Schrittliche ^\lttei-hingen mit Wolinunjjsangabe an die Verwaltung unter »lledut. 1811-1 iukou^ßi'' O'Bsutiä Gutcrhaltencs Bett mit l:in-satz und iMatrat/.e zu kauk'ii gesucht. Adr. Verw. Kummetgeschirr. gut erhallen, für mittleres Pferd, kauft Jo-sef Krempl. Rotwein. IS.SÖ.:» Zwei Studentinnen suchen Unterkunft. 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I f>li;ende i elugänge heginnen innerhalb der Konnuenden 14 Tage in Marburg a. d. Üran. Für Handel und Industrie: I. i'er riclitigc Steuerabzug (fiir Lohnbuchluilcr): Hie^nn Wejje des Steuerabzut;es /n erhebenden Steuern vt)m Arbeitslohn; Die Stenergriippen. Die Lolinstciierkarte. St^'ueiliche Begüiistiguiigen, Lolinsteiierhcscheinigungen usw. Ii.aur; JO Stuiulen. II. Bilanz und Steuer (Wie verlasse ich meine Steuererklärung): Kniuenrahnien, Bilanzglieilerung, Stenerrecht; Leichte Bilan/ühungen. Bespreclninj,' des Kontemahmens; Bilanz liir hinzelli.iiulel. liir Grnßhaiulel; Meiierrecht; Bilanzleseii. Bilanzkritik. Hiiiar: .K) Stunden. III. Die Steuer des Handels, und (iewerbo trcib<-'nden: Sti.iierplliclit dir ilie J.inkomiiien-. Gewerbt"-. Vermögens- und Umsatzsteuer. \'ertas-suny der Liiikomnicnsleuererklanm;.'. Die verschiedenen Uinkommensartcn. Stcueriailigkcitcn, Zahlungen, Stundungen usw. Hauer: Mi Stunden, tjebühr; R.N\. 5.50. Für Gaststätten und Beherbergungsgewetbe: Taiifvertrag und Heichsabgabenanordnung. Tarifvertrag. Rechte und IMlicliten des Betriehsliihrers; h'eclite uiui Bilichten iler (jehjigschaft; i'.ntgelt: .•i) i;nil()hiuing; h) Verpflegung; c) Unterkunft; d) rntlohnung im Krankheitsfälle; e) Urlaubsanspiiiclie; I) Allgemeines, Ivechenbcisplcle zu Abs. ii; Allgemeines. Reichssteuern: l.ohnsleuer: a) Lohnsteiierpllicht; h) Berechnung; i) Aiuvemliin}: iler Salze; d) ZuschlaKe; e) Ermäßigung; I) Betreuung im läiizellalle; Vtjrannieldung und Abluhr; Ii) Allgemeines. Reichsumsatzsteuer: a) Anwendungsgebiet; !i) Umfang der Abgabe; c) Steuersätze; d) Zu- nnd Abschlage; e) Vorannieldung und Abfuhr; 1) Allgemeines; ' iefahren des ^ 217 der RA< > ; Vermeidung der Biiiscli.ltzunu; Sirafverlahren. Sciiachgemeinsciiaft Marburg Das Amt Volkbildung — Kreisführung Marburg.Stadt im Ste>rischen Heimatbund hat die Schachgemein^chait 1875-0 Marburg gebildet, die unter der Leitung des Pg. Dr. Rudolf Streng sep:ir Zimmer im steht. oder IV. I')e/irk per sofort Ps ergeht an alle Schachspieler der Aufruf, der Schachgesucht. Antriijje unter So- j.ieineiiischafl Marburg beizutreten. Abtglied kann jedes Mitlid rt()7:u an die Verw. glied des Steirischen liciniatbundes werden Die Anmeldung 1882-n kann mündlich oder schriftlich mit genauer Angabe der An--• Schrift und der Personakiaten beim Amt Vulkbiklung, A\a.'. Wohnungstausch Marburg— Tegetlhuffstraße-I-:cke Gerichtshofgasse, erfolgen. IVeL.'inniierwohnMn^^^^^ Schachspieler der Sehachgemeinschatt treffen siel Dreizimmerwohnung mit Kii che und Bail in Lübeck wird ebensolche oder griißere in Alarbiirg zu tauschen gesucht. Anträge unter „Lübeck. an ilie Verw l8!l2-<.) zeit jeden Montag Zentral und Dunnerstag ab 20 Uhr -h iler un CalO .lunges, gebildetes suclil ein oder zwei mit 2 Betten, anci rand. gegen promi">te fU'zah-lung. Angebote unt. »Lübeck« :tn die Verw. IKOi-l-f» Drei, oder Mehrzimmerwoli-nung dringend gesucht. 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