prömimrriilloii»-Preist: ftür Laibach: •atmiibrifl . . 8 fl, 40 tr. Halbjährig . . . 4 „ 20 „ Biettelinlitii). ■! „ 10 „ IMouatlid) . . . - „70 „ SDi i t der ti o ft: «arnjiiOrig . . .11 fl. — kr. i)i>orig uß tr., uumatlidj 9 tr. Sinjelne Nummern >> Ir. La i l? n d} r r Nr. 254. Anonime Mitiheilungen werden nicht berücksichtigt.; Manuskripte ntd)t zurÜckgesendtt. Montag, 6. Novemöer 1871. — Morgen: Engelbert. Rclnktion tiitl)n6ofei gröhere» '.ttueraten uns oft cm i$mf(taltun'i entlyrribenbn IRabiit 4. Iahrgmlg. Der Staatsbcqriff und das Reich der Uumdglichtcit. ii. Die Föderationen gehören aber heute schon zu de» überwundenen Standpunkten. „Alte Föderationen — sagt Joh Gottl. Richte — werde» nur durch de» Vortheil oder die Uebcvmad)t erhalte» ; ein »achhalti-ger Begriff der Volkoeiiiheit kan» nicht aus ihnen her-Voraehe».“ — Denselben foinmentirenb, sagt Vassalle: „Die Föderativ» ist eben das, wovon wir Herkommen, das, was unsere bisherige Geschichte ausmacht, das, Was wir in allen Formen erschöpft haben, das was aiifyiihclicn ist, wenn wir einer glorreiche» nationalen Zukunft fähig sein sollen; glücklicherweise auch das, was unter de» ehernen Hammerschlägen der Nothwendigkeit vor allein zinammenbrcchen ivird und muß. Alle diese Föderativ Republikaner, fügt Äs" falle Hinz», sind daher nicht nur ganz ebenso reaktionär wie die Bundestägler, sic sind, sich selber unbewußt, insoferue noch reaktionärer, als sie uns selbst noch unter der lockende» Form der neuen Freiheit den alten abgestandenen reaktionären Inhalt verkaufen wolle»." Ebenso absprechend über de» Werth der Föde-tion äußert sich Alexis de Tog»eville („De la D6-mocratie eu Am^rique“): „Wenn Amerika cs je verstanden, sich für >urze Zeit auf jene hohe Stufe des Nnhmes zu erhebe», auf welcher die stolze Ein bildungskraft feiner Bewohner uns diesen Staat ohne Unterlaß zu zeige» bestrebt ist, so war es i» dem erhabene» Augenblicke, da die Nationalgewalt sich im gewissen Sinne der Reichshoheit eittäu ßcrt hat." Hinsichtlich der Zentralisation sagt dagegen der- selbe Schriftsteller („Der alte Staat und die Revolution") : „Die Zentralisation ist der einzige Theil der politische» Bersassutig der alte» Zeit, welcher die Revolution überlebt hat, weil er der einzige war, welcher sich dem von der Revolution geschaffenen neuen Gesellschafiszustande anznbeqnnnen vermochte." Präziser definirt Eötvös („Der Einfluß der herrschende» Ideen des neunzehnten Jahrhunderts auf de» Staat") Begriff und Zweck der Zen tralisation. Er sagt: „Einheit der Gesetzgebung, Einheit der Regiernug, Einheit der Vertretung, und daher Zentralisation in der Gesetzgebung, Zentralisation in der Vertretung. Ohne diese läßt sich fein Staat denken. — Wo aber die Zentralisation fehlt, da kann ein durch äußere Verhältnisse zusammen» gehaltenes Aggloiuerat vou Ländern und Völkern, aber fei» Staat bestehen." Nicht minder treffend und »amenllich die heutigen Zustände in Böhmen charafterifirciid sagt Gras Anton Szvcsen („Politiiche Frage» der Gegenwart," 1851): „Die Durchführung der Ideen der Stamm Nationalität als einziger Grundlage der Staatenbil-d'tng führt in Europa und selbst in Nordamerika nicht blos zur Auflösung aller existirenden Staate»; sie macht in einem großen Theilc beider Weltthcile auch jede neue Staatenbildung unmöglich der nicht ein Ausrottungskampf vorangegangen ist. Denn die ruhige Absorption der sprachlichen Minorität ist nur in Zeiten geordneter Zustände, nur stufenweise, nur dort möglich, wo der Begriff der politiichen Nationalität jene» der Stammnationalität ersetzt hat. Die Herrschaft der Metjrtjeit kamt hier nur ein Rechts-titel sein und muß am verderblichsten wirken, wo die verschiedenen Stämme nicht ethnografiich gesondert, sondern fchichlenweise übereinander gelagert sind, und wo daher die unbedingte Herrschaft der Natio- nalität der Mehrheit einer sozialen Revolution gleich kommen würde." „Wo in dem Volke eines Staates" — sagt ein Oesterreich fernstehender deutscher Schriftsteller -„mehrere Nationen (soll wohl heißen: Nationalitäten) Inbegriffe» sind; wo dieselben sich nicht damit begnügen, der Pflege ihrer Sprachen im Hause und in den von ihnen selbst geschaffenen Anstalten zu obliegen; wo sie die Zwecke des Staates für sich in Anspruch nehmen; wo sie die Zwecke des Staates für nationale Zwecke erklären) wo sie Staaten im Staate errichten wollen, da geht, wenn dem »icht gesteuert wird, die Möglichkeit der Einheit in der Aktion des Staates verlöre» • da zersplittert sich die volle Kraft desselben, die auf die Erreichung der Staats^wecke gerichtet sei» sollte, in tausenderlei Rücksichten für diese und jette Nationalität und über der vergeblichen Bemühung, de» zahllosen Ambitio iien der Nationalitäten zu genügen, leidet der Rechts zustaud, nimmt der Wohlstand ab »nd die Bildung wird die Dienerin der Nationalität; den Nationalitäten zu Vielte findet häufig eine Umkehr in der Bildung statt.“ Wer erkennt da nicht vas Schicksal unseres arme» Oesterreich? Und solch, ein Jammer sollte befestigt, organisirt. in Gesetze gefügt, wenn möglich verewigt werde»! Und das unternahm ei» Kollegium von Männern, das sich Regierung nannte und daher die Pflicht hatte, den Zwecken der Kultur und der Humanität diesem eigentlichsten Staatszwecke — zu dienen! Und zu solchem frevelhaften Beginnen sollte» die Deutschen ihre Hand bieten! Man wollte ein Reich der Unmöglichkeit begründen! Feuilleton. Aus der englischen Sportwelt. l Schluß.) Mitten im grünen Kent wohnend, hatte ich eines Tages die eigenthlimliche Ueberraschnng, eine olte Lchuld aii?be;ahlt zu erhalten von Seiten einer „Partei“ im deutschen Vaterland?. Diese Zahlung, erfolgte in ganz ungewöhnlicher Weise. An einem stille» Soimnerabend wurden von Eisenbahn-Pack-tväflern drei Körbe vor meiner Thüre abgesetzt. Slutf dein einen ertönte ein eigeuthümlicheS Grunzet», ans dem zweiten ei» desparater Hahnenschrei, ans dem dritten ein sanftes Girren. Mein „einziger" Schuldner thcille mir in einem Schreiben mit, er habe diesen ungewöhnlichen Weg ans Er-sparuißrücksichte» gewählt und mir anstatt klingenden Kapital, ein fressendes zugesendet, bestehend in einem Paar sibirischer Lvckeugänse, einem Paar krauser Kamt'chaik>>hiih»er und einem Paar Eistänzen. I» England, habe er gehört, würden solche Raritäten mit ihrem Gewichte in Gold honorirt! Ich l’cfntid in ich meiner Nachbarn wegen in nicht geringer Vn legenl)rii. Sie bestanden aus stillen Rentiers und retirirteii Paftaen, sowie nervösen Witwen und abgeblühten Jungfrauen, die solche Lärmschläger, als welche sich ein Theil der Ankömmlinge erwies, nimmermehr geduldet oder sehr bald' durch vergifteten Weizen aus dem Wege geräumt hätten. Zum Glücke wurde mir der Gänserich schon vierundzwanzig Stunden nach Ankunft von einem Zigeuner entfremdet — es war gerade Weihnacht, wo auch der Aermste feine Gaus im Topfe hat — und die verlassene Gattin grämte sich zu Tode. Die Kamtschadaleu — vulgo Pudelhühner — allarmir-te» durch ihr uuenglischeS Gezettet meine Nachbarn derart, daß ich mich nicht auf der Gaffe zeigen durste, ohne einem Kreuzfeuer bitterböser Blicke aus-gesetzt zu sein, und gab deshalb die unwillkommenen Fremdlinge bei einem Farmer in Pension, wo sie, ganz der Darwtn'fchen Theorie entzogen, im Frühjahr bei der „natürlichen Zuchtwahl" sich mit der allerniedrigsten Spezies des gemeinen Brathuhns in eine Mesallianze einließen und eine verwerfliche Nachkommenschaft zeugten. Blieb mir noch das Paar perlinutterfarbener Eistauben. Diese hatte ich weniger vor der Raubsucht der Zigeuner, als vor der Zudringlichkeit der Katzen und Marder zu schützen, die Nachts begannen, sich unter meinem Fenster eifersüchtige Schlachten um die kostbare Beute zu liefern, die ich hinter dreifacher Voliere verwahrte. Um endlich Ruhe zu haben, schickte ich das Pärchen nach Manchester zur Ausstellung und erhielt itt wenigen Tagen Mittheilung, daß mir der erste Preis zugefallen. Dies wiederholte sich siebenmal auf verschiedene» Ausstellungen, bis endlich ein exzentrischer Sponsman den „donnernden" Kaufpreis, den der Katalog auffühnc, zu erlegen sich entschloß — aber mir blieb der Ruhm Simples literarisches Individuum, wurde ich mit Einladungen in Familien sonst so hochmütiger Squires ausgezeichnet, trotzdem ich nur ei» Foreigner, und als ich, um mir die Würde zu erhalten, andere Tauben aus Deutsch-lattd komme» ließ, hielten mitunter Equipagen vor meiner bescheidenen Villa, und Nobleinen uud Gent-lemcn, auch Ladies, die ihre Ahnenliste bis auf Wilhelm de» Eroberer zurücksaliren konnten, vollzogen einen wahren Kulms von Anbetung vor meinem — Taubenschlage. Landsleute, fallet ihr einmal itt solche Gegenden verschlagen werden solltet und euch aus den Tod langweilt, folgt meinem Beispiele. WaS ich jahrelang vergeblich ersehnt hatte, nämlich an-genehme Geselligkeit und Eintritt in John Bull'S häusliche Kreise, verschaffte mir der Besitz eilte» einzigen Paares Tauben. Birmingham steht auf der Liste der Hühner-und Tauben-Ausftellungen obenan, und daö AuS» Politische Rundschau. Laibach, <>. November. Inland. Samstag wurde im böhmischen Landtage das Antwort-Resk'ipt des Kaisers auf die Adresse desselben verlesen. Der Wortlaut vieler hochwichtige» Staatsschnst, die eine ii"t)cilooile Aera in Oesterreich abznschiießen bestimmt ist, entricht so ziemlich den Andeutungen, die wir seinerzeit über deren Inhalt gegeben. Sie lautet: „An den Landtag Unseres Königreiches Böhmen! Mit unserem Reikiipt vom >2. September d. I. haben Wir den Lanstag Unseres Königreiches Böhmen aufgefordert, im (Seifte der Mäßigung und Versöhnung die zeitgemäße Ordnung der staatsrechtlichen Verhältnisse Unseres Königreiches Bohnten zu berathen; mit der allerunterthanigsten Aoresse vom 10. d. M. hat der Landtag Uns das 'Resultat seiner Berathung vorgelegt und Wir verkennen nicht das Bemühen, von seinem Standpunkte aus diesen Unseren Wünschen nachzukommen. Wir müssen jedoch nachdrücklich hervorhcben, daß die über die Behandlung der gemeinsamen Angelegenheiten und das Verhältnis; der beiden Theile der Gesammlmonarchie zu einander durch die Vereinbarung der legislative» Körper dieser Theile, beit Reichsrath und den ungarischen Reichstag, geschaffenen, mit Unserer Sanktion versehenen Gesetze in volle Rechtskraft für die gan;e Monarchie erwachsen sind und nur auf dem durch dieses Übereinkommen bezeichnelen Wege geändert oder, insofern die Bestimmungen die]cs Ueberein* kommeus auf bestimmte Zeit geschlossen worden sind, erneuert werden können. Nachdem ferner die staatsrechtlichen Verhältnisse Unserer nicht ungarischen Königreiche und Länder durch die von und erlassenen Siaatsgrundgcsctzc ihre Regelung gesunden haben, so kann eine Aendcrnng derselben nur mit Zustimmung der beiden Häuser des ReichSrathes erfolge». Wir fordern nu»mel>r den Landtag auf, durch Entsendung seiner 93ertreier in den Reichsrath zu dem großen Werke der Versöhnung mitzuwirken und bereitwillig den Beweis zu geben brüderlicher Gesinnung für alle Völker des Reiches, achtungsvoller Berücksichtigung jeglichen Rechtsanspruches und patriotischer Würdigung der »nabweislichen Bedürfnisse Unserer Monarchie. Wir erwarten um so zuversichtlicher, daß derselbe Unserer Aufforderung nachkommen werde, als schwere Verantwortung vor dem Reiche und vor ihren Mitbürgern dereinst diejenigen treffen müßte, die durch ihr Fernbleiben das Wert allgemeiner Versöhnung vereiteln würden, da« eben nur durch da« Zusammenwirken Aller zu segcnsvvllem, die Gewähr der Dauer ftellungs-Komite vertheilt alljährlich Preise im Ge-fanuntbetrage von etwa 15.000 Gulden Silber für Hühner und Tauben allein, während eilte ähnliche Summe auf die andere Branche der Ausstellung, bestehend in „schwer hinwandelndem" Hornvieh, edlen Schweinen und Schafen oder adelig gezüchteten Hunden, entfällt. Die Preisrichter, welche die Vogelkunde zum Lebensberuf erwählt, reifen im Sommer und Winter von einem Ausstellungsorte zum ändern und fällen ihr Verdikt bei geschlossenen Thüren. Ein päpstliches Dogma könnte von den Gläubige» nicht mit größerer Spannung erwartet werden, als der Ausspruch dieses Konklave, und es fehlt unter den Harrenden nicht au Szenen der Verzweiflung, wenn ihnen der Preis entgangen, oder an Ausbrüchen hysterischen Jubels, wenn sie Sieger geworden. Für manche kann ein Preis ein Vermögen roerth werden, denn der Sport reißt sich um die zahlreiche Nachkommenschaft der preisgekrönten Thiere und knickert dann nicht um einige Fünfzig-Pfundnoten mehr oder weniger in auserlesenen Fällen. Betritt man solch' einen Ausstellungösaal, wo die .Hühner in Käfigen ober Körben, die Tauben oft in kleinen kristallenen Salons zwischen Mahagoniwänden gehalten werden und über grünes T uch und gestreuten Goldsand trippeln, so befindet man sich in einer gefieberten Gesellschaft, die sich aus allen Theilen in sich tragenden Abschlüsse gelangen kann. Hiemit entbieten Wir dem Lauotage Unseren kaiserlichen und königlichen Gruß. Gegeben zu Wien, den :iO. Oktober 1871. F ranz Joses m. p. Holzgechan in. p.“ Ucbcr das univüroige Gebahieit des „treugehorsamsten böhmischen Landtages" beim Verlesen des kai,erlichen Re,lripteS meloei man aus Prag: Graf Eh oief verlas oas kaiserliche Reikript öeutich mit demonnratiocr Umgehung der Gegenzeichnung Holz-gethan's. Erst Neubauer, die e;echi>che Ueberfetzaug oorleieno, nannte als Gegenzeichner Holzgeihan. Wahren» der Verlesung vernahm man Murren, ironische Siaoa's 11110 Lärm; der Obcritlanomar-Ichail mußte zur Rahe läuten. Palackl) erhob sich erst gegen den Schlnß des Vortrages vom Sitze; Rieger fehlte im tsaale, er begrüßte raahieno Der Rcifriptucrleiuitg die m der deutschen Journalisten-Loge befindliche Prinzessin Trnbetzkoi. Als die Re-gierungsiuntiieilung eintraf, oaß oer Landtag ehestens geschlossen tveroe, ivuroe bcichlosie», die Vanotags» öcrljandiuiigen zum Trotz hinansznziehen; deshalb die Uebergube oes Reskriptes an die Kommission und die Verschiebung oer nächsten Sitzung bis Mittwoch. Prachensti), Die Kommissious-Uebergabe beamrageno, nannte das kaiieiliche Reskript „teuto spis“ („Diese Schuft!"). Der „Pokrok" veröffentlich als Antwort auf das k. Reskript Daö M e m 0 raudu 111 Riege r’e und Ela ms. Dasselbe betont zunächst, daß die VerhaiiDlungeu unter Den Auspizien des Kaisers stattfanöeu, und daß die C;echeuführer nur uutcr der Beoingung in dieselben eintraten, daß die von der Regierung ihnen gegenüber eingegangenen Verpflichtungen vom Kaiser angenommen würden. „In Folge dessen, heißt es weiter, entstand ein zweites Reskript, Das sorgfältig reoigirt linD schließlich von beioen Theilen angenommen wurde. Dieses Reskript wurde uns für den Halt gewährt, als der Landtag die ReichSrathswahlen vornähme. Käme jedoch ein anderes Reskript als das ursprünglich vereinbarte, so sind wir jeder weiteren Aktion enthoben, und nicht wir sind es, die von dem beiprochcnen Programme juriictirctcn. Die Raffung des neuen Reskriptes verletzt nun das Reskript vom 12. September, denn es verlangt, daß der böhmische Landtag beit sogenannten Versassungsslandpunkt anerkenne, daß die czechijche Nation sich also demiithige; zudem ist dieses Verlangen so schroff gestellt, als ob geradezu ge« wünscht würde, daß Die ezechische Nation die neue Restriptfaffttitg ablehne. Weiters wird das Septem« bcr-Refkript verletzt durch die Erklärung, daß die der vereinigten Königreiche eingefunden und — um in „österreichischer Währung" zu red-n — für eine Million Gulden nicht feil ist, denn die meisten Aussteller haben angebetete Lieblinge gesendet. Manche haben sogar ihre Diener in Livree mit auf die Reife geschickt, welche ununterbrochen Wache neben den Käfigen halten müssen, um Verstümmelungen der Insassen zu verhüten, wie solche von neidischen Preisbewerbent mitunter an tonkumrenben Prachtexemplaren vorgeuommen werden. Da es obligatorisch, int Kataloge einen Kaufpreis zu nominimt, fordern Besitzer eines Paares Hühner oder Tauben Summen von 50 bis 500 Pfund Sterling, um verwegene Käufer znrückzuschrecken. Aber auch diese Schutzpreise schützen nicht jedesmal, und ich kannte einen Sportsmail, dem die Augen feucht wurden, wen» er erzählte, wie ihm ein „Stamm" von drei feiner besten Brahma-Putra-Hühiier auf der Ausstellung mit der Kleinigkeit von 200 Pfund Sterling weg-getauft wurde. In neuerer Zeit beginnt sich diese Manie auch nach Amerika zu verpflanzen, und es kann sich bald ereignen, das hüben unD Drüben internationale Ausstellungen von Vögeln veranstaltet werDen, sobalD sich Lebensversicherungsanstalten finden sollten, welche die kostbaren gefiederten Passagiere gegen Seegefährlichkeiten versichern würden. Verhältnisse der anßer'Ungrlrischen Länder bereits durch oie Staaisgrunogesetze gegeben sind, eine Aen-öcruttg Daher von Der Zustimmung beiDer Reichs-Hälften abhängig gemacht wird; hiemit wäre vom Ausgleich abgelassen und die geiainmte Aktion desselben verstellt. Würde daö neugefaßte Reskript an den Landtag gelangen, so müßte derselbe die Reichs-rathswahlen ablehnen, Ungarns Einwendungen nit-berücksichtigt lassen. Wir haben nur noch die Pflicht, zu warnen vor der Meinung, daß, wenn jetzt der Ansgleichssade» abgerissen wird, je wieder der Ausgleich ausgenommen werden könne. Die ezechische Nation müßte zur früheren starren, bedingiingölosen Opposition zurückzukehren. Ein Landtag könnte nie wieder zu Stande kommen." Die „Bohemia meldet: Graf Ehotet überreichte feine Demission von der Leitung der Statthalterei mit der Bitte, noch im Verlaufe des Monats seiner provisorischen Dicnftesleiftuug enthoben zu werden, nachdem die ihm übertragene Mission als beendet anzusehen sein dürfte. Chotek'ü ©icbcrcrnennung zu Diplomatischem Dienste (jedoch nicht in Petersburg) ist bevorstehend. Die Taktik der ezechischen Blätter, das Reskript vom 12. September, womit „die Rechte des Königreiches Böhmen" gerne anerkannt werden, täglich att der Spitze des Blattes abzudrucken, wird nun auch von den tiroler ultramontauen Organen affenartig liachgeahint. Dabei begehen alle diese Blätter die Perfioie, den Namen jenes Mannes, der das Reskript kontrafignirt und damit die konstitutionelle Verantwortung für dasselbe auf sich genommen, wegzulaffen. Der katholische „Volksfrennd" fritisirt solches Verfahren in folgender Weise: „Uns wird man wahrlich nicht nachsagen, daß wir für parlamentarische Formen schwärmen; sind Diese aber einmal in llebuug, so muß man sie auch pro und contra gelten lassen. Eine konstitutionelle Thronrede, wen» auch i» feierlichster Weise vom Monarchen persönlich gehalten, hat doch nur die Bedeutung eines ministeriellen Programmes, au das eben nur das int Amt fteheiiDe Ministerium gebunden ist. Wir wissen uns sehr wohl zu erinnern, und es ist auch noch ganz kurze Zeit her, daß gerade die föderalistischen Organe diesen Umstand sehr lebhaft betonten und auf ihn bei ihrem Verhalten sich stützten. Noch weit weniger als eine ThronreDe kann ein einfaches Reskript als eine VerpfäuDung des kaiserlichen Wortes betrachtet werden. Die Verantwortlichkeit trifft hier noch viel mehr nicht den Monarchen, fonDern den M i n i ft e r , Der das Reskript gegengezeichnel, in unserem ft-allc also Den Grasen Hohenwart. ES geht doch nicht an, autokratische und konstitutionelle Anschauungen abwechselnd zu gebrauchen, je nachdem eS gerade zum Zwecke dienlich scheint. Vor allem aber ziehe mau nicht den Monarchen in den Kampf der Parteien." Es wird bestätigt, daß der neue Kabinetschef es als eine seiner ersten Pflichten erkannt hat, den Parteiführer der Deutschen, Dr. Herbst, zu besuchen und sich über die politische Lage mit ihm auSein-anderznsetzen. Es geschah dies verflossenen Donnerstag und die Unterredung dauerte über zwei Stunden. KellerSperg (egt also großen Werth darauf, die Meinung der Verfaffnngspartei kennen zu lernen und unterscheidet sich hierin wesentlich von seinem Vorgänger, der bekanntlich jedes Wiukelnatiönchcn um seine Wünsche befragte, die Meinung unb Wünsche der Deutschen aber vornehm ignorirte. Die persönliche Differenz, die das früher bestandene Einvernehmen zwischen KellerSperg und Herbst auf einige Zeit trübte und die über Gebühr im politischen Klatsch auSgebeiitet wird, ist als längst beseitigt zu betrachten. Ernste Männer können sich doch auf die Dauer von derartigen Bagatellen nicht beeinflussen lassen. Ausland. Die Berliner „Nalioiial-Zeitung" ergeht sich in einem bemertenswerthen Artikel über die eigentliche Natur und Endpläne des nun gestürzten Ministeriums Hohenwart. Wie in vielen anderen Organen wird auch hier die Ansicht ausgestellt und verfochten daß die Herren Hohenwart, Jirekek und Schaesfle lediglich als Platzhaller für andere iin Hintergründe flehende Persönlichkeiten «»seriellen waren. Diese Elemente, die sich dann »ach vollbrachtem Ausgleiche mit den Eichen die Erbschaft des „wahrhafte» Oesterrcicherlhum" anzutreteu sich schmeichelten, waren römisch und adelig. Es sollte, um mit dem Berliner Blatte zn sprechen, wieder so regiert und zusauimengehalte» werden, wie es in ie» Fünfziger Jahren uiiter Bach und Rauscher mit Hilfe des Ko»fordatS geschehen ist. Das Tagesereignis i» Paris ist die Rede, welche der UnterrichlöttUnisler Jul. Simon in der Jahressitzung des „Instituts vou Frankreich" gehalten ; wir entnehmen derselben folgende Stelle: „Wir haben neben dem materiellen Unglück gar viele moralische Ruine» zu beklagen. Dieses große Fieber, welches die Geiüerzu männlichen Entschlüsse» antricb, ist seit 25 Jahren tief herabgesunken. Wir haben den Ruhm durch das Geld ersetzt, die Arbeit durch die Agiotage, die Ehre und die Treue durch die Skepsis, die Kampfe der Parteien und der Doktrinen dnrch die Politik der Interessen, die Schnle durch die Klubs, Mehul und Lesueur durch Liederchen und KoupletS. Wir absolvirten oder rühmten selbst die schlechten Sitten, schufen den verlorenen Frauen ein Königreich, füllten unsere Augen mit ihrem Luxus, unsere Ohre» mit de» Berichte» ihrer Orgien, uusern Geist mit ihrem Blödsinn, unsere Herzen mit ihren leeren Leidenschaften. Wir halfen den öffentlichen Spitzbube» in ihren Manövern oder klatschten ihnen wenigstens Beifall. Wir verschwendete» alles, was die Welt verteilen kan» : Vergnügen, Ruf und Macht. Wir spottete» der Moral und leugnete» sie. Wir glaubte» nur noch an den Erfolg, wir liebten nichts als das Vergnüge» und verehrten einzig die brutale Gewalt. Wir ersetzte» die Arbeit, das miste und tiefe Studium durch, ich weiß nicht welche abortirende Fruchtbarkeit, welche das Geschriebene vervielfältigte und die wahren Werke verschwinde» ließ. Wir sprachen, ehe wir dachten, wir zogen die Reklame dein Ruhme vor; wir verleumdeten Handlungen nnd Lehrsätze, um sie nur nicht bewundern, befolgen und glauben zu müssen ; wir errichteten ein System der Verleumdung und machten auö der Lüge eine Staatseinrichtung. Ist dies nicht die Gesellschaft, der wir angehörten? Ist dies nicht das Schauspiel, da« wir gesehen haben? Und wenn dem so ist, müsse» wir nicht bekennen, trotz der Helden und Märtyrer der letzten Stunde, daß wir lange vor Seda» besiegt waren ? Ja, wir trugen die Ursache der Niederlage in im5. Ja, wir waren fast ebenso strafbar, als unglücklich. Ja, wir haben die Seele von Frankreich selbst zu heilen." Zur Tagesgeschichte. — Der „Grazer Tagespost" schreibt man aus Wien: Herr Schaesfle war Handels-und Ackerbauminister ; aber in beiden Ministerien wußte seit neun Monaten kein Mensch mehr, wer Koch, wer Kellner sei. Der Ackerbauminister schrieb an den Handelsmini, ster, d. h. Schaesfle an sich selbst, er möge doch für billigeren Kohlentransport sorgen, damit wenigstens im Sommer ein Brennmaterial zu haben sei, welches nicht so „brandiheucr" zu stehen komme. Ein hiesiges volkS-wirlhschastliches Blatt ging auf Erkundigungen aus, wurde aber im Handelsministerium von Pontius zum Pilatus geschickt, die Akten wurden nachgeblättert, es fand sich nichts. Endlich kam der gewünschte Ausschluß, und zwar von Berlin; die ganze Korrespondenz Schaessle's ad se ipsum stand in der Berliner „Börsenzeitung!" Schaesfle selbst pflegte bei sachlichen Anfragen nach Eisenbahn Konjunkturen an seinen Sektionschef, Herrn v. Wiedenfeld, der übrigens ein tüchtiger Mann ist, zu verweisen: die Sache sei ihm nicht gegenwärtig. Herr Schaesfle, dessen nicht geringe Ar-beilstraft kaum auSgereicht hätte, zwei Ministerien zu besorgen, verfaßte während der Zeit „Reskripte." Die Nemesis hat sich an seine Fersen geheftet; in der öffentliche» Dieimmg trägt er allein daS Odium der ganzen Ausgleicherei; wahrend Hohenwart als „gefallene Giöße“ betrachtet, Jueöek nur jmtdnb, Habieiiiiek gar nicht ermähnt wird, belli der döse Veunumö hinter Schaesfle her: Korruption, Korruption! „Sollte es wahr sein, daß Schaessle Geld genommen hat?" srug jüngst jemand auf der Börse. „Geld nicht," war die Antwort, „aber vielleicht Wechsel." „Wozu braucht man Wechsel," warf ein Dritter hin, „wenn man Prioritäten hat?" — Wir lesen in 6er „Olmützer N. Z." : Trotzdem unser Domkapitel bis zum heutigen Tage Die Bestätigung seines angeblichen Plivilegiums, welches nur Dem ahncnreidjeti Adel Den Genuß einer reichen Sinecure zugänglich macht, nicht zu erreichen ver-mochie, ist doch seine Stellung eine ganz exzeptionelle. B>s heute fiuD nicht weniger als elf Domherrenstellen ctlcDigt, und es gelchieht nichts zur Kompletiruug Des K-ipiiels. Für Die hochgebornen Herren, welche es sich heute in ihren Residenzen behaglich machen, ist Dies, wie wir bereits einmal erwähnt haben, wohl kein 'JZachiheil. Die Einkünfte Der unbesetzten Kapitular» Psiünden werden ebeu unter die hier domizilirenden Kapiiularherreu vertheilt und bilden für die Herren Barone und Grafen ein fo schönes Ncbeneinkotninen, Daß sie es gar nicht nöthig haben, sich um Minister-Posten zu bewerben. Natürlich, wenn man, wie wir eS neulich in einer Wiener SchlaßoerhanDlung kon* statin sanDen, ein Einkommen von 14.000 fl. unD allenfalls noch Nebeneinkünfte dazu Hai, fo hat man eS gar nicht nöthig, zu arbeiten. Aber eine andere Frage ist wohl nicht unberechtigt. Wozu braucht das Kapitel aas 24 Domherren — Den Erzbischos einge-schlossen — zu bestehen, wenn es auch mit 8 —10 Domherren geht ? Ist Das Domkapitel eine Bersor-gungsanstalt für Die jüngeren GlieDer alter ADelsge-schlechier oDer sin?'- die Pfründen da zur Belohnung würdiger älterer Seelenhirten nnd theologischer Gelehrten ? Das Domkapitel wird sicherlich nichts dazu beilragen, um hier einen gerechten Modus eintrelen zu lassen, — hat sich Doch Der hocharistokratische Fürst« Erzbischof Landgraf v. Fürstenberg herbeigelassen, am ÄUerherligeniage beim Pontifttal-Ainte in Ermanglung vo» Domherren Die beiDen Ehren-Bikare zur Assistenz zuzulassen — aber Die Pflicht Der Regierung ist es hier, nun enDtich OrDnuug zu schassen. Welche Regierung immer es sei, so viel Gerechtigkeitssinn muß sie haben, um solchen Mißbräuchen entgegen;utreten; es kommt sonst vielleicht noch so weit. Daß sich 3—4 Prälaten in die Einkünfte von Millionen thcilen, während wohlverdiente Priester - Jubilanten mit den» Titel eine« KonsistorialratheS abgespeiSt werden. — Aus Florenz wird der „Presse" geschrieben : „Bekannilich tagt oder tagte noch vor wenigen Tagen in Rom Der ärztliche Kongreß, Dessen Versammlungen einmal Durch Den Besuch Des Pros. V i r ch o w beehrt wurden. Als der berühmte Fysiolog im Saale erschien, erhoben sich fämmliche Anwesende von ihren Sitzen. Der Präsident ging Virchow entgegen und begleitete ihn unter fortwährenden Evvivarusen der Versammlung auf den für ihn reservirten Ehrenplatz. Professor Buchow dankte in französischer Sprache für die ihm gewordene Ovation, die er mehr den Sympathien für sein Vaterland als feiner Peifon zufchreiben wolle, und versicherte Italien seinerseits der Sympathien Deutschlands. Rtcht endenwollender Beifall folgte dieser Rede und ein MitglieD Der Versammlung erwiderte Die ReDe Virchow's in Der korrektesten und fließendsten deutschen Sprache, und als Dasselbe zuletzt ein Hoch auf Deutschland und die deutsche Wissenschaft ausbrachte, stimmte die ganze Versammlung in ein begeistertes „Hoch" statt des landesüblichen Evviva ein. Charakteristisch ist ferner, daß in den öffentlichen und Privaifchuien Das StnDinm der Deutschen Sprache mit einem Eifer betrieben wird, daß wenn der Enthusiasmus anDauert, in wenigen Jahren jeDer gebilDete Italiener deutsch sprechen und die Deutsche Sprache in Italien verbreiteter sein wird als die französische." — Ueber die Wald- und Prärie-Brände in Wisconsin und Minnesota treffen immer trübere Nachrichten ein. Die große Dürre des Sommers hat Wiilber unD Prärien fo ansgeirocknet, Daß sich der BranD mit Blitzesschnelle verbreiten konnte. In der Nahe Der Städte unD Ortschaften wurDe alle« versucht, Durch At'grab »gen Dem Feuer Schranken zu setzen, in vielen Fallen jedoch vergeblich. DaS Unglück ist um so nachhaltiger, oltz Die Hilfe, wenn auch noch so kräftig und ergiebig, die Betroffenen schwer erreicht. Nicht weniger als sechSnndzivanzig Studie, eine große Anzahl von Döifern und fast nnzähtbare einzelstehende Gehöfte wurden zerstört, viele Menschenleben vernichtet und der Schade» ist inrchibar groß. — Am 12. Oktober saiiD in Der GegenD Des Penobscoi-Flusses in Maine ein Regenstnrni statt, Der Den Austritt mehrerer Flüsse ver.inlaßtc uuD großen Schaden anitch-teie; mehrere Mühlen und Brücken wurden zeistort unD an 5,000 000 Stämme Holz von Den Stan- plätzen sortgemeben. — Auch im NorDen von «ansas unD in I ffetson County, Nebraska, mtithen, wie aus St. Louis Den 17. Oktober gemeldet lvirD, heilige WaldbränDe. — Wahrend Der Stürm- am Ib. uuD 16. Oktober gingen auf dem Michigan-, E>ie- und Huronfee viele Fahrzeuge zu Grunde. In Den meisten Fällen gingen auch mehrere Menschenleben veiloien. — In Santa Cinz Counii ist eine Waldflache, zirka 36 OuaDratmeilen groß, durch Feuer zerstört worden; der SchaDen ist bedemeitD. — Ein sehr gelungener W i tz ereignete sich vor kurzem aus Oer Zentralbahn in Oyio. „Ist Dies nicht Palentine Bridge ?' frug ein schläsnger Passagier Den Kondukteur, als Der Zug auf Der eisten Station anhielt. „Nein," antwortete Der Kondukteur. Der Zug fauste fort, Doch sobald er das nächster»«! anhielt, rief derselbe neugierige Passagier e'was lauter als DaS erstemal: „Ist Dies Valentine Bridge?" „Nein I" Der Zug setz e sich abermals in Bewegung ; bei Der Dritten Station steckte Der Passagier Den Kopf zum Wagensenster heraus utiD srug nachdiücklich: „,)st Die« nun Palentine Bridge?" Dem »onDakienr schien DaS Ding langweilig zu werDen und er entgegnete: „Hören Sie, mein Herr, wenn Sie mich in iliuhe lassen wollen, werde ich es Ihnen sagen, sobald wir nach Palentine Bridge kommen " Mil der Versicherung zufrieden, schlummerte der Passagier ein. Endlich erreichte der Zug Palentine Bridge und hielt an, Doch erinnerte sich Der Kondukteur seines Versprechen« erst, als Der Zug schon wieder in Bewegung war. Er zog sogleich Die Glocke, Die Bremsen warden angelegt und still standen die Wagen. „Hier ist Valentine Bridge," ries Der KonDnkteur dem noch immer schlafenden Passagier in das Ohr, „kommen Sie schnell uiiD steifen Sie ans." „Ist die« Palemine Bridge?" srna Di.ser nochmals gähueiiD. „Ja wohl, beeilen Sie sich, ich kann nicht länger warten." „O," erroiOerte ganz trocken Der Reisende, „ich will nicht aussteigen j mein Doktor sagte mir, wenn ich nach Palentine Bridge käme, sollte ich Die zweite Pille entnehmen." Mal- und Provinzial-Aligelegelcheiteii. Lokal-Chronik. — (Die Abtheilungen der Schul, nassen) mit Rücksicht auf Den utraquistischen Unterricht sinD nun festgestellt. An Der hiesigen Oberrealschule besuchen Die Deutsche Abtheilung der ersten Klaffe 67, die slvvenische 43 Schüler. Die deutsche Abthei-Inug der zweiten Klaffe der Oberrealfchnle besuchen 62, die flouenifche 28 Schüler. Am hiesigen Obergym-nosium sind in der slovenischen Abtheilung der ersten Klaffe 56, in der deutschen 40 Schüler. In der slove-nischen Abtheilung der zweiten Klaffe sind 39, in der deutschen 18 Schüler. — (Ernennungen.) Von der Finanz-Lan-deSbehörde Laibach: Im neuen Organismus der Steuerämter in Krain wurden zu SieneramtS-Kon-troloren zweiter Klaffe ernannt: Der Steuereinnehmer Johann P i r n a t, der Sieneramlskontrolor Ferdinand S n ch a d o b n r k, die Steuereinnehmer Johann K o l -larczek Edler v. Stern Hof, Johann Torna« schoviz und Stefan Bobi k, der Steneramtskon-trolor Hugo P l a n i n z, die Rechnungsoffiziale Martin Rißm anl und Anton Fleischman», die Cleueramtskontrvlore Franz Mladi^, Alois Sill eg, Felix Standacher und Franz S ch i t > -nifl, sümmilch definiliv, dann der Sieueramlskon-irolor Josef B e r n o I h provisorisch ; ferner z» SteueranuSkoiitroloren dritter Klasse ; die SieueramtS-konirolore Franz K o o a , Ifod-mittoga > II;.-. + 3.0" C.(IH70 i 13.5“, 1869 | tti.4"). Barometer im fallet, 741.4(1 Millimeter. Das vor gestrige Tagesmittel der Warnte-f-das gestrige -(- 3.4"C., beide um 2.7" unter dem Normale. AlMkoiliulkue Fremde. Am 5. November. 151«*!‘hii«. Lenz, Kfm., Pest — Savla, Graz. — Hausner, Kfm., Görz. — Pibrontz, Besitzer, Kropp. Mlitill Hirn. Bidic Kfm., Rok, Ttiensiltg, Wien. — Kauiik, Private, Lichleuwald. Reguli, Leßuer, Kauf-leute, Wie». — Angoleti, Haudelsin., Triest. Frau Hanswirth, Cillt. — Huhl, Handelsreisender, Wien. Dehms, Kfm., Leipzig. Sternwarte. SÜfaria Prajech, »öniggrätz. Verstorbene. Den 5. Nobein b er. Dem Franz Belk, Hausbesitzer, feilte Tochter An'onia, alt 25 Jahl e, iu der Hradeczky-uorfiafct 9Zr. 24, und Herr Josef Fürst, bürgt. Schnhmacher-meister, alt 7-' Jahre, in der Polanaoorstadt Nr. 67, beide au der Luugensucht. Gedenktafel über die am 8. N o v e m l> c r 18 71 stattfindenden Lizitationen. 3. Feilb., Matjitii’chr Real., Smadvle, BG. Senoseisch. -- 2 Feilb, Rop n'sche Real , Krajnie, BG. LaaS. — 2. Feilb., Malleiit'sche Real., Mii'iti'iidon, BG Gnikfeld. — ’J. Feilb., al., löiuundors, BG. Laibach. 3. Feilb., Strojan'sche Real., Drenig, BG. Laibach. 3. Feilb, Koemann'sche Real., BG. Laibad). — 1. Feilb., Pozoi'sche Real., Garenje, BG. Senoseisch. TKeater. Heute: Lucia di Vam,,>r>»oor. Over in 3 Akte». Morgen «Herr Auto» Müller vom Stadttheater in Graz als Gast): Der Abaev'vnete. Schmauk mit Gesang in 1 Akt »on O. F Berq. Diesem folgt: Dvme-ftifeiiftreirhr Posse mit G sang in 1 Akt von Auto» Bitiner Zum Schlüsse: Die Nkkriitirnxg in .Krähwinkel. Burleske mit Gesang in 1 Akt von Theod. Flamin. Lottoziehung vom 4. November. Wien: 39 67 4 2l 74. Graz: 41 15 11 58 (>2. f Allen Jenen, die dem Herrn Pais! Herrmann, k. k. Major in Pension, das so theilnahmsvolle als ehrende Geleite zur letzten Ruhestätte gegeben haben,, spricht hie-für den wärmsten Dank aus Familie Zcscliko. Laibach, -ti. November 1H71 (425) AÜNCiliCMl. ’Jtad) einem 24jfi()rigeit Aufenthalte in Laibach machen es mir jetzt Fam lieiwerhältnisfe wUnschenswe>th, nod> 'Vollendung meiner diervrtigcn Beschäftigung nact) Pest Ose» zu Übersiedel» Ich, .schmeichle mir, während meines fo lanqjahrigen Aufenthaltes mandien Freutid errooiben zu haben, und sage daher Allen m> herzliches Lebewohl, mit der Bitte, mich auch iu der Ferne im freundlichen A»de»ken zn behalte» , wie and) iai versichere, daß mir Laibachs Bewohner ewig unvergeßli» blechen werde». ihuti) Tonin in Militär Kroaiil», am I. November 1871. •8• 5Eilld*9 Hauptmann. Lehrling. In ei» sebr solides »>id bed^ uteuderes Handln»,isftniiS in der Provinz wird ttt brai-er, munterer, 14 bis 15 Jahre alter Knabe, der entspred'ende Elemeutarvorbildutig besitzt, beide Laiidessprad'eu geläufig spridit und schreibt, ansgenvm-nien. Knaben vorn Lande bab n den Borzug. Näheres aus besoiiderer Gefälligkeit bei Herrn «>,»>,. lfi-. iLii■-<-mieieii in Laibad', Giitinnig’fched Haus (524— 1) Ein Vorsttlihnnd^ 1Jahre all, iftviancv Warf, weidlich mit liditbmimen Ohren und lichtwauuem Fleck am Rücken, ist vom 2 aus den S. d. M. abba, de» gekommen. Terjeu ge, welcher den Hund zu Händen bringt oder 4>äheres zur Aussindnug an-geben kan», eihält vom Eigentlütuer des Hundes Haupt» platz Nr. 259, zweiten Stick, eine entsprechende ilcUchnuug. Wiener Börse vom 4 November Geld ;icj.v,. 57 5 < - V'VPvf'1. HÖ. 95.50 btv., ’VLiz ,ri •"•*> >8 — 0 r v;;« i.r'54 . . \> 5.1) i’Ot! 180:;, K.; H’<» in ,1 ’jfcfc Jj; ift. 11O. - j 11.1*5 v: I ' - ... 2 i» 2 0 — r. !A*vi ■ :I9 50 1-tO — •• :■ . j.".ü -M. ! li.n >5 10 . 0 Ctrundeatl.-V U r xöieb.f XV ü'<0 kr •? Sk.; («rtaateibabn pr. Slücf 9 -2 37. 0 2 > 7 0 5Lcietm«t ju -Ll. 1>0 - "2 - SraalSb. pr. @>t. I8ri7 lä -. 13 täiBten, itrain u. ftaftcnfnnb f. . t'i ub'lssb.i UOuft.o.W.) ' 80 1 20 85 V5 26 — t>van*»Oc(. lSO<- fi.G.) 9 ., ol) '.rrgaril. . zu.- . ol. .25 HU 7n itrvut. 11.6?^$?.: h8 — 8i«;deudürZ. „ a : 7ö„- Ifi.vO UW H. Ä'. 184. 0 185 50 Aotltox., >-»n. Dampf'ch 97 50 7V4 - 7*.m — ju 100 R. EM V7 - «attonalbau! . i 7-efter 100 ft. 2M i2V 50 lt. 60 Union - Bank . . . 16 .— Dto. 60 fl. v.W. e,H ireDitanftal! . Öl 7 2 .‘'07.40 fenot . io ft. ü.W J2 iS — Q. Ö. <- Db . aim . „ 40 , a 0 2 *0 thü 50 Kam . „ 40 „ 2s f>o Oeft. ibabenctcö. .'1. . •>)ary „ .10 „ Osit Hyporh. Bao? . — - öl. iidenoid „ 40 „ öi.n» >2 — ^lerer, ‘»»vomut. x (f Durb'.erb.-Viorbb. , «. i50 itcgicciö» . 10 „ .4 1« — Eüdbahn GeieÜsch. . «aif. 2li 50 145 *5 -5 «5 i« «bl.-* wMvu. ^iebenb. 6t?enl'ü . -74 — i7f». Staatöbahn. . . . S 4.— 3M5 — Mlydb. Iü0n. Kranes 44 0 44. iS PftiiaAbriofe. ^Ation. o.W. ocrlesd. r<, 89.1t- LSats. MttnzuDucater. 5 .'8 5 60 iaji. Bob.-Eredttautt. 88 5=1 8 *. 20 Francs stäü . " »1 ÄÜg.öst.Bod. Kredit. ,05. ' 5 1 .5 dro. in ,13 .S.rU:c*. 8(> SO h7 -- Stfxh»T' ;lü.a. 116 6*1 Telegrafischcr Wechselkurs vom ti November 5perz Reute öficrr. Papier 57.80 — 5perz Reine öflerr. Silber ti7 65. — 18ti( ier Staarsanleben 99 5>» — 4-antathen 796 Kreditaktten 304.40. London 116 80. ~ Silber 116 75 K. k. Münz-Dnkalen 5 62. — Aa-poleonöd'or h ;U Druck von 3ri>. v. Kleinmavr * Fed. Bawberq tu Laidach. Verleger und für bit ReDattion Dttanttuortlid): Otto mar Bamberg.