Ni.169. Dolmclstag, 28. Juli 1898. Jahrgang 117. Aibacher Zeitung. ^"Mrin ?, !°"2pleiS: Mlt P ostvel send u!!g: ganziiihn« fl. l5. l>«lbicll,rig sl. 7'5>u. I IN Comploir: llch,, cl'-,", lialdjährlg fl. ü'üli. Filr die Anstellung in« Haus aanMIirin fl. 1, - Instltionöaebür: ffür ^ "»lerale lij« z,, 4 feilen ^l» lr,, grütze« per Zoile « N,? del öfteren Wledevcholungen per Zeile 2 lr. Me »Lalb, Zlg,» ersHew» lHglich, mil Au«nlll,me ber Sonil^ u»d Feiertage, Hie Ndmtniftratlun befindet sich Longressplah Nr, 2, die Medartion Äarmlierzillergllsle Nr, lü, Sprechstunden ber Redaction vo» « bl« il Uhr vor» mittags. Uiifrünlirrle Briefe werben nicht angenommen, Mamiscripte »lcht zurüilgestellt. Amtlicher Theil. ^ Seine k. und k. Apostolische Majestät haben das "WelMde Allerhöchste Handschreiben allergnädigst zu "mn geruht: dw i-Ä^l Graf Thun! Ich finde Mich bestimmt, Schließung der XIV. Seffion des Reichsrathes zu M, 24. Juli 1898. Franz Joseph m. p. Thun m. Z). Ae s^""^ ^ U"b k. Apostolische Majestät haben mit niM ^ unterzeichnetem Diplome dem Feldzeug- den 3 ^ Ruhestandes Ferdinand Cronenbold 6relherrnstand allergnädigst zu verleihen geruht. yl^Ieine k. und k. Apostolische Majestät haben mit t!im„ M unterzeichnetem Diplome dem General-"M d^ Ruhestandes Josef Likoser den Adelstand «Eli Ehrenworte «Edler» und dem Prädicate preng brück» allergnädigst zu verleihe» geruht. All<>^"k k. und k. Apostolische Majestät haben mit Nllkpv Mn Entschließung vom 15. Juli d. I. dem Wesentlichen Professor der Staatsrechnnngs-Teid > ^ "" bn Universität in Wien Dr. Gustav ^liiiw s^,?' ^'^ ^'tcl und Charakter eines ordentlichen ^Ms-Professors allergnädigst zu verleihen geruht. Bylandt m. p. ^llrr3? ^ "'id k. Apostolische Majestät haben mit Entschließung vom 12. Juli d. I. den ^irz/'^^ullehrer der Lehrerinnen-Bildungsanstalt in ^ ^?!^^ Zutal zunl außerordentlichen Professor für Wlopathologie für Forstwirte an der Hochschule "kncultnr allergnädigst zu ernennen geruht. Bylandt m. ^. ^llle.^ k- und k. Apostolische Majestät haben mit bin ?W Entschließung vom 7. Juli d. I. die ^"iqli^, ^ ""b k. Minister des kaiserlichen und ^iii i H"ls^ und des Aeußern beantragte Re-tcilisH , ^ung des Studieugangcs der k. u. k. Orien-^v„s "kadcmie, welche künftighin den Titel k. u. k. Theili^lr-Akademie zu führen hat sowie die °licn? gelben in linguistischer Hinsicht in eine !>>teiisj^llschc uud westländische Section, bei '"beide, nlD'U ber volkswirtschaftlichen Disciplinen "" in a» ?^'^""gen, von dein Studienjahre 1898/W liUlehmigcn geruht. Der Wiener Gesandte der Vereinigten Staaten Amerikas hat im Auftrage seiner Regiernng dem k. und k. Ministerium des kaiserlichen und königlichen Hauses und des Aeußern notificiert, dass in Erweiterung der Blockade, welche über die in der Proclamation des Präsidenten der Vereinigten Staaten vom 22. April 1898 angeführten Häfen verhängt wurde, der Unions-Präsident mittelst einer vom 27. Juni d. I. datierten Proclamation die Blockade sämmtlicher Häfen an der Südküste der Insel Cuba vom Cap France's bis inclusive Cap Cruz sowie auch des Hafens von San Juan de Porto-rico angekündigt hat. Dies wird auf Grund der Mittheilnng des k. und k. Ministeriums des kaiserlichen uud königlichen Hauses und des Aeußeru vom 10. Juli d. I., Z. 34.147/7, im Nachhange zu der im amtlichen Theile der «Wiener Zeitung» vom 29. April d. I. Nr. 98 erfolgten Verlautbarung hiemit kundgemacht. Vaernreither iu. p. Der Iustizminister hat den' Gerichtsadjuncten Simon Petrovii des Kreisgerichtes in Spalato zum Bczirtsrichter in Vrgorac ernannt. Deu 26. Juli 1898 wurde w der l. l. Hof' und Staats« druckerei das XXX. und XXXIII. Stück der italienischen, das XXXVll. Stillt der ruthenischeu, slovmischen uud rumänischen, das XXXVlll. Stück der slovenischcn und rumänischen, das XXXlX. Stück der polnische», ruchenischen, slowenischen und rumänischen nnd das XI^. Stück der rumänischen Ausgabe des Rcichsgesetzblattes ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Theil. Die Neisc des Königs und Thronfolgers von Rumänien. Man schreibt aus Bukarest: Der Ncise des Königs Carol von Nnmänien und des Thronfolgers Prinzen Ferdinand nach Petersburg wird hier natürlich die Bedeutung beigelegt, die ihr gebürt, und sie wird allgemein mit lebhafter Genugthuung aufgenommen. Bekanntlich steht der rumänische Hof in nahen verwandtschaftlichen Beziehungen zum russischen Hofe, ebenso bestehen auch Jahrhunderte alte Bande zwischen den beiden Völkern. Der König hat es auch in einer der jüngsten Ansprachen hervorgehoben, «dass er sich glücklich fühle in der Erinnerung au die schöne Zeit, in welcher die rumänische Armee siegreich focht auf dcu Schlachtfeldern Bulgariens, an der Seite der tapferen rnfsischen Armee, um die Unabhängigkeit Rumäniens zu erkämpfen.» Mit tiefer Bewegung gedenkt jeder Rumäne dieser Heldenzeit, dieser ruhm^ vollen Waffenthatcn, dieser durch das auf dem Schlacht felde gemeinsam vergossene Blut besiegelten Brüder^ lichleit. Als eine Errungenschaft diefes Krieges, in welchem Russen und Rumänen gemeinsame Gefahren bestanden, ist der rnmänische Staat ein unabhängiges Königreich geworden und hat dank der Weisheit seines Herrschers und der verständnisvollen unablässigen Arbeit des ganzen Volkes einen großen Aufschwung genommen, hat sich im Innern in allen Zweigen der Volksthätigkeit entwickelt und nach außen eine geachtete Stellung unter den europäischen Staaten gewonnen. Alle diese Erinnerungen und Volksempfindungen begleiten den König und den Thronfolger auf ihrer Fahrt nach Petersburg. Diese Reise konnte mau schon damals voraussehen, als im vergangenen October der Zar den Generalgouvernenr von Veßarabien, General Constantinowitsch, entsendet hatte, um den König bei der Eröffnung der neuen Universität in Iassy zu begrüßen. Dieser Höflichkeitsact wurde hierzulande mit größter Befriedigung begrüßt, und seither war jedermann davon überzeugt, dass der Besuch des Königs in Petersburg nachfolgen werde. Für die politischen Kreise mag diese Ueberzeugung schon ans viel früherer Zeit datieren. Der uugemein herzliche Empfang des Thronfolgerpaares bei der Kaiserkrönnng in Moskau sowie die seither auf dem Gebiete der allgemeinen Politik eingetretenen mannigfachen Thatsachen ließen es als wünschenswert erscheinen, dass dieser Besuch als sichtbares Zeichen der ausgezeichneten Beziehungen, die zwischen Rumänien und Russland bestehen, stattfinde. Rumänien, das keine ehrgeizigen Bestrebungen verfolgt und ein Element der Ordnung und der Civilisation im europäischen Orient bleibt, verlangt nichts anderes als eine lange Zeit des Friedens, die es ihm ermöglicht, ruhig zu arbeiten und seine geistigen und materiellen .Kräfte zu entwickeln. Die beiden großen Nachbarreiche Rumäniens — Oesterreich-Ungarn und Rufsland — stimmen gegenwärtig in einem wesentlichen Puukte ihrer Politik überein: in der Aufrechthaltung des «tiiw« quo im Orient und hiedurch auch des europäischen Friedens. Rumänien hat diesen Gesichtspunkt niemals aus den Augen gelassen. Politische ülelwrstcht. Laibach, 27. Juli. Die nunmehr geschlossene vierzehnte Session des Reichsrathes war am 21. März d. I. eröffnet uud am 13. Juni vertagt worden. Die letzte Feuilleton. ^ künstliche Vochiegelnng des Paradieses. H Aou Hr. Ludwig Karell. !'^. ^Mä" ich" Jahren, nnd zwar am 15,. Augnst ^ "eue " "b P- Hennings in der ^ulc.iu,. ^M't alls Mexiko, unter dem Namen , In k ^winii. MniliH.z"..^trockneten Pflanze fand man ein eigen->'V ,M. welchem Lewin den Namen ^nlnionm >,5°gls'che..?u""""te mit den Thieren des Berliner >hl d. h!?"ens ergaben tetanische Reflexkrämpfe, l?^sse di.l "ls auch bei Warmblütlern, nach dein "ch ch?^lstes. Diejenigen Thiere, deren Magen 3Nl An ^"Ztet ist, erbrachen infolge davon. 3 k"ng V " -Ait erprobte M. Havelock Ellis die d ^-In?l ^" den im Norden Mexikos lebenden ?u^ °"'ern .Mescal, genannten Pflanzen-V' 'dallu/i. ^"' ^nschen. Es verursacht bei dem-Nlan s!?'?llonen, zum Theil so angenehmer Art, ^ H..^?/"t das Paradies versetzt glaubt. ^ 3erl3l°5 Ellis schildert eingehend die Wirkung I V"'slnus - Dosis von Mescal auf seinen eigenen ^»,er ^ ^ der «Oonwlnporlu^ Kevion» vom !»,i,?'^>'/'^' schluckweise im Zeitraume von zwei 7 ha"' " und halb 5 Uhr nach- "l'tochlma. von drei Knospen diesei Pflanze. Zuerst stellte sich bei ihm eine bedeutende geistige Auregung ein. Unter abnehmendem Pulse ließ diese aber bald nach, während Ellis noch imstande war zn lesen. Jedoch erschienen ihm bereits die Hände, welche das Buch hielten, ungemein vergrößert und grell gefärbt. Als er die Augen schloss, stellten sich unbestimmte Licht- nnd Schattenspiele ein. Später gewannen sie immer mehr an Klarheit, schienen aber doch so ineinandergreifend, wie die Bilder eines Kaleidoskops. Die Deutlichkeit derselben steigerte sich noch etwas nnd führte ihm ein mit rothen und grünen Edelsteinen besäetes Goldfeld vor. Zugleich schien ihm die Luft mit einem unbestimmbaren Dufte erfüllt, der, im Verein mit der Vision, einen entzückenden Eindruck auf die Sinne machte. Die Bilder wechselten zwischen Blnmen, lenchtenden Faltern und seltsamen Insecten, dazwischen blitzten glitzernde Steinchen auf. Er glaubte sich in einen Schiffsraum versetzt, dessen Decke von einer herrlich schillernden Riesenperle gebildet war. Stets stellten sich neue Bilder ein, bald durch ihre rasche Bewegung, bald durch ihre leuchtenden Farben Staunen erregend, aber immer machten sie einen gefälligen Eindruck. Nicht mir der Glanz und die Zartheit der wechfelnden Farben, sondern auch die feine Strnctnr der hervorgezauberten Gegenstände berückten ihn. Trotz der Neuheit der Erscheinungen glaubte er, sie schon wahrgenommen zn haben. Mehrere Stunden hindurch hielten die Visionen in gleicher Frische an, erst gegen drei Uhr morgens begannen die Phänomene zu schwinden, indem sie nun, gegen Schluss, mehr phantastische Menschengestalten, namentlich von Chinesen, hervorriefen. Nachdem Ellis gefchlafen hatte, erwachte er, ohne irgend ein Müdigkeitsgefühl oder sonstiges Unbehagen zu verspüren; nur die Augen erwiesen sich gegen die blaue und violette Farbe bedeutend empfindlicher. Ein M. Havelock Ellis befreundeter Künstler nahm eine stärkere Dosis Mescal; es stellten sich darum bei ihm viel heftigere Symptome ein, so ein krampfhafter Schmerz in der Herzgegend, Todesangst, Erweiterung der Pupille ic. Dabei traten folgende Nebenerscheinungen auf: Das rechte Bein fühlte er so schwer, als wem, das Gewicht des ganzen Körpers darauf lägc, und zwar hauptsächlich unterhalb des Knies. Die anderen Gliedmaßen dünkten ihm federleicht. Unter den heftigsten neuralgischen Schmerzen schien sich sein Hinterhaupt zn spalten und eine Flut glänzender Farben ansströmen zu lassen. Einzelne der letzteren traten gleichzeitig mit einer bestimmten Geschmacksempfindung auf. Mit der grünen war ein etwas metallischer, schwach süßlicher nnd mit der blauen ein dem Phosphor ähnlicher Geschmack verbunden. Die vordere Gesichtspartic war von einem überaus wohligen Gefühl belebt. In einem Ohr hörte er Gesang und in dem Ballen der linken Hand sowie in den beiden Augäpfeln hatte er brennendes tzihegefühl. DieMusleln schienen abgestorben, die Wimpern ausgefallen und der Schädel bloßgelegt. Laibacher Zeitung Nr. 169. 1376 28. Juli 1898. Sitzung des Abgeordnetenhauses in der geschlossenen Session hat am 7. Juni stattgefunden, jene Sitzung, in welcher der Abgeordnete Schönerer durch die Verlesung von mehreren tausend Ortsnamen die Verhandlung hinderte. Mit dem verkündeten Sessionsschluss ist bereits die dritte Session der laufenden Legislaturperiode zu Ende. Sie waren alle von sehr kurzer Dauer. Die Wahlen der gegenwärtigen Abgeordneten hatten im Frühling 1897 stattgefunden. Die zwölfte Session wurde sodann am 27. März 189? eröffnet, aber schon am 2. Juni 1897 geschlossen. Am 23. September 1897 begann die dreizehnte Session, welche nach den gewaltigen Obstructionsstürmen am 28. November 1897 vertagt und sodann unter dem Ministerium Gautsch am 29. December 1897 für geschlossen erklärt wurde, ohne dass dieses Ministerium überhaupt vor dem Reichsrathe erschienen wäre. Der Beginn der vierzehnten Session (21. März 1898) fand bereits das Cabinet Thun auf der Ministerban!. Infolge des verkündeten Sessionsschlusses verfallen nach der Ver-fafsung alle noch nicht erledigten Regierungsvorlagen und Anträge, daher auch die sämmtlichen Dringlichkeitsanträge zur Sprachenfrage, an welche fich eine so umfangreiche Debatte geknüpft hatte, ohne zu einem Beschlusse zu führen. Auch das Immunitätsrecht der Abgeordneten erlischt mit dem Schlufse der Sefsion und die Präsidien beider Häuser müssen bei Beginn einer neuen Session neu bestellt werden. Ein Ministerrath hat am 25. d. M. nicht stattgefunden. Wie das «Neue Wiener Tagblatt» berichtet, hatte der Ministerpräsident Graf Thun am 25. d. M. eine längere Unterredung mit dem Reichs < Finanzminister von Kallay. Wie die «Neue Freie Presse» berichtet, dürfte die Ausgleichs fr age in dem Momente einen Impuls erhalten, in welchem der ungarische Ministerpräsident Baron Banffy am Allerhöchsten Hoflager in Ischl erscheinen wird. — «Magyarorszag» berichtet, dass zwischen den beiderseitigen Regierungen gegenwärtig Verhandlungen im Zuge seien, betreffend die Schaffung eines neuen Provisoriums, auf dessen Basis der 8ww» >>, Gesandte, Freiherr v. Aehrenthal, der Königin EliM das ihr voll der philosophischen Facultät der Vudape! Universität verliehene Doctordiplom überreicht. Aus . Ansprache des Gesandten erwiderte die Königin " Entgegennahme des Diploms mit folgenden iMt^ «Mit höchster Befriedigung nehme ich das Ehrendil" an, das die philosophische Facultät in Budapest ^ verliehen hat. Ich bitte Sie, Herr Baron, bei ^ Mitgliedern dieser wissenschaftlichen Anstalt der Doln^ meines warmen Dantes für die Ehre zu sein, b»e , mir durch die Verleihung eines Titels, dessen ^^!,^ vollkommen zu würdigen weiß, erwiesen haben. "^ diesen Act constatiere ich gleichzeitig das Interesse, l^'A die Poesie meines theueren Rumänien, deren s^<, Legenden ich Bewunderung zu erwerben versuchte, er> hat. Ich werde dieses Diplom als ein kostbares' bellten meines Aufenthaltes in der ungarischen H^, stadt bewahren und ich freue mich, dasselbe durch Vermittlung Eurer Excellenz entgegenzunehmen.» . — (Für die bei Oeversee Gefalle"^,, Die «Schleswiger Nachrichten» vom 22. d. M. sch"'^ Einen prächtigen Kranz sahen wir gestern abends , heute vormittags im Schaufenster des Herrn ^^n' Johann Ehmke am Stadtwege hängen. Derselbe ^, einen Durchmesser von etwa 1^/, Meter und lval zwei etwa 2'/, Meter langen und 25 Centimeter b"^ mit Goldborden besetzten Moire'eschleifen in den 6" ^ schwarz und gelb geziert. Die schwarze Schleife trlls ^ in Gold gedruckte Inschrift: «Den gefallenen Ka"'^ ., von 1864», während auf der gelben Schleife im Sch' < druck zu lcfcn war: «Das Officierscorps des ^ ^.^ Infanterie-Regiments Leopold II., König der ^"1 Nr. 27. 1808.» Der äußerst sorgfältig ge^^s Kranz ist zur Hälfte Hälft« aus Eichenlaub und macht dein Verfertig^ Ehre. Ein hier augenblicklich auf Urlanb befu^ ^! Officier des Regiments, Oberlicutenant Harald ^ Ellison v. Niedlcf, ein Bruder der Frau Rechts Hein, hat vom Commandeur des Regiments, ^ Victor Edler v. Nitsche, den Auftrag erhalten, dc" ^ am Grabe der Gefallenen bei Ocverfee nieder)" was heute nachmittags geschehen ist. . F — (Reform des Actienwesens) «< Justizministerium fand am 26. d. M. unter 25AH/ Sectionschefs Dr. Klein die erste Sitzung der ^ ^ der bcthciligten Ncssortministerien in AngelegM^? vom Finanznlinistcr augcretgen Reform des Ä^^^ statt. Gegenstand der Berathung war die Feststes/ Fragebogens, welcher der einzuberufenden Exper"! ? gelegt werden soll. Im Finanzministerium wer ^ Arbeiten wegen Erlassung eines Regulativs für " ^ einscommission fortge etzt. Die Vorberathungen s^ Nichtsdestoweniger hatte er auch glänzende Visionen. Flotten mit strahlenden Schiffen in grün leuchtendem Waffer, Goldfelder, wie sie ähnlich Ellis erschienen, Fische und andere Thiere, Arabesken ;c., zum Theil in rasender Beweguug, zum Theil mit schillernden Leibern. Ein anderer, welcher den Mescal erprobte, glaubte, während die Einwirkung am stärksten war, ein in der Westminster-Abtei befindliches Monument zu sehen, vor welchem eine Person in florentinischem Costüm kniete — eine Scene, wie sie sich häufig auf Botticelli-fchen Gemälden findet. Noch näher kommt man dem Paradiese, wenn fich die Musik der Wirkung von Mescal zugesellt. Die Melodien erhöhen den Reiz der Visionen, indem sie mit ihnen harmonieren. Außerdem breiten sich durcheiuander flutende Wellen von rosarother Färbuug vor den Augen des Spielenden aus. Unter den verschiedenen Erscheinungen, die sich als Folge des Genusses von Mescal bei einer größeren Anzahl von Personen einstellten, war doch ein gemeinsames Merkmal, nämlich das Vorherrschen der violetten ulid blauen Farbe bei den vorgespiegelten Thieren, Blumen, Juwelen, Schiffen, Wäldern und Meeren zu beobachten. Kein Wnnder, dass die Pflanze, von der Mescal lommt, bei den Eingeborenen Mexikos eine große Rolle spielt. Die Kiowa - Indianer essen davon bei chren Festen, obwohl die Missionäre sich alle Mühe geben, sie voll der leidenschaftlichen Verehrung für den Hactus abzubringen. Unbeschadet der schweren Strafen, welche auf den Handel mit Mescal gesetzt sind, hat der Gebrauch desselben nicht abgenommen. Der lllit dieser Pflanze getriebene Cultus erstreckt fich, außer Mexiko, «och auf audere Gebiete Südamerikas. Er ist sogar zum Mittelpunkt religiöser Ceremonien geworden. Jeden Samstag abends versammeln sich die Männer um eiu Lagerfeuer, welches die ganze Nacht erhalten wird. Nach dein Gebete gibt der Häuptling jedem Manne vier Knospen, welche bedächtig gekaut und verschluckt werden. Eine zweite ulld eine dritte Dosis werden bei Sonnenuntergang und bei Tagesanbruch eingenommen. Die Theilnehmcr dieses seltsamen Mahles bleiben im Zustande der Verzückung bis zum anderen Tage rund um das Feuer sitzen Ulld lassen uuter Gesängen und Trommelwirbeln der Sclaven die strahlenden, sie ins Paradies versetzenden Visionen an ihrem Auge vorüber ziehen. Sonntag mittags erheben sie sich, nachdem die be-rauscheudc Wirkung des Mescal verflöge» ist, ohne irgend ein physisches oder moralisches Unbehagen zn zeigen. Von den Tarahmnari, einein anderen Indianer-stamme Mexikos, berichtet Karl Lnncholtz, dass sie den betreffenden Cactus einer Gottheit gleichhaltcn und sich ihm nur entblößten Hauptes nähern. Bevor sie die Knospen abreißen, beräuchern sie das Gewächs mit Copal und gebrauchen die größte Vorsicht, um es nicht zu verletzen. Die zum Christeuthume Bekehrten halten den Cactus'Gott «Hikori» der neuen Gottheit gleichwertig. Z)er Graun? vom Oolöe- Roman von vrmanoS Sandor. («8. Fortsetzung.) ^ Hilda war in den letzten Tagen sehr naH^)' gewesen. Sie hatte Graf Satten, der feit laM r-eiuer Woche sich mit erstauulicher Beharrlich^'/ der Thür ihres Ankleideraumes postierte, trotz"./ flüchtig an ihm vorübereilte, doch ziemlich g"'"/i gesehen, und seine hübsche, ritterliche Erschein""" . nicht ohne Eindruck ails sie geblieben. .^ ^ Seltsam! Immer, wenn ein Mann ^/ irgend einem Grunde auffiel, musste sie ihn ^ kürlich in Gedanken mit Erich Hilgers vergleich^/ diesmal. Und dann wurde sie jedesmal gal'i ' ^ inüthig. ./ «Lconie,. sagte sie plötzlich aus ihren ^M heraus, «erzähle mir doch einmal, wie du dcU^/ kennen lerntest. Nicht wahr, du hast deinen Pt" l lieb?. " .jpH «Ob ich ihn liebe, meinen Alfons!' ""F? mit glühenden Wangen und strahlenden Mge"':^ als mich selbst! Er ist 10 Jahre älter "ls /i war einige Jahre im Circus meiner Elter" ^i Und damals — ich war kaum 13 Jahre ^/^ ihn schon lieb, wie Kinder eben lieben. '.!,, Toulouse wieder begegneten, wnssten wir ve> ^ dass wir für einander bestimmt waren. U»v ^aibacher Zeitung Nr. 169. 1377 28. Juli 1898. ^^sActiemorsens besprechend, anertenut das «Frem-lich ' b"ss es wohl unter dem bezwingenden künst-^ herhaltenden Gewichte der ministeriellen Vereins-es >>,'^^ schwierig war, Unternehmer zu werden; allein für ^ ungerecht, das Gebaren der Vereinscommission «N^ bielbeklagten Misssiände verantwortlich zu machen, »lil '""' °st viel besser als ihr Ruf und ihre Mit-nack 5 ^"bellen sicherlich jederzeit in bester Absicht und ^„bestem Können. Der Fehler lag im System, das M ^ hatte.» Die Commission habe sich auch im Netl ä^^ ""H der Aontoux-Affaire ein nicht zu leug-seitb ^bmch unl die Volkswirtschaft erworben. Allein An /^ sich Oesterreich verjüngt und könne wohl des verwes entbehren. Dank dem Eingreifen der Finanz- Nak ""Ü werden jetzt die Hindernisse beseitigt. Die H 9" werde frei werden und Oesterreich werde in den lötm ^" Grohniächte der Weltwirtschaft eintreten nen.DieProduction solledie wertvolle Gabe weise ausnützen, y .7^ (Schloss Frohsdorf.) Seine Majestät der l^'.er hat das Schloss Frohsdorf für die durch. Tlls^ H^^u des niederösterreichischen Alpengebietes. ^lel, ^^^ ^"' gleichnamige Ort sind mit dem Orte Le^ ,^'sdorf burch eine Vrücke, lvelche über die iur l! ^^' verbunden und gehören fammt diesem Orte liz^'tteinde Lanzenkirchen. In der Nähe dieses Ortes !>of» ^ ä" Frohsdorf gehörige VNeierhof «Schnonzen-1^23 » "" ^^ ^""^ ^"' Aspangbahn. Im Jahre ^itw S^' ^ Schwester des Kaifers Napoleon 1. und Hchln? ^°"chim Murats, Gräfin von Lipona, das ^aw^ ^"ch ihr residierte dort bekanntlich Graf Heinrich ltfolli^ "°" ^^^ l'^ s« seinem im Jahre 1883 lRle !! ^"^^ Irvhsdorf lst von der Statiolt Klein-^ciss,^ ^ "" ^^ Afpangbahn in wenigen Minuten zu btrbu? ""b niit Wiener-Neustadt durch eine Fahrstraße illNi ^ "' Die Wagenfahrt von Wiener - Neustadt bis ih n. ^"sse Frohsdorf nimmt etwa zwanzig Minnten »üb '^uch. Auf dem Bahnhöfe in Kleinwolkcrsdorf ^s.^l ^'" Südbahnhofe in Wiener-Neustadt werden liche^rtesäle zur Benützung der Mitglieder der kaiser« ^s (x. '^k errichtet werden. Das Dragoner-Rcgiinent fich^ ^Herzogs Franz Salvator foll nach der Ueber-^nie ^^ erzherzoglichcn Familie nach Wiener-Neustadt 3ß^ (Vermählung.) In München fand am i>! N». mittags die Vermählung der Herzogin Sophie ^lenb'"' nut den« Grafen Törring - Tettenbach in An-^lstt'^!, ^^ Prinzregenten Lnitpold nnd zahlreicher ^ ?"ltcn statt. Die Civiltrauung wurde durch den Ens,: "Elster von Krailsheimb, die kirchliche durch deu «»«».»>»» ^ n,. ""s nicht getäuscht. Wir haben einander ^'n wn ""b sind glücklich gewesen, als wir noch »l bcha l'"' ""b wir werden glücklich fein, wenn wir bleibt Achen Verhältnissen einst dauernd beisammen ^elde i. "en. Das Glück ist nicht abhängig vom ^te^! ^'lW sinnend vor sich nieder. Genau so Ht ka - '"""tt gesprochen. Eine nnbestimmte Sehn- ^l^ " über sie — etwas wie Heimweh nach wahrem ^M> ? ^" s^ver beim noch nie ein Herzensideal H.' Wgte Leonie lächelnd. ^ sp^ss schwieg einige Minuten. Dann begann sie ^last.?"' ^"m erstenmal, seitdem Erich Hilgers sie MiG ' vertraute sie einer mitfühlenden Seele ihre ^chicht'e""" an herbell Erfahrungen fo reiche Lebens- ^ t>3^. wahr, diesen jungen Schriftsteller hast M ^ "cb gehabt?» fragte Leonie theilnahmsvoll. ?'^lls Nl^ lMs allem, was du mir über ihn sagst, hen 'l„tt rum hast du ihn denn mit einem Korb ab« Äsen?. ' ^ ^'"t 3/l kein Geld hatte!» erwiderte Hilda be- ° satt', V batte das Elend, die Armut so satt, ach, ^ ein v 7 "sehnte mir nichts anderes auf der Welt.! ?e ldlls) " sorgenloser Behaglichkeit! Das schreck« l??" bev,'/ b"s ich gezwungen war zu führen, hatte > ^H so erstarrt und verbittert, dass kein Strahl >f'^hofsnmlg mehr darin Einlass fand. Erst ss'g fei c^ar, empfand ich, dass er mir nicht gleich- ^ ich 7"/ wenn ich ihn jetzt zurückrufen könnte! 1 wusste wo er wiire l» Leonie schüttelte den itopf; sie begriff die jüngere Freundin nicht. «Merkwürdig,» sagte sie, «ich meine, so recht lieb hättest du ihn aber doch nicht gehabt, sonst hättest du ihn um solchen Grundes willen nicht abweisen können. Glaube mir, Hilda, ich habe auch die Noth des Lebens kennen gelernt. Eine trockene Brotrinde ist mir als Kinde oft mein einziges Nachtessen gewesen nnd noch öfter bin ich hungrig zur Nuhe gegangen. Als ich mich mit Alfons verlobte, waren wir auch beide noch arm, aber daran dachten wir nicht. Als mein Alfonso uni mich anhielt, dünkte ich mich so reich und so groß wie eine Königin! All mein Ehrgeiz, mein Hoffen und Wünschen wurzelte in ihn«, heute wie damals. Ich ersehne mir weder Nang, noch Reichthum; meine höchste Sehnsucht gipfelt in der Hoffnung, dass wir soviel verdienen, um einmal von den Zinsen des -Erworbenen behaglich leben zu können. Ein freundliches, bescheidenes Heim, darin Friede und Liebe wohnen — was braucht man mehr zum Glücklichsein? Nein, Hilda, deine Neignng zu dem jungen Dichter war nicht die rechte Liebe, sonst hätte ein inneres Gliicksgefühl in jener Stunde alle deine Bedenken über den Haufen werfen müssen. Du wirst das begreifen lernen, wenn eines Tages der Rechte in dein Leben tritt!» — Der Rechte! Leonies Worte echoeten noch in Hilda. Sie begann an sich selber zn zweifeln. Hatte die Freundin recht? War ihre Neignng zu Erich Hilgers doch nur ein Trnglicht, ein Irrthum gewesen? Und ob der «Rechte» auch wohl wirklich eines Tages tommeu wurde?» (Fortsetzung solg<.) Herren Vaurath) Bock, Secretär Dr. Bing und dem Bauführer Oberingenieur Nevole, in der festlich ge-fchmückten Vorhalle empfangen. Nachdem der hochw. Pfarrer Herr Malensek die kirchliche Segnung des Gebäudes vorgenommen hatte, ward durch die Spitzen der Civil- und Militärbehörden und den Vertreter der krainischen Spareasse, der großmüthigen Fordcrerin des Baues, die Schlusssteinurkunde unterzeichnet, die folgenden Wortlaut hat: Unter der glorreichen Regierung Sr. Majestät des Kaisers Franz Josef I., während die Völker Oesterreichs das fünfzigjährige Jubiläum des Regierungsautrittes des geliebten Herrschers feierten, als Franz Graf T h u n und Hohen st ein k. k. MinisterprüsideR, Edmund Edler von Krieghammer k. und k. Neichs-Kriegs-Minister, Victor Freiherr v. Hein k. k. Landespräsident im Herzogthume Kram, Eduard Ritter Succovaty von Vezza Commandant des 3. Corps und commandierender General in Graz, Ivan Hribar Bürgermeister der Landeshauptstadt Laibach war, fand am 27. Juli 1896 die feierliche Schlusssteinleguug dieses Gebäudes statt, welches, als Kaserne für das t. und k. Divisions-Artillerie-Negiment Nr. 7 bestimmt, über Anregung der Union-Baugefellschaft iu Wien von derselben nach entsprechender Vereinbarung mit der Stadtgemcinde Laibach unter opferwilliger Unterstützung der krainischen Spar-casse in den Jahren 1896 bis 1896 erbaut worden ist. Möge das Gebäude dem zerstörenden Einflüsse der Zeit festen Stand halten und dein Heere sowie der Stadt immerdar zum Vortheile gereichen. * Krainisch-Küstenländischer Forstuerein. II. Der herrliche Forstgarten! Er entzückt jeden, nnd was noch mehr besagen will, er überrascht alle Fachmänner, die zweifellos durch den Anblick großartiger Anlagen verwöhnt sind! Die wnndervolle Anlage, die prächtige Umrahmung, die parkartigen Zufluchtswinkel — wer denkt da noch auf eiuen ärarischen Pflanzgartcn? Und doch hat er uuter einer sorgsamen, weisen Leitung unendlich viel in voltswirtschaftlicher Beziehung geleistet, daher Dank den Männern, die hier das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden wussten. Wir haben die großartige Anlage erst vor kurzem geschildert; der Eindruck, den der Forstgartcn auf die Be-fucher ausübte, war offenbar überwältigend, dazu kam noch die Ausschmückung, welche dem Ganzen auch das äußerliche festliche Gepräge verlieh. Voll den Wipfeln hoher Tannen begrüßten schwarzgelbe Fahnen den Besucher; im Flaggenschmuck prangte der Eingang und eine aus grünem Reisig improvisierte Festhalle schmückte die Wahrzeichen des Forstwefens, der Jagd und der Waldcultur in sinniger Art. Den schönsten Schmuck bildete jedoch die Büste des geliebten, erlauchten Herrschers, die inmitten der Waidmannstrophäen in herrlichem Reisig Postiert war. Bei ihrem Anblick pochte jedes Herz freudiger uud höher, denn das Fest galt ja der Verherrlichung des Angedenkens an die glorreiche Negierungszeit des edlen Herrschers, dem auch die Forstwirtschaft ihren großartigen Aufschwung zu verdanken hat. Nach Besichtigung des Pflanzgartens nahmen die Gäste an der geselligen Vereinigung in der improvisierten Festhalle theil und verweilten daselbst in ungezwungenster Weise bis in die vorgerückteste Nachtstuude. Unter den illustren Gästen bemerkten wir Herrn Hofrath Schemcrl in Vertretung Sr. Excellenz des Herrn Landespräsidenten, Se. Excellenz Herrn Divisionär FML. v. Höchsmann, Herrn Obersten und Regimentscommandanten v. Nietschc, den Vertreter des hohen Ackcrbaumiuistermms Herrn Oberforstrath v. Nosfipal, den Präsidenten des Forstvereines Herrn Baron Berg, Landesausschuss und Präsidenten der Landwirtschafts-Gesellschaft kais. Rath Murnil, Handelskammer-Präsidenten Perd an, die Sparcassedirectoren Herren Bamberg und Laßnik, Bczirtshanptmann von Gozani und Del Cot, die Regicrungssecretäre Herren Haas und v. Cron, Tabakfabriks-Director Möller, Hauptmann Malz er, Allsschüsse nnd Mitglieder des Forstvereines sowie andere Honoratioren. Herr Oberforstrath Goll und seine Gemahlin »nachten in liebenswürdigster Weise die Honneurs, unterstützt von einigen Damen der Gesellschaft. Die Musikkapelle des 27. Infanterieregiments nnter Leitung des Militärkapellmeisters Herrn Frisek trug wesentlich durch den Vortrag eines gewählten Programmes znr Hebung der Stimmung bei. Insbesondere fand das ansgczeichuete Waldhornquartett den lebhaftesten Anklang. Den Reigen der Trinksprüche eröffnete Vereins-präsidcnt Baron Berg, der namens der sämmtlichen Gäste die Liebenswürdigkeit des Hausherrn nnd dessen Gemahlin rühmte. Oberforstrath Goll dankte dem Redner und allen, die die Forstcnltur fördern. Forstdircctor Obereigner brachte sein Glas dem «ewig Weiblichen», Oberforstrath Rossipal pries nach einem Rückblick auf die froheu Ereignisse des Tages die Liebenswürdigkeit der Frau Oberforsträthin Goll, Oberforstrath Goll brachte einen begeistert aufgenommenen Toast auf den Grasen L-e o Auersperg aus, und Laibacher Zeitung Nr. 169. 1378 28. Juli 1998. noch mancher Trinkspruch folgte den Gastgebern und Gästen zu Ehren. Der weiblichen Ingend ward schließlich auch ihr Recht, indem einige besonders Unternehmungslustige ein Tänzchen auf grünem Rasen wagten. In fröhlichster Laune trennte man sich, um sich zu den eigentlichen Festlichkeiten zn rüsten, die der kommende Tag in reichen: Maße bringen sollte. — (Loyalitäts « Kundgebung.) Die an« lässlich der diesjährigen Vezirks-Lehrerconferenz der Volksschulen des politischen Bezirkes Krainburg versammelte Lehrerschaft unterbreitete telegraphifch durch den k. k. Vezirksschulinstiector Herrn Andreas Humer dem k. k. Landespräsidium die Bitte, aus Anlass des fünfzigjährigen Regierungs-Iubiläums Sr. k. u. k. Apostolischen Majestät Kaiser Franz Josef I. den allerunterthänigsten Ausdruck der unverbrüchlichen Treue und innigsten Liebe zu Allerhöchstdesselben Kenntnis an die Stufen des Allerhöchsten Thrones gelangen zu lassen. — (A b it urien ten feier.) Die von den slovenischen Abiturienten der hiesigen Lehranstalten, und zwar des Obergymnasiums, der Oberrealschule und der Lehrerbildungsanstalt im «Narodni Dom» veranstalteten Festlichkeiten fanden durch die gestern zur Feier des 50jährigen Regierungs-Iubiläums Seiner Majestät des Kaisers im Citalnicasaale abgehaltene Beseda ihren Abschluss. Dieselbe wurde durch einen vom Abiturienten Prijatelj verfassten und von ihm selbst gesprochenen Festprolog eingeleitet; hierauf wurde unter Begleitung der Rcgimentskapelle das Kaiserlied gesungen, wobei sich das zahlreich anwesende distinguierte Publicum von den Sitzen erhob und die Hymne stehend anhörte. Es folgten nun drei Sologesangsnummern, und zwar brachte Abiturient Vrabl das vom Abiturienten Hirovnik harmonisierte Volkslied «Nozmarin», Schumanns «Grenadirja» und als Zugabe Loires Ballade «Der Sänger», zum Vortrage. Die Clavierbegleitlmg wurde vom Abiturienten Arovnik besorgt. Zum Schlüsse sang unter Hirovniks Leitung der Abilurieutenchor die seit einem Concerte der «Glasbena Matica» bekannte Composition «Domu» von Oerin. Unter dem Publicum bemerkten wir die Herren: Hofrath S ch e m e r l, Landes-Schulinspector Sum an, Landesregierungsrath Doctor Zupanc, kais. Rath Murnik, Handelstammerprä-sident Perdan, Dircctoren uno Professoren der hiesigen Anstalten u. a. m. — Nach der Neseda fand ein Fcst-ball statt, der wohl bis in die frühen Morgenstunden gedauert haben mag. Bei der ersten Quadrille zählten wir an 40 Paare. Die ganze Veranstaltung trug ein dem Charakter des Festes entsprechendes vornehmes Gepräge. —n— * (Schulfest.) Wie mall aus Radmannsdorf meldete, wird anlässlich des Rcgierungsjubiläums Seiuer Majestät des Kaisers am 28. d. M. in Wocheiner-Feistritz ein Schulfest mit folgendem Programme abgehalten werden: Uni 8 Uhr früh Festmesse, nach der heil. Messe die Einweihung der neuen Schulfahne, um ii Uhr im Schulhause Festrede, Kaiserlied, Declamationen u. a. in., um 11 Uhr Ausflug mit der Schuljugend nach Brod. r. — (Aus dem Vereinsleben.) Wie uns mitgetheilt wird, ist im Orte Dvorje bei Zirklach, Bezirk Krainburg, die Gründung eines Lesevereines «8Ioven8lcn kmowko draino ärustvo» im Zuge und wurden die bezüglichen Statuten zur behördliche» Genehmigung bereits überreicht. —o. — (Actiengesellschaft.) Laut einer uns zugehenden Mittheilung hat das k. k. Ministerium des Innern der Actiengesellschaft «Me Hinwar Uaini-t'»«tulinF Oompan^ lliiindui'A ^.. <3.» in Hamburg die Bewilligung zur Errichtuug eiuer Zweigniederlassung in Laibach ertheilt. —o. — (Die ersten Ein jährig-Frei willige n.) Der Wiener Hof- und Gerichtsadvocat Dr. August Schimak richtet einen Aufruf an alle diejenigen, die in, Jahre 186l> im ersten Jahre der Einjahrig-Freiwilligen-Institution als solche Dienst leisteten, die dreißigste Jahreswende der Vegrüudung dieser Institution feierlich zu begehen. Anmeldungen sind an Dr. August Schimak (Wien, 1., Schnltergasse 5) zu richten. Die Interessenten werden es selbst bestimmen, wann — etwa im August oder September 1898 — wo, ob in Wien oder in Budapest, oder an irgend einem anderen Orte und unter welchen Modalitäten die Feier stattfinden soll. * (Ha gel schlag.) Am 20. d. M. nachmittags gieng, wie man uns aus Tschernembl meldet, über den nördlichen Theil der Gemeinde Semitsch ein Gewitter mit Hagelschlag nieder, von dem besonders die Besitzer in Terbisc uud Preloge, denen der Hagel sämmtliche Feldfrüchte vernichtete, arg betroffen wurdeu. Das Gewitter zog sich sodann über die Gemeinden Mottling und Drasii gegen Kroatien zu, doch richtete er in diesen beiden Gemeinden, in welchen bereits Schießstationen in Thätigkeit waren, keinen nennenswerten Schaden an. —r. — (Sanitäts.Wochenbericht.) In der Zeit vom r?. bis 2:l. Juli kamen in Laibach 19 Kinder zur Welt, dagegen starben i:^ Personen, und zwar an Tuberkulose 2 und an sonstigen Krankheiten 11 Per- sonen. Unter den Verstorbenen befanden sich 2 Ortsfremde und 4 Persollen aus Anstalten. Von Iufectionskrantheiten wurden gemeldet: Scharlach 1, Diphtheritis 2, Röcheln 1 und Mumps 1 Fall. , — (Generalversammlung des deutschen und österreichischen Alpenvereines zu Nürnberg 1898.) Die Theilnehmer an der 25. Generalversammlung des deutschen und österreichischen Alpenvereines werden darauf aufmerksam gemacht, dass nur diejenigen Festkarten, für welche die Beträge bereits eingezahlt wurden, schon jetzt zugestellt werdeu. Alle übrigen Karteu können bei der Ankuuft in Nürnberg im Wartc-saale erster Classe des Centralbahnhofes in Empfang genommen werden. — (An der k. k. Hebamme nfchule) fand der deutsche Lehrcnrs am 27. d. M. seinen Abschluss mit den strengen Prüfungen, entsprechend der neuen Ministerial-Verordnung vom 27. Jänner 1898, nachdem am 23. d. Professor Dr. Alfred Edler von Valenta-March-thurn die vorgefchriebenen theoretisch-praktischen Vorprüfungen mit Erfolg vorgenommen hatte. Es fungierten hiebei Landesregierungsrath Dr. Zupauc als Vorsitzender, und Primararzt Dr. Ritter von Bleiweis« Trsteniski als Gastftrüfer. Es erhielten von den sechs Candidatinnen, darunter vier Stipendistinnen, als Prüfuugscalcul: eine mit Auszeichnuug und fünf gellügend. — Am 1. October beginnt ein slovenischer Hebammeu-Lehrcurs. — (Die landwirtschaftlich - chemische Versuchs st ation in Laibach) wird im Laufe der ersten Hälfte August l. I. eröffnet werden. Diese Anstalt, welche provisorisch im erstell Stocke des landschaftlichen Gebäudes Saleudergaffe Nr. 3 untergebracht ist, ist bereits zum großen Theile eingerichtet. — (Dritter internationalerCongress für angewandte Chemie in Wien.) Zu diesem Congresse, welcher am 28. d. M. eröffnet wird, hat sich aus Laibach Herr Dr. Ernst Kr am er, Director der landwirtschaftlich-chemifchen Versuchsstatiou, welcher auch dem Executivcomite' des Congresses angehört, begeben. — (Oesterreichische Staatsbahne n.) Die Einnahmen der österreichischen Staatsbahnen betrugen nach dem soeben publicierten Ausweise in» Monate Juni 7,895.469 fl. (->- 362.511 st.) Im Monate Juni wurden 5,100.945 Personen und 2,593.641 Tonnen Güter befördert. Die Einnahmen im ersten Semester bezifferten sich insgesammt auf 46,936.334 fl. und überstiegen jene der gleichen Periode des Vorjahres um 2,781,381 fl. Bei einem Vergleiche mit den Daten des Vorjahres ergibt sich im Personenverkehr«: eine Mindereinnahme um 99.531 fl. bei einer Mehrfrequeuz von 950.955 Reisenden. Im Güterverkehre beträgt die Einnahme- und Fre-qucnzsteigerung 462.042 fl. und 175.571 Tonnen. — (Gewissenlos!) Am 22. d. M. um 7 Uhr früh spielte der vier Jahre alte Knabe des Arbeitcrpaares Josef uud Helena Erzar aus Grobljc mit mehreren Knaben im Garten des Mencinger, als sich plötzlich der als Arantweintrinker sattsam bekannte Platzarbeiter Bartholomäus Skodlar dem eben genannten Knaben näherte, denselben mit sich fortnahm und ihm mit Gewalt Arantwein in den Muud goss. Die über das Verschwinden ihres Kindes beuuruhigten Eltern giengen dasselbe sucheil und fanden es in vollkommen bewusstlosem Zustande unweit des Hauses mit dem obgenannten Arbeiter, welcher bei ihrem Erscheinen sofort die Flucht ergriff. An dem Aufkommen des Kindes wird gezweifelt. Von dem Vorfalle wurde den» k. k. Bezirksgerichte in Kronau die Anzeige erstattet. -^r. — (Dieb stahl.) Am 7. d. M. nachmittags wurden beinl Besitzer Mathias Hribar voll Ieseuovc, Gerichtsbezirt Egg, während sämmtliche Hanslcute vom Hanse abwesend waren, aus einem ill dem offenen Hause befindlichen uuversperrt gewesenen Zimmer Bargeld, Pretiosen und Effecten im Gesammtwerte von 50 st. entwendet. Diesen Dicbstahl verübt zu haben, erscheint ein etwa 20jähriger Vagant verdächtig, der sich ill der Nähe des Hauses herumtrieb. —l. — (Großes Schadenfeuer.) Am 26. d. M. gegell 2 Uhr nachmittags kam in Blatna Brezovica, politischer Bezirk Umgebung Laibach, Feuer zum Allsbruche, welches in kurzer Zeit acht Häuser, elf Harfen voll mit Getreide und Heu, vier Scheunen und zwei Stauungen, zusammen 25 Objecte, einäschertc. Der Schade ist noch nicht ziffermäßig erhoben, jedenfalls aber sehr be-dcuteud. Dem Vernehmen nach haben Kinder das Feuer veranlasst. Die Feucrwehreu von Oberlaibach und Verd sind sogleich am Vrandplatze eingetroffen und haben durch ihre Thätigkeit das weitere Umsichgreifen des Feuers verhindert. —r. — (Platz musik.) Das Programm der heute unter Tivoli stattfindenden Platzmusik lautet: 1.)Chläoek: «Frisch aufs Rad!», Marfch. 2.) Mer-Bila: «Rakoczy,-Ouverture. 3.) Nab: «Wiener Humor», Walzer. 4.) Schäffer: «Post im Walde». 5.) Ziehrer: «Blumen», Polka srany. 6.) Latanu: «Musikalische Rundschan», Potpourri. Neueste Nachrichten. Der spanisch-amerikanische Krieg. (vrlgwal'Telegramme) Paris, 27. Juli. Eine Note der «AgeB Havas» bestätigt, dass über Ansuchen Spaniens del französische Botschafter Cambon in Washing"" von der französischen Regierung ermächtigt wm'de" sei, dem Präsidenten Mac Kinley eine Votschaft dc> Madrider Regierung zu überreichen. Diese M>> theilungen habe Botschafter Cambon im M"" Spaniens, welches ihn mit der Wahrnehmung se^ Iutereffcn iu den Vereinigten Staaten brtvant h^ gestern in einer Audienz im Weißen Haufe in Geg^' wart des Staatssecretärs Day überreicht. Washington, 27. Juli. (Meldung ^ Bureau Neuter.) Mac Kinley wird morgen ^ französischen Botschafter die Antwort auf den spaniW Friedensvorschlag übermitteln. Man glaubt, der 5M sident werde, wenn Spanien versichert, dass ^ Waffenstillstand auf Grund eines auf bestimmte" allgemeinen Gesichtspunkten basierenden Friede^ Vertrages folgen werde, in die Einstellung der Fe"^ seligkeiten einwilligen. Havanna, 27. Juli. Eine Anzahl cubalnM Notabeln erklärt fortgesetzt, dass sie die Annexion t>M die Vereinigten Staaten der Unabhängigkeit Cuba vorzögen, da sie sonst den Excessen der Insurgent ausgesetzt wären. » Ncwyork, 27. Juli. Eine Meldung U «Newyork Herald» aus Washington in Betreff ^ französischen Botschafters Cambon besagt, Spanien g'" zu, ini Waffengange mit Amerika den kürzeren gcM^ zu haben. Es hält die Zeit für gekommen, wo ^ die Mitwirkung der Vereinigten Staaten behufs ^ legung des Krieges nachsuchen kann. Es ersucht day durch den französlschen Botschafter von den Bedingung benachrichtigt zu werden, unter welchen die VereiMgl Staaten Frieden zu schließen bereit wären. Votsch^ Cambon konnte Mac Kinley nicht sagen, welche ^ cessionen Spanien machen würde. Es verlautet, f> annehmbare Minimum für die Regierung der ^ einigten Staaten fei folgendes: «Vollständige )', abhängigkeit Cubas unter dem Schutze Amem^ absolute Abtretung Portoricos und der MaN"^ sowie eines Hafens als Kohlenstation auf ^ Philippinen.» Letztere Bedingung sei für den Friede'' schluss durchaus wesentlich. Ischl, 27. Juli. (Orig.-Tel.) Prinzessin O'U von Baiern traf mit den Prinzen Georg und Ml" um 6 Uhr 45 Minuten hier ein, wurde auf "^ Bahnhöfe von Sr. Majestät dem Kaiser empfa'A und von demselben in die Villa in Gries beg"''. Prinz Leopold trifft um halb 11 Uhr nachts "" Wien hier ein. . « Iaslo, 27. Juli. (Orig.-Tel.) Bei der hel"'^ Verhandlung wegen der antisemitischen Excesse wU/ . wegen Verbrechens der öffentlichen Gewaltthat^, ein Angeklagter zu vier Monaten schwcieu, mit F"> ^ verschärften Kerkers, zwei zu vierwöchentlichcm, /'"< zu zweiwöcheutljchein Kerker verurtheilt. Vier j"" Knechte wurden freigefprochen. ,,,,! Lcmberg, 27. Juli. (Orig.-Tel.) Corpscomma""" FML. Fiedler ist gestern in Stanislau zur GarlM<" inspicierung angekommen. . ^ Hamburg, 27. Juli. (Orig.-Tel.) Das Mfl"" des Fürsten Bismarck scheint wenig befriedigcl'"H fein. Der Fürst ist bettlägerig. Außer PrH Schweuinger weilen gegenwärtig auch die G^ Herbert und Wilhelm Bismarck mit ihren Gemah"" in Friedrichsruh. ^ Verlin, 27. Juli. (Orig.-Tel.) Die «A"'^ Neuesten Nachrichten» melden aus Friedrichsruh, ^„' Befinden des Fürsten Bismarck sei unverändert. . .,, einer Anschwellung sei keine Nede. Der Schlaf stH^ > Madrid, 27. Juli. (Orig.-Tel.) AgenceFabraN'^ . König Alfons ist krank. Nach dem heute veröffenNH, Bulletin war der König infolge eines leichten tatal ,. tischen Fiebers gestern gezwungen, das Vett zu ^^ -Der im Gesicht aufgetretene Ausfchlag lässt att, .^, ' sern schließen. Der Verlauf der Krankheit ist ""' pl' Paris, 27. Juli. (Orig.-Tel.) Der Procura" .^l' Republik hat, nachdem er mit dem Generalpro"! i„i' conferiert hat, dem Untersuchungsrichter Vertttlus ^ Anträge inbetreff der Klage Picquarts gegen D" ^ ^ de Clam übermittelt. . / ,' London, 27. Juli. (Orig.-Tel.) Die ^ h i^ l melden aus Hongkong von gestern: Der Anfst"'^ ^ südlichen Theile von Kwangsi dauert fort. Dl^ -^ ' der Aufständifchen wird auf 40.000 gcsclM' M ^ Mandarinen verfügen über 7500 Mann. ^'^'F^ ständischen schlugen in der Nähe von Jung!"" ^ Mann Reichstruppen. ^i^ Havanna, 27. Juli. (Orig..Tel.) In del F ^ von Villas fand cm Zusammcnstoß zweier E^' / ^ züge statt, wobei mehrere Personen getodtet "" l wundet wurden. > -^^Kiw« Nr, ,«9, 1379 28,N.,N,»g», Angekommene Fremde. »IN 26 cv b"" Stadt Wien. ^t°th. Kusll>i!^"m , Dr. Ning. Advocat; Rossipal. t. l.Ober- N'^iH N^""!, Veck, Baurath; Kotschy, l. l. In- U"°b'lsch 2,., "Uechmler; Mucke, Klasser, gehler, Dulduer, ^,^. O°Idberger, Mandl. Verger. Kla?enbach. Adam, ?^l?isdois "a°s, Saver, Ksite.' Vudaftest. - Riegcr. »» ''"stcommll»'! V>°5 Kfm., Verlin. - Dinlhauser, Speck, ^ EM., '«, . "i- ^ Spitzer, l. k. Gerichtsjecretar, Ai»z f ,', ^"vllte, s. Schwester! v. Leidl, l. l. Beamter ddocät' c>^"lptmllnn- Pucich, Forstrath; Dr. Vog- -^rincbean. ' MHndolfo. Kfm.. Trieft. - Müller, AM". Ma3> ' ?^- ^ Fraisse, Oberingenieur der t. l. sMm, ^"^ ^ Ritter v. Langer, Gutsbesitzer, Schloss D". Sittich W"M"), Mottling. - Fattur, Holzhäuser, D^en), ^. 7' Etonirl, Gymnasialprofessor, Braunau l^' Wraz. ^lemls^ P,^^. s. Familie. Rottenau. - Stelzer, ^,^I Mmi, Kfm..Warasdi». - Deutsch, Kfm.. l^^^^«!m.. Großlanizsa. — Kreiner, Kfm.. Zeltweg. ! ^ Verstorbene. s"lch« GM 3^'- Vertha Pesec, Gaslwirtenstochter, 1'/,M.. l^^l" 2l> ^i ^"mlatarrh. ^ljc20 ss !'' I^'l b"n. Hausbesitzer, 54 I.. Gra< !^" 25 ^ .^'" Siecheuhause. ^'t>!be>,.,,^ull. Iuliaua Olorn, Vriefträgerstochter, ^^"wie, Lp,Iep8i2, dementia. ^ Dulkswirtschnstlichtü. >:5°M' ^' Juli. Auf dem heutigen Marlte sind er. ^zen u^»V^ Getreide. 4 Wagen mit He» und Stroh. 6 «chlsfe mit Holz. "^^^Durchschttitts-Preife. ^ ^'"l't, H7H i5m Butter pr. Kilo . . HM 1^ «? . ^-9- Eier pr. Stück . . -,25—!- » ^ ^ 7— Milch pr. Liter . . — 10 -!— ^»ch! . «5)0 9 - Riudsleisch pr, Kilo - ^ „,^. l^" , ^!---------- Kalbfleisch » — 60-^— U . W-I0 5N Schweiuesteisch . —.70— — » ' ^l" ^ Schöpseusieisch . -36-- hMl 6 50 6 40 Hähudrl pr, Stück -35------ U . 2 50-~ Tauben ' >18------ », . '^ ^------Heu pr. M..Ctr. . 1 96------- «U . '2->._ Stroh . .. 1,70-- U^alt <>>, ^!---------- H°lz, hartes pr. D?Üa"° -«4^,- " ^' Klafter 660-- ^'M ^ -72-.. -weiches, . 5---------- Räuchert' '66-- Wein.rolh.,pr.M.-------24- ^, ">"t » - ?o _ _ -weißer,. --30- Meteorologische Beobachtnngen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. M ^- 736 5 85^0 "NÖ^ mäßigt dessel ^^' 9 . Ab. 734 8 20-6 NW. schwach bewölkt ^___ 28. l 7 U. Mg. j 754 5 j 18-3 i NO. mäßig , theilw. bew. ,12 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 20 7°, um 0-8° über dem Normale. Gestern abends Gewitter im SW. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm«Iannschowsty Ritter von Wissehrad. Ziest-Ooncert. Mit lobender Anerlenuuug und Genugthuung Wunen wir berichten, dass das patriotische Gefühl des wackeren Herrn Lorbcr untz wieder einmal einen äußerst gelungenen Abend geboten hat. Am 23, d. M. fand im ^chünen Garten seiner Restauration «Vierhalle» ein Militär»Concert statt. Festliche Veleuchluug, weheuder Flaggeuschmuck sowie die am Eiugauge in leuchtender Flammenschlift erglänzenden Namenszüge Sr. Majestät lündelen deutlich, welche Bedeutung es hatte. Es war ein Fest»Concert zu Ehren der 50jährigen Regierung unseres erlauchten Herrschers. Das äußerst zahlreich erschienene, auserlesene Publicum zollte den uortresflicheu Leistuugru der Kapelle des l. f. 27. Inf..3teg, unter persönlicher Leitung ihres tüchtigen Kapellmeisters Herrn Bogiimil Frisel wärmste Anerlcnnung und forderte besonders stürmisch die Wiedcrholuug eiues mit großer Präcision herrlich zum Vor» trage gebrachten WaldlMU'Quartrttcs. Die uuermüdlichen Musiler geizten auch nicht uud wir habeu uoch so manche reizende Ton« dichtuug als Daraufgabc zu verzeichnen. Dem animierten, vom leichtbeschwingten jnngcu frijhlicheil Völkchen im großtu Saale improvisierten Tänzchen bereitete zwar Jupiter pluviun unbarmherzig ein jähes Ende, da er das Publicnm zwang, sich in die geschützten Räume zu flüchte». Doch der freudigen Stimmung vermochte er nicht zu gebieten, — dieselbe hielt an, bis mau in sehr vorgerückter Stunde schied, mit dem Bewusstsein und der Befriedigung, sehr. sehr angenehme Stundcu verbracht zu haben. Alle Ehre und Würdigung auch der trefflichen Frau Lorbcr. die so rührig ihrcs Amtes waltete und durch ihre rühinlichst belannte und stets anerkannte vorzügliche Küche viel zum Gelingen des Abends beitrng. Anch Anordnung und Bedienung ließen nichts zu wünschen übrig, denn der aufmerksame, thätige Herr Lorner sah persönlich rastlos uach den, Rechtru. Der genußreiche Abend, dessen Neinrrtriignis Herr Lorber gvoßmütig den Stadtarmen Laibachs widmete, bleibt sicher allen Besuchern in angenehmer Erinnerung und wir handeln wohl im allgemeinen Sinne, wenn wir den Wunsch äußern, Herr Lorber möge es uicht uur bei diesem einen Abende bewenden lassen. (2914) junger, 27jähriger jtiann, Besitzer eines schönen Landgutes, sucht wegen Mangel an Damenbekannlscliaft auf diesem Wege ein gebildetes und häuslich erzogenes Mädchen als Lebensgefährtin. Briefe unter — _____^»^. ^. ^r ^"-"u,i>.st 101?« im 9" ^/ o" «lw/,'"^'"l W1'«5 I(>1'«5 3 i°/ ^°a,N'"^wboi 101 Sb 1UI-«!> ^/ " »° . ^""^ lg4-ÜO,, l"t»li 5U 193 ^b '^'Nbbr V, ü» st. '^liü lW l'ö . ^^« 180 st. iüo,h shl^5 ^'^ ""' - ' 923U 92'5'> ^i^ ' - - ' 9S 05 lau «5 WZ.»,.,.. Velb Ware ««« Vtaate zur Zahlung »bernommtue Olstnb..Prlor.> Obllgatlontn. «lisllwhbal!» oo« u, 3000 «. ,,...„.,_. 4«/„ ab 10«/„ », Vt. . . . "" °0 11? — «lilawlibah». 400 «. 2N00 M. ^^,^ ^.^ ^ «alizllche «all»Ludwig«Vah», „„,.„ ._„ „, Vorarlberger Bah», Cm, 1884, 4"/« (diu St,) S.. f. 1U0 fl, N, »9 üU lua f,u Nng, Goldrente 4°/« p«r «lass« '20 80^121 - dw dto, per Ultimo .... »20 W 121 -blu. Ncute in Kroiiciüvähr,, 4"/„, steucrfrci sür^UUUronrnNom. W— 9l! 2» «"/„ dto, dto, per UKinw . , !>»'»ü 99 15 dto,St,/. 120 — 121'- bto. dtu. Silber 100 fl,. 4>/,«,, 100- - 100 7^» tzto. StaatsOblig. (Ung, Offb.) v. I. 187», 5°/„..... l2i — 122 - bto.4>/,«/„Schllnkegal°Nbl,-Obl. ici0-3'> i«,l »,"> bto. PrilmMiil. il 100 sl, 0, U. 158 - ,59 - bto, dto. 5 50> lheih-«e<,..2olt 4°/, too fl. . 138 - 13» 75 Grund«nll.'Vl>ligatione« (ftk too fl. CM.). <»^ »naarische (t00 sl, N. W.) . »«60 U7'l!" A«dtle isstntl. AnlehtN. »mu»».«e«,.2ole »"/... . . . 128 75 »29 75 bt«. .Nnlclhe 18?» . . 1»!! »>10 2 50 —'- «lnleben b. Otad!«em>'i»ds Wie» 1N5'4<» 1l»6 ^>! Nnitben b. Ntadl„l»uindc Wien (Ollber oder Vold) .... l25'i>< <««— Prü>ni«N'Ä»l, d. Slabtgm Wien ,7„,s. ,7,2.», VOrltKul'Unlehen, uer!o«l,, b°/, ,<«, ^ ,„, ^, «.«»«»»» Ä«b«^»»Uche« . «57 50 158 - Vllülverein. Wiener, 100 ft. . 265 25 2N5 75 «obcr,°A»st,,vest.,200 fl,S,40°/, 44? 50 44»'50 nst. ^'^ ^-'- dto. btll, per Ultimo Sevtbr. <<5,? «<> 35« 10 «lrebitbaüt. All», u„g,, 200». . 3'»2 -!3!»!l - Depositenbank, ANg,, 200 ft, . 222 75 223 2l> (tscompte Gcf,. Ndrbst,, 500 sl. 750' 7t>5 - Viru»u.Laslenv, Wiener, 2»0fl. 2»7- 258- Hyputhelb.. Oesl,, 200fl,»5»/,». 82'— 83- «ünderba»!, Oest., 200 sl. . . 225 5»> 22« ^ t)esterr, nn«ar, »anl, S00 fl. . »<1« - »l» - Unio»b«nl 200 fl...... 295-- 2!'5 5« «tckhlObONl. ««.. U« ». . >?! 50 172 50 »eld Ware Actien von Alanllposl' Anlelnehülungen (per Eliicl), «»!s!g°Tepl. Eiseill!. 800 fl . 1S20 1630 Äühm, Vtaidliali» 150 fl, , . »»9— 2S0 — V,>Ichtil'I)iadl'r Eij. 500 fl, CAl 1700 17Ui! dto, dto, (>it, M 200 sl, , SOS'—611-— Huuan ' Danipfschisfayrlö. Gej,. Oesterr., 5c,0 fl, CM, . . 485 — isü'— Dux-VodcnbachcrE, A.20»f! S, 68 50 «9-50 Ferdinands Nurbd, 1sl,0>M, «1«' U420' Lcmb,-Lzcrnow,°I>,si!i Eisenb> Oefcllschaft 200 fl, S. , . »92 — 29»- Llu>,d, vest,, Trieft, 500 fl, CM, 446'— 449 — llesterr, Nordlliestb, 200 «. T. 245'60 248^80 dli), dto, süt, ll) 200 fl, S. 2S1V0 262 40 Praa Dnier Eisenb, <50 fl, 8. 94 50 9ö - Zlaatseilonbal,!! 20» fl, S. 357' 357'5l> 2üdba!)n 200 fl. E..... 77'10 77 50 Lüdnordb, «erb.-A, 200 fl.CM, 2ya'2> »0? 5« Iramwat, Ges.,Wr,,l?0fl,0,W, —'— —-- dto. Vm. 1887, 200 fl. . bil'50 514 50 Tramway Gcs,, NeneWr,, Prlo rität« ^lclicn 10» fl, , . , i«3 25 N4 25 Un8,°!illl!z. Eilenb,20<>jl, Silbei 213!>0 214 50 Ung Westb,(»iaab.Oraz)2!!0s!,S. 210 75 211 75 Wiener UacalbalMN-«lct. Ges. — — — — Induflrlt'Actien (per Stück). Nauaes,. All«, öst., 100 fl. . . ,,i-^ 1,3 -«gydier Eisen und Stahl-Ind. <>, Wien 100 sl..... »3 50 85 — Vlsenbaln»!), L>il„i,, Erste, «0 fl. 13« Ln l!,?Kl> ..Tlbcmill)!", Papiers, », Ä, Ä 92 — 9«'25 Lieslngcr Äiauen'i l, alpine >U4-25 164'7i> Pmger EijenInd, (i!es, ^00 ll, 7^9 — 74150 Valau Tarj, SleinlMen 60 !>, j^'— ..Schlöglmühl". Papiers, 200sl, «l4__ ^15» - „Ottyrerm.", Papiers. «, N-V. 174 — »75 5» Veld Ware rrlfailer Kuhlenw, Ves, 70 sl. l?1 50 1?z>— Waffenf,-O,.Oest,in Wien.I00fl. ^88-- «90 -W«nai)»°Le!l)anst,,Mg,,i,!Pest, »0 fl......... 647 —,50 — Wr, Vangclrllschaft 1U0 fl, . . »06 25 l!>7 25 Menerberaer Zirgel-Nctien-Ves. »ss — 830 — Diverse Kose (per EtNlt), Vudapest'Nasillea (Dombau) «6U «; 9a «lrrbitlose 100 sl...... s0U bO 804 — «lary'Losc 40 fl. CM. . . 64 — s.5'— «"/„Donan-Dampfsch, I0Nfl,«n 2N 40 «o»I,en Kreuz. Unss,Ees,v,,5fl. IN 40 ,i — Rudolph Uose 10 sl..... 2S'5U 27 50 Salm Lose 40 fl, 4 — Vewinstsch. d, !»"/,. Pr, Schuldv. b, VodeucredÜanslMt, I, 5 s.z L0°Fra!>c«>S>N!le..... «53 9 5>», Deutsche Mrichöbanlnottn . . 5880 5« »?» Italleuilche Äa»l»llt«n . . . 44 20 44 Ul» P«Pl«t»l»ub»l . . . l . l i»U,z » »7» G. 155/98 \>S AI OkliC* ' C*('e ie ft** Karlina, kalerega \i °Wni Znano> «e Je P°dala Pri \ Vm ?0(!inW v Zatiöini po \ *fM\ n-nu iz Gradi<:;ka št- 5 Vfct°-49nlznanJa zastaranja ter-11 *e i. u 8ld. Na podsiavi tožbe RiS^'U 1898, l V *vni H Uni Pri tem sodišèu, hosNbo0ranL tW % pravic A1<>iza Kartina CQlL^aln?rbnJka gosp' Anton hk ^ 9u lk v (^brovšici. Ta N? »Cpal tožene8a v ozna- ^ «roAirBtvari na njega ne~ I VSKe, dokler se ne oglasi pri sodniji ali ne imenuje poobla-Sßenca. C. kr. okrajna sodnija v Zatièini, dnè 21. julija 1898. _ (2854) ~STÈ. Iff. 420/98 Oklic. Zoper Jožeta Podržaj, posestnika v Veliki Raèni St. 14, sedaj kje v Ame-riki, bivalisèe je ne/.nano, se je podala pri c. kr. okrajni sodniji v Ljubljana po Martinu Tomäiöu, posesfniku v Vel. Kaèni št. 31, tožba zaradi usta-novitve terjatve 426 gkl in vknjižbe za-stavne pravice pri vlož. št. 42 in 44 kaf. obè. Kaèna. Na podstavi tožbe odredil se je narok za ustno razpravo na 2 7. avgustal89 8, dopoldne ob 9. uri, pri tem sodišèu. V obrambo pravic toženega se postavlja za skrbnika gosp. dr. Josip Kušar v Ljubljani. Ta skrbnik bo za-stopal toženega v oznamenjeni pravni stvari na njegovo nevarnost in stroske, dokler se on ali ne oglasi pri sodniji ali ne imenuje pooblaSèenca. C. kr. okrajna sodnija v Ljubljani, odd III., dne 15. julija 1898. (2867) " C. 173/98 1. Oklic. Zoper Mino, Nežo, Jožefa in He-leno Kebolj iz Klanca, kojih bivali^èe je neznano, se je podala pri c. kr okrajni .sodniji v Kranji po Janezu Rebol iz Klanca, zastopan podr. Prevcu, tožba zaradi izbrisa terjatev, vknji- ženih pri poseslvu vlož. št. 26 kat. obè. Klane. Na podsiavi tožbe doloèil se je v to svrho narok v ustno sporno razpravo na dn6 26. avgusta 1898, dopoldne ob 9. uri, pri lem sodisöu. V obrambo pravic tožencev, o/.i-roma njih neznano kje bivajoöih pravnih naslednikov, se poslavlja za skrbnika gospod Ivan Cos v Kranji. Ta skrbnik bo zastopal tožence v oznamenjeni pravni stvari nu njih nevarnost in stroäke, dokler se oni ali ne oglasijo pri sodniji ali ne imenujejo pooblašèenca. G. kr. okrajna sodnija v Kranji» odd. II., dne 9. julija 1898,