—'------------- Nr. 12?. Pl«numeiation«Plei«: 2m Comptoir ganzj. fi. i>. halbj. fi. 55«, Für bic Zuftelluna »is Hau« halbl, s.o lr. Mil der Prft ganzj. st, 15>. halt,, si, ?'5>!», Montaa. 5.^uni. Insert! on« glbtlr: ssüi Ncine Inserat« bi« ,» « Zeilen »5 II., grofteie per Zeile L lr,'. bei öfteren Wiederholungen per Zeilc » lr. 1882. Amtlicher Theil. llllk^^' U"b k. Apostolische Majestät haben mit « ^ Entschließung vom 24. Mai d. I. den ^upriefter Dr. Joseph Kopallik zum ordentlichen F^'M der Kirchengeschichte an der theologischen ""M Olmiltz allergnädigst zu ernennen geruht. Conrad-Eybesfeld in. p. Us,»,,.^- k- und k. Apostolische Majestät haben mit höchster Entschließung vom 27. Mai d. I. dem Hel,,k "vorstcher des Landesgel ichtes in Laibach. «. ^"ltitsch. anlässlich der von ihm an-^'erls" ^"setzung in den bleibenden Ruhestand in zilllll,,, ""? se'ner vieljährigen, stets treuen und vor« ^ ^n Dienstleistung das goldene Verdienstkreuz mit "lone allergnädigst zu verleihen geruht. Erkenntnisse. ^ltna v ^ ^' Landcsqericht als Pressgericht in Graz hat aus >9, ^", °" t. l. Staatsanwaltschaft mit dem Erlcnntüisse vom ^n»e^ l 2' ^ W03, die Weiterverbreitunn der Zcllschrift ginnen? ^r. I!l1 vom 15. Mm 1882 wessen des Ärtircls. ^»d , »lt "In ^ku gestrigen Gencralverjammlung" nnd ^G,„!>. „Verhallen im Vlbgeordnetcnhause". „ach 8 300 ^"l> Ärl. IN des Welches vom 17.Dezember 1862 verböte,,. lllNlaa ? ^ ^ ^andcssscricht als Piessgericht in Graz hat auf 19, ^, ^r t. l, Staatsanwaltschaft mit dem Erkenntnisse von, schein . !^2. H. 9002. die Weitcrverbrcitnng der in Budapest !?°Nen ?"' Zeitschrift „Telegraf" Nr. 3 vom 14. Mai 1882 °l°!sor« Arlilel „Versehrte Welt", NeaiernnMoraen nnd "l> u^ ' ""b „Vfäffische Unverschämtheiten" nach den 88 302, ^^^St. G. verboten. _____________________ Nich'tanMcher^M .Nli^nerGestüt der Kaiser haben, wie die ^chulbau H^ung" meldet, der Gemeinde Semtz zum '""a" bp.i^fl^ serner, wie die .Magenfurter Zei-^farrba,s?^"' ber Gemeinde Mieger zum Baue des "'"del .^ fl- dann. wie die „Agramer Zeitung" ^eii Kir^ °^ Restaurierung der griechisch-orienlall,-»ttuht ^^ u, Peina (Sichelburg) 400 si. zu spenden Zum Sessionsschlusse. ^»Ee «3 -'" beglaubigter Weise berichtet worden, "ber «»^ /"lestät neuestens einem Abgeordneten gegen-dass ^ "«"t hübe: ..Ich kann mich nicht entsinnen, <° Ers», "lKupt eine Neichsrathssession so Viele« und ^irft m baches ^j^^ ^^ ^^ ^^ diesjährige." ^^nan einen Rückblick auf die mannigfache und mitunter hochbedeutsame Thätigkeit, welche der Reichs, rath in dieser Session entwickelt ha», so wild man diese Kundgebung der Allerhöchsten Befriedigung in der That wohlverdient finden. Im parlamentarischen Leben pflegen bekanntlich auch die laufenden Geschäfte sich nicht glatt abzuwickeln. Die Budgetdebatte bildet allezeit eine Kraftprobe der Regierung wie der parlamentarischen Par« teien. Zum Budget gesellten sich heuer noch einige Nachtragscredite und die Gesetze zur Bedeckung der außerordentlichen Ausgaben für die occupiertcn Pro» vinzen. dann für die Kasernen- und Wegbauten in Süddalmazien. Die Reihe der laufenden Geschäfte schließt mit dem Gesetz über die Aushebung der Rekruten. Neben diesen regelmäßigen Agenden finden wir jedoch eine Fülle von Gesetzen, welche theils weittragendster Art und allgemeiner Natur, theils eben so Viele Beweise für die Sorgfalt sind, welche die Regie» rung Einzelinteresfen der Provinzen oder auch nur von Vevölkerungskreisen zuwendet. Obenan unter den legislatorischen Maßregeln ersten Ranges stehen die Wahlreform nnd der Zoll» tarif. Zu den wichtigsten Theilen des letzteren zählen die Bestimmungen, welche durch das Prtroleum-und das Sperrgeseh vorbereitet wurden. Sie dienen, wie das Gesetz über die Gcbäudesteuer den Inter« essen des Staatsschutzes und dem Gedanken der Herstellung des Gleichgewichtes im Staatshaushalte. Wahrt der Zolltarif die Interefsen der heimischen Arbeit, der industriellen sowohl wie der gewerblichen und landwirtschaftlichen, so sind andererseits die Interessen unseres Handels und Verkehrs durch die Handelsconventionen mit Frank» reich, duvch die Handels? und Schissahrlsconventionen mit Serbien u»o durch die Votierung der galizischen Transversalbahn gefördert worden. Die Landwirt» schaft wurde bedacht durch die internationale Con» venlion wegen der Reblaus, durch die Verfügungen über das gerichtliche Verfahren bei Vergehen gegen das ViehseuchenGesetz. durch die Nachtragscrrdite für Viehbeschau und Viehcontrole, uud hieher dürfen wir wohl auch das wichtige Gesetz über die Karst-Auffor-stung zählen. Unter den neu geschaffenen Gefehen, welche von allgemein wohlthätiger Wirkung sein wer» den, steht dasjenige über die Post-Sparkassen obenan. Doch haben auch die Gesetze über die Vereitelung von Zwangsvollstreckungen, über die Befreiung von den Gebüren bei Löschung kleiner Satzposten und die Erleichterungen vom Leg^lisieruunszwange längst und lebhaft gefühlten Bedürfnissen abgeholfen. Unter den Berücksichtigungen der Provinzial-In-teressen nimmt die große Maßregel der Donauregulie-rung die erste Stelle ein. Dann folgen die Kremsthal-bahn. der Staattvorschuss für die Triester Ausstellung und die Gesetze, welche der galizischen Landesbant einige Berechtigungen und für zwei galizische Landesanlehen die Gebürenfreiheit gewähren. Freundliche Fürsorge wird einzelnen Kreisen der Bevölkerung durch die Gesetze gewährt, welche die Execution auf Beamtengehalte einschränken und dem Prnsionsverein der Landpost-Bebienstelen Begünstigungen einräumen. Eine Herzensschuld der Völker Oesterreichs an ihre heldenmüthige Armee haben Regierung und Legislative abgetragen durch das Gesetz über das Lotterie» Anlchen der Gesellschaft vom ..Rothen Kreuze", wie durch die Verfügungen über die Unterstützung der Witwen und Waifen jener Braven, die in Süddalmazien auf dem Felde der Ehre gefallen oder fönst dem schweren Dienste erlegen sind. Reichlich bedacht wurden schließlich die Heimstätten der Wissenschaft und der Volksbildung. Obenan in dieser Rubrik finden wir die Hauplstadt des Reiches, ihre neue Universität, ihr anatomisch-pathologisches Institut und ihre technische Hochschule, welche beiden letzteren Erweiterungen erfahren. Dann folgt die Begründung der neuen böhmischen Universität in Prag, wahrend ein anderes Gesetz seine Sorgfalt der Universität in Krakau zugewendet. Die Gesetze dieser Kategorie schließen jene über die Staals-Gewerbefchule in Reichenberg und über den Nachlragscredit für den Neubau der czechischen LehrerinneN'Alldungsanstalt in Prag. Man darf nach alledem wohl sagen, dass die Thätigkeit des Neichsralhes in dieser Session eine ebenso umfassende wie heilsame gewesen. Das Hohn. grschrei der Opposition über die Sterilität d-s Parlamentes ist allerdings längst verstummt. Dass dass-lbe aber heuer sich die besondere Aneikennung des Monarchen, welcher sich die der österreichischen Völker bereitwilligst anschließt, Verdient hat. wird hoffentlich alle Parteien des Neichsralhes bestimmen, die Moh-nung zur „weisen Ausnutzung der Zeit" im Interesse des Vaterlandes und des Volles auch in Zukunft bestens zu beherzigen. Zur Lage. Es ist mitunter recht ergötzlich, die Aussprache der oppositionellen Blätter zu sammeln und neben einander zu stellen. Vor einigen Tagen bewies die «Neue freie Preffe" haarklein, dass durch die Ziemsseton. Kunst und Her;. Drigllial-Romlln von Harriet'Grttnewald. H. (10, Fortsetzung.) ^ll >,„ Na stieß das Gitterthor hastig auf. das den ^ Ei? "" Außenwelt abschnitt, und da lag bereits ^°l die '^"'n v"l ihr. Ein entzückend schönes N,ld ^>'kse„fs" le, mit den uralten Bäumen geschmückte tdähf'nache, die zur rechten Seite der Wald umschloss, tli^ .-.sich zur Linken ein großer Teich bis an ^tm, zurückweichenden, mit jungen Fichten be< ^ . Hügel erstreckte. Marcella hielt einen Mo-t«»b f;" Schritt an. Wie ein kühles Marmorbild 'i'he "e da. ^rn einen Arm um den Stamm der w^leiMlungen. die dicht an das Parkthor stieß, ^llist i die andere Hand vor die kaum athmende ^ die n ' ^ H"lle ein Maler, der eine Iphigenie ^sehei, "'"wand zaubern wollte, das junge Mädchen ^en ' es würde ihn sicherlich mächtig angezogen °o>l s. >3n den großen, dunklen Augensternen, dir. be„ sh^en Wimpern beschattet, halb verschleiert über Maz ^hellen Teich hinirrlen, quoll ei» nnsagbarcs ^lilia ^°"f. das an die Worte der Priesterin auf '2 Mahnte: ^eh dem, der sern von Eltern und Geschwistern D«z "„sän, Urben führt! Ihm zehrt der Gram Ilin. ^""'^ ^lml von seinen Lippen weg. Aaci> 'f!^a'r'»e>' abwärts immer die lyedaulen Zurrl. !>"^ ^"lcrs h°llen. wo die Sonne Eick'w. b'mmel vor ihm ausschloss, wo Hit l /licborne spielend fest nnd fester '«listen Nanden an einander lnüpsten." Marcella verharrte fast eine Minute in dieser regungslosen Stellung, dann schauerte sie plötzlich leise zusammen, es war, als sollten auch die Worte sich für sie eignen: „heraus in eure Schatten, rege Wipfel, Des alten, heiXqen, dichtbelaubten Haines, Wie in der Göttin stilles Heiliachum. Tret' ich noch jetzt mit schanderndem Gefühl, Als wenn ich sie zmn erstenmal beträte, Und es gewöhnt sich nicht mein weist hierher." Am äußersten Ende des herrlichen Eichenwaldes lag, von Wridenbäumen völlig cinqeschlussi'N, eine Kapelle. Die junge Dame „äherte sich lautlos dem stillen, einsamen Orte. Sie bog die Zweige aus» einander. Nichtig, da sah er wieder der schlanke, blasse Jüngling in dem Kahn, der drunten im Teich sich leise schaukelte. Ueber die breiten Steinstufen hüpften, emsig suchend nnd zwitschernd, die Kapellen-bewohner. um all die Futierlörnchen aufzupicken, die ihnen der junge Mann hinstreute. Marcellas Brust athmete schneller. Der vorhin tief verschleierte Bück ward groß und voll im Anschauen des Jünglings, der das blonde Haupt über ein Buch geneigt hielt. — Was mochte er nur lesen? - Und jetzt klang es mit glockenheller, schmeichelnder Stimme deutlich von seinen Lippen: „hüpfet bei dem Dämmerschcin Der verblühenden Kohlen, frisch Schlinget, Elfen, enrrn Reihn, Leicht wie Bussel im Gebüsch Singet mir die Melodei Lnslig nach und tanzt dabei!" Der junge Mann hob bei den letzten Worten das Haupt empor. Ach, halte seine einschmeichelnde Stimme wirklich eine Elfe herbeigelockt? — Die Weidenzweige fchlugen jäh hinter dem Mädchenanllitze zusammen, das dort auftauchte. War es nur ein Trugbild seiner erhitzten Phantasie? Der Jüngling verlieh rasch den Kann und sprang die Steinstufen empor, die zu dem Teiche führten. Es war leine Tänfchung; hinter der Kapelle stand eine junge Dame, aber kein sonniges Elfenantlitz blickte ihm entgegen, bleiche, müde Züge, die auch nicht ein Hauch von Rothe deckte. „Shakespeares „Sommernachtslraum" hat wirklich eine Fee herbeigelockt!" sagte der junge Mann artig. „D^n darf man nur bei Mondschein lesen, wenn er feine Wirkung nicht verfehlen soll." Marcella sagte das so kühl und frostig, dass der Jüngling unwillkürlich einen erstaunten Blick über sie hingleiten ließ. Sie stand mit gesenkten Wimpern vor ihm, die schmalen Hunde spielten mit einem Weibrnzweig, den sie vorhin abgerissen. ..Uebrigens", fuhr sie fort, „hat mich nicht Shakespeares ..Sommernachtstraum" hichergeluckt, sondern das Eigenlhumsrecht, denn der Kahn gehör» mir und das Füttern der Schwalben ist berelts seit Jahren mein ausschließliches Amt." Ein tiefes Roth schoss bei MarcellaS Worten in das Gesicht des jungen Mannes. „Da muss ich tausendmal um Vergebung bitten. Ich fand. als ich vor einigen Tagen meine Schritte zu dem malerifch fchönen Punkte lenkte, denselben einsam und verlassen. So habe ich unbewusst die Schuld auf mich gewälzt, fremdes Eigel.thumsrecht zu schmälern, — ich will es nie wieder thun!" (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeituna Nr. 127 1NN8 5. Juni IM.___ bosnischen Auslagen und die Kosten del Niederwerfung des herzegowinisch'bocchesischen Anfstandes herbeigeführte Vermehrung der Staatsschuld einzig und allein auf das Kerbholz des Ministeriums Taaffe zu setzen sei. Nun jammert wieder die., Deutsche Ze i-tung" darüber, dass das Ministerium Taaffe in der bosnischen Angelegenheit „jede Initiative ausschließlich Ungarn überlasse". Am Ende erleben wir es noch, dass ein drittes oppositionelles Blatt die Behauptung der „Neuen freien Presse" dahin ergänzt, dass eigent-lich Graf Taaffe es war, der die Krivosijaner und Herzegowzen im Geheimen zur Auflehnung gegen die österreichischen Behörden aufgestachelt habe, nur um Gelegenheit zu haben, die Staatsschulden zu vermehren. Das „Neuigkeit«-Weltblatt« bespricht die Ergebnisse der abgelaufenen Reichsrathssession, registriert mit Befriedigung, dass der neue Zolltarif, der im ganzen als ein ersprießliches Werk anerkannt werden müsst', bis zu dem festgesetzten Termine glück lich unter Dach gebracht worden, und bemerkt: „Man verspricht sich von dem neuen Tarife nicht nur einen ausgiebigen Schutz der industriellen Interessen Oesler« reichs, sondern auch des agricolen Ungarn, da er den heimischen Produclen einen gesicherten Absatz im In-lande mit möglichstem Ausschlüsse ausländischer Er» zeugnisse gewährt. Nebstbei erwartet man von ihm die VöUiqe Wiederherstellung der wirtschaftlichen Soli« darität beider Reichshälften und die Hebung des Staats« einkummens behufs Anbahnung des Gleichgewichtes im gemeinsamen Haushalte.... Ein fernerer Wunsch, den man an die beendete parlamentarische Campagne knüpfen muss, besteht darin, dass die mannigfachen materiellen Interessen, die noch der Befriedigung ent-gegenharren, die Signatur der kommenden Reichs-rathsthätigkeit bilden mögen. Man begrabe doch endlich einmal den leidigen nationalen Hader für immer und suche die Anknüpfung dort, wo sie sich von selbst ergibt, nämlich auf dem Gebiete des materiellen Wir« lens. Hier gibt es k^ine Iüteressen-Gegensätze, denn alle Länder und Stämme sind in national-ökonomischer Beziehung auf einander angewiesen und müssen deshalb die gleichen Ziele anstreben." Das ungarische Abgeordnetenhaus ist am 2. d. M. wieder zusammengetreten und hat zunächst das Nuntium des Oberhauses, betreffend die unveränderte Annahme des Gesetzentwurfes über den Pacificationsc^edit, entgegengenommen. Sodann wur« den einige kleinere Vorlagen, darunter jene über die Ablösung der sogenannten Ueberlandfelder in Kikinda, gegen welche ein mit zahlreichen Unterschriften bedeckter Protest vorlag, nach kurzer Debatte zustimmend erledigt. Vom Ausland. In Berlin ist eine Anzahl von Reichstagsmitgliedern, welche den verschiedenen Commissionen ange-hörrn. wieder eingetroffen, um an den Arbeiten der letzteren theilzunehmen. Diefe Arbeiten werden sich insofern e>weitern, als zu den Vorlagen nun noch Anträge aus dem Schoße der Commissionen kommen sollen. Den Anträgen und Petitionen, denen der Reichstag in dieser Session bisher nur wenig sich zuwenden konnte, soll nun auch ein größerer Spielraum gewährt werden. Petitionen für Herabsetzung der Gerichlskosten werden den Reichstag demnächst wieder beschäftigen, und zwar in eingehenderer Weise, jedoch wird die aufgewendete Mühe, wie ein Berliner Correspondent der „Kölnischen Zeitung" meint, schwerlich Erfolg haben. Die Klagen über zu hohe Gerichtskosten seien ziemlich allgemein, sie kommen aus allen Vundesstaaten, und dennoch sei wenig Abhilfe zu schaffen. Es haben von Seite der Negierung Erhebungen stattgefunden, wonach es zur Zeit völlig unthunlich erscheine, die Kostensähe zu verringern. DiefranzösischeAbgeordnetenkammer beschäftigte sich am Dienstag mit der etsten Lesung des Gesetzentwurfes, betreffend die Reform des Nichter« standes. Der Ausschuss hat, nachdem er sich über alle anderen Punkte der Regierungsvorlage, wie Neorgani. sierung der Gerichte erster und zweiter Instanz, nicht hatte einigen können, einen eigenen Entwurf ausgearbeitet, dessen Hauptbestimmung die ist, dass die Ün< absctzbarkeit des Nichterstandes provisorisch abgeschafft werden soll. Einigen Deputierten war dieses Provi» sorium noch zu viel, doch Martin Feuillee. welcher als Unterstaatssecretä'r der Justiz im Ministerium Gambetta selbst einen ausführlichen Entwurf über die Materie eingebracht hat, bemerkte: Ein Richterstand, der nicht einmal die Garantien hätte, deren sich der Ofsicier und der Professor erfreut, ein solches System sei noch nirgends dagewesen. Redner hat auch ernste Bedenken gegen die Wählbarkeit der Richter, weil man damit eine neue Gewalt schaffe, die über allem anderen stände. Das Beispiel der Schweiz und der Vereinigten Staaten sei nicht eben aufmunternd. In 27 Departements wäre man einer republikanischen Majorität nicht sicher. Das Land wolle einen außerhalb der Parteikämpfe stehenden, der Verfassung er» gebenen, unparteiisch seines Amtes waltenden Richter» stand. Die Session der Donaucommission wurde, wie aus Galatz berichtet wird, geschlossen. Der Antrag Bar« l^res wurde mit allen Stimmen gegen die Rumäniens acceptiert. Von Bulgarien vorgebrachte Amendements haben keine Unterstützung gefunden; der Beitritt Bulgariens zu den Beschlüssen der Vertreter der Großmächte ist zu erwarten. — Der „Nomanul" veröffentlicht unter Reserve die nachfolgenden Mittheilungen betreffs der Donau frage: Der Vorschlag Barries wurde von allen Mächten, ausgenommen Rumänien, angenommen. Der rumänische Delegierte unterstützte im Laufe der Debatte das Recht jedes Uferstaates, seine Functio-näre in den Häfen zu ernennen, und verlangte, dafs zur Ueberwachung der Ausführung der Reglements ein Inspector von der europäischen Commission in Galatz ernannt werde. Man glaubt, dass die Frage nunmehr zwischen den Mächten auf diplomatischem Wege erörtert werden wird. Aus Chicago wird unterm I. Juni gemeldet: Gegen 1200 strikende Eisen h ütten« Arbeiter haben heute einen Eisenbahnzug angegriffen, in welchem sich mehrere Arbeiter befanden, die sich dem Strike nicht anschließen wollen. Die Strilenden rissen jene Arbeiter aus dem Zuge, misshandelten sie und feuerten mehrere Pistolenschüsse ab. Ein Richter des Appellhofes von Illinois wurde tödtlich verwundet. Die Krisis in Egypten. Wie sehr die Vorgänge in Egyftten das allgemeinste Interesse in Anspruch nehmen und die Ca-binelte der Großmächte beschäftigen, zeigen die De« batten, welche am 1. d. M. in der französischen Abgeordnetenkammer wie im en glis chen Un -terHause stattgefunden haben. An beiden Orten wnrde von der Regierungsbanl aus Aufschluss über das zunächst beabsichtigte Vorgehen gegeben. Der fran- Mische wie der englische Premier aPP/wr ° europäische Concert, sie wollen in UeberemMlM^ mit den anderen Mächten die zu ergreifenden "'^. regeln erwägen und beschließen und dec M ^ der Ausführung derselben ihren vollen Anlhe'i, ,«" Vortritt lassen. England hat den Sultan !oM suchen lassen, die türkische Flagge in den eW,^ Gewässern zu zeigen und den ersehnten ^omnnM , einem Kriegsschiffe nach Egypten zu ^0"- ' > Politik des Haud in Hand Gehens mit den 'M'« , Mächten und der Pforte ist aber einer rührig" p« in Frankreich, welche die ..Unabhäiigigteit W)p^ unter französischen Schutz nehmen will und oarii> unerlässliche Bedingung für die AufrechtMtun» ^ Machtstellung und Autorität Frankreichs Mi. ,^ Dorn im Auge, und darum kam es am '-"'«.^ der französischen Kammer zu einem l>w'UkU ^ zwischen dem Ministerpräsidenten Freycinet ">"H^ Ganibetta. Das Organ des letzteren, die ''^",, ^ Franchise", halte tagsvorher in einem AufM ^ regenden Artikel auseinandergesetzt, dass, we ^ Tüikei in Egyplen einschreite. Frankreich se""" ^ fluss in Egypten und am Mittelmeere vcrl'"en ^ zum letzten oder vorletzten Range einer ^^.^ch herabsinten würde; ein solches Los verdiene 6^,^ nicht, aber wenn es diesmal nicht fäh'g >"' has« Los abzuwehren, fo sei dies nur die Folge davH^ es sein Vertrauen einem kurzsichtigen, "MUM"!. und unfähigen Minister geschenkt habe. Dle ^'^ die Herr v. Freycinet gab, war folgende: »^^^ wenn im Orient Wirren eintreten, legt '^, ,,^ ins Mittel. Die Ueberlieferungen der europai^' ^ plomatie gestatten nicht, daraus eine flanzöW,^ v^^ zu machen. In dem europäischen Concerte »st "'^Ml liche Lösung der Wirreu verbürgt, jede a"de" ^ ^ würde zu Abenteuern führen. Die Negierung »v ,^ nie in diefe Politik der Abenteuer hineintrelve» ' >^ was auch versucht werden mag. sie dahin zu ^il Das hatte eine Erwiderung Gambettas, ewe ^ Freycinets und eine Duftlik des ersteren ^ll ^» welcher dem Ministe:Präsidenten zurief: "^.^hcH'" Europa das Geheimnis Ihrer Schwäche ven" v ^, Die Kammer war nicht diefer Ansicht, >"",,^M' theilte der Regierung, deren Solidarität der ^"> ^ Präsident wiederholt betont hatte, mit 29^ g^^el Stimmen das verlangte Vertrauensvotum, ^e Sturm wird aber voraussichtlich weitere n" haben. M,L In Egypten selbst setzt Arabi Pal^ di^ scheu sein Einschüchterungssystem fort; er a>^ ^, die Polizei Uüterschrifttn zu einer Bittschrift « ^z Sultan sammeln, in welcher um WiederemschU'^ früheren Cabinets, um Zurückziehung des > A.„cl^ englifchen Ultimatums, um Abberufung der " ^ consul», Abfahrt der verbündeten Flotte und " ^i> setzung des Khedive durch einen einheimischen eM Prinzen gebeten wird. Hagesneuigkeiten. ^ — (Diner in Schön brunn.) ?" «'je"'" fand um 0 Uhr ein Diner bei Ihren Maje!'" ^' Schiwbrunn statt. Zn diesem sind erschienen: A ^stl, liche Hoheit die Grohherzogin von Sachsen-^^^^ Se, königliche Hoheit der Herzog Ludwig '".,ßio>^ Ihre Hoheiten der Prinz Wilhelm zu Sch^ ^i" Holstein und der Prinz Gustav von <^ °" O°t' Weimar. Se. Durchlaucht der kaiserlich dc"'" »5 schafter Prinz Neuh. Se. fürstbischöflichen ^" ^ Fürstbischof von Breslau Dr. Herzog; ^^ Nickel und Kobalt. Vortrag, gehalten in der letzten Monatsversammluna. des naturwissenschaftlichen Vereines für Steiermarl, von Prof. M. Vuchnc r. Wie bekannt, bedienten sich unsere Vorahnen Prä' historischer Zeit gewisser Mineralien zur Herstellung von Gerathen und Waffen; mit dem Fortschreiten der Cultur und Entwicklung mannigfacher Kenntnisse wurden derartige Gegenstände aus Bronze dargestellt, man spricht daher von einer Steinzeit, von einer Bronzezeit, die Bronze wurde dann allmählich durch Eisen erseht. Die ältesten Nachrichten über den Gebrauch des Eisens reichen bis auf 3000 Jahre vor Christus zurück und manche halten es für möglich, dass zur Steinzeit auch Eisen schon bekannt gewesen sei. AehN' liche Verhältnisse und Entwicklungsstufen finden wir noch heute bei Volksstämmen Polynesiens und Inner» afrikas. Während das Eisen bis in die letzten Jahrhunderte vornehmlich zur Erzeugung von Waffen und Gerathen im Gebrauche stand, beherrschte es nunmehr das ganze Gebiet der Industrie und Technik, bis es zum Theile in der Mitte dieses Jahrhunderts durch den Stahl verdrängt wurde, so dass manche unser Jahrhundert als das des Stahls bezeichnen. Wir sehen, dass mit der Entwicklung unserer naturlnstmischen und metallurgischen Kenntnisse immer neue P> oducte herandrängen, um früher gebrauchte th"lweise zu ersetzen; in dieser Hinsicht verdient nun daz Nickelmetall eine eingehendere Besprechung; denn wenn es auch nicht entfernt imstande ist, und zwar ausschließlich wegen seines selteneren Vorkommens, das Eisen und den Stahl zu verdrängen, so wird es doch ähnlich dem Zinn in Zukunft vermöge gewisser schätzbarer Eigenfchaften dazu dienen, Eisen oder Stahl» gegenstände mit einer dünnen NictVlschichte zu über» ziehen, wodurch die vorzüglichen Eigenschaften dieses Metalles zur Geltung gelangen. Verfolgen wir die Geschichte dieses Metalles, so müssen wir gestehen, dass die von uns häufig unterschätzten Chinesen dieses Metall um mindestens 1000 Jahre länger kannten und in Gebrauch setzten als wir. In Europa ist das Nickel seit 130 Jahren bekannt. Verhältnismäßig selten sind bei uns die eigentlichen Nickelerze, unter denen der Rothnickelkies mit 44 Procent Nickel den ersten Rang einnimmt; dagegen wurde in den Magnetkiesen neben Kupfer auch häufig Nickel gefunden, und diefe Erze sind es , welche dermalen 80 Procent der gesammten Nickelproduclion liefern. Seit einigen Jahren bringt man aus Neucale-dunien ein Mineral nach Europa, bisher als „Pime-lith" bekannt, von den Franzosen „Garment" genannt, ein NiMmagnesium Thonerdesilicat, welches bis vierzehn Piocent Nickel enthält; dieses Nickelerz wurde bisher nur in Frankreich verarbeitet. Fragen wir nun vorerst nach den Eigenschaften, welche das Nickel so besonders wertvoll und anwendungsfä'hig machen, so sind es der angenehme Farbenton, zwifchen Silber, Argentan und Zinn die Mitte haltend, vereint mit völliger Unvcränderlichkeit, großer Festigkeit, bedeutender Dehnbarkeit und Zähigkeit, wie hohe Politursähig- keit und Schweißbarkeit. Durch Eigenschaften gelingt es. nicht nur Nick^ru ^M in allen denkbaren Formen herzustellen, ma" Mc auch Eisen- oder Stahlgegenstände, d« ' ^ V plattiert sind. und zwar b bis !0 P'""" ^. „ > Wichtes des Gegenstandes an Nickel, Ul'0 ^ M an der Oberfläche enthalten, so dass "a" ^tze theile des Eisens und Stahle mit deü «,^ li' Eigenschaften des Nickels in vollkommen" .^ ° einigt erzielt. Die Nickelplaltierung ^, ^,,e ° weitere Anwendung dieses Metalles,/>'^„ M höhere Preis dieses Metalles vielfach st""'^ OM' gestanden; ist die Grundmass.' aber Elsen so reicht eine dünne Nick.lschichte aus. „,,d A, Schon seit einigen Jahren sn'd 2^ ^ lanteriegegenstände aus diesem Metalle ^,.^ die Herstellung von Kochgeschirren, welche Oes>><> wie in der Hitze unveränderlich und o ^ Hs keineswegs nachtheillg sind. ebensowe"'l1 ^et" „ aus Eisen, wird die Verbreitung dl''^ ^ wesentlich fördern; in ihrer UiwerändeU'^ ^„, .„sl sie den Silberwaren an die Seite zu '^ ^ltia^ ^ welchen sie noch die Einwirkung 1^1"^ "fft„ "Uql oder Berührung mit schwefelhaltigen S^^^ ändert ertragen dürfen. Man wird »"" ^ . als ^, fragen, wie es komme, das« man ""H ^aUe »n'" ^e dertjähriger Bekanntschaft mit diesem ^ ^lle; ^ die Verwendung desselben verallgemeu'el ^^rl j,, Ursachen sind nun mehrfache: zuuaM ^,r/c 0 Nickrlgewinnung aus Magnetkiesen <" ^H^ettung Nr. 127 _______________________^W______________^___^__^ 5.1«ni l8^. 5,?'. ?e. Excellenz Minister Graf Kälnokl) und 'Vofwlirdenträger. ?!' N^^^ "' Hofburgtheater in Wien) wurde ^lbter ^ulderons classisches Schauspiel „Der ch .^°« Zalamea" in Wilbrandts Uebersetznng N^"^'^enem Erfolge ausgeführt; die Kritik zählt Echen ^ Darstellung deS VauerS Crespo zu dem dtM ""^^eutendsten, was man seit lange auf der '^en Bühne gefehen, ieittl^ (Pfingsten in Londo n.) Die Pfingst-begiF ""en anch in London vom schönsten Wetter seilrta ^"^^ ^'^"' Umständen veranlasste der Bank« ^l il^s""' Montag eine wahre Völkerwanderung aus bchen 5> " j„z F„j, Die Flussdampser. Eisen-löly ,'""'Nlbusse und Trains waren überfüllt. Eine heat, H"t"keit erfüllte alle Straßen. Sämmtliche ^r K ^?""^" sich eines außerordentlichen Besuches, Palast c^ast "l Sydenham und der Alexandra» Iiele.°"'<^Muswell-Hill dienten vielen Tausenden zum l°ler 7?s.sl " Personen werden noch vermisst. Viel Vieh ^iise "ken. eme Anzahl Wohnhäuser. Scheunen und ^> ^ ,'"'b zerstört, die Felder und Straßen verwüstet, b»t^ elbach wurde die Eisenbahn (Chemnitz.Auna- " zerstört, ^il^ (Brand einer L andungsbrücke.) Zu ^lsii °"6b, an der englischen Küste, wo die aus b°ii 9M tonnnenden Dampfer landen. gericth am T urritag die große Landungsdrücke in Brand, ^e u ! ^""^e erst am Samstag früh gelöscht. Die ^" Gebä >/^ '"'^ derselben im Zusammenhange stehen- R sein/.! c> ^^ Damftslrahne. das Telegraphenbureau !">t Handeltz ?/""'"Uen «nd zwölf Waggons, beladen """litität K?l " "ller Art, darunter auch eine große worden y' "varen. sind ein Raub der Flammen ^' Die l» ? Vahubedienstete f^,en in den Flammen !"t> nach 3i,"sc'"« ""d Einschiffung der Passagiere vm» ^"'Utbe? .'^"gen findet jetzt in Dover statt. Man °" Nran'ks. ?? ^° Zerstörung der Brücke daS Werk ^"M'Nern ist. ^'"t fj/ "kl" «t omen.) In Straßburg er- fttn Hz s "eue Zritung. welche gedruckt wird von Drucks' ," fl"°"zielle Dirigent heißt Schmutz und «. -^ /^' ^ °uf dem Saumarkt. ^eil^- Trau. wie fie fein foll.) Nach- > neu» ? "'"" dem Titel „Elutanfend nnd eins" ! '"°ris!k m "^'"^ ^""er Scherze deö amerikanischen ^nde m ^urc Twain. Als Probe darans wird ktheilt. "'""er ,Die Frau. wie sie sei» soll" mitleide,» /" Iiil'gling. der sich durch reine Wäsche. ^^""yeit und schr methodisches Verfahren in allen seinen Unternehmungen auszeichnete, gieng anf Freiers» fußen. Er hatte zuweilen eine junge Dame Sonntag abends von der Kirche heim begleitet und dann noch einen kleinen Imbifs bei ihr im Haufe genommen Am letzten Sonntag, nachdem sich das Elternpaar discret zurückgezogen, sagte er plötzlich zu ihr: „Sprechen Sie im Schlaf?" — „Nein", antwortete sie überrascht. — „Wandeln Sie Nacht?" fragte er fodann. — „M, 8ir." — Er rückte feiucn Stuhl einen Zoll näher und fragte mit gesteigertem Interesse: „Schnarchen Sie?" — „Nein", erwiderte sie hastig, ihn ernsthaft anschauend. Bei dieser Antwort fiengen feine Augen an zu glänzen. Seine Lippen theilten sich erwartungsvoll und, indem er seinem Stnhl wieder einen Nuck näher gab, fragte er lebhaft: „Werfen Sie ihre ausgekämmten Haare ins Waschbecken?' — „Nein, das thue ich nicht", antwortete sie; und wieder rutschte sein Stuhl näher, während seine Erregtheit sich steigerte, so dass er kaun, ruhig sitzen lonnte. — „Neinigen Sie den Kamm. wenn Sie sich frisiert haben?" — „Natürlich, jedesmal!" sagte sie, ihn mit aller Macht anstarrend. — Im nächsten Augenblicke lag er vor ihr auf den Knien, mit ausgestreckten Armen zu ihr ausblickend. „Ich liebe dich!" rief er leidenfchaftlich, „Ich gebe dir mein ganzes Herz! Ich werde dein Sclave fein, ich will dich auf den Händen tragen! Willst du mich annehmen als deinen Gatten, deinen Beschützer, dein allrs?" —Es war ein kritischer Moment für eine junge Dame in ihrem Alter, aber sie war dem Außerordentlichen gewachsen — was gewöhn» lich bei Mädchen der Fall ist — sie nahm ihn!" Locales. Die Installation des Bürgermeisters. Samstag, den 3. d. M., vormittags fand die feierliche Installation des neugewählten Bürgermeisters der Landeshauptstadt Laibach, Herrn Peter Graselli, statt. Der Ralhhaussaal war aus diesem Anlasse mit dem Bildnisse Sr. k. und k. Apostolischen Majestät mit Draperien und Vluinen reich geschmückt. Im Saale hatten sich eingefunden: Der Gemeinderalh, die Magistratsbeamtcn, die städtischen Lehrer, die Bezirks-Vorsteher, die Armenväter und ein zahlreiches Pu-blicum. Die städtische Sicherheitswache in Parade bildete im Vorhause und die freiwillige Feuerwehr auf der Treppe bis zum Eingänge des Magistrats-saales Spalier. Um N Uhr erschien der Herr Landespräsident Win kl er in Begleitung des Herrn Regierungs-secrelärs Grafen Pace und wurde am Eingänge des Magistratsgebäudes von einer Deputation von Ge» lneindeiäthen unter Führnng des Herrn Viccbü>ger° meisters Fortuna empfangen und in den Saal geleitet. Der Herr Landespräsident richtete hierauf an den verfammelten Gemeinderalh folgende Ansprache: „Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließu.lg vom 20. Mai d. I. die Wahl des Herrn Peter Graselli zum Bürgermeister der Landeshauptstadt Laibach allergnädigst zu bestätigen geruht. Es obliegt mir nach dem Gemeindestatute für Laibach, dem neugewählten Herrn Bürgermeister den Diensteid abzunehmen." In slovenischer Sprache fortfahrend, forderte der Herr LlNidrspräsident sodann den Protokollführer Grafen Pace auf, die Eidesformel in beiden Landes-spiachcn zu verlesen. Nach erfolgter Verlefung wandte sich der Herr Landeöpräsioent an den Herrn Bürgermeister mit der Frage, in welcher Sprache er den Eid leisten wolle. Der Herr Bürgermeister erwiderte, er wünsche den Eid flovenisch abzulegen, worauf die Eidesleistung in dieser Sprache erfolgte. Hieraus ergriff der Herr Landespräsibent wieder das Wort und sagte in deutscher Spruche: ..Hochverehrter Herr Vürgermeistc, ! Durch das Allerhöchste Vertrauen Sr. l. und k Apostolischen Majestät unseres llllera,nädia.sten Kaisers und durch du« Vertrauen Ihrer Milbü'ger ist Ih»n, tm Anszeich. nung geworden, zur Leitung der Verwaltung der Landeshauplstaot Laibach berufen zu werden. Nchmen Sie aus diefem Anlasse meine aufrichtigsten und besten Glückwünsche entgegen. Es ist aber auch das in Sie gesetzte Vertrauen ein vollkommen begründetes. Zunächst zeigt sich Ihre Anhänglichkeit an unser gelieb'es Vaterland Oesterreich, an Se. Majestät den Kaiser und die Allerhöchste Dynastie im schönsten Lichte, wie von einem Sohne des Landes Kram, welches sich anschickt, das tiOOjährlge Jubiläum seines Anschlusses an dic hubsburgifchen Länder zu begehen, wohl nicht anders zu erwarten «st; auf einer langen Studienlaufbahn hab.n S'e sich Kenntnisse erworben und dmck Ihre vielseitige Thä« tigleit im öffentlichen Leben Eifahrungen gesammelt, die Sie auf dem Gebiete der Communalverwaltung als Leiter derfelben bestens werden verwerten löxnen; durch Ihre Leutseligkeit. Ihre Mäßigung, Ihren luhigen und versöhnlichen Charakter huben Sie die Herzen Ihrer Müvürger ohne Ui'.tcrschird des Standes und der Parteistellung gewonnen. Es sind dies Vorzüge und Vortheile, welche Ihnen die ElfüUung Ihrer ehrenvollen, aber auch fchwierigen Aufgabe wefentlich erleichtern und wohl auch den Erfolg ver. bürgen." Sodann fuhr der Herr Landespräsident in flovenischer Sprache fort: „Im übrigen wollen Sie sich, hochverehrter Herr Bürgermeister, überzeugt hallen, dass Sie die lmser. liche Negierung in Ihrer Amlsthätigk-'it bereitwillig unterstützen wird. Ist ja doch die Wohlfahrt der Gemeinden Grundlage und V'dinqunci drs Staatswohles, und ist doch die Gemeinde Laibach die erste Gemeinde des Landes Kram. Die Regierung enuallel jedoch auch von Ihnen kräftige Unlelstiitzung; sie hofft bei Ihnen das gleiche Entgegenkommen zu finden, welches ihr von Ihrem Herrn Vorgänger in den gegenseiligrn amt» lichen Beziehungen zulheil geworden ist, wofür ich ihm meinen herzlichen Dank ausfpreche. Und Sie, geschätzte Herren Vntletrr der Stadt Laibach, ehren Sie Ihien BürMMrister, welchen Sie sich selbst gewählt hab»',,, Sie werden dudurch sich selvst und Ihre Mitbürger ehren, von welchen Sie Hieher berufen wurden; untel stützen auch Sie Ihren Bürgermeister, arbeiten Sie mit ihm v>rrint zum Wohle der Gemeinde und richten Sie Ihr Bestleben darauf, dass die communalr Verwaltung Laibachö ein Beispiel werde für die übligen Gemeinden Krams." Herr Bürgermeister Graselli erwiderte nachstehend in slovruischer Sprache: „Verehrte Herren! Das hochgeschätzte Vertrauen meiner Mitbürger hat mich anf den hervorragenden Posten eines Vingermeistei-e der Landeshauptstadt Lcii« bach berufen, allein erst die Gnade Sr. Majestät des Kaisers hat es möglich gemacht, dass ich nach erfüllten gesetzlichen Vorbedingungen factisch di^ie Ehrenstelle antrete. Deshalb ist es meine erste Pflicht, dass ich Sr. t. und k. Apostolischen Majestät m tiefster Ehr. furcht meinen aUl'rlmterthänigsten Dank aus'preche für die allergnädigste Bestätigung meiner Wahl und den hochvelehltrn Herrn Landespräsidenten rrgebeust bitte, eli^ . —___'__ ________________ ^fschlim'b."st vor wenigen Jahren reiche Nickelerz-Dars n'" Amerika gemacht worden, endlich war , Hy!k "6 von walzbarem Nickel unbekannt. k^>en k« n^ "'lm die oben angeführten Eigen-^lkli- ^" Nickels durch galvanische Vernickelung von flicht'- ^ahl- oder Messinggegenständen auszunützen >n. as« ^ galvanischen Ueberzüge sind aber stels zu , ^ch°s, bass sie einer starken Abnützung erfolgreich s"t> U>,„ könnten. Erst als die Firma Fleitmann .?" ^ '" Iserlohn mit Hilfe eines Zusatzes von 's sftl^" Magnesiums das Nickel, welches früher ^ u„d „"ud libermäßig hart galt. geschmeidig, walz« ^srih iahe erhielt, war die allseitige Verwendung Hch ^praktisch durchführbar. Die besondere Eigen« , Verij..? N'ckels. die Farbe des Kupfers wefeullich !>n °ern. benutzt man schon seit 50 bis 00 Iahreu, »ber "'«" Kupfer, Nickel und Zink legiert, als Neu-l, H », 5 Alsik'itan vielfach verwendet, sie erreicht n Till/ den Falbenton des Nickels noch jenen !^ Nlli^' '"dem man jedoch Ncusilbergege,,stände ^ beln "schein Wege mit Silber überzog, wurde ^ez , "lütte Chinasilber oder Alpakka erhalten, wel- "le>, s^Decennien einen Ersatz für echte Silber-3v del- d"? ziem,^'""ung des Nickels ist im allgemeinen ^end .^ schwierige und viele Zeit in Anspruch 3>'" ode'». ^ ""chdem man reines Nickelmetall erzielen X^reri ""^ k'l" Nickel-Kupferlegierung, sind die die ll?"^ wesentlich verschieden; wir können hier ^Mischen Principien andeuten, welche den Darstellungsmethoden zugrunde liegen. Die eigentlichen Nickelerze. welche fchwefel« und arfenhä'ltig find. werden letztere durch dauernde Nöstung möglichst ent. fernt, das a/röstcte Erz in Säuren gelöst, Eifen und Arsen mit Kalk gefällt, desgleichen Kupfer, oder auch letzteres mit Arsemesten durch Schwefelwasserstoff; wenn auch Kobalt vorhanden ist, dieses mit Chlor-laltlösung ausgeschieden und die nun verbleibende Lösung mit Soda oder Kalkmilch versetzt, wobei sich das Nickel als Cmbonat oder Hydroxyd ausscheidet, dasselbe wird theilweise getrocknet, meist i» Würfelform gepresst, zwischen Kohle in Glühhitze reduciert. Die größte Menge des Nickels wird aber dermalen aus den Magnetkiesen gewonnen, die zwar meist nur wenige Pruce'nle Nickel, neben Eisen, Schwefel auch Kupfer enthalten, aber durch mafsenhaftes Vorkommen eine große Production ermöglichen. Hier gelingt es. durch einen Röstprocess und darauffolgendes Schmelzen mit qnarzhalligen Zufchlägen nnd öftere Wiederholung dieses Verfahrens dcn Schwefel und das Eisen größtenlheils zu entfernen, entweder fast reines Nickel oder ein nickel- uud lnpfel reiches Zwischenproduct zu erhalten, welches dann auf nassem Wege, ähnlich wie bei der Verarbeitung der eigent« lichen Nickelerze, auf reines Metall veiarbeilet wird. Die neucaledonischen Erze lassen sich in ähnlicher Weise wie die Eifenerze mittelst Zuschlägen in Schach-topfen reducieren uud sollen besonders gut verarbeit-bares Metall liefern. Endlich wären noch die nickel-haltigen Kupfersteme zu erwähnen, welche meist auf eine Kupfernickelspeise verschmolzen werden, die bann in den Neusilberflibrilen ihre Verwendung finden. Die Gesammt-Nicktlproduction soll in Europa etwa 2500 Mrtercentner betiaqen. Während Nickel fast ausschließlich in metallischem Zustande gewerblich-technischen Zwecken dient, ist das jchon länger bekannte Kuballmetall bis jetzt nur in seinen Verbmdimgrn benutzt Worden, indem dieselben die Eigenschaft besitzen, blaue Farbe» zu liefern und Glas- und Thonwaren blau zu fäilieu. Die Eigen« schaften dieses Melulles wurden, nachdem Fleilmaon sein Verfahren für N'ckelverarbeilung auch auf Kubalt in Auwendnüg brachte, erst genaue, erkannt. Dab Kobalt, bibh?r als rölhlichwrih.s Metall beschrieben, übertrifft d^2 Nickel sowohl an Weiße wie an Glanz, es ist gleichfalls im hohen G>ade Pollturfähig und an der Luft sehr unveränderlich. Unter den gegenwärtigen Vnhältiiisseli wird man aber von dem Kobalt >m mrlullischem Zustande kaum Anwendung machen, da wir die Eigenschaft, Glas» und Thongegenstände blau zu falben, f.'.st ausschließlich nur bei diesem Metalle treffen, und dadurch den Kobalwerbindungen wahr« scheinlich für alle Zeilen ihre Anwendung gesichert ist. Es sind die Oxyde des Kobalts, die Smalte, ein Koballt^lisilicat, und das Koballultramarin, em Koblllt-aluminat, welche in der Glasindustrie und Keramil unentbehrlich si»d. D>e Koballcrze sind zumeist Ar-senlte und Sulfide des Kobalts und werden in äbn. licher Weife w.e Nolhmckelk'eK verarbeitet. Laibacher Zeitung Nr. 127 11 Ntt 5. Iuui 1882^ er möge diesen meinen Dank gütigst an die Stufen des Allerhöchsten Thrones gelangen lassen. Ich bi» mir meiner wichtigen, aber schwierigen Aufgabe vollkommen bewusst, sowie der Verantwor« tung. welche ich mit derselben übernehme. Schwe? ist die Aufgabe schon an und für sich, insbesondere schwierig aber im Hinblicke auf die Verhältnisse in unserer Landeshauptstadt. Hoffen wir, dass diese Verhältnisse sich nach und nach zum Besseren wenden werden, dass mit der Zeit manche Disharmonie schwinden und die schroffe Gegnerschaft sich mildern wird. Was mich betrifft, so habe ich mir die bedeutungsvollen Worte, welche der hoch' verehrte Herr Landespräsident gesprochen hat, tief ins Herz geschrieben und will dieselben immerdar in meiner Erinnerung bewahren. Hochhaltend das Banner, unter welchem ,ch gewählt wurde, das Banner, welches mich mein ganzes Leben hindurch geleitet hat, weide ich nach meinen schwachen Kräften bereitwillig dazu tu'i' tragen, dass das edle Ziel allgemeinen Friedens und gegenseitiger Verständigung erreicht werde. Mein einziger Wunsch ist der, die Wohlfahrt der Bevölkerung Laibachs zu fördern; der Vortheil unserer Stadt ist mein einziges Bestreb,« — mein größter Stolz wird die Anerkennung meiner Mitbürger sein! Diesem Ziele all' meine bescheidenen Kräfte zu weihen, ist mein fester Entschluss. Um aber dieses Ziel zu erreichen, benölhige ich ausgiebiger und vi«,'l-artiger Unterstützung. In erster Linie wende ich mich mit der Bitte um freundliche Unterstützung an den hochwohlgeborenen Herrn Landespräsidenten und Ver« treter der hohen Regierung, deren mächtigem Schuhe unsere alte Stadtgemeinde wärmstens empfohlen sein möge. Von meimn hochverehrten Collegen, den Herren Gemeinderäthen, welche die gleiche Pflicht bindet, wie mich — von ihnen, welche die gleichen Interessen vertreten, wie ich. darf ich wohl erwarten, dass sie mich in jeder Lage kräftig unterstützen werden; nur diese Hoffnung hat mir den Muth gegeben, als Neuling in den Geschäften der Commmialuelwaltung die so ehrenvolle, aber schwierige Stelle eines Bürgermeisters zu übernahmen." In deutscher Sprache fortfahrend, sagte der Herr B ilrgerme ister: «Es sei mir gegönnt, in diesem feierlichen Augenblicke einige Worte auch an jene geehrten Herren Gemeinderäthe zu richten, deren Vertrauensmann ich nicht bin. Offen gestanden, es ist mir lieb, dass unsere gegenseitige Stellung vollkommen klar ist. Wenn der Spruch: „tÄ2rg, pucta, Koni umici!" sich bewährt, so darf ich hoffen, dajs wir gute Freundschaft halten werden. Parteiungen sind im Wesen des Parlamentarismus begründet, somit etwas ganz Natürliches. Das, was unsere Communalvertrelung in zwei Lager scheidet, ist politisch-naiionalc Meinungsverschiedenheit. Nachdem jedoch Politik dem Wirkungskreise des Gemeinderathes znm Glücke ziemlich ferne liegt und an denselben nur ausnahmsweise herantritt, so gestatten Sie mir, dem Wunsche und der Erwartung Ausdruck zu geben, dass uns die Verschiedenheit des politischen nnd nationalen Standpunktes nicht hindern werde, an der Lösung unserer gemeinsamen Aufgabe nach dem Wahlspliiche unseres erhabenen Monarchen zu arbeiten: «Mit ver« einten Kräften!" Hierauf wieder slovemsch fortfahrend, schloss der Herr Bürgermeister seine Rede nachstehend: „Vilidu8 unitiä" — dlese goldenen Worte mögen unser Leit» stern sein in diesem Saale; sie mögen uns foitwäh-rend erinnern an unsere staatsbürgerlichen Pflichten und an unsern geliebten Herrscher, welcher gesagt hat: „Ich will Frieden haben unter meinen Völkern!" Darum, meine H?rren, schließen wir auch die heutige Feier, wie es treuen österreichischen Staatsbürgern ziemt und rufen wir auü tiefstem Herzensgründe: «Sr. t. und k. Apostolischen Majestät, unserem aller» gnädigsten Kaiser Franz Josef I. Slava! Slava! Slava!" Die Versammlung brach in ein dreimaliges begeistertes «Hoch" und „Slava" aus. Es erfolgte fodann die Unterzeichnung des Eides« Protokolles, und verließ hierauf der Herr Landes» Präsident mit dem Protokollführer, begleitet vom Bürgermeister, Vicebürgermeister und dem Gemeinde« rathe Dr. Moschö, den Saal. Den Schluss der Feier bildeten die Begrüßungen des Bürgermeisters durch den Gemeindcrath, die Ma gistratsbeamten und die übrigen erschienenen Cmpo» rationen. Auf die Anrede, welche Magistratsrath Ieras im Namen der Magistratsbcamten hielt, erwiderte der Bürgermeister: Er erwarte seitens der Magistratsbeamten die vollste Unterstützung in seinem Amte. Alle pflichtgetreuen Beamten würden an ihm einen aufrich» tigen Freund finden und er weide dieselben gegen unberechtigte Angriffe stets in Schntz nehmen. Der Lehrerschaft erwiderte der Bürgermeister: Es sei ihr die Hoffnung der Zukunft anvertraut. Sie möge daher ihre«, schwierigen Amtes mit Eiser und Umsicht walten und versichert sein, in seiner Person stets einen be-answten Förderer ihrer Aufgabe und warmen Anwalt lyrer Interessen zu finden. Der Feuerwehr.Deputation sagte der Bürgermeister: er suhle sich hochgechtt. Ehrenmitglied einer so mustergiltigen und humanen Körperschaft zu fein, und es werde ihn stets mit Freude erfülle'!, für ei» fo wackeres Institut wirken zu können. — (Ernennung) Der Minister und Leiter des Justizministeriums hat den Bezirksgerichtsadjuncten Julius Polec auf ftin Ansuchen von Loitsch nach Stein versetzt und den Auscultanten Matthäus Kobal zum Bezirksgerichtsadjuncten in Loitsch ernannt. — (Die Uebertragung der Gebeine des heil. Deodatus) fand gestern programmäßig statt. Den Zug begleiteten zahlreiche Mitglieder des hochw. Clerus der Stadt und der Umgebung, eine Abtheilung des vaterländischen k, l. 17, Infanterieregiments Baron Kühn, der allgemeine kraiuische Militär-Vetelane,.verein unter Führung des Vorstandes Magistrats-KanzleileiterS Herrn G. Mihalic, an 70 Mann; weißgekleidete Mädchen !c. Als Celebrant fungierte der hochwürdigste Dom-Propst Josef Suppan. Das Hochamt pontificierte unter zahlreicher Assistenz Se. fürstlichen Gnaden der hochwür» digste Herr Fürstbischof Dr, Johann Chrysostomus P o» gacar. Die Provision verlief in erhebendster Weise unter sehr zahlreicher Theilnahme der Bevölkerung Das Arrangement des Zuges sowie die glänzende Ausstattung der beiden mit Sammt und Atlas und reicher Goldverzierung ausgestatteten Schränke zur Uebertragung nnd zur Beisetzung in der Kirche hatte Herr Gemeinderath F. Dob er let übernommen und mit gewohnter Präcision, beziehungsweise mit geschmackvollster Eleganz durchgeführt, -x- — (Das Volksf^est) im Kosler'schen Garten — veranstaltet von der l^italnica in Unterschischkci — verlief, vom schönsten Wetter begünstigt, in der animiertesten Weise. Demselben wohnten der Herr l. k, Landes« Präsident A. Winkler. der Herr Bürgermeister Peter Graselli. der Herr Neichsrathsabgeoldnete Dr. Vo^njak, mehrere Landtagsabgeordnete, Gemeinde-räthe u. s. w. u. s. w. bei. Wir kommen anf das gelungene Fest noch ausführlich zurück. — (Herr v. Pod Hags ky) wird. wie mau uns mittheilt, anl morgigen Tage (ss. d. M.) aus Wien hier eintreffen, um sein Project zur künftigen Meliorie-rung des Laibacher Moores dem Morastcultur« Ausschusse zu übergeben. Behufs Brlanntgrbung des Projectes an die Mitglieder des Morastcultur-Ansschusses findet eine Sitzung dieses Ausschusses übermorgen (Mittwoch) statt. — (Aus dem G e m e i n d e r a t h e.) In der Sitzung am 3. d. M. wurden die Anträge der GNN. Dr. N. v. Bleiweis und I. Hribar wegen Beschließung von Petitionen an die hohe Negierung und den Neicherath auf Uebertragnng des Ooerlaruesgerich« tes von Graz nach Laibsch sowie wegen Einführung der slovenischen Sprache in die Mittelschulen und Aemter a n g e n o m m e n. Gegen den Antrag Bleiweis (Ober« landesgericht) sprach GN, Deschmann. gegen den Ailtrag Hriliar (slol). Sprache) GN. S ch a f f e r, (Ein ausführlicher Bericht folgt) -x- — (DieGeneralversammlung der freiwilligen Feuerwehr) fand gestern im Magistrats« saale in Anwesenheit von lOO Mitgliedern statt. Auch der Nürgernieistrr Herr P. Graselli wshnte der Versammlung bei und hielt an die Feuerwehr eine begeistert aufgenommene Ansprache. Zum Hauptmann wurde unter stürmischem Jubel per kcd^mlNioiiom und ein« stimmig Herr Gcmeinderath Franz D o berl et gewählt. Derselbe leistete den Eid in die Hände des Herrn Bürgermeisters. Ein näherer Bericht folgt. -x- Neueste Post. Original » Telegramme der „Laib. Zeitung." Wien, 4. Juni. Die Firmung Ihrer k. k. Hoheit der Erzherzogin Valerie und deren Glspielin, der Prinzessin Aglaja Auersperg, wurde heule in der Schönbrunner Schlosikapelle in Anwesenheit des Aller« höchsten Kaiserpaares, der Mitglieder des Kaiserhauses und der Eltern der Prinzessin Auersperg feierlichst vollzogen. Lemberg, 4. Juni. Die Zeitungsnachricht über Aufstellung eines Militärcordons an der russischen Grenze ist unbegründet. Es wurde nur eine strengere Handhabung der Vorschriften für den Grenzvrrkehr des Uebertrittes der Juden halber angeordnet. Kassel, 4. Juni. Der Prinz Karl von Preußen erlitt gestern einen Beinbruch. Paris, 4. Juni. Alle Großmächte nahmen officiell den Conferenzvmschlag an. Constantinopcl, 4. Juni. Auf Einladung des Marquis Noailles und des Lord Duffrrin zur Theilnahme an der Eouferenz antwortete die Pforte, sie betrachte angesichts der Entsendung einer türkischen Mission nach EgYPten den Zusammentritt der Con-ferenz für inopportun. — Das Conferenzmandat umfasst die Ergreifung von Maßregeln zur Aufrechthaltung der Rechte des Sultans und des Khedive; die Bestätigung der internationalen Abmachungen und der daraus den Mächten gegenüber sich ergebenden Verpflichtungen; Entwicklung der egyptischen Institutionen und Achtung der garantierten Freiheiten. Graz, 3. Juni. (Presse.) Im Bi'reau des ^. neralcommandos wurde heute der FeldmarMu ^ tenant Ritter v. Görtz, Adlatus des CoinM'wie'" den, vom Schlage gerührt. Der schnell he'belgerus.nr Oberstabsarzt Robi'tschek constatierte d.'» T o". Berlin, 3. Juni. Sicherem V^rnelM" "^ werden Ihre k. nnd t. Hoheiten Kronprinz """" ' und Kronprinzessin Stefanie zur Theilnahme an ^> Tauffeierlichkeilen hier eintreffen. „ .^ Paris, 3. Juni. Die ..Agence Hauas 'M" aus Kairo: Die vornehmsten Bedninen-Chefs be,lM > den Khedive und erklärten, sie würden du ^n . wenn sie zur Wiederherstellung der Ordnung tan . als Alliierte betrachten; dagegen ihre h"l""°'l ^ Feinde werden, wem, sie das Land occuplere» wou ' Rom. 2. Iunl. Die Regierung erhielt m>e ^ prera die Nachricht, dass Garibaldi um halli ^ "^ abends verschieden ist. Er stand im Alter von Jahren. ^ Maddalena. 3. Juni. Man "war" "' Zusammenkunft der Kinder Garibaldis zur w"vi" nung des Leichnams nach den BestimnmMN Testamenles. welches überdies anordnet, dass die M" in einer Porphyr Urne ans Caprera verbllibe. . Constantinopel, 4. Juni. Die eng'W französische Mittheilung an die Pforte betreffe»'" Konferenz besagt, das Programm der Conferenz oa, , anf der Note Lord Granvilles vom N-Febnmr. türkische Mission besteht dchnitiv aus Derwisch ^IH Server Pascha, Lebeb Effendi, dem Schall V"'„ Achmed Assad, einem Adjutant?» des Sultans " zahlreicher Suite. Man kann als g'wiss bet'"^ dass die Pforte die Conferenz ablehnen werde, letztere nach der Entsendung der türkischen '^>,! nach Egypten nicht opportun sei. ^^ Verstorbene. . Den 2. Juni. Ludwig Altmcmn. Hauptschu"»"^,^ Sohn. 8 Moil.. Polauasttasze Nr. 29. Bronchitis 7^35 Prtrii, Fabrilsarbcitcrs-Tochter. 3 Mou,. RoscuMe > Waisen. .^a.Oit>^ j Den 3.1uni. Maraaretha Ncgali. Tischlermeisters "> 82 I,. PctcrSstrafzc Nr. 21, Altersschwäche. ^ , 5.M, D e u 4, I u n i. Maria Tcrdiua. Schuhmachers 2 I,, Alter Marlt Nr. 111. Blattern. ^^^ Lottoziehungen vom 3. Inni: Wien: 34 09 04 72 57. Graz: 4l 7 li 2 ^^^- ! 7U.Mg. 742^^1l;-8 NO."schwach! heiter ^ ! :l, 2 . N. ! 741 U?! -j.21'l SO, schwach bewiMt i 2 „ Ab. I 739 70, ^-1.5 8 O. schwach halbheiter^^ 7U.Mg. 737!)« ^-15 8 ! W schwach heller ^l> 4. 2 ., N, 785 42 j-Lö.^SW. maßi» heiter 9 .. Ab. 735 50 ^10 8 SW. schwach bew^lt ^. Den 3. herrlicher Älorgcn. nachmittasss »nd "^ i)iH wölkt. Den 4. schöner Taa., etwas windia, abein's '"^l?^ Gewollt, Das Tas,esmit!el der Wärme an beiden ^ Mr ^ und -j- 20 2", beziehungsweise um 0 2", und 2d Normale, Verantwortlicher Redacteur: Ott 0 mar V ""^---^ Bahnhof-Restaurati^11' Heute -A/bend. i Militär - G artenconcf Anfang 7 Uhr. Eintritt lO^^jt' Uisi zahlreichen Besucli billet ^hi^^^^ « ^ Kronprinzessin Stefanie-Quel'j ff | Hlfflf* kohlunsaurcrcichcsnatürl.alka^'a H illlnunDO^ERslEMl -^ ^ Brunnen-UnternehmungRalilACoMKrondorlt)l'ar Dcput in Laibadi: G. PlecoljtJ^^S^^' (350) 48--20 ______^