Nr. M. Frcitaa am 7. April 1865. Die „Laibllcher Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, täglich, und tostet sammt den Beilagen im Comptoir ganzlöhrlg 11 fl., halb-lahrtg 5 sl. 50 lr., mit Kreuzband im Comptoir ganzj. 12 fl., halbj. 0 fl. Für die Zustellung in'S Haus sind yaibj. 50 fr. mehr zn entrichten. Mit der Post portofrei ganz!., unter Kreuzband und gedruckter Adresse 10 fl., hlUbj. ? st. 60 kr. Vnsertwnsgebülir sllr eine Garmond - Spaltenzeik ober den Naum derselben, ist für Imalige Einschal-tlmg«lr., ftlr «Mlllige8kr., für 8malige 10 fr. u, s. lv. Zn bicsm Gebühren ist noch der Insertions, Stempel per 50 fr. sltr eine jedesmalige Einschaltung hinzn zu rechnen. Inserate bie 10 Zeilen losten I fi. 90 kr. lllr 3 Mal, I fl. 40 kr. stlr « Mal und SO fr. für l Mal lmk Inbegriff dr« HnsertionsßempeK). ^3aibacher Zeitung. 3>c. k. k. Apostolische McijcM haben mit Allcr-höchster Entschlicßnng vom 21. A!ä>z d. I. zum Dom. Herrn für dic Kanonicalpräbcudc Moucta am Käthe» dvaUapUcl von Belluno den dortigen Stadtpfarrcr Aloiö Poclcncr nllergnndiast zu crncuncn gcrnht. DaS Instizministcrium hat zu Itälhcn für „ach. stchcudc KrciSgcrichtc ernannt: dcu ^lalhosckrclär dcs Handelsgerichtes iu Plag Johann Goltz für B^ix dcn Itathsselretär dcS KreiSgcrichtcs in Pisck .sl^r-Soulnp für Pisek, dcu StaatsanwallSsnbstilutcn bei dem KrciSgcrichtc in Iiöin Georg Rircus6)aft für Iicin, dcn Italhösctrclär dcS Krciögcrichtcö in Böhm.'Lcipa Franz Kaul^k für Aöhin.'Lcipa, nnd dcn StaatöauwaltSsubstilutcu bei dcm Krcisgcrichtc in Pilsen Karl Fcycrfeil für Köuiggrntz. Richtamtlicher Wil. Laibach, 0. April. Wir sind sehr begierig, dcn hcnic stattfindenden Acschluß dcö Bundestags über dcn mittclslaatlichcu Anlrng zu r>crncl)men, dc„„ cs liegen gnnz cinc»» thümltthc ^iachrichtcn allS Bcrliu oor, welche darnnf hiuwciscu, daß Prcußeu r>on seinem ciugcschlagcucu Wcgc nicht abweicht. Dic preußische Vlcgicrniig ucr-langt vom Landtage die Suiume von ncnnzchn Mil» lioucu Thalern als außerordentliche Einnahme zur Deckung dcr Kosten für Hafcnbantcn nnd Kriegs schiffe, nnd dcr Kriegsminister sagt dcr Kammer, Prcnßcn habe jetzt Hafen nnd sei entschlossen, im Besitze derselben zu bleiben, mit dcm Znsatzc, das; Preußen nicht etwa au seiner Ostsccküstc einen Hafen anlegen werde, sondern den Kieler Hafen nnd die Iahdemnuduugcu zn befestigen gedcnkc. Dic Iahdc» Mündungen zu befestigen, nachdem Prcußcu schon vor einem Jahrzehnt dieses Gebiet von Oldenburg gc» lanft, daö n,ag scinc Sache, sein unbestrittenes Sou« vcräuctälsrccht sein. Aber dcn Kieler Hafen? Ist der König von Prcnßcn dcnn wirklich schon dcr Herzog von Holstein, daß er dcn Kieler Hafen zu befestigen sich anschickt? fragt dic „N. Fr. Pr." Dic Berliner Nachricht ist eine sonderbare Illustration zn der Ab» stimmung im Bundestage. Preußen befestigt einstweilen dcn Kieler Hafen, dann mag Deutschland dcn Augustcnbnrgcr einsetzen, den auf preußische Kcstcn befestigten Kieler Hafen gibt Preußen ihm sicher nicht heraus. Wir sind abcr auch begierig zn hören, wiesichOester« reich gegenüber dieser in:cstcn That BiSmarck'S verhält. Oesterreich ist Mitbesitzer Holsteins, nnd leine Nachricht licnt r>ur, welche andeutet, daß es seines RcchtcS zu Gnnstcn Prcußcus cutsagt habe. Dcr Verkauf des NucMbcr-BcrgwcrkS F d r i a. 3 Idria, 5. April. Wic bckaimt, hat dic Gcmcindcrcprnscntanz Idria eine Petition an das hohe Abgeordnetenhaus dcS R,cichsralhs mit dcr Bitte vorgelegt, daß dasselbe scinc Zustimmung zu dem Vcrlanfc dcö hiesigen Qnccksilber-Bcrgwerlcö und dcr Montauforstdomaine Idria nicht ertheilen wolle; imtcr Andcrin hat die Ocmcindcrcpräscntanz in dieser Petition die Ucbcrzcn. guug ausgesprochen, daß die Gcltcndnmchung der von Seite dcr Berg. nnd Forstarbcitcr dcm hohen l. f. Montan, Acrar gegenüber bereits erworbenen Prolii' sionörcchtc dcm Staate für lange Jahre hindurch cmc namhafte Auslage verursachen würdc. Oci der im Subcomitt deö FinanzauSschnsscs aepsiogenen Verhandlung über den StaatSgütcrvcrlans 'oll sich nun dcr Herr RegiernngS. Vertreter dahn, geänßert haben, daß diese Ansicht der Idr.aner c,ne unrichtige ist, da znr Erlangnng einer Promston n Seite des Arbeiters nicht bloß eine gcwiM Anzahl von Dienstjahren, sondern noch ein zwc.tcS Moment, nämlich die eingetretene ArbcitSunfäh'gkclt crforder- ' ^ Die allgemeine Theilnahme, welche dcm Schick-sale Idria's'in Kraiu gezollt wird, veranlaßt nnS insbesondere in Vcrüclsichligung deS UmstaudcS, dal;, wcnn dcr Verlanf des Qnccksilber-BergwericS nber< Haupt über die ganze Zutuuft Idna'S entscheiden wird, dicse Nichtanerlcnmmg der ProvisionSrcchtc an nnd für sich geeignet ist, gleich in nächster Znlunst aroßcS Unheil über Ibria herauszubcschwören, dicse Frage dcr Ocffcnllichfeit gegenüber zu befprcchcn. Vor allcm Andern muß hervorgehoben werden, das; in Vrzng dcr ProvisionSfähigkcit ein großer Unterschied besteht, zwischen Arbeitern jener ärarischcn Gewerkschaften, bei denen dic Provifionirung der Arbeiter an die Ärndcrladc nbcrwicfcn ist und dcn Arbeitern, wclchcn das Acrar selbst durch cin eigenes ProuistonSnormale die Provisionirung zngcsichcrt hat im crstcrcn Falle hat da« slcrar allerdings dem Arbeiter aegemibel', welcher seincZcit auSacdlent hat, oder nilS dcr cllnrifchcli All'clt entlassen worden ist, aar kcinc BerpstichNinli, wohl abcr in dem ol'cn cr-wähnten zwcitcn Falle. In Idria bcstrcitct nun das l. k. Montan.Acrar dic Provisionirnng dcr Arbeiter selbst nnd diese Provisionirung ist dnrch das Normale vom 10. März 1820 geregelt; dnrch dicsc gesetzliche Regelung allein ist dcr VcwciS hergestellt, daß dic Provision des Arbeiters nicht cinc ihm ctwa erwiesene Gnade ist, sondern daß dcr Arbcitcr mit vollem Rcchtc daranf Anspruch zu machcn hat. Durch dicsc gesetzliche Regelung dcS ProvisionS-anspruchcs des Arbeiters ist dieser dcm Acrar gegen« über ganz in jcnc Lage versetzt, in welcher dcr Beamte sich, gestützt auf das PcnsionSnormale, dcm Staate gegenüber befindet. Wie nuu bei dcr Pcnsioniruug eines Beamten, wenn dieser um die Pcnsioniruug ansucht, nicht bloß eine gewisse Anzahl von Dicnstjahrcn, sondern auch die nachgewiesene DicnstcSnnlanglichleit erfordert wird, so verlangt das k k. Montan^l^ar, wcnn cin Arbcitcr nm dic Provisionirung einschreitet, mcht bloß dcn Nachweis dcr Anzahl der Dicnstjahrc, sondern auch dcn Nachweis dcr weiteren ArbcitSuntauglichtcit. Dicö gilt normalmäßig für alle jcnc Fälle, in wclchcn dcr Beamte nm scinc Pensionirnng, oder der Arbcitcr um seine Provisiomrung ciuschrcitet. Ganz anders abcr gestaltet sich das Verhältniß, wcnn dcr Staat selbst dcr Dienste seiner Beamten odcr dcr Arbeitskraft der Arbeiter nicht mchr benö» thigct; in einem folchen Falle wird dcr Beamte, wcnn derselbe nach Ablanf dcS VcgünstignngSjahres leine weitere Verwendung im Staatsdienste findet, normalmäßig behandelt, ol,nc Rücksicht daranf, ob der-selbe dienstuntauglich ist, oder nicht. Warum soll dcr Arbcitcr, dcr nnr mit Rücksicht auf das seinerzeit ihm uud scincm Weibe gebührende Provisionsrecht dcn ärarischen Dienst gc'sncht hat, welcher scinc schönsten Lebensjahre nnd seine beste Kraft dcm ärarifchcn Dicnstc geopfert hat, bloß ans dcr Ursache, wcil dnrch dcn bevorstehenden Verlauf dcö Wcrlcs, und somit ganz ohne sein Vcrschnldcn dcn ärarischcn Dlcnst vcrlicrt, nun auch noch scincS Rechtes zum Ansprnchc anf cinc Provision verlustig werden? Ist ocm Arbeiter dic Provision nicht cbcn so normalmäßig zugesichert, als dcn Beamten dicPcnsion? Wäre dcr Arbcitcr in den ärarischcn Dienst gc-lrctcn und hätte dcrsclbc viclc Jahre hindurch um eine geringe Löhnung gearbeitet, wcnn ihm nicht eben durch daS bestehende Normale daS Recht auf dcn Vczng der Provision zugesichert gewesen wäre? Tritt der Arbeiter freiwillig ans dcm ärarischcn Dienste ans, oder wäre eS demselben nicht viel erwünschter, wenn er die wenigen Jahre, welche er noch arbeitsfähig ist, im Dienste deS l. l. Montan-AerarS zubringen könnte? Wenn nun auch in dem Provisions»Normale die Bestimmung getroffen ist, daß dcr Arbeiter nur nach einer gewissen Anzahl von Dicnstjahrcn und anSge-wiescncr Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf die Provision hat, so muß wohl erwogen werden, daß das Provi' sionSnormalc nnr jencn Fall voranSsieht, in welchem dcr Arbeiter selbst nm seine Provisionirung bittet, wähccnd dcr Fall allerdings nicht vorgesehen ist, wenn dnrch den unerwarteten Verkauf dcs WcrlcS plötzlich sämmtliche Arbciter ohne jcdcs Verschulden auS dcm ärarischen Dienste treten müssen. Wenn nun bei der gewöhnlichen Provisionirnng dcr Nrvcitcr allerdings zwci Momente, nämlich dic Dienstzeit und dic Arbeitsunfähigkeit eintreten müssen, damit dem Arbeiter die Provision zuerkannt wird, sollte in cinem so außc» gewöhulichcn Falle, wie dersclbc in Idria zu erwarten stcht, nicht auch daS 6ine Moment, nämlich cinc langjährige Dienstzeit, die gehörige Berücksichtigung verdienen ? Dabei ist fernerS zu erwägen, daß dcr Bcrg« „m„n dem k. l. Montan.Acrar nerade mit Rncksichl auf dcn seincrzcitigen Bezug dcr Provision „m einc bcdcutriid acrmaere Löhnung gedient hat, als der sonst übliche Taglohn iu Idria beträgt. So hat bei« spiclswcisc der Häuer einen Schichtculohn pr. .'jl;" Krcnzcr und dcn Limilo.Vcrlnst pr. Schicht im Durch" schnitte zu 20 kr. berechnet, ergibt dieß eincn Ge-sammtlohn pr. 50"/,<,<, kr.; die Arbeitsleistung und Fähigkeit des Häuers wird dcr eines ManrerS oder ZimmcrmanncS gleichgestellt, welche lctztcrcn nntcr dcm Taglohnc von 1 ft. bis I fl. 20 lr. nicht zu fiudcn sind. Ebcn dasselbe Verhältniß zwischen der Löhnung dcS Bergarbeiters nnd dcm gewöhnlichen Taglohne stellt sich bci allen Kategorien von Arbeitern heranS. Wcnn nun dcr Bergarbeiter 20, 25 auch :;<) Iahrc und darüber i«r Dienste dcS l. l. Montan-Acrars um cincn so herabgesetzten Lohn gearbeitet hat, so kann dcmsclbcn wohl nicht abgesprochen werden, daß er sich durch die lauge Dienstzeit mit Rücksicht anf das Provisions-Normalc zweifellos einen wenig« stcnS billigen Anspruch gegen scinc Dicnstherrn erworben hat. Allein nicht bloS die Dienstzeit, dic geringe Entlohnung dcr Arbeit, sondern auch die Art der Dienst-leistnng muß im vorliegenden Falle licrücksichtigct wer. dcn. Dcr Bergmann arbeitet untcr dcr Erde in cmcr mchr odcr weniger verdorbenen Lnft, rr entbehrt dri cincr Arbeit dcn wohlthätigen Einfluß des Lichtes, und ist dagegen dru foitwährcnden Einflüsscu dcr Gru-bcnfcuchtigkcit und schädlicher Dimste ausgesetzt. Einc derartige Arbeitsleistung und insbesondere die sftczicl-lcn schädlichen Einflüsse bei dcr Hütte rcibcn dic Gc« suudhcit und Körperkraft drs ManncS bri wcitcm schneller auf als jcdc Arbeit nber Tag, und Icdrr-mann muß ancrlcnncn, daß durch cinc derartige Dienst« lcistnng von Scitc dcS Arbcilcr« allerdings schon cin Recht grgcn daS Acrar erworben wordcn ist. Allerdings hat dcr Bcrghcrr nach 55. 201 Ä. G. das Rccht, dcn Arbcitcr nach cincr I^tägigen Auf-künduugsfrist au? dcm Dicnstc zu entlassen; allcin dicscS Rccht zur Entlassung dcr Arbciter laun inSdc» sondere dort, wo cin cigcncS 'Provisionsnormlllc dc-steht, nicht derart ausgelegt werden, daß dcr Arbeiter mit seiner Enllassnna auch allm Anspruch auf Pro-visiousbcznn, verliert, dcnn in diesem Falle würdc ja dcr WcrlMschcr cm sehr dequcmcs Mittel haben stch icdcr VerpfllchtMlg zur Auszahlung dcr Provi, ston dadurch zu einschlagen, daß er, dcm dic BerlM. 320 uisse seiner Arbeiter genau bekannt sind, jedem Ar« bcitcr früher anstünden und denselben, nachdem er dessen Arbeitskraft möglichst ausgenützt hat, frü« her entlassen würde, bevor er gänzlich arbeitsunfähig wird, in welchem Falle der letztere leinen Anspruch auf eine Provision erheben könnte, und somit trotz des bestehenden Provisionsnormale doch äußerst selten ein Arbeiter in die Lage kommen würde einen Anspruch auf eine Provision crhcbcu zu können, nnd damit wäre das ganze Provisionsnormale illusorisch. Ganz gewiß war cS nicht in der Absicht deS Gesetzgebers gelegen, ein Gesetz zu erlassen, welches durch die Anwendung eines so einfachen Mittels alle verbindliche Kraft verlieren muß, und schon die allgemeinen Grundsätze über die Anslcgung von gesetzlichen Bestimmungen widerstreiten einer AuslegungS-weise, welche das Gesetz selbst praktisch unanwendbar und unwirksam machen müßte. Das hohe Acrar selbst hat gerade in der neuesten Zeit anerkannt, daß der Arbeiter einfach durch eine längere Dienstleistung sich Rechte gegen das k. l. Montan.Acrar erwirbt. Bei der vor Knrzcm stattge-fnndcnen Auflassung dcS Schwefclwcrkes Radoboj war es den Arbeitern freigestellt worden, ihren Dienst bei anderen ärarischcn Werken fortzusetzen; jene, welche diesen Antrag annahmen, waren auf ärarisch'e Kosten zu andern Werken übersetzt wordcu, und zwar ein Theil nach Idria, ein anderer Theil auf iirarischc Bergwerke iu Kärnten, und uur jcnc, welche dicscu Antrag nicht annahmen, wnrdcn mit Fug und Recht derart behandelt, als wenn dieselben selbst die ärarischc Arbeit abgelehnt hätten. Ferners ist noch zu berücksichtigen, daß der Knappe sich nur mit Bewilligung seiner vorgesetzten Behörde verehelichen darf, die Vcrehclichung der Knappen wnrdc von Seite dcö k. l. Monlan»AcrarS aus mehrfachen Gründen begünstiget, unter andern anch darum, weil der verehelichte Bergmann eine geordnetere Lebens» weise führt, weil dadurch seine Arbeitskraft dem Werke längere Zeit erhalten wird, und weil es anch im In< tercssc des Werkes liegt, daß fortwährend der entsprechendere Nachwuchs von jungen an die hicrortigen Verhältnisse gewohnten Arbeitern vorhanden ist. In der betreffenden Hcirathsbtwillignng ist, falls nicht die Dienstverhältnisse des Arbeiters oder dessen Weib ohnedies schon zum Ansprüche auf die Proviantfas« sung nnd scincrzcitigc Prouisionirnng unbedingt berechtigen, jedesmal der Zeitpunkt angegeben, wann daS Weib zur Erhebung der Ansprüche berechtiget ist. Ohne diese Zusichernng würde gar mancher sich nicht verehelichen und da damit von Seite des dcS k. l. Montan'Acrarö die scincrzcitiae Versorgung von Weib uud Kind des Knappen durch ein von Fall zn Fall sich wiederholendes bindendes Versprechen förmlich übernommen wird, hat der Knappe daS uu« zweifelhafte Recht, auf der Erfüllung desselben zn lie» stehen. Aus allem dem geht hervor, daß daS Provisiousrccht ein agrcssiuer Theil der Löhnung ist, daß der Arlici» tcr dnrch langjährige Dienstzeit sich einen rechtlichen Anspruch auf dcu ProvisionSbczug dnrch seine Arbeit, Aufrcibung der Körpertraft nnd der Gesundheit faltisch bereits erworben hat, und daß, wenn dies auch nicht der Fall wäre, cs doch jedenfalls nicht billig wäre, wenn jenen Arbeitern, welche unter ungünstigen Verhältnissen lange Jahre dem k. k. Montan-Acrar treu gedient haben, plötzlich das Recht zum Prouisi-onsbczugc nur ans dem Grnndc abgesprochen würde, wcil dieselben gerade für den jetzigen Augenblick nicht arbeits'.:ntauglich sind, während doch vorausgesehen werden mnß, daß eine große Zahl von Arbeitern — 1^2 Mann dienen bcrcitö über 25 Jahre — biunen kürzester Zeit als ganz arbeitsunfähig wird erkannt werden müssen, wobei noch zu erwägen ist, daß die« selben gerade im Dieuste deS k. l. Montan-AcrarS den größten Theil ihrer Arbeitskraft erschöpft haben. Der Bergmann in Idria hat jederzeit ein uncr-schüttcrlichcS Vertrauen in das hohe Acrar gesetzt und wir geben uns mit Zuversicht der Hoffnung hin, baß trotz allem dieses lindliche Vertrauen sich auch für die Zukunft erhalten wird, »enn auch durch einen allenfalls unvermeidlichen Perkauf des hiesigen Queck-silbcrbergwerkcS großes Elend über Idria hereinbrechen würde. 44. Sitzung >es Abgeordnetenhauses vom 4. April. (Schluß.) StaatSminister v. Schmerling theilt mit, es sei in jüngster Zeit zn ^iner Kenntniß gelangt, wie es sich mit diesem Fondc verhalte, indem diese Position erst iünyst an das Staatslninisterium übcrtra. gcn und früher im Finanzministerium verwaltet !"?^^^ "ll-^"g« im Ausschuß zugegeben, daß 30.000 Gulden für den Erzguß nicht auSaege« bcn wurden, aber das Finanzministerium habe ihm mitgetheilt, daß für das Schwarzendcrgdcnlmal im Jahre 1864 für Grundsteinlegung, Picdcstal :c. 14.000 fl. verausgabt wurden und ferner bekannt gegeben, daß der für beide Monumente, das Eugen-nnd Schwarzenbcrg-Monument prüliminirte Betrag von 156.000 fl. nicht nur erschöpft, sondern um 35.000 fl. überschritten sei. Da nun beide Monn-mcntc auf einem Titel sich befinden, fei die Ucber-tragung vou einem Objekt auf daS andere möglich gewesen. Daraus ergebe sich, daß von dem Gcfammt-aufwande nichts erübrige uud inSbcsondcrS für das Schwarzenbcrg.Monument jene 30.000 fl. nicht mehr disponibel fein können. Er beantrage daher, auf die ursprüngliche Position zurückzugehen und den Betrag von 25.000 fl. neuerdings ins Bndgct einzustellen. Berichterstatter Dr. Hcrbst erklärt sich nach der eben erhaltenen Aufklärung mit dem Antrage deS TlaatSministerS einverstanden, woranf Titel 14 (§. 1 und 2 nach dem AuSfchnßantragc, H. 3 nach dem Antrage des StaatSministers) angenommen werden. Titel 15. Stiftungen nnd Beiträge zn Unter-richtszwccken. Der Ausschußantrag, die für diefe Tilel angesprochenen Beträge nach Ländern gesondert ungeschmälert mit 273.876 fl. im Ordinarium und 75.500 fi. im Eftraordiuarium, zusammen mit 349.376 fl. zu bewilligen, wird ohne Debatte angenommen. Titel 16. Aequivalentc nnd rezeßmäßige Abfnh» ren zu UntcrrichtSzwcclcn: Ordinarinm 18.326 fl. wird ohne Debatte angenommen; zugleich der Wnnsch ausgesprochen, daß zwei Posten, welche Altiuinter-esscn von Staatsobligationcn sind, in daS Kapitel: „Verzinsung der Staatsschulden" aufgenommen werden. Titel 17. PatronatöauSlagen zu Unterricht«, zwecken. Ordiuarium 42.220 fl. jedoch nach Ländern geschieden) wird ohne Debatte angenommen. Bedeckung. Tilel 2. Ucberschüssc einzelner Schul» fondc wird mit 23.000 fl. (Ueberschuß des Wiener Schnlbüchcrucrlagcs) cingcslcllt. Die Regierung wird ferner aufgefordert, künftig die Einnahmen nnd Ausgaben der Wiener Schul« büchcrverwaltung in gleicher Weise ersichtlich zn ma> chcn, wie es hinsichtlich der Gebahrnng anderer im Budget erscheinenden Fondc der Fall ist. Bevor zum uüchstcn Gegenstände der TageSord-nung geschritten wird, ergreift der Lcitcr des Handels-Ministerium« Frcih. u. Kalchberg daS Wort, um den Zolltarifs und das EiuführungSgesctz sammt ciucr Reihe von Beilagen auf den Tisch des Hauses zur verfassungsmäßigen Behandlung vorzulegen. Er biltct dcil Gegenstand schon übermorgen (Donnerstag) zur ersten Lesung auf die Tagesordnung zn stellen, damit die Angelegenheit nicht verzögert werde. Damit sci die in dieser Richtung in dcr 19. Sitznng des Hau» scö an ihn gerichtete Interpellation beantwortet. Zweiter Gegenstand dcr Tagesordnung ist daö Budget deS UnterrichtSrathcS. Berichterstatter ist Herbst. — Der Ausschuß beantragt die Bewilligung von 30.000 fl. als Ordinarium. (Die Regierung halte 55.140 ft. angesprochen.) In der Generaldebatte ergreift Mende das Wort. Er erklärt sich mit dem Abstrich dcS Finanz. auSschusseS einucrstandcn, glaubt, daß sogar eine noch größere Ersparung möglich wäre. Der Gedanke, welcher der Gründung dcS UnterrichtöratheS in dem betreffenden allcrh. Handschreiben zn Grunde liegt, fei ein großer, aber er sei nicht richtig ausgeführt worden. Man habe cincn burcaukralischen Apparat geschaffen, dcr fehr kostspielig sei nnd nicht mehr leisle, als daS betreffende Departement des Staats« ministcrinmS. Den, Untcri'ichlSrathe kommen alle Personalangclegenhcitcn zn, er sci gleichsam ein zwei-tcS Unterrichtsministerium ncbcn dem bestehenden. Redner gibt ein Bild deS Geschäftsganges bei Besetzungen. Wcnn, wie das Haus im Vorjahre ans« sprach, die Uebenragnna. von Personalaugelegcuheilcn als eine nicht zweckmäßige nnd den Staatsschatz bc> lastende Maßregel betrachtet wird, dann sei die Be-willigung von 30.000 fl. jedenfalls zu viel. Jeder Gelehrte im Staate werde mit Vergnügen ein Gut-achten abgeben, ol,ne eine Remuneration zn verlangen. Hr wolle einen Antrag einbringen, werde aber abwarten , ob nicht seine Ansicht von kompetenter Seite als irrig widerlegt werden würde. Abg. HaSner (Präsident des Hauses und deS UnterrichtSrathcS): Dcr Antrag deS Finanzausschusses habe eine prinzipielle Bcdcntung, indem man durch denselben den Wirkungskreis dcS UntcrrichtsratheS einzuschränken beabsichtigt. Die Anfechtungen, welche der Unterrichtsrath erfahren, machten cS ihm zur Pflicht, für eine Institution das Wort zu ergreifen, welcher fo viele im Leben und in dcr Wissenschaft ausgezeichnete Männer als Mitglieder mit hingebungS-voller Ueberzeugung sich gewidmet habeu. Ueber die Vnllage, welche gegen den Unterrichtsrath außerhalb des Hauses erhoben wurde, gehe er um so leichter hinaus, als, wcnn anch das, was angeführt wurde, fo begründet wärc, als cs unbegründet ist, der Bc-weis erst geliefert werden müßte über den kausalen Zusammenhang zwischen einzelnen Vorkommnissen und dem Institute in seiner Wesenheit. Rcdncr bespricht die prinzipielle Seite des Institutes nnd weist auf die im Hausc über die Bureaukratie laut gewordenen Klagen. Der Gegensatz dcS burcaukratischcn Prinzips sci, daß die Regierung in allen Fällen, wo auS der Erfahrung der Bureaux die nöthigen Kenntnisse nicht erworben werden, sie die Stimme des Volkes hört. Der Lchlstand sei ein Stück Volt nnd trete durch das Medium dcS UutcrrichtSrathcs mit der Rc< gierung in Vcrbindnng. Diese habe daher im Unter-richtSrathc eine Beschränkung des burcaulralischen Prinzips aufgestellt. Es wärc dahcr zn erwarten gewesen, daß dieses Institut ehcr von der Bureaukratie als von einer uolkslhümlichcn Institution angefeindet würde. In Preußen fei die Idcc dcS Unterrichts-rathcs vom Humboldt angeregt worden, aber an der Bnrcanlratic gescheitert. Man müsse nach dem Geist des Instituts fragen, will man cs beurtheilen. Die Institution sci nichts neues. Uuf alle» Gebieten der Administration habe man das Bedürfniß, sich durch Enqueten zu unterrichten. Das frühere habe solche wiederholt vorgenommen nnd es frage sich also nur darum, ob stabile Enquete oder eine wandelbare? Redner zeigt die Vortheile einer stabilen Enquete, im Gegensatze zur wandelbaren, welche man im gegebenen Falle so zusammensetzen lönne, wie man sie braucht, während die stabile selbstständigen Geist entwickle, und zeigt dann die Bedeutung des Institutes als cm solches, welches über das ganze Reich sich erstreckt uud vorläufig auf dem Gebiete des Geistes die Einheit zn schaffen im Stande sci. Das Moment dcr Freiheit dürfe nicht geschwächt werden, wenn auch an diese Grcnzc angelanat, die mannigfach historische!« Verschiedenheiten dcS Reiches Berücksichtigung finden müssen. Dicse Ueberzeugung sci im UntcrrichtSrathe zum Durchbruch gckommcn. (Beifall.) Dcr Abstrich dcö Finanzausschusses bezwecke, einen Theil dcr Gcschäftc dcS UntcrrichtöralheS zn bcsci«'-gcn. Ihm komme es aber vor, als ob man jetzt die Hälfte nnd dann daS Ganze abstreichen wolle. Doch, wcnn gestorben sein soll, ist cs bcsscr schucll als langsam, und bcsscr gar nicht bestehen als bloß geduldet. Redner widerlegt dann die Ansicht, daß der U"le>> richtsrath sich nicht mit Pcrsoualicn beschäftig» soll, zeigt die Beziehungen derselben zn den Arbeiten des ^ UntcrrichtSratheS übcrhanpt nnd wendet sich gcgcn d,c « Folgerung, daß man um dcßwillcn cincn finanziellen > Abstrich macheu lünnc. Im neacnwärtiaeu Momente > sei der Untcrrichtsratl) damit dcschüftigt, ciuc große > Anzahl von Lehrbüchern dcr Revision zu unterziehen ! und dcn Widersprüchen nnd dcr Zwcifclhaftiglcit dcr » Lehrbücher abzuhelfen. Dicse Maßregel könnte die Regierung ohne dcu UnterrichtSralh schwerlich ohne große Kosten rcalisircn. Ebenso werde die Organisi-rung von Instituten berathen, was im unmittelbaren Zusammenhang mit dcr Gesctz^cdnug stehe. Wcnn dic vom Ausschüsse beantragte Zisfcr gestrichen wird, entziehe man dem Unterrichtörath ein Stück Arbeit uud verlange, daß er den größten Theil nucntgcltlich leiste. Dicß sci cinc Appellation an die Großmut!) des Lchrstandcs, wclchc selbst ungroßmülhig ist. (Sehr gut!) Er könne daher dcm Abstrich durchaus nicht zustimmen. Redner schließt mit dcr Bcmcrluna, daß dcr UnlcrrichtSrath nur unter dcr erwärmenden Sonne dcr Zustimmung ocs HauscS gedeihen könne, aber nntcr dem Hagel dcö WiderstrebenS verkümmern müsse. Deßhalb sci er bemüht, einen solchen Sonnenstrahl dcm Institute zuzuwenden. (Lebhafter Bei» fall.) Abg. Schindler: Er wolle nicht fo umfassend erwidern, wie dcr Vorrcdncr sprach. Er habe von ciucnl nichts gehört, nämlich vom Unterricht in dcu Volksschulen. Dicsc müßtcu cinc frcicrc Bcwc« gung erlangen, als fie bis jetzt genießen. Er habe wohl gehört, daß ein fehr freisinniges Gesetz hierüber im UnlcrrichtSrathc ausgearbeitet wurde, aber ma» habe den praktischen Standpunkt übersehen. Er fragt/ ob dieß Gesetz durchgesetzt worden sci oder nichts Dieß wollte er anregen. Abg. Brinz: Er finde begreiflich, daß dcl Präsident dcS Unterrichtsrathes dessen Budget vertrete. Mit Recht habe dieser Redner auf den volts' thümlichcn Zug dcS UnterrichtSrathcS hingewiesen, ^ aber verweise anf den vollsthümlichen Zug deS 3"" stilutes (Universität), daS er vertrete und daS nicht seit dem 20. Oktober 1860, sondern seit 1000 Iah"" bcstchc. Der UntcrrichtSrath bilde cinc MittcllvaNv zwischen Universität nnd Exekutive, die man in DeulsH' land nicht ertragen würde. Bisher scicn die Univcl' sitätcn die obersten Konsnlta gewesen, jetzt untelstchcn sie dcm UnterrichtSrathc. Von diesem Slandpl'nuc ans habe er dcm Institute deS UntcrrichtörathcS nlc< malS beistimmen können. . Abg. Tinti beantragt für den Unterrichtsraly 55.000 fl. zu bewilligen. Abg. Aergcr: Er wolle einige Argui'iew'-dcS Abg. HaSncr widerlegen. Der Präsident ha^ dem UnterrichlSrathe eine absolute uud eine rclatlv Bedeutung zugesprochen, und habc wcilcr gesagt, oav cinc stabile Enquete dcn Vorzug vor dcr wandellia-rcn verdiene. Diese beiden Ansichten stehen insofern« 3BR im Widersprüche, als das volkSthümliche Element des UntcrrichlörathcS durch seine Ständiglcit sehr leiden müsse. Er verweise darauf, daß alle Vertreter der philosophischen Fakultät der Herbcrt'schen Philosophie huldigen. Das komme lici den Personalien gar schr in Betracht, denn schwerlich werde dann ein Anhän» ger der Schupcnhancr'schcn Richtung dnrchdringcn lön-nen. Auch ohne Personalangelegenheiten lönntc sich der Untcrrichtsrath jene Fachlcnntnissc schaffen, die er nothwendig findet; er lirancht nnr die Bcfngniß zu erlangen, allseitige Erhcbnngen zu veranlassen. Schr viel von dem, was v. Hasncr gesagt habe, wäre rich« tig, wenn der Uulcrrichtsrath nicht von dcm Staats-miuisterium uitdialisirt würde. Wenn dcr Präsident dctl Untcrrichl^ratheö anch Minister dcS Unterrichtes wäre, dcnm stünden die Dinge anders. Ein Uutcr-rlchtc sich »un Beschlmneuorschlttae yaildclt, ticispiclSmeise, wenn es sich nm die Bernfulili cincr ^chllrast au? dcm Auslande handelt, wodurch das VcrmittluugS-recht altcrirt wird. Es müsse sich in der Ecutral-lcitung ein einheitlicher Gedanke geltend machen, welcher über alle Universitäten stcht uud sich Ancrlen-nnng verschaffen muß. Die Frage der Personalien habe übrigens auf die gegenwärtige Berathung kciuen Einfluß. Im Jahre 1804 sind die Mitglieder deS Untcrrichlörathcs thätig gewesen. Es ist für sie keiuc Snmmc verausgabt worden. Jetzt sollen sic pu«t l'»!«win nachträglich Entlohnungen uud Rcmuucrationcn für geleistete Arbeit crhaltcu. Es handle sich nicht um ein Präliminarc für die Znluuft, sondern um Rcmnncrationcu für gclcistctc Arbeit, nnd daß Remunerationen gegeben werden follcn, sei im Statnt anS-g cd rückt. Wenn übrigeus dcm UntcrrichtSrathc Personal-angclcgcnhcitcn entzogen werden, könne noch nicht be-hanptct werden, daß man dadnrch den Tilcl für Remunerationen nm 25.000 fi. verringern könne. Mit Rücksicht besonders darauf, daß ei« sich um Rcmunc. rationcn für gclcistctc Arbeiten handle, lünnc er nnr die Annahme dcS Antrags Tinti empfehlen. Berichterstatter Herbst rcplizirt auf dic Rede dcS StaatSminislerS. Icdcs Gutachten eines Unter, richtsrathes ist Supcrarbitrium und darin liege un» zweifelhaft etwas Kränkendes. Das Eliqncnwcsen, dcsscn ^istcnz er gerne zugebe, werde dadurch nicht aufgehoben, daß cinc ncne Mittelii'.stanz geschaffen wird, fondern dadurch, daß ein übcr den Parteien stehendes Organ die Entscheidung hat. ES wird znr Abstimmuug geschritten, der Antrag deS Abg, Tinti wird abgelehnt nnd der An«schuß-antrag mit 72 gegen C>8 Stimmen angenommen. Schluß der Sitzung i! Uhr 45 Minuten. Nächste Sitzung morgen. 45. Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 5. April. Auf der Ministerbank: Schmerling, Plcner, Hcin, Burger, Sclliouschcf v. Kalchberg. Nach Vorlesung des Protokolls und Mittheilung der Einlaufe kommt einc von dem Abg. Pouca nnd Mno,scn an den Minister dcs Aeußeren gerichteten Inlcrpellalion znr Vcrlefuug, die Kündiguug der mit der oltomanischcn Regierung abgeschlossenen PaStnal-lonveutlon betreffend. Die Interpellanten fragen, ob diese Konvention einseitig lündigbar ist, waS die Ursache der Kündigung sei nnd ob diese nicht beseitigt werden könne, in welcher Weise sie der dadurch eingetretenen Nothlage der Schafölonomcn abzuhelfen gedenke? Auf der Tagesordnung steht daS Budget deS Finanzministeriums, und zwar Kap. 13. Finanzvcr- wallung. ^. n, . Berichterstatter Grocholsli. Die Regierung hat für dicscS Kapitel die Summe von 18,932.230 Guldcu verlangt. Dcr Ausschuß beantragt die Bewilligung von 17,W0.U58 Gülden. In dcr Generaldebatte ergreift zncrst Abg. Herrmann das Wort gegen dic Aus-fchußanträgc. Er beklagt sich über den lomplizirten Verwllll.lngSorganiSmnS, welcher namentlich dnrch den Instanzcnzng noch verwickelter werde. In der politischen und in der Justizverwaltung se» baldige AnShilfe in Aussicht, dieß sei aber nicht in der Fl-nanzvcrwaltuug dcr Fall. Aber dnrch Abstriche allein erreiche man das Ziel der Reorganisation nicht. Sparen sei dringend geboten. Redner befürwortet dic Anfhebung vieler Obcrbchörden, dafür Erweiterung dcS Wirlnngslreiscs der Unlerbeamten und Verbesserung ihrer Gehalte. . . . ^ ^ Finllnzminister v. Plencr rechtsertigt den be-bestehenden Instanzcnzug gegenüber den Anschuldigungen de« Vorredners und erklärt, daß die Regierung übrigens bemüht war, in mehreren Provinzen durch Aufhebung übcrflüssigcr Bezirksämter den Instanzen-zug zu verriugcru. Selbst der AuSschußbencht ane» kenne, daß die FinanzlandcS.Dircltionen bemüht waren, die Slcueramtcr zu beschränken, eine vollständige Reorganisation derselben könne aber erst nut der Reorganisation dcr politischen Verwaltung erfolgen. Auch dic Hahl dcr Zollämter wurde vermindert, eS lonntc aber nicht überall geschehen, weil dic Bevol-lcrung an mehreren Orten gegen die Aufhebung der Hauptzollämter Einsprache erhob. Die Regierung habc übrigens allen den vom Vorredner erwähnten. Mängeln ihre Aufmcttsamlcit gewidmet uud Sparen sei auch ihre Devise. Er wcrdc daher bei dcr Spe-zialdcbaltc uur gegen seine Abstriche Einsprache erheben, die nach scincr Ansicht nicht dnrchführbar scicn. (Schluß folgt.) Oesterreich. N3ien. (Parlament arisches.) Der Steuer-rcformau^schuß hat dcm Al'ssrorduclrnhanse einen Ge-se>- Tliätialcit de«scllicn nach der Schlicfmug dcr Session dcS ae< sammtcn RcichSrathcil vorgelegt. Der Gesetzentwurf besteht ans acht Paragraphen. Der Inhalt deS Ent-Wurfes bcsagt, daß dcr Ausschuß auch nach Schluß dcr Thätigkeit dcS RcichSralhs in Thätigkeit verbleiben solle, nm seine Aufgabe zu erfüllen und dem nächsten Ncichsrathe Bericht zu erstatten. Der Ausschuß bleibt in scincr Wirksamkeit anf die Steuer-reformangclcgcnhcit beschränkt. Der Kaiser kann den AuSfchnß aufheben oder vertagen. Der Ausschuß hat während des NichtvcrsammeltscinS deS weiteren Reichs-raths das Recht, durch seinen Vorsitzenden mit den Ministern, Hofkanzlern nnd EhefS dcr Ccntralstellen zn verkehren. Die Mitglieder des AnSfchnsseS funk-tionircn anch nach Wiedcrzusammeutritt des ReichS-raths fort. — 4. April. Die Gencral-Korrespondenz schreibt: „Dic von dcm Pariser Blatte „Lc Pays" in scincr Nnmmer 7'.» vom 20. März d. I. g-brachtc Nach-r,cht, daß in Venedig ein in den Prtardcnprozcß Vcr> wickcltcr, wclcher jedoch augeblich deshalb, weil er seine Mitschuldigen dcr Behörde dcnnnzirt habe in Freiheit gcfttzt wurde, am Abende sciner Frcilassnng an einer Straßenecke ermordet worden sei, sind wir in der Lage, al« eine gänzlich aus der Lnft gegriffene Erfindung zn erklären. Es ist in Venedig in letzterer Zeit überhaupt keiu Meuchelmord und daher anch kein politischen Urfachen zuzuschreibender Meuchelmord vcr-übt worden. Auch die übrigen, in dem Artikel deS Pays enthaltenen Angaben 'über eine Verschlimmerung der Stimmung im Vcnctianischen entbehren jeden Gruudcs, indem gerade in jüngster Zcit die Bcvöllc-rnng größtentheils, das System dcS passiven Widerstandes nnd der politischen Demonstrationen anfärbend, an den öffentlichen Unterhaltungen rcaern Antheil nimmt, als dies in den Vorjahren der Fall war." Ausland. Stuttgart, 4. April. Die Abgeordnetenkammer beschloß in ihrcr hentigen Sitzung zu Fctzers Antrag anf Herstellung cincs auf dcr allgemeinen Wehrpflicht nnd Wehrhaftmachung dcS ganzen VollcS vcruhcudcu Wchrsystemö mit 45 gegen 41 Stimmen den Uebcrgang zur Tagesordnung, dagegen mit 74 gegen N Stimmen die Fordernng von militärisch or-ganisirten Ingendwehrcn. Verlin, 5. April. Der Obcrvräsidcnt von Kopenhagen, v. Bracötrup, hatte gestern cinc längere Konferenz mit dcm Ministerpräsidenten v. Bismarck und ist nach mchrmonatlichcm Aufenthalte in Berlin gestern Abends nach Kopenhagen zurückgereist. Paris. Dcr „Moniteur" veröffentlicht ein Dekret, in welchem dic Zurückgabe aller mexikanischen Handelsschiffe, die seit Anfang deS Krieges von der französifchen Marine weggenommen worden sind, verordnet wirb. Die Zurückgabe der Schiffe nnd dcr Ladungen soll in dcm Zustande, iu dcm sie sich gerade befinden, vor sich gchcn. Auch dic für den Anlauf solcher Prisen gelösten Summen sollen, insoferne sie noch bei dcr Marmc-Invalidcnlasse dcponirt sind, zurückerstattet wcrdcn. Auf anderweitige Entschädigung haben dic betreffenden Eigenthümer keinen Anspruch. Von dcr Wohlthat dieser Bestimmungen ausgeschlossen sind dic Schiffe, welche wegen Bloladcvcr-Ictzung oder weil sie Kriegslontrcbcmdc an Bord gc» führt, weggenommen worden waren. Dcm Dekrete geht ein Bericht dcS Marincministcrs vorans, in wel> chcm diese Zurückerstattung anS dcr eigenthümlichen Weise, wie dcr Krieg geführt ward, und auS dcr zwischen Frankreich und dcr neuen mexikanischen Monar» chie bestehenden Freundschaft erklärt wird. Bukarest, 4. April. Fürst Eouza ist heute auf mehrere Wochen nach dcr Moldau abgereist. Mal- un> ProvinM-Nachrichten. Laibach, 7. April. Morgen verläßt uns dcr Stab deS bereits nach Stcicrmarl transfcrirten Artillerie - Regiments Pichler Nr. 3. Dcr Herr Oberst Eisler ist gestern schon abgereist. — Heute Abend um 6 Uhr wird eine Versammlung der jnristischen Gesellschaft abgehalten. — In der gestern stattgehabten MonatSversamm-lung des hiesigen Stenographcnvcrcincs wurden meist Gegenstände untcrgcordnctcr Natur verhandelt. Interessant waren einige Korrespondenzen, welche mitgetheilt wurden und aus denen hervorging, welche Theilnahme der Verein selbst in weiteren Kreisen findet. Nächsten Monat findet noch eine Monatsoersammlnng Statt, worauf wie gewöhnlich, cinc Unterbrechung bis zum Oktober erfolgt. — Dcr Taglühncr, welcher den bereits erwähnten Diebstahl einer Banknote von 100 fl. begangen hat, wurdc gestern eingebracht und, da er dic That gestand, dcm LandcSgrrichte überliefert. — In Trieft hat am 4. und 5. d. M. dic erste Relrulirung stattgefnnden. Von 237 Aufgerufenen warcn 50 nicht erschienen, von dcn übrigen wurden tt4 tcmglich licfundcu; 38 erlcgten die Tuxe. — DnS Klagenfurtcr Theater ist dcm bisherigen Direktor Haag, daS Marburacr dem früheren Direktor dcS Grazer Theaters BalvanSly für die nächste Saison überlassen worden. — Der Kamerad bringt dic ^istc der bci dcr Einnahme von Tesnitlan am l'.. nnd während eines Patrouillcnganges am 7. uub 10. Februar gefallenen und verwundeten österreichischen Freiwilligen. Cilli, 4. April. Wie ans dcm in der hcnti« gen Gcmeinde.Ansschnßsitznng vorgelesenen Schreiben zu entnehmen ist, hat die hicrortigc l. k. Hauptschnl-Direktion sich bereit erklärt, entweder die Sftiher'schc odcr die Frcydl'schc Sprachlehre an dcr hiesigen Hanpt-schulc als Hilfsbuch einzuführen, sobald ihr von der vorgesetzten Behörde cin dicßfälliger bestimmter Anf-trag zugekommen scin wird; anf die in der Zuschrift dcr Stadtgemcinde ausgesprochene Ansicht, eS gehe aus dcr Ministcrial-Entschcidung hervor, daß die slo-ocnischc Sprache für dic deutschen Schüler lein obli< gatcr Gegenstand sei, erwiedert dieselbe, es habc der k. l. Schulralh Dr. Motschnig in der Konfcrcuz am 4. November IA04 angeordnet, die deutschen Kinder haben dic Lcscstücke beider Lesebücher, somit anch dcS slovenischen, so gut als möglich zu verstehen, sie sind von slooenifchen Hansaufgaben befreit und dic Klasse. auS dcr slovcnischcn Sprache lünnc für dic Fortgangs, klaffe leinen nachtheiligcn AuSschlag geben. (T. P.) Wiener Nachrichten. Wien, 6. April. Se. Maj. der Kuiser haben de,n prov. Präsiden, ten des königlich siebenbürgischen GuberniumS Feld-marschall-Lieutenant Ludwig Grafen Crenncville zur Selbstoerthcilung an die in Nothstand befindlichen Gemeinden dcr Komitate Klausenburg, Thorda und dcS Maroscr Stuhles dcn Betrag von Dreitausend Gulden zustellen zu lassen geruht. — Die „Nnzcr Tagespost" vom 3. April incl« dct: Heute um 1 Uhr Mittags fand die eicrliche Taufc Ihrer kaiserlichen Hoheit der durchlauchtigsten Prinzessin Elisabeth, Tochter Ihrer kais. hohei ' durchlauchtigstcu Herrn Erzherzogs Josef und Hoch. dc,scu Gemalm dcr Frau Erzherzogin Motilde statt, l' t. "" ""<" Franziskaner aus drm Kloster Sign haben, wie daS „Vaterland" mittheilt, in ihrem und im Namen der gcsanmtten dalmatinischen Ordens» 322 Provinz dcö FranziskanerordcnS in cincr Audienz Sr. Maj. dem Kaiser cinc Loyalitäts - Adresse überreicht. — Dic Interpellation deS Abgeordneten Aaron Tinti über die sibirische Pest wird nicht ermangeln, in weite Kreise zu dringen, und eS ist anzunehmen, daß viele ängstliche Gemüther sich leicht beunruhigen werden. Eö wird uns zur besonderen Befriedigung gereichen, sagt die „Wiener Med. Zeitung", wenn die folgcuden Zeilen den Erfolg haben, manche Un< ruhe zu beschwichtigen, manche Angst zu beseitigen. Die Epidemie, über welche aus dem asiatischeu Nuß« land berichtet wird, verliert gleich einen großen Theil ihrer Furchtbarkeit, wenn man erfährt, daß sie keine Pest, sondern ein ctwaS bösartiger Typhus ist, also einc Krankheit, die, leider fort bei uns heimisch, jährlich cinc große Anzahl Opfer fordert. Es scheint nicht sehr gewagt, wenn man annimmt, dieser sibirische FlcctcntyvhuS sei ein später Nachzügler des pol-Nischen Krieges, und wenn die Sterblichkeit eine besonders große ist, so ist den klimatischen, sozialen, hygienischen und anderen Verhältnissen Rechnung zu tragen, die sich wohl ahnen lassen, wenn man an daS rauhe Klima, an das Elend der Verbannten, an die ärmliche Existenz der Bewohner denkt, über welche jedoch bisher verläßliche, aus fachmäunischen Federn geflossene Acrichtc fehlen. Es verräth große Unkcnnt-niß in der Geschichte der Epidemien, zu glauben, die Krankheit habe sich vom Vieh auf dcn Menschen ver< pflanzt. Es ist vielmehr mit Sicherheit anzunehmen, daß dic schädlichen Potenzen, die kranlheitcrzeugenden Ursachen, deren Summe jener Bollskrankheit zu Gruudc liegt, auch auf das liebe Vieh nicht ohne Einfluß geblieben und Viehseuchen erzeugte. In der That werden in allen Jahrhunderten zur Zeit großer Epidemien auch Krankheiten dcr Haubthicre, des Nutz« Viehes, der Fcderthiere beobachtet. In selbst in der Pflanzenwelt wollten manche Beobachter in solchen Zeilen (man verzeihe den Ausdruck) Epidcmicn bcoli« achtet haben. Wir könucn es wohl nur billigcu, daß die Regierung an Präscruutivmaßrcgclu (Kordon, Kontumaz) denkt, daß sie galizischc Aerzte nach Petersburg cntscudet; wir hätten auch uichtS dagegen, daß sie noch einige tüchtige Wiener Acrzte mit dem Auftrage nach Rußland schickte, die Krankheit genau zu bcobachteu uud darüber ebenso authentisch als ver» läßlich zu berichten. Vorsicht kaun uic schaden; aber cinc drohende Gefahr für Oesterreich vermögen wir in cincr sibirischen TyvlMcpidcuüc uicht zu crbliclcu. Neueste Nachrichten und Telegramme. Original Telegramm. Wien, 7. April. Der Etat der Fi» nanzucrwaltunss wurde bis zum Kapitel „Schuldentilgung" fast ohne Debatte nach den Finanzausschußanträssen anssenommen. Gin Ausschuft von «.5 Mitgliedern wurde fur den Zolltarif gewählt. Die nächste Siz« zung ist am 24. April. Aus Frankfurt wird gemeldet: Der Antrag der Vtittelstaaten wurde mit tt gegen tt Stimmen angcuommen. Oesterreich er» klärt sich zur Abtretung seiner Nechte an den Herzog Augustenburg bereit, wenn Preu» ften die Frage nach Bundesbeschluft löst. Preuslen besteht auf Prüfung der 3lechts> frage und seiner eigenen Ansprüche. Prag, 5. April. (N. Fr. Pr.) In dem Preß. Prozesse der „Politik" wurde Herr Nedoma, bis heute verantwortlicher Redakteur, von der Anklage wegen Aufreizung, begangen durch Mittheilung gewisser Vor« gange bei der Deputirlenwahl in der Militärgrenze, losgesprochen nnd für schuldlos erklart, sowie von dem Gerichtstosten-Ersatzc losgesprochen. Dresden, 5. April. Das hcntige „Dresdener Journal" publizirt eine königliche Verordnung, welche dic Bundcsbcschlüssc vom Jahre 1854 betreffend den Mißbrauch dcr Prcssc uud das Vcrcinswcscn für Sachsen wieder außer Wirksamkeit setzt. Berlin, 5. April. (Sitzung dcS Abgeordnetenhauses.) Dcr Kricgonliuistcr legt cincn Gesetzentwurf bctrcsfcud außerordentliche Geldbewilligung für die Marine vor. Dcr Minister äußert: Das Bedürfniß cincr Erweiterung dcr Marine wcrdc überall aucr-tcmut. Für die nächsten scchö Jahre scicn U> Millionen erforderlich, wovon 10 Mill, mittelst ciner Anleihe ;n beschaffen scicn. Dic vollständige Ausführung dcö Flottcu« plancö sei von dcn Finanzucrhältnisscn abhängig. Dic Bor. läge bczwcckc dic Befriedigung dcr dringcudstcn Ocdürf. nisse, als: Hafcnbanteu und Bcschaffuug vonKricgöschif. fcn. Preußen habe jctzt Häfen und sci entschlossen, im Besitze derselben zu bleiben. Die Regierung werde au dcr preußischen Küstc dcr Ostsee teiucn Hafcn vaucn, aber zur Befestigung des Kieler Hafcnö uud dcr Iahdc-Müuduugcn sci dic gcfordcrtc Summe nöthig. — Das aus vier Paragraphen bestehende Gesetz mit Motiven über dcn Gründungöplau ciucr Flotte wird einer besonderen Kommission von 21 Mitgliedern überwiesen. Der Entwurf wird ucrlcscu. Panzcrfre« galten sind zuuächst zu beschaffen. Dic Anleihe ist vom Iahrc 1872 an jährlich mindestens mit ciucm Pcrzcut zu tilgen. Kiel, 5. April. (N. Fr. Pr.) (5in au dcn König Wilhelm adrcssirtcö Protcst'Hlludschrcibcn deö HcrzogS von Aligustcuburg hat Sc. Majestät uncrlirochcu zur ressortmäßigen Erledigung Herrn v. BiSmarcl über« geben. Herr v. Bismarck droht dem Herzog mit Verfolgung wcgcn Bruches des Fahneneides. «Hamburg, 5). April. Dic preußischen Bank-dircktorcn Fallingcr und Schaycr haben Hamburg ver-lasseu. Dem Bcruchmcn nach beantragt dic vou dcr Kaufmannschaft niedergesetzte Valutakoimnission, daß dic Girobank künftig die Contcn in preußischen Tha< lcrn führc und gleichzeitig befugt werde, auf Silber in Barren und Gold Darlehen zu gcbcn. Florenz, 5. April. General Fanti ist gestorben. PariS, 5. April. (Pr.) Dcr Kaiser besteht auf seiner Neisc nach Algier, und wird dieselbe wahrscheinlich am 20. d. M. über Marseille autrctcu. Paris, 5. April. (N. Fr. Pr.) Nach ciner No« tifilation des mexikanischen Ministers VclaSqucz hat Kardinal Nnlonelli die Annahme des ihm vom Kaiser Maximilian verliehenen Adler«Ordens abgelehnt. Paris, 5). April. (N. Fr. Pr.) Der „Abend-Monitcur" glaubt, die Mittheilungen, der Papst wolle Rom ucrlasseu, scicn nicht genau; dcr „Mo-niteur" nimmt an, Sc. Heiligkeit werde nicht voreilig auf die Vortheile dcr September-Konvention verzichten, ein solches Ziigcstäudniß dcr Ohniuacht würde nur dic Feiudc dcs Papstthums crfrcucu. Dcr Papst wird, wie dcr „Monitcur" mciiis, im Interesse dcr iuucreu Sicherheit im Kirchenstaate die Gendarmerie vermehren. Madrid, 5>. April. Die Kaufcrcnz zwischen Narvacz uud dem NuutiuS wird dcmcntirt. Theater. Heute Freitag: Zum Vortheile des städtische" Armcn- j Institutes: Bolkstreue, oder: Zwei Vauern. Charakterbild aus dcm licucrischcn Hochwudc mit Gesang in 3 Aklcn, uon Fra„z Pinllci-. Musik UoiU Kapellmeister Ad. Müller. Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag vou Iguaz v. Kleinmayr K5 Fedor Vamberg in Laibach. Telegraphische Effekten- nnd Wechsel-Kurse an der k. l. öffentlichen Börse in Wien. D,n 6. ?lp,il. 57, Mtalliques 7t.15 1860-er Ankiht 93 5:) b"/« Nat.-Nuleh. 7^70 Gildcr . . . 107.75> Bankaktien . 794. - London . . II») 30 Krtbitalti«, . 18570 s. l. Dukaten Ö ii.^ Ircmden-Anzeige »om 5. April. Stadt Wien. Dit Herren: Hnyssl» und Mrrcnberg au>? Pltußen. — Ianiczlt von Prag. — Iumbart. Allttdcslher, von Klm^lnfelS. — Wcrnicke, Folst» lncistcr, vcm Schnc»l>crg, — Traniposch lind l!ula>I, Handelsleute, vo» Nesselthal. Elephant. Dic Herren: Luthcr, Fabrillint, von Paris, — Kleiber, Fabrttant, und Schlapcta. Handluiigs» Rciftnder, von Wien, — Ara„ne, Bä^ermeisler, «°n Agram. — LodeS, Fölste,, l?un Lliegg. — Iurza, Privat, Uou Goc,inc. Frau Hacke!, HalidelSmaiiüS-Äattin, vi?u Trieft, Vaierischer Hof. Hcrr Ianta, Gut>lpüchtcr, von Tli^. Mohren. Die Herren '. Notsch. Forstwirlh, vcn (lg»r — Zarjati, Maurermeisser, y,n Heron«. ^ Vermyer, Bcamte, von Steiubrücl. — ilaral, Cisenbahn^Veamte, »on Llttai. (t,^9-3) Nr. III). Kollkursaufhebung. Das k. k. Kreis« al5 Handelsgericht Neustadt! gibt bekannt, daß der unterm 2l. Dezember !8«3, 3. ll;:z<;, über das Vermögen des hiesigen Handclsmauncs IoftfGustin "öffnete Konkurs über außcrgcrichti Uche Ausreichung mit dcn Gläu-blgcrn hicmit für aufgehoben erklärt werde. Neustadtl am 28. März I8U5. (6Z9—3) Nr. 1967. Erekntivc Feilbictunq. Im ^)c^chl»auqe zuiu ricögrlichlliliieu Edikte vom i:). Felnunr l. I., Nr. l2i4, wir» bckaont gra/dcn, c>aß dic ii» dcr Erekutiolissachc deS Iolmuu Tomi;!) voü Loque. gcgeu Varthelmä Schuslcrschizd vou Vcrli lici Lubcn auf deti ^. Mär^ l. I. augcorduclc 2. Feilbirlungötagsat' zuua zur Ve^äuLlruug dcr dcm Leiern gchörigeu, im Gruudliuche Rupcl:öl>l.'f ?ud Nrd.'Nr. 21l> vorkommenden Hul)> realität. ül'sr Äusuchei, beider Tlicilc für abgcyalteu eikläit imir, und daß cS dci der auf den Itt. April l. I. abordneten -^ Fcill'lcluugötligsatziiüg mit dcm vorigen Auymige das Verkleidn halir. K. k. städt.dcleg, Ä^irksgrricht Ncu stadtl am 12. März 1.^<'.5>, ^645—3s (E i u g escude t.) Sonntag dcu ^). Zlpril d. I. er< scheint die crstc Nummcr dcr „Wiener Börsenzeitung." (Hcrauögclicr uud verantw. Redakteur: Alexander Scharf.) Dic „Wiener BörsenMnng" n-scheint jcdcn Sonntag Morgens als ciu ssinanzorgcm, daö nicht nur für dcn Vor» siancr allein, sondern auch für jcdcu Kaufmann uud Industriellen, wie über. Haupt für jeden Besitzer von Staats» papieren, Aktien, Loosen u. f. w. un' entbehrlich sein dürfte. — Die Pränu' mcration lostet sowohl für Wien al>> für die Provinz (iulicgriffcn dic frcic Zustellung in's Haus odcr dic franlirtc Zufcndunss durch dic Post): Ganzjährig fl. 8. Halbjährig fl. 4. Vierteljährig fl. 2. üst. W. Dic Auounciucutöorief'c find zu adrcssircn an: dic Administration dcr „Wiener Bör» senzeitung" Wollzcilc Z<>. ^ ^ ^ ^i^,^ ^ ^ > W- ^- /«l^/ lpA. P^lp, ^- 4^ ^ ^ ^ Dcr Gefertigte bcchrt sich dcu gcchrtcu Damcn dic höfliche Anzcigc .^u machcu, daß dcrsclbc uou hcutc au durch uichrcrc Tngc ein prachtvoll surtirtes Wasser von 1) tlINoII » IIüto II sowohl französische aus (^röi)0 uud Ecidc, alö auch iu großer Ailöwahl zum Verlauf bereit hält. ll^ Bcrkaufs.^otalc im Hotel „zum wilden Mann", im Salon Nr. 3, 2. Stock. Um gütigen Zuspruch bittet A Tfchinkl, (l;74—1) Niederlagen: Wien, Graz und Pcst. Verfertigte macht die ergebenste Anzeige, daß sich dic UaMMrll'Mdrrlagr dcr bei ihr befindet, und daß stctö ein wohlassortirteö Hvaaren-ttaster von Kreiden», grünem nud Aenstersslaö am Lagcr gchaltrn wird, und sie dadurch iu dcu Stand gcscht ist, dic Hoaarc iu grösjcrcn Par^ thicn um die Fabriköurcisc abzugcbcu. Auch sind in Dctailucrlauf die Prcisc ermäßigt. Gleichzeitig empfiehlt dic Gefertigte ihr bcstassortirtcö ^agcr vou Ttein,plt Geschirr. Um zahlreichen Zuspruch bittet crgcbcnst Neustadtl, 29. März 1865. I^UNnI 8