Nr. 162. Mittwoch 18. Juli 1906. 125. Jahrgang. Zeitung ttriinumtrntionSprlis: Mit P ostvcrse» d un g .- ganzjälirig 30 li, halbjährig 15 «. Im Kontor.- ganzjährig c»^ X, halbjäbrig 11 «. Für dir Luslcllmig ins Hautz ganzjährig 2 li. — InsertillnSgtbühr: Für lleme Inserate bis zu 4 geilen 50 k, größere per Zeile 12 l>; bei öfteren Wiederholungen per Zeile « t>. Tie «Lllibacher Zeitung» erscheint lüglich, mit Ausnahme der Loim» und Feiertage, Tie Üldministratlon besindel sich llongrcßplah Nr, 2, die lNldaltiou Talmalingasse Nr. K). Lpiechstunden der Nedallion von 8 bis 1U Uhr vor> mittags. Unfrankierte Briefe werden nicht angenommen. Manuskripte nicht zurückgestellt. Nichtamtlicher Teil. Der Zolttonflikt zwischen Österreich-Ungarn und Serbien. In einem der „Pol. Korr." alls Sophia zu-gehenden Berichte wird ausgeführt, das; in dor jeyigeu Phase des Iolltonfliktes Mischen Serbien nnd Österreichsllngarn in der bulgarischen Presse beilveitem nicht jene lebhafte Parteinahme für die Serben Alltage trete, die im Jänner d. I. beklindet wurde.. Es fehlt sogar in der ernsten oppositionellen Presse nicht an warnenden Stimmen li.eli.enüber Serbieir. To führt das Organ der Nationalpartei, „Mir", ans, daß es iin Iitteresse der Serben sehr zu bedauern wäre, wenn sich die serbische Negieruug bei dem Abbrüche der Beziehungen mit Österreich-Ungarn von dcr Hofflning alif eine werktätige Uw terstützuug seitens des Fürsteutilms hätte leiten ' lassen.' In, dieser Hinsicht wäre die serbische Negie-rnng ans dcr Haltling des Fürstentums in dein Zolluuiouskonfliktc die Lehre ziehen können, daß es r>on bulgarischer Seite derartiges nicht zn Mvarten habe. Man sei auf bulgarischer Seite verpflichtet, den Serbeu rcinelt Wein einzuschenken, nm sie vor etwaigen Enttäuschnngen zn bewahren. Die „Ve-<'erna Po^ta", deren Beziehungen zur Negieruug b<) Jahre vertragsmäßig verbunden-folglich hat das großbritannische Königreich seine Machtlage im fernen Osten sichergestellt. Umgekehrt sindNußlauds uud Deutschlands Interessen im fer-nen Osten ganz preisgegeben. Was will denn England durch die Allianz mit Rußland gewinnend Es will sich in Zentralasien vor der Überhandnähme der russischeu (Gefahr schützeu, denn England weiß, daß dort, sein schwächster Punkt liegt. Ebenso ist man sich in England auch oesseu bewußt, daß Nußland in Tibet, trotzdem sein Prestige ein wenig gelitten, gleichwohl eine starke Bedeutung hat; wie anderseits England fast gänzlich außerstande ist, im Falle eines Krieges seine wertvollen Kolonien vor jedem fremden Eingriffe zn bewahren; deshalb will der Brite mit Nußland Freundschaft schließen. Viele russische Politiker siuo der Meinung, daß es für Nußlaud vorteilhaft wäre, auf dieses Bündnis einzugehen. Allein wir sind der Ansicht, daß es für Nußland von erheblich besserer und von entschieden mächtigerer Bedeutung wäre, ein Büudnis nut Deutschland abznschließen. Im fernen Osten entstünde dadurch ei» bedeutsames Gegengewicht gegen die englisch-iapanische Allianz, Nnßland bliebe für England eine stete Drohung in Mittelasien. In Eu>-ropa ,st Nunlaud durch sciuc wirtschaftlichen Be-'.lehnngeu gebuuoen. Die Entwicklnna der russischen Industrie, wie des russischeu Handels ist vielfach von Deutschland abhängig. Deutschland hat wäh reud des Krieges seiue Loyalität uud Freundschaft gegen Nußland bewiesen, während England in Fra-gen der Nentralität zumeist seinem japanischen Freuude Beistand gwährt hat. Was aber die Politik Teutschlauds iu Persieu uud auf dem Balkan betrifft, so war diese stets von der Zustimmung Nuß-lauds — stillschweigeud oder in aller Form — begleitet. England nnd Rußland. Einige Wiener Blätter besprechen das Unter-bleiben des englischen Flottenbesuches in den rus fischen Ostseehäfen. Das „Fremdenblatt" nennt es einen taktvollen ^ug, daß die rnssische Negieruug selbst die Anregnng zn dem Beschlusse der englischen Negieruug gab, deu Besuch des britischen Geschwaders in Nußland zu verschieben, und meint, in den englisch-russischen Be ziehnngen ist durch das Unterbleiben der geplanten Entfaltnng der englischen Flagge in den russischen (bewässern selbstverständlich nichts geändert', hoch stens können sie dadurch insoferne ein wenig beein flnßt sein, daß man in London die Delikatesse der russischeu Ncgieruug freundlich vermerken wird. Seit das Vordringen Rußlands in Ostasien dnrch Japan, den Verbündeten Englands, aufgehalten wnrde. nnd seit anch für die (Grenze Indiens nicht mehr ge fürchtet wird, ist in England der Wnnsch allgemein, mit Nnßlaud in vertrauensvolle Beziehungen zu gelangen, iind es mag sein, daß man sich anf ihre Dauer größere.voffunngen macht, wenn ein konsti tntionelles System im Zarenreiche eingeführt wird. Jedenfalls wollte sich die Londoner Negiernng der Einmischung in die inneren Vorgänge, ja sogar des Scheines der Einmischung enthalten. Das „Nene Wiener Tagblatt" schreibt: Diese Absage gleicht einer offiziellen Verständignng, der formellen Notifikation der russischen Krise an alle Höfe und an alle Staaten. Die innere rnssische Krise greift nuu auf das internationale Gebiet über. Das „Nene Wiener Journal" fagt, weuu in dem Dokument, mil dem die rnssische Negierung deu Verzicht auf den englischen Flottenbesuch zu begrün^ Feuilleton. Leo Grünsteins Gedichte. l1906. Akademischer Verlag Leipzig und Wien,) De vor einiger Zeit erschienenen Gedichte von Leo Grünstem tragen die Merkmale eines überaus empfindsamen nnd zarten Gemüts. Sie sind der Ausflnß einer idealistischen, oft weltfremden Weltanschauung, Poeme, die, einem reichen ^»esühle entsprossen, in die Tiefen aller Dinge hinablenchten. Es find Dichtungen, die bald die flüchtigsten Stim-luuugeu uud NaildluiMu festznhalten wissen, bald Akkorde des W<'^..»croc's, dic nach dem Kleide der Mnsik verlangen. Gerade dnrch das Sangbare der meisten von ihnen, dnrch die Einfachheit und Ursprünglichkeit, die ihnen innewohnt, ist nicht selten der Ton des Volksliedes anf das glücklichste getroffen. Es sind so Melodien, Lieder anf der Klaviatur der Sprache geworden, Skalen, in denen der Schmerz, das Leid und die Melancholie auf- und nicdersteigt.-------- Sonach ist es begreiflich, daß viele dieser, meist schon früher in verschiedenen Zeitschriften erschie-neiu'^ Gedichte, um der besprochenen und belobten Eigenheit willen, von verschiedenen >lomponisten Nerne vertont, wurden.-------- Vielleicht erscheint es ^nm Verständnis der Ei-nenh^il ^'5 Dichters wünschenswert, hier einige "iogmphisch^' Daten vorauszuschicken. Zuvörderst! sl-'l bemerkt, daß Grünstein schon frühzeitig neben juridlst-hen, später philosophischen Studien au der Unwersttat in Wicn sich gerne und oft seiner lyrischen und ästhetischen Muse hiugab. Diese doppelte Begabung sowohl für die Lyrik als für die Ästhetik uud bildende Knnst, wie nicht weniger seiner feinsinnige, mehr feminine Natnr mögen znr Erklärnng seines Werkes dienen. Als die wesentlichsten Momente seines Schaffens ließen sich daher vielleicht anführen: ciue nrsprüngllche, st^ke lyrische Begabung, eine hervorragend ausgebildete „Kultur der Anempfindung" und nicht zuletzt ein leicht erregbares, bildsames Ichsensorium, welches, auch dic geringsten Einwirkungen und Stimmnngen von außeu in sich aufnehmend, diese abgedämpft, feiner, ich möchte fagen, zerstäubt, wieder zurückebbt. Keiuer Sturzwelle und Springflut, keiucr plätschernden Fontäne gleichen daher seine Gebilde, son-drn sanften Wassern, welche in nnmerklichem Wellenschlage über blumige Naseu und grüne Anen hiu-rieselu und ihre Tropfen, kristallnen Tränen an >edes Gräschen und ieden .valm ansetzen.------- In der Wiener „Moderne" nnd ihrer hentigeu ^»eneralion nimmt Grünstem eine hohe Stellung eiu. Er ist zwar weder als irgend „wienerisch" oder auch besonders „österreichisch" zu klassifizieren, teilt ledoch mit einigen der besten von ihnen verschiedene Eigentümlichkeiten. So mit Stephan Zweig, Paul Wertheimer, Adolf Douath, Autou Lindner u. a. vchre gemciusame Eharakteristik liegt sowohl iin formalen als auch im Ideellen. Einfache, an-wrnchsloseVcrse mit ciner meist weichen, melancholischen Gnmdstimnnlng; ein inniger, zu Hcrzcn gehender Ton uud jeue in Wort nnd Vers gebundene Klangfülle, Tonalität, die beim Lesen, gleich wie bei den Schwingungen einer Stimmgabel, den Eindruck von Nachklängen zurückläßt. Grünsteins ^»edichtband ist zwanglos in vier unbenannte Teile gegliedert. Die Scheidnng ist nicht immer reinlich, das Spezifische jeder Gruppe schwer zu definieren. Am leichteste!« würde sich der erste Teil mit „schmerz, Leid, Melancholie nnd Nacht", der zweite mit „Lieder", der dritte mit „Meinungen nnd Kimmungen", der vierte vielleicht mit „Zueignung an die Kunst" umschreiben lassen. Wie dem auch sei, jeder dieser Teile enthält allerliebste Sächelchcn, die mit Andacht und Gonr-mandise aufgenommen sein wollen. Es ist durch-gehends gute Lyrik, die uns hier geboten wird. Der Autor hat sich sichtlich die Ausjätung seines Dichtergartens angelegen sein lassen. Der Leser kann sich daher nngetrübt dieser feinnervigen Knnst hingeben. Als Kostprobe seien einige Verse hier ango führt: A u s d e >u „L ied des L e b e n s". Nnter dein gleichen trügenden Sterne treibt dich die Sehnsucht krank in die Ferne. Heimlicher Wege Willst du entrinnen, dunkler l^'heae Träume ZU ?>""'"'- , mülM diä, i," :'"'bci-greise vergc"cn.'. Mächtig umbrauseu dull Ströme des Lebens! . . . Laibacher Zeitung Nr. 162. 1538 1«. Juli 1906 den sucht, auf die Agitation hingewiesen wird, die gegen dieseEhrung des offiziellen Nußland ins Werk gesetzt wlirde, so können die englischen Proteste kcmm als Motiv gemeint sein. Nach lauter Wenn nnd Aber müsse man doch mit der Wahrheit herausrücken, daß die Revolution — offiziell: Polnische Krise genannt — kaum der geeignete Zeitpunkt für verpflichtende, internationale Besuche sei. Tie „Arbeiter',eitnng" ist der, Meinung, daß es iu England wie in Nnßland bloß Germanophobie war, was den Flottenbesuch in einem vom Fieber der devolution geschüttelten Lcmde zu einem politischen Plane gedeihen ließ. Man müsse bloß die Lage der Tinge in Nnßland betrachten, so werde man eö glaublich finden, daß dort die Lust au Festeu nicht groß seiu kann. Politische Uebersicht. Laidach, 17. Juli. 2ie nächste Sitzung de5 Herrenhauses findet Tien5tag. den 2-l. d. M., nm 1 Uhr nach-luittags mit folgender Tagesordnung statt: Mit-teilnng des Einlanfec'-, erste Lesung des Gesetzentwurfes, betreffend die Abändernng nnd Ergänznng der Gewerbeordnnng. Über die P a r l a m e n t ^ d i o p o fit i o n e u melden „Tarodni List!)": Das Abgeordnetenhaus werde mu 20. oder ^1. seilte Sitzuilgen beenden. Wie lange der Wahlreformausschuß Sitzungen abhalten wird. hänge davon ab, wann die Wahlkreiseinteilung fertiggestellt sein wird. Tann wird anch der Ausschuß seine Beratnngen einstellen, nm sie wieder am 4. September anfzuuehmen. Das Plenum soll am 1l. September wieder zusammentreten. Baron Neck hatte fast den ganzen Tag über Verainngen uud mau kann. damit rechnen, daß auch die Ziffer 'l!)7 für die Mandals^al-l keine definitive bleiben wird, vielmehr dürfte die Wahlrcform 506 Sitze normieren. Ter von der ita, lienis ch e n ?1t e g i e r n li g den Negiernilgen der drei iibrigeu kretischen Schutz-inächte kuudgegebene Wlinsch, die Offiziere, Unteroffiziere und Karabimeri, die gegenwärtig in der kretischen Gendarmerie Tienst tun, zurückzuziehen, luird in einer Mitteilung ans Nom mit dem Hinweis daranf begründet, daß Italien mit seiner, Mitlvirkung zur Aufrechterhaltung der Ordnung auf Kreta, die ihm materielle Opfer auferlege, auf der, Iuscl Undank geerntet habe. Die Erhaltung der erwähnten Gendarmerie erfordere eine beträchtliche Snmme, und statt einen moralischen Erfolg zu erzielen, nehme man mit lebhaftestem Bedauern wahr, daß die Tätigkeit der italienischen Gendar^ merie anfKreta Empfindungen hervorruft, welche denjenigen gerade entgegengesetzt sind, die man naturgemäß erwartet hatte. Ta Italien auf Kreta keinerlei Sonderintcressen verfolgt, habe es keinen Grund, unter solchen Umständen die erwähnte Ms»-sion noch weiterhin beizubehalten. Dein serbis ch e n K r i e g s m i n i st e r i u m ist, lvic man ans Belgrad meldet, seitens der Geschütz- nnd Artillerie-Munitionsfabrik Erhardt ein Anbot für die Liefernng von M unitio n für die A r ti11erie znm Prcife von l0l).l)00 Franken pro Batterie zugegangen. Diesem Anbot kommt die Fabrik Skoda mit 108.000 Franken am uächsten, während die Firmen Krupp 11!).<>00 Frauken nnd Schneider in Erenzot 124.000 Fraukeu pro Batterie verlangen. Eine Entscheidung iu der Angelegenheit ist jedoch seitens des Kriegsministeriums, da anch diese Liefernng in die Gesamtheit der großen 3taats-bestellnngen fällt, nicht getroffen worden. „Taily Telegraph" meldet ans Tokio: Ia-p a n beabsichtige anßer den bereits im Bau befindlichen Kriegsschiffen, großen Kreuzern nnd kleineren Fahrzengen anf Grnnd der im letztcu Kriege gewonnenen Erfahrungen noch mehrere Krieg 5-s ch i f f e, große Kreuzer und Torpedoboote, sämtliche nut schwerer Armierung, zu banen. IiuBudget-voranschlag werde an das Volk die Aufforderung gerichtet, große finanzielle Opfer zu bringen, damit die bevorstehenden Rüstungen durchgeführt werden können. Tagesneuigleiteu. — (Strohhüte — aus Papier.) Die numuehr angebrochene Reisezeit hat, wie ciuo Paris berichtet wird, dort ?me none, ebenso originelle wie praktische und billige Mode gezeitigt. Visher tam es U'ohl nur während des fröhlichen Faschingstreibenö vor, daß die Menschen sich zum Spaß allerhand Kopfbedeckungen aus Papier anfsetzten. Jetzt aber gelangen richtige papierene Hüte, insbesondere für Damen, in den Handel. Man bedarf keiner besonderen Kenntnisse, nm sich selbst einen derartigeil Hut anzufertigen. Jede mit Handarbeiten einigermaßen erfahrene Dame wird vielmehr laicht dazu imstande sein. Man benutzt 5trepp-Papier von der Stärke, wie es für Lalnpeu-schirnie verwendet wird, und schneidet schmale Streifen daraus. Tiei'e Streifen werden zu Aorten miteinander verflochten und auf ein mit einem dünnen Stoff bezogenes Drahtgestcll aufgenäht. Zum Schmuck kann man seidene Bänder, Tüllschleifen uud dergleichen wählen, beliebter aber sind farbige Blumen uud Blätter, die ebenfalls aus Papier geformt werden. Vor den Strohhüten haben diese Papierhüte allerhand Vorzüge. Sie sind außerordentlich leicht; man spürt sie kaum auf dem Kopfe. Sie können aber auch, wenn Material und Zutaten geschickt zusammengestellt werden, wunderhübsche löffelte erzielen, namentlich, da sich dein Papier allerhand zarte uud matte Färbungen verleihen lassen, für die das sprödere Stroh weniger günstig ist. Die neue Mode kommt aber dem Verän-derungsbedürfnisse' dcZ schönen Geschlechts entgegen - I:l 6<>uil^ « moliilt', oa sich solche Papierhüte ohne Mühe und fast ohne Kosten sozusagen täglich erneuern lassen. — (Ei!n Polizeierlaß für Hunde.) Ter Genieinderat des Teebades Hunstantou in Norfolk hat dmÄ) öffentlichen Anschlag die folgende klassische Verordnung erlassen: „Hnnden ist es verboten, auf der Promenade entlang dein Seegestade zu bellen." Der Polizei ist die strenge Weisung zugegangen, Zuwiderhandelude zu verhaften. — (Der Seehuud im F a m i l ieu bad.) In der Ostsee macht sich in, letzter Zeit wieder ein häufigeres Vorkommen von Seehunden bemerkbar und insbesondere die Netze der Fischer in den Badeorten norden durch die Tiere stark beschädigt. So hatte sich cun Tienstag im Seebad Heriugsdorf ein Nobbe bis in das Familienbad gewagt, um hier in aller Nuhe auf dem Tchwwmifloß ein Sonnenbad zn nehmen. Mehrere Kurgäste, die schon zeitig baden wollten, verständigten den Heringsdorfer Förster, der den etwa 70 Pfund wiegenden Seehund durch einen >lngelschuß erlegte. — ' (Es rauscht, iu den Schachtel. Halmen.) Drei gut erhaltene SaurierMctte sind türzlich iu einem mächtigen Buutsandsteiublack in eiueui Dorfe bei Kodura, gesuudeu worden, dessen Umgebung überhaupt reichere Ausbeute au solchen Funden bietet. Sind doch in dem benachbarten bayerischen Schlosse Vauz bei Staffelstein mächtige autochthone Ichthyo- und Pleswsanrier zu sehen, dereu Fahrteu durch die Schachtelhalme Scheffel be» suuaen hat. Der neue Fund steht iu seiner Art in T?ntschland einzig insoferue da, als der Vundsand« stein sonst arm an Petrefatten ist. Ganz vereinzelte Funde wurden im Schwarzwald uud iu Frankreich gemacht. Der Koburgcr Fund zeigt große Mnlichken mit dein im Schweizer Buntsandstein gefuuoeneu Labyriuthodon Nuctimeyeri. Man hofft, aus den drei Skeletten eine einwandfreie genaue Rekonstruktion der urweltlichen Eidechse zu gewinnen. Da die Skelette nicht plattgedrückt, sonderu der Schädel z. A. in Tteinausguß erhalten ist, wird es sogar wahrscheinlich möglich sein, aus dem Ausguß der Hirn. höhle ein Bild zu gewinnen von der Größe und der Gestalt des Hirnes des alten Sauriers, eine Möglichkeit, die sich nur höchst selten bei einer Versteinerung jener uralten Erdperioden findet. Ter Fin-der, Lehrer Büttner in Mittelberg, hat nach der ,>löluisclpn Zeitung" die Skelette um einem Schul-mubau entdeckt und sie deu naturwissenschaftlichen Smnmlnnacn auf der Feste Koburg überlassen. — (Die Ned aktiou ssi reue.) Die Iei-tungen jenseits des Ozeans sind uns in einem Punkte jedenfalls voraus iu der Net'lcuue. To berichtet der „Gaulois" von einer neuen Einrichtung, mit der mau in Amerika in diesen sommerlichen Tagen großen Erfolg haben soll. Es ist die „Nedaktion'zsirene". Auf dem Dache der Redaktion einer großen Tages-zeituug hat man eine gewaltige Sirene aufgestellt, die über 5000 Pferdekräftc verfügt. Wenn ein be» sonders sensationelles Ereignis geschehen ist, dann stößt die Sirene einen weithinschallendeu Ton aus und die Stärke dieses Manges, der weithin dröhnt, steht im Einklang mit der Wichtigkeit des Begeb« nisses. Sogleich ist jeder Mensch in der Stadt davon benachrichtigt, daß etwas Ungewöhnliches passiert ist: seine Aufmerksamkeit, seiue Neugierdo ist erwcckt und er wird sich sogleich nach irgend cinei' Ausgabestelle der Zeituug stürzen, wo unterdessen in rasender Eile Extrablätter hergestellt worden sind. Aber die Regierung des Landes, die durch den furchtbaren Spektakel der Sirene in Aufreguug gebracht war, setzte daraufhin eine Buße von 100 Dollar fest, die bei jedem Schrei der Sirene für eine Minute sofort gezahlt werden muß. Nun ist allen Teilen geholfen, die Regierung bekommt täglich große Summen, das Journal, das seine Sirene fleißig wciterrufen läßt. hat eine ungeheuere Reklame und die Bewohner find iu fortwährender Erregung. — (Eßt Heidelbeeren!) Die Heidelbeer-zeit ist angebrocheil. Si,? bildet nach der Ansicht des Volkes die schlechteste Zeit für dio Ärzte. So ganz unrecht kauu nmu dieser Behauptung nicht gebeil. Denu in der Tat ist der Genuß der glänzenden, blau» schwarzen Beeren, die so verlockend uuter dem bu- ll b e r d e s T r a u m e s b l ü h e n d e B e e t e ... Über des Traumes blühende Beete senkt sich der Tage dunkelndes Not. Leise verkliugt die herbstlich verwehte, mahnende, zwingende stimme der Not. Was sich iil selt'nen Zweifeln begeben, zwang sich iu heimlich zitterude Ruh'; und das heiße, pnlsende Leben segelt den sonnigen Ufern zu. Du bist das Tö n e nde i n m i r. Du bist das Töneude iu mir, doch nicht das Lante, verwaister Träume 5tind, das ein Asyl sich baute! Ein Phänomen des Licht's im harten Strahlenbunde der Nacht, der Wunder Teil im dunklen Drang vollbracht; eiu Teil der Schöpferkraft, ein Teil vom Däm- lnersein! Der Wünsche träger Flug, des Zweifels Wieder- schcin — dll bist im irren leidbegrenzten Kreis, wie eine Welle Blnts hinbrauseud, wild uud heiß, nnd wie die Sehnsucht, die den schwanken St,eg zn finden weiß! . . . Aus „Asphodelou". Horch! Die Asphodelen flüstern anf dem granen Plan der Heide, heben rannend ihre Köpfchen, klagen, iu verwaiftcu Tönen nnd die Sehnfucht klingt in ihnen, nnd wie Tränen tropft es nieder . . . Die Hand Gottes. (Zu einem Bildwerke Nodins.) Überblaui bis an den Nand breitet sich des Himmels Flanke, winkt ein sonniger (bedanke, wird ein stilleo Wunder — wahr: Gottes schirmgewaltige Hand deckt ein liebend Menschenpaar; deckt es voll mit seiner ^nade, hüllt es ganz in seinen Segen, daß anf überfonntem Pfade Wnnsch um Wunsch sich sanfter regen; — bio in feligem Versinken Körper sich in Körper trinkeil nnd in jubeludcm Verschweigen Herzen zneinander ueigen . . . Wärmer kann kein Traum sie betten, inniger kein (^lück verketten, hält die Zitternden mnspanut Gottes schirmgewaltige Hand. (3. v. W. Ihre Töchter. Original-Roman von U. NoLl. (19. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Aber das letzte kam ihr nicht mit Überzeugung von den Lippen, denn sie kannte die Schwäche der Mania uud war uicht sicher, ob diese uicht unterdessen schon die Baronin zmn Bleiben aufgefordert habe. Ein paar Wochen U>ar es gegangen . . . Man hatte die Baronin wenigstens vom Mittags- und Abend-tisch fern, gehalten und sie nur beim Nachmittags« Kaffee ausgefüttert. Aber heute schien sie mit der Absicht gekoimnen, gleich für deu halben Tag zu bleiben. Vorderhand hielt sie sich im Speisezimmer auf, während der eintretende Professor im Salon von der Professorin und George Tannner begrüßt wurde, eiuem kräftigeil, großen, bloudeu jungen Manu, mit rundem Gesicht uud blauen Augen. Es war hübsch lange, seit Lorenz seine Schwa« geriu nicht besucht hatte, und sie bemühte sich ver» gebens, mit ewigen Scherzworten über die zwischen ihnen obwaltende Spannung hiinvegzukommeu. Der Hofrat verhielt fich ihren Bestrebungen gegenüber sehr frostig um so mehr, als or bemerkte, daß sein Bruder sofort bcim Heimkommen einen Grund zur Aufregung gefuuden hatte. Laibacher Zeitung Nr. 162. 1539 18. Juli 1906. ichigen Grün ihres Lanbes hervorblicken, von be-dent'.'ndem gesilndheitlicheil Wert. Wirten sie doch außerordentlich verdaunngsbefördernd nnd danlit blutreiuigeud, so daß sie besonders Personen mit sitzender Lebensweise dringend empfohlen zu werden verdienen. Tie werden gern roh mit Milch gegessen, sind aber am leichtesten als Kompott gekocht zn vertragen. Auch getrocknet nnd eingemacht oder zur No reitnng von Obstwein finden sie ihre. Verwendung. Tie Damenwelt vermag sich allerdings nich: für Heidelbeeren zn begeistern. Der lieben Eitelkeit halber. Denn die Fruchte geben blaue Lippen nnd blaue Zähno. Aber dieses kleine Übel läßt sich leicht beheben, wenn man den Muud und dw Kauwerkzeuge nach Beendigung der Mahlzeit einfach mit etwas Zitronensaft abreibt. — (Flitterwochen in einer bohlen-grub e.) Einen eigenartigen Aufenthaltsort für ihre Flitterwochen wählten sich Mr. und Mrs. Viel Spence in Wilkcsbarre in Peunsylvanien. Die jungen Ebelellte begaben sich sofort nach der Hochzeit auf den Grnnd eil,er der vielen Koblenminen, lind dort, 1000 Fuß uuter der Erdoberfläche, gingen sie Hand in Hand durch die Labyrinths hielten sich aber so weit als möglich von den Arbeitern entfernt; übrigens batten die beiden, trotz des sonderbaren Ortes, alle Bequemlichkeit, die man sich nnr denken tanu^ denn die Direktoren der Gesellschaft, die von der ^pcmv viele Aktien in Besitz hat, beeilten sich, dort unten einige „Zimmer" einzurichten. So hatte da,s junge Paar ein Wohnzimmer,' ein Schlafzimmer, ein Speisezimmer nnd eine Küche, uud in alkil Räumen verbreitete elektrisches Licht Tageshelle. »Mas sen flucht von B a g n o st r ä f -ling e n.) Ans Madrid, 1<>. d., wird genieldot: Acht-hnndert Sträflinge des Baano in Taragona hatten eine massenhafte Flucht komplottiert. Sie benutzten den Augenblick, wo die Wache abmarschierte und setzten, im Zcntralhofe vereinigt, einen furchtbaren Skandal ills Wnk. Sie zerschlugen alle Gegenstände, deren sie habhaft werden konnten uud erhoben ein Geschrei, das ill der ganzen Stadt vernommen wurde. Der Direktor nnd die Beamten eilten herbei, mußten aber vor der drohenden Haltung der Men-tercr, die sich mit Eisenstangen bewaffnet hatten, zurückweichen. Eine Abteilnng Gendarmerie wurde herbeigernfe», vermochte aber ebensowenig etwas au5zurichteu. Erst als zwei Kompanien Insanterie herbeieilten nild scharf zll schießen drohten, ergaben sich die Meuterer. Zehn Sträflinge hatten jedocl^ indessen die Mauern durchbrochen nnd das Weite gesucht. Von diesen sind drei entwischt, während die anderen sieben wieder eingegangen nnd in Ketten gel cg-t wurden. Lotal- und Plovinzial-Nachrichten. Ein Stammbuch der Wochein. Von P. von Nadirs. (Schluß.) In Heu letzten Worten dieser Schilderung liegt der Beweis, daß die Wochein bereits im 17. Jahr-huud?rt von „Fremden" (Touristen) besucht wurde, wie ja Valvasor an vcrschiedeilcll Stelleil seines 1089 erschienenen Werkes davon ausdrücklich erzählt, daß „Draußen ist ja scholl wieder das ganze Vor« zimmer verpestet", wandte sich Erhard an seine Frau. „Deine Varonm bleibt doch ilicht etwa zu Tisch?" „Was liegt dir d'ran?" antwortete sie aus-»neicheud. „Was nlir d'ron liegt?" wiederholte er mit unterdrückter Heftigkeit. „Ich habe dir scholl das letztemal a.esagt, ich setz' mich nicht mehr mit ihr an einen Tisch . . . Danach halttest dn dich zll richten!" Sie hatte sich so 5venia. danach gerichtet, daß sie vorhin, ehe sie den Schwager zu begrüßen ging/die Baronin, die einen Scheinabgaug bewerkstelligen wollte, wirtlich, wie diese es envartet. aufgefordert hatte, doch nur zu bleiben. Solchen Leuten gegenüber war sie schwach wie ein Kind, und nnr dein Mann b» wies sie Festigkeit. „Ich hab' sie ja nicht geladen," sagte sie ungo dulüig, „aber da sie uuu einmal da ist ... Was tut Ne dir denn? Sei doch nicht so engherzig!" „Nein, und abermals nein! Ich setz' mich nicht nielir mit ihr an den Tisch. Schaff' sie mir fort!" Die Professorin griff, um ihn los zn worden, z» dem Auskunftsmittel, ihm gar nicht mehr zu ant-Worten, vielmehr wandte sie sich freundlich zn Stephen Nockh, ^Was niachen Sie denn immer, H.'rr Doktor?" Obgleich Lorenz Meuern sich liebenswürdig mit ^aniiila und ihrem Bräutigam unterhielt, merkte er doch sehr gnt. was ill der anderen Ecke vorging. ("Fortsetzung folgt.) er Engländer zu den Naturwundern und Naturschön-heiteil seiiler geliebten Heimat begleitet hat. Das 18. Jahrhundert brachte weiters in die Wochein eine Reihe von Forschern; derjenige, der sich auch „mit diesem entlegensten Winkel Krams" am ein» gellendsten beschäftigte, war aber der unermüdliche geistvolle Topograph nnd Folklorist Nelsazar H a c q u e t. > Dieser Gelehrte widmete der Triglavgruppe und dem Felsentale schölle Worte für ein Stammbuch der Wochein. „Wer das Wagestück — schreibt er u. a. — einzig ill seiiler Art unternähme, ans den Zacken der Kalk-felicil, auf wankenden Steinblöcken, mit welchen der wütende Nach (die „Tavica") das Spiel treibt, die schroffen Wände hinanzuklettern, und wieder zurück sich zu wagen, auf den glatten Spitzen diefes Gesteins, die hinter dem Schaume des sprudelnden Gießbaches hervorstehen, der sähe das tobende Gewässer hervor-donnern aus der nächtlichen Grotte, der wäre an der Quelle des Avernus gewesen". Der W asser fall d cr S avi ca hat die Dichter der Heimat wie schon erwähnt — zu zahlreichen Dithyramben begeistert, allen der Zeit nach voran den ill der Wochein durch seinen priesterlichen Beruf lange festgehaltenen Valentin V o d n i k. der ihm die schönen Verse widmete Hoch Savicas Fluten trink' ich schöller Lieder Vorn so kühl nnd dem Meistersänger bring' ich diesen Trunk nut Hochgefühl,* Vodnik, dessen reine keusche Muse in der stimmungsvollen Gebirgswelt der Wocheiu so vielseitige so reichliche Nahruug gefunden, geleitet unZ im den Blättern des Stammbuches, das loir hier zufammen^ stellen, ans dem 1k. in das 1!). Jahrhundert und gemahnt zugleich all die heißen Verehrer der Ober-trainer Berge nnd speziell der Wocheiner, an die hochgesinnten Kavaliere Siegmund Baron Zois und Franz Joses Grafen Hochenwarth. Wie glücklich fühlte sich der glühende Verehrer der Wochein Baron Zois, der auch sonst seiner Begeisterung über diese Hcimatgegend in Zahlreichen Briefen an Einheimische und Fremde lebhast Ausdruck gegebeil, als der erhabene Freund der Natur, der erlauchte Erzherzog Iohau n, 1807, am 9. Juli eigenhändig über den Wochein,7r See rndernd, am Wasserfalle der Savica bewundernd ausrief: „Schön und herrlich ist hier die Natur" und Zois setzte dem populären Prinzen hier an dem Wasserfalle ein marmornes Denkmal. Nach drei Dezennien jah die Wochein wieder einen erlauchten Gast bei sich einzichen, den „gekrönten Botaniker" König Friedrich A u g u st von Sachsen (1841, 29. Juli), welcher hier „eine reiche Ausbeute von botanischen Schätzeil machte" und „von einem günstigen Pnnkte ans den Wocheiner S«e zeichnete." Der Wochein nnd der Savica hatten inzwischen sin den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts) die Engländer Sir Humphry Davy uud sein Begleiter Tobin begeistertes Lob gespendet' Sir Humphry Davy, der bekannte passionierte Iischs'ports-niaiill und feulstnmg? Naturforscher, sand ja reich, liche Gelegenheit, in Veldes und ill der Wochein einerseits seinem vorerwähnten Lieblingssporte und anderseits seinen Naturstudkn mit Genuß obzuliegen und kehrte gerne, ja unividerstehlich angezogen, in diese Gegendell wieder. Bezeichnete Davy die oberen Savegegenden als das Schönste, was er aus seinen weiten Neisen geschaut, so sagt Tobiu mit direktem Bezug auf den Wocheiner 2e?, daß dieser See „ganz ausschließlich schön und malerisch" sei. Geradezn Legion sind aber dir Lobeshymnen, die der ehrwürdige Wächter dieses krainischen Eden, der Bergesalte Trig lav, aus Tichtermund gesunden. Am meisten charakteristisch - sowie ein anderer Mnsensohn. Meister Pern hart, mit dein Pinsel hat den Triglav in Worten gezeichnet der heimatliche Sänger Anastasius Griiu, der in seinem einzig schönen Liederzyklus: „In VeldeZ" also von ihm anhebt: Tort ragt er empor hoch über den Seinen Triglav. der uralte, das beilige Treihaupt mit weithin leuchtender Zackenkronc. Der erste, der morgens den Purpur trägt, der lohte, der abends ihn fallen läßt. Der Urahn eines Geschlechtes von Giganten, vom Silberbart die athletische Nrnst, von eisigen Locken die Schnltern umwallt, die Stirne getaucht in sonnige Glorie, doch anch umslort von ziehenden Wolken. * Übersetzt aus dem Tlovenischen von I. Cimperman. Anm, des Verfassers. Wie von den Schatten liefernster Gedanken nnd wie znm festlichen Rate versammelt umstehen iX'n Allvater die Hünengestalten von Sohlten u,nu> Enkeln unö Entelskind,ern. Die Berge und Hügel m faltigen Mänteln der Wälder mit blumengesticktem Saum: darunter schon Greise mit Schnee ans den Hänp^ tern, , doch Knochen von Marmor und Mark von Erz. Der Tichtenrennd Grüns Franz Pr eieren läßt auch gleichwie er dein „heiligen Triglav init dem schneeigen Haupt" sein Loblied singt doch das Ange gerne schweifen „auf die blumigen Wiesen im Alpen tale der Wochein." . . . Jetzt halten wir beim vorläufig letzten Stamm» bnchblatte der Wochein. das da einzeichnet auf goldigem Grnnde und umralnnt vom Kranze der schönsten Alpenblumen i den Besuch der Wochein am 19. Juli 1900 durch Seine k. nnd k. Hoheit den durch-lanchtigsten Herrn Erzherzog Franz Ferdinand als Stellvertreter Seiner Majestät im Festznge der Eröffnnngsfahrt auf der Wocheiner Bahn! Schulnachnchten. - (D e r I a h r esbe r icht d >2 s k. k. Ober« gymnasiums in Nudolfswer t) enthält an leitender Stelle die Fortsetzung des Artikels „Das k. k. Staats-Obergymnnsium zn Nndolsswert, von i Dr. Kaspar Panier, dann Schnln ach richten vom Direktor. Der Lehrkörper bestand ans 15 Mitgliedern siir die obligaten nnd aus einem Hilfslehrer für die nichtobligaten Lehrgegenstände. Die Anstalt wurde am Schlüsse des Schuljahres vou 228 öffentlichen Schülern nnd l Privatisten besucht (I. 89, II. 41, III. 89, IV. 18, V. 29, VI. 80, VII. 13^1, VIII. 14. Die Muttersprache war bei 212-^1 Schüler die slovenische, bei 10 die deutsche, bei 1 die böhmisch'.', das Religionsbekenntnis bei allen Schülern das römisch-katholische. Die erste Klasse mit Vorzug erhielten 18, die erste Fortgangsklassc 129, die zweite Fortgangsklasse 84, die dritte Fortgangsklasse 9 Schüler: eine Wiederholnngsprüfniig wnrde 86-l-i, eine Nachtrngsprnfnng 2 Schillern bewilligt. Das Schulgeld betrug im I. Semester 2810 I(, im II. Semester 2400 K. Die Einnahnen des Studenten-Unterstiitzullgsvereines beliefen fich anf 1471 X 2 li, die Anögaben anf 129l l< 7U I>. Der Verein besitzt ein Stammvermögen im Nominalwerte von 9880 K. In die gewerbliche Fortbildnngsschnlen wurden im ganzen 1 richte der slovenischen und der deutschen Volksschulen, denen wir folgendes entnehmen: An der er,sten städtischen fünftlassigen Knabenvolksschnle, die heuer anf ihren 50 jährigen Bestand zurückblickt, wurde von 18 Lehrkräften unterrichtet. Die Zahl der Schüler am Schlüsse des Schuljahres betrug 550- die Konfession war bei 549 die römisch-katholische, bei 1 die evangelische, die Muttersprache bei 512 die slovenische. bm 8 eine andere. Für eine höhere Klasse wareu 481 geeignet und 119 nicht geeignet; ungeprüft verblieben 4 Schüler. Für die Mittelschule haben sich 05 Schiller gcmeldet. — An der zweiten städtischen achttlassigen Knabenvolksschule wirkten 19 Lehrkräfte. Die Schule wurde aui Schlüsse des Schuljahres von 782 Schülern besucht: die Konfession war bei 779 die römisch-kacho» lische, bei 2 die evangelische, bei 1 die ortho^ore, die Muttersprache bei 774 Schülern die slovenische, bei .^ eine andere. Für eine höhere Klasse waren l>60 geeignet und 110 nicht geeignet; ungeprüft verblieben 0 Schüler. Für die Mittelschule haben sich 08 Schüler gemeldet. — Der Lehrkörper an der dritten städtischen fünfllassigen Knabenvolksschule bestand aus 10 Lehrkräften. Die Schule zählte am Schlüsse des Schuljahres 2-11 Schüler. Die Konfession war bei allen die römisch-katholische, die Muttersprache bei 240 die slovenische, bei 1 Schüler eine andere. Für eine höhere Klasse waren 210 Schüler geeignet, 80 unaM'ignet; 1 Schüler blieb nngeprüft. Für die Mittelschule liaben sich 49 Schüler gemeldet. - An der städtischen slove° nischen achtttassigen Mä'dchenvolksschule wirkten 21 Lehrkräfte. Die Zahl der Schülerinnen lx'trug m,' Schlnise des SchnIiahreZ 1040. Die Nelimon w<" "«.' 108.<> die römisch-katholische, bei 2 "o ortliodo,^ 5« Muttersprache bei "14 ^e ^nMc ^^ N ^ Laibacyer Zeitung Nr. 162. 1540 18. Juli 1906. 25 blieben nngeprüft. Für den Eiiltritt in die Lehrerillllenbildungsanstalt, beziehnllgsweife in die höhere Töchterschule haben sich l^7 Schülerinnen gemeldet. — Der Lehrkörper an der städtischen zwei-klassigen Volksschule am Karolinengruude bestand ans 3 Lehrkräften. Die Schule zählte ani Schlnsse des Schuljahres 60 Knaben und eiten nnd dritten städtischen Knabeil-Volksschule bestanden gewerbliche Vorbereitung^ schiüen, die ain Schlnsse des Schuljahres zuscimm2n von 276 Schülern besucht wurden. - An der städtischen deutschen fünfklassigen Knabenvolksschnle ninr-den von 7 Lehrkräften 227 Schüler nnterrichtet. Tie Konfession war bei 221 die rölnisch^katholische, bei 5 die evangelische, bei 1 eine andere, die Muttersprache bei 130 die deutsche, bei tt3 die slovenische, bei 14 eine andere. Für die höheren blassen waren 170 Schiller geeignet, 52 ungeeignet: 5 blieben ungeprüft. Für die Mittelschule haben sich 22 Schüler gemeldet. — An der städtischen deutschen achtklassiyen Mädchen-volksschulc lvirkten 13 Lehrkräfte. Die Zahl der Schülerinnen am Schlüsse des Schuljahres betrug 4<)I; die.Konfession war bei 439 die römisch katholische, bei Itt die evangelische, bei ^ die israelitische, die Mutterspmche bei 292 die deutsche, bei 155 die slovenische, bei 14 eine andere. Für das höhere Schuljahr waren 401 geeignet, 53 ungeeignet: 7 blieben ungeprüft. ^ (Per s on a l nach r ich t.) Anläßlich der morgen stattfindenden Eröffnnng der Wocheinerbahn begibt sich der Herr Landespräfident Theodor Schwarz in Begleitung des Herrn Präfidialvor-standes, Bezirkshauptluannes Haas, heute nachmittag nach As;ling. — (A n s z e i ch n n n g e n a n l ä ß l i cl) d e r Eröffnnng der Teilstrecke Aßling-Görz - Tri e st.) Wie uns aus Wien gemeldet wird, hat Seine Majestät der Kaiser dem Distriktsarzte Dr. Franz K ogoj in Aßling und dem Pfarrer Johann Piber in Wocheiner Feistritz das Goldene Verdienstkreuz mit der Krone, ferner dem Gemeinde-vorstelx'r Jakob Pct«rncl in Veldes das Goldene Verdienstkrenz, dann den Gemeindcvorsteheril Johann Bursa in Reifen und Franz Arh in Wo"-cheiner Feistrih das Silberne Verdienstkrenz mil der Krone verliehen. — (D a s D o k t o r a t d e r B o d e n k n l t n r.) Die gestrige „Wiener Zeitung" veröffentlicht eine Verordnung des Ministers für Kultus und Unterricht im Einvernehmen mit dem Ackerbauministerinm voni 3. d., womit eine Rigorosenordnnng für die Hochschule für Bodenkultur erlassen wird. Auf Grund kaiserlicher Ermächtigung wird verordnet, daß zur Erlangnng des Doktorates an der Hochschule für Bodenkultur die Vorlage einer ivissenscliaftlichen Ab° handlnng und die Ablegung einer strengen Prüfnng (Rigorosnm) erforderlich ist. Die Verordnung enthält gleichzeitig die näheren Bestimmungen über die 'Einzelheiten des wissenschaftlichen Nachweises. — (Die Teilstrecke A ß l i n g — T r i est) f. k. Staatsbahn der Linie Glandorf Klagmfnrt-Aßl ing--Trieft init den Stationen Aßling (bestehende AnschluUtation der Linie Tnrvis-Laibach), Dobrava, Veldes, Wlx-lx'iner Vellach, Nenming, Wocheiner^ Feistrih, Podbrdo, Hnda, Iužum, Grahovo, Pod-melec, St. Lucia-Tolniein, Auzza, Canale, Plava, Görz Stantsbahn, Volöjadraga (bestehende Station der Lokalbahn Görz- Haidenschaft), Prva^ina (An-schlnWation, bisher Haltestelle der Lokalbahn Görz-Haidenschaft), Neisenberg, St. Daniel-Kobdilj, Dutovlje-Skopo, Opöina Staatsbahn, ^iozzol nnd Trieft k. k. Staatsbahn (bestehende Anschlußstation der Lmie Herpelje-KozmaTrieft l. k. Staats» bahn), den Halte- nnd Verladestellen Stiege nn>d Nepentabor nnd der Haltestelle nnd Betriebsans-lveiche Guardiella wird ani 23. Juli l. I. dem öffentlichen Verkehre übergeben werden. Hiebei gelangen die Stationen Aßling, Dobrava, Veldes, Nocliciner Vellach, Nennung, Wocheiner-Feistritz, Podbrdo, Huda Iu/ina, Podnielec, St. Lucia-Tollnein, Anzza, Canale, Plava, Görz Staatsbahn, Vol5ja Traga, Prva^-ina, Reifenberg, St. Daniel-Kobdilj, Dutovlje-Skopo, Op blos; ilach vorheriger llbereinkunft mit der k. t. Staatsbahndirektion Trieft zugelassen werden, ferner die Halte- nnd Verladestellen Stiege nnd Nepentabor für den Personen-, Gepäcks- und Waaen-ladnngsverkehr, die Haltestelle nnd Betriebsansweiche Gnardiella für den Personen- nnd Gepäcksverkehr zur Eröffnnng. Die Station Grabovo bleibt bis zur Fertigstellung der Zufahrtsstraße für den Gesamt-verkchr geschlossen. — (Z u r Fei e r d e s 5 0 j ä h r ig e n P r i este r-jnbiläuins) des Herrn Prälaten Johann Nog» in a n, die Sonntag den 22. o. M. stattfindet, wird, wie bereits gemeldet, abends 7 Uhr im großen Saale sowie im Garten ües Hotels „Union" auch eine Unter-haltnng veranstaltet werden, auf deren Programm Vortrage der Laibacher Vercinskapelle und Gesangs-nnmmern des katholischen Arbeiterinnenvereines steheli. Unter letzteren befinden sich folgende: A. Foer-ster: „^Iu,. — (D e r (5 l) rill - n n d v^ e thod v .' r ein) hält feine 21. ordentliche Hauptversammlung am 2. Angust in Loitsch ab. Die Abfahrt der Teilnehmer aus Laibach erfolgt mn 5 Uhr 32 Minuten früh; nach der Ankunft wird in Oder-Loitfch beim Herrn Gemeindevorsteher Lenassi ein Frühstück eingenommen werden. Nach einer hl. Messe in der Pfarrkirche findet nm halb 11 Uhr im Garten, bezw. im Salon des Hotels „Kramar" in Unter-Loitsch die Hanpt-versanimlnng statt, worauf sich im gleichen Lokale die Teilnelmier zu einem gemeinsamen Mittagsessen ^invert :', l< ohne Getränke) vereinigen. Um 5 Uhr nachmittags wird noch ein Gartenfest im Hotel „Kramar" veranstaltet werden. Abfahrt von Loitsch nach Laibach nm ll)ü Iv, bezw. 2M K bewilligt. —ik. — (E i ll gro ß es Voltsf e st mit S ch a u -turnen) veranstaltet, wie man uns aus Illyrisch-Feistritz berichtet, am 22. d. M. der dortige Turnverein „Ilirski Sokol" mit folgendem Programme: nm 7 Uhr 30 Minnten Versanimlnng im Tnrnsaale: um 8 Uhr Abniarsch znm Bahnliofe; lull .^ Uhr 30 Miuuten, bezw. i> Uhr 10 Minuten, Empfang der-ankommenden Gäste, sodann Umzug durch Tornegg und Feistritz zum Hotel „Ilirija": uin 10 Uhr 30 Minuten Probe zu den Freiübungen, sodann Abtreten; um 1 Uhr gemeinsames Mittagsessen in verschiedenen Gasthäusern, für die Sokolmitglieder gemeinsames Essen im Hotel „Ilirija": um 3 Uhr nachmittags Beginn des Volksfestes mit Konzert, wobei die Milfik des k. und k. Infanterieregiments Graf Ielaiue gleiche Erklärung ab. R o nl, 17. Juli. Das Observatorium in Catania meldet: Am 15. d., abends tt Uhr 30 Minuten, und am 16. d., abends l> Uhr 15 Minnten, faudeil auf Srroniboli vlilkailische Alisbriiche voll ganz besonderer Heftigkeit statt. Verluste au Menschenleben sind nicht zn beklagen. Paris, 17. Inli. Das Generalkonsnlat vcm Salvador bestätigt den Tod des Generale Regalado nnd teilt mit, daß der Friede infolge der frennd^ schaftlichen Intervention oes Präfidenten 3toosevelt und Porfirio Diaz' geschlossen sei. Paris, 17. Juli. Der Direktor des Gesund-heitsamtes in Havre teilte einem Berichterstatter des „Matin" »lit, daß der Matrose ,^ienlou nicht an Pest, sondern an akuter Blutvergiftung gestorben fei. Von anderer Seite wird jedoch bestätigt, daß es sich in der Tat um einen glücklicl)erN>eise vereinzelt geblie-benen Pestfall gehanoelt habe. Hongkong, 17. Juli. Dem Führer der Piraten, die den Dampfer „Saiimm" angegriffen haben, war es bekannt, daß das Schiff für die R?^ie-rung eine Ladung von !)^. 20 5 NW. schwach 18.l7U.F. ! 740-9, 16-2> S. schwach , » > 0-0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 21 2", Nor« male 19 8°. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtek. /O^ 'xs ***** 4 ^*^* ^^ weiss u.^zart. ? »M>l!...l!...M!8l!!!W, izlll!zzfs8lll, ^>H wia'r i wieder jodeln la'l Mei. die Todner Pastülln ^^^ — da geht halt nix drüber! An Husten wenn ma hat ^"»^M oder an Katarrh — glei nimmt ma Fays ächte Sodener «^^? Mineral.Pastüllen und ma is die G'schichl los. Dö M^^ paar ltreizerln, die's tosten, machen si alleweil bezahlt. «l>.WL Preis « 125, in allen Apotheken. Drogen- und «>»» Mineralwasserhanblungen erhältlich. (2466) Generalrepräsentanz für bsterreich'Ungarn: W. Th. Guntzert, HVl«,«,, I., Dominikanerbastei 3, Bahnhof-Restauration. —»«?— Heute Mittwoch den 18. Duli 1906 - bei schöner Witterang - Grosses Militär- Konzert. Eintritt frei. Zu zahlreichem Besuche ladet höflichst ein Josef Schrey (8184) Bahnhof-Restaurateur. Fünfzehn Militärkonzepte vor Abreise zu den Manövern heute und die folgenden Tage im Grand Hotel „UNION". Eintritt 20 kr- Laibacher Zeitung Nr. 162. 1542 18. Juli 1906. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kurslilattej vom 17. Juli 1906. Die notierten Kurse verstehen sich in Kronenwährung, Die Notierung sämtlicher Alücn und der .,Diverse» Lose" versteht sich per Stück. Gcld Ware Allgemeine Staats» schuld. inheitlichc Rcnle: lonv. steuerfiei, Kronen (Mai.Nov.) per Kasse . , »9-65 !,g'8<» detto (Iün»3uli, per Kasse 98 üb 89 75 5, 20 „ «. W. «ottn (Febr.'Nug.) per «äfft......100-40 100 60 4 2°/,e. W, Silber (Npril'Olt.) per Kasse......l«o 4« lOO'ßo ISSOer Slaatllose 500 fl. 4 «,„ 159-50 161 5«> !8«0ei „ 100 fl. 4°^»,?- 223— l8«4er ,, 100 fl. .. 279 50 281 50 !«S4er ,, 50 fl. . . 27850 28150 Vom.'Pfanbbi, il 180 sl. 5" <, »8885 290 85 Ztaatsschnld d. i. Neichs» rate vertretenen König« reiche und Länder. ^steii. Goldrenie. stfr,, Gold per Kasse .... 4«/„ 117 95 11« 15 ^fterr. Rente in Kroncnw. stfr., Kr, per Kasse . . ". 4"/„ b8 70 99-50 bello per Ultimo . . 4<"„ 99 70 99 9« ^>ft. Inoeftitioni.'Nente, stfr., ftr. per Kasse . 3',,°/« 89'4b 89 65 z,slNb°!,n.Kl»llt»schu!i< ,«sch«ibu»g»n. tlilabtlhbahn in V., steuerfrei, zu 10.000 fl. . , . 4«/y 117 6b »8 6b Franz Iosef.Vahn m Silber (div. Gt,) . . . 5'/.°/« 125- 126-Val. Karl Ludwig-Bahn (biv, Trust) Kronen , . 4°/« 99 «o 100-55 Nubolfbahn in Kronenwähruna, sleuerfr. (bin. St.) . 4°/„ 9950 100-50 Vorailberger Vahn, steuerfrei, 400 Kronen . . , 4'^ 89 61, INO'tii» Z« ll»at»schull>l>«lschltll>unz»n »bgefttMPtlle ^iseubllhn.ßktitn. Elisabeth'«. 200!l.KM 5'/<",„ von 400 Kronen .... 468 — 471 — del to Linz.Uubweis 200 fl. ö. W. C. 5'/<°/° , - - 440 — "5 -rello Slllzburg'Ttrol 20» fl. S. N S. 5",^ . . , , «3-50 436'5« Gelb Ware Dom Staate ,ul Zahlung üb«. nommtnt Vistnblltm. Priorität,» Gtliglltiontn. Vöhm. Westbahn, Em. 18»5, 400 Kronen 4»/» . . . . 9975 100 75 Elisabethbahn «00 und «000 M. , 4 ab la"/«......116 75 117 75 Elisabethbahn 400 und 2000 M. 4°/^........,17-5511885 Fran, Josef-Bahn Em. 1884 (div. St.) Gilb. 4« l, . , 98-85 100-8i> Galizische Karl Ludwig-Nahn ldiv, Vt.) Silb. 4«/t, . , 99 55 1N0'5U Unll.'llllliz. Vahn Loo sl, 3. 5"/« 112-25 113^5 Vorarlberaer Vahn Em. I884 (div. Et.) Eilb. 4"/. . . 99 65 100-65 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4°/i, u»a. Goldrente per Kasse . H8"»u I13'60 4" u detlo prr Ultimo n»-4U il3-«0 4"l< una, Rente in Kronen- währ. stfrei per Kasse . . 95'10 85 3l> 4°<, dctto per Ultimo 9510 85-^0 3'/,"/,, detto per Kasse. 84-«u 85-Una. Prümicn.Nnl. k 10« fl. . L0775 208-75 betto k 50 fl. . 207-50 208-5« Theiß-Nea.-'Lose 4"/u. . , . 15575 157-75 4°/o ungar. Grundentl-Vblig 8i'9!) V5i!U 4"^ troat. u. slav. Vrundtntl.- l Obliy........9?.._ _..^ Andere össentliche Anlehen. Hosn. Lanbes'Anl, (dir.) 4°/<> . 8530 8« 80 Vo«n, -hercea. Eilend,»Lande«. Anlehrn (blv.> 4>/,°/n - - 100 45 101 45 5'V« Donau-Reg,Mn1eihe 1878 105, 25 i<>«-25 Wiener Verlehr«.?lnleihe 4°/« 99 55 lun-5u bello 19«0 4«/« U9-6U 100 ti? «lnlehen der Stadt Wien . . 10«05 104 — beltu («. ob. G.) . , , 121 75 12275 dello (189i) . . , . 87-70 98'?» dttio il89N, .... 89-20 100 LU detlo (1800) .... 8855 1UU 55 dello Inv.-U.) 1802 . 99 ?u 1N0 70 ^brsebau-Anlehen uerlosb, 6°/„ 98-6» 1U06U Vulu. Ttaatstlsenb.-Hyp.-Anl. 1888 Gold , . . . 6"/u118-s0 120-60 Vulg. Staats. Hnpothelar Llnl, 1882......6"/ulI8'»0 120-3U Geld Ware Pfandbriefe,c. V°denlr,,allll,öst./,°/° - - - l03— — — Zentral Vob.-Kreb.-Bl., österr., 65I. verl. 4"/° .... 1001« 10110 Kieb.-Ii!st..osterr..f.i8erl.>U>lt. u.össentl.Urb.Kat,Hvl.4°/^ 9940 100'— Landesb. d. Kön. OaUzien und Lobom. 57>/, I. rullz. 4°/« 98-50 U9bo Mähr, Hnputhelenb. vrrl. 4°/<> 99 80 10030 N..österr.Lande«.Hyp,.Anst.4°/„ 100— 101 — bettn inN. 2«/„Pi. verl.3'/,°/u 94-2» 95 — detto K.'Schulbsch. Verl. 3>/i°/<> 9i-5a 95 — bettu verl. 4°/« 9990 10090 Osterr..unaar. Banl 50 jühr. vcrl, 4°/u °. W..... 100— 10095 brtlo 4°/o Kr..... 100-15 101-15 Sparl. I. öst., 6NI. Verl. 4°/« io»65 — — Eifenbahn.Prisritäts' Obligationen. Ferbinandö'Nordbahn Em. 1886 100 — 100-90 betto ltm, 1904 ion— INi - Östcrr Nordwcstb, i0U sl. S, , 10630 107-30 Staatsbahn 500 Fr..... 425" 428 — Hüdbahn k I«/» Jänner »Juli 500 Fr. (per Vt.) . . . 32050 322 50 ^Ildbahn k 5°/«..... 124-95 125-95 Diverse Lose lpcr 2tnll). Dtrzinlliche fost. 3«/„ Bobcnlrebit.llose Em. 1880 286— 283 - detlo Em. 1889 28!>-.',0 283 50 5°/„ Donau »Reaulierunas. Lose 10« fl, °. W..... 257— 264- Serb. Präm,.Anl. u.100Fr.2°/i> 97— 106 5U zln»trz««lich, z«l». Vubap,.Ällf>Iila (Dombau) 5 fl. l22o 2420 Kreditlose 100 fl...... 464— 474 — Llary'lloie 40 fl. K. M, . . 142— 152- Ofcncr Lose 40 fl..... 167— 1?» — Palffy.Lose 4« fl. K. M. . . 157- 167-— Noten Kreuz, öst. Ges. u., 10 fl. 49 10 5'.'10 Rote» Nreuz, una. Gel, v., 5 fl. 301« 321!, «uduIs.Lole 10 fl...... 58— 68 — öalm.Lose 40 fl. K- M. . . 200 — 21N-- Gcld Ware Türl. E..«..Anl. Pram..Oblig. 40« Fr, per Kasse . . . I639N i64«» dclto per M. ... 163 40 16440 Wiener Komm,»Lose v. 1.1874 51540 525 4>i Vew.'Sch.b. 3°/l,Pram..KM, 73»— 737 K' Österr. Norbwestbahn 200 ft. S. 4-9-— 45050 dctto(M. v,)20Nfl.S, P.Ult. 451— 452- Vran'DuxerEisenb, 100fl,abäst. 227— 22950 Staalseisb. 200 fl. S. per Ultimo 672 25 67325 Südb. 200 fl. Silber per Ultimo i«5-?5 lSs 75 Sübnorddeulsche Verbindungsb, 2ao fl. KM...... 408— 412 — Tiamway.Ges., neue Wiener, PriorltätS.Altien 100 fl. . —— —— Ungar. Wcstbahn (Raab.Graz) 200 fl. H....... 40U-- 408 — Wl. Lolalb.'Altien.Ges, 200 fl. 170— 180 — Vanlen. Anglo.Österr. Vanl, 120 fl. , . 3l0 - 31050 Banlverein, Wiener, per Kasse —— — — detto per Ultimo . . . 548— 548 — Vodenlr..Aiist. üster,., 2U0fl.S, 1038'— 1042 — Zentr..Vod,.K«db. öst., 20« fl. 548'— 550-Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, 16« fl., per Kasse 666— 6^7- detto per UMmo 667— 668- Kreditbank allg. u»g., 200 fl. . 804— 805 — Depositenbank, allg., 200 fl, , 452— 458 — Eslompte. Gesellschast, nieder. üsteir., 400 Kronen. . . 560— 582 — Giro> und Kassenverein, Wiener, 200 fl........ 465'— 468'— Hupolhclenbanl, österreichische, 200 fl. 30n/u E..... 285— 298 - Landerbanl, österr, 200 fl. per Kasse....... —— -'- detto per Ultimo .... 434 90 4859« „Merlur". Wechselst,. «Nien. GescNschaft. 2«o fl. . . . 63l— 6»?— Geld Ware Österr.'ung. Van! I4uo Kronen 1665 — 1685 — Uniunbanl 20U fl...... 549— 550'— Vcrlehrsbanl, allg,, 140 fl. . 33950 340'— Znduslrie.ZlnlttNthwuugen. Aauges., allg. österr., 100 fl. . il-o-— 154'— ViuxerKohIenberab.Gel.Inofl. 678-— 68050 izlsenliahmv.Lclha.,erste, 100fl. 205— 20750 ,,Elbemühl", Papiers, u, N,»G. 169- 171-— Vleltr..Ges., allg. österr., 200fl. 457— 458'— detto internal., 200 sl. 589— 601 — Hirteoberger Patr.., Zünbh, u, Met..ssabril 400 Kr. . . 1133— 11»? — Licsinger Äraucrei 100 fl. . . 305 - 308-- Montan.Gesellsch,, österr,.alpine 578 — 574 — „Poldi.Hülte". Tiegelguhstahl. F.'Ä,.E. «00 fl. . , . 525 — 530 — Präger Visen.Ind..Gel, Vm. 1905, 200 sl...... 2736- 2740 — Nimll.Muranu »Salgo.Tarianei Eisenw. 1«0 sl..... 570-50 572-50 Tlllgo'Tllrj. Steinkohlen loo ll. Ull— 613-— ..Schlöglmiihl", Papiers,, 200fl. 328-— 382 — „Schodnica", A..G. f. Perrol.. Ind., 500 Kr..... 608— 612— „Steyrermühl", Papierfabrik und V..G...... <63 — 467 — Trifailer KohlenW.'G. 70 fl. . 2U8— 26950 Türl. Tablllregic'Ges. 2oo Fr. per Kass« . —-— —— delto per Ultimo 408 - 410 — Waffenf..Gef., österr.. in Wien. 100 fl........ 583— 586 — Waggllii.Lcihanstalt, allgem., in Pest, 4on Nr..... —-— —-— Wr. Ällügcsellschast 100 fl. , . u;3— 165 80 Wieuerberger Ziegelf,.Alt..Oef. 84»— 858 — Devisen. AutZt Sichten und Schtck,. Amsterdam....... 198-bft 198 7« Dentfche Plätze...... 117 37' 117 57» London........ 24022' 240 42» Italicnische Nanlplätze . . , 9550 95 67' Paris......... 95 50 95 67' Zürich unb Basel..... 85 57' 95 70 Valuten. Dukaten ....... 1,34 1158 20-ssranlen-Ltücle..... 13 01 l8 l2 20.Marl-Stü 5 Elaa.- -UJ3.I5. "V»xic«L-a.f von Kenicn, PlttndbrlelVn, l»rlorliAten Aktien, Loten rlr., I>eTlsen unit Valulen. h5 Los-Verslcherung. «V. €^. Mayer Ba.aa.3c- -u,3n.d. "^7"ecli.slergrescli.Äft I.albai-h, Spitalfjan.Me. Privat - Depots (Safe - Deposits) Ver2iitQi| von Barelnliqen Im Kento-Korrenl- utii auf Blra-Kiat«.