Nr. 118. Freitag. 22. Mai 1908. 127. Jahrgang. Mbacher Zeitung Pr«nu»erll«on»prei» : Mit P ostv cr I e n d u n g: ganzjährig »0 X, halbMiiss ll> «, Im Nmüor : gll!!zi«l,r>n ^ « li> halbjährig N «. ssüi dir Zustellung in« Hau« ganzjährig 2 X. — Infer,lonögrbühl! Für llrinr Inleralr I b<« zu 4 ZeUen 50 li, größere prr fteile lL li: bei öfteren Wieorrliolungen ver Zeile « l,. 1 . Die »Kllibachrr Zeitung» erscheint läylick, mit Uusnahmr der Ton», und Feiertage, Dir Admwiftratlon befindet sich «ongrrhplah Nr. «, die Medallion Talmatingnssr 3lr, <«, Tpreckstunden der Neboltion von « bie w Uhr v« mittag«. Unfranlirrtc Vliese werden nicht angenommen. Manuflriv^ nicht zurüllgeftell». Iel«ph««»Nr. »er U«d«lti»n 238. Amtlicher Geil. Seine l. uud k. Apostolische Majestät haben Nut Allerhöchster Entschliesmug vom l5». Mai d. I. ^'m Landesgericlitsrate und Bezirksgerichts-Vor-Neher Anton >i l o b u <^ a r in Treffeu aus Anlas; der erbetenen Verfetzung in den dauernden Nuhe-Uand tarfrei den Titel eines Oberlandesgerichts' s 1l)0«. Nr. 105 .IMo» vom 13. Mai 190«. Nr. 32 «Ilromäcl»!^' nata8» vom 12. Mai 1W». Nr. 6A «Mroäno »iovo» vom 12. Mai I!108. Nichtamtlicher Geil. Das Vcrwaltungssystem in Galizien. In der ud loenn vereinzelte Übergriffe vorgekommen imd, so sci es deshalb gewiß nicht zulässig, den lwli,^schl'n Behörden rutheueufeiudliche Tendenzen 'lnputieren zu wollen, nnd er sei überzeugt, das', ^'rarlige Tendenzen den politischen Verwaltungö-^mnt^l vollstäl,dig fremd sind. Tie Negiernng sei >lb aber der Notwendigkeit eine.' zeitgemäßen Ans ^'Nallung der staatlichen Verlvaltnng in Galizien bewußt nnd halte eine entsprechende Vermehrung "" Politischen Verwaltungsbehörden für unbedingt ^tlvendig. < Beifall.» Tie besonderen schwierig keilen, mit denen der galizische Verwaltung^ apparat zu lnn habe, bringen es mit sich, das; er nicht immer zur vollen Zufriedenheil funktioniert, aber es ist das Verdienst des Grafen Potocki gewesen, diese Mis'.stände erkannt und deren Be-Hebung in zielbewußter Weise ai,gebahitt zu haben. Ter Minister müsse es als eiue große Ungerechtigkeit bezeichnen, wenn vmi inancher 3eite die ver-abscheuungswürdige Weinberger Bluttat mit dein sogenannten galizischen VerwaltungsMem in Verbindung gebracht uud der ermordete Statthalter direkt für die Gärnng verantwortlich gemacht wurde, die in dem an seiner Person begangenen Verbrechen angeblich ihren elementaren Ausdruck gesunden habe. Gegenüber diesen Anschuldigungen müsse der Minister ans die auch von den Gegnern anerkannte hingebnngsvolle, von sittlichem Ernst getragene Tätigkeit des Verblichenen, seine unermüdliche Arbeitsfreude, fein warmes Herz für die Bedürfnisse der Bevölkerung sowie den versöhnlichen Geist des Grafen Potoeki gegenüber allen Parteien hinweisen, der ehrlich und gewissenhaft bemüht war. Mißbränche abzustellen Politische Uebersicht. Laibach. 21. Mai. Die „Wiener Allgemeine Zeitung" schreibt: Wie wir aus bestunterrichteten Hofkreisen erfahren, ist es als feststehend zu betrachten, daß der >t a i ^ s e r vor seinem Ischler S<'jour die P r a g e r A u s-st elluug besuchen wird. Der Monarch wird mn Tage seiner- Neisc nach Ischl — in der Zeit zwissl>en dem 15. nnd 2l). Juni — von Wien aus über Prag nach dem Salzkammergut reisen. Mittags wird der Kaiser in der böhmischen Hauptstadt eintreffen und in die Ausstellung fahren, für deren Besichtigung anderthalb Stunden in Aussicht genominen sind. (5s werden keinerlei ^estlichfeiten, offizielle Empfänge ?c. in Prag stattfinden. Nach Besichtigung der Ausstellung wird der Baiser wieder mit dem Hofseparatzuge die Weiterreise nach Ischl antreten. Die beiden f r a n z ö s i s ch -dents ch e n Komitees in Paris und Berlin, welche zu dem Zwecke gegründet wurden, um ^rnnfreich und Deutschland einander wirtschaftlich zu nähern, haben in den letzten Wochen die Ausarbeitung ihres Aktionsprogramms fortgesetzt. Alles was zur Erreichung des angestrebten Zweckes beitragen kann, bildet den Gegenstand aufmerksamster Prü-fuug. So trägt man sich in Berlin mit der Absicht, die französischen Häuser, welche derzeit an der franko-englischen Ausstellung teilnehmen, aufzufordern, nach Schluß der Ausstelluug nach Ver-liu zu kommen. Es handelt sich darum, in Berlin eine Ausstellung zu organisieren, welche im nächsten Winter stattfinden soll. Das Berliner Komitee hat sich zu diesem Aehnfc bereits an das LeuMewn. Die Stimme des Ohrs. Novellette von Klierhard Arau». (Schluß.) ^, 'lm übernächsten Tage eröffnete ihr Ernst -loau, ^ieibmann zn ihrer nicht geringen Ueber-l^chung: ^ „Sehr verehrtes Fräulein! Durch Ihr gütiges "lM'ilil.',, vom gestrigen nnt inliegender Photo- ^Phu' haben Sie mich außerordentlich erfreut. 7-^' Vorstellung, die ich mir von Ihnen gemacht "?^ entspricht sie allerdings nicht ganz — ohne ",!l uh mir damit irgend ein Urteil herausnehmen ochtc _^ tth^. ich glaube, daß die nähere Bekannt ilyast mit Ihnen mir auch über dieses Manko iu ^' >lubahn»„g eiuer komplette» Fühlung zu vuner werteu Persönlichkeit hinweghelfen wird. ^i werde mich außerordentlich freuen, weuu ich ^ liächsten Sonntag präzis 5 Uhr nachmittags der Pappritzschen Konditorei begrüßen kann. ^'l) werde im linken Knopfloch meines Gehrockes "^ l^denia haben und bitte Sie. als Erken- . ungszcichen bloß meinen Bries, der schon dnrch l^>' l'rbst'ngrüiies Papier auffallen muß, in der st"/'! 5U halten. Mit vorzüglicher Hochachtung uud s.^' zu Ihren Diensten bereit Ihr zn aufrichtig.- ^'n ^.ank verbundener usw." ^. Wunderbar — höchst wunderbar! Aber diese q/ -I"'^''l, die sich ihr bot, Herrn Hieibmanu von " "M'sicht zu Angesicht zu erschauen, !var schon deshalb verlockend, weil sie gar nichts dabei riskierte. Gefiel er ihr, so gab sie sich zu erkennen; fand er ihren Beifall nicht, so konnte sie, da, ihre ,')üge ihm ja fremd waren, den erbsengrünen Brief ruhig in der Tasche behalten. Dann hatte sie den Bewerber eben einfach „versetzt", wie ihre Kolleginnen, die mehr Uebnng in solchen Begegnungen hatten, sich auszudrücken pflegten. Schon um dreiviertel auf fünf faß sie in der Pappritzscheu Konditorei vor einer Schokolade. Mit dem Schlage füuf öffuete sich die Glastür, nnd hereiu trat ein Herr in mittleren Jahren mit gol-deuem Kneifer und dnnklem, fpitzgefchorenem Bart - eine Gardenia im Knopfloch. So ruhig und heiter, als habe er uienmls etwas mit Geschäft, Telegraph nnd Telephon zu tun gehabt, sondern ein Millionenvermögen in mündelsicheren Papieren in den feuerfesten Gewölben der Neichsbank liegen. Hatte das alles ihre „ölige" Stimme be wirkt, wie Meta, still in sich hineinkichernd, dachte" Oder war Herr Neibmann nur in den Bnrean-stliudeu zappelig, außerhalb des Koutors aber ein liebenswürdiger uud, wie es schieu, sogar etwas phlegmatischer Weltmann V Das menschenkundige Telephonfräulein wurde ganz irre an ihren eigenen Erfahrungen und bekehrte sich sofort — ohne es zu wissen ^ zn jener altindischen Philosophie, die alle Sinneswalirnehmuugeu für den schillernden Majaschleier des Irrtums uud der Verderbnis erklärt. Im nächsten Augenblick schimmerte das erbsen-grüne Papier in ihrer Hand. Und als der An kömmliug sie uoch immer nicht bemerkte, sondern seine Blicke suchend umherirren ließ, erhob sie sich. „Wie konnneu Sie zu diesem Vrief. mein Fräulein?" fragte Neibmann befremdet. „Sehr einfach, ich bin die Adressatin!" „Nicht möglich! Hier" — er zog die Photo-graphic aus der Tasche — „hier habe ich ja Ihr Bild!" Meta warf einen flüchtigen Blick darauf und lachte mit vollendeter Schauspielkunst hell aus: „Ach, da habe ich mich in der Eile vergriffen. Das ist ja eine meiner- Freundinnen!" Ncibmann schüttelte den Kopf nnd zog eine Miene, als glaube er, eine recht „unsichere Kontoristin" — eii, Begriff, der ihm am nächsten lag, aber hier keine Nolle spielte, da er ja kein Engagement für feiu Kontor beabsichtigte — vor sich zu sehcu. Doch er forschte nicht weiter, sondern äußerte hocherfreut: „So war meine erste Vorstellung von^ Ihnen doch richtig, mein liebes ^räu-lein. Die stimme meines Ohres hat mich nicht betrogen!" Meta wollte schon antworten: „Und mir hätte die Stimme meines Ohrs niemals verraten, was für ein netter Herr Sie sind." Aber da sie jeht keinen Grund mehr hatte, der „Anbahnung einer kompletten Fühlung zu ihrer werten Persönlichkeit" Schwierigkeiten entgogen. zusetzen, so schwieg sie wohlweislich nnd begrüßte die Tatsache, daß es auf dieser Welt Leute gibt, die ihrem Gehör mehr tränen, als ihrem Geficht mit aufrichtiger Befriedigung. Hätte Ernst Adam liei'binanns Ohr nicht gesprochen, wer weiß, wie lange sie dann noch auf jenes Wort hätte warten müssen, das jedes weibliche Ohr am liebsten hört Laibacher Zeitung Nr. 118. 1104 22. Mai 1908. französische Komitee für Ausstellungen im Auslande gelvenoet, welcke? es für seine Idee gewinnen will. „Daily New5" melden au^ Washington: Tic Pläne des Marinedepartements zur Bildung einer atIantischenFlotte sind fertiggestellt. Diese Flotte, die noch verstärkt werden soll, wenn die jetzt im Stillen Ozean kreuzende flotte ihre Reise um die Welt beendet haben wird, besteht aus drei Linienschiffen, den modernsten Schlachtschiffen der amerikanischen Marine, von denen eines ll>.M<> Tonnen, die beiden anderen je 18.M0 Tonnen Gehalt, haben, ferner aus zwei Panzerkreuzern mit je 14.500 Tonneil Gehalt, drei geschützten Kreuzern, zwei Kanonenbooten und zwei Spähtrcu-zern. Zur Präsid e n tschafts - W ahlk a m -pagn e in den Vereinigten 3 taaten von Amerika führt die „Franks. Ztg." aus, man habe schon ein ungefähres Bild davon, wer in den beiden Nationalkonventcn in Chicago nnd Denver als Kandidat nominiert werden wird. Auf republikanischer Seite sind jetzt in sämtlichen Staaten die Delegierten gewählt und instruiert, nnd es läßt sich mit großer Wahrscheinlichkeit voraussagen, daß Kriegvsekretär Taft die Nomination der Republikaner erhalten wird. Die Schätzungen der für ihn sicheren Delegiertenstimmcn gehen zwar auseinander, aber so viel steht fest, das; 420 bis 480 Stimmen direkt für ihn verpflichtet sind. Dazu muß man ebenso sicher noch etwa 70 bis 100 weitere Stimmen von solchen Delegierten rechnen, die zwar nicht absolnt an seinen Namen gebunden sind, aber doch für ihn stimmen werden. Das ergibt also eine Stimmenzahl von mehr als 500, während er nnr 4!)1 Stimmen zur Nominierung braucht. Die früher öfter in Betracht gezogene Möglichkeit, das; der größte Teil der Delegierten entgegen den erteilten Instruktionen für Roosevelt votieren könnte, sei durch deu starken Ttimmenvor-sprung, den Taft nunmehr sicher hat, so ziemlich ansgeschlossen. Die übrigeil republikanischen Präsi-dcntschafts-Kandidaten, Senator Kuor, Gouverneur Hughes, Sprecher Cannon, Mr. Fairbanks und Senator La Follette, können nur auf kleine Ziffern von 30 bis 60 Stimmen rechnen. Auf demokratischer Seite sind bisher' noch nicht alle Delegierten gewählt, da die demokratische Konvention erst im Illli stattfindet. Bis jetzt hat B r y a n weitaus die meisten Anssichten. Man rechnet ihm etwa 400 Delegierte zu, was aber wohl zu hoch gegriffeil ist. Der einzige, der ihm gefährlich werden könnte und auch als Präsidentschafts-Kandidat einige Aussichten hätte, gewählt zu werden, ist Gouverneur Johnson von Mmnesota. Eine telegraphische Meldung besagt, daß sich die demokratische Staatcnkon-veniion von Alabama nnd Kalifornien für die Präsidentschafts-Kandidatur Aryans erklärt hat. Tagesneuigleiten. — (Die merkwürdigste Form der Steuerhinterziehung.) Wählend in Europa die Frauen es an Rechten und Pflichten mit den Männern gleich haben wollen, findet bei den Einwohnern der Insel Madagaskar beinahe das Umgekehrte statt. Die Malayenfrauen auf Madagaskar sind nämlich von den Steuern befreit. Zahlreiche Männer nun, die das verdroß, ließen sich daher ihre Haare lang wachsen und zogen Frauenlleider an, ja, sie gingen so weit, daß sie sich bei den Europäern als Kammerfrauen verdingten. Diese weibischen Männer nennt man „Sharimbary". und vor der französischen Eroberung soll es auf Madagaskar von solchen Individuen geradezu gewimmelt haben. In neuerer Zeit kam die Behörde dahinter. Sie machte energisch Front gegen diese Art der Steuerhinterziehung, und so kommt es, daß die Sharimbary sich nur noch vereinzelt und nicht ungestraft in Tananarioo ergehen. — (Der Schwan von Kabul.) Die Konflikte, die jetzt zwischen der englischen Regierung und Afghanistan zu kriegerischen Unternehmungen geführt haben, rufen die Erinnerung an eine kleine Tierfabel zurück, die der frühere Emir Abdurrahman zu erzählen liebte und in der er seine Politik symbolisierte: Es war einmal ein schöner Schwan, der schwamm in der Mitte eines tiefen klaren Sees. Auf dem einen Ufer lauerte eine alte Tigerin, wachsam und wütend; am anderen Ufer hatte sich em Rubel grimmiger Wölfe versammelt, die heulten und die Zahne fletschten. Näherte sich der Schwan dem einen Ufer, so schlug die Tigerin mit ihren Klauen nach seinen Federn; schwamm er dem anderen Ufer zu, so liefen die Wölfe durcheinander und wollten ihn in Stücke zerreißen. Darum hielt er es für gut. in der Mitte des Sees zu bleiben, wo er sicher und ruhig war. denn das Nasser des Sees war sehr tief und wird mit Gottes Hilfe wohl auch niemals austrocknen ... So fühlte sich der Emir als der Schwan von .Kabul, der ruhig und behaglich wartet im Angesicht der russischen Wölfe und der englischen alten Tigerin, die sich gegenwärtig bewachten und ihm nichts Schlimmes antun könnten. — sE i n e W a s se r l a t a st r o p h e in E h i n a.) Aus dem großen chinesischen Binnenhafen Hanlau wird berichtet: Hankau wurde dieses Jahr durch eine große Ueberschwemmung heimgesucht, welche durch einen wollen-bruchartigen Regen noch verstärkt wurde. Besonders die Bevölkerung des Nebenflusses Han, welcher in den Jangtse-liang mündet, litt furchtbar darunter. Durch den Regen schwoll der Han in einigen Stunden um 8 bis 10 Fuß. Hiedurch entstand eine Stauung im Han. die durch die jährlich um diese Zeit von Honan kommende Flut noch verstärkt wurde. Dabei ereigneten sich die entsetzlichsten Unfälle. Durch die sich hebende Flut faßten viele Dschunkenanter nicht mehr den Grund, und die Dschunken trieben stromabwärts, entgegenkommende Boote und Dschunken mit sich reißend. An den Ufern des Han, wo sich viele Hunderte von Hütten befanden, wurden alle hinweggeschwemmt. In Hanyang (Honan) wurden mehrere Ehinesenhäuser weggerissen und stürzten mit ihren Bewohnern in die reißende Flut. Dampfboote konnten nichts ausrichten. Durch den Sturm geriet eine große, mit Petroleum beladene Dschunke in Brand und trieb ohne Führung in den Uangtse hinein, wodurch das Unglück noch vergrößert wurde. An der Mündung des Han in den Jangtse spielten sich die schrecklichsten Szenen ab. Diejenigen Dschunken, die glücklich in den Aangtse kamen, trieben in ein Fcuermeer hinein, da die Petroleumdschunlen in Brand waren. An ein Netten war nicht zu denken. Dschunken und kleinere Fahrzeuge, 600 an der Zahl, wie auch zwei Dampfboote und ungezählte kleine Boote sind vollständig verloren gegangen. Die zu Grunde gegangenen Menschenleben werden auf 2000 bis 3000 geschäht. Unter der Bevölkerung herrscht große Erbitterung, da man das Unglück der Nachlässigkeit der Flußbeamten zuschreibt. Sonst wurden die Flußbewohner des Han alle Jahre von der von Honan kommenden Flut telegraphist verständigt und konnten sich so in Sicherheit bringen, heuer hat man die telegraphische Verständigung unterlassen, woraus solch großes Unglück erwuchs. — (Richter Lynch.) Nicht weniger als 73 Personen sind im Jahre 1907 in den Vereinigten Staaten der Lynchjustiz zum Opfer gefallen, was eine Zunahme von 38 Personen gegen 190« bebeutet. 63 dieser Hingerichteten waren Neger. Unter dem Reste befanden sich einige Mißlinge und vier Weiße. 19 Hinrichtungen wurden am hellen Tage ausgeführt, ohne daß die Behörden auch nur die geringsten Anstrengungen gemacht hätten, der Vollswut ihre Opfer zu entreißen. Von den Getöteten wurden 32 gehängt, 17 erschossen. 2 lebendig verbrannt. In einem Falle — in dem es sich ebenfalls um einen Neger handelte —-wurde ein ganz besonderes Exempel statuiert: der Verfolgte wurde an einem Baumast gehängt und diente dann den Revolvern der „Richter" so lange zur Zielscheibe, bis er von seinen Qualen erlöst war. Besonders heftig entfacht wird die Vollswut, wenn sich ein Neger eines Verbrechens gegen eine weiße Frau schuldig macht. Fast die Hälfte aller Hinrichtungen durch Richter Lynch sind auf derartige Vergehen zurückzuführen. — (Das künstliche L ö w e n g e b r ü l l.) Es ist eine gewagte Sache, einen Löwen in einem Theaterstück brüllen zu lassen, und die Handwerker im Nüpelspiele des „Sommernachtstiaumes" sind vorsichtig genug, um ihren Löwen erst erklären zu lassen, daß er eigentlich gar lein Löwe, sondern Schnock der Schreiner ist. Ein moderner Theaterdirektor aber rechnet mit anderen Sensationen; er will möglichste Naturwahrheit auf die Bühne bringen und auch den Löwen so brüllen lassen, wie eben der König der Tiere brüllt. Der „Mcnestrel" weiß eine Geschichte zu erzählen, in der dieser Versuch für einen englischen Theaterdirektor unerwartete Folgen hatte. Er brauchte in einem Stück unbedingt Löwengebrüll und da er doch unmöglich eine solche Bestie hinter den Kulissen aufstellen konnte, so kam er auf den ingeniösen Einfall, einen Löwen in den Phonographen brüllen zu lassen. Ein Apparat wurde in dem Lö'loentäfig, des Zoologischen Gartens aufgestellt, aber das Tier, geärgert über das merkwürdige Instrument, zerschlug es mit einem Hieb seiner Tatzen. Ein zweiter Versuch ward unternommen; der Phonograph wurde außer' Die Carreaudame. Roman von U. No8l. (16. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Während der Fahrt ins Krankenhaus eilt» schloß sich der Professor, Wrada von dem getanen Schritt iil Kenntnis zu sehen, (is war besser, er vernahm das Vorgegangene von ihm als von seiller Braut. Deshalb zog er im Spital den jungen Arzt i,l eine Ecke und teilte ihm brühwarm mit, was er unternommen halle, um ihn freizubekommen. Hermann mißbilligte diesen Schritt, und Urban sah wohl, daß er nicht gerade angenehm berührt war. „Für Ihre Sorge um mich und Ihre Bemühungen muß ich Ihnen danken, Herr Professor. Aber wenn ich mir Uon ihr das Wort zurückgeben ließe, daZ wäre genau so, als wenn ich es bräche, ein nicht zu beschönigendes Mißachten meines Eides. Nein, Nein! Niemals würde ich Nudolfs Bild los! . . . Ich biu mir nun schon in schlaflosen Nächten darüber klar geworden. Vielleicht ist es zum Guten, daß ich in meinem Privatleben nicht überschwenglich glücklich sein soll . . . Uni so eifriger werde ich meine Arbeit betreiben. Lassen ^ie mich meinen Weg gehen, Herr Professor, lind meine Pflicht erfüllen." „Selbstvel'ständlich gebe ich die Sache nun auf", entgegnete der Professor volltönig. „Ich wollte Ihnen helfen, aber . . ." Er zuckte ausdrucksvoll die Achseln. „Pflicht erfüllen!" dachte der Professor, als cr sich von Hermann Wrada entfernte. „Dir wird es noch ordentlich schwer werden, mein Junge, dieses Programm durchzuführen." Als er seinen Nundgang durch seine Abteilung antrat, hatte er die beschichte schon wieder aus seinen Sinnen verwiesen. Von Vctt zu Bett schritt er mit unbeweglicher Miene, überall gleichmütig >llagcn und Jammer anhörend, mit ruhiger Stimme tröstend und die Befürchtungen der Kranken zerstreuend. Dein, der morgen scholl ill die Totcnkammer kam, zeigte er kein bedenklicheres Gesicht, als dem Genesenden, und viele richtete er schon durch seine bloße Gegenwart auf, wie gläubige Seelen sich ja auch dadurch getröstet fühlen, wenn sie zu einem steinernen Bilde gebetet haben. Andere stieß er wieder durch seine Kälte ab. Eine ältere Frau wendete sich, so oft er kam, zur Wand und wollte sich nicht von ihm untersuchen lassen. Auf eine Kranke versuchte Wrada als der diensthabende Sekundaarzt des Professors besonderes Augenmerk zu lenken. Ein noch junges Mädchen, aber vergrault und abgezehrt, an einem schweren Lungenübel leidend. Es war kanm, zu hoffen, das; man sie retten konnte. „Eine Studentenbraut!" sagte im Fortschrei' ien der erste Assistent achselzuckend. „Nach langjährigem Brautstand um einer Reicheren willen verlassen. Sie sehnt sich gar nicht ins Leben zurück. Wenn man solche Verzweifelte doch ruhig sterben lassen könnte!" Wrada nickte stumm. Dieser Verlassenen, die ihn: anch ihre Geschichte erzählt hatte, widmete er scit einigen Taigen die größte Sorgfalt, obgleich auch er ihr nichts besseres wünschen konnte, als den Tod. Er empfand ihr gegenüber ein eigenes Schuld' gefühl, als ob er selbst sie verlassen hätte. Mit großem Unbehagen begab er sich ain Abend, zu Mittag hatte er heute im Spital gegessen, in die Leandersche Wohnung. Urbans Schritt hatte dc'il letzten Nest von Unbefangenheit zerstört. Vis jl-lzt war von seinem Seelenzustaud nichts laut g^ worden, aber von mm an könnte Hedwig sich übn seinen innereil Abfall keiner Täuschung mehr h>>^ geben. Er würde sich schämen, ihr ins Gesicht ZU blicken. Er fand Leanders friedlich unter der Lamp/ um den Tisch sitzend, der schon das weiße Tüm-tuch für das Abendbrot trug. Die Frauen arbel' teten, während der Alte die Zeitung las nnv Pfeifenqualm verbreitete. Ein stilles Familienblw' auf das Nudolf vou der Wand teilnehmend horal'-zublicken schien. Hermann war es doch zumute, als lasse " einen Teil seiner Unrasl dranßen. Auf der Schwelg sie nicht zn überschreiten wagend, blieben Gedanlei nnd Wünsche zunick, die nicht hierher gehörten. Der erste Blick ans die Gesichter der Eltern, die ganz ihren gewöhnlichen Alisdruck trugoi!,.". ruhigte ihn darüber, daß beide nichw vom VeM' des Professors wußten. Er kannte diese Mienen^ genau. Jede neue Erregung würde er ihnen soi^ . angesehen haben. Doch sie spiegelteil nur das Ml der Ahnnngslosigkeit wieder. ^ < ^ Herr Leander, ein ausgesprochener ^'A ., feind. war wieder einmal außer sich über ^^' ,. dcrungen der Böhmen nach einer böhmischen ^^.., in Wien und äußerte seinen Aerger in einer ^>c ' als ob er Hennann für diese Ansprüche venii' wortlich mache, da er doch ans Böhmen stainm (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 118. 1105 22. Mai 1908. halb des .Käfigs ausgestellt und hinter ihm cin Stück fleisch m die Höhe gehalten, so bah der Löwe brüllend auf den Trichter zusprang. Selig zog der Direltor nun mit dem Phonographen ab und am Abend erschallte an der entscheidenden Stelle ein so furchtbar rollendes Löwengcbrüll, daß die Zuschauer voller Angst aufsprangen und wie wahnsinnig zu den Saaltüren hinausdrängten. Der Löwe hatte das Publikum aus dem Theater hinausgebrülli. Reisetage in England und Schottland. Von Dr. Emil Vvrk. (Fortsetzung.) Als ich im Verlaufe des Vormittags Oxford verlieh, erschien die Wiesenlandschafi mit ihren in Reihen und Gruppen gepflanzten Eichen noch ärmer an Abwechslung, als es mittlerlvcile trüb und lühl geworden war. Weihe und gelbe Teichrosen schwimmen auf den Ausflüssen stehender Gewässer und sind die einzigen bemerkenswerten Blüten, denn die Wiesen sind vom weidenden Vieh kahl gefressen und an den steilen Abhängen der Bahneinschnitte finden Schafgarbe und kleine Glockenblumen in nur kümmerlichen Formen kaum genügenden Platz. Heu und Stroh ist haushoch aufgeschichtet und zcltartig mit Leinwand bedeckt. Auch a>lf den kleinsten Wasscrläufen bewegen sich träge Frachtschiffe, von einem schweren Pferde gezogen, das gleichzeitig seinen Lenker trägt. Ganz absonderlich berührt es hier, gar nicht so selten schöne Zedern zu sehen. Ihre Herkunft erklärt sich von selbst in dem an diesen Bäumen reichen Parke des Schlosses Warwick, das ich nun besuchte. Es liegt bei dem Städtchen gleichen Namens an der Eisenbahn, ^ine schwerfällige, alte Kutsche mit ebensolchem Rosselenler führte mich durch das an einer Anhöhe anmutig gelegene an alten Häusern reiche Städtchen, mit dem manche Erinnerung an den Grafen Dudley Leicester, den Günstling der Königin Elisabeth, verknüpft ist, bis zu dem mit starker Mauer umgebenen Schlotzgarben. Das erste Stück der Zufahrtsstraße in diesem, die der Fremde nur zu Fuß beteten darf. ist cin tiefer und breiter Einschnitt in dem weichen Sandstein des Hügels. Auf den wallartigen Begrenzungen dieses Weges thronen in stolzer Höhe uralte Väumc, d>e mit weit ausgreifenden Zweigen die Schlucht beschatten, ^me ausfallend große Edelkastanie ist jetzt in später, aber doller Blüte, der kräftige Windstoß, der ihren Wipfel schül-lelt, streut blühende Büschel auf den Weg zu meinen Füßen. w>e cin Grus; vo» Erinnerungen ans dem Süden im hohen Norden. Nach einem groften Tcppichgartcn als Vorplatz lommt man durch ein schlankes Spitzbogentor in der Schloßmauer in den inneren Schloßplatz. Von hier genießt u>an den vollen Anblick des Hauptgebäudes; runde und vier-k^ige Türmc, unter denen der größte Caesars Tower, cm Bollwerk alter kriegerischer Zeiten, ist, unterbrechen die Graden Linien des Schlosses und der Parlmauer. über welche die breiten Wipfel riesiger Zedern ragen. In den besten dieser sitzen blaue und silberne Pfauc, die auch auf btm Rasenteppich mißtönig schreiend in großer Menge Umhersiclzen, Wir sind im ganzen nur vier Leute, die Einlaß begehren, der uns wie überall in England auf höfliches Ersuchen mit höflicher Bereitwilligkeit gewährt wird. Ein alter Diener des Hauses führt uns durch das Stammschloß berer. die es heute noch bewohnen. Warwick Castle soll das ^nzigc alte Schloß Englands sein, das heute noch in seinen Grundformen unverändert von den Nachkommen des Er-bciucrs (im 13. Jahrhundert) bewohnt wird. was Haupt, schlich darauf zurückzuführen ist. daß die Grafen von Warwick Cromwells Freund« waren und so ihr Hab und ^ut lior der Zerstörung bewahrt blieb. Eine Menge von '^lnstschätze,^ in erster Linie Oelgcmälde, finden in diesem ^ausc gastlichen Schutz und stimmungsvolle Verteilung in t" einzelnen Räumen. In der kleinen gotischen, von Däm-"'crlicht durchwobcnen Schloßlapelle hängt ein Heiligenbild ^'ubrischer Schule, in dem großen Empfangssaal«! blicken ,'e von Van Dyck gemalten Ahnen auf die festliche Runde; n dem Zimmer der Dame des Hauses tändeln die zieren Gestalten Watteaus in sanftabgetöntcn Farben, und ^olbeins Vilder aus der Zeit des Hoflcbcns .Heinrichs VIII. lMnern mit ihren herben Zügen an den Ernst und unbe-^chenbarcn Wechsel des Lebens. Die große Halle mit ""chtlgem, freitragendem Gebälke gäbe Raum für eine nicht l"c Kirche und ist reizend und mannigfaltig eingeteilt '!?-l ^ufslellung von alten und neuen Möbeln, chinesischen ' "senvasen. in denen elektrische Bogenlampen verborgen 'durch höchst geschmackvolle Anbringung von gestickten eppichen aus Belgiens und Italiens besten Zeiten sowie Hen. ^ -^ ^ glühenden Farben des Morgenlandes .^Ugcn. in lauschige Tccwinlel. große Musilräume. Lese-'wnmer^ und malerische Erler mit alten Waffen und lost-"ler Jagdbeute aus allen Gegenden der Erde. Von den h stern dieser Halle sieht man auf den Avon. der den ^nrt durchströmt. In diesem birgt ein gesondert stehen-5 .Häuschen einen der größten Kunstschätze des klassischen ' ertums, die sogenannte Warwick-Vase. die in Tivoli bei ' "n ,n der Villa Hadrians gefunden und nach England '"rachi worden war. Nach einer kleinen Rundfahrt an den Grenzen des Städtchens Warwick, in dessen Nähe die Ruinen des uns durch Walter Scott so wohlbekannten Kenilworth liegen, kam ich gerade zu rechter Zeit, um noch einen Zug benutzen zu können, der in der Richtung nach Straiford-on-Avon fährt. Die große Anzahl der Mietwagen auf dem kleinen Bahnhöfe der räumlich fo unbedeutenden Shakespeare-Stadt weist auf den Umfang des Fremdenverkehres hin. der für ihr Leben ausschlaggebend ist und der sich um alles dreht, was mit dem großen Dichter zusammenhangt. Wenn man den modernen Einspänner verlassen hat und durch das niedrige Tor den holzgetäfelten Gang der alten Taverne Golden Lion betritt, in dessen Mansarbenstübchen ich meinen Koffer niedersehte, so dauert es eine geraume Weile, bis man das noch vor wenig Augenblicken durchgemachte geräuschvolle Getriebe des Weltenverlehrcs vergißt. (Fortsetzung folgt.) LolaI- und Provinzial-Nachrichten. — (P erso n al n a ch r i cht.) Der Herr Landesprä-sidcnt Theodor Freiherr Schwarz von Karsten hat sich gestern abend in Begleitung des Piäsidialvorstandes Landcsregierungsllltes Wilhelm Haas nach Unterlrain begeben, von wo die Rücklehr Samstag abends erfolgt. Der Zweck der Amisreife ist in erster Linie die Besichtigung der Neißlrainer Bahntrassen und die Einholung oiesfälliger Informationen. — (Zum P a pstju bi l äum.) Die dem Hl. Vater aus Kram zugedachten Iubiläumsgaben werben am 25. d. übergeben werden. " (Aus dem Erkenntnisse des l. l. Reichsgerichtes.) Ein in den Ruhestand versetzter Staatsbeamter, der auf den Bezug seiner Pension verzichtet hat. kann die Ausfolgung einer Eisenbahn-Fahrbegünstigungs-legitimation nicht beanspruchen. —i-. * (Aus ben Entscheidungen des l. l. Ver -a> a I t u n g s ge ri ch t s h o fe s.) Bei Verlegung eines öffentlichen Weges anläßlich eines Bahnbaues handelt es sich nicht um subjektive Rechte von Einzelpersonen, sondern um gemeinsame Interessen eines Komplexes von Rechts-st.bjelten, die in dem Organismus der Gemeinde ihre legale Vertretung finden. Daher ist wohl die Gemeinde, nicht aber auch der einzeln« Interessent zur Veschwerbeführung gegen die Wegverlcgung legitimiert. — Unter vollkommener Wiederherstellung eines durch den Nahnbau gestörten Weges ist eine solche Herstellung zu verstehen, durch welche die Verlchrszwccke und Bedürfnisse im selben Maße wie früher befriedigt werben. Ist dies hinsichtlich der projektierten Verlegung einer Niveauübersetzung konstatiert, so ist das Eisenbahnministerium nicht bemüßigt, sich mit dem Begehren nach Errichtung einer Bahnunterfahrt nxiter zu befassen. Für die nach tz 10 lit. <>). E. K. G.. zu treffenden Verfügungen sind nur die „derzeit bestehenden" Verhältnisse maßgebend. Wenn jedoch vermöge nachträglich vorgekommener Aenderung dieser Verhältnisse die Kommunitations-bcdüifnisse durch den neuen Weg nicht mehr im selben Maße befriedigt weiden, als es im Falle des Bestandes des alten Weges der Fall wäre. so ist die Bahn durch neuerliche Anordnung der Behörde zur anderweitigen Wiederherstellung der gestörten Kommunikation zu verhalten. —r. " (Effekten tombola.) Das l. l. Finanzministerium hat im Einvernehmen mit dem l. t. Ministerium des Innern dem Vereine für Kinderschutz und Jugendfürsorge im Gcrichtsbczirle Idria die Bewilligung erteilt, im Jahre 190» zugunsten der Vereinszwecke eine Effekten, tombola mit 10.000 Karten zum Preise von je 20 1,. bei Ausschluß von Gewinsten in Geld, Geldeffelten und Mono-polsgegenständen taxfrei zu veranstalten. __r. " (K uiatorium der landwirtschaftlich-chemischen Versuchsstation in L a i b a ch.) Der lrainische Landesausschuh hat auf die Dauer seiner Funltionsperiodk an Stelle der bisherigen Delegierten, und zwar des Herrenhausmitglicdes Otto Edlen von Detela und des Reichs- und Landtagsabgeordneten Herrn Franz Pov^e, den Herrn Landeshauptmann ßullje und den Herrn Landesausschußbeisitzer Dr. Eugen Lampe n> Mitgliedern des Kuratoriums der landwirtschaftlich-chemischen Versuchsstation in Laibach delegiert. __^ " (Ei senbahn angclege n hei ten.) Die l. l. Landesregierung für Kram hat zufolge Ermächtigung des l, l. Eisenbahnministeriums der l. l. priv. Siidbahngescll-schaft in Wien den Vaulonsens zur .Herstellung einer gk' mauerten Diensihütte im Kilometer 3 803 rechts der Bahn der Linie St. Peter-Landesgrenze für die Schleppbahn^ anläge der Zementfabril K. Lenasfi erteilt. —?, ^- (Asyl für unheilbare Kranke.) Wie wrr erfahren, beabsichtigt die Krainische Sparkasse anläßlich des 60jährigen Regierungsjnbiläums Seiner Majestät des Kaisers in Laibach ein Asyl für unheilbare Kranke zu erbauen und mit den Bauarbeiten schon im kommenden Monate zu beginnen. Als Baugrund wurden die zu diesem Zwecke seinerzeit läuflich erworbenen Parzellen Nr. 33 34 36. 39, 40 und 41 der Katastralgemeinde St. Petersvor- stadl zweiter Teil lain Alten Weg nächst dem Leomnum) bestimmt. Die Kosten dts imposanten Neubaues dürften sich samt der Einrichtung auf etwa 600.000 X belaufen. Die Baupläne wurden vom l. l. Baurat Johann Böltz ausgearbeitet. -^ (Ernennungen.) Der Evibenzhaltungselev? Herr Adolf Götzl wurde zum EvidenzhaltunaFgeometer in der elften Rangöllasse und der Absolvent des geodätischen Kurses Herr Johann Verbiß zum Eleven bei der Edi-denzhaltung des Grundfteuerlatasters in Kram ernannt. — sDie deutschen Vortrage) des Paters Polifla im Dom sind, wie man uns schreibt, sehr gut besucht, könnten aber noch besser besucht sein, wenn sich jenes Publikum, das sich bisher von ihnen fernhielt, persönlich von deren Vortrefflichleii überzeugen würbe. Diejenigen, die sich bereits diese Mühe gegeben haben, sind voll des Lobes über den noch jungen, aber viel gereisten Kanzel-redner, der es versteht, durch interessante, meist aus eigener Erfahrung geschöpfte Beispiele seine Vortrage zu würzen. Dazu kommen die herrlichen Maricnlieber. die vom Domchor unter der bewährten Leitung des bekannten Meisters und Domchordirigenten Foerster vorgetragen werben und zur Erhöhung der Andacht wesentlich beitragen. Die Vortrage sind kurz, kaum eine halbe Stunix dauernd und beginnen jeden Abend um 7 Uhr. — (Aufnahme in die Infanterie-ladettcnschule in Karlstabt.) Jünglinge von österreichischer, be^w. ungarischer Staatsbürgerschaft oder bosnisch-hcrcegovinischer Landesangehöiigteit. welche körperliche Eignung für die Militärerziehung besitzen, ein makelloses Vorleben haben, den Nachweis über die Absolvierung der vier unteren Klassen einer Realschule ober eines Gymnasiums (mit Oeffcntlichleitsrecht) erbringen — von ungenügenden Noten in der lateinischen oder griechischen Sprache wird abgesehen — eine genügende Aufnahms-prüfung ablegen, mit 1. September im Alter zwischen 14 und 17 Jahren stehen, können in den 1. Jahrgang der Infanterieladettenschule in Karlstabt mit Beginn des Schuljahres 1908/1009 (Mitte September 1908) aufgenommen werden. Den einzelnen Klassen der Mittelschulen sind die korrespondierenden Klassen der nach dem XXXVIII. Geseh-artilel vom Jahre 1868 organisierten ungarischen Bürgerschulen, der Kommunal-Vürgerschule in Fiume. dann die V. bis VIII. Klasse der kroatischen „höheren Volksschulen" in Oto^ac. Ogulin, Sissel, Mu-Grabi^la, Virovitica. Ko-preinih und Brod hinsichtlich der Anforderung der nachweisenden Norlenntnisse für den Eintritt in eine Kabetten-schule gleichgchalten. Die Vortragssprache ist im 1. Jahrgang der Kabetlenschulen in Karlstadt und Kamcnitz deutsch und kroatisch. Für den Eintritt in diesen Jahrgang erstreckt sich die in deutscher oder kroatischer Sprache abzulegende Aufnahmsprüfung auf folgende Unterrichtsgegen-stände: Deutsche und kroatische Sprach«. Arithmetik und Algebra. Geometrie, Geographie. Geschichte, Naturgeschichte, Physik und Chemie, und zwar in jenem Umfange, in dem sie in den unteren Klassen einer Mittelschule zum Vortraye gelangen. Es ist gestattet, daß fich die Aspiranten hiebei, als Erleichterung zur Darlegung ihres Vfsens und ihrer Fähigleiten, ihrer Muttersprache bedienen. Sie müssen aber jene Sprachen (für die Kaoetienschukn in Karlstavt und Kamenitz deutsch und kroatisch), in denen der Unterricht erteilt wirb, soweit beherrschen, daß sie den Vortragen folgen können, In den drei unteren Jahrgängen der Kadettenschule wird im allgemeinen derselbe Lehrstoff vorgenommen wie an der Oberstufe der öffentlichen Realschulen. Die Zöglinge können daher nach Absolvierung des 3. Jahrganges, wenn sie den sonstigen gesetzlichen Anforderungen entsprechen, zur Maturitätsprüfung an einer öffentlichen Realschule zugelassen werden. Zöglinge dieses Jahrganges, die mindestens „sehr guten" Gesamterfolg ausweisen und die vorgeschriebene lommissionelle Prüfung bestehen, können über ihre Bitte und nach Zulässigleit des verfügbaren Raumes, auf Freiplähe in eine der beiden Militärakademien überseht werden. Das Schulgeld beträgt: 1.) für eheliche ober legitimierte Söhne von Personen der bewaffneten Macht 24 X jährlich; 2.) für eheliche oder legitimierte Söhne von Offizieren im Reseioe-, nichtaltiven Landwehr-Verhältnisse und im Verhältnisse „außer Dienst", bann von Hof- und Zivilstaatsbeamten (Bediensteten), von bosnisch-hercegovinischen Lanbesbeamten unv Bediensteten, mit Ausnahme jener der dortigen Staatsbahnen, 160 X jährlich; 3.) für Söhne aller übrigen österreichischen, bezw. ungarischen Staatsbürger oder bosnisch-hercegobinischer Landesangshöriger 300 X jährlich. Das Schulgeld ist von den Angehörigen der Zöglinge in zwei Raten, und zwar im vorhinein am 21. September und am 1. April eines jeden Jahres bei der betreffenden Kadettenschule zu er, legen. Schulgelbermähigungen werden nur ausnahmsweise, nach dem ersten Klassifilationsabschluß, bei nachgewiesener vollständiger Mittellosigkeit und sehr guten Schulzeugnissen erteilt. Die Kosten der Erhaltung der Zöglinge — einschließlich jener für Wäsche — trägt das Militäretat. — Die von den Angehörigen genau nach dem — in den Aufnahmsbedingungen für den Eintritt in die l. u. l. Kadettenschulen angegebenen — Muster verfaßten Gesuche Lllwu'cher Zeitung Nr. 118. Ilttl) 22. Mai 1908. um die Aufnahme sind bis längstens 12, Juli dem Kommando der Infanterielabettenschule in Karlstadt birett einzusenden. Unvollständige, nicht im Wege der Kabetten-schule und verspätet einlangende Gesuche werden nicht berücksichtigt. Alle näheren, für die Angehörigen notwendigen Bestimmungen sind in den Aufnahmebedingungen enthalten, die vom Kommando der Infanterieladettenschule in Karlstadt in deutscher und kroatischer Sprache, um 45 k franko als ..Drucksache" bezogen werden lönnen. — (Gründung einer Tischlergenossenschaf t.) Die Tischler, welche ihr Gewerbe in Laibach sowie in den angrenzenden Gemeinden 8i3la, Naitsch und Most« ausüben, beabsichtigen eine Genossenschaft ins Leben zu rufen. Die Statuten wurden von der t. l. Landesregierung bereits genehmigt. Die Gründungsversammlung findet am kommenden Sonntag um 9 Uhr vormittags im großen Saale des „Mestni Dom" statt. * (Gesperrte Brücke.) Wegen Reparaturen an der über den Kleingraben führenden Brücke wird diese vom 25. Mai bis 8. Juni für den Verkehr gesperrt sein. * (Der Streik in der L e i m f a b r i l) dauert fort. Im Ausstände befinden sich 70 Arbeiter und 20 Ar< beiterinncn. Heute morgen mußte eine Abteilung der Sicher, heitswachc die Arbeitswilligen schützen, die sich zum Aufladen von Steinkohlen auf den Südbahnhof begaben. Wie man uns mitteilt, hat gestern vormittag der Reichsrats-abgeordnete Gostin^ar bei der Direktion zugunsten der Aus- , ständigen interveniert. Einc Einigung konnte bisher nicht erzielt werden. — (Vortragsabend von Musilzöglin-gen.) Die Philharmonische Gesellschaft in Laibach veranstaltet morgen um 6 Uhr abends einen Vortragsabend ihrer Musilzöglinge mit folgendem Programm: 1.) W. A. Mozart: Serenade für Streicherchor. 13 erste Geigen, 10 zweite Geigen. 3 Bratschen, 3 Celli. 1 Kontrabaß. Leitung: Konzertmeister Hans Gerstner. 2. a) Fel. Mendelssohn: Abendlied. !,) S. Iadassohn: Im Volkston. Gesangduette, Fräulein Melitta Ieuniler und Fräulein Nenee Gottlob. 3. n) Gustav Holländer: Andante religioso. d) Moritz Moszlowski: Spanischer Tanz, für Violine mit Klavierbegleitung. Violine: Herr Oskar Andol.^el, Klavierbegleitung: Fräulein Marie G e r st n e r. 4.) Fel. Mendelssohn: Rondo Capriccioso. <>,,. 14. Für Klavier, gespielt vom Fräulein Frida Spetzler. 5.) Georg Henschel: Drei Lieder aus den ..Trompeterliebern", gesungen vom Fräulein Rosa Schweiger. 6.) Ludw. van Beethoven: Romanze, op. 50- F-Dur für Violine mit Klavierbegleitung. Violine: Herr Walter Rubbia. Klavierbegleitung: Fräulein Marie Gatsch. 7.) G. Verdi: Duett aus der Oper „Aida". gesungen von Fräulein Klementine Dzimsli und Fräulein Gisa K u l a v i c s. 8.) Wl, A. Mozart: Finale aus dem D-Moll-Klavierlonzerte, mit Begleitung eines zweiten Klaviers. Kadenzen don I. N. Hummel, gespielt von Fräulein Gusti Krziwanel. 9.) Jos. Haydn: „Nun beut' die Flur". Arie aus der „Schöpfung", gesungen von Fräulein Maja Weiß. 10.) Rich. Wagner: Spinnerlied. Chor für Frauenstimmen aus der Oper „Der fliegende Holländer". (Die Chorllasse.) Klavierbegleitung: Fräulein Mimi Perles. — Die Galerie bleibt für die Musikschüler reserviert. Zutritt haben nur die Mitglieder der Philharmonischen Gesellschaft, die Musilschulzöglinge und ihre Angehörigen. — (Der l. l. Bezirksschulrat in Krain-burg) hielt am 14. d. M. unter dem Vorsitze des l. t. Bezirkshauptmannes Herrn Alfons Pirc eine Sitzung ab. Der Vorsitzende begrüßte die Erschienenen und stellte den neuernannten l. l. Bezirtsschulinspeltor, .Herrn Ianlo I a -neii5. bisher Uebungsschullehrer in Laibach, vor. Sodann teilte er mit, daß mit der Inspektion der deutschen Schulen in Neumarltl und bei den Ursulinerinnen in Vi-schoflack Herr Albin Velar, l. l. Professor in Laibach. betraut wurde. Bis zum Ende des Schuljahres sind beurlaubt Frl. Marie Slaberne. Lehrerin in St. Martin bei Krainburg. und.Herr Lulas Knific. Lehrer in Trstenit, weiters die Fräulein Albina Prevc, Lehrerin in Höflein, und Marie Frantar. Lehrerin in Cerllje; die Supplentur der ersteren übernahm Frl. Karoline Zupanöii», bisher Supplcntin in Besnica, jene der zweiten Frl. Angela Millavöio, bisher Suftplentin in Neumarttl. Die Stelle der verstorbenen Lehrerin in Pölland ob Bischoflack, Groz-bana Padar. wurde dem Frl. Marie Poga5nil provisorisch verliehen. Fräulein Aloisia Ktebi erhielt einen definitiven Posten an der einllassigen Volksschule in Kanter. Die Südmarlschule in Neumarltl konnte noch nicht eröffnet werben, da di< nötigen Lokalitäten noch nicht adaptiert sind. Das k. l. Unterrichtsministerium hat den Rekurs ber Stadtgemeinde Krainburg behufs Erreichung der Erweiterung der dortigen Mä'dchenvollsschule abschlägig beschieben. — Da in Olivet die gesetzlich erforderliche Anzahl ber Schullinder vorhanden ist, wird bei Beschluß gefaßt, bie dortige ein-klassige Volksschule in eine zweillassige umzuwandeln, ebenso die Exlurrendoschule in Malensli Vrh in eine regelmäßige emllassige Volksschule umzugestalten. — Dem Fräulein Emma Peöe. Lehrerin in Selce, wird die zweite Dienst-alterszulage zuerkannt. — Einige Gesuche um Geldunterstützungen wurden erledigt. —T. - (ZurAollsbewegunginKrain.) Im poli-tischen Bezirke Laibach Umgebung (59.828 Einwohner) fanden im ersten Quartale des laufenden Jahres 157 Trauungen statt. Die Zahl ber Geborenen belief sich auf 008. die der Verstorbenen auf 419. darunter 166 Kinder im Alter von der Geburt bis zu 5 Jahren. Ein Alter von 50 bis zu 70 Jahren erreichten 93. von über 70 Jahren 86 Personen. An Tuberkulose starben 70, an Lungenentzündung 25, an Difththeritis 13, an Scharlach 2. an Typhus 5. durch zufällige tödliche Beschädigung 12. durch Selbstmord 1 Person; alle übrigen an sonstigen verschiedenen Krankheiten. Ein Mord oder Totschlag ereignete sich nicht. "^. —. (N e u a n l a g e n an der landwirtschaftlichen Schule in Stauden.) Die Rebschulanlagen in Stauden sind heuer bedeutend erweitert worden, und zwar nicht nur durch die Vergrößerung der amerikanischen Schnittweingärten. sondern auch durch die Erweiterung der Rebschule und durch den Bau eines Ttratifilationshauses. das schon heuer mit über 30.000 Rebveredlungen beschickt wurde. Das Stratifilationshaus kann bei zweimaliger Beschickung 60.000 bis 80.000 Veredlungen aufnehmen. — (Futterbaulurs in Stauden.) Sonntag, den 31. d. M., veranstaltet die Direktion der landwirtschaftlichen Schule in Stauden einen Futterbaulurs mit nachstehendem Programm: vormittags von 9 bis 11 Uhr: Anbau von Kleegrasmischungen für zwei- und mehrjährige Nützungsbaucr. Besichtigung der Kleegrassaaten ans den Anstaltsäckern und im Versuchsfelde. Nachmittags von 2 bis 4 Uhr: Neuanlage von Wiesen. Praktische Demonstration der wichtigsten Futtergräser. Zusammensetzung von Grassamenmischungen für verschiedene Lagen und Bodenarten. Besichtigung der Anstaltswiesen (natürliche Wiesen und Kunstwiesen). — Landwirte und sonstige Interessenten werden hiemit eingeladen, an dem Futterbauturse recht zahlreich teilzunehmen. " (Diebische Dienstboten.) Diesertage verhaftete ein Sicherheitswachmann ein 20jähriges Mädchen aus dem Steiner Vezirte. die ihrer Dienstgeberin und ihrer Wohnungsvermielcrin einige Bücher, einen Frauenrock und Ohrringe gestohlen hatte. Am 19. b. M. abends wurde ein 17jähriges, beschäftigungsloses Mädchen aus Unterkram, die wegen Betruges vorbestraft ist und erst vor drei Tagen den Kerker verlassen hatte, wegen Diebstahles angehalten. Eine Tierarztensgattin halte sich des Mädchens erbarmt und sie, obwohl sie ihr Vorleben kannte, in den Dienst genommen. Als das Mädchen den zweiten Tag Plötzlich aus dem Dienste trat, machte die Frau die Wahrnehmung, daß mit der Magd auch mehrere Stücke feiner Damenwäsche nebst einem goldenen .Herrenringe verschwunden waren. Neide Diebinnen wurden dem Lanbesgerichte eingeliefert. — (Die Laibacher Vereinslapelle) konzertiert heute im Kinematographen Edison, und zwar bei den Vorstellungen um 5, 6, 7. 8 und 9 Uhr. ' (Gefunden) wurden: 40 X Geld, eine silberne Damentafchenuhr nebst Kette, eine silberne Taschenuhr und eine silberne Uhrlette. — lD a 5 L t.' i ch l,' n b c a, ä n q n i 5 » nach l?cm M'rswrlicnon Adiniliistratwnsrat Herrn (5mil 0) il t t m a n fmdct nicht hcntc, scmdorn erst mor-a/'n. Tmnstmi, um halb 5» Uhr nachinittaqs statt. Telegramme de« k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Die Huldigung der Schulkinder. Wien. 21. Mai. Heute vormittag hat bei schönem Wetter die Huldigung von 82.000 Wiener Schullindern vor Seiner Majestät dem Kaiser in Schönbrunn stattgefunden. Schon in den frühen Morgenstunden waren die Kinder mit Inanspruchnahme sämtlicher Kommunilationsmittel nach Schönbrunn gebracht worden, wo sie. nach Schulen geordnet, das große Parterre bis zur Gloriette hinauf erfüllten: die Knaben in dunkler Kleidung mit weißroten, die Mädchen in weißen Kleidern mit schwarzgelben Schärpen. Zu beiden Seiten des Festplatzes vor der Schloßterrasse waren Tribünen für die Sänger und das diplomatische Korps, sowie für die Honoratioren und geladenen Gäste aufgestellt. Knapp vor 10 Uhr erschien Bürgermeister Dr. Lueger in Audienz bei Seiner Majestät dem Kaiser, um ihm für die Erlaubnis, diese Huldigung darbringen zu dürfen, zu danken und zu bitten, das Zeichen zum Beginne zu geben. Seine Majestät der Kaiser verfügte sich mit den Mitgliedern des Kaiser« Hauses auf die große Veranda, worauf das Festspiel „Gott erhalte" mit musikalischer Begleitung der Philharmoniker seinen Anfang nahm. Auf einem antiken Wagen, umgeben von Herolden und Bläsern in mittelalterlichen Kostümen, erschien die Austria, bargestellt von ber Hofburgschauspie-lerin Frau Vleibtreu, die in einem Poem die Huldigung der Kinder Oesterreichs barbrachte. Ein Mäbchen deklamierte hierauf das Gedicht „Des Kindes Herzensgüte", das die bekannte Episobe Seiner Majestät des Kaisers Kinderlzeit in Laxenburg erzählt. Ein Ehor von Mädchen und Knaben in der Tracht der dreißiger Jahre besang dann. einen Reigen ausführend, des Kaisers Herzensgute. Während des Reigens streuten die Kinder Blumen. Als Deutsch-meisteroffizier aus Radehlys Zeit kostümiert, brachte ein Knabe das Gedicht: „Des Jünglings Heldenmut" zum Vortrage, worin der Heldenmut Seiner Majestät des Kaisers bei Santa Lucia verherrlicht wird. Die Musik spielte hierauf bcn Radehlymarsch, zu welchem ein Knabenreigen militärische Exerzitien ausführte. Ein Mädchen deklamierte das Gedicht „Des Mannes Pflichttreue", worauf die „Vindo-bona". eine Schar Kinder mit Rosengirlanden anführend, dem Monarchen namens bei Stadt Wien huldigte. Die Mäbchen schlangen einen Blumenreigen und die Musil ging langsam zur Vollshymne über, die von den Kindern mitgesungen wurde. Der Kinderreigen vereinigte sich mit be» Solisten der Austria unb der Vinoobona zu einer Hulbi-gungsgruppe. Die Mädchen bildeten mit Nosengirlanben die Zahl Sechzig und die Knaben die Initialen bes Kaisers. Wien, 21. Mai. Als Seine Majestät der Kaiser, gefolgt von den Erzherzogen und Erzherzoginnen, auf der Terrasse zur Entgegennahme ber Kinbeihulbigung erschien, empfingen ihn brausende Hoch-Rufe. Seine Majestät nahm auf der Estrade Platz und folgte mit außerordentliche! Aufmerksamkeit dem Festspiele. Zu wieberholtenmalen lächelte ber Monarch sichtlich gerührt und befriedigt und danlte wieberholt salutierend für die Huldigung der Kinder. Der Huldigung wohnten teils vom Schlosse aus, teils auf den errichteten Tribünen die Hof- unb Staatswürbenträ'ger unb bie Mitglieder der Aristokratie bei. Nach beendigtem Festspiele begab sich Seine Majestät der Kaiser über die Freitreppe zur Honoratiorentribüne. Er schritt durch die Reihen ber Kinder, die an ber Aufführung der Reigen beteiligt waren, sprach einige von ihnen an und gab seiner Freude und Anerkennung laut Ausdruck. Dann begab sich der Monarch zur Sängertribüne unb sprach bem Chor-meistcr Kirchl, sowie den Sängern unb Sängerinneil seine Anerkennung ans. Dem Bürgermeister Dr. Lueger gegenüber banlte Seine Majestät auf das herzlichste und sagte: „Die Kinder sind für mich das Schönste unb Liebste. Je älter ich werbe, besto mehr liebe ich die Kinder," Zum Präsidenten bcs Subtomitees, Gemeinderat Tomola, äußerte sich Seine Majestät der Kaiser, er werde diesen Tag niemals vergessen. Hierauf zeichnete Seine Majestät der Kaiser eine Reihe von Persönlichleiten, die sich um bic Veranstaltung verdient gemacht hatten, durch Ansprach» aus. Um '^H Uhr verabschiedete sich Seine Majestät der Kaiser und schritt die Freitreppe hinauf. Mit der Absingung ber Volkshymne schloß bie Huldigung. Der Abtransport der Kinder vollzog sich anstandslos. Abgesehen von einigen ganz unbe' deutenden Unfällen ereignete sich lein Zwischenfall. Wien, 21. Mai. Bei der Huldigung der Kinder kamen, wie nunmehr polizeilich festgestellt würbe, im ganzen 220 Fälle von Unwohlsein vor. jedoch sinb sie alle burch-Wegs leichter Natur. Gemeinsamer Ministerrat. Wien. 21. Mai. Im Ministerium bes Aeußern hat heute um 10 Uhr vormittags unter dem Vorsitze des Ministers bes Aeußern Baron Aehrenthal eine gemeinsame Ministerlonferenz zur Festsetzung des gemeinsamen Budget stattgefunden. Es nahmen daran teil: Von der österreichischen Regierung Ministerpräsident Freiherr von Vea, Finanzminister Ritter von Korytowslii von der ungarischen Regierung Ministerpräsident Popovics; bann ber gemein-same Kriegsminister Schönalch. der gemeinsam« Finanz-minister Aaron Vurian unb Marinelommandant Olaf Montecuccoli. Das Vrotololl führte Seltionsrat von Günther. Das Ergebnis der heutigen Verhandlungen liegt m der zwischen den zwei Regierungen erzielten Einigung iiber die Erhöhung der Offiziersgagen unb iiber die Verbesserung der materiellen Lage der Mannschaft. Demnach soll die Erhöhung der Qffiziersgagen im vollen, von der Heeresverwaltung p^>^ minierten Betrage in ben Voranschlag ber gemcinsaine» Auslagen für 1909 eingestellt und für die Verbesserung bcr materiellen Lage ber Mannschaft, nämlich für die Verbesserung ber Kost. für bie Erhöhung ber Mannschaft^ löhnung unb vergleichen, ber Betrag von 7 Millionen Kronen gewidmet werden. Hievon »oerden 3'./. Millionen Kronen in ben gemeinsamen Voranschlag für 1909. ber N^'"'" Betrag von 7 Millionen in den des Jahres 1910 einaM ^ werden. Die Erhöhung der Offiziersgagen hat. lückwirten vom 1. Oktober dieses Jahres, in Kraft zu treten. Ä"^ soll schon im laufenden Jahre der Betrag von 5^," Kronen zum Zwecke der Verbesserung der Maimschafts ' verwendet werden. Dieser sowie der zur Deckung der vss^ ziersgagen-Erhöhung im letzten Quartal dieses I"^" .^z forderliche Betrag wird im Wege eines Nachtragstrev ^ zum gemeinsamen Erfordernis angesprochen werden, die Frage bes Zeitpunktes der Einberufung der ^>ega wurde eine Einigung noch nicht erzielt, so bah m Richtung weitere Verhandlungen notlvendig sind. Laibacher Zeitung Nr. 118. 11(.7 22. Mai 190«. NcichsrN. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien. 21. Mai. In fortgesetzter Debatte des ruthe-nischcn Drina,lichtcitsantraa,eä, betreffend das Vcrwaltungs-system in Galizien, verweist Graf D z i e b u s z y c l i (Ge-ncralrcduer lontra) darauf, daß die russischen Revolutionen einersci die Erfolge der Nuthenen infolge des allgemeinen gleichen Wahlrechtes, anderseits dic Ansichten der ruthe^ Nischen Fanatiker verwirrten und die Aufwiegelung der Bevölkerung durch politische Hetzer förderten. Als die letzten Landlagswahlcn den Nuthcnen Mißerfolge brachten, fiel Statthalter Graf Potocli, der gerade den Ruthencn wohl-wollend gegenüberstand, der Waffe eines Fanatikers zum Opfer. Anstatt daß eine Umkehr eingetreten wäre, wird der Mörder Potoclis als Held gepriesen, seiuc Tat als Anfang m>cr All ion hingestellt, Redner Ivendel sich flehentlich an die Nuthcneu, sich von dieser Gefolgschaft loszureißen, um das Land von der blutigen Anarchie zu bewahren, — Abg DaszynZli (Generalredner pro) erklärt, die Sozial-dcmotratcn perhoroszieren den politischen Mord auf das entschiedenste. Sie »uerden es dem Grafen Potorti niemals vergessen, daß er seinen Einfluß zugunsten des allgemeinen Wahlrechtes geltend machte. Er appelliert aber an die poli-llschc Vcrnuuf! und Einsicht des Hauses, den feit drei-^hu Jahren uuachört verhallenden Klagen des Nuthcnen-volles Gehör zu schenken. Der erste Schritt zi>r Lösung des nationalen Problems in Galizicn ist die gerechte Landtags-wahlrcform, damit die Nnthcncn einen festen politischen "ü's'h erhalten. Das gegenwärtige Klaffcnsystcm der gali-zischen Verwaltung muß aufhören. Ohne politische Rechte, ohne Selbstverwaltung sowohl für die Polen, als für die Nuthenen ist eine Gesundung der Verhältnisse in Galizien unmöglich. (Veifall,) Die Dringlichkeit wurde mit IM Men 11^ Stimmen abgelehnt. — In Begründung der Dringlichlcit seines Antrages, betreffend die Wahlmischräuche m Galizicn, erklärt Abg. P e t ru s z ie w i c z, die Älut^ vad vom 12. April sei ein drohendes Memento, ein schrecklicher Äcwcis dafür, daß das Maß der Leiden des ruthc^ Nischen Volles erschöpft sei und daß es an der Grenze 5er Verzweiflung stehe, Im Namen der Gerechtigkeit und bcs allgemeinen Wohles und deZ guten Rufes des Staates bittet der Redner um Annahme der Dringlichkeit, — Die ^cihcmolung wnrde darauf abgebrochen. In einer Anfrage "ns Präsidium verweist Abg, Dr. Stölzl auf die im Mutigen Abendblattc der „Neuen Freien Presse" enthaltene Meldung, wornach der landcsfiirstliche Kommissär an der ^ursc die Mitteilung von einem Kompromiß in der Offi-i',icrsgagenfrage gemacht habe, sowie auf die Gerüchte, daß d>c Regelung der Mannschaftslöhnung zurückgestellt wurde. wua.'n waren die niedriger gelegenen Teile der ^llaßen des Städtchens bis zur .höhe von 1^ Mcter von ocu Fluten überschwemmt, so daß die Wohnungen geräumt werden mußten. Mehrere Arbeiter wurden voni Blitze ae troffen, zwei von ihnen getötet. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funlel. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Am 2 0. Mai. Kaufmann, Private, Berlin. — Grigo-Musky, Privat, Petersburg. — Schwarz, s. Gemahlin, Camc-rim, Me,, Trieft, — Stets, zchn.. s. Gemahlin, Gera. -Tokac, ttfm., Agrain. - Iobst, Müller, Edmund, Ksltc., München. - jtranß, Kfm., Neusatz. — Schnetta, iirfin,. Wartel Volaffio, Kfin.. Haidcuschaft. - Ncvcß, ttfui., Prag. Graumann, ftfm,; v. Lyla, Privat, s. Gemahlin, Budaprst. — Dostotschil, Obtiloutrollor; Stiebrr, Ksm., Ütlagenfurt. -Thaumann, Kfm, Görlitz. — Picchi, Fabrikant, Florenz. — Fcrlcs, Vcsitzcr, Gottschee. - Wachtl, Postmeisterin, Stockcvau — Eberhard, itfiu., Stutlgart. Löwenstcin, Xfm., Stein^ amangcr. — Hilschcr, Ing.; Nilflina., .^fm,; Inuler, l. l. Ne-ssiernnsssrai, Oraz. — Beer, Kfm., Äudweis. — Eoelmunn, Vucl, Fischer, Hermann, Elfer, Papancl, Voffer, Echmid, Reich, Vetz, Tintncr, Wenzel, Lautmann, Rosenberg, Vruncr, Koch, Tchwarz, Hahn, Pora.es, Pollal, GoMnger, Nößler. Ran, VIoch, Grünwalo, Gciuiuz, s. Gemahlin, Engel, Villowsky, M. Schwarz, Geduldig, Hollowsty. Glasier, Ksttc.; Ionil.^, Direktor, s. Familie; Dürnisshasscn, Iilg., Wien. Verstorbene. Am 19. Mai. Pauline Ölhofer, Privlltbcamtensa.attin, 2« I., Elisabethstraße t,, Tuberkulose. l ?lm 20. Mai. Rosalia Slerbinc, Private, 64 I., Priuoz 17, ^rtorinßcloraniL. Am 21. Mai. Franzisla Lipovec, Private, «0 I,, Johann Terdinagasse 8, infolge Verbrenunng. Im Iivilspitalc: Am 17. Mai. Stephan Fejer, Friseurgehilfe, 2b I., Iiltoxicutio I)'»c»1. Am 18. Mai. Michael Cundcr, Besitzer, 34 I., I)«!irimn tremonn. - Franz Nalcrst, Inwohner, 70 I., Marasulus. Meteorologische Beobachtungen in iiaibach. Scchühc W62 m, Mittl. Luftdruck ?3«0 inm. 2 u. Äi. ^W 1 2s 7 OSO. schwach teilw. bew. ^ 9 U. Nb. 737 6 19 6 SO. schwach heiter 22.l 7U^. 787"0l 16 0s^ » j Nebel 0 0 Das Tagesmittcl der gestrigen Temperatur 20 8', Nol .-ale 14 6'. Wettervoraussage für den 22. Mai für Steiermarl und Kärnten: Schwache Winde, wenig verändert, Nriaung zur Gewitterbildung, herrschender Witterungscharalter anhaltend; ür Krain und Küstenland: schönes Wetter, schwache Winde, warm, Neigung zur Gewitterbildung, herrschender Witterungs-charalter anhaltend. Seismische Berichte nnd Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarie (Ort: Gebäude der l. l. Staats.Oberrcalschule.) '.'age: Nördl.Vrcitc 46'0^; Östl. Lauge vou Greenwich 14'31', Beginn 2«, '^« Herd- ZK ZK Kff ßsß «ff ^ '^, 400 0b 1b 39------------------------05 17 00 18 00 — (0'2) K l'l ^' n z e i> c»: ^ 70 05 13 00------------------------05 13 12 0b 14 V (40) Dlesc beiden An?zc!N)nuugcn eui>precycu cmem jchwacycn Erbstoß vor lurzen Dauer, der am 21. Mai gegen 5 Uhr 15 Minntcn in Mctlovit (Dalmatien) wahrgenommen wurde. Ä odrnnnrn h c'*'^ am 22. Mai: 12.Srsl»idcuvcnt)ll »schr schwach»; ?.Sefundenpmdel «sehr schwach» bis «schwach»; 4 Selundrnpcndcl «schwach». » lt«l>cdc»!c»: k— brrifachr« Hori^miwlpsnbl'l von Rebcxr-kh^Icrt V — MilrolciömiMopl) Vill»!ini, ^V — Wicchrrl Prüdrl. ** Die «l< udr» » » r » l>s wird i» folssrilbsü Siärlcnrnds« llalsisizie,^ ^,»Ichl!ia«> l>iö z» l Millmislsl 'lrl,,- Ichwnch», l'un 1 bis ü WlNiü»'!!, ,1,!uach» "UN 8 l'is ^ Milli»»'«!>v,> »üinsnn s!nrl», vo» » l'is ? Millimclrn' ^,s. uuu ? l'i« 10 Mittu,«'!!'!» '!>!!l sinil. „,id ,'il'l'r 10 Mi«i„>l>l> «n,>sn> ,>,dl»ch swi'l». -'Ms!>'«»'i»<'Vudl'mmnchl'' l'l'd!'i,l ,i!s!ch^'i!in a, Hauptniederlagen In Lalbaoh: Miohael Kastner und Peter Lassnik. Unserer heutigen Nummer (Stadtauflage) liegt oin 1'rospekt über „Webers lllustr. Kateohismen" bei, worauf wir unsere V. T. Leser aufmerksam wachen. (22f)2a) Ich habe cine klusse, liebe Mama! die gibl mir abends beim Schlafengehen leine Bon^ lions, sondern zwei Fays echte Sodrner Mineral- ^^ Pastillen; nnd geh ich zur Schule, dann bekomm ich »^M^ immer gleich sechs Stück, damit ich mich nicht erkälte. Und ich bin auch nie lrnnk und Mama sagt, daran ^^ wären nur Fays echte Sodcner schuld, W< Man tnnft sie sür l( 1 85 die Schachtel ^W in jeder Apotheke, Drogerie u. Mineral-MW ttmsscrlianolung, weise aber jedwede Nachahmung mit Entschiedenheit Gencral.Repräsentanz für Osterreich.Ungaru: W. Th. Guntze>t, Wien VI,, Gruße Neugasse Nr. ^7. Hotel „Union" Sonntag den 24. Mai 1908 nur bei schönem Wetter im Garten 2-i Militärkonzert ausgeführt von der vollständigen Militärkapelle des Infanterie-Regiments Leopold II. König der Belgier Nr 27 unter persönlicher Leitung des Herrn Kapellmeisters Theod r Christoph. Bnfang um 8 Uhr abends. Eintritt BP Heller. Restaurant vorm Friedl. Samstag den 23. Hai im Garten i großes <*"»-> Militär-Konzert ausgeführt von der vollständigen Militärkapelle des Infanterie - Regiments Leopold II. König der Belgier Nr. 27 unter persönlicher Leitung «Ir-s Herrn Kapellmeisters Theodor Christoph. Anfang um 8 Uhr abends. Eintritt 60 Heller. Zum AuBschanke gelangen das bestbekannte Bowie Beininghanser Märzenbier. Spezialität: Cviöek von Dr. Schmiermaul. Pickerer. Graf Meran. Bekannt vorzügliche Küche. Lebende Forellen zur Auswahl. ffsf^ Anstreicher-^ff gehilfen ^^^r werden gefjen Vergütung dos Reisegeldes gtHtati bei Joh. Novak, Velden amWörther-P^s^ (ü2ft7) see, ausgenommen. 0- 1 Danksagung. Für die mir während der Nraukhcit sowic anläßlich des Hinschridens meiner lieben Gattin erwiesene Teilnahme und Liebesdienste jeglicher Art sowie sür die Äeglcilung zur letzten Nlchcstn'tte sage ich auch namens meiner Ütiuder wärmsten nnd innigsten Danl, Insbesondere danle ich dem hoch» würdigen Herrn ?. Nalovec für die Tröstungen in den Sterbestunden mcinrr Frau, serner sämtlichen haus» genossen, die mir so unendlich viel Trost und Unterstützung angedrihen liesieu. Laibach, mn 22. Mai 1ü<'8. Der trauernde Gatte. Laibacher Zeitung Nr. 118. 1106 22. Mai 1908. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 21. Mai !908. Lie notierten Kurse versiehe» sich in Kroncnwährung, Die Notierung sämtlicher Altien u»d der „Diversen Lose" versteht sich per Stück, «Ncld Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: 4"^ lonvcr. steuerfrei, Kronen (Mai-Nov.) per Ku,se , . 97 3 ü 9? 5« detto (Iänn.-Inli) per Kasse g? 25 9? 45 4 2«/„ ü. W. Noten (Febr.-Nng. per Kasse......39 25 99 45 4-2«/„ ». W. Silber (April Qlt.,^ per Kasse......ZU 20 99 40 18«0er Staatslose 500 fl. 4"/„ 150 35154 35 18«0er ,, 100 fl. 4"/„2ie 25 220 25 ! »64er ,. 10 > fl, . . 252 25 26«'2b !8«4er ,. 50 fl, , . 262ü5 266'25 Dom.-Pfanbbr. il 120 fl, 5"/„ 2895« 291-50 Staatsschuld d. i. Rcichs-raie vertretenen Königreiche und Lander. Östcrr. Guldrente steuerfr,,Gold per Kasse .... 4n/„N6 60 116 60 Öftcrr. Rente in Kroxenw. stfr., per Kasse.....4"/° 97 40 97'60 betto per Ultinw , . 4"/„ 9? 40 97'00 Öst Investition« Rente, stfr-, Kr. per Kasse . . z'/^ 8750 «7 70 Glftnbllhn.Hlllllizschull!. »llschrlibungtn. «lisabeth-Nahn i. E.. steuerfr., zu 10,000 fl.....4»/„ —'— —'— Franz Ioseph-Äahn in Silber (div. St,) . . . . 5>!/^/„ 120 05 121-05 Oaliz. Karl Ludwig-Bahn (div, Elücke) Kronen , , , 4"/« 96 90 97-90 Audolf-Bahn in Kroiicnwähr. stcucrfr, (div. St,) . . 4"/„ 96 85 97-85 ^urarlbergcr Bah», stfr., 400 nnd 2000 Kronen . . 4"/„ 96 5« 975« ^u 1>l»al»schuI>uelschreibnngtN adgrftemplltl Eisenbahn.Aktien Vlisabeth-Ä, 2»0fl. KM. 5'///, Von 400 Kr......46150 463- detto Linz Äudwei« 20« sl. ». W. S, 5>///„ .... 429- 433-detto Ealzburg-Tirol 200 fl, ü. W, S. 5"/,. , . . .425'—427'-ttremstal Bahn 200 u. 2000 Kr. 4"/n.........> 02-75 194-75 Geld Ware Pom Zwllte ;«l Zahlung übn» nommen« LislninhN'Piiolttilr»' ßbligationen. Böhm, Westbahn. Em, 1895. 400, 2000 u. 10.000 Kr, 4"/„ 97'2« 9« 20 Elifabeth-Äahn «0« n, 3000 M. 4 ab 10"/„......115 40 116-40 Elisabeth-Vahn 400 n. 2000 M, 4"/„........112 —! 14 — Fcrdinands-Nordbahn Em. '»»6 9825 99-20 bettll Em. 1904 98 60 9960 Franz Ioseph-Nahn Em 1884 «div. Et.) Silb, 4"/„ . . . »73« 9820 Galizischl, Karl Ludwig-Bah» (div. St.) Silb, 4"/„ . . . 9670 9770 Ung.-galiz. Nahn 200 sl. S. 5"/„ 104 — 105-- betto 400 », 5000 Kr. 3'/,"/n 86 45 8745 Vorarlbergcr Bahn Em. 1884 (div, St.) Silb. 4"/„ . . 970b 98 05 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/„ UN«. Goldrente per Kasse . 111'bb 111-75 4"/„ delto per Ultimo iii'55111-75 4"/„ ungar. Rente in Kronen- währ. stsr. per Kasse . . 9355 9375 4"/„ deltll per Ultimo 93 55 93-75 b'/i"/,, detto per Kasse 82-95 83-15 Unnar. Prämien.Nnl. i», 10« fl. 18N 25190-25 detto K 50 fl 186 25190 25 Theik-Men.-Lllse 4"/n . . . .145-10149-10 4"/n llügar. Grundentl.-Oblig. 93'75 94-75 4"/»lroat. u. slav, Orde»tl.-Obl, 94-50 9550 Andere öffentliche Nnlehen. Busn, Landcs-Anl. (div.) 4"/y 90-9ü 91-90 Bllsn.-Herccss. Eisenb. -Landes- Anlehen (dw.) 4>/,"/„ . . 9« «0 99'«0 5"/,> Nonau Neg.-Anlnhe 1878 104-50 —- Wiener PcrlelM-Anl. . . 4"/„ 9« 80 9780 dettll 1900 4"/, 96 80 97'80 Nnlchen der Stadt Wien . . 10a KO,01 60 dclto (S. oder G,) 1874 I2!,b«i20 75 dctto (1894).....94-7«, 957« bctlo (Gas) v. I. 1898 . 96-8« 9?-«« betto (Vlcltr.) v. I. I900 9?-- 9«--detto (Inv. N.)b,I.1W2 96 60 97'60 Viiiseban-Nnlchcn verlosb. 4"/„ 9b 8« 9U 80 Rnifische Staatsanl, v. I. 1906 f, 10« Kr. p. K. . . 5"/n 9605 96-50 delto per Ultimo , , !>"/„ 96- 965« «nig. Staals-Hypothelar-Anl, 1892......!!"/„ 121-75122-75 Veld Ware Bull,. Staats - Goldanleihe lno? f. 100 Kr. . . 4>///,> 87-60 88 60 Pfandbriefe usw. Nnde!,li,,nlla..ö'st,i,50I,uI.4"/<, 9585 9S-85 Nühm. Hupothelenb, verl. 4"/„ 98-4« 99'40 Zentral Vod.Kicd,-Bl., üsterr., 45I, vcrl.....4>/,"/° 102- —- drtto 25 99-25 detto inll. 2'V„ Pr. Verl. 3>/2"/<, 89'- —-- dctlo K, Schnlbsch. veil, 3'/i"/n 89- 90'— dctto ver!......4"/„ 98-10 99>10 Osterr, unnar. Vanl 50 Jahre Verl. 4"/c, 0. W.....98-30 99-30 betto 4"/n Kr......96-75 9!! 75 Spart,, Erste öst,, «oI.verl. 4°/<> 99-10 100-10 Eifenbahn-Prioritäts-Obligationen. j^stcrr. Nurdwestb, 200 fl. S. . 103-25 104-25 Etaatsbahn K00 ffr..... 41«-- 4!4-— Snbbahn ö. 3"/« Jänner-Juli 500 Fr. (per St.) . . . 290»-- 292- Siidbahn k 5"/„ -^00 fl. S. «. G. 121-75 122-75 Diverse Lose. Dtijinslichl ssose. 3"/„ Vobenlrcdit-Lose Em. 1880 274-75 280-75 dctto Em. 1889 364'50 270 50 5«/„ Tonau Meziul. Lose 100 sl 257-75 263-7Ü Serb. Präm.-Anl.p. 10U Fr, 2"/„ 103 2f) 109-25 Zln»erzln«l'.- Ofencr Luse 40 fl...... 210-- 220-- Palfjy-Lose 40sl. KM. . . . 190-- 196 — Noten Kreuz, ust. Ges. v. IN fl. 50-65 5465 Noten Krenz, »nss. Ges. v. 5 fl. 27-75 2975 Nubulf-Losc I0sl......68-- 72-— Salm-Lose 40 fl. KM . . . 235- 245 — Tnrl. lz.-N.-Anl, Pram.-Oblia. 400 Fr. per Kossc . . . 190'45 191-45 detlo per Medio . . . 190>— 191'- Oeld Ware Wiener Komm.-Lose v. I. 1874 4ö8'50 50850 Ocw, Sch. d. 3"/„ Präm.-Schuld d. Vodentr.-Anst. Vm, 1889 75,-^ 79-— Aktien. Dranzplllt'Zlnteinlhmnngtn. Anssin Tepli^er Liscnb, 500 fl. 24Ü5-- 2475'- VUHmische Nordbahn 150 fl. , 399'— 4N3 50 Vnschtichrader (tisb, 5,00 fl, KM, 3080 - ütOO^ detto (lit, II) 200 fl. per Ult, I,l8-^ 1124 — Tonaii - Tampfschisfahrts-Oes,, 1,, I, l priv,, 500 fl, KM, 1015-— 1021'- Lux. Vodcnbachcr E,-Ä. -loo Nr, 563-— 56«'- Fcr'dinnnds^iordb, 1000 fl, KM, 5270>— 5280'-Kajchan - Oderberner Eisenbahn 200fl. S....... 363'— 364- Lcmb,'Czcrn,-Iassy Eisenbahn- Gesellschaft, 200 fl. <2, . , 563'— 5««-- «loud, üst., Trieft, 500 fl., KM, 4<9-^ 420'- Österr, Nuidwestbahn 200 fl, S, 444 50 44i!'5O dcllo (lit. N) 200 fl, S, p Ult. 444- 445-50 Prass Durer Eisenb, 10, 200 fl, 2. per Ult, 6ü4 ^> 69550 Siidbahn 200 fl, Silber per Ult. 1^450 135 50 Sndnoibdeutschc Vcrbiudungsb. 200fl. KM...... 403— 405'^ Transport-Ges,, intern., A.-G 20« Kr........ —-— 140 — Ungar. Wcslbahn (Raab-Graz) 20« fl. S....... 405'— 410-- Wr. Lolalb,-Altie»-Gcs. 200 fl. 210— 240-— Vanlen. Änglll'jbstcrr. Vanl, 120 fl. . 295— 29»',-— Uanlvercin, Wiener per Kasse —-— —>— dettu per Ultimo 521-- 522-— Vudenlr, Anst, i!st,, AOO Kr. , 10l>6'— 1061-- tten!r,.Äob.-Kledbl. üsl,, 200 fl. 5Ü5-- 542--Kreditanstalt für Handel n»d Oewerbe, 100 fl., per Kasse . -- —-^ dcllu per Ullimo 6:>3-25 ö34'25 Nreditbanl, »ng. allg,, 20« sl, 753-— 754-- Depositenbank, allu,, l^on sl. , 457'- 459-- liilomple - Gesellschaft, nieder- üstcrr., 400 K1:..... 578'- 580'- Giro- u. Kassenverein, Wiener, 200 fl........ 455'— 457'- Hlipntheleubanl, üst. 200 Kr. 5"/„ 285'— 28650 Lände, banl, vsterr., 200 fl,, per Kasse....... -'— ->- dettu per Ultimo 442'60 443-60 „Merlnr", Wcchlclsl!lb,-Nlticn- Gcsellschafl, 20« fl. . . . e>99- «03-- Ostcrr.-unssar. Van! 1400 Kr. 17I!N-- 1739-- Weid Ware Uüionbanl 200 sl...... 52750 538-5« Unillnbanl, Mimische 10» fl. . 245'- 246- VerlelMbaul, alla.., 14« fl,. , 3.!3'— 3!!5- - Zndus!ri«'Vnternehmungen. Vailssefellsch,. allss, üst„ 100 fl. 130-- ü>2— Ä>-nxer Kuhle,iberl,b,-Ges, lOOfl. 7>0'— 7l4'— Eisenbahiwerlehrs-Anstalt, «st., lONfl........ 39650 39>'— Eisenbahnw,-Leihl,., erste, 100 sl, 20550 208-— „Elbcmühl", Papiers, u. V,-G, 100 fl........ 195 - 19650 Eleltr, Gef, all,,, üsterr,, 2«n fl. 400'— 402 — Elettr.-Ocscllsch,, intern, 200 fl, 588-— 590'— Eleltr.Oesrllsch,. Wr, in Liqu. L17-- - li2»'-Hirleubcracr Patr,-, Ziindh. u, Me<,-ssabril 400Kr, , , 978'- S»4 — Liesiuqer Vranerei 100 fl, . , 252-— 254- — Mllntn„.«i's,, üs!, alpine 100 fl. 653-75 S5475 „Polbi'Hültc", TiesselgnUtahl- ss,.A.G. 200 fl..... 44.','- 454- PranerEiseii-Indnstrie-Gesellsch. 200 sl........ 2645'—^601'-» lllima- Mnrant, - Salsso-Tarjaner Eiscnw. lOOfl..... 558-25 55925 Saln o-Tar,. Steinlohlen 100 fl. 57?-— 5?» — „Schlünlmnhl", Papiers.,200sl. 308'— 318'— „Schodnil-a", A.-O, f. Petrol.- Industrie, 5,0« Kr. . . . 477-— 481'- „Steurermühl".Papiers.»,A.G. 428'— 432- Trifailer Koh!enw,-G, 70 fl. . 278-— 282'— Tiirl. Tabalregic-Gef. 200 Fr. per Kasse...... - '- —'— beilo per Ultimo . . . 40ü-— 4li — Wasfenf, Gcs,, üsterr,. 100 sl. . 547-— 552 — Wr. Vanssesellschaft, l«0 fl. . . 149-- 150-50 Wiencrberge ^ics,elf.'»llt,-Ges, 734- 740— Devisen. Kxrze Slchttn un> Kchlck». Amsterdam....... 198-4» <9»-?0 Denlschc Vanlpläl^c . . . .,17 60 !17'«0 Italienische Äanlplätzc . . . 95 55 95-70 London........ 240 10 240 35 Paris......... «5-60 Ü5-80 Kt. Petersburg...... 250 75 252 - Zürich und «asel..... 95-40 9552 Valuten. Dulaten........ 11-3!. 1<'39 20-ssranlen-Stilcle..... 19 11 »9-1» 20-Marl-Sllicle...... 23-53 2N-57 Dcnlschc Neichslmuluolc» . ,!t?60 1!?'«« Italienische Äanlnolen . . . l>5 :