^248. Mittwoch, 28. Octobci 1896. Illhigang 115. Mbacher «'Wwn n ,<^")5/ ^" Postvlilrndung: «anzMriss st, lü, halbjHyr«« ft. ? 50. Im «lomptoir: Die >Ull!b,Zelt.» erscheint tüssllch. mil «u»n»hmf ber Venn« und Feiertage, Die »»«lnlstraNlM befindet Nch longrelll'Iah !)ir.», die «ebacllo» Vllbnbofgasie Nr. 15. Sprechstunden der Uednttlon vvn » l>>« ll Uhl voimlt»»,», Unfrnnlierie Vrlese werbr» nicht angenommen, Manull-ripts nicht zurü nachfolgende: Behandlung unrichtig befundener Gegenstände. Gegenstände, welche bei dieser Prüfung nicht als stempelfähig befunden werden, sind den Parteien unter Angabe des Grundes zurückzugeben. Die Vornahme von Berichtigungs- oder Reinigungsarbeiten ist den Aichämtcrn nicht gestattet; diese Arbeiten ! dürfen auch durch die Parteien innerhalb der Aichamts-locale nicht erfolgen. Wien am 20. August 1696. Die l. k. Normal-Aichungs'Commission: Ti nter m. p. ! Der Eisenbahnminister hat den Hilfsämter-^ Directions - Ndjuncten Ferdinand Landslron der l. l. General-Inspection der österreichischen Eisenbahnen zum Hilföämter-Director ernannt. Den 24. October 1896 wurde in der l. l. Hof- und Staatödruclerei das I.XXII. Stück des Reichsgesetzblatts in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. ! Dasselbe enthält unter Nr. 166 die Kundmachung des Ministeriums für Lanb^verthei» digung und deS Finanzministeriums vom 29. August 1886, womit die nachträgliche Einreihung ber Gemeinde Zborüw in die siebente Classe des Militär.ginstarifs (R. O. Bl. Nr. 225 ex 1890) verlautbart wird; Nr. 187 die Kundmachung des Eisenbahnministeriums vom j 14. September 18!)6, betreffend die Concessionierung einer I mit elektrischer Kraft zn betreibenden normalspurigen Kleinbahn von Prag (Smichow) nach Kosit; Nr. 188 die Kundmachung des Handelsministeriums vom 10. October 18!)6, womit nachträgliche Bestimmungen zur ! Nichorbnung vom 19. December 1872 (R. G. Vl. Nr. 171) veröffentlicht werden; Nr. 189 dic Verordnung des Justizministeriums vom 10. October , 1696, bcAdministration. Den 24. October 1896 wurde in der l. l. Hof« und Staats. ! druckerei das I^Vl. Stück der italienischen und das I.XIX. Stück . der rumänischen AuSgabe des ReichsgesehblattS ausgegeben und versendet. ! Nichtamtlicher Theil. Erklärungen des Herrn Iustizminifters. In der letzten Sitzung des Bndgetausschusfes theilte der Hcrr Iustizminister Graf Gleispach zunächst seine auf seiner jüngsten Studienreise in Deutschland in Bezug auf dem Gebiete dcl Civilprocesses ge« wonnenen Erfahrungen mit und wandte sich sodann der Erörterung unserer Iustizzuftände zu. Dem Abgeordneten Dr. Kaizl gegenüber versicherte er, dass die Verhältnisse der Iustizbeamten baldigst eine gründliche Wandlung erfahren würden. Der Betrag per 600.000 fl. sei nur für zwei Monate bestimmt, nachdem die Ernennungen im October dcs kommenden Jahres werden vollzogen werden. Im ganzen werden 1290 neue Stellen systemifiert, und zwar 35 Vicepräsidenlen der VI. Rangsclasse, 387 Räthe der Gerichtshöfe sVII.), 124 Rathssecretäre der Gerichtshöfe (VIll), 477 Vezirlsgerichtsadjuncten (IX.). 237 Adjuncten ohne bchimmten Dienstort (IX), 60 Auscultanten (XI.). Hand in Hand damit gehe aber auch eine Veränderung der Rangsoerhaltnisse durch ausgiebige Vermehrung der Stellen höherer Rangsclassen, und zwar kommen 26 Präsidenten aus der Vl. in die V. Ranysclasse. 187 Brzirlsrichter aus der VIII. in die VII. Rangsclasse, 352 Adjuncten der Ge-richtshöfe aus der IX. in die VIII., 179 Adjuncten der Bezirksgerichte aus der IX. in die VIII. Rangsclasse. Diesem Interesse entspreche auch die Bestimmung des eben fertiggestellten Gerichtsversassungs'Gesehes, welche demnächst dem Hause zur Beschlussfassung wird vor« gelegt werden, wonach der Iuftizminister ermächtigt werden soll, Präsidenten von Kreisgerichten mit größeren Sprengeln, Bezirksrichter und Ndjuncten in die nächsthöhere Rangsclasse zu verschen. Die Avancements« Verhältnisse erfahren alfo zweifellos eine bedeutende Verbesserung, und es könne mit Grund angenommen werden, dass künftig die VII. Rangsclasse mit 20 Dienst, jähren werde erreicht werden. Weiter« stellte der Minister die Errichtung von drei Gerichtshöfen und neuen Bezirksgerichten in Aussicht. Das Kreisgericht in Trautenau werde nach Zurücklegung des verfassungsmäßigen Weges errichtet werden. Was die Sprachenfrage anlangt, so halte die Re- Feuilleton. Der Kampf ums Dasein. bumoresle von Albert «advolat. ^ ' !' spazieren ^M änlich abends in den Champs-Clyse'es «3^« -c/H eme Stimme hinter mir rufen hörte: Ich 7/'l la Champagnol!. ?"nen p^.- ""ch um und erkannte Lartigon, den ."ne„ ^'^ den ich einst im Quartier Latin .Bummel. "^?<"^ "- ""en S"ten Menschen, aber "' hasten m V ^ °"f der Suche nach einem Pump, geneigt"" wraoe faul und stet« zu dummen Streichen »"raulich^'^.^be ich dich wieder!, sagte er, mir Mit suH7 . ^.^""er klopfend. «Seit einer ? "nd N H ^ überall! Aber jetzt habe ich M ,H d'ch sobald nicht wieder los! Und z" »ehenl. '" du m,t mir einen Nbsynth trinken ^ "^rstH^ ' "' bea°nn ich ablehnend. Er d>lte ich dü!«^ "so '"« Casi schleppen. Unterwegs n2^ ausU """ F"und gerade nicht besonders V°bte Nest?'«,," h°«t schiefe Stiefel, eine ab- b "'. lasche ein/ """'h °ber dafür umfo zweifel- ben ich sck^ ausgefranste Cravatte und einen bli^'^age n?l "" ^°h"n bei ihm gesehen hatte. ^ gerad""'' "«'nie N. «es scheint dir äugen- "'«t zum besten zu gehen.. «Leider nein,» versetzte er seufzend. «Du lieber Gott, ich habe eben nie Glück gehabt. Und doch kann ich behaupten, ich habe alles verfucht, ich habe die fonderbarsten Berufe ausgeübt. Du würdest dich wundern, wenn ich dir mein Abenteuer erzählte.» «Nun, so erzähle, mein guter Lartigon, ich habe Zeit, dich anzuhören, während du mit feierlicher Lang-samkeit Deinen Zucker fchmelzen lässt.» «Nein, das würde zu lange dauern. Eines Tages werde ich meine Memoiren veröffentlichen und das Buch wird sich nach meinem Tode fehr gut erkaufen. Doch heute will ich nur einige Episoden meines Daseins berichten. Du weißt doch noch, dass ich, als wir uns kennen lernten, Schriftsteller werden wollte?. «Gewiss! Du erzähltest mir sogar von einem Roman und einem Dramenstoff .... «Ja, an Stoffen hat es mir nie gefehlt. Ich kann fogar behaupten, dass ich zu viele halte, denn da ich sie alle gleich schön und bedeutend fand. fo wusste ich nie, mil welchem ich anfangen follte. Da hast du die Erklärung, dass ich nicht produciert habe. Unglücklicher-weise hatte ich während dieser Zeit nichts zu essen. Als ich die kleine Erbschaft aufgezehrt, die mir mein Onkel hinterlassen, musste ich mich nach einer Ve° schäftigung umsehen, und warf mich auf die Poesie!» «Arme Poesie!» «Ja, da« sage ich auch! Ich fchrieb Verse für einen Klnderhändler, dessen Specialität darin bestand, sich stets in Liquidation zu befinden oder vor dem Bankerott zu stehen. Er bezahlte mir meine Verfe mit sechs Sous das Dutzend, wenn sie 7 bis 8 Füße hatten, und mit sieben Sous, wenn es Alexandriner waren. Eines Tages gab er mir doch eine Extra-gratification, weil ich ihm ein ganz schwungvolles Poem verfast hatte, das folgendermaßen lautete: Liquidation! O magisch sühcs Wort! Kommt, Freunde, schnell! Denn bald ist alles fort! Ein Anzug 30 Francs! Zum Lachen ist's, ihr Leute I Je nun, ich lann's l Denn morgen mach' ich Pleite! Leider Gottes machte mein Beschützer der Musen wirklich Bankerott, sein Laden ward vom Gericht geschlossen, und ich lag auf ber Straße. Nun trat ich bei einem Candidate« der Deputiertenlammer in den Dienst, der mir 100 Franc« monatlich gab. Ich hatte allerdings leine leichte Function bei ihm zu erfüllen; wenigstens fmderte meine Thätigkeit eine große Geistesgegenwart; ich musste nämlich die Zwischenrufe machen, und das war fehr anstrengend.» «Die Zwischenrufe?» Ja, mein Brotherr wollte sich an das Reben in der Kammer gewöhnen. Da er aber fürchtete, sich zu verwirren, wenn er von feinen Gegnern unterbrochen wurde, so hielt er mir also alle Tage zwei bis vier Reden, und meine Rolle bestand darin, ihm von Zeit zu Zeit einige Worte entgegenzuschleubern, wie: «Sie haben gelogen! . . . Schwindel! . . . Zur Geschäftsordnung! . .. Bleiben Sie bei der Sache! . .. Aufhören!» u. s. w. Natürlich klatschte ich, wenn er a/redet hatte, in die Hände, um den stürmischen Beifall zu markieren; manchmal stürzte ich auf ihn los, fchloss ihn in meine Arme und nannte ihn meinen theuren Minister. An solchen Tagen dürfte ich immer zum Diner dableiben. Ich behielt diese Stelle ein Jahr. Am Tage der Wahlm, an dem er durchfi-l, setzte er mich vor die Thüre und erklärte mir, er habe genug von der Politik und der Undankbarkeit seiner Mitbürger. Ich lag wieder auf der Straß«, und nun wurde ich — Seelöwe l» «Was. Seelöwe?» «Jawohl!» Laibacher Zeituna Nr."248. 2124 28. October 1896. gierung an dem Grundsätze fest, dass jeder in seiner Heimat in seiner Sprache gehört werde und in dieser! die Erledigung bekomme. Für die Partei sei doch die richtige und rasche Entscheidung wichtiger als die Frag?, in welcher Sprache sie zu ihrem Rechte lomme. Im übrigen sei die Sprachenfrage eine Frage der hohen Politik, welche die Gesammtregierung zu lösen berufen sei. da sie alle Zweige der Verwaltung umfasse. In das Ressort der Justizverwaltung aber sollte sie am allerwenigsten hineingetragen werden. Dem Wunsche nach Errichtung eines Krcisgerichtes in Landskron stehe die Regierung wohlwollend gegenüber. Der Minister theilte sodann mit, dass die böh« mische Abgrenzungscommission ihre Arbeiten beendet habe und dem böhmischen Landlage eine diesbezügliche Vorlage zugehen werde. Bezugnehmend auf eine Anfrage des Nbgeoldneten Dr. Pacal inbetreff der Reform des Strafgesetzes theilte der Iustizminister mit, dass zu diesem Zwecke eine Commission gebildet wurde. Diese werde die Vorarbeiten mit Energie und dem Aufgebote des größten Fleißes in Angriff nehmen. Es liegen zum Theile fertige Entwürfe über den allgemeinen Theil vor. Auf die Frage des Abg. Dr. Pacal nach der Reform des Pressgesetze« erwiderte der Minister, er leugne nicht, dass er eine solche in Aussicht gestellt habe. Dass eine diesfä'llige Novell?, welche jedoch nur die dringendsten Reformpunkte zum Gegenstande hat, fertig ausgearbeitet ist, sei richtig, und wenn er sie bi» jetzt nicht eingebracht habe, so liege der Grund darin, dass er die modernen Verhältnisse al« dieser Reform wenig gedeihlich erachten müsse. Endlich wendete sich der Minister der Besprechung der vom Abg. Dr. Pacal an« geregten legislativen Fragen auf dem Gebiete des Strafprocesses zu, nämlich de« Resume's in Schwur« gerichlsfällen und jener der Berufung im Punkte der Schuld. Der Minister vermag sich den diesfälligen Wünschen nicht anzuschließen. Die Enthüllung der «Hamburger Nachrichten». Die Behauptung der «Hamburger Nachrichten», es sei bis 1890 ein Einverständnis zwischen dem deutschen Reiche und Russland vorhanden gewesen, dass, wenn eine dieser beiden Mächte angegriffen würde, die andere wohlwollend neutral bleiben soll, wird von mehreren Blättern ziemlich skeptisch behandelt. Die «Nationalzeitung» schreibt, eine solche Dar« stellung widerstreite allem, was man in den Achtziger« Jahren erlebt habe und was sich aus dem Geschichts« kalender feststellen lasse. Es sei jedoch unzutreffend, anzunehmen, dass die auf die Vismarck'sche Politik be-züglichen Erörterungen des Hamburger Blattes in jeder Einzelheit auf Bismarck zurückzuführen seien, und von den vorliegenden könne man es leimswegs glauben. Die «Vossische Zeitung, schreibt: Die Mit« theilungen der «Hamburger Nachrichten» seien weder als geschichtliche Thatsachen, noch auch nur als Aeußerungen Bismarcks beglaubigt. Man habe daher keinen Anlass, sie als Zeugnis für Doppelzüngigkeit der deutschen Politik auch nur unter dem eisten Kanzler auszubeuten. «Wie stimmen — fragt das Blatt — mit der angeblichen Existenz eines deutsch-russischen Versicherungsvertrags die amtlichen Erörterungen über die russischen Trupenverschiebungen, der Kampf gegen die russische Valuta, das Verbot der Belehnung russi-scher Werte, die Begründung der Septennatsvorlage mit der Möglichkeit eines Krieges mit zwei Fronten? All di's geschah unter dem Fürsten Bismarck. Wenn jene Assccuranz bestand, wozu sei der deutsch-österreichische Bündnisvertrag, der den Fall eines russischen Angriffs vorsieht, veröffentlicht worden, und warum sagte Bismarck selbst in seiner berühmten Reichstags-rede vom 6. Februar 1888, Deutschland habe zwar versucht, das alte, vertraute Verhältnis zu Russland wieder zu gewinnen, aber Deutschland laufe niemandem nach, und die Deutschen fürchten Gott, aber sonst nichts in der Welt. «Und da will man,» sagt das Blatt, «die Welt glauben machen, dass damals und bis zum Rücktritte dts Fürsten Bismarck das schönste Einvernehmen mit Russland bestanden, ja Ruftland sogar für den Fall eir.cs deutschen Krieges mit Frankreich wohlwollende Neutralität «assecuriert» habe? Eine solche aus dem Hass gegen den Grafen Caprivi hervorgegangene Geschichtsllitterung ist im Grunde für den Fürsten Bismarck beleidigend. Denn sie setzt voraus, dass die deutsche Nation die besten Reden seines ersten Kanzlers schon bei seinen Lebzeiten verg ssen habe.»___________________________________________ Politische Uebersicht. Uaibach. 27. October. Das Abgeordnetenhaus setzte gestern die Specialberathung des Heimatsgesetzes fort. Man hofft, in dieser Woche die Berathung des Gesetzes zu Ende zu führen. Gestern fanden inMähren die Landtagswahlen in den Landgemeinden statt. Die Wahlen brachten kaum irgendwelche Ueberraschungen; das Wahlbündnis zwischen Deutschliberalen und Deutschnationalen hat zur Folge, dass in dem Besitzstande der Deutschen und Ezechen keine Aenderung eintritt. Im Laufe dieser Woche beginnen die Neuwahlen für die Landtage von Niederösterreich. Heute wählen die uiederösterreichischen Landgemeinden. Ueber die Wahlbewegung in Ungarn wird aus Groh'Vecskerek vom 25. d. M. gemeldet: Die hiesigen Serben sprachen sich in einer nachmittags abgehaltenen, gut besuchten Versammlung für die Passim« tät bei der Abgeordnetenwahl aus. Nach Meldungen des ung. Tel.-C.-A. kam es im Wahlbezirke Lublau zu thätlichen Auseinandersetzungen zwischen der mit der Volkspartei vereinigten National-Partei und den Anhängern der liberalen Partei, indem letztere von den mit Knütteln und Steinen bewaffneten Anhängern der Volkspartei in mehreren Gemeinden des Wahlbezirks angefallen worden seien. Es kamen zahl« reiche Verwundungen vor, drei Wähler wurden schwer verletzt. Auch in Mniszek und Pillo ist es zu blutigen Schlägereien gekommen, denen die Gendarmerie ein Ende machte. Zwei Compagnien Militär sind auf dem Wege nach Lublau. Aus Nede.cz und Mathyas-Falva meldet das ung. Tel.'E.'B., dass zwn liberale Wähler durch Wähler der Volkspartei getödtet worden seien. Wie das «Dresdener Journal» vernimmt, sind vom Könige in das Schiedsgericht für die Entscheidung der Lippe'schen Thronfolge-Frage der Präsident des Reichsgerichts v. Oehlschläger und die Senatspräsidenten beim Reichsgerichte Dr. Viegner und Dr. P:trrsen, sowie die Reichsgcrichtsräthe Dr. Bolze, Müller und Ege berufen worden. Nach inGerlin eingetroffenen privaten Meldungen aus Petersburg stellen sich die Mittheilungen über die Schlussrechnung der Reichs-Finanzgebarung für 1895 folgendermaßen dar: Im Ordinarium betragen die Einkünfte 1.255.818.781 und die Ausgaben 1.137,809.948 Rubel. Es ergibt sich somit ein Ueber-schuss der Einnahmen von 118,008 833 Rubel, welcher nach Ausschließung von 12.620.879 Rubel, die nicht aus den Hilfsquellen dieses Budgets zu decken waren, auf 130,629.712 Rubel anwächst gegenüber den im Voranschlage aufgestellten 22,862.068 Rubel. ^" Extra-Ordinarium stellen sich die Einkünfte M 162.274.944 Rubel gegenüber dem Voranschlage von 2.000.000 Rubeln, die Ausgabrn auf 3^M^" Nubel gegenüber dem Voranschläge von 94,28^.^ Rubel. Der Ueberschuss an Einnahmen über den ^ anschlag ist hauptsächlich durch die Realisierung A 3'/,procentigen Geldanleihe von 147.297.468 Mw bedingt, der Ueberschuss an Ausgaben über den ^or anschlag durch Ueberweisungen an Wcchsclfmlds von 157,573.452 Rubel und durch Anlauf von Eisenbahnen vor der bestimmten Frist mit 123.391.185 N^'l. ^ Ueberschuss ist gedeckt durch 147,300000 Rub- au» der Realisierung der3'/,.procentia.en Goldanleihe, fern" theilweise durch Restbeträge des Ordinarmms, thellwe'ir durch Entnahme von 77,344.625 Rubel aus dem swe Varschatze der Reichsrentei, der 355,300.000 Mv" beträgt. , Dem Journal «Bulgarie» zufolge theilt der sran zösische Vertreter Petiteville dem Kriegsministerium um, dass auf Ansuchen des Ministers Petrow ein fr«" zösischer Fregatten»Capita n tmnnä'chst "^ Sofia kommen werde, um den Officieren der bulga schen Flottille als Berather zu dienen. ^ AusConstantinopel meldet man der «P ^ -dass der von den Botschaften vorgestern gemeinsam ss thane warnende Schritt inbetress der signalisierten « sicht der Pforte, mit Hilfe einer bei Muhamedattel", Christen und Juden einzuhebendeu Kopfabgabe gM Wassentäufe n s Werk zu setzen, in Mdiz-Kiosl elNw sehr tiefen Eindruck gemacht und vorläufig ^. ,,,^ standnahme von der geplanten sofortigen Veröffentlich" » der bezüglichen, bereits vorbereiteten Proclamation geführt hat. Ferner wird berichtigend gemeldet, dass ott p jectierte Kopfabgabe nicht zugleich dem Zwecke o Bildung eines Kriegsschatzes zu dienen bestimmt '!' Die Absicht der Anlage eines Kciegsschatzes ve>l^ allerdings in leitenden türkischen Kreisen, aber nicht« > Grund der Kopssteuer, sondern durch Monopolist""^ verschiedener Artikel und auf dieser Basis ins We" i setzende Maßnahmen. . ^ Nach einer weiteren Nachricht aus Constant««?!' bemerkt man in diplomatischen Kreisen, die letzte Auv'e>' des russischen Botschafters, Herrn v. Nelidow, ^ Sultan habe insofern einen ernsteren Charakter u tragen, als der Botschafter im Verlause der U"" redung darauf hinwies, dass von den seitens der ^> ^ für Kleinasten adoptierten Reformm bisher noch w«, ausgeführt worden fei. .s Wie die «Fr. Ztg.. meldet, gab «Newy^ Herald, sein übliches, gewöhnlich M^laM, Wahlprognostikon, basiert auf unparteiischen Ver^^ au« allen Staaten der Union. Danach erscheint -" Kin leys Wahl mit großer Mchrheit absolut ny Das populistische Nationalcomile' richtet einen "" dringenden Appell an die Wähler, für VrYM zutreten. wio de Die «Ageucia Stefani» meldet aus ^'."^te Janeiro: Im vereinigten Staate Bahia Plun ^ eine starke, bewaffnete Räuberbande, welche 'Appell einigen Jahren Kämpfe mit den Regieruugst"^ überstand, mehrere von Italienern bewohnte ^ ^„ Der Schaden ist ein sehr bedeutender. Die "^ „ Truppen des Staates von Vahia verfolgten die "" ^. und schlugen sie unter namhaften Verlusten z ^ Die Bundesregierung stellte der Negierung von ^ Verstärkungen an Äundestrupven zur Verfügung' ^ italienische Viceconful von Ternambucco eryle .^ Befehl, die Untersuchung über den Vorfall e, können Sie eine Gefahr für Lora darin ervu" ^a «Sie fragen? Ich glaube, er hat bereits a"' einen tiefen Eindruck gemacht.» . «a^ral^ «Der Meinung bin ich auch. Ich bm "^fache" dass diese flüchtigen Begegnungen eine ^ s r,B tonnten. Vermuthlich hat Lora sich berelts I" ^ ^ der Erinnerung an einen Mann beschäsugl, ^, sich dankbar verpflichtet fühlte. Da trat ",^M' gegen: der erste Mann, der ihr die Aufmer^ ^r erwies, die man einer Dame schuldig w, ...A ^^ Mann ist zugleich eine ungewöhnlich sy"!"""'" scheinung.. ^,denllich ^" Herbert Grüner schüttelte j ht nachvei' Kopf. « durch e'" «Es ist auffallend, wie leicht Fraue" ^ ^st. glänzendes Aeußere bestochen werden,' >"H" ihe"" «Und wie beurtheilen Sie das Benehment»es l) eg"M Zum Beispiel diesen frühen Ritt, um eine ^ zu erzwingen?» ., ^,«»00^'!,^ Er hat Loca noch vor der Abrelse ^"silvereinssaale in Wien fand Sonnlag der zyy "chlsche Industriellen.Tag statt, an Welchem sich etwa ilct'n ^"^ betheiligten. Namens des einberufenden "nocomite eröffnete Fabrikant Goebel die Versammlung t>le . ^"spräche, in welcher er ausführte, dass sich bus» n Angelegenheit der Unsallverficherung vom In» ft^UeN'Eomits eingeleitete Action nicht gegen den Be- ^., °"ser Institution richte, sondern vielmehr unter z^."""una ihrer Wichtigkeit den Ausbau derselben be. welch,« ^ ^"^" "chte sich gegen das System, auf welch « >.. ^ die Unfallversicherung aufgebaut sei, Arbeit* Arbeitgeber empfindlich belaste, ohne den Nedn^"Ü ^"^sprechenden Vortheil zu bringen. Indem "nbe,^« Hoffnung Ausdruck gab. dass die Action nicht suchen ^ ^ bleiben werde, schloss er mit einem drei« Und ^ °"l S?. Majestät den Kaiser, den Veschüher ^tsam , ^ ^" österreichischsn Industrie, in welches die ^du?„ 2 begeistert einstimmte. In das Bureau deS ihl, ' k"en»Tags wurden hieraus folgende Herren be» V'ö ^ (Präsident). Pastry und Küffel (Vice. Voeb,<"en). Nbert und Sarg (Schristlührer). Präsident /«^ p"ch zunächst über die österreichische Industrie lliW'fehlen zwanzig Jahren. Er führte aus, dass trotz kc^'U" Verhältnisse sich einzelne Industrielle ein be- lrbock^». ^°"°^" zu verschaffen wussten, welch-s sfltt? «^ ^" "erlorengieng. «ezügllch der Vertretung der ^, - ^" b°ndelsintertssen sei eine durchgreifende ^> «Wanderung unvermeidlich, deren Durchführung Seine l^uenz h^ ^,^^ Minister des laiferlichen und lönlg. ^.,,H°uses und des Aeutzern Graf Goluchowsli slln? zugesichert habe. Redner streifte zum Schluss« ^."Ausführungen das Verhältnis zur ungarischen ci^Mfte und betonte, dass zur Beurtheilung der zecha » "' Haltung die Ausgleichspunctationen ab» ^>lln ^'^" müssen. Die Millenniums'Ausftellung habe ^bun",^ Erfolge gebracht. Dieser Elsolg sollte die Schott, ^slerreichs anspornen, mit Energie an bil l>i« ^""^ der Iubiläums-Nusstellung zu schreiten, welch« ^' °"^ ber österreichischen Industrie zu kräftigem ^tlele bl ^" ^b- (Beifall.) Fabrikant Paftlie er- herige ^.?"' ^"" eingehenden Bericht über die bis» Wett« ^"llle.t des NctionscolM. Metallwurensabrilan, ^»«aeseb! "^" ^ Reform des Unfall'Versiche- ^ N lnl .'""^ beantragte nach eingehender Vegründunl """aen c,"' ""^° ""^" anderem folgende For. !"l ble l<»X ' Ausdehnung der Unfall-Vcrsicherunl Arbeiter im Wege selbständige, lieben U l °"^ ^^ Arbeiter in allen gewerblicher "licherun« ^"""ll. eines Zusammenhangs der Unfall, ^ succeM^ ?" bestehenden Kranlen-Versicherung unt ^l'chetum. «> ^^^rendcn Alters- und Invaliden, ^°"de U^ ^7 ^ Grundlage der Prämien-Berechnunl 3 indlvld' „ ^ ^"" ^' aUenjallsigen Renten solle, ^"a!rnot"n ? ""^^"^ Arbeiter, sondern nacl !.?"ter, n..^ "^"^ ""ben. Die Unfallversicherung« . ""it c» l». ^" b" Votum der «cwerbe.Inspecliol Mch funden, das« si« solche industrielle Betriebe ? "^bt "t..! i v'Werbe.I.isp.'clor ^„,„ U,^,,, ^ üuherste«,"/' "" U""änben »« dle höchste, fon n,, iulaHa' «» ° ^" ble mittleren Gefahiei.procent. V°^e s^..n «'^"''"^en einreihen dü.fen. De, > d^ Ä^""°lt<'n ist lediglich die Revlsim 3^' da eaen ^"^°"" ^führten Ausschreibunge. ^ lelbft und n/. 7 "eritorische Besichtigung de 't3° ^inrichtu" '""/londere jebwcde Unordnung de '^w,""plle sich^°blolut ausgeschlossen. An dies« An ^i» 'He Nnl.« "^ Debatte. Schlichlich wurde, ^ ber gulatl«nl ^ Nctionscomitis «n dluc- un, ^°. en. babin^ °l1 des Kammerraths Gutmann an "" Unfallw?!.^' bie Leistung eines staatlichen Vci ^ll^ilNill^l'cherung z« verlangen. "" 26 d «3 "^'Ausstellung inVuba ' "' nachmittag« sind etwa 400 Wiene Gewerbetreibende zum Besuche der Ausstellung in Buda-^ Pest eingetroffen. Präsident Rath begrüßte die Gäste und sagte, der Beruf Oesterreichs und Ungarns sei, Hand in! Hand als aufrichtige Bundesgenossen auf dem Gebiete des Fortschritts und der gewerblichen Thätigkeit vorwärtszuschreiten. Dr. Kastner dankte im Namen der Wiener Kleingewerbetreibenden sür den begeisterten und ehrenden Empfang. Beim Ausftellungslhore wurden die Gäste vom Director Schmidt begrüßt. — (Tod des Dr. Tanner.) Pariser Blätter erhielten die Nachricht, dass jener Dr. Tanner, welcher zuerst als Fastenlünstler auftrat, in Cleveland im Staate Ohio gestorben sei, und zwar verbrannte er insolge eines Unfalles. — (Verhafteter Anarchist.) «uf dem Berliner Hauptpostamte wurde am 2b. d. M. der Anarchist Stefan Glvßmann aus Wien verhaftet, als er nach einem Briefe fragte. Die Verhaftung erfolgte wegen der Theil« nähme Großmanns an der anarchistischen Agitation in Berlin. Local- und Prouinzial-Nachrichten. — (Sitzung des l. k. Landesschulraths für Krain am 22. October 1896.) Nach Er. öffnung der Sitzung durch den Herrn Vorfitzenden wurden die seit der letzten Sitzung im currenten W?ge erledigten Geschäfts stücke genehmigend zur Kenntnis genommen. In Erledigung der Tagesordnung wurden zwei Lehrern an I Mittelschulen Quinquennalzulagen zuerkannt, weiters die locale Ausschließung eines Mittelschülers genehmigt und > der Austritt der Lehrerin an der städtischen achlclafsigen - slovenischln Mädchenvollsschule in Laibach, Marie Weßner, ! aus dem öffentlichen Schuldienste und die Bestellung einer Nushilfslehclraft für die hindurch erledigte Lehrstelle be. s willigt. Ernannt wurden: Zum Lehrer und L?iter der , neu errichteten einclassigen Volksschule in Oos,se dcr > Lehrer Johann Kalan in St. Michael bei Seisenberg, > zur Lehrerin für die anlässlich der Erweiterung der t Volksschule in «llllag bei Gottschee aus drei Classen neu > klassificierte zweite Lehrstelle an dieser Schule die bis» ! herlge zweite Lehrerin Emilie Kren; zum Lehrer und : Leiter der einclassigen Volksschule zu Heil. Dreifaltigkeit > der Lehrer Kornelius Iglic in Glogowitz, endlich zum ' Lehrer und Leiter der einclassigen Volksschule in Tribuce ' der Lehrer Anton Kadunc in Prelola. Schließlich wurden l die Gesuche mehrerer Vchüler der hierländischen Mittel« : schulen um Befreiung von der Entrichtung de« Schul« > gelds der Erledigung zugeführt und für die Ertheiluny < von Nothschulunterricht im Schuljahre 1895/96 den l bttrlffendln Nolhlehrern Remunerationen bewilligt. Ve-' züglich der Einführung de« Unterrichts in der slovenischen ? Sprache als obligaten üchrgsgcnftand für die Schüler : nichtslovenischer Nationalität an allen Mittelschulen Krains « wurde, unter Festsetzung des zu erreichenden Lehrziels der l zu gewährenden Ausnahmen und Vesrelungen, die Aus-e arbeilung der Lehrpläne angeordnet. l — (Fahrpreisermäßigung für pen- r sinnierte Civilftaats. sowie l. und l. Hof. ' bedienftete auf den k. l. öfterr. Staats« e bahnen.) Wie bereits gemeldet, hat das hohe l. l. e Eisenbahnministerlum im Einvernehmen mit dem l. l. e Finanzministerium sich bestimmt gefunden, den pensionierten e l. k. Civilftaats- wie auch t. und l. Hofbedienfteten auf den l» l. l. österreichischen Staalsbahnen materiell die gleiche ' Fahrpreisermäßigung einzuräumen, wie sie die activen - Slants« und Hofbedienfteten genießen, jedoch mit dem t Unterschied,', bass die Fahrpreisermäßigung nicht dauernd ° mittelst amtlicher Legitimationen, sondern nur fallweise, g über jeweilige motivierte Ansuchen, mittelst einzelner, von - den Staatsbahnbircctionen auszustellender, der Ausferti« g gungsgebür unterliegender Anweisungen bewilligt wirb. r Die l. l. Post- und Telegraphen-Direclion in Trieft ersucht n uns nun, mitzutheilen, dass die bezüglichen Ansuchen bei . Pensionisten des Dienstbereichs der l. l. Post« und Tele> o graphen-Direction, welche an jene l. l. Staatsbahn« - Direction, in deren Bezirke der betreffende Gesuchftrllel g domicilierl, ober an die seinem Wohnorte nächstgelegen« !« Tlaatsbahn - Direction gerichtet sein müssen, unter Vei< h schluss der für jede Anweifung zu entrichtenden, jeweil« !- vorgeschriebenen Ausfertigungsgebür sowie eine« mit de, n Adresse des Petenten versehenen frankierten Vriefcouvert« ?, dieser l. k. Post« und Telegraphen «Direction zur ent. d sprechmden Veranlassung einzusenden find. Zum Zweck ,« des Identitätsnachweises ist analog, wie die» hinsichtlich e der in Civil reisenden activm Staats- und Hosbedienfteten n bei Benützung von amtlichen Legitimationen für Einzeln« n fahrten der Fall ist, den Revlsionsorganen gleichzeitig n mit der ermäßigten Fahrkarte und der Ermäßigung«' r anweisung bei sonstiger Ungilligltit der letzteren eine r Identitätskarte vorzuweisen, welche auf der Rückseite der >. Photographie des betreffenden Pensionisten aufgellebt sein n und den N'men und Charakter des letzteren enthalten K muss. Diese Fahrpreisermäßigung kann von den Civil« >. staats- und Hospcnstonisten unter den erwähnten Moduli« i« täten aus allen Linien der k. l. österreichischen Staat«. bahnen, mit Ausnahme der Bukowina«- und Kolomeaer. . Localbahnen, der Eisenbahn Lemberg«Verzec, der Local« :r bahn Lemberg« (Kleparow) Ianöw und der Murlhalbllhn Unzmarll - Mautendorf, deren Verwaltungen sich die Gewährung von Fahrpreis- und Frachtermäßigungen vertragsmäßig vorbehalten haben, vom 1. October 1696 an in Anspruch genommen werden. Bezüglich der Benützung der Wagenclassen gelten sür die Staats-und Hospensionisten dieselben Bestimmungen, welche für active Staats- und Hofbedienstete laut Nachtrag zum Fahrbegünfiigungsnormale vom December 1891, Artikel I, 2. Absatz, maßgebend find. — (Kirchen malerei in Laib ach.) Die von dem Wiener Historienmaler Josef Kaftner in der Franciscaner-Kirche während des verflossenen Sommers hergestellten Deckengemälde sind feit kurzem vollendet und schmücken in ihrer luftigen, lichten Farbenwirlung die große Kirche aus das vorlheilhastefte. Von den vor dem Erbbeben an derselben Stelle befindlichen Frescen des Oberlrainer Malers Langus, welcher dort vom Jahre 1848 bis 1859 malle, konnten nur mehr die reiche und gelungene Conception und Anordnung sowie einige Seilen-bilber verwendet werden, da an der Decke der größte Theil der Malereien gänzlich abgeschlagen worden war. Im Prtsbyterium hat der Historienmaler Josef Kaftner die Uebermalung und Umarbeitung des noch vorhandenen, aber fchon gänzlich verdorbenen Stückes vom alten Deckengemälde ebenfalls ausgeführt. Im nächsten Sommer wird der fehlende, gänzlich neu herzustellende Abschluss dieses Deckenbilbs, «Maria Himmelfahrt» darstellend, von dem Historienmaler Josef Edgar Kleinert aus Wien, welcher dem früher genannten Meister schon bei den nun vollendeten Arbeiten als Mitarbeiter zur Seite gestanden, im selben Geifl und in gleicher Art ausgeführt werben. Joses Edgar Kleinert ist gegenwärtig in seinem Wiener Atelier in der Rotunde im Prater mit der Herstellung der Cartons zum Abschlüsse de« Hauptbilbes, «Die zwölf Apostel um das Grab Mariens» darstellend, sowie der Carton« zu den neuen Geitenbilbern für da« Pres-byterium thätig. Die Malerarbriten in der Franciscaner-Kirche zu Laibach werden schon kurz nach Ostern nächsten Jahres fortgesetzt werben. Den ornamentalen Schmuck der Kirche hat Maler G. Mayr au« Innsbruck hergestellt. — (Stiftung.) Wie uns mitgetheilt wirb, hat der lrainlsch«lüftenländische Forftverein, welcher i« vorigen Jahre eine Studentenstiftung errichtet hat, zur Vermehrung des Erträgnisses diefer Stiftung neuerlich den Betrag von 400 Kronen gewidmet. —0. * (Rasch tritt der Tob den Menschen an.) Am 25. b. M. gegen halb ? Uhr abend« stürzte der 24 Jahre alte Vefiherssohn Franz Krem^ar au« Presser i« Orte Gleinih auf der Reichsftraße infolge Blutsturzes zusammen und verschieb an Ort und Stelle. Der herbeigeeilt« Arzt Herr Dr. Ienlo konnte nur «ehr den eingetretenen Tod conftatieren. Der Leichnam wurde in die Todtenkamm« nach Waitsch überführt, um auf de« dortigen Friedhofe beerdigt zu werden. —r. — (Zur Volksbewegung.) In de« 41.479 Einwohner zählenden politischen Bezirke Nbelsberg wurden im dritten Quartale des heurigen Jahres 41 Ehen geschlossen und 415 Kinder geboren. Die gahl der Verstorbenen belies sich auf 378, welche sich nach dem Aller wie folgt vertheilen: Im ersten Monate 35, im erften Jahre 110, bis zu 5 Jahren 208, von 5 bis zu 15 Jahren 44, von 15 bis zu 30 Jahren 25. von 30 bis zu 50 Jahren 23, von 50 bis zu 70 Jahren 3b, über 70 Jahre 43. Todesursachen waren: Bei 32 angeborene Lebensschwäche, bei 53 Tuberculose, bei 14 Lungenentzündung, bei 16 Diphtheritis, bei 20 Keuch-husten, bei 42 Scharlach, bri 6 Masern, bei 6 Typhus, bei 17 Dysenterie, bei 4 Diarrhöe, bei 11 Gehirnschlagflufs. bei 7 bösartige Neubildungen; alle übrigen starben an sonstigen Krankheiten. Verunglückt find 4 Personen; Selbstmord ereignete sich einer, Mord oder Todtschlag ist keiner zu verzeichnen. —o. * (Feuerebrunft.) «lm 22. d. M. um 2 Uhr nachmittags kam in der Strohschupfe de« Besitzer« Anton Iavornil in GroßMlatevo, Gemeinde Schleimt), aus bisher unbekannte Weise Feuer zum Ausbruche, welche«, vom Winde begünstigt, sich rasch verbreitete und elf Objecte, und zwar ein Haus und zehn Wirtschaftsgebäude mit sämmtliche Fultervorrälhen, einäscherte. D?m Besitzer Martin Bukar gieng auch ein Schwein im Werte von 30 si. zugrunde. Am Vrandplah» war eine Abtheilung der freiwilligen Feuerwehr aus Weixelburg und die Spritze der Gemeinde Großlupp thälig. Per Oesammtschaden beträgt ungefähr 2200 fl., welchem die Versicherungssumme per 1150 st. gegenübersteht. —r. — (Versuchter Mord.) Der 70jährige Au«-zügler Valentin Peterlin, vulgo Ferliier, in Obergamling hat am 22. d. M. um 8 Uhr abends aus der Wohn-lamnnr auf feinen in der grgcnüber befindlichen Wohnstube weilenden Schwiegersohn Andreas Koderman aus einem mit Hasenschrott geladenen Gewehre meuchlings einen Schus« abgefeuert, ohne ihn jedoch zu treffen. In dieser Wohnstube waren zur Zeit der That die Ehegattin des Koderman mit vier Kindern im Alter von drei Wochen bis acht Jahren und die Kaischlerin Maria Cigole aus Obergamling anwesend. Die Ladung gieng knapp an Koderman vorüber und drang in die Mauer des Zimmer«; der Bedrohte war daher in ernster V.sahr. P:r greise Attentäter Pllerlin hat sich geflüchtet. —I. Laibacher Zeitung Nr. 248. 2126 28. October 189S. — (Philharmonische Gesellschaft.) Wir lvetden aufmerksam gemacht, dass bei dem am Samstag vetanstalteten Familien«Abende ^ philharmonischen Gesellschaft auch Herr Loncerlmeister Gerstner seinen tiefgefühlten Dank für die ihm zutheil geworbene ehren» volle Auszeichnung aussprach. — (»emeindevorftanb«.Wahlen.) Vei der am 20. September 189« vollzogenen Wahl de« Gemeindevorssanbs in Dedndol wurden Michael Omahen, 3l. alitäte ubesitzer in Allenmarlt, zum Gemeindevorsteher, Franz Kriztllan, Andreas Kureilt und Anton Skubic, alle Grundbesitzer in Dedendol, zu Vemeinderäthen ge» wählt. — Vei der am 27. September l. I. stattgehabten Neuwahl des Kemeindcvorftand« von Fimle wurden Josef Magajna aus Famlc zum Gemeindevorfteher, Johann Peihav« aus Famle und Andreas stak aus Goric« zu Gemeindelälhen gewählt. * (Aus dem Polizeirapporte.) Vom 26. auf den 27. d. M. wurden zehn Verhaftungen vorgenommen, und zwar sechs wegen Vacierens, zwei wegen nächtlicher Ruhestörung, eine wegen Veltelns und eine wegen unerlaubter Rücklehr in die Stadt. —r. * Deutsche« Theater. Die Elllssilervorstellungen in den verflossenen Vpiel» jähren der deutschen Vühne erbrachten den erfreulichen Veweis, das« die unsterblichen Werke unserer großen Oeifteshelden einen sehr festen Halt i» Herzen der Ve« vüllerung haben. Ein großer Theil derselben stillt — wir haben da» wiederholt erörtert — lieber seinen Purst an den Quellen, die die hchre Kunst seiner Dichter ihm erschließt, als an jenen, die eine neue geil Spiegelbilder des Lebens nennt, von deren poetischer A.mut und Ideal« lofigleit befremdet, das Voll jedoch nicht« wiss?n will, da es lieber die Weihe des Ideal« auf seine Seele ihre tiefe Wirkung ausüben läs«t. Wir haben ferner zu ver« schiedenenmalen betont, das« die Elassilervorftellungen zu eine« Bollwerk werden sollen, an de» alle Geschmacks-verderbungs Versuche zuschanden werden. Wenn aber die Vühne in diesem Vinne wlrlen, wenn sie thatsächlich eine Erziehungsanstalt für Vilbung de« Geiste« und Ve« schmacks werden soll, müssen gewisse Voraussetzungen er» füllt werden. Vor allem müssen die Class,ker. Vorstellungen in würdiger Weise vorbereitet, schön ausgestattet und gut beseht, es muss ihnen zum mindesten jene liebevoll.' Sorgfalt zugewendet werben, die Lustspiel« und Operetten-Novitäten in so reichem Maße zulheil wird. Der Wahl« spruch für die Aufführung der classischen Meisterwerke soll daher lauten: Die Eintrittspreise so billig, die Vor. fiellung so gut wie möglich. Tressen alle diese Voraussetzungen zu, dann ist die Aufgabe der Volksbühne er» füllt, dann werden Vlassiker«Vorstellungen auch ihren edlen Zivcck erfüllen und nicht nur bei der illufionsfrohen Jugend, sondern auch bei den aus allen Illusionen Herausgewachsenen ein lautes, freudige« Echo wecken. Eine der vornehmsten Aufgaben der Kcitil besteht nun zweifellos barin, bei alle« Wohlwollen, da» fi« der Bühne entgegenbringt, ohne das Richt des Publicums auf Unterhaltung und Erheitcrung anzutasten, ohne gegen das Drängen der vorwärtsftrebenden neuen Richtung der Vühnenlunft hemmend anzukämpfen, «ufierhafte Auf« führungen classischer Meisterwerke durch entsprechende Belehrung und gerechte Beurtheilung der Künstler zu fördern. Wir glauben jedoch nicht, dass dieses Ziel durch Ueber» schlmngllchlcit in der Beurtheilung, die schon in der mittelmäßigen Aufführung eine« classischen Drama« eine große That und in den Darstellern, weil sie einmal zur «bwech«lung mit Anstand Ritterftiefeln tragen, große Künstler sieht, deren zumeist bescheidenen Leistungen nnd noch bescheideneren Verdiensten um die Elassiler nicht genug Weihrauch gestreut werden kann. Die üblen Folgen einer allzu überschwenglichen Kritik, wenn sie auch der reinsten Begeisterung für die Kunst entspringt, treten bald zutage. Niemandem suggeriert man leichter eine überhohe Vleinunz von feinem lieben Ich wie de« Schauspieler, b«r nie da« gegen Einsprache erheben wird, wenn seine Leistungen als lunstvollendet hingestellt und gepriesen werden. Er ist im ersten Augenblicke vielleicht selbst überrascht, wenn ihm künstlerische Eigenschaften zuerkannt werben, von denen er bi« zur Stunde selbst leine blasse Ahnung hatte, und gelangt nunmehr zur Ueberzeugung, dass lr von der gütigen Mutter Natur mit eine« Geist ausgestattet worden s i, für den die schwierigsten Probleme der Schauspielkunst Kinderspiel find. Wozu daher weiter lernen, denken! Es genügt ja sein Erscheinen auf be« weltbebeutenden Brettern, um helle Begeisterung im Herzen des Publicum« und des Kritikers zu wecken! Hclle Begeisterung— ja, die ist es eben, die den Schauspielern die Wiedergabe von clafs,schen Meister« weilen so sehr erleichtert und auch den sonst kühl den« lendtn Kritiker in ihren Bann zieht. Und die helle, stammende Begeisterung des Publicums, in erster Reihe der Iug< nd, ist gewöhnlich auch das Beste, das Erfreulichste an den T!°N'l?rlluMrungen. Die Jugend nimmt. Schiller ^n^'«?' ^»"""ung m d«n Händen, Ausstellung, in Ä! N»n<^"^ ^" 3.uettr°nl au, der Herr« lesen viele eifrig ihre mitgebrachten Büchlein nach und sind sehr zornig, wenn die geliebten Verse — oder wie es bei «Don Carlos» der Fall ist — ganze Act- unter» schlagen werden. Die jugendwarme Begeisterung, die Beifallsreudigkeit, theilt sich naturgemäß den Erwachsenen und auch den Schauspielern mit, die in Feuerzungen zu beclamieren anfangen. Wie schr die jugendliche Begeisterung zu Ueber« treibungen v rleitet und das klare Urtheil trübt, beweisen Clafsilervorftellungen durch Wandertruppen, deren Kunstleistungen wir nach dem Brande des Theaters zu genieß n leider mehrere Jahre so glücklich waren. Darsteller, die in der modernen Komödie nicht gehen und stehen konnten, deren Sprache mit Hohngelächter ausgenommen wurb«', schienen wie verwandelt, sobald sie in dem Faltenwurf de« Ritter-manlels schwelgen konnten. Der drastische Komiker, der heute durch seine harlelinaben das Publicum bi« zur Athemloftgleit erheiterte, spielte morgen den Franz Moor mit einem Einste, der das Publicum tie! erschütterte. Das Publicum hat eben — nochmals sei's gesagt — seine Dichter im Herzen und die Illusion der herrlichen Jugend kann ihm auch das schlechteste Spiel nicht rauben. Allzu hohe Anforderungen an die Leistungen einer Provinzbühne zu stellen, hithe allerdings die Verhältnisse gänzlich verkennen und Ungebürliches fordern. Kunst-vollendetrs kann nicht geleistet und gefordert werden, das ist zweifellos und es erfcheint ein Nachweis hiefür ganz überflüssig. Das Publicum und die Kritik werden sich daher «it Vergnügen mit einer würdigen, anständigen Wiedergabe begnügen, die Direction und die einsichtsvollen Darfteller gewiss sehr zufrieden sein, wenn in diesem Sinne das Urtheil über ihr Mühen ausfällt. Die vorgestrige Darstellung des «Don Carlos» könnte auch Anspruch aus die Bezeichnung nicht unwürdig erheben, wenn die Besetzung eine solche gewesen wäre, wie sie seitens einer deutschen Bühne vom Range des Laibacher Schauspielhauses bei Aufführung von Meister« werken deutscher Gelsteshelden gefordert werden muss. Dass aber der Basibuffo sür den fehlenden Charakter« darftell« einspringen muss, um eine der schwierigsten Gestalten, den König Philipp, darzustellen, erscheint als ein nicht zu billigender Missgrlff. Herr Belger hat in der Oper und Op.'rette den Erweis erbracht, dass er als Vassbusso eine höchst schätzenswerte Kraft ist. Als König Philipp hat er diese« günstige Urtheil nur bestärkt, denn er war in Wort und That der Vassbuffo der komischen Oper. Wir müssen allerdings dabei betonen, dass er dem Publicu« leine Veranlassung zur Heiterkeit bot, da er sich bemühte, den Menschenv?rächler so grimmig, brummig und polterig wie möglich zu geben. Das« der Gindruck der ganzen Vorstellung unter diesem Missgriffe litt, bedarf wohl leiner weiteren Erklärung. Die übrigen Darsteller verdienen jedoch theil« für ihre brave Wiedergabe, th:ils für das ausrichtige Streben, ihren großen Aufgaben, welche chnen Schiller im «Don Carlos» stellt, nach ihren Krästen gerecht zu werben, Lob, das ihnen durch den wiederholten Beifall de« Publicum« ohnehin ausgedrückt wurde. De» Geiste der Dichtung kamen Herr Landa und Fräulein Horal am nächsten. Herr Landa, ein strebsamer und begabter Künstler, der auch die äußere Erscheinung sür den Marquis Posa besitzt, sprach den idealen Schwärmer für ein freies Weltbürgerthum «it Schwung und Feuer, wenn er auch nicht immer dem Verse gab, was des Verses ist. Er vereinigte Schwärmerei mit Veglifterung, und es gelang ih«, bis auf einige Gedächtnislücken l« vierten Acte, die herrliche Gestalt des Dichters in wirksamer Weise zur Geltung zu bringen. Fräulein Horal suchte, unbeschadet der schüfen Decla« mation, die Gräfin Eboli intimer zu charakterisieren, was ihr besonders in der großen Scene, wo sie mit ihrer seinen Verführungslunst an Don Carlo« herantritt, lreff. lich gelang. Herr Am an verdient für den Feuereifer, «it de« er sich des Don Carlos annahm, warme An» erkennung. Zu einer Vertiefung dieser Gestalt fehlt ihm allerding« noch die nöthige Reife, er ließ sich durchwegs von de« edlen Pathos Schiller« tragen, in dessen Briefen über Don Carlos er so manchen wertvollen Ausschluss erhalten dürfte. E« würde ihm dann klar werben, das« Don Carlo«, anfänglich ein müßiger Schwärmer, einer wandelnden Leiche gleich — wie Schiller sagt — von Leiben« schaft verzehrt, durch Posa zum Werkzeuge der Erfüllung der idealen Wünsche des Menjchenbeglücker« umgeschaffen wird. Von diefer Wandlung war nicht viel zu bemerken, denn Herr A «an verharrte bis zum Schlüsse ln der Rolle eines verliebten Schwärmers. Eine schönere Aus« spräche der Vocale wäre de« jungen Darfteller nebenbei bestens anzuempfehlen. Unter den jüngeren Talenten, die zu Worte kamen, befand sich ferner Fräulein Gigl, eine Vühnenerscheinung von einnehmendem Aeuhern, der die Rolle der Königin anvertraut war. Die Gestaltung der edlen Dulderin enthält prangende Rosen, aber auch scharfe Dornen. Von beiden hielt sich die jung« Dame gleich ferne, denn ihre Wiedergabe war im allgemeinen farblos. An Begabung fehlt es der Schauspielerin nicht, sie sprach stellenweise schr hübsch und es machte ihr Spiel leinen unsympathi» schen Eindruck. Die Hauptsache fehlte jedoch, und da« ist die königliche Hoheit, gepaart mit weiblicher Würbe, für die das Fräulein leinen Ausdruck fand. Fräulein M trug schöne Costume, die sie gut kleideten, nur war dle Künstlerin schlecht, fast wachspuppenartlg gefchminlt. Die übrigen Darsteller bieten uns eigentlich wenig Stoff zu unseren Betrachtungen. H^rr Müller trug ewe charakteristische Nlba-Masle zur Schau, sonst konnte man ihm aber schwer glauben, dass er der Mann sei, '<"" Ende aller Tage zu erscheinen». Die Granden v°n Spanien fassten ihre Aufgaben recht gemüthlich aul, eine geradezu lächerliche Figur spielte H.rr Longer °" Domingo. Lobend sei der neuen, schönen Eoslilme Erwähnung gethan, ebenso der schöne Sceneriewechsel dankend anerkannt. Wlr haben der ersten Classilervorstrllung eine längere Besprechung gewidmet, als wir ursprünglich beabsich" tigten. Wir hielten uns jedoch verpflichtet, eingshent» den Nachweis zu liefern, warum wir mit derartigen Aus' führungen nicht einverstanden sein können, während dle bisherigen Aufführungen von Stücken anderer Gattung das Publicu« und die Kcitil zufriedenstellten, Wir hoffen, das« die nächsten Classilervorslelluna/n uns leinen «lnlai« mehr zu so weitläufigen Auseinandersetzungen bieten sollen, und bis dahin da« Fach des Charalterdarstrllers durch einen tüchtigen Schauspieler besetzt sein Neueste Nachrichten. ! Sitzung des Budgetausschusses. (Vriginal-Ieltgramme.) Wien, 27. O^ber. In d^r heutigen Sitzung des VudgetmisMM" des Abgeordnetenhauses wurde zunächst die'Verhandlung ! über den Voranschlag des Justizministeriums für oa» Jahr 1897 zu Ende geführt. An w Debatte über die ,diefen G?geustano betreffenden Resolutionen betheM" sich auch der Herr Iustizminister Graf Gleispach. ! Der Vudgetausschuss nahm den in Verhandln!'» stehenden Etat des Justizministeriums an. , Hierauf wurde der Titel «Dikpositwns'Fands' " , Berathung gezogen. Derselben wohnte der Herr Minute Präsident und Leiter deS Ministeriums des Inner" Graf Vadeni bei. Nach dem Referate des Ver,cy erswters Abg. Grafen Palffy entspann sich eine lange" Debatte. . . ! Nachdem die Abg, Hofrath Veer. Hallw^ und Ruß gesprochen, führte Se. Excellenz der Y^ Ministerpräsident Graf Vadeni aus, die ReaMllW kann nicht mit wenigen kurzen Schlagworttn uge>' ' Parteiprogramm sich aneignen, ebenfowcnig ans Gefolgschaft der Parteien rechnen: Derartiges entspra^ nicht unserem Staatswesen. Die Regierung "MN wiederholen, dass sie zwar nicht über, aber anh^h", der Parteien nach den staatlichen Gesichtspunkten " Geschäfte führen wolle, stets in Fühlung mit. menm ! in Abhängigkeit von den Parteien. Umsoweniger w die Regierung extreme Losungsworte oder glll stürzende völlig unrealisirrbare Forderungen z" ^ ihrigen machen. Die Regierung steht unbedmat > dem Boden der Verfassung, allerdings mit der ^"» lichleit der Ausgestaltung, wie beispielsweise !"" durch die Wahlreform. Die Regierung beschasM ^ absolut nicht mit der Absicht einer Aenderung ^ Verfassung. In Schulfragen und lirchenpouni^ Fragen lehnt die Regierung jede extreme Richtn"!^, Angesichts der weit auseinander liegenden ^ hältnisfe der verschiedenen Kronländer ist "^..^len Schablone unanwendbar. Die Anbahnung des "^.' h^lN Friedens muss jeder Regierung das wichtigste ^ h^n sein. Hiebei sei die Anwendung einseitiger Mayn "^, ausgeschlossen. Die Regierung hofft den baldlgen ^ bruch des Tages, wo die auta'gonistischen Natwna ^ ! friedensbereit die vermittelnde Absicht der MU ^e besser würdigen. Die Regierung habe vor " .h^n ! Absicht, dem wirklich unhaltbaren Zustand m ^ "^n ! abzuhelfen. Diese Frage sei nur mit Takt und WoY^ ^ zu lösen ohne Preisgabe einer Nationalität ^ andere. Der Ministerpräsident drückt den W""'" ^ feinem Waffenstillstände der beiden VillM"^ ^ ! Böhmen aus, wobei die Regierung nicht ^g j,l hervorragende Bedeutung drs deutschen Sla> Oesterreich besonders hinzuweisen braucht. . ^ ^„d Die Verhandlung wurde sodann abgebt auf Mittwoch vertagt. Wien, 27. October. lung des Prinzen von Orleans und der ^"^heM Maria Dorothea trifft am 3. Novemv" ^>n die Königin von Portugal hier ein und "l" ^,,^ Bahnhöfe von Sr. Majestät dem Ka's" ' H V^ werdm. Die Königin steigt in der Hoson^ ^fs"' Herzogzpaar von Aosta und der BränNg" ^rM gleichfalls am 3. November abends hier e,N, von EonnauM am 4. November früh. Oe'Ne^ Wien, 27. October. (Orig-Tel.) Der ^ W rath beschloss in seiner heutigen S'lMg ^tilib" eines eigenen städtischen Gaswerks, i" MU"3 Majorität stimmte geschlossen dafür. D" sehr bewegt. jacher Zeitung Nr. 248._______________________________________2127 ______ 26. October 1896. «men, ^7. October. (Orig.-Tel.) Nach den bisher ?lw'genden Resultaten der Landtagswahlen sind in Ws ^andgenleinden-Wahlbezirlen Niederösterreichs vier MuH-Sociale und ein Anhänger der deutschen "oilspllltei gmähli. Eine Stichwahl ist erforderlich. Wlen. 28. October. (Orig.-Tel.) »Wiener Ztg..) t^> berste Rechnungshof ernannte den Rechnung«. ri'venten der Landesregierung in Kram Anton Cost a ««A »iechnlingsrevidentln des Obersten Rechnungshofes. Verlm, 27. October. (Orig.-Tel.) Der «Reichs« iünc?"' ^"bt: Beider öffentlichen Besprechung der iunMn Enthüllungen der Hamburger Nachrichten über .'s„ utsch-lussischen Beziehungen bis zum Jahre 1890 "n vielfach der Wunsch hervor, die Regierung möge "y ihrerseits das Wort zur Sache ergreifen. Der h^sanzeiger. ist zur Erklärung ermächtigt, dass in k c! geschehen wird. Diplomatische Vorgänge der ^"Hamburger Nachrichten erwähnten Art gehören A„ ^"^ nach zu den strengsten Staatsgeheimnissen. „'., gewissenhaft zu prüfen, beruht auf einer inter-"onalen Pflicht, deren Verletzung die Schädigung IM «, Slaalsinteressm bedingen würde. Die kaiserteiln ^ierung muss daher auf jede Klar-aeaÄ ^"zichten und wird jenen Auslassungen dia?" ""w Falsches berichtigen noch Unvollstän. H. "ganzen, in der Ueberzeugung, dass die Zu. deu 3 '" ^.'^ Aufrichtigkeit und Vertragstreue der beaU? ^'^ bei den anderen Mächten zu fest erlck? . '^ als dass sie durch derartige Enthüllungen '^u"M werden könnte. lchen ^/ ^^ October. (Orig.°Tel.) Die montenegrini-ab. Dämlichkeiten reisen am 29. d. M. nach Vrindisi sich «s?-7^"z und die Prinzessin von Neapel begeben und di. 5 am 29. d. M. nach Florenz. Der König Herzua^ 'N'" ""i der Königin Maria Pia und dem °b. ^s?°" Oporto reisen am 30. d. M. nach Monza ^etden ^^ ö"om letzteren einige Tage verbleiben ^i^chijf! ^omanwelt» nimmt unter den deutschen °Mw!>tt<.a? ^''" absolut exclusive Stellung ein; sie ist lein >"i bie a-^ l^'"'liendllltt, sondern eine Untcrhaltunns.Zritschrist '^Nteii l«^ Minderheit unseres VollcS. Goethe äußerte: 3^ der >e^"?. brauchte sich nicht zn scheuen, das Beste zu sagen.» ^lis^ «vmne will «Die Romanwclt» die unbceinflussten >, ^i "„ ,?«buncirn fördern und durch «Die Romanwelt» '"ittri,, V e ^'"ust den geistig Höherstehenden der Nation - "dunncment vierteljährig Ml. 3 75. Angelomnlene Fremde. Hotel Elefant. Am 26. October. Comtesse Pace, Schloss Gallenstein. — Ganglbauer, l. l. Ministerial'Secretar; Schönfelb, Neufeld, Herz,! Milsche, Heumayer, Guttmann, Monschein, Ksltc.; Strohmayer, ! Wächter, Musiler; Wehinger. Biedermann, Brady, gauner, Säuger; Hadrerwa, Impressario, Wien. — Plctersnit, Stations-Vorstand, Krainburg. — Neumann, Kfm., Fiume. — Nalencic, Private, Dorncgg. — Simon, Kfm., Marburg. — Berti, Kfm., Innsbruck. — Posch; Maly, Fabrilsbcsitzer, Ncumarltl. — Kin« hofcr, Kfm., Pola. — Schweizer, Kfm., SchrcmS. — Ditrich, .Musmanns'Gaitin, s. Tochter; Samec, Privat, Adelsberg. — llapajne, Kfm., Idria. — Pirnat, l. u. l. Oberlieutenant, Esseg. — Bacles, l. l. Notar, Kronau. Hotel Lloyd. Am 15. October. Dr. Kucenjal, Esseg. — ssridrl, Privatier, Trieft. — Samih, Reisender, Wien. — Vuuetter, Bäckermeister,! Ferlach. — Gregoric, Weinhändlcr, Rann. — Strgülec, Besitzer, Oßlit). — Slalicty, technischer Leiter, Rudolfswert. — Scher, Beamter, Klagenfurt. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. H ,-Z H.Zr tzZ ! «nstchl ZH.ß « §,3 LZlB L """^ de« Himmel« ZnZ Y7 2 NVN^I 738 1 14 2' S. mäßigt' hälb'bewöllt '"" ^^ 9 » Ab. 739'0 10-2 SM. schwach bewüllt 2«. i 7 U. Mg. j 738 - 4 i 88, NO. schwach , Regen ,2-3 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 10 0«, um 1>?» über dem Normale. Verantwortlicher Nedacteur: Julius Ohm-Innuschowslo Ritter von Wisschrad, Fanöestheater in Acribach. 19. Vorstellung. Im Abonnement. Ungerader Tag. Mittwoch den 28. October Vchauspiel.Neuheitl Noth kennt kein Gebot. Komödie in drei Acten von Dr. Rudolf Christoph Jenny. Anfang halb 8 Uhr. Ende gegen '/V6r6en mit 1 Ikei! Ilki88el-^lück V6rmi8odl unä 6ie Ni3okun^ lilu (4535) V6lkbl6iokt. 1^-1 Course an der Wiener Börse vom 27. October 1896. "°ch dem «Menen Co«^^^ ^«°len'7°"°N!bel . . . lOI-0» Kii'8» " ^llh«. "^'nebtüar «ugllst im Ob luiük lü!,'. .. ö^ Iünn'l-Iuli 101 0!>!i0l li5 Kr z,.)° «'«°M°,e. 25«, st. 143-,4ü- '"«<" < " ^yanzt bU «»»llt«,'.'/"""" lO" '. 155-15« - ° "« '!ÜN,!^ ^' ' ^U N. lN0'b0 1U1 50 ^^"^°ten^' !»«"",«< I« 05 122 85 °^ b»,.^""""nenNom. inl-it, ioi »5 ^ "" U!t,m° . . i<»,.,z «,i'85 »eld «iare Vo» Vtllole zur »ahlnn> ttier«o««e»e Visenb.'Vrior,' vbligntlone». «tllsabethbal,« «<><> u. 80IX) M. sllr LNO M. 4°/»..... HL 80 li? »0 «lisnbethbahn, 40« u.« Vl. WO M. 4«/,...... 181-. 181-75 Franz Ioseph-V.. «m. 1884,4°/» »9 «0 10« ÜN «allzischc ttarl - Unbwlg. «ahn. «M. I««l, »N!» fi, E. 4°/„ . S8-3U 10U.10 «oillllbrrgcr Bah», , dto, p<>l Ultimo . . S3 10 99'30 dto.Et,/,°/<> l28'— 122 t>0 l)«i>. bto. Eilder 1NN st,, 4>/,"/i> l00?5 10I'?5 blo. V»ll«t«.vbll8. (Ung, VNb,) V, I. 1«?6, 5"/^..... 121 — 128'— kl°,4'/,"/oSchll»lreaaI.?Ibl,5Obl. 100— 100-80 blo. PiüM'Nnl. o. 100 st. «. W. 15t» 50 156 — bto. bto, k 50fl. b. W, 158 75 154-75 Thelß-«le«.'U°s, 4"/, l<>0 fl. . 18750 13» — Prundtnll.' ybligalionn» «ül 100 fi, EM.), 4"/„ ttoatische unb IlavoiiNche . »?'»» 88-- 4^>/, »„»arilche (100 fi, O.W.) . 8?'L5 88 25 Hndtl» 2ss»ntl. Lnl»h»n. Tonau'l«ea.«L°!e 5°,„.... l29?l» 180 50 bto, .«Nleihe 1878 . . 10?-7l» 108 75 «nlebm ber E,ad! »r,. , , ll8- —'— jlnllvei! d, Stadlgemlinbe Wien 104 8t» 10b 35 slnleye» d, Elndtqsüü'inbe Wien sNilb« oder Gold). . . . 127-lO l27'L!» Piiln'ien-Anl. d, Oladlssm, W!en 188-85 169 U5 Vorlebn» «lnlehs». vn-loöb, 5"/„ lNI'5U - -.. 4" „ lbri,s, (flil 10« fi.). V°dcl.»U°..»st.lnI«>I.»l.4«/n«. — — —--. bto, „ ,. in 50 „ 4°/» 8945 lN0 45 dto. Prim.SchlbV. «°/»,I.«M. 115 75NU7!, dlo. blo. 8°/„, II. , 1015« -- prlllat».Vbll,°t«<»n»n (für 10« fl.), sserb!nanb5Nvrobah>! »m »8«« ion«5 i»i «z, Öefterr. Norbwcfibah» . . - l!0 75 111?.', L»°!,«!l-Damv»sch,lWfl-«M. 140- 143-.. oiencr Loss 4" fi...... b8 — 59-- - Polfs« Lose 40 fi, ,!l»»-suz,0est.bfl. 10- 10H0 «ubolph Lose 10 st..... «2— 24- Vlllm°L°!e 4« »I. !chgr«tz «o>tr SWd). 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B) 300 fl. . 8761— 876-60 traß Dujer (fiffiib. 150 fl.®. . 94 60 95 — taotScilntbaljn 200 fl. S. . . 86125 861-76 ©Ubbab,n 200 fl. ©..... 101 — 101-60 Silbnorbb. SBtrb.-iO. 800 fl. dSJl. 214-60 216-bO XtammD'Qttl, «Bt.,170fl.». «B. 478 — 478 — btn. 9m. 1887,800fl. . . . —•— —'— »«N> «,«» X««»»!»,»,<., «eue!«L., Vr fi. bilber «0? — 80? bU Un«.»,stb.(l»ia»b.Vraj)20vfi.l3. «08— — — Wiener ««»«bahnen, »ct.'»tj. «— « — zndustll»'ßctl<» (per Vtüll). Uaugel., «ll«. «st., 100 fl. . . 9V-— 90«, »sX^iel «lsen. unb Vtahl'Inb. ln Wien 100 fi..... 5» 50 Sl» —, »u 4? 5b Vt. Veter»bul» ... . —— — — Daluten. Ducalen........ 5«»» L7l »0'3rci,»«°Stlllle..... 958. U54z Deutsche Nfichlbanlnote« . . 5« 7ü 5»'5», Italicnilchr Vanlooten . . . 4445 44 5t» Pavier.Nubel...... l»?,. 1«l» ß mit Lkina u. 5i30N. U H pläpHlllt erprobt. (2482) 21 ^ möbliortoZ Ammer mit sepHi-atsm Lln^an^s izl, 2^ emeu o^ier Xäkerez in äer H.6miui8tlatior» äioger ^eitunz. (4543) 3—3 'Will». H»^r, Hpoliieker, zl2rieupl2t2, mit vier Zimmern. ßroLsm V^orximmer, 3pei8e- unä vieuLtbotOnlcHmmer, lichter, ßer3umizer lvüctiL init W^8Ler2U8llluk, 6lll>F uuä LOULtizem 2uzskör, ist 80ßIei<:n 212 ver- K6ixbll>l68, »18 ^Vsi-kLtäNs unä 2UZIeicti Woknun^ Lesi^netes (458?) 3—1 ^iwu ^edsu I^lsuucksu uu6 üs-