Nr. W. Montag, 28. April 18!»tt. W9. Jahrgang. Aibacher Ieitmg. >°>>«!«hr!o n <".^"'s- ^^ P°s»'l« ' "°lbjnl,r>l, N, l.^u. Hlir die Zustellu„n ,»« Hau« ncmzjahrig fl, l, - InsertiunSytbür: Fiir ^»icratr bl« zu 4 Heilen 2b li,. «rökcic per Mlr n lr.; bei üstrrm Wlcderliolungei, per Zelle » lr. Die «Laibacher Zeitung» rrscheiiN >ü«lich ,»it «»e»al,!»s der Ho,», und Feiertage, Die «dmlnjftratlo» drsiübel sich ü Uhr vormittag«, — Unslaüliei-tr Briese weide» »icht angenommen u»b Manuskripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Weil. States'. ^' ""^ ^ Apostolische Mnjestät haben tn'M G^^erei-Concsptspratlikanten in Linz Dr. Vincenz ^llm«^" Huyn, dem Lieutenant des Husaren. H«'nents Graf Nadetzly Nr. 5) Siegmund Grafen dödk ""la., dann dem Alexander Grafen Er. nieiit« 3-l ^"' Oberlieulenant des Dragoner-Regi-^piea sf Ferdinand Nr. 4 Karl Fre'ihkrrn von llM^I^Ikld die Kämmercrswürde tarfrei aller» u^'gst zu verleihen geruht. Alleres/' "'^ k- Apostolische Majestät haben mit VeziM?' Entschließung vom 19. April d. I. den del On X^""" 6x,ra »lllwm und ersten Referenten cl>lnn,:es;'blasten.Ablösungs. und Negulicruugs-Laudes-halttteir^ ^^ ^'"l ^^ ^" Delaini zum Statt-geruhe ^^^ »lalum aNergnädigst zu ernennen Taaffe m. p. ÄlleM^?' "l'd k. Apostolische Majestät haben mit ^>wt. „ ! Entschließung uom 10. April d. I. dem Bodens H°lwrardocenten an der Hochschule für "deimilk n?^er Kresnik den Titel eines außer« allere?" Professors der Hochschule für Bodencultur ^^^It zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Hheil. Verhandlungen des Reichsrathcs. ^>° 2- Wien, 25. April, dcbatte ..„^Mordnetenhaus hat heute die Budget. Mhmen «". ^"'' um die Nothstaudsvorlage für ^g. K i e^!" ""b Görz in Verhandlung zu 'ziehen. Mende S,,^ bemerkte, dass die auf Böhmen ent-" auch d.>r?^ durchaus nicht hinreichend sei. wenn freche, '"Ferung für das Bewilligen seinen Dank ^ die ^tt' - "l' und beantragte eine Resollltion. in ^eliden j.^u'M aufgefordert wird. für die Noth-^eitere Lr ^ ^""' "«ch Maßgabe des Bedürfnisses 'prach im "/-^" Anspruch zu nchimn. Abg. Tausche l Ab. 3?^n Sinne. 'age ^'^ u n erklärte die für Kram in der Vor-^"d. ink- .^"sMungssumme fiir ganz unzurei-i'lr Bert? " Landrsausschuss bereits 54.000 fl. Erläge an ^'"^ ^bracht hatte, als die Regieruugs. n Kram » Abgeordnetenhaus gelangte, in welcher ^00 "" .25 000 fl. bewilligt' erscheinen, also nm ^^^ ' - "enlger als bereits vertheilt worden. Der Landesansschuss wäre also gezwungen, von nun an die Hilfsaction einzustellen, gerade zur Zeit der Aussaat, wo eine Unterstützung doppelt nothwendig wäre. Redner befürwortete schließlich die im Ausschüsse eingebrachte Rcsolntion, in welcher die Regierung aufgefordert wird, für die Nothleidenden in Kram nach Bedürfnis weitere Credite in Anspruch zu nehmen. R^gierungsvertreter Ministrrialrath Edler von Nraunhofer bemerkte, die Einstellung der Beträge sei auf Grund des dem Ministerium des Innern vorliegenden detaillierten Er-hebungsoperates erfolgt. Dabei sei sowohl die Schadens-ziffer wie nicht minder die anderen maßgebenden Fao wren, nämlich der Grad der Intensität des Schadens, die Ausdehnung des Nothslandsgebietes, die Zahl der Hilfsbedürftigen, das Maß der vorhandenen Local, mittet u. s. w., in Rücksicht gezog?n worden. Nicht minder sei auch Rücksicht genommen worden auf die An» träge der Läudcrchefs; doch könnten dieselben nicht in ihrem vollen Umfange berücksichtigt werden, da ja auch die thunlichste Schonung des Staatsschatzes im Auge behalten werden musste. Es dürfe auch nicht unberück-sichtigt bleiben, dass die gewährten Unterstützungen nicht rückzahlbar seien, während bei früheren Nothstandsactionen hauptsächlich rückzahlbare Darlehen ge-währt wurden und nur der kleinere Theil schenlungs-weise Unterstützungen waren. Wenn es sich ergeben sollte, dass es unmöglich sei. mit den im Gesetze erwähnten Summen das Auslangen zu finden und wenn es nothwendig sein sollte, weitere Beträge aus Staatsmitteln zur Verfügung zu stellen, so bittet der Re-gierungsvertreter. überzeugt zu sein. dass sich die Re^ gierung, wie bisher, einer solchen Nothwendigkeit nicht verschließen und das Erforderliche veranlassen wird. (Beifall.) Abg. Garnhaft brachte Wünsche vor für Nieder-österreich. Abg. Dr. Ferj an cic sagte, die von der Regierung bewilligte Hilfe von 25.000 st. für Kram sei zu gering; es käme von dieser Unterstützung bei 40.000 Seelen kaum ein Betrag von 60 kr. per Kopf. Schließlich bemerkte er, dass der Bezirk Adelsberg m dcm Motiveuberichte der Regierung unter den vom Schaden betroffenen Bezirken nicht vorkomme, und bittet, auch diesen Bezirk in Rücksicht zu z'ehen. (Äravo! rechts.) Das Haus beschloss sodann, in die Special-debatte einzugehen, und wurde der Gesetzentwurf un-verändert angenommrn. Zu der vom Budgltausschusse vorgelegten Resolu« tion sprach Abg. Pollukar. Delselbe hob hervor, dass vom Lande Kram an Unterstützungen für d,e Nolh< leidenden ein Grsammtbetrag von 54.000 fl. auf. gebracht wurde, dem gegenüber die Staatsunterstützung von 25,000 st. außerordentlich minimal erscheine. Red« ner besprach zugleich die zur Verhütung weiterer Noth. lagen in der Zukunft nothwendigen Maßregeln, ins» besondere die Aufforstung sowie die Mittel zur Be-kämpfung der Peronospora, und legte der Regierung nahe, das Gesetz, betreffend die Entwässerung des Lai-bacher Moores, dessen Ueberschwemmimgen alljährlich großen Schaden anrichten, noch im laufenden Sessions-abschnitte vorzulegen, damit die Arbeit baldigst beginnen könne. (Bravo! rechts). — Der Resolutionsantrag des Budgetausschusses sowie der vom Abg. Klepek gestellte Resolutionsantrag wurden hierauf angenommen. In Fortsetzung der Tagesordnung wurde gemäß dem Antrage des Immunitäts.Uusschusses beschlossen, dem Ansuchen wegen strafgerichtlicher Verfolgung de« Abgeordneten Nabergoj leine Folge zu geben, hierauf wurde die Specialdebatte über das Budget bei Titel «Wasserbauten» fortgesetzt. Abg. Graf Wurmbrand besprach den Stand der Flussregulierung in Oesterreich und erklärte, dass dieselbe namentlich dort, wo Ueber» schwcmmungsgefahr bestehe, in erhöhtem Grade vorgenommen werden müsse. Das Eigenthum müsse geschützt werden, auch wenn der Schutz mehr kostet als das Eigenthum selbst. «Nur muss auch da ein gewisses Verhältuis eintreten,» führte der Redner aus. «und ich Midiere deshalb gegen die technische Schönheit eines Planes und den bureaulratischen Schimmel der Flussregulierung nach einem und demselben Schema.» Die Beiträge zur Flussregulierung sollten nicht von den Interessenten geleistet werden, sondern nur von Staat und Land. Schließlich trat der Redner für die Drau.Regulierung nach dem Projecte des steierischen Landesausschusses ein. Abg. Doblham er plaidierte für die Erhöhung der für die Regulierung des Inn und der Salzach eingestellten Beträge. Bei Titel «Auslagen für Volkszählung, wünschte Abgeordneter Graf Kaunitz. dass bei der im näch< sten Jahre vorzunehmenden Volkszählung die Rubrik «Umgangssprache» durch die Rubrik «Nationalität» ersetzt werden möge. Regierungsvertreter Freiherr von Erb wies darauf hin, dass in allen übrigen Staaten Europa's, außer Norwegen, der Begriff der Nationalität im Sinne der Staatsangehörigkeit aufgefasst werde. In Amerika werde weder die Sprache noch die Nationalität erhoben, sondern die Rasse, und zwar nach der Hautfarbe: Weiße, Mulatten. Mestizen, Indianer. Der Begriff der Nationalität im weiteren Sinne ist ein sehr schwankender und fällt durchaus nicht mit der Sprache zusammen. Es würden viele in JeM'eton. vlus der C V°n der „Aurora". "rrespondcnz eines diesem MissionSschiffe zugetheiltrn Eec°Osficieis. ^öh,,i'-^'"lichlnlig dieser Bahn gleicht der einer "'er V^" Eisenbahn, nur ist jeder Waggon mit ^"deu N""6 versehen, die das Zurückgleiten ein- , "'"els Ü, , verhindert. Der Bahnkörper ist ohne ">lr dnrcb ^ ^'^ Kunstbauten so äugelet, dass ^ken, ^"<"M'ge Windungen. Serpentinen und n«? ^orw r l'btere der Zug. mit der Maschine ein- U"'e vo., A ""na! rückwärts arbeitend, mit Zuhilfe- ^ ssuk A^seln nimmt, die beträchtliche Höhe von ,7"ld, o'^ geht es stundenlang durch herrlichen ^3 Palm.,, ' "'ächtigen Laubbäumen, hie und da ii? Und us/' Ä^" und dabei doch zierlichen Bam« ?'9 Wuch„..^l"" Uuterholze odcr einem T.pftiche ^"zen m?'der Blattpflanzen gebildet wird. Schling-^ Viwme, ' meterlangen Blättern ranken sich au 0v> Etonm ""p"' schlingen sich von Ast zu Ast, at."' I" den"«^°"""' «"es 'st frisch, glänzend 3ll Arkann. ^"l)en der Bäume traf ich einen ^lanlhuz. "en von der Wiener Ringstraße, den ^"' "l'°^3"l ""d Ueppigkeit, den Formenreich-lUotzcndc Kraft dicser Vegetation, unter- stützt von den verschiedensten Lichtefftclen und umgeben von einer in dieser Jahreszeit wohlthätig kühlen, balsamischen Luft, kann nur beurlheileu, wer ste selbst gesehen. Ich hatte das Gefühl, dass es nichts Begehrenswerteres geben könne, als srin Leben m dlejen dunklen Wäldern, geheimnisvollen Schluchten ausgedehnten Berglehnen und gähucndm Abgründen zu verbringen. In ziemlich kurzen Zwischeuräum'en hält die Locomotive an freien Ausblick gewährenden Stellen an um chren Wasservorrath z'l ergänzen, und dem Reisenden 1st dann Gelegenheit gegeben, abzusteigen und einen Blick auf das Bild zu werfen, das drr bereits zurückgelegte Weg bictl't. Wenn man die ersten 4000Fuß ersw'gcn, b.gmnt der Wald lichter, der Ausblick freier zu werden an vielen Orten gewahrt man große Thee- und China» baumpflauzung'en. die steilen Abgründe thun sich un-verhüllter auf. und mehr als einmal suhlt man Gruseln, wenn man. kuapp an ihren Randern dahm. eilend, von seinem Sitze aus vielleicht 2000 Fuß fast senkrecht hinabsieht. Hier wird man auch der ersten bezopften Menschen mit schiefen, geschlitzten Augen und bronzefarbigem Teint ansichtig, die au d,e Nahe des chinesischen Reiches gemahnen. Sie hausen m o,e,en Bergen, dcrcn Klima den weichlichen Hmdu« zu rauh ist, und nähren sich vom Feldbau. ^. . . Um 1 Uhr nachmittags kamen wir m Clairenton. Hotel an. einer Art Semmering - Hotcl, nntten m die schöne Wildnis hineingebaut, wo wir unseren Tisftn. wie in Indien statt des sonst üblichen Wortes Lunch gesagt wird, einnahmen, wieder acht Gänge, aber dieS« mal mit Spirituosen. Der Hotelier, ein durch das Schicksal hirher verschlageuer Brandenburger, zeigte uns seine hübsche Sammlung von Antilopenhörnern und Hirschgeweihen der von ihm auf den Bergen erlegten Thiere und eine Voliere, welche verschiedene prachtvoll befiederte Fasane und Hühnergattungen ent-hielt, die in den Wäldern des Himalaya leben. Von Clairenton abfahrend, traten wir in die Re< gion der Eichen, Magnolien. Rhododendron und des zierlichsten und charakteristischesten Gewächses der Land« schaft, der Vaml'.farn, ein. Letztere verleihen ihre^ Umgebung einen so fremdartigen Anstrich, dass sich un< willkürlich das Bewusstsein aufdrängt, hier den letzten Repräsentanten einer längst vergangenen geologischen Periode vor sich zu haben. Der Zug eilt mm bei geringer Steignng mit großer Geschwindigkeit durch ein größeres Lepscha>Dorf mit sciuen bezopften Einwohnern und armseligen Hütten, und um einen Vorsprung biegend, eröffnet sich uns der herrliche Ausblick ans eiue gigantische Ge-birgswtlt, überragt von dem Niesen Kichinjunga, dem zweitgrößten Berge der Welt. der, theilweise von Wol« keu verhüllt, es sich vorbehielt, sich unseren Blicken später in seiner ganzen Majestät und Schönheit zu zeigen. Um 5 Uhr nachmittags langten wir in Darjeeling, der Endstation der Himalaya.Bahn, an und begaben uns sogleich m Woodlands Hotel, wo wir bequeme Zimmer bekamen, unser Gepäck ablegten und uns so- Laibachcr Zeitung Nr. 96. 780 28. April M^ Oesterreich in Verlegenheit sein, wenn sie objectiv und wahrheitsgemäß ihre Nationalität angeben sollten, wiih» rend es jedem leicht möglich sei, seine Umgangssprache zu declaneren. Im Interesse der Wahrheit bitte er, den Antrag Kannih abzulehnen. Abg. Baron Kübeck führte ans. dass die Um« gangssprache ein vollkommen verlässliches Mittel zur Bestimmung der Nationalität sei. Es stimmen auch die ans diese Weise erzielten Resultate vollkommen mit den Ergebnissen, welche große Statistiker ermittelten. Er sprach sich daher für die Beibehaltung der Rubrik «Umgangssprache» aus und äußerte hiebei den Wunsch, dass auch die socialen und wirtschaftlichen sowie die Lohn« und Gewerbeverhältnisse bei der nächsten Volks« zählung in Rücksicht gezogen werden mögen. (Lebhafter Beifall.) Abg. Dr. Reicher verlangte, dass bei der Volkszählung auch die Zuständigkeit ermittelt und Abg. Iahn. dass neben der Rubrik «Umgangssprache» auch die Rubrik «Nationalität» eingeführt werde. Nach einer thatsächlichen Berichtigung des Abgeordneten Dr. Ruß und dem Schlussworte des Referenten Dr. Kathrein wurden die von den Abgeordneten Iahn und Kaunitz beantragten Resolutionen abgelehnt und hierauf der in Berathung stehende Titel dem Antrage des Ausschusses gemäß angenommen. Hierauf gieng das Haus zur Berathung des Erfordernisses des LandesoertheidiglMgs-Ministeriums über. Zum Titel «Centrale» ergriff der Abgeordnete Kaiser das Wort. Derselbe verlangte eine bessere Tntschädigung für den durch Manöver und Uebungen auf den Feldern entstandenen Schaden. Er besprach sodann die Verhältnisse der Unteroffiziere und der Gendarmerie und wünschte eine Aufbesserung der Bezüge derselben. Tr erklärte, die Aufmerksamkeit der Regierung auch auf die Auswanderung der Wehrpflichtigen lenken zu müssen, und urgierte die Errichtung von Nssentcommissionen in jedem Gerichtsbezirke. Schließlich rügte er die schlechte Behandlung und Verpflegung der Soldaten. Abg. Pscheiden wünschte ebenfalls eine bessere Verköstigung des Militärs, weil die Bauern nicht immer in der Lage seien, ihren Söhnen Geld zu schicken. Abg. Po'sch klagt über Ueberbürdung der Gemeinden durch militärisch-admini« strative Geschäfte. Abg. Graf Hompesch bezeichnete die gestrigen Ausführungen des Abgeordneten Exner über den Ober« lieutenant, der am Tage der Excesse erst aus dem Theater geholt werden musste, um mit seiner Schwa« dron auszureiten, als eine Verdächtigung und Enlstel-lung der Thatsachen. (Widerspruch links.) Abgeordneter von Plener forderte das Haus auf, sich aus dem stenographischen Protokolle zu überzeugen, ob in den Ausführungen Exners auch nur der leiseste Vorwurf gegen den Officier oder die Escadron gefunden werden könne. Die Vorwürfe Exners richteten sich nur gegen die Polizei. Cr müsse demnach die Beschuldigung durch den Grafen Hompesch im Namen der gesammten Partei entschieden zurückweisen. Abg. Graf Hompesch erwiderte, dass Abgeordneter Exner es unterlassen habe. mitzutheilen, dass an jenem Abende keine Bereitschaft war. Nachdem^ noch Abgeordneter Bendel als Oeneralredner gesprochen, wurde die Sitzung geschlossen. Nächste Sitzung morgen um 10 Uhr vormittags. Politische Ueberficht. (Minister»Conferenzen.) Vorgestern begannen im Ministerium des Aeußein unter Vorsitz des Grafen Kalnoky die gemeinsamen Ministerberathungen bezüglich der Delegations-Vorlagen und des Einberu-fungstermines. Theilnehmer an den Berathungen sind: Graf Kalnoky, Freiherr v. Vauer, v. Kallay. Graf Taaffe, Graf Szapary. Freiherr v. Dunajewski. Weckerle, v. Szögyeny. Die erste Conferetiz. bei welcher auch Generalintendant Röckenzauu und Marme-Generalcommissär Kleemann theilnahmen, endete um halb 6 Uhr. (Im Abgeordnetenhause) beantwortete vorgesteru der Minister für Cultus und Unterricht Dr. Freiherr von Gautsch die Interpellation der Abgeordneten Dr. Fuß und Genossen, betreffend die czechische Volksschule in Wlastowitz, worauf die Special' debatte über das Budget des Landesvertheidigungs-Ministeriums fortgesetzt wurde. Sowohl beim Titel 2. «Landwehr», als beim Titel 6, «Gendarmerie», erqriff der Landesvertheidigungs'Miuister FMÜ. Graf Welsers-heimb das Wort, um auf die von einzelnen Rednern vorgebrachten Beschwerden und Anregungen zu ant» Worten. Die Ausführungen des Herrn Ministers wurden beifällig aufgenommen. Der Etat des Landes-vertheidigungs - Ministeriums wurde zu Ende beratheu und hierauf der Voranschlag des Ministeriums für Cultus und Unterricht in Verhandlung gezogen. An der Debatte über Titel 1, «Centralleitnng», betheiligte sich auch der Minister für Cultus und Unterricht. Heute wird die Audgelberathung fortgesetzt. (Sanction ierter Landtagsbeschluss.) Der vom Kärntner Landtage in der letzten Session beschlossene Gesetzentwurf wegen Abtrennung der Steuer« gemeinde Zeltschach von der Ortsgemeinde Friesach und Constituierung derselben als selbständige Orts-gemeinde Zeltschach hat die kaiserliche Genehmigung erhalten. (Böhmen) Der Prager «Hlas Näroda» richtet seinen vorgestrigen Leitartikel an die böhmische Arbeiterschaft, in welchem er derselben die Folgen eines gesetzwidrigen Verhaltens vorhält und die Er» Wartung ausspricht, dass sie sich ihrer Nation würdig erweisen werde. (Das Herrenhaus des Reichirathes) tritt morgen um 12 Uhr mittags zu einer Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung befinden sich folgende Gegenstände: Mittheilung des Einlaufes; zweite Le» sung des Gesetzentwurfes, betreffend die Abänderung des Gesetzes vom 9. Febrnar 1882 (Gebäudesteuer); zweite Lesung des Gesetzentwurfes wegen Aenderung der Wiener Linien-Verzehrungssteuer und wegen Ein« führung der Linien»Verzehruugssteuer in mehreren Vor« orten von Wien. (LocalbahnSchrambach-Kernhos.) Für die Ausführung der vom Handelsminister dem Reichs« rathe unterbreiteten Vorlage, betreffend die Herstellung der normalspurigen Secundärbahn Schrambach-Kernhof. wird von der Regierung ein Credit von 1.400,000 fl. beansprucht. (Kärnten.) Der katholisch.politische Verein für die Kärntner Slovenen hielt vorige Woche seine erste Vollversammlung ab und wählte bei derselben den Pfarrer und Landtagsabgeordneten Gregor Einfpieler zum Obmanne. Es wurden zwei Resolutionen be» schlössen, und zwar die eine zu Gunsten der confessio» nellen Schule; in der zweiten votierte die Versammlung den slovenischen Reichsrathsabgeordneteu dafür, dass sie die Rechte der Slovenen vertheidigen. ^ Dank. Dem Vereine traten circa 50 neue MU der bei. M (DieDelegatione n.) Wie bereits Mgw^ ist der Zusammentritt der Delegationen, welcye ^ in Budapest tagen werden, für den 6. Imn »' ^ sicht genommen. Iu der Prager «Bohemia» '>' Anlas's dieser Meldung Folgendes zu lesen: «l.« lautet, dass die czechischen Abgeordneten den o^H Abgeordneten aus Böhmen ein Comvrom'ss ve^ der' Delegationswahlen anbieten nno die Deutsch" selbe diesmal annehmen weiden » a^nl!!' netenhauses hat in drei Sitzungen die "-3^" "^e laqe über den Zonentarif erledigt. Die Vorlage ^ ohne wesentliche Aenderungen angenommen, ^"p ^ wurden mehrere Resolutionen beschlossen. wo>' ^ eine die Regierung auffordert, die den StaatM" ^ eingeräumten Begünstigungen auch beim neue!» aufrecht zu erhalten und dieselben auch auf t>> ^ sinnierten Staatsbeamten auszudehnen. ^^/>B Resolution fordert die Zerlegung wenigstens ve ' ^ ersten Fünfzig»Kilometer-Zonen in zwei Zonen 25 Kilometer. . -n.riB) (Im ungarischen HandelsmlNlstel,^ trat vorgestern vormittags die österreichisch'^ Zollconf«'renz zusammen, bei welcher außer den ^. seitigen Fachministerien auch das auswärtige ^ ^§, treten ist. Gegenstand der Berathung war der V"' vertrag mit der Türkei. < ^el (Das nächste Consistorium.) Aa" ,, der «Pol. Corr.» von ihrem vaticanischen ^ Hl< denten in Rom zugehenden Meldung gilt es al» ^ scheinlich, dass der Papst in dem nächsten, !"/ ^ in Aussicht genommenen Consistorium eingehen" .^, theilungen über die Ergebnisse der Untrrhai'^, zwischen der päpstlichen Curie und dem aM. z lichen englischen Abgesandten, General S>> ^, machen wird. In demselben Consistorium H^i'ch> gegenwärtige Bischof von Malta die erMH^ Würde erhalten, mit welcher die hierarchy ^ Hoheit über alle katholischen Bisthümer in den ,^ Nischen Colonien Englands verknüpft fein wiro> ^, Ehrentitel eines Primas von Afrika wird ao ^ Erzbischof von Carthago, Cardinal LavigeM. fernerhin beibehalten. lmül!' (Der der als preußischer Antrag unter der "^ Mi «Novelle zur Gewerbe«Ordnung» an den v ^ Aundeörath gelangt ist, wird vom Bundesrath ll" ^ bar an den Reichstag gelangen. Referent im ^> ^> rath ist ein Süddeutscher, Herr Ober-ResslerU ^ Landmann, der lange Jahre auf diesem G. Ml vorragend thätig ist und unter anderm auch s^M schwierigen hausindustriellen Verhältnisse Obtt! sehr genau kennt. . ^ a" (Frankreich und Italien.) W«e " Z ^ Paris meldet, hat der Präsident der Nepl^tc Commandanten des zu seiner Begrüßung ^" Ml>l italienischen Geschwaders. Admiral Lovera /" ^, he vor dessen Abreise aus Toulon ein Schreiben König Humbert übergeben. ^«Oll^ (DerAntiscIaverei- Congress) " ^ nahm Freitag den Entwurf an, welcher o» h< drückung des Sclavenhandels in den G^M ^i Rothen' Meeres und des indischen Ocea"» ^ Einige Einzelheiten wurden für die nach!" vorbehalten. ^^^ fort zu einem Spaziergange durch den von Leftscha und Napalesen bewohnten Ört nach einem nahen Hügel anschickten. Auf der Höhe angelangt, hatten wir einen herrlichen Blick anf die uns umgebende großartige Landschaft und vor allem auf den Riesen derselben, den nun vollkommen reinen Kichinjunga, dessen ungeheure Schnee- und Eismassen die untergehende Sonne feuerroth, dann in zartem Rosa erglühen machte, bis die Flügel der Nacht auch dieses hinwegwischten. Wir giengen ins Hotel zurück, machten, so gut es gieng, Toilette und nahmen in größerer Gesellschaft an der gemeinsamen Tafel das Diner ein. Für den nächsten Morgen hatten wir Pferde be« stellt und bestiegen schon um halb 5 Uhr früh die hübschen, kräftigen Gäule. Von Kulis im Laufschritte ge« folgt, trabten wir bei mildem Sternenscheine gegen den über Darjeeling noch 2000 Fuß gelegenen Berg Sen-shall. Es war eine eben so liebliche als großartige Landschaft, die der anbrechende Tag uns stufenweise enthüllte, die Luft war eisig kalt. der Boden hart gefroren und von dichtem Reif bedeckt. Trotzdem, wo man hinsah und eine Vegetation überhaupt möglich, frisches Grün. Nach 1'/«stündigem Ritte machten wir auf einer Anhöhe Halt, um das Schauspiel des die schneebedkck» ten Vergkolosse mit Purpur überziehenden Sonnenaufganges zu bewundern, und ritten dann zwischen Eichen, Magnolien. Farn. Cedern und Wellingtonien an tiefen Abgründen und frischen Gebirgsbächlein führenden Schluchten vorbei, um schließlich um 7 Uhr morgens auf der Spitze des 9000 Fuß über dem Meere gelegenen Sen« shall anzulangen. Die Fernsicht, die sich hier vor uns aufthat, war großartig. Unsere Aufmerksamkeit und Bewunderung richtete sich natürlich zunächst auf den 28.150 Fuß hohen Kichinjunga, der in erhabener Majestät fo nahe vor uns. rein, gegen den Himmel strebte, dass man glauben mochte, einen Stein auf seine glitzernden Schnee- und Eisfelder hinüberwerfeu zu können. Zu seiner Linken lugte über den gewaltigen Rücken, der seine Verlängerung gegen Westen bildet, ein weißer, von der Sonne grell beleuchteter Kegel hervor: es war der um einige hundert Fuß höhere Mont-Eoerest oder Gaurisanka (29.002 Fuß), die höchste Erhebung des Erdballes. Oestlich und westlich von dem sich aus vielen pyramidenförmigen Spitzen zusammensetzenden Granit-lolosse Kichiujunga reiht sich Berg an Berg. lauter schneeübergosseue Riesen von 18- bis 24.000 Fuß Höhe. Im Süden erheben sich gegen das unseren Äli< cken nicht erreichbare bengalische Tiefland jene etwa bis zu 8000 Fuß hohen, meist bis an die Gipfel bewachsenen Berge, zwischen delM! und an deren Abhängen uns die genial geführte Bahn in dieses Paradies gebracht, unter uns breitet sich ein Chaos von Höhen und Thälern aus, welch letztere Dimensionen aufweisen, von denen man anderwärts wohl kaum ein nur annäherndes Beispiel haben dürfte. Thäler, die nur in Tagreiseu zu durchqueren, deren Sohlen steril und unbewohnt zu sein scheinen, während an ihren Ab« hängen hie und da eine kleine Lepscha^"'^^ aus dem Gemische vou Grau und Grün welft schimmert. . ^ A^ Vou unserem Punkte konnte man. auf "''^" zu entwickeln, jedes seinen eigenen Culturgang i vermochten. .. c <<,« ul ^ Wir halten Glück, da der Mont-Euerest s"^^ t>el Jahreszeit oft wochenlaug nicht zu sehen"«" .^ ,B Kichinjunga oft tagelang in Wolken geh""l ^h^ rend er im Sommer fast beständig von 1^" ^ !'", ren Wolkenmassen, die der Südwest-Monsoo" ^W führt, umfangen gehalten wird. Nach mehr a » ^ „„ dicjem Aufenthalte auf dem Senshall trennte" ^ l schwer von diesem erhabensten Naturgemm'', zutheil geworden. ,. , ^ e^c Der Rückweg nach Woodlands verlles "" ^ H kleineren cavalleristischen Unfällen. Um Y«" Me > waren wir im Hotel, frühstückten, bereiteten un^ ^M durch Bezahlung der ziemlich anständigen ^, ^' vor uud saßen um 11 Uhr wieder nn ^ ^ °' nächsten Tage um 11 Uhr vormittags p^' ^ ', Weg nach Calcutta wieder zurückgelegt "'" Mh^ eine der schönsten Erinnerungen reicher, an Bord der «Aurora» ein. üblicher Zeitung Nr. 96. 781 28. April 1890. A l.-. italienische Kammer) ncchm die "Veiten wieder auf und begann die Verhandlung des ^udgets der Post und Telegraphen. Der Präsident ^?te eme Interpellation Odescalchi's an Crispi an. m ^,.,^9'erung beabsichtige, Gesetze entsprechend den ^Müssen der Berliner Conferenz vorzlllegen. , (Das Landgericht Chemnitz) verurtheilte "kn loclalistischsn Reichstags. Abgeordneten Schippet 2^"^sgehens der Verbreitung erdichteter Thatsachen, °°°urch obrigkeitliche Anordnungen herabgesetzt wurden, zu neun Monaten Gefängnis. 5 (Alls Afrika.) Der «Temps, meldet, dass die "yomcy's im Vorrücken begriffen seien und ein Kilo. ^ von Porto-Novo entfernt stehen. Tagesnemgleiten. slM ^ Majestät der Kaiser haben, wie die «Klagen-'^,Leitung, meldet, zu gestatten geruht, dass die dm "«"'ende Schule der Gemeinde Kleiu . St. Paul ".^Uerhüchsten Namen führen dürfe. Gleichzeitig M v ?. ^' Majestät zum Nau dieser Schule 200 fl. f^ ^Majestät der Kaifer haben, wie der «Bote verni s/^ ""b Vorarlberg, meldet, der Kirchen-,: s,"^!wnoenzkarten noch ziemlich bedeutend sind s» wird " "atürlich erst aufgebraucht werden müssen, Respond ^» "^ ^"'^ ^"^ dauern, bis die neuen Corde«, «^karten allgemein in den Verkehr kommen wer-donden^,^"^ Correspondenzkarlen unterscheiden sich Mich s' >!^'. ""^ ^war wesentlich zu ihrem Vortheile; Neben da? !^ "m "n falbes Centimeter höher und dag P °?^ eine weit größere Schreibstäche als bisher; ^orderse? ^ ^ck)tchamois und stärker als bisher; die Linien l!^ ^ '"'^ einem Arabeskenrand geschmückt; die hat kH ^ame und Adresse sind verlängert; die Marke den, ^h ^ 3a<)on wie bisher, wird abcr geändert wer» l° die neuen Marken kommen, ^ariem^ Vermählung der Erzherzogin Crzher.. .^"ler ie.) Aus Anlass der Vermählung der eine aus 5>. l'e Valerie erscheint Anfangs Juli Erziehe ?"9'nalbeiträgen aller früheren Lehrer und Directo/h nter Landesschul.Inspector Dr. Kummer, 3estsch^^^- Ilg, Hosschauspieler Lewinsky lc., bestehende Ausgeber >>'f pichen der Myrte,» Der Anreger und Hererhielt ^^ben. Schriftsteller Eugen Varon d'Albon, ^lch zu^ ^? ^r- Majestät dem Kaiser die Genehmigung, stigen Leb ^" gedachten Publication an alle ein. tillage ""^ Erzieher der hohen Frau um geeignete ^l'oen . ""^ ^" Studienzeit Ihrer kaiserlichen Hoheit zu dürfen. In Fl^,^'" Andenken der Tochter geweiht.) besitze c^ ^ '^ vor kurzem ein sehr reicher Grund. de Nosan, in Auteuil im Alter von 92 Jahren gestorben, nachdem er in seinem Testamente die Stadt Paris zur Universalerbin seines 1,700.(100 Francs betrageuden Vermögens eingesetzt hatte. Der hochherzige Wohlthäter ordnete testamentarisch die Gründung eines Waisenhauses in der von ihm in Auteuil bewohnten Villa an, das für die Aufnahme vou 12 Mädchen bestimmt ist. Außerdem hat der Verstorbene zahlreichen öffentlichen und Privat-Wohlthätigkeitsanstalten namhafte Geschenke gemacht. Als Anerkennung verlangt der Spender bloß, dass man an dem Waisenhause eine Inschrift an« bringe des Inhaltes, dass das Haus gegründet worden sei, um das Andenken seiner Tochter, seines einzigen Kindes, zu ehren, das in einem Alter von 14 Jahren ihm durch den Tod entrissen worden war. — (Emin Pascha) ist vorgestern mit seiner großen Karawane und einem starken Corps nubischer Soldaten von Äagamoyo nach dem Innern von Afrika auf« gebrochen und begibt sich, wie die betreffende Meldung der «Times» besagt, nach dem Nordrande des Tan» ganyka-Sees. — (Vehandlungdes Schuhzeuges.) Stiefel Halbstiefel und Schuhe können besonders haltbar gemacht werden, indem man sie mit Ricinusöl oder Leberthran einreibt und die Sohlen mit warmem Leinöl bestreicht. Feine Lederschuhe werden wieder glänzend und weich gemacht, wenn man sie bisweilen mit Eiweiß anfeuchtet oder auch, indem man sie mit einer weichen Speckschwarte abreibt. Wenn das Leder roth geworden ist, soll man es ein- oder zweimal mit Eisenvitriollösung anstreichen, wodurch es wieder seine gewöhnliche Farbe erlangt. — (Zum Streik in Mähren) wirb aus Fulnel unterm 26. April gemeldet: Die Fabrikanten lehnten die Forderungen der Arbeiter auf achtstündige Arbeitszeit, siebzigprocentige Lohnerhöhung und Abschas» fung der Frauenarbeit ab. Die Fabriken sind vollständig im Betriebe. Die Arbeiter müssen morgen erklären, ob sie unter den bisherigen Bedingungen weiter arbeiten. Wer Montag die Arbeit nicht aufnimmt, wird als entlassen betrachtet. — (Musikalisches.) Herr Eugen Graf Aichel -bürg hat im Selbstverläge ein von ihm gedichtetes und in Musik gesetztes Liedchen veröffentlicht, das den etwas düsteren Titel: «Grau» führt. Das stimmungsvolle kurze Gedicht ist ebenso stimmungsvoll componiert. Die düsteren Accorde gehen bald in hellere Töne über. Das Liedchen ist gut fangbar und wird unter den Freunden der Muse des Componisten Verbreitung finden. — (Eine Bran dkata strophe.) Aus New« York wird gemeldet, dass am 24. d. M. in der Unicorn» Seibenfabrik in Katasaugia, Pennsylvanien, ein großer Brand ausbrach, welcher den Hauptausgang des Gebäu« des verschloss, wodurch zahlreiche Personen verbrannten, viele durch die Trümmer und Ballen zerschmettert wu» den. Der Verlust beziffert sich auf 100 Millionen Dollars. — (Die Gemahlin des Schach inWien.) Aus Wien meldet man uns: Die hier weilende Gemah. lin des Schach hat sich Samstag mitlags im persischen Gesandtschaftshotel einer Slaaroperation am linken Auge unterzogen, welche Professor Fuchs im Beisein von v,er Aerzten und des Gesandten sowie zweier Klostelschwcstern glücklich vollzog. Nur mit Müh? gelang es, den Obereunuchen und die zwei Untereunuchen aus dem zum Opera« tionszimmer hergerichteten Schlassalon ihrer Herrin früher zu entfernen. — (Die Schwindsucht an der Riviera.) In San Remo, Mentone und an der ganzen Riviera nimmt die Schwindsucht unter den Eingeborenen erschre» ckend überHand. Der Grund hiefür ist die Ueberschwem» mung der genannten Orte mit schwindsüchtigen Fremden. Eine Aerzteversammlung stellte daher den Antrag, man solle den Tuberculösen den Ausenthalt in San Remo widerrathen, da derselbe doch nur zu ihrem Schaden sein könne. Dieser Antrag erregte das lebhafteste Missfallen des Bürgermeisters, der erklärte, lieber an Tuberculose zu sterben, als den Fremdenandrang verringern, und so wurde denn beschlossen, der weiteren Ausbreitung durch Desinsectionsmahregeln zu begegnen. — (Process Dr. Pattai contra «Deut-sches Vollsblatt.») Im Processe des Abgeordneten Dr. Pattai gegen das «Deutsche Volksblatt» wurde der Angeklagte Redacteur Karl Hron zu 100 Gulden Geldstrafe eventuell zwanzigtägigem Arrest, Hierhammer zu 50 Gulden, eventuell zehntägigem Arrest ver» urtheilt und für das «Deutsche Vollsblatt» ein Cautions» verfall von 200 Gulden ausgesprochen. — (Streik der Vahnbeamten.) Infolge eines Streikes der Bahnbeamten ist der Eisenbahnbetrieb zwischen Queenstown und Dublin eingestellt worden. — («Assicurazioni General i») Der Ver-waltungsrath der «Assicurazioni Generali» hat beschlossen, in der morgen in Trieft stattfindenden Generalversammlung pro 1889 die Auszahlung einer Dividende von 106 si. Gold (gegen 102 fl. Gold im Vorjahre) zu be. antragen. — (Aus Newyork.) Die letzte deutsche Opern» saison in Newyork soll für die Unternehmer mit einem Gesammtverluste von 300.000 st. geschlossen haben. Auf jede der 67 Vorstellungen entfällt ein Verlust von 4000 Gulden. — (Das kleinere Uebel.) Vater: «Ich sehe schon, gegen dich muss ich anders auftreten. Entweder lernst du mir deine Hausaufgabe pünktlich oder ich hau dich, dass du daran denken sollst!» — Knabe: »Vater, hau mich lieber!» Local- und Promnzial-Nachrichten. — (Der Phonograph in Laibach.) Vorgestern und gestern hatte das hiesige Publicum Gelegenheit, im Salon des «Hotel Elefant» den vom Vertreter Edisons. Herrn Victor Dlugogensli, veranstalteten Demonstrationen am Phonographen anzuwohnen. Alle, welche den Demonstrationen angewohnt, waren vollkommen einig und gleichen Sinnes, indem sie der Erfindung des genialen Amerikaners und den staunenswerten Leistungen des Apparates ihre Bewunderung und ihr volles Lob ausdrückten. Und eS ist in der That staunenswert, was der Phonograph leistet, wenn man zumal bedenlt, dass die Erfindung noch nicht vollkommen abgeschlossen ist und noch manche Verbesserungen an dem Apparate fort und fort von Edison gemacht werden. Man weiß nicht, worüber man mehr staunen soll, ob über die frappante Ge» nauigkeit in der Uebertragung und Vermittlung der Töne der menschlichen Stimme und der Musikinstrumente, wie jedes anderen Geräusches oder Lautes, oder über die Genialität der Idee, diese Töne zu fixieren und sie zu beliebigem Gebrauche und jeberzeiliger Reproduction gleichsam aufzuspeichern, oder endlich über die ebenso große Genialität der Ausführung dieser Idee. Wenn man vor dem urscheinbaren, einer Nähmafchine nicht unähnlichen »^ Nachdruck vrrbotcn. ^stoßen «nö verlassen. ^oman von Emile Vlichebourg. 'A^ » (15. Fortsetzung.) Glück !"? 6'"d.' fuhr jener fort, «ich preife das ^öh'ni^',.nmnc Geschäfte mich heute länger als einiger 3V? zurückhielten. Ich habe Sie bereits seit ?°lhaoen^. dachtet und rasch errathen, was Sie nellell., ^" können Ihre Absicht nicht in Abrede Niitnhf^ leugne nichts! Ich bin des Duldens, dcs '^'2 Müde!» ^ftand^ ?^ Kind? Ist das kein Band. welches . «Es,, ' ^ ans Leben zu fesseln?. hlecken^N' weil mir die Zukunft meines Kindes er» ^ NeN """°mmt. wollte ,ch, mit diefem vereint, in '">YNlerm,s," / ^uhe suchen, die mir das Leben ^hr geben kann.. ^°lt a^ . ^'^' die uergisst. dass es uoch eiuen s r soy' ,'^p'eN' der Kampf ist Lebeusbedingullg. und ' 'h" vollst ""^'6 aufnehmen und, fo hart er auch Die l f^kn.-' s^ berfrk?.^ ""t> emdringliche Stimme dcs Frem-v fiena ,, "'?t. Eindruck auf Gabriele zu machen; "des ws' wemen an und bedeckte das Gesicht dcs '" leidenschaftlichen Thränen und Küssen. «Sie dürfen nicht länger hier bleiben.» fprach der Fremde weiter, «oder wollen Sie noch, dafs Ihr Kind sterbe?» . ^ < - Sie zuckte zusammen. Nein und tausendmal nem, sie wollte es nicht mehr, ihr Kind sollte leben. Sauft ließ sie sich von ihrem unbekannten Retter hmweg« geleiten. « . . Sie sprach nicht, und der Fremde stellte kmie m-discrete Fragen. Ehe sie sich cs versah, standen stc vor der Straße, in welcher die Wohnung gelegeu war. welche sie. feit sie in Marseille weilten, mne hatten. «Mein Herr, ich habe keine Worte, die meinen Dank ausdrücken käunten,» sprach sie bebeudeu Tones. «Danken Sie mir nicht.» lautete die eruste Antwort, «aber beten Sie zu Gott. dass er Sie vor..'wer zweiten Versuchung, gleich dies.r, bewahre. Verlieren Sie nie den Muth. Auf Regen folgt Sonnenschein. Es gibt der Thränen viele, aber auch wahre Freude. Geben Sie die Hoffnui'g uicht auf, das Vlück wird Ihnen wiederkehren.» Die Worte tönten ihr noch in den Ohren nach, als fie sich bereits lauge allein sah. Mnn es für sie trotz allem noch eine Hoffuuug geben sollte! Eiu bleierner Schlaf war es. der nach den bitteren Kämpfen der lchttn Tage für diese Nacht chr die Augen schloss. Als si>> erwachte, schien die Sonne ms Zimmer. Ihr erster Vlick fü'l auf ihr Kmd, welches uoch sanft schlief. Unwillkürlich falteten sich ihre Hände, uud ihre Seele fchwaug sich empor im Gebet fur ,hr Liebstes aus Erdm. Dann erhob si' sich und gieng ge< räuschlos ihren Obliegenheiten nach. um nur ja den Schlummer der Kleinen nicht zu untcrlmchen. Ge» rade, als es acht Uhr schlug, ward leise an die Thür gepocht. Von uusagbarer Erwartung bewegt, beeilte die junge Frau sich, rasch zu öffnen; ein Manu trat ein. «Ah. Sie sind es, Herr Daraß!» rief Gabriele enttäuscht. «Ja, Frau Ferand, ich bin es — Pierre Daraß!. «Haben Sie meinen Mann gesehen? Wo ist er? Was thut er? Ist er es. der Sie zu mir schickt?» «Ja und nein. beste Frau Ferand. Er würde nie den Muth gehabt haben, einen solchen Schritt von mir zu erbitten, ich aber bin gutmüthig; ich habe mir ge« sagt, dass man immerhin den Versuch machen köunle, die Angelegenheit auszugleichen, und so bin ich denn hiehr gekommen, um mit Ihnen Rücksprache zu nehmen.» Er sah sie mit Vlicken an, die nur schwer ver« barg?n. was in seinem Innern vorgieng, während er ihrer Einladung, Platz zu nehmen. Folge leistete. «Weshalb hat mein Gatte Sie nicht begleitet?» presste Gabriele mit Anstrengung hervor. «Er wagte es nicht; er schämt sich des nmen Kummers, denn er Ihnen bereitet hat. Glauben Sie mir. Frau Ferand. keiner kann Sie mrhr beklagen, als ich es thue; aber hier bin ich machtlos. Ihr Gatte befindet sich in schlechten Händen, er hat böse Rath» a/bcr, und ich bin nicht imstande, ihn dem Einflüsse jener zu eutzieheu. Meine aufrichtige Theilnahme für ihn jedoch und. gestatten Sie mir, auch für Sie trieb mich daz», Sie aufzusuchen und Ihnen die Wahrheit zu eröffnen.» (Fortsetzung solgt.) Laibacher Zeitung Nr. 96. _______________________782_______________ 28. April 18W. Apparate steht, und die Kautschukschläuche an das Ohr haltend, sich von demselben eine Arie dieses berühmten Sängers, die Plauderei jener liebenswürdigen Schauspielerin, die Production einer Musikkapelle oder die Commandorufe, Hornsignale und Trommelwirbel einer exercierenden Soldatentruppe reproducieren lässt, dann fühlt man wirklich Respect nicht nur vor dem Elfinder, sondern vor dem kleinen Dinge selbst und findet es voll» kommen begreiflich, dass Edison selbst von seinem Apparate beinahe wie von einem lebenden, selbstdenkenden Wesen spricht und ihn achtungsvoll mit Mister Phonograph anspricht. Bekanntlich spielt beim Phonographen die Elektricität nur als bewegende Kraft eine Rolle, in« dem durch sie der zur Aufnahme der Töne und deren Reproduction bestimmte Wachscylinder in rotierende Bewegung gesetzt wird. In diesen Wachscylinder gräbt in feinen Windungen, nach Art der Telegraphenzeichen, ein kleiner Stift das Vild der Tonwelle ein, welche ein Glas-plättchen, gegen das durch einen Trichter in den Apparat gesprochen wird, in Entsprechung der Schwingungen der Stimme oder des Tones dem Stifte vermittelt. Vei der Reproduction ift der Vorgang ein umgekehrter; hier folgt der Stift den Windungen und Eindrücken des sozusagen mit den Tonzeichen beschriebenen Wachscylinders und ver« mittelt dieselben an ein anderes Glasplättchen, welches sie in einen Schalltrichter und daraus durch Kautschukröhren an das Ohr der Zuhörer leitet. Herr Dlugogenski führte den Versammelten eine Reihe von Gesangs», Declamations-und Musilproductionen und sonstigen Geräuschen vor. Wir hörten da die Kapelle des 27. Infanterie-Regiments in Graz, einen Vortrag des Villacher Notars Tschebul, eine Arie aus «Voccacio» x. Wahrhast brillant war die Wirkung bei der Wiedergabe des Concertes einer Militär« Musikkapelle. Der Apparat arbeitet übrigens mit verhältnismäßig großer Kraft. Nicht nur jene, welche die Kautschukrohre ans Ohr halten, selbst Nahestehende vernehmen noch und nicht undeutlich die Reproduction eines Vortrage«, ja im ganzen Saale konnte man die Melodie eines Gesangs« oder Musikstückes beim Abrollen des Wachscylinbers verfolgen. In hohem Grade befriedigt verließ das Publicum den Salon. Und in der That, es liegt ein besonderer Reiz in diesen Productionen, dessen Grund offenbar das Gefühl der Möglichkeit ist, sich in souveräner Hinwegsetzung über Raum und Zeit mit persönlich oder dem Rufe nach bekannten Personen nach Belieben in Verbindung zu sehen — ein Triumph menschlichen Geistes, wie er so unmittelbar frappierend kaum in einer anderen Erfindung der modernen Zeit uns entgegentritt. — (DasMai«Avancement)ist gestern publi» ciert worden. Ernannt wurden, und zwar: Erzherzog Franz Ferdinand von Oesterreich «Este, Oberstlieutenant im Infanterieregiment Freiherr von Catty Nr. 102, zum Obersten im Husarenregiment Graf Nä» dasdy Nr. 9 ; Fregattencapitän Erzherzog Karl Stefan zum Lmienschiffs'Cllpitän; Erzherzog Eugen, Oberst« lieutenant im Infanterieregiment Edler von Krieghammer Nr. 100, zum Obersten und Commandanten dieses Regiments, und Erzherzog Josef August in zum Lieu« tenant im Infanterieregiment Kaiser Franz Josef Nr. 1; dann Prinz Dom Miguel de Braganca, Major im Husarenregiment Wilhelm II. deutscher Kaiser und König von Preußen Nr. 7, zum Oberstlieutenant in diesem Regiment. Mit dem Range vom I.Mai 1890 wurden serner ernannt zu Feldzeugmeistern die Feldmar» schall'Lieutenants: Ieno Graf Welfersheimb, l. k. Minister für Landesvertheidigung, und G Ritter von Kropatschek, Josef Hermann, Johann von Latscher und Camillo Freiherr Körners von Lindenbach. — (Zum ersten Mai.) «Slovensli Narod» veröffentlicht in seiner jüngsten Nummer folgenden Appell an die Arbeiter: «Der erste Mai erregt in unserer Bevölkerung Veforgnisse, welche jedoch nach unserem Dafürhalten unbegründet sind. Wie wir die hiesigen Arbeiter kennen, sind wir fest überzeugt, dass dieselben sich anständig und ruhig verhüllen werden. Nur durch taktvolles und gemäßigtes Vorgehen kann em Erfolg erzielt werden, Unruhen und Excesse aber müssten unliebsame Folgen haben. Wir appellieren an alle jene Männer, welche in Arbeiterlreisen Autorität und Achtung genießen, dafür zu sorgen, dass nicht die geringste Ausschreitung vorkomme. Dadurch werden sie der Sache, welche sie vertreten, am besten dienen.» — (Ernennung.) Der Statthalter von Steier« mark hat dem Bezirtsarzte Herrn Dr. August Seshun in Tschernembel eine in Steiermark erledigte Vezirlsarzt-stelle verliehen. — (Laibacher Eislaufverein.) Vergangenen Samstag fand die Generalversammlung des Laiba-cher Eislaufvereines statt. Aus dem vom Cassier Herrn Leskovic erstatteten Berichte gieng das erfreuliche Anwachsen der Mitgliederzahl hervor, welche in der abgelaufenen Wintersaison bereits die ansehnliche Höhe von 636 erreichte. Die Vereinseinnahmen beliefen sich auf 2543 fl. 45 kr., die Ausgaben auf 1501 fl. 52 kr., und setzt der angesammelte Cassarest von 1041 fl. 93 kr. den Verein in die Lage, wieder einen Theil der für den Bau des Pavillons ausgenommenen Schuld abzutragen, zugleich aber auch einige Investitionen vorzunehmen. Des weiteren wurde hervorgehoben, dass für die gegenwärtige Mitgliederanzahl die Localitäten des Pavillons briweitem nicht mehr genügen, und wurde sohin von der Versammlung der Beschluss gefasst, denselben durch Zubauten an den beiden Breitseiten entsprechend zu erweitern. Wenn dieser Beschluss, wie zu hoffen steht, noch im Laufe des heurigen Sommers zur Ausführung gebracht wird, so wird dann dem Uebelstande bei Unterbringung der Garderoben, der sich heuer schon unangenehm fühlbar machte, in vollkommen ausreichender Weife abgeholfen seil,. Schließlich fasste die Versammlung noch einige Beschlüsse betreffs der Benützung des Teiches während der Sommermonate, und es darf allem An» scheine nach einem sehr regen Schiffsverkehr entgegen-gefehen werden. — (Aus Trisail) wird uns gemeldet, dass in den Werken der Trifailer Kohlenwerlsgesellschaft die Beseitigung missliebiger Beamten begehrt werde. Vorgestern morgens sind Vezirlshauptmann von Cilli Dr. Wagner und Commissar Tax nach Trifail und Hrastnigg ab« gegangen. In Trifail langten vorgestern früh sechs Com» ftagnien des Infanterie-Regiments Nr. 17 aus Laibach an; hievon bezogen 1'/« Compagnien Hrastnigg und Ojslro, eine das Dorf Trisail und eine halbe die Cement-sabril, während die übrigen Vode, Trifail und den Pulverthurm besetzten. Die Situation dortselbst ist ruhig. — (Aus Klagenfurt,) 26. April, wird uns berichtet: Der Streik der Bergarbeiter in Bleiberg-Kreuth ist als beigelegt anzusehen. Die Kleidermacher«Gehilfen in Klagenfurt stellten an die Genossenschaft Forderungen wegen Regelung der Tarife wie der Sonntagsruhe und beschlossen, die Arbeit einzustellen, falls ihre Forderungen nicht binnen 3 Tagen angenommen würden. — (Auf den Schienen.) Freitag früh ist zu St. Georgen an der Südbahn ein Bauer, welcher trotz geschlossener Wegschranlen den Bahnkörper übelschreiten wollte, von der Maschine eines eben einfahrenden Lastenzuges erfasst und auf der Stelle getödtet worden. — (Krainifche Baugesellschaft.) Heute nachmittags 5 Uhr findet die statutenmäßige Generalversammlung der Actionäre wie alljährlich im ersten Stocke des Hotels «Stadt Wien» statt.______________ Original'Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien. 27. April. Die Minister - Konferenz sehte heute die Berathungen über die den Delegationen zu unterbreitenden Vorlagen fort. Die Berathungen werden auch morgen fortgesetzt. — Der Streik der Selchergehilfen ist im Zunehmen, Von 1WU Gehilfen streiken bereits 800. Der Streik der Anstreicher und Wagenlackierer ist in Aussicht. Dieselben verlangen achtslün« dige Arbeitszeit, 25plocentige Lohnerhöhung, Abschaf» fung der Accordarbeit und Feier des 1. Mai. Marburg. 2K. April. Ein hente herabgelangter Statthalterei-Erlass untersagt den Arbeitern, am I.Mai Versammlungen abzuhalten und Aufzüge oder Ansammlungen zu veranstalten. Militärbereitschaft wird bis zum 2. Mai gehalten. ^cmlicrg, 27. April. Der Grmeinderath wählte ein besondere« Comite', welches betreffs der anlässlich der Vermählung der Erzherzogin Marie Valerie zu veranstaltenden patriotischen Kundgebungen Anträge stellen soll. Biala, 27. April. Die gefürchtrte Auszahlung verlief ruhig. Das Communique der «Wiener Abend- pust» über das Standrecht rirf große Aufregung he""^ Die vereinigten Industrirllm beschlossen, den Albeitel", wmn sie darum ansuchen, den ersten Mai freizuoM' Nach Saybusch, welches bedroht sein soll,, ist h^ Militär abgegangen. .. Parish 27.'April. Der Ministerrath besprach o« Lage in Dahomey. Der Marineminister theilte M, dass Kotonu verproviantiert sei. Vom Senegal attWN Verstärkungen für Portonovo ab. — Carnot ist i:l «^ eingetroffen und herzlichst empfangen worden. Abenv ist Carnot nach Paris zurückgereist. Belgrad. 27. April. Die Skupschtina nahm e^ stimmig und definitiv die durch die Einführung " Nationalmiliz bedingten Abänderungen der Heeresorg' nisalion an. Die Session wnrde um einige Tugc ve' lungert, wird aber voraussichtlich Donnerstag aeschlo'!,^ — 50 bulgarische Flüchtlinge versuchten, aus Mma'" in den Widdiner District einzufallen nnd stießen m Truppen zusammen. Der Ausgang des Kampfes >! unbekannt. , ^ London, 27. April. Stanley ist abends mit e,M Slparatznge hier angekommen. Innerhalb nnd aup halb des Bahnhofes war eine ungeheure ^eniO menge angesammelt, die den Reisenden mit lebhas Zurufen begrüßte. . . Petersburg. 26. April. Der «Svet. erfahrt. °" Ministcrcomite' sei eine Vorlage wegen des in ,M Jahre beginnenden Eisenbahnbanes im russischen M ' Gebiete zugegangen. ^^, Lottoziehungen vom 26. April. Wien: 48 12 10 51 78. Graz: 12 42 7 29 ^^^-. Meteorologische Beobachtnilgen in Laibach^. --------------------^—--------------------------------------------^ 7U.Mg. 725-7 ! 9 8 'NOTsHwäch bewölk 3i0 20. 2 . N. 725-9 14 6 SW. schwach Regen Me» 9 . Ab. 727-5 10 0 W. schwach Regen^^^ 7U.Mg. 730 3 i 7-2 windstill Nebel 0'3l> 27. 2 . N. 731-7 14-6 SW. schwach halb heiter Me» 9 . A. 734-4 82 SW. schwach heiter ^ Den 2«. April dunlle Wollenzüge, gegen 1 Uyl "^«ri! SW., seit 5 Uhr nachmittags Regen auhaltmd. Den <"', „,lich vormittags wechselnd bewölkt, sehr windig, nachmittags °-^ heiter, einzelne Regentropfen, sternhelle iiiacht. Das ^z mittcl der Temperatur an den beiden Tagen: I^^ale. 9 9", beziehungsweise um 1-0 und 0 7" unter dem »to^, Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic. -^ Ansehnliche Transport-UnternehnlllllÜ „Conrad Eamer" in Trieft. Ich zeige Ihnen hicmit gerne an, dass ich "^ ^ Transport in der besten Ordnung empfangen ya" ^. mit dessen Ausführung vollkommen zufrieden „ Ich kann ihre sorgfältigen Dienste M" auf das wärmste empfehlen. (51^ Mit Achtung Zotzann Masal' W Tiesbetrübt gebcn wir allen Verwandten UN > W Velannten tund, dass unser inuigstgeliebtes Söhncy". « W nach langem und schmerzvollem Leiden ins bell W ^ Jenseits abberufen wuvde. > W Uaibach am 28. April 1890. > » Anton und Fanny Acrhli'lc. > W Statt jeder besonderen > Danksagung. > M Allen werten Verwandten und ^elannte", >^ ^ M ^ uns während drr Krankheit sowie ^iin ^,,,,^^ W ^ unserer innigstgcliebtcn Gattin, bcziehungslucisc" M ^D und Tochter, der Frau W > Amm Pardubsky »c>>. Stltl)> > W ihre Theilnahme in so herzlicher Weise l'cM^ > W dann auch jenen, welche die theure Verewiss ^ ' « M lebten Ruhestätte gekitet und schließlich den ^ « ^ drrn der vielen so schönen Kränze sprechen >"' » W aufrichtigsten und herzlichsten Danl aus. > W Lail, ach , den 2«. April 1«9<». > 783______________________________________ Course an der Wiener Börse vom 26. April 1890. n°ch dem om«^« «°»rsbl°tt? Veld War? Ewt«-Nnlehen. I«,,...",'' '...... «980 t<9k« Mu r 3!, ° ^'°<"«l°se - 25U fl. 1»1 ?>> ,»« 75 >»«>,«. ' ß°M ü<»!> st. ,»«'_. 13« 49 'Mr K.««.«>' , """Uc! n», f>. ,4» 's. 144-- '°/»»nn> ,«!^>. ' ' ^" kl' 17X-5,!' l?9'f,<> "«oM'Mhr, ^,««ft. . , ,4870 ,l.U'8(. Ä^,?.""""«, stl'utrslel , „,s ,»><, n,s 70 ""r,N°,e,,i<.,,,e, Neucr,^ , „w'75 lie 9l> "b««n Va^n «miss, 1»»< U,._ »7,., ^'«""«.U°Ie 4^ 5 Grid Warr Grundentl.-OliKlllltionen (fül luu ft, CM.), b"/o sa»z>!chc...... 104 7ü l«ü »b k>°/s, mährische...... lUV'K» — — 5"/u Krain »nb ttiislenlanb , . — — —-— ü'V^ »icberösterreichilche . , . lW — —' — 5."/,, steiri,ckr...... --.. .--- b"/n lroa«schr ,mb Ilavoüülys . —>— -.-— 5"/n fiebeübürgijchs . , , . — — —-- 5°/« Temejei iUanni , , . . —>.. —-— b"/,, ui!>iar,!ct!r...... 88 7» NN 3l) Andere öffentl. Anlehen. Io,m„°«eg, lio!c b"/„ ,0» ft. , lLN-75 ,21 Lü dlo, «ülrilir l«7« , . lOß — ly? — Nnllhü! bei Vlabl Vbrz , . nn— —'— «lolelisn b, Otlldlgtms<»di W!en ic>b 2N st,), V°de»^,. all», «st. 4°/^ « , . I,?-—I,«.. dto. » 4>/,"/° - - . «0l — l«,'5» l>t>>. » 4"/n . . . 98'25 !»«'?.', dlo. Pläm.»Tchulbv«»)pl>«del«nbanl ll»j. b<1°/, lnlüb l02 li!> l.,ft, uii». Banl verl, 4>/,"/° , IN!»,— l01 kio detto » 4°/n . . lo» lo 100 7» drtto zujühr.» 4»/, , , im, lb icil» ?<> Plioritäte-Ollligationen (für ><»<» st.), sserdiiillüd» Norbbal,» i». lU«l »o« — »oll «<» Diverse Lose «lreditloss ,Nl> fi...... «88'ec»«89 4h lllarh-Uofs 4« ss...... z«— 5»' — 4"/» Doiinu Dampffch, l<>0 ss, , ,zy 5«, Izz — Laibachsl Präm, Änlich, »0 ft, zz>7b 25 L5 Olenrr Lose 4» ft..... ^__ gü — Plllffy-Luss 40 ft...... 57-X5 5>7'7b Nöthen «keuz, ö«. «es. v.. l« fi, 19 70 ,n ,0 Rudolph.Lost l« ft..... 2y . «l - Llllm.Lole 40 fi...... «2 — 62 7!> Li,'Vfn°i«.Loss 40 ft, , , g,_ 88 «5 Wllldstei»°U°!e »n fi..... ^.zz 4, z,-. Wlnd, z» üv Vew,-Lch, d,uv<,Prüm,.Vchulb. uerich d, VobencrtdUanstal» , 17., 1« — Vaul. Actien (per Vrllll), «ng!° Oe». Vllnl »0» fl, «!»»/„ H, ,44 Li l<4'?K «anluerril!, Wiriiri l<>0 fl, , ,!l,«7ü ll»«^ Vd»cr..Nl,s>. öst. 2»«» fi, O. 4U"/„.><,!».— »13 ^ Crdl.°»lnst. f. Hand. ». G, ,,^ft, 2»^»!i «9b 7ü LredÜbanl, Äll». unz. !i«!» ft, , »l9'5l» »»<» — Dcposltenblllil, Ullg. xo» ft, . »9«" ll,7 > Escoinpls VeI.,Ndrösl, 50!» ft, .b?!>—ü80 — »l bN Actien von Transport-Uuternchmnnsscn. spei Vrült). «llbrecht-Nahn 2NN fi. Tllbn . «'— el f,l» «lfölb^iiiman. Äahn »ON fi. V. ,02 7b ü«3^f, V0l!M, Nllldbllh» ,5!» fl. . . . «0U — VN« — . ÄeNdah» 2lX» fl.. , . 8»! - 3i« — Vujchtiehrader . bUU fl. «Vl. ,NK9 1U72 d<°. (lit. N) 20I)N. . «9 - <8l — Donau ° DamHflchlfffahrt»»»!., llefterr, i?<«' st, fl, V. 199 !i« «VU- Dul/Aobenb. <» ft. H, —-— — - sselbinllndl^'ordb, «»(»<» fl,llM. L«54 865» Val. üarl-Ludw.'«. !l(>n fl. CM. 19«'!»«» >»8 — Lemb. «Tzernow. < Iassy ° V«Ien< b»hn»Vt!elllch. «00 fi. L. . . 23l 50 8«2 5N Ll<>yd.«ft.-un8.,Iriestöfl.«M. »el — 3L« — vrfterr. Norbwestb, »0« fi. V!lb. »03 5u Ll»4 — dtv. l»t. U.) i>00fl. T. , . ..— —., Praa/Dultl Eilend, Ib<> fi. Vllb. «7— 8750 Slallt«si!s»bllhn !i<»n fi. Oilber 215 »b»l^ 7b Vüdbahn 200 fl, Lilber . . . I1»'75'1I» «5 Lüb'Noidd.«erb,-«.20Ufl.!lM. 170 buil?! — Iramwllt,'Vcl.,Wr..1?»fi.«. U. «18 50 214 50 » neue wr,. Priorität». «ctten 100 fi...... »9 — 991.0 U«a.'«al!,. «» Gelt, War, Ilng, NorboNbabn »u<> fi, Bilbei 193 «5 «l>8 7ü Una,«»eNb,sNa»I».!»ia,)»U0N.3, »9« — l»3 «b Inllnllrlt'Actien (per stück», Vausssf., «lllg, OeN, I00 fi. . »» »0 «,^zy lzybier «!le„. und Btahl'Inb. in Nien «"<» »I...... «z>— So — Nsenbahnw.-Ueihg,, erste, 80 fi, 91— 9» — '«tlbemühl», Papiers, u. V°«. 4ü - 47 Liefinger Ur»uerei too fl, . . 92 50 98 b0 Vimlta»»Gesell, öfterr,-alpine 9ü 10 9» 7u Präger Vsen'Inb,«V?I, »00 fi, 371 - »7» — HlUllv^Tarj. Vteinllchlen »U fi, 43» — — — «Vchlöglmühl», Papiers. «00 fi. «m> 50 »01 üU «2t«^«r!nüh!»,Papierf.u,>8,'G. 129 — I3u- — lrüaile^ ik^lenw,»<»el. ?»» ss. , 123- I««--. Ullffe!if..G.,0eft,!nWl«nil»usi. 4i?:— 4«o — Wagaun.Ueihanli,. illlg, in Pest »0 fl......... 78 — 7» -^ Wr. VaugejeMchaft 1W fl, . . 7«— 7» — Wlenerberaer Zleael ÄlOen »ei, ,73 - 174 — Devisen. Deutsche Platze..... 58 n?» « »« llunbo»........ l»«1b »1»«0 Pari«......... 4? — t?-o?. Äaluteu. Ducaten........ K «l i»3 »0.Franc«°Atüllt..... 9 41 »4« Deursche «eich«banliu»ten . . b»»7, «ib Papler.Nubel...... l3I,. ,,1«. Italienisch« N»nln»t»n (10U «.) «30 4« 40