^^________________________Freitag, 22. Miirz 1895. Jahrgang 114. Macher °'^m^"'^ «anzjHhiis st. l5. halbjährig si, 7 bo. Im Comptoir: ^ " ^"lerale U» .,? ^H,^"> Ml die Zustellung <»« bau« ganziahlig ft, l, - Insertlonsgebür: Flir ,5 sr,, grehslf per Zelle f. tt,- be! oflerf» Wieberholuiisse!! per Zeile » lr. Die .Halb, gelt,» erscheint täglich, mit «u»nahme ber sonn» und vertage, Die «d«in«str«Non befindet NH w T,lM^ bie 12. Verlosung der vom I^rioritftN^ung übernommenen 4proc. Eisen-^f'Vahn ^ der Kaiser-Franz- Von i, ^, ""en werden. l> k. Direction der Staatsschuld. f°l"Ln^ ^/ätllck be^ ^be' ' l H°f- und Staats. ^Nichtamtlicher Vheil. Handlungen des Abgeordnetenhauses. N' im K" "nN3 "?" - die Gruben-Kata-«lilV' von den?/.. . """ ^°wie die aus diesem b 3 ^ Dk .P ^" der N'gierung abgegebenen ^V" Graf^V''^ Welbt: «Der Herr Acker-Vi ^löehüKn "^ayn. ""cher beruf", war, die W 3"Usbant tn^°denen Anschuldigungen von der entledigte sich dieser ^ U^« B^ Weise unter d«le der Bna,^ >H°"les. Er dürfte auf seine Ge^"llche D?uX"^ gewidmete Thätigkeit hin-^ ^°"°gen u7d ^- ^schaffen hat. Verschiedene daiu ." "ielle La«, ^mnnftratwe Verfügungen haben tli b^'»"ragen i, ^c ^garbeiter verbessert u.d dllz 7«,z" mildel« A"n des montanistischen Be-^3?liche V '^«'>. . Herr Ackerbauminister darf ." I« f"- '^ i" n»s,.....s, nehmen, die Reform des Vruderladen-Gesehes in Angriff ge« nommen und durchgeführt und damit den Bergleuten die Altersversorgung gesichert zu haben, deren sich bisher diese Nrbeiterclasse in Oesterreich allein erfreut. Das sind Thatsachen, welche erweisen, wo die Bergarbeiter ihre wahren Freunde zu suchen, von welcher Seite sie eine Besserung ihrer Lage, ein warmes Herz, ein werlthäliges Wohlwollen zu erwarten haben.» Das «Fremdenblatt» bemerkt zu den Beschlüssen deS Abgeordnetenhauses, dass dieselben die Gesetzgebung und Verwaltung mit dem Bewusstsein erfüllen können, das möglichste zur Vorbeugung von Vergwerklata-strophm unternommen zu haben. Der Abg. Pernerstorfer habe sich selbst bei diesem traurigen Anlasse als richtiger Arbeiterverhetzer mit voller Lust dem Geschäfte der Aufreizung gegen die Arbeitgeber gewidmet. «Das Haus hielt mit Kundgrbungen der Entrüstung gegenüber einer derartigen maßlosen Aufhetzung nicht zurück, und eS blieb dem kühnen Verdächtiger auch die entsprechende Erwiderung von Seite des Abg. Sueh und des Ackerbauministers nicht erspart. Man denke nur, welche Wirkung ein solcher wahrhaft entsetzlicher Vmwurf, in dessen Lichte ja die Bergwerlsbesiher wie wahre Teufel an Grausamkeit, Gefühllosigkeit und Eigennutz erscheinen müssen, auf die Gemüther der Grubenarbeiter machen muss, die dieser aufdringliche Vollstribun selbst als auf tiefster Bildungsstufe stehend und «in physischem, geistigem und moralischem Schmutze» versunken bezeichnet. Aber freilich, Herr Pernerstorfer hält offenbar hier ganz besonders stalte Mittel der Aufreizung für erforderlich, um eine Wirkung zu erzielen. Drängt er fich ihnen doch, indem er sich selbst in die Reihe der «verrufenen Hetzer» stellt, als «einzigen Freund» auf und fordert sie auf, sich der socialistischen Partei anzuschließen. Nußer dem Ackerbaummister hat auch der Justiz-minister Graf Schönborn in der Debatte das Wort ergriffen. Er hat zu dem Antrage auf Erlassung einer Strafgesetznovelle mit besonderen Bestimmungen über fahrlässige Handlungen im Bergbaubetriebe noch nicht Stellung genommen. Professor Sueß hält solche specielle Bestimmungen, namentlich bezüglich des Rauchens in den Gruben, für nothwendig. Hofrath Lienbacher da« gegen meinte, dass schon nach dem gegenwärtigen Straf» gefehe gefahrbringende Unvorsichtigkeit oder Fahrlässigkeit auch im Vergwertsbetriebe hinreichend getroffen werden könne. Dem sei nun wie immer, jedenfalls müfs-n solche Vergehen gegen die Sicherheit des Leben« durch scharfe Bestimmungen und ernste Belehrung fo viel als möglich verhütet werdm. Auch in dieser Hmsicht können Inspctoren günstig einwirken, namentlich wenn sie, wie der Antragsteller Dr. v. Bärnreither es darlegte, sich für ein Zusammenwirken der Behörden, der Unternehmer und der Arbeiterschaft bemühen. Von mebreren Rednern wurde bezüglich der letzteren ernste Klage darüber geführt, dass Brantwein in übermäßiger Menge genossen werde und dass sich bei den Arbeitern leine rechte Lebensfreude finde. Hier hat entschieden die Socialreform namentlich in ihrer praktischen Bethätigung eine dankbare Aufgabe zu erfüllen. Professor Smß gab einige wertvolle Andeutungen nach dieser Richtung. Er schlug die Errichtung von Tabakfabriken in jener Gegend vor, damit die Frauen und Kinder, die, Dank dem vom Grafen Fallenhayn durchgeführten gesetzlichen Verbote, von der Gergwerksarbeit ausgeschlossen sind, in ent« sprechender Weise Erwerb finden und so die Srss» hastigkeit der dortigen Nrbeiterbevöllerung befördern. Er besprach die Arbeiterwohnungsfrage nach dieser Richtung, und man darf hoffen, dass verständnisvolle Humanität, wenn nach solchen Richtungen geleitet, mit praktischer Hand und mit einigen materiellen Opfern manches Gute für jene arme Nrbeiterbevölkerung schassen werde. Wer sich hiefür bemüht, erweist sich jedenfalls als befserer und auch erfolgreicherer Freund des Arbeiters, als der wüste Hetzer, der ihm den Arbeitgeber in der Gestalt eines herzlosen Raubthieres hinstellt und ihn selbst zur Verzweiflung zu treiben sucht, um neue Rekruten für die Armee der Socialisten zu werben. Das «Neue Wiener Tagblatt» führt au», das« das Parlament in den letztgefassten Beschlüssen so ziemlich alles gethan habe, was es in dem Augenblicke ovlzu« kehren imstande ist. Die Ausführungen des Abgeordneten Pernerstorfer seien von einer Maßlosigkeit und Vehe-menz gewesen, dass sie einen Sturm von Entrüstung hervorrufen mussten. — Da« «Vaterland» fagt, die Abgeordneten Pernerstorfer und Kaizl haben durch ihr Vorgehen nur den Vorwurf auf sich geladen, dass sie ein großes Unglück sofort für ihre politischen Sonder-zwecke zu fructificieren fuchten. Per Abg. Sueß und der Ackerbauminister Graf Fallenhayn wiesen die scharfen Angriffe nicht minder scharf und fehr wirksam zurück. Neb Feuilleton. ^ "«o^?""lp"l in Oesterreich. "°n Professor Dr. Oslar Gratzy »>>Hiev n- III. ^tle^ ' 5°mmunal.Oberrealschule im sechsten s°It"^" de?^l^^"l^« wurde den körperlichen ^llsei^^endet V"ler wieder eine besondere Sorg. 1893 wurde mit ^b^K auch im^ ""l es dem Berichterstatter ix ttb "dorfer A.f^Mn Iah« den Spielplatz in Hhn, s/u ür die Realschule zur Benützung Z" K benütz^den die günstigen Witterung«. Md?lele im N ^°" n"t Ende März die ^tvr5« ^ufiaen N «""der aufgenommen. Bisher !'"U^ dieses Spielplatzes der lt w>en ersch^""^." f"r die Hin- und Herfahrt V « w V?d lm Wege. Diefe Schwierigkeit K die Generaldiriction der »<,"?, der H "" Erlass vom 6. März 1894. ^lschu? W denK^/s Berichterstatters Folge ge-^hrt « eine 50.^"" der Gumpendorfer Ober->d^^ Fahrpreisermäßigung ge. " die 9 H werd.« ? 3°"^ anerkannt werden muss. 3!" U.5 Ue Verses" "3 "eniger bemittelte Schüler X b>en in^er"" d'H" ^"nden «nd kräftigen-> ^"zunehmen "Fußenden Landluft mitten im im Freien sind ^ttlick^ulen und <^'"" gegen die lange Sitzzeit ^7 Ech "7 Uen d,e daraus hervorgehende ^"zu Uass^ welche auch die Die günstige Lage des Spielplatzes nahe bei der Haltestelle Hütteldorf - Bad sowie die Lage des Hüttel« dorfer Bades selbst legten den Gedanken nahe, das Iugendspiel mit dem Gebrauch des Bades zu com-binieren. Die diesbezüglichen Schritte bei der Pächterin des Bades waren von Erfolg. Den Realschülern wurde das Bad gegen Entgelt von 15 Kreuzern gestattet. In« folge dessen wurde bestimmt, dass die Schüler gleich nach der Ankunft in HülteldochBad ein kaltes Bad nehmen und sich dann auf den Spielplatz begeben ^Wie nützlich bei sehr stark besuchten Anstalten eine der militärischen ähnliche Spiel-Disciplin ist, zeigt der Bericht des k. l. Obergymnasiums in Czernowih (783 Schüler): ^ „ , ^ «Ausflüge und Excursionen fanden mehrere statt. Der bedeutendste war der, welchen die Anstalt am 7 Juni (dem griechischen Himmelfahrtstage) nach dem Salzbergwerke Kaczyla unternahm. An demselben betheiligten sich über 200 Schüler. Wohl erregte die lange Eisenbahnfahrt, welche für die Hin- und Rück« fahrt zehn Stunden in Ansprnch nahm, anfangs einige Bedenken, allein, wie der Elfolg zeigte, ohne Grund Schon tagsvorher wurden die theilnehmenden Schüler in Gruppen von je acht eingereiht und jede Gruppe einem Schüler der obersten Classe zugetheilt, der als Ordner das Einwaggonieren seiner Gruppe leiten und die Ordnung im Eoupi aufrecht erhalten sollte. Die Aufsicht über einen Waggon führten je zwei Pro- ^Die Schüler, welche nicht in der Nähe des Bahnhofes wohnten, versammelten sich vor 7 Uhr früh im Gymnasium und wurden von chren Lehrern in ge-l schlossenem Zuge zum Bahnhöfe geführt. Das löbliche Betriebsinspectorat, welche« den Theilnehmern eine 50procentige Fahrpreisermäßigung gewährt hatte, stellte denselben sieben neue Waggon« zur Verfügung. Ginnen zwei Minuten war die Emwaggonierung in Ruhe und Ordnung vollzogen. Nach 12 Uhr mittags langte der Zug in Kaczyka an, wo die Ausflügler in die von denselben bestellte» Gasthäuser geführt wurden. Die prächtige, von dunlelbewaldeten Vergen um« säumte Lage Kaczyka's sowie der wollenlose Himmel erregte in der jugendlichen Schar die heiterste Stimmung. Nachdem das Mittagsessen eingenommen war, gieng es zum Bergwerk, dessen Eingang im Flaggenschmucke prangte. Hier wurden die Ausflügler von dem Herrn Salinenoberverwalter freundlich begrüßt. Die Schüler wurden in zwei Abtheilungen getheilt, von denen ab-wechfelnd eine das Sudhaus, die andere das Bergwerk besuchte. Der Abstieg erfolgte über endlofe Treppen zunächst in die Kapelle, dann immer tiefer durch lange Stollen zu mehreren impofanten Kammern, die mit bengalischen Flammen feenhaft beleuchtet wurden, bis zu dem tiefgslegenen «Salzfte» und dem in den Stem gehauenen .Tanzfaal». Uederall bot sich den Schülern eine Fülle des Wissenswerten und Lehrreichen dar, und die begleitenden Beamlen und Knappen des Vergwer« wurden nicht müde, alles zu erklären und zu erläutern. Mit der größten Spannung verfolgten die Schüler insbesondere die Sprengungen, die vorgenommen wurden, und lauschten staunend dem in den Stollen verhallen« den Donner. Der Eindruck des Gesehenen war ^0 mächtig, dass sich der Zug der Schüler lautlos durch die langen Stollen bewegte und nicht die leWe Spur jugendlichen Muthwillens sich regte. Mehr M zwei Stunden hatte d« AusenchaU in dem Bergwerte ge. Laibacher Zeitung"Nr. 67. 554 22. MrzM^ Politische Uebersicht. Laib ach, 21. März Der Gesetzentwurf betreffend die Forterhebung der «steuern und Abgaben, bann die Be-ftreituna des Staatsaufmandes in der Zeit vom 1. April bis Ende Juni bestimmt: Die Regierung wird ermächtigt, die bestehenden directen Steuern und in-directen Abgaben in der Zeit vom 1. April bis Ende Juni 1895 fortzuerheben. Die in der Zeit vom Isten April bis Ende Juni 1895 sich ergebenden Verwaltungsauslagen sind nach Erfordernis für Rechnung der durch das Finanzgesetz für das Jahr 1895 bei den bezüglichen Capiteln und Titeln festzustellenden Credite zu bestreuen. Die mit 31. März 1895 erlöschenden Credite können noch bis Ende Juni 1895 verwendet werden. Die dem Finanzminister mit dem Gesetze von: 22. December 1694 bezüglich der Veräußerung und Belastung von Objecten des unbeweglichen Staatseigenthums für die Zeit vom 1. Jänner bis Ende März 1895 ertheilte Ermächtigung hat nunmehr für die Zeit vom 1. Jänner bis Ende Juni 1895 zu gelten. Wie bereits telegraphisch gemeldet, ist der Beginn der zweiten Lesung der Umsturzvorlage in der Commission des deutschen Reichstages auf den 37. d. M. verschoben worden. Die Fractionen sollen inzwischen berathen, und man glaubt, dass das Centrum, vie Conservative« und die National-Liberalen einen Compromiss versuchen werden. Wie die «Norddeutsche allgemeine Zeitung» erfährt, bestätigt es sich, dass Kaiser Wilhelm am lS. d. M. zum Besuche des Fürsten Bismarck nach Friedrichsruhe fahren wird. Wie dasselbe Blatt vernimmt, hat der verstorbene Fürst von Lippe-Det-mold letztwillig rücksichtlich der bestehenden Differenzen über die Thronfolge bis zu deren Erledigung eine Regentschaft eingesetzt, an deren ^Spitze Prinz Adolf von Schaumburg-Lippe, ein Schwager des Kaisers, trat. Aus Rom wird vom 20. März berichtet: Der Nechnungsabschluss des Schatzes vom 28. Februar, der heute zur Veröffentlichung gelangte, weist gegenüber demjenigen vom 30. Juni 1894 folgende Aenderungen auf: 1.^) Bei den im Umlaufe befindlichen Schatzbons ergibt stch eine Erhöhung von 44 Millionen Lire. Im ersten Semester war der Umlauf dieser Bons bedeutend größer; die spätere Erhöhung ist ausschließlich auf inländische Forderungen zurückzuführen. 2.) In der Schatz-schuld ergibt sich für die statutarischen Vorschüsse an die Emissionsbank eine Verminderung um 106 Millionen Lire. 3.) Die Gesammtgebarung der Eassenrechnung und des Staatscredites weist eine Verminderung von 873.000 Lira auf, die Gesammtgebarung der Schatzschuld eine Verminderung von 98,600.000 Lire, die Oesammtabrechnung des Schatzes eine Besserung um 97,800,000 Lire auf. Die franzöfiche Kammer setzte gestern die Vpecialoebalte über das Tinnahmenbudgel fort. Es wurden zahlreiche Amendements beantragt, die meisten aber abgelehnt. Die Kammer scheint heute die Debatte beendigen zu wollen. Der Präsident derfranzösischenRepublik, Faure, führte in der gestern vormittags abgehaltenen Eihung des obersten KriegsratheS den Vorsitz. Der- selbe dauerte von 9 Uhr bis mittags. Auch Minister« Präsident Ribot wohnte der Sitzung bei. — Die Eröffnung des internationalen Congresses betreffend die Strafanstalten wurde für den 30. Juni festgesetzt. Dem Vernehmen nach kam der englische Ministerrath darin überein, den Kriegsminister nicht für den Sprecherposten im Unterhause vorzuschlagen. Wahrscheinlich dürfte Sir Matthew Ridley vorgeschlagen werden. Dass der gleichfalls als Candidat genannte Sir Frank Lockwood in Vorschlag gebracht würde, ist wegen seiner kurzen parlamentarischen Erfahrung sehr unwahrscheinlich. — Das Unterhaus nahm die erste Lesung der Bill betreffend die Aufnahme einer Anleihe für Marinezwecke an. Durch die Bill wild die Aufnahme einer Anleihe von einer Million Pfd. St. genehmigt, welche in Annuitäten auf bestimmte Z?it ausgegeben werden. — Der Nachtragscredit für die Insel Cypern von 29.000 Pfd. St. wurde nach kurzer Debatte genehmigt. — Der Lord der Admiralität nahm die Einladung Kaiser Wilhelms zur Theilnahme an der Eröffnungsfeier des Nord-Ostsee-Canals an. Wie dem Reuter'schen Bureau aus Washington gemeldet wird, sei die amerikanische Regierung, zumal im gegenwärtigen Augenblicke der spanischen Minister-lrise, nicht gewillt, auf eine bestimmte Antwort Spaniens darüber, dass alle Forderungen des amerikanischen Gesandten in Madrid, Taylor, in Angelegenheit der «Nllianca» erfüllt werden würden, allzu sehr zu dringen. Der Capitän und die Officiere der «Allianca» haben unter Eid ausgesagt, dass sie nicht die britische, son« dern die amerikanische Flagge gehisst hätten, als die .Allianca» am 18.d.M.vom spanischen Kreuzer «Condi de Venadito» aufgefordert wurde, anzuhalten. Aus Philadelphia wird den «Times» gemeldet, dass die Regierung der Vereinigten Staaten durch die Stellungnahme Frankreichs nicht befriedigt sei, welches bisher noch leine positive Antwort auf den Protest des amerikanischen Botschafters gegen den Ausschluss des amerikanischen Viehcs ertheilt habe, während alle europäischen Märkte dem amerikanischen Vieh erschlossen seien. Nichts deute jedoch darauf hin, dass Präsident Cleveland eine Politik der Wiedervergeltung befolgen werde. Wie den «Times» aus Rio de Janeiro gemeldet wird, haben Telegrammen aus Montevideo zufolge die Aufständischen von Rio Grande einen neuen Sieg erfochten. In St. Paul wurden ausländische Anarchisten verhaftet. Die bei denselben vorgefundenen Briefe wurden mit Beschlag belegt. In Ecuador ist die Revolution unterdrückt. Die Führer der Rebellen wurden verhaftet. Nach einer Meldung aus Maskat sind dortselbst der Friede und die Ruhe wiederhergestellt. Die Rebellen erhielten eine Abfindung von 16.000 Dollars, worauf sie die Stellungen räumten. Der Sultan ist jetzt in unbestrittenem Besitze der Macht. Ein französisches Kriegsschiff ist in Maskat eingetroffen; aus welcher Veranlassung, ist unbekannt. Der chinesische Specialgesandte Wang« Tsche-Tscheng ist aus Petersburg nach Berlin zurück« gekehrt. Derselbe wird Petersburger Blättern zufolge auf der Heimreise auch London und Paris besuchen. — Aus Shanghai erfahren die «Times», dal« ^ Gerücht von einer japanischen Expedition gege' Insel Formosa dort leinen Glauben sinde,«^ ^ Vorwärtsbewegung im Norden für wahrscheim^ » halten wird. — Vor der Barre von TakuM8>^ abends vier japanische Kriegsschiffe erschienen, ,^ die vor Anker liegenden Schiffe auf E""^ untersuchten. ^» Tagesneuigleiten. , — (Slat in Bey) Der österreichisch«^ Heldler von Egeregg und der englische Mal" ^ empfiengen Slatin Vey in Kairo auf der Clsenv°" ^, begleiteten ihn auf da« österreichische Consula, ° ^ Guirlanden und Flaggen geschmückt war, S'atm ^ sehen zeigt fast gar leine Spuren der Gesang"'" ^ sieht nicht älter aus. als er ist (39 Iah"> °, ^ bester Laune und rief aus: «Dies ist der w""' ,^ meines Lebens!» Er gedenkt mit tiefster u«° ^ tigster Dankbarkeit seiner Vefreier, da er M' ^ lang lebendig begraben gewesen sei. Obzwar er i ^ rend der ganzen Zeit geistig gar nicht beschäM ^l und ihm dir Gebrauch von Feder und ^""l ^ war, hat Slatin nichts an Intelligenz ""9""^^ sowohl seine Beobachtungsgabe, wie sein w"n ^ vermögen sind intact geblieben. Ueber die u^^llM Vey's werben folgende Einzelheiten gemeldet: » '^ verließ am 20. Februar mit zwei arabischen <^ ^. Omdurman. Bei Metemmeh mussten dieselve" ^ meele, welche strauchelten und den Dienst vel>°^ l>» rucklassen. Durch sechs Tage hielt sich Slat" ^e Gebirge versteckt, während welcher gelt die """ M, Kameele besorgten, auf welchen er und s««e H F den Nil passierten. Die Kameele wurden °« ^M geblasene Schläuche, die ihnen um den v". ^„, 3" wurden, auf der Oberfläche des Wassers W „M Hanneh am östlichen Niluser mussten die Ka"e ^ «^ zurückgelassen werden. Mit zwei anderen U'. ^'bue'' langte Slatin Vcy nach fünf Tagen nach "' ^del" wo er die Führer und die Thiere entließ. M»t "N^ B' Führer und einem Kameel kam Slatin «"y «te M teren drei Tagen in Shatelain an und S"" M^ vielen Umwegen durch die nubische Wüste ""^sl< Slatin Vey, der die Strapsen der Reise gF " h« hat, befindet sich wohl. Schon im letzten V°" ^ °> er zu entfliehen versucht, wurde aber daran ^M Bewegungen der Truppen des Khalifen ge» ^ ^ verhindert. Weitere Fluchtversuche wurden il^ ^ue den österreichisch-ungarischen Generalconsul ^ O nehmen mit der egyptischen Vehörbe und ^p ^ v walder sowie durch Vermittlung von Kam ^M Slatin Vey lannten, gemacht. Vor dem Verl°>> ^ M mans richtete Slatin Bey ein Schreiben a" ^ ^ lisen, in welchem er demselben mittheilt, da,^, M° europäischen Gefangenen von seiner Flucht ^^sM und ihn bittet, dieselben nicht zu bestrafe«, ^i«^ gleichwohl Rache.Acte des Khalifen. Wle °r ^ gM meldet wird, danlt Slatin Bey das Gelinge« 'gB ° nicht, wie irrig berichtet wurde, den ^^„n^ ^ Kaufmannes Ehail, fondern jenen eines «au> mens Hassan. _,.,«„ M^ - (Ein Bubenstück.) Aus V^b^ meldet: «lm 19. d. M. abends 6 Uhr wur" ^ dauert, und nun musste man nach kurzer Rast an die Heimfahrt denken. Nach fast fünfstündiger Fahrt ge° langten die Ausflügler um halb 11 Uhr nachts alle wohlbehalten in Czernowih an und marschierten unter Führung der Professoren in größter Ordnung in die Stadt.. So war der Versuch einer Schülerreise, wie sie nach der am zweiten Mittelschultag van dem Belgrader Gymnasial.Director Petrovic gemachten Mittheilungen an den Gymnasien Serbiens gepflegt werden, gemacht, und es ist gelungen. Die Schüler werden sich desselben stets erinnern; er bot ihnen nicht nur vielfache Belehrung, sondern lehrte sie auch einen schönen Theil des engeren Vaterlandes kennen und schätzen. Und mit be« sonderer Befriedigung muss betont werden, dass trotz der späten Ankunft und der nicht geringen Strapazen am nächsten Morgen kein einzig?r Theilnehmer beim Unterrichte fehlte. Am k. k. Staats-Real- und Obergymnasium zu Ungarisch.Hradisch wurden sechs größere gemeinsame Uebungsmälsche über Berg und Thal (also mit Ueberwindung von Terrainhindernissen), von denen der am b. Juni eine Marschleistung von 10 V, Stunden beanspruchte. Die Landes - Oberrealschule in Mährisch - Ostrau berichtet : «Die sechste Classe unternahm unter Führung zweier Professoren einen Ausflug nach Teschen, Ustron und — über die Weichselquellen — nach Iablunlau, nnchm zumeist eine Veskiden« Wanderung, bei der ein 37 50 Kilometer Länge zurückgelegt wurde. 5°2«" Newe«^ «" verschiedenen Attppen. Roman aus der Gesellschaft von T. Tschlirnau. (57. Fortsetzung.) «Was gibt es denn schon wieder?» knurrte er. «Ich will jetzt meine Ruhe haben.» «Gewiss, gewiss, lieber Franz, die sollst du auch haben. Gedulde dich nur kurze fünf Minuten.» «Ach was — kenne das. Die Geschichte wird wohl Zeit haben. Jetzt lass mich in Frieden, Fritzi. Jetzt will ich meine Zeitung lesen und damit basta!» Und zum Zeichen, dass er entschlossen sei, das Gesagte auch zu thun, zog er die «Neue freie Presse» zu sich heran und begann die Blätter mit einem bereitliegenden Papiermesser aufzuschneiden. Es war eine Verabschiedung in aller Form. Seine Frau that, als bemerke sie diese Vorbereitungen gar nicht. So ruhig, als säße der Oberst ihr schon aufmerksam lauschend gegenüber, sagte sie: «Ich bin gekommen, um mit dir unser Winterprogramm festzustellen.» «Winterprogramm — he?» Herr von Hardegg hob den Kopf wie ein Wild, das den Jäger wittert. «Vorerst werden wir einen Ball geben müssen,» fuhr Frau von Hardegg mit einschmeichelnder Freundlichkeit fort. «Wa — was? Einen Ball?» «Ja, lieber Franz, einen Ball jetzt und einen zweiten gegen Ende der Saison. Solange wir beide allein waren, genügten die kleineren Gesellschaften vollkommen. Jetzt haben wir ein junges Mädchen im Haufe, das ändert die Sache.» gebe ich auf keinen Fall meine ElNwM'g"H^. H meine häusliche Behaglichkeit nicht ganz ^ y kleine Wetterhexe stellt uns ohnedies !^ ^ ^, auf den Kopf, und dir ist das eben "A'^lde euch beide gegen mich verschworen, aber ^ ^ «Lieber Franz!. ^eres ^gt Wenn Frau von Hardegg k"" "^n, V' mehr wusste, um ihren Gatten zu be""' He« ^" sie, als sei sie beleidigt durch den "velu j den er machte. ^ sie " Die Reaction, die dann folgte, «"'" geschickt zu benutzen. . ^g.' So auch jetzt. ^,« lv«l «Also über die beiden Bälle ware" begann sie wieder. M «Nein — erlaube —» ^, .f,wettdigl" ^l"' -Bester Franz, es ist eine NoW^^f, ^ hätten Blanche nicht bei uns anfney"" ^^l»«" wir ihrer Jugend nicht solche kleine 60^ " ^< wollten.» , «.masU""5s^ Herr von Hardegg murmelte ew« ^g, ^ liches. das noch immer ingrimmig 9'^atio""^^'' aber doch zu seinen vorherigen Demm'^ scy verhielt, wie fernes Donnergrollen ä.^ yo„ Schlägen des im Zenith stehenden G"" ZM Seine Frau nahm nicht tne "., n seinem Murren. ^ ... Mlle,' ^ ^ «Das wären also die Wb" " ^ ""»< fort in so selbstverständlichem Ton'^.^„lel^de erste derartige Bemerkung vorhlN am ^ »o ^ stand gestoßen. -Außerdem denke'H^nd 1 zweiten Donnerstag als EmN""" könnten» -^^'"r,<", °°5 «2, Mär, 1895, b°r Kiich ?, "^ "ne ftarle Detonation gehört, die aus Weigern «?«?'".^^' ^" au« der Restauration 2lchMe .wl « ^"^°" bort verstreute Holzstucke, ^slcher^ 3,5"^"' eine abgebrannte Lunte und ^Wluna b«lMph„nz xn' "telegraphisch gemeldet: Der »" b°s ve mttst^ «^ ^«^" zuriickgelehrt. Derselbe ^""°s. in d F?'^ «Königin^Regentin- bei Äajo ^"»°nge der W ^ ^es Strandes von Conil, am ^ 'ine U°ft^7"°' "°" ^raltar, gesunlen vor. k°ss" ^ »on Gil.^. ^^"" «nglische Schiffe waren >ff zu1^ um da« spanische 2" 'Wphonz x^° ^°"'l^ Regierung halte den N^^ff ei ^p «°"gesenbet. der heule das ver- ?°1>n und M " '"""unos Wo. Das Schiff ist ^"' mit Ta^" untergegangen. Man wirb nun >en. ^ 3^°"Hl". in dem verunglückten Sch.ffe zu W^^gent n. ^ " ^ Floltmachung des Schiffes ^ G«?nd? " ^gönnen. Das Meer wirst v r- ^ (Na °"^ Gestade A?"" »"üch^°.^ °."! ° " °') ''2e Capitale, zufolge 2 ^eder lui5n' ^°^ ^er Process der Vanla Ro-H.""e Pe 3° "'^" "erden wird, indem gegen < '""den s"u "egen Bestechung das Verfahren ^ie u7"^ Processe ^"^ ^"^ieder der Jury im >vele« ^eit ^r ^ ' einvernommen worden über °d°r Geruch" U""? ^" ^"dictes im Umlauf ge-^ftech««""heilung,'Wn angeblich für die Freilassung ^e""F Wtg/üe7gten?. ^"""a. als öffentlichen Vergnügung«-ihr «Mu von p. ^ u " » d^n s"'äemaF°Hg quittierte über den Witz, den ,'Me sie.^ y"te. mtt einem freundlichen Lächeln, Sonntagsdiners werde ich Rey ,' Zwölf V^ "^'^lechs Personen etwa zwölf ^ die> s°zusaa n"°" ^e« auch'noch einen Kreis tamille ist. Dafür könnten Afalle,,.^ Wmlers die Dienstags-Whistlrimz- Auen l Pap ermett-^" ?"der einmal wie besessen Aschen den Blättern der U"g Mne "" ""'herfuhr, hielt in dieser Be- ^chen^lau °lln^s)°^ezogenen Augenbrauen und 5<"'Me. H?ls ob er sie mit den Blicken er-Kgen d<)'e verbrech 'if^^. ^s Messer erhoben, als K sich mit dieser Waffe '^ein^hw H"'uthung zu wehren. 5 di^Mau^ °ul!. schnaubteer. 5«h< EomHu ' 7'5. "nzige Erholung!. ^ ..oeuje klopfte ihn liebevoll auf die ^^/Each^.b^ nicht auf, Aelterchen,- fchmeichelte ^?Fe Ents^' der Rrde wert. Und über- >en.>'n N » ?"N ja von dir ab. Du weißt, ^hm^histklän^ ."^gebend ist. Auch mir ^" !n> abe Mn. fehlen, an die ich seit Jahren b" Klein ? w?e das Opfer, ich bringe es " wlUen, der die alten uerwetterten Excellenzen unferer Dienstagsabende natürlich über die Maßen langweilig sind. Du kannst ja in den Club aehen, lieber Freund, wenn du Karten spielen willst.» .So — in den Elub>» Der Oberst fuchtelte aufgeregt mit dem Papiermefser in der Luft herum. «Ais ob ich überhaupt noch in den Club käme! Ich weiß kaum noch, wie es im Club aussieht. Wo sollte ich denn die Zeit dazu hernehmen? Abend für Abend hab ich irgendwo den Ballvater zu spielen —. .Uewtreib doch nicht, lieber Freund!» Der Oberst beachtete den Einwurf gar nicht. .Und meinst du vielleicht, dafs dem Kinde das viele Tanzen gut ist? Gott bewahre! Sie sieht jetzt schon todtenblass aus. Wenn fte die galoppierende Schwindsucht bekommt, solls mich nicht wundern. Du kannst dir dann sagen, dass du sie ins Grab gebracht hast.» , >, , Die fürchterliche Drohung machte aber durchaus nicht den beabsichtigten Eindruck auf die Comman- Sie schüttelte nur lächelnd den Kopf. «Red' nicht Thorheiten, lieber Freund,» sagte sie. «Dn weißt so genau wie ich, dass Blanche trotz ihrer Nartheit kerngesund ist und dass ihr das bifschen Tanzen unmöglich schaden kann! Unter uns gesagt, ich wünsche dringend, Blanche im Laufe dieses Winters zu '^Das'brauchst du nicht erst zusagen, liebes Kind Wer dich kennt, der zweifelt daran nicht. Unfer Haus heißt nicht umfonst iu Wien das Heirate- bureau» «Franz, ich muss fehr bitten —» (Fortsetzung folgt.) Kranlenanstalten über die Verpflegsbauer von vier Wochen hinaus nicht haftbar seien. "(Vin Vortrag Julius v. Payers.) Dem Gedächtnisse ber älteren Generation wird jener Tag unvergessen bleiben, an dem vor 21 Jahren wie ein Or-lösungsruf die Freudenbotschaft jede« Herz höher schlagen lieh, dass unsere Nvtbpolfahrer gefunden und gerettet seien. Wer sodann, wie Schreiber dieser geilen, miterlebt hat, wie die Helden der Wissenschaft, welche man in fernen Eisgebilden todt wähnte, unter dem Jubel einer ungezählten Menfchenmenge im Triumphe ihren Einzug in Wien feierten, wirb auch das hohe Interesse begreifen, das ber Wiederbelebung der Idee einer neuerlichen Ec-forfchung des Nordpols entgegengebracht wird. Man berichtete von Vielen Seiten, dass Julius v. Payer aus-fchließlich die lünstlerifche Erforschung des Nordpols vor Augen hätte. Dieser irrigen Auslegung trat gestern der Nvtdpolfahrer in der Einleitung seines Vortrage« entgegen, indem er ausdrücklich betonte, die wissenschaftliche Forschung werde gleichwertig der künstlerischen sein. Vevor wir zur kurzen Besprechung des Vortrages schreiten, glauben wir hervorheben zu müssen, dass sich das Interesse des Publicums nicht allein der Sache und dem Vortrage, sondern — und vielleicht nicht unwesentlich — auch aus leicht begreiflichen Gründen der Person des Vortragenden zuwendete, denn man hatte Gelegenheit, jenen Mann von Angesicht zu Angesicht zu seh<>n, d fs?n Thaten im Dienste der Wissenschaft, die dulch die öfter-reichisch'ungarische Nordpolszpkdition im hohen Gcade bereichert wurde, in der Geschichte verzeichnet sind. Wer aber meinte, aus dem Munde des tapferen Noldpol-fahrers Kunde über feine eigenen Leistungen zu vernehmen, täuschte sich. Julius von Pay?r schildert nach der Art aller kühnen Forscher in knappen, schlichten Worten, ohne irgendwie seiner Verdienste besonders zu erwähnen, in rein sachlicher Weise den Gegenstand, hie und da ber Ausdauer und dem Muthe semer Gefühlten Warmes Lob spendend. In anderen Städten hatte I. v. Payer den Vortragsftoff getheilt, indem er am ersten Abende eingehend die künstlerischen, am zweiten die wissenschaftlichen Z'ele der Expedition beleuchtete. Hier vereinte der Vortrag in knapperen Umrissen beides. Im ersten Theile entwickelte Julius von Payer da« Programm der Expedition, welche im Jahre 1899 unternommen werden soll vom künstlerisch?«, hauptsächlich malerifchen Standpunkte. Die Expedition soll zum Ziele Noidoftglönland mit dem Franz«Iosess.Fjord als Aus« gangspunlt haben. Der Vortragende schilderte in beredter Weise die überwältigenden Naturschönheiten, die fich in nie geahnter Pracht, Fülle und Mannigfaltigkeit dem entzückten Äuge des Vlobachters enthüllen und entrollte ein lebhaftes Vild der Schwierigkeiten und Gefahren, denen Maler und Photographen bei ihren «lrbeiten ausges-ht find. Im weiteren Verlaufe seine» Vortrage« b,sprach Julius v. Payer die unermesslichen Hindernisse, gufüllig. leiten und Schrecknisse einer Nordpol-xpebition und erläuterte die Art ber Ausrüstung der Mannschaft und be« Schiffes. Von Interesse war die Erwähnung ber That« fache aus dem Munde eines Competent-«, dass fich Südländer besser zur Ertragung der Kälte wie Nordländer eignen. Mit fesselnder Veschtidenheit seine eigenen Erlebnisse nur flüchtig streifend, besprach ber Vortragende mit feinem Humor die Leiden und Freuden des Nordpolfahrers, wobei er auch die an lucullischen Genüssen reichcn Menus, deren Speisekarte er vom Eisbärenragout bis zur Walrosssauce recht appetitanregend auszählte, nicht unerwähnt lieh. Höchst wertvoll erschienen ferner seine Besprechungen der Fauna und Flora der arktischen Regionen, das seltsame Leben und Treiben der letzteren. Der Vortragende schloss, indem er mit begeisterten Worten das Patriotische des Unternehmens betonte. Das zahlreiche distinguierte Publicum, da« mit regster Aufmerksamkeit dem fesselnden Vortrage folgte, bewies seine Anerkennung durch ftürmifchen Beifall. Den Vortragsabend beehrten auch Herr Landespräsident Varon Hein und Varonin Hein durch ihre Anwesenheit. ^. — (Ein verunglückterStationsleiter.) Der Slationsleiter ber Staalsbahnen in Welxelburg, Herr Archer, ein junger hoffnungsvoller Mann, wurde am 19. d. M. abends, als er auf der Strecke von Schalna nach Weixelburg zurückkehren wollte, vom June, dessen Herannahen er offenbar nicht bemerlte, überfahren und getödtet. Das Leichenbegängnis fand unter allgemeiner Theilnahme gestern statt. — (Sanitäts - Wochenbericht.) In der geil vom 10. bis 16. März lamen in Lalbach zur Welt 2b Kinder, dagegen starben 21 Personen, und zwar an Scharlach 1, Diphlhcritis 1, Tuberculose 4, Entzündung der Vthmungsorgane 1. Altersschwäche 3 und an sonft'gen Krankheiten 11. Unter den Verstorbenen befanden fich 4 Ortsfremde und 7 Personen aus Anstalten. Infections« lranlheiten wurden gemeldet: Scharlach 2, Ruhr 1 und Diphtheritis 2 Fälle. * (Verausgabung von falschen Silber-gülden.) Wie man uns aus Stein mittheilt, wurden am 18. d. M. drei Personen wegen Verausgabung von falschen Silbergulden arretiert und dem l. l. Vezntt-gerichte in Stein übergeben. Am nämlichen Tage wurde eine genaue Hausdurchsuchung vorgenommen, hiedei Mch Laibacker öeituna Nr. S7. 556 22. MärzM^. nichts Verdächtige« vorgefunden. Die in Stem verausgabten falschen Silbergulden wurden konfisciert; ebenso Wurden am 18. d. M. am Jahrmärkte in Mannsbmg von unbekannter Hand zwei gleiche Falsificate verausgabt und confisciert. Die strengsten Nachforschungen find an< geordnet. -^r. — (Tlovenifches Theater.) Di? gestern zugunsten de» Tenoristen Herrn Benei veranstaltete Vorstellung wurde durch eine vom Beneficianten in böhmi« scher Sprache gesungene Arie aus der Oper «Lucia von Lammermoor» eingeleitet, worauf das französische Lustspiel «Zsngki^ok» in Scene gieng, welches seitens der Damen Slaveeva und G. Nigrin und der Herren Ani«! und Danilo hübsch flott gespielt wurde. Den Schwerpunkt des Abends bildete aber die Oper «Oüvaiisria rusticau»,». Es war ganz in der Ordnung, dass sich Herr Venes diese Oper zu seinem Benefiz ausgesucht hatte, denn die Rolle de« Turiddu bildet überhaupt die beste Partie, in welcher wir ihn in beiden Saisonen kennen gelernt haben. Die Aufführung war gut, nament-lich machte der exact gesungene Kirchenchor einen mächtigen Eindruck. Das zahlreiche Publicum nahm die Haupt-nummern mit großem Beifalle auf. — Herrn Benes wurde nach der eingangs erwähnten Arie ein Lorbeerlranz überreicht. —n— — (Italienische Weine.) Aus Trieft wird bem 'Fremdenblatt» telegraphiert: Der Mailänder «Eor» riere della Sera» meldet: Die italienische Regierung hat bei der österreichischen die Richtigkeit der chemischen «nalysen angefochten, welche den größten Theil der im» portierten italienischen Weine als verfälscht erklärt und wird nach Wien den llommendatore Miraglia als technischen Delegierten senden, um diese Angelegenheiten mit den österreichischen Behörden zu verhandeln. — (Erdsenlung bei Vrahovo.) Man meldet au« Fiume: In der nahe gelegenen Ortschaft Vrahovo ist abermal« eine bedeutende Crdsenlung ein« getreten, und weist das bedrohte Terrain noch weitere gefahrdrohende R»sse und spalten auf, so das eine Katastrophe zu befürchten steht. Eine Commission hat sich an Ort und Stelle begeben, um Schuhmaßregeln zu treffen. — (Ein Flüchtiger.) Laut eines von der lön. Oberftlldthauptmannschaft Goyer ergangenen Telegrammes ist ein gewisser Max Klopfer, Postbeamter, nach Veruntreuung von 22.000 fl. flüchtig geworden. Derselbe ist in Tata (Komorn) im Jahre 1370 geboren, Israelit, spricht ungarisch und deutsch, ist 170 Centimeter hoch, von schlanker Statur, hat kleinen Schnur» und Nackenbart, am Kinn rasiert, hat regelmäßigen Mund, etwas fleischige Nase, gesunde gähne, und als besonderes Kennzeichen eine Narbe ober der Nase. — (Deutsche« Theater.) Heute wird da« schon jahrelang nicht gegebene amüsante Lustspiel von Schönthan «Schwabenstreiche» in Scene gesetzt. Nm Sonntag gelangt die reizende Operette von Suvpi «Donna Iuanita» zur Aufführung. Neueste Nachrichten. Sitzung des Abgeordnetenhauses am 21. März. Seine Excellenz der Herr Iustizminister Graf Schönborn beantwortet die Interpellation des Abg. Schamane! und Genossen betreffend die Untersuchung des Gesundheitszustandes der in Pilsen in Haft befindlichen Omladinisten und weist mit Befriedigung darauf hin, dass leine einzige in der Interpellation vorgebrachte Beschwerde dortselbst thatsächlich zutreffe. Der Bezirksarzt von Pilsen habe sein Gutachten dahin abgegeben, dass der Zustand der Inhaftierten nichts zu wünschen übrig lasse. Der Minister spricht sein höchstes Bedauern darüber aus, dass solche unwahre Behauptungen und Beschwerden in die Oeffentlichleit gelangen. Er erwartet von der Loyalität der Interpellanten, dieselben werden aus die ihnen nahestehenden Kreise beruhigend wirken. Abg. Schamane! beantragt, über die Beantwortung der Interpellation seitens des Ministers die Debatte zu eröffnen und erklärt, die Thatsachen widersprechen den Behauptungen des Ministers. Der Präsident bemerkt, eine Erörterung des Sachverhaltes fei erst nach An« nähme des Antrages auf Eröffnung der Debatte zu-lässig. (Abg, Brzorad ruft: «Das sind officielle Lügen!») Der Präsident ruft die Abgeordneten Brzorad und Solol zur Ordnung. Der Antrag Schamanels wird abgelehnt. Abg. Vrzorad fragt den Obmann des Wahl« reformausschusses, ob er nicht eine Sitzung einberufen wolle, um zu beschließen, ob die Geheimhaltung der Verhandlungen des Subcomitis noch erforderlich sei. Obmann Abg. Widmann erklärt, er sei bereit, eine Sitzung einzuberufen. In fortgesetzter Specialdebatte über die Steuerreform verlangt Abg. Scheicher den Schutz der Minoritäten. Er weist auf die Behandlung seiner Partei im Vkener Landtage hin. n,^H^ ^cellenz der Herr Finanzminister v. Plener ^ n "N^n Z^ ^ ^ "e Handel kammern die Interessen der Klemgewervetrewenden nnd kleinen Handelsleute gewissenhaft gepflegt werden und dass niemals ein Conflict mit den Vertretern der Großindustrie vorgekommen sei. Das Wahlrecht der unteren Erwerbsteuerclassen betreffend, halte der Minister die indirecte Wahl mittelst Wahlmimner vom technischen Standpunkte für angezeigt und empfiehlt den Antrag des Abgeordneten Rogl, dass hiebei nur amtliche Stimmzettel verwendet werden. Hierauf beantragt Abg. Klucki Schluss der Debatte. Als der Präsident die Annahme des Antrages auf Schluss der Debatte mit 100 gegen 6 Stimmen verkündete, entstand ein lebhafter Zwischenfall durch den Abg. Gessmann, welcher behauptete, es seien nur 93 Abgeordnete anwesend. Abg. Gessmann wurde vom Präsidenten wiederholt zur Ordnung gerufen. Das Haus nahm sodann die ßß 16 bis 34 unter Rückoerweisung zweier Alineas an den Ausschuss an. Die Verhandlung wird hierauf abgebrochen. Nächste Sitzung Samstag. sihung des ungarischen Magnatenhauses am 21. März. Der Saal ist überfüllt. Auf der Tagesordnung steht die Berathung des Gesetzentwurfes über die freie Religionsübung. Es sprechen Baron Csonzda pro und Bischof Deweßi conlrn. Cultusminister Wlassits erklärt, die Regierung wolle die individuelle und sogenannte culturelle Religionsfreiheit unbedingt aufrecht erhalten. Der ethische Charakter der Religionsgemeinschaften müsse vom Staate gewahrt werden. Die Regierung griff nicht zu einer radicalen Lösung der Frage und lässt die historisch großen Religionsgemeinden auf dem Standpunkte geistiger Entwicklung. Die Religionsfreiheit werde die wahre Religiosität zur Entwicklung bringen. Das Beispiel des Auslandes zeige, dass die gehegten Besorgnisse ungerechtfertigt seien. Die Regelung müsse erfolgen, ob im Gesetz- oder Verordnungswege, darauf lege die Regierung lein besonderes Gewicht. Der Staat erachte es als seine Pflicht, im eigenen Interesse die Religiosität und die historischen Kirchen zu schützen und zu fördern. (Lebhafte Eljenrufe links) Nachdem noch Graf Nikolaus Vay, Siegmund Böhötty, Stephan Keglevich, Desider Pronay und Michael Szechenyi für und Josef Vecsey gegen die Vorlage gesprochen hatten, wird unter großem Lärm zur Abstimmung geschritten. Die Schriftführer können sich über das Ergebnis derselben nicht einigen. Ein Theil erklärte, dass 129 Stimmen pro und 118 contra abgegeben worden seien, während die übrigen das Gegentheil behaupten. (Lärm.) Der Präsident ordnete eine neuerliche Abstimmung für morgen an. (Lärm.) Die M ^B stungen hervorragender Virtuosen nnd Conipomsten MM Biographien folgende beachtenswerte Aufsähe: Hevei ^ und Vortrag Chopinscher Elavicrstücke, von Tycoon ^. .Intimes über Robert Franz» von Mc^ ."retschma, ^. erinnerungen» von Eduard Hanslick, MusilverhaUMlil ^. reich, Rom, in Mexiko nnd Guatemala, '^oW'l?^M« Chorlyril» von Bernhard Vogel, «Musithistonschc ^^M' aus dem Mnseum der Stadt Wien» von A, Friedmann, ^„. lehrer in Italien» von Dr. A. Untersteiner, «VeellM ,^,5 von Dr. Th, von Frimmel, «Quintenparallelen» w" "^el B ^Schubert und Beethoven» von N. Batla, «Die «-in» ° >B Mittelamerila» von Dr. Karl Sapper, '^'chard HM Ferd, Präger», 'Ursprung und Wesen der Mustt »ach ^^^, Sagen» von Nerthold Laufer. «Eoncert.Case's w^'^lM G, Leonhardt, schließlich Klavierstücke von Fr. Z"""'< AilB und Cyrill Kistler, Lieder von Bruno Wandelt "' ^ Bartel, nebst einem Duo für Violine nnd ^lam" , B Huber. — Der vierteljährliche Abonnementspms " ^, I Mart. Pcobenummrrn versendet die VerlalMiiu Grüninger in Stuttgart umsonst und portofrei. ^ M' — Als vierter Band des vierten IahrU"^. M" öffentlichungen des «Vereins der Bücherfreunde, «»m ^ ^ soeben: ^ ^i^^ Zwecke. Da gcrälh er halb durch Zufall '".du"^^ Bewegung und thut fo einen tiefen Einblick ul ^Ml^ Lebens. Gottfried wird ein wahrer Frennd ««v " ZM" Armen und Elenden. Ein Streit bricht auf des »«^ ^«. aus, die Eisenwerke werden demoliert, der V'«"" . ZW die Beamten misshandelt. Als die Wüthenden ?"a) ' M' Oldendorss ziehen, wirft sich ihnen Gottfried '«" l «r req"'^ entgegen und rettet das Schlofs. worden. Eine Dragonerabtheilnng, von Hans v""".«, .z M » dem Sohne des Freihcrrn nnd Jugendfreunde 6"^"^ W reitet gegen die Arbeiter vor, die von Oottfneo ^H zurückgeführt werden, Gottfried will Hennig erkian ' ^ F>^ in einen, Irrthnme befindet. dafs die Arbeiter sr> ^, tz^ sind. Hennig hört ihn nicht, nnd Gottfried sinkt "<"' ,„,» hiebe getroffen zu Boden. Anf einsamer ^andstraß ^zeul!"'' Winternacht, stirbt Gottfried den Opfertod für seM' Ml" für seine Arbeiter, flir seine Armen nnd Elcn°e" ^B « «Verein der Bücherfreunde» selbst ertheilt I^HKO ' sowie die Gcschäftsleitung, Verlagsbuchhandlung ^"^M ^ Berlin W. N2, Kurfiirstenstraße 128, jederzeit g" . ^ y'^. Alles in dieser Rubril Besprochene lann 0^" he" Vnchhandlung Jg. v. Kleinmayr k Fev- " zogen werden. Angekommene Fremde Hotel Stadt Wien. <«,<,iol,!'U', Am 21. März, Von Hillmayr. l. k. OeuH^H milie, Villel. — Dr. Segal, Advocat, s. O""^W""'^B — Goetschl. kfm,. Chanr. de Fonds. - ^°/^jrst, M"' ^ Boyc, Bcuermann, Dürfcl, Weltmaun, Szlav'l,'>" ^M^c, Klug, Pribis, Kaufleute, Wien. - Lovöil', M"'^ ^ DA, Michelcic, Ksn,,. Sagor. - Lannt. Kfn,,. P^r""^,, «X kfm., Cilli. - Laufer, Kfm,, Budapest. - Flur', > — Hilber, Verwalter, Ponigl. ., How wcsMt. < IM^i, Am 21. März. von Payer f. Tochter. S^',,ssb^ Weinberger, Ritscher. Meiner. Koch, Nvnl. M"y"^l, ' Mlcil»""' lleva, Kanfm., Slauina. — Treiber, Psarrel, Löwi, Kfm., Stuttgart. — Keglevich, Abba^c,, ^, Hotel Vaicrischer Hof. ^ Ml'Ai"' Am 20. Vcärz. Perz. Ksm., Leoben, ^ " ^ech ^z,^ bcfiher, Cilli. - Muschitz, Handelsmann, ^"° <5acv »,F slolle, Besitzer. Großrieg. - Vogrin. Handelsn'«'^^ V" Greisch n. Lramposch, Händler, Karndorf. ^ ^^^ Lienfeld. ^^^^^<»^^'^ Verstorbene. ^.ebF"" Am 2 0. März. Katharina Dobrauz, ' ^^ 61 I., Chröngasse 5, Hpoplexia oeredl». ^^<^^ '" 7A7Mg7"730-t,'I"2.2 ^ SO, Mach heit" , 21.2. N. 781-1 «6 O. "iißig Y"^ .«ssF 9.Av. 732-li 0-2 O. sch"^ ^^z ^ Morgens bewölkt, tagsüber heiter, ^ornl^'^'^ der Temperatur 3 U°, um 0 9" un^r^lN^^^^i''' Vcrantwortlicher^Nedacteur.- Iulins OHM'I" ^^ Ritter von Wissehrad^^---^? _____ ^^^I"st>""vcc^!'. Anlässlich des hiinfia.cn Auftretens der^,^ ^s Oi^ sonstiger katarrhalischer Erkrankungen"^ , HnsteNhele^ Publicum aufmerksam, dass der bestbcway'^ M'-'^l>!,"^ zrauz Wilhelm in Neu«lirchc«, ^ jeder anderen Apotheke mn den Prels v"' l^>>^^ haben ist^________________________^^^„erb^ F ^UuHzeichnnna^ Unter nllen '"^^ft^K ist Mattoni'S GichlMler dcrienige, wem, ^ denH^^l' erkannt vortrefflichen Eigenschaften "'^. "llei'cu^^ich ^ Ver^andi nn^wevzi, gondeln auch an M " ,^<, ^.^M > eingeführt ist. Neuerdings wnrdc nun °".Hlich v" ^M" loni in OießlMl Sauerbrunn attch "r in'^ranteN'Tilti verliehen. ______________ bb? 22, N«„ lg»«. Course an der Wiener Börse nom 21. März 1895. «««»«, »^»«n «°ur,«°w >»«Uei ^" " ^ganze 50u i, 5.9 A ^?. ^" ««ld ««n-e Vom St«ate zur Zahlung llbtlnommene Eise«o.»Prl»s.» Obligatlonen. »llsabethbah» ana », »00« M. ft!r »ON M. 4°/,..... »I-80 1L1N0 (tlisabelhbahn, 4N0 u. »000 M. UNO Vl, 4"/„..... I»?— 12700 Fran»'Iosevh<«,, /,"/„ lN4-4« 105 40 dto. Ltllats-Obttss, lUn«. ONb.) v. I. l«?s>, b"/n..... «lit. 40 125-90 dtll.4>/,l>/„Schllntrrglll'«bl.'0bl, INI Ä> 102— dto. PrÜm.Mnl, ü. 100 fl, 0, W, 101 — 16ll - dto. bto, ll bn st. 0, W. 161—IS2— Thrik'Ncg.Los? 4"/„ 100 fl, . «bü— 153 — Grundentl. > Gbligalionen (lur 100 fl, , l."/« «allzifche......----------------- 5"/« niederosterreichifche . , . IO9-7K —--. 4"/„ lroatische imd sla»o»!sche . ««Ll> - — 4"/n »ngarischr (lN<> ft. s.W,) . 98 »0 99'80 Andere offentl. Anlehen. Donau Ness, Lose 5"/^.... I»» ?.°> 134 »5, bto, Anleihe >«?« . . 10N-85 «09^!-. Unlehrn bei Stadt Vü«. , . IN ^!» —-— «»leye» b, Slablaemeiiide Wien 1N7-40 IW-4N Anlcuen d, Slnbtgemeinde Wien (Eilbei oder Gold) , . . , 13« — I»»'?!, Präml>!,.?lnl, d, Sladlssm. Wien 1?» L5 174 — Vürlrbau «iilehcn, verweb, f>"/„ IN2 - I0L«0 4"/n jirainel Lande« Aülehen . 9!>-«s> --— Vtld wa« psllndbries, (fül l00 fi.). Vobcrallg. est.»n50I.vl.4°/,<». l«3 -- 194— dto. „ „ in 50 „ 4'/,°/n —-— — — bto. ,, „ W50 „ 4°/i, 9990 100 70 dto, Pr«m,^Schlov, 8«/„, l.Vm, «18^ 118 50 blo. dto. 8"/„, Il. 119 s»0 N,dl. 101-50 — — Prioritäi«. Obligationen (sill 100 fl.). sserdlnand« «ordbahn «m, I88N 100 40 101 4» vesterr. Norbwestbahn . . . 118 50 II4's>0 Staatslillhii....... «4-50 »6-50 Vüdbahn ^ »"/„..... 178-»!, 1?9'»5 bto. k 5°/,,..... 138 7b 134-75 Ung. 4'V« Unlertrainti Bahne» , , 98 50 99— Diverse Hose (per Etttcl). «lidapcsl Vasllica (Dombau) . 8'«» »'90 lllebillol«' I«« N, . . . , llOU'— »«I'— lllarli'Uose 40 ft, VM, . , , 59-- s>9s'<> 4«/„DunllU.Dampfsch, iWflCM, 150^ IN»" Ojeoer Lose 40 ft, . . gz-ü0 «» s,<> Plllffn Lose 40 fl, «W. . . , ,,»-- 59 ??< Mull!!'!, lt,euz.Oest.<»eI.v.,1«ft. 17'?5 18 25 Notbeii ftrf,,,, UnZ.Ofs.v, 5 fl, I1'?5 12 25» Rudolph Lujf IN fi, , . , «8 ?.'» »4-75 Ea!mLo!i> 4N si, IM. , , , ?,-- ?»-— Et.'Geiw!» Lose 40 si. HW, , ?z-?5 737b Walds!ei,i Lose ü«»s, , , »8— »< — Llliuacher Uosc..... »4'50 »s>5l» Dank«LctlHN (per Stück), «nglN'Osst. Ban! »0« fi. NO«/,». i?3»b 174 »5 Vanlverein, Wenrr, 100 fi. . 15« 90 15? bv Bobcl.'«llisl,,OeN.,»0Ufi,G.40»/n t>»7 — 543— «rdt,'«nst,f, HandnV, I«0fl. —« —-. bto. dto. per Ultimo Vcptbl. 405'?5 406-I5 LredObllNl, NNg, ung,, »00 fl. . 406 50 4eroii!ni!d« Nordb, I000fl, Nlllatselseiibahn »00 ft. S. . . 454 — 434'd0 Eüdblll,» 200 fl, E.....Ill »5 111-— Kübnorbb. Nerb.'U. 200 fl. lVt, «l»50 »80 5<> Iramway'Vef.,Wr.,I70f!.0.W, 4».(«aab.Vraj)»00fi.«!. »09 »ox«, wimer 2«»lb»hntN'Act.»V«f. »4 50 «-« zndustfiO«Aetlen (per Ttück). »auaes., «llg. «st., 100fi. . . l»-,i,'«> Vgnbier »iscn. und Vtahl'Inb. in Wien 100 fl..... ?«-. 7h__ ltissnbahnw.'üeih«.. Vrfie, 80 fl. 1^«' - ,»» — ..Elbemühl", Papierf. u. V. ». «o— «,,.,u Liestnger Vrauerei 100 fl. . . l»5 — ,,8_ Nontlln.Veirllsch., Oesl. .alpine 87 70 8»»0 Pragei «isen»)^..»^. »00 fl. «31—«5l>— Vlllao-Iarj. Gtrinlohlen llN ft. ?»!4 — ?»u ^ ..LchlÜglmülil", Papierf., »00 fi. »14 — 21?- — ,,lLlsUreim/', Papierf. u. ».»<». 171 50 »?»__ Irisailer Kohlenw.»Vef. ?« fi. 1S9— ,?i -^ Waffens.'V..Oeft.ln Men. 100st. »59-— ««>—. Wnggon'Lelhanfl., M«., in Pest, 80 fi......... 445.. 44» — Wr. Vaugesellschllft 100 fl.. . 14» — 144-— Wienerberger Ziegel'llctlen'Vef. 341— «4b — Devisen. «mslerbam....... oi 60 oi-?o lxutsch« Plühe...... eo-i», so so London........ »»ol i»i »o Paii» ........ 48 85 4s'7t> Vl. Petereburg..... —— — — Valuten. Ducalen........ k?» 5 81 20 Fra»r»»Vrückc..... 974, »75. Deutlche «eichsbanlnliten . . K0 I»,j »o »o ^Illlieuilche «anlnoten . . . 4» «^ <» zz Papier Äubel...... 13»!,««^ ^^zweNnWb°ch^ *" <'«'«°ch,im»°,m,, u„,«^, «»!°««h«""««'w>,Fr»„,v,Sch»„!<,°«, «°"«H" «'°Md G<,n°," ^^e, Nr, 4 ^?^^schH7'^ bestell, und die ^°?°«sa"eH"^« be« Johann, ^M W'U. .e. ""«,/. ^i der ,F"^""l«llt ,am»,t "°" ^°N°>H"F°Ubie..mg nur H< j°dV"°."''^ «»"'ach "^ 189h. ^ ^chernembi am Zur Ausgabe ist gelangt: Band I, II, III, IV und V von Levstikovi zbrani spL Ur6dü FranèikelL Levec. LevBÜks gesammelte Schriften umfassen 6 Bände, und zwar: Band I.: Pesni — Ode in elegije — Sonetje — Romance, balade in legende — Tolmaè. Band II.: Otroèje igre v pesencah — RazliLne poeziie — Zabavljice in pufiice — Ježa na Parnas — LjudBki Qlas — Kralje- dvorski rokopis — Tolmaè. Band III.: Povesfi, pravJjice in pripovedke — Potopiai — Zgodovinaki spisi — Književno-zgodovinski Bpisi — Tolmad. Band IV.: Kriüke in polemike I. — Tolmaè. Band V.: Kritike in polemike II. — Životopis Levstikov. Preis für alle 5 Bande broBcliiert ö.W. fi. 10*60, in Leinen gebunden fl. I3'50, in Halb/ranz fl. 14"50, in Kalbleder, Liebhabereinband, fl. 15'flO. Die Verlagshandlung lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg (1048) 3-1 St. 7724. Oklic. Zamrlim Barbari Dijak, Johani Sodja in Mariji Dijak iz Koprivnika, Malevžu Hodniku iz Srednje Vasi, Mariji Cesar, roj. Langua iz Jereke, o/Aroma njihovim neznanim pravnim naslednikom, postavil ae je Franc Kunst.1 iz HadovJjice kuratorjem za èin ter so se mu vroèili zemljeknjižm odloki St. 7176, 6290 in 7101. C. kr. okrajno sodišèe v Radov^ici dne 13. decembra 1894._______.____ (1006) 3—1 ~~~ ?l- 1989' Pozivalni okhc Na prošnjo Valentina Jnghcti w Slepanje Vasi št. 22 de praes. dlega januvarja 1895, fit. 950, in na pod-logi poizvedeb, katere so se vrsiJe, se vpelje proglasenje "i&J^ gliöa iz Stepaiye Van» s» 22 kirten je Sei kot prostovoljec leta l»O4. v Ameriko, in se od t.ega fiasa pogreba, mrtvim ter se vsakateri powvljB, pod-piaanemu Rodisftu objavili, kaj mu je o sedanjem bivaiisöi istega znanega. Pozivalni rok konöa se z Sl.ma-jem 1896 in se bode èez novo proänjo 0 tem koneöno resevalo. . 1 C. kr. deidno sodiftte v LjuWjam z dne 9. marea 1895. (916) 3—3 Nr. 1391. Curatorsbestellunst. Vom t. k. Bezirksgerichte in Mottling wird den Bara und Maria Crnugch aus Gabrovc, uun unbekannten Ausent-haites, dann den verstorbenen Johann, Katharina und Mathias Lrnugelj. Marko und Iuro Gornik von Vabrovc, Anton Mlkse von Mottling und Andreas Trcet von Lacken, re^p. deren unbekannten Rechtsnachfolgern, Herr Leopold Gangl von Mottling zum Curator »ä kl«lurn bestellt und die Vorladungen zur Liqui« dierungs-Tagfahrt am 16. März 1895 ihm behändigt. K. k. Bezirksgericht Mottling am I.März 1895. (855) 3—2 Nr. 1282. Euratorsbestellunst. Vom k. k. Bezirksgerichte in Mottling wird dem verstorbenen Josef Plut von Sodjivrh Nr. 6, resp. dessen noch unbekannten Rechtsnachfolgern, Hcrr Lcopold Gang! auL MoUlmg zum Curator aä »ewln bestallt und der dicsgerichtliche Grundbuchsbescheid vom 13. Februar 1895, Z. 905, ihm bchüldigt. 25. Februar 1895. (953) 3—2 St. 1011. Oklie. C. kr. okrajno sodišèe v Loži na-znanja neznano kje v Ameriki biva-joöemu tožencu Janezu Tomäiöu v Loži št. 22, da je France Turk iz Loža št. 56 vložil zoper njega tožbo de praes 28. februvarja 1895, St. 1011, zaradi 32 gold, s pr., na katero se je narok za ustno razpravo v nialotnem postopku doloöil na 5. aprila 1895 ob 9. uri dopoldne, pri tem aodiSci z dodatkom §§ 14. in 28. b. r, Tožencu se je postavil Jakob Mlakar iz Loža st. 50 skrbnikom za èin, s katerim se bo stvar razprav-ijala, dokler se ne itnenuje drug za-stopnik. C. kr. okrajno sodišèe v Loži dne ' 28. februvarja 1895. (1029)~3^2 SL2119 in 2148. Oklic. C. kr. deželno kot trgovsko sodidöe uvede na proönjo Samuela Havasa iz Velike Kaniže (po dr. Majaronu) de praes. 9. marca 1895, öt. 2070, in na podlogi poizvedeb, katere so se vrsile, amortizacijsko postopanje gled6 baje izgubljene prima-menjice ddto. Ljubljana 8. decembra 1894, izdane od Samuela Havasa iz Velike Kaniže, sprejete od Alojzija Zormana in na ordre izdatelja dne 8. marca 1895 v Ljubljani plaèljive z zneskom 600 goldinarjev. Pozivlje se tore'} imetnik te me-njice, da jo tekom 45. dn\, zaèen&\ 7. 13. marcom 1895 lemu sodisöu pred-lozi, ker se bode ista ßicer amortizo-vala. V Ljubljani z dne 12. marca 1895. (1015) 3—1 St. 2008. Oklic. C. kr. deželno sodiäce v Ljubljani upeljalo je vsled proänje me»lne ob-öine Rudolfovo poslopanje za umrtvilo vknjižbe izvršilne zastavne pravice za terjatev Janeza Nep.pl. Klavenau-a proti meslu Novo Mesto iz razsodbe z dne 23. novembra 1795 v znesku 1068 gold. 35 kr. pri zemljiSöi meHta Novo Mesto ali Rudolfovo. Pozovejo se tisli, kateri ai prisva-jujo pravice do te zastavne terjatve, da jih pri tem sodišèi zglasijo tekom iroka enega leta, ki konèa dne. 15ega aprila 1896, sicer se bo po brez-uapešnem preleku roka na ponov\jfcno profinjo dovolilo umrtvilo vknjižbe in njeu izbns. V Ljubljani dne 9. marca 1895.