Nr. 268. Freitag, 20. November I5Mi. Jahrgang 115. Mtbamer «n.U^"5"°"p««: Mlt Pl>stv«r!f,,b»,'a: «anzjähng fi,'ü, halbMrlg fi, 7 5°. Im Comptoir: "Wahrig st. ,1. halbjährig fi 5bN, ss«i die ZusteN.mg in« Hau« «aüzlährl« ft, ,. - Insertlou««eb»l: F«r «eine Inserate l>i« ,u 4 ZeUen »5 tl., «ruhrre per Zelle « lr.: bei vfteren Wiederholungs» per Zeile « lr. Dl? »Lalb, Ze!l,» erscheint täflltch, mit Nu»nahmr bei Vom,» und Feier!«« Die U»»tniftr»N»» befindet stch Col>l>res«vlatz, Är. ll, die Nebacv^o» Vahnilvfgasse Nr, lö. Vhiechstunden der Nebactlo» von » l>i« N Uhr v«l«itt«9». UnfranNerte lttriese werden nicht angenommen, Manuscript« nicht zurttckaeftelll. Amtlicher Theil. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 6. November d. I- dem mit dem Titel und Charakter eines außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Ministers bekleideten diplomatischen Agenten und Generalconsul erster Classe Dr. Karl Freiherrn Heidler von Egeregg und ^yrgen stein in Kairo das Großkreuz des Franz« 9osef°Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. „ Seine f. und k. Apostolische Majestät geruhten allergnädigst die Uebernahme des Generalmajors Theodor Haas von Kattenburg, Landwehr-Infanterie« «r'lgade-Eommandantm in Prag. auf sein Ansuchen in den Ruhestand anzuordnen und anzubefehlen, dass demselben bei diesem Anlasse der Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit bekanntgegeben werde; anzuordnen: die Uebernahme des mit Wartegebür beurlaubten Generalmajors Rudolf Freiherrn GallvonGallen-stein auf sein Ansuchen in den Ruhestand; die Einrückuug des Obersten Friedlich DiCorte, des Generalstabscorps, eingetheilt zur Truppendienstleistung beim Infanterieregiment Freiherr von Vouvard Nr. 74, zur Generalstabsdienstleistung; die Uebernahme des mit Wartegebür beurlaubten Oberstlieutenants Gustav Mayrhofer Edlen von ?ulzegg, des Infanterieregiments Freiherr von Hess Nr. 49, nach dem Ergebnisse der neuerlichen ^uverarbitrierung als invalid, auch zum Waffendienste l,. z. Landsturm ungeeignet, in den Ruhestand anzuordnen und anzubefehlen, dass demselben bei diesem "Nlasse der Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit bekanntgegeben werde. Nichtamtlicher Theil. Die Erklärungen im deutschen Reichstage. Wien, 19. November. Die Mehrzahl der Wiener Blätter bespricht die Debatte im deutschen Reichstage über den deutschrussischen Neutralitätsvertrag. In all diesen Aeuße-rungen manifestiert sich hohe Genugthuung über die bedeutenden Kundgebungen der Vertreter der deutschen Regierung. Das «Fremdenblatt, bemerkt, Freih. v. Marschall habe sich seiner Aufgabe in so ausgezeichneter Weise ^ entledigt, dass man der Centrumlpartei dankbar dafür sein müsst, ihm den Anlass zu seinen Ausführungen gegeben zu haben. Seine Rede habe die aufgeworfenen l Fragen bei aller Discretion mit vollendeter Klarheit^ beleuchtet und das schwirrige und vielseitige Thema mit einer Treffsicherheit behandelt, die zur größten Anerkennung nöthigt. Durch die Rede des Freihcrrn von! Marschall sei constatiert worden, dass die deutsche Po-litik sich niemals darauf hätte einlassen können, durch Zahlung eines Preises, der für Deutschland zu hoch^ wäre, Frankreich zu überbieten, um statt seiner den! Platz an der Seite Russlands einzunehmen; dies sei! constatiert, ohne dass irgend jemand eine Spitze darin finden könnte, insbesondere, da auch ausdrücklich hervorgehoben wurde, dass Deutschlands Beziehungen zu Russland keinen Augenblick aufgehört haben, gute und freundschaftliche zu sein. «In erster Reihe steht selbstverständlich nach wie vor das treue und unentwegte Festhalten an dem Bündnisse mit Oesterreich-Ungarn und Italien. Dieses Bündnis ist vorgeschrieben durch die Macht der entscheidenden Interessen der drei Reiche, und mit Recht hat Freiherr von Marschall Gewicht darauf gelegt, dass das beiderseitige Gefühl der Interessengemeinschaft das Ausschlaggebende ist für den inneren Wert des Vertrags und viel stärker ist, als alle Vereinbarungen und Abmachungen. Der Eindruck der Sitzung des Reichstags kann insbesondere bei uns in Oesterreich-Ungarn, die wir so aufrichtig? und warme bundestreue Worte für unsere Monarchie zu hören bekamen, nicht anders als sympathisch sein. Dieses Bündnis ruht auf so natürlichem Grunde, dass es, so oft von ihm gesprochen wird, immer noch fester erscheint und sich immer noch tiefer' einzuleben scheint, und wie wir Vertrauen haben in die Treue Deutschlands, so fühlt gewifs auch dort jedermann, dass das deutsche Reich in unsere Treue das unbedingteste Vertrauen setzen kann.» Die «Neue freie Presse» sagt, alle Sorgen und Zweifel, welche die Hamburger Enthüllungen rege machten, seien verscheucht, das wankende Vertrauen zum Dreibünde sei wiederhergestellt. Freiherr von Marschall habe sich seiner dornigen Aufgabe mit einem Tacte, einer Ruhe und Feinheit entledigt, dass seine staatsmännische Bedeutung gewissermaßen wie bei einer Meisterprobe zum erstenmale in vollem Glänze zutage trat. Seine Rede sei ein europäisches Ereignis, man begrüße sie in Rom und Wien mit Genugthuung. Infolge des deutsch-russischen Neutralvertrags sei dem Dreibundsoertrage der Charakter einer bedenklichen Vieldeutigkeit aufgeprägt gewesen durch die Unsicher« heit, ob der O»U8 sosökl-i» im Ernstsalle durch die Berufung auf die Angriffsbestimmung nicht beftritten werden könnte. An die Stelle dies»s Zweifels sei nun vom Freih. v. Marschall die Gesinnung als das entscheidende Merkmal der Bundestreue eingesetzt worden, und das bedeute für die Verlässlichkeit des Dreibunds einen Gewinn, der nicht hoch genug veranschlagt werden kann. Gerade der Dreibund habe zum Postamente die Gesinnung der Völker, die er zusammenhält, und auf diesem ruhe er sicherer als auf diplomatischen Subtili-täten, welche verschiedene Auslea.una.en zulassen. Die Rede des Staatssecretärs v. Marschall sei ein leuchtendes Zeugnis bundestreuer Gesinnung. Der Dreibund sei der Fliedc, und Friede athmet, was Fürst Hohenlohe und Herr v. Marschall im Reichstage erklärt haben. Die russisch-französische Freundschaft sei leine Gefahr für den Weltfrieden, so lange man in Deutschland sich der freundschaftlichen Beziehungen Russlands sicher weiß. «Und nun, da nach all diesen Richtungen hin Klarheit und Beruhigung geschaffen worden ist, möchte man fürwahr nicht wünschen, dass die Hamburger Enthüllungen unterblieben wä^^n, denn ihr sei es zu danken, dass das Vertrauen zum Dreibunde eine mächtige ! Stärkung erfahren hat.» Auch das «Vaterland» zollt dem Freiherrn von .Marschall hohe Anerkennung und begrüßt seine Erklärungen mit lebhafter Befriedigung. Das «Neue Wiener Journal» schreibt: «Man konnte auch nichts anderes erwarten, als dass von Seite Deutschlands seine angezweifelte Vundestreue mit allem Nachdrucke betont werden wird. Aber wenn Freih. v. Marschall das Zutrauen auch für die Vergangenheit in Anspruch nahm, so hat er — vielleicht nicht ganz unabsichtlich — sich in einen Widerspruch verwickelt. Er hat aus dem Nebenvertrage mit Russ-land die Möglichkeit einer Option gefolgert; optieren heißt so viel wie wählen, und so hätte leicht statt für, gegen Oesterreich-Ungarn optiert werden können. Nun, diese Möglichkeit ist aus der Welt geschafft, die Option ist erfolgt, und zwar im Sinne der Wahrheit ^ und Treue.» Die «Oesterreichische Volkszeitung» sagt, man werde die feierliche Erklärung der deutschen Rnchs« regierung, dass sie treu und unentwegt an dem Drei- Feuilleton. Das Bannersest des «Lailmchcr Bicycle-Club.» II. So kam der 18. October heran, an welchem Tage der L. B. C. durch die Nachricht vom M. V. C. über-rascht wurde, dass er ein Ehrenbanner erhalten werde, welches bereits fertiggestellt sei, und er ihm den Tag der Uebernahme bekanntzugeben ersuche. Diese Ueber-laschung entfesselte große Begeisterung im L. B. C., ver nun sofort durch Einberufung einer Hauptversammlung die Ehrenmitgliedschaft der drei Herren °°m M. V. C., und den Grundriss der Festlichleiten Mloss. Am 14. November traf nun der Vertreter oes M. P. C. und somit auch der bannerstiftenden oeutschen Radfahrvereine, Herr Franz Brandt, dem "er Clubobmann entgegengefahren war, in Laibach ein ^"" wurde am Bahnhöfe von einer Clubabordnung ,. In der Glashalle des Casino wurde eine Vorder veranstaltet, bei der der gesummte Ausschuss den ast empfieng und in den mit Sportemblemen und ^ lanzenschmuck prächtig geschmückten Saal zur Ehren« st/" führte. Da der Abend nur der ganz internen Mgeselligkeit bestimmt war, so spielte die Clubkaftelle An R 5^" und errang sich den Beifall aller Gäste, z" «mden verzeichnen wir die Begrüßung durch den "vlnann, die Dankesworte des Gastes Herrn A'chaelis vom Cyclist-Cluv Trieft u. a. m.; das "«rntner Quartett des Clubs und humoristische Vor° "2« ergänzten die Unterhaltung. Sonntag, den 15. November, wurde mit dem Münchener in der Stadt eine Rundfahrt gemacht, um ihm die Neubauten und die Häuferabtragungen zu zeigen; um 1 Uhr geleitete man ihn zur Tonhalle der Philharmonischen Gesellschaft, woselbst schon der ganze L. B. C. Aufstellung genommen hatte. Auf dem Podium waren Teppiche gelegt und Fauteuils im Halbkreise aufgestellt. Eine Pflanzengrupve bildete um das Banncr den Hintergrund. Das Banner ist ein Prachtwcrk gediegener Kunststickerei. Die Grundfarben sind blau und gelb auf beiden Seiten; der Wimpel bildet die Fortsetzung des gelben Feldes. Auf der Frontseite schlangelt sich ein weißes Band um das Abzeichen des L. V. C. und um Eichenlaub herum; es trägt in Gold und Braun die Widmungsinschrist: «Dem Laibacher Bicycle-Club in stammesbrüderlicher Theilnahme die deutschen Radfahrer-Vereine gewidmet 1895/96.» Das Clubabzeichen des L. B. C. ist auch erhaben gestickt in Weiß nnd Grün und trägt in Goldbuchstaben die Worte: «Laibach, 22. April 1865.» Die Rückseite trägt in blauem Felde den Sportgruß «All Heil», im gelben aber die vier Wappen, welche symbolisch die Beziehungen der deutschen Clubs zum L. B. C. ausdrücken, nämlich erstens den Wappenschild vom Kaiserhause Habsburg' Lothringen, zweitens den des Deutschen Reichs, drittens von Vaiern (als bajuvarisch>> Stammesbrüder der Deutschen Oesterreichs), viertens vom M. V. C. (als Bevollmächtigter der deutschen Radfahrer-Vereine). Der Aannerstoff ist Seide, eingefasst mit blauer Seidenfranse. Die Bannerstange ist aus Rothbuchenholz und trägt das Banner an vergoldeter Gallme; auj dem Knauf ruht der deutsche Reichsadler, ebenfalls feuer« vergoldet. Die Höhe des Banners misst drei Meter, da« Gewicht beträgt vierzehn Kilogramm. Das Banner wirtl durch die edle Einfachheit, die prächtige Farbew zusammenftellung und die ehrende Widmungsinschrifl in vornehmster Weise auf jeden Beschauer. Als weiterer Schmuck des Banners sind zu nennen die drei Äannernägel, gespendet vom V. d. R. Oe.. vom W. C. C. und vom Clubfreunde Herrn R. Mittel' bach vom kgl. sächsischen Generalstab in Dresden. Vor dem Podium hatte der L. B. C. in Fest. kleidung, die Vertreter des Cyclist-Club Trieft und oei Trifailer Z. C. Platz genommen. Die Gallerie wa» von einem auserlesenen Publicum beseht. Punkt eir Uhr erschienen die Ehrendamen, vom Ausschusse air, Portal empfangen, und wurden ihnen Bouquets über reicht. Die Bannerpathin, Ihre Durchlaucht Prin zessin Windisch-Graetz, Landespräsidentin Frar Baronin Hein gebonne Gräsin Apraxin, und Frau Baronin Fallenhausen wurden zu den Ehren» platzen geleitet. Dann e folgte die Vorstellung bei Münchener Vertreters, Ueber Einladung Ihrer Durch» laucht nahm Frau Anwnie Dr. Gratzn neben del Ehrendamen Platz. Nun begrüßte der Clubobmani die Flstoersammlung, ertheilte Herrn Brandt da> Wort zur Festred?, der in formvollendeten Worten di Gründe der Bannerstiftung darlegte und die sportliche, Verdienste des L. B. C. um die deutsche Radfahrer schaft beleuchtete, worauf er das Banner in die Hand des Bannerjunkers vom L. B. C., Herrn Emi Schrautzer, übergab. Laibacher Zeitung Nr. 268. 2290 20. November 1896. bunde festhalte, mit Genugthuung zur Kenntnis nehmen. Dieser erneute Treueschwur sei keineswegs überflüssig gewesen. Nicht einzelne Schichten, sondern die ganze Bevölkerung Oesterreich-Ungarns sei auf das peinlichste getroffen gewesen von der Thatsache, «dass Deutschland, während es uns die Rechte entgegenstreckte, mit der Linken insgeheim die Hände Russlands zärtlich festhielt.»______________________________________ Politische Uebersicht. Laib ach, 19. November. Das Abgeordnetenhaus hat seine Sitzungen in dieser Woche durch mehrere Tage unterbrochen, um dem Vudgetausschusse Muße zur Förderung der Berathungen über den Voranschlag zu gönnen. Der Erledigung harren noch mehrere Capitel des Handelsund des Finanzministeriums, der Etat des Eisenbahn-minifteriums und die Schlusscapitel des Budgets. Es wird in parlamentarischen Kreisen neuerlich angenommen, dass die Verhandlungen des Budgetausschusses sich bis in die nächste Woche hineinziehen würden, so dass die Budgetdebatte im Hause gegen den 1. December beginnen könnte. Eine der «P. C.» aus Rom zugehende Meldung betont, dass die heftigen Angriffe, welche einzelne oppositionelle Blätter wegen des Friedensvertrags mit König Menelik gegen die Regierung richten, im Lande nirgends Anklang finden. Der Eindruck, den dieser Abschluss des afrikanischen Feldzugs hervorrief, sei vielmehr allgemein ein durchaus günstiger und werde insbesondere aus finanziellen und wirtschaftlichen Rücksichten mit Befriedigung aufgenommen. Des weiteren wird von dort berichtet, dass die Art, in welcher Major Nerazzini die Verhandlungen mit Vienelik geführt hat, und der von ihm erzielte Erfolg in den maßgebenden römischen Kreisen volle Anerkennung finden. Man erachte es für wahrscheinlich, dass Major Nerazzini, nachdem er sich auf diesem Gebiete so trefflich bewährt hat. seine bisherige Carriere mit der diplomatischen vertauschen werde. Er! dürfte, wenn sich das bestätigt, an die Spitze eines Generalconsulats gestellt werden. Die Rückkehr de^ italienischen Gefangenen nach ihrer Heimat wird nicht vor zwei Monaten erwartet. Was jedoch speciell den General Albertone betrifft, so glaubt man, dass er gleichzeitig mit Major Nerazzini, dessen Abreise aus Abessynien unmittelbar bevorsteht, in Italien eintreffen werde. Das Stockholmer amtliche Blatt veröffentlicht aus Anlass eines Artikels der «Petersburger Zeitung»! über den Unionsconflict zwischen Schweden und Norwegen einen längeren Artikel, in welchem^ es hervorhebt, der König habe in der Thronrede den, Wunsch ausgesprochen, unverbrüchliche Neutralität zu! beobachten. Die sogenannten Rüstungen Schwedens^ seien nur die Folgen der im Jahre 1892 beschlossenen Heeresorganisation, während die Vertheidigungsmaßnahmen Norwegens eher als Rüstungen bezeichnet werden dürfen. Das Blatt betrachtet den Artikel der «Petersburger Zeitung» als einen Beweis des rastlosen Bestrebens der radicalen Separatistenpartei Norwegens, Misstrauen gegen Schweden bei den Nachbar» staaten zu erwecken. Die königlich spanische Botschaft in Wien hat folgende amtliche Mittheilung aus Madrid er- halten: General Weyler dringt immer weiter ins Innere der Provinz Lomas vor, wobei ihm viele Bruchtheile von Rrbellenbanden in die Hände fallen. Die Bewegung der von ihm geführten Truppen vollzieht sich zwischen den Linien von Mariel und Vahia bis Candelaria. Der Rebellenführer Maceo. der seinen Rückzug fortsetzt, sucht durchaus jedem Kampfe auszuweichen. In den Provinzen Mindanao und Toto auf den Philippinen herrscht vollkommene Ruhe. Nach einer ausSalonichi zugehenden Meldung soll nach beglaubigten Angaben die Gesammtstärke der Banden, die im vergangenen Sommer in Mace-donien aufgetaucht sind, 1240 Mann betragen haben. Die Verluste dieser Banden sollen sich ungefähr auf 300 Mann an Todten und Verwundeten beziffern, während die Verluste auf Seite der türkischen Truppen um etwas geringer gewesen seien. Reuters Office meldet aus Alexandrien: Das Appellgericht verhandelte über die Berufung gegen das Urtheil des gemischten Gerichtshofs, welcher entschieden hatte, dass die Cassenverwaltung der üffent. lichen Schuld illegal handelte, als sie eine halbe Million Pfund aus dem Reservefonde für die Dongol a -Expedition gewährte. Nach Anhörung der Rechts» Vertreter Egyptens, der Cassenverwaltung und des Bondholder - Syndicats wurde die Verhandlung geschlossen. Der General - Staatssecretär wird sein Gutachten am 25. d. M. erstatten, die Urtheilsverkündigung voraussichtlich am 8. December erfolgen. Die schwere Erkrankung des bisherigen Ober« Hauptes der Vereinigten Staaten von Brasilien Dr. Prudente de Moraes-Barros hatte zur Folge, dass der Vicefträsident Dr. Victorino Pereira die Geschäfte übernahm. Pereira dürfte die Präsident« schaft formell erst am 15. d. M. übernommen haben, da sonst die Wählerschaft besonders befragt werden müsste, ob sie ihm die neue Würde in der That über. lassen will. Die brasilianische Verfassung bestimmt nämlich, dass, falls das Präsidenteimmt vor Ablauf von zwei Jahren nach der Wahl erledigt werden sollte, eine Berufung an die Wähler erfolgen muss, ehe ein neuer Präsident eingesetzt werden kann, wogegen, falls die Erledigung nach zwei Jahren eintritt, der Vice« Präsident ohne eine solche Berufung an die Wähler das Präsidentenamt übernimmt. Moraes, der am 15. November 1894 zum Präsidenten gewählt wurde, war. wie der «Vossischen Zeitung» berichtet wird, schon in den Tagen des Kaiserreichs Republikaner, der auch als Volksvertreter in der Kammer seinen Anschauungen offen Ausdruck verlieh. Als die ersten Wahlen nach der neuen Verfassung von 1891 stattfanden, erhielt er für die Präsidentschaft 97 Stimmen, während auf Deodoro da Fonseca 219 Stimmen entfielen; dieser wurde daher Präsident. Vicepräsidmt wurde Floriano Peixoto, der nach dem Tode Fonsecas und später während des Bürgerkriegs und der Blockierung Rio de Ianeiros durch die aufständische Flott»' eine Art Dictatur führte. 1894 wurde Prudeute de Moraes gewählt, und wenn der Flottenaufstand auch bereits niedergeschlagen war, wüthete doch der Bürgerkrieg in den Südprovinzen ungeschwächt fort. Durch kluge Politik gelangen die Beruhigung und der Friedensschluss in Rio Grande do Sul. Der bisherige Vice« Präsident Pereira ist politisch bis jetzt wenig hervorgetreten. Tagesneuigleiten. — (Selbstmord einer Dame in Abbazia.) Wie aus Abbazia gemeldet wirb, bemerkten am 1?. b.M gegen halb 5 Uhr nachmittags einige Barlenmanner, wle sich eine gut gekleidete Dame in der Nähe der Villa Augusta ins Meer stürzte. Die Dame wurde von den Wellen, die gerade ein heftiger Sirocco peitschte, h^" und hergeschleudert und rang mit dem Tode. Im Nu waren fünf bis sechs Varlen losgelöst, um der Dame Hilfe zu bringen. Es war aber leider schon zu spät. ^ gelang nur mehr, den Leichnam der Dame ans Land zu bringen. Sie heißt Minna Robert und war aus Parbubitz in Vöhmen. Sie wohnte in der Villa Augusta und sch"" eine Schauspielerin gewesen zu sein. Vor einiger Ze» war fie mit ihrer Nichte, die durch ihre Schönheit au^ gefallen war, vor zehn Tagen aber wieder abreiste, nach «bbazia gekommen. Verzweiflung über ungünstige materielle Verhältnisse soll die Dame in den Tod getrieben haben. — (Ein fürstlicher Roman.) Ganz Rom spricht zur Stunde von nichts anderem als von dem Roman der Prinzessin Elvira von Vourbon, einer Tochter des Don Carlos, des Prätendenten auf den spanische« Thron und — für die Legitimist«:« von der strengste« Observanz — auch aus den französischen. Die 25 Iah« alte, herrlich schöne, geistreiche Prinzessin war seit einiger Zeit zu Besuch bei der Fürstin Nassimo in Ro». M sie in der Gesellschaft erschien, erregte sie Sensation. I" Rom lernte fie den 45jährigen Maler Folchi tenneft, der, einer Familie päpstlicher Functionäre entstammend, viel in der Aristokratie verkehrte. Zwischen der Prinzessin und dem Maler entspann sich ein Liebesverhältnis und vor einigen Tagen ist das Paar geflohen und hält sich M, wie es heißt, in Frankreich auf. Folchi ist seit 2 Iah«« mit einer schönen, jungen Dame verheiratet, was ihn aber nicht hinderte, die romantische Flucht mit Prinzessl« Elvira zu unternehmen. — (Ausgrabungen.) Vei den Ausgrabungen, welche die belgische Regierung in dem Weiler Ödet, Arrondissement Huy, vornehmen lässt, wurden Reste emer römischen Villa entdeckt, die u. a. einen vorzüglich gearbeiteten Säulensockel au« carrarischem Marmor, einen Becher au« Vronze, verschiedene Glas- und sarbige Thon« gefäße sowie eine Menge Ringe, Armbänder, Waffen-Schnallen, goldene Spangen und zerbrochenen HausratY enthielt. — (Ein unheimlicher Fund.) I« 3°h" 1892 wurden in einer Parifer Straße, in einen Sacl eingenäht, mehrere Thiile einer zerhackten Frauenlelche ohne Kopf aufgefunden. Alle Nachforschungen blieben fruchtlos und das Versahren wurde eingestellt. Vorgestern entdeckte, wle aus Paris gemeldet wirb, ein Maurer, der in einem Hause in der Rue Vozari« Vauarbeilen ausführte, bei der Demolierung des Iimmerplafonds em blutgetränktes Leinenpalet, da« zwischen den Ballen verborgen gewesen und einen stark verwesten Frauenlopl enthielt, der zur Leiche von 1692 zu gehören M"' Die Polizei leitet eine neue Untersuchung ein. . — (Stiergefechte in ^ p""^«.) ^ spanischen Blätter veröffentlichen eine interessante Stalw über die größeren Stiergefechte, die in diesem ^ stattgefunden haben. An der Spitze der Stlerjechter ,«v natürlich Guerrila, der in 68 Corridas mitwirkte «' dafür 306.000 Pesetas einnahm. Nach ihm ist »" "", begünstigte Neverte mit 38 Corridas und 143.^^ Der Obmann dankte für die ehrenden Worte seitens des M. V. C. und der deutschen Radfahrerschaft; nun richtete Herr Brandl die Bitte an Ihre Durchlaucht, die Weihe des Banners, welches Herr Schrantzer feierlich gefenkt hielt, vorzunehmen. Die Prinzessin trat ans Banner heran, während sich alle Mitglieder des Clubs erhoben, legte die rechte Hand auf das Club« schild im Banner und sprach in erhebender Würde den Spruch: »So möge denn dies Banner dem Club stets den Weg weisen zur Ergebenheit in Gott, zur Treue zum Allerhöchsten Kaiserhause; der Club wolle auch festhalten an den Idealen des Sportes, die allein Ehre schaffen und bewahren. Das walte Gott!» Hierauf band die Prinzessin ihr Palhengefchenk, eine kostbare, prachtvoll gestickte Bannerschleife in den Farben Weiß und Roth, dic Buchstaben in Gold, mit der Inschrift: «Die Bannerpathin des L. B. C. Prinzessin Alexandrine zu Windisch-Graetz», an das Banner, mit den Worten: «Zum Gedächtnis an meine Pathenschaft und an meinen Weihespiuch knüpfe ich dies Band an das Banner und wünsche, dass der Club wachsen, blühen und gedeihen möge.» Herr Nrandl dankte für diefe dem M. V. C. und dem ganzen deutschen Sport erwiesene Ehre, und der Obmann namens des L. B. C. für die dem Club gewordene hohe Auszeichnung, welche denselben mit un-auMchlicher Dankbarkeit erfülle und mit goldenen Lettern in der Hwbge^chichte verzeichnet bleiben werde, sodann «rNark er d« Bannerweihe ftr vollendet - die Ehrendamen wurden zu ihren Equipagen begleitet und die Clubmitglieder fuhren, da die Corfofahrt ob des Regens entfallen musste, in den ihnen von Clubfreunden zum Corso zur Verfügung gestellten Privateqmpagen nach Hause. Um 8 Uhr abends begann in der reich geschmückten Casinoglashalle die Festversammlung. Der Obmann begrüßt die Festgäste, unter denen die Vertreter aller deutschen Vereine Laibachs erschienen waren, unter namentlicher Anführung derselben und verkündete hierauf die Ernennung der drei Herren vom Münchener Velociped-Club zu Ehrenmitgliedern des L. B. C. mit dem Bemerken, dafs er dem Herrn Brandl die Silber-Ehrenmilgliedskarte sammt Clubabzeichen heute per« sönlich zu überreichen so glücklich sei, während die beiden anderen Herren durch rechtzeitige Postzusendung ebenfalls fchon im Besitze ihrer Karten sich befinden. Darauf begann die Reihe der Toaste, und zwar sprachen die Herren: Dr. Grahy unter stürmischer Begeisterung der Verfammlung auf Seine Majestät den Ka if er, wobei die Vollshymne von der beim Feste concertierenden Kapelle des t. und k. Infanterie« Regiments Leopold II. König der Bclgier Nr. 27 gespielt wurde, und sich alle Anwesenden in patriotischer Stimmung erhoben; I. Moro erhob sein Glas unter den Klängen der deutschen Hymne auf den Förderer des Sportes im deutschen Reiche und Verbündeten unseres erlauchten Monarchen, KaiserWilhelmII.; Fr. Terdina auf den M. V. C.; S. Wutfcher auf Herrn Brandl, dieser auf den L. V. C,; R. Bayer auf die erschienenen deutschen Vereine; Obmann Fr. Ja low its ch vom Eillier Radfahrer» Verein auf den Ü. V. E. und kündete die Spende "« Vannerfchleife an; C. C. Trieft, betonte die Freundfchaft der KarM Clubs und speciell des C. C. Trieft zum L. A .' A.Mahr, Sprechwart des Laibacher deutschen^" Vereins auf den Club; Regierungsrath Dr. Fl-^l «1» bacher namens der philharmonifchen Gejeu,^, Drd. H. Ianefch namens der ehrenfesten Vervw"^ «Carniola»; A. Dzimsky für die Ortsgruppe ^ deutschen Schulvereins; H. Nickerl v. Rage" I ^ für die «Grüne Insel»; E. Schrauher U°" Pflichten des Clubs, dem Nanner treu zu " "^ A. Arko auf die Damen und P. Kosler au, Obmann des Clubs. »<^ gt) Schlichlich erfolgte die Verlefung von u"^^ Glückwunfchtelegrammen und Briefen, aus """' estellt wir nur hervorheben, obwohl es erst verspätet »"A^it worden ist, das Danltelegramm Ihrer k. u. l- " zn der Kronprinzessin . Witwe Erzyerz^^ Stefanie auf die Huldigungsdepesche oes ^l" weiters vom B. d. R. Oe., vom D. 5«. ^'. Md S. R. B., von den Berliner Clubs -German'« ^z. «Borussia», Wiener Cyclisten-Club, der Sudm« ^ gruppe u. a. m. Hierauf wurde der oNlcle ^t. geschlossen, der gemüthliche währte noch lang ^5- So endete dies schöne Fest, eine gla"^ "/ ,,, zur schaft versammelnd, in allen Theilen wohlgelu ^^^g, vollsten Ehre des L. B. C, und zur Wl"" ^t5 auf den betretenen Wegen des echten Herrens«», weiter zu verharren. All Heil! ^aibacher geituny Nr. 268. 2291 20. November 18l^6. Annahm?. Pan« kommen Mazzantini mit 29 Corrida« 19°^'^ P. Vombita mit 43 Corridas und ""-000 P., Nlgabenno mit 46 Corridas und 115.000 ^'«ll« u. s. w. Wenn man den Wert der Stiere, die .""wportfzc. berücksichtigt, so lommt man auf mindestens /lUionen, die Spanien für diesen nationalen < Sport» °u«M. Die Zahl ^ anerlannten Matadore beträgt zur am 23; die Zahl der von ihnen getödleten Stiere 1216. ^ Netter Sport! , -^lWas interessiert die Frauen in "Ner Zeitung?) Pie englische Zeitschrift «Woman» ^le Frau.) halte die Frage an ihre weiblichen Leser «enchtet. an welchem Theil einer Zeitung die Frauen am An Interesse nähmen. Da« Resultat war, wie die '"«gemeine Correspondenz» mittheilt, dass die Leserinnen °« «Woman» sich am meisten sür Politik interessieren, «lft danach lamen Literatur. Kunst und Wissenschaft, "l r glauben, dass eine ähnliche Rundfrage an deutsche «ejerinnen gerichtet, eine wesentlich andere Antwort zur u°lge haben wilrde, wenn anders unsere Damen über-^upt zu bewegen sein würden, auf solche Fragen zu antworten. Vocal- und Provinzial-Nachrichten. Bändels- und GeweTvekammer in Laibach. (Fortsetzung.) Der Gefehentwurf, betreffend die Herkunftsbezeich-"ungen im Warenverkehr?, ergänzt die Bestimmungen 3" 38 46. 47, 49 und 50 des Gesetzes vom 15ten Aarz 1883. R. G. Nl. Nr. 39, und das Marken« Wtzgeseh vom ft. Jänner 1890, R. G. Vl. Nr. 19. ^ln § 1 desselben wird bestimmt, wer vorsätzlicher-^lse Waren oder deren Verpackung oder Umhüllung "Ut einer fälschlichen Bezeichnung' der örtlichen Her-lunsl der Ware, insbesondere fälschlich mit dem Namen ^er Wappen eines Staates, Landes, Bezirkes, einer fegend, eines Ortes versieht, wer Vorsahlicherweise "wren mit einer fälschlichen Herkunftsbezeichnung ver-M, feilhält oder sonst in Verkehr setzt, ferner, wer ^. vorsätzlicherweise solcher fälschlicher Herkunfts-Mlchnungen in Ankündigungen, Geschäftsbriefen, Preisten, Rechnungen, Begleitscheinen und sonstigen dem Arenverkehre dienlichen Kundgebungen bedient, macht !'ch der Uebertretung schuldig und ist mit Arrest von Aner Woche bis zu drei Monaten, womit auch Geld-m ^ ^ zu 500 fl. verbunden werden kann, oder mit weid von 5 fl. bis 500 fl. zu bestrafen. einer n ^ ^ ""^ ^^^ festgesetzt, dass man fich auch i< ^ ,"^bertretung schuldig macht, wenn man die im ,n,k ?^"eten Handlungen fahrlässigerweise begeht u»'0 wlid eine solche mit Arrest von 3 bis 14 Tagen womit auch Geldstrafe bis zu 100 fl. verbunden Werden kann. oder mit Geld von 5 fl. bis zu 300 fl. bestraft. Nach § 5 des Gesetzes finden die Bestimmungen Desselben auch Anwendung auf die unter das Gesetz, ^reffend den Verkehr mit Lebensmitteln fallenden "arengattungen. Nach § 4 ist die Strafbarkeit dadurch nicht aus« geschlossen, dass Herkunftsbezeichnungen mit Aenderungen "«gewendet werden, welche von dem gewöhnlichen Abnehmer der Waren nur durch Anwendung besonderer "Usmerksamkeit wahrgenommen werden können. . ^5M § 6 wird der Handelsminister ermächtigt, für ^Amnlte Warengattungen im Verordnungswege vor« zlMrelben, dass derlei Waren oder deren Verpackungen ^"Umhüllungen mit der ausdrücklichen Bezeichnung ok? ^'chen Herkunft der Ware versehen werden müssen ^erdoch. dass sie nur mit der ausdrücklichen Herkunft^ bezeichnung versehen, verkauft, feilgehalten oder sonst in Verkehr gefetzt werden dürfen. Vor Erlassung dieser Verordmmg sind nach § 7 die Handels- und Gewerbelammern. welche die be-theiligten Genossenschaften einzuvernehmen haben, und, falls es sich um Erzengnisse der Urproduction handelt, auch die zur Vertretung der land- und forstwirtschaft« lichen Interessen berufenen Körperschaften zu hören. Die Uebertretung dieser Verordnung wird mit Arrest oder Geld bestraft. Die Kammer hat die betheiligten Kreife um Abgabe ihrer Wohlmeinung über diefenGcschentwurf ersucht, allein es ist nur eine Antwort eingelangt, die dahin lautet, dass das Gesetz im Interesse der Industrie zu erlassen wäre, und dass leine Aenderungen beantragt werden. Die Section hat auch das Gesetz einer eingehenden Berathung unterzogen und bemerkt nur, dass dasselbe geeignet ist, die reelle Production und den soliden Handel zu unterstützen, sowie das consumierende Publicum vor Schaden zu bewahren. Der vorliegende Gesetzentwurf entspricht nach Ansicht der Section einem fühlbaren Bedürfnisse und wird unzweifelhaft von der soliden Geschäftswelt sowie von den Consnmenten freudig begrüßt warden. Da die Section an dem Gesetzentwürfe line Aenderungen gemacht hat, beantragt der Berichterstatter: die Kammer wolle ihre Aeußerung in diesem Sinne abgebcn. — Der Antrag wird angenommen. (Fortsetzung folgt.) * (Das Allerhöchste Namenssest Ihrer Majestät der Kaiserin.) I« treuer Ergebenheit Waid gestern im ganzen Lande das Allerhöchste Namens» fest Ihrer Majestät der Kaiserin in würdigster Weise gefeiert. In allen Kirchen stiegen heiße Gebete ^ür das zeitliche und ewige Wohl der erlauchten, geliebten Herrscherin empor. Sämmtliche Volks-, Mittelschulen und Lehranstalten hatten Fürialtag, und es wohnten die Tchiil r unter Führung ihres Lehrkörpers in verschiedenen Kirchen dem Gottesdienste bei. — (Eine ministerielle Entscheidung über die Unfallversicherung.) Der langwierige Streit einzelner Branchen gegen die UnsallvelsicherungS-Gescllschaft ist nunmehr durch eine ministerielle Entscheidung zu Ungunften der Unfallversicherungs-Gesellschaft entschieden worden. Das Ministerium des Innern hat Folgendes c» öffnet: «Anliisslich desRecurse« der Arbeiter-Unfallversicherung«. , Gesellschaft in Wien gegen die diesämtliche Entscheidung, betreffend die Feststellung der zu leiftendcn Unfall-Versicherungsbeiträge, wird die diesämlliche Entscheidung als auch die Vorschreibung der Anstalt wegen mangelhasten Verfahrens ausgehoben, weil sowohl in der biesamtlichen Entscheidung als auch in der Vorschreibung der Aostalt die Berechnung der Versicherungsbeiträge nach Durch« schnittslöhnen, ohne dass irgendwelche Erhebungen über den sactischen Arbeitsverdienst gepflogen worden wären, stattgefunden hat. Für eine derartige einseitige Feststellung von DurchschniUslöhnen mit verbindender Krast für die Unternehmer sehlt aber im Gesetze jedweder Anhalts-punlt. Im Gegentheile bestimmt § 16 U.-V..G.. dass die Versicherungsbeiträge nach Maßgabe des von dem Versicherten bezogenen Arbeitsverdienstes zu entrichten find, dass also die Bemessung der Versicherungsbeiträge nach den von den versicherten Personen in den concrete« Ve-trieb bezogenen factischen Verdienst zu erfolgen hat. Es ist allerdings selbstverständlich, dass in jenen Fällen, in Wachen Lohnaufschreibungen oder andere Anhaltspunlte fehlen, die Richtigkeit der Angabe der Unternehmer über den factischen Verdienst des Versicherten sich nicht anders als unter Verücksichligung der in derartigen Netrieben bestehenden durchschnittlichen Lohnoerhältnisse überprüfen lässt, eine solche Anwendung der DurchschnitlssLtze aber hätte zur Voraussetzung, dass der wirkliche Arbeitsverdienst der Versicherten nicht zu ermitteln war.» — (Zum Jubiläum Slremayrs.) Um 21. d. M., an welchem Tage Dr. von Stremayr vor fünfzig Jahren in Graz zum Doctor promoviert wurde, begeben fich, wie aus Graz berichtet wird, der Rector der Grazer Universität und zwei Professoren der jurl-oischm Facultät nach Wien, um dem Jubilar das erneuerte Doclordiplom zu überreichen. — (Die Silberscheibemünzen) zu 10 lr. und zu 5 lr. ö. W. (gehnerl und Fünserl) treten mit 1. Jänner 189? außer gesetzlichen Umlauf und find daher im Privatverlehre nur mehr bis 31. December 1696 als Zahlungsmittel giltig. Vom 1. Jänner 1897 bis 31sten December 1898 lönnen diese Silberschridemiinzen noch von den k. l. Cassen und Aemtern als Zahlungsmittel oder im Verwechslungswege angenommen werben. Nach dem 31. D cember 1898 ist jede Verpflichtung des Staate« zur Einlösung dieser Münzen erloschen. — (Die f. l. Post in Krain und ihre geschichtliche Entwickelung.) Anlässlich der Eröffnung des neuen Post» und Telegraphrnamtsgebäudes ill Laibach hat der bekannte llainische Historiker Herr P. von Radics unter obigem Titel eine historisch? Gedenlschrift über die Entwicl lung be« Postwesers in Krain von den frühesten Zeiten bis in unsere Tage im Verlage von Jg. von Kleinmayr und Fed. Vam berg erscheinen lassen, und hat diese Schrift die hohe Auszeichnung erfahren, dass Se. Excellenz der Herr l. l. Handelsminister und oberste Leiter des PostWesens Hugo Freiherr Glanz von Eicha die Widmung derselben angenommen hat. Nachdem Herr v. Radics schon vor Jahren über Anregung dc« H?rrn lais. Rathes I. Murnil eine lleine Skizze über das vorliegende Thema zu liesern Gelegenheit hatte, führten lhm feine weiteren Studien u>it> Forschungen in Bibliotb/len und Archiven in Kram und auswärts eine solche Fülle neuen Materials zur Geschichte des PostWesens in unserem Lande zu, dass derselbe nun, als es aus dem obgenannlen Anlasse galt, ein ganzes Auch darüber zu versassen, über eine erstaunliche Menge der interessantesten Details zu verfügen in der Lage war. Außerdem waren inzwischen ein» ^ schlägige Publicationen der heimatlichen Forscher, der Herren N. Koblar und I. Vrhovec, erschunen, die nun auch zur Benützung gelangen konnten und last not 1<3ii8t bot eben der Moment der Erbauung dcs neuen Hauses selbst sowie das denkwürdige neueste Geschichtsmom?nt, das Erdbeben des Vorjahrs, den neuesten Stoff zu dem nun vorliegenden Gesammtbilde. Wir lönnen an dieser Stelle nicht in die Einzelheilen des hochinteressanten Vuches, dessen Zustandekommen der regen Theilnahme und Förderung durch den Herrn l. l. Oberpoftdirector in Trieft Karl Pokorny und in erster Linie der gütigen Subvention des hohen l. l. Handelsministerium« zu danken ist, des näheren eingehen und müssen uns sür heute darauf beschränken, das reiche Inhaltsverzeichnis des 154 Seilen Groß 8' umfassenden, elegant ausgestatteten, mit dem Doppel« bilde des neuen Gebäudes und des früher an dcssen Stelle gestandenen Luclmann'schen Hauses geschmückten Vuches hier zu reproducieren. Dasselbe bringt nebst dem Vorworte: die Vorgeschichte und Römerzeit, daran anschließend die Verhältnisse im Mittelalter, im 16., 17., 18. und 19. Jahrhunderte, dann folgen die Capitel: «Während d?r französischen ZVischenherrschasl» und die l. l. Post in Krain nach der französischen Zwischen» Herrschaft. Von hervorragend localgeschichtlichem Interesse ist dann weiters die Abtheilung über einzelne l. l. Postämter, wozu von diesen selbst in freundlicher Weise Materiale beigestellt wurden, und zwar über die l. l. Post- Unerbittlich Oericht. Roman von F. Klinck. (43. Fortsetzung.) soll? '^""" ^"k man den Mürber auch dort suchen Herr 5. Anweisung auf die Geldsumme, welche h^ .Hurlner au dem verhängnisvollen Tage bei > «NHZ - ' ^ beide zum Verrathe an ihrem Herrn "U imstande waren. Sie hatten dazu vor allen Dingen Kenntnis davon haben müssen, dass Herr Hartner Grlo erheben wollte. Es gibt aber gar keine Möglichkeit, dass sie von einer solchen Absicht unterrichtet gewesen sein lönnen. Nur zwei Menschen konnten davon wissen. Der eine war Herr Grüner, mit dem Herr Hartner die Sache vielleicht besprochen hat, der andere Herr Walther Friedemann, der erst in dem Augenblick von dem Zweck des Ganges, welcher Herrn Hartner zu Heinrichs ' den Fabriken und Werkstätten auf das eifrigste agl " wurde, ist noch vor ihrer Anmeldung bei der M,z von der Oberstadthauptmannschaft untersagt woror>> Agram, 19. November. (Orig.-Tel.) Der Lal« ist heute um 11 Uhr vormittags zu einer l°""" Sitzung zusammengetretm. Die nächste ^"" ^ findet am Samstag statt. In derselben werden Wahlen für den Reichstag vorgenommen werden.. Serajcvo, 19. November. (Orig.-Tel.) Se.MW" der Kaiser hat den durch die letzten b^H im Drinagebiete Betroffenen aus seiner Privatschaw 10.000 fl. gespendet. Diese Spende wird von " bosnischen Behörden entsprechend zur Vertheilung U langen. <„ Recklinghaufen (Westphalen), 19. NovenM' (Orig.-Tel.) Auf der Zeche «General VlumentM' < eignete sich heute früh, vermuthlich durch Mall' Wetter, ein Grubenunglück. Bis 12 Uhr mittags WM" 4 Leichen zutage gefördert. Ein Revier soll abgM fein. Die Gefammtzahl der beim Grubenunglücke 1> unglückten beträgt jedenfalls nicht über 30. Die« Vermissten fanden sich ein. Die Verunglückten !«'"« meist Familienväter. ^ Wagstadt, 19. November. (Oriq.-Tel.) 3" " hiesigen Sammtfabril haben 34 Weber die "l^ wieder aufgenommen, während 26, mit denen " gerechnet worden ist, ausgetreten sind. Es herrscht ständige Ruhe. . >^ Brest, 19. November. (Orig.-Tel.) Nach "" Depesche an die Marine-Präfectur sank das Torp ° boot Nr. 83 bei Cap de la Chebre infolge e« Zusammenstoßes mit dem Torpedoboote Nr. 61. Schicksal der Bemannung ist noch unbekannt. «, Berlin, 19. November. (Orig.-Tel.) Der <^ zufolge ist die vom Reichskanzler in seiner am Dle" gehaltenen Rede erwähnte Commission von ^w M zur Begutachtung des Entwurfs der Vorschriften ^ die ehrengerichtliche Behandlung von StreM" und Beleidigungen zwischen Officieren heute Mw getreten. ^ge- St. Gallen, 19. November. (Orig. - Tel.) ^ ", setzgebende Behörde des Cantons beschloss rmt /v u» , 62 Stimmen die Einführung der facultatwen o bestattung. i^aillttl Paris, 19. November. (Orig.-Tel.) In der M , wurde das Budget des Ministeriums des Inner« Zwischenfall berathen. . ^ ei< Paris, 19. November. (Orig.-Tel.) 3"'°^^ Polemil in der Tagesprefse fand heute na^>> ^ ein Duell zwischen dem Dep. Jules Legrand '"^ Redacteur der .Petite Republique» Turot ^ Thronfolger niemals der bulgarischen MM ^e. und regelmäßig in die katholische Messe ge "^er °e Das Blatt stellt fest, dass der Thronfolger.^ Ol Leitung des Archimandriten Wassilj, des ae'i^M" ziehers, fortgesetzt in den Lehren des Glaubens erzogen werde. . , T>l-) ?', Petersburg, 19. November. (Or'g- ^e^ russischen Zeitungen, insbesondere «^^reche''^e «Novosti. und die Ausführungen des Reichskanzlers FüN^ ^ " und des Staatssecretärs Marschall ^1» ^rck!" batte im Berliner Reichstage über die Enthüllungen sehr sympathisch.________^-— ^ Inhalt der Wiener HausfrauenH H'lf^, Mein Heim! Von Mathilde Müller. - ^lpond"'i. LllH Von Emma Stern. - FraaMten. -^ ^Ha"s^>,'''^ daction. — OrapholoMer Vrieslastcn. -^ l5" Be'".^!^,^ - Speisezettel für ein bürgerliches Haus- ^ H M der Hochzeitsreise. Von Clemenüne K°r^ Albnm der Poesie: Mein Siecht. Von Dr. > i ^ <§«""> Z^. see. Von Eduatt Dulder. Redigiert von Karl Schlechter. - E"^"^, ^ ^l" Krauschncr.— Feuilleton: Er und S,e. >? "^M. ^ Kleine Theaterplaudereien. Von VenM"» "" — Preis halbjährig fl. 2.bO. .1,1, lxzwix» !»>rch Jg. von Kleinmanr ck Jed. Wamberg, Aatbach '_______________________ ^...............____.....--------------------«) Schalk sc Grund E (Verlagebuchßandkung Dorrätig in jeder besseren Vuchhandliing 13 Mark -^ ^ ^^!,,„1,„„,,»,,,,,,, ,............ „,,,^,„^,........„,......,„, ,Hj ^l ^!' " nn^ ---.—.---- <^» HlnrfclNc; Q3or 700 Seiten dnrnntcr 1l) T^fel« in Dnntdrnck, II Nnfcln i« Schn?l5rzdrnck nevst 5I Adbi!d«nge« int TeZet, ei«er Karte der NrnppeIiftattdorte «nd I Oafenplänen Gestekkschein auf der kehten Zeite. Wilhelm II. Dcutsckcr Raiser, König von Preußen soeben ist erschienen: Die Meere und Motten der Gegenwart herausgegeben von Or. ). von f)flugk Harttung Königl. Archivar im Geh. 5taats-Archwc und ord. Univ.professor a. V. 1 Inhalt Das ^eer von A. von Voguslawski Generallientenant ) Die Flotte von R. Aschenborn Rontreadmiral z. D. Das internationale rote Rreuz von O. von Strantz Alajor z. Heere und Flotten (^^^HWÄ^ir leben im Zeitalter der Sammelwerke und des Hpecialstudiums, um d^ unendlichen Humme des Wissens Genüge thun zu können. Veiden ist daö ^^^^^ vorliegende werk gewidmet: es gilt eine Sammlung des Wissenswerten ll" Heer- und Flottenwesen der verschiedenen tänder und dies in entsprechender Form, ^ daß das werk zugleich ein tese- und Nachschlagebuch lst. Trotz der ungeheuren Wichtigkeit, die neuerdings die Heere und Flotten erlangt haben, giebt es merkwürdig weise leider kein Such, welches sich mit ihnen in ihrer Gesamtheit auf Grundlage ^ Einzelnen beschäftigt, kein Vuch, welches einen Ueberblick über sie gewährt, in del man sich sofort über irgend etwas auf den Gegenstand Bezügliches unterrichten kaw -Diese unfraglich vorhandene Wcke soll durch dieses werk ausgefüllt werden, sowo" räumlich als auch dem Gehalte nach. Für jede Armee und jede Flotte ist ein ^p^... kenner gewählt, durchweg ein hoher Gffizier des betreffenden Bandes oder eine berel für den Gegellstand bewährte Autorität. Das Programm für die einzelnen Teile ist das sorgfältigste ausgearbeitet und geradezu erschöpfend, alles bis zum teben ln Kaserne, im Krankenhause und bis zur Kriegsindustrie ist berücksichtigt. Jeder Vffizier und jeder, der sich mit Armeewesen beschäftigt, oder^sich^^< interessiert, wird das Vrich benutzen müssen, und es wird auf seine Fragen nicht^ers^< Zahlreiche Abbildungen, die eigens nach der Natur und dem Teben, zuw mit hoher Genehmigung, aufgenommen sind, erleichtern Verständnis und Ansch"Ul Unenteetzrttches (Nachscyeagößnch fur Offiziere und Sm)ährig^Frein?iWgö! (Wilhelm II. Hkßert Luitpold (Prin; von Oa^ern ^Ü„!^ ^,^,^ Sachs?" Nrglnl t>>z «^»i.^rlchz U.iyern Friedrich Fürst von GismarcK Herzog von Lauensurg <8raf von Okumenthak GsneralobrrN t>?r «auallsri» ^»»« VsnelaI>,5»ldmarsch»U von Goß«r von Gahnke Frhr. von Asch ;u Asch Genellll d« ^nfantsr!«', Chef de» Mllitar>Xabschaft5ab5,ichen "".'N und Helm-Dekora- Nnifonnon: Gardekorps Infanterie, )äger Ravalleric 2lrtillerie, siioniere, Crain Landwehr, !kandsturin und 3>anität5wesen flaggen Gffiziersabzeichen ^Nan?:schaft5abzeichen Uniformen Uniformen ^Ferner Lä Tafeln in Schwarzdruck lllid 52 WliilöllNsseu im Ter! nebst qrotzer Karte der TruppenNandorte und den Vlänen der MafenanltMN von Willzelmsljaven nnö Kiel. Cinbanddecke und Vorsatzpcipier nach einer Zeichnung von Professor Mols Kilöebrandl preis dos gebundenen Bandes ^5 Nlark Oeftell«n^en ninrmt die «nterzetchnete Onclfl7^ndt«ng entgege« !Nit Hochachtung von „Die Heere und Motten der Gegenwart" erscheinen in Iwischenräumen von etwa 3—4 Monaten: Zweiter Vanö Frankreich tandheer: General d. Inf. v. Nrelschmau Seemacht: Vizeadmiral Valslh Dritter Vanö Vußkand laudheer: Rittmeister v. Drnssalski Soemacht: Vizeadmiral Wülsch Vierter Vanö Oesierreich^fUngarn tandheer: K. u. R. Generalmajor li. Kälzlig in Graz Seemacht: Korvettenkapitän Ritter li. Ieöina Muster Vanö Ztakien landheer: Generalmajor U. Wille Seemacht: Vizeadmiral haschen Sechster Vanö Oroßöritannien und Irkand landhecr: Gderstlicutenant * ^ ^ vom Kgl. Großbritann. Gencralstabe und Militär - bevollmächtigter 2eemacht: Kapitän z. 5. Stenzel Siebenter Vanö Spanien und Portugal landheer: ^ l^al>p<, Zehnter Vanö Aiederkande lmidheer: ^ N. v. Low, l?eran5geb" ^ Seemacht! , Uenen Militärlschen ^lali" Gekgien und Schweiz tandhecr: ^ Professor »r. I. Uau Psi"!i''' Seemacht: / Harllunss Heinrich sirinz von Preußen Die Unterzeichneten bestellen hiermit Vie Heere und Flotten der Gegenwart Wanö I Zeutschlanö Umfang über 700 öeiten einschließlich der 1,6 Tafeln in Vuntdnick und 22 Tafeln in öchwarzdruck ^mit 52 Abbildungen im Text, einer großen Aarte und 2 Hafcnplänen In Prachlband mit reicher Goldpreffung Preis: 15 Mark Vrt, Straße und Hausnummer ^ame und Stand ^''"' / Gxempl. ........,..................I. i 2«d« einander v«n 20 Gestelrungcn erhatt «in «Exemplar des «Küche« geLunden unöerechnet. ^ 5. M 5. „Gneisenau" l5clj."lsllM Uuct,^ rucsrie, >l.. ll?g»nhald<, i>tll>>> ^V, jacher Zeitung Nr. 266. 2293 20. November 1896. ! Angekommene Fremde. 2 Hotel Elefant. ^ 3°'^'../^"ber. Aperger, l. u. l. Major, s. Gemahlin: ^annib? ^ ' Puricho, Privat, Trieft. - Stare, Incz,, Kutsch "«^ Miklavciö, Pnvat, Littai. — Koren, Buchhalter, Nih. k^s '"«ely, Kfm., Graz. — Lustig, Kohn. Goldhamer, Clier V"' 3°b". Kslle,, Wien. - Kih. Kf.n., Budapest. -">"'.. Magenfurt. ttn ^"" ^^"" Awn, ^ndllla^f. November. Ritter von Langer, Gutsbesitzer und ^s'^e". V^^neter, Werschlin. - Neymon de Neyfeldt, Haus-N°hiti^<"'p"lo, Hild, itstte.. Trieft. - Paulin, Vezirlsthierarzt, ^ulzsr ^^7""''^' Teweles, Gllick. Koestler. Reuter, Ianeba, M«v»/"^t Vl,,^^ ^^^ ^^ ^,^ ^ z,ijlvmsser. Kfm.. ^«uk 2 NÖVMßig theilw? heiter ^ ^li^'^ '^ ^ '^ ^^' ^"°^ h"ter_______ l>-Utg. 735.5 ^,s).^ NNW. mäßig! Nebel 0 0 ^L'^.^agesmittel der gestrigen Temperatur ,!-4«, um """'wörtlicher Redacteur: Julius oym.Ianuschowslt, ^^ Ritter vun Wissehrad. Aandestheater in Faibach. 32. Borstellung. Im Abonnement. Gerader Tag, Freitag den 2t). Nouember Festvorstellung zur Feier des Namensfestes Ihrer Majestät der Kaiserin Elisabeth. Operetten.Vor st elluna l Der Bettelstudent. Operette in drei Acten von F. Zell und Richard Gcnöe. — Mufil von Karl Niillöcter. Anfang halb 8 Uhr. Ende 10 Uhr. Sonntag den Ali. Noveml>er zwei Vorstellungen. 32. Vorstellung. Außer Abonnement. Gerader Tag. Nachmittags drei Uhr: Kindervorstellung zu ermäßigten Preisen. Struwelpeter oder Hie Gaben der guten Fee. Zanbermärchen in vier Bildern. 33. Vorstellung, Im Abonnement. Ungerader Tag. Abends halb 8 Uhr: Der Vogelhändler. Operette in drei Aufzügen von Karl Zeller. ^ PW^ Iäeil'age. ^W> (4939)! Der heutigen «Laibacher Zeitung» liegt für die k. 1. Stadt« ^ Abonnenten ein Prospect bei über Ne Heere »mll Flottm ller OMumrt. In Bänden oder in Lieferungen zu beziehen durch die Buchhandlung ! Jg. v. Kleinmayr K Fed. Kamberg in Laibach. ^ Dantsagung. Für die uns anlässlich des Verlustes unserer innigstgeliebten Mutter, der Frau Katharina Kurent zugclonlinenen Beweise herzlicher Teilnahme, die vielen, schönen Kranzspenden und die zahlreiche, ehrende Betheiligung am Leichenbegängnisse gestatten wir uns angesichts der Unmöglichkeit, unserer Danlespflicht einzeln nachzulommen, allen Gönnern, Freunden und Belanntcn auf diesem Wege unseren tiefgefühltesten Dant auszusprechen. Laib ach, den 20. November 1896. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Tiefgebeugt durch den unersetzlichen Verlust unseres innigstgeliebten, theueren Gatten, beziehungsweise Vaters, des Herrn Josef Kramarsiö sagen wir allen auf diesem Wege unsern tiesgrsühltrn Dank für die unzähligen Veweise von Theilnahme, welche nns sowohl während der Krantheit als auch bei dem Leichenbegängnisse des theueren Dahin» geschiedenen in so reichem Maße zuthcil wurden. Schließlich sprechen wir noch unseren besonderen Danf den Spendern der vielen prachtvollen Kränze aus. Die ticftilliicrnden Hinterbliebenen. Course an der Wiener Börse vom 19. November 1896. i°« dem ^ ienen 6°«^°«« ben.'Nlchs Nenie »,. »tot«» l>>H°t?°'""vcmber . . - lUl'85 lOI'bk '. Lube/"5-Ülbruar°«unus< IOl'80 101'ÜN ,/> ""»' IHnner-IuI! 1«l'3U INIbv Hl« 4»/ «," «pr!l October l«i:w IN15U ,/>i 5°,° " ^ganze znu N. 144 25^145 25 .^" E a»t^,s""ft" '00 ,. 1Kb - 15«- ^°"^«.^i..i«4_i^ ' °'°. prr Ulttinu . . 1U1-— 1UI'20 ^""'ahn.EtaatSschnldv«. schrilbunge». ,O°U^». «>' <«.. steueif«! ^°r»ilb„" "^ ""in. - ' W iu 100- >« l>, F" N-l'"" st-«°m ^.____.^ ^''-"<>" «r, N°m, . ..«ib i(,o 15 «^^«Udw''>«.»!><»N,«W, 21?7b l!I»'75 «e Ware Vo« Vtaate zur Zahlung liberuo»«e« V Obltzattont». l, fl, i>t. S» 40 l00 40 Ui>«, «Mbrcntc 4°/„ per lasit ,L2 II, 12» »s, b»o dto. p« Ulllm» .... ,22-15 l22'»L bto, Nentc /,°/°Tchllntregal.«bl.»Obl. iou 10 ini'io dto Präm.°»l>il. k 100 si. ü. W. 152 25 153'— dto bto. ^ 50 st. U.W. 151'—152 — The>rlo«o, 5"/„ 101-82 102-85 4"^, l^llilisl Laiidr» ^liil^f» , »9 25 9950 Veld War? ßsandbrl,s, (für 100 fl.). Vodci.allg, 0st.w50I.vl.4»/^V. — — — ... bto. „ „ ln50 „ 4°/„ »8»5 1lw'U5 dto. Präm.-Nchldv. 8°/„ l. Em, 115 75 111, 75 bto, dto. «"/., II. Em. 117-—11775 N,^sterr,Aandl»-Hyp.'Nnst,4°/„ 100 __ 100»« vest..«««, Vonl veil, 4°/i, . . 100-10 101 — dtll. bto. 5Njühr. ,. 4°/u . . 100-10 101-— Sp»rcalIe.l.«st,.8NI.li'/.°/„vl, 101 b« — - Plillltlzt».Gbliglllinn»n (für ,00 ft.). sselbinanbs'Nordbahl! Em. «»»» 10N S5 101 »>, Oefterr. Nordwrstbahn . . . iiu «0 m »o Stlllltsbohn.......22L 25 __-__ Eildbllhn ^ 8°/„..... 178-80 174-80 dto. k ü»/»..... 127 «5 128<>5 Ung.'yllltz, Vllhn ... , 107 10 108-10 4»/„ Nnterlraintr Vahnen . . 98l>0 100 — Div»ls» zos» (per Vtttil). Vudllpeft.Vllstl 40 si, CM. . . . 57'5U 58' > Roth?» Kreuz, oesl.Ges, v„ lO st. 1«j'-. 18-80 «othe» tireuz, Unll.Oes.v, 5ft. 10'— 1U6N Nudolphllosr 10 st..... 52'— 24-- EalM'Uose 4U ff, ?5 70-75 St..Grnol«°L°si' 40 fl, °/„!l. 153 50 15450 »antverein, wiener. 100 fi. . ,25« — 256 b0 Uodci.Hnft.,OeN.,»U0st.V.4<1°/» 445 — 448 — «rdt.rNnft. f, Hand, u, » ft. »b»/««. 8ü'b0 »6-»c» üänbeibaxl, Oeft., 20<> st. . . »45». 245 Ü0 vrsterr.unnar. «!»nl, «00 si. . 9««-— 842 — Unillllbnnf ^ st...... »80 — 2»I'— VciTlshrlbllnl, «Ng., 14« ft. , I79'?5 178V0 Hctlln ,on Transpoll-zlnl»lu«hmunz«n (per stück), «lbrecht'Vahn »00 fi. Silber . —-— —-.- «lusfig-repl. Viseilb. »00 fi.. . i«62 I6L5 Vöhm. vlorbbahn 150 fi, . . 272 — 27275 Vuschllehraoel ltls, 500 fl, TM. 148L 1490 dto. Kto. (lit. ll) 200 ft. . 587 —589-. Donau < Dampsschissahrt«. «cs., Orsterr., 500 st, «M, . . . 508 —510-' Dui"Vodenl>l,chelG,'U.200st,!V. <,4'50 64 75 ss?rdi»anb«N°ldb. lOOOfi.llM. »377. gg90 licnib., Czernow. Iassy- E!!enb.» Gesellschaft 20» fi. O, . . . 286—287' — «loyb, Oeft.. Trieft, 5M st, llM. 425 — 427' Oesterr. Nurdwesib, 200 fl. T. . 268 — 26850 dto, blo. süt. U) 200 fl. ^. 278 — 273 50 Praz-DulerEiseub. löOfi.E. , 84b0 9475 Etllat«clsenbllhn 200 fl. E. . . 85275 353 — Vübbahn 200 fl. «3..... !,6'75 9710 Vüdnordd. Verb.-«. 200 fl. «W. 21475 21b 75 Tramway-Ves.,Wi.,i?Ofl.«.W, 458— «80— dtl>, «M.1887.2IX1«, , . . —-— __.__ «eld ma>» Tr^m:ull^Ol!., Ne»c Wr., Prio« rltHtl^Nten 100 ss, ... 103 75 104 50 U»g.>8ali,. lilsenb. »!><> st. bilber »l>7'75 «U« — U'l2.Westd.(Ra°l, «r«z)2lX>fl.!>,. »D»«» »10 t.0 Wir«» Üocalbabne»'«««,'Ves. <,1— 84 — (per Brüll). «lllissel., «llla. «fl., 100 st. . lG-- »9-3U , llUten loo «1..... 58 — »0 — Vüexbahliw.-Uethg., «^fte, W st. 117 .. 1,» — „Elb,«lchl", Papieri. u. «. «. üb- bN-- «lefinger «rlluerei 100 fl. . . i,9'— 120— VlontllN.Gesellsch., veft.'alpine 84— »4 50 Prayer «!sen<,nd. «rs. »00 fi. «44'— »4?-— VaIllo»Ti»j. Vteinlohlen »0 I. 5»k»— 589 — ..Vchlöglmühl", Papiers., «00 l. »05 — «yk — „VleUrlrm.". Papiers, u. V.»G. 185-- ,87 — Trisallev »ohlenw.. «es. 70 st. 155— I5fl.»n Wien, 100 l. 2»» bv »95 — Waggon'iielhanft., Nllg., in Peft, 80 ft......... 5I2-- HIS — Wr. «augejellschaft 100 ft.. . 10?— 110 — Wienerbsrger Ziegel-Actien-Vts. »94 — l»5 b!» Nnlftorbum....... 9915 V»-»U Deutsche Pl«he...... 58 80 5» »l» Uondmi........ 119-95 1»0-OK Pari«......... 47-50 4757, Tt. Peterssbur«..... —— — — Dalut»n. Ducalen........ b'6» 5 7« 20.Fianc« Ttllcke..... 9 54 »'55 Deutsche Meichlbanlnoten . . b8 «0 58 87, Italienische Nantnoten . . . 4b— 45 lv Vavi«.NubeI..... I»? 1»8 fc. -----!-------- . a »ohön möbliertes, llohtes ^ s Zimmer ^»Uohat.atern Einean6e» w'rd per «ofort ifiSer Z*u* Sind an aie Administration \^^l«ng zu richten. (4936) 2—1 ^Uer iflQ Laibaoh wird für den ^ i«B7 eine persecte, verlüssliche Näh' ^4894^ 3"~2 £ei l't» Pff^iungen sind täglich awi- ee» UÄ miUa8s' PeterB.tra.ae ^^^*ook, zu erfragen. (4833) 3—3 Nr. 6025. Curatorsbostellung. In der Exccutionssache der krainischen Sparcasse in Laibach (durch Dr. Pfefferer) gegen Anton Krajc von Topol Nr. 5 pcto. 430 fl. f. A. wnrde dem verstorbenen Tabulargläubiger Franz Zakrajsel von Strmica Nr. 8 Herr Franz Strasek, k. l. Notar in Laas, als Curator aä actum bestellt und ihm der diesgericht-liche Realseilbietungsbejcheid ddto. 27sten September l896, Z. 5075, behändigt. K. k. Bezirksgericht Laas am 8tm November 1896. , __Laibacher Eislauf-Verein. le heurige Saison wird ein beider Landessprachen mächtiger : \k}^ deiin