Nr. 276. Pliinumelot!on«ple!«: Im Lomptoil ganzj, fi, li. balbj, ft. 5-!w, yllr di« Zustelluna in« H«»? haibj. 50 lr, Vii! der Poft »a»,j, ft. l5, halb». !1, ?^>«, Freitag, 1. Dezember. 3»sertlon»gebül: ytlr llein« Insnal« b!» ,» 4 Zeilen 25, li,, giöhere p«l Z«il« e »l,! bei i>llanz.Conceplspraktikc,nten Union Lenaröiö zum provisorischen Finanzconcipisten ernannt. . Der Präsident der t, k. Finanzdirection für Krain hat den Steueramtsadjuncten N>kolaus Mazuran Mm Steueramtscontrolor. d,n prl'visorischrx Steuer« amtsadjuncten Franz Zupan zum definitiven und °en Steueramtspsaklikant.n Johann Musiö zmn pwvisorischen Steueraiiltsadjuncteil ernannt. Erkenntnis. », Da« '. l. Landcs^erlcht Wlcn als Pressgcricht hat aus .-""trän der s, l. Staatsanwaltschaft erkannt, das« der Inhalt des "Nr. 322 der periodischen Druclschrist „Tribüne" (Abend» nllSyabe), vom 22. November 1882 enthaltlnen (erslcn) Ärtilels «w der Aufschrift „Politische Uebersicht. Wien. 22 November" "l der Stelle von „gu dem Tnester Bomdenallentntc" bis „nach 2"est zurücklegen lonnte" das Vergehe,, nach Urt. VN des 1»«bes vom I?. Dezember 1862. Nr. 8 R. O Vl. vom Jahre ^. besslünbe. und hat nach 8 49» St. P. O, das Verbot der "Mervrrvreitimg dieser Druckschrist ausgesprochen. Nichtamtlicher Theil. Se. Majestät derKaiser haben, wie der „Pester Lloyd" meldet, die Herbstausstellung im Künstlet hause zu Budapest zu besichtigen und mehrere Bilder unga» tischer Künstler anzulaufen geruht. Se. Majestät der Kaiser haben, wie da« ungarische Amtsblatt meldet. filr die römisch'katholische Gemeinde zu Towühony 100 fl. und für die hel» fische Kirchengemeinde zu Abaujvajlücz 300 fl. zu 'pkliden geruht. Zur Lage. . trachten, die in gänzlich unfruchtbaren nationalen und staatsrechtlichen Kämpfen alle Bedingungen für die Hebung ma-terieller Interessen außeracht lässt. Die heute versammelten Wähler sehen es daher als die erste Aufgabe lhres Abgeordneten an. ohne Rücksicht auf die Partelstellung alle j.ne Bemühungen zu fördern, die darauf hinzielen, dass für die breiten Schichten des Volles wirklich Gedeihliches in materieller Hin. sichl geschaffen werde." — Wer nun zu lesen versteht, kann wohl nicht einen Augenblick lang darüber im Zweifel sein, an wessen Adresse namentllch der letzte Absatz dieses Citates gerichtet »st; denn wenn eine Wähler. Versammlung zuerst die unfruchtbaren nationalen und staatsrechtlichen Kämpfe als die Ursache der Vernach lässigung der wirtschaftlichen Interessen hinstellt und gleich daraus es als die erste Aufgabe ihres Ab-geordneten bezeichnet, ohne Rücksicht auf die Parteist el lung alles zu föidern, was eine Vefst. rung der materiellen Lage herbeiführen könnte, so ist damit implicite angedeutet, dass dieser Abgeordnete aus Rücksicht auf seine Partei st ellung dirs b'Kher untellassen habe, denn sonst wäie ja die ganze Resolution überflüssig. Der Umstand, dass sich der Herr Abgeordnete des NeziitVs Neubau anfangs gegen den bezüglichen Passus der Resolution erklärte, spricht in dieser Aezlehung so deulüch, dass ein Zweifel gar nicht möglich ist. Vs ist also nur eine echte Sisyphus-Arbeit, wenn das ..Tagblalt" seine Leser glauben machen will. die Resolution der Neubauer Wähler. Versammlung richte ihre Spitze nicht gegen d>e Llnke des Abgeordnetenhauses, zumal ja derle, Versammlun» gen sich in der Regel nur mit der Thätigkeit ihrer eigenen parlamentarischen Vertretung, nicht aber mit jener anderer Parteien zu befassen pflegen. In Einem Punkte ftlmmen wir allerdings mit dem «Tagblatt" überein. das« nämlich die erwähnte Resolution «wohl-berechtigt und selbstverständlich, und dass es traurig ist, das« sie überhaupt nothwendig erschien." Die „Wiener allgemeine Zeitung" be-merkt unter anderem Folgendes über die beim «Schwender", sowie über eine fast gleichzeitig >n Hernals statt» gefundene Wählerversammlung: ,Die Mandanten und ihre Vertreter waren stundenlang beisammen und unter, hielten sich. nicht etwa in Monologen, sondern in Wechselreden. an welchen sich die Wahler sehr aus^ gleblg vetheiliglen. von den versch,ebensten G'genstän-den. Und wovon wurde gesprochen, elwa vo» der Sprachenverordnung für Schlesien, vom böhmischen Landtage, vom deutschen Theater in Prag? Nichts von alledem; man beschäftigte sich mit der Gewerbe-Oldnung, mit dem Genossenschaftszwange. Befähi gungsnachweise. mit der Phylloxera u. s. w.. also durchwegs praktischen Fragen. Von Seite der Wähler« schuft ist diese Eischeinung sehr leicht zu erklären. Sie weiß eben. wo sie der Schuh drückt, und wenn man sie nicht in die Politik hineinheht, wird sie immer jenen Fragen ihre Aufmerkfamteit zuwenden, deren Bedeutung sie im täglichen Kampfe um die Existenz zu würdigen vermag. . . . Ein thatenkräftiger und thatenwilliger Freund des Volles kann unmöglich mit jenen gehen, die in der Majorität nichts schaffen wollten, in der Opposition nichts schaffen können und am liebsten die anderen verhindern möchten, etwas zu schaff"." Die „P"fse" bemerkt: ..Die Fünf-Gulden-Män-ner haben gestern zum erstenmale gesprochen, und ihr erstes Wort war die Verurtheilung des Nationalitäten-Haders. Mehr als andere wissen diese Bevölkerungs» schichten, was es heißt, um das tägliche Brot zu ringen, denn im stündlichen Kampfe um die Existenz haben sie ebenso den Wert der Zeit erfasst als die Schwierigkeiten kennen gelernt, die nicht der Einzelne, sondern nur die Gesammtheit überwinden kann." — Die „Morgenpost" schließt einen längeren Artikel mit den Worten: „Im Mittelpunkte des Reiches, in der Stadt Wien, hat eine mächtige Strömung sich geltend zu machen begonnen, welche die Magenfrage in den Vordergrund drängt, welche keine politischen Zänkereien, sondern eine sorgfältige Wahrnehmung der materiellen Interessen will, welche die nationalen Agitationen verdammt und ehrliche, praktische Arbeit im Dienste des Volles beansprucht." Das Ueb erei nkommen der Regierung mit der Staatsbahn findet auch in der Provinzpresse volle Anerkennung. So schreibt der „Präger Lloyd": ..Aus den Detailbestimmungen des Villages ist ersichtlich, dass es dem Hanbelsminifter Baron Pino gelungen ist, die Gefahren. Welche den diesseitigen Interessen aus dem mit der ungarischen Regierung abgeschlossenen Uebereinkommen hätten erwachsen können, vollständig zu paralysieren und die Vertre* lung der Staatsbahn zu bestimmen, allen berechtigten Wünschen Wiens und der westlichen Reichshälfte, so» wohl hinsichtlich der Tarife als hinsichtlich des Ausbaues der nothwendigen Flügelbahnen Rechnung zu tragen." Die «Norddeutsche allgem. Zeitung" begrüßt mit Genugthuung die Einführung des Post- Feuilleton. Gerhard Rohlss über Abeffynien. H,. In einem Vortrage über feine letzte abessynische in ^ M"/81 (deren ausführliche Beschreibung noch lck,« « Jahre erscheinen wird) vor der geographl ,^" Gesellschaft zu Jena entwarf Gerhard Rohlfs tu!, "' und Völkerbild Abessyniens, das selbst im dez Au5zng den Reiz einer trefflichen Uebe,ficht "krlwütdigen Landes und Volkes gewährt. Vn. ^" entnehmen dem Sitzungsberichte folgende steil ^Ul- Allmählicher gegen Nord und Nurdwest. zwar "^ ^°ss aegen Ost abfallend, bildet Abessynien härm ? ^"'pactes Hochland, aber keine zusammen« §llb? , Hochebene, vielmehr ein äußerst zerrissenes <^ '"and. viel wilder und verworrener als die Alpen dst-n ^' 3" den vulkanischen Kern ragt nur vom lion l. ^" keilförmig eine Sand- und Kallstemforma. T>emll?'"' I" bem ganzen Lande von der Größe Nrok?> t>2 ,sz ^ einziger schiffbarer Strom, nur die k!'U' «iehbäche; diesen Charakter tragen auch Und Elendsten Wasserläuse. der Abai (Blaue Nll) Tanas ^- Nkven dem herrlichen Tsana- oder Nloka .' ^" der Abai durchströmt, um dann in einer baudll, " Spirale als Blauer Nil dem gewalligen len N °ln zuzueilen, verschwinden die übrigen kleineren des Hochlandes vollständig. Vflan» ^lln Interesse ist die Vertheilung der syni "öel'welt auf die verschiedenen Hühenstufen Abef. (in t»-!' '" b" Tiefe der wildeingerissenen Thäler " ,Kola") finden sich alle tropischen Gewächse. vor allem dt>n und Rhododendren, zuletzt nur noch Moose und Flechten als die l Kola die reißen, den Thiere und die großen Dickhäuter; in der mitt« leren Region besonders Antilopen und Gazellen sowie zahlreiche Affen, zumal eine Menge großer Paviane. Fast täglich wurden Herden des Silberpavian oder Hamadryas von 1 bis 1.4 Meler Höhe auf den steilen Basal'felsen gesehen, oft zu l00 b,s 400 S'ück bei» sammen, um bei der Annäherung von Bewaffneten in blitzähnlicher Flucht zu enteilen. Die Vogelwelt ist vom Strauß bis zu den kleinen reizenden Honig, saugern vertreten; die niederen Thiere sind noch wenig erforfcht; am meisten hat sich auch hier der Reisende vor den Termiten zu hülen, zumal vor denen, welche ein vagabundierendes Wanderleben führen und nicht jene merkwürdigen pyramidalen Bauten von b bis 6 Mter Höhe errichten. Wehe demjenigen, der es unterlässt, am Abend im Zelte seine Kisten durch untergelegte Steine zu isolieren und so gegen ihre vernichtenden Angriffe zu schuhen! Das höchste Interesse mhmen jedoch in dem merkwürdigen Alpenlande die Bewohner in Anspruch. Seit dem vierten Jahrhundert Christen, hatten sie be. reits seit elwa 1000 vor Christi Geburt die mosaische Religion angenommen. Der kaukasische Typus, den viele Abessymer scharf ausa/piägt zeigen, ist bei an-deren deulllch durch die Mrrlmale der Negerrasse erseht. Ihre alte Sprache, das Geiz. «st noch in den religiösen Schriften erhallen; aus ihr haben sich die beiden heutigen Sprachen, das Nmharische im Süden, das Tigrische im Norden entwickelt. Die noch jetzt d^r jüdischen Religion treu gebliebenen „Falascha" sind nicht als ein apartes Vulk im ethnographischen Sinne aufzufassen, sondern mit den übrigen Abes-syniern — >m Lande schlechtweg „Christen" genannt — gemeinsamen Stammes. In der Literatur über Abessy'iien bestehen sehr wide, sprechende Meinungen üder den Charakter der Bewohner; während die einen sie wegen lhrer hohen Befähigung erheben, lassen die anderen an ihnen kein gutes Haar und stallen sie in sittlicher Beziehung noch unter die Muhamedaner. Ueber letztere hebt sie jedoch bedeutend die viel höhere Stellung der Frau, welcher Achtung gezollt, eine Stimme im Haushalle eingeräumt und der selbst Fähigkeit, ein Land zu beherrschen, gewährt wird. Freilich ist das Voll jetzt durch die langen Kriege ganz verwildert, Handel und Wandel liegen sehr darnieder; nur Häute. Wachs und Butter werden aus« geführt und dagegen Baumwolle, Gläser und Silber eingelauscht. Außerordentlich erschwerend wirkt der Umstand auf den Handel, dass nur eine ganz bestimmte Münze der Maria-Theresialhaler mit der Jahreszahl 17H(/ anerkannt wirb, das Kleingeld aber ganz fehlt. Will jemand für einen Hulden Thaler Gerste laufen, mus« Laibacher Zeitung Nr 276 2358 1. Dezember 1882. auftrags-Verfahrens in Oesterreich. Sie schreibt: „Seit Jahren sind die Bemühungen unserer Postve» Waltung darauf gerichtet, das Verfahren der Einziehung von Geldbeträgen durch Postaufträge, welches während feines eilfjährigen Bestehens in Deutschland sich so mächtig entwickelt und so nutzbringend erwiesen hat. auch auf den Verkehr mit Oesterreich auszudehnen. Obwohl diese Absicht in Wien von vornherein die vollste Zustimmung fand, haben sich ihrer Ausführung bisher doch noch immer Hindernisse entgegengestellt. Neuerdings aber ist ein erster wichtiger Schritt zum Ziele insofern geschehen, als es der österreichischen PostVerwaltung gelungen ist, eine Verständigung mit der PostVerwaltung von Ungarn zu erzielen, kraft welcher das Postauftrags.Verfahren vom I.November ab für den innere» Verkehr der österreichisch'UNgarischen Monarchie zur Einführung gelangt ist. Nach diesem Vorgänge lässt sich mit Zuversicht erwarten, dass die Vortheile der Einrichtung m nicht ferner Zeit auch dem Verkehre zwischen Deulschland m>d Oesterreich.Ungarn werden zugewendet werden." Vom Ausland. In der französischen Abgeordnetenkammer wies bei der Be>athung über das Kriegsbudget der Abg. Tenot auf die Schießversuche hin, welche in Deutschland mit dem neuen Repetiergewehre Mauser gemacht werden, und fragte, ob Nehnliches auch in Frankreich geschehe. Der Kriegsminister Billot erwiderte, daft er die Fortschritte der Nachbarn auf diesem Gebiete aufmerksam verfolge. Aber, bemerkt er, man muss nicht aus dem Auge verlieren, dass die beste Infanterie diejenige ist, welche langsam und sicher schießt. Wenn die französische Infanterie das Selbst« vertrauen besitzt, welches sie einst hatte und welches sie wieder zu gewinnen gewusst hat, so wird sie auf der Höhe der Pflichten sein, die das Land ihr zur Vertheidigung des Territoriums auferlegt. Der französische Ministerpräsident Duclerc zeigte im Ministerrache die Abreise der Botschaft von Madagascar nach London an. Die Verhandlun-gen sind vorläufig abgebrochen, doch hat, wie versichert wird, die französische Regierung Maßregeln zur kräftigen Wahrung ihrer Rechte auf Madagascar angeord» net. Die Befehlshaber der französischen Schifföstation bei Madagascar haben nämlich Befehl erhalten, unverzüglich handelnd vorzugehen. Andererseits ist die madagassische Gesandtschaft der englischen Regierung, wie aus London gemeldet wird, nichts weniger als willkommen. Sie wird, da auch englische Handelskreise zu einer Stel« lungnahme gegen Frankreich in Afrika drängen, zu Intelpellationen Anlass geben, welche die Regierung gern vermeiden möchte. — In Irland sieht sich die englische Regierung durch den blutigen Terrorisms der Verschwörer neuerdings zur Ergreifung strenger Maßregeln veranlasst. Der im Kerker ins Parlament gewühlte Gründer der Lanbliga Pavilt hielt in Navan eine seiner Brandreden, worin er zur Verweigerung des Pachtzinses aufforderte und die Farmer einlud, aus den Bergen herabzusteigen und sich der „verfluchten" Landbesitzer zu entledigen. Die ganze Rede athmet Wildesten Hass und Fanatismus gegen die Landlords sowie gegen alles Englische. Der Vicrlönig Lord Spencer telegraphierte an Gladstone bezüglich Davitts Rede, welche die ruhigen Landlords ungeheuer er» schreckt. Die Dubliner Bürger stehen unter einem förmlichen Banne und beschwören Spencer, sie vor den Mördern zu schützen. Autz Constantinopel wird unterm 28. No» vember berichtet: Marschall Fuad Pascha, der Adjutant des Sultans; Mehemed Pascha, der General der kaiserlichen Gardedragoner, und der Oberst desselben Corps, sowie der bekannte Mufti von Taschlidscha wnrden in der letzten Woche unter der Anschuldigung der Verschwörung verhaftet. — Der ehemalige Groß» schenf von Mekka und der kaiserliche Commissar Lebib Effendi sind in Suez eingetroffen und begeben sich nach Constantinopel. Nachdem alle Mächte dem V?r° langen der Pforte, Commissäre zur endgiltigen Fest» stellung der montenegrinischen Grenze zu entsenden, ln'igetreten sind, begibt sich der türkische Commissar B?dry Bey Freitag nach Skutari. — Der Sultan verlieh dem Herzog Albrecht von Mecklenburg den Großcordon d?2 Osmanis-Ordens. Aus Kairo wird unterm 26. v. M. gemeldet: Der Khedive hat dem Grohvezier telegraphisch mitgetheilt, dass die egyptische Regierung zum Zwecke der Beilegung des Streites zwischen Egypten und Abessynien Massuah und seine Dependenzen an Abessyilien abzutreten beabsichtige, und hat hiezu die Genehmigung des Sullans verlangt. Es cursiert das Gerücht, dass Achmed Vefil demnächst Hieher entsendet werden soll, um die Lage zu studieren und darüber dem Sultan Bericht zu erstatten. Aus Berlin wird unterm 28. v. M. berichtet: Dem Abgeordnetenhause ist heute der Gesetzentwurf inbelreff des Erlasses der vier untersten Stufen der Classen« steuer und über die Besteuerung des Vertriebes geistiger Getränke und von Tabakfabrikaten zugegangen. Derselbe besteuert jene Personen, welche Wein, Bier, Brantwein und Tabakfabrikate anderen Personen als Wiederverkäufen verkaufen oder öffentlich feilbieten. Die Steuer beträgt jährlich dei einem Jahresumsätze von 1000 bis 2000 Mark für Bier 16, für Wein 20. für Tabak 24, für Brantwein 32 Mark und steigt bis 5000 M. Umsatz für je 1000 M. um respective je 16, 20, 24 und 32 M. Die Steuer bis 7000 M. Umsatz beträgt 88. resp. 112. resp. 132, resp. 172 M.. bis 10 000 M. Umsatz 128. resp. 160, 192, 256 M. Sodann steigt der Steuerbetrag für je 3000 Mark um 48' resp. 60, 72, 96 M. Bei weniger als 1000 Mark Umsatz richtet sich die Steuer nach der Einwohnerzahl der Orte. Aus Petersburg schreibt man der ..Wiener Zeitung" unterm 24sten November: Die Majestäten kommen jetzt öfter nach Petersburg, fahren stets in offener Kalesche ohne Escorte durch die Straßen und werden vom Volle mit herzlicher Freude begrüßt. Am 26. d. M.. dem Geburtstage der Kaiserin, wird ein Ball stattfinden, wahrscheinlich in Gatschina, da die Reparatur des Winterpalais noch sehr zurück ist. Jedoch wird jedenfalls in demselben das Georgsfest (8. Dezember) ge-feiert werden. Sonderbar, dass die Reise des Herrn v. Giers der Börsenspeculation einen Vorwand zur Baisse ge« geben hat! Wenn der russische Staatsmann, welcher das allgemeine Vertrauen genießt, auf seiner Urlaubsreise die Souveräne und deren Kanzler begrüßt, so kann dies doch nur einzig und allein dazu dienen, um di? guten Beziehungen der Regierungen noch mehr zu kräftigen. Glücklicherweise haben unter dem Einflüsse des Grafen Tolstoy die Hetzereien unserer pseudo-patrio» tischen Blätter aufgehört. Im Volke ist man dem Treiben der Moskauer „Wiedomosty" und des AksakoU" schen ,.Nuß" von ganzem Herzen abhold. Die Universität Kasan musste wegen Unordnungen seitens der Studenten geschlossen werden. Auf der hiesigen Universität machten gestern einige hundert Studenten Spectakel, indem sie an den Rector ver» schiedene Forderungen stellten, die nicht bewilligt werden können. Dc, die von fremden Agcnten aufg«'hetzten Studenten der Aufforderung des Rectors Hrrrn Ve» ketow nicht Folge leisteten und fortfuhren zu toben, erschien auf Befrhl dls Ministers Grafen Tolstoy der Obe'polizeimeister Gresser und lud die Studenten ein, sich mit ihm in die benachbarte Reitbahn des ersten Cadettencorps zu begeben. Ein Bataillon finnlä'ndischer Garde sorgte dafür, dass die so artig ausgesprochene Bitte pünktlich erfüllt wurde. In der Reitbahn wurden auf Befehl des Ministers die vom Schreien milde gewordenen jungen Herren mit Thee und Weißbrot bewirtet, wobei sie dem General Gresser über ihre Nmmu, Wohnungen u. s. w. Auskunft gaben. Diejenigen, welche sich als wirklich immatriculierte Stu» denten auswiesen, wurden sofort entlassen, die fremden Personen aber arretiert, worauf sofort die gewünschte Ruhe eintrat. Die Studenten haben sich nun vor delN Proffssme»gerichte zu verantworten. Hagesneuigkeiten. — (Vom Berliner Hofe.) Se. lüi,. Hoheit der Prinz Wilhelm — schreibt die „Kreuz-geitung" — trifft am Donnerstag flüh 5"/^ Uhr aus Schlesien wieder in Berlin ein, um Se. l, und l, Hoheit den Kronprinzen Erzherzog Rudolf bei dessen Ankunft i" Berlin zu begrüßen und dann am Abend Se Majestät den Kaiser nach Iogdschloss Letzlingen zu begleiten. Se. l. und k. Hoheit Kronprinz Erzherzog Rudolf wird am Donnerstag vormittag» 11 Uhr 47 Minuten auf der anhaltischen Bahn aus Prag hier eintreffen, in« lün, Schlosse absteigen und am Abend Se, Majestät den Kaiser nach Iagdschloss Letzlingen begleiten. — (K. l. Kriegsmarine.) Sr. Majestät DaM' pfer „Pola". welcher die österreichische Polar Expedition nach Jan Mayen brachte, ist — wie dem „Triestel Tagblatt" auK Pola geschrieben wird — am 25. v. V im Centralhafen eingelaufen. — (Elektrische Studierlampe,) In der Kanzle« de8 Theaterdirectors Dr. Franckel in Vrünn wurde vor« gestern, wie der „Mährisch.schlesische Correspondent" be-richtet, eine elektrische Studierlampe angebracht D>c Lampe besteht aus einer gewöhnlichen Studierlampe mü Blechschirm, in welche eiu Edison'scheö Glühlicht ei'«' gefügt ist. Die Lampe ist durch einen Draht, der sM in einem Gummischlanche befindet, mit der elektrische» Leitung verbunden und kann — natürlich nur so we" die Länge des Drahtes eö gestattet — an jedem beliebigen Orte aufgestellt werden. Sie functionierte vol' gestern, als Director Dr. Franckel während der erste" Nachtstunden arbeitete, vorzüglich. er daher für den Rest des Geldes andere Gegenstände als Aequivalent annehmen. Zwar gibt es noch die ,Amole", Salzstücke, von denen im Nmden etwa 60 einen Maria^Theresiathaler aufwiegen, doch muss man sich für den Transport dieses Kleingeldes kräftiger Maulthiere bedienen, welche als lebendige Portemonnaies nur für etwa zwei oder drei Thaler Amole per Thier schleppen können. Was ferner die Abessynier in unserer Wertschätzung hebt, sind ihre Leistungen auf dem Gebiete der Kunst und des Kunsthandwerkes. Ihre Gemälde stellen meist Kirchliches (Heiligen und Märtyrerbilder) dar, da das Gefühl für landschaftliche Schönheit dem Abessynier fast ganz abgeht. Nur ein« mal auf dem großartigen Lamalmonpass hatte R. einen deutlichen Beleg vorhandenen Nliturgefühls. Die abes« synischen Kirchen sind meist Rundbauten, mit zwei oder drei concentrischen Abtheilungen, die innerste allein für die Priester zugänglich. Statt der Glocken dienen fast immer große in den Nesten der die Kirche umgebenden Olivenbäume angebrachte Phonolithe (dünne Steinplatten), welche, mit einem Klöppel angeschlagen, weitvernehmbare, melancholisch klingend» Töne geben. Im Lande gefertigte, oft sehr kunstvolle Räuchergefäße, mit Schellen behängt, dienen dem Gottesdienst. Zur richtigen objectiven Beurtheilung der von den europäischen Reisenden vielgeschmähten abessynischen Prie« ster muss man erwägen, dass sehr anstrengende gym« nastisch.religiöse Gebräuche, durch ihre uralte Aus» Übung geheiligt, während eines großen Theiles der Nacht die Priester sehr in Anspruch nehmen, wodurch r- ! A"b°lenz ^m Tage sich leicht erklärt. Sch, häufig Un !^.3"H"' d" Pflanzstätten von Kunst und Wissenschaft, wo Gemälde und seltene Handschriften aufbewahrt werden. Auch die schönen Filigranarbeiten, Ketten, Armbänder, schöngearbeitete Schilder, Horn-becher, sowie das kostbare Kleid der Vornehmen, die «Margef". legen Zeugnis ab für die Kunstfertigkeit der Nbessynier. Auch über die uns fernerstehenden so verworren erscheinenden politischen Verhältnisse Abessyniens seit Theodors Tod (1868) gab Rohlfs einen trefflichen Ueberblick, welcher sich etwa folgendermaßen zusammen« fassen lässt: Von den drei Kronprätendenten, Menelek von Schoa, Gobesieh von Lasta und Kassai von Tigre. erlangte der letztere durch seine Kühnheit und die mächtigen, von den Engländern ihm überlassenen Kriegsmittel die Oberhand über seine Nebenbuhler und wurde als l^u« Agouti (König der Könige) von Aethiopien. von nun an Johannes genannt, in Aksum gekrönt. Das durch lange Bürgerkriege zerfleischte Land fand jedoch noch immer keine Ruhe, da zu den inneren Fchden bald der Kampf gegen Egypt?« hin-» zukam, heraufbeschworen durch den maßlosen Ehrgeiz des Khedive Ismail und des um die wissenschaftliche Erforschung Abrssymens sonst hochverdienten Schweizers Werner Munzinger. Sowohl der Feldzuq von 1875, als die vom Sohne Ismails, dem Prinzen Hassan, selbst geführte zweite Expedition vom Jahre 1876 verlief für Egypten trotz vortrefflicher Aus-rüstung schrecklich; beidemale wurde die egyptische Armee total vernichtet, Munzinger selbst mit seiner von Süden vordringenden Schar fast am gleichen Tage mit Hassans stattlicher Armee niedergemetzelt. Diese glücklichen Kämpfe nach außen wirkten im Innern wenigstens einigend; Johannes' Gegner unterwarfen sich, nur in den nördlichen Grenzgebieten dauerten die Streitigkeiten noch fort. Um auch diese zu schlicht^ wendete sich Johannes an die europäischen Mächt^ ein Antwortschreiben des deutschen Kaisers dem Neg^ zu überreichen, war die Mission, welche Rohlf« '"' Herbst 1880 unternahm. f Miss Zephora. Ein Berliner Blatt vom 27. v. M. schreibt: „Miss Zephora. die kühne Grotesk-Reiterin des Nr"'' Renz. ist nicht mehr. So fröhlich, so heiter war M^ Zephora seltrn, wie am Samstag.Abend. dem Mno, welcher für sie so verhängnisvoll werdm sollte. ^ letzte Nlmmler des ersten Theiles des Programms tm dete ein Damen-Iockey-Rennen, ausgeführt von sie^ Damen. Miss Zephora nahm mit fast übermüth'^ Klihnhkit die Hindernisse; nur noch das letzte, e'" markierte Mauer, war zu bewältigen, da g^scha^"?,, Entsetzliche, das Pferd der Künstlerin stieß beim N^ men des Hindernisses mit einem Fuß an, gerieth >,' Stolpern und Miss Zephora, die in dem verhäliaN" vollen Momente die Zügel nur locker hielt, luul vom Pferde herabgeschleudert und stürzte unaMlelft mit dem Kopfe gegen den Rand der Ma"öge, "' zwar gegen die scharfe Kante des für das Rnten 8 öffmlen Ausganges. Im Zuschauerraum entstand " entsetzliche Panik; Herren sprangen von ihren E?'V Damen schrieen entscht auf. einzelne fanlen oh""'«" tig zusammen. Die gestürzte Künstlerin war inzw'!^, von mehreren Herren aus dem Pnblicum »nd eM'U Ci'cuslnilgliedern aufgehoben und aus der Arena y ausgeführt worden. S,e lag da gleich einer Toon ein sofort zur Stelle befindlicher Arzt constatielte Laibachcr Zeitnug Nr. 276 235N 1. Dezember 1882. — (Von den Ueberschwemmungen olge seiner Verletzung an stallen, Wundfieber. Den gambettistischen Blättern zufolge ist jedoch da» Befinden bls Patienten so zufriedenstellend wie möglich, die Kugel ^ube keine Knochenzersplitterung hervorgebracht und auch «>N wichtiges Gefäß beschädigt. ^. -^ (Der Dieb stahl in der Kirche von ^t. DeniS.) Ein Pariser Correspondent der „All« ^meinen Ieitung" schreibt: „Das Gerede von den Schätzen in der Königekirche von St. Denis scheint die ^lgierde von Dieben erregt zu haben. Anfangs bsfürch. ^te mu„. die gesummten auf einen Wert von 3 Mil. uonen Francs veranschlagten Schätze der Basilica seien Entwendet worden. Der Betrag der gestohlenen Gegen» stände soll indes die Summe von 100 000 Francs nicht selchen. Man vermisst Von wertvollen Objecten die Mervergoldeten Kronen der Leichen Ludwigs XVI., Ludwigs XVIII., Marie Antuinettrs und deS Herzogs bon Berry, die goldenen Kronen der Herzoge von Bur» gund und Conde. eine Nachbildung der Krone Karls des ^toße« in vergoldetem Silber, zwei goldene Kronen, b'e zwei der Töchter Ludwigs XV. angehörten, verschie« bene goldene Kelche, Kreuze. Weihrauchfä'sser von großem Werte und von historischer Bedeutung. Obgleich die ge» ftohleneu Gegenstände viel Juwelen enthalten, lag dicht Nebenan ein weit größerer Schatz, den die Räuber nicht bemerkt zu haben scheinen, sowie es ihnen auch entgieng, 'ich eines mit couranten Goldmllnzen angefüllten Käst« ^«nz zu bemächtigen, an dem fie vorübergiengen, um bln Neliquienschrein zu erbrechen, au» dem sie die Beute ^lttrugen. Wie bei vielen der in letzter Zeit in Paris ^gefundenen Diebstähle von Bedeutung dürfte auch "kser Raub seinen Weg über den Canal hinüber finden ^- und sollte es nicht wundernehmen, wenn in Bälde ^ Londoner „Dlebesschuh. Gesellschaft" (Capital in ^ctlen eine Million Livres) die Iuriickerstattung der A"« gegen die übliche Prämie von 25 Procent deS ""rteK anbieten würde." yn , ^ (In Belgrad) wurde der akademische ""ler Nikola Marlovic. Bürgermeister in Knj.ijevac "egen Verdachtes der Theilnahme an dem Attentate Legen den Kbnig verhaftet und dem Kreisgerichte ein-^liefert. chwere Verletzung und ordnete die sofortige Ueber-Mung der unglückliche», Künstlerin nach der in der, fMe des Circub Renz gelegenen Klinik in der Ziegel-ün! ""' Professor v. Bergmann wurde herbeigeholt ^ nahm sich der Verunglückten an. „E>" doppelter ^adklbruch. welcher in längstens zwemial vierund. ^°^'g Stunden den Tod der Palienlin herbeiführen la» ' ^ll der Ausspruch des Herrn Professors ge. die .!. ^^"' I"' 2aufe des gestrlgens Tages wollten ^ 'yeilnahmsvoUen Anfraqen nach dem Schicksal der ^glücklichen schier km, Ende nehmen. Bereits im h^'e des gestrigen Nachmiltags constalierten die Aerzte. d,ss,?" ^od jede,, Augenblick eintrete» könne; fast m gelben Minute, in welcher Miss Zephora vierund-Ei. ö'9 Stunden vorher den unseligen Sprung m, ihs "^ Nenz gethan hatte, abends 9 Uhr hauchte sie äkl^-c " «us. Zwei barmherzige Schwestern und der HMaslssiihlfl des Renz'schen Circus weilten an dem Hrsi'. "e der Künstlern,, als diese, ohne vorher die dez, "ung erlangt zu haben, nach einem leichten To> gest, " ihren Ge,st aufgab. — D>e Slimmuug. welche he'v" abends während der Vorstellung im Circus il^'^e. war eine gedtückle. fast beäna.stigenoe; jeden licht! erwarteten die Clrcusmitglieder die Nach. "l!ul,3" ^^"' Tode der in ihrem Berufe so jäh ver. blickn 5" ^uUegin. jeden Augenblick lonnle das Pu-kecken ?"b feines einen Abend vorher noch so tzz. ..""d übermüthigen Lieblings vernehmen. Nach dern Ü""U der Vorstellung erst wurde den Mitglie-Hepb. ^ Ableben ihrer Cullegin mitgetheilt. Miss 8eslan!°' ^'^ '" ^ zweiten Hülste der dreißiger Jahre llliftn ' ^"' ""ß' ""^ ^ Witwe des den Ber-llessl,^^ dem Circus Salamonskl bekannten vor» »ucyrn Schulreilers Hahnemann." ^locales. ,' «us dem Ganitätsberichte des Uaibacher Stadt. Phyjikates für den Monat August 1832 entnehmen wir nachstehende Daten: I. Meteorologisches. Lusttemperatur: Monat-mittel 17.4° Celsius. Luftdruck: Monatmittel 734.9 mm. Dunstdruck: Monatmittel 11.1 mm. Feuchtigkeit: Monatmittel 81 Procent. Bewölkung: Monatmittel 5 6 Procent, im Verhaltn'ssr I: 10. Windrichtung: NO. 14mal. Ost Wmal, SO. 2mal, S. Imal. SW. 21mal, NW. 6mal, Wlndstille 39mal beobachtet. Niederfchläge waren 15, in Summa 254,9 mm.; Maximum des Niederschlage« war am 16. d. M. 55.4 mm. Das Tagesmittel der Wärme war 24mal unter, am 25. d. M. gleich und nur 6mal über dem Normale; am differentesten am 27. d.M. 4,8° unter und am 14. d. M. 2,3° über demselben. Gewitter war 5mal, und zwar am 25. d. M. zweimal. II. Morbilität. Nur wenig gegen den Vor-monat in Abnahme. Vorherrschend der entzündlich-katarrhalische Kralikhei den epidemischen Charakter, den sie noch im Vormonate i besass»',,. III. Mortalität. Dieselbe war auch in diesem Monate eine sehr bedeutende. Es starben 109 Personen (gegen 118 im Vormonate Juli und gegen 86 im Monate August 1881). davon waren 56 männlichen und 53 weiblichen Geschlechtes, 62 Erwachsene und 47 Kinder, daher das männliche Geschlecht um 3 Todesfälle mehr, die Erwachsenen jedoch um 15 Todesfalle mehr gegen-, über den Kindern an der Monatssterblichleit partici-! pierten. Das Alter betreffend wurden todt geboren...... 3 Kinder und starben: im 1. Lebensjahre .... 25 „ vom 2. bis 5. Jahre . . 16 . 5. , 10. ., . . 3 " ., 10. „ 20. „ . . 4 Personen .. 20. .. 30. „ . . 15 . « 30. „ 40. « . . 7 „ .. 40. „ 50. „ . . 10 .. 50. „ 60. „ . . 7 „ 60. „ 70..... ,3 „ 70. » 80. „ . . 6 Summe . .109 Personen. Die häufigsten Todesursachen waren: Tuberculose 20mal, d. i. 18,4 Procent; Darmkalarrh und Durchfall lOmal. d. i. 9.2 Procent; Blattern «mal, d. i. 7.4 Procent; Marasmus 5mal. d. i. 4.6 Procent aller Verstorbenen. Nebst den Blattern gaben von den zymotischen Krankheiten Croup, Masern und Typhus je 2mal, Diphlherit,« und Ruhr je Imal die Todesursache ab. Der Oertlichkeit nach starben: im Civil« spitale 38, im Elisabeth, Kmderspiiale und im k. l Slrafhause auf dem Castellberqe je 4, im Siechenhause zum he>l. Josef 3, im städtischen Armenhaule und im Landes»Zwangsaibeitshause je 1, in der Stadt und den Vororten 58 Personen. L. tztere vertheilen sich wie folgt: Innere Stadt 16, Petersvorstadt' 1, Polana 2, Kapüzinervorstadt 4. Gra-discha 4. Krakau 4. Tirnau 3. Karlstädtervorstadt 4. Hradehlydorf 4, Hühnerdorf 2, auf dem Moorgrunbe: Schwarzdorf 2, Ilouza 1, Karolinengrund 1. IV. Aus dem Civilspitale gieng für den Monat Auaust d. I. folgender Bericht ein: Vom Monate Juli 1U82 sind in Be- Handlung verblieben.......374 Kranke, im Monate August 1882 neu aufgenommen ........ . . 300 „ Summe des Gesammt-Krankenstandes. 674 Kranke. Abfall: Entlassen wurden .... 294 Kranke, gestorben sind . . . . 39 „ Summe des Abfalls .... 333 Kranke. Verblieben mit Ende August iM in Behandlung.........341 Kranke. Es starben demnach vom Gescimmt-Krankenstande 5 8 Procent und 11.8 Procent vom Abfall. ' Von den im Monate August 1882 im Civilspitale Verstorbenen waren 9 Laibacher, d. i. solche, welche in der Stadt erkrankten und von doil aus krank ins Civilspital kamen, und 28 Nicht-Laibacher, d. i. solche, welche auf dem Lande erkrankten und von dort aus krank ins Civilspital lcim»',,. Den Krankheitscharakter im Civilfpitale während des Monates August d. I, betreffend, so war derselbe folgender: ») Medicinische Abtheilung : Eimqe Typhuserkran-kungen mit ftüiistigrm Ausu/mg'', Luiigen» und Ripp?n-fellrntzündunqrn häufig, au b Brechdurchfälle, Magen-und Dlirmlalarlhe kamrn zur Bchundlung. Die Todes, fälle betrafen lubrrculose und hydropische Personen. In das Veobachlungszimmer wurden 2 Kranke aufgenommen, darunler ein lOjahriger Knabe wegen intensiver GesichtL'ballucinationrn infolge von Hydro-cephalu«. Ein W^ib wurde qeheilt «ntlassen; der 10jährige Knabe und ein Paralytiker behufs weiterer Beobachtung auf die interne Abtheilung transferiert, ein an Verrücktheit leidender Mann starb an chroni-fcher Meningitis. d) Chirurgische Abtheilung: Der Krankenstand in diesem Monate war geringer, als in den vorhergehen» den Monaten, und zwar der geringste seit Jahren; der geringste Krankenstand war anfangs August d. I. und betrug 60,—. Zu bemerken wäre noch, dass das weibliche Geschlecht zu dieser Zahl das geringste Von-tigent stellte. Unter den Zuwächsen ist besonders eine große Anzahl von Fracture! zu erwähnen, mit welchen die Unterschki,t>lblüche den erste», Platz einneh« men, ihnen folgen die Vorderarmblüche, ein Oberschenkel und zwei Oberarmbrüche. Unter den Operationen verdienen eine Herniotomie, eine Amputation des Oberarmes infolge Verletzung durch Maschinen, eine Unterschenkel« Amputation, eine Hasenscharten-Operation und eine Zungenkrebs'Operation besonders erwähnt zu werden o) Abtheilung für Syphilis: Bei den Männern kamen mehrere Fälle von syphilitischen Initial'Slle»osen zur Aufnahme; die Meh,zc>hl der aufgenommenen Weiber war mit Fluor bchuflet, außerdem waren Fälle von Syphilis im populösen Stadium vertreten. 6) Abtheilung für Hautkranle: Neu ausglnommen wuiden 4 Blatleriikranle (Welbrr), davon starb einer. Außerdem starben an Blaltern 2 Männer und drei Weiber, welche vom Monate Juli in Behandlung veiblisben waren. Wegen Gefahr einer Infection mit Blattern wurden m«t chronischen Hautkiaiikhrilen be-haflete Patünten nicht in die Pulanafiliale, fondern auf die Syph'lib-Abtbeiluug aufgenommen. s) Irrenabtheilung: Aufgenommen wurden sechs Krank»', da,vl!>tel 2 Weiber aus der Triester Irrenanstalt übernommen, ferner 2 paralytifche Männer, ein mamnkalisches Weib (Recidive) und ein an moralischem Irrsinn leidender Taqlöhnrr. Nach Swd^liz wurden 4 Kranke lrcmbseriert GehlN entlassen ein Melancholiker und gebessert ein an periodischer Manie leidender Epi-leptiker, endlich auch geheilt einlassen ein manialalischei Weib. sämmtliche nach kurzer Beobachtung und Ve-handlung. In die Irrenanstalt Sludenz wurden sechs Kranke aufgenommen, hievon ein acuter Fall von Manie, ein an Verrücktheit leidender Mann aus der Wiener Irrenanstalt übernommen, zwei Männer uno zwei Weiber au« der Laibacher Irrenanstalt transferiert. Gestorben ist ein paralytischer Mann, ein Kranler wurde gebessert entlassen, ein Kranler entwich. s) Gebärhaus und gynäkologische Abtheilung: Nus der Wiener Findelanstalt wuchst» 4 Kinder zu. Erwähnenswert ist eine mittelst blutiger Naht geheilte Harnblasenfistel. V. Aus dem k. k. Garnisonsspitale yieng für den Monat August 1882 folgender Bericht ein: Mit Ende Juli 1882 sind in Be. Handlung verblieben.......66 Kranke, im Monate August 1882 sind zu. gewachsen..........84 „ Summe sammt Zuwachs . . 150 Kranke. Abfall: genesen (diensttauqlich) entlassen 69 Kranke, erholungsbedürftig .... 4 , zum Superarbitrium bestimmt 2 ,, an andere Heilalistallen abgegeben ....... 4 . vor Ablauf des Krankheit«« Processes entlassen . ^__. 2 „ Summe des Abfalle« . . . 81 . Verbleiben mit linde August 1882 . . 69 Krankt Vorherrschende Krankheiten waren Katarrhe der sämmtlichen Organe. — Ihre Majeftllt die Kaiserin und Königin Elisabeth haben dem hiesigen Kaiserin Elisabeth'Kindersvitale einhundert Gulden b. W. zur Förderung von Spitalszwecken zu spenden geruht. — (Gemeinderathssihung.) Heute nach. mittag« um 5 Uhr hillt der Laibacher Gemeinderath eine öffentliche Sitzung mit nachstehender Tagesordnung ab: 1. Mittheilungen des Präsidiums. — II, Bericht der RechlSsection über das Gesuch der Direction der Tirnauer bürgerlichen Militär.NequaltierungKanftuit um Befreiung der Kajerneigenthümer von d«r allgemeinen Laibacher Zeitung 3K. 276 2360 1. Dezember 1882. Militilreinquartierungs'Kostenverglltung. III. Berichte der Vausection. betreffend ü) den Steg iiber den Gruber'schen Canal- d) die ftrojectierte Verbindungsstrahe zwischen der Tnester und Klagenfurter Reichestrahe längs der Lattermannsallee; o) die Vergebung des Baues der Refsllstrahe sammt Canal. — (Nikolaus'A bend.) Am 5. d. M. veranstaltet der „Sokol" in der Eitalnica«Restauration einen „Nilolaus'Nbend"; das Programm wird cin reichhaltiges und vorzüglich unterhaltendes sein. — (Gemeindewahl) Bei der am 5. v. M statt, gehabten Neuwahl des Vorstandes der Ortsgemeinde Theiniz. Vezirlshauptmannschaft Stein, wurden der Be« fitzcr Gregor Kotzelj von Mlala zum Gemeindevorsteher, und die Besitzer Johann Habjan von Mlala und Anton Gerlmann ebendort zu Gemeinderiithen gewählt. — (Drei Brände in Stein.) Wle uns von dort berichtet wird. sind aus den letzten Tagen leider drei Schadenfeuer zu verzeichnen. Am 7. v M. vormit- ^ tags brannte beim Müller Anton Flore in Unlerdomsch^le' die Dreschtenne und Schupfe sammt dem Dachstuhle des, Stalles und einer Quantität Stroh und Heu ab. Der Schaden beträgt bei 2500 fl. Der Betroffene ist jedoch! für seine sämmtlichen Gebäude mit H OOO fl versichert > — Im selben Orte kam am darauffolgenden Tage abends! nach 7 Uhr in einer sehr großen, dem Strohhutfabri«! kanten Josef Oberwalder gehörigen Doftpelh,irpfe ein ^ Brand zum Ausbruche, welcher dieselbe sammt dem! darin verwahrten bedeutenden Heu» und Strohoorrathe total einäscherte. Der nicht versicherte Schaden beträgt über I300fl In beiden Fällen ist es den lobenswerten Anstrengungen der Domschaler freiwilligen Feuerwehr gelungen, die anstoßenden, höchst gefährdeten Vauobjecte zu retten. Diese beiden Brände dürften von ruchloser Hand gelegt worden scin. — Am 8. v. M vormittags brannte das Haus des Franz Gril in KraZce sammt dem unter einem Dache befindlichen Wirtschaftsgebäude und den fämmtlichen Habseligkeiten ab Dabei gieng auch eine Kuh, die aus dem Stalle nicht mehr gerettet wer« den konnte, zugrunde. Der Schaden beträgt bei 500 fl. Assecuriert ist Gril mit 300 fl. Dieser Brand wurde durch den eigenen vierjährigen Sohn des Beschädigten gelegt. — (Aus den Nachbarländern.) Am 22. v. M. decorierte der Herr Statthaltereiralh und k. k. Bezirlshauptmann Haas den hochw, Herrn Franz Iuvanöiö, Iubelpriester. Ehrendomherr von Lavant und Dechant zu Neukirchen bei Cilli, mit dem diesem Priester-Greise wegen vieljährigen und ersprießlichen Wirkens von Sr. Majestät dem Kaiser verliehenen Rit« tertreuze des Franz-Iosef«Ordens. Dieser Feier wohn« ten der Decanats-Clerus. die Ortsvorstehung und zahlreiche Ehrengäste bei, Herr Iuvaniiö zählt bereits 80 Lebensjahre und ist Priester seit 1825. Aus Graz wird unterm 29, v, M. berichtet: In der gestrigen „Efsex"»Vorstellung im Landestheater kam Fräulein Rothenberg (Elisabeth) mit dem Schleier dem Kerzenlichte nahe. welcher Fener fieng. Im vollen Hause rief man: „Sie brennt!" Rothenberg stürzte sich zu Boden und riss mit Hilfe des Schauspielers Lippert (Ralph) die brennenden Stoffe von sich. Ueber entschie» denen Wunsch des Fräuleins Rothenberg würde weiter« gespielt; das Publicum verhielt sich besonnen und verlangte nur. dass die Kerzen ausgelöscht werden. Der Zwischenfall zeigte, wie leicht sich im Theater eine Feuersgefahr bcmeistern läsSt, wenn Publicum und Schauspieler die Geistesgegenwart bewahren. Trotzdem mag es bei dieser Gelegenheit am Platze sein, daran zu erinnern, dass die Vorsichtsmaßregeln nicht immer genau genug beobachtet werden. Es ist nochwendig, dass alle Leuchter, welche auf der Bühne zur Verwendung kommen, schwere Füße haben und nicht an exponierten Stellen placiert werden, da man an die Vorsicht der Schauspieler, namentlich wenn sie vom Affecte fortgerissen werden, leine allzu großen Anforderungen stellen darf. Aus Trieft wird unterm 28. November gemeldet: Die in einzelnen Wiener Journalen als Telegramm aus Trieft erschienene Notiz von angeblichen anti-üsterreichi« schen Demonstrationen anlässlich der vorgestrigen Vorlesung des Professors Lovisato über die italienische Expedition ins Feuerland beruht auf Entstellung. Der anwesende Polizeicommissär fand keinerlei Grund zu einem Einschreiten oder zu missliebigcn Wahrnehmun« gen. Auch die gestrige Vorlesung Lovisatos verlief ohne jeden Iwischenfall. — (DaS Geheimnis der Börse) In dem bekannten Wiener Finanzblatte „Der Capitalist" lesen wir folgende Correspondenz der Redaction an einen Abonnenten: „Die Frage ist leichter gestellt, als beantwortet; jedenfalls ist der Gegenstand in sich interessant und lehrreich. Millionen werden an der Börse verloren — wer gewinnt sie? Wob/r kommt es. dass einzelne Firmen Millionen verdienen und verdient haben in einer Zeit, wo es tausend anderen nahezu unmöglich war, ihren Besitz intact zu erhalten? Die Antwort ist schwer, aber nicht unmöglich. Wir werden Versuchen, dieselbe zu finden; doch müssen Sie sich gedulden. Wir hoff'^ schon jn der nächsten Nummer dieses Journals e,ne Nrtlte^erie begmuen zu können, welche die Geheim« msje der Norje behandeln wird. Geheimn.sse. die an sich pikant und interessant sind wir werden die Fäden bloßlegen, mit welchen di? Maschen geknüpft worden, in denen die fraglichen Millionen hängen bleiben; wir werden versuchen zu zeigen, wie man mit geringem Risico. mit kaufmännifchem Verständnis, mit Klugheit und Talent, aber auf vollkommen correcter Basis Mil> lionen erwirbt und vermehrt." Bei dem interessanten Thema, welches sich die Redaction gewählt hat. darf man an die in Aussicht gestellten Enthüllungen immer« hin gespannt sein. 22. Verzeichnis der Beiträge für das Monument des Dr. Johann Vleiweis «itter v. Trsteniöli in Uaibach. Gesammelt vom hochw. Herrn Pfarrer Dr. Georg Stcr« benc inHrenowiz; gewidmet haben folgende Herren: Dr. Georg Sterbenc 3 ft., Lavrcnc'ic' Andreas 50 lr., Lavrcukic Max 1 fl.. Lenasi Anton 1 fl.. Tomaziö Johann von St. Veit 2 fl.. Premrl Johann 50 kr,. Zalohar Josef 1 sl., Arlo Mathias 50 lr.. Mayer Fr 50 lr, Lcgan Fr. 50 lr,, Stcrbcnc Peter und Ao» hinc M. H 80 tr.; Frau Doles Johanna 40 lr.. dann die Frauen: Doles Katharina, Lenasi Maria, Lcnasi Apollonia, Klcmcnc Mih, Stcrbcnc Wath., Stcrbcnc Mar., Sterbcnc Anna, Ttcrbcnc Jus., und Herr Stcrbenc Marlo k 20 lr,; die Herren : Bole Matthäus, Kr. Pet,. Kr, Ant., ssajdiga Stcf.. Mariniii Vlasius, öcrne Andreas. Jäger Pavel. Panian Pet., Hrenovsli Martin, Smihclsti Georg, Landolski Nikolaus, Zagonsti Icruej, Orehct Florijan, Hruscvcc Daniel, Rotulil Johann. Ubcljcc Urh, Ttranicc Vrilcij. Nazdrtec Anton, Landolcc Iodoci, Ttranjcc Andreas, Gorman Pet., Sautel Johann, dann die Frauen: Valentii Anna, Hraßla Anna, Otosa Elisa, Zngorska Nothburga, Studenc Varbara, Slaviniec Gertrud und Icmcc Maria u 10 lr. ; zusammen 16 fl. 20 lr. Neueste Post. Original-Telegramme der „Laib. Zeitung." Berlin, 30. November. Der ReiclMaa. lehnte den Antrag Germams wegen facultativer Zulassung der französischen Sprache im elsaß'lothringischen Lau, desauSschusse mit 153 gegen 119 Stimmen ab. Minister Vötticher bekämpfte den Nntiag auf das entschiedenste. Constantinopel, 30. November. Infolge der Un-tersuchunq in der Affaire Fuad Pascha wurden 120 Palast'Tscherlrssinnen eingeschifft und in ihre Heimat geschickt. ____________ W i e n, 30. November. (Wiener Zeitung.) Se. l. und k. Apostolische Majestät haden mit Allerhöchster Entschließung vom 22. November d. I. dem Reichs« rathsabgeoroneten und Mit^liede der Crntralcommission für die Regelung der Grundsteuer, Hofralhe des Ver» waltungs. Gerichtshofes Dr. Anton Meznil das Ritterkreuz des lleopold.Ordens taxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. Wien. 30. November. Die „Wiener Abendpost" veröffentlicht die Entscheidung des Unlerrichtsministe» riums an den n. ö. Landesschulrath, betreffend den Recurs des Vereins „Komensky", durch welche ausgesprochen wird, dass der Errichtung einer Privat-Volksschule mit böhmischer Unterrichtssprache in W-en ein gesetzliches Hindernis nicht im Wege stcht. Berlin. 30. November. Se. k. u. t. Hoheit Kron< Prinz Erzherzog Rudolf ist Punkt 11 Uhr per Extrazug hier eingetroffen. Da Se. k. u. t. Hoheit jeden Empfang abgelehnt hatte, war keine Ehrencomftagnie aufgestellt; dagegen waren Se. Majestät Kaise» Wilhelm undP'iliz Wilhelm, beide in österreichischer Uniform, zur Begrüßung anwesend. Der deutsche Kronprinz war nicht zugegen, weil derselbe noch beim Herzog von Ratibor auf Schloss Räuden weilt. Botschaftsrath B>non Paselti war mit den übrigen Herren der Botschaft dem Kronprinzen bik an die Grenze entgegengereist. Berlin, 29. November. Anlässlich der An« Wesenheit Sr. l. und k. Hoheit deS Kronprinzen Erz« Herzogs Rudolf, welcher morgen vormittags 11 Uhr hier eintreffen wird und sich jeden Empfung auf dem Bahnhof« verbeten hat. findet nachmittags 3'/, Uhr ein größeres Diner statt, zu welchem die hier anwesenden Mitglieder der königlichen Familie nebst Gefolge, Kronprinz Erzherzog Rudolf nebst dessen Adjutanten Major Grafen Mittrowsky. Botschaftsrath Freiherr von Pasetti für den noch abwesenden Bot-schafter Grafen Szichcnyi, der Militärbevollmächtigte Major Freiherr von Slcininger. ferner Großfürst lind Großfürstin Wladimir nebst Gefolge und Bolschaftrl von Sabmuff. Militärbevolltnächligter Fürst Dol^o-ruti, Oberst Daller, die Großh^Min Muller imd der Elbgroßherzog und die Erbgioßherzogin von Schwerin nebst Gefolge und andere Persönlichkeiten geladen sind. Abends halb 7 Uhr findet die Abreise des Krön' Prinzen mittelst Extrazuges nach der Station Iaevenitz und von dort die Weiterreise zu Wagen nach Lchlingen statt, woselbst um halb 10 Uhr der Thee im Ias.d-schlösse genommen wird. Freitag morgens halb 9 Uhr crfolgt der Nufbruch zur Jagd, und zwar zur Suche mit der Fmdermeute auf Sauen. Um 12 Uhr Dejeuner im Iagdzelte. fodann abgestelltes Lappjagen auf Roth» wild und Damwild. Um 7 Uhr Diner im Jagdschlösse. Samstag: Abgestelltes Lappjagen auf Roih-wild und Damwild. Um 12 Uhr Dejeuner im Iagdzelte, sodann freies Treiben auf Damwild. Um halb 4 Uhr Diner und um « Uhr Rückfahrt nach B^-lin, woselbst um 8 Uhr 57 Min. die Ankunft erfolg!. > C 0 nstantinofte1. 30. November. Das Corps der kaissllichen Garde-Dragoner, welches ausschließlich aus Tschcrkt'ssen besteht, wurde verabschiedet und wurden alle Angehörigen desselben nach Trap?zunt eingeschifft, von wo aus sie in ihre Heimat befördert werden follen. Handel und WlkswirtschaMches. Reform der Spiritussteuer. Für den 4. Dezember hat Sc, Excellenz der Herr Finanzminister eine große Enquüte ein» berufen, welche über die Mängel der gegenwärtigen Spiritus' stcucr sowie über die Mittel ein Gutachten abgeben soll, durch welche die bestehenden Mangel beseitigt und neben einer rationelleren Einhebung der Sftiritussteucr cin höheres Erträgnis aus derselben gesichert werden tonnte. Wiewohl die Maßstabe der täglichen Leistungsfähigkeit des Gährrmmu's, nach wclclM die Steuer jeuer Brantweinbrcnncreicn bemessen wird. deren steuerbarer Maischraum 45 Hektoliter übersteigt, schon zu wie-derhollemnalen gesteigert worden sind, ist der Nraniweinslcucl» Ertrag im Jahre 1881 niedriger als im Jahre 1U65, Der Brutto' Ertrag der Vrantwciilstcucr war im Jahre 1865: I5 4Ü5 541 fl., die Stcucrrücluergülung war 509 01A fl., der Nciucrtrag 14 92U528 fl, - im uorigcn Jahre aber war der Ärutlo-Elt'ag 14 804 412 fl. die Ltruerrückvergülung 2 22? 644 Gulden, dcr Reinertrag 12 524 76!) fl. Der Vrenncrciuctricb hat nicht abgenommen, aber es wird weniger versteuert als gebrannt wird. Die Ursache dieser Erscheinung liegt in den Fortschritten der Technik oder eigentlich der Mechanik, welche es den Industriellen ermöglicht, die jeweiligen Pauschalierungs' lcistuligen durch eine Beschleunigung des Gährproccsses zu über-flüqclu. Es ist dies ein Vorgang, durch welchen nur die kleinen Etablissements leiden. Die Industriellen verstehen es nämlich, durch Beschleunigung des Gährprocesscs den Gährraum, den man unter anderen Steuersätzen in zwei bis drei Tagen nur einmal bcuühtc, dreimal, ja noch öfter im Tage auszunützen und dadurch in demselben Gährraume eine viel größere Alkohol' menge zu ftroducieren, als sie thatsächlich versteuern. Deshalb konnten auch die wiederholten Erhöhungen der Pauschalsähe nur eine vonibelgehendc Wirkung üben. In dem Momenlc. als es gclungcu war. den Gähruugsp>ocess neuerdings zu beschiel nigen, war die Wirkung der Erhöhung der Pauschalsätzc para« lysicrt. Angekommene Arcnldc. Am 29. November. Hotel Stadt Wien. Baron Poclcnzcll, Gutsbcs, Mühlhcim- — Angel, Kaufm.; Leber, Baumgartncr, Glauber und.«lein. Reisende. Wien. — Singer, Reis., Innsbruck. — Vachmann. Fabrikant, Mailand. Hotel Elephant, tturalt, k. l. Marinetaplan. Pola. Olorn, Bürgermeister, Tr^iöc. -- Pavlie, Sagor. — .^ulla, ftaufM' Wien. — Karlihti, Neis., Fünslirchcn, — Suinik, Sclzach» — Valmagiui, Trieft. Vairischcr Hof. Ladstätter, Fabrikant, Domschale, — Rosen. Reisender, Wien, — Pleresnit, Jäger. Ncuthal. - Preles' nik, Wirtin. Stein. Kaiser von Oesterreich. Oscr, Mechaniker. Mohren. Lchncr, Privatier, und Pagliaruzzi Ritler u. .Kiesel' stein, Wien. Verstorbene. Den 29. November. Urban Oblat, gewcs, Krankenwärter. 82 I., Kuhthal Nr. 11. Klüi-U8iuu8 »onili», — Joses« Kodelc, Greislerstochter. 13 Mon,. Bcga«Gasse Nr. 12, BroN' chitis. Im Spitale: Den 27. November. Barthelmä Dcrmastja, Tal!" löhncr. 38 I., rundes Magengeschwür. Den 28. Novembcr. Peter Mcbved, Inwohner, 48 3' chronische Lungmtubercnlose. Ti) enter. heute (gerader Tag) zum erstenmale: Apajune, del Wassermann. Operette in drei Acten von F. Zcll U««» R. Genie. - Musil vou Karl Millöcler. Lottozichung vom U). November: P r ag : 84 57 70 50 9. Meteorologische Veobachtuuqen in Laibach^ 7 U. Mg. '734 43> -3^4 SW. schwach, bewölkt „. 30. 2 „ N. 7.U 09 ! — 1'0 NO, schwach bewölkt 0 "" 9 « Ab. 73567 ! — 0 8 NO. schwach, bewölkt Morgens bewölkt, nachmittags Sonnenschein, abends trübe- Das Tagcsmittcl der Wärme — 1'?«. um 33° unter del" Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Bamberg- ff I tturbc flcftcrn aiuifrfjcn 5 unb 6 Il^r <*bc* #, UPPlslPPn sll|f &<""» SBcflc toon bcr ttitalnif«^,00?' WUl IUI Gil trnfif bis „jur itcuen SBclt" auf bcr JW X^crcftcn-Strafec ein öJclbbctraß wo» ™Vtt in Sanfitoton, >uc(rf)c iit ein (iotiücrt singesdjloffcii waxen. * rcblic()e gfinber mollc ben bertorcnen iüctrafl bem 9ScrI«f*^^jrttc fccrrn «Cbatti seiner, glotianzGQsfc 9?r. 12, oeant onflfjnjl* »elo^nuiifl übermitteln. {^m^ „Das Geheimnis der Börse" odor „Wie wird man reich?" fld Höchst interessante Aufschlüsse über die BWA.<, ihre Matadore. Artikelserie dos Journales „Der Cap*alllUe. (Wien, I, Eohlmarkt 6). - Becinn in Nr.48 vom * 4 zember 1882. (ßo«5) ° ü o s o n (1 o r H b o a • h t o n s w o r t: ^; Nr. 46: Die Dopositen-Bankaotie (oino Studio)- Nr- t. Börsebilder. Specialitäten. Was ist billig. — BeoWW achten, botroffond dio Prag-Duacer-Bahn otc. otc. <« iKF* Nummern auf Vorluugon grati»- ^^ 23ttl Course an der Wiener Gürse vom 3l>. November l«tt8. (^ b.m 0^^ « «an,« 500 „ 180 — '»»50 lßeoer <»/,. ßünstel loo« ,«« - 1»« 5<^ »«4ll El»at«l°s« . . l«« ^---------------- lomo.Mtnlenlchllne' ' per«L». 40 — <» Volbrente «"/, . . . , us 50 li« ?<> " _, ^ 4»/n . . . , 8535 »5 50 » vahierienlc »«/„ .... «4 50 »4'7c , «>knb,.3lnl. I«uft. «.W.S, I3< - '8^ sl. » vftb»h«.Privlil»te» . . 88 9 c, 89 »o . Staal«'Obl. (Ung. Oftb,) — - >,o- » „ vom 1.187« »» eo »< — »» ,. Vramien.Nnl. k iU0ft.ö.U>. nal.0 ,,«?5 «»»l!«.!»^ .z.^^ ^ ,lw st. . . ,ou eo 10» z<> «rnndentl.. Obligationen (iur 100 ft,»l,.M.). ^«b«hmi,^.......,ug.^ ,07 - °/°»al>u!che.......»?bb »»5t A» mahnscht.......104— ,(,5— U„N!tdetöf!t«»«chlsch«. . . .,0»k0ic.7— 7,/° °>!»7°jlt^ichljcht .... XX 50 — — ^/° ftl>ri>ch«.......,04 ^ Il.5 .. "/° lro<»li,ch, unk llauonttche , »» — >o«— »«/„ fitbtnb«la!schc.....«» «, S8 8° 5°/, Tcml«val.!sanattr , . !8 — 5"/» ungarilchc.....»» 5b >l» — «ndere össentl. Anlehen. Donau.«««..«»«! 5»/» lvo fl, l,4'50 1^5« blo. «nleihl 187«. fteuerjrci , w«üb lc» ?.-> «nlehen d. Sladlgemtinbe Wicn 10« 7b loi 50 Anltyln d. Vlad»n«meindc Wier lSilb« odei Gold) . . .---------------- Plämien.Nnl.b.ktabtgem.wi»n il^— 1»4 »5. Pfandbriefe ilülllXifl.) Vodenc». allg, öftsll. <'/,°/c>G°Ib ll8 ? blo. m 5» . „ 5°/» . — —------- dtr. in 50 , , <'/,"/» »»'^' »» >l> dto. in 5« „ « 4"/y , »3 «a »4 3«, dto, Pläm>e,!.Schuldvll(,o — Ocst. Hhvothtlenbanl I0j. 5'/»°/» !»<»'5e >c,l b<< Oefi.'UNg. Van! verl. »°/, . . >«> 30 ll.0 <^ blo. , 4>/,°/, . , 9» so wo . blo. « 4°/o . . »»/,0 «z 7c, Ung.allll.Aobtliclcbil'Aclienges. in ^cft in »4 I, verl. 5'/,°/« , —'— — — Plioriläls» Obligationen. s heidmant-O.Nordoahn in Silb, lUl^ — 105. b<> ftranz Iostf'Bahn.....100 50,100 90 «»alizüche »ail »eutwig.Vahn /,«/» . 99-H0! »s 70 Ocst«l. il!,ldweftbahn . . . . !lii 8l! !Nl I«! Viebenbürgn.......90 ?(> Ul — G«a»l«bahn 1. Lmilston . . . 17? — ,7? 50 kllbbahn i» 3«/,......!»»?<> !»4l5 « ^5°/,......!17 50 !>7 9N Nng..galiz Vahn.....g,— ,z 3U Diverse Lose lpcr Stuck). Lrebitlolc io<» ft......I74>f, «74 75 ll 40 N....... I? ?z ,8 50 4"/, L>on»u»DllMV»lch. ion st, !08 — II.» 5» Osener i!ole 4« fi...... ^ — z» ,^ Plllssy.rolc 40 ft...... «4,5 zh,s, Mubol<,?o!t 10 n..... 1« 75, I» !l5. 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Silber .'l«o —«050 Prag.Duier «tilenb. l50Uahn ll00 ft. Vilbn , I«» 75 l«4 «5 Siebenbilig» «iiftnb. »00 ft. S i»u — l«i .» Slaat«ei «00 ft. ü, W, »44 50 545 — eilbbabn «X> N, S!l»« , . , ,,ß _- ,zg ^, Sl!d.«l>rbd, Verb <», «ooft.IVl '4? 75 >4» ,5 Tbeih.Nabn „00 N ö, W, . , ,47 «b »48 — Tr-l!,u»llla'ud «u^ ft, ö, W , __-__ __.». llng.aali^, «lisin!' xooft, Vilbv, 159 75 >«0« »In«, NordüNbahn »0U ft, Vllbcr >«o-. >«V l.0 Uug.WeNb.sNl>«b.«la^«<,oft.V, 1«« »5 1,3 7b ^nduftrie.Actie» (Ver Vlüll», «gvb! und ltindbsig. .«G«l. 100 ft, . __— — — Devise». Deutlch« Pl«tz«......5ß,anl»°tt». , , 5« 45. ^5^