ottnrfni Preis Din 1 SO 71. Jahrgang wöchentlich siebenmal Schrtftieftusg (Tel. bitemrb. Nr. 2870) eew» Bfiefi* **• Buchdruckerei (Tel. Interarb. Nr. 2024): Maribor, Jurčičeva ul. 4 Anfragen Rückporto betiegeo. Mnuefcrlpte werden oleht retumleri ..xvvxxXXXv^xxxvxXXXXXXXxXXXxVxXxxyv / - - - - VilLy/ "• ä“--.' kjcm i Ö-ti Nr. 206 Dienstag, den 4. August 1931 Inseraten» o. Abonnements-Annahme In Maribor: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen, monatl. 23 Din, zustellen 24 Din, durch Post monatl 23 Din, für das übrige Ausland monatl. 35 Din. Einzelnummer t bis 2 Die, Mlmbmer ftettmm Vor dem Volksentscheid FranzöMche Befürchtungen — „Brüning, der Schwächling" — Vreußens Wahl zwischen Krieg und Frieden — Hugenberg bei Hindenburg %na, die Gphynx SchdE Widerstand gegen Tschiang-Kai-' Kanton gegen Nanking. — Alle gegen alle. 3w Scha n g hai, im Juli. 8if(urt v"sident der chinesischen Zentralre-m Nanking, der berühmte Marschall 'vtQttrr O • aj uciuijiiuv: vviui|u/uu. % „Wutsche!, ist beinahe das Opfer eitle, etnem Ruto mehrere Revolverschüsse % e”'. ^hne allerdings die Insassen zu l6Hti)pn Attentäter, drei an der Zahl, e|ner ,°n 2rt und Stelle gefaßt und nach litif et,Ur^en Gerichtsverhandlung bereits H « ! Pater erschossen. Es verlautet, c ti°tt den Feinden Tschiang-Kai-tttEßf,.'11 ^nton beauftragt wurden, den ptttq 1 Alorfchall zu töten. Die Regie-Ntäniv °n ^at Pch vor einiger Zeit für Me 5)tt ,1.9 Erklärt und die Absicht geäußert, xttt9er Regierung zu stürzen, um die Kb ,.er Befreiung Chinas selbst in die «W s" nehmen. Es handelt sich dabei um l9t=@ens ,nert ®treit der Epigonen. Sun-5‘cf^ J Urrt das Erbe des großen Lehrers. ist es, der China vor hie Ge- Eines neuen Bürgerkrieges stellt. . nach dem Attentat hat Tschiang-.%nr den Belagerungszustand über die £Waw- ®täbte an dem Yangtse-Fluß, "ßnm Unb Hankau, verhängt. Diese % konnte nicht allein durch das At-k r oranlaßt werden, die Gründe lie-Sie sind in der neuen großen l'Eti,. n9 gegen die Nonfinger Zentralre-stad ihrem prominentesten Vertreter Ng 3;Si‘at=«che! zu suchen, einer Bewe-*|ittoe te Heute Bereits den größten Teil . % -.^saßt hat. 1 nicht lange her, als Tschiang-Kai-jstitg ;n°st,ber chinesischen Nationalversam.it« nfn ^ aking, welche ausschließlich aus "Hb ' "Ungern bestand, subelnd begrüßt j6iitbe_ <1 Re9tmngSchef erneut gewühlt 1 glaubte bei Me* toic sch"" oft vorher, die Befriedung Chinas und den An-Is.stst neuen Aera, der Aera des frteb* Ste[gQ s aus, verkünden zu können. Un* Wte tirf. n°ch der Beendigung der Tagung Marschall an die Spitze seiner .Um den vor Monaten Begönne« steter begen die roten Truppen mit X in Xp Su Ende zu führen. Es soll , gelungen sein, den bewaff- st’b btn , tt der chinesischen Kommunisten iStW»“0ltkrenbfm Bauern erhebliche li ’denbo« Aufügen. Doch von einem ent* 8tebe : • k8e konnte dabei nicht gut ches tragen wird. Vor einigen Woch .F klärte Gandhi einem englischen richterstatter, daß er an der „Rundt-ferenz" in London im üblichen europ" ^ Anzug erscheinen und im Falle e'Ue {f dienz beim König von England d«e ss schriebene Hoftracht anlegen werde, J / kanntlich aus einem Sakko, Knie^' f ßen Seidenstrümpfen und Halbschuvm^ steht. Diese Nachricht löste in der enS J Gesellschaft allgemeine Zufriedenhet ^ i Die Anhänger Gandhis gerieten große Verstimmung. Nun sah f1® veranlaßt, infolge der zutaae Üe,retf.Lrt K Zufriedenheit der indischen NationoU^ ,„i ne Dispositionen zu ändern. §r - ,, >-daß er keinesfalls geneigt sei, in ^nTl “ feine übliche Kleidung iu verzickst^^ einem rveißen Hemd besteht. reit Zugeständnis zu welchem er de« .. . *e*' Erde darin bestehen, daß er wäh-übe» Sü! Audienz im Buckingham-Palast Hemd noch einen Schlafrock anzie-wie n;° e^ Nachricht wirkte in London in th ?? dombe. Die Blätter beschäftigen sich Klangen Aufsätzen mit diesem Bor. rix,^ ^"ndhis und weisen auf die Unmög-^ t eines solchen Auftretens hin. Aerzte * kar®n' btffs das lange weiße Hemd den ftl-ii. blft? bedeuten würde, da tropische falls Utt9 ^ dem Londoner Klima fernes-Hl*. an£ut.aten sei. Die Aufregung der eng. ^aatss^^ntlichkeit war so groß, daß das CS??1 kür Indien sich entschloß, btm Telegramm zu richten, in bet €f ,9®pet€n wurde, in europäischen Klei-foWnv” "OTtbon zu erscheinen Darauf lief i ^^raphische Antwort ein: „Ich txaZ x fan9*n weißen Hemd. Es ist die bo» i, jüdischen Bauern, die ich in Lon tt 5U vertreten habe. Gandhi.« klltter dem Derbacht ve« Gattenmordes ^echtsanwaltsgattin läßt ihren Mann ”“9 ihren Liebhaber ermorden. lini E, to»,.!! i.e ", 30. Juli. In Neustadt a. d. traten Witwe des vor einigen Mo« denen m rätselhaften Umständen verstor-h e t ^®Asanwaltes Dr. Wilhelm Klein viettg m ihr Freund, ein Dekorateur na. ^tsamn r11' unter dem Verdacht, den let. ^ sin ermordet zu haben, verhaf- bet 3- Feber ist in seiner Wohnung ®$u6wiantooIt Dr. Kleinherz mit einer dahiu ,tot aufgefunden worden. Man Le, tootonf ? ,.et. Selbstmord begangen hat« Nach Unk' tietfchiebene Umstände hinwiesen, tücht, w nkat^ verbreitete sich aber das Ge-Bett m * Rechtsanwalt ermordet Worten m ® Recherchen der Polizei verstärk- Frennz $ kiegen die Witwe und ihren Frau ftrj.0, a6 deren Verhaftung erfolgte, ten ihre?^"z hatte nach den ersten Jah- vch» ityg. wiederholt Freunde gehabt Fhr Itht„rm£Ik*en§ aus dem Arbeiterstande, vsann, refii freund, der Dekorateur Rort-Neustubt ,6 k ®inem Jahr arbeitslos in chisanw„r» wurde von der Frau des 9e in der W . ausgehalten. Die Vorgän-lflnnt, tdnacht sind noch nicht genau Lustmord an einem ^ Kinde v^ftes Verbrechen an einem trierjäh-Äuz* ti9en Mädchen. « der mL1 in wird vom 2. d. berichtet: .toct 4o «;r r Ortschaft Kummersdorf, jjtbe ein f, °?lter von Berlin entfernt, 7°> den furchtbarer Lustmord oerübr. Ein in Pflege befindliches A Noch 'Machen wurde von einem bis-£afet ewürnf! Sicherheit festgestellten S^rrt, norfl« in e*ner Sandgrube ver-nfl^feitsbeX“? iwm Kinde ein schweres * Nlz bna a, begangen wurde. $?> kam gestern abends nicht nach tJlf; an d'en^m^.Nachforschungen einge« Af* öeteiiiam '5.bte 9°nze Dorfbewohner lat IWt in die «S.8 ganze Gegend wurde Ast" hurchsach^ mit Fackeln und Statt- ^ einer^A" ^°rgen gelang es, die Leiche y. acht he E , vufruf'nden. Unter dem tl Dreher ' ^«rschaft wurde ein ÜSjähri-O bereits ^ festgenommen, 'ieitsderb^^98" mehrerer schwerer Sitt- N* » kt«? W, 2. lio (lau. DI- BetUr? nto vor «ir et Erzbischof •A».«& ' S'»Wrt?« « Bo L0,m«»7”'C bet d>° tu 16t. 4»%laVMt t»lj unb t,.t Lfesl ^^Capri angetreten. - « e § j a $o6 eines Kindes. Ste.Ä“£n* Vel?"Ä 9” »«ilerttui SS* «=11. um“i^tlttt Jung-'N ber feen hQtt l^ben gekommen. Bor ^ahe des wJ? «em Fabriksarbeiter ienhauses erhänat und Hitzerekorö in Newyork Taufende übernachten im Freien — Täglich ertrinken durchschnittlich 40 Personen Die wochenlang in Newyork herrschende Hitze bei einer Luftfeuchtigkeit bis zu 95 Pro zent nimmt jetzt solche Formen an, daß viele Büros stundenlang schließen müssen. Auch die Nächte sind unerträglich. Taufende übernachten im Freien, auf den Rasenanlagen, zwischen den Straßen, bewacht von Schutzleuten, die von Bürgermeister Walker angewiesen sind, die Ausplünderung der Aermsten zu verhüten und morgens um 7 Uhr die Schlafenden zur Arbeit zu wecken. In den Zügen der Untergrundbahn beträgt trotz dauernd laufender Großventilatoren die Temperatur 40 Grad Celsius. Die Kran kenhäuser sind infolge zahlreicher Hitzschläge überfüllt und der Stand an den Seebädern in der Nähe von Newyork ist vor Menschenmassen unsichtbar. Täglich ertrinken durchschnittlich 40 Personen. Die Autos verstopfen die Ueberland-straßen derart, daß ein Auto vom Stadtin-nern bis Coney Island zwei Stunden benötigt. Alle Züge sind stets überfüllt, so daß der größte Teil der Newyorker in der Stadt bleiben muß, wo sie kaum ein Plätzchen im Freien finden. Der Konsum von Eis und kalten Getönten ist ungeheuer. Grotesk ist bei alldem, daß das Gebäude der Telephon-und Telegraphengesellschaft Heizen muß, da sonst durch die Feuchtigkeit der Luft die Maschinen außer Gang gesetzt würden. Die verjüngende Sormonfuppe Bemerkenswerte Heilerfolge durch Behandlung mit Hormon an Budapester Kliniken Behandlung mit vitaminhaltigem Hormon eine unvergleichlich günstigere Wirkung aus übt als eine Verjüngerungsoperation. Wäh rend die in den menschlichen Körper übertragene Drüse sich erst nach einem halben Jahre in den menschlichen Organismus auf saugt, tritt die Wirkung des Hormons viel früher ein. Es handelt sich um ganz frische Präparate, die nicht erst gekocht werden, sondern in die in gekochtem Zustand befindliche Suppe geträufelt werden. Dr. Szegedi erklärte, daß auch an der Klinik Wenckebach in Wien seit längerer Zeit ähnliche Versuche durchgeführt werden. Szegedi glaubt, daß durch eine Vervollkommnung der Hormonbehandlung Krankheiten geheilt werden können, denen die medizinische Wissenschaft heute ratlos gegenübersteht. An Budapester Kliniken werden seit Monaten Heilerfolge durch Behandlung mit Hormon erzielt. Das Hormon beziehungsweise die Hormon enthaltenen Drüsen wer den in großen Mengen von der Budapester Schlachtbrücke, wo täglich mehrere hundert Tiere getötet werden, gewonnen und in Eis kästen nach den Kliniken gebracht, wo sie verarbeitet werden. Das Hormonpräparat wird den Patienten in einer goldgelben Suppe nach ärztlicher Vorschrift verabreicht. Der Budapester Arzt Dr. Alexander S z e g e d i, der ein Harmonlaboratorium leitet, äußerte sich dahin, daß das Hormon die Eigenschaft besitzt, gewisse eingetretene Mängel zu ersetzen. Die Wirkung des Hormons wird durch Vitamin verstärkt und manche Aerzte behaupten, daß eine längere Schreckenstat einer Rasenden Sie zündet ihren Gatten an und zerstückelt ihn mit einer Sense P a r i s, 2. August. In dem kleinen Mann Bei den Schwiegereltern Zuflucht, Dorfe Morenal bei Gueret ereignete sich in der vergangenen Nacht eine furchtbare Blut tat. Um 4 Uhr morgens, als das kleine Dorf noch im tiefen Schlafe lag, stand die 32jäh-rige Bäuerin Marie L a c o u r auf, holte einen Benzinbehälter herbei, goß dessen Inhalt auf ihren schlafenden Gatten und zündete das Bett an, das im Nu in Flammen stand. Vor Schmerz aufbrüllend suchte der um sich die furchtbaren Brandwunden, die er erlitten hatte, verbinden zu lassen. In diesem Augenblick kam aber die wütende Frau mit einer Sense herbeigerast und tötete mit einigen wuchtigen Hieben den schwerverletzten Mann, worauf sie sich der Gendarmerie stellte. Das Motiv der Tat ist in Ehezerwürfnissen u suchen. Der Newyorker Bandenkrieg Neue Bluttaten und Raubübersälle — Ungeheure Erregung unter der Newyorker Bevölkerung - Drakonische Sicherheitsmaßnahmen N e w y o r k, 2. August. Trotz der polizeilichen Vorkehrungen geht der Krieg der Newyorker Unterwelt unvermindert weiter und nimmt sogar an Schärfe zu. In den letzten 24 Stunden haben sich neuerdings einige Bluttaten und Raubüberfälle ereignet, die die Kaltblütigkeit und Kühnheit der Ban diten beweisen. In Brooklyn fuhr ein Automobil vor einem Geschäftsladen vor. Der Besitzer wurde durch einige Revolverschüsse getötet, weil er unorganisierte Arbeiter in seinem Betriebe beschäftigt hatte. Eine andere Bluttat ereignete sich in der Nähe jener Stelle, an der sich dieser Tage der grauen hafte Kindevmord ereignete. Hier wurde aus einem Automobil, das mit einem leichten Maschinengewehr bewaffnet war, auf zwei Passanten ein regelrechtes Schnellfeuer eröffnet, durch das die zwei Personen getötet wurden. Die Urheber der beiden Bluttaten sind unerkannt entkommen. In Newyork herrscht wegen all dieser Mordtaten eine ungeheure Erregung und es wurden bereits Massenkundgebungen gegen das Ueberhand-nehmen des Newyorker Bandenkrieges ein» berufen. Außer den Bluttaten ereigneten dies brachte einige Knaben des Waisenhauses auf die Idee, scherzweise „Aushängen" zu spielen. Aus dem Scherz wurde aber bitterer Ernst. Der Dreizehnjährige, der seinen Kopf in die Schlinge gesteckt hatte, erstickte ehe Hilfe gebracht werden konnte. sich auch verschiedene Raubüberfälle, darunter einer auf ein kleines Bankgeschäft und ein anderer auf das Roosewelt-Hotel. Mit vorgehaltenem Revolver wurden die anwesenden Personen im Schach gehalten, während die übrigen Banditen aus einer Kasse einige tausend Dollar entwendeten und hierauf mit der Beute in einem Automobil in rasender Fahrt verschwanden. Tag und Nacht durchstreifen zahlreiche Polizeiabteilungen mit Panzerautos die besonders gefährdeten Straßen, ohne daß es bisher möglich gewesen wäre, die Urheber der jüngsten Mordtaten und Raubüberfälle dingfest zu machen. Eine Frau, die sich als Mörderin auSgibt. Vor einigen Tagen wurde in einer abgelegenen Straße eines Pariser Vorortes eine Leiche gefunden. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, daß der Tod des Mannes offensichtlich auf einen Selbstmord zurückzuführen war. Der Tote konnte als ein russischer Emigrant, Peter Suslow, identifiziert werden. Zwei Tage später meldete sich auf einem Pariser Polizeirevier eine junge Dame, die sich Fürstin Olga Gortschakowa nannte. Sie erklärte, Peter Suslow erschossen zu haben, und zwar nicht wegen Unglück licher Liebe, sondern infolge politischer Mei nungsverschiedenheiten. Die Kriminalpolizei, nahm die angebliche Täterin fest und ging an die Aufklärung des Falles. Es konnte bald felchestellt wgrden, daß Olga Gortscha- kowa an Verfolgungswahn litt. Vor allem erwies es sich, daß die junge Dame weder Fürstin noch Russin war, sondern eine gebürtige Französin, Odette Giroux. Ihre Eltern erklärten beim Verhör, daß ihre Tochter schon wiederholt erfundene Mordgeschichten erzählt habe, an denen sie entweder als Verfolgte oder als Täterin beteiligt zu sein behauptete. Liebestragödie auf dem Schwarzen Meere. B u k a r e st, 2. August. In der Nähe des Kurortes Mamaia auf dem Schwarzen Meere wurde ein leeres Boot treibend auf dem Meere gefunden. Es stellte sich heraus, daß das Boot von zwei jungen Leuten, der Tochter des Klausenburger Üniversitätspro-fessors Puchariu und dem Klausenburger Advokaten Spornik gemietet worden war. Die beiden warfen sich offenbar in selbstmör benschet Absicht ins Meer. Ihre Leichen konnten noch nicht aufgefunden werden. Es handelt sich um eine Liebestragödie. * Zur Auffrischung des Blutes trinken Sie einige Tage hindurch frühmorgens ein Glas na tätliches „Franz-Iofef"-Bitterwasierl Das von vielen Aerzten verordnete Franz-Joses-Wasser regelt die Darmtätigkeit, stärkt den Magen, verbessert das Blut, beruhigt die Nerven und schafft so allgemeines Wohlbefinden und klaren Kopf. Aus 6elje c. Modernisierung der Telephonzentrale. Seit längerer Zeit zeigten sich im Telephon-Verkehr arge Unzulänglichkeiten, die größtenteils aus die Schäden durch die starken Schneefälle im vergangenen Winter zurückzuführen waren. Bor kurzem wurde vom Ministerium ein Kredit zur Modernisierung des Telephonnetzes bewilligt. An das neue Kabel werden die Hausleitungen angeschloffen; in Verwendung werden auch neue Apparate kommen, bei denen kein mühevolles Klingeln nötig sein wird. Die Arbeiten werden voraussichtlich noch zwei Monate dauern. Eine begrüßenswerte Neuerung wird ferner die Errichtung von zwei Telephonzellen im Vestibül des Postgebäudes sein, wo auch der Telegrammschalter sein wird. Der Telephon und Telegraphenverkehr im Vestibül wird ununterbrochen von 7 Uhr früh' bis 9 Uhr abends dauern, von 9 Uhr bis Mitternacht aber im ersten Stock. In Aussicht steht auch die ununterbrochene Aufnahme von rekommandierten Briefen von 7 Uhr früh bis 9 Uhr abends. c. Verstorbene im Juni. Im vergangenen Monat starben in Celje 28 Personen und zwar 4 in der Stadt, 11 im Allgemeinen Krankenhaus und 13 in der Umgebung. c. Die neuen Sicherheitswachleute traten Sonntag zu Mittag ihren Dienst an. Die Wachleute sind mit neuen Uniformen adjustiert. Eine wichtige Neuerung, die sehr groß städtisch anmutet, ist die Kennzeichnung der Verkehrsschutzleute durch eine rote Armbinde, auf der ein Rad abgebildet ist. c. Ein großer Abstin«ntentag wird am 23. Juni am Kum stattfinden. Die Veranstaltung liegt in Händen des Herren Professors P a v l i S. Anmeldekarten für Fahrpreisermäßigung und Begünstigung für Unterkunft und Verköstigung sind in der Bahn-hoftrasik, in der Trafik Lipsa in der Vodnikova ulica und in der Trafik Kovač in der Aleksandrova ulica erhältlich. c. Portiunkula. Der alljährliche Wallfahrtstag bei den Kapuzinern führte auch Heuer eine große Menge von Landleuten aus Nah und Fern nach Celje. Auf dem Breg herrschte ein fröhliches Treiben, das Samstag bis spät in die Nacht anhielt. c. Nächtlicher Ueberfall. Der 66jährige Besitzer Jakob K o v a ö aus Vojnik wurde Freitag abends auf dem Heimwege von einem gewissen F. aus dom Hinterhalte überfallen, der ihn mit einem Messer schwer verletzte. Glücklicherweise kam der Sohn des Besitzers dem Vater entgegen und verscheuch te den Angreifer, der bald darauf festgenom men werden konnte. c. Karambol eines Radfahrers mit einem Autobus. Freitag abends fuhr der Malergehilfe Ludwig L u L a r mit einem Rade von Gaberje nach Spodnja Hudinja. Vor dem Gasthause Pristovöek in Spodnja Hudinja holte er den Autobus ein, der abends nach Vitanje fährt. Da bei dem Gasthause eine Haltestelle ist, blieb das Auto stehen, Lužar rechnete aber nicht damit und ficht in das Auto, wobei das Rad vollständig zertrümmert wurde, während Lužar bewußtlos liegen blieb. Mit dem Rettungsauto wurde er ins Allgemeine Krankenhaus gebracht. MMonenschaden in Ofruše Me» Objekte vernichtet — 900 Waggons Lagerware abgebrannt — Glänzende Leistung der Feuerwehren — Der Betrieb nicht gefährdet M a r i b 0 r, 3. August. Wie in der Morgenausgabe der „Mari-borer Zeitung" bereits berichtet, wurden bei dem Großfeuer in Ruše, welches heute um %5 Uhr in einem der Seitenobjekte der Stickstoffwerke ausgebrochen war, drei große Objekte vernichtet. Das Feuer brach in der Trockenanlage für Superphosphat aus und ergriff sehr rasch das Objekt 1 (Länge 200 Meter), Objekt 2 (Länge 60 Meter) und Objekt 3 (Länge 50 Meter). Das Objekt 3 konnte durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr Ruse 1 unter Kommando des Hauptmannes Dolinšek rechtzeitig abgeschnitten werden. Als die Meldung nach Maribor kam, erachtete Hauptmann V 0 l-l e r es für sofort notwendig, die Landfeuer wehren zu alarmieren. Gleichzeitig rückte unter seinem Kommando die Mariborer Freiwillige. Feuerwehr mit den Motorspritzen 4 und 2 aus. Indessen waren am Brandplatz die Feuerwehren v. Ruše 1, Bistrica, Ruše 2 (unter Kommando des Haupt mannes-Stellvertreter F l a k u s), Selnica, Pobrežje, Pekre, Studenci, Radvanje u. Razvanje eingetroffen. Die Wehr Studenci erfuhr durch einen Achsbruch eine Verzögerung. Der durch den Brand entstandene riesige Funkenflug erschwerte das Herannahen an den Brandherd außerordentlich und gefährdeten außerdem die Dörfer und Ansiedlungen bis Limbuš. Es traten sofort zehn Motorspritzen und eine Handspritze in Aktion. Die Löscharbeiten wurden anfänglich mit Rücksicht auf die..große Explosionsgefahr außerordentlich gefährdet, da etwa 800 Waggons Karbid, Kalkstickstoff und Ni-trophoskal sowie 30.000 Jutesäcke in Flammen standen. Es ist den vereinigten Anstrengungen der vereinigten Feuerwehren unter dem Oberkommando des Herrn Hauptmannes Voller gelungen, das Objekt 3 zu retten, sodaß die Fabrik den Betrieb nicht ein zustellen braucht. Hiezu muß bemerkt werden, daß die braven Wehrleute mit Rücksicht aus die Explosionseventualität während des ganzen Verlaufes der Lokalisierungsarbeiten in höchster Lebensgefahr standen. Wie intensiv der Brand gewesen war, erhellt aus der Tatsache, daß das Stickstosf-Abfüllgebäude, welches ganz aus Eisenbeton gebaut war, eingestürzt ist. Durch die riesige Hitzeentwicklung ist das Jndustrie-geleise zerstört worden, indem die Schienen aus dem Oberbau traten und sich schlangenförmig abbogen. Die Schwellen sind stark versengt. Der Feuerwehr aus Bistrica ist es glücklicherweise gelungen, das Brennstoff lager hinter dem Abfüllmagazin zu retten. Fünf Motorspritzen bezogen das Spritzwasser aus dem Badebassin neben dem Werk. Es war nämlich nicht möglich, nach der Ausschaltung des Stromes aus dem Pumpwerk Wasser zu schöpfen, sodaß die Wehren Ruše 1, Pobrežje und Selnica mit ihren Motorspritzen kombiniert Drauwasser förderten und das Werkbassin speisten. Eine direkte Unterwassersetzung der Brandherde mußte wegen Explosionsgefahr (Karbid u. s. w.) absolut vermieden werden, sodaß die Wehren von irgend einem Löschversuch Abstand nehmen und sich lediglich auf die Eindämmung des Feuers beschränken mußten. I '*l! I' nt III Der Brand dauert noch immer an, doch ist jede Gefahr eines weiteren Umsichgreifens des Feuers beseitigt. Die Wehren versehen am Brandort nur noch die Brandwache. Das Erfreuliche daran ist die Tatsache, daß die Arbeit im Werk ungehindert vor sich geht, da die für den Betrieb existenzwichtigen Objekte unversehrt geblieben sind. Der Schaden kann vorläufig nicht ein mal annähernd abgeschätzt werden, er gehl aber jedenfalls in die Millionen. Worauf die Ursache des Brandes zurückzuführen ist, konnte noch nicht einwandfrei festgestellt werden. Das Feuer dürfte infolge Ueberhitzung in der Maschinenanlage entstanden sein. Da der Betrieb in vollem Umfange weitergeführt wird, ist kein Grund vorhanden, zu Arbeiterentlassungen zu schreiten. Von den an den Löscharbeiten beteiligten Wehrmännern erlitt ein Mitglied der Orts feuerwehr nicht unerhebliche Brandwunden. Gin imposantes Bauwerk Gleichenfest am neuen Palais der Banalsparkasse Am Samstag nachmittags wurde auf dem Rohbau des Palastes der Banalsparkasse in freudigster Weise das Gleichenfest gefeiert. Aus diesem Anlasse erschienen in dem über und über mit Fichtenzweigen und Fahnen bekränzten Rohbau die Herren Rechtsanwalt Dr. 8 t 0 r als Mitglied des Verwaltungsausschusses, Direktor Dr. Kovaöec von der hiesigen Filialniederlassung, Prof. F a v a i als Vertreter der Stadtgemeinde, ferner die beiden geistigen Schöpfer des Neubaues, die Architekten Dev und Č e r-n i g o j, Ing. Šlajmer und Stadtbaumeister L i v i c als Vertreter der mit dem Bau betrauten Baufirmen sowie mehrere Vertreter der Presse. Nachdem der technische Bauleiter Herr Architekt Bernhard den Anwesenden den Bau in knappen Zügen erklärt hatte, begaben sich die Teilnehmer zur festlich bekränzten „Mauth", wo der erste Polier eine passende Begrüßungsansprache hielt und dann den Weg freigab. Die Teilnehmer begaben sich hernach auf den im posanten Bau, um sich die noch freilich in Skelettform gehaltenen Jnnenräume anzusehen. Es handelt sich um ein von den jungen, begabten Architekten Dev und Č e r-ni g 0 j projektiertes vierstöckiges Eisenbetongebäude mit Trottoirarkaden sowohl in der Slovenska als auch n der Gosposka ulica Das Erdgeschoß wird fünf Geschäftsläden beherbergen. Der erste Stock ist für die Amtsräume der Sparkasse bestimmt und wurde zu diesem Zweck auch ein absolut gesicherter Tresor in Eisenbeton eingebaut. Das zweite und dritte Stockwerk enthält je fünf vierzimmerige Wohnungen mit Warm und Kaltwasser, im vierten Stockwerk ist die Hausbesorgerwohnung, Waschküche und der Wäschetrockenraum untergebracht. Mit dem Bau, den die äußerst erfolgreiche und viel seits beschäftigte Bausirma der Ingenieure J e l e n e c und Šlajmer gemeinsam mit dem Stadtbaumeister 2 i v i c in der kurzen Zeit vom 12. Mai bis zum vorigen Samstag unter Dach und Fach brachte, erhält unsere Stadt das erste wirklich impo sänke, fast nur aus Eisenbeton aufgeführte Palais. Eine Besonderheit werden die gro ßen Horizontalschiebefenster und die Fassade sein, die zum Teil aus Eisenklinker hergestellt werden soll. Schließlich wäre noch zu bemerken, daß die statischen Berechnungen für den großen Bau der hiesige Fachmann auf diesem Gebiete Herr Ing. B a r a n durchgeführt hat. Der Neubau, der angeblich im Jänner beziehbar sein wird, wird den Erbauern zur Ehre und der Stadt zur Zierde gereichen. Die Arbeiterschaft wurde aus diesem Anlasse mit einer Geldspende, Würsten und Freibier bedacht, als greifbar rer Dank, wie ihn Rechtsanwalt Dr. 8 t 0 r in seiner Rede treffend zum Ausdruck brachte. m. Die Geldinstitute in Maribor sind in der Zeit vom 1. bis 31. August für den Parteienverkehr nur v o r m i t t a g s geöffnet. m. Das städtische Bad wird morgen, Dienstag, wieder eröffnet werden. m. Feuerwehrtag in St. Jlj. Trotz des kurzen Bestandes konnte gestern die agile Freiwillige Feuerwehr in St. Jlj bereits die Einweihung der jüngst erworbenen Motorspritze vornehmen. Den Festakt nahm Herr Pfarrer B r a 8 k 0 vor, während die Goßkaufmannsgattin Frau Krajnc, die Gattin des Kaufmannes S w a t y und Mühlenbesitzer Herr Karl E h r l i ch Paten waren. Die Festgäste begrüßte in herzlichen Worten Bürgermeister Herr T h tile r. II. a. waren erschienen Bezirkshauptmann Dr. Motor, Verbandsobmann der Feuerwehren Herr Josef T u r k aus Ljubljana und Feuerwehrhauptmann Herr Hon5 Voller aus Maribor. Noch der Einweihung fand auf der Festwiese im Schulgarten Die „Medizinische Stadt" : wird dieses gigantische Gebäude genannt, das jetzt — natürlich — in Newyork fertiggestellt wurde. In diesem Gebttudekom-pler sind medizinische ftor schungsinstitute. Kliniken und Krankenhäuser vereinigt, die früher über zahlreiche Häuserblocks verstreut waren ein Volksfest statt, welches in animiertester Stimmung verlief. m. Die Sammelaktion der Freiw. Feuerwehr wurde gestern mit einem namhaften Erfolg beendet. Das Wehrkommando erachtet es als seine Pflicht, allen edlen Spendern seinen innigsten Dank auszusprechen. m. Magerle dem Kreisgerichte eingelie-sert. Die Voruntersuchung im Fall M tigerte erscheint nun als beendet, sodaß Magerle heute dem Kreisgericht eingeliefert wurde. Der Mann gab noch zuvor der Polizei den Namen eines Mitwissers — es handelt sich um den Taugenichts Johann H. — preis, sodaß auch dieser dingfest gemacht werden konnte. Magerle überließ dem Genannten verschiedene Waren zum Verkauf. H., der nicht nur den Großteil des Erlöses der veräußerten Waren veruntreute, schlich des Nachts, als Magerle in der Stadt „beschäftigt" war, in die Bachernhöhle und ließ dort diverse Wertgegenstände verschwinden. So fielen ihm mehrere Schmuckgegenstände, die vom Einbruch in das Gasthaus O8ko herrührten in die Hände. m. Gefunden wurde ein Etui mit drei Augengläsern. Dasselbe ist in der Schriftlei tung des Blattes zu beheben. m. Wetterbericht vom 3. August 8 Uhr: Feuchtigkeitsmesser — 1, Barometerstand 739, Temperatur + 22, Windrichtung NW, Bewölkung ganz, Niederschlag 0. m. Kranzablöse. Frau Käthe S o rk 0 -Pisanec spendete an Stelle eines Kranzes für den verstorbenen Hausbesitzer Herrn Josef S a g a j der hiesigen Freiwilligen Rettungsabteilung den Betrag von 100 Dinar. Herzlichsten Dank! m. Spende. Für den armen, kranken Invaliden mit vier kleinen Kindern spendete „Ungenannt" den Betrag von 20 Dinar. Herzlichsten Dank! * Montag bis Mittwoch Kabarettabendc in der Velika kavarna. 9565 Aus Vkuj . p. Vermählung. ' In der evangelij Kirche wurde der Prokurist der veretM ten Glasfabriken in Zagreb, Herr EdnM G r o e g l mit Frl. Erika T 0 g " 1 j einer Tochter des hiesigen Hausbesitzers Kaufmannes Herrn Julius Tognio, 0elrfl,[( Als Beistände fungierten der JnduF' , Herr Albert S ch a r n er und Herr neraldirektor Stadelbauer Zagreb. — Dem Neuvermählten Paare sere herzlichsten Glückwünsche! p. Von der Freiwilligen Feuers Zwecks raschester Alarmierung wurden letzterer Zeit an verschiedenen HäuseW ^ denen Mitglieder der Feuerwehr besondere Alarmglocken eingerichtet, urn^, Bedarfsfälle nicht stets die gesamte alarmieren zu müssen. Diese hat sich außerordentlich bewährt, mehren sich in letzterer Zeit die Fälle, mutwillige Nachtschwärmer diese Alarms ken betätigen, um dann davon zu ßMjl Die Polizei wurde deshalb von diesem ,, fug verständigt und werden, die Täter k» tig strengstens bestraft. . p. Von einem hohen Zwetschken^' stürzte in Zapusöak die 12jährige Bestf'-, tochter Marie M a t j a 8 i 8, wob^ schwere innere Verletzungen erlitt, j Mädchen wurde ins hiesige Krankem überführt. Sport : Mondscheinpartie des RadsahrkE, bandes. Die Mittwoch abends stattsink> Mondscheinpartie des hiesigen Radsay,^ Verbandes begegnet bereits einem ten Interesse. Die Beteiligung haben liehe hiesige Vereine zugesagt, sodaß d*6^ anstaltung diesmal einen großzügigen , lauf zu nehmen verspricht. Abfahrt 6 a, um 20 Uhr vom Hotel Halbwidl. IM -.y bekannten Gasthof PaveW-Scherag "Ue Magen und Kehle bestens vorgesorgt- ,()l zialität für alle Radler — ein ten! Gäste und Freunde willkommen! ^ : „Edelweiß 1900". Mittwoch vollM^ Beteiligung an der Mondscheinpartie | Radfahrerverbandes. Treffpunkt vor 2° im Klubheim! : „Poštela" Radvanje. Die ME $ beteiligen sich Mittwoch, den 5. d. der Mondscheinpartie des Verbandes- ^ samenkunft um 20 Uhr im Hotel * widl. M : Caracciola siegt wieder. Der Automobilrennfahrer C a r a c ci W gewann gestern das Avusbahnrennen (il Grunewald bei Berlin in der 0 von 186 Stundenkilometer mit seinem ^ cedes-Benz. Zweiter wurde von ™ auf Bugatti. Kino 1 Burg-Tonkino. Das glänzende 2üjy „Susanne macht Ordnung", ein praM' J1 100%-iger deutscher Sprech- und 2■ $ mit Szöke Szakall, Franz Lederer Bert Paulig. ^ Union-Tonkino: Montag zum letztes'■ Jj der ausgezeichnete 100%«tge deutsche y # und Tonfilm „Diskretion EhrensaG Dienstag der große Tonfilmschlager- 'M es mit Liedern ..In der C ’ Al. J o l s 0 n und Sonny Radio Dienstag, den 4. August- ^ j B e o g r a d, 19: Nationallieder- $ Orchester-Konzert. — 22.50: KlassM^. fit. — Wien, 15.50: Spanische » Jß 20.05: Klavierkonzert. — 21.50: P Konzert. — Mühlacker, l9-30' Haltungskonzert. — 21.15: Klavier ^4 23-24: Tanzmusik. — T o ul 0 u Ij'fif, Militärkonzert. — 21.55: Orchester"1■ ( 22: Jazz. — 23.30: Symphonie""» Zjsi B u k a r e st, 21: Orchesterkonzert- 7" f Gesangsvortrag. — 22.15: Klasi'!^ (a fit. — Rom, 21: Vokalkonzert. 19.35: Violinkonzert. — 21: ÖP > u — B u d a p e st, 20: Operetten« ^ a schließend Zigeunermusik. — W « r „0: * 20.10: Populäres Konzert. — " ' ofl: f derne Musik. — D a v e n tr 9' lon-Quintett. — 21.55: Theater ven i. ammi) 1931. „.Marwvrer Ze.tuug,, lammet 206 IIMIMMiWWWaWMJMWHIlWWBWCWSWB^^ Wirtschaftliche Rundschau Vassive Handelsbilanz in der ersten Äabresftälfte Die Ein- und Ausfuhr im Juni «sten R-i?mtau§fulr Jugoslawiens in der 1,631 I1* des laufenden Jahres betrug 'so/r. 0lmen im Werte von Dinar t)etQQ'J ' I" der gleichen Zeit des 2,432 747te=> ^"dres umfaßte die Ausfuhr 3 362 'Uil nnen im Werte von Dinar We»■' s°daß der Rückgang 801.195 Nar 3 lm Werte von 1.046,479.750 Di-^auslnacht. g i nfuhr zeigt einen R ü ck- itate 0 schließen die ersten sechs Mo- ^mar qrQ62-l25 Tonnen im Werte von über Ilw» '007.108. Der Rückgang gegen-SOtettop « *(etTte Jahreshälfte) beträgt der 896 525 rqo 037 Tonnen im Werte von Das »1 ®inar-bet erit unserer Handelsbilanz in 5Diiy' en Jahreshälfte 1931 beträgt 265 Zeit berV22'162 Dinar, in der gleichen Vorjahres 115,768.075 Dinar. .Im Wette u n i d. I. wurden Waren im 157 ßnn °n 350,347 740 Dinar, und Dinar ■t ‘' 0 weniger als in der gleichen Zeit des vergangenen Jahres, ausgeführt. ES entfallen davon aus Mais 20 5 Millionen Dinar, auf Lcbendv'eh 54 Millionen, frisches Fleisch 9 Millionen, Eier 27 Millionen, Holz 75 Millionen, Eisenbahnschwel len 13 Millionen, Leder 5 Millionen, Hans 6.3 Millionen, Zement 12.5 Millionen, Kupfer 23.7 Millionen, Grubenerzeugnisse 21.8 Millionen Dinar usw. Die Einfuhr erreichte im Juni d. I. 384,719.674 Dinar, gegenüber 504,407.206 Dinar im Juni 1903. Hauptsächlich wurden eingeführt: Rohwolle 6.7 Millionen Dinar, Gespinste 23.4 Millionen, Gewebe 23 Millionen, sonstige Wollwaren 2.5 Millionen, Roheisen 7 Millionen, Röhren 5.5 Millionen, Blech 6 Millionen, Schienen 3.7 Millionen, Pflüge 4 Millionen, bearbeitetes Eisen 23.3 Millionen, Seidengespinste 5.3 Millionen, Naphtha 4.5 Millionen, Kaffee 6.7 Millionen, Kohle 14.3 Millionen, Blaustein 8.3 Millionen, Maschinen 26.7 Millionen, Elektroartikel 12.5 Millionen, Beförderungsmittel 16.5 Millionen Dinar usw. ^lbänderungen der tiQufchaiumfa6ittuer (Schluß.) die tm Jahre 1930 mit IsiMrbtz- MMteuer bezw. aus Grund der Um-auf Mauert waren, (»ferne der Umsatz Fd Betbfn*.er Ö90-000 Dinar geschätzt wurde, Uminh x das Jahr 1931 den erfolg« 3>delbun(1 l Jahres 1930 anzurnetden. welche Steuerbemessungsausschuß zur 'sie $8ej.- 55 unterbreitet wird. Von dem auf nüen drei Autelten Umsatz wird der für die Lallte Umwl0nate des laufenden Jahres festes der ah^tAdaezoflen, desgleichen auch der Jsm i9g. geschätzten Lagervorräte, die am 1. fobeg : uvrgefunden wurden. Desgleichen x:„ Betrögeber Pauschalum^atzsteuer ab äen nadbrn^?. ^uhnstationen oder Schiffssta-^’älttl) entrichtet wurden. SrnfinfiR" iv5 entrichtet wurden, ^handlet, die im Jahre 1930 auf taiiü1 Ümint, 'ad6ficher ihre Steuer leisteten, ferner”» bVO-OOO Dinar geschäht Wt ■ die Industrielle bezw. AktiengeseÄ« U>e! k:. ” ,\)‘ajuirneue vezw. Mtiengeisä« ve^drennholz arbeiten, find auch " >nnfiÄlet- bezüglich des Ä vierteliöhrlich Meldun li |®5 etzienj‘ I*1.“11? die Höhe des im Jah-fen ,>etbUn5 Bon dem durch bie- te ebne »»iss lahrltch Meldun, fe eMieIwL vä,t-auf bie ^he des *en lJd’elbunea Umiatzes. Von dem bmu, vre. "očHtz mil fŽE b,a5 Juhr 1930 festgestell« Saqe^eili ÜSerf „ ? Umsatzsteuer, die allfällig bchz?^rSte L™"1-1- April d. I. angetroffenen 8u sie auf Rechnung der Privile- gierten Ausfuhrgosellschaft von Nichtmitgliedern einkaufen. Diese Verordnung tritt mit ihrer Veröffentlichung in den „Službene Nov ine" in Kraft u. wird vom 1. August d. I. an angewendet. Für Ware, die sich am 1. August 1931 unverzollt in den Zollämtern befindet, gelten von dem genannten Tage an die neuen Sätze des Tarifes über die Pauschalumsatzsteuer. Lieferungen auf staatliche Rechnung oder Rech nung der Selbstverwaltungskörper, die nach dem 31. Juli d. I. -auf Grund von vor diesem Tage geschlossenen Verträge erfolgen, wird die Pauschalumsatzsteuer nach dem bisherigen Tarif eingehoben, foferne dieser nicht höhere Sätze vor schreibt als der neue. X Post-Geldsendungen bis hunderttausend Dinar zulässig. Die GHJ-Kammer in Zagreb hat von der Postdirektion Zagreb unter Nr. 31498 vom 23. Juli 1931 folgende Mitteilung erhalten: Im Zusammenhang mit dem Währungsgesetz hat der Finanzminister durch Verfügung Nr. 80393 vom 18. Juli 1931 gestattet, daß Bargeld in Brie fen und Paketen mit Wertangabe aus Jugoslawien nach dem Auslande unter den bis herigen Bedingungen auch bis zu hunderttausend Dinar gesandt wird. Eine Ausnahme bilden Länder, bei denen der zulässige Höchstbetrag der Wertangabe geringer ist als diese Summe. X Privilegierte Ausfuhrgesellschaft kaust alle Weizenmengen. Die Bezirksvorstände haben vor einigen Tagen folgende Mitteilung zur Weitergabe an die Weizenprodn-zenten erhalten. Die Privilegierte Ausfuhr gesellschaft hat' alle ihre Uebernehmer angewiesen, auch leichteren Weizen nach Hektolitergewicht anzunehmen, ebenso Weizen, der mehr Beisatz hat als vorgeschrieben. Für jedes Kilogramm geringeren Hektolitergewichtes und für jedes Prozent Beisatz mehr werden entsprechende Abzüge gemacht. Nicht angenommen wird bloß ungesunder, brandiger und feuchter Weizen. Die Privilegierte Ausfuhrgesellschaft kauft und übernimmt ständig Weizen, soweit dies Was (erstand, Schlepperzahl usw. gestatten. Wer an einem Tage nicht an die Reihe kommt, kommt an nächsten daran. Von jedem Verkäufer wird in der bezeichnten Weise alles angenommen. Die Ausfuhrgesellschaft kaust im Banate und in der Baöka bei Produzenten, Genossenschaften und Händlern. S>e wechselt mit den Verkäufern Schlußbriese und bezahlt den erhaltenen Weizen nur ihren Verkäufern ohne Rücksicht darauf, bei wem die Verkäufer selbst gekauft haben. X Geldmangel und Getreidepreis in Un* Mn. Infolge des großen Getreideausgebo-tes der Landwirte und der Beschränkung des allgemeinen Geldverkehrs setzte in Ungarn ein scharfer Preisrückgang bei Getreide ein. Um dem zu steuern, erließ die Regierung eine Verordnung, wonach berufsmä- ßige Getreidehändlcr über Guthaben und Forderungen bei Banken, soweit sie zum Zwecke des Getreideeinkaufes gebraucht werden, frei verfügen können. Die Getreide-Händler müssen dafür einen Nachweis bei den Banken erbringen und diese sind verpflichtet, die tatsächlichen Einkäufe zu überprüfen. Diese Notverordnung der Regierung übte auf den Getreidemarkt eine günstige Wirkung aus, die Abwärtsbewegung kam zum Stillstände und machte einer kleinen Preisbesserung Platz. X Erntesinanzierung in Deutschland. Wie in Ungarn haben auch in Deutschland die gerade mit der Ernte zusammenfallenden Notverordnungen und Unterbindungen des 'Geldverkehrs die Getreidebewertung ungünstig beeinflußt. Es konnten z. B. die Genossenschaften wegen Geldmangel keine Käufe tätigen; einzelne Organisationen verlangten daher ein allgemeines Landwirtschaftsmoratorium. Diesbezügliche Verhandlungen mit den Regierungsstellen und der Reichsbank führten zu dem Ergebnis, daß sich die Reichsbank bereit erklärt Hat, den zur Finanzierung der Erntebewegung nötigen Rediskontkredit für die Mühlen und Getreidehändler zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus wird sie über die Rentenkreditanstalt zusätzliche Rediskontierungsmöglichkeiten, insbesondere auch für die Warengenossenschaften, gewähren, um so die Finanzierung der Getreidebewegung sicherzustellen. Nach den Plänen des Reichsernährungsamtes soll eine Entlastung des Marktes durch starke Förderung des landwirtschaftlichen Exportes herbeigeführt werden. Der Landwirt Pflanzenschutz im Monat August Mit dem Monat August tritt im allgemeinen eine merkwürdige Verringerung des Ungeziefers aller Art ein. Trotzdem aber gibt es im Obst- und Gemüsegarten noch vielerlei zu tun, um die Bäume und Pflanzen gesund zu erhalten und vor allem dafür zu sorgen, daß der Kampf gegen Ungeziefer und Krankheiten im nächsten Jahre leichter wird. Das kann aber nur erreicht werden bei sachgemäßer und regelmäßiger Arbeit. In erster Linie mutz der gefährliche A p-f e l w i ck l e r (Obstmade) erwähnt werden. Die erwachsenden Obstmaden, die bei den Maßnahmen in früheren Monaten nicht vernichtet worden sind, verlassen jetzt die wurmhaltigen Früchte. Die auf den Boden gelangten Maden gehen nicht in die Erde, sondern sie suchen sich an Bäumen u. Pfählen andere trockene Schlupfwinkel, wo sie sich zur Ueberwinterung einspinnen. Wo es noch nicht geschehen ist, lege man Insekten-fanggürtel (sogen. Madenfallen) an. Sehr störend an vielerlei Pflanzen des Gartens ist das Auftreten der Roten Spinne, einer spinnenden Milbenart, D (43 toi« falsche SreunÖ Copyright by Marie Brügmann. München. Roman von Th. 12. Gottlieb atmend — es klang an «m ' ucl aimeno — ^ube. ^nen — seinen Kopf Öliger, in die 6c: 5 hätte^?n?.^en Sie nicht, daß Wil- uten können? Nur ein Zu- hI ich 5fei wurde ba6 rum ih 5ln doch ei ’ <5^1 sei dem, wie es sei: Kurpfuscht. ^brechet, und mein Leben 5' Herr Kommm”1 ^abe id> cine Bitte an Hg ,önQ WoleftJ : ^brechen Sie mir. jejt äu überbtirma emen Ie^ten Gruß von Vej, .Ach habe in m5flc mir ver- t(,t Keulung nirJ übergroßer Liebe und VttUrLb beinah? ^ußt, ich n? ‘ —. und • L*bensglück zertrüm- e?' streckte " auffan?! aus. an der bw . Diesen ,b,9r°6em Kapselstein Ei» ,atQn Hindn 9 ,'chrke er, ehe ihn je« Ieife§ %n ™ k°nne, an die Lippen. Et jwn Wit(jje(j n — ein Schlucken . . . 'chben e die ???-mie erleichtert auf „4*U chm ber??°^ ^siegen, der en % »^treten war. %r ?Rin9 ”n, Herr ent&f«lt ein starkes, unbe- ar: nur ein dingt tödlich wirkendes Gift. Ich bekam ihn gelegentlich auf einer Orientreise und trug ihn seit Jahren bei mir. Für besondere Dienste.' Nun Hat er seinen Zweck erfüllt." „Unglücklicher! Was haben Sie getan?" „Ich habe es mir erspart mich von Ihren Schergen abführen und aburteilen zu lassen und sensationslüsternen Leuten ein willkommenes Schauspiel zu bieten." Döberitz durchfuhr ein eisiger Schreck. „Schnell, Ihr Leute — telephoniert nach einem Arzt — schnell!" „Bemühen Sie sich nicht. Herr Kommissar! Es hat doch keinen Zweck!" Witchell legte sich auf den Boden hin. Döberitz wollte ihn emporrichien; doch er bat: „Lassen Sie mich — sterben, Herr — so, wie jeder Mensch — stirbt — liegend!" Er sprach und atmete schon schwer. Unheimlich zu sehen, wie rasend-schnell und mit welch unfehlbarer Sicherheit das indische Gift wirkte. Für Döberitz und seine Leute war es schrecklich, dabeistehen und untätig zusehen zu müssen, wie der unerbittliche Tod Zoll um Zoll seine Beute fraß! Und sie konnten nicht helfen! Witchell lebte nur noch Minuten. Der dunkle Teint feines Gesichts verwandelte sich in ein Blaurot. Das Gesicht verzerrte sich in heftigen Schmerzen. Der magere Körper wand sich in Zuckungen. Als nach kaum einer halben Stunde der herbeigerufene Arzt erschien, standen sie alle vor einem Manne, der in strenger Konsequenz das Leben von sich warf, weil es ihm nichts mehr zu bieten halte. * Boris Boronow, dieser falsche Freund, der in der Sucht, sich zu bereichern, um einem ausschweifenden Leben weiter zu frönen, alle Regungen des mahnenden Gewissens in den Wind schlug und skrupellos sich über alles hinwegsetzte — er verlor jetzt den Boden unter den Füßen. Es wurde ihm heiß. Der Vulkan brodelte. Als er an dem Abend, wo Tatjana sich befreit hatte und ihre Kerkermeisterin verhaften ließ, nach seiner Gefangenen sehen wollte und das Nest leer vorfand, wußte er, wie es um ihn stand, denn daß sowohl Tatjana wie auch die von ihm bezahlte Berlinerin nicht geschwiegen haben würden, konnte er sich denken Also blieb ihm nur eines übrig: die Flucht — schnellste Flucht. Gottlob, Geld hatte er ja, und Papiere auch. Ohne Umstände fuhr er nach seiner Wohnung. Er stieg aber, seinem Mißtrauen gehorchend. einige Haltestellen früher aus der Elektrischen aus und legte den restlichen Weg zu Fuß zurück. Wie recht er daran tat! Denn kaum m der Nähe des Hauses, wo er wohnte, angekommen, überzeugte er sich durch einen Blick, daß „dicke" Luft war. Vor dem Hause ging ein Herr in Zivil auf und ab, wirbelte ab und zu seinen Spazierstock durch die Lust und sah sich nach allen Seiten um. Boris verhielt den Schritt. Verwünscht! Das Haus wurde bewacht! Nun konnte er nicht mehr hinauf und den so schwer erbeuteten Mammon in Sicherheit bringen! Er griff unwillkürlich nach seiner linken Brustseite. Gott sei Dank, er fühlte die dicke Brief tasche. Wie gut doch, daß er gestern, als er seine Wohnung verließ, sich „für alle F-älle" mit einigen tausend Mark versorgt hatte! So war er doch wenigstens nicht mittellos. Schade war es ja um das beträchtliche Vermögen, das er in seiner Wohnung liegen hatte und das nun wahrcheinlich der Polizei in die Hände fiel. Aber lieber als alles Geld war ihm seine Freiheit. Um die ging es jetzt. Die mußte er zu retten suchen. Er trat den Rückzug an, ließ Wohnung Wohnung sein mit allem, was darin war. Mochten sie sich darum reißen. Ihn, Boris Boronow, würben sie schon suchen müssen, wenn sie ihn haben wollten. Nun machte er sich auf den Weg, einen Friseur aufzusuchen. Er fand bald einen geeigneten Laden. Dort ließ er sich vor allem die lockigen schwarzen Haare glattweg ab« I schneiden. Ebenso den kürzen „Englischen", i (Fortsetzung folgt). 'feie mit freut bloßen Auge nicht wahrzunehmen ist. Me Milben sitzen meist auf der Uw -erseite der Blätter. Das feine Gespinst liegt wie ein Seidenüberzug auf freu Pflanzen-Iteilen, so daß auch mit Spritzflüssigkeiten meistens nicht viel ausgerichtet roeifeen kann. Jetzt kommt nur ein Abschneifeen und Verbrennen der Blätter in Frage. . Die schmutziggelben Larven der B i r n-b l a t i w e s p e sowie die noch kleinen Räupchen fees G o l fr a f t e r s, die jetzt die Blätter zerfressen, müssen gesammelt und vernichtet werden. Die glänzend-schwarzen kleinen Larven feer K i r s ch b l a t t w e-s p e, welche die Oberhaut der Kirsch- und Birnbaumbläiter abnagen, bekämpft man durch Bestäuben feer taufeuchten Blätter mit Arsen-Kupferftaubmittel. Die Räupchen feer O b st b l a t t m i nü e r m o t t e minieren Gänge in den Blättern von Apfel-, Kirsch- und P laumeiMumen. Bei starkem Auftreten kann nicht unerheblicher Schaden entstehen. Die Bekämpfung richtet sich auf das Abfangen der Motten und auf Tötung der Raupen mit feen handelsüblichen Spritzmitteln. Die Vevpuppungszustände beseitigt man am besten durch Abschneifeen und Verbrennen der befallenen Plätter. Im Herbst ist alles Laub zu sammeln und zu verbrennen oder mit starkem Zusatz von Kalk zu kompostieren. An den Stämmen begegnet man jetzt auch schon den Eierhaufen fees S ch w a m m-s p i n n e r s, die vom August an gelegt werden. Diese sogenannten „großen Eierschwämme", feie wie ein StückFeuerschwamm ausfehen, Bestehen aus braunen Wollhaaren, in die bis zu 400 Eier eingebettet sind. Diese Eierschwämme müssen sorgfältig entfernt u. durch Verbrennen oder Eintauchen in heißes Wasser vernichtet werden. Unausgesetzt und überall ist auf fras Auftreten von Blutläusen zu achten. Auch feie kleinste weiße Stelle muß sofort gereinigt werden. Von Anfang August an erfordern besonders die Schädigungen, feie die Raupen der zweiten Generation fees. Kohlweißlings veranlassen, die größte Aufmerksamkeit. Kaum eine Gemüseart wird von diesem Schädling verschont. Von allergrößter Wichtigkeit ist das Absuchen und Vernichten der gelben Eierhäufchen auf den Blattunterseiten.. Später ist der Kampf gegen feie Raupen ziemlich schwierig und feer Schaden meist so schnell sichtbar, fraß kaum noch etwas von den Pflanzen zu retten ist. Auf feie natürlichen Feinde des Kohlweißlings sei noch hingewiesen. Das sind feie Schlupfwespen, die im Larvenzustanfee die Raupenleiber bewohnen und auffressen. Des halb vernichte man niemals die Häufchen gelber Wollpüppchen, feie man auf leeren Rauvenbälgchen im Herbst zu Hunderten findet. Spargel ist auf das Vorhandensein von Maden feer Spargelfliege zu untersuchen. Die Vernichtung durch tiefes Abheben und Verbrennen der alten Spargel« stengel muß bis spätestens Mitte August jeden Jahres beendet sein. Frauenwelt 3m Krankenzimmer Im Krankenzimmer ist das Erste worauf man achten muß: ständig gute Luft! Zu diesem Zwecke muß das Krankenzimmer jeden Tag feucht aufgewischt werden; feem Wasser jetzt man hierbei etwas Lysoform oder ein anderes ungiftiges und möglichst geruchloses Desinfektionsmittel zu. Gelüftet muß täglich mehrmals werden, mindestens morgens, mittags und abends. Man deckt den Kranken gut zu, um ihn vor Zug zu schützen; auch kann man falls solche vorhanden, eine sogenannte spanische Wand oder einen Bettschirm um sein Bett stellen. In der warmen Jahreszeit kann man direkt lüften, indem man die Fenster öffnet, auch bei Hitze kurze Zeit Durchzug zwischen Tür und Fenster herstellt. In der kälteren Jahreszeit und falls der Zustand des Patienten (bzw. der Patientin) besondere Vorsicht erfordert, öffnet man die Berbindungstür zum Korridor oder einem Nebenraum, den man vorher mindestens eine Stunde lang gründlich mit Durchzug gelüftet hatte. Daß Kranke nicht durch grelles Licht belästigt werden dürfen, ist selbstverständlich; andererseits haben viele eine Abneigung gegen. Halbdunkel, das ihnen Beklemmungen verursacht. Ueberhoupt sollte man trachten, das Krankenzimmer, namentlich wenn längeres Liegen in Frage kommt, so freundlich und behaglich wie möglich zu gestalten durch helle Vorhänge, Bilder- und Blumenschmuck und bergt, doch müssen hierbei alle stark duftenden Blumen vermieden und alles, Schnittblumen sowohl als auch Topfgewächse jeder Art des Nachts aus dem Krankenzimmer entfernt werden, da sie nachts Luftverschlechterer sind. Vieles und lautes Reden ist den Kranken und auch den Genesenden nicht zuträglich. Deshalb lasse man Besuch, wer auch immer es sei, nur auf kurze Zeit und nie mehrere Personen zugleich zu ihnen. Dagegen ist es oft ratsam, durch Vorlesen oder ruhiges Er- zählen die Gedanken der Kranken von ihrem Zustand abzulenken, oder sie durch Streichen der Hände und der Stirne unter gleichmäßigem, halblauten Zureden einzuschläfern; auch kalte Kompressen, auf die Schläfen gelegt, haben oft beruhigende Wirkung. Die Kost der Kranken richtet sich natürlich nach den Vorschriften des Arztes. Im allgemin gilt der Satz, daß sie leicht und reizlos sein muß, viel Obst und Gemüse (ev. das Obst gekocht und das Gemüse durchgeschlagen) und wenig Fleisch enthalten soll. Als kühlendes Getränk tut gute Dienste eine Gersten-(grütze)abkochung mit etwas Zitronensaft oder Himbeersaft und wenig Zucker Bei Darmstörungen wirkt Reizwasser, ohne jeden Zusatz nur mit ein ganz klein wenig Salz gereicht, angenehm und fast augenblicklich beruhigend. «ie Hausfrau im Sommer Im Sommer hat die Hausfrau mancherlei zu beachten, was im Winter und Frühling nicht nötig ist. Mehr und mehr machen sich jetzt Hitze und Staubgefahr bemerkbar; die Milch wird sauer, das Brot hart, die Wurst schlecht, und Fliegen marschieren wieder in Legionen auf. Die Vernichtung des Ungeziefers ist nicht nur ein Gebot der Rein lichkeit, sondern auch ein Gebot der Gesundheit. Längst ist festgestellt worden, daß unsere Stubenfliege die Trägerin der verschiedensten Krankheitskeime ist und trotz ihres unschuldigen Aussehens schon manches Leiden verschuldet, manchen frühen Tod herbeigeführt hat. Also hinweg mit diesem Ungeziefer, das an jeder Speise nascht und vor feem keine Schüssel, kein Topf Ruhe hat! Manche Hausfrau hat sich noch nicht deutlich genug vorgestellt, wie unappetitlich und gefährlich es ist, wenn eine Fliege, feie vielleicht auf einem rotzkranken Pferde saß, an einer Schlammpfütze saugte oder auf allerhand Unrat umherkroch, im nächsten Augenblick in der Milch schwimmt, wo sie durch krampfhafte Ruderbewegungen den Schmutz ihrer Füße und Beine abwäscht. Töpfe zu in erster Linie! Glasglocken über Butter und Käse, Wurst und Speisereste! Das Brot in die Kapsel! Den Mustopf mit Papier ver deckt! Unbedeckte Milch, Butter, Brot usw. nehmen bei längerem Stehen auch leicht einen schlechten Geschmack an und verstauben, machen obendrein die Kinder naschlustig. Die Milch wird sauer, das Gebäck wird hart-Wurstreste sollen im Sommer nicht aufbewahrt werden, noch weniger angerissene Kon serven (wie Fleisch-, Fisch-, Schnittbohnenkonserven), die rasch in Fäulnis übergehen und dann das Leben gefährden. Frisches Fleisch, das für den nächsten Tag aufbe-»^, werden soll, lege man in einen kleinen den man wieder in einen Topf mit W' stellt; das ganze kommt verdeckt, möglich ^ weise beschwert, mährend der Nacht ■' Fenster oder auf den Balkon. Sehr i®" siehst es sich, jeden Morgen die ZitRjLj statt zu kehren, naß zu überwischen. Die^ der müssen dann und wann durchgeseh-» ^ vor Motten geschützt werden. Gut if| j wenn man abends für die Dauer feer in einem feinen Faden das Leitung^511> fließen läßt und ebenfalls zur Kühlung ur1 Verbesserung der Luft die Ofentür m Ist das Wetter windstill und staubfrel schlafe man bei offenem Fenster. Die v . ster des Schlafzimmers (möglichst ait<$ L Wohnzimmers) haben tagsüber offen zu1 hen. Hunde und andere Tiere sind o'l5 reinigen. Witz und Humor Aufrichtig. Gast: „Was empfehlen Sie von feer sekarte, Pic-olo?" « Pikkolo: „Schellfisch und Rehrücken! L. traulich:) Schellfisch m u ß ich emfty ' und Rehrücken k a n n ich empfehlen! Gemütlich. „ „Ich wünsche nicht, daß Ihr Schaß 1 mer auf den Treppenstufen steht!" g „Nicht wahr, gnä Frau? Ja, ich habe # auch schon gesagt, er soll hereinkomme®, (Pages Diagnose. (|, Zum Doktor kommt ein Mädchen nein hochroten Gesicht und sagt: „Ach, * Doktor, was kann ich dagegen machk^ prickelt und glüht so in meinem Gef’® ',), „Sagen Sie ihm, daß er sich besser. siert.* (Het Pünktliche Leute. j „Seit fünf Uhr warte ich hier auf ^ f Mann. Jetzt ist es halb sieben und noch nicht da —" ;j „Wann wollten Sie sich denn w“ treffen?" _ ,1(jJ „Um vier Uhr.' (Anwer Verdächtig. Hotelkassierer: „Was hat der En^ gesagt, als er seine Rechnung sah?" J Hoteljunge: „Bis jetzt nichts. J noch die richtigen Wörter im Wörter» « (Anioer» JUeittec Äitzciqtc tftAffAAAAAAAAAAAAA** Billa, 5 Zimmer Küche, Bade; zimmer. Betnavska cesta Mar: Verschiedenes Sparherdzimmer wird an al-leinstchende Frau ohne Anhang welche alle Hausarbeiten versteht, mit Bezahlung abgegeben-Koroščeva 28. 6556 GambrinuShallr: vorzügliches Mittag- und Abend-Abonnement Din. 12j50. schönster ichat tiger Garten. 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