PraaumcralioilS-Prcise: Fitr Laibach: Vanzjiihrig ... 8 ft. 40 kr. Halbjiihrig ... 4 „ 20 „ Lierteljiihrig . . 2 « 10 „ SRonatitch 70 „ Mit btt Post: >» von Himmel und Holle gelehrt, er sprach nut oo» dem etvigen Getichl und vom Reiche GotteS: ,,Alle Sunden werden vergeben den Menschenkindero, auch die GotteSlasterung — wet abet den heili-en Geist lastett, der hat Itint Vergebung ewiglich, fondtrtt ist schaldig des ewigen Gerichte«. . . denn Gott hat seinen Sohn gesandt in bit Welt, nicht datz tt die Welt richte, sonbttn bah bit Welt butch ihn ftlig werbe." Wo Jesus vom Himmel spricht, ba rntint er immer bas Reich GotteS, bit Wohnung des himmlischen Voters; bit nShtrtn Schilbttungen de» ewigen LedenS wie der ewigen Vetbomni« find nur bet Phontasie der Menfchen tntfptungkn. Als anziehenden und angtnthmtn Ott fchildet-ttn die Dichtet den Griechen die Untcrwett auch nicht, es gab ba ouch fchtvere Strafen allet Art, aber fo schreckliche Dualen, wie fit die christlichea Ptitfltt fUr bit anntn Svndtr ersannen, kamtte-fie nicht. Die Holle, tint eigenthiimliche Vvrstellim-, tftat mit den Anforderungen her Humanitat und Kultur zu versohnen wutztcn. ES gibt verfassungs-treue Slaven in Mahren, die gerne mit uns in den Kanipf ziehen mochten gegen die GeisteSknechtung und die Fruchte der greiheil genic mit uns geinein-fam genietzen wollten. (Bravo! Bravo!) Sie haben dies bewahrt, indent fie uns bei den Wahlen zur Seite ftanden, indern einzelne von ihnen versassungs-trcue Mandate in die Reichsvertretung annahrnen, und es ware tent Zeichen der Klngheit, ja cs ware Leichtsinn, bicfc Bundesgenossen von nns in das t)egncrifcf)c Lager zu stotzen. (Lebhasier Bcisail.) Mil dcr Wahlreform haben :uic uiclce, aber nicht alles erruiigen. Der osterreichische Slaalsge-danke wurde gestartl, die Defensive der Verfassungs-partei gekraftigt und vor a [lent das nebelhafte cze-chische StaatSrecht in das Reich der Schatten ver-wiesen, von wannen es feine Wiederkehr gibt. (Stur-rnischer Beifall.) Aber trotz alledent haben unsere nationalen Gegncr ihrc Fahne nicht eingerollt. In den Klerikalen ist uns ein Gegner erwachsen, den wir gerade jetzt nicht unterschatzen biirfen, wenn toif bedeiifeit, datz die nachsten Wahlen miter dent Einflnsse eiitcr Coalition stattfinden werben, die in der neuen franzosischen Republik ihre Stiitze findet. Und wir, die wir wahrlich wohlrneinende Freunde der gegenwartigen Regierung find, wir konnen ihr nur rathen, datz sie sich nicht tauschen rnoge fiber die heuchlerische Connivenz einiger verfassungstreuen Katholiken, von betteit wir nur zu gut loiffen, datz fit verfassungstreu in der Form, aber nicht dent Wesen nach find und dah sie ebenso wie die soge-nannte Rechtspartei nichts anderes wiinschen als die ZerstSrung unserer liberalen Jnstitntionen und die Verwirklichung des Syllabus. (Handeklatschen.) Das genugt wohl, urn die Nothwendigkeit der Einigkeit darzulegen, und wenn es inir auch gestat-tet ist, ein Moment der politischen Strategi! zu be-ruhren, so bitte ich Sie, sich klarzumachen, datz wir hier in Mahren fur unsere Kainpse keine so brcitc und compacte Operationsbasis besitzen wie unfere Freunde in Bohmen. Oasenartig find die beutschen Ansiedlungen fiber das slavische Mahren zerstreut, und unser Streben mutz dahin gerichtet sein, uns in den alten Festungen zusammenzuthun, sie zu ar-mierett und wirksarn zu beniitzen. Erinnern Sie sich in diesem Moment an den Spruch, der vor zwei Jahren in den Tagen der Bedriingnis unablassig uns vorschwebte: „Wir wollen sein ein einig Volk von Brudern, in keiner Noth uns trrnnen und Gefahr!" die wir mit diesem Worte verbinden, der Teufel in seiner scheutzlichen Gestatt mit Hornern und Schweif, das find Phantasieerzeugnisse des Christen-thums, und zwar auch nicht aus seiner trsten Zeit, sondern aus jener sinsteren Epoche, alS der wahre Grist des ChristenthurnS unter Doginen und For-mctmuft begraben wurde. In der Erfindung von Qualen hat keine Priesterschaft inehr geleistet als bit christliche. Mit Furcht und Schrccken beherrfchte fit bit Gtmuther, und damit die Menschen cinen Borgeschmack von ben twigen Strafen betommen sollten, unterwarfen fit dieselben fchon Hier den un-barmherzigsten und scheutzlichsten Qualen. Das In-quifitionstribunal war unerfchSpflich in der Erfindung newer Torturtn. Dit Ketzer wurden dem irbifchtn Feuer fibtrgeben und dabei wurbe geprebigt, datz baS ewjge Feuer ber Holle noch viel Heitzer fei. Und daS,Volk glaubte es, denn eS war ja tief ver-funfen in Rohheit und Materialismu«. DieGottes-verehrung im Mittelalter war wenig mehr alS Gotzendienst, man betete Bilder, Haare, Gewiinder und heilige Knochen mit Jnbrnnst an, man schlug sich ben eigenen Rficken wund und glaubte bamit Gott einen Dienst erwiesen zu haben. Unb bit Kunst gab den herrschenden Vorstellungen Ausdruck Politische ^Rundschau. Laibach, 18. Juni. Inland. Die Erwartungen, welche an den deuts ch-m ahri schen Parteitag in Jglan geknfipft wurden, haben sich in vollem Matze erfullt, insbesondere wurde die Arbeit aus praktischem Felde um ein gules Stuck erweitert unb fchc zwcckinatzigc Beschliisse iibetreff der Hebung der Volksschule, der Spar- unb Borschntzvereine unb der Volksbibliothe-ken, sowie tucksichtlich dcr Unterstiitzung ber ver-fassungStreuen Tagesprcsse gesatzl. Dem gemein-lamen Ansturme der Czcchen, rZeudalen und Klerikalen bei ben direclen Reichsrathswahlen wird die Berfassungspartei in Mahren cinfti mmig e»t-gegentreten. Unter dem Eindrucke einer ausgezeich-neten Rede des Abgcordueten Fux wurde die von dem Landes-Wahlcomits in Brfinn beschlossene Resolution, datz nur in dem eintrachtigen Zusammem stehen aller VeisassungSanhanger in Mahren das Heil dcr Partei zu erblicken, ohne Debatte ange-noinmen. Die jfingsten Matznahmen deS Unter-richtsministers ersuhren eine fcharfe Berurtheilung. In einer Bersautmlung cze chischer A r-better am 15. d. in Prag wurde auf das heftigste gegen jene Fiihrer und Joumale bemonftriert, welche fur die Nichtbeschickung ber Weltausstellung plaidiert hatten. Jnfolge ber Nichtbeschickung der Weltausstellung — erflarte ein Redncr — wurden bie Lei-stungen bet cztchischen Nation todtgeschwiegen. Uebri-genS sehen heute jene falschen Propheten fctbst tin, batz sic thoricht hanbclten, als sie bie Nichtbeschickung aurietheu. Schlietzlich wurde ber Antrag, bie Regierung unb bie Gewcrbekammer um llnterstiitzung fur bie Arbeiler, wclche die Weltausstellung befuchen wollen, anzufuchen, angenommen. Die »Oksterreichische Correspondenz" berichtet anlatzlich des Besuches der deutschen Kaiserin in Wien, datz dieselbe personlich die Versicheruug herz-lichen Bedauerus des beutschen Kaisers iiberbringen werbe, welcher, beftimmten arztlichcn Anorbnungen sich nur mit Wiberstrcben fiigcnb, bctn Besuche deS osterreichischen Kaiserhofes unb ber Weltausstellung fur jetzt entfagen in tiff c. Es werde ihm jedoch nach becndcter Badeknr hoffentlich vergonnt sein, seinem innigen Wnnfche zu folgen und ben mit fchmerz-licher Betriibnis jetzt vertagten Befnch zu machcit. Die Aenberuug ber Orientpolitik O e st e r -re ich s bitbet in der deutschen Presse fortwahrend ein sehr beliebtes Thema. Eine beachtenSwerthe Stimme sinden wir iiber biese Frage in ber „Schles. Ztg.", wo ein wiener Corresponbent seine Ansichten also znsammensatzt: „Oesterreich wird sich von seiner traditionellen Politik nicht so weit entfernen, um etwa Rutzland den Weg nach Konstantinopel ^u unb nahrte dadurch deit Aberglauben. Die Wande der Kirchen bedeckten fie mit Fresten, welche das Unfatzliche, Unerkannte, bie Gottheit unb bas Leben nach dem Tade, in ebenso wiberlichen als lacherlichen Bildem darstellten. Unb bitft Hollt, biest Ansgeburt krankhafter Anschannng, bieser surchterliche Ort ber Verdam-nis unb der schauderhaftesten Qualen hat einen Dichter zu einem grotzartigen Werke begeiftert: Dante Alighieri! Lasciate ogni speranza, voi cb’en-trate! schrieb er fiber bit Hollenpforte unb mit Staunen und Bewunderung folgt ber Leftr btm gtwaltigtn Geistt auf seiner Wanbtrung burch das Rtich ber Ttuftl und Verdammten. Wir wtffen jetzt was Dante mit biefen Schilbtmngtn bezweckte; aber charakteristifch ffir bit Bilbung ftintr Zeit ist es, bah die Btfchrtibungtn btr HLlltnqualtn vom gemeinen Volke wvrtlich genommen wurden, datz die einfaltige Mcngc auf den Dichter wies, wenn er corfibcrging, unb in seinem dunkeln Gesicht unb fraufen Haar bie Spnren der Wirlung von ber Glut unb betn Rauch des unausloschlichen Feuers zu sehett glaubte. Man hat DanteS „Comedia divinau alS bit Normalbichtung bcs Katholicismns btzeichnct, man barf aber nicht vergessen, datz dts Dichttrs offnen, allein wie die natiirliche Entwicklung der Verhaltnifse die Bahn fret macht, wird es biefe Vcrhaltnisfe nicht tgnorieren. Wenn ber Orient dieselbe Phase durchmachen solite, die Italien unb Deutschland burchgemncht, wenn der Zusammenbruch eines unhaltbarcn (Sanzen bis zu der eine geraumt Ztit erheischenden Wiederherstellnng desselben einzel-nen Theilen eine erhohte Macht verleihen sollte, so ware es von Oesterreich untlug, sich gegen biese Entwicklung ber Dinge zu steimnen." Ausland. Der beutsche Reichstag nutzt seine gliicklich wieberhergestellte Beschlutzfiihigkeit zu energischer unb rascher Arbeit aus. Ain Samstag wurde bie bfitte Lesung bcs aus der Initiative be« ReichStages hervorgegangenen Reichs-Eisenbahn-gc s etzeS vvllcndct. Mit diesem Gcsctze, dent be-vorslehenden Berichte der Special-Untersnchungscoin-mission unb dcr (von ihm selbst nachgesnchten) Pen-sionierung Wageners werden die Resultate der Lasker'schcn Enthullnngen abgeschlosscn sein. Die Unflathigkeiten des „Osservatore Romano" schcinen iibrigens eines Eindruckes auf den Reichstag nicht verfchlt zu haben ; famnttliche Fractionen haben nam-lich in vertranlicher Verabrednng beschlosfen, den Posten bes beutschen Gesanbteii bei bent Papste in ber britten EtatSberalhung abzulehnen. Die Rebe, _welche ber Fiirst Bismarck am 9. Juni im Reichstage gchalten hat, gibt den ita-lienischen Zeitungen winter noch reichen-Stvsf zu Bctrachtnngcn. Die turiner ,,Unita Eattolica" ist mit dem ..Ofservatore Romano" unb ber „Boce della Berita" vollkoinnten einverstanden unb finbet bcs Kanzlcrs Rede gcrabczu unverschamt unb ver-gleicht ihn mit Heinrich IV., welcher vor circa acht-hundert Jahren ben Meichstag nach Worms berief, um bie Wahl Gregor VII. zn prfifen. Nachbem sie nun erzahlt, wie biefe Politik ben Kaiser Heinrich IV. nach Eattoffa gebracht hat, fahrt sic fort: „Wenn Fiirst Bismarck eine neue Auflage j»on jenem Reichstage in Worms zn licfern gedenkt^ so wirb auch er erfahmi, datz man ben P apft bas Papstthum nicht ungcstraft antaftet und day die Klagcr in ben Projeffen gegen die Papste fttW die Kosten bczahlen: Napoleon I. bei Waterloo, fein Nachfolger Napoleon III. bei Sedan unb ber Fiirst Bismarck, obcr fiir ihn vielmehr bas beutsche Reich, wo es Gott gefallen wirb." Hiezu ist nur zu bemerken, datz nach ber Anstcht anbercr Lcutt Waterloo wcnigstens nebenbei bie getcchte Strafe fiir Napoleon I. roinifches Concorbat war unb datz gerabe ber KlericalismuS ben britten Napoleon birect nach Seban gefiihrt hat, bort also bie tlericale Politik gcscheitert ist. Am Samstag wurde in So tot hum unter grotzer Betheiligung tin Volk stag bes schmeizer Denken fortroiihrtnb auf das Jdtal des Christen-thums hin gerichtet war, datz er ts selbst als bie welt-trlosende Lieb- (l’amor, che muove ’1 sole e 1'altre stelle) bezeichnet. Die Holle des ChristenthurnS kann ohne Teufel nicht gebacht roerbcn; Damvnen in alien Geftaltcn treiben sich bo hermit, unb auf dem Throne sitzt der HSllenfiirst und crgotzt sich an ben Schmerzen unb Qualen bet Verdammten. Die Reformation raumtt zwar eine Megge Dogrncnkram Hittweg, bie Hiille abet unb ben Teufel behielt fie bei. Selbst glaubte baran, unb auf ber Wartburg fpurte er den Verfucher an ftintr Seite, fo datz er erzfirnt das Tintensatz nach ihm wars. Der Glaube an Hiille und Teufel erstarkte so-gar in der frontmen Wiedererweckung des Menschen, und bit prottflantifchen Mucker stellen sich Satana« zwar nicht mehr fo vor wie bit Einfaltigen unb S9C< fchrankten bts Mittelalter«, aber fie geftehen feint Existcnz zu. Teufel unb Sunbe finb jetzt Syn-onyme, und unter dem Reiche des Bostn versteht man alles, was fiindhaft unb fchlecht ist. Jefus hat Me HSlle bezwungen unb ben Tob befiegt, feine Aus' erftehung bebeutet bie Befreiung ber Menfchheit von finfterem Aberglauben, bie JSieberkehr be« Lichte« Volkes eroffnet. Alle Nachrichten geben davonZeug-nis, dah dieses ..politische Resormsest" zu den grotz-artigsten zahlte, welche die Schweiz erlebt. Nach dem officiellen „Bund" ist dasselbe in erster Linie dec Idee des „fortschrittlichen und nationalen Bun-desstaates geweiht". Das Programm des Central-Ausschusscs liefert den Jnhalt zu dieser Idee. Ge-fordert und einstimmig angenommen wurden: natio-nale Gestaltung der Wehrkraft, allgemeines schwei-jerisches Burgerrecht, Besreiung der Bolksschule von geistlicher Bevormundung, Venverfung jeder nicht-nationalen Kirchenorganisationj und folgerichtig Aufhebung der Nuntiatur und alter nicht national-republikanisch organisierten Bisthumer. Neben der Verfassungsrcvision bildete das Motto „Bruch mit Ro m" das Hauptlhema der Dedalten. Die Aahigkeit, welche sowohl einzelne Cantoue als auch die Bundesregierung bisher in ihrer Frontstellung fltgcn rointfche Uebergriffe an den Tag gelegt, faurgt dasiir, datz diese wohlthcitige und reinigende Bewe-gung nicht wieder einschlummern werde. Die s r a n z o s is ch e N a t i o n a l v e r s a m m -lung hat zwar die Wahl R a n c s fur giltig er-klart, roird aber zweifellos ihre Zustiinmung zu seiner gerichtlichen Bersolgung geben. Datz die Regie-^ung jetzt, nach mehr als zwei Jahren, gegen Ranc die Bersolgung einleitete. hat in ganz Paris Unmuth "regt und sogar die Borje verstimmt. Die Bersol-gung wurde hauplsachlich deShalb eing-leitet, roeil man hofft, Thiers durch die EnthullungiU, welche in dem Prozesse gemacht werden solicit, compromit-tieren zu konnen. Einige Blatter, wie „Patrie" und ,Fran^ais", sagen dies ganz offen. Nach der „Patrie" war Thiers gegen Ranc so nachsichtig, roeil dieser lhm personliche Dienste leistete und zugleich sein Vertreter bei der Commune war. Wie die „Patrie" hinzusugt, hosst man, dah man durch diese Enthiil-lungen endlich erfahren wird, welche Art von Pact iwischen ihm und den Radicalen b-stand. Jnteressant ist das Urtheil der „Jndependance belge» ubec die Affaire Ranc. Nicht Ranc allein meint brusseler Blatt, sei schuldig, sondern auchThierS, <>ufaure und Ciffey, welche bisher den regelmdhigen ^erlaus der Justiz gehinbert, ja selbst dec President *"iac Mahon und General Ladmirault, welche beide an der Schuld der Verzogerung ihren Theil haben. Zur Tagesgeschichte. Die Wclta us stellung und die czc-chischen Arbeiler. Aus Prag wird gcschricbcn : ,,Jn den grohm Saal der Schiitzeninsel drangi/n sich 15. d. ctroa 1000 Arbeiter, die mil einer Resolution {Ur die wiener WeliauSstellung cine Demonstta-"on gegen das Allczechenlhum vetbanden, die an Deut-^ch"ir nij)tg jU wUuschen iibrig lietz, benn mil dem und der Freiheit des GeisteS. Es hat aber lange gebraucht, bis bit Menschheit dahin gelangte, die Holle zu verlachen und ben Teufel abzusetzen. Jahr-handerte find daruber vergangen und zahlloS find die Opfer, die der Herrschaft der Priester geschlachtet Durden. Heute hat bit Holle ihre Schrecken ver-die BLlker lassen sich nicht mehr durch den v’nwets aus das eroige Feuer knechten. Der Teufel W seine Leibhaftigkeit verloren, er ist nur nod) tin ©tymbol und wird in der Kunst nur allegorisch dar-gestellt. Wir feiern Ostern zwar noch in derselben Weise, wie sie fruher geseiert ronrden, aber wir legen ihnen tme andere Deutung bei. Mag sein, datz sie dadurch Qn Jnnerlichkeit und ergreisender Wirkung verlieren, allein daS ist daS Schicksal aller geistlichen Feste. 9ft doch auch der autzere Glanz, der sie so viele ^ahrhundene umNeidele, zum grohen Theile ge-' hwunden. Christ ist erstanden! dieser schiine Oster-"'uh heiht jetzt so Did, als der Geist hat gesiegt, ^ wird unS writer fiihren aus der Bahn des Forl-schrittes und die Finsternis zerstreuen, die noch au'f der Menschheit lastet. Und in diesem Sinne rusen auch wir: Christ ist erstanden! („N. W. T.") c inftim migen Ruse: „Schande und Schmach dem „Poirot", wurde die Versammlung nach sehr erregten Dedalten geschlossen. Es war der intelligentere Theil der Arbeiterschaft aus Prag und den Votstdbten ver« sommelt, sie gehorlen alle der czechischen Notionolilat an, und die Reden warden durchwrgS in der czechischen Sprache gehalten. Tischler Schila, einstimmig zum Vorsitzenden gewahlt, erdssnete die Versammlung mil ber Mahnung, es sei an ber Zeit, bah bie czechischen Arbeiter ben Nachweis liefern, batz sie keine Hetzer unter sich bulben, bas VersammlungSrecht nicht miS-brauchen, vielmehr bie Gesetze zu ehren verstiinben. Hieraus nahm unter stitrmischem Zurus der bekannte Arbeilerfiihrct Pellant bas Wort. DaSselbe war zu-nachst gegen ben czechischen Gewerbeverein gerichtet, bet bekannllich bis zum Jahre 1864 eiu blUhenbcS Institut war und total in Bersall !am, seit die Deutschen aus dessen Direction gedranzt sind. Die Leiler bieseS von beutschen Grohinbustriellen und Gelehrten gestif-tetcn Bireins si«b jetzt bie Herren Rebacleure der „Po-littf" Zeilhammer uud Schick. Es lassen sich die starten Worte nicht gut wiebergcben, w-lch: der resolute Ar-beilersUhrer gegen bie heiuntergelomtnene Anstalt und gegen die Leuie schleuderte, die deren Bersall verschul-oct haben. Dann roenbete er sich gegen ben f,PofroI" unb bie „Politik" sowie gegen sammtliche Persdnlich-keilen, welche gegen bie rotenet WeltanSstellung ogitier-ten, unb gab sie ber „LerachIung ber Welt" preis. (Sttirmische Ruse: „Schande ihnen!") Rednet fiihrt sort: Und diese Manner, bie uiit unethorter Gewis-scnloftgteii ous EzoiSmuS unb vcrletztem Ehtgeiz unset Bvlk schadigen und lachetlich machen, haben bie Dreistigkeit, sich Patrioten zu netmen! (Schande solchen Patriotcn! schreit die Versammlung wie aus eincm Munde.) Uns rotite wohl, roenn man ergrifsen halte, was Wien gebotcn, jetzt abet wollen wit uns nicht mehr adhalten lassen unb Gebtauch machen von den wohlthatigett Eintichiungen in unsetm Staate unb theilnehmen an den Fotischtitten derselben. Ehte bent Patriotcn von ben »Narodni Listy", welchet ben Muth hat, die wiener WeltanSstellung cine grosjartige zu nenntn. (©tUrrnische Ruse; Ehte ihm, Slava!) Wit roollcn ihm solgen und von bet wiener WeltanSstellung Rutzen ziehen! (Ruse: DaS wollen wit.) Stbeitet Kolia fragt nach den Mittcln, bit cine Reise nach Wien ernidgtichen sollcn. In gtanfteich Habe, als bie Nationalvcrsammlung bie Gclbmittcl ocrweigett, dieJout-nalistik file bie stanzosischen arbeiter cine Sammlung vetanstallet, was ttinnen abet wit von eincr Journalism verlangen, die einen „Po!to!" ausweiSt, oder etnen kzech, ber uns ben Himmel hetzurichten verspricht, hict aus Erdcn ihn abet fUc sich allein haben mSchte. Homola aus Wien vetweiSt aus bie Staatshilfc; Zapp-tocti, ein nervoset Schneider, will, batz bie Fadrikantcn zahlen sollcn. ES witb schliehlich ein Comit6 au6 zwanziz Atbcitein zusammcnzesetzt, welches tin Ein-schteiten an bit Hanbelskammet, Statthalterei unb Fa-btitanien absafsen soll urn UnterslUfcung fttr ben Atbeiterstanb, daaiit Vcttrcict bcflselbcn bie wiener Weltansstellung besuchco tbnncn; weiter wurde tine Utgenz an ben Gewerbeverein beschlossen, barnit berselbe feinetn Dasein entsptcchc, ben Jnteiesien der Gewerbe getecht wetde unb Gewetdeschulen und AuSstelluazcn jdtbcrc. Zum Schluh wutbe unter einstimmigem ener» gischen Ruse bie voy ben Junzczechen gelcitcten „Del-nicti Noviny" als bae ausjchltchlichc Atbeitctotgan ptoclamterl unb dem ,Potrot" unb (einen Lenten noch-malS ein wiilhenbeS „Schmach unb Schanbe" auSge-brocht." Local- unb Provmzial-Angelegmheiteu. — (Die EtLffnong beSGartenS) zur „gvlbenen Schnalle" ist gcsletn enblich, trotz bee nicht ganz gUnsligen WetterS, zustanbegekommen. Der Garten war recht hiibsch mil farbigen Lampions unb recht nett QuSgcslottetcn Ballons unb Fahnen geschmiltft. Die MilitLtmusikkapellc spielte ein teichhaltigeS Program« mit gewohnter PrSzision; der B-snch (eS biirf-ten bei 300 Personcn anweftnb gracstn sein) wat w-gen bee plvtzlich cingttretenen Regene, welchet jeboch nicht lange auhielt, tin mahiger; Kliche unb Keller liege* nichte zu wiinschen Ubrig. — (DieSammelbiichse fttr ben ©chut-pfennig) in ber „Schnalle" wutbe Dot furzenr a* brochen unb ber gauze Jnhalt an ©ilbergetb (10 fl.) derselben cntnommen. Die Kupsetmttnzen lietz ber Dicb zutttck. — (Humane S p e n b e.) Det AuSschuh der steietmiitkischen ©patkasse hat dem akabemischen Turn-vereine in Graz, betn Bororte des GauverbanbeS von ©leiermark, Karnten, Krain unb bent Kllsten-lanbe, ben Betrag von 500 fl. 5. W. zur FLrberunz seines ebten ©trebenS, baS Turnen im Gauverbanbe butch GrUnbunz von Turnvereinen mehr unb mehr zu verbreilen, gespenbel. — (lob dutch Etttinken.) Am 14. b. ist bie einjiihtige Tochtet Maria beS Lotenz Celatc in Holzenegg, Bezitk Umgcbung Laibach, wahtenb ihre Mutter im ©chatten eineS BaumeS schlief, im cot« beistietzenben Bache etttunfen. Die Leiche wutbe ge» richtlich bcschaut. — (Ein ©chabenseuer) brach auS bisher noch unbetannter Ursachc am 8. b. in ber ©cheuer bee GtunbbcsitzerS Georg ©bločnif in Kleinlack, Bezitk Reisniz, auS. Det Btanb griff so schnell urn sich, bah binntn kurzet Zeit 5 Wohngebdube, 9 Sckeueru unb 2 Schupsen, HauS unb WirthschastSgerathe u. a. in Asche gelegt wurden; daS Vieh wutbe gerettet. Der Gesammischade betrttgt ongebtich nahezu 12.000 fl. Sichctcm Bctnchmcn nach fehlt e8 in btefer Gemeinbe giinzlich an Feuetloschteqaisiten. Die abgebronnten %u bande tvoren bei ber triefler unb ber Assccnranzanstalt »Victoria" mit geringen Betragen versichert. — (Die Kar st- Aussor stung) , dieser wichtige Zweig ber RegiernngSkhcUigkeit, ist aus ber Weltansstellung (Pavilion des Ackerbaummisteriums) reprafentiert butch bae Relief cine« TheileS beS odesten KatstgebieteS im Lanbc Gorz, welches teiber (einen rechten Mahstab obgibt fUr bie Ausgabe, welche hiet noch zu liifen ist. Plane der zu bicscm Zwecke von ber Regierung ■gejtUnbeten Central-Saatschulen, so-wie ein auSgczeichnet angefertigtes Wurzclherbarinm unter ®(ae unb Rahmen lassen erkenncn, in welcher Richtung unb mil welchem Ersolge hier vorgegange« wird. Mehrere Schrislen, welche den Besuchern zur Dieposttion stchea, geben banienSrocrthc Ertduterun« gen zu ber Geschichte bet BerLdung und Wieberbewal-bung be« KarsteS. Uebcrhoupt erscheint ber in forst-licher Bezichung viel vcrrufcnc unb viel besprochene Karst in ber Auestcllttng bcfonbetS bevorzugt. Hier fallen bent Beschauer in erster Linie bie groharttgen SchiffbauhLlzcr aus, welche urn zwei aue ber Buko, toina stantmenbe Mastbaume gruppiert stnb unb welche einmal betveisen follen, was bet Karstboben zu leisten vertnag, zum anbeten abet auch bie vetfchtebenen, bei« ©chiffebau noihigen figutietten HLlzet zeigen, bcren Vcrwcnbungetrcife on einern au« Katstholz geschnitzten Schiffemobcllc etsichtlich gemacht wutbe. Dutch die Vorstthrung beS KatstlandeS selbst soll bem Beschauer tin Bilb deS ZustandeS und bet feit mehteten Jahte« in Anzriff genommenen Auffvrstung beS ftiihet rUck» sichtSloS entwalbetcn Katstce unb von deren Etfolgcn gebotcn wctden. Die Kulturen wcifcn gttnstige Refultote in jenen ©egenben ouf, too bie Pflanzen cor bet vet« heerenben Ziegenweibe geschtttzt werden konnten — wie bie vetfchicbenen auSgcfleUten jungcn Katstpflanzen deuilich etsichtlich machen — wahtenb une bet Anblick jener Dertlichleiten ein trvstlosc« Bilb gewahrt, wo ben Anfforstungen lein ©chutz vvr ben schiidlichen Folgen ber Biehweibe werden fonnte. Den Znstand dieser Karstgegend versiunlicht bet ben Schissebauhvlzern zu-gewendete Theil de» datgestellten Korstlandes. Die doselbst besindliche Grotie, bcren ©talaftiten ber abets« betger ©rotte cntnommen wntben, soll cine ber vielen im Katste zu fi-tdenben Hohlea unb ©rotten vet* anschaulichen, deten grojjfe und bekannteste die schon etwLhnte adclSbetget Grolte ist. Eine ©ammlung von RunbhLlzetn aus verschiebenen ©tanborten und Hdhenlagen beS ternovaner FotsteS zeigt ben Einstust bieset goctoren ouf ben HolzwachSthumegang. Wie gtojj die hiedurch bedingten Unterfchicbe sind, witb bei Dergleichung ber einzelnen Muster sofort erfannt. So findet man. dah die Buche auf gtinstigem, tor Bora geschlltztem Standorte bet eincrn Alter von 125 Johren einen Durchmesser von 0 56 Meier in Brusthohe, w8hr!nb fie bei gleicher MeereShLhe in einer ber Bora ausgesetzten Sage unb bewzufolge magerem Bobm bei rinem Alter von 190 Jahren nut einen Durchmesser von 018 Meter zeigt. — (Eine Giftm ischerin.) Die Bauerin Rosalia Nowak in Kostanwerch, Gemeinbe St. Peter im BLrnthale, Bezirk CM, rooUte sich ihrer 74 Jahrc alien Schwiegermutter entlebigen unb gab mehrere ©tilde Arseni! in bie fUr bieselbe bereiteten Speisen. Zusalligerweise atzen aber auch tie zwei SLHne unb die Tochter ber Schwiegermutter von benselben, worauf stimmtliche Personen erkrankten. Die beiben SLHne er» holten sich infolge arztlicher Hilfe alsbald, bie alte Frau unb bie Tochter schweben aber noch in LebenS- gefahr. Die Giftmischerin wurbe bent Gerichte ein» getiesert. — (Zum Stempel ber Frachtbriefe.) AuS Anlatz vorgekommener Zweifel wurbe auSgespro-chen, bah nur Frachtbriefe iiber Sendungen, welche im Jnlanbe zum Transporte aufgegeben werben, stem^ pelpflichtig finb, wahrenb Frachtbriefe liber Senduw gen, welche im AuSlande, mithin auch bei ben im AuSlanbe getegenen Grenzstationen ber inlanbifchen Eisenbahnen zum Transporte aufgegeben werben, auch bonn, wenn fie bestimmt finb, bie Sendungen auf ihrem weiteren Zug im Jnlonde zu begteiten, nach bet aufrecht erhaltenen Tarispost bebingt gebiihrerifrei finb. — (SBeridjtVgung.) Wit ethalten vom Psar-rer Leopolb Albrecht aufl Aich eine Berichtigung unse-ter in Nr. 127 au8 Aich gebrachten Correspondenz vom 2. Juni, worm er behauptet, bah ber PassuS: „Dieser Mensch (Petaner) u. s. w. hatte in Aich unter ben Augen be« PfarrerS* u. f. w. erfunben fei. Ueber baS NLHere batilber wird bie einqeleitete Uutetsuchung je» bcnfaUe bie nSthige Aufkliirung bringen. Berstorbene. Den 1 7. Juni. Ursula Mlinar, Gastgebersgattin, 52 I., St. Petersvorstadt Nr. 55, Lungensucht. — Zohann Starin, Keuschlerskind, 7 Tage, Hiihnerdors am Moraste Nr. 43, Schwackie infolge ber Frithcieburt. Singksendet. Soeben eiugetroffen unb empfehlen zur gesalligen Einsichtnahme (320—4) eine neue Sendung Oelftrbkll-rllck-DilLer mil unb ohne Goldrahmen von fi. 10 bis ft. 40. Zahlbar in Raten. Kataloge gratis. 3. ti, Kleinmayr & F. Lamberg's Buchhandlung in Laibach. Allen Kranken Krast unb Gesundheit ohne Medizin unb ohne Kosten. 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Spilar, St. Peter. — Tomaiz, Agram. — Czcrwiakowsky, Rcisender, Trust. — Peter Tarois. — Schwab, Wien. — Schmitz unb Spang. Wkihkirchcn. — BiuSwaiiger, Augsburg. — Oehmig unb Braun,Wien.— v. Perfa, GSrz. -- Slegar, Agram. Hotel studs Wien. Flauger, Agram. — Miihn-bauer. — Buzzi, Privalier, Jtalicu. —Blas, Kfm. Deljs. — Honigmauii, DLrr, Schneider unb Roth, Kaufl., Wien. — Perdan, Untcrkraiu. — Urban, Abelsbcrg — Hotel Europn. Segment sammt Frau, Mayer sammt Frau, Maria Sabez und Maria Kalister, Triest. — Krie-ger, Graz Balerledier llof. Cibcj sammt Frau, Heibenschaft. — Habenion, Tresftn. — Dr. Swoboba, k. k. RegimeutS-arzt, sammt Frau, @rav Sternwarte. Goftisa, k. k. Grubenhutmann, Jbri«. — Maria Simončič, Oberkrain. — FSrstl/^Garliier. — Skull. — Mohor. — Stergher, Triest. fflohren. Kometla sammt Frau, Private, Klageusurt. — Toniuto, Wirlh, Tricst. — Zuchich, Jstrien. — Kinbl, Naherin, Innsbruck. -- Anbrcasch, sammt Cousin, Marburg. — Small, Lonbon. — Small uub Masian,Schott lanb. Telegramme. Wieu, 17, Juni. Dcr Polizeipraiident von Wien, Lemonnier, ist gestorben. Pest, 17. Juni. Die ungarische Regnicolar-bcputalion nahm bas Elaborat bes Vierer-Sub-comit^s an unb uberfanbte basselbe ber kroatischen Deputation. B-rlin, 17. Juni. Die „Norbd. Allg. Ztg." bementiert, bah ber Gesandte Arnim ben neuen Lliachthabern Frankrcichs grohe Zuvorkommenheit. entgegengebracht hade. 9iom, 17. Juni. Im Senate wurbe bas Kloster-gesetz angenommeu. Die Kammer beschloh, bas Gt» sammtbubget vor ber Vertagung zu biscutieren. Gebenktafel fiber bie am 20. Juni 1873 stattfinbenben Li-citationen. 1. Feilb., Panian'sche Real., Endnoselo, BG. Tscher-nembl. — 1. Feilb., Kobal'jche Real., Planina, BG. Wip-pach. — 2. Feilb., Rabuse'sche Real, ad Turnau, BG. Tschernembl. — 3. Feilb., Mirtek'sche Real., UntertSplitz, BG. Rubolsswerth. — 3. Feilb., Mainik'sche Real., Lome, BG. Jbria. Nklllitiit nadjltfilagrnfitrt in Karnten. Infolge Bewilligung bes k. k. Lanbes- als Concurs- Žerichtes Klagensurt werben die zur Riivolf Nlbing'schen 'oncnrsmasse gehLrigen Realitiiten in Ebenthal nachst Klagensurt am 26. Juni l. I. vormittags 10 Uhr in ber Amtskanzlei bes k. k. stabt. beleg. Bezirksgerichtes Klagensurt (Heuplatz, III. Stock) im Lffentlichen Berstei-gerungswege, jedoch nur um ober liber bent Lchatzungswerth pr. 23.645 fl. 60 !r. 6.333. hintangegeben werben. Die ein Ganzes bilbenben, am Futze bes Sattnitzberges reizenb getegenen ftlealitaten bestehen aus eineni villaartigen Wohnhause mit 6 Zimmern unb Zugehvr, Wirthschafts-gebiuibftt, Grunbstlicken unb Walbnngen im beiloufigen Ausmatze von 32 Joch unb ftnb nur eine Halbe Stunbc von Klagensurt entfemt, von wo zu benselben cine gute unb bveite Strahe mit einer prachtigen Allce siihrt; nttt ben Realitaten, bie sich mit Riicksicht aus bie eben 'angege-nen Eigenschasten zu einem angenehmen sommeraufent-halte vorzliglich cigneit, ist eine vollkommen neu Hergestelltc Kunstmiible im Betriebe, bonn eine Kunstwollensabrik unb Obstpresse. Die fiir bieselben yenoenbete, zu ben Realitaten gefjikige Wasserkrast, bie burch bas ganze Iahr gleichmatzig bleibt, eignet bie Realitaten zu jebem Jnbustrieunternehmen. Schiitzungsprvtokoll unb Licitotionsbebingnifse tiinnen in ber Registratur des k. k. stabt. beleg. Bezirksgerichtes Klagensurt ober in ber Kanzlei bes geseriigten Concurs-masseverwalters, bei welchem auch allsallige Auskitnste er-theilt werben, eingeseheit werben. Dr. Gustav Traun, (330—1) Toncursmasseverwalter. _______ a>anksclirclbi*n liber bie heilsame Wirkung des Auatlieiin - Mulidwassers Don (6—2) Dr. J. G. POPP, k. k. Hofzahnarzt in Wien, Stadt, Bognergassc Nr. 2. Der Unterzeichnete erklart sreimillig mit Vcrgnii-neii, bog skin sehwammig leichtblutendee Slahnfleisch, sowie bie lockeren Zahne burch ben Gcbrauch des Anatherin-Mundwassers ton Dr. 3. G. Popp, k. k. Hoszahnarzt in Wien, ersteres seine natiirliche Farb? witter erhalleu Hat, sowie bas Sluten ganzlich behoben unb die Zithne ihre Festigkeit erlaugten, roostir ich rneinen innigsteu Dank sage. Zugleich gebe ich gan, meine Einwilligung von diesen 3#i(eii ben nBtHigcn Gcbrauch zu machen, bamit bie heilsame Wirkung bes Anatherin-Mund-wassers SWltllb- and Zahnkranken bcfaniit werbe, St a u b u m. Mr. IE. J. tie Cnrjtentler. Zu haben in Laibach bei Petričič & Plrker, Josef Karinger, Ant. Krisper, Ed. Mahr, F. M. Schmitt, E. Birschitz, Apo.beker; K r a i n b u r g bet 5. Krisper uitb Seb. Schaunig, Apotheker; Bleiburg bei Herbst, Apotheker; SB at a § b in bet Halter, Apo-t[jeter; Rubolsswerth bet D. Rlzzoli unb J. Berg-mann, Apotheker, unb Josef Bergmann ; ® u r 1 f e I b bei Friedrich Bomches, Apotheker; Stein bei Jahn, Apotheker; Wippach bei Anton Deperls, Apotheker; G v rz bei Pontoni, Apotheker, unb J. Keller; War -t e n b e r g 6ei F. Gadler; A b e l s b e r g bei J. Kupfer-schmldt, Apotheker; Bischo s lack bei C. Fabiani, Apotheker; Gott sche e bei J. Braune, Apotheker; Jbria in ber k. k. Werksapotheke; 2 i 11 a t bet K. Miihlwenzel, Apotheker; Rabmannsborf m foer Apotheke von Sallochers Witwo. ___ Wiener Biirse vom 17. Jnni. Stnatsfonds. kose eon 1854 tiose eon i860, Lose eon I860, »iinft, Pramiensch. e. 1864 eamtcn. »ram. n. Ktlftentanb 5 „ Ongarn ju . . 5 „ kroat. u. ©lae.S „ 6ittcnbilrg. ju 6 „ Action. Vietionatbant . . . Union - Bank . . . 6ret itanfialt . • • ». o. 66comVtc«@c| »nglo.-Ssterr.Bank Deft. Bodencreb.-«. Deft! eicttt. «»comP«.-BI »»bbahn-Gesellsch. »-is. Elisabeth.Bahv 8«rl-8ubleig-8a6n. gttbtnb. «fenba»a Etiatlbahu . . . *j|f. lhani.3o|d«b. 88nfl..8atc(er 5.-8 Mf»lb.giem. 8»hn Pfandbrlefe. Ration, i.ffi.eertott ling. 8ob.-6tefcUaa8 13*. 6(L8ob..ttttblt Ms. la 88 3. rLckz. Geld 68.1C 72.90 100*.- Ware 68.20 73.80 100.50 131.— 132.— 90.— 89.- 80.- 82. 77.- 972.— 142.- 271.r- 1040 195.— 975.- 143.— 272.- 1050 196.— 97.- 2160 188.- I I.S I. I ao S ® I CJ * 1 819.— 820.— 832.— 2 7.— 155.-159. * 333.— 217.— 156.— 16 V.- 89.— 84.50 100.26 87.- 90.— 84.75 100.75 88.—1 Deft. HYPoth.-8ank. rrioritiits-Obl. Sllbb.-Ges.zu 500 {ft. bto. Bon« 6 pEt. »orbteb. (100 ft. EM.) 6ieb.=®.(800ft. 8HU SlaatSbahn pr. @tiid Slaatsb. Pr. St. 1867 Stuboifb. (800 ft.s.ro.) granz-Ios. (iooft.©.; Lose, iltebit 100 fl. 8. w Don.-Dampssch.-Ges. ju 100 ft. EM. . . Triester loo fl. LM. bto. 50 fl. o.ffi. Oftnet . 40. fl. iM. ©aim . „ 40 . I'atffb * it 40 „ Slurb , 40 „ Et.Genoi«. 40 „ Winbischgrt, no . Walbfleiu . w> « Weehsel (33Kon.) «ng«b.iOOfl.sSbb.w. Itantf.lOOE. , , onbon 10 Ps. eictL Part« 100 |fr«ncf Mflnzen. eaif. total-® ocatea. emln«t»atn Geld W«» 92.— 93.— 107.25 107.76 218.- 98.— 180.L5 131.— 108.— 108.80 93.— 93.50 99.50 100.50 178.— 98.— 116.— 66.— 30.— ' 38.- 87.- .— 88.— 37.— *3.76 85.- 16.— 94.50 »176 94.75 65.— 112.75 113- 43.90 44 .1» 8.26 6.36 8.91 9,— 169.— 169.60 113.35 11SU50 Telegraphiscber CurSbericht am 18. Juni. Bapier-Rente 68.40. — Stlber-ReMe 73.75. — I860« Staat«-Anlehea 102. — Bankactien 988. — trebit 265. gonbon 112.20. — Bilker 112 .50 - 8.1. 3*601=®ne*tem — - SO-Frane-Stticke 8.98. Druck von Jgn. V. «lei»may, A geb. Bamberg to Laibach. Berlrgrr nab fttr bie Webactiott vrrantvsrtlich: Ottonai »a»berg.