-----—__________ Nr. ?7. PrÄnumliation«preis: Im Eomptoir ganzj. ft. il, halbj, fl. 5'5>«. Für die Zufiellunn in« H«u« halbl. b0 lr. Ml« der Post ga»zj. si. 15. halvj. st. ? 50. Donnerstag, 5. April. Inseltlonsglbüi: Für Nelne Vnseralt bl« zu 4 Zeilen 85 tr., größere per Zelle 6 lr,, bel 5. sonen, dann betreffend die Sonntagsruhe und die tägliche Arbeitsdauer beim Bergbaue deutlich bewiesen, dass sie auch für die Bedürfnisse des Arbeiters im engsten Sinne des Wortes ein warmes Herz besitzt? Und die in großem Maßstabe concipierte Hilf? action in Tirol und Kärnten sowie die kürzlich sanctionierte Nothstandsvorlage für Böhmen und Galizien haben diese nicht gleichfalls die Hebung der materiellen Verhältnisse der betroffenen Gegenden zum Zwecke? Fürwahr, wenn die Regierung auf wirtschaftlichem Gebiete nichts weiter gethan hätte, als das hier aufgezählte, so würde dies allein ihrer Amtsthätigkeit ein dauerndes Andenken in der Geschichte der wirtschaftlichen Entwicklung Oesterreichs sichern. Möge also die „Deutsche Zeitung" immerhin die Verdienste der Re» gierung um die wirtschaftliche und focialpolitische Re« form zu verkleinern oder ganz und gar abzuleugnen suchen, die Bevölkerung wird doch wissen, wo sie ihre wahren Freunde zu suchen hat. Am vergangenen Samstag schrieb die „Neue freie Presse" wörtlich: „Es scheint übertrieben, wenn Dr. Eduard Gregr von der Macht« und Bedeutungslosigkeit der Czechen in einem Augenblicke spricht, wo sie einen so wichtigen Bestandtheil der Majorität ausmachen. Aber ist's nicht wirklich so? Reichen Macht und Bedeutung der Czechen weiter als Graf Taaffe und das Executi vcom i tc eS gestatten? Wie zahm ist der böhmische Löwe geworden! Vom Staatsrechte, welches dereinst der Keil war, welcher immer von neuem in den österreichischen Verfassungsbau getrieben wurde, ist längst nicht mehr die Rede. Und um welchen Preis? Ist die nationale Selbständigkeit, ist der Wohlstand, ist die politische Freiheit der Czechen größer geworden? Einst nahmen sie für den böhmischen Landtag das Steuer-Bewilligungsrecht in Anspruch; nunmehr ist selbst der Bruchtheil vom Steuer-BewiUigungSrechte, der ihnen als Partikel der Wiener Reichsrathsmajorität zukäme, zur Chimäre geworden; denn welche Steuervorlage würden die Czechen nicht annehmen, sobald ihnen der Popanz einer deutsch-liberalcn Majorität vorgehalten wird? Selbst der Herzenswunsch, den böhmischen Landtag mit seiner beschränkten Competenz ausgeliefert zu erhalten, bleibt ihnen unerfüllt, weil die Regierung es gut findet, einen Zaum für die Czechen in Händen zu behalten. Und was ist ihr Einfluss auf die aus« wältige Politik, auf das Heerwesen, auf die Reichs« finanzen, was ihre Rolle Ungarn gegenüber? Die Macht ist in Oesterreich ein sehr relativer Begriff. Jene Partei, welche sie auszuüben glaubt, empfindet sehr bald, wie wenig sie dieselbe besitzt, und die Regel ist, dass die Opfer, mit denen die Herrschaft erkauft wird, weit schwerer wiegen als die Vortheile, welche die Majorität gewährt." —Heute schreibt die „Deutsche Zeitung": „Sobald irgend eine Fractwn der Rechten einen Wunsch ausspricht, wird er erfüllt. Dreißig Männer und Männlein der Majorität genügen, um dem Grafen Taaffe Dasjenige abzugewinnen, was ihr Herz begehrt. Denn wenn dreißig Abgeord» nete der Regierung die Heeresfolge versagen, so befindet sich diese auf dem Sande einer Parlaments-Minorität, mit der sie nicht regieren und nicht existieren kann. So errangen sich Polen, Czechen und Cleri-cale die wertvollsten Concessionen." — Wir stellen diese Aussprüche der beiden hervorragendsten Blätter der Linken einfach neben einander, sie zeigen wieder einmal recht drastisch, wie es um die Argumentit der oppositionellen Presse beschaffen ist. Die „Salz bürg er Chronik" begrüßt die sanctionierte Gewerbegesetz-Novelle als einen erfreulichen Beweis, dass doch endlich das Recht d.r productive« Arbeit den dichten Nebel doctrinärer Phraseologie glücklich besiegt habe, und sagt, der Ge> Werbestand habe allen Grund, der Regierung zu danken, die den harten Kampf für seine Interessen nicht ge« scheut hat, und in dem Bewusstsein, dem berechtigten Begehren einer ebenso zahlreichen wie ehrenwerten Bürgerclasse zu entsprechen, alle die Gehässigkeiten, Verunglimpfungen und Verdächtigungen der Wider« sucher des Gewerbestandes über sich ergehen ließ. Der in Aussig erscheinende „Lanobote" (Organ des deutschen Bauernvereins) wendet sich gegen die Angriffe der deutsch-liberalen Presse auf den deutsch-böhmischen Bauernverein, welcher sich letztertage con-stituiert hat. und sagt: „Eine Schar thatkräftiger Männer, echter und wahrer Bauern, haben sich zu-sammengelhan und einen Bauernverein, der den Namen „Deutsch-böhmischer Bauernbund" führt, ins Leben gerufen. Welchen Angriffen dieser Vauernbund ausgesetzt war, ist wohl allgemein bekannt.. . Und warum? Bloß weil diese Männer, die deutschen Bauern Böhmens, es „gewagt" haben, anderer Meinung zu sein, weil sie erklärt haben, nicht mehr der Fußschemel einer Partei sein zu wollen, die alle Andersdenkenden rücksichtslos moralisch erwürgt." Im ungarischen Abgeordnetenhause veranlasste die Specialdrbatte über den Mittelschul. Gesehentwurf eine längere Debatte, in welcher insbesondere die Frage über die Beibehaltung der grie-chischen Sprache eine hervorragende Rolle spielte. — Der eingebrachte Gesetzentwurf über die Ausführung des im Fiumaner Hafen zu erbauenden Petroleum-Hafenbassins setzt die gesummten für das zu erbauende Hafenbassin nothwendigen Ausgaben mit 1320000 ft. fest. Diese Summe soll für das Jahr 1883 als Nachtragscredit bewilligt und kann im Wege einer Creditoperation bedeckt werden. Vom Ausland. Der deutsche Reichstag hat seine Thätig« keit wieder aufgenommen. Bei einer Besprechung von Vertretern der drei liberalen Fraclionen des Reichstages wurde, wie die „Vossische Zeitung" vernimmt, in Bezug auf die der Gewerbe-Ordnungs« Novelle gegenüber einzunehmende Stellung volles Einverständnis erzielt; auch einigte man sich bereits über eine größere Zahl von Abänderung«« und Strei. chungsanträgen. Die Stellung der Mehrheit des Reichstages zu der Holzzollvorlage wird sich einiger« maßen erkennen lassen, sobald beim Schlüsse der ersten Lesung die Frage zur Entscheidung gelangt, ob die Vorlage in eine Commission verwiesen oder im Plenum erledigt werden soll. Ersteres wird von den Freunden, letzteres von den Gegnern der Zollerhöhung empfohlen. Das Schicksal des Gesetzentwurfes ist besonders darum noch so zweifelhaft, weil über die Stellung des Centrums Zuverlässiges noch nicht bekannt ist. — Nach einer Berliner Correspondenz der „Kölnischen Zeitung" sind die Verhandlungen der deutschen Nehrung mit Spanien über den Abschluss emes neuen Zoll- und Handelsvertrages in letzter Zeit nicht unerheblich gefördert worden; die Zahl oer Diff^enzpunkte hat sich vermindert, und bezüglich oer noch vorhandenen hofft man, demnächst ebenfalls zu einer Verständigung zu gelangen. Ueber den norwegischen Verfassung-conflict, der sich bereits zu einer Ministeranllage zugespitzt hat, bringt die A?rliner „Post" fM»^ Nähere: „Nach der norwegischen Verfassung kö»»" die Minister nicht in das Storthing gewählt wer^n und haben auch nicht das Recht, an den Verhaus lungen des Parlamentes als Vertreter der Regierung irgendwie Antheil zu nehmen. Diese eigenthümlich Bestimmung der Verfassung wollte das Storthing a"' geändert wissen und fasste demgemäß den BesaM^ dass künftig die Minister mit berathender Stimme t"" Verhandlungen beizuwohnen berechtigt sein sou^' Die Krone, welche früher selbst dieser Aenderung o" Verfassung geneigt gewesen war, verlangte jedoch >" ihre Zustimmung einige anderweitige Abänderung der Verfassung, um die Rechte des Königthums sich"' zustellen. Das Slorthing verweigerte seine ZuW' mung zu diesen Abänderungen, worauf die K>^ ihrerseits die Sanction jeues verfassungsändernden ^ schlusses des Storthing versagte. Daraufhin fa!^ das Storthing den Beschluss noch zweimal in tieli Zusammensetzung, der König versagte abermals " Sanction, und nunmehr erklärte das Siorthing se>" zuletzt am 9. Juni 1880 gefassten Verfassung«^ rungs'Beschluss gemäß Z 79 der Verfassung al« " Rechtskraft getreten, ohne dass es hiezu königl»^ Sanction bedürfte. Dies ist in kurzen Zügen Vorgeschichte des jetzigen Verfassungsconflictes. ^» malen ist aber der ursprüngliche Anlass des Confl'^ vollkommen zurückgetreten vor der großen Princips Streitfrage: ob der König in Verfassungsfragen e' absolutes Veto habe oder nicht. Das Storthing' seiner Majorität verneint dies. Die Krone dageg beansprucht jenes Recht des absoluten Veto. In d'el' Sinne hat auch die juristische Facultät derUl'ive»'' Christiania sich in einem sehr umfassenden und gl"" lichen Rechtsgutachten geäußert, ebenso mehrere a"^ bedeutende norwegische und schwedische SchriftM ' Am Donnerstag wird das Storthing darüber berath ob das Ministerium in Anklagezustand versetzt we>° soll, ob nicht. Bei den Majoritätsverhällnisst" ° norwegischen Volksvertretung muss als gewiss aNs nommen werden, dass der radicals Antrag acc<'Pt> und gegen die Minister die Anklage erhoben w>l ^ Die politischeu Vorgänge, deren Schauplatz ss'^,.,s wärtig Christiania ist und die früher oder sp". zu einer Loslösung Norwegens von Schweden D . können, rücken die zwischen beiden Ländern bestall ^ staatsrechtlichen Verhältnisse in den Vordergrund-schwedischen und norwegischen Finanzen sind von , ander vollständig unabhängig. Jedes Land hat 1^,^ Staatshaushalt/ seine Einnahmen und Ausgaben ^ sich; es bestehen nicht etwa gemeinsame Ausgabt'N^ gemeinsame Schulden. Die Armee und die V^M tung und auch das Staatsschuldenwesen si"d ^', getrennt, und thatsächlich ist das gegenwärtig ^ hä'ltnis zwischen Schweden und Norwegen das^ Personalunion im eigensten Sinne des Wortes. .^ in der Person des Königs von Schweden findel.^, die Verwaltung beider Länder zusammen, und aUft Das SacherMasoch-Iubiläum in Leipzig. Am 1. Jänner d. I. feierte der Romancier und Herausgeber der bekannten, vorzüglich redigierten Internationalen Revue: „Auf der Höhe", Leopold von Sacher - Mafoch, sein llbjähriges Schriftsteller-Jubiläum, das glänzend verlief. Die Revue des geistigen Lebens im VI. Band. 7. Heft, von „Auf der Höhe" bringt darüber einen ausführlichen Bericht. Wie es vorauszusehen war, trug diese Feier keinen localen, ja nicht einmal einen specifisch deutschen, son« dern einen internationalen Charakter. Dieselbe begann damit, dass am Morgen des 1. Jänner der Redacteur von „Auf der Höhe", Herr N. Armand, und der Ver-lagsbuchhändler E. L. Morgenstern Sacher-Masoch. im Namen der Mitarbeite, von „Auf der Höhe" ein prachtvoll ausgestattetes Album überreichten, in welchem nicht allein die Mitarbeiter der Internationalen Revue, sondern alle gebildeten Nationen des Erdballes durch Autographen ihrer größten Dichter, Gelehrten, Künstler u. s. w. vertreten sind. Verschiedene Freunde des Dichters hatten Kränze, Blumen und sinnige Geschenke gesendet. Ein Decret des Präsidenten der französischen Republik verlieh Sacher-Masoch das Kreuz der Ehrenlegion. Die in Leipzig anwesenden Mit' arbeiter von „Auf der Höhe" sowie zahlreiche Freunde des Dichters kamen, ihm persönlich Glück zu wünschen, während eine Deputation des akademisch literarischen Vereins die Einladung zu dem von demselben veranstalteten Festcommers brachte. Journale aller Zungen begrühten den Gefeierten zu seinem Ehrentage, ver» schiene illustrierte Zeitungen brachten sein Porträt, von allen Seiten lieft,, Adressen und Zuschriften von Vereinen, Redactionen, Schriftstellern, Gemeinden und Freunden ein. Beim Festcommerse hielt Sacher"' ^ äuc ä'^umnio, M6mdl6 ä6 I'H.c^än M^e. Broglie, äuo äo, memdre äv 1'^caä6lML ""' ^ y,l-in Paris. Brühl, C.B,. Professor an d" " ^s sität in Wien. Vyr, Robert, in Bregenz. ^" i" y Gonzalez. Senator des Königreichs Spa"'^'. i" Madrid. Cressieux. C., in Graz. Dahn. FHe"' Königsberg. Daudet. Alfonse, in Paris. ^ ^ Professor an der Universität in Halle. ^UtN^. ^. xander, MLiudlL äe l'^cuäöinie lran^iLo, ln ^jl> Ebers, Georg, Professor an der Universität M^ i" Falb. Rudolf, in Obdach. Flammarion, A"' hos"' Paris. Friedmann. Alfred, in Wien. »""^ d^ Ludwig, in München. Garnett, Rich., B'blwtye ^ British Museum, in London. Glaser, A-, ^Ma", von Westermanns Monatsheften, in BerlM- ^ .___Laibacher Zeitung Nr. 77 647 5. April 1883. A"! ist nur noch die diplomatische Vertretung im «uLlanoe eine gemeinsame. Das schwedische Budget ves laufende!! Jahres beträgt in Einnahmen und Aus-»aven rund 78 Millionen, das norwegische 43 Mil« uonen Klonen ft 65 lr. österr. Währ.), die schwedische Staatsschuld 234, die norwegische 104 M'll'onen «wnen. der letzteren stehen jedoch i)7 Millionen Kronen ?i /^ entgegen. Die schwedischen Linientrnpp^n zählen ^000. die norwegischen 18000 Mann. die schwedische «lleMotte 140, die norwegische 88 Fahrzeuge. 5, . füglich der Besehung des Gouverneur» ^tens in Libanon bemerkt das „Journal des ^ebatK", dieselbe gewähre ihr nur insofern Befried,. »Ut'g als wenigstens Nustem Pascha, der Schützling und Freund Englands, nicht länger dort Gouverneur vlnbt „Denn — sagt das Blatt — wir dürfen nicht /lassen, dass in Syrien unsere Hauplaufgabe darin ^'teht, England daran zu hindern, dass es hier das "anouer wiederhole, welches ihm im Nil-Thale so h^l gelungen ist. Allein wenn wir auch anerkennen, "I« die in Constantinopel über die Vchtzuna. des ^uverneurpostens geführten Verhandlungen hätten "e schlimmere Wendung nehmen können, so dürfen z.'l.uns doch nicht verhehlen, dass Frankreich ernst«' . ?'"kNgu„gen wird machen müssen, um einen mahnenden Einfluss auf da« Regiment Prenk B>0 ^s^gewmnen." Tagesneuigkeiten. ^ ^ (Allerhöchster Besuch.) Se. Majestät der ftno in Wien durch seinen ersten Besuch in demselben "v- Um halb 9 Uhr erschien Allerhochstderselbe in Be» Lu'^ - ^ durchlauchtigsten Herren Erzherzoge Karl ^ ^ig, Großherzog von Toscana. Johann H>-s^°l, Wilhelm und Rainer und wurde vom ^°Ndenten des Casinos, Herrn Feldzeugmeister Frei. ^ln von Püleny, ehrfurchtsvollst empfangen. Seine hier^c ^ besichtigte zuerst alle Localitäten, begab sich Int r '" ^^ Concertsaal und wohnte mit sichtlichem se^^!>e, demchConcerte während der ganzen Dauer des-ichn? ^'' ^"^ Beendigung desselben richtete Se. Ma-freu ^,°^ '"khrere Damen und die meisten Generale ''bliche Worte und ließ sich zum Schlüsse sämmtliche bera^"w'' nämlich die Damen Freiin Canal Ehren-Chorn,/^ ^^""kl Joel. Mila Ott. Rosa Lacrc>,x. den Herrn 3» ^ Gesangsvereins „Arion", Dr. Bach. jedem « "ei" und Tyrolt vorstellen und sprach mit dtlliek^"^'"" °ufs huldvollste. Um halb 10 Uhr N ^e. Majestät sichtlich befriedigt den Saal, öta""? ^'" kaiserliches Geschenk.) Die „Wr, ^' schreibt: Die in der Nummer 72 der „Wiener N l"dftost« vom 29. März d. I unter der Vezeich. sisck^' "^'n kaiserliches Geschenk" der „Schle. tisck^ ^^'lung" entnommene Notiz sind wir, vo» authen< iu k' ^'^ her. in die Lage versetzt, folgendermaßen L^/l'chiigen: Die in dieser Not,z beschriebene, mit Nicht ^' und Labrador montierte ..Silbercassette" ist ^ndusi"^ ^"' österreichischen Museum für Kunst und ^llet/,«^ hervorgegangen, sondern di-selbe wurde im der ^nen Auftrage Sr. Majestät des Kaisers nach bl'nrick"^^'"" des k. k. Hof- und Kammergraveurs ^'k M "^"^er und unter dessen Leitung ausgeführt. l«t Zft ?^^^e lieferten die Bildhauer: Johann Schind« ^""olf W^^ M^^ ^^^^ uno Gustc.0 Dcloye; die Ciselierungen: C Waschmann. I Würbet. C. Würbet, H Hecht; die Montier- und Silberarbeit: Vincenz Czokaly; den Guss: M. Pawlowsly; die Stein« schleiferarbeiten: I. Smrz. — (Eine fürstliche Dichterin.) Ihre kün. Hoheit die Infantin Maria de la Paz von Spanien, deren Vermählung mit Sr. k, Hoheit dem Prinzen Ludwig Ferdinand von Baiern diesertage in Madrid gefeiert wird, hat schon wiederholt Proben eines ungewöhnlichen dich« terischen Talentes abgelegt. Die Madrider „Epora" ver» bffentlicht ein von der Infantin in spanischer Sprache gedichtetes, «H.3. ini m3.ät-6« überschriebenes reizendes Sonett, dessen innige Sprache und vollendete Form jedem Berufödichter zur Ehre gereichen würde. — (Cardinal Meglia f) Nach einer De. pesche der „Frankfurter Zeitung" aus Rom ist dort Se. Eminenz der Cardinal Peter Franz Meglia gestor« ben. Er ward 1810 geboren und war seit 1879 Cardinal. Früher wirkte er als Nuntius in Mexico, München und Paris. — (Zur Ermordung des Index » Curiae v. Mai lüth) schreibt man dem „Fremdenblatt" aus Budapest unterm 2. d. M.: Ueber die polizeilichen Recherchen nach dem muthmaßlichen Mörder Sponga ist noch immer kein Erfolg zu melden. Die von der Regierung ausgesetzte Prämie per 1000 fl. auf die Zu» standebringung hatte zwar unzählige Anzeigen zur Folge, die sich aber noch alle wertlos erwiesen haben. Die Thätigkeit der Behörde ist eine überaus rege und unermüdliche; man hat alle nur möglichen Daten über Sponga erhoben und gesammelt und hat alle seine Qlillrtiergeber vernommen; er wohnte in letzter Zeit in acht verschiedenen Quartieren. Die Polizeisection deS Ministeriums des Innern publiciert heute einen Erlass. wonach der Gang der Recherchen fortan unbedingt ge« hrim gehalten und die Berichierstatter der Presse vom Polizeigebände geradezu ausgeschlossen werden. Die Maß» nähme ist zwar höchst bedauerlich, aber angesichts der lügenhaften Berichte, der absichtlichen Seiisationsmacherei. der unberufenen Angriffe und maßlosen Kritik jedes Schrittes der Behörde seitens eines großen Theiles der hiesigen Presse wohl erklärlich. Der inhaftierte Leibhusar Berecz beharrt nach wie vor bei entschiedenem Leugnen. An die Familie Mailäth ergehen aus allen Theilen des L'MdeS unausgesetzt Kundgebungen des innigsten Beileides. — (Der erste Journalist.) Wenn man sich bei der Aufsuchung des ersten Journalisten nicht auf Europa beschränken will. so muss man als Vater der Journalistik einem Chinesen den Vortritt lassen, und zwar keinem geringeren als dem ersten Miniglaiser Hung-wu. welcher im Jahre 1366 die jetzt auch in Peking erscheinende Staatszeilung „Sin°Pao" (Neue Nachrichten) gründete. In Europa war man bisher über den ersten Journalisten noch zweifelhaft; einige nahmen als solchen den Franzosen Theophlust Nenaudot an, der 1623 in Paris die erste regelmäßig erscheinende französische Zeit-schrift „5louv6li68 0läili3.irL8 äs äivsl'8 ßnllroit,»" — von 1631 „62,^6^6 cl6 I>Hnc6" — herausgab. Diese Annahme ist jedoch ungerechtfertigt, da bereits im Jahre 1609 der Strahburger Johann CaroluS die regelmäßig erscheinende „Straßburger Zeitung" ins Leben rief. Der Titel dieser nachweislich ältesten Zeitung. von welcher noch ein ganzer Jahrgang in der Heidelberger Bibliothek vorhanden ist. lautet: „Relation Allen Fürnemmen vnd gedenkwürdigen Historien, so sich hin vnd wider im Hoch vnd Nieder Teutschland, auch in Frankreich. Ita« lien, Schott- vnd El'gelland. Hisspanien, Hungarn, Polen, Siebenbürgen, Wallachs, Moldaw. Turkey ,c. Inn diesem 1609 Jahr uerlauffe» vnd zutragen möchte. Alleö auf das trewlichfte wie ich solche bekommen vnd zu wegen bringen mag. im Truck verfertigen will." Da dieses Blatt. das bis 1679 bestand, nachweislich das älteste regelmäßig erscheinende ist, so kann man demnach den Deutschen Johann Earolus als den „Vater der Journalistik" bezeichnen. — (Lebensgefährliches Concert.) In Leads-v'lle (Nordamerika) fand in der Osterwoche ein großes Concert statt. An allen Eingangsthüren waren Placate befestigt, welche das Publicum ersuchten, im Falle die Leistungen der Künstler nicht entsprechen sollten, sich denselben gegenüber — keiner Schusswaffe zu bedienen. — (Aetna.) Aus Catania. 26. v. M. wird der „Perseveranza" geschrieben: „Das Gebiet der ge-genwärtigen vulkanischen Ausbrüche am Aetna erstreckt sich, nach den an Ort und Stelle gepflogenen Erhebungen des Ulpenclubs, etwa ein Kilometer weit von Nordosten nach Südwesteu und sondert sich in drei Gruppen. Im Norden befindet sich ein Krater, welchem fortwährend ein bläulicher, nicht sehr dichter Rauch ent< quillt. Elwa hundert Meter südlich davon ist ein Auswurfkrater, der in Zeitabständen von 30 Minuten bis zu einer Stunde Schlacken und Steine und dichte hell« graue Dampfwolken mit mittlerer Geschwindigkeit etwa 30 Meter hoch emporwirft, ohne Rollen, nur mit dem Iischen deS an den Kraterwänden sich reibenden groben Auswurfes. Die zweite Gruppe befindet sich etwa 200 Meter weiter nach Süden und besteht aus fünf Aus-wurfkratern, welche in Zeitabständen von fünf Minnten bis zu einer Viertelstunde Schlacken, Steine, Lauastücke von 1 bis 3 Kubiloecimeter und dichte dunkelgraue Rauch» wollen mit großer Geschwindigkeit bis zu 500 Meter Höhe emporwirft. Der grobe Auswurf fällt östlich von den Kratern in einem Umkreise von 70 Metern nieder, demnach bildet der Kraterhals einen Winkel von 6 Grad mit der senkrechten Richtung. Die ausgeworfenen Schlacken und Lavastücke sind an der Oberstäche weiß, und die mit ihnen bedeckte Umgebung der Krater sticht dadurch von den schwarzen Schlackenmassen, die weiter südlich liegen, ab. Südlich von den genannten fünf Kra« tern liegt auf einer Ausdehnung von 190 Metern eine am 22. v. M. ausgeworfene Schlackenmasse, welche zwei Meter hoch ist und in ihren Rissen noch raucht. 140 Meter weiter nach Süden finden sich abermals fünf ran« chende Krateröffnungen. Noch weiter nach Süden ist die dritte Gruppe; sie besteht aus zwei Kratern, die gegen« wärtig ruhig sind, aber am 22. v. M. Schlacken auswarfen, die fchon ähnlich der Lava zu stießen anfieugen. Auf diesem Eruptionsgebiete finden sich Bodenrisse von20 bis 130 Centimeter Weite und 100 bis 800 Meter Lauge, von Nord« often nach Südwesten gerichtet. Locales. — (Allerhöchste Spende.) Se. k. und l. Apostolische Majestät haben zum Bau eines MesSner« gebäudes zu LusttHal eine Unterstützung von 100 (hundert) Gulden aus Allerhöchster Privatcasfe allergnä« digst zu bewilligen geruht. sils lil'/°n. Redacteur von Unsere Zeit und Blätter 3'bllcteur ^ Unterhaltung, in Leipzig. Groß. Ferd., HH-' ^ ^ ver Allgemeinen Zeitung, m Wien. Gounod, l'ewik if"'s. Hamerling. Robert, in Graz. Han-Nnivetsj '. ^zernoroitz. H-lmholtz, Professor an der ^"ityart '" V"lin. Hellwald. Friedr. von. in 3^'damV ^"ssmann, Freiherr von, General» "'e'herr ^ ^ ^ Hoftheater in Wien. Holhendo>ff. 3'"' N>><^ Professor an der Unive,si,ät m Mü>,-' ^' 5>°^>s. Prof.ssor an der Unioersilät in Halle. '" A^lin h^' Nedactenr der ..Kölnischen Ze'tunq", ZU" Vieer" "lchner. Ios-' ^dacteur von ..Vom ssrls ' Lenk/ >'" Stuttgart. L'A'ronge. Adolf, in Ver< 3 Vudav?'' S°"dor. Redacteur des „Pcsti N^'plo" 3'llNanl, j Zwickn. Gräfin, in Warschau. Lingg, Enrich 'z'" München. Liszt in Weimar. L'ltrow, f^td ' !" 6'Utne. Lindau, Paul. Herausgeber von ^t. Pii,^"d" in Berlin. Marlitt, E., in Arn. ». in ^/>°)'ch' Ritter von, in Wien. Mmckwih. «hl, Ludw berg. Mautner. Eduard, inW ' e n. U der Uni^' c-'" Heidelberg. O"ck>n. W., Professor Air von n l"^ i" Gießen. D'Ornellas. Agostmto, « p°li. N^?'N< inL'ssabon. Palmieri. Luigi. in Ubi. Gesan.." s' Peter vun. inLaibach. Exc. Nan-.'"vfessor' ^,ler von Griechenland, in Berlin.' Riehl, n"nslv. m' ?7t Universität in München. Noti-i. ^«e7^°f^'l°r an der Universität in Wien. n Aen- Sai^"'-'" Stuttgart. Saar. Ferd. von, 3l^ohlenb7r" ^"""2 w Paris. Samarow, Gregor, Z'"°r vo., U'^aria. Emil. in Wien. Scheffel. ^°z- Pros K K und Mühlenbesitzer Franz Zem-ljan aus Mitterjarsche zu sechs Monaten, den Grundbesitzer und Wirt Johann Kozelj aus Mannsburg zu sieben Monalen, den Mühlenbesitzer von Dragomelj Johann Majdic zu sechs Monaten, den Knecht Anton Rogelj aus Nodica zu sieben Monats« und den Be-sitzerssohn Franz Eerar aus Domzale zu fünf Monaten schweren Kerkers, verschärft bei allen mit Fasten jede 14 Tage. Außerdem haben alle iu Loliämn die Gerichtskosten und der Mutter des Verstorbenen, Maria Pirnat, eine Entschädigung von 400 fl. und 10 st. für das Leichenbegängnis zu bezahlen, -x- — (Unbestellbare Briefftostsenoungen.) Seit 16. v. M. erliegen beim hiesigen k. k, Postamte nach-stehende unbestellbare Briefftostsendungen, über welche die Aufgeber verfügen wollen, und zwar: Blagajne Franz in Postojna. Lubiö Nosalia in Marburg. Podlesnik Ie-rica in Hrastnigg. Kersiö Josef in Sisal. Gasper Anton in Birtschendorf. Mannla Demeter in Ogulin, Sleylouz Ianez in Zihovo'Selo, Stalöar Peter in Dunaj, Hoffer Johanna in Graz. Podkrajschek Ioh. in Loco. Schroth Josef in Graz. Wopfner Anton in Loco, Hirt Paul in St. Peter bei Königsberg. Maria Nr. 220 in Loco p. r., Garbiö Jure in Kreuz. Baudek Maria in Gutendorf, Blazic Johann in Groh-Slatenegg, Brulc Josef in Großwrusniz, Derganc Johann in Tschetschendorf. Vrajer Ivan in Laibach. Kavoldi in Lesnw, Kalnza Josef in Narein, Neza Prijatel in Großlaschiz, Kam-nitar in Laibach. Lulßiö Paul in Leskuvc, Murn Johann in Grohnussdorf, — Seit 19, März: Mrnk Jakob in Unter-Snchadol, Schagar Josef in Locna, Trenta Jakob in Narein, Teroböiö Michael in Hereindorf, Binter Iera in Iavornik, Kolik in O,ska, Otta Mathias in Laibach. Selak Ivan in Belgrad, Schwarz Leoftoldine in Barcs. Breschau Josef in Tolmeiu. Eichberger Anton in Her-magor. Holzer Ernst in Florenz. Mars 503 p. r. Iosefstadt in Wien. Marinöiö Michael in Sienica. N,ßner Josef in Wien, Pcftel in Adelöberg, Urbas Ianez in Pettau, Wage Charlotte in Wien. v, Königsbrunn. Freih,, Sigismund in Wien. Fellni^ Iosefine in Wien, Grün-feld Marcus in Podthurn. Koh Henrik in Idria, Ljenartic Maria in St Peter. Lakn-r Peter in Wien. Ostronicar Miha in Weiuitz. Podlipei! Jakob in Jgg. Papez Maria in Huzemberg. Schneider Ant. in Innsbruck, — (Aufnahme von Militär-Zöglingen.) Das Commando der k. k. Infanterie - Cadetten-schule in Karlstadt macht kund, dass sowie im Vorjahre auch heuer zu Beginn des nächsten Schuljahres beiläufig 40 Jünglings, welche sich dem Militärberufe widmen wollen, in den I. Jahrgang der genannten In» fcmterie>Eadettenschule aufgenommen werden. Eine Neu-Ausnnhme von Frequentanten in die höheren Jahrgänge findet nur „anLnahmsweise" statt. Die mit den vorgeschriebenen Documenten belegten Aufnahmsgesnche sind bls längstens 2b. Juli d, I, dem Commando der Cadetten-schule einzusenden. Unvollständige oder verspätet einlan- gende Gesuche können nicht berücksichtigt werden. Das Formulare des Aufnahmsgesuches sowie Zahl und Gat« tung der vorgeschriebenen Beilagen sind in der Bro< schüre „Aufnahmsbedingungen für die Cadettenschulen" enthalten, welche in der Buchhandlung L. W. Seidel und Sohn in Wien (Graben Nr. 13) um 20 kr. ü. W. zu beziehen ist. — (Aus Trieft) schreibt man der „Wiener Zeitung" unterm 2 April: Der 30. März d. I, bildet einen wichtigen Gedenktag in den Annalen des hiesigen Hafenbaues, da an demselben der Schluss block — derselbe trägt die Nummer 9963 — in die Quai. mauern des Petroleumbassins eingesetzt wurde, Diese der ungünstigen Witterung wegen um ein Vierteljahr verzögerte Arbeit bildet unter normalen Verhältnissen den Schlussstein in dem Baue eines Bassins und wird mit Rücksicht auf die Wichtigkeit des Momentes — es ist das Gleichenfest bei dem Baue eines Hauses — in besonders festlicher Weise gefeiert. Anders bei den ungünstigen Bodenverhältnissen unserer Nhede. Die bereits constatierten und noch zu gewärtigend?,, Bewegungen in den Quaimcluern des gedachten Bassins erheischen noch Neconstructionen auf einzelnen Strecken derselben, und diese erfordern das Heben und Wiederversehen einer nicht unbeträchtlichen Zahl Blöcke. Nur wenn der letzte dieser Blöcke in sein nasses Bett gelegt worden sein wird, kann von einem definitiven Schlusssteine in den Blockmauern des Bassins die Rede sein. In welcher Periode des Jahres dies der Fall sein wird, hängt von der Bedeutung und der Epoche der zu erwartenden Setzungen ab. — (Literatu r.*) Der verdiente und als Autor kunsthistorischer Werke sehr geschätzte Custos am österreichischen Museum für Kunst und Industrie in Wien, Negierungsrath Bruno Bucher, veröffentlicht soeben die erste Lieferung eines Neal Lrxikonö der Kunstgewerbe (Wien, Verlag von G. P, Faesy) . welches in vier bis fünf Lieferungen im Laufe dieses Jahres vollendet wer« den soll. Der Inhalt dieses Lexikons erstreckt sich auf alle jene Zweige gewerblicher Thätigkeit, deren Producte neben den Anforderungen der Zweckmäßigkeit anch denen der Schönheit in Form und Farbe genügen sollen. Daher werden in selbständiger, technisch-historischer Darstellung und in Verbindung mit gedrängten biographischen Mittheilungen die Kunst der Goldschmiede, der Kunst« schlosser, der Metallgießer :c., der Stein« und Krystallschleifer, der Emailleurs und Nielleure, der Mosaik- und Lackarbeiter, der Kunsttischler. Drechsler-, Holz. und Beinschnitzer, der Kunsttöpfer und Glasmacher, der Buchbinder und Lederplastiker, der graphischen Künstler und Drucker, der Maler, Illuministen u. s. w., der Weber, Teppichwirker, Sticker, Spitzenarbeiter tc. lc. behandelt. In die so viel als möglich vollständige Elklärnng technischer Ausdrücke sind, da nicht allein das Bedürfnis der Liebhaber, fondern auch der Künstler. Handwerker und Schüler berücksichtigt werden sollte, die hohen Künste, die Kunstmythologie, die Heraldik, die Costümkunde mit einbezogen worden, insoweit diese für das gewerbliche Schaffen von Bedeutung sein können. Der Preis jeder Lieferung beträgt 1 fl. österr. Währ. (sür Deutschland 1 M. 80 Pf.). * Alles in dieser Rubrik Nnaezeisste ist zu beziehen durch die hiesige Vuchhanoluna I«. v. Kleinmayr H- Fed. Vamber». Neueste Post. Baden-Vaden, 4. April. Ihre Majestät die Kaiserin von Oesterreich und Ihre k. und k. Hoheit Erzherzogin Marie Valerie sind mit Gefolge heute früh halb 8 Uhr mittelst Extrazug.es hier eingetroffen und von Sr. kön. Hoheit Grafen Tram empfangen worden. Ihre Majestät, welche strenges Incognito bewahrt, hatte sich jeden osficiellen Empfang verbeten. Das Hotel „Europäischer Hof" wurde zu mehrwöchentlichem Aufenthalte gemietet. Original.Telegramme der „Laib. Zeitung-Berlin, 4. April. Im Nationallheater ist mittags Feuer ausgebrochen und das Theater sammt Garderobe» und Utensilieu vollständig niedergebrannt; niemand wurde verletzt. Die Entstehungsursache ist noch un« bekannt. Der Reichstag beschloss mit 136 gegen 135 Stim. men die Vorlage über Erhöhung der HolzMe an die Commission zu verweisen. Nom, 4. April. „Diritto" dementiert unter Hinweisung auf die klaren und gleichen Erklärungen Kal-nolys und Mancinis aufs entschiedenste die Meldung der Neuter'schen Agentin von einem italienisch-öster-reichisch-deutschen Tripelallianz^Vertrage. Wien, 4. April. Die volkswirtschaftliche Commission des Herrenhauses wird am nächsten Freitag um 12 Uhr eine Sitzung abhalten, um den Ve» richt über die Abänderungen, welche das Abgeordneten, haus an dem Commassations'Gesrtze vorgenommen hat, fertigzustellen. — Das Abgeordnetenhaus wird morgen nach dreiwöchentlicher Pause seine Sitzungen wieder aufnehmen. Der Präsident Dr.Smolta. welcher gestern abends in Wien eingetroffen ist. hat heute be-reils die Leitung der Präsidialgeschäfte übernommen. Unter den Einlaufen, die in der morgigen Sitzung mit« geeilt werden sollen, befinden sichzahl,e>che P't>t>o-ncn, nalm'nilich aus Böhmen, inlietrrff der Volksschule gejltz.Novelle. Budapest, 4. April. Heute vormittags 10 M fand in der Garnisonstirche in der Festung Ofen elN Requiem für den Iudex Curiae v. Mailach statt. Außer der trauernden Familie waren anwesend die MmiM, die Präsidenten und Mitglieder beider Häuser des Reichstages und die Generalität. Tyrnau, 2. April. Das Begräbnis des verstorbenen Illdex-Curiae Georg von Mailälh/" Zavar gestaltete sich zu einer imposanten Tranelskler. An 200 Equipagen aus der Umgebung brachten T^uel-aaste. Nebst den Deputationen des Oberhaus's, de» Abgeordnetenhauses und der Cnrie ersch'en a«H Se. Excellenz der Herr Instizmimster Pauler. D>e Stadt Piessburg und das Psesibnrqer Cmnitat waren durch den Obergespan Grasen Esterhäzy, Vicegel»'^ Schott, Bürgermeister Gottl und andere vertretet«' Außerdem erschienen die Deputationen der richterlichen und politischen Bchöiden aus den Slädlen Presslnllg, Tyrnau, Modern, St. Georgen, Neutra, Galc.ocz, Vä^ Ujhely. Galantha, Szered, Sellye und Bösing. """ hohen Militärs waren anwesend: Se. Excellenz F^' zeugmeister Graf Szäpäry, die Generalmajore V. K^ binyi und Freiherr v. Vechlolsheim, die Oberste Freiherr v. Szlanlovic« und Edler v. Friyscklag. T" Vicrpräsident des Oberhauses hielt an die Witwe e'" ergreifende Ansprache. Die Trauerfeier leitete H^ Weihbischof Bollizsär. dem 34 Pfarrer der umliegenden Kirchengemeinden assistierten. Die Wüwe des "^ blichenen blieb in der Kirche, während die Sohne de» durch sechs Rappen gezogenen Tranerwagen b^ Haupt bis in den Friedhof begleiteten. Um halb 6 U"r war die Feierlichkeit zu Ende. — An die Fan^' von Mailath sind in den letzten Tagen hundel" von Telegrammen, vom Iolande sowohl wie tM Auslande, gelangt, in welchen über den Tod G^ von Mailäihs das innigste Beileid ausgedrückt w>^' Aus Prag ist von Sr. k. und k. Hohe.t drin dul^ lauchtigsttn Kronprinzen Erzherzog Rudolf folge"' des Telegramm eingelangt: „Ihnen, Ihrer M^.I und Ihren Geschwistern eilen meine Frau mW l«' unser mnigstes Beileid zn d?«, entsetzlichen Ungllia auszusprechen, das Sie getroffen hat." Se. k. und k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Ttt herzog Albrecht tr^graphierle aus Arco: «Empla' gen Sie meine Theilnahme und mein wärmstes ^ gefiihl zum entsetzlichen Verluste. Im Verblicht" betrauere ich einen besten Freund." ^ Von Sr. k. nno t. Hoheit dem durchlauchtig Herrn Erzherzog Ferdinand aus Cannes: ,.D^ der Familie in meinem und meines Hauses N^ die aufrichtigste Theilnahme zu diesem uns alle e schlitternden schrecklichen Ende eines der verdienst^ sten Männer unseres Reiches aus." ... Kiel, 4. April. Der ..Kleler Zeitung" M^ wurden die gestern dort verhaftete!! Reichstags'^^, ordneten Vollmar und Frohnie im Laufe des Tas wieder in Freiheit gesetzt. ^ Dublin. 4. April. Die Untersuchung l^ die jüngst in Cork verhafteten Personen wird ge" ^ gefiihrt. Man hält dieselben für Agenten des i"'^ Dynamit«Vundes, der zu den amerikanischen TY»"^ Verschwörern in Beziehungen stcht. Handel und Volkswirtschaftliches. Verlosung. ^. l854er Staatslose. Vci der ain 2. d. M. in Wie» ^> genon'meiirn Verlosung dci Gewinnummern der StmUs'^ ^s vclschrribunaeil des Lotw'Aillehrns vom Jahre 1854 ^ ^»» die in der Eerie 2485 enthaltene Gewinnummer 2? ein ^ ^in< uon 100 UU0 fi., auf die in der Sene 5? enthaltene ^^ nummer 18 ein Gewinn von 20 000 fi. Aus alle üln'^ ^ winnummern der Schuldverschreibungen, welche '^ ^ s^ 2, Jänner d. I, verlosten Serien enthalten sind, fiM rinszste Gewinn von 300 st. '2lllgekoml»ene Fremde. Am 3. April. .ill. Hotel Stadt Wien. Andrejat. Pfarrer. Möscl. ^ ^° -Färber, Schott und Aaum, KaufKe., Wieu. aNacb""' Hotel Elefant. ZcussswrNcr, Ordens ° Provincial; ^ ^-Ordensplicster; Löwenucin und Tumcley. Kfttc. ^,..icl»'' Lallii. t. l. Artillerie'Oberlicutcnant. Pola, — Heß. ^ ' Wundarzt, Kronau, zM Mohren, Wischer, Nfm,, Ried. — Willck, MaschinensM^^ Verstorbene. «9 5 Den 4, April. Franz Vcrhmiscl, Glasercr. V.'euqnsse Nr. 5, Lllna,cn!»l)crculose. Meteorologische Beobachtungen iu^nb<^> 7U.Mg. 740.00 > 2.9 N. schwach fast bc'tcr ^O 4. 2 „ N. 736.72 ^17.8 O. mäßiss f"st''," " 9 „ Ab. 737.10 ^11.2 W. schwach bcwollt ^^^de Morgenroth, vormittags heiter, nachmittaas z"' ^^ ^ Vewöllnng, Das Tagcsmittcl der Wärme -^ 1"." ' ^ über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: P. v. Radics- 649 ÄnMlalt M Laibacher Zeiluna Nr. ??. Donnerstag, den 5. Upril 1883. be^ss Verordnung, Nr. 2926. ^«lUll bie EinHebung der zur Ve-Handel ^" Auslagen der Laibacher ^abr 1 ""^ Gewerbelammer für das ?r 1883 zu leistenden Beiträge. ?l d" ?/^,."l. Handelsministerium bat ? '^:N3 ^ "'"' vum 19. December 1882. ^' und'tt^' ^"""i^lag dcr^niliacher b«N' . ">sl>ctr^I'""brknlnmer pro 1883 im Ersor» '"use„d h"^ v"n 51^!4 fl. 50 tr. ö. W. «ünf» 5 W.) ^^!?"f vielunddre,fiin Gulden 50 lr. ^'"^cnns,"« '^" und die Äuslningnng dieses h acht iticuls ^ "ne Um!a der höhe ^uels,nlden ^ "^ ^"' concurrcnzpflichligcn ^°din" ^''"llichc,, l ,. Steuerämter und del Z^laasm,. ^"'bach werden angewiesen, die ^'^aNkMi^? ^°" den WahlbereMtigten, resp, "°"bet°« ' 2"l ^'^ Laibacher Handels, und "Miner, längstens I. . bis Ende Juli 1883 . hifd.n '° einzuhcben. ^Vew" "erden die Beitragspflichtigen mit Vi'^ne tt> ." 'u Kenntnis gej>l.tt, dass gegen ^t°sd„ "c'taiucn nach l; 2 der laiserliänn "t,c^ >'« vom 20. April 1854, N. G. Vl. Lail, ^^""lien werden winde, "ah mu ^0. Mii.z 1883. Der l. l, Landespräsident: ^ Winkler in. p. (1402-1) HHunetcnftelle. Nr. 771. Bei dem k. k. Äezil Gerichte Gottschee ist eine Aojnnctenstcllc mit den Bezügen der IX. Nanusclastc in Erledigung gcloinnicn. Die Bewerber um diese oder eventuell bli einem anderen Vezirlsgrrichte in Erledicinng toinmendc Adjunctenstelle haben ihre gehörig durumcnlicrten Gesuche, in welchen auch die Kenntnis der deutschen und slouenischcn Sprache nachzuweisen ist, bis zum 21, April 1883 im vorschriftsmäßigen Wege hieramts cinzu» bringen 'Nudolfswert am 3. April 1833. Präsidium des k. k. Kreisgerichtes. (1395 1) Dmrnistenftclle. Nr. 1944. Bei der l. l. Veznl5hauplmannschast zu Littai tumult niit 1. Mai 1883 eine Dimnisten« stelle zu blsr^cn. Mo»atSt>ezug 30 fl, bei bcson-derer Veituciidbarleit 35 fl, Bewerber um diese Stelle wollen ihre selbst geschriebenen, mit dem Nachweise ihrer Schul« bildung und des Wohluerhaltcns belegten Gesuche bis 15. April 1883 Hieramts einbringen. Die Peteüten müssen der deutschen und slovenischen Cpwche in Woit und Schrift un» bedingt tundig se,n, ^iXai am 2, April 1883, Der l. k. Vezirlshauptmann: Grill m. p. (1401-1) Kunllmllckunll. Nr. 1254. Vom l. l. Bezirksgerichte Sittich wird hie« mit bekannt gemacht, dass die Localerhebungen behufs Anlegung eines neuen Grundbuches für die Catastralgemeinde Dob am 9. April 1883 beginnen. Es werden daher alle iene Personen, welche an der Ermittlung der Nesihucrhiiltnissc ein rechtliches Interesse haben, eingeladen, rwn diesem Tage an in der Genchtötanzlei des gefertigten l. l, Bezi'lsgerichtes zu erscheinen und alles zur Austlärung s'wie zur Wahrung ihrer Rechte Geeignete vorzubringen. K. t. Bezirlsgcricht Sittich, am 2. April 1883. (1236-3) "Nr.^940? Hezirll«-Hebammenftelle. In der Gemeinde Großpülland, Gerichts» be,',irt Ncisniz. ist eine Arzirts-Hebammenstelle mit der jährlichen Nemuncratiun von 40 sl. aus der Bczirl'i'cassc fiir die Dauer des Be« standes dcisclben zu besehen. Vewcrbcrinnen hnbcn ihre gehörig instruier» ten Gesuche bis längstens 1. Mai l. I. Hieramt« vorzulegen. N. l, Bezirks Hauptmannschaft Gotlschee, am 15. März 1883. (1371—2) staatzprüsunu. Die nächste Prüfung aus der Staats»Rcch. nunaswisscnschast wird am 21. April 1883 abgehalten werden. Diejenigen, welche dieser Prüfung sich unter« ziehen wullcn, haben ihre nach den tzii 4, 5 nnd 8 des Gcsehes vom 17. November 1852 (Ncichs« geschblatt Nr. 1 vom Jahre 1853) instruierten Gesuche bis längstens 16. April 1883 an den unterzeichneten Präses einzusenden und darin insbesondere documenticrt nachzuweisen, ob sie die Vorlesungen über die Staats'Nechnnngs« wisscnschaft frequentiert oder, wenn sie dieser Gelegenheit entbehrten, durch welche Hilfsmittel sie als Antodidaltcn die erforderlichen Kenntnisse sich angeeignet haben. Graz am 31. März 1883. Präses der Prüfungscommission für die Staats« Rcchnungsw'.sscnschaft: Anton Ritter von Aurger m. p., l.l. Oberfinanzrath. (1313^3) Nr. 2747. Hezirn»-Heba>mmenftelle. Die Bczirtshebammenstclle in Stein ist zu bcsrhen. Bewerberinnen um diesen Posten, mit wcl« chem eine Remuneration von 31 fl. 50 tr. vcr« bunden ist, wollen ihre belegten Gesuche bis 20. April 1683 hieramts einreichen, K, t. Bezirlshauptmannschast Stein, am 28. März 1883. Ä n z e i q e h l a l l. Haarwuchs-Pomade £?v* Sis,'; Mitt«u™ dc»Haar- Ribt iIaire keu H"d d»8 Ausfallen Wir,i Dö ^ Bind. -a <*©isu«?1,acou sammt An-"^ 11 e i & k°atet 50 kr. J^igres Depfit: tinhorn-Apotheke Ul- V nS, (34:i) 10-8 N.f^ . Nr. 2903. DeHnntmacdung. Vt ^ ^"l. r^ ^ ^"lt.sa. Hiiaria mid ^^""ch oln ?,'""' bnn. unbekannten ^""' Wird hiemit betanut gemacht, dass denselben Herr Karl Pnppis von Loi,sch als Cnralor aä l>.l:t,um auf< gestellt und dics^n der fllr dies.lblN beslillnnte exec. Nealfeilbielxngsbrscheid uom !ii7. Jänner 1883, Z. 11451, zu-gescrtigrt wurde. K. t. B^irlsgcricht Loitsch, am 23stcn Februar !883. ^_____________ j^Ch rlb di nii C b es e i ra ei ta ca ca ra ca ca^ 5 Salicil Mundwasser, c rbowülirtos Mittel gftfon alle Mund- und n JJZahnkrankhoiton, erhält den "Wohlgeruch „ v des Atliema und dio natürliche Farbe *{ 3 der Zähno ; Flusche 40 kr., u sAnatherin-MundwasserE 3 ä (JO kr., [1379] G 2 Zahnpulver § [2& 40 kr., anorkiuint bestoa Mundrehii-C n gungsmittol, {] fl Dr. Wettermanns jj K in Dosen ai 11. l,2i>, [] sDr. Popps Mundwassers S ü Ü. 1,40 verkauft |j jJS G^. X3iccoli, E ni Apotheker in Laibach, Wienerstraase. J^j 3p3l-ca88ß - Xunllmaol^ung. 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Bekanntmachung. Vom k. t. Bezirksgerichte Stein wird kundgemacht: Es habe das k. l. LandeSaericht 8ai« bach mil Beschlusse vom 13. Jänner 18^3, Z. 239, den Andreas Kremz ir von Stein und dessen Ehegattin Iosefa Krem, zar gerichtlich als Verschwender erklärt und sei denselben Herr Barlholmä Grasel von Slein znm Curator bestellt worden. K. !. Vechlögericht Stem, am 19len Februar 1883.