Nr. 41. Donnerstag am 23. Mai 1878. III. Jahrgang. Cillier Zeitung. Pränumerations-Bedingungen. Für CfiUi: l'i onsltli(fi —.116 Mit Post-verfenduvg: «>lrrlrl|ahi>, . . Bikttrllichrig. . I.j« Haldjärriz... sammt „Hufltduin (Einzelne Nnmmeni 7 fr. B.ÄO Erscheint jeden iöiitiitrrfln9 und Sonnlug Inserate werden angenommen i« *tt 5rWfcili»n 6rr „Ölttitt r« so* 3i Her» Morgens St. « :8ua4l. Schwache Hoffnungen. Neue Hoffnungen auf da« Zustandekommen de» Frieden«, oter besser gesagt, auf eine Verständigung zwischen England und Rußland sind wieder aufgeraucht; denn der Draht hat die Nach» richt verbreitet, daß der Zusammentritt de« Eon greffe» gewieß zu sein scheint. Bon der Zeit de« Zusammentritte« verlautet jedoch nicht«, wa« wol in dem Umstände liegen mag, daß Rußland, obgleich ziemlich diplomatisch geschlagen und durch da« energische Auftreten England« be-deutend eingeschüchtert, zu retten sucht, wa» es noch ,u retten vermag, und um diese« zu können, muß e«, wie bür bereit« mehrmal« angedeutet wurde, den Zusammentritt de« Eongresse» so viel al» möglich hinauszuschieben trachten. Diese Arbeit ist bisher dem nordischen Staate gar nicht schwer gemacht worden, denn so oft er über die eine oder die andere Forderung Eng-land'» ein tleinwenig beilegte, trat da» letztere immer wieder mit einer neuen Anforderung auf, wa» jedesmal zu neuen Verhandlungen führte, die in » Endlose gerückt wurden. — Nun heißt e» wieder.- „Man nähert sich.- Auf da» hin ent-standen die allerneuesten Hoffnungen wegen der endlichen Beilegung de« englisch-russischen Zwie-spalte» in der Orientsrage. Doch, wenn man da« sich nähern wirklich näher betrachtet, dann hat e« auch eine andere Seite. Die russischen Truppen haben bekanntlich über St. Stefano hinan«, Eonstantinopel zu ein Lager bezogen, freilich hieß e«, daß dieses nur aus Gesundheitsrücksichten für die Mannschaften geschehen sei, allein im Zusammenhange mit den jüngsten Nachrichten, nach welchen da« Corp« Radctzky, dessen Stab in Tschataldja stand, den Marschbefehl nach St. Stefano erhielt und nach» dem an General Tottleben au« St. Petersburg wiederholt die Ordre erging, die Pforte mit allen ihm zweckmäßig erscheinenden Maßregeln zu zwingen, die Festungen Schumla, Varna und «atum zu räumen, sollte diese« Nähere wol ander« aufgefaßt werden, besonder« al» die im Marmarameere ankernde englische Flotte über Auf-forderung der Pforte, unter gewissen Umständen auch ohne eine solche, sich unmittelbar vor Eonstan-tinopel zu legen habe, und al» ferner die Pforte beschlossen haben soll, die kategorisch gestellte Forderung Tottleben», die Räumung der genannten Festungen betreffend, zurückzuweisen. E» scheint somit sich vor Conftantinopel ein Gewitter zusammen zu ziehen und dasselbe sich auf eine furchtbare Weise ent-laden zu wollen; das wäre eine Näherung der schrecklichsten Art. UeberdieS klingen Sir Henry Elliot'» Worte auch nicht sehr trostvoll. Er äußerte sich unum-wunden: „E« dauert lange, bi» wir rüsten, haben wir aber einmal gerüstet, so. dauert e« noch länger, bis wir abrüsten." Die Worte bedeuten den bewaffneten Frieden, welcher ebenso sehr an dem Marke »er Völker zehrt, wie ein blutiger Krieg. Um nun die Lage noch düsterer zu ge-stalten, so dauert der Maisch der Russen durch Rumänien gegen die Donau fort, ebenso ihre Rüstungen; so werden unter anderen Maßregeln in Finnland drei Divisionen zu 2*5.000 Mann concentrirt und für Turkestan acht Reservebatail-lone formirt. Wie sollen dann bet solch bewandten Umstände» Versicherungen, daß der Ausgleich zwischen Rußland und England fertig und der Congrcß in allernächste Aussicht gerückt sei, Glauben finden, und dennoch klammert man sich daran, ein Beweis, wie schwer und düster diese unleidliche Situation auf alle Gemüther bereit« einwirkt. Die Hoffnungen, von welchen Eingang« ge-sprochen wurde, fußen also nur in einer russisch-englischen Separatverständigung, die dann besteht. daß Rußland und England als asiatische Großmächte ein friedliches Uebercinkommen treffen, wie Asien zu theilen und wie da« Arrangement bezüglich der Bewachung de« Bosporus und der Dardanellen, nämlich der asiatisch-europäischen Völkerbrücken zu ordnen wäre. Nun, da» sind dann wol sehr traurige Hoffnungen, denn England würde auf die Theilung Asien» mit Rußland wegen einer darauffolgenden Gefährdung seiner ostindischeo Besitzungen ebenso wenig eingehen, wie auf eine mit Rußland vereinte Bewachung de» Schlüssels von Europa und Asien, nämlich Eon-stantinopel», weil dadurch in gleicher Weise seine ureigendsten Interessen gefährdet würden. Wirkliche Hoffnungen auf eine baldig, oder endliche friedliche Lösung können jedoch nur tarin beruhen, daß Rußland, um sich nicht finanziell vollkommen zu Grunde zu richten, den Wünschen England» und der anderen Mächte nachkomme, d. h. den umungänglich nöthigen Bedingungen de» Eongresse» zustimme. Ob e» diese« thun will, kommt auf die Gesinnungen de» russischen Hose» an. die. l>eißt e». seien e»n günstiges Unterpfand für den Ausgang de« Eongresse«. Feuilleton. Mutterliebe. Original-Novelle von Harrtet. (5. Fortsetzung.) „Unverbesserliche Opposition!" murmelte der Fürst, bei sich selbst setzte er hinzu: „fast möchte ich mich dem Gedanken hingeben, e« ist Kokettrie — wenn nicht der ausdrucksvolle Kopf solch' ein unwürdiges Spiel Lügen strafte. " Sie schritten über die Wi?se, durch den Wald. Wolf theilte feine ungestüme Zärtlichkeit zwischen den beiden, die plötzlich sehr einsilbig wurden. Al» sie da» schmale Brückchen erreicht hatten, wo sich der Weg noch dem Schlosse und der Wohnung des Amtmannes theilte, blieb Urban stehen. „Ich weiß nicht recht wie ich von Ihnen Abschied nehmen soll; Eomplimente darf ich Ihnen nicht machen — so sage ich einfach, leben Sie wohl, und halten Sie ihr Versprechen, beweisen Sie e« mir dmch Ihre Briefe, daß Sie mir eine treue Freundin werten wollen!" er streckte ihr die Hand entgegen. „Ich werde Ihnen zuerst Nachricht von mir geben. " „Und meine Antwort soll nicht lange auf sich warten lassen". Er sah tief in die Augen seiner neuge-wonnenen Freundin. »In Ihnen lebt die schöne Erinnerung an die mir unvergeßliche, theure Todte fort. O, möchte sie doch nie ein Schatten trüben! da« ist mein wärmster Abschied«gruß. " Drei Wochen waren vergangen seit Fürst Urban au« Worlos« geschieden. — Die Nach-mittagSsonne brannte schon ziemlich heiß auf Wiesen und Feldern, die in ihrem fruchtbaren Ge-deihen, eine reiche Aernte versprachen, eben so die Obstbäume, welche in ihrer Blüthezeit keine Früh-jahrsfröste heimgesucht. Tief blau wölbte sich der Himmel über die, dem Sommerschmucke emgegenlachende Landschaft. Alt und Jung mußte sich an dem herrlichen Wetter erfreuen. Lautlose Stille herrschte in der Wohnung des Amtmannes; er hielt in dem großen Lehn-stuhle sein Nachmittagsschläfchen und seine Tochter, die bei ihrem Arbeit»tischchen am Fenster saß, hielt Fürst Urban« ersten Brief in den Händen, er kam au« Thüringen. Der Postmeister hatte ihn ihr heule selbst übergeben, al« sie, wa« sie fast täglich that, seine schwer kranke Frau besuchte; dabei gewahrte fie freilich nicht den erstaunten Blick de» Manne», den er auf die Adresse warf; er erkannte die feste Schrift de» Fürsten — wa» mochte dieser der Tochter Walan'S schreiben? — — Da» Mädchen beugte sich tief über da» Schreiben de« Fürsten; fie hatte e« bereit» zum dritten Male gelesen und immer wieder fesselte sie der poetische Stil de«selben, wie der innige Ton. den seine Zeilen athmeten. Und doch, ein Bedenken weckte sein Brief urplötzlich in ihrer Seele, ob sie recht gehandelt, al« sie ihm die Eorrespondenz bewilligte. Sie hatte an der Erfüllung seine« Worte», daß er zuerst an fie schreibe» würde, gezweifelt, nun er e» gehalten, mußte auch sie ihrem Ver-sprechen treu bleiben. — — Vergeben» suchte sie die aufsteigenden Be-denken damit zu beschwichtigen, daß die Eorrespon-denz zwischen ihr und ihm gleichsam ein heilige» Erinnerungsfest an Tante Magda sei, und die Dahingeschiedene ewig fortlebe in einem regen Gedankenaustausch. — Der kleine Zwiespalt in ihm Seele ließ sich nicht bannen, er wurde, je mehr fie sich in Grübeleien erschöpfte, zur weilen, unübersteigbaren Kluft. — Da pochte es yaftig an die Zimmerthüre. Der Amtmanu fuhr erschrocken aus seinem Schlafe empor, während Elisabeth den «rief in die Tasche ihres Kleide» gleiten ließ. Der alte Wladimir trat ein; er sah bleich und errregt au». tete der Minister de« Aeußern eine Interpellation betreff« der Gerüchte über Die Unterhandlungen mit der deutschen Regierung wegen Der Einfahrt der britischen Flotte in die Oftfee dahin, daß die Gerüchte unbegründet seien. Keine Macht schlug vor. die Ostsee als mar« clausum zu betrachten. Sollte trotz der Frievcn»aussichlen der Krieg au«» brechen, so sei die Regierung überzeugt, daß die Neutralität Schweden« wie im Jahre 1854 anerkannt würde. Hesterreichischer ReichsratI). A b g e o r d n e t e n h a u «. Sitzung vom 17. Mai. Der Finanzminister übermittelte eine Regierungsvorlage betreffen» die Verlängerung der Wirksamkeit de» Gesetze« vom 24. Dezember 1867 über die Beitragsleistungen der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder zu dem Aus» wände kür die gemeinsamen Angelegenheiten; der Ministerpiüsident übermittelte in Vertretung des Minister« de« Innern Freiherrn von Nasser zwei Regierungsvorlagen, durch welche dic Bestimmungen des Anhanges der Reich»rath«wahl-ordnung einiger Wahlbezirke abgeändert werden. Zur Vertheiiung gelangten hierauf die Re> gierungsvorlagen betreffend die Einführung eine« neuen Forstgefetze« ; oer Bericht der Quotende^ pulation des österreichischen ReichSrathe» bezüglich der Vereinbarungen wegen der Achtzig Millionen-schuld; der Bericht des WehrauSfchusse« über da« Gesetz zur Regelung der Personal- und Dienst» Verhältnisse der EivilstaatStiediensteten der bewaff-neten Macht irit Bezug aus deren Verpflegung zur activen Militärdlenstleistung; der Bericht de« Budget»Ausschusses über die Regierungsvorlage wegen Bedeckung des 60 Millionen-Credites. Hierauf wurde die Specialberathung über die Nachlässe bei der Grundsteuer und über die Abänderungen in der Gebäudesteuer fortgesetzt hiebei der § 1 mit dem Zusätze der Minorität an» genommen. Der § 2 da« Rekur«recht, § 3 Aushebung der Hau«zin«steuer und Ausdehnung de« vorliegen» den Gesetze« auf Trieft, dann § 4 wurden unverändert angenommen. Sitzung vom 18. Mai. Der Finanz-minister brachte den Gesetzentwurf ein, betreffend da« ^Übereinkommen mit der Bank wegen der Achtzig - Millionenschuld. Abg Isbary über-reichte die Petition der Wiener Handelskammer zu Gunsten de« Ausgleiche«. In Fortsetzung der Specialdebatte über das Gebäudesteuergesetz wurde § 5 ohne Debatte angenommen. Die Berathung de« § 6, welcher die Feststellung de« Ausmaße« der Hau»zin»steuer mit 25 resp. 20 Percent und die Berechnung de« Abzüge« für Erhaltung- und Amortisationskosten mit 15 resp. 30 Percent normirt, rief eine De- batte hervor, welche, nachdem der Schluß derselben abgelehnt wurde, abgebrochen worden ist. Herrenhaus. Sitzung vvm 18. Mai. Präsident Fürst Carlo« A»er«perg eröffnete die Versammlung. Unter den Einlaufen befanden sich al« Regierungsvorlage eine 'Novelle ;um Ge» bührengefetze, betreffend die Sicherstellung der Klagekosten. Der Entwurf wurde »ofort in erster Lesung angenommen und der juridischen Commission zugewiesen, ebenso der Beschluß des Abgeordneten-Hause« üier den Antrag auf ein abgekürzte« Verfahren betreff« be« Strafgefetzeotwurse». M 0 f t r referine über die Statuten der österreichisch ungarischen Bank und der Hypolhe-karcreditabtheilung derselben und beantragte die Annihme der von der Eomiffion vereinbarten Fassung. Es wurde die Generaldebatte eröffnet und erscheinen al« Redner angemeldet Fürst C z a r-t o r y « k i und Fürst Schönburg für, dann Edler von P l e n e r und Graf Falkenhayn gegen. M. v. Kaiferfeld beleuchtete sast in ein-stündiger Rede da» ganze Gebiet de« Ausgleiche« und die unerquicklichen Kämpfe, in denen die Mon-archie sich feit dritthalb Iahren erschöpfte und endete mit den Worten: „Schließen wir Frieden, damit uns nicht« unvorbereitet treffe". Fürst Lichtenstein beantragte den Schluß der Debatte, welcher Antrag zwar Abgelehnt, die Sitzung jedoch geschloffen wurde. Sitzung vom 20. Mai. Da« Hau« been-bete die Generaldebatte über da« Bankstatut und beschloß, die sn tiIoe»Anna?me aller unbeanstandeten Artikel, worauf da« Bankstatnt vollinhaltlich tn zweiter und dritter Lesung beschlossen wurde; nur wurde die Dauer des Privilegium« statt mit Ende 1888 bi« Ende 1887 fegesetzt, womit sich der Finanzminister einverstanden erklärte. Kleine Chronik. Cilli. 2*2. Mai (Vom Lande«schulrathe i Derselbe ernannte den Herrn Josef M a j h e n, Schulleiter in S t u d e n i y , zum Oberlehrer daselbst und genehmigte die Errichtung eine« landwittlischastlichen Fortbildungskurses an der Volksschule zu L « t -t e n b e rg. Privilegiums-Verlängrrung) Dem Herrn Grasen M o n t e c u c c o l i, k. k. Kämmerer zu Meierberg bei Lilli wurde da« auf die Her» stellung von Quarzziegeln mit eigenthümlichem Bindemittel unterm 7. April 1876 ertheilte ans« schließende Privilegium auf die Dauer de» dritten Jahre« verlängert. (Gin Sängerausftug.) Der am ver-gangenen Sonntage vom hiesigen Männer-ÄesangS-vereine unter freundlicher Betheiligung de« Damen« choreS vom herrlichsten Wetter begünstigte Abflug Politische Rundschau. CM. SS. OTai. Au» Berlin meldet Wolff'S Bureau: Die Angabe, daß die Entscheidung im Slaat«mi» nisteriuw betreffs der Vorlage gegen die Ausschrei-tungen der Socialdemecratie durch Abstimmung erfolgte, sowie die Bezeichnung von Mitgliedern, welche eine Minorität gegen die Vorlage gebildet hätten, ist thatsächlich unbegründet. Vielmehr ist das StaatSminifteriiim nach wiederholter eingehender Berathung in völliger Uebereinstimmung mit Ein-Helligkeit zum Beschlusse gelangt, die Vorlage einzubringen. In der Sitzung der französischen Kammer vom 18. Mai wurde nach einer langen und leb» hasten Deb«tte die Venficirung der Wahl de« Clericalen Mun bis nach der Berichterstattung der Enqu«te»CommissIon verschoben. Minister Teis-serene de Bort legte den Gesetzentwurf betreffend den Wiederaufbau der Tuilerien vor. Das „Journal de St. P:ter«burg" erklärt gegenüber den Meldungen von den Absichten de« russischen Oberkommando'«, sich Eonstantinopel« zu nähern und dasselbe vielleicht soaar zu besetzen, um aus die Türkei eine Pression auszuüben, baß die Truppenbewegungen wohl au« strategischen oder einsasch sanitären Gründen vorgenommen sein könutei'. jedoch keineswegs eine Drohung impliciren. — Der Stadthauptmann Trepoff hat eine Reife in « Ausland zum Eurgebrauche angetreten. Die „Polit. Corresp." erhielt folgende Nach» richten: Die ganze rumänische Armee trat eine BorwärtSbewegnug gegen Osten län^S der Karpathen an. — Der Fürst von Serbien begnadigte die zum Tode Verurtheilten in der Topola Affaire. — Die deutsche Regierung verweigerte die Zu-sttmmung zu dem Vorschlage der Pforte betreff« der Einhebung eines 25percentigen Zuschlage« beim Einfuhrzölle zur Bedeckung der RepattiirungSkosten der Flüchtlinge. — Der russische Botschafter in Eonstantinopel erklärte beim Enpsonge der russi-schen Eolonie, er erwarte eine friedliche Lösung, aber Illusionen seien unstatthaft, da die Situation noch immer gespannt sei. Die Russe» erlitten im Rhodopegebirge bei Khaskiöi eine Schlappe und verloren 200 Mann. Den „Times" wird au« Eonstantinopel, 19. Mai, berichtet: Heute vermag sich hier die Hoff-nung auf Erhaltung de» Frieden« kaum inehr zu behaupten. Selbst die deutsche, über die Absichten der Russen bestunternchtete. sehnlichst den Frieden wünschende Botschaft schöpfte Hoffnung blos au« der Thatsache, daß der Bruch noch nicht erfolgt ist. Labanow hinterließ beim Besuch auf der Pforte den günstigsten Eindruck. Aus Stockholm wird berichtet: Der Reichs-tag genehmigte einstimmig zur Aufrechthaltung der Neutralität den geforderten Credit von zwei Mil-lionen Kronen. In der zweiten Kammer antwor- „kommen Sie auf da» Schloß Herr Amt-mann ; ein großes Unglück steht un« Allen bevor." „Wa« ist's!" „Die Frau Fürsten hat soeben ein Schlag-anfall getroffen, wie der Hau«arzt sagt und...." .Ist sie todl!" „Nein--aber der Arzt gibt keine Hoff» nung für ihre Genesung; sie kann nicht mehr sprechen, sich nicht bewegen, sie....." Eine große Thräne rann über die Wange de« Diener«. „O Gott, meine arme Herrin, sie wird ihren Sohn nicht mehr sehen — und sie hat ihn ge-liebt — sehr geliebt. * „Seine Pflicht und Schuldigkeit ist e« doch an ihr Lager zu eilen." „Wir wissen kaum wo er weilt, wer soll ihm da die Trauerkunde nachsenden." Elisabeth hatte die letzten Worte Wladimir« nicht gehört, weil er bereit« mit ihrem Vater die Treppe hinabeilte, doch der Entschluß stand fest, daß sie ihm, so schonend wie möglich, die trau-rige Nachricht seuden wollte. — O, in ihrem Auge leuchtete ein schöne« Feuer aus — wenn sie nun die Vermittlerin zwischen der Fürstin und ihrem Sohne sein könnte. „Mein Gott, laß e« nicht zu spät werden 1" flüsterte sie an den Schreibtisch herantretend. Der Brief war bald geschrieben; obwol er , den Stempel mit größter Eile trug und sie in demselben keine seiner Fragen beanwortete, so klang eine mächtige Erregung hindurch — e« war die Vermuthung. Fürstin Olga sehne sich darnach ihren Sohn noch einmal zu sehen. Sie wußte selbst nicht wie ihr der Gedanke kam. nun sie ihn niedergeschrieben, sollte er vielleicht ei» Lichtstrahl für Beide sein. — —-- Vier Tage waren vergangen. In dem hohen, weiten Schlafgemach der Fürsten herrschte liefe Dämmerung, die durch die herabgelassenen R»uleaux erzielt wurde. In dem Befinde» der Leidenden war zwar keine Verschlimmerung aber auch keine Besserung eingetretea. Sie hatt« in der ganzen Zeit nicht einen Laut von sich ge-geben und lag meisten« mit geschlossene« Augen aus ihrem prächtigen Lager. Die geisterhafte Blässe ihre« Antlitze« hatte etwa« Beunruhigende« für die Umgebung der Kranken, weil sie schon jetzt, wo noch da» Leben in dem regungslosen Körper pulsirte, an den unerbittlichen Tob mahnte, dem die Fürstin, nach dem Au»spruch der Aerzte ver-fallen war, wenn nicht Wunderkräfte sie am Leben erhielten — und wer wird heutzutage noch an Wunder glauben. — Elisabeth »achte bereit« zwei Tage und Rächte an dem Krankenbett der Herrin von Worlos«. Man hatte sie in da« Schloß gerufen, «eil man wüste, welch' eine treue Pflegerin sie bei der Fürstenschwester war und mil welch' milder Hand sie der Leidenden die letzten, schweren Stunden zu erleichtern gesucht. — Draußen senkten sih die Schatten de« Abend« über die Gegend, die Nacht dämmerte allmählig herauf und die bleiche Monde«sichel schwebte schon über dem Waldgebirge empor. Da« Mädchen beugte sich jetzt über die Kranke und flößte den halb geöffneten Lippen mit einem kleinen Silberlöffel die von dem Arzte »erordnete Arznei ein. Fürstin Olga schlug langsam die Augen aus, einen Moment ruhten sie auf dem frischen, blühenden Gesicht der jugendlichen Pflegerin, dann irrten sie über da« Gemach hin und blieben aus der grünen Gla«ampel hasten, die ihr milde« Licht itjtr da» Lager breitete. Der Blick war klar und verständnisvoll, er kündete Elisabeth, daß die Kranke bei voller Vernunft fel. — In diesem Moment hörte da» Mädchen einen raschen Mänaerschritt im Bor-gemach de» Schlafsalon« ; fie fuhr jäh empor — unwillkürlich die Hand auf da« pochende Herz, pressend: wenn er e« wäre.! (Fortsetzung folgt.) gestaltete sich vom Ansang bi» zum Ende zu einem wahren, heiteren Ma«fest. Schon lange vor der A»szug«stunde — Z Uhr Nachmittag« — eilten Menschenmassen aiiS allen Schichten der Bevölkerung durch die Straßen der Stadt über die Wogleina dem Schloßberge zu und zogen fröhlich den frischen Wald hinauf an Reben-gärten vorüber nach dem Festplatze, dem grünen, von altersgrauen, epheuumrankten Manerrcsten der einst so stolzen Cillier Burg eingerahmten Schlohhof. in welchem unter Zelten Erfrischungen aller Art zcboten wurden. Bald drangen auch zu dem bereit« anwesenden Publicum Musik-hinge und die Sänger und Sängerinnen in Äe> gleituug de# Turnvereine« unter Borautragnng der flatternden Fahnen beider Vereine erschienen mit der stättijchen Musikcapelle und stellten sich mitten im freieu Schloßraume auf. Der Herr Bürgermeister Dr. N e ck e r m a n n dielt dann eine markige Ansprache und führt: in launiger Weise au», daß er. nachdem ihm vom Landesau«-schusse die Burggrafen-Stelle übn trage» worden sei, alte Anwesenden herzlich begrübe und ihnen sowohl die Keller wie anch Die sonstigen Räume der Burg zur Verfügung stelle. Er begrüßte den Turnverein al« den ZwillingSbraber de« Gesanq«. vereine« mit einem „Grüß Gott!" in welchen die Sänger stürmisch einfielen. Die Rede wurde mit lauten Beifallsbezeigungen von Seite de« Publicum« aufgenommen. Nachdem der hiesige Photograf Herr Martini He malerisch gelagerten Gruppen aufgenommen hatte, wechselten Ehöre und Musik Pieren und nahmen auch die Turner einige heitere Spiele vor. Die EhSre wurden unter der bewährten Leitung de« ChorrneillerS Herrn Z i n a u e r vorzüglich gesungen und ver-lvren in ihrer Gesammtwirkung nur durch den mittlerweile entstandencn scharsen Luftzug. — Schon hatten sich die Schatten de» Abend» auf die Erde gesenkt, al« erst an die Rückkehr ge-dacht wurde, welche ebenfall» unter Musikklängen in gehobener Stimmung erfolgte. Gewiß wird diese» vom Gesangvereine arrangirte Fest ollen Teilnehmern mit oem Wunsche in Erinnerung bleiben, daß sich dasselde wiederholen möge. (Theater Nachricht) Herr Josef RS-der, welcher sich sowol hier al» Schauspieler und jüngster Zeit al» Direktor in Rann die volle Anerkennung über seine Leistungen erworben hat. wird am 23., 25. und 26. Mai im hiesigen Stadttheater Borstellungen geben uud hiedei den Gesang»komiker de» k. k. priv. Theater» an der Wien. Herrn Carl Friese, dann die kleine Dora Friese und den Komiker de« k. k. priv. Theater» an der Wien, Herrn Heinrich Skuyra, al« Gäste oorsühren. Bei der Strebsamkeit des genannten Direktor« und de« guten Rufe« der Gäste steht ein guter Besuch zu erwarten. (Ueberschwemmung ) Am Morgen de« vergangenen Montag« begann e« im ganzen Sann» thale zu regnen und erst Nachmittag« schien e» sich etwa« au«heitern zu wollen, allein noch am Abenve umwölkte sich der Himmel auf'« Neue, so daß es schon in der darauffolgenden Nacht und am Dienstage bi» Mittwoch Morgen» ununter-drochen fortregnete. In Folge dessen traten nicht nur alle Bäche sondern auch die Sann au» ihren Ufern und überfluteten die Niederungen ringsum-her. Selbst die BezirkSstraßen und die Reichsstraße sind überschwemmt und die tosenden Wogen, welch« am linken Sannufer bi« a» die Häuser der Stadt Cilli reichen, durchströmen den rrizend«» Stadt-park und drohen alle«, wa« bereit« wieder mit vielem Kosten- und Zeitaufwande hergestellt wurde, zu vernichten. Der Pegel an der Kapuzinerdrücke zeigte heute Morgen« einen Wasserstand von 3'/l9 Meter und noch immer stieg da« Wasser. Der Schaden an den Feldfrüchten und Wiesen dürfte kein unbedeutender fein. lGntfumpfung) der Material-Gräben längst der Eisenbahn von Cilli bi« PSltschach. Zum Behufe derselben tagt schon seit Montag eine Commission und wird ihre Arbeiten bi« Donnerstag vollendet haben. Diese Commission besteht, au« je einem Abgeordneten der Bezirk«-Hauptmannschaft Eilli und der General-Jnfpection der Eisenbahn, au« zwei Abgeordneten der Süd-datzn und au» dem Bezirk«arzten. (Ungn&ittnr) Am 16. d. M. Abend« entlud sich in den Gemeinden St. Peter im Bärenthal und St. Hemma de« Stcuerbezkke« St. M a r e i n ein Wolkenbruch mit Hagelfchlog. Der durch diese« Elementar-Ereigniß entstandene Sbaden ist ein bedeutender, da die Felbfrüchte gänzlich vernichtet und die Wiesen zum großen Theile beschädiget wurden. (Uebersahren^ Au« Windischgraz wird berichtet, daß am 14. d. M. bei dem Frachtcnzuge Nr. 492 zwischen Wuchern und Saldenhoftn beim Wächterhause Nr. 35 die Mutter de« dortige» Bahnwächter« Ursula Gollob, als ste eine Ziege vom Ueberfahreii retten wollte, unter die Maschine gerieth, wobei acht Wagen über dieselbe hinweg-fuhren. Die Genannte kün glücklicher Weise in die Mitte de« Geleise« zu liegen, so daß sie außer einigen Hautabschürfungen keine Beschädigung erlitt. Al» der Zug zum Stillstände gebracht wurde, kroch die Frau ohne fremde Hilfe unter den Rä-dern hervor. (Uhland» Wittwe.) Frau Enilie Uh-land, geb. Bischer, Ludwig Uhla.id« Witwe, feierte an >5. Mai in Stuttgart im Kreise der donigen B.'rwandten ihren achtzigsten Geburtstag. Am 15. Mai 1819 war e«. daß Uhlund ihr im elterlichen Hause zu Stuttgart da» Gedicht überreichte, da» später mit der Ueberschrift: „Der Ungenannten* in seiner Sammlung Aufnahme fand. (Auf eines Berge« Gipfel, da möcht' ich mit Oir steh'».) Am 29. Mai holte er die Braut heim. (Eine falsche Nachricht.) Bar Kurzem wurde sowohl in Wiener- wie auch in Provinzial-Blättern die Nachricht verbreitet, daß die Staat»-eisenbahii-Gesellschast beabsichtige, circa 50 Damen al« Tetegraphiftine« aufzunehmen. Jetzt wird aber diese Notiz von der Direktion der Staatsbahn mit der Bekanntgabe demcntirt, daß dieselbe jeder Begründung entbehre, daher mündliche Anfrage» und schriftliche Gesuche vermieden werden wollen. (Wolkenbruch und Hagelschlag.) Bm 19. Mai um 1 Uhr 10 Minuten Nachm l->ag« entlud sich ei» wolchenbruchartiger Regen vom Hagel begleitet, über Z n a i m und Umgebung; der Schaden ist ein großer. lGrfter allgemeiner Beamten« Verein der österreichisch-ungarischen Monarchie.) Im Monate Aprtt d. I. langten bei der Ledeniversicheruug« Abtheilung 417 neue Anträge üver 482.313 fl. Capital ein; ab'e-schlössen wurden 800 Bersicherungsverträge über die Capitalssumme von 329.16'.) fl. Der Gesammt-stand dieier Abtheilung am 30. April d. I. de-zifferte sich, nach Abzug aller Erlöschungen und Ausscheidungen mit 26.678 Bersicherung«-Berträgen iioer 27,825.600 fl. Capital»- u»d 55.510 fl. Renteusumme, von welchem Totale 764.163 fl. Eapitat rückversichert waren. Durch Todesfälle im Laufe d. I. sind 121 Polizeo erlösche» uns daran» lOif.OOO fl. Capital uns 200 fl. Renten fällig geworden. Die seit Beginn de» Bere ne« ausgezahlte» Berficherung«-Capitallen betragen über I.800.00t) fl. An Prämien pro April war einzu-kassieren ßti Betrag von 102.038. Der Rechenschaftsbericht de« Bereine» pro 1877 wird vom II. Mai d. I. ad den Berrin«mitgli«dern auf deren Berlgngrn ausgefolgt and zugesendet werden. Die dreizehnte ordentliche Generalversammlung fand am 13. Mai d. I. statt. Bei der reellen Gebahrung und den Bortheilen diese« Bereine« für seine Mitglieder, ist «in reger Beitritt wol alljährlich zu erwarten. (Geld kennt keine Politik.) Ein in Lonstantinopel bekannter, dortiger Grieche ist der Bankier Abdul Hamid's, wie er jener seines Bor-gänger« gewesen; er borgt stet» gegen ungeheure Zinsen und nur gegen die besten Sicherheiten. Se,n Schwiegersohn ist der Hauptlieferant der russischen Armee, so daß die Familie in beiden Lagern ein schöne« Stück Geld zu verdienen in der Lage ist, türkische Psunce auf der einen, russische Imperial« auf der anderen Seite. Die Wucherfeelen gleichen sich doch Überall. i Sonobitz, 18. Mai. (Orig.-Corr.) Ueber unseren Markt und dessen Umgebung entlud sich Mittwoch am IS. Mai Abend« ein KewiUer, wie e« in ähnlicher Weise hier schon seit Langem nicht mehr erlebt worden ist. Bon Weitenstein an war unter dem Regen ziemlich viel Hagel, welcher sich glücklicher Weise gröbtentheilS am AbHange des Bachergebirge» gegen Osten, hinzog, wodurch auch der Schaden kein bedeutender sein durste. In Sai.dors schlug der Bliv in einen stall ein, der trotz deS starken Regens total niederbrannte; das Vieh jedoch konnte gerettet werden, allein Wirthi'chastsgeqen-stände gingen doch zu Grund«. Alls dcm Gerichtssaale. (Entscheidung des Cassation«hofeS> Am 17. November 1377 fand bei dem hiesigen SchwargerichtShofe die Verhandlung wider Carl Puschnig, Hausbesitzer in der Kanischavorstadt in Pettau statt, welcher unter der Anklage de« Berbrechen« der Brandlegung und der BeNämndung gestanden war. Die Geschworenen haben beide auf die genannten Berbrechen Bezug habende Fragen bejaht, der Schivurgericht«hof erkannte jedoch den Angeklagten nur de« Berbrechen» der Brandlegung für schuldig uud verm theilte ihn zur Strafe de» schweren Kerker« in der Dauer von 7 Iahren. fällte jedoch in Anschauung oe« Berbrechen« der Berläumdung nach $ 337 der St.P.O. ein frei-sprechende« Urtheil, indem er der Ansicht war, daß die That de« Carl Puschnig. in welcher die Staatsanwaltschaft und nach ihren Ausführungen auch die Geschworenen da« Berbrechen »er Ber-läumdung erblickt hatten, vvni Gesetze nicht mit S'rafe bedroht sei. Ueder die gegen dieses frei-sprechende Urtheil vv > der k. k. Staatsanwaltschaft erhobene Nichtigkeitsbeschwerde fand am 3. Avril l. I. vor dcm k. k. obersten Gericht«- al« Cassa-tionSho' die Verhandlung statt, bei welcher der Nichtigkeitsbeschwerde der Staatsanwaltschaft Cilli stattgegeben wurde und Carl Puschnig auch d?« Verbrechens der Berläumdung schuldig gesprochen und seine Sttafe auf 8 Jahre schwere,' Kerker erhöht worden ist. Schwurgericht. »Vertagung der Schwurgerichts Verhandlung vom 13. Mai.) Johann Majcenovi 6. Tvdtfchag. Borsitzender Ä G.P. H e i n r i ch e r, Ankläger St.A.S. Waqner, Ber-theidiger Dr. Higer«perger. Diejt Schwur-gerichtsverhanslung wurde am Schlüsse de? Beweis-verfahren« über Antrag de« öffentliche» Ankläger» zur Einholung eine« Gutachten« der medicinijchen Facultät über die Todesursache de» am 30. August v. I. in Polstran muthmaßlich durch die Fanstschläge feiten» de« Johann Aajcenoviö ge» tüdteten Johann Iurinie vertagt, nachdem sich im Laufe de» Borverfahren« al» auch 1>ei der Schwur-gerichtsverhandlunz erhebliche Aenderungen und Widersprüche in den Gutachten der sachverständigen Aerzte ergeben haben. f . (Creditpapierfälfchuug) An, 17. Mai hatte sich unter dem Vorsitze de«.L.G.R. v. Schrey der bereit* einmal wegen Creditpapierfälschung zu dreijährigem Kerker verurtheilte Berghold Georg Hvalctz au« dem Bezirke Pettau wegen desselben Verbrechens vor den Geschworenen zu verantworten. H v a l e tz, welcher eine ^Bnknole von zehn Gulden nachgemacht und auszugeben versuch! halte, wurde für schuldig erkannt und zu zehnjährigem schweren Kerker verurtheilt. Landwirtschaft, Handel, Industrie. (Jteuberg - Mariazeller Gewerk- schast) Der am 19. Mai abgehaltenen (zehnten) General-Versammlung wohnten 20 Aktionäre mit 8365 Aktien n»d 413 Stimmen bet. In Verhinderung be» erkrankten Präsidenten Dr. Anton Ritter v. Wacek führte der Bice-Präsident de» Verwaltungsrathes, A. G. Lcnnir, den Bor» fitz. Die Versammluvg nahm von der Vorlesung de« Jahresberichte« Umgang, genehmigte auf An-trag de« RevifionS-AuSschusse« die Bilanz pro 1877, welche mit einem Berlnst-Saldo von 517.40t» fl. gegenüber einem Actien-Lapitale von 5.2 Millionen schließt und theilte dcm Ber-waltung»rathe einstimmig da» Adsolulorium. Die ausscheidenden BerwaltungSräthe Dr. Anton Ritter v. Wacek und M. Schnithammcr, sowie die bisherigen Revisoren Gras Rudolf Lmodei, Dr. Theodor Schlosser und Ed. v. Hein wurden wieder gewählt. Fremden • Verzeichniß. Vom 18. bis U2. Mai. Hotel Erzherzog Johann Die Herren: Lothar Ritter v. Betts, l. k. Statt' halterei-Concipist au» Aara. Gustav Ieu^niker. Handel»-mann aus Pettau. Mom Hoffmann. Kaufmann aus Unqarn Innas Grob. Aq»m au» Aqram. Alois Botzinqer. Privat aus Pest. Ferdinand Grohlinq, Holj< bändler aus Eisenlapel. Hugo B Buselmann. Commisiär au« Wen. Die Frau Elise Foreqger, Advocatensgatlin sammt Familie aus Wien. Hotel Elephan:. Herr Zlnton Fürst. Hauptcasia-Controllor aus Wien. Die Frau Hertha Piftl. Jnqenieursgattin sammt Familie aus Wien. Hotel Ochsen. Die Herren: Johann Eeunig, Fabriksvertreter aus Laibach. Josef Bernlachner. Reisender aus Wi^n. Carl Botsche», Privat aus Böhm-Lcipa Die Frau Katharina Jemer->ie, KausmannSgattin aus Sisiet. Gaftbos Engel. terr Carl Merzinqer. Beamter aus Marburg, räulein Agnes Meiy. Köchin aus Graz. Lourle der Wiener Vörle vom 22. Mai 187«. Min. von der Station Store entfernt, ist zu verkaufen. Auskunft daselbst bei Frau Josefa Wreeer. 241 Eine Partie Papier-Säcke, vorzüglicher Qualität, ist billig zu verkaufen. Näheres in der Expedition des Blattes. Gefertigte empfiehlt ihre Mttliel-Miederlajre sammt allen einschlagenden Artikeln und wird immer bemfiht sein, durch billige Preise und reele Bedienung sich das Vertrauen des verehrten Publikums zu erwerben. 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Für Land- und Ackerwirthe. Monist. Futterrii Orn-Sa tu ch . Diese Rüben, die schönsten und ertragreichsten von allen jetzt bekannten Futterrüben, werden 1—3 Fuss im Umfange gross und 5, ja 10—15 Pfund schwer, ohne Bearbeitung. Die erste Aussaat geschieht Ausgangs März oder im April. Die zweite Aussaat im Juni, Juli, auch noch Anfangs August und dann auf solchem Acker, wo man schon eine Vorfrucht abgeerntet hat, z, B.: Grünfutter, Frühkartoffeln, Kaps, Lein und Koggen. In 14 Wochen sind die Kfilten vollständig ausgewachsen und werden die zuletzt gebauten für den Winterbedarf aufbewahrt, da dieselben bis im hohen Frühjahr ihre Nahr- uud Dauerhaftigkeit behalten. Das Pfd. Samen vou der grossen Sorte kostet ti M., Mittelsorte 3 M. Unter '/» Pfd. wird nicht abgegeben. Aussaat pro Morgen '/» Pfd. Culturanweisnng füge jedem Auftrage bei. Ernst Lange, Schöneberg bei Berlin, Bahnstrasse S. m Frankirte Aufträge werden umgehend per Postvorschuss ejpedirt. Gegründet im Muchdruckerei Jahre 1765. JOHANN RAKUSCH CILLI, Herrengasse Nr. 6 empfiehlt sich zur raschen Anfertigung aller Gattungen Nruels« orten in geschmackvollster Ausführung. WMarten in verschiedenen Größen 100 St. von 60 kr. bis ff. 1.40. Verantwortlicher Kedacteur Franz Tiefenbacher. Eigenthum, Druck und Verlag von Johann Rakuach In Cilli.