Tmbacher Henuna. .4.« T84. Samstag am K K. December «85» Die „Lail'ncher 3c,t,.»q" crschcixt. „,it Ans.'ahme der Sonn- unft Fcicrtaqc taqllch. m,d so.^t .'a»,»,t dm '».ilaqen ,'». (3° m v t u ir q c, >. , jä br i q ,l (5„mvtoir .ia"<>äs">g <2 st ba^iabr.g ' «- ^»r t»e Zm1.ll„m, in's Hans »ml. l»a!biäs,ri^ 3<, fr. ,,«s» z„ ,„t»'cht,». M i t der '!o'ü '«r.». frci ^n^jäl.ri^ m.ter Kr^ba... ""d ,M..ck.cr ?ldre„c lo st h «! l',.i Hr. « 7 st ^» fr. - I» sero t >o n sqel'üb r fi.r m.e S...ltn.,e.le ooer dn. Nc.»n ,rs"l.... si.r l ' ".aliqe (zinschalt».,i -t f>'.. '>>r zwe.m.Oqc^ lr.ur dren».l.ge 5 ^ C M I.mro e l'.s 12 Zeile» s°fi.'„ , ss. s..r 3 M.,. ^tt sr. fs.r H ä'ial u»d 4« /r s,.r « Ma Nuchal « 3>l diesen C».l'i.l)re» ist nach de», „pll,v»0r>schen G.,ehe vm» <,. Novrml'cr l«5() ,„r I»,.rt>o»s!im»pel" ,wch l<» sr. sin ei», j.de^»,.il>qe Einschaltum, hinzu z» rech.ie, "n<>'!chalt.... Amtlicher Theil. ^Ve. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchstem Cabinctsschreiben vom 7. December d. I., den früheren k. k. Staats- und Conftrenzrath Carl Freiherr» v. Hieyinger, im allerhöchsten Vertrauen auf seine bewahrten Diensterfahrnngen und jeine geprüfte Treue allerguädigst in den k. k. Neichsrath zu bernfen und zum Reichsralhe zu erneunen geruht. Se. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 1. December d. I., dem Director der l! l'!N!si»lo iu Mailand, Dr. Äutou Conte Paulovich, den Charakter und Nang eines Ministerialrathes zu verleihen geruht. Heute wi>d dao l.Xll. Stück, lV. Jahrgang 18!)2, des Laudesgesey- und Regierungsblattes für das Her- zogthum Kraiu ausgegeben und verseudet. Dasselbe enthalt unter Nr. 3«l). Kaiserliches Patent vom 2^. October 1tt!!2. Bestimmungen über die Erzeugung, den Ve, fchr und den Besu; uo» Waffen „»d Mnilttioiisgegei!-st<1i,den, dann das Waffenträger. Nr. 'l.^7. ^lrci>l(N^Vcrordl'li!,q d.'s k. k. Kriegsmmi-sterinms vom ll, November 18I!2. Anordnung, das; in Friedenszeiten den Reservemännern, uuter Auf-rechthaltung ihrer Neservepsticht, der Uebertritt zur Finanzwache und ebenso in jede andere StaatS-bedieustung bewilligt werden darf. Nr. 38«. Verordnung des k. k. Justizministeriums vom lj. November 18!;2, über die Att der Eintreibung uud Umwandlung von Geldstrafen, welche von den Gerichten im Strafverfahren verhängt werden. Nr. 389. Verordnung des k. k. Justizministeriums vom tt. November 1tt.'>2, über die Art der Eintreibung »nd Umwandlung der im Ciml-Verfahren verbängten Geldstrafen. Nr. 390. Erlas; des k. k. Finanzministeriums vom tt. November 1«l>2, in Betreff der Tara für Kleidungen und Puywaren feinster Art. Nr. 30t. Kundmachung des k. k. Finanzministeriums vom 7. November 1tt>'l2. Beschränkung der im Artikel 27 des österreichisch - modeua'-parma'scheu Zolleinigungö-Vertrages festgeseyteu Vorbereitungs-Periode. Nr. 3!)2. Verordnung der k. k. Obersten Polizeibehörde vom !). Nooeml'er 1«K2. Verbot der in Turin erscheinenden periodischen Schrift: »l.n vm:<> <1<;II:» l>I»<'>ll>.« Nr. 393. Erlas; des k. k. Ministers des Aensieru vom 1!'. November 1862, womit der Bundes-beschlliß vom 24. Juni 18li2, betreffend den militärischen Gerichtsstand der in Friedeuszeiten zu BundesM'cken zusammengezogenen Buudestruppeu in Strafsachen, für die zum deutschen Bundesgebiete gehörigen Theile der Monarchie knnd-a«»nacht wird. Vo,/'k'^' "nil. December t8!)2. ' k- ^'edactionsbureau des ^'audesgesetzblatteS für Kram. Das k ? ^' der Wisch'b'nat7^^!'"bat den SecM 5'ucye und Vorsteher der Fiuauz-. Bezirksdirection in Nensal) ernannt, dann bei der genannten Finanz-Landcsdirection dem dorlländigeu Finanz-Bezirkscommissär erster Claffe, Altton Becker, eine Secretärsstelle verliehen. Ferner wurden in dem Verwaltungsgebiete der Temesvarec Finanz-LandeSdirection ernannt: zu Finanz-Bezirkscommissaren erster Classe die Finanz-Bezirks-commisslire zweiter Classe, Johann Truchlarz uud Stephan Tapavicza; zu Finanz-Bezirkscommissäreu zweiter Classe die Finanz-Bezirkscommissare dritter Classe, Ludwig Ver-mes uud Alois Szaibelyi; endlich zn Finanz-Bezirkscommissäreu dritter Classe die Fmanzconcipisten Alerander Scult^ty uud Johann Bartolovic. Das Miuisterium für Laudescultur und Bergwesen hat die Vorstchersstelle bei der Nechnungs-abtheilnng des k. k. Verg-Oberamtes in Ioachimsthal dem Official des Samuel v. Vl>uto, verliehen. V,ränderuusseu in der f. k. Armee. Erne n n ll n g e u. 3»m zweiten I.chal'e,- des de., allerhöchste,, Namen fnhrenden 1. Hnsaren-Regimcins. der Feld.narschaU-Lieutenant Franz Freiherr Ottinqer; des Iufanterie-Reginicnts Erzherzog Leopold Nr. K3, der Feloluar-schall-Lientenant Franz Freiherr v. Cordon, und znm Inhaber des Infanterie-Regiments Kaiser Alerander von Rusiland Nr. 2, der Feldmarschall - Lieutenant Ferdinand Freiherr v. Schiruding. P e n s i o u i r u n g. Hauptmann Ludwig Natzeuberger, Commandant der aufgelösten Genie-Garuisons-Compagnie, mit dem Charakter nud der Peusiou rines Majors. Nichtamtlicher Theil. Korrespondenzen- Mantna, 7. December, l'. ^. Die französischen, englischen und dentschen Blätter, besonders aber die „Angsbnrger Allg. Ztg.". haben schon öfters über die revolutionären Clubbs Italiens gesprochen und die Namen einiger Rädelsführer angeführt, welche aus mehreren Städten des lombard.sch-venetianischen Kö»igreichs in diese Festung vor das Kriegsgericht gebracht wurden. Am 4. d. M. wurde nun das Urtheil verdffe.ul.chet und .'i Haupt-l'nge der revolutionären Prop«ga..da wurdeu heute durch den Strang hingerichtet. Die Tendenz dieser Comites war. durch emr Volkorevolution die Lom-bard.e und Veuedig von Oesterreich zu treuuen und dieses Königreich in eine Republik zn verwandeln. Diese Comites hatten sich mit Mazzini verständigt, dessen Anleihenslose verthe.lt und einen Plan zn einer lombardisch-venetianischen Anleihe verfertigt. Ein gewisser Ecarsellini aus Venedig hatte sogar den war in Venedig; in Padua, Viccnza, Treviso, Pan. tua und Verona waren lauter Filialen. Eiu gewisser Doctor Carl Poma, Arzt des hiesigen bürgerlichen Spitals, welcher auch unter d«e heute hiugerlchteten fünf Individuen gehörte, hatte im vorigen Fasching den Befehl vom hiesigen Comit^ erhalten und willig angenommen, dnrch Meuchelmorder den Herrn Polizei-commissar Philipp Rossi auS dem Wege zu räumen. Cassier dcs hiesigen Comity's war der Arzt Dr. Joseph Qulntavalle, dessen Todesurtheil wegen seines früheren guten Lebenswandels aus Gnade von Sr. Ercellenz dem Herrn Feldmarschall Grafen Radehky auf 8 Jahre Kerker in Eisen verwandelt wurde. DaS Kriegsgericht hat über 10 Iudividuen das TodeS-urtheil ausgesprochen, bei ü wurde jedoch dieses Urtheil in Fcstungskerker von 4 bis 12 Jahren verwandelt- — Das heute veröffentlichte Urtheil ist vom Herrn Fe^ stungscommandanten, FML. Baron Cnloz, unterschrieben. — Diese Thaten machten anf unsere Bevölkerung eiue sehr tiefe Sensation, nnd immer mehr siedt es Jeder ein, daß Gottes Auge darüber wacht, daß die Tendenzeu der Ruchlosigkeit nicht lange verborgen bleiben können. Oesterreich. Triest, !». December. Bei der gestrige», Wahl ei»eo Pfarreis der hiesige» evangelischen Gemeinde Ä. (5. wurde der bisherige Pfarrer vo» Ariach in Kärnten. He,r Mericus, mit absoluter Stimmenmehrheit gewählt. Der auch als Schriftsteller ehrenvoll bekannte k. k. Zolldirector, Herr Heinrich Costa in Laibach, hat von dem h. k- k. Oberst-Kämmereramte folgende Zuschrift erhalten: """""'""" Ee. k. k. Majestät haben daS von Euer Wohl-geboreu verfaßte und überreichte Werk: „Lebensbild der Frau Herzogin von Augoul'-me" allergnädigst anzunehmen uud mich zn beauftragen geruht, Ihuen hiefür den a. h. Dank auszudrücken, welchem a. H. Auftrage ich mit Vergnügen nachzukommen mich beehre. Wien. 24. November 185!2. Graf Lanskoronsky m. p Aehnliche Auszeichnungen wnrden Herrn Costa von Ihren Majestäten den Königen von Preußen uud Neapel, wie auch von Sr> päpstliche» Heiligkeit Pius IX., daün von Ihren königlichen Hoheiten dem Herrn Herzog von Vordeaur (Graf von Chambord) und der Frau Herzogin von Berry zu Theil. Lel)tere hat ihn auch mit dem zarten Geschenke eines Anto-graphes der Frau Herzogin von Angoul>'me, welches diese iu ihren leyten Tagen schrieb, beehrt. Der Loyddamvser „Adria", welcher soeben nach der ungewöhnlich kurzen Reise von 115 Stunden mit 12 Passagieren aus Alerandrieu eintraf, brachte uns Nachrichten auS Bombay 17. Nov. , Calcutta 8. Nov., Canton 28. Oct. Die Mittheilungen vom Kriegsschanplapc reichen bis zum 29. October. In Prome erwartete man, um weicere Operationen vorzunehmen, noch immer Verstärkungen. Ein Gerücht, daß ein birmanisches Corps den Aeny-Paß in Arra-can beseht habe. und britische Truppen von Kyuk Phyu aufgebrochen seieu. um dasselbe zu vertreiben, hatte sich nicht bestätigt. Maunghoe Bandula, der frühere Oberbefehlshaber der Birmanen in Prome, und ein anderer General ergaben sich den Engländern, weil sie im Lager mit Euthauptuug bedroht wurden. Au der Nordwcstgränze rüstete man sich zu einem Zuge in daö Hezareh - Gebiet, um den Tod zweier 1214 britischer Officiere zu rächen, die vor 2 Jahren dort ermordet wurden. Ein Aufstand in Afghanistan, der bei den Bewyhnern von Sind große Sympathien finde^ zehörte zu den umlaufenden, aber unbeglanbig-ten Gerüchten. Aus Canton wird berichtet, daß die in der Nahe ihr Unwesen treibenden Rebellen von den kaiserlichen Truppen zurückgeschlagen, und die Handelsverbindungen theilweise wieder eröffnet seien. In Singapore war am 13. Oct. das der P. and O. Company gehörige Dampfschiff „Chusan" angekommen, das die Reise von England nach Sydney (Australieu) in 67 Tagen zurückgelegt, und letztere Stadt, wo eS am 3. August angekommen, am 1. September wieder verlassen hatte. (Tr. Ztg.) Wien, 7. December. In der gestrigen Generalversammlung des k. k. Gewerbevereines beschloß derselbe hinsichtlich der erwünschlichen Fortdauer eines ^l^rocentlgen, Zuschlages auf die früher mit Eioftihr-verboten belegten Waren des hiesigen Haudelsgrc-miums zu einer Eingabe an den Herrn Finanz- und Handelsminister aufzufordern. Der erwähnte, zu Gunsten der einheimischen Industrie bewilligte Zuschlag erlöscht nämlich mit 1. Jänner 18!!2. Allein da die österreichische Industrie sich noch keineswegs in der Lage befinde, ohne Gefahr jenes Schuftes entbehren zu köunen, da sich außerdem noch jener Schüy, welchen lhr der Agiostaud des Silbers gewährte, durch die erfolgreichen Maßregeln des Finanzministeriums zur Herstellung der Valuta allmälig immer mehr verliert, so möge der Hr. Minister um Vevorwor-tuNg der Bitte an Se. Majestät den Kaiser ersucht werden. Dieselben möchten die Fortdaner des er» wähnten Zollzuschlacies von 10 pCt. für die bezeichnete» Warencategorien auf unbestimmte Zeit geueh-nMn7^ Der §. 14 der Statuten wurde dahin abgeändert, daß in Zukunft auch Inländer unter gleichen Bedingungen wie Aueländer zu correspondiren--den Mitgliedern gewühlt werden köuuen, wenu sie sich verpssichteu, au den Sect.onsarbeiten thälig Theil zu nehmen. — Die Wocheuversammlungeu des niederöst. Gewevbvereins sollen vom 1. Jänner 18!!3 au Frei-tageu abgehalten werden. Bei den hierauf erfolgten Wahlen wurde Se. Ercellenz Graf Harrach durch Acclamation zum Präsidenten, und Hr. Otto Hornbostel fast einstimmig zum 2. Vicepräsidenteu gewählt. Ferner wnrden Freih. v. Leithnrr zum Archiv-Verwalter und Hr. A. Martin zum Bibliothekarverwalter gewählt. — He. Carl Yimmermann hielt schließlich einen Vortrag über die auf Veranlassung des Vereins im Iulande mit dem Anbau der Krappwurzel gemachten Versuche, welche sehr günstige Resultate geliefert haben. />jfH. Nach telegraphischen Nachrichten hat die Lloyd-Gesellschaft i» Triest, in Bezug auf den Beschluß der Pforte, keine ausländischen Dampfschiffe in den Gewässern des Bosphorus zu dulden, ernste Reclamationen eingereicht. — Die Arbeiten auf der Verbindungsbahn zwischen der Nord- uud Südbahu sind heuer so weit vorgeschritten, daß eS sich nur uoch um Erbauung der Verbindungsbrücken und der Warenlager handelt. Es ist beschlossen, daß die Arbeiten gleich nach Been-diguug der Augelegenheit wegen Emlosuug der Glogg-niyer Bahn energisch in Angriff genommen, und bis zur Vollenduug fortgesetzt werdeu sollen. — Die zur Ausbildung brauchbarer Hausmägde kürzlich eröffuete Maricustiftuug erfreut sich besonders großer Theilnahme; ein Zeichen, wie groß das Bedürfniß fähiger und sittlich gebildeter Dieustmägde i>, Wien gewesen ist. Die Zahl der Mitglieder uud Theilnehmer wächst von Tag zu Tag in so erfreulicher Weise, daß sie in Kürze jene mancher anderen seit Jahren besteheudeu Vereine übersteigen dürfte. — Die in den Mllitäru»tererziehu»gshänser» augestellten Militärlehrer erhalten von uuu an eine elgene Umformiruug, schwarze Waffeuröcke mit rothen Aufschlägen, blaue Pantalous, Czako's und Säbel nach Art der Offiziere, doch mit seidenem Portepee. — Die Probefahrten auf ter Eisenbahnstrecke über deu Semmenng beginnen im Frühjahre, uud w«lden bis zur Eröffnung der Bahnstrecke, die im August erfolgen dürfte, fongesekt. — Nach eiucr Mittheilung der „A. A. Z." soll die Richtung der Westbahn definitiv entschieden wor- -. ^iNii i^------------------------------------------------, „, , den sein, wprnach dieselbe nicht von Prag über Be« rqun nach Pilsen und Eger, sondern von Außiz über Teplil), IpMotau, Karlsbad uach Eger führen, uud sich dann von Eger nach Hof der baier'scheu Bahn anschließen wird. — In Prag sind einige neue Bestimmungen bezüglich des Brot-Verkaufes festgestellt worden, die so zweckmäßig erscheinen, daß es wün-schenswerth wäre. ste auch hier in Wirksamkeit treten zu sehen. Vom Neujahr an werden nämlich die Landbäcker, welche Brot uach Prag zum Verkaufe führen, gehalten sein, ihr Brot nach einem bestimmten Gewichte zu backen, und zwar: 1, IV2, 2, 3, 4 nnd üpfüudige Laibe. Die Preise werden sie nach Belieben bestimmen könueu, doch müssen sie bei ihrem Verkaufsstande auf eiuem Täfelchen ihren Namen uud die Preise des Brotes angebe». Die Schwarzbrotbäcker in der Stadt sind ferner verpflichtet, ihre selbstbestimmte Tare für einen ganzeu Monat im Voraus festzustellen, und dem Magistrate zur Bestätigung vorzulegen. Dieser stellt die Taren zusammen und veröffentlicht dann die Nomen der Bäcker sammt deu Preisen, damit das Publicmu dort kaufen könne, wo es am wohlfeilsten uud besteu bedient wird. — Der Unterricht in d"r Obstbaumzucht wird, wie der „Oesterreich. Schulbote" meldet, von vielen Schullehrern in Mähre» mit gutem Erfolge betrieben. Bei vielfN Schulen wurden Gärten zn diesem Unterrichte angelegt. In dieser Hinsicht machte sich insbe-soudere der Vezirkshauptmanu zu Littau, Hr. Joseph Iahn zu Vonau, verdient, welcher bemüht war, bei jeder Schule seines Bezirkes eine Obstbaumschule zum practische» Unterrichte der Jugend in der Obstbaum-Cultur anzulegen. - In Linz wurde am li. d. M. die Oberrealschule, eröffnet. Der Unterricht beginnt i» der eiste» Classe derselbe», und ninnnt in iedcm Jahre, so wie Schüler dafür ausgebildet werdeu, eine neue Klasse hinzu. — In Linz hat sich zur Errichtung eiues allgemeinen Krankenhauses seit längerer Zeit ein Fond gebildet, welcher mic Schluß des Militärjahres 18.'!2 einen Vermögeiwssand von 9022 Gulden .'ltt'^ kr. ausweist. "-.5 — In St. Polten beginnt in der kommenden Woche eine Mission, welche durch acht Tage dauern wird. — Graf Schcissgotsche hat die Koppen-Capelle auf der Schueekoppe, welche Jahre lang als Gasthaus benicht wurde, restaurireu und wieder in ein Gotteshaus umstalteu lassen. Die Schneekoppe wurde iu diesem Jahre von nahe 1000 Menschen erstiegen. — In Wottiz bei Budweis brach am 27. v. M. auf dem Dachboden der jüdischen Synagoge Feuer aus. Gensd'armeriecorporal Naprstek mlt noch drci Gensd'arme» eilte dahin, und nur seiner Umsicht ist es zu verdaukeu, daß dem Brande schnell Einhalc gethau wurde. Cr verfügte sich sogleich auf den Vo-den. wo er die brennende Bretterwand, mit welcher der Dachboden abgetheilt war, mittelst einer Hacke zerschlug, uud so mit Hilfe der Hcrbeieileudeu den Brand löschte. Das Feuer eutstand durch glühende Asche, welche die Dienstmagd des Rabbiners auf dem Boden in einer hölzernen Kiste verwahrt hatte. — Das Wasser der Donau hat sich auf der Wiener>Linzer Screcke so ungünstig gestaltet, daß der „Strudel" von den Passagier- und Frnchtdampfboo-cen ohne Gefahr lucht mehr zn passiren ist. Die Di-reclion der Donau-Dampfschifffahrt-Gesellschaft hat deßhalb augeordnet, von heute au die Personen- lind Güteranfnahme für dicsc Linie einzustellen. — Aus Agram ist der dortige Schneidermeister F. Rogel vor einiger Zeit »ach Californien ausgewandert; kürzlich sind unn Briefe von ihm in Agram eingetroffen, in welchen er schreibt, daß er sich in St. Frauzisco niedergelassen habe. Es geht ihm aber sehr gut; man zahlt ihm für eiu Frauenkleid 2.^-^0 st. Macherlohn, so daß er sich bereits ein bedeutendes Vermögen erworben hat, und gesonnen ist, sein Handwerk an deu Nagel zu häugeu und in Goldbergwerken zn speculiren. — Der hannouer'sche Hauptmaun der Artillerie, Sie; tens, hat eiue Shrapuclleinrlchtung erfunden, die zur Erhöhlmg der Verthcidigungsfähigkeit von Festun- gen wesentlich beitragen soll, und, ohne einen pernso» lichen Vortheil zu beanspruchen, diese Erfindung dem deutschen Vuudö überlassen. Die „H. Z." hört, daß die Bundesversammlung dem Hauptmann Siemens, der anch sonst schon durch Verbessernngen in der Be-diennug der Artillerie einen begründete» Nnf sich erworben, vor Kurzem ihm volle Anerkennung uud ihren Dank für seine Erfindung und dereu uneigeu« nüyige Ueberlassung ausgesprocheu has. — Die Classe der schöneu Künste der Brüsseler Academic hat für 18!l3 folgeude Preisfrage auf-gegcbcu: „Welchen Einfluß hat die morgenländische Musik in Folge der Kreuzzüge a»f die abeudlandische gehabt, uud welche Modificatiou hat sie in dieser, in Bezug auf die Form derselben, sowohl im religiösen, wie im profanen Styl hervorgebracht?" Der Preis ist eine goldene Medaille, li00 Fr. a» Werth. — Die Compagnie der Hudsous^Bai hat wieder zwei Barken ausgerüstet, um der Spur des Sir Franklin im nördliche» Eismeere »achznforschen, und dir nördliche Küste Amerika's, die jcht erst anf 3 -400 Meilen untersucht ist, nähcr kennen zn lerne». Jedes Schiff hat, anßer dem Capita», 12 Ma»» Equipage und 2 Esqnimean's als Dolmetscher. — A»ch der „Württemb. Staatsaiiz." erklärt jel)t die Nachricht, die Wahl Tübingen's znm Ort der Versammlung der dentsche» Natmforschcr für küuftiges Spätjahr sei dort abgelehnt worden, für unbegründet. Eine solche Ablehnung sei nicht erfolgt und werde auch nicht erfolgen. Se. Majestät der König habe sich während einer Aljährigen Regie»-«».; als Beförderer uud Gönner der Wissenschaft in allen ihre» Verzweigungen z» sehr bewährt, »nd habe persönlich dieselbe Versammlung im Jahre 1834 in Stuttgart mit so unzweideutiger Huld uud teilnehmendem Wohlwollen aufgenommen, als daß jene Ablehnung l» Semem Sinne sein kouine. Aber auch die Universität Tübingen sei für die Ehre, jene Ver-sammlnng in ihrer Mitte zu sehe», »icht unempftnd« lich, und werde sich, wie die Stadt, bestrebe», ihre Gäste freundlich und uach dem Maße ihrer Kräfte würdig zu empflinqc». — Die HH. Carrier und Sohn habeu auf der Murmelthierjagd am Gletscher von ArgeiitlereS unter schaudererregenden Umständen ihr Leben verloren. Der Vater hatte einen Gang entdeckt, den die Mmmel-thiere zu grabe» pflegen; er suchte denselben zu erweiter», um die Thiere am Eude des Gauges in ihrer Höhle zu fange», uud arbeitete auf dem Bauche lie-ge»d uud vorwärts rutscheud. Plöylich stürzte» Erde nud Steine auf ihn. Er ruft de» Svh» herbei, welcher nachkriecht uud sich austrengt, die deu Vater erdrückende Last fortzuschaffen. Neues Geröll stürzt über Beide und »ach 2 Stunden vergeblicher Anstren-guug, sich loszumachen, stirbt der Soh», auf dem Rücke» selneS Vaters liegend. Drei Tage und Nächte, ohue Licht und Nahrung, weit von aller menschlichen Hilfe entfernt, oh»e Kraft, die Stei»massen abzuschütteln, mit der Leiche seines 1!>jährige» Sohnes, dessen lelite Worte voll Liebe und Angst für den Vater waren, anf dem Rücken, liegt Hr. Carrier an dieser furchtbareu Stätte, bis endlich die uachforscheu-den Frennde und Verwandten ihn au den Schuhen entdeckte», die er vor der Höhle stehen gelassen. Der Unglückliche lebte noch einige Stuuden nnd theilte die näheren Umstände mit. Er sah seine Wobnnng in ArgentiereS nicht wieder, sondern starb nnterwegs, während man ihn li Stunde» weit, über gefährliche Abgründe hin, nach Hanse zu bringen bewüht war. Er stand in dem Rufe eines kühnen, fast allzn kill"'"' Gemsenjägers und IV:gdliebbabers. * Wie», 8. December. "Die „Triester Ztg." meldet in einer ihrer jüngsten Nummern, ^si ^'" Vernehmen uach tie Da,nps!ch!ssftU)rl>G''sellsch^ft des österreichischen Lloyo vom 1. März I"l3 ab regelmäßige Fahrten von Tri.st »"'h Mc,1ma mit Berührung von Corfu, Molfetta uud Vllildisi zu veranstalten beabsichtige, dc"eu sich später andere nach Malta anschließe" werden. Ungeachtet die Sache keineswegs als gesichert bezeichnet ist, scheint doch die Nachricht auf einer festen Grnudlage zu beruhen-Jedenfalls ist es erfreulich, daß die thätige Direction des österreichischen Lloyd auch dem westlichen Becken des Mittelmm'es ihre Aufmerksamkeit zuwendet. 1213 * In Folge a. h. Entschließung vom 2!>. Nov. 1862 wird der Notariatszwang in den Kronläudern Oesterreich's unter und ob der Enns und Salzburg v. 4li. Dec. d. I. angefangen, aufgehoben. Es steht daher vom genannten Tage Jedermann frei, sich zur Ver-fassung der in den W. ii und 4 der Notariats-Ord-nung erwähnten Urkunden, mit Ausschluß der Wechselproteste, der Hilfe eines Notars zu bedienen oder nicht. * Nach deu bei dem k. k. Consulate zu Iassy vorliegenden Sanitätsberichteu der Starosten und den dießfälligen officlellen Elöffnuugcn des fürstl. moldau'-schen Sanitätscomit'-'s herrscht die Epizootic gegenwärtig im Vottoschaner, Iassyer. Waßleyer uud Do-rohojer Kreise, in den Ortschaften D>agschany, Ußojo und Oßoju, Czeplenipe. Todireschtie, Wolowetz, Sy-weny, Krasnalenka, Stubieny und Scherpenitz. Man Meldet ferner den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche unter dem Horuoiehe zu Voczeschti; die dortige Localbehörde habe jedoch die nöthigen Anstalten zur Verhinderung der Verbreitung dieser Seuche getroffen. Mailand, 3. December. Die „Gazz. di Mil." schreibt: „Einige auswärtige Journale, die stets zur Entstellung von Thatsachen bereit sind, wenn solches nur zu ihren verderblichen Tendenzen paßt, haben in diesen Tagen von einer Zusammenrottung der Schneidergesellen zu Mailand gesprocheu, als wenn diese einen ernsten Charakter gehabt Hütte, oder wenn man sie Seitens der Negierung so Hütte betrachten wollen, um einen Vorwand zur Anwendung strenger Maßregeln zn haben. Wir sehen uns daher veranlaßt, dieser Notiz die falsche Färbung abzustreifen, indem wir melden, daß die unter der genannten Arbeiterclasse laut gewordenen Beschwerde» einzig und allein ihren Grund darin hatten, daß nach ihrer Angabe ihre oft bis in die späte Nacht andauernden Arbeiten nicht gleichmäßig vertheilt seien; auch suchten sie eine Erhöhung ihrer Löhne in nngeseylicher Weise zu bewerkstellige», was Anlaß zur momentanen Verhaftung einiger Rädelsführer der Znsammenrottlma aal». Nur um diese Streitigkeiten anozügleichl'i,, schritt die öffentliche Sicherheitsbehörde ihrer Aufgabe gemäß ein; auch wurde ihr die Genngthnung zu Theil, die gewünschte Ausgleichung allsogleich herbeiführen, und bei dieser Gelegenheit anch einige Mißbrauche bei mehreren Meisteru constatiren zu köuneu, welche ihren Lehrlingen, im Widersprüche mit deu bestehenden Verordunngen, übermäßige Arbeit aufbürdeteu." Dent l ch l a » d. Verlin, N. December. In Folge der Cabinets' Ordre vom 3. März 17!i« sind die evangelischen Eingepfarrten in Schlesien von Zehnten nnd anderen Grnnoabgaben an die katholischen Pfarrer befreit. Der bisherige Besitzer eiueö Rittergutes verkaufte vor Kurzem das Rittergut an seine Ehefrau und die Käu-feriil hielt sich nicht für verpflichtet, die gedachten Pfarrabgaben zu entrichten, weil sie der angliccmischen Kirche angehöre. Der Nichter erster Instanz erkannte zu Ungunsteu der Anglicanerin, der zweite zum Nachtheil der katholischen Pfarrer, und das Obertribunal vernichtete das zweite Erkenntniß und stellte das erste wieder her, indem es anführte, daß unter den in der Cabinets-Ordre vom :l. März 17!>8 genannten „Evangelischen" mir die Mitglieder der damals iu Deutsch-laud und namentlich in Preußen recipirteu liud anerkannten Kirchen, mithin nur die der Augsburger Confession Zugethanen uud die Reformitten zu verstehen wären, auf Mitglieder der anglikanischen Kirche dieser Ausdruck aber keine Anwendnng fünde. Dcr Cultusminister hat bestimmt, daß bei Dis-eiplinar-UntersuchlMgen gegen Personen, die eiu Schulter Kirchenantt bekleide», das von der weltlichen Behörde m nster Instanz gefüllte Disciplinar-Erkeuntniß ^bst Acteu, ehe dieselben an die zweite Instauz, das vora?"'"'"' abgehen, dem betresseudeu Cousistorium "usta^s""^ ^'^ ^ ""' bcr Entscheidung in zweiter soll die lw"^'' "^" könne. Auf diesem Wege f"r die Eud^^' b" in" Urtheile vorliegen, Maßstab gewinnen"" ^ ">'"' "och sichereren 'Mr ^'^"' I" der ersten Kam- ^ am 4. nach em.ge« Wahlprüfungen die Bureauwahlen. Graf Nittberg wurde mit 91 unters 9ll Stimmen zum Präsidenten, zu Vicepräsioenten" Dr. Brüggemanu und Graf Itzenplly. zli Quastoren Dr. v. Zander und v. Prittwitz'Kasimir gewählt. Die zweite Kammer nahm heute die Präsi-dentenwahl vor. Eo erhalten Stimmen: ter Abg. Uhden ^4, der Abg. Graf Schwerin 131. Somit ist der Abg. Uhden znm erste» Präsidenten der Kammer auf 4 Woche» gewählt worden, und wird als solcher proclamit. In den» Befinde» des Prinzen Carl von Preußen, der, wie wir gemeldet, in Fo'ge elueS Sturzes vom Pferde krank darnieder liegt, ist eine kleine Besserung eingetreten. Die Telegraphenlinie von Dauzig resp. Dirschau bis Braunoberg soll in den nächsten Tagen eröffnet werde». Frankfurt, 3. December. Heute Vormittag wnrde durch die Missiouarie» in früher Morgenstunde für die hiesige Garnison eiue eigene Predigt gehalten. Den verschiedeneu Truppeutheilen wurde gestern die Mittheilung gemacht und Jedem freigestellt, diesem Gottesdienst beizuwohuen. Die Truppen katholischer Confession haben sich zum größten Theil in der Kirche eiugefuuden. Die Bundesversammlung hat, wie die „A. A. Z" meldet, das Kaufgebot der euglischen Commiffarien für die Schiffe der deutschen Flotte angenommen. ES soll dasselbe aber nur 240.000 Mr. betragen, und die Schiffe sind: „Ernst August," „Großherzog vou Oldenburg," Hamburg," „Bremen," „Lübeck" und „Frankfurt." S ch w ed e n. Stockholm, 26. November. Eudlich scheiut eine wirkliche uud dauerude Besserung iu dem Krank-hcitszustaude Sr. Majestät des Königs eingetreten zn sein. Das Bulletin vom 2K. lautet nämlich: „Die Besserung im Zustande Sr. Majestät des Königs, welche das vorhergehende Bulletiu meldete, hae i» dc'l, lebten 24 Stnudeu fortgedauert- Seine M.chstat hat diesc N.,cht einei, ruhigen, beinahe »n-unterbrocheneu Schlaf genösse,, ul,t> fühlt nach dem Erwache» dieseu Morgeu ein Wohlbefinden, wie eo im Verlauf der Krankheit nicht Statt gefunden. Seine Majestät ist inzwischen noch nicht fieberfrei." Das Bulletin vom 2tt. fügt hinzu: „daß der Zustand des Königs in den letzten 24 Stuudeu sich nicht wesentlich verändert hat; die Nacht war rnhig mit ziemlich gutem Schlaf." — Die Kauonen, welche den Einwohnern die Entbindung Ihrer k. Hoheit der Kronprinzessin ankündigen solleu, siud schon aufgefahren. H r a n k r c i ch. Paris, 4. December. Nach dem Wortlaute eines Decrets will der Kaiser die Besteigung des Thrones, zu welchem er durch den Wunsch des Vol-kes berufen wurde, durch Werke der Gnade beginnen; es ward daher eine vollkommene Amnestie für alle Deserteure :c. :c ertheilt. Der Termin, an welchem diese Amnestie erlischt, ist je nach der Einser, nung des Ortes, wo sich der betreffeude Deserteur aufhält, von 2 bis auf 18 Monate firirt. Man bat dem Kaiser ein äußerst siunreich zusammengestelltes Horoscop in der Form eines acht' eckigen Sterues überreicht, in welchem die glückliche Zusammenstellung der Himmelskörper mit ihrer Ein-wirknng auf seiueu Glücksstern dargestellt ist. In der Mitte des Horoscops befindet sich die Inschrift: »lllüu« I.mluvicu« Nnp0l<>(»nu8. 20. ^!ix>Mu5 180«. 0." 44 Minute», 12 Secundeu Nachmittags iu Pmis. Elne legitimistische Correspondcuz versichert, daß über den nen zu leisteuden Eld der Beamten noch nichts entschieden ist. Die Maglstratur wird neu ciugesetzt, und das Princip der Uuabsetzbarkelt beibe-halten werden. Die „Union" erklärt, daß die Nachricht: „Se. k. Hoheit der Graf v. Chambord habe gleichzeitig mit seinem an die französiche Nation gerichteten Manifeste, allen europäischen Mächten ein Circular zustellen lassen, in welchem er um ihre Intervention zur Aufrechthaltung seiner Rechte gegen die neue Dynastie augesucht hätte", durchaus unwahr sei, indem Se. k. Hoheit den Höfen Europa's kein Manifest zuge- stellt, noch auch selbst seine Erklärung officiell mitgetheilt habe. Der Unterrichtsminister hat unterm 1. Decem-^ ber an daS französische Episcopal eine Aufforderung zur Wiederherstellung des kaiserlichen Namens in deu Gebeten der Kirche erlassen, worin es heißt: DaS französische Volk hat die Krone deS Kaisers Napoleon dem Prinzen auf'S Haupt gesetzt, den die göttliche Vorsehung anserwählt hat, um den Leiden des Vaterlandes ein Ziel zu setze». Das Kaiserchum ist wieder hergestellt; in der obersten Gewalt wird Napoleon lll. neue Stärke finden, um der Religion, dem ersten Princip der Größe der Völker, die Achtung zu sichern, die ein Erbstück seiner Familie und der Nnhm seiner Negierung ist. Die Kirche von Frankreich, stets bereis, sich den Wünschen der Nation beizugesellen, wird sich, ich zweifle nicht daran, beeifern, zn der Formel zurückzukehren, die am 8. Iä»»er 4804 der Cardinal Caprara NamenS des heiligen StnhleS den Bischöfen übermittelte. Ich bin sicher! Monseigneur, eben sowohl Ihren eigenen Gesinnungen als den Absichten Sr. kaiserl. Majestät zu entsprechen, wenn ich Sie bitte, die Worte: Domini 8ulvilm sac Impßrglc»r<'m nu«lrum )V»pol«cm«»<.»!«." Großbritannien und Irland. London, 4. December. Nach dem zweiten Be, richt der Auc^elllingScomlnissioll von 1ß!>< sind von dem l.lebe> schoß ber AlisstrttlmgSeiünahme 1.'>3.60l) Pfd. auf deu Ankauf vou Gore-House nebst 4« Morgen Lande? verwendet worden. Die Regierung hat sich anheischig gemacht, vom Parlament die Bewilll« gung einer eben so groß,» Summe zu erwirken, die dazu benutzt werde» soll, einige von der Commission vorgeschlagene National- und ErziehungSanstalte» a»f dem angekaufteu Gut zu gründen. Die Jahresversammlung der „Gesellschaft für die Aufhebung der Steuern anf die Wissenschaft", d. h. der Gegner der Papiersteuer, der Amivncentare und des Zeitnugsstämpels, fand vorgestern in der Ereter-Halle Statt. Indeß weder Lord John Russell, noch auch d'Israeli haben bis jetzt Miene gemacht, die genannten Steuern abzuschaffen; das hindert aber uicht, daß die Gegner derselben ihre Sache durchzusetzen hoffen. Douglas Gerrold präsidirte der vorgestrigen Versammlung. Neues und Neuestes. Telegraphische Depeschen. — Verlin, 9. December. Graf Thun ist soeben hier eiugkttossen. * Turin, l>. December. Mit Ausnahme zweier sind sämmtliche Artikel deS Gesetzentwurfes über die Zollreform von der Abgeordueteukammer ange» uommeu wordeu; jeue zwei wurden der Commission zur Umarbeitung zurückgestellt. Der liberale „Monitore dei Comuui" hat zu erscheinen anfgehört, und ist mit dem „Risorglmemo" vereinigt worden. ^ Brüssel, tt. December. Die neue Preßverord-»nng ist von der Reprasentanteukammer mit 67 ge, gen 21 Stimmen angenommen worden. — Paris, 8. December. Der „Moniteur" stellt entschieden iu Abrede, daß Frankreich irgend einen Einfluß auf die Reform der spanischen Verfas, sung genommen habe. Dem Vernehmen zu Folge wird der Seuat die Clvilliste des Kaisers auf 30 Milliouen Francs filiren- 121« Der treue Schwan. ^rag' übcr'n Sce mich, du getreuer Kahn, Trag' libcr'n See mich zu des Schwanes Vctte, Neil in dem Neste drin geruht der Schwan, Den liebsten Schatz ich gern geborgen hätte. Dieß Riliglcin trug ich selber, jener Stein, Er glänzte lang' an mcincS Liebsten Finger — O Schwan, in deinem Bett senk' ich sie ein, Vehüt' mir wohl die licbcn, gold'ncn Dinger! Wie oftmals sprach die Muhme: „WM Ihr gut Euch Vurcr Bursche treuen Siun bewahren: Gebt nur zwei Ninglein in dcS Schwanes Hut, Und Eure Liebe wird kein Leid befahren; Gebt nur zwei Ringlcin in des Schwanes Hut, Von Auch den einen und von ihm den andern, So lang der Hurt im Schwanen« cste ruht, Bleibt fest die Lieb' und wird nicht weiter wandern!".— O hüt' sie wohl, du guter, guter Schwan, Sind deiner Treue wir doch jcht befohlen — Trag' uuch zurück, — o stieg dahin, mein Kahn, Im liebsten Vlict will neue Lust ich holen! Mannheim. Alex. zranfmann. Wanderungen dnrch Istrien, von l>r. Rudolph Puff. l. (Schluß.) «Vas kleine Muggia ist der Slammort der venctiamschen Heldenfamilie Batbarigo, derer Ahnen schon auf dieser Halbinsel gehaußet, ehe die Triesti-ner den venetianischen Iungfernraub begingen («88), che die stolze Inselstadt den Paolo Lucio Anafcsto als ersten Doa.cn wählte (722), die Arrigo, von de. nen 880 einer das Castell von Muja fast unüber. windllch machte, aus demselben die gelandeten Sarazenen überfiel und den Gefangenen so viele Bärte abschnitt, daß er daraus eine Kette anfertigen ließ, mit welcher seine zwei Brüder Rodisrcdo und Val-tuino und die 200 Istrier, die ihm geholfen hatten, die in einem Walde gelandeten Mauren aufzureiben, im Triumphe erschienen. Er nannte sich mm Barba-rigo und nczhm den Bart in das Wappen auf. Drei Cardinal/, 2Dogen, 9Procuratoren von S.Marco, finden wir unter seinen Nachkommen. Der Palast Barbarigo und die Kirche della Caritu in Venedig bewahren die Gallerie dieses Hauses. Francesco Bar barigo besuchte 1693 Muja und beschenkte den Ort auf das reichlichste. Ueber den Iungfernraub in Venedig, begangen durch die Triestiner, geben italische Historiker Folgendes: Nach Paul Morosini sollen diese schon 668 einen Iungfernraub in Venedig versucht haben. Nach altem Brauche wurden in Venedig am Maria Licht, meßtage die heirathsfahigen Madchen Marien ge» nannt, in die Kirche des Castelles geführt und dort jede von ihrem Bräutigam auserwahlt, zum Andenken an den Sieg übcr die Narentaner. Triestiner hatten sich heimlich ausgeschifft, überfielen die Kirche und führten die Madchen auf ihren Schiffen davon. Rasch folgten die jungen Venetianer, besonders die Künstler von Maria Formosa, besiegten die Räuber bei Caorle und brachten die Mädchen heim. Allein die Kampfe gegen die Slovenier an der Narenta begannen erst 830 und dauerten dann l50 Jahre. Es ist also wahrscheinlich, daß der Iungfrauenr.nid 835 Statt fand. Andere versetzen diese Begebenheit erst in das Jahr 935 unter dem Dogen Peter Ccm-diano 943. Erst 1378 endete im Kriege gegen Ge. nua die Gedächtnißfeier. Die Vcnclianer zwangen bald darauf die Triestiner zur Abbitte und einer jahrlichen Gabe von »00 Eimer Wein. Im Zähre 1202 rückte der Doge Dandolo mit 240 Segeln vor Trieft, und man übergab ihm die Schlüssel .der Stadt. Eine halbe Meile weiter labt uns eine köstliche Locanda mit gutem Weine auf langen Tischen und sänken, durchaus Monolithen, Rechts graut die Nmne einer kleinen Kirche, wie man sie zahllos Feuil lets n. durch ganz Istrien findet. Durch eine junge Pappelallee geht es bergan, zur Rechten auf der wüsten Höhe zeigt sich ein altes, dunkles, steinernes Dorf mit Resten einstiger Bollwerke. Die Straße zieht sich über eine steinerne Brücke zwischen schönen Wiesen hindurch nach Scoffie di Sotto. Bald sind wir auf einer Anhöhe neben einer kleinen Kirche in einem Dorfe, das wir etwas näher auf dem steilen Fußpfade erreichen können. Wir lagerten hier einen Augenblick; in schroffen Conturen zeigte sich uns gegenüber das hohe Servolo und ich wußte meinem Gefährten Cccho vielen Dank für die Legende, die er mir über diesen Ort erzählte, schmucklos und einfach, wie ich sie hier wiedergebe: „S. Seruolo war der Sohn des Edlen Christen Eutazius und der Cle-mcnlia. Mit 12 Jahren entfloh er seinen Aeltcrn in eine Felsenhöhle, 6 M'glien von Trieft, ober der nun das Sckloß Selvolo liegt. Die einstige Gestalt dieser Siedclci war folgende- Man steigi 34 Stuf-fen hinab in ein Atrium, tas von Stalaktitcnsau-lcn gebildet wird. Am Ente ist der Altar, hinter ihm das Felsenbett des hl. Servolo. Auch rieselt ein kleiner Quell daneben, der sogleich vertrocknen soll, wenn Jemand die Hand darin wäscht, oder ein Thier daraus lrintt. Weitere Tropfsteinhöhlen, darunter eine wie eine Kirche, verzweigen fich in das Unendliche. In einem Keller, den Graf Pe-tazzi darin anlegte, verdarb, trotz der herrschenden Kälte, der Wein sogleich, — eine Wirkling des zur nenden Heiligen über die Profanation seiner Grotte. > Nach einem Jahre und 9 Monaten kehrte Servolo zu seinen Acltcrn zurück und wirkte Wnnder, unter dene» die Heilung und Bekehrung des Sohnes einer vornehme» Frau. Fulgentia, das Wichtigste war." »Des Kaisers Nlimcrianus Statthalter in Triest, Imiilus, begann ihn als Zauberer zu verfolgen und ließ ihn ganz in Jauche t.mchen, die sich aber sogleich in Balsam verwandelte, nachdem schon früher Geiß-lung und siedendes Del den Jüngling nicht znm Abfalle gebracht H.Uten. Zuletzt wurde Seruolo enthauptet, am 24, Mcii 284. Eine andere Legende läßt ihn in einen Brunnen geworfen und mit Steinen überdeckt werden." Ein Schluck aus der Feldflasche, ein herzliches Evioa, ein Händcdruck - und mein s'i.'e schlug den Pfad nach seiner Heimath, ich die Straße nach Capo d' Istria ein. Einen seltsamen Anblick gewähren die durch die Kamine bedingten, aus der Hauptmauer sich hin-ausbiegcnden R.n,chfänyc, die einzigen Kröpfe, die man in Istrien sieht, Von fern her schimmert Capo d'Istria, Stadt lind Meer, Häufer und Segel seltsam in einander ueischwimmeild. Die auffallendsten Puncte sind der Dom mit seinem Campanile, das StrafhauZ, die blitzend hell durchrahmte Fläche der keitlausigen Salinen. Wir kommen durch ein trefflich bebautes Land, dessen Maisfelder, Nebgelände und Olivenhaine der Fruchtbarkeit des Bodens dab beste Zeugniß geben. <>>ine Brücke führt uns über einen schmutzig grünen Bach, der, durch Schlenßen gestaut, die nahe Mühle belebt. Bei einer hübschen Villa, etwas mehr als zwei Meilen von Triest, an elner schönen Marmorsäule von 1777, geht links die Straße nach S.Antonio und Pinguente, bergab jene nach Capo d'Istria. Im Innern des Landes, zwi schen den beiden divergirenren Straßen links nach Lippa, wo die Adelsberg Fmmcmer einmündet, und rechts nach Pinguente liegen malerisch Presm'ca, Lonche, Podgorje lc. Ueber der St^ot aber erhob sich aus ihrem obersten Theile line graue, oben in eine breite Keule sich verä'stcndc Rauchsäule, Fclicrgarbcn stiegen mit blendender Hclle zeitweise empor, Glockenschlag, Trom melwirbclii, ein verworrenes Drängen am Stadtthore — der PaU^zo Gravisi in voller Flamme. Es war um die cilfte Stunde Vormittags, alä ich zwischen der eilenden und ausweichenden, schreienden und lachenden Menge zwischen dahinrasenden Fuhrwerken und gemächlich mit den Füßen fast den Boden berührenden Eselreitern über den 2800 Fuß langen Stein- damm in das altehrwürdige Iustinopolis, die steinige Hauptstadt des steinigen, einst venelianischen Istriens gelangte. M i s ce l l e n (Gntdeckung von Mumien in Nissa.) Nach »Post och InrikeS Tidningar" wird aus Riga vom 3. September Folgendes darüber berichtet: Vorige Woche ward der Fußboden in der hiesigen, mitten in der Stadt belegenen lettisch - evangelisch .- lutherischen St. Iohanniskirche aufgenommen und eine Grube von 6 Fuß Tiefe zur Anlegung eines Fundaments zum Stützpunct für die Pfeiler und die Orgel gemacht. Man fand in dieser Höhle ein Anzahl Leichen und Särge, von denen die meisten bei Beruh' rung in Etaub zerfielen, aber drei Leichen hatten in ihren Särgen der Verwesung widerstanden. Zwei derselben, eine männliche und eine weibliche, hatten ein vollkommen mumicnartiges Aussehen bei dunkel-brauner Farbe; Haut und Fleisch waren hart und eingetrocknet und das Haar noch deutlich. Die dritte, eine weil'lichc Leiche, nach der Größe zu urtheile», in einem Alter von 15 big l6 Jahren becrdiqt, hatte in dem Grade der natürlichen Verwesung widerstanden, daß das Fleisch, wiewohl hart und bräunlich, doch vollständig die natürlichen Formen zeigte, und sogar gestattete, sich cinc Vorstellung von dem Aus-schen der Gesichtszüge zu machen. Von der Bekleb dung des Körpers war keine Spur zu sehe», >n,r der Kopf zeigte die weiße hailbeuartige Bedeckung, welche sogleich bei iüelührung in Stanb zerfiel. Dahingegen waren die Handschuhe lmvcrsehlt und lie» ßcn noch die über die Fingerenden hinausschießenden leeren Spitzen sehen. Ferner hatte am Kopf das schwarze wollene Kinndand vollkommen der Zerstörung getrotzt und ebenso ein schwarzes, um die Mitte des Körpers geschlungenes Wollenband. Seit !00 Iah. ren ist keine Leiche in dieser Kilche begrabe», wo» den. Daher — fährt der Schreiber fort — dürfte dieses Beispiel von Widerstand gegen die Vergänglichkeit eines der merkwürdigsten sein. Ich füge hinzu: nicht „daher," sondern ohne alle,'^edingung ist diese Entdeckung etwas ganz Außerordentliches, und es ist nur zu bedankn, daß diese erwähnten Leichen sofort wieder »einige wenige Fuß" von ihrer uralten Ruhestätte ad, dem Schooß der dunkeln Erde an. vertraut wmden; natürlich ohne eine wissenschaftliche Untersuchung erfahren zu haben. Wäre dieser Fall in England eingetreten, welches fruchtbringende Resultat für Wissenschaft und Geschichte würde viel. leicht erfolgt sein. (Zeiterverlnst durch Tabakrauchen.) Ein wie voraussichtiger, berechnender Geist der verstorbene Erbauer der Pcsther Kettenbrücke war, möge unter andern folgendes Beispiel beweisen. Auf allen Bauplätzen, wo für die Brücke gearbeitet wurde, war das Rauchen verboten. Ein Bekannter fragte Herrn Clark einst, warum er den Leuten das Rauchen cntzo-gen habe, worauf er antwortete: „Der rauchende Arbeiter, abgerechnet, daß ihn die Pfeife in seiner Arbeit hindert, verthut täglich eine Stunde mit Sto-pfen und Fmerschlagen; ich beschäftige beim Bau taglich circa l000 Arbeiter, somit wären 1000 Stun< den, oder, den Arbeitstag zu l0 Stunden gerechnet, täglich die Zeit von «00 Arbeiten uerlorm. Rcchnct man den Arbeitslohn nur auf 20 kr. CM., so gibt das einen reelen täglichen Verlust von 33 fü. 20 kr. C. M." Mehr als zehn Jahre wurde an der Brü^ gebaut. Jedermann kann sich nun leicht selbst berechnen, welch' ein Capital durch das Nichttauch"' beim Bau ersp.nt worden ist. y. (<5irc,.s.'Director Nenz.) welcher ,ch ^ol-stellunqen in Frankfurt am M">» tt'"^ ",/"" qrohe schwarze Strauße, Mä""^ m'd Wc.bchm aus ^.'eu - Guinea anbaust, '"'^ .lden fur die höhere Reitkunst dressirt. D'eft Gattung schwarzer Strobe wird in Ui'er H""«") verwendet, da sie i.i e.ne.n Tage .".0 Me.len Weg n, durchlaufen vermögen. Hr. Renz hat dieselbe« vortrefflich ^schult und wlrd sie gesattelt und S/' nttcri vorführen. ^ und Redacteure: I. v. Kleimnayr und F. Vamberg. AnlMnq ^ur Um!lac!)evSeitmH. Tvlearapbis^er Ecurs«Bericht der Staatspapiere vom Itt. December 1852. Vlaalasch«ldvfrschs«>is,mq,n zi, 5 ^fl. Neues Aülehen ^iU«r» ^ . .. 95^/» b'/» 1852........... 943/8 Lombard. Anlchcn.......... ^06 Vmil-Actin», pr. Stuck 1358 si. >n « M. «ctln, der Kaiser FerdinalldS-Nordbah» zu ION» fl. /i st. Fusi. stwld.) 1< ^ 1/2 G. 3 Monat. Hamlüiisi für «<><» Thaler Aauco, Ntlil. 171 2 Mona«. «ivorno, flit «YU Toscanische Vire. Gulo. 112 l/2 Bf. l U'imia . «..,«...! 11->8Af. 2 Monat. London, für 1 Pfund Tterlin, Gulden ^ ^.,9 ' :; iv^uat. Mailand, für Wtt Oesterreich, «ire, Guld, 1! 4 ?/8 Bf. 2 Mon.t. Marseille, sin M»F,a..sc.l. . G»l5. 134 1/2 2^""'. Varis. fl.r3.!d '35, Bf. 2M>mu. Bufartst für 1 Gulden . . . Para 241 ^^^'L'^' K. K. Viimz-Ducateu ..... 19 1/4 Pr. llent.Agio^ Gold- und Silber-Course vom 9. Dec. 1852. Brief. Mid. 6ais. Mimz-Ducatfn'ylgio .... ^ ^^ detto Rand- dto ,..... - j" (;«lcl «l m«ro<. „ . . . . ^- « » '^ l>iapo!c»n^V'l's „....— 9.» Eouveraiu'io'ln'S „ .... — «v Nuß. IM'crial „ . . . . — ^." FricdrichSp'ol's ...... " "^" Engl. Suvcnnug« ...... — 1?^° Silberagio ........ ^ "Verte'lchmß der hier Verstorbenen. Ve» 2, December »852. Bartholomaus Rak, Tagl'öhi'er, alt 45 Jahre, im Civil Spital Nr. l, an der Lllngensucht. Den 3. Dem BlasiuS Belch, Hausbesitzer, sem Kind männlichen Gejchlechtes, alt l Stund,, nothge t^uft, in der St. PeterS Vorstadt Nr. 37, a» Schwäche. — Dem Franz Ianier, ?lnfieger, sein Kind Fmnz, alt 5 Tage, in der St. Peters-Vorstadt Nr. !)I, an der Mliüdsperre. Den 5. Dem Herrn Johann Fidler, k. k. Forst, meister aus Idna, sein Sohn Johann, Realschüler des II. Jahrganges, alt »0 Jahre, in d,r Pol^na^ Vorstadt Nr. 8», am Kopf-Typhus. Den 8. Der Frau Johanna Opih, pens. Veam, tenswitwe, ihr Hr. Sohl, Josef, HanolungS. Comis, alt ltt Jahre, i», der Stadt Nr. l6l, an der allge^ meinen Wassersucht. WH" Radicals Behandlung und verbürgte Heilung aller durch den Mißbrauch des MercurS und ander,r der Gesundheit ichädlichen Arz» neien entslandenen schmerzhaften und l^nsswieri^ol Fclgekrankheitel,. al«: schweres Harnen, jtnvchenschmerzen, Schlaflosigkeit, Krätzen, Fleäüen, Gedächtnißschwäche, traurige Gemüthestimmunq. Hartleibigkeit u. s. w , gestützt auf lanajählige Esf^hrunq in den Hcn'plspitälern des Io^ und Auslandes durch de„ Gefertigten welcher gründl ch adqef.,ßie Kraxsengeschxtxen m»t Anss,>be deS Alters, ««onstitution, temperamentes und überstandener Kr^usheiten iiauco eingeschickt, gehölig würdigt, nnd jeden aucwärtigen jlraoken im Eorrespoudenzwege zu heilen im Stanve >st. E. S e l i n a, pens. k. k. Vergw^rksarzt. emerilirler Assistent der Gebutohilfe und Secundar k»< allgemeinen Krankenhauses ^u Lemberg. gewesener Chefarzt im Militärs» tale zu Brzezan. barm Kreiebelirte« Arzt z» Neumarkt u. Eoinumaz-Direct^r zu 3ta5zi>vil. Wohnt Wien. Stadt. Annagasse Nr. »000. ? 1749. (I) ' Das alte 5 berühmte, echte Gölner - Wasser von «U«ZlR. HliT«'llK W^T«'K«KzT in Coll!, ^uon welchem es nur eine emzlge Sorte g'vt, nämllch in kleinen Fläfchchen zu 4tt kr. und in großen Flaschen I fl 2« kr., ist zu haben b«» »Ate, 5«lOl»l«e»,e« «I»,„l««»««T>»«> «»»« «««nO»»»»»^>le>,, ^. ^ 2 ^T' Vollstandiss in 26 Böge», zum Hudsci iptio»spreise von fi. 2. 4» kr. nur noch bis Gude ^ ^ --^ . dieses Jahres: ^ ^ZK 3 Neue Huftage, uuter dem Titel: Der österreichische Kaufmann. Enthaltend: u. A. ei,,e oollssändige War^'n, künde, HandelHaeoaraphie, Mim;-, Maß«, Gewichts - und Wechselkn,^c, die kauf»tä,„ Nische Korrespondenz, Nechnenkunst un' Buch« führung u s. w Ist anerkannt dab v.>Ustänl>,gste und practisch^e aller ta^smännischrn Leh bilcher und erspart in ^olqe seiner Reichhaltigkeit die Anschaf-flma aller ähnlichen theureren Werte. V^rrächi^ bei Fg,„. ,). Zit<»i,«i»»«jl,»' ss H'tilk»»' zl«»»^»««, in L a i b a ch. 3. 1763- (1) • zur Abnahme der Gnthebungskarten s,iv Neujahrs - «nd Nameustanswunscke pro R833. Die seit vielen Jahren hierorts bestehende Sitte, sich durch eine milde Gabe zum Wohle der Armen dieser Stadt von den üblichen Neujahrs- und Namensfestes - Gratulationen zu entbmden, veranlaßt den Magistrat im Namen der Armen-Instituts - Commission zur Bekanntgebung, daß die Emzechnung und Ausfolgung der Enthebungskarten für Neujahrs-und Namenstagöwünsche pro 185A, durch den Herrn Gemeinderath und Armen-Instituts-Rcchnungsführer JosefAicholzer, in dessen Tuch- und Schnittwarenhandlung am Hauptplatze, vom 4 5. December d. I. bis 1 0. Jänner k. I., täglich, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, besorgt werden wird, und daß, ohne der Großmuth Schranken zu setzen, für ein Billet der Betrag von 20 kr. zu bezahlen sind. Die Namen der verehrlichen Geber werden durch die Zeitung bekannt gegeben, weßhalb man um deren gefällige Angabe ersucht. Das Ergebniß dieser Bitte wird am Schlüsse veröffentlicht werden. Stadtmaglstrat Laldach den !0. December 1tt52. Pränumeratwns - Ankündigung. IMit Ende des laufenden Monates geht die dießjährige Pränumeration auf die »Laibacher Zeitung" zu Ende, weßhalb wir unsere Einladung zur Erneuerung der Pränumeration machen. Die Laibacher Zeitung wird pro 1853 wie bisher täglich, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, erscheinen; sie enthalt drei Theile: Den ämtlichen Theil, den nichtamtlichen Theil und das Feuilleton. Der ämtliche Theil bringt ämtliche Mittheilungen aus der gleichen Abtheilung der k. k. österreichischen Wiener-Zeitung, so wie Erlässe der h. k. k. Statthaltern für Kram und anderer k. k. Aemter. Der nichtamtliche Theil enthalt die politischen Tagesneuigkeiten, welche theils in Original-Correspondenzen, theils in Auszügen aus politischen Blättern mit thunlichster Schnelligkeit dcn Lesern gebracht werden. Das Feuilleton bietet den Freunden belletristischer Lecture einen reichen Stoff des Angenehmen und Nützlichen. Die Prämlmerationsbcdingnisse sind unverändert, nämlich: Ganzjährig mit Post, unter Kreuzband versandt 15 st. — kr. , halbjährig » » . 7 » 3U » ' ganzjährig im Comptoir unter Couvert . . 12 » — » halbjährig » » . . tt » — » ganzjährig fur Laibach in's Haus zugestellt 12 fl. — kr. halbjährig » » . 6 » — » ganzjährig im Comptoir offen . . 11 » — » haldjährig » . . . 5 „ 3tt » 6I" Dle Pränumerationsbcträge wollen portofrei zugesandt werden. -tzH Die Insertionsgcbühren in das Intclligenzblatt der Laibacher Zeitung betragen für eine Spaltenzeile oder den Raum derselben, für Einmalige Einschaltung 3 kr., für zweimalige 4 kr. und für dreimalige 5 kr. Inserate bis zu l2 Zeilen kosten 1 sl. für 3 Mal, 50 kr. für Mal und 4N kr. für 1 Mal. Zu diesen Gebühren sind noch 1U kr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Rückständige Pränumerationsbeträge und Insertionsgebühren wollen kostenfrei berichtiget werden. 2"bach im December 1852. Hgn. v. Meimnayr 6 Fedor Vamberg. W<^°^ Der heutigen Zeitung liegt eine ausführliche Pranumerations» Anzeige der beliebten «Pariser-Damen-Zeitung" ^^^ ?,«rl8" bei. I. Giontini inlaibach nimmt auf selbe Pränumeration an. 1218 3. 1710, (3) erfolgen m Wlen de sämmtlichen Ziehungen w gr»ße» Carlsbader Geld - Lotterie, w«b« durch 44^3O4 ^V^^s^V gewonnen werden Gulden 290 ßOO in Eonventions-Münze, nämlich Gewinne nnt st OOßvtttt in Conv. Münze. fi. H« I, detto .y R8«M „ detto „ 8«« ,y detto „ »<»««>«> Conv. Münze. ?«>«> >, qtäfl. Waldftein Lose « « R4,^<^ d"to Rtt«^ detto lc. n. ic. Mlcn ,m December »«52, D. Zinner ^ ^onlp. _________Lose dieser Lotterie sind zu haben bei Heeger s? Grill ill Laibach. 3. 1675. (3) Billige Pranumerationen!! Bei «UffVlz« ^I^HUzGlRKI^ Puch Händler in öaibach kann präüumerilt -welden auf folgende Zeitschriften für das Jahr l853: «. IiSM»»R«DRzK«k»^ oder dte Welt in Vildern. Artistisch belletristische Zeitschrift für alle Stande; jeden Monat eine Lieferung mit 2 Lithographien. Preis für al le l 2 L ie fe run g e n l fi. 46 kr. Am Schlüsse des Jahres folgt gratis ein herrliches Prämienbild in Buntdruck. s. Blätter der Vergangenheit und Gegenwart. Eine Monatschrlft für Unterhaltung und Belehrung, jcdeS Heft 2 Abbildungen, wozu jeden 3. Monat eines gratis hinzugefügt wird. Preis des Jahrganges von l2 Nln. 1 ft. 12 kr. Auch da folgt am Ende des Jahres ein sauber lithogr. Kunstblatt in Buntdruck. 3.de!l Me»ischel«, gute und brauchbare Zahne im Munde zn haben, daher wir für die Elhalnmg di'selben »ie t^eiiug thu» können! Kann m^n z. B. die Apeiseu we^en Mai'gel au guteu ?ahl>e:> nicht gehörig kauen, so betonmtt der Magen schwer zu rerdauende Nahrung, und wird mit der ,^eit veldauullgüuilsclh'q, vou welchen, da»» auch d«, moste,, Kral^heite» h«>roolgcl)»'tl, u»d leider achten lie Maische,, nur zu wenig auf ei^se» wichligen ^e-staudth.il ihres Köipers „vie Zähne.« Um die Zähne vor j.dem Angriff z>, wahre,,, ist cS hauptsächlich nothwendig, das Zahnfleisch >oi g^jund.« Zustqode zu erhalte», daher ich das an' mir selbst erprobte, vom Herrn Zahnarzt «l. G^. K^ttAzz, in Wien neu erfundene k. t plio. ,^K«»»,tZ»««'i«K«M«»»«lHVN.>'l» »^«'«^^ mil gutem Gew'ssen I.dcrmaüU (besonders mit krankem Zahnsieisch b^haftele»), aut's Wärmst»' empfehlen ta»n, u»d bin test nbe'zeufit, daß Jeder, d^r dieses Wasser einmal gebraucht, sich im Wieder holunqss'alle nur dessell'eu wieder beoie»,i, wird. ?llle>, Aeltern, ^ehier» und Erziehern ta»n ich nur auf'i> l Dringendste rathen, ihren Ki»deln uud Schülern möglich viel das Neinhalten ihrer Zahne vor allen andern ^ Dingen schon in der Jugend einzuschärfen, wodurch sie daon als E wachseue vielen Schmerz und mancher! Krankheit sicher entgehen weiden! Von einem uupartei'scheu Menschenfreund. Die Niederlage dieses Mundwassers befindet sich in Laib ach bei Herrn Alois Kaiscll, In Klagenfurt bei Herrn Anton Moere. Ein Flacon sammt Gebrauchs « Anweisung kostet R fi. VV kr. C M. 3. l6?3. (3) Tan; - Unterrichts - Anzeige- Ich achte es für die Erfüllung memer Pflicht, mich emes hohen Adels, löbl. k. k. Militärs und ^ hochoclttirten Publikums Huld und Gewogmhtit in > Gnaden anzuempfehlen, Gfallige Adressen erbitttt ! sich Gef.rligter bri Herrn Gottlieb Odörfer, Galanterilwalen-Drechsler, in der Elephanttngasse Gewölb Nr. 22, gütigst bald überschicken zu wollen. ! Laibach am 25. November 1852. ' Hochachtungsvoll Franz v Scio, kr. stand, befugter Tanzmeister und ' Anstandtzlehrer. s ' Z. l?54. (l) Anzeige , Da ich mein Warenlager zu Weihnach- ! ten bedeutend vergrößere/ und emeAnzahl l neuer Waren schon besitze, auch derer noch ! mehrere erwarte, so habe ich viele Gegen-staNlX' meines bisherigen Lagers zurückgesetzt, die ich sehr bllllg, selbst unter dem Kostenpreise offerire, und lade Kauftieb-hader ganz ergebenst ein. Galantcrie Buchbinder. Congreßplatz- und Theatergassen-i5cki. (Eingang in d eingerichtete Zlmmer, Kucke, Keller, Stall, und steht jn einem w'U angelegten Parke. Die nähere Beschreibung verRealität zu erfragen belmEiaeli-thümer oerselbtn zu Villach, so wle bel > Johann Kastellltz, am oauptplatz Nr. 6 m Lalbach.