Nr. N«. Piänumerationsprei«: Im Lllmptoil gnnzj. ft. 11, hlll^. fl. 5.50. Fj.'><,lr. 'I'tit derPost nanzj.fi. 15, hail').ft.?..'i<,. Montag, 3.August Inserti onsgtbühl bis 1« Zeilen. imal su tl., »m.80lr„ »m. l st.! sonst Pr. Zeile im. S lr., «m.»lr.. lim. i«lv. li.s. w. Iliscrt!or.«Nem^!?l i^d?«m. 5«lr. 1868. Amtlicher Theil. .„ <^c. f. l. Apostolische Majestät haben mit Aller-M)stcm Handschreiben vum 24. Juli d. I. Sich allcr-Mdissst bewogen gefunden, dcn Statthalter im Erzhrr-Munic Ocstcrrcsch unter dcr Enns geheimen Rat!) Müv Graftll Chor in sky, dcn Stattbaltcr in ^st und dcm Küstculande geheimen Rath Eduard 3^"rn v. Vach, dann dcn Landcschcf i:n Hcrzogthumc ^lcsim August Ritter v. Mcrkl ihvcr bisherigen lknstftoslcn an der Spitze der politischen Vcrwal-,^"9 der uorbcnauntcu Bänder unter Anerkennung ihrer ^ Allerhöchsten Throne und dcm Staate durch eine .^gc Rcihc uou Jahren mit Treue uud Hingebung ge-^>tttcu vorzüglichen Dienste zu entheben uud den t^präsidcntcil im Hcrzogthumc Kärntcn Karl Gra-!" "> H ohcnwart - Gerla ch stein zu in Statthalter bi«^ Erzhcrzogthumc Oesterreich ob der Enns; dcn HMvigcu Landcschcf in der Bukowina Franz Ritter . ^Irbach v. Nhcinfeld zum Landespräsidcnten in s.^ Herzogthumc Bukowina; den im zeitlichen Ruhende bcsindlichcu Landcöchcf Hermann Frcihcrrn von , ^lersdorff zum Laudcspräsidcntcn in dcm Her-^thuiiic Schlesien und den Statthaltercirath und Lei-t> N? Bezirksamtes in Görz Guido Frcihcrrn 5k übeck »"übau zum Laudcsfträfidcutcn in dem Herzog-Mnix Kä'ruten zu crucnncn, dann die Leitung der bew " östcrrcichischcn Ttatthaltcrei bis auf weiteres h Statthaltcreiuiccpräsidentcn Philipp Nittcr Weber ' ^ benhof zu übertragen. Giskra >». i>. ^.Ie. f. k. Apostolische Majestät haben mit Allcr-H^ Handschreiben vom W. Juli d. I. Sich aller-sill ^! bestimmt gcfuudcn, die Leitung der Statthalterei ülln^ ^ "^ ^^ Küstenland dcm Fcldmarfchalllicutc-Karl Ntöring zu übertragen. Giskra »'. p. ^ült ^'^ ^^ ^"ll I8tt8 wurdl,' ill dcr t. k. Hoj- lind Staats-hf.c?^l da« Xl.V, Stiicl des ÄfichSgch'tzbinlttk c,iit dai! Geftft lwm 2'^. I»li 18!'»8 drlrcheud die Nuhc-Nl'hnlte dcr Mmiskv. , (Wr. ^lss. Nr, l«0 uom .^1. Juli.) Nichtanltlicher Theil. Dic Landtage und >ic Schulvorlagrn in Orstl^rcich. Wi. u, ^6. Juli. Scit dcm Beginn, nicht crst scit dcm „Wiederbeginn," uuscrcö Pcrsassungslcbcns ist eine Partei, die sich dic föderalistische nennt, in Wirklichkeit aber dic destructive ist, bemüht, durch allc möglichen und unmöglichen Mittel die Organisation Oesterreichs zu schädigen, die Staatsform zn zerstören, ohne daß sie irgendeine positive, haltbare Form ausfiudig nud uamhaft zu machcu vermöchte, welche an die Stelle der zu zerstörenden gesetzt werden könnte. Wir sahen diese Partei schon während der ersten Periode unserer con stitutionellcn Einrichtungen durch centrifugal«: Mauövcr oas Wcrk der Desorganisation beginnen, in der zwcitcn Periode diesc vcrwcrflichc Arbeit mit verbissener Rastlosigkeit fortsetzen, indem sie dcm endlich in Oaug gc-! brachten Schwungradc der Entwicklung in dic Speichen zn fallcn versuchte. Damals wie heutc siud es Com-pcteuzskrnpcl, durch welche sie ihrem Treiben den Schein der Berechtigung zn geben sucht, uud uur daS strenge Festhalten nnd mmmhaftc Bcrthcidigcu der Vcrfassungs-urkuudcn, und dcr feste Wille, von diesen kein Iota wcg-dispntircn zu lasseu, scheint uns das richtige Mittel zu sein, solchcu Pcrsuchcu kräftigst zn begegnen uud sie für immer nnschädlich zn machen. Angebliche Eompctcnz-skrupcl warcu cs, mit welchcu die Lzcchcu. als sie bei Beginn dcr constitutioncllcn Arbeiten im Rcichsrath cr-schienen, dic Bcfugniffc dcs lctzlcrn zu bekämpfen snch-ten. Als ihnen dies nicht gelang, und sie cudlich wegblieben, ohne dcn Reichsrath lahm gelegt zu habcn, suchten, sic im Landtage dic Kehrseite dieser Bemühungen zur Geltung zu bringen, und strcbtcu die Befugnisse des Landtags anf Kosten dcs Rcichöraths zn erweitern, allezeit bereit, Majoritäten nur da gelten zu lassen, wo sie für, nicht aber, wo sic gegen ihrc Partei ausfielen. Es ist dcr bezeichnendste Beweis dafür, wie wcuig aufrichtig cs dic Czcchcn von jchcr mit dem Con-stitutioualismus mcintcn, daß sic, wcnn fic dic Majo^ rität hatten, dicsc immer in terroristischer Weise auszubeuten suchtcu, während sie, wenn dte Vtajorität gegen sie war, ihr nicht die mindeste Berechtigung zuerkennen, sie durch Gewalt und Gesetzwidrigkeit wirkungslos machen wollten. Anch mit dem Beginn der „neuen Nera" haben, obwohl durch präcisere Abgränzuug der reichsräthlichen und landtäglichcn Vcfuguisfe dcn auf die Schwerpunkt Verlegung in dic Landtage gerichteten Vcvsuchcn ein tnch-tigcr Ricgcl vorgeschoben ist, die Bestrebungen, die Be^ fugnissc dcr Landtage zu crwcitcrn, nicht aufgehört, und dic Einbcrufuug dcr Landtage scheint auch jctzt daö Signal gcwescn zu sein, sich in dieser Richtung wieder zu rühren. Von dcn Czcchen überrascht uuS dies nicht, denn dicsc haben eS ja in jüngster Zeit bekundet, daß ihncu jcdcs Mittel recht ist, wcnn cs nur dazu dient, sich bemerkbar zu machcu. Wunder nehmen muß cS uns aber, daß cs ihnen gelungen ist, auch in Galizien ^cute für derlei Manöver zn gewinnen, wcnn auch nur im Kreise jener Fraction, dic sich bekanntlich während der letzten Landtagspcriodc gcgcn die Bcschickuug dcs Ncichöraths sträubte. Die Majorität war iudcsseu für die Beschickung; dic Polcu habcu in dcmsclbcu au der Nevisiou dcr Verfassung theilgcuommcn uud dic neuen Staatsgruudgcsctzc feststellen geholfen. Nunmehr scheint dic Fraction sich für ncuc Angriffe auf die Verfassung uud das Vcrfassuugsministcrium vorzubereiten, und man wird gnt thuu, dcrlci Bestrebungen bci Zeiten einige Aufmerksamkeit zu schenken. Wo Handhaben zn wirklichen Angriffen fehlen, greift man meist zu Verdächtigungen , nnd auf solche siud dcun auch die Manöver zurückzuführen, deren mau sich polnischcrseits jctzt dcdicut. Da wird z. V. scit einigen Tagen in galizischen Blättern viel Gcränsch gemacht mit einem angeblichen Erlaß dcs Ministers für Cultus uud Unterrichts, Rit-tcr v. Hafner, welcher, eben so angeblich, einen Eingriff in die Äcfugnifsc dcr Landtagc enthalte. Nirgends wird dieser Erlaß eingehender charattcrisirt, nirgends etwaS näheres über seinen Inhalt angegeben; die Parole: es sei ein „Erlaß" dcs Cultus und Untcrrichtsministcrs erschienen, wird einfach dazu benutzt, die Regierung zn verdächtigen: sie wolle ccntralisircn, die Provinzen ihrer verfassungsmäßigen Autonomie berauben, uud dgl. m. Bcschcu wir uns dcn frevelhaften „Erlaß" bci Licht, so ist er nichts als eine an dic Statthalter gelangte, zur Kenntniß der Laudesausschnssc bestimmte Mittheilung dcs Untcrrichtsunnistcrs darüber: wclchc das Schulwesen bctrcffcudcu Vorlagen er den Landtagen uud dem Reichs- Fem'Mml. Laibacher Mysterien. V ocal - N ovcl lc. Fünftes Capitel. Anlirlisnmc ElltdccknulM. (Fortsetzung.) ch, ^^ standen die Dinge, ald eines Tages Müller, durch ^ c>, ^'en Schrei, der aus einem au ihm vorübcrfahrcn-^M "^ ^'""^ ""fn'crlsaul ^ciliacht, eine Dame in dem ei,i^ ^cwahrtc, dcrcn Anblick ihn, cincu 3'lnch entlockte, ^chm, daß ihm dic Erscheinung höchst nucrwi'mscbl war. ^>w^^ ^^^ "' ewe" dcs Weges koinulenden Dicilst-^ di "3 '^^ ^^'" ^" "luftrag, das Haus zn erfahren, ^esa/ ^'^ absteigen iviirdc - cr selbst wik'dc üu Cafe " "nucr Rücttchr warieu. ^ ^. .^'leustmanu bcmühmc sicli, dcn Vaqcn ilichl aus ^ ^.^^tc zu verlieren und schtc sich in Trab. Mü'lcr "^tafftehaus. ^'^uie sehi- unliebsame Vegcgnuuq," lnurinelte cr, ^ ^n .^^"'- Querst suche ich zu crfahrcu, ob ihrc ^^ ")nt in ^aibach cine zufällige, daher nur von kurzer ^ oder ^ob sie eine absichtliche, daher von längerer . !Ac'- ^'" letzteren Falle gilt sic mir, und mcme ^fol^ ^ ^, ihrc Plänc, wcnil sie dieselben uoä) immer ., 3s/"durchblicken und zu vcrcitcln." ^tz u? ^esem Ntonologc nahm cr an emcm Tische " Tieun '^" Gefrorenes und Cigarrcn, Vald trat ^Nner'^"" ^'^ ach«nlos ein und theilte ihm dic f?llev ,^s '^"uscs, wr dein der Wnqen qehaltcn, mit. blt mn,^' sich und verließ daö üaso, um die Dame '"en H'N'chm. Das Hauö war ohne Echwicrigicit gc- ! ' ^anle > chen gestört, welches ihr die gewünschte Auskunft gad; ja noch mehr, als Laibacher Kind hatte es durch verschiedene Frenndinmn nud Basen, welche junge auffallcndl,' Leine gleichsam nnter peinlicher Aufsicht habcn, -in Erfahrung go 1304 rath zu machen gedenke, und von welchen er die Lan-dcsausscl'üssc für den Fall voraus verständige, als auch sie etwaige Vorlagen vorbereiten sollten, was ihnen natürlich unbenommen bleibt. Gibt es etwas harmloseres, als diese Ankündigung, die zu einem centralistischen Erlaß hinaufgeschraubt wird? Nun sollte mau meinen: die Ankündigung selbst enthalte ctwaö, wodurch ein künftiger Eingriff in die Rechte der Landtage signalisirt wird. Nichts von alledem; die Ankündigung betrifft vielmehr zwei Vorlagen, die dcu Randlagen gemacht werden follcn ; nämlich ein Gesetz über die Realschulen und eines über die Schulaussicht. Also daß man deu Landcsausschüssen anzeigt: es werden den Landtagen solche Vorlagen gemacht wcrdcu, über welche diese zu entscheiden haben werden das wird als ein Attentat gegen die Autonomie der Königreiche und Bänder verketzert! Die Ankündigung der Heiden weiteren, für den Reichsrath bcstimmtcu Vorlagen betrifft aber, wie wir hören, einen im wesentlichen mit dem gewiß liberalen und so lange angefochten gewesenen Statut des Wiener Pädagogiums übereinstimmenden Entwurf eines Gesetzes über Lchrcr-Präparandcn, uud eines Gesetzes zur Feststellung der Grundsätze dcS Uuterrichtswesens bezüglich der Volksschulen. Daß letzteres in die Eompetenz des Reichsraths gehöre, wird doch niemand bestrcitcn wollen, denn in dem Staatsgrundgcsctzc vom 21. Dcc. v. I., durch welches das Grundgesetz über die Rcichöocrtrctliug abgeändert wird, heißt es ausdrücklich in dem den Wirkungskreis des Rcichsraths präcisn'cuocu tz II, ulm«» i: daß in diesen Wirkungskreis gehören „die Feststellung der Grundsätze des Untcrrichtswcsens bezüglich der Volts> schnlcn und Gymnasien, dann die Gesetzgebung übcr die Universitäten." Daß die Grnndsätzc für das Volts-schulwcscn vor dcu Reichsrath gehören, ist also in dem Staatsgruudgcsctzc demselben Staatsgrnndgcsetzc, das unter Mitwirkung und mit Zustimmung der polnischen Abgeordneten zu Stande Win — ausdrücklich normirt. Wollen etwa in Weinberg dieselben Lentc ncgircn, was sie in Wien zn Nccht erkannten? Oder erwarten sie! vielleicht, daß der Minister, dessen Nichtschunr das Staatsgrundgcsctz sein muß, dieses vcrlV'uguc? Nur darin, daß streng an den Staatsgruudgcsctzcn, streng an den Abgrenzungen der Befugnisse festgehalten uud für dcu Ncichsrath in Anspruch gcumnmen wird, was dem Reichsrath von Rechts- uud Gesctzcswcgen gebührt, kann eine Bürgschaft für die Vandtagc liegen, daß auch diese nicht verkürzt wcrdcu. Niemand denkt daran, sie zu verkürzen; deu Vcweis gibt, daß der Unterrichts-minister v. Hasner ja in derselben Anzeige ankündigte: er werde deu Laudtagcu ciu Gesetz über die Lchrcrbil-dungsinstitutc vor'cgcu. daS für die Volksschule, für das Unlcrrichtöwcscn überhaupt von eben so einschneidender Wichtigkeit ist, wie ein Volksjchnlgcsctz. Mau sieht also, daß es pure Verdächtigung ist, wenn die in der Form harmlose, ihrem Inhalt nach aber corrcctc und unanfechtbare Anzeige Hasncrs als ein ccnlralistisch-tcndcutiöscr Erlaß ansgcschriccu wird. Das Mauövcri kann nirgends verfangen, dcnn, wer die Staatsgrund-gcsctze kennt, muß auf den crstcu Blick sehen, daß es hier nur darauf abgesehen sein kann, Leute in Irrthum zu führen, die mit dem Gegenstände nicht vertraut find und wohlfeilen Schlagwortcn ein allzu williges Gehör fchentcn. Solchen Versuchen begeguct man aber am besten, wenn man den Unkundigen die Augen öffnet, und die Kundigen bei Zeitcn warnt, sich nicht durch blinden Lärm beirren zu lassen. (A. A. Ztg.) Drilles irulsllM Dundcsschirßrn. Fü nfter Fcstt ag. Wien, W. Juli. Am heutigen Tage wurde dem Vundcsschießcn die Ehre eines Besuches Sr. Majestät des Kaisers zu Theil. Vou Mittag an war aus diesem Aulaß der Fcstftlatz gefüllt, so weit der ungeheure Raum diesen Ausdruck zuläßt, kein Schütze fehlte, und eine buutgcschaarte Menge beobachtete mit ängstlichen Blicken dcu Himmel, der seit gcsteru ein uufreundlichcs Gesicht machte und durch sciuc Rcgcugüssc mancherlei Verwüstung, vor allem natürlich an Wegen uud Stcgcu angerichtet hat. Allein bald nach Mittag hörte der Regen auf und ullmälig tlärte sich auch der Himmel einigermaßen ans. Puut't 5>'^ Uhr crschieucu Se. Majestät in der Obcrstcuuui-form des den Allerhöchsten Namen führenden Jägerregimentes, begleitet von dem Flügcladjutautcu Major Grafen Paar, am Eingänge der Fcstualle, wo sich dic Obmänner und Mitglieder dcr verschiedenen Eomit''S zum Empfange aufgestellt hatten und woselbst schon früher Sc. Durchlaucht der erste Obcrsthofmcistcr Fürst zu Hohcnlohc, ihre Excellenzen die Herren Minister Graf Taaffe und Dr. Gistra, Statthalter Graf Ehorinöky, dann Herr Bürgermeister Dr. Zclinka uud Herr Hofrath oou Strobach crfchienen waren. Se. Majestät, bei Allerhöchstdcsscu Einfahrt die Musitbandcn die Volks-Hymne anstimmten und die versammelte zahlreiche Menge in lantc Hochrufe anöbrach, wurden zunächst vom Präsidenten des Ecntralcomit,' Herrn Dr. Ed. Kopp mit einer Ansprache begrüßt, die in einem Hoch auf den Monarchen gipfelte, das aus tauscud Kehlcu schallend sich wie im Lansfcncr durch deu ganzen Fcstraum verbreitete nud fortan überall brausend ertönte, wo Sc. Majestät erschienen. Nachdem Sc. Majestät einige Worte an die Mit> glicder des Bnndcsvorstandcs, Instizrath Stcrzing aus Gotha nnd Senator Schröder aus Bremen gerichtet hallen, geleitete das Eomit«'' deu Mouarchcn in dic Fest-Halle, resp. die Küchen- und Kcllcrubicatioucn, wo 3r. Majestät ein mit Wciu gefüllter Becher crcdcnzt wurde, aus dem Allerhöchstdicsclbcn „ans das Wohl der hier versammelten Schützen" tranken. Der weitere Bcsnch galt dein Gabcntempcl uud der Indnslrichallc; hier nahmen Sc. Majestät die Widmung eines prächtigcn Blnlncubouquclö für Ihre Vta-jcstät die Kaiserin hnldrcichst entgegen und geruhten Sich' über die Iudustricgcgcustündc mit Bezugnahme ans die Pariser Ausstellung in sehr anfmnntcrndcr Weise zu äußern. Am längsten verweilten Sc. MajcM in der Schicßhalle, deren sämmtlichen Theilen Allcrhöchstdicscl-bcn dic eingehendste Besichtigung zuweudetcu, mit ganz besonderem Interesse bei der Scheibe für Schncllfelicl verweilend. Einer großen Anzahl von schützen ans allen ^' dern wurde die Ehre einer Ansprache zu Theil. S" dauu schössen Se. Majestät wiederholt auf die Industry schcibc Nr. 2, gleich das erste mil einen „Dreitt-Der Jubel, mit dem die Schützen den hohen Äestin' begrüßten, entzieht sich jeder Beschreibung. NaäM Sc. Majestät hicranf noch das Belvedere, an dessen s^ gang zwei Vicrläudcriuueu Sträuße überreichten, "lu die mittlerweile festlich beleuchtete Festhalte besichtigt, vc> licßcu Allerhöchsldicsclbcu unter tanscndstimungcn H^' rlchm den Fcstplatz, nicht ohuc zuvor dem Präsidenten die Allerhöchste Befriedigung über das glückliche AM>' gcmcut auszusprechcn und denselben mit dem Ausdi'M dcö Dankes für den herzlichen Empfang an alle SchiW' gaste zu betrauen. Nie Versammlung des Grsammt-Auöschuffrs t>c5 drutschclt SchülMlmlldl's wurde Vormittags gegen 10 Uhr von dem bisherig Vorsitzenden des Gcsammtausschusses, Iustizrath S^ ziug aus Gotha eröffnet. Hcrr Stcrzing theilt mit, ^ ! nach §11 der Satzungen des deutschen SchützenblM die Mandate der sür den Gcsammtansschnß gemäht ölbgcordnctrn bis zum Zusammcntrcleu dcr nächstfolgt>l den Vcrsammluug des Gcsammtansschusses währe.». Durch cinigc uachträglichc Aumelduugeu crga>^ sich die Mitglicdcrzahl der Ocsammtausschüsse auf 1^' wovon 80 anwesend sind. Es wird zur Wahl des Vorsitzenden, eine« Stellvertreters desselben und eines Schriftführers 8^ schritten. Ueber Antrag Kretschmar's aus DrcSdeu roi" Instizrath Sterziug mit Acclamation wieder zum 5M standen gewählt, znm Stellvertreter Knmpcnhans li^ znul Schriftführer Bärwinkcl aus Arnstadl. Iustizrath Stcrzing dankt für das Vertrauen, ^ ihn znm Vorsitzenden sür die künftige Wahlperiode bl rufen. Er sei stolz darauf, an die Spitze des Gesami»' ansschusscs verufcu worden zu seiu, in welchem 5W ncr ans allen dcutscheu Stämmen vertreten sind. ^ deutsche Schützcubuud vertrete die Idee der Zusaiiu»^ gchörigtcit aller deutschen Stämme. In dem Geiste ^ ser Idee eröffne er die 4. Versammlung des Gesamt ansschusscs dcs deutschen Schützcubuudes. ^ Hauschild aus Bremen erstattet den Bericht "^ Bundesvorstandes. Derselbe erwähnt vor allem, daß ^ Schntzcnbnno, dcr im Jahre 1805, als daS zweite W''^ , dcsschicßcn abgchaltclc wurde, im kräftigsten AufbliB bcgriffcu war und Ui.l>00 Mitglieder zählte, unter "^ Wncht dcr ernsten nnd erschütternden Ereignisse des r<^ folgenden Jahres einen empfindlichen Stoß erlitt. ^, sank die Zahl dcr Mitglieder auf 7500. Nach und iM sei wieder cin regeres Interesse nnter den Gundesunr gludcru wach gcwordcu uud dic Zahl dcr GuudcsiM gliedcr beträgt gegenwärtig circa 10.000, davon kon>' inen auf Oesterreich 8000. In dcr Easse dcs Schütz"' bundcs befinden sich circa 10.000 Thaler. , l Nächster Gegenstand dcr Tagesordnung ist ^ ^ Wahl dcs FestortcS für das nächstfolgelN bracht, daß der Fremde irgend eine Liaison habe, da cr in einem bestimmten Hause sehr häufig Visiten macke, uud die Erfahrung lehre, daß Visiteu junger Männer mcistcutheüo wieder jungen und schönen Dcnneu gelten. „Es ist gut!" rief Vcatrice nach dieser mehr als genügenden AuMnft, „Du tauust gehe» !" Das Mädchen giug. „Meine Vcrmuthungeu/' begann Beatrice bieder, alij sie allein war, „scheinen also aus haltbaren Gründen zu beruhen. Er hat mich belogen, das soll er bereuen." Dann stellte sie sich miss neue zum Fenster uud setzte ihre Musterung fort. Plötzlich uahui sie ihrcn Clechcr zur Hand und fixirtc eiueu jungen Maun, dcr, offenbar in tiefe Tchweruntth versuuteu, maschinenmäßig vorüberging. Eie sah ihm lau^e uiit augenscheinlichem Interesse uach und lehrte daun, cils er um die nächste Ecke verschwunden, zum Sopha zurück, wo sie sich mit eiuem Seufzer niederließ. Sie war sehr schön in dieser Stellung, fast zu schön für eines Manues Auge, denn wo kaun diefes, wo darf es fo viele Nerze ungestraft schauen? In dem melancholischeu Spaziergänger ert'euueu wir Leopold. Er ^ar soeben vmi seinem Chef entlassen worden. lFortsclzmtg fulgl,> Lu^ige Driefe aus Vcldcs. Sonutag, am 19. Juli. Die Physioguomic vou Vcldes ist heute total vcr-ündcrt, der hier weilende russische Fürst Coustautin Mi-chailovich veranstaltet mit einbrechender Nacht ein Feuer-werk am See und eine brillante Belcuchtuug dcs Hauses (Villa Schantel), in welchem er wohnt,' sowie" des an den See gräuzcudcu Hausgartcns. Oben im Pfarrortc Veloes hat sich ein Ringelspiel etablirt, welches die Schuljugend nnd die erwachsenen Burschcu und Dirnen dcs Ortes und dcr Umgebung in Masse« herbeilockt; ein, vom Standpunkte der Harmonic beurtheilt, etwas dermttcr Leierkasten, eine tlcine Trommel nnd die große türkische Trommel bilden das Orchester; letztere wird von einem langen, schwarz-braunen Burschen fürchterlich bearbeitet und hat bcstäu-dig Solo, da der ^eicrtastcnmmm zugleich Regisseur ist, nnd dcr Maun, dcr die kleine Trommel rührt, die hcr-nmstchenden mit dcu Schlcgclu zurücktrcibcu muß; füuf-zehn Ra^cpfcrdc jeglicher Farbe, dann ein Hirfch, ein Reh, eine Gemse, ein Zicgcnbock uud zwei Equipagen dcr Form von anno dazumal, hängen mittelst ciserncr Stangen befestigt, in zwei Reihen an dem Aaltcngcstcll dcs Earrousscls. Dic Jungen gcbcrdcn sich auf dcu Rücken der edlen Nenner wie besessen nnd bearbeiten die Weichen dcr Thicrc, als gälte es cincn Wettlauf. Der Ritt auf den Pferden tostet per Tour einen Krcnzer, jener auf dem Ziegcnbock uud dcr Gcinsc zwci Krcuzcr nnd merkwürdigerweise finden sich auch für letztere Ncitcr, wie dcm Mcuschcn bereits in dcr Jugend dcr Trieb inncwohul, ctwaö apartes zu habcu; freilich hatten die Gemse uud dcr Zicgcubock wirkliche Knckclu uud Hörner. ^ ^. , Die Dämmcrnng bricht an, dcr Earroustclplatz wird lecr, alles strömt dcm nordwestlichen Ufcr zu; gcgcu nenn Uhr Nachts verkünden Mnsit, Pöllcrschüssc uud aufsteigende Ratcteu dcu Vcgiun dcr Festlichkeit. Auf einem eigens zu dicfcm Zwecke hcrgcrichtelcu Schiffe bcfiudcu sich die von Stuwcr ans Wien bestellten Feuerwcrtskörpcr; Hcrr Heiurich Mallucr ist zum Geschütz- und Hcrr Anton Icschcnagg zum Zcugmcister ernannt worden; beide machen diesen Erncnnuua/n alle Ehre, sie entledigen sich der übernommeneu Aufgabe mit vielem Geschick. Das Fcuerwcrkschiff lauirt einen Büchseuschuß vom Ufer, angesichts dcr Wohnung dcs Fürstcu, ciu zweites Schiff, auf dcm sich die Musikkapelle befindet, folgt in entsprechender Distanz dcm ersteren und cxccutirt lustige Wciscu. Um beide Fahrzeuge herum tummelu sich ciue Menge größerer uud kleinerer Schiffe, voll gedrängt mit wlttn aller Stände, die das Schauspiel herbeilockte; die Ufer find mit Zuschauern dicht besetzt, sobald ein s, lungcncs Object abgcbraunt ist, applandirt das Pli» cum; das Fenerwerk wurdc iu drei Abtheilungen vol6 führt uud dauerte nahe zwci Stnndcu. ^ Dcu Glanzpunkt dcö Abends bildctc jedoch dic^, lcnchtung dcr fürstlichen Wohnung uud des Gcn'tc^' dicfclbc hatte jedermann überrascht. .i Stellen Sie sich eine beiläufig sechzig Fuß ^, z nud zwölf Fuß hohe Raute oder längliches Vicrcck ' cincr iu dcr Mitte darauf ruhcudcu, ricsigcu Krone " beides ist aus huudcrten uud huudertcu farbigen ^ pious derart gebildet, daß die glcichfarbigcu Lcuup> die Contnrcn uud das Relief hcrvortrctcu laffcn. ^,, Dcukcu Sie sich mm ciuc große goldene, lull! bigcn Edelsteinen besetzte Krone auf ciucm gold- b' . wirktcu uud mit Edclsteiueu dicht bcsäetcu Polster l'U? uud Sie habcu deu vcstcu Vergleich. ^ Um 11 Uhr Nachts war Souper beim 3^ zu welchem auch die früher benannten Herren Wl0 uiker geladen nnirdeu. / Die fürstliche Familie lebt in Sccbach ciugH und ist gcgcu Armc schr wohlthätig; dicscrhalb ^z weil das fürstliche Paar leutselig mit dcr UMg/ verkehrt, ist es von allen hochgeehrt und geliebt. ,^' Ich begegne dcr Familie schr oft auf ihn"' ^hc gauge oder Spaziertourcn, ein etwas übcr ^^hcl' alter Knabe, getragen von einem jungen, langen _^. kraiucr Vurfchcn, begleitet stets seine erlauchten , ,i,i! Dcr Knabe ist der einzige Sprosse und s'Hchell» seinen» vollen regelmäßig geformten weißen O^^lic»'' umralnut von blonden Locken und den großen, hie fcelenvollcn Augcu, einem kleinen Johannes, wtt ^ F Mahler mit Stock uud Lamm darzustellen pM ciu Haar ähnlich. ^. al>. Einige Tage vor dem Feuerwerk begann.^ ^i feinen höchsteigenen Bcinchen zu laufeu nno ^^ zufällig Zeuge, wie er über die Straße nut ' e"l"' gebreiteten Händchen jubelnd dcm Wärter cn u ^e DaS find angenehme Episoden iu dem -- h „«cy Mutter, uud empfindet dic fürstliche Mutter o« 1305 ^ undcsschießen. Dcr Vorsitzende theilt mit, daß das Bureau nicht in dcr Lage sei, dicöfolls einen be-stimmten Borschlag zn nwchcn, da cinc Anmeldung Lei« tens einer Stadt bio jetzt noch nicht erfolgt sei. Dr. Eduard Kapp schlägt Lcipzic, als den geeignetsten Ort vor; er beantragt, das Prüsidiuln möge Namens des GcsannntauSsch'lsses an den Magistrat dcr Stadt Leipzig ein Ersuchen richten, damit er das Fest übernehme. Dr. Franz Mittcrmaicr aus Heidelberg zieht die Möglichkeit in Betracht, daß Leipzig ablehnt und befürwortet daher, daß man in diesem Falle den Bundesaus-schuß ermächtige, über die Wahl des Fcstortcs zn cut' scheiden. Beide Anträge werden einstimmig angenommen. Der letzte Pnntt der Tagesordnung ist die Wahl ^>n 4 Mitgliedern für den Bundesvorstand und zwei ^lsatzmänncrn. Ueber Vorschlag Dr. Eduard KoppS werden mit Acclamation in den Bundesvorstand gewählt: Schröder (Bremen), FabriciuS ^Fraukfurt), Dr. m, Mittermaier (Heidelberg) und Lamftc-Bcndcr (Lcip-^g)i zu Ersatzmännern: Karl Wallan (Mainz) und ^elgc (Hamburg.) Oesterreich. Prag, 30. Juli. (Adresse.) Da« Comit«', welchem von den deutschen Studenten Prags die Aufgabe i>l Theil wurde, eine Vcrtraucusadresse an den Iustiz-Anistcr Dr. Herbst abznfasscn, erhielt, nachdem zu 'beginn dieses Monates die mit zahlreichen Untcrschrif-^n versehene Adresse Sr. Excellenz zugesendet worden ^»r, uon demselben folgende Zuschrift: „Geehrte Hcr-^>l! Die mir vor wenigen Tagen zugekommene Vcr-^uenöadrcssc hat mich mit lebhafter Freude erfüllt, ^ie ist ein für mich überaus schätzbarer Beweis, daß llur an dcr Präger Universität eine freundliche Eriunc-^nig bewahrt wird, und daß mich auch uon dort her ^ meinem neuen, schwierigen Berufe warme Sympa-lhie begleitet. Nehmen Sie dafür meinen herzlichen Dank ^tgegen. Wollen Sie übcrzcngt sein, daß ich mich stets ^ut wehmüthiger Freude an die Zeit erinnere, wo es ^l gegönnt war, an dcr Prager Universität als Lehrer iu tvivfcn, und daß ich immer an dem Schicksal», ihrer >Mger lebhaften Antheil nehmen werde. Mögen Sie '^ fortan den Sinn für Ehrenhaftigkeit uud Wahrhaf- 'Mt treu bewahren und dadnrch die Hoffnungen recht-^Vn, welche das Vaterland ans Sie setzt. — Dieö )^r innige Wunsch Ihres aufrichtigen Freundes Dr. °"ard Herbst. Marienbad, 21. Juli 1868." h Pest, 30. Juli. (Der Ecntra l - Aussch u ß .^ Ho nved-Vereins) erläßt cincn Anfruf an . le Kameraden, den Verdacht aussprechend, daß Bcniczty ^'ch Nieuchclmord gefallen sei. Er setzl znglcich 1000 "ldcn auf die Entdeckung des Mörders aus, indem er m dcr l.ihre der Nation willen zu dcsfallsigen Samm- '"ge" auffordert. Köln, 31. Juli. (Prinz Napoleon.) Der „Köln. Ztg." wiro aus Paris geschrieben, Prinz Napoleon äußere sich über scincn Empfang in Oesterreich und Ungarn ganz entzückt, sowie über den Minister-Präsidenten Grafen Anorassy, beklage jedoch daS Hinschwinden des französischen Einflnsses im Oriente. ParlS, 30. Juli. (DcrS e n a t) genehmigte das Budget. Der Gesetzentwurf betreffs dcr Anleihe wurde an die Audgetcommission zurückgewicscu. Lissabon, 30. Juli. (Kriegsschauplatz iu Südamcrit a.) Nachrichten aus paraguitischcr Quelle zufolge wurdeu W00 Brasilianer, welche behufs Rccog-nosclrung dcr Stellungen Lopez' ausgesandt wurden, von den Paraguiten fast aufgerieben. Die Verbündeten treffen Vorbereitungen zur Räumung Ehaco's wegen Ucbcrschwemmungcu und weil sie daselbst fortwährend dem Feuer dcr Paraauitcn auögefetzt sind. - 2!). Juli. ^Die Kammern) wurden zu cine^ außerordentlichen Session bernfcn. Der Eonseils-Prüsident erklärte, er werde um Ermächtigung anfnchcn. die Bcanttcnzah' zu verringern uud andere finanzielle Maßregeln zu ergreifen. Die Erklärung dcS Ministers wurde stillschweigend anfgcn^mmen. Brissel, 31. Juli. (Die Nachricht über einen Zoll vertrag) zwischen Frankreich, Belgien und Holland wird officicll oemcntirt; sie hat ihren Ursprung in London genommen und wurde durch, orleani-stischcn Interessen ergebene Agenten verbreitet. Vrlgrad, 30. Juli. (Dcr Acrat.) Heute wurde der BcstaÜungsbcrat feierlichst promulgirt. Derselbe deducirt die erbliche Thronfolge des Fürsten Milan: Erstens ans dem Berate von 1830, durch welchen den Bolksbcschlüsscn gemäß die Erbfolge in der Familie ObrcnovicS bestätigt wurde, und zweitens aus dem Rechte der Erstgeburt, nach welchem daS Recht der Thronfolge sich auch auf die Ncbculinicu der nationalen Dynastie erstreckt. Die officicllen „Srbskc Novinc" begrüßen diese Uebereinstimmung zwischen dem suzcrä> nen Hofe uud dem serbischen Volte auf das Freundlichste uud erwarten hieraus glückliche Folgen für die Zukunft. Nach Verlesung dcS Berats richtete die Regentschaft folgende Anrede an den Abgeordneten der Pforte: Fürst Michael, glorreichen Andenkens, ersuchte bei Empfangnahmc des kaiserlichen Bcrats den Herrn Abgesandten, Se. Majestät zu versichern, daß, so wie er in seinen Gefühlen der Loyalität nnd Ergebenheit gegen den hohen Suzcrän Serbiens standhaft verharren wird, er auch als Fürst regieren werde, dcr die Erhal-tuug der Rechte und Institutionen seiner Nation eifersüchtig bewacht. Wir crsuchcu, Ew. Excellenz möchte bei Sr. Majestät dcr Dollmctsch derselben befühle von Seite Sr. Durchlaucht des Fürsten Milan sein, dem es am Herzen liegen wird, dieser doppelten Tradttion der Dynastie Obrcnouics treu zu bleiben nnd Sr. Majestät für das gnädige Entgegenkommen, bezüglich dcr Beschlüsse dcö serbischen Voltes, unsere lebhafte Erkennt- lichkeit ausdrücken. Der Vclagernngsznstand wurde im ganzen Lande aufgehoben, nur in dcr Stadt Belgrad bleibt derselbe bis auf weitere Anordnung aufrecht. — 31. Juli. (Serbien und die Pforte.) Zn Ehren des Abgesandten der Pforte, Kiamil Bey, war heute beim Fürsten Milan große Hostafel, bei wel» chcr die Mitglieder dcr Regentschaft, daö ganze diplomatische Eorps, der Metropolit, die Minister und die Staatsrätyc anwesend waren. Bei dcr gestrigen Ueber-gabc des Äcrat erklärte dcr Abgesandte der Pforte, daß die Proclamiruug Milan'S zum Fürsten von Serbien für den Snltan und die Pforte Gegenstand besonderer Zufriedenheit war. DaS Wolilwollcn, mit welchem die kaiserliche Regierung auf diesen nationalen Act antwortete, bedürfe keiner Aufklärung. Sc. Majestät wünscht herzlich dem Fürsten langes Leben und eine glücklich», Regierung. Dab Wohl Screens liegt Sr. Majestät -m Hcrzcu. Der traurige Tod deS edlen Fürsten Michael versetzte den Kaiser und die ganze kaiserliche Regierung in die tiefste Trauer. Die hiesige Handelsfirma „Gebrüder Flesch" widmete hundert Ducateu für die Vo-tivtirchc und das Monument für den verewigten Fürsten Michael. Levantepost. E o nsta n ti n opel, 25. Juli. Dcr Großfürst Alexis ist am Bord dcr Fregatte „Alexander Ncwsty" in Constantinopcl angekommen und machte in Begleitung des Generals Ignatieff dem Sul-tau einen Besuch. Der Sultan erwiederte diesen Besuch und lud den Großfürsten zur Tafel. — General Ignatieff verunstaltete ein großes Diner nnd ein herrliches Äallfcst. — Dcr Großfürst ist am 25. Inli nach ocm Archipel abgereist. — Der Vicckönig von Acgyp^ lcn wird noch cincn Monat in Emirghibm verbleiben und dann nach Älcxandricn zurückkehren. Der älteste Sohn desselben, Mchemcd Tevfit Pascha, der mit ciner Tochter des verstorbenen Sultaus verlobt ist, benützt zu seiner Rückreise nach Alcxandricn die Dampfyacht dcS Sultans. — Daoud Pascha ist nach Europa abgereist und geht nach Gasteiu, Brüssel und Paris. — Athen, 25. Juli. Die Großfürstin Alexandra ist in Athen angekommen uud wurde festlich empfangen. — Nach' richten aus Kreta vom 13. Juli zufolge fanden einige lleinc Scharmützel zwischen den Insnrgcntcn und Türken statt. Ueberlaudpoft mit Nachrichten aus Calcutta bis zum 2. Juli und aus Bombay bis znm 7. Juli. Mr. Sanndcrs, der neue Geschäftsträger in Hyder Abad, ist am 9. Iuui daselbst angekommen. Aus Ccntral-Asien sind leine ncucu Nachrichten eingelaufen. Der Emir von Bukhara und die Nnfscn sollen mit einander auf frcuudschastlichcn Fuße stchcu. Dcr Tod dcs Emirs in ciner dcr letzten Schlachten bestätigt sich nicht. In Maimcmnah herrscht Ruhe. Ali rückt mit seiner Armee gegen Ghuzuiu. Azim Khan soll eine Niederlage erlitten haben. Oberst Pclly hat dcn Auftrag erhalten, die Streitigkeiten zwischen dem Schah von Pcrsicn und dem Sullau uou Muscat zu schlichten. Der südliche Theil uon Bengalen wird fortwährend durch Ucberschwcm-mungcn verheert, daselbst ist auch eine Hungcrsnoth 'M HcrMsfrcnde, als die Fran dcs armen Hand- Ulns, deren Kind in dcr engen Stube zum ersten-- "lc allein hcrumtrippclt. j ^m 11 Uhr Nachts improvisirtcu die anwesenden ll»^^ Harren in Mallncr's Enrsalon ein Tänzchen, j»n '^ ^'6"b mich bereits znr Rnhc, als sich noch die schl^" Damen mit den Tänzern in dcn bunten ver- "U'gctlen Tonrcn dcs Contrn-Tanzes bewegten. ^cinsl ^^" ^"^ ^anz artigen Kranz schöner, die,- " "nd sonder Blnmcn da, und was besser ist, "lumcn spvcchcn, singen und tanzen gleich gut. (Zwei Tage später.) ^irhll - ^- ^ ^' Mittags, Unter der Veranda des ^r ft^^ !^" dessen Inwohner, jene des Louiscnbadcs, ^us^"""'laschen Villa nnd dcs Pctcrncll'schcn Sce-^rptz f°st vollzählig. — Große Expedition — ein iicl, , b°u fünf Damen nnd sieben Hcrrcn haben es V... 'faabc gestellt, das Katharina- und das Urata-^Mi s I^lh, 5" erforschen und in jenes dcr Kcrma, '""st möglich, cin bischen die Nase zu stecken. ^it h." haben drei Einspänner für die Damen, einen ^ttth^ ^'Msitzcn uud Strohpolstcrn ausgestatteten ^ N^" 5"r die Herrn, wir haben ferner Ecrcalicii ^ "l'alicn, Speise und Kochgeräthschastcn nnd vor ^an? ^ull) für die kommenden Ereignisse, - . D >-3," ^"' Spedition ist Herr Nikli persönlich. r>^tts^^"'^^'al)rt ist erhebend, wir nehmen ron t,? Ä^ Abschied, als gelte es eine Entdccknngs- s Afris '«'" ^'dpol oder mindestens nach dem In- ?^> N,./'^^ bewahre eine Haltung wic sie unter ,.^'Nt ?«^.' «"gemessen und auch gerechtfertigt '"^n'b^^ellschaft ist ihnr sich großen Anfgabe ooll- s«lo>tcno^ "ir berührn Obergörjach I^ler, das N ^ ^°" da ab wird die Straße b e? "u- in nach zwanzig Minuten 3r 5 '"ir fübr.n ^^""liwciucr Thal, der Wcg wird h? '' links '«,wl.chc «ucheu und Eschen mn Thal- ^'' bie y,H " lchdas Gcbirge immcr höher und 'Mt gew.nnt den Charakter eines Hoch. alpenlandcs, — die Herren und Fräulein A. G., eine Dame von kanm fünfzehn Jahren, marschiren sämmtlich zu Fuß, Herrn Rikli an der Spitze. Wenn dieser Mann in der kleidsamen Tracht eincS schweizerischen Aelplers vor unS einhcrschrcitet, erinnere ich mich der Schildcrnllgcn Fcnimorc EoopcrS, dcr in seincn amerikanischen Romanen „der lc tztc Mohika-n c r," der „Wild todter," das „Blockhaus" uns die Gestalt dcs ehrlichen, unerschrockenen Pfadfinders, oder wic ihn die Rothhäutc nannten Hawkeyc (das Fal-tenange), vorführt. Die nahe sechs Schnh messende, magere, aber seh-nige Gestalt »nit dem sonnverbrannten Gesichte, dcm geräuschlosen, weit ausgreifenden Schritte und dcm schweig samen Wesen — hätte er statt des langen Alpenstocks dlc nie fehlende Büchfe dcs Pfadfinders am Arm, Haw-teyc wäre fertig. - - zum Glück gibt cs im Rothwcincr Thal keine Irokesen, — daher tyutS dcr Alpenstock anch und wir tonnen nns unserer Scalpe noch eine Zcttlang erfreuen. Am Kcrmathal halten wir einige Minuten, dasselbe macht auf dcn Touristen einen änßcrst erhebenden Eindruck. Die Felswände dcr ll.ln l:» i< 6, des l)l»,l<, dcr lvukovl, und n" lwlmn^ rahmen links und rechts die schmale Thalsohlc cin — im Hintergründe ziemlich niedrig und rechts iu dcu Niesen der Berge schcn wir glänzende Schnccfcldcr. Die Gcgcnd wird immcr großartiger uud malerischer, cin zweites Thal Ninvina, mit dcm dcr Kcrma fast parallel laufend, doch ohne Ausgangspnnttc, cincin un^ geheueren Amphitheater, welches von schwindelnd hohen Abhängen umstarrt ist, ähnlich, bictct sich dcu stannendcn BlictVn; immcr wilder und enger wird das Obcrroth-wcine, Thal, wir schreiten über Wcidctriftcn, die bereits den Alpcncharatter tragen und erreichen das Kunschit/schc Gehöfte. Hier rasten wir; in einer halben Stunde ist dcr Milchkaffee fertig, die Damcn und Kaffee liebenden Hcrrcn nehmen Platz unter einem Holzbirnbaum, — ich uer-nulthe dcn letztcn im Thalc und schlürfe das edle Getränk zum Vcspcrbrode, während die Kafftcvcrächter eine mächtige Schüssel saurer Milch herbeiholen, und auf den Rasen stellen. Wir bildcn cincn vicrzinkigen Stern, dessen Mittelpunkt die Schüssel ist, placircn uns höchst u-'gczwun-gcn in orientalischer Manier, stemmen dcn linken Ellbogen auf die Erde und löffcln dcn kühlenden Inhalt, daß cö eine wahre Lust ist. Wir brechen auf, eine halbe Stnnde gehen wir auf dcm rechten Ufer dcr Rothwcin, biegen dann um.eine Felswand und vor uns erheben die Vergricsen Cmir nnd dcr Steincr ihre Hänvtcr, übergössen vom strahlenden Gold dcr scheidenden Sonne. Schweigend betrachten wir dieses großartige Bild. Allmächtiger Schöpfer dcs Himmels und dcr Eide, wie groß sind dcinc Wcrle. von dem künstlichen Gcädcr deS Bamnblattcs, dem wunderbaren Farbcnspicl dcS Schmct-ttrlmgftügcls, dem ranschcndcn Urwald, dcm hoch zum Himmel ragenden Gletscher bis tief in die unbekannten Welten dcs vom Sturme gepeitschten Oceans. Rüstig schreiten wir vorwärts, erklimmen den Berg, dcr das Rothwcincr vom obcrn Savcthal scheidet, zwei Stunden spütcr (um 9 Uhr Nachts) erreichen wir Moi-strana. Im Nu waren die Wägen abgepackt und die Damcn in dcr Küche; wir mußten in die Wirthöstubc abziehen, da unsere Köchincn keine Haferlgucker duldeten; die jungen Damcn deckten die Tische und Schlag zehn Uhr saßen wir in der Runde, vor uns köstliche Kartoffeln. Bnttcr. Thee, Caffcc und kalte Küche. Nach cilf Uhr suchten wir das Lager, die Damen bekamen ihr Stübchcu mit zwci reinen Octtm, — wir wurdcu auf den Hcubodcn commandirt, und bald um« fingen uns MorphcnS wohlthätige Arme. Morgens drei Uhr machte Herr Rikli Tagrcveillc, es wurdc gefrühstückt und um 4 Uhr in die Urata aufgebrochen, —> ein Bauer führte den Proviant und ein zweiter Wagen wurdc für dcn Fall mitgenommen, wenn jemandem uon uns etwas zustoßen sollte. II.......n. 1306 auSgebvochcn. Oberst Merewethcr hat seinen neuen Posten als Rcgierungscommiffär in Siam angetreten. Im District«: Chanda sind großartige siuhlenlager entdeckt worden. Mgesneuisstmten. — Se, Majestät der ,ls; sich be-tdüren und wir gingen mit unserem Gcldc nach Rußland. Doch wit' fanden wu unsern Schwager? iHc ^alle ln»,e gc-. rollte, sondern giol' geliss^n..' Gerste mit Spien; Brot buct er aus schwarzem Mehl, in waches er geiüsleles nnd ge^ stampfte« Stroh mengte. Er war sehr erfreut, uns zu sehen, noch mehr aber über unser G?lo, mit dem sich cin Geschüst anfangen ließ?! Unser Geld verschwand, mein Mann start) und ich bin hier aus dem Wege nach Hlinsko." Hier ersliciten Tbränen dir weitere Erzählung des Weibes und ich hätte gewünscht, die Herren Palacty, Riegcr sammt Anhang wären statt meiner Zuhörer dieser Erzählung ge: wesen — oder besfer, sie wären statt dec armen Familie nach Rußland ausgewandert!" — Locales. — (Artillerie-Schießübungen.) Während der Tage vom 10. bis lchten August finden mit nur kurzen Unterbrechungen seitens des h>>r garnisonirenden Attil-lnicregiments aus dem großen Uebungsplaye bei Wizmarje Schießübungen statt. Das Betreten des Übungsplatzes ist während des Cchichcns nicht gestalttt, und ebenso wird auch die Vezn'l^stsaße zwischen der Tschernutschss Brücke und Untcrgammling, welche in der Richtung der Schiehrirection liegt, während der Schiehzeit abgeperlt. Du> Bevölkerung wird in einer Kundmachung der l. k. Land^regierung ,.«' mcntlich geroarn», mit etwa ausgefundencn nicht eiplodirten Hohlgeschossen nnvorsiHtig umzugehen, und angewiesen, alls aufgefundene Munition gegen Vergütung abzuli^jein. — (P ort i un c ul af esi.) Vom angenehmen Wetter begünstigt hat diese kirchliche Feierlichkeit bei den P. P. Iian-«islanern hier her.er wieder eine Menge Thcilnehmcr herbcir geführt. Schon am Samstag strömte die ländliche Bevöl-lelung sehr zadlrcich in die Stadt und sand wk> gi'wüh^Iicb! am Marienplatz der Zwiebelmarlt statt. Nach den grvlu'n O-uaiititäten scheint diese Knollenfrucht, welche cnich von hier aus in die nördlichen Gegenden versandt wi, heuer besonders gut gerathen zn sein. Vor einiger Z^it wuroe sogar eine bedeutenre Lieferung nach Berlin effccluirt. — (DieSommerliedcrtafel) des Mknne»chor8 der philharmonischen GeseUsHast am Samstag im Bahnhof-galten übertraf fast alle Vorgängerinnen in den frühern Iah-«en, zum mindesten in Hinsicht auf die Theilnahme des Publicums. Der geräumige Galten war geradezu überfüllt, man hat die Zahl der Anwesendrn über 1000 geschäht. Dah oas Publium der besten Gesellschast angehörte u»d sick ins» besonders Frauenschonheil und Eleganz der Toilrlteu bemerk-bar macyte, verdient wohl blM,ilt zu werden. Man tonnte sagen, Laibach war im Bahnholgarten versammelt. Der Garten war sehr farbenreich mit Wappenschildern und Fahnen, bei einbrechender Nacht mit zahlreichen Lampions und Ballons geziert und haben sich um das geschickte und schmact-uolle Arrangement, wie wir l>ö,'>'n, tne Dircttionsnritglieder Twldy und Eantoni bclonceis verdient gemacbl. Das Publi-cum bllohnte all« Vortrüge ocr Sänger uad alle Musik-piecen der Capclle des Regimentes Huyn mit dem lebhaftesten Bc'salle, d^r Adt'sche C!?ur, „di? Walonachi", mußte wiederholt werden. Dr«,' Slinnnung des Pnblicums war wohl auch in Folge der glücklich eijolgl.,» Abwendung eines drohenden Gewitters line iehr animirle, Beweis dessen, daß sich nach Vollendung dls ProgrnmmeH t>ec Sänger ein Tanz im F>cicn anangi'le, welcher^ wie wic üachtiagllch vernehmen, wri: über oie Hlillernachl^slnnoe hinauönicdle. Dunkle Gerüchte erzählen iogar, daß der Morgen bereits graute, als ri^ Letzten heimwärts zogcn. Ais bieher rncht das Lob, leioer fällt b.i unsern Lai-bachrr F^sl'/n stets der schwere Tadcl — aus die Bedienung. Vwhec war uns die Bedienung in Wien das Iocal, wrl-chev wic d^n Plouinzwirthen e>,tgegenhielten. Srit aber beim Schübeusest in Wien auch schleckte Bedienung war, nun wiro da-? Ding am Onoe gar noch inodern. Wenn t» »ur eine Ktll,ieruniversität geben würde, damit wir doch wüßten, wohin wir unsere Wirthe schickci' sollen, vamit sie endlich lermn, wie man bedient. — (Die de u t s ch c » T u r u u e r e i n c) uon Steier» mark, KärnteN, Krain und dem Küstenlande beabsichtigen unter sich einen Gauverbano zu grünoen und hablii die Satzungcn hiezu a«l das Ministerium des Innern zur Ge-nrdmiguug vorgelegt. Dilscs hat der Statthaltern in Glaz c,dsfnel. daß dic Zulassung vis Gaoucrbandcs der deutschen Turnuereine im wesentlichen l.inem Anslande unterliege, >lur falle es uuf, daß demselben, wenn auch vielleicht ab-sichtv!os, dlircb die Beschränkung aus deutsche (§ 1 und 4) ,iu' nationale und dadurch politische Färbung gegeben wild, wodurch diele«, Verband unler oas Vclbot des § (j(j des Vrieiusgesebes siele, weshalb dic Verrine aufmerlsam geuiachl werden, die Statuten in dieser Beziehung ciusurechl/nd ab» zuandern. Sobald dic angedeullte Aenderung d»c Statuten vorgenommen slin wird, stehe der Zulassung des Vereins tiin Hinderniß nuhr im Wege. — (Vom Glotlensest in A d e l s b e l g) passir-ten gestern Abcnd nach 10 Uhr 490 deutsche Schützen in eincm Ertrazuge hier durch nach Wien zurück. — (Selbstmord.) Der ledige Ganzhübler Mathias Bajc von Hudcraune, Bezill Littai, 20 Jahre alt, hat sich am 2ü. Juli o. I. durch Erschießen entleibt. — Die Ursache ist nicht näher bekannt. — (Vom Blitz gelobtet.) Den 29. Iull l. I. Abends gegen 0 Uhr hat dcr Blitzschlag einen Mann mit Namen Valentin Bozu, Inwohner in Medvedjeberdo, Bezirk Loitsch, und eine alte Frau aus Godovic, beide untec cincm Fichlenbaum stehend, gctödlet. — (V ereins Nachricht.) Der in Wien erscheinende „Compaß," Kalender »nd Jahrbuch sür Handel, Industrie und Vertebr, Capital und Grundbesitz, wird nach riner uns zukommenden Mittheilung dcc Redaction im nächsten Jahrgange eine umfassende Statistik der landwitthschciftlichcn, gewerblichen, kaufmännischen, dchnilchen und uoltöwirthfchafllr e n E i n s c n d n n g e n noch im Rückstände sind, aufzufordern, die erbetenen Auskünfte eliebaloigsl zu cillieUen, da nur bis längstens 15. August cinlcmscude Berichte V^rwendnüg sindcn tonnen. Wir giau-bV, Heugasse 18,) sich die ihnen gebührende Stelle in der „Vereins-Statistit" zu sichern. (Korrespondenz. V. k. Littai, 30. Juli. Die Ernte ist nun vorüber, und wenn sie auch nicht so ergiebig war, alö mau es im Frühlinge gehofft, so lann dieselbe doch in hiesiger Gegend, die vom Hagel beschädigten Orte ausgenommen, eine gute genannt werden. — Der Weizen ist in einigen Gegenden so schwer, dah der Metzen einen Centner und dcnüber wiegt. —> Das Korn ist jedoch etwas schlecht gl-dieben. — Auch die zweite Frucht (Rüben, Buchweizen) is> angebaut, und nun sind die schwersten Arbeiten des Land' wirlhes vorüber, und Menschen und Thiere haben auf einia/ Tage Ruhe, his dic Grummetmaht und das Dreschen be-^innt. Der Ncinstock ist ungrimin voll und verspricht vi»l Wein, daher der alte hier bereits zu 20 Neulrcuzec vcc Maß ausgeschenkt wird. Die Gemeinde beschäftigt seit einige» Zeit die Bcijchafsung einer passenden Wohnung sür den t. l> Bezirkshauptmann, da die jetzt innegehabte, wegen Mangel an Raum, ihr»m Zwecke nicht entsprach. Diese Frage dürfte bei dem Mangel an Zinshäusern in Liltai, eine sehr schwielig werden. Der Montag, den 27. d. M., in St. Martin at" gehaltene Jahrmarkt, versammelte eine grohe Menge Kä» scr und Verläilscr uon Vicb, G^athscdast.n und W.'in, Telegraphische Wechselconrse viuu 1, Angnst. iiln'l^.. Ä>'tüüli,!l>,'« 58.7».'. — 5>perc. Metalliques mil Mai- und Iluucmdei'-Zinscu 59. — bpi^-.^ülmnal Anlchn, 63.10.— I«6t)el 3t«at«a,ile^e!! «<;.50. - ^.ulkucliün 734. — Er^itcctic» 214.U> - London 113,25. — Si!Ii?r 111 25 — K. t, Dulten 5.40. Handel und ?latiottalba»k. Der letzt anoa.ra.ebme Wochenansweiil illn-r den Stand drr Nalionalbanl zcigt ge^'li dic Vorwoche fol-gcndc Verändcrniic>m: Fcr Mcomple ^7 Mill.) nahm uw l.!.'17.'.>33 fl. zu. evcnso der Lombard (214 Mill.) um 3,600 st D,'», entsprechend ucvinchvte sich der Banknnrnnnnlauf (2^9 MiU i-!?4.770 fl.) um 1,142 530 sl, der StaatSnotenvorrnth (3 M'N^ l7!.2l0si.) um .M1.320 fl. Der Mtallschcch (111.320.^76 ft) nahm niu l.0!i5 fl. zu ; die in Metall zaljldarm Wechsel (37 Mill '»21.475 ft.) ueriniudcrtri! stch um 24.28l fl. liaibach, 1. Angnst, Auf dem heutlgcu Markte sind ci schicnen: 25 Wagen init Getreide, 2 Wagen mit Heu iwb Stroh (Heu 10 Ctr Slrol) 7 Cl'.) 25 Wagen und « Schiff ,3«; Klafter) mit Holz. , D n r ch s ch n i t t ö - P r e i f e. Ulttt.^ '^uz.. Mll.' Möi>' f>. lr. fl. lr. fl. li. fl^ Weizen pr. Metzrn 5— «20 Butter pr. Pfund 42-"^ Korn ., 3 10 3 2« Eier pr, Stilcl -1,^-"" Gerste ., 2 40 A — Milch pr. Maß — U> ^ Hafer „ 1 80 2 — Rindfleisch pr. P,d. -21-----' Halbfnrcht .. — - 3 90 , Kalbfleisch ,. -22------ Hcidn, ,. 2 60 3 20 Schwcincflriscl, „ 24------ Hirse „ 310 315 Schöpsenfleisch „ —13 — Kulunitz „ -------3 23 Hähndcl pr. Sttlcl — 35 — ^ Erdäpkl .. 160------ Tauben „ ,.. 13------ linsen „ 3 50------- Hen p.'. Zentner - 80 " Erbsen ,. 3 50------- Stroh ,. —70-" Fisolen ,. 5-— HoIz,hart.,pr.Klft. ------7-" Rindlischmalz Pfd. —48!-------------- weiches, .. ------5-^ Schweineschmalz „ — 45------ Wein, rother, pv. Svcck, frisch. „-36------- Eimer ,.-10-^ — a/rimchen „ — 40>------- -~ weißer „------12 3!teleoialogische )äenl)acht,in^ll ill Laibach. '">Isls.'Atg7'32^!l"^N.u windstill halbheiler ,. 2 „ N. 326,5,» -< 21... NO, schwach hlllbheitcl.' ^ l)..n> 10., Ab. 327.^-^15.3 . windstill hnter^__^, , 2., 2 „ 9t. 326 i! l-^. ^______________ „., ,^,,,^-^chaup.ten sich d-ulu^ln^^ Avisen und Valuten billig, abgaben werdcn, Geld -- Hiirscnbericht. ftüssi"'GesWt ""belebt. Veffentliche Tchulv. ^. dc« Staate« (für 100 ft) Geld Waare IN °. W,,»^.,,»' "»!> KA ^,^, delta v. I. itM» . . - ' ^ . . detto rMzahlbar (') - , - "^ ^^, Sildcr-Anlchcn von 1d'>4 . - "-'>' ' Silberanl. 1^65 (ssrc^,.) r Hahll. ^ m37I.zn5p^t fur100fl, 1-" ^. ,lat.-Anl.nntIän.Conpzu5 .3..0 b3.4. Metalls ^. ' >. ^^0 5..90 dett° mit Ma.^oup. .^. ^ ^ dttto . - - /".'" ,7s>^ 171 _^ Mi.«.r<»I.°.3,IW ^ ^«,^ ?«« " ......N 100 W...- 9810 C^Ro^u'sch, zu 42". ..«'. 24.^, 24.50 Domaiuen Üp«rc. ur ^-llber 1^.,.> 10b.-, der Kronland^M ic)0st.)Or.-Entl.-Obl.g. Niederöslerrelch - 5»^ d.^ ^ Geld Waare Salzburg , - - > zn 57, 87-- 8«^ N^ ' ' ' ' ^ ^ 8^0 89... Stcrcrmllll ... « 5 „ >?<.-- A.-- lingarm........''. ?"50 77.- Temescr-Baual . . „5„ 74.- 74.50 Hrnaticn und Slavoniru ., 5 „ 76.- <7.— Galizicll......5 ,. 66.25 6K.7?' Siel>enburl;cn . . . ,. 5 „ 70,— 70.50 Bulovina .... ., 5 „ 66.2--» 6d,75 Nim m d. V.-l5. 1867 ,. 5 „ 73.25 73.50 Tcm.V,?n.d.V.-C. 1867 „ 5 .. 72.50 73.^ Aetiei» (Pr. Stilclv NlllioiialbllNl , . . . - 7^5,— 738 — Kaiser Ferdinandö-Nordbahn zu1000sl.ii.W.....^^V^!''" itredrt-Anstalt zu 200 st. 0. W. 215.50 210— N.°.E6com.-Gcs.zr500fl.ä.W, 636,- 668.— Stüt0tiwil)..-Gcs, zu 200 si.CM, oder 500 Fr...... ^52.b0 252.60 Kuis.Elis.BahuzuM^l.CM, 165.7.' ^6,- Sild.-uordd.Ver.-B.200 „ .. 152.25 52.50 Sitd.St.-,l..vcu.n.z.-l.E.200si. 182.25 182..^ Geld Waare Gal.Karl-Lnd,.V.z,200fI.EM. 210.- 210.25 Äiihm. Wcsldahn zn 200 si. . 155. 155.25 Ocst.Don.-Dampfsch.-Ges.W^ 542.— 544.— Oesterreich, ^'loyd in Tnest Z Z 244,- 246.— Wicn.DamPfm.-Actg. . . . 3<»U.— 400.— Pester Kcttcnbrilckc . . . , 438.-- >l42,— Anglo-Anstna-Bant ^n 200 fl, 165,25 165.75 Weinberg Czrrnowitzcr, Actien . »86.50 187. - Bcrsichcr.-Ocscllschast Donau . 256- 260. Pfandbriefe (filr 100 fl.) Nationalb.anf <5o»ns der Geldsorten ^^< Geld ^ ^ Z9 lr- K. ^lnuz-Ducaleu . 5 fl. 38 lr. ^ ^ 7 ^ Napoleonsd'or . . 9 „ « " <) ., A ^, Nuss. Imperial« - ^ " ^, " 1 " ^ ' Vercin«thaler . . 1 .' ^">" ill ,' ^ , Silber . . N^.""^,..^ ! Krainische GruudcullaNungs - Obl^^„a«^ ,, valuotnung: 86-50 Gew. ""