'»''»««VMI,! p?»»»0>n,S0 74. Ks«ek»lnt «,So»>«nt!lvk ,»«»»«»». viWisWwng ßtt. SS7V» »o«i» Vsss^sttunA umt vu«t»6»«ak«k« (s»t«fon int>nirb«i, A>S4)i WKMI»VR. »ki»Ät«v» «t. 4i «n HOaMMV. 0««wj«v« WÜ«» O 7«!. »«4 I^0«kp«W »««>>>1» »Ir.S4 «ÜEn IS. ^pril 1S24 Mariborer INAS «w» G »«VMintt-KiMOkiI»« ^Ukc»e«v, ut. 4 Ssi >tp >1» ^dkOt»». mon>». SS VI«,. «Mit«« s« Dil,. «jUfek ?<>»» mon«.i 2S 0in. «ö> «t«» Übril^ /^wixt momitl. ZS vln einzqlmimm«' > S0 u 2 k^in ^»NUtKrlpch» W>k<»N NioK» '«^snlGssl. Die Anfchluftfraoe im neuen Acht Die Bl.'0jiradt.'r „Politik a" veröffcnt licht an leitender Stelle oimn länq»:ren Auf jlitz aus der Feder des jugoslawischen Gesandten in Berlin, B a l u fl d z i 6, der die neue Eittstellunfl zur Anschluftfvagkeit Jugoslawien? und dcr Kleinen Entente bewirkt wurde, in interes santer Weise beleuchtet. In dem Aufsatz wich eingangs festgestellt, dak die Behauptung der deutschen Staats-nränner, der „?rang nach Osten" habe den Bestrebungen de? habsburciischen OesterrsicliZ und nicht des Reichs Wilhelms entsprochen, ni6?t nnbegriindet sei. Iui weiteren giibt der Aufsat) einen Ucb<'rblick itber die Entwicklung der Anschlustfrac^e seit 1918 und kommt dann siilf die lehige Lage zu sprechen, indem er ^azu n a. ausfiihrt: Es ist verständlich, daß alle die ruhige vorbereitende Arbeit für den Anschluß unterbrochen wurde, als im Reiche s^itler zur Macht kam. Hitler hat, smvie er init den TatsAchlichkeiten in Beri'lhrintg kam, viele der Foi^rungeu aufgegrben. die er, solange er in der Oppo«sition war, vertreten hatte. IusbesoiÄtere erscheint ihm der ?ln-schlusz Oesterreichs in seiner diplomati'chen Mtion keineswegs als ein verlockendes Ziel. Gegenteil deutet alles darauf hin, daß vitler dlnr Airschluß Oesterreichs nicht umnscht, obwohl er ihn nicht offen aufgeben kalln. Er »veift sehr gut, daß in Oesterreich lieute nicht mir die Aul)änger der stärksten, ^er christlichsozialen Partei gegen den An-'chlus; sind, vielmehr haben sich, was noch wichtiger ist, auch alle sozialistischx.'n Organi-lalionen, die bis gestern Vorkämpfer der An-schlus^idee lmneu. gegen jede Zusammenarbeit init tienl Teutschland Hitlers ausgesprochen, >>itler ist uuisli w?nister gewillt, diese unzu frieldenen österreichischen jikreise ins Reich inlfzuirehnleu, als er gerade an der Aufhc l'ung der Zellchverwaltung aller historischeu ^^'äirder arbeitet. Es ist natürlich, daß er die st l Aerschmelzungspro.ieß. der noch Jahre dauern wird, nicht durch den Beitritt eine-ö christlichsozialen, sozialistischen und dazu uoch iinmer siabst»urg>is6)ett Oesterreichs stören las seil nwchle. Die Ansicht, das; die Gegner eines starken uird gesestigten Deutschlands alles lun sollten, daniit es ehestens seins Bereini« 'lung mit einem solchen Oesterreich durch-ühre, ist vollkommen bcgrülldet. Denn eine wlche Bereinigung wiivde die Dinchfiihrnng jener Zentralisierung der Xsräfte, auf die Hitler hinarbeitet, nur verlangsamen, wen,^ ni6,t glschen Re giernng zu stärkeir. Tiose Absicht der Machte ist znxnsellos der Auc-'drucl des jrarten Mißtrauens gegeniiber Deutschland. Wenigstens l'ei einigen von ihnen ist aber auch der Aun'sch offenkundig, unter der Maske der ÄeMlpsung der deutscl^eu Fiorderungen ihren Einflits; in, Donnilget'ivt zu befestigen. d'S ist bezeichnend, daß Italien, i^ias von dem geringen Willeli des heutigen DeutschlaudS, dcil '.'lnschlus; dnr^-Iizusilhn'n, jedenfalls gut unterrichtet ist, es 'ür notuvendig erachtet, eineil gegen il)li zu organisie- ren. Dieses Kroße und Plögliche Interesse MuZanov ln Paris Unterredung mit Doumergue / Warum Bulgarien vem Balkan- Patt fernblieb P - r I lZ. Ap-Il^ D«r bulgarische Mwifterprtkfident M u. s a « o v ist gestern von Doumergue und Außenminister Vattho« empfangen war' den. Vei dieser Gelegenheit gab MuSanav den französischen Staatsmännern «uskla. rvngen dariiber, «arm« ««llwrlett sich ge. weigezt hat, dem Valtan-Palt beizutreten. Mnianav lehnte de» Varwnrs des aktiven Neviftanismus ah und betonte lediglich, daß Vnlgarien aus die Vorteile» die iljm aus dem 8 lk des völterdundpaltes winken, nicht habe verzichten »alen. Musanov lkemerkte schließlich, daß durch den Balkan' Patt eine Wesentliche Erleiihterung der Balkanlage geslhassen worden sei. llngam und Volm Polen soll vem italo-austro-ungarischen Block beitreten? / Wieder Rom dahinter Paris, 1?. April Großes Aufsehen erregten hier BlStter-Meldungen, denen zufolge die ungarische Regierung der polnischen Regierung den Veitritt zum ktalo-austro-ungarischen Block zwecks Sprengung des Viderstandes «leinen Entente angetragen h«tte. In die. fem Ausammenhange soll Ungarn den P»« len bessere Grenze», insbesondere gegen« über der Tschechoslowakei, angeboten ha» ben. In französischen «reisen ist man über» zeugt, daß die Initiative zu dieser Aktion nirgends sonst zu suchen sei als in Rom. Man kitnne daher ven der Warschauer Reise Varthous auch in dieser ^rage Aus» klHrung erwarten. isM«oa» tcute für eine Abriistungskonventivu zwe^Is Beschränkung der .^liüstungen aiisgeszuocheii haben. Dies aber nicht so selir, weil ein Wettüelverb auf dem Gebiete der Rü'.uiigei! die ^ilmuzeil ihrer Länder allzusehr in An. spruch nehmen würde, sondern vielinehr des halb, weil sie eine Umgruppierung der europäischen Allianzen für nwglich halten. Der Ehef der russischen Delegation äiiszer« te sich dahin, daß eine .^tonvention zuul Abschluß kominen dürfte, jedoch nnrd es eill Abkommen von geringer Tragweite sein, dem außerdein durch die verschiedentli- chen nah- uud sernöstlicken l?linderal>>na' chungeu jeder l^enoninien iverdeu ivür-de. In französischen >treisen sziilt man da? Zujtandckoinnlen.einer .^onventioil von geringer Tragweite ebenfalls fiir niönlich. wenn die auf die Garnntief'tigen »ich lie-ziehenden Verhandlungen ^^wiscsu'n und London zu einen» gedeil'^ticheii Absclitii-'' geführt werden tonnten. Re s^"^>snzler Hitler aul dem i^ren.^ser „Deutschland". c' r l i n. l:?. Reichskanzler i t l e r, ^?i.'!chs'ues?,'!ii. Ulster Freiherr von P s b e r q un^ tler Befehlshaber ^er denksl^ieu .'i^'e'ch-niar'ue. Bizeadiniral ron R äd e r, lmben >i li ans ^^m^ Panzerkreuzer ..Dentschlond'' e"n.i.'. schifft, lnn den Maniwern der deni'ch'n ,"loste beizuuwhneu. Die StavMMaffia mmdet Weltes! Sensation in Paris: Der edemalige UnterstaatssekretSr Davis ermordet / Bor der Verhaftung des ehemaligen Arbeits- ministers Dalimier P a r i S, 12. ?Ipril. Die heutigen Morgenbliitter bringen die senfationele Rachricht, daß man den früheren UnterstaatssekretSr im Refsort-ministerium des friiheren Arbeitt- und Kolonialministers Dalimier, D S' v i d, in seiner Wohnung ermordet vor» gefun^n habe, vs ^ndelt stch zweifelsohne um eine neue verbrecherische Tat der Gtavifky-Maffia, da David l^te vor-»»ittagK vor dem Untersuchungsrichter weißere Uusfagen hätte ma«!^n sogen, «e. stern war David noch vollkommen gesund, fein Tod erfolgte unter mysteriösen Um-stiindeu. Diefes neueste Verbrechen h»t in Paris u«d ganz Frankreich eine neue vele d«r N^ruh^g ausgelöst. Die algemewe A^ffmig gaht da^n, daß die U«le»stich»«g «q »«RtAmuen falsche Wege gerute« w. D«f«r fol bor beste Ve. weis die yrschheit» mit der sich b«e «ta. oisky-ZKaffia unWckt, die ihr unangenehm gewordenen wknsthen aus dem «kge zu räumen. Paris, 12. April. Ate Anzeichen de«ten darauf hin, daß der frühere Arbeit», und kokonialminister Dalimier »erhaftet »erden wirb. Außer Dalimier »erden mehrere Depu» tierte im Zusammenhange mit der Gta» vifky'Affiire ^nter Schloß und Riegel ge. bracht werden. Die Genfer Beratungen Die neue Fot»»el für das bevorstehende Ad-rßftungsabkommen. Paris. lS. April. Der Berichterstatter des „L' v e u v r e" veröffentlichte vor seiner Abreise aus Genf mehrere Interviews mit einzelenen Ftih»! rern der Delegationen bei der Abrüstungs'i konferenz, »vobei er den Eindruct gewann, daß sich die Staatsmänner der Kleinen En« Revolutionäre Ttreikmelle in Spanien. a r i s. l2. ?lpril^ Wie dein ..^^ournal" anS Madrid lierich-tet wird, hat die über Spanien sicti ausbreitende Streikwelle nuumehr revolntionä-ren Charakter angenonunen. ^""^n Tarcigossa ist der Belagerungszustand proklaniien wor den. Besonders gefahrdrohend ist die in Andalusien geworden. Deutsches Moratorium in Tickt? Lpndon, 1:?. 'Aln it. maßgeblichen londoner ^inan'tveisen hält luan es unter dem l^iesichtsvnnire der deutschen (s'rportlieschrmisuiigcn sonne dein von Dr. Schacht in Basel gehalteneik für möglich, da^ ein Moratoriiini nir die ?luslandschuldeu erfolgen wird. Troi; alldent llält uiau in lneng. ^'inanztieisen die schaftslage Deutschlands nicht für so schlech». als manche tterautwortliche Kreise in Den!>--s' land durchblicken liessen Bvrtmberichte Z ü r i ch, 12. April. Devisen: 'l'-iri-' ^.88, London :1l'e>vvorf 'i,»'?.?.-. Prag Wien 7i7. '^^erl-n ö j u b l ^ a l? a, 1?. ?sprii. Devisen: liu I.'i50.I4 bis -^iiiich l1I3.8Ü. London bi? l77.W, Utirk bis bis 237, Prag bis 1 «.".os». Trieft bis i'slerr. -chilling «Prinas- clearittg) g.W bis 0.!iv. Mussolinis für den Bestand Oesterreichs fällt l in die Zeit, in der die Äleine TMente und der Balkandund als n^»ichtige internationale Faktvren mrftreten. Das Mißtrauen, mit dem die euwMsche Oeffentlichkeit die Aktion Mussolinis begleitete, ist natürlich. Das Bor-dringen Italiens im Dmrauqebiet rust den begründeten Vevdackft hervor, k»as; es mit der Arbeit an der Beriindcrull^^ der Greil-zen und mit der Auftehlung ganzer Gebiete verkniW sein wird. Unter diosm Umst^inden ist die ??rage, die sich die Weltöffentlichkeit stellt, nicht überflüssig, nämlich, ob iu die-seul Augenblick eine grössere und uninittel-lx»re Äefahr für den europäischen Frieden die Sorge Italiens für die Erhaltung Oester reich« vorstellt oder das stille Tlnschlußstreben Hitlers. Im Oesterreich selbst zeifft die C?nt. Wicklung der Verhältnisse, seitdem Dollfuk zur Macht gelangt iist, daß es sich der Gefahr noch iulmer nicht recht botvukt ist, die es um-gibt. Der Heimtvehrführer Ztarhemkvrg war unlängst ztveimal in Noin und ist von dort mit der Neberzeugung zuriitkgekehrt, daß die Rettung Oeisterreick^ iu einer inög» lichst engen VersSttndigung lult Italien liegt, ^n Berlin besteht berechtigter Unmut über Mussolini, der ü^r Dollsus; und die Heim-nwlir die i^sterreichiicl>en Berhältuisse licein« sluht. Hitler fragt sich jodensalls ^evlsun- dert, wieso Mussolini diese.^ >)^ecku hat, wenn es ihm, als deui ^-illirer aller l!entsche!i, ei^ergisch bestritten 'vird. Die europäisch!' >2.''f.'nt!iM'il verfolgt mit großem Intel-esse dieses ft'ilse^^'iiuien z'vischl'u Nom u. Berlin. Bene^ luu in feinei», wie in, Namen der >>Neinen (Entente erklärt, das; lei-nerlei ^l^uibination geslotiet n'erden dürfe, „die von Oesterreick l>t'rlangen N'iirde das; es Deutschland gegenüber eine seinsllche Haltuug einnel>im'". Das ist da-> n>.'iria>'. was luau in diesen, Augenbliel oon du, Mächten verlangen kann. ?i^'esNl ^^esterr.'ich n^xb nicht deutsch ist, so ist e.-. .ii,' jeden !^all noch viel weniger Italieni-sch. .??ha?kboret Nummer S4. Freitag, den 13. April 19S4. Außenminister Ievti< reift nach Ankara In Ankara ist ei« dreitägiger AnjenthaU unteres Äußenmim strrs geplant / Große Ehrungen für den Leiter der lugosli wischen Außenpolitik DoterMndlfch» Varad» tn Wien Istamüul, N. Apnl. Vie d«S hiejiste Vlatt „D i u m h u r i -j e t" meldet, »irtz her j>stvti^ in eine« „an den «natalifchen GtaatS eifenbahnen zn Verfüst«ng geftevten Talon, »agen die SIeise nach Antara fortfetzen. D.VV9 Dinar erhielt, wur de die Zahl der Berwaltungsräte aus !t her» abgefetzt. Jeder van den Aufiichtsräten er- häl» monatlich IMt Dinar »nd Ilj 5lilo grnmm Zucker. Am Jahresende sind fie zu einer Tantieme in der Höhe von einem Prozent des Reingewinnes l»erechtigt, doch darf pro Mitglied des BerwaltungvrateS dies nicht mehr als 24.Mt Dinar ausmachen. Aehnliche Bestimmungen sollen demnächst für die Ve,'^'altnngsrl?te der anderen staatlichen Betriebe ausgearbeitet werden. 24.Mal tS34 - Vräsibenten-Wahl in der Tschechoflowatel Praq, N. April, .'iieutc vormiltiflA traten die Priisidieil des Senats und des ÄbqeardnetenlianseS zu einer «gemeinsamen ^ikun;^ zusammen, uin die Tetails snr die bevorstehende Prästden-tenwahl in der Tschcchoslowatci zu bestii^-mcn. ^iil Cinuernehinen init der Ret^ierun^ entschied nlan sich fiir den '.'j. Mai. Tic wird im sogenannten Wladislaw-saal der historischen Präger Burg staltfinden. Die Einzelheiten bestinintt eine aus dem Mini' storpmsident, dem Präsidenten de«? Äbsieord-neteuhause'^ iiiid des bildete Vtlinlission. Deutschland uns ÄiZgoflatvien Die Handelsveriragsverliandluiit^en in einer ernsten Phase / Die deutschen zollvolitischen Forveruiisttn / Jugoslawiens Bereitwilligkeit zu ZuMständnissen ^ugoslawifcherseits wird großes Gewicht aus den Export von vier«, Gemüse, l^etreide Obst, Milch» Milcherzeugniffe, Gelchfleifch usm gelegt. Die Jugoslawische ^legation wünscht ferner deutsö^ Zugeständnisse aus dem biete des Z^remdenveriehrs in dem Ginne, daß deutschen Touristen, die Jugoslawien bereisen, besondere Erleichterungen gewährt würden. Anderseits wäre Jugoslawien bereit, zuguustett dieser deutschen Touristen die in Augoslowien eingesrorenen deutschen Forderungen auszutauen. Die Verlhandlungen sind nach alldem in eine sehr ernstliche Phase getreten und dürfen allem Anscheine nach noch einige Tage in Anspruch nehmen. e o g r a d, N. April. Die deutsch-jugoslawischen Handelsve?-tragsoerhandlung?n find nach der Rückteijr der deutschen Delegierten aus Dubravnik wie der aufgenamenen worden. Da bereits in Du Handelsvertrages Beratungen pflegen werden. Wie bisland in Erfahrung gebracht werden tonnte, verlangt die deutsk^ T^legation die Herabs^sjUNg d«r Einfuhrzolltarife für deut brovnik einige aktuellere Aregen der beid?r- sche 7nidustrieprodukte, und zwar um 25 bis seitigen handelspolitifchen Beziehungen angeschnitten wurden, traf jetzt «us Berlin eine spezielle Eil^pertenkommifsion ein, die gemein-ian'. mit den deutschen ossiziellen Delegierten über einige sehr wichtige Seiten des neuen Prozent. Aür Reservetcile von M.ischinen, die aus Teutschland bezogen wurden, besonders aber sür die auf Reparatianskonto gelieferten Maschinen verlangt Deutschland jedoch die zollfreie Einfuhr nach Avgoflawien. Erste SriglnalaufnaKme von der Felssturzkatastrophe in Nvrwe??n Blirl Nils die Triiiniiu'r des i'iir^'ispiels !n>!vrd >i>i' '>ii''n.'s!)!its'il'rt>, e^iie ri<''Ust' Felswand von 7 Millionen l^tilbitm.'ter 'N den ?!jvrd stürzte n>it> die dadurch hervorgerufenen Flntwellen nx'iter Verwüstungen anrichteten, bei denen lnehr als lll Menschen den Tod fanden. ' . Ein Rasier-Rekord. Ein Bndavcster ^risellr stellte einen Zchnel ligteitsretod in» Rasierell auf, den sobald keiner schlasien uiird. Teilt Laden befindet sich in unlnittelbarer Mhe einer Ttras'.en» bahnhalteslette, und eines TageS trat ein .^unde ein, der verlanqte bis zilNt Eintreffen der ilächsten Ltranciibahii rasiert zn werden. ?iuf diese Weise wc'llte er die unanqenelime Wartezeit »nenigstenS nützlich au'?fillleii. Die sen schwieriqen Fall iibernahnl der Chef natürlich persl)nlich. In etiler Miilute war der .^?nnde eingeseift und die eine Gesichts-hälfte rasiert, ^n diesem Augenblick hörte ma>l aber das Klingeln der Straßenbahll. Ter Kunde, der es furchtbar eilig hatte, sprang aus und rannte lnit meliendenl Ra-sierniailtel auf die Straße Der Friseur folgte ihn«, das Messer in der .<^and. ES war eilt Anbliti, lvie in einein gruseligen Mordfilnl. Der >»unde sprang auf die 'Ztrafienbahn, der Meister geistesssegenwartig hillterher und — vollendete ans dem Perron ill einer l)alben Minnte sein Werk. Ans der nächsten .'Haltestelle konnte er befriedigt aussteigen, er lpt-te den .'stunden mit vorbildlicher Schnelligkeit lind Lickierlieit l^edient und auster sei-ilein Arlieitslohn ein anständiges Trinkgeld «'intalsierk. Nacht an Don Äuan „Der schöne Mi'?'. >>anpt-i'tidt .'Jugoslawien^, eine lietanine Pevi.'nl'ch--l:it. er sich seilen l!<'s^, traseii itin I>e-mnndernde >^licll' ans den schönen Augen der Danieil nu^ wütende Vlit^e en Augen der iich in ilzrer (^hre ni'rlet.U su>)len^ den Mäniier. Der 'äii^üe Michael war der ?an ^'uian von ".^a-grad. An>',ehörigen ^>es sctiöneil l^esästechts ohlle Ansliahnle lan-^c'n ihn Ultwidel'stehlich, sellist die zuriick-'wltendste Frnll geriet in '^'«^riuchnng, ilzni l.illter dein Riil-ken ihres ^.^Zatten ein '.»erstecke !es !.^ächcln zn sci'»cilteii. Das Unmidcrsteh-Ilchste an Mchaetc^ ganzer Person ivor aber d('r lleiile schwarze (cpit^l'art, den er mit ''settenl 5ellistbewus'tieili zil tragen »er" and. Äni dieses Wrtcheli fiel — ln:t 'Z'er-^ilb zil sagen — einfach jede. Fran Iierein. ieiit 'Ainiider, dast die (5heiniinner linÄ .^rantigaino von Beegrati oen Dag zu Tag loi'ltender nnlvden und eil«)lich finstere ^linche-^'läne schmiedeten. Mehrere siiiig-e. eiferiiich-tige ^^heinäniker schlössen sich zn eiiler tchml)rullg zusanlMLn iind vera>breüeten ein den 1.^. «prN l«4. „Mvr^orer Z^stung" ?I>lii>mef AtteniiN — auf Don ^uans Bart. Eink,.« als der schlin«» Mt'chael gerade anS oincnl clcflanton Frisiersalon trat — er Icgtt' auf t>ie Psll?sie se^ims unwiderstehlich,:,! '^cirtchens den allcrflxö^ten Wert — wuri»e c"r von liinten gepackt uird in ein qescs^lossc. INS Auto stezoqen. rasender Fahrt x^wg nach eincni kleinen Dorf in der Um^pkunx^ lwn Pei.-'grad. Als der lNok,erfass<'n>.' gefesselt ilnd von vier Mcinm?rn ffek?alten in der Swb-e eines einfachen Dcrfbarbiors alinte er dumpf, was ih,n bc^iorstand. Aber alles Sträuben lialf ni6,tH. l5inK, zivei, drei ivar sein sauc?n verschwunden lmr. Man schenkte ihn, nicht mehr Beachtunst als jedem anderen Apaziergctugcr, ein paar Bekannte, die er traf, erkannten ihn zunächst flarnicht, ,lm dann in ein beleidigendes Gelächter auSzu-brechen. Ter Don ^nan von Beograd liat iej.tt qesiell die Attentäter, von denen cr zwei persiiulich kannte, .sslage wegen Äörperver-lei^nng nnd ,vr<'ihcitsberaubttn^^ einsiereicht. DikI^eftaurlerung de« HeiNom Grabe« Bereits vor liinc^crer Zeit wurde von eng, ujclM soite darauf hingewiesen, das; die .Kirche des -''^ciligen Grabes in Ieru'ale'.n Berfat!scrs6ieinunflen ausweist, die eine Ne^ staurierunfl dringend ni)tifl machen. Die Besitzer ^es Gottecchanses, die drei christlichen, l'^iemeinden der ^'ateiner, der Griechen nnd der Armenier, erklärten sich aber nicht dmnit einveritanden. Trotzdem veranlasste die britische Mandat'!r<'tiicrung, das^ einifte englische Eack'iZi'rständlsie sich von den, Znstand des Aanerwerk? überzensiten. 5ie stellten fest, dlif; der .lilirche (Einsturzgefahr drohl und rieten zun, sofortige!, Beginn der Nestau-riernnsjSarbeiten. Die Besitzer der l^rabi^'s-kirclie lies^en scdoch ein? zweite Untersuchung I^inch cisieue Each'^erstiindige vornehmen, ^-jwci Un!nersitÄ!?'professoren aus Atheu, die mit der Priifung der (^rimdmauern betraut worden waren, erklärten, das; keine unmittel bare Wesahr bcständ<' und das^ die von den l^ngländern geplanten uinsasscuden Arbeiten durchaus nicht notivendig' lvären, zum mindest«,, nicht in dem vorgesehenen Uinfange. Der 5treit un, die .>1tr6ie des .?»eiligcu l.^ra-bcs ist noch zu keiner (Entscheidung gekom-n,en. Man erwartet gespannt dis llntl??-inchnngi-ergelmisse des Baumeisters Maran-goni, den die Besitzer der (^^rabeskirche nach ^'^crust^lem berufsn haben. Mawngoni leitet seit dreisjig '.fahren die Arbeiten an der 5t. Markll'?-.;kix^f,^ '.?encdig. 5?in Urteil wird entscheide!,, l>b der Zustaich des 0iot!es-hail'^'s ^»^eftaurierungsarbeiten crforde,-t odc^ nicl't. 62 .LlschelsuMn'-vchWrachlge gerettet Drei Sowjetflieger retten den Vxpeditionsleiter Schmidt und 62 Schtffbrüchtqe / .>8 Menschen watten noch auf thrc Rettunft Moskau, II. April^ Ute aus drni amtlichen Sowjetbericht er« sichtlich ist, gelang es den von den Fliegern Ltam an in und Slepnjev befehligtinl Rettunflsfluqzeugen nach mehreren erfolg» reichen !>tügen 62 schiffbrüchige dee „TschS' ljuskin" zu retten. Gerettet ist nun auch Professor T ch IN i dt, der Leiter der verun-gliiciten (Expedition. Zuerst war es der ^lie-ger U .? a k o v, der zwcilnal auf der Eisscholle niederzugehen versuchte, was ihm schlieklich ,nit Mühe gelang. U^akov t,ahnl Schmidt in seinen, I^lugzeuy auf und brachte ihn nach dem Kap Ban jtaren. Nach U^akov trafen die Flieger Kamanin und Slepnjev an Ort und Stelle an und begannen in fieberhafter Eile daS Rettungö-werk. (fs gelang ihnen, durch ,nehrere gelungene i^llige NN sechzig Menschen in Sicherheit zu bringen, so daß' jetzt Nlir n,ehr L8 (5xpeditionsinitglieder auf der (Eisscholle der Rettung harren. DaS Wetter ist jetzt wärmer geworden, die (5islcholle begann an allen Ecken und Cnden Sprilnge zu betommen. Der von Slepnjev iiberbrachte Akkumulator sitr die kleine Nadiostation, erini^glicht die Abgabe von Berichten iiber den Stand des Eises. Die Tat eines Unmenschen Ungeratener Zolin rottet seine sches Verbrechen, Preßburg, ll. April. Vorgestern wur de in der Geineinde Pruzina bei Puchov «'ine Bluttat verübt, der flinf Personen zum Opfer sielen. Ein ungerat. Sohn rottete seine gan. zu ?^anrilie aus. In Pruzina treiben in den letzten Wochen Wilderer ihr Unwesen. Zu diesen gehörte au6) der!Wjährigc Josef C c l t o. (5r kiimmerle sich weder um seine (5!" tern noch um die Wirtschaft, sondern trieb iich in den Wäldern tmd Bergen herutn. Sein Bater ein angesehener Bauer, machte den, Sohn N'iederholt schivere Vorwürfe und oft taln e? zu Streitigkeiten und Zerwürfnis' sen. Nach einen, besonders heftigen Austritt drohte der Bater dein Sohn, ih,n das .(>auS ,zu verbieten und bei der affnet kehrte er zurück und streckte seinen Pater u,i! einein Schuß nieder, ^ann legte er die Waffe gegen seinen ?7iährigen Bruder Wendelin an, verfehlte jedoch das Ziel. Wendelin und sei,le junge (Gattin krochen unter das Bett. Josef Celko stellte sich ans ?vcnstcr und schoß so lange uliter das Bett, bis Bruder und Schwägerin tot waren. .^'>ier knieten seine al!e Mutter und seine Tante vor ihn, und baten den entn,enschten Sohn uin Gnade. Der Wilderer tötete jedoch auch die alten Frauen durch zwei Schiisse aus den, ^ogdgewehr. Ziinnrer und j>iüche waren voll Blut. Der Ml^rder holte Asche, uin die blutigen Flecke zu bestreuen. Die Schüsse und .HUfernfe hatten aber zahlreiche Nachbarn alarmiert, die die (^ndarmerie holten. Als die (Aendarlnen in das .Haus eindrangen und den Mi?rder verhaften wollten, richtete dieser die Waffe gegen die Beamten. Nach kurzem .Äampf wurde er jedoch überwältigt, defesselt und verhaftet. Prozeß um Adam und Eva. Vor einiger Zeit erieiile John N o ck e-fel le r junior, der Sohn des ainerikani-schen Petr!.ileunifönigs, dein l>ekannten schive-dt'-chen Bildhauer Carl M i l l e ö den Anftrast, eine Springbrunnenanlage zu sck^f-fen. Dieser Brnnnen sollte die von Rocke-seller eingerichtete 'liadio-Ätv in Neimiork schmiwen. D^r 5>ftril,gbrunnen wurde nach den (5'ntnnirscn des Blldl)aners gobant und kostete Dollars. Diese Summe wurde dein Bildhauer aber nicht auegezahlt. Auf seine Mahnungen erhielt er den Bescheid, das', inan die Aniiahine des ganzen Bauwerls verioeigere, iveil die .'^^>auptfignren des Springbrunnens Adanl und (tva in paradiesischer Nacktheit darstellten. Daran hatte die mit der Ausgestaltung der Radio-i5ity betlaute livhe üoininission Aiistos; genominen. Selbstiverständlich gab si
  • Carl Milles mit diesenl Bescheid nicht zufrieden. (5r berief sich daran', das; der Brnnncn ausdrücklich bestellt wlli^e, und das; nmn la schliesslich Adam und nicht iiiit niodischei, Schneiderschopfun-gen vcnekiei, könnte. Da ^jes>n Rockefeller junior sich nicht auf Verhandlugen einließ, Miirde er von dein Bildhaiier auf Zahlung der Dollars verklagt. Dt'r boi'or^ stei^eude ^-l>rrzes; nu, Adciin u,rd (5v.-l verspricht iil der Newnorker (Gesellschaft einiges Aitfselieu .;>l erregen. „.Haben Sic sich zu Ostern auch etwaS Neilv'.-- vergönutV" — „(^ewis;, zwei Paar ;icue -I'chnhviemen." „Kommft Du mtt nach Honolulu... ?" Tljalia üiiassie, die „Circe" von Hawai, im Irrenhaus / Auf. rühr in der Südsee / Eine Stunde Hast für einen Totschtag / Kahahawat unschuldig gemordet? -Skandal u,n den Leutnant Massie? Man erinnert sich duntel. Die Skandale jagten sich iin letzten x^chrzehnt. .Hatte der Leutnant Massie nicht irgend etivas n,it einein (^in-gel»orenen zu tun? Nichtig: die Südsee; richtig: .'Honolulu; richtig: >>atvai. Wie 'r>ar die Sache denn nun eigentlich? Die Sache war so: .'^aiivai, die Inselgruppe in der Südi'ee, bi'ldete iin Jahre lYA2 den Mittelpunkt des Weltinteresses. Nicht nur alle amerikanischen Blätter nahmen siir oder wider die Mass-ie^ffäre Stellung, auch die europäischen wurden in den Strudel der (5ntrüstunS hineingezogen. „Movddrama in, Südseeparadies", verkündeten die fetten Zei-tungSilberschriften, „(Line iveiße Fvau oo,l oinein (Eingeborenen vergewaltigt", „Leutnant Massie schießt lden schwarzen Verbrecher nieder!", „Ausisehenerregender Massie^Pro» zeß!" Die Sckiauermävchvn nahn«n kein Ende. Die wei^n Frauen aller Lönder fühlten sich bedroht. Das Tüdsee-Paradies, in unzähligen Schlagern mit aker si.ßen vertitschhe-it airgesuiigen, deren wir (Zuro-Piier manchnuil fähig find, wurde in unserer Borstellung zur Lasterhöhle. „Komntst Du mit nach .Honolttlu . . .?", dieser netteste und harinloseste Text eines noch 198.2 all--gemein gesungenen Liedes kam nicht mehr i'lber unsere Lippen. Wir dachten ja garnicht daran, „mtt nach .Honolulu zu kommen", Ivo unschuldige iveiße Zvrauen den Eingebo-renen-MistlinGtl zum Opfer fielen. Mar, daß Arau Thalia Masite, die (^ttii, deo Lenins,lts. die Mltsvnv;^>at'hie auf ihrer 'Seite hatte. Bon iKrer :Mtter ut^rstützt, erklärte sie, auf einein Spaziergang ans Meer von e-inem iin (^^ebüsch veptecktei, (5in-geborenen überfallen, gebunden und oerge-lvaltigt worden zu 'ein. Was sollte .'^xrr Massie anderes tun, u,n die (!hre seilrer Frau zu retten, als init der nächsten Pistole, die er fand, den (Eingeborenen niederzuschieße»,? Der (Eingeborene badete gerad<' iin Meer, als der rächende Eheinann erschien. ?>iaha-hatvai hieß der Insulaner, und er schwamm munter wie ein brauner Filsch im hellgrünen Wasser, er boiveg«te ieinen flinken Leib in den sanften i^Iuten und argwöhntL nichts Böses. Die Sonne brach fich in den Welten. Gin Schuß, ein Schrei. . Leutnant Massie leugnete nichts. Er liatte die Leiche aus dem Wasser Mscht, in ein Auto geworfen, mit eitrein Tuche zugedeckt. So fanden sie die Polizisten. Da in oer letzten Zeit lviederholt Uebersälle von (5il,ge« borenen auf weiße ?^rauLn verübt worden innren, stand die Weltpresse natürlich auf des Leutnants Seite. Die ainerikanischen Behörden aber mußten fich von der eingeborenen Hmvai-Bevölkerung allerhand un-angenehlne Dinge sagen lassen, z. B. auch, daß sie gegen den Mörder Massie nicht scharf genug vorgehe. Mahahaqvtri sei ein bekannter Sports^nann gelvesen, der l>oll'koinmen unschuldig er,nordet worden sei. (Z^ine (Empörung, die in einen Ausstand der Bevölkerung auszuarten begann, konnte ilur mit Mühe unterdrückt weisen. (5in Pro^v^ii Leut-Massie fand statt. Die Aussagen der ^^»ugen gegen Thal-ia Massie, des Leutimnts ivarjen i«in gerade jchL güujlliigM ve« »leue au/^l.!iX7 ^flSUlZNiS aii.t.is SLW Licht ans die so sitteuslr.'ilc^ da!ieru0^ni.->e 'Laine. ^^iil Cl^egeiite!!: ,'^'reuu0!^liaslü'^ie> iiiiii-nisse und Liebschafteii inil — diesen >^engcnansjatjen nach — im L.'lu'n der Dame Thalia an dcr Tcigesi.irdnllUti. Sie selbst' bestritt das natürliri^! Auck. uii Prozes; die Meinniig lailt luurde. ne lialie erst, als ihre Lieb'chast iini iie- kannt zu werden droliie, iln'^'n M nn.- niis den ,vehrlosen '.var sie liichts als flaiminende Ciiii-^^^riinii. Das Urterl gecKit Maiiie lanti'l.' aus zeliu .''^ahre ^^ivangSart'eit, wurde abci^ in eiü!' Stunde >>akt al'gMmndelt, die der IM Kreise seiner ^rciuid^' at>'i!'?n duvsie^ Als sie den Prozes; niid die iiu' ihren ^otichlag liinter 'ich hatte, '.ierl!'.'''..'N nie Massies .^^oncluln nnd >>awai uni!> gen iiach Ainerika. ''.»(erfiniudi^-! ati..r iiir ^e.i Leutnant Massie: seine Ehe n'urde uilatuck-lich. ^^rgend etwas u,ils;te da n^un sliiiuu-':,. U'nd es stiininte anch nicht. 2che!.>un.i:'-paradies zn 'iieiw ini Staate ues'. der Leutn.?nt.sich scheidvn. ?'e T.inie benutzte den Ozeandmnpier iin.i i'ehrte den i^tereinigten -tarnen d/n '^.'"u'en. Unterwegs bekam sie uer'chiedene lolijilctU anfalle, Noin wartete ein 5?ranleinr.issen auf sie und nberführte die )^>a!iniinn!c^e in eine geschlossene Anstalt. Was inan in .?ionolnln zn di.'s.'r 5eiisa tionsnachricht sagen wird? War ^hniia Massie dainals schon 5mnk. as-- ü'e d^'i: fehl zum Morde an »as'.iha'.va! Wir wissen e-^ nicht. Alle Anz^'ich.'n ab.'r s.'v-'chen dasiir. Hanfi Mefe, die letzte DolkSfchouspielerin Der besten „»^örsterchristel" zu,n Ciedächinks. a ,r s ! N ! e s e, deren iitiver.miiilichsK Lebenstemperamenl der >iin..'- nnii der ?ln'a terbesucher osiinals zn l'enmndern heit liatte, ist gestorben. An <^inein Aiisall von Angina pectoris^ teilt il)r >>a!,?arlt n!!»! die Eingelveihten wissen, das; sie länan 'ch^^n im tiefsten Lebensmark s!<'trl^'>>n war: leik dein vor zwei fahren erkol.^ten isnec-(Batten .'^osef ^arno nnd iliri'r l'esiii'iid, 'Tochter i'»"'>anfere ^vran läufst mi'lde war ain lanren Treiben: ne -^lautnen ihr das dröhnende, raulze Lachen, äe lachten über ihre Tränen. Diese rnndl!e!>e. ,'r.'sli>^l' Person init dein gnten. einfaikiei' ln der ^'rauen aus deii, ^^^vlke, die so s^.n'nitt?^>.> neu sich selbst herinachte, die it^atilrlich ^'nc^ lierz-erfrischl'nd nvar wie nur eine, jollie einen geheinien .^uiNiner tragen, sollte krank seinv Sie sprudelte doch über ver Le^>^'N'^Irasi. N!)r TOM^ramem ^ um dieje ^rcm .^aui lm Vktritorer Ztitmig" Numiimi Sß. Freitag, den 13. April ISAt. Lachen und Beinen deutlich sichtbaren Dop-peltirm. das ihr etwas so h«rlich Gemütvolles und Anh^melndes gab, foVe eine unsichtbare Tragik wittern? hat »Tersucht. darüber hinwegzuto-m mcn. Tapfer, unpathet-bsch hat sie da» Leid zuri^gedrSngt und gespielt, gespielt, geßpielt! Mit sechzehn ^"^hren fing sie ja schon an! (Gebürtige Wienerin, mutzte fie erst über die nerschiodensten Wandertheater und schnlie >on gehen, durch s Land zie^n und heute die jukiendliche S^aive, morgen, wenn :^ot an« Mann war und mann ist das bei den Zchmiereiitheatern nicht? — irjpend eine alte 5ck)a<5>tel mit j^istclstimmc und Altnieibor. rocken, machte ihr garnichts. Sie schaffte alles. Zie drückte sich vor feiner Aufgabe, sie bewältigte auch die schwierigste. Sie kannte sein „Unmöglich", auf alles, was ihr unterlief. stürzte sie sich mit ihrer ganzi-'n. unl,er-brauchten, unvcrwiistlichen Kraft. Es marine 'hr ja soviel Zpasj! Abbazzia, Gmunden, l^';crnowitz. KÄl.lAtad hieben die Stationen, den Weg zuni ^liuhme ausivärts führten. Mit 18 Jahren landete sie im Wiener Rai-iiiundtheater, eine junge, weibliche Koniikerin NlZik einer volkstiimlichen .Äraft und Ur« sprimgl^ckiteit. die man jahrelang vermißt hatte, niar die bolte „Fi^rsterchristel". die c''? cpb. ^ie ivar eine u>underbarc Arau. darum uerstandtin die «'Miauen auS dem Volke iie la auch so gut. Eine von ihnen, unsentimcntal, un^imperlich, mit beiden nuf der l.^rde. sie muszte. wa.K sie wollte, und sie ^aV. il>as sie hatte. 1899. Ntit ^^ahreil, verheiratete «ie sich »llt dem Theaterdirektoi- i^osef ^ a r n o. 3tücklieseranteu und Librcttisten schrieben ihr die Köllen auf den Leib. „linier? (Äusti" umrde ein ungeheurer Erfolg. Nur einen '-'.'amen gab es in Äien, der damals gleich gefeiert war wiii der ihr?, den Mrardiö. Mit N)nl zusammen spielte sie NaiinuiidK „Ber^ x^vender", sie mai die Nosl. er der Valen-tin. Nestroy. Raimund. Anzenk^rulior hießen die Dichter, die die lnsiige. lebeusstroizeude .<>ansi Äiese über den Bezirk der reinen nlik und Spaftmacherei l^iinaui^ in zn ihren menschlich ,x?ifsten, ilnvergleiäilich echte!, Leistungen hoben. so war sie nicht ilnr Schuster Knieriem in ..^'unlpozivagabundiö": ilicht rinr '^silliliald im ..Schllmnten Buben", iie spielte auch >>auptmann-Frauen und. aus Ankas^ eines s^astipielü in Berlin, die t^hristine in Schnih» iers ..Liebelei". ')lach Agnes Sornia uild der damals bildschönen Adele -androck g^iital-tete sich dieses Liebesschicksal init erschütternder Einfachheit und einer tiefen Schavrnlut. die man nicht von ihr erwartet hatte. Sie kannte keine Müdilskeit. Als Mann und Tochter kurz hintereinander starben, liahm sie niehrfach einen längereu Ausent-halt in Berlin, vor allen«, um hier zu filmen. Durch diese Filme wurde sie über die Gren ien der beiden .'Hauptstädte hinauz in allen Dcir^ern und Städten bekannt, .'^ansi Nieie auf dem Progranlinzettel. da?^ war ciil l^rund für alle, die sich nnt der übcrn«'rvös«!tt ^ultiniertheit der jungen Filnidiven nicht al?^nden konnten, wieder einmal ins ii^ino zu gehen. Äom „Zturni im Wasserglas" bis zur „Groden Char»ce" ging ihr ?^ilma'erk. und er wäre sicher noch sehr viel weiter ge» jungen, hätte ein unerfvrschlicher Wisse diese liihrige und tätige Frau nicht Pli?ylich aS^ berufen von der Bühne dez Lebens. sie hat Tausenden >iunimcr und Sorgen l^l''^lMen lassen durch ihr heiteres, herzhiftes spiel. Sie hat Männer lächeln geniacht. die das langst verlernt hatten und die Frauen a^rgesteckt niit ihrer natürlichen, drausgänge-riseyen Derbheit. Tie letzte Bolfs'chaukpiele. r«^.. Eine, tne lachte, lvährend sie litt. 5P0K7 Der Sport nift! FrühIingSsportatte» für die Frau / Tennis am geeignetsten Mit ivahrhaft frühlingsmätziger Wärme ist der Äpril inS Land gezogen. Die schönen ^g« iverden benutzt, um isden Augenblick, der sich erübrigen läßt, int Freien zu verbringen. Und unwillkürlich taucht der Wunsch aus. nun auch wieder im I^reien irgend wellen Sport zu betreibeil. Sind nicht tnl Winter, besonders in den letzten Wochen und Monaten, die Glieder eingerostet. Denn die Tage des Skis lisgsn schon wieder iveit zurück. Nur ivenige sausten noch zu Ostern ü^r schneebedeckte Hänge in den .Hochgebirgen. Mit dem Einzug des Früh-lings aber kommt auch die Sehnsucht nach dem Sommersport, nach allem Sport, der in Licht, Luft und Sonne nnd dabei in leichtester Kleidung ausgeübt werden kann. Ost bleiben wir vor den Tennisplätzen stellen. Dort ist man bei der Arbeit! Schwere Walzen werden über den frischen, bräunlichen Sand gezogen, in strahlender Weif;? leuchten die Markierungen der Spielfelder. Ilnd in den dazugchl)rigen Klnbhänsern ist man eifrig dabei, die Tage und Stunden des kommenden Frühlings und So.nni^rs »chon jetzt zu vergeben. Schiichtern tritt inan ein. um sich danach zu erkundigen, ob wohl Mittivochs gegen Abend noch zwei Stunden zu haben sind? Mittwoch? ?lch nein, leider schon vergeben. Aber am Donnerstag von fiinf bis sieben — da wäre noch ein Plah frei! Und inan veripricht, bestimmt l»is morgen vorinittag Bescheid zu geben und die Sache sest abzunmchcn. Auch für die Frau bietet der Sport viele Mi^glichkeiten. Erster Grundsatz bei aller sportlichen Betätigung der Frau sollte es sein, daß sie nichi in übertriebener itieko.d-sucht ihren Niirper überanstrengt, swrt ist nur dann gut und geiund. wenn er kciilerlei Ers6?öpfnng.Zzustände zurürlläszt. Mr sirl) »lach der rrntürlickien Lrinüdunq in Lust und sontte ausgeschlafen hat, soll sich 'lNl nächsten Tage doppelt frisch und kräftig sühl.'n swobei natürli6> bei den ersten Sporttagen ein kleiner Muskelkater uiit in .<^aus genoul--mell n>erdett niust). Tennis lockt hont? viele Frauen, es ist auch ein ebenso gesunder wie eleganter Sport. Berufstätige Frauen Mten sich möglichst solche Sportarten aussuchen, die ein natürlich^ G^ngewicht gegen die Berussarbeit bieten. Eine Berk^ferin, die den ganzen Tag auf den Beinen ist. wird wenig entzückt sein, wenn sie am Woc!^nende Leichtathletik treiben soU, also Laufen, Springen usw. Sie wird sich entschieden ivv^er fühlen, hvenn sie vielleicht im Paddelboot sitzen kann, wohl wenigstens ihre Beine ausruhen, wiZnn sie ni6)t gerade steuern muß. Für Frauen dagegen, die eine Berufsarbeit haben, die in fitzender Weise ausgeführt wird, die hinter der Schreibmaschine sitzen o-der mn Schreibtisch, ist es besser, tvenn sie ihre Freizeit benutzen, um sich gründlich zu bewegen. Sie können wandern oder schwinimen oder ganz besonders — Tennis spielen. Und viele Frauen gibt es, die ziehen ein schmerzliches Goficht, wenn von Sport die Rede ist — das sind meistenteils .?>aii/'rauell, die aus dem täglichen Werken ini Hanse schon fast eine S'Portart entwickelt haben. Wenn man ihnen von Sport spricht, so entgegnen sie ge>vi^. dab sie lieber die paar freien Stunden am Sonntage benutzen möck), ten. unl irgendwo auf einer grünen Wiese am Waldrand zu liegen und garni6?ts zu tuu — das wäre für sie der schi^nste sport. Allenfalls würden sie noch zu'chen. :vie au» dere Sport treiben, Mann und Äiiidcr! Auch das mu^ sein. Ter eine brauch die Ausarbeitung. der andere die notwendi'ii.' ))iuhe. Auch ein Brieiträger würde nicht ''ntzilckl 'ein. »lenn man ihm sür delk Sonntag Tauer ntärsche zuniutet. So wollen wir uns leder das G^'eicznete heranssuckien. Irgendniie mndc'n loir schon das Ri6?tigr heraussinden. ilnd d'-e .'^Hauptsache. bleibt, das; Frühling uni) Somnier möglichst viel in Luit und sonne verbi'-ilh! werden. lei es auch nur für manck)e. die jchwäckilich sind und keinen sport treiben können, das Lienen auf ihrein sonnigen Bal-kon, dl7s 'üs^>.' Nichtstun und in die Muine schauen! mumSlöschlich verbunden ist. Heute ist „Big Bill" Berufsspieler, aber noch immer der große Techniker und ein vollendeter Beherrscher der Taktik im weißen Sport. Und so soll Tilden no6) einmal Helsen, Amerika den Davispokal zurückzugewinnen. Nicht als aktiver Spieler natürlich, wohl aber als Leiter des Trainings der Tennistalente. Mit ihln wird Ellsworth Bines. der ebenfalls zum Be rufsspielertum übergetretene einstige Wünblc don-Eieger, sich in die Lehrarbeit teilei?. Wenn am 10. Mai die endgültige Davispokalmannschaft von den Bereinigten Staaten aufgestellt wird, glaubt man, mit .Hilfe Tildens eine Mannschaft namhaft machen zu können, die dem .Nuhm früherer ^abre zu neuem Glanz verhilft. Attfter« als Mausefallen. ^inc eigenartige iSnddeckuny machte ein .''ürger aus La Rocliesle, der sich ein paar Austern gekauft hatte und sie über Nacht in emer Speisekammer ausbewahrte. Am nächsten Morgen sah er, daß zwei Münse nnt den köpfen in die harten Ansternschalen einge-klendint waren. Die kleinen Diebe mußten ihre Naschlllst unt dem Tode büyen. Austern, die der Besitzer daranshin als Mausefallen in den tteller legte, erfüllte ebenfalls ihren '^tveck und klemmten drei Mäusekiwse ein. Ler (Entdecker dieser nützlichen Austeriktätig-keit will sich jetzt eine Austernhandlung einrichten und die Tiere als Mausefallen ver-lachw. : S!^l. Rapid sLeichtathletikftktion). Sa ms tag nachnnttags und Sonntag vormittags Bolltraining. Alle Athleten haben zuverlässig zn ersftieinen. : Preisverteilung. Vergangenen Sonntag fand im Gasthof PaveM in .Äanlnica die Verteilung der Preise voni letzten Motorrad» skikjöring statt. Tie Ueberreichung der Tro-phäell nakim der Schirmherr der Veranstaltung .Mr Abgeordneter .^rcs'"i vor. Anwesend warei» au6i der ges6?äftSslihren-de Bizeobmann des Akadennschen Feäitklubs .Herr Bezirkshauvtmann M akar und der Lbmann des Motoklubs Maribor .Herr A n-tontlir. Direktor .^reiiZi, Bezirkshaupt-mcinn Malar. Dr. Pihler und Antonviv rich teten bei dieser Gelegenheit an die versammelten Motorradfahrer und Rennläufer beachtenswerte Worte der Anerkennung. : Die Jatzreshauptverjammlukg de« A«« MlMßijchen Vinterfportverbandes findet am ö. Mai in Ljubliana (Hotel Union) statt. Selbständige Anträge müssen bis zum 2o. April der BereinÄeitung übergeben werden. Die Tagung beginnt um 8.3V Uhr vormittags. Dr. Andrejevis zmiiSgetreten. Zni Znsammenhang mit der „Aegypten"-Affäre des Boograder Sportklubs hat Dr. Andreieoic seine Stellen als Vorsitzender-Stellvertreter des Beograder Sportttubs und als internationaler Sekretär des Iugoslaiiv-!s6)en Fuß ballverbandes niedergelegt. D^'r Berwal» tungsausschuß des BSK hat den 'iincktritt des Dr. Andrejeviü nicht zur .^I^nntniz genommen und ihm das «ollste Vertranen ausgesprochen. : Amerikas Davispokalkandidaten. Nach der Berpflichtnng von Tilden und Piuec als Trainer gibt jetzt Norris Wisliaui'.^, der .^ia-Pitän der amerrkanischen T li!n reichend l^^eleaenheil, ibr.^il'iintin in den Da' vispotalkämpfen gegen ssanada und Merito anszuprobieren : Der Stundenweltrekord ohne Schritt» macher wird in der nächsten,^eit mieder von einer Reihe zur internationalen blasse zählender Taueerfahrer angegrifsen mrden. Unter diesen besindcl sich auch der .>^.illänd^'r 'iiijnenl'nrg, bekanntlich einer ^^er besten sechstagefahrer der Welt, der gewis; l>eiäh:gt ist, die von Richard auf einein .lor.'nalen Fahrrad geschafiene ?Selthlichstle'stung zu verbessern. : Reuer Motor-Weltrekord in Paris, ^n Paris gelang es vier Fahrern, Wagner, Fro-nientin, Quatresons und Berthelon. einen neuen Weltrekord zu schaffen. ,>n 4'^ Stunden legten sie auf einem Acht-Zylinder-Ne-nault .^07.^,.^4 Kilometer zurück mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit wn 167.445 Stundenkilometer. Ge haben damlit den erst vor kurzem von Etiston aufgestellten Weltrekord verbessert, der auf !5Z,47 Stundenkilometer stand, während sit' die Meilen in stunden Minnten lj'>Sefnnd"n und der registrierten f^eschwindigk?it von llii.lti'» zurücklegten. Im letzten Teil erzielten sie sogar eine Dnrchschnittsge!cki'"ndig-keit noii st?indeiikis'''meter. : Tilde» soll helfe». Als Rene Lacoste ini Septeinber !0S7 in Philadelphia nach gi--gantischeil .>ianlpf den großen Tilden geschln- m gen hatte, war ein unvergleichlicher Sieges.- s zug des ainerikanischen Tennissports been-det. siebeninal hintereinander hatte sil1, Amerika bis dahin in den Kämpfen um den Davispokal siegreich behauptet. Und Tilden war es, dcsscil Name mit dieseil Erfolgen Au« Seile c. Ein Unfug hat in unserer Stadt unl sich gegriffen. In letzter Zeit beschäftigen sich die Kinder in den Straßen und Gassen häusig damit, „Karbidbomben" abzufeuern. Dazu nehmen fie alte Gefäße und Dosen, füllen sie zunl Teil mit .Karbid an und gies;en Wasser dazu. Das Calciumkarbid entwickelt unter der Einwirkung des Wassers ein explosives Gas, das sogenannte Azetylen, das, im auptstrafte vf>'' Äonjiee nach Dobrna führte. Go war es nicht gemeint. Zwei Monate wäre:, um und die Dame erschien wieder in der Sprechstunde des Arztes. Unifang liatte derart zugenommen, daß der Arzt üsierroscht fragte: ...^abeil Sie, gnädige Fran, alles wirklick) sn geinachl, nne ich es anordnete, und alle Änblzeiten nach meinen Vorschriften genontiuen?" — ..selbstverständlich", erividerte die PatienUn. -- „Und sonst nichts?" — „Sonst nichts, außer meinen gowöhl^llHen Mahlzeiten." ArEttag, den l5. «v-il 1«^ Doni»«?a" aus dem einen oder anderen Grunde in Rn8e zu übernachten gezwungen sind. Diese Frage soll noch vor Anfang dieser Saison einer befriedigeu-den Lösung zllgesilhrt werden. Der Besu ch der .Hütten l,.NuSka koea" und „Hlebov dom") ließ, wie lvir deni Tätig keitsberickit des Schriftführers K o ru za entnehnieu, auch im Vorjahre nichts zu wiin schen übrig. Das Fremdenbesliä) der „RuS"-la koi-a" zählt 5303 und jenes vom „Hlebov doln" ll75) Eintragungen, wvbei aber zn berüctsichtigeil ist, daß es viele Touristen nicht der Mühe wert halten, die für die Evi-denzfi'chruilg so wichtige Eintragung vorzu-tiehnten. Da mit dem Eigentümer des „tzle-bov doin" — die Alpenvereinsfiliale ist nur Pächterin der Objekte — ein lallgfristiges Arrangement getroffeil lverden konnte, sollen auch dort verschiedene Reformen durchgeführt werden, worauf sich dann auch der Besuch dieser Hütte ezitsprechend heben wird. Eilieit Einblick iil die FilMlizlage der Filiale gewährte uns die .^assierin Frl. Diva kerbinjek. Die Alpenvereinsfiliale RuSe nimnlt auck) in finanzieller .Hinsiäit eine günstige Entwicklung, die zu den besten .Hoffnuilgen für die Zukunft berechtigt. Die Filiale zählt gegeinvärtig l!)7 ordentliche Mitglieder. Das vom Rechnungsprüfer Industrielle,, Hinko Pogaönik in Vorschlag gebrachte Absolutoriuin mit Dankesworten für die Filialleitung wurde einstiininig genehmigt. Nachdem iwck) Jng. S o l a r die Möglichkeiten der Elektrifizierung der „RuKka ko-öa" erörtert und Andrej i» ri 2 ej über die Tätigkeit der Markierungssektion Bericht erstattet hatte, erhob sich der anwesende Vertreter der Mariborer Alpenvereinsfiliale Äontrollor Bo/idar G a j A e k, der die Grüße der Mariborer Bergsteigergemeinde über brachte un»? die Alpenvereinssilialc Ru-e zu ihren schöne,: Arbeitserfolgeii mil herzlichen Worten beglückwiinschte. Da Neulvahkell in diesem Jahr im Sinne der Statuten nicht stattfanden, ivar damit die Tagesordnung der ^ahreshauptversanim lung erschöpft. Mit Dankesworten für dis schöne Beteiligung sowie für die zahlreichen Förderer der Filiale, scksioß Obinanii Les--jak die Tagnllg, die einen streng-sachlichen Verlauf geiioinmen und von neuem gezeigt hatte, daß die gegenwärtige Wirtschaftskrise an den idealoll Bestrebungeil unserer Berg-sreunde gewiß nicht unbemerkt voriibergehen konnte, daß aller der Opfermut und die Alls^ dauer unserer Bachernpioniere in Ru.^e auch vor den größten Schluierigkeitell nicht zu-rücksckireckeil, ivenn es gilt, unserer Vachern-touristik sowie dem Fremdenvertelir neue Möglichkeiteil der Entwicklulig zu erschließen. Solange unsere Bergsteigerorgallisatio-llen IN diesen schweren Zeiten von solchein Geiste durchdrungen sind, braucht uns u>n den Fortschritt unserer Bacherntonristik für wahr nicht bange zu sein! AuftaN zur Schachmeister- schast Die jüngst au'^gelrng^'nen Wellt,ilnpse uin die 'schachineistcr!6?.aft ^^^uqoilmvien.^ balien auch in Maribor Anlaß zu neuem Aufschwung des Schachgcdankens gegeben. Vergangenen Smustag absolvierten einig-c Spitzenspieler der hiosige.l Schachuerein? ini separierten Spielziiner d^s >taffeehamcs „Ia-dran", das von Herrn Eafetier ^ e > ec bereitwilligst zur Verfügung gestellt wnr^e, ein Trainingslurnier für 'die tmn'nentien Wettkänl'pfe uin den Mallnschaftspokat, der vom vorjährigen Sieger, d. i. der Mariborer S6>ackikllch, verteidigt wird. Das Turnier wurde unter fachinännisch-er Leitung des Herrn Dir. H o ce v a r Ende gefiihrt und ergab folgende stand: !. Aarl Koni e, Punkte ». Ivan.skukovec, Punkte 3. Akl> Pavlin, 3^-: Punkte^' t. Franjo Tul), Ä?:! Punkte 5». Dr. Lipas, 3 Punkte tt. IoZe MeS^ieel', 2 Pnnite 7. Adi .^oser. 1 Punkt. Der Kainpf um die einzelnen Punkte wurde erbittert gerührt, was auch der Grund des Versagens der sonst hervorrageilden Spieler Aulturchronik Da< Konzert des Vwger Sefangvereines.Smetana" April 18S4 — Großer „Union"-Saal Dirigent: Pros. Dr. S p i l t o. Es gibt wohl lvenig Gejangoereine, abgesehen von solchen, die sich aus Berussl'iN' gern gebildet haben, deren Leistungen an Güte und Wert an die des P rager Gesangvereines „S IN e t a n a'^ lManreichen, die wir vor einigen Tagen zu bewundern Gelegenheit hatten. Virtuosität nach allen Ri6>tungen kennzeiäinete die einzelnen Borträge, welcher der ungefähr lü Mann starke Ehor unter der Leitung seines Meisters Professor ApiIea hören ließ. Die Technik des Eingens war in ihren verschiedensten Zlnei-gen bis zur denkbaren Vl>lle:idung ausge-baul, aber allch der innere Gel^all der einzelnen Werke, »velcher dein von der Technik nil^gef'ührten Geri'lst erst ^ivcck llnt» Inhalt gibt, wurde restlos erschöpft illrd ^..!L der .^7unst eines gottbegnadeten Architekten in Form und Rahmen gebracht. Eben ^io letz^ l tcre Tatsache wiirde inich benvgen, d.e Leistungen dieses Chores, vom absolut kiinstle-risäien Standpunkt aus geivertet, über icne des berühmtesten Russenchores, wcl6)er von Sergej Javoff geleitet lvivd, zu stellen. Während sich der Rnssenchor iui Streben nach technischer Vollendung aller nur t^vdenklichen (Sffekte bedient, um diese so recht augenscheinlich zu inacheil und hiebei den reinen Gefühlswerten nur insoferne Beachtung schenkt, als dies init diesen grundsätzlichen Bestrebungen in Einklang gebracht loevden kann, hat der Männevchor „Snietana" eine Harmonie in der Entwicklung des lechni'chen und nlusikalischen Aufbaues zu erreichen verstanden, die kritisch betrachtet nur Bemun-dernng auszulösen vermag. An Schönheit der einzelnen Stimmen ist ihui ja der Rns-senchor überlegen, doch die genannte Eigenschaft ist nur mitbestimmend, nicht atier aus-schlaggebend für die Erreichung eines abgerundeten Gesamtcindruckes, auf den es ia schließlich beim Chorgesang eiiizig nnt> allein ankommt. Die Mirine des Ansdrukics. die kontrastärmere Verbindung der «'inzelnen Atkovde ohne Beeinträchtigung des Plastik-schen Aufbaues gaben den vorgetragenen Chorwerken Uinstlerische Originalität. Prof. SPilfa ist es, dem der Thor in erster Linie sein künstlensches Renonrniee zu verdanken l)at. Mit einer kanin zu übertreffenden Gewissenhaftigkeit hat er seine Sän^ ger zu sänilen verstanden. Die gute Aussprache hat er durch entspreäiende Pokali-sation zu erreichen verstanden, und bei der Stlm.m'^lduttg die Fähigieitell der einzelnen Sänger erschöpft. Der Tenor zeigt eine Mischung von lyrischen und draniatischen Stiinmen, die normalerweise nur schtvv'r erreichbare Schattierungen ermöglicht. Die Bässe sind eine Nasse für sich, gewallig auf-' lodernd, lvenn sie dramatisches Geschehen s6nldern, und leise vibrierend, ll»cnn «ich die Tenöre auf ihnen aufbauen. Die Bortragsordnung gab ein anschauliches Bild tschechischer .Ännst. Neben Nmnen von internationalem Rlif gab es solche zeit-genöfsisckier Komponisten, die noch nn, Anerkennung ringen, deren Schaffen aber die günstigsten Auspizien für die Forteirtmick-lung der tschechischen Nationalmusik eröffnet. Nicht nur als Höflichkeitsgeste, sondern als wohlverdiente Achtung>'?bezeigung für un sere nationale Mnsik s^aben die Zuhörer die Tatsache gelvül^igt. das^ siil) ans der Vortragsordnung auch .^wei slow^'nijche Volkslieder befanden. Der Vortrag dieser beiden Lieder erbrachte eiirdringlicher als alles an- „Variborer Zeitnng" Nummer 84. TkeaterKunst Nattonallheater w Maribor AEPeetOieE: Domierstaß, 12. April: Geschloffen. Areitiß, 13. April um 2s« Uhr. Akademie de« Vert«nhes jnnger Intellektueller. i SaMStag, l4. April um 20 Uhr: „Hokuspokus". Srstoussührmiii. Sonntag, 15. April um 15 M)r: „Die Rose von Stambul". Zum lek^en Mal. 5tark ermäßigte Preise. ^ Uni lUi,-: „Hokns-pokuS". Aino Burg'Tonkino. GegcnMrtsg läuit die grosjc Lpereltenseujalion süi „Ich kenn' Dich nicht und liebe Dich. Eine der s6,önsten Operetten dieser Saison '.ilit Mag' da Sckineider, Willi) Forst nnd Tlieo Lin qen in den Hauptrollen. „Ich kenn' Dich ni6)t und liebe Dich" ist ein ausstatllttlgs reicl>ev, lustiger Filmschlager. der Heuer als die beste und humorvollste Filiuoperelto klassifiziert wurde. Dieser Filin murtic voni Meisterregisseur Bolivary gedreh:, die Musik ist von Grothe. Union«Lonkino. .'?>eute Doniler'^tag zuui letzten Mal die Reprise »Grutz und Kuß Veronika" lnit Franziska Gaal und Paul biger. Ab Freitazi der gewaltige Bergfilni „Der «ipselftürmer" aus der' Alvenwel! Oesterreichs, Italiens nnd der Schweiz mit dem bernhinteil ersten Bezwinger der Mat-terhorn-Westwalld, Fran', Schmidt. Mßer auserlesenen Naturschönheiten zeigt di'r Z^ilm eine recht unterlialtende .'oandlung n. eine nette LiebeSgeschichte. Es haildelt sich hier um einen der besten und schönsten Filn'' dieses (^nres. M e ^ i e k und o s e r geMsci: sein mag. Besondere^ lel.Uer^'r legte einig«, '^»ar-lien gut an, der Mangel an Routine kostete ilM jedoch einige rel1>iente Pnntte. allgemeinen bemiesen die Svieler eine gute Fornl, so das', da.^^ deunläfiist beg'nnenkie Mannschaftsturnier einen lebliafteu verspricht. Staubplage Kaum Hai uns der Weltergott wärmere Tage beschiedelk, hat ni6it nur die Perivh.'-rie, sondern auch das Stadtzentrunr untc^r der Staubplagc zu leiden. Be'lNiders st:e'-mülterlich wird in dieser .<^insirt)t die R u k a cest a l>es)andelt, die gegen Sludenc! Gel fahler, graugelber Hautfärbung, Mattig. tcit tier Augen, üblem Befinden traurige? G«-mütSstimmung, schweren Träumen ist eS rats^ni. einigle Tage lzindurch früh nüchtern, ein GInS natltrliches „Fronz.Zft»ief"-Bltterwasssr j^u lrin-In der ärztlichen PvariS wird dnZ Krauz-I0ses"»Wasser darum vor.^uqsweise veil eS die Ursachen vieler ^anklielt>Z?rscheiniin-gen rasch beseitigt. Das „Franz-Iojes" . Bitterwasser ist in Apotheken, Drogerien nnd Spezereihandlnn-gen erhältlich. dere de,. Beweis für die nuül'crt'-elf.^i^l).' ^tnnst des El)ores, sich in fveinden Meiitali-tMen zurechtzufinden und den seelischen Ge« l)alt, der ja nirgends üppiger als in den Vottsliedern blicht, durch das Ohr dem .'der-zen zu vermitteln. Der endloie Beifall, den eben diese beiden Lieder anelösten, galk wohl in erster Linie dieser . gruppiert, sielil, lverden in der Milternachtstunde lebendig. Ihr Leben und Treib<'n geben die Darstvller des Mittelatles wieder. Freud' ui^d Leid als Heimsucher der Menschheit koinnn hier in poetisch verklärter Fassung zun, Ausdruck. Michl erdachte eine feingcspounene Musit für .^aniinerovchester. Sie ergeht sich im melodin schen Wohlklang, untermalt rs)araktcristisch und zeigt deil Komponisten als geschmackvollen Vertreter neuzeitlicher ^i'^nstrunien-tationskunst. Am Werke, das eine sehr freund liche Aufnahme fand und dem Schöpfer reiche Ehren eintrug, machten sich '^jel-Polla „Ml»riKor«r Zeitung" Nummer 84. unSd Ruße vl>n vielen Aittamsbilen befahren Vird und fast den ganzen Tag in ein« Etaub Wolke gchÄllt ist, da die Mrahe nicht be« sprengt wird. Da sich in dieser Gtraße auch eine ÄAabenrolk»s, Peer ^Diana), Roisiuger (Saturn), Pillcr und Tarian (Schäferpaar). Mathe? iHerriin, Äfritsch lOffizier) als Darsteller, ferner ^^apellineister Nankl. Spielleiter Thermal und das Orchester sehr verdient. Eine wahre Augenlveide bot die szenisch gl^staltete Tmizsuite „Tin Lied von der Steppe" aus der Oper „Fürst von Älexander Borodin. Seine Pal-oivetzer Tänze hat'en sich ob ihres Stimmungswechsel? und der Klangkolori'stik den K'on.^rtsaal erobert. Vi^ttqer nnd sein national-russi-sch ko-sttimier-ter ^menst»fte, «msrie, «l-der und Seestädte: nach zehntägigem Aufenthalt auf ^en Bahnen bis Ende M»! 75?iige Preisernläßigung auf der Rückfahrt. Me einschlägigen Informationen erteilt das Reisebüro „P u t n i Maribor, Aleksandrova cesta 35, Telephon 2122, wo auch qlle Fahrkarten zu Originalpreisen, Sichtvermerke und ausländische Zahlungsmittel beschafft werden können. m. L0 j«tosl«»ische Is«r«alisten — VSste der vkUtsche« ««t^regiernng. Wie wir dem „Slovenski ?!avod" entnehmen, hat die deutsche Reichsregierung 20 jugoslawische Journalisten zu einem drei Tage dauernden Besuch des Reiches eingeladen. Die Vertreter unserer Presse werden mit dem von der dout schen Regierung zur Verfügung gestellten Riesen-Junkersflugzeug „Hindenburg", welches einen Fassungsraum von 3L Fahrgästen hat, in Beograd am 2«. d. M. starten und in Berlin-Tempelhof landen. In Berlin erfolgt die Besichtigung wichtiger Sehenswürdigkeiten, worauf die Journalisten die Fahrt nach Hamburg im Schisnenzeppelin sortssr-zen werden. m. Verbiligung der Antobns-Nachtsahrt. Die Städtischen Unternehmungen teilen mit, daß der Fahrpreis fkr die Nachtfahrt auf der Linie 1 von .? und 4 auf 2 und.? Dinar pro Person herabgesetzt wird und für diesen Wagen, der im AnWuß an den Personenzug aus Ljubljana und Zagreb um 22.4.', vom Hauptbahnhof und um 23 Uhr von der K'önig-Peter-Kaserne abfährt, somit die üblichen Fahrpreise, wie auch die Legitimationen gelten. m. Erfolge unserer Iagdtynologen. Wie wir schon berichteten, wurde der hiesige Iagdkynologe.H»err?^rry .Hartinger für sei-nen Äutschkurzhaar „Bliök Dravski" luit der österreichischen Staatsniedaille auögezeich net. Wie wir nun nachträglich erfahren, stammt dieser bereits mehrfach ausgezeichnete Deutschkurzhaar aus dam bestbekannten ^"^wtnger „D r v >s k i" des Herrn Direktor Klobuöarln Maribor (Slovenska uli-ca 13). Aus dem Zwinger „Dra^ski" sind schon zahlreiche Hunde hervorgegangen, deren Leffwngen in Iagdkynologenkreisen all« seitige und vei^ie^ite Beachtung fanden. m. U< Milchver»e«Oss«»schgst, die bereits vor etwa Mei Iahren gegründet worden ist, ihre Tätigkeit iedo6> noch nicht aufnehnien konnte, dürfte devinüchst ihre Be stimmungeu zugefichrt werden. Me Borbe-reitungsarbciten sind nahezu abgeschlossen. Die Stadtgemeinde, die sich für die Versorgung der Bevölkerung mit guter Milch sehr erwärint, wird dem Vernehmen Nack) der Genossenschaft die Geschäftsräume in der Burg zuiveiscn. ul. Eine Frül^ahrSzuchtsuch« fiir Vorstehhunde fiirdet, wie schon berichtet, Sonntag, den 15. d. im Reviere Sv. Miklav/ bei Maribor statt. Veranstalter der Proissutl>e ist der Perein der Vorstehhund?liebhabcr, Filiale Vöaribor. ?tn der Snckie können sich Hunde aller Nassen beteiligen, die nach dem 1. Minier NW zur Welt kamen und in ein jugoslawisches oder ausländisches Hm^e- mit ihren überirdischen ^llängen ist Richard Wagners „Tristan und Isolde". Dieses wunderbare Lied der hohen ^'iete ist unter >iarl Rankls Leitung feierlich erklungen. Gunna« Graarud gestaltete einen draniatisch beseelten, ergreienden Tristan, Euno-Iiras?k eine warm und leidenschaftlick) fühlende Isolde, Lins eine poesieuniilossene Brangäne, Ernster etilen markigen König und L-ohmann einen rührend treuen Kurvenal. Mau ging mit denl ('»ivfühl nach.Hause, daß eiu Erlebiiis innerlich nachklaug. In der Karwoche donnuierte Richard Ablers „Parsisal". Baschatas gediegene Regiekunst und >tM'llmeister Rankls Orchesterleitung bürgten ftir eine u>ür.dige und eindrucksvolle ÄSiedergabe dos großen Büh-nenwethefest-spiel?. ??mnent!ich das Orchester bot eine einheitlich geschlossene ^^eistung und ließ die Farbenpracht des Klingsorgartens, wie die zarte Weise des ttarfreitagzaubers in blendender Schönheit erklingen. Als „reiner Tor" ivar .Hans Depser gleich eindringlich in Gesang wie Spiel. Ergreifend wirkte Lohmann als Anrfortas. wundervoll der Gurnemanz des Dezsö Ernster in seiner ver-siHnenden Milde. Euno-Iirase? war eine in Gesang und Spiel vortreffliche K^undrv, ganz „Urteufelin", „.Hiillenrose", dienende, 'ringende und büßende Magd. Ten Darsteller-treis ergänjtou vordien'sü.ich der schönstuittui- ftynnttbuch eingetragen siitd bDv. die Vorbedingungen hiczll belsitzen. Die Teilnebmer an der Preissuche treffen sich uin 8 Uhr friih im G-astha^ Aruj^ i« Sv. ÄNklavsi, wo auch ezne Hunidoschau stattfilNdet. Die Teilnehnier aus Maribor beMtzen einen Autobus, der um 7.30 Uihr vom Trg fvlÄode abfährt. Der veramtaltende Berein lädt alle Eigentümer von Bovstthhundin zur Teilnahnie?w, ins-besonders zu dem Zweck, uui die angeborenen Eigen'schaften der jungen Huirde zu prüfen. m. Aus der Theaterkanzlei. Auf allgemeinen Wunsä) wird der Operettenschlager „Die Rose von Stambul", der wegen seilier melodiösen Musik und des überaus unterhaltenden Sujets aus dem orientalischen Milieu einen so starten Anklang gefunden hat, als Nachmittagsvorstellung kommenden Sonntag noch einmal aufgeführt. Für diese Borstellung gelten stark erniäßigte Preise (von 3 bis 2V Dinar.) m. Sin intimer Theaterabend findet heute, Donnerstag, um 21 Uhr im CafS „Ja-dran" statt. Das Ensemble Frau und Herr Spasie uud Petrovie wird einige ulkige Ein akter zum Besten geben. m. AohheitSakt. In der TrSaöka cesta wurde gestern nachmittags der in Studenci wohnhafte Schuhmachergehilfe Jvau Puco-nja von einem Zigeuner niedergeschlagen. Die Rettungsgesellschaft überführte den arg mitgenonlmenen Schuster ins Krankenhaus. nl Vetterbericht vom 12. April, 8 Uhr: Feuchtigkeitsmesser — lv, Barometerstand 734, Temperatur 4-10, Windrichtung SN, Bewölkung teilweise, Niederschlag 0, Nnl-gebung Nebel. Aus Vltui p. Französischer Vortraß findet heute, Donnerstag, unl ift Uhr im Stadttheater statt. Am Bortragstisch erscheint Professor Rene D e f e z. p. Alle MilltärdieUstpflichtigen haben zwecks Ausstellung des MilitärpasseS am städtischen Militäramt eine Photographie in der Größe von 3^X4'/^ Zentimeter abzugeben. p. Das la«d»irtschaftlich« «urS in G» Marjeto wurde dieser Tage abgeschlossen. Aus diesem Anlaß fand eiue kleine Feier statt, der u. a. Schulinspektor Ä o r n p, Landwirtschaftsreferent Z o r e i ö und Tier arzt Nardin beiwohnten. Den Kurs besuchten insgesamt 3ö Interessenten. Aus Dravoarad g. Der letzte Fr«ft verursachte an den Pflanzen in den Gemüsegärten und an den zeitlichen Obstgattungen beträchtlichen Scha den. g. Todessälle. In Vi?, bei Dravograd ist der l>^cndarmetie-Wachtmeister i. R. Hür AiUon I ehar t im hohen Alter von 83 Iahren gestorben. Der Verblichene war der Vater des Mariborer TheologievrofessorZ .Herrn Dr. Jehart. In Dobrova verschied die Kränierin ??rau Marie Petek im 7l). Lebensjahr. In Sv. BoStjan ist die Befitze- ge Zauberer Klingsor ThönhS, Baschata als Titurel. Graf, Baumann, Hauschili) uild die Damen Wesel, Krones, Baumann. Tauber, Piller und Peer. Das Publikuni verharrte nach dem Schluß in schweigender Glürlselig. koit, bevor es die WeilMät^te verließ. Freunde l^r heiteren Ä^se überraschte mit denl „Verlorenen Walzer" von Robert Stolz ein sehr amüsantes Ostergesckienk. Das Werl ist eine wohl^elungen? Umarbeitung des Tonsilms „ZlU?ei .Herzen im Dreivierteltakt". Die Bilderfolx^e, die auf die ulkigste Weise in das l^triebe des TheaterlebenS hineinleuchtet, dient der Huldigung de-?. Wiener '^!jal.zers. Der Komponist wartet mit einer ^Ale süs^vster Melodien, prickelnder Tanzrhvthmeil lwd weinsel^ger SMager ini bestechendsten ^lauggepränge auf. Die Darsteller schaffen in !^ter GÄerlaune: Bissnti (.Hsdi) a. Horstwig (Operettensäilgenll), Rein (Soubrette), Darian (Komponist^, ^.^nze und Böttger (Librettisten), .Herbst (The.uer-dtrektor). Alpassy (Theaterdiener). Mittersteiner (Theattrsekretär). Evber (Wrtjchaf-terin) und andere. Die Aufführung, die erste in L^sterreich, erzielte unter .Arpellnieister Voglar und Regtsie-ur Luze ebnen durch-schilagenden Erfolg. Das begeisterte Publi-knm ertlatschte sick» viele Wiederholungen und feierte die ^arjteller stürmisch. Hans Pratjchtr. Freitag, den 13. April 1SZt4._ rin Frau Antonie Lampret vulgo Bre-zovnik, 73sährig, in ein besseres Jenseits abberufen worden. g. Wegen Schmuggels von Schasen wurde vor einigen Tsgen in Ojstrica der Besitzer Ivan Iatt'iko und dessen Knecht Franz Gevnik in .Hast genommen und dem Bezirksgericht in Prevalje überstellt. Beiden wird zur Last gelegt, Echafe nach Desterveii^' geschmuggelt zu haben. Radio Freitag, 13. April. Ljudljana, 11 Uhr Schulfunk. — 12.15 LchaNplatten. — 20 Uebertragung auS Zagreb. — 22 Berickite. — Beograd, 11 Konzert. — Itt Schallplatten. — 17.30 Populäre LilSder. — 22 Zigeunermusik. — .22.3l) Tanz. _Wien, 16.10 Nachmittagslonzert. — w Unterhaltungskonzert. — 20.40 Rosen-gärtlein. — Deutschlandsender, 9.40 Ganze Weile Heiterkeit. — 19 Griine Steiermark. — Warschau, 17..^ Studenten und Schulfunk. — 20.02 Musikalische Plauderei. — 20.15 symplioiriekouzert. — 23.40 Tanz. — Budapest, 13.30 Ungarisches Trio. — 18.3b Variet^. — 19.30 Don Earlos, Opernüüer-tragung. — Brich, 12.40 Lieder. 19.20 Lieder. — l9.20 Zehn Minuten Film. 10.' Anabsts, Hörspiel. — Mllhlacktr, 15.20 Lieder. — 19 Abendlnusif. — Oberitalien, 10.55 ^challplatton. — 21 Die schlafende Tne im Wald, musikalische Fabel. Prag, 20 Die verkaufte Brant, Opernüber-tragung. -- 22 Russische Berichte. — Langenberg, 19 Abendnmsik. — 21.10 Bastien und Bastienne, Singspiel. — Stockholm, 20 Konzert. — 22 Albumblatt. — Rom, 1« Äanunermusik. — 20.39 Gemischtes Konzert. — Miinthen, 21.05 Symphoniekonzert. — Strasburg, 21 Presseschau. 21..^0 Kinzert. — Briinn, 15.35 Pe^ta:Jugoslawien. Konzert Kuvertüre._17.05 Mährisches Quartett. — 10.20 Wcttbelverb des Jazzorchesters. — Poste Parisien, 20.02 Musikalische Vlali^^erei. — 21.10 Preludien. Bücherscliau b. Die Herden OotteS. Erzählt von HanS Tolten. Verlag Rütten und Loening, Frank-jurt/M. In Leinen M. 4.80. Bon Menschen und Tieren im Urwald und Kampf, von den Schönheiten und l^ahren der südlichen Natur erzählt unS dieses Buch. Tolten führt uns in den argentinischen Dschungel und wir erleben oft ein erschütterndes Bild von den manmgfaltigen Zchicksalen, die den Eiii-Uüaiiderer in Siidamerika erwarten. b. Rufkland und die Entstehung des Bal» kandundes 1V12. Ein Beitrag zur Vorgeschichte des Weltkrieges dargostellt vorwie-geii-d auf Gruild dcs amtlichen Aktenmate-rials. Erschienen iin „Osteuropa"-Berlag, ttöiilgelicrg'Pr. l^eh. kDr. Otto Bickel I)at seine wertvolle Arbeit auf Grund von Aktenverösfentlichungen der einzelnen Staaten nild ?icemoiren ihrer bedentl'ndsten Diplomaten verfaßt. Bon besonderer Bedeutung ist das Buch auch deskicilb, weil es einen tiefen Einblick in die Vorgeschlte des Weltkrieges zu geben vermag. b. Voll auf dem We^e. Im Wolgaland. Rommi von Joses Ponten. Ä'Nlsche Verlags anstalt Stuttgart, ^n ^.'eineli Mk. 7.K0. Dieser Roman ist in (behalt und Gestalt eine außerordentliche Leistung, ein swl)es. kern^ gesundes und beglückendes Buch. Mit uner-hörteni künstlerischen Fleiß hat ^osef 'Ponten aus hundert Ein.^elhciten ein ü(>eraus farbiges und einprägsames Bild vom Leben öer Wolgadeutschen geschasien. b. IadranSka straia. Auch das ?lprilheft dieser vorbildlich redigierten Zeitschrist Iiringt eine Auswahl interessanter Anfs^!;e und Al'ihandlungen, daneben viele schöne Bil der und die neuen Uniformen samt .'tiangab-zeichen für die Mitglieder des Vereines „^a-dranska ftra^a". Verlag in Split. Ban Iela-^iceva 1. Im !^ahreiibezug Tin I2V.—. b. „Das innere Neich". Das so^'beil erschienene erste.Heft dieser neuen Zeitschrift briikgt Beiträge von Emil -trauß, E. G. .^ol'^en-lieyer, Fr. Blunck, ?l. ss. v. Miiller, R. Binditlg, Max Mell, Ioachini von der Golt). Paul Appell u. a. „Äs innere Reich", das vvii Paul Alverdes nnd K. B. i'on Z'ltechylv I)erausgcgeben wird, erscheint iin Verlag MiUler-Lan^ie». und kostet '.in Iah- vesbejug M, 20^—. Freitag, den 13. April 1SS4. „Mariborer Zeitung" Nummer S1. ^'wirtschaftliche Rundschau Winfchaftsverhandlungen zu drM Zwischen Italie»!, Oesterreich und Un-zaru .^-erden gegenwärtig in ^om Verhandlungen ilber den Ausbau der gegenseitigen Wirt« ichastSbezichungcn inl Anne der PrototoUe nom 17. März geführt. Lie römisc^n Protokolle haben bekanntlich in wirtschaftlicher >)insicht keine festen Vereinbarungen, sondern lediglich ein allgenreines Programm formuliert. An erster Stelle nennt das Protokoll Nr. 2 die Ausdehnung der Tragweite der-angen-dlictlick) bestchenben Handcl'Zabkom.ncii. Zu diesem ^^wecke sollen die gegenseitigen AuS-luhrerlcichternngen vermehrt und immer grösseren ^l^uhen au>^ der (SrgünzungSsähig-kcit der einzelnell VoltSwirtschvitcn geziZgen iv<'rden. Indem das römische Protokoll auf diese natürlichen wirts6>aftlichen Gegebenheiten ttevtveist, bezeichnet es selbst die Grenzen, innerhalb dercil sich eine Zusainnteu-arbeit der drei Länd<'r e»ltsalten kann. Diese Zusammenarbeit ist ihrem Wesc»! N5ch eine Hilfsaktion Italiens für Oesterreich und Vllnigarn, die von den Friedensverträgen zi'.'ak politisch souverän, aber nicht wirtschaftlich selbständig genmcht weiiden konnten und unter diesom Zwiespalt von Anfang an aufZ schwerste ^u leiiden statten. Beid^' können wirtscs>aftlich nur evistieren, uienn ihnen weitgehende ':.'ln?fuhrmSgIi^oiten geboten ^'erden. Den Wünschttl und Notweitdigkeitell. die auf Zeiten der beiden Donauländer sehr gros; sind, steht auf italiemscher Seite gewis; ein gtzlter Wille gegemrber, der auch wr ausgesprochenen Opfern nicht zurückschreckt. Es lnuß aber abgolvartet wer^u. was für Italien sich ttls pvakthjch möglich erweisen Mrd, insbesondere im Berhältnis zn Ungarn, dem durch ein besonderes Abkomnlen zu auslömmli6ierott Preisen für seine laud-wirtschaiftlichen 'Erzeugnisse verholf^n werden soll. Hier wird neben Italien, dessen Bedarf begrenzt ist, auch Oesterreich unter 'Rückstellung der im eigenen L«nd geäusserten bedenken Vorzugilzölle ge^vähren mils-isn, Wöhrend ilmgei^hrt Ungarn die erhoffte Erhöhnng der Sauftraft seiner bäuerlichen Bevölkerung der l5infuhr von ^^ndnstri^-erzeugnissen aus ^^talien nltd Oesterreich zugute kommen lassen soll. Cs haben sich in lej.Uer Zeit begreiflicher« ^veise innerhalb der einzelnen Länder wie auch in deren gegenseitigem Verhältnis >>osf-nuugen, aber auch schon Enttäuschungen ul-d Rivalitäten ergeben, die bei den bevorstehenden römischen Verhandlungen eine Rolle jpielen ^Verden. Besonders Ungarn fiihlt sich, wie aus Budapester Presseänsierungen hervorgeht, durch die neuen italienischen Tarife in seinen Ansfuhrinterefseu für Butter, Bieh und Geflügel sowohl gegenübler Oesterreich wie auch gegenüber Jugoslawien benachteiligt, schließlich soll in Rom au6? den besondren i>sterreichischen Airtschafts-nöten durch die Äufstellung eines PiÄferenz« sMttlS für die Anfuhr einer möglichst gro. ^en Anzahl österreichischer Originalprodukte Nack) Italien abgelplfen werden, wobei gegebenenfalls private Vereinbarungen zwischen den beiderseitigen Produzenten zu (Grunde gelegt lverden sotten. In fernerei^' Sicht — also nicht durch den lü. Mai in ihrer Ausarbeitung befristet — stehen zweiseitige Abtomttien über den Durchgangsverkehr in den adriatifckien .'bäfen, wofür schon gewisse Vorarbeiten ini Gange sind. Aür die N a ch b a r st a a t e n lbietet ihre starke Verbundenheit mit dem Tonan-raum einen hinreichenden Grnud zu einer aufmerksameil Verfolgung der jet^t in Rom unternommenen Versuche einer praktischen Lösung des niitteleuropäischen Wirtschafts-Problems. ?!crvös zu werden brauchen sie aber uicht, denn eine daucrverhe!s',ende Regelung ist nur lnöglich, wenn auch üe, die Anrainer, in den geplante!« Mterau^^tansch eingesck^jaltet werden. Die römisell Wirt-sciiaftsvorhandlnlrgen zu dritt mögen ivie ini-ttler verlaufen, ohne die Mitwirkung Deutsch lands und der Kleinen Entente wird das Donallgebiet nicht voin wirtschaftlichen ^lech-tunl zu erretten sein. D. K. Tarierm der Nechnunoen V«rli»tb6r«ig des Auf zahlreiche fragen, die sich auf die ^arifpost Z4 des Ta^tarifes beziehen und der Entrichtung der Stempeltaxe fiir die Geschäftsrechnungen, -noten, -berichte usw. gelten, hat die Stenerabteilung des Finanzministeriums fetzt einige Aufklärungen ver lautbart, die in die unklaren Bestimmungen einigermassen Licht bringen. So sind Geschäftsbriefe, in denen dem Schuldner der Empfang dos Akzepts oder der retournierten Ware bestätigt wird, oon der Entrichtung der Taxe befreit, auS-genominen in Fällen, in denen sich solche .iLitteilungen noch auf ein anderes Rechts-gesckiäst beziehen. In diesem Falle ist die entsprechende Taxe zn erleget!, d. h. der Brief ist mit einer Stempelmarke zu versehen. Detailgeschäfte, .Kleinverfchleisse u. Krämer sind nicht verpflichtet, ii> den Rechnungen, Noten, Berichten und ähnlichen schriftlichen Mitteilungen auch die Spezifizierung der bezogenen Warell anznführen, unbedingt notwendig ist es jedoch, daß der Gegenwert der gekauften Ware, d. h. der Bot rag und das Zustellungsdatum klar ersichtlich sind. In jedem Fall ist das betreffende Stück mit der entsprechenden Stempelmarke zu versehen, d. h. für Beträge von S0 bis 100 Dinar mit 50 Para und darüber hinaus mit 1 Dinar. Falls in solchen Geschäften wegen des grossen Betriebes die Beträge nicht angeführt werden können, gilt die Bestätigung dennoch, falls dieselbe vorschriftsmäßig gesten,pelt ist, doch ist in solchen Fällen dieselbe nicht mit einem 50-Para--, sondern mit einem I.-Dinarstempel zn versehen. Jede derartige Neckiniulg hat den Etampiglicnaufdrnrk des Verkäufers bzw. der Firma zn enthalten. Sol6)e Rech- nungen sind bei der Einhändigung an den Käufer zu vernichten, was auf die Weise geschieht, das; eine Ecke derselben abgerissen wird, wobei jedock, darauf zu achten ist, daß die Stempelniarke nicht verletzt wird. Falls auf den gestempelteli Rechnungen nachträglich der Empfang der Teilbeträge i:)iaten) vermerkt wird, ist jede dc?rar-»ige Empfangsbestätigung aus der Tarifpost .W zu stempeln, d. h. mit einem halben Prozent des jeweiligen Betrages. X Geringer Preisrückgang im März. ')lach Errechnungen der Nationalbank betrug der durchschnittliche Preisinder inr Großhandel in Jugoslawien iin vergangeneu Mo nate März n,eun die Durchschnittspreise des Jahres niit !l)0 mlgenom-nlen werden, gegenüber iui Februar d. I. und lZ? im März lV3. Der Inder betrug für Pflanzenprodnkte 54.4 (54.4, ttl.7), Vieh und tierische Erzeugnisse 55.3 (57. 58), Mineralprodukte l83.7, 75.5) und fiir Industrieprodukte M.2 (litt.l, 73.0). Der Index für die Ansfuhrtvaren betrug inl Vormonat 58.1 (58.2, 58.3) nnd der Einfuhrwaren 71.8 (72.0, 76.2). X Rückßä»giGe PreiSte«dent für Schwei« ne. Nach Beendigung des Schweinekrieges nlit der Tschechoslowakei wurde allgemein erwartet, daß sich der Schweineexport nach diesem Lande wieder hebelt werde, was eine gewisse Erholung der Schweinepreise in Jugoslawien zur Folge haben müßte. Die» se Erwartung liat sich jedoch nur teiln'eise erfiillt. Inzwischen trat nämlich die Entwertung der Tchechokrone ein, wobei die Preislage in der Tschechoslolvakei nicht ver ändert wurde, sodaß die die jugoslawische Schweineausfuhr nach der Tschechoslowakei so stark gesunken, daß sie kaum 20^ des Exportes im gleichen Monat des Borjahres ausmacht. Äe Stockung des Exports muß ein Abbröckeln der Schwei nepreise in Jugoslawien zur Folge l)aben. X Vchweizerischer H»telbau in ValMBtie«. Eine schweizerische Finanzgruppe hat zwei Fachmämler nach Dalmatien entsandt, die mit der Aufgabe betraut wurden, in Split oder defseil Nähe eine entsprechende Parzelle für die Errichtung eines großen Hotels ausfindig zu machen. Für den .Hotelbau ist eine Suntme von zwei Millionen Franken in Aussicht genommen. X Preislage fiir jugsslawisches Holz in Nach Mitteilungen aus römischen WirtfchaftSkreisen notieret! gegenwärtig sortierte jngoslawische Bretter in Italien 530 bis 570 Lire pro .Kubikmeter. Erstklassige slawouische Buche, gesäunlt, wird zu 450 bis 475 und flawonische Eiche zn 040^80 Lire gehandelt. X Griechenland, auf der Muftermesie in Ljubljana. Nach Athener Meldungen nnrd auf der 14. Mustermesse in Ljublsana, die vom 30. Mai bis l0. Jnni abgehalten wird, Griechenland in einer besonderen Gruppe offiziell vertreten sein. Es ist dies das erste Mal, daß dieses Land seine Erzeugnisse auf einer ausländischen Musterniesse ausstellt. Die Organisierung der Ausstellung hat das griechische Wirtschaftsministerinm übernommen, ihre Mitwirkung haben jedoch auch die Leitung der Saloniker Messe und die jugoslawische .v»audels- und Industrie-kammer in Saloniki zugesichert. X Veizenjorgen Ungarns. Das ttugansche Ackerbauniinisterinm bereäinet die W^'i^z^N' ernte dieses .^^ahrcs aus hiichstens ü Millionen Doppelzentner nnd den Tiefpreis der Ware ans 14 Pengö. wäre die aus',erordentlich geringe Ernte in O<'sterreich und '>^talien mit grös^ter ''.Z^i.ihvscheinlichkeit unterzubringen. wenn sich nur auch der Preis erhalteu ließe. Das scheint aber gegenüber der russlschen und runiänischen .^onfiirrenz schöner möglich zn sein. Zu dein koinntt d<'r streit lnit der zoilgeschültten jungen ^u'dn-strie Ungarns hinzn, die zngn,lsten der Wei-zenausfuhr il^re l»escheidcncn 7^nlaiid''nmrkte einer n^ederdDückende», italie>lisen Einfnl,r öffne» soll. X Gtarktr Anstieg de» Weltholzhandels IVU. Auf l^rund zuverlässiger Sch.'i!/.nngtn nnrd der Welt-.s'^olzhandes l033 ans rnnd 4,770.st0t» Standard lzn 4.07 cbm) 'veranschlagt. Ter Weltholzerport l^elief sich im ^'^ahre IttZiS auf nur Standard und weist somit im ^ahre lW3 gegenüt'er dem Vohrjahr einen beachtlichen Anstieg auf. X Erhöhung der amerikanischen Auto-preise, ^^m Rahinen der allgemeinen Preis-steigerungspolitif in den Vereinigten Staaten haben die amerikanischen Antt^^sabriten nr die Ford-Werke erklären, daß sie die allen Ver?auispreisc beibehalten wollen. X Vrafilien vernichtet weitere 4 Millionen Tack Kaffee. Wie aus ^affeehandel-kreisen berichtet wird, ist die Verachtung von .Kaffee in Brasilien, die in den legten Monaten infiolge galten Abganges nerkleinert wurde, derzeit in verstärktem Maße wieder aukgienommen u>orden. Na6^ den letzten Meldungen sollen bl.5 Ende Juni dieses Jahres 4 Millionen Sack veniichtet werden. eine fingerdicke Zkruste über das Fett, di? man mit den, Bratensaft begießt und bratet noch eine Stunde weiter. Nachdem man da? Fett darübergeschöp-ft hat, gibt man diesmal noch et'waS Äi^sser zu deni Saft. Ve knrze 'Svße wird in einer Schale dem Braten beigegeben, den ni«n erst bei Tisch schneidet, weil sonst die Kruste unansehnlich wird. h. ArittatenWürstchen. Man macht Fritta-teu van Deziliter Milch, 'cknicidet sie iu der Mitte auseinander, streicht abiiedünstetcs Hirn oder .'Haschee auf, rollt sie nach der Länge zusamnien und schneidet sie ab, damit recht kleine Vürstchen loerden, die man in El nnd Bröseln paniert und in heißem Fclt bäckt. Man gibt sie in klare ^liinosuv^'e, in E-inmach- oder Spargelsuppe. i/. Kiimmeltuchen. Dekagrannn l^ern? wird in einigen Löifeln lanwarmer Milch gelöst. Aus Kllogranlni Mehl, l'^ Tela» gramm Butter und 1 Ei, 3 Deziliter Milch und I Teelöffel voll Salz wird '.'in Teiii bereitet, den nuin lange verarl^eitet, bls er glatt und glänzend ist und sich oen .^"^änden ll.ist, irorauf die in deil 7eia ciligeknetel nnrd. Eine gr^^s^e ^l>chenmrni wird gut ansgefettet, der Teia eingesi'illt uni, leicht zugedeckt an N'arn^eni Ort gehenlassen, bis die doppelte Größe erreicht hat. Der .buchen wird nnt zerklopftem Eigelb Henrichen, mit.Kümmel bestrent nnd in inittlere'' .'('>ilze schi^'n lnann geliacken. Mr die Rüche h. Gch»einSbtaten mit Brotkruste. Eilten nach der Läilge vom l)alben Bein geschnittenen l)alben Schlegel oder das Schlußstück ohne Schwarte voli einem jungen, ^etten Ächwein klopft und salzt nian llnd tratet es ausländischen I nlit viel Hviebel, aber wenig Wasser eine Schweine eillftweilen nicht mehr konkllrreuz! Stunde lanK Dann nuscht man .:inen gefähig sind Dies kommt auch in der geringe-«häuften Teller voll Brösen von schwarzem ren Schweineausfuhr nach diesem Lande Brot mit drei Löffeln voll Zncker und einen, zum Ausdruck. Im März ist beispielsweise j Aaifeelöffel voll Pfefser und drückt davon Medizinische» Don der Gchwerhvrlgkelt bei Kindern Von Dr. Franz Tollat (>^elie). 'iu den häufigslen !'iindergebrert>en gehiiri d'' Schn'erhörigkeit. Weil aber eine höhcr-s.radige S6>werhörigkeit, die ieln' ost Izeilbar oder zuinindest besserniigosähig ist. ^as „Lernen mittels des Ohres" in und ans^erhalb der Schule ganz erheblich beeiilN'^^i'tigt u:id 'o für das spätere Leben nnd !>eu DaieiN'^-kan'ps verl)ängnicvc'll werden kann, n!uß zu einer nii^'glichit fri'ihzeitigcn ärztlirj^ci! Untersuchung nnd Behandlltng dringend geraten werden. gibt verschiedene Arten ^ev Zch'ocrln' rigkeit mit ebenso oerschiedeneil veilungsanc-' sich teil. Aligelier'Nle Taubheit oder iväter ernwr bene 5chl>d'ngen der Iiörsnerneu sind wohl kaum zu l'eseitigen. Etwas besier beeiil--flnßbar sind (^eliörsschädignngen. di.: narl) Mittelobreiternngcn auftreten. 5ie l^äutil'site Form der Schwerhörigfeit ist jedoch der sogenannte Mittelc^hrkatarrh, der. rechtzeitia einer Behandlung zugeführt, fast immer heil bar ist. Zeine Ursache ist bei ^^indern beinahe an>?schließl:ch e'ne vergrößerte oder chronisch ent^iindete Racholinandel. veni Volk?,nund anch als ..Wucliernngen'' oder „Poll)pen" be'^eichnei _eine Frau nerling- te einmal irrtümlich lwn mir, ie!> 'olle ihreni Buben die „Pupillen" rauSinackien — ein gewulsietes l^ebilde. da-^ Nus^grös^e erreichen taiin lNld ant -liachendac1> l^ängt. ^:e oerleg! lnelir oder minder die ^'-ase t'ziv. deren Mi'in dnng in dell Nasenraäienrallni. Die ^inde> liaben dann dtinernd den Muild asien nnd sprers>^'n „klosig". Sie bckonnnen. besi^ndcr» des Nachts, nur sebr schlver Lnfl durch !'>ie Nase, schnarchen ilnd schlafen schlecht, sin.'» daher bei Tage miide nnd linaninrerfsanl nnd komuren in der Schule schlecht init. Sie sind dauernd „erkältet" ulld — sie hören schlechl. Die Mittelo-Hrräume sind nämlich lnfthal^ tig und nierden durch die sogenannte trompete oder Eustachische Rölire, aucl> Tnl'e genannt, ronl Nasenrachenrannl an--, dauernd ventiliert. Werden nun die dort befindlichen Tubelvössnungelt duvch Rachen Wucherungen oder entzündliche Schleimhautschwell.inzeu verlegt, so unterbleibt die Luftzufuhr nach dem Mittelohr. Es treteil dadurch dort Ver« änlderuugen auf, die sich subjektiv als Völle« geft'chl im Ohr und als Schwerhörigkeit be^ lnerkbar machen und auch zu Mittcl^hreite^ rungell fi'chrell können. Operative Entfer' nung der Rachenwuchenlngen, ein verbält^ niSmäßig hai'mloser Eingriff, mit nachsol.ien dell LllfteinHlasungen ins Mittelobr können bei recht.zeitiger Bornahme die Besct).verden ineist restlos ulld für immer beseitigen, n'äh' relld andererseits bei Vernachlässigung ul'd jahrelangem Bestehen diese Scliwerliörtgleil leicht irreparabel wird, das heißt, das', sie dann nicht wieder gutzulnachen ist. .Maribor« Zkttmig" Si«««er Freitag, den IS. April 19S4. «MSWtZXZ 70PI.'« MM »»rvorr,,««!« Ne««riot«« de» I^tieums. «zekt, Isekts». k'rsuenlei^en ete. I^»6logktive Ikermen unck 8eti!»mm L. 0tten von A^itte /^pril dls vlctober. killi»« p»u»ek»lkuren von lv 1'» «SN Zutv. in n von 0!n«r ZV.- d«s SV.-. >Vl,ner Xüekv »atinermässiLunL. Station ^sdok-KrapInske lo plice. ^uskitntt« un«! psozpelcte äurck «lie Xuräi. rekticin. zzzz l^a/vZvFeAF fr»ii?ttsl»elier llntsn-tvlit »e« 8uclit. (jefl. ^nxeboto unter >I-eicIlte ^1etl:oäs« an clie Vei'>v. ^i7v TuZca»/«» svOoei»F 8p»rll»»»ed«el, cter Arsten Xmatl.'ielien Spsrliaz^o sllr !)ln ?u Kauken Losuckt «eeen lntsdulation. vnt. »^u? vrston äste» an «t»e Vorv. 4IS5 8eI,r»Idm,5eIUa«. «ut eriisl ten. ZU ksuken «esuokt. >^ntr. unter v^kL« an äle Vvrv. 4l60 ^----- ZaF«F«o ß^oeA» IVIIVVIIVIGDVGGGGGG, Li^eleute okne Xin6er sueken eine ^okouai mit einim Z!im mer uii^ntrÄ «e unter »ZS6. an öle Verv. 415» Sueke NoiMerkItAtt« i.amt Ämmer. 7useiir. an öte Ver-ivaltun« unter »loLen plaL. nik«. 4177 Unser inMstxeÜebter (Zatte. t>2v. suter Vater, lierr 5esa>Ia priv»tl«r l!;t ^^ittvvoell. c!en ll. ^pril !9Z4 um !0 VI,r. niicll löneerem l-eicken im 72. l^ebeiisjalire vottereeben verdclueclen. Das l^elckeilbesänsnis des teuren vadin-«L^cliiccjcneil finäet freita«. cZen lä >^flril um vsI6 viii- w?n der stSätizeken l-eieken-lmile in I^breÄe aus 5tstt. Nie l>I. Seelenmesse virö Sonnts«. clen 14 ^„ril um 7 vlir in cler St. jV»g«äa!ena. I larrkirclie Lsleseu werden. a r i d o r. äen 1l. ^prll. 1954. vk ti»Itr>u«i,6« fimMe. Separate parte >verc!en niclit auslreireben. GWGWGWGGGWGWGWGVVUW XavtmHnatSlck «odtläete. ui^ sdiiäNLi«e frsu suetit mittÄ-tillv vstGw»»»« bei nur absolut ieiunck«m (Zosektite la ^ariixir mit einer vorUiuti. iien KareinIaLv von viu»r 4V.00V oäer flxanztellune un«I VerrinzUnx. Sanlorunxss». eken un6 Vermittler au»»« »ekIo»»On. ^ntrSro unter »Xd soluto Qarantie« an äie Ver valtune. 4l5S Die Qeue ^o6e »Q (Fes»el»t8pu6er nur del ZS42 U. ii.veilMvsii» xuter alter pusten, in verlrsl,r8reieller Strage. »d l. ^uli »n tiielltiio VVirtsIeute 2u verpackten, ^niulrazen Strma ul. 5 von IV—lZ lilir. 4l50 SU«I?«i»V«OaeAs GßGVVVVV »GG^GGGGGVV auii «utem Hause, von aneesel^onen l^ltern» suclit äauernäe Stelle entve-äer ZU Xinöern o6er ir«vn«I tlir ^uksiM. >Var 9 lalirs bei einem Kind, krieke erdeten unter »1'reu unä verliiMlell« an 6ie Verv. 415! »ui.«»«» »»KV »voi«? «ic»« »^ivrxvrcko» »II VI»« »«IUI»» »c»«ckui^c»A^ »vo«». vi»»ue»4 MX ooe»« . »'«»««« ooe»« oiiii RA»ic»«»»ri VIM/^^0I»U»<0 ! TR Kvc»« 0kki I»? ^irzs oii i^ö^i» v»«« acX»»i»^v» ^»oisi »^oo«. ^n eebote lylt ?euLnisadscl,rit-ten an lsttes elirllelies iilr «II«», äas keine ^rdcit jcllvut, ^virä auteenommen. Xn^uir. im 8pezorei«escl,Sft k^eliska cesta Z4. 4153 ?llol»tli«r fLchermelittr, im l'extilkaell unö fSrberei versiert. virö per sokort sutlre-nvmmen. ^n?usrg«en: iieril. 8t?o«. fiirder. ptul. 4174 >Velllaitk»r1iia«a Arbeit Verden men. Xonlekeiia ka c. ?. XutSVrßsvSkaUel»« ^dor»t<»rium«v»r»uek« mit «»««» n«u«i» K»»«pt kür Q«»iol>t»pu6«r l»»l»«>» »rg»l»«a, 6»»» j«6« ?r»u j«t»t «ia«n »oküasn. juj«a6lic1»«a 'k»l«t «rl»ast«a u»6 6», Vlta»«» 6«r Kvtuaß«» ua6 6!« l,ii>»ttok>t«« ?»illtk»k!«r vollko««»» tißOv kann. l)Gr k»»t»»ät»il, 6«r äl»«»a «r-liebliol»»» ?ort»eliritt divirkt» Lekaum» «rem«. 8i» 1t»»t 6«, ?uä«r »uel» d«! ivia6!-t«» oä«r r«A«»ri»el»«m Vl^etter 6«n j»nr«n ?»g I»nt k»kt»i», »ot»r trat» TrAaipiri«?«»» d«i ?»a» «l«e »portliol»«? KetRUßuat. l>»» ^ll«ii»v«n^ertuat»r«o1»t ckis»»> «r-«ttuvlicken neu«a Ke^epte» kür «li« ganze >Velt i»t von 1'olriloa «rvorden worden. Im I'okalon puächr ist j«tz;t 8ck»umvr«m« »ui Hv»»»«n»el»»ttliv1,« ^rt äem keiniten, äurol»-lükt«t«a ?u«!«r m it«r»de riel»U6«m V«rl»ä!t-als«« nsok «ia«m p»tenti«rt«a V«r!»l»ron d«it«m«itlit. V«r»uel»«v 8i« novl> 1»«ut« «in« 5«k«vl»t«l ?oll»Ioa-?uck«r: «r ist äer einrijle 8elHaumer«m« - L«»lel»t»pu6«r. Di« »otortig« un«l k»d«ll»»lt« V«rd«»s«ruaS lkre, »«k«n» H»irä cki« K«vua6«ruvlk uack äen t^eiä !!»r«r?r«ua 4154 Scllöno Vlortlmmvrvollnuni mit öaäezimmer unä allen k'ledenrAumlicllkelten. serrss-se )>s>v. ^nlr. Verv. 4!46 Stren« separ. möbl. Zimmer sokort ?u vermieten. VocZni-lcov tr« 6. Part. 4157 Lle«antes Ammvr mit »epar. KineanL. elektr. l.ickt. parket tiert, äie xrülZte kkoinlickksit. xvirö mit 15. ^pril an eins oci. zwei soliäe Personen vermie tet. Vrazova ul. 6. Part. linlis Leliön möbl. Ämmsr. sonnie. separ.. Xentruln. soknrt ?u verxeden. ^är. Vcrvv. 4176 Limmer un6 Kllelio an kleine retne famiiie z:u vermieten. SlomZkova ul. 9a. 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Beinahe durch ein Mensch^nalter nxiren Göldners in Freud unt Leid mit ihut verbunden gewesen. Sie aufzugeben, war das erste Opfer, das Jenny von ihm forderte. Und wie ein Schauer ging es durch seine Seele, wie eine Ahtmng, als ob dieses Opfer nicht das letzte sein würde. Biertos Kapitel Hermann Stenzel schrak auf. Wie ti»f er in die Bergan-genheit versunken warl Der kleine Wandregulator brachte ihn zur Gegenwart zurück. Weiß Gott, da lvar es schon wieder zehn Uhr. Er satz und saß und war in der Arbeit nicht iveitergekommen. Daß dvch die Gvdanken an die Vergangenheit ihn imincr wieder überfielen, als ob man irge,td etwas besiern könnte! Ja, heute war er klug geworden. Heute wustte er, was jener Schauer damals beim Abschied von Liesbeth Völdner bedeutet hatte. Es war die Bvmhnvng alles Unglücks seiner zwei« ten Ehe. Mit dem Augienbltck chrer Verheiratung l)atte sich Jenmy vollkoninten geändert. Aus der anschmiegenden liebevollell Braut Mr eine herrische, talte Frau geworden. Ihre schein-bare Anspruchslosigkeit war einer geradezu krankhaften Per-schivendungSsucht gewichen. Und er liofft und auS seiner Zeit mit Liesbeth gewohnt n>ar. Jenny schien nur einen Ehrgeiz zu kennen: in der Äreis-stadt die erste Rolle zu spielen. Er hat^e seit dem Tode seiner Liesbeth sehr zurückgezogen gelebt Wenn man so arbeitete wie er, >var nian auch abends milde und froh, seine Ruhe zu haben. Aber Jenny hatte erklärt: „Ich bin jung. Ich will mein Leben getlteßen. Ich will nicht jeden Abend zu Hause sitzen nnd die vier Mnde anstarren." Er hatte sich fügen umssen. Die alten Freunde, die er hier und da unter den Gewerbetreibenden der Kreisstadt hatte, kamen seltener utid seltener. Sie fühlten sich in dent neuen, prunkvollen Wohnhause nicht wohl, nnd Jennv halte eine jpöttllch-dühle Art, die alle ernüÄ)tcrte. Dabei konnte sie so liebenswürdig sein, nienn sie wollte. Auf ihr Dräingen ließ sich Stenzel in die Stadtvertretun«? wählen. Auf ihr Drängei^ niachte er die grosse Stenzel-'Ztif-tung, die ihn eine Menge Geld kiijtete und ihin den Titel „Kommissionsrat" einbrachte. Ihm lag nichts am Titel nnd nichts daran, daß über dein Portal des Jnvalidenheims in gol^nen Lettern sein Name stand. Er hatte bis dahin ge^ geben, inrmer uivd mit offener Hand. Aber er hatte nie seinen Nanien in die Liste gejetzt. Sein Ärnndsaj) toar i^e've-sen: Wer schnell gibt, gibt doppelt, nnd wer unerkannt gibt, gibt ehrlich. Aber Frau Jenny hatte es keine Ruhe gelassen. „Solange du nichts hast als die Ziegelei und die Bauernwirtschaft", hatte sie verächtlich erklärt, „solange bist du trotz deines Gel« des gar ni6>ts. Der Titel macht den Menschen, lieber.Herrmann!" Er hatte sich seufzend gefügt. Kauni hatte er den Titel, so bestand Jenny darauf, daß nian in der Uutgegend bei den AutSbsfltzern Besuche »lachte. „Muß das sein?" lMte er niiide gefragt. „Wir sind früher ohne die ^^eute ausgekommen nnd sie ohne uns. Es sind fast alle gute Kunden von mir. Al>er ob sie nicht doch hochmütig sittd und mich als einen Eindringling aitsehen, das weiß irl) ja nicht." „Aber ich will aus den» Spicßerkreise hier heraus", hatte Jenny mit blitzenden Augen erklärt. „Las^ mich nur dafür sorgen, daß wir den Leuteit willkomnien sind! Geld ist Macht, »nein Freund, auch in der Gesellschaft. Ilnd da du das Geld hast, so möchte ich doch einnial sehen, ob wir nicht ebensoviel gelten wie die anderen Leute." Tatsächlich war ein ziemlich lebhafter Berkehr mit einer Reihe von Gutsbesitzern in der Umgiebung zustande gekommen. Jenny hatte triumphiert, daß sie recht l'ohalten. lFortsetznng folgt.) ei»vfrv«1«tkt«ur unä kür 6ta I^eckaktlon verantvortlicli: väo K^SPLl?. vruck 6er »l^ariborslia tisksrns« ln I^aribor. — ftir äon t1sr»U8L«bvr unck cZin l)ruelr versntvortlied: virektor Stanko — Keicle xvodntiaft ln l^arlbor.