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So lauerten sie schon Inge, seit daS herrliche Lichtkind H a s n e r'S. 5a« ReichSvolkSschulgesetz in'« Dasein trat, an »essen Wiege, zischt,» und schnoben es ingrimmig an. «der bisher mußte,> sie erfahren, daß mit ihrer Um-ichlingung«takiik dagegen nicht» auszurichten sei. sie »erlegen sich daraus, dem Lichlkind Licht und Ürt zu entziehen; diese Methode de« .zizerlweisen' Umbringen« braucht^länger, wirkt aber sicherer. Sie vergiften in Tirol den Bissen, den sie tm txArtiden Lehrstand rnchen; jener Apfel, den die alte Schlange reicht, enthält jene« Gift, to« die Genießenden regungslos, bewegung«-llnsähig macht, wie es die indischen Fakir« venen deiz«t>ringen »erstehen, die sie wehrlos, willenlos vachen wolle». Eine Eigenschaft aber kennzeichnet jeden flpstl, den die alte Schlange von dem Baume der Erkenntnis herabholt, um ihn den ihren Lorspiegelungen von künftiger Glückseligkeit ahnungslos lauschende» Völkern auszuschwatzen; et bedarf nur der ernstlichen Prüfung seines durchfaulten Inhalte«, auf daß den Völkern »der den We,th ulrramontaner Geschenke die An gen ausgehen, oftmals zwar recht zriiudlich, aber oftmal« zu spät. So einen roihwangige» Lockapfel hat jüngst die alte Schlange vom steirischen Landtagsbaume für ihr köhlergläubipe« Landvolk in den armen Se gihälern herabgeholt und den schlechten Land» bau,, vorgesagt, dieser Apfel fehlt Euch »och. danu wird unter Euch Wohlstand und Sittlich-teil einkehren, Ihr wMet sür wenig Arme, Ar wenig Waren zu H^en haben; kurz die $tit steht es mit dem ptaventhum in den Aspenkänder«. (Echlub.) Es^ist die» nämlich der 5. Theil seine« umfang-reichen Werke«, .Da» BiSthum und die Diöcese Lavant/ In demselben sind die altsn, znmeist deutschen AbelSgeschlechter zu finden, und komm« vor: Otto von Thurn 1275, Friedrich Gras Hnmburg 1308, Franz von Lichtenberg, Jörg «an Truebeneckher, später Triebeneck. so ein Jörg Hector Triebeneck, heute schreibt man Tnebenik und Tribnigg; Han« von Felsenberg, Frau von Alihausen. wieder ein Adam von !rrebenekh zu Echwarzenstein, Friedrich Gabel-ihooea. Eibila von Kabelkhoven geborene Ram-schiSlm, ein Dyetpold von Edaftenstein 1305, Pögel und Gebhart von Farchleneck 1317, Gebhan uad Nikel Lilienberger 1367, Zobst von Lilgen-derg, Sign,und von Licht, nderg 1501 und 1i>20, Freiherr von Höritsch. Han« Carl Sauer Frnhen von Kosiak ItiZV. die Grasen von Lauer 1730 bis 1792, Cllo, Heinrich, Gundacher Thurn 12G4 bis 1274, die Graf n GaiSruk, die Teuffenbach. die Schrattevbach und die Vildenftein. Kuplhofen und Adclstein, Wagen?- »Religion" in den Gemtinden wird sich bei Ein» führung der ,E h e m e l d s ch e i n e" ebenso erhöhen, al« die Armenlasten verringern. Daß unter denen, welche dem steirischen Volke diesen Apsel anempfohlen, sich auch der „Herzog von Steiermark" befand, preßt manchem den Ruf au« : ES thut mir in der Seele weh. daß ich Dich auch in d e r Gesellschaft seh'. Den Fleißzettel, den ihm Herr Kaltenegger spendete, wird er kaum vor den Spiegel stecke,,. Besagter Ehemeldschein ist weiter nicht» anderes, al« ein alles Wunderrecept, nur mit einem neuen, andersfarbigen Syrup und anderer Flaschenniquetie ausgestattet. Damit wollen die ultramontanen Wunderdoctoren die socialen Gebreste de« Landvolkes heilen. E« ist der alt-verrufene EheconsenS. den der steirische Landtag in früheren Sitzungen einfach zu dumm fand, um ihn einer Debatte zu würdigen, den-selben daher sofort in der Gruft der Ausschuß-papierkörbe beisetzen ließ. Im berühmten steiri-scheu Landtage, in dem einst Geister walteten, wieKaiserfeld, Rechbauer, Carneri, welche Europa« Blicke auf sich zogen, führen jetzt die Pirchegger, kaltenegger und andere Schlauegger und P. T. Humanität»-Prügelproioßen das Wort und da bei den srommk» Clericalen, siehe Pater S ch n a b l, die wohlgeordnete Nächstenliebe bei sich selbst anfängt und bei den armen Leute» ganz aus-hör», die. wie Schösset richtig bemerkte, in Bauerngemeinden, zuweilen das Lo«der Gemeinde-Hunde beneiden, so liegt e« ganz >m „Geiste' dieser Dunkilmänner. die Socialreform mit der Bestim-mung zu beginne,', derzufolge jeder, der eine Ehe schließen will, erst zum Gmoanvorstand um de» Ehemeldschei», delteln geschickt wird, ohne dem niemand getraut werde« darf. Da« heißt, ganz dürr und deuilich gesagt, »ur die pnvilegierte Ehekaste dars Kinder besitzt» ; wer kein Geld hat zu einem Ehemeldschein. wird auf die wild« Ehe angewiesen! Wenn nun, wie statistisä? erwies»» ist. die Zahl der unehelich von Negenburg. Andrea« Holleme-er zu Schallek, Otto, von Eckensiem. die Sannek. Götzendorfer, I Scheyrer, Apsalter und Zollern. MoSkon. Biffingen, Hohenlohe-Waldenburg. Weichselburg. Steinach. Thurn-Valsassina, Brantenau, Stadl. Eberhard und Hermann von Schönstein, 1236, Jost Vaist, Rueß von Rueßensteiu 1730 u. v. a. sernerS Beamte und viele andere Angestellte: Daniel Peer, Josef Jg»az Grascheiden. Jakob Duller, Michael Fuckher, Franz Josef Augmüller. Anton Deuibicher. Franz Pischler, Georg Ott> mer, Hieronimu« Voitländer, Michael Flukh und viele andere, alle in diesen Gegenden geborene Deutsche; weiter« Pfarrer: Aloi« Anton Schmidt, Josef Luckner, ?. Khunrad Pernawer, Niklas Veist, Jörg Popfinger, Franz Frawen-veindt, Thomas SummerSberger (SauerSberger). Urban Lackner. Martin Eberperger, Indrea« Fellmann, Andrea« Trau»scher, Georg Hauser. Daniel Peer. Gregor Rouer. Mich! Stich. Johann B. Alteiiberger, Johann Josef Thal-maier. Banhelmä Gollmaier. Anton Gulterer. Johann Lipold. Jakob Krainburger. Lorenz Sauerl, Michael Sicher!, Carl Sebastian Schasfer, Josef Max Werendler. Earl Jvdock Prinz, Ai.ton Prolmantt. HanS Reisinger, Richard Gall, Geborenen jetzt schon in Steierniark ein Viertel aller Geborenen beträgt, so muß e« der von der Gnade de« Dorfkadi» abhängige Ehe-meldschein dahin bringen, daß die Hälfte aller geborenen Leute in unserer Heimat — unehelicher Geburt sein wird. Da«, beiläufig gesagt, sind die Folgen der Anträge jener Elericalen, die unablässig die Bauernsopperphrase im Mund führn,: Man muß dem Volke Moral und Reli-gio» erholten. Vielleicht setzen die pfiffigen Ultramontanen in Consequenz diese« AnirageS auch noch den durch, daß ohne Erlaubnis des Herrn Gemeindevorstehers überhaupt daS Geborenwerden nichl gestattet ist. Nun aber kitzelt un» auch die F^age auf der Zunge, weil wir von klerikaler Humanität und ultramontaner Socialreform sprechen: Hat daS arme Würmchen, da« unverjchuldet nicht weiß, wie e« dazu kam, außer der legitimen Ehe zur Welt zu kommen, damit da» An-recht verwirkt, an der Armenversorgung tdeilzu-nehmen, oder wollen etwa die christlichen, srvmmen Gemeindepaschas, daß die Eltern de» Würmchen e«, wie die alten Spartaner gethan, in Bergschluchten zum Verhungern aussetzen? Hört sich bei unehelich Geborenen, also gerade bei den Amnsten der Armen, die Verpflichiung der Gemeindeobsorne, die Erbarmuag auf Y Gin recht reizende« practische« Christenthum, da« da die Herren Ultramonianen predigen! Hält man nun zu diesem noch die Thatsache, daß unlängst im Linzer Landlag ein ultramontaner Kreuzkopf die Ausgestaltung der LandeS-Gebär- und Findelanstalt heftig bekämpfte, weil derlei — unsittlich sei, so liegt e« doch aus der Hand, daß die ultramontanen Moral- und Socialgenies das brave Landvolk auf den, zwar chinesische», aber ihnen aus de» Leib passenden Brauch verweisen, überflüssige Kinder einfach im Babytower (Thurm i» der Nähe chinesischer Städte, in den todte und zu-weilen auch lebendige Kinder geschleudert wurden,) zur Versorgung aufzuheben. Ein capiialer Einsall von unseren — steirischen Chinesen! Sebastian Pohr, Franz X. Ettel, Cajetan Schwarzl, Franz Brunner, P. Sigisben KoS-leibger, Anton Schmidt, Johann Werl, Augustin Pauscher. Franz Fohn. Mathias Urlaub, Ferdi-nand Kang, Franz Lederwasch. Tboma« Rom. Franz Mal, Josef Kronobetvogel u. s. w. — dann HilsSpritfter: (Capläne:) Mathia« Lau-binger, Georg Woli, Jakob Vidmaier, Johann Kunstl, Sebastian Schaff». Johann Thaleiner, Georg GaSthe, Josef Pilgram, Franz 3E. Praller, Luka» Zeller, Franz Rueß. Josef Pachner, Anton GaSperger, MaximuS Pramberger, Johann Zormann, Math. Angl. Math. Lerch, Anton Proimann, Friedrich Wolfhard. Jg. Götzl, Joies Tausch!. Joses Redlein, Carl Simandl, Joses v. Pol, Georg Kotzbek, Anton Lobenwein. Simon Pichler, Joses Sattler, Vincenz Brayer, Aug. Pauscher, Rasel W.'gmund. Johann Wister, Anton Meßner, Michel Seich. Paul Preserl, Georg Wols. Mathia« Lamperger, Lorenz Wa-<1ar, Franz Reich, Urban Killer, Jgnay Außetz, Phil. Sairinger, Michl Schußl. Aud. Fiytl And. Sonntager. Josef Altmau», J»stf Pir^-maier, ^akob Semr.ker, Michael Baumkitichner, Franz Feichlinger, u. a. endlich^Bürger, 2 Wenn eS nun aber doch nicht so gehen sollte, an den. infolge dieser ingeniösen Einführung voraussichtlich überhandnehmenden uneht-lichen Kindern die Eagelmacherei, so-xros zu beireiben, so möge un« ein schlichter, aber nicht bis in den Hirnkasten veuiagelte? Landmann auf die Frage antworten: Würde« sich nach all dem die ArmenverforgungSlasten in den Gemeinden verringern, wie dieS die frommen Moralität«-Pächter beabsichtigen? Im Gegentheil«, die Lasten müßten sich verdoppeln, verdreifachen, die einreisende Familienverwilderung ungerechnet. Da« bisher Erörterte soll übrigen» »ur ein Fingerzeig sein, wie die schwarzen Kreuzköpse Welt und Vernunft auf den Kopf stellen würden, winn sie irgendwo zu social.? Reform, wie sie'S verstehen, freie Hand hätten. Sie würden auch unser« schöne Steiermark zu einem Lande de» Fluchs, des Unheils, wie das erzkatholische Belgien ist. herabbringen, in dem die Klöster in Wohlleben schwelgen, jährlich Tausende von Armen verhungern, die VolkSverzweiflung scharenweise die darbenden Arbeiter den Anar» chisten in den Rachen treibt, während Schul« brüder die Köpfe verfinstern und verblöden! Diese Pharisäer-Vvlkstribunen. die zu Hause ihre Armen halb verhungern lassen, möchten «S als Schundigkeit ansthrn, bei Missionen und anderen frommen Gelegenheiten, bei denen da« Geld haufenweise au« dem Lande fliegt, nicht vpfer-willig in den Sack zu greisen! Uebrigen« haben sich die ultramonianen Voltsbeglücker im steirischen Landtag mitsammt den GöNnern de« Antrage« gänzlich überflüssiger-weise blamoren. Die Ehemeldschein« bedeuten ja nichts and«reS, als die Aufrichtung eines civil-rechtlichen Ehehindernisses und dazu ist das steirische Parlament der Herren P i r ch e g g e r und Kaltenegger nicht kompetent, denn so etwas hieße da« allgemeine bürgerliche Gesetz-buch umstoßen. DaS gehört in den Reichsratb: die schwarzen steirischen Störche werden also schon auf den Frosch in der Flasche verzichten müssen i Eine Kundgebung. Der deutsche LandtagSclub in Prag hat beschlossen, „ach Schluß 'de« Landtage» mit einer K u n d g e b u n g an die Wählerschaft Deutsch-böhmen« heranzutreten, in dem der Woribruch der Junker, das Zurückweichen der Regiering und die künftig zu beobachtende Haltung der Deutschen in Böhmen dargelegt wird. Dieselbe warnt davor, der erregten Slim-mung die Herrschait über die Entschlüsse einzu» räumen; noch stehe manche« Wort an die Regierung frei, die an den Bertrag gebunden sei. Roch sei ein fester Halt a» der eigenen Kraft, an dem gutem Recht. Es gelte jetzt auszuharren bei den politischen und nationalen Amdimann, Mawrer. Schneider, Pertalt, Swai-ger, Driel. Smid, Wolf, Kroyger, Stummer, Woschnackh, Fleischhackher. Weber. Hafner, Ragkh, Grueber, Lempl, Hänstlin, Zwigkl. Zän-gerli, Khrainrr, Umbskr, Zangerl, Kirschner, Neubruch, Haber, Tollinger, Prungl, Ennizelin. Maurer, Fritzl, Ostermann, Gambier. Müllner, Ruml. Stermann, Walch, Kuscher, Wicher. Aschegg. Zwickl, Erkho, Schuster. Linhardt. Händler, Manalt, Gaber. Luckner. Wirt. Krautz, Pinter, Fält. Schuster. Weltjin, Hueben, Eppich. Kürschner, Schwinschekh, Lücke?, Mandl, Glaser, Trauer. Suecher. Trunkl, Puntschiich, Rastauche?, Fröhlich, Bernhardt. Fuderpanth, Telliager. Soldner, Wigandt. Flukh, Kunstl u. s. f. — wie viel« deutsche Namen mögen aber im Laufe der Zeiten slovenisiert word«n sein und so manche Familien zwangsweise oder auch durch minder harte Umstände andere, slavische Namen erhalten haben! Ja erster Richtung hat man e« hier mit der ortsüblichen Ausdrucksweise zu thun, wie z. B. der deutsche Baue? statt „Vater und Mutter,, — ..Voda und Muada" sagt, so sind eben au« einem „Hnber* ein „Hribar", au« einem Schuster ein „Schoftar" und endlich in gänzlicher Verstümmelung ein» Softar" entstanden, u. f. ». _ M-cht" Grundsätzen, die im Ausgleiche den großen Preis verbriefter officieller Anerkennung er» rungen haben, es gelte, die bereit« ins Leben getretenen Theile des A u s g l e > ch es nicht wieder auf'« Spiel zu setzen, sondern zu wahren, zu befestigen und unermüdlich ein» zustehen für die Fortführung de« Ausgleichs» werte«, zunächst für die nationale Abgrenzung der Bezirke. Keine Reform im Bölkerleben fei ohne schwere Opfer an Zeit, Arbeit und Au«* dauer zu erreichen: Schrecken wir daher nicht zurück vor Opfer», rüsten wir uns, die Tradi-tiouen des deutsche» Volke« treu durch die Organisation de? nationalen A?» b e i t und durch Zusammenfassung unfe?e? volt «th üm lichen K?äfte zu wahren! Welche Entwicklung immer die neueste Wendung der politischen Dinge nehme, halten wir alle t?eu und fest zu-sammelt, ein Volt von Brüdern! Lassen wir nicht rütteln an derEiniracht, die unS allezeit in den schwersten Lagen be-schützt hat. .Vertrauet un«. wie wir euch I Gehen wir ausgerüstet mit Zuversicht und Entschiedenheit den kommenden Ereignissen in rastloser Arbeit entgegen!* politische Rundschau. Inland Steirischer Landtag. Es wird in den urtheilSkähige» Kreisen der Wähler mit Recht böses Blut verursachen, daß im Landtage gelegentlich der Abstimmung über vie samosen Ehemeldschein? nicht weniger als zwanzig Nationale (!!) gefehlt haben sollen! Wa« hat man über die Schlamperei des SitzungschwänzenS im Reichsrathe schon geschimpft — und mit Recht: schon mehrmals hätte» die Deutschen im Par-lament einen Coup ausführen können, wenn sie ihre Pflicht gethan und am Platze gewesen wären und nun reißt diese Schlamperei auch im Landtag ein t Daß der Landeshauptmann, Graf Wurmbrand und Landesausschuß W a n-n i s ch mit den Clericalen stimmt« und ersterer vom Prügelmeister Kaltenegger ein Belo-bungSdecret erhielt, soll hier nach Gebühr ange-strichen werden. Der Statthalter that ein« Aeuße-rung. derzufolge diese« Kinderweglegungs-Gefetz nicht die Sanction erhalten wird. Die Herren Landboten haben da ein faule« Osterei nach Hause gebracht. Karnten. In den „Fr. St." betont ein Parteimann das oft kundgegebene Bedürsnis de« windischen Volkes nach Erlernung der deutschen Sprache an eine Reihe practischer Erfahrungen: „Jeder Familienvater sucht seinen Kindern deutsch lernen zu lassen, um ihr Fortkommen zu sördern. Die edelose katholische Geistlichkeit kennt diese» Be-dürsniS, die Sorge um die Zukunft der Seinen freilich nicht: si< hat dafür nicht da» geringste Ver» gleiche? Da?itellung die übrigen Bände »es an» geführten Werke» die Namen de» bereit» feit undenklichen Zeiten seßhaft gewesenen, dann der hiezu allmälig in größeren und kleineren Zügen eingewanderten Deutschen und deren Abkömm-liugen, welche aber großentheil» durch Sloveni-siierung dem Deutschthum verloren giengen, wa« nur durch den cosmopolitischen Charakter de» deutschen Volkes möglich geworden ist. Damit aber diese» nicht meh? geschehen könne, trifft jetzt der deutsche Schulverein durch Errichtung deutscher Schulen dort, wo dem Deutschthum solche Gefahr droht. Vorsorge, wo-bei ihm aber jegliche, ihm böswilligerweis« angeschuldeten GermanisierungSabsichten fern liegen, obgleich es ihm nicht zu verargen wäre, wenn er bei dem endlichen Erwachen deS deut» fchen Nationalgefühles, das dem Deutschthum Entrissene»? wiede? zu gewinnen t?achten wü?d«. Au» dem Vorangiführten ist nun zu er» sehen, auf welchen Füßen da» Slaventhum in den Alpenländern steht. Die Slovene» sind eben kein vollkommen reine? Volksstamm meh?, de? eine eigene?ein slavische Sprache besitzt, denn da< »Neuflovenifche' ist selbst nach dem Au»-fpruche so viele? Wenden früher alle« ande?e, nur nicht ihre Sprache. To j» t»k! T — r. 1892 staadlus und darum finden wir die Macher der „slooeriischen Bei»egun^ im Lande in erster Linie unter der Caplanokrat««. Da« Volk mög» ' lichst dumm zu erhalten und abhängig in all seinem Denken und Handeln vom Pfirrhofe, da» ist der eigentliche Zweck dieser Kämpfe, denn mit der deutschen Sprache kehren auch er» weit-rte allgemeine Kenntnisse, der Drang nach Fortbildung uud einer freiheitlichen Leben«an. schauung ein im Bauern Hause: alle» Ding«, die drr nationale Geistliche nicht brauchen kann." DaS vornehmste Kampfobject ist die Schule. Daß die Kinder deutsch lernen, das ist für die „Führer" und für die .Verführten" der größte Gräuel und so sehen wir denn, daß die Vor-stoße gewagt werden gegen Schulen, mit denen die Eltern der schulbesuchenden Kinder ganz zufrieden sind. WaS aber am meisten empört, ist die Thatsache, daß Bewohner einzelner Ort« schafien, die unter dem Banne ihres nationalen Pfarrer» stehen, sich zur Absendung von Peti-tionen verleiten lassen, dabin gerichtet, den deut-fchen Unterricht au« den Nachbarschulen zu ver» drängen, die zu benutzen sie eigentlich gar kein Recht haben. Wie kommt die Gemeinde Fette»« « gupf dazu, die Schule in Gutenstein anzufeinden, wo sie gewissermaßen nur zu Gaste ist. Wa« würde man dazu sag,n, wenn Jemand, der mit seinem Nachba? die eigene Schüssel theilt, zum Dank dafü? von diefem de? zanzen Schüssel be» raubt würde oder e« sich gefallen ließe, wenn ihm derselbe den Inhalt verunreinigt. Es ist un« darum unerklärlich. warum de?a?l betroffene Gemeinden nicht sofort die einzig richtige Ant» wort geben und Thaten sprechen lassen: Hinau« mit ihnen! sollte die Losung sein „Nur dann, wenn für jeden Hieb, der unS zugemessen ist. der wuchtige Gegnrhied folgt, werden sich die L e u t e h ü l e u, i h r e U u t e r» s ch r i s t e » dem Pfarrer oder einem von diesem geleiteten Bürgermeister zur V e r f ü » g » n g zu stellen. Wenn die Fettengupfer, die wir nur beispielsweise anführen, da« Geld dazu haben, mögen sie sich eine russische Uni» versität bauen und ihren Bürgermeister zum Rector machen; aber „Hand weg' von der Gmensteiner Schule, in der sie nur geduldet werden. Aehnlich liegen d,e Verhältnisse in Eberndorf und in anderen Schulg meinden deS Völkermartter Bezirkes, darum soll die Losung überall lauten: .Hinau« mitde? Friedensstörern.' Im KrainerLandrag griff H r i b a r den Minister G a u t f ch weg«» angrblicher Germanifationsmaßregeln ausS Heftigste an und klagte wegen Begünstigung de» „Deutfchen Schulvereines". Der Landespräsident mußte n. anderem zugeben, daß der „Deutsche Schulverein' nirgends ungesetzlich vorgegangen sei. Baron S ch w e g e l bedauerte, daß der Landespräsident nicht schon srüher eine solche seesunde Ansicht geäußert habe, die Verwirrung in Krain wäre nicht so arq geworden; eine gemeinsame Amtssprache in Oesterreich sei noth» wendig. Im niederöfter?eichifchen Land-tage berichtete Abg. Dr. H a b e r l über die Petition deS famosen „Katholischen ^Schulver-eine«' um eine Subvention. Da« Schriftstück zeichnet sich aus durch eine Unverschämtdell, die verwunderlich wäre, wenn man dessen Urheber nicht kennen würde. Es mangelt leider an Raum, das geradezu infame Pamphlet wiederzugeben; darin werden Lehrer und Lehrer« bildungSanstalten verleumdet, der Unterricht ver-lästert, die Jugend beschimpft, die Fachzeit-fchriften denuncie?t. das Schulgesetz begeifert und dabei noch übe? ^pöbelhafte Ueberhebung" geklagt! Die Petenten möge» sich doch einmal in d«n Spitgel sehen! Warum haben denn die Petrntrn dem Landtag nicht« erzählt, beispiel«« weise von den Schulbrudern zu Eiteaux, welche — 23 an der Zahl — wegen unnatürlich«? Ve?brechen an der Jugend doppgenommen werden sollten, leider »be? zum Theil entwischten? — Man sehe, da« ist de? Ton, in dem die Ultra» montanen — bitten. Sind wah?e Bescheiden» heitSbolde! Am 6. April fand in Wien eine Be?» trauenSmänner-Verfammlung de? ult?amoutanen WT 1892 | Reorganisation der clericalen Bewegung beschloß Die Versammlung war vom Grafen ! Franz Falkenhayn. von Baron Wilhelm Berger, Pros. Schindler, Dr. Porzer und Baron Vittinghos-Schell einbe-rufen worden. Alle Redner traten für »ine selbst-ständige Action der clerilalcn Partei, insbesondere bn den Wahlen ein. Die Versammlung geneh-mtpte eine Reihe vo» Grundsätzen als Pro« stramm, zu dem natürlich die confessionelle Schule geborte. Die Fortschrittlichen sollten, ob Wahl-bewegung oder nicht, häufiger unter da» Volk treten. Die alte, liberale Schlamperei des Cikungschwänzen« zeigte sich auch im Landtage bei der Wahl der Mitglieder in die Commission für die Verkehrsan lagen; so nur konnte es kommen, daß ein L u e g e r mit der Mehrheit | t»n J8 Stimmen in diese Commission gelangte, ! »er Patron. !er mit verbissenster Verhetzung »er Massen gegen alle neuen VerkehrSpläne Sioßwims aufaelrete» war! Wird der Liberalismus faul oder altersschwach? Der Wiener Landtag . dol auch sonst diesmal eine wahre Specialität: die clericalen Vertreter der Landgemeinden zeigten sich da in ihrer, ibnen eigenen Menschen-fmmdlichleit; ihre Hunde wollen sie nicht be-steuern lassen, aber das Armenwesen in seiner scandal ösen Verfassung zu belassen, verschlägt ihnen nicht»; die Stadt Wien, meinen sie. soll für die Kosten der Armenpflege aus dem Lande !>n Löweminth,il tragen. Die Menschenliebe langt bei den — Hunden an; die Armenpflege tonnte zuviel kosten. Oberösterrei ch. Der Landtag nahm da« Gesetz über die Steuerbefreiung der Arbeit«» Häuser an. Die „volkSsreund lichen" Clericalen um» Schlage Ebenhochs stimmten dagegen. Tirol. Die clericalen Blätter heben bezüglich der Tiroler Schulgesetze hervor, daß i» denselben da« confessionelle Moment hin-reichend berücksichtigt und in gewissem Grade die Mliaufsich» der Kirche hergestellt sei. Dem gegenüber betont das „Tiroler BolkSblait", daß die Landesbischöse und Dr. R a p p eS in ihren Erklär» ngen tief beklagt haben, daß sich die Schulgesetze im Rahmen des Reichsgesetzes bewegen. Das Organ der Tiroler Liberalen erblickt in der Thatsache, daß die Bischöfe und die Clericalen für ein den Ttaadpunkt des Reichsgesetz?« festhaltendes Schul-»esetz gestimmt haben. daS Eingeständnis ihrer Kapitulation vor dem Reichsschulgesetze. Uje! Bo einer solchen Kapitulation bewahr? der Himmel andere Kronländer! DaS officiöse Federvieh ift ganz ?ntzückt üb^r den Tiroler Schulausgleich; der officiös? Kraiilsetimacher Scharf glänzt in seine« Ver-gleich dieses Ausgleich« mit dem böhmischen »«d schreibt: Ost sinken Generationen in'» Grab, ehe das Richtig? gesunde« wird. Also Graf laasse kann warten, bis di? G?n?ration?n m'4 Grad sink?», di« ?r das Richtig? findet. ,Ham'» an' Idee?' möchte man fragen. Böhmen. Die LandtagSrede P l e n e r'S hat j?d?nfall« b?i all?n Part?ien und auch b?i der Regierung Eindruck gemacht. Die Stellung der Deutichböhmen betreffend, erklärt Plen?r, »an müsse auf der gewonnenen Grundlage sonarbeiten. fortbauen, die Regierung sei durch giltige Verträge gebunden, darüber «erde sie doch d?n Deutschen geg?nüb?r nicht m?hr weg» kommen. Plener z?igt? auch d?n D ? u t s ch ? n ! außerhalb Böhmen», daß sie alle ein müthig Front machen müßt?» g?g?n das tschechische ÄtaatSrecht, da beffen Verwirklichung mit einer schw?rwi?g?nd?n B?» lastung, jadeni Ruin der Alpen-land er v?rbund?n sein müßte, da die Tschechen die Ueberschüss? a»S d?n Steuerein-gängen für Böhmen v?rw?nden wollen. Da« sei »ach H? r o ld d?r Sinn d?s StaatSrechtes, n>i? es da» tschechische Volk verstehe. — Plener « Red? dürst? aus die deutschböhmischen Wähler-stasie» einigermaßen erkältend gewirkt haben. Z>,e D?utschböhm?n wiss?» übrigen« Disciplin zu halten, sie kennen die Selbstlosigkeit P l ?-»er's und Schmeykal'S und beweg?» sich »»hl im Gedantengang: Wir hätt?n noch lieber nimi QpK>r A»lAAtll • ^Y-hr Mftiftt «A .-lK.iv finffnv ..Ke«tsche Wicht- wissen, warum eS nicht sein soll. Ein wahrhaft politisch reife« Volk muß der S?lbstlosigk?it V?r-trauen entg?g?nbringen. Verloren ist ja nichts. Die Lage der Deutschbödmrii ist that» sächlich besser als vor dem Neujabr 18M; der größte Vortheil de« unerfüllten Ausgleich« liegt eben darin, daß die Deutschen geiechten Anla, haben, in Hinkunft jeden andern wegen vor-auSsichtliche» Wortbruch?« a liniine von ber Hand zu weisen, ein zweiter, daß der Monarch lebt. d?r sein Wort in die Wagschale geworfen hat. Alle Deutschen Oesterreich« außerhalb Böhmen« haben nur Grund, das Sch?it?rn d?« Ausgleichs zu begrüßen, da di? Deutschböhmen Taaffe gegenüber vollkommen freie Bahn gewonnen haben. Der Ansicht der Jungtschechen, daß die dreibeinige Majorität im Reichsrathe nicht lange mehr möglich sein wird, können wir beipflichten und zwar mit großen» Vergnügen; nimmt doch endlich die Versunipfung ein Eaae. Zum Schluß der Landtagssitzung sp?c-taculi?rt?n die Jungtschechen gegen den alt-tschechisch?» B?richterstatt?r Z a t k a, d?m si? di? Kosewörter: .Frechheit", »gistgeschwollne Kröte" entgegenschleud?rten. Zu der Soiree am 7. d. beim Oberstlandmarschall waren auch die Vertreter der tschechischen Journale geladen; an die deutsch?» Blätter sind keine Einladungen ergangen. Dieser Vorgang wurde in Prag den Cavalieren als ?in? g'vß? Tactlosigk?it g?g?n di? Deutschen ausgelegt, da man doch nicht ann?hmen will, daß die antisemitisch? Gesinnung der Cavalier? hi?rfür maßgebend war, weil auch unter den tschechischen Journalisten Juden sind. DieDeutschen habe» übrigens bei L o b ko w i tz unsrer Anficht nach nicht« zu suchen. Neuerdings wird von maßgebender, unter-richtete? Seite versichert, daß daS Gerücht von einer Spaltung im deutschenLandtagsclub voll-kommen erfunden und die Eintracht so fest ist, wie jemal«; diese Eintracht ist bereis auch in obiger Kundgebung nach Außen zutage getreten. — Man hat ?S bemerkt, daß Statt-Halter Graf Thun später aus die Vorwürfe der Deutsch?» über die Regierung nichts mehr ?rwi> d?rt?, was ?r sonst früher jedesmal gethan. Man schließt daraus, daß er sich zuerst als Feudal-Grand. dann erst als Statthalter fühle. In einer Wählerversammlung zu Lomnitz wurde dem Jungtschechen K r a m a r ausge-tragen, ?xtr?m? Opposition zu treiben und sich sür die Aufhebung d?S Schönborn'schen Erlasses vom 3. Februar 1890 einzusetzen, endlich die Einführung des Staatsrechtes sich bei allen Schrillen vor Auge» zu halten. Gregr und Vaschaty wurden besonder» gefeiert. Bukowina. Bei den LandtagSwahlen baden die vereinigten Gegner der Regierung: Deutschliberale, Polen und Ruthenen über die rumänisch-feudale Regierungspartei gesiegt. Da« ofsiciöse „Fremdenblatt" selbst scheint von dem klugen Vorgehen d?r Regierung in di?s?m Kronland? keine hohe Vorstellung zu besitzen. Ausland. Deutschland. B i « m a r ck hat zu seinem GeburtSfeste über 7000 Glückwunsch-t?l?gramm? ?rhalt?n, die Blies? kam?« sack-weise. Rußland. In Kiew wurd?n zahlreiche Personen unter dem Verdacht? r?voluiionär?r Umtriebe verhaft?». S?it einigen Tage» befindet sich der Finanz« minister Wyschnegradski sehr schlecht, ?b?nso, wi? di? Finanzen Rußland« selber. Hung?rSnoth und Militärlasten müssen unver-weidlich de» Zusammenbruch deS thönernen Kolosse« herbeiführen. In Belgien haben sich die Liberalen und Radikalen zu gemeinsamem Vorgehe» bei den Wahlen gegenüber den Clericalen geeinigt, die Pläne der Letzteren auf Revision der Ver-fastung i.l ihrem Sinne durchkreuzt. Auch auf die Provinz wird diese Einigung günstig wirken, so daß die Hoffnung aus Befreiung des Landes v»n jahrelanger psäffischer Knechtschaft ausleuchtet. Bei uns in Oesterreich leuchtet aber den verschieden freisinnigen Parteien die amKiaIAU KAM H >■!/(>• AIM ___ 3 In Frankreich schein?« die Kirchentumulte aus der Tagesordnung zu stehen. In Paris, Marseille, Nancy gabs Kirchenkeilereien mu blutigen Köpfen; in Rvann? würd? bei ?in?r solche» »Andacht" ein G?istlich?r durch einen Stockhieb am Kops? v?rwundet. Di? cl?rical?n Blätter beklagen sich darüber, daß die Polizei in allen diefen Fällen den Skandalen ruhig zugesehen hat, odne dazwischenzutreten, und die Freunde der Clericalen, wie z. B. der „ittganr und der Paix behaupten, die Radi-calen hatten sich verschworen, die Geistlichkeit zum Aeußersten zu treiben, um dadurch da» gute Einvernehme» zwischen der Kirche und der Regierung zu stören und für die Dauer unmöglich zu machen. ES ist indes nicht leicht fest-zustelle», von welcher Seite die Provocalionen kommen, welche zu den Kirchenscandalen Anlaß geben. E« ist festgestellt, daß der Pariser Prediger jener Kirche, in der die erste» Scandale stattgefunden hat, „contradictorische Vorträge" angekündigt und die Socialisten dazu eizuladen unvorsichtig genug war. ES ist seine Schuld, wen» sich jene nicht aus die Rolle stummer Zuhörer, denen zweifelhaste Compliment? an den Kops geworfen werden, beschränkt?». Zu Fastenpredigten wählen di? Abb^S auch imm?r politisch? Themen, welche ausregen, da regnetS Seitenhiebe; di« Franzosen aber sind nicht so geduldige Zuhörer, wie das Publicum de» Jesuiten Abel in Wien, sie schießen hinauf, wenn hinunter geschossen wird. In der trän» zösischen Kammer sagte der Ministerpräsident L o u b e t dem streitbaren Abbv Hülst an« 9. d. in» Gesicht, die Geistlichkeit brauche nur aus der Kanzel die Politik beiseite z» lasten und die Ruhe würde nicht gestört werden. Justiz-minister Ricard versicherte, jeder Geistliche, der von der Kanzel herab die Gesetze angreist, werde bestrast werden. Der Minister verlas hieraus Hetztractätchen de« Bischofs von Mende gegen die neuen Schulgesetze; d?rs?lb? hab? auch die Pfarr?r aufgefordert, di? Wahl?» zu beeinflussen; gegen ben Bischof sei da« Strasverfahren ?ing?leitet worden. Jourdan bringt auch andere Umtriebe der Clericalen zur Sprache. Die Kammer beschloß, die stürmisch begrüßte Rede de« Justizministers in allen Gemeinden Frankreich« durch Maueranschlag bekannt zu machen. Wi? in Frankr?ich so w?rde» auch streng? Dynami»ard?nges?tz? in Spani?n und der Schw.iz den gesetzgebenden Körperschaften vorgelegt werden. Schweiz. Der in Zürich lebende russische Anarchist Fürst Krapotkin veröffentlicht eine Broschüre, betitelt „Broderwerb" in welcher er ankündigt, daß binnen Kurzem an allen Länder Europas revolutionäre Bewegung?» anarchistischer Natur ausbrechen werde», den» die Anarchist?» Europa» feien international organisiert und werden demnächst lo»schlag?n. Wenn man di? Dynamitattentate in Pari», Brüssel. Madrid und Italien im Zusammenhalt? b?tracht?t, ferner die bei den Madrider Atl?ntät?rn Ferreira und Deboch?» gefundenen Papier?, w?lche Statuten der Anarchisten enthalt?«. vergleicht, sch?int in obig?r Meldung nicht» Unglaublich?» zu liegen. Italien. Ein merkwürdige», aber k?i»eS-weg? hübsch?S Licht auf die Ränke, die i»n?rhalb der hoh?n päpstlich?n Cl?ris?i in Rom g?» sponn?» w?rd?n, bilb?t di? gegenwärtig vor dem römischen Gerichtshof verhandelte Klage de» Monsignore A m a l f i t a n o gegen den Cardinal O r? g l i a. Im G?richt»saal? sah man vi?le ärmlich g?N?idete Landpriester mit mächtigen Krückstöcken und breiten, von Sonn? und Regen entfärbten rostbraunen Hüte», mehrere alte Kapuziner und eine Reihe von Honara-tioren der Stadt Orbetello, welche offenbar zu den vom Monsignore angerufenen Zeugen gehören. Cardinal Oreglia war nickt erschienen. Ans Befragen d<» Vorsitzenden erklärt Monsignore Amalsitano, daß er auf der Klage be-stehe und keinen Grund habe, einen Mann wie Oreglia zu schonen, der alle einem Christen und Priester obliegenden Pflichten hintansetze, um Unschuldige zu verderben. E» werden Zeugen n_-"f tiii/ninüfln 4 Klägers aussagen. Der Letzte in der Reihe ist Msgr. Mazzoni. Er erklärt, da« b-r Kläger ein Opfer der Rachsucht deS Cardinal» Oreglia sei und im Vicariat Niemand an seiner Unschuld zweifle. Cardinal Parrochi wollte darum da« Decret. durch welche« Amalfitano den geistlichen Würden enthoben werden sollte, nicht unter-zeichnen. Man siebt mit Spannung dem Au«-gange de« Processe« entgegen. Kleine Nachrichten. Die Dynamitattentate der Anar-chisten mehren sich. Beim Oberstaatsanwalt in Nivelle», auf dem Polizeiamt in Anger», beim Gerichtspräsidenten in Compiegne wurden Dynamit-sprengbüchsev gesunden. In Linare» (Spanien) und Scheibb« Niederösterreich wurden au« Berg-werken große Mengen von Dynamit gestohlen. sDa«Herzam rechten Fleckej In Zsablya geschah e« bei der jüngsten Stellung, daß alSein gewisser Arkadia Alexict, eiu muSku» lbser, kräftiger Junge, für tauglich erklärt wurde, dieser der Commission sagte, man solle ihn nicht einreihen, da er da« Herz auf der rechten Seite babe. In der That ergab die Untersuchung die Richtigkeit der Behauptung — aber die Sentenz wurde deshalb nicht geändert. [130 Mannvergiftet.lJn Passau erkrankten am vorigen Sonntag nach dem Genusse deS Mittagmahle» in der Kaserne de« 16. Jufan« terie-Regiment» 130 Mann an den Symptomen einer Vergiftung. Nach einigen Tagen war ein großer Theil der erkrankten Mannschaft wohl wieder hergestellt, allein eine sehr beträchtliche Anzahl liegt heuie noch schwer krank darnieder. Die eigentliche Ursache der Bergistung ist noch nicht ermittelt, doch glaubt man mit Sicherheit annehmen zu können, baß dieselbe durch den Genuß eine» Kartoffelsalat» erfolgte. Derselbe soll nämlich schon am Vortage in einem großen kupfernen Kessel zubereitet und in demselben bi» zum nächsttägigen Mittagmahl aufbewahrt wor-den sein. Vermuthlich wird sich in dem Kessel durch die Länge der Zeit bedeutender Grünspan gebildet und sich mit dem Kartoffelsalat ver-mengt haben. fB e r n st e i n s u n d e.s Unter den Bern« steinsunden, die im vergangenen Jahre an der Ostseeküste gemacht worden sind, und die be-s»immung»mäßig der preußischen Regierung vor-gelegt werden müssen, befanden sich auch einige recht wenhvolle Stücke, darenter ein» im Gewichte von mehr al» 750 Gramm. E» ist nun der Geologischen Landesanstali und Bergaca-demie in Berlin überlassen worden. sBrandkatastrophe.^ In Oberöster-reich ist der Markt Leonfelden, 100 Häuser, Kirche und Schule, Raub eine» schrecklichen Brandes geworden. Kirchtag auf der Atm. in. lSchlub.) Nach orientalischen Mustern eingerichtet, mit den dem Budenbesitzer gehörigen, auf dessen ausgedehnten Reisen selbst gesammelten Kunst-schätzen «»»gestattet und geschmückt machte eS sich durch die alles durchdringenden Töne eines gleichsalls echten Tam-Tam bemerkbar und der Besitzer sorgte in angestrengtester Weise b«sür, daß jedermann herangelockt und zum Eintritte veranlaßt wurde. WaS darin gezeigt wurde, war höchst mannigfaltig. eS mußte aber auch sehr erheiternd gewesen sein, wa» durch da« fast ununterbrochen herauStönende Gelächter bewiesen wurde. Anstoßend wurden, wie da» riesige Placat andeutete, echt« Suaheli gezeigt, welch« aber, wenn die Fama wahr spricht, mit den in der Sennhütte daneben befindlichen hübschen Europäerinnen sich sehr deutlich verständigen konnten. Und zwischen all dem wogte ein« Menschenmenge umher, wie sie die Casinoräum« lichkeiten so zahlreich und interessant wohl noch nie beherbergt hatien. U«b«r 600 Personen waren erschienen und die Bilder, welch« die hkitere, lachende und glückliche Gesellschaft ab- wech«lung»reich bot, werden jedem Theilnehmer ........ „Deutsch- Wacht- Der Ausschuß hatte selbst auch für ein bestimmte» Programm gesorgt, doch war e» bei dem Lärm und Andrang« nicht immer möglich, dasselbe genau einzuhalten. Die ausgezeichnete Kapelle des Cillier MusitvereineS spielte länd-liche und alpine Stücke, überdies aber auch di« Tanzmusik. Da auf dem Kirchlage der Tanz nicht fehlen dürfte, so war der dritte Theil de» große» Saale» als Tanzboden mittelst eine» .Gatter" abgeschlossen und es landen dort auch die Vorträge statt, zu welchem Behufe in einer Ecke zwischen Felsen ansteigend der geeignete Raum geschaffen war. Mächtige Trompetenstöße verkündeten den Beginn jed<» Tanze» oder Vor-trage«; zu ersterem war den Tänzerinnen in beschränkter Zahl der frei« Eintritt gestattet, di« .Männer" aber mußten sich denselben erst erkaufen, wa« freilich mit solchem Eiser geschah, daß der „Wachler" kaum Ordnung halten konnt« und ihm da» „Hinausschaffen" nach dem Tanze viel Mühe bereitete. Der Männergesang-Verein von Cilli brachte mehrere Steirer- und »ärntnerchöre vortrefflich zu Gehör und e« wurde von Vielen bedauert, daß die Unruhe im Speisesaale weitere Vorträge unmöglich machte. Eine Anzabl Mitglieder unsere» tüchtigen Turn-vereine» leistete al» Acrobatengesellschaft geradezu Erstaunliches; Bänkelsänger erklärten die auf-gestellten st aurigen Bilder (Ehepaar Schneider) in wahrhast ergreifender Weis«; ein „KaSperl-theater" erregte nicht geringe Heiterkeil; die Seethaler Gesellschaft — zwei schmucke Steire-rin»«n mit Hack- und Streichzilher, ein Geiger und ein Guitarrespieler — sand nach dem Vor-trage zweier Nummern jo stürmischen Beifall, daß eine dritte Nummer zugegeben werden muß!«; ein Duett au» dem .Vogelhändler' sprach in Masten und Gesang sehr an und wenn jemand durch diese und ähnlich« Ausführungen und Scenen sei» Herz schon sehr bewegt fühlte, >edoch nicht den Muth besaß, offen aufzutreten, so bot ihm der Gemeinde-schreiber Gelegenheit, seinen Gefühlen in Briefen und Berichten jeder Arl Ausdruck zu geben, wovon denn auch fleißig Gebrauch gemacht wurde. Da» bunte Treiben wähne ungejchwächt bis zum Morgen, viele Besucher konnten sich ab«r überhaupt nur sehr schwer entschließen, die so lieb gewordenen Räume zu verlassen und erst die längst aufgegangene Sonne, deren Strahlen den perlenden Champagner und glühenden Tokayer, nicht minder aber auch unsere vor» trefflichsten steirischen Weine in den Bechern erst recht glänzend beleuchteten, mahnte ernstlich zum Ausbruche. So war denn da» Fest beendet, ein Fest, wie e» schöner und gelungener nicht gedacht werden kann, wie e» un» Cilliern aber auch kein anderer Ort so nachzumachen vermag. Nicht der mindeste Anstand kam trotz de» riesigen Andranges der Besucher vor; kein einziger Mißton störte die Harmonie, welch« eben eine deutsche Gesellschaft durchdrang und noch nach Jahren wird jeder Theilnehmer freudig der unvergeßlichen Nacht im Cillier Casino gedenken. Wie schon erwähnt, war der Kirchtag auch von au»wärt» gut besucht worden, vl« Vertreter der Centralleitung des deutschen Schulvereine« in Wien war H«rr Dr. W o l f h a r t erschien«»: e« war die« ein Beweis für das große Jnter-reffe, welches di« Centrale für da« Gedeihen der deutschen Sache und insbesondere der deut-tschen Schul« in Untersteiermark hegt, e» hat aber der geehrte Vertreter gewiß auch die Ueberzeugung gewonnen, daß die Deutschen de» Unterlandes kein Ofer scheuen für die Erhaltung der deutsche» Bildungsstätten. Vom Obmann der Centralleitung langt« solg«nd«< Tele-gramm ein: .Anläßlich des morgigen Festabends senden wir deutschen Gruß und drücken die Hoffnung aus. daß derselbe in jeder Beziehung anregend und erfolgreich wirken wird. Stramm und fest müssen wir zusammenhalten, wer kann uns dann etwas anhaben? Mit treu deutschem Gruße: Der Deutsche Schuloerein : Weitlof." Telegramme und Zuschnften kamen außer-dem von verschiedenen Seiten mit dem Ausdrucke der Freude über da» Unternehmen, andererseits nher mirh he& iififr die Unmöalickkeit »'t>2 de» Erscheinen». Zahlreich vertreten waren be-sonder» Die Orte Tuffer. Hochenegg. Weitenstein uud Hrastnigg: weit« s war einr groß« Zahl von Landleuten au» der Umgebung von Cilli, 1 Uiiterkötting K. erschienen, wodurch eklatant dargktkan wurde, daß anch ein beträchilicher Th»il der Landbevölkerung die Bestrebungen für die deutsche Schule würdign und anerkennt. Au» unserer Schwesterstadt Marburg sahen wir nur einen Besucher, wir hatten aber allerdings von dort mehr erwartet und ebenso vermißte man den Träger manche» guten deutschen Namen» au» andere» Städten und Märkten Untersteier» mark», welche vielleicht doch Anlaß gehabt hätten, bei dieser Gelegenheit ihre Zugehörigkeit zu un» an den Tag zu legen. Der Erfolg war dessenungeachtet ein noch nie dagewesen,? d. h. nicht n»r in moralischer, sondern auch in wate-rieller Richtung. Die Gesamteinnahme betrug nahezu 1600 Guiden und da aus viele Rechnungen und den Erlag von manchen Barauilagen ver« zichlel wurde, so ist die OrtSgruppenvorslehung in der Lage, einen Reingewinn von rund 1200 fl. auszuweisen und al» Spende an die Centrale abzuliefern. So haben die Deutschen in Cilli und im Unterlande wieder gezeigt, daß sie stet» da sind, wenn e» gilt, für ihre gute Sache einzusteheu und wo diese» Zusammenhalten ein so inniges ist, erscheint die Sache selbst auch ge-sichert. Schließlich muß nochmals auf» labendste anerkannt werden, daß der Festausschuß — Frauen wie Herren — wirklich Erstaunliches geleistet hat und e» sei daher demselben sowie allen welche zum Gelingen de» Feste» beigetragen haben, auf» neu« der wärmst« Dank gebracht. --S. Aus Stadt und Land. Cilli, 8. April. (Casinoverei n.) Mittwoch de» 6. d. abend», oder kalendarisch richtiger Donnerstag den 7. d. 7 Uhr früh wurden di« Ver«in»räume »ach den letzte» Besuchern de» letzten U«tervaltung»abend» Der Saison geschlossen und damit di« Saison selbst beendet. E« wäre nun zwar verlockend, die eben beschlossene Saison von den ^vur-kr-Abeiiden an bis zum Ende — I sei eö in kurz skizzierter Chronik, sei e» mit feuilletonartigem Wortschwalle — durchzuhecheln und hiebet auch auf alle anderen in den Ver-einSräumen stattgehabten diverse» localen Ver-anstaltungen socialen, musikalischen oder auch ethnographischen Cvarakter». welch letztere» die Schaustellung der Suaheli-Truppe zweifelsohne beansprucht, einige humoristische Streiflichter zu werfen, doch gebricht e» hiezu umsomehr an Zeit und Raum, als d«r letzte Abend genug de» Erwähnen»- und LobenSwenhen bot. Der an diesem Abend gemachte Versuch, die Vereins» Mitglieder anstatt dnrch Emzelvorträge von Dilettanten einmal zur Abwechslung durch ein Salon- oder Promenadeconcert in der dem Tanz« abgekargten Zeit zu unterhalten, ist — der^Dank fei gleich hier dem Entgegenkommen de» Musik-vereine» und seinem stet» bereitwilligen Dilet-tantengefolge ausgedrückt —vollkommen gelungen. Das aus acht Nummern verkürzte, gewählte Musikprogramm, welches die auf nahezu 30 Musiker verstärkte Kapelle im großen Saale selbst, und nicht aus der Musikgallerie, mit der besten Klangwirkung zu Gehör brachte, trug die-selben sowohl wa» die Auswahl der Stücke, wie die Art der Vorführung betrifft, verdienten und ungetheilten Beifall ein, der speciell bei den reinen Streichorchester-Pieceu, wie .Träumerei" von D i e ß e l und .Altniederländische» Volk»« lied" von Kremser am stärksten «ar. Die gerundete gleichmäßig« Tonsülle der Streich-Harmonie, der zwei Contrabässe und zwei Cello'» die nöthige Festigkeit gaben, lassen dem Mitglieder-concerte de» Musikoereine« demnach das best« Prognostikon vorhergehen, und sei hier nur anläßlich de» heute besprochenen Abend» der Wunsch ausgedrückt, e» möge noch öfter al» es bisher geschehen, durch da» Zusammenwirken mehrerer Vereine die Gesammtleistung jede» einzelnen Vereine» gesteigert und gefördert wer-den. da der Mttgliederhauptstock aller hiesigen Vereine ja doch ein und derselbe ist. Dem Tanz-veranüaen wurde der voraerückten !>abres»cit 1892 I unb den Nachtlängen bei Vorwoche zum Zrohe «>t dem größten Eifer gehuldigt. — die vor der üblichen Mitternachtspause gelanzte Q»a-drille zählte 32 Paare — und so kann denn die rührige Vereinsleitung. insbesondere aber deren unermüdlich.? und eifriger Vergnügung«» lnier, Herr Fritz Rasch, auf die oben beschlossene Saison mit Zufriedenheit und Stolz zurückblicken und de« Tailkes der Mitglieder versichert sein, welche die Schwierigteite» kennend, mit denen die heutig;« Geselligkeitsvereine überall zu kämpfen habe», sich zufrieden daran erinnern mögen, daß der Casinoverein in Leoben. unserer obersteiri-schen Schwesterstadt, vor Kurzem seine Auslösung beschlossen ha», ohne einen Nachfolger gesunden zu haben, während unser vielbeknttelteS Casinv »erade an die eben vergangene Saison und an verschi dene, erst im Werden begriffene Pläne an-knüpfend der Zukunft vertrauensvoll entgegensieht. Oismarckseirr. Der Verband Eilli de« SermanenbundeS begieng am letzten SamStage. „mitten auf slvvenischer Erde" beim „Erjautz" in llnter-Kötting den Geburtstag BiSmarckS in festlicher Weise. auS welchem Anlasse sich daselbst eine überaus reiche Zahl deutschnationaler Ge-sinnungsgenossen einqefunden halte. Der Obmann-Stellvertreter deS Verbandes Herr eand. jur. Ctto Ambroschitsch eröffnete die Feier mit einer herzlichen Begrüßung der Erschienenen «nd trug nach Absingung des .Deutschen Weihe» liedeS" eine beisällig aufgenomniene Hymne an vi«morck von Aurelius Polzer vor. Nun wechselten nationale Lieder mit begeisterten Reden, wovon besonders die Festrede, gesprochen von Herrn cand. med. Moritz Rüpschl «inen Sturm von Vkgeisterung hervorrief. Weiter» sprach noch Herr Dr. Stepischnegg, welcher den Sermanenbund zu seinem begonnenen Werke beglückwünschte und namentlich den Antheil der nationalen Jugend an dem Zustandekommen bei Verbandes leierte, wofür Herr Fr ö h l i ch in warmen Worten dankte. Schließlich begründete Herr stud. jur. Wilhelm Stepischnegg den nationalen Gedanken in einer sehr gediegenen, von den Zuhörern mit lebhaftem Beifalle be-dachten Rede. Der Germanenbund kann sich schmeicheln, den Ehrentag des größten Deutschen in würdiger Weise gefeiert zu haben. Er hat sich hiedurch in unseren nationalen Kreisen auf da« beste eingeführt und e« ist nur zu wünschen, daß er einerseits auf der betretenen Bahn weiter-schreite und andererseits die Gesinnungsgenossen in ihrem Interesse für diese« wahrhaft ideale Unternehmen nicht erlahmen. Das tkichrnbrgängnis de« Herrn Vincenz Matzenaner hat Sonntag nachmittags unter großer Theilnahme stattgefunden. Der Beteranenverein mit Fahne und Musikkapelle gab dem Verblichenen das Ehrengeleite zum Grabe. Evangelischer Gottesdienst. Zu den Oster-stiertagen wird am 18. d. M. in der evangelischen Kirche Gottesdienst mit Abcndmahltfeier stattfinden. Erhängt. Der fünsundsiebzig Jahre alte, lang-jährige städtische MauteinneHmer Josef Czerny hat sich Dienstag um halb 2 Uhr nachmittags in seiner Wohnung, Spitalgasse Nr. 14 mittels eilte# Handtuches an einem an der Zimmerthür steckenden Haken erhängt. Aus seinem, unmittel-bar vor der Entleibung geschriebenen Testamente, da« der Unglückliche zur Besichtigung anS Fenster geleat hatte, geht hervor, daß sich der arme be-duiernSwerthe Alte infolge drückender Noth da« Leben genommen hatte. Begreiflicherweise hatte sich aus die.Meldung von diesem Vor-kommnis eine große Schaar von Leute» vor der Wohnung de« allen Mauthner« zusammen-gesunden. Die Leiche wurde auf den städtischen Friedhok zur gerichtlichen Obduttion gebracht. Ein Messerheld. Sonntag um 7 Uhr abends wurde gelegentlich eine« Streites im taufe Nr. 22 Gruzerstraße, der Taglöhner Joses ch m u tz au» Gavedna. Umgebung Cilli. von dem Maurer Johann U r s ch i tz durch einen Messerstich in die linke Lende schwer verwundet und mußte in» Spital gebracht werden. Der TnÄ.r wurde von der stadtischen Sicherheit«-wache dem Kreisgerichte eingeliefert- Schwindel. Wie wir aus sicherster Quelle vernehme», ist an dem Berichte aus Tüchern. ^Deutsche Dv«cht- betreffend einen Einsturz eine« OekonomiegebäudeS fei«» wahre« Wort; eS sollte vielmehr wohl nur Herr Maurermeister D i m e tz in seinem Gewerbe geschädigt werden. Wir behalten unS vor. gegen den Einsender preßgerichtliche Schritte zu unternehmen, wollen aber jetzt schon con-statteten, da« wi die ganze Mittheilung als AuSf uß schmutzigen Brodneide« betrachten. Änerhahttdal). Unser bekannte Nimrod, Herr Dr. Hoifel, s hoß am 12. April den ersten Auerhahn in dieser Saison im Bacherer Gebiete. Alovenisches. AuS St. Jakob im Rosentbal lKärnthen), wo die windischen Hetzer mit Dampf-kraft aibeiten, kommt die Nachricht, daß aber-ma!S eine Abordnung von sechs Besitzern auS dieser Gemeinde sich dieser Tage zum Landes-Präsidenten Schmidt-Zabierow begeben und dort die d r i n g r n de Bitte vorgebracht hat, daß die utraquistische Schule der Gemeinde erhalten bleibe und der deutsche Unter-richt weitere Beschränkungen nicht erfahre. In diesem Vorgehen zeigt sich neuer-dingS wieder der gesunde und praktische Sinn unserer slovenischen LanbSleute und macht die hetzerischen Bestrebungen einzelner Wassertrüber zu Schanden. — Die überaus freundlichen und ermuthig-nden Worte, welche Excellenz Gras Wurmbrand unseren ränkevollen politischen und nationalen Feinden zu widmen sür angemessen fand, werden in der slovenischen Presse dankend ad-gelehnt. ,Slo». Nar." sagt am Schlüsse seines übrigens confusen Aufsatze« darüber: „Die slo-venischen Abgeordneten in Steiermark werden die Interessen der Nation wegen der schönen Auge» des Herrn Landeshauptmannes der Steiermark nicht opfern. Es wird uns angenehm f,in, wenn bessere Verhältnisse zwischen den slo-venischen und deutschen Abgeordneten herrschen werden, aber aus Kosten unserer politischen Ab-sichte» wird dies gewiß nicht geschehen, weil eS nicht geschehen darf!" Es ist unglaublich, daß e« nach dreizehn Jahren Taaffe noch Leute gibt, welche nationale.......mit Händedrücken und allerlei Zugeständnissen „versöhnen" zu können glauben. Zum Capitel .Slovenische Gerichtssprache' entnehmen wir dem panslavtsti-schen Triester »SlovanSti Svet" nachstehenden charakteristischen Beitrag: Ein slovenisch gesinnter Schristst e h 1 e r hat e« nämlich unternommen, eine Art Belehrung über'S Wechselrecht in« Windische zu übertrage«. E« bandelt sich um eine äußerst einfach gehaltene Schrift, die sür steine slo-venische Geschäftsleute dienen soll. Trotzdem war eS sür den slovenischen Gelehrten offenbar mit großen Schwierigkeiten verbunden, sein Versuchs-werk zustande zu bringen, denn „Sl. Svet" sagt zur ganzen Mache: „Der Schreiber hielt sich nach dem deutschen Buch deS I. Gruber. Die technischen Ausdrücke »ahm er au« der Cigale'-schen Uebersetzung de» Wechselrechtes, au« dem Bartel'schen (slov.) Wörterbuch, und wo e« die Noth erforderte, aus der croatischen Terminologie. Es liegt im Interesse der slovenischen Sprache, daß unsere Sprachgelehrten da« Buch genau ansehen, damit sich der Schreiber bei der viel-leicht möglichen zweiten Auslage darnach wird halten können. Das verunglückte Werk ist der hiesigen „Vereinsdruckerei" entsprossen. Hingesendet. Anläßlich der bevorstehenden Fremdensaison ergeht an die ?. 1\ Parteien da« dringende Er-suchen, leerstehende Wohnungen bei den hieju bestimmten Anmelde- und AuskunftSstcllen, nämlich in den GeschLftSlocalen der Herren Gusta» E ch m i d l, Fritz Rasch, Joses « r l t (Cakö Mercur) und Johann R « f u f ch, Buchhandlung, unter Benützung der bei diesen Stellen aufliegenden Anmeldesormularien anzumelden. Jede erfolgte Vermiethung wolle mittelst eine« ebenfalls bei den Autkunstsstellen erhältlichen Formulare« der betreffenden Auskunftsstelle bekannt gegeben werden Parteien, welche die« nicht beachten, oder die Wohnungen »u höheren Preisen «l« den im Anmeldeformular angegebenen vermiethen, würden in der Folge von jeder Berücksichtigung durch da» FremdenverkehrS-Comit«- ««»geschloffen werden. Für da» FrcmdenverkehrS-Somitt!: Der Cbnifliin : Ucf r f a f u < A Bon Ostern angefangen, ist beim Grundbesitzer O b l a k unmittelbar unter dem Annensttze am L a i« b e r g täglich frisch«« Flaschenbier unb Wein mit Sauerwaffer |u bekommen. Wiltheitunge» der Achriftseitung Herrn fl. in Gon » bitz. Objective Berichte find un» stet« hochwillkommen, bitten als» darum. Herrn $). filagenfurt. Der bezeichnete Aufsatz in der „VI. Ztg' ist ein wahre« Pracht-Parabigma von politischer Tonfuiion, Unwissenheit und ab-sprechender Seichtheit. Hleuelle Prag 12. April. Dem Manifest der deutsch-böhmischen Landtagsabgeordnelen habe» auch die drei deutfchnationalen Abgeordneten P r a d e. S ch ü ck e r und L e g l e r au« Reichenberg bei-gestimmt! die Einigkeit ist ungestört. Die schul-meisternde Schlußrede de« Obernlandmarschall» hat bei den Deutschen große Erbitterung erregt. — Die BezirtSabgrenzungs-Commission beräth heute in ihrer Sitzung die Abgrenzung de» Bezirkes B r Ü x. Die Regierung scheint oliv doch die Abgrenzung durchaus ihren. Znrnckgesehte Seidenstoffe J&V JjJ 60'/« Rabat aus die Original-Preise man- u*6 t»keitror l.ustwcso. Versohlelmung:, Halten, Heiserkeit sind diejenigen Krankheiten. in *r*leli«n m mieh den AunprQchen medicinUcher Autoritäten mit besonderem Erfolge angewendet wird. IIT A VPV Q k nfl'S siiiUtsktUrilieh jtprtfUs ch I MM UilllU I ♦ Xu haben bei den Apothekern und Per- i sumeurs >tc. I Stnek 85 kr. rJs Kleine Realität Hutii, Garten und 3 Joch Grundstücke, 30 Minuten Tun Cilli entfernt, int um 4.>00 fl. zti verkaufen. Nähere«: Cilli, Keiigasse 22. 9— Buchdruckerei £.1. Haifisch, Cilli | rSi a empfiehlt: ^ Speise-Zartenpr. ioostk. l.eo A Meldezettel pr. Buch ioo , —.40 Lh Fremdenbücher je nach ^ Stärke von 1 fl. auswärts. W Schankbücher iu Lein- 0^ wand gebunden pr. Stk 1.50 i I t l.^| sowie alle anderen Drucksorten ^ i U prompt und Toillig-. m 5 & 3 für Höteliere, Gastwirte etc H 6 »D-atfch- Wacht- 181)2 Tom Hochw. 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Mär; 1892. Der k. k. Rathssecretär: 307-31 A. ZKuber. anksggung. Außer Stande unserer Pflicht persönlich nachzn-kommen, sei uns gestattet, auf diesem Wege für die rege Theilnahme während der Krankheit unseres ge liebten Baters, des Herrn Hincenz Watzenauer, sowie für die vielen Kranzspenden und die ehrende Begleitung beim Leichenbegängnisse desselben allen Freunden und Bekannten, besonders aber den Beteranen und dem Feldwebelcorps unseren tiefstgesühlten Dank auszu-sprechen. 804 Cilli, am 14. Ap-il 1892. Tie trauernden Hinterbliebenen. Gasthaus - Eröffnung, Ertaub« mit die ergebenste Anzeige tu machen. hafe ich mein gant neu ringe, richtetet Kafthans Gribengasie Nr. 4 eröffnet habe. Zum Ausschank gelangen: i»«5 Ierusalemer a Liier. ....................52 fr. 1«87 Jiufenberget „ „ .....................10 . I>iiS sti.oler roth .......................48 , 1H9w Gonobitzer „ „ ..................... 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