.N 198. 18U5. Hm<8blalt zur Lmüacher Zeitung 30. August. (283—2) Nr. 77! l. Kundniachuttg. In dem Allerhöchst genehmigten Finanz» gesetze für das laufende Verwaltungsjahr ist der Betrag von fünf und zwanzsg Tausend Gulden ö. W. bewilligt worden, welcher seiner Bestimmuug zufolge a) zur Ertheil ung von S tipe nd ien an mittellose aber hoffnungsvolle Künstle r, welche entweder bereits mit einem größeren selbständigen Werke vor die Oef» fentlichkeit getreten, oder Leistungen von tieferem künstlerischen Gehalte auszuweisen in der Lage sind; 1>) zur Ertheilung von Pensionen, das ist Unterstühungsbeit ragen für Künstler, welche bereits Ersprieftlichcs und Verdienstliches geleistet haben und welchen durch die erwähnte Beihilfe die Möglichkeit gewahrt werden soll, auf der mit Glück betretenen Bahn fortzuschreiten; endlich <:) zu Aufträgen a ufdcm Gebiete der bildenden Kunst, und zwar an solche Künstler, welche bereits das Maß tünst« lerischer Selbstständigkeit erreicht haben, verwendet werden soll. Indem das Staatsministerium, welchem die Durchführung dieser Widmmigen anheimgestellt ist, sich vorbehält, rücksichtlich der Zuwendung von Pensionen im eigenen Wirkungskreise vorzugehen, ohne jedoch deshalb die hierzu berech-tigte Kompetenz auszuschließen, bezüglich der an bildende Künstler zu ertheilenden Auftrage jedoch zunächst die Befriedigung der in dieser Richtung sich geltend machenden Bedürfnisse dcs Staates zum Ausgangspunkte zu nehmen und die5falls das Erforderliche einzuleiten, werden zur Bewerbung um S tipen d ien alle K ün st, l e r aus dem Bereiche der bildenden K ü n st e (Architektur, Bkulptu r und Malerei)^ der Dichtkunst und Musik ausallenKö. > nigreichen und Landern dcö K a i sli -G t a a t e i», welche auf die Zuwendung cin^s Stipendiums Anspruch z» yabci» glauben, auf, gefordert, sich diesfalls längstens bis VN. September d. I. bei den betreffenden Länderstellen in Bewerbung zu sehen. , Die Gesuche haben zu enthalten: ! 1) Die Darlegung des Bildungsganges und! der persönlichen Verhaltnisse de6 Bewerbers; 2) die Angabe der Art und Weise, in welcher« von dem Stipendium zum Zwecke der wei^ lern Ausbildung Gebrauch gemacht werden soll; und g) die Vorlagen der eüvähnlen Proben des Talentes und der bereits erreichten Bil. d'iligöstufe. Diese Stipendien werden vorläufig auf die Dauer eines Iahrcö verliehen, wobei bemerkt wird, daß für die Bestimmung der Höhe der« selben die pcisönlichen Verhältnisse des Bewer. vers und d.r durch die Verleihung zu errei' chendc Zweck maßgebend sind, raß es jedoch dem Bewerber frei steht, sei"t persönlichen Wünsche in dieser Richtung auszusprcchen. Wien, am l«3 l Kundmachung. Der befugte Zivil «Heomeicr Gottfried Brunner hat den Eid in diesen Eigenschaft am ». August ltt«5 bei dem k. k. Bezirksamte in Gotlschee abgelegt und den standigen Wohn« sitz in der Stadt Gottschee genommen. Was hiemit zur allgemeinen Kenntniß ge» bracht wird. Laibach, am 12. August l865. Von der k. k. Landesregierung. (26U—,)^ Nr. 87U5.' Kundmachnng. , Von der k. k. Fmanzdiretlion für Krain wird über Ersuchen del k. k. Finanzlandesdirek. lion in Graz vom 17. d M, , Z- ^l»l, de« kannt gemacht, daß der Bezug der Verzehrungs-steuer nebst dem außerordentlichen 2l»"/, und dem der Stadtgcmeinde Graz bewilligten Ge» meindeZuschlage u) an den Linien der Stadt Graz, ! d) im ganzen Umfange dcs politischen Bezirkes Umgebung l^raz und ^ ^) der Weg- und Pflastermauthcn an der Linie der Stadt Graz bei der k. k. Finanzbezirkädircktion in Graz am 4. September o. I. > im Wege der öffeullichen Versteigerung verciut wiederholt verpachtet weldcn wlrd. Der AuSrufsplciS als einjähriger Pacht, schilling bl'trägt für die Scadt Graz für die vereinte Verpachtung der Verzchrungssteuer und in dcr Wcg,- ui,o PsiastelilMlili) )ä/)lllch 5,tt7.l)UU Gulden und slir dcn iUezllf Umgebung Graz an. Hjerzeh»u>igSsteuer l,5,. bis 24. zölligen buchenen, nicht geschwemmten Brennholzes von 7N Klaftern am > 2. September d. I, um ltt Uhr Vormittags, in der Amtskanzlei der landschaftlichen Kanzleivorstchung eme Mi, nuendo ^Verhandlung stattfinden wird, wozu Unternehmungslustige mit dem Bemerken ein« geladen werden, daß jeder Lizitant ein Vadium von «U fl zu erlegen hat. Laibach, am 25. August l8«5. Landschaftliche Kanzleivorstehun g. (277—3) Nr. 35U pl-ae». Minuettdo-Lizitatioll. Bei dem k. k. Landesgerichle in Laibach wird am 4. September 1 «65, Vormittags I> Uhr, die Minuendo, Lizitation zur Lieferung von «lti Ellen V« breiter ungebleichter Leinwand, U Pfund und 2tt Loth grauem Nähczwirn, 38/, Dutzend gelben Eiftndraht. ! Hafteln und l« Stück Winlcrkohen, il 4'/, Pfd. schwer, abgehalten werden, wozu Unternehmungslustige mit dem Bclsahe eingeladen werden, daß die Muster der zu liefernden Artikel und die l lÜzitationsbedingnisse, zu welchen die Verpflichtung zum Erläge des l