Nr. 78. Plilnilmeration«plei«: Im Vomptoii ganzj. fl. li, halbj, fi. 5 50. Fill die Zustellung i»s Hau« halbl. 50 tr. Mit dcr Post gonzj. fi, l5, h.ilbj. si, ?'50, Mittwoch, 5. April. Insertlon«gtb«r: Für Nelne Insel»tl bl» ,n « Zeilen «5 ll., größne pcr Zeilr « lr,, bei bfte«n Wiederholungen p«r Zeilc » lr. 1882. Amtlicher Theil. LM, ^^' «ltd k. Apostolische Majestät haben mit " lyuchsw- Entschließung vom 22. März d. I. dem ""''^.Ulld Mednillengraveur des k. t. Hauftt-Münz-»ue« m Wien Anton Scharff den Titel eines k. t. ""mmrrmedllilleurs allergnädigst zu verleihen geruht. Villa ^/' "'^ k- Apostolische Majestät haben mit ?"., ?"Mer Entschließung vom 28. März d. I. dem mp ? ^ a" der Theresianischen Akademie. Hoftanz, ^s" Johann Naab in Wien, das goldene Vcr-«'ureuz mit der Krone allergnädigst zu verleihen geruht. Erkenntnisse. Antrat//'.^"besaericht als Strasaericht 7ü?2, die Weitervcrbrcitung der in London weacid'^.^'^ll'^ft.Freiheit" ^.4 vmu 28. Jänner 1882 .Irian? o"'^l «Unsere Iprnche". „besetze und Socialismus". Nach « s>/^"'"°ver" «„d „Soeial-ftolitischc Nmidschau. Irland" Nach oo>. ««^' ^' '"''Ncu des Artikels „Ocsterreich'Unaaru" ^Viics/^i ^« "^ ""^ ^"^ 6t, G,. endlich wcacn des Artikels Dn»V ^"Ulufen" nach § 122 »d St, G. verboten, "'s V'ttr«« .^' ^andesacricht als Strafacricht iu Praa hat vom 1^ «,, > ^ t- l. Stnatsauwaltschast ,nit dem Erlenntnisse sürich' ..71°^ 1882, Z. 7206. die Weiterverbreitlinss der ^l0St, G.. § 300 St W ^ «Avis an die CorrespoudeMen . . " uach Phrasen und' ^ "c»"' des Artikels „Revolutionäre Krast» St. G. verboten^^lNe Form des Ausdruckes" nach § 3U5 Nichtamtlicher Theil. ,s)sf«?' ^"leslat der Kaiser haben, wie der uus 5 °" Triestino" meldet, der Gemeinde Susana 300 tt ""^^ Veglia zur Herstellung eines Brunnens ^^-zu spenden geruht. Wien, 3. April. (Orig.-Corr.) 3estn, ^ parlamentarischen Ferien und die beginnende Gebip^V "klären es vollständig, wenn auf dem und !? der inneren Politik vollständige Ruhe herrscht z. B N ^'^ Aufmerksamkeit anderen Dingen, wie Pa^e > sstellungen, ^'^"'^k- Die parlamentarische > wird von der Ersparungscommission ausgenützt, welche eifrig Verathungen pflesit, über deren Ergeb» nisse jedoch Stillschweigen beobachtet wird. Die Commission will ernst mit den fertigen Vorschlägen in die Orffentlichkeit treten, doch verlautet bereits heute, dass die Nt'snltate der El,cnlü!e schon i>n Budget pro 1833 Berücksichtigung finden sollen, daher auch davon Abstand genommen wurde, das Budget schon in der Flühjahrssession vorzulegen. Registriert möge auch das Gerücht werden, dass die Session bis in den Juni ausgedehnt werden soll; die Gründe, welche man hie-für anführt, berechtigen vollkommen zu Zweifeln an der Richtigkeit dieser Meldung. Nicht geringen Verdruss bereitet der Opposition die Hallung der Haule-Finance und der Börse, und diesen beiden las gestern das Hanplorgan der Linken gehörig den Text darüber, dass sie sich so eifrig um die Staatsrenten bewerben und die Emission mit einer Hausse begrüßen. Das genannte Blatt tadelt es bitter, dass die Institute sich an den Finanzminister herandrängen, offenbar sähe es lieber, wenn dcr Minister, welcher doch den Staat vertritt, bei den Verwalwngsräthen antichambrieren müsste. Gefühl für die Würde des Staates wird man eben in jenen Kreisen vergeblich suchen, welche selbst den Staatscredit nicht zu berück« sichtigen pflegen, sobald es ein Manöver der politischen Contremine gilt. Mehr Stoff bieten die äußeren Angelegenheiten, welche eine freundlichere Gestaltung annahmen, da in Rutland sich die Fiicdenssymfttome mehren, auch der Gegenbesuch Sr. Majestät bei dem italienischen Hofe wieder nähergerückt erscheint. In der Herzegowina scheint die Kraft des Auf« standes vollständig gebrochen zu sein, da die Insurgenten nirgends mehr standhalten und immer mehr den Charakter gewöhnlicher Räuberbanden annehmen. Die Ausrottung des Räuberunwesens wird zwar noch einige Zeit iu Anspruch nehmen, aber Erhebungen größeren Stiles ist ein- für allemal ein Riegel vorgeschoben. Zur Lage. Die juridische Commission des Herrenhauses hat am 3. d. M. den Gesetzentwurf, betreffend die Regelung des Verfahrens bei Vergehen gegen das Thierfeuchengesetz, in Berathung gezogen und be» schlössen, die Annahme desselben dem Herrenhause zu empfehlen. Zum Zwecke der Genehmigung des betreffenden Berichtes wird die Commission in den nächsten Tagen nochmals zusammentreten. Die nächste Plenar- sitzung des Herrenhauses dürfte unmittelbar nach den Ostrrfeiertagen stattfinden, da einige dringende Gegenstände zu erledigen sind. Der Börsengewaltige der „Neuen freien Presse" hatte am 19. März eine donnernde Phi-lipftica gegen die Finanzverwaltung von Stapel gelassen, weil sie. nachdem das Finanzgesetz damals noch nicht verfassungsmäßig festgestellt war, ihre Maßregeln behufs Sicherstellung der zur Deckung des Deficits erforderlichen Summen angemessen retardiert hatte. Er schrieb: «Drückt Herrn v. Dunajewsli die Verantwortung nicht, dass er es grundlos und gegen alle Traditionen der österreichischen Finanzverwaltung unter« ließ, rechtzeitig seinen Bedarf zu decken, dass er, um einen billigen Effect zu erzielen, die Interessen des Staatsschatzes und den Staatscredit den unberechenbaren Schwankungen einer politisch bewegten Zeit überlässt?" — Nun hat inzwischen die Gestaltung der Verhältnisse auf dem Geldmärkte die vorsichtige Zurückhaltung des Herrn Finanzministeri in diefer An» gelegenheit glänzend gerechtfertigt; es blieb somit der „Neuen freien Prrsse" nichts anderes übrig, als einen geordneten Rückzug anzutreten, welches strategische Manöver sie auch in ihrer gestrigen Börsenwoche mit aller durch die Situation gebotenen Taktik durchführte. Sie schreibt: „Herr v. Dunajewsti hat Glück! Der Verstand halte gerathen, die Anleihe schon längst vor-zuurhmen, das Glück spottet solcher Bedenken; der Verstand wäre davor zurücka/schreckt, Papierrente auszugeben, das Glück verlacht den ehrlichen Pedanten und winkt einen wahren Courstaumel herbei. Der Verstand hatte gebangt angesichts der Pariser Katastrophe und der Stellung des österreichischen Finanzministeriums zu den hervorragendsten Geldmächten. Das Glück verhöhnt solche Schwerfälligkeit und zeigt Herrn v. Dunajewski in einer Apotheose, umgeben von den Millionenfürstrn, die sein Ohr durch den lieblichsten Goldllang erfreuen. Welch eine Periode für einen Finanzminister!" — Weiter heißt es: „Einen Augenblick gibt es im Jahre, wo unsere Sympathie ganz auf Seite des österreichischen Finanzministers steht, wo sein Erfolg auch der unsere ist. Möge ihm sein Glück treu bleiben, denn es bringt den Steuerträgern eine Erleichterung. Wenn es den Vor» theil des Staates gilt, da sehen wir nicht auf die Partei, welche dadurch mit dem falschen Schimmer eines Triumphes begleitet wird; wenn eß sich um den öffentlichen Credit handelt, da sind auch wir nicht — bös." — Wir wollen Imilleton. ^ ^ Der Stellvertreter. u "alerzählung aus dem Nachlasse von K. N. ttnltcnbrunncr. (2. Fortsetzung) H. Die Kameraden, "auf N"l"s ""b Anselm verfolgten ihren Weg, um Si?^" in geheu." ein haar 5^"" ""' "'lb zerklüfteten Vosruck schon e>Ne l>p. -^""^" bergan gestiegen und hatten bereits Ubern^ai^che ^.^ erreicht. — Zur Alm, wo sie ächtere m^"^"' ^^" ^ "^ ^" gewohulichen Iä'apss^ ""a. eingeschlagen, sondern waren einen Si 6, ^gangen. an ein/ r'""' ^tzt. wo es schon zu dunkeln begann, rverden ^'"^llche Stelle, die nur einzeln überschütten Linke« k 5 ^' Rechts starrte die steile Felswand, zur schauerliche Kl"!^" '^"^ ^"^ tief herauf eine Vmcel,!'^'" H'"'g voraus, einige Schritte hinter ihm der Iij°' ?l°h der Gefahr, die aber in den Augen Zander -^ ""' sprachen sie dennoch eifrig mit was we'np?'>!" ^l Frage und Berathung vertieft, thun sei? ^ Stolbermayr und der Veronica zu sich oab!i^'^"ch "uf Vincenz zurück, und drehte Wei,d " m' -?"lbem Leibe. — vielleicht in zu rascher !? NlensHli^bl'ch -" und schneller als der Gedanke Unglück. ^'" Gchirne " geschah ein grässlichcs " """' fehltritt gemacht haben, - «»geglitten, und mit dem kurzen, martdurch- schütternden Ausschrei: ..Jesus — Maria!" stürzte er, — zum namenlosen Entsetzen des nachschreitenden Vin-cenz — in die Tiefe. Einen zweiten Schrei dcr Verzweiflung: „Heiliger Gott!" stieß Vincenz aus, der im ersten — furchtbarsten Momente augenblicklich nachspringen oder nachklettern wollte; aber der finstere Nachen des Aogruudes glotzte ihm mit der erbarmcnlosen Unmöglichkeit eines solchen Beginnens entgegen. Jetzt snchte er, vorwärts gehend, eine andere Stelle, um den Versuch zu wagen, in die Tiefe hinabzusteigen. Die Dunkelheit vereitelte jedes solche Bemühen. Ein tollkühnes Wagnis wäre unter solchen Umständen eine Thorheit und das sichere Verderben der beiden gewesen. Vincenz kehrte vorsichtig zur Stelle des Unglückes zurück, lehnte Gewehr und Waidtasche an die Berg. wand, legte sich platt auf das Gestein nieder, hielt das Gesicht hinaus über deu Rand. und rief hinunter iu die Tiefe: „Ansclm!" so laut er zu schreien ver. mochte. Es erscholl keine Antwort. — Sein bebendes Herz hämmerte auf den Fels, worauf er lag. Mit der äußersten Anstrengung rief er noch einigcmale Anselins Namen und athemlos horchte er hinab. Es war ihm, als hörte er eine Stimme; aber er hatte nicht die Gewissheit, dass es keine Täuschung seiner Sinne war. — In der höchsten Angst um das Schicksal seines liebsten Kameraden erhob er sich jetzt vom Boden, und girng mit sich sclbst zu Rath, was er zur Rettung Anselms — wenn er sich nicht gleich todtgefallen hat — beginnen follte? — Wie aber eine Hilfe bringen? Und wie vorerst nur suchen? Allein und in zunehmender Dunkelheit, die auch kein Mondschein erhellte, war es ein- für allemal unmöglich. War aber überhaupt noch eine Rettung denkbar, so musste damit geeilt werden. — Vincenz überlegte jetzt nicht mehr lange. Es blieb nichts übrig, als den Berg hinab zu gehen, genau denselben Weg zurückzumachen, nach Spital zu eilen, dort die ausreichendste Hilssmannschafi aufzubieten, wieder an Ort und Stelle hinaufzusteigen und das erste Tagesgrauen abzuwarten. Ehevor Vincenz zur Ausführung dieses Beschlusse« davoneilte, wollte er seinem armen Kameraden, wenn er noch am Leben wäre und es hören tonnte, einen Trost zurufen. Er legte sich wieder platt auf den Boden und rief in lang gezogenen Tönen hinunter: „Ansrlm. halt' aus! Ich bringe dir Hilfe!" Dann erhob er sich. hieng Stutzen und Waidtasche um und stieg so behende, als es der dunkle Abend erlaubte, von den Klüften und Zacken des „bösen Rückens" hiernieder ins Thal. Schweißtriefend langte er im Orte an, dessen Bewohner, an frühe Nachtruhe gewöhnt, längst schon im Schlafe lagen. Nur aus den hohen Essen der Scnsenschmiedwerlstätten flogen die Funken vom Feuer des Zainhaminers, der eben um diese Zeit thätig war. Dahin war sein erster Gang gerichtet. Er erzählte in der Hast seiner Bestürzung, was sich auf dem Bosruck ereignet hatte, und bat dringendst um werkthätige Hilfeleistung. Darauf lief er ins Forsthaus, um das Ge« schehene in aller Eile zu melden. — von dort zum Maierhof des Klosters und weckte die sämmtlichen Dienstleute, die er gleichfalls zum schleunigsten Bei-stände für die Rettung eines, MenjchenlebenK aus-lederte. (Forts, solgt.) Laibacher Zettung Nr. 78 N6N 5. April 1882. diese letztere Bemcikung. dass nämlich die „Neue freie Presse", wenn es den Vmlheil des Staates gilt, die Parteirücksicht außeracht lässt, unserem Gedächtnisse für künftige Eventualitäten besonders einprägen. Bisher hatten wir leider noch leine Gelegenheit, das genannte Blatt von dieser Seite kennen zn lernen. Der „Sonn- und Fciertags-Courier" bespricht die Initiative der Regierung in Angelegenheit der Velvet bests'H-Nefoi nl und bemerkt: „Dem Ministerium Taaffe muss man es zu seinem Lobe nachsagen, dass es die so lange vernachlässigte Pflege der materiellen Interessen in sein Programm aufgenommen hat. Es hat damit gezeigt, dass es für das, was dem Volke notthitt, Verständnis besitzt." Das „TriesterTagblatt" widmet der gestern in See gegangenen österreichischen Polar -Expedition warme Worte des Abschiedes und bemerkt.- „Der Ruhm dieser Expedition ist unabhängig von der Lcnlne des Glückes. Denn diesmal hat Oesterreich die führende Rolle bei einem großen internationalen Unternehmen übernommen, uud unserm Lande fällt der Ruhm zu, der hiebei eingeheimst wird. Diese internationale arktische Expedition, an der alle seefahrenden Nationen der cwilisierten Welt theilnehmen, bildet die Verwirklichung eines österreichischen Gedan-kens. Der Führer dcr österreichischen Nordpol-Expedition, der unvergessliche Weyprecht, sprach ihn kurz nach seiner Rückkehr ^n:s der Pularregion aus, und er hat damit der Polarforschung der Zukunft ihrr Richtung bestimmt. In diesem Viertel Jahrhunderte hat unsere Flotte im blutigen und im friedlichen Kampfe sich reiche uud unverwelkliche Lorbeeren errungen. Der Dampfer „Pola" sticht heute in See, für diesen vollen Ruhmeskranz ein neues Blatt zu holen, lkre N6ll!" Der „Mährisch-schlesische Correspon« dent" diecutiert deu muthmaßlicheu Einfluss des erweiterten Wahlrechtes auf die Verhaltn isfe des Gew er be st an des und sagt: „Eine gründliche Abhilfe wird wohl erst möglich sein, wenn der gesammte österreichische Gewerbestand einmal in die Lage kommt, auf Grund der neuen Wahlreform seinen Einfluss auf die Wahl der Abgeordneten auszuüben uud die Männer, die seine Bedürfnisse kennen, ins Volkshaus zu schicken. So wird dieser Einfluss, einerseits aus dem Pai lamente die bösen Geister des Nationalitätenhaders und des «unnützen Gezänkes" verbannen, andererseits die praktischen Interessen des Volkes zur Geltung bringen, somit nach den Höhen wie nach den Tiefen unseres öffentlichen Lebens gleich wohlthätig wirken. Deshalb sagten wir, dass die Stunde, in welcher die neue Wahlrefurm votiert wurde, eine bedeutungsvolle für Oesterreich sei; deshalb halten wir sie für bedeutungsvoll im glücklichsten Sinne des Wortes, und des» halb begrüßen wir sie mit unserm wärmsten Gruße, mit unseren besten Wünschen." Ueber die Situation im Lager der Linken äußert sich die „Schlesische Zeitung" in einem Wiener Briefe wie folgt: „Man sollte glauben, dass die „Vereinigte Linke" genug besonnene Elemente in ihren Reihen zählt, welche der bisher beobachteten Politik der Negation keinen Geschmack abgewinnen können, zumal sie sich doch sagen müssen, dass die Linke mit ihrer Programmlosigkeit regicrungsunfähig ist, da sie, wenn sie wilklich ans Nuder gelangen sollte, sofort wieder in Fractionen zerfallen würde, die sich, wie zur Zeit des Cabiuets Auersperg, bis aufs Blut bekämpfen würden. Dieser Zwiespalt spiegelt sich auch in den Organen der Partei wieder. Es schmil. dass diese hente nicht wissen, was sie gestern geschrieben haben, so voll Widersprüche sind ihre Betrachtungen." Vom Insurrections-Schauplatze. (Officiell.) FML. Baron Dahlen meldete unter dem 26sten Närz nachts, dass nach Beendigung der Operationen in dem Zagorje nunmehr genügende Kräfte zur Verfügung stehen, um die Gegend am rechten Drina-Ufer zwischen Foca-Gorazda bis zur montenegrinischen und Sandschak-Grcnze gründlich durchstreifen zu lassen und dass dem Generalmajor Obadich wegen Einleitung dieser Operationen bereits der Befehl zugegangen sei. Am 29. v. M. nachmittags berichtete FML. Baron Dahlen. dass in Foöa in der Nacht vom 2tt. auf den 27. v. M. aus Gacko die Mittheilung eingelangt fei, wonach stärkere Insurgentenbanden, welche aus der Gegend von Perusica abzogen und deren Nachhut von unseren Truppen angeschossen wurde, die Absicht zeigen, entlang der montenegrinischen Grenze die Gegend von Foia zu erreichen. In weiterer Folge meldete FML. Baron Dahlen am I.April nachts Nachstehendes: Eine Colonne ist am 28. März bei I^ar-Karaula auf Insurgenten gestoßen, welche nach kurzem Fruergefechte mit einem kleinen Theile gegen die Sandschnt-Grenze, mit einem größeren Theile, gegen Vikoc zurückgiengeu. Die Baude soll unter der Führung von Ibrahim Neg Kuwlijn, Iussuf Beg Cengit, Ibrahim Beg Gaöanin aus Gaöko! stehen. Die Vorhut der Colonne Oberst Zambaur traf am 28. März 8 Uhr früh auf dem Marsche gegen die Zeöeva Glava auf beiläufig 50 Insurgenten, die nach kurzem Feuergefechte flohen, einen Todten und auf« gehäufte Lebensmittel zurückließen und zwei Verwundete mit sich schleppten. Am Fuße des Ples-Berges traf die Colonne neuerdings einige Insurgenten, welche unter Zurücklassung zweier mit Lebensmitteln beladener Tragthiere flohen. Die Colonne lagerte mit dem Gros auf dem Plks- und dem Z^öeva Glava-Aerge, eine Abtheilung besetzte Bastaci. Es herrschte starker Nebel und Schneefall. Eine aus Cemerno entfendete Colonne erreichte mittags Tientista, stieß auf beiläufig 300 Insurgenteu bei Koliöi-Han und Krekovi und warf dieselben gege« Norden. GM. Obadich rückte am 29. März aus Foia über Karaula Na.Bakiö auf Kuslat. Nach Passierung von Ruda Glavica wurde die Vorhut um 12'/^ Uhr uachmittags von einer Insurgentenabtheilung angeschossen. Diese wurde im Vereine mit einer gleich« zeitig eintreffenden Seitencolonne nach halbstündigem Gefechte zurückgeworfen. Beide Colonnen lagerten bei Palizi. GM. Obadich marschierte mit dem Gros über Vakup-Borje, mit einer Seitencolonne über Vrbica-Hoöevo, gegen Celebii. Die Seitencolonne wurde bei Vrbica um 8 Uhr früh angeschossen, vertrieb die Insurgenten, welche bei Hoöevo nochmals ausgedehnte Stellung in mehreren Gruppen von 60 bis 80 Mann nahmen. Das Gefecht, in welches auch das Gros mit Artillerie eingriff, währte bis 11 Uhr vormittags. Die Insurgenten flohen unter Zurücklassung von Lebensmitteln. Gegen Mittag traf eine aus Cajuica über Krstac und Vikoc vorgegangene Colunne mit GM. Odadich beinahe gleichzeitig in Celebii ein. E'stcre Colon" hatte nördlich des Ortes ein kurzes Feuergefccht. M'e stärkere Abtheilung verfolgte die Insurgenten MN Veleniö, wo selbe nochmals Stellnng nahmen. ^ fand ein heftiges Feuergefecht bis zum Einbrüche m Nacht statt. ^ ,„ Eine Colonne aus Fota war an diesem Tage'" Hum eingetroffen, hatte die Verbindung mit O^c. Obadich hergestellt uud eine Abtheilung in OldM, eine andere in Vastaci detachiert; letztere wuide von Insnrgenten erfolglos beschossen. Die Colonne ObaW fand anf dem W.'gc sieben frische Gtäw, welches snrgentenverluste vom 29. bargen. Eine Colonnc rückte über Hau Orahovica gege« Cajnica. erfnhr, dass sich bei Kreci Insurgenten M' ten und wendete sich dahin. Nachrichten hienlw fehlen. Die Verluste uusererscilö sind folgende: Am 29. März bei Nuda Glavica. Vom l4.FeI°' jägerbatcullon: schwer verwundet Iäaer Franz Ma:'!H> leicht verwundet Zugsführer Josef Fioja. Am 30. Mä>z bei Velenic". Vom 77. Infantes regiment: todt Iadko Perust; verwundet zwei ^ fanteristen; vom 14. Feldjägerlmtaillon: schwer vel< wundet Jäger Wenzel Zavad'il. Jäger Johann W>w' leicht verwundet Unterjäger Josef Beer, Jäger Ioya"» Iaskra. ^ FML. Baron Dahlen berichtete unter dem 2te" April abends: ^,„. Da durch das Gefecht bei Veleniö am 30. WM sichergestellt wurde, dass die Insurgenten zwischen °w V's-Berge und der Tara standen, so entsendete G^ Obadich am 31. v. M. eine Colonne von Celebii lM den VisVerg, eine zweite Colonne von Lolvice gesseil Visoko. Nach kurzem Feuergefecht giengen die I"!" genten gegen Velenit zurück; beide Colonnen folg" verewigt über Veleniö ill der Richtung gegen "^ Nogjet-Berg. Während einige Abtheilungen de^ Kuppe erstiegen, beorderte Major Przedäk unters Annahme, dass die Insurgenten, ähnlich wie im ^ fechte tagsvorher, sich auf Abfällen des Stanjevo geg^ die Tara zurückziehen werde», eine Abtheilung M Stanjevo.Brdo. Diese Abtheilung erblick», als sie »^ um 9 Uhr morgens am Höhenrande des Stanjevo en wickelt hatte, in der Thalschlucht Insurgenten, nM« scharenweise bei DHendova Luka die Tara auf ^ Plätten übersetzten und Viehherden durch den Flu, trieben. Die Abiheilung eröffnete das Feuer auf f>' Ueberfuhr, worauf sämmtliche Abtheilungen und el" Batterie an den Rand des Stanjcvo-Vrdo eilten llt»" die Insurgenten mit bedeutcudem Erfolge beschoss^' Man bemerkte zahlreiche Gegner in die Tara stürzs^ eine Plätte versank und die Uebersetzung wurde e>^ gestellt. Da die Ueberfnhr der Insurgenten bereu» einige Zeit vor dem Erscheinen der Colonne begönne hatte, so dürften beiläufig 200 Mann und mehre" Viehherden das jenseitige Ufer erreicht haben. ^. enormen Schwierigkeiten des Felsabstieges machten k unseren hinabeilenden Truppen unmöglich, den^! der am rechten Tara.Ufer aufwärts flüchtenden SO" zu erreichen. An der Ueberfuhrstellc wurdeu 39 9 fallene Insurgenten anfgefuuden; die jedenfalls bedell leude Zahl der Ertruulenen konnte nicht erMlt" werden. Unsererseits kein Verlust. .,. FML. Baron Iovanovi ^.'^" ^ b" eine neue Gabe auf den literarischen ^ «^ ^ÄN ^bmlch abzufegen Rudolf von GoltsäM jed?m seine N^ kräftigt auf diese Weise das Selbstbewusslsein des Talentes, und wirkt ermunternd und ermuthigend auf die nachfolgende Dichter« und Schriftsteller«Generation. Aus diesem Grunde hat aber auch sein Werk, und zwar in dieser jüngsten Auflage, ganz besonders hohe Vollständigkeit erreicht und kein Name, der irgend einen Anspruch darauf machen kann, in der literarischen Bewegung uuserer Tage genannt zu werden, wird vermisst. Andererseits aber finden wir nicht bloße Namen und Vüchertitel genannt, fern von jeder schematisch-trockenen Darstellung bildet vielmehr jedes Capitel ein inhaltreiches Essay, das sich mit den cultnrellen Fragen, welche sich auf die Literatur und deren Entwicklung beziehen, ebenso eingehend in geistvollster Weise beschäftigt, wie mit den Vertretern des schrift-stellerischen Lebens. Man vergleiche hierüber gleich das erste Capitel über „Wesen und Bedeutung der modernen Poesie, die Juli-Revolution und den deut« schen Liberalismus", die Abtheilungen über „die mo derne Philosophie", sowie die trefflichen klaren Darlegungen über „die Literatur uud das Publicum", ..das moderne Unterrichtswesen und die Literatur, den „Buchhandel und den Geschmack des Publicums", „die Stellung der Schriftsteller", „die Bühne uud die dramatische Dichtkunst" , „Geschichtsschreibung und Politik", „die Naturwissenschaften und der Materialismus". Die Eintheilung in der neuen Auflage des gediegenen Werkes wurde wie in den früheren Auflagen beibehalten. Nur um dieselbe in Erinnerung zu bringen, sei hier Einiges angedeutet. Der erste Band, von Lessing, Schiller und Goethe ausgehend und die sp tere classische Periode darstellend, wendet sich " ..Romantikern" zu und bildet so gleichsam die ^'., führung in die National-Üiteratur der neueren A ' Der zweite Band behandelt die Periode von oll" 1830. die Vertreter des „jungen Deutschland", ^, Philosophen Hegel und Schopenhauer und deren ^ sinnungsgenossen iu Poesie und Philosophie; Hk' ' Borne, Laube, Gutzkow werden in ihrer Entwick U''» und in späteren bedeutenden Leistungen voraeslly ' daran knüpfen sich die angedeuteten Aufsätze über Zustände der modernen deutschen Literatur und de inniger Beziehung zum culturellen Leben. Im dr't . Bande wendet sich N. v. Gottschall dem "aeM^ „Moderneu" zu, zuförderst der moderuen 2ynk, " unter der schwäbischen Dichterschule, der orientaliiV ' österreichischen, politischen Lyrik (Rückert. Da»»'' Aodenstedt, Hammer, Anastasius Grün, Lenau, p, mann. Meißner. Hermegh, Prutz. Dingelstedt, F"'^ rath), der philosophischen Dichtung, den heile Dichtern: Gaudy. Kopitsch. Holtei. Reinick; deu/H kern: Böltger, Roquette. Sunrock. Kinkel, Nedw' Wolfs. Heyse. Lingg lc Ebenso bespricht der Ve'1" die Dramatiker Grabbe, Hebbel, Büchner, O. Luv"" Lindner. Halln, Weilen und eine Zahl anderer, we. im Geiste derselben das moderne Drama verirr Auch der vierte Band wird durch Dramatiker, », Freytag, G. zu Putlitz, Wilbrandt, Dahn "- "'' >>it, besondere auch Paul Lindau, Äauerufeld, V"" § G. v. Moscr, die Vertreter des modernen L»M" § eröffnet. Den Abschluss des V.nides nnd des Uve ^ aber bilden die Romanschriftsteller uuserer Tage, Laibacht! Zeitung Nr. 78 661 5. April 1882. Am 26. Mikz „Nr in der Krivosije Geplänkel bei »vac ohne Verlust. Am 1. April wurde der Iäqer "^tm Prams des 10. Bataillons vom Tiroler Re-l-i? " Grtovac durch einen Weitschuss von Vrsauik lelcht verwundet. Vom Ausland. ^, bezüglich der kirchenpolitischen Vorlage. welHe vom preußischen Absseordnetcnhause in'der "°m Centrum und den Cons'ervativcn vereinbarten Muny anqenommen wurde, schreibt die „Norddeutsche uMmeme Zeitung": „Die Regierung behielt sich die "u>cyndung bis nach dem Votum des Herrenhauses .- ^"^e die Entscheidung, woran aber nur als an ' Möglichkeit zu denkeu 'ist, zustimmend ausfallen. Irin de die Regierung damit nur die Vereitwilligkeit i gen. der Landesvertretung entgegenzukommen, anch ^,°^ese ln wichtigen Punkten von der Negierung ab» sä?'" c^°" b.^ liberalen Presse wird bei der Rück-> iuu auf die jüngsten Debatten am meisten der so-«nannte Vischofspcnagraph angefochten, der folgende MMg «hielt: „Hat der König einen Bischof, gegen 13«?. ""s Glllnd der 88 24 ff. des Gesetzes vom latt, ^^ durch gerichtliches Urtheil auf Ent. " ung aus seinem Amte erkannt ist, begnadigt, so ?', derselbe wieder als staatlich anerkannter Bischof '""er Diöcese." qannp c>^ ^ " 3 bsische Senat genehmigte am ver-^p3.. F"itag einen vom Marineminister verlangten "eon von 7'/, Millionen Francs silr den Weiterbau aä nn "^^«Eisenbahnen und am 1. d. M. den Er-n2 s? "^ "°" 8 Millionen Francs für die tune-lj'^ sedition sowie den Handelsvertrag mit Ita-biz '. °"uf er sich gleich der Abgeordnetenkammer Se«° "! «,' ^l vertagte. Bei der Debatte über die Sain? ^^"" bekämpfte der Senator Lambert de basses 'l' "-" "lter Gegner dieses Unternehmens, una'f" "°H einmal als ein rein chimärisches und MiM "^ "^' Der Unterstaatssecretär im Marine-alletdi,?'''^"^ entgegnete ihm, das Werk sei Geh , nachts weniger als leicht: es werde viel Sollt/ '^ auch manches Menschenleben kosten, das sn . ^ °ber jcht auf halbem Wege innehalten, im SUck ,tt °" ^rt und Stelle geschaffte Material Land v?s, ?'k" "Yd auf den Niger und das Sudan-^ich'K als ^"^ - «Da« sind", rief hier Buffet. — ^3iein" ""'"ereien, Thorheiten und Abenteuer!" keine Tsäun "!°^"te der Unlerstaatssecretär. „es ist die sjH il^ ^'.' ""Ml >uan eine Colonialpolitik hat, wenn m "^ bewusst ist; es ist lein Abenteuer, öfh,en "^«""serem b""del neue Absahkanäle zu Meldet >^ ^'^ Verhandlungen bezüglich Egyptens Stss '^ italienische Telegraphenbureau „Ägeuzia und?' °"^ London: Auf 'die von Seite Englands N^^al'kreichz ds„ verschiedenen Mächten gemachte Ans,,^ U' dass sie an die egyptische Negierung das sehest ^^^"' be" Artikel 34 des organischen Ge-tei,z u >^",.^sse"- dass derselbe den Gläubigern Egyp« ^'Naen z, für die genaue Ausführung der Verpflich. ^äck? egyptischen Negieruug gegenüber allen Cat,,« .? genügende Garantien biete, ' seien von den N°M !. " """ Merlin, St. Petersburg, Wim und Cahl,,.. diesbezüglichen Antworten dem britischen ihren «l ^^egangen. Die vier Mächte erklären in zu untertt""^" ^ ^""^' ^^^ Anträge in Kairo "^^__________________________________ Im englischen Obcrhause warf am vorigen Freitag der Marquis von Lans-downe, ein liberaler Pair, die Frage auf, ob nicht im Hinblicke auf die gegenwärtigen Zustände in Irland eine Suspendierung des Schwurgerichlsverfah-rens in gewissen Fällen geboten sei. Der Geheimsiegel« bewahrer Lord Carlingford erwiderte namens der Regierung, es liege nicht in deren Absicht, eine Suspension der Geschwornengesetze in Irland eintreten zu lassen. Die Negierung lönne gegenwärtig keine neue Gesetzgebung betreffs der Zustände in Irland in Aus« sicht stellen, allein sie werde fortgesetzt nach besten Kräften von den ihr vom Parlamente übertragenen ausnahmsweisen Gewalten zur Niederwerfung der Auarchie in Irland Gebranch machen. An die Nede des NegierungLvertreters kmiftste sich eine läügere Debatte, im Verlaufe welcher der Herzog von Aigyll. Lord Inchiquin. der Ea,l von Dunraven und El>il Fortescne der Regierung eine Verschärfung des Zwangs-gesetzes aus Herz legten, um der gegenwärtlgei! unerträglichen Schreckensherrschaft auf der grünen Insel ein Ende zu setzen. — Eine militärische Autorität, Fcldmarschall Lord Strathnairn (welcher als General Mansfield eine Zeitlang Oberbefehlshaber der englischen Truppen in Irland gewesen), lenkte die Auf' merksamkeit des Hauses auf die Gefahren eines Kanaltunnels fowie auf die geringe Verläßlichkeit, welche auf die unreifen Soldaten der britlschen Armee, wie unlängst durch das Beispiel in Südafrika bewiesen, gesetzt werden kann. Der Redner fügte hinzu, dass der projectierte unterseeische Tunnel zwischen England uud Frankreich es irischen Soldaten und femschen Verräthern möglich macheu würde, die Höhen in der Umgebung von Dover dem Feinde in die Hände zu liefern. Earl von Morley, Unterstaatssecretär im Kriegs« Ministerium, eutgegnete, eine wissenschaftliche Com« mission sei gegenwärtig mit der Erörterung des Kanal-lunnel'Projectes vom militärischen und strategischen Gesichtspunkte au« beschäftigt, uud fo lange dieselbe ihren Bericht nicht erstattet habe. sei jede Discussion des Themas unstatthaft. Am Schlüsse der Sitzung vertagte sich das Haus für die Osterferien bis zum 20. April. Hagesneuigkeiten. — (Zur Vermählung der Prinzefsin Therese von Liechtenstein) Am 3 d. M. sind die Einladungen — 45 an der Zahl — anlässlich der Vermählung der Prinzess Therese von Liechtenstein mit dem Prinzen Arnulf von Baiern, welche bekanntlich heute ülier acht Tage stattfindet, überreicht worden, nämlich an Se. Majestät den Kaiser und die Kaiserin, an Kronprinz Rudolf und Prinzessin Stefanie, an sammt« lichc Erzherzoge nebst Gemahlinnen, überhaupt alle Mit« glicder des kaiserlichen Hauses, an die Verwandten der Braut, die Fürsten Schwarzenberg. Loblowih. Löwen» stein nebst Gemahlinnen, an die Verwandten des Bräuti» yams. König Ludwig von Baicrn. den Vater und Bruder des Prinzen Arnulf, die Prinzen Josef Maximilian und Leopold von Vaiern sowie des letztern Gemahlin. Prinzessin Gisela. Nach den bis jetzt feststehenden Dispositionen findet nach der Trauung um 5 Uhr abends im Liechtenstein'schen Majoratspalais in der Bankgasse das Hochzeitsbankett statt. Wahrscheinlich noch an demselben Abend begibt sich das junge Ehepaar nach München. Die übrigen Herrschaften vom baierischen Künigshause Worte,,. ^ derselben gliedert sich nach den Schlag-Salon'. ^H'^lsche Noman, der Zeitroman, der Noinan 5? Vulksroman nnd der See- uud exotische vollen Nl^'""" k""pst sich noch. in derselben geist-über den ^ ^ Verfassers behandelt, eine Uebersicht Di. ",H""or ,m Feuilleton und Noman". GotlsHM ""gemeine Wertschätzung, welche Rudolf von ilberbu.,^ " literarischen Streben des Begabten stand- " . entgegenbringt, macht sich auch in dem Um-oesollo<>?5 nd' b°ss den Dichtern Oesterreichs theil"« .""gehende Sorgfalt in der Behandlung zuZeit sj,>! ' Misere Literaturgeschichteu der neueren haft u'z? '" dieser Richtung bekanntlich oft fehr lückeu-in di"s^ ""gerecht. Auch aus Oesterreich fehlt aber finden m- ^-^ lein Name von Bedeutung, uud so Dichter ^'^ gewürdigt und eingehend behandelt die Naum^"b Schriftsteller Anast. Grün, Aauernseld, (Clltist?' Karl Veck. Robert Vyr. W. Eonstant L. Io^- Wurzbach). Dräxler-Manfred, K. E. Ebert, Noben ^' ^ A' Frank!. K. E. Franzos, Friedr. Halm, wayr 5V"^ling, Ni. Hartmann, Herlohsohn, Hor-K. G «?' Keim, Kleshelm. L. Kompert, Mrnberger, M'low K m,^'l"er. Lcvitschnigg. A. Meißner, St. 3d. ViHs^ «^"h°l. Ioh- Nchroy, Ioh. Nordmann, U- v SnI' 3' Picker, H. Nollet, P. K. Nosegger. ^usetta^?^asoch, M^Saphir,' Schreyvogel F. ^UHal K. - ^' ^^bl' Adolf Silwstmi, A. Sou-whaler'E?"efch, Stelzhamer, A. Stifter, C. v. Frhr. v n^"w< ^ ^"len. Leo Wolfram, I. E. Insb s ^ "' "' "'- HclMerlin!> ,^ ^ von den Neueren Robert "'6, welchem Gottschall eingehende Aetrach- tung zutheil werdeu lässt. „Der philosophische Zug der österreichischen Lyrik", beginnt der Verfasser an der betreffenden Stelle, ..fand in dem letzten Jahrzehnt einen neucu glänzenden Vertreter in einem Dichter, der feine Laufbahn mit poetischen Gedanlen-Sympho« nien eröffnete und mit hymnenartigem Schwung eine kunstvolle Architektonik dichterischer Formen erfüllte." Es ist dies Hamerling. und Gotlschall lässt sodann den herrlichen Dichtungen ..Venus im Exil", „Ein Schwanenlied der Romantik", „Ein Germanenzug" und die Liedrrsammluug: „Sinnen und Minnen" volle Gerechtigkeit Widersahren, nicht minder widmet er der lpischlu Dichtuug des genialen Poeten überaus ein« gehende Behandluug auf Seite 172 bis 177 des dritten Bandes. Man ersieht aus dem Vorhergegangenen, wie hohe Vorzüge Goltschalls Werk über die deutsche Na-tionalliteratür der Neuzeit besitzt und wie auf den deutschen Büchermarkt noch keine Arbeit gekommen, welche in so umfassender Weise das weitansgedehnte Thema behandelt. Als Handbuch wird dieses Buch ebenso vorzügliche Dienste leisten wie es zur anregenden, geistbildenden Lecture überhaupt empfohlen werden kann. Ucbrigens ist diese neueste fünfte Auflage iu einer Weife vermehrt uud umgearbeitet, dass man es förmlich nicht mit ciucm neu aufgelegte», sondern beinahe mit einem ganz ncucu Werte zu thun hat. Möge dasselbe immer mehr Freunde und immer noch weitere Verbreituug finden. (Gr. Ztg.) Dr. Schloff ar. werden indes noch einige Tage länger in Wien verweilen. Zur Hochzeitsreise ist bis jetzt Italien in Aussicht genommen. Zu Beginn der nächsten Woche wird im Wohnpalais deS Fürsten Liechtenstein in der Alserbach, straße der Trousseau der Prinzessin Therese zur Besichtigung ausgestellt werden. — (Inspicierung) Se. Excellenz der Herr Minister und Leiter deS Justizministeriums Dr. Prajäk ist, wie dem „Tiroler Boten" aus Bozen gemeldet wird, am 30. März von Tlient in Bozen angekommen, um daselbst da» k. l, Kreisgericht zu inspicieren. wobei die Frage über die Herstellung eines neuen Iustizpalaftes erörtert werden soll. — (Ferdinande« m.) Wie der „Tiroler Bote" mittheilt, hat das „Ferdinandeum" in Innsbruck ein wertvolles Geschenk von der Witwe des ReichSralhs-und Landtagsabgeorbneten AndreaK Edlen v, Hofer zu gewärtigen. Dieselbe widmete nämlich die goldene Kette, die weiland Se. Majestät Kaiser Franz dem Großvater ihreS Gatten, AndreuS Hoser, verliehen hat, dem vaterländischen Museum. — (Eröffnung des Gottharb-Tunnels) Im Mai wird endlich die Locomotive nicht nur durch den Gutthard'Tunnel, sondern direct von Luzern am Vierwaldstädter'See entlang durch den Kern der Alpen hindurch nach Italien hinunterbrausen. Der Eisenbahnbetrieb im Gotthard-Tunnel findet bekanntlich bereits statt, aber die Linie zum Gotthard-Tunnel hinauf wird erst am 21. Mai fertiggestellt sein und ebenso die von Airolo nach dem Lago Maggiore hinunter. Große Festlichleiten werden zu Ehren dieses bedeutsamen Ereignisses stattfinden, und das Programm ist das folgende: 21. Mai: Empfang der italienischen Abgeordneten in Chiasso seitens der GotthardbahN'Direction; 22. Mai: Bankett im „Schweizerhof« in Luzern; 23sten Mai: Abfahrt von Luzern morgens 8 Uhr; Frühstück in Göschenen; Ankunft in Vellinzona abends 5 Uhr. Theilweise übernachten die Gäste in Bellinzona und Locarno; 24, Mai: Abfahrt von Bellinzona 10 Uhr morgens; in Lugano wahrscheinlich Aufenthalt und dann directe Weiterfahrt nach Mailand; 25. und 26. Mai: Festlichkeiten in Mailand; 27. Mai: Rückfahrt nach Luzern. Eingeladen sind der schweizerische Bunoesrath und das Bundesgericht, die Negierungen der subventionierenden Cantone, die Abgeordneten des italienischen Parlamentes und detz deutschen Reichstages, die Botschafter und Gesandten der bei den Eidgenossenschaften accreditierten Staaten, die Mitglieder der internationalen Gotthard'Commission und die Abgeordneten der Muni-cipien von Mailand und Genua. — (Geigen process.) Am 31. März kam in Wiirzburg vor der Civilkammer deö Landgerichts eine Streitsache zum Aufruf, die wohl für eine weitere Verbreitung geeignet erscheint. Im Jahre I8tz0 trat llon» ccrtmeister Schwendemann von der Musikschule mit dem Instrumcntenmacher Meindl in Unterhandlung wegen Anlauf einer angeblich von England kommenden Stra« divari.Geige; der Höhe des Ankaufspreises (6000 Mark) halber zerfchlug sich die Sache. Im April 1881 lieh Meindl auf Veranlassung SchwendemannS baS Instrument abermals kommen; trotzdem gelegentlich einer in der Musikschule vorgenommenen Probe Zweifel über die Identität des vorhandenen Instrumentes laut Wurden, wusste Meindl den Liebhaber durch Versicherungen und Vorlage verschiedener Briefe zum Kaufe zu bewegen, und zwar um die Summe von 6120 Mark, welchen Betrag ein Freund des Käufers letzterem zu diesem Zwecke fchenkweise überließ. Das Instrument trägt die Signatur: ^.uwuiuö 8lllt(1iva.riu!z lticit. kuuu 1698. Später durch die Urtheile auswärtiger Sachverständiger, welche die Violine für eine Imitation von 5—600 Mail Wert hielten, stutzig gemacht, betrat Käufer den Wrg der Klage. Nachdem klägerischerseits behauptet wirb, Meindl habe wissentlich eine Täuschung des Käufers herbeigeführt, während beklagterseits jeder Dolus negiert, vielmehr behauptet wird, Meindl sei, wenn das Instrument überhaupt eine Imitation sei, ebenfalls dab Opfer einer Täuschung geworden, indem er es um 4500 Mark selbst gelaust habe, erboten sich die beiderseitigen Anwälte zum Bewrisantritte. Infolge dessen wurde die Sache auf den 14. April vertagt, wo ein großer Zeugen-apparat, der die verlierende Partei ein i»lmens st, aus Vereinsmitteln bewilligt hat. zu welchem noch zwei Ausschußmitglieder je 5 st, beizutragen sich bereit erklärten, so werden alle jene P. T. Herren Vereinsmitglieder, welche sich am Fischerei« tage liethciligen wollen, hiemit eingeladen, dies läng» stens bis 6. d. M. beim Vereinsausschusse (im Fürstenhof 2. Stock) von 8 bis II Uhr vormittags mündlich oder schriftlich anzuzeigen, damit derselbe rechtzeitig um die erforderliche Anzahl von Lcgitimationskarten beim Wiener Fischerei-Vereine ansuchen kann. Auf der Tagesordnung befand sich ferner auch der Antrag deS Vorsitzenden Herrn N. Kastelic wegen Ernennung von Ehrenmitgliedern des Vereins mit Bezug auf den § 5 a der Vereinsstatuten, und es wurden über dessen Antrag folgende, um den Verein hochverdiente Notabilitäten, und zwar: der Herr k. k. Landespräsident A. Winkler, Se, fürstliche Gnaden der hochwürdigfle Herr Fürstbischof von Laibach, Dr. Johann Chrysostomus Pogacar. der Hrrr Landes« hauptmann Gustav Graf v. Thurn-Valsassina und der Herr Präsident der l. k. krainischen Landwirtschaftsgesellschaft. Karl Baron v, Wurzbach-Tannen-li e r g, einstimmig zu Ehrenmitgliedern ernannt. Nachdem ferner der Ausschuss über Antrag des Vorsitzenden den bei der Aufstellung und Ueberwachung der Brutapparate und der Fischbrut, dann beim Fange der Fischottern sehr eifrig gewesenen Individuen Prämien bewilligt hatte, wurde die Sitzung geschlossen. — (Begräbnis des Freiherrn v. Myr-bach ) Aus Graz schreibt man unterm 4, d. M.: Gestern nachmittags um 4 Uhr fand das Leichenbegängnis des k. l Landeepräsidenten Xav. Freiherrn Myrbach v. Rhein feld statt. Den herrlichen Kranz, welchen Se. Cxc. der Herr Statthalter Freit), v. Kübeck auf dem Sarge niedergelegt hatte, zeichnete sich nicht nur durch Größe uud Schönheit, sondern auch gan^ besonders durch die Legende auf der Schleife aus, welche in wenigen Worten mehr sagte, als ei» weitläufiger Nachruf: „Der Statthalter Freiherr v. Kübeck — dem bemahlten Freunde und Amtsgenossen". Der volle Schmerz über den unersetzlichen Verlust sprach aus den Worten, welche die Kinder des Verstorbenen auf der Kranzschleife aus« sprachen: „Dem besten Vater!" Dem Leichenbegängnisse wohnten die Spitzen der Cioil« un>) Mililärbehüroen, die Mitglieder der Aristokratie, Obmänner hervorragender, wissenschaftlicher, künstlerischer und humanitärer Vereine und Freunde und Schäfer des Verstorbenen aus allen Berufsllassen Es war ein fast endloser Zug von Leidtragenden, uud der Leichenwagen war schon nahe dem Friedhofe, als der letzte Wagen in die Elisabelh-straße einbog. — (Die Gebeine des hl. Deodat) in der zu Nom neuausgeführten Mastix-Umhüllung sind gestern nachmittags hier eingetroffen und in die Kirche der WW. EE. Frauen Ursulinerinnen überführt worden, wo dieselben bis zur feierlichen Uebectragmig nach der Kirche der P. P. Franciscaner (circa drci Wochen nach Ostern) verbleiben. — (Erdabrutsch un g.) Man schreibt uns aus Sagor unterm 3. d, M.: In der Nacht vom 1. auf den 2. d. M. ist infolge einer starken Erdabrutschung die Be^irkbstraße zwischen der Ortschaft Sagor und der gleichnamigen Bahnstation in einer Länge von 80 Metern eingesunken, uud es finden ,wch fortwährend daselbst geringere Er!) un'o Steinabrutschungen statt, weshalb dort vorderhand jeder Verkehr von der politischen Ve-hör^'e untersagt wuroe. Auch in der Nichwng gegen die Südbahn haben sich kolossale Fclsstücke abgelöst, welche vor dem Bahndämme liegen blieben. Die h, k, k. Lan< desregierung hat sogleich einen Ingenieur an Ort und Stelle entsendet. ^ (Fünfzigstes Geburtsfest.) Gestern (4. April) feierte der hochwürdige Herr Stadtpfarrer von St. Jakob, F. Nozman. sein 50. Geburtsfest, Aus den Kreisen der hochwürdigeu Geistlichkeit, insbesondere seitens der Pfarrinsassen des allgemein beliebten Herrn Pfarrers, wurden demselben zahlreiche herzliche Ova« tionen uud Glückwünsche dargebracht. -x — (Vortrag in der (Titalnica.) Der am Sonntag in der Ültalnica zum Besten des Mandelc-Deukmalfondes von Herrn Ivan Hribar gehaltene Vortrag über den russischen Dichter Puslin war sehr "iterant und erwies sich als mit besondern, Fleiße ""Aearbe.tet; derselbe wurde von dem ziemlich zahl-genmnme?'!"""" ""dttorium mit großem Beifalle auf- — (Gesellschaftsconcert.) Das fünfte und letzte Concert der philharmonischen Gesellschaft unter der Leitung ihres Musikdirectors Herru Anton Ned» vöd, das gestern abends 7 Uhr im landschaftlichen Nedoutensaale abgehalten wurde, war außerordentlich gnt besucht und hatte einen sehr schönen Erfolg, Die Nummern 2 und 3, das schöne „vierte Concert" in O-NoII von A. Rubinstein, für Orchester und Pianoforte, sowie der Gesangsvortrag des Opernsängers Herrn Friedrich Erl erfreuten sich vor allem des lebhaf. testen Anklanges, und nicht endenwollcnder Applaus lohnte diese gediegenen Leistungen. Meister Zührer spielte wie immer mit feinfühligem Vortrage und gewohnter brillanter Technik den Clavierpart des Rubin-steiu'schen Concertes und begleitete in discrctester Weise das herrliche Beethoven'sche Lied „Adelaide", das Herr Erl mit seinem weichen, sympathischen Organe wirkungsvoll vortrng. Auch die letzte Nummer des gestrigen interessanten Abendes, die siebente Symphonie von Beethoven, fand großen Beifall, insbesondere der dritte Satz (Presto), welcher vom Orchester, das so bewährte Kräfte aufweist, meisterhaft executiert ward. Wir kommen übrigens noch ausführlich auf dieses Schlusscoucert der heurigen Saison zurück. -i- — (Die April-Nummer) des „(lerkveni Olakdcni^" bringt Artikel über die Charwoche. Einrichtung der Orgel von Jg. Iupan jun,, Fortsetzung der Ziffermethode, Correspondenzen, verschiedene Nachrichten und im Anzeiger eine Einladung an alle Herren Lehrer. Organisten und Chordirigenten (welche leicht nach Lai-bach kommen können), sich am 5. April l, I, um 10 Uhr vormittags in der zweiten städtischen Volksschule (Iois-straße) einfinden zu wollen, woselbst über den Gesangsunterricht nach der Galin-Paris «Cheve'schen Ziffer« methode ein Vortrag stattfindet, zu welchem Behufe bei R. Milic in Laibach erfchienen ist: „1>68MlU'l5ick po «tßvMak xk nLöno inladino" (64 Nummern auf 48 Seiten in gefälligem Quartformat, Preis 15 kr), herausgegeben von Ant. Förster, Die musikalische Beilage der viecteu Nummer des „(^rlivcni ttlu.8d6iiik" bringt ein Osterlied und Offertoriun, von D. Fajgelj und ,,Viäi kHUkln" von R. Burgarell. — ( Anastasius G rü n . Denkm al.) Die „Grazer Tagespost" schreibt: Gräfin Gisela Welsers' heimb hat für das Anostasius Grün-Denkmal dem Landeshauptmanne 5^0fl. übergeben. — (Doctorftro motion »ud auljpioii» Impyru.t.oriL.) Am 29. v. M. wurde in Graz Herr Arthur Skedl. Sohn des allgemein geachteten, in Graz verstorbenen Univelsitätsprosessors Dr. Josef Skedl. im festlich geschmückten Promotionssaale der Unlversität in Gegenwart Sr. Exe. des Herrn Statthalters Freiherr« v. Kübeck «ud HULpiciiä Impel».-tm'iä zum Doctor sämmtlicher Rechte promoviert. Außer den sungiercnoen Professoren, dem Rector Dr. Pölzl. dem Dccan Dr. Nioermann und dem Promotor Dr. Bischoff wohnten sämmtliche Professoren und Docenten der juridischen Facultat sowie eine große Anzahl von Beamten ui'd Studierendem dieser schönen akademischen Feler an. Nach der Begrüßungsrede des Rectors hielt der zu Promovieceide einen interessanten, von Scharfsinn uns reicher Ne^esenheit zeugenden Vortrug über den Ii^hum beim Vertragsabschlüsse, in welchem er insbesondere den Gegensah zwischen dem österreichischen und römischen Civilrechte hervorhob und den Fortschritt im ersteren kennzeichnete, worauf die Promotion erfolgte. Dann überreichte dcr Statthalter, indem er an den Promovierten e'ne Ansprache richtete, diesem im Auftrage Sr. Majestut des Kaisers den äußerst kunstvoll gearbeiteten, die Namenschiffern des Monarchen tragenden Vrillantring. Mit einer kurzen Danlrede des Dr. Skedl schloss das seltene Fest. das fünfte seit dem Nestehen der Universität zu Graz. — (Zum Brande in Alt«Oberlaibach), den wir neulich gemeldet, wird uns von dem Commando der freiw. Feuerwehr in Oberlaibach mitgetheilt, dass diese freiwillige Feuerwehr bei genanntem Brande unter der Leitung ihres Hauptmanns Herrn Karl Mayer thätig gewesen. — (Selbstmord.) Aus Sagor wird uns geschrieben: Am 31. v. M. hat sich der geisteskranke 50jährige Grundbesitzer Florian Dern ov s et von Vine mittelst eines Strickes in seinem Walde erhängt. Neueste Post. Original-Telegramme der „Laib. Zeitung." Berlin, 4. April. Der Kaiser ist wieder hergestellt und arbeitete nachmittags mit dem Chef der Militärkanzlei. — Der Neichscmzeiger pMicielt die Ernennung Schloezers zum Gesandten beim päpstlichen Stuyle. Nom, 4. April. „Voce della Verilü." dementiert kategorisch die Demission Iacubinis. London, 4. April. Im Unterhause beantwortete Gladstone die Anfrage betreffs der Assismvorgänge in Irland : die Lage sei äußerst ernst, es handle sich nicht um eine politische, sondern um die sociale Revolution; hinter den Agrar-Verbrechen stehen höhere Einflüsse. Die Regierung behalte sich den Zeitpunkt zur Wahl weiterer Maßregeln vor. Northcote bezeichnet die Er- klärungen Gladstones als unbefriedigend und alarmierend und bedauert, dass die Regierung nicht seine Politik accepti>rt habe. Wien. 4. April. Die Gemahlin Sr. Excellenz des Herrn Oberstkämmerers FZM. Grafen Franz ssolliot oe Cren neville Frau Gräfin Hernn"? Crenneville. geb. Gräfin Chotek, zweite Ordens-assistentin des k. k. Sternkreuz-Ordms und Palastdame, ist gestern abends um halb 10 Uhr im 67. LebensjaYtt gestorben. P r a g. 4. April. Der „Polrok" widmel d" Ernennung des FML. Baron Kraus zum Statthalter von Böhmen einen Leitartikel, welcher t»e Verdienste des Statthalters um die Hebu^ °e« Landes, der Schule und des wirtschaftlichen Lebens hervorhebt. Die kaiserliche Anerkennung für d>e guten, dem Staate geleisteten Dienste erfülle mil Ge-nngthnung. Baron Kraus habe ein offenes Ohr l^c alle Beschwerden und Bitten. Er selbst erwäge aw sorgfältig und entscheide, ohne Rücksicht auf separate Wünsche, immer nur das große Ganze vor Augen habend. „Pokrok"'erinnert unter anderB an das tactvolle Vorgehen des Statthalters bei den letzten Strike der Kohlenarbeiter. Der Artikel sch^ mit den Worten: „Wir begrüßen den wirUM" Statthalter unseres Herrschers mit aller M" richtigkeit und wünschen ihm zum weiteren Wn'^ alles'Heil." Petersburg, 4. April. Dem «Regierung»' Anzeiger" zufolge wurde das Todesurtheil des Krieg«? gerichtes an den Mördern des Generals StrelnM gestern morgens mittelst Stranges vollzogen; deren authentische Namen sind noch unbekannt, da die beM lichen Angaben falsch sind. ^. Sande!' und volkswirtschaftliches. Verlosung. Wiener Communallosc. Vci der am 1. d. M.