eiNZCLPFCIS: wochentas* 10 Sam^tAj^-Sofintas 15 Rpl larburgtr ätitung Amtliches Organ des Stelrlschen Heimatbundes •• ®» ^'•mrut; JiS-Oi erscheint wöchentUcii sechsmal aia Morcenzcitung (mit Ausnahme der bonn- a. M-oo ir» ' Tuu II ' 1 «Dcndt) ist dl9 bchnttleitung nur tut hernnu Feiertpce). Bezussp'eis (im voraus zahlbar) monatlich Hh\ 2.10 einseht Zustell- Sli A ynvw'an?*® ^uichri ten werden nicht rückg««andt, - gebühr; bei Lieferung im Streifband zuzüglich Porto: bei Abholen lu der üe- DO« Afilragen KucKporto bQuegen. — Postscheckkonto Wien Nr. 54.608. schäftsstell« RM 2.—. — Anzeigen- und Bezugsbestellungen in der Verwaltung. 314_Oltorfeurfl 0.6. »rou, 2>ienMag, 2)e)etn&er ig« 8i. aiaftroong Japan im Krieg mit USA und Engiand itn wellgeseltichtiicher und entscheidender Entschluss des japanischen Vciices Beicanntgabe durch den Tenno Unann^hmb«!« Forderung«!! d^r V«r«lnigtfii Stni#n Tokio, S. Dczejnber. Dir Tfinio h«t Moota« vormittag um 11 Uhr kHüniccIwr Zeit die offizielle KriafMrkllnitif an Enflanil und an d)f Varoinigten Staaten mit einem ErlaB an (He ii^anlsclie Nation bekaotitfHEahM. Vorher hatte im Itaiserliclien Palast eine Sondcrsitzuni d«s (Mtdnien Siaattratfs statttcefutiden. „Fest von japans Sieg flberzeHgl" ÜHndfunlirMl« d«i MlntotwpiNcidanton Toje «n dl« Japantr Tokio, 8. Dezember i über den bisherigen Verlauf der Itriegeri« hrlften bwlchtete. Die Regierune hSle a.!25^ daraufhin übtr die weiter zu ergrSlfenden lutT^ÄjUtiSr Beschluß. Anschll&nd be- über fcmkruilf«! «ff "^tgab üch Tojo zum Ttnno zur Bcrlchter- ann^mbar seien, wie fielsplelswetse dN | «tattunff bediMii#lo8e toMe RUokiiebuiic der « . - , ■ i. ■ MiitiHiriftc MS China, di« Aberkeg- Mandscbahoo 811 ScHe lapans nung des Nanklng-Rexlmes und die An- H s I n k I n g, 8. Dezember. nulHorung d®» Drsierpaktea, HItte Ja-, Mandschukuo hat den Kriegszustand pan difsa Q^dlngungan angenommen, so Nordamerika und Großbritannien pro-wlrt dai Prestige und das Weiterbeste- blamiert. Pas nördliche und das slldliclie hin das Japanischen Cmplr^ gelÄhrdet Ostasien würden sich vereinigen, um die bxw. in Trage gestellt worden. »Mein Loben gehört dem Teuno«, so englisch-nordamerlkanlschen Mflehte aus dem Fernen Osten zu vertreiben, erkUtrte fuhr Tojo fort, »und ich weill, dali das'MinisterprÄsident Tschang-Tsching-Hui. gesamte japanische \o\k sich für das große Ziel der Tenno-Politik und des Staates bedingungslos .einsetzt. Der Schlils.sel zum Sie« liegt im Qlnubeii an den Sieg. Nocii nicinul.s hat Ju[jan eine Niederlage in seiner langjährigen Qe-sdiichte erlitten.« Wenn Japan bisher unglaubliche Geduld und Zuriicklialtuiig ausübte, so sei dies einzig aus dem VVunscli der Krhal-lung des Friedens und der f-rspunniK unsäglichen Leides für die Mensdihcit erfolgt. Japans. Üeijner seien stolz auf den üesitü der rieslRcn Naturscjiätze lind sirebten die Beherrschung der Welt lin. Zur Vernichtung dieses Feindes und :'ur Schaffung dieser Neuordmmg üst-usiens müsse das japanisclio Volk mit einem langen Kriege rcchnen. Vom Ansang dieses Krieges hflnge der Aufstieg f>dcr der Nie<^erKang des japanischen Rnipircs und das WohlerKchen von .la-lan und Oesnrntostasien ab, Kr sei glücklich, so stellte Tojo schlieli-icli fest, daü das Bündnis mit neutsch-and und Italien und die Beziehungen lapans zu Mandschukuo und China sich mmer enger gestalten. S«n Moifag 6 Uhr Krieoizuilanii Tokio, 8. Dezember, Wie der Sender Tokio mitteilt, gibt das apenischfi militärische Hauptquanier be-(annt, daß von Montag morgen 0 Uhr ah ler Krieffsiustand zwischen Japan und len enfflischen und USA-$treitl(räften im ititlen Ozean bestehe. Sondeisliiona des iapanisciien Rablnetls Tokio, 8. Dezember Unter dem Vorsitz den Ministerpräsi-enten Tojo fand Montag früh eine 8on< Die Vasallen der USA N e w y 0 r k, 8. Dezember. Im Zuge der Kriegsausweitungsbe-strebungen Englands und Amerikas wurde aucli Nicaragua veranlaßt, eine Kriegserklärung an Japan abzugeben. Auf Drangen der englisch-amerikanischen Kriegsausweitungspolitiker hat Nie-derländisch-Ostindicn Japan den Krieg erkläFt. Auch Costarica hat auf Veranlassung Washingtons und Londons an Japan eine Kriegserklärung abgegeben. Die Wiirfei sind gefallen R o m, 8. Dezember. »Die Würfel im Osten sind gefallen — die Folgen der Kriegshetze Roosevelts — das japanische Hauptquartier kündigt den Beginn der I'eindseligkeiten gegen die englischen und nordamerikanischen Streitkräfte an«, so lauten die über die ganze Seite gehenden Schlagzeilen der römischen Mittagspresse. Eb bestehe, so schreibt »Popolo di Roma«, kein Zweifel darüber, daß der japanische Entschluß die unausbleibliche Folge der kriegstreiberischen und provokatorischen Politik Roosevelts und der jü-di^schen Plutokratie sei, die versuchten, Japan mit nllen Mitteln den Weg zu versperren. Roosevelt habe alles getan, um das nordamerikanische Volk in den Krieg zu hetzen und das sei ihm schließlich auch gelungen. Das italienische Volk entbiete, schreibt »Piccolo<«, der lajiferen iapanischen Nation seine kamcradsihalllichen QrüRe und Wünsche 1 Die ersten Kampfliandlungen USA-8tUt»unlita In dar $Udf«« und Singapur angegriffan Englitchss lianoiimboot varsankt-^ USA-Kanonenboot arboutat Tokio, 8. I3ezember. Das kaiserlicho Hauptquartier der Marine gab am Montag vormittag üt>er die militärischen Operationen Mgendes bekannt: Die Flotten, und Luftfttütxpunkte auf Hawai wurden mit großem Erfolg angegriffen. Die iapanische Flotte versenkte In Schanghai ein enKÜsches Kanonenboot und übernahm ein USA-Kanonenboot auf dem Vangtse. Auch auf Singapur wurden mit gro-Uein Frfoig Luftangriffe durciigeführt. Weitere Luftangriffe richteten slcii gegen Davao. die Wake-Intiei und Quam. Davao Ist ein Hafenort auf der zur Inselgruppe der Philippinen gehörenden 'nsel Mindanao. laoan flberniniinl intemationale Niederlassono In Scbanghal Schanghai, 8, Dezember, Die japanischen Marinekommandostellen gaben am Montag früh bekannt, dali die Japaner am gleichen Tage die internationale Niederlasfiting In Schanghai übernehmen. Vor den englischen und uinerikanlHclien Behörden sind japanische Posten aufge-ersitzung des jaoanlschen Kabinette zogen. Sämtliche Banken sind geschlos-tatti in der Marmeminlster Schimada 1 sen. Devisennotierungen finden nicht statt. Die englischen und amerikanischen Rundfunkstationen haben ihren Dienst eingestellt und beschränken sich auf die Bekanntgabe der japanischen Proklamation. Die Antiachsenpropaganda ist von den Straßen und aus den Schaufenstern der englischen und ameril^> Millionen ein groißes und hochwertiges Koloiiialge-biet, das vor allem durch senie tropischen Rohstoffe, \vc Reis, Zucker, Ko-pra, Manila-Hanf usw. bedeutend ist. Von den Philippinen verlaufen wichtige Routen des See- und Luftverkehrs nach der britischen Kronkolonie Hongkong, die an der südchinesischen Küste in der Nähe der Mündung des Kanton-Flusses liegend als ein bedeutender Stützpunkt des englischen Ihuidels in Ostasien und ein Voirposten des britischen Empire im Fernen Osten für England von besonderer Wichtigkeit ist. Hongkong, das von China als Folge des Opiunikrieges durch Vertrag vom ,29. 8. 1842 an England al)getreten werden mußte, umfaßt rund KK)(J Ouadratkilome-ter mit einer Bevölkerung von fast einer Million Menschen. Der strategisch wichtigste Punkt Südostasiens ist die starke Seefestung Sin- gapur, die an der schmälsten Steile der Malakka-Straße gelegen als ein fernöst-liches Gibraltar den Zugang von Indien nach den Ländern Ostasiens sperrt. Sie bildet gleichzeitig den südlichsten Punkt der Malayischen Halbinsel, die zum Teil in Form »unabhängiger« eingebofener Fürstentümer unter englischer Herrschaft steht und durch ihren Reichtum an Zinn, Gummi und anderen hochwichtigen Rohstoffen zu den wertvollsten Teilen des britischen Empire gehört. Das britische Gebiet auf der Malayen-Halbinsel grenzt im Norden an der schmalen Landzunge von Kra an das unabhängige Königreich Thailand, früher Siam, das durch die Vereinbarungen des vergangenen Jahres von Französischindochina einen nicht unerheblichen Zuwachs erhalten hat. Westlich von Thailand liegt die britische Kolonie Burma mit rund 600.000 Quadratkilometer und 15 Milli-onen Einwohner, das größte Reisausfuhrland der Welt. Ihr Ministerpräsident Saw weilte, wie erinnerlich, kürzlich in London, wo er vergeblich die Unabhängigkeit seines Landes von der britischen Herrschaft zu erlangen suchte. Karle: Archiv der I>ollar-Imipcrialismus in seinem Weltherrschaftsstreben systematisch gegen die reichen Rohstoffgebiete Ostasiens vorzuschieben suchte. Das erste Glied der natürlichen Inselbrücke, die von den Nordamerikanern bei ihrer imperialistischen Ausdehnung nach Westen ausgenützt worden ist, ist die Gruppe der Hawai-Inseln. Diese 3800 Kilometer westlich von San Fran-zisko gelegene Inselgruppe besteht in der Hauptsache aus acht größeren vulkanischen Gebirgsinseln, deren reicher I^)den verbunden mit einem günstigen Klima die Anlage umfangreicher Zuckerrohr-, Bananen- und Ananas-Plantagen^ begünstigte. Die Hawai-Inseln haben bei einer Gesamtfläche von 16.593 Quadratkilometer eine rassisch stark gemischte Bevölkerung von rund 4,30.000 Einwohnern, unter denen die starke japanische Minderheit von über 150.000 auffällt. Die ursprünglich unter der Herrschaft eingeborener Könige selbständigen Inseln wurden im Jahre IS9,S von den Vereinigten Staaten annektiert. Die USA-Marine wurde auf Pearl Harbour auf der Insel Oahii zu einem der stärksten Flottenstützpunkte der Vereinigten Staaten ausgebaut. Von besonderer strategischer Bedeutung ist die inmitten der Südsee halbwegs zwisciien Hawai und den Mariannen gelegene Wake-Insel, ein kleines Korallen-Eiland von 7,6 Quadratkilometer, das ^ für die Vereinigten Staaten als Kabel-und Kolilenstation auf dem Wege nach den Philippinen und in den letzten Jahren vor allem als Zwischenlandeplatz der Pazifik-Clipper-Flugzeuge wichtig wurde. Zur Inselgruppe der Mariannen gehört der USA-Stützpunkt Guain, eine 544 Quadratkilometer große Insel mit 23.000 meist polynesischen Einwohnern. Auch die Insel Guam ist als Kabelstation sowie als Stützpunkt der USA-Flotte und Luft-Flotte von erheblicher Bedeutung. Sie bildet die letzte Etappe zu der großen Inselgruppe der Philippinen, die Snanien im Jahre 1^98 nacli dem unglücklichen Verlauf des von den Ver- örtliche Kämpfe im Osten Einbruch des russischen Winters bedinjil die Art dir ' KampffUhrung — Erfolge in NordafrNca Führerhaupttiuartier, 8. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt tjekannt: Die Fortsetzung der Operationen und die Art der Kampfführung im Osten sind von jetzt ab durch den Einbruch des russischen Winters t)edinxt. Aul weiten Strecken der Osth'ont finden nur noch örtliche Kampfhandiungen statt. An der Westküste der Krim wurde ein feindlicher Landunxsversuch vereitelt. Im Donezbecken brachte der Angriff deutscher und italienischer Truppen weitere Fortschritte. Vor Leningrad setzte der Gegner seine Ausbruchsversuche vergeblich fort. Die Luftwaffe führte trotz schlechter Wetterlage schwere Angriffe gegen st>w-ietische Truppenansammhingen, Panzerbereitstellungen und Feldbefestigungen. Der Feind hatte wieder hohe Verluste au Menschen, schweren Waffen und rollendem Material. Die nach Moskau führenden Eisenbahnstrecken wurden an vielen Stellen durch Bombenangriffe zerstört Im Seegebiet um England wurde bei Tage nordostwärts Aberdeen ein Han-delssohiff mittlerer OröBe durch Bombenwurf beschädigt. Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen Hafenanlagen an der Ostküste u^ im Südwesten der Insel. Die schweren Kämpfe in Nordafrika nehmen ihren Fortgang. In Tobruk wurden Hafenanlagen und Artilleriestellungen des Feindes bei Tage und bei Nacht mit Bomben schweren und schwersten Kalibers t>elegt. Vor der nordafrikanischen Küste beschädigten deutsdie Kampfflugzeuge einen großen britischen Truppentransporter so schwer, daß mit seinem Verlust zu rechnen ist. Ein leichter britischer Kreuzer erhielt Bombentreffer. Bei wirkungsk>seii Luftangriffen auf einige Orte in Westdeutschland und In den besetzten Westgebieten wurden In der letzten Nacht drei britische Bomber abgeschossen. siegreicher Begensloss Stolze Kampfbtlanz einer ostmärkischen Infanteriekomoanie Berlin, 8. Dezember Ivne ostniärkische Infanteriekompanie fligtr den Bolschewisten am 6. Dezember im Siidabschnitt der Ostfront durch einen erfolgreichen Gegenstoß schwere Verluste zu. Der Feind hatte die Stellungen dieser Kompanie mit stärkeren Kräften angegriffen. Aus ihren Schützenlöchern und Maschinengewehrnestern enipf'niren die deutschen Infanteristen die bolschewistischen Angreifer mit heftigem Gewehrund Maschinengewehrfeuer, unter dessen Wirkung der bolschewistische Angriff im Vorfeld der deutschen Stellungen ins Stocken kam. Zu diesem Zeitpunkt setzte der Kompanieführer zwei Züge zum Gegenstoß gegen die langsanl zurückgehenden Bolschewisten fu. Es gelantr den deutschen Infanteristen hierbei, zysei feindl che Kompanien /um Kampf zu stellen und anzugreifen. Die deutsche Kom-pnnip machfe 104 Gefangene und e beutele 17 Maschinengewehre, einen Granat- werfer und zahlreiclii' Gewehre. Die Bolschewisten mußten über 100 Tote auf d^ni Kampffeld zurücklassen. Bombenregen an! Malla Berlin, 8. Dezember Neben uiiilanL'reichen und weiträumigen Einsätzen der deutschen Luftwaffe an der langen Front im Osten gberleutnant St. löste sich auf eigene Faust vom Verband, flog zur nächsten italienischen Seenotstellc und lotste ohne Jagdschutz das Seenotflugzeug zur Unfallsteile. Britische Jäger schiel,len zwar das init dem Roten Kreuz versehene italienische Rettungsflugzeug ab. Ihm gelingt es aber, zu entkommen imd mit dem letzten Tropfen Benzin auf heimischem Boden zu landen. Den Kameraden auf See kojinte allerdings trotz dieses tapferen Einsatzes niclit mehr geholfen werden. Wir besuchen den verwundeten Flug-zeugfüiirer, der goUseidank nur eine leichte Oberschenkelverletzung hat. Neben ihm liegt, ebetn'alls verwundet, ein Kamerad einer Kampfflugzeugbesatzung. die auf ähnliche Weise aus Feindgebiet gerettet wurde. Er erzählt uns, wie sein Flugzeug beim Angriff infolge Motorbe-schulies wenige Kilometer vcni Feind entfernt niedergehen uuiIj. Fast alle vier Männer sind mehr oder weniger verletzt. An einem Wüstenniarsch zur endlos weit entfernten deutschen Front ist nicht zu denken. Eine ^ Reise nach Kairo«, Indien oder Kanada ist so gut wie sicher, Sie bleiben so lange, wie e^* gellt, bei ihrer Maschine. Auch hier kommt die Rettung. Eine Me IUI ninmit die vier deutschen Flieger auf und bringt sie in Sicherheit. ^ Aus solciiem Holze sind die an allen Fi;onten erprobten Flieger des Deutschen Afrikakorps, die nun schon bald ein Jahr die wichtige Stellung in Libyen in stets gleicher Einsatzbereitschaft gegen eine Ubermacht an Zahl imd A\aterial eines ganzen Weltreiches halten. Kriegsberichter Wilhelm Jung (PK) 1k ieHUh Der neue kroatische (iesaiidte in Berlin eliijfctroffen. Der neue Uesandte des uiiah-nänfflRcn Staates Kroatien in Berlin, Dr. Milc Budak, ist heute vormittaji in der Reiclis-liauptstudt eiiiKetroffeu. Irland auf das Schlimmste xelaUt.. Vuf duer Nersamndung der »Elanna Eall« erklärte uer irische ^ erteidiKnugsniinister Irayiior: »Wenn das Schliinniste eintreten sol te, werden unsere VerteidiKUUK'struppt iF und Ortranisatioueu ihre Pflicht erfüllen unu für Irland kämpfen. Wir müssen auf d.is Süihmmste pfalit sein, wir müssen uns in den Dienst der Nation stellen. «inem fxplosionsunKliicl^ Kttotc. Iii Ahnazora. vier Kilometer von castellon (Spanien) entfernt, ereignete sich i>eim \erladen eines üüterzujtes eine Iteftise r.xplosion. durch die elf Personen jretötei wurden. Man \ernuitet in den Trünmiern weitere Opfer. Seite 4 »Marburger Zeitung* 9. Dezember 1941 Nummer 314 VOLK und KULTUR nmiiHiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiimiiiiiiimiitiiiiiiiiiiiMiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiii Anton van Dyck, der grosse Bildnfsmaler Anton van Dycks Leben war Triumph von Anfang bis zu Ende. In den knappen zweiundvicrzi}; Jaliren, die ihm nur zu leben beschieden waren fer starb am 9. Dezember 1641 in England), schritt er von Erfolg zu Erfolg, gewann Reich-lünier und europäischen Ruhin. Die vornehme Welt, die er wie kein zweiter zu malen verstand, nahm ihn in ihre Mitte auf, bewunderte ihn una' liberhäufle ihn mit Ehren, Das Leben van Dycks erinnert in vielen Teilen an das seines großen Lehrmeisters Peter Pa'il Rubens, In den ersten lahren seines Schaffens malte er zuerst so vüllitr in der Manier seines .Me'sfcrs, daß seine ersten Werke lange Zeit für solche von Rubens gehalten »wurden, wenn auch scharfe Unterscheidungs-mcrknilch kann mir nicht denken, daß irgend etwas Ihnen das Recht geben könnte..^ ^Icli bin sogar überzeugt, Sic werden mir Unrecht geben. Welche Frau sollte tiber der Drohung, die ihrem (ieliebten gilt, nicht alles andere verges.sen? Trotzdem Muichte ich, daß Sie sich nicht als hilflose Beute skrupelloser Geschäftemacher fühlen.« ^ich kann Sic nicht hindern*, antwortete sie spröde und dabei mit Tränen kämpfend, »mir irgendein Märchen y.w erzählen.« »Gut. Nehmen wir an, ich erzähle Ihnen ein immerhin nicht uninteressantes Märchen. Da Sic mit meinem Freunde Mike verschiedenes besprochen haben, wird es Ihnen nicht entgangen sein, daß wir eine Gruppe von Leuten sind, die vom Intelligence Service verfolgt werden, weil wir uns gestatten, für die Selbständigkeit unserer unterjochten Heimat, lür ihre Befreiung von der britisclien Herrschart zu kämpfen. Wie ich gern zugebe, mit Mittein, die nach dem heutigen Stand ungesetzlich sind — aber was ktimmern uns die Gesetze, die die Fremden uns aufgezwungen haben? Wir haben in den letzten Jahren verschiedenes getan; einiges ist uns geglückt, anderes nicht. Mike hat sich nicht ohne 'Frfolg einige Zeit als Generalstabschef des Fakirs von Ipi betätigt — dazu haben ihn seine jahrelangen Kämtptfe in Irland gegen die Briten gut vorgebildet. Ich selbst habe verschiedene Leute, die uns aus irgendeinem Grunde unangenehm waren, liquidiert. Die letzte große Unternehmung, die ich plante, ist leider miß-glüctkt; es betraf eine Zusammenkunft verschiedener abgefallener und darum in den Augen der Welt führender Inder mit einigen Briten von Rang; ich hatte das betreffende Gebäude in Bombay in die Luft sprengen wollen, aber die Sache ist verraten worden, und ich mußte sehen, daß ich davonkam. Wir sind, muß Ich hinzufügen, verraten worden, weil der Intelligence Service über mehr Geld ver- fügte als ich. Daraus war nur ein Schluß zu ziehen: unsere Geldmittel zu steigern. Darum das Ausbeuten dieser Bank. Darum die Überschwemmung des Marktes mit gelben Perlen, die Ihren Onkel so beunruhigt. Wir brauchen Geld. Heute, da der Krieg ausgebrochen ist, mehr denn je. Unsere Arbeit ist wichtig — für die Freiheit Indiens. Und Sie verstehen, daß ich sie auch von Ihnen und Ihren sehr l>egreiflichen Privatgefiihlen nicht stören lasse.« »Aiber ich —« Ray schüttelte den Kopf. »Selbst angenommen, ich sei von Ihrem besten Willen überzeugt, so glaube ioli Immer noch, daß der Intelligence Service Ihnen an Gerissenheit über ist. Man wird alles, was man wissen muß, aus Ihnen herausholen, und dann —« »Se1b5}t dann befinden Sie sich auf einer neutralen Insel«, widersiprach Betje. Ray lachte. »Was schiert sich das nächstbeste britische Kriegsschiff darum, das vom Intelligence Service hergeschickt wird und das Nest aushebt? Hier gibt's keine Kontrolle der holliindischen Regierung. Was hier geschieht, macht niemand heiß, wenn man nur alle Zeugen beseitigt. Und das ist sehr einfach. Nein, ich katm es beim besten Willen nicht wagen, Sie nach Ambon zu bringen.« • Betje saß mit gesenktem Koipf. In breitem. goldenem Schwall fiel ihr Maar über ihr tiesicht und verbarg es ganz. — Um diese Bank liier, um ihr Uelieiin-' wohner. Und wenn er in diesem Werk von seinen eigenen Jugenderlebnissen mit feinem, besinnlichem Humor plaudert, dann stoßen seine Schilderungen weit in die Bezirke des Allmenschlichen vor. Und wie vermag er alles, was ihm begegnet, zu schildern. Das lebt und blüht alles, behutsam nimmt er den Leser bei der Hand und zeigt ihm das Leben, wie es wirklich ist, wie in ihrem Erdenwallen Menschen ringen und kämpfen, lieben und hassen, wie sie lachen und weinen, wie sie kommen und gehen. Das äußere Bild der Schauplätze all dieser Geschehnisse aber entsteht in kraftvoll, leuchtend plastischen Farben, jn einer Zelchnunf^, deren Konturen schon den sicheren Blick des schöpferischen Künstlers verraten. Neben diesem Buch verdienen aber auch »Uferleute« (1903), »Reben« (1904), »Hinter den sieben Bergen« (1931), gleich seinen zahlreichen Reiseerzählungen und seinen Märchenbüchern und Legenden Beachtung. die die große Liebe zur rheinischen Landschaft, ihren Menschen und Tieren verrraten. Heinrich LiiliMnn erMeil fen WesifUiscIieR Uteralnrpreis Dem Dichter Heinrich Luhmann wurde in einer Feierstunde im großen Saal des Rathauses in Bocimm am Sonntag der Westfälische Literaturpreis verliehen. Hultrop bei Soest ist Luhmanns Heimat. In Kirchhundem im Sauerland begann er seine Arbeit. Kirchhundem — Soest — Arnsberg — diese drei Namen bedeuten sagenumwobene Berge und Dörfer und eine altersgraue Hansestadt mit berühmten Kirchen, grünüberzoge-nen Mauern und Gassen, glaiizrelche Patrizierhäuser und eine ehrenreiche Geschichte. Seit 25 Jahren gestaltet Luhmann das Gesicht dieser sanerländi-schen Berge und Dörfer und der alten westfälischen Städte und zeichnet ihre Menschen als erdverhaftete Figuren, umwittert vom herben Geruch des Waldes, der Erde und des Wassers, kraftvoll in der ganzen urwüchsigen Derbheit ihrer Natur, innig verhalten in ihrem liefen Gemütsleben und alles Weh dieser Welt überstrahlend mit lebensbejahender Tapferkeit und lachender Fröhlich-kclt. ^ , Heinrich Luhmanns erste Bücher sind der Oeschichtenband »Wo die Wälder Wache halten«, sein Roman »Walddoktor Willibald«, seine Legenden und Mär-ciien in »Die Heiligen in Holzschuhen«, die Erzählungen »Vogel Wunderlich« und »Die Abendstu'be«, Sein Roman »Das Sündenwasser« Ist eine schwere, dunkle Ballade, in der die Dämonie der lockenden Wassertiefe, die furolitbar-unheim-liche Gabe des zweiten Gesichts und aus Urtrieben aufzüngelnde menschliche Leidenschaft Schuld und Erlösung erklären. Zu erwähnen sind neben seinen hervorragenden Werken »Das hungrige Leben«, »Der Bauemreiter«. »Pflug im Aüker« und »König Vogler« noch seine Bündchen »Das Bauernjahr«, das von dem Brauchtum des Jahres erzählt, seine Novelle »Flucht durch Preußen«, "und seine Anekdoten-Sammlung »Lob des Landes«. So kann der jetzt mit dem westfälischen Literaturpreis ausgezeichnete 50-jährige auf ein nrnfangreiches dichterisches W^erk blicken. nis sind schon ein paar Menschen gestorben«, sagte Ray. »Genug. Ich habe keine Lust, meine Leute, Mike, mich selbst — und auch Sie dem Tod zu überliefern.« »Wer —?« fragte sie schwach. Ray lächelte leise. »Der letzte war der Mann, von dem ich das Geheimnis erbte, in einer unsagbar schmutzigen und überfüllen Gemeinschaftszelle in Kalkutta. Der Mann, ein Parse, war einmal sehr reich gewesen. So reich, daß er es sich hatte leisten können, die Perlbank als Reserve zu behandeln und sein Wissen nicht auiszunützen — '\\x)her er's hatte, sagte er mir nicht. Er selbst hatte übrigens nie etwas mit der indischen FreiheitsibeweKung zu tun haben mögen: desto mehr frcilich sein Sohn. Man machte ihn für dessen Taten verantwortlich — vergleichsweise harmlose Taten nebenbei — und ließ ihn so lange bluten. bis er bankerott war. Als er nichts mehr hatte, sperrte man ihn ein. Er wartete im (lefängnis, bis er einen Mann traf, dem er etwas zutraute — micii. Mir gab er sein Geheimnis; nicht für mich persönlich, für unsere gemehisame Sadie, für unseren gemeinsamen Haß. Am nächsten Morgen hatte er sich erhängt.« Das Mädchen sah auf. Ray hatte das (iefühl, sie habe ihn nur reden lassen, um Zeit zu gewinnen, sich zu fassen und zu überlegen. »Sie glauben also«, fragte sie kehlig, »Sie hätten mich ül>erzeugt?« »Nein«, antwortete Ray langsam. Nummer 31^ »Marburger Zeilimjr« 9. Dezember 1941 Seite S AUS STADT UND LAND pittiiiiilKiHNiiliriiiiiiitiiiiHiiiiiiiiuiiiiMtitiiiittiiHiiiiiiiiiiitiiiiiiiitiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiutiiiiiHiiiiiiiniiinitHiiiiiiiininniniiHininiiiinmiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiHiiniiiiiitiiiiiiiiiitiiiiiHiiiiiiiiiiiiniiiiiiitiiiimii Bta Woil an die Himrniiiiltlsei In diesen Tagen, in denen die Kauflust der Bevölkerung besonders angeregt Ist, fehlt es nicht an den Schaufcnsterrund-ßängen in den Städten. Nicht nur die Jugend fühlt sich von den prachtigen Auslagen angezogen, auch d"e älteren Semester verweilen in diesen Wochen länger als sonst vor den Schaufenstern. Nur zu begreiflich ist es, daß es an vielen Wünschen seitens der Beschauer nicht fehlt, die oft über das notwendige Maß hinausgehen. Vielfach ^^ird nicht bedacht, daß der Krieg uns manchen Verzicht auf begehrenswerte, aber durchaus nicht notwendige Artikel auferlegt, die zufällig in den Schaufenstern entdeckt werden und von denen man plötzlich glaubt, sie besitzen zu müssen. In dieser durchaus unzeitgemäßen Kauflust, in der sich manche Mitmenschen befinden, übersehen sie gern das Schildchen unter den Auslagen »Verkauf erst bei Dekorationswechsel« und glauben, sich durch allerlei überlaute Vorstellungen beim Geschäftsinhaber das Kaufrecht auf dieses Ausstellungsstück erwerben zu können. Eindeutig muß diesen alles begehren-'dcii und ewig unzufriedenen, durchaus nicht in unsere Zeit passenden Mitmenschen gesagt werden, daß vom Kaufmann nicht verlangt werden kann, nachdem er sein,Lager fast räumte, nun auch das Schaufenster auszuverkaufen, denn auf die guten Ausstellungsmuster als Kennzeichnung seines Geschäftszweiges kann er nicht verzichten. Dabei besteht bei ihm gewiß nicht die Abs'cht, nun dem Publikum die ausgestellte Ware vorzuenthalten, obwohl er rechtlich nicht verpflichtet ist, die Ware aus dem Schaufenster zu verkaufen. Also, lieber Mitbürger, wenn sich wieder einmal viele Kaufwüjische reifen, so prüfe man erst, ob dieser Kauf wirklich notwendig und mit der Kriegswirtschaft vereinbar ist, denn den Spuren des Hamsterers zu folgen, ist nicht nur eine die Volksgemeinscliaft schädigen le, sondern auch noch eine rtcht gefährliche Angelegenheit. Andererseits iFt nur zu Kül bekannt, daß man dorn Kaufmann : o-ne schwerf» Tagesarb^» t dadurch er-loichtern soll, die tausend Schikanen — .nter Ihnen den Kauf aus d^ni S':hau-ftnster — von ihm ab^cwiiiJen, viel unnötiger Ärger wird durch diesen winzig kleinen, dem Sinn der Voikrser'^irschüft entsptechenden Dienst auf beiden Seiten vermk'c'f;). K. m. Zur Eröffnung der Lehrerlnnenbil-dungsanstalt In Marburg. Wie bereits berichtet, hat die Lehrerinnenbildungsanstalt (nicht Lehrerbildungsanstalt) in Marburg am 29. November ihren Unter-richtsbetrieb aufgenommen. Die Eröffnung der Lehrerbildungsanstalt ist, wie uns berichtet wird, für einen späteren Zeitpunkt in Aussicht genommen. Marburg wird in Zukunft wieder zwei Lehranstalten für die Heranbildung der Lehrerschaft ihr eigen nennen, für mdnnliche und für weibliche Lehrkräfte, wie das noch vor etwa zehn Jahren der Fall war. Die Propaganda, ein Instnunent der Volltslillimng ArbettstMsprechunK der Propagandaminner im Kreis CHU Am Freitag weilten die Leiter der führungsämter II in den Ortsgruppen des Steirischen Heimatbundes aus dem Kreis Cilli bei einer Arbeitsbesprechung in der Kreisführung. An der Besprechung nahmen der Krelsführer und der Leiter des Hauptai1)eitsgebietes Propaganda in der Bundesführung, Pg. Tut-t e r. teil, die über die Arbeit der Propa-gandamänncr grundlegende Worte sora-clien. Die Arbcitsibesprechung wurde vom Leiter des Führungsamtes II in der Kreisfüliruiig, Paidascli, eröffnet, worauf Führungsamtsleiter Flaser auf die wichtigsten Arbeiten der kommenden Zeit hinwies, Kreisfülirer Dorf-m e i s t e r schilderte die 4)olitisclie Lage im Kreis. Kr gab ein eindrucksvolles Bild von der Sicherheit der Führung, die sich durch keine Machenschaften von ihrem geraden Weg abbringen läßt und eben deshalb ihr Ziel, ein befriedetes Europa zu schaffen, ereichen wird. Kamerad Paidasch gab den Männern Weisungen für die von ihnen in der nächsten Zelt durchzuführenden Aufgaben. Der Leiter des Hauptarbeitsgebietes Propaganda, Tutter, fand bei seinen grundsätzlichen Ausführungen über die Propaganda aufmerksame Zuhörer. Er ging von der Feststellung aus. daß die Propaganda dem Volk den Willen und das Wollen der Führung, deren ganze Tätigkeit auf das Wohl der üesamtheit ausgerichtet ist, nahezubringen und verständlich zu machen hat. Der Führer hat vom ersten Tage an in der Propaganda das Instrument gesehen, mit dem das Volk aufgerüttelt werden kann. Ein Vergleich zwischen der Weltkriegszeit imd den Auswirkungen des größten F^in;;ens aller Zelten, das sich heute abwickelt, läßt die ungeheure Leistung der deutschen Propaganda deutlich hervortreten. Damals hat die feindliche Propaganda, weil sie stärker als die eigene war, die Heimatfront zum Wanken gebracht. Heute dagegen ist ganz Europa schon sicher gegen jede Einwirkung der feindlichen Prc»paganda geworden und ein unerschütterlicher Glaube an den Sieg beseelt jeden einzelnen deutschen Menschen. Es Ist selbstverständlich, daß der Krieg auch für die Heimatfront Opfer mit sich bringt. Den Menschen der Heimat damit vertraut zu machen, das ist die Aufgabe der Propaganda. Der Feind weiß, daß die deutsche Wehrmacht unbezwingbar ist und ist sich darüber im klaren, daß er sein Ziel nur durch die Zersetzung der deutschen Heimat und die Trennung des Volkes vom Führer erreichen kann. Daß dies nicht geschieht, dafür bürgt im Reich die Partei. Was sind die Opfer der Heimat im Vergleich zu den Opfern der Front! In der Untersteiermark gilt es, den Menschen den Weg in die deutsche Volksgemeinschaft zu erleichtern, ihn zu führen, aufzuklären und die Schwierigkeiten überbrücken zu helfen, den deutschen Begriff von Pflichtauffassung vorzuleben und beizubringen. Der Vortragende wies in eindrucksvoller Weise auf das größte Glück der in der Arbeit eingesetzten Männer hin, Mitarbeiter des Führers sein zu dürfen und sich seiner würdig zu erweisen. Heute blickt jeder Deutsche zu Ad-olf Hitler auf. Er ist das Vorbild und hat als erster und größter Deutscher alle Schwierigkeiten über-witwlen gelernt. Mit einem »Sieg HeiU auf den Führer wurde die Arbeitsbesprechung beendet. Dr. RomaB RIasliw siiielt wieder fn Orchester. Im heutigen Sinfoniekonzert, das im Stadttheater Man->urg zur Durchführung kommt, wird Dr. Roman Klasinc als So-I st im Mittelstück des Programms das Klavierkonzert in A-Moll von Edvnrd Grieg spielen, romantische Musik echtester Prägung, immer wieder gern gehört und nie veraltend. Von seinen Solokonzerten und v!c|fnchen Konzertstunden im Rundfunk ist Dr. Klasinc kein Unbekannter mehr. Man weiß von ihm, daß er aus Marbamer MüRiieroesangvendn Die heutige Probe fällt wegen des Sinfoniekonzertes aus. Die nächste Probe findet morgen Mittwoch, den 10. d. M. statt. Erscheinen ist wegen des in Kürze stattfindenden Wunschkonzertes imhedingte Pflicht. 9C74 Dl« Verclnsiührung, der Wiener Musiktradition herkommt als einer der wenigen Besitzer des Akaciemic-d-ploms. SIeglrieil Benies komnt rbcH Marburg ßevorf^tohendes Konzert des berüliniteii üeixers Das Amt Volkbildung im Steirischen Heimatbund hat Siegfried [3orrics. den Nationalpreisträger für Violine, für ein üast&piel in .Marburg gewonnen. Der mit dem Staatsipreis ausgezeichnete Künstler gilt heute als einer der ersten im Geigens^Diel. Laut vorliegenden Pressestimmen sind seine Leistungen ganz außergewöhnlich. In seinem Programm bevorzugt er Reger. Pfitzner und Strauß. I>och ebenso wundervoll gestaltet er tonlicli Bach wie Schumann aiif seiner alten Crcmoneser Geige. Den Konzertabend Siegfried Borries kann man als einem künstlichen musikalischen Ereignis entgegensehen. Mozartnedenken in LaUenbeig Eindrucksvolle Feierstunde mit Orazer Olsten Auch die Stadt Luttenbere konnte unter der Leitung des Kameraden Hans Maring, dem es durch seine Tatkraft gelang, alle Musikausübenden zusammenzufassen, einen gut gelungenen Mozart-abena' g«ben. Zahlreich waren am Samstag, den 6. Dezember Musikliebende der Stadt zu dieser Feierstunde erschienen, um so kund zu tun. daß auch hier in Verehrung und Hingabe des großen Meisters gedacht wird und daß se'ne Werke hier wie überall in Deutschjands Gauen tief empfunden werden. Wieder begeisterte die Zuhörer das schon bekannte Streichquartett. Den Höhepunkt erreichte der Abend durch die Darbietungen der Sängerin Inge R i c h-t e r, Graz. Ihr voll ausgebildeter Sopran und ihr glänzender Vortrag ernteten größten Beifall. Kameradin Berti Schenk, die für Lultenberg schon vom Einsatz eine gute Bekannte ist, begleitete die Sängerin am Flügel, Gesang sowie Begleitung stellten eine ausgeprägte Einheit dar. Die Feierstunde schloß nvt dem »Ave verum«, gesungen vom Frauenchor, begleitet vom Quartett. Allen, die d'esem Abend beiwohnten, wird diese Feier e'n Erlebnis ble'ben. Die Radeslocher iandpnppenbflhne ia Marlmrg Die Radestocker Handpuppenbühne bereist bereits längere Zeit auf Einladung des Steirischen Heimatbundes, Amt Volkbildung, die Untersteiermark. Seit Frei-I tag weilt die Bühne in Marburg, wo j Dienstag, den 9. Dezember im Lichtspicl-saal am Domplatz die letzten Vorstellun-' gen stattfinden. Wie überall, finden auch in Marburg die Vorführungen bei der Bevölkerung all-' gemeinen Anklang. Besonders die Kinder waren in ihrem Element. Mit leuchtenden Augen folgten sie den »dramatischen^ Handlungen und ihre zahlreichen Zwischenrufe bewiesen, wie viel Zuneigung sie dem Guten entgegenbringen und mit welch ehrlicher Abscheu sie sich vor dem Bösen abwenden. Auch aus allen übrigen untersteirischen Ortschaften, in denen die Radestocker Bühne auftrat, zeigen die Berichte des Amtes Volkbildung, daß die für den gröf^-ten Teil der L'ntcrstcirer noch unbekannte Handpuppenspielkunst zahlreiche Freunde gefunden hat. Aas der OrlsgrapiieWindischfeiifilii Die Hilfsstelle ».Mutter und Kind« der Volkswohlfahrt entwickelt in der Ortsgruppe Windischfeistritz des Steirischen He imatbundes eine rege Tätigkeit. Die Mütterberatung findet zweimal monatlich statt, wobei z. B. im Oktober 77 .Mütter erschienen waren, während 66 Mütter m.t Kleiilung beteilt wurden. Im November wurden 91 Mütter und deren 296 Kleinkinder betreut, wobei u. a. folgende Kleidungsstücke verteilt wurden; 99 Windeln, 61 Hemdchen, 41 Jäckchen, 82 Strampelhöschen und 65 Kopfbedeckungen. An 15 Familien mit 73 Kindern wurden im Oktober und November 401 Liter .Milch verteil f. Sonntag, den 30. November fand der Quartler im Napoleon-Zimmor Deutsche Soldaten auf den Spuren des Feldzuges von 181.?. Wiasma, die Stadt, ungefähr in der, Mitte zwischen Moskau und Smolcnsk. gelegen, hat einem der größten deutschen Siege im Feldzug gegen die Sowjetunion iliren Namen gegeben: Der Doppelschlacht von Briansk und Wjas-ma. Nach schweren Kämpfen zogen hier die Panzer als erste ein. Schon einmal — aber unter was für anderen Um-Ntänden — wurde die Stadt zum Meilenstein eines Krieges gegen das Rie-senrcich. Vor beinahe genau 130 Jahren nahm hier Napoleon L, erst siegreicher Eroberer, wenig später als ein üesclilu-gener, Quartier. Es ist ein ganz gewöhnliches Haus wie viele andere auch, ein schmuckloser Bau mit fast meierdicken Wänden. 1812 war CS eins der gan^ wenigen Stcmhäuser in der Stadt, Ein vom Zorn Iwans des Schrecklichen hierher vertriebener reicher Kaufmann soll es erbaut haben. Hier also quartierie sich Napoleon ein. Zwei schmale cinfenstrige Zimmer sind heute Heimat und Bleibe für ein paar deutsche Soldaten. Sie ahnten bisher nichts davon, daß diese beiden Zimmer noch vor einem Jalir ein clnz'ger Raum waren. Daß vor I.5U Jaluen Napoleon I. zwei Tage lang sein Haupt- quartier in diesem Raum hatte. Eigensinnige Fügung des Schicksals: Auf dem gleichen Fleck, auf dem emmal der größte Kaiser der Franzosen seine fernen Ziele plante, sprechen heute deutsche Landser allabendlich von der fernen Heimat. Im vergangenen Jahre wurde das Gebäude renoviert: von außen nichtssagend weiß bepinselt, durch die Milte des historischen Raumes eine Wand gezogen und damit das letzte sichtbare Mahnmal an die Anwesenheit des korsischen Eroberers gelöscht. Denn dort wo jetzt die beiden Wände zusammenstos-sen, hatte ein französischer Dragoner die Initialen des Kaisers ins Gestein geschlagen. Ostwärts Sniolensk hatten sich die beiden russischen Armeen, deren Vereinigung Napoleon verhindern wollte, den Franzosen entgegengeworfen. Napoleon hatte sie geschlagon und war weiter nach Osten vorgedrungen. Die Russen zündeten dann Wja^ma an, ließen es aber nicht zu einem Treffen kommen. Auf Befehl des Kaisers löschten die, Franzosen den Brand, soweit sie dazu j In der Lage waren. Das war am 16. August 181J. Zwei Monate spüter setzten sie selbst das angefangene Zerstörungswerk fort. Auf ihrem Rückmarsch steckten sie die Stadt in Brand. Während die nur noch beschränkt kampfkräftige Hauptmacht von ungefähr 60.ÖOO Mann weiter nacii Westen /.^ig, blieb eine starke Nachhut von 37.UOO Mann unterI dem Befehl des Marscliails Ney in-Wjasma zurück. Sic sollte ver.suchen, die, Russen zu schlagen, mindestens aber für die Hauptmacht Zeit gewinnen. .\ui dem, Boden des heutigen Marktplatzes enN^ wickelte sich ein außerordentlich bluti-^ ges Gefecht. Ney mußte weichen. Es heißt, er verlor 40iX) Tote und 3000 Ver-I wundete. Auch heute noch ist es keine. Seltenheit, daß an dieser Stelle in dcmj Fluß, der auch Wjasma heißt, stumme Zeugen des erbitterten Ringens gefunden werden: Gewehre, Helme. Ausrüstungsstücke und Fahrzeugteile. Das von den Franzosen gelegte Feuer fraß UK34 Häuser. 4^6 Geschäfte mid 17 Fabriken. Zum Dank für die endgültige Befreiung von den Schrecken des Krieges erbaute man auf der Stätte des Kampfes, zwischen der W^iasnia und dem Markt, eine Kirche. Die Sowjets richteten darin ein Feuerwehrdeput und ein Sägewerk ein. Von seinen beiden Fenstern aus hatte Nai>'leon noch einen freien Blick übet das Tal der Wjasma, in dem die Stadt liegt. Heute erheben sicli vor einem der 7U den Fenstern des Napoleonhauses liinausschaut, die drei bunten Türme der Kirche. Ein wunderbares Bild: Die roten,' zarterün und weiß getupften Türme, die sich aus der Winterlandschaft in den klarblauen Himmel recken, ^ie thronen In ihrer leuchtenden Farbenfroheit llberj dem Kirchengcwölbc, das die Vermale-' rialisierungswut der Sowjets zu einer Werkstatt vergewaltigte. Auch die goldenen Turmkreuze entgingen nicht der bolschewistischen Raubgier. Im Inneren hängen unter Spinnweben und dicken Staubleisten noch ein paar nietergroße Bilder mit Darstellungen aus der biblischen Geschichte. Eigentlich erstaunlich, da so etwas den Sowjets doch ^»Opium fürs Volk« war. »W*ir müssen uns schämen für unser Volk. Wie konnte es zulassen, daß solchc Werte zerstört und dem \'erfall preisgegeben werden?« sagt der Bürgermeister von Wjasma, der uns führt. Die Stadt liatte rund .K) Kirchen. Was davon übrig blich, redet — wie überall im Lande — eine erschütternde Sprache. Es sind nur noch verwahrloste Hemäuer. Die unter der Herrschaft von Katharhia 11. erbaute Kathedrale wurde zu einem Speicher. In einer anderen Kirche hatten die Sowjets ein Museum eingerichtet. I\)rt hingen bis in die jüngste Zeit wertvolle Gemälde aus dem Hause, das .Marschall Ney bewohnt hatte. Denn Gemälde waren anscheinend für die Sowjets einige der wenigen Objekte, die sich niclit günstig gemig versilbern ließen. Auch diese Gemälde sind nicht mehr, denn die Kirchc ist völHg ausgebrannt. Nur künnnerliche Überreste der Schauslücke liegen noch unter dem verkohlten Schutt begraben. Rostige Säbelscheiden, eine kleine Kanone. Bajonette und Ton-schtrbcn mit verschnwlzewcr (Ilasur. Seite 6 »Marburger Zeitung« 9. Dezember 1941 Nummer 314 zweite Gemeinschaftsriachmittag des Amtes Frauen statt, zu dem 126 Frauen und Mädchen erschienen waren. Nach der Be-Krüßuiij? sprach Ortsgruppenführer Erich Gebauer über die Stetlung der Frau in der nationalsozialistischen Weltanschauung. Anschließend wurde über die in der nächsten Zeit abzuhaltenden Kurse, einen Kurzkochkurs, einen zehntägigen Säuglingskurs und einen Patschenkurs, gesprochen. Mit der Aufforderung, die demnächst abzuhaltenden Singstunden der Frauenschaft recht zahlreich zu besuchen, wurde der schön und eindrucksvoll verlaufene Nachmittag mit der Führerehrung beendet. Achlmg! fierahrliclier Verbredier entwichen I Auf dem Transport in das Zuchthaus Ludwigsburg ist am 22. Nov. 1941 abends zwischen Süd- und Ostbahnhof München der Strafgefangene Viktor Zadrazil, geb. 5. Nov. IWl in Wien, aus dem fahrenden Zug entsprungen. Zadrazil ist 1.77 m groß, hat braune Haare, graue Augen, ist bartlos, die Zähne sinü' lückenhaft, hat Warze an der linken Backe und Narbe am linken Fuß infolge Knochenbruchs. Zadrazil war mit Sträflinßskleidunir bekleidet, es besteht iecioch die Möglichkeit, daß er sich mittlerweile Zivitkleidung ver* schafft hat. Die Bevölkerune wird gebeten, Wahrnehmungen, die zur Ergreifung des Zadrazil führen können, sofort fernmündlich der nächsten Polizeidienststelle oder an die Staatliche Kriminalpolizei, Kriminalpolizeileitstelle München, 16. K. (F.), Telefon 14-321, Nebenstelle 444, mitzuteilen. Zum Erfolc führende Angaben werden belohnt. Wieder Vielidiebslfliile Kaum waren in den letzten Tagen Viehdiebstähle am flachen Lande in der Untersteiermark etwas abgeflaut, als jetzt wieder neue, diesmal noch dreistere Fälle berichtet werden. In Aldendorf bei Wisell verschwanden aus einem unversperrten Stall vier Kühe und eine Kalbin, sodaß hier ein Schaden von 2200 Reichsmark entstanden ist. In Birkdorf wurden auf ähnliche Weise aus einem offen gelassenen Stall drei Jungochsen und zwar zwei semmelfärbig und einer dunkelgrau, entführt. Der Besitzer erleidet einen Schaden von 1450 Reichsmark. In der Gemeinde Pirschen wurden aus dem unversperrten Stall zwei Pferde gestohlen. Das eine Pferd, eine Fuchsslute, ist 14 Jahre' alt, mittelgroß, ohne besondere Kennzeichen, mit mittellanger Tagoni der Sciialleller des Kreises INülaa D©r Pettaiier Lesebogen für die ganze Uittersteiermark In diesen Tagen fand in der Pettauer liautptsch'ule eine Tagung der Schulleiter des Kreises Pettau statt. Der Schulbe-auftragte Erich Brandl begrüßte 50 Schulleiter, unter ihnen jene, die aus Pommern und Franken in die Unter-steierniark gekommen waren, um am Auf'bau des Schulwesens miitzuarbeiten. Es wurden eine Reihe wicJitiger Schulfragen, so u. a. auch die Berufsschuil-pflicht besprochen. Die gegebenen Weisungen über die unterrichtliche Behandlung in der kommenden Zeit zielten darauf ab, das naturgebundene Brauchtum unserer Vorfahren dem Unterland zu vermitteln. Als Abschluß der Arbeit in diesem Jahr findet am 12. Dezennber in Pettau ein Großaippell aWer Erzieher des Kreises statt. Der Redner betonte, daß trotz großer Schwierigkeiten die bisher geleistete Arbeit des Erziehereinsatzes schönste Früchte zeitigte, die über die Grenzen des Kreises vorbildlich utid richtunggebend für das große Einsatzziel in der Untersteiermark wurden. Hier nannte der Redner den Lesebogen, der nunmehr in ziweiter Folge von einer Arbeitsgemeinschaft der Erzieher des Kreises Pettau zusamnieiiffcstellt, für die ganze Untersteiermark zur Eiiiführunff kam. Über den Lesebogen gab der Leiter der Arbeitsgemeinschaft, folgende Hinweise: Unsere vordringlichste Aufgabe ist, den Kindern die deutsche Sprache beizubringen. Bisher zeigte sich, daß die Schüler weniger sprechen, als verstehen lernten. Durch Frage und Antwort, beide vom Schüler gesprochen und durch klenie Spiele mit verteilten Rollen werden die Kinder leichter zum Sprechen gebracht. Der neue Lesebosen wird dieser AiifKabe gerecht. Sache des Lehrers ist es, die Schüler zum selbst-ständigen Verändern dieser Spiele zu führen, Sie müssen diese Spiele nicht allein lesen, sondern auch auswendii; spielen. Der Einbau nationalsozialistischer Grundsätze sowie Cliarakterer-ziehung und allgemeines Wissen ist im Rahmen des Deutschunterrichtes in einfachster Form gegeben. Der nächste Lesebogen »Frühling«, kommt im März 1942 heraus. Auch in den Sprachkursen hat sich der Pettauer Lesebogen bestens bewährt. Nach einer eingehenden Aus-siprache wurde die Arbeitstagung mit der Führerehrung beendet. Mäline und trug noch das Kopfgeschir Auch im würdig gcschinUoktcn Saal des Schaden beträgt liier Standesamtes TUffer kam am 29. Novcm-rund lOM Reichsmark. Das zweite Pferd her die erste standesamtliche 'l'raininK ist ebenfalls eine Stute, cm Rappe, mit zur DurchfUhriing. Oberwachtmeister Ed-einem weißen Streifen auf der Stirn, ini - mund Sendelhofer schloß mit Aina-tejlangcr Mähne und Schwcif, ebenfalls lie Suppanz den Bund fürs Leben, mit Kopfgeschirr und Halfter und hat ei-1 Amtsbürgermeistcr Schmidt führte nen Wert von etwa 800 Reichsmark. j persönlich die Trauung durch. Er hob Sogar in Marburg kommen auf sonder- in seiner Ansprache die Bedeutung herbare Weise Pferde abhanden. Der Besit-, vor, die diesem feierlichen Akt zukommt zer Leopold Krainz aus Marburg weiß und unterstrich die Wichtigkeit eines ge-ein Lied davon zu singen. Auf freiem Ge- j sunden Familienlebens als Träger der Zu-lände entführten bisher unbekannte Täter. kunft des nationalsozialistischen Staates, seine schwarze Stute, etwa 14 Jahre alt, i«* r» i. . i. » ^ 150 Zentimeter hoch, hört auf den Namen , f. 5^ eeleitet. In Graz »Mutz«. Das Tier hat am linken Hinterfuß dieser Taire ein Sohn der Drau- vorne bis zu den Fesseln weiße Haare. |Marburg, Oberlandesgerichtsrat Dr. Der Schaden dürfte sich auf 1300 Reichs- Triebnigg, Oberjeutnant der mark belaufen. Das Tier trug Kopf- und 1 Reserve, zur letzten Ruhe geleitet. Erst Brustgeschirr. |51 Jahre alt, wurde er mitten aus seinem Vor dem Ankauf der entwendeten Tiere. Schaffen durch den Tod dahingerafft. Der wird dringend gewarnt. Sollten zweck- Verstorbene übte nach seiner. Hochschuldienliche Angaben vorliegen, so wird er- zeit sein Richteramt aus innerer Berufung Ho«, „y.hcior, ri<.nHor.„nr;n_ I Ausluuch dcs WcItkriegcs dem Ruf zu den Fahnen und wurde im Jänner 1917 schwer verwundet. Für seinen vorbildlichen tapferen Einsatz wurden ihm mehrere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Kriece übte er sein Rich-m. weitere erste standesamtliche teramt in Leibnitz. Eibiswald und Graz, sucht, hievon dem nächsten Gendarmerieposten oder der Polizei unverzüglich Mitteilung zu machen. * Kleiie Clmiik Weitere Trauungen. I^rzhch fand m Steinperg bei ,jyj,gestattet mit einem tiefen Rechtlich bei Martm Schegula aus Moschkanzen hohem juridischen Wissen u . weiter aus und hat sich während der statt. Irn festlich geschmückten Trauungs-; seines beruflichen Wirkens bei Kolsaal hätten sich zahlreiche Verwandte und , Volksgenossen hohe Wert-Freunde des Brautpaares eingefunden j ^ erworben. Neben seinem Beruf HanseTmaye?, hielt eine würdige An-!»|'-'"j " 'l;-'" Sprache über die Bedeutung der Ehe. Die! tapferti Ehe schlössen Herr Martin Golob, Sohn für das Deutschtum, er ne- des Marburger Gastwirtes Herr Martin, Politik auch ueni deutschen Goiüb, und Fräulein Tatjana O i s c h 11 z- Schrifttum seine Kraft heudiL' widmete ki. Trauzeugen waren Herr Bürgermel- Als Vorbil^d freuditien Einsatzes pr^ Beruf ster Alois Grazer aus Steinperg und Herr ' * Martin Schegula aus Moschkanzen. — Nebenbei scheint aber auch das »Museum« unter der Bolschewistenherrschaft höchst weltHchem Handel und Wandel zur Verfügung gestanden zu haben. Verbeulte Waagen und eine verkohlte Film-vorführapparatur Siprechen davon. Wjasma, die Stadt, auch sie ist eines der vielen Beispiele dafür, wie die Sowjets mit allen Mitteln versucht haben, alles Große, Schöne und Gesunde zu verschütten, um das Volk zu verdummen, es ihren niedrigen Zwecken gefü->jig zu machen, es nicht merken zu lassen, daß das Leben mehr zu bieten hat, als eine dürftige Lagerstatt und ein bißchen Essen. Auch hier ist es ihnen leider allzu gut gelungen. Kriegsberichter Werner Thieke (PK). Der goldene Schlfissei Zur Winterzeit, als einmal ein tiefer Schnee lag, mußte ein arnier Junge hinausgehen und Holz auf einem Schlitten holen. Wie er es nun zusammengesucht und aufgeladen hatte, wollte er, weil er so erfroren war, noch micht nach Haus gehen, sondern erst Feuer anmachen und sich ein bißchen wärmen. Da scharrte er den Schnee weg. und wie er so den Erdboden aufräumte, fand er einen kleinen goldenen Schlüssel. Nun glaubte er, wo der Schlüssel wäre, müßte auch das Schloß dazu sein, grub in der Erde und fand ein eisernes Kästchen. und das Deutschtum wird das Gedenken an den Verstorbenen die Zeit überdauern. m. Inspektion der Kreisstelien des DRK in der Unter^teiemiark. Der iieuen-»Wenn der Schlüssel nur paßt!« dachte ; \\;ärtig in Marburg weilende Generalfüh-er, »es sind gewiß kostbare Sachen in dem Kästchen.« Er suchte, aber es war kein Schlüsselloch da. Endlich entdeckte er eins, aber so klein, daß man es kaum sehen konnte.' Er probierte, und der Schlüssel paßte glücklich. Da drehte er einmal herum, und — nun müssen wir warten, bis er vollends aufgeschlossen und den Deokcl aufgemacht hat, dann werden wir erfahren, was für wunderbare Sachen in dem Kästchen lagen. rer der Landessiel.c XVlll des Deutschen Koten Kreuzes, Dr. Otto Berger aus Salzburg, unternahm in Begleitung des-VerwaliungslTihrcis der Landesstelle, S c h a t z 1 , eine Inspektioiisiahrt durch üie Untersteiermai'k. um die Kreisstellen des DRK Marburt;, Pettau und Cilli einer lnspektion zu unterziehen. Bei dieser Gelegenheit wurde diesen Kreisstelien mit 1. Dezember die Selbständigkeit eingeräumt. In Begleitung ues Generalführers befand sich auch der Beauftragte der Landesstellc XVllI des DRK, Hauptführer Karl W e i X 1. Der Oeneralführer dem bei der Besichtiguiiti cier einzelnen Kreisstellen Marburg erstattet wurde, äußerte sich über die von den Kreisstellen bisher celeistetc aufopfernde Arbeit überaus lobend und versprach se'nu tatkräftige Hilfe und Unterstützung für die Belange des Deutschen Roten Kreuzes in der Untersteiermark. m. Feierliche Übergabe der Kreisstelle des DRK an den neuen Oberfeldführer. In den Räumen der Kreisstelle des Deutschen Roten Kreuzes in Marburg fand Samstag abend die feierliche Übernahme der Kreis-steile durch den neuen Oberfeldführer Landrat Fritz Knaus statt. Mit einem Gesamtappell der männlichen und weiblichen Bereitschaft — es waren 37 Helfer und 56 Helferinnen angetreten — wurde die feierliche Übernahme eröffnet, dei der u. a. der scheidende Landesstellenarzt Primararzt Dr. Ernst B o u v i e r, OberfeUlführer Landrat Fritz K ii a u s mit seinem Adjutanten Inspektor Hödl, ferner war Kreis-führer-Stellvertreter Dr. Tollich und der gesamte Mitarbeiterstab zugegen waren. Nach der Meldung durch den Bereit-schaftsführer, Wachtführer Tscher-tsche, ergriff der scheidende Landesstellenarzt, Primararzt Dr. Bouvier das Wort, streifte die Zeit seines Wirkens in der Kreisstelle und führte unter anderem aus; »Als ich im Frühjahr nach der Rückgliederung der schönen Un-tersieiermark den ehrenden Auftrag erhalten habe, das DRK im Kreise Marburg aufzubauen, da habt Ihr Euch einsatzbereit wie immer als deutsche Männer und Frauen zur Verfügung gestellt. Ich habe durch diese außerordentliche Einsatzbe-leitschr'ft und Opferwilligkeit als Kreisführer des Deutschen Roten Kreuzes in Marburg nur Freude erlebt. In dieser bewegten Zeit heroischen Ringens muß es für jeden ein erhebender Eindruck sein, einstens unseren Kindern Rechenschaft «'»b-legcn zu können, was in dieser heroischen Zeit geleistet wurde, sagen zu können; Ich habe tätigen Anteil an der Stärkung der Inneren Front durch meinen Einsat/, im Deutschen Roten Kreuz genommen. Gehorsam und Pflicht war Euer Motl(» dieses selbstlosen Dienens, es soll auch unter neuer Führung das Leitmotiv Eures Handelns sein.« Mit diesen Worten übergab er die Kreisstelle Marburg-Stadt und Marburg-Land des Deutschen Roten Kreuzes an den neuen Leiter. Anschließend ergriff Oberfeldführer Landrat Knaus das Wort und betonte, daß er die Kreisstelle aus bewährten Händen übernehme. Die Hauptarbeit am Aufbait-werk sei bereits geleistet, sodaß die weitere Arbeit leichter vonstatten gehen werde. Die Kreisstelle sei von bestbewährten Händen musterhaft geführt worden. Mit der Führerehrung fand der Generalappell seinen Abschluß. Es folgte eine Besichtigung der Anlagen und Räume durch den neuen Oberfeldführer. AntMott Der Gesang des Könijcs Rossini wurde, als er seinerzeit eine Reise nach PortuRal machte, von KöniR Pedro zur Tafel eingeladen. Da Rossini ein besonderer Feinschmecker ' war, wäre ihm das eine große Freude gewesen — aber es sollten sich ihm noch andere »Genüsse« bieteti. Der König nämlich befleißigte sich selbst des Gesanges und wollte jetzt das Urteil des berühmten Meisters hören. Nachdem die Tafel aufgelioben war, begab er sich also an den Flügel, und Rossini mußte ihn begleiten. Mit gebührender Andacht lauschte Rossini dein Gesangsvortrag König Pedros. »Nun, Maestro?«, fragte der König, ids das Lied zu Ende war, »Was halten Sie von meiner Stimme?« »Majestät«, antwortete Rossini im Tone der ehrlichsten Ütierzeugung. »ich habe in meinem Leben noch nie einen König besser sinken sehört.« Hilil; r. Wcinsenstciiicr lOOU roidpostpakctc uii iiiibekaiintu Soldaten hl der Dienststelle des Amtes Frauen des Steirischen Heitnatbundes in Marburg türmten sich in den letzten Novembertageii Pakete und Päckchen, die für unsere Soldaten an der Krönt bestimmt waren. Sie /env^ten von der (iebefreudigkeit der untersteirischen Bevölkerung. Unser liild /. eigt die llelferiimen in der Dienststelle beim Verpacken Nummer 314 »Martnirifer ZeUimt?« Dezember 194t Sefte 7 m. Übergabe der Mitgliedskarten des Steirischen Heimatbundes. In den vergangenen Tagen fand in den Dienststellen der Ortsgruppen Leonhard i. d. B., Maxau, Thomasberg und Friedau des Steirischen Heimatbundes die feierliche Übergabe der Mitgliedskarten des Steirischen Heimatbundes statt, zu der alle Amtsträger der Ortsgruppen erschienen waren. Am 1, Dezember fand im festlich geschmückten Appellraum der OrtsKruppe Amtsmannsfeld, Kreis Pettau, die feierliche Übergabe der Mitgliedsi^arten an die Zellen- und Blocitführer statt. Nach den ehileitcnden Worten des Ortsgrup-penfülirers, Pr. Wolfram H e i n z cl, sprachen Pg. Bürgermeister und Kamerad Hansel von der Kreisführung Pettau über die Bedeutung und Aurgaben der Mitgliedschaft und appellierten an die Einsatzbereitschaft und Opferfreudigkeit jedes Einzelnen. Mit den Liedern der Nation und dem »Sieg Heil« auf den Führer endete die Feierstunde. Anschließend fand ein Großappell statt, wobei vom Ortsgruppenführer die Weisungen für die kommende Arbeit in der Ortsgruppe gegeben wurden. m. »Atinerl von Aussee« iti Friedau. Nach 23 Jahren wieder deutsches Theater in Friedaul Mit welcher Freude und Begeisterung das erste deutsche Theaterstück nach soviel Jahren der Entbehrung jeglichen Kunstgenusses dieser Art in der Ortsgruppe Friedau des Steirischen Heimatbundes aufgenommen wurde, zeigten die zwei überfüllten Vorstellungen, bei denen das »Annerl von Aussee« gespielt wurde. Der Beifall, der den Schauspielern gezollt wurde, kam aus denkbaren und befreiten Herzen und bewies wieder, daß das deutsche Herz in der Untersteiermark trotz jahrelanger Zwan^sherrschaft das gleiche geblieben ist, wie es einst war. m. Vom Wagen gestürzt. In Unter-Pulsgau stürzte der 66jährige Besitzer Franz Savcrschnik von einem vollbelade-nen Wagen und geriet dabei unter die Räder, die über ihn hinweggingen. Hiebei erlitt der Mann mehrere Rippenbrüche und innere Verletzungen. Das herbeigerufene Deutsche Rote Kreuz überführte ihn ins Marburger Krankenhaus. ni. Unfall am Sägewerk« Der 35-jäh-Tige Winzer August Stergcr kam auf cleni iWcg zu einem Sägewerk in Garns, wo er im Auftrage seines Dienstherrn Sägespäne holen sollte, so unglücklich unter den fichweren Pfostenwagen, daß er sich einen Bruch des rechten Fußgelenkes zuzog, Das herbeigerufene Deutsche Rote Kreuz überführte den Verletzten ins Marburger Krankenhaus. WIRTSCHAFT iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiniiiinniiiniMiiinitminHiiiiiiiiiiniiiiiiiiiii fillrflcble schliessen die FelflOcke 11. einen Reichsleiliinii^sausschuß beim' I ettlücke eme der vordrmglichen Aufga- Bczirkslcistungsausschüssc IkI den lieben im Rahmen des Kampfes um unsere zirksabjjabeslellen und 4 Kreisleistungs-Ernährungssicherung darstellt, hat von ausschüsse in nicht geschlossenen Anbau-vornherein zu einer entsprechenden Aus-' gebieten. richtung der nationalsozialistischen Agrar-' ,X FolslrauCrrnzühpriiangsstellc nach Politik geführt, die dem Anbau von öl-1Ki"*zlich brachten wir eine Zu-früchten einen entsprechenden Platz zu- der neuen (iren/iil)ergan«s- wies. Dabei ist nicht nur der hohe öler- ^ ,^ij'" V/ Hiezii winl traR in Rc;chnung stelk.n, der bei Raps | auf 6 bis 7 dz je Hektar zu veranschlagen Ungarn dient. ist, bei Rübsen allerdings etwas niedriger liegt, darüber hinaus fallen etwa 10 bis 12 dz Ölkuchen an, die bekanntlich ein besonders wertvolles Kraftfutter im Milchviehstall darstellen, und deren Verfütte-rung auf dem Wege über die höhere Milchleistung der Kühe unmittelbar unserer Butterversorgung zugute kommt. Es unterliegt keinem Zweifel, daß deutsche Ölfrüchte als drittgrößte Fettquelle hinter Rind und Schwein in Zukunft einen noch stärkeren Beitrag für unsere Ernährung liefern werden. Wirlscluflsnotizen X Gesonderte Bestimmungen für die Untersteiermark. Wir brachten in unserer letzten Sonntagsnummer eine Bekanntmachung des Reichsbankdirektoriums vom 1. d, über die Anmeldung von Forderungen und Rechten gegen den ehemaligen jugoslawischen Staat. Wie uns hiezu von berufener Seite mitgeteilt wird, gelten die in dieser Bekanntmachung enthaltenen Bestimmungen nicht auch für das Gebiet der Untersteiermark. Im steirischen Unterlandes sind nach wie vor die diesbezüglichen gesonderten Vorscliriften des Chefs der Zivilverwaltung in Kraft. Fine Änderung wird rechtzeitig liekanntgegeben werden. X Vereinfachunx des Frachtenleitveriah-rens für Sendungen aus Kroatien. Transportbewilligungen für Sendungen, die von Kroatien nach den in das deutsche Zollgebiet eingegliederten Gebieten der Untersteiermark, Kärntens und Oberkrains aufgegeben werden, werden ab sofort nicht mehr von der Frachtenleitstelle Südost Berlin, sondern von der Fraclitenleitsteile Agram in Zagreb, Ani-ruseva 19-1, Postfaclt 172, erteilt. Zu diesem Zweck sind die Frachtbriefe vorzulegen. Her besondere Antrag auf Erteilung der Transportbewilligung entfällt. X LelslunijNsIpIftpnmft im tiemüse- und Obstbau. Ik-r Reiehsminisler für Ernährung und Landwirlschaft liat zur .\n-banausweilung und Leistungsleigcrung im Gemüse- und Obstbau im Reich eijic An-ordniuig erlassen, die zunächst die Ril-dntig von Leistungsaussehüssen für den Gemüse -und Obstbau vorsieht, imdzwiu: Sfamiler Bereiclisklasse 1. Austrla 10 7 2 1 32:15 16: 4 2. Wacker 10 6 2 2 34:22 14: 6 3. FC Wien 9 5 3 1 24:\2 13: 5 4. Raipid lü 6 1 3 34:19 13: 7 5. Viernia 9 5 2 2 "24:17 12: 6 6, Admira 10 4 1 5 31:24 9:11 7. Wiener SC 10 4 1 5 29:23 9:11 8. FAC 10 o W 2 6 25:39 6:14 9. Sturm Graz 10 3 0 7 10:36 6:14 10, Post SO 10 0 0 10 11:47 0,20 TURNEN und SPORT HiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuliiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiitiiiiniiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiHnHiiii werden in der Zeit vom 18. Februar bis 1. März wieder auf den Olympia-Kampf-stätten in Garmisch-Partenkirchen veranstaltet. Das große Jugendfest gliedert sich wieder in drei Abschnitte, die Kampfspiele, die Jugendmeisterschaften und die Mannschaftskämpfe mit der Jugend der am neuen Europa aufbauwilli-gen Nationen. Kleine Sporhiaclirfchlen : Ternitz besiegte den Orazer AK. Die seit einiger Zeit mit dem früheren WAC-Spieler Wudi Müller antretende Mannschaft der BSung des Waggonmangels Maßnahmen ergriffen, die darauf hinauslaufen, die Ausladefristen abzukürzen, die Waggonstandsund Fiiilagerung.sgehühren zu erhöhen und die Arbeitszeit auf den Bahnhöfen zu verlängern. X Italienisch-kroatische Vereinbarunxen über die Bankentätigkeit. Die kroatisch-italienischen Verhandlungen über die Regelung der Tätigkeit kroatischer Banken in italie-nisch-Dahuatjen liaben nujunehr zu einer t:i-nigung geführt. Danach wird in diesem Gebiet künftighin eine Bank mit rein kroatischem Kapital und eine zweite mit italienischer Beteiligung, aber kroatischer Mehrheit gegründet werden, die die Interessen der bisherigen kroatischen Bankfilialen in Italienisch-Dalniatien fortsetzen können. Andererseits genehmigte die kroatisclie Regierung eine Zweigniederlassung der »Banca di Sconto Dalmata« in Dubrovnik sowie die Errichtung einer italienischen Bank mit beschränktem Wirkungskreis in Agram. Die Finzellieiten der Durchführung dieser Vereinbarungen werden in Kürze festgelegt werden. X I^hnübprwplsunßpn von Anßpstplllpn und .Arbeitern nach dpin bfsictzlen Ciebi«! .Serbien. Durch Runderlaß 9.1/11 D, St. — B. St. des Reichswirlschal'tsministers sind die Gberweisungssütze fiü" Lohnersparnisse von Arl>eitern und Angestellten nacli dem besetzLiui Gebiet Si'rl)ii'n erhöht worden. Ab L November 11)11 können ge-werldichc Arl>eiter und Angestellte bis zu 1(X) RM im Monat, laiidwirlseliafLliche Ar-iK'iter bis zu 80 RM im Monat ohne Gc-nehnu'gung der Devisenstidle in das be-selzle Geljiet SerbiiMi überweisen lassen. tM>er Einzelheiten gil>t die Deutsche Rank, .\bteilung Ausland 2, Rerlin W 8, Auskunft. X Türkischer Zoll auf Zellwolle aufgehoben. Wie aus Ankara berichtet wird, hat die türkische Regierung die zollfreie Einfuhr von Textilwaren, die bis zu 31) Prozent Zellwolle enthalten, genehmigt. entnommen zu sein scheint, und einem bolschewistischen Standesamt. Man kann also in der Ausstellung gewissermaßen den Lebenslauf des Sowjetbürgers von der Wiege bis zum Grabe verfolgen. Den Mittelpunkt der »Stadt« bildet eine Kirche, die durch den Bolschewismus in ein Kino und Theater umgewandelt wurde. Dort wird ein Film gezeigt, der die Eindrücke bildlich zusammenfaßt, die der Besucher beim Durchwandern der großangelegten Schau gewann. In schreiendem Gegensatz zu der Armut der Bevölkerung und der unglaublichen Primitivität ihrer Lebensformen steht die ungeheure Rüstung der Sowjets, von der u. a. leichte Infanteriewaffen, Flugzeuge, Tanks, Pioniermaterial und ein Wachtturm auf der Wiener Ausstellung zu finden sein werden. Stadt heuer zum ersten Male vorstellten und einige ihrer besten Tänze zur Schau ! selbst ist zu sehen AUS AUER WELT Folterkamnieni der BPH In Original Großausstellung >Das Sowjetparadies« in Wien aufgebaut Es wurden schon im Frieden an vielen Orten in Deutschland wahrhaft erschütternde Bilder, Dokumente und Statistiken gezeigt, die uns über das Wesen des Bolschewismus aufklärten. Hierzu kamen seit Beginn des Ostfeldzuges noch zahlreiche Beutestücke und anderes Material. Doch boten alle diese Schauobjekte immer nur Teilausschnitte von den Zuständen in der Sowjetunion. Im Wiener Messepalast wird nun am 13. Dezember eine neue Großausstellung »Das Sowjetparadies« eröffnet, die bis 2. Februar zugänglich bleibt und erstmals in vollständig eingerichteten Originalgebäuden, Büros, Wohnungen und Werkstätten, einen umfassenden Begriff vom bolschewistischen Alltag gibt. Man hat eine ganze, kleine Stadt aufgebaut, die sich aus Straßenzügen aus Minsk und anderen Orten der besetzten Ostgebiete zusammensetzt. Die dortigen Häuser wurden einfach samt ihren Inhalt abgerissen, gründlich desinfiziert, entlaust und dann wieder in Wien aufgebaut. Da gibt es zwei Folterkammern und eine Todeszelle mit den dazugehörigen Vernehmungsakten aus der GPU-Zentrale in Minsk, in denen der jüdische Blutrausch seine Orgien feierte. Das Re-volutionsmuseuni aus Nikolajewsk wollte weniger an geschichtliche Tatsachen erinnern, als seine marktschreierischen Propagandaparolen In die Köpfe der Sowjetbürger einhämmern. Eine vollständige Kolchose überzeugt uns mit ihren halbverfallenen Häusern und ihrer grundlosen Straße nachdrücklicher von der trostlosen Lage des russischen Baur ern als dies die ausführlichste Statistik vermöchte. Beispielloses Elend und Verkonnnenheit offenbaren tuch eine Ar-beiterwohnung, eine Wohnbaracke, eine sogenannte Wohnhöhle und ein Schusterladen, in dem noch sein Inhaber aus Minsk am Werk ist. Ebenso fehlt es nicht an einem »Kulturpark« mit kitschigen Statuen Lenins und Stalins, dem Operationszimmer einer Ärztin _ auch diese dessen Einrieb- FILM Michelangelo — Das leben eines Titanen ^ Als großartiges Drama. ■ von vorbildlichen Sprechern erklärend begleitet und von de;n sonoren Klängen einer wahrhaft heldischen Musik wirkungsvoll untermalt, so roUt das Leben und Wirken Michelangelo Buonarottis vor uns ab. Und nicht nur sein Leben, dieses Titanen der Kunst. Qletchzeitig ersteht ein Stück Geschichte vor uns und die wunderbarsten Stätten der Kunst enthüllen sich un-sern Blicken: das kunsitördernde Florenz Lorenzo de Medicis, das prunkliebende Rom der Päpste. Es würde den knappen Rahmen dieser Besprechung weit überschreiten, wollte man auf alle Schönheiten eingehen, die dieser Film höchsten künstlerischen Gehalts uns bietet. Schon im kunstsinnigen Florenz der Medicäer erreicht der erst 25-jährige einen Gipfelpunkt mit seiner heldische Jugendkraft verkörpernden Statue »II gigante«. Politische Wirren führen ihn über Bologna nach Rom. In der alten Basilika San Pietro in Vinculi erhebt sich eine neue erscliüt-ternde Schöpfung des Meisters: die Mosesfigur als Mittelpunkt des Grabmals Papst Julius II. Michelangelos Flucht aus dem päpstlichen Rom, auf die wir ihn über Viterbo und das in unvergleichlicher Schönheit verträumte Orvieto begleiten, wird von einer neuen Schaffensperiode in F-Inrenz abgelöst. Die Signoria, die Biblioteca Laurentana. die Orabmäler der Medicäer legen überwältigendes Zeugnis darüber ab. An diesen Grabmä-lern werden wohl jedem Besucher von Florenz die Figuren des Morgens und des Abends, des Tages und der Nacht, sowie die Gestalt des Fürsten selbst, bekannt unter dem Namen »11 penseroso«, unvergeßlichen Eindruck hinterlassen haben. War Michelangelo als Bildhauer unter Großen ein Größter, so erhebt sich sein Schaffen als Baukünstler mit der genialen Schöpfung der Kuppel am Petersdom in Rom zu gigantischer Höhe. Überwältigt stehen wir vor diesem Bauwerk, das trotz seiner riesenhaften Dimensionen in schwebender Leichtigkeit die Kirche krönt. Als Maler erleben wir den Künstler in seinen einmaligen Fresken in der Sixtinischen Kapelle. Vor Michelangelos Werken gibt es kein ruhiges Genießen. Unwiderstehlich reihen sie uns in sein erschütterndes, leidenschaftliches Wirken hinein, das einen unablässigen Kampf erhabenster Ideen offenbart, die gegen alle Hemmungen und gegnerischen Kräfte zutage streben. Der Film gibt uns einen Abglanz dieses kämpferischen Lehens und Arbeitens, er erweckt in jedem, der so begnadete Kunststätten selbst erleben dürfte, eine Fülle unvergänglicher Erinnerungen. (Marburg, Burg-Kino.) Marianne v. \'esteneck. tung einer medizinischen Rumpelkammer BtUk HOtk fiirftfirffif o Ein weheres deutsches Gymnasium ia Kroatien eröffnet. In feierlicher Weise wurde nunmehr in Esseg auch das deutsche Gymnasium eröffnet, nachdem erst vor wenigen Tagen eine deutsche Lehrerbildungsanstalt ihre Tätigkeit aufnahm. o Deutsche Kulturfilmwoche In Agram. In der kroatischen Hauptstadt findet vom 9. bis 16. Dezember eine deutsche Kulturfilmwochc statt, der großes Interes.se entgegengebracht wird. Das sorgfältig ausgewählte Programm sieht täglich die \'oriührung eines Haupt-uiid eines Kurzfilmes vor, die militärische. I kulturelle, naturgeschichtliche und erdkundliche Themen behandeln. Neben den deutschen Kultur-fihnen ist auch der slowakische Kulturfilm »Die Erde singt« vertreten. o Deutscher Orden für einen bulgarischen Journalisten. Dem Direktor der Zeitung »Sora«. Kraptscheff. wurde vom deutschen Gesandten in Sofia der ihm vom Führer verliehene Orden des Deutschen Adlers I. Klasse überreicht. . o Die Rechtsstellung der lüdlschen Konfes-slon in Ungarn. Kultusminister Homan hat im Abgeordnetenhaus einen Gesetzentwurf über die Abänderung der Rechtsstellung der jüdischen Konfession in Ungarn eingebracht. Darin wird die seit 18V5 bestehende Gleichrangigkeit mit allen christlichen Konfessionen aufgehoben. Dadurch ergibt sich automatisch eine ganze Reihe von verfassungsrechtlichen Folgen. U. a. werden die Kultus-steuern in Zukunft nicht mehr vom Staat einsetriebeo werden. SeHe »Marbur^er ZeUung« 9, Dezember 1941 Nummer 314 SladtlliMt^r Marburg an d«r Drau Htiit«, DtooiUig. den 9. Dez., 20 Uhr Zvettes Spphonlehoiueil im Sta-dttheater Ba^üiov«». Qiin* Utzt Diricent: Pr0f«*»0f Hermann Frisch _SoHst: Dr. Rotnan Ktasino Morgen, Mtttwodi, den 10. Dez.. 20 Uhr iCncvoMMfiMg lUr da HJ Oer Waffenschmied KonisciM Oper bi 3 AlU«n von AH)frt Lortzlnx K^in Kartenverkauf Donnerslag: Hingvorslellung für die Wehrmacht „Wlnierbhit« Preflaj: Gaslsiiiol des Sieirischen Landes. theaters „TriBaehObel" ^mstait: „Die lustige Wllwc" Soonlag; Nachmiltagsvorslellunc ,,WiM»Br-nhit", Abend\Torsteniing: ^Wfpnerhliit" U !67g 600 RM Belohnung!— Auf dem WegQ Pobcrsch^Mellinger-brückc—Kärtiierstr. verlor ich meine Geldtasche mit folsenSeri«8-gewi88enhaft« an die Verw. _ 0005-7 Guter Kraftwafenlenker, d^r alle Automobile fahren kann, sucht Stelle. Georg Pototsch-pik, Trifail 1, Lok« 68. 9ti89-7 Vor Elailtllaag too Arbc|u< kräfiaa mnt 4M Zaeilwmuag 'm ■■■UiaillptB Arbaltiaaie* einpeboh werden. Ein Maschinist und ein Heizer werden sofort aufgenommen. Angebote an Anton Pinter, Marburg a. d. Drau Reiserstraße 16. 0574-8 Puhrwcrker mit eigenem Krippenwagen dringend ge-aucnt. Fa. Franz, Melllnger-straße 10. 0683 "7 Die Ausgabe dtr 3. Reichskleiderkarte iüt beendet. Ah .Montag, den 8. Dczenibii werden eventuelle Einsprüche und sonstige Anfragen wegen der Reichskleidcrkarte direkt beim Wirtschaftsamte entgegengenommen. I. A. Dr. Weber, Hausgehilfin, die etwas kochen kann, wird zu deutscher Familie aufgenommen. Anton Pichl, Clin, Werkstraße 18. _____06758 Suche einen tüchtigen Kamln-fegerlehrjungen, nicht unter 16 Jahre alt, mit guter Schulbildung, womöglich der deutschen Sprache mächtig. Anträge unter »Seltene Gelegenheit« an die Verw. 9Ö77-8 T^haberin zur Mitarlieit in einem Fachgeschäft gcsucht. Gefl. Anträge unt. »Schaffen« an die Verw. iW94-8 Für offenes Handcisfachge-sehäft wird weibj. Vcrtrauens-peraon gesucht. Buchhai-' tungskenntnissc erwünscht. Fadikenntniise werden angelernt. Zuschriften unter »Ver-trauensposten« an die Verw. 0593-8 Suche Bedienerin, auch Anfängerin, die alle Hausarbeiten verrichtet. Kost u. Wohnung im Hau«. Vorzustellen Magdalenengasse 66, von '/;13—J^14 Uhr. 5)692-8 Ein Paket mit Kinderapielzeug wurde in der Bäckerei Samu-da, HindcnburgstraBe 0, vergessen. Der Verhistträgcr möge sich melden. 0687 9 Hund, klein, schwarz-braun, langhaarig, bei der Trnfik am Panc gefunden. Abzuholen bei Fdilh rpftner, Tegelthoff-MrnRr I I. 0691.0 BURG-KINO Fernrut ^2-1^ Heute 16,18*10,31 Uhi _ Ein Wien-PIIm im Verleih der Bavarta: Liebe ist zollfrei Hans Moser, Susi Peter, Hanl Oiden, Eis« Elster, Theodor Dantggcr Für Jugendliche nicht zugelaaaen! KuiturfQml Neueste deutsche Wochenschau i KULTURFILM - SONDERVORSTELLUNGEN: Dienstag und Mittwoch 13.45 Uhr Der Degeto Kulturfilm: MICHELXNOBliO Das Leben eines Titanen. Für Jugendliche zugelassen 1 Neueste deutsche Wochenschaul 0565 ESPLANAOE Perprut Htuta 16.18*30,21 Uh> Ein Deka-Fllm Olga Tschechowa Albrecht Schoenhals Angielilca nach einem Originalstoff von Günther Rossol. Spielleitung: Jürgen von Alten Drehbuch! Kurt E. Walter. Musik: Herbert Wlndt. Der Film behandelt daa Schicksal einer Operettensängerin, die die Schuld ihres Mannes auf eich nimmt und ins Gefängnis geht Durch die groBe Liebe eines jungen Anwalts wird ihre Unschuld erwleeen. Kulturfilm. Ufaton-Weche Nr* SM. Für Jugendliche nicht zugelaiaenl Jeder Unterstelrer liest die „Marburger Zeitung" I Herrenwiischeoesch&ft 061(5 mit Wä9ch«erz«iigung, modernst eingerichtet und schönem Lager, sofort zw verkaulen, Adresse in der Verwaltung, I.'ür die innige Anteilnahme des bei Ausübung Kcineii Berufes (Tahlngeschicdenen lieben, herzenfi-guten und sorgsamen Gatten, Vatera und Schwagers, dee Herrn Pf um B^CK« Relchsbahnschaffners sprechen wir allen Beteiligten auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aus. Ganz besonderen Dank sagen wir dem Herrn Bahnhofvorateher ReichsbahnoBerinapektor Kott-nig und dem Herrn Personalreferenton Reichsbahninspektor Hrastnigg, den übrigen Beamten, den Berufskameraden und der Werkkapelle des i^eichsbahnaushesserungswerkes sowie den vielen Kranz- und Blumenspendern und für das liebevolle Geleite auf dem letzten Wege, 0606 Marburg/Drau, Trieet, Ponigl, 8. Dez. 1041. Die tieftrauemden Hinterbliebenen. Danksagung Für die so unendlich lit-bevulle und ehrende Teilnahme heim Helmgange unserer geliebten Gattin und Mutter, der Frau Antonie Kalloch sowie für die vielen Kranz» und Blumenspenden und die überaus zahlreiche Beteillsjung auf ihrem letzten Wege sagen wir unseren ttefenipfundenen i)flnk. M a r b u r g-B r u n n d o r f, den 6. Dez. 1041. Der trauernde Gatte Alois Kalloch mit Tochter Mitil. Danksagung Da ich nicht imstande bin, jeden» cinüolnen für die herzliche Anteilnahme anläßlich des Ablebens meiner geliebten HILDE zu danken, bitte ich, meinen Dank auf diesem Wege entgegenzu-nehmen. Innigster Dank auch für die stahlreichen Kranz- und Blumenspenden, mit denen die Ver. ewigte beehrt wurde. Mein besonderer Dank gilt den behandelnden Berufskollegen,, inabesondere llerrn Prim. Dr. Greiner und seinen Herren Assi-stenten, der Schw. Ewalda sowie meinen Freunden Herrn Dr. Konrivnik und Dr. Pichler, die sich alle mit größter Aufopferung bemühten, die Verewigte zu retten. Tiefgefühlter Dank sei auch Herrn Senior Baron ausgesprochen, der mit er. greifenden, aufrichtigen Worten sich vwi der entschlafenen verabschiedete. 0600 Marburg a. d. Drau, am Ü. Dezember 1041. DR. JOSEF MAIZEN und SOHN. llaupischriUlcitcr Anton Gertchack, Siellvurirctcnücr Haupisuhriltleiter Udü Kasper. Druck der »Marburgcr Druckerei«