Ar^T.________________ Dienstag, 10. Jänner 1899. Jahrgang 118. Mbacher M Zeitung. »»n»iäbll° i> ^? ^,5'^^t P°stverssnbung: ganzjähr!« sl. 15, halbjährig fl, 7 50. Im Comptoir: ^ Vle «Laib. Ztg.. erscheint «glich. m!t «lusnahme der Sonn- und Feiertage. Die Ub«<»lftr«tlo» befindet fich llewr c>nl„/. ^'b«>l>r!n fl. b'bn. Far die ftuftellung in« Hau« nanzjHhrlg fl. l. — InsertlonSnebUr: Für X «longressplah Nr. 2, dle Medac«»,, «armherzigergasse Nr. l5, Tpiechstunden der Redaction von 8 bi« l0 Uhr v«. v!»,eiate bis z,i 4 Zeilen 2b tr,, größere per gelle 6 lr,; bei üsteren Wiedelholungen per Ze,le 3 lr. ^ mittag«. Unfranliertc «riefe werden nicht angenommen, Manuscrlpte uicht zurückgestellt.! Amtlicher Theil. 9ltt ^'." ^- "'^ k. Apostolische Majestät haben mit ^uerhochster Entschließung vom 28. December v. I. ' """gnadigst zu gestatten geruht, dass der erste ,o «n! ." ^. "" k- und k. Ministerium des kaiserlichen b- a3.e ^" Houses und des Aeußeren Rudolf ,, ^ras von Welsersheimb den kaiserlich japanischen i !p! . ^ "ufgehenden Sonne erster Classe, ferner oer nut dem Tttel und Charakter eines Sectionschefs °' s./1"^^.^^- und Ministerialrath im selben Mini- i. ^"?^^^'^^ bitter von Suzzara den kaiserlich " 3?"'^" Orden des heiligen Schatzes erster Class" . M,i ? - H"l' "nd Ministerialjecretär in diesem ^ msermm Robert Freiherr von Bach den kaiserlich " owi^^'ü ^^cn des heiligen Schatzes dritter Classe Kr««.. ? Osslcirrstreuz des toniglich italienischen Kronenordens annehmen und tragen dürfe. ° Nller^^ ^' ""b k. Apostolische Majestät haben mit demN^ Entschließung vom 2«. December v. I. Lem,nl^ ^ K6 niederösterreichischen Staatsbaudienstes ^. nabm. i^ anlässlich der von ihm erbetenen Ueber- . seiner ^,?.^"""den Ruhestaud in Anerkennung eistun^ ^3'^"' ^euen und ersprießlichen Dienst- ?! m^ ^ T"el und Charakter eines Oberbaurathes !j ^cacy,,cht der Taxe allerguädigst zu verleihen geruht. ^ ^^_______ Thun in. p. l! tlller^^ ^ ^'^ k Apostolische Majestät haben mit l° dem ^Z^" lz«tichliehung ^,/, ^9. Dece.nber v. I. l bei s.ni^ "^. ^cchlnetscourier Stefan Weingraber ' stand t^f""^" ^'chtzung ^ den bleibende,! Ruhe-^ ällerau^'? " ^^" "nes kaiserlichen Rathes «uergnadlgst zu verleihen geruht. ' «llerhAster^ ^5^^""^ Majestät haben mit s dem W Entschließung vom 2. Jänner d. I. l des tai^l? iviinisterlalsecretär im Ministerium i Aeukern?^ü. ""d toniglichen Hauses und des l und C ak^'^'' ^"° Ritter von Weil den Titel ' madigst In ^ <'."'^ Sectionsrathes taxfrei allcr- , " 'Uli zu verleihen geruht. j AllerlMst^/lz"^k. Apostolische Majestät haben .nit ° den Baür^ ^ b""6 ^" ^^ Decen.bcr v. I. Äartbolom^ ^ dallnatinischen Staatsbaudienstes I 'Wum unttr sö,^'"" öum Oberbaurathe extra Wendung als 2""^".' '7'" gegenwärtigen Ver-lioratiol?swews 2>.l ^' landwirtschaftlichen Me-Staatsbaudi nstes in ^"'/" ""^ den Baurath des ! Edlen vo l5^.^^" ^bcrt Bouvard technischen Deuart^ . ^ ^um Oberbaurathe im Der k. k. Landespräsident im Herzogthume Krain hat dem Oberlehrer in Commenda Josef Mesner, dem Lehrer Franz Zore in St. Martin, dem Oberlehrer Matthias Hudovernik in Gutenfeld und dem k. k. pensionierten Gcrichtsdiener Georg Iaklitsch in Gottschee die mit Allerhöchstem Handschreiben vom 18. August 1898 gestiftete Ehrenmedaille für vierzigjährige treue Dienste zuerkannt. Nichtamtlicher Theil. Die ilallzösisch-ellglischeu Beziehungen. Die Spannung in den französisch-englischen Beziehungen scheint nunmehr einigermaßen nachgelassen zu haben und man äußert hier die Hoffnung, dass das Verhältnis der beiden Staaten in nicht ferner Zeit wieder einen vertrauensvollen und freundschaftlichen Charakter annehmen werde. Man darf die hier herrschende Stimmung nicht nach dem Verhalten der «nationalistischen» Partei beurtheilen, welche der eng-lischen Negierung die Absicht zumuthet, die Wachsam« keit Frankreichs durch kleine Scheinzugeständnisse abzuschwächen, um dann den französischen Interessen um so schwereren Schaden zuzufügen. Dieser Verdacht wird in den Pariser parlamentarischen und diplomatischen Kreisen nicht getheilt. Es kann sich allerdings niemand verhehlen, dass die Regelung gewisser heikler Fragen zwischen Frankreich und England sehr viel guten Willen auf beiden Seiten erfordern wird; anderseits wird man aber nicht behaupten können, dass eine ehrenvolle Verständigung über diese Angelegenheiten em unerreichbares Ziel sei. Mag man hierüber wie immer urtheilen, keinesfalls scheint in China oder in Siam ein Conflict zwischen den beiden Mächten zu drohe», der zu ernsten Verwickelungen führen könnte. Was die Neufundland-Frage betrifft, welcher allerdings manche englische Staatsmänner einen besorgniserregenden Charakter zuschreiben, so ist zu betonen, dass diese Angelegenheit zu keiner unmittelbaren Regelung drängt und unter allen Umstanden kann man auch bei diesem Punkte nicht sagen, dass die Erzielung eines Einvernehmens durch die vereinigten Bemühungen der beiderseitigen Diplomatie außerhalb des Bereiches der Möglichkeit liege. Besondere Schwierigkeiten bietet, wie von niemandem geleugnet werden kann, die afrikanische Frage dar, und es ist vielleicht die Annahme nicht unzutreffend, dass man absichtlich die anderen Streitfragen aufgeworfen hat, um vorläufig das Herantreten an die afrikanischen Differenzen aufschieben zu können. Selbstverständlich wird man sich aber eines Tages doch auch zur Inangriffnahme dieser Action entschließen können. Bezüglich des Standpunktes Frankreichs, dessen Gesinnungen niemand bezweifeln kann, lässt sich nur versichern, dass es, wann immer man auch vor der bezeichneten Aufgabe stehen wird, sich zu allen Zugeständnissen bereit zeigen wird, die mit seinen Rechten vereinbar und nicht geeignet wären, der Republik die Früchte jener Opfer zu entreißen, die sie seit einer langen Reihe von Jahren in Afrika gebracht hat. Wollte man weitergehende Concessionen verlangen, so würde man allerdings Frankreich dadurch in die Nothwendigkeit ver« setzen, seine Rechte ohne Schwäche zu vertheidigen. Alles berechtigt jedoch zu der Hoffnung, dass diese Even« tualität nicht eintreten wird. Jedenfalls bilden die von der englischen Regierung in der allerletzten Zeit bekundeten Gesinnungen das Symptom einer Dentente, welches man mit Befriedigung verzeichnen darf. Politische Uebersicht. Lail, ach, !). Jänner. Im niederösterreichischen Landtage wurde die Frage des Landeszuschlages zur Erwerbsteuer endgiltig entschieden. Es wurde nämlich ein Dringlichkeitsantrag des Abg. Prinzen Liechtenstein angenommen, wonach der Landesausschuss ermächtigt wird einen Landesfondszuschlag von 27 kr. von jedem Steuergulden bei der Erwerbstcuer der zur öffentlichen Rechnungslegung verpflichteten Unternehmungen und bei den Erwerbsteuer - Pflichtige» erster und zweiter Classe einzuhcben, während dieser Zuschlag bei den Erwerbsteuer-Pflichtigen der dritten uud vierten Claffe nur 20 kr. zu betragen habe. Ferner wurde ein Antrag des Schulausjchusses auf Errichtung einer Landes - Winzerschule in Mistelbach nach längerer Debatte genehmigt. Nach dem Antrage des Verwaltungs-Ausschusses wurde eiue Erhöhung der Löhne des Wärterpersonals in den niederösterreichischen Landes-Irrenanstalten angenommen. In den czechischen Blättern sind neuerdings Stimmen aufgetaucht, welche sich über den Frieden zwischen Czechen und Deutschen äußern. Der «Hlas Naroda» richtet seine Kundgebung an die Iungczcchen, denen er zu Gemüthe führt, die kaiserliche Botschaft an den Landtag habe gezeigt, dass es Grenzen gibt, über welche hinaus es beim besten Willen gegenwärtig nicht möglich sei, den Wünschen des czechischen Voltes zu entsprechen. Die Regelung der Sprachenfrage müsfe vorangehen. Die durch die Sprachenverordnungen erzielten Erfolge seien nicht gewährleistet, weil sie von jeder künftigen Regierung geändert werden können. Auch die Deutschen müssen zur Einsicht kommen, dass die Gleichberechtigung beiderseits gesichert sein müsse. Aus dieser Erkenntnis gehe hervor, dass man endlich daran denke, sich zu verständigen, sich gegenseitig das gleiche nationale Recht zu garantieren. — Die «Narodni Üisty» geben zu, dass das Interesse der Czechen mit dem der Regierung congruent sei, einen Frieden ab< ! Feuilleton. , MuMische Vliese «us Pmg (Schluss.) i MnA U^^ "°" Urbänek ge< lhre kurze ali.. ^ °^' ^""et geleitet, haben " schichte" »m,i 5 ?l"'" Punkten glänzende Ge-M' K l/"^ des ' ^jtowsMs '^ k. clMchen Claoierspiels, und ,. 'N" derN.n 6"bten Tondichters Nusslauds, sind beiden M^ ^"""t- Die Abende, wo die uneigenn2 ' '^ ^M Kunst opferwillig und , jedem N P^ ' ömn Genusse geboten l aben, bleiben bringen abm^7'^^^^' ^e Concertprogramme nndGesangs-"MpoWm^n "^ l?"" Orchestrales und Orgel- i> zumeist von Professor europäischen Rufes) und Professor Kllcla ausgeführt, sodann Productionen der jüngsten Virtuosen, wie jene von Kubelit. Alle diese Veranstaltungen feffeltcn den Laien durch ihre Mannigfaltigkeit, den Kenner durch deu Gehalt des Gebotenen und die Qualität der Aufführung. Und wenn es nothwendig erfcheint, das Interesse zu erhöhen, so trachtet man die neuesten und glänzendsten Sterne des fremden modernen Concerthimmels heranzuziehen. Marie Panthes, eine der jüngsten und bedeutendsten Pariser Pianistinnen, hat uns im ersten heurigen Concerte die Geschichte der Claviervirtuosität au einer Reihe von Composilionen, uon Bach über Schumann bis auf Liszt, iu glänzender Wiedergabe dargestellt. Vocalmusil erustester Gattung und großen Stils wird vor allem vom Gesangvereine «Hlahol» gepflegt. Professor Knittl, der ebenso scharfsinnige Theoretiker wie Dirigent uud Kenner, stellt da die ausgesuchtesten Programme zusammen: von kleineren Vocalwerten — heuer fanden sich darunter auch Jak. Gallus und Mokranjac vor — bis zu den größten Schöpfungen der Tonkunst — so Berlwz .Requiem» und Llszts «Christus». ,. ^ . ^ Fremde, selbständige Concerte sind m Prag seltener — eben weil so eine Fülle äion ständigen Institutionen existiert, welche fremde, bedeutende Künstler von der Mitwirkung nicht ausschließen. Nur zwei liebe Gäste haben wir in eigenen Concerten begrüßt: den Violinvirtuosen Ondrikel und den kais. russischen Kapellmeister und Orgel« und Harmonium-Virtuosen Hlavliö. Kleinere, entweder private oder von einzelnen Vereinen veranstaltete Concerte gibt es freilich in Hülle und Fülle. Künstlerisch die bedeutendsten, wenn auch bloß für einen engeren Kreis des Publicums, bloß für oie Mitglieder des Vereines bestimmt, sind die Musik-Abende der böhmischen Künstlergellossenschaft, welche vorwiegend die Kammermusik, das Lied, alle intimeren Arten der Instrumentalmusik, interessante heimische und auswärtige Novitäten cultiviert. Und da es unter dcn Künstlern nirgends bereits an Secessionisten fehlt, gibt es auch in Prag eine «Musiksectlon des Clubs der Jugend», welche die Werke jüngster Compo-nisten aufführt nno die Bildung eines eigenen, nationalen Musitstiles auf Grundlage des Wertes uon Smetana anstrebt. — Den beiden Bühnen, welche auf dem Gebiete der Oper einige recht bedeutende Novitäten gebracht haben wlü ich nächstens einige Zeilen widmen. ' Laibacher Zeitung Nr. 7. _______________^^_^________ ^ 10. Jänner 1899. zuschließen. In dem Momente, wo die Deutschen geloben würden, «gute Bürger des selbständigen und freien Königreiches Böhmen zu sein, in dem Momente wollen sie ihnen jede möglichen Garantien zum Schutze ihrer Gleichberechtigung und ihrer nationalen Autonomie geben, sowie sie es feierlich und ehrlich in den Fundamental-Artikeln vom Jahre 1871 gethan haben». Das Präsidium der Oester rei ch ischen Gesellschaft der Friedensfreunde,welches an Kaiser Nikolaus II. «als den mächtigen Förderer der Friedensideale» zu dessen Namensfeste eine Glückwunschadrcsse gerichtet hat, erhielt vom russischen Botschafter in Wien, Grafen Kapnist, ein Schreiben, in welchem er mittheilt, dass er von seinem erhabenen Gebieter beauftragt wurde, «der genannten Gesellschaft seinen allerhöchsten Dank auszusprechen». Das ungarische Telegraphen-Correspondenz-Bureau meldete vorgestern aus Wien: Bezüglich der in verschiedenen Blättern aufgetauchten Meldungen von Co mpr o m i fs - Verhan dl u n gen zwischen der Regierung und mehreren Mitgliedern des ungarischen Abgeordnetenhauses wird an competenter Stelle erklärt, dass von Compromiss - Verhandlungen absolut nichts bekannt ist. Die Lösung der Ca bin etskr i se in Spanien verzögert sich, da Ministerpräsident Sa gasta von seiner Krankheit noch nicht vollständig genesen ist. Sobald er wieder hergestellt ist, wird er der Königin-Regentin die Vertrauensfrage unterbreiten. Nach dem Madrider «Heraldo» würde für den Fall, als die Gruppe des Generals Polavieja und die conservative Partei unter Silvela, zwischen denen ein Einvernehmen hergestellt sein soll, zur Bildung des Cabinets berufen würden, der Kriegsminister auch das Mariueportefeuille übernehmen und der Ministerpräsident mit der Leitung der auswärtigen Angelegenheiten betraut werden. Die Königin-Regentin soll heute ein Decret unterzeichnen, durch welches das Colonien-Ministerium, welches überflüssig gewordeu ist, aufgelöst wird. Am griechischen Neujahrstage werden aus allen größeren Gemeinden Kretas Deputationen in Kanea eintreffen, um dem Prinzen Georg Glückwunschund Ergebenheitsadressen zu überreichen. Ferner werde sich eine kretische Abordnung nach Athen begeben, um dem Könige Georg eine Dankadresse zu unterbreiten. — Die Entwaffnung der Christen auf Kreta foll nunmehr, nachdem auch die Einwohner von Apokorona die Waffen abgeliefert haben, durchgeführt sein. Die abgelieferten Gewehre, im ganzen 96t)0, werden von den Behörden nur in Verwahrung genommen, ohne dass die bisherigen Eigenthümer ihr Besitzrecht an denselben verlieren würden. Tagesneuigleiten. — (Die Regimentsinhaber-Jubiläen Seiner Majestät des Kaisers.) Wie mehrere Blätter melden, hofft Kaiser Wilhelm, nach eingetretener Besserung in seinem Befinden an der Feier des 50jährigen Inbilämns des Kaisers Franz Josef als Inhaber des Kaiser Franz - Gardegrenadier < Regiments theilnehmcn zu können. Kaiser Wilhelm werde insbesondere dem Gottesdienste anwohnen, sodann das Regiment von der Kirche nach dem Lustgarten führen, daselbst eine An- sprache halten und hierauf die Parade abnehmen. Dieser werden Feldmarschall-Lieutenant Freiherr v. Steininger und der österreichisch-ungarische Botschafter v. Szögyeny mit den Herren der Botschaft, ferner die Commandanten und je ein Officier derjenigen österreichisch-ungarischen Regimenter, deren Chef Kaiser Wilhelm ist, beiwohnen. Nach der Parade wird für das Officierscorps und die österreichisch-ungarischen Gäste im Schlosse eine Frühstücktafel veranstaltet. Um 7 Uhr abends findet in den Räumen des Regimentscasinos ein Festdincr statt, zu welchem Kaiser Wilhelm sein Erscheinen in Aussicht gestellt hat. — Wie die Berliner ^Börsenzeitung» meldet, hat Seine Majestät Kaiser Franz Josef dem Officierscorps des Kaiser Franz«Gardegrenadier - Regiments Nr. 2 sein lebensgroßes Porträt, welches den Monarchen in der Uniform dieses Regiments darstellt, zum Geschenk gemacht. Das mit einem kostbaren Nahmen versehene Bild soll am 11. Jänner, dem Tage des fünfzigjährigen Chef-jnbiläums, im Officierscasino in feierlichster Weise enthüllt werden. — Aus Petersburg, 7. d. M., wird gemeldet: Zum fünfzigjährigen Jubiläum der Ernennung Seiner Majestät des Kaisers Franz Josef zum Chef des Kexholm'schen Garderegiments schreibt der «Ruski Invalid»: Bekanntlich sollte eine Deputation, bestehend aus dem Regimentscommandeur Generalmajor Fürsten Argn-tinski Dolgorukow, dem Commandeur der Chef-Compagnie und einem Feldwebel, sich nach Wien begeben, um dem erlauchten Chef die Glückwünsche darzubringen und im Namen des Officierscorps die goldene Jubiläumsmedaille in einer dein Anlasse entsprechenden, reich geschmückten Cassette zn überreichen. Der Empfang der Deputation wurde angesichts der Trauer um weiland Ihre Majestät Kaiserin Elisabeth von Sr. Majestät dem Kaiser abgelehnt, wobei Se. Majestät die Absicht äußerte, am Iubiläumstage einen besonderen Vertreter nach Warschau zu delegieren. Mit der Vertretung wurde nun der Flügeladjutant Sr. Majestät, Oberstlieutenant Fürst Dietrich stein, betraut, der dein Rcgimente die Medaille, welche ans Befehl Sr. Majestät des Kaisers für dieses Jubiläum besonders geprägt wurde, übergeben wird. Die vom Kexholm'scheu Regimente für Se. Majestät bestimmte Medaille wird dem russischen Militärattache in Wien durch einen besonders abcommandierten Officier überbracht und von demselben Sr. Majestät überreicht werden. — (Aus dem < Simplicissimus».) Als König Richard Löwenherz vom Saladin, dessen Gast er gewesen, Abschied nahm, fragte er den besonders gut gelaunten Türken, ob er sich eine letzte Gunst zum Abschiede erbitten dürfte, und als der Sultan das bejahte, sprach der König: «Ich möchte dich bitten, mein geliebter Bruder, es zu verhindern, dass die in deinem Reiche lebenden katholischen, protestantischen und griechischen Christen immer ^CHristenhundc^ genannt werden.» — Der Sultan lächelte. «Ich will», sprach er, «deinem Wunsche gern fslgen, mein großmächtiger Bruder, aber auch du musst mir eine Gegenbitte erfüllen.» «Und die wäre?» frug der König. «Du musst verbieten, dass man in deinem Reiche die Hunde fürder ,Sultan^ nennt!» — (Wie weit reist unser Auge beim Lesen?) Die Entfernung ist keine überraschend große, denn eine Million nebeneinander gestellte Buchstaben machen kaum mehr als eine Viertel deutsche Meile aus. Der Durchschnittsleser legt während seines Lebens einen Weg von 500 Meilen Drucklänge mit seinen AuL zurück. Ein Roman von 300 Seiten enthält eine Vierw meile, das heißt, das Auge reist 1855 Meter beb Durchlesen des Buches. — (Ein Gesuch um Hinrichtung.) ^ die «Veogradske Novine» melden, erschien vor eiM Tagen vor dem Belgrader Gerichtshofe erster Insta» ein Bauer Namens Alexa Vukovic und überreichte el Gesuch, in welchem er den Gerichtshof bat, dass lB ihn hinrichten möge. Die Richter hielten den Bittstellt anfangs für irrsinnig. Vukouic erklärte jedoch, dass < keineswegs geistesgestört, sondern gänzlich verarmt !^ keine Beschäftigung finde und infolgedessen beschloß habe, zu sterben. Der Bauer scheint in seiner Einf^ geglaubt zu haben, dass die Gerichte verpflichtet M jeden auf seinen Wunsch hinrichten zu lassen. Die RW klärten schließlich den Bauer auf, dafs feinem Ansuche' nicht entsprochen werden könne. Der Gang zum GerW hat aber dem Armen doch einen Nutzen gebracht. ^ Richter veranstalteten eine Collecte, welche ein günstig Resultat ergab, worauf der Bauer befriedigt das Gericht gebäude verließ. — (Das verhaftete Publicum.) Folgen^ Zwischenfall ereignete sich am 21. December im VaH muter Bezirksgericht (Gouvernement Iekaierinoslaw) b5 der Verhandlung des Processes wider zwei CheckoiB Nach kurzer Berathung fällten die Geschwornen ein sre> sprechendes Verdict, das von dem zahlreich versammelt Publicum mit stürmischem Beifall aufgenommen wur^ Der Präsident des Bezirksgerichtes verfügte hierauf ^ Verhaftung des im Saale anwesenden Publicums, ^ Ausnahme der Damen, auf die Dauer von zwei Stunde» — (Todesfall.) Der langjährige Redacteur dti Correspondenz-Bureaus kaiserlicher Rath Ioh. Manzal ist am 7. d. M. nach langer, schwerer Krankheit s? storben. > — (Für kleine Rechner.) Eine brollV-Zifferreihe ist folgende: 0344 827586 206896 551724 137931. Multipliciert man sie mit 2 oder 3, 4 u. s. w. bis ^. so konlmt immer wieder dieselbe Aufeinanderfolge del' Ziffern vor, nur an anderer Stelle anfangend. Probiere»'. Local- und Prouinzial-Nachrichten. Das Volksschulwesen der Landeshauptstadt LaibaÜ am Schlüsse des Schuljahres 1897/98. Mitgetheilt vom k. k. Bezirls-Schulinspector Prof. Franz Level (Fortsetzung.) V. Anstalten für das vorschulpflichtige Alter und Fortbildungsschulen. 1.) Im Stadtschulbezirke besteht eine vom Laibachel Frauenvereine (derzeitige Vorsteherin Frau Flora RudeO im Jahre 1835 gegründete und erhaltene Klein' kinder-Be wahranst alt im eigenen Hause untel Leitung des jeweiligen Pfarrers von St. Jacob. O wurde im Berichtsjahre von 73 Knaben und 57 Miid' chen, somit von 130 Kindern besucht und hat im alU meinen die Einrichtung eines Kindergartens mit drei s? prüften Kindergärtnerinnen, einer Köchin und einer Wä? term. Der Zustand der Localitäten ist gut, jener dt? Einrichtungsstücke entsprechend, der Spielgarten groft schattig und mit feinem Sande bestreut. I)er Doctor. Roman aus dem Leben von 8. Ideler. 6. Fortsetzung. «Meine Käthe hat mich hergeschickt!» lachte Grünau, sich behaglich auf den ihm angebotenen Sessel niederlassend. «Ich wäre iudessen auch von selbst gekommen!» «Ihr Fräulei« Tochter war immer liebenswürdig gegen mich!» sagte Rauenthal warm. «Weil sie Sie persönlich schätzt! Ich glaube, neben ihrem Verlobte», dem geliebten Franz, sind Sie derjenige junge Mann, den Käthe am höchsten stellt!» antwortete der Commerzienrath in heiterem Tone. Dann aber wurde er ernst. «Nun sagen Sie mir aber eiumal, Doctor, was ist das mit Ihnen? Wie kommen Sie dazu, nur ein Schreiben zu schicken, in dem Sie mir mittheilen, dass Sie Ihre Stellung als Hausarzt iu meiner Familie niederzulegen wünschen? Habeu wir Sie getränkt?» «O, Herr Commerzienrath!» rief Raucnthal uud haschte nach Grünaus Hand. «Ich erfuhr von Ihueu und von allcu deuen, die zu Ihueu gehören, uur Liebe uud Güte!» «Das dachten wir wirklich felber, ohne uns rühmen zu wolleu,» meiute der alte Herr. «Nun also, was ist es denn?» «Ich habe dieses Schreiben au alle die Familien gesaudt, die bisher meine ärztliche Hilfe verlangte»,» erwiderte der Doctor, vor sich niederblickeud. «Sie siud uicht der einzige!» «Das weiß ich, denu ich habe bereits mit Freuuden, denen es ebenso ergangen ist, wie mir, über diesen seltsamen Schntt Ihrerseits gesprochen!» erwiderte Grünau. Der alte Herr hatte eine rasche Art, zu sprechen, und sein freundliches Gesicht belebte sich in solchen Augenblicken immer mehr. «Sie sind mir aber noch die Antwort anf meine Frage schuldig. Warum sagen Sie uns allen, die wir Sie gern gehabt haben, den Handel auf?» «Weil ich des Vertrauens der Familien nicht mehr wert bin!» erwiderte Rauenthal. Er sah dem Commerzicnrath dabei fest in das Antlitz; nur die Blässe seiues Gesichts verrieth die seelische Qual, die ihm diese Antwort auferlegte. «Das dachte ich mir!» rief Grünau. «Und darum muss ich Sie schelten! Welch eine Thorheit! Ein einziger, unglücklicher Missgriff, der ein armes Würmchen von seinen Leiden vorzeitig erlöste, machte Sie so kopfscheu, dass Sie Ihre» ganzen Dienst der leidenden Menschheit entziehen wollen? Das ist nicht nur Thorheit, das ist — nehmen Sie mir ein offenes Wort nicht übel — geradezu uurecht! Lieber, juuger Freund,» fuhr er weich fort und fasste Nauenthals Hand, «haben Sie dcnu vergessen, was Sie mir und meiner Tochter an dem Krankenbette meiner geliebten, un-vergesslichen Frau waren? Wie treu, wie gewissenhaft, wie sorgsam waren Sie; wie oft sagte Käthe in jener schweren Zeit zu mir: ,Papa, wenn wir diesen Doctor nicht hätten!' Und seit jenen Leidenstagen hält sie Sie hoch!» «Ich konnte Ihre Frau Gemahlin auch nichl retten, sie starb!» erwiderte Rauenthal düster. «Sie starb, weil Gott es so bestimmt hatte, und dann müssen wir Menschen uus in seinen Willen fügen,» antwortete der Commerzienrath. «Aber denken Sie doch an Ihre Sorgfalt und Pflichttreue, die all^ Mögliche anwandte, der so schwer Leidenden wenigste^ Linderung zu verschaffen! Sie ist mit einem Dank o"! den Lippen gegen Sie gestorben!» «Herr Eommerzienrath,» rief Rauenthal gequal'i «was Sie mir da fagen, verfchärft nur meine Peil>' Ich habe nach meiner Verurtheilung ein Schreib^ von dem Arbeiter Krause erhalten. Der Mann/' außer sich vor Empörung, dass mir keine Gefängnis sondern nur eine Geldstrafe auferlegt wurde. "^ schreibt mir dasselbe, was Sie mir soeben sagen, abe nut anderen Worten. Er wirft mir vor, dass ich NM um die reichen, vornehmen Leute sorgfältig bemüht während ich die Kinder des Proletariats aus Verseht tödtcte. Auf ein Arbeiterkind mehr oder weniger kii^ es ja nicht an, wenn nur die reichen Patienten ^ hörig bedient würden, die nachher die hohen 3M nungen bezahlen könnten. Soll ich mir das sag^ lassen? Finden Sie es nicht felbst erklärlich, dass ^ sage: Nun will ich auch in vornehmen Familien, selb! bei meinen besten Freunden keinen Kranken mehr ^ handeln, damit mir wenigstens dieser Vorwurf lM auch uoch gemacht werden kann!» . Der jnnge Arzt hatte diese Worte in äußer" Erregung hervorgestoßen. Grünau schüttelte den Kopf. .^ «Die Seelenwunde bei Ihnen geht tiefer, als ^ dachte,» meinte er. «Sie sind sensitiv veranlag' Mancher Ihrer College» hätte sich aus diesem ErlebM gar nichts gemacht und gleich nach der Gerich^ uerhandlung alles von sich abgeschüttelt. Dieser Kra"> scheint mir übrigens nach allem, was ich hörte, " sehr roher Patron zu sein.» (Fortsetzung l^s" -^ibacher ^itung Nr^._______________________________________55____________________________________________10. Iilnner 1699. t^ folgende ^Handen: ' ^aoncymveznle '>' a) Der von der Unterrichtsverwaltung erhaltene Kinder- garten der t. l. Lehrerinnen-Bildungsanstalt mit 18 Knaben und 19 Mädchen, zusammen mit 37 «mdern und 1 Kindergärtnerin; b)der von der Stadtgemeinde erhaltene I. städtische ttmdergarten mit 2« Knaben und 2« Mädchen, zu-< Wnmen 56 Kindern und 2 Kindergärtnerinnen; ^ ^) oer vom Deutschen Schulvereine erhaltene Kinder-,s A"A "" 35 Knaben und 57 Mädchen, zusammen l, 92 Kmdern und 2 Kindergärtnerinnen / al ^ vom Ursulinenconvcnte erhaltene Kindergarten el 3 ^, Madchen und 2 Kindergärtnerinnen. " betrua s ? '"""""^"' geprüfter Kindergärtnerinnen ! ll„si^?^ Vermittlungssprache in der Kleinlinder-Bewahr- i^ bknn^ "?.,"" Kindergarten der k. k. Lehrerinnen- << D nX'5^/lt deutsch-sloveuisch, im Kindergarten des ' N^^' kutsch, in den üor.gen zwei Fräulein/ i" ^^""b ^ Berichtsjahr im Institute des l volts^ s ^""" H"^ ein mit der dortigen Privat« >> Mäk^ ^bundener Fortbildungscurs für -' S°nge 9 H "" ^ ^ Zugänge 19, im II. Iahr-richt d.l l,^' """^ ^^ Schülerinnen zählte. Den Unter-lebrer ,. ^' ^^ten sechs Mittelschullehrer, ein Obeer-i 4?'^ "ne Voltsschullehrerin. buirl/l,l"^"tstatten gibt es im Stadtschul-fünfclaM^' ^ zwar: u) An der II. städt. slovenischen ^ sür d° ^ "°^'"^tsschule besteht seit 1889 ein Curs gemeinde ^fertigkeitsunterricht, der von der Städten dm Lebrer.^^"""" '°" "" ^. unterstützt und leitet in, Leopold Armic und Josef Cepuder ge- Classen ^c 3""^" ^"" ^" Schülern der oberen drei ^ ^selben wurden in den Carto- ' naae.A"^i^n ^^^'beiten unterrichtet. In der Carlo-' I2tt ü2, ??. ""^en V46' in der Korbflcchtabtheilung ^ d) ?.. ^^te ausgefertigt. Karolinen^ ^ zweiclassigen Volksschule auf dem Schulwertst"// ""'^ '" I°h" 1897 ei,.e Tischlerei-"Hl Schi. « ^°" ^" Stadtgemeinde errichtet, woselbst ration ans l« . ^^"r Franz Crnagoj gegen Remune- 0) An ^'7^""""n Unterricht erhielten, "oltsschule wn^ '^tlschen deutschen fünfclassigcn Knaben-vom Lehrer Ä r "^"^ '" den Cartonagearbeiten ertheilt «,,^ ^^^^^ ^ swei wöchentlichen Stllnden senge smvi/ "''chFmlg der Materialien und Wert- ^ ^ ^^ ^ ^ ^ ^M°^ne^H,^erstndw °°N°°hrw«."'°K.'7'° lch"psticht>«° ' Moder und !>>r »ehntln Lebm«^,,! ^!., '^ «um vollendete,! °cht» «"°i!«zwa.g3^. ^°"°" '" "" »" b« Land?«. 6°rli»wdmV ' . .""° °°" «°"d« erhaltene Die ^ ^"»»..Unterricht, ^^s"'^^^^ " d. .eichs- besorgen' die ^I"^^ „"? , ^en Ursulinen - Vtädchcnschulen im -Colleamm^ """""'"' °" der Knabenvoltsschule Orden des bM..?. ?"''""' Schulschwestern aus dem Scraphims, im Mädchen- ^'"grgaton ^k^^"" der christlichen Liebe aus der Nü'M'z de Paula, an den Etliche Lehrer und Lehrerinnen. Lehrer an den genannten ^hwlgU^ alle mit einem Lehr. ^ ^ Gesammtzahl der Lehrerinnen beträgt, U '^ """" Ahrbefähigungszeugnisse 42 , ^/"'ent Reisezeugnisse. ... 12 ^) ohne Lehrerzeugnis..... 1 zusammen . . 55 An aNen öffentlichen und privaten Volksschulen des Stadtschulbezirkes Laibach wirkten demnach im Berichtsjahre 37 Lehrer, 84 Lehrerinnen, 9 Religionslehrer und 6 Volontärinnen, zusammen 136 Lehrpersonen. Die Zahl der Religi 0 nslehrer an den Privat-Volksschulen beträgt 6. Privat-Volksschulen für den weiblichen Handarbeiten-Unterricht , überhaupt Spccialschulen im Gebiete der Volksschule sind im Stadtschulbezirke keine vorhanden. (Schluss folgt.) — (Ü a n d t a g s - E r g ä n z u n g s w a h l.) Bei der gestern stattgehabten Landtags-Ergänzungswahl aus der Wählerclasse des großen Grundbesitzes wurde der Gutsbesitzer Anton Ulm in Klingenfels als Landtags-Abgeordneter gewühlt. -— (Auszeichnung.) Ihre k. und k. Hoheit die durchlauchtigste Frau Kronprinzessin-Witwe Erzherzogin Stefanie haben dem Apotheker G. Piccoli in Laibach gnädigst zu gestatten geruht, die von ihm erfundenen Zahntropfen «Stefanie-Zahn tropfen» benennen zu dürfen. — (Einlösung der Einsern 0 ten.) Von den anl 24. Juli 18U4 einberufenen Staatsnoten zu 1 st. österreichischer Währung per 57,883.361 fl. waren bis Ende December 1888 eingelöst, vernichtet und als getilgt abgeschrieben 57,197.179 fl., wonach mit Ende December 686.182 st. im Umlaufe verblieben. Es wurden sonach im December 392 Einsernoten eingelöst, während im November 1898 1154 Stück zur Einlösung gelangten. — (Neues Eisen bahnproject.) Nach einer uns zugehenden Mittheilung hat das k. k. Eisenbahn-Ministerium auf Grund des mit den betheiligten Central-ftcllen gepflogenen Einvernehmens Herrn Stefan von Daubachy in Ngram die erbetene Bewilligung zur Vornahme technifcher Vorarbeiten für eine normalspurige Localbahn von der Station Stein der k. l. Staatsbahn-linie Laibach - Stein, über St. Martin, Möttnig, Franz und Gomilsko zur Station Heilenstein - Fraslau der Localbahn Cilli-Wöllan auf die Dauer eines Jahres ertheilt. —0. — (Personaln achricht.) Herr Josef Omuc wurde zum Assistenten bei der Staatsbahn in Admont ernannt. — (Gesellschaftsabend.) Wir werden ersucht, mitzutheilen, dass zu dem heute stattfindenden Ge-sellschaftsabcnd des deutschen Schulvereines keine persönlichen Einladungen ausgegeben werden. — Gäste find selbstverständlich willkommen. — (Der Handels ball.) Dieser alljährlich zum Besten des kaufmännischen Kranken- und Unterstützungs-Vcrcines in Laibach stattfindende Ball wird zufolge Directionsbeschlusses der gegenwärtigen Hoftrauer wegen heuer nicht abgehalten werden. — (Aus dem Vereinsleben.) Der Lefe-verein in Aischoflack hielt am 6. d. M. seine Generalversammlung ab, in welcher die Herren August Susnik zum Obmanne, Johann Debeljak zum Obmanstellvertreter, Franz Susnil zum Schriftführer, Iofcf Kankelj zum Cafsier und Bibliothekar und Josef Svetliö zum Aus-schussmitgliede und Gesangsleiter gewählt wurden. Der Verein war im abgelaufenen Jahre auf 15 Zeitfchriften abonniert, hatte fünf Unterhaltungen veranstaltet und einen Ausflug nach Veldes unternommen. —8— — (Der slovenische Alpenverein) veranstaltet heute abends um 8 Uhr im kleinen Saale des «Narooni Dom» einen Vereinsabend. Auf dem Programme steht ein Vortrag des Fräuleins Paula Borstner. Gäste willkommen. — (Der juridische Verein «Pravnik») hielt gestern abends im kleinen Saale des «Narodni Dom» seine Generalversammlung ab. Der Vercinspräses, Herr Dr. Ferja nöii, gedachte in seiner Ansprache zunächst des traurigen Ereignisses in der Allerhöchsten Herrscherfamilie und weiters des Rcgicrungsjubiläums Seiner Majestät des Kaisers, wovon im Vcreinsorgane «Slovenski Pravnit' gebürend Erwähnung geschehen war. Anlässlich des Allerhöchsten Regierungsjubiläums war eine Deputation des Vereines bei Seiner Excellenz dem Herrn Landespräsidenten erschienen, um denselben der unentwegten Loyalität des Vereines zu versichern. Der Obmann brachte sodann den dem Vereine zngetommenen Allerhöchsten Dank zur Verlesung. Im weiteren Verlaufe seiner Rede berührte Dr. Ferjancic die Thätigkeit des Vereines im vergangenen Jahre, gedachte namentlich der Action, welche seitens des Vcrcinsausschusses zum Zwecke der Errichtung einer Universität in Laibach eingeleitet worden war, und sprach dem Anöschuss-mitgliede Dr. Majaron als dem Verfasser des diesbezüglichen Memorandums den Dank und die Anerkennung der Versammlung aus. Der Verein hatte im abgelaufenen Jahre fünf Mitglieder durch den Tod verloren. Nach einem Referate, das Vereinssecretär, Herr Dr. P.i rc, über die Thätigkeit des Vereines vortrug und das gc-nehmigend zur Kenntnis genommen wurde, berichtete der Vercinscassicr, Herr Notar Gogola, über den Stand des Vereinsvermügens. Die Einnahmen bezifferten sich auf 1111 fl. 32 kr., d« Ausgaben auf 965 fl. 64 kr., so dass sich am Schlüsse des Solarjahres ein Ueberschuss von 145 fl. 60 kr. und mit Zuschlag des Ueberfchusses aus dem Jahre 1897 per 407 st. 74 kr. ein Gcjammt-vermögen von 552 st. 42 kr. ergab, welcher Betrag in der städtischen Sparcasse fruchtbringend angelegt erscheint. Außerdem hat der Verein 465 st. an Abonnementsrück-stünden zu fordern. Auch dieser Bericht wurde über Antrag des Nechnungsrevisors, Herrn Dr. Munda, genehmigend zur Kenntnis genommen. Sodann gedachte Herr Notar Gogola der hohen Auszeichnung, die Herrn Dr. Ferjancic anlässlich des Allerhöchsten Negierungsjubiläums zutheil geworden: es fei zwar die Ordensverleihung an Herrn Dr. Ferjanöiö als Vicepräsidenten des Abgeordnetenhauses erfolgt, allein auch der Verein fühle sich mit seinem Obmanne hiedurch geehrt. — Hierauf wühlte die Versammlung poi- ülldu-lun,tion6iu Herrn Dr. Ferjancic neuerdings zum Obmanne und mit Stimmzetteln in den Ausschuss die Herren: Dr. Majaron, Milcinsli, Kavcnit, Polec, Gogola, Dr. Pirc, Dr. Foerster, Dr. Babnil, Dr. Hraäovcc, Trnooec, endlich zu Revisoren die Herren Zupancic und Dr. Munda. Zum Schlüsse wurde ein auf die Reorganisation oes Vereines, organes abzielender Antrag nach längerer Debatte, in welche die Herren Dr. Kokalj, Dr. Majaron, Kavcnik und Dr. Kusar eingriffen, zum Beschlusse erhoben und über Anregung des Herrn Dr. Foerster die neuerliche Veranstaltung von Vereinsabendcn beschlossen. — Der neugewählte Ausschuss constituierte sich folgendermaßen: Dr. Ferjanöic,Obmann; Dr.Majaron,Obmannstellvertreterj Notar Gogola, Cassicr; Dr. Pirc, Schriftführer- Adjunct Milcinski, Bibliothekar. — Die nächste Zufammenlunft findet am 23. d. M. im «Narodni Dom» statt. —n— — (Sanitäres.) Ueber den Verlauf der in Adelsberg herrschenden Typhusepidemie geht uns die Mittheilung zu, dass in derselben ein Stillstand eintrat, da trotz einiger in letzterer Zeit aufgetretenen neuen Er« krankungsfälle nach Abschlag der Genesenen die Krankenzahl derzeit nur noch 13 beträgt. Von diesen Kranken sind übrigens 6 reconvalescent und 6 nur leicht krank. Die zur Unterdrückung der Epidemie eingeleiteten Maßregeln, von denen die verfügte Ärunnenjperre von bester Wirksamkeit war, wurden unter ärztlicher Aufsicht möglichst zur Durchführung gebracht, infolge dessen der Epidemieverlauf sich günstig gestaltet. —0. — (Unglücks fall.) Am 7. d. M. vormittags lud der Besitzer Johann Pototar mit seinem 7^/, Jahre alten Stiefjohne Josef Arne aus Salloch im Steinbruche nächst Salloch Steine auf. Plötzlich rollte ein etwa 1 Kilo fchwerer Stein vom Berge herab und siel dem Arne auf den Kopf, fo dass derselbe zu Boden stürzte und nach etwa zwei Stunden an der erlittenen Verletzung starb. An diesen: Unglücksfalle trifft niemanden ein Verschulden; der Stein musste sich infolge Aufthauens losgelöst haben. —1. Theater, Munst und Literatur. * (Deutsche Bühne.) Ein uraltes dankbares Thema, die Zähmung eines widerspenstigen, alten Junggesellen durch ein kluges, hübsches, weibliches Wesen, das seine Schwächen geschickt auszubcuteu versteht, ist mit Geist und Humor von Max Dreyer unter dem Titel «Großmama» im modernen Gewände bearbeitet worden. Die kluge Dame, die das große Werk vollbringt, ist nämlich Großmama, allerdings eine junge Großmama von ungefähr 39 Jahren, noch immer von gewinnendem Aeußcren uud daher wohl imstande, den Kopf eines brummigen, seelenguten alten Junggesellen zurechtzusetzen und zu verdrehen. Großmama überfällt mit ihren zwei Töchtern, einer verehelichten, die ein Baby ihr eigen nennt, und ciuem Backfische, fammt Kammerzofe und Kindsmädchen den ahnuugslofen Junggesellen und zwingt den Weiberfeind, trotz seine» Widerstandes, ihr sammt Sippe Gastfreundschaft zu gewähren. Mit großem Geschick und Humor werden vorerst die dienenden Paare, der dummdreiste Bediente des Junggesellen mit dem Kindsmädchen uud der Koch mit der Kammerzofe, fpäter der Backfisch mit einem Lieutenant, und, wie nicht anders zu erwarten steht, zum Schlüsse der besiegte Weibcrhasser mit der Großmama zusammengeführt. Die Handlung ist geschickt geführt, die Personen derselben sind mit köstlichem Humor charakterisiert, wobei den männlichen Rollen die Hauptaufgabe zufällt. — Die beiden Hauptrollen des alten Junggesellen und seines Bediente» saßen Herrn Jausen und Herrn Göttlcr wie angegossen. Herr Jausen spielte den urwüchsigen, polternden Junggesellen mit dem goldenen Herze» i» der rauhen Hülle vortrefflich, Herr Göttler den Bedienten, der seinem Herrn als Zielscheibe derber, aber harmloser Spässe dient, mit hinreißender Komik. Den Koch gestaltete Herr Wähle zu einer anziehenden Charakterfigur, einen Inspector mit ewiger Leichenbittermiene gab Herr Mahr gelungen in Maske und Spiel. Wie gesagt, sind die Damenrollen stiefmütterlich bedacht, doch sei gerne zugestanden, dass Frau Haller, Fräulein Hell und Fräulein Inger sich ihrer Aufgaben mit Anstand entledigten. Für die junge Großmutter, die noch den Weiberfeind zu fesseln vermag, wäre uns allerdings eine andere Besetzung vortheilhaster gewesen. Sehr nett spielten Fräulein Laibacher Zeitung Nr. 7._______________________________________56 ______________ 10. Jänner 1899. Graven und Delve rt die beiden verliebten Weib« lichen dienenden Geister. Das Publicum unterhielt sich famos und spendete insbesondere Herrn Jan sen und Göttler großen Beifall. Herr Wähle sorgte als Regisseur sehr geschickt seines Amtes. Das Theater war leider nur schwach besucht. ^. — (Aus der Theaterkanzlei.) Morgen wird die Operettenneuheit «Der schöne Rigo» zum drittenmale aufgeführt werden. Vorher gelangt eines der entzückendsten Stücke des modernen Repertoires, die ein-actige Komödie » Liebesträume», die in Berlin mit enthusiastischem Beifall aufgenommen wurde, zur Aufführung. Donnerstag geht die Suvpö'sche Operette « Donna Juan ita »,Samstag der classische «Alpen-tönig und Menschenfeind» in Scene. * (Concert des 1. ö st err. Da men-quartettes.) Ein Damenquartett, das von dem ernsten Willen beseelt ist, wirklich künstlerisch Gediegenes zu leisten, kann nie gleichgiltig behandelt werden, denn wirtlich gute Damenquartette sind so spärlich gesät, dass mall jeden neuen Versuch auf diesem Gebiete, der Gutes verheißt, freundlich begrüßen soll. Der schwache Besuch, den das Concert des 1. österr. Damenquartettes daher am 6. Jänner zu beklagen hatte, war nur durch verschiedene ungünstige Umstände, hauptsächlich aber durch - die Verlegung auf eine andere Stunde, infolge der Abhaltung einer Wohlthätigleits-Akademie am Abende, ver-nrsacht. — Ein Gesangsquartett soll ein einiger Leib mit vier klingenden Seelen sein und es müssen sich daher, um dieses Ideal zu erreichen, nicht nur geistes-, sondern auch stimmverwandte Sängerinnen zusammenfinden, denn es steht ihnen ein ziemlich beschränktes Feld zur Ausübung ihrer Kunst zur Verfügung uud die Programme leideil daher an einer gewissen Eintönigkeit, sobald sie nicht die Literaturschätze der alten Zeit berücksichtigen. Ein gemischtes Quartett hat freilich da einen ungleich weiteren Spielraum, während ein Frauenvicrgesang von einer gewissen weichlichen Sentimentalität sich kaum wird loslösen können. Dass die Verschmelzung des Stimmmaterials, das Gesetz der Uebereinstimmung, bei den vier Sängerinnen Ederet, Schreiber, Brandl und von Tonazza schon seine Vollendung erreicht hat, lässt sich heute noch nicht behaupten. Stimmatcriale ist vorhanden, besonders der erste Sopran, Frl. Ederet, verfügt über eine helle, kräftige und frische Stimme, die allerdings nicht mühelos die hohen Lagen erklimmt; das Organ der zweiten Altistin, Fräulein von Tonazza, hat eine fehr charakteristische Tonfärbung, und anch die Stimmen der beiden anderen Sängerinnen fügen sich gut ein, doch wird noch zu viel Verschwendung mit dem Materiale getrieben, wodurch die Intonation leidet und die Stimmen bald ermüden. Den erquickendsten Eindruck übten entschieden jene Quartette aus, die den jugendlichen Frohsinn frifch aufkommen ließen; die lyrischen Stimmungsbilder wurden zwar mit schöner, inniger Empfindung gebracht, ließen aber noch jene zarten, feinen Schattierungen vermissen, die seinerzeit den Vorträgen des schwedischen Damenquartettes einen unwiderstehlichen Reiz verliehen haben. Es war jedoch recht und billig, dass das Publicum mit dem wärmsten Beifalle die Vortrüge lohnte, denn sie waren, abgesehen von unseren Bemerknngen, thatsächlich desselben würdig. Der Pianist Herr Freund ist ein begabter junger Mann, der eine schölle Technik entwickelt und, wie alle Anfänger, vorderhand das Hauptgewicht auf das rein Technische verlegt. Leider stand ihm kein angemessenes Instrument zur Verfügung, weshalb seine Virtuosität nicht voll zur Geltung kommen konnte. Die Wahl der Stücke war keineswegs glücklich; über die Zulässigteit einer Clavirrbcarbeitnng der Tanhäuscr - Ouvertüre, und wenn sie auch von Liszt stammt, lässt sich streiten. Die Barcarole und Etude von Rubinstein, die Herr Freund spielte, haben wohl als Uebungsstückc für enorme Fingerfertigkeit Wert, find aber als Compofitioncn nichtssagend. Der junge Künstler wurde ebenfalls durch anerkennenden Beifall ausgezeichnet. ^. — («Vor 8», er um».) Der zweite Jahrgang dieses Organs der Vereinigung bildender Künstler Oesterreichs wird vom Jänner 1899 an im Selbstverlage der Vereinigung erscheinen. Die künstlerische Leitung liegt in den Händen der Mitglieder der Vereinigung Hoffmann, Moscr und Roller, die Redaction des literarifchen Theiles hat Dr. Franz Zweybrück übernommen. Die Redaction, Administration und Expedition befinden sich im Ans-siellungsgebäude: Wien, I., Wollzeile 2. Der Vertrieb für Deutschland und das gesammte Ausland erfolgt durch die Verlagsbuchhandlung E. A. Seemann in Leipzig. Abonnements (ganzjährig 12 Hefte 9 st.) werden direct voll der Administration, sowie in allen Buchhandlungen des In- und Auslandes entgegengenommen. — («Die Hohe Jagd».) Herausgegeben von Ed. Czynk-Fogaras, E. u. Dombrowski-Wien, O. Grashey-München, M. O. v. Hohenbcrg-Cocthen, v. Homeyer-Murchin, Hauptmann a. D. G. Koch-Socmmerda, Baron A. u. Krüdencr - Wohlfahrtslindc, N. v. Schmiedcberg-Guhrau, Professor Fr. Valcntinitsch-Graz, Forstmeister P. Wittmann-Komar, Hofrath Dr. W. Wurm-Bad Teinach. 12 Lieferungen ü 1 M. 50 Pf. Berlin, Verlagsbuchhandlung Paul Parcy. — Bereits bei Erscheinen der ersten Lieferung haben wir unsere Leser auf dieses großartig angelegte und schön ausgestattete Prachtwert aufmerksam gemacht; ein Blick in die jetzt vor uns liegenden Lieferungen 2 bis 8 bestärkt uns in unserer Ansicht, dass es in der That eine Zierde unserer Iagdliteratm zu werden verspricht. — Die erste Lieferung brachte uns in einer Einleitung schätzenswerte Winke über Anzug und Ausrüstung des Jägers, eine kurze Waffentunde für die Hohe Jagd, ferner eine Abhandlung über die für diefe Jagd geeigneten Hunde und die Führung und Abrichtung derselben. Daran schloss sich das Capitel über das Elch aus der Feder Baron von Krüdeners, wohl des besten Kenners dieses edlen Wildes. In den folgenden Lieferungen werden nacheinander behandelt: Nothwild von E. v. Dom-browski; Damwild von M. O. von Hohenberg; Wildschwein und Gemse von Ed. Czynk; Steinbock, Muflon, Känguruh, Wilder Schwan und Kranich von Hosrath Dr. Wurm; Trappe von E. v. Dombrowsti, Auerhahn von Hofrath Dr. Wurm und Birkhahn von Redacteur Otto Grashey. Die anziehenden Schilderungen sind reichlich mit vorzüglichen Illustrationen geschmückt und die Kunstdruckvollbilder, deren im ganzen achtzehn dem Werke beigegeben werden, sind als wohlgelungen zu betrachten. Neueste Nachrichten. Negimentsinhaber-Jubiläum 3r. Majestät des Kaisers Franz Josef 1. (Original-Telegramme.) Wien, 9. Jänner. Wie verlautet, trifft die Officiersdeputation des preußischen Franz Garde-Grenadierregimentes nicht, wie ursprünglich in Aussicht genommen war, am 11. d. M. als dem Tage des 50jäh-rigen Inhabcrjubiläums Sr. Majestät des Kaisers von Oesterreich, sondern am 17. Jänner unter Führung des Regimentscommandeurs Schwarzloppen ein, um Sr. Majestät dem Kaiser die Glückwünsche des Regimentes und die Iubiläumsgabe zu überreichen. Bekanntlich endet am 17. Jänner die tiefe Hoftrauer. Berlin, 9. Jänner. Die Abendblätter melden, dass sich das 2. Franz Garde-Grcnadierregiment für den Iubiläumstag mit allem Eifer rüste. Die drei Fahnen des Regimentes werden die 1690 verliehenen Fahnen-bänder tragen. Außer diesen Fahnenvandern füyrt die Fahne des Füseliervataillons seit 28. Juni 1874 ein weißes, feidenes, goldgesticktes Fcchnenband mit der Inschrift: Carolina Augusta, Kaiserin von Deutschland welches weiland Kaiserin Augusta seinerzeit dem Regiment geschenkt hat. Einberufung des Neichsrathes. (Original'Telegramm.) Wien, 9. Jänner. Auf der Tagesordnung der Dienstag den 17. d. M. stattfindenden Sitzung des Abgeordnetenhauses befindet sich zunächst der Bericht des Legitimationsansschusses über die Wahlen der Abgeordneten: Türk, Heller, Maxera, Eichhorn, Hofer, Stadinsky, Kaizl, Radey und Hinterhuber; ferner die erste Lesung der Regierungsvorlage über das Recruten-contingent pro 1899; erste Lesung der Regierungsvorlage betreffs Verhängung des Ausnahmszustaudes über 33 Bezirke Galizieus; erste Lesung der Regierungsvorlage betreffs Einstellung der Geschwornengerichte für Iaslo, Neusandec und Taruow; erste Lefung des Antrages Türt und Genossen auf Versetzung des Iustizministers Ruder in den Antlagc-zustano; erste Lesung des Antrages Schönerer und Genossen über Versetzung des Ministerpräsidenten Grafen Thun, des früheren Handelsininisters Baern' reicher, des Handelsluiuisters Dipauli und des Iustiz-nlinlsters Ruber in den Antlagezustand; serner ein Bericht des Thicrseuchenausschusses über ein Gesetz betreffs Abwehr und Tilgung der Schweinepest; außerdem mehrere Berichte des Vudgetausschusses sowie die erste Lesung der Regierungsvorlage, enthaltend einen Gesetzentwurf betreffs Einführung einer staatlichen Verschleißabgabe auf Zucker; erste Lesung der Vorlage, enthaltend einen Gesetzentwurf betreffs Sicherung der Personen des Post- uud Telegraphcubetriebes gegen Folgen von Unfällen. Die Lage in Ungarn. (Oriainal'Telegramme.) Wien, 9. Jänner. Die «Neue Freie Presse» meldet aus Budapest: Banffy hatte im Ministerzimmer des Abgeorouetenhaufes eine längere Besprechuug mit Koloman Tisza und ließ hierauf den Grafen Julius Andrafsy zu sich bitten. An letzteren richtete Vanffy das Ersuchen, er möge Szilagyi und Esaky verständigen, dass der Ministerpräsident un Laufe des Nachmittags bereitstehe, die am Donnerstag begonnene Besprechung mit den leitenden Pulttitern der Dissidenten fortzusetzen. Budapest, 9. Jänner. Der Abg. Zeyk, welcher sich durch eme Bemerkung des Abg. Ralowsti beleidigt fühlte, sendete seine Zeugen. Wie verlautet, wulb ein Säbelduell vereinbart. Budapest, 9. Jänner. Das ungar. Telegr Corresp.-Bureau meldet: Die Pourparlers zwiW dem Ministerpräsidenten Banffy, den Ministern Luta^ und Fejervary einerseits, und Szilagyi, dem Graf" Csaky und dem Grafen Julius Andrassy anders^ haben heute begonnen. Die Revision des Processes Dreyfus. (Original-Telegramm e.) Paris, 9. Jänner. In der im «Echo b Paris» publicierten Erklärung Beaurepaires heißt ei m der Dreyfus - Affaire habe er dieselben MamW wahrgenommen, wie in der Panama-Affaire. DulH seine unerbittlichen Enthüllungen werde man endm den wahren Sachverhalt kennen lernen. Er werde d>l Unrichtigkeit der officiösen Note über den Zwischenf^ Barch morgen darlegen. Was immer geschehen möge, wel^ er die Sache der Gerechtigkeit vertheidigen und ^ Nichtigkeit des bevorstehenden Urtheils der Criming kammer des Cassationshofes beweisen. Er werde dil französifche Armee und deren Führer für die Unbilde^ welche sie fchweigend ertragen, rächen und ebensoweit wie im Jahre 1870 zugeben, dass das Vaterland in Gefaf sei. Reoisionsfreundlichen Blättern zufolge hätte ^ Untersuchung ergeben, dass Beaurepaire bedauerlich Leichtfertigkeit an den Tag gelegt habe. Barth, Vessel correctes Vorgehen cunstatiert worden sei, habe el klärt, er würde zurücktreten, falls der geringste M dacht auf ihm haften bliebe. Die energifche Haltllli Barths habe dann die Demission Beaurepaires herbf geführt. Wie verlautet, hätte Beaurepaire vom Iust^ minister verlangt, dass die vereinigten drei Kammes des Cassalionshofes mit der Rcvisionsaffaire betrat werden. Dieses Verlangen sei jedoch abgelehnt worde» Paris, 9. Jänner. Wie «Agence Havas» meldel, ist es unrichtig, dass Iustizminister Lebret es avgelehl" habe, eine Untersuchung über den Zwischenfall ÄalH Picquart einzuleiten. Der Minister habe dem erste" Präsidenten des Cassationshofes Mazau aufgefordert zwei Untcrfuchungen zu veranstalten, und zwar die el^ über den Zwischenfall Varth-Picquart und die and^ über verschiedene von QueSnay de Beaurepaire n^ getheilte Geschehnisse. Der Iustizminister behält s" vor, der Kammer von den Resultaten dieser Untel' suchungen und dem Zwischenfall, welcher den Mcktlll Quesnays oc Beaurepaire veranlasste, Mittheilung ^ machen. Paris, 10. Jänner. Senator Prevost lünt^ gleichfalls eine Interpellation bezüglich der Demissi^ Beaurcpaires an. In den Kammercouloirs verlaus der Ministerpräsident und der Iustizminister seien el»l' schlössen, das Vorgehen Beaurcpaires im Parlame^ schärfstens zu verurtheilen, da aus dem Berichte de< ersten Präsidenten Mazou klar hervorgehe, dass die M' würse Beaurepaires gegen Barthund den Präsidenten L^ unbegründet seien. Gegen letzteren erhob Beaurepai^ die Beschuldigung, er habe Äarth die AerichterstattBl über das Revisionsverfahren übertragen. GelegratNtne. Wien, 9. Jänner. (Orig.-Tel.) Dem «Neuen Wie^ Tagblatt, zufolge geht am 17. d. M. der zur ostasiatisch^ Expedition bestimmte Rammkreuzcr «Kaiserin Elisabeth' vom Centraltriegshascn ab. Zum Commandanten de» Schiffes wurde Linienschiffscapitän Bcck, bisherig Chef des Präfidialbureaus der Marinesection, ernaM Wien, 9. Jänner. (Orig.-Tel.) Die «Pol. Corr' meldet aus Cetinjc: Der dortige, gegenwärtig ^ urlaubte Miuisterresident Kuczynsti lehrt nicht meh auf feinen Posten zurück; er erhält den durch den ^ Mezeys erledigten Posten eines ijsterr. Gesandten ^ Rio de Janeiro. Wien, 10. Jänner. (Orig.-Tel') Die «Wie^ Zeitung» veroffeutlicht das kaiserliche Patent über ^ Einberufung des Reichsrathcs für den 17. d. M. Wien, 10. Jänner. (Orig.-Tel.) ^«Wiener Ztg' Der Finanzminister ernannte den provisorisch^ Secretär Dr. Rudolf Tho mann zum definitiv Secretär bei der Finanzprocuratur in Laibach. London, 9. Jänner. (Orig.«Tel.) Den «Tunes' wird aus Sevastopol unter dem 6. d. M. von ein^ Correspondenten, der zwei Monate hindurch ^? europäische Nusslaud bereiste, gemeldet, dass in ^ dortigen Schiffswerften mit fieberhafter Eile gearbel^ werde, dafs die Zahl der im October und Novells vorigen Jahres in das Heer und die Flotte ^ gereihten Mannschaften die Einreihungeu frühes Jahre weit übertreffe und dafs ferner Verstärkung truppen schuellstens nach dem fcruen Osten gesH sowie die Besatzungen au der russisch - türtW Kaulasus-Grenze kürzlich vermehrt worden seien. ______________________________57____________________________________________10. Jänner 1899. " Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Nutterwe, ^A«"."^' / «' '' «»eutenant, Stockerau. - F°b Imtt Z.« ' "' ^"' ^ ^ntenant. Pola. - Stowasser, Kl«^ >-'<.^' ^ ^lllm, Taucher. Herlina Gellis Klükl N'3'n<^"^' 5"")' Io^K'fl.^ Sopanschet Wa^ Fabmm Architekt. Wien. ^ Eisler, Mm., Me Tri^ ^'/ ?uchh°lter, Domschale. - Patteron. Spitz K Am" N ulradl^^"^^'^"'^ '' ^0«»", CM. - Schmidek °^ Km VN,. «^ ^'^"' ^l'"' Innsbruck. - Sprinnl e« ltanizsa ^ ^°"'"' ^"'" Vozen, - Lengyel, Kfm./Grok< )i>-----------------__________________ H Verstorbene. d« Iiegelsr^i«?^"^ I?l°b Magister, Arbeiter, 74 I.. ^ Än. 7 ,^.' I"' Siechenhause. ^ Marasnms. ^°"""' Elisabeth Gregorm, Inwohnerin, »0I, ),l «, . Im Civilspitale. 5 Marasmus. ' ^arianna Frantar. Bedienerin, ?? I., l Volkswirtschaftliches. "" ^ ichien!"^^^e5m?t"a^ >" ^em he.tiaen Markte si»d er< ll "nd b Wagen ^? H^ " ' ^" '"" ^'" ""^ ^"^ ^l —,___ Durchschnitts.Preise. ^ MarwPrci« Wlarlt-P^i?" i i^rn ^'^^ w50 1080 Butter pr. Kilo. . ^M — p On ste ' 8 - 8 70 Eicr pr. Stück . . - Z! — »l hasrr ^ 7 60 7- Milch pr. Liter . . - U .!-. !I> ^albsruch, . «.50 650 Rindfleisch pr. Kilo 64------- ., Heiden . ^'----------- Kalbfleisch . _ 60 - - , Hirse . »50 6K0 Schweinefleisch . — 56 — — " Kukuruz . 9 — ? .- Schöpsenfleisch . __!g6 — — h' Erdäpfel » ^^ ^^ bähnbel pr, Stllck — 50—!— ^ ""W Hcltoliter 13""^ 3°"beu . -'lU > . Erbsen ."" l2-------__ yeu pr. ------------ it- Speck. sH"'"ö' 70 ^ ^_ weiches, . 5------------ i -buchen. -68-,I^iß^^ Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306-2 m. ß ^Z VZ« ! N - «. , ! «nstcht I35Z ' ^IA7N7""^7'F^^^"O"M.1nH " ^ ^ ^b.^?37^5^2^b^ S. schwach > Regen______ 10. l 7 U. Mg. j 7Ä6-9 j 1-6 > S. schwach j' Nebel j 2'4' Das TageSmittel der gestrigen Temperatur 2-9«, Nor« male -27«. Verantwortlicher Redacteur: Anton Funtek. 2U. äsw Uyllty vißllgw^ äsn Itt. 58.UU6I' ill ^ ä«3 I^ll.ibllod«!' Lio^olß(!1ud8 unä äsr Nli3ili- ^ jl^kiis äs» k. u. ^. Iul3,iit6riv I^ß^imyuw Xr. 27 s ltll»t^It«t uuä 2U ^vicüßN ^11s ?. L. Nit- § ^iisasr, I'rsuuäß uuä üöuusr äs» Vßlßius» ^ uöüioust ßiu^sitlävu »iuä. ^70) ^ Lezllllllese tinlallllngen «esllen nielit Luzgegellen. ! Eintritt kür äio kvrnan 50 kr., kkmiliouickrtsu < lür üroi kurgonou ll. 1'—. ^ _____________________________________ !< V?e»0ll plöti1lo!»«r H.drol»e i«t eine dMtxs, l»r»lrtl,olio (59) 3-3 begteliknä 2U8 x^ei wimmern, Kammci- un^ lloliiießs, It8u»«r«tr»»»e 20, II. Stoolr, »okort in vor^odon. für Ligal-otton- unä l'foifonrauolivr ^K^ ) 18t äg.8 b68t6 uuä A68UUä68t6 L.HU0ti6I1 ^M^^^^l (4087) uol^äin^t äas mit 13—8 XV ^?M v^^ ^ 8ol,utlMÄl-k6. vV^ la?^ ^^v^ « ^'" kleine» Paket ^enüsst, UIN 5 ln3 V>'W^^^^> ^ kakste kleidn, oäer 2 di» ^,^M M^W ^ k»k6t6 cüß^letten.IabHk, nokl- /i V M^iÄ^^FH ^ unci 6er 6e»un6tieit LUtrkßlieli V ^.v /BMI «»^i, ^^^H Droßueris in I^ikaek. I^iil kleine» ?aket 10 kr., ein ßroLe» 30 kr., 12 kleine oäer 4 ^roLe ?»kete sranco p«r ^Holing,!nn6 N. 1 26. Wilhelms stüssige Einreibung i lais. li)lü>,l. priuilegi^rt 1871. Preijc". 1 Plützerl 1 ft.. 6 Pltttz.rl 5 ft., t2 Plützerl ft ft. sranco jeder Poststatiou in Vesterreich'Ungarn. Wilhelms tais. tünistl. prili. «Vassurin» ist ein Mittel, dessen Wirksamkeit a»f wissenschaftlichen Untersuchungen nnd > praktischen Erfahrungen dl'rllht und wird ansschlleßlich in der ^Apotheke des Franz WilheIni in Neuntirchen erzeugt. Als Einrcil'ung angewendet, wirlt es heilsam, beruhigend, schmerzstillend und besänftigend bei Nervenleiden sowie bei Schmerzen in den Muslein, Miedern und Knochen, Von Aerzten wird dasselbe gegen diese Zustände, ins« besondere wenn dieselben nach starken Anstrengungen auf Märschen oder bei veralteten Leiden auftreten, angewendet; deshalb wird es auch von Touristen, Forstleuten, Gärtnern, Turnern und Nadfahrern mit bestem Erfolge gebraucht. (3813) 9—4 Vesuchen °m "H^'"""* «on den üblichen 'l "" einem Stern ^^'^sgclauft haben. Die 4 "°n Namen?, und Z?"."'" ^en sich auch und Geburtstags. Gratulationen ^ b'" Dr. Josef Kosler n^^«.^ "lb«t ä^ d^^"^°' °^" llellikopsieiäen un6 ^,, ,7^^^te. ^er «ein ^mz. ^ «MW ! WM WM WM Me« 8 3 2H vi0snik6 pwöll^. (4393) 10-5 2 3 ^sla6n6 ure raxun N6^kl^ in praxnikov V8kk äan oä ö. äo 8 ^ 12. uro äopo1ä».u in oä 3. Ho s. urs popoläa.». s< < ?0ö!.N68a liranilmönkFÄ uraäa st. 828.406. lelelon Zt. 57. ^ (81) L. 438/98 , 5. l X» xnkl6van^6 I<>«nc6ta Viälik ix Ns^un^, xaslupanSjl» po 8- ^- ^l'. no-l»rM V«ks)Vt>^u v (^irknioi, ßlS^ätra-^l.^c^r !Vl»r^i 1»»tN682 xeml^gü» v!o2. äl. 31 clavö. obiiine lir«m6n«H uveäsno äraidsnu p08top»^6 »6 ^'6 u^tavilo. lÜ. llr. o^s^n» 8o6n!^a v Oirknioi, oclä. II. 6n^ 29. ^«mks2 1«g« (95) L 255/98 14. Verstcigerunas-Edict. Auf Betreiben des Peter Majbic aus Malmsburg. vertreten dmch Dr. Albin Suyer in Laibach. findet am 28. Jänner 1899, vormittags 9 Uhr, im Hause des Herrn Ludwig Hevar in Neudmf, die Verslei. gerung der Liegenschaften ltlnl. Z. 14ii, 123, 124, 139, 119, 143. 120, 1l4, 11b, 116. 117, 129, 121 acl Neudorf, 68. 70, 82, 83 ad Großberg, 41 »6 Wolfsbach. 53 uä Runarffo, statt. Die zur Versteigerung gelangenden Liegenschaften sind auf 7369 fl. 99 tr. bewertet. Das geringste Gebot beträgt 4913 fl 32 tr,, unter diesem Betrage findet ein Verkauf nicht statt. Die Versteigerungsbedi'gnngen und die auf die Liegenschaften sich beziehenden Urkunden (Grundbuchs-, Hypotheken-autzug, Cctasern auf 6ie?iem We^e im ^amen äer ^n8l,alt äer tiesßelülilte^te vaulc ?um ^.«3-äruc!lce ^slirHellt vsirä. 1 Duchfiilsrung z > > und Comptoirfächer lehrt mündlich und > W brieflich gegen Monatsra^n W W tt»n«i«>8 l.enslN8titllt ^lll^enztern, W W ^a^llvliurg, ^3k,ad88ts'll83« 37. > W Prospecte n, Probcbriefe gratis n. frei. W ^»>»W Hohes Gehalt. >»»» dei (131) 7—1 am /^lten «arlct« Xr. 2l. Laibacher Zeitung Nr. 7. 58 10. Jänner IS99. - Course an der Wiener Börse vom 9. Jänner 1899. «««dem °sficeuen C°«rsblatte »eld Va« Staats-Anlehen. ^ Einheitliche Nente in Noten .»,.,.„ „ Ver,. Mai^iovember . , . l01 50 10l 70 in «ote» verz. Februar-Auilust !". ^"^ ^ ..Silber ueiz, Iä»,!e!-,>»!l "140 101 «<> ......«pnl^l^er 1«"0lNiU(, l«54er 4°/. Staaleiulc 2^.0 fl. l«u — 17 l- l8«oerb°/<. .. aanze 50» ft. "^b "'2-' l8«0er 5"/„ „ Fünftel 100 st. ^59 5(> löo ,7 t8«4er Etaatslose . . 10« ft. ^»4 — l»k bt«. .. . . 50 fl. l94-l95 — >»/. Dom,.Pfa»dbr, i» 120 fl. "9 2z ibu »b »»/„ vestcrr, Voldrentr. steuerfre« '^ lb 120 3z 40/» dto. Reute in ttrone»wälil., steuerfrei für 200 Kronen Noin. !"<'-" lO2 2U dto. dw, per Ultimo . . ^^ - 102 »0 >>/,°>„ «sterr. I»ucsliliu»s'Nent« <«r » Kronen «om, . . »O'"b W'25 ElsenbahN'Ttaalsschulbvn» schreibuuge». «llfabethbllhn in G., steuerfrei ,,«,..,,,««« (div. St,), für 100 st, E, 4°/, li» <0 ll» 60 »ranz ° Josef-Vahn l» Silber .^,.„ (div, St.) f. 100 fl, «om. 5>/.°/, l». - !2? <« lllldolfsbahii 4"/„ in flconeiün. ^uerf.(d.v.St.,für200Kr. ^,^ ^,^ Vorarlbergbahn 4°/, i. Kionenw- fteuerf., 40U u. 200» Kr. l. _« .. ,«»... Zu VtaatSschuldverfchrellmn« genabgestcmp.Eiseilb.'Actlen. Vlijablllibal,!! Lu« ss, CM, ^^//^ t«i, 20 st, 0, W, pr, Eiück . Lüs'-»5?'— dto. Linz-Äubwel« 20U fl. ö. W. 5V//.1........ »34 lz»»^^!, bto. Salzb,-T V»l.°«arl.Ludw.'V, 20(»fl. LM. »l0 «0 2ll ö« l «eld Na« ! vo« «taate zur Zohlnnz übernommen« Eisenb.'Pllor.» Obligationen. Clisawlibal,» 600 u. 3000 Vl. ....,.,. ,^ 4'/, ab IN"/, «, Vt. . . . "< '" "l> l0 Vlisabetdbllh», r., 4"/„, steuerfrei fürLOoznuilenÄlonl, 9?» 9S i^ 4"/„ bto, oto, per Ultimo , . 9?>»5 S» ^ dtoSt.E, Ä!,WoId>0!'Il,,4>///o 6ä'50 88-70 dto. dto. Silber 10N fl,, 4'/,"/, li« S0 l20S0 dto, EtaatZ-Oblig. (Uu„, l)s!b.) U, I. 1876. L«/« . . . . . l2l«0ll!2 . dto.4 4»/, lioatifche und flavonlsch« . »''— ^- Andere üssentl. Anlehen. D°lmu.3ie«..Luse z°/„. . . . )«»2b i3N25 dt«. .«nlrllie 187» . . l0»'- lN9 — Nnlehe» der Stab! Gürz . . 1l2' - —'— «lnlehen d. Stadls,«Ml ii!be Wien »04 25 W2'25 Anleuen b. Stadtgeuieinbe Wle» (Silbei oder Gold) . . . . iza zu l»7 50 Piäliliri! Äul. d. Vtadtgm, Men l?b ^b 17»! 25 Uerjrtxlu^luleh«», verloeb. »°/, ,,00 50 101 25 <»<, «t»i»« ««n« »nl»h» .! 9» «5 Wüb «elb Ware Pfandbrief» (ftk 100 ,l.). Bodcr. llllg,0st.«n»oI,verl.4»/t 9l»30 99 ?c bto. Präm.'Schlbv. »"/<>, I. Vm. 120— 12a 50 bto, bto. »n/n, II.Gm, 117 25 1^-— N -österr, La»bes-Hyft.'«nst. 4°/, 99 80 100 6» Oest,u»8, Vanl verl. 4«/„ . . ino-io «01 I« dtll. dto. 50jähr. „ 4°/„ . . 100-10 101 10 Lparcasfe, 1. üst., »0 I, b>/,°/, vl. lOüio —-— Prioritäls-Gbligationen (jür 100 fl.). Ferdinand« Nmbbllhn «km. 1836 100-45 101 4k> Oestcrr, Nurdweftd^lj» . . . 109 »,»1!0 7^> Ztnalsbllyn8"/„KFic«,500p.St, »20—> —-— Lüdbal,» 3"/„ ll ssrc«. 50« p. St. 18t, »k lUILb dto, 5"/„K l»N0fl, p, 10«fl. I»!«-—lilü k« Uüg,-naliz, Vnhn..... 106-3» 109-»? V/2 Untcrlraluer Bahnen . . 99 50 100 — Dank'Altien (per Stück). «„«lowest, Vanl 200 fl. SO«/, «. tk»'75 ,54 2', BanIUsiein, Wiener, 100 fl, . «bb 50 266 — Vudcr, A»st,,Oell,,20Nfl,2,40"/2 ^«9 — 4?2- . «irdt,.U»st. s. Hand. u, G. 1<>0 st. ^'^ — — dto. blo. per Ultimo Septbr. 358'?ü 858 2b Creditbanl,M„, ung., 200fl. . 389 — 29!)— Deposüeülianl, Alll,,, 300 fl . 221 50 22!i-5« ltöcompteGef,, «dröst,, 500 fl. T^»-— ?4ö- uu'uCasseiw., Wiener, 200 fl. 2c>8- z«0- Hupothelb.. Oest., L00 fl. 25°/,, ». 82— 82 — öänberbaiil, Oest., 20U fl. . . »38-?ü »33 2> Ocsleri, ungar, Vanl, 600 fl. . 941 — »45 - Uinunhanl ^iOO fl..... »9t 50 »8b'5!< «nllhcibanl. «ll,., U« «l. . ji" «» l?» °0 »eld war« Actien no!, Transport« Anlernehmungen (per Stück). «lussi^Tepl. Eiienb, 30« fl . '"0 lNiv- Vöhm, Norbb.,!),! 150 fl, . . "?'-- »49 - UüschÜelMder Eis. 500 fl. CM, '765 l?75 dto. bto. (lit. N) 200 fl, 6<- — «47 5» Douau < Dampfschiffahrt« - «ef., vesterr., 500 fl. ss!i'Eisenb,. Gesellschaft 2«, fl. E. . . »»5 50 »»« 50 Ll°»id, Oest,, Trieft, 500 fl, CM, ?5 SN 25 Lüdnordb, Verb,»«. 200 fl. «M. »08 50 209 2° tramwa», G«>s.,Wr..1?0fl.e.W. — — - — dto. Tm. 1»«7. 200 sl. . . 528 — 5UN'-Tramwllü'Ges., Neue Wr,, Pri». ritäts Atticn l<»<> fl. . . . l2K'50 l»?-— Unn -aaliz, Eisenb, 200fl. Silbe, »14 40 214-8U Ung-Westb.(Rllllb>Graz)20afl.O. »12 90 »12 90 Wener Ü«lllbllhnen> «ct.»««s. — — — — zndustrit'Actien (per Stück). «auges., «llg. üst.. 100 fl. . . "3-50 l!4 Ü0 «Uvbier Eisen- und Ltahl'Ind. in Wien 100 fl..... 93— 95'- Gisenblllinw.'Leihg., «krste, «0 fl. 138 S5 I»8 75 „Elbemühl", Papierf. u. «..«. vi-— «» L5 Ülesinger Brauerei l00 fl. , . 167 7b 168 v.'< Montan Äesellich,, Oest,-alpine l94—l94k><1 Plager «ilen-Inb,'Ges, 200 fl. S^O — 941 50 valgo-Tarj, Steinloblen 60 fl. 613 — 6«n - „Schl»«lmübl", Papierf. l«oofl. »>?ü — 208 — ,M«»»»«>, »apierf. ». ».<. iui ?5 i6» «ö rrlfllller Kohle»w.'Ves. 70 sl. l??-^ ! Wassenf..V.Oest,inWien.10Nfl. ^l-"' ^ Waggon.2elhanst.,Nllg,, inPest, I Wr, Ballgesellschaft 100 f'i. ' ' ,«?-- <»> Wlenerberger Zie«ei-«ctien.««l. ,?«-- «?< giverse Los« (per Stück). VnbapestBasilica (Tomban) . 670 ', , Vrebitlose 100 fl...... l9?'?!> l»« , lllary-Lose 40 fl. CM. . . . eo?5 ^ ^ 4"/„Donlll!>Vampfsch. i0Osl,CM. l?N'— >^ Ofener Lose 4« fl..... «4— « Pniffl, Uose w fl, CM, . . . ^-^ « NotyenKreuz. Oest.Ges,»»,, I0fl, »o— "^ öiothen Kreuz, U,m, Oes, >. 5fl. il»b ll». Pari« ........ 4? 8i ^, bt> Petersburg .... —— -^ Dalulen. vncaten........ h?l ^ 2»-Francs°Slücke ..... ubL, ^ Deutsche Nilctisbanrnoten . . »8öb ", Itallenüäie Baiitiloten ... 44»» ". V«pltl.«ul>tl . . . ^ . ^ ! 27.^>"