LmbacherHZeitung. Nr. 152. Plänuniriationsptei«: Im llomptoii gan^j. fl. 11, hnlbj. fl. s..s><». ssilr die Zustellung ins Hau« h»lbj.5«lr. Mil dcrPost ganzl.ft. 1.',, h>'>»j.fl. v.bl». Samstxg, «. Juli Inselti oni^eöilhr di« 10 Zellcn: 1m«lsi0lr., lm. «0 ll., Am. l ft.; lt. 1867. Amtlicher Theil. 3c. k. k. Apostolische Majcstät haben nachstehendes Allerhöchstes Handschreiben allcrguädigst zu erlassen geruht: . Iudcni Ich den Fcldzcngmeister Joseph Frcihcrrn v. Sokcevic ans scine Bitte von der Stelle alö Va-nus, Oberster Capitän, Gonucrncnr in Croaticn nnd Slavonien, commandircndcr General in Agram, Gon-vcrneur von Finmc nnd Obcrvräsidcnt der Äanaltafcl zu Agram, unter gleichzeitiger Versetzung in den Disvoni-vllltatsstand, in Gnaden enthebe, verleihe Ich demselben m Ancrtcnnnng seiner treuen Dicnstlcistnng das Groß kreuz Meines Leopold-Ordens mit Nachsicht der Taxen. l> ^ >>ch "'ncnuc den disponiblen Feldmarschalllieutcuaut .udwlg Frcihcrrn v. Gablcuz znul eommaudircndcn General zn Agram. Wien, am 27. Juni 1807. /rani Il'srj'h in. ^i. .... Sc- k- t. Apostolische Majestät haben mit Aller-Yuch,tcr Entschlicßnnq vom 2<1. Juni d. I. die Wahl M>' ,/"°^^ ^^ durchlauchtigsten Ncrrn Erzherzogs "unecht zum inländischen Ehrenmitglied«: der kaiserlichen gernlit"^ ' ^Wschaftcn allcrgnädigst zn gcuchmigcu ,.,. Sc. l. k. Apostolische Majestät haben mit Allcr-MM- Entschließnng vom 29. Juni d. I. die Wahl des Vlccadnurals Frcihcrrn v. Wüllcrstorf-Urbair zutll inländischen Ehrenmitglied«: nnd dcö Professors Dr- Anton Schröttcr zum Gcncralseeretär der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften allcrgnüdigst zu genehmigen und zu wirklichen Mitgliedern der Akademie, ^'.st^', ^^ philosophisch-historische Classe den ^nstoS des Muuz- nud Antitenaidincts Dr. Ednard Mclycn'n v. Sackcn nnd den Profcssor dcr Uniuersal-gc,chlchte an dcr Uniuersität zn Prag, Dr. Konstantin l^s /->!'' c!"' ^"-' "mthcmatisch.natnrwisscnschaftliche ^n,,c dcn Profcssor dcr dcscriptivcu Anatomie an der medu-ilnsch-chirurgischcn Ioscphs-Akndcmic in Wien, Dr. «ar ^angcr, dcn Profcssor der Geologie an der Unwcchtat ln Wien Eduard Sneß und dcn Professor dn- Phyuk an dcr Universität in Wicn, Dr Victor .,' ^""g zu ernennen, ferner die von dcr Atadcmic gc- feuc Wahl des Professors der deutscheu Sprache uud ^""/'r an der Universität in Graz, Dr. Karl To- ^' n ^ '^^"l'ss"" der allgemeinen Geschichte an zu Innsbruck, Dr. Alfons Hnber, d s.l^ <^ ^" ^ deutschen Sprache uud ^iterali.r cbcu- la is^..?il's^^" fingerte, des Professors dcr clas„,chcn Ph.lolog.e an der Universität in Prag Johann »Kwiiala, des auftcrordentlichen Professors dcr Reichs-! und Rcchtsgcschichtc an dcr Universität in Wicn nnd ^ Coneipistcn des geheimen Hans-, Hof- und Staats-! archives, Dr. I. A. Tomaschct zn eorrcspondircn-^ dcn inländischen Mitgliedern dcr philosophisch-historischen ^ Classc, dann jene des Priualdocentcn dcr Physik an dcr ^ Universität in Wicn Joseph Voschmidt, des pcnsio-! nirtcn Obcrlandesgcrichtsrathcs Dr. Augnst Ncilrcsch, des Professors dcr Physik an dcr Universität in Prag, Dr. Ernst Mach, des Professors dcr Zoologie an der Universität in Wien, Dr. Ludwig Schma'rda, dcS Custosadjuuctcu am zoologischen Hofeabiuctc, Dr. Franz Stciudachncr, nnd des Adjnuetcn au dcr Sternwarte in Wien, Dr. Edmund Weiß, zu corrcfpondircu-dcu inländischen Mitgliedern dcr mathematisch. natnr-wisscuschaftlichcn Elassc allcrgnädigst zn gcnchmigcn gcrnht. Nichtaintlicher Theil. , Laibach, 5. Juli. Die französischen Kaminervcrhandlun -gen werden von dem . Col-respondeuten der „Augsb. All«. Ztg." in gewohnt geistreicher Weise als das Ergebniß cincr Iutrignc der sogenannten Ticrspartci bezeichnet, nämlich der Dcccmbristcn, welchen vor der Znkuust graut, und dcr wenigen Demokraten, welche die Zuluuft ihres Ehrgeizes im Impcrialiemns suchen, weil stc an die Möglichkeit seiner Vcrsöhnnng mit dcr Freiheit glanbcn wollen. Sic habcn im Vcginn dcr allge. mciucu Budgetdebatte Hcrrn ^atour Dnmoulin voran-gcschickt, nm einerseits dem itaiscr ihren Hof zu »nachcn, andererseits dcr Macht dcr Herren Ronhcr und ^aualcttc offenen Krieg zn erklären. Allerdings ist mau seit dem Rücktritt des Hcrru Drouyn dc ^huys berechtigt, vou „ciucr Politik dcr Minister" zu sprcchcu, welche ebenso persönlich in dcr vereinigten Persönlichkeit dcr Herren Rouhcr und Lavalettc, wclchc drei Miuistcrportcfcuillcs besitzen, ebenso verkörpert ist, als man in dcr Tuilcricn-politik dcu Gcdaukcu odcr die Eiufällc dcs Kaisers slcts zu sucheu nud scltcu zn finden hat. Herr Vatonr Dn-monlin beansprucht fiir die Persönliche Politik des Kaisers: das Schreiben desselben an Hcrrn Dronyn dc lchuys über die deutsche Frage und dcn 1!». Jänner. Nach seiner Behauptung verfälschten jene zwei Minister, wclchc eine Zeit lang auch das Portcfcuillc dcs Aeußcrn besaßen, die Politik dcs Kaisers, indem sic jenem Schrcibcu das Eircular dcs Marquis dc Vavalettc snbstitnirtcn, wclchcs, sowie ähnliche Reden dcS Hcrrn Ronher, dnrch das Hiilitärgcsctz, dnrch dcn ^n^cmbnrgcr Allarm, durch allc diplomatischen Knndgebnngen dcs Marquis dc Mon-stier deiucntirt wird. Sic verfälschten dieselbe, indem sie nach dem 1!>. Jänner, welcher ohne sic nnd gcgcn sic eintrat, ihre Entlassmigsgcsuchc zurückzogen, nm den Kaiser ans dieser abschüssigen Bahn aufzuhalten. So kam Frankreich dahin, gar keine Politik mehr zu haben, weder eine äußere noch eine innere. Obschon dcr Kaiser allein verantwortlich ist, soll Herr Ronhcr dafür verantwortlich gemacht werden, da er die Macht eines Conseil» Präsidenten, eines Premierministers, bei dem nnd unter dessen Borsitz dcr Ministcrrath hänfig abgehalten wird, nnd welcher seit dcr Krankheit des Kaisers ganz nnd gar die Seele dcr Regierung wurde, sich anzueignen wnßtc. Planlosigkeit odcr Resignation im Acnßern, kraftlose Zweideutigkeit im Innern, dabei Bcrmchrung dcr Kricgsansgabcn bis auf nahezu M.) Mill. Free., wclchc im nächsten Jahre znvcrlässig nicht mehr genügen werden, Vermehrung der schwebenden Schnld, alles eingerechnet bis ans 1414 Mill. Frcs., Bcrmchning dcs Militärdienstes, Abnahme dcs finanziellen, commcrcicllcn, politischen Vertrauens, peinliche Geschnflsstocknng inmitten cincr crgcbnißloscn, aber spcctatclrcichcn Ansstel-lnng. Der . Correspondent paraUclisirt den Einfluß dcs Herrn Rouher mit jenem Gui zot's, der noch im Herbste 1^47 ans seine Kammcrmehrhcit pochte, glaubt aber doch schließlich, daß Hcrr Nmcher mir eine persönliche Rolle spielt, welcher dcr Kaiser jedcn Augenblick ein Ende machen kann. Ohuehiu wird diesem letzteren die Absicht einer persönlichen Enqn''tc über die Stiiu-ninn'g nnd die Mcinnngen im Lande zugeschrieben, uud fällt das Ergebniß im Sinne dcr Tierspartci aus, so habcn wir cincn Ministcrwcchscl zu erwarten, welcher das Schreiben an Hcrrn Dronyn dc Vhuys über die deutsche Frage zum Ausgangspunkte haben wird. Damit stimmt anch die Verbitterung übereil», welche in dcn Bc;ichnnn.cn zn Prcnßcn hervortritt und von letzteren, in vollem Maße erwidert wird. Für Oesterreichs Beziehungen zn Frankreich kaun diese Wendung jedoch uur vorthcilhaft smi. 15. Sitzung des Abgeoldnetcnhansls am Z. Juli. (Schluß.) Iu dcr hcutigcu Sitzung beantwortete Se. Excellenz Finllnzmiuistcr Freiherr v, Bcckc die in der N. Sizzling dcs Abgeordnetenhauses vom 21. Iuui d. I. von dem Abg. Kardasch und Genossen eingebrachte Interpellation, bctrcsfcnd dcn Umban dcr ^inz-Budwciser Pferdebahn in ciuc ^oeomoüvbahn. Die Regierung werde die Verhandlungen mit aller Energie fortsetzen, hiczu die Vertreter dcr betreffenden Eiscnbahligcscllschaften, sowie nnbcfangcnc außerhalb dcr burcaulratischcu Krcisc stehende Experten nnd Vertrauensmänner znzichcn und die definitive Entscheidung von dcr verfassungsmäßigen Behandlung dcr Angclegcnhcit abhängig machcn. Ein Tag iu ttdinc. wos s'^" Thcilnchmcr dcr Sängcrfahrt nach Görz, ^ wm >; l""^'," '""' l^^cn Mittwochs-Nnmmcr so an- b^'^ geschildert wurde, warc.i dem Gros dcs ^ai- beniUten 7/^Ä<" "s Quarlicrlnachcr vorangccilt nnd niantitt e ^ ^""ch" z„ cincm llcincn Ritt ins ro- so kann er n.« ^'"'' ^"'u ^'""' "nc Rcisc macht, aun n d... 7tt/^l"'' und trifft er anf einen Ve- 7er mn .i^^ ^'^'" " "'s weiß sieht, so Att^. ^'. ^ "I Gcfahr, seine Reise-Erlebnisse den D s w/, "^'"''.gcn .csewelt preisgegeben zn sehen. T urift? °"^ "l'ch das Schicksal Eines nuslrcr ^ 5 "' '"'d d'eseni Umstände verdanken iiachstel^ndc geilen ihr ephemeres Dasein von A Mj Iahrcn in Udinc uud Mitglied dcs dortigen Mnnicipalrathcs, gastfreundliche Aufnahme, während dcr dritte sich in dem Hotel d'Italia einquartierte, welches wea,cn seiner gutcn Vcttcn, scincr Sauberkeit und seiner Billigkeit bestens empfohlen zu werden vcrdieut. Dcr ciuiägigc Aufenthalt kostete nicht mchr als 3'/« Francs, und dcr Oasthof ist mit allem Comfort versehen, wozn mau ins« bcsoudcrc dcu großen Salon zählen kann. in welchen allc Appartfmcuts mimdcn und dcr dic beste Gelegenheit sich zu treffen und zu con verstreu bietet. Der erste Eindruck Udinc'ö ist dcr unvermeidlich düstere cincr ringsum durch Thore geschlossenen Stadt. ^ Nur das Einfnhrtsthor mi^ seinem Gitter, dnrch wclchcs! das Grün von Parkanlagen schimmert, macht ciucn an-, genehmen Eindruck. Die Stadt bietet dcn gewöhnlichen ^ Anblick dcr italienischen Städte, wic er schon oft grschil-,' dcrt worden ist, schmale Gassen, verdüstert durch die Säulenhallen zu beiden Sciteu, freilich cine unschätzbare Zuflucht bei schlechtem Wetter, viele und geräumige Plätze, denen mm dcr große Verkehr fehlt, dcr sie vielleicht zu den Zci-tcn dcr Städtcrcpublikcn bclcbtc, alte vcrfallcne Paläste uud stattliche öffentliche Gebäude, uutcr dcncn sich immer das Stadthaus anszcichnct. Unsere Reisende verloren leinen Augenblick, dic Mcrkwürdiqkcitcn Udinc's in Augenschein zu nehmen, nnd ihr erster Weg war znm Mu u ic iftalgcbä udc, wclchcs in manrischcm Rnndbogcnstyl erbaut ist nnd dessen vorderer Theil anf IC» bis 20 Säulen rnht. Äcmcl' lcnswcrth ist dcr große, eigens für öffentliche Versamm-lnngcn wclch' imnicr Art s,>''!!li'!»>) bestimmte Saal, dcsscn Thorc wic die eines Fricdcnstcmpcls immer offcn stehen. Gcmäldc ans dcr Geschichte Udinc's sowie anch biblischen Inhalts zieren ihn. Außerdem zeigt man cinc Waffcnsammlnna,, in welcher nnscrcii Reisrndcn cinc Art 2'/, Klftr. lanqcr, daher wohl fiir cinc mittelalterliche Grcnndicrcompagnic bestimmter Spieße und Hellebarden auffielen. Was man nicht zeigt, ist das --städtische Deficit von 2(D.0l0 Lire. Der nächste Besuch galt dem Schulgcbäudc, wclchcs Normalschulc. Gymnasium und cinc höhcrc technische ^ehlllnstalt l<5!l"»!<' '"N"") cuthalt, Dicscs letztere wiid von dcr Commune erhalten und verwaltet, und an der Spitze dcs Vcrwaltnnczsansschussts steht unser in lldinc naturalisirtcr ^andsmann Herr ^., welcher nnscrcn Hteiscndcn als Führer diente. Dcn kriegerischen Anstrich dcs Bandes, Welches seinen König seinen ersten Soldaten nannte, zeigen selbst die Jünger der Musen. Die Nor-mnlschülcr tragcn die, viclcn Vnibachcrn aus dcn Grfan-gcnentransportcn dcs letzten Fcldzngco gewiß noch gut erinnerliche romanlisch-abenteuerliche Tracht der Bcrsa-glicri mit dcm Fcdcrhnt iind dcr lcichtcn Jacke, das Gymuasium trägt dic Mütze der Natioualgardc, wclchr, beiläufig gesagt, in dcr Stärke vou ungefähr 12<.»0 Mann dcn Sicherheitsdienst versieht und dic Hauptwachc innc« hat. Das Philisterthnm Udiuc'S kann sich in diese neue constitutioucllc Errungcnschaft noch nicht rccht hinein- 1014 In der Debatte übcr das Gesetz betreffend die Entsendung einer Deputation des Rcichsrathcs zur Verhandlung mit dcm ungarischen Reichstage ergreift nach dcm Abg. v. Plencr Alig. Dr. Rech bau er das Wort. Man wolle unter dcm Vorwande der Ockonomie dcs Gesetzes die wichtigsten Bestiuunnngcn demselben climinircn. Mein es handelt sich im vorliegenden Falle um etwas anderes. Er begrüße den vorliegenden Gesetzentwurf als den ersten praktischen Schritt zur Lösung der Verfassnngsfrage. Vom ungarischen Landtage sei bereits der Beschluß zur Entsendung einer Deputation unter der Voraussetzung gefaßt worden, daß von der diesseitigen Reichsvcrtrctung die Grundsätze der Parität nnd der gemeinsamen Vc-handlnng der Delegationen werden anerkannt werden.! Wolle man daher mit dem ungarischen Reichstage dnrch eine Deputation in Verhandlung treten, so müsse manj sich klar werden, unter welchen Bedingungen man dies! wolle. Wer den Ausgleich wolle, müsse auch dic Bedingungen dazn wollen. In dcm vorliegenden Gesetze seien eben die Bedingungen mit aufgenommen, es wird erklärt, daß die Entsendung einer Deputation unter principieller Ancrken-nnng der Parität und der darauf basirtcn Delegationen nothwendig geworden sei. Er nehme leinen Anstand hier zu erklären, daß er mit vollem Bewußtsein den Kreis der gemeinsamen Angelegenheiten anerkenne, wie er im ungarischen Gesctzartikcl ausgesprochen sei. (Oho, links.) Der im Gesetze vorkommende Ausdrnck „Anerkennung der Delegationen" sei etwas mehr als formell, cS sei eine principielle Anerkennung, durch die der Modus, in dem für die Zntnnft verhandelt werden soll, bestimmt wird. Die Lösnng dcr Vcrfafsungsfrage sei bisher in verschiedener Weise immer vergeblich versucht worden, nnn> mehr betrete die Regierung den Weg dcr Anerkennung dcs Rechtes hier und dort, uud eine solche Anerkennung müsse daher auch vom Hause principiell ausgesprochen werden. Unsere Verfassung werde dadurch nicht altcrirt, sie bleibt intact für die nicht ungarischen Länder, nur ihre territoriale Vcgrcnznng wird eine andere. — ES werde auch durch die Auuahme dcr gestellten Bedingungen den Interessen der diesseitigen Länder nicht nahe getreten. An dcr diesseitigen Vertretung wäre es seiner» zeit gelegen gewesen, Bedingnngen zu stellen. Man that es nicht, man war Jahre lang beisammen und that nichts weiter, als das Fcbruarpatent als ein »uli m<> t!i!,L','l'e hinzustellen. (Bravo, rechts.) Es könne sich also jetzt nur darum handeln, ob die gestellten Vcdin-gungcn annehmbar seien, nnd dies sind sie, da die Interessen und Rechte dcr Länder diesseits der Lcitha gewahrt bleiben. Ohne Deputation werde man zum Ausgleich nicht kommen, znr Deputation komme man aber nicht ohne Anerkennung der Bedingungen der Parität und dcs Principes dcr Delegationen. Zum Ausgleich könne man daher nicht kommen, wenn man diese wichtigen Bestimmungen aus dcm Gesetze auslassen wolle; dieselben seien etwas mehr als for» melier Natur, bei ihncu haudlc es sich um höhere Interessen, als um ciuc sogenannte Gcsctzcsökonomic. Abg. Dr. Hanisch erklärt, dnrch dic Auscinan-dersctznngcn des unmittelbar vorhergehenden Redners veranlaßt zn sein, cincn Antrag zn stellen, denn unrichtig sei die anfgcstelltc Behauptung, die Verfassung bleibe mit der Anerkennung dcs Princips der Parität und dcr Delegationen intact, nnr ihr territorialer Umfang werde geändert. Unrichtig sei auch die Behauptung, die Verfassung sei nur für ciucn Theil des Reiches gültig geworden, und er wolle ohuc weitere Vcmcrtung dcm Hanse empfehlen, die erste Alinea habc folgendermaßen zu lnu-tcu: „Mit Zustimmung beider Häuser meines Rcichs-rathes finde ich in lhcilwciscr Abündcrnng dcs Gcsctzcs vom 31. Juli 1861, übcr dic Geschäftsordnung im Rcichs-rathe anzuordnen, wie folgt." (Wird nicht nntcrstützt.) Berichterstatter Alig. Dr. Herbst: Es wärc leicht nachzuweisen, daß das vom Abg. Plcncr hervorgehobene formelle Bedenken, daß das in der Alinea Angeführte theils überflüssig, theils uicht am rechten Platze sei, ein unbegründetes ist; von der Nothwendigkeit dcr Erlassung des Gesetzes werde in dieser Alinea gar nicht gesprochen, sondern blos von dcr Nothwendigkeit der Entsendung einer Deputation. Es wcroc anch nicht von den gemeinsamen Angelegenheiten hicr gesprochen, sondern nur der ungarische Gcsctzartitcl in Betreff der gemeinsamen Angelegenheiten citirt. Die gemeinsamen Angelegenheiten seien auch nicht, wie Abg. Rcchbaucr bemerkt habc, schon durch das Gc-setz gcgclicn, wie dies bcrcitö im AnSschußbcrichtc hervorgehoben wurdc. Die Frage übcr die gemeinsamen Angelegenheiten habc mit den erwähnten 2 Principien gar nichts gemein. Redner will den Standpunkt der Frage in kurzen Umrissen stizzircn. Wir haben schon in der Adrcßvcr-handlnng als bedauerliche Thatsache betont, daß den Vcr-tretcrn der Länder diesseits der Lcitha nicht die Möglichkeit gegeben war, ihre Anschauungen übcr die gemeinsamen Angelegenheiten, über den Umfang, dic Art uud Behandlnng derselben auszusftrcchcu, während der Vcr-trctuug dcr ungarischen Länder dicsc Möglichkeit gegeben wurde. Die Folge davon war, daß Ungarn seine An» schanungcn übcr gemeinsame Angelegenheiten zn formu-lircn früher in dcr Lagc war, und daß dicsc bereits die Sanction Sr. Majestät dcö Kaiscrs iu seiner Eigenschaft als König von Ungarn erhalten haben. Wir kommen nun nachträglich zn dcr angeführten Möglichkeit, nnd es tritt die eigenthümliche uud für die Interessen unserer Länder bedenkliche Erscheinung ein, daß erst wir es sind, die dic Rcchte nnd Intcrcssen dcr diesseitigen Länder wahrzunehmen berufen sind. Dies hinwiederum hängt mit cincr eigenthümlichen Gcstaltuug unserer öffentlichen Znständc zusammen. Das Ministerium nämlich, welches in Vertretung der diesseitigen Länder mit den Vertretern dcr ungarischen Krone in Vcra< thung trat, war das Rcichsministcrium, nnd dasselbe sollte znglcich auch die Functionen cincs Landesministe-riumS für dic diesseitigen Lander wahrnehmen. Einer Vertretung nnd einem Ministerium, welches zunächst nnd entschieden die Rechte und Inlcrcsscn dcr ungarischen Länder wahrzuuchmcu hatte, staud das Rcichsininistcrium gegenüber, das, ich möchte sagcn, anhangsweise auch znglcich als Landcsministerinm die Rechte und Interessen dieser Länder wahrzunehmen berufen sein sollte. Was war nnn natürlicher, als daß bei dieser Ver» tretung die Interessen dcö Reiches vorzüglich betont wnr-dcn, die Interessen dcr diesseitigen Länder aber iu den Hintergrund traten? Die weitere Folge aber war naturgemäß die, daß,^ was immer ungarischcrscits dcm Reiche zugcstaudcn wurdc, deshalb, wcil als Vcrtrctcr dcs Rcichcs Pcrsoncn crschic-nen, die zugleich Vcrtrctcr dcr diesseitigen Länder waren, als ein den dicsscitigci! Ländcrn gemachtes Zugcständniß aufgefaßt wnrdc, wahrend dies nicht der Fall war. Dieser Znstand dauert bedauerlicher Wcisc für die Liindcr diesseits der Lcitha noch fort. Wir ersehen dies l anch aus der parlamentarischen Behandlung, in welcher die Ausglcichsfrage mit Ungarn bisher verläuft. Wir habcu bereits iu dcr Adresse dem Ocdankcn Ausdruck gc-geben, daß wir jcdc Gelegenheit zur Vcrständiguug mit Ungarn bereitwillig benutzen werden, nnd es wnrdc schon damals dnrch die Initiative dicscS HanscS ausgesprochen, daß cs sich vor allem hicbci nm die Dcputatiousocrhaud- « lung mit Ungarn handle, als dcm Wcge, auf dein man ' zu einem befriedigenden Ausgleiche kommen kann. Die Rcgicrnng hat darauf mehrere Vorlagen gemacht; in welcher Weise wurdc aber iu diesen Vorla-gen die ungarische Frage bchaudclt? Es wurde ein Oc« setz eingebracht übcr die Delegation, ein anderes Gesetz über jene Acndcrnngcn, welche dnrch den bereits als Thatsache vorausgesetzten Ausgleich nothwendig werden. ^ Alö Beilage hiczn wurden die sauctiouirtcn Gcsctzartikcl ^ übcr dic gemeinsamen Angelegenheiten eingebracht. Man hättc voraussetzen dürfen, daß, wenn cs in den Intentionen dcö Ministcrinms lag, den Weg der Dcputationsverhandlung mit Ungarn zu betreten, cs anch eine Vorlage übcr die Wahl dcr Deputation vor das Haus bringen wcrdc. Das geschah nicht! — Die Sache wurdc ganz und gar dcr Initiative dcs Hauses überlassen uud das Haus beschloß daher in seiner am 21. Juni d. I. abgehaltenen Sitznng den zu wählcn-den Ausschuß zu beauftragen „sofort in Erwüguug zu zichcu und Anträge zn stellen, in welcher Weise das Eintreten in eine Vcrhandlnng mit dem ungarischen Reichstage zum Behufe dcr dnrch die Wiederherstellung dcr uugarischcu Verfassung uothwcndig gewordenen Ans« einandcrsetzungcn zu ermöglichen sei." Das Produtt der Bcrathnng dieses Ausschusses liegt in dcm hcutc vorgelegten Gesetze vor. Auch iu Un» gärn wnrdc ein Bcschlußentwurf vorgelegt, allein nicht durch cinc ans dcr Initiative des Hauses gewählte Commission, sondern von der nngarischcn Regierung. l Hicr wurdc von Seite dcr Regierung tciu weiterer Schritt znr AusglcichSvcrhandlung gemacht. Das ist anch natürlich, nnd cs hängt dies mit dcr Vereinbarung > beider Eigenschaften eines Reichs- und Landcsministcriuinö ' zusammen. Als Neichsministcrium ist dicscs Ministerium an dcn vollen unveränderten Wortlant dcS 07cr< Elaborats gcbnndcn, wcil cs jene Acndcrnngen, die cs im Interesse der Rcichscinhcit nöthig erachtete, dcr nngarischcn Regierung bereits mittheilte und deren Annahme dort erfolgte. Nun kann aber das Ncichsministcrium nicht in scincr Eigenschaft als Landesministerium etwas von dem 0?cr Elaborate Abweichendes vorbringen. Es mnßtc daher das Wichtigste von dcn uns vorliegenden Gesetzen, nämlich das übcr die acmciusamcn Angelegenheiten, cnlfallcn. Mau hättc darin von dcm 07cr-Elaborate ausgehen odcr elwaS von demselben Ab« ^ weichendes vorlegen müssen. ^ Das Erste war dcm Ministerium als Ncichsmiui-stcrium geboten, das Audcrc ihm alö Laudcsministcrium nicht möglich und darum mußte das Haus die Inilia« tivc in dieser Angelegenheit in die Hand nehmen und cS mnß dicsclbe behalten. Dcr vorliegende Antrag ist nun das Mittel, ans dcr peinigenden Lage, in dcr wir nns bcfindcn, hcraus-zulummcn; wcr die Lusuug uuscrcö Vcrfassuugsstrcitcö und dcu Ausgleich will, möge für dcn Ausschußcutwulf stimmen; wcr cs mit scincr Ucbcrzcnguug vereinbar findet, inögc aus formcllcu Gründen dagegen stimmen. Reichskanzler Freiherr v. Bcnst: Das h. Haus wird, glaube ick, selbst erwarten, daß ich zn den cbcu von dcm Herrn Berichterstatter gc« finden und nur strenge Disciplinarstrafen — so saß unlängst cincr der ersten Kaufleute 14 Tage ini Arrest — könneu die Bürger mit der süßen, freundlichen Gewohnheit deS Daseins und Schildwachstehcns aussöhnen. Von königlich italienischem Militär sieht man nur einige Lanciers uud Grenadiere, da die Nationalgarde dcn größten Thcil dcs Dienstes versieht. In dcr gothischen Domkirchc ficl unscrcn Reisenden das Grabmal eines Bischofs auf, dessen Wohlthätigkeit so wcit ging, daß er sich nicht bcgnügtc, wic S. Martinns, seinen Mantel zn zcrthcilcu, sondcru ihu ganz vcrschcuttc, sowie dic eigenthümlichen, ganz den Bannern eines Kricgs-hccrs ähnlichen Kirchcnfahucn in den Farben adeliger Geschlechter, wic z. B. jene der Christuskirchc schwarz. In dcr Mitte dcr Stadt liegt auf ciuem Hügel, medrl-ger als unser Schloßbcrg, das C a stell nut dcr Sternwarte, welches uuserc Wanderer nnr flüchtig bestchttgten, um dann in cincr weit entlegenen Vorstadt die Eapcllc der Grafen Torriani aufzusuchen. Es ist dicS dic Stamm-familic unserer Thnrn, welche in Italien ursprünglich , in viel ungünstigerem Exterieur, gelbe Gesichter, ungekämmtes Haar, dunkle Tracht. Die Hanptstraßcu von Udiuc zicrcn cbcnso wic bei uns die elegantesten Lüdcn, Modcgeschäftc mit ausschließlich französischen Stoffen, ganzc Stockwerke ausfüllend, Hut-machcr in nngcheurcr Anzahl mit ciucr Massc von Variationen dcr menschlichen Kopfbedeckung, vom Filzhnt bis zum wirtlichen Scidcuhut uud — daS Ncuestc — Hütc und Mützeu aus Kortholz! Elegante Bnch- nnd Kunsthandluugcu, französische Literatur vorherrschend. Anf dcn Häusern noch von dcr letzten Volksabstimmung her die Placate mit „l>i," das Papier weiß, das „S" roth. das ,.I" grün (Nationalfarbcn.) In dcn späten Abendstunden beleben sich die Kaffeehäuser mit wcuig consnmircndcn aber viel schwatzenden Grnppcn, odcr mau begibt sich um Lnft zu schöpfen und die Nnnd-sicht zu genießen, auf die Terrassen der Häuser, welche aber in der Regel cmcm weit prosaischeren Zwecke dienen, nämlich dcm Trocknen dcr Wäsche. Ein Labsal muß Udiuc cutbchrcu, ich meine nicht das Vier, denn Gambriuus ist anf seinen wcltcrobcrndcn Gang auch iu dic Fluren Friauls gcdrnngcn, ich meine das Element, welches entgegen seiner sonst kühlenden Bestimmung dcm Wicucr Gcmcindcrathc die Köpfe heiß macht. Wasser. Auch Udinc hat scine „Qucllcnfragc." Es gibt keinen Brunnen, blos Eistcrnen, die das Regcn-wasscr auffangen; cinc Wasserleitung, die das kühlende Naß aus dcn Bergen hereinführt, liefert kein brauchbares Product. Inzwischen war es Nacht geworden nud dic Stadt strahlte im Glänze dcs modernsten Gaslichtes. An dcn nummcrirten Latcrncn bcmcrkt man cine zweckmäßige Einrichtung, welche die Brenndauer anzeigt; ein verti« calcr Strich bedeutet, daß dieselbe bis Mitternacht, zwei, daß sic dnrch die ganze 'Nacht reicht. Doch fast hätten wir auf das Mittagessen vergessen, d. h. uicht nuscrc Berichterstatter, denn dicsc nahmcn cs bci ihrem Oastfrennd um 4 Uhr Nachmittag ein, sondern unsere dcn überfließenden Stoff lanm bewältigende Feder. Schenkn wir also anch dcr Vcrdanungsstunoc die ihr gebührende Aufmerksamkeit. Unser Gewährsmann spricht mit gastronomischer Befriedigung von einem ihm neuen Gemüse, kleine Kürbisse (Xucl,«', /lll!!l,-ll.') gesotten wic kleine Gurken, in Essig und Ocl scruirt, und — lk«- Iü«l l»»i m»! i!n> !«,^ — Wein auö Sizilieu, vom Fuße deS Aetna (!Nu>.<ü>l<> dcr — kcinc, dagegen blüht dcr Schwcfclhandcl, da die Schwcfclblüthc durchgängig zur Behandlung dcr kranken Nebe gebraucht wird. Uud so wäicn wir bciui Nachtisch. Der Nest ist — Schweigen, nämlich gc-suuder Schlaf bis zum Aufbruch (5 Uhr Morgcus), wo das Dampfroß uns nach Görz zurückführt. Und somit wäre ein Tag in Udinc geschildert, für uns Laibach"' ein nicht schwer zu crreichcudes Stück „Frcmditalicn", eine Probe südlichen Lebens und Treibens, als Scilcn-stück zur deutsch-gemüthlichen Idylle R 0 merbad! 1015 czebcncn Erläntcrnngcn einige kurze Bemerkungen im Namen der Negiernnii mache. Ich werde mich dabei auf das Allernothwcndigstc beschränken nnd nicht in die angeregten, sehr weit rei-l chcnden Fragen eingehen, weil ja die nächste allseits begriffene Aufgabe die ist, die Verständigung mit Ungarn zu beschleunigen nnd nicht vou ncncm in Frage zn stellen. Ich darf wohl voraussetzen, daß es durchaus nicht hier die Absicht gewesen ist. der Ncgicrnng Vorwürfe zu machen, sondern daß es lediglich darauf abgesehen war, die ganze Sachlage in das rechte ^icht zn stellen, und mir von diesem Standpunkte aus sei cö mir erlaubt, auch einige Beiträge dazu zu liefern. Es ist meiner Ansicht nach die Anschauung den Verhältnissen nicht ganz entsprechend, daß diejenigen Concessionen, welche ungarischcrscits gemacht worden sind, weil sie dem Reiche gemacht wurden, uicht zugleich den übrigen Königreichen und Ländern gemacht worden seien. Ich glaube, daß das Interesse, welches die übrigen Königreiche und Ander an dem Bestaube des Reiches, an seiner Wohlfahrt zu nehmen haben, es bedinge, daß die Concessionen, die in dieser Richtung gemacht worden sind, als ihnen selbst gemacht betrachtet werden müssen. Wenn der anfgcstclltc Satz richtig, wenn die Scheidung wirklich in den Verhältnissen begründet wäre, daß hier getrennte Concessionen, die dem Reiche uud wiederum den einzelnen ^äudcru gemacht werden, bestehen, dann würde meiner Ansicht nach daraus solgeu, daß, im Grunde genommen die Concessionen, die eben wie man sagt, dem Reiche allein von Ungarn gemacht wurden, den übrigen Königreichen nnd Bändern glcichgiltig sein müßten nnd gewesen sein müßten, es müßte für sie hauptsächlich daranf ankommen, daß specielle Concessionen an sie selbst gemacht werden. Die Auseinandersetzung über diejenigen Pnnttc, welche die gleiche Verthcilnug der Lasten betreffen, ist ja eben vorbehalten. Die Regierung selbst ist die Erste gewesen, anzuerkennen, daß dem Rcichsrathc Gelegenheit gegeben werden soll, stch in den DcftutationSvcrhandlunacn Beruhigung zu verschaffen. Die Ncgieruug hat in der Beziehung zu wirken sich angelegen sein lassen, sie mußte zunächst namentlich dahiu trachten, daß nngarischcrscits die Abscndung der Deputation nicht anfgchaltcu, sondern beschleunigt werde. Es ist in dieser Bczichnug auch außerhalb dcö'Rcichsrathcs und Abgeordnetenhauses gehandelt worden, uud gerade weil man ungarischerscits eine Initiative des Reichs-rathcs zu erwarten hatte, ist mau schneller eingegangen, als dieses meiner Ansicht nach der Fall gewesen sein wurde, wenn die Regierung mit einer einfachen Vurlagc vorausgegangen wäre. Damit diese Initiative von Seite der Kammer er-Mgen könne, damit ihr dazu Anlaß geboten werde, deshalb M tue Rcgicrnug die Vorlage des Dclcgationsprojcctcs, welches sie anßcrdcm vielleicht noch später cinznbringcn M) veranlaßt gesehen haben würde, sofort nach dem ^iedcrznsammcntritt des Ncichörathcs nach den Pfiugst. feilen beschleunigt. Hier ist also. glaube ich, alles harmonisch gegangen nnd nicht in einer Weise, daß die Legierung abweichend von den Wüuschcn des Reichs, rathcs verfahren wäre. Endlich muß ich noch das Eine bemerken, daß, wenn dlc ^cgicruug über die gemeinsamen Angelegenheiten leine Vorlage eingebracht hat, der Grund davon nicht hierin ncgen durste, daß sie eben als Rcichsministcrinm ciuc andere Stcllnng einzunehmen hatte, wie als Landcsmiui-sternlm, welches sie zngleich vorstellte. Den Grund hicvon habe ich schon im Ausschüsse dargelegt. Dieser Grund war einfach der, daß die megicruug sich allerdings in die Alternative gesetzt gc-Mcn haben würde, entweder eine Vorlage zu machen, o>c von dem 07er-Elaborat abwich, womit sie im ni^l" Verständigung mit der ungarischen Seite "n Ordern, sondern selbstbewußt erschweren mußte, nack !. ^ anderseits. wenn sie eine Vorlage genau von <3'"l ^"--Elaborate machte, stch den Vorwnrf daft fi^ l ^ ^eichörathes zugezogen haben würde, nach dem ^7^!"!^ '. "ne Gestaltung der Dinge dic 5>w.^ ^"W'"ic anznnchmcn, bevor durch w r ^"^"7"^udlungcn das Mittel geboten in/ ^ f^ru Mng z„ ,^M^ i-.^. dic finan. d 1)^s. 5 k ^ Seite des Ausgleichs. Das ist Gang g,wesen, den die Regierung ^ ^""V""" Dr. Herbst. Zwei Bemerkungen u nist ri7m5"'7"'^'°^'""' ^ Nickis- nnd Landes «cbcn nur zn cincr kurzen Gcgcnbcmcr- am N^s/^ ^" ^' .^"llcht aus, das Interesse 9^n^ ^...' ''"^"^ l" »anz gleiches sein in du i b" ""garish. Krone wie in den diesseitigen cos >l ^'"" ^ l'" "lcichcs ist, so ist eine C n- deiche gcmacht wird', niemals als ,5 "'5 "n anzusehen, die dem anderen Theile qe- 3 "n ^"'" ^ ist eben so gut eine sich selbst ge- v2i. ' '""' Dieser Ge ichtspnntt ist 'übcrans v ht.g, we.l ans ihm fließt, daß den diesseitigen ^ .. . i ""' ^" ^^^ ^machte Conccssio!. leine Gegenconccsslou zugenluthct werden darf, lein Mehr- tragen der Lasten, weil ja sie durch eine dem Reiche gemachte Concession etwas gewonnen hätten. Denn das hebt sich offenbar gegenseitig auf, wenn wirklich ^das Interesse im Reiche in beiden Theilen das nämliche ist. Aber cS bleibt meine Achanplung aufrecht, daß, nachdem anf der einen Seite ein Ministerium und eine Vertretung stand, welche eben ansschließend die Rechte nnd Interessen jener Hälfte zn vertreten hatten, anf der anderen Seite aber gar leine Vertretung und ein Ministerium, welches in erster Linie die Interessen des Reiches uud in zweiter Linie die Interessen der diesseitigen Länder zu vertreten hatte, dadurch der naturgemäße Standpunkt etwas verrückt wurde und werden mußte, welcher nur dann hätte eingehalten werden können, wenn Landcsmiuistcrinm mit Landcsministcrium pactirt hätte. Es wird znr Abstimmung geschritten. Vci derscl-bcn wnrdc Alinea 1 mit allen gegen 5> und die Atz l, 2 uud ^ einstimmig augcuommcn. Das Gesetz wird sodann in dritter Lesung znm Be» schlnß erhoben. Nächster Gegenstand der Tagesordnung sind Berichte des Pctitionsausschusscs. Abg. Freiherr v. Sciffcrtitz rcfcrirt über die Petition dcS II. Bezirkes von Wicu (Leopoldstadl) in Angelegenheit der Donaurcgulirung. Derselbe weist auf die dem Pctitionsausschusse vorliegenden, tief ins volks-wirthschaftlichc Leben eingreifenden Petitionen, betreffend die Eiscnbahngcsctzgcbung, die Regelung des ProftinationS-rechtes n. s. w. hin. Der PctitiouSanSschuß hat sich diesem gegenüber gegenwärtig gehalten, daß er bei der Masse von Petitionen, die einlaufen, kaum in der Lage sein würde, auch nur der Zeit nach jeder einzelnen, besonders aber diesen in volkswirthschaftlichcr Vczichuug eminent wichtigen Gegenständen jene Aufmerksamkeit zu schenken, welche sie verdienen. Deswegen stellt der Pcti» timisausschuß aus Anlaß der so hochwichtige» Petition des Lcopoldstädter Bezirkes in Angelegenheit der Donau' Rcgulirung den Antrag: „Das h. Hans wolle beschließen, cs sei ein Special« anSschuß zur Behandlung voltswirlhschaftlichcr Fragen uud Gegcustäudc, bestehend aus 21 Mitgliedern, aus den, ganzen Hause zu bestellen; cö sei diesem Ausschusse auch nebst anderen volkswirtschaftlichen Gegenständen, welche dem Pctitionsauöschussc vorliegen, die Petition in Betreff der Donaurcgulirung znr Bcrichtcrstattnng znzu» weisen." Der Ausschußautrag wird angenommen. Die Wahl dcS Ausschusses wird auf die nächste Tagesordnung gesetzt. Abg. Stieg er rcfcrirt sodann über andere Petitionen. In Betreff der Petition der Ortsgcmcindcn des Bezirkes Gurk in Kärnten um Bclassnng dcö Einzel-gcrichtcs in Gurt beantragt der Ausschuß, diese Pcti> tion unter warmer Anempfehlung zur Berücksichtigung bei der Gcrichtsorganisation an das Justizministerium zu leiten. Abg. Brcstcl bedauert, daß aus Anlaß einer cin-zclncn Petition eine so hochwichtige principielle Frage hcntc znr Entscheidung kommen soll. Allcö sei darüber einig, daß die Organisation der Gcrichte eine Angele» genhcit sci, die im verfassungsmäßigen Wcgc durchzuführen sein werde, namentlich schon aus dem Grunde, weil es sich zugleich um eine Bndgctfragc handclt, deshalb sci cs nothwendig, daß der vorliegende Bcschlnß in cincr Weise gefasst wcrdc, welche in einer so wichtigen Frage durchaus nicht präjudicirt. Redner beantragt, statt der Worte: ..bei der Gcrichtsorgauisation" zn setzen: „bei der im verfassungsmäßigen Wcgc durchzuführenden Gcrichtsorga-nisation." Berichterstatter Abg. Stieg er erklärt sich mit diesem Amcndement einverstanden und wird der AuS-schußaittrag mit dem Amcndcmcnt Brcstcl angenommen. Ebenso werden auch die Petitionen der Bezirke Thalgan und Mattscc in Salzburg um Bclas-suug der Einzelgcrichlc in den betreffenden Orten mit dcmfclbcn Amcndcmcnt an das Justizministerium gcleitct mit der Anffordcrnug, ..daß vor dcr definitiven Festsetzung der gerichtlichen Einthcilnng dcr LandcS-vcrttctung Gelegenheit zur Meinungsäußerung gegeben wcrdc." Abg. Gschuitzcr unterstützt diesen Antrag dcS Pctitionsausschusscs auf das wärmste. Abg. Dr. Wafer rcfcrirt sodann Namens dcS PctitionöausschusscS übcr die Petition dcr Gemeinde Kirchbach in Stcicrmarl um Sistirung dcr provisorischen Gcrichtsorganisation. In Anbetracht, daß dicsc ohnedies sislirt wnrdc, wird die Petition an das Justiz-miuistcrinm zur Amtshandlung geleitet. Dcrsclbc Berichterstatter refcrirt weiter übcr die Petition dcr deulschslavischen l. t. Finn n zbcam ten in Ungarn in Betreff dcr Bchandllmg bci ihrer demnächst erfolgenden Pcnsionirung. Dcr Antrag des Pctitionsansschusscs gcht dahin, das Hans wolle beschließen, die Petition sci an das Finanzministerium zur thnnlichstcn Berücksichtigung der Bittsteller mit möglichster Schonung der Rechte dcr diesseits bcdicuslctcu Finanzbeamten zn leiten. Abg. v. Plcner empfiehlt unter Hinweis auf die traurige Lage dcr k. k. Finanzbcamten in Ungarn den ersten Theil des Antrages des Pctitiousausschusscs. Er kenne die Verhältnisse in Ungarn ganz genau und wisse, für die Finanzbcamtcn in Ungarn war Ungunst uud Verfolgung der Lohn treu erfüllter Pflicht. Unter diesen Umständen sci cS srhr bedauerlich, wnm ein ganzer Theil dcS Bcamtenstandcs, statt den verdien-ten Lohn zn finden, nur eine traurige Lagc als die Frucht treuer Pflichterfüllung ansehen müßte. Ob der weitere Beisatz „mit thuulichstcr Schonung der diesseits bereits bcdicnstctcn Finauzbeamtcn" nothwendig und zweckmäßig sci, will Redner dahingestellt sein lassen. Er würde sich nicht für denselben aussprcchcn, da er vor-auSsctzcu muß, das Finanzministerium werde Gerechtigkeit auf dcr einen Seite nicht zur Ungerechtigkeit auf dcr anderen umgestalten. Redner wünscht, daß der Antrag des Petitionsaus-schusscs gctrcunt zur Abstimmung gelange. (Die Aus-schußantrag wird unverändert angenommen.) Eine weitere Petition dcr obdcrcnnsischen Advocatcn-kammcr um Aufhebung dcr Todesstrafe wird in dcr Erwägnng, daß dicfcr Gegenstand im Zusammenhang mit dem im Hanse bereits eingebrachten Strafge» setze steht und daS Haus einen Ausschuß für dicsc Vorlage bereits eingesetzt habe, diesen Ausschusse zugewiesen. Die Tagesordnung ist hicmit erschöpft. Schluß dcr Sitzung 12 Uhr 5)0 Min. Nächste Sitznng Freitag 10 Uhr Vormittags. Tagesordnung: Erste Lesung des Antrages Van der Straß auf Einsetzung eines Ausschusses für die Erlas' sung cincs VcreinsgcsctzcS, eventuell Wahl desselben; ferner Bericht dcs Ausschusses übcr den Slcnc'schcn An> trag, betreffend die Wahl eines Finanzausschusses, eventuell die Wahl desselben und schließlich die Wahl dcS volkswirthschaftlichcn Ausschusses. Oesterreich. Prass, 4. Juli. (N. Fr. Pr.) Laut cincr Mit-thcilung der heutigen „Narodni" wird Sc. Majestät der Kaiser die Deputation dcr Stadt Prag wegen Vollbe» zahlung dcr Kriegsentschädigung nicht empfangen. Dic Bierbrauerei-Besitzer Böhmcus übersenden an den Reichs-rath eine Petition wegen Einführuug dcr Malzslcucl, Herabsetzung dcr Bicrstcucr, Einführung deS preußischen ControlvcrfahrcnS, Ucbcrwcisung der Dcfraudations'Fällc an die ordentlichen Strafgerichte und Reorganisation dcr Finanzwachc. ßaqesuemgkeitm. — Ee. Majestät der Kaiser und Ihre laisellichen Hobelten die durchlauchtigste Frau Erzherzogin Sophie und dic durchlauchtigsten Hellen Erzherzoge Karl Ludwig und Lubwig Victor sind am 1. d. M. Abends I I Uhr 40 Minuten mit Scparathoszug in Salzburg angelangt. — (Aus Wien.) Die Wiener Schützt» haben an-lählich des im Jahre 1808 abzuhaltenden deutschen Schützen« festes bereits Vorbesprechungen gehabt. Sobald das Ccmitc conslituirt snn wirb, wird es sich mit einer Ville an Se. Majestät den Kaiser um Ueberlassung der Circuswiese und der Frcudrnau im Pialer zu dem gedachten Zwecke wenden. Mil dem deutschi'n Schützenfeste soll auch ein große« Volts» sesl in Verbindung gebracht werocn, in übnlichcr Weise, wie rs im Jahre I8tiä bei Gelegenheit des Nremer Schützen» fcsles der Fall war. Der Schühensland soll in der Freu» denau ausgelichtet werden, ein gefälliger Vau von Holz und Nitgrlwünden, und nächstens dürfte man an die Commune mit dem Antiage um eine Veilragsleistung zu den verschice dencn Verauslagen herantreten. — Das zunächst von dlc jihigcn Wiener Garnison zu beziehende Lager zu Bruct an der Leitha wird am 20. Juli beginnen und nehnnn daran die Erzherzoge Albncht und Wilhelm Theil. — Am 3. b. um 9 Uhr Vormittags, als am Iahreblage der Schlacht bei .llüniggläh, wurde für die dort g fallcncn Krieger in der Alselcaserne in Wien eine beil. Seelenmesse gelesen, welcher die Erzherzoge Albiecht, Wilhelm, 6c»st, Leopoln und die sämmtlichen dienstfreien Generale, Stabtz- und vberofficicre beiwohnlcn. — Viceadmiial v. Tegrtlhoss ist von seiner growl Reise am 3. d. M. wieder nach Wien zunickgtlehn. — Die beiden Söhne des kürzlich verstorbenen Orohhänt^ lers S. Aulpitz huben aus Anlaß dieses Todesfalles den Wiener Armen die Summe vun 1000 fl. gespendet. — (Schon wieder ein Verbrennungsun, glücl.) Eine Vachsenmacherssrau zu Ferlach im Aller von 52 Jahren und Mutter einer zahlreichen Familie hatte, so wild der „Klagf. Ztg." berichtet, vor wenigen Tagen das Unglück, daß bei Gelegenheit des Kochens die Kleidungsstücke ihres Oberkörpers in Brand geriethen. Die arme Frau stand durch einige Zeit rath- und thalloö in der Küche, bis auf das jammervolle Geschlci derselben die helbeigslille älteste Tochter milleist eines über den Kopf helabgeschMleten Sckaff Wassrrs die Flammen löschte, woraus die Verunglückte ohn» mächtig zu Boden sank. Außer den Vl»verarmen ist fast dcr ganze Oberkörper mit Brandwunden bedeckt, insbesondere das Gesicht so wie del beharrle Schad« lthcil hat ein äußerst bedauerliches Aussehen. Das schnelle Sinlen der Kräfte läßt wenig Hoffnung aus Rettung übrig. 1016 Locales. — (Localpolizeiliche Amtshandlungen) wurden im Monate Juni d. I. folgende vorgenommen: 8 Nrotdaclt'leirevisionen, 13 Flcischnachwägungen, 7 Scdlacht-localitötcnrevisioncn, 9 Obstrcvisioncn, eine Fleischconsiöcation, 55 Confiscationen von Waagen und Maßen, 6 Anstünde wegen Standaufstcllung, 3 Confiscationen anderer Lebens-Mittel, Schwämme u. dgl., 4 Hausdurchsuchungen, 102 Verhaftungen, 71 Anzeigen an die Strafgerichte, eine Abstrafung eines Fiaters, 3 Abstrafungen wegen Nichtzuhaltung der Sperrstunde, 32 Absttafungen wegen Bcttelns, 52 zwangsweise Entfernungen und 34 andere localpolizeiliche Abstrafungen. — (Die Privatistenprüfungen) am hiesigen Gymnasium finden für das zweite Semester am 24. und 35. Juli, jedesmal früh 8 Uhr statt. __ (Zur Wohnungsfrage.) Einige Hausherren berufen sich auf den Mangel der Wohnungen in Laibach, um den Mieldzins zu steigern, sohin Fremde von der Einwanderung und Ansiedlung abzuschrecken: wir finden jedoch diefes Vorgeben nicht begründet, wenn wir auf die Ankündigung vkk'r leer stehenden oder demnächst zu beziehenden Wohnungen Hinblicken; auch bcmcrlt man allenthalben Vau-lust, so auf dem Kundschaftsplahe, bei Et. Ialob, auf der St. PrtcrZvorstadt, auf der Polana, wo in nicht ferner Zeit ein dlm Aloisunmm ähnliches Gebäude dastehen wird, und über nicit lange wird vor dem Civilspitalc, auf der schönsten Etclle, ein Pracht-Zinöhaus und noch mancher andere Bau in Angriff genommen. Möchten nur recht Viele Lust bekommen, Laibach zum Aufenthalt zu wählen. — (Ueber fahren.) Vorgestern gegen sieben Uhri Abends gcnell) auf der Polana in der Nähe dcs Kinder-spitals ein 12jührige5 Mädchen ans Oberhiuschza, als es zwei entgegenfahrenden Wagen ausweichen wollte, untcr die Meer des einen mit Ziegel beladencn Wagens und wurde rerart verletzt, daß es in das Kindcrspital gelragen weiden muhte, wo es noch dieselbe Nacht den Geist ausgab. — (Sitzung des Mati c a» A u ssch uss es.) Bei der am 4. d. abgehaltenen Sitzung wuide die Iahreörech-nung pro 1800/67 und der Voranschlag pro 1807/08 genehmigt. Jener entnehmen wir, dah der Empfang des abgeschlossenen Jahres 0509 fl., die Ausgabe aber 4823 fl. dctrug, daber mit Jahresschluß ein reines Vermögen in Narrm von 1745 fl. und in Obligationen von 25.800 fl. sich erweiset. Der Voranschlag stellt die Empfänge mit 2870 fl., die Regicausgabcn mit 520 fl. fest, wornach für das nächste Jahr zur Drucklegung von Büchern verfügbar sind 2347 fl. — Statutenmäßig tonnten von den Gcsammteinkünften des Vereins in den drei ersten Iahcen 1805/07 zur Herausgabe von Werken :c. verwendet werden 0936 fl.-, nachdem jedocd in Wirllictkrit nur 5004 fl. verausgabt wurden, su ergibt sich ein verfügbarer Rest von 1931 fl. — Durch das Loos wurden sola/nde Ausschußmitglieder zum Austritte bestimmt, sind jedoch wieder wäMar: Bürgermeister Dr. Costa, Pros. L<''sai, Prof. Märn, Andreas Pra-piotnit, Franz Cc gn a r in Trieft, Math. Ci ga le in Wien, Dechant Grabrijan in Wippach, Dr. Kocevar in Cilli, Dr. v. Milloäic in Wien und Math. Pirz in Krainburg. — Franz Hafner bot der Matica ein Lcbr-buch der slovenischcn Elcno^aphie zur Herausgabe an. Es wurde bescdlossen, den Veisasscr aufzufordern, das Manuscript zur Prüfung einzusenden, und wurde demselben eventuell eine Unterstützung zur Herautgabe des Werkes zugesichert. — Die Generalversammlung wirv am 7tcn August l, I. abgehalten werden. — Dr. Bleiweis lenltc die Ansmrrtsamleit des Ausschusses auf die Nothwendigkeit einer neuen Hciansgabe der Gedichte Vodnils und aus eine Sammlung lxr Gedichte Koseöli's. Das Vereins-präsioium übernahm es in beiden Beziehungen, die nothwendigen Voreinlcilungcn zu treffen. — Ueber Antrag Piof. Lüsars wurde ein Comitt' von 5 Mitgliedern (Tr. Blei-weis, Dr. Costa, die Professoren L^sar, Märn, Vavlu) gewählt, wclch.s in Erwägung zu ziehen und seinerzeit zu berichten hat, welche slovenischcn Werke zunächst wünschens-wertd und nothwendig sind, und auf welchem Wege ihre baldige Herausgabe zu bcweilslclligcn sei. '— (In Krapina) waren vom 24. bis 29. v. M. weitere 81 Curgäste eingetroffen. Neueste Wst. Die ,.T,'. Ztg." schreibt: Am 0. d. M. findet, wie wir vernehmen, in Ischl grosicr kaif. Familicnrath statt. Hicher sei die Anfrage gcrichtct worden, oli eö vom ärztlichen Standpunkte aus znlässig sei, der Kaiserin Charlotte die )iachricht vom Tode ihres (jemals mitzn-theilen. Wir hören auch, daß Kaiser Maximilian ucr seiner Abreise nach Mexico ein von einem hiesigen Aovo-caten concipirtcö Tcstamcnt machte Ob dasselbe durch eine vor seinem Ende erfolgte letzte Willeusänßcrnng eine Abänderung erfahren hat, ist nicht bekannt. Telegramme. (Original-Telegramm der „Laibacher Zeitung.") Wien, 5 I.'li Abends. Das Abgeordnetenhaus beschloß heute die Absendu»«? einer Trauer-Deplttatio», an dcn Kaiser wegen des Kaisers Ä)tax. Straft' Antrag betreffs des VcrsammlungSrechtes ward angenommen, die Minister stimmten dafür. Skeue's Autrag auf sliedersetzung eines Ausschusses zurPrnfung der Finanzlage wurde ohne Debatte angenommen. VZien, 5>. Juni. (Tr. Z.) I,n Untcrhansc beantragte der Präsident anläßlich dcr Nachricht des Todes des Kaisers von Mexico eine Deputation an den Baiser abzuschicken, um die tiefste Traner des Hauses auszusprcchcn. Einstimmig angenommen. Plantcnstcincr nnd Genossen stellen einen DringlichkeitSantrag auf Erhöhung des uultswirthschaftl.ichcn Ausschusses auf .'^ Aiitglicdcr. Die Driuglichteit wurde angeuonnncu. ^— Tagesordnung: Van der Straß begründet den Autrag auf Nicdersctzung cincS Ausschusses betreffs des Vereins- und Vcrsamm-lungsrechtö. Der Ntinistcr Taaffc theilt mit, die Nc-gicrung anerkenne die ^cothweudigtcit eines solchen Gesetzes und werde baldigst bezügliche Vorlagen einbringen. Van der Straß will die Zuwcisuug der bezüg-lichen Regierungsvorlage an den zu wählenden Ausschuß, und wirft der Regierung vor, daß sie nicht früher eine solche Vorlage einbrachte. Bcnst weist den Vorwurf zurück: Die Regierung hoffte die Vervollständigung dcS Ministerinuw aus dem Hause, um sodann diefc und andere gewünschte Vorlagen cinzubriugeu. Nachdem die Vervollständigung mißluugcu, schreitet die jetzige Ncgicruug an die Arbeit. Sodann Annahme des Stcnc'schen Antrags nnd Wahl des bezüglichen Finanz-comit^'s. Pesi, 4. ^uli. ^citcus der städtischen Repräsentanz wird kundgemacht, daß die Conscription der für die Schwurgerichte qualificirten Pcrsoncn beendet ist uud die listen behufs etwaiger Berichtigungen bis zum 7. d. M. im Rathhausc zu jedermanns Einsicht öffcnt» lich aufliegen. Agram, 4. Juli. (Oeb.) Vei der heute stattge» habten Vorstellung der Behörden sagte der ^ocnmtcncns Baron Ranch: Er halte uuabäudcrlich an den Gruud» jätzcn der Uuion fest uud erwarte hierin die Untcrstiiz-znng der Behörden, weil die Union auch der Wunsch Sr. Äcajcstät sei. Paris, 5. Inli. (Tr. Z.) Der „Monitcur" schreibt: Die Erniorduug des Kaisers von Mexico wird ein allgemeines Gefühl des Abschcncs erregen, der ehrlose, von Juarez angeordnete Act drückt an die Stirne Jener, welche sich die Rcfträscutanteu der Republik Mexico nennen, ein unauslöschliches Schandmal. Die Verdammung aller gcbildclen Nationen wird die erste Züchtigung der Rcgicrnng sein, welche einen solchen Chef an der Spitze hat. — Der Snltan, das tragische Ende Maximilian'S vernehmend, bat den Kaiser um Abbestellung der Feste. Der Kaiser leglc die Trauer auf AO Tage an. Telegraphisch? "Wccki>ic?.'urse vom 5, Juli 5prrc. Memlliqiii'« «il». — s.perc. Metalliqueö mit Mai- und Nüvcmbcr-Ziuseulii.W. — 5r>?rc.')cai,o»lU Auiehru 69.80. -- Baut« act,eü 714, — <ärrüilact!?u 1!>0 80. - 1860cr StaalSaullben 89, — ^llucr ^22.75. ^'ui.dou 12') 75. — ^c. l, Ducatcn 5.95. Oeschästs-Zeitung. ?teue Masl- und WewichtSordnung. Das Camil'-der Pragcr Haudel<4 Jahre, im ^iuilspital au Altcröschiuächc. Den A<> I u u i. Johauu Slauza, Zwängling, alt 7 Pcrsouc» i^ftorlil'u, dainui warcu 40 mäiml. nnd 27 wciol Geschlechtes. Angekommene Fremde. Am 4. Juli. Htadt Wien. Dic Hcrrcu: Graf Moiiuigo, l. t. Kämmerer, uou Veuedig. - Fercher, l, l. jubil. Veamter, uon Oleibcrg. — Fcrcher. t. l, Schichtmeister, von Idria. — Glezcr, Notar, von Pola. — Milller, Kaufui., uou Wieu. — Flclucr, Director, non Wochcin. — Ruduls, l. k. Hauptm.. uou Oalleufcl«?, - — Urliaucic, Gutübcs., uou Höflciu — Frl, Macouift, von Graz. Vlcphaut. Dic Herren: Fürst Cimou (5«^ii<, uon Griechen" iaud. — i?orcn,z, l. l. Iiisseuieur, vou Pula, — C?wa.;l>ich, von Idria. — Oi"drrma!iu, Eiseuhlittcu^Iilsieiiicu!', aus ^lus<» laud, — Milch, Kmmn., Mcyucr, Juwelier, nud Frau Hufs-mlluu, Private, vou Wien. — Gräfin Atlcmö, Gut.'licsi^sriu, uou Oiir;. — Fiau Singer, ilaufmcniuögaltiu, von Pest. Molirc». Die Herren: Hnnu, Llimmiö, nud Gollob, Agritt, vou Eteiudvüss, ""'lM.Mg. 326^'^?l2^ windstill grüszih.heiter, I 5. 2 „ N. lj25.ua ^-22.« W. s. schwach grüßth. bcw/ ^" 10« Ab.! 326,M ' -l-14.4 NO. s. schw! ganz bew. < "^" Nerantwortt>cl>?r Redacteur: Janstl u. Kleinmaur ^ Anna <2chre»i Gdle von Nedlwerth, geb. » W Schida», llibl im cigcucu uud im Namcu ihrcr ttiudcr »> » Adele uud TNctor Nachricht vou dem liöchst brlrit- » >» bcuocu Hinscheide» ihre« iuuigstgclicdtcn Galten rUcl- Wl »> sichtlich Vatcrl«, dcö Herrn N > Joses Schrey Edlc» von Nedlwerlh D N jubil. l. l. Staat?bilchhalt!lNss«'Ncchi!ll!igt» »W 62. Lebensjahre selig inl Hcrrn entschlafen ist. «A W Dic irdische Hüllc des thcnrcn Vcrdlicheuen wird W> ^ Samstag den M DD bestattet werdcu. IW M Die heil. Seelenmessen werden in der Pfarrkirche W W» Maria Äerlitudigung gelesen werden. »M ^ Dc>, Vcrstorbenc wird dcm frommen Andenken >ll seiner Verwandten, Frcuude uud Vckauutcn empfohlen. ^M >W Laibach, am 4. Inli Itt«'7. M Nnsl'.'ttl^l'ii'lit ^"N, 4. Juli. Alu^ ziuötra^ende SlaalSMdö zeigleu sich elma^ maller, Iüüustricpapicre aber bchaupleteu sich uud theilweise zur festeren Not!;, indeß sich Devüeu uud Wvl^llUlNU)!. Valuten erheblich vcrlheucrten, Geld ziemlich flüssig. Geschäft bcschra'ult " 'U i'n, ^rv,,en uuo Oeffentliche Tchuld. ^V. des Staates (für 100 fl) Oeld Waare In ». W. zn 5pD. filr 100 ft. b5>.50 55 7l> In östcrr. Wähnlüg steuerfrei 69.40 li<>.^' '', Stcucraul. in ö. W. u. I. ^ 1«»;4 ;u 5pCt. rilchahlbar . 8:<60 8^.^' Silbcr-Aulehcu von 1««i4 . . 7.) rllch.ihib. iu 37 Jahr. zu 5 pCt. 100 si. 52,— 52.50 Nai.-Nul. mit Jän.'Eonp. zu 5",^ W.70 ^».^0 ^ „ „ Apr.-Coup. .. 5 „ «9.80 l''.).!'0 Mctalliqucs......5„ 5U.«l) (,().-- detto mit Mai-Coup. „ 5 „ «;i.«.«i <;i.W detto.....„ 4^, 5>2/>'» 5!l.-. Mit Bcrlos.v. 1.1^39 . . . 145.50 140fl. f» „ „ „ 18W „ 1W„ i^l... l»3.25. « ,. „ 1864 „ 100 „ 77.30 77.4',' ^omo-Ncntensch. zu 42 1.. »u«l. 17 25 17,75 >l, dcr Kronläudcr (für 100 fl.) Gr.-Entl.-OIilig. Nicderöstcrrcich . . ;u 5"/« «»75 8!).- Odcrösterreich , „ 5 „ 90.- 9,.- Geld Waare Salzburg .... zu 5°/, 86.— 87.— Vohmcu.....„ 5 „ 89.50 90.— Mährcu .... „5 „ ^9.50 90. -Schlesien .... „ 5 „ 88.50 89.-Stcicrmart . . . „ 5 „ 89. - 9l». - Uligaru.....,, 5 „ 70.50 ?!.-- Tcmeser-Vanat . . „5 „ 70.-- 70.50 Croaticil und Slavonien „ 5 „ 76.— 7tt.5<) Oalizicu .... „ 5 „ 68.75 69.5«» Sicbculiilrgcn ... „ 5 „ 6?.- 68.-Vuloviua .... «5 „ «7. - 67.5.0 llug. m. d. P.-C. 1867 „ 5 „ verloSbar zu 5"^„ 98.50 98.75 (5. M. j Natioualb.anfü.W vcrloöb.5„ 9U.80 94.-- Uug. Äod.-Crcd.-Aust. zu 5'/, „ 89.- ^ !<0.-^ Mg. öst, Vodcu-Crcdit-Austal! vcrloobar zu 5"/„ iu Silber l<>6.-- 107.— Domaincn-, 5pcrc. in Silber . 112.75 II!) — ilose (pr. Stücl.) Crcd -A. f. H u. G.z. l00fl. ö.W. 125.50 126. - Don.-Dmpfsch.-G.z.N>0fl.6M 86....... 88.- Stadtgrm. Ofen „ 40 „ ö. W. 2^.- 24.- Esierhazu ,. 40 „ EM. 90.- '.»^.— Salm ,. 40 „ ,. - :l0.50 31.50 Pallfly „ 40 „ „ . 25.- 25.50 Geld Waare l5lary zn 40 fl. CM. 26.50 27.- St. Genois „ 40 „ „ . 22.50 2cl 50 Windischgrätz „ 20 „ „ . 17.- 1«.— Waldstciu „ 20 „ „ . 2l.- 22.— Keglevich „ 10 „ „ . 12.- 12.50 Rudolf-Stiftung w „ „ . 12.— 12.50 W e ch se l. (3 Monate.) Augßburg für 100 fl siidd. W. 105.50 105.75 Frautfurla.M 100 sl. delta 105.75 106.— Hamburg, filr K)l) Marl Vanlc, 9A 25 9Z.40 London für 10 Pf. Sterling . 126,— 126."0 Paris fiir 100 Frauls . . . 50.10 50.25 (fours der Geldsorten Geld Waare K. Miinz-Dncatm 5 si. 97 kr. 5 fl. 98 lr. Napiileouco'or . . U» „ 8 „ 10 ,. 9 ,< Russ, Impcrialo . ><» „ 28 „ 10 „ 29 ,. VcrciuSthalcr . . 1 „ 86 „ 1 „ ^6j,' Silber . . I2.'j „ 25 „ 12'^ „ 50 ,' Krainische GrundcnllaNungs - Obligaltcmcn, P"'» vatuotirung: 87 Geld, 89 Waare «