Mittwoch, 24. April 1901. Jahrgang 120. Wacher Zeitung. ^«.^bjahl,' ?llt 'Uostveilfilbung: aanz<ühi!g 80 X. Halbjahr!» l» ll. Im «omptolr: «anz. ^^ b>, .u 4 ?. ^ Mr b<» Zustellung iii» Hau, ganzMrig » K. - Insert«o»«neb»fl Für Ntlne ^^^» «"len z» t>. große« Ptr gelle t« di bei 0fte«n Meberholunge» per 8«lg«I»plah Nr.», die «ebaction Dalmllt!n«VaIse Nr, S. Vprechstuüben ^er Redaction don 8 b<» »0 Uh« vormittag«. UnfronNerte Vriele wtlbtn nicht angenommen, Uanustrlptc nicht zurückgestellt, ^,, Amtlicher Theil. «M, «Men Tiuckschnft: .Der Isar-Bote» vom 5«! ?' chaw,,^" "°ch § 65 ^ und ^ 64 St. O. wegen Mlz °s'n de« ^ c^Nche Pänlinerung.. ferner nach § 302 ^ «ii '^uf dem h - ^"^ "6 enthaltenen eisten Absatzes des X>.3ile «^j .n!M"de>. endlich nach tz 24 P. W. lv?gen ^'i ^i Tunnel, . ""^enen liieprvductione» österreichischer ^ü °ll, 6°d ' >"ner hat die genannte Vezirtshauptmann« ^b^Et,^ 'Vollsrufcs> vom 25. März 1W1 gemäß ^e. ?. .^. «.?."' ^" ^lrtitel: .Her Iirtel in der Papst. ^ >ik.'^us der W "^""^lefeicr und dle Unfehlbarleit der ^ttrKlreten « «5ppe eine« Ketzers», «Ans den Papieren ^d,.^.'Piiesf. ^^'. «Streiflichter aus Oesterreich-V'^cht a?"«'^ Pfaffen., «Mt der romische Vi° " vaupt von Christi Kirche?, mit Beschlag in Leit. ^ I^ ^. und z^"'^ anslänbische Druckschriften ,nit Ve- ^ü,'°'Rm^S,7«lt. von Eugen Barbarosso. (Verleger ^ 3> ^nnlbu^ "^lm T>igel, Hamburg) Versender Alfred . ^' ^ «uf Oilmd der W ^2 » St. G. und ^ ^ ^llc^Ä/ ^'"enlosigleit?. Von einem unbekannten ^ ?,^ k Epohr, Leipzig. Versender Otto Maler ^^u,ch?,? Schacher», von Fritz Stürmer, auf Grund '^^ de« fMes der Liebe und Ehe», von T)r. Herzog, 1 ti. K"l, m ^" «t. O. (Druck und Verlag von Franz '^°'«Ii!?"lcrvcrs ">b" Alexander Köhler in Dresden.) '^'^lV" Gefall ""° "es mit dem Titel: «Die Voller V«l°M» ^' Ersehenen Prospectes zu der Broschüre 3> u?"the,i", bem österreichischen Nbgeordnele.chause 3"'H andeie?^,^ ^"ligen Dr. Nlfonsus Maria de !^ ^o» . l^uide , ""uschen Moralisten, saulult der Snb^ "", '^ Äi^,'" d"" Erkenntnisse des Kreisgerichtes in ,. ^ ' ^"^, l'r. viU 38/1 nach 8 303 St. G. '^l>t °!^ der s . «i> ^) ,^^>chrisip'.' ^/aatsanwaltschaft ill Ueitineritz wurden ^ ö'' ^r ." "it Beschlag belegt: ^^töder,. Muttg der Empfängnis aus Ehenoth. Von > ^ «i!! ^" Max Spohr, Leipzig, Druckort im. '" 8 5Z öillV Ze ohne Kinder, don Dr. Sewltt.. (Ver-Et. G)'. «erlln. Druckort unbelannt, nach § 305 >^^ « a l ^'^^präsidium fill Krain. ^^z^°°ch am 22. Upril 1901. Nichtamtlicher Theil. Zur inneren Lage. Tcis Wiener Tagblatt findet die parlamentarische ^age befriedigend. Xicmgsam, nber ficher schreite das Abgeordnetenhaus der Crlediglmg feiner großen wirt schafllichen Arbeiten entgegen, und auch der große ^jug werde hoffentlich bald in daö politische Leben loinmen. Man müsse nur Geduld haben, es gehe auch schrittweise zum Ziele. Die Montags.Presse glaubt fest daran, dass die deutschen Parteien consequent im Sinne der Erhal' tung prodnctiver Arbeitsleistung und der daueniden Arbeitsfähigkeit des Hauses vorgehen werden, für welche die Vorbedingungen zu schassen die Negierung während der Osterferien nut Vrfolg bemüht gewesen sei. Im Verhältnisse zu der Fülle des Arbeitsmaterials sei die dem Neichsrathe gegebene Arbeitszeit tnapp bemessen: es würde sich daher empfehlen, dass ein kalendarischer Arbeitsplan festgestellt werde, welcher es ermöglichen würde, omen constatierten Arbeitooorsplung zur Aufnahme eines neuen Programmpunktes zu benutzen, einen Arbeitsrückstand aber durch forciertere Arbeit wettzumachen. Weiter müssten sich die ernstlich arbeitswilligen Parteien eine weitgehende Selbstbeschränlung in Reden und Anträgen auferlegen. Angesichts des Umstandes, dass nur bei beschleunigter Arbeitsleistung die Gesetz-werdung der großen wirtschaftlichen Vorlagen zu er-warten sei, müssten diese Parteien vor allem vor-tchren, dass unter Einschränkung auf die unerläss-iiche Vertretung des Parteistcmdpnnktes in der De» batte alle Mast auf den materiellen Arbcitsfortschritt concentriert werde. Es wäre im höchsten Grade be-schämend, wenn die Parlamentarische Arbeitsleistung, sachlicher und politischer Schwierigkeiten Herrin ge» worden, an Hindernissen kalendarischer Art scheitern sollte. Die Deutsche Zeitung ist nicht zufrieden mit dem bedächtigen Gange der Verhandlungen und macht da> für die agitatorische Demonstrations°PoIitik der Na-dicalen verantwortlich, während sie anderseits gleichfalls die Arbeitsparteien ermahnt, sich mit den Ini- tiativ'Anträgen, Anfragen usw. auf das nothwendigste zu beschränken und nicht so viele und so lange Reden zu halten. — Das Neue Wiener Journal betlagt ebenso, dass der parlamentarische Apparat nngemein langsam functioniere. Wenn nicht alle ^actoren. Präsidium und Abgeordnete, znsammen« wirken, sei an eine gedeihliche Wirksamkeit des Parlamentes nicht zu denken. Vor allem müssten sich die Abgeordneten weise Selbstbeschränkung in den Reden auferlegen und sich vorhalten, dass man im Parlamente debattieren nnd nicht Essays fürs steno^ graphische Protokoll sprechen soll. Der ärgste Uebelstand herrschte in dieser Beziehung in den Altsschüssen, wo die Debatten sich oft ebenso uferlos gestalten Wie im Plenum selbst. Die Abgeordneten mögen ihre Beredsamkeit fiir wichtige wirtschaftliche oder Politisch-principielle Angelegenheiten aufsparcu. Das Deutsche Volksblatt verzeichnet mit Genüge thuung die wiedergewonnene Arbeitsfähigkeit des Hauses, besorgt jedochGefahren für dieselbe, falls nicht eine einverständliche nnd die berechtigte Stellung der Dentschcn verbürgende Regelung der Sprachenfrage erfolgt. Von den Dentschradicalen freilich sein: ernsthafte. Bemühungen, die Sprachenfrage einer Lösung zuzuführen, nicht zu erwarten, Umsomehr wären aber die anderen deutschen Parteien, vor allem auch die deutsche»: Volkspartei, berufen, dafür zu sorgen, dass auf der gemeinsamen Grundlage, die sich die Par« teien der Linken in nationalpolitischer Beziehung in der Zeit des heftigsten Kampfes geschaffn: haben, weiter gearbeitet werde. Die slavischen Parteien feiert nnablässig bemüht, Erfolge zu erringen und ihre Reihen fester zu schließen. Wäre es da nicht dte Pflicht der Deutschen, die Sicherung des derzeitigen deutschen Besitzstandes ins Auge zu fassen? Jedenfalls wäre das viel eher die Aufgabe deutscher Volks« Parteien, als über Mittel und Wege nachzusinnen, wie der christlichsocialen Partei, die sich stets als treuer Bundesgenosse in nationalen fragen erwiesen habe, der Garaus gemacht werden könnte. In der OesterreichisclM Volkszeitung bezeichnet ein „dentscher Abgeordneter" die „Feudalen" und „Elericalen" als die Friedensstörer, welche Oester« reich nicht zur Ruhe kommen lassen wollen, weil sie Feuilleton. Aterlwiirdige Antipathie. ^' gibt "^" "°" s- Jourrier. d'3n Antipathien, und selbst ^ ^ Unli^ . ^" "lt einen, allem Anschein . Tl> ^ Sn^ ""' Widerwillen gegen irgend '!°<^b '.tt nicht überwinden können. "^'?^' ^UMr^.^ ^..^ ^^ ^^ ^ ^^ ^V^'°«nac ^"^ ^^'" 'lll"l"l in jeder I> d»h ' ^nnwicn-RulN, Mrschwasscr usw. > ' ^) um -" früher nicht „nein" gesagt, ,, Ä^ km Gläschen Liqueur gehandelt b) zl»^°ael'" ^wn ^, Bahnhofe angestellt und l^X ^n- d i! "'""er bereit war, irgendeinen ^' lt,»,^b k>l,r '"" er aber ein sehr tüchtiger VX>^ Echn"" b"" '^N"'. 6' war nicht ^°ls> '"Usw' '^"' ä" schlagen. Mit wahren V^ül lüssi "s " di> Reisenden, durchwühlte '^r^t ei;' ^ und wenn er merkte, dass ein ^ilo. '«en j«'"nr, dann machte es ihm beson-^j '' ^nn ^ ^väMück bis auf den Grund ü.X, > die H.,jf " Zug in die Halle eingefahren ^°t^°N^, "'enden, besonders die Damen, in > ^ssiertr ^7/ hübsche junge Frau, die bei ' ""° einen ganz kleinen Pompa- '^i,7H^/" ^selben?" H"k>. ^'6°ntrolleur." ^ "' Meine Gnädige?" „Oh! In dem kleinen Beutel!" „Gut, passieren Sie!" Er ließ die Marktleute die Körbe öffnen, und wenn die Eier zerbrachen oder die Aepfel durch die Halle rollten, so machte ihm das nichts aus. Eines Morgens lam mit dein Express von Marseille ein Herr, der außer seinem Koffer eine große Zinkkiste mit sich hatte. „Nichts zu declarieren?" fragte Vrido. „Absolut nichts," sagte der Reisende, „in meinem Kofer ist nur Wäsche, und die Kiste lasse ich hier, ich werde sie morgen holen." „Passieren!" . . . sagte Vrido und machte einen Kreidestrich auf den Koffer. Al5 alle Passagiere sort waren, sah sich Brido mit den anderen Zollbeamten die Kiste nengierig an, die kam ihm doch sehr verdächtig vor. Eine so lange und schmale Kiste, das war doch höchst merkwürdig. Er klopfte, gegen die Wandung, ein dumpfer Ton war vernehmbar: allein Anscheine nach war sie voll. Zwei Beamte sieligen an, die, Kiste zu schütteln, man hörte den Inhalt gegen die Wandung glucksen. „Die enthält Flüssigkeit," sagte Brido. „Das ist doch verdächtig," meinten die Zollbeam. ten im Chor. „Wasser wird es nicht sein," bemerkte Brido wieder. „Gewiss nicht! Sie sind auf der richtigen Fährte, Brido." „Das Gepäckstück kommt aus Marseille/' fieng cm Spassvogel an, „vieleicht ist Salzwasser dnnn." „Oder schon mehr gobrnnntok Salzwasser!" Die Beamten lachten. „Das wollen wir doch untersuchen," sagte Brido. Mit einem Bohrer machte einer der Männer eine kleine Oeffnung in den Deckel der Kiste; durch das runde kleine Loch führte er eine Sonde ein. Er roch daran. „Es ist Alkohol," sagte er mit Bestimmtheit. Brido roch auch. „Und guter Alkohol, das dachte ich mir! Na, mein Iungchen, wenn du Alkohol durchschmuggeln willst, dann hast du dabei nicht an Brido gedacht." „Einer von euch muso Gläser holen," fügte er hinzu, „wir wollen das c^rpu» 6clic>tu» einmal Probieren!" Der Vorschlag fand großen Beifall. Ein Beamter lief in die Vahnhofreslauratwn nnd kam mit Liqueurgläsern zurück; Vrido forderte die Männer auf, heranzukommen, und füllte die Gläser. Jeder roch als Kenner an dem seinen und leerte es auf einen Zug. „Es ist guter Alkohol," wiederholte Vrido, „er hat mindestens 80 Procent." Einer der Anwesenden meinte: „Ein ganz kleiner Beigeschmack ist aber . . ." „Ja, ein Beigeschmack von ,trink noch einmal'", sagte Vrido schlau, „na, noch eins für jeden." Die Gläser wurden von neuen, gefüllt; »nan trank auf das Wohl des Reisenden. Vrido als guter Familienvater füllte eine Flasche, um Frau und Kinder auch kosten zu lassen. Am nächsten Tage kam der Reisende aufs Zoll» amt. und Vrido war natürlich dort. Er hatte schon noch ihm MtSycMht. Zeitung Lalbacher Nr. 93. 768 24H«! ^ von der gegenwärtigen Constellation, speciell von der Annäherung zwischen Deutschen und Czechen, eine Einbuße an Einfluss und Vorrechten befürchten. -— Auch die MontagsNevue ineint, es existiere kein Hin« dernis mehr für die Verständigung des deutschen Bürgerthums mit dem czechischen, und sie würden frieden machen, obwohl diejenigen, deren ganze Machtstellung auf der Fortdauer des Unfriedens Mischen den beiden Volksstämmeu beruhe, eifriger als je am Werke seien, um die Annäherung zu verhindern. Wenn der Reichsrath die Gesetzentwürfe über die Investitionen und die Canäle erledigt, so arbeite er zugleich an der Verständigung zwischen den Deutschen und den Ezechen. Sie sei jetzt möglich, lind der Mnisterpräsident, dessen Art es fei, nur Positive Politik zu machen, werde wohl auch das Letzte volldringen, denn er sei der Mann des Vertrauens aller Parteien. — Die Neichspost hingegen misst den Liberalen und ihrer Presse die Absicht bei, durch allerlei Manöver den conservativen Hochadel, die Elericalen und Christlichsocialen als Feinde der Arbeitsfähigkeit und des Ministeriums Koerber erscheinen zu lassen. Allein diese Absicht sei durchschaut worden, und es werde den Liberalen nicht gelingen, als die alleinigen Netter des Parlamentarismus zu erscheinen und den gewünschten Lohn dafür einzuheimsen. Politische Ueberficht. Laibach, 23. April. Die Neue Freie Presse erklärt, die christlich' sociale Partei fei in offenkundigem Niedergange begriffen, und vergebens fuche fie durch lärmende Veranstaltungen darüber hinwegzutäuschen. Aus den Kronländern sei der frische Luftzug ge° kommen, und niit dem Einzüge der freisinnigen Ab° geordneten aus der Provinz habe der Kampf gegen die ultramontane Reaction begonnen. Das Wichtigste sei zur Zeit die Ueberwindung der parlamentarischen strife, aber die große wirtschaftliche Arbeit, die Zu-» sammenfassung der auseinanderftrebenden Kräfte durch das Band der culturellen Interessen, wodurch die Krise überwunden werden foll — das könne nur ein freiheitliches Oesterreich leisten. Deshalb hebe sich der Muth und die Thatkraft der freiheitlich gesinnten Parteien, deshalb sehen sie bereits den nächste»: Wahl' tälnpfen mit weniger Pessimismus als bisher ent> gegen. — Auch die Ostdeutsche Rundschau erklärt, die christlichsociale Partei befinde sich in unaufhaltsamem Niedergange, und der beste Beweis hiefür sei der Umstand, dass sie fpeciell gegenüber den Deutschradicalen wieder zu den Mitteln de5 Terrorismus zurückkehre, mit denen sie sich seinerzeit emporgebracht habe. Die neue serbische Verfassung wird vom Fremdenblatt als ein Friedenswcrk bezeichnet, daö darauf angelegt ist, das Land vor allzujähen Schwankungen und vor allzu rücksichtsloser Ausnutzung der Parteiherrschaft zu bewahren und dein Volke Gelegenheit zu stärkerer Entfaltung seines politischen Thätigkeitstriebe» zu geben. Es sei zu wünschen, dass sich Serbien wieder erhole und erhebe und der Neweis erbracht werde, dass sich auf diesem Boden ein modernes Staatswesen aufbauen kann. Das Vaterland bemerkt, oafs die Verfassung nach der modernen freifinnigen Schablone gearbeitet ist und dafs über ihren wirklichen Wert für Serbien nur die Praxis entscheiden könne. Vorläufig fcheinen die ferbischen Parteien damit Zufrieden zu fein. Wie man aus Cetinje fchreibt, ist Fürstin Milena kürzlich in Antivari angekommen und in der fürstlichen Villa in Topolica, wo auch das Erb° Prinzenpaar sich befindet, abgesticgn. Die Fürstin wartet dort weitere Nachrichten von ihrer Tochter, der Königin Helene von Italien, ab, die betnnnt lich für die nächste Zeit einem freudigen Ereignisse entgegensieht, aus welchem Anlasse die Fürstin persönlich bei ihrer Tochter weilen will. Fürst Ni-tu laus hat seiner Gemahlin das Geleite bis Antivari gegeben. Nach einer Meldung aus Paris beabsichtigt der Ministerpräsident W a l d e ck - N o usseau, der sich bekanntlich in Italien befindet, erst um die Zeit der Wiedereröffnung oec> Parlamentes die Leitung der öffentlichen Angelegenheiten wieder zu über» nehmen. Mit feinem Aufenthalte in Italien ver-knüpfen fich keinerlei politische Zwecke, der Ministerpräsident hat weder im Sinne nach Rom zu gehen, noch mit Herrn Z a n a rdelli zusammenzukommen. Die Gerüchte, wonach Herr Waldeck-Nousseau sich vom Ministerpräsidimn zurückziehen wolle, seieu verstummt. Die Gegner des Cabinettes bereiten sich vielmehr vor, kurz nach dem Wiederzusammentritte der Kammern den Kampf bei Gelegenheit der Ver° Handlung über die Steuerreformen und insbesondere die Einkommensteuer, deren Berathung in dieser Legislaturperiode eine große Zahl von Abgeordneten ihren Wählern versprochen hat und die über Wunsch der Regierung vertagt worden ist, von neuem anfzn-nehmen. Ein Erfolg-werde allerdings diesem Angriffe gewiss ebensowenig beschieden sein, als den wieder' holten früheren Versuchen zur Entwurzelung dieses Ministeriums. Die „St. James Gazette" verzeichnet als sehr auffallend die Thatfache, das« Lord Roberts in seinem diesertage veröffentlichten Berichte im Gegen» fatze zu der oft sehr suverlativ gehaltenen Belobung der meisten höheren Officiere für die Thätigkeit General Sir Redvero ÄuIlers leine Worte de<' Lobes gefunden hat. Es sei klar, dass Lord Roberts sich ein für den militärischen Ruf Sir R. Villlers äußerst vernichtendes Urtheil gebildet habe. Tagesneuigleiten. — (Ueber die Erkaltung der Sonne) veröffentlicht Herr Dr. Neuwirth in der letzten Nummer des „Sammler" eine interessante Studie, der wir die folgende Vetrachtung entnehmen: „Ein der ganzen Masse der Erbe gleiches Gewicht an bester Steinkohle würde gerade nur hinreichen, um den Nrand des ungeheuren Sonnenofens während 23 Tagen zu unterhalten. Da die Masse der Sonne aber 324.000mal so groh ist als die der Erbe, würbe erstere, wenn sie aus reiner Steinlohle bestünde, immerhin nur 25.000 Jahre reichen, um die Wärmestrahlung der Sonne in den Weltraum zu bestreuen. Dass die Sonne nun jedenfalls schon unendlich viel langer besteht, steht außer jedem Zweifel, und es ergibt sich daraus mit Nothwendigkeit der Schluss, dass die Wärme erzeugenden chemischen und physikalischen Processe auf der Sonne ganz andere fein müssen, als sie bei einer gewöhnlichen Verbrennung auf der Erbe herrschen." ------------------------------------------------------- st zu,,' ^. - (Die Kunst, indiscret i" ' M ^' italienische Witzblatt II uionäo ew ""' ^, Well) hat seinen Lesern folgende Ple'sf"^^^ „Wie lann man von einer Dame ihr Älter ^eli^ ihre Empfindlichkeit zu verletzen?" Die b"^ ,,oli>, Antworten lauten: „Man sage der Dmne- "^i!^, gangene Nacht träumte ich, dass Sie mich ^ F^ Lotto zu fpiele». und zwar die Zahl I"^ OB Jahre. Wir würben ohne Zweifel gewin"", ^ ^ zusammen spieleil? Welche Zahl muss ich '^„ M' - Noch schlauer ist die zweite Methode: ^t 3^ Dame: Wie lange sind Sie schon verheirate», ^ Zit >^ (Und nach der Antwort:) Mein Gott, da >v" ^i ^ der Hochzeit fast noch ein Kind. M! ^B^ tiaben Sie denn geheiratet? Aus den be'den „^l^ hellt dann sofort das Alter der Dame, ohne o , . ^ ^ des Fragers allzu deutlich zutage getreten ' ^,,, nun gar die dritte Methode: „Man frage ^F^ »vie viel Jahre sind Sie jünger als Ihr H^ Alsi^ dieser Frage wird eine Dame schwerlich etw ^ü!,^ finden und die Antwort nicht verweigern- ^l^, man das Alter des Gemahls fest, was «mc ^,5, bietet, da ja die Männer ihr Alter nicht j' , pflegen, und die Aufgabe ist gelöst." .. so >«" < - (Die „Schweigende Sta d ^ ^, gemein eine über dem Muir-Gletscher m " ^ ^,> sehene merkwürdige Luftspiegelung 3""""'.^5 , die eine grohe Aehnlichteit mit Vnstol s'" ^-' Herzog der Abruzzen fah im Iah« /^ ^j^, zum Mount Ellas die Spiegelung über "" ^ü ,^ und beschreibt sie wie folgt: Die siidllchen ^,^ Mount Elias ragten beutlich hervor ""° ^ ^ der langen Kette der Ehaix-Hills. du. "'"'^nu" ^F lllspina-Gletscher näherte, eine Neihe von ^ ^ Iyi > annahm, die wir nicht länger erkennen io ^le" , risse waren vor unseren Augen Verändeil»'^^^,, ^,. und nahmen die Form von .Mrchthü'rmen. ^ii' ^ Minarets und architektonischen Um"! r ^ M"^! Kathedralen an, die alle langsam "'sch'"^,^ ^ den und denen »oeniger hohe, s^ug 3 ^^la»! ^' folgten. Ebenso erklärte der Capitän ^ ^ ^ c' / canadischen Rcgierungsdampfer ..^""^5' ^„f < ^ stellung der Stadt Bristol wie "'"9"^^^ Meilen lange Photographie oben auf " d" ^ reflectiert sei. Die Expedition ^r EN" ^ 5 ,' scheinung wird eine vollständige UiNM^ sM s, spiegelung anstellen und gleichzeitig '^'^ s^hen >' ^ die Wetterbedingungen am Gletscher °> ' ^ >v ^ gleichzeitig in Bristol. Wenn es regn" ' ^^" "'^ Bristol und heiter in der ..Schweige"»"'^ ^^ es ohneweiters unmöglich, dass es s'H .^ spiegelung von Bristol handelt. „, ge^, - (Photographie , n s" ^tsH, ^ senen Buche.) Eine höchst "n/wur°^ F. Ierris Smith mit, die er selbst p "^'„ B ^ nämlich die photograpyische Wiedergab Hels^/ in Büchern durch Phosphorcscenzllcht. ^n^ ^ von praktischer Wichtigkeit, wo es 'l^ ,„ W^ ^ photographische Aufnahmen von Allots „Was ist in der Kiste?" fragte cr. „Nichts, was steuerpflichtig wäre." „Kein Wildpret?" fragte der Beamte. „Wildpret? Ach, du meine Güte! Ich möchte das nicht als Wildpret auf den Tisch gebracht be» kommen! Eine Riesen-Voa.Constrictor ist es, die für daü Museum bestimmt ist." „Na, die Fabel von der Schlange kenne ich," hohnlachte der Beamte ungläubig; „oft versucht man ja nicht, uns das einzureden, aber es kommt doch vor. In der Kiste ist Alkohol. Ich stelle den Strafantrag gegen Sie; kommen Sie mit ins Bureau." „Alkohol?" sagte der Reisende, „woher wissen Sie denn das?" „Ich habe ihn probiert." „Sagen Sie das nicht, um zu renommieren?" „Wir haben davon getrunken, um uns von dem Procentsatze überzeugen zu können," sagte Vrido spöttisch. „Na, ich danke!" rief der Reisende, „was haben Sie da gemacht!" Und schon war er beschäftigt, den Deckel der Kiste zu entfernen. Gleich darauf fah man eine große, dickbäuchige Schlange im Alkohol wie in einem Bade schwimmen. Vci dem Anblicke taumelte Nrido kreideweiß gegen die Wand, und die anderen Beamten flohen entsetzt davon. Und fo kam es denn, dass der Zollbeamte Vrido von dem Tage ab eine unüberwindliche Antipathie ycym Alkohol hatte. Zas Oeheimnis der schwarzen Oräfin. Roman vvn vrmauos Vandor. (2. Fortsetzung.) „Die schwarze Gräfin! Sie muss wieder ein paar Groschen gehabt haben, da hat sie zu tief in'n Buddel geguckt!" „Sie haltcn die ^rau für betrnnken?" „Ci, natürlich! Was sonst? Die säuft wie ein Iltis! Viel vertragen kann sie nicht. Ein halbes Dutzend Schnäpse schmeißen sie 'rnm. Kein Wunder, wenn der Magen leer ist. Sonst haben sie nichts zu beißen und zu breÄM. Das Kind, was ihre. Tochter ist, muss fiir beide forgen. Da kommt fie." Rolf Weipert blickte flüchtig nach der bezeichneten Mchtunsl, aus der fich ein junges, kaum den Kinderschuhen entwachsenes Mädchen der Gruppe mit eiligen Schritten näherte. Eine flammende Rothe überzog ihre feinen, blaffen Züge, als sie den fremden Herrn gewahrte, der mit einem aus Theilnahme, Mitleid und Widerwillen zusammengesckten Gesichtsausdrucke die regungslos auf der Straße ausgestreckte Gestalt der Besinnungslofen musterte. Fiir die übrigen Zufchnuor mochte der wider» wärtige Anblick des betrunkenen Weibeo etwas Alltägliches, Gewohntes fein, denn nach einigen Se° cundm zerstreute sich der kleine Kreis bis auf wenige, die Zeit genug hatten, den wcitcmi Vcrlcmf der un« erMlwchsn Hc.om' ahzuwylten, -^^^-^-------^^^-^^^ „Mutter!" flüsterte das Mädch^^.chte"' über die Frau bengte und dieselbe a",^,. . „Komm doch, Mutter! Besinne d,cy " ^ e>" ^ .Vergebliche Liebesmüh'! Die h^ ^li'^ sich genommen!" sagte der Mann, ^ebs"^. Doctor Weipert die Eiläuteru,'^' 1;! ' .^ „Das Mensch ist steif wic 'n Scandal, dass die Polizei das ^"^,„M'l ^ ins Arbeitshaus gesteckt hat. " ^^,elt" Kind, nettes Mädchen!" fügte er, z" ?-' halblaut hinzu. ., ^'^. ^ Rolf Weipert trat näher "" ^,„ '" ,?,<, trunkene heran und blickte "uf"" > ^11 ^ wärts geneigte Gefichl der Frau. , ,„u » zurück, um sie dann näher "')'' ^ r> ^ überzeugen, dass seine Wahrnc ^ ,„. ^/ Hier war weder Spott, noch ^^ ^ Platze; die Unglückliche hatte fm ^ zu athmen. ,c,ch "" .^ „Die ist weder betrnnlen, ^ sondern todt!" sprach cr "'^- , ^ ^. Das Mädchen stieß einen f/^ll^.^'siil' ' mehr Schreck und Bestürzung "^ .^ zM,F Auch in den Mienen der Umst^ ^'il - F, stürztes Erstaunen über den """""^n'"' , ß°, des Fremden. Jemand machtc eim ^„, ^ „I wo, todt! Die ist nicht ^^<.^ wic'n Brett. Wir kennen sü'. ^"^' .t^H^ l ..Sie ist todt!"wiederholtc MH,.,.!''' « UolM'W m bn- NiM Ich l"„ " e M ^^Ieitung Nr. 93. 769 24. April 1901. ^>>n ^)^ dich Bücher von ihrem Standorte oder ei 3"» don ^"'""'" entfernt werden. Dazu ist das «! ^C«ln ' " s^bter Einfachheit. Man nimmt tis.." selbst!^,'" ber "forderlichen Größe, bestreicht es ^^Illnq d ^arbe von Balmain und setzt es »ü! '^e aus ^°"nenlichte ^der auch dem elektrischen k/l ^tnd.,' ^°"n legt man es gegen die Rückseite des Voi, "°" enitn? ""es. Auf die Vorderseite des letzteren D^ega!!^" eine Troclenplatte ober ein genügend dich! ^ yi,u '"' Natürlich muss die lichtempfindliche sI ^ ^apiltdi?"!. ^ Buch einfach zu und lässt es je ^ fest l^e dcs Bildes 20 Minuten bis zu einer ^ctioi, f'7>1'en. Nach Ablauf dieser Zeit ist die «°n lkbli .,''.? und die fernere Behandlung ist dieselbe '«!" " ler Dialog.) Zwischen einem 'H, '°! folgen """ bekannten Schauspielerin fand <^',^'t lom^''°^ Dialog statt: Director: Me ^n '^ttin. .v"" schon wieder zu spät zur Probe! — 'H° " Diiict °'.'3 ""'^ '"ir erst lnein Haar kräuseln ^^ ^- ^azu war Ihre Gegenwart doch nicht ,/ ^ "^ Provinzial-Nachrichten. ?^'"N1 in^^^ubienst,) Das l.l. Handels--l,!^ bti den m c^"^ b'e Errichtung des Telegraphen-' n, .flra!.. Postämtern Aanialota. Obermösel und ',^ Ai! '„bewilligt. ^' ^ "^ 3tei,^ ",sHe s.) Ernannt wird Oberstlieute-h"s°> 8°Nei'V . " " terrichter v. Rechtenthal "«"^'^Pn^^^^ ^^ ^ sum Commandanten des <>r I ss ?'' U Transferiert werden: Haupl-V^^^teain. .^ August Ritter von Scheuer vom ' ,'"W. """Ne !1tr. 7 zn,n 1. Regiment der Tiroler Arnold von u°» ^^ ^nlanterieMegiment Nr. 7 zum Pionnier- l'U ^Nl >r.s.' ^'"itenant - Rechnungsführer Ignaz -'^egi^ Nuugs-Artill.!iieieginlent Nr. 2 zum In- ^k ^°sef M .' ^ (Cadre): die Üandwehr-Evibenz. "'»l!,? ^ll / ^ l N vom Landwehr-Infanterieregiment ^kli! ^ 21 ..^"'Landwehr-Infanterieregiment Eanct "^""gimenf ^ ^'^aus Cinbriü vom Landwehr-^ '^ >lagenf F"° ^r. 2?. zum Landwehr^Infanterie. ^^'Niai V ^ ^- I" bie Reserve wird übersetzt ^,i ^ttbata/s. ^asse Dr. Adolf Luteschitsch ^ lAuf-'^"? ^tr, « veim Garnisonsspitale Nr. « ^?ud7^'sortTarvis). " ^ Cc,n/. ^"erter Wasserleiiung.) Di< ""^'bla,^ ^on des Gesetzes und die am 20. d. M. »^Schusse .^ ""libacher Zeitung" vom lrainischen ?>>f^ Nubolf^""le Eoncurrenz-Ausschreibung. be- ^n?/"eli, "'^°"ter Nasserleitung, wurden von den ''^tn,> theils" ""^" Ortschaften, welche dieser '^Xd^geiw, ''l! werden sollen, mit Begeisterung 'sch ^de'li >, ^"'' ^a nun eine der vitalsten Fragen l l^Muß^ ^ .^°sung gelangt. Allgemein wird der ^tl» n? ^er'o. '^ ^ '" d" Realisierung des Wasser-.>!< , d>>Hlichtet ° «" "^ ssactoren zu unendlichem ^tn^tts f,!^"' wenn die Wasserleitung vor Ein-?> Yd'^ttc^"'""len. so dass es den mit diesen Aer^ ^i./'^ien ''/'gentlich nur wundernehmen muss. ^htt de/^ '" "°ch größerem Mähe auftreten. --^^l5all war. —o— — (Praltisches Geschent.) Frau Abvocatens-Witwe Theresina M o s ch ci hat aus dem Nachlasse ihres Gemahls dem Lanbesspitale zur Vermehrung seiner Bibliothek eine schöne Vüchersammlung gespendet. — Derlei Spender mögen noch nachfolgen! — (Stimme aus dem P u b l i c u m>) Wir erhalten folgende Zuschrift: Man braucht nicht Holländer zu scin, um mit Entsetzen die unglaublichen Mengen von Staub zu betrachten, die uns in allen Straßen und auf allen Plätzen üaibachs entgegenstarren. Eine Sehenswürdigkeit darin bilden der Platz vor der Nonnenlirche und die Gra-discha? hier liegt der Staub seit vielen Tagen an zehn Centimeter hoch. ohne dass der Wasscrwagen auch nur ein ein-zigesmal dahin dirigiert worden wäre! Bei dem herrschenden Winde ist das Ausgehen geradezu eine Pein, denn jedes Gefährte, jeder Radier und selbst die Fußgänger wirbeln Staubwolken auf, die einen oft am Weitergehen hindern, und mit ausgetrockneter Kehle und mit brennenden Augen lehrt man verdrossen heim. Wenn unsere Stadt erfreulicher-wcise alle modernen Beleuchtungs-, Verlehrsmittel lc. einführt, so sollte sie in der Slraßenreinigung auch fortschrittlich vorgehen. Was nützen sonst die lehrreichen Feuilletons cines geschätzten Mitgliedes des hierortigen Sanitätörathes, wllchc in ausführlicher Weise die sanitären Straßenzustände anderer fortschrittlicher Städte schilderten, wenn nicht einmal die allernothwendigste Reinigung durch fleißiges Aufspritzen vorgenommen wirb. (Anm. der Red.: Ein kleiner Versuch zur Abhilfe wurde im Verlaufe des gestrigen und des heutigen Tages unternommen.) — (Todesfall.) Gestern früh starb hier Herr Josef P ance im Alter von 46 Jahren. Der Verstorbene hatte 22 Jahre in der Militz'schen Auchdruclerei als Maschinenmeister gedient. Er hinterlässt eine Witwe mit drei unmündigen Kindern. Das Leichenbegängnis findet morgen um 6 Uhr abends von der Kralauergasse Nr. 37 aus statt. — (Das Concert in Krainburg), welches die beiden Ortsgruppen des Cyrill- und Method-Vereines am Sonntag veranstalteten, erregte schon vorher das Interesse durch die Reichhaltigkeit und Mannigfaltigkeit seines Programmes. So stellten sich denn zur festgesetzten Zeit Besucher in großer Zahl aus allen Gesellschaftskreisen ein. Der verhältnismäßig große Turnsaal des Sotol repräsentierte sich mit dem geschmückten Podium sehr gut; namentlich wurde es angenehm empfunden, dafs für eine hinreichende Zahl von Tischen Platz war. an denen man auch anderen als Kunstgenüssen sich hinzugeben und so zugleich — im verjüngten Maßstabe — das Gemüthliche der in größeren Städten üblichen Salon - Promenabeconcerte zu verlosten vermochte, ein Fortschritt, der verzeichnet zu werben verdient. — Nach einem den Appetit nach „Mehr!" reizenden Einzugsmarsche betrat Fräulein M. Havnil, stürmisch begrüßt, die Tribüne und trug mit Gefühl und natürlichem Pathos, das ihrer eleganten Erscheinung besonders gut stand, Gregors' Ode „Oljli" (An den Oel-baum) vor. sich hiebei ganz bedeutend über das, was man gemeiniglich unter einer Declamation zu verstehen und zu erwarten pflegt, erhebend. Der edle Herzenston mit seiner Friebenssehnsucht, in den das tiefempfundene Lied ausklingt, ließ in seiner Klangfarbe von echter Poesie wohl auch die in nicht verhärteten Herzen liegenden Mittöne erklingen, so dass der rauschende Beifall, der die Vortragende lohnte, nicht bloß der mechanischen Handarbeit gleichkommen dürfte. — Hiemit verbreitete sich eine lunstempfängliche Stimmung in, Saale, die mit der Tonart der eisten Concertnummer „Liebeszauber" harmonierte. Das Träumerische und wiederum Jauchzende, das in diese Ouvertüre Müllers hineingelegt ist. brachte der Musilclub — besonders schön ntönte die Flöte und das Flügelhorn — sehr gut zur Geltung: im weiteren Verlaufe spielte dieser Verein von tüchtigen Musilern die immer und auch diesmal freudig gehörte Phantasie „Mein Oesterreich" von Rosenkranz; ferner das berühmte Sextett aus bei „Verkauften Braut", nach dem stürmischen Veifalle zu schließen, die musikalische Glanz-nummer des Abcndes. Der Musilclub schloss sein Programm mit einem leicht beflügelten Potpourri, musste aber infolge donnernden Beifalles, der seiner Gesammt-Probuction galt, noch Zugaben leisten. — Den Club dirigierte mit bekannter Präcision Herr Musillchrer Wogrolly, auch selbst bei wichtigen Passagen den Violinbogen führend. Ueberbies zeigte er durch zwei Solonummern neuerlich, wie fein er seine Geige zu behandeln versteht; mit Zartheit und poetischer Auffassung gab er Sarasates ^oururns lio lüliopin und wieberholte bie schon seinerzeit mit so großem Neifalle aufgenommenen „Spanischen Tänze"; au sein Spiel schmiegte sich mit ber Clavierbegleitung Fräulein Iurman verständnisvoll an. — Die Gesangsnummcrn, vorgetragen vom fMlnica - Gesangschore unter Leitung des Herrn V. Rus, haben uns. wie bisher noch nie befriedigt. Die Gesaiigsstücke waren glücklich ausgewählt, grünblich ein-slubiert und wurden mit zündendem Feuer gesungen. Dem Chore schienen die Flügel förmlich zu wachsen: serins l)o,nu erklang mit voller Kraft, v. Zajc' (ürno^orao Onoxorlvi erregte Begeisterung; Vogls „Die Zigeuner" endlich fascinierte förmlich das Publicum; es wurde aber auch, von anderem abgesehen, der darin vorkommende Solopart von Herrn Rus mit solchem Schmelz und hinwiederum solcher Energie, entsprechend dein Freud und Leid des Zigeunerlebens, vorgetragen, dass wir uns des Gedankens nicht erwehren konnten, für den Tenor des Herrn Rus scien die Grenzen von Krainburg zu enge......Den Beschluss machte eine Iuxlotterie, die so manchen Spielenden mit monströsen Gaben „beschenkte." In der besten Stimmung und allseitig, natürlich auch über den materiellen Erfolg, befriedigt, gieng man — es schlug schon die Mitternachtsstunde — auseinander. Einigen Getreuen aber soll, wie die Kunde geht, das Scheiden erst mit dem Morgengrauen ein< gefallen sein. —in— — (E in bruchsb leb stahl.) In ber Nacht vom 15. auf den 1<>. d. M. wurde in den am Wohnhause der Gastwirtin Marie Prtschauer in Unterlast gelegenen Weinkeller von unbekannten Thätern eingebrochen unb ein Fass« chen mit 3l"> Liter Wein gestohlen. In der gleichen Nacht erfolgte bei derselben Gastwirtin ein Einbruch in das un» bewohnte, unversperrte Zimmer Es wurden EfSwaren, ein schwarzer Regenschirm und ein rothlebernes Geldtäschchen mit der Inschrift „Zum Andenken" unb dem Inhalte von 5» X gestohlen. —o— — (ttra pina - TöpIitz.) Die strengt Kälte unb außergewöhnlich langt Dauer des heurigen Winters hat arge Verheerungen bei der leidenden Menschheit angerichtet. Sie begrüßt darum in voller Freude den Eintritt des Frühjahrs insbesondere deshalb, weil sich nun die Pforten der heilung-bringenben Bäder öffnen. Krapina -Töplitz in Kroatien, eine Stunde von der Eisenbahnstation Zabol - Krapina-Töplih entfernt, ist sowohl durch seine südliche, gegen niuh? ttinde geschützte Lage als durch seine günstigen klimatischen Verhältnisse zu einer Frühjahrscur besonders geeignet. Die wasserreichen Quellen, deren Temperatur zwischen 39 unb !i5 Grab Reaumur liegt, sind von erfolgreichster Wirkung bei Gicht und Rheumatismus, Ischias, Neuralgien, Lähmungen . Folgezuständen nach Muskel- und Knochenverletzungen, bei chronischen Nieren- unb Nlasenerlranlungen sowie bei Frauenkrankheiten. Die ebenso bequem als komfortabel eingerichteten Bäder unb Wohnungen sind fowohl untereinander als mit den Restauration»- und sonstigen Curlocalitäten durch gebeckte Gänge verbunden. Der wohlgepflegte Part an ber Südseite des Curhauses, in welchem zweimal täglich die Curmusil spielt, sowie die weiteren Anlagen bieten hinreichend Gelegenheit zu Spaziergängen «nb Ausflügen. Die Restauration ist gut unb billig. Krapina-Töplih ist ein Nab. in welchem man behaglich, gut und billig lebt; es ist tein Modebad, aber ein solides Heilbad, was für bic Gcnesungsuchenden wohl die Hauptsache ist. . «,!>>ch!h „'""bl'ch unte,suche,!, N«l!0» wild o« Tj ' ^r c^in,; nM>!" ward ihm ^ur ^ ^Mfe,6"l' arbeits^'wohllw, Armc d^r , ^>N un> ?b"'"l zu und holx>n dic Todte l^^'Nr ^ 5 jun^' Mädchen folgtcn. >^ <^h "ur>^, .z^ bW in rim'n düstren ^^'d^,Z'! ''U'lh.hon. finw-m Häuser trawl °»."li >5^son s' " W "alu> mwnmndor l>'ran. das5 3^5 ^"imn'7' '" ^l"" ^lah hatt.'. ^ '^on ^.olinunq cines der schmulMten, !^>?u^m""' """ ^"' Gräfin" b" Leiche auf das unsaubere, h^k^rr ""lisMe „i,d au5 Lumpen be- '° ^,""ttur N "Ufernten sich dann wieder, >< r>!i ^" unt>"^'" die Todte einer eingehenden ^ l^'^rn^,^"^ Der Tod war jedenfalls in- 5 >d?' si^"^' cnMtreten. Schon am Taa,e ^^" vorl "" l"cl)ie5 Nebelbefinden gettagt ""^ wenin geschlafen. V"'t i ^strod, / ""b sichtlich noch a,anz verwirrt k^'^bob'^"" 3"hendc des Lagers stand, ''h « "°N. "d" Ctimme auf die Fragen des ^> °n sich '".'/' Untersuchung beendet hatte, ^>lüs ^aun '/"l"u Schaudern seine Um- '' X "^loch ^./"lnte dieses feuchte, düstere, ^> > ^bs,,
  • gezimmerte eisten vorhanden. Der ganze Naum trug das Gepräge unsäglichen Elends und bitterster, erschütterndster Armut. Tie Luft war stickig, mit widerwärtigen Aus-dünstnngen angefüllt und durchlegt von einem aus-gesprochene», Svirituosengeruche. Die „schwarze Gräfin" schien ihrer Leidenschaft für gestige Getränke also nicht nur in den Wirtschaften, sondern auch da-heim gesröhnt zu haben. Weipert hatte in diesem Momente nur Augen für den Schmutz, dessen abstoßender Anblick sich überall dem Beschauer entgegendrängtc. ,Pfui," sagte er tadelnd, indem er sich umschaute und sein Taschentuch an Mund nnd Nase führte, um den Geruch nicht mehr als nothwendig einznathmen, „wie lann ein junges, erwachsenes Mädchen solche Ünsaubert'eit um sich dulden!" Ein grelles Noth stieg in das Gesicht dcs Mädchens und entwich daraus ebenso rasch wieder. ..Ich hatte keine Zeit," sagte sie tonlos. «Von »,w''ü"i5 fmh biö nhfM' bin ich in der FMk. Todb müde tomme ich nach Hause. Sonntags habe ich für ein Geschäft gestrickt, und abends musste ich noch oft stundenlang drüben bei der Büglerin helfen. Es gieng »licht anders. Man will doch leben!" setzte sie müde und beschämt hinzu. „Nun, nun, es war nicht böse gemeint!" be« gütigte Weipcrt, den das arme junge Wesen dauerte. In seinein Leben hatte er noch nicht solche Armut gesehen. Daheim bei seinen Eltern hatten sic's auch nicht reichlich gehabt. Man hatte sich bei dem kleinen Verdienste deo Vaters und den vielen Erfordernissen des täglichen Lebens eben aufs äußerste einschränken müssen, aber sie waren doch immer satt geworden, und der natürliche Schönheitssinn der Mntter hatte, der kleinen, einfachen Stube den Eindruck der Behag-lichkeit zu verleihen gewusst. Und mit wie wenigen Mitteln! Ein paar Blumen am Fenster, einige billige Bilder an den Wänden, eine frischgewaschene, steif-gebügelte Serviette über die wollene Tischdecke, und vor allem die peinlichste Sauberkeit hatten die Dürft tigkeit des Mobiliars vergessen lassen und sogar einen Schimmer von Eomfort in dem kleinen Reiche ver« breitet. Nnd Doctor Weipcrt dachte weiter an sein eigenes stattliches Haus in New.York mit den glän-zenden Näumen, den Marmortrevpen nnd dem Marmorbnde, mit den Gemälden und Bronzen und Teppichen, dem Wintergarten voll seltener Gewächse und all dem raffinierten Luru5, der das Privilegium der Reichen ist, und eine seltsame Regung, beinahe etwas wie Scham durchzitterte seine Seele. (F»l»lch»ng solgt.j Laibacher Zeitung Nr. 93._____________________________________770______________________________________________24^^ — (Verein der Aerzte in Krain.) Am 2N. d. M. um halb 6 Uhr nachmittags findet im Vereins-locale (Üandesspital) eine allgemeine Versammlung der lammeipflichtlgen Aerzte behufs Festsetzung eines ärztlichen Honorartarifes statt. Ueber Einladung der Aerztelammer beruft der Verein der Aerzte in Krain seine Mitglieder zu der gleichzeitig stattfindenden Vereinssitzung über denselben Gegenstand. Einziger Punlt der Tagesordnung: Aerztlicher Honorartarif. (Ref. Dr. Peter D e f r a n c esch i.) — (Die Gründungsversammlung der Weingenossenschaft in Rudolfsweit) findet Mittwoch, den I. Mai, um 10 Uhr vormittags im neuen Gasthause ttoKal in Rudolfsweit statt. Das Programm enthalt folgende Punkte: 1.) Wahl des Präsidenten; 2.) Vor. läge und Beschluss der Statuten; 3.) Wahl des Vorstandes, des Aufsichtsrathes, der Priifungscommission und des Schiedsgerichtes. — (Ein seltsamer Gast.) Ein Correspondent des «Slovensli Narod" berichtet: Oberhalb Trifail gibt es in der Kaische, die von dem Ehepaare Vehovec und dessen zehnjährigem Sohne bewohnt wird, seit Monatsfrist einen seltsamen Gast. Ein groher, prächtiger Aucrhcchn — 1«trao k>«K'a1IiiÄ I.. — tommt allabendlich aufs Dach, auf den Kirsch- oder Kastanienbaum, übernachtet bort, balzt in der Früh wie toll sein geheimnisvolles Liebeslied und fliegt, sobald die Frau aus der Kaische tritt und ihm zuruft: «Nun, Zigeuner, so tomme herunter!" auf den Voben, um ihr, gleich einem gereizten Truthahne, singend nachzulaufen. Ich hab< ihn selbst beobachtet, wie er dem Weibe sogar m die Küche und ins Zimmer nachtrottelte, woselbst er auf Bänken und auf dem Tisch« herumlief, ohne Unterlass sein kreischen-des Lied singend. Der Iagdpächter, Vergwertsbirector Drasch, lieh den Sonderling mit der Frau und der Kaische photographisch aufnehmen und beabsichtigt, ihn im lebenden Zustande — der Hahn lässt sich nämlich auch anfassen und auf der Hand. am liebsten von der Frau, tragen — nach Wien zu senden. — (Excess eines Stellungspflichtigen.) Am 19. d. M. benahm sich der zur Stellung in Nudolfswert vorgeladene Franz Kump im Auslleideraume gegen die dort zur Aufrechthaltung der Ordnung postierten Gendarmen derart widersetzlich, dass er als verhaftet erllärt werben musste. Daraufhin weigerte er sich, seine Kleidung anzulegen und stieß um sich, wobei er auch den einen Gendarmen mit dem Fuße traf, ohne jedoch denselben verletzt zu haben. Er wurde mit der Kette geschlossen und sodann in den Stadtgemeindearrest abgeführt. Als ihm dort die Schließlette abgenommen wurde, versetzte er wieder dem einen Gendarm einen Stoß in den linten Oberschenkel. Erst auf den angedrohten Waffengebrauch ließ er von thätlichen Angriffen ab, doch schüchterte ihn auch diese Drohung nicht so sehr ein, dass er die beiden Gendarmen beim Verlassen des Arrestes nicht beschimpft hätte. Kump wurde am folgenden Tage wegen Wachebeleibigung dem Kreisgerichte eingeliefert. —o— — (Vereins ausschussWahl.) Der Club Oolon^kili kicikli^wv in Rubolfswert hat in seiner am 20. d. M. abgehaltenen Versammlung folgende Herren in den Auüschuss gewählt: Nohuslav Slalicly zum Obmann, August Guzelj.' Anton Iatac, Rudolf Muhoviö. Franz Kenda, Franz Predalii- und Adolf Guftin zu Ausschuss-mitgliedern. —o— — (Maßnahmen gegen die Auswanderung.) Vorgestern wurden in Agram die Agenten Ivan Prus aus Tschernembl und Gjuro Parazajder aus der Gemeinde Sv. Iana durch die Polizei angehalten, welche unter dem Landvollt Auswanderer für Amerika anwarben. Prus entwickelte seine Thätigkeit hauptsächlich im Bezirke Tschernembl in Krain und Parazajder im Bezirke Iasla. Die zwei Agenten wurden in ihre Zuständigleitsorte abgeschoben. * (Entwiche n.) In der Nacht vom 22. auf den 23. d. M. sind aus den Arresten am Castellberge drei Sträflinge entwichen, darunter die beiden berüchtigten Diebe Johann Iereb und I. Plauc. Noch in derselben Nacht sollen die Gauner in Slofeljca beim Bescher Kammlar einen Ein-bruchsdiebsiahl verübt und einen Geldbetrag von 810 Kronen gestohlen haben. Die beiden Diebe sollen sich in der Umgebung von Laibach herumtreiben. Der dritte Flüchtling stellte sich heute selbst. " (V e r h a f t u n g.) Die Arbeiterin Francisca Slobec aus Nresovitz wurde gestern wegen Diebstahles zum Mchtheilc des Felix Koiar verhaftet. " (Ra u fexc ess.) Gestern abends geriethen in der Schnapsschenlc auf der Wienerstrahe die Arbeiter Anton Zupan und Valentin Zemlat miteinander in Streit, der in eine Rauferei ausartete, wobei beide verletzt wurden. " (Diebstah l.) Die Bettlerin Maria Konöar entwendete dem Schuhmacher Jakob Havs, Austraße Nr. 20. ein Paar neue Stiefletten und wollte diese in der Stadt verkaufen, wobei sie ertappt wurde. " (Wegen eines sittlichen Delictes) verhaftete gestern die städtische Sicherheitswache den beschäftigungslosen Fabrilsarbeiter Josef Hribar. — (Vereinsunterhaltungen.) Die von der Frauenortsgruppe Littai-St. Martin des Cyrill- und Method-Verelnes am verflossenen Sonntag im Gasthause der Frau Nloifia HaSlinger in Littat abgehaltene Vereins-Unterhaltung erfreute sich eines ungemein zahlreichen Be-suches aus Littai, dem benachbarten St. Martin und der Umgebung, so dass die geräumigen Localltäten die große Zahl der Besucher laum fassen lonnten. Sämmtliche Programmnummern fanden verdienten Velfall. Recht wacker concertierte unter Leitung ihres erprobten Kapellmeister«, des Herrn Peter Iereb, die Llttaler Feuerwehr, mustllapelle; insbesondere wurden die zum Vortrage ge-brachw, NovltMn vom PnbUcnm sehr beifiMig auf. genommen. Der Reinertrag der Unterhaltung, welche erst in später Nachtstunde ihr Ende fand, dürfte ein sehr bedeutender sein, er fließt der Vereinscentrale in Laibach zu. Bemerlt wird noch, dass auch sehr viele Gäste aus Laibach die Unterhaltung durch ihren Besuch beehrten, — Die am nämlichen Tage in Sagor vom Turnvereine «L»ß0i-iilli 8olco!» im Gasthause der Frau M. Medved veranstaltete Vereinsunterhaltung hatte einen sehr guten Besuch aufzuweisen. Sowohl das Lustspiel als auch die Vorträge des Vereinsorchesters unter Leitung des Helrn Lehrers Adamii fanden seitens der Zuhörer verdiente Anerkennung. Dem Programme schloss sich ein Tanz an, welcher, wie wir vernehmen, erst mit Morgengrauen seinen Abschluss fand. — ik. — (Schadenfeuer.) Am 18, d. M. nachts brach in der mit Stroh gedeckten Dreschtenne der Be» sitzerin Maria Koncil ja in Suhadole auf bisher un» belannte Weise ein Feuer ans, welches die Dreschtenne, zwei daneben befindliche Schupfen und den Dachstuhl des Stalles mit etwa 40 Centner Heu einäscherte. Koncilja erleidet hiedurch einen Schaden von 1700 k, welchem ein ebenso großer Versicherungsbetrag gcge.mbccsteht. — Am 11. d. M. früh brach im Wirtschaftsgebäude des Grundbesitzers Lulas Bcvc in Goveje, Ortsgemeinde Zwischcnwässern, eln Feuer aus, welches die hölzerne, oberhalb einer gemauerten Stallnng angebracht Dlejch-tenne und eine Heuschupfe, woselbst 200 Centner Heu und Stroh untergebracht waren, im Verlaufe von zwei Stunden vollständig einäscherte. Der Schaden beträgt 1000 Kronen, die Versich-rungssumme 400 Kronen. Die Tntslehungsursache des Feuers ist unbekannt, doch dürste Vevc das Feuer entweder durch Tabatrauchen oder durch unvorsichtiges Umgehen mit Licht selbst verursacht haben. —r. — (Gemeindevorstands-Wahl.) Bei der am 17. d. M. vorgenommenen Gemelndevorstands-wahl der Gemeinde Hönigstein wurden folgende Mitglieder gewählt: Anton Spendal, Gastwirt und Grundbesitzer in Vislavas, neuerdings zum Bürgermeister und Josef Kotnik, Handelsmann und Grundbesitzer in Hönigstein. zu dessen Stellvertreter; Franz Kastelic, Grundbesitzer in Iablana, Johann Iarc, Gastwirt und Grundbesitzer in Gorenji Podborst, Franz Suhovlk, Grundbesitzer in Gorenji Globodol, Anton Pust, Grundbesitzer in Srednji Globodol, und Josef Smrle, Grundbesitzer in Poljane, zu Gemeinderäthen. 8. Theater, Kunst und Literatur. — (Das Quartett Udel) wird in seinem am Sonntage stattfindenden Concerte nachstehendes Pro-gramm zum Vortrage bringen: 1.) Goldberger dc Buda «Der rechte Brief»; 2.n) Blümel «Es braudelt», !))Keldorfcr «Der G'nüagsame»; 3.) Vernay «Modernes Liebeslied'; 4.) Beer «W-voller Weihgesang»; 5.) Solo« vortrag des Herrn Prof. Karl Udel; 6.) Gernerth «Der Ichthyosaurus»; 7.) Vernay «Ler Ritter von Drachcn-stein»; 8.)Pibcr «Das schwarze Haar»; 9.) Pilxr «Der Taucher.» — (WienerKünstlerinConstantinopel.) Wie man aus Constantinopel schreibt, haben dort Frau Brandt-Förster und Herr Naval vom Wiener Hos-Opernthealer am 16. und 18. d. M. mit großem Ersolge öffentliche Concerte gegeben. Der österreichisch-ungarische Botschafter, Freiherr von Calice, andere Mitglieder des diplomatischen Corps und eine Anzahl türkischer Würdenträger, darunter der Obersthofmeister des Sultans, Ibrahim Bey, überhaupt die beste Gesellschaft Peras, erschienen in den Concerten und spendete beiden Künstlern stürmischen Beifall. — Wie man des weiteren meldet, hat im Mdiz-Palais nach dem an» 21. d. M. zu Ehren des österrcichisch'ungarischen Botschafters Freiherr» von Calice gegebenen Diner im Mbi>Theater eine Aufführung der Oper «Faust» stattgefunden, welcher der Sultan und seine Gäste beiwohnten. Frau Brandt-Forster gab das Gretchen und Herr Naval den Faust Der Sultan war von den Leistungen der Wiener Künstler höchst befriedigt und verlieh der Frau Förster den Sche-fatat-Oiden zweiter Classe und Herrn Naval den Med» schidijeOrden dritter Classe. — («Veamten-Zettung»), Wien. Die am 20. d.M. zur Ausgabe gelangte Nr. 11 enthält u. a.: «Die Veamtenfragen im Abgeoronetenhause», «Remunerationen der Assistenten an den technischen Hochschulen», «Die Rechtsverhältnisse der Lehrerschaft in Böhmen»; Mittheilungen aus dem Bcamtenvcreine (Freiplätze und Preisnachlässe in Curorteu, Verleihung der Curstipendien pro 1901), dem Postbeamten - Hilfsverelne, dem Vereine der Rechnungsbeamten der n. ö, Finanz-Landesdirrction; dem Vereine der Beamten der Stadt Wien; ein Feuilleton: «In Pension»; Bekanntgabe erledigter Stiftungen und offener Stellen; eln Eingesendet: «Allgemeiner Beamten-Wohlfahrtsfond.' Alle in dieser Rubrik besprochenen literarlschen Er-scheinungen find durch die Buchhandlung Ig v. Klein -mayr K Fed. Vom berg in Laibach zu beziehen. Telegramme . des K.K.Telegraphen.Eorrch.'V" ^ Goldene Hochzeit des Groscherzogs "°".^F Abbazia, 23. April. Heute fa"b M^^> Weise die goldene Hochzeit des GroßhelM h^ Luxemburg statt. Zahlreiche Mscr "'VF^ mit Fahnen der luxemburg - uassausche" u ^ schmückt. Die Curkapelle von Volosca ^ g5 eine Tagreveille. In der Frühe naym ^M herzogspaar die Glückwünsche der Yler ^ Verwandten und des Hofstaates entgege", ^ '/210 Uhr vormittags der aus Wlc'l ^ evangelische Pfarrer Formey die vornahm. Unzählige prachtvolle ÄlumelM ^ Adrefsen und kostbare Geschenke langten »> ^. des Grohherzogspaares ein. Die Zahl " „B ^ twnsdeprschen ist außerordentlich g"p'«,.M K findet sich eine Glückwunschdepesche """ " B z>> Josef aus Budapest. Nachmittags PM in der Villa Angiolina statt. Reichsrath. . ^ Sitzung des Abgeordnetenhaus ^ Wien, 23. April. Die Sitzung, " ^ 11 Uhr begann, wurde bis V«1 Uyr v"Hch^ an den Präsidenten und heftige Scenen ö^,,'' Christlich'Socialen und dem deutsch-"" ^l geordneten Voelll ausgefüllt. Aoew ^ Christlich. Socialen anlässlich e,ner ^F , Wohlmeyers gegen den KreisgerichtM", ^e^ St. Polten an. tommt es zu einem heftigen Austritte. ">" ^l 4 Voeltl «Ehrloser Lügner» zu, Voeltl reM' ^A fiber, gemeiner Kerl; Schmach s^^Mi^s Die Ausführungen Wohlmeyers blieben ^,5,, Lärms unverständlich. Man hört nur M^ meiner Lügner!» und Pfuirufe. GegkN «^ sich der Lärm, worauf das Haus 'N " ^ der Tagesordnung, das ist Fortsetzung lungen ttber die Gebürennovelle, eilitnu. Installation des neuen Kronhilt" ^ Budapest, 23. April. Heut^ der neuernannte Kronhüter Graf Mla ,^n>. in der Ofener Burg m feierlicher ^»i ^ ,n worauf die Krone und die Krönul'gs'N''" neues Local überführt wurden. ,. .„. M'^ Budapest, 23. April. Nach ? ^ <, Präsident von Szill als KroncomMiu j^ Kronhüter Grafen Szechenyi n. ""^gettH und begrüßt hatte, erwiderte dieser " " " PM, worin er die gewissenhafte Erfüllung >' MM> gelobte und den Wunsch aussprach,. ^ ^,htt ^ möge den glorreichen König noch "". M. Wohle des ungarischen Vaterlandes '. ^e> und Arbeitslust eryalten. Cr schlo!» aufgenommenem Eljen-Ruse. Die Borgänge w Ch^ .^ ^ London, 23. April. Nach ^e U/ Nlä'lter aus Shanghai von gestern l^ ^ China zu zahlende Entschädigung aus ^,1 Taels festgesetzt. gloYl^F Peking, 23. April. General ^"^^< mit, dass 10.000 Mann französischer /^he», ^ Mitte Mai verlassen werden. In d"" Vditio!',F die deutsche und fmnzösische ^ ^/F Paoting-Fu aus aufgegeben wurde, ^ / deutschen und französischen Äerichtersta"^^^^ ^ zurückgekehrt. Die Ankündigung von oet ^ ^ Abreise der französischen Truppen a^chtlB' F' beide» in China lebenden Franzosen ^^' ^lehl" F,-' noch mehr bei den zum Katholicismus ^ >5 nesen, die ihren Priestern mittheilten, - ^ ^ ^ täglich gesagt, was ihnen droht, ^'^0^ China verlassen hätten. In Petl"S ^f 2^ rufung zahlreicher Feinde der FreMve" ^. stellen lebhaft besprochen. nleMo'^ S"> wird aus Pekmg gemeldet: Die ^att'lHl^ land, Frankreich, den Vereinigten <^" M F Belgien und Italien, denen tue F"6 .^g "V von Provinzbeamten zur Vor berath y^ ^ wurde, haben an die diplomatischen E°^ ^lB ^ erstattet. Sie verlangen, dass noch " . ^c F gerichtet und noch 80 Beamte degrav^ch'l" Gesandten haben diese Forderungen "" Bevollmächtigten gelangen lassen. ^' Wien, 23. stellt ftst, dass sich Erzherzog Fer° ^0" mahln, seit vier Tagen auf Sch",» ^ Linz befinden. ^ 93. _________________ 771______________________________ 24. April 1901. Me«« 5 5Ap"l. Ministerpräsident Waldeck- M dez ysM sich gestern in Venedig auf der !^e M?"bneten Gaston Menier eingeschifft, l»ehH"ag,ge Fahrt am Ndriatischen Meer? zu "">>t 3)allnafi ""d hiebei mehrere Punkte an der 5^_^"l>ens ^suchen. Angekommene Fremde. ^^ 33 » b"" Elefant. ?°«V!'^Ü!r^"b°l. Ingenieur, Trieft. - Wettreich, ^«!t l,'' Alicia "^ ^"ttschee. - Gerzelu. Oberlehrer, sammt ^h> ^ Nid!.- i'.^'b' Atzt. Pola. - Salotar, Besitzer, ^lcl' ^'i»e^ °'^' t. l. Controlor, VMach. — Globotschnit, '!°>. t!,! 3illu m' ^^üger. Wertheimer. Privatiers; Bläh, ^ij^'lbronn' ^- ^ Scharer, Director, Eger. — Victor. V?M, Fann'V'^pper. Kfm., iftomau. — Csolusiaö, >k^nder l c^"i> Densengy, Krauß, Kflte., Budapest. — ^,, ^Eluden .Hl?ulie, Kflte., München. - Geil, Juwelier; A> 3,' l Fra' » ^' Gellis, Hochsinger, Wcgreicht, Blau, ^ F°lnar. E.' ^usel, Fmst. Ketheim, Äisenz, Eppstein, ^ "!,en, "er, Kohn, Grundner, Kühn, Ungar, Paschiafa, , ^ Verstorbene. ?e ß, H^prll. Gertraud Viertel, Private, 84 I,, ^li'?ks!eis,^.^i l Josef Ocwald. pens. Bahncouducteur, ' ^-. 3Li....s. ."a^lnus. — Josef Gatnil, Maurer« "'"lerstraße 3b, Pneumonic. ^'"19 A ^" Civilspitale. ^üet/"'^'c.^ll. Johann Francelj. Stadtwache.Abthei-^t.!,', «ö I ' ^°^m» ceredri. - Elisabeth Omit. In. ^"se. 28 'c. ^mu3 8eni!i8. - Heinrich Bräu, Uhr-Xi"20 >'Tuberculose. '^ «.7 ^"i M^?°I" ^°brel. Magd, 20 I, Oeäem» >^<>t!^ ^^'/- Antonia Nolh, Naüzlridirertorstochter, ^.77 Theresia 3""^ 3""i' Inwohner. «4 I„ Vii.um lpti»8 ^^°"^, Nrchnungsunterolsicieis'Gattin, Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 806-2 m. Mittl. Luftdruck 786 0 mm. y« 2 UN. 736 2 15 6 S. mäßig theilw. bew. "' 9 » M. 7361 104 O. mäßig bewölkt 24.l?U. F. >78b9, 7-2! W. schwach , bewölkt , 0-0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 10 8°, Noi-male: 11 0°. Verantwortlicher Redacteur: Anton Funtel. BESTE NAHRUNG FÜR' gg gesunde & därmkranke Kindep ^ Im Jahre 2W» wird riue Generation leben, der manches in Fleisch und Blut j übergegang/n ist, was heute noch von uielen als überflüssig be-trachtet wird. Ebcn>o wie man es heute selbstverständlich findet, dass ein reinlicher Mensch sich täglich wäscht, wird man es dann nicht verstehen, dass es Leute gegeben hat, welche nicht täglich Mund und Zähne einer gnlndlichen Pflege unterwerfen, ssiir diesen wichtigen Theil der Körperpflege gebraucht man M allgemein das bekannte Mund' und Zahnwasser „Kobmiu", da KoSmin infolge Eigenart und erwiesener Wirkung alle ähnlichen Präparate weit übertrifft. Flacon k 2, lange ausreichend.______________________________(1396) 3—1 Strohhutlacke in allen Farben, zum Sclbstgebrauch, momentan trocknend, zu habcn in der Velfarbeuhandlung der Nrüder Vberl, ! Laibach, Fraucidcanergasse. Nach auswärts mit Nachnahme. (921) 11—2 ! Bewäiirte MelousiDB-Gesicütssalüe wirkt sicher gegen alle Gesichts- und Hautunreinigkeiten Vollkommen unschädlich. Ein Tiegel 36 kr. Medio, hyflieiu Melousine-Soife dazu ein Stück 35 kr. — Allein-Depöt: (2663) 42 „Maria Hilf-Apotheke" des M. Lenstek in Laibacb. Täglich zweimaliger PoBtveraandt. Kür Ttädtebewohner, Veamte 7e. Gegen Verdauungs« beschwerden und alle die Folgen einer sitzenden Lebensweife und angestrengter geistiger Arbeit sind die echten Für die vielen Beweise der Theilnahme während ! ! der Krankheit und beim Ableben unferer geliebten l ! Mütter, Großmutter, Schwiegermutter und Tante, ! > der Frau l Ludvika Blechschmidt > Steuelllmtsossicials'Wilwe ! > sowie für die schönen Kranzspenden, sprechen wir ! > hiemit unsern innigsten Dank aus. l ! Die trauernde» Hinterbliebenen. (1506) g. 6439. Kundmachung. Nachdem laut amtlicher Berichte d« Schweine -veft im Bereiche des ganzen politischen Nezirle s Gottschee erloschen ist und auch die unter thier« ärztliche Beobachtung gestellten anfteckungs» verdächtigen Schweine gesund verblieben sind, findet die Landesregierung unter Aufhebung der hierortigen Kundmachungen vom 10. Februar und 13. April l. I.. ZZ. 2335 und 5991, die Aus-, Ein- und Durchfuhr von Borftenthieren im ganzen politischen Bczirle Gottschee sowie die Abhaltung von Schweinemärkten in dem« selben wieder zu gestatten. K. l. Landesregierung für Vrain. Laibach am 22. April 1901. Št. 6489. Razglas. Ker je glasom aradnih poroèil svinjska kuga v vsem politiènem okraju Koèevje popolnoma ponehala in so tudi pod živino- I zdravstveno opazovanje postavljeni kuge sumnivi prašift ostali zdravi, deželna vlada razveljavlja oba tukajšnja razglasa z dne ! 10. februarja in 13. aprila t. 1., St. 2385 in 5991, ter spet dovoljuje izvažanje, uva-žanje in prevažanje prašicev po vsem poli-tiènem okraju Koèevje, kakor tudi semnje za prašièe v tem okraju. C. kr. deželna vlada za Kranjsko. V Ljubljani, dne 22. aprila 1901. Eleptes Eiispierzei wird fiir einige Stunden jeden Tag zu mieten Anträge unter «A. Z.» an die Administration dieser Zeitung. (1508) Freiwillige Realitäten-Versteigerung. Zufolge gerichtlicher Bewilligung wird der im Orte Maunitz, einen Kilometer von der Eilzugsstation Bakek gelegene | Besitz des verstorbenen Herrn Frans '• Belssmüller sammt der Wohnungseinrichtung am 29. April I. J. am 9 Uhr vormittag«, beim Hause Conscr.-Nr. 8 in Maunitz, öffentlich versteigert. Der Besitz besteht aus einem kleinen Herrenhause mit acht Zimmern und zwei Küchen, großem Obstgarten, Wirtschaftsgebäuden, Aeckern, Wiesen und zwei Wald-parcellen und ist für jeden Geschäftsbetrieb — aber auch als Sommerfrische, da in der Nähe ausgedehnte Waldungen sich befinden — sehr geeignet. / Der eerichtJiche Schätzwert der Realität / . beträgt 13.834 K, die Fahrnisse sind auf / / 691 K geschätzt. I Die Versteigerung erfolgt pa.rcellenweise. I I Ein lOproc. Vadium ist von jedem Ersteher I I sofort zu erlegen. I I Die Licita.tionsb(HÜDgnisse können beim I I k. k. Bnzirksgerirhtn in Zirknitz und b*im I / Je. Jr. Notar Jlnton O-aJl* Ja X.ott*ol* / Course an der Wiener Börse vom 23. April 1901. «««K« .Meum «oureblatte Dlt notttrten «lourit verstehen ftch le «lllterung sämmtlicher «lctien und der «Diversen llose» verfieht stch pn Otll«. ü»erno««t»e «ill»».»Pri«r.' lilisabethbahn «0« u. » ..,.»« »0 »?'»0 «nlizlscht Nllrl»2ubw««"»»^n. (dlv. El,) Vllb. 4°/> . . . »5 4U »«40 «orarlberg« Nahn, Em. l»»4, (dlu. Ot.) Tllb., i°/, . . . »«'- W»" llaatßschnld >»r zsnd« d. bto. per Ullim« . Ull 85 S3 0t» Un«. Et,.0 Iheih.Rcg.°«uIs 4°/, . . . . l4l - 14X ^ t°/u u-igar. Vlunbentl,»vbll». S» ?ü »» "l> 4°/, lroat. und flauon. bett, «l <>0 »s »" And«« Vfftnll. Anl»h»n. »°/, D«nau.«ea>«nleihe l8?8 . lo» 50 lO? - «nleben der stabt Vür, . . —-— —' «nlehen b. Stadt Wleu . . . !03'b0 !04 5u dt«. dto. (KUdc^, od. «old) 1«- - l»« bto. dto. il894, .... 84 »z 95»!. btv, dt°. ,p..«nft.4°/» »?— »8 — Otst.»un8. V»nl «'/»lühr. Vtll. 4°/,......... 9S — lN0-— bt«. dt«. «l«hl. vtll. 4°/, . »g.__ zoo - Op»naf!e,l.est.,«uI.,»tll.4''/, »8-«z ss« Els»nbahN'ßllolltLt,' Gbllzatlon»«. fferdlnanb»'«°rbbahn!tm, l88S s? 70 98-50 Otfterr. Siolbweftbahn . . . lo?'»0 108 KU LtaaUbalin -...... 4»4b0 — - Lüdbahn k »o/<> verz. Ilnn.-Iull »4» «u 24« 8« dto. k L°/»...... l»l!»clll3sn Una.>«llllz. Nahn..... 106 20 10? »c» «°/„ Untertrainer «ahnen . . «-«»«,.— Divtlft los» (per TtOll). »er,in»llch« »«le. ««/ Vobencr»d— N»«er»l««l«cht ««s». Vubap..V»stl«c» (Vombau) 0 sl. ,».«»0 l? «(, «reditloft l»o N...... ,8«> - 4)l - »l«y.ü«lt 40 sl. «««. . . . ,«._i4»_ Ofen« Lose <0 lb «ub,lph'«°se l0 fl..... b8 — «1- OalM'U«!« 40 sl. . . . . . «n,-- »az-- Lt.-VtN»»»«««!« 40 fl. . . . 8»4--»37'- Walbflein.öole »0 sl..... 589 50 8«l 50 Hewin-llch. d. s°/» Pr.^Lchulbv. d «obencieditanft., »m. »8«» 51 ?t> »» ?«» U«lb«U ««,'...... «7» 5» 50 «eld «are «etlen. lranoparl'Pnl»»» n»hmnng»n. »usstu-lepl. «üenb. 5ampfsch«ffahit« . »es. Oefterr., 500 sl. «W. . . »51.. l>5, - Dur «obexbachei «,>V. 400 »r. Slb — 6« - «eiblnlllib» Nordb. lOOOfl.LW. «»«3 «»4» Ltmb.'Hzerllow.'Iafsy.Eiseno.' «estllschllft »00 sl. V. . . . 543 — 54« - Alovb, «Hell., Trieft, 500 fl.lVl. 880 — 88»— vtsterr. Norbwestb. »l5 — 5<« — Prag'Dui» Visnib. l00fl. »bgft. l8l ü0 l8» - Hlciatleisciiliahn »aa fl. V. . . 884 5,u 09H-50 Lüdbahn A)0 fl. O..... i0l »5 l0» »5 Lüdnordd. «erb..». »00 fl.«Vl, 376 - »8» — Tl»mn,lly>V«s., Neue«r.,Pri«> ritllt«»«ctien l00 sl. . . . 185 — t«8 — Ung,»aallz. «tisenb. »00 fl. Vilber 4lU — 4»0 50 Nnz- <««K»N. «lnglll'Otft. «anl l»0 fl. . . »80 5U »8t 60 Vanlveieln, Wiener, »00 sl. , 491 — 494-.. Nodcr.Hnft., «Deft., 200 sl. T. gz» __ »4, . Irbt,»«lnN. s. Hand. u. 0. lü6 (, 59 70» 5u Dtposttenbilnl, Allz., »00 fl. »»a—4»4 — »:c°mpt«,««s.. «dröft., 500 sl. l8«H- »376- »!roK« . 5«b-— «erlehl»banl, «ll«,, l«0 fl. . 3»l — «»»-— znl>ullri«»Ant»l» n»hmung»n. «»uges., «llg. eft,, loa I».. . »50'— lb» - «aydler ltisen. und EtahI'Ind. in Wien llia sl..... »lt— »l4 — «lsei,bat!»w,°Uelhg.,Erste, loofl. 3«»^ 3»«-— ..«lbemichl", Paniers, u. U,.«. l«8 — l?» — Aiefinzer «raue«! lou sl, . . »»4 — 3»a 5a Mont»n° — TrisaUer «lohle>lm,.«tl. ?0 sl. 4«t — 4««'— «afsenl..I,.0tft.!»Witn,,oosl. »<,« - 81,-Waggons! haoft,, «üg., w P:ft, 400 »r.......'. lM>. ,07». «r. «auseseajchaft 100 sl. . . ,«.» . ^« _ Mlnerdlrg« Z<«ztl-«ctitN.»»l. ?oi — 704 — »«lftn. »urze Gichtt». «msttida«....... 1»8 60I«8 8a Heutsch« P«tze...... I», « 1,7 7^ ^«Nd«"........ »40 17 «40 37 Z^.b«,. - - . - ! ^ ^.« z»l«t»n. Ducaten........ »15» 1156 lM'Franc« Vtück»..... ,»0» i,,» Deutsche Relck«bl,nlllotei! . . ll?5ü l1?'7<» Itallenilche »U«nlnot«u . . . «55 90 75 Rubel.««««...... ,54 ,.^ ^S^ ^ *««^ t»«./"1»' »•rl««ltftt«a. Action, ^>W^ L«_ "**»U«n» «nil VmlnloB. Privat-Depot» (Safe-Deposits) 1 hfrttiwi tu Iir-Eltttm (¦ »*it> lirmt- Ml Ms SrvlMii. j