A 5y/< Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleitung, Verwaltung und Buchdruckerei Tel. 25-67, 25-68, 25-69, Maribor, Kopališka uL 6. Inseraten- und Abonnements-Annahme m der Verwaltung. Bezugspreis: Abholen oder durch die Post monatlich 23 Din, bei Zustellung 24 Din, für das Ausland monatlich 35 Din. Einzelnummer Din 1*50 und 2*—. Manuskripte werden nicht retourniert Bei Anfragen Rückporto beilegen. Poštnina plačana v gotovini. Preis Din 2 UJlariborer Atitu Finnen kämpfen an acht Fronten Russische Massenangriffe an der karelischen Front dauern an / Heldisches Verhalten der Finnen / Die Mängel der Motorisierung der russischen Armee / England unterstützt Waffenlieferungen für Finnland Helsinki, 5. Jänner. (Aväla.) H a-v a s meldet: Journalisten die aus Wlborg zurückkehrten, finden nicht genug an Worten der Begeisterung darüber, wie diese Stadt trotz der sowjetrussischen Luftangriffe und trotz der Beschießung durch die schwere Sowjetartillerie Unnormales Aussehen zu bewahren vermoch te. Der gesamte öffentliche Dienst funktioniert normal. Ein finnischer Offizier, der gestern von der karelischen Front zurückgekehrt ist, erzählt, daß die Sowjettruppen gestern in der Umgebung von Muolojärvi mehrere heftige Angriffe unternommen hätten. Die finnischen Truppen haben einen überaus schweren Stand, da sie schon drei Wochen ständig im Kampfe sind und insgesamt nur drei Tage Rast abgehalten haben. Die Sowjetangriffe werden in Massen durchgeführt, doch fehlt Urnen die Kraft, die Mut und Tapferkeit verleihen. Die Sowjetartillerie beschießt sehr intensiv und stundenlang das evakuierte Terrain und die Wälder, in denen sich die finnischen Truppen aufhalten. Es gab auch Fälle, in denen die Sowjetinfanterie ohne artilleristische Vor betreitung zum Massenangriff vorging. Moskau, 5. Jänner. (Avala.) DNB. meldet: Der amtliche Bericht des Chefs des Generalstabes des Leningrader Militärkreiskommandos lautet: »Im Laufe des 4. Jänner gab es auf der finnischen Front keine bedeutsameren Ereignisse.« Helsinki, 5. Jänner. (Avala.) — Havas berichtet: Die finnischen Militärsachverständigen sind der Auffassung, daß die Motorisierung, die die Hauptkraft einer modernen Wehrmacht darstellt, eine große Schwäche Sowjetrußlands sei. Die Sowjets haben eine Unzahl von Maschinen ln den Kampf geworfen. Wenn es heißt, daß Tausende von Tanks an der finnischen Grenze liegen, so sei dies keineswegs übertrieben. Es ist bekannt — so heißt es in den finnischen Militärkreisen —, daß die Rote Armee schwere Verluste erlitten hat. Panzerwagen und Tanks sind in einem Gelände wie Finnland völlig nutzlos. Außerdem ist eine große Anzahl der Maschinen in die Hände der Finnen gelangt, die sich von der Qualität dieser Kampfwagen zu überzeugen vermochten. Die Ausarbeitung der russischen Tanks ist schlecht. Die Sowjets sprechen diesen Umstand der Sabotage zu, es scheint jedoch, daß es sich um schlechte Arbeit han delt als einer Folge der mangelhaften Aus Bildung der Arbeiter und der Sowjettechniker. Den Vormarsch der motorisierten Sowjettruppen in Polen hörte man wegen des Knirschens der rusischen Tanks schon auf mehrere Kilometer weit. Beim Einmarsch in Estland durfte die Bevölkerung die russischen Tanks nicht besichtigen, da ein Teil sich nicht fortbewegen konnte u. da auch die Reparaturen nichts halfen, so daß die Maschinen liegen blieben. Die Mehrzahl der Russen ist das Handhaben mit Maschinen nicht gewöhnt. Die Schwä che der Roten Armee liegt deshalb in der Unzahl unvollendeter Maschinen und im Mangel an fachlich geschultem Personal. Helsinki, 5. Jänner. (Avala.) Havas berichtet: Präsident K a 1 1 i o Unterzeichnete heute den Vertrag über die Amerika baut 120 Kriegsschiffe Washington, 5. Jänner. (Avala.) J Anschlag in Höhe von 1.8 Milliarden Dol-DNB berichtet: In seinem Budgetexposee lar. 360 Millionen Dollar hievon sollen für beantragte Präsident Roosevelt dem den Bau von 120 Flotteneinheiten verweil Kongreß einen Landesverteidigungsvor- det werden, darunter von 24 Schlacht- schiffen. Sechs Schlachtschiffe zu je 35 Tausend Tonnen befinden sich bereits in Bau. Lnirevue Mussolini-Szakg? Rom, 5. Jänner. (Avala). DNB berichtet: Am Samstag erwartet man in Venedig die Ankunft des ungarischen Außenministers Grafen C z a k y. Es ist noch nicht bekannt, ob Graf Czaky auch Rom besuchen wird. In Venedig ist zu Ehren des ungarischen Außenministers eine Reihe von Feierlichkeiten angekündigt. Die italienischen Blätter veröffentlichen die Kommentare der ungarischen Presse, in denen der Reise des Außenministers unter den jetzigen Umständen große Bedeutung beigemessen wird. Man rechnet mit einer Zusammenkunft Cianos mit Czaky, bei welcher Gelegenheit sowohl Probleme des Donauraumes als auch des Balkans zur Sprache kommen werden. Auch ein Besuch Czakys bei Mussolini wird in Erwägung gezogen. Lockerung der Blockade des deutschen Exports ENGLISCHE KONZESSION AN AMERIKA. Washington, 5. Jänner. (Avala.) Reuter berichtet: Im Zusammenhänge mit dem amerikanischen Protest bei der Londoner Regierung wegen der Beschlag hahme von deutschen Postsendungen auf amerikanischen und neutralen Dampfern erfährt man, daß die englische Regierung gewillt sei, über das Verfahren in Sonderfällen zu verhandeln, in denen die Ent sendung deutscher Waren nach den Vereinigten Staaten zugelassen wird, insofern die amerikanische Regierung an diesen Sendungen deutscher Waren interessiert ist. Kurze Nachrichten Dublin, 5. Jänner. (Avala.) Reu-e r berichtet: Der irische Senat hat du esetzesvorlage, durch die die Regierung Jr Vornahme der Präven'tivhaft und zur Dichtung von Konzentrationslagern für erdächtige Elemente ermächtigt wird, in weiter Lesung mit 42 gegen 6 Stimmen igenommen. Das Gesetz wurde in drit ;r Lesung ohne einzelmäßig durchge-ihrte Abstimmung verabschiedet. London, 5. Jänner. (Avala.) Reuter berichtet: Das Luftfahrtsministerium teilt mit: Britische Luftstreitkräfte unternahmen gestern einen erfolgreichen Erkundungsraid über Nordwestdeutschland. Ebenso würden die üblichen Patrouillenflü ge über den deutschen Wasserluftstützpunkten bei Helgoland und den Friesen-insein unternommen. Alle an diesen Aktie nen beteiligten Flugzeuge kehrren in ihre Ausgangspunkte unbeschädigt zurück. Berlin, 5. Jänner. DNB meldet: Der Pariser Rundfunk gibt zu, daß deutsche Flugzeuge gestern auf Erkundungsflügen vorgedrungen sind. Jetzt meldet auch der Londoner Rundfunk, daß englische Flugzeuge bis auf deutsches Gebiet vorgedrungen seien. Hiezu ist zu bemerken, daß eins von diesen englischen Flugzeugen auf deutschem Gebiet bei Aachen abgeschossen worden ist. Kopenhagen, 5. Jänner. DNB berichtet: Mit Rücksicht darauf, daß die Fahrt nach England gegenwärtig mit großen Gefahren verbunden ist, werden jetzt alle dänischen Schiffe mit mehr als 800 Tonnen mit Motorrettungsbooten ausgestattet. Die Werften haben große Anträge für die rasche Lieferung von mit Motoren ausgerüsteten Rettungsbooten erhalten. Größere Dampfer erhalten mehrere Motorboote, die die Ruderboote womöglich in Schlepptau nehmen sollen, falls das Schiff torpediert wird oder auf eine M:ne läuft. Budapest, 5. Jänner. (Avala.) Der Direktor der Handelsabteilung des Reichs außenministeriums Dr. C 1 o d i u s, ist gestern in Budapest eingetroffen, um an den Beratungen der deutsch-ungarischen Wirtschaftskommission teilzunehmen. Bei der am 16. Dezember stattgefundenen I Verlängerung des finnisch-deutschen Han dels- und Clearing-Abkommens. London, 5. Jänner. (Avala.) R e u -t e r meldet: Der finnische Gesandte in London, Grippenberg, gewährte den Vertretern der Presse eine Unterredung, in der er betonte, daß die Finnen an acht Fronten kämpfen. Der Feind habe fairtisch noch an keiner Stelle irgendetwas erreicht Grippenberg betonte ferner, er sei überzeugt, daß Marechall Mannerheim die Gewähr dafür biete, daß die Mitteilungen, die das finnische Oberkommando ausgebe, äußerst mäßig seien. London, 5. Jänner. (Avala.) Reuter meldet: Wie in maßgeblichen Kreisen in Erfahrung gebracht werden konnte, ist die englische Regierung im Einklang mit dem kürzlichen Beschluß des Genfer Völkerbundes bereit, die Waffenlieferungen nach Finnland so weit als möglich zu unterstützen. Bei alldem betont man in den gleichen Kreisen, daß in erster Linie die Bedürfnisse Englands berücksichtigt werden müssen. Sitzung dieser Kommission wurde das deutsch-ungarische Handelsabkommen, welches am 31. Dezember 1939 erlosch, um weitere zwei Monate verlängert. Washington, 5. Jänner. (Avala.) — Präsident Roosevelt hat den bisherigen Gehilfen des Staatssekretärs für Äußeres Messersmith zum Botschafter in Havanna ernannt. Zum neuen Gehilfen des Staatssekretärs wurde der ehemalige amerikanische Botschafter in Rom B r i c k-I n r i d g e, ernannt. Berlin, 5. Jänner. (Avala). DNB meldet: Die »Berliner Börsenzeitung« bringt in ihrer heutigen Morgennummer einen Leitartikel über die Lage in Nordeuropa. In diesem Aufsatz wird u. a. hervorgehoben, daß Estland, Lettland und Litauen klug gehandelt haben, als sie die bekann eh Pakte über die gegenseitige Beistandsverpflichtung mit Sowjetrußland abschlossen und den Zuflüsterungen von gewisser Seite, sich für fremde Interessen gegen Moskau zu widersetzen, kein Gehör schenkten. Das Blatt verweist auf die Neujahrsrede des estländischen Ministerpräsidenten, der u. a. erklärte, daß der sowjetrussisch.estländische Pakt vortrefflich funktioniere und daß er von beiden Vertragspartnern loyal und korrekt erfüllt werde. Er betonte insbesondere, daß die bisherige Anwendung des Vertrages mit Rußland gezeigt habe, daß der Vertrag der individuellen und hoheitsmäßigen Entwicklung Estlands in keinerlei Weise schade. Die Rede des estländischen Ministerpräsidenten ist nach Ansicht der »Berliner Börsenzeitung« die beste Antwort an die Adresse der sogenannten Sympathiseure mit den baltischen Staaten, die es für nötig erachten, ihr sogenanntes Mitleid mit diesen Staaten zum Ausdruck zu bringen. Zürich, 5. Jänner. Devisen: Beograd 10, Paris 9.92, London 17.50, Newyork 44513/m, Brüssel 74.87, Mailand 22.50, Amsterdam 237.62, Berlin 178.60, Stockholm 106.20, Oslo 101.37, Kopenhagen 86.10, Prag 5.30, Warschau 79, Budapest 3.35, Athen 3.50, Bukarest 3.30, Buenos Aires. Kabinett Ä&e in Eelalir Tokio feiert die Jahreswende, Asiens fröhlichste Feiertags- und Ferienzeit, erheblich zurückhaltender als gewöhnlich, da Japan bereits m das vierte Jahr des Krieges mit China eingetreten ist. Die wirtschaftlichen und politischen Sorgen, die d’e Auseinandersetzung mit China mit sich bringt, haben" ihren- akuten Ausdruck in der Krise des Kabinetts Abe-Nömu-ra gefunden. Die optimistische Erklärung des Ministerpräsidenten gegenüber der Presse,-daß d;e Regierung nicht beabsichtige, irgendwelche Folgerungen aus dem von der Mehrheit der Abgeordneten ausgesprochenen Mißtrauensvotum zu ziehen, kann nicht hinwegtäuschen, daß die Regierung, die nun vier Monate 'im Amte ist, m der Bevölkerung immer weniger Zustimmung findet. ' Für die Unzufriedenheit mit der Politik des Kabinetts Abc sind vor allem die folgenden Gründe verantwortlich: Einwände gegen die wirtschaftliche Kontroll-politik, Zweifel an dem von dem Außenminister Nomura angestrebten ‘ Ausgleich mit den Vereinigten Staaten, die-bisherige Erfolglosigkeit der Bemühungen zur Errichtung einer neuen- chinesischen Zentral regierung unter Wang Tsching-wei und der langsame Fortgang der japanisch-sowjetrussischen- Verhandlungen. Die uneinheitliche Preis- und Geldpolitik der Regierung wird auch - für die Erhöhung der Reispreise verantwortlich gemacht, die eine Folge der durch eine verringerte Ernte entstandenen Reisknappheit ist. Auf der Produktionsseite -ist eine Knappheit an Kohle und eine Beeinträchtigung der Elektrizitätsversorgung zu spüren," von der auch die kriegswichtigen Produktfons piäne in Mitleidenschaft gezogen werden. Was die Außenpolitik der Regierung betrifft, so gibt jetzt sogar die einflußreichste Fürsprecherin für die Politik No_ muras, die Zeitung »Äsahi Schiumbun«, zu, däß der Mißerfolg der Bemühungen, die Vereinigten Staaten zu einem Verständnis für die japanische Chinapoli.ik zu bekehren, offensichtlich sei, da Washington auch nach der zugesagten Öffnung des Yangtse-Flusses das Druckmittel eines vertraglosen Zustandes zwischen den beiden Ländern und sogar die Embargodrohung in den Händen halte. Die japanische Presse befürchtet,., daß die Vereinigten Staaten von Japan Zugeständ nisse erzwingen wollten,, die die in China bereits errichtete japanische Monopolstellung erschüttern und damit die Ergebnisse des nun zweieinhalbjährigen Krieges mit China praktisch aufheben - würden. Auch dic Verhandlungen mit Moskau finden starke Kritik, da die Grenzbereini-gung in der Äußeren Mongolei, die in dem NomonhanMbkommen in Aussicht gestellt war, noch nicht zustande gekommen ist und da auch die Erweiterung der Handelsbeziehungen und der Abschluß eines neuen . Fischereiabkommens noch nicht erreicht worden sind,. Die Presse beurteilt die Aussichten für die Regierung nicht sehr güns.ig. Was der gegenwärtigen Krise ihren besonderen Charakter gibt, ist die Tatsache, daß die Rolle der politischen Parteien bedeutsam gewachsen ist. Seit zehn Jahren is; es das erstemal wieder der Fall, daß die Stellung einer Regierung von den Parteien abhängig geworden ist Ein Rücktritt der Regerung ist wahrscheinlich nur zu vermeiden, wenn die Führer der großen Parteien bereit sind, einen mäßigenden Einfluß auf die oppositionellen Abgeordneten in den Mehrheitspärteien auszuüben. Ministerpräsident Abe ist entschlossen, diese entscheidenden : Verhandlungen Anfang Januar aufzunehmen. Damit ist der weitere Einfluß der Parteien auf die japanische Politik und etwaige Kabinettsumbildungen gesichert. Eine Verbreiterung der Grundlagen künftiger Regierungen über das Staatsbeamtentum und die Wehrmacht hinaus ist durch die Heranziehung von Berufspolitikern und Wirtschaftern sei wahrscheinlich. Es ist auch offensichtlich, daß die Wehrmachtsführung und dem Thron nahestehende Kreise dieser Entwicklung zusammen, was sich auch gegen die Forderungen auswirken dürfte, die von den radikaleren Gruppen vertreten werden, die sich um d:e zurückgekehrten Botschafter . Shiratori und Oshima gebildet haben. S. (Senrralfelbmar zum Die Aufgaben GLmnes int Rahmen Des erweiterten Vie^ahresp anes /Bedeut ame BeraMngen in 6er Reichste nzlei / Deutschland bNcki aus Schweden geworden. Generalfeldmarschaü Gö r i ng erließ Berlin, 5, Jänner. Der Kriegsrat. un~ voilständigting geboten werden, damit, ter Vorsitz des Führers und Reichskanz-' Deutschland der britischen Blockade wirk lers hat Gneralfeldmarschall Hermann sam entgegentreten könne. Zu diesem G ö r i n g, den bisherigen Beauftragten Zweck- seien neue .Maßnahmen auf fol-für die Durchführung des VierjahreSpla- genden Grundlagen beschlossen worden: nes, zum ' Kriegswirtschaftsdiktator er- j l, Zusammenfassung der höchsten Benannt. Göring ist auf Grund dieser Er- hörden auf wirtschaftspolitischem Gebiete nenn-ung die in Frage der Kriegswirt- in den Händen einer einzigen Person, die schaff allein entscheidende Persönlichkeit die Garantie für eine strenge autoritäre Verwaltung der Kriegswirtschaft betet. 2. Engste Zusammenarbeit aller Behör-gestem bedeutsame Entschlüsse zum den, Aemter und Einrichtungen, die an Zweck einer möglichst großen Veremi-j der Kriegswirtschaft interessiert sind, gung der-leitenden kriegswirtschaftlichen | 3. D šziplin und Zusammenarbeit des Stellen. Der Marsčhall übernimmt mit die ganzen deutschen Volkes. - sehr Augenblick die oberste Leitung der) Paris; 5. Jänner.. Die Agende Hagesamten deutschen Kriegswirtschaft "it., v as berichtet aus - Berlin:: In Beri i n damit die Zusammenarbeit umso voll stän- fand ein großer K r i e gs r at unter dem dlger wird, entsenden alle kriegswirt- Vorsitz des Führers und Kanzlers statt, schädlich irgendwie interessierten hoch- an dem sich u. a. Generalfeldmarschall sten deutschen Verwaltungsstellen je ei- o ö r i n g, - Reichsminister - H irn m l e r, nen; Vertreter in den Obersten Kriegswirt- j Reichsminister Rudolf H c ß, der Oberbe-schaffesrat, dessen Spitze Göring selbst ist. fehlshaber des Heeres Generaloberst von Den Generalfeldmarschall wird im Be- ßrauchitsch und der Oberbefehls-därfsfalle Staatssekretär K ö r n e r ver- haber der Kriegsmarine Großadmiral treten. . In der. Zeitschrift- »D c r V i c r j a h r es P R a'e d e r beteiligten: Eingangs' wurden alle Probleme erörtert, die mit einer wirk a n« veröffentlicht Staatssekretär. Kör- sanieren Organisation der ■ Kriegswirt-ner einen Aufsatz, in welchem die neuen schaff Zusammenhängen. Der Vidrjahres-Maßnahmen dargelegt werden. Zunächst plan soll zu diesem Zweck beschleunigt wird betont, daß., sich in Deutschland und erweitert werden. mit Hilfe der heu- über .Schweden, nach Finnland zu entsenden. Die deutsche. Regierung hat in dieser Frage bekanntlich schon ihren, gegnerischen Standpunkt dargelegt, indem- sie sich auf den Standpunkt gestellt .hatte, daß Schweden nicht für den Transit von Waffen nach Finnland verwendet .werden dürfe. Der Kriegsrat hat auch alle Maßnahmen bestimmt, die Deutschland für den Fall ergreifen würde, daß die deutschen Proteste in Schweden nichts truch ten sollten. In diesem Falle würde Deutschland, einer litauischen Zeitungsmeldung zufolge, den Gedanken einer mi litärischen Zusammenarbeit mit Moskau erwägen. Deutschland .blickt: augenblicklich gespannt nach Schweden. Berlin, 5; Jänner. (Avala). DNB berichtet: »Aus französischen. u. englischen Quellen gelangte die Nachricht . in die internationale Presse, daß Deutschland die finnische Regierung mit. Waffen versorge. In den. gleichen Blät ern wird die Nachricht verbreitet, daß, die Söwjetre-gierung Deutschland um Hilfe, ersucht und daß Deutschland Ingenieure, und 'Kriegsmaterial nach Rußland entsendet habe. An zuständigen Stellen wird in diesem Zusammenhänge erklärt, daß. alle diesg Gerüchte frei erfunden sind und den Beweis für das britische. Manöver bilden, das dem Deutschen Reiche in. seiner kla- angesichts des .hoch entwickelten. Wirt- gewonnenen Gebiete, vodürch ‘eine grö-jren Stellungnahme zum russisch-finni- schaftslebens der Uebergang von der Frie denswirtschaft zur Kriegswirtschaft außerordentlich rasch .und leicht vollzogen habe. Trotzdem müsse der deutschen Kriegswirtschaft jede Möglichkeit der Ver ßere Ergiebigkeit gewährleistet werden soll." Der Oberste Kriegsrat .erörterte ferner die finnische Frage im Zusammenhänge mit der Absicht der Westmächte,. Waffen sehen Konflikt Zwei den igkeit unterschieben möchte. Gleichzeitig soll auf diese Weise bei • den neutralen - Staaten, die man für britische Interessen ■ gewinnen will, Verwirrung ausgelöst werden.« Srof Saig na# ©ari Remo DIE FRAGE DER FESTLEGUNG DER UNGARISCH-RUMÄNISCHEN STREITFRAGEN. — AUCH GAFENCU SOLL NACH ITALIEN EINGELADEN WERDEN. soll der rumänische Außenminister G a -f e n c u demnächst nach Italien reisen, sehen angesiedelt werden. Ein Großteil soll angeblich in den Beskiden südlich •von Krakau angesiedelt werden, einige auch im Lavanttal in Kärnten, Es. handelt sich jedoch nur uni Annahmen, die amtlich noch keine Bestätigung gefunden haben. . '' Budapest, 5. Jänner. Wie bereits berichtet, ist der ungarische Außenminister Graf C ;z a k. y gestern, nach Italien abgereist. Der Minister wird einige Tage in San Remo bzw. in Santa Margherita verbringen. Während seiner Abwesenheit wird Ministerpräsident Graf Tele k i die Agenden der Außenpolitik leiten. Graf Czaky reiste privat nach Italien, es wird jedoch in ungarischen amtlichen Kreisen für möglich erklärt, daß der ungarische Außenminister seinen Aufenthalt in Italien zu Besprechungen mit dem italienischen Außenminister Graf C i. a n o benützen werde. ■Bukarest, 5. Jänner. Nach Meldungen, die noch ihrer Bestätigung harren, wo er mit dem italienischen Außenminister Graf C ia.no Zusammentreffen würde. Vorher aber findet die Aussprache C z a k y-C i a n o statt. Gafencu wird dann, wie es heißt, definitive Vorschläge über die Lösung der rumänisch-ungarischen Streitfragen unterbreiten und -die Genehmigung derselben durch Italien ver längen. Der italienischen Regierung ist, wie es heißt, sehr viel daran gelegen, daß alle Konfliktstoffe zwischen den Balkan-sfaaten aiisgeräumt werden, damit der Balkan nicht in die europäischen Kriegswirren verwickelt werde. Die Deutschen ©üdnrolö ins DIE AMTLICHEN ABSTIMMUNGSERGEBNISSE. Rom, 5, Jänner. Reu t*e r meldet: Die-in Südtirol und im Kanal-Tal lebenden Deutschen erhielten auf Grund des deutsch-italienischen Abkommens bis zürn 31. Dezember 1939 eine letzte Frist, sich bei den italienischen Behörden für den weiteren Verbleib m Italien oder für die Auswanderung nach Deutschland zu erklären. Die Option wurde in der Silvester nacht um 24 Uhr beendigt. Es sind nunmehr schon die amtlichen Abstimmungsergebnisse bekannt. Für die Auswanderung nach Deutschland stimmten 185.365 deutsche Südtiroler und Bewohner des Kanal-Tales. Die Option für Deutschland ergab in der Provinz Bolzano 166.488 Stimmen, in den Provinzen Trento und Belluno 16.562 und in der Provinz Udine I (für das Kanal-Tal) 2808 Stimmen. Die Die Forderungen der unoäri-fchen Do.ksarupVe in Jugoslawien 'S ü b o t i c a, 5. Jänner. Der frühere Senator Dr. Imre Varad y, der als Präsident an der Spitze der früheren Magyarischen Partei stand, gab Vertretern der PrCsse eine Erklärung, in der er zunächst die. Notwen digkeit. möglichst; enger, Zusam menarbeit Jugoslawiens und Ungarns betonte. Dann zählte er die Mindestfprderun gen der magyarischen Volksgruppe in Jugoslawien auf. Die Magyaren fordern: 1. die Bewilligung der Gründung einer magyarischen politischen Partei, 2. verhältnismäßige Vertretung in den Steuerausschüssen und 3. die Bewilligung zur Gründung eines magyarischen Kulturbundes nach dem Muster des Schwäbisch,-Deutschen Kulturbundes. Dr. Varady setz te hinzu, es seien Anzeichen vorhanden, daß im Banat Kroatien die Gründung einer magyarischen Partei gestattet werden würde. Es wäre zu wünschen, daß.die Erlaubnis für den ganzen Staat gegeben wer de. Die Magyaren wünschten auch, daß in den vorwiegend von Magyaren besiedelten- Gebieten Magyaren zu Schulihspek toren bestellt würden. näl-Täles, dic slowenischer Nationalität sind und die ebenfalls für die Aus- _ Wanderung nach Deutschland gestimmt «k G«a»WeNMeMtt«aN habem wurden von den italienischen hörden mit der Motivierung ungültig erklärt, daß diese Leute kein Stimmrecht ■besässen. .•• Nach neuesten Daten aus deutschen Quellen lebten in Südtirol 250.000 Volks-oeutsche. Die italienischen Statistiken be zitierten die Südtiroler Deutschen aut 180.000. Nimmt man daher die deutsche Statistik zur Grundlage, dann stimmten 75% für Deutschland, nach der italienischen Statistik hingegen 100%. Das Vermögen der Deutschen, die; aus Italien nach Deutschland auswandern, beträgt 8 Milliarden Lire, d. i. rund 18 Milliarden Dinar. Es ist noch nicht völlig bestimmt. In der achten Runde im Schaehtnatch zwischen dem früheren Weltmeister Dok tor Euwe und dem estnischen Großmeister K e r e s, die in Amsterdam ausgetra-gen wurde, blieb letzterer siegreich. Der Stand ist demnach ausgeglichen und haben beide Gegner je 4 Punkte zu buchen. 1 Stimmen zahlreicher Bewohner des Ka- wo die aus Italien ausgewanderten Deut- »Was, Frau Krell, Sie wollen wieder auf den Bachem fahren? Sie waren doch im vorigen Jahr auf Ihrer Hochzeitsreise erst dort!« »Ja«, gestand die junge Frau Krell, leise errötend, »aber wir wüßten nun gern auch einmal, wie es wirklich da oben am Bachern aussieht!« Donauraum und Balkan Italiens Bemühungen zur Gicherstellung seines Intereffenraumes / Vor der Zusammenkunft der Außenminister Italiens und Llngarns in Santa Margherita bei Venedig □ Rom, Anfang Jänner. Man braucht in diesen Tagen nur einigermaßen in der italienischen Presse zu blättern, um gleich zu erkennen, daß Italien, seitdem an der Peripherie des Donauraumes so hochbedeutsame territoriale Veränderungen vor sich gegangen sind, bestrebt ist, seinen Interessenbezirk sowohl im Donauraum als auch auf dem Balkan zu sichern. Italien ist seit der Annexion Albaniens B a 1 k ä n m a c h t geworden, es ist daher selbstverständlich, daß Italien alle politischen Vorgänge in diesem Raume wachsam verfolgt, damit die Fäden, die die römische Diplomatie für ihre Werbearbeit benötigt, nicht etwa verloren gehen. Seitdem Sowjet-rußland im Anschluß an die vierte Teilung Polens an den Karpathen-k.ämmen aufgetaucht ist, erfuhr die Interešsennahme Italiens für den Donau-raum und für den europäischen Südösten überhaupt eine sehr verständliche Zunahme. Wie intensiv die Interessenahmc der Diplomatie Roms um diesen Raum ist, zeigt die Tatsache, daß der ungarische Außenminister Graf Czaky Ende dieser Woche in Santa Margherita bei Venedig eintrifft, um sieh nach Monaten ermüdender Arbeit auch Tage der Erholung zu vergönnen. Der ungarische Außenminister wird bei dieser Gelegenheit mit seinem italienischen Kollegen Graf Ciano Zusammentreffen, mit dem er im Dezember Zagreb, 5. Jänner. Der »J u t a r n j i List« berichtet aus Beograd: Für gestern um 17 Uhr war ein Ministerrat anberaumt, dem gestern vormittags und vorgestern eine Reihe von Konferenzen und Besprechungen vorausgegangen war. An einigen dieser Besprechungen be teiligte sich auch der Banus von Kroatien 1938 die letzte persönliche Aussprache in Budapest hatte. Es wird sowohl in Rom als auch in Budapest nachdrücklich erklärt, daß es sich hiebei lediglich um einen Privataufenthalt Czakys in Italien handelt. In Wirklichkeit liegen die Dinge so, daß Rom und Budapest eine offizielle Entrevue des Aufsehens willen vermieden sehen wollen. In der Stille von San Remo und Santa Margherita werden aber die beiden Außenminister sehr wichtige Dinge zu besprechen haben. In ungarischen Kreisen Roms wird offen darauf hingewiesen, daß die inoffizielle Entrevue Czaky-Ciano kein unmittelbar konkretes Ziel verfolge. Man müsse jedoch den bevorstehenden Gedankenaustausch der beiden Minister mit besonderer Berücksichtigung der zwischenstaatlichen Beziehungen des Südostens und der Interessen Italiens als ein wichtiges und bedeutsames Moment hinnehmen angesichts eventueller Ereignisse, die noch eintreten könnten. Italienischerseits ist genügend klar ausgesprochen worden, daß Italien einem etwaigen Vordringen der Sowjetunion in den Donauraum oder auf den Balkan seine energische Inter vention entgegenstellen würde. Ungarn ist durch das Erscheinen der Roten Armee auf den Karpathenkämmen begreiflicherweise in Unruhe versetzt worden. Die italienischen halbamtlichen Erklärungen, vor allem aber die halbamtlichen Presseenunziatio-nen gegen das Vordringen der Sowjet- Dr. Ivo š u b a š i č. Der Entwurf des neuen Wahlgesetzes ist im Laufe des gestrigen Ministerrates neuerdings in die Diskussion genommen worden. Wie wir erfahren, ist das Wahlgesetz schon vollständig fertiggestellt und verfaßt, so daß der Entwurf allen Mitgliedern des Ministerrates unterbreitet werden konnte. In union, haben diese Unruhe verflüchtigt. Trotzdem gibt es in den zwischenstaatlichen Beziehungen des Südostens eine Reihe von Fragen, die ihrer Klärung bedürfen. Es ist bekannt, daß Bulgarien seine Revindikationen auf die Dobrud-scha ebensowenig aufgelassen hat wie Ungarn die seinigen auf Siebenbürgen. Hiezu kommt, daß Bulgarien ein stilles Spiel mit Moskau treibt, wobei die Hoffnung mitspielt, daß lediglich Moskau die bulgarischen Revisionswünsche wirksam unterstützen könnte. Die jüngste Rede König Carols von Rumänien bewies jedoch, daß Rumänien hinsichtlich der territorialen Fragen nicht die geringsten Zugeständnisse zu machen gewillt ist. Die italienische Presse hat Rumänien schon wiederholt gewarnt und die Forderung erhoben, daß die Südoststaaten ihre unbeglichenen Rechnungen unter sich friedlich begleichen mögen, bevor etwa Ereignisse eintreten, die eine solche friedliche Ausgleichsaktion behindern könnten. Ungarn ist für die römische Politik im Donauraum ein Faktor von ganz wesentlicher Bedeutung. Da aber auch Ungarn die Revision des Trianoner Vertrages noch in weiteren Punkten fordert, ist es klar, daß die bevorstehenden Unterredun gen Cianos und Czakys den Zweck verfolgen werden, alle diese Revisionstendenzen und Revindikationen so einzuschachteln, daß erstens der Friede auf dem Balkan nicht gestört wird und daß zweitens Italien nicht aus der Führung politischen Kreisen wird behauptet, daß gleich nach der Publizierung des Wahlgesetzes die Skupschtinawahlen ausgeschrieben werden sollen. Diese Wahlen dürften im Feber oder im März stattfinden. Nach den Skupschtinawahlen würden dann die Wahlen zum kroatischen Landtag (Sabor) stattfinden. kommt. Die jugoslawisch - ungarische Freundschaft hat sich als ein wertvoller Annex zur bisherigen italo-jugoslawischen Freundschaft erwiesen. Es gilt jetzt, den Adriafrieden auf den ganzen Donauraum und auf den Balkan auszudehnen. Ein italienisches führendes Blatt hat nicht mit Unrecht die Feststellung gemacht, daß die Anrainerstaaten des Mittelmeeres und Italien das gleiche Schicksal besitzen. Es entspricht vollauf den Interessen des Südostens und des Balkans, daß Italien für die Aufrechterhaltung des Friedens in diesem Teile Europas sorgt. An kriegerischen Verwicklungen sind die Meinen Völker nicht interessiert, da sie nicht gewillt sind, die Zechen der Großen zu bezahlen. Auch für Jugoslawien, das auf dem Balkan eine führende Rolle spielt, entspricht vollkommen die Haltung Italiens: in strikter Neutralität aus-zuharren, was immer kommen möge, damit auch wir — ohne für fremde Interessen verblutet zu sein — bei der Neuordnung Europas mitsprechen können. Die Grundsätze der faschistischen Regierung Italiens decken sich diesbezüglich mit den Richtlinien der jugoslawischen Außenpolitik. Da Ungarn und Griechenland diese Grundsätze restlos billigen, wären nur noch Bulgarien und Rumänien zu einer einvernehmlichen Lösung ihrer Streitfragen zu bringen, was unbedingt zu einer wesentlichen Entspannung führen würde. lassen. Da es sich herausgestellt hatte, daß Srkulj nach Albanien geflüchtet war, wurden die italienischen Behörden ersucht, den Mann zu verhaften und auszuliefern. Ing. Srkulj wurde in Korča (Albanien) verhaftet und wird den jugoslawischen Behörden übergeben werden. Das kroatische Vroblem Beograd, 3. Jänner. Der Stellvertreter des Banus von Kroatien Professor Dr. K r b e k veröffentlicht in der Zeitschrift »S a v r e m e n i k« (»Der Gegenwärtige«) einen aufschlußreichen Aufsatz der das kroatische Problem vom staatsrechtlichen Standpunkt aus beleuchtet und zu der Feststellung gelangt, daß die Kompetenz der Provinz Kroatien noch nicht endgültig festgelegt wäre. In vielen Fragen seien nur die Grundsätze aufgestellt worden, nach denen die Abgrenzung der verwaltungsmäßigen Befugnisse zu erfolgen hat. Das gelte in erster Linie für alle Fragen der finanziellen Selbständigkeit Kroatiens. Dieser Zustand habe seinen Grund darin, daß es bei den Verhandlungen neben vielen Fragen, in denen man sich einigte, noch solche gab, bei denen jeder auf seinen Standpunkt beharrte. Die Verordnung über das Banat Kroatien sei eben keine auf Jahre hinaus berechnete »Verfassung«, sondern nur die Aufzeigung eines Weges zu einer endgültigen staatlichen Umbildung, die erst am Beginn stehe und bei der Kroatien die ihm zukommende Stellung erst erhalten müsse. Gegenwärtig sei Kroatien das einzige Ge biet der Staatsgemeinschaft, in der die fö derative Staatsordnung angebahnt , und der Weg zu einer Umgestaltung des Staatswesens aufgezeigt wurde. Vom öffentlichen Recht aus gesehen sei die juridische Lage Kroatiens eine durchaus dy nautische und dürfe daher gar nicht unter staatlichen Voraussetzungen betrachtet werden. Der endgültige Ausbau Kroatiens, die Abgrenzung seines Territoriums und seine Stellung innerhalb der jugoslawischen Staatsgemeinschaft hänge in erster Linie von den politischen Gegebenheiten, dann aber auch von der Disziplin und dem Bewußtsein des kroatischen Volkes ab. Beifort, 4. Jänner. — DNB. meldet: Das größte Warenhaus in Beifort wurde gestern durch ein Großfeuer vernichtet* Der Schaden ist außerordentlich groß. Konferenz der Balkanftaalen am 8. Feder MÖGLICHKEIT EINER BULGARISCH- RUMÄNISCHEN ANNÄHERUNG. — B e r n, 5. Jänner. Wie aus Bukarest gemeldet wird, hat der rumänische Außenminister Grigori G a f e n c u die Außenminister der Balkanunion zu einer Konferenz eingeladen, die am 8. Feber stattfinden wird. Der Ort der Konferenz ist vorläufig noch nicht bekannt. Die Frage, ob ein bulgarischer Beobachter diesen Beratungen beiwohnen wird, wollte Außenminister Gafencu nicht beantworten. P a r i s, 5. Jänner. Aus Spanien werden große Ueberschwemmungen gemeldet. Zahlreiche Flüsse, darunter der Guadalquivir, sind aus ihren Flüssen getreten. Zahlreiche Bergwerkszentren und kleinere Städte sind von ihren nächstliegenden grö ßeren Städten abgeschnitten. Einzelheiten sind im Hinblick auf die abgebrochenen Kommunikationen noch ausständig, es verlautet jedoch, daß eine große Anzahl von Menschen obdachlos geworden ist. In den letzten 20 Jahren wurden derartige Ueberschwemmungen auf der Iberischen Halbinsel nicht verzeichnet. Lissabon, 5. Jänner. Ein furchtbares Unwetter, welches drei Tage lang über der ganzen Iberischen Halbinsel Die rumänische Presse verweist in diesem Zusammenhänge auf den herzlichen Neujahrsgrußwechsel zwischen den Königen von Rumänien und Bulgarien sowie zwischen den Chefs der beiden Regierungen. Es wird auch darauf hingewiesen, daß die italienische Regierung bestrebt sei, die Differenzen zwischen den europäischen Südoststaaten zum Ausgleich zu bringen. am schrecklichsten in Mittelspanien ge- Be ograd, 5. Jänner. Im Zuge der Finanzreform hat der Finanzminister, wie in Erfahrung gebracht wird,. Vorarbeiten zur Erhöhung der Pensionistenbezüge angeordnet. Der Minister hat sich dazu veranlaßt gesehen, weil die Lage der Ruheständler sich in der letzten Zeit wegen wütet zu haben. Das Unwetter hat in weiterer Folge auch Portugal heimgesucht. Alle großen portugiesischen Flüsse sind aus ihren Ufern getreten. Besonders helm-gesucht wurden die Täler um Porto Al-legre, Alcantare und bei Lissabon. Durch das Hochwasser wurden große Sachschäden verursacht. S t o c k h o 1 m, 5. Jänner. Ueber eine neue Kältewelle, die über ganz Europa hinwegfegt, treffen stündlich neue Meldungen ein. In Litauen herrschen durchschnittlich 27 Grad unter Null. Hungrige Wölfe durchziehen die litauischen Dörfer. In Holland sind zahlreiche Flüsse zogefro-ren, während der Rhein teilweise vereist ist/ In Bulgarien herrscht eine Durchschnittstemperatu r von 30 Grad unter Null. In Rumänien werden noch tiefere Temperaturen verzeichnet. Ing. Marceli Srkulj in Albanien festgenommen. Zagreb, 5. Jänner. Wie bereits berichtet, hat das Kreisgericht Zagreb im Zusammenhänge mit den Veruntreuungen bei den Vereinigten Kraftwerken Zagreb —Karlovac gegen den flüchtigen Ing. Marcel! Srkulj einen Steckbrief er- der allgemeinen Teuerung stark verschlech tert hat. Der Art der Vorarbeiten zufolge kann angenommen werden, daß die pensionierten Offiziere und die übrigen Ruheständler, die vom Jahre 1918 bis 1923 pensioniert worden sind, besonders berücksichtigt werden sollen. Hochwasser und Kälte katastrophale Überschwemmungen auf der iberischen Halbinsel. — SPANIEN UND PORTUGAL SCHWER GESCHÄDIGT. — DIE KÄLTEWELLE ÜBER EUROPA. herrschte, scheint nach neuesten Berichten Vorarbeiten zur Erhöhung der Vensionen Wahlen im Feber oder März ? Die Diskussion über das Wahlgesetz hat im Ministerrat begonnen Aus Stadt Mud kmetom Maribor, Freitag, Den 5. Äänner Ein.noch ftrengerer Winter bevorstehend? Nordische Gäste in unseren Revieren. Verschiedene Anzeichen sprechen da- I Neujahr Temperaturen bis 30 Grad unter für, daß uns noch ein strenger Winter! dem Gefrierpunkt brachte. Der heurige bevorsteht. Der bisher kälteste Tag im' ~ heurigen Winter war der letzte Tag des bessert wird — erst gestern ist der struppige Reisig-Besen gegen einen viel wirkungsvolleren Stock umgetauscht worden Fridolin sieht dadrrch noch viel gebieterischer aus. Dr. B. Kreuz iger Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten ist in die Prešernova ulica 2, I. Stock übersiedelt scheidenden Jahres, am 31. Dezember frühmorgens, als die Quecksilbersäule im Thermometer bis 23.5 Grad unter Null sank. Seitdem hat die Kälte ein wenig nachgelassen, sie bewegt sich jedoch noch immer weit unter dem Gefrierpunkt und steigt auch in den wärmeren Mittagsstunden an Sonnentagen nicht über den Nullstrich. Der verläßlichste Wetterprophet ist neben der wissenschaftlichen Wetterkunde der Bauer, der ja mit der Witterung eng verbunden ist und deshalb den aufmerksamsten Beobachter der Wetterbildung darstellt. Auf Grund hundertjähriger Beobachtung kommt man zum Schluß, daß nach Neujahr die Kälte etwas abnimmt, nach de mDreikönigstäg dagegen wieder zuzunehmen u. dann bis Maria-Lichtmeß anzuhalten pflegt. Eine andere Wahrnehmung. besagt, daß sich das Wetter alle elf Jahre wiederholt, was jedenfalls mit der Wiederkehr der Sonnenflecke Zusammenhängen dürfte. Nach einem abnormen Frühjahr und Sommer stellt sich gewöhnlich ein abnormer Winter ein. Ein krasses Beispiel dafür ist der sibirische Winter- vor elf Jahren, der Maribor bald nach Sommer war abnormal, frühwarm u. mit und ordiniert von Vtl — 3 Uhr. Tel. 27-28. großer Hitze begleitet. Der Bauer ist bom j benfest überzeugt, daß sich in den näch- OfceUP UND gkMGte GeWenDt-sten Tagen ähnliche Kälteerscheinungen | skkNIk einstellen werden wie im berüchtigten Win I -7 ter 1928-29, wobei den Zügen die Kup- ' ln den letzten Tagen wurden von der pelungen oft mit Kohlenpfannen aufgetaut Stadtgemeinde als zuständiger Gewerbewerden mußten, bevor es gelang, die,Wag Behörde folgende neue Gewerberechte gons abzuhängen. j erteilt: Edgar Perko, Gemischtwaren- Für einen strengen Winter sprechen handlung, Dvorakova utica 14, Peter auch andere Anzeichen. So werden jetzt Marčič, Fleischauer, Pohorska c. 5, Ivan große Schwärme nordischer Vögel beob-1 Jurič> Manufatkurwaren- und Modengeachtet, die auf dem Flug nach dem wär-! schäft, Koroška cesta 19, Mirko Hojnik, me re n Süden in unseren Gegenden zwi- \ Spezerei Warengeschäft, Ulica 10. oktobra schenlanden. Bei Gornja Radgona wurde ~> Adolf Mrakič, Friseur, Koroška c. 7, dieser Tage ein großer Schwimmvogel er-] Rudolf Holzer, Bauunternehmer und Zim-legt, dessen Flügelspannweite einen gu-; mermeister, Aleksandrova c. 43, Alexanten Meter ausmacht. Es dürfte sich um der Kozar, Frachtentramsport, Cvetlična eine Alkart handeln, möglicherweise auch ul. 25, Gelöscht wurden dagegen fol-urti einen Albatros, der sich gewöhnlich gende Gewerberechte: »Jugoautomet«, im Süden aufhält, aber oft weit nach Nor- j Aleksandrova c. 11, Alois Čuček, Fleisch-den verschlagen wird und der vielleicht, hau er, Hauptplatz, Radivoj Pirc, Friseur-jetzt spornstreichs nach Süden zurück-' geschäft (Filiale), Frankopanova ul. 27, strebte. Alte Leute meinen, daß das Auf- Alexander Lininger, Frachtentransoort, tauchen derartiger seltener Vögel in unseren Gegenden auf einen strengen Winter schließen läßt, jedenfalls ist es ratsam, sich rechtzeitig mit Heizmaterial einzudecken. ZwsunMck in pfui Koroščeva ul. 32, Rudolf Holzer, Baumeister. Aleksandrova c. 43. Der Winter Der Bachern steht im Winterkleid Und macht dem Sportler große Freud’ Es glitzert and gleisset auf sonniger Höh’ Wie tausend Sternlein der weiße Schnee. Der Sonntag gar viele oben vereint miischtwarenhandlung Franz K a c in Zgor nja Bistrica ein und entwendete aus der Kasse verschiedenes Bargeld und Wertsachen im Gesamtwerte von etwa 1500 Dinar. In der Nacht zum 9. September führte er den bekannten Einbruch in den Juwelierladen Kindl in Ptuj aus, wobei Uhren und andere Pretiosen im Werte von rund 60.000 Dinar gestohlen wurden. Lebeničnik verwahrte seine Beute bei Jus, worauf er sie in Gegenwart seiner Komplizen im Walde vergrub, während er einen Teil davon seinen Knmolizen zum Weiterverkauf, teils auch als Belohnung für ihre bisherige Mithilfe übergab. Lebeničnik verkaufte einige Ringe in Maribor und schaffte sich aus dem Erlös neue Klei der an. Da er jedoch seinen Mithelfern nicht traute, grub er seinen Schatz heimlich wieder aus und versteckte den Topf mit den Uhren an einer anderen Stelle. — Einige Uhren wurden inzwischen von den Mitschuldigen bereits verkauft. Durch den Verkauf eines goldenen Armbandes wurde die Angelegenheit verdächtig und der Einbruch kam schon nach einigen Tagen auf. Die Angeklagten gaben nur teilweise ihre Schuld zu, teils aber leugneten sie jeden Zusammenhang mit der Angelegenheit. In der gestrigen Verhandlung (Vorsitzender Kreisgerichtsrichter Dr. T u r a -t o) wurden alle Angeklagten verurteilt. Der Hauptangeklagte Lebeničnik erhielt vier Jahre schweren Kerker, der Mitangeklagte Jakob P i j a v e c 20 Tage Arrest, Karl Globočniku, u. Heinrich Marko vier Monate strengen Arrest und 300 Dinar Geldstrafe, Franz Jus und Maria Širovnik hingegen je zwei Monate strengen Arrest. Die geschädigten Parteien wurden auf den Zivil rechtsweg verwiesen. BETRÄCHTLICHER MATERIALSCHADE N. — .MENSCHEN NICHT ZU SCHADEN Skihaserln und Hasen sind alle gut’ GEKOMMEN. In Ptuj ereignete sich heute früh am Bahnhof ein Karambol, bei dem jedoch Menschen glücklicherweise nicht zu Schaden kamen. Aus der Richtung Pragersko kam eine Lokomotive, die, wahrscheinlich infolge falscher Weichenstellung, mit ei- nem dort stehenden Güterzug zusammen- Freund’. Und wo nur ein Berg ist, gehts lustig nunter, stieß. Durch den Zusammenprall wurden Es rodelt das Dirndl, der Bua frisch und einige Waggons stark in Mitleidenschaft | munter. gezogen. Infolge des Karambols erlitt der Doch unten die Kinder ihren Schneemann Zugsverkehr keine Störung. Der Materialschaden ist beträchtlich. LOSMrmes ZubiMum Der WmieMrenge In diesem Winter jährt sich zum 200. Male das geschichtlich bekannte meteorologische Ereignis vom stengsten Winter im Verlaufe des letzten Abschnittes von eintausend Jahren. Gab es auch vor und nachher — nur zu gut erinnern wir uns des grimmigen Winters von 1928-29 — auch ausnahmsweise strenge Winterszeiten, so überbot dennoch der Winter des Jahres 1740 in bezug auf Ausdehnung u. Tieftemperaturen doch alle seine Vor- u. Nachgänger. Dieser grimmige Winter setz te eigentlich schon 1739 ein und endigte erst 1741, so daß die grimmigste Kälte bis zu 60 Grad unter Null in der Mitte — im Jahre 1740 — lag. Unser Schneemann Wenn ich sage »Unser Schneemann«, so drückt das nur ein gewisses Gefühl des -Mitbesitzerrechts aus, weil nämlich der Schneemann in dem Gärtchen vor unserem Hause steht, also auch aus »unserem« Schnee geformt worden ist. Gebaut haben ihn ganz allein die Kinder aus dem Haus, die beiden Mädel Anni und Helga, und sogar der kleine Klaus vom Schneider ist emsig hin- und hergelaufen und hat den »Großen« in seinen beiden kleinen Händchen neues »Baumaterial« in Ge stalt von einer Kinderhand voll Schnee, zugetragen. So ist der Schneemann entstanden. Die Kinder haben ihn gebaut, aber ich muß gestehen, daß unser ganzes Haus stolz auf ihn ist, vom Hauswirt bis zum Hauswart und eingeschlossen alle Mieter. Es gibt keinen, der nicht \^umdert. vor machen Mit Zylinder, Besen und anderen Sachen. Vorbei fliegt ein Schlitten mit seinem Geläut Die Schellen hört man weit und breit. unserem Schneemann stehengeblieben wä re und sich lobend über ihn ausgespro-chen hätte. Und wir haben Grund dazu, I Je c Ju§eru* allein; aber meist zu Paaren stolz zu sein. I graziös, mit Elan ihren Bogen fahren. Zunächst einmal: unser Schneemann ' ,Manch Fußgänger bleibt gerne stehen heißt Fridolin. Schon das allein hebt ihn 1 1 oinrelnen Künstlern zuzusehen, aus der Reihe gewöhnlicher Schneemän. Blitzesschnelle sie sich drehn und ner heraus. Außerdem trägt er keinen alt tanf.en, modischen Zylinder wie Schneemänner £in Winterstimmungsbitd im ganzen, der guten alten Zeit, sondern einen zeit- „r.ui.n allen, die Sonntags sportein gehn, ruf ich zu: Auf ein fröhliches Wiedersehn! M a r i e 11 a. Das Weiter Wettervorhersage für Sonntag: Vorwiegend bewölkt und etwas windig. In höheren Lagen wahrscheinlich Schneefall. gemäßen Helm mit Kinnriemen. Ein alter, aber noch blitzblanker Marmeladeneimer, den der Kaufmann im Haus gestiftet hat, erwies sich für diese Zwecke als geradezu vorbildlich. Das Ueberwältigende aber ist, daß Fridolin lächelt. Jeder wird zugeben müssen, daß Schneemänner im allgemeinen Tceine besonders intelligenten Gesichter be sitzen. Sie gucken so vor sich hin, meistens ein bißchen ausdruckslos. Mit Fri-doli aber ist das anders. Er lächelt, und ich möchte sogar behaupten: gütig. Vielleicht, weil sich die Kinder gar so viel Mühe mit ihm gegeben haben. Weil der Kaufmann den schönen Helm, der Hauswart ein Stück Reisig und Mutter Krause im dritten Stock, die Mutter von Anni und Helga, ein paar ganz richtige uralte Knöp fe für Fridolins Jacke gestiftet hat. Das Lächeln aber entstand, als sie Fridolin einen Mund einsetzten, nicht einfach ein glattes, gerades Stück Holz -— dann sieht der Mund immer verkniffen aus wie bei alten Tanten, wenn sie bissig sind! —, sondern ein Stück von einem etwas rund gebogenen Zweig. Nun ziehen sich Fridolins Mundwinkel in die Höhe — er lächelt jeden an, der an ihm vorüberkommt. Die Kinder sind überaus stolz auf Fridolin. Es vergeht kein Tag, an dem nicht ' Lebeničnik brach, wie die Anklage irgend etwas an unserem Schneemann ver ■ schrift a-usführt^ am 13. August in.die Ge- Aus dem Gerichtssaal Der Lutmlendiebstahl von Wuj Vor dem Dreiersenat des hiesigen Kreis gerichtes stand Donnerstag vormittags eine Gruppe von Personen, die sich wegen des bekannten Einbruches in den Juwelierladen Kindl in Ptuj im vergangenen September oder wegen Mithilfe und Hehlerei zu verantworten hatten. Der Haupt-angekilagte ist der 33jährige Schlosser F. Lebeničnik ohne ständigen Wohnort. Seine Mitangeklagten sind der 38jährige Arbeiter Jakob P i j a v e c und der 38-jährige Artist Heinrich Marko, beide aus Maribor, dann der 33jährige Malerge hilfe Karl Globočnik aus Pobrežje, Franz Jus aus Rodni vrh und seine 45-jährige Freundin Maria Širovnik. m. Recht frohe und glückliche Weihnachten wünschen allen geschätzten Abonnenten, Inserenten, Mitarbeitern und Lesern der »Mariborer Zeitung« ser-bisch-prawoslawer Konfession die Redaktion und Verwaltung des Blattes. m. Die nächste Nummer der »Mariborer Zeitung« erscheint wegen des morgigen Feiertages und des darauffolgenden Sonntags erst Montag zur üblichen Stunde. m. Ein Doppeljubiläum feierte dieser Tage der hiesige bekannte und geschätzte Kupferschmiedmeister Herr Anton M 1 e k u š: er feierte neben seinem 74. Geburtstag auch noch sein 20jähriges Jubiläum als selbständiger Meister. Anton Mlekuš, der trotz seines hohen Alters noch sehr agil und rüstig ist, lebt schon seit vielen Jahren vor dem Weltkriege in unserer Draustadt und war lange als Partieführer in den ehemaligen Südbahnwerk statten angestellr. Nach der Uebernahme der Südbahn in den Staatsbetrieb quittier te An on Mlekuš den Dienst und etablierte sich als selbständiger Kupferschnred-meister, wobei er es verstand, durch seine fachmännischen Kenntnisse und reelle Ge schäftsführung seinen Betrieb bald zu an sehnlichem Umfang zu bringen. Er leitet noch heu e selbständig sein Geschäft, wo bei ihm sein Sohn tatkräftig zur Seite steht. Anton Mlekuš war ein sehr geselliger Mann; u. a. war er ein leidenschaftlicher Sänger und leitete durch viele Jahre ein gu besuchte Tanzschule. Aus seinem großen Freundes, und Bekanntenkreis gin gen ihm anläßlich seines Doppeljubiläums zahlreiche Glückwünsche zu, denen auch wir uns hiemit gerne anschließen! m. Im hohen Alter vor 85 Jahren ist gestern Frau Aurelia Tomšič, die Mutter des Direktors der städtischen Gasanstalt Ing. Dušan Tomšič, gestorben. Friede ihrer Asche! m. Trauungen. In den letzten Tagen wurden getraut: Dušan Volčič, Photograph, mit Frl. Mathilde Gorjup, Alois Uranjek, Chauffeur, mit Frl. Angela Hadrijan, Anton Lesjak, Besitzer, mit Frl. Pauline župane, Franziska Jamšek, Privat beamter, mit Frl. Barbara Ploj, Stefan Krajnc, Angestellter, mit Frl. Franziska Sei, Anton Žunko, Angestellter, mit Frl. Anna Kolednik, Ferdinand Galun, Weber mit Frl. Rosa Germ, Adolf Anderle, Gastwirt, mit Frau Rosa Mandel, Janez Lečnik Weber, mit Frl. Christine Bart, Franz Pe-čenjk, Weber, mit Frl. Aloisie Gorjup, K. Krištof, Weber, mit Frl. Stefanie Janžekovič, Roman Cvetko, Weber, mit Bd. Marie Dobaj, Franz Čurin, Schuhma-chemieister, mit Fri. Marie Weber. — Wir gratulieren! m. Evangelisches. Sonntag, den 7. d. M. wird der Gottesdienst in Maribor ausfal-len. m. in der Leitung der Postdirektion in Ljubljana ist insoweit ein Aenderung zu verzeichnen, als die Oberposträte Dr. Josef Lebar, Dr. Franz Janžekovič und Miroslav Matjašič zu Revisionsorganen bestellt wurden. An der Spitze der allgemeinen Abteilung steht Obersekretär Vladimir B aj u k, der Postamtleitung Oberpostrat Anton S u h a č, der Oekonomieabteilung Postrat Tilen Epih und der Rechnungsabteilung Oberpostrat Dr. Bogdan Kurbus. m. Aus dem Männergesangverein. Freitag, den 5. Jänner Probe für den gemischten Chor. Beginn um 20.30 Uhr. Es wird um pünktliches Erscheinen gebeten. m. Einen auserlesenen Kunstgenuß verspricht uns, wie bereits berichtet, das am 17. d. M. stattfindende große Symphoniekonzert der »Glasbena Matica« in Maribor, bei welcher Gelegenheit Friedrich S met a n a s Monumentalwerk »M a via st« (Mein Vaterland) zur Aufführung gelangt. Wir verweisen in diesem Zusammenhänge auf einen diesbezüglichen Aufsatz in der Kulturrubrik der heutigen Nummer. i Altes Gold zu höchsten Preisen kauft 0. Kiff mann, Aleksandrova cesta 11. m. Heute, Freitag, Akademiker ballt Wie bereits berichtet, wird heute, Freitag, abends in sämtlichen Räumlichkeiten des Sokolhedmes (Union) der traditionelle Akademikerball abgehalten. Wie alljährlich, verspricht der Akademikerball auch in diesem Jahre ein gesellschaftliches Ereignis ersten Ranges zu werden. m. Aus dem Englischen Klub. Wie wir erfahren, wird demnächst ein neuer Kurs für A n f ä n g e r eröffnet werden, der jeden Montag von 21 bis 22 und jeden Mittwoch von 20 bis 21 Uhr stattfinden wird. Die Monatsgebühr beträgt pro Person 50 Dinar. Ferner wird ein Spezialkurs für K e 1 1 n e r jeden Freitag von 15 bis 16 Uhr abgehalten werden. Der Kursbeitrag beträgt 20 Dinar pro Person und Monat. Anmeldungen für beide Kurse werden in den Räumen des Eng-Hchen Klubs (Krekova ulica 14, Parterre) entgegengenommen. m. In wenigen Tagen findet wieder eine Ziehung der Staatsklassenlotterie statt, und zwar bereits die 4. Klasse der laufenden Spielrunde. Im nächsten Monat beginnt also bereits die Hauptziehung. Es ist daher am Platze, rechtzeitig dafür Sorge zu tragen, daß man sich das Spielrecht bzw. das Recht an einem ev. Treffer sichert, indem man sich ein Klassenlos beschafft bzw. das schon angeschaffte oder zugeschickte Los rechtzeitig bezahlt. Wer also nicht zu spät kommen will, wende sich so rasch als möglich an unsere Glücksstelle und Haupt-kollektur Bankgeschäft Bezjak, Gosposka ulica 25, wo neue Klassenlose noch aufliegen. Das Glück ruft, entschließt Euch rasch! m. Seltenes Filmereignis in Maribor. Wie wir erfahren, wird, in der Zeit vom 6. bis 11. d. im hiesigen Burgtonkino das epochale Filmwerk der UFA »D o leto r Robert Koch« unter dem.Ehren-schutze der Mariborer Antituberkulosen-'iga zur Aufführung gebracht werden. Der Film »Dr. Robert Koch« wurde bekanntlich auf der Internationalen Film-Ausstellung (Biennale) in Venedig mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Die Haupt-r°lle spielt der berühmte Darsteller tiefgründiger menschlicher Charaktere Emil Jannings. Es ist begreiflich, daß in der kiesigen Oeffentlichkeit für dieses seltene rilmereignis bereits das lebhafteste Ingresse herrscht. Dr. Robert Koch ist, wie "ekannt, der geniale Forscher und Entdecker des Tuberkel-Bazillus. m. im Theater gelangt morgen, am Ureiikönigstag nachmittags das überaus ^erhaltende Lustspiel »Konto X«, abends agegen der Operettenschlager »Alles Scherz« von Gorinšek-Jlranek zur Aufführung. — Um den Theaterbesuch aUch den minderbemittelten Volksschich etl zu ermöglichen,, gelten für den kommenden Sonntag, den 7. d. für beide Voreilungen ermäßigte Preise. Nach 36 Einbrüche am Kerbholz DREIKÖPFIGE EINBRECHERBANDE FESTGENOMMEN. Nach langwierigen Nachforschungen ist es der Gendarmerie gelungen, einer dreiköpfigen Einbrecherbande auf die Spur zu kommen, die in letzter Zeit im Grenzgebiet um Velka bei Zg. Cmurek nicht weniger als 36 Einbruchsdiebstähle verübt hatte. Es handelt sich um den 28-jährigen Hilfsarbeiter Karl ž 1 a b e r, um den 36-jährigen Franz G u n g 1 und um den kaum 16-jährigen Josef Š., die bereits alle festgenommen wurden und auch schon zum Teil geständig sind, ln erster Linie suchten sie die vereinsamten Bauernhöfe in den Ortschaften šormat, Ploderšnica und Počenik auf und nahmen alles mit sich, was nicht niet- und nagelfest war. Der von ihnen angerichtete Schaden beläuft sich auf nahezu 12.000 Dinar. Gviöenzführung der Militär dienstpflichtigen Verlautbarung des Stadtmagistrate. Das städtische Militäramt fordert alle in Maribor wohnhaften Jünglinge des Geburtsjahrganges 1922 auf, bis spätestens 20. Jänner im Militäramt, Slomškov trg 11, Parterre rechts, Zimmer Nr. 4, zwecks Eintragung in die Evidenzliste der Militärpflichtigen zu erscheinen. Mitzubringen sind der Geburtsschein, der Heimatschein, das Arbeitsbuch oder ein anderes Schriftstück, mit dem die Zustän digkeit nachgewiesen werden kann. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Eltern, Arbeitgeber und Woh- anerkannter internationaler Hotels, Kurorte und amtlicher Fremdenverkehrsinstitutionen. Der Jugoslawische Skal-Klub ist Mitglied des Internationalen Skal-Klub-Verbandes. In der Tagung werden wichtige Fremdenverkehrsfragen zur Sprache gelangen. nungsvermieter dafür verantwortlich sind, daß die MilLärdienstpflichtigen die Anmeldung rechtzeitig Vorbringen. Gegen Zuwiderhandelnde wird im Sinne des Gesetzes vorgegangen werden. Gleichzeitig werden auch alle übrigen Militärdienstpflichtigen, die beim Militäramt noch nicht angemeldet sind, aufgefordert, unverzüglich dorselbst zu erscheinen, widrigenaflls die vorgesehenen Strafsanktionen zur Anwendung gelangen. Der bekannte Psyctiographologe Karin a h ist nach einer längeren Pause wieder in Maribor eingetroffen und empfängt im Hotel »Zamorec« alle Interessenten wissenschaftlicher Ausdeutung von Vergangenheit und Zukunft. Der Ruf Kar-mah’s ist weit und breit bekannt, und zwar umso mehr, als es Karmah möglich war, die Handschriften berühmter Persönlichkeiten auf Grund seiner graphologisch-wissenschaftlichen Studien zu analysieren. mittags geht die Operette »Alles zum Scherz« in Szene, abends wird jedoch das schweizerische Schauspiel »Via Mala« wiederholt. m. Raritäten aus unserem Wald. Im Jagdrevier von Gornji grad wurde ein zur Hälfte weißes Reh erlegt, welches am Schädel eine Kreuzung mit einem Hausschaf aufweist. Unweit von Sv. Lenart (Slov. gor.) wurde vom dortigen Gastwirt ein kapitaler Uhu geschossen. Beide Tiere w,urde dem Präparator Wallner in Maribor übergeben. mt Neue Autobuslinie Maribor—Ptuj. Mit Samstag, den. 6. d. eröffnet das städtische Autobusunternehmen in Maribor auf der Strecke Maribor—Ptuj einen Autobusverkehr. Die Abfahrt von Maribor (vom Autobusbahnhof am Hauptplatz) erfolgt um 6.45, 13 und 18.30 Uhr und1 von Ptui (Magistrat) um 6.35, 11.35 und 18.30 Uhr. m. Wichtige Fremdenverkehrsmanifestation. Kommenden Sonntag, den 7. d. vormittags wird in Bled im Hotel »Toplice« die erste ordentliche Generalversammlung des im Vorjahr ins Leben gerufenen Jugoslawischen S k a 1-K1 u b s abgehalten. Der Skal-Klub ist eine Vereinigung der leitenden Funktionäre aller Reisebüros Verkehrsunternehmungen (Ei-senbahnen, Schiffahrtsgesellschaften, Luft ' Verkehrslinien, des Autobusverkehrs usw.) schädig! den Organismus. Ein erprobtesMittel,welches verläßlich wirkt und einen guten Geschmack besitzt,ist Darmol Abführ-Schokolade w Oqi. reg. S. 8r .I5244/13.V11. 36 Darmol bekommen Sie in allen Apotheken. m. Der Gescbichtsforscherverein in Maribor hält am Sonntag, den 14. d. um 10 Uhr in der Studienbibliothek seine diesjährige Vollversammlung ab. Auf der Tagesordnung stehen die Berichte des Ausschusses und der Rechnungsprüfer, die Neuwahl des Ausschusses sowie die Abänderung der Statuten. m. Unter dem Titel des Feuilletons »Razam und Rahat« ist gestern der Name der Verfasserin Draga Nitsche-Hegedušič versehentlicherweise ausgeblieben, was wir hiemit feststellen. m. Auf den Bachern fährt am 6. d. um S Uhr vom Hauptplatz ein Autobus, falls sich genügend Teilnehmer melden. Fahrpreis 20 Dinar. Bei genügendem Interesse wird auch am Sonntag, den 7. d., ein Autobus auf den Bachem abgefertigt. Fahrpreis 20 Dinar. Endstation unterhalb der »Mariborska koča«. * SANATORIUM Marlbor, Tyräeva 19, Tel. 23-58. Modernst eingerichtet, namentlich für Operationen. Tagesgebühr' I. Klasse Din 120.—; II. Klasse D’n 80.— Sanatoriumsieiter Spezialist für Chirurgie Dr. Černič. 7273 * Die Ausstellung der Sarajevoer Teppichfabrik wird in Maribor vom 18. bis 22. Jänner im Saale des Hotels »Zamorc« abgehalten. Verkauf auf langfristige Abzahlung. 12286 * Hotel Cafč-Restauration »Orel«. — Seefische, Laško-Bier. 124 * Wohin am 6. Jänner? Zum Otto ins Cafč »Promenade«. Nachmittags Familien konzert des Schrammel-Quartetts Müller. — Ohne Tanz! 42 * Gasthaus Mandl, Radvanje. Samstag und Sonntag Konzert. Prima Pekreer- u. Ribiselweiri. Reichhaltige Küche! 119 * Hotel-Cafe-Restauration »Orel«. — Samstag ab 5 Uhr Früh saure Suppe. 104 m. Wetterbericht vom 5. d., 9 Uhr: Terti peratur —5.6 Grad, Luftfeuchtigkeit 95%, Barometerstand 737.7 Millimeter. Nord- Technisch reif — musikalisch vollenden! 11 Jahre Superhet-Bau schlio ßen Erfahrungen ein, die durch nichts zu ersetzen sind Die Staßfurter Imoerial-Emp länger werden in ihrer Preis klasse von keinem anderen Empfänger an vollendeter Klangfülle, Fernempfangsleistung und Bedienungskomfort übertroffen! Hervorragender Kurzwellenteil — maximale Trennschärfe. Die größeren Typen besitzen auch stromsparende Röhren, magisches Auge, Schwundausgleich. STÄSSFURTER RUNDFUNK-GESELLSCHAFT MBH. STASSFURT - PROV.SA. westwind. Gestern Temperaturrnaximum —6.0, heute Temiperatunminimum —11.4 Grad. m. Flüchten Sie nicht vor dem Geld und schaffen Sie sich unverzüglich Lose der Staatlichen Klassenlotterie beim »Putnik«,. Maribor, Trg svobode - Burg, an! Ziehung der 4. Klasse bereits Samstag, den 13. d. Beeilen Sie sich! * Pesek, Radvanje. Samstag und Sonntag Wurstschmaus. Hausschlachtung! — 109 * Bei Stuhlverstopfung und Verdauungsstörungen nehme man morgens nüchtern ein Glas natürliches »Franz-Josef«-Bitterwasser. — Reg. S. br. 15.485(35. : Die Generalversammlung des Sportklubs »Rapid« findet am D i e n s t a g, den 30. Jänner 1. J. um 20 Uhr abends im Hotel »Zamorc« statt, worauf die Mitglieder schon heute aufmerksam gemacht werden. Aus ?Aui Bei Fliegergefahr Alarmsignale im Erstfall und bei Luftschutzübungen. Der Stadtmagistrat von Ptuj teilt mit, daß im Ernstfälle und bei Luftschutzübun gen nachstehende Alarmsignale zur Anwendung gelangen: Alarm bei herannahender Gefahr: 1. Schüsse vom Panvramaberg; 2. Glok kengeläute durch drei Minuten mit Unter brechungen; 3. Sirenensignale durch drei Minuten mit je sechs Unterbrechungen in der Minute. Signale für beendete Gefahr: 1. Ununterbrochenes Glockenanschlagen durch drei Minuten; 2. Ununterbrochene Sirenenpfiffe durch drei Minuten. p. Evangelisches. Sonntag, den 7. d. M. wird um 10 Uhr im Betsaale des Luther-Hauses ein Gemeindegottesdienst stattfinden. Anschließend um 11 Uhr sammelt sich die Schuljugend zum Kindergottesdienst. p. Gestorben ist im Krankenhause der Winzer Franz Muhič im Alter von 46 Jahren. R. i. p.l p. Tanz auf der Alm«. Unter dieser Devise veranstaltet auch heuer der SK. Ptuj am 3. Feber im Vereinshaus seinen traditionellen Maskenrummel. Angesichts der Erweiterung des Saales und der Adaptierung neuer Räume ist mit einem umso zahlreicheren Besuch zu rechnen. Für gute Unterhaltung bürgen eine erstklas- DAS 1EBEN IST BEWEGUNG Eine verläßliche Uhr geht immer gleich gut. Sobald jedoch eine Störung entsteht,, ist es mit dem Gang aus. Bleibt die Uhr zurück, so ist der Staub die Ursache. Darin muß die Uhr gereinigt werden und zwar gründlich und in Hinkunft muß man den. Mechanismus vor dem Staub schützen. Dann wird die Uhr wieder gut gehen. Beim Menschen ist es auch nicht anders. Manchmal treten Störungen im Körper ein. Am Anfang fühlen wir sie natürlich nicht, nachdem wir schwacher Verdauung und der Stuhlverstopfung zu wenig Aufmerksamkeit widmen. Sobald jedoch Hämorrhoiden, Hautkrankheiten, Erkrankungen infolge Harnsäure und übermäßiger Korpulenz, Leber- und Gallenerkrankungen oder sogar Arterienverkalkung entstehen, dann hilft nur eine gründliche Reinigung. »Planin-kac-Tee Bähovec ist für die Reinigung ein Mittel ganz besonderer Art. Im Herbst nimmt man ihn durch 6—12 Wochen 1 bis 2 Mal wöchentlich. »Planinka«-Tee ermöglicht eine gründliche Reinigung, festigt die Gesundheit und verleiht Frische. Trinken Sie daher sPla-ninka«-Tee, welcher in jeder Apotheke zum Preise von Din 20.— und Din 12.— erhältlich ist Reg. S. Nr. 19697/35. sige Musik, eine Schießbude, eine stimmungsvoll eingerichtete Kellerbar usw. p. Einbruch in der Silvesternacht. In der Silvesternacht machten sich im Hause des Kaufmannes Daniel Sugman in Sv. Marjeta noch unbekannte Täter zu schaffen, die einen größeren Geldbetrag sowie verschiedene Waren mit sieh gehen ließen. Der Schaden geht in die Tausende von Dinaren. p. Wegen des Tanzabends des deutschen Hochschülerverbandes in Ptuj, der heute, Freitag, im Vereinshaussaale abge halten wird, entfällt die übliche Vorstellung des Tonkinos »Royal«. p. Seltener Jagderfolg. In der Umgebung von Ptuj fand dieser Tage eine Jagd statt, bei der nicht weniger als 8 Füchse zur Strecke gebracht wurden. An der erfolgreichen Jagd beteiligten sich die bekannten Hubertusjünger Dr. Treitl, Apotheker Molitor, Dr. Schneditz, Albrecht, Dasch und Slawitsch. p. Viehmarkt. Auf den Rinde rimar kt am 2. d. wurden aüfgetrieben 90 Ochsen, 217 Kühe; 14 Stiere, 14 Jurigoch-sen, 51 Kalbinnen, 1 Kalb, 34 Pferde und 2 Fohlen, zusammen 423 Stück, wovon 208 verkauft wurden. Es kosteten: Ochsen 3—5.25, Kühe 2—4, Stiere 4—5.40, Jungochsen 3—4, Kalbinnen 3—5 Dinar pro Kilogramm Lebendgewicht, Pferde 300—5300 Dinar pro Stück. Auf den tags darauf stattgefundenen Schweinemarkt wurden 160 Stück zugeführt, wo von 23 Schweine verkauft wurden. Fleischschweine kosteten 7—7.75, Mast schweine 8—9 und Zuchtschweine 6_ 6.50 Dinar pro Kilogramm Lebendgewicht. p. Wochenbereitschaft der Freiw. Feuerwehr. Vom 7. bis 14. Jänner versieht die zweite Rotte des ersten Zuges mit Brandmeister Stefan Močnik, Rottführer Ivo švager, Rottführerstellvertreter Franz Trebše, sowie mit der Mannschaft Alois Zamuda, Rudolf Fijan, Ivan Preac und Thomas Klepač die Feuerbereitschaft, während Chauffeur Ivan Švare, Rottfüh-rer Ivan Merc sowie Robert Ferš und Ferd. žaler von der Mannschaft den Rettungsdienst übernehmen. p. Im Stadtkino gelangt am Samstag, den 6 d. um halb 16, halb 19 und halb 21 Uhr der tschechische Großfilm. »Die verlorene Patrouille« zur Vorführung. In der Hauptrolle Zd. Stepanek. Sonntag, den 7. d. wird das slowakische Drama »Der Dorfdämon« mit J. Stepničkova u. V. Wolker aus dem slowakischen Landleben gedreht. Im Beiprogramm die neue Wochenschau und ein Kulturfilm. p. Das Tonkirio Royal bringt mit Ausnahme des Freitag den Weihnachtsfilm »Stille Nacht, heilige Nacht«, Wir sehen und hören, wie dieser innige Weihnachts gesang, der aus der Volksseele spricht, von Herzen kommt und zu Herzen geht, der am 24. Dez. 1818 in Oberndorf und Arnsdorf bei Salzburg entstand und noch in derselben Nacht in der Pfarrkirche von Oberndorf zur Christmette gesungen wurde. p. Den Apothekennachtdienst versieht bis einschließlich 12. Jänner die Apotheke »Zum goldenen Hirschen« (Mag. Pharm. Behrbalk). Hmlitkhkk Htadßmt c. Evangelischer Gottesdienst. Sonntag, den 7. Januar findet der Gemeindegottesdienst um 10 Uhr statt, und zwar diesmal nicht in der Kirche, sondern im Gemeindesaale des Pfarrhauses. c. In Brčko wurde dieser Tage der Beamte der Firma Westen in Celje Herr A. J e 1 e n k o mit Frl. Ilse G reg o r e k, einer Tochter des dortigen Arztes Dr. Gregorek, getraut — Wir gratulieren! c. Kälte bedroht die Wasserrohre! Die letzten Tage haben zahlreiche Wasserrohrbrüche in Celje gebracht, die auf das Einfrieren der Rohre zurückzuführen waren. Wie schützt man sich nun gegen das Einfrieren der Rohre? Vor allem muß inan, wie bereits gemeldet, natürlich Fenster und Türen möglichst geschlossen halten. In di^ Wassertöpfe der Klosettanlagen streut man Salz. Wo es geht, schließt man am besten den' Haupthahn und läßt das Wasser aus der Leitung ab. Warmwasserheizungen sind bei längerer Abwesenheit zu entleeren. Ist aber die Leitung einmal 'eingefroren,, so soll man ihr nicht mit der Lötlampe oder ähnlichen Radikalmitteln zu Leibe rücken, sondern das Auftauen einem Fachmann überlassen. c. Bitte um Hilfe für die Vogelwelt. Ein Freund unseres Blattes schreibt uns: Der strenge Winter fordert unter den Vögeln zahlreiche Opfer, An Stellen, die vor eisigen Winden ungeschützt sind, findet, man auf dem Boden viele Vögel, die, Ungesättigt, dem Froste ein leichtes Opfer wurden. Helft den armen Tierchen durch Futterbeschaffung über die rauhe Jahreszeit hinweg. Werft, zumindest die Brotsamen von eurem Tische nicht achtlos und ungenützt weg! Eltern können auf solche . Weise ihre Kinder zur- Tieriiebe anleiten und damit frühzeitig zur Veredelung der jugendlichen Gemüter beitragen. r" ' : ; ' - < "-T" ’ c. Fremdenverkehr im Dezember. Nach den Aufzeichnungen des Meldüngsamtes waren im Dezember insgesamt 788 Fremde in Celje. Davon waren 727 In- und 61 Ausländer. Vergleichsweise waren inx November 918 Fremde in Celje gewesen und im Dezember 1938 sogar 926 Fremde. c. Die Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie in Ljubljana hält Dienstag, den 9. Jänner, im Beratungszimmer des Handelsgremiums der Stadt Celje (Razlagova ulica 8, Parterre links) einen Amtstag für Celje u. Umgebung ab. Der Parteienverkehr findet zwischen 8 und 12 Uhr-statt. c. Einen tödlichen Ausgang nahm der Unfall auf der Straße in Sv. Krištof bei Laško, von dem wir bereits .berichtet haben. Der Landwirt Vladimir Kačur fuhr dort mit seinem Einspänner. - Plötzlich scheute das Pferd, Kačur fiel vom Wagen, kam unter die Räder und erlitt einen Schädelbruch. Er wurde ins hiesige Kran kerihaus eingeliefert, wo er nun seiner schweren Verletzung-erlegen ist. c. Die Tanzsaison nimmt morgen (Drei königstag) mit dem Akademikerball der Studentenvereinigung »Sloga« ihren Anfang. Der Ball wird im »Narodni dom« abgehalten. Es konzertiert das bekannte »Broädway«-Orchester aus Ljubljana. ■ c. Tischtennis. Morgen (Dreikönigstag) beginnen um halb 9 Uhr morgens im Kleinen Saal, des Hotels »Union«- die Tischtenniskämpfe um die Meisterschaft der Stadt Celje im Einzel-, Doppel--und Mannschaftsspiel. Die Kämpfe werden am trifft auf Herrn Zupančič wie für ihn geschaffen zu. Seine Art soll im Nachfolger fortleben. Möge Herr Zupančič noch recht viele Jahre seine wohlverdiente Ruhe im Kreise seiner Familie in Glück und Frieden genießen! — Der neuernannte Leiter der Begräbnisanstalt Herr Stanko Gorišek hat seine Dienststelle bereits be zögen. . c. Holt Eure Gewinste ab! Wie gemeldet, sind am Stefanitag die Eintrittskarten zur Weihnachtsausstellung in der Stadtsparkasse ausgelost worden.. Die Ei gentümer der Eintrittskarten mit den Num mern 247, 180, 1977 und 623 haben je ein Bild gewonnen, das spätestens bis zum 8. Jänner in den Zweigstellen des »Jutro« und »Slovenec« abgeholt werden muß, weil es sonst zugunsten der Aussteller verfällt. Beim Abholen Eintrittskarte und Legitimation nicht vergessen! c. Skiwettkämpfe des Skikltibs in Lisce. Am 6. und-7. d. M., an den kommenden Doppelfeiertagen, finden wie wir- bereits meldeten, im Skigelände von Lisce die sportlichen Festtage des Skiklübs statt Am Dreikönigstage findet die Klubmei sterschaft und anschließend daran das Jugendrenneh statt. Die Freunde und An bänger deš Skisports finden : nach dem sportlichen Teil Entspannung und Auflok kerung bei den lockenden Klängen zweier Harmonikaspieler und der Abschluß des ersten Tages soll eine pfundige Skiunter haltung nach altbewährtem Brauche sein. Am zweiten Tage starten um 13 Uhr die Frauen und Mädchen. Das Springen unseres Nachwuchses wird die sportlichen Festtage beschließen und die anschließende Preisverteilung den besten Kämpfern das verdiente Ehrenzeichen zukommen lassen. Es ist Ehrenpflicht jeden Vereinsmitgliedes und Anhängers des Skiklubs an den beiden Feiertagen, mit oder ohne Brettl, bei Petritschek aufzukreuzen Es wird was los sein, und alle die sich darauf freuen, schon lange darauf freuen mögen kommen, der Winter wird ja bald zu Ende sein und dann ist es auch mit dem Skivergnügen aus. ' c. Kino Union. Freitag und Samstag (Dreikönigstag) Heinz Rühm arm im Kö-mödienfilm »Hurra! Ich bin Papa!« .Ein Rühmann-Film ist für jedes Kino von -Haus aus eine sichere Sache. Das bewies auch diesmal das herzliche Lachen während der! Erstaufführung am Mittwochabend. Einzigartig die Komik Rühmanns -n der Rolle des Vaters und sein na ür-licher Humor. Eine Menge schöner Frauen (Carola Höhn) ergänzen diese lustigste Komödie der Saison. Bei stockendem Stuhlgang, aufge-iriebenem Unterleib infolge Verstopfung leitet das natürliche »Franz-josef«. ßitterwasser die im Darm angesammelten Rückstände der Verdauung ab. In der . ärztlichen Berufstätigkeit wird das Franz-Josef-Wasser bei Männern, Frauen und auch Kindern angewendet. Reg S. br. 15. 485/35. Ein neur Koffertyp Sr die Dame In Reiseartikeln für die Dame wie Sr den Herrn hat die Fachwelt schon manchen Artikel kommen, und gehen sehen. Das gemächliche Reihen in der Postkui-sche unserer Täter Tage erforderte andere Utensilien wie die hastige Fahrt im D- Zug öder Flugzeug unserer Zeit. Was dem einen sein Reisesack war, ist dem an deren heute das Luftgepäck ... Vor allem «-a»--??-«» 30 fortgesetzt. Die Einzelspiele sind für1 (jiPSP yWP»i.a Fr,u „„„ Snnntsr, "'E8e Zwecke eine Fülle von praktischen Sonntag anberaumt. Es treten die besten Spieler an, so L. Rebeusch egg, Furlan, Čoh und Latinovič. c. In den Ruhestand getreten. Mit 1. Jänner ist der Magisratsbeamte Herr Anton Zupančič, in den Ruhestand getreten. Durch volle 38 Jahre stand er im Dienste der hiesigen Stadthauptmannschaft, durch volle 33 Jahre war er Leiter der Begräbnisanstalt und Friedhofsverwalter. Ein Mann von beispielgebender Pflichterfüllung, hat er seine ganze Kraft diesen beiden Einrichtungen gewidmet. Des Mannes Stolz ist sein Beruf. Dieses Wahrwort und vielseitigen Modellen auf den Markt gekommen. Namentlich für die kurze Reise des Herrn hat man die Aktentasche mehr und mehr zu einem Kleinkoffer aus ges altet. Jetzt bereitet sich im Rahmen dieser Bestrebungen auch für die kurze Reise der Dame zusehends und zunehmend ein derartiger neuer .Koffertyp vor: wie aus Offenbach geschrieben wird, gilt jetzt dort im Hinblick auf die kommende Reisesa’son ebenso wie für die Leipziger Frühjahrsmesse 1940 (3. bis 8. März) das besondere Interesse der Fabrikation der wei.eren Ausgestaltung des Hut-Koffers, REPERTOIRE. Freitag,. §.. Jänner um .20 Uhr: „Alles zum Scherz“. Ermäksigte Preise. Üamstag, 6. Jänner um 15 Uhr: »Konto X«. Um 20 Uhr: »Verlobung an der Adria«. Sonntag, 7. Jänner - um 15 Uhr: »Alles zum Scherz«. Ermäßigte Preise. Um .20 Uhr: »Via Mala«. . Ermäßigte Preise. Burg-Tonkino. Nur noch heute, Freitag, der musikalische Schlager »Marika« mit Franziska Gaal, Paul Hörbiger- und Theo Lingen. — Ab Samstag der deutsche Spitzenfilm »Dr. Robert Koch« mit Emil J a n n i n g s in der Titelrolle des berühmten Bakterienforschers. In den übrigen Rollen Werner Kraus, Viktoria v. Bällasko und Lucie Höflich. — hrVorbereitung »Die Armee aus Stahl«, ' Esplanade-Tonkino. Ab heute die größte Ueberraschung der letzten 10 Jahre: »Die Heimatlosen« mit Tracy Spencer u. Mickey Roonay. Ein Film, für Menschen edlen Herzens und für Jugendfreunde,.— Ein Film der großen realistischen Kunst, das aktuellste Filmwerk der gesamten Filmindustrie. Ein Film voll gesunden Humors und ungezwungener Fröhlichkeit, >— Ein Film, den niemand, versäumen soll und der jedermann unvergeßlich bleibt. -Es folgt: Die .neueste Willy-Forst- Schöpfung »Bel Ami«. Union-Tonkino. Bis* einschließlich Dienstag der große Filmschlager »Das Lied der Freiheit« mit dein" besten und beliebtesten Sänger Amerikas Eddy Nelson, der uns aus den Filmen »Rose Marie« und »Der weiße Flieder«'unvergeßlich geblieben ist. Der Film behandelt eine packende Begebenheit aus Wildwest und schildert die Opfer eines charaktervollen Mannes, der seinen Mitbürgern im Kampfe um ihre Freiheit behilflich ist. Eddy'Nelson "singt wundervolle Balladen und Liebeslieder, In den weiteren Rollen Virginia Bruce; Victor McLagen und Lionel Barrymore. — Es folgt das große französische Drama »Gebrandmarkt« (žigosana) mit derii, berühmten franz. Darsteller ViCktor Fratiken — Samstag und Sonntag um halb 1*1 Uhr Matinee-Vorstellungen. " T * Tonkino, Pobrežje. Am 5., 6. und- 7. Jänner »Mit versiegelter Order« mit Viktor de Kon re und Paul Hartmann in den Hauptrollen. 121 Apowekennachtd'enl Bis zum 12. Jänner versehen die M/a r i a h i 1 f - Apo theke (Mag. pharm. König) in der’ Aleksandrova.c.. 1, Tel. 21-79, und die St. Ähton-Ä-po-theke (Mag. pharm. AlbanezeJ in per Frankopanova ulica 18, Tel. 27-01, den Nachtdienst, des neuen Kleihkoffer-Typs für die Da. -me. In Fortsetzung der bisherigen Entwicklung stattet man den ursprünglich nur als Behälter für Hüte gedach eri Koffer heute immer raffinierter und komplizierter und: vielseitiger aus, so daß dieser — die neuen Kollektionen auf der Leipziger Frühjahrsmesse werden es zeigen — allmählich zum eleganten Universal-Koffer schlechthin für die Dame wird. So wird man in Leipzig Modelle sehen, die ringsum mit Taschen nicht nur für Schuhe, Wäsche und weitere Reise-Utensilien ausgestattet sind, sondern die aller neuesten Schöpfungen sind auch im Deckel mit Bügelemrichtung zur Aufbewahrung von Kleidern usw. versehen. Alles in allem werden sich diese nert*1 Hu koffer nach Meinung der Fachkreise in ganz kurzer Zeit die besondere Gunst der reizenden Dame erobert haben. b. Illustrierte Zeitung Leipzig. Die letzte Nummer ist besonders reichhaltig, ausgestattet und we st einen verstärk en Umfang auf. Diese Nummer (Preis 1 Mark) ist vornehmlich Rumänien gewidmet und bringt e'ne Fülle von Abbildungen vort Land und Leuten dieses Südos Staates-Verlag J. J. Weber, Leipzig. VOLKSWIRTSCHAFT Die neue Verzehrungssteuer auf Wein und Branntwein Aus Beograd wird gemeldet: Um im ganzen Staate die Höhe der Verzehrungssteuersätze auszugleichen und eine einheitliche und vereinfachte Einhebung dieser Steuer zu ermöglichen, hat die Regierung in ihrer letzten Sitzung auf Vorschlag des Finanzministers eine Verordnung über die Abänderung und Ergänzung des Gesetzes über die staatliche Ver zehrungssteuer angenommen, die mit dem I. Jänner 1. J. bereits in Kraft getreten ist. Durch diese Verordnung wird die bisherige Banal Verzehrungssteuer auf Wein uud Branntwein abgeschafft und an ihre Stelle eine einheitliche staatliche Verzehrungssteuer eingeführt, und zwar beträgt diese auf Wein 1 Dinar je Liter, auf Schaumwein 10 Dinar je Liter und auf Branntwein 10 Dinar je Hektolitergrad Alkoholgehalt. Die staatliche Verzehrungssteuer auf Wein und Branntwein wird beim Verkauf eingehoben und ist von dem Empfänger bezw, Käufer zu bezahlen. Der Empfänger bezw. Käufer ist verpflichtet, jeden Empfang von Wein öder Branntwein der nächsten Abteilung der Finanzkontrolle anzumelden. Diese hat sofort die Menge und die Stärke des Weines bezw. Branntweines festzustellen und darüber einen amtlichen Befund auszustellen. Auf Grund dieses amtlichen Befundes hat der Empfänger bezw. Käufer die entsprechende Verzehrungssteuer zu bezahlen, und zwar entweder persönlich beim Steueramt, wenn sich in dem betreffenden Orte ein solches befindet, oder aber im Wege der Post oder der Postsparkasse. Die Aufgabebestätigung hat er der Finanzkontrolle vorzuzeigen, die ihm auf Grund der Bestätigung eine Bescheinigung über die eingezahlte staatliche Verzehrungssteuer ausfolgt. Diese Bescheinigung dient dem Empfänger bezw. Käufer als Transportdokument. Wein- und Branntweinerzeuger, die sich nicht mit dem Handel mit alkoholischen Getränken befassen (Weinbauern), können Wein und Branntwein für den Hausgebrauch in unbeschränkter Menge ohne Anmeldung und ohne Bezahlung der staatlichen Verzehrungssteuer erzeugen und verbrauchen. Sie sind lediglich verpflichtet, die Menge des von ihnen erzeugten Weines und Branntweins mündlich oder schriftlich anzumelden, und zwar Wein bis zum 20. November jedes Jahres und Branntwein nach der Herstellung. Diese Anmeldung erfolgt bei der zuständigen Finanzkontrolle. Zu diesem Zweck werden die zuständigen Abteilungen der Finanzkontrolle im Wege der Gemeindevorstehung die Zeit bekanntmachen, in der sie sich zweks Entgegennahme der Anmeldungen in der betreffenden Gemeinde aufhalten. Die Produzenten (Landwirte) sind nicht verpflichtet, verkauften Wein oder Bran nt wein anzumelden, da diese Pflicht einzig und allein dem Empfänger bezw. Käufer des Weines oder Branntweines obliegt. Sämtliche Produzenten (Landwirte) haben sich, wenn sie ihren Wein und Branntwein zwecks Verkauf auf den Markt bringen, von der zuständigen Gemeinde einen Begleitschein zu verschaffen, der den Namen und den Wohnort des Erzeugers, die Menge des Weines °der Branntweines, sowie die Bestätigung zu enthaltn hat, daß der betreffende Wein oder Branntwein sein eigenes Erzeugnis 'st, und daß die staatliche Verzehrungssteuer noch nicht bezahlt ist. , Wein- und Branntweinerzeuger, die sich auch mit dem Händel, der Verarbeitung oder dem Ausschank alkoholischer Getränke im. kleinen oder im großen beschäftigen, sind verpflichtet,- ihren selbsterzeugten Wein spätestens bis zum 24. November jedes Jahres anzumelden und die staatliche Verzehrungssteuer sofort zu bezahlen. Branntwein dürfen diese nur nach vorheriger schriftlicher Anmeldung erzeugen. Der Erzeugungsvorgang selbst steht unter der Aufsicht der Organe der Finanzkontrolle. Nach dem auf diese Wei se erzeugten Branntwein ist die staatliche Verzehrungssteuer sofort nach der Herstellung auf Grund des amtlichen Befundes des Kontrollorganes zu bezahlen. Wenn diese Erzeuger den Wein oder Branntwein in das Verzehrungssteuerlager abführen, wird die Einhebung der staatlichen Verzehrungssteuer bis zu dem Zeitpunkt verschoben, wo das Produkt in den Verkehr gebracht wird. Produzenten, die sich auch mit Weinoder Branntweinhandel befassen, sowie auch alle Großhändler sind verpflichtet, ein Lagerbuch zu führen, in das alle erzeugten, gekauften und verkauften Mengen alkoholischer Getränke einzutragen sind. Kleinausschenker haben über die empfangenen und verkauften Mengen alkoholischer Getränke ein Register zu füh ren. Die eingetragenen Posten müssen so wohl beim Buch als auch beim Register mit Ausweisen über die Bezahlung der staatlichen Verzehrungssteuer belegt sein was von Zeit zu Zeit von der Finanzkontrolle überprüft wird. Um den Verkehr mit Wein und Brannt wein leichter überwachen zu können und den Schmuggel alkoholischer Getränke zu verhindern, müssen nach der neuen Verordnung alle Weinmengen über 10 Liter und Branntwein über 5 Liter im Handel mit Bestätigungen über die Einzahlung der staatlichen Verzehrungssteuer bzw. mit von den Kontrollorganen beglaubigten Rechnungen versehen sein. Am 1. Jänner 1940 wurden bei allen Erzeugern, die sich auch mit dem Handel und mit der Verarbeitung von Wein und Branntwein befassen, sowie auch bei allen Händlern und Ausschenkern die vorhandenen Wein- und Branntweinbestände aufgenommen. Nach allen aufgenommenen Wein, und Branntweinvorräten ist die vorgeschriebene Verzehrungssteuer zu bezahlen. Die nach den angetroffenen Wein- und Branntweinbeständen entrichtete Banalverzehrungssteuer wird nur dann anerkannt, wenn der Besitzer dies mit den vorgeschriebenen Dokumenten be weisen kann. Weinvorräte unter 100 Liter und Branntwein unter 10 Hektolitergrad werden nicht registriert. Wein und Branntwein, der sich zur Zeit der Bestand aufnahme unterwegs befindet, müssen so fort nach ihrem Empfang vom Empfänger bei der zuständigen Finanzabteilung zwecks Einzahlung der staatlichen Verzehrungssteuer angemeldet werden. Bei Wein, und Branntweinerzeugern, die sich nicht mit dem Handel dieser Getränke be fassen, erfolgt die Bestandaufnahme der Vorräte erst nach der Bestandsaufnahme bei den Händlern und Ausschenkern, und zwar auf Grund der mündlichen oder schriftlichen Anmeldungen, die von den Organen der Finanzkontrolle an Ort und Stelle entgegengenommen werden. Nach schiedenen Wein- und Branntweinsol'teh, die bei der Besteuerung verschieden behandelt werden. Danach ist unter gewöhnlichem Wein jeder aus Weintrauben hergestellte und vergorene Wein zu verstehen. Unter feinem Wein ist jeder Wein zu verstehen, der 16 oder mehr v. H. Alkohol oder 5 v. H. oder mehr Zucker enthält ohne Rücksicht auf seinen Namen od. seine Herkunft. Unter Champagner sind alle natürlichen oder künstlichen Schaum weine heimischer oder ausländischer Herkunft zu verstehen, die eine neuerliche Gärung in den Flaschen durchgemacht oder denen Kohlendioxyd zugeführt wurde. Unter Branntwein sind alle Obstdestillate zu verstehen, die mehr als 50 v. H. Alkohol enthalten, ferner Destillat, Wein, Weintrebern, Weintrauben e von usw., diesen Wein- und Branntwein Vorräten ist j die nicht mehr als 55 v. H. Alkohol entkerne staatliche Verzehrungssteuer zu be-! halten, wenn sie die charakteristischen zahlen. i Eigenschaften des Rohstoffes behalten, Die Verordnung bestimmt auch die verlaus denen sie hergestellt sind. Neuregelung des Zahlungsverkehrs mit Frankreich ■ DIE NEUEN BESTIMMUNGEN BEREITS MIT NEUJAHR IN KRAFT GETRETEN Wie bereits kurz gemeldet, werden ab Neujahr die Genehmigungen für den Kauf von Devisen zwecks Begleichung der aus Frankreich bezogenen Waren nicht mehr erteilt. Auf Grund des neuen Handelsabkommens mit Frankreich, das mit 1. Jänner 1940 in Kraft getreten ist, wird nämlich ein Teil der jugoslawischen Ausfuhr nach Frankreich auf der Kompensationsbasis getätigt werden, während ein Teil gegen Zinsen für jugoslawische Anleihen verrechnet werden wird. Wie man erfährt, wird die Nationalbank unverzüglich den befugten Geldinstituten die nötigen Anweisungen hinsichtlich der Modalitäten des neuen Zahlungsverkehrs im Güteraustausch mit Frankreich erteilen. Wie wird die jugoslawische Ausfuhr nach Frankreich bezahlt werden? Für die nach Frankreich ausgeführten Waren werden die jugoslawischen Exporteure Dinare erhalten. 60 Prozent des Wertes der ausgeführten Waren wird ihnen bei der Nationalbank zu Lasten des Kompensationskontos ausbezahlt werden Die restlichen 40 Prozent wird die Nationalbank ebenfalls in Dinaren zulasten eines besonderen Kontos der französischen Porteure jugoslawischer Anleihen, welches der jugoslawische Staat bei der Nationalbank schaffen wird, ausbezahlen. Die jugoslawische Ausfuhr nach Frankreich bzw. der Verrechnungskurs für die ersten 60 Prozent des Gegenwertes wird auf Grund des jeweiligen Tageskurses des französischen Franken an Das neue Handelsabkommen mit Frankreich WELCHE INDUSTRIEERZEUGNISSE KANN JUGOSLAWIEN NACH FRANKREICH AUSFÜHREN? Das unlängst mit Frankreich abgeschlossene Handelsabkommen zerfällt in drei Teile: Das Abkommen über den Güteraustausch, über den Zahlungsverkehr und die Regelung des Schuldendienstes. Die jugoslawischen Ausfuhrgüter werden in vier Gruppen geteilt, und zwar: 1. Tie re und tierische Erzeugnisse, 2. Holz, 3. Erze und Konzentrate und 4. andere Ausfuhrwaren. Die Ausfuhr von Erzeugnissen der jugoslawischen Industrie wird sich im großen und ganzen im Rahmen des früheren Abkommens mit Frankreich bewegen. Die neue Liste der Ausfuhrkontingente für jugoslawische Industrieerzeugnisse enthält folgende Artikel (Vierteljahr lieh): Fischkonserven 250 q, Raffinierter Me thylalkohol 11.000 kg, Azeton 702.48 q, Gemüsekonserven (Tomaten) 180 q, Zement 25.040 t (jährlich), hiervon 20 v. H. für das erste Vierteljahr, 30 v. H. für das zweite Vierteljahr, 30 v. H. für das dritte Vierteljahr und 20 v. H. für das vierte Vierteljahr. Einfarbige Keramikziegel 7.5 q, feines Porzellan ohne Verzierungen 7.9 q, Da- menkleider 1000 kg, gegerbte Häute: a) Kuh- und Kalbshäute 500 kg, b) Ziegen-und Zickelhäute 855 kg, Sensen und Sicheln 2.45 q, Haushaltsartikel 150 q, Möbel aus gebogenem Holz 60 q. Ferner wurden folgende zusätzliche Kontingente vierteljährlich bewilligt: Tomatenkonserven 195 q, Leim 200 q, Haushaltsartikel und Glas 100 q, Damen konfektion mit Ausnahme der aus Seide hergestellten 750 kg, gegerbte Schweinehäute 2000 kg, Pantoffel 1500 Paar, Sensen und Sicheln 5 q, Emailgeschirr 150 q, Glocken 74 kg, Hüte ohne Futter 2000 Stück, Hüte gefüttert 240 Stück. Für später sind Erhebung in der Ausfuhr von jugoslawischem Zement, Holzstiften und anderen Industrieerzeugnissen vorgesehen. Die jugoslawische Einfuhr aus Frankreich wird sich in der Hauptsache im Rah men der Einfuhr vom Jahre 1939 abwik-keln. Alteisen und Anthrazit wird Frankreich Jugoslawien nicht mehr liefern können, Rohphosphatc dagegen wird Jugoslawien nach wie vor von Frankreich beziehen können. den jugoslawischen Börsen berechnet werden. Falls der Wert der betreffenden Waren jn einer anderen Währung fakturiert ist, wird derselbe ebenfalls zunächst in Franken nach dem freien Tageskurse und sodann in Dinare umgerechnet werden. Der bei der Bezahlung der restlichen 40 Prozent des Gegenwertes der nach Frankreich exportierten Waren angewandte Kurs wird etwas höher sein. Der Unterschied zwischen den beiden Verrechnungskursen wird jedoch nicht für alle Artikel gleich groß sein. Für gewisse Artikel wird der Kurs der »Porteure-Dinare« etwas höher, für andere Artikel etwas niedriger sein, je nach der Rentabilität der betreffenden Ausfuhr. Diese Kursunterschiede werden für- gewisse Ausfuhrartikel eine Art Exportprämie darstellen. Das Institut zur Förderung des Außenhandels soll Vorschläge darüber ausarbeiten, wann und auf welche Weise die verschiedenen Kurse der Porteure-Dinare für gewisse Ausfuhrartikel zu berechnen sind. Die Prämierung der Ausfuhr gewisser Artikel mittels Transfer-Dinare bzw. mittels der Dinarguthaben französischer Privatgläubiger wird auch weiterhin stattfinden. Die bis zum 31. Dezember 1939 nach Frankreich exportierten Waren werden zu 100 Prozent in Devisen bezahlt. Ab 1. Jänner d. J. wird die Bezahlung auf die oberwähnte Weise erfolgen. Bei der Devisendirektion der Nationalbank wird eine besondere Abteilung gebildet werden, welche die Durchführung des neuen Zahlungsverkehrs im Güteraustausch mit Frankreich zur Aufgabe haben wird. Wie der »Jugoslawische Kurier« erfährt, wird die Bezahlung der Holz- und Hanfausfuhr nach Frankreich ausschließlich zu Lasten des Porteure-Dinar-Kon-tos erfolgen. Für die Einfuhr ans Frankreich ist auch weiterhin eine Genehmigung des Einfuhrkomitees erforderlich. Die Wareneinfuhr aus Frankreich wird auf Kompensationsbasis erfolgen. Die Importeure werden jedoch auch weiterhin zuvor um eine Einfuhrbewilligung bei dem Einfuhrkomitee der Nationalbank nachsuchen müssen. Schaffung eines Clearingkontos für den Güteraustausch mit den französischen Kolonien. Durch das neue Handelsübereinkommen mit Frankreich wurde auch die Frage des Güteraustausches zwischen Jugoslawien und den französischen Kolonien geregelt. Der Zahlungsverkehr mit den französischen Kolonien wird im Clearingwege erfolgen. Es wird ein besonderes Clearingkonto für den Handelsverkehr mit allen französischen Kolonien geschaffen werden. + Einfuhrbewilligungen für Heilmittel und Rohstoffe zur Herstellung von Heilmitteln. Einfuhrbewilligungen für Heilmittel und Rohstoffe zur Hers*ellung von tieilmittfiln sind an die Bewilligung des Ministeriums für soziale Fürsorgc und Volksgesundheit gebunden. Bisher wurden die Bewilligungen vom Einfuhrausschuß der Nationalbank erteilt. Jetzt müssen die Einführer die Vorfaktura dem Mi nisterium für soziale Fürsorge und Volks gesundheit zur Begutachtung unterbreiten, das über die Notwendigkeit der Einfuhr. entscheidet. Auf der Rückseite der Vorfaktura wird ein entsprechender Vermerk angebracht und auf Grund dieser Bestätigung kann der Einführer beim Ein fuhrausschuß ein Gesuch um Genehmigung der be reffenden Einfuhr einreichen. Dem Gesuch sind die beglaubigten Fakturen beizulegen. X Banknotenumlauf Jugoslawiens ist wegen des Jahresultimos am 31. Dezember um 406.8 auf 9697.9 Millionen Dinar angewachsen, womit der bisher höchste Stand erreicht wurde. Der Goldschatz ver mehrte'sich in der letzten Dezemberwoche um 20 auf 1988.4 Millionen stabilisierte Dinar, was einem tatsächlichen Wert von 3181.4 Millione Dinar entspricht. Die Wechsel- und Lombarddarlehen stiegen um 131.2 auf 2223.3 Millionen Dinar an. X Die amtlichen Umrechnungskurse betragen bis auf weiteres wie folgt: Reichs, mark 17.90, holländischer Gulden 24, Gold frank 14.50, Schweizer Frank 10.10, französischer Frank 1.15, belgischer Frank 1.50, Lire 2.30, Pengö 12.85, Zloty 8.40, Tschechokrone 1.53, Lewa 0.55, Lei 0.35, Drachme 0.38 Dinar. X Verschiedene Steuerfragen werden am 17. d. in Ljubljana im Rahmen einer Konferenz behandelt, an der Vertreter der Handelskammern von Ljubljana, Zagreb und Beograd teilnehmen werden. Ljubljana, 4. d. Devisen: London 1.74.40'—177.60 (im freien Verkehr 215.46—218.66), Paris 98.55—100.85 (121.81—124.11), Newyork 4424.37— 4484.37 (5480—5520), Zürich 995—1005 (1228.35—1238.35), Amsterdam 2355— 2393 (2908.97—2946.97), Brüssel 744— 756 (919.01—931.01); deutsche Clearing Schecks 14.70—14,90. Zagreb, 4. d. Staatswerte: 21/*% Kriegsschaden 0—425, 4°/o Agrar 0 —51, 4% Nordagrar 51—52, 6%> Begluk 0—74, 6"/<> dalmat. Agrar 0—69.50, 6°/o Forstobligationen 0^-69, 7% Investitions anlcihe 0—99, 7(>/„ Blair 0—87.50, 8°,o Blair 9-^96.50; Nationalbank 7700—0, Priv. Agrarbank 0—194. po. Jahresschluß im Hotel Mahorič. Die Silvesterfeier, die schon Jahre und Jahre immer ein Vorrecht der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr war, wurde heuer vom erwähnten Verein nicht abgehalten. Da-"fiir veranstaltete aber der hiesige rührige Sokolvercin im Hotel Mahorič eine Siive-sterfeier, die außerordentlich gut besucht war und dem Verein nebst einem moralischen auch einen schönen materiellen Erfolg brachte. In allen Räumen herrschte ein Gewoge und Gelärme und für beste Stimmung sorgte auch das Auftreten des Herrn Koren, der mit unbändiger Laune und köstlichem Witz alles verulkte u. verspottete, was es an zeitgemäßen Narreteien gibt. Viel Heiterkeit erweckten auch ž i t n i k, žen, R i t o n i j a und D e tiček, die mit ihren spottsüchtigen Ein fällen die Lachsucht aller herausforder ten. Am Morgen gab es dann manche Silvester-Leiche, aber Jahresschluß ist ja nur einmal im Jahre ... po. Theater. Im Saale der hiesigen Spar kassc’ veranstaltet am Sonntag der Kulturverein ein 3aktiges Drama aus der Kriegszeit »A njega ni« (Er kommt nicht). Die Aufführung dürfte lebhaftes Innteres-se erwecken. Sport Statt in die Shfaifon 1940 Mit viel Eifer und Opfermut bereiten unsere Wintersportler den alljährlichen Klubtag vor, der S o n n t a g, den 7. d. im ganzen Bereiche des Jugoslawischen Wintersportverbandes abgehalten wird. Auch in der dieswinterlichen Saison ist mit einem Massenstart zu rechnen, der gleichzeitig auch einigermaßen Aufschluß über die kommenden Ereignisse im weis-sen Sport geben wird. In nahezu geschlossener Kette werden unsere weißen Matadore aufmarschieren. In nächster Nähe der Stadt werden die »Železnica r«-Rennläufer an den Start gehen, und zwar wurden Ziel und start zum Gasthaus Sabelnik beim Kalvarienberg in Pekre verlegt. Letzterer erfolgt um 9 Uhr. Die Seniorenstrecke beträgt 10, die der Junioren 6 bis 8 Kilometer. Mit einem Sonderaufgebot geht »M a-r a t h o n« in Sv. Lovtenc a.i den Start. Auch dort sind besondere Kämpfe für Se- nioren Und Junioren in den klassischen und alpmen Disziplinen vorgesehen. »M a r i b o r s« Skifahrergemeinschafl wird Sonntag in Ribnica ihren diesjährigen Meister ermitteln. Am Vormittag gehen die Langläufer auf die 12 Kilometer lange Strecke, während am Nachmittag ein Slalomlauf zur Austragung kommt. Beide Konkurrenzen sind für Junioren u. Senioren ausgeschrieben. Auch die alpine Garde des Slow. Alpe n Vereines erscheint am Sonntag beim »Seiijorjev donix erstmalig in diesem Winter am Siart. Angesichts der Schneeverhältnisse dürfte nur der Slalomlauf ausgetragen werden, während der Abfahrtslauf auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden soll. »R a p i d« sah sich aus demselben Grunde gezwungen, beide Rennen sowie den Egon Lettner-Gedächtnisiauf abzusagen und gleichfalls auf einen späteren Termin zu verlegen. „3 etezmear" nach Vam-dm Trotz der grimmigen Kälte können unsere Fußballer nicht zur Ruhe kommen. Am kommenden Sonntag leistet die Eli »železnlčars« einer Einladung aus Varaždin Folge und wird dort ein Freundschaftsspiel gegen die »Siavija« zum Aus trag bringen. : Vier Meisterschaftsklassen in Zagreb. Der Zagreber Fußball-Unterverband beabsichtigt für die Durchführung der Meisterschaftsspiele vier Fußballklassen zu gründen, in denen zu 8 bis 12 Klubs zusammengefaßt werden sollen. : In der Kroatisch-slowenischen Fuß-balliga wird der Spielbetrieb am 11. Feber 1. J. aufgenommen. Ausständig sind noch acht Runden, worauf die drei Vereine der Kroatisch-slowenischen und der Serbischen Liga die Finalkämpfe um die jugoslawische Fußballmeisterschaften bestreiten werden. : Im internationalen Spielverkehr steht die Beograder »Jugoslavija« von allen jugoslawischen Klubs an erster Stelle. Die Beograder absolvierten im Vorjahre Totir neen durch Deutschland, Rumänien, Bulgarien und die Türken. Insgesamt bestrit ten sie 17 internationale Spiele, von denen sie 11 gewannen, 4 verloren, während 2 untenschieden schlossen. Das Tref ferscore lautet 43:38 für »Jugoslavija«. An zweiter Stelle rangiert der BSK, der 8 internationale Spiele absolvierte und hievon je dreimal gewann bzw. verlor sowie 2 Unentschieden spielte. Sein Score lautet 18:18. »Gradjanski« spielte viermal, hievon gewann er drei internationale Spiele, während das letzte ein Remis ergab. : Neuer Schwimmweltrekord. In Ostende stellte die Belgierin Fernanda Caroen über 500 Meter Freistil mit 6:28.4 einen neuen Frauenweltrekord auf, den bisher der dänische Meister Ragnhild Hveger mit 6:34.3 hielt. : Dennoch Finale des Winter-Cup. Zu den prawoslawen Weihnachtsfeiertagen werden in Beograd die »Jugoslavija« u. die Sarajevoer »Siavija« das schon seit dem Vorjahre fällige Finale des Winter-Cup zur Entscheidung bringt. : Ein Eislaufkurs wurde in Zagreb auf der Eisbahn des Eislaufvereines eröffnet. : Kegelkampf Jugoslawien—Ungarn. Am 6. und 7. d. kommt in Budapest ein Kegelkampf zwischen Jugoslawien und Ungarn zur Austragung. Jugoslawien werden vertreten: Božo Kombol, A. Pavle-šič, Milan Marčelia, Jos. Pavlešič, Josef Berlan, Salamon Bauer, Jos. Raketič und Ivan Marčelja. : Im Kampfe um den Europa-Tennispokal treffen am 9., 10. und 11. Feber in Mailand Italien und Ungarn aufeinander. Ungarn entsendet Asboth, Gabory, Szi-geti und Dr. Ferenczy. : In Zagreb absolvieren am 6. d. der Beograder »Jedinstvo« ein Match gegen »Gradjanski«. Tagsdarauf spielen HASK und »Čoncordia«. V Wrfriryrwr Hf VV Zum Wintersport Witz unD £umor Eines Tages meinte der Chef zu seiner Sekretärin: »Fräulein Katen, ich glaube jetzt doch bald,' daß sic heimlich verliebt sind!« »Wie kommen Sie denn darauf, Herr Kroll?« »Na, ich weiß nicht, ich finde, Sie haben jetzt immer so was Gedrücktes an sieb!« 62S263 628285 V2aa84 S28288 Oberweite). Dieser dreiteilige Skianzug ist sehr praktisch und kleidsam. Die Hose in Kerlform kann man gegebenenfalls aus einer abgelegten Herrenhose herstel-len. Die abstechende Jacke läßt sich auch mit verdecktem Reißverschluß schließen. ELITNA KONFEKCIJA X BRINGT STETS DAS NEUESTE Die Skianzüge in bewährten Formen haben sich wenig geändert, man bevorzugt neuerdings die Keilhose vor der Norweger. Erfreulicherweise nimmt sich die Mode auch der Kleidung der Wintersportlerin an, für die Stunden auf der Hütte, im Hotel oder beim Spaziergang. Gut sieht ein Anzug mit langer Hose und kurzem Jäckchen aus Hirtenloden aus. Eine Kapuze mit dazu passenden Handschuhen vervollständigt den Anzug. Beyer-Modell B 28.283 ( 84 und 92 cm Oberweite). Wärmendes Jäckchen aus gemustertem Stoff mit Futter und Watte-iinzwischenlage, in Diagonal-Karo’inien durchgesteppt. Eine Schnur oder Rolle bildet die Berandung. Erforderlich: etwa 1,70 m Stoff, 80 cm breit. Beyer-ModeH 8 28,286 (88 und -96 an Dazu wird eine ärmellose Weste getragen, entweder aus dem gleichen oder abstechen dem Stoff. Erforderlich: etwa 1,15 Meter Hosen-, 1,10 m Jacken- und 55 cm Westenstoff, je 140 am breit. Beyer-Modell B 28.285 (96 und 104 cm Oberweite). Eine gute Ergänzung des Anzuges bildet die Windjacke aus imprägniertem Stoff mit langem Schoß in lockerer Form, damit noch ein Pullover bequem darunter getragen werden kann. Der Kragen ist auch offen zu tragen. Erforderlich: etwa 1,85 m Stoff, 140 cm breit. Die neue Mode Beyer-Modell K 26.747 (für 88 und 96 cm Oberweite). Für das Nachmittagskleid mit angeschnittenen langen Ärmeln eignet sich jedes Mischgewebe, aber auch Wollspitze. Das Kleid erhält in hinterer Mitte Reißverschluß und erfordert nur 1.75 m Stoff bei 140 cm Breite. Beyer-Modell K 35.182 (für 84, 92 und 100 cm Oberweite). Im Ausschnitt des flotten Sportkleides wird ein Schal getragen, dessen Farbe sich im Muster des Kleides wiederholt. Die schlichte Schnittform ist auch für die im Schneidern Ungeübten besonders gegeignet. Erforderlich: etwa 2 m Stoff, 130 cm breit oder 2.90 Stoff von 90 cm Breite. Beyer-Modell 8 26.892 (für 88 und 96 cm Oberweite). Das Komplet besteht aus einem schlichten Wollstoffteleid t«*d K-2.67V7 S26B41 6 35181 einer Jacke mit verdecktem Knopfschluß. Das Kleid — der Schnitt sieht auch lange Ärmel vor — erhält als schlichten Schmuck Taschen mit gestickten Fliegen. Erforderlich für das Komplet: etwa 2.75 Meter Stoff, 140 cm breit. o, r.,. „4« Samsfetg, den 6. jSmter 1*940. 9 ^Wtarlborer Zettumg« Nummer 4. Kuiiut-Cluastik Verheißungsvoller Auftakt der Konzertsaison in Maribor 3um bevorstehenden Gymphoniekonzert der „Glasbena Matica" in Maribor Friedrich Smetana und sein musikalischer Zyklus „Ma Vlast" Nach längerer Pause, die im kulturellen Leben unserer Stadt scheinbar kein Ende mehr nehmen wollte, endlich wieder etwas Positives! Am 17. Jänner veranstaltet unsere »Glasbena Matica« ein Symphoniekonzert unter der Leitung des Kapellmeisters der Gamisonsmusik J i-ranek, der sich als Komponist und Dirigent schon einen guten Namen gemacht hat. Als Hauptwerk wird Friedrich S m e-t a n a s musikalischer Zyklus »Mein Vaterland« zur Aufführung gebracht, ein Werk, das zum Repertoire jedes repräsentativen Orchesters gehört und der tschechischen Musik half, auch im Konzertsaal ihren Ruf international zu festigen. Friedrich Smetana galt und gilt auch heute noch als Vater der tschechischen Musik. Wenn auch vor ihm mancher Symphoniker wie Tomaszek (1774 bis 1850) und J. Fried r. Kitt! (1809 bis 1868), letztere in seiner melodienreichen »Jagdsymphonie«, aus dem reich sprudelnden Bronnen der tschechischen Nationalmusik geschöpft haben, so war das doch nie grundsätzlich geschehen. Ganz anders bei Smetana, dem Verkünder des Jung-Hussiitentums in der Oper, wie in Der Beograder Universitätsprofessor und Mitglied der Akademie der Wissenschaften, Dr. Miloš T ri vu nac, der den Lehrstuhl für Germanistik in ne hat, sprach vor einigen Tagen im Beograder Rundfunk über Vuk Karadžič und die deutsche Romantik, und die Rundfunkzeit schrift »Radio Beograd« hat diesen Vorfrag nunmehr im Auszug zum Abdruck gebracht, ln der Einleitung erinnert der Vortragende daran, daß Vuk Karadzic auf der Flucht vor den Türken, gegen die er gekämpft hatte, im Herbste des Jahres 1813 nach Wien gekommen war. Er stand im 26. Lebensjahr und beherrschte die deutsche Sprache bereits gut; er hatte sie in Karlowitz und in Petrinja erlernt. Damals lebte in Wien der slowenische Dichter Kopitar, der die Lieder seines Volkes sammelte und vor Sehnsucht brannte nachzuweisen, daß die Slawen auf dem Gebiete der Volksdichtung hinter den Deutschen nicht zurückstehen. Hiebei führte ihn der Zufall mit Vuk zusammen. Ob es ein Zufall war, fragt Dr. Trivunac. Wenn ja, dann gehört dieser Zufall zu jenen, die zum Nachdenken anregen und uns daran gemahnen, daß es zwischen Himmel und Erde viele Rätsel gibt, die wir nur mit dem gläubigen Sinn an eine höhere Vorsehung begreifen können. Vuk, von Kopitar überredet und beraten, begann schon im Jahre 1814 in der Fruska Gora und in Karlowitz Volkslieder aufzuzeichnen und Wörter für sein Wörterbuch zu sammeln. Im fahre 1818 gab Vuk sein »Serbisches Wörterbuch« heraus. Zum Unterschied von seiner vier Jahre früher herausgecebenen serbischen Snrachlehre war das Wörterbuch in Sprache und Rechtschreibung bereits ganz geklärt, das Vorwort dazu gilt als erste Arbeit, Ln der Vuk seine Reform schon vollständig durchgeführt hat. In seinem 31. Lebensjahre hatte Vuk auf diese Weise dte Grundlage zur serbischen Schriftsnrache gelegt und sich unvergängliche Verdienste um den Aufschwung des serbischen Schrifttums erworben, das Jahre hindurch unter der gekünstelten und ungeropciteii sldweflö-SerbiSChen Sprache gelitten hatte und sowohl dem Schreiber als auch dem Leser wesensfremd war. Grundlage der Sprache Vuks i der Symphonie. In jener griff er für den Text, wie für die Musik in den Schatz heimatlicher Überlieferungen, für diese gaben ihm Geschichte, Leben und Natur seiner Heimat die Anregung. Aber, und das ist d'as Wichtigste: das alles sind bei ihm positive Werte; nicht Bekämpfung eines Fremden, sondern Begreiflichmachen des Eigenen. Ais Symphoniker bekannte sich Smetana zum Anhänger der Liszt’schen Richtung. Das zeigt sich am deutlichsten in den drei symphonischen Dichtungen, die er 1856—1861 in Gothenburg, wo er als Dirigent der philharmonischen Gesellschaft wirkte, geschaffen hat, wie schon ihre Titel — »Richard 111.«, »Hakon Jarl« und »Wallensteins Lager« — zeigen. Aber bei aller Achtung vor der in ihnen enthaltenen Kunstarbeit —den echten Smetana zeigen sie uns nicht. Dieser entdeckte auch als Symphoniker erst sein Herz, als sich seine Musik im Jungbrunnen der Heimat erneuert hatte. Aus ihm entstand eine der schönsten und beliebtesten Instrumentalkompositionen seiner Zeit »Ma via st« (Mein Vaterland), ein groß angelegtes, mit Herzblut geschriebenes Werk, das in seinen sechs Teilen war die Rede des Volkes, d. h. eine Sprache, wie sie nach der Auffassung von Kopitar und Jakob Grimm sein mußte; letzterer war in jener Zeit bereits ein bewährter Freund und Helfer Vuks. Die Bekanntschaft zwischen den drei Männern zeitigte die schönsten literarischen Früchte. Jakob Grimm, der sogleich den außergewöhnlichen Wert der serbischen Volks lieder erkannte und ihr ständiger Bewunderer blieb, gab über die erste und zweite Sammlung Vuks in der Wiener Allgemeinen Literatur-Zeitung überaus günstige Berichte ab. Prof. Dr. Trivunac führt aus, der deutsche Romantiker Jakob Grimm habe von Beginn an durch Besprechungen und auf privatem Wege alles getan, um die serbischen Volkslieder in möglichst breiten Kreisen vertraut und beliebt zu machen. Dank dieser herzlichen Förderung wurde auch Clemens Brentano über den Rechtsgelehrten Savigny, dem Grimm sie zugesandt hatte, mit den Volksliedern bekannt und schrieb sie fleißig ab, weil sie ihm große Freude bereiteten. Brentano wählte neunzehn serbische Lieder aus, die Jakob Grimm übersetzt hatte, und veröffentlichte sie in einem Taschenkalender. Prof. Dr. Trivunac erklärt ferner: Wie Goethe für viele unserer lyrischen Volkslieder großes Lob übrig hatte, so schätzte auch Jakob Grimm unsere Heldenlieder hoch. In diesen ist, so sagte Grimm einmal zu Vuk, »alles wie bei Hommer«; über die »Erbauung von Skadar an der Bojana« schrieb er in der Besprechung zur zweiten Sammlung von Vuk, daß es »einer der rührendsten Gesänge aller Völker und aller Zeiten« ist. Zehn Jahre später betonte Jakob Grimm in seiner Kritik über die Übersetzung serbischer Volkslieder von Therese Albertine Luise von Jakob: »Wegen dieser Lieder wird man ietzt, glaube ich, slawisch lernen«. Als er 1819 Vuks Wörterbuch besprach, empfahl er abermals die serbischen Volkslieder auf das wärmste und forderte die Deutschen auf, die serbische Sprache wegen ihrer Reinheit, Schönheit und der Werke, die in ihr geschrieben Würden, vor allen übrigen slawischen Sprächen zu lernen. Das Interesse des alternden Goethe an (Moldau, Vizegrad, Sarka, Aus Böhmens Hain uind Flur, Tabor und Blanik) gewissermaßen zum musikalischen Epos der Tschechen geworden ist: eine begeisterte Verherrlichung ihrer Geschichte, ihrer Helden, voll trunkener Liebe zur Natur, ein völliges Aufgehen in ihrem Volkstum. Wenn Smetana Wasser sprudeln, Bächlein rauschen, Flüsse dahinströmen läßt, dann wirkt das nicht unpersönlich, dann treten auch die Moosbeete, die Uferhal-den und die Landschaften, die das Wasser begleiten, in greifbare Erscheinung und lassen alles als »Moldau« erkennen. Ein tragisches Geschick, das an Beethoven erinnert, wurde auch Smetana zuteil. Obwohl taub, schuf er rastlos weiter, bis ihn eine Trübung seiner Seele die Feder für immer entwand. Es ist zu erwarten, daß dieses Werk, das sich die Welt erobert und das überall, wo es aufgeführt wurde, begeisterte Aufnahme gefunden hat, auch bei unserem Publikum wenigstens einen Bruchteil jenes Interesses erwecken wird, das es verdient. Wenn diese Erwartung zutrifft, dann wird man im Konzertsaal am 17. d. M. sicher keinen leeren Sessel se-' hen dürfen. der serbischen Volkspoesie ist ebenfalls ein Ergebnis der romantischen Verherrlichung des Volksliedes. Vermittler hiebe! war abermals Jakob Grimm, der unserem Vuk einen Brief an Goethe mitgab, in dem er sich voller anerkennender Worte über die serbischen Volkslieder und Vuks Übersetzung des Gesanges »Teilung der Brüder Jakšič« äußerte. Mit diesem Brief ausgestattet, fand sich Vuk an einem Herbsttage 1823 in Weimar ein und wurde von Goethe empfangen. Dieser Gesang gefiel Goethe derart, daß er ihn mit kleinen Abänderungen in seiner Zeitschrift »Über Künste und Altertümer« veröffentlichte. Einen knappen Monat darauf hatte Vuk die Übersetzung des Gesanges »Der Tod des Kraljevič Marko« vollendet, die Goethe ebenfalls zum Abdruck brachte, Am 15. Feber 1824 sprach Vuk neuerdings in Weimar vor, um Goethe die ersten zwei Bücher der Neuausgabe der serbischen Volkslieder zu überreichen. Dies war in der Zeit, als ein junges Mädchen, von jaikob Grimm auf die serbische Volksdichtung aufmerkasm gemacht, sich mit ihren Übersetzungen an Goethe wandte: es ist dies Therese Albertine Luise von Jakob, die aus den Anfangsbuchstaben ihres Namens ihren Decknamen formte: Talvj. Da sie sehr viele serbische Volkslieder übertragen hatte, bot sich für Goethe die Gelegenheit, sich gründlich in die serbische Volks dichtung zu vertiefen und sich ein Urteil darüber zu bilden. Als Frucht dieses Studiums veröffentlidhte er 1825 in der Zeit schrift eine längere Betrachtung über die serbischen Lieder, deren letzter Band kurz vorher in der Übersetzung der erwähnten Therese von Jakob erschienen und mit Goethes Zustimmung ihm gewidmet war. Goethe spricht hier den serbischen lyrischen Liedern »höchste Schönheit« zu und überschüttet einzelne davon mit größter Anerkennung; von dem einen sagt er geradezu, es könne den Vergleich mit dem »Lied der Lieder« aufnehmen. Dieses Lob des größten deutschen Lyrikers, der damals bereits als der allgemein anerkannte Herrseher in der Dichtung Und im Geistesleben gefeiert wurde, trug wesentlich dazu bei, daß das serbische Volk, bishin ntir durch seinen Heldenmut berühmt, auch als Schöpfer und Hüter bedeutender kultureller Errungenschaften bekannt wurde. Dies war zweifelsohne von größter Bedeutung in einer Zeit, da sich das serbische Volk durch seine Siege einen bescheidenen Platz unter den Kulturvölkern noch kaum errungen hatte. Prof. Trivunac schließt seinen Vortrag mit folgenden Worten: »Aus allen angeführten Gründen und mit Rücksicht auf die großen Momente, die das Ergebnis der Arbeit und der Reformen Vuks bilden, ist es kaum möglich, die gewaltige Bedeutung der Beziehungen Vuks zu der fruchtbarsten Geistesrichtung des deutschen Volkes nach Gebühr zu würdigen. Diese Beziehungen bleiben gleichzeitig die unlösbare ewige kulturelle Verbindung zwischen unserem und dem deutschen Volke.« ^SAmsdtto b. Die neue lätte. Monatsschrift für Familie und Heim. Jännernummer. Preis pro Einzelnummer 1 Reichsmark. Vorliegende Nummer ist wieder überaus reich ausgestattet und bringt eine Fülle von Abhandlungen über Mode, Haushalt usw. Mit zahlreichen Kunstdruckbildern, Skizzen, Lichtbilder usw. Verlag Otto Beyer, Leipzig-Berlin. b. Mode und Heim. Illustrierte Halbmonatsschrift für di6 Hausfrau, Verlag W. Vobach u. Co., Leipzig-Berlin. Preis pro Nummer 50 Pfennig. Nr. 23. Mit einer großen Anzahl von Beiträgen aus verschle denen, die Frau betreffenden Fragen, Rezepten, Anleitungen, Schnittbogen usw. b. Beyers Mode für Alle. Mona «schritt für Modefragen. Preis pro Einzelheit 60 Pfennig. Verlag Otto Beyer, Leipzig-Berlin. Jännernummer. Mit einer großen Zahl von Modellen, Schnittmutern, Rezepten, Besprechungen usw. b. IB — Illustrierter Beobachter. Illustrierte Wochenschrift. Verlag Franz Eher Nachf., München. Preis pro Heft 20 Pfg. Das letzte Dezemberheft bringt zum Jahresschluß eine Fülle von Abbildungen Lus verschiedenen Gebieten, Abhandlungen, Bildreportagen usw. b. Jugoslovanska Revija. Monatsschrift für Fremdenverkehr. Ljubljana—Sušak. Jahresabonnement 100 Dinar. Mit prachtvollen Abbildungen unserer bekanntesten und schönsten Fremdenverkehrsgegenden. Beschreibungen usw. b. Die Woche. Illustrierte Wochenschrift für die Familie. Die letzte Dezembernummer bringt Bilder aus der Weih-nachts- und Silvesterstimmung. Mit einer reichen Bild- und Artikelreportage aus dem Kriege. b. Das schaffende Finnland. Interessante Bildreportage aus diesem Nordland, das gegenwärtig im Mittelpunkt d»s allgemeinen Interesses steht. Es werden alle Gebiete des Landes in Bild u. Wort behandelt. b. Jadranska straža. Organ der »Jadranska straža«. Erscheint monatlich. Dezembernummer. Mit schönen Abbildungen aus dem Seeleben, aus Dalmatien usw. Jahresabonnement 120, Einzelnummer 10 Dinar. b. Glasnik. Monatsschrift für Fremdenverkehr Dalmatiens. Split, November-Dezember 1939. Mit prachtvollen Abbildungen und interessanten Beiträgen b. Jugoslovanski biseri. Illustrierte Monatsschrift für Fremdenverkehrspropa-gand'a. Maribor. Mit prachtvollen Abbildungen unserer Landschaften. Nr. 11—12. Jahresabonnement 60, für das Ausland 80 Dinar. b. Kosmos. Illustrierte Monatsschrift für Naturkunde. Dezembernummer. Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart. Mit 4 Buchbeilagen im Jahr. Mit zahlreichen Abbildungen aus verschiedenen Gebieten, populären Abhandlungen über Fragen, die das Interesse eines jeden erregen usw. b. Zeitschrift für Geopolitik. Monatsschrift für Völkerkunde und Weltpolitik. Dezembernummer. — Aus dem Inhalt: Diehl: Vom Birnberg bei Saarbrücken aus; Bhatta: Innenpolitische Probleme Indiens; Schuchardt: Japan, ein Beispiel der geopolitisch ausgerichteten Sozialgesetzgebung; Seraphin: Die Wanderungsbewegung des jüdischen Volkes usw. Leipzig. Vuk Križ c und die Mi Romantik Gin Vortrag des Beograder Llniversitä'svrofesiors Dr. Trivunac über die jugoflaWM- deulschen KuliurbezieHunLen elnfame Hügel auf der „Beeglica"-Lichte Die Geschichte vom alten Mann und dessen Begegnung mit dem weißen Tod / Berghöfe und Frauen ober Rtbnlca Die töriartige Einsattelung im Höhen, rücken des Westbachern (zwischen dem jezerski vrh und dem Mali Crni vrh), wo hoch über der oberen Grenze der geschlossenen Waldregion der »8 c n j o r-j e. v d o in«, das stolzeste Skierheim im Winterparadies unseres Draugebietes, thront, trägt seit altersher die Bezeichnung »Pri cerkvjni« (Beim Kirchlein). Auf dem Wege, der vom Bacherndort Ribnica dort hinauf führt, wandert man abwechselnd bald durch schattige Waldbestände, bald durch sonnige und lichtvolle Waldblößen und Holzschläge, durch sogenannte Fratten. Diese Fratten und mehrere Hangverebnungen, an denen auch zwei Einödhöfe Hribernik und Pis. nik bäumend hocken, bilden stimmungsvolle Rast- und Ruhestätten für der, beschaulichen Pilger, der zu jenem »Kirchlein« wallfahrtet, und ■ Lehnen ud Leiten, über die- der Pfad wie durch gepflegte Aleen hindurchgleitet. Knapp über dem Dorfe breitet sich die wiesen, und acker. behangene Dorn i k -Lehne aus mit) einem schmucken Wegkreuz und mit einem breitäsdgen Nußbaum, von dem aus man einen bezaubernden Ueberblick auf das Dorf und dessen verschneite Berglandschaft mit vielen Kirchlein genießen kann.. Nach den ersten sehr steilen Weg. kehren und Windungen erreicht man die Leiten B a s a 1 i š č c (Aufladeplatz), von wo der Weg stets durch Wald und eine gute Weile völlig eben zum wald-entblöß ten freien Hang leitet, von dem aus auf der graziös gelegenen Bogenlinie jener Einsattelung »Beim Kirchlein« der »Seniorjev dom« sichtbar wird, während rech ter Hand über hängenden Aeckem und Wiesen auf einem Hangvorsprung das An wesen Hribernik wie ein Wespennest klebt. Der letzte und höchsgelegene Bauernhof in dieser einschichtigen Wald-und Gebirgsgegend ist Pisnik mit idyllischen Weekendhäuschen und mit einer einzigartigen Allee hoher Fichten, durch die der Weg zunächst auf die M c d v e d-j a ravna und sodann auf die sonnige waldfreie Lehne Lepe n arina führt. Ungefähr in der Mitte des Weges, der die Lepenarina mit dem Senjorjev dom verbindet, liegt die Fratte Bergli na. Nur wenigen Besuchern des »Senjorjev dom« und des »Kirchleins« dortselbst ist sie be kannt und doch geht der Weg von Ribnica zum »Kirchlein« mitten durch ihren Bannkreis und nur auserlesene Eingeweih te haben von Entstehung, Geschichte, Sage und mündlicher Ueberliefcrung über diese Berglica etwas gehört. Die Leiten Berglica ist weit mehr als ein bloßer Holzschlag, mehr als eine gewöhnliche Waldblöße, die entsteht, wenn der Wald gefällt und das Holz abgeräumt ist; dann ragen breite Baumstrünke aus dem duftenden Waldboden; zwei Jahre hindurch wird auf ihr Korn gesät oder werden Erdäpfel gesetzt; dann beginnt zwischen Brombeergestrüpp und Himbeer sträuchern der junge Wald zu sprießen, ein gesuchtes Versteck für Reh. und Birk-wild. Die BergÜca hängt und fällt steilab gegen Westen in der Richtung zur Mala und Velika kopa, an deren Fuß auf eiern sonnigen Rain St. Wolfgang, Kirchlein und Jägerhaus, mitten im verschneiten Hochwald malerisch ruht. Dort, wo sic bereits in die tiefen Gräben des Hudi kot übergeht und sich verliert, trägt sie den Schmuck jungfräulicher Tannen und Fichten; in den mittleren und oberen Teilen ist sie mit blumigen Almwiesen, Mat. ten und Weiden behängen, an denen je. doch der Jünger des weißen Sports vorübereilt, weil seiner eben beim »Kirchlein« schönere und und weitläufigere har ren. Zuoberst führt am Rückenkamm längs eines prächtigen Buchenwaldes, der in den ostwärts sich öffnenden Graben stürzt, an ihr vorbei der Weg zur Sattelhöhe des »Kirchleins«. Diese Waldblöße Sag' doch ja zu mir ROMAN VON GERT ROTHBERG Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister, Werdau. 51 Die Tora hat den Michael gern, ach, mehr als gern. Und ihr sind die Klatscher eien auch schon zu Ohren gekommen . . . Die Bäuerin faltet die harten Hände. »Sende uns Frieden, Herrgott. Nimm alles Übel von uns, Amen.« Es schneit und schneit. An diesem Abend findet im Dorfkrug wieder einmal Gemeinderatssitzung statt. Michael Brandtner geht frohgemut hinunter zum Dorf. Ja, er freut sich über das Wetter. Grad recht ist’s ihm so, wenn der Wind daherjagt, als möchte er am liebsten alle Bäume entwurzeln. Aber dazu reicht die Kraft Michael Brandtners bei weitem nicht aus. So muß er sich pfeifend und johlend damit begnügen, die Schneeflocken durcheinander zuwirbeln, daß sich die Menschen nur mühsam vorwärts kämpfen können. Michael Brandtner ist jetzt nahe dem dichten Grenzgebüsch, das noch zum Brandt-nerhof gehört. Da bückt er sich verwundert: Eine Frau liegt vor ihm. Jäh fährt er zurück.. Die Anka! Um nichts in der Welt möchte er sie jetzt anrühren. Aber cs ist doch Menschenpflicht, ihr zu helfen, er würde selbst einen Strolch bei solchem Wetter nicht am Wege liegen lassen. Also bückt er sich kurzerhand und rüttelt sie unsanft an der Schulter. Sie rührt sich nicht. »Anka, hast du dir weh . getan?« fragt er besorgt. Keine Antwort. Neben ihr steht ein Korb. Sie ist also im Dorf zum Einkauf gewesen. Aber was mochte denn nur mit ihr sein? Mit raschem Entschluß nimmt er sie auf seine Arme. Den Korb faßt er gleich mit. Und nun trägt er sie rückwärts, den Weg hin, den er soeben erst gekommen. Starr schäut er über sie hinweg. Zorn, Schmerz, Liebe und Verachtung streiten in ihm. Auf dem Gehöft angekommen, nimmt er den Schlüssel aus ihrer Tasche und schließt die Haustür auf. Der Hund an der Kette tobt wie toll. Da beruhigt Michael ihn, er kennt ihn ja vom Hofe des Krauer her. Michael schließt die Tür hinter sich, denn das Wetter, treibt den Schnee bis in den Flur. Dann trägt er Anka in den näch sten Raum. Er blinzelt mit den Augen für einen Augenblick. Hell strömt es ihm ent gegen, von der Lampe an der Decke und — aus dem strahlenden Kindergesicht, das ihm entgegenlacht. Warm u. hübsch ist’ hier. Er sieht auf den Kleinen, der mit einem Wollschaf spielt. Neben ihm liegt die Katze und wälzt sich behaglich von einer Seite auf die andere und schnurrt. Michael reißt sich von dem Bilde los, er stößt die Tür zum Nebenzimmer auf und legt dort die Bewußtlose auf das Bett Als erstes holt er Wasser aus der Küche und wäscht ihr das Gesicht. Dann zieht er ihr die schweren Schuhe aus. Alles tut er wie unter einem Zwang. Es zieht ihn fort, denn er hat hier nichts zu suchen. Aber er weiß, Mß sie allein und hilflos ist, und deswegen muß er bleiben. Anka bewegt sich. Mechanisch sucht ihre Hand zum Herzen. Jetzt öffnet sie Berglica, ein herrlicher, aussichtsreicher Punkt, ein einladendes Ruheplätzchen auf dem Wege von Ribnica auf die Höhe des Westbachern, war die letzte Rast, und Ruhestätte, letztes Gehab und letzter Traum, Bett und Grab eines alten, armen, verwahrlosten Pöhorzen. Alt und gebrechlich, wie er schon war, taugte er zu keiner Arbeit mehr. Er war jedoch kein Bettler im landläufigen Sinne des Wortes. Bald verbrachte er in diesem, bald in jenem Bauernhof eine ganze Reihe von Tagen, oft auch ganze Wochen. Hiebei wußte er sich durch verschiedene Handlangerdienste nützlich zu machen. Im Heu war seine Bettstatt aufgeschlagen; in der kalten Winterszeit im war. men Stall in unmittelbarer Nachbarschaft des Viehs. Die Füße allein konnten seinen Körper nicht mehr tragen; mit Krük-ken mußte er sich behelfen. So wanderte er im Bacherndorf Ribnica von Haus zu Haus, von Hof zu Hof, überall für einige Tage gern gesehen und geduldet. Doch ständig duldete es ihn nie in diesem Dorfe. Stets zog es ihn über die hohe, sonnige Einsattelüng »Beim Kirchlein« hinab zur Sonnseitd. des Westbachem, hinab zur Mislinja, zu den Eisenwerken dortselbst, zur Kirche des hl. Leonhard und des hl. Egydius. Hatte er dort mehrere Monate verbracht, wanderte er abermals zurück nach dem schattseitigen Ribnica. So lebte er jahraus, jahrein in seinen alten Tagen, zog auf den Krücken einher, meldete sich überall zu kurzem Verweilen, betete und bettelte, und suchte für sich und für das Seelenheil seiner Wohltäter den Segen des Himmels zu erflehen. In jener Zejt bildete die Kirche des hl. Bar tholomäus in Ribnica noch eine Filialkirche der Mutterkirche St. Martin im Mis-linjatal und hatte als solche noch keinen Friedhof, so daß die verstorbenen Pfarr-insassen von »St. Bartholomä am See« auf dem Gottesacker im Mislinjafal beigesetzt und daher dorthin über den Ba- chernhöhenrücken im Begräbnisgang gebracht werden mußten. Als der alte, arme Mann fühlte, daß ihm der Tod bevorstehe, stand auch schon der Winter vor der Tür. Aber d’e Kräfte seines schwachen Körpers und sei ner Füße waren trotz der Hilfe der Krücken für diese letzte Anstrengung nicht gewachsen. Erschöpft und todmüde erreichte er die letzte und höchstgelegene Fratte und Waldlichtung auf dem nord-seitigen Weg »Zum Kirchlein«. Die dunk len Schatten der Nacht senkten sich, über die Kronen und Wipfel der den Waldschlag umsäumenden alten Buchen. Die Nacht begann flockigen Schnee in Menge auf Buchen und Wiesen auszuschütten. Da wußte der einsame Pilger, daß er nun die Stelle erreicht habe, wo ihn Gott von dieser Welt abberufen und ihn der Tod in weichen Decken und Kissen des flockigen Neuschnees betten werde. Er lehnte seine Krücken an den glatten Stamm einer hohen, breitästigen Buche, kniete nieder, bekreuzigte sich und betete sein Abendgebet — sein letztes Vater, unser, und schlummerte in den Armen der kal'en, aber doch warmen Winternacht ein. Noch vor Jahrzehnten zeigten die Einheimischen sein Grab: ein Häuflein dürrer Zweiglein. Nach altem Herkommen pflegte jeder, den sein Weg hier vorbei, führte, ein Reis gleichsam als letzten Blumenschmuck an seinem Grab niederzulegen. Aber dort, war kein Grabhügel auf-geschüttet, kein Kreuzlein stand dort unter der alten Buche, keine Aufschrift war zu lesen; nur das.Häuflein dürren Reisigs und die abgetragenen Krücken waren das Wahrzeichen des Ortes. Nun sind auch Reisighäuflein und Krücken verschwunden. Aber der Name der lichtvollen Fratte Berglica — Krücke — hält noch immer die Erinnerung an den alten armen Mann vom Bachern wach, der auf seinem Weg hinauf zum »Kirchlein auf dem Bachem« samt seinen Krücken im linnenen weißen Schneebett unter der alten Buche auf def Berglica seinen Lebensweg beschlossen hatte. • Dr, Fr. M i š 1 č. »Mutter, was ist denn suggerieren?« »Jemand so lange anlügen, bis er’s -glaubt!« langsam die Augen. Da — was war das? Sie richtet sich auf. Von der Tür herüber kommt ---------- Sie hebt abwehrend die Hand. »Fort — — ich ah, Michael, du bist es,« Er ist erschüttert, wie sich Qual und Angst zu einem befreienden Seufzer der Erleichterung wandeln. »Ja, ich habe dich gefunden. Bist ohnmächtig geworden? Wovon denn nur? — Soll ich dir den Doktor schicken?« »Ich besinne mich, mir wurde schwindelig. Das Herz muß krank sein. Ich ha- j be oft Schmerzen.« »Nein, es wird wieder besser sein, sobald ich ein bißchen ruhe. Ich danke dir, daß du mich heimbrachtest.« »Ist gut so, Anka.« Er geht. Und sie starrt auf die Tür. Einen Spalt ist sie Offen geblieben. Und als sie sich vorbeugt, sieht sie Michael bei dem Kinde. Er streichelt es und hebt ihm das Spielzeug auf. Noch einmal kommt Michael zurück in die Kammer. »Anka, die volle Wahrheit will ich jetzt: Von wem ist das Kind?« »Von — dem dort drüben —« »Du belügst mich nicht?« »Ich belüge dich nicht!« Anka schaut starr in sein Gesteht — und sieht doch nur die blonde Tora, die ihr kein Leid getan hat und die Michael liebt. Sie haben schon auf ihr G'ück verzichten müssen lange Zeit, soll sie, Anka, es ganz zerbrechen durch ein einziges Wort? »Ich muß gehen —« Michael sagt es zögernd. Anka nickt ihm zu: ,Mir ist jetzt besser, geh nur.« »Anka — es ist schade um dich.« »Warum sagst du das? Was meinst du damit?« »Schenk dich nicht jedem, Anka.« Er wendet sich und geht. Und sie weiß nun, wie entsetzlich tief sie in seinen Augen gesunken ist. Wieder schlägt das Herz laut und schmerzhaft. Und doch, wie stark ist dieses Herz, denk; Anka, denn es hat heute nicht verraten, wie unsagbar es Michael liebt! Noch ein Weilchen bleibt sie so liegen und schrickt plötzlich zusammen. Die Haustür muß sie verschließen! Den Hund von der Kette zuvor losmachen! Dann erst ist sie geschützt. Niemand läßt der Hund an das Haus heran. Und von keinem Fremden nimmt er etwas. schlim me Ende seines Vorgängers wird sich bei ihm nicht wiederholen. Nur der Krauer darf ihm Essen reichen, und nur sie, die Anka. Wie gut cs vom Andreas Krauer gewesen ist, ihr das Tier zu schenken. " Anka geht hinaus. Sie nimmt eine Schüssel warme Milch mit. Der Hund leckt ihr die Hand, der scharfe wilde Wächter.. Dann säuft er die M'lch. Als er fertig ist, macht Anka ihn von der Kette los und fort stiebt er, am Zaun ent lang, ringsum das Grundstück absuchend; ganz still verhält er sich, aber er i wacht. Sein Dienst hat begonnen und | wehe dem, der da kommt und den Fuß über den Zaun setzen will! Anka kehrt ins Haus zurück, legt den Riegel vor. Als sie die helle Stube betritt, steht sie einen Augenblick reglos, von schmerzlicher Erinnerung übermannt. Michael war hier — Michael! Hierhergetragen hat er sie! Der Zufall hat es gewollt, daß gerade er sie fand. Aber das Schicksal hat sie um das selige Gefühl betrogen, seinen Herzschlag zu fühlen, als er sie heimgetragen. Und kalt und fremd ist er gegangen, ein braver Kerl, der ihr geholfen hat, der aber sonst nichts von ihr will. Ist es nicht gut so? Ist’s nicht tausendmal gut so? . . . Anka versucht sich vergebens bei diesem Gedanken zu beruhigen — ungehemmt rinnen ihr die Tränen über die Wangen und das aufgewühlte Herz fühlt vor Schmerz die neue Wunde, die dieser Abend geschlagen. »Ma — Ma —e Zwischen 70 Minus graben und 60 Grad H'tze / Menschen erfrieren bei 23 Grad Körper- lempera.ur / morscher erstarren in der Kältekammer •Die gegenwärtige Kälteperiode lenkt die Aufmerksamkeit auf das interessante Problem der Tempe'raturgrenZen auf unserem Erdball und 'des Erfriertodes. Nicht auf dem Nord- oder Südpol liegt der kälteste Punkt der Erde, sondern in Sibirien. .Man spricht ja auch nicht von der Nordpol-, sondern von der sibirischen Kälte. In der Nähe der kleinen Stadt Werchojansk in Nordsibirien zeigt das. Thermometer an manchen besonders kalten Tagen minus 70 Grad Kälte. Auch 76 Käl fegrade sind schon erreicht worden. Dann herrscht buchstäblich eine knackende Kälte. Quecksilberthempmeter versagen. Man muß einen Spiritusthermometer verwenden, um die Kälte zu messen. Aus Quecksilber ist bei 70 Grad Kälte ein festes Metall geworden, das sich schneiden und hämmern läßt wie Blei. Krachend platzen ringsum die Baumriesen des Urwaldes, das von einem mächtigen, fernem Kanonendonner gleichenden, unterirdischen Erderschütterungen begleitet wird, Beile zerspringen wie Glas. Das Holz aber-ist härter als Eisen. Man kann es mit keiner Axt mehr fällen. Nur dürres Holz, das seine Lebensflüssigkeit verdunstet hat, läßt sich schlagen und brechen. ' ■ i " Wer dem Schrecken eines solchen Win ters schutzlos preisgegeben ist, ist rettungslos verloren. Alle Vergleiche müssen neben der. sibirischen Kälte blaß und kraftlos wirken. Vielleicht kann sich noch das »Tal des Todes« in Kalifornien, das den heißesten und trockensten Punkt der Erde darstellt, mit dem Winterschrecken von" Werchojansk messen. Dieses Tal, von riesigen Bergmassiven umgeben, liegt unter dem Meeresspiegel des Stillen Ozeans. Einstmals breitete sich hier ein See aus, der später austrocknete. Nachdem Im Jahre 1850 eine ganze Reisegesellschaft dort eines schrecklichen Durst-fodes gestorben war, wagte es Jahrzehnte hindurch kein Mensch, das Todestal-zu betreten. Erst- in neuerer Zeit wurde durch -künstliche Berieselung dem Talkessel wieder etwas Leben eingehaucht. Rund 60 Grad Hitze und rund 70 Grad Kälte bilden die äußersten Grenzen der Erdtemperaturen. Jedenfalls in unserem Zeitalter. Vor geologischen • Zeiträumen mag es einmal andere »Rekorde« gegeben haben. Die Wissenschaft hat allerdings die: Natur gewissermaßen übertrumpft. Sie stieg in Kältetiefen hinab, vor denen Selbst ein Winter in Werchojansk als mild und wohltemperiert erscheint. Am Anfang des 19. Jahrhunderts gelang es der Physik, künstlich —80 Grad Celsius herbeizuführen, eine Tempratur, bei der sich Gase verflüss'gen lassen. Fast ein Jahrhundert später gelang es,- bei minus 191 Grad auch die Luft in eine flüssig-1 Substanz umzuwandeln. Ani schwierigsten aber erwies sich die -Verflüssigung des Heliums. Sie wurde bei minus 269 Grad erreicht. Das Laboratorium der Uni versität Leyden kam bei ihren Experimen ten sogar auf minus 272 Grad herunter. Damit war fast der absolute Nullpunkt erreicht, der bei minus 273 Grad liegt. . Vorstellbar sind solche Kälterekorde für den Menschen kaum noch. Ihn beginnt bereits zu' frösteln, Wenn das Quecksilber unter den Nullpunkt herabsinkt. Dann ant Worten die sogenannten ' »Kältepunkte«, die zu Tausenden über unserer Haut ver temperatur — die hofmalerweise bei 36 Grad Celsius liegt — 23 Grad unterschrei tet. Dann tritt der Tod des Erfrierens ein. Wissenschaftler haben am eigenen Leibe erprobt, was ein menschlicher Körper aushalten kann. So begaben sich zum Beispiel zwei amerikanische Forscher, nur leicht angezogen, in eine - Kältekammer, deren Temperatur. auf minus . 30 Grad eingestellt wurde. Schon nach sieben Minuten waren den beiden Forschern die Zunge gelähmt, sie konnten nicht mehr sprechen. Nach weiteren elf Minuten verloren sie das Bewußtsein. Verabredungsgemäß wurden sie jetzt aus der Kältekammer herausgeholt...Ihre Körpertemperatur betrug noch 28" Grad. Mit vor sichtiger Erwärmung gelang es, die bei- den innerhalb einer Stunde wieder ms Bewußtsein zurückzurufen. Der menschliche Organismus ist eben sehr empfindlich. Tiere und Pflanzen sind uns teilweise weit überlegen. In wissenschaftlichen Versuchen hat man Bärtierchen und Fadenwürmer einer Kälte von minus 268 Grad aüSgesetzt. Sie erfroren nicht. Bei späterer' langsamer Erwärmung konnte man sie wieder ins Leben zurückrufen. Auch die Sporen mancher Bakterien vertragen gewaltige Temperaturunterschiede. Man kann sie auf 100 Grad erhitzen oder auf minus 100 Grad abküh len, ohne daß ihre Lebensfähigkeit dadurch abgeschwächt würde. Vom Hamburger Observatorium im Grembiid des Eichhorn entdeckt / Expwsionskataßro-phen im Weltall / „Neulinge", die aufleuchten und wieder verschwinden Kurz vor Beginn des neuen Jah- wurden etwa drei oder vier bemerkt. — res wurde von der Hamburger Auch auf der Sternwarte in Pasadena, Sternwarte ein neuer Stern ent- Kalifornien, wurde kürzlich ein neuer deckt, den irian mit einem nor- Stern beobachtet, dessen Leuchtkraft 250 malen Feldstecher im Sternbild Mal stärker sein soll als die unserer Sonne. Unser Tagesgestirn selbst hat eine derartige Aufblähung noch niemals er- des Eichhorn beobachten kann. Am nächtlichen Firmament blitzte die ser Tage ein neuer, bisher noch von kei- ! ^t>t. Auch vor einer Million oder zehn nem menschlichen Auge gesehener Stern Millionen Jahren nicht. Wäre ein solches auf.. Er wurde auf der Hamburger Stern- , Unheil einstmals herein-gebrochen, hätte warte beobachtet und in die Millionen- s*ch die Sonne um das Hunderttausendzahl, der uns bekannten Sterne eingereiht, fache aufgebläht, so wäre alles Leben auf Was war der Grund dieses plötzlichen der Erde zerstört worden. Von. den. gifti-Aufleuchtens? Prallten zwei Sterne im gen Gasen wären Tiere und Pflanzen ver-Weltall zusammen, so daß sie aneinander nichtet und alles organische Leoen viel zerschellten und im Vergehen noch riesige Gasmengen in den Raum hinaussehleuder-ten? Vor rund 15 Jahren waren die Astronomen noch allgemein der Ueberzeugung, daß die neuen Sterne, die »Nova«, durch solche Verkehrsunglücke im Fernrohr sichtbar werden. Heute weiß man, daß es sich anders verhält.. Im Jahre 1925 beob- leicht für immer ausgelöscht, worden« In-neuester Zeit hat man auch Sterne beobachtet, die gleichsam, atmen, ‘ Sie scheinen gegen große Katastrophen gefeit zu sein. Sie blähen sich auf und schrumpfen wieder zusammen. Ihr Licht wird heller und wieder dunkler. Der Rhyth muis dieses Auf und Ab legt den Vergleich des Atmens nahe. Der Stern, der jetzt in Hamburg gesichtet worden ist, befindet sich im Sternbild des Eichhorns. Mit dem bloßen Auge ist er nicht zu erkennen, aber mit einem guten Feldstecher kann jeder diesen Neuling, solange seine Explosionskatastrophe andauert, beobachten. Bunte Anekdotenschnssel Ein glücklicher Einkall. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts war achtete nämlich der Astronom Hartmann cs in Frankreich Sitte, daß .die Bühnen-auf der südlichen Halbkugel''einen dieser künstler keinen Bart tragen durften. Der Nova. Er sollte das Geheimnis lüften. Der Stern, der im Fernrohr betrachtete, seinerzeit sehr gefeierte Sänger, Saintson war der'erste, der diese Schranke durch- dehnte sich nämlich plötzlich mit einer rie brach. Er war ein großzügiger Lebemann steen Geschwindigkeit aus, er blähte sich ; — stets über die Ohren verschuldet und gleichsam zu einer gewaltigen Gaskugel if1 Händen von Wucherern, die seinen auf und schrumpfte dann wieder zusam- Leichtsinn' auf die schamloseste Weise men. Eine Katastrophe war geschehen. Der Stern hatte sich seiner äußeren Hülle, seines Mantels, durch eine Gasexplbsi auszubeuten verstanden. Der schlimmste unter ihnen war ein gewisser Pernaux, der seinem Schuldner on entledigt. Er hatte, sich verjüngt. Er keinen Augenblick Ruhe ließ. Eines Mor-war kleiner geworden nach dem riesigen ' gens gelang es ihm trotz aller- Anweisung Feuerwerk,- das-selbst auf der Erde beob- | in das Saintsons Schlafzimmer vorzudrin-achtet werden konnte, und trat danach den. Der Mime saß eben unter den Hän-rnit einer viel bescheideneren, Helligkeit den des Bärbiers und harrte eingeseift des wieder hinter die lichtstarkeren Gefährten Messers, während er mit einem an wesen-zurück. i den Freunde plauderte. In zudringlichster Solche Katastrophen können sich in we Weise erneuerte der Geldmann seine Mah nigeu Minuten vollziehen, sie können nung und drohte mit Gericht Und Ge- such Stunden, Tage, Wochen und Mona- fänpnis te dauern. So wurde im Jahre 1918 »Nun gut«, nahm Saintson das Wort, es war im Juli — im Firmament plötzlich »Sie sollen nicht um Ihr Geld kommen, ein riesiger Stern sichtbar, der alle Gestir, Hoffentlich«, fügte er hinzu, »werden Sie ne buchstäblich in den Schatten stellte.1 mir Frist geben, bis ich mir den Bart ha-Es war der hellste Stern am Nachthim-! be abnehmen lassen!« mel. Bis in den September und den Ök-| »Selbstverständlich!« rief der erfreute tober hinein war er für das bloße Auge Wucherer, »übereilen Sie sich nicht da- sichtbar. So lange dauerte die Katastrophe, die sich im Sternbild des Adlers ereignete, an. Dann hatte der Riesenstern »ausgeatmet«. Heute ist er nur noch ein Stern 13. Größe. Die Mount-Wiispn-Stern warte in Kalifornien beobachtete mit ih- bei, ich habe Zeit!« »Sie werden lange Zeit haben müssen!« meinte der Schauspieler sarkastisch. — »Sie mein Freund, und Sie Herr Barbier, sind Zeugen«. .Zugleich erhob er sich, wischte den Schaum aus dem Gesicht u. rem Super-Teleskop im . September 1937 bedeutete dem Figaro, daß er'fortan sei- eine Riesensensation am nächtlichen Sternenhimmel. Ein Himmelskörper, der wahr scheinlich mehr als drei Millionen Lichtstreut liegen, und die Wärmepunkte, die jahre von der Erde entfernt ist, blähte uns den Sommer empfinden lassen, treten sjch ins Gigantische auf. Innerhalb von gewissermäßen ihren Winterurlaub an. wenigen Monaten verstärkte sich seine vor Zeugen abgelegten Erklärung nicht Man fr'eft. Besonders haben die blutar-! Leuchtkraft um das Vierzigtausendfache. zu seinem Gelde verhelfen. — Der Voll- ner Dienste nicht mehr bedürfe, sondern einen Vollbart tragen werde. Der überlistete Geldmann war außer sich, aber selbst die aufgerufenen Gerichte konnten ihm in Anbetracht seiner rnen Menschen unter der Kälte zu leiden. | Er erreichte eine Lichtstärke, die nach Der eine fühlt sich bei 10 Grad Kälte noch sehr wohl, während dem anderen bereits die Zähne schlottern. Die Kältemepfin-dung ist relativ. Aber wie Sich die Uhr nicht ä'n unser 'Zeitempfinden kehrt, sondern gledhmäßi.g weberfekt,- ob uns eine Stunde nun lang oder kurz vorkommt — so ste'gt auch das Quecksilber im Thermometer immer weiter abwärts, wenn cs die »objektive Kälte« fordert. D e Gefahr des Erfrierens tritt erst dann ein, wenn das Blut s;ch erhebt ch abkühlt. Die Lebensfähigkeit erlischt, wenn die Körper- den astronomischen Berechnungen um 500 Millionen Mal heller , als die der Sonne war. Die größte Katastrophe dieser Art konnte aber der berühmte dänische Astronom Tycho de Brahe, der später nach Prav an den Hof Rudolfs II.- ging, im Jahre 1571 beobachten. Das »Novum« leuchtete im Sternbild der Kassiopeia mit einer solchen Helligkeit auf, daß es von :edem Himmelsbestrahler deutlich gesehen werden konnte. Solche Exolosionen im Weltall sind verhältnismäßig selten. In diesem Jahre hart Saintsons aber kleidete seinen Träger so gut, daß er in der Künstlerwelt allgemein Mode wurde. Menzel macht Pause. Adolf Menzel war im Jahre 1882 mit Leib und Seele bei einer Aufgabe, die ihm besonders zusagte, einem mächtigen Wandgemälde. Für einen Soldaten, der ihm dabei als Modell diente, hatte er ein hohes Holzgestell errichten lassen u. eines Tages war der Arme bereits zwei volle Stunden dort oben in anstrengender Stellung festgehalten worden, während der Kunstmaler unermüdlich weiter arbeitete. Schließlich hielt es der geduldige Modellsteher nicht mehr aus. »Wie Wär’s mit einer kleinen Pause, Herr Professor?« — redete er Menzel an. Dieser war sehr erschrocken. »O, freilich, freilich«, sagte er, »entschuldigen Sie meine Zerstreutheit. Ich war so ganz bei meiner Arbeit, daß ich’ i..« Inzwischen war das Modell von seiner Plattform heruntergeklettert und fing an, die Lei ihr hinabzusteigeh, die zum Fußboden führte, da unterbrach sich »die kleine Exzellenz« in seiner Rede und rief hastig: »Halt, keinen Schritt weiter! — Diese Stellung ist prachtvoll! Rühren Sie kein Glied!« Und mit neuem Feuereifer machte: er sich daran,- die »prachtvolle Stellung« zu skizzieren, während das ruhebedürftige Modell gezwungen war, abermals in sehr unbequemer Haltung, jeden Muskel gespannt, dazustehen. , Nachdem es auf diese Weise, eine gute halbe Stunde vergangen war, mußte der Künstler wohl mit seiner Leistung zufrieden sein. Das Skizzenbuch wurde zugeklappt, Menzel-wandte sich wieder seinem Modell zu und dem Munde des Meisters der Palette entführen die für ihn höchst charakteristischen Worte: »So, nun haben wir unsere Pause gehabt." — Klettern Sie jetzt wieder auf Ihre . Plattform. Wir wollen weiter arbeiten!« > ; Der gütige alte Herr. Zu einem Pariser Friseur, welcher gerade einen alten, vornehm aussehenden Herrn bediente, kam an einem bitterkalten Januarmorgen des Jahres 1848 ein sehr schönes, aber ärmlich gekleidetes Mädchen und bot dem Friseur ..tief errötend ihr wunderschönes langes Haar zum Kauf an. Sie müsse aber 60 Franken dafür bekommen, erklärte sie, und während ihrer Erzählung strömten ihr die Tränen über die bleichen Wangen, denn zu Hause lag ihre Mutter schwer krank darnieder und ihre jüngeren Geschwister hungerten. Prüfend ließ der Friseur das prachtvolle Haar durch seine Finger gleiten und bot dann — 20 Franken. Mehr könne er nicht geben, sagte er, das Haar sei ja sehr schön, aber leider schwarz, und schwarzes Haar würde ihm täglich zum Kauf angeboten. Mit zitternder Stimme bat das junge Mädchen, ihr wenigstens 40 Franken za geben, der Friseur zuckte I jedoch bedauernd die Achseln. Eben war! das Mädchen im Begriff sich zu setzen, > um das Haar abschneiden zu lassen, als der alte Herr, welcher dem Handel mit der größten Aufmerksamkeit gefolgt war, sich erhob. Er hatte zwei Banknoten in der Hand und diese dem Mädchen freundlich überreichen, fragte er: »Wollen Sie mir Ihr Haar dafür verkaufen?« — Ohne den Wert der Banknoten anzusehen, flüsterte das Mädchen: »Ja, mein lieber, guter Herr!« Der alte Herr nahm nun dem Friseur| die Schere aus der Hand, wählte sorgfältig ein einziges langes Haar aus und schnitt es ab. Jetzt erst besah sich das Mädchen die Banknoten näher. Es waren zwei Noten zu je hundert Franken. Das Mädchen eilte hinaus, unt den gütigen alten Herrn zu danken. Er betrat gerade ein vornehmes Hotel, das in der Nähe lag. Sie bat den Portier des Hotels um Auskunft und erfuhr, daß der alte Herr weder ein Verrückter noch ein englischer Lord war, sondern ein deutscher Gelehrter, Alexander von Htimbolt mit Namen, welcher in politischer Mission in Paris, weikte. Unbekannte Tierwelt Hispomola erforscht / Der größte Frosch der Welt auf Haiti Das Demsch-öomimkamsche TroyenlorjchungsinsMM Nachahmungskunst erhalten hat. Daneben treten in großen Mengen Kolibris auf. Glücklich - unglücklicher Vater. Dieser Tage raste durch die Straßen von Bukarest ein Kraftwagen in einem solchen Tempo, daß die Menschen aus-cinanderstoben und sich an die Wand drückten, um nicht überfahren zu werden. Trotzdem wurde ein Vater mit seinem Mädchen von dem Auto erfaßt. Beide wurden so schwer verletzt, daß sie bald darauf verstürben. Der Polizei gelang es schließlich, den wilden Autofahrer, der eine moderne Art Amoklauf durchführte, anzuhalten und festzunehmen. Beim Verhör stellte es sich heraus, daß der Autofahrer kurz vor dem schweren Verkehrsunfall eine telephonische Nachricht erhalten hatte, daß seine Frau einem Kind das Leben geschenkt hätte. Darüber war er so glücklich, daß er in wilder Fahrt durch die belebten Slra ßen der rumänischen Hauptstadt nach Hause fahren wollte, um so schnell wie möglich sein Kind- zu sehen. Diese Vater freude sollte ihm jedoch nicht zuteil werden. Weil er in rücksichtsloser Weise zwei Menschenleben vernichtet hatte, wurde er ins Gefängnis gesperrt. Am frühen. Morgen ragte aus einer Esse von Riga der Oberkörper eines Mannes, der wie ein Besessener brüllte. Es handelte sich um einen -Betrunkenen, der eingezwängt frn rauchenden Schornstein hing und nicht mehr vor noch zurück konnte. Die immer bereite Feuerwehr kam und half dem Nachtschwärmer aus der Klemme. Ein Mensch von 70 Jahren saß in seinem Leben sieben Jahre bei Tisch. Die Deutsche Forschungsgesellschaft in Berlin und die Senckenbergische Natur-forschende Gesellschaft in Frankfurt hatten dem bekannten Zoologen Prof. Dr. Robert Mertens eine Expedition von mehrmonatiger Dauer nach der Insel His-paniola ermöglicht. Von der außerordentlich erfolgreich verlaufenen Expedition ist Prof. Dr. Mertens mit reicher Beute heimgekehrt und hat nach der ersten Sichtung des Materials nunmehr vor der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft einen umfassenden Bericht seiner Forschungsreise abgelegt. Hispanista ist die zweitgrößte Insel der Antillen und liegt zwischen Cuba, Porto-rico und Jamaica. Bekannter ist sie unter dem Namen. Haiti, sogenannt nach der Neger-Republik, die einen Teil der Insei umfaßt oder auch unter der Bezeichnung Santo Domingo (Heil Sonntag), wie die selbständige Mulatten-Republik heißt, die den anderen Teil der Insel ausmacht. Als Cotumbus die Insel, die heute noch überwiegend spanische Kultur aufweist, 1492 entdeckte, nannte er sie Hispaniola und gründete auf ihr die erste europäische Niederlassung in Amerika. .Vor zwei Jahren wurde in der Hauptstadt der Do mlnikanrsehen Republik, Ciudad Trujillo, ein mustergültiges Deutsch-dominikanisches Tropenforschungsinstitut gegründet,'das unter deutscher Leitung steht und der Universität Hamburg angegliedert ist. Zu den wichtigsten Aufgaben des Institutes gehört die Erforschung des Landes. Die Insel gehört zu den interessantesten, aber kaum erforschten Gebieten der Erde. Umso bedeutsamer sind die Ergebnisse der Reise des deutschen Gelehrten. Die Insel bietet die größten landschaftlichen Gegensätze; sie vereint typische Meerlandschaft mit tropischem Urwald, staubigen Trockensteppen und Hochgebirge. Ebenso manigfaltig ist auch die Tierwelt. Höhere Säugetiere, wie Affen, Löwen, Elefanten fehlen auf der Insel vollkommen, dagegen finden sich in über reicher Zahl die niederen Wirbeltiere, die j Reptilien. Am Meer fand Dr. Mertens seltene zum Teil unbekannte Seeigel, Schnecken, Eidechsen, darunter die bisher unbekannte Anolis-Eidechse, von der der Forscher zehn Arten feststellen konnte. Die Anolis-Eidechse führt ein soziales Leben, tritt nur in größeren Verbänden auf und hat einen ausgesprochenen Ter-ritorialsinn. Ihr Jagdrevier verteidigt sie gegen unliebsame Eindringlinge. Der häufigste Vogel ist die Spottdrossel, die ih ren Namen nach ihrer ausgebildeten leäuästhes Miedm Im Urwald Haitis, den man vor allem im Inneren des Landes antrifft, begegne-te der Forscher wieder einer anderen Tierwelt. Hier leben Vögel, die es in der ganzen Welt nur hier gibt. Der Palmen-schmetzer und der Ani bauen Gemeinschaftsnester, in denen ganze Gruppen ein soziales Leben führen. Am Osama-Fluß, der den Urwald durchfließt, leben seltene Reiherarten und das in seinen Farben entzückende Federhühnchen, ein dem Regenpfeifer verwandter Vogel. Dem Urwald schließt sich Bambuswald an, der in den gebirgigen Teil der Insel führt. Hier wachsen viele Meter hohe Farne, seltene Orchideen, belebt von einer kaum bekannten Tierwelt. In diesen Distrikten fand Prof. Dr.- Mertens den größten Laubfrosch der Welt, dessen Größe die Handfläche des Menschen erreicht und übersteigt, Seine äußere Haut ist mit großen Warzen bedeckt, die eine brennende Flüssigkeit Ausscheiden, sobald man ihn anfaßt. Mehrere Frösche dieser bisher unbekannten Art konnte der deutsche Forscher als lebendes Gepäck mitbringen. Daneben finden sich Sittiche, Papageien, Pelikane und der für die Insel charakteristische Eidechsenkuckuck. Die Steppengebiete der Insel sind bestanden von fast undurchdringlichen meterhohen Wäldern von Säulen-Kakteen, belebt von Nashorn-Eidechsen und anderen Reptilien. Die Nashorn-Eidechse ist die größte Eidechse, die bisher auf der Welt bekannt ist. Die : Erforschung der Tierwelt bedeutet einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung der Erdgeschichte der Insel. Da die jüngeren Säugetierarten gänzlich fehlen und nur alte Tierarten sich auf der Insel* erhalten haben, deren Herkunft aus Amerika zum größten Teil nachgewiesen werden konnte, darf man den zweifelsfreien Schluß ziehen, daß die Insel in vortertiärer Zeit durch eine Landbrücke mit dem Festland verbunden war. So hat auch hier wieder einmal Forschergeist erfolgreich gearbeitet und das Dunkel um' fremde Erdteile gelichtet. A. Me u e r. Automatische Vendelsicherung Gongsicherung bei Tischuhren Die Uhrenfabriken Gebrüder Junghans A. G., Schramberg i. Schwarzwald, bringen auf d. Leipziger Frühjahrsmesse 1940 (3. bis 8- März) technische Neuerungen für Tischuhren heraus, eine automatische Pendelsicherung und eine Gongsicherung. Der Vorteil der Beweglichkeit der Tischuhren ist zugleich ein kleiner Nachteil, da durch das Hochheben und Hin- und Herrücken beim Staubwischen oder durch die oft vorgenömmene Umstellung im Raum das Pendel in unregelmäßige, schädigende Bewegung versetzt wird. Ist die Uhr wieder an ihren alten Platz oder an den neuen Standort gebracht worden, so bleibt sie häufig stehen. Der Besitzer beobachtet das nicht, Verspätungen oder sonstige Unannehmlichkeiten sind meist die Folgen einer solchen stehengebliebenen Uhr. Diesem Übelstand helfen die beiden Sicherungen ab. Die automatische P e n d e 1 s i c h e-rung wird durch einen am Boden der Tischuhr herausstehenden Knopf betätigt. Beim Aufheben der Uhr von ihrem Standort federt der beim Stehen etwas hineingedrückte Knopf an der Bodenfläche der Tischuhr heraus und sperrt dabei innen automatisch das Pendel, so daß es vor Beschädigungen gesichert ist. Wird die Uhr erneut aufgestellt, so drückt sich der Knopf beim Aufsetzen wieder hinein, löst dabei die gesperrte Sicherung wieder aus und stößt gleichzeitig das Pendel zu gleichmäßigem Schwung an. Im Gegensatz zu dieser automatisch wirkenden Pendelsicherung muß die Gongsicherung mit der Hand betätigt werden. Nach dem öffnen der Türe wird die Hammersicherung an der. Grifflaschen von rechts nach links bis zum Anschlag gedreht. Genau so verfährt man mit der Gongsicherung. Die Sicherung ist sehr bequem und für jedermann ohne weiteres einzustellen. Beide Sicherungen helfen bei der Verhütung von Schäden beim Versand, bei Umzügen usw., so daß die Gebrauchsdauer einer so ausgerüsteten Uhr bedeutend erhöht wird. Unterstützet die flntituberkulosenliqa) Eine Sternschnuppe fiel. »Wenn man eine Sternschnuppe fallen sieht und sich gleichzeitig etwas wünscht, so geht der Wunsch in Erfüllung«, dozierte der junge Mann. »Haben Sie sich etwas schon einmal gewünscht?« »Hach«, seufzte sie, »ja gewünscht — oja, schon; aber es wird wohl nicht in Erfüllung gehen!« »Aber warum denn nicht?« »Weil Sie so schüchtern sind.« Afesiee Huemesekidde Das Grab in 6er Gtepye Von Kurt Buchholz. Das schwere, zitternde Goid des Mittags stand glühend über der Unendlichkeit der Savanne, nur in der Ferne des .Ho rizonts von dem weißlich ziehenden Staub glast gebleicht. Anton Simmer, zwischen dürren Schilf und fahlen Papyrusstauden hockend, hob kopschüttelnd die Angel aus dem gemäch lieh gluckernden Wasser, auf dem hinten wie lebloses Treibholz ein paar Enten schwammen. Nein, es war heute nichts mit seiner stillen Leidenschaft, der Haken jagd, schläfrig zog das Flüßchen unter der Hitze, zäh und dick gegen die flachen Ufer stoßend, kein Schwanz warf sich wie sonst, schimmernd ins Licht. Er rollte die Schnur ein, zog die Steckrute auseinander und schob sie in den Beutel. Dann klopfte er die Pfeife in der holen Hand aus und trat die Glut unter dgn Sohlen tot. Er wischte den Schweiß unter dem breiten Tropenhelm fort. Sein BljcR glitt über das Grasland. Wie kleine, verschollene Eilande ragten die Kameldornbüsche und Schirmakaziesn aus der Weite. Schwermütig schluchzte ihm im Rücken das tiefblau glimmernde Flüßchen. Eine feierliche Stille lag über allem ausgerollt. Simmer trat auf die flache Höhe und pfiff seinem Schimmelhengst, der sich im Schatten eines Kameldornbaumes niedergemacht hatte und geiangweilt die mageren Gräser äste. Hassan spitzte die Ohren und kam langsam heran, die großen dunklen Augen fragend auf seinen Herrn gerichtet: Was machen wir nun? »Ich weiß auch nicht recht, Hassan«, liebelte ihm Simmer den runden seidigen Hals, »die Fische mögen heut' nicht und wir beide sind doch eigentlich auch recht faul, heh?« Hassan bleckte die Zähne, als grienste er über die Anspielung. »Ist auch Sonntag heute«, fuhr Simmer in dem Gespräch mit dem Hengst fort, »was meinst du, was sich heut' in der Stadt tut — ah ja, hätte selbst mal wieder Appetit auf richige Großstadtluft...« Er fuhr sich mit der Band seufzend über die braune Stirn, rückte dem Hengst das Geschirr zurecht und saß auf. Fast im gleichen Augenblick kam Leben in die Steppe. Ein Rudel Granatgazellen zog erschreckt davon, Scharen von Antilopen machten sich -auf, hinter einer Qruppe Akazien trabte eine Zebraherde mit den markanten Streifenfellen ab. ln losen Verbänden rannten die Perlhühner erregt hin und her. Simmer koste mit Blicken das liebgewonnene, vertraute Bild. Langsam ritt er neben dem Flüßchen einher, das sich durch das Schilf- und Papyrusdickicht seinen Weg in die Ferne such te, und bog erst an der riesigen Korkeiche ab, die wie ein massiger Wahrbaum und Aussichtspunkt die Ebene überwachte, und auf den Urwald im Süden zu. Breit und tiefblau bollwerkte er vor dem Blick und begann eine neue, finstere unerforschte Welt. Steppe ... Elefantengras, Euphorbien, Fächerakazien... Die Hitze dröhnte schier. Ein weißer Reiher kreiste majestätisch. Leichtfüssig trabte Hassan voran. Simmer war in Gedanken versunken. Plötzlich stieg der Hengst kerzengerade hoch und scheute nach der Seite. Hopplah! stutzte der Reiter, glitt aus den Steigbügeln und erstarrte. In dem fahlen Gras lagen, von Kleiderfetzen nur mangelhaft noch bedeckt, zwei ausgedörrte, von der Hitze gebleichte Knochengerüste, in kurzen Abständen von einander. Das Fleisch war bis auf das ge spenstisch schimmernde Gebein von wandernden Termitten abgenagt. Die kärglichen Reste eines Tragsackes ruhten daneben, ein verstaubter Thermosbehälter, Salbenbüchsen, eine Blechflasche, weiter eine mehrschüssige .moderne Kleinkaliberbüchse, schon völlig verdreckt und rostig. Simmer harrte erschüttert. Das eine war zweifellos eine Frau. Zwar trugen beide hohe Jagdstiefel, die jetzt trocken und hart an den nackten Beinen hingen, aber die hellen, weiten Leinenfetzen ließen ohne Zweifel den Hosenrock einer Frau erkennen. Welches rätselvolle Schicksal offenbarte sich ihm hier? Sein Blick glitt über die gespenstischen Überbleibsel. Er trat hinzu und zog von dem einen Knochenfinger des Mannes einen schmalen Platinreif mit weißem Saphir. Eine flache Gravur ließ die Buchstaben G. B, erkennen. Er sann Sekunden und schüttelte dann den Kopf. Es war ihm, als glitte ein fernes Wissen von diesen beiden Menschen an ihm vorüber, aber er fand den Faden nicht. Er rief Hasan, der scheu näher kam, und knüpfte aus der Satteltasche den Steckspaten. Emsig begann er sein Werk, ohne Pause warf er eine schmale Grube aus und legte die beiden verblichenen Wanderer nebeneinander hinein. Einen letzten schlichten Gruß sprach er noch, ehe er den Hügel richtete und die Büchse quer darüber als Zeichen eines wehrhaften, ausgekämpften Lebens legte. Dann wandte er sich. Er rief Hassan, der scheu näher kam, dem Hengst los? Aufgeregt trippelte der umher, die Ohren angelegt, erst als er den Ruf vernahm, stellte er sic aufrecht, aber er ließ sich nicht herbei, näher zu Requisition Im Falle der Rrlegsbereltsdiaft, der Iflobllmadinng und des Krieges Dieser Tage erschien im Militärverord-nungsblatt eine Verordnung mit Gesetzes kraft über die Zwangsaufbringung (Re. quisition), die wir nachstehend auszugsweise wiedergeben. Nach der Verordnung können im Falle der Kriegsbereitschaft, der Mobilmachung oder des Krieges verfügbare Mittel über die Bedürfnisse des Heeres, sowie staatlicher und sonstiger Einrichtungen und Anstalten, die für die Landesverteidigung wichtig sind, sowie für die Bedürfnisse der Bevölkerung zwangsweise aufgebracht (requiriert) werden. Der Requisition unterliegen sämt liehe privaten und öffentlichen materiellen Mittel jugoslawischer und ausländischer Staatsbürger, Anstalten und Unternehmungen, sofern sie nicht ausdrücklich da von befreit sind. Requiriert wird nur in dem Falle, wenn die Erfordernisse auf dem normalen Wege der Beschaffung nicht aufgebracht werden können. Requi. rierte Mittel werden in erster Linie mit Bargeld bezahlt, und nur in Ermangelung verfügbarer Geldmittel mit Bons oder Re quisitionsbestätigungen. Die Art der Be. Zahlung wird der Bevölkerung rechtzeitig bekanntgegeben. Die Zwangsaufbringung kann allgemein oder örtlich sein. Die allgemeine Requisition wird auf dem ganzen Staatsgebiete durchgeführt und betrifft sämtliche für die Landesverteidigung notwendigen Mit tel. Die örtliche Requisition beschränkt sich auf einzelne Orte oder Gebietxe und erstreckt sich auf Mittel, die für das Heer, die staatlichen oder sonstigen Anstalten und Unternehmungen, die für die Landesverteidigung wichtig sind, sowie für die Bedürfnisse der Bevölkerung, die unter den gegebenen Umständen unumgänglich notwendig sind. Den Beschluß über die Durchführung einer allgemeinen Requisition für Heereszwecke auf dem ganzen Staatsgebiet faßt der Ministerrat auf Antrag des zuständigen Ministers und für das Gebiet der Ban schaft Kroatien der Banus. Im Kriegsgebiet ordnet die Requisition für Heereszwecke der Oberbefehlshaber bzw. der Kommandant der operierenden Armee an. Örtliche Requisitionen für Heereszwek-ke werden von den Organen der Militärverwaltung und von den Kommandanten selbständiger Abteilungen verfügt. Requisitionen für sonstige Zwecke ordnet auf dem Gebiete der Banschaft Kroatien die Banschaftsbehörde und in den übrigen Barschaften die Banalverwaltungen in Die Bestimmungen Der neuen Verordnung über Die Äwmigsausbringung quisition befreit sind, Geräte und Werk- zuständige Gemeindebehörde unter Vorzeuge, die dem einzelnen für die Erhal- Weisung der Requieitiomsdokumente zu tung seiner Existenz und der seiner Fami- verständigen, den Grenzen der ihnen erteilten Ermächtigung an. Die Zwangsaufbringungen haben sich auf die notwendigsten Mittel zu beschrän ken und sind auf die Bevölkerung, Anstalten und Unternehmungen nach ihrem Vermögensstand und nach der Menge der ihnen tatsächlich zur Verfügung stehenden Mittel zu verteilen. Was kann requiriert werden? Der Zwangsaufbringung unterliegen sämtliche Nahrungs-, Futter- und Streumittel, alle Reit-, Zug- und Tragtiere samt Beschirrung, alle Fahrzeuge mit Tierzug und mechanischem Antrieb samt allem Zubehör (Wagen, Fahrräder, Moorräder, Autos, Traktoren usw.); Eisenbahnlinien mit Fahrpark, Einrichtungen, Material usw., sowie auch Drahtseilbahnen und andere Verkehrsmittel; alle Schwimmobjekte auf dem Meere, den Flüssen, Seen und Kanälen mit Ausrüstung, Einrichtungen und Material; alle Verbindungsmittel wie Telegraf, Telefon, Radio usw.; all<> Mittel der Luftfahrt mit Einrichtungen und Material; Industrie u. Gewerbeunternehmungen und Bergwerke mit ihren gesamten Einrichtungn und Ma terial, Treibstoffen, Rohstoffen und Produkten; Baumaterial, Werkzeug und alle Einrichtungen und Mittel für den Bau, die Instandsetzung und Instandhaltung technischer Objekte; Heiz- und Beleuchtungsmaterial, Kanzleieinrichtungen, Betten, Kleidungsstücke, Küchengeräte, Lagerbedarf; öffentliche und private Kran, kenhäuser, Sanatorien und ähnliche Einrichtungen, Heilmittel, Verbandmaterial, ärztliche Instrumente und Apparate, Heilmittelfabriken, Chemikalien u. dgl m.; landwirtschaftliche Geräte und Werkzeuge, Saatgut, Kunstdünger und alle anderen Mittel für die landwirtschaftliche Produktion und für die Bekämpfung von Pflanzenschädlingen sowie alle anderen beweglichen und unbeweglichen Güter, Räume, Gebäude und Mittel, die für das Leben und die Arbeit der Wehrmacht, der staatlichen und öffentlichen Anstalten und der Bevölkerung unumgänglich notwendig sind. Befreiung von der Requisition Von der Zwangsaufbringung befreit sind die Mittel des königlich«! Hauses u. seiner Mitglieder, die Mittel jener Personen, die das Internat, anerkannte Recht der Exterritorialität besitzen, die Mittel ausländischer Staatsbürger, die durch zwischenstaatliche Verträge von der Re- kommen, die Nüstern schnaubten, groß und ängstlich blickten die treuen Augen. »Hassan, du spinnst wohl, heh, alter Knabe?« lachte Simmer mit halber gedämpfter Stimme. Der Hengst beruhigte sich nicht. Da sah Simmer, daß Hassan zweimal die Grasnarbe, die hier besonders trocken und dürr war, durchgetreten hatte. Hand breite Löcher klafften an der Stelle. Er setzte den Spaten an und traf nach ein paar Stichen überrascht auf eine Blechbüchse, wie sie für Keksbewahrung verwendet wird. Vorsichtig legte er sie frei und stieß mit dem Spaten den rostzerfressenen Deckel ab. Aus einer steifen, feuchten Leinenhülle fiel ein halbstarker Leinenband. Simmer hob das Buch auf und blätterte es durch. In einer Seitentasche steckte ein dickes Bündel Pfundnoten und ein Reisepaß. »Gloria Rabbit, Alexandria« las Simmer erschüttert. Daher hatten ihn die Initialen in dem Ring stutzig gemacht Wie ein Komet kam das Erinnern über ihn. Kein Zweifel War möglich, er hatte das Fliegerehepaar gefunden, das seit genau einem Jahre überfällig war. Ganz Mittelafrika hatte damals die Suche aufgenommen, jede Farm war durch Rundfunk zur Mithilfe aufgefordert worden, er selbst hatte damals mit seinen Leuten geforscht — der Erfolg war, daß man am Sanga unten ein zerschell- tes Flugzeugwrack gefunden hatte, das fraglos dasjenige der Rabbits war. Von dem Ehepaar ward nie mehr etwas gesehen! Er blätterte in dem Bordbuch. Funkpeilungen waren sorgfältig eingetragen, Wettermeldungen, dann ein paar persönliche Notizen: »Stimmung gut! Motor läuft blendend!« Später eine Eintragung: »Die Empfangsanlage ist gestört! Reparatur mißglückt!« Dann begann die Tragödie in der Step pe, von der Frau aufgezeichnet, weil der Mann ... Hören wir: »3. I. Motordefekt. Mußten nieder. Maschine in Bruch. Gloria zwei Rippen kaputt! Wollen zu Fuß weiter! 4. I. Gloria fiebert. Flaschenpost in Fluß geworfen. Weiterwanderung undenkbar. — 6. I. Ich kann nicht mehr. Gloria starb gestern unter unerträglichen Schmerzen! Vorräte alle verdorben. Diese Hitze. Rettung keine Hoffnung mehr! — 8. I. Es geht zu Ende!« Erschüttert nahm Simmer die Aufzeichnungen an sich und ritt, mit einem letzten Blick auf das Steppengrab, in Richtung der nächsten Station davon, um seine Meldung zu machen. »Bist ein braves Tier. Hassan, jaja, schönes Tier Hassan«, klopfte er unterwegs zärtlich den glatten Hals des Pferdes, das ihn auf den Fund gelenkt hatte. Aber in seinen Adern schlief das Grauen. . lie unbedingt notwendig sind, ferner Gegenstände, die dem Gottesdienst dienen, sowie Gegenstände von künstlerischem Werte; 'Mittel, die für den öffentlichen Dienst unumgänglich notwendig sind u. die vom zuständigen Ressortmmis^ bzw. dem Banus der Banschaft Kroatien im Einvernehmen mit dem Kriegsminister von der Requisition befreit sind; die notwendigsten Mittel, das Sanitätsmaterial und die Mittel der gesundheitlichen Anstalten, die für die Gesundheitspflege der Bevölkerung unumgänglich notwendig sind. Im Hinterland können nicht requiriert werden Nahrungs- und Futtermittel, die für den Unterhalt der Zivilbevölkerung auf vier Monate nach Anordnung der Zwangsaufbringung notwendig sind, wobei aber die für die Ernährung der Bevölkerung vorgeschriebenen Zuteilungen auf Lebensmittelkarten zu berücksichtigen sind. Im militärischen Operationsgebiete sind der Zivilbevölkerung Lebensrnittel für einen Monat zu belassen. Die Zwangsaufbringung wird von den Gemeindebehörden durchgeführt. Die Bezahlung der aufgebrachten Mittel Im Falle der Kriegsbereitschaft können Vieh und Fahrzeuge nur gegen Barbezahlung requiriert werden. Jede Requisition muß schriftHeh angeordnet u. kommissioneil durchgeführt werden. Ein Mitglied der Requirierungskommission muß Mitglied der Gemeinde sein, in der requiriert wird. Die Kommission hat der requirierten Gegenstände entweder bar zu bezahlen oder eine Bestätigung bzw. einen Bon aus zufolgen. Die Gemeindebehörden haben über alles, was in ihrer Gemeinde requiriert wird, Evidenz zu führen. Zu diesem Zwecke haben die Eigentümer der requirierten Gegnstände binnen 48 Stunden nach Durchführung der Requisition ihre Die Preise der requirierten Gegenstände werden vom Ministerrat bestimmt. Wenn die Preise nicht festgesetzt sind, haben die Requirierungskommissionen diese nach den örtlichen Marktpreisen zu bestimmen. In erster Reihe sind die ärmsten Eigntümer auszuzahlen, d. h. jene, die am wenigsten Steuer zahlen und deren einzige Unterhaltungsquelle die requirierten Gegenstände sind. Alle Schäden, die die requirierten Gegenstände infolge der Kriegshandlungen erleiden, werden auf Grund eines eigenen noch zu erbringnden Gesetzes ersetzt. Jeder Eigentümer, dem etwas requiriert wurde, hat binnen sechs Monaten nach durchgeführter Demobilisierung das Recht der Beschwerde, wenn er mit der Entschädigung bzw. Entlohnung nicht zufrie den ist. Die Beschwerde ist der zuständigen Gemeind^ schriftlich einzureichen. Die Beschwerden werden in dem zuständig«! Ministerium durch eine Sonderkommission erledigt. Strafmaßnahmen Wer sich weigert, auf Aufforderung der Behörden den wahren Stand seiner verfügbaren Mittel anzumelden, oder einzelne der Requisition unterliegende Gegenstände veräußert oder vernichtet, um die Aufbringung zu erschweren oder unmöglich zu machen, wer sich weigert, die requirierten Gegenstände abzuführen, oder die Behörden in ihrem Verfügungsrecbt über die aufgebrachten Gegenstände behindert, wird mit strengem Arrest und mit Geldstrafen bis zu 500.000 Din geahndet, Organe der Militär- und Zivilbehörden, die bei der Durchführung der Zwangsaof bringung gegen die Vorschriften absichtlich verstoßen, werden mit Gefängnis bk zu drei Jahren, und wenn sie aus Fahrlässigkeit Verfehlungen begehe«, bk * sechs Monaten bestraft. Fniwoslawsdu Wehnafeta Wer Lust hat, kam in Jugoslawien das Weihnachtsfest zweimal erleben, in Slowenien und Kroatien feiert man es am gleichen Tag wie in der übrigen katholischen Welt mit Lichterbaum, Bescherung am Heiligen Abend, Krippenspielen und Mitternachtsmetten. In Serbien und Bulgarien sowie in allen Gegenden, die der .prawoslawischen Kirche unterstehen, feiert man dagegen 13 Tage später, afso nach dem gregorianischen Kalender am 6. Jänner. Über diesen Termin, der sehr streng emgehalten wird, erzählt man sich im Volk folgende Anekdote: Als auf die Kunde von der Geburt Christi sich die Hirten und Bauern der verschiedenen Länder auf den Weg m das Heilige Land machten, glaubten auch die Serben nicht zurückstehen zu dürfen. Und so beschlossen sie, als ihren Vertreter Jovanovič auf die Reise nach Bethlehem zu schicken. Doch es ist ein weiter Weg von der Stt-madia bis zum Heiligen Land. Für die Mühseligkeiten der Reise, die durch das wilde, unwegsame Balkangebirge führte, entschädigte sich Jovanovič, indem er m jeder Gostkmica einkehrte, nicht einen Sliwowitz, sondern mehrere Gläser von diesem köstlichen Schnaps trank, und oft darüber das Ziel seiner Fahrt vergaß. So kam es, daß er 13 Tage später m Palästina eintraf als die anderen Hirten. Da er sich seiner dreizehntägigen Verspätung vor seinen Landsleuten schämte, legte er einfach den Geburtstag Christi auf den Tag seiner Ankunft. Sveiedno. seither feiert man in Serbien das Weihnachtsfest dreizehn Tage später... Das prawoslawisclie Weihnachtsfest ist ein Fest der Ahnen. Nicht die Kinder werde» hier am »Badnjr<-D.an«, wie man Von Raymond Hörhager hier den Heiligen Abend nennt, beschert, sondern man gedenkt der Vorfahren, damit kein Unglück über Haus und Familie komme. Fast alle Sitten und Gebräuche beziehen sich auf den Ahnenkult. Nicht umsonst werden Serbien und Bulgarien die klassischen Länder der »Zadrugä«, der patriarchalischen Hausgemeinschaft, genannt, die sogar die über Jahrhunderte dauernde türkische Freundschaft nicht auszarotten vermochte. Am »Badnji-Dan« geht der Bauer vor Sonnenaufgang in den Wald, um den »Badnjak« unter feierlichen Zeremonien zu fällen. Dieser Badnjak ist ein Eichen-ldotz, der bei den orthodoxen Prawosla-wen die Rolle unseres Tannenbaumes spielt und unter Einhaltung eines altertümlichen Zeremoniells am offenen Herdfeuer verbrannt wird. In aHen prawoslawischen Familien steht dieses Badnjak-Zeremoniell im Mittelpunkt des Festes, das seinen eigenen Reiz hat. In den Bauernhäusern versammelt sich am Abend die ganze Familie um das Herdfeuer. Vor dem Bild des Hausheiligen in der Stube -brennt eine große, selbstgemachte Kerze, deren flackerndes Licht neben dem Feuer die einzige Beleuchtung darstellt. Der Badnjakklotz wird mit Honigkuchen und anderen Speisen bedeckt, um dann von der Hand des Hausvaters in das Feuer geworfen zu werden, während die übrigen Familienmitglieder Sprüche und Gebete hersagen, um den Segen des Himmels auf Haus und Hof zu erflehen. Während der Badnjak knisternd verbrennt, stellen die Kinder Teller mit Nüssen in alle vier Ecken des Raumes, in denen die Ahnen sitzen. Heidnischen Ursprungs iet zweifellos die Sitte, die sich «eit tmzähK- Schöne Kleinhäuser für wenig Geld Licht und damit für die richtige Anord gen Generationen bis aof den heutigen Tag erhalten hat. Und nun kommt der erste Gast in das Haus. Er wird feierlich willkommen geheißen und nimmt den Ehrenplatz am Tisch ein. In ihm ehrt man die Ahnen, deren Geist an diesem Abend allgegenwärtig ist. Er bekommt die erste Schnitte des sogenannten Gebildbrotes und die besten Speisen und Getränke, die Küche und KeKer zu bieten haben. Der Tisch mit den Weihnachtsspeisen wird nicht abgeräumt, sondern bleibt drei Tage in der Stube stehen, damit die Seelen der Verstorbenen nicht zu hungern brauchen. Und so wie in den Dörfern, ist es auch in den Städten: überall wird der Badnjak Brauch gepflegt, werden die Eichenklötze und Zweige verbrannt, um -der Ahnen zu gedenken. Wenn beispielsweise am Badnjak der junge König den Eichepklotz, der im feierlichen Zuge unter Spalierbiidung der gesamten Bevölkerung vom der königlichen Garde In ihren Paradeuniformen durch die Straßen Beograds gefahren wird, aus den Händen eines Gardeoffiziers in Empfang nimmt, daran, geschieht dieser Brauch nicht nur in dem weißen Schloß von Dedinje, sondern in allen prawoslawischen Häusern, in Luxusvillen und in der kleinsten Taglöhnerhütte. Der junge König nimmt, wie unzählige Hausväter im ganzen Lande, den Eichenklotz in seine Hände und sagt dieselben Sprüche und Worte, die sein Urahn, Ka-radjordje, der Begründer der Dynastie, gesprochen haben mag, wenn er seine Sippe am Badnjak um sich versammelte.. . Das spiegelglatte, feine Parkett des Schlosses ist mit Stroh bedeckt, wie es die Sitte erheischt. Die Offiziere der Garde, die den Wagen, auf dem der Badnjak lag, begleitet haben, sind an diesem Abend Ehrengäste an der königlichen Tafel. Tn allen Familien. wird an den drei Weihnachtstagen reichlich den Tafelfreuden zugesprochen, wobei nirgendwo der traditionelle Spanferkelbraten fehlt. Einige Tage vorher beginnt schon das Schlachten der Ferkel, die nachher kunst gerecht am Spieß gebraten werden. Es geht dabei sehr lustig an diesen Tagen zu: in den Dörfern versammelt sich das Volk in seinen bunten malerischen Trachten auf dem Marktplatz, wo Badnjak-klöfze verbrannt werden. Um das prasselnde Feuer entfaltet sich stets ein lebhaftes Leben und Treiben. Oft wird auch dazu getanzt, während die Dorfmusik einen jener rhythmischen und melodischen Kolos spielt. Diese Feuer erinnern an die deutschen Sonnwendfeuer, womit symbolisch der Sieg des Lichtes über die Finsternis zum Ausdruck gebracht werden soll. In der. letzten Jahren beginnt sich in den . Städten auch allmählich der Lichter-baum durchzusetzen, der selbstverständlich in den Volksdeutschen Dörfern der Batschka und des Banats seit seiner Einführung in Deutschland heimisch ist. Auch serbische Familien wie bulgarische entschließen sich von Jahr zu Jahr mehr, die schöne Sitte des Lichterbaumes zu übernehmen, besonders, da die Kinder dafür empfänglich sind. Frecher Raubüberfall In Zagreb. Zagreb, 5. Jänner. Gestern um 2030 Uhr vernahm der Kassier der Versicherungsgesellschaft »Rosija-Fonciere« Nikolaus Rikov in seinem Amtsraum am Je-fačič-Platz Nr. 6 ein verdächtiges Geräusch in dem nebenan befindlichen Kassenraum. Als er das Zimmer betrat, erhielt er plötzlich einen Schlag auf den Kopf. Rikov nahm den Kampf mit zwei Verbrechern, d'ie sich-in diesen Raum eingeschlichen hatten, auf, doch wurde er überwältigt u. an einen Tisch angebunden. Die beiden Verbrecher durchsuchten seine Taschen, um den Kassenschlüssel in die Hände zu kriegen. Als dies nicht gelang, durchschnitten die beiden Gauner den Telephondraht und zogen von dannen. In der Kasse befand sich ein Betrag von 60.000 Dinar. Rikov erlitt nicht unerhebliche Verletzungen auf dem Kopfe. Von den Tätern fehlt jede Spur. Gedenket Der flftififttberfttlofett -Lina! Im Bauwelf-VerTag erschien das Sonderheft »Wir wollen ein kleines Haus bauen!« von Otto Bölckers, dem wir die folgenden Zeilen entnehmen. Wenn jemand mit dem Plan umgeht, für sich und seine Familie ein kleines Haus zu bauen und in ein solches Vorhaben seine Ersparnisse ganz oder doch zum größten Teil hineinzustecken, so wird er sich sehr sorgfältig überlegen: erstens, was er dafür ausgeben kann oder in Form von Hypotheken etwa da-zuileihen muß, zweitens, was er für sein Geld bekommen kann. Er wird natürlich so viel wie möglich auszugeben suchen; so viel wie möglich an Raum.. und Be- quemlichkeit, so wenig wie möglich an einmaligen Bau- und an laufenden Zlns-und Unterhaltungskosten. Das ist nun eine ganze Reihe von einzelnen Überlegungen. Von den Finanzierungsfragen soll hier nicht die Rede sein, vielmehr wird hier von der allerersten Grundlage jedes Bauvorhabens gesprochen: vom Bauplan und den damit verknüpften Grundfragen. Wie viele Räume brauche ich, wie groß müssen sie mindestens sein, und wie sind die erforderlichen Möbel am besten darin unterzubringen? Die erste Überlegung, die ein Bauherr anstellen muß — aber überraschenderweise durchaus nicht immer ernstlich anstellt —, ist die: wieviel Raum brauche Ich mindestens für meine soundso viele Köpfe zählende Familie? Den Kernpunkt dieser Berechnung bildet der selbstverständliche Anspruch jedes Familienmitgliedes auf sein eigenes Bett und die Notwendigkeit, größere Kinder verschiedenen Geschlechts in getrennten Räumen schlafen zu lassen. Wo der Hausherr beruflich zu Hause arbeitet (Handwerker, Handelsvertreter, Lehrer, Schriftsteller usw.), wird noch ein eigener Arbeitsraum hinzutreten müssen. Endlich ist zu berücksichtigen, daß Familienzuwachs äuftreten kann. Es versteht sich von selbst, daß angesichts der vielen verschiedenen Zweckan-forderongen, die an den Wohnraum gestellt werden, dieser Raum an sich ziemlich geräumig werden muß. Er ist eben der Hauptraum des Meinen Hauses, und als solcher muß er nicht nur rein zweck-■lich, sondern auch aus Schönheitsgründen möglichst geräumig und außerdem möglichst hell seih. Einen »Normalwohnraum« gibt es nicht; dafür sind die Wohnge-wohnheiten zu verschieden. Dagegen lassen sich für die anderen Räume des Hauses sehr wohl bestimmte Regeln und die unter bürgerlichen Verhältnissen nötigen Mindestgrößen festlegen. Wer billig bauen muß oder will, wird immer gut tun,' die Schlaf- und Nebenräume knapp zu bemessen — natürlich immer noch bequem benutzbar! — und dafür dem Haupt- und Wohnraum ein paar Quadratmeter mehr zuzugestehen. Für die Küche genügen 6 Quadratmeter vollkommen. Es empfiehlt sich, die Küche mit einem festen Einbau auszustatten, wobei in der Ausführlichkeit dieses Einbaues den verfügbaren Mitteln Rechnung getragen1, werden kann. Im Haushalt sind an . los.eti Küchenmöbeln doch meistens .nur. ein, büfettartiger Schrank und ein Tisch . vorhanden, und diese finden im Eigenhaus leicht anderweitige Verwendung. Die Befensterung der Küche wird sich je nach dem Gesamtgrundriß und dem Äußeren des Hauses zu richten haben. In jedem Schlafraum muß man außer den Betten (höchstens .1x2 Meter groß) und den Nachttischchen auch die notwendigen Schränke oder einen solchen Schrank und .eine Kommode aufstellen können. Im Elternschlafzimmer findet nach Bedarf ein.Bett für ein Kleinkind mit Platz. In diesem. Fall muß der Raum mindestens 3x4 Meter — .12 Meter groß sein; ohne Kinderbett kann man in der Länge bis auf 3,60 Meter herabgehen. Von Kindern .gleichen Geschlechts wird man im allgemeinen, je. zwei in eine Kammer, legen, deren Mindestmaß nicht unter 3x3 Meter- gehen sollte, da nur dann au- ßer den Betten auch zwei Schränke und ein — immer noch sehr bescheidener — Tisch nebst einem ausreichend großen Fenster unterzubringen sind. Ganz entsprechend ist eine einbettige Kammer mit 2x3 Meter ausreichend bemessen. Wir dürfen uns weder von dem alten Sprichwort von der Sonne und dem Arzt, noch vom ehrwürdigen bäuerlichen Herkommen, noch weniger natürlich von Chinesen und sogenannten Naturvölkern beschämen lassen, sondern wir werden die Stellung unseres Hauses aufs sorgfältigste nach dem Lauf der Sonne am Himmel regeln. Das ist das erste. Das zweite ist dann, die Fenster so zu machen, daß außer der Sonne auch sonst reichlich Licht und Luft in unsere kleinen Räume gelangen können. Breitliegende Fenster erfüllen diese Absicht anerkanntermaßen am besten, und es ist auch klüger, statt zweier kleiner ein doppelt so breites größeres Fenster zu machen. Haben wir all das mit Vorbedacht erfüllt, so werden wir schon von selbst nicht mehr so unklug sein, die Fenster mit viel Vorhängen wieder außer Wirksamkeit zu setzen. Vorhänge kosten außerdem auch Geld und Wäsche. Ein unerwünschter Einblick von außen kann durch eine leichte Wurfgardine abgewehrt werden; ein Zuviel an Sonne läßt sich nach Bedarf leicht mit einem dünnen Satihvorhang abbremsen. Aber ein Zuwenig an Licht und Sonne, also an Fensterfläche, ist ein nicht wieder gutzumachender Fehler. Beim Fenster muß man immer aufpassen, daß das Licht von vorn oder links auf unsere Arbeiten am Herd, Spültisch, Küchen-, Schreib- oder Nähtisch fällt. Dies gilt übrigens auch vom künstlichen WINTERLICHE GEGENOFFENSIVE je tiefer das Thermometer sinkt, umso »brennender« wird die Frage: »Wie schütze ich mich gegen den Frost?« Dabei geht es gar nicht nur darum, sich selbst gegen die heftige Kälte zu schützen, sondern auch nach Möglichkeit alle Schäden ins Haus und Hof abzuwehren, die der Frost an richten kann. Um im Freien die Kälte weniger zu empfinden, empfiehlt sich als bestes Mittel rasche Bewegung. Wir laufen, wir rennen, wir schlagen den Mantelkragen hoch, und die Männer haben schon wieder zu den wenig Meldsamen, dafür aber schützenden Ohrenwärmem gegriffen. Wer etwa lange draußen im Freien stehen muß, der weiß, daß gelegentlich ein heißer Schluck aus der Thermosflasche das beste Abwehrmittel gegen die Kälte ist. Und was die »Eisbeine« betrifft, so erinnern sich jetzt viele der wärmespendenden Eigenschaft des Zeitung s-papiers, aus dem man ausgezeichnete dicke Einlegesohlen, jeden Tag ein paar neue, machen kann. Zeitungspapier leistet auch in der Woh nung als Kälteschutz gute Dienste. Wer einen fußkalten Boden hat, kann es beispielsweise in dicken Lagen unter den Teppich legen, und eine dicke Rolle zusammengeknülltes Papier im Doppelfenster hält ausgezeichnet den Wind ab. Wer draußen auf dem Lande wohnt, kann, übrigens für denselben Zweck, zum Abdichten der Fenster, auch trockenes Moos nehmen. Noch ein Kältetip für das Haus: Wer vor den Fenstern Rolläden hat, sollte diese, auch unabhängig von der Verdunkelung, selbst wenn mit schwarzem Papier abgedunkelt ist, bei einbrechender Dunkelheit als Kälteschutz herablassen — die Läden halten gerade in der Nacht die noch stärkeren Fröste erheblich ab. Um hier Schäden abzuwehren, ist es vor allem grundsätzlich notwendig, die gefrorenen Lebensmittel niemals durch . unmittelbare Wärmeeinwirkungen wieder auf zu tauen. So paradox nung der Leuchten und der Steckdosen, Eine Steckdose in Fenstermitte unmittelbar unter dem Fensterbrett wird in den meisten Fällen an der richtigen Stelle sitzen. Die Forderung, das Haus nach der Sonne zu stellen und zu befenstem, ist beim freistehenden Haus eigentlich immer erfüllbar, auf jedem Grundstück und bei jeder Lage der Straße. Immerhin wird man sich sagen können, daß die Straße am günstigsten im Westen oder Norden liegt, denn dann sehen im ersten Falle die Schlafräume hübsch ungestört nach dem Garten zu, während Wohnraum und Küche den Blick auf die Straße frei haben, im ändern Fall besteht die Möglichkeit, den Garten an der Südseite mit dem Wohnraum in enge Beziehung zu setzen. Der Möglichkeiten sind viele. An dieser Stelle ist nun auch noch ein Wort über die Veranda am Platze. Ein in den Körper des Hauses einbezogener Freisitz bedeutet immer eine Erhöhung der Baukosten, und das eben will ich nicht befürworten, solange die Möglichkeit besteht, es billiger zu haben, nämlich an den paar schönen Sommertagen und -abenden, die unser Klima uns spendet, einfach im Garten unter der Birke, Linde oder Weide oder in der Geißblattlaube zu sitzen und zu essen. Es bleibt natürlich noch der Ausweg, einen Freisitz nachträg lieh dem Häuschen anzuhängen. Zu bemerken ist noch, daß die Hauslaube niemals andere Räume verschalten darf, und zweitens, daß Türen unmittelbar aus Wohnräumen ins Freie — also eben in die Hauslaube oder in den Garten — eine wärmetechnisch recht unerwünschte Belastung sind. GEGEN DEN GEFRIERPUNKT es Mingt: das beste Mittel, um gefrorene Lebensmittel gen-ußfähig zu erhalten, ist eiskaltes Wasser! Gefrorenes Obst zum Beispiel, das man zum Auftauen in ein warmes Zimmer stellen wollte, würde sehr rasch verderben. Besser ist, es in ganz kaltes Wasser zu legen, dem man etwas Salz zusetzt. Hier tauen die Früchte lagsam auf, ohne an ihrer Güte zu verlieren. Ebenso ist es mit dem Fleisch, das am besten über Nacht in kaltes Wasser gelegt wird — der Geschmack wird dann in keiner Weise beeinträchtigt. Gefrorene Eier werden am besten, genau wie Obst. in kaltes Salzwasser gelegt. Man läßt sie etwa 10 Minuten in der Salzlösung liegen, sic sind dann nach einer halben Stunde wieder gebrauchsfähig. Milch, die gefroren ist, soll keinesfalls auf einen warmen Ofen oder gar auf die offene Flamme gesetzt werden, sondern ebenfalls erst langsam in einem kühlen, frost-freien Raum auftauen. Wenn Kartoffeln längere Zeit hindurch starkem Frost ausgesetzt waren, so besteht die Befürchtung, daß ihr Geschmack bereits gelitten hat und sie süßlich schmecken, da sich unter der Frosteinwirkung die Stärke in Zucker verwandelt hat. Man braucht sie aber trotzdem nicht wegzuwerfen, sondern kann sie durch geeignete Behandlung wieder genußfähig machen. Auch hier ist es am besten, die Kartoffeln zunächst einen Tag lang in kaltes Wasser zu legen, mafl schält sie erst am nächsten Tage und kocht sie in Wasser unter Zusatz von reichlich Salz und etwas Kümmel gar. Eine andere Möglichkeit ist folgende: Die Kartoffeln werden geschält und ohne Wasser in eine Topf gebracht. Dieser wird, nachdem der Deckel luftdicht geschlossen ist, auf das Feuer gestellt, worauf die Kartoffeln durch die aus ihnen selbst sich entwickelnden Dämpfe zum Kochen gebracht werden. Sie haben dann genau denselben Geschmack wie gesunde Kartoffeln. raKÄDffiaoKüeDeDeoKaooiDa Frost wird faltgeftellt Htmee Aiaeket Kleine Anzeigen kosten 60 Para pro Wort, In der Rubrik „Korre-•pond«nz“ 1 Dinar , Die Ineeratensteuer (3 Dinar bis 40 Worte 7*60 Dinar für grösser® Anzeigen) wird besonders berechnet / Die Mindesttaxe för eine kleine Anzeige beträgt 10 Dinar / Für die Zusendung Von chlffr. Briefen Ist eine Gebühr von IO Dinar zu erlegen Anfragen Ist eine Gebühr VonG Diriar In Postmarken beizuschllesser Vetstkiedmes Sammelt Abfälle ! Altpapier. Hadern, Sebneiderabschnitte Textilabtalle,. Alteisen. Metalle, Glasscherben kauft u. zahlt bestens. Putzhadern: Putzwolle,, gewaschen u. des infiziert, liefert jede Menge billigst Arbeiter. Dravska 15 Telephon 26-23. Gutbemittelte- Frau sucht Be-sUzänsehluß oder Kauf. Unt. »Kauf M' 8« an die Verw. - ' 43 Astrographoiogin Mine. Feilet as empfängt jeden Dienstag:-und Freitag Sodna ul 26, 3. 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Peteln, Maribor, Grajski trg 7, Tel. 2710 J Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPER. — Druck der i-Mariborska tiskarna« in Maribor. — Für den Herausgeber und den Druck ver antwortlich Direktor STANKO DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor.