rSSf'-'liH 4/* 4 4 4 ""SSr iw.chsi,,»?! -i-ltch <«>. W ■ .W ■ ■ ■ ^ M * M. Vt,vg«dtdln«ll»se>i llriii nif iihirtit : «WÄSBK b Pl. II1II II M-> £J|Plltil A.a L« «Ä~ Är#'es |*ei CounUgmi» IosR(t«»«Q I > --- ■"*<»*• ««Bereitete Kbonitrarntt Mfc«h|ra-*»t. «onc. " K#«. W »w UhW« Ar. 39. Z>em deutschen Schutverein! An feinem 25jährigen Bestände. 3* tiefer Felsengrotte bei hehren Unter« b«rg« fmpfänßt Karol der Große die Botschaft seine« Zwerg«: ,Zn rechten Stund erwachst du. weil mit dir ist erwacht Her Heerbann für die Ostmark au» träger Schlum- mernacht. Z» einem Maiseld rüsten sich hundertlausend Mann. ll«d edle Frauen schlössen der tapfren Schar sich an. K» haben feste Burgen zum Grenzschutz aufgebaut, Räch dir, dem Reiche-Gründer, sie rufen stürmisch laut. K»st schlugst du die Avaren, die trieben Mord und Raub, Heul wirbeln fremde Horden Häher wie Siraßen- staub, ve Beute zu erjagen im segensreichen Land, Da« du den Deutschen schenktest zum ew'gen Unter« pfand.^ tirolu» hebt im Zorne die schwere Panzerfaust, vild heulend ihm zu Häupten der Wäldersturm erbraust. Die Naben scheu sich ducken, die um den Berg ge« kreist, i £it spüren, wie herannaht der alte Kaisergeist. .Nun künde, Zwerg, mir eilig, eh' deutsche Schlacht beginnt. vo stehen meine Mannen, zum Kampfe sroh ge- sinnt? M sahst du sie gewappnet mit gutem Schild und Speer? Ich selber will jetzt führen de« Deutschtum« stolze Wehr!" .Ja, Kaiser," Iprach der Bote, «du findest sie bereit, Nr Schild heißt deutsche Schule, ihr Schwert ward Einigkeit. r^=g — ------- Nachdruck nur mit duelknangabt gestattet. Ztte Waienkönigin. ßi« Geschichte au« dem Leben von Joses F. Stolz. (Schluß.) Lasten wir der Maienkönigin da« Vorrecht, sagt» die Anwesenden, und leise flüsterten sich ein pur ältere Mädchen zu. sie will wohl ein Herzen«-gedeimni» erforscht wissen, na Glück zu, al« dinter lm'm Lorhang die «berühmte" Wahrsagerin in «trat phantastischer Kleidung eintrat. Alle« war mäuschenstill. Die Propdetin nahm dann die Hand Kaiha-rmai und bl'ckte ernst, ja entsetzt aus deren 2ef>en(!inien. .Ich fehe wohl in Ihnen die Königin de« gefiel, e« war Ihr Stolz. Ihre Freude, aber licht Ihr Glück — Glück im vollen Sinne de« vorie«, da« Sie nie erreichen — eine geheimnisvolle Gestalt umkreist Sie, erfüllt von Liebe und hiß. eS gab fchon einen Herzen»könig vor längerer Zeit. Ist'S nicht fo? Hi, hi, hl, durch eigene Echuld verfallen Sie einen frühen, ja seltsamen l«d. Hüten Sie sich, die Nacht ist nicht dcS Men< scheu Freund." Und wenn e< auch nur Scherz, ja nur Scherz Mi, Sonntag, 14. Mai 1905. Mit solchen Waffen konnten sie höchstem Ziel sich weihn, Und deine Heerschar nennt man den „Deutschen Schulverein". DeS Kaiser« Augen leuchten: „Die Saat, die ich gesät Mit erntereifem Duft mir nun süß entgegenweht. Das deutsche Herzwort übet doch wunderbaren Zwang. So lasset un< beschielten den neuen Siegergang!" Karl P r ö l l, Berlin. Zlnfer Schnlverein. Mit der Uebernahme der Regierung durch den Grafen Taaffe im Sommer 1879 hatte sich in t .; innerpolitischen Lage Oesterreichs ein ge-waliiger Umschwung vollzogen. Dem versassung»-treuen Ministerium AuerSperg-Lasser war eine Regierung gefolgt, in welcher der Tscheche Prazak als Minister ohne Portefeuille einen Sitz hatte und deren politische» Programm den Eintritt der Tschechen in den Reich»rat zur unmittelbaren Folge hatte. Zum Präsidenten de» Abgeordneten-hause» wurde der Pole Smolka gewählt. So bald die dringendsten, aus den Ausgleich mit Ungarn bezüglichen Angelegenheiten mit Hilfe der neuen ausgleichsfreundlichen ParlamentSmehrheit erledigt wareu, erließ der Justizminister Stremayr am 19. April 1880 die bekannte Sprachenverordnung für Böhmen. Mähren und Schlesien, durch welche verfügt wurde, daß alle Behörden ihre Erledi» gungen an die Parteien in jener der beiden Landessprachen anzufertigen haben, in welcher die betreffenden Eingaben oder Gesuche eingericht würden. Die daraufhin von der deutschen Partei erhobenen Proteste gegen die Vergewaltigung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien, der Antrag de« Abgeordneten Grafen Wurmbrand auf Erklärung der deutschen Sprache al« Staat«-spräche usw. blieben leere Demonstrationen, deren gewesen, die Mitteilung übte doch ein«n gewaltigen Umschwung in der Laune Katharina«, ja wer sie einen Augenblick betrachtete, dem mupte die außer-gewöhnliche Bläffe ausgefallen sein. Und nun noch da» Orakel, da» Letzte, den Glückstern oder den Totenkopf. Katharine mußte einen Würfel, der diese Zeichen enthielt, in einen Becher geben, gehörig schütteln und dreimal mit der linken Hand, al» dem Herzen zugehörig, auf ein kleine» fchwarzbe-hangenes Tischchen leeren; zitternd gehorchte die» selbe, dreimal würfelte sie. dreimal fiel der Totenkopf. Die Maienkönigin wankte hinau», schwarz umfing e» sie, e» war nicht möglich, ein Gewäsch dieser albernen Person, di,fer Gauklerin, Aber» glaube, dummer Aberglaube bloß, die Würfeln nun, ein Zufall, treiter nicht«, eine Ungeschicklichkeit der Hand. Al» Katharina au» der Bude trat, kam ihr alle« ander» vor. ihr fröstelte, zur Mutter wollte sie eil-n. ein unseelige Anast hatte sie beschulen. Die Menge jubelte, Sang und Klang ertönte diüben. und ohne daß sie e» vielleicht ah,»» over wollte, sührte sie ihr Fuß absei!» zu >inem wenig besuchten Wiesenplatz. Schwül war die Abendluft. Katharine fuhr 80. Jahrgang. Erfolglosigkeit der Gegner de» deutschen Volkes gegenüber von vornherein feststellen mußte, seitdem diese sich durch Heranziehung der klerikalen Partei die unbedingte Mehrheit im Parlamente gesichert hatten. Daß die» nicht ohne Zugeständnisse der Klerikalen von statten gegangen war, braucht wohl kaum erwähnt zu werden; schon im Februar 1881 hatte Lienbacher den Antrag auf Herabmin-derung der allgemeinen Schulpflicht von 8 auf 6 Jahre eingebracht, welcher Antrag im April 1883 zum Gesetz wurde. Diesen ersten, au« dem Umschwung der Kräftegruppierung sich ergebenden Erfolg der antideutschen Parteien, welchem im Oktober 1881 der Prazaksche Erlaß, wonach in Schlesien neben der deutschen und tschechischen auch die polnische Sprache al» gleichberechtigte Gericht»-spräche anerkannt wnrde, dann im folgenden Zahre ein analoger Erlaß bezüglich der floveni-fchen Sprache für den Oberlande»gerichtSsprengel Graz, ferner die aus tschechischnationalen Gründen durchgeführte Teilung de» einzigen Wahllörper« de» böhmischen Großgrundbesitze» im 5. Wahl« körper, endlich die slaoensreundlichen Bestimmungen betreff» d r Handel»- und Gewerbekammern Pilsen, BudweiS und Prag folgten, hatten den Ernst der Lage und die Bedrohung der Zukunft de« deutschen Volke« in Oesterreich ebenso deutlich dargetan, al« die Zwecklosigkeit langer psrlamen» tarischer Reden und anderweitiger Protestkundge» bungen und Entschließungen, womit da« sieg» reiche Vordringen der Slaven in der ersten Zeit der Hilflosigkeit von Seiten der Deutschen beant» wortet wurde. Dem mächtigen Anstürme der sla-vischen VolkSstämme. der nicht nur die erwähnten Errungenschasten, sondern auch — und da« war vielleicht da» bedenklichste — einen stetigen Ab-bröckelungSprozeß de« deutschen Besitzstände« in allen Sprachengrenzgebieten zur Folge hatte, konnte nicht mehr mit Worten begegnet werden, er erheischte eine kräftige völkische Tat. Damal« geschah »«, daß eine klein» Schar über die Stirne, d c Ruhe tat ihr wohl, denn die Worte der Wahrsagerin klangen noch lebhaft in ihren Ohren; langsam begann sie sich wieder zu fassen, ein Traum, ein Gespenst, meinte sie, weil, weil sie etwa« mehr Wein getrunken. Doch plötzlich wie au« der Erde gezaubert, stand ein junger Mann — bleich bi« in die Lippen, in einen Mantel gehüllt — vor ihr. „Katharina", sagte er, .e« ist gut. daß d» deine Schritte hieher lenktest, ich verfolgte dich schon lange." Die Angerufene bebte zusammen. „Mein Gott, Felix du hier," brachte sie müh-sam hervor. „Jawohl! Du staunst? Nicht wahr, da« über» rascht dich, so unangemeldet, ich wollte nuc mein Schätzchen wieder fihen, ob e« mir treu geblieben, du holde schöne Maienkönigin, du dachtest wohl nimmer an mich? — oder doch — wie? — Ich erfuhr e« gestern erst, und keine Macht der Hölle hätte mich zurückgehalten, wie du schön bist, ja wem soll est du nicht bestücken." — Da« fahle Licht de« Monde« wurde durch einige leichie Wol» ken getrübt und die Schatten ringsum glichen un-heimlichen Dämonen. „Felix, warum kamst du? Wozu? WaS willst du von mir? Geh,' geh, verdirb mir nicht die Festesfreude I" Seite 2 für ihr Volk«tum begeisteter deutscher Männer daran ging, die Ursachen, welche an dem Rück, gange de« Deutscht»«« in Oesterreich die Schuld trugen, zu erforschen. Hieb« fiel einem jener jungen Leute, welche sich zu ernster nationaler Arbeit zusammengetan hatten, ein kleine« Hestchen in die Hände, da«, wie sich später herau«stellte, einen Frankfurter Arzt, Herrn Dr. Lotz, zum Versasser hatte und den Titel führte: „Au« den Bergen an der deutschen Sprachgrenze in Südtirol." In diesem Schriftchen, einem Hilferufe für den von verwelschung hart bedrohten uralten deutschen Sprachboden, schildert der Verfasser, ein warmer Freund der Alpen und strenger Eiferer für die Größe und den unge» schmälerten Bestand seine« Volke«, da« unermüd» liche Wirken eine« «»«gezeichneten deutschen Priester«, de» trefflichen Kuraten Franz Xaver M>tterberger in Prooei«, welcher einzig durch zähe rastlose Arbeit unter oer Bevölkerung an den Abhängen de« Non«berge« eine ganze Fülle ge-«einnütziger Schöpfungen in« Leben gerufen und wohl da« meiste vazu beigetragen hatte, nicht nur seine eigene, sondern auch die Nachbargemeinden vor dem Verluste ihre« VolkSium« zu bewahren. Diese« Schriftchen nun, welche« gleich im An-sang» den Satz birgt: .Reden wir davon, wie wir. Einzeln» und Verkin», der weiteren Berau-bung unsere« Volk«gebiete« entgegen treten kön« neu!" hat jener Schar deutscher Männer, welche die Sorge um da« Wohl ihre« Volke« zusammen geführt hatte, zuerst den Weg gezeigt, aus welchem sie am besten ihrem Ziele nahe komm n konnten. Sie gelangten zu der Erkenntnis, daß durch die Pflege und Förderung de« deu.schen Schulwesen« national bedrängten StammeSgenossen am «eisten gedient werden könnte, daß hierin da« wirksamste Mittel zur Abwehr der auf da« Deutschtum ein-stürmenden Angriffe erblickt werden müsse und von dieser Einsicht geleitet, wurde am 13. Mai 1880 in Wien die Gründung eine« Deutschen Schulvereine« beschlossen. Pros. Dr. Schroer, Dr. Zimmermann, Pros. Dr. Sleinwender, Dr. Fried» jung. Dr. Adler, Pernerstorfer und Dr. Eckel sind die Namen jener Männer, in denen der deutschen Sache in jener Zeit höchster Gefahr eine Schar begeisterter Vorkämpfer entstanden ist. der sich bald die Herren Dr. Groß, Güntner, Dr. ». Krau«, Dr. Maresch, Dr. Pouimer, Prantner, Dr. Weit» (off, Dr. Wolffhardt und viele andere Gleichge-sinnte an die Seite stellten, um Schulter an Schulter den Kamps sür deutsche Sprache, Art und Sitte aufzunehmen. Mit richiigem Blick halten jene Männer den Punkt erkannt, an welchem zur Erreichung ihre« .Wozu ich kam. waium, da« fragst du, du kannst fragen? Kaiharina, du weiß«, wie walm» sinnig ich dich lieb»,, damal«, al« vor zwei Jahren du mit deiner älteren Schwester bei Verwandten am Lande warst, dort wo auch ich so zufällig mit meinen Eltern weilte, du weißt, wie ich dich ange-betet, wie ich jeden deiner Wünsche erfüllte, wie wir un« gelobten, al« jene erste heilig« Liebe in unser Herz kam, daß wir treu. unlö«l>ch einander angehören wollien, daß du ja gerne so lange ge» dulden wolltest, bi« ich Rang und Stellung, bi« ich mir selbst mein B>od verdienen könnte, und nimmer den Eltern zur Last fallen müßte; du weißt, wie oft du mir in da« Auge geblickt, glück» verheißend, tröstend für die Zukunft, du weißt, wie oft mich dein Arm liebevoll umfangen, wie oft sich unser» Lipprn im süß»n Rausche der Liebe oer» mahlt, du lebtest nur sür mich, ich nur sür dich, und nur deine Schwester, Gott hab sie selig, wußt» um unser Geheimni«, ach. e« war so schön, so herrlich, du schwurst, keinem Manne dich hinzu-geben, da du dein Herz ja mir schenktest, du schwurst jeder Versuchung standhaft zu widersteden, wider» stehen zu wollen, selbst dem leisesten Zweifel, der etwa unser Glück trüben möchte. Ach, Katharina, wa« ich gelitten, al« wir un« trennen mußten, »veiH nur Gott, ich habe «einen Schwur gehalten. hohen Ziele« vor all.« der Hebel angesetzt > werden mußte. Tausende deutscher Kinder an den Sprachgrenzgebieten und in Sprachinsel gingen ihrem Volke verloren, weil sie deutschen Unterricht entbehren mußten; ihren Angehörigen fehlten die Mittel dazu, deutsche Schulen in jenen Gebieten zu erhalten oder die Kinder in weit entlegene deutsche Schulen zu schicken, sie waren daher vor die Notwendigkeit gestellt, die Kinder slavische Schulen be>uchen zu lassen. Hier mußte die Hilfe der gesamten deutschen Bevölkerung unsere« Staate« zur Unterstützung der in bedrohten Gegenden wohnenden Stamme«brüder eingleisen. Diese Hiise sollte der zu gründende Deutsche Schuloerein vermitteln durch Förderung der Be-strebungen zur Erlangung öffentlicher deutscher Schulen, durch Gewährung von Gelduiterstützungen zum Baue und zur Erhaltung solcher Anstalten, durch Anstellung von Lehre»», durch Gewährung von Lehrmitteln, endlich durch Vorträge und durch Herau«gabe von Druckwerken. Wa« un« an der Entstehung«geschichte de« ersten und größten deutschen Echutzvereine« besondere Bewunderung einflößen muß, da« ist, abge-sehen von dem schönen und edlen Zwecke, der bei» spiellose Schwung, mit dem die Au«sührung de« gefaßten Beschlusse« vor sich ging, die Begeisterung, mit welcher schon der erste Aufruf der Gründer von allen Volk«genossen nicht nur in den be-drängten, sondern auch in den national g.sicherten Gegenden ausgenommen wurde. Ein Bewei« dessen, daß der Deutsche, dem so häufig und nicht mit Unrecht, geringe Empfänglichkeit für große politische und nationale Aufgaben vorgeworfen wird, in der Slnnde der Gefahr doch im vollen Maße befähigt ist, auch in dieser Hinsicht seinen Mann zu stillen. Mi« freudigem Stolze gedenken wir «»«besondere der ersten Zeit der Tätigkeit un» sere« Vereine«, der schon nach wenigen Wochen 15.000 begeisterte Mitglieder zählte, deren Zahl sich in einem halben Jahre auf 22.000 erhöht hatte, die in dieser kurzen Zeit 55.000 Gulden sür den schönen Zweck aufgebracht hatten. Im Jahre 1886 erreichte der Verein den Höchststand an Gruppen und Mitgliedern, die Ein« nähme diese« Jahre« 584.356'42 K, wurde aller» ding« in den Folgejahren noch mehrmal« über» schritten. Tätige Gruppen gab e« damal« 980, die Mitgliederzahl dieser Gruppen betrug 107.835. Seither trat teil« durch die politischen Gegensätze, teil« durch da« natürliche Erschlaffen jeder länger bestehenden Einrichtung ein Abbröckelung»prozeß »in. d»r zum Tiefstande de« Jahre« 1900 mit einer Gruppenzahl von 751 und einer Mitglieder» zahl von 73 003 führte Der Friedensschluß von ich habe gelernt und gearbeitet, bi« ich me>» Ziel erreichte, deinetwegen, und ich habe e« erreicht, und bin nun gekommen, mein Wort einzulösen!• „Felix. Felir, höre." unterbrach ihn Katharina. „Laß mich, laß mich au«reden," antwortete derselbe kurz. .In meiner Herzen«not vertraute ich mich einem Freunde diese« Städtchen« an. der öfter in unser« Sebirg«einsamkei» kam. er schrieb mir all« Vorgänge, und «r war der erste, der mir drn Verdacht in die Ohren raunte, daß du mein v»rg«ss»n. daß du mir di» Treue brachst, und die Mitteilung, daß im Städtchen In« Gerücht, aller» ding« nur in unbestimmter Form, sich verbreitete, du hättest dich hier bereit« verlobt, machte mich rasend. Katharina, ich mußte dich sehen, mußte dich sehen, mir zum Troste, der Entschluß stand sest, mich deinen Eltern nun mündlich oder schnfl-lieh zu nähern. Ach, ich sah dich, ich verfolgte dich mit dem Günstling, den du dir in weiser Vorsicht zum Ehrenritter wähltest, du strahltest ja vor Eiligkeit und Herzen«glück. und »r. o Fluch ihm. mit dir." Kaiharina wollte e>wa« antworlen, sie oer» suchte sortzukommtn, sorizukomm«», aber Felix be» schwor sie, noch den letzte« Teil seiner tiesinnersten Err-gung zu hören. .Unglückselige", begann er halblaut, um durch 1899 und die Anstellung eine« Wanderlehm« (l900) brachten dem Berein« d»n Beginn eimt neuen Aufschwung»», der sich in den Ziffer» der Jahre 1901 — 04 au«diückt. Die Einnahmen fee» tragen jährlich ungefähr 4—500.000 K und im» den überall dort verwendet, wo deutsch« Mindw heilen in fremdem Sprachgebiete einer Unierstützwtz zu Schulzwecken bedürfen. Freilich reichen bit Mittel de« vereine« beiweitem nicht au« und z« manche deutsche Gemeinde in den Sudetenländeitz in der vom Wendenvolke bedrängten Südmark »il in Südtirol mußte, wenn auch mit schwere« Ha< zen, abgewiesen werden. Der Deutsche hat leid« für nationale Zwecke noch immer viel zu weich Opft'mut Immerhin wurde aber «it den vw handenen Mitteln viel geleistet und e« wurden kt zum Ende de« Jahre« 1904 nicht weniger «it 10,310 000 X verausgabt. So hat der Bereu feit feinem Bestehen 40 Schulen selbst gebaut ml unterstützt jährlich 97 schon bestanden«. Fei»« werden 60 Kindergärten ganz au« Vereinlmillet, u»l«rha»«» und 110 andtit deutsch» Kindergärla jährlich ganz bedeutend unterstützt. Sehr Qro|e Beträge werden jährlich zur Förderung solcher Schulbauien aufgewendet, die von Privaten ob« Gemeinde» unternommen wrrden, wo ab« d» eigenen Mittel der Unternehmer nicht au«r«ich». Auch in Un«»rstti»r«ark unterhält der V«rei«, m unsere Leser au« de« folgenden Aussatz» «rsehn. »ine rege Tätigk»it. Er besitzt hier 10 Häuser, n welchen sich teil« Schulen, teil« Kindergärten de» finden, und unterhält außerdem noch oi»r Schul« und zw»i Kindergärten, während zehn Schulen acht Kindergärten sehr bedeutend unterstützt werde,. Fürwahr, eine g« waltige Arbeit! Da« voll hat sich, unbekümmert um die Gnadeasonne »n Regierung, selbst geholfen. Dem Deutschen Schul, vereine zum Jubelfeste unseren Wunsch, daß « da« edle Werk der Erhaltung deutschem Snu» und Boden«, deutscher Art und deutscher Sprach» «it stet« wachsenden Mitteln zu« Segen unsen» Volktium« fortführe und ih« in j»d « wahihch Deutschem eine begeisterte Stütz» »rstehel Die Aröeit des Deutschen Schul-Vereines in Zlntersteiermark.') Die langgestreckie deutsch-slovenische Sprach-grenze, die sich von Radker«durg in mannigsacha Windungen, im allgemein»» nördlich von drr Tr» haltend, bi» a» di» Grenzen Kärnten« geaen Ital« am Predil und bei Pontasel hinzieht, ist hier da« nächste Arbeit«gebiet. Verläuft auch im fteirische, Unterlande die Sprachgrenze selbst ziemlich scharj, •) «u«: Wotaiva, Auq. % v, Der T«i»ich> Schulverein IS«0—1905. Ein« Gedentlchriil. nichi« etwa die Ausmerksamkeit aus sich zu leofrt „mache keine Anstrengungen dich zu en,schuld,90 oder zu verteidigen, eß wäre nutzlo«, so also haiut du meine Liebe, mein Vertrauen belohnt, so huufl du e« mit mir gemeint, sott «it der Blüiuifn* die du nicht verdienst, ich glaubte und baute a»j dich, wie aus de« Himmel« Seligkeit, du »urjl mein einzig Hoffen, da« mich in Stunden der K«, der Einsamkeit belebte, ich glaubte an dich. wie« Gott»« unfehlbare« Wort. Ach. tausendmal Flich darüber, meine Worte galten dir nicht«, leer u» schal verklangen sie und all die Briefe, die ich a dich schrieb? Nicht wahr, Katharina, sie wäre,» deinen Augen nur Phrasen. nicht«sagende Imiiifc Gemüt»au«drüche, Torheiten, die dich nur erhntm, sag'« nur. sag'«, Liebe ist ftin Kinderspiel, und ich bin f in Knab« mehr, den man narr», wa« ich 11 süß«r Hoffnung aufgtbaut, ist nun z-rtrü»»««. p wohl, wende nichi« ei», veinichiet host du « »1: olle Le^entsreudigkeit. ach. wa« frag ich noch 11» Glück und Leben, achtlo« weif ich e« b«if«i>«, «t> nichtet, ruiniert, durch dich, ja, nur durch dich ,1» zia und ollein. 0 hätt« ich« ohn«» können, daß!» eiste flammend heilige L ebe mir zum Verhängt werde.' Felix hielt sie bei der Haud, eifiMl, riesenfeft. „Laß mich, laß mich lo«, Felix/ bat fc Blätter zur Unterhaltung und Velrhruug für Haus und Familie. Honutagsieilage der „Deutschen Wacht" i« (Siffi. Er '20 .Die ©übmart" erscheint jeden Sonntag aU unemqeliliche Beilage für die Leser „er „Deutschen Wacht". — Einzeln ist .Die Südmart" nicht käuflich- 1903 Iotargold. Lrigtnalroman von E. von Geiersberg. Eortlesunq.) „Du bist hungrig und müde. MeSkob, nicht wahr? Stärke Dich erst, bevor Du erzählst, obwohl wir brennen, Deine Nachrichten zu hören." „Du' hast recht, Lizzi, ich bin hungrig und müde, aber eS scheint mir, daß ich erst erzählen und mich dann stärken muß, denn Ihr seid wohl sehr in Sorge und Angst um Gero?" „Nicht allein um ihn, sondern auch um unsere Väter", wars jetzt Alexandra ein. „die fast feit einem Monat einer unbestimmten Spur folgen, um ihn aufzufinden." „Einer unbestimmten Spur?" „Ja, wir fanden das Gebetbuch feines Burschen, dann einen getödteten Bären, und auf diese Anhaltspunkte allein hin sind unsere beiden Väter ausgezogen, den Verschollenen zu suchen." , ja, ganz recht", antwortete Meskoh und fiel in tiefes Sinnen. Lizzi goß ihm Wein ein und bat ihn mit zitternder Stimme zu trinken. „Trinke doch, mein lieber armer Meskoh, wir können nicht so grausam sein. Dich davon abzuhalten. Du haft gewiß ungeheure Anstrengungen hinter Dir. ich kenne Dich und Dein opferwilliges Herz." „Ja, ich habe in knapp zwei Wochen beinahe acht-hundert Kilometer Marsch übers Gebirge gemacht uud mich lediglich von dem, was mein Gewehr erreichen konnte und von den Blaubeeren, die im Walde wachsen, ernährt." „Und zu welchen« Zweck?" „Nun, zum Zwecke der Rettung Geros. Wenn wir nicht sofort aufbrechen mit einer Menge von Arbeitern, so ist er verloren, und wer weiß, ob er's nicht trotzdem ist." Alexandra wurde leichenblaß, ihre Lippen bebten. „Ich bitte Sie. mein Herr, spannen Sie uns nicht aus die Folter", stöhnte sie in tiefer Erschrockenheit. „Er-zählen Sie uns Alles, was sich mit Herrn von der Ladenburg zugetragen hat. Sie sehen ja, wir brennen darauf, Nachrichten zu erhalten. Sprechen Sie um GotteS-willen." „Nun, da ist nicht viel zu erzählen. Wir waren hier angekommen und hatten am Fuße des Vulkans so zu sagen, ein alteS Blockhaus bezogen, in dem wir einen fast verbnngerten Amerikaner fanden, den wir zum Leben zurückriefen. Dann verschüttete in einer Nacht der Bulkan unser ganzes Besitzthum, Nur mit dem, waS wir auf dem Le«be hatten, einer Hand voll Patronen und unseren Gewehren entrannen wir dem Verderb«, und standen in dem eisigen Frübling auf dem weiten Schneefeld, ohne Obdach, ohne die schützenden Kleider, ohne Feuer und ohne StfatfmioeL . CKacMtutf Wrbirtro.) „EntsetzlichI Aber Gero ließ sich nicht so schnell von dem Schicksal niederdrücken. Wir dnrchstickten die Trümmer unserer verschütteten Heimstätte und sanken — eS ist ein« grausame Ironie — unser ganzes Gold, abernicht ein« Krume Zwieback, nicht eine Schnute Fleisch, nicht ein Korn Pulver. Doch wir hatten einen der nördlichen Indianer bei uns, der erklärte, er würde uns für die Nacht ein« Schneehütte bauen, und wir müßten unS eben von rohem Fleisch der jetzt immer zahlreicher hier vorkommenden Rennthiere oder Bären oder arktischen Vögel ernähren. .Vögel freilich, das war für unS nichts, denn wir hatten nur einige Patronen und die durften wir nur ver-wenden, um em großes Tier zu erlegen, das wir mit Anspannung unserer ganzen Kräfte über den Schnee Meisen mußten. Nach Fort Selkirk, der nächsten Menschenansiedlnng hatten wir nahezu fünfhundert Kilo-meter, aber wir waren kräftig und ausgeruht, durfte« also hoffen, in zehn bis zwölf Tagen unser Ziel zu er« reichen, darum vorwärts. Ich will schweigen von den unendlichen Mühen, die wir erduldet. Wir fanden nichts, wir erlegten kein Rennthier, keinen Bären, nur ein paar Schneehühner fielen unfern letzent Schüssen zum Opfer. Schlecht, unter ungeheuren Anstrengungen kamen wir doch nur langsam vorwärts, denn unser Kainerad, der arme Daly, erkrankte fehr bald, und wir mußten ihn trafen. In unfern Eingeweiden wüthete der Hunger, die Kalte drückte auf unser Gehirn und lähmte unsere Muskeln. In der Nacht lagen wir in der kleinen Schneehütte klappernd vor Frost eng aneinandergepreßt, um dann wieder hinauszugehen, wenn der Morgen tagte, und uns den wilden, tobenden, eisigen Frühliugsturmen auszusetzen." .Da, wir waren schon zehn Tage im Marsch, aber hatten noch nicht die Hälfte des WegeS zurückgelegt, hörten wir plötzlich ein Hilfegefchrei einige hundert Meter von unS entfernt im Walde. Gero hatte die letzte Patrone im Lauf. Aber trotzdem war er bereit, sie zur Rettung des gefährdeten Menschen zu verwenden Er und ich stürzten vor, während Psuja und unser Indianer bei dem sterbenden Daly zurückblieben. Da bot sich uns ein feit» sameS Schauspiel. Ein kräftiger Indianer in wildem Kampfe mit einem halb verhungerten Bären. Das Thier hatte feine Vorderprankcn in grausiger Umarmung um den Mann geschlungen, der sich vergeblich bemühte, nach seinem Messer zu faffen, um dem Bären den Todesstoß i geben- Schnelle nachlassen kniete Gero nieder und auf ie Gefahr hin, den Mann zu treffen, schoß er das k Ungethüm mitten durch's Herz. Ich lief dann hinzu, um ihm mit Kolbenschlägen den Rest zu geben. Der Indianer sprang aus, er blicke mir in die Augen und erkannt« emen Volksgenossen und sagte dann: Giddv. der Büffel, totrt» brt« liitlfini Uffumt blcfcu ^dmR !«<• ftu ,rlnr»tl Irhtrn Nlh«mz»ae bnnffn l«nb ohn« sich wrttrr um den Var«>« oder sonn etwa« »u klliiimeni, zog cr die Pfeise nuS feinem Gürtel, zündete sie an »ud reichte sie nach einigen Zügen Gero und mir. So war ein Bund geschlossen, den der rothe Manu nie bricht. .Wir waren gerettet, denn Giddy führte unS und unsern sterbenden' Kameraden nach seinem Dorf, ver-sorgte »nS mit Nahrung und Wärme, mit Pulver und Blei, unS versprechend, wenn der Sommer herangekommen, uns zu unermeßlichen Reichthümern zu führen. Hoch oben im Felsenaedirge, erzählte er unS, über unliberstciglichen Höhen und Schroffen hinweg, durch gefährliche Gletscher« schluckten fei ein tief eingeschnitteuer Eannon, in dem oaS Gold in Stücken zu finden sei. .Wir blieben eine Zeit lang im Dorf, begruben unsern armen Kameraden und brachen dann unter der Führung GiddyS und einiger seiner jungen Leute nach oem Osten ans, tief in daS Gebirge hinein. Wie er ge-sagt hatte, so sanden wir und zwar nur achthundert Kilometer von unserm Claim entfernt, Goid, Gold, Gold, sage ich Ihnen, um die ganze Welt »u beglücken. Und da geschah daS Entsetzliche. Unsern armen Psuja blendete der Reichthum, den wir in einer Höhle ans» geschichtet fanden, er lieh sich hinreißen, einen ungeheuren JiJlocf abzusprengen, mit Pulver abzusprengen, und da stürzte die Höhle ein und begrub unsere freunde. Ich allein war draußen, um einen Rennthierrucken zu braten, ich allein entging dem Schicksal. Weit vor mir erkannte ich den Vulkan, dort hinüber also umfite ich, denn in dieser Richtung lag auch das Fort. Den Weg zum Zudianerdorf zu finden, war mir nicht möglich, obwohl er näher gewesen wäre. Der Vulkan war meine Rich» tung Tag und Nacht. Ain Tage durch seine ragende Höhe, in der Nacht durch seine Feuergarbcn, die er ans« warf, und Tag und Nacht bin ich marschirt, um endlich hier zum großen Glück der Verschütteten Menschen zu finden, die mir helfen können. .Meine Herren, ich stehe Sie an, bieten Sie alle Ihre Arbeiter auf, folgen Kie mir so schnell, als möglich, der Lohn wird unermeßlich fein, und Sie werden meine Freunde retten." -Wir folgen Ihnen, aber nicht um des nnermeß-lichen Lohnes willen, sondern um Ihren Freund, der auch unser Freund ist, zu retten," sagte der General mit Würde. Die beiden Männer verließen daS Zimmer, um den Indianer mit den Damen allein zu lassen. Alexandras Augen schwammen in Thränen, sie um-armte tief erschüttert ihre Freundin. »Wenn er todt ist?" Lizzi schwieg, denn ein seltsames Gesühl verschloß ihr den Mund.' Sie konnte sich selbst keine Rechenschaft darüber geben, eS war eine so eigenthümliche Ruhe, die sie bisher garnicht an sich gekannt hatte. Nicht die heiße aufwal.eude Empfindung, mit der sie früher an Gero ge-dachi hatte, sondern ein viel ruhige,eS ausgeglicheneres Gefühl, wie man eS vielleicht gegen einen Bruder hegt, beherrschte sie. Dagegen wenn sie in die dunklen Augen Me.'oho blickte, fühlte sie sich wie von einem warmen Sonnenstrahl getroffen, nnd mit einem Mal wurde eS ihr flar, was sie durch jahrelanges Zusammensein nicht empfunden, was sie nur geahnt hatte, daß dieser Mann sie liebte, ja nicht allein das, sondern daß auch ihr Herz »hm gehörte. Sie konnte deshalb viel ruhiger über den vermeint« lichen Tod Geros sprechen, und es gelang ihr allmählich, Alexandra zu trösten. .ES wird doch alleS gut werden, sei überzeugt/ flüsterte sie ihr zu, als sie sich von MeSkoh verabschiedet hatte, um die Borbereitungen zu treffen, an dex Expe- et««»», it«»«» bet ornh wollt«» di« Darnrn nlrtit zurllckl'Icik'«». seine v.'k„cht B«r Welt Hütte eS gegeben, die diesen Entschluß hätte um-stoßen können.---- MeSkoh war mit Lizzi allein. »Noch einmal danke ich Dir ouS tiesstem Herzen, daß Du für meine«» armen Verwandten fo viel gethan hast, und ich kann Dir nicht sagen, wie sebr ich inich sreue, daß es gerade Dir beschieden war, der furcht» baren Katastrophe zu entgehen' .Gerade mir, Lizzi? Weil Du wnßtest, daß ich die Kraft und den Muth hatte, daS Letzte daran zu setzen, um sie zu retten. Du fürchtest, Gero wäre auf dem Marsch hierher zu Grunde gegangen." »Nein, mein lieber Freund, es ist noch etwaS Andere?, was mich bewegt, aber muß ich Dir denn daS sagen. Du dumme Rothhant?" Ein schelmisches Lächeln verklärte ihr liebenswürdiges Gesicht, und Meskoh ging mit einem Male daS Per-ständniß der Lage auf. Ein heißer Strahl brach ans seinen dunklen Augen und schien das schöne Mädchen vor ihm fast versengen zu wollen. »Lizzi. verstehe ich Dich recht, um meinetwillen allein freust Du Dich, daß ich gerettet bin?" Sie nickte und wich vor seinen glühenden Blicken bis an die Thür zurück. Er aber ließ sich nicht mehr Halten, er konnte sich nicht mehr fassen. Z ie lange znriickgedämmte Leiden« schast brach wie ein Bergstrom hervor. Er faßte ihre Hand und mit dem jubelnden AnSruf: »Lizzi, Lizzi, Du liebst mich!" zog er sie in seine Ärme. Wie lange die Beiden in traulichen« Plaudern ver« bracht, wußten sie nicht. Erst als der General kam und erklärte, eS würde doch nun Zeit für Meskoh. zur Ruhe zu gehen, damit er a», andern Tage frisch fei, trennten sie sich, um in dem seligen Bewußtsein, das höchste Glück gefunden zu haben, zu entschlummern. XVI. Die Expedition von der deutschen Goldwäscherei« Gesellschaft nach der Goldschlncht hatte in raschem Bor» tvärtSschreiten in etwa zehn Tagen die Entfernung bis zu den Verschütteten zurückgelegt und sofort unter der umsichtigeu Leitung I)r. Bölks die RettrniqSarbeiten be» gönnen. Aber schon nach eintägiger Arbeit erwies sich dieS als unausführbar. ES war nicht nur, wie es in diese», Gegenden häufig vorkommt, durch die Pulvere?« plosion im Innern entzündete Explosivgase die Höhle verschüttet, sondern eS war auch durch die vulkanischen Gewalten des Erdinnern der ganze Cannon um fünfzig Meter tiefer gesunken nnd feine Wände vollständig e,n-gestürzt, fo daß die Verschütteten wohl hundert Meter tief unter Felsen und Geröll in ihrer Goldhöhle be-graben lagen. MeSkoh stand erschüttert vor dieser furchtbaren Thatsache, denn sie »var ihm ja unbekannt- Als er den Eannon verlassen hatte, lag allrS noch in bester Ordnung, nur der Eingang zu der eigentlichen Goldhöhle war verschüttet, und zehn, zwölf rüstige Hände hätten mit Spitzhacken die Freunde wieder zu Tage fördern können. In der Höhle, das wußte er, befanden sich Lebensrnittel, und ein Arm des FlußeS führte in der unterirdischen Tiefe »veiter. so dafc Wasser und auch Aische, die man sangen konnte, den Unglücklichen die Moglichkeil boten, sich einige Wochen am Leben zu erholten, falls nicht giftige Gase des Innern sie erstickten. N>«n »var alle« zu Ende. Meskoh getraute sich natürlich nicht, den Damen daS ganze furchtbare Resultat zu erklären, aber Alexandra, die auberordeiltlich ttusl war. erkannte sehr bald, worum e# flftl Ijunbrllt. ^Ijte (diUntu VlUftrn (•(lifirn tu flnmv 3?z das fürchterliche Gespenst deS Tiefsinnes sich langsam des Gehirns ihrer Freundin zu bemächtigen schien. Die beiden glückliche., Menschenkinder böte» alles auf, die vom Unglück so sehr Verfolgte aus ihrem Trübsinn au'zuriitteln und ihrem entsetzliche» Schmerz-zu entreißen. Wenn ihr wenigstens die Wohlthat der Thränen befchieden gewesen wäre, dan» Halle sich wahrscheinlich der furchtbare schmerz leichter gelöst. Uichter wäre eS ihr gefallen, sich mit der Gegenwart abzufinden. Erst als Dr. Bölk. der ja der geistige Leiter der Expedition war, erklärte, hier könnten Menichenkräfte nichts mehr thun, man könne nur eiu Kreuz zur Erinnerung an die unglückliche» Verschütteten errichte» und sür das Seil ihrer armen Seelen beten, da löste sich die furchtbare Ipanuung von der Seele Alexandras. Schon waren die Pferde gesattelt, schon stand alles zum Aufbrnch bereits da schrie sie in wahnsinnigem Schmerz auf. warf sich auf das Felsengeröll, ihre 'chönen Hände w daS Gestein krallend, und wollte nicht von der Stelle weichen, wo ihr Glück versunken war. Sie erklärte, hicr an dieser Stelle auch ihr Leben beicklicßeu zu wollen, da e» ja jetzt keinen Werth mehr für sie hatte, ihr keine Freude, reine Honnnug auf Glück mehr bot. Da war eS Lizji. die durch ihr sa.ijteS Zureden den richtigen Ton sand, der die gequälte Seele sich selbst wieder finden ließ. „Alexandra, denke an Deinen Bater, der dann ein ganz einsamer Mann sein wird, wenn Du in 'Deinem schmerz dahin gehst. Bist Du nicht sein ganzes Glück, feine ganze Hoffnung?" Da richtete sich Alexandra auf, sah die Freundin mit irren Augen an und endlich lösten Thränen den furchtbaren im Innern tobenden Schmerz auf. Sie nickte und flüsterte mit gebrochener, kaum hörbarer Stimme: „Ja, Lizzi, Du hast Recht. Ich habe noch andere Verpflichtungen, als diese." Sie erhob sich und folgte vpn nun an ruhig der Expedition, die langsam wie ein Leichenzug den Weg nach dem Macmillan wieder antrat. Nicht glücklicher waren MerkShauseu und Trimborn, die von einer andern Seite sich der Unglücksstelle genähert hatten. Auch sie fanden den Cannon verschüttet, den Fluß an einer andern Stelle in einem mächtige» Wasser-fall herausbrechend, aber keine Spur der Äoldschicht und mußten sich so darein finden, Gero und seine Freunde zu den Verlornen zu rechnen. Auch sie kehrten in tiefer Trauer nach dem Lager der Gesellschaft zurück und fanden dort die andere Expedition gleichfalls vor, nach deren Ergebnissen und den ihrigen nun wohl kein Zweifel mehr möglich war, Gero und seine Freunde zu den Verlornen 4» rechnen. - e«U blefet ISi tmiitiitl) l,«,> iq>>. «-tue IdiiuMt XrniKV* stimmung ta den, vaper. die nxrti „M>t qrbrflrrt „Hübe, alv man am Ufer eine« anfänglich .>1? unergiebig ver» lasfenrn Baches Wold in großen Mengen fand- Dkr. Brown, der einen Claim in der Nähe envorbe» und au» Dawfon Eity angekomme» war, hatte auf diese Stelle hingewiesen und der Erfolg war geradezu beispiellos Jedcr der Arbeiter wusch täglich für vierzig bis fünfzig Dollars Gold aus dem Sande, und so setzte sich nun allmählich der Glaube fest, daß man das Richtige gefunden habe. In Berlin machte diese neue Entdeckung ungeheure* Aufsehen. An der Börse mehrten sich von Tag zu Tag die Nachfragen nach den Aktien der deutschen Gold» Wäscherei-Gesellschaft, denn nicht allein die offiziellen Telegramme der Gesellschaft, sondern auch privatim ein» gezogene Berichte aus Dawson City sprachen von ganz phänomenalen Reichthümern, die I)r. Bölk im Quell» gebiet deS Macmillan entdeckt hätte. Man hörte denn auch, daß Kommerzienrath Rawitsch feinen Vertrauten und Privatsekretär persönlich nach Alaska geschickt habe, um genaue Berichte über daS neue Goldfeld zu erhalten. Die Aktien, die der schlaue Geschäftsmann für einen lächerlichen Preis aufgekauft hatte, wurden nun zu hohen Preisen angeboten und genommen, Jeder schätzte sich glücklich, der Aktien der netten Gesellschaft erhalten konnte, und Rawitsch verdiente ein unglaubliches Geld. So ging es bis zum Ende der Saison, und auch, als Triinboni und Alexandra, als der Herzog von Liegnitz. die sich den Beschwerden eines arktische» Winter® nicht aussetzen wollten, wieder in Berlin erschienen, war die Sttmmnng für die Goldwäfchereiaktien noch immer im Steigen begriffen. Rawitsch rieb sich die Hände. Er freute sich im Stillen, daß ihm der Schlag so überraschend gelungen war. und begann die neue Wintersaison mit einem seiner großen Feste, daS wieder ungeheures Aufsehen erregte. * • • AlS Gero, Psnja und der gerettete Jiidianerhäupt» ling Giddy in der Höhle, die unermeßliche Reichthümer barg, verschüttet worden waren, lagen sie eine ganze Zeit lang wie betäubt auf dem Boden. Gero erholte sich zuerst. Ringsum war tiefe Nacht nnd schaurige Stille. Er tastete um sich her und erkannie nichts. Endlich gerieth er mit der Hand an einen menschlichen Körper, den er schüttelte, bis er sich regte. „Ist denn schon Zeit, Herr Oberleutnant?" fragte die ihm vertraute Stimme seines Burschen. „ES hat ja noch nicht zum Futtern geblasen." Ein trauriges Lächeln stahl sich auf GeroS Züge. Der arme gute Polack war, nachdem das furchtbare Unglück geschehen, im Traum wieder bei feiner Schwadron gewesen, der Todesgefahr in der grausigsten Gestalt gänzlich entrückt. „Wach auf, Pfuja, vorwärts. Denke daran, wo wir sind." „Ach ja," sagte der arme Teufel. „Ist ja alles eingestürzt, liegen wir tief unter der Erde und müssen ersticken und verhungern." Von diesem Gespräch aufgeweckt, regte sich auch Giddy. tastete sich nach den beiden hin und fragte: „Wo bist Du, mein weißer Bruder, das; ich Deine Hand sudle, die den Bären tödtete, mich von dem früh» zeitigen Eingang zu den ewigen Jagdyriinden errettete." „Hier bin ich, diesmal werden wir zusammen nach Deinen ewigen Jagdgründen abreisen müssen." (Fortsetzung folgt.» Belehrendes. Unterhaltendes. Heiteres etc. H Harret aus! Chor b« Gefangenen i. b. Dp« „Fidelio" Chor: D harr«t aus! Mit freiem Mut 3>os D«utschtum |u beschwingen, Gewiß. «S wird gelingt». Berstrsmt d«S Herzen« Blut l Ein»: Aus unser Recht zu bauen. Der eig'nen Kraft vertrauen, Gelehrt hat unS di- Prüfungszeit. Die Hilfe kommt, ist sie auch weit. Alle: D Himmel! Rettung! Welch ein Glück! Die deutsche Freiheit kehrt zurück. Einer: Sprecht leise, hattet euch zurück! Wir sind belauscht mit Lhr und Blick. Chor: O harret auS! Mit freiem Mut Das Deutschtum zu beschwingen. Gewiß, es wird gelingen, Verströmt des Herzens Blut! Karl Pröll. In« Album. O wä»' eS bloS der Wange Pracht, Die mit den Jahren sieht I Doch das ist'S, was mi tinöl und Pottasche, setze dieser Mischung etwas heißes Wachs hinzu und rühre das Ganze mit einem glatten Holzstäbchen wohl durcheinander. Dies« Mischung trägt man mit einem feinen Schwamm aus und reibt sie alsdann mit «inem stück Flanell. Firnis auf Holz, welcher dem fie-binden Wasser widersteht, wird wi« folgt bereitet: Man kocht in einem kuvser-nen starken Kessel 750 Teile Leinöl und hängt in einem Säckchen, welches den Boden nicht berühren darf. IM) Teile Bleiglätte und »2 Teil« pulverisierte Mennige hinein. Das Sieden des Oeles wird fo lange fortgesetzt, bis dasselbe eine dunkelbraune Farbe angenommen hat. Man nimmt nun daS Säckchen heraus, bringt ein anderes hinein, worin sich eine Knoblauchzehe befindet und wiederholt dies mit frischen Knoblauchzehen einige-male. Hierauf bringt man 200 Teile Bernstein in sein pulverisiertem Zustande zu dem gelochten Leinöl und läßt e» unter starkem Umrühren noch zwei bis drei Mi-nuten lang kochen, hierauf absetzen, wo« rauf man das Klare abgießt und nach dem Erkalten in gut verkorkten Gefäßen auibewahrt. Rindertalg liefert ein sehr brauchbares Speisefett, wenn man ihn auf folgende Welse zuber«it«t: Frischer Nierentalg wird in Würfel geschnitten und aus gelindem Feuer ausgebraten. Ist dieses genügend geschehen, so gießt man das heiß« Fett durch ein«n Durchschlag in «ine Schüssel mit kaltem Wasser, wo man die Masse so v«it erkalten läßt, bis sich da» Fett mit den Händen in kleine Ball«n formen läßt. Tief« letzteren werden in «in Gesäß ge. tan und, damit sie sich besser halten, mit Ealzlack« übergössen. Kartoffelsalat mit Fleisch. Man schneidet Rindfleisch, besonders Roastbtts oder gute Bratknrrfte, in f«in« Sch«iben und gibt sie mit der Hälfte zu Würs«ln geschnittener Kartoffeln, welche auch Reste sein können, in die Salatschale. Hat man «in halbes Kilo Fleisch, so nimmt man einen Eßlöffel Salz, halb so viel Pfeffer, einen Theelöffel fein gehackte P«t«rsilie oder etwas zu seinen Würfeln geschnitten« Sauergurte, gibt sechs Eßlöffel C«l und vier Eßlöffel Wein«ssig daran und mengt «S gut durcheinander. Der Pantoffelheld. Arzt: .„Ihr Leiden ist ganz ungefährlich." — Paulos-felheld: .Ach bitte. Herr Doktor, wollen Sie trotzdem «in« r«cht bedenkliche Mi«n« machen, damit meine Frau mich besser behandelt!* Besonder« günstig. „Wie war denn das gestrig« Fest«ff«n?" — „Einsach großartig! Für fünfzig Personen war gekocht worden und zwanzig waren nur anwesend." Im Frühjahr. Frau: Herr Doktor, mein Mann klagt immer über heftige Kopfschmerzen; welches Bad würden Sie mir anraten?" Erklärliche« Mißtrauen. „Fräulein Klara, ich liebe Sie aufrichtig und gedenke Sie zu meiner Frau zu machen I" — „Ach Gott, wär« «s möglich. Herr Förster? Wenn Sie nur di«f«s einemal w«nigsten» die Wahrheit sprechen wollten Die Nachschrift. „Sehr geehrter Herr Reichenbach!" schrieb sie. „ES tut mir außerordentlich leid. Aber was Sie verlangen, kann ich nicht gewähren. Ich kann nicht Ihr W«ib w«rden. Mit freund-schastlicher Hochachtung Ihr« Mari« W«nt-heim." — Tann fügte sie hinzu: „Nach-schrift: Lieber Karl I Ich habe mir die Sache nochmals überlegt. Ich werde dich doch heiraten. Ich erwarte dich heute Abend. In ewiger Treue deine Mari«." Mißglückte Ausrede. Frau: „Aber Mann, so spät kommst du nachhaus« f Eben hat es «in Uhr geschlagen!" — Gatte: „Unmöglich, liebe Frau, da mußt du dich schon überzählt haben I" Rummer 39 „9e«tr*e W«cht" Seite S f» ist bat flovenifch» Gebiet doch von einer ganzen Reihe deutscher StäSte und Märkte durchsetz», die. nichtige Ps.iler zur Brücke der Adria, von den falschen gestützt und gehalten werden. Eine Reihe ini Punkten an der Sprachgrenze hat auch hier ganz außerordentliche Opfer vom vereine verlangt; et sind die Ort« Lugatz, Süßenberg, Et. Egidy in »i« Windischen Büheln. Witschein, Ober-St. Kuni-ipuid. Ratsch, Frefen, Reifnig, Mahrenderg. Wuchern, Kaldenhofen, Hohe»mauthen, die wir al« die wich» ligsten nennen. In Süßenberg und Et. Egybi sind die Schulhäufer unser Eigentum, in dem von Et. Egydi halte der verein 1889—1900 eine eigene zweiklassige Kchitle untergebracht, die dann in die öffentliche vnwaltung überging. In alle» Übrigen auch sonst nierstützten zehn Orten ist der Bau oder Zubau gen Kchulhäuscrn durch namhafte Bauunterstützungen ermöglicht worden. In Mahrenberg wird außer-&-« ein Kindergarten in den letzten Jahren ge-fiebert. In höherem Maße noch erfuhren die deutschen kprachinseln im slovrnischen Gebiete Untersteier-»>irt« die Fürsorge de« Vereine«. Vor allen die i»r it sieirische Stadt, Marburg, und ihre Um-«edung; die Wein- und Obstbauschule daselbst er-hält Stipendien, um Jdie deutsche Schülerzahl zu sondern. In den wenigen deutschen Orten der Um- Itbung sind mehrere Schulhäuser mit erbaut worden. » die in Pobersch, Rothwein und Roßwein. In lpickerndors ist zusammen «it Dr. O. Reiser eine Lchule begründet worden, die heute von der öffent-lichen Verwaltung übernommen ist und eine zwei-tlissige Anstalt «it ungefähr 120 Kindern ist. Im 6»zen sind i« Bezirke Marburg 25 Orte unter» tzt worden. Bei den «eisten anderen Sprachinseln de« Uxierlanbe« war die besondere Aufmerksamkeit kraus gerichtet, eine allmähliche Autzschulung der Uooeiuschen Umgebung dieser Märkte und Städte durchzuführen, wodurch sie statt der bi«herigen utra» Mischen rein deutsche Bolk«schulen erhalte» sollten. Kelche AuSschulungen wurden z. B. in Luttenberg, Friedau. Weitenstein, Rohitsch, Tüffer und Gonobitz «reicht. In den erstgenannten fünf Orten sind die Lchulhäuser au« Verein«»>Ueln erbaut worden, um die Au«schulung zu erreichen, und deren in diesen Häusern untergebrachte Schulen sind auch sonst «hrsach gefördert worden. Gonobitz erhielt zum tzaue einer Schule einen namhafien Betrag, sie und »och mehr die von Hohenegg erfreute sich viel» Phriger Unterstützung. I» Friedau wird seit !8 Jahren auch ein Kindergarten erhalten. Pettau« Schulwesen erfährt fast seit Bestand de« Vereine« wt Fürsorge. In Windisch-Keistritz besteht seit »ehr al« UQ Jahren ein VereinSkindergarten, in Liadisch-Graz und Wüllan werden Kindergärten seit mehreren Jahren gefördert; für di» beiden ersteren Schulorte sind auch Bau- und andere Umerstützungen gegeben worden. In Schönstein. bo eine Sammlung aller deutsch gesinnten Männer » letzter ge, stattgesunden hat. ist eine der jüngsten ichul^chöpsungei, de« Vereine« erstanden, die eine Ulnstige Entwicklung sür die Zukunft verspricht. Z, Wann, wo neben einer utraquistifchen Schule ane dreiklassige deutsche Volk«schule steht, unt.r» slttzi der Verein jahrelang bisse Schule und den ,»e»n ich dich gewählt, wenn ich dir ergeben, knall, banal«, so war e« eben Sünde, straf mich fett dafür, e« war der Reiz der ersten Liebe, Eitelkeit. Laune, unbedacht, unberechnet, du hättest ■ir nicht glauben sollen, die Trennung macht viel, ich schrieb dir ja davon, al« dich grenzenlose Eifer-hicht anwandelte, «ein Gott, ich bin jung, voll Lebenslust, und konnte meinen Eltern gegenüber «cht länger--«an lernt sich kennen, «an nt erhält sich, man vergißt sich, e« kommen andere. Felix laß mich lo«. oder ich rufe. Felix, um aller Heiligen Willen, laß mich lo«, ich bin nicht schuld, life «ich. du flößt mir Entsetzen ein, erzwing mir licht ein Geständnis, Felix, hab Erbarmen, ich teil dich nimner lieben, Felix, frag nicht waru«, Sl »ich nicht, hab Erbarmen, gib mich frei, x, ich beschwör bich, laß «ich lo«. Man wird »ich schon überall suchen, Felix, hab Erbarmen, Hit Mitleid/' .Mitleid! Erbarmen! nein, nein, hast du e« ■it air gehab«, nein, nein,* grinste Felix, „der «dn un« mag richten, mag e« nun Wahnsinn sein «»er nicht, ich habe mit dem Leben abgerechnet, ich »ag nicht länger betrogen werben, mag nicht Ifoger verweilen wo Lug u«d Trug in be« Mu» H>» Herz ist, ein Unglücklicher, aber du, du schöne Stafonigin, sollst über «eine Ooal nicht lächeln . Kindel galten in gleicher Weise wie einen Kinder» garten in Eilli, der hartumstrittenen Stadt. In dessen Bezirk sind nicht weniger al« 18 Orte ge» fördert worden, darumer z. B. auch Schulorte «it industrieller deuischer Minderheit, wie Trifail oder Etori. Ebenfall« an der Sa>.e und krainifchen Grenze wie Rann liegt Lichtenwald, für dessen Minderheit nach schweren Kämpfen eine Verein«-schule im Jahre 1882 (jetzt zweiklassig, mit Au«» sich» auf die dritte Klasse) errichtet und ein Hau« au« einer Spende de« Dr. Äusserer erworben werden konme. An seine Stelle wird noch im heurigen Jahre ein Neubau treten. An der Grenze gegen Slavonien, der Schule in Rohitsch benachbart, hat sich in Sauerbruun eine zweiklassige Verein«anstalt so günstig entwickelt, baß ihre Uebernahme in die öffentliche Verwaltung balb zu erwarten steht. Auch hier ist da« Schulgebäude Eigentum de« Vereine«. Weichsrat. 329. Sitzung vom 10. Mai. Abg. Seitz und Genossen (Sozialdem.) rich-ten eine Anfrage an den NnterrichtSminister wegen Heranziehung der niederösterreichischen Pfarrgeist« lichkeit für die Zwecke der christlichsozialen Partei. In der Anfrage verweisen sie darauf, daß da« neue Lehrergeseh die Unterstellung der politischen Gesinnung der Lehrpersonen de« Lande« Nieder-österreich unter die Herrschaft der Christlichsoziale!, anstrebe. Diese« Gesetz bezwecke, künftig alle jene Lehrer von der Beförderung abzuschließen oder sonstwie zu maßregeln, wenn sie sich den Kleri-kalen nicht anzupassen vermögen oder sich nicht zu Handlangerdiensten für die Klerikalen herbeilassen. Die Sozialdemokraten fragen de«halb den Unter-richitminister. ob er Vorsorgen wolle, daß die Be-förderung der Lehrpersonen in Niederösterreich nicht nach politischen Rücksichten, sondern nur nach der tatsächlichen Leistung erfolge. Hierauf gelangt die Anfrage der Sozialdemo-kraten zur Vorlesung, die sich mit dem Prozesse Körder-„Zeit" beschäftigt. Minister de« Innern, B y I a n d t-R h e i d t, beantworte« die Interpellation de« Abg. Perner-storfer über die Au«zeichnungen und die beabsichtigten Berufungen in da« He> renhau« unter de« Ministerin« Körber. Er verweist daraus, daß die Verleihung von Titeln, Orden und anderen Au«» zeichnungen von der Gnade de« Kaiser« abhängig, aber kein RegierunpSakt sei. Bezüglich der über die Verwendung de« Di«position«sond» gestellten Frage widerspricht da« Wesen de« Disposition«-sond« einer Beantwortung. Dieser Fond« ist nach den bestehenden Vorschriften unverechenbar. Abg. C h o e (Tseche): Da« ist eine prioile-gierte Korruption! Hieraus wird die Erörterung über den Zoll-tarif fortgesetzt. Abg. G r ü tz n e t (Fr. Alld.) beklagt die bisherige Schutzlosigkeit der österreichischen Boden-erzeugnisse. Dadurch seien Millionen de« Volk«-ver«ögen« in« Au«land gewandert. Die öfter-reichischen Landwirte seien de« Au«lande gegenüber ander« interessiert, al« die Landwirte au« Ungarn. Der Handeltvertrag «it dem Deutschen und mich einen wahnwitzigen Toren schelten, du. du allein magst e« dort verantworten, hörst du, Kaiharina. leichtfertige, lügnerische Kreatur, Un- glückselige, auch du —--" Felix zog nach diesen Worten rasch, ohne von Katharina im geringsten daran gehindert zu wer-den, eine blanke Waffe au« dem Mantel hervor. .vermählt im Tode und auch gerächt," stieß er leise heivor, „da« ist schön, da« ist romantisch und die Leute werden von un« reden.' Katharina war starr vor Entsetz,», jeden Widerstande« unfähig, in der nächsten Sekunde folgte ein Blitz, ein Knall, ein unterdrückter Auf-schrei, Katharina siel zu Boden, und im nächsten Augenblick abermal« ein Blitz, ein Knall, ein dumpfe« Stöhnen; auch Felix, mit der totbringen-den Waffe krampfhaft in der Hand, sank nieder, sein Kops lag quer über Katharina« Brust. Vorüber! — Man hatte die Schüsse gehört, die Nächsten eiUen hinzu. Entsetzlich war der An» blick; beide waren wohlgetroffen, beide tot. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich unter der Menge die Nachricht — ein Mord — ein Selbst-mord l — Die Maienkönigin, ein grauenvoller Mord, zwei Menscht» —. Im ersten Augenblicke war die Mineilung allen unfaßbar, man meinte irgend einen Scherz, eine Komödie, unglaublich, Reiche begünstige die österreichische Industrie und nütze den deutschen Agrariern, nicht aber den österreichischen. Er werde für den Tarif unter der Vorau«fetzung stimmen, daß die österreichische We* gierunn den Schutz der Landwirt» al« erste Not-wendigkeii anerkenne. Nach dem Schlußworte de« Berichterstatter« werden die verhandelten Gruppen de« Zolltarife« mit überwiegender Mehrheit angenommen. Hieraus wird über den Minderheit«antrag Pefchka« abgestimmt. Während der Feststellung de« Stimmenver-hälmisse« ruft Abg. Iro (Echönererianer): „Gniewo«z, zweiter Präsident der Zentralstelle, steh' aus! Bei der Abstimmung über agrarische Anträge ist er abwesend. Ist er vielleicht bei der Hoftasel? Wo sind die Großgrundbesitzer?- Der MinderheitSantrag wird mit 152 gegen 71 Stimmen abgelehnt; desgleichen der Antrag LichtL. Es wird hierauf über die eingebrachten Ent-fchließungen abgestimmt. Abg. Schraffl beantragt, über feine Ent» fchließung namentlich abzustimmen. (Lebhafte Heiterkeit im ganzen Haufe.) Bei der UaterstützungSfrage erhebt sich Abg. Schraffl allein, während sogar seine eigenen Parteigenossen sitzen bl.iben. (Erneute Heiterkeit.) Der Antrag wird als abgelehnt erklärt. Die übrigen Entschließungen werden gleichfalls adge-lehnt, nur der Antrag KubrS wird angenommen. Sodann wird die Verhandlung abgebrochen. 330. Sitzung vom 11. Mai. Abg. Ploj (Slov.) fragt wegen de« Sprach-gebrauche« bei dem Cillier Krei«gerichte. Abg. Dr. Sylvester (D. Volksp.) macht auf die schweren Schäden aufmerksam, die die ver» schieden? Behandlung von Block- und Rundholz im Zolltarife mit dem Deutschen Reiche unserer Holz-Industrie bisher zufügte. Nun stehen die Vertrag«-Verhandlungen mit der Schweiz unmittelbar bevor und die erwähnte Spannung soll von 1:5 auf 1:10 erhöht werden. Da» würde zum vollstün» digen Untergange bet Sägeinbustrie in ben Alpen» länber» führen, sür welche bie Holzprobuktion eine der Hauptexistenzbedingungen darstellt. Redner er« sucht bringend die maßgebenden Faktoren, diesen Umstand bei den Verhandlungen mit der Schweiz ins Auge »u fassen. (Beifall.) Abg. Pacher (Freialld.) komm« daraus zu sprechen, daß die vom ZollauSschusse verlangten Abänderungen deS Zolltarifes wegen der Einspräche der Magyaren nicht zu« Beschlusse erhoben wurden. Man könne von diese« Zolltarife sagen: Jeder Zoll ein Ungar! Redner fordert die Regierung awf. sie «öge, wnS durch den Zolltarif insbesondere an der Bevölkerung deS Erzgebirges gesündigt worden ist, «öglichst rasch durch einen Ersatz wieder gut machen. (Lebhafter Beifall) Da« Hau« nimmt die zweite Gruppe de« Zoll-tarife« an und nimmt dann die dritte Gruppe: „Textilzölle' in Verhandlung. Dabei gelangt« der neugewählie Abg. Refel zu« Worte, ollerding« nur in eine« lebhaften und erregten Redegefecht «n«öglich. Und doch, e« war traurige Wahrheit. Musik. Gesang und die frohe Laune verstu««te alsbald, alles strömte nun zur UnglückSstütt», ein gehei«ni«volleS Grauen erfaßte all». Eo schön daS F«st btgann, so erschütt«rnd ernst sollte »« »ndkn. Die Eltern, al« auch st» die schrecklich» Kund» hörten, konnten da« abenteuerliche nicht glauben, und erst al« st« bei Fackelschein ihr liebe« Kind l«blo« ausgestreckt aus de« Rasen liegen sahen, da« weiße Kleid «it Herzblut rot gefärbt, in den Züge» ein geheimnisvolle« Etwas, das Niemand zu enträtseln im Stande war. da, da fiel der Vater in hestige« Weinen, und die Mutter brach jammernd ohnmächtig bei dem Anblicke ihre« Kinde« — bei dessen Leiche — zusammen. Aus dem Boden lag zertreten die schöne Blüten-kröne. Einige Notizen, die man fand, gab über die Person de« jungen Manne« Aufschluß und man benachrichtigte Mittel« eine« Eilboten Felix Eltern, die mehr al« bestürzt waren, und die längst au« dem gedrückten Wesen ihre« Sohne« nicht Gute« ahnten. E« war nahe an Mitternacht, al« man die Leichen, nachdem eine Gelicht«kom«ifsion den Tatbestand zu Protokoll genommen, in einfachen Särgen nach der Leichenkammer de« Früdhof»« schaff«». "Seite 4 «in dem Abg. SchoiSwohl, den er durch eine Zwischenbemerkung dazu herausgefordert hatte. Tal Hsu» schreitet zur Beratung der vierten Gruppe des Zolltarif«»: „Eisen« und Edelmetalle". Mi, oerheitSberichterstatter Erb (D. VolkSp.) begründe« seinen Antrag auf Herabsetzung der Zoll« sähe aus töifcn und Haldeisensabrikate aus die Hälfte, indem er auf die schwere Belastung der Be-völkerung, sowie auf den großen Ccwin» de« Eisen« kartell» verweist. 331. Sitzung vom 12. Die Abg. Stein, Schönerer vüd nossen überreichen folgenden Antrug: Die Ne-gierung wird aufgefordert, Verhandlungen eir^'l-leiten, beziehungsweise eine Vorlage vorzubereite-i, durch welche da« zwischen Oesterreich und Ungarn bestehende Berhältni« durch eine Personalunion er. setzt wird, die Kronländer Galizien und Bukooina, dann die Königreiche Dalmatien, Kroatien und Slavonien vereinigt werden und die Verwaltung vo«nien« und der Herzegowina an Ungarn über« tragen wird. Dieser Antrag sei dem Derfchatta« Au«schufse zuzuweisen. Abg. D o b e r n i g (D. V«lk»p.) richtet an den Finanzminister eine die Besörderung«oerhält« nisse der SteueramtSdeamten betreffende Anfrage. Hieraus wird die Erörterung über den Zoll« taris fortgesetzt. Abg. Dr. Schöpfer (christlichsoz.) wendet sich gegen die Eisenzölle und gegen die Bilanzen der Eisenindustriegesellschaflen, wobei er e« al« Tatsache hinstellt, daß da« ganze Kartellunwesen in den hohen Zöllen «inen vorzüglichen Schutz finde. Regierung«oerttet»r Sektion«ch»s R ö « l e r er« widert aus die vorgebrachten Beschwerden und ver-weist auf die große Gefahr, die von Amerika droht, der sich auch da« Deutsche Reich nicht verschließen könne. De»halb mußte der frühere Stand ausrecht gehalten werden. Für die Kleineisenindustrie sei manche« geschehen. E« sei sogar gelungen, ihr eine Ausfuhr zu verschaffen. Redner bitte« da« Haus, nicht etwa zu glauben, daß der Ersenzoll einer New gung oder Abneigung zum Eisenkariell entsprungen fei. Der Eisenzoll sei ein schwer errungene« Zu« geständni» der ungarischen Regierung und da« Rückgrat der Handelsverträge. Er bittet, die Post anzunehmen, damit nicht das ganz», so mühsam aufgerichtet» Gebäude in Trümmer g»he. Dann wird die Erörterung g»schlossen. Zum Hauptr«dn»r .gegen' wird Abg. Lemisch (D. Bolk»p), zum Hauptredner .für' Abg. Eeitz (Soziald.) gewählt. ' Abg. Lemisch verwrist aus die unr»elle Grundlage- der Riesengewinne. Es wurde verlang», daß die großen unsoliden Kapital«vermehrungen unserer großen Eisenunternehmungen von der Re> yierung un«ersag« werden und daß eine scharfe Aufsicht geführt werde. Da« Eisenkartell habe bei der Alpinen Montangesellschast ausrechnen lassen, daß vermögt der ungeheueren Erzvorräte die Aktien der Alpinen eigentlich 5000 K wert seien! Man bedenke ferner, daß die Aktien der Prager Eisen-industrieges-llschast aus 200 K Nominal heute Die Zeitungen von dort und auSwärt« er« gingen sich i« allerlei mögliche und unmögliche Vermutungen; da« Eine stand fest, wie alle de-haupieten, der junge Mann und Katharina hatten fit schon früher gekannt, die Tat geschah vielleicht aus Eifersucht, au« Rache, wer ahnte die Wahr-heit. wer wußte die Motive. Ein Geheimni», da« nie seine Lösung sand. In demselben Kleide, al« Maienkönign, wurde sie zu Grabe getragen, ein Doppelbegräbni«, ein gemeinsame« Grab.-- „Unerforscht sind der Mischen Tiefen und in dem Herzen erlischt da« Licht, wenn der Geist zu böser Tat sich gewillt, möge Gott den beiden Unglücklichen ein gnädiger Richter sein;* mit diesen Worten schloß der Psarrer die »iesempfundene Be-gräbniSrede, die alle zu Tränen rührte. In großer Menge waren di» Bewohner zur letzte» Ehr», ge-kommen, di» letzten Grüße der unglücklichen — Maientönigin. Und als alle ein Häuslein aeweihter Erd« auf di« Särg^e geworfen, und der Totengräber be-reits an sein» traurig» Arb»i« ging, kam noch Ein», furchtsam schiu war ihr Gang und Wesen, st» blickt» zaghast nach unt»n, währ nd ihrer Hand Erde entglitt — memento mori — lispelte sie kaum hörbar. m«in Orakel hat sich erfüllt, früher Tod — es war die geheimnisvolle Wahrsagerin. Macht- mit 2680 notiert werden! (Rufe: „Hört l hört I") Nicht in der 10 v. H. Dividend« bei d«r Alpinen und in der hohen Dividende der Prager Eisen« industriegesellschast, sondern in dem riesiqen Kur«« gewinne stecke der Hauptgewinn. Die Leute wer« den hineingehetzt. die Papiere zu einem nicht be« stehenden Werte zu kausen. In die Generalver« sammlungen kommen höchsten« zwei Dutzend Leute. Diesen wird irgend «in Bericht vorgelegt und die Leute glauben ihm. Aus Grund der höheren Dividend» wird dann wiedrr ein höherer Kur« TT\l.tlt und die Leute, welch» di» Kurs» machen. iyi«f«3 di« Gimpel auch im tn»gegrng«setzt«n 5ial!e zu fangen. R«dn«r möcht« wissen, ob e« u-ahr > t. daß es Leute in Oesterreich gib», di», u n sie der., Eisenl^r.kll gefügig zu machen, mit Akiie>. de: KarteLuntecuehuiungen bedacht werd»n, damit st» im gegebene» Augenblicke ruhig sind und nicht« sage», t-o sie ri ?a« sazen fcTten. E« wird behaupt»«, daß ein Inler»,,engkgenia« zwischen den großen und kleinen 5!?enir.'».Ulllien nicht b.'^ehe. Tatsächlich ist aber der G.^enjü» hi:r ganz der gleicht, wi« auf j»d»m wirtschastl.^en Wc'iet« "?.» sche» den Konsumenten und Produzkn.c.i. 5 n tintr dir kleinen Unternehmtr wagt, »ine .:.v * Meinung zu baben, wird er schnell zum K«., tu kommandiert. Redner erinnert daran, wie ein Herr vom „Bunde der Industriellen' einmal ein« «ig«n« Meinung hatte und dann sei«rlich Abbit« leisten mußte. Abg. Seitz spricht sich gegen die Eisenzölle auS und kritisiert in«besonder« die von der Alpinen Montangesellschast geübte Verwaltung. Nach dem Schlußworte deS Berichterstatter« Bärnreiiher werden die in Verhandlung gestan-denen Posten unter Ablehnung aller Abänderung«-anträge angenommen. ES wird sodann die fünfte Gruppe „Leder und Keramik' in Verhandlung gezogen. ES sprechen nun die Abg. H a n i s ch (D. VolkSp.), K o l i s ch t r (Pol») und O f n »r (Wilder), worauf di» Gruppe genehmigt wird. Nachdem noch die sechste Gruppe „Cdemi-kalien' nach kurzer Erörterung angenommen wurde, erscheint der ganze Zolltarif erledigt. Der MinderheitSantrag Erbs (D. VolkSp.) bezüglich des selbständigen österreichischen Zoll-tariseS wird nach einer kurzen Erörterung ange-nommen. Sodann wird das Zolltaüfgesetz in Verhand« lung gezogen. Es wird auch dieses Gesetz nach einer wei-leren Erörterung erledigt und die dritte Lesung vorgenommen. vom ostastatischen Kriegsschauplatz. Wie amtlich mitgeteilt wird, griffen di» Russen am Morgen d»s 9. in d»r Stärk» von zw«i Regimentern Infanterie^ fünf Soutnien und einer Batterie in d»r Nähe von Iengtfcheng die Japa-nar an. Um 2 Uhr nachmittags begann der Feind unter dem Schutze von Artilleriefeuer. wobei die Infanterie bis auf 100 Meter an Japans Stellung herankam, einen energischen Angriff. Die Japaner gingen dann zu» Angriff über und verjagten den Feind, der 60 Tote und 160 Verwundete aus dem Platze ließ. Unter den Toten und Verwundeten waren auch viele, di« chintsisch« Kliider trugen. Die Verluste de» Feindes werden aus hundert Mann geschätzt. Der OberbesehlShaber Kuropatkin hat in aller Stille seinen Beseht über da» erste Heer nieder-gelegt und befindet sich bereit» aus der Heimreise. Sie Sewegmig in Nußland. Wie au» Moskau prmeldet wird, zerstörten am 10. d. gegen 3000 Arbeiter, die der Polizei bei der Festnahme berüchtigter Diebe Beistand leisteten, die unter dem Namen K nelew-F»stung bekannt» Vtrbrtcherherberge, töteten einen Dieb durch Fußtritte und schleuderte ein«n zweiten Dieb durch da« Fenster in den Hos. Da« ganz« Hau» wurde abgesucht und jeder Dieb arg mißhandelt. In der Tresorabteilung de» Moskauer Bankqause» wurden sech» einpfündige Bomben gesunden. Al» Mieter dieser Abteilung ist dort ein Revolutionär verhaftet worden. politische Wundschau. Zur Ambildung des Kaöinettes. Wie im Abgeordnelenhause verlautet, soll der Ministerpräsi-dem Gautsch am 11. ds. in einer Besprechung mit Nummer ZI den jungtschechischen Abgeordneten erklärt haby daß er ungeachtet der aufgetauchten Schwierigkeit»^ unbeachtet de» Widerstand»» der Deutschen skt e» schloffen sei, die Parlamentarisiernng seine» Kabine« durchzuführen. Man erwartet, daß er diesen Hchm zu Ansang Juli mach»» wird. Der Reich«» dürfte heuer di» zu« 20. Juli beisammen bleib«. Ausbau der Aohitscher Aahukinie u» Sraptna. Unter der Führung der Abg. Po«« und Ploy begab sich am 10. d. M. eine Abort« nung, der u. a. Herr Bürgermeister Rakusch :it Cilli, der Bürgermeister von Rohitsch, Pserichm^ der Bürgermeister von Et. Marein, Ferl«, Major Schiepper und Ingenieur R. v. Haida t* gehörten, zu« Leiter de» EisenbahnministerilM u« die Zustimmung für den Au»bau der Rohitscher Linie nach Krapina zu erlang«. Minister Wrba erklärte, nach den eixgezoge« Erkundigungen sobald al»«öglich eine Entscheid»! zu treffen. Ein deutscher ?oltsr«t für Auterileia. Di« „Marburg«? Zeiiung' »eilt «it. daß der » .Gr.?.' vom 3t. Jänner d. I. von einem Siad» kalna ionalen gemacht« Vorschlag aus Schaff»! eine» deutschen Volk»ratr» für Untersteier diejir Tag» in Marburg in »in»r zwanglos»» Bespreche erörtert wurde. Da« Blat> erhärtet di» dringet Notwendigkeit, der peroakischen Wühl«, Hetz« ul Nadererarbeit einen Damm zu setzen und sap! „Der deutsche Volk»rat soll der starke Rnckhäil sein, an dem die Deutschen des Unterlande» sürde» hin Schutz un? Schirm finden sollen, er soll d» stet» wachende Abwehr- und Angriff«zentral» se» we che di» d»utsch»n Städte. Märkte «nd Orte »n> bindet. j»dem Vorstoß der Haffer unsere« ÜiolM sofort und energisch entgegenzutreten vermag ul in allen Kreisen, die sich durch di« fanatische Hq> und Angriffspolitik scheu zurückgezogen haben ail den Kreisen der deutsch handelnden Deutsche^ wieder da« Gefühl der Sicherheit der Ehre, de« Privat« und Fa«ilienleben« zu erzeugen infiaafc ist. Die Sicherheit vor den politischen HalSA schneidern im Unterlande muß wieder hergeM werden, da« ist ein Gebot, dessen Erfüllung intz länger verzögert werden darf. Reich sind die gaben, die einem deutschen Volksrat« hier geM werde», und feine Notwendigkeit geht daran« tz» vor. daß da« Verlangen nach ihm nicht «ehr i» stummt. daß e« sich zur dringenden Ford«»l ausmachst, die bald ersüllt werden «ög«.' Slovenische Znsschreitungen in -laitoj Die hohe slovenische Kultur zeitigte wieder ht schönsten Blüten bei dem von der Ijilharnont^a Gesellschaft in Laibach veranstalteten Feflko«« zur Schillerseier. Die slovenische Presse als zitherin der slovenische« hoffnungsvollen I»M> kann auf ihr edlt» Werk stolz fein. Di« Iuf> schreiiungtn nahmen die»mal schon einen bedr«> lichen Charakter an. Hunderle Exzedenien dich« zogen brüllend, pfeifend, „Zivio Prefchernl' schrnat die Straßen der Siadt, nahmen vor dem Deutsch» Kasino Aufstellung, sangen dort da» bericht?» Hetzlied „Hej Slooane' und vtrsammelten sich d« znr Fortsetzung slooenischer Kulturarbeit in der «t der Tonhalle der Philharmonischen Gesellschaft jt> legenen Siernallee. um ihr wüst>t Treiben f»rip> setzen. Die städtische Polizei, die wie gewöhnlich wenn e» sich um Au»schreilunaen gegen Deutsch, handelt, gar keine Sicherheit»vorkehrnngen qetroffn hatte, zeigte weder die Macht noch den ttila Ordnung zu schaffen. Da nun die Erfahrung Ich; daß solche Ausschreitungen «it Schreien ansaiWt und mit Steinwürsen uud Schüssen auihören, «cht von der Lande»regierung Gendarmerie «betn werden, welche die Sternalle« rasch säuberte. 9« Mob durchzog sodann brüllend und pseisent» to Straßen der Stadt, ohne bei seinem löbliche» T» irgend ein Hinderni» zu erfahren. Die wüi» Demonstrationen gegen die Gedenkfeier de» a> sterblichen Dichter», an dessen Werken die »esa»» slovenische Literatur zehrt, ist, offen berauSMA eine Schande für die slovenische Bevö.kerung. e« Schande sür die slovenische Preffe. Wen, de» Dichter Preschern heute lebt«, wäre er sicher to erste, der feierliche Einspracht g«gn» den einlegte, der mit stinrm Name» getrieben wird, der erste, der voll sittlicher Entrüstung da» chlMit Treiben seiner angeblichen Verehrer oerda«» würde. Strobuch f. Der Wiener VizebürgeiMi« Josef Strobach ist a« It. d. nacht» gritttta Joses Strobach, 1852 in Wernstadt in Rordbo»«» (Fortsetzung steh« Beilage.) UM- Beilage zu Nr. SS der „Deutschen Wacht". gebsren, trat noch Besuch d.r Volksschule bei seinem Onkel, der Buchbinder und Buchhändler war, in die Lehre. Im Jahre 13S3 schuf er in Wien ein eigene« Geschäft, eine allgemeine Lehr-mittelanstalt; dieses Geschäft ließ er vor fünf Jahren aus. Ende der Achtzigerjahre trat er politisch her-vor. aber anfangt mit wenig Erfolg. 1893 er» folgte seine Wahl zum Wiener Gemeinderat und im Mai 1896 wählte man ihn zum Bürgermeister, da Dr. Lueger damalt, wie bekannt, die kaiserliche Bestätigung nicht erhalten konnte. Al» Platzhalter Lueger» wirkte er bi» Ende März 1897. In die-sem Jahre erfolgte seine Wahl in den ReichSrat und niederöfterreichischen Landtag al« Vertreter de» fünften, bezw. neunten Wiener Bezirkt«. Im April 1897 erfolgte auch seine Wahl zum ersten Bürger-meister-Strllvertrtler Wien«. Der Verstorbene ge« hörte zu jenen Mitgliedern der christlichsozialen Partei, die dem Diktate Lueger» blindling» folgen. Eine hervorragende Rolle in genannten Partei zu spielen, war er nie berufen. Kl» zweiter österreichischer Krieg»ß«fe». Wie da« „Gr. Tagblait" au« bester Quelle er» fährt, wild die Errichtung eine« zweiten Krieg«-Hafen» für Oesterreich schon in der nächsten Dele« gation«tagung auf die Tagesordnung gelangen. Die Regierung wird eine diesbezügliche Kredit-forderung an die Delegationen stellen. Diesen zweiten Hasen wird man in Sebenico errichten. Ja der letzten Woche sind viele Offiziere, etwa 30 b>» 40, in Sebenico eingetroffen und haben dort sowohl für Kanzleiräume, al» auch für Wohnungen Miet»o«rträgt aus drei bi» vier Jahre abgeschlossen. Dabei behielten sie stch vor, diese Mietsverträge zu geeigneter Zeit zu verlängern. Kaiser Mißet« über de» russtsch japanische« Krieg. Die „Etraßburger Zeitung- berichtet über die Ansprache, die Kaiser Wilhelm am 9. d. bei der Parade gehalten Hot. Er kam aus den russisch-japanischen Krieg zu sprechen und meinte, er könne stch die Niederlage bei Mukden nicht ander» erklären, al« daß die russische Armee durch Unsittlichkeit und Alksholgenuß ganz herabgekom-men fei. Der Kaiser legte den O fizieren nahe, diese Gefahren von der Armee fernzuhalten und darauf zu achten, daß die Dienstzeit voll und ganz au«genützt werde, so daß die Mannschaft keine Zeit habe, aus Abwege zu geraten. . Hräfia ZLontignoso. Der neue Vertrag, den der sächsische Justizminister mit der Gräfin Mon-tignoso vereinbarte, hat folgende Hauptpunkt«: Die Gräfin verzichtet aus ihre sächsische Staat«ange-Hörigkeit. Sie liefert die Piinzessin Anna Monika »in Jahr nach dem Inkrafttreten de« neuen Ver-«rage» an d»n sächsischen Hos au». Dir Gräfin rrhält ein Jahreseinkommen von 40.000 Mark. Der sächsische Hof gibt ihr Gelegenheit, alljährlich ihre Kinder zu sehen. Z>ie italienische AmversttStstrage Der süd-slavische Klub beschloß einstimmig, in die Erörte» rang über einen DringlichkeitSantrag der Italiener wegen der UnioersitätSsrage mit einer Erklärung einzutreten, welche die Wahrung de» Slooenentum» in Trieft bezweckt. Hosrat Ploj wird diese Er-klärung abgeben. pie Schiller - Aeier und ?t»tzla»d. Zur Schillerfeier sind in Berlin zwei Drahiungen au» Rußland eingelaufen. Die eine lautet: »In den Tage» der gegenwärtigen Freiheitsbewegung in Rußland gedenkt die russische literarische Gesellschaft an der Moskauer Universität in dankbarer Ehrfurcht des idealen deutschen Dichter» als eine« der größten .Vorkämpfer für Freiheit und heilige Menschen-rechte." — Der Rektor der Moskauer Universität drahtete folgende«: „In dankbarer Anerkennung der hohen Bedeutung Schiller« für di: Kulturbe-'wegung der russischen Gesellschaft, die sich immer an den Schöpfungen de« großen Dichteridealisten beteiligte, vereinigte die kaiserliche Universität ihre Stimme mit dem allgemeinen Chöre dir Begrüßung der Jahrhundertfeier de« genialen Sohne» de« großen, benachbarten Volke«.' — WaS sagen die Rusienjreunde bei unS dazu? Ins Stadt und Land. MerKUsel 13. Mai. Jubelfeier des Deulfchen Schulverein». 14. „ Schillerseier um 11 Uhr im Kasino. 14. , Frühling»-Liedertafel de« Gesangvereins .Liederkranz'. Deutsche Stammesgenossen in Hesterrelch! Dreihundert deutsche Männer, Vertreter aller Sej»llschafl«schichien. aller deutschen Gaue, aller politischen Parteien, haben die Deutschen Oesterreich« vor wenigen Tagen auf die Bedeutung de« kom-menden 13. Mai gewiesen, de« Tage«, an dem ihr größter und ältester Schutzverein die sünsundzwan-zigste Wiederkehr seine« Gedurt«tage« seitlich feiert. Er hat unserem Volke die besten Waffen natio-naler Selbsthilfe in die Hand gedrückt. Deutsche Schulen und Kindergärten in den Grenzgebieten unsere» Sprachboden» zu gründen oder zu fördern, hat er bi»her an 884 Orten übernommen und da-rauf 10 Millionen Kronen gewendet. Und der Jubelfond, der, so hoffen wir, am Feste»tage die Summe von 300.000 Kronen erreicht haben wird, soll diesen Leistungen stiller Arbeit, serne vom Streite de» Tage», neue Denkzeichen deutschen Gemeinsinne» ansiigen. Man der ge-nannte Betrag gtoß erscheinen, dem Namen und der Vergangenheit unsere» Volke» ist er viel zu klein. Seiner wirtschaftlichen Kraft entspricht er nicht; noch sind e» viele, die sich zu dieser natio-nalen Pflichtleistung nicht bekannt haben, noch gibt es Orte, in denen sich die Opsersreudigkeit, die höchste Aeußerung aller Begeisterung nur wenig geregt hat. Jeder, der e» bisher unterlassen, trage in den nächsten Tagen da» Seine herzu und die erste Frage, mit der wir am FesteSiage Freunde und Bekannte begrüßen, sei: wa» hast du sür den Iubelsond gegeben? Der Deutsche Schulverein. Spenden sür den Jubelfond sind an di» V-r. ein»leilung, Wien, 1. Bez, Bräunerstraße 9 zu senden und werden auf Wunsch der Ortsgruppe de» Spender» zugerechnet. Z>ie Schilkerfeier beginnt Sonntag um 11 Uhr im Kasino. Zu der von un» bereit» mit-geteilten Festordnung sei nachgetragen, daß der Männner-Gesang-Verein da» „Retterlied' au« Schiller« .Walleinstein", bearbeitet von K. Lafite singen wird. Volksgenossen, deutsche Frauen und Mädchen sind willkommen. Z>ie Sch«lvereiasj«b,lfeier, die heute. Sam«tag, abend» vor stch geht, beginn« punk« 8 Uhr mit einem Fackelzug vom Hos» de« Rat-hause« au«. Der Zug bewegt sich durch die Rat-hauSgasse zum Kaiser Josesplatz, über die Herren-gaffe, den Hauplplatz. di« Bahnhofgaffe, den BiSmarckplatz, de» Ring zum deutschen Studentenheim und von dort durch die Grazerftroße zum Rathause. Beim Kaiser Josesdenkmale wird ein Eichenkranz niedergelegt und die „Wacht am Rhein" gesungen. Die Anordnung beim Fackel-zuge ist folgende: MusikvereinSkapell», Feuerwehr, Veteranenverein, die beiden Gesangvereine, Turn-verein, Gewerbebund, Deutschvölkischer Gehilfen-verband. Die zwei uniformierten Vereine »ragen Fackeln, die übrigen Papierlaternen (Lampion«). Nach dem Fackelzuge werden die beiden hiesigen Gesangvereine vor dem Rathause den Chor „Deutsche Losung" von Han« Treidler mit Orchesterbegleitung (instrumentiert von Karl Frey-berger) zum Vortrage bringen und e» dürf e der kräftige, von einer stattlichen Sängerschaar vorgetragene Chor gewiß eine mächtige Wirkung er-zielen. Anläßlich de«, nach dem Fackelzuge statt« findenden Kommerse» im Kafinosaale wird al» Gesamtchor von den beiden Gesangvereinen Wein-wurm» nationaler Chor «Lied der Deutschen in Oesterreich' gesungen werden. Zum Kommerse Hot jeder Deutsche Zutritt.! 3>ie IrSYNags-Liedertafek de» Männer-gesangvmines „Liederkranj" findet heute. Sonn-tag. abend» im Saale de» Hotel« „Stadt Wien' statt. Der Tenorist Herr Leopold Voller au« Lutienderg wird mitwirken. Die Musikeinlaaen besorgt die vollständige MustkoereinSkapelle. Die Vortrag»ordnung ist sehr gewählt. Liedertafel de» gUTier Mänuergelang-Vereines. Dem Berichte über die Frühling«-Li'dertasel de« Cillier Männergesangvereiae« ist noch nachzutragen, daß sich um die Aufführung der Ballade „Da« Schwedengrab" von M. Plüdde« mann Herr Jurist Karl Freyberger durch di» Utbernahme und grnau» Durchführung der Klavierbegleitung de« schwierigen, umfangreichen Chorwerke« verdient gemacht hat. K«kg«rtener»ff»n»g. Gestern wurde der Sitzgarten de» Gasthaus«» der Frau L e m e s ch wiedereröffnet. tzvaugetilche Gemeinde. Wegen der morgen Co^niag vormittag» um 11 Uhr stattfindenden Schillerseir beginnt der evangelische Goit«»dienst die»mal bereits um hold 10 Uhr rormittag». Zweigverein ßilli »es SerSaude» alpeu-lä»discher Kaudetsangestellter. Montag den 15 d. M., um halb 9 Uhr abend» findet im Hotel „Erzherzog Johann" eine Mona»»oe»sammlu»g statt. Die Mitglieder werben eingeladen, sie voll-zählig zu besuchen. Missionar H. Schultze f. Au« Basel erhalten wir die betrübende Nachricht, daß Herr Missionar O. Schultze, der am 10. März in Cilli da» MissionSintereffe durch Erzählungen au» seinem Arbeitsgebiet aus der Goldküste in Asrika zu wecken und stärken suchte, kurz nach seiner Verheiratung und vor seinem zweiten AuSzug an die Goldküste am 3. d. M. einer Lungenentzündung erlegen ist. Aillige, schöne Teppiche »ad Aorhtuge. DaS Teppichhau» O r e n d i in Wien (l. Bezirk) versendet grati» und sranto seinen neuesten, i,i naturgetreuen Farben au«gesührte» Prachlkatalog. A zirksvertretung Küster. Der Kaiser hat die Wahlen de» Herrn Dr. Adols M r a v l a g , k. k. Notär» in Tüffer. zum Obmanne und de» Herrn Karl Valentinitsch, Oberlehrer» in Pension in Tüffer. zum Obmann-Stellver«re«er der Bezirk«ver«retung Tüffer bestätigt. Noßitsch SauerSr«»» Mit dem nahenden Sommer kommt di« Zeit, in welcher sich alle Kur-bedürftigen zur Wahl eine« Kurorte« entschließe« müssen. Und da« ist gewiß ein wichtige« Moment: da« Wohlbefinden im kommenden Winter; die ganze Zukunft hängt oft genug mit dieser Wadl zusammen. Rohitfch-Sauerbrunn ist durch seine heilkräftigen Quellen ein Kurort ersten Range». Seine Wässer kommen in Bezug aus die Wirkung den Karl»bader Quellen am nächsten, stehen aber bezüglich ihrer günstigen Zusammensetzung einzig da. Erst im Vorjahre sind in diesem, in rapider Entwicklung begriffenen Kurort', dank der mur.ifi-zenten Förderung de» Lande» Steiermark, da» Kaiserbad. »ine der modernsten und schönsten An-stalten für physikalische Heilmethoden und dttZeit-trolsüllanlage entstanden. Und abermal« wurde rund eine halbe Million Kronen für Schaffung der elektrischen Beleuchtung und Errichtung einer großen diätetischen Heilanstalt, sowie sür andere Jnvesti-tionen bewilligt. Für Magenkranke. Leberleidende, Obstipation, sür Gicht, Zuckerharnruhr und F«tt-leibigkeit. sür chronische Katarrhe und Niere«leiden ist die Wirkung von Rohitsch anerkannt. Besonder« aber ist Rohitsch, infolge seine» südlichen, milden Klima» im Mai, Juni und im September den nördlich gelegenen Kurorten unbedingt vo>zuziehen. Ins St. Heorgen «. d. S. wird der „Do-movina' von einem jedenfall» übergeschnappten Narodnjak geschrieben: .Vor kurzem fuhr ich «it der Eisenbahn vsn Cilli nach St. Georgen. Al» ich am Bahnhof» au»stieg und gegen den Markt ging, b»m»rk>» ich schon am »rst»n G»bäud» »ine deutsche Ausschriit: „I. F Scheschtiko, Mühlstein« niederlag»". Oha, denk» ich mir. wo bin ich b»nn?! Bin ich in ein»m nationalen Markt» od»r bin ich im d»utsch»n Reiche? Merkwürdig, merkwürdig! Im slovenische« Lande und solche Aufschriften. — Traurig! Ich geh» w»iter und kehre im ersten Gasthause rrchi» »in, dort wollt« ich mich am guten Aktienbier (windischt vereinigte Brauereien in Sachse»-selb. Anm. d. Schristl.) erquicken und stehe, diese» „beste" Bier hatte man dort nicht. (Vor kurz-« meldeten wir, daß diese Brauerei 10,000 KI Bier über behördliche Verfügung ««»schütten mußte. Anm. der Schristl^ Daraus sieht «an, wie w.nig sich die flovenifchen Wirt« den Wahlspruch „«Yojik sYojirn" beherzigen und lieber andere» Bier al» ha» heimische au»schenk«n. Ich entfernte «ich gleich und ging weiter durch den Mark«, wo ich noch «ehrere solche «erkwürdige Aufschriften fand. Wo istlunfer Nationalstolz!" Di« St. Georgen« werden wohl fo vernünftig sein und sich durch da» Ge« schreibsel eine» offenbar übergeschnappten Rarodn>ak, dem eine Abkühlung in einer Nervenheilanstalt ebenfall« gut tun würde, nicht beirren lasse« und sich selbst schädigen. Areöii»s Kachkaß. Der Selbstmörder Brec'ko übergab am Tage vor de« Sklbstmord« «inen Bri«f an den Wirt Anton Kostomaj i« „Narodni dom" mit d»r Weisung, ihn erst a« nächsten Tage zu öff.ien. I« Briefe slan», daß er an verfchiedene flooenifch-nationale Vereine, darunter der »Narodna g o d d a" Schenkungen feine» Verlasse» «ache. * m m . ä sondern den Speisen t Nicht mltkochen. mk\ Man verlange ausdrücklich MAGGI'« Würze! 10677 sondern den Speisen erst beim Anrichten 's Sappen- u. Speisen- Würze. Sehr ausgiebig! Richt zu viel nehmen! -WU Lommi« > MImMK «Min VArlrüiifar »Avanilfai* tüchtiger Verkäufer, gewandter Auslagen - Arrangeur wird ausgenommen. Hans Zottel, Gemischt-warengesch&ft in Gonobitz. 10651 aus Zimmer und KQche, event, zwei kl. Zimmer und Küche für ein kinderloses Ehepaar zu mieten gesucht, Anträge unter ,8t. Retter" an die Verwaltung des Blattes. Eine Gehilfin für Damenschneiderei, sowie mehrere Lehrfräuleins (welche fOr sich nähen) werden aufgenommen. Herrengasse 26, Parterre rechts. löeöO Zwei kleinere und zwei grössere Gewölbe sind ab Herbst an zu vermieten. Näheres in der Adler - Apotheke Max Ranscher zu erfahren. 10678 Jahreswohnung per sofort oder spätesten* Juli Zu mieten gesucht dre bia vier Zimmer tarnt Zogehstr, Anträge unter „R. B." an die Verwaltung dea Blatten. 10657 Hin Acker von 400 Klafter, llach gelegen, am Galgenberg ist zn verkaufen: auch als Baugrund geeignet. Anzufragen: Kaiser Josefsplatz 4 106$0 KaufeEier zu den besten Tagespreisen und Obernehme jedes Quantum. Franz Bachl, Delikatessen- und Wein-Agentur, Wien in. Cnstozza-gas.se 12 M67& Essigstichige H eine ™ kaust Eduard Fünck, Eggenberg bei Graz. Wohnung bestehend aus zwei Zimmer, KQche und Zugehör ist sofort zu vermieten. Grüne Wiese, »'illi. Daselbst sind 5,0 Mtc. süsses Heu Z »erkaufen. 10681 Ingenieur Anton Nenning beeideter Zivil-Geometer und Stadtbaumeister Frauensteingaase 3 MÖdling Frauensteingaase 3 empfiehlt sich den P. T. Herrschalts und Grundbesitzern nur genauen und gewissenhasten Ausführung aller Vermessungsarbeiten grösseren Umfanges unter den entgegenkommensten Bedingugenjn GeMUlich geachützt iiuiuitr aolort u benutzen. Man verlange nur den echten Christoph Lack Nr. 420 _________ Franz Christoph, Erfinder il allein. Fabrikant d. echten Fossboden-Glanzlack Zu haben lu CMIH bBl Jo«et Matte n. Milan Hofievnr Garteneröffnungs Erlaube mir einem P. T. Publikum die ergebenste Mitteilung zu machen, dass mit heutigem Tage der geräumige in meinem Gasthause, Ilauptplatz, eröffnet wurde. Jeden Abend um 6 Uhr Anstich des besten Reininghauser Märzenbieres. Zum AuBschanke gelangen nur echte untersteirische Naturweine. Für gute warme und kalte Küche ist bestem gesorgt. Um recht zahlreichen Zuspruch bittet ergebenst 10G8C Aloisia Lemesch, Gastwirtin. Gesc häfIs-E roflTnuug. Demelrius (ilnmar Kupferschmied Grazerstrasse Nr. 28. OXXjIjIE Grazeretraase Nr. 28. empfiehlt den P. T. Kunden alle in sein Fach einschlägigen Arbeiten, sowie alle Arten Montierungen der Dampfkessel für Dampfmaschinen der Färbereien, Bleichereien, Lederfabriken, Kerzen-und Margarinfabrikation etc. Dampf- und Wasserleitungen in Kupfer oder Eisen. Wasoliliessel it. UranntweinliesBel aller Gattungen am Lager. io«7» Verzinnungen und Reparaturen jeder Art prompt nnd billig Plankensteiner ifmläii-TiscImM offeriere bei Abnahme von 56 Liter aufwärts mit 36 Heller per Liter. K & p Teppej. Wohnung im II. Stock mit drei Zimmer, K flehe etc. ist mit 1. Juli zq beziehen. Preis samtNebengebdhr 34 K. Anzufragen: Hauptplatz 17/18, I. St. 10««? Wegen Kränklichkeit des Betitle» wird ein schöner Landsitz mit zwei Herreh-wobnhäusern, Wirtschaftsgebäuden, mit einem Fl&chenmass von ca. 30 Joch, Wiesen, Aecker, Weingarten, Waldungen mit oder ohne fundn« instruktas, in einer fruchtbaren Gegend Untersteiermarks, gelegen unmittelbar an einer Bezirksstrasae, eine halbe Stunde Entfernung von der Bahn, unter günstigen Zahlungsbedingungen verkauft. Mit denselben Besitz iat auch ein gut eingerichtete« Holzgeschift, mit Sägewerken in waldreicher Gegend verbunden. Auskunft erteilt die Verwaltn» » diese* Blattes. 10682 Leistungsfähige Teigwarenfabrik sacht sQr Cilli einen tüchtigen Platz-Vertreter. Zuschriften unter „Hoher Verdiengt 3000" an die Annonzen-Expedition Kienreieh, Graz. I06»4 Globin ^WunoSltÜ erzengt ohne MBhe prächtigsten Glanz! F.rhJilt das Leder weich u. dauerhaft | Allein. Fabrikant: Fritz Schulz jun. Akt-6ei. . F.ger nid Leipzig. Nummer 39 Deutsch» W«cht" Seite S Ki«gN»ge, die wenig schsnfe» nnd »iel schreie», leiden gewöhnlich an chronischer Stuhlverstopfung und Blähungen, haben keinen Appetit und bleiben im Körpergewicht zurück. Die häusigste Ursache dieser Erscheinungen bildet die zu reichliche Ernährung der Binder mit ungenügend verdünnter Kuhmilch i» frühe» Alter, oft noch versetzt mit Hafermehl oder anderen Stoffen, welche Verstopfung verursachen. Der Zusatz von Kufekes Kindermehl zur richtig verdünnten Kuhmilch, welches nicht nur die Gerinnung der Milch im Magen des Kindes zu einer seinflockigen macht, sondern auch »och das durch die Verdünnung bewirkte Mißverhältnis der Nährstoffe ausgleicht, beseitigt die chronische Stuhlverftopfnng, regt zugleich den Appetit an »nd bewirkt, daß die Sinder wieder in normaler Weife an Gewicht zunehmen. In vielen Fällen empfiehlt eS sich, für einige Zeit die Kuhmilch ganz fortzulassen, und den Kindern nur Kufekes Kindermehl, in Wasser gekocht, zu geben,, welche« auch zur ausschließlichen Ernährung der Kinder dienen kann. Blousen-Seide ■* *■-"* s »mg«h«ad. [, SA rieh. N«»tznle» I — ßronta und »edo» rrnollt in« jell«|fU. ««ich« Seiden - Fabrik Henne- Kin pernatischer Zgitntionsnnsffng. Heute. Konntag, den 14. d., veranstaltet der hiesige per-vakische politische Verein „Naprej" einen Agitation«-auSslug nach Sachsenfeld, zu welchem die Lärm« trommel schon seit einigen Wochen geschlagen wird. Man hofft von pervakischer Seite aus eine groß-artige Beteiligung namentlich auS dem Sanntale. Nebst anderen Rednern wird Dr. Hrasovec über die Forderungen der slovenische» Nation sprechen. Wir kennen sie ja. diese Zigeunergelüste unserer Pervakensührer, wissen aber auch, daß sie wenig Verständnis bei der Landbevölkerung dasür finden. DaS Ganze wird wieder nur ein Berbrüderungtfest der Pervakensührer unter sich fein. Z» ipren Arnchte» sollt Ayr sie erkenne«! Wir haben im DonnerStagblatte daS asiatisch-wilde treiben der windischen Jugend bekritelt, di» am ö. d. einen AuSflug gemacht ha«, und gemeint. eS müssen Schüler der windischen UmgebungS-VolkS-schule sein. Wie wir aber auS erster Quelle hören, handelt» eS sich nicht um gewöhnliche Schulbuben, sondern um — Gymnasiasten, natürlich von d«r Trutzanstalt, die wieder einmal »inen VeweiS ihres kulturellen Tiefstandes erbrachten. Die Beaufsichtigung dieser Buben vom windischen Gymnasium hatten die k. k. Professoren Vodnik und Kost I — Jede weitere Bemerkung würde hier nur abschwächend wirken. — Dieselben Buben er-frechen sich, wie jeder ausmerksame Siadtpark-besuch« tagtäglich beobachten kann, unseren Stadt« park zu verunedren. Nicht genug, daß ihnen der Gebrauch von Tisch und Bank völlig sremd zu fein scheint und sie Rasen und Weg verwechseln, machen sie ihrem Uebermute Lust, indem ste Sträucher und Bäume beschädigen. Ein HaSlinger könnte hier gute Wirkung erzielen. 9»ti Krauen »ervr««nt. Au« Vide« wird unS berichte«: Am 9. d. um 10 Uhr abe»d« geriet daS HauS der Anionia PleterSki in AX'ndors, Gemeinde Vidtm. in Brand. Bei der PleterSki wohnte auch die 80 jährige Inwohnerin AgneS Iemljak. Der Brand griff riesig rasch um sich und als dir Feuerwehren von Videm, Gurkseld, Haselbach und Reichenburg am Brandplatzt er-schienen, war da« Zimmer, in de« die beiden Frauenspersonen wohnten, bereit« in Flammen ein« gehüllt und e« war trotz der größten Anstrengungen der Feuerwehren nicht möglich, sie zu retten. Da« Anwesen der Pleter«ki brannte gänzlich nieder, e« gelang nur, da« Nachbargebäude zu retten. Der Brand soll von den vt'unglückten Frauen selbst verschuldet worden sein, welche einen eisernen Oft» überheizten. Die Leichen der beiden Frauen wurden in ganz verkohltem Zustande in der Asche de« niedergebrannten Hause« gesunden. de»tsche Schule in ?rahberg. In der letzten Nummer unsere« Blatte« brachten wir eine a«tliche Berichtigung de« Gemeindeamtes Praß» berg. durch welche unsere seinerzeitige Nachricht, daß der Gemeindtrat in Praßberg einstimmig be-schloffen habe, die breiklaffige Volksschule in eine vierklassige umzuwandeln, in der 4. Klaffe die dtuische Unterrichtssprache einzuführen und eine deutsche Lehrkraft al« Schulleiter anzustellen, widerlegt werden sollte. Wir haben diese Berich-tigung, sowie sie un« zugekommen ist, selbst mit den F.hlern gebracht, halten ihr aber einen ditst lugeltgenheu berührenden Artikel de« ,8Iov. Narod* in der Nr. 101 vom 3. Mai d. entgegen, in dem e« a. heißt: „Wa« ist e« mit der deutschen Schult in Praßdtrg? Vorig» Woche brachten dit deutschen Blätter mit großer Freudt »nd Genugtuung dit Nachricht, daß di« Gemein-devenretung von Praßbery, de« seinerzeit so rühmlich nationalen Markte«, beschlossen habe, daß d»r dortigen dreiklaffigen Volksschule eine vierte Klaffe zugefüftt und in derselben der auSschließ-lich deutsche Unterricht eingesühr« werde und daß als Lehrer in dieser Klafft ein bewußter Deutscher «gestellt werde. Wir habtn ditst Nachricht zur pnntniS genommen, ohne daß wir jtdoch glaubten, daß sich Llovenen, dit noch tinen Funken Nationalbewußtsein und Stolz in sich haben, sich so weit veraiffen könnten. Und trogdem ist ! die betreffende Nachricht, wit aus Praßbtrg be-richtet wird, vollkommen richtig. Praßberg, das seinerzeit der Mittelpunkt der nationalen Bewe-gung im slovenische« Teil Steiermark« war. und wo sich nach Laibach der erste Sokolverein ge« gründet ha», hat seinen ehrenhaften slovenischen Namen beschmutzt und ha« eine unerhörte naiio« nale Sünde begangen, die sich bisher noch keine slovenische Gemeinde zu Schulden kommen ließ. Da» ist ein Skandal, wie wir ihn im slovenifchen Lande noch nicht erlebt haben." DaS Blatt schreibt dann weiter, daß dieser Einsall nur den Klerikalen (!), auS denen die ganze Gemeindevertretung bestehe, zuzuschreiben sei und man sei in den radikalm slovenische« Kreisen darauf gespannt, waS der „Slov. GcSp." und der „Slovntec" darüber schrtibtn werden. DaS Blatt stellt auch fest, daß der bttrrfftndt Beschluß einstimmig gefaßt wurde und meint, daß sich der verstorbene Lipold im Grabe umdrehen würde, wenn er dies höne. Diesem Artikel de« „Slov. Narod" gegenüber klingt nun dit Berichtigung de« Gemeindeamt«« Praßberg sehr eigentümlich. Man kann sich die Art der an den OrtSvorsteher gerich« teten .Anfragen" ber Pervakensührer leicht vorstellen, denn der Druck, den sie auf die slovenische Bevölkerung au«üben, ist eben immer noch stark «enug. daß auch Gemeindever« tretungen trotz besserer Einsicht „umfallen" können. Hoffen wir, daß der Praßbergtr Gemeindevertre« lung diese bessere Einficht trotz der^ Wut und de« Drucke« erhalten bleibe, e« wäre nur zum Besten der dortigen Bevölkerung, umso mehr, al« Praß-berg mit seiner herrlichen Lage und seinem wunder« barrn Klima al« Kurort wir gtschafftn ist. Dtr Frtmdrnzug dorthin wird nur wachsen, wenn mit dem Deutschenhafft gründlich ausgeräumt wird. TSlfcckr s." *SL„. ,j8IHPBl(|üBllB regelt te, Stoffwechsel. Kschenegg. (S ch i l l e r f ei e r.) Auch an der hiesigen Schule blieb Schiller nicht vergeffrn. E« wurde der Tag ebenfall« in würdiger Weise gefriert. Die Schüler versammelten sich festlich gekleidet am 9. d. um 9 Uhr vormittag« im Schul-Hose, wo sie zur Erinnerung an diesen Tag klaffen« weise photographiert wurden. Hierauf versammelten sich alle Schüler im Lehrzimmer der zweiten Klaffe, wo Herr Schulleiter F. L a n a die Bedeutung diese« Tage« sprach, sowie einen kurzen Vortrag über Schiller hielt. Dann wurden einige Gedichte von Schiller und da« Schillerlied von den Schülern der Oberklaffe zu« Vortrage gebrach». E« wurden hiernach i« Schulhofe Spiele aufgeführt und die Kinder mit Brot und Apfelwein bewirtet. Der projektierte Au«stug nach St. Martin mußte der schlechten Witterung wegen unterbleiben. ?ettn«. (9u« der Bez irk«v ertre« t u n g.) In der Sitzung der Peiiauer Bezirk«-Vertretung am I I. d., aus deren Tage«ordnung u. a. die Wahl de« Bezirk«schulrate« stand, legten die Slovenen gegen die Vornahme dieser Wahl mit der ganz unbegründeten Behauptung, die Funk-tionSdauer deS Bezirksschulrates reiche bis 1906, Beschwerde «in. Der Sprecher der Slovenm Zelenik erklärte außerdem, er halte die BezirkSver-tretung al« noch nicht konstituier«, weil die Wahl .ungesetzlich" zustande gekommen sei. Nachdem Dr. v. Fichtenau alle diese Behauptungen entkräf tet hatte, wurde zur Wahl de« OrtSschulrateS ge« schritten. Vor Beginn de« Wahlaktes verließen die Slovenen demonstrativ da« BermungSzimmer Wie man hört, wollen slovenische Abgeordnete den Fall im Wege einer Interpellation im Parlamente zur Sprache bringen. Markt Kiffer. (Schillerfeier.) In zwar sehr bescheidener, aber deswegen nicht minder würdiger Weise wurde auch hier in der deutschen Volksschule der Tode«tag unsere« großen Dichter» Schiller gef«i«rt. Wa» ohn« allen Geldaufwand sür äußeren Pomp nicht geleistet werden konnte, wurde reichlich ersetzt durch die zu Herzen gehend«, selbst für di« früh« Jugend verständliche Ansprache de» verdienstvollen Herrn Oberlehrer» Joses Sernitz. Vor den etwa hundert versammelten, festlich ge« kleideten Schülern wurden kleine Schiller'sche Ge« dichte vorgetraaen, worunter besonder» jene» „An den Frühling" so recht zur gegenwärtig unbeschreib» lich schön prangenden Landschaft de» Tüfferer Tale« paßte. Zu« Schluss« der Feier gedachte der Herr Oberlehrer unsere» LandeSfürsten, der i« Geist« diesen Tag mitfeiere und intonierte da« .Kaiserlied". Vom Schulgebäude wehten Fahnen in den Lande»sarben, doch war im Schnlzi»«er ein schüchtern kleine» schwarz-rot-goldeneS Fähnlein nicht vergessen. Daß die Beteiligung der Eltern an der Feier eine spärliche war, kann an eine« Wochentage in dieser Jahre«zeit, wo alle Hände von früh bi« spät in der Landwirtschaft sich röhren müssen, nicht gerügt werden. Jedoch schieden die Anwesenden mit der Ueberzeugung, daß eine Lehrer« schaft wie Herr Joses Sernitz. Herr Franz KreSnik und die von den Kindern so geliebte und immer nur die „liebe Tante" geheißene Kindergärtueri« Fräulein Karoline Ferk wahre ideale deutsch« Jugend-bildner stien. Heil ihnen! Hätte diese Feier — so schließt ein zufällig anwesend gewesener Triester Gast seinen Bericht — in einer italienischen odtr windischen Ortschaft stattgefunden, so hätten sich di» Zuhörer im Beifalle die Hände wund geklatscht. Hier verlief alle« stille wie in einer geheimen Ver-sammlung einer vom Staate nicht anerkannten reli» giöstn Stktt. Schwerfällig und „vorsichtig" sind wir hall noch immer in unfert« völkischen Glauben«» bekenninisse! Windisch > Landsöerg. (H a g e l s ch l a g.) Am 9. d. mittag« ging über unsere Nachbarge-meinden JinSko, Rogin»kagorca, St. Urbani, Pri» stova tc. (tu furchtbares Hagelwetter nieder. Wein» und Obstgärten sind vernichtet. Unsere «eteorolo« gische BeobachiungSstation verzeichnet in diesem Jahre bereits daS achte Gewitter. Kntzündungserscheinungen der Ka«t bei hindern sind häufiz die unmittelbare Ursache des Gebrauches stark alkalischer Seisen. Dies« machkn di« Haut rauh und brüchig und bereiten dies«lb« vor. schädlich«. Krankheit«» erzeugende Keime auf-zunehmen. Die Anwendung einer guten, allen An» forderungtn dtr Hygiene entsprechende Seift ist für dit Pfltge de« KörptrS und der Haut au« oben gesagtem unerläßlich. Die meiste und unbedingte Garantie einer guten Seife bieten Sarg« Glyzerin-s«if»n, da durch dit tntsprechende Verwendung dr« Glyzerin« da«selb« bi« in jeder Seife enthaltenen Spuren von Alkali einhüllt und der Haut ihren natürlichen Fettgehalt wiedergibt, so daß diese immer weich, weiß und zart rrhaltrn bleibt. Her« vorragende Autoritäten auen ans dem Gebiete der KoSmetik, wie Pros. F. Frühwald, Dr. A. Taußig. Prof. Dr. Schauta, Dr. M. Zeißl, Prof. Dr. F. Chwostek, Dr. Han« Schandlbauer, Prof. Dr. Finger :c. ic. haben in ihrer Praxis mit stet« zu« friedenstellende« Erfolge Sarg« Glyzerinseisen in Anwendung gebracht. Kantpffege. Kaiser» Borax bewährt sich vorzüglich bei der Heilung unreiner, geröteter und rauher Hau«; er ist da« gesündeste Verschöne» rung«mit«el und macht nicht nur schönt, weiße Hände, sondern überhaupt weiße Haut. Zur Hau«» pflege kann weiter« Kaiser-Borax-Seise wegen ihrer hygienischen und koSmelischen Eigenschaften sowie wegen ihre« herrlichen Veilchenduste» angelegen«» lichst empfohlen werden. Das Lokal-Museum. Zllnser an ^ri»«er»nge« an die Pömerzeit ($ überreiche» Museum ist a» Donnerstagen ««» Sonntagen von S—1 Ahr geöffnet, «« andere« Kagen der Woche von 10—12 Zlhr. J>i, fia-tritlsgeöüßr beträgt 20 Keller. Gelte L .Kc«:,che »«»t- Nummer 39 Nur eoht mit Marke Sohwan I Der schlagendste Beweis filr die Ueberlegenheit von Scbicht's i Kaliseife Marke: „Schwan" über alle Seifen der Welt ist besonders ibre unvergleichliche Waschkralt beim Waschen im kalten Wasser! Leb ichs« Kaliseife mit dem „Schwan" ist das beste Reinigungsmittel för Woll-, Seiden- und farbige Wäsche, Spitzen, Gardinen, Stickereien und dergl. sie gibt auch die schönste Weisswäsche üod bewährt sieb bei j e d e r Waschmethode besser wie jede andere Seife! Georg Schicht, Aussig. Schwurgericht. Cilli. 10. Mai. $in 1 Rühriger ZSraudkeger Borsitzender de« Schwurgericht«hose« f. k. O.»L.-G.»R. Reitter, Ankläger Staat»anwalt Dr. Bayer. Verteidiger Dr. S ch u r k> i. Der erst 14 Iahn alle Schusterlehrling Aloi» P o l i u a I n i ( aus St. Maddalena bei St. Paul im Sanntale ist de» Verbrechens der Brandlegung beschuldigt. An 18. März d. I. abends waren in der dem Franz Kup»c gehörigen, vom Winzer Joses Jtgriönik bewohnten Keusche in St. Magda-lena anläßlich der Vorfeier de« Namenstage« de» Joses Jegnsnik mehrere Personen versammelt. Der Befchuldigt». Poöivalnik. der auch Harmonikaspieler ist. wurde al« Musikant hinzugezogen. Ansang« ging alle« gut. Dem jungen Poöivalnik stiegen bald di» r'ichlich genossenen Getränke zu Kopf, so daß er auszuarten begann. Nachdem er schon ver« schieden« Personen beleidigt hatte und der Marie Schweiger vorgtworsen hatte, daß sie sich mit den anwesenden Männern abgebe, wurde der vorlaute Junge samt seiner Harmonika au« dem Hause ge» wiesen. E« verging kaum eine halbe Stunde nach der Entfernung des Pocivalnik, al« die Versa»-«ellen zu ihrem Entsetzen bemerkten, oaß die Keusche brenne. Die Anwesenden konnten sich kaum au» der brennenden Keusche reiten. Der Verdacht, di» Keusche in Brand gesteckt zu haben, lenkt» sich sofort auf Pctivalnik. Vor siinem Weggehen sagte er noch zur Maria Jegris-nik slovenisch: „Ich bin nicht guter Laune, aber auch Ihr werdet nicht guter Laune sein." Die Ktuscht brannte gänzlich nieder und mit ihr die ganzen Habs«ligkeit»n d»« Winzer« Jegriönik. Der Der Besitzer der Keusche war nur teilweise, der Winzer aber gar nicht versichert. B»i seiner Verhaftung und vor dem Unter- suchungtrichler gestand Pokioalnik, ein brennende« Zündhölzchen, al« er sich eine Zigarette anzündete, .teil« au» Zorn, teil» au» Trunkenheit" in da» Laub in der an die Keusche angebauten Laubhütte geworfen zu haben, stellt aber in Abrede, eine Brandlegung beabsichtigt zu haben. Vor den Ge-schworen?» verantwortet er sich in ähnlicher Weise. Der Staat»anwalt hält die Anklage aufrecht und sagt, daß e« ihm selbst bei der Verfassung der Anklage und deren Aufrechterhaltung einen inneren Kamps gekostet hab», allein er müsse die Geschworen»» um di» Schuldigspr»chung ersuchen, denn der Fall liege klar vor. Die Geschworenen müßten ohne Rücksicht aus da» jugendliche Alter de» Angeklagten Rechi sprechen. Hier sei da« österreichische Strafgesetz rückständig welche«, enl. gegen den Strafgesetzen anderer Staaten, mit dem Momente de» zurückgelegten 14. Lebensjahre« die volle Zurechnung»sähigkeil annehme. Die Geschwn-renen hätten nur vi» Tatsache sestzust Den, korrigieren dürften sie da« Gesetz nicht, die« sei dann die Sache de« Gerichte» und Seiner Majestät und er selbst werde der Erst» sein, der die zu untrr-nehmenden Schritte einleiten w.rde, damit im Gnadenwege die Härte d.« lli teile« gemildert werde, aber er ersuche nochmals um Schuldigipre-chung im Sinne der Anklage. Die Geschworenen bejahen die Schuldsiage mit 9 Stimmen. Der Verteidiger ersuch, um Anwen-dung d,« außerordentlichen MilderungSrechte«. Der Gerichtshof verurteilt Poöivalnik zur ge ringsten gesetzlich zulässigen Strafe von 3 Jahren, verschärft mit einer Faste alle Vierteljahre. Cilli. II. Mai. Zus tifnfuft ttn Auge snsgeschlage«. Die 30jährige, ledig« Arbeiterin in der Zoll stabsadrik in Heilenstein Maiia Stropnik stand vor dem Schwurgerichte (öo,sitzender L.-G. R. Gregor in) unter der Anklage, gegen Helena LeSnik in feindseliger Absicht so gehandelt zu bab?n. daß diese hiedurch eine schwere körperliche Beschädigung, verbunden mit dem Verluste des linken Auges und einer bleibenden Schwächung des Sehvermögens erlitt. Beim Winzer Martin Pleznik ist die Helena Lejnik als Wirtschafterin bedienst«!. Pleznik unterhielt mit ihr »in Li»br»v»rhältniS, da« nicht ohn» Folgen geblieben ist. Vor der Leznik war dort vie Beschuldigt» Maria Siropnik bevienstet. die behauptet, ebensall» die Geliebte des Leznik g»w»s»n zu sein. Talsächlich hat die Strop-nik ein Kind, für welche« Pleznik wenigsten« die Vormundschaft au«übt. die Vaterschaft aber leugnet er ab. Die Etropnik besucht auch noch ab und zu den Plejnik in Vormundschast»angilegenh«it»u. Bei solchen Ai lässen kommt e» meist zu Tätlichkeiten zwischen den beiden grimmig kisersüchtigen Weibern. So war e» auch am 7. März 1905. Al» die Stropnik eben im Vorhause des Plejnlt'jchen Hause» einen Wein trank, den ihr Pleznik schenkt», »rat di» Leznik in da»s»lb». Sobald di» Stropnik die Lesnik erblickte, schlug sie ihr mit einem ästigen Stocke über den Kops u. zw. so unglück-lich, daß eine Spitze de« Stocke« der L.snik in da« link« Auge drang und dessen Verlust zur Folge hatte. Die Siropnik gibt zu die Leönik «it dem Stocke geschlagen zu haben, sie habe aber nicht die Absicht gehabt, sie zu verletzen, also in seind-seliger Absicht zu handeln. Die Leünik habe ihr, al« sie au« de« Zi««er in da« Vorhau« trat, eine Nase g»dr»ht und sich in dem Winkel zu schaffen gtniacht, in dem gewöhnlich die Hacken lagen, de«weg»n habe sie den Ast ausgeglaub» und damit gtgen die Lesnik geschlagen. Die Geschworen»» verneinen die Schuldsrag» weg»» Verbrechen« der schwer»« Köipervtrletzung und bejah»« die Frage wegen ll»b»rtretung nach § 335. Maria Stropnik wird auf Grund diese« Wahrspruche« zu 1 Monate Arrest« verurteilt. Gicht Rheumatische Schmerzen § Zoltän-Salbe die so anerkannt gute Einreibung ist in jeder grösseren Apotheke erhältlich per Flasche um K 2*—. Postversandt durch die Apotheke Zolt/in "WU Budapest, V., Szabadsägter. xostt eebrelbea aa» aller Wall aalhilt det euskle-rende und belehrende Buch aia binellrker Kateeber Ub« Apotheker A. Thlerrj'i Balsam and CeatifnlleuMlbe al« ,»«, «fUbtrf Mittel. Preakeieeeadna« 41mm Wltblelm erfolgt bei Btiulluf voa Btlua und aaek aeaat auf Wuaeoh rra*a. l, kleiae oder • Doppellaaekea Balten kueten K f—, •0 kleine oder JO Doppeltiaar-hea K 15- — franko ete. 1 Tiegel CeatifeUeaeaibe fraaka eaiat Kitte K MO. Bitte ia adreaaJerea ae Apotheker A. THIERRY lo Pregridi bei Ruliltsch-Kaucrbruna. MUahar und Wi«d*rverkiufer tm JUctob-mwiaer «Uria »ditoa Präparat« bitt« mir naakafl », macbcn >*b«f« «raff»rkbt-_Hofcar Terfo]f«af. loort (.Gloria"— Einlaß —Masse) Ist b». sonder« geeignet zum Neueinlasien harter Fußböden, da diese» Einlaßmittel außerordentlich billig ist und die Anwendung desselben wenig Mühe verursacht. Dosen d 35 fr. und 65 kr. sind bei $u|U» Sti>»r und bei Mctor Wogg in Cilli erhältlich. 4 Verdauungsstörungen, Magenkatarrh. Dyspepsie, Appetitlosigkeit, Sed brennen etc., sowie die KHtnrrhn prftclien|'medicinischei' 'Antoritltan mit besonderem Krselge Mgewende(|wircr Ctatf jtbrr Carl« 7» H samt nktrlfttaa. «ntkrrn t u krim hiinlealr oatbrÜlk« ferg«»'» abeerfeifrn unk Batarlnfca unk Irbrn Ei, aas Me bitt abgrkilbrtc $4u;atarh neb bi< niUafltkmk« Mnaairichaam €>. II, II « < «tn|>. aas |rt« 8til«ll<. «rimiirt «il «tftiildam SCIni lb6iuKbgalk,a«0r OesotMssok. Über 3SOO Irrtllcti» Betaolrtee. J. SKR» tVAI.I.O. TrUat«-Barcola. Vvir.ich in den Apotheken io Fluchen so Liier < , k K 2.60 and «i 1 Liter k K 4.80 -X Schutzmarie: »Anker- t ' Linlmsns. Capsici coiüp., ttla» f4r Pain-Expeller iv al* vorzüglichste sch«erzftUlend« CH«» rcibung allgemein anerkannt; zu in Preiie von vv !)., fi. 1.40 u. 2 Ä. vorrätig in allen Apolhelen. Beim Einkauf diese« überall beliebten Hausmittel!» nehme man nur Originalslaschen in Echaitileln mit unsrer Schutzmarke „Auker-anZ Richters Apotheke an, dann ist man sicher. Originalerzeugni« erhallen zu haben. Richter» «Potheke zum ^Goldc«cv Vöwe:i"in Prag Elisadethslratze Nr. k> neu. Versand täglich. _ neue» trf vollendet et tr Ko»»trulrtio zu Konzert nnd Tanz- o o o mnsik o o o für Keslatiranten, Konzert nnd Tauzsilen. Staunend billig- Hervorragende Tonschönheit in solider. moderner Ausführung unter vollster Garantie. Liefere bei kleinster Ratenzahlung ohne Preiserhöhung. 10491 l'ruxpcktc gTiktin «nd franko. S. Zangl, Wien, IV. Favoritenplatz 2. Alloialfl»jr Repräsentant und Falirikslagerder Firma Itiiiil «V üliiii. Berlin. I Seit |86 Jahren «erden Berger's Teerseifen In 0 »tfrri-icli-l'frjurn um! In allen Kultnr-MjiuUn zu WasrJinnjren uml Ijüdirn gcgi-u Haulaiis«clil5 DESTILLERIE-CAMIS & STOCK TRIEST - BAR COLA In jede:n besseren Geschäfte erhältlich. Da» anerkannt beste Mittel ge, HiUineriuigen.^Schwielun «tc. i»«m 'Buaptdcpot: L. Schwenk's Apotheke, Wlen-Meidllag. Um verlang* Luser's AüL« - löo kr. Zn beziehen dnreb alle Apotheken. Feriiolendt's \l(«ltl\ ist besonders empfehlenswert fslr Clievreanx. lloxcalf nnd Lackleder, gibt schönsten Glanz und erhält das Leder dauerhaft. — Mnn achle auf obige Schutzmarke. — 10570 Ueberall r.n haben. Kann man sich gegen Lun^enleiden schützen? AJeErri«r Lunganerkrankunten sind dieTuberkel* i liAKtlliai ' r nnnt worden, «sie dbercdl, wo Schwindefiehtige ' • irh wiiil alU'tuio der Lati und im Stra#ieiisrAul> enthuben »l-icl tiod vt(*h Meist abspArren lessen. Trotzdem fa»t jeder Mansch dies* Brußücu mit dem 8t*nb einatmet, werden n-eht iiUe Men»ebeu krank, weil gl&cklirherwciee der nji>ü££h iebe Ürguuiemu« unter norme en Verhältnissen i .ütrjtndn ist, die in lhu eingedrungenen Krenkheitakeime vermittels* der in den Bronchial/Langenidrüeen ect-!i ii.t• nou wirke tonen Stolle un»ch&dl:rh tu machen. Nur wo «l'woe Prüfen genehm liebt sind, kommt die Krankheit itim Attebruebe nnd nachdem berühmte Autor.taten diee e*uin kl e lauint hatten. lag ea nahe« in «iar Kräftigung der f't ünc'itst drii sen einen Hebel in der Bekttrmitung der Krankbeicekeime anjtnaetcen. Ee wird deabaib In neuerer Zoit Lungo&kranken Dr. Hot'fmann's ölandulen rorechrieb.n, welche* den wirksamen Stoff »n» den Brnn-rhiiildrOi<.n pttunder Tier« enthalt nnd 10 dat«l> konet-lfobe Znfahruoe der die Kraukeitekeime tilgenden Stoff# du natürliche UeUbeitreben de» Kf-rper» onteretuttt. Acrrte, die OU&duUo hei ihren r»ti«nten verwenden, haben bemerkt, daae «ich die Eeeinst hebt, die Stimmung eich au 1heitert,Kr&ll« und Kctrpergewir-ht mnehmen, daM der Uueten aiob mindert, der Auwnrf floh löst, dar Nmrht-«cl.wsie» aehwindet: knre, dan derOenenngniroxe« im Oange Ut. K* wird daher empfehlenswert sein, ctlandolte-TjfcKo'ten nicht nsTersaaht cn lassen. fc^Giajiilulfiu wird hergestellt Ton der ehem. Fabrik OrrtMIteaen «aobf. in Ms«rus In Sachsen nnd ist Ober Ärztliche Verordnnng In Apotheken sowie in der Rl«dsrls(« B Frsaeeri Apottioks, Lk. Hosllsftrsat, Prsj 203-MI, in Flaschen rn 100 Tab. 4 K fc-BO; fco Tabl. AK S — an haben. Ausführliche troscMIrs Über 41s Hellneth»«* »N BsrWitsa »es Aerrlsa ssS (•Mltss KrankM iseöst dl«fakr* aafWaasak irstM ml franko. ■ I 48Sa Ladislaus J. Roth, Cilli - . - (Steiermark) ===== Erzeugt vorzügliche frost- i»j wetterfeste Hartstoinzieg'el, dieselben habt» eine sehr gefällige lind regelmässige Form, lassen sich zweck-gemfca schürf beliauen, besitzen eine dreifach so jtrosse Druckfestigkeit wie die Torziegel, können auch beim Wasserbane mit Vorteil verwendet weiden, beinahe jeder Hartsteiuzicgel ersetzt wegen der schönen Form beim Rohhnue den VVrhlender. Malier ist der Hattsteinzlegel unbedingt der beste Baustein »nd unstreitig sowühl seiner Form als auch der Widerstandsfähigkeit wegen in allen Fiillen dein Tofcziegel vorzuziehen; der wichtigste Faktor hiebei ist: Harlsteine wpiden im Romim-r und Wiptcr erzeugt, keine Stockung im Baue, und bi.tlKer im Preise wie die Tonziegel. Hartstein-Stampf-Betoarohra (patentiert) für Kanslisierungszwecke, Entwässerungsanlagen «kr. etc. erhältlich in jwler Diniensiou, sehr widerstandsfähig und konkurremzlos. '■ Im Preiim nm 15Va billiger aU der hei der Konknrr'-nr. luichate «etvi»lir>" Rabatt. iinntc f a{m TW apQ 1 W ul f^Tl !ür dinge, Vertibut.v, KScher, Aborte, wie atnib für g»0«cre Hai Lb lv 1 II"" lil V_/O il. 11* ^»1 1/vÜAX lijujne mit starke Kt |ii Tut, wie Kir<;l>en e'c. stets in ffröaster Auswahl TorrAtisr, roin cinfaeh>le3 liirf ta»n v.ini-hinateu Master, ,u! *nMÄrbig«it» Kolorit. Erzeugung von sämtlichen vorkommenden Betonwaren. SVciic c!,r müssisr nnd konfcurrcn*!os. - Off rte nnil Kostenv »ni«« VH ; • a:is V rlan^en bpr^itwillUrat. Seite 8 .lettttff« Wacht- Nummer 39 Patentierte selbsttätige Bespritzungs-Apparate •99 für Weingärten, für Hopfen-Fflanzungen zur Vertilounq von zur Bekämpfung der Blattkrankheiten, Vernichtung des Hederichs und des wilden Senfs etc- ' -■ " .+r~ ^vui» uuv Selbsttätige, tragbare Spritzen auch mitKupferkesse! filr 10 oder 15 Liter Flüssigkeit mit and obne Petroleum-Mischapparat und fahrbare selbsttätige Spritzen fabrizieren lind liefern als Spezialität PH. MAVFARTII »fc Co. Fabriken landwirtschaftlicher Maschinen, Spezialfabrik fiir Weinpresseu nnd Obstvcrwertungs-Maitchinen 10503 WIEN, II, Taborstrasse Nr. 71 Ausführliche illustrierte Kataloge gratis. Vertreter n. Wlf derverkäufer erwünscht. Moriz Beeideter Sachverständiger im Maschinenfsche Eisen konstruktions - Werkstätte, Kunstschlosser ei and Masohindrahtgeflecht-Erzeagung Grazerstras.se Nr. 47 < ?? ? I Grazerstrasse Nr. 47 Besorgt die Nachaicliuny von Wagen und Gewichten, ferner werden auch Wagen und Gewicht« erzeugt und fehlerhaft« schnellstens repariert. Uebernimmt Maschinenreparatnren jeder Art. Defekte Nähmaschinen werden gegen renovierte umgetauscht nnd auch angekauft. Renovierte Nähmaschinen der verschiedensten Systeme .sind zu billigsten Preisen am Lager. Weiters empfehle ich mich zur Anfertigung von Wetterwehrapparaten des bewährtesten Systems, ßrnnnenpumpen und Wasserleitungsanlagen und übernimmt jede Art Eisenkonstruktion als eiserne Treib- und Glashäuser. Dachoberlichten, Fenster und Dachstühle aus Eisen. — Kunstschlosser-Arbeiten als Beschlagarbeiten auf Neubauten. Sparherde und Sparherd-bestandteile, eiserne Türen, ornamentierte oder schlichte Altane, Grab-, Altar- und Einfriedun*sgitter, Gittertore, Fenster- und Föllungs-gitter. — Eisenmöbel aus gezogenen Röhren, u. zw. Betten, Tische, Waschtische, Nachtkasten, eiserne Garten- und Kaffeehausmöbei und Pavillons. — Aus Maschinendrahtgeflecht hergestellte Hühner-höfe, Haus- oder Parkeinfriedungen, Tore, Wurf- und Fenstergitter. — Blitzableitungsanlagen, sowie das Ausprobieren von schon bestehenden Blitzableitern etc. zur besten und billigsten Ausführung. — Kosten Voranschläge oder Auskünfte sind gratis und franko. IIEKBAHN'Ys ITnterphospliorigsaurer Kalk-Eisen-Sirup. Dieser vor 35 Jahren eingeführte, von vielen Aerzten besten* begutachtet« uird empfohlene Urustsirup wirkt schleimlösend nnd hustenstillend. Durch den Gehalt un Bitterrnittelu wirkt er anregend ans den Appetit und die Verdauung, und somit befördernd aut die Ern&hrung. Du für die Blutbildung »o wichtige Eigen ist in dienern Sirup in leicht assimilierbarer Forin enthalten; auch ist er durch seinen Gehalt an löslichen Phosphor-Kalk-!Salzen ai «n i-na-M i-tii lliutwfl «MMin bei schwächlichen Kindrrn besonders fQr die Knochenbildnng sehr nützlich Preis 1 Flasche 2 K SO h, per Post 40 h uiehr fiär Packung. Warminnl ^'r warnen vor den unter gleichem II«I llUliy . oder ähnlichem Namen aufgetauchten jedoch bezüglich ihrer ZnHaDimen«etznng uud Wirkung von unserem Original-Präparate ganz, verschiedenen Nachahmungen unseres seit:!5 Jahren bestehenden Unterpbosphorlgsanren Kalk-Eisen-Sirups, bitten deshalb, stets ausdrücklich „Herhab n y s Kalk-Eisen-Sirup" zu verlangen und darauf r.u achten, dass die nebenstehende, behördlich protokollierte Schutzmarke sich ans jeder Flasche befinde. Alleinige Erzeugung und Hauptveraandstelle: Dr.HellemaansApotheke „zur Barmberzigkeit4', Wiei VII/, Kaiserstrasse 73-75. »'pol* bei den Herren Apothekern: in C' 1111: M. Knusrlirr. O. Nehwarxl & Co., llrutMrli - l,aiul*berK: 0. Daghofer. I'eld bneli: J. König, bon.obilx: J. Pospischil Erben. (■ rn «: Apotheke der Barmherzigen Brflder, B. Fleischer, F. Frantze, J. Strohschneider, Hlndbergt 0. Kusche). Lalbaeh : M. Mardotschläger. J. Mayr, G. Piccoli, U. *. Trnkctcry. Liesest: G. GrGaawang. Tlorhure V. Koban. W. Kotig Erben, F. Prull, E. Taborsky. Tlureelt : E. Reich«. Petlau: J. Behrbalk, II. Molitor. Kad-kersburir: M. I.eyrer. Hustn i H. Schniderschitsrh. ll lndlseh -» el»irlT» Fr. Petzolt WIstdUehKrMx: K. Itebul. WolsMberv: A. Hoth. 89S-» Pferde-Decken komplett gross nur 93 Kreuzer. Unentbehrlich fOr jeden Fferdebcsitier sind uoa.re berühmtes wasserdichten Strapaz-Pferde-Decken, welche komplett gross, ans besonder* dicker, warmer Brfiansr Wolle erzeugt «ind, daher die Pferde vor jeder Erkiltnng .chdties und stets gesund erhalten. Unsere Strapaz-Pferde-Deckes «ind in jeder beliebigen Farbe erhältlieh und werden wegea Itfasseverkauf tu folgenden ausaergewöhnlich billiges Preisen verkauft: Alleinverkauf per: 1 StQc]s Pferde-Decke, kompl. gross, nur 95 Kreuier. Nachnahme durch: f * I'ferde-Decken, » » nur fl 1*85 4 .. „ , nur fl 3-00 Heinrich Kertesz, Wien >., Fleischmarkt 8-117. '■ VT* vT* \j Gothaer Lebensversicherungsbank a. G. ßrösate Anatalt Ihrer trt Ist Essropss. Bestand an eigentlichen Lebensversicherungen Ober 1012 Mill. Kronen Bisher ausgezahlte Yericherungssumtnen ,. 517 „ „ Die «let» hohen tfebemehuRiie kämmen tenver-Uftrxt slest l ernlrheriisi|Mnehmerii lUKUte, bisher wurden ihnen 255 Millionen Kronen zurQckgewäkrt. Hehr gOniitigr YerMlehrriisiffahedliiKsstiKess: Unvcrfallbarkeit sofort. Unanfechtbarkeit und Weltpolice nach 10338 2 Jahren. Prospekte und Auskunft kostenfrei durch den Vertreter der Bank: August lMllter, Sparkasse-Beamter in Cilli. Primiirt m. d- höchsten Anszeichnnng „Grand Pril" Weiumt. st. Lonis m "GLOBUS:. P11T 7 - / Alleinig,r> rUlL ' . fabrlk.n^ Man verlange nur [ lethsfttMit; l !-J'i MI iungj Fritz Schulz Nur icfctaitj Pir«iauXUu i ntkmS »Globus- Putzextrakt, ÖÜkt MaduCi&g wie nebenstehende Abbildung. da viele wertlose Nachahmungen »«•<">«" Allein. Fahrikant: Friüt Schuli. jun. Akt.-Ges., Eger n. Leipaig. | PC Frühjahrs- und Sxmmcrsaison 10417 .1905. Echte Brüuner Stoffe It 7.—, 8.—, 10.— v. antet < K P>—, K 14.- I. besser« ) K 16.—, K 18.- vor seiner ) K21. »oi feinster Wolle Sin Eiupon Mtr. S.tO lang. lomplklr» Herren Anzug (Rock, Hose und Met) gebend, tostet nur ®n Sout.B ,» Ich«»»»» >i SO.—, Iowi« llednpehn»«»«, Z«,n»«»l»»ni. fcislt« X«inm|aiac ic. ic. unfcnWt ju gatitttmcifr« tk als rtrO an* fofit VflMdiaaK Xaitt abrtrt-Ni(*nla«t Siegel-Iiuhof In Briiiui gratis n. franfs. ZLnstergetreue -Xitsmin« «srnttint Die Vorteile ter 9rls«itiin*|4ifl, Stoff« blrrtt t»l»»f >tf. Ant »llen WwlilcHt» ImMfllmtu «Iltrit»! PrtliH priallrt Kronsteiner's Heue E9I11L- (geaetilicb Bill Seil Farbpulver in 50 Nuancen, mit Wasser anzurühren, waschbar, wetterfest, feuersicher, emailhart, doch porös, nur ein Anstrich. Besser wie Oelfarbe. Vcrliiutrcii Nie (iriitlMprobu, MuMiorhuch, Proapect oto. te Anstrichfarbe f.lr Fanden, Innenräuiue, insbesondere voa en, Spitülern, Kirchen. Kasernen etc. nnd Gegenstände aller Art. Kosten per Quadratmeter 2'|, Kreuzer! - Erfolg überraschend! 10Ö1S f Q P Q H 0 fürhp wetterfest, kalklösl'ch, in 49 Nuancen, dem Ost-idydUu I d I UUj anstriche gleich, von l2Kreuzerperkg aufwärts. »THE GRESHAM" Lebensversicherung ■ Gesellschaft in London W Filiale für Oesterreich Wien, I. Giselastrasse Nr. l, im Ilause der Gesellschaft. K 208,669.245.— 31,994.339.- Aktiva der Gesellschaft am 31. Dezember 1903 . . Jahreseinnahme an Prämien und Zinsen im Jahre 1903 Auszahlungen für Versichsrungs- u. Renten-Verträge und Röckkäufe etc. seit Bestehen der Gesellschaft 1848 .......... Während des Jahres 1903 wurden von der Gesellschaft 5613 Pollizen aber ein Kapital von .... ausgestellt Als Sicherstellung für die in Oesterreich Versicherten wurden nachstehende Werte von der Regierung anerkannt: Das Depot der Gesellschaft bei der k. k. Staats-Zentra'-Kasse in Wien betrug am 14 April 1904 K Realität Wien............. Realität Prag............. Ausbezahlte Darlehen an Versicherte . . ._ 469,518.100.-42.992.712.- 26,416.938 10 Nom. 1,050.000— 490.000 — 3.605.73413__ Summe"^ i K 31,562.072*23 Prospekte und Tarife auf Grund welcher die Gesellschaft Pollizen ausstellt, sowie Antragsformulare werden unentgeltlich ausgefolgt durch die General-Repräsentanz för Krain und Südsteiermark in Laibach, rranz Josefstrasse Nr. 17, Ciutdo Z<»»*ChlAO. NB. Dortseihst werden auch tüchtige leistungsfähige Agenten und Vertreter akzeptiert. geeignet znr Blomenkultur, in der SUdt gelegen, ut au verpachten. Nähere Amknnst »irJ in der Drogerie Je* Herrn Fiedler, B linhosgasse erteilt. 10655 { Reparaturen von Nähmaschinen aller Systeme prompt, gut nnd billip. Verkauf von bestem N'Ähmaschineti-Oal, •Nadeln, -Teile u. Zugehör. 10180 Apparate für die verschiedensten NiUrbelten. Sinter Ca., Hätaaicliiei-A.-Ges. Cllll. UnbuhotgtlHMu S. Eine Quelle der Kratt für Alle die sich matt und elend fühlen, nervös und energielos sind, ist • Mauatogen • von mehr als 2111 Aerzten aller Länder glänzend begutachtet. Zu h*b*n ta Apoifc*k» u»d DroiMln. — BriMrbÖr« r»»' •. tTMka TOB Bauer * Co., B«rlta SW.4S. 0«».ral-T.rtr«Ur für OoaMmiofc-UtfiTtii C. Brudr. Wie» I., Fl*U«haarkt >. mit der silbernen Medaille prämiiertes Spritzmittel (CJtfdium Occision) zur Bekämpfung des Traubenschimmels (O'idium tukeri) und der Pero- nospora. Offeriere den geeinten Weinbergbesitzern mein mit der silbernen Medaille prämiiertes Npr Itzmltt«*!, zur Bekämpfung des Trttiibcn* KChlnamelH und der Peronoftpara. Dieses von vielen Weinbergbesilzorn bereitn erprobtes Mittel beigemengt der Kalkkupferlösung erspart das Schwefeln der Rebenstöcke, verhindert die ohgenannten Rebenkrankheiten und fördert das Wachstum der Reben. Man verwendet ein Liter dieser Flüssigkeit ans 100 Liter der Kalkkupferlösung. Kine Flasche i 1 Liter kostet 60 Heller. Leere Flaschen werden mit 10 Heller vergütet. Bezugsquelle: Michael Altziebler. Cilli, Sanngasse Nr. 3. 10603 Dürkopp-Diana- FahrräderMotorräder ■■ sind unübertroffen! Geiieriilvertretung: Julius G. Sorg, Mechaniker, (ll'M Jakominigas.se 8. „ßrazer Wanilerer"-Fohrrfl(ler von H UO - an. Lieferungen nach Cilli franko Station Cilli. NUR die LOBOSITZER Schokolade-, Zuckerwaren und Kassee-Surrogat-Fabriken A.-G. erzeugt die altbewährten Lobositzer KAFFEE- Zusätze als: Garant, reinen Feigenkaffee, Kaffee-Gries, Mocca-Schrot, Cichorienmehl i. Holzkiataheu und runden Packeten, Krastmalzkafiee sowie alle anderen mm SURROGATE! In allen Kolonial-Geschäften zu bekommen. Zur Besetzung gelangt die Stelle eines Polizeimannes in Gonobitz Mit dieser Stelle ist ein Jahresgehalt von 720 K, freie Wohnung, Beheizung und Beleuchtung verbunden; auch wird dem Wachmann die Uniform beigestellt. Bewerber ledigen Standes unter 40 Jahren haben ihre mit Heimatschein und Zeugnissen Qber bisherige Verwendung belegten | Qesuche bis Ende Mai 1905 beim Bfirgermeisteramte Gonobiü ■ einzubringen. Gewesene Gendarmen werden bevorzugt. Der Bürgermeister: 10668 Dr. Kadinnig. »trUget und V>ciau