Laibllchkr Tanbllitt. Redaction und Expediti«n: Bahnhofgasse Nr. 15. Nr. 24. EEEpülS Donnerstag, 30. Jänner 1879. — Morgen: Petrus 12. Jahrg. Mit der Post: Ganzjähr. fl. 12. zeigen biS 6 Zeilen 20 kr. ° Insertion-preise: Ein- Der Kampf im Parlamente. Das Abgeordnetenhaus des Reichsrathes hat neun Sitzungen gehalten, um über den Berliner Vertrag schlüssig zu werden. Das Resultat dieses neuntägigen hitzigen Kampfes liegt bereits vor, der Vertrag wurde genehmigt. Kaum sind die Debatten geschlossen, kaum hat das Resultat derselben durch alle Theile des Reiches die Runde gemacht, erheben sich schon Stimmen, die an den Vorgängen und Reden im Abgeordnetenhause Kritik üben. Der Wiener Korrespondent der „A. A. Ztg." tritt gegen den Abg. Dr. Sturm mit dem Anwurfe ins Treffen, daß er als Generalredner der Opposition sein Ziel weit überschossen hat. Anstatt bei dem Thema, dem Berliner Vertrag und der staatsrechtlichen Frage, die er für das österreichische Parlament involviert, länger zu verweilen, anstatt die auswärtige Politik des Grafen Andrafsy eingehender der chemischen Analyse zu unterziehen, anstatt diese Politik unter das scharfe parlamentarische Seciermesser zu legen, erhob Dr. Sturm sein Schwert gegen eine nur mehr in provisorischer Eigenschaft in Function stehende Regierung, das dem Rücktritte nahe Ministerium wurde mit Vorwürfen über Mangel an Verfassungstreue überhäuft, und es wurde betont, daß die Regierung ihre Stütze in reactionären Kreisen suche. Der Wiener Korrespondent der „A. A. Ztg." konstatiert, daß die Rede des Sprechministers Dr. Unger in den Räumen des Abgeordnetenhauses eine totale Veränderung in den Ansichten der Parlamentsmitglieder zur Folge hatte. Die Versicherung Ungers, das Kabinet habe sein politisches , verfassungstreues Glaubensbekenntnis nicht ausgegeben, — der Hinweis auf die Verdienste des Ministeriums Auersperg um die Entwicklung und Stärkung der Verfassung, erzielten in Abgeordnetenkreisen einen mächtigen Eindruck, eine totale Sinnesänderung. Der genannte Korrespondent erhebt sich begeistert zum Anwalt des Ministeriums Auersperg, er erklärt: ein Ministerium, das in dem Augenblick seine Demission gab, in dem es den Ausgleich mit Ungarn abgeschlossen und damit auf weitere zehn Jahre die Verfaffungsbasis konsolidiert hatte — ein Ministerium, das trotz der ihm zur Verfügung stehenden Mehrheit seine Demission gab, weil es seine Mehrheit nicht ausschließlich aus der Verfassungspartei bilden konnte, — ein solches Ministerium scheidet als ein cor-rect parlamentarisches aus seinem Amte und klammert sich nicht an seinen Posten an. Der mehrerwähnte Korrespondent bemerkt, daß der „ersehnte" Ministerwechsel demnächst Eintreten werde und dann jene Elemente der Verfassungspartei, denen das abtretende Kabinet zu wenig verfassungstreu erschien, Gelegenheit finden werden, Parallelen zu ziehen. Der Korrespondent schließt seinen Artikel mit der weiteren Bemerkung, daß es bedauerlich ist, daß solche Angriffe gegen das zurücktretende Kabinet Auersperg möglich waren, und wirft die Frage auf: „Welche politischen Persönlichkeiten aus den Reihen der Verfassungspartei werden sich zu leitenden Stellungen hergeben, wenn man ein Kabinet mit einer so ehrenvollen siebenjährigen Vergangenheit mit solchem Danke lohnt?" Die Vorboten der Annexion. Der Wiener Korrespondent des „P. Naplo" theilt mit, daß im diplomatischen Corps eine interessante Veränderung zu erwarten ist, Graf Zichy scheidet von seinem Posten in Konstantinopel, an seine Stelle tritt Herr v. Kallay. Diese Personaländerung bedeutet den vollständigen Triumph der Annexionspolitik. Der neue Botschafter ist ein unbedingter Anhänger der Andrassy'schen Politik, und seiner intimen Freundschaft — abgesehen von seinen glänzenden Fähigkeiten — verdankt er auch die rasche Carriere auf seiner diplo- matischen Laufbahn. Herr v. Kallay ist, wie er auch im Abgeordnetenhause offen erklärt hat, ein Freund der Annexion und macht kein Geheimnis daraus, daß er die Erhaltung der Türkei für unmöglich halte. Wenn man daher die Ernennung Kallay's im Amtsblatte lesen wird, so kann man dies als sichern Beweis dafür an-fehen, daß die Annexionspolitik von nun an in größerm Maßstabe fortgesetzt werden wird. Die Nothlage in Preußen nimmt nach Bericht der „Münchener Blätter" von Tag zu Tag bedenklichere Gestalt an, die Geschäfte stocken wie noch nie; in den kleineren Städten haben die Gewerbetreibenden fast gar feine Arbeit und daher auch keine Einnahme. Die Landbevölkerung befindet sich in derselben trostlosen Lage. Die Bauern haben zwar eine gute Ernte in Stroh gemacht, aber nicht auch bezüglich des Körnerertrages. Jetzt, wo der Ausdrusch vorüber ist, sehen aber die Bauern erst klar, wie weit sie hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben sind. Zudem sind die Getreidepreise so niedrig, daß der Bauer nur gezwungen verkauft, d. H. nur in dem Falle, wo er absolut Geld haben muß, um seine Steuern und Abgaben zu bezahlen. Selbst sonst gut gestellte Bauersleute sind ohne Bargeld. Braucht ein Kleinbürger oder Bauer Geld, dann thürmen sich die Verlegenheiten haushoch auf. Bargeld ist fast nirgends zu bekommen, selbst in kleineren Beträgen nur recht schwer. Die Wucherer haben unter solchen Verhältnissen eine gute Zeit. Auch auf dem Lande finden sich diese Giftpilze, die in Wechseln und Provisionen machen. Die Wucherer bereisen fleißig das Land, um den Bauern von den Federn aufs Stroh zu helfen. Die Finanzlage in der Türkei. Die Finanznoth macht sich im osmanischen Reiche, besonders in der Armee, in drückender Weise fühlbar. Im Laufe voriger Woche konnte Feuilleton. Volksbildung in Rußland. Rußland begann seine Reformen mit der Aufhebung der Leibeigenschaft. Keine Maßregel mußte in ihren Folgen so tief eingreifend in das Leben des Volkes und die Zukunft des Landes fein, als die Freisprechung der Bauern, keine bot jedoch in ihrer Durchführung größere Schwierigkeiten; wenn wir daher zugeben müssen, daß in keiner ändern Reformaufgabe verhältnismäßig so viel geleistet worden, als in dieser, so ist es nicht weniger wahr, daß trotzdem das eigentliche Ziel noch lange nicht erreicht ist und gerade im wesentlichsten noch sehr viel zu thun übrig bleibt. Als in der Mitte der fünfziger Jahre der Gedanke der Aufhebung der Leibeigenschaft zur Sprache kam, stellten die Gegner derselben die Behauptung auf, daß die Bildung des Bauernstandes der Befreiung vorhergehen müsse, woraus die Vertheidiger derselben mit Recht hervorhoben, daß von der Ent- wicklung einer Volksbildung ohne Freiheit keine Rede sein könne und daß gerade der moralische Druck der Leibeigenschaft die Rohheit bedinge, welche jeder Sklaverei entspricht; erst müsse diese aufgehoben werden, wenn die Maßregeln zur Bildung des Volkes einen empfänglichen Boden finden sollten. Die Ansicht der Vertheidiger der gedachten Maßregel trug zwar den Sieg davon, der Grundsatz jedoch, daß die Volksbildung der Befreiung unmittelbar als Hauptaufgabe folgen müsse, wurde leider nur zu sehr außeracht gelassen, und man glaubte, nachdem die Schwierigkeiten des ersten Theils der Aufgabe überwunden waren, für bas Volk genug gethau zu haben. Hätte man von Anfang an mit allem Nachdruck dahingewirkt, dem befreiten Volke die Mittel zu seiner geistigen Entwicklung zu geben, so wüche man jetzt keine schädlichen Einflüsie auf die unentwickelte Vernunft des Volkes zu befürchten haben und auf Grund solcher Befürchtung diese Entwicklung selbst nicht beschränken. Hatte das Volk seine Freiheit erhalten, so lag der Regierung auch die moralische Pflicht ob, demselben als unbedingte Nothwendigkeit die Volksschule zu geben. Daß diese ohne bedeutende materielle Betheiligung des Staates bei den geringen Mitteln der Bauern nicht ins Leben gerufen werden konnte, liegt auf der Haud. Inwieweit dies vonseite des Staates geschehen, mögen wir aus dem Ergebnis entnehmen, daß gegenwärtig die Zahl sämmtlicher Volksschulen, selbst die in den Städten mitgerechnet, 24,000 betragt, d. h. ungefähr auf 3000 Seelen eine Schule. Wie ungenügend diese Zahl ist, beweist ein Vergleich mit Deutschland: Rußland müßte bei einer doppelt so starken Bevölkerung als die von Deutschland in diesem Verhältnisse 100,000 Volksschulen und 12 Millionen Schüler haben; dagegen beträgt die Zahl der Schüler in den Volksschulen kaum eine Million, so daß von 12 Kindern in dem Schulalter von 7 bis 13 Jahren nur eins die Schule besucht. Der wenig befriedigende Erfolg der Volksschulen zeigt sich noch deutlicher, wenn wir vergleichsweise eines der Gouvernements Central-Rußlands anführen. Es gibt in demselben Kreise, in mehreren Kasernen von Stambul und Pera wiederholt kein Fleisch vertheilt werden. Die Finanzkommission, welche drei europäische Mitglieder zählt, discutierte eine neue finanzielle Kombination, welche die Türkei der englischen Regierung Vorschlägen wolle. Für die Garantierung einer Anleihe will man Alexandrette und die Einnahmen aus den Zöllen abtreten, deren Verwaltung in englische Hände gelegt werden soll. Eine Menge englischer Beamten würde bei der Verwaltung und im Finanzdepartement angestellt werden. Es bleibt abzuwarten, was die englische Regierung zu diesen Projekten sagen wird. Es heißt, daß man mit dem Direktor des Credit Foncier, Mr. Fremy, Unterhandlungen wegen eines Anlehens angeknüpft hatte, welche aber an seiner Forderung von neun Perzent Zinsen gescheitert wären. Die serbische Eisenbahnfrage. Die Skupschtina hat, wie der „Pol. Korr." aus Belgrad mitgetheilt wird, bei Behandlung des Budgets des Bautenministeriums auch eine Summe bewilligt, welche zum Studium und zur Tracierung der Eisenbahnlinien bestimmt ist, die in der Richtung gegen Salouichi und Sophia von den neuen Grenzen Serbiens zu den alten ziehen. Gleich mit Eintritt des nächsten Frühlings werden diese Arbeiten in Angriff genommen. Die Moravabahn dürfte insolange problematisch bleiben, als nicht die Anschlüsse an die Bahnen der betreffenden Nachbarstaaten bestimmt sind. Darum wird die serbische Regierung vor allem mit Oester-reich-Ungarn, der Türkei und Bulgarien sich über die Anschlußpunkte an ihre Eisenbahnen verständigen müssen. Es haben mithin einige technische und politische Arbeiten voranzugehen, welche wahrscheinlich das ganze laufende Jahr in Anspruch nehmen werden, so daß der eigentliche Eisenbahnbau erst im Jahre 1880 in Angriff wird genommen werden können. Indem die serbische Eisenbahnlinie einen Theil der wichtigen Weltbahn bilden wird, so meinen die Volksvertreter, daß die serbische Regierung ihrerseits gar keine Garantieverbindlichkeiten für die Zinsen des verwendeten Kapitals eingehen solle. Sollte keine ausländische Gesellschaft ohne Zinsengarantie den Bau übernehmen wollen, so solle der Staat selbst die Eisenbahn bauen. Die Mittel hiezu könnten durch eine Eisen-bahnanleihe oder aber durch Emission von Papiergeld beschafft werden. Indem die Serben einer Anleihe ungemein abgeneigt sind, so neigen die Abgeordneten der Beschaffung des benöthigten Baukapitals im Wege der Emission des Papier- in welchem auf 6% Tausend der Bevölkerung eine Schule kommt; da diese Zahl einer Oberfläche von 600 Qu.-Werst entspricht, so ist die Landbevölkerung des ganzen Kreises bis auf den nächsten Umkreis der Schule tatsächlich von derselben ausgeschlossen. Aus der Art, wie und in welchem Maße der Staat sich materiell an der Erhaltung der Volksschulen betheiligt und wie weit dieselben fast ganz auf Kosten der Landschaft erhalten werden, ergeben sich merkwürdige Resultate. So betrug B. der Unterhalt der Volksschulen in einem out>entement 87,700 Rubel, wozu der Staat 5000 Rubel hergegeben hatte. Worin besteht also die Unterstützung vonseite des Staates? In der Erlaubnis der Errichtung bei Beobachtung vorgeschriebener Förmlichkeiten und der Überwachung der Schulen durch seine besoldeten Inspektoren und Direktoren. Nehmen wir drei solcher Inspektoren für das Gouvernement an, von Denen jeder 2500 R. bezieht und der Gehalt des Direktors von 3000 R., so verausgabt die Krone für Überwachung der Schulen das Doppelte als für die Schulen selbst, und der Gehalt des Direktors beträgt eben so gelbes zu, welches seine Sicherheit in den Staatsund Nationalgütern hätte; hiezu käme noch der ganze jährliche Ertrag der Steuern, die man in klingender Münze einkassieren und in den Hypothekarfonds oder bei einer hiezu ausdrücklich be stimmten Bank deponieren würde. Auch wünschen die Abgeordneten, daß der serbischen Eisenbahn in der Verwaltung der serbische Charakter gewahrt werden möge; mithin darf nur die serbische Sprache als Geschäftssprache gebraucht werden, ebenso hat die Mehrzahl der Beamten aus serbischen Unter-thanen zu bestehen. Tagesneuigkeiten. — Vom G eneralstabe. Die Meldung eines Wiener Blattes von der bevorstehenden Aen-dernug in der Oberleitung des Generalstabes, wonach an Stelle des Feldmarschall-Lieutenants V. Schönfeld der bisherige Generaladjutaut des Kaisers, Feldmarschall-Lieutenant v. Beck, treten und gleichzeitig eine Reorganisation des Generalstabes vorgenommen werden sollte, wird offiziös als völlig unbegründet bezeichnet. — Aus dem czechischen Lager. Sie saßen wieder einmal so friedlich beisammen und hatten einander so lieb. In Prag fand vor kurzem zur Abwechslung und zur Erheiterung des Publikums auch in ernster Zeit ein Versöhnungsbankett zwischen den Alt- und Jnngezechen statt. Ueber Anregung Skramliks, welcher die Führer der beiden Parteien zur Eintracht aufforderte, toastierte Rieger auf Sladkovsky und dieser wieder auf Rieger als den ersten Führer der wieder geeinten Nation und — „in den Annen lagen sich beide und weinten vor Schmerz und Freude!" — Bauten in Bosnien. Ein Theil der Straßen-, Schleppbahn- und Barackenbauten, welche die verschiedenen Unternehmer vom Kriegsärar übernommen hatten, sind, wie der „D. 8 " aus Brod berichtet wird, halbwegs als fertig erklärt, und werden dieselben nun durch eine Collaudierungs-Kom-mission übernommen. An der Spitze derselben steht Herr Julian v. Roszkowski, Oberst des Generalstabes, welcher sich nach Serajewo begibt, woselbst er zum Geniedirektor ernannt ist; außerdem sind mehrere Offiziere aus dem Stande der technischen Abtheilnng des bosnischen Generalkommandos Mitglieder dieser Kommission, größtentheils jedoch dieselben, welche auch die betreffenden Bauten zu beaufsichtigen hatten, was wol nicht sehr opportun erscheint. Das Hauptobjekt, welches zu collaudieren ist, ist der von der Unternehmung Sucher & Comp, ausgeführte Bau der Straße zwischen Bosnisch-Brod und Foca, dann jener der Strecke zwischen Maglaj und Kiseljak, sowie des Straßentunnels viel, als wie acht Schulen kosten (die Unterhaltskosten für jede 350 R. gerechnet); jeder Lehrer erhält im Durchschnitt 176 R., mithin ein Inspektor mehr als 14 Lehrer zusammen. Was also die Krone in materieller Hinsicht für die Volksschulen thut, ist so viel als nichts; dieselben werden von den Landschaften, Städten, Dorfgemeinden und endlich von Privatleuten unterhalten. In dieser Thatsache allein ist auch die langsame Entwicklung derselben zu suchen. Der Staat verhält sich übrigens den Volksschulen gegenüber insofern nicht theilnahmslos, als das Ministerium der Volksaufklärung Schullehrerseminarien und sogenannte zwei- und einklassige Musterdorfschulen gegründet hat, und zwar an solchen Orten, wo nach der Ansicht des Ministeriums die Unterhaltung der Volksschulen Sache der Landschaft und der Gemeinden ist. Während man auf diese Art die Verbreitung der Volksschulen zu begünstigen scheint, wird jedoch durch peinliches Reglementswesen und Einschränkung der Thätigkeit der Landschaft und der Gemeinden eine Erkaltung derselben hervorgerufen, welche auf das Gedeihen der Schule hemmend wirkt. (Schluß folgt.) durch jenen Felsen, auf welchem das historische Vranduker Schloß, das einstige Zwing-Uvi des Bosna-Thales, liegt. In den letzten vier Wochen wurde von Bücher mit Verwendung von mehr als 8500 Arbeitern und 1000 Fuhrwerken, sowie eines Dampfschiffes, welches das Material aus den Schottergruben an der Ukriua herbeibrachte, energisch gearbeitet. Bücher war eigentlich nur Unternehmer für ärarische Rechnung; deshalb hat er auch auf das Material keinen Einfluß nehmen können. Heute, im Augenblicke der Collaudierung, ist man vielleicht schon zur Einsicht gelangt, daß diese neue Straße nur als provisorisch gebaut anzusehen sei und daß in nicht ferner Zeit nach einem neuen Plan und in höherem Niveau eine förmliche Kunststraße, etwa wie die einst berühmte Louisenstraße von Karlstadt nach Fiume, gebaut werden muß. Die Partie lion-teuse der ärarischen Staatsbauten in Bosnien und Brod sind aber die Baracken, von denen ein großer Theil durch das Consortium Pongratz, Deutsch und Weiß zuwege gebracht wurde. Lokal-undprovinzial-Angelegenheiteu. — (Zur beanständeten Sendenzente des „ Narod ") bringt die „Presse" folgende Notiz: „Ein slovcnisches Blatt, der „Slovenski Narod", kolportierte die Nachricht von der Ernennung des kraiuischen Landeshauptmannes Dr. von Kaltenegger zum Finanzprocurator in Wien. Diese Meldung ist jedenfalls auf ein politisches Manöver seitens der Nationalpartei in Laibach zurückzuführen, welcher Dr. v. Kaltenegger schon längst ein Dorn im Auge ist. Bon dem Umstande ganz abgesehen, daß der Platz gar nicht frei ist und von einer allgemein geachteten Persönlichkeit versehen wird, die zudem auch als Vertreter der österreichischen Regierung in der bosnischen Kommission fungiert, ist das Verbleiben Kalteneggers auf seinem Posten schon aus politischen Gründen umsomehr geboten, als er auch sich in Krain der allgemeinen Achtung erfreut. Die Herren Slovenen werden sich also wol einige Zeit gedulden müssen, bis ihre Wünsche diesfalls in Erfülluug gehen." — Zur Widerlegung einer falschen Nachricht theilen wir die Drahtdepesche mit, welche die Grazer „Tagespost" unterm 28. d. M. aus Wien erhielt; das Telegramm lautet: „Die Nachricht von der Ab- berufung Kalteneggers von Laibach nach Wien ist Sie scheint eine Tcndenznachricht zu sein." — (Zur Grundsteuerregulierung.) Es dürfte auch die Grundbesitzer im Lande Krain interessieren, daß am 24. und 25. d. M. in Wien Sitzungen des Ausschusses zur Vorberathung der Novelle zum Gesetze über die Regelung der Grundsteuer stattfanden. Nach sehr lebhaften Debatten wurde folgender Antrag angenommen: „Die Ein- schätzung haben die vom Finanzminister bestellten Bezirks-Schätzungs-Reserenten unter Beiziehung je eines durch die Bezirkskommission aus ihrer Mitte zu entsendenden Mitgliedes vorzunehmen; dieses Mitglied ist mit dem Bemerken einzuladen, daß auch im Falle des Nichterscheinens oder falls dasselbe aus irgend einem Grunde die Mitwirkung verweigern sollte, die Einschätzung doch vorgenominen werden wird. — In jenen Bezirken, wo bis Ende des JahreS 1879 die Einschätzung nicht vollendet sein sollte, hat dieselbe sodann durch die Bezirks-Schätzungs-Referenten allein dnrchgeführtzu werden." — (Die krain. Landwirthschastsgesell-schast) hielt gestern ihre Generalversammlung ab. Der Präsident Carl Freiherr v. Wurz b ach begrüßte die anwesenden 40 Gesellschastsmitglieder, konstatierte die Verdienste der von Laibach in andere Provinzen ansgewanderten Herren Salzer und Schollmayer und stellte den Antrag: die silberne Hochzeit des Kaiserpaares sei vonseite der Land-wirthschaftsgesellschast Krain durch Ueberreichung einer LoyalitätS- und Ergebenheitsadresse zu feiern, welcher Antrag angenommen wurde. Dr. B l e i -weis nrgierte die Bestellung je eines k. k. Bezirk-- Thierarztes für Ober-, Inner- und Unterkrain. Der Gesellschafts-Sekretärsadjunct Brus theilte die Vereinsrechnung pro 1877 mit. nach welcher sich die Geldeinnahmen auf 6619 fl. und die Ausgaben auf 6251 fl. beliefen. Die Gesellschaft besitzt einen Jnventarialwcrth von 34,312 fl. Das Präliminare pro 1879 beziffert sich mit 4096 fl. in den Einnahms- und mit 3962 fl. in den Ausgabsrubriken. Die Gesellschaft genehmigte die erwähnte Rechnung und das Präliminare. Herr Dolenc, Direktor der Obst- und Weinbauschule in Slap, hat sich mit Zustimmung des Landesausschusses bereit erklärt, in den Ortschaften Unterkrains landwirtschaftliche Wandervorträge über Rebenzucht, Kellerei und Obstbaumzucht zu halten. Die Gesellschaftsfilialen in Wippach und Möttling überreichten Gesuche um Verwendung behufs Auflassung des Institutes der Steuerexecutoren. Jnbetreff der Wanderbienenzucht wurde der Antrag auf Erwirkung eines Gesetzes abgelehnt. Die Bewirtschaftung des landwirthschaftlichen Versuchshofes in der Polana wurde Herrn Panl Skale übertragen. Die Veranstaltung zweier Lotterien wurde genehmigt. Die Versammlung vollzog die Ernennung von 3 Ehren-und 7 korrespondierenden Mitgliedern der Gesellschaft. — (Sitzung.) Die Handels- und Gewerbekammer für Krain hält morgen abends um 6 Uhr eine Sitzung ab. — (Unter st ützungsgaben.) Die Sammlungen für die durch Wasserschaden hart bedrängten Ansassen im Zirkuizer und Planinathale werden fortgesetzt und die eingehenden Gelder im Wege des krainischen Landespräsidiums an die Betroffenen veitheilt. Nach eingelangten Berichten hat das Zirk-nizer Thal wieder seine frühere Physiognomie angenommen, der See, der auf den Feldern nnd am Mauerwerke der Häuser von Unterseedors bedeutenden Schaden anrichtete, ist wieder so ziemlich zwischen seine Ufer znrückgetretcn Dagegen ist das Thal von Planina noch vollständig überschwemmt, und dürfte der weite See durch die Sauglöcher des Bodens noch nicht so schnell abfließc». Elf Häuser und ebenso viele Säge- und Mahlmühlen stehe» noch in den Fluten. Die betreffenden Hausbewohner halten sich in den ersten Stockwerken auf, da die ebenerdigen Räumlichkeiten mit Wasser und Schlamin erfüllt siud. Möge der bekannte Wohlthä-tigkeitssinn nicht erkalten und zur Linderung des andauernden Nothstandes ausgiebige Hilfe geleistet werden! — (Faschingschronik.) Am Samstag den 1. Februar l. I. findet in den Restaurationslokalitäten des Hotels „Europa" eine Tanzunterhaltung statt. Die Damen wurden ersucht, in einfacher Toilette zu erscheinen. — (A us dein Casinovereine.) Die Abend-, beziehungsweise Tanzunterhaltungen werden, um anderweitige Tanzvergnügungen nicht zu stören, am 8., 19. und 24. d. M. in den Casinovereins-lokalitäten stattfinden. — (Landschaftliches The ater.) Carl Costa's sünsactige Posse „Ihr Korporal" fand bei der gestrigen Aufführung recht beifällige Aufnahme. Herr Direktor Ludwig (Korporal Jstvan) war so recht in seinem Element, Herr Friedrnann (Wendelin) ließ seiner Komik freiesten Lauf, Herr S e -lus spielte den „Gottfried Lampet" recht gemüth-lich, Herr Baum den blöden „Roderich" vorzüglich. Fräulein Habrich präsentierte sich in der Rolle der „Therese" als sehr routinierte Schauspielerin und in dem „Zitronenwalzer" als stimmbegabte, über eine wohlklingende Tiefe verfügende Lokalsängerin. Das Haus spendete Beifall. Die nächsten Tage werden Nachweis bringen, ob die genannte Sängerin auch in Operetten, namentlich bei Ausführung jugendlicher Partien, günstigen Erfolg erringen wird. — (Telegrafische Postanweisungen ür Bosnien und die Herzegowina.) Der Handelsminister hat im Einvernehmen mit dem Reichs-Kriegsministerium und dem ungarischen Handelsministerium die Bestimmungen der Verordnung vom 27. November 1878 dahin erweitert, daß vom 1. Februar d. I. an die bei den Feldpostanstalten in Bosnien und der Herzegowina auf Postanweisungen eingezahlten Beträge bis 150 fl. über Verlangen des Absenders auf telegrafischem Wege bei den in Oesterreich-Ungarn gelegenen Postanstalten des Bestimmungsortes zur Auszahlung angewiesen werden können, wenn zwischen der Feldpost-Anstalt des Ausgabe-Ortes in Bosnien nnd der Herzegowina und der Postanstalt des Bestimmungsortes in Oesterreich-Ungarn eine Staatstelegrasen-Verbindung besteht. Für solche telegrafische Postanweisungen 1 sind folgende Gebüren zu entrichten: 1.) Die mit der Verordnung vom lii. Oktober 1878 normierte 1 Postanweisungsgebür; 2.) die Telegrafengebür für 1 die Depesche von 20 Worten vom Aufgabe- bis 1 zum Bestimmungsorte mit 60 kr., wenn der Bestimmungsort im Grenzrayon, mit 90 kr. aber, wenn derselbe außerhalb dieses Rayons gelegen ist (der Grenzrayon umfaßt ganz Bosnien und die Herzegowina einerseits und ganz Dalmazien österrei-chischerseits); 3.) wenn die Postanweisung nicht poste restante lautet, die gewöhnliche Expreßgebür. Die Gebür von 10 kr., welche im Jnlande für die Uebertragung des Postanweisungs-Telegrammes vom Postamte zur Telegrafenstation zu entrichten kommt, falls sie nicht beide in demselben Gebäude sich befinden, ist von den Feldpostämtern in Bosnien und der Herzegowina bis ans weiteres nicht einzuhebeu. — (Ein Diurnist) wird bei der hiesigen Finanzdirection sogleich ausgenommen. — (Druckfehlerberichtigung.) In der gestern gebrachten Notiz „Perfidie des Narod" soll es in der 33. Zeile anstatt „Freudenschein" richtig „Freudenschrei" und in der 39. Zeile anstatt „nicht etwa uns" richtig „nicht etwa nur" lauten. Der Kampf gegen die neue Schule. II. P. Heinrich Schwarz stellt in seiner Broschüre in Abrede, daß die Kinder jetzt auffallend böser und ausgelassener sind als vorher. Zu jeder Zeit hat es, wie ich früher sagte, gute, aber auch böse Kinder gegeben. Der auch als Schriftsteller rühmlich bekannte Professor Anthaller erzählt in seiner Geschichte der Lehrerbildung und Normal« schult in Salzburg folgendes: Daß unter einer Anzahl von so vielen hundert Kindern auch vielerlei Ausschreitungen nnd Gebrechen vorkamen, ist selbstverständlich. Namentlich in den beiden Jahrgängen der vierten Klasse fanden sich mitunter viele Rohheit vor, Widerspenstigkeit und grobe sittliche Vergehen. Auch in den anderen Klassen warnt die Kinder nicht besser wie heutzutage, welche Behauptung ich durch einige, den Steten entnommene Beispiele belegen will. Im Jahre 1842/43 beschwerte sich das 3. Bataillonskommando bei der Schulleitung, daß die aus der Schule kommende Jngend entsetzlich lärme und mehrmals die Fenster der Kaserne eingeworfen habe. An der Militärfchießstätte vor dem Neuthore waren durch Schüler die gepflanzten Bäume und Blumen beschädigt worden. Ein anderer Schüler war in dem nämlichen Jahre von der Polizei angezeigt worden, daß er vom Mönchsberge oberhalb des Nenthores Steine auf die herunter Gehenden geworfen habe; drei Schüler waren in der Herrengasse in ein Zimmer eingebrochen und hatten dort Geld gestohlen. Ein anderer Schüler mußte wegen Verführung zur groben Unsittlichkeit ausgeschlossen werden. Schon im Jahre 1828 äußerte sich der Direktor A'.ois Maier in seinem Jahresberichte an das Konsistorium: Kindervergehen kamen leider auch in diesem Jahre wieder vor; aber cs ist größtenteils nicht zu hart geurtheilt und viel gesagt: Die häusliche Erziehung und die geringe Achtsamkeit mancher Eltern sind daran schuld. — Und dies war doch eine Normalschule, das ist eine Musterschule, der es an tüchtigen Lehrkräften nicht mangelte! P. Schwarz beklagt, daß so selten die nachsichtige Mutter es über's Herz bringen kann, dem lieben Büblein zu nahe zu treten, und daß zuweilen der Vater, wenn cr gar zu gemüthreich und barmherzig wird, noch viel närrischer als die Mutter ist. Das Erbärmlichste aber, was die Calamität manchen Lehrers noch ärger macht, bestehe darin, daß der verstockte Bub' schon weiß: „Ah, der Lehrer darf mir nichts mehr thun." Der hochwürdige Broschürenschreiber sagt: „Nicht selten werfe man der neuen Schule vor. daß sie confeffionslos sei. — Konfessionslos — consessionslose Schule — welch' ein Unsinn! Was heißt: Konfession ? Konfession (confessio von confiteor: ich bekenne) heißt also im Deutschen: Bekenntnis. Ein Bekenntnis ist jederzeit da; wer Glauben hat, bekennt seinen Glauben; wer keinen Glauben hat, wird durch Wort und That seinen Unglauben bekennen. Wer aber unter jenem Worte das versteht, daß man zufolge der jetzigen Richtung des Zeitgeistes, vermöge welcher ein großer Th eit unserer Gebildeten die positive Religion als eine abgethane Sache betrachtet, auch in der Schule sich wenig mehr mit religiösen Dingen befasse, wird sich wo! sehr irren. Noch jetzt sind nach dem neuen Schulgesetze die Rechte der katholischen Kirche gewahrt, und wenn diese im Geiste unseres verewigten Fürst-Erzbischoses und Kardinals Maximilian Josef v. Tamoczy verwerthet werden und Kirche, Schule und Haus zusammenwirken, so hat man nicht Ursache, zu klagen. Noch jetzt stehen, wenigstens im Salzburgischen, Geistliche und Lehrer im schönsten Einvernehmen, und wo diese schöne und heilige Harmonie zwischen Lehrern und Geistlichen waltet, geht es auch mit der Schule gut, mag sie nun nach außen eine consessionslose heißen oder den goldenen Schild einer echt katholischen tragen. Der Name macht es nicht aus; der Buchstabe tödtet, der Geist aber belebt." P. Schwarz sagt weiter: „Vielen ist die achtjährige Schulpflicht ein Dorn im Auge. Sie begreifen nicht, tote väterlich die Regierung in dieser Hinsicht vorzüglich für die Landbetoohner gesorgt hat. In den ersteren Jahren ist, wie jeder Schulmann weiß, mit den Kindern, besonders mit den Knaben auf dem Lande, wenig zu machen. Land-kinder entwickeln sich viel langsamer als die Stadtkinder. Erst int 12. Jahre geht, so zu sagen, bei ihnen der Kopf auf, d. i. der Verstand wird geweckter, das Gedächtnis verläßlicher. Schon mancher Pehrer seufzte bei diesem oder jenem Knaben: „Ach, wie schade ist es doch mit diesen Knaben! Die Eltern hätten ihn noch um ein paar Jahre länger in der Schule lassen sollen! Jetzt hätte er sich erst gemacht; es hätte aus ihm etwas Rechtes werden können!" Wie oft hörte ich in früheren Jahren selbst Eltern sagen: „Ich lasse ihn noch ein paar Jahre in der Schule, zur Arbeit ist er noch zu schwach." Auch iubetreff der sogenannten Feiertagsschule hörte ich ansragen: „Ja, Herr Lehrer, ginge es denn nicht, an Sonntagen können wir unseren Buben nicht entbehren; ich wollte ihn lieber unter der Woche ein paar Tage in die Schule gehen lassen!" Früher wäre es den Leuten so erwünscht gewesen; jetzt jammern sie! Das ist sonderbar! Wo eilte wichtige Ursache vorherrscht, können die Eltern ohnehin um Nachsicht bei der Schulbehörde bitten, obwol auch nicht zu leugnen ist: Viele Dispensen sind des Gesetzes Tod." Der hochwürdige Herr referiert, daß es vielen nicht recht sei, daß das Schulgeld aufgehoben ist. Auch dieses ist für viele eine Wohlthat. Denn wie die Erfahrung lehrt, haben die ärmsten Leute am meisten Kinder. Diesen ist geholfen, und dem wohlhabenden Bauersmann, der keine Kinder hat, schadet : es nicht, wenn er zu einem guten Zweck auch feilt : Scherflein beiträgt. P. Schwarz schließt seine Broschüre mit fol-: gendeit Stellen: „So gibt es auch in dem neuen Schulgesetze so vieles, was zum größten Heile der Jugend und des Volkes wäre, wenn dieses nicht so unverständig wäre und durch Starrköpfigkeit das Gedeihen der neuen Anordnungen abweiscn würde. Es erfüllt das Lehrerherz mit inniger Befriedigung, wenn Männer aus jenem Stande, der bisher in seiner Mehrheit als heftiger Gegner der neuen Ordnung in Schulsachen ausgetreten ist, auf unsere Seite treten und den Schild erheben zum Schutze unseres heiligen Gutes. Ehre ihnen, umsomehr als ihre Zahl noch sehr gering ist! Möge es aber diesen wenigen gelingen, die Zeit anzubahnen, in der die Kirche auf die Herrschast über die Schule Verzichtet und sich mit der Freundschaft derselben begnügt, in der die Mutter die Mündigkeit der Tochter nicht mehr bekämpft, und Priester und Lehrer nicht uiehr gegen, sondern mit einander wirken zum Segen und Heile des Staates, des Volkes! Dies unser sehnlichster Wunsch." Abonnements-Einladung. Mit 1. Februar 1879 beginnt ein neues Abonnement auf das „Laibacher Tagblatt". Bis Ende Februar 1870: Ar Laibach............................— fl. 70 kr. "it der Post..........................1 fl. — kr. Bis Ende April 1879: ür Laibach............................2 fl. 10 kr. "it der Post..........................3 fl. — kr. Für Zustellung ins Haus monatlich 9 kr. mF“ Auf das „Laibacher Tagblatt" kann täglich abonniert werden, doch muß das Abonnement immer mit Schluß eines Monats ablaufen. Witterung. Laibach, 30. Q(inner. Seit morgens Schneefall, sehr schwacher O. Temperatur morgens 7 Uhr + 06», nachmittags 2 Uhr + 12" C. (1878 — 0 5«; 1877 — 0 6» C.) Barometer im Fallen, 739-70 mm. Das gestrige Tagesmittel der Temperatur + 11", um 2'4° über dem Normale; der gestrige Nicdcrschlag 4 50 mm. Schnee. Angekommene Fremde am 29. Jänner. Hotel Stadt Wien. Kren, Hdlsm., und Lakuer, Kfm., Gottschee. — Ripper, Bree, Klein, Luszuig, Kflte., und Ribano, Privat, Wien. — Weber, Hdlsm., Morobiz. Hotel Elefant. Dolene, Weinban-Schnldirektor, Slap, — v. Troyer, Lberstlient., Fiume. — Kvtnik, Gutsbesitzer, Vert. — Wolf, Fabrikant, Habrich, Operettensängerin, und Skalitzer, Kfm., Wien. — Sadnik, Senosetsch. — Göbel, Fabrikant, Jnngcrndors. — Göbel, Oberlient., und Smrekar, Stein. — Spira, Lieutenant, Triest. — Eop, Krämer, Lokve. Mohren. Hibi, Kntschcr, Württemberg. — Scherz, Mar-queur, Marburg. Gedenktafel über die am 3. Februar 1879 stattfindenden Licitationen. 2. Feilb, Likozar'sche Real., Mitterdorf, BG. Krain-bürg. — 1. Feilb., Kralj'sche Real., Zahrib, BG. Littai. — 1. Feilb., Pregel'sche Real., Ustje, BG. Littai. — 1. Feilb., Maßle'sche Real., Brod, BG. Loitsch. — 1. Feilb., Zalaz-nik'sche Real., Kirchdorf, BG. Loitsch. — 1. Feilb., 6cm* rov'sche Real., Oberdorf, BG. Loitsch.— Reass. 1. Feilb., Jerina'sche Real., Oberdorf, BG. Loitsch. — 1. Feilb., iun. Molk'sche Real., Oberdorf, BG. Loitsch. — 1. Feilb., Wrenk'sche Real.. Sagor, BG. Littai. — 1. Feilb., Bro-lich'sche Real., Außergoriz, BG. Laibach. — 2. Feilb., Ruzzier'sche Fahrnisse, Senosetsch, BG. Senosetsch. Lebensmittel-Preise in Laibach am 29. Jänner. Weizen 6 fl. 50 fr., Korn 4 fl. 55 fr., Gerste 4 fl. 6 kr., Hafer 2 fl. 76 fr., Buchweizen 4 fl. 55 fr., Hirse 4 fl. 88 fr., Kukurutz 4 fl. 20 fr. per Hektoliter; Erdäpfel 3 fl. — fr. per 100 Kilogramm; Fisolen 7 fl. 50 fr. per Hektoliter; Rindschmalz 90 fr., Schweinfett 76 fr., Speck, frischer 54 fr., geselchter 70 fr., Butter 80 fr. per Kilogramm ; Eier 2'/, fr. per Stück; Milch 7 fr. per Liter; Rindfleisch 54 kr., Kalbfleisch 50 fr., Schweiiifleifch 44 fr., Schöpsenfleisch 36 kr. per Kilogramm; Heu 1 fl. 94 fr., Stroh 1 fl. 51 fr. per 100 Kilogramm; hartes Holz 9 fl. — fr., weiches Holz 6 fl. — fr. per vier C,-Meter; Wein, rother 24 fl., weißer 20 fl. per 100 Liter. Theater. Heute (ungerader Tag): Bortheile der Schanfpielerin Marie Langhof: Znm ersten male: Französische Kleinstädter. Senfationsstück in 5 Steten von Bictorien Sardon. Deutsch von R. Schelcher. Zum Telegramme. Paris, 29. Jänner. In der Besprechung der Minister mit einflußreichen Mitgliedern der Majorität beider Kammern hinsichtlich der Weigerung Mac Mahons in der Militärkoimnanden-frage erklärten die Delegierten, die Majorität wolle den Präsidenten der Republik nicht stürzen, würde aber dessen Demission annehmen, und forderten die Minister auf, auf der Unterzeichnung des Dekretes nochmals zu bestehen. Im Weigerungsfälle werden die Minister der Kammer die Situation vorlegen und demissionieren. In der Besprechung Dufaure's mit Mac Mahon beharrte letzterer auf seiner Weigerung. Petersburg, 29. Jänner. Die Negierung ordnete die energischsten Vorsichtsmaßregeln gegen die Epidemie an: Leichenverbrennung, die BÜdmig einer hygienischen Kommission, Entsendung eines Generalkommissärs nach Astrachan mit den ausgedehntesten Vollmachten, Berufung europäischer ärztlicher Celebritäten. Wiener Börse vom 29. Jänner. Allgemeine Staats» fcfuftl. Papierrente............ bilberrente............ Goldrente.............. StaatSlose, 1889. . . „ 1854. . . „ 1860. . . 1860(5tel) 1864. . . Grunüentlaftung,- Obligationen. Galizien............... Siebenbürgen . . . Temeser Banat . . . Ungarn................. HmUrc öflenlficfie Ankekien. Donau-Regul.-Lose . Ung. Prämienanlehen Wiener Anlehen . . . üclien v. Hanken. Kreditanstalt f.H.u.G. EScompte-Ges., n.ö. . Nativnalbank......... Actien v. Transport tinlerneBmangco. Alföld-Bahn.......... Donau - Dampfschiff-Tlisabeth-Westbahn . FerdinandS-Nordb. . i^ranz.Joseph-Bahn. Galiz. Karl-r.'udwigb. t'cnibctfl - Czernowitz -Aoyd-Oesellschaft . . Geld 61 15 62-40 73-70 311— 108*50 113 90 126-50 142 50 85-50 74'— 75 50 80 75 103 75 78 75 89 — 212-80 772 — 115 490 157-50 2050 Ware 61-25 62-50 73-80 913 — 109 — 114-25 127*50 143- 86-— 75-76 25 8125 104— 79— 89 25 213- 773 116 468 — 158 50 2055 127-50 128 — 217 75 217 — 119-50 120 50 568 —>569 — Nordwestbahn . . . . Rudolfs-Bahn . . . . StaatSbahn............ Südbahn............... Ung. Nordostbahn . . Pfandbriefe. Bodenkreditanftalt in Gold............. in österr. Währ. . . Nationalbank.......... Ungar. Bodenkredit- . Prioritätg~@6fiß. Elisabethbahn, l.ffim. Ferd.-Nordb. i. Silber Franz-Ioseph-Bahu. Galiz.K-Ludwigb, I.E. Oest. Nordwest-Bahn Siebenbürger Bahn Staatsbahn, 1. Em. Südbahn ä 3 Perz. fc 5 „ . Prioalkose. Kreditlose.......... Nudolfsstiftung. . . Devisen. London ........... Hekäsorten. Dukaten........... 20 Francs .... 100 d. Reichsmark Silber............ Geld 109 75 116*— 239-50 64--115-75 110 75 96— 99-75 95'— 91-75 103-50 85 90 99 75 85'50 6175 159 75 109 75 96 25 160 — 15-50 116 50 553 9 33 5760 10«,— Ware 110 — 116 50 240 -64 50 116*— 111*— 96 25 100 — 9525 104 — 86'10 100 — 85 75 62'— 160 25 HO-— 96*50 160 50 16 — 116-60 5'54 9-331/, 57-70 ICO — Telegrafischer Kursbericht am 80. Jänner. Papier-Rente 61 25. — Silber-Rente 62 45. — Gold-Rente 73 85. — 1860er Staats-Anlehen 113 75. — Bank-actien 775. — Kreditactien 213—. — London 11635. — Silber 100.—. — K. k. Minzdukatei, 5-52. — 20-Francs-Stücke 9'32'/a. — 100 Reichsmark 57 55. Dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere» innigstgeliebten Sohn, beziehungsweise Brudcr, den Herrn Lmil Zhußer von Hkrog, k. k. Anscnltant, am 30. Jänner 1879, morgens unt 3 Uhr, int 28. Lebensjahre, nach langem schmerzvollen Leiden in das bessere Jenseits zu berufen. Die Beerdigung findet am 1. Februar 1879, nachmittags um halb 4 Uhr, vom Sterbehanse, terrengasse Nr. 4, ans auf dem Friedhöfe zu t. Christoph statt. Die heiligen Seelenmessen werden in der Domkirche gelesen werden. Der Verstorbene wird dem frommen Andenken empfohlen. Laibach, 30. Jänner 1879. lluimuud Zliuber v. Okrtig, k. k. Landes-gerichtsrath; Albertine Zliuber v. Okr dg geb. Heinrich, Eltern. — Clementine Zliuber v. Okrtig, Schwester. — Dr. Amon Zliuber v. Okrög, k. k. Gerichtsadjunet in Windisch-Fei-striz; Aiiton Zliuber v. Okrög, Oberrealschüler, Brüder. Allen Theilnehmenden die traurige Nachricht, daß tjentc früh um 3/*8 Uhr unsere heißgeliebte gute Elsbeth im Alter von 8 Jahren nach »tägigen schweren Leiden nnd unsäglich hartem Todeskampfe infolge von Diphtheritis gestorben ist. Das Leichenbegängnis findet morgen um 4 Uhr nachmittags von der Todtenkapelle aus statt. Sic ruhe sanft! Laibach am 30. Jänner 1879. Familie Rüting. Frisch angelangt: Patent-Stärkeglanz, russisches Lederöl, Jnchtenschmiere, Lederschmiere, Sattelzeugschmiere und Stiefellack. (66) Dcter Mnßnik. ZalinweliZ jeder und heftigster Art beseitigt dauernd das berühmte Päriser Ivlton, wenn kein anderes Mittel hilft! Flacon ä 50 kr. bei Herrn Apotheker Birschitz. (13) 10—4 Verstorbene. Den29. Jänner. Maria Schukowiz, Dienstbotenskiud, 14 Mon., Chröngasse Nr. 3, Fraisen. Den 30. Jänner. Emil Zhuber v. Okrog, k. k. Aus-eultant, 27 I., Hcrrcngasse Nr. 4, Luugentnberkulose. — Johann Beniik, Sträfling, 17 Jahre, Kastellstrashaus Nr. 12, Lungentuberkulose. Taifitnartcn in hübscher Ausstattung empfehlen Mit mir 50 kr. als Preis eines Original-Loses sind zu gewinnen I ooo Dukaten effektiv in Gold. 3000 Treffer - 2* Diese, vom Magistrate der Stadt Wien zum Besten des Armenfondes veranstaltete Lotterie enthält Treffer von 1000, 200, l Dukaten 100, 100 \ Gulden 100, 100 ] in Gold, 100, 100 / Silber 3 Wiener Communal-Lose, deren Haupttreffer 300,000 fl. beträgt, und viele andere Kimst- und Werthgegenstände in Gold und Silber, zusammen 60,000 fl. Dir Ziehung erfolgt unter Kontrolle des Magistrates am 25. Februar 1879. Bei auswärtigen Aufträgen wird frankierte Einsendung des Betrages und Beischlus; von 30 kr. für Franeo-Znfendung der Lose und s. Z. der Ziehungsliste ersucht. (593) 12-8 Wectalst* der UNION-BANK, Wien, Graten 13. Druck von Jg. v. Kleinmayr & Fed. SemBcrg. Verleger: Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Franz Müller.