EINZELPREIS: wocfientags 10 Rp» Samstag-Sonntag 19 Rpf mrbutgei »cuuns Amtliches Organ des Verlag und Schrlftleitungt Marburg a. d. Drau, tiadgasse Nr. 6, Femrut: 25-67, 25-68, 25-69. — Ab 18 Ohr (6 Uhr abends) ist die Schriftleitung nur auf Femrul Nr. 28-67 erreichbar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht rückgesandt. — Be» Anfragen Rückporto beilegen. — Postscheckkonto Wien Nr. 54.608. Steirischen Heimatbundes Hrscheint wöchentlich sechsmal als Morgenzeitung (mit Ausnahme der bonn- u. Feiertage). Bezugsp*"el9 (Im voraus zahlbar) monatlich RM 2.10 einseht Zuttell-gebühr; bei Lieferung im Streifband zuzüglich Porto; bei Abholen in der üe-Bchäftsstello RM 2.—. — Anzeigen- und Bezugsbtstellungen in der Verwaltung. Otr. 382 Tltordurs Q. 2)rau, Sreitag, 7. !7lobem6rr i94i 81. Sai&rgana In breiter Front znm IHeer Keine Atempause für den gesclilagenen Feind auf der Krim Mdliifeer WUersbnd Indien Wirksame Luftanoriffe auf Moskau, Lanlngrad und Gorki Dr#i Truppontransportar versankt Aus dem F ii h r e r h a u p t q u a r t'l e r, November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekantit: Auf der Krim wurdo die Verfolgung (je« «eschlagenen Feindes auf der ge-.samten Front erfolgreich fortgesetzt. Im Jalla-Gebirxo warfen deutsche und rumänische Truppen at)Keschn]tteno Kröfto des Feindes und stieOen zwischen Jalla und Feodosla In breiter Front zur Küste des Schwarzen Meeres vor. Auch Im Gebirge ostwärts Sewastopol wurde lelndllcher Widerstand gebrochen. Dlo Luftwaffe unterstützte die Operationen und fügte den Sowjets in den (lewüssern der Krhn sowie vor der Nordostküste des Schwarzen Meeres neue scfiwere Schlffs-veriuste zu. Sie versenkte drei Truppentransporter mit zusammen 13.000 brt und bescliftdixte durch Bombenwurf vier weitere Kroßere Handelsschiffe. Vor Leningrad wurden Ausbruchsversuche des Gegners abgewiesen. Schwere und schwerste Batterien des Heeres bekämpften kriegswichtige Ziele in Leningrad und feindlichen Schiffsverkehr im finnischen MeertHisen. Zwei Krlexs-sohiffe und ehi Frachter wirrden schwer getroffen. Bei einem Nachtangriff der Luftwaffe auf die Industriestadt Qorki wurden neue schwere Zerstörungen in Rüstungswerken und VersorgimKSbetrieben angerichtet. Andere KampffHegerverbMnde Ijefegten )n der letzten ^acht Moskau und Leningrad mit Spreng- und Brandbomben. An der Südwestküste Fngtands bombardierte die Luftwaffe In der Nacht zum 6. November Werftanlagen des Hafens I almouth. Der Feind flog in der vergangenen Nacht mit schwachen Kräften In das deutsche Küstengebiet ein. Der Anxrlifs-\ersuoh blieb ohne Wirkung. Sieben britische Bomber wurden abgeschossen. In der Zeit vom 20. Oktober bis 4. November verlor die britische Luftwaffe 37 Flugzeuge. Während der gleichen Zeit iiingen im Kampf gegen Großbritannien sieben eigene Flugzeuge verloren. Killiner Vorsioss eines Reglinents Mak-Battterie erledigt elf überBchwerc Sowjet-Panzer Berlin, 6. Novetiibcr. Ein Infanterieregiment cin^r motorislcr-len deutschen Division zeichnete sich im Nordabschnitt der Ostfront unter persönlicher Führung des Divisions-Komman-«icurs am 5. No^fenlber bosondcrs .lus. l^as Infanterieregiment durdibrach, allen . iidcren KrJlftcn des Korps weit voraus };ostaffclt und ohne I^Ücksicht auf offene l'Intiken, boisclicwistische Bunkersteliun-fron an einem Fluf^. Es erzwang aen Übergang imü erkümpfte sich am jenseitigen Ufer einen rirUckenkopf, der l'ilr weitere Operationen vnn Bedeutung war. An einem der letzten Kampftage an der f^stfront war eine deutsche Flak-Batterie •''n der Aibwehr eines starken sowjetischen ^anzerangriffs erfolg^reich beteiligt. Die neschüfze dieser »atteric vernichteten nnerhalb 20 Stunden durch direkten Be-ihuß elf überschwere Panzer der Bol-^^i'hewisten, die auf die deutschen Siellun-Hen vorzustoßen versuchten. Ständig im nw|etl«chcn Foucr llegenvl. wehrte diese I^>itter!e alle Atmriffp ab und fruf; cl'imit ("ntscheldend 7iim Zusnn^nenbruch dt'S bnUrlinwIsiiscben VorstoRps bei. T^'n F'lircninnkor-I'ntcrdfflzicr /cicli-lU'tc slcli Ihm dic'ii.'ii KnmpriKini'1iinr;cn nln" <^ieschlltzführcr besonders aus. Er ver- nichtete in kurzer .Zeit mit seinem Gc-sclnitz sieben Überschwere Panzer, von denen einer ein Gewicht von 64 Tonnen hatte; die sechs anderen waren |c 52 Tonnen schwer. Planmailger Vormarsch in der Ukraiim Sowjetischer Übcrsetzversuch über den Donez von Honvedtruppen abgewiesen Budapest, 6. November. MTI meldet von der Ostfront: Die an der ukrainischen Front kämpfenden verbünüCten Streitkräfte haben den Feind in den Raum zwischen Woro-schilowgrati und dem süGüstÜchon Do-nez-Becken zurückgedrängt. Die Operationen nehmen trotz der Ungunst der Witterung und trotz der schwierigen Verkehrsverhältnissc ungestört ihren planmäßigen Verlauf. Die Honved-Ar-nieeteile haben in Erfüllung ihrer Aufgaben, den Donez zu sichern, den Versuch einer feindlichen Einheit, den Fluß zu überschreiten, mit Leichtigkeit abgewiesen. Im übrigen war in diesen Frontabschnitten nur spärliche Flicgertfltigkeit zu verzeichnen. U-J3ootc am Immer neue Einsätze gt^tn das Fundament des Britenreiclies In der vergangenen Woche fielen dcut-1 reifen, aber nicht für hngland, sondi'rn sehe U-Boote über einen britischen Geleit zug her, der von Gibraltar nach England unterwegs war; er wurde in tagelfingen Verfolglingskämpfen auf den Urund des Meeres geschickt, uml nur einige kleine Scliiffe konnten sicli bis /um nächsten Male in Sielu'rlieit l)riiigen. Am .'3. d. M. meldete der \Vclinn;ichts-bericht abermals einen Angriff niif Jnen Ooleiti^ug im Atlantik; 'elf Scliiffe mit 53.(1{)0 Tonnen wurden versenkt. Im Monat Oktober waren es insgesamt 255.200 Tonnen, die Jen Torpedos un^^ercr Untcr-scel">ontc zum Opfer ficlon. So gelit es seit dem Kriegsbeginn olme Pause, und der Feind hat Millionen und Aborniillio-nen Tonnen seines lebenswichtigen Transportraums eingebüßt. Die Briten haben ihre VornKiclitsteilung auf dem internationalen Scliiffahrtsmarkt längst verloren. Als bester Hewcis dafür gilt außer dem von deutscher Seite veröffentlichten nüchternen Zaliicnmatorial der Umstand, daß sich die USA ganz offen anschickcn, die Naclifolgeschaft 'der Engländer zu übernehmen. Rooscvclt hat den Plan zur Gründung eines Weltschiff-fahrts-Pools ins Auge gefaßt, der zwir (pro forma einen internationalen Vorsitz bekommen soll; die Leitung aber wiril sich in Washington niederlassen. Die Verwirklichung eines von den Vereinigten Staaten kontrollierten Weltschiffahrts-Pools ist ein kräftiger Schlußstrich unter die bisher in der Welt führenden englischen Pool-Konstruktionen. Nachdem sich Roosevelt im Zuge des britischen Ausverkaufs die nötigen militärischen Stützpunkte gesichert hat, holt er nun zu einem wirtsciiaftlichen Schlag gegen Jen englischen Bundesgenossen aus. I')ie Früchte der »PotoniacÄ-Konferenz beginnen zu Im GegensloB znrfldtgeworlen Sowjetischer Dutchbruchsversuch im Jaila-Gebirge abgewiesen Berlin, 6. November. Auf der Krim erzielten die deutschen Truppen am 5. November auf der Verfolgung der geschlaxenen Bolschewisten weitere iTfoIge. Sowjetische Kräfte, die aus dem .laila-Geblrite nach Westen vor-zubreclien versuchten, wurden von einer deutschen Infanteriedivision zum Kampf gestellt, in heftigen Gegenangriffen versuchten die Bolschewisten Immer wl^er durchzubrechen. Die Sowjets wurden von der deutsciien Division unter schweren sowjetischen Verlusten geschlagen. Ein Infanterieregiment dieser Division warf die Bolschewisten im GesenstüB nach Nordosten zurück. Deutsche motorisierte Einlieiten nahmen sofort die Verfolgung der stellenweise fluchtartig zurückweichenden Bolschewisten auf. Eine Vorausabteilung der deutschen Division stieß bis zu einer sowietischen Feldstellung vor und eroberte sie nach mehrstündigem Kampf, obwolil die Bolschewisten alle veriüRbaren Verstärkungen zur Verteidigung dieser Stellung herangetragen hatten. Deutsdie Oifensivitraft nngehnwijMi London staunt über Vormarschleistungen auf der Krim Genf, 6. November. DI© Berichte der Londoner Blätter von der Osth'ont stehen fast ausschlleUJich im Zeichen der militärischen Vorgänge auf der Krim. Fast alle Blätter geben mehr oder minder offen zu. daß man in I nvlnnd über diu Sclinelligkelt des deutschen Vormarsciies und auch darüber noch imnK^r nicht ihre Kraft verloren hat. Der Stockholmer SondcrkurrespondeHt der »Times« nennt die Einnahme der Krim-Hauptstadt einen »eindrucksvollen Erfolg«. »Daily Telegrapii« berichfet, trotz kalten Wetters gebe es noch immer kein j^clclien. daß der deutsdie Vormarsch irgendwo an Intensität nachlasse erstaunt sei, daß die deutsciie Offensive oder aufgehalten werde. für die Piutokralcn der Wallstreet, die Kerne zu gemeinsamen Kundgebungen über Vülkertreihcit und I)cmokratic bereit sind, im Gegensatz vla^u aber in den Dingen des Geschäfts koinc Freundschaft kennen. Der U-Ho{jtkrieg, der an "das Herz Englands greift, begann l>eim Ausbruch des Krieges besonders auf der Nord-atlantik-Houtc. Da fuhrL>n die riesigen Transporter zwisch^-'n den amerikanischen und englischen Häfen hin und her. Wenn da zwei dicke Ozeaner ihre Torpedos verschluckt haticn, waren sofort vom englischen Konto clreißigtausend c^der vierzigtausend Tonnen abzubuchen. Die RiJ-senJanipfer haben sich im ersten und zweiten Jahr des Krieges so sehr vermindert, daß sie zu einem sehr raren Artikel geworden sind. Die Torpedoziele sind kleiner geworden; sind sind aucii schwerer zu treffen als die früher fahrenden Riesenkästen, aber das Itält die deutschen U-Boote keinesfalls von ihrer eifrigen Arbeit ab. Wenn man die letzte Versenkungsziffer von 53.(X)Ü Tünnen durch die elf daran beteiligten Dampfer teilt, dann kommt eine Durchschnittsgröße von 5000 'l"o;inen pro Schiff heraus. Die Leistungen unserer U-Boote sind heute in der Tat nicht mehr nur nach der Tonnenzahl, sondern vielmehr nach der Zahl der versenkten Schiffe zu werten. Als England noch Schüfe im Üb.^rfluß hatte, lächelte man vielleicht in London noch über ein paar verlorene Transporter; heute aber wiegen 53.000 Tonnen mindestens doppelt so viel wie noch vor einem Jahre. Heute ist England gezwungen, Dampfer auf die Reise zu schicken, die in normalen Zeiten längst auf einem Abwrack-Friedhof liegen würden. Wie sehr die Briten auf jede Tonne Schiffsraum angewiesen sind, wird «m besten klar, wenn man sich das großi; Aufgebot von Begleitfahrzeugen vorstclit, das seit etwa einem Jahre zum Schtit,c einer Transportkolonnc eingesetzt wird. Im letzten Monat wurden von deutschen U-Booten außer den 255.21)0 Frachter-tonncn noch acht Begleitfahrzeuge vernichtet, unter denen sich fünf große Zerstörer befand'-'n. Die Tatsache des schwerbewaffneten Schutzes der Frachtdampfer erhöht den Ruhm unserer tapferen U-Bootflotte, die trotz der dauernd gesteigerten Abwehr unentwegt am Feinde bleibt, um mit der wertvollen Ladung zugleich auch seine Wirtschaftskraft zu zerschlagen. Die räumliche Ausdehnung des Krieges hat es auch mit sich gebracht, daß der Aktionsradius der deutschen Unterseeboote ständig erweitert wurde. Erst war es die Nordatlantikstrecke, auf der die fetten Brocken reihenweise abgeschossen wurden. Dann kam die Biscaya dazu, dann das Gebiet von (jibraltar, dann die Westküste Afrikas und schließlich die Arktis und das Weiße Meer, um die Fahrbahn nach Murmansk und Archangelsk zu sperren. Man muß ein Hohelied der Tapferkeit schreiben, um die Kampf-leistnngen der deutschen Unterseeboote So zu würiligen, wie sie es verdienen, fin Verein mit lier Hochseeflotte und der I.uflwaffe schlagen -iie das auf der Schiff-fahrt hegründ(>te Fu;id:iment de^ hr!f|-schen Weltreiches in inimer neuen Einsätzen uncrbiltlich KUsammen. Setfe 2 _»Marl^urger Zeitimg« 7. November t04f 1,660.000 Quadratkilometer ia 132 Tagen Die gewaltige Raumausdehnung des Ostfeldzuges Berlin, 6, November. A'enn man sich von der gewaltigen Rauniausdehnung ues deutschen Ostfcld-zußes eine klare Vorstellung verschaffen will, sn bleibt kein anderes Mittel, als die (iegeniiberstcllung der Zahlen von bekannten Räumen mit den Zahlen der von der oeutschen Wehrmacht bisher im Osten besetzten Oebicte. Das Deutsche Reich hatte im Jahre 1014 eine Größe von 540.000 Quadratkilometern. Fast genau so groß, 535.000 Quadratkilometer, ist die Ukraine, Das nüchstgrößtc Gebiet stellt Weißrußland dar. Es umfaßt 235.0(X3 Quadratkilometer unti' entspricht damit der Größe von Preußen ohne Brandenburg, die sich auf An der Spitze seines Regiments gefallen Heldentod des Ritterkreuzträgers und Ritters des Pour le Merite Oberst v. Woitf Berlin, 6. November. rund 240.000 Quadratkilometer beziffert. Das Gebiet von Smolensk mit 74.900 Quadratkilometern kann mit Bayern verglichen werden, das rund 75.000 Quadratkilonieter groß ist. Das Gebiet von Orel hat KXW Quadratkilometer mehr als Schlesien und das Sudetenland zusammen, die genieinsam 64.500 Quadratkilometer bedecken. Litauen und Lettland zusammen genommen sind 127.300 Quadratkilometer groß und entsprechen damit Ranz Süüdeutschland, also Bayern, Baden und Württemberg zusammen, d'e 120.000 Quadratkilometer haben. Estland kann man mit seinen 47.500 Quadratkilometern den 40.0(X) des Protektorats oder den 47.0(X) Quadratkilometern der Provinz Brandenburg gegenüberstellen. Das Gebiet der Moldau-Republik mit 32.700 Quadratkilometern ist schließlich etwa so groß, wie Pommern, das 31.000 Quadratkilometer umfaßt. Angesichts dieser Zahlen wird die Größe der Kampf- una Marschleistungen der deutschen Truppen besonders anschaulich, wenn man bedenkt, daß die c.eutsche Wehrmacht diesen Gesamtraum, zu dem man noch den Teil des ehemaligen Polen, Teile der Provinzen Kalinin, Leningrad, Kareüen mit rund 500.000 Quadratkilometern hinzuzählen muß, also insgesamt 1,660.000 Quaaratkilometer vom 22. juni bis 31. Oktober 1941, also \n 132 Tagen, erkämpft bat. Nummer 292 ______, - ------ Die französische Regierung hat gegen diesen Angriff, 'der mit dem Krieg gegen England in keinerlei Beziehung steht, protestiert. Die Behauptung der englischei Admiralität, dieser französische Geleitzug fahre auf deutsche Weisungen und begünstige die Beförderung deutscher Bannware, ist eine Lüge und entbehrt jeder Grundlage, da dieser Geleitzng ausschließlich für die Versorgung der Franzosen bestimmt war. Albions Dank Di© französische Handeisflotte verlor seit dem Waffenstillstand 188 Schiffe mit 800.000 brt V i c h y. 6. November. Wie wir aus französischen Marinekreisen erfahren, hat die französische Handelsflotte seit dem Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland durcii feindselige Akte der britischen Kriegsmarine rund 800.000 Tonnen Handels-scliiffsraum verloren, und zwar wurden 37 Schiffe von britischen Kriegsschiffen torpediert bzw. bonibardiert oder zur Selbstversenkunjf gezwungen. Diese 37 Schiffe stellen eine Qesanittonnage von 140.000 Tonnen dar. Weitere 105 französische Handelsschiffe mit 420.000 Tonnen wurden in britischen Häfen bzw. einem Hafen der französischen Dissidenz beschlagnahmt. Schließlich kaperte die britische Kriegsmarine noch 46 französische Handelsschiffe mit 231.000 Toimen. Zusätzlich erfährt man zu der Kap^-rung des französischen Oeleitzuges im Indischen Ozean am 2. November, daß die an Bord des französischen Handelsschiffes befindlichen Passagiere in Stärke von 948 Mann von den Engländern vermutlich in britische Konzentrationslager verbracht worden sind. 7ii wetU^ Der Reichsfinanzminister von Sofia abffe' reist. Am Mittwoch hat Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Krosigk Bulgarien wieder verlassen. Reichsminister Graf Schwerin iiat sich drei Tage in Sofia aufgehalten. Die deutsch-italienische Kriegskameradschaft. Der Führer des Reichskriegerbundes Generalmajor Reinhard und der. Präsident des italienischen Frontkämpferverbandea Rossi sandten von einer Besichtigung der Schlachtfelder im Osten an den Duce ein Te-legramm, in dem sie auf die enge Kriegskameradschaft Deutschlands und , Italiens hin> weisen, die sich gegen die gemeinsamen Feinde richte. Der Oroßmufti von Jerusalem besucht Deutschland. Wie aus Rom gemeldet wird, wird der üroßmufti von Jerusalem, der bekanntlich den britischen iläschern nach Italien entkommen ist, in den nächsten Tagen in Berlin eintreffen. Serbiens Innen- und Außenpolitik war ein »JViaskenbali«. Die Belgrader »Obnowac stellt in einem Aufsatz iHier die Gründe des Zerfalles des ehemaligen Königreiches Jugoslawien fest, daß in Serbien noch nie so viel gelogen worden ist, wie in den letzten 20 Jahren. Die ganze serbische Innen, und Außenpolitik sei nur ein »Maskenball« gewesen, wobei sich die Juden, Freimaurer und Kommunisten hinter den schönsten Masken verbargen. Ihr letztes Ziel war die Hineinziehung lugoslawiens in einen Krieg für England. Dieser Politik haben sich König Alexander und einige führende serbische Politi-leer, darunter Dr. Milan Stojadinowitsch, widersetzt. König Alexander mußte seine Ent-scheidug, das Volk aus dem gefährilchen Spiel zu retten, in Marseille mit seinem Leben bezahlen. Stojadinowitsch war das zweite Opfer. Petain über den Kampf gegen den Bot* schewismus. Der französische Staatschef Marschall Petain richtete an den Kommandanten der französischen Freiwilligenlegion gegen den Bolschewismus eine Botschaft, in der er erklärt, daß die französische Legion durch ihre Teilnahme an dem Kreuzzug ge gen die Bolschewisten dazu beitrage, die nol-schewistische Gefahr von Frankreich abzuwenden. _ In ein Konzentrationslager, weil sie nicht für England sterben wollten. Wie aus New- york berichtet wird, haben die Engländer in Iran fi5 frühere jugoslawische Staatsbürger verhaftet und in ein Konzentrationslager ßebracht, weil sie sich weigerten, für Enfrland Kriegsdienste zu tun. Wer hätte das 1939 gedacht? Die Eisen* knapphcit Englands ist in der letzten Zeit derart groß geworden, daß man sich jetzt einem jTimcs luden ist der Eintritt verboten* ans dem Schaiifenstpr einer kleinen Stockholmer Ruchhandlung entfernen. Auch verschiedene nddftrafcn konnten den Besitzer der Burh-handlunfj bisher nicht davon abbrinpen, snkhe Schilder am laufenden Band herzustellen, Immer wieder erscheint ein neues Schild, wenn das alte, eben erst entfernt worden ist. Einen Tag, bevor ihn die Kunde von der Verleihung des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes erreichte, ist Oberst Horst von Wolff an der Spitze seines I.ifanteriercgiments im Osten gefallen. Oberst von Wolff erhielt im Weltkriege rls hervorragender Offizier d^imals nicht nur 'das Eiserne Kreuz 1. und 2. Klasse, das Verwundetenabzeichen und andere hohe Kriegsauszeichnungen, sondern aucli den Orden ^^Pour le Merite«. Seinen rücksichtslose.! Einsatz im Weltkriege wiederholte Oberst von Wolff auch im neuen Befroiungsknmpf. Im Wc^tfcld/ug verdiente er sich in höchster Bewährung die Spange zu ilen beiden Eisernen Kreuzen und im Abwelirkampfe gegen die Sowjets stellte er seine überragenden Führer-eigenschaften immer mehr unter Beweis. Für seinen ausnehmend ausgezeichneten Einsatz eihielt er ietzt das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. RilterhreuzirSger Major Stenizler nesloriien B e r I i n , 6. November. .\m 10. Oktober erlag der Ritterkreuzträger Major Edgar Stentzler seiner im j Kämpfe erlittenen schweren Kopfverlet- j zung. Bekannt geworden ist Majori Stentzler durch seinen heldenmütigen • Einsatz bei der Eroberung der Insel Kreta und die Verleihung des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes. Inselgruppe vor Koivisto besetzt Helsinki, 6, November. Wie das finnische Nachrichtenbüro erfährt, wurde bei der Besetzung der Inselgruppe vor Koivisto im Finnischen Meer- 1 blühen durch finnische Truppen festgestellt, | daß der Feind beträchtliche Mengen an , Kriegsbeute zurückgelassen hatte. Na- | mentlich Lebensmittel, vor allem Mehl ' tuid Korn, fielen in größeren Mengen in finnische Hand. Ferner wurden Autos, Traktoren, Pferde u id Kühe erbeutet. Die (lebände auf den Inseln sind größtenteils erhalten geblieben. Bombenziel Malta Fast jeder Tag bringt neue Luftangriffe, Rom, 6. November. Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag hat folgenf.'en Wortlaut: Bomberverbände der ital'enischen Luftwaffe griffen in der vergangenen Nacht den Flottenstützpunkt von La Valetta rnd die Flugplätze von La Venezia ima' Miccaba (Malta) an. Die Ziele wurden wirksam getroffen und es entstanden weit sichtbare Brände. Im Verlaufe eines Luftangriffes auf die Wohnviertel von Augusta (Sizilien), cer vier Tote und fünf Verwundete unter der Zivilbevölkerung zur Folge hatte, wurde von der Bodenabwehr ein Flugzeug abgeschossen. In der Cyrenaika wurc.en drei britische Plugzeuge von unseren Jagdflugzeugen brennend zum Absturz gebracht. An der Tobruk-Front örtliche .Aktionen unserer vorgeschobenen Posten und Artillerietätigkeit. Deutsche Flugzeuge bombardierten einen englischen Flugplatz östlich von Mapa Matruk und beschäcigten dabei einige Maschinen. Im Abschnitt von (ioiidar überraschten die Truppen des Stützpunktes von Ualag einen starken feindlichen Verband, der zersprengt wurae und z.dilre'che Tote und Verwundete auf dem Kampfpaltz zurückließ. Im Mittelme r schoß eines unserer Torpedoboote zwei feinüliche Flugzeuge ab. lapanlsdier Protest in Moskau Wegen neuerlicher Versenkung eines Schiffes durch sowjetische Treibmine Tokio, 6. November [Wladiwostok stammen dürften, der im Juli vermint worden sei. Die japanische Regierung hat, so meldet Domei, wegen der Versenkung des japanischen Dampfers »Kibi Maru« durch eine sowjetische Treibmine einen scharfen Protest an die Sowjetregierung gerichtet. Bekanntlich hatte die japanische Regierung bereits am 18. September, so berichtet Domei weiter, wegen der sowjetischen Treibminen in cien japanischen Gewässern bei der Sowjctreg erung protestiert. Ein japanischer Dampfer war seinerzeit gesunken und ein weiteres Schiff beschädigt worden. Der damalige Protest besagte, daß die aufgefundenen Treibminen sowjetischen Ursprungs gewesen seien und aus dem Hafen von Domei meldet schließlich, daß bisher 247 überlebende geborgen werden konnten. Außerdem wurden 17 Leichen aus dem Wasser gezogen. Im Protest, den die japanische Regierung wegen des Unglücks der »Kib Maru« an die Sowjetregierung richtete, wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß aus den drahtlosen Mitteilungen der »K'bi Maru« vor ihrem Untergang sowie aus allen anderen Umständen klar zu ersehen sei, daß die Katastrophe durch eine Mine ausgelöst worden ist, die aus den Hoheitsgewässern der Sowjetunion stamme. amerikanw sieht „Sowjel-Paratlies" Erschütternder Reisebericht eines USA-Journalisten N e w y o r k, 6. November. Der als deutsch[ci;idlich bekannte Hauptschriftleiter der Newyorker Zeitung »PM«, Ingersoll, der kürzlich aus Sowjetrußland zurückgekehrt ist, veröffentlicht (eine Artikelserie über seine Reise-Eindrücke, die aucfi im »Washington Eve-ning Star« abgedruckt werden. Bezeichnend ist, daß selbst Ingersoll trotz seiner Lobpreisungen des bolschewistichen Kani'pfes gegen Deutschland nicht an dem verwahrlosten Zustand des üt>er 20 Jahre alten Sowjetreginies vorübergehen kann. So berichtet er von Alma Ata, der Hauptstadt von Kazakstan, als einer Stadt mit kleinen baufälligen Häusern fast oh.ne Anstrich, weiter von staubigen, unge-pflasterten Straßen in Taschkent mit einem öffentlichen Bad, das rostige Röhren und nicht funktionierende Wasserhähne hatte. Das Licht im Zuge funktionierte ebenfalls nicht, und die Toi'etten waren grauenvoll unsauber. Die Eisenbahnfahrt war infolge der erschütternden Armut in de.n Städten, die man passierte, dc'pr'niier.end. In den verfallenen Ortschaften fielen lediglich kleine elende »Kulturparks« mit Statuen von Lenin und Stalin auf, die sich 'anlächelten. I Die Eisenbahnstationen waren mit zerfal-jlenen Zäunen und wucherndem Unkraut ! umgeben. Zahllose Fliegen klebten an ' den wenigen Nahrungsmitteln, um die bei sind die Lebonsmittelpreise fantastisch hoch; ein Ei kostete 20 USA-Cents und jedem Aufenthalt ein wilder Kanrpf zwischen den Passagieren ausbrach. Dabei ein Frühstück vier Dollar. Kleidung und Schuhzeug sind minderwertig. Von Orenberg an, so heißt es weiter in der Reiseschilderung, nahm mit der Industrie die Armut zu. Man sah Bettler und andere hungernde Leute, die offensichtlich jede Hoffnung aufgegeben hatten. In vielen Städten gab es zahlreiche, noch völlig uiifertigQ Fabriken. Die Häuser in den Städten des europäischen Sowjetrußland sind sehr vernachlässigt und j überaus reparaturbedürftig. Trotzdem [verkünden üiberall Schilder stolz, daß i'diese Häuser in den letzten fünf Jahren !eirichtet wurden. Offenbar, so meint I Ingersoll, altern Sowjetbauten sehr schnell. 1 Über die sowjetischen Heeresberichte sagte er, man habe in Moskau viel Phantasie und verwechsle oft den Wunsch mit der Wahrheit. „Das britische Rätsel" BesoTKte nordamerikanische Stimme Uber die Ziele der englischen Kriegs-politik Newyork, 6. November. In einem Leitartikel »Das britische Rätsel« l>eschäftiKt sich »Chica?o Daily Tribvne« mit der britischen Kriegspolitik. Oie Churchill-RegicrunK fordere die Vernichtung Deutschlands, stellt das Blatt fest. Englands Kriegsplan, der die Zerstörung der gewaltigsten Armee Europas zum Ziele habe und dennoch keinerlei Andeutung zur Lösung dieses Problems biete, sei ein Rätsel Worauf warte Churchill denn eigentlich? »Ist es etwa die noch nicht existierende amerikanische Armee, deren Ausrüstung nach England wandert, um dort unbenutzt zu bleiben?« Das Rätsel der englischen Kriegspolitik interessiere das USA-Volk ernstlich, denn Roosevelt sei lediijlich Churchills andere Stimme. Churchill dirigiere die USA-I^ejrierung in viel größerem Maße als die Regierungen der britischen Dominien. F.r spiele vielleicht mit dem Oe-danken. daß — nachdem Miliinnen Sowjets vergebens geopfert wurden — nun Millionen Amerikaner geopfert werden sollten, um einen Frieden zu gewinnen, den er diktieren könne. Er habe bisher nichts anderes bewiesen als eine Entschlossenheit. die USA in den Krieg zu bringen, den er die Sowjetunion, ohne ihr Hilfe zu leisten, ausfechten lasse. Brifenüherfall auf französischen Geleitzug Die Regierung Frankreichs protestiert in London Paris, 6. November. Eine Mitteilung der französischen Admiralität besagt, daß am 2. November 200 Meilen südlich von Durban ein französischer Geleitzug von fünf Frachtdampfern auf der Fahrt von Madagaskar nach Dakar, geleitet von dem Aviso »Ibervllle«, von einem britischen Geschwader, bestehend aus vier Kreuzern und sechs Pa-trnuillenschiffen, verfolgt und angehalten wurde. Trotz der Bereitwilligkeit der Franzosen, nach Madagaskar zurückzukehren, bestanden die englischen Streitkräfte. gestützt auf Ihre Überlegenheit, darauf, den Oeleitzug aufzubringen. Die fünf Dampfer hatten eine Anzahl Kolo-ninlfranzosen an Bord, die heimkehren wollten, sowie Lebensmittel für Franzö-sisch-Afrika und das unbepctzre Ernnk-reich — 0000 Tonnen Znrker, .5000 Tonnen Kaffee, 2000 Tonnen Reis, Troeken-gtmüse, Fleischkonserven, Tabak usw., jedoch keine Kric-ßsbannware. «» >rummer 282 »MarSursrer TleHunz« 7. November 1^41 SeHe 3 tUnsi und fetst Gedanken zur Straßensammluns des WinterhilfswerVs in der Untersteiermark Mit Stolz und Genugtuung nahm jt-der Untersteirer das Ergebnis der ersten in der Untersteierniark durchgeführten Straßen-samnilung Jes Krlegswinterhilfswerks des deutschen Volkes am 25. und 2ö. Oktober zur Kenntnis. 238.543,37 Reichsmark brachte die Sammlung ein. Das bedeutet bei dor Bevölkerungsanzahl von 446.013 Menschen ein Durchschnittsergebnis von über 0,53 Reich^iiark. Die Größe des Opfers, das die Untersteiermark d'amit erbracht hat, wird erst ins wahre Licht gestellt, wenn man dij Armut des überwiegenden Teiles der untersteirischen Bevölkerung berücksichtigt und sich vor Augen hält, viaß dieses Gebiet durch fast ein Vierteljahrhundert systematisch ausgepliündert wurde. Alle Schichten trugen ihr Scherflein zu diesem Erfolg bei. Es muß ehrenvoll erwähnt werden, daß auch der unbemittelstc Winzer, das Stiefkind der vergangenen Zeit, ebenso wie der bis vor kurzem noch arbeitslose Familienvater einer Arbeiterfamilie freudig ihre Groschen den Sammlern ü'berreichten. Besonders hohe Ergebnisse wurden in einigen städtischen Ortsgrutptpen von Cilli und Marburg erreicht, wo der Durchschnitt über 2 Reichsmark beträgt, an der Spitze Cilii-Kötting mit 2,65 Reichsmark. Ortsgru'ppen mit einem Saninieldurch-schnitt von rund einer Reichsmark gibt es eine ganze Reihe. Dank für die Befreiung und erneutes Treuebeke.intnis zu Führer und Volksgemeinschaft stellt die Opferfreudigkeit der Untersteirer dar, sie bildet aber auch eine glänzend bestandene Bewährungsprobe der Organisation des Steirischen Heimatbundes, deren Ämter die Straßen-sanimlung vorbildlich durchgeführt hatten. Wie kläglich niißlan^gen sämtliche Anstrengungen der früheren Machthaber, hier in der Untersteiermark Sammlungen für verschiedene Zwecke erfolgreich durchzuführen. Waren derartige Sammlungen für »nationale« Vereine schon von vornherein auf einen ganz geringen Kreis der Anhänger begrenzt und 'die Ergebnisse trotz verschiedenst angewandter »Aufmunterungen« dementsprechend mager, so hatten die Untersteirer auch zu sogenannten charitativen Sammlungen kein Vertrauen, da sie auf Grund reichlicher Erfahrungen zu der Überzeugung gelangt waren, daß die aufgebrachten Beträge doch nur Im Bruchteil oder überhaupt nicht ihrer Bestimmung zugeführt wurden. Ein typisches Beispiel für eine später sogar stillgeschwiegene Sammlung bil-vlete die im Vorjahr in Marburg auf An-regung des damaligen Bürgermeisters Dr. Juvan aufgezogene Straßensaminlung zur Kmderung der Not der arbeitslosen und unbemittelten Marburger Bevölkerung. Obwohl der gesamte der Stadt Marburg zur Verfügung siehende Propagandaapparat eingeschaltet wurde, war das Ergebnis derart kläglich, daß »die Aktion verlängert werden mußte. Doch auch damit konnte der gesammelte Betrag nur um einige hundert r)inar erhöht werden, so d»iß sich der Bürgorniieister gezwungen sah, das Ergebnis der Sammlung überhaupt nicht zu veröffeniiichcn. Auch die Schriftleitungen verschiedener Zeitungen wurden ersucht, auf die Sammlung nicht mehr einzugehen. Nur einige Tausend Dinar konnton damals aufgebracht werden. Rund 64.000 Reichsmark, im Durchschnitt 1,11 Reichsmark, erbrachte die Straßensammhing in Marburg am 25. und 26. Oktober! Ein Unterschied, der gar nicht groß genug herausgestellt werden kann. Da die deutsche Volksgruppe nur zu gut wußte, wie einseitig und ungerecht derartige »Betreuungsaktionen« von den früheren Machthabern durchgeführt wijr-len, hielt sie sich damals trotz wieder- Sie blieben treu und fest D#r Leidensweg der in der Marbuiger Eisenbahnwerkstätte angetteNten Untersteirer Die in der Mitte des vorigen Jahrhun- VersprechunKcn und durch das Abrieüolni scheu Weltanschauunii wurden. Viele un- derts erfolgte Eröfttiuntf der Eisenbahn- der neuen Grenze die Massenflucht zu linie Wien—Triest mit den Zweiglinlen' verhindern. Marburg—Villach—Tirol und Hragerliof. Die weitere Entwicklunn der Werk-—Ungarn bedeutete für das bisher recht statten ist uns noch in lebendigster Erländliche Marburg völlig neue aussiclUs- innerung. Der wertvo'lle Masclfinenpark reiche Eiitwicklungsmöglichkeiteii. Weni-' wurde demontiert, denn man wollte in ger der Bahnknotenpunkt an sich, als die, Serbien ähnliche Werkstätten errichten, durch ihn erforderlich gewordene Auf-1 Dadurch wurde ein Großteil von Spezia-stellung von umfassenden Reparatur-. listen überflüssig, die man vor die Wahl Werkstätten und des Heizliauses gaben stellte, nach Serbien abzuwandern oder den Auftakt zur künftigen Entwicklung i brotlos zu werden. Wieviele Existenzen der Stadt selbst und der Ciegend am'wurden durch diese Maßnahmen in das südlichen Drauufer. | bitterste Elend gestürzt! — Während Aus klemen Anfängen waren diese, man so die bewährten deutschen Each-Werkstätten schon lange vor dem Welt-Meute systematisch absterben liel^, wur-krieg mächtig ausgebaut worden und! «Jen slowenische Hilfsarbeiter zu Wür-unn'aüten unter anderem aucl^ eine erst- tlenträgern aller Art ernaimt. Diese klassig eingerichtete und leistunKsfäliige neuen Kräfte stanmiten fast ausnahmslos Waggonfabrik. Das Pcrscnal für diese, aus Istrien und Kraiti. Das ohnehin schon Werkstätten konnte natürlich nur zum M'^aum erträgliche Chaos wurde durch geringsten Teil dem umliegenden Land' P-'ütische und wirtschaftliche Korruption oder aus der Stadt selbst entnonmien noch erhöht. Wer sich »erfrechte«, im werden. Fachleute mit erstklassiger Spezialausbildung nnifiten oft von weither geholt werden. Sic gehörten, wie dies beim österreichisch-ungarischen Vülkcr-gemisch nicht anders sein konnte, verschiedenen Nationen an. fügten sich aber sehr bald dem deutschen Kulturkreis ein. der ihnen und ihren Kindern die besten Aufstiegsmöglichkeiten bot. Die Eindeut- Betrieb oder auch nur zuhause deutsch zu sprechen oder zu grüßen, komite in kürzester Zeit seine Versetzung nach Kraljevo. Sarajevo oder Nisch erwarten. Am neuen Dienstort wurde er gleich »in Behandlung« genotnmen und seine Bezüge wurden auf ein Minimum eingeschränkt. Das jugoslawische S'pitzeisystem hat schung ging ohne jeden Druck und er- nicht verhindern können, daß die hei-staunlich rasch vor sich. Nicht anders I mattreuen Eisenbahner fest zusammenwar es mit den Hilfskräften, die vielfach Mii^lten und schon Jahre vor der Befreiaus der Umgehung zuwanderten und die i'ns zu strannnen Bekcnnern der deutin ihrer engen Verbundenheit mit der steirischen Heimat nichts anderes wünschten, als auch sprachlich in den großen deutschen Kulturkreis eingegliedert zu werden. Dentsch fühlten sich alle diese Menschen, von recht geringen Ausnahmen abgesehen, weini sie in den letzten .lalir- serer Kameraden aus der Stadt haben keine Uefahr gescheut, in zielbewußter, unermüdlicher Aufklärungsarbeit den Boden aufzuackem und der jugoslawischen Entfremdungspolitik mit Erfolg entgegenzuarbeiten. Die Saat, die sie streuten, ist auf fruchtbaren Boden gefallen. Trotz aller Bedrohungen ihrer Existenz, trotz Strafversetzungen und Lohnkürzungen waren die Eisenbahner bald das stärkste Rückgrat des deutschen Volkstumskamp-les. Mit berechtigtem Stolz können sie heute auf die Leistungen der letzten aufopferungsvollen Jahre zurückblicken. Sie haben Opfer und Unbill aller Art auf sich nehmen müssen und haben in den Jahren der Not ihre Treue und Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt. Den Wegbereitern dieser Entwicklung, die durch Jahre in die Kolonie hinausgingen, um dort gewöhnlich bei Nacht die Leute zu sammeln und zu unterrichten, und die von ihrer aufoipfcmden Arbeit kein Wesen gemacht haben, die auch heute still beiseite stehen und den 1-ohn ihres Wirkens nur in innerlicher Befriedigung gefunden haben, gebührt unser rückhaltloser Dank. Daß aber ihre Arbeit zum Erfolg geführt hat. verdanken sie und wir all2 mir der befreienden Tat unseres Führers. Der unerschütterliche Glaube an ihn hat uns alle Opfer leicht gemacht. Dr. Leo v. (iozani Miisü jdu £ifikitkkl Nooh ein Wort zur Verfälschung deutscher Namen Unendlich viele der heutigen Eaniilien- aus dem Ziegelscliiager Dcgano ein ser- zehnten vor dem WcItkricK auch melir Untersteirer lasse.) bis_clier nuKuiioc, ^ , , ihren deutschen Ur:^prung kaum noch Besonders aurrallend sind die Slawi- erkemien. Aber in den Matriken und K'r- sierungen der Eamiliennanien im Kreis cheiibücliern ist die von der slawisieren- Cilli. Der altdeutsche Name tjültschwert den Cieistlichkeit oft schrittweise durch- einer Familie in Franz wurde zu Qilc- geführte Fälschung noch genau festzu- vart umgebogen, aus dem Steinsegg :ii stellen. Diese Namensslawisierungen be- Roliitscli-Sauerbrunn wurde ein Stoj.sek saiiz gannen schon bald nach dem Tode des t:nd aus dem von urdeutschen Vorfahren Volkskaisers Josef Ii. und wurden abstammenden Bauern Gersegg in Greis schließlich im ganzen Unterland über eMn Gorsek gemacht. Der aus Egcr ein- Radkersburg. Murcck und Straß hinauf gewanderte Militärarzt Planer hätte sich systematisch durcligefülirt. Per in den. wohl nicht gedacht, daß bereits sein En Flezirkshauplmannschaftcn sitzende, dem l^cl Plana heißen würde, und die Vogler Volk entfremdete Adel schwieg dazu, von einst würden sich gewiß wundern. und mehr den verlogenen Phrasen der roten hitcrnationale Glauben schenkten. Schon bei der Übernahme der Herrschaft durch die Serben, bei der aller-digs einzelne laibachhörige Hetzer das große Wort führten, zeigte sich deutlich die treue Anhänglichkeit der Marburger Eisenbahner an ihre steiri-sche Heimat. Die Hetzer fanden keinen Anhang, ihre hohlen Schiagworte hatten keine Zugkraft, im Gegenteil; man lehnte den unnatürlichen jugoslawischen Staatsgedanken offen ab. Die große Kundge- bunir im Mirhnrtmr ......I ^Veltkrieg legte dann die ju- wenn sie sehen würden, daß ihre Nach- Jänner 1919 bewies aVicll dni v Verwaltung die letzte Hand fahren heute Voglar heißen. testen Anhängern des General Maister und den Sendlingen aus Laibacli, daß die Eisenbahner deutsch waren und deutsch bleiben wollten. Korix)rativ waren sie auf dem Hauptplatz aufmarschiert, Arbeiter und Bürger hatten sich zusammengefunden. um das ihrer Heimat drohende Los in letzter Stunde noch zu wende,i. Der Marburger Bluttag hat das Treuebekenntnis der Eisenbahner zur deutschen Heimat verewigt. Als die Hoffrunig auf eine N'olksabstim-nnnig im Unterland mehr und mehr schwand, versuchte ein Teil des Perso-iials abzuwandern. Schikanen aller Art ließen das Verbleiben in der Heimat un- an. Greifen wir nun aus den 'Tausenden von Beispielen nur noch einige wenige heraus: In Rann wurde aus dem Namen des aus Bayern eingewanderten Schloß-sclireibers Märzhulm im Laufe der Zeit ein .Marcun. aus dem schwäbischen Bau-ernnamen Beiß ein Bajs. Der Name Schöner eines elirsanieii Bürgers in (uirkfeld wurde in 2enar verunstaltet und die Nachfahren des Handwerkers Kreisl in Lichtcn\vald heißen schon seit Jahrzehnten (irajzel. Ein Bauer in Trennenberg schrieb sich um 178(1 noch Laube, docli schon 1880 hieß die Familie bereits Lav-bic und der schöne deutsche Natne Schell erträglich erscheinen. Der Abgang von' wurde in 'Zc\ umgewandelt. erstklassigen Fachleuten drohte den Werkstättenbetrieb innner mehr lahmzulegen. und so versuchte rnaji jugosla Aber auch die italienischen Familiennamen wurden gewaltsam slawisiert. So wurde aus dem Maurermeister Sotlino eingehaltene aus Cividale ein slawischer SvetHii und Versammlungen in der ilntersteiermarlt Preitag, den 7. November finden im Verlauf der Versannnlungswelle des Uhr, Redner hoher Anbiederungsversuche stets fern Steirischen Heimatbundes in den Krei-und führte 'ein eigenes Winterhilfswerk i sen Cilli, Luttenberg, Marburg-Land und durch, für das von allen Volksgenossen I Pelti;;i in den nachstehenden Ortsgrup-freudig und überaus reich geopfert wurde.! pen Versaninilungen statt: So sah es einst in der Untersteiermark Rohitsch, Beginn 17 aus. Es bestand kein Vertrauen zur sla- Kreisführer Dorfmeister. v.ischen sogenannten »Führung«. Derl Deutsche hatte sich notgezwungen abgesondert und führte im Rahmen der ihm !Ablehnung nach und nach eine Feind-zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ' schaft. auch auf diesem Gebiet ein FJgcnleben. Die in die Untersteiermark zugewanderten Slowenen brachten wenig Verständnis auf für die bodenständige Fk'vülkerung, die sie nie für vollwertig ansahen, und sie kümmerten sich auch nicht im geringsten um deren Sorgen und Ni)te. Fremd blieb ihnen die hodenständige Bevölkerung, so \sie sie auch der Bevölkerung stets fremd Wie ganz :inders haben sich jetzt die Untersteirer zum Kriegswintcrhilfswerk des deutschen \'olkes gestellt! ihre Opferfreudigkeit ist das beste Zeugnis für das Vertrauen, das der deutschen Führung entgegengebracht wird. Sic ist der Ausdruck des Wunsches, als voll genommen zu werden. Sie ist zugleich ein eindeutiger Beweis dafür, daß geblieben sind. .Ms der heimattreue Un- sich der Untersteirer zur deutschen VolKs-Icrsteirer diese Zurücksetzung wahrnahm gemeinschaft bekennt, in die er nun mit und darunter immer wieder zu leiden Hilfe des Steirischen Hcimatluindes hinhatte, bildete sich aus dieser instinktiven einwächst. CilH.Schloßberg, Beginn 17 Uhr, Redner Kam. Wusser. Cilli-FortSwald, Turnhalle der Stadtvolksschule, Eingang Roseggerstraße 1, Begimi 20 Uhr, Redner Kam. Patz. Kleinsonntag (Drahorn), Beginn 17.30 Uhr, Redner Kam. Dipl. Ing. Nemetz. Kleinsonntag (Radoslafzen), Beginn 20 Uhr, Redner Kam. Dipl. Ing. Nemetz. Stainztal (Slabotintzen), Beginn 10 Uhr, Redner Kam. Mahr. Windischfeistritz (Tainach), Beginn H) Uhr, Redner Kam. Helnuith. Pofstrau, Beginn 17 Uhr, Redner Kam. Scharner. Polstrau (Obrich), Redner Kam. Urban. Kaisersberg (Kaag), Redner Kam. Scharner. Beginn 17 Uhr, Beginn 15 Uhr, Kaisersberg, Kam. Urban, Beginn 15 Uhr, f'ledner So stößt man in der Untersteiermark überall auf sinnlos verbalhornle Familiennamen, die deutlich genug zeigen, wie die Untersteiermark gewaltsam slawisiert wurde. Diese Nanjen zeigen aber auch, wie heuchlerisch und verlogen das Geschrei der balkanfreuiidliclicn Elemente war, die innner in die Welt posaunten. die Untersteiermark sei gewaltsam germanisiert worden, sie sei slawisches Land und die Bewohner seien Slawen. IXk'Ii alle diese und ähnliche V ersuche, die Untersteiermark slawisch zu machen, waren vergeblich. Der deutsche Charakter des Landes konnte wohl verschleiert und gleichsam übertüncht werden, aber itn Kern ist die Untersteier-inark deutsch geblieben. Heute schlä.xt die cclue harbe durch, die riinche blättert ab. Und die Bewohner besinnen sich ilirer alicn Art und Abstammung. Sic fühlen es und erlebten es ja auch in den vergangenen J.? Jahren, daß sie rassemäßig nicht zu den Serben oder Arn.ui-ten gehören. Wie ein Schleier hebt es sich von ihren Augen. Und sie wissen nun. welch ein starkes Bindemittel ihr Blut ist. das ihre Zugehörigkeit zum deutschen Voilk bestinnnt. E P Ak uHsete Beschwerden wegen unregcL 'iiäßiger Zustellung der »Marburgcr Zeitung« oitten wir nicht an u-is direkt, son lein «sofort an das zustündige Postamt zu richten. Änderungen der Ansclirift (.\drcssc) bitten wir ebcnlalls .nvecks Vermeidung von Unterbre-■liungen in der Zustellim!, solor: an das zuständige Fos:.nn- bekannt, iiigeben. »M A R B II R G E R ZEITUNG« Vertrichsabteilung Seite 4 »Marhurs:er ZeHuns:« 7. November 1941 Nummer 282 VOLK und KULTUR illlllllilllllllllllllllliillllllllMlllllllllllllllllllllllltllllllilllllllllllllltllllllllllllllllll'lllllllilllltlllllllllllliMIIIMItlllltllllllllllUlllttlllllllllllllilll Ein Ehrentag für Wien Neugestaltung der Kunsthochschulen Im Ralimen eines Festaktes, dem mit dem Rciclisstatthalter von Wien, Reiclis-leitcr von Schiracli. auch Reichserzie-huntisniinister Rust beiwohnte, wurde am jMittwoch die Kiinstge-werbeschule, die Lehrstättc des hi der «anzen Welt hoch-iieachtcten Wiener Kunstgewerbes, zur Hochschule für angewandte Kunst, uud die Akademie für Musik und darstellende Kunst, die der Welt schon so viele bedeutende Musiker gesclienkt hat. zur Hochschule für Musik und Musikerziehung; erhoben. Das Sü-jährine Bestehen des Kunsthistorischen Museums rundete den Festakt zu einem Rrei^nis besonderer Art. Mit der NeujrestaitunK der Wiener Kunsthochschulen hat die kulturelle Arbeit, die Wien in lirfüllunu seiner historischen SenduuK für die deutsche Kultur leistet, erneut eine äußere Fhrunji und AnerkcnnunK erfahren. Darüber liiiiaus aber wurde die Feierstunde mitten ini Rinken um unsere Freiheit und Zukunft zu einem sichtbaren Ausdruck der souveränen iiuiereii Ruhe, zu einem Symbol der ewii^en Lcbendi^ijkeit und Kraft der ueisti^en Stärke des deutsclien Volkes. Der stilvoll .ueschmückte (irolie Musik-vereinssaal bot einen würdigen Rahmen zu dem Festakt, an dem viele führende -Mäntier aus Partei, Staat und Wehrnuiclit teilnahmen. Um 11.30 Uhr betrat Reichserziehunss-ministcr Riist in Bej^leituns: des Reiclis-leiters von Schirach den Saal. Das Festliche Präludium von Richard StrauB, von den Wiener Philharmonikern unter Leitung von (leneralnuisik-direktor Leopold Reichwein in höchster ^'ollcnduni^ zu (lehör gebracht, stimmte die Feierstunde an. Redo des Reichsiciters Daldur von Schirach Dann nahm der Reichsstattlialter von \\icn. Reichsleiicr lialdur von Schirach das Wort. Fr stellte dem Studententum der Zeit vor dem Weltkrieg den Werkstudenten iiek^enüber, der in den Jahren nach dem \\ellkrieg zum lnlKj;riff einer neuen Ue-neration unseres Volkes geworden ist. Nach einem Hinweis auf die politische Indifferenz eines gewissen Teiles der Dozentenschaft in der Sj'stenizeit fulir der Reichsleiter fort: Heute ist eine neue (jcneration an den deutschen Hochschulen eitigezogen. Hochschullehrer und Studierende sind durch eine gemeinsame Weltanschauung verbunden. Baldur von Schirach befal.Ue sich hierauf m klarer und nnniijjverständlicher Weise mit dem Begriff der akademischen Freiheit luid stellte hiezu fest, daß der Studierende an den deutschen Hochschulen die Freiheit erhalten müsse, die er brauche, um seint; Persönlichkeit zu formen und zu entwickeln, auf daß er im späteren Leben jene • verantwortlich^ Stelle einnehmen und ausfüllen könne, die ihm auf Grund seiner Studien zu-ko-nmie. Der Student müsse nicht nur die Bücher, 'sondern vor allem das Leben studieren. Dem Drang nach der Spezialbildung stellte der Reichsleitcr das Ideal der Allgemeinbildung gegenüber Das Ziel der schulischen Bildung sei nicht di«» Wissenschaft, sondern Weisheit! Reichsminister Rust spricht Reichserziehimgsminister Bernhard Rust überbrachte den Wiener Kunsthochschulen und dem Kunsthistorischen Museum die Glückwünsche der Reiohsregie-rung. Der Reichsnu'nistcr gab einen gedrängten Rückblick auf die 50-jährige G#» schichte des Kunsthistorischcn Museums, das einen einzigartigen kulturhistorischen Überblick über das künstlerische Schaffen durch Jahrhunderte der deutschen Geschichte gibt, und versprach dieser in der ganzen Kulturwelt bekannten Stätte die wärmste Unterstützung durch das Reich. Unter Hinweis auf die Frhebung der Kunstgewerbeschule zur Hochschulc für angewandte Kunst erläuterte Reichsmini-ster i^ust die Begriffe Handwerk imd Kunst, wobei er mit Naciidruck die Forderung vertrat, daß der Kunstschaffende über die notwendigen handwerklichen Voraussetzungen verfüge. Auf der anderen Seite verlangten die hohen verantwortungsvollen Aufgaben, die der Kunst in Gegenwart und Zukunft gestellt seien, strengste Maßstäbe in der Auslese der Kunststudierenden. Das bedeute aber nicht, daß außerordentlich Begabten der Weg von der Handwerkerschule zur Kunsthochschule versperrt bleibe. Bei der Betrachtunc der Aufgaben und des Aufbaues der zur Hochschule für Musiik und Musikerziehung umgewandelten Akademie für Musik und darstellende Kunst streifte der Reichsminister die Atmosphäre, die gerade von Wien ausgehe, und gab der neuen Hochschule den \Vunsch mit auf den Weg. daß sie Lehrer und Meister heranbilde, die an die großen Traditionen anknüpften. Der Reichsminister schloß mit den Worten: Das deutsche Volk Adolf Hitlers erwartet von seiner Kunst eine Bereicherung und Vertiefung seines Lebens, eine Erhöhung seines Daseins. Darin liegt die hohe Verpflichtung, die die Lehrer der neuen Hochschulen übernehmen. Die Königsfanfaren von Franz Schmidt, die in ihrer Wucht und ihrer Fülle den Raum schier sprengen wollten, beendeten die eindrucksvolle Feierstunde. * -f- Ein Wchterheim der Stadt Braun- achweijj. Das in Wenclhausen gelegene Schloß und Gut der Familie Vieweg wurde von der Stadt Braunschweig angekauft. Dieser Besitz wird in Zukunft zwei besonderen Zweckcn dienen: er wird Gästehaus und Dichterheim der Stadt Braunschweig. Namhaften Männern des deutsehen Schrifttums wira' Gelegenheit gegeben, hier >n aller Stille schaffen zu können. -f Das Pritsche-Quartett in Bra»illei> Das Dresdener Pritsche-Quartett, das auf seiner Gastspielreise durch Südanier'ka vom Ausbruch des Krieges Überrascht wurde, führte auch in diesem Sommer seine Konzertreisen durch Brasilien zu einem für die deutsche Musik nachhaltigen Frfolg. Innerhalb von ver Monaten konnte Gas Quartett 17 Konzerte geben. Das bedeutet sehr viel, wie jeder weiß, der die Verhältnisse in Südamerika kennt. Überall, wo die deutschen Künstler musizierten, dankte ihnen großer Beifall. WIRTSCHAFT itiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiHiiiiimntiiimnnmnniiiniiniininitiniiiiiii Der erste Handelsvertrag mit Kroatien Elnverstäiidliche Regekins der deutsch-kroatischen Wirtschaftsbezlehunsea Die zweite allgemeine Tagung des deutschen und des kroatischen Rcgierungsaus-schusses in Agram wurde am 5. IL abgeschlossen. Als Ergebnis der Verhandlungen wurde vom deutschen Gesandten Kasche, dem Vorsitzenden des deutschen Regierungsausschusses Dr. Bergemann und dem kroatischen Minister für pe-wcrbe, Industrie und Handel Dr. Toth der erste Handelsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und dem unabhängigen Staat Kroatien unterzeichnet. Der Handelsvertrag wird die Grundlage für die künftigen Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern bilden. F.r enthält neben den allgemeinen Bestinunungen umfassende Tarifvereinbarungen sowie veter inär-polizei'liche Abmachungen. Femer wurden die Einzelheiten des Warenaustausches für das neue Wirtschaftsjahr geregelt und im Tagungsprotokoll restgelegt. Diese Vereinbarungen betreffen auch den Warenverkehr zwischen Kroatien und den besetzten Gebieten, insbesondere zwischen Kroatien und dem Bereich des Befehlshabers in Serbien. Die aktuellen Fragen auf dem Gebiet des Zahlungsverkehrs, einschließlich des Arbeiter-Lohn-Transfers und des-Reiseverkehrs, wurden einverständlich geregelt. Die Regierungs-ausschuB-Verhandlnngen boten zudem Gelegenheit, die Fragen der deutschkroatischen Wirtschaftsbeziehimgen ausführlich zu erörtern. Hierbei wurde vor allem eine Förderung der Ertragsfähtg-keit der kroatischen Landwirtschaft durch materielle und fachliche Hilfe vorgesehen. Die Zollgrenien In Untersteier und Sidklniten Die Zollg.enze in den befreiten GebieK'n der Untersteiermark, Kärntens und Kralns, die am 1. Oktober i.i das deutsche Zollgebiet einbezogen wurden, bildet nunmehr diii Auslandsgrenze dieser Gebiete mit folgenden deutschen FJsenbahn-Grenz-zollstellen; Im Verkehr mit Italien Rat-schach-Matten, Feistritz-Wocheincrace, St. Veit-WcMchseldorf, Schwarzendorf, Lasse und Jelowitz, im Verkehr mit Kroatien Dobowa, St. Rochus und Polstrau. Diese Zollstellen sind für die Abfertigung des gesamten Verkehrs zulässig. Vom 15. Oktober an gelten in der Unterstel^rmark und in Südkärnten im Zollv»»rkehr die Zoll- und sonstigen Verwaltungsvorschriften des Deutschen Eisenbahnverkehrsver-bandes, * Wirtscballsnotizen X Neue Aktiengesellschaft in der Unter-»teiermark. Die Körperschaft des öffentlichen Rechtes »Energieversorgimg Südsteiermark« in Marburg wurde auf Grund einer Verordnung des Chefs der Zivilverwaltung in der Untersteiermark in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Das Kapital der »Energieversorgung Südsteiermark A. G.< beläun sich auf fünf Millionen Reichsmark (1000 Aktien zu je 5()00 Reichsmark). Die Aktien, die auf Namen lauten, sind im Eigentum des Reichsgaues Steiermark. X Die Bezeichnug »Edel« in der Warenwerbung. Das Wort »Edel« wird in der Wa- reiiwernung häufig gerne gebraucht, um eine Ware ganz besonders hervorzuheben. Ent-sprechend dem Grundsatz, daß die Dinge tatsächlich das sein sollen, was die Werbung von ihnen behauptet, hat kürzlich der Deutsche Werberat auf die Anfrage einer Firma erklärt, daß man eine Ware nur dann al« »Edel« bezeichnen könne, wenn sie zu den wenigen, den Durchschnitt weit überragenden Erzeugnissen gehöre, die man als Spitzenerzeugnisse bezeichnen kann. Trifft dies nicht zu, dann ist die Bezeichnung »Edel« irreführend und deshalb unzulässig. X Straffreiheit bei Steuerhinterziehung im Reich. Im Sinne des § 410 der Reichsabgabe-otdnung wird dem Steuerzahler Straffreihelt zugesichert, wenn er im Falle einer Steuerhinterziehung eine Selbstanzeige erstattet. Die in der Selbstanzeige angeführten Einzelheiten müssen natürlich auf Wahrheit beruhen. Ferner hat der Steuerzahler seine durch die Steuerhinterziehung entstandene Schuld in der behördlicherseits festgesetzten Frist abzutragen. X Verkauf ungarischer Wertpapiere in Un-Kam. Der Verkauf ungarischer Wertp^iero in Ungarn ist im Sinne der deutsclien Devisenvorschriften nur dann genehmigungsfrei zulässig, wenn der Wertpapiererlös in freien Devisen oder Uber das Sammelkonto für Finanzzahlungen der Reichsbank bei der Ungarischen Nationalbank nach Deutschland überwiesen wird. X Serbische Bewirtschaftung. Auf Grttnd eines Beschlusses des serbischen Ministerra-tes wird in Serbien eine Zentrale für Spiritus. Käse, Glyzerin, Zucker, Bier und Melasse errichtet werden. 0 9Caus eiH im Unterland ohne «Marburg«r Zeitung' mm ^iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiii2 1 DIE GELBEN PERLEN 1 I EIN ABENTcUhRLICHER ROIVIAN | "«llllilllllltllllll VON HANS RABL Mllltlllllllllllir CopvriKht by Vcriat Knorr & tllrili, Münchcn 1940 (5. Fortsetzung) Er schwang den Würfelbecher, mit dem sie die nächste — und. wie Betjc erklärt hatte, luiwidcrruflicli letzte — Runde ausknobelteii, utid sperrte die Augen auf. Alsdann stielt er ein unartikuliertes (iebrüll aus. Das knöcherne (ieklapper der Pokerwürfel hatte damit geendet, dal) sie fünf Asse wiesen. ^)lcli gratuliere. Steuernuuin«. sagte Herr Takkür würdig. »In meiner Bar ist das erst dreimal geworfen worden, l^unde für alle?« »Kunde für alle. Und anschreiben«, brüllte Lens, »—^. lind anschreiben«, wiederholte Herr Takkup unbewegt und nuichte sich ilaran, eine Runde Brandy für die ganze Bar auszuschenken. »Magie und Zauberei!« rief de Witt. »Woher köiuicn Sie das auf einmal. Riete r?« Lens wies mit der Sciiulter auf Betje. »Von ihr. Sie ist eine Hexe«, meinte er undeuflicli. Wirklich, bist du ein Hexchen?« fri,^: e d" Witt' niid kn'ff Beiic in d'e Wange: der f)nkei durfte sich's icisicn. ohne aufzufallen; daß sein Behagen da- bei nicht ganz onkelhaft war, verriet sein rotes dickes Gesicht nicht. »Ja«, lachte Betje, »ich kann zum Beispiel auch hellsehen.« »Sag mir, was ich den'ke«, verlangte de Witt, »Dali ich's nicht kann«, antwortete sie prompt. »Stimmt. Aber das war zu leicht. Kannst du auch Schwereres?« Sie nickte, ließ nachdenklich die Augen von einem zum anderen schweifen. Auf van der Stappen blieben sie haften. Während der junge Kapitän unbehagÜch stillliielt und dabei steif wurde wie eine Spiere, tippte sie mit dem Zeigefinger auf seine Brust. »Hier«, sagte sie. »liegt ein Medaillon. Keine Angst. Kanitän. das ist noch nicht Magic. Ich hab's heute morgen gesehen.« De Witt lachte kollernd. »Und wo ist die Magie?« »Ich will euch sagen, was drin ist. Nein, nein. Kapitän«, fuhr sie rasch fort, als sie sein Gesicht vor Unbehagen verziehen sah, »ich will diskret sein. Ich werd's auf einen Zettel schreiben, und Sie werden sagen, ob es wahr ist oder n'clit.« ^)Es wird nicht wahr sein Das kann man nicht erraten « »Wetten?« fragte sie scharf. ^><^lcmacht. Ilm was?« -Das st'lirt'ü-i- icli auf t'cn ZcMel! Kein .'Xngst. OS n'''hi viel! Sie legte d'e Hand flach, mit icsleni Druck, auf van der Stappens Brust. Er spürte die zarte Wärme ihrer Kinger durch das Hemd auf seine Haut dringen; irgend etwas rieselte ihm das Rückjrrat entlang. Zugleich veränderte sich ihr Gesicht, wurde straff und fast drohend: sie blickte sonderbarerweise nicht den Kapitän an, sondern über dessen Schulter hinweg den Steuermann. Lens hatte bisher an einem WoTt gekaut, unter den kaltblauen, streng auf ihn gerichteten Augen schluckte er's weg. Schließlich war es ja mir ein kleiner Scherz, was konnte sie schon groß verlangen? Kin Betrug? Nein, ach nein — ein Betrug war das nicht zu nennen, beruhigte er das dumpf rebelljcrende Gewissen. So modern Herr Takkur immer erzogen war. dennoch überrann atavistische Scheu auch ihn; er machte eine schweigenheischende Gebärde. In der Bar wurde es still; so st[ll, daß man vom Dach her Herrn Tak-kürs Taul>cn gurren hören konnte. F!ndlich nahm Betje ihre Hand aufatmend von van der Stappens Brust, strlcli sich das Haar aus der feuchten Stirn. »Schwer war das«, «nurrnelte sie und kritzeile eilig zwei Zeilen auf ein Blatt Papier, das Takkür ihr reichte, kniffte es und übergab es dem Kapitän mit einer bubenhaften Verneigung. während sie schon wieder lachte. »Stimmt's?« fragte sie siegesgewifJ, und ihre Augen strahlten iti neuem, warmem Glanz. Van der Stannen las und verschluckte 1 einen Much "Was wollen Sic dcim aus-1 iicrcclniet dort?« fragte er unwirsch. »Das kann ich nicht machen. Das geht einfach nicht.« »Haben wir nicht gewettet?« fragte sie süß-un.schuldig zurück. »Ist es auf Am-bo-n Sitte, dad Herren ihre an Damen verwetteten Verpflichtungen nicht einlösen?« »W—w—wort ist Wort«, mahirte Lens schwerzüngig. »Lieber Jan, stehe zu diesem deinen gegebenen Wort —« »— imd fahre nach den Schildipad-Inseln! Denk ja nicht dran!« fuhr der Kapitän auf. »Hätte Ich gewußt, was Sie verlangen —« »Sie haben aber nun einmal blind zugesagt. Oder nicht? Onkel Comelis, hat er nicht? Herr Pieter —« »Recht hast du. Kind«, sagte de Witt bedächtig. »Aber ich weiß auch nicht, was du gerade auf diesen gottverlassenen Klip-pen suchst. Da ist wirklich nichts los. verlaß dich auf uns alle.« »Ich hab' sie mir nun aber in den Kopf gesetzt. Und ein großer Umweg ist's ja doch nicht. Warum will er nur nicht?« klagte sie weinerlich wie ein kleines Mädchen. »Ich weiß«, nuschelte Lens. »Er hat Angst, er kriegt unsere Leute nicht hin. Rr hat Angst, sie meutern. Sie meinen nämlich, da wohnen die Oberdämonen und Mauptgötzen der Banda-See. Und darum —« »So?« fauchte van der Stappen. »So? Angst habe ich? Das wüßt' ich nicht. Also ^ut 'st's- wir machen auf dem Sdiild'pads Station. Nutnmcr 282 »iWtflwrger Zeftimg:« 7. November 194T Seile 5 AUS STADT UND LAND nfmiiNiiiiniMiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiitiitiiniiiiiitiiiiiiitiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiuuHiHiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiii^ Als Scluaspleler aul die Barrihaden sOegen Aus der OeecMchte des CHUer SUdttheaters Reine Deltoggang aa 9. November Der Reichsminister des Innern und der Reichsminister für Volksaufklärimg und Propapanda sehen bekannt: Die am Q. November tiWiche Beflag-Kung der Gebäude unterbleibt In diesem Jahre Beisefznno in Sdileinllz Dienstag naohmittaK versammelte sich iti Schleinitz, Kreis CilJi. eine große Men-sahenmenge, um dem in treuer Pflichterfüllung gefallenen Wehrmann Alois G e i s c h e k das letzte Geleite zu geben. Der 31-iährige Geischek war stets das Beispiel bester Kameradschaft und männlteher Einsatzbereitschaft. Der Tod traf ihn im harten Kami>f mit jenen Banditen, deren Tage schoii gezählt sind. In seinem Eltemhause lag Geischek zwischen Blumen aufgebalirt. Hier nahmen alle die Gutgesinnten von ihrem Kameraden Abschied. Zum Begräbnis waren viele Trauergäste gekommen, die Wehr-mannschaften aus Schleinitz und Anderburg, ferner der Ortsgruppenführer mit allen seinen Mitarbeitern. In Vertretung des Kreisführers war der Leiter des rühruiiKsaimtes II In der Krelsführung, Kamerad E. Paidasch, erschienen. Er nahm in einer Rede am offenen Grabe Abschied vom toten Kameraden. »In stolzer Ehrfurcht neigen wir uns«, so führte er aus, »vor diesem Kameraden, der, ohne viel zu fragen, sich begeistert für Führer und Volk einsetzte. Er tat es so, wie die helmattreue Bevölkerung der Untersteiermark es durch Jahrhunderte getan hat. Neben dem Pflug führte sie das Schwert und verteidigte dieses schöne Land gegen das Raubgesindel, das aus dem Südosten in das Herz Europas, nach Deutschland, eindringen wollte. — Wir legen heute den Kameraden Geischek Ins Grab, einen der Blutzeugen der Untersteiermark, die gleich ihm In die Bhrenhalle des deutschen Volkes einsregangen sind. Du gingst von uns, Kamerad, aber die Lücke, die uns feiger Mord geris-sen hat. ist wieder aufgefüllt. Mit dir sind wir alle angetreten und dem Ruf des Führers gefolgt.« Für die Wehrmannschaft sprach der Wehrmann Legward. Das Horst-Wessel-lied beendete die erhebende Feier. • m. Abschied v^n Clfll. Vor kurzem nahm die seit April als Beraterin des Amtes Frauen in der Kreisführung eingesetzte Mitarbeiterin der Frauenschaft Mürzzuschlag, Frau Dora F e 11 h u b e r aus Kindberg im Mürztal Abschied von Cilli, Der Aufbau des Amtes Frauen in Clin bleibt immer mit ihrem Namen verknüpft. Als 'eine richtige tfeutschc Frau, aufrecht, arbeitsam, gcrecht ist sie bei jedennann, besonder» in Frauenkreisen, sehr beliebt. Die Oiilier haben Frau Fell-huber nur ungerne ziehen lassen und werden ihr stets ein gutes Gedenken bewahren. Die ersten Ansätze geregelter Thca-tertätigkeit in Cilli fallen in das Jahr 182L Bis zu dieser Zeit waren es nur durchreisende Schniierenkomödiantcn, die auf ihren Wanderbühnen dem Zeitgeist entsprecliend zumeist Schauspiele italienischer oder französischer Herkunft brachten. Zur Hebung »echt deutscher Gemütlichkeit und bürgerlicher Geselligkeit« wurde über Antrag des Kaufmannes Paul Kaindlhofer am September 1821 der »Verein zur Unterstützung einheimischer Armer und armer Reisender« gegründet, der an alle Männer und Frauen Cillis einen Aufruf erließ und sie zu tätiger Mitwirkung am Cillier Liebhabertheater aufforderte. Im Herbst und Winter sollten alle 14 Tage Schauspiele durchgeführt werden. Es beteiligten sich alt und jung an dieser Liebhaberhühne und zum Leiter des Theaters wurde der Buchdrucker Josef Jeretin und später sein Sohn Eduard gewählt. Gemeinsam mit dem Musikverein führte diese Theatergesellschaft erstmalig am 21. Aipril 182? die damals beliebte Oper »Die Schweizer Familie« In drei Akten von Jotscf Weigl, Kapellmeister an der Wiener Hofoper, auf. Die Aufführung fand in der Grafel statt, der erste Platz kostete 30. der letzte 10 Kreuzer. Der große, schöne, mit herrlichen Freskogemälden geschmückte Saal in der Grafel war ausverkauft. Diese Dilettanten führten auch öfter OrHlparzers »Ahnfrau« mit sehr gutem Erfolg auf. Damals war Andreas Zweyer Bürgermeister, der die Theatergruppe sehr förderte und ihr alle Hilfsmittel der Gemeinde zukommen ließ. Nach Eduard Jeretin wirkte in Cilli als Schauspieldirektor Friedrich Karl und später Josef Bayer. Während der Musikverein am 18. Dezember 1846 aufgelöst wurde, wurstelte die Dilettantengruppc weiter. Im Revo-lutionsjahre 1848 stiegen auch die Schauspieler der Liebhaberbühne auf die Barrikaden und ihr ehemaliger Direktor, der Buchdrucker Jeretin, gab das »Cillier Wochenblatt« zur »Belehrung und Vertretung des Bürger- und Bauemstandes«, die erste Zeltung in der Unterstel-ermark. heraus. In dieser Zelt wurden hauptsächlich revolutionäre Stücke aufgeführt. doch drückte der bald einsetzende Absolutismus der Habsburger sehr auf den revolutionären Kampfgeist der Cillier Bürger. Besonders als von Regierungsseite den Slowenen allerlei Zugeständnisse gemacht wurden und man dio Aufführung slowenischer Stücke forderte, flaute der Spieleifer der Liebhaber-Schauspieler sehr ab. Dennoch wurde am 24. April 1853 zugunsten der durch eine verheerende Feuersbrunst geschädigten Bewohner von Fraßlau eine Vorstellung gegeben, die 151 Gulden Reinertrag abwarf. Seit Jahren schon wurden die Theatervorführungen im alten Theatergebäude, das sich in der Theatergasse befand und schwer zugänglich war, abgehalten. Die autonome Stadtverwaltung unter der Bürgermeisterschaft des hervorragenden Chirurgen Dr. Neckermann machte in wenigen Jahren aus dem kleinen mittelalterlichen Landstädtchen eine moderne Ansiedlung, die allen Anforderungen der Neuzeit gerecht wurde und auch den Neubau eines Theaters vorsah, denn das alte Theatergebäude entsprach weder räumlich noch in der Ausstattung den Anforderungen der Neuzeit. Deshalb beschloß der Gemeinderat einen Neubau aufzuführen, in den auch der Reoktunn einbezogen wurde. An der Spitze der Baugenossenschaft stand der begeisterte Kunstfreund Josef Rakusch. Er war so rührig und führte den Umbau mit solcher Umsicht durch, daß der neue Musentempel bereits am 20. Oktober 1884 eröffnet werden konnte. Die Theatergesellschaft Siege brachte als Erstaufführung Kneisels Lustspiel »Krieg den Frauen«. Die Gemeindesparkasse spendete für den Umbau des Theaters 8000 Gulden. In der Folgezeit gastierten Schauspielertruppen aus Laibach und Marburg in CilH. Die Stadt Cilli selbst war zu klein, um einen ständigen Theaterbetrieb aufrecht zu erhalten. In den Abwehrkämpfen der unterstei-rischen Deutschen gegen die heranflutende slawische Übermacht war das Theater oft der Schauplatz begeisterter nationaler Kundgebungen und völkischer Veranstaltungen. Aber auch das Theaterleben war bis zum Beginn des Weltkrieges äußerst rege, doch reichte es niemals so weit, eine ständige Schau-spielertruppe zu unterhalten. Das erste Werk der serbischen Machthaber in Cilli war, den deutschen Stil-und BaucharaJcter des Theaters wegzuwischen. doch gelang ihnen dies nur teilweise. Auch die slowenischen Theatervorführungen ließen viel zu wünschen übrig. Das Können des Religionsprofessors Luckmann reichte nicht aus, den Musentenipel neu zu beleben. Die Deutschen hielten sich fem und allmählich verfiel das Theater. Endlich schlug die Stunde der Freiheit. Sie kündigt auch dem Cillier Theater neues Leben au. E. Paidasch. V«riang«t Überall dU „MARBUROER ZEITUNG" lelirlalirt ilnrcii die Untersleiermvfc Im Anschluß an die Tagung der Kreis-jugendwartinntn der Landesbauernschaft Südmark im Martinshof bei Graz wurde eine Lehrfahrt in die Unttrsteier-« mark angetreten. Über Marburg, wo die Kr^isjugendwartinnen mit den wirtschaftlichen Voraussetzungen des Unterlandes vertraut gemacht wurden, ging es nach Cilli und Mahrenberg. Hier verabschiedete Obergauführerin Terzaghi die bisherige Landesjugendwartin KunI Reichert als Bauerntumsbeauftragte des Obergaucs Steiermark. Landesjugendwar-tin Kuni Reichert, die eine vier ältestsen steirischen BDM-Führerinnen ist und maßgeblichen Anteil an dem Aufbau des BDM in der Steiermark hat, gab einen anschaullch'en Rückblick Uber Ihre Arbeit. Unter anderem konnte sie berichten, daß Im Gau Steiermark bis jetzt 823 Arbeitsgemeinschaften >Bäuerliche Berufsertüchtigung« in Zusammenarbeit von BDM-Werk »Glaube und Schönheit« und Landesbauernschaft aufgestellt werden konnten, in denen über 10.000 Landmädel erfaßt worden sln'd. Weiters legten bereits über 6000 Mädel die Hausarbeitsprüfung ab, 2000 Mädel stehen zur Zeit in der Hausarbeitslehre und 300 in der Haus-wirtschaftslehrc. In dieser Arbeit steht der Gau Steiermark weitaus an erster Stelle im ganzen Reich. Zum Schluß rief die Obergauführerin die Kreisjugendwartinnen noch einmal auf, im Sinne ihrer bisherigen Ausrichtung mit dem Bewußtsein weiterzuarbeiten, (daß gerade auch ihrer Arbeit im Kriege große Bedeutung zukommt. Brlachsleinliericllet... Das Mädelwerk veranstaltete jn der Ortsgruppe Erlachstein des Stelrisch^ Heimatbundes ein Weinlesefest. I>er Besuch war sehr zahlreich und der Abend verging bei Gesang und lustigen Gesell-schaftsspiellen in schöner Kameradschaft. Die Frauen der Ortsgruppe haben für den Kindergarten über 200 Kitogramm Marmelade eingekocht. Außerdem wurden für die Aktion »Mutter und Kmd« 962 Wäsche- und Kleidungsstücke ge-« näht. Die Einschreibung in den Kurs »Säuglingspflege« erfreut sich großen Zuspruchs. Derzeit findet auch die Aufnahme in den Sparkochkurs statt. Die Europakarte an der Wand des Gemeindehauses erweckt allgemeines Inter-» esse. Täglich verfolgen die Menschen an ihr den Vormarsch der deutschen Truppen. Nachriclilen ans Praüberi In der vergangenen Woche wurde ein vom Amt Frauen in der Ortsgruppe Praßberg (Kreis CHli) des Steirischen Heimatbundes veranstalteter Kochkurs beendet, an dem 51 Frauen teilnahmen. Die Teilnehmerinnen wurden lin der Zube» reitung von Eintopfgerichten, in der Ge-müseverwertung und in sonstigen der Zeit angepaßten Kochkünsten unterrichtet. In dieser und in der kommenden Woche werden für die außerhalb des Marktbereiches gelegenen Ortschaften mehrere Kochkurse abgehalten. Die Filmstelle des Steirischen Heimatbundes führte in Praßberg vor 240 Zu- und die Lilie der Este und der Garten der Villa Lante wird seit Jahrhunderten beschirmt von dem Wappentier der Gabara, fiem steinernen Krebs. Neben diesen ehernen Emblemen trägt fast jeder Garten sein lebendes Wappen, einen Baum, eine Blüte, die gerade an diesem Platze besonders gut gedeiht: Villa Borchese die Olive, Villa Dorazzi-Painphili ofie Rose, Villa Albani die Balsamine, Villa Medici den Zitronenbaum, und berauschend steigt aus dem Garten Giustl bei Verona der Geruch der kleinen olea frangens, einer unscheinbaren Blüte, duftend wie ein aufgebrochener Pfirsich. Ein klingender Chor gibt den Gärten Italiens ihren eigenartigen Zauber, e« sind die Brunnen, die mit ihren hellen Stimmen den Bcsucher schon von weitem grüßen. Berühmt sind die Wasserkünste der Villa Lante, die ein bekannter »Brunnenmeister« des 17. Jahrhund<;rts geschaffen hat. Heiter, flüssig steigt da« Wasser aus dem Spiegel der Teiche, in kristallenen Girlanden, in schimmernden Buketts, in silbernen Kaskaden zerstiebt es traumhaft in den Strahlen der Sonne. Wie • von einem Sprühregen überhaucht sind die Treppen und Terrassen, die verwilderten Hecken, die uralten Zypressen der Villa d'Este; dem Spiel dieser lebendigen Tropfen hat einst Franz Liszt gelauscht,' Poussin, WattiMii, Corot haben hier die Inspirationen zu ihren unsterblichen Gemälden gefunden. Von Hermen und Sph'nxen ist der Garten Farnese bevölkert, einsam in der sabinischen Eben»* gelegen. In den» verlassenen, gleichsam !Die Qäeten JiaUens In einem Lande, in dem sich die höchste Kultur mit einem unerhörten Reichtum natürlicher Schönheit verband, gehören die Gärten zu den größten Erlebnissen für den Fremden. Wohl nirgends in der Welt besteht diese eigenartige Verbindung von Kunst un>i Gewachsenheit wie in den Gärten Italiens, deren lebende Architektur eng verkünpft war mit den Schicksalen bedeutender Menschen, mit den Liebes-leiden und -freuden großen Stils. Als um die Wende des 16. zum 17. Jahrhundert in Rom die Zeit des Nepoten-tums anbrach, da begann jene Glanzperiode der großen Familien, die aus der •Verwandtschaft mit dem päpstlichen Stuhl Macht und Ansehen schöpften: die Bor-ghese durch Paul III., die Farnese mit Paul V., die Pamphile durch Innozenz X., die Doria, die Albani, die Borghla. »Herrsein« war in Italien Identisch mit eigenem Grundbesitz, mit Bauen in großen Dimensionen. So entstanden die prächtigen Villen und die ebenso prächtigen Gärten nach Plänen Irerühmter Architekten. Das Lebenside^l »fern von der Stadt«, das Cicero, Horaz und PHnius gepriesen hatten, das erscheint auch den Großen der Renaissance und des Barock höchster Ausdruck eines glücklichen Daseins. Noch heute tragen die verlassenen und verwahrlosten Gärten jener Zeit den Stempel ihrer Besitzer; an den Mrunnen der Villa d'Este entdeckt man den Adler verwunschenen Garten herrschen wie Gespenster der Vergangenheit die steiaijr-nen Figuren zu Hunderten. Vor bald drei Jahrhunderten, 1647, vollzog sich vor den grünen Kulissen dieses buon retiro \eine der leidenschaftlichsten Liebesgeschichten. Der zum Kardinal erhobene Neffe des Papstes Innozenz X., Camillo Famese, war von unbezähmbarer Leidenschaft für die wunderschöne Witwe des Herzogs von Borghese, Olympia Aldobrandini, erfaßt, und heiratete sie gegen den Willen des Papstes. In jenem verzauberten Garten bei Caparola fand das in Ungnade gefallene Paar Zuflucht, bewacht von Hermen und Sphinxen, beschirmt voti Zypressen, versanken die Verbannten monatelang in den Kult der Liebe, abgerückt von der Welt durch die unendlichen Welten der römischen Campagna. Ein illusionlerendes Versteckspiel bietet der Garten In Stra bei Padua, das sogenannte »Labyrinth«, von einem erfinderischen Gärtner für die venetianischen Damen und ihre Cicisbeos erfunden. Schmale Wege, einer wie der andere, l-aufen zwischen grünen Wänden aus Buxbaum eid-los, ziellos im Kreise. Nur mit Hilfe des alten Gärtners, der das Geheimnis kennt, löst sich der Fremde aus diesem frrgir-ten, in dem einst D'Annuizio und die Duse sich verloren. Wenige mögen den sonderbaren »Garten EderH in Venedig kennen, ein flach hingestreckter Platz an der Lagune, still und anspnichs'os, ein Ruhcort für Träumer. Wenn die Dämmerung herabsinkt, wenn das Abendgeläut von den Glocken der Stadt ertönt, erscheint die Luft, feucht von Nebel und Duft, von lebenden Schatten erfüllt. Man meint eine Prozession zu sehen, die in feierlich schwebendem Tanz vorüberglei-tet. Vieles ließe sich noch erzählen von den Gärten Italiens, von dem botanischen Garten in Padua, den schon Goethe besucht hat, von den Gärten der Isola bella, von denen in Florenz und Turin. »Nichts läßt sich vergleichen mit diesem Landen, schreibt Goethe, »in dem überall die großen Erinnerungen sich mit natürlicher Schönheit verbinden. Alles dieses zusammen ist das Beste, was wir besitzen, im Traum und in der Wirklichkeit.« A. von Oertzen. Glückllchet Lachen Ich zerbrach in einem Gasthof eine Fensterscheibe. Auf der Rechnung fand ich zwei Scheiben berechnet. Auf mein ^ fragen erklärte der Wirt; „Was wxjllon's denn? Die Schelhoxi, die Sie wrbTY>cIion haben, und die Scheiben, dio ich dafür hub neu einselztm las.vn.'* Letzter Versuch »Nach allem, was ich Ihnen erzählt habe, Herr Richter, müssen Sie zugeben, daß ich bei diesen ewigen Grobheiten unmöglich in Frieden mit meinem Mann leben kann. Was ich auch tun mag, er bessert sich ja doch nicht.« »Hm. Haben Sie mal feurige Kohlen atif sein Haupt gesammelt?' »Das noch nicht, aber mit heißem Wasser hat>e ich es schon versucht!« Seite 8 »tMarbwrg«T' Zeitung« ■ 7/ Novetwber l^t Nummer 282 schauern die Deutsche Wochenschau und den Fihn »Anton der Letzte« vor. Es herrschte große Begeisterung. VOrhehrsteilnelmier — VonicMI Im Monat Novermber lauern auf allen Landstraßen und im reichen Verkehrsnetz der StäiJte viele Gefahren auf jeden Verkehrsteilnehmer. Kaum 30 bis 40 Meter weit h^at man oft freie Sicht, Bäume und Sfräuch-er wie auch Menschen, Tiere und Fahrzeuge sind in graue Nebelschwaden gehüllt und stehen plötzlich, in vielen Fällen, wenn bereits ein Unglück nicht mehr zu vermeiden ist, vor unserem Fahrzeug. Hier hat der Verkehrsteilnehmer, insbesondere der Kraftfahrer, mit wachen Augen sein Gefährt zu lenken. Jede Straßenkreuzung, jeder Bahnübür-gang, jede Brücke, Jeder Baum und jede Kurve können zum heimtückischen Verhängnis werden. Doppelt aufpassen heißt es diarum für jüden Fahrzeuglenker, aber auch für die Radtahrcr und Fußgänger an solchen Tagen, an denen der Nebel die freie Sicht behindert, besonders dann, wenn dazu die Dunkelheit den Ausblick noch mehr erschwert. Für alle Kraftfahrer aber gilt an Nebeltagen das unbedingte Gebot: Langsam fahren! Das Vorfahr-recht stets beachten! Rtehie ChroRik m. Wichtigr für alle Kraftfahrzeughalter. Der Politische Kommissar der Stadt Marburg erinnert in einer Auffordeung im heutigen Anzeigenteil alle Fahrzeughalter nichtbewinkelter Kraftfahrzeuge an die Reifenablieferungspflicht. Dieser Ablieferungspflicht unterliegen auch Luftreifen, die auf nicht mehr im Verkehr befindlichen Gespann wagen aufgelegt sind. Gegen die Säumigen wird mit Ablauf dieses Termins nicht nur strafrechtlich vorgegangen, sondern es erfolgt gleichzeitig Gie Einziehung der Bereifung ohne Entschädigung. m. Sprechtage des Emährutigsamtes der Stadt Marburg. Nach einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil werden beim Ernährungsamt der Stadt Marburg Sprechtage eingelührt, o'ie jeweils Dienstag und Freitag vormittags zur Durchführung kommen. m. Eifisctirelbufi|r zum Besuch der Staatlichen WirtschaftsSchule in Cilli. Sämtliche Schüler, die vor dem unmittelbaren Eintritt in die kaufmännischen Berufe oie zweiklassige Staatliche Wirt-schaftsschule in Cilli besuchen wollen, haben sich mit den aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlichen Unterlagen am kommenden Dienstag zur festgesetzten Zeit zur Einschreibung einzufinden. Mit der 'endgültigen Aufnahme in die Schule ist eine Deutschprüfung verbunden, der sich an einem späteren Zeitpunkt alle Gesuchsteller unterziehen müssen. m. Versammlung in DrachentMirg. Am 30. Oktober fand in der Ortsgruppe Drachenburg eine Versammlung statt. Nach der Eröffnung derselben durch Ortsgruppenführer Pichler, sprach Hauptstamimführer Sepp J e 11 e n z aus Cilli über den Aufbau und die Arbeit des Steirischen Heiniatbundes, die nun auch im Kreis Ran-n zu voller Entfaltung gelangt. m. Buchführungslehrgang des Amtes Volkbildung im Kreis Luttenberg. Das Amt Volkbildung irn Steirischen Heimatbund, Arbeitsgebiet Berufserziehung, eröffnete am 4, November in Luttenberg einen, Buchführungslehrgang für den Einzelhändler. Zur Teilnahme haben sich vorläufig 50 Einzelhändler gemeldet, doch ist das Interesse so groß, daf5 ein Paral-lellchrgang durchgeführt werden muß. Den Lehrgang eröffnete der Leiter des Amtes Volkbildung, Kam. V a r g a s o n, mit einer kurzen Ansprache, wobei er auf die Nützlichkeit und Notwendigkeit el;ier genauen Buchführung hinwies. Den Lehrgang leitete Kam. P o 1 j a n e t z. m. JagdaufSeherschulung in Leitersdorf. Der Kreisjägermeister des Kreises Luttenberg hat, wie aus einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil ersichtlich ist, am kommenden Dienstag in Leitersdorf einen Jagüaufseherappell a?iberaumt, dec mit einer eintägigen Schulung der Jagdaufseher verbunden ist. m. Berufskleidung auf Punkte. Nunmehr ist auch die Berufskleidung in die Punktfrage der Reichskleiderkarte einbezogen, allerdings mit dem Vorteil, daß wesentlich weniger Punkte für den Bezug dieser Kleidung notwendig sind. Es werden 20 V. H. der Punkte, die das gewünschte Kleidungsstück nach der Klei-cierkarte kostet, abgetrennt. Wenn für Bezugscheine für Arbeitskleidung ein Drittel, für solche für Berufskleidung nur ein Fünftel der normalen Punktzahl abgetrennt wird, so deshalb, weil Arbeitskleidung in der Regel auch als Straßen-fayekleiGun^ getragen werden kann, Be- Der Ilifldliclie Handwerker, ein Pionier des Dorfes Ein starkes Bollwerk gegen die Landflucht Bauerntum und Handwerk gehören zu- Fachbereich beschränken können. .Allen sammeii! In der Geschichte des Bauern- tums wie in der (Tes Handwerks hat es sich erwiesen, daß diese ZusanTmenge-hörigkeit zum guten Teil Schicksalsverbundenheit ist, die sich immer wieder bewährte. In dieser Gemeinschaft haben beide Teile auch fernerhin außerordentlich wichtige Aufgaben zu bewältigen. Dabei wird es sehr darauf ankommen, daß auch dem Landhandwerk genügend Kräfte zur Verfügung stehen. Die Lebens- und' Berufsaussichten des Dorfoder Landhandwerker sind heutzutage günstiger als je und durchaus geeignet, auch einen fleißigen und ehrgeizigen jungen Menschen aus der Stadt zur Mitarbeit heranzuholen. So wird das Landhandwerk künftighin in der Lage sein, als Bollwerk gegen die Landflucht tätig mitzuwirken. Von den Handwerksbetrieben wird es abhängen, wie weit die Leistung der Landwirtschaft gefördert werden kann. Als vordringliche Aufgabe hat sich die Entwicklung des Landmaschinenhandwerks ergeben, für das kürzlich ein besonderer Reichs-Innungsverband gegründet wurde. In ihm sind 2500 Reparaturwerkstätten des Landmaschinenhandels und etwa 7500 andere handwerkliche Betriebe, zusammen rund 10.000 Werkstätten zusammengeschlossen. Ist das viel? Nein, damit ist erst eine allererste Grundlage für die Technisierung der Landwirtschaft vom Handwerk aus geschaffen. Darum werden sich hinfort auch die änderen Metallhandwerker auf dem Dorfe, insbesondere die Schmiede und die holzbearbeitenden Handwerks- diesen Handwerksbetrieben ist die Aufgabe gesetzt, auf breiter Grundlage technisch und baulich fortschrittliche Bauernbetriebe einzurichten und zu erhalten. Dem ländlichen Handwerker fällt die Rolle eines Pioniers im Dorfe zu. Daß in dieser Pionierrolle ganz besonders technische Eignung und Fertigkeit ihre angemessene Verwertung finden, ist für den technisch interessierten Nachwuchs ein Grund' mehr, um sich dem Landhandwerk als Lebensberuf und Lebensaufgabe zuzuwenden. Die Entwicklung geht überdies darauf hin, handwerkliche Existenzen zu errichten, die breit genug sind, um wirtschaftlich völlig gesund* und so gestellt zu sein, daß sie an der kulturellen und zivilisatorischen Gestaltung der Lebensverhältnisse auf dem Vande mitwir. ken können. Das sind Zeitgedanken, die erhöhte Bedeutung haben, wenn man an die Ansetzung von Handwerkern In neuen Bauernsiedlungen denkt. Das Landhand"-werk hat keinesfalls mit irgendeiner »toten Zeit« im Jahre zu rechnen, wohl aber mit mehreren stoßweise anfallenden Beschäftigungsspitzen, wie sie sich aus dem Ablauf des bäuerlichen Jahres ergeben. In den letzten Jahren ist es auch vorgekommen, daß die vom Reichsstand des Handwerks aufgebauten Lieferungsgenossenschaften, die zuerst für die städtischen Handwerksbetriebe gedacht um? errichtet waren, die Verbindung mit Ladtiandwerkern aufii'ihmcn. Die Aufträge aus den Lieferungsgenossenschaften aber wird' der ländHche Handwerksmeister dann wieder als etwas Zusätzliches anzusehen haben, das die Arbeit für den privaten Kunden ergänzt. zweige, nicht mehr auf ein zu enges ;yy'^-g'-^'yi/j-yVVVYVVVVVVVVVV^VVVVYVVVVyVVVV>VYVV*i*i*l*i*i*lVi*i*i*i*i*i*i*i******'""*****"*******''*' **'****'***'****************** die immer gleiche Textzeile: »Hängt ihn auf an unsern Toren —« Schon wurden viele Bürger auf die Unruhe aufmerksam, die sich des königlichen Gefolges bemächtigt hatte, als endlich der Schlußsatz kam und alles in Heiterkeit auflöste, denn er lautete ganz friedlich — »— den Ehrenkranz für Friedrichs Haupt!« rufskleidung aber nicht. Wer keinen Bezugschein erhält, weil er noch gut versorgt ist, kann die meisten Arbeits- und Berufskleidungsstücke auch auf Kleiderkarte kaufen, dann aber zur vollen Punktzahl. Berufsanzüge aus Köper, aus dem hauptsächlich Schlosser- u. Monteuranzüge hergestellt werden, kosten 42 Punkte, ihre Einzelteile, also die Berufsjacken und -Hosen 21 Punkte. — Typische Arbeitsschutzkleidung war bisher größtenteils punkt- und bezugscheinfrei. Die Zahl c'ieser frei käuflichen Schutzkleidungsstücke isi jetzt vermindert worden. Von nun ab d^i'fen Säuresr^hutzanzüge, Operationskittel, Wasaerschulzbekieiating und Schutzbekleidung aus ölgetränkten Geweben nicht mehr frei verkauft werden. Dac'urch wird verhindert, daß diese Bekleidungsstücke von Verbrauchern gekauft werden, die sie nicht als typische Arbeitsschutzkleidung benötigen und verwenden. m. IS Monate Zuchthau^ für einen Feldpostdieb. Vor dem Sondergericht des Landgerichts Graz hatte sich der 20 Jahre alte Postangestellte Arnold Post-räk, der beim Postamt St. Ruprecht an der Raab im Dienst stand, wegen Diebstahls von Feldfpostpaketen zu verantworten. Das Gericht, das den Angeklag-teri wegen dieses gemeinen Verbrechens besonders brandmarkte, verurteilte ihn zu einer Zuchthausstrafe von 15 Monaten. Amiäolt Dar Willkonm... . König Friedrich von Württemberg besuchte im Jahre 1821 in einer großen Rundreise viele seiner Landstädte und Dörfer, überall hatte man sich befleißigt, den Monarchen würdig zu empfangen, und viele Begrüßungsgeclichte mußte er über sich ergehen lassen, Bürgermeisteransprachen und Chorgesänge, die Böller krachten, und die Fahnen wehten. Die sich immer gleich bleibenden Feierlichkeiten stumpften auf die Dauer den König und sein Gefolge ein wenig ab. Die Geister wurden aber wieuer munter, als abermals in einem Städtchen eingezogen wurde und auf dem Marktplatz, unter dem Taktieren des Schulleiters, ein riesiger, gemischter Chor den Begrüßungshymnus anstimmte, laut den Text hinausingend, der in die sonderbare Aufforderung geprägt war: »Hängt ihn auf an unsern Toren —« Die Herren und Damen des königlichen Geleites schauten sich verdutzt und beklommen an. Der König selber wurde ein wenig unruhig. Der Hofmarschall vollends schwitzte Blut. Der Chor aber brüllte weiter, daß der Kalk von ten Wänden der alten Marktplatzhäuscr fiel und wieder in unendlichen Modulationen o Neuorganislening der tallMcher Studen> tenschaft. Auf Anordnung des Oberkommis* sars wurden sämtliche Studentenvereinigungen der Provinz Laibach aufgelöst. Die Stu denten sollen in einer einzigen Organisation zusammengefaßt werden, die ihre Betätigung auf kulturellem, körperlichem und sportlichem Gebiet regelt. o Oberbürgermeister von Preßburg zum Besuch ins Reich eingeladen. Der Vizepräsi« dent des deutschen Kommunalverbandes, Dr. Ralf Zeitler, der Generalsekretär des Interna, tionalen Verbandes der Städte und Gemeinden, Dr. Harry Goetz und Dr. Brecke, führten in diesen Tagen in Preßburg Verhandlungen mit dem Oberbürgermeister, um im Rahmen des Internationalen Verbandes auch zwischen Preßburg und den reichsdeutschen Städten engere Beziehungen anzuknüpfen. Die Gäste, die im Auftrage des Reichsleiters Fiehler in der Slowakei weilen, überreichten dem Oberbürgermeister Preßburgs, Dr. Kovac und seinen Mitarbeitern eine Einladung des Reichs-leiters ins Reich, um das deutsche Städtewesen kennen zu lernen. o Energisches Durchgreifen gegen Preistreiber in der Slowakei. Dieser Tage wurden in Preßburg zahlreiche Geschäftsleute mit Haft- und Geldstrafen belegt, weil sie Gegen-stände des täglichen Bedarfes zu überhöhten Preisen verkauft haben. Besonders empfindlich wurden der Geschäftsleiter eines Kolo. nialwarengeschäftes verurteilt, der neben einem Monat Haft- auch eine Geldstrafe von 2000 Kronen erhielt. o Das »philatelistische Fieber« in Beilud. In Belgrad hat seit einiger Zeit das >pnilu-telistische Fieber« weite Bevölkerungskreise erfaßt, wobei allerdings die Frage offenbleibt, cb es sich um echte Sammlerleidenschaft oder bloß um den Wunsch handelt, an den Briefmarken mähelos Geld zu gewinnen. Kürzlich gab z. B. die serbische Post eine Serie von Briefmarken heraus, deren Erlös für die Kriegsgefangenen bestimmt war. Einige Händler haben große Teile dieser Serie aufgekauft und sie dann zu Phantasiepreisen weiterveräußert. Gewinne von 100 bis 200 Mark für eine Serie, deren Nominalpreis 1.50 Mark beträgt,, waren an der Tagesordnung. Dasselbe Smel ist Jetzt hinsicHtlich der neuen Serie von Wohltätigkeitsmarken zu beobachten. Hunderte von Menschen stehen an den Postschaltem Schlange, um diese Briefmarken zu erwerben. Als Kuriosum sei verzeichnet, daß jetzt sogar eine Einkaufsgenossenschaft der Belgrader Philatelisten gegründet worden ist, die sich die Aufgabe gestellt hat, Briefmarken für ihre Mitglieder im Großen einzukaufen. Ein Genossenschaftsanteil beträgt 500 Dinar. FÜR DIE FRAU iiiiHiiiiiitHiiiHiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiMiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiimnHiiiiiiiiiiiiiHtiiiiiiiiiitHilHiiiiiiiiiiwiniHHiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiinii larMfelvorrate sorgUltig aiiflevaliml Jede Hausfrau, die ihren Winterbedarf an Kartoffeln ganz oder zum TiiH einlagert, muß es als ihre oberste Pflicht betrachten, keine KartoffeLi umkommen zu lassen. Die Kartoffeln sind so zu lagern, 'daß sie während des Winters weder faulen, noch ^eintrocknen oder auswachsen können. Besoniders achtgeben muß man auf alle Kartoffellager, wo die Kartoffeln nicht in Kartoffelhorden, sondern in Kisten aufbewahrt werden. Jede sich feucht oder weich anfühlendv; Knolle ist unbedingt auszulesen und möglichst sofort zu verwenden. Auch verletzte und angeschlagene Kartoffeln müssen aus dem Lager entfernt und gleich verwertet werden. Die Kartoffelkeime, die sich bei längerer Lagerung bilden, müssen abgezupft werden, um zu große Nährstoffverluste zu vermeiden. Das Keimen verhindert man, wenn man die Kiste mit den Kartoffeln öfters schüttelt, denn die Ruhe begünstigt das Wachstum. Auf das Kartoffellager legt man am besten eine Schichte Zeitungen oder Pacfepapierbögen, um das Tageslicht fernzuhalten. Auch zu warme Lagerung fördert das vorzeitige Keimen, weswegen man an frostfreien Tagen, und zwar in den Mittagsstunden, das Fenster zum Lüften des Kellers öffnen soll. Jede Hausfrau, dip diese Ratschläge befolgt, wird ihren Wintervorrat an Kartoffeln bis lange ins Frühjahr hinein 'erhalten können und vor allem das Entstehen von Verlusten an dem Vorrat unmöglich machen. Rezept zum Rezepianlfeewabreii Immer wieder bringt der tägliche Freund des Hauses, die Zeitung, praktische Hinweise für die Hausfrau und gute, erprobte Rezepte, die sie gern aufbewahren möchte, die ihr aber immer wieder durcheinander geraten. Es hat keinen Sinn, diese wertvollen Hinweise aufzustapeln, um im gegebenen Augenblick wild danach zu suchen. So erhebt sich die Frage der praktischen Aufbewahrung, die os ermöglicht, schnell das Benötigte hervorholen zu können. Ganz kostenlos ist die einfachste Art: Verwendung einseitig gebrauchter Briefumschläge, in die man das ausgeschnittene Rezept hineintut und auf die man oben, drauf das Stichwort schreibt. Dann unterstreicht man den ersten Buchstaben farbig und hat die Möglichkeit slphabetitcher Einordnung in einen Karton. Auf derti gleichen Grundsatz beruht die Rezeptkartei oder das Rezeptarchiv. Die ausgeschnittenen Rezepte werden sauber auf Blätter oder Karton geklebt, mit Stichworten beschriftet und ebenfalls alphabetisch eingeordnet, Die .erste Art verdient den Vorzug, sie ist leichter sichtbar. Es lasset! sich die einzelnen Rezepte im Karteikasten durch Farbenzeichen und sogenannte farbige Reiterchen für Kochrezepte, grüne für Reinigungsmittel, blaue für gesundheitliche Winke nehmen. Abzuraten ist vom Einheften hintereinander ohne regelrechte huchstabenmäßige Folge. Noch einen Hinweis: Wird festgestellt, daß ein neueres Rezept besser ist als das, welches man vor ein oder zwei Jahren erhielt und einordnete, so nimmt man das überholte heraus und ersetzt es durch das neue unter gleichem Stichwort. Bleiben wir ständig auf dem Laufenden, so wird diese Haushalterei oder das Wirtschaftsarchiv sehr gute Dienste leisten. Rindeicnieliaig — ein wicbliiiet RapNel Baby entwickelt sich leicht zu einem Tyrann, wenn es zu einem solchen erzogen wird. Fast alle Mütter werden energisch in Abrede stellen, der Entwicklung Babys /u einem Herrscher Vorschub zu leisten. Sie tim es oft aus Gedankenlosigkeit und Unwissenheit. Nehmen wir ein Beispiel für viele; Baby gefällt es nicht in seinem Körbchen oder seiner Wiege. Baby will beschäftigt sein. Hs weiß seine einzige ihm zur Verfügung stehende Waffe, die beschäftigte Mutter sofort zu ihm zu treiben, geschickt zu gebrauchen: Baby schreit, laut und anhaltend, bis sich das wohlbekannte Gesicht der Mutter /u ihm herniederbeugt und es aus den Kissen nimmt. Was kann das Kleinchen bloß haben? sorgt sich die Mutter. Vielleicht hat der kleine Schreihals schon wieder Hunger? Willig gibt ihm die Mutter die Brust, obwohl Baby sich erst vor kurzem sattgetrunken hat, seine Zeit noch garnicht gekommen ist und es unmöglich schon wieder Hunger haben kann. Baby nicht immer gleich Nahrung reichen! Diese Forderung ist unbedingt zu beachten. Babv trinkt immer, wenn ihm die Brust gegeben wird, und, was am schlimmsten ist, Baby kann nicht Maß halten im Trinken. Es hört nicht auf, wenn es gesättigt ist, sondern erst, wenn es nicht mehr trinken kann. Wenn man dem Schreihals zu oft die Brust reicht, wird der noch sehr schwache AAagen überladen und überanstrengt; den Schaden davon hat Baby selbst zu traj;en. Nünwwr 282 »Mar1wf«er 7- HovemW IWf Scfte 7 TURNEN und SPORT Die Ostmark-Elf aufgestelH Der Sportbereich Ostmark stützt sich im Reichsbund-Pokalspiel gegen Ober-.■Schlesien am kommenden Sonntag im Wiener Stadion auf folgende Mannschaft: Ploc (Viennai Sesta (Austria) Schmaus (Vienna) Wagner (Rapid) Mock (Austria) Probst (Austria) Fitz (Rapid) Rigler (Austria) Binder (Rapid) Durck (FC Wien) Pesser (R.) Ersatzspieler sind Musil (Rapid), Pürz (Wiener SC), Sabcditsch (Vienna) und Neunier (Austria) Stelrisclie ShisporfpMne . Bei der Durchführung der .Skimeister-scharten des Sportgaues Steiermark hält Qaufachwart Muckenschiiabel an den bewährten steirischen Wintersporiplät-zen fest. So werden die nordischen Ti-tel'kämipfe am 10, und 11. Jänner in Aflenz entschieden und am 17. und 18. Jänner ist Mürzzuschlag wiederum der Schauplatz de** alpinen Meisterschaften. Von den Veraiiataltungen der Veremc ist bisher nur die Durchführung der Ski-Ikämpfe am Hochschwab, der »Hochschwab-Lauf«, des Abfahrtslauts von der Mugel in Leoben und einer Veranstaltung in Schladming bekannt. Die Winterwehrwettkürapfe der SA-Qruppe Südmark finden am 14. und 15. Februar in Villach statt. Es gibt wieder Mannschafts- und Patrouillenlauf, Springen, Langlauf usw. Eine winter&portliche Qroßveranstal-tung führen Gebiet und Obergau Steiermark der Hitler-Jugend in der Zeit vom 23. bis 30. Jänner in Schladming durch. Dort werden nicht nur die Skimeisterschaften entschieden, sondern auch die Titeikämpfe für HJ und BdM im Eis-ikunst'lauf sowie die Eishockeymeisterschaft des Qebietcs Steiermark. Kleine Sportnacfericlilen : Schalke siegte In Warschau. Rund 20.000 Zuschauer, meist Soldaten, wohnten dem ersten Gastspiel der Mannschaft des fünfmaligen Fußballmeist'ers FC Schal'ke 04 am Mittwoch in Warschau bei. Die Westfalen befanden sich .in feinor Form, die sie durch einen zahlenmäßig hohen 8:1 (3:0)-Sieg bewiesen. Die recht tüchtige Warschauer StaJtmannschaft ist mit diesem Ergebnis zu schlecht wegßc-kommen, denn in der zweiten Spielhälfte kam sie gut in Fahrt und Klodt wurde oftmals hart bedroht. t Eder und Schiffers haben demnächst ihre Titel zu verteidigen. Im Weltergewicht wtll .der Hamburger Georg Sporer nach seiner letzten nur knappen Punktniederlage gegen Gustav Eder noch ein- mal sein Glück versuchen und im Fliegengewicht bewirbt sich Huben Offpr-mann erneut um den Titel. Voraussichtlich wird Eder aber vorher noch gegen den Dünen Henry Nielsen antreten. : Reichssiegerwettbewerb der Eisschützen in Innsbruck. Das in den Alpengnuen mit besonderer Liebe gepflegte Eissche-ßen hat auch wettkampfmäßig in der Ostmark einen hohen Leistungsstand erreicht. Es ist daher'als Zeichen der Anerkennung zu werten, G'aß die Reichs-siegerwettbewerbe 1942 der Ostmark zur Ausrichtung übertragen wurden. Die Wettkämpfe werden Ende Jänner in Innsbruck veranstaltet. : Kroatiens Sportführcr in Italien. Di«? kroatische Sportmission unter Führung des Direktors des Amtes für Leibeserziehung, Miso Zebic, ist zum Studium der italienischen Sporteinrichtungen in Rom eingetroffen. Die Kroaten werden sich von Rom aus über Florenz und Turin nach Mailand begeben, : Nach Abschluß der BeHcrader Liga, aus der der BSK neuerdings als Sieger hervorging, soll der Fußballbetrieb mit Pokalkäniipfcn fortgeführt werden. : Die italienische Tcnrnsrangll^te wurde jetzt bekanntgegeben. Sie lautet: Männer: I. Romanoni; 2. Cucelli; 3. Cane-pele; 4. Bossi; 5. Rado; 6. Del Bello. — Frauen: Anneliese Bossi; 2. Wally San Donnino; 3. Frau Quintavalle; 4. Vittoria TonoHi; 5. Frl.'Manfredi; 6. Frl. Alliata. : Schweiz fördert Jugendskisport. Die neue Leitung des Schweiztriscnen Ski-verbandes läßt sich besonders die Pflege der jugendlichen angelegen sein. So soll beispielsweise die skilaufende Jugend den Skiklubs ohne Beitrag angehören und dabei doch in den Genuß aller Vorteile gelangen, die ein Skiklub zu bieten hat. Wn 40 auf 35 Minu-, ten verkürzt. Im Basketball wird jeder Abschnitt zwei Minuten früher als bisher abzepfiffen. Die Tennisspiele werden auf drei Sätze beschränkt. Geplant ist weiterhin, die Rundenzahl bei Boxkämi)-fen und die Zeitdauer bei Ringkämpfen herabzusetzen sowie die Straßenradrennen nur noch über kürzere Entfernungen auszuschreiben. DER CHEF DER ZIVILVERWALTUNO IN DER UNTERSTEIERMARK __Schulabteilung Einschreibung In dl« Staatlich« Wlrttchafttschul« in Ciill «rilhM Staatlich* Handalttehul« CIHI) zweiW,'4rH^''„d\lSleh'uVf Wirt«h,f««hulc in Clli (friiher , Dienstag, d«n 11. November IMl und zwar , ^ für die erste Klasse um 9 Uhr, für die zweite Klasse um 11 Uhr gc«t™ßl'r(Eckraol'Äß"of':,a^ H,„del,s.hule, (Volk«chule I) CilH, R««g. Lehrziel; Die Kaufmännische Wirtscha-ftsschule ist sowohl in der LehrstoffirestÄU reJhn.ma Schu\c für die Wirtschaftsführung/und .Ver- rechnung, ^w'ohl der remen H.mdelshctriebc wie auch der handwerklichen und indii dustnellen Er?:cugungs-, der Leistungs- u. Verwaltnngsbetriebe Sie ist eine Beriif«!tach" Äft'vorbeJei'tet'^^" kaufmännischen' Berufe der Wirt' Aufnah in cbestimm un gen; Die Aufnahme in die erste Klasse erfolgt: J- Gr'ind des Jahreszeugnisses über die 4. Klasse einer Oberschule RMlschnlP eines Realgyminasiums oder Gymnasiums, das keine ungenügenden Le'istuncen in Rechnen und Mathematik, Geschichte, Erdkunde und Physik aufweist. Oder «'1 J"" yi Jahres, und Entlassungszeugnisses der 4. Klasse einer Haunt- Bürgerschule, das keine ungenügenden Leistungen aus .chichte, Erdkunde, Chemie, Physik sowie Rechnen und Raumlehre enthält Ä„f„;i, . " Aufnahmsprüfung aus Deutsch. In dieser Prüfunir" soll der ßenügende Kenntnisse der deutschen Sprache verfugt, um dem Unterrichte folgen zu können. In die zweite Klasse wird aufgenommen: wer den erfolgreichen Besuch der 1. Klasse einer Wirtschaftsschule oder Handels-schule nachweisen kann und über entsprechende deutsche Sprach- und Schreibkennt-I11SS0 vcrtiijjt. Der Zeitpunkt der Deiitschprüfung, die von allen Aufnahmswerhern abßeletjt werden muR, wird bei der Einschreibung bekanntgegeben. Zur Einschreibung ist mitzubringen: 1. das zuletzt erhaltene Schulzeugnis, 2. das Studentenbuch, 3. der Taufschein, 4. der lleimatschcin (soweit vorhanden), 5. die A^itgliedskarte oder der vorläufige Ausweis de« Steiriscjien Heimatbundes. Der Chef der Zivilverwaltung in der Untersteiermark Im Auftrage: Dkfm. Sepp Sattinger. «63.% AUS ALLER WELT a. In 50 Jahren 225.000 Kilometer zu Fuß. Ein Fall von seltener Betriebstreue konnte auf der Reußengrube gefeiert werden. Der am Ringofen des Ziegelwcr-kes beschäftigte Setzer Emil Pfitzner aus' Klc-naga beg:ng den Tag seiner 50-jäh-' rigcn Betriebszugehörigkeit, Bei Wino und Wetter ist Emil Ptitzner fünf Jahrzehnte hindurch den 15 Kilometer langen Weg zwischen Kleinaga und Cretzschwitz gelaufen und hat in diesen Jahren insgesamt 225.000 Kilometer zu Fuß zurückgelegt. Diese Strecke entspricht dem Fünfeinhalbfachen ties Erdumfanges. Der noch rüstige Jubilar steht im 69. Lebensjahr. a. Es gibt noch Galvanis. In e nein kleinen Ort in Nordmähren leben drei direkte Nachkommen des berühmten ita-lien'schen Gelehrten (jalvani, der durch seine Entdeckungen auf d^m Gebiete der Elektrotherapie bahnbrechend wirkte. Einer seiner im Protektorat lebenden Nachkommen, der heute 78-jälirigc Franz Galvani, ist der Sohn eines italienischen Offiziers und einer Mährin. a. Gustav Tweer, der erste deutsche SturzflSe^er. Mitten in einem großen: Kriege, in dem unsere Sturikampfflieger t immer neue Wundertaten vollbringen,' isi der 25. Todestag des ersten deutschen Sturzfliegers» wohj eines ehrenden Gedächtnisses wert. Es war aim 1. No-, vembcr 1916, als Gustav Tweer, der| schon vor dem Weltkrieg mit seinen waghalsigen Sturzflügen den Franzosen' Pegoud geschlagen hatte und damals > der »deutsche Pcgoud« genannt wurde.' ! beim Einfliegen einer neuen Kanipfma-schine in Hannover tödlich verunglückt ist. Als Grade, der Altmeister unserer i Fliegerei, 1913 seine erste Sturzrlugma-. schine baute, flog sie Gustav Tweer mit' so großein Erfolg, daß er bald den Frau-! zosen Pcgo^jd, der in Berlin-Johannistal seine Kunststücke in den Lüften gezeigt hatte, entthronen konnte. Mnnderttau-senden stockte der Atem, wenn sie den »deutschen l^cgoud« die tollsten Kapriolen über den Flugplätzen fliegen sahen. Auch am ersten Wettbewerb im Ge-schoßabwurf aus Flugzeugen in Döberitz war Tweer beteiligt. Als der Weltkrieg ausbrach, ging er zur Fliegertruppe und wurde bald Offizierstellvertreter. Schon 1915 hatte er sich vor dem Feinde beide Eiserne Kreuze verdient. Dann wurde er nach Hannover zum Einfliegen neuer Flugzeugtypen kommandiert. Dort ereilte ihn am l. November 1916 das Schicksal. a. Wertvoller Watidbildhind auf Burg Frtedsteln In Böhmen. Im Sommer dieses Jahres stieß man bei der Renovierung der Burgruine Friedstein bei Turnau auf die Uberreste einer alten wertvollen Wandmalerei, die unter der Aufsicht des Denkmalamtes einer gründlichen fach-männischeti Prüfung unterzogen wurde. Es wurde festgestellt, daß der Wand- schmuck der Burg zu den ältesten gotischen Sgraffito-Malereien in Böhmen aus der ersten Hälfte des 16. .lahrhun-derts gehört. Aus dieser Zeit stammen nur verhältnismäßiK wenig Belege gemalten Wandschmucks. So hat der Friedsteiner Fund einen wertvollen Beitrag zur Ergänzung des Studiums dieser alten Kunstart geliefert. Der Verputz mit der teilweise erhaltenen Malerei wurde auf Burg Friedstein sorgfältig abgenommen. a. SA-Männer als Blutspender für verwundete Frontsoldaten. Die SA-Gruptpe Hansa hat seit Kriegsbegimi Blutspende-tru-pps aufgestellt, die sofort einsatzbereit sind, wenn ein schwerverwun-deter Soldat im Lazarett einer Blutübertragung bedarf. Bis zum L Oktober IWl' haben die Männer dieser SA-Sanitäts-Stürme scho-n 89.213 ccm Blut gesipen-det. Die BlutspendetruiKps stehen auch zur Verfügung, wenn Volkseenossen bei Luftangriffen in der Heimat verletat werden. ^ Der Teppich von Bayeux. Soeben ist im Auftrage der Forschungs- und Lehrgemeinschaft »Das AhnenertK)« einCsS der interessantesten Denkmäler germanischer Kunst neu aufgenommen worden: der berühmte Teppicli von Bayeux, der in dem gleichnamigen Städtchen in der Normandie aufbewahrt wird. Dieser Tct>-pich ist 70 Meter lang, stellt eigentlich einen Bilderfries dar, auf dem in farbiger Wollstickerei die Eroberung Eng-> lands durch die Normannen geschildert i'^t. Der kostbare Teppich stammt aus dem 11. Jahrhundert. a. Auf den Spuren des Ei^zeitjätsers. Die von dem Leiter des Oberschlesischen Cirenzlandmuseums, Direktor Dr. Pfützenreiter (Beuthen), systematisch betriebene Erforschung des oberschlesischen Raumes nach vorgeschichtlichen Spuren hat bedeutsame, zum Teil völlig neuartige und für die Wissenschaft außerordentlich wertvolle Funde ergeben. Im östlichen Teil des Gaues in der Nähe von Warthenau sind Feststellungen getroffen, die auf Spuren des Eiszeitjägers, des Menschen der Eiszeit, hinweisen. Im gleichen Raum wurden auch sieben vorgeschichtliche germanische Wehrburgen entdeckt. Es ist geplant, dieses Gebiet, das für die Besiedlung des deutschen Südostens vor Jahrtausenden so eindeutig zeugt, unter Naturschutz zu stellen. Wie Dr. Pfützenreiter auf einer Studienfahrt der Geologischen Vereinigung Oberschlesicn mitteilt, ist bewiesen, daß schon die Polen bei Ausgrabungen in diesem Gebiete auf die Germancusied-lungen stießen; da dieser wissenschaftliche Fund ihnen aber nicht in ihre politischen Kombinationen paßte, verheimlichten sie ihn. Die deutsche Wissen-Schaft hat nach der M'iedereingliederung dieser Gebiete die Wahrheit ans Licht gebracht. Meine Frau und ich leiden an gegenseitiger Schlaflosigkeit.« >An gegenseitiger? Wie snll ich das ver. stehen?«, fragt der Arzt. »Ja, wissen Sic, wer zuerst einschläft, hält den andern durch sein Schnarchen wach.c Entgeltliche Mitteilungen (AnBer Verantvortnas der SchrlWeltOTB) * Augengläser? Dfpl. Optik E. Petehk Marburser Zeitunfl gebort tu ßm'mlijm m d0§ Untmrimmdm» J KUNDMACHUNG Dienstag, 11. November 1941, 9 Uhr vormittags Jagdaufs«herappell und eintägige Schulung der Aufseher des Kreises Luttenberg im Gefolgschaftsraum, Propste! Schigert, Leitersdorf. Erscheinen ist Pflicht! Der Kreisjiget meisten 8644 DER POLITISCHE KOMMISSAR DER STADT MARBURG A. D. DRAU Wlrtschaftsamt ZI. W-Öl 61/3-1941. Aufforderung Alle Fahrzeughalter nichtbewinkelter Kraftfahrzeuge, und alle Personen die im Bc-?HZe ejner, laut Bekanntmachung in der »Marburger Zeitung« vom 5. Sentember 1041 ah berufenen Bereifung sind und dieselbe im Rahmen der 2. Reifensammelaktion bis jetzt wTSh ""iK abgeliefert haben, werden hiemit letztmals aufgefordert se bis längstens 15. November 1941 beim W irtschaftsamte Marburg-Stadt, MinerS stelle Reiscrstraße Nr. M. abzugeben. Nicht abgelieferte Bereifungen werden ohne Eni sch^ädigung und auf Kosten der Säumigen amtlich eingezogen. Die Säumigen werden •luRerdem nach Punkt 0 der Verordnung vom 14. April 1041 bestraft chen^O„pannw^g"e? "" ™ Seite 8 »Martnirjer Zettun?« 7. Nove-mber IWf Nummer 282 Stadtfheater Marburg a.il.Dran Freitag, 7. Navcmber, 20 Uhr Ein Ab«nd im R«ich der Iliusionen 8619 Samstag, den 8. November, 20 Uhr Erstanfllhrnnc MONIKA Operette in 3 Akten von Nico Dostal ino Brunndorf »Kopf lioch, 3eliannes!« Neae Wochenschau. — Vorstellungen jeden Freitag um 20'30 Uhr, Simstag um 18 und 20*30 Uhr, Sonntag um 15, 18 und 20'30 Uhr. — Nachitei Programm: „SOMMER, SONNE, ERIKA\ 8636 Meiner Rnzeiger iiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiihiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiini » Rpf. ror Zitvndfliit "To* Ktttnwortbrieteii werdeB 90 Rpf Porto AnKelien-AiinahiiHiioilalt Am Tage ¥or Erscheinen nm Ifi Uhr. »Kleltie An-rolcan« werden nar ttcee VoralamdaiiR des B(^tr•{:e• (ftttcb la ^Itlxen Rrfnfmarltenl »iifctnontmea MindesttabOhr tOr ein» Klein» Anial»a ffM i » iedu Wort kostet M Rpl. das tettcadrackta Won 10 Rpl. Der Wortorela tili bis tn 15 Bnchttabea It Wort. rt) ffi htkmttu9§sutU OHtM SUtish Gute Stricicwolle wird für soziale Zwecke dringend zu kaufen gesucht. Adr. in der Verwaltung, 8fl06-3 2» puiakftii SImmentalerkühe, hochträchtig und mit Kälbern, aus allerbesten Vorarlberger Zuchtge-Met sowie Braanviehkühe ab Freitag, den 7. November verkauft Anton Hermann in Marburg. Tegetthoffstraße 38, bei Gasthof wiachowitsch. 8603.4 Zwetschken-KOmer, trocken, gelb, ca 800 kg, verkauft loh. Wechowar, Kopreinitz b, Rei-chenburg. 8602-4 Radio »Blatipunkt«, Lautsprecher, Damenrad zu verkaufen. Jan«chekowit8Ch, Thesen, Ferdinandgasse 34. 8634-4 2ift »itmMeii Teile meinen geelirten Kunden höflichst mit, daß ich meine PMSCItbank am Freitag, den 7. November 1941 in der VIktrInghOffgaSM 7 eröffnen werde, 8633 Pirsch VIflimi, Fleischhauer Korkenvertretung vorgibt angesehene Firma «des Altreiches. Bedienung zunächst noch beschränkt. Zuschriften von Herren mit guten Beziehungen zum Getränkefach werden erbeten unter »Nr. 70.262« an die Expedition des Blattes. 8642 Vor Einstellung von Arbetla» krUflen muß die Zastimditini dea «Dständigen ArbeilMntes eingeholl werden. Ein Lehrjunge für Gemischtwarenhandlung wird aufgenommen. Anzufragen bei E. Oilllch, Marburg, Triester. Straße 4. 8654-8 Tüchtige Damenfrliaurfn wird ab 23. Nov. 1941 gesucht. Zuschriften an H. Stumberger, Friseursalon, Radkersburg, Langgasse 14. 8659-8 Ehrliche Bedienerin für halben Tag in der Woche gesucht, Blasnik, Schillerstr. 26. 8624-8 Nettes, reines Mttdchen für alles, das auch kochen kann und kinderliebend is^ wird aufgenommen. Anfr. OrÜndel-gasse 3, Part. 8632-8 Leeres Zimmer z« vermieten. Adresse in der Verw. 8621-5 Marburger sucht möbliertes Zimmer mit separ. Eingang. Unter »Geschäftsmann« an d. Verwaltung. 8608-6 Studienrat sucht sofort heiz-bares, reines Zimmer in der Stadtmitte. Unter >Dr. F. 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Mana Bedingung t DurchschnittibÜdung, etwaa Maschinschreiben, Deutsch in Wort und Schrift» Slowenisch erwünscht. Probezeit bis Bauschlud, nach ^tsprechen definitive Anstellung durch die Zen* trale Wien. Anträge unter „Untersteiermark* an die VerwAltunj des BUttes. 8547 in dar MMetblirf er lellung** haben immer Erfolg, denn ■la igt die «Inslo» fagestallung dea Unterlan.det DER POLITISCHE KOMMISSAR DER STADT MARBURG AN DER DRAU Ernährungsamt Bekanntmachung Um eine geordnete Erledigung der laufenden Arbeiten zu ermöglichen, werden mit sofortiger Wirkung > Sprechtage jeden Dienstag und Freitag Vormittag von 9—12 Uhr eingeführt. An anderen Tagen und an den Nachmittagen findet kein Partelenverkehr statt, VC» allem auch, weil an diesen Tagen die Sachbearbeiter vielfach im Außendienst be-scliäftigt sind. Der Leiter des Ernährungsamtes S620 Auftrage: Nitzache. Sein Leben ^alt Deutschland, im Kimpf gejren Bolschewismus ist er und am 11. Oktober 1941 würde im Heldenfriedhot zu Krivoy-Rog begra-ben, aber im Geiste lebt unter uns weiter unser geliebter Sohn und Bruder Max Kern SS*lltcha. einer Totenkopfstandarte Hürth, Leitersdorf, Frutten, Purkla und Ostfront. Marlanna Kern Juliane Kern Schweater Mutter Jotef» Anten, Frani, Karl, Gottfried, Leopold, Richard und Rudolf Kern Brüder 8615 Von feigen Banditen erschossen, gab sein Leben in treuer Pflichterfüllung für Führer und seine geliebte Heimat unser Kamerad ALOIS GEISCHEK Für Deutschland starb er, In seinem Volke lebt er weiter. C i 11 i, den 4. November 1941. Der Kreisführer; DORFMEISTER 8«41 Hauptschriftleitcr Anton Gerschack, Stellvertretender Hauptschriltlciter Udo Kaspefi — Druck dci; »Marburger Druckerei^;