Nr. 153. Samstag, 7. Inli 1894. Jahrgang 113. LMcher ^rHnum^lMyngpl'^. Mit P ostvrrsrnb u„a: „aiizjäliril, st, <5, halbjährig fi. 75», Im Comptoir: un"zwhrin ft, ,,, haiWhl'in st, 5l>», flür die Züstcllm'n >»« Han« ganzjährig st, 1. — I«seltionß«rbür: ffür lltlne Inssralr bi« zu 4 Zcik>» 25 lr,, grüßcrc prr Znlr N lr, - bei üftcre» Wiederholungen per Zeile 3 lr. Die «Laib. Zeit.» erscheint täglich, mit «u«nahme der Sonn- und Feiertage, Lie Administrativ, befindet sich Longrcssplay Nr.L, die Medactlo« Vahnhosgasse Nr. !5. Sprechstunden der Redaction von 8 bis !1 Uhl vormittag« — Unfrankierte Vriefc weiden nicht angenommen, Manuscripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Mil. w„ Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 23. Juni d. I. dem Abte des Cistercienser-Stifteö Lilienfeld Nlberik Heidinn den Stern zum Comthurkreuz des Franz-"osefth-Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 25. Juni d. I. dem ^andes-Schulinspector Dr. Karl Schober in Brunn t>eu Orden der eisernen Krone dritter Classe taxfrei aUergnädigst zu verleihen geruht. ^. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 21. Juni d. I. den außerordentlichen Professor an der Universität in Graz ^r. Emil Pfersche zum außerordentlichen Professor oes römischen Rechtes an der deutscheu Universität in »präg allergnädigst zu ernennen geruht. Madeyski m. p. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 24. Juni d. I. den -privatdocenten Dr. Franz Hillebrand zum außerordentlichen Professor der Philosophie an der Universität m Wien allergnädigst zu ernennen geruht. ________________Madeyskim.p. Nichtamtlicher Mil. Der Streit in Nordamerika. Wien, 4. Juli. Die nordamerikanische Union rechtfertigt wieder klumal ihren Namen eines Landes der Großartigkeiten. Der Streik der Eisenbahnarbeiter, über welchen das elektrische Kabel tägliche Bulletins nach Europa vermittelt, hat innerhalb weniger Tage Riesendimensionen angenommen. 32 Hanptlinieu des Landes sind von der Arbeitseinstellnng, die rasch einen bösartigen und M>altthätigen Charakter angenommen hat, bereits in ^citleidenschaft gezogen, und in Chicago, welches den Brennpunkt des Streiks zu bilden scheint, musste auf allen 21 Bahnlinien, welche in diese Stadt einmünden, der Verkehr sistiert werden. Was das in einer Industrie- und Handelsstadt vom Range Chicago's bedeutet, ist umso leichter zu ermessen, als der Telegraph bereits meldet, dass in den dortigen Viehhöfen, diesen Riesenanlagen für den Weltverkehr, die Arbeit ruht und dass auch schon im öttlichen Consum eine empfindliche Preissteigerung des Fleisches eingetreten sei. Der Streik hat sich aber auch schon bis nach Newyork ausgedehnt, und gleichzeitig kommen Nachrichten über Gewaltthaten der Ausstäudischen gegen Arbeitende sowie gegen Eisenhahnzüge lund Bahnhöfe aus Cincinnati, aus St. Louis, aus Kairo, aus Indiana, ja bis nach Kalifornien hinüber. Die Zahl der streikenden Eisenbahnangestellten und Bahnarbeiter steigt von Tag zu Tag um Tausende und hat wohl znr Stunde die Ziffer von Hunderttausend schon erreicht. Präsident Cleveland selbst soll die Lage als eine ernste bezeichnet haben, nnd sie ist es in der That, da die Unionsregierung sich genöthigt sieht, Truppen aufzubieten, um die Wiederherstellung der Ordnung zu erzwingen, oder, um einen den amerikanischen Verhältnissen in militärischer Hinsicht angepassten bescheideneren Ausdruck zu gebrauchen: um die Wiederherstellung der Ordnuug zu versucheu. Das Bundesgericht hat ein Decret erlassen, welches den Streikenden die Verhinderung des Eisenbahnverkehres untersagt und ihnen mit der Aufbietung der gefammten verfügbaren Streitkräfte der Union droht. Zahlreiche Cavallerie und Artillerie ist auf dem Wege nach Chicago, wo sich eine Vorstadt bereits vollständig in den Händen der Streikenden und des ihnen sich anschließenden Pöbels befindet. Dieser Ausstand, welcher, wie schon mehrere seiner Vorgänger in der Union, den Charakter eines Aufstandes anzunehmen scheint, bietet ein besonderes Interesse nicht nur durch seinen Umfang und seine wirtschaftlichen Consequenzen, sondern namentlich auch durch die Art seiner Entstehung. Die Hunderttausend, welche gegenwärtig, über einen großen Theil der Union verbreitet, die eigene Arbeit weigern, die Arbeit anderer mit Gewalt verhindern und den Verkehr zum Stillstande zwingen, thun das alles gar nicht aus dem Beweggründe, um Lohnforderungen, die sie selbst erhoben hätten, durchzusetzen. Der Streik der Eisenbahnarbeiter ist nur eine in Riesenform auftretende Hilfsaction zur Unterstützung einer speciellen Lohnforderung der Arbeiter in der bekannten Pullmann'schen Waggonfabrik. Die ungemein comfortabel ausgestatteten, im Eigenthum der Fabriksgesellschaft verbleibenden Pullmannwagen laufen auf allen Eisenbahnlinien Nordamerika's, und zwar in solcher Zahl, dass ohne dieselben der reguläre Zugsverkehr gar nicht aufrechterhalten werden könnte. Als nun die Arbeiter der Fabrik wegen Ablehnung ihrer Lohnforderung in den Streit traten, machten die durch das Gewerkschaftsband mit ihnen verknüpften Arbeiter des Eifenbahnbetriebes deren Sache sofort zu ihrer eigeuen Angelegenheit. Sie hielten Züge auf und koppelten die eingereihten Pullmannwagen ab, sie verhin» derten die Züge an der Abfahrt und traten gegenüber ihren eigenen Brotgebern, den Eisenbahngefellschaften, massenhaft in den Streik. Wir stehen da vor einem wahrhaft klassischen Falle der bis auf die Spitze getriebenen Solidarität unter deu Arbeitern. Das geht in aller Form einer bis ins Kleinste durchgeführten Organisation von einer Eisenbahngesellschaft zur andern weiter. So sind am 1. Inli mit einem Schlage alle Angestellten der Union-Pacificbahn in den Streik getreten, was die Armee der Feiernden sofort um sechstausend vermehrte. Daraus entwickelt sich nun bei jeder einzelnen Bahn das bekannte Bild. Die Di-rectionen suchen aus den Arbeiterkreisen, welche nicht dem gewerkschaftlichen Verbände angehören, Ersatz für die Streikenden. Diese aber suchen die neuangestellten Kräfte mit Gewalt an der Arbeit zu verhindern, und der wirtfchaftliche Krieg nimmt die Form eines wirklichen Krieges an, mit Blutvergießen und Güterzerstü-rung. Der Kampf gilt heute nicht mehr dem Lohnstreite in der Pullmann'schen Fabrik, sondern der Frage, ob die Arbeiterschaft die Macht hat, durch solidarisches Auftreten ihren Willen den Unternehmern aufzuzwin-gen. Der Standpunkt der letzteren wächst dadurch gleichfalls hinaus über deujenigen eines einseitigen materiellen Interesses, uud in diesem Falle umsomehr, als durch den Streik der allgemeine Verkehr lahmgelegt, also ein öffentliches Interesse allererster Ordnung verletzt erscheint. Gerade von diesem Gesichtspunkte aus weckt denn auch dieser Aufstand der socialen Machtanmaßung erhöhtes Interesse in den europäischen Staaten. Die materielle Seite der Angelegenheit, wenn sie sich auch bemerkbar macheu sollte, wird diesseits des Atlantic weniger Bedeutung beanspruche» dürfen, als die principielle Seite. Schon meldet der Telegraph, dass von beiden Seiten, den Eisenbahngesellschaften wie den Ar- Jeuisseton, Die Adelswgn Gioite. Nachdruck verboten. Adelsberg mit seiner Grotte, die ein Wnnderwerl unseres schönen Vaterlandes ist. kann sich wohl rühmen, !Hon seit jeher eine besondere Anziehungskraft ausgeübt und hiedurch jahraus jahrein viele taufende von Fremden angelockt zu haben. Die Literatur hat sich eingehend und gründlich mit dieser Wnndergrotte befafst. und es ist anch nicht Mabc dcr folgenden Zeilen, neuerlich eine gründliche Schilderung ihrer an Mannigfaltigkeit und Schönheit .."Formen unübertroffenen Naturschönheit zu liefern; m Nachstehenden sollen nur einige weniger bekannte Wonsche und statistische Daten weiteren Kreisen bekanntgegeben werden, denn jede Einzelheit dieses Inwels «rams ch von höchstem Interesse für den Forscher und Gunsten, und nicht häufig genug kann die Aufmerk-!"s lnt auf die im Grunde genommen noch zu weuig ue uchte Unterwelt, die sich dem stauueuden Blicke beut, gelenkt werden. '"- ' l,_» Die ältesteu über die jahrgangsweise Entwicklung "r« Mottenbesuches vorhandenen genauen Aufzeichnungen b?3" ^ """ ^hre 1819 zurück.' In diefem Jahre °euug d,e Besucheranzahl 104. Von Jahr zu Jahr ^igend, erreichte mau im Jahre 1833 bereits eiue "ejuchcranzahl von 1063 Personen, im Jahre 1845 veretts eme solche von 2342. Das Jahr 1858 weist !^uber^4000, das Jahr 1872 über 5000, das ss>,'rdi,^3^ui^^?"' K"s" Franz I. (181«) und Kaiser Neiu? ? (l81i1) Ehrten dir Gwtte mit ihrem Allerhöchsten -uejuche, was durch Oedenltascln in der Grotte verewigt ward. Jahr 1884 über 6000 und das Jahr 1894 schon jetzt über 7000 Besucher auf. Interessant ist hiebei die Erscheinung, dass in den Kriegsjahren der Grottenbesuch in auffallender Weise abnahm, um sohin, nach Eintritt des Friedens, wieder sofort und noch in erhöhterem Maße zuzunehmen. So sank die im Jahre 1847 verzeichnete Besucherzahl von 1312 im Jahre 1848 auf 983 und 1849 auf 669, um im Jahre 1850 wieder auf 1715 zu steigen. Im Jahre 1858 verzeichnete man 4234, im Jahre 1859 1352 uud im Jahre 1869 3200 Besucher. Ebenfo war die Grotte im Jahre 1866 nur von 997 Personen besucht, während das Jahr 1865 3363 und das Jahr 1867 3594 besuchende Personen aufweist. Leider geben die aufgezeichneten Daten kein ganz richtiges Bild über die factische Besucherzahl, weil iu deu vorhandenen Aufzeichnungen nur zahlende Besucher berücksichtigt erscheinen, die Grotte aber vielfach auch ohne Entrichtung einer Gebür besucht worden ist, beziehungsweise besucht wird. Insbesondere wurde iu dem Falle, als in Adelsberg nnd Umgebung Truppeu-Coucentrierungen stattfanden, den Angehörigen des stehenden Heeres nnd der Landwehr stets au einem Tage die Grotte kostenfrei geöffnet, und es haben auch bci den großen Grotten-Festen die Einheimischen freien Eintritt in die Grotte. Ein kleiner Theil der Grotte war jedenfalls schon vor alten Zeiten bekannt. Nachweisbar sind indessen durch noch jetzt sehr zahlreich erhaltene Inschriften erst Besucher aus dem 16. Jahrhunderte, wenngleich Franz Graf Hohenwart in seinem Wegweiser (Wien 1830, gedruckt bei Gollinger) anführt, dass er 1829 folche aus dem 13., 14. uud 15. Jahrhunderte gesunden habe. Die Echtheit der Inschrifteu aus dem 16. Jahrhunderte ergibt sich aber aus dem in der k. k. Hofbibliothek erliegenden Manuscripte des I. N. Nagel vom Jahre 1748. Bekannt war indessen damals nur ein sehr kleiner Theil der Grotte, nämlich das jetzt unter dem Namen «Dom» begangene Stück und die dermalen für den allgemeinen Befuch nicht geöffnete alte Grotte. Erwähnt wird ferner die Grotte 1777 von Hacquet iu der Oryctographia Carniolica, 1780 von Gruber in den Hydraulischen Briefen, 1805 von Roßmüller und Tillesius in den Höhlenbeschreibuugen nnd im Jahre 1816 von Johann Georg Fellinger in einem Gedichte. Im April 1818 wurde der damals bekannte Theil der Grotte zum festlichen Empfange des Kronprinzen Ferdinand hergerichtet, und bei dieser Gelegenheit wurde von Lucas ^c ein neuer Grotteneingang (die «Namenhalle») entdeckt. Kurz darauf wurde die Grotte vom Kreisamte gesperrt und nur mehr gegen eine Gebür vou einem halben Gulden per Person geöffnet. Die Verwaltung übernahm der Kreiscafficr Josef IcrZinovic Ritter von Löwengreif, welcher Stiegen, Wege, Brücken uud andere Hestellungen ausführen ließ und die Verwaltung bis 1823 führte. Während dieser Zeit hatte er 926 st. von der Grotte eingenommen, jedoch mehr verausgabt, so dass er damals noch eine Forderung von 104 fl. 30 kr. zu stellen hatte. Seither steht die Verwaltung der Grotte einer eigenen Commission mit besonderem Statute zn, wrlche Einrichtung unverändert blieb, wenngleich das Statut schon wiederholt geändert worden ist. Im Jahre 1833 wurde die Grotte durch dm t. k. Ober-Hutmann Johann Ferher aus Idria mark- Laibacher Zeitung Nr.-153. 1310 7. Illli 1894. beiterführeru, der Riesenstreit diesmal als ein Kampf auf Lebeu und Tod betrachtet wird nud vou deu Eisen-bahudirectionen die Absicht gehegt wird, bei dieser Geleg nheit den Gewerkoereiu der Eisenliahnangcstellten der Vernichtung zuzuführeu. Mehr noch als in den meisten Industriestaaten Europa's, namentlich mehr als in England, scheint den amerikanischen Arbeitern jeder Sinn dafür abzugehen, dass der Arbeiter, wenn er auch in kr Lohnfrage meistenfalls ein gegensätzliches Interesse gegenüber jenem des Unternehmers haben mag, doch mit seiner ganzen Existenz mindestens ebensosehr wie dieser auf deu Boden der von beideu ge-meiusam betriebenen Arbeit gestellt ist. Es liegt in allen diefcn sinnlos übertriebenen, häufig von ciuem ungcfuudeu Machtkitzcl geschürteu Agitationen ein frivoles Spiel mit der Existenz von Tausenden und zugleich mit jenen Allgemeiu-Iuteressen, denen der Ein-' zelue durch die Art seines Arbeitsberufes dient. Dazu kommt, dass die meisten unter Missbrauch des Coali-tionsrechtcs gewaltthätig betriebenen oder gar nur aus übermüthiger Rechthaberei der Agitatoren inscenierten Streiks mit der Niederlage der Arbeiter endigen. Es scheint auch den Schicnenaufreißern von Chicago die Erinnerung daran angesichts der heranrückenden Kanonen aufzudämmern. Wenigstens lautet die letzte Mel-duug auf die Absicht, sich in Uuterhandlungen einzulassen, was freilich auch auf die Hoffnung der Anführer gedentet werden kann, durch den Schein von Nachgiebigkeit die Energie der Regierung dämpfen zu können. Politische Uebersicht. uaibach. tt. Juli Ueber ungerechtfertigte Zollbehandluugen österreichischungarischer Provenienzen bei ihrem Eintritt nach Rumänien erheben sich Klagen. Es erscheinen nämlich ab und zu Verfügungen der rumänischen Regierung an die Zollämter, die, ohne dass der Importeur von der Existenz einer solchen Verfügung Kenntnis hat, zur Anwendung gebracht werden. Diese Verfügungen verurfachen dem Importeur namhaften Schaden, ja sie seien geeignet, den Import ganz zu verhindern. Das «Fremdenblatt' meint, es sei zu hoffen, dass die diesbezüglich beim Handelsministerium eingelangten Beschwerden bei der rumänischen Regierung Gehör finden. Die Abhaltung des Katholikentages wurde für heuer vom Präsidenten Abgeordneten Grafen Sylva-Tarouca abgesagt. Die «Agence Slave» kündigt eine Spaltung im Iungczechen-Club an. Die Hcrbstsession des Reichsrathcs soll bereits zwei jungczechische Clubs vorfinden : eine gemäßigte Fraction mit deu sogenannten «Realisten" an der Spitze und eilie radicale Gruppe, welche den Omladinisten und Socialisten Zugeständnisse machen will. Die ungarischen Ressortminister arbeiten bereits an den Vudgetentwürfen für das Jahr 1895 sowie an mehreren anderen wichtigen Vorlagen. Betreffs des Budgets für das genannte Jahr lässt sich ankündigen, dass dasselbe von dem Budget des Jahres 1894 nicht wesentlich abweichen wird, da die Erfordernisfe für die Eisenbahnbauten und die Kosten für die künftige Ausstellung eine besondere Bedeckuug aus deu Cassen« barbeständen erhalten werden. Wie aus Berlin berichtet wird, hat die Commission für die zweite Lesung des Entwurfes des bürgerliche« Gesetzbuches die weitere Berathung des Erbrechtes bis zum 8. October vertagt. Da nur noch etwa 300 Paragraphe dieses letzten Theiles des Gesetzbuches zur Veschlussfasfuug ausstehen, darunter allerdings die höchst wichtigen Bestimmungen über die ge^ setzliche Erbfolge, so gilt nunmehr die Beendigung der zweiten Lchmg für die ersten Wochen des Jahres 1895 als gesichert. Die permanente Finanzcommission des italienischen Senates hat gestern den Regierungsentwurf betreffend die Herabsetzung der Nentenzinsen mit elf gegen fünf Stimmen abgelehnt. Nichtsdestoweniger gilt es als sicher, dass der Senat alle finanziellen Maß' nahmen der Regierung iu der von der Kammer angenommenen Fassung genehmigen wird. In der französischen Kammer forderte gestern der Deputierte Belletau die Amnestie für diejenigen Personen, welche wegen strafbarer Handlungen, begangen während der Streiks, oder wegen Pressvergehen verurlheilt worden sind. Redner verlangte die Dringlichkeit für seinen Antrag, welche von der Kammer unter Protestrnfen der äußersten Linken abgelehnt wurde. — Deputierter Vaillant entwickelte die Interpellation über die Maßnahmen, welche im Mai d. I. auf dem Friedhofe Perc la Chaise getroffen wurden^ um Kuudgebuugen für die beim Ausstände der Com< niune im Jahre 1871 Gefallenen zu verhindern. Ministerpräsident Dupuy rechtfertigte diese Maßnahmeu und erklärte: «Wir werden es nicht dulden, dass man die Commune verherrlicht. Das Land empfindet nur Schreckeu und Abscheu bei der Erinnerung an dieselbe.» (Beifall,) Vaillant beantragte eine Tagesordnung, durch welche die Regierung aufgefordert wird, der Hauptstadt die Ehrung der Todlen des Jahres 1871 zu gestatten. Diefe Tagesordnung wurde mit 470 gegen 65 Stim-meu abgelehnt. Der Präsident verlas hierauf den Nachruf, welcher im ungarischen Magnatenhanse dem verstorbenen Präsidenten Carnot gewidmet wurde. (Beifall.) — Der französische Senat genehmigte den Gesetzent« wurf inbetreff der Bildung zweier Kavallerieregimenter der Reserve mit requirierten Pferden. Der englische Parlaments-Secretär Greyer erklärte, die britifche Regierung habe an die Regiernngen von China und Japan Mittheilungen betreffs Korea im Interesse des Friedens gerichtet. Es werde alles Thunliche aufgeboten werden, um eine friedliche Löfung herbeizuführen. Die spanische Deputiertenkammer hat den Beschluss gefasst, allen jenen Staaten, deren Handelsverträge von der Kammer noch nicht angenommen werden konnten, bis zum definitiven Haudels-vrrtragsabschlusse die Meistbegünstiguug zu gewähren. Die Session der Cortes dürfte nämlich angesichts der vorgerückten Jahreszeit in naher Zeit geschlossen werden, und damit schwindet die Aussicht, dass die neuen Handelsverträge in dieser Session noch zur Erledigung gelangen. Wie ans Christian, a gemeldet wird, sei das Arbeils-Ordnungs-Comite' des Storthing nach Prüfung des erübrigenden Arbeitsstoffes zum Ergebnis gekom- meii, dass der Schluss der Session dt's Storthinqs etwa am 18, Inli erfolgen könne. In Sofia nahm die gestrige Vorversammlung für die Gemeiuderathswahlen der Hauptstadt einen ziemlich stürmischen Verlauf. Als Candidate« steh?» auf der Liste Männer von Nadoslavovs und Iau-kovs Partei, alle gemäßigt und von vorwurfsfreier Vergangenheit.' Die Annahme diefer Liste ist gleichbedeutend mit dem Siege solcher Elemente, von denen niemals ein Streichen der bulgarischen Flagge vor Russland zu erwarten ist. Stambulovs «Swo-boda» erklärt, dass Stambulov dringeud wünsche, weg>n Verletzung des Briefgeheimnisses vor Gericht gestellt zu werdeu, da er alsdann Gelegenheit haben werde zn beweisen, dass zur Znt der Pauica-Verschwönmg die Lage höchst bedeuklich geweseu sei und das Complot eiue weit größere Ausdehuung gehabt habe, als man dazumal aus verschiedenen Gründen eingeräumt hat. Die «Agence de Constantinople» erklärt die Meldung englischer und italienischer Blätter von angeblichen Verwüstungen des Vilajets Erzerum durch die Kurden und von der Unterbrechung der Commu-nicationen für durchaus falfch. Desgleichen erklärt die genannte Agentie die Nachricht, dass die Pforte die abermalige Schließung aller bulgarischen Schulen in den Vilajets Kosovo, Salonich und Monastir angeordnet habe, für uurichtig und stellt fest, dass keine bulgarische Schule in den genannten Gebieten geschlossen wurde. Tagesneuigleiten. — (Aus Vad Gast ein.) Der Herzog von Sachsen-Meiningen ist am 5. d. M. um halb 6 Uhr abends nach Salzburg abgereist und begibt sich nach längerem Aufenthalte dortselbst auf die Sattelalpe bei Berchtesgadcn. — (Unfall.) Aus Eisenach wird vom 5. Juli telegraphiert: Die Erbprinzessin von Meimngen wurde vorgestern abends auf der Fahrt von Eisenach nach Liebenstein, als sie selbst den Wagen lenkte, durch das Scheuwerden der Pferde aus dem Gefährte geschleudert, ohne beim Sturze erheblichen Schaden zu nehmen. Die Prinzessin ist Hieher zur Erholung zurückgekehrt. — (Von der Wiener Universität.) Auch die vorgestrige Vorlesung aus der Klinik des Hofrathes Nothnagel ist in Ruhe vorübergegangen. Vorgestern waren seitens der akademischen Behörden Vorkehrungen getroffen, um die Ruhe aufrecht zu erhalten, doch hat sich keinerlei Nnlass zum Einschreiten ergeben. Polizeimannschast war infolge der beruhigenden Informationen seitens der Kranken-hausdirection nicht ausgeboten worden. — (Unfall in Prag.) In der Karolinenthaler czechischen Turnhalle ereignete sich am 4. d. M. abends ein schwerer Unglüclsfall. Der Tnrnwart des dortigen Sokol-V.'reines, Reservelieutenant Karl Hron, stürzte bei einer Uebung so unglücklich vom Reck herab, dass er bewusstlos liegen blieb und trotz sofortiger ärztlicher Hilfe nach wenigen Minuten verschied. Hron war einer der tüchtigsten czechischen Turner und ist im vorigen Jahre bei dem Wetturnen in Frankreich, an welchem sich zahlreiche Solol-Vereine aus Böhmen betheiligten, als Sieger hervorgegangen. — (Vetti Paoli f) Eine der bedeutendsten Dichterinnen Oesterreichs, Baserten Dielen; ein Zukommen seitens der Feuerwehren v°» beiden Seiten des Rheins war unmöglich. Die Rhein-briicke war 400 Fuß lang, circa 24 Fuß breit, aus Holz, wit Schindeln gedeckt. Neun Tragjoche ragen noch halb-^rlohlt aus dem Strome hervor. Erbaut wurde die Vrücke mit Subsidien von den Liechstcnstein'schen Ge-weindcn Eschen und Gamprin und von den schweizerischen Gams und Hag im Jahre 1867. Es ist die erste Nheinbrücke zwischen Chur und dem Bodensee, welche abbrannte. — (Der Vierboycott in Berlin) tritt in das Stadium der Einigungsversuche. Der «Vorwärts» meldet dass gestern mittags unter Mitwirkung eines vom Gewerbegerichte conftituierten Einigungsamtes die erste Besprechung von Vertretern der Arbeiter und des Vereines der Brauereien Berlins und Umgebung stattfand; von socialistischer Seite nahmen an der Besprechung Hilpert, Franke und Singer theil. . —- (Schiffs - Zusammenstoß.) Dienstag nach-Mlltags erfolgte bei Fehmarn ein unbedeutender Zusammen-sloß des Panzerschiffes «Deutschland» mit dem Aviso-Dampfer «Wacht». Der «Kieler Zeitung» zufolge fuhr das Manöver-Geschwader in halbschräger Linie, wobei sich die Avisoschiffe links von den Panzerschiffm befanden. Neim Einschwenken traf das Panzerschiff «Deutschland» die «Wacht» vor d^m Buge und knickte die Rammsteven des Avisoschiffes. Die «Wacht» dampfte in Begleitung des Avisos «Pfeil» nach Kiel ab, woselbst die nicht erheblichen Havarien des Schiffes repariert werden, was in acht Tagen geschehen sein dürste. Das Panzerschiff «Deutschland» blieb unbeschädigt. — (SensationelleVerhaftung inRo m.) ^erin der römischen Aristokratie bekannte Lebemann Marchese Iuzani wurde, wie man aus Rom meldet, wegen Fälschung eines Wechsels von 115.000 Lire auf den Namen des Herzogs vou Trabia verhaftet. — (Sämmtliche bulgarischen Flüchtlinge), welche seit 1867 in Serbien wohnhast waren, sind nach Bulgarien zurückgekhrt und veröffentlichen eine Danksagung für die ihnen in Serbien gewährte Gllst-freundfchaft. — (Cholera.) In Kronstadt sind vom 1. zum 4. Juli 18 Erkrankungen und 4 Todesfälle, in Peters' bürg vom 3. auf den 4. d. M. 16 Erkrankungen und 5 Todesfälle an Cholera vorgekommen. — (Dementi.) Die Meldung von einer angeblichen Katastrophe auf dem Theißflusse wird von ofsicieller Seite als eine ganz willkürliche Elfindung bezeichnet. — (Aus London.) Der wegen Bereitung von Sprengstoffen angeklagte Vrall wurde vorgestern von der Jury für nichtfchuldig erklärt und fofort in Freiheit gesetzt. — (Auch ein Angebot.) Cine Annonce in einem englischen Blatte lautet: «Eine Dame, die während einer langen Krankheit sich einen sehr eleganten, mit weißem Satin ausgeschlagenen, mit einem blauseidenen Kissen versehenen Sarg angeschafft hat, will denselben jetzt, da sie luiedcr gesund ist, sehr billig verlaufen. Adressen Union Square 17.» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Reifeprüfungen.) Nach dem an der l. k. Lehrer-Bildungsanstalt und d?r damit verbundenen k. k. Uebungsfchule stattgefundenen feierlichen Schuljahrs-fchlusse befinden sich an derselben die mündlichen Reifeprüfungen unter dem Vorfitze des Herrn k. l. Landes-Schulinfpectors Jos. Ouman in vollem Gange. Denselben unterziehen sich alle 16 Zöglinge des vierten Jahrganges und ein städtischer AuShilfslehrcr. Die Prüfungen finden Samstag ihren Abschluss und die Approbierten darnach ihre erste Anstellung als provisorische Lehrer. II. — (Eine Reminiscenz.) In Tanger wurde das diplomatische Corps verständigt, dass Sultan Abd-el-Aziz eine Gesandtschaft der Reihe nach an alle europäischen Höfe absenden werde. Es wirb dies das zweitemal sein, dass eine marokkanische Gesandtschaft nach Wien kommt. Pas erstemal war es unter Kaifer Iofef II. im Jahre 1783 der Fall. Bei diesem Anlasse hatte auch Laibach das seltene Ereignis zu verzeichnen, den marokkanischen Gesandten in seinen Mauern zu sehen. Derselbe, Namens Muhamed Ben Saraxes, kam am 6, Februar 1763 mit den kaiserlichen Commissarien und einem Gefolge von 24 Personen in Laibach an. Wie Dimitz in seiner Geschichte Krams erzählt, wurde dem Gaste zu Ehren von den Ständen im Theater ein «maskierter Ball» veranstaltet, dem 600 Personen beiwohnten. Die «gewählten Masken» bezeichnete der Gesandte durch «freundliches Lachen und Complimente». — (Unreifes Obst.) Zu diesem Capitel wird uns des weiter« gefchrieben: Wie berechtigt die jüngst gebrachte Notiz über das zum Verkaufe ausgebotene Obst war, beweist ein flüchtiger Blick auf die Ware der befugten und unbefugten Obstverläuferinnen. Es werden insbesondere ganz unreife, grüne und faule Pflaumen in den Handel gebracht und zumeist von Kindern, die ja keine Ahnung von der Gefahr haben, die ihnen durch den Genuss diests Obstes droht, mit Vorliebe consu- miert. In einer Zeit, wo die Cholera in den Grenzstaaten, wenn auch nur sporadisch, auftritt, wäre ein energische« Vorgehen gegen die gewissenlosen oder unverständigen Verläuferinnen dringend geboten. — (Die gewerblichen Fortbild ungS-fchulen in Krain.) Von diesen Anstalten, welche zum Theile aus eigenem Antriebe von der Lehrerschaft und der Bevölkerung errichtet und von der Regierung, dem Landesausfchusse, der Handels- und Gewerkammer und von der krainischen Sparcasse subventioniert werden, zählt unser Land dermalen 12, und zwar: die gewerbliche Fortbildungsschule an der k. k. Oberrealschule in Laibach mit deutscher Unterrichtssprache; die gewerbliche Fortbildungsschule am k. k. Obergymnasium in Rudolfs« wert mit slovenischer Unterrichtssprache. Die anderen Schulen dieser Kategorie befinden sich: in Krainburg, Bischoflack, Neumarktl. Stein, Adelsberg, Gurlfeld, Mottling, Reifnitz, St. Veit ob Laibach (fämmtlich mit slovenischer Unterrichtssprache und mit der deutschen Sprache als Lehrgegenstand in der zweiten Classe) und Gottschee (mit deutscher Unterrichtssprache). An diesen Anstalten sind das Zeichnen mit Rücksicht auf die einzelnen Gc-werbe, denen die Schüler angehören, das gewerbliche Rechnen und die gewerblichen Geschäftsaussätze die Haupt-gegenstände. Die Frequenz von Seite der dem Handels- und Gewerbestande ungehörigen Lehrlinge ist im Sinne des G?-werbegesetzes eine obligatorische. Die Unterrichtszeit fällt mei-stentheils in den Winter, dauert sieben Monate, und cs wird der Unterricht an Sonntagen und an einigen Werktagen der Woch?, aber abends, ertheilt. Die Anstalten stehen unter der Aussicht des Staates und werden von zwei Professoren der k. k. Staatsgewerbeschule in Graz, die dermalen als t. k. Commissäre dieser Schulen bestellt sind, inspiriert. V. — (Volkswirtschaftliches.) Nach einem uns aus Unterkrain zukommenden Berichte soll in der Umgebung der Ortschaften Gaberje, Iugorje und Ober-Suchadol der Gemeinde Wrussmtz im Bezirke Rudolfswcrt ein bisher unbekanntes Insect die Weizen- und Gerstenfelder vernichten. Diefes Infect ist nach Angabe mehrerer Besitzer den Läusen ähnlich, kommt zumeist im sandigen Boden vor und frisst die Wurzeln der Getreidehalme ab, infolge dessen das Getreide vertrocknet und zugrunde geht. Die Aecker mufsten vielfach abgemäht werden, um wenigstens das Stroh verwerten zu können. Bisher soll den Besitzern der genannten Ortschaften schon ein Schaden von beiläufig 2000 fl. erwachsen sein. —c>. — (Von der «Golica».) Der prächtige und selbst für minder geübte Fußgänger befchwerdelofe Aufstieg auf die «Golica» erfreut sich heuer zwar einer größeren, jedoch beiweitem noch nicht jener Würdigung, welche diese so ungemein lohnende Gebirgspartie verdient. Für gute Unterkunft ist sowohl in Alpen als auch in der Schuhhütte auf der «Golica» selbst hinreichend gesorgt. Reiche Ausbeute findet der Botaniker nunmehr an der wunderbar reichen und mannigfaltigen Alpenflora. "(Promenade-Concerte.) Bei den genussreichen Promenade-Concerten im Tivoli-Parke wird vielfach und mit Berechtigung über den Mangel an Sitzen gellagt. Die wenigen Bänke sind zumeist von Dienstboten und Kindern stundenlang vorher in Beschlag genommen, daher andere Gäste, insbesondere aber ältere und gebrechliche Personen keinen Platz finden. Die Aufstellung von Klappstühlen gegen ein geringes Venützungsentgelt würde eventuell einigermaßen abhelfen. Glt er« cos. Nmucm von F. Klinck. (25, Fortsetzung.) Dir Commerzienräthin hingegen hielt es nicht der U"uhe wert, Hanna den Groll zu verbergen, von welchem Ne sich ^gen dieselbe erfüllt fühlte. Sie litt durch Achs Mädchen, welches es gewagt hatte, einen eigenen ^5eg gehen zu wollen, furchtbar, und es kamen Stunden, m welchen dunkle, unheimliche Gespenster einer glanz-osen Zukunft sich an Frau Anny herandrängten. Es Mte nur noch eins, ihr Unglück zu vollenden, und mejes eme rückte näher und näher; sie sah es kommen, MM chm wehren zu können; sie ah es kommen, ihr die letzte Lebensfreude vernichtend. Sie tänschte sich längst nicht mehr über den Beweggrund, der sie Gerhard Vohwinkls Gattin hatte werden lassen. Nicht Liebe, nicht einmal Dankbarkeit, wie sie m Mm Tagen des Unglückes, als er ihre einzige ^mtze gewesen, sich eingeredet, hatte sie bewogen, ihr ^aM al mit dein eines Mannes zn verbinden, dessen wrperllche und geistige Vorzüge ihn wohl berechtigten, eme Hand nach einer jungen und schönen Gattin auszustrecken. Kühle, kaltherzige Berechnung einzig hatte »yr dazu gerathen. Er vermochte ihr ja alles zn bieten, was ste als das Höchste im menschlichen Leben schätzte, ^amalv aber, als sie das Wagnis unternommen, war Ne noch dazu imstande gewesn, ihm ein Aeqnivalent meteu zu können: treue Pflichterfüllung. Ihr grenM-Uer Egoismus jedoch, den sie einer hartherzigen ^enschenwelt gegenüber für vollkommen berechtigt hielt, ^ llch bald genug in all ihren Handlungen bemerkbar mid u^rlchte den feinfühlenden, anfopsernnqs-sahigm Gerhard bis ius tiefinnerste Herz. Sei Hanna's Eintritt in das Haus war es zu keinem vollen Ausgleich mehr zwischen beiden Gatten gekommen. Das einzige Band, welches dieselben noch verknüpfte, war die Schuld. Als Gerhard Vohwinkel mit dem Gelde seines Bruders zu arbeiten begonnen hatte, war dieser Vrnder ihm noch tief verpflichtet gewesen durch die großen Opfer, mit welchen Gerhard einen schimpflichen Bankerott des Geflüchteten verhindert hatte. Unglückliche Specula-tionen aber fowie der Zusammenbruch mehrerer befreundeter Gefchäftshäufer hatten dann den Commerzien-rath selbst an den Rand des Verderbens gebracht, von welchem einzig die Hinterlassenschaft des Bruders für defsen Kind ihm zur Rettung gewordm war. Der letzte Wille des Bruders aber wnrde ihm gleichzeitig zum Stachel, und zwar durch die Frau, welche er einst selbst aus dem Stanbe emporgehoben nnd zu seiner Gattin gemacht hatte. Nach dem Testament Franz Vohwinkels sollte dessen Bruder bis zu den« Tage der Verheiratung Hanna's nicht nur der Nießbrauch ihres Vermögens zufallen, sondern im Falle ihres Todes sollte auch Gerhard der alleinige Erbe von allem werden. Aus dieser letzten Verfügung resultierte alles, was die Commerzienräthin that, indem sie Hanna vor aller Welt zu einer Kranken, zu einer unheilbaren Kranken stempelte, denn — für sie stand es fest — Hanna musste sterben, damit ihr Gatte der Erbe seiner Nichte werden konnte. Ganz anders Gerhard. Er hatte sich allzeit nur als Verwalter des von seinem Vrnder hinterlassenen Vermögens betrachtet. Er war ein tüchtiger, vorsichtiger Kaufmann, der es wohl verstand, ansÜnternehmnugen einen Gewinn zu erzielen. Wenn das Glück sich ihm dennoch urplötzlich nicht günstig erwies, so folgte die lamnge Göttin nur ihrer Abneigung, sicherer Berechnung nachzugeben. So konnte es geschehen, dass Hanna's Vermögen unter der Verwaltung ihres Onkels beinahe um die Hälfte zusammengeschmolzen war, eine Thatsache, unter der Gerhard Vohwinkel unbeschreiblich litt, denn nie hatte er die Hoffnung feiner Gattin ge-theilt, dafs dem Lebeu Hanna's eiu frühes Ziel gesteckt sein möge. Im Gegentheil! Der Commerzienrath hatte nach seinem besten Wissen alles getlan, was nur geschehen konnte, um das angeblich so schwache Leben der Waise zu erhalten. Und doch! Hanna's scheinbar leidender Zustand war für Gerhard Vohwinkel während all dieser Jahre in Wirklichkeit der einzige Halt, der ihn befähigte, wenigstens äußerlich in der Weife fortzuleben, wie er es immer gethan hatte. Dass er den geselligen Kreis erweiterte, welcher in seinen Salons gastliche Aufnahme fand, konnte niemanden befremden; die junge Frau, welche in der ersten Zeit ihrer Ehe beinahe auffallend zurückgezogen gelebt, verspürte doch wohl noch Neigung, sich geselligen Frenden hinzugeben. Man erzählte auch bald von ihr, dass sie gefallsüchtig sei und ihre Toiletten eigentlich die Grenze des Erlaubten überschritten. Auf jed'N Fall fand die junge Fran eine ungewöhnliche Anzahl von Verehrern, die es anziehender finden mochten, einer verheirateten Fran, die eine ungewöhnlich geistreiche Unterhaltnng zu führen verstand, ihre Huldigungen darzubringen, als d?r Phantasie einer alterndeu Schönhnt oder eines neugierigen Vackfischchens zum Spielball zu dienen. (Fortsetzung solgl.) Laibacher Zeitung Nr. 153.- 1312 7, Juli 1894. — (Angeblicher Kindesm orb.) Gestern brachten wir die Nr»^iz, dass am 5. d. M. hinter dem protestantischen Friedhofc eine Kindesleiche aufgefunden wurde. Hnlle sind wir imstande, diese Notiz zu ergänzen und zu constaticrcn, dass der Verdacht eincs jedweden Ver« lnechens ausgeschlossen ist. Die vorgenommenen Erhebungen ergabi-n nachstehend.« Resultat: Um 5. d. M. circa 11 Uhr vorm. sahen Mi in der Löschgrube hinter dem Südbahnhofe beschäftigte Arbeiter eine Dame in der Richtung gegen den protestantischen Fliedhof hin gehen und wollten auch bemerkt haben, dass die Dame einen Gegenstand getragen hat, Si? blickten der Dame nach, und als sie sahen, dass dieselbe einen Gegenstand in das an den protestantischen Friedhos angrenzende Haserfcld geworfen hatte, schöpften sie Verdacht und eilten an Ort und Stelle, wo sie, angelangt, noch sahen, dass die Dame in großer Verlegenheit einen blutigen Gegenstand in den Sonnenschirm versteckt hatte und sich entfernte. Die beiden Arbeiter blieben zurück und suchtcn in dcm Haferseldc nach dem von der Dame weggeworfenen Gegenstände. Sie fanden darin auch thatsächlich ein mit d?n Buchstaben lciche aus der Todleulammer hinter den prolestantlschen Friedhof gelangt ist. Hoffentlich werden diese Mittheilungen dcn in der Sladt circulicrenden aufgebauschten und kopflos vertretenen Gerüchten ein Ende machen. Die Leistungen der Tratschsucht waren in dieser Angelegenheit geradezu haar° sträubend. * (Brände.) Am 1. d. M. nachts schlug der Blitz i» das Messncrhaus in St. Hermagor, Gemeinde Selzach, cm. tödtete den 30 Jahre alten Sohn des Messners Megußar, welcher auf dcm Dachboden schlief, und entzündete das erwähnte Haus, welches vollkommen niederbrannte. Die Leiche dcs Verunglückte» lviMle bis zur thl'ilwiisen V«brcnmmg des Hausrs nicht geborgen werden, daher die Hände und Füße verkohlten. Dem Messier und seiner Familie sind um 200 fl. Kleidungsstücke, Lebens-willel und 200 sl. Bargeld verbrannt. Der Gesammt-schadeu beträgt 800 fl. — Beim Wirtschaftsgebäude des Besitzers Valentin Bernik in Vukouschiza, Gemeinde S^l-zach, brach am 1. Juli nachmittags Feuer aus, welches vermuthlich durch die eigenen Kinder gelegt wurde. Dabei verbrannte sowohl das besagte Gebäude mit den Futter-vorrälhen und Gcräthschaften als auch das Wohngebäude mit dcn Kleidern und Lebcnsmilteln. Bernit erlitt einen Schaden von 3000 fl.; afstcuriert war er auf 800 fl. Außerdem verbraunten der beim Bernik wohnhaften Maria Benrdicil Kleider und Lebensmittel um circa 100 st. Die Nachbargeväude waren in größter Gefahr. Der Ausbreitung des Feuers auf diefelben wurde jedoch durch das thätige Löschen der Bewohner der Umgebung ein Ziel gesetzt. —r. — (Vom Stanpeter Viaducte.) Auf der Südbahnstncke zwischen Franzdorf und Loitsch befindet sich inmitte ciner grünen Waldlandschast der weitläufige «Stanpeter Viaduct», der bei günstiger Beleuchtung von unseren hügeligen Höhm ganz gut gesehen werden kaun. Dort gibt es seit einer Reihe von Wochen lebhaste Thätigkeit. Der Viaduct wird nämlich einer umfassenden Renovierung, beziehungsweise Neuherstellung, unterzogen, mit welcher viele italienische Maurer unter Leitung eines Technikers beschäftigt sind. lt. — (Gerichtsverhandlung in Trieft.) Vor einem Erknntnisgerichte, dem Hofralh Dr. Fiocchi präsi» diert>, fand am 5. d. in Trieft du Verhandlung gegen Cduard Ercolcssi, 14'/^ Jahre alt, früherer Schüler dcr siebenten Classe der Volksschule an der Ferriera, italienischer Staatsangehöriger, WMN Majestätsbeleibigung statt. Das Factum, wegen dessen sich Ercolrssi zu verantworten hatte, hat bekanntlich zu einer Interpellation im Sladt-rathe Anlass gegeben. Die Anklage vertrat Staatsanwalt-Substitut Dr. Chersich, die Vertheidigung halte Dr. Vene-zlan übernommen. Auf Grund des Ergebnisses der mit Ausschluss der Oeffentlichkeit durchgeführten Verhandlung wurde Erculrssi zu zwei Monaten schweren Kerlers, verschärst mit einmaligem harten Lager im Monate, verurtheilt. Dcm Antrage des Staatsanwaltes auf Landesverweisung nach verbüßter Strafe wurde nicht Folge gegeben. — (Promenade-Concert.) Das Programm des morgigen Promenade-Concertes lautet: 1.) «Der kleine Corporal», Marfch von Fahrbach. 2.) Einzugs-marfch aus der Oper «Die Königin von Saba» von Goldmarl. 3.) «Fideles Wien», Walzer von Komzak. 4.) Introduction und Chor aus der Oper «Hamlet» von Thomas. 5.) Serenade von Schneider. 6.) Quadrille aus der Operette «Der gigeunerbaron» von Ioh. Strauß. — (Dampfkefsel'Wartung.) Die Zahl der im Jahre 1893 approbierten Prüfungs-Candidatcn für Dampskesselwartung in Oesterreich betrug mit Emschluss der Seebehörde 2636. Darunter befanden sich für die Bedingung von stabilen und locomobilen Dampfmafchinen 1585, für die Führung von Locomotive» 382, für die Bedienung von Dampfchiffmaschinen 116, ferner für die Wartung von Dampfkesseln und die Vi-dienung, respective Führung von Dampfmaschinen, Locomotive» und Dampf-schiffmaschinen 127. — (Maturitätsprüfungen. — Schulschluss.) Am hiesigen l. k. Staats-Obergymnasium beginnen die mündlichen Maturitätsprüfungen am Montag. Heute findet an dicser Anstalt der Schulschluss und die Zeugnisvertheilung statt. — (Industrielles.) Wie uns mitgetheilt wird, hat der Industrielle Herr Josef Oberwalder in Dom-Znle den im Vorjahre begonnenen Bau einer neuen Strohhutfabrik beendet, und wird die behördliche Collau-dieruug diefes Neubaues am 13. d. M. stattfinden. —o. — (Aus Veldes.) Morgen wird im Hotel «Louisenbad» das erste Kränzchen in der Saison veranstaltet. Dasselbe beginnt um halb 9 Uhr abends. Die Musik wird durch die Curlapelle besorgt. — (Das Familiendrama in Graz,) Wie aus Graz berichtet wird, verlautet dort, dass Major Popovics, um seinen Sohn vom Untergange zu retten, sich selbst zu Handlungen habe hinreißen lassen, welche ihn mit strafgerichtlicher Verfolgung bedrohten. Dieser hat er sich duich den Selbstmord entzogen. Stefan Popovics ist nicht verhaftet, fondern aus Graz vcrfchwunden. — (Firma-Aeuderung.) Die bekannte hiesige Handelsfirma «Michael Kastner» ist an Frau Iacobine Kastner als nunmehrige Inhaberin derselben übergegangen. — (Entlassung von Arbeitern.) Aus Trieft wird gemeldet: Einem Telegramme des «Piccolo» aus Spezia zufolge fanden dafclbst in den Waffenfabriken Massenentlassungen von Arbeitern statt. Die Zahl derselben belief sich früher auf 10.000; sie wurde nun auf 450 reduciert. — (K. k. priv. Südbahn-Gesellschaft.) Einnahmen vom 25. Juni bis 1. Juli 1894 831.674 fl, 1893 845.838 st,, daher 1894 weniger um 14.164 fl. Gesammteinuahmen vom 1. Jänner bis 1. Juli 1894 20,415.242 fl., in derfelben Periode 1893 20,553.992 fl., Abnahme 1894 138.750 st. Einnahme vom 25. Juni bis 1. Juli 1894 prr Kilometer 381 fl., 1893 388 st., daher 1894 weniger um 7 st. ober 18 pCt. — (Tabakfabril in Zengg.) Auf Intervention des Gouverneurs von Fiume hat der ungarische Finanzminister beschlossen, in Zengg eine neue Tabak-fabril zu errichten. Die Fabrik wird in der jetzigen Zengger Feuerwehrlaferne und in der gewefenen Bierbrauerei der Äarac'schen Erben errichtet. Zu den Adaft-tierungsarbeiten wurden 9311 st. präliminiert. — (Cur-Liste.) In der Zeit vom 28. Juni bis 4. Juli sind in Abbazia 105 Curgäste angekommen. lilusio«. »kor«.. Sonntag den 8. Juli (achter Sonntag nach Pfingsten) Hochamt in der Domkircheum 10 Uhr: ^1i»«!l «I'ntil ^ulclii'll <^» von Angelik Hribar, Gra-duala von Ant. Förster, Osftrtorium von I. Stern. In der Stadtpfarrlirche zu St. Jakob am 8. Iuli um 9 Uhr Hochamt: Messe von Fclix Uhl, Graduate von August Leitner, Offertorium von Elotilde Kainerstorser. Neueste Nachrichten. Madonna di Campiglio, 6. Juli. (Orig.-Tel.) Ihre ^ Majestäten der Kaiser und die Kaiserin machten heute ' vormittags um 9 Uhr in Begleitung der Gräfin Festetits, des Generaladjntanten Grafen Paar und zweier Führer einen Ansslng auf den 2500 Meter hohen Groste-Pafs nnd nahmen in der Schnhhiitte das Diner ein. Um 7 Uhr abends kehrten die Majestäten wohlbehalten znrück. Der Ansflng war vom schönsten . Wetter begünstigt. > Wieu, «. Inli. (Orig.-Tel.) Das Reichsgericht wies die gestern verhandelte Beschwerde des Präger Stadtrathcs wegen Mangels activer Legitimation als nnbkgründet znrück. 'Lcmberg, 6. Inli. Auf Antrag des Bürgermeisters Mochnacki beschloss der Gemeinderath, sich als Comite' zu constitnieren, welches sich mit den Vorbereitungen für den Empfang Sr. Majestät des Kaifers in Lem-berg befassen wird. Hierauf wurde die Bildung von vier Sectionen vorgenommen. Rom, tt.'Iuli. (Orig.-Tel.) Die Agence Stefania dementiert die Nachricht, wonach die Beziehungen zwifchen Italien nnd Brasilien einen ernsten Charakter angenommen hätten. Auch die Meldnng. dass die italienische Regierung beschlossen hätte, Kriegsschiffe in die Wässer von Rio de Janeiro zn eutfenden, entbehrt der Begrün-ldung. Sofia, 5. Juli. (Orig.-Tcl.) Der Chefredactenr der > «Svoboda» wurde zn vier Monaten Gefängnis wegen Beleidigung des Staatsanwaltes des hiesigen Gerichtshofes erster Instanz verurtheilt. Das erwähnte Blatt versichert, dafs noch mehrere andere Processe wegen Pressvergehen gegen seinen Redacteur beabsichtigt seien. Algier, 6. Inli. (Orig-Tel.) Die Yacht «Nixe>, mit Sr. k. n. k. Hoheit dem Erzherzoge Lndwig Sal-vator an Bord, winde bei einer von Majorca nnter' nommenen Fahrt von der Strömnng erfafst nnd zwifchen zwei Riffe getrieben. Der Herr Erzherzog nnd 18 Mann Bemannung erreichten wohlbehalten das Land. Mehrere Remorqneure sind zur Flottmachnng der b Wair "^",'W Nem, in Noten ' "Idcr vriz, Iä.mcr-Iuli »8 »ü 98-25 «A>n A° Staattzwsc , i!5u si, 14« 25____ '«NNer ö», " ,>!>^ ^° L- l4«-«a 147^80 '^er K ^.-,"I""ltel 1NU tz, 15«-- 15» ^ dlo ^lnatsloje , . ion fl. 1U7-Ü0 1»» 50 '^^ Dnm «7«^.. x' ' ^" st- 197 ÜU 198-5.0 ^ Q/l>^,?°lbm'll>, stelirrfn'i 181-80 122-iu ° °w, bt°, ft.-i Ultimi) . , 3?-W 98- 6'se»bat,>..Staatsschuldver. 'chreibilugeu. N"Z^". -'" '^' ""'«frei (bid F"UV>1'^ahn in Elder "'"^-f ^!)il-r,«°m, . 97 10 9N-10 d.°°^,7 fl, ", W. pr, Ltü^ ^ 254- 256- «°likNA^'bW,5<^-50^^ «-«all-UnbW,.«,LUU si,CM, 215-70 21l>'?0 Gelb Wale Vom Staate zur Zahlung übernommene Eisenb.'Prior.' Obligationen. ElisllbetlMlin UU0 u, il0uu M. für 200 M, 4"/„..... 12U-— 121-— Elisnlicliibahn, 40« >l. Ü00U M. 200 M. 4"/„...... l25>-?5 —- — ssranz Iuscph-U., (tm, l»«4, 4",„ ««-— 982« Olllizischc Karl -Lndiuill - Älll)ü, Ein. 18«!, »00 sl, S, 4°/., . !16-e0 9750 «l)rlll!l>rlllClVa!),!,E»!, 1»»4, , 4"/« (b'U, Si,)S,,f, 100 fl,«, U7-— U7-50 U»ss, Goldrenfc 4«/,, per Casse —— — — b100st„4>/,"/„ 128-- 12850 dto, bto, Silber 100 st,, 4>/2"/>, 101-80 10260 dtu. Ntants OlM,, ,Ung, Ostb,) v, I. 187«, 5'V„..... 124-25 125 — dto,4>/,"/„NchanIrellal-VIl>l.'ObI, wn-20 10170 blo, Präm.'Anl, ll 100 st, ü, W. 149-50 151 — dto, b!U. ^ ÜU st,ü, W, 148-75 150-25 Theih Ne„, Lose 4°/„ 100 fl, , 143 — 14Z-W Gründen!!.'Obligationen (für 100 si, CM,), 5"/<> galizische...... —-— __.__ 5"/„ »icderüsterreichische , , , 108 75 110-75 4"/„ lroatilche und Ilauunische , 9Ü50 97-5» 4"/„ ininarische (100 fl, U. W,) , 9510 35-7a Andere üssentl. Anlehen. T>onai!-Men,-Losc 5«/„. , , . 12L80127-40 dto, Anleihe 1878 , . 107-35 108 35 Änlehen der Stadt Gürz, , . —— —-— Änlehen d. Stabtssenicinde Wien 1U640 io?-40 Äülel/en d, «tadtssemeiüdc Wien (Silber odel Gold! , , , , 130-25 13125 Prämien Aul, d, Stadt«,», Wien 17275 173 25 Äürselmii «niche,,, oerloöo. 5"/,, 100-50 101 — 4"/u Mainer i!anbes-Anlelien . —-— l»? uu Geld Wurr Psandlmese (für IU0 fl,), Uodcr,llllg.üst.in5UI.Vl,4"/F, 124 — 125— dto. „ „ inüO „ 4>/,°/n —— —-— dto, „ „ in 50 ,. 4°/n 98-50 99-30 dto, Präm.Schldv, 3»/n, IEm, — — —- dto, dto 3"/<,,II,Em, 115-50 11«- — N.-österr,Landes-Hyp, Anst.4"/o «»en 1U0-40 Ocst, linn, ÄanI uerl. 4>/,"/n - ^'"^ ^ — dto, dto, „ 4"/u . - luo—100 80 dto, dtll, 50jlll»r, ,, 4"/o . . IW — 1U0-80 Sparmsse, 1, üsl,, 30I, 5>/2V» ^l, 1UI-— —>__ Priorität« «Gbligationen (für 100 si,), Ferdinands Nordlilll!» Em. 188« 9970 100-40 Oesterr, Nordwestbahn , - , W8-9« 109-90 Staalöualin....... 2LU-— — — Südblllin 5, 3"/»..... 154-— 154-90 dtu, ll 5"/„..... 128 — — — Ung, galiz, Bahn..... 105 85 10L-L5 4"/„ Unterlraincr Bahnen , . 9850 9U-— Diverse Kose (per Etüil), Budapest-Nasilica (Domban) , 10-10 1025 Creditlose 10U st...... 19«— ig? __ Clllih'Lose 4« st, CM. , . . 5775 5875 4"/„Donlln°T>anipfsch,I00fl.CM, 140— 145— Ofener Lose 40 fl...... 59— «1-^ PalssliLuse 40 fl, CM. . . , 59— 59-75 «uthen Kreuz. Ocsl.Ge!, U., 10 st. 18-20 I8U0 Rothen kreuz, Ung, Gei- U,, 5 fl. 1215 12-50 Rudolph.Llise 10 si..... 22-50 23-50 LnlM'Lose 40 fl. CM. , , . ?U— ?2— Tt, Gcnois Uuse -lU sl, CM. . 7050 7150 Walbstein Lose 20 st, CM, . . 49 50 5150 Winbischnrätz Lose 20 st, CM. . —— —— Gew,Nch,d, :>>>/„ Pram,-Tchuldv. d, Aodenl-r<-ditanstalt,l,Em. . 19— 1975 dto, dto, ll, Em. 1889. . . 28— 31— Lailmcher Lose...... 24-25 25-25 Geld Ware Dank-Artten (per Stiick), Anglo-Oest. Allilt 200 fl. UU°/„ E. 156— 157 — Vllnlvcreiii, Wiener, 100 fl. . 137— 138— Vodrr.-sl!isl,,0est„200fl.S,40°/„ 458— 459— Lrbt,Must, f, Hand, u,G, ia»fl, —— —— dto, dto. per Ultimo Teptbr. 35125 35175 Creditlianl, All^;, nng., 200 fl. , 440 — 441 — Depusüenlianl, «llg,. 200 st. , 231 — 233 — Eseumple Oes,, Ndrüs!,, 500 st. 731—733 — Oiro u Cassenu, Wiener, 200 st, 274 50 «?!! — H>,polhell!,,Oest„2U0fi.25"/uE. 8U— 8725 Länberbanl, Oest,, 200 st. . . L48l!U 24910 Oestcrr.-ungar, Aant. «00 fl. . 1)01 1007 Uiiionbllnl 200 fl...... 2L1-5U 2N2-50 Acrlehröuanl, Allg., 140 fl, . 174-50 175-5» Actien von Eransport» Unternehmungen (per Stück), Albrecht'Vahn 200 fl, Silber . —— —— NnjsilpTrpl. C-iseub. 300st. . . 1638 1L50 Äühm, Nurouahn 150 fl, . . 258— 259 — dtll. WestblllM 200 st, ... 399 — 400— Auschtiehrader (tis. 500 si, CM. 122L 1232 dto. dto, (lit, U) 2!!0fl, .467—470— Donau Dampfschiffahrt^ ^ Ges., Oestcrr., 500 st, CM, . . . 43050 43150 Dr«li.C-,(Batt,-Dli. Z,)200st.S. —— —— D»x.Vudenl>llcherC..A,A»0fl.S, L4'— 6450 Ferdinands «ordd. 1W0 st, CM. 3042 3052 Le»il>, Czernow, Iasin Elseub,^ > Geselllchaft 200 fl, S, , . . 27«-5ü 277-50 Lluyb, Ocst., Trieft, 500 fl, CM, 498— 500— Oestcrr, Nordwestb, 200 st, S. . 22625 227 — dlo. dto, (lit, 1!) 200 st, S, 259 — 25950 Pra^DuxerElsenli I50si. S. , 82— »250 SielienuüiMr Eisenbahn, Erste —'— —'— Staatseiscnl'ahn 200 st, S. . . 338— 33850 Südliahn 200 fl. I..... !04-?5 10575 Sübnurdd. Verb,-V. 200 st. LM. 2«1— 203 — Tramway Ges.,Wr,,170st.ü.W. 805 — 30U — dto. lim. 1887,200 st. . . . —— —— Geld Ware Tramway Gef., NrueWr,, Priu< rilätlj ^letien 100 si. . . . 96-50 97-5» Un^. lftUiz. Cisenb. 200 st. Silber 204 — 205 — Ui!g.Westb.(Nnab'Graz)2U0st.S. 20250 203-üN Wiener Lol-albahne» Ael. Ges. 74-50 ?rerm.", Pnpierf. u. V.-G. 156-— 158 — Trifailer Nuhleniu. wef. 70 fl. 1«?--. i«85U Waffens. G.,Oesl.inMen. 100N. 25«-— 259-— Wassnon-Ueihanst., Alla., in Pest, «0 st......... 44«— 449 — Wr. Aaugesellschast 100 fi. . . 132— 134— Wienerberger Ziegel-Actien-Oel. 309 50 310-50 Devisen. Amsterdam....... l03 65 103-75 Deutsche Plätze...... «I 45 61-57^ London........ 125-30 125-70 Paris ........ 4980 4985 St. Petersburg..... —— —— Valuten. Ducaten........ 5-94 5 9« 20 ssrnnls-Stücle..... »'97^ 9-98' Sillier........ —'— —'— Deutsche Rriäisbanlnuten . . 61-42, «1-5N Italienische Banknoten . . . 4485 44-95 Papier Nnbel...... 1 34" ,-34,„