1917 Amtsblatt Mr tailmcher Ieitung Nr. 2s2 Mittwoch den 13. November 1871. ("^) Kundmachung. ^-'"- Beiui Rcchnungs-Departement der k. k. Fi-nanz-Direction in Laibach ist eine Prakticautcn-stelle mit dem Adjutunl jährlicher 200 fl. und eine Calculantenstelle nüt dem Taggelde von 1 st. zu besehen. Gesuche sind, und zwar: :«.) für die Prakticantenstelle unter Nach-wcisung der an einem Obergymnasium oder einer Öbcrrealschule absolvirten Studien, der mit gutem Erfolge bestandenen Maturitätsprüfung und der Kenntniß der Landessprachen binnen drei Wochen, ^) sin die Calculanten stelle unter Nach-Weisung der zurückgelegten Studien, der im Rechnungsfache sich erworbenen Kenntnisse und der bisherigen Dienstleistung binnen vierzehn Tagen bei der k. k. Finanz-Direction in Laibach einzubringen. Laibach, am 6. November 1871. (492—1) Nr. 1017. Concurs-Ausschmbung. Bei dem k. k. Bezirksgerichte in Littai ist die Stelle des Bezirksrichters mit dem Jahres-gchalte von 1500 fl. oder eventuell mit dem Gehalte jährlicher 1300 st. und dem Vorrückungs-rcchte in die höhere Gehaltsstufe zu besetzen. Die Bewerber um diese Stelle, zu dcrcu Erlangung jedenfalls auch die Kenntnis; der krai-Nischen (slovenischen) Sprache in Wort und Schrift erforderlich ist, wollen ihre gehörig belegten Gesuche binnen 14 Tagen, dom Tage der dritten Einschaltung des gegenwärtigen Edictcs in die Laibacher Zeitung an gerechnet, bei dem unterzeichneten Präsidinm im vorschristm'äßigcn Wege überreichen. Laibach am 13. November 1871. K. k. Landeogerichts-Prlisldium (49l^i) Nr. 1486. Kundmachung. Freitag den 17. d. M., 10 Uhr Vormittags, findet bei der Strafhaus-Vcrwaltung am Kastelle in Laibach eine neuerliche Verhandlung (diesmal eine mündliche Licitation) überBrotlicferung für die Aufseher und Sträflinge dieser Anstalt pro 1872 statt, wozu hiemit die Einladung geschieht. Was die Qualität des aus '/4 guten Waizen und 2/z guten Kornmehles bestehenden Brotes betrifft, so wird bei der Licitation das Musterbrot vorliegen. Die näheren Bedingnissc können in den gewöhnlichen Amtsstunden Bor- und Nachmittags bei der gefertigten Verwaltung eingefehen werden. Laibach, am 14. November 1871. K. k. S'lraslM-Verumllung. (490il—1) Nr. 14231. Acitations-Kundmachullg b""effe„d die zerstückungsweise Veräußern«!, '"ehrrrer größererVestandtheileder incamerir nächst Graz. .^ Von der k. k. Finanz-BezirksDirection in ^az wird bekannt gemacht, das; zufolge Erlasses ^ hohen k. k. Finanzministeriums vom 23tcn August 1871, Z. 25087, und der hochlöblichcn ' ^ nnianz-Landes-Direclion in Graz vom 29tcn ""gust l. I., i;. ^<;29, nachstehende, zu den in- "mcrnkn Oberst Erblandjägcrlueistcr Realitäten ^"gc, in der Landtafcl ^>,l) '1'om. XX^, 1^1. l,,,, /''"^"luiendc ^^"^ ""ch einzelnen Zerstück-^s"tthcileii, im Flächenmaß eines Antheiles I4l-^ ^ 255 ^ Klftr. aufwärts bis zu 7 Joch v^ . ^ Nlftr., unttelst öffentlicher Versteigerung äußert werden, und zwar: U. Verkanfsgruppe ^T. Die Hochlcitcnwiese in der Ortschaft Wagram, Stcuergcmeinde Rudcrsdorf, Kat.-Parz.-Nr. 19 mit dem uuverbürgten Flächenmaße von 9 Joch und 112? rHKlstr. nach dem Kataster und 9 Joch 1427 ^Klftr. nach der neuesten Vermessung, aus Wiese bestehend, '/^ Meile von der Pomerialgrenze der Stadt Graz an der Triester Reichsstraße gelegen, welche die einzelnen zu versteigernden Zerstücklungsantheile 1. mit 1 Joch 820 UMftr., 11. mit 1 Joch 1225 UMftr., HL mit 1 Joch 1210 lüKlftr., IV. mit 1 Joch 1406 lüKlftr., V. mit 1 Joch 1280 UMftr. und VI. mit i Joch 255 lüKlftr. bilden. >».. »>>. Verkaufsgruppe U. l. Die Thiergarten- und Brunnwiese, erstere in der Stcuergemeinde Rudersdorf, Katastral«Parz.-3ir. 18, dann 1 und 2 (Bauarea), letztere in der Steucrgemcinde Karlau, Kat.-Parzell-Nr. 301 und 309, mit dem unverbürgten Gesammtflä'chenmaßc von 77 Joch 1433 lüKlftr. nach dem Kataster und 78 Joch 1430 lüKlftr. nach der neuesten Vermessung, theils Acker, theils Wiese, zum Theile außer, zum Theile iuucrha lb der Pomerialgrenze der Stadt Graz in durchaus ebener Lage unterhalb der Herr-gottwiesgassc gelegen und aus XXXVI Zerstück-lungsanthcilen, der kleinste ans 1 Joch 470 IHKlstr., der größte auö 7 A)ch 1403 lüKlftr. bestehend. Auf dem größten Zcrstücklungsanthcilc XIII befindet sich das einstöckige Meiercigcbäudc, dann die Hornvichstallung mit einem Brunnen, einem Lusthausc und einem kleinen Teiche, welche Objecte nur vereint mit dem Grundzerstücklungs-XIII, mit welchem sie ein Ganzes bilden, ausgeboten und hintangcgeben werden. Die Grenzen sämmtlicher Verkanfsobjecte wurden erst in Folge gerichtlicher BerainungSpro tokollc vom 20. April 1868 festgestellt. Alle diefe Objecte sind wegen der Nähe der Landeshauptstadt Graz, der südlichen Staatsbahn und der vorbcifüh-renden Wien-, Triester-, Reichsstraße, dann des in der Nähe projectirtcn Bahnhofes der Graz-Naaber^ Flügelbahn, sowie auch mit Rückssicht auf ihre ebene Lage uud gute Bodenbcschaffenhcit zum Wirth-fchaftsbetricbe uud bezüglich des Antheiles XIII zur Errichtung eines industriellen Etablissaments vorzüglich geeignet. Die öffentliche Versteigerung wird am 20. November 1871, von 9 Uhr Vormittags bis 12 Uhr Mittags, und von 2 bis 4 Uhr Nachmittags an Ort und Stelle der zu versteigernden Objecte abgehalten und nöthigen« falls an den darauf folgenden Tagen innerhalb derselben Tagesstunden fortgesetzt werden. Es wird dabei mit den zur Verlaussgruppc ^ Hochleitenwicfc gehörigen Zerstücklungsantheilcn, und zwar im Locale der Finanzwach Abtheilung Puntigam begonnen, und dann mit der Versteigerung der übrigen Objecte vom Antheile XIII und XXXVI der Thiergartcnwicse, beziehungsweise vom Antheile 1 und XII der Brunnwiesc fortgefahren werden. Als Ausrujsprcise werden festgesetzt: 1. Bei der Vcrkaufsgruppe ^ der Hochleitenwiese sür den' Zerstücklungsantheil: I. mit 530 Gulden. II. ,. 620 III. „ 615 IV. „ 660 V. „ 630 „ VI. „ 405 2. Beider Verkaufsgruppe Z. 0. (Brunn- und Thier-garlenwiese) für die Zerstiicklungsantheile: I. mit 785 Gulden. II. „ 755 III. „ 755 „ IV. „ 755 „ V. „ 755 Gulden. VI. „ 705 VII. „ 720 „ VIII. „ 740 „ IX. „ 740 X. „ 750 XI. „ 755 XII. „ 940 XIII. „ 3535 XIV. „ 770 „ XV. „ 642 „ XVI. „ 720 „ XVII. „ 720 „ XVIII. „ 720 XIX. „ 720 „ XX. , 741 „ XXI. „ 765 XXII. „ 727 XXIII. „ 723 XXIV. „ 723 XXV. „ 868 XXVI. „ 580 XXVII. „ 730 XXVIII. „ 840 XXIX. „ 526 XXX. „ 730 XXXI. „ 730 XXXII. „ 720 XXXIII. „ 720 XXXIV. „ 720 XXXV. „ 742 XXXVI. „ 720 Die Anbote können mündlich oder schriftlich gemacht werden. Schriftliche Offerte werden jedoch nur bis zum Beginne der mündlichen Licitation am Orte der Versteigerung oder bei der l. f. Fi nanzBezirks'Dircction Graz bis zum Vortage der Licitation, d. i. also bis einschließlich am 1 9. November 1871, zwölf Uhr Vormittags, angenommen. Jeder der an der Versteigerung durch münd lichen oder schriftlichen Anbot, oder auf beide Arten theilnehmen will, hat wenigstens einmal den zehnten Theil des Ausrufspreises jener Zerstücklungstheile, für welche er als Licitant eintritt, vor der Licitation in Barem oder in Sparkassebücheln, oder aber in auf den Ueberbringer lautenden Staatsschuldver fchreibungen oder Pfandbriefen, nach dem letzten Börsencurse berechnet, zu Handen der LicitationS commission oder einer t. k. Kasse als Vadium zu erlegen, und sich in letzterem Falle bei der Licita-tionscommission auszuweisen. Die schriftlichen Offerte müssen mit einer 50 kr. Stempclmarke verfchen sein, ferner die Anbote in Ziffern und Buchstaben ausgedrückt, mit genauer Bezeichnung der dem Anbote zu Grunde liegenden Zerstücklungsanthcilc, endlich die Erklärung enthalten, die Licitationsbedingnisse eingesehen zu haben und sich denselben vollinhaltlich und ohne Vorbehalt zu unterwersen. Zur Erleichterung bei Entrichtung des Kauf-schillings werden dem Käufer jcdcs einzelnen Ver> kaufsobjectes drei gleiche ZahlunaSraten gegen mittler-weilige 6"/.. Verzinsung dergestalt zugestanden, daß er ein Drittel binnen acht Tagen, das zweite binnen sechs Monaten, das dritte Drittel binnen einem Jahre vom Tage der ihm bekannt gegebenen Geneh-migung des Veräußeruugsactes angerechnet, berichtige. Die weitern Licitationsbedingnisse können bei der k. k. Finanz-Bezirks-Direction in Graz, Brück a. d. M. und Marburg, bei dem Finanz-Landes-Oekonamate in Graz (2. Sackstraße Nr. 22) bei der k. k. Vezirkshauptmannschaft in Graz und beim Stadtrathe in Graz, dann bei der k. k. Finanz' Bezirks-Direction in Wien, so wie bei der 5. l. Finanz-Direction zu Laibach, Klagenfurt und Trieft eingesehen werden. Graz, am 28. October I871. 1916 (489-2) Nr. 476. E o n c u r s. An der cinklassia.en Volksschule in St. Gregor mit sloven ischcr Unterrichtssprache ist durch Uebersetznng die Lehrer- und Organistenstelle in Erledigung gekommen, mit welcher ein Iahres-Ein-kommen in barem Gelde von durchschnittlich 280 st. ö. W. verbunden ist. Bewerber um diese Stelle wollen ihre docu-mentirten Gesuche längstens bis 20. November l. I. dem gefertigten Bezirks Schulrathe überreichen. K. k. Bezirks-Schulrath in Gottschee, am 9. November 1871. (488—2) Nr. 1323. Daz-Verpachtung zu Warasdin. Am 29. November d. I., Bormittags um 10 Uhr, findet im Rathhaussaale der kön. Frei stadt Warasdin die licitationsweise Verpachtung des Rechtes M Einhebnng der Daz von Wein, Bier, Branntwein nnd Fleischausschrotlung, dann der Platze und Pflaster-Mauthgebühren im Bereiche der Stadt Warasdin und des Warasdiner Gebirges für das Jahr 1872 mittelst schriftlicher Offerte statt, und zwar für jeden Bereich nnd jeden Gegen stand separat. Es diene zur Darnachachtung der Pachtlustigen, daß im Bereiche der Stadt von 1 Eimer in^ oder ausländischen Weines oder Mostes, dann einheimischen Bieres 1 fl. 40 kr., von 1 Eimer eingeführten Bieres an Daz 1 fl. 40 kr., an Einfuhr gebühr 80 kr., im Ganzen alfo 2 fl. 20 kr., von 1 Eimer Branntwein 2 st. 10 kr., von 1 Stück Schlachtvieh 4 st., von 1 Kalbe 70 kr., von einem Schweine über 1 Centner I ft. 5 kr., unter einem Centner 52 V2 kr., endlich von einem Schafe, einer Ziege oder einem Widder 17'/2 kr.; im Warasdiner Gebirge aber von 1 Eimer Wein oder Most 70 kr., Bier 35 kr., Branntwein 2 fl. 10 kr., von einem Stück Schlachtvieh 1 st. 5 kr., von einein Kalbe 35 kr., von einem Schweine 52'^ kr., von einem Schafe, einer Ziege oder einem Widder 17'^ kr. an Daz eingehoben wird. Die Pachtlnstigen haben ihren Offerten ein 5"/<> Badium von dem für das Jahr 1871, und zwar in der Stadt Warasdin vom Wein mit . . . 25903 fl. „ Bier mit . . . 3729 „ „ Biereinfuhr mit . . 3024 „ „ Branntwein mit . . 252 „ „ Fleifchausschrottung mit . 9625 „ „ Platz- und Pflastermauth 7963 „ und im Warasdimr Gebirge für alles zusammen mit . . 504 „ im Ganzen mit . . 51000 fl. bestehenden Pachtfchillinge in Barem oder in Staatspapieren nach dem Wiener Course beizulegen und solche der Licitations-Comission zn überreichen. Das Vadium hat der Ersteher nach geschlossener Licitation auf eiuc 10"/., Caution zn erhöhen. Die mit dem vorgeschriebenen Vadinm belegten Offerte werden bis 10 Uhr Vormittags angenommen, wogegen auf die später einlangenden oder mit dem Vadium nicht versehenen Offerte keine Rücksicht genommen wird. ! Schließlich gebührt jenem Offcrenten, welcher für sämmtliche Pachtgegenständc auf Grund der ^ einzelnen Mcistbote den höchsten Anbot stellt, vor den andern einzelnen der Vorzug. Die Tarife über die Platz- und Pflastermauth sowie die diesfälligen Pacht-Bedingnisse können täglich in den Amtsstunden am Rath hause eingesehen werden. Gegeben aus der Gemeindcrathssitzung der kön. Freistadt Warasdin, am 4. November 1871. (494—1) Nr. 10430. Kundmachung. Am 24. November l. I., Vormittags um 10 Nhr, wird im städtischen Nathssaale die Verpachtung der städtischen Gefalle, als: der Pflastermauth, des Htand-geldes, desBierzuschlages, der Hchlachtgebühr und der i)l) ft. ö. W. 10 Pereent als Vadinm zn erlegen haben werden nnd die bezüglichen ^iei-tationsbedingnisse bei dein Magistrate im Bureau I. während der Amtsstunden einsehen können. Stadtmagistrat Laibach, am I lten November 1871. ! Der Bürgermeister: Deschmanll.