LMcher Nr. 132. P ll nu melali o nlpl ei » - Im Vi/.nptoi? ganzj. si. >>, dalbj ll, K «! AUl bit Zufttüünz, <»fr, MÜ <-!-, Pc>N n^nzi, si. !,,, h^l^j, si, 7 k<». Dienstag, 12. Juni. I»l«lt!o»«glb lralcommission genehmigten Beschlusse geführt haben, Vnächst durch gemeinsames Zusammenwirken ein sta» Fisches Uebcrsichlswerl für die Periode l«7 bis 1875 möglichst rasch publiciert werde. Dieser Antrag wurde von der sta. tistischrn Centralcommission m der am N<. Mai ab» grhaltcncn Sitzung zum Beschluß erhoben. In der Zwi» schcnzeit werden von beiden Seiten die vorbereitenden Arbeiten zur Verfassung jenes gemeinsamen österreichisch, ungarischen statistischen HandbüchleinS oder Uebersicht«. Werkes geliefert werden, Vonseite der öst^ ^rntralcommifsio» sollen die Skizze dcs Inha . Miissrs und entweder alle Tabcllenlöpfe oder wenigstens jene entworfen werden, deren Feststellung man nicht ausdrücklich dem ungarischen ttandcsbureau übertragen will. Diesc Vorarbeiten sollen sodann in einer neuerlichen gcmrinsamen Konferenz in Wien definitiv festgestellt und schließlich von beiden Vu reaur im Detail ausgeführt werden. Die Uebersetzung der lertuellen Theile ins Ungarische wird daS jenseitige Bureau besorgen. Ferner wird ein Buchhändler gesucht, welcher das ganze, wahrscheinlich cinen großen Absatz findende Werk in eigenen Verlag zu übernehmen geneigt ist, und dcr eventuelle Aufwand soll von beiden Bureaux getragen werden. Zur sofortigen Inangriffnahme dieser Vorarbeiten beschloß die Eentralcommission, ein au« sieben Mitgliedern bestehendes Spczialcomilö mit der Aufgabe zu betrauen, diese Vorbereitungen zu pflegen und sich bei seinen Berathungen nach Bedarf durch Fachmänner zu verstärken. Vom Kriegsschauplätze. Die AnKunst dlb üaisrrs von Nusttaud ln Plojeschli. (vri«in«l - lt«rresp»n»e«z her „L«ib«cher Htlt»»G '» Plojfschli. 7 3nni. Sc. Majestät dcr Kaiser von Rußland kam grstcrn um 7 Uhr 35 Minuten wohlbehalten hier an AlS der Zug in den Bahnhof einfuhr, into?'--' ^" rufsifche Militärnnisil, welche mit einer Frciwilli, pagnie als Ehrenwache ausgerückt war, die lösliche VollShymne. Auf dem Bahnhöfe hatte sich der Präsecl mit allen Notablen der Stadt, die Gemeindevertretung, Geistlichkeit und ein sehr zahlreiches distinguierte« Damen« Publikum eingefunden. Außerdem erschienen alle dienstfreien Offiziere der ranlonnierenden Truppen und deS Hauptquartiers, Dcr Zug hielt an, der Kaiser, welcher l ^mpagncuniform trug, verließ, gefolgt vom <^< , ,..,:.....llolai!5 uns, Merhöchstdessen Söhnen, dem Eesarjewitsch und ün Wladimir, daS Eo»w>'. dankte für den herzli^n empfang, während > mische Hurrahs erschollen, und besichtigte di compagnie und nahm darauf die kurzen Vegrüßungb reden deS Prüfeclen, der Gemeindevertretung sowie der Geistlichkeit huldvollst entgegen. Nun trat eine aus eirca bO Personen bestehende Bulgaren-Deputation i > welche durch den Führer Zanloff folgende Ansp;., ^ in bulgarischer Sprache an den Monarchen hielt: ..Eure Majestät! Die Repräsentanten der geftüchteten Vulgären famNien, wclche, um den schrecklichen Greueln zu enl' gehen, in rinem fremden ^ande Schutz suchten nnd ih„ auch hier in liebet sammelt, um E»n ^ Angesicht zu sehen. Empfangen Eure stcn Dank der Nation für den Art .,..l ^-,l^ Gnade, wodurch daS große Rußland durch den D. Eurer Majestät das heilige Werk unternahm, »mjei> Milbrüdcr zu befreien. Wir bauen auf Eure Majestät, als den Inbegriff aller Hoffnungen der Nation." Drr Kaiser dankte stumi" ",,s, bestieg nun mit Allerhöchstseinem Bruder, G Nilolaj, die erst, der bereitstchcnden Hosequipagrn, ^m Moment, als der Kaiser aus dem Vestibule auf die Treppe trat, um d. Hurrahs von der massenhaft zusammengeströmten Be» völlcrung und den anwesenden Truppen. Der Kaise», die kaiserlichen Prinzen, Fürst Gortschaloff, Genera! Ignaliefs fuhren hierauf, escortiert von zwei Escadronei! Tscherlessen, in die Stadt. In den Straßen bildete,' Feuilleton. ^le Türkei. Ihre Hilfsquellen und wider-staudssäliigkcit. von Friedrich v. hellwald. (Forlsttzun».) Iil> N°ch I.»««« o. Wicke dc verfügt die hohe Pforte s .b" den Panzerfchlffen besteht die Flolle nur noch aus ^°lztil,l„ Schraubenfregatten und verschiedenen Dampf >>lr c?' Traneporlschiffen u. s. w. Die Gesammtstarle ^,^lotle soll i:w Schisse mit 641 Geschützen und btm . ^pfen Bemannung betragen. Ich will gleich stim ' b«ß diese «„gaben v W'ckede's nicht überein. ^"tn mit dem amtlichen Ausweise, welcher am 1l>ien trszi b. I. in Konstantlnop:! über die türkische Flotte bly, "'n ist. Danach sind von Panzerschiffm vorhanden "on. ^ Fregatten. !> lioroellen. 2 Monitors und 5 Ka-^"boole. also im ganzen 22 Schiffe, wobei die Donau-4 u ^ nicht mitgerechnet ist. Die hölzernen Schiffe sind: s Wacht-lh ' '^' Schoner, Armstrong« verschiedenen Kalibers; lO Eajematl.Kanonenboote mil je zwei 25,pfündigen Armstrong«; 2 haben außerdem eine Krupp.Kanone im Drehthurme, 4 Monilor« mit N Krupp'Geschühen. ferner 7 hölzerne Kanonenboote mit Z2 kleineren Geschützen. 4 Transportdampfer mit acht Kanonen und 2!j nicht armierte Fahrzeuge, die Damps' barlassen ungerechnet. Welche von diesen beiden gar nicht zu vereinbarenden Angaben dem wirklichen Thatbestände entspricht, laßt fich dermalen wol kaum ermitteln. Sehen wir zunächst von der DonaU'Floltille ab, so ist die türkische Pan;erfiolle unstreitig eine der an-sehnlichsten Ouropa's. Ueberaus stattlich sind die Panzerfreaatten, deren jede ijs») Tonnen Tragfähigkeit, 12 Knoten Geichwindialeit, 7 54 M. Tiefgang hat und mit 16 Geschützen armiert ist. Bon diesen Geschütze, find 14 »lmstrong-Kanonen, aus jeder Seite 7 ln V»l. lerien, während zwei Kanonen sich auf offenem Decke befinden. Die Panzerung dieser Fregatten geht bis unter die Wasserlinie; die Stärke oe« Panzer« beträgt in der Mitlc 0-i:j7 M, vorne 0'13 M. hinten aber nu' Oll M. Die Bemannung auf vollem Kri^eslihs be. trägt etwa (i ziellen Journalen und der Militürzeitung veröffentlichte Telegramme beglaubigen liehen, die getreulich Erzählungen rapportierten, die der Gouverneur von Batum bald von einem aus Ardahan gekommenen Tschertessen, der sich für die gute Nachricht 10.000 Piaster Balschisch aus« zahlen ließ, bald von einem anderen aus Lioana gekommene» Efcnüi erhalten haben will. Für die Türken gab es angesichts dieser Lawine von offiziellen Depeschen leinen Zweifel mehr an dieser glänzenden Waffenlhat, und selbst die Ungläubigen mußten sich gegenüber der Thatsache beugen, daß Savfet Pascha noch gestern mor« gens das glänzende Kriegsereignis sowol den fremden gab«, wonach die Bemannung nu? auSMosllmS bestehen darf, meldet o. Wickede, daß sich sehr viele Griechen von den Inseln und auch christliche Bulgaren auf der Kriegs« flotte befinden. Von den Insel-Griechen darf man aller« ding« behaupten, daß sie tüchtige, seegewohnte Matrosen liefern, dagegen sind die Türken, obgleich su als Ma> trosen die gleichen Vorzüge des türkischen Landsoldaten, d. i. Ausdauer, Tapferkeit und Disziplin besitzen, ein durchaus seeuntüchtiges Volk. Die Dauer der Dienstzeit in der Marine ist acht Jahre. Die Rekruten werden «m Bord der verschiedenen Schulschiffe eingeübt und dann erst eingeschifft. Ein Dreidecker, der in Kanstanlinopel liegt, dient für den ersten Unterricht, ein Linienschiff und eine Fregatte in Ismid als Arlillerleschulschiff. Die In-ftruclionsmethode ist jener der Engländer an Bord des „Excellent" nachgeahmt. Zur Erziehung der See Aspi« ranten besteht eine Schule auf Halli, einer der Prinzen, inseln im Marmara.Meere, unter der Leitung Hobart Paschas; Lehrer sind einige gewesene Offiziere der eng« tischen Kriegsmarine. An und für fich ist die türkische Seemacht sicher-lich start genug, um da« Schwarze Meer zu beherrschen und daS Auslaufen russischer Fahrzeuge zu verhindern. Vls jetzt aber hat sich die türkische Marine stets schwerfällig und unbewealich gezeigt. Ale Beleg hiefür dient ein Ereignis aus jüngerer Zeit, indem während des Auf« standes auf der Insel Kreta 1868/69 über 30 türkische Fahrzeuge nicht imstande waren, den Insurgenten die Zufuhr an Waffen und Munition abzuschneiden. Ob ferner die christliche Bemannung in einem Kriege gegen Rußland auch wirklich zuverlässig sein werde, könnte gleichfalls höchst fraglich erscheinen. Wa« an hölzernen Schiffen vorhanden, darf füglich unberücksichtigt bleiben, denn die meisten davon sin!) alt, sehr vernachlässigt und kaum noch secfähig. Von einer Ossensioaclion dürfte Rußland immerhin wenig zu besorgen haben. Rußlands Seemacht auf dem Schwarzen Mcere ist zu gering, als daß eS zu einer Seeschlacht kommen könnte, und die Türlei verfügt über leine disponiblen Truppen, um etwa in der Krim oder sonst wo ein größeres Landunascorps aussetzen zu lassen. UeberdieS dürfle eine solche Landung auch auf erhebliche Schwierigkeiten stoßen, denn die rus. fische Küsttlioertheidigung hat sich alle Mittel der mo< dernen Krlegstechnil dienstbar aemacht und dürfte nach allem, waS darüber bekannt geworden, wirksam aenug sein, um die Türken am Bombardement wichtiger Plätze wie Odessa oder der Handelshäfen am Asow'schen Meere zu verhindern. Gewiß hat Rußland den Mangel einer ^ eigenen Achtung gebietenden Flotte im Ponlus, welche mit der türkischen den Kampf aufnehmen könnte, sehr zu be» klagen, weil es zugleich aller der Vortheile verlustig ist,! welche deren Anwesenheit ihm gewähren würde. Für die! Türkei beschränkt sich aber unter den obwaltenden Um» ständen der Nutzen ihrer schönm Flotte hauptsächlich auf das Unterbinden der Communication zur See zwischen den PontuS'Lündern und Bulgarien, auf welchem Wege sich sonst Nachschübe an Mannschaft, Munition und Pro. viant bequemer und rascher ausführen ließen als ledig» lich zu Lande. Von politischen Rücksichten abgesehen, kann man es nur begreiflich finden, wenn Rußland die ver« lorne Herrschaft auf dem Schwartn Meere wieder zu gewinnen trachtet. (Forlsthnng folgl.) , Botschaftern in Konstantinopel als auch den türkischen Vertretungen in Europa durch eine Circulardepcsche bekanntgegeben hat. Die Dcputiertcnlammer votierte dem Kriegsminister und Mussa Pascha, dein kühnen Wieder« erobcrcr Ardahaus, ihren Dank. Bis dahin ging alles gut, als plötzlich im Laufe des gestrigen Nachmittags ein Telegramm des Kommandanten von Balum, Hass«" Fahstn Pascha, der ganzen Komödie ein Ende machte. Ueber einen von hier erhaltenen Auftrag expedierte der genannte Kommandaul Couriere, welche die Weisung hatten, sich Ardahan um jeden Preis zu nähern und die Wahrheit zu erfahren. Einer dieser Eouricrc kehrte alsbald nach Batum zurück und setzte Hassan Fah'u niemand war von dieser Enttäuschung tiefer assiciw' als der Sultan selbst. (5r machte seinen Minister!' »»'d hauptsächlich Savfet Pascha wegen seiner Note a" ^ Botschafter bittere Vorwürfe, und er nahn, sich diese" verhängnisvollen Zwischenfall so zu Herzen, daß cr eine" Nervenanfall erlitt und heute noch ernstlich unwohl t>>' Im allgemeinen wird die Laae in Asien als M prekär betrachtet, und man mißl den vielfachen, aber stt" widersprechenden Depeschen, welche das KrieMni"'»^ rium veröffentlichen läßt, fast gar keine Bct>euluna be». Diese Telegramme, deren NbaangSort niemals ersi^tl«" ist, sind bald von Mulhlar Pajcha, bald vom Komma"' danten von Kars, oder vom Zivil.Ooiwcrneur v?n ^ zerum, oder iraend einer anderen unbedcu'cnben M"-runaspersönlichlcit auf dem Krie^sjchanplatzc siczllchnel. Dazu kommt, daß ein Krieasereianis oft wiederholt >" mehreren Telegrammen gemeldet wird, so daß es s^wel wird, sich ein Bild von der Stellung der Armeen z" machen. AlleS, waS man auS diesen burlesken Kr>e8^ bulletins schließen kann, ist. daß die Russen in cow^ nierlen Bewegungen gegen Erzerum vorrücken, währen die Türken ohne einen bestimmten VertheibigunaSpla'' bald da, bald dort auftauchen, um dem Feinde Wd"' stand zu leisten. Auf dem Kriegsschauplätze an der Donau be' chränten sich beide Geaner vorerst nur auf Artillerlt'Zwl' stampfe. In dem Berichte, mit welchem dcr itommandal', der Donau.MonitorS den Verlust des Monitors ..Sl'p meldet, gibt derselbe an, daß die Schiffsmannschaft ger^ let werden konnte und daß der außerordentlich ^ Wasserstand den Verkehr der Torpedo.Schiffe sehr ^ leichtere, wodurch die türkische Flotte in der Dona" ° ständig in Gefahr schwebe. Wie übrigens " lautet, werden die To?pedo«Schiffe ausschließlich ., ariechischcn Matrosen geführt, die infolge der U"^ brechung der Handelsschiffahrt auf der unteren D" entlassen und vom russischen Generalstab anaewo wurden. Sie bilden ein au« 200—250 Köpfen beM^, des eigenes Eorps und stehen unter eigenen 6,^en Männern und Kapitän«, gleichfalls Griechen, die^.st Slromoerhällnissen der Donau genau bekannt s^ „hllN verwegenen Matrosen erhallen leinen Sold, '.^ in beanspruchen eine bestimmte Remuneration füc ^ ^, die Luft gesprengte ober dienstuntauglich gemach" > licht Kriegsschiff. «<,!,!», Wir leben wol unter dem Belaaeruna«'" en, haben uns aber in Wirklichkeit nicht viel z" ^M< Diese Maßregel scheint übrigens nur für die ^ ^z. rung von Stumbul getroffen worden zu sei"' " D>e tere Demonstrationen der Softas hlntanzuhall^^ci» Rcaierunn unterließ es nicht, von dieser 6^ ^di< Maßregel die hiesigen fremden Vertreter 5" .^nell""' gen. Auf die seilen« der letzteren aemachleu " ^"l^ aen hat sich, wie versichert wild, die ^l^c g ^Hl gesehen, die «»wenouna des Velaaerunaszustan ^, auf Pera, Galata. die Dörfer und Vorstadtt porus auszudehnen. „ Intel' Redif Pajcha und Mahmud Pascha, ""amiel"" essen nunmehr solidarisch sind, fände,« im P» ^ ^^><^ lkriegsaesehe eine bequeme Handhabe, u»n ^^ ^ namentlich bekannten Notabilitäten zu cf'liercn- ^.g" den ln Gesellschaft einiger Soflas theils na^ ^ <,„. o'ilcre. theils nach Cypern und Rhodus onc deren Festungen gebracht. .._.>, aebil^' Verschiedene Eomtös wuvdcn "uerd" ^^« ^ch. um Beiträge zu den Kricasausgaben z" !«>" ^ en" dem jedoch dies: Beiträge immer spa"'«"" ' fexde ^ schloß sich die Pforte, alle Reit- und H'^. ^ Beamten und oltomanisclen Unterthanen ^ ^ cl " Unterthanen z» Spottpreisen °"l°"f ^^zscher "^. ders machte es eine «rohe «nzah otlow ^^ d.e, lhanen. die. um ihre Thiere behalten z« 1071 tn provisorisch an ausländische Unterthanen aberließen. Wnungeachtel tonnte da« Seraslierat bisher an 1(XX) 'ltlde ausbringen. Die Spione Nedif Pascha« fehln, "iirlich diese Jagd nach Pferden fort und sind ganz Mich, uxnn sie dabei nur nicht mit einem fremdlilnbi. 'en Unterthan zu thun bekommen, der sein Elgenthums-^l geltend macht. Welters beschloß die Ncglernng die Abtragung der lltioiicher o«n den Moscheen, Vadcr und öffentlichen "bäuden, um sie zur Anfertigung von Kugeln zu ver. wkn. So sind schon mehrere Moscheen ihre« Daches Müßt. Ebenso werdln die Candelaber, Auster und an» ^t Gegenstände von Silber in den Moscheen zu 'laatezlvecken requiriert werden. Es war schon die Rede Uvn, die Silbergerälhe der Kirchen zu requirieren, H ging man hieven aus leicht begreiflichen Gründen lr den Augenblick wieber ab. Ein Gleiches ist e« mit 5 wlilitürdienstpflichl der Christen. Die griechischen vurno.lt und Palriarchalc gaben der Regierung zu ver» ^tn, daß die Ehristen niemals einwilligen werden, ^e militärische Laufbahn mit einem ..heiligen" Kriege "tligionslriege) zu inaugurieren, da nach der vom Sul» °" erlassenen Proclamation an die nach Circassien ab. ^"'«lnen Soldaten der gegenwärtige Krieg seinen po« lllschen Charakter verloren habe und für die Mohame. ^er nur ein zum Ruhme des Islams unternommener ll'ta geworden sei. Nach diesen Einwendungen seitens "fristen entschloß sich die Pforte, die Losung dieser l«l,tung«vollen Frage für den Augenblick zu vertagen "d stch momenean mit der EinHebung der Mllitärfteuer ^'bel-AMrlech) zu begnügen. — Uebermorgen erwartet ^ hier da« egyptische Kontingent mit dem Prinzen ^ssan Pajcha, welches, ohne hier zu landen, direkt nach 'l>n itriegsjchauplahe abgehen wird. Nur Prinz Hassan Ma wird einige Tage hier verweilen, um sich sodann ^falls den Truppen anzuschließen. Politische Uebersicht. Laibach, n.Iuni. , Varon Gimonyi brachte vorgestern im ungarl» ^tn Reichstage eine Interpellation über die Oricnl-"llge ein, in welcher er folgende Fragen an die Regie» Ung richtete: 1.) Von welchen Prinzipien wird die Re« ierung bei ihrem bisherigen Vorgehen gegenüber dem lientattjchen Kriege geleitet, und wie will sie denselben Geltung verschaffen? 2.) Efistierl zwischen der österrei. lisch.ungarischen Monarchie und den kriegführenden Mäch. ln oder einer derfclben ein Vertrag zur Sicherung der meressen der Monarchie gegenüber jeder Eventualität? D die Occupation irgend eines Theile« der Türkei oder "lchluh desselben an die Monarchie beabsichtigt? ^ Wie die Pariser Journale verlauten lasse«, ist die ^"zbsische Regierung noch nicht über eine etwaige ^ite Vertagung der Kammern, über den Auflösung«. 3^g oder über den Zeitpunkt der allgemeinen Wahlen ,Mg geworden. Auch das Datum fllr die General-^"cchlln sei noch nicht festgesetzt. I» den politischen ^ ^ unausgesetzt von Veränderungen im Ministe, al?, ^ Ntde. Unter anderem wird versichert, de Vro. ^ .^°llt blos den Vorsitz im Conseil behalten und sein H.^,lnisttrlum (die Justiz) aufgeben, um dasselbe dem K?^ de Lareinly oder einem seiner Gesinnung«. H. l>en anbieten und so der äußersten Rechten eine erfte ""»lhuung geben zu können. sü,f ^le spanische Vudgetcommlssion votierte einen yi lithnperztntlgen Zoll all v^orolu auf dic nach Spa-b°n ^pnrlierten fremden Kohlen. Die Nachricht ^. Verhaftung der Mitglieder der biScayischen "«wird dementiert. 8 ^« der Sitzung der belgischen Kammer vom ft^uni interpellierte Fr^re.Orban wegen der auf An-A r^c '^'" katholischen Pfarrers zu AntPe erfolgten ^"Nung eines protestantischen Geistlichen durch Gen« I^tN. Die Regierung erklärte, es sei eine Unter- Ä dlrscs Falles eingeleitet. h<^ " italienische Amtsblatt meldet, daß der sh.,"ls. und Echiffahrtsoertrag vom Jahre 1«tt7 zwi. ^ Österreich. Ungarn und Italien bis Ende des ""« 1^77 verlängert wurde, s^f.^n der Schweiz ist kürzlich wieder eine leiden, tzts "'He Bewegung auf dem Gebiete der gewerblichen ^ ^lliung entstanden. Den Anlaß hiezu gab das von »üt» "bUlnöisischcn Räthen drei Jahre hindurch ventilierte Ksch darauf gerichtet, für ^u, Iabrilsgeseh die Volksabstimmung zu erwirken. UUen betrachten die arbeitenden Klassen, so viele sie A" nach ihrer Ansicht auch dieses Gesetz für ">ill»»< ' eben die erwähnten vier Anordnungen als ^!°ll« Errungenschaften und als eine bescheidene Ab» lj<»t Mahlung aus ihre Forderungen. Aus diesem Grunde Ulth ^ ^rzlich in Neuenburg versanimcllc sünflc (^on. ^iln!^ schweizerischen Arbeilerbundes eiue sistematischc t»,tz ''^n g^„ hen Plan einer Volksabstimmung über ^lttz eingeleitet. Telegramme aus Rußland melden einen kaiser, lichen Ulas, womit eine neue Aushebung oou 218,000 Mann angeordnet wird. Die russischen Militärsendun-gen nach Rumänien dauern fort. — Am 7. d. M versuchten dic Russen einen Donau.Ubergang zwischen Ni. lopoli und Sistooa, wurden aber durch die Kanonen der Türken daran verhindert. Die Russen besetzten hierauf Ardanusch. Die türtischen Journale melden, die Finanzcom. Mission der Kammer habe sich mit der Frage der Ve-schaffung der erforderlichen fünf Millionen Liore« be. schuftig! und da« Projekt einer Zwangsanleihe durch Ausgabe eines amortisierbaren und verzinslichen Papie-res im Vetrage von sünf Millionen angenommen, wo» von drei Millionen durch Verdoppelung der Grundsteuer und zwei Millionen durch Reducierung der Veamten» gehalte gesichert werden sollen. Ali Saib Pascha meldete unter dem 7. Juni, daß ein Oeschühlampf mit den Montenegrinern im Distrikte Plprri staliftnde. Die Mohamedaner in Indien bereiten dem Vernehmen nach ein Meeting vor zum dem Zweck, ihrer Simpathie für die Türlei Ausdruck zu geben. Die amerikanische Staatsschuld hat im Monate Mal um 6.981,000 Dollar« abgenommen. In der Slaatslasse befinden fich Ende Mui IC«. 137.000 DoU. in Gold und 12.278,000 Doll, in Papier. Hagesneuigkeitm. — (Zoologische« Hoflabinett.) Da« zoologische Hoflabinetl in Wien hat soeben ein,n K,isli»dlerhorst von so lc-lossalen Dimensionen «hallen, daß dic angestrengte Krast von sech« Vlännern ersorderlich war, um ihn vom Wagen bi« in d« Remise zu trugen, wu er vorltlnfiz ansbewahrt wird ßerner er» hielt das Hoflabinett einen Vügtfisch mil aulnthmend gut nh«l. tencr mllchtiger Stlgl und zwei Riescnhaie. Die Reise, welche o«r Direllor de« Hollllbinell» Dr. sleindachner demnächst nach <3ng» land, Scholllanb und Illand nnternimml. ersolgl aus die In<» tialioe d:r la,s. »ladcmie der Wifslnschailen. ( « rll viele Leute zur Hilleleiftung herb,,, ab« daß Enisehlicye t>» Szene lchien füi den Äugenblill alle zu lahmen, und es verstrich einige gen, ehe durch Nachen und I«ue wirlsame Hilse geleistet werden lonnle. Zuerst hieh es, daß nahezu I"0 Menschen erlrunlen seien, aber die Zahl der Ertrunlenen stellt sich den neuesten Ermittlungen zufolge aus nicht hoher al« 10 oder 12. während 30 l»S 40 Personen durch den zähen Sturz von der 40 Fuß llber de« Wasser errichteten Vriicke Nr», und Veinbrilche sowie andere mehr oder weniger erhebliche Beschädi» gungen davontrugen. - («Unstliche Vlluglinge.) «, ist beiannt. baß Eisenbahnreisende e« nirgend» lieben, wenn die Coup4j. in wel» chm sie fahren, bi« aus den lehlln Sitz beseht sind. Ebenso lieben »« viele Reisende nicht, in Coups« zu sahren, in denen sich Süug. linge befinden, die entweder durch weinen oder andere natürliche vorjHlle un«„g,nehm werden liinnen. Diese beiden lirsahrungcn benllhte neuesten« ein englischer Industrieller, um „lllnMlche Vänylinge« j«r Llsenbabureisende anzulllndigen. Der Plel»t»lls fUhrl fünf «lassen aus: 1.) gewühnliche Mlisetiudrr, die au« Furcht zu schreien scheinen und die man in die Tasche stecken lann - IN Schillinge; 2.) nicht zu laut, aber tl»ßl,ch und un» etlrllglich Weinende — 30 «ÄlM»«e; 3.) vollftilndlge Schrei. H2lse. mit durchdringender Vlimwe, eine ganze Octave stillend — 2 Psd. Gt.; 4.) dieselben. fie<« bereit zum «epetieren -2 Psb. St. 6 Schillinge, und 5.) die erste Qualililt. follwUhren. den Schreien« fllhig — 3 Psd. St, ^ Wahrscheinlich werden sich die Mittter nnd «lmmen. d,e mit Säuglingen reisen, in der un» llugenehmen Lage beflndm, zu erfahren, dnh man ihre Lieblinge ,blo» für mil loslnsarbentm Kaulschul llberzogene mechanische Schrei'Nppllrale lM. — (Tob des Uänbeihauptmannes i.'e°ne.) Die italienischen Vliltter aller Farben feiern die schon telegrafisch gemeldete «ernichtmla, der Vande des gefurchtsten stüuberhaupl' manne» i'svne in Sicilien »l« em glliclliche« Ereignis nnb spre» chlli der Sicherhell«bthvtde ihren Danl au». Leone halle die Vliwea/nheil vor wenigen Monalen so weit getrieben, boh er der «rlnlbegestllschost der sicilianischen Eisenbahnen damit drohte, ih>e Fllge entgleisen zu machen und dm Elsenbahndienfi liber. Haupt aufzuhallen, wenn sie «hm nicht eine gewisse Summe aus« zahle. Die Geslllschasl velweigel't r» nalllrlich. aus diese« schmähliche Ansinnen einzugehen, aber sie loimte doch nicht um« hin, seil jener Drohung ihre Wachsamleil zu verdoppeln. Nach neueren au» Palermo emgelansenen Telegrammen waren die beiden im llampse zwischen der bewafsneleu Macht und Leone gleich' zeilig mtt diesem gefallenen Oefllhrlen R,s«no L« Vue und Sebastiano Zorandi Die dlei hallen sich in rintm Vetrelde. selde verborgen, wo sie allem Anscheine nach die Lebln«mitlel erwarlelen, nach denen sie ein andere» Individuum au»g,sen-del halten, und dürste e« wol dieser gepreßte Proviantmei-fi,r gewesen jein. welcher der Vehvrde die letzten, wichtigsten »ngabtn machte Thaisache ist, boh «us die Kunde von der »nwfsnlheil der Vriganlen der Polizeicommifsllr Lmchefi «it einigen Sicherheitswachmännern, der Lieutenant Glannini mit einigen Versaglieri nnd der Wachtmeister Scels» mit einigen Carabwieri, alle« in allem 34 Mann. do« Getreidefeld, wel» che« den Vanditm al» Versteck bleute, nmzingellen, woraus die vrig»ltten da» F«er ervssneren, wtlche» sofort von der TrNppe erwidert wurde, Leone wurde von drei Kugeln getroffen. G«»ol Leone selbst, der sonst sehr viel auf einen schllnen tlnzng hiel», »l« auch seine Gefährten waren, wa« d,e Kleiber anbklanai, sehr herabgrlommen, nnb leiner hatte einen Soldo in der Tasche. Im Vefitze Leone« fand man einen Clicn terrorisierte nnd die Hauptschuld daran trug, baß bi, Sicherheit in der Provinz Palermo so arg gefährdet war, d»ß Einheimische und Fremde sich nicht vor die Thore Palermo« wagen durften, ohne Gefahr zu lausen, »n» seiner Vanbe angegriffen und aufgehoben zu werden. Seine KNHn-hei» ging s? weil, bah er sich zulrh» sogar in die Politil mengte, die Wah! von Deputierten beeinflußte unb dem Lande seine Gesetze diktierte, ohne dnh jemand fich ihm zu wldrrsrtzen wagte, ohne daß die Vrhörden imstande waren, seinem Treiben ein Ende zu machen. Er war da« Haupt ber sogenannten activen Vlassl», diese« Krebsschadens der Znsel Sicilicn, unb sein Tod lann somlt al« ber llnsang vom Ende ber Maffi» betrachtet werden. fokales. Uns de« l. l. Landesschulrathe für Kr«n. Auszug aus dem Protokolle über die ordentliche Gitzung be« l. l. i'anbesschulraches für Kraln in Lalbach am 7. Juni IK77 umcr dem Vorsitze des Herrn l. l. Lanoespriisidenten Vohuslao Ritter von Widmann in Anwesenheit von achl Mitgliedern. Nach Eröffnung der Sitzung d»rch den Vorsitzen' den tragt der Schriftführer die feil der letzten Sitzung erledigten G'.schastsslücke vor, deren Erledigung zur Kenntnis genommen wird. hlerauf wird zur Tagesordnnng übergegangen. Der Vericht deS l. l. Bandes-Schulinspellor« für die humanistischen Fücher an Mittelschulen über die am ^aibacher Obergimnasium vorgenommene Inspcierung wird zur Kenntnis genommen und dem hohen Ministe» rium für Kultus unb Unterricht vorgelegt. Die Compelenzgesuche um die an den Olwnasien in ^aibach, Nudolfswerlh und Krainburg und der Ober-realfchule in ^aibach erlebiglen ^ehrflellen werden dem hohen Ministerium für Cultus und Unterricht mit den bezüglichen Nnlrligen vorgelegt. Einige von der ^aibacher Gimnafialoirection beantragte Aenderungen in der Wahl der Lehrbücher pro 1877/78 und der von der Laibacher Oberrealschul-Direc. tion vorgelegte Lehrplan pro 1877/78 werden genehmigt. Da« Gesuch eine« Vollsschullehrers um Zulassung zur VehrbefühigungsprÜfung im Ottobrrlermine 1677 wird dem hohen Ministerium für Eultus unb Unterricht vorgelegt. Da» Outachten über eine Petition um VewMigung von Functionszulagen für die Lehrer elnllassiger Volksschulen wird dem krainischen ^andesausjchuffe mitgetheilt. Die Präsentationen des Johann Teiselin in Tscha-lesch und des Franz Kenba in Semitsch zu deftnilioen Kehrern an den bezüglichen Volksschulen werden bestätiget unb die bezüglichen Nnstellungsbelrete ausgefertigt. Verufungcn wider Erlennlnifse eine» Bezirksschul» rathe« in Schuloersäumungsflillen, Nemuneratios- u»d Oeldaushilfen werden erledigt. - lvenefiz a»zeige) Die fiit heute angesagte venefizvolstellung de» Heriu Pans» stellt un» einen heilerm »beud iu Aussicht. Unter Mitwirluug der Frau Mathe«. Nuckel w»rd da« hier noch unbekannte, von uu«wllrligen ste-cinfionen vorlheilhaft besprochene 8iosen'!che Lustspiel „Tin Teufel" gegeben. Vei dem guteu Namen de« Versass«, »^ bei der verdienten veliebthei«, die sich der Venefiziant bei unsere» Pnblilum rasch erworben hat, läßt sich ein zuhlreicher Vesuch erwarten. ! —(Vom Schiebstande.)Veidemvolgfßfrn aus dem Sch'eh, stunde derLaibacher «ohlschtihengesellschalt «bß^eh,» i,', Kranzelschiehen wurden auf die Felbscheibe 1035 nnd «n! Slandlchelbe IW!». somit im ganzen 2l20 Schusse «b«««ben. Hierunter besanben sich: auf der Feldsche.be 4« Z»»n,i,er nnd ans der Stanbschribl 16 Zwölfer. Die »„»gesetztm vest, »»rden von nllchfieheuoen Schllhen gewonnen, «nf h« Felblche'be (grllßle «ll,«°n,»HI): I. vest: Joses Z«,,li «it 76 «re.sen; II. vest: Victor V°l,5 mit 7« Kreisen !>« ,eber Gch«ve im i..^ einer Schichsaison blo« zwe, 1 Beste newmnen lam, nnt> <'ri «, Vall,' heuer bereit« zwei solHe erh,elt, lo hall, er biebmal, lroh der gröhlen Kreilanlohl. bw, ,«s v«< II Vep Nnspruch); jll vest: Vmerich Venyer mit 74 «reisen. — Nus ber Stand, scheide (liesfter Schuß jl l Vest' ftran, Doberle, mit 9« Gcr«. pel; li Vefi: Josef e°l,n,< mit lU!', Sl-rupel; l/l vefi 8 N Supanlil mit l36'/, Scrnpel. D»Z Schießen verlies 1072 lußerst animiert und war tagsüber — insbesondere nachmittag«, f» l«nge die siegimentskapelle lonzeitierte — auch von Taften «nßerordentlich zahlreich besucht. — (Der Religionsunterricht in den Schulen.) Der Herr Minister sllr Tnltu« und Unterricht hat den Lande«, lchulrilthen Nachstehende« erVffnet: „Da die Lrtheilung des Reli. gionsunterrichte« in pädagogischer Hinsicht sowie jeder andere kthrgegenfiallb der Aussicht der hiezu gesetzlich berusenen Organe untersteht, so ist es zunächst die Nnfgabe der Vezirls« und Lan-desschulinspelloren, durch Ertheilung der erforderlichen Rathschläge n»d Weisungen dahin zu wirken, daß auch bei Erlheilung de« Ueligion«unt«rrlchle» nach »nerlannt zweckmäßigen, methodischen Grundsätzen vorgegangen werbe. Sollten etwa Uebelstilnbe wahr. genommen werden, die durch ihre «llgemeinheit die Unterricht«-erfolge im großen uud ganzen beeinträchtigen, so wolle der l. l. kandesschnlrath hievon die betreffenden Ordinariate in Kenntni« setzen und mir »««sührlichen Vericht erstatten." — (Todesurlheil.) Eine gewesene Arbeiterin der hiesigen l. l. Tabalfabril, die — wie wir seinerzeit berichteten — ihr uneheliche«, circa ein Jahr alll« «ind, um der Zahlung bei monatlichen Nlimentationsgebür per 4 si, enthoben zu sein, kürzlich i« laibachflusse ertränkt hatte, wurde gestern vom Schwurgerichte in Laibach des Berwandtenmordes ein« stimmig schuldig ertannt und sohin vom Gerichtshöfe zur Todesstrafe durch den Vtrang verurlheilt. Die Verbrecherin w»r der Ihal geständig. — (Line Diebstahlsszene.) Ein heute nacht« von zwei Strolchen im ilafinugarlen cnr»m pudlil:o verjuchler Diebftahl ver» lchaftte den daselbst noch versammelten Glisten in später Stunde «ine lragijch«tomische Szene. Zwei aibeilsscheue junge Burschen, deren einer lurz zuvor in der Kasinolüche noch gebettelt, jedoch der späten Stunde wegen nicht« erhallen hatte, begaben sich wenige Minuten vor Mitternacht — offenbar in der Absicht, das Verweigerte aus einfacherem Wege zu requirieren — in den Garten, rissen daselbst in Gegenwart zahlreicher Tafte mit einem lllhnen Rucke da« lischluch von einem mit Gläsern beladenen unbesetzten Tische herunter und ergriffen — da« rothe Tischtuch und 1 Viergla« «l« Neute davontragend — die Flucht. Doch die Nemesi« in Oe-stalt eines ftinlen Kellners, der den ganzen Vorgang, so blitzschnell er sich auch abspielte, beobachtet hatte, folgte ihnen auf dem Fuße nach. Den raschen Veinen des letzteren, unterstützt von eiuem Fiaker, der, durch den Lärm aufmerksam gemacht, dm Davon» eUenden mi: slinem Gefährte den Weg verstellte, gelang es, we-nigste»» einen der traurigen Helden festzunehmen und auf den Schauplatz seiner Wirksamkeit zu escorlieren, woselbst derselbe von ber inzwischen herbeigeholten Sicherheilswache zur weiteren Ve» amtshandlung Übernommen wurde. Ergab an, ein au« Unter» schischla gebürtiger und erst am selben Tage aus Salzburg und Vaiern in die Heimat rückgelehrter Tischlergesell« und «e-servift de« 17. Insanterie-Regiment« zu sein. Noth trieb ihn an« geblich zn dem versuchten Diebftahle. Sein entkommener Kumpane sei ein gebürtiger Laidacher uud professionsloser Herumstreicher. Voraussichtlich dürfte auch er schon festgenommen sein. — (Schadenfeuer.) Der Dachftnhl eine« dem Kaischen» besitzer Gadriel Velopavlovii in Iugorje (im politi. scheu Vezirle Ts ehernem bl) gehörigen Stallgebäude« gerieth «un frühen Morgen de« 30. v, Vl. au« bisher nicht eruierter Ursache in Vrand und wurde vollkommen eingeäschert. Da Hilje «asch zur Stelle war, so gelang es, da« weitere Umsichgreifen de« Feuer« noch rechtzeitig zu verhindern und die benachbarten Ob» jelle sowie auch die Nirthschastsgeläthe zu retten. Der durch da« Feuer angerichtete Schade blieb daher glücklicherweise nur tin ge« ring«. Der beschädigte war nicht seuerverfichert. — (Großer Kohlenbrand in Gradaz.) Don» ner«»ag den 7. d. M um die Mittagsstunde kam in dem Narren der Gewerkschaft Gradaz (im Tschernembler Vezirle), m wel« chem ungefähr 10,000 Hektoliter Holzkohle lagern, Feuer zum Nusbrucht, welches angesichts der bedeutenden Vrennfiofsmeng, größere Dimensionen annahm und trotz ber von allen Seileu be» reitwilligst geleisteten Hilfe zur Stunde, als ber un« zugegangene Vericht geschlossen wurde, leider noch nicht gelöscht war. Da der Feuerherb, welcher seinen Gitz in der Tiefe der hohen Kohlen» schichte einnimmt, zur Zeit der Entdeckung bereit« ziemlich w:il »erbreitet war, so blieben alle Isolierung«- und Liischnngsversuche trotz der umsofsendsten Anstrengungen der herbeigeeilten Nevill» lerung erfolglo« und steht daher zu besorgen, daß der ganze Koh» lenvorralh, eventuell auch die Gebäude, dem verheelenden Ele- mente zum Opfer gefalle» sein ttiuitcn. »ei den Lolchungsarbeiten zeichnete sich, wie un» mitgetheilt wirb, vor allem die Mottling er freiwillig- Feuerwehr in hervorragen« der Weise au«. Dieselbe halte sogleich eine circa A) Mann starke Abtheilung aus den Vrandplatz einsendet und dieselbe in der Nacht durch eine weitere Abtheilung abgelöst. — Der Narren nebst dem Kohlenvoriatht ist bei dem gegenseitigen montanistischen Vereine scuerversichert. — (.Neue illusirierte Zeilnng ") Nr. 24 bringt nachstehende Illustrationen: Michael v. Zichy. — D,c Kämpfe an der Donau. — Uriel Acofta und Judith van der Stralen. Gemälde von M. Gottlieb. Nach einer Photographie von V. «nzerer in Wien. — Faclellanz im schottischen Hochland. Nach dem Vcmäld? von M. Zichy. — Türkische Heerflthrer: Tscherteß Abdi Pascha, Kommandant der Tlcherlessen-Ka»llllerie in Vulgarien. — Mahmud Damad Pasch», Großmeister der lllr« tischen Artillerie. — Ahmet Mulhtar Pascha. Oberlommandant der türkischen Armee in Armenien. — Lulfi Djel,l. — Hämische Tartaren im russischen Heere. — Texte: Husslin-VtlbirlilAg», der Stab de« Profeten. Eiu Nomanftoff, mitgetheilt von Dr. Sieg« fried Kapper. (schluß) — Michael r>. Zichy. ^ Der orientalische Krieg. Redigiert von Schweiger-Lerchenfeld. — Pessimisten. Roman in zwei Vilnden. Von F. v. Stengel. (Fortsetzung.) — Uriel Acossa und Judith van der Slraleu. — Kleine Lhromt. — Schach. — Rösselsprung. — Silbenrälhsel. — Korrespondenzlafien. Theater. Die sonntägige Vorstellung von A. Dumas' „Prln. zessin Georges" ging vor schwach besuchtem Hause in Szene. Die Erschienenen aber werden von dem Gange der Hand» lung dieses Lhebruchsdramas und von dem glänzenden Spiele der Koryphäe unsere« Cnsemdlf'Gastsvielt« hingerissen. Der Ver» safser hat somit seinen Zweck bei un« erilicht und Sensation er« regt, und um mehr wird e« ihm bel „Stnslllionsftllcken" diese« O?»n« schon der Classification zufolge, die er ihnen selbst gibl, nicht zu thun sein. Die genuine Gesinnungsart einer Dirne niederste? Sorte scheint hier gleichsam von der Straße aufgelesen, in dir Gewänder einer Osäfin Sylvanie Terremonde gekleidet und in die Salon» der höchsten Aristokratie versetzt. Duma« HNtle diese Sylvanie lassen können, was sie nach den Anlagen, die er ihr gib», iff: eine würdige Priesierin der venu8 vulßiv»ß»; aber datlniler hätte der beabsichtigte Effclt gelitten und der Ehebruch wäre nur ein einfacher geblieben, da« Laster wäre un« in zn wenig rasfinierler Form aufgetischt worden. Auch wird in dcm Slllcke mehr erzählt als gehandelt, was wol begreiflich ist, da e« selbst Dumas noch nicht wagen lonntt, die von ihm gischilberten Thatsachen in ihrer abscheulichen Nacktheit sich vor den Zuhörern vollziehen zu lassen. Der Schluß wird höchst undlamalisch durch ein Tableau dargestellt. Die Handlung spitzt sich in je einer be» deutenden Szene, welche den Gipfelpunkt jede« Actes bildet, zu und ist in die Hände der Darstellerin der Titelrolle gelegt; Frau MalhesiRllckel war al« «Prinzessin George«" die Iranerin eine« würdigen Frauencharalter«, der sich von der Staffage, die ihm in der Vuhlerin „Sylnanie" gegeben wird, nm so Vortheil haster abhebt. D>e Zärtlichkeit tier verzeihenden Gattin, die sich an die Strohhalme lügnerischer Versicherungen ihre« Gemols a!« an die einzigen VlUtzen ihrer alühenden Liebe anklammert, sowie die im VesUhle maßlose, im Ausdrucke durch soziale Rücksichten niedergehaltene Entrüstung, mit welcher sie die Sirene «u« ihrem Hause weist, nachdem dz« beschwichtigende Lügengewebe, da« ihr treuloser Gatte gesponnen halle, für sie durchsichtig wird, ist von Frau Vlathes'Röckel so unvermittelt und lebenswahr, sa echt menschlich nid frei von jedem nebensächlichen Firlefanz, zu dem minder begabte Nctricen in dergleichen Rollen s» leicht begreifliche Zuflucht nehmen, zur Darstellunc; gebracht worden, gleichsam als da« Resultat l.lnsslerischen Erfassen« und Schaffen« der Gestalt. Und im letzten Act, wo der Conflict zwischen Rachegesühl und Liebe zugunsten des letzter« aufschlägt, war da« Spiel der „Prinzefsm Georges" von geradezu überwältigender Wirkung. — Von den übrigen Darstellern, welche durchau« auf drm richtigen Platze verwendet wurden, erwähnen wir Herrn van Hell al« einen gelungenen „Fürsten Virac," während Herr Pans a in seiner durstigen Rolle al« „Traf terremonade" ltine Gelegenheit halte, seine reichen Mittel ;u entfalten, Fräulein u. Is er war in Toilette und Spiel eine vorzügliche «Syloanie." <^k) Neueste Post. Zar a. 10. Juni. lA Wr. Tgbl.) Die Niederlage der Montenegriner bei Krstac ist eine Thatsache. Man erwartet einen neuen Kampf im Dugapasse, wo sie fich concentrieren. Es ist die Rede von großen Unelnlgleiten zwischen den Führern, wodurch der Verlust der ersten Schlacht verschuldet worden sei. Petersburg/.). Juni. Oberst Vogoljuboff telegra« fiert: „,t, «6 .'l5>. - «",, Rente 72 60, — 1860er Etaat«-«nlthen III» 75. — vank««"'' 77« -. - «redil-Nctien 142 3<). — lloudon 185 4<» - sU I N25) - «. l. Mi!n, - Dukaten 5 9«. - Nav«l«n«b'or l""" — l»X) «eichsmarl 01 65 «lien, II. Juni. Zwei Uyr nachmittag«. l«wß?^ Kreditaclim 14^30, lUftO« i»ose 110 8«. 1W4«r i"»l^ l" / österreichisch, Renle in Paßier «l —. «laalevahn 227 25. "«' badn lU6 -. VO.stranltnstü«,! NW5'/„ ungarische Kredit«"'. 1nb»nl 40 . »ustro-orit"»"'^ '"^ - Zunöparo, Trieft. - Rauscher, Gurl. - MaUv, Neuw ^ - Aaleniit, Dornsssq. — Dr. ^reichern, Vi<,dmann«v>"l' Iaqrit. Veziilölommissär, Krainburg. h«tel Vur«v«. Viilter v. Schllil. l. l. Konsul, Iassy- ^'t, Vtohren. Pollal, ^ ^7^i7MgI 740.,? ^181"O. s' schwllch heiter g^> I I. 2 ,. N. 738.7, -j-28'4 SSO.s.schw. h,'<" ^ 9„«d. 738»? -»-21.,! windstill fternenh«" 5„g«' Dauernde Hitze und Trockenheit. Heilerer Hlni^'o», u" über Hilhenrauch. Da» T«ge«mittel ber Vänne >s- ^ 4 ?' Über dem Vlormale. —^^iVr^ verantwortlicher Redacteur :^5H° m » r V " "'^^^ lN^vs^N^vii4xt Wie». 9. Juni. (1 Uhr.) Die Vürse behauptete im allgemeinen die günstige Stimmung der letzten Tage, nur war der Verkehr etwa« schwilcher. Spec»'" ^>VlsklIz)vIl^I. notitrten theilweise tiefer; im übrigen war die Differenz der Kurse gegen gestrige Notierung von keinem Velange. ^^^--^'^V»l Papierrenlt........6985 6099 SU5«r«»te........«680 «s«) »«lörnltl.........7230 7240 «»s«. 1839........290 - 294 - , 18b4........108— 10850 » I860........N050 lll — , 1850 (F«nftel) .... 1'9b0 120 — » 18S4........13075 131 35 Un,. Prli«ien.»nl......7^ 75 73 - «ndlwe..........162 50 163 - «»bolf«.?.........13 50 18 75 Pr»m!««llehm der «ladt Wien »2— 92 50 Danau««esnlitrnn,«»««st . . 104 — 104 25 D«m»nen.Ps«dl»n«f« .... 138— 13850 Oesterreichisch« «chatzscheine. . 99 75 100 - U»g. «isenbahn.«nl.....87 50 9U — Un«. Gchatzbon« vo» I. 1874 98 50 99 -»nlehen b. «t«btge»nnd« «l» WV. V.........«b5a 9« — «r»«be»ll«ft»»«^vbli««ti<»e». V,h»«n..........l02N 10« «5 «iederösternich.......108— — »«lizun? .........84 75 85,5 Sitbendüige«.......?I?5 7250 Temtser Vana«......72 t>0 73 25 Ungarn..........7850 74 ^ Uctle» »,» V«»len. «n,l«,»fterr. «aul.....6950 70 — «rebil«nst»It........14230 14240 Depositenbank.......124 — 12^ — «redilanftalt, nng«.....13150 18l 75 ««lo«pt,.«astalt......635— 640 — ««tio°«lb»nl.......776 - 778 — Oefterr. V«llglsellsch«ft . . . —— - — Unlonbanl ........46 - 4650 Vnlehr«b°nl .......77»— 7750 Wiener Nanlverein.....b7 — 58 — Netien von Transpsrt-Unterneh-»nnge«. «Z«ld ««« «lfllb.Vahn........99 50 IN0 - Don«n.Da»pschifi.'«tsellsch«ft 331— 898 — «lis»»eth.«esto»hn.....141 - 142 - 3erdm»nb«,«°rdbahn . . . 1K60-1865 - Franz - Joseph . «ahn .... 12050 121-^ Valtzische «arl.i?nd«ig.«ahn . 21' 25 21150 «asch«u-0derberger Vahn . . 8b t^) 86- remberg,t»ern«wih» Vahn . 99 50 109 Llohd-Gesellsch........«34 — 836 - 0esterr. «ordweftbahn .... IN- 11150 «ub°ls«.V°hn.......ION'^ 10850 Sta»t«b»hn........«26 50 227 — Südbahn.........80 5l) 81 - Ihtiß.Vahn........,76 50 177 — Ungar.-galiz. Verbindungsbahn 82 50 83-Ungarilche «ordostbahn . . . »5 50 9« -Wiener Tram»,y.«tsellsch. . 97 50 98 - Pfandbriefe. «llg. »st. Vadnllredilanst. (i.Volb) 106 - 106 50 ^ ^ „ l'.«'«.) 87 50 88 - »latioualbant........96 50 86 60 Uug.VodtnlredltlInfiiln«(V..V.) 89 30 89 50 Pri,rttst«-ebli«ati«en. «lls°b«lh-V. I. «m.....9» - »350 ßerd.-Nordb. in Silber . . . 1U? - 10750 Fr»n,:Ioseph-«ahn.....«i50 89- «al. »arl.Vndwi,,«.. I.Em. '0^ B^ Oesterr «°rdV, « ' ^zh40 i"gb i!°nb«»n. l«n,t Sicht . - . ' 49 9l. o" Pari» .......... Geldssrte«. ^^. ««» «N. 0s "' «apole°n«d'or ..!"-"' ^ ^ Deutsche «eich»- ^ -