prLnumrrlilioll« - Vrnjc i Kür Laibach Aanziährig . . . s fl. — kl. Halbjährig . . . z „ — „ öiertcijährig. . . 1 „ Sb » Rsnatlich . . . — „ So „ Mit der Post: Ganzjährig . . . g fl. — kr. Halbjährig . . . 4 „ SO , Birrteljährig. . . s „ 25 , Kür Zustellung ins Hau« viertel-sährig SS Ir„ monatlich S kr. Einzelne Nummern S kr. Mbacher Tagblatt. Anonime Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. L eda klion Lßahnhofgaffe Nr. 13L Erpedition und 2n öureau Kongreßplatz Nr 81 (B vonI. v. KlernmayrL Zn sc rtio nsprei Für die einspaltige Petitzeile S kr. Sei zweimaliger Einschaltung L L kr. dreimal L 7 kr. InsertionSstemvel jedesmal so kr. Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Raba!'. Nr. 207. Dienstag, 13. September. — Morgen: f Erhöhung. 1870. Folgen der Versassllllgsw irren. Mit Recht har unlängst die „S. u. M. Ztg." bemerkt, daß nichts einschneidender wirkt, als der furchtbare Kontrast zwischen den sich vollziehenden gewaltigen Ereignissen in Deutschland und der Jämmerlichkeit der österreichischen Verhältnisse. Dort eine wunderbareOrganisation, eine gleichmäßige Durchbildung aller Kräfte, eine große bewegende Idee, die höchste Potenzirung der geistige» und moralischen Faktoren. Elemente, welche ein mächtiges Reich in eiserner Umarmung völlig erdrücken und einen neuen großartigen, weltumfassenden Staatenbau gründen; hier «ne Vernichtung aller ethischen Grundlagen des 'Staates, ein Zerbröckeln jeder Rechtsidee, eine Zersetzung jeder Organisation, eine Vergiftung der Geister und Gewissen, welche entsetzliche Verheerungen anrichtet. Es ist gar nicht zu ermessen, welche Wirkun-Gen dieser Kontrast übt. Wenn man sieht, welche Dimensionen die Desorganisation angenommen hat, wenn man die Gebiete überblickt, welche früher in das Verfassungsgefüge bereitwillig ungeordnet, dasselbe jetzt zu durchbrechen suchen, wenn inan die Verfassungstreue jetzt fast nur mehr nach der Analogie von Sprachinseln auf der geografischen Verfassungskarte verzeichnet sicht, dann ersaßt einen Vaterlandsfreund ungeahntes Wehe. Eine völlige Anarchie der Geister, eine allseitige Empörung gegen die Formen des Staates ist eingetrcten, welche dem Naturzustände, d. i. dem Kriege aller gegen alle auf das Haar ähnlich sieht. Provinz steht gegen Provinz, und in derselben Provinz steht Partei gegen Partei. Nicht etwa um in Anlehnung an den Staat und an die Versas-sungsformen, in welcher er sich manifestirt, in edlem Wettstreit ihren Auffassungen von dem Staatsleben die Weihe der Wirklichkeit zu schaffen, sondern um die Verfaffungsformen selbst zu zertrümmern. Und keine überzeugende, allgemein gütige, sich schützend dnrch das ganze Staatswesen verbreitende Rechts-idee hält die unbändigen Gelüste der Verfassungs-und Staatsgegner nieder. Man hatte das Rcchls-bewußtsein nicht so gründlich zerbröckeln können, wenn man einen Preis auf die beste Methode seiner Zerstörung ausgeschrieben hätte! Es ist wunderbar gelungen! Wenn eine Verfassung nach einem nicht zweijährigen Bestände wieder unterhöhlt und in den Koth gezerrt wird, wenn dasjenige, was man eben feierlich als Recht proklamirt hat, morgen wieder in die Reihe versehmten Unrechtes gestoßen wird, dann hört überhaupt die Idee des Rechtes auf, wirksam zu sein. Welche Politik soll unter solchen Umständen das Reich befolgen? Welche Politik nach Innen, welche nach Außen? Wer will noch einen leitenden Gedanken in das Chaos bringen? Es ist entsetzlich, so dahin zu siechen; aber woher schassen wir ein Lebenselixir? Im Innern ist dasjenige, was unter dein Ministerium Potocki-Taaffe-Pctrino an Zerstörung der Rechtsgrundlagen, an Schwächung der Verfassung geleistet wurde, nicht wieder gut zu machen. Kann das Wort zurückgenommen werden, welches alle die staatsrechtlichen Oppositionsparteien zu einem Sturm auf die Verfaffung einlud? Kann das Verpflanzen des staatsrechtliche» Streites in die Reihen der ultramontanischen Partei ungeschehen gemacht werden? Kann die künstlich genährte und großgezüchtete Unbäudigkeit der czechisch - feudalen Partei wieder gezähmt werden? Nein! Nein! Es gibt keine verfassungstreue Regierung, welche die Erbschaft des Potocki'fchen Regimentes antreten möchte, weil zu viel verdorben ist, als daß irgend eine politische Persönlichkeit sich mit der Verantwortlichkeit für die Fortführung eines so zerrütteten Regieruugsweseus belasten möchte. Die Verfas- sung ist unser Ziel, unser Leitstern, unser Stab und unsere Stütze; aber wo sind die Männer, sie zur Wahrheit zu machen, wo ist noch eine praktische Möglichkeit offen? Und die Politik nach Außen ? Kann man denn ernsthaft noch von auswärtiger Politik Oesterreichs sprechen? Ein Staat hat doch in erster Linie seine Zwecke im Innern zu erfüllen, und durch seine in» neren Aufgaben wird wesentlich seine auswärtige Politik bestimmt. Bei der Desorganisation im Innern ist hier kein Stützpunkt einer äußeren Politik mehr zu finden. Deutsche Politik rechtzeitig zu treiben, wurde uns ja durch die Magyaren verboten. Und wie könnte eine Monarchie, welche sich auf einen nationalen Hexenfabbath so gemüthlich einrichtet, welche die Hegemonie des Deutschthums so gründlich zu zerstören bestrebt ist, überhaupt deutsche Politik treiben? Es wäre zum Todtlachen! Aber die Ereignisse haben uns der Mühe überhoben, überhaupt eine auswärtige Politik zu machen. Eine Katastrofe ist eingetreten, welche jedem verspäteten Eindrängen ein gewaltiges Halt setzt. Seien wir so wenig als möglich geschäftig, halten wir uns in jener würdigen Reserve, die unsere inneren Wunden uns auferlegen, und wir haben dasjenige ge-than, was überhaupt unter diesen Umständen zu thun ist. Wir sind ohnmächtig, dem Gang der Ereignisse irgendwie die Entwicklung vorzuzeichnen. Begnügen wir nns damit, zu sorgen, daß die Ereignisse nicht auch durch Oesterreich ihren ehernen Marschtritt nehmen. Der Stand der Friedensaktion. Preußen unterscheidet nach einer verläßlichen Miltheilung des ..N. W. Tagbl." vor allem scharf zwei Eventualitäten, die Eventualität, daß cs den Frieden allein mit Frankreich abschließe, und die Jeuiü'eton. Unter allen Lustschlössern der hessischen Fürsten spielte Wilhelmshöhe (ehemals Weißenstein genannt) in der hessischen Geschichte die hervorragendste Rolle. Es war unter den drei verschiedenen Namen, die es im Laufe der Zeit führte, die Residenz der meist üppigen, ausschweifenden, baulustigen und gewissenlosen hessischen Fürsten und ihrer Favoritinnen. Kein deutscher Hof hat den Hof von Versailles unter Ludwig XIV., unter Ludwig XV. sowohl nach der Seite des Glanzes als nach der der Sittenverrottung hin besser nachzuahmen verstanden, als der hessische auf Wilhelmshöhe. Zunächst ist der Umbau des alle» Weißenstein hauptsächlich Uiit dem Blutgelde bewerkstelligt, welches die beiden Landgrafen Friedrich II. und Wilhelm IX. aus der Seelenverkäuferei zogen. Im Jahre 1775 verkaufte der erstgenannte Fürst im berüchtigten Londoner vertrage den Engländern zum Gebrauche in ihren Kolonien 12.800 Hessen. Es war dies der dreiunddreißigste Theil der Einwohnerschaft, da Hessen- Kassel damals nur 400.000 Einwohner hatte. Bis zum Jahre 1782 wurden noch 6600 Mann nachgeschickt. Diese zusammen 19.400 Mann machten also fast den zwanzigsten Theil der Einwohnerschaft aus. Der Preis per Kopf dieser wie eine liebe Heerde Vieh verkauften Unterthanen betrug 100 Thaler. Die gekauften 19.400 Hessen machten theils den Fcldzug der Engländer gegen Hyder Ali in Ostindien, theils den gegen die nordamerikanischen Kolonien mit. Im Jahre 1784 kehrten 11.900 Mann zurück. Der Krieg hatte also ihrer 7500 Mann verschlungen. Wie einträglich für den Landgrafen dies saubere Mäklergeschäft gewesen, ist daraus zu erkennen, daß, als er 1785 starb, er trotz seiner zahllosen Prachtbauten und kostspieligen Reisen ein Barvermögen von 56 Millionen Tha-lern hinterließ. Die von England in den Jahren 1776 bis 1784 wegen der 19.400 Soldaten an den Landgrafen gezahlten Subsidien hatten allein fast 22 Millionen Thaler betragen. Der Nachfolger Hein-rich's 11., Wilhelm IX., wurde noch reicher durch seine Knauserei. Die Seelenverkäuserei trieb er fort bis in die französische Revolution; allein 1787 gab er 12.000 Mann gegen 675.000 Kronthaler in englischen Sold, und noch 1794 wurden 4000 Hessen in die englischen Kolonien verkauft. Wilhelm IX. galt für den reichsten Fürsten Deutschlands; die Rothschilds haben ihr Glück durch ihn gemacht, indem deren Vater Amschcl, der 1800 in Frankfurt noch ein kleiner Geldwechsler war, 1801 zum hesseu-kasselischen Hosagenten ernannt wurde und in Folge dessen mit dem landgräflichen Vermögen negoziirte. Auf Wilhelmhöhe thronten auch die zu jeder Zeit zahlreichen landgräflichen und kurfürstlichen Maitressen, Favoritinnen, morganatisch angetrauten Gemalinnen. Hier lebten und schalteten: Fräulein Karoline von Schlotheim, nachmalige Gräfin von Hcssenstein, eine Houptmaitrcsse Wilhelms IX. — er hatte von diesem Artikel eine Unzahl und in Folge dessen nicht weniger als 74 illegitime Kinder, — dann die Gräfin von Reichenbach-Lessomitz, eigentlich Emilie Ortlöpp geheißen, die Maitrcsse des Kurfürsten Wilhelms II. (1821 bis 1849), Fräulein Karoline v. Berlepsch, später Gräfin von Bergen, Gemalin zur linken Hand desselben Fürsten, und noch zuletzt die Gräfin Schaumburg oder Fürstin zu Hanau, welche eigentlich Frau Gertrude Lehman hieß und vom Kurfürsten Friedrich (Mitregent seit 1831, Kurfürst seit 1847) Eventualität, daß der Friede unter Vermittlung der Neutralen zu Stande komme. Preußen anerkennt keineswegs die französische Republik, die in seinen Augen keinen rechtlichen und kaum einen thatsächlichen Bestand hat. Nach der Einnahme von Paris will Preußen der Kaiserin Eugenie keinerlei Hinderniß in den Weg legen, wenn sie, in die Hauptstadt zurückkchrend, den Senat und den gesetzgebenden Körper, die beide durch die revolutionären Bewegungen wohl zersprengt, aber nicht rechtlich aufgelöst sind, zusammenberuft, um mit Hilfe und unter dem Beirath dieser großen Körperschaften über den Frieden mit Deutschland zu unterhandeln. In den Augen Preußens ist die Kaiserin Eugenie nach wie vor die einzige rechtliche und befugte Trägerin der Staatsgewalt in Frankreich. Kommt der Frieden mit ihr zu Stande, so will sich der Berliner Hof zufrieden geben. Berwerfen die französischen Kammern den Frieden, so führt Deutschland den Krieg weiter fort. So stellt sich die Sache, wenn Deutschland den Frieden ohne Vermittlung mit Frankreich schließt. Greift aber die Vermittlung der Neutralen Platz, dann kann es sich allerdings auch fügen, daß Preußen u»d die anderen deutschen Staaten die französische Republik anerkennen, dann wird aber Graf Bismarck als Grundlage de« Friedensabschlusses auch verlangen, daß die Neutralen den Frieden respektive die Friedensbedingungen garan-tuen.___________________________________________________ Vom Kriege. Gerüchte von FriedenSve rin i ttlunge n tauchen in allen Blättern auf und wie es den Anschein gewinnt, werden wirklich von verschiedenen Seiten ernste Versuche gemacht; hervorragende amerikanische Journale halten ebenfalls den Zeitpunkt für geeignet und dringen in den Präsidenten Grant, das Friedenswerk zu fördern; ein Abgesandter Favre's soll ins deutsche Hauptquartier abgegangen sein; die Pariser Journale wetteifern überhaupt in der Miltheilung von Nachrichten, daß nicht ungünstige Ehanßcn sür Vermittlungsversuche vorhanden seien. Zu dieser so Plötzlich weichmüthig gewordenen Haltung der Journale trägt nicht wenig das schonungslose Vorgehen Trochu's bei, der bereits 85 gutsi-tuirte Häuser hat demoliren lassen. Daß der Kommandant von Paris cs bei der bloßen Fräse, die Stadt wie eine Festung zu vertheidigen, nicht bewenden lassen, sondern mit den für eine ausgiebige Defensive nothwendigen Maßregeln Ernst machen und das Privateigenthum hiebei nicht schonen will, zeigt der Plan, d i e Pa rkwald ungen rings um Paris nieder; u brennen. Mit den Parks müssen natürlich auch die luxuriösen Landhäuser sal- ihrem Manne, einem preußischen Offizier, abgekauft worden war. Mit Ausnahme der wirklich edlen Gräfin von Hessen führten alle diese Damen eine Wirtschaft, wie sie dem von Schiller in „Kabale und Liebe" entworfenen Gemälde entspricht. Auf Wilhelmshöhe hielt auch der König von West falen, Hieronymus Bonaparte, seinen üppigen Ho Hier feierte er feine nächtlichen Orgien, die er mit dem geflügelten Worte: „Morgen wird wieder lustick!" schloß. Diese nächtlichen Orgien mit Tänzerinnen und Sängerinnen, mit seinen verschiedenen Maitressen, als da waren die Gräfin Franziska Bocholtz-Asscburg, Gemalin des Großzeremonien-meisters, die Frau des Palastadjutantcn Major Ritter Lazare Laflöche, die Gräfin Ernestine Pück-ler, Gemalin des Kammerherrn Grafen Georg Lö-wenstein rc. rc., brachten Hieronymus so hei ab, daß er am Morgen darnach oft nicht im Staats-rathe erscheinen, nicht Gesandte empfangen konnte. Sämmtliche Hof« und Palastdamen waren des Königs Herzdamen: er stattete einer jeden von ihnen, an jedem Abende einer anderen, seinen Besuch ab. Das waren vielleicht die beschämendsten Tage für Wilhelmshöhe oder, wie eS damals hieß, Napoleonshöhe. len, welche in denselben zwischen dem Gürtel der Forts liegen, ein ZerstörungSakt, der den Besitzern den Gedanken nahelegen muß, ob cs am Ende nicht besser wäre, sich mit dem Feinde zu verständigen, damit dieser Paris als offene Stadt betrachle und die Gräuel des Krieges ein Ende nehmen. Die of-izirlle Belobung der deutschen Truppen in einem Bulletin des Ministers des Innern, der ihnen trenge Mannszucht nachrühmt, sicht sich beinahe wie ein Schritt zur Annäherung a». Jedenfalls 'ontrastirt diese Sprache mit dem Ton, in welchem onst von den deutschen Barbaren, von den „raubgierigen" fremden Horden gesprochen worden ist. Vorläufig, bevor der bittere Ernst eines Kampses in seiner vollen Härte gefühlt wurde, ist allerdings nicht anznnehmen, daß die FriedenSsehnsucht derbe-itzenden Klassen das Oberwasser erhalte über die blinde und unbesonnene Kampflust der Straßenpolitiker, die bereits die provisorische Regierung ebenso wie die Bourgeoisie tiraunisiren. Ueber die Katastrofe vonLaon liegt heute nachsteheudes Telegramm aus preuß. Quelle vor: Berlin, 12. September. (Offiziell.) Telegramm des Königs an die Königin: Die Zitadelle von Laon wurde gestern nach der Kapitulation und dem Einmarsch unserer Besatzung in die Luft gesprengt. 50 Mann und 300 Mobilgarden todt. Viele Verwundete. Prinz Wilhelm von Mecklenburg (Bruder des Großherzogs, preußischer General. Anm. d. R.) verwundet. Unbedingt Verrath vorliegend. Als Beitrag zu den von den Deutschen verlang ten Bedingungen des Friedens zwischen Frankreich und Deutschland wollen wir noch das Verlangen der Städte Hamburg und Bremen nach Erwerbung der Insel Reunion (zwischen Afrika und Australien) und der Schiffsstation Saigun in Cochinchina erwähnen. Die französische Ost sec flotte soll sich gegenwärtig in der Kjögenbncht sammeln, um endlich gemeinsam die deutsche Küste anzugreiscn. Eine frühere Version, der zufolge die Flotte nach den französischen Häfen berufen wurde, wo aus deren Bemannung Besatzungen für die Festungen gebildet würden, erscheint glaubhafter, und zwar umsomehr, als die bald eintretenden Herbstnebel ein längeres Verbleiben der französischen Flotte in der Ostsee ohnedies kaum möglich machen werden. Immerhin ist eS möglich, daß die Flotte vor ihrem Rückzuge doch noch ein Bombardement irgend einer deutschen Hafenstadt versucht. Auf einen förmlichen Angriff der deutschen Küste können die Franzosen sich jedoch auch in Folge des Mangels an Landungstruppen nicht einlassen. Politische Rundschau. Laibach, 13. September. Die Czcchen haben jetzt ihre Ansprüche nochmals in einer von den Organen ihrer Partei veröffentlichten Denkschrift zusammengesaßt. Sie erklären, daß sie nicht die volle Verwirklichung ihres historischen Staatsrechtes, sondern nur eine Stellung auf Grundlage desselben verlangen. Die Beschickung des ReichsratheS wird für gauz unmöglich erklärt und eine Wahlrcform nach der Aprilwahlordnung des Jahres 1846 verlangt. Das Stärkste ist dabei die Forderung, daß öffentliche Aemter nicht an Ausländer verliehen werden dürfen, wobei unter Ausländer» die sämmtlichen Nichtangehörigen des böh-misch mährisch-schlesischen Königreichs verstanden werden. L>o lange die Herren in Prag noch solche Dinge im Kopfe haben, ist an eine Verständigung nicht zn denken. Die Adreß-Debatte im böhmischen Landtage wird, wie man telegrasirt, nicht weniger als drei Tage dauern. Das ist zwar nicht so lange, als eine Adreß-Debatte im ungarischen Unterhause braucht, aber bietet doch die angenehme Aussicht, die Ezechen das ganze Füllhorn ihres Zornes auf die Deutschen ausschütteu zu sehen. Auffallend.ist die Nachricht, daß die Alt-Ezechen die beantragte Adresse als zu wenig weit gehend erklären wollen. Die Alt-Ezechen sind ja sonst so liebenswürdig reaktionär und die Adresse ist wahrlich gan; nach ihrem Geschmacke ab--icsaßt, da sic kein Wörtchen von Freiheit enthält, aber desto mehr von der „Selbstständigkeit" der slavischen Arrmäö urrtion. — Die döhmische Adresse wird mit einem, sich ausführlich mit den sogenannten staatsrechtlichen Fragen Böhmens beschäftigenden kaiserlichen Reskripte beantwortet werden, von dessen Aufnahme weitere Entschließungen abhängen werden. Mit Verwahrung des öffentlichen Rechtes Tirols empfiehlt das Komitee, welches die kaiserliche Botschaft zu beantworten hat, für diesmal die Entsendung von Abgeordneten in die „Versammlung vom l5." (den Reichsralh) behufs Wahl der Delegation und Berathung der höchsten Interessen und beantragt deren Wahl auf Grund des Anhanges der Landesordnnng. — Die Dinge in Italien treiben unaufhaltsam der Katastrose zu. Wie unser gestriges Telegramm meldete, hat der König nunmehr definitiv den Einmarsch ins Römische angeordnet. Der Papst wird, wie es heißt, Rom nicht verlassen und hat einen Truppen befohlen, keinen Widerstand zu leiten, sich vielmehr auf eine Scheinvcrtheidigung zu beschränken. Er tadelte den General Zappi, weil er die Bevölkerung Roms durch Ausstellung von Kanonen auf dem Monte Pincio beunruhigt habe, und bemerkte dem General Kanzler, daß er wirkliches Oberhaupt sei. Die fremden Truppen betrachten jedoch den Rückzug als entehrend und erklären, die italienischen Okkupationstruppcn angreifen zu wollen. Die republikanische Regierung Frankreichs ist keineswegs nach innen so stark, als manche glauben mögen. Bereits drängt sich das sozial-demokratische Element stark in den Vordergrund und gegen einzelne Mitglieder der Regierung werden heftige Vorwürfe erhoben, weil sie nicht radikal genug sind. Rochesorts Organ will das Vaterland durch die Republik reticn und will deshalb den „Schrecken" proklamiren. Das ist verständlich; Keiner, der dies Wort nicht verstände; Keiner, der nicht wüßte, daß alles, was er besitzt, Gut und Blut, Freiheit und Leben durch dies Eine Wort in Frage gestellt und bedroht ist. Die konservativen Blätter klagen wieder über die Aemtersucht, Stellenjägerei und Kameraderie der neuen Regierungslcute und stimmen hierin mit den Radikalen überein. Außerdem ist im Landvolke und lhcilweise anch beim Militär noch eine ziemlich zahlreiche napolconische Partei vorhanden, die nuch der neuen Regierung nicht eben förderlich unter die Arme greift. Daß unter solchen Umständen die Maßregeln zur Abwehr des Feindes gelähmt sind, liegt auf der Hand, und da zu den in-ncrn Verlegenheiten der „Regierung der nationalen Vertheidigung" auch noch das Mißtrauen des Auslandes tritt, das weniger der Republik als solcher, wie der Unsicherheit des gegenwärtigen Regiments gilt, so hat die „Spener'sche Ztg." am Ende nicht so Unrecht, wenn sie spöttisch bemerkt: „Für u»S ist das, was in Paris geschehen, nur erwünscht. Die Pariser konnten nicht mehr, als sic es gethan, in unserm Interesse handeln. Wir sind mit den Herren in Paris sehr zufrieden." Es scheint überhaupt in Paris die bisherige Eutschlvssenheit all-mälig ruhigeren Erwägungen zu weichen, je mehr die deutschen Heere sich Paris nähern. Der Minister des Auswärtigen, Jules Favre, ließ die Leiter der großen Pariser Blätter z» sich berufen und eröffnete ihnen beiläufig folgendes: Die Situation sei hochernst und gefahrvoll geworden. Die fremden Mächte bemühen sich, zu einer Vermittlung zu gelangen. Er selbst (der Minister) sei bereit, einen Frieden mit den größten Kriegsentschädigungen z» unterzeichnen, werde aber lieber von der Regierung abtreten, als Gebietsabtretungen bewilligen. Ein Theil der Regierung werde angesichts des Erscheinens der Preußen Paris verlassen, namentlich die Minister des Auswärtigen, des Innern und der Finanzen. Man glaubt, diese werden sich nach Tour« begeben. Der Minister des Auswärtigen ersuchte dic Leiter der großen Blätter, die Pariser, welche zum Aeußerstcu entschlossen find, moralisch zu unterstützen. „Würde der Feind," fügte der Minister hinzu, „Halt machen und die Vermittlungsvorschläge der Mächte anhören, so gebiete die Politik, auf Unterhandlungen einzugehen, welche schon die Rücksichten auf die Humanität zur Pflicht machen." Gleich den französischen sind nun auch die deutschen Sozialdemokraten mit einer Kundgebung hcroorgetreten. Nur ist dieselbe nicht an ihre französischen Parteigenossen, sondern an das deutsche Volk gerichtet und behandelt nicht die Kriegführung selbst, sondern die Annexion von Elsaß und Lothringen. Der Ausschuß der sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Deutschland, von welchem die Kundgebung auSgeht, ist entschieden gegen die Annexion. Er sieht in derselben keine Bürgschaft des Friedens, sondern nur den Keim zu unvermeidlichen, neuen Kriegen. Zur Tagesgeschichte. — Gestern hat in Wien durch den Bürgermeister Dr. Felder die erste Trauung eines konfessionslosen Ehepaares iu Oesterreich stattgefunden. — Hofrath Professor Billroth wurde zur Leitung der Feldlazarethe in Mannheim berufen. In Mannheim ist gegenwärtig ein großer Zusammenfluß von Verwundeten aus den Schlachten vor Metz, und daher wurde die Anwesenheit Billroth's daselbst dringend gewünscht. — Das Zentral-Komiis der deutschen Hilf s-vereine in Berlin hat neuerdings zwei dringliche Aufrufe erlassen. „Mit dem fortschreitenden Kriege wächst stündlich die Größe der Aufgabe." Deshalb die erneute, sehr dringende Bitte um weitere reiche und schnelle Beweise der Opferwilligkeit für die sehr zahlreichen Verwundeten und Erkrankten. — Die „Riga'sche Ztg." schreibt: Neulich war in einer besuchten Restauration unserer Stadt ein ueues Telegramm angeschlagen, das den zweiten Sieg der Preußen meldete. Ein Mann mit französischen Simpathien rief bei dessen Lesung aus: „Die preußische Negierung gibt falsche Berichte, sie lügt!" — „Ja wohl," rief ein anderer, „die verdammten Kerls lügen sich so durch bis Paris!" — Garibaldihat jetzt, nachdem er bei Beginn des Krieges aus Haß gegen den Zäsar sich den deutschen Heeren anschließen wollte, seinen Degen der französischen Republik zur Verfügung gestellt mit den Worten : Was von mir erübrigt, steht zu Euren Diensten, verfüget über mich. — Man meldet aus Turin, 9 September: Das Gepäck der hier angekommenen Prinzessin Klo-tilde wurde vom französischen Zollamt zu St. Michel visitirt, das des Prinzen Napoleon, ihres Gemals, konsiszirt. — Der Ezar hat dem Prinzen Ludwig von Hessen-Darmstadt den Georgsorden für die Leistungen der hessischen Truppen im Kriege gegen die Franzosen verliehen. — Das Journal „Paris" erzählt, daß der König von Preußen in einer Erinnerung an Jena Louis Napoleon seinen Degen zurückschickte, wie Napoleon I. einst dem Vater des Königs Wilhelm seinen Degen zurUckgeschickt hatte. Louis Napoleon wurde eine Stunde Zeit gelassen, um sich zu ergeben; sollte dann noch keine Entscheidung erfolgt sein, so würde man Sedan niederbrennen. ,',Man diskntirt nicht mit einem Degen," soll der König von Preußen jenen geantwortet haben, dic ihm den Degen Bonaparte's Uberbracht hatten, „man zerbricht ihn; dies ist bereits geschehen. Mit dem Menschen kann man sprechen; ich will sprechen." — Für die wundersame Begeisterung der französischen Bauern, den Aufforderungen ihrer Regierung zur Gegenwehr gegen die Prenßen nachzukom-weu, gibt folgende, von einem Correspoudenten des „Etoile belge" erzählte Thatsache einen hübschen Beleg: Ein Sektionsches der Ostbahn hatte sich daran gemacht, einen Theil der zerstörten Linie wieder Herstellen zu lassen. Kaum bemerkten dies die Einwohner der umliegenden Dörfer, als sie schaarenweise herbeiliefen, um diese Absicht zu verhindern. „Wollt Ihr," schrien die Weiber, „die Preußen noch mehr gegen uns aufbringen, daß sie uns ausplündern?" Der Sektionschef mnßie Fersengeld nehmeu, um sich den Prügeln zu entziehen, mit denen man ihm drohte. Aus der Volkszählung in Kram. i. Es wird unsere Leser interessiren, einige Daten aus der auf den Stand vom 31. Dezember 1869 ausgenommenen Volkszählung im Herzogthum Kraiu kennen zu lernen. Einheimische anwesende und abwesende Bevölkerung, jedoch mit Ausschluß des präsenten Militärs . 454.127 Anwesende Fremde, mit Ausschluß des srem- deu präsenten Militärs .... 9.146 Daher Gesammtzahl der Einwohner ohne präsentem heimischen und fremden Militär 463.273 L. Von der einheimischen Bevölkerung sind — ohne präsentem Militär — auswärts aus der Heimatsgemeinde abwesend: In Krain............................................ 38.840 in den übrigen im österr. Reichsrathe vertretenen Ländern......................................12.754 in de» Ländern der Stefanskrone . . . 10.523 in der k. k. Militärgrenze............................. 663 im europäischen Auslände............................. 1.156 in Asien................................................. 1 in Afrika............................................... 47 in Amerika s .... 330 unbekannt wo......................................... 1.248 Zusammen . . . 65.562 6. Fremde sind in Krain — ohne präsentem fremden Militär — anwesend: Aus den im österreichischen Reichsrathe vertretenen Ländern ........................................... 7258 aus den Ländern der Stefanskrone . . . 822 aus der k. k. Militärgrenze .......................... 41 aus dem europäischen Auslande .... 1103 aus Afrika............................................... 3 Zusammen . 1 ! 9227 0. Vergleicht man die einheimische Bevölkerung, welche — abgesehen von dem einheimischen präsenten Militär — außerhalb des Herzogthums Krain sich befindet, in der Zahl von..................................... 26.722 mit den Fremden, welche — ohne präsentem fremden Militär — in diesem Herzog- thume in der Zahl von............................... 9227 sich anshalten, so ergibt sich, daß . . ^ 17.495 Krainer mehr außer Landes sich bewegen, als Fremde in Krain vorhanden sind. Mal- und Promnzial-Angelegenheiten. Lokal-Chronik. — (Für die Obst- und Gemüse-Aus-stellung in Laibach), deren Eröffnung auf den 1. Oktober mit der Dauer bis zum 6. Oktober festgesetzt ist, hat die Direktion der hiesigen Sparkasse dem krainischen Gartenbauvereine deu Saal in der Schießstätte und die sonst zu benöthigenden Räumlichkeiten in 'der liberalsten Weise zur Verfügung gestellt. Von dem Vereinsausschusse werden die entsprechenden Vorbereitungen mit Eiser getroffen, und eö ist demselben von oer krainischen Landwirthschaftgesellschast die Überlassung der von der letzten Obstausstellung noch vor-räthigen Tiscke und von mehreren Privaten die ans^ Hilfsweise Unterstützung mit sonst benöthigten Geräth-schasten und Einrichtungsstücken zugesichert worden. Die Besorgung und Leitung der Ausstellnugsarbeiien übernimmt ein eigenes Komitee, bestehend aus dem Obmann Malilsch und den Vereinsmitgliedern: Laßnik, Terpin, Gärtner Metz, Hermacora und Rnlitz. Als Preisrichter werden unter Leitung des Obmannes Mali'sch snngiren die Herren: Laßnik, P. Benvennt Crobath, Metz und zwei Fachmänner von auswärts, deren Erklärung man noch erwartet. Bereits von mehrfachen Seiten sind Anmeldungen eingelaugt, nach denen die Ausstellung in mehtfacher Beziehung eine sehr interessante und lehrreiche zu werden verspricht. Allen jenen, welche diese Ausstellung beschicken wollen, wird nochmals in Erinnerung gebracht, daß die Anmeldungen längstens bis 20. September mit einem genauen Verzeichnisse der Ausstellungsgegenstände zu geschehen haben, indem schon den 24. die Einsendung und Aufstellung beginnt und auf spätere Anmeldungen nur insoserne Rücksicht genommen werden kann, als ein Platz noch vorräthig ist. Auch ist bei der Einsendung die genaue Bezeichnung der einzelnen Früchte mit dem pomologischen oder wenigstens mit dem ortsüblichen Namen nicht außer Acht zu lassen. Zu den vorhandenen Preisen sollen von Freunden des Gartenbaues und der Obstbaumzucht noch mehrere andere Gaben zur Aufmunterung der Produzenten zugesichert worden sein. Von großem Werthe erscheint uns ferner, daß für die Förderung des guten Zweckes, dem die Ausstellung dient, sich auch die rege Theilnahme vieler Frauen in den Städten und auf dem Lande kundgibt. — (Die Ergebnisse der finanziellen Verwaltung Krains mit Schluß des ersten Senie st ers 1870) bestätigen in erfreulicher Weise, daß die bereits in Nr. 10 dieses Blattes signa-lisirte Besserung der volkswirthschastlichen Zu iände un-. seres Landes nicht etwa blos zufälligen und vorübergehenden Einflüssen die Entstehung zu danken habe, sondern als die Wirkung jenes gesunden, fortdauernden Ent» wickli-ngsprozesses zu betrachten sei, welcher unter dem Schutze der von den Nationalitäts-Fanatikern so arg verlästerten Dezemberversassung inaugnrirt wurde. Nach den uns vorliegenden authentischen Daten betrugen die reellen Einnahmen im ersten Semester daher im I sten Scm. 1870 1870 1869 mehr um s,) an direkten Steuern zusammen . . . 516.646fl. 506.569 fl. 10.077fl. d) an indirekten Stenern: Zoll.............. 55 196 „ 39.209 „ 15.987 „ Verzehrungssteuer 290.750 „ 273.256,, 17.494,, Tabak .... 381.783,, 339.581,, 42.202,, Mänthe. . . . 29.726 „ 28.152,, 1.574,, Taxen und Gebühren: Von Rechtsgeschäften 152.422 „ 121.206 „ 21.216 ,. Stempel . . . 107.629,, 105.123,, 2.506,, Summe 1,534.152 fl. 1,423.096 fl. 111.056 fl. Wie man aus vorstehenden Zifferngruppen ersieht, haben an der für unser Land sehr bedeutenden Steigerung der Einnahmen sämmtliche Ertragszweige sich betheiligt, und es läßt diese Thatsache die Annahme eines alle Schichten der Bevölkerung berührenden Aufschwunges als vollkommen berechtigt erscheinen, zumal weder in der Steuergesetzgebung noch in dem bisherigen Modus der Einhebung irgend eine Aende-rung eingetreten ist. Ohne Zweifel würde dieser Aufschwung noch weit größere Dimensionen annehmen, wenn der von unsern Volkssührern in so unverantwortlicher Weise erzeugte und unablässig g nährte Na-tionalitätsschwindel nicht der Heranziehung fremder Kapitalien und der Gründung großartiger Industrie-Unternehmungen in Krain hindernd in den Weg treten würde. — (Es wird fortgetabort!) Die sloveni-fchen Klerikalen in Kärnten haben neuerdings einen Tabor auf den 18. September in Selpritfch nächst Velden ausgeschrieben. Der Aufruf enthält folgende Resolutionspunkte: Errichtung Sloveniens; slovenische Amtiruug und slovenische Schulen; Ermäßigung der Steuern und Erleichterung der Lasten des Landvolkes; inniges Festhalten an Kaiser und Heimat während des jetzigen Krieges. Unter den Unterzeichnern des TaborLnfrnfcs kommen auch etliche urgermanifche Namen vor, als: Hochkofler, Heiß, Treiber (IrriMr.) Sticker (ßtilvur,) Schuter (ßutLr.) (Singcsendet. Die delikate Heilnahrung liövalkLoiM än heilt alle Krankheiten, die der Medizin widerstehen, nämlich Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Diarrhöen, Schwindsucht, Asthma, Husten, Uuverdaulichkeit, Verstopfung, Fieber, Schwindel, Blut-anssteigen, Ohreubraufeu, Uebelkeit und Erbrechen selbst in der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Ab magernng, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — 72.000 Kuren, die aller Medizi» getrotzt, worunter ein Zeng-niß Sr. Heiligkeit des Papstes, des Hosmarschalls Grafen PluSkow, der Marquise de Bröhan a. A. Nahrhafter als Fleisch, erspart die liövalöSLiörö bei Erwachsenen uud Kindern 50 mal ihren Preis im Mediziniren. Castle Nous. Alexandria Egipten, >0. März 1869 Die delikate Rkvalesoiüro Du Barry's hat mich von einer chronischen Leibeöverstopfung der hartnäckigsten Art, worunter ich nenn Jahre lang aufs schrecklichste gelitten itnd die aller ärztlichen Behandlung widerstanden, völlig geheilt, nnd ich sende Ihnen hiemit meinen tiefgefühlten Dank als Entdecker dieser köstlichen Gabe d.r Natur Mögen diejenigen, die da leiden, sich freuen : was alle Medizin nicht vermag, leistet Du Barrh's RovLlesoiörs, deren Gewicht, wenn in Gold bezahlt, nicht zu thener sein würde. Mit aller Hochachtung C. SPadaro. In Blechbüchsen von '/z Pfd. fl. 1.50, 1 Pfd fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Pfd. ft. 10, 12 Pfd. fl. 20. 24 Pfd. fl. 36. — liöVLlkLoisrö OIioLoIatöö in Tabletten für 12 Tassen fl. 1.50, für 24 Tassen fl. 2.50, für 48 Tassen fl. 4.50, in Pulver für 12 Tassen fl. 1.50, 24 Tassen fl. 2.50, 48 Tassen 4.50, für 120 Tassen fl. 10, 288 Tassen fl. 20, 576 Tassen fl. 36. — Zu beziehen durch Barry du Barry L Co. in Wien, Goldschmiedgasse 8; in Laibach bei Ed. Mahr, Parfumeur; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Preßburg Pisztory; in Klagenfurt P. Birnbacher; in Linz Haselmayer; in Bozen Lazzari; in Brünn Franz Eder; in Graz Oberranz meyer, Grablowitz; in Marburg F. Kollet -nig; in Lemberg Rottender; in Klausen bürg Kronstädter, und gegen Postnachiiahnie. Wttterumj. Laibach, 13. September. Morgens dichter Nebel, später sich hebend. Bormittags größtentheils bewölkt. Wärme: Morgens 6 Uhr -4- 9.9", Nachm. 2 Ubr > 14.4" (1869 -f- 14 8", 1868 -s- 19.1°). B ar om e t er im Fallen 326.98'". Das gestrige TageS mittel der Wärme -j- 10.6^, um 0.9° unter dem Normale. Der gestrige Niederscklag 1.98'"._____________ AiMkolllmene Fremde. Am 12. September. HVIv«. Deppere, Schneidermeillcr, Triest. — Dr. Raspel, Adelsberg. — Hmh, Handel«»,., Bölkermarkt — Martinak, Beamter, Villach. — Rausch, Sekretär, Wagensberg. — Neuner, Fabriksbesitzer, Klagenfurt. — Dornik, Postmeister, Rau». — Barou Mixic, Agram. — Tausit, Käruten. — DuZek, CorinonS. — Ruprecht, Carnwns. — Ernst, Pest. — Stepitz, Professor, Agram. Gor sek, Psa rer, Pavorje. — Stern, Kanfm., Agram. — Braida, Agcnt, Triest. — Barv» Tauffier. Weixelbnrg — Kastelitz, Ber,.-Steuer-Pächter, Materia. — Frau Schnidcrschitsch, All. Feistritz. Telegramme. (O r i g. - Te lc g r. des „Laib achcr Tagbl.") Florenz, IL. September. Eine Prv klamation Generals Cadorna an die No mer versichert, daß er nicht Krieg, sondern Frieden und -Ordnung bringe Die Bevölkerung werde sich selbst verwalten, die Unabhängigkeit des PapststuhleS bleibe unverletzlich. Az;anrsi, Kommandant der eingebornen päpstlichen Truppen, wurde Verhaftet, weil er eö ablchnte, sich zu schlagen. Ceprano und MontefiaScone wurden anstandslos besetzt. Z» Dagnorea ergaben sich Stt Zuaven uüd Offiziere. Prag, 12. Seplunber. In der heutigen Landtagssitzung crkläne der Oberillandmarschall, er sehe sich in Folge mehrfacher Acußeinngcn im Hause vevanlaßt, zu erklären, daß cr diese Versammlung nie für etwa« Anderes betrachtete, als für bei» gemäß Verfassung und LandeSordnnng von Sr. Maj. dem Kaiser einberufenen gesetzmäßigen Landtag des Königreiches Böhmen. — Hierauf begann die Adieß-Debatte. Paris, 12. September, 4 Uhr Morgens. Die Preußen sind in Compiögne. Die Eisenbahn- verbindung ist nordwärts nur über Douai noch ermöglicht. Der Sonutagsartikel des „Journal de St. Petersbourg" (von Havaö hier nicht veröffent licht) macht in den Regierungskreisen liefen Eindruck. Das Volk sehnt heiß den Frieden herbei. Wiener Börse vom 12. September. Klaatstonäv 'perc. österr. Wädr. . dto. Rente, öst.Pap. dto. dlo. öst.inSilb. ose von 1854 . . . 'ole von 1860, §anze 'ose von 1860, Künst. vrämiensch. v. 1864 . Är-rmäsutL.-Sdl. Steiermark )»5pCt. Kärnten, Krarn u. Küstenland 5 „ Ungarn. . zu5 ^ rroat. u. Slav. 5 ^ ebenbürg. „5 „ ^ationalbank . . . »reditanftalt . . . 2. ö. Escompte-Ges. llnalo-österr. Bank . Oest. Bodencred.-A. . Oest Hypoth.-Baitt^. tais. Ferd.-Nordb. . Südbahn-Gesellsch. . dais. Elisadetb-Bahu, 5arl-Ludwig-Babn Liebend. Eisenbahn . Lais. Franz-IosefSb.. yünfk.-Barcser L.-D. tllföld-Finm. Bahn . Nation. ö.W. vcrloSb. Ing. Dod.-Creditanft. ^llg.öst.Bod.-Credil. ^to. in 33I.rückz. . Geld 56 .IO! 66. ! 8Z. 90 -101/ 111.5U 77.— 79.— 73.75 696 — 254 — 876 219.— 74 LlO 1982 195 5 215 25 L42 -50 l64 — 183 — 159 5" 162 50 91.80 87.— 105.— Ware ^ Geld j War« est. Hypoth.^-Bank . —.—! 66?^5 d3.50 Südb. Ges. zu5>»o Kr. 113.- 1:3 50 9i.— dto. Bons 6 pCt. —. w2L5Nordb. (100 fl. iZM.) ;>2.?5, 92 50 111.75 Gieb.-B.(2oo st. ö.W.) 87.r5 87 7 Nudolföb.(300tt.ö.W.) 88 — 88 5. Fran,-Jos. (200 fl.S.) 9n.25 92 50 Lottoziehilug vom 10. September. Wien: 80 8 24 10 16. Graz: 81 50 87 32 79. 77.30 80 74 — 6 54 äo 88» — 2»9 5> 76^— 220.— 1-9-196 — 215 75 2^3 -64 50 ^3 50 160 >63 92 — 88.— 88 50 Credit 100 fl. ö. W . Don.-Damvsslb. Ges. zu 100 sl. CM. Lriester 100 st. CM. dlo. 50 ft. ö.W. § kener . 40 st. ö.W. 40 „ 40 „ 40 „ 10 „ 20 ^ 20 , 10 „ lOö.W. Salm PatfsY . H C^arv . ^ St. GenoiS,. ^rindischgrätz Waldstein Keqlevrch Rlik'ollAstist !55-!156 — , I 91.—> 91 5o > 115—125 — 54.-! 51^ 27 — 30.— i 4l>.- 27— 31 — 3k. —j 33 -27 — 31.— 18—^ 20.— 18—! 20.— 14.— ! ^6 -14— 15.- 103 75 104 25 104 25 104 -".-bselkurs !>om 13. September. 5perz. Rente öiierr. Papiei L6 M. — üperz. Renn jsterr. Silber 66.30. — 2^. London 124 25. Silber 123.—. — K. k. Miinz-Dukaten 5.89. — Na-pvleonsd'ur 9.91. V2 oder V« der Erste öffentliche höhere HandelSlehmustalt in Wien. I', nt« 18«, rs. KM" Die absolvirten Hör^r genietzen die Begünstigung des einjährigen Freiwilligendienstts in der k. k. Armee, obne sich der Freiwilligenpriifnng nnterziehen zu müssen Einschreibungen finden vor» 26. September an statt. , Der Unterricht l'eginnt Anf->ngs Oktober. Am 2. Okto-, ber beginnt ein Borbereitnngsknrsus für den praktische» ^ Eisenbahn- und Telegrafeudieust. j Jahresberichte durch die Direktion und ji:de Buchhandlung. (316-9) _________________K->> I Q < Direktor. Epileptische Krampfe (Fallsncht) (I6-14N > heilt bril-flicb der Lpczialar;t für Epilepsie Doktor <». ILIII»««'!» i» Berlin, jetzt: Louisenstratze 45. — Bereits überHundertgeheilt. Loge M. 62 ist zu oermieth.'N. Das Nähere im Hause Nr. 2 St. Peters - Borstadt 1. Stock rechts. (365— 1) Gustav Stedry UN Grumnig'schen Hause (Wienerstratzc) empfiehlt sein gut assortirtes Lager von Spezereien, sowie auch frische Ol»liit;er Quargel, Emmenlhalcr-, Puruiesnu- uuo (^roiier->llisc und neue frische Znai-»icr Gurke». (358 2) Große Auswahl vorzüglicher (352-4) Theater Perspektive von 4 sl. an bei §086f iLai-ingei'. nie dligL'wcseu! Tic aus der >lonk»rs-W»fsa des nach Amerika dnrchgegangenen, renom-inirten Wiener Lci»e»>l»,are»-(vn„rosfistcn Emanucl Paliucr Vorgefundenen Sacktücher, Bettzeuge werde,! von Her gefertigten Geschäflsteitung KM" nur wiihrcnS des Laibachcr Marktes Fräuleiu (348-3) ItMlNtKonschcgg aus Genf rückgekehrt, gibt französischen Unterricht Nr. »2 alten Markt >. Stock. Huliptplntz, Cliiitoiii'scht's Hniis Nr. 1Z um 4« Perzent uuter dem Erzen„»»asprcise ausverkauft. Für Äausteute und Sachverständige dürfte znni Einkauf z» solch'„Spottpreisen" die Gelegenheit nie mehr Vorkommen. Die unbedingt fixen Preise sichern selbst dem Nichtkenner die zufriedenstellendste Bedienung. Eine Elle Schaffwollstoff für Damenkleider, 15, 23, 30 kr. ; eine Elle Schaf-wollstoff breit von 40-50 kr.; 6 Stück weiße Leinen Sacktücher für Damen, 1 st., 1 fl. 20 kr, 2- 4 fl ; 6 Stück Battisttücher mit Spitzen, 2 fl., 3 fl., 4—5 fl ; 6 Stück gefärbte Leinen Taschentücher für Herren in allen Farben 1 fl. 6<> kr., 2 fl., 2 fl. 50 kr. bis 3 fl.; 6 Stück weiße Lcinen'Taschentücher für Herren 1 fl. 75 kr., 2 fl. 25 kr. bis 3 fl ; 6 Stück Tifchservietten, echt leine», 2 fl^ 25 kr., 3—4 fl.; 6 Stück Handtücher, echt leine», 1 fl. 50 kr., 2 fl. 50 kr, 3—5 fl.; I Stück Tischtuch, echt leinen für 12 Personen, 3 fl., 5—6 fl. Leinwänden. I Stück echte Hansleinwand, 30 Elle», 7 fl., 8—9 fl. ; 1 Stück echte Ge-birgsleiiiwand, 30 Ellen, 8 fl, 9 10 fl.; l Stück Rumburger HauAeinwand 30 Ellen, 9 fl, II—12 fl.; 1 Stück Leinwand für Damenwäsche, 30 Ellen, 10 fl., Il—14 fl.; l Stück irländer Leinwand, 3>i Ellen, 12 fl., 14-16 fl.; I Stück Kettengarn-Leinwand, 30 Ellen, 12 fl, 16 18 fl.; I Stück Leder-Leiiiwand, 3"! Ellen, 13 fl., 15 - 16 fl.; 1 Stück Rumburger Leinwand, 3^ Ellen, für Herren Hemden, 14 fl., 16-20 fl.; 1 Stück Kreas-L^inwand, 30 Ellen, 12 fl., 14—20 fl.; I Stück Rumburger Leinwand, 50 Ellen, 17 fl , 22—30 fl.; 1 Stück irländer Leinwand, 50 Ellen, l" fl, 30—50 fl.; 1 Stück Leinwand, 36 Elten lang, 2'/. Ellen breit, für 12 Leintücher ohne Naht, 38 bis 40 fl.; I Stück Handtücher, 30 Ellen, > fl. 5 kr., 7 fl. 50 kr. bis II fl.; 1 Stück Leinwand, 30 Ellen, für jiindswäsche, 9 — 10 fl ; I rstück Leinwand, Bielefelder, 40 Ellen, >4-16 fl. 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