Nr. 277. fi. >,, balbj N. »NU. ssUt lie ZnfieNnn« in« Hau» hnldj f,<> lr, Mi! d.i Post »an»,, ft. 'l>« in der bemlche» Nusgllbe, nuSgtgtbm und verscudet. ^"«ltlbe «llhält unter ' ^^ da« i, serüchc Potent vom 25. November 1877, bettef« >tnd die es Abgeordnetenhauses. Wien, 30. Novcmber. , Nach Erledigung des Einlaufe« wird die Wahl Meg Ersatzmannes für die Delegationen vor« stnommen, aus welcher Abg. Rylsli als gewählt mvorgeht. In der Fortsetzung der Spezialdebatte über 5S Vanlstatut werden die Artikel 56-64 (Ge. Mfte der Bank) nach längerer und eingehender Debatte "^"trägen des Ausschusses gemäß, mit Ausnahme k° Punktes i des Artikel 56, angenommen, der vom ^""btl mit Gold, Silber und fremden Devisen spricht "7 llber Antrag des Abg. Neu wirth bis zur Be« "Mng über Artikel 34 in Schwebe bleibt. . Zu Artikel 64 wird über Antrag de« Abg. Oom.. ^^i beschlossen, daß die Censoren von den beiden Mtlonen „nach Einvernehmen der Handelskammern" '" "nennen find. Hu » ' 65 bis 70 handeln oom Darlehensgeschäfte. 3"3"' 65 stellt Vbg. Strzynsli den Antrag, daß h^"l, N "bgelehnt und Art. 65 bis 70 in der Fassung s^Musses angenommen. ^ l<». ^"ilel 71 bi« 74 (Depositen), dann 75 bis ^lrogtschäft, Anweisungsgeschäft und Kommission«. ^-^«_____"I______^^_ geschäft) werden ohne Debatte angenommen und die Sitzung sodann geschlossen. Die nächste Sitzung findet morgen statt. Lord Derby über die britische Intervention. Die im Laufe der letzten Tage bekanntlich vielseit« angezogenen Gerüchte von einer durch den Hall von Kar« angeblich angeregten Friedensinteroention England« wurden durch die jüngsten Erklärungen dcs englischen Minister« de« Auswärtigen, Lord Derby, um ein bedeulendes herabgestimmt. Der Minister er, klärte nämlich am 28. v. M. einer Deputation, welche das Einschreiten Englands verlangte, die britische Regierung sehe auch derzeil noch leinen Grund, von ihrer Neutralität abzuweichen; weder Konstantlnopel noch der Sueztanal seien bedroht. Uebrlgens könnte die bri» tische Flotte nicht ohne Zustimmung der Pforte nach Konstanlinopel gehen, und diese würde Bedingungen stellen, welchen England nicht zu entsprechen in der ttage sei. Man erinnert sich, daß die Pforte bereits früher erklärt hat, sie könnte nur einem Alliierten die Dar. damlleil öffnen. Es geschah die« zur Zeit der Unter» Handlung wegen einer englischen Floltenstation in Galll-poli, die sich bekanntlich an der vorerwähnten türkischen Forderung zerschlugen. Die Türkei beharrt bei ihrem Standpunkt jedenfalls so lange, als nichl neue Niederlagen die Herrscher in Konstanlinopel mürbe machen. Dt>,,^ welche Verlegenheiten Kinder die Eltern ^ tMkl en, davon wissen viele Väter und Müller Elchen ^ fünfjährige Sühnchen eines Pädagogen, l btn'^^tt eben in der Hausflur Kegel, als aus l^chso.»n "m Küche einige eigenthümliche Töne, ^ lit!» "^ °b cm Spanferkel abgestochen würde, an ^ Iun Dhr schlugen. Was ist natürlicher, als daß °>t yy "Ne Keg.; und Kugel läßt, wo sie sind, und in M er, ^"'"' um zu sehen, was denn los sei. Was 3>n ^ " ^ sein gelehrter Vater, hält mit feinen , ach ,.^c Dienstmädchen, die runde, schwarzäugige l°lht„'y"'"fangen und drückt ihr mitten auf ihre vollen ^ ..be ^.^"n ziemlich ausgedehnten Kuß. "tllrlt^.' ^!" lacht der Junge, „Papa küßt unfere N^ ^.sebük sich in diesem Augenblick unter den Füßen !^ide,,. ""ter die Erde gelhellt und gedroht hätte, ^«5 s,'"« ""schlingen, so hätte dies leinen größeren l' e« ^ l die an„^ Sünder hervorbringen können, ^k ^arlt», ?" Karlchens that, da diese ihre Ohren in.l^ mit 5 t ^gestalt aus der Umarmung zurück, '"hint. . abgerundetsten Theile ihres Körpers ^ " ihr stehenden wassergefülllen Kübel segelte und dabei ihren Mitschuldigen von oben bis unten abkühlte. In der griißten Bestürzung ergreift der Herr Professor den Jungen, hebt ihn auf den Arm, eilt mit ihm so schnell als möglich außerhalb dcs Bereiche« seiner „Legitimen" in den Garten und verspricht ihm alle möglichen neuen Epielsachen, wenn er von dem Geschehenen der Mama nichts sagt. (Ein auf dem ge-fährlichen Gebiete der illegitimen Liebe mehr bewan» derter Mensch hätte sich weniger ungeschickt benommen.) Der Junge verspricht zu schweigen. Einige Tage später hatte seine fromme Mutter — diese huldigte dem Pietismus — eine größere Thee» gesellschast, zusammengesetzt aus lauter frommen Damen und Herren, in ihrem Hause versammelt. Eine insipide „Mama" halte ihr.,Hcrzblättchen", einen boshaften Ran< gen von einem Bubcn, mitgebracht, dem zuliebe Karlchen länger als sonst „unten" bleiben mußte. Die ganze fromme Gesellschaft, an ihrer Spitze der „fromme" Hausherr, unterhielt sich gar salbungsvoll. Man sprach auch viel von Küssen, nicht von profanen, o nein! son» dern vom Himmelsllebeöluß, Engclstuß, sogar auch vom Judaskuß :c. Die häufige Wiederholung dcs Wortes Kuß mochte in Karlchens Miniaturgehirn doch einige Erinnerungen geweckt haben. Seinem lindlichen Ge< dächtnis kam das Hereinlrcten Mariens, welche einen frischen Thce.Aufguß brachte, zuhilfc. , ^ ^ ..Mama", schrie er so laut, d«ß es für alle hörbar und verständlich war, „Papa hat die Marie nicht geküßt." Dumpfe Gewitterschwüle und allgemeines Erstarren! Vrüne, blaue, gelbe, weiße und rothe Gesichter! Eine gräßliche Verlegenheit für den armen Professor. Die Folgen dieser negativen Denunciation wird man sich vorstellen können: Gardinenpredigten. Verlegenheiten, welche nicht direkt aus der Liebe hervorgehen, aber zu ihrem Gefolge gehören, gibt es eine Menge. In welche Verlegenheiten z. B. kann eine ungebildete Frau ihren gebildeten Mann und ein ungebildeter Mann seine gebildete Frau versetzen! Herrn v. G.'s Adel und Name hatten einen ebenso gutcn Klang als seine leere Schatulle. Angekränkelt von der Geldnoth blasser Wehmuth, hatte er längst daS Bedürfnis empfunden, seinen zerrütteten Finanzen ein frisches Relief zu verleihen. Das Glück war ihm hold. Auf dem Balle machte er die Bekanntschaft einer reichen Landmännin. Diese, ein ganzes Jahr hindurch in einer Pension auf den vornehmen Schnitt zugestutzt, hatte bereits einem halben Dutzend Bürgerlichen Körbe er-theilt. Herr v. G. ließ sich ihr vorstellen, tanzte mit ihr, süßholzraspeltc mit ihr. fuhr nach Hause mit ihr und — verheiratete sich mit ihr, d. h. letzteres nicht an demselben Abend, sondern zwei Monate später. In den Flitlerwochen ging alles vortreffich. Man aß gut tranl gut; man schäkerte, tändelte, liebloste und küßte einander, kurz, man that alles das, was die schönen Berufs, pflichten eines jungen Ehepaares erheischen. Allein wie in dieser Welt alles vorübergehend ist, so auch die Flitterwochcn. Herr v. V. fing an, die Dinge um ihn herum mit abgekühltem Blute und ruhigen Blicken zu betrachten, und da meinte er denn, daß seine 100,000 Thaler werthe Gemalin aus dem Geschlechte derer von dem Felde sich doch nicht recht für ihn eigne. 2316 die türkische Mißwirthschaft hervorgerufen wurde, welche seit der Einwanderung der wilden Tscherlessenbanden eine unerträgliche geworden war. „Die Nachrichten von weitumfassenden socialistischen Verschwörungen, von Gährungen in Polen, von Unzufriedenheit des ganzen Volles mit der Regierung u. s. w., über welche fremde Zeitungen sich in den letzten Wochen zu äußern beliebten, sind erfunden. Freilich haben in verschiedenen Städten Mittel« und Süd'Rußlands Verhaf. tungen stattgefunden, freilich wird hier seit einigen Wochen ein socialistischer Prozeß, in welchen 183 Personen verwickelt sind, verhandelt, jedoch ist das Publikum gegen die Verhafteten sehr aufgebracht, und findet die socialistische Intrigue bei dem russischen Volle leinen Anklang. «Eine Unzufriedenheit mit der Regierung ist in leinem Falle vorhanden. Jedermann lennt die Ver-ehrung dcS russischen Voltes für seinen Kaiser, mit welcher die Achtung für die kaiserliche Regierung zu-sammenlMgt. Die Uebclstände, welche freilich manche Klagen hervorrufen, sind natürliche Folgen des Krieges. Namentlich ärgert man sich über den gesunkenen Werth des Papierrubels, ohne dabei zu vergessen, daß der Fi-nanzminister ein entschiedener Gegner des Krieges war und mehr als einmal offiziell darauf aufmertsam machte, daß in finanzieller Hinsicht Rußland für den Krieg nicht vorbereitet sei. Leider wurde seine Stimme nicht gehurt." Vom Kriegsschauplätze. (Vom epezialberichterstatter der „Lalbacher Ieltung.") Der Fall Nachowa's. Oaureni, 2V. November. Die nun vollständig durchgeführte Einschließung Plewna's von allen Selten mit hinlänglich starten Truppenmassen ermöglichte es der Heeresleitung der verbündeten Armee, den westlich Plewaa's gelegenen Theil des Operationsfeldes genauer tns Auge zu fassen und durch conlinuierliche RccognoScierungen auf größere Ent, fernungen den Gegner successive zum allmäligen Räu. men der verschiedenen Punkte zu zwingen. Daß diese Auf. gäbe bis nun lheilweiie gelang, beweisen dic durch die russische Kavallerie errungenen Erfolge zwischen Tellsch und Wratscha. Der zweite Theil der die Türken zum Verlassen ihrer Stellungen zwingenden Operationen fiel Oberst Slanilscheano zu, welcher schon seit geraumer Zeit mit den unter setnen Befehlen stehenden rumänischen Truppen das Terrain vor Rachowa scharf beobach« tete und häufige, mittelst seiner Kavallerie ausgeführtt Streifungcn tus in unmillelbare Nähe obigen Platze« vornehmen ließ. Dle Zahl der Combattanten, worüber augenblicklich Oberst Slanitscheano verfügte, übersteigen zwar die Ziffer von 5000 Mann nicht, aber da die Türken zu-letzl dem Orte leine besondere strategische Wichtigkeit beilegien und auch einen Theil der semerzelt als Ver, stäclung dorthin emsenoelen Truppen wieder nach i Palanla und Widdin dirigierten, während als Beobach tunascorps nur eine aus etwas Artillerie und einigen Bataillonen bestehende Garnison zurückblieb, so war eS um so mehr im Interesse der Armeelcilung gelegen, sich des Platzes je eher zu bemächtigen, da speziell für dle russisch.rumänischen Operationen der Besitz Rachowa> durch seine Lage an der Donau, gegen etwaige feind ltche Unternehmungen zu Wasser gegen Nilopolls hin nicht ohne Wichtigkeit sein tann. Die Truppen, worüber Oberst Slanitscheano gegenwärtig verfugt, bestehen au« dem 1., 6. und 10. Doro banzen-Regimente, deren Effeclivstand wol allerdings geringer ist, als er normalmäßig sein sollie, etwas Linien- truppen, dem 2. und 8. Kavallerlt'Reglmente und fünf Batterien mit 30 Geschützen. Die letzten Tage beorderte man von der in Trstenit stehenden Kaoallerie.Division Arnoldi da« 2. rumänische RoschioriRegiment mit einer reitenden Batterie in die Richtung gegen Rachowa, welche Truppen, so wie fte auf jme Slanilscheano's stoßen, in das Kommando des letzteren übergehen. Außerdem stand noch Generalmajor Baron Meyendorff mit der russi. schen Kavallerie und elwas Artillerie zwischen den Flüssen Ogost und Skit, schob sich aber schon am 18. No Member mehr gegen Osten, um mit der rumänischen Infanterie eine engere Fühlung zu erreichen. DaS detachierte Roschiori'Regimenl unterhielt die Verbindung nach rück. wärt« mit der Division Arnoldl mltlelst 1^, detachier, ten Escadronen über Machalet und Trftenik. Slani tscheano halte am 17. November bei Kruschewo und Bra-gar den Jeter überlchrillen und marschierte in nord» westlicher Richtung gegen Golowo und Selanowze vor, wo die Spitzen der Vortruppe am späten Nachmittage des 18. November« eintrafen. Die Roschior! trafen zur selben Zeit, von Dolne.Lulowizc kommend, ein, um dem Gegner jcde Rückzugslinie abzuschneiden, da er gezwungen war, hart an der Donau zu marschieren, daher bei einem in dessen Flanke mit Energie durchgeführten An-griffe unmöglich entkommen konnte. General Lupu entsendete spater, als man ihm die erfolgte Passage deS Ogost durch die türkischen Truppen zur Kenntnis brachte, den bereits oben erwähnten Major Rastl, welcher als Relteroffizier in den spanischen Kriegen bereits vor Jahren Rühmliches leistete, mit zwei Escadronen Roschiori, einer reitenden Batterie und einem Detachement russischer Kavallerie zur Verfolgung des Gegners in der Richtung gegen Eiber-Palanla. Nach einstündigem starkem Ritte war der Feind eingeholt und lam auch ziemlich hart ins Gedränge, ließ sich aber in lein bedeutendes Gefecht mehr ein, sondern setzte seinen Rückzug fort. Ein Theil der Bagage, und mehrere Munltionswagen sielen den Verfolgern in die Hände, welche auch die die Traincolonne escortierende Truppe zu Gefangenen machte. General Lupu traf am Morgen des 20. alle Vorkehrungen, um die vorhandenen Befestl gungen in Stand zu setzen und durch einige neu angelegte zu vermehren, um so die Haltbarkeit des Platzes zu vermehren. Die beiden Gefechtstage kosteten immerhin einige hundert Mann. Während dlc beiden Majore Ieni und IuraSco des (i. Dorobanzen-Reglment« nebst sieben andern Offizieren todt blieben, wurde Oberstlieutenant Maldaresco, Major MatheeSco nebst zwölf Offizieren verwandet. Der Verlust an Mannschaft beträgt 169 Mann an Todten und bei 325 Mann an Verwundeten. Noch am felben Tage wurde in Bogot ein Feld-gotleSdienst abgehalten, dem Großfürst Nikolaus und Fürst Karl beiwohnten. Nach der Zeremonie dinierte Fürst Karl beim Großfürsten, welcher auf da« Wohl des Fürsten und seiner tapfern Armee einen Toast aus« brachte, den ersterer auf die Gesundheit des Kaisers und dle Erfolge der verbündeten Armee erwiderte. Tag«-darauf erhielt der Fürst ein Glückwunschtelegramm de« rumänischen Minifterraches, welches er mit folgenden Worten erwiderte: „Ich danke dem Minlsterrathe für die Gratulationen und bin stolz darauf, an der Spitze der tapfern Armee zu stehen, welche neuerdings ihre Hahnen mit Lorbeeren bekränzte, den allen Ruhm unserer Vorfahren nieder erneuerte und den Namen Rachowa in die Annalen der glorreichen Landesgeschichle eintrug." — Zur Feier des errnngenen Sieges wurde im ganzen Lande die Abhaltung eines feierlichen Tedeums an« geordnet. (Fortsetzung folgt.) Hagesneuigkeiten. — (chtt, l°» in der Utberletzun«: „Der Kaiser von Chin» erlundig' sich' ° Lurer Majeftäl dem ««user von Deutschland wohl "^' , Reich Eurer MajeNät ,st seit Abschluß dc« Vertrage« nut H« sogleich in dauernd innige Beziehungen getreten. Oil «M huben w>r den Vef.hl des Himmel« tiitgelltnaenrnme'', große un« ubellossene Crblhei! zu schuhen. Lh'n» und olle ll r» Reiche bilden zusammen eme Fannlie ohne llU»l'N°lid«8'» ^ Inlertsseli; daher befehlen wir, daß der Staal«i>e°mlc zn" Range«, unser Kammerherr i.':u-Hsi't>ung, sich nach dtt ^ »ladt Eurer Majestät verehrten Landes begebe und bort al« sanbler und bevollmächtigter Minister sich aufhalte, und best? demselben. Eurer Majesiät diese« Neichsschreiben einzuh"« »^ a!« Vewei« wahrer und zuverlässiger Freundschaft. W>r " ^ diesen verdienstvollen hohen Oeamlen seil langen Jahren »> ' aufrichtig, ale im Gesihe wahrer Ausdauer, beiderseitigen schilflen obzuliegen, al« volllommen sähig, mit vollem ^"M alle« zu ordnen, und ersuchen Eure Majestät inständigst, wirtliche« Vertrauen zu schenken uub Schutz aiigebeihcli i"^ ' damit die sehr freundlichen Beziehungen sich mehren u»l> "»»«' brochener Friede erhalten werde. Wir leben i« der grüßlcn 1? liung Ta-Lh'mg Dynastie, am fünften Tage de« l^""" , illltS des drille» Jahre« der Regierung. (Gez.) ^°"^!„i, Nun hielt der Gesandte bei der Uebergabt de« Schreibt«« '? Souverän« eine Anrede m chinesischer Sprache, dece« "U> liebcrsehuug durch den bei der Audienz auwesenbe« Do! ^ o. Vraucl Vlvmn vorgetragen wurde und welche bll°^" ,,i Handelobezxhuugtn zwischen Lhlna und Deutschland als 8 ^ be,e,chnel. Der «aiser erwiderte die Anspracht «n fehc h"i ^""' « it de" -(Französische M in i sl e r st al i stil.) «" ^, 4. September 1870 bi» zum heuligen Tage hatte Fcal>l«> Lanseilspräsibenleu. b Ministcr des Auswärtigen, l^ '-"''',^. de« Inniln, 7 Krieg«mil>ister, « Marinemillister, 8 I>>li'i . ster, 10 Finanzminister, 9 Minister fllr Uliterricht, 2"""« ^, Ichüue «Nnfte, 10 Mluifter sllr Mulllche Arbeiten, "dl^ , Minister flir Nclerbau und Handel. Mit Ausnahme b,s H'^^ Decazes waren bloS zwei Minister unter der PcllstdeNli^l Herrn Ihier«, dle Herreu Dufaure und Jules Sim°n< al« zwei Jahre im Amte. und zwar Iule» Simon z»" ^ und acht Monate. «^,c — (Eine Selbstmord probe.) Der gelbst" , Franz Knopp, welcher, wie bereit» gemeldet, am Dienstag" ^ «n der Vatlllitlammer de« Hafopernlheater« feinem ^ ,^!, Ende gemacht, hat fchnn einmal eine Seldstmordprobe »^ welche vo» der efceutrlfchen Richtung seine« Geistes ZlUgl» .^ Gerade zwei Jahre sind e«, al« Knopp verschwunden ""^' ^» wußte mit «estimmlheit, daß er die Raume de« Op"^ ^ nicht verlassen hatte, und suchte ihn daher in allen Mile" ,^ riesigen Gebäude«. Nach zwei Tagen endlich fand wa« '^,,, onem der Särge liegen, welche am Schlüsse dc» b^'"". l>t in der Todlenlaptlle der „Luccetia" aufgestellt werde«. ^, Frage: »warum er sich denn in so adenleuerlicher ^ ^>i« fie — (Verschünerung von Paris.) ^l°" ' Alder „N. sr. Pr.« unter dem 26. v. M.: Im Schoße " ^, schonerung»l°mmisst«n der Stadt Pari« ist ein Pl»>> °"^^, 0^ der geeignet ist, eine Revolution in der «u»schmllckun«s ° ^ europäischen Hauplstildle hervorzurufen. Pari« »st "^«.«IB'" auch London und Wien. verhältnismäßig sehr arm «" ^ , „«l Denkmälern. Man plant nun. die zahlreichen Statuen ^ ^ Museen von Pari« nnd «ersaille« ,u holen '"0 "^ ^«l,»^ da« Voll auf die Straße zu slellen. Wie aus den Bei den Einführungsbesuchen hatte feine Frau schon hin und wieder conversationelle 82.1U mortalsZ gemacht, die ihm ein gelindes Zittern verursacht hatten. Allein die Kürze der Zeit sowie seine Geschicllichleit, in zweifelhaften Wendungen schnell einzuspringen, ließen ihn die gefährlichen Klippen der Besuchsfahrten glücklich um» schiffen. Nun nahten aber die Winterabende und mit ihnen die Theellatsche, Kränzchen genannt. Herr o. V. nebst Gemalin wurden mit Einladungen reichlich bedacht. Eines Abends waren sie beim Thee in den Salons der Gräfin Scepscapska. Die Hauptunter-Haltung bestand in dem Abschlachten weiblicher Charaktere aus der höheren Gesellschaft. Das geistreiche Gespräch stürzte sich endlich auf eine Unglückliche, die es gewagt hatte, in einer völlig „salonvorschriftswidrigen" Toilette im ersten Range des Opernhauses zu erscheinen. „Ich sage Ihnen, meine gnädige Comtesse de Scepscapsla, wenn Sie diese Geschmacklosigkeit gesehen Hütten, Sie Wären empört gewesen." „Gott", warf die verwitwete von Kropfgang ein, „was dem Wesen angeboren, davon trägt es das Gepräge, sagt Torquato Tasso, der Sänger des befreiten Tugendbundes", und schlürfte ihren Thee ruhig weiter. Fr. v. B. aus dem Geschlechte derer von dem Felde fühlte sich bewogen, auch elwas zu sagen, „Ja", rief sie in dem herrlichsten Eontra-Alt, „wie kann man aber auch vo'l einem Rindvieh «twaS anderes ver« langen wollen, als Rindfleisch!" Allgemeines Entsetzen. Herr v. A saß auf Kohlen; er konnte seine Verlegenheit kaum unterdrückn, klagte über Unwohlsein und fuhr nach Hause. Ich brauche wol nicht hinzuzufügen, baß er bei dieser Fahrgelegenheit seine Frau mitgenommen hat. Zweifellos muß er dies auch noch zu Hause gethan haben, denn, als er sie den folgenden Tag auf lungere Zeit nach einem südlichen Klima mitnahm, sah fie sehr mitgenommen aus. Eine recht widerwärtige Verlegenheit ist die Verlegenheit ln der Wahl. Man braucht nicht erst nach der Türkei zu reisen, um zu erfahren, daß es Män. ner gibt, in deren Herzen Platz für zwei und mehr Frauen vorhanden. Bürger heiratete die eine und lieble die andere Schwester. Dora und Molly waren aber auch zwei so vortreffliche Geschupft, daß sich auch ein Prosaiker, geschweige denn ein Dlchler, in fte beide zugleich hätte verlieben können. Einem weniger entschlossenen Menschen als Bürger einer war, hätte es ergehen können wie dem Esel Buridane, der zwischen zwei Bündeln Heu verhungerte. Vür-ger war klüger, er heiratete die Dora und schrieb Verse auf die Molly, damit ihm diese nicht aus dem Garn ginge. Als Dora dies erfuhr, war sie so freundlich, zu sterben, damit Bürger seine Molly heiraten konnte. So glücklich sind aber nicht alle, welche zwei Schwestern lieben. Der unverheiratete, aber in seinem Berufe selbst, thätige Frauenschnelder Scheerenloch hatte die Obliegenheit, die Gattin und die Töchler des Bäckermeisters Froschbauch ln Szene zu setzen. Fuhr er mit seinem Schnei, dermaß der zwanzigjährigen Ellse wol „um die schlanke Hüfte frei", so entfuhren ihm dabei fünf Seufzer. Maß er aber die hochgewölbte Brust der achtzchnMlg len Frieberlke. sechs. ^ ,d M' Eines Tages, al« er Ellsen ein neues "> z^l brachte und von dieser wegen seiner f"""'". j^ lichen Geschickllchlelt belobt wurde, da da«" oder nie. «.«all<^' „Elise", sagte er so süß, als es ihm nur M°»' -..ich liebe Sie." , „M a"' Elise nahm sein Geständnis nicht unfreun» ^ ^ sie machte ihm so^ar Hoffnung und verspray, Sache zu überlegen. «friedt^ Einige Tage später überbrachte er au" dem Kleide etwas verfehlt?" ..,. ,st v«"^ „O neln", erwiderte jener, „das «"" '^ilt" ' lich, aber ich liebe Siel" und stürz« o Füßen. «^iire autele In diesem Augenblicke ^a dle f;" z^r ess^ herein trat - Ellse. Etwa zehn ^inule" '^ch " sich die Hauslhüre des Bäckermeister« 6" , dtt heraus wälzte sich eine dichte M^ott«, ^ ^ schneeweißer Mensch gehüllt «"; " "^.,s S ?^ Prinzip zur lheilweisen Anwendung gelommen ist, lomz ^^ Illustrierung ungeeigneter «lusftellung schätzen«. lvUtd ^"^lu."« ^^ sianzvsischen hohen Offizieren erzählt lli m» ^ ^"" ^"^ ^" ^l'l"" «rsenale so viele und Herr. ' "larmorflaluen in einer vom Publikum wenig gesehenen * "l aufgestellt gefunden, daß mit denselben allein die Ring. °l zu belden Seilen au«re»chend geziert werden könnte. ».^ Orientalische Z n lun sl«lar te.) Prosessor ^ 'lhive« l«chtn -. gleichzeitig unter da« Protector»! Rußland» gestellt «ltbl fokales. Unsere städtischen Anlagen in Laibach. Von elnem über die Situation unserer ftlidtischen «lllee- und Gartenanlagen wohlunterrichteten Fachmanne, der sich Überdies mit dem Studium dieser 3rage seit Jahren gründlich beschäftigt hat, kommt uns ein Illngerer «ufjatz zu, in welchem erstere einer eingehenden lrltijchen Besprechung unterzogen werden. Dle Resultate, zu denen der Verfasser de« Artikel« gelangt, find — wie wir voraussendend gleich hier bewerten »ollen — leine «ünftigen und verweisen auf die dringende Nothwen-^zteit einer gründlichen Reform in der Pflege ^trer städtischen Anlagen, sollen dieselben ntchl in "Üize ihrem planmäßigen Untergange entgegeneilen. Mag diese» Urlhell vielleicht auch in elnem oder «Nl anderen Punkte etwas pessimistisch gefärbt scheinen, !b glauben wir doch vom redactloncllen Standpunkte aus Kitten Anstand nehmen zu sollen, dasselbe hier voll» 'NhMich zu veröffentlichen, nachdem uns die, wie wir schmal« ausdrücklich betonen, fachmännisch gebll-°tte Persönlichkeit seines Verfassers die volle Garantie Wr bittet, daß der betreffende Arttlel nicht nur nach 'tstem Wissen und mit sachlicher Ueberzeugung, sondern ''tnso auch »ins im ot gwäio, einzig und allein nur ^ tlner dem Wohle unserer Vtadt zugewendeten ge-"«nnützigen Absicht geschrieben ift. ., Ueber allem dem glauben wir übrigen« auch, daß ^ der guten Tache der Allgemeinheit dadurch einen 3"t btsseren Dienst erweisen, indem wir eine im ernften "Nt und ferne von jeder blos kleinlichen Nergelei ge. od» ? °^"^ Besprechung und Klarlegung lommunaler «l" socialer Gebrechen, wo immer dieselben sich vor» lrlm "^Ntn, ermöglichen, als dadurch, daß wir jede ..Me Besprechung einer öffentlichen Angelegenheit h Nente 66 70. — Gold. Rente 74 60. — 1860er Ttaat«.?lnlthtn 112-50. - Vanl«Aclien 807. — Kredit, «lctien 209 50. - London 11880. — Gilber 105 6b. — «. t. Mllnz - Dukaten 5 63. — 20-Franlen'SlUcke 9 53. — 100 Reichsmark 5870. Verstorbene. Den 23. November. Valentin kinbtner, Volkischul« lehrer, 26 I,, givilspital, Gehirnhautentzündung. Den 24. November. Nntonia Krizner, Eonducleurs-tochter, 19 I.. Polanaftraße Nr. 55, Lungentuberkulose. Den 25. November. Anton 6terjanc, Leberer, 46 I., Zivllspital, Magenkrebs. — Maria Poloren, Spinnfabrils-Arbei» ter« Kind, 5 läge, Po^anaftraße Nr. 44, Fraisen. Den 26. November. Gertraud Keber, Taglöhneis» »itwe, 65 I., Karlftädterstraße Nr. 22, Lungenlähmung. — Lorenz Obreza, «rbeiter, 28 I., Ziollspital. Lungentuberkulose. — Fran» zisla Gabrajnll, Loltozettel-Beiläufeiln. 44 I., Schlagfluß. — Josef Taoertnil, Schmied, 45 Jahre, Peteisstrahe Nr. 37, Bauch« Wassersucht Den 27. November. Johann «ltmarm, Schul,fllh«is« lind, 7 Monate, «osengasse Nr. 27, Gehirnhühlenwassersucht. > Den 2 8. « ovember. «nna Sajevlc, 3«!"""«««' 73 Iah«, im Versorgung«h»use an der Karlstibtelftraße »« Schlagfluß^ ^ ^ u, t> ^. Katharina Mihelit. Vliiftenblnd«^ Kind. 7 Mon.. Vlockengasse Nr. 9. häutige »!««".-Aml. zisla Ierz«, Schl°sser«lind. 2 I. 11 Mon., Elifabtlh.KlndtlM«. Polanafiraße Nr. 18, Vtachenbräune. «. l. «arnifonsspital. , ,.. Den 20. November. Ferdinand Karling«, »'«« ' Ober»»fseher, Vehirnlähmnng. ^. Kandel und GolKswirttWaMes, «alba«. 1. Dezember, «luf dem heutigen Marltc sind «' schienen: 3 Wagen mit setreide. 1 Wagen mit Heu und«,» " 10 Nagen mit Holz. Durchschnitt«» Pre ile. —--" ------------------------«m^M^------------------------^ttTM. ^!.. st.,tt. ^^ Wetzen pr. Heltolit. 9 59I1I35 Vutter pr. Kilo . -!^"H Korn „ 6 50 673 Vier pr. StUlt ^^l^^ Gerste „ 5 73 5 67 Milch pr. i!iler ^ < ^. Hafer „ 3 41 8 U0 Rindfle,sch pr. Kilo ^ '" ^ Halbsrucht „-------7 47 Kalbfleisch « ^ 3« ^ Heiden „ 6 50 6 70 Schweinefleisch „ ^ ««" ^ v'rse „ 5 67 567 Schüpsenfleisch « "A"'^. Kulurutz « 6 «0 7 27 Htlhndel pr. Stllll " ^" ' ^ Etdtlpstl 100 Kilo 3b-------Taudm „ ^3"^ ilinfeu Hektoliter 6 50-------Heu 100 Kilo. . 2 « ^ «rbsen . 7 50-------Siroh „ . > 1 ?" ^ Fisolen ^ 7-----------Holz, hart., pr. vie, .^ Rindeschmalz Kilo - 92 - Q.-Meter ^ ^ ^A Schweineschmalz „—U0-------—weiche«, „ """ ^. Speck. fr,sch „ 60-------Wein.roth.. 100 Lit. - ^ ^ ^. — geräuchert „ — 70 — — weißer « ^ '^^- Lottoziehungen vom 1. Dezember: Trie st: 47 82 21 16 08. Llnz: 75 42 57 8 48.________. Theater. ^. Heule (gerader Tag): Größenwahn. Schwan! m ' " __________________zllgen von Iullus ss"s«" ,^"> Meteorologische Beobachtungen in Laibach^ ° _« W «, ^ !- l^ « ^H YZ^ ß2 - 5 ! "8s _____«_____«______________________ 7U.Mg. 722.« ^. 5.« NW. schwach Regen 4.»» 1. 2 , N. 723.«« -»- 7.« GW. schwach trllbe ssegel» l s ,, «d. 727.« ^. S.o NO. schwach___heU«^^^ 7U.Vlg. 731.« 4> 1o wmbstill Nebel Iü°« 2. , ^ N. 732.« ^. 4.1 «. schwach bewllllt M« 9 „ «b. 785.,« j-4.» W. schwach Regen ., Den 1. Regen, bi« Mittag anhaltend; nachmittag.« "Ube. °°l Aufheiterung, sternenhelle Nacht. Den 2. morgen« Nebel, m« »H, Mittag anhaltend, dann einzelne Sonneuolicke; feit 4 Uyl ",, mittags Uegen, abend« 9 Uhr noch anhaltend. Da» v»^^«! T°gt«milttl -l- 51', da« gestrige -l^ 2 4', beziehun»«wel!« 3.7' und 11' über dem Normale.___________________^" Verantwortlicher Redaetmr: Otloma» Vambers, W Issef Plller, l. l. Lande«gerlHtsrath a. D., S^ > M von tlefftem Schmerze gebeugt verwandten un" ^ M Freunden Nachricht, baß seine innigst geliebte u» « ^ vergeßliche »atlin Frau W > Anna Wer «.b. Laschan > W nach zehntägigem Krankenlager, verfehen mit den hei/ M ^ ligen SterbesHlillmenten, am 30. November d. o- « ^ abends im Nlter von 6? Jahren verschieben ist. M M Das Leichenbegängnis findet Montag den li. d-^ W W nachmittags um 3 Uhr, vom Sterbehause am 3l"" W M hausplatze Nr. 23 nach dem Friebhose zu St. UY" « W Die heil. Seelenmefsen »erden in verschiedenen » ^ Kirchen gelesen. W « Lalbach a« 1. Dezember 1877. W ^öVl'^Nlikt'llSI. Wie», 30. November. (1 Uhr.) Durch günstige Verichte und Kurse au« Pari» war die Speculation heute wesentlich beeinflußt und gewann da« Oeschllft an Lebhaft^^. »el» »»«« Papierreute........S3 55 SU «ü Silblrreute........SS 70 6680 »oldreute ........7460 7470 Lose. 1^33........802 - 804 - , 1854........109 I0!<50 » I860........112 85 11» 50 » 1860 (Fünftel) .... 121 bO 122 » 1«<^........-' -- "ng. Präm,eu.«nl......«0 25 80 50 Kr,o>d»^.........164 50 165 - 8iu«,o!»«.z».........1ij50 l375 VrämitÄ»nlehlu der «ltabt Wien 89 50 89 75 Dinau.«tgulierung«.»iole . . 104 50 1l>4'7b Domiinrn«Pj,adbr,tft .... 188 13850 0eflerre,chisch-Schlltzschtw« . . 99 80 100-Ung. 6perz. Ooldreute .... 9215 9230 Ung. «l!«ut,a!,n-«nl.....9U5Y 9975 Ung. Schatzbon« vo» I. 1»?4 10325 10250 »nlehen b. Stadtgemeiude Wlen w V. V.........95 75 9« — «rn»dentlaftun«a-vbli«»tton»u.Dampschiff.,«ts«llsch«>ft 839— 841 — «llisabtth-Weftbahn.....160 25 160 70 FtidinanoeeNordbahn . . . 193b -1940 - V«U» W»r« , Franz . Joseph . Vahn .... 128- 128 50 j Oallzischt 9 25 Vlener Tram»ay,»:sellsch. . 99 — 100 — Pfandbrlese. »llg. »st. Vsdnllndilanst. (i.Volo) 104 50 105 -^ ^ » liv..V.) d925 8950 «atioualbanl........97-bO 97 70 Uug.Vobentredil.IuftllutlV..V.) 93— 93 85 Pri«rl«tS-vhll«,tl«nen. «lisllbelh-V. 1. «m.....9» - 9225 Ferd.Nordb. in Vilber . . 106 - l<»6 25 Nacktraa: Um 1 Uhr 20 Minuten notieren: Papierrente V3 55 bl« 6» 60. «ilberrente «6-70 bi« S6 »0. Volbrenle 74 60 bi« 74 70. Kredit 210 40 bis 210 b0. »ng« »" London 11^65 bl« 119-10. «apoleon« s bi bi« 9 52. «ilber 105 40 bi, 105 60. ^