Nr. 293, Freitag, 20. Dezember 190?. 126. Jahrgang. Mbacher Zeitung VrännmeiationVPreis: Mit Poftversenduug: ganzjährig 3. Dezember bis einschließlich ä«. Dezember, die tiefe nnd die weiteren acht Tage, vom 20. Dezember bis einschließlich 5. Jänner 1W8, die inindere Trauer. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben nn'i Allerhöchster Entschließung vom 1!i. Dezeinber d. I. aus Anlaß des Abschlusses der Aveiten Haages' Friedenskonferenz den nn't dein Titel und Charakter eines außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafters bekleideten Kajetan M6-rev, von Kapos-M<^re das Großkreuz de? Leopold-Ordens, dem außerordentlichen Gesandten nnd bevollmächtigten Minister Dr. Karl Freiherrn von Macchio den Orden der Eiseinen Krone erster Klasse, beiden unter Nachsicht der Tare, dem außerordentlichen (Gesandten nud bevollmächtigten Minister, Dr. Konstantin Theodor D u m b a das Großkrcuz des Franz Joscph-Ordms, ferner dein Hof- und Ministerialrate im Ministerium des kaiser» lichen und königlichen Hauses und des Äußern Dr. Otto Ritter von Weil das Komturkreuz des Franz Joseph-Ordens nn't dem Sterne, dein Legationsrate zweitem Kategorie Dr. Julius Szilassy von 3 zila s und P i l i s tcn'frci das Ritter-kreuz des LeovoldOrdens, endlich dem Hof nnd Ministerial-Sekretär im Ministerium des kaiser lichen und königlichen Hauses und des Äußern Ernst Freiherrn von der Wense. dem Hof- und Ministerial-Konzipisten erster blasse in diesem Mi nifterium Egon B erge r Edlen von W alden -egg, dein Hof- und Ministerial-Offizial erster Klasse ebendort Nlfons TrarIe r und dem Ge-sandtschafts-Kanzleisekretär Oskar Busch das Nitterkrenz des Franz Joseph-Ordens allergnädigst zu verleihen genilK________________________ ^eine k. nnd k. Apostolisä>e Majestät genihten allergnädigst zu verleihen: dem Konter-Admiral Anton Haus aus Anlaß des Abschlusses der Zweiten Haager Friedenskonferenz das Komtnrkrenz mit dein Sterne des Franz Joseph-Ordens, ferner anzuordnen: daß aus dein gleichen Anlasse dem Linienschiffs - Leutnant erster Klasse Emil K onek Edlen von N o r w a l l der Ausdruck der Allerhöchsten Znfriedenheit bekanntgegeben werde. Seine t'. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 1A. Dezember d. I. aus Anlaß des Abschlusses der Iweitcn Haager Friedenskonferenz allergnädigst zu gestatten geruht, daß dem ordentlichen Professor des Straf-und Völkerrechtes an der Universität in Wien, Hof-rat Dr. Heinrich Lammasch für seine vorzüglichen Dienste die besoudere Allerhöchste Anerken-nnng bekanntgegeben werde. Nach dem Nmtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 18. De» zember 1907 (Nr. 291) wurde die Weiterverbreitung folgender Preßerzeugnisse verboten: Nr. 290 «II ciornor« lriulano» bbto. Görz, 11. Dezember 1907. Nr. 1 «ölktics Lvobocl?» vom 11. Dezember 1907. Druckschrift: (^st^Hrtb) l^outurior Ninil Xoi», proä nouäom. Hak!. H.. Ijoucill^, 2i2llov, I'llboritskü, 15. '1'inkem Lmauuoi Ltiviu v ?iA2«. Nr. 7 tarl Heckels etwas philosophisch angehauchter Roman: „Einen Garten nenn' ich die Ehe" (Verlag Janke). Der Autor legt ihm den Ausspruch eines berühmten Philosophen, der die Ehe inii einem Garten vergleicht, zngrunde und führt den Vergleich geschmackvoll dnrch. Ein reizend entwor fenes Umschlagbild versinnlicht das ideal gedachte Leitmotiv. Zu den beliebtesten Erzählern, der die Lese-Welt in die beste Laune verseiu, gebort Hans von Laibacher Heituna Nr. 293. 2748 20. Dezember 1907. hatte. Garvanov war, wie eNvähnt, als Nachfolger Gruevs Präsident des leitendeir Komitees der Inneren Organisation. Er genoß wegeir seines erlisten uno entschlossenen Wesens, wie insbesondere wegen seines lauteren und unbescholtenen Charakters das größte Ansehen in allen mazedonischen Kreisen, bc> sonders unter den ruhigeren, konservativeren Elementen in Mazedonien. Politische Uebersicht. Laib ach, 19. Dezember. Das H er ren h a il s hat am 18. d. M. das Automobilhaftpflichtgeseh in Verhandlung gezogeir und diese Vorlage, die bekanntlich vom Kurien-Parlament in seineu letzten Tagen fast einstimmig l>eschlossen worden war, nach längerer Debatte nnd trotz der Gegnerschaft einer Anzahl einflußreicher Pairs mit geringen Änderungen angenommen. Iustizminister ,^i l e i n war den Einwendungen der Gegner der Vorlage in einer längeren Rede entgegengetreten, in welcher er die Notwendigkeit des Haftpflichtgesekes nicht nur im Interesse der Bevölkerung, sondern auch des Automobilismus selbst beleuchtete. Der Führer der Nationalpartei in Bulgarien, der ehemalige Minister Madjarov, bezeichnete in einer Unterredung mit einem Mitarbeiter des „Neuen Wiener Tagblatt" die V erlo b u n g des Fürsten Ferdinand von Vulgarien als einen „wirklich klugen nnd sicherlich anch glücklichen" Akt desselben. Er spendete den Herzensund Geisteseigenschaften der fürstlichen Braut höchste Anerkennung und erklärte, sie werde gewiß eine vortreffliche Mutter der fürstlichen Kinder sein, die in einem Alter stehen, welches mütterlicher Leitung besonders bedarf und an die die Vulgären in erster Linie denken. Er stehe mil diesem Urteile nicht allein. Man verstehe jetzt in Vulgarien den Entschluß des Fürsten und beginne einzusehen, wie sehr er recht hatte. Auch der Hof bedürfe sehr einer erlauchten Frau an seiner Spitze. Die Ankunft einer Fürstin werde die sozialen Verhältnisse in Vulgarien bessern. Am 1<>. d. M. hat die amerikanische S ch la ch t, schifflotte unter dein Kommando des Admirals Evans die auf fünf Monate berechn nete Reise von der Ostküste nach der Westküste der ' Vereinigten Staaten dnrch die Magclhaensstraße vom Marine-Arsenal Hampton Roads angetreten. Präsident Roosevelt hatte sich anf der Staatsjacht „Mayflolr>er" frühmorgens eingefunden, und un-mittelbar oarauf kam ein Schiffskommandant nach dem anderen an Bord der „Mayflower", um sich vom Präsidenten zu verabschieden. Um 19 Uhr erfolgte das Signal, daß alles zur Abfahrt bereit fei, und. geleitet von der „Mayflower", die au der Spitze dampfte, begann sich die vier Meilen lange Kolonne in Bewegung zu setzen. Von den Schlachtschiffen führte der „Connecticut" mit Admiral Evans an Bord, hinterher folgten die Kreuzer und Torpedoboote, die Proviant- nnd Kohlenschiffe, welche den Train des Geschwaders bilden. Von den, 16 Schlachtschiffen sind fünf 10.000-Tonnenschiffe, die übrigen gehen bis zu 11.500 Tonnen hinnnter. Das Geschwader hat bis San Francisco fast 1 l,.0(X) Seemeilen zurückzulegen uud kann erst am 1. Mai 1l)08 vor der Hauptstadt von Kalifornien eintreffen. In der mexikanischen Magdalenen-Vai wird sich das Pacific-Geschwader mit Admiral Evans vereinigen, und die vereinigte Flotte dann außer den kleineren und den Begleitschiffen U) Linienschiffe und 16 Kreuzer umfassen. Tagesneuigteiten. — (Ein grauenhafter U n glii ck s fa l l,) Auf eine schreckliche Weise verunglückte, wie aus Wien gemeldet wird, die 15 Jahre alte Magd Stephanie Hortly in der Wäschepuherei. IN. Ve^irt, Vachgassc 7. Sie puhtc im Vetriebsraume die Fenster, lam dabei der Transmissions-welle zu nahe, wurde von ihr an den Haaren ersaht und emporgezogen. Ihr Zopf wickelte sich auf und die Transmission rih ihr fast die ganze Kopfhaut mit den Haaren weg. Sie wurde von der Filiale der Rettungsgesellschaft behandelt und ins Stephaniespital gebracht, wo auch die losgelöste Kopfhaut abgegeben wurde. — (Ein merkwürdiger Selbstmord-gründ.) Eine ganz merkwürdige Ursache hat den Wasserer des Einspännersiandes auf dem Wiener Nadetzty-plah im dritten Bezirk. Franz Virag, veranlaßt, seinem Leben gewaltsam ein Ende zu machen. Samstag erschien er in großer Aufregung und erklärte: „Wann mei Frau heut' wieder a Madl lriagt, so spring' i in die Donau." Nachmittags wurde die Frau eines Mädchens — des fünften in der sechsjährigen Ehe — entbunden. „Ferencz" — so hieß der Wasserer auf dem Standplatze — wurde von seiner Schwägerin von dem glücklichen Familienereignis verständigt. Als er hörte, es sei wieder ein Mädchen, eilte er von der Arbeit weg durch die Prager Straße zur Franzcnsbrücke. sprang in die Donau und verschwand in den Wetten. Seine Lerche wurde bisher nicht gefunden. Der Selbstmörder hinterläßt eine Witwe und fünf Mädchen, deren ältestes fünf Jahre, das jüngste fünf Tage alt ist, in der bittersten Not. — (Ein Wort von Rudyard Kipling.) Rudyard Kipling, der diesjährige Träger des Nobelpreises für Literatur, gilt für den bestbezahlten Schriftsteller Englands. SeinVerleger zahlt ihm dieKleinigteit von 4 Schilling pro Wort! Eine Dame — offenbar eine neidisch« Kollegin — hat hievon gehöri. Sie richtete daher folgenden Brief an Kipling: „Mein Herr! Ich hab« gehört, daß Sie der am besten honorierte Schriftsteller der Welt sind und daß ein Wort von Ihnen mit fünf Franken bezahlt wird. Ich sende Ihnen gleichzeitig eine Anweisung über diesen Betrag. Wollen Sie mir, bitte, ein Wort zukommen lassen, damit ich sehe, daß ich wirklich etwas für mein Geld bekomme." Kipling ging auf den Scherz ein, schrieb der neugierigen Dame ein einziges Wort: „Dante" und behielt natürlich die gesandten fünf Franken. — (Die Inspiration des Dramatikers.) Aus einem Briefe von Alexander Dumas fils an einen seiner Freunde, der jetzt in die Autographensammlung Charavay in Paris gelangt ist, führt der „Figaro" eine sehr interessante Aeußerung des Dichters der „Kameliendame" an. „Meine Ansicht ist, daß ein Künstler nur durch eine der Künste, die er selbst nicht ausübt, wahrhaft inspiriert werden kann," so schreibt Dumas. „Verstehst du, was ich sagen will? Ich möchte sagen, daß eine schöne Statue zuweilen dem Musiler eine schöne Melodie eingeben kann oder einen Maler anregt, ein schönes Gemälde zu schaffen. Ein Meister einer Kunst kann viel leichter einen Meister einer anderen Kunst erwecken, als einen seiner eigenen. Wenn ich Tartüffe oder den Misanthropen höre, so bin ich entzückt und entmutigt: ich, der TlMtcrmann, sage mir, daß ich niemals ein gleiches Meisterwerk werde schaffen können. Wenn ich aber den Achilles ober die Venus von Milo ansehe, lvenn ich den Don Juan höre oder die Ioconda oder die Antiope betrachte, so entzündet sich mein Geist, und da er die Schwierigkeiten nicht kennt, die der Bildhauer, der Tontünstler oder der Maler zu überwinden hätten, so gewahrt er nur das Meisterwerk und träumt, und es scheint ihm möglich, ein gleiches zu schaffen." — (Originelle Reklame für einen Roman.) Man schreibt der „Frankfurter Zeitung": Herr Redakteur! Im „Hannoverschen Kurier" finde ich nachfolgendes Inserat, das Ihren Lesern nicht vorenthalten bleiben möge: „Sehr vermögender Herr, vollständig unabhängig, in mittlerem Lebensalter, sucht Lebensgefährtin. Vermögen Nebensache. Suchender ist fein gebildet und schwebt ihm als Ideal für die zukünftige Gattin eine Frau, die in ihren Hauptcharalterzügen der Komtesse Rixa des Frances Kulpeschen Romans Mutlerschaft' ähnelt, vor. Solche Damen, die glauben, in ihrem Wesen genannter Figur zu ähneln, werben gebeten, ausführliche Schreiben unter ... an ... zu richten." Meiner Ansicht nach ist es gar nicht ausgeschlossen, daß es sich lediglich um eine raffinierte Reklame für den neuen Roman „Mutterschaft" handelt. Ist dies nicht der Fall. und der Inserent erblickt wirklich in der Figur eines modernen Romans das Ideal seiner Traume, so dürfte sein offenherziges Gesuch bald genug Nachahmung finden. Ich empfehle daher l)estalt der „Vazartante" aus der Haupterzählung gleichen, Namens, nach loelcher auch das Opus betitelt ist. (Innerhalb einer Woche sollen mehrere Tausend Exemplare abgesetzt wor-den sein.) Die Gestalt der Vazartante gehört zu den gelungensten. Figuren von Zobeltitz. Der Autor karikiert den eigentlichen Kern der Bazar,-Veranstaltunycn mit allen „Für imd Wider" und stellt als prächtige Type einer begeisterten Verfechterin alles Vereinswesens die Vazartante in das Milieu der schalkhaften Geschichte. Die drei Töchter der „Vazartante" verloben sich während einer derartigen, Festlichkeit, jedoch nicht im Bazar, sondern außerhalb desselben, ganz nach ihrem Belieben. — Der Band enthält lueiters die nicht minder gut geschriebenen Gesellschaftsbilder „Tanzpause",' „Ums liebe Brot", „Bei der Toilette", „Zur Iagdsaison", „Das Kind" und „Ja — Maina". Zwanzig Millionen Kronen. Roman von I. K. LehS. Autorisierte Übersetzung von Minna Vahns»». (8. Fortsetzung.) (Nachdruck vtlbottn.) Plötzlich stand ich still, mein Herz klopfte heftig, mein Atem setzte faft aus, alle meine Nerven bebten. Denn jetzt hatte ich einen Plan gefunden, um die Augen des Gesetzes zu täuschen, mn die gefürchtete Sektion zu mngehen und dem Mädchen das zu sichern, was wenigstens eine Möglichkeit neuen Lebens zn sein schien. Wenn ich versehentlich eine Person getäuscht harte und sie glauben lies;, sie sähe die im Korbe Gefundene, während sie tatsächlich eine Andere vor sich hatte, wärmn sollte ich nicht auch die Ärzte, welche die mit Nummer neunundsechzig bezeichnete junge Frau nicht gesehen hatten, zur Sektion heranziehen nnd sie nn Glauben lassen, sie hätten die im Korbe a,efundcnc Leiche vor fich? Ich konnte ihren Bericht ruhig vorweisen, wenn einer für Nnmmer neunundsechzig erforderlich wäre, und brauchte nur einfach an die Gemeindebehörde zu schreiben, sie beerdigen zu, lassen. Man würde annehmen, daß das Mädchen auf l^meindekosten beerdigt worden wäre nnd daß die andere Leiche für anatomische Zwecke verwendet worden wäre. Mit etwas Gewandtheit würde sich das Ganze machen lassen, davon war ich überzeugt. Natürlich lief ich t^fahr dabei, und es würde ganz von dem guten Willen desjenigen, der den wahren Sachverhalt entdeckte, abhängen, ob ich den Betrug würde büßen müssen oder nicht. Sicher würde meine Strafe im Falle einer Entdeckung nicht gering sein, dein: ich verleitete die Geschwornen absichtlich, ein irriges Ul-teil zu spreclM. Aber ich besann mich nicht lange, es zu riskieren. Ich mnßte nur noch die notwendigen Vorbereitungen treffen, mn meinen Plan auszuführen. Zueilt telegraphierte ich an einen Frennd, der, wie ich wußte, Zeit genua. hatte, nnd bat ihn, die Sektion für mich auszuführen, da ich zu viel zu tun habe. Dann depeschierte ich an einen Chirurgen, der für seine kindliche Leichglänbigkeit in allem, was nicht seine wirkliche praktisch Tätigkeit betraf, bekannt war, nnd bat ihn, meinen Freund bei seiner Arbeit zu unterweisen und zu unterstützen. Als ich von beiden Zusagen erhielt, telegraphierte ich an Doktor Bernstein, er möge abends acht Uhr mit seinem Wagen kommen. Dann verabredete ich mich mit meinem Kollegen so, daß meine Anwesenheit im Krankeithanse bis zuin nächsten Morgen nicht niehr erforderlich war. Nachdem dies geordnet war, befahl ich Navit, einen Sarg in das Totenhaus zu schaffen. Ich fah ein, daß ich ihn wohl teilweise ins Vertrauen ziehen mußte, glaubte aber, mich anf seine Diskretion verlassen zu können. Es war ihm nichts Neues, daß einzelne der Herren Ärzte sich nicht ganz nach den „Regeln" richteten, mn Gelegenheit zu einigen kleinen Er.trastndien zn erhalten, und ich hatte Grund, anzunehmen, daß er seine Gedanken für sich behalten würde. Etwas nach Sieben ging ich hinunter in die Totenkannner und legte die, im Korbe gefundene Leiche nnt Navits Hilfe in einen Sarg, den wir sicher znschranbten. Dann legten wir ihn in eine hölzerne Packkiste, und alles war zuin Transpoi-t nach Doktor Bernsteins Laboratorium fertig. In Laivacher wituna Nr. 293. 2749 20. Dezember 1907. Da es von voinehcrein untunlich und auch entbehrlich schien, die Erhebung auf sämtliche arbeitenden linder in ganz Oesterreich auszudehnen, so gnrg das Arbeitsstatistische Amt zunächst daran, in den einzelnen Ländern Gebiete verschiedenen wirtschaftlichen Charakters auszuwählen, um so alle Arten der Heranziehung von Kindern zur Arbeit unter den verschiedensten wirtschaftlichen Voraussetzungen zu erfassen. Als solche Gebiete kamen zum Beispiel in Ve-tracht: Großstädte, Industrieorte, hausindustriclle Gebiete, kleine Städte und Märkte ohne nennenswerter Industrie und Heimarbeit, ferner Gebiete mit vorwiegend Ackerbau, Viehzucht. Forstwirtschaft, Wein-, Obst-, Gemüsebau treibender Bevölkerung usw. In diesen Gebieten sollen nun im Wege der Schulbehörden alle Volts- und Bürgerschulen in Kram überdies auch die bestehenden Wiedcrholungsschulen mit Fragebogen beteilt werden, nxlche dazu bestimmt sind, Aufschluß über die Tätigkeit der diesen Schulen zugehörigen Kinder im Alter bis zu 14 Jahren zu geben. Die Fragebogen sind von derlei Art, und zwar Schul-, Klassen- und Individualfraacbogcn für jedes arbeitende Kind. Der Schulfragebogcn, welcher von der Schulleitung auszufüllen ist, enthält zunächst einige Fragen über die Organisation des Unterrichtes an der betreffenden Schule; des weiteren gibt er aber der Schulleitung Gelegenheit, sich allgemein, und zwar womöglich auf Grund einer vorher abzuhaltenden Lehrerlonferenz, über die im Schulsftrcngel vorkommenden Arten der Kinderarbeit und deren Verbreitung zu äußern. Hier soll eventuell auch der Schularzt oder ein anderer an der Erhebung etwa mitwirkender Arzt sein Gutachten über den Einfluß der Arbeit auf den Gesundheitszustand der Schuljugend abgeben. Weit kürzer ist der Klassenfragebogen, bezw. der analoge Fragebogen über den Besuch der Wiederholungsschulen gehalten. Er dient im wesentlichen nur dazu, die Gesamtzahl der der betreffenden Klasse angehörenden, bezw. der am Wiederholungsunterrichie teilnehmenden Kinder nach Alter und Geschlecht auszuweisen sowie die Zahl der in der Nlasse befindlichen arbeitenden Kinder anzugeben. Die wichtigste Funktion bei der Erhebung fällt zweifellos dem dritten Erhebungsformulare, dem Individualfragc-bogen zu, welcher in der Regel von dem Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin, bezw. von der den Wiederholungsunterricht leitenden Lehrperson, für die keiner Klasse angehörenden Kinder aber von der Schulleitung zn beantworten ist. Ein solcher Fragebogen soll für jedes schulpflichtige oder am Wiedcrholungsunterrichte teilnehmende Kind im Alter bis zu 14 Jahren ausgefüllt weiden, welches während des Schuljahres 1907/1908 oder während der unmittelbar vorhergegangenen Hauptferien Arbeiten irgendwelcher Art verrichtet hat. sei es in der Land- oder Forstwirtschaft, bei Jagden, in der Fischerei, im Bergbau, in einer Hausindustrie oder Heimarbeit, in Favriisbetrieben, bei Handwerkern, im Gast- und Schankgewerbe, in einem Handels- oder Transportunternehmen, im Haushalte (Kinderhüten und dergl.) oder sonstige Arbeiten, wie z. V. Theatcrunicrnehmungen und anderen öffentlichen Schaustellungen, als Bote, Aus- träger, Hausierer, Kcgclaufsetzcr usw. Hiebei soll es leinen Unterschied' machen, ob die Arbeit des Kindes in irgendeiner Form besonders entlohnt wurde oder nicht, und es sollen hier auch jene Kinder berücksichtigt werden, welchc ausschließlich für ihre Eltern oder Wohnungsgeber in deren Betrieb oder Haushalt tätig waren. Die Ausfüllung eines Fragebogens wird lediglich bei jenen Kindern entfallen können, die während des früher genannten Erhebungszeitraumes keinerlei Arbeiten verrichteten oder von ihren Eltern und Wohnungsgebein nur ausnahmsweise zu geringfügigen Hilfeleistungen herangezogen wurden. Die Fragepunltc, welche fiir jedes arbeitende Kind zu beantworten sein werden, beziehen sich auf das Alter, Geschlecht, die Familienverhältnisse und den Wohnungsgeber des Kindes, ferner auf die Art der Beschäftigung, die Arbeitszeit, den Arbeitsort, die Entlohnung und die Gesundheitsverhältnisse des Kindes, sein Verhalten in der Schule und seinen Schulbesuch. Abgesehen von der womöglich von einem Arzte einzuholenden Aeußerung über den Gesundheitszustand der Kinder werden die meisten der verlangten Auskünfte von den Lehrern gewiß schon auf Grund il^er im Lehrberufe gemachten Beobachtungen erteilt lverden können; wo aber im einzelnen Falle die persönliche Kenntnis der Verhältnisse nicht ausreicht, da dürfte eine zweckentsprechende Befragung der Kinder ober eine Erkundigung bei ihren Angehörigen oder bei anderen vertrauenswürdigen Personen fast immer zum Ziele führen. Allerdings werden solche Angaben noch eine Uebcrprüfung durch den Lehrer nötig haben. So sind es denn die Volts- und Viirgerschullehrer, in deren Hand das Gelingen der trotz der erwähnten Beschränkungen noch immer sehr umfangreichen Erhebung zum guten Teile gelegt ist. Nur sie. die ja ihr Beruf in stete Berührung mit den Schullindern bringt, und die vorschrifts-gemäß auch dem Betragen der Kinder außerhalb der Schule ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden haben, können die Fragen richtig beantworten, die im Interesse einer gründlichen Erforschung der Kinderarbeit gestellt werden müssen. Von dem Eifer und dem Verständnisse, welches die Lehrer hiebei bekunden, wird es also in erster Linie abhängen, ob die zu gewinnenden Daten auch dem menschenfreundlichen Zwecke dienstbar gemacht werden können, zn dem sie gesammelt wurden: der Neform und dem Ausbau der Kinderschutzvorschriften! —,-. - (S l e m p e l f re i e Waffen Pässe an Votrn für P o st z w e ck e.) Das l. l. Handelsministerium hat im Einvernehmen mit dem l, t. Finanzministerium und dem Ministerium des Innern den unterstehenden Post-und Telcgraphendirektionen eröffnet, daß die Ausfertigung stempelfreier Waffenpässe zu dienstlichen Zwecken und für die Postablagcgeschäftsführer, bezw. -Fühlerinnen und für die von denselben für Postzwecke verwendeten Boten zu erfolgen habe. Hievon wurden die politischen Vezirlsbehörden in Kenntnis gesetzt. —r. " (S t a a t s s u b ve n t i o n.) Seine Exzellenz der Herr Ackerbanininister hat der l. k. Landwirtschaftsgesell-schaft in Laibach für Stallverbesserungsprämien einen Staaisbeitrag von 6000 ?< bewilligt und die k. l. Landesregierung ermächtigt, ihn der l. k. Landwirtschaftsgesellschafi flüssig zu machen. —r. — (Veränderungen im politischen Dienst e.) Der provisorische Bezirlsoberkommissär Anton K lein in Littai wurde krankheitshalber in den dauernden Ruhestand verseht. Der Bezirlshauptmann Karl Graf Künigl wurde mit der Leitung des Departements X der Landesregierung betraut und an seine Stelle der V<-zirlslommissär Franz Freiherr von Lazarini in Stein zur Dienstleistung im Präsidialbureau der Landesregierung einberufen. Der Landesregierungsselretär Silvester Domic e l j in Adelsberg und der der Landesregierung zugeteilte Vezirlslommissär Eduard Grünn wurden der Nezirtshauptmannschaft Laibach zugewiesen, der letzterem Amte zugeteilte Landesregierungslonzivist Dr. Bogumil Senetovic- kommt zur Landesregierung (Departement VII.) Zu Bezirtstommissären wurden ernannt: die Landesregierungslonzipisten Dr. Leopold ^ u / el in Nudolfswert unter Versetzung nach Stein, Max Freiherr von Winller in Laibach unter Versetzung nach Littai, Dr. Rudolf Andrejka Edler von L i o n o -grad und Anton Mencinger in Adelsberg, beide unter Velassung auf ihren Dienstposten. Zu Landesregierungslonzipisten wurden ernannt: die Landesrrgierungs-lonzcptsprattilanten Vinzenz Vorstner in Krainburg unter Versetzung nach Rudolfswert, Heinrich Stesla in Loitsch, Eugen Marquis von Gozani in Gotisches und Dr. Heinrich Schaff er in Gurlfeld, letztere drei auf ihren Dienstposten. Endlich wurde der Landesregierungs-konzeptspraltitant Karl v. Foregger zum Greiffen -thurn von txr Landesregierung zur Vezirtshauptmann-schaft Gottschee verseht. — (Militärisches.) Oberst Josef Tom 3 e Edler von S a v s k id o l des Divisionsartillerieregiments Nr. 6, Kommandant des höheren Artillerielurses, wurde in den Artilleriestab versetzt. — (Auszeichnung.) Seine Heiligkeit Papst PiuZ X. hat dem Dom - Ehorregenten an der Laibacher Kathedrallirche, .Herrn Anton Foerster, das Ritterkreuz des St. Silvesterordens verliehen. — (Serenade.) Anläßlich des 70. Geburtsfestes des Herrn Regenschori Anton F o e r st e r brachten gestern abend um halb 9 Uhr die im Verbände der slovenischen Gesangsvereine stehenden Laibacher Gesangsvereine dem verdienten Jubilar ein Ständchen, wobei unter Leitung des Herrn Musikdirektors Hu bad drei Männerchöre von Foerster zum Vortrage gelangten. Zur Serenade hatte sich eine zahlreiche Zuhörerschaft versammelt, die .Herrn Foerster, als rr vom Fenster seiner Wohnung aus an die Sänger einige herzliche Danlesworte richtete, auf das lebhafteste alllamierte. — (Chri st ba um fei er.) Der Ausschuh des „Wohltätigkeitsvereines der Buchdrucker Krains" veranstaltet Sonntag, den 22. d. M., um 4 Uhr nachmittags im Sololsaale des „Narobni Dom" unter Mitwirkung der Laibacher Vereinskapelle eine Christbaumfeier zugunsten der Waisen verstorbener Buchdrucker. Eintritt per Person l!0 !i, Kinder frei. Navit sagte ich, indem ich auf die heute im Hospital verstorbene junge ^rau hinwies: „Ich erwarte die Herren Bunt Eraser und Ehermside morden früh. um die deiche zu sezieren. Bitte, bereiten Tic alle5 nötige dafür vor, und sorgen Tie, das', die Herreu nicht gestört werden." „Sehr wohs, Herr Doktor," sagte ?1tavit ver ständnisvoll und ließ sich ein Zwanzigmarkstück in seine Hand gleiten. 4. K aPit e l. In Bernsteins Lnboratorinm. Pünktlich um acht Uhr hielt der Vagen des oeutschen Ehirurgeu vor der Nebenpforte des Hospitals. Tie war freilich vom Totenhause weiter entfernt als die Hauptciugangstür, aber wir mußten alles Aufsehenerregende vermeiden. Ein Junge paßte ans die Pferde auf, während der Kutscher seinem Herrn und mir half, dic große Kiste, welche den Leichnam des Mädchens enthielt, auf die Klitsche hinauf zu hebeu. Der Wagen war für die Aufnahme von Gepäck ein gerichtet, so daß wir keine Schwierigkeiteu hatten, das schwere Stück fest und sicher unterzubringen. Tann fuhren wir davon. Während der ^ahrt sprach keiner von un5, und ich war froh, daß der Doktor, der ganz von den bevorstehenden Experimenten erfüllt zn sein schien, mich nicht fragte, wie es mir gelnngen wäre, mich in den Besitz der Leiche zu setzen. Des Doktors Haus war ein altes, allein stehendes — ein Überbleibsel des London vor fünfig Jahren. Das Laboratorium lag mitten im arten, von dein Hause getrennt und nur dnrch l"u verdeckten C>)ang miteinander verbunden, der in ein kleines Zimmer mündete, welches hinter dem Tprechzimmer des Arztes lag. Das Laboratorium selbst war ein großes zweckentsprechendes (Gebäude. Der Doktor hatte es selbst entworfen und bauen lassen. Es schieueu umfassende Vorbereitungen für deii großen getroffen zn sein. denn in einer Ecke' war eine Badewanne bereit gestellt, die sofort mit heißein Nasser aus einen« danebenstehenden Ofen gefüllt werden konnte. Im Kamin loderte ein helles gelier uud ließ das uuwohnliche l^emach beinahe freundlich und gemütlich erscheinen. Nicht weit vom Feuer befand sich ein mit Decken versehelles Bett, ferner ein Ehaiselongne, so daß einer von uns sich nötigenfalls ausruhen konnte, ohne das Zinnner zu verlassen. Anf einem Tische stand ein Teebrett mit kaltem Geflügel, Vrot, Wein und einem ^-läschchen Eognac. Auf einem anderen Tische stand ein großer Elektromagnet. Auf einem dritten war eine furchtbar an-zusehende Tammlung chirurgischer Iuttrumeute ausgebreitet, während anf einem vierten eine Anzahl von Fläschchen aufgereiht war, welche die verschiedenen l^ifte nnd Arzneimittel enthielten. Wir nahmen den Mädchenkörper ans seiner doppelten Behausung und legten ihn aufs Bett, von dem wir vorläufig alle Decken entfernten. „Nnn, Tie verstehen doch," sagte Doktor Bernstein — nnd es waren beinahe die ersten Worte, die er an diesem Abend sprach „daß wir hier" - iiiid er zeigte auf deii leblosen Körper — „ein abgelaufenes Nhrwerk vor uus haben. Wenn Sie zu einer Maschine geführt würden, die still wie das (^rab wäre, da das ganze Räderwerk ins Stocken geraten wäre, was würden Sie znerst tnn, mn sie wieder in Gang zn setzen?" „Ich würde zuerst nachsehen, ob das Maschinenwerk in Orduuug wäre. Wenn einzelne Teile entzwei wären, müßten sie repariert werden. Und wenn ich alles in Ordnung fände, würde ich den Kessel frisch füllen nnd ^euer in dcr Esse anmachen." „Tehr gnt!" rief der Doktor, von meiner Antwort entzückt. „Es würde wenig nützen, zn heizen, wenn die Maschine beschädigt oder in Unordnung geraten wäre. Also wollen wir nnn die äußerst komplizierte Maschine aufs Sorgfältigste untersuchen. Denn wenn wir ein Hauptorgau zer-stört oder verletzt finden, dann können wir nnser Werk nnr gleich aufgeben. Dann ist der svall fn'r meinen Versnch nicht geeignet. Aber wenn Nnr nichts Besonderes entdecken, wollen wir annehmen, daß nichts in lluordnuug ist, uud fortfahren." Mit einem Zartgefühl nnd einer lheschicklich-keit, die ich nie übertroffen, selten nnr in gleich hohem Maße beobachtet hatte, machte Doktor Bernstein seine Untersuchungen. „To weit ich sehen kann, ist der Körper unverletzt," erklärte er. „Und nun müssen wir nns daran machen, den Kessel zu füllen uud das gelier darunter anzuzünden." Es ist nötig, daß ich linsere Arbeit der nächsten sechs Ttnnden genau beschreibe. Einige der angewendeten Wiederbelebnngsmittel waren mir, bekannt, audere waren dem gewöhnlichen ärztlichen Verfahren ganz fremd' aber es dauerte nicht lange, bis ich merkte, daß jedes Einzelne einen Teil eines ganz bestimmten Planes ausmachte. Elektrizität wurde sowohl angewandt als anch so einfache Mittel, wie heiße, lang fortgesetzte Umschläge und Einatmung ldlirch künstlich erzeugtes Atmen) von Ammoniak- und anderen Dämpfen. (Forts, folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 293. 2750 20. Dezember 1907. — (Aus dem Rcichsrate.) Gestern waren beide Häuser des Reichsrates versammelt. Im Herreilhause wurden die Ausgleichsvorlagen sowie der Gesetzentwurf, betreffend die Quote, in zweiter und dritter Lesung genehmigt. — Das Abgeordnetenhaus verhandelte das Vudget-provisorium, wobei auch Ministerpräsident Freiherr von Vect zu einer längeren Rede das Wort ergriff, auf die wir morgen zurückkommen wollen. Die Sitzung dehnte fich in die späten Nachtstunden aus. — (Militärisches.) Ernannt wurde der Haupt-mann erster Masse Konstantin Ritter Wassertal von Zuccari des Generalstabslorps, in Dienstverwendung bei der Landwehr, zum Generalstabschef der 22. Landwehr-mfanterietruppendivision in Graz. — In den Artilleriestab wurden übersetzt die Majore: Karl Eisner, überlom-plett im Divisionsartillcrieregiment Nr. 7, Lehrer an der Schießschulabteilung der Feldartillerie, Adalbert Nobilc de Giorgi des Divisionsartillerieregiments Nr. 7, Lehrer am Höheren Genielurs. — In den Präsenzstand wurde ü-bersetzt der mit Wartcgcbühr beurlaubte Leutnant Günter Gabriel des Landwchrinfanterieregiments Klagcnfurt Nr. 4. — Transferiert werden: die Militärverpflcgsverwal-ter: Franz Vöhm vom Militärverpflegsmagazin in Kralau zu jenem in Franzensfeste als Vorstand, Michael Zangel, Vorstand des Militärvcrpflegsmagazins in Trieft, in gleicher Eigenschaft zum Militärvcrpflegsmagazin in Travnik; die Militärverpflcgsoffiziale erster Klasse: Johann Zwen kl des Militärverpflegsmagazins in Marburg und Hermann Müller des Militärvcrpflcgsmaga-zins in Trieft gegenseitig, ersterer als Vorstand. — Dem Regimentstambour Theodor Lang hart des Infanterieregiments Nr. 27 wurde in Anerkennung vieljähriger pflichttreuer Dienstleistung das Silberne Verdiensttreuz mit der Krone verliehen. — (Feierliche D e l o r i e r u n g.) Im Lanfc des gestrigen Vormittages fand im grohen Saale des Militärwissenschaftlichen Vereines die feierliche Detorierung der aus Anlaß der Typhusepidemie in Laibach Allerhöchst ausgezeichneten Militärärzte der hiesigen Garnison statt. Wie bereits mitgeteilt, wurde in Anerkennung vorzüglicher Lei' stungen anläßlich der Typhuscpidemie der Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit bekannt gegeben: dem Oberstabsarzt erster Klasse Doktor Anton Weih. Kommandant des Garnisonsspitals Nr. 8. dem Stabsarzt Doktor Anton Lu sen berger, Chefarzt der 28. Infanteri^truppen-division, den Regimentsärzten erster Klasse Doktoren: Maximilian Haager des Garnisonsspitals Nr. 8 und Rudolf Trentler des Infanterieregiments Nr. 17. -^ Nichtmilitärische Leser dürfte es interessieren, daß der Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit zum Tragen der Militär-Verdienstmedaille berechtigt. * (Aus der Diözese.) Die der freien fürstbischöf-lichen Kollation unterstehende Pfarre Gereut im politischen Bezirke Loitsch wurde dem Pfarradministrator dortselbst. Herrn Matthäus Suänil. verliehen. -^r. — (Der Verein der Aerzte in Kr a in) hält Montag den 23. b. M. um halb 8 Uhr abends im Salon des Hotel „Union", I. Stock, seine ordentliche Generalversammlung mit der üblichen Tagesordnung ab. — (Der Verein der sloven ischen Professoren) hält seine Generalversammlung Sonntag, den 22. b. M. (nicht Samstag, wie gestern irrtümlich gemeldet) ab. " (Gewerbliche Fortbildungsschule Idria und Zirtnih.) Als Vertreter der Handelsund Gelverbekammer in Laibach wurden in den Schulausschuß der gewerblichen Fortbildungsschule in Idria Herr Kaufmann Karl Lapajne und in den der gewerblichen Fortbildungsschule in Zirknitz der l. k. Postmeister und Vesitzer Herr Franz Zagorjan gewählt. —r. — (In den, Bezirks st raßenausschuß von Gottschee) wurden gewählt von den Landgemein den die Herren: Alois Eisenzopf aus Altlag, Hans Künzel aus Merleinsreut. Johann Wüchse aus Nesseltal. Michael Iurkoviö aus Krlovo. Peter Schneider aus Rieg und Hans Ionle aus Qbermösel zu Mitgliedern, ferner Andreas Laschlc aus Unterdeutschau, Franz Michitsch aus Göttenitz und Matthias Siegmund aus Mitterdoif zu Ersahmännern: von der Wählcrgruppe der Stadt Gottschee die Herren Alois Loy zum Mitglied und Wilhelm Ritter v. Fürcr zum Ersatzmann; von der Gruppe der Fabrils- und Nergbaubesitzer und der Handelsund Gewerbetreibenden die Herren Daniel Ranzinger als Mitglied und Anton Hauff sen. als Ersatzmann: von der Gruppe der Höchstbesteuerten aus dem Realbesih die Herren Josef Kr einer zum Mitglied und Ernest Petfche zum Ersatzmann; endlich vom Landesausschuß die Herren Johann Lackner aus Mosel zum Mitglied und Anton Stimac aus Vosail zum Ersatzmann. Die Wahl des Obmannes steht noch aus. — (Erdbeben und Stürme.) In Anschlüsse an die Beobachtungen der hiesigen Erdbebenwarte über eine allgemeine Bobenunruhe wird folgendes gemeldet: In der Nacht von Freitag auf Samstag und Samstag bis in den späten Nachmittag hinein tobte, wie englische Blätter berichten, über ganz England und um seine Küsten ein Sturm, wie man ihn selbst auf den britisäM Inseln nicht oft erlebt. Der Ostender Postdampfer „Hcnrietie" brauchte Samstag morgen bei ungeheurem Seegange für die Fahrt nach Dover, die im Durchschnitte dreieinhalb Stunden Zeit erfordert, über acht Stunden. Bei den Scilly-Inseln ging der siebenmasiige Schoner „Thomas W. Lawson", mit einer Ladung Oel von Philadelphia nach London unterwegs, eines der großen neuen Segelschiffe, die man in den letzten Jahren in den Vereinigten Staaten wieber zu bauen begonnen hat, unter. Siebzehn Mann von seiner Bemannung, einschließlich eines englischen Lotsen, fanden beim Untergänge des Fahrzeuges ihren Tod. Samstag kenterte bei Shecrneß eine Dampfpinasse des Torpedo-Kanonenbootes „Speedwell", das auf der Reede ankerte, in nächster Nähe des Hafendammes und des Dampfers „Cletha" und ging in tiefem Wasser unter, ehe bei dem berghohen Seegange Rettung möglich war. Sechs Mann von den Leuten an Nord wurden nach verzweifelten Anstrengungen geborgen, allein acht andere fanden in den Wellen ihr Grab. — Aus Abellino wird depeschiert: Am 18. d. M. um 8 Uhr 25 Minuten abends wulde in Salerno ein heftiges Erdbeben verspürt. Bisher sind keinerlei Meldungen über Schäden eingelaufen. — (Selbstmord , au f dem F r i e d h o f c.) Wie wir ben Grazer Blättern entnehmen, ist der Fremde, der vorgestern auf dem Friedhofe zu St. Christoph freiwillig aus dem Leben schied, mit dem .Hauptmann i. N. und Kämmerer Otto Grafen Vuttler aus Graz identisch. Ein schweres Kehltopfleiden, das demnächst eine sehr gefährliche Operation nötig gemacht hätte, hat den allgemein beliebten nnd in Graz hochangesehenen Mann in den Tod getrieben. Der Verblichene, ob seines herzensguten Wesens und seiner vornehmen Gesinnung in weiten Kreisen geschätzt, stand im 66. Lebensjahre und war 35 Jahre mit der verwitweten Gräfin Anna Szichn-Stubenberg vermählt. — (Mutmaßlicher Raubmord.) Im Nachhange zur Notiz über den vermeintlichen Raubmord auf dem Wege Wasserwerk -Unter-Ki^la vom 16. d. M. wird uns berichtet, daß die Vlutspuren auf demselben Wege nächst der Stelle, wo Alois Pra^nitar tot aufgefunden wurde, von dem zehn Jahre alten Vesitzerssohne Franz Verbi« aus Sto^e, Gemeinde Ieöica. herrühren. Die 14 Jahre alte Vesiherstochter Maria Verbiß und ihr Bruder Franz Verbw fuhren nämlich am 16. d. M. gegen 6 Uhr früh mit einem Wagen nach Untcr-Ki^ta, wobei das Pferd auf der besagten Stelle stürzte. Als Franz Verbw deshalb das Pferd ausspannen wollte, sprang es auf und schlug aus. Dadurch wurde der Knabe an der isscise verletzt, so daß er stark blutete. Das Gerücht von dem vermeintlichen Raubmorde dürfte sich nicht bewahrheiten. Anzunehmen ist. daß Pra^nilar, der kränklich war und zwei Tage früher nach Qaibach eine Medizin holen ging, in seinem leidenden Zustande einen Selbstmord verübte. —1. " (Diebstähle.) Der Frau Antonia Kikel wurde diesertage eine in der Holzlegc verwahrte Holzsage und aus dem Zimmer ein Männerrock entwendet. — Ein bekannter Dieb stahl der Magd Maria Zupan eine silberne Taschenuhr samt Kette. — In der Jerangasse kam ein großer Christbaum abhanden. — Ein Dachbodendieb schlich sich in ein Haus an der Triester Straße ein und entwendete zwei Bettdecken sowie fünf mit den Buchstaben I. T. gemarkte Leinwandleintücher. ''(Ein Dieb, der korpulent werden will.) Vor einigen Monaten kehrte nach einem Aufenthalte von mehr als dreißig Jahren der 60jährige Facchin S. S aus Trieft nach Laibach zurück. Trotz allen Unterstützungen seiner Verwandten behielt er seine Gewohnheiten bei, au« jeder sich barbietenden Gelegenheit einen Vorteil zu ziehen. Seitdem er sich auf der heimatlichen Scholle befand, schaffte er der Polizei immer genügend Arbeit. Diesertage wurde er in der Floriansgasse ertappt, als er aus einem Topf heißes, zum Abkühlen aus ein Gangfcnster gestelltes Schweinefett im Werte von 2 Iv austrant und endlich noch mit den Fingern alle Grammeln herausfischte. Er wurde dem Bezirksgerichte eingeliefert. " (Des Stehens müde geworden.) Als gestern nachmittag der Vesitzer Bartholomäus Ielenii- von seinem Wagen ein Faß Essig ablud und in ein Haus an der Poljanastrahe rollte, rannte sein Pferd plötzlich mit dem Wagen auf dem kürzesten Weg über die Petersbrücke in seinen Stall am Alten Wege, Der Wagen wurde hiebei einigermaßen beschädigt. — (Der Kutschermord in Trieft.) Aus Trieft wird unter dem gestrigen gemeldet: Der Mörder des Lohnlutschers Lorenz Vidau ist noch immer nicht gefunden worden. Der Mann, der vorgestern in Dibacca verhaftet wurde, ist «in Peitschenstöcke-Erzeuger, der sich auf einer Geschäftsreife befand. Er konnte sein Alibi nachlvcisen und wurde sofort entlassen. Gestein ist in einem Kaffeehause in Görz ein Mann verhaftet worden, den man nach der Personsbeschreibung für den Mörder hält. Er stammt nach seiner Angabe aus Udine und war auf einer Fußreise von Trieft nach seiner Heimatstadt begriffen. Die Polizei lieh den Häftling photographieren, um ihn von den Augenzeugen, die dabei waren, als der Mörder den Fuhrwerler Vidau zur Fahrt aufnahm, agnoszieren zu lassen. " (Unfall.) Gestern wurde aus Lcngenfcld der Knecht Jakob Poto^nit ins Krankenhaus nach Laibach gebracht, da er unter einen Lastwagen gefallen war und sich das rechte Bein gebrochen hatte. — (Für Weihnachten.) Man schreibt uns: Was gebe ich wohl meinen Kindern zu Weihnachten? Dies bildet heute die Sorge manchen Familienvaters. Die richtige Wahl wird infolge des allzureichlichen Angebotes wirtlich schwer, der prüfende und sorgende Vater sei hiemit auf eine neue Einrichtung der Krainischen Sparlasse, auf die ,.H e i m s p a rka ssc n" aufmerksam gemacht, die gewiß gelegentlich der bevorstehenden Festtage von vielen Eltern gerne benutzt werden um ihren Kindern mit der hübschen Heimspartasse ein Geschenk von dauerndem Werte zu geben. Hiezu ist eine Einlage von mindestens 4 X, die. wie jede sonstige Einlage, verzinst wird, erforderlich, wogegen der Einleger eine hübsch ausgestattete Heimsparlasse erhält, die die gute Eigenschaft besitzt, Gelder in jeder Höhe anzunehmen, jedoch nicht wieder herauszugeben. Der Schlüssel ,;u der Sparbüchse bleibt nämlich in der Krainischen Sparkasse verwahrt, wo die im Laufe der Zeit in der Sparbüchse angesammelten Ersparnisse derselben in Gegenwart des Besitzers entnommen, gezählt und in dem zu jeder Heimsparlasse ausgefolgten Sparlassebüchel gutgeschrieben werden. Alle Einlagen können jederzeit bis auf die erste von 4 X. die nur nach erfolgtcr Rückgabe der unversehrten Sparbüchse rückerstattet wird. behoben werden. Abgesehen vom praktischen Werte dieser neuen Einführung unseres ältesten Sparlasseinstitutes ist auch das erziehliche Moment, daß die Jugend durch die Heimsparlassen zum Sparen erzogen wird. von nicht zu unterschätzender Bedeutung, Wie wir erfahren, hat sich diese neue Einrichtung der Krainischen Sparlasse rasch eingebürgert, und es steht namentlich anläßlich der bevorstehenden Weihnachtstage eine starke Inanspruchnahme der auch das kleine Sparen ermöglichenden Heimsparlassen in Aussicht. Zur Weihnachtsausstcllunn wertvoller Iustendschrifteu im Realschulgebäude. Von Anton Hergrt. In meinem Vortrage ..Ueber Kinderbücher" auf dem Elternabende der Privat-Lehrerinnenbildungsanstalt des Schulluratoriums besprach ich die Grundsätze der modernen Iugendschrifienlritil und zeigte, wie schlecht es mit der Iugendlitcratur bestellt ist und wie der große deutsche Büchermarkt gar nicht soviel des literarisch und künstlerisch Wertvollen für Kinder biete. Ist es doch für viele Eltern so schwer, unter der Unmasse von Büchern, die in Zeitungen — gerade zur Weihnachtszeit — angepriesen nnd von den Buchhandlungen ohne Rücksicht auf den Wert des Inhaltes, sondern meist in Anbetracht der Ausstattung vorgelegt werden, eine richtige Wahl zu treffen. So kommt es, daß selbst in hochgebildeten Familien nicht selten völlig Unbedeutendes auf dem Weihnachtstisch der Kinder liegt. Da von seiten der Teilnehmer an dem Elternabende meine Anregung im Vereine mit einer hiesigen Buchhandlung eine Ausstellung guter Iugendschriften zu veranstalten. Anklang fand, so fetzte ich mich mit der Firma Kleinmahr und Vam-berg i>l Verbindung, die durch Beistellen vieler Bücher aus ihrem reichen Lager und durch Besorgen des noch Fehlenden die Ausstellung ermöglichte. Diese enthält eine Auslese des Besten für .Kinder auf allen Altersstufen. Die Bücher sind nach Iahresgruppen geordnet, so baß die Eltern rasch etwas für ihre Zwecke Passendes finden können. In der Abteilung für die Kleinen gibt es eine reiche Auswahl künstlerisch wertvoller Bilderbücher. Gerade auf diesem Gebiete bietet ja der Büchermarkt so viel des Schlechten. Besonders herrlich sind in dieser Gruppe die Werke Kreidolfs, eines für das Bilderbuch gottbegnabeten Künstlers. Wie köstlich sind doch die Blätter seiner „Vlumen-märchen"! Schon dieses Erstlingswerk Kreidolfs zeigt alle seine Vorzüge, die treffende Charakteristik, den liebenswürdigen Humor, die schöne Farbengebung. An die „Nlumen-märchen" reihen sich würdig sein Märchen „Die Wiesenzwerge", seine Illustrationen zu „Fitzebuhi" von Paula und Richard Dehmel, zu alten „Kinderreimen". Diese Bücher, alle aus dem Verlage von H. und Friedr. Schaffstein in Köln, der auf dem Gebiete der Iugendschriften einer der tüchtigsten ist, wird auch der Erwachsene mit stets neuem Genusse betrachten, Und das muß man von jedem guten Nilderbuche verlangen, sollen es doch Eltern und Kinder öfter gemeinsam betrachten. Die gleichen Vorzüge weisen auch die folgenden Bücher genannten Verlages auf: Das „Tierbilderbuch" von Freyhold. „Der Vuntscheck" von Paula und Richard Dehmel (Bilder von verschiedenen Künstlern) u. a. Dem Schaffsteinschen Verlag würbig zur Seite steht der von Scholz in Mainz. Das zeigen die prächtigen Bücher Arpad Schmidhammers und das „Deutsche Bilderbuch", eine Reihe von Bänden zu 1 Mark. welche die besten deutschen Märchen mit künstlerischen Falbenbildern enthalten: „Frau Holle", „Rotläppchen" usw. Sehr hübsch ist auch das Bilderbuch „Hänschen im Blaubeerenwalb" von Veslow aus dem Verlage von Loewe in Stuttgart, der auch in allen anderen Gruppen der Ausstellung reich vertreten ist (Schluß folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 293. 2751 20. Dezember 1W7 Theater, Kunst und Literatur. "" (Deutsche Nühn e.) Der dänische Schriftsteller Gustav Esmann, dessen bestes Stück: „Vater und Sohn", ein Lustspiel in drei Atten, den Weg zu uns gefunden hat und welches vorgestern zum erstenmal aufgeführt wurde, fand eine beifällige Aufnahme. Und mit Necht. Der Dichter schuf in diesem Stücke Menschen von Fleisch und Blut, gedanlen- und willensträftige, jedoch nicht fehlerfreie Charaktere. Da ist zunächst der Großhändler Holm, ein jovialer, mit Lebensweisheit ausgerüsteter alter Herr, dessen einziger Sohn ein ihm nicht Zusagendes Verhältnis unterhält. Da dringende Vorstellungen des Alten über die Unmöglichkeit eines solchen vom Sohne nicht beherzigt werden, wird dieser in die weite Welt geschickt, wo er in einer Reihe von Lehr- und Wanderjahren zu einem klugen Manne heranreift und, seiner Iugendtorheit längst vergessend, eine gute Ehe mit einer Amerikanerin eingeht, die er nun im Glücke heimführt. Da nun während seiner fünfjährigen Abwesenheit seine Mutter, eine nervöse Frau, verstorben war, mußte er entdecken, daß sein Vater mit seines Freundes Witwe, die er als Buchhalterin in sein Geschäft aufgenommen hatte, ein zärtliches Verhältnis unierhielt. Nunmehr wird der Spieß umgelehrt, der Sohn wird der Erzieher und Natgeber seines Vaters, das heißt er ermutigt ihn. unterstützt durch seine junge tapfere Frau, dem Verhältnis einen Namen von moralisch beruhigendem Klang zu geben, der kurzweg „Heirat" heißt. Neben dieser gut erdachten Grunidec des Dichters laufen nebenher noch mehrere Personen von nebensächlicher Bedeutung als Füllobjekte des Stückes. Die Wechselstellung zwischen Vater und Sohn in glücklich humoristischer Weise dem Zuschauer vor Augen zu führen, sichert dem Stücke eine nachhaltige Wirkung, die durch eine flottere Darstellung gehoben worden wäre. Der mühselig geführte Dialog der Hauptperson, des Großhändlers Holm, der von Herrn Weißmüller gespielt wurde, tonnte keine rechte Stimmung beim Zuhörer hervorbringen. Die beste Leistung bot Herr Voll-mann als Paul, der die Gegensätze seiner Nolle geschickt hervorzukehren wußte. Fräulein Wolfgang spielte recht liebenswürdig eine lebhafte Amerikanerin (Ethel Holm). Fräulein Allers l)atte die Rolle der Agathe. Tochter Holms, ganz entsprechend erfaßt, was von Herrn Werner-Eigen als Bremer nicht gesagt werden kann. Die Rolle des Bräutigams ist die eines Schleichers und Angebers, eines Leisetreters und nicht die eines Gecken. Desgleichen konnte auch Herr Maycrhofer als Necrgaard (ein Schmarotzer) leinen festen Fuß fassen. Eine nervöse Frau spielte Frau Mannjung zu tränenreich. Von Fräulein Kunst-Günther als Holms Geliebte hätten wir mehr Empfindung gewünscht. Dagegen gab Fräulein Wipprich (Camilla) trefflich eine flotte Lebedame. Die übrigen Rollen waren mehr und minder gut beseht. Bedauerlich ist der schwache Besuch bei der Erstaufführung einer nicht uninteressanten Komödie. — Die Vorstellung beehrte Herr Lanbespräsident Theodor Schwarz samt Gemahlin mit seinem Besuch«. — (Aus der deutschen T he a t e rk a n z l< i.) Als Weihnachtsgabe bringt die Theaterdireltion ein zweimaliges Gastspiel der berühmten Soubrette Ioscfine G l ö ck ne r - Kra m e r vom Deutschen Voltstheater in Wien. Es findet Sonntag den 22, und Montag den 2". d. statt. Zur Aufführung gelangen: Sonntag „Ihr Korporal", Posse mit Gesang von ivarl Costa, und am Montag: die Einakter „Diplomatischer Cancan", Schwank mit Gesang von Iul. Hopp, „Eine gebildete Köchin", Posse mit Gesang von O. F. Berg, und „Eine Vereinsschwcster". Posse mit Gesang und Tanz von Anton Langer. — Selbstverständlich gibt die Gastin in allen Stücken die weiblichen Hauptrollen und so darf man sich anf zwei vergnügte Abende freuen. — (Ein Beethoven-Fund.) Kurz nach dem Gedenktage von Beethovens Geburt erhält man eine Nachricht, welche die gesamte gebildete Welt in angenehme Ueberraschung versetzen wird: in den letzten Tagen kam eine größere Gruppe von bisher unbekannten Briefen Beethovens sowie ein 47 Quartscitcn umfassendes Manuskript, das Konzept zu einer Denkschrift enthaltend, zum Vorschein. Auf die Existenz dieser Denkschrift wiesen zahlreiche Stellen in den bereits bekannten Briefen Beethovens hin, doch hatte man bisher keine Spur von derselben entdecken können, Fast alle diese Manuskripte stammen aus dem Besitze von Beethovens Freund Bernard, der ein geschätzter Librettist und Redakteur der kaiserlichen „Wiener Zeitung" war, und fallen in die Jahre 1810 bis 1823. Der glückliche und verdienstvolle Finder dieser hochinteressanten Dokumente, welche wichtige Beiträge zur Kenntnis von Beethovens Gemütsleben und Schaffen in seiner bewegtesten Periode liefern, ist der bekannte Kunst- und Archivforscher Major-auditor Alexander Hajoecli; er gedenkt nach eingehendem Studium das gesamte Material, das auch Briefe von Schmerling und Strauß Vater enthält, zu veröffentlichen Telegramme des k. k. Telographen-Korrefpondenz Bnreaus. Dic erste Ausfahrt des Kaisers. Wien, 19. Dezember. Bürgermeister Dr. Lueger veröffentlicht einen Aufruf cm die Bevölkerung Wiens, worin er der innigen Anteilnahme der Wiener an dem Verlaufe der Krankheit Seiner Majestät des Kaisers ge-deiltt und die Bevölkerung einlädt, bei der am 21. d. erfolgenden ersten Ausfahrt Sr. Majestät durch äußere Zeichen einen Beweis der innigen treuen Liebe und Verehrung durch Beflaggen und Ausschmücken der Häuser und dadurch, daß möglichst viele Se. Majestät den Kaiser bei der Ausfahrt in den Straßen begrüßen. Zu geben. In einer in dieser Angelegenheit abgehaltenen Besprechung teilte der Bürgermeister mit, daß über ausdrücklichen Wunsch Seiner Majestät des Kaisers die Teilnahme der Schuljugend mit Rücksicht auf die schlechte Witterung unterbleibt. Zur Begrüßung Seiner Majestät werden die Wiener Vürgerver-einigung, die Genossenschaften mit Fahnen, die Veteranenvereine, die Feuerwehr und zahlreiche andere Vereine und Korporationen ausrücken. Beim äußeren Vurgtor wird der Bürgermeister an der Spitze des Gemeinderates und der Vezirksvorsteher der Gemeindebezirke Seine Majestät den Kaiser begrüßen. Die Bestattung des Königs Otto. Stockholm, 19. Dezember. Heute mittag fand das Leichenbegängnis des Königs Oskar mit großer Feierlichkeit statt. Der Sarg wurde vorerst von den Adjutanten des Königs, dann von Matrosen vom Schloß zu dem sechsspännigen Leichenwagen getragen. Dann setzte sich der Zug nach der .Kirche in Bewegung, Die Truppen bildeten in den im reichen Trauerschmucke prangenden Straßen Spalier. Hinter dem Sarge schritten die Könige von Schweden lind Dänemark, die königlichen Prinzen von Schweben, Prinz Heinrich von Preußen, Erzherzog Friedrich und die übrigen Fürstlichleiten. Die .Königinnen von Schweden und Dänemark begaben sich im Wagen zur Kirche. Die Königin-Witwe war infolge ihres leibenden Zustandes an der Teilnahme verhindert. Die Artillerie gab eine Salve von 42 Schüssen ab. Der Leichenzug beloegte sich in derselben Ordnung zurück. Spa lato, 19. Dezember. Die Gemeinden Clissa und Spizza haben dem Ministerpräsidenten Frciherrn von Neck im telegraphischen Wege für die der wirtschaftlichen und kulturellen Förderung Dalmatiens gewidmete wohlwollende Fürsorge Dank und Anerkennung ausgesprochen und gleichzeitig die Lösung jener Hauptfragen erbeten, welche für Dalmatien und insbesondere für diesen entlegenen Teil der Monarchie von höchster Bedeutung seien. Rom, 19. Dezember. Heute vormittag fand unter dem üblichen feierlichen Zeremoniell ein öffentliches Konsistorium statt, in welchem der Papst den Kardinälen Aguirre-Y Garcia, Rinaldini, Gasparri, Qucon, Andneux und De L-ai den Kardinalshut aufsetzte. Der Feier wohnten Mitglieder des Malteserordens, das diplomatische Korps, die Patrizier, sowie zahlreiche andere Gäste bei. Der Papst hielt hierauf ein geheimes Konsistorium ab. in welchem einige Bischöfe ernannt und die Namen derjenigen Würdenträger verkündet wurden, die bereits durch Breves ernannt worden sind. Ueuigkeiten vom Büchermärkte. Prof. H. Raydt, Spieliiachmittagc-, X 8'40. — Dr. Rich. Edelmann, Lehrbuch der FleiichlMiene, Ids'-, - Hubert von Anfseß, Iaczer-Grauuiiatit, K 2-40. — Eugen Zurek, Praktische Wintc in Strucrsachcu, K 2-50. -Zeitschrift für Geschichte der Architektur I., 1 pro Jahrgang X 24--, Ioh. Wiesner. Dcr deutsche Unterricht nu unseren Gymnasien, X 3 20. - D r. V eru. N n w i h, Lehrbuch der mikroskopischen Technik, X 14 40. — M. A. S ch m i tz du Mmilin Der Geist des Orients, X 4 - 80. — M. A. Schmiß d u M u u. liu, Die Wahrheit über orientalisches Frauen Kb cu, 1i 3 60. Vorrätig in der Buchhandlung I g. v. Klei n m ayr A Fed. Va mberg in Laibach, Kongrehplatz 2. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe M)6'2 ni. Mittl. Lnftdlucl 7^i-0 mm. II" 2 U. ilt. 740 8 5-0 SW7Mach i halb beiv^ "' 9U. Ab. 7409 4-5 W. mäßig 'bewölkt 20.< ? U. F. j 740-4 , 00^ N. schwach teilw. bew. > 0-0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 1-9°, Nur-male -2-0°. We11ervoraus < a 8 e sur oen 2»^.,/ Freude machen - die hat sie gründlich ausprobiert ^K^ und für die schwärmt sie geradezu. Mit einem . 8M halben Dutzcud Schachteln kaun ich mich einschmeicheln ^"^ und ich hab die Genugtuung, was Veimuiftia.es VAU gekauft zu haben. Fays echte Sodencr kauft man l^A für X 1-25 die Schachtel iu jeder Apotheke, Drogerie ^^i, und Mineralwasserhandlima.. (3816) 2-2 Gcueralrcpräsc-ntanz für Osterreich »Ungarn: W. Th. Guntzert, Wien IV., Große Ncugasse 27. Fandest heat er in ßaikach. 46. Vorstellung. Gerader Tag. Heute Freitag den 2». Dezember »»07 Her DPernball. Operette in drei Akten nach dem Lustspiel «Die Rosa DominoS» von Viktor Leon und H. von Naldbrrg. Anfang halb 8 Uhr. Ende 10'/. Uhr. Qibaclm ileutzclm cmnvemn. Samstag clen H«. Dezember in cler llasino - GlasbaUe: Meibnacdts-Ikneipe ^« Anfang um kalb 9 Akr abencls. »escfterungsllozten im Mintleswette von 2 Klonen. I Heihnachts ilussf ellung I wertvoller Jugendschriften II im Anschluss an den am 4. Dezember statt- || gehabten Elternabend der deutschen Privat- II Lehrerbildungsanstalt des Laibaeher Sehul-jj kuratoriums I ZZZ= *Ä5flZ«»Im ' I von 9 bis 12 Uhr vormittags und von 3 bis 9 7 Uhr nachmittags | bei freiem Eintritt Sj . in dor (5231) 3 I h. h. OberrealSChüle, parterre, rechts. s______________________________________ ^u bezieken clurck Hg. v. MemmMs 5 L14 25 114 45 Osterr. Rente in iironrnw. stfr., Kr, per «asse. . . 4'7, 9« 55 96-75 netto per Ultimo . , 4'Vs 2L L5 96-85 Ost, Inuestitiunö.-Aiente, stfr, «r. per tiassc . »>///« 8685 «7 «5 Elslnl>ah»'Slaul»schnll' vcischilibungr». ltli sabethuahn in G., steuerfrei, zu 10,000 fl. . . . 4»/^ — — —-— Franz Ioscs-Vahn in Silber (div. El.) . , . ü>/<"/° l 19 70 120-70 Gal. »ail Lnbwig-Vahn (div. Stücke) tt^onen . . 4°^ 9590 96 90 Mudolfbahn in ttronenwahrung. steuerfr. (dlv. Nt.) . 4"/„ 96'10 97-1« Uurarlberger Bah», steuersrei, 400 Nrvnen . . . 4»/ 9« 20 97LU Zu ztaaloschuldVerschitibnngln abgestempelte lkisenbnlin.illltil« Elisabeth.», 2U»fl. NM. 5'<'V. von 40» «roue» .... 4en- 462 — detto «inz.Vudwri« 200 fl. Ü. W. S, 5'///„. . . .431—433'-detto Salzburg Inol 800 ö. W. L- 5°/„ . . . .422-- «e — Geld Ware vum 5>>nn. 4°/„ . , 9!i 45 97 45 llng.°8llliz. Vahn üvo sl, E. 5°//,"/„ brtto per Kass> «2-45 8265 «,!>,. Prämien-Anl. k 100 fl. '«> 25 'Lil-25 detto ü 50 sl, 1«8 «5!U2 «5 Theiß^ca...Losc> 4°/<, . , 142 25 !4ü 2b 4°/o Ungar, Eiuudeittl.-Obllg 9260 U3 U0 4°/u lrual, u. slllv. Grnnbentl. cbli«.......24'------------ Andere öffentliche Aulehcn. Lo«n. Landc«.U»I. (blv.) »°/o 90-95 91 95 Bosn. - hrrce«. Eisrnb.-Landes. «nlehen (div.) 4'/,°/« , 98 30 99-30 5>'/u Tonau'Meg.-Änlethe 1^7^102-6(1103'«« Wiener Verlehri «nleihe 4°/,. 9U 7« 9? 7« dctto 1900 4 °/l 96 60 97 60 Unlche« der Ctadt Wien . .10110102-10 dctto (L. ob. G.) . , ,120 2«, 12120 dettu (18U4) . . . , 94 25 95 25 detto (1898) . . . , 9605 97-05 detlo (1900) - , . . 96- 97-" dettu InV.H.) 1s02 , 96 10 97-10 Vürsebali-Anlehen verlosb. 5"/» 96 - 97 — Uulg. Ktallt«elfenb.°Hyp.°Änl. 1689 Gold . . . . «^ 119-35 !L0'35 Vulss. Gtaat«. Hypothtla, U»> 1898 , , , , h". 85'50 8645 Held Ware Pfandbriefe ?c. Bodenlr.,c!>ln..o'st.w50I.vl,4''/<> 9480 95-50 Vöhm. Hyplllhetenbanl veil. 4°/» 97- 97>«0 Zentral-Aod.^red.-Vl., üsleir., 45I. vcrl. t'/.°/n . . , 101-50 — — Zentral Äov..»ieb.°Bl., üsierr., Nü I. Verl. 4"/„ .... 9675 97'75 iü,ed.«Inft.,ü 94 25 95'25 Vmhr. ^ypc'lhelend. vevl. 4"/, 96 40 9? 40 Ä>,.«sterr.^andes>HU!.0 delli' i»!I. 2"/„ Vr. uer!. L>//V> 87'5« 8850 dciwK.'EchuIdjch.verl.H'/,'/, 87-25 «8-25 düttl» vell. 4°/^ 86-— 97'— Osterr.>u»ssal-. Banl 50 jähr. Uerl 4"/u ü. illj..... 87'30 88'30 dettu 4°/, ill..... 97-70 9870 Spar!. 1. Ost., «0I. v?r», 4°/„ S9>— 100-- Eisenbahn Priuritäts-Obligationen. !vcrdi«imdö>NordbaIin Lm. 1886 —>— — >— detto Vin, 1l>»4 —>— — — Os,err. Ätordwestb. .«0« si, S. !02-50 103-50 ^laattzbuhn 500 yr..... 399 — 401 >— «üdbahn tl 3",^ Jänner' Juli !>W Fr. (per Et.) . . . 295-70 297 70 Slidbllhn k 5«/,..... 121'— 122-— Diverse Lose (per Etiick,. Verzinsliche Ase. »°/u Vobenlrebit.^ole Em. 18«< 26875 27475 dett« O«. llM 272'- 878 -5," ? Donau.Nc,nllierunLl!-Lo!l 100 sl, ii. W. . . . 26N'— 266>- Uerb,'Hjrüm..Anl. v.IUNFr. 2>„ 10250 108'5U ^no«ji«i,llche Lose. Bubl!p..Bafilita (Nombau 5 ll. 20 85 22-85 invditlosc IUO s!...... 458'— 468'— ClarN.Lose 4» fl. tt. M. . . 152-— 158- Ofcncr i^ose 40 fl..... 215— 225-- PlllM.Lose 40 fl. tt. M. . . 189-- 195- !>>°!en llreuz, öst. Ges. v., 10 fl. 48-65 50 65 ^otcn iirniz, una. M,. v., 5 fl. 26-25 28-25 Nntwls.Lusc 10 >l . , 66'- 70-— 'alm.Lvle 40 sl. K. M. 215— 225 — Geld Wan- Tttrl. E..B..'.'l>lI. Präm.'ObliL. 400 H.i. per Kasse . . . 18I>— 182 — detto per M. . , . I8l>— ,82-- Wiener Ki.'-.nm,.Uo^ u. 1.1874 482— 492 — Gew..Ech.d. 3°/»Präm,.Vchulbi. d. No»enlr..Anft. Eui. 1g»9 72-— ?«'— Aktien. ßil>n»pl>il'z!ntci»l!iM!!Ngen. Nusstg.TcM. Eisenb, 500 sl. . 2U85-— 24I5-- «31>m. Nordbahl, 150 sl. , . 374-— 37«- Aüschlichrader Hisb. 500 fl. KM. 2760 — 2U00-- dclto (lit, ü.) ü00 ,l. per Ult. 1055 — 1059' Donau . Nanlpslchiffahrti!. Ges., 1., !. l, priv., 5^0 fl. KM. 975-— 97»-- Dlix.Aodenbacher Gilb. 400 Kr. 527>— 533'- F.'rdlnaiidg.Nordb.in^sl.KM. 5i70>— 5200'— Ucmb.M, 415'— 42U-- Öllerr. Nordweßbahn 2lx» fl. H. 43l-— 433-— d>'ttu(!it, Z.)i!U0sl.V. P.Ult, 422— 423'— )irl,ll>TulerEisenb.lNNfl.augst. 214-50 Ü1625 3!aa!se!sb. 200 fl, 3, per Ultimo 672-40 «73'40 3üdb.L00fl. Nilber per Ultimo 148'- 149'— Hübnorddentsche luerblnbungsl,, 20« fl. «M...... 401-— 40250 Tramwm,.Oes.. neue Wiener, Pri°ritüls.«ltici, im N. . —-— —--U»gar. Westbahn (Siaab-Graz) Llw fl. 0....... 402 «u 40Ü-— Wc. Lollllb,.AttOs>err. ^nl, llü» s?. . , 289-— 290-- Mnlverclli, Wiener, per Ka!<> —'— —'— detto per Ultimo . . , 5K-25 512-25 V«benlr..Ans!. österr,, W0sl. ö 1WU-— ioo9'- Z->itr..Vod..Kredb, »st.. 2<>n f! 522-— 524'— «ccditanstalt <ür Handil uni «ewcrbe, 1«0 fl.. p^ ttalsl —'— —'— dettu vül UltiM!. «2950 630'50 Kredllbanl allss. u»u., W» sl, , 751-— 752'— Desiysitenliaitt, allg., 200 fl. 457'— 458-— E«toii!vl<. Gesellschaft, nleoer österr., 4!X> «rone-i. . 550— 552-50 Giro« »no nassenrerriil, Wiener, 20U fl........ 448 - 452'— Hyputhelenba»!, österreichische, 2ü« X ü°/„ L.....^ 28?'— 289'— Länderbanl, üllerr., 200 ll. p« «asie....... —'— —'— detto pcr Ultimo .... 405 — 406'— „Mcrlur", Wechselst..«»«:,. G.'sellscha,^. 200 ll, . . . 593- 537-- Geld Ware dsterr..u,!g, Aan! 1400 Kronen >7i!4-— I774-— UüiunbllNl U0U fl...... 529'— 5Ä9'50 i8:rlehr«banl, alln.. 140 il. , 324'— 325'— Indusliil'ZlulelnelMungen. Vaugef., allg. «sterr., 1"» fl. . 11«-— I13-— «riilerKohlenbernb.^Hls. 100II. 724-— 72?'— E!senbah»w..Leil,g,,ersl>:, loo fl. 197'— 20N-— „Elbemülil", Papier«. «.«.'G. 184-— 19L-— L:eltr..Ges., a!l„.etteri.,200fl. 417'— 419- detto internal., 200 sl. 579'— 581'— Hli-tendcrger Patr.», Zündh. u. Met..^ablll 40» Kr. . . 911'— 91ü'— Licsinner Brauerei 100 N. . . 220-— 224-— MontaN'Gesellsch,,ös,err..«lpme 562-75 56375 ,,P^!di.^utte", Tieaclgü^tah!. F..A..G. 2<«1 fl, ... 406-— 40« 60 P.aqer Tisc»>Inu,>Ge!. t-'m. 1905, 200 fl...... 2358'— 2362 — N'U!ll'Vtuiany. 2algo>Tar>aner Eisemv. 100 ft..... 511'— 512 — öalll^Tarj. Hteinlahlen 1U0 II 568'— b?0'— .Nchltzsslmühl", Papiers,,208fl. 308'— 310-— .Kchodnic»". «!,.«. f. P^«al.. Ind., 500 Nr..... 475'— 478'— .Vleyrermühl", Papiersabril und «,.N...... 434— 440 — Trifailer «fohlcnw.'G, ?a fl. . 243'— 245- — Tärl. Tllbatrenie.Hel. !ln<> Fr. per Karanll,>.H^!cke , , . 19'1? 1920 lio-Mar« Kliill. . . , , 23'53 2357 i'cül»<»e Reichivantlwisn . 1l?'7?> 11?»?^ ,