Oaibllcher M Ieitung. Ni. 147. Plänumeration«preis: Im Lomploir ganzj. fi. il. halbj. fi. 52«. ssllr die Zustellung ins Hau« halbj. 5>U lr. Mit der Post ganzj. ft, l5, halbj. 7 50. Montag, 30. Juni. Institionsgebür: FK, lleine Inserate bi» zu 4 Zellen 25 li., größere per Zeile 6 !r.; bet öfteren Wiederholungen pel Zeile 3 lr. 1879. Mit » Juli beginnt ein ncnes Abonnement auf die „Klilmchn Zeitung". Die P r ä n u m c r a t i o n s - B e d i n g u n g e n bleiben nn verändert nnd betragen: Ganzjährig: Mit Post unter Schleifen..... 15 fl. - kr. Für Laibach ins Hans zugestellt . . . 12 „ — „ Im Comptoir abgeholt...... 1 l „ - „ Halbjährig: Mit Post nnter Schleifen..... 7 fl. 50 kr. Für Lnibach ins Hans zugestellt . . . 6 „ — „ Im Comptoir abgeholt...... 5 „ 50 „ ÄM" Die Priinnmcraiione-Netrnge wollen portofrei zugesendet werden. Laibach in: Juni 1879. Jg. v. Klcinmayr öc Jed. Baml'crg. Vilchtailltlichcr Tbeil. Das Compromiß im böhmischen Großgrundbesitze. Die vor wenigen Tagen veröffentlichten besonderen Wahlanfrufe der verfassungstreuen und der conservative,! Partei im böhmischen Großgrundbesitze lassen das bereits seit längerer Zeit in Aussicht gestellte Compromiß zwischen beiden Parteien als perfect erscheinen. Der Wahlaufruf der conservative!! Großgrundbesitzer betont bi« »lotl)»v«.,5>ig«,it, bi« öffentlichen Nechtszuflande auf dauernder Gvimdlnqc zur heilsame» Gestaltung zu bringen — und spricht sich sodann aus: „Nicht durch augenblickliche Stimmungen oder an das Gefühl appellierende Manifestationen, nicht durch gewundene, vieldeutige Formulierungen, nicht durch Verkennung bestehender Gegensätze wird eine Dauer versprechende Verstä'ndignng angebahnt, sondern durch ruhige, unbefangene Würdigung der Sachlage und vor allem dnrch gegenseitige Achtung der Rechtsanschanungen und Ueberzeugungen. In diesem Sinne können uud müsse» wir denn beanspruchen, daß man dem Widerstände, den wir den verschiedenartigen Wandlungen entgegensetzten, die sich in der Gestaltung der parlamentarischen Institutionen vollzogen haben, nicht die Absicht der Repristinierung vormals gewesener Zn-stände und starres Festhalten am Buchstaben bestimmter Rechtstitel, nicht die Begünstigung nationaler Hegemonie-Gelüste, nicht das Streben nach einseitigen! Particularismns unterschiebe, noch anch Eingebung Feuilleton. Älera oder auf dunklen Wegen/ Noman von Ed. Wngncr. (Fortschmll,.) Lord Monthcron senfzte erleichtert, s .Ich hoffe, die jnnge Dame ist, wie Sie von "^ deuten/' sagte er. „Aber sie ist gar zu geheimnisvoll und gefallt mir deshalb nicht. Nach meine», Michtrn englischen Begriffen von Anstand und Sitte A sie als Gesellschafterin für Sie nicht pnsseud, Lady Holga. Ich halte es für meine Pflicht, Ihnen mitzutheilen, was Pierre Renard mir fagte. Sie war an M'nn letzten Gesellfchaftsabend nicht zwischen die Hippen gerathen, sondern hatte einen Mann im garten getroffen; Pierre erfand die Geschichte von ^m Unfall, um sie vor den Folgen ihrer Schnld zu behüten." . . „Miß Strange erzählte mir selbst, daß seine Ge-Achte unrichtig war und daß sie einen Mann im Zarten getroffen hatte." Der Marquis stutzte uud wechselte die Farbe. „Sagte sie, wer der Mauu war?" fragte er ^spannt. Lady Wolga antwortete verneinend. * Vergl. Nr. 145 d. BI. erregten Partcigeistcs oder kurzsichtigen Starrsinnes darin erblicke; daß man vielmehr mit jrncr loyalen Billigkeit, welche auch inmittc des Kampfes die ehrliche Gesinnnna. des Gegners achtend anzuerkennen weiß, die Motive unseres Verhaltens eben dort uud nur dort fuche, wo sie einzig lieo/n: in unseren Rechts« anschannnge» nnd Ueberzcngnna.cn." Das Comite des conservative,! Großgrundbesitzes erklärt, die Feudalen wären stets bereit gewesen, in den Rcichsrath einzutreten, wenn man ihnen die Wahruua. ihres Rcchtsstaudpunttcs gestattet hätte, und bemerkt:' „Die gleiche Bereitwilligkeit bringen wir auch heute dem Rufe, wieder einzutreten in das varlamcn-tarifchc Leben, einzutreten in den Reichsrath, ehrlich und offen entgegen. Wir können diefelbc aber nur unter der Voraussetzung bestätigen, daß uns du- Möglichkeit geboten wird, unsere Ueberzeugung, unseren Rcchtsstandpnnkt offen und ohne allen Rückhalt wirk-sam zu wahren; daß aber auch der Gang der öffentlichen Angelegenheiten uns Gewähr dafür bietet, daß unfcr Betreten des factischen Bodens parlamentarischer Thätigkeit nicht vorübergehenden Zwecken ephemerer Partei-Combinationen, sondern wirklich nnd wahrhaft der verföhncndcn Ausgleichuug divergiereuder Rechte uud Rcchtsanschauungcn, der Herstellung dauernden Friedens, den hohen Änfgaben einer nn wahren Sinne des Wortes conservativen, im wahren Sinne österreichischen Politik dienen taun und soll." Dcr Aufruf trägt die Unterschriften des Grafen Heinrich Clam-Martinitz, Georg Fürsten Lobkowitz, des Fürsteu Carl Schwarzcnbcrg, des Grafen Friedrich Thun nnd des Herrn Josef Stanglcr. Das „Frcmdcnblatt" widmet dem Kompromisse der beiden Parteien folgende Würdigung: „Lange schon hat lein? Erscheinung aus dcr Vlld- ! fläche unserer inneren Ereignisse eine ähnliche Uebrr- raschung he» vm gerufen, wir die Vcrstündiguna zwischen U5l >! .? ^"/?' des böhmischen Großgrundbesitzes. Wol diesem Gchchlc ist dlc Umuhc zuzuschreiben mit ")er em Theil der liberalen Orgau? di3 Zwi! schenfall anfgcnommcn, sind die Gespenster zu danken welche vor ihrem gcängstigtcn Geiste anfgetaucht sind und noch auflanchcn. Sie sehen dnrch den Compronnß zwischen dein verfassungstreue» und conservativen Groß-grnnobesitz die Verfaffnng bedroht, die liberalen In-stltntwncn gefährdet, die höchsten Errungenschaften des Parlamentarismus tangiert. Ist etwa dcr verfassungstreue Großgruudbesitz der Verfassuug uutrcu geworden nnd in das Lager ihrer Feinde geeilt? Keineswegs. Die fcndale Partei hat vielmehr ihren Buden verlassen und jeueu der Verfassung betreten. Dcr Vcr-fassuug sind keine neuen Gegner erwachsen. Die cin-flnßrcichstcn ihrer Gegucr haben sic vielmehr anerkannt. Niemand ist dein parlamentarischen Prinzip abtrünnig geworde,,, wol aber habeil die erbittertsten Antagoni- „Das ist lhr Geheimnis." fügte sie hinzu. „Mich verlangt nicht danach, es eher wissen zu wollen als bis stc cs mir felbst sagt. Ich vertraue ihr." „Um dann getänscht zu werden!" Sie müßten alles wissen, was das Mädchen thut, Lady Wolaa Dcr Mann war ein junger englischcr Abenteurer, den sie anf ihrer Reife nach England kcnncn lernte," lua dcr Marquis. „Sie kokcttiertc mit ihm anf dcr Ncisc und cr folgte ihr, entschlossen, sie zn heiraten." „Sind Sie sicher, daß Pierre die Wahrheit saate als er Ihnen das erzählte?" „Gewiß." „Dann thnt mir Miß Strange leid," fagte Lady Wolga ernst; „aber ich kann sie nicht gänzlich verdammen. Jener Mann erwies ihr vielleicht anf der Reise einige kleine Gefälligkeiten nnd vcrlanqtc dafür Erkenntlichkeit. In ihrer Uncrfahrcnheit lief; sic sich einschüchtern nnd wird ihm Schweigen zngrsichcrt haben. Ich weiß, daß sie nicht so schwer zn beschuldigen ist." „Pierre hörtc, daß er eines Briefes erwähnte, den sie ihm geschrieben und in dem sie ihm ihre neue Adresse mitgetheilt hatte," fuhr der Marquis zu lügeu fort. „Er war jung nnd fchön, ganz geeignet, ein jnnges Mädchen zu bestricken. Wenn Ihre Miß Strange ein Diamant ist, Lady Wolga, so ist sie, glanben Sic mir, einer von der unechtesten Sorte. Uuschuldigc Gesichter habcn schon oft fchlechte Herzen verdeckt." sten des Parlamentarismus seinen Gesetzen sich zu fügen bereit erklärt und Mandate für das Abgeordnelenhaus augelivmmen. Dies ist der augenblickliche und richtige Stand dieser Angelegenheit. Zwar hat es die Verfafsuugspartei uur felteu verstanden, Proselyten zu inachen, und während der langen Zeit ihres Wirkens nnr wenige ihrer Gegner bekehrt. Gerade deshalb muß cs befremden, daß sie deu Uebertritt zu dem von ihr hochgehaltenen Grundsatz, znm Parlamentarismus, mit solchem Unbehagen nnd Widerwillen aufnimmt und deu verfassuugstrcuen Großgrundbesitz, welcher die neuen Adepten für die Neichsvcrtrctung gewonnen, dcr Felonie zeiht. Neubekchrten wird selbst von den czclusivsten Kirchen ein besserer Empfang zuthcil. Die liberale Fraction des Großgrundbesitzes hat ihr Vorgehen in einem Wahlanfrufe au ihre Gesinnungsgenossen gerechtfertigt. Daselbst sind auch die Motive niedergelegt, welche sie zur Aufuahme von elf Mitgliedern der Gegenpartei auf die Kandidatenliste bewogen haben. Der Wahlaufruf constatiert vor allem, daß es gelungen sei, jene Mitglieder der gemeinsamen Curie, welche bisher in Passivität verharrten, zur Theilnahme an d^'r Thätigkeit der Reichsvcrtretung herbeizuziehen. Er hebt sodann hervor, daß die mehrfachen Anläufe, das Wahlrecht des Großgrundbesitzes zu ve-scitigcn, llllc Elemente dieser Gruppe bewogen haben, gemeinsain sür ihr Recht und für die conservativen Teudcnzei. der Wcchlordnung einzustehen. Der Compromiß stellt sich ,?mit zum nicht geringen Theile als die naturgemäße Frucht jener Agitation dar, die der Fortschritt auf den Parteitagen insceniertc. Es fpricht nicht für deu Scharfsinn der Sturuipolititer, daß sie diese Consequenz nicht vorhcrzusehen vermochten. Lag es nicht nahe, daß, wenn sie einen Krieg gegen eine Wählertütegone eröffnen, diese sofort zur gememsamen Abwehr zusammentreten wird? Der Wahlaufruf spricht dann den Entschluß aus, alle verfügbaren patriotischen Kräfte zu gleicher produktiver Arbeit, zum vereinten Streben nach jenen erhabenen Aufgaben zu verbinden, „welche dcr Zweck und die Wesenheit des Verfassungslebens sind." Wir müssen annehmen, daß der verfassungstreue Großgrundbesitz, bevor er die bisherigen Geaner unserer öffentlichen Institutionen auf seine Liste setzte. Klarheit über ihre Absichten und die Ueberzeugung gewann, daß sie sich ehrlich und loyal den Anforderungen des parlamentarischen Sistems unterwerfen werden. Der Wahlaufruf dcr Couscrvativen spielt allerdings noch viel mit jenen Theorien und Doctrine», denen diese dnrch mehr als ein Decenmum mit solcher Leidenschaft nachhingen, und nichts ist im politischen Leben begreiflicher, als daß eine Partei, welche eine entscheidende Schwenkung nntcrnimmt, ihre Vergangenheit nicht sofort über Bord wirft. Das confervative Wahlcomitc spricht deshalb sein Festhalten an seinen Er gab plötzlich dem Gespräch eine andere Wendung, damit dic Wirkung seiner Worte nicht durch Gegenrede abgeschwächt werde. „Habcn Sie schon die Zeit Ihrer Rückkehr nach Clyffcbonrne bestimmt?" fragte cr. „Ich werde nächste Woche reisen. Ich beabsichtige noch einige Einkäufe in der Stadt zu machen, und wenn ich gehe, werde ich keine Gäste mit mir nehmen. Mein Juwelier schrieb mir gestern, daß mein Schmuck fertig sei. Heule sii«y ich zu iM, um ihn zu besehen. Die Diamanten And zum Theile neu eingesetzt. Ich fand sie wundexMt'uno brachte sie bei meinem Banquier in Sicherheit/da ich nicht wagte, sie mir nach Clyffcbom na oder.'meinem Landhausc schicken zn lassen, weil sie zhol'l',lciA Diebe anlocken könnten. Die Krone besonders',h5ck für'mich einen um so größeren Wcrth. weil sie'incisier Mutter und Großmutter gehörte. Solche Erbstücke hält man in Ehren." Dcr Marquis stimmte bei. Er sah keinen Grnnd zu dieser Bcmcrtung der Lady Wolga. „Ich dcnke." fuhr diese fohrt, „Sie besitzen auch wcr!hvolle Erbstücke. Marquis? Ich meine nicht die Montheron'schen Familicnjuwclen und Schätze, sondern von Ihrem Familicnzweig. Gegenstände, die den Ingestrcs gehörten. „Schr wenig." erklärte der, Marquis lächelnd. „Ich war nnvermögcnd. wie Sie sich erinnern, und gezwungen, mich von manchen Werthsachen zu trennen. Was ich noch besitze, ist fast werlhlos." 1264 früheren Rechtsiiberzeugungen aus. hebt die Rechte der Königreiche hervor, anerkennt die Verfassung blos als eine „Actualität", als die Grundlage mannigfacher Beziehungen, Institutionen und positiver Rechte, es verwahrt sich jedoch gegen den Vorwurf, als wollte es verwitterte Zustände recoustruieren, Hegemonie-Gelüsten und particularistischen Tendenzen huldigen. Wir denken indessen, daß man mehr als mit den Worten mit der Thatsache rechnen soll. und zwar mit der Thatsache des Eintrittes in die Volksvertretung. Dadurch haben die Conservative« die Gesetze des Parlamentarismus als für sich bindend anerkannt, und wenn sie den Liberalen auch künftighin als Gegner entgegentreten werden, so kann es nur ein offener und ein loyaler, mit den Waffen der Legalität geführter Kampf sein. Es ist selbstverständlich, daß, wenngleich die conservative« Großgrundbesitzer Böhmens, denen wahrscheinlich auch jene Mährens folgen werden, die staatsrechtliche Stellung gewechselt, sie trotzdem ihre politischen Ideen nicht aufgegeben haben. Es ist unbestreitbar, daß die dem Liberalismus abholde Richtung in ihnen einen Zuwachs gewinnen wird. Aber wir glauben, man muthe den liberalen Ideen doch zu wenig Lebenskraft zu, wenn man sie durch die Theilnahme des conservativen Großgrundbesitzes an der allen Staatsbürgern freigestellten parlamentarischen Thätigkeit für gefährdet erachtet. So schwach ist doch das Gebälke unserer Institutionen nicht, daß sie unter dem Drucke einer, zwar an glänzenden Namen reichen, aber numerisch schwachen Gruppe zusammenbrechen könnten. Auch erscheint es uns für die Continuität des Verfassungslebens jedenfalls weit sicherer, wenn die Tendenzen, welche einen Theil der Gesellschaft bewegen und nach Geltung streben, im Parlamente und auf legale Weise ihren Ausdruck finden, als daß sie außerhalb dieses Bodens ihre Sammelstätten aufsuchen nno außerhalb des gesetzlichen Terrains nach Verwirklichung ringen. THr conservative Großgrundbesitz versichert jedoch in semem Wahlaufrufe, 5mß er nicht um zu kämpfen und um zu zerstören in den Neichsrath eintrete. Er strebt in erster Linie an, der Mehrheit des Reichsraths und der Regierung zu offenbaren, in welchem Sinne die Lösung der großen Fwgen erfolgen soll, er will „das Feld betreten, um jenen Geist der Versöhnlichkeit und der Verständigung zu bethätigen, ohne welche das Werk dauernden Friedens nimmer erreicht werden kann." Wenn demnach der conservative Großgrundbesitz, unter Achtung der von ihm so gefeierten Rechtsüber-zeugung feiner Gegner, also unter Achtung der Verfassung und der ihr entprecheuden Institutionen, seine Sitze in dem Schoße der Volksvertretung einnimmt, so erblicken wir darin nur den Ausdruck der auch im gegnerischen Lager zum Durchbruche gelangten Erkenntnis, daß einer Opposition ihre Berechtigung mir auf dem Boden des Parlamentarismus zugesprochen werden kann. Ein großer Schritt zur Umwandlung der staatsrechtlichen Parteien in politische scheint uns damit vollzogen zu sein, und diese Metamorphose haben die Förderer des inneren Friedens seit jeher angestrebt. Die staatsrechtliche Partei ist die Negation des geltenden Gesetzes, ist der Widerstand gegen die staatliche Ordnung unter Mißachtung des Verfassungsrechtes, ist der nie zu stillende Hader, ist die Zuflucht aller verborgenen, nur im Stillen vegetierenden Tendenzen, die auch eine außergesetzliche Bethätigung acceptieren würden, ja nach einer solchen fahnden. Die politische Partei ist die Anerkennung des geltenden Gesetzes. Damit allein hört sie auf, „Erbten Sie nicht auch Juwelen?" „Nichts derartiges. Sie gingen an meinen älteren Bruder über, der sie verkaufte." «Ich meinte," sagte Lady Wolga, und sie sah den Marquis scharf an, „Sie trugen früher eine eigenthümliche Uhrkette, — eine lange goldene Kette von kunstvoller Arbeit, — kleine Goldkugeln, verbunden mit Ringen, oder dergleichen. Das war doch gewiß ein Erbstück von beträchtlichem Werth. War es nicht so?" Des Marquis' Antlitz wurde todtenbleich, selbst die Lippen entfärbten sich gänzlich. Er starrte Lady Wolga mit Augen voller Furcht und Schrecken an. In dem lieblichen Gesicht der Lady aber lag nichts, was ihm Veranlassung zur Aufregung geben konnte. Sie schien nur der Kette erwähnt zu haben, um einen Gegenstand zur Unterhaltung zu haben. „Vielleicht irre ich mich," bemerkte sie; „aber es ist mir, als hätten Sie ein solches Erbstück getragen." Lord Montheron faßte sich mit gewaltiger Anstrengung und zwang sich zu einem unheimlichem Lächeln. „Ich hatte allerdings eine Kette, wie die von Ihnen erwähnte," antwortete er nach kurzer Pause. „Ich erhielt sie von meinem Vater, welcher sie vor etwa vierzig Jahren in Italien kaufte, wenn ich nicht irre. Sie war sehr werthvoll, aber sie ging mit anderen Dingen in den Tagen meiner mißlichen Verhältnisse fort. Armuth widerstreitet der Romantik. Ich weih nicht genau, wann und wo ich sie zu Gelde eine Gefahr für den inneren Frieden zu sein. Ihr Ziel geht blos dahin, auf gesetzlichem Wege gewissen Ideen Geltung zu verschaffen. Solche Parteien kann der Parlamentarier nicht fürchten, noch ihnen ihre Berechtigung versagen. Sie streiten mit ihm mit gleichen Waffen, sowie sie andererseits in jenen Fragen, die sie nicht von den anderen Fractionen scheiden, ihre Thatkraft gerne für das gemeinsame Beste aufwenden. Scharfe parlamentarische Gegensätze haben auch deu Vortheil, daß sie die Lager an Ordnung und Consequeuz gewöhnen. Vielleicht wird nunmehr auch die Verfafsungspartei aus ihrer desolaten Zerfahrenheit gerissen, aus jener bequemen Beschaulichkeit geweckt werden, vermöge welcher in demselben Augenblicke, da ihre Organe über den Compromis im böhmischen Großgrundbesitz klagten, zwei Laudbezirke Nicderösterreichs fast kampflos den Ultramontanen zu-fallen konnten."___________ Die Arlbergbahn. Bei der hohen Wichtigkeit, welche diese Bahn für die Verkehrsbeziehungen Oesterreich-Ungarns zum Auslande, namentlich zu dem west-europäischen Markte, besitzt, dürfte von Interesse sein, eine französische Stimme über diesen Schienenweg zu hören und die Anschauungen der Geschäftskreise Frankreichs über die Bedeutung derselben kennen zu lernen. Die „Semaine Financiiire" schreibt nämlich in ihrer letzten Nummer: „Wir haben bereits Gelegenheit gehabt, von der Arlbergbahn zu sprechen, deren Bau seit langer Zeit von der österreichischen Handelswclt verlangt wird. Diese Frage taucht im gegenwärtigen Augenblicke wieder auf und scheint bestimmt, demnächst ihre Lösung zu erhalten. Die Bedeutung dieser Linie geht aus ihrer Lage selbst hervor. Die Arlbergbahn würde sich bei Innsbruck vom Netz der österreichischen Südbahn abtrennen, von Osten nach Westen bis au die Schweizer Grenze laufen und au das Netz Paris-Lyon-Mittelländisches Meer anknüpfen. Vonseite der Schweiz ist die Linie bereits bis an die Vorarlberger Bahn geführt. Ihre Verlängerung bis Innsbruck würde endlich dem österreichisch-ungarischen Handel die direkte Linie verschaffen, welche ihm nach der Schweiz zu fehlt. Bis jetzt sind die Provenienzen aus Oesterreich-Ungarn genöthigt, einen beträchtlichen Umweg auf den baicrischen Bahnen zu machen, um bei Lindau, dem Haupt-Entrepot des nach der Schweiz gehenden Getreides, an den Voden-see zu gelangen. Nun hat aber das auf diesem Wege transportierte österreichisch-ungarische Getreide in den letzten zwei Jahren die bedeutende Masse von 74,000 metrischen Zentnern betragen, und die Einnahme der baierischen Bahnen belauft sich dafür auf 1.400,000 Francs in jedem Jahre. Die übrigens kurze Arlbergbahn (denn sie ist nur 18'/2 Meilen lang) findet ein festbestimmtes Verkehrselement vor, das ihr nicht entgehen kann, da sie den Handclsweg bedeutend abkürzt. Der österreichische Handel würde dabei seinerseits neue Erleichterungen finden und unter anderm nicht mehr, wie bis jetzt, die deutsche Zollinic passieren müssen. Wir selbst haben ein Interesse an der Herstellung dieser Bahn, welche die direkte große internationale Linie von Wien nach Paris durch die Schweiz bilden würde." Zum gleichen Gegenstande schreibt die „N. fr. Pr.": „In den Wahlprugramiuen der verschiedenen Parteieu, in den Reden der Kandidaten, in zahllosen Kundgebungen ist die Nothwendigkeit betont worden, so rasch als möglich an die Ausführung der Arlbergbahn zu schreiten. Die Zollniaßregelu des Fürsten Bismarck haben wie eine leuchtende Fackel die Situation unseres machte, aber es müssen ungefähr zwanzig Jahre her sein." Lady Wolga spielte nachlässig mit ihrer eigeneil Uhrkette. „Ich glaube, Sie würden viel darum geben, wenn Sie sie wieder bekommen könnten," sagte sie, „um sie als Alidenken an Ihren Vater zu ehren." „O, gewiß, gewiß," rief der Marquis. „Aber es nützt nichts, das Geschehene zu bereuen. Es wundert mich, daß Sie auf diese Kette zu sprechen kamen." Er sah sie forschend an, aber ihre Züge verriethen nichts. „Wie geht es zu, daß nns manchmal nach vielen Jahren die alten Erinnenmgen ins Gedächtnis zurückkommen?" erwiderte Lady Wolga lachend. „Wir können uns selbst keine Rechenschaft darüber geben, Marquis, ich so weuig wie Sie. Wissen Sie, es schien mir, daß der Verlust dieses Andenkens Ihnen sehr schmerzlich sein müsse. Gewiß haben Sie sich deswegen schon manchmal Sorge gemacht?" Der Marquis hatte sich immer gerühmt, seine Selbstbeherrschung bewahrt zu haben; jetzt aber kam er ganz außer Fassuug. Es schieil ihm, daß die Rückkehr Lord Stratford Herons nach England und die Anwesenheit Alcxa's, der rechtmäßigen Erbin der Titel und Güter der Momherons, seinem Geiste einen Schlag versetzt hatten, welcher ihn furchtsam und nervös machte. (Fortsetzung folgt.) Handels klargemacht und das Bedürfnis nach einer selbständigen Verbindung Oesterreichs mit den westlichen Absatzmärkten dargethan. Diese Ueberzeugung erfüllt auch die maßgebenden Kreise der Regierung, und schon demnächst werden die ersten positiven Schritte geschehen, welche als Einleitung zu der legislative» Action für den Bau der Arlbergbahn gelten kömmi, Die Regierung beabsichtigt nämlich eine Enquete w» Fachmännern einzuberufen, welche ein Gutachten über die Ausführung der Arlbergbahn in bautcchuischc»' und betriebstechnischer Beziehung abgeben sollen. Es handelt sich dabei namentlich um die Wahl der Tunnelstraße und um die Beantwortung der Frage, ob der untere Tunnel, welcher länger ist, aber dem VetrM geringere Schwierigkeiten und Kosten verursacht, oder der höhere, welcher kürzer ist. aber den Betrieb erschwert und vertheuert, gebaut werden solle. Der obere Tunnel würde nach der Regierungsvorlage des Jahres 1875) in einer Sechöhe von 1415 Metern und nnt einer Länge von 12,400 Metern gebohrt werde". Der Bau des langen Tunnels ist kostspieliger als der des kurzen, aber ersterer erfordert, wie bereits erwähnt, weit geringere Aelricbsauslagen als der letz' tere. Die Regierung neigt sich ganz entschieden del Wahl der unteren Trace zu; sie will alier eine s^ wichtige Entscheidung nicht fällen, bevor sie nicht iwch einmal den Rath ausgezeichneter Fachmänner gehört hat. Es dürsten nur inländische Kapacitäten der Februar d. I., welches er dem Prinzen all den 2or Ehelmsford mitgegeben hatte: ,,Mem lieber Lord Chel^ ford! Dieser Brief wird Ihnen vom kaiserlichen P^H überreicht werden, der aus persönlichem Antriebe ^ Afrika geht, um dem bevorstehenden Feldzuge gks die Zulu nach Möglichkeit zuzusehen. Dem AU'sH ist an der Sache viel gelegen. Er hat den 2"""^ geäußert, unserer Armee einverleibt zu werden;, Regierung hat es aber für unmöglich erachtet, .^^ Wunsche zu willfahren. Indefsen ermächtigt niia) ^ Regierung, Sie uud Sir Aartle Frere brieflich ä" ^ suchen, ihm freundlich entgegenzukommen uud dap ^ hilflich zu sein, daß er, soweit dies möglich '' f^e Operationen mit unscrcu Expcditionscolonnen ! ' ' Ich hoffe, daß Sie dies thuu wcrdeu. Es ist e" «u^ gezeichneter junger Mann, voll Geist und ,^N,.,,^ nnter den jüngeren Artillerie-Offizieren "^e 6" ' zählt. Es wird ihm gewiß nicht schwer f"f'^^ vorwärts zu bringen. Wenn Sie ihm da»" »^ dienlich sein können, so thun Sie es eillzige Furcht ist, daß er nur zu viel^nth ^^ köunte. Ihr ergebener George." An den ^mw rl e" Sir Bartle Frere hatte der Herzog."'""^'Ä , ! Datum geschrieben: „Mein lieber Sir VartU, He Ich wüuschc Sie mit dem kaiserlichen P"M" bekam zu machen, der morqen nach Natal abgeyt,.mn m Zuschauer von dem bevorstehenden FcldMe nn ZuU Lande zu scheu, was er ebeu kann. ^r "°Me, da Kadett in Woolwich gewesen, in unserer Armee dien die Regierung qlaubte jedoch nicht, daß das genehm, werden könne. 'Indessen ist keine Einwendung dagM erhoben worden, daß er für sich selber gehe, und ^ ersuche Sie, lhm au die Hand zu gehen dam.t möglichst viel sehen kaun. Er ist "N "lelvcrsprecheM juuqer Mann. voll Geist uud Thatkraft, sprich "" trefflich euqlisch, uud je ".ehr S,e 'hn werden kenn^ lernen/ desto mehr werden S>e ihn l.eben. EH manche junqc Freundc in der Artillerie und so zw N ich denn nicht daß er mit Ihrem und Lord C »" fords qütiqem Beistände recht gut fo" onmml w ". „My Lords ^ fuhr der Herzog Oberbcfehlsha e fort - nachdem ich diese Briefe verlese., muß z d ^ manu fühlen, daß. soweit die theiliqt smd, nichts geschehen ,st, um deu unglücklich Prinzen in eiue schwierige Lage zu bringen und da Unglück herbeizuführen, welches wir alle beklagen. H bin überzeugt, daß keiu Mann, keme Frau, kem K'"" 1?«5 im Lande ist, von der Königin herab bis ?um geringsten Unterthanen, die das Geschehene nicht tief beklagen würden, allein die heimischen Behörden haben dasselbe nicht verschuldet. Ich habe bereits gesagt, wie tief mein Mitgefühl mit der ihres Sohnes beraubten Mutter ist, und bin defsen sicher, daß Ihre Lordschaften dieses Gefühl theilen." Hierauf erhob sich der Earl of Beacon sfield und sprach: „My Lords! Sie haben sicherlich mit Spannung die Briefe angehört, welche der erlauchte Herzog verlas und zur Kenntnis Ihrer Lordschaften bringen zu sollen glaubte, und ich bin überzeugt, daß Sie mit dem erlauchten Herzog das schmerzliche Gefühl theilen, welches im ganzen Lande zum Ausdrucke kam, als die Kunde von dem Tode des jungen Prinzen erscholl, kMes fremden Prinzen, der unter den Fahnen Ihrer Majestät in einem fernen Lande dienen wollte und dessen Lebcn in so grausamer uud, ich kann nicht umhin, meine Meluuu'g auszusprechen, in so unuöthiger Weise hingeopfert worden ist. Der Prinz Napoleon lebte lange in diesem Lande; er war Ihnen und dem 2ande im allgemeinen bekannt. Er erhielt in unseren Anstalten seine militärische Ausbilduug, die ihn sicher-llch, wenn sich die Gelegenheit geboten hätte, befähigt haben würde, den ererbten Muth der tapfern Nation, welcher er angehörte, zu bcwähreu. Er erhielt diese militärische Ausbildung im College zn Woolwich uno ueß dort das Andenken von Tapferkeit, Nechtschaffen-l),eit, Tüchtigkeit, das Andenken vieler Tugenden und llebenswcrlher Eigenschaften zurück. In einem Momente wie der gegenwärtige wenden sich unsere Gedanken aber nothwcndigcrweife auch einer Persönlichkeit zu, welcher dieses so vorzeitig verlorene junge Lebcn "M theuersten war. My Lords, ich fühle, es g'ibt Fälle, wie eben der gegenwärtige einer ist, wo Tröstung vergeblich und unmöglich ist, aber die Zeit kann kommen, wv die Theilnahme eines freien nno großen Volkes von der trostlosen Mutter gewürdigt werden wird." IT" In ähnlichem Sinne sprach sich der Führer der Opposition, Earl Granvillc, aus. Lchtercr gab indeß der Erwartung Ansdruck, daß Aufklärung darüber mit der Zeit erfolgen werde, weshalb der Prinz in fo verhängnisvolle Umstände gebracht worden fei. Hagesneuigkeiteu. Die Wiener Banken im Jahre 1878. Einer interessanten statistischen Znsammenstelluug über den Stand und die finanziellen Resultate der Wiener Banken im Jahre 1878, der wir im Finanz-l.l«t»o ,,«^s^" uegegucn, rnlncylnen wir folqenbe Daten: Der „Tresor" verzeichnet i:; Banken gegen 14 Banken im Vorjahre. Es fehlt immlich diesmal die Wiener Hypothckenkasfe, die in Liquidation gegangen ist. Demgemäß hat auch die Actienkaftitalsumme um 600,000 ft. sich verringert; das Kapital der 13 in Activität befindlichen Banken ist im ganzen und im einzelnen gegen Ende 1877 unverändert geblieben. Ob man nun das geschäftliche Ergebnis dcrfelben nach dem Saldogewinne oder nach der im ganzen an die Actionäre vertheilten Dividende betrachtet, so findet man, daß es nach beiden Seiten hin gegen das Vorjahr 1877 sich erheblich günstiger repräsentiert. Im Jahre 1877 haben von 14 Banken mit einem Actienkapitale von 114-388 Millionen Gulden 12 Banken mit einem Actienkaftitale von 111 988 Millionen einen Gesammt-gewinn von 7 409 Millionen erzielt und 2 Banken mit einem Actienkapitale von 2-4 Millionen einen Verlust von 0'472 Millionen erfahren. Von 13 Banken mit einem Acticnkapitale von 113 7884 Millionen Gulden im Jahre 1878 haben 11 Banken mit ewem Gesammtactienkapitale von lii'3884 Millionen einen Gewinnsaldo von 9 205 Millionen Gulden ausgewiesen. Und selbst die Lombard- und Escomptebank hat für das Jahr 1878 einen Reingewinn ausgewiefen, der allerdings durch den früheren Verlnstuortrag ganz absorbiert wurde, so daß per Saldo noch ein Verlust erübrigte. Der Gesammtgewinn des abgelaufenen Jahres ist um 1'856 Millionen größer als der des Jahres 1877, welcher selbst wiederum mehr denn doppelt so hoch AMübcr I87li war. Vergleicht man die betreffenden Wern mit den vorjährigen, so zeigt sich, welchen "llstituten ein Antheil an dieser bedeutenden Steigerung des Gewinnes zugefallen ist. Den Löwcnantheil hat die usterrcichische Bodenkreditanstalt zu beanspruchen; denn während sie für 1877 nach dm vorgenommenen Ab-Meibungen, welche allerdings bis an die äußerste Grenze der Rigorosität gegangen waren, nur einen Gewinn von rund 7000 fl. erübrigte, beträgt der Gewinn-Saldo für das Jahr 1878 ,1.N9.804fl. Relativ am nächsten steht der Bodenkreditanstalt in der angedeuteten Beziehung der Wiener Bankverein, denn sein Gewinn-Saldo beträgt nur um Geringes weniger als das Doppelte des vorjährigen Neinerk ägnisses. Der Differ nach ungefähr gleich ist die Erträgnisznnahme der österreichischen Kreditanstalt, dieselbe macht 0'302 "tillionen ans. Das Erträgnis der niederösterreichi-Ichm Escomptegesellschaft, des Giro- nnd Kassenvereins, der allgemeinen Depositenbank uud der österreichischen Hypothekenbank ist von dem des Jahres 1877 nur wenig verschieden. Umonbant und anglo-österreichische Bank haben ein je um 0-224 Mill, und 0 1 Mill. Gulden größeres Reinertragnis aufzuweifcn. Von dem gesummten Reingewinne per 9-265 Mill, wurden 7-232 Mill, als Dividende vertheilt, um 1'204 Mill, mehr gegen das Vorjahr. Von jenen Instituten, die im Vorjahre und schon seit mehreren Jahren keine Dividende geleistet hatten, war die Vodenkrcditanstalt allein zum ersten male nach fünf Jahren in der Lage, eine öpcrzcntige Dividende zur Vertheiluug zu bringen. Sie hätte einen viel grö» ;ercn Betrag für diesen Zweck verwenden können, wenn nicht der Vorschuß an die Garanten Per 1 35 Millionen Gulden zur endlichen Tilgung gebracht werden müßte. Sie hat für dicfen Zweck mehr als die Hälfte ihres Erträgnisses geopfert, aber hiedurch einen großen Schritt zu ihrer weiteren Eonsolidicrnng gethan. Die anglo-österrcichische Bank und der Bankverein haben beide eine um 1 Perzcnt höhere Dividende gezahlt; bei der Kreditanstalt beträgt das Dividendcnplus einen Gul-dcn, gleich O025 Perzent, bei der niederösterreichischen Escomptegesellschaft einen Gulden, gleich 0 2 Perzcnt, bei der österreichischen Hypothekenbank einen halben Guldcu, gleich 1 Perzent, bei der Uuionbank 1'/, fl., gleich 1'/« Perzeut.__________ — (Minister Dr. Ungcr.) In der letzten Sitzung des Professoren-Eolleginms der juridische,! Fa-c»ltät an der Wiener Universität wurde einer Mittheilung der „N. fr. Pr." zufolge ein Erlaß des Unter-richtsministcrs zur Kenntnis gebracht, laut dessen Sr. Majestät der Kaiser die Genehmigung ertheilt hat. daß der Minister a. 2). uud geheime Rath Dr. Josef Ungcr an der Universität Vorlesungen über österreichisches uud englisches Staatsrecht halte. — (Aus Villach.) Der kürzlich iu Villach verstorbene Großhändler Fcllner legierte, nrbst einer Schenkung von 00.000 si. an seine Vaterstadt. 15.000 fl. für cinc Stiftung, deren Zinsen einem Juristen während seiner ganzen Umversitä'tsstudienzcit zufallen füllen ; doch sei daS Stipendium drin Betreffenden noch durch weitere drei Jahre zu belassen, wenn sich derselbe der Aus. bildnng in der Nationalökonomie widmet — eine Verfügung, die der Erblasser damit begründet, daß der Staat diese Wissenschaft vernachlässige und nichts dazu thue, um die Valuta herzustellen. Auch foll sich der Verstorbene über diesen Punkt, der ihm offenbar sehr viel Herzleid vernrsacht hat, in seinem Testamente ebenso eingehend als einsichtsvoll ausgesprochen haben. — (Der musikalische Nachlaß Engels-bcrgs) soll ein sehr bedeutender sein. Engelsbcrg hat „ach einer schon am 7. Juli 1877 getroffenen Be-stimmimn die Herren Dr. Hanslit und die Chormeistcr des Professor Wein-mnm und E uard Kremser, zu Erben dH Nachlasses emgesctzt und es ihnen auch überlasse!. z„ b^ stimmen, was davon und wie es in dic Oeffentlichleit zu bringen ist. ^ — (Eine seltene Feier.) Iu Olmüh feierte am 24. d. ein Feldwebel des dritten Infanterieregiments das Gedächtnis seines fünfzigjährigen Feldwebel. Jubiläums. Zahlreiche Auszeichnungen, selbst auch fremder Potentaten, sind ihm in dieser langen Dienstzeit zutheil geworden. Aus Anlaß des festlichen Gcdächtnistagcs war das Bataillon des Jubilars in Parade fammt dem Obersten und sämmtlichen Offizieren ausgerückt. Der Oberst hielt eine begeisternde Anrede, iu welcher er der Verdienste des greisen Unteroffiziers gebührend gedachte und ihn sodann dem ausgerückten Bataillon als Muster vorstellte. Zum Schlüsse widerfuhr dem in Ehren er« grauten Soldaten die Auszeichnung, daß das ganze Bataillon vor ihm defilierte. — (Wiederholter Sel bstmu rd vcrfnch eines Obersten.) Der Oberst des 11. Dragoncr-regimcnts in Czcgled hat, wie die „M.-Lap." berichtet, nachdem er iu der vorigen Woche quittierte, vor einigen Tagen sich auf die Schienen der Eifeubahn geworfen, nm sich von dein herankommenden gemischten Zuge zermalmen zu lassen. Dem Zugführer gelang es aber. den Train noch rechtzeitig zum Stehen zu bringen, woranf der Oberst sich entfernte, Kurze Zeit daraus versuchte dieser aber in derselben Weise seinem Leben ein Ende zu machen, wurde aber wieder gerettet. — (Wolteubruch.) In Mysztowu auf der Eiscnbahnstrcckc Warschau-Wien verursachte kürzlich ein ungeheuerer Wolteubruch eine Eiscnbahntatastrophe, die glücklicherweise noch verhältnismäßig günstig ablief. Der nach Warschau abgehende Eilzug mußte nämlich mitten auf der Strecke bremsen, da die nächste Brücke gleich fünf anderen weggerissen worden war; der Maschincn-führer wollte nun nach Zawiercic, in die vorhergegan» gene Station zurück; doch auch die Brücke, dorthin war inzwischen geborsten. Die zu Tode gcängstigten Passagiere mußten also in den Waggons das Gewitter abwarten und dann, bis zu den Knien im Wasser watend, sich in dic nächste Station einen Weg bahnen. Der onrch den Wolkcnbruch angerichtete Schaden belauft sich auf 1'/„ Millionen Rubel. — (Schliemanus Ausgrabuugcu in Troja) sind nun beendet. Wie derselbe von dort unter dem 4. Juni meldet, war seine Durchforschung lvon Uojck-Tepeh von Ersolg. Unter dem riesigen vier-! eckigen massigen Mauerwcrke fand er einen aus sorgfältig zusammengefügten Polygonen bestehenden Mauer-treis. In den nach allen Richtungen gegrabeneu Tunnels und Gallerien und auch iu dem von der quadratischen Höhlung aus durchs Mcmerwert gegrabenen uud bis auf deu Ufcrbodcn geführten Schachte wurde viel Eisen, sowie viele Topfscherbeu gefunden, wovon einige mit der Hand gemacht uud uralt, andere aus mazedonischer Zeit. roch andere — und die meisten — spät-römisch sind. Hieraus schließt Schliemann. daß Udjct-Tcpch jener Tumulus fein müsse, den Caracalla zu Ehren feines Frcuudes Fcstus errichtete, den er hier eigens vergiftete, um behufs Nachahmung des Achilles seinen Patrotlus für ein herrliches Leichenbegängnis zu haben. Von der Durchforschung dcs Grabhügels des Achilles »ahm Schliemann Umgang, weil er aus Iu-lianus' (301 bis 303 n. Chr.) Briefe ersah, daß dieser Tumulus schon von dem damaligen Bischöfe von Ilium ausgcgrabcn worden ist. — (Ueber Californiens Honigrcich-thum) schreibt dic „San Francisco Abcndpost" : Kein Staat der Welt vroduciert jährlich so große Quantitäten Honig, wic C^lifornien, hauptsächlich die südlichen Grafschaften San Diego. Los Bugelos. Ventura. Santa Barbara und San Bernaroinu. Im letzten Jahre zählte San Diego County 24,000 Bienenstöcke, die über eine Million Pfund Honig lieferten, uud der starte Rcgenfall dicscr Saison stcllt uoch größere Erträge in Aussicht. > Dabei aber schlagen die Bienenzüchter die Hände zusammen und fragen sich ängstlich: „Wohin mit dem Honigrcichthum?" Die Exportkosten vcrtheucrn den Honig so sehr, daß Scheibenhonig nur noch im Staate selbst einen Markt suchen kann. Im letzten Jahre haben übrigens einige Bienenzüchter Versuche mit dein Exporte von ausgelassenem Honig in großen Fässern angestellt, die befriedigende Resultate lieferten.________________ fokales. — (Graf Hohenwart.) Das „Vaterland" veröffentlicht folgendes Schreiben des Herrn Grafen Hohenwart: „Herr Redacteur! Die heutigen Wiener Abendblätter bringen in einem Telegramme des „Korrespondenz-Bureau" das angeblich der „Politik" entnommene Resume einer Unterredung, die ich mit dem Redacteur dicscr Zeitschrift hatte, und darin den Schlußsatz, daß Graf Huhenwart seine parlamentarische Thätigkeit für die Zwecke einer Verständigung ersprießlicher halte als jede andere. Dieser Satz ist, so gefaßt, vollkommen unrichtig. Ich habe allerdings zu jeder Zeit und gegen jedermann es ausgesprochen, daß ich die parlamentarische Thätigkeit für die Zwecke einer Verständigung ersprießlicher halte als jede andere, allein meiner eigenen bescheidenen Thätigkeit habe ich meines Erinnerns nie erwähnt, ganz gewiß aber nicht mit jener Selbstüberhebung, die mir dieser Schlußsatz andichtet. Indem ich Euer Wohlgeboren ersuche, diese meine Erklärung in Ihrem geschätzten Blatte zu veröffentlichen, und die Hoffnung ausspreche, daß jene Blätter, welche das obige Telegramm des „Korrespondenz-Bureau" brachten, anch von dieser Berichtigung Act »chmen werden, zeichne ich mit vollster Hochachtung Euer Wohl-geboren ergebener Graf Hohenwart. Wirn, 20. Juni 1879." — (Todesfall.) Vorgestern verschied in La,bach nach längeren, Leiden im 4l». Lebensjahre der hiesige Südbahninspcttor Herr Alois Karabaczel. — (Das Infantcricrcgimeut Freiherr v, Kühn Nr. 17). das gegenwärtig in Livno und Travnit stationiert ist, soll dem Vernehmen „ach Ausficht habcn, in Kürze aus Bosnien herauszukommen. Wic nämlich die „Klugcnfurtcr Zeitung" in Erfahrung gebracht haben will, full dasselbe zur Verstärkung der Klagcnfurter Garnison demnächst in die lärntnifche Landes, Hanptstadt verlegt werden. Hier ist von dieser Dislocierung unseres vaterländifchen Regiments unseres WissenS uoch nichts bekannt. — (Krainische Handelskammer.) Die Handels- und Gewcrbctammer für Krain hält morgen den 1. Inli nm '/<>I1 Uhr vormittags im städtischen RathK-saalc ciuc öffentliche Sitznng mit folgender Tagesordnung: l.) Vorlage dcs Protokolles der lctztcn Sitzung. 2,) Geschäftsbericht. 3.) Bericht der 1. Section, betreffend die Erlassung von Maßregeln und Vorkehrungen ,m Grseh-gcbungswege zur Hintanhaltung des wucherischen Treibens bei Kreditgeschäften. 4.) Berichte der II. Section: u) über den Entwurf des neuen BetricbKreglemcnts für die Dampfschiffahrtgesellschaft des österreichisch-ungarischen Lloyd; d) ob amerikanische Fleischwarcn in großer Menge zur Einfuhr gelangen, und ob sich dieselben von cmdercn gleichfalls zur Einfuhr gelangenden Flclschwaren der> selbcil Gattung untclschcidcn; c) über ein Gesuch um Begünstigung einer Privat-Eisenbahn-ReclamationS-kanzlci; 6) über ein Gesuch um einen Beitrag zur Förderung cincr im Interesse der Vollswirthschust und der Wissenschaft nach Bosnien und der Herzegowina, Montenegro. Albanien. Mazedonien, Rascien und Ser« bicn zu unternehmenden Forschungsreise, ü) Allfällige funstigc Anträge. — (Gründungsfeier.) Der Arbeiter^Bildungs-verein in Laibach beging gestern abends im Gasthüuse zur „Schnalle" feine zehnjährige Gründungsfeier durch 1266 eine gesellige Unterhaltung, deren Schluß ein Kränzchen, verbunden mit einem Glückshafen, zum Vortheile des Vereinsfottdes bildete. — (Aus dem Gerichtssaale,) Am 27. d. M. fand vor dem Laibacher Landes« als Aftpellgerichte unter dem Vorsitze des Landesgerichts?räsidenten Gcr-tscher die Berufungsverhandlung über den am 21. Jänner d. I. um halb 7 Uhr morgens in der Station Salloch vorgefallenen Eisenbahnzusammenstoß statt, der bekanntlich eine Beschädigung von sieben Waggons, die Zugscntgleisung und eine größere Verkehrsstörung zur Folge hatte. Die Staatsbehörde hatte nämlich Beschwerde erhoben gegen das Urtheil des hiesigem städtisch«dele» gierten Bezirksgerichtes, womit die d«i Angeklagten: Lucomotivführer Frühlich, Oberconducteur Jonas und Heizer Bassin als Mannschaft des Lastenzuges freigesprochen wurden, welcher in einen anderen Train hineingefahren war. Infolge der Beschwerde wurden auch vom Landesgerichte neue gerichtliche Erhebungen angeordnet. Auf Grund der letzteren beantragte der Vertreter der Staatsbehörde, Oberlandesgerichtsrath Persche, die Verurtheilung der drei angeklagten Bahn-bedicnstcten im Sinne des § 431 des Strafgesetze». Der zur Verhandlung aus Graz erschienene Vertheidiger Dr. Holzinger bekämpfte in wirksamer Weise die Ausführungen der Staatsbehörde, infolge dessen sämmtliche drei Angeklagten vom Gerichtshofe auch diesmal freigesprochen wurden. — (Aufforderung an Künstler.) Behufs Verwendung des mit dcm Finanzgesetzc vom 22. Mai 1879 für das laufende Jahr bewilligten Kredites zur Gewährung von Pensionen an Künstler, welche bereits Verdienstliches geleistet haben, und zur Ertheilung von Stipendien an mittellose, aber hoffnungsvolle Künstler, werden jene Künstler aus dem Bereiche der Dichtkunst, der Musik und der bildenden Künste aus den im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern, welche auf Zu« wendnng eines Stipendiums Anspruch zu haben glauben, aufgefordert, sich dieöfalls bis Ende August d. I. bei den betreffenden Länderstellen in Bewerbung zu setzen. Die Gesuche haben zu enthalten: 1) Die Darlegung des Bildungsganges und der persönlichen Verhältnisse des Bewerbers; 2.) die Angabe der Art und Weise, in welcher er von dem Stipendiuni zum Zwecke seiner weiteren Ansbildung Gebrauch machen will, und 3.) die Vorlage von Kuustproben des Bittstellers. — (Vom Wetter.) Die allgemeine Vertheilung des Luftdruckes blieb während der jüngst verflossenen Wochc eine sehr gleichförmige, das Gebiet des niederen Druckes hielt sich stets über dem Nordwcsten oder Norden des Continents, und dominierten über ganz Mitteleuropa Winde westlicher Richtung, Die Witteruug blieb im allgemeinen vorherrschend heiter und warm, nur zwischen dem 24. und 26. d. M. trat durch die während cines Tages eingetretenen nördlichen Winde ein ziemlich empfindlicher Temperatursturz ein, welcher in Norddeutschland, besonders in Pommern und Preußen, heftige Gewitter, an den Nordabhängen der Alpen starte Nie-derfchägc und Abkühlung zur Folge hatte. Am 24sten d. M. wurde aus Glarus und Bern starker Hagelfall, vom St. Gotthard über 79 mm, Regen und Schnee, vom 25. zum 26. von der Hochebene bei Clermont in Südfrantreich Reif gemeldet. Sonst waren keine hervorragenden meteorologischen Erscheinungen zu verzeichnen, nnd läßt die jetzt herrschende Vertheilung der Witte-»ungsfactorcn über den Continent auch weiteres Andauern der meist heiteren, sehr warmen Witterung erwarte». — (Neue illustrierte Zeitung.) Die Nr.40 dieses Blattes bringt folgende Texte und Illustrationen: Prinz Louis Napoleon. — Das Nachtfest in der Parifer Oper zugunsten der Szegediner Ueber» schwemmten. — Die goldene Hochzeit des deutschen Kaiscrpaares : Einsegnung in der Schloßkapelle zu Berlin. - Die Eruption des Aetna. — Zwei Kreuzherren. Roman von Lucian Herbert. (Fortsetzung.) — Ein König in London. Gedicht von Francis Broemel. — Von einem Schlachtfelde. Zur Einweihung des Beinhaufes auf den Höhen von Custozza. Von Schweiger-Lerchenfeld. — Frühling und Herbst. — Die Seele des Herrn von Dahlsen. Eine baltische Geschichte von Siegfried Kaftper. (Fortsetznng.) — Kleine Chronik. — Schach «. Neueste Post. Oriqinal-Telessramin der „Laib. Zeitung." Wien, 29. Juni. Die „Montags-Revue" führt in einem Artikel, betitelt „Der Compromiß im böhmischen Großgrundbesitz", aus, daß die Regierung mit niemandem unterhandle, sondern die Parteien unterhandeln mit einander. Dasselbe Blatt weist auf die begonnenen Auseinandersetzungen zwischen Dr. Herbst und Rieger hin, von welchen ein direktes Resultat vorerst noch nicht bekannt sei. Die Programme von Graz und St. Pulten hallen die liberalen Großgrundbesitzer Böhmens zu dem Kompromisse mit den staatsrechtlich gesinnten Standesgenossen veranlaßt und den ganzen böhmischen Adel an seine conservative Mission erinnert. Auch die Regierung will neben demselben als cunselvatiu crscheincn. Hie Regierung wird wahrlich keine Politik der Reaction machen und wird mit oder ohnc dcn Eintritt der Czechcn und der Feudalen in den Reichsvalh niemals zugeben, daß von irgend einer Seite an den Grundfestm der Verfassung, sei es nach staatsrechtlicher oder freiheitlicher Seite hin, gerüttelt werde, nicht die Regierung, nicht einzelne Minister. __________ Trieft, 28. Juni. Der erste Wahlkörper wählte den Conservative« Dr. Wittmann znm Reichsrathsabgeordneten. Prag, 28. Juni. „Narodny Listy" melden, daß die verfassungstreuen Großgrundbesitzer der conservati-ven Partei auch im böhmischm Landtage 26 Mandate überlassen werden. Prag, 28. Juni. Bei den heutigen Landgemeindewahlen wurden sämmtliche vom Czechentlub normierte 16 Kandidaten gewählt, ebenso . Rente 77 70. - 1860er Staats-Anlehen 126 —. - - Vanl'Nctlen 825. — Kredit. Actien 263 50. — London 116-. — Silber -—, K. l. Münz-Dukaten 5 50. — 20. Franken«Stücke 9 23. — 100-Rcichsmllrl 56 95. Handel und GolkswirUchaftliches, Der letzte WochenauswciS der l. l. Priv. österreichisch' ungarischen Äant weist im Verhältnisse zu dem der Vorwoche o!< geudc Veränderungen auf: Mctallschal, ft. 149,8l)2,88ü, M' nähme fl. 3.466,845; in Metall zahlbare Wechsel sl. 19.280,«^, Zunahme fl. 720,569; escomftticrtc Wechsel und Effekten Omocii 91.809,803, Abnahme ft. 1.487.414; Darlehen gegen HandMno ft. 25.174.iju0, Zunahme fl.2'>.9.500; Staatsnoten fl.5.^l.b", Zunahme fl. 1.4ii).248; Hypothekar Darlehen sl, 106,438M, Abnahme sl.l>9.138; bijrscmuäsiia anaetaufte Pfandbriefe der Vanl fl, 6.^ Korn „ 4 55 5 27^Eicr pr. Stück . . -!U ^ " Gerste „ 4 23 433 Milch pr. Liter . - s - ^ Hafer „ 2,93 3 30! Rindfleisch pr. Kilo —58—" Halbsrucht „ — 6-Kalbfleisch „ — 54^ Heiden „ 5 4 463 Schweinefleisch „ — 60 - ^ Hirse „ 4 55 437 Schöpsenfleisch „ -34-^ Kuluruh „ 4 80 4 '14 Hähndcl pr, Stück — V - ^ Erdäpfel 100 Kilo I! 75------Tauben „ — 1? ^ ^ Linsen pr. hcltolit. 7-----------Heu 100 Kilo lalt) 1 ?s ^ ^ Erbscu „ 7 50-------Stroh „ . . 142 '" Fisolen „ 7-----------Holz, hart., pr. vier , Nlndsschmalz Kilo —92------- Q.«Meter —-^ ^ Schweineschmalz „ — 70------ - weiches, „ ^ ^ ^ Speck, frisch „ - 54-------Wein. roth., 100 Lit. - ^ ^ " — geräuchert „ — 60-------— Weiher ., - ^I^ Verstorbene. Den 28. Iuni. Alois Karabaczek, Südbahn-Msförde-rungsinspcktor. 45 I., Südbahnstraszc Nr. I, Alnlzersep""^,,. Den 29. Juni. N. Lcrnit, todtgebornes KiN> A" v. lichen Geschlechtes der Johanna Aubel. AlchamtsgM "^ Im Zivilspitale: Dcn 28. Iuni. Ialob Oblak. Inwohner, 511., ttung"'' tuberkulöse. Lottoziehungcn vom 28. Juni: Trieft: 57 44 55 90 41. _________Linz: 57 19 2ti 12 14. Meteorologische Beobachtungln^n Laiba^. ß -Z W n « "^ "k.Z 7UM«. 740 80 >18 6 "windstill heiter ..^ 28. 2 „ ?i. 7^7 62 ^-29« S. schwach heiter "" ___!1 .. Ab^!j7?0 ^22 2 S. schwach___hetter^,--------- 7ll.Mg. 738-10 ^.19Ä windstill" heiter ^.., 29, 2 „ N. 7.';?1.^ >31 8 SW. schwach heiter "(" 9 „ Ab. 7!l7 15 ^24 l SW. schwach heiter Den 28. herrlicher Ta«, nwndhclle Nacht. Den A a^ haltcild heiter, «rosze.Mc. Das Uurnestriae Tages'"". Wärme ^. 2:i5', das gestrige ^. 21 8« beziehungs""!" 4 6« und 2 9' über dem Normale. ^^_^— Verantwortlicher Redacteur - ^^««.«^amberg ^ 0 157 .lng. Prämi«n-Nnl..... 102 50 102 75 Kredit-L.......... 170 75 171 25 »iudolfs.Ü......... 16 75 17 — Prämienanl. der Stadt Wien 11!j 75 114 — Donau'Ncgulierungs'Lose . . io8 108'50 Domänen »Pfandbriefe . . 140 75 14125 Oesterr. Schatzscheine 1881 rück» zahlbar......... 101- 10125 Ocstcrr. Schatzscheine 1832 rückzahlbar ........ 100-75 100 90 Ungarische Goldrente , . . , 94 - 9410 Nnganschc Eiseubahn.Anleihe . IN 50 112-Ungarische EiscnbahN'Anleihe, Cumulativstückc...... 111 - 11125 Ungarische Schatzanw. vom I. 1874.......... -- - '— Anlehen der Stadtgemeinde Wien in Ä. V...... 99 25 99 75 «llb Ware < VrundentlaftungüDbligationen. Vöhmen.........102- 103 — Niederösterreich......104 75 10525 Galizien.........89 - 8950 Siebenbürgen.......8275 83>25 Temeser Vauat......83 50 84- Ungarn .........8575 8625 Netten nsu Vanlen «elb lll«c Nnglo-österr. Bank..... 12560 12580 Kreditanstalt ....... 26450 26460 Depositenbank....... 174 176 Kreditanstalt, unaar..... 253 75 254 — Oesterrcichisch - ungarische Bank 824 - 826 Unionbank ........87 50 88'- Verkchrsbanl....... 116 50 117 Wiener Bankverein..... 12050 121' «ctlen von TranSport-Unterneh-mnu«en. «lld Ware Alföld'Nllhn .......136 ' 136 50 Donau.DllnHfschiff..Gesellschaft 570- 572 -Elisllbtth.Westbahn.....179— 17950 «elb Ware Ferdinands. Norbbahn . . 2292—2297 — Franz-Ioseph-Nahn .... 145— 14550 Galizische Karl-Ludwig«Bahn 24 «v°" Gal. Karl-Ludwig-N,. 1. Em. i0225 10250 Oestcrr. Nordwest.Äahn - > "^ 7,.^» Siebenblirgcr Nahn . - ' ^'^ ,^^0 staatsbahn I. Em. - - ' ^„ ^.50 Sudbahn a 3«/. ....- ^K^ ^^.^ „ 5 /,.»>'' Vevlsen. Auf deutsche Plätze . . - ' ^," ^" London, kurze S.ch - - ' ^^..,^ ^^.^5 London, lange S«Hl - - ^ ^ g^ Paris.......... Geldlorten. «elb W.i« Silbergulden . . 100 ^ -- - ^vv ^ KrainischeGru..deutlastungs.Obllgationen: Oeld 91 50. Ware-------. Kredit 264-10 bis 264 20. Anglo 12b'- bis «achtrag: Um 1 Uyr 15 Mmmcn noncren: Paplerrente » <«, —. 125 25. London 116- bis 11615. Napoleons 9 23»/, bis 9 24. Silber 100- bis 100-.