BiNZELYEJUCAUFSPREIS 16 Rpf, üHorburgtr gtitnng Amtliches Organ des Steirischen Heimatbundes tiaUgasse Nr. ö. l*eriirut; 25-ö'/ Lrscüemt wöchentlicn sechsmal als Morgenzeitung (mit Ausnahme der bonö- u. t?^o "" .1 1 '6t die Schnttleitung nur aut hernrut l-tiertage). Ue^ugsp'eis (im voraus zahlbar) monatlich RM 2.10 einseht Zustell- Nr. 2S-pi erreichbar. -- Unverlangte Zuschritten werden nicht rückgewndi. — jjtbühr; bei Ließrung im Streifband zuzüglich Forto; bei Abholen in der üc- Dti Antragen Kiickporto bcilegeiv — Postscheckkonto Wien Nr. 54.ÖÜ3. schäftsstelle R.M 2.—. — Anzeigen- und Bezugsbestellungen in der Verwaltung. Otr. 336/1 3ltar&uro o. ft. 3>rau, ^TRitltooc^, 3i. 3)rsfm&er i94i/3)onner«tas, i. 3änner 1042 81./82.3ol>rgang Churdillls Uerrat an Europa Unter Kontinent soll von Stalin »neu geordnet« werden...! Schlagende Beweise lnim*r «ngcr« V*rbtiid*rung london44«skau B c r Ii n, 30. Dezember Sichon il« (He geheimen Pläne Stalins über den Einfall nach Mitteleuropa tm Frühjahr des nun lu Ende gebenden Jahres offenbar wurden, war es für jeden Deutschen erwiesen, daß Churchill den grüßten Verrat, den die Weltgeschichte je erlebt. t)cgangen hatte. Jetzt rundet v^^ich dieses Bild. Dieser Verbrecher, dem ein Schlag nach dem anderen von der deutschen Wehrmacht versetzt wurde, dessen von ihm geleitetes Empiere infolgedessen m allen Fugen kracht, versucht auclt weiterhin, Europa gewissenlos dem blutrünstigen SchlÄchter im Kreml auszuliefern. In den letzten Tagen mehren sich die Stimmen aus London, die nochmals ausdrücklich bestätigen, was seinerzeit bereits zutage trat. Die »Times« bringt es am Sonntag fer- kretär clts englischen üewerkschajtskon-l|g, im Zusammenhang mit dem Bittgang gresses, war in London zum Empfang der Edens bei Stalin zu schreiben; »In Europa^ bolschcwistisclien Brüder zum Bahnhof müssen Großbritannien und die Sowjet-' geeilt, inn die licbtn Freunde, die man union die Bollwerke für die Bewahrung} bis vor Jahresfrist in London als niehti des Friedens werden. Die AußcnpolHilt «alonfühig ablehnte, /n bcgrüRen. 1942 3aAr 5er 3$rtPähnino Von BundeafQhrer Fram Stfindt Großbritanniens wird in Zukunft nur ef-j Nicht uinsonsi hat also die »Ti)nes>v am fektiv sein, wenn Ensland die militärische i Sonntag gepredigt, »die gemeinBamc Pn-Sicherheit und die öKonomlschen Interes-i litik (zwischen den Bolschcwisten und sen der Vereinigten Staaten und der Sow-,den Engländern) kann nur durch eine wachsende Gemeinsan»Uci( In ilen Idealen erreicht werden«. (Forisetzun« autSeite ,^) Bangkok, 30. Dezember. Die britischen Trnppon belinden sich südlich von Ipoh in voller Flucht und Manila staric bedroht Konientritch«r Angriff mit n«u«n Verttärlciingen — Feind-widerstand beginnt nachzulassen jetunion berücksichtigt.« Damit besIMIigt das britische Blatt iihermais, daß Großbritannien bereit ist, sich mit Haut und Haaren an die Bol-bchev'iftenr aus*ulicferiV Die »Times« meint nflmllcl!, daß es »für lingland viel bei der Sowjetunion zu lernen gebe, denn ilie F^olsrhewisten würden eine groTvi; Rolle in der zukünftigen Neuordnung der Welt spielen«. i Also sagt .die »Times«, muß man den Bolschewisten den Vortritt In Europa lassen. Scrutator, der Verfasser des »Times«-Aufsatzes, stellt fest, Sowjetrußland iiaitan keinerlei "VertekliiTiinKV^^^^^^^ ob^ L®"**. iK ^U' Wühl von britischer Seite das Gegenteil EnRland habe s^ Im Mittleren Osten w-j behauptet wird. Die nach Süden vorsto-wie In Nordafrikn und die Vereinigten ß^ndon Japaner erreichten Batii Gay ah Staaten im Stillen Ozean. , , i das nächste Hauptziel wird der Man steht, St.'ilin hat sich einen hohen, Bernam-F|uÖ sein. re^ lur seine \\ affenhilfe von hnglnmlj Umgebung fiel den Japa- druckt s!rt"'nodr deutUdier spricht von »Zupesländnissen an Stalin, die die inneren Verhältnisse Mittel- ujul Westeuropas betreffen«. Alit anderen Worten; Falls es nach Churchills und Kdens Wunsch geht, snlll Stalin als Kaufpreis für seine WaffenhÜf.' das Rt'cht erhalten. Europa nach bolschewistischen Methoden neuzuordnen. Wj'? das bedeutet, weiß Ijiropa, mit Ausnahme iler britischen Insel und eines gv--yissen Teiles iler skandinavischen Halbinsel, und Europa hat daher in den letzten Monaten In einem Waffen gang von geschichtlicher Bedeutung unter Führung iH'Utschlands die bolschc\^istisclu'n Heere zusnmmen^chauen und bis an die Tore Moskaus, Leningrads und bis ans Asowsche Meer gejagt. Dennr^ch läßt der Verbrecher von London nicht locker, wie die eben wiedergegebenen englischen Pressestimmen beweisen. Die Verbrüderung' /.wischen den britischen Oeldsackpnlitikern und den bolschewistischen Bestien wird tMglich enger. Als Eden von Moskau n;u-li i '»ndon zurückkehrte, befanden sich, wie Renler noch besonders unterstreicht, Lord-Sie-gelbewnhrer Maior Attlee, der Erste Lfnnl iler Admiralitüt Alexnndcr, Frau Eden und Frau Maisky auf iKmu Bahnsteig vEinc große Mcnschrnmeng*'. welche Fahnen mit dem Hammer- und -Sichcl-Zeichen trug, hrach in Be'rallsrnlc aus und sang niindestenv; fünf Minuten huii,' die Inter-nali(mnlc.«f In Begleitung Edens befand sich eine Oiuppe bf'lschewistischcr Gewerkschaftsvertreter. ilio •'ini«"' Woclvn in l^v^t'-nJ bleiben wird. Sir Walter Citrinc, der Sc- Marburg, 31. Dezember. Das Jahr 104! wird als einer der gewaltigsten Zeitabschnitte in die deutsche Geschichte und darüber hinaus in d'e des europäischen Kontinents eingehen. An der Schwelle zum neuen Jahre gcz'emt es s'ch stille zu stehen, rij^kzublicken und jj'us der Betrachtung iler hinter uns lie-,genden Geschehnisse, d'e heute schon Vergangenheit sind, Kraft und' seelische Stärke für die Stunden kommender I.K'-wührung ^u suchen und /.u finden. Dabei tritt unser persönliches Schicksal mit seinen Schatten und Frciulen. Glück unil Soigen zurück; all unser Sinnen gilt nur ctem Schicksniskampf unseres Volkes, der Zukunft des Reiches uiuV dem Wollen des Führers. Der von den Plutokralen im Jahre lO."-*'.) vorsälzüch provozierte Krieg sah auch ini vergangenen Jahre Deutschlands Waffen auf allen Fronten, zu Lande, zur See und iiitiiiiiiiiitiimiiiiiiniiiitiiiniHrni(miiiniiiiiiiii?!!!tiimiiiiiii!!iiMiiifiiitiiiiiiiti[iiiitiitmMi(ii'(iii(ffti:iii!i!ii:!iriMiriiiiiiiiiiiiiii('iiiiiiiiiii Briten in voller Flucht in Maleyi vorslossende Japaner erreichten Batu Gayah in die Hände. Singapur wurde In der Nacht /um Dienstag und am Dien&tag morgen dreimal von lapanisohen Bomlysrn angegrü-len, wodurch schwere Schäden an militärischen Zielen entstanden. Während Flüchtlinge aus Nord-Malaya nach Singapur kamen, strömt jetzt die Bevölkerung von Singapur wieder aus der Stadt und flüchtet nach Jahore, um den schweren Luftangriffen zu entgehen. Tokio. .30, iJczeniber. Den letzten aus Malaya von den Philippinen und auj) Borneo eingetroffenen Nachrichten glaubt man in Tokio entnehmen zu können, daß der feindliche Widerstand überall nachzulassen beginnt. Mit nenen Verstärkungen nähert sicli ein konzentrisclier Angriff der Phiiippi-nen-Hauptstadt Manila, deren Lage in unterrichteten Kreisen Tokios als stark bedroht angesehen wird. Sobald die Michtigsten Flugplätze auf der Insel Luzon und der Hafen von Manila in japanische Hände fallen, rechnet man damit, dait das Schicksal der Phi- lippinen besiegelt sein dürfte. Abgesehen von den wirtschaftlichen Auswirkungen und dem enormen Pre-stigeverlust für die USA würde damit die Ictzto Möglichkeit einer Ablenkung des japanischen Angriffs entfallen, der mit verstärkten Kräften auf Britisch-Bornco und Singapur fortgeführt werde. Da die brlttsch-indisclien Kräfte im Gegensatz zu den .fapanern ohne Aussicht auf Verstärkungen und mit Einsatz der letzten Reserven einem weit überlegenen Gegner gegenüberständen, so könne über den Ausgang der S<;hlacht im Sudwestpazifik kein Zweifoj mehr bestehen. Bomeo$ Schicksal entschieden Die wirtscliaftliclie und militärisciie Bedeutung Kutsclilngs in der Luit siegreich. Der letzte englische Versuch, auf dem europä schen Kontinent, nach dem Rück/ng von Dünkirchen, neu-erding.s Fuß zu fassen, wurde nach Deutschlands Feldziig ini Südosten illusorisch. f)er von einer englandhörigen Offi-ziersclicjue in Belgrad entfesselte Krieg führte zur Zerschlagung iler serbischen Armee und zur Auflösung des jugoslawischen Staates. Aus den Trümmern dieser in ticn Pariser Vorstäilte-Eriedensiiiktaten Tokio. 30. Dezember. [ dem auch politisch u. militärisch. Von hier Mit der Einnahme der wirtschaftlich aus lasse sfch infolge seiner günstigen uiid militärisch wichtigen Küstenstadt | Borneo beherrschen. Diese Kutsching Im Südwesten von Britisch-(Bedeutung Kntschings sei auch Borneo dürfte das Schicksal ganz Bor-' Feind bekannt, der dalier äuücrsten neos praktisch bereits entschieden sein,! ®|!| ''f" »Tokio Nltsc-hl NUsch.. Be.rach.„„. j Ml. Uber die Auswirkiiiigon dieser Opera-iKrIolg der japanischen Strellkrälle mit,....... Conen cfslsicllt, kntselilni: diene iilclil nur der BesctzunK Guanis, Wakes nnd Min-: Riii, Tanks um. nescIiilinMi. m 25 jähren w irtscbaftiioh als Zentnmi Borneos, son-'danaos gleichsetzen, ! bolschewistischer Herrschaft unter hcm- Aufruf d«s FObrers lur lahreswende Verlesung durch Reiehsniinister Dr. Goebbels im Großdeutschen Rundhjnk Berlin, 3L Dezember Reiclisminister Dr. (ioebbels verliest heute Mittwoch, um 20,20 Uhr im Groß-deutschen Rundfunk über alle Sender einen Aufruf des Führers an das deutsche Volk zur Jahreswende. geschaffenen Zwangskonstruktion spriefit neues Leben. Belgrad hat eine deutsche Garnison, auf der Akrnpolis weht die Hakenkreuzfahne und auf der Insel Kreta stehen deutsche Soldaten Wache. Damit isf der europiiische Kontinent von jedem englischen oder englandhörigen Soldaten frei. Die kontinentale Blockade, mit wel-< her England das nationalsozialistische Deutschland und seine Verbündeten abwürgen wollte, ist gescheitert. Die traditionelle Politik des »Festlancdegens«. mit Hilfe dessen England durch Jahrhunderte 1/jropa beherrschte, zum mindesten aber 1 eunruhigte, um in Ruhe sein Empire zu bauen, gehört ein für allemal der Vergangenheit an. Die außer- und antieuropäische Macht England steht einem politisch, wirtschaftlich und militärisch geeinten neuen Europa unter Führung Adolf Hitlers gegenifber. Damit wurde zwangsläufig cier europäische Konflikt zum Weltkrieg! r>ie pe-sclu'ilerft' kontinentale Blockade sf>llle nun durch eine Mobilisierung aller antieuropäischen .Mächte abgelöst werden. Der Kriegseintritt Sowjetrußlands tJnd Amerikas sind die let/,ten Phasen dieser Entwicklung. Im Kreml mag man vielleicht IVOO noch davon geträumt haben, daß aus diesem »imperialistischen Krieg« weder Sieger noch Besiegte hervorgehen werden und daß damit dem Bolschewismus als lachendem Dritten früher oder später ein zerschlagenes und ausgeblutetes Europa mühelos zum Opfer fällt. Der Feldzug in Polen dürjtc diese Fchlorientierung geoffenbart haben. T^er bedingungslose Weg Stalins in Ca^ Lager der seelisch und rassisch verwandten plutokratis^-hen Freunde in London und Washington war die k[arc Konseciuenz aus dieser Erkenntnis. Seit jener Stunde balltu sich im Osten des Reiches ilie großt- Gefahr zusammen, vom Führer erkannt und von 'hm allein als brennende Sorge getragen. Die historischen Junitage des Jahres 1041 stellen Wendepunkte der europäischen Geschichte ilar. Die Würfel, die in diesen Tagen fielen, gelten für d'e Gestaltung kommendet- Jahrtausende. In die unerliört große, alle Vorstellungen und Vermutungen übertreffende rote Offcnsiv-arniee mit Zehntausenden von Flugzeu- Seite 1 Nummer !T?6/1 mungsloser Aufopferung von Millioneri geschaffen und dazu htstimmt, als Avant-Karde der Weltrevolution die Fahnen der Vernichtung von Wladiwostok bis Cher-bourg zu tragen, schlug das deutsche Schwert. Gegen die Mongolenhorden des Dschingis-Khan des 20. Jahrhunderts traten in den Morgenstunden des 22. Juni die Soldaten des nationalsozialistischen Deutschlands an. Adolf Hitler, der Führer Deutschlands, ist damit zum Retter Europas geworden! In gewaltigen Schlachten, vom Führer gep'ant, von seinen Soldaten In den weiten Räumen des Ostens allen \yiderwärtigkeitcn zum Trotz gekämpft, sind die Kerntruppen des bolschewistischen Imperialismus zerschlagen. Btali-stok und' Minsk, Gomel, Smolensk, WJasma und Brjansk, Kiew usw sind Meilensteine auf dem Siegesmarsch und künden in stolzer Sprache vom Feldhem-genie Adolf Hitlers, vom Mut und der Tupferkeit und dem Heldentum deutscher Musket'erc. 3,8 Millionen Rotarmisten traten den Weg in die deutsche Gefangenschaft an, ein Vielfaches davon blieb tot auf den Kampfplätzen. Über 21.000 Tanks wurden zerschlagen. 17.000 Flugzeuge vernichtet und 32.fK)0 Geschütze erbeutet oder zerlrümmert. Vom Weißen Meer bis zum Schwarzen Meer, über 2000 Kilometer, steht tief im russischen Land die feste Front, In der neben tlem deutschen Soldaten der Kamerad der verbündeten Nationen, die Leg onäre befreundeter Staaten kämpfen. Das neue geeinte Europa hat s'ch im Schicksalskampf gegen den Bolschewismus gefunden Wenn der W^inter vorbei ist, die Früh-jrihfssonne über den russischen Raum scheint, wird die erstarrte Front vom Führer in Marsch gesetzt, um das so gewaltig begonnene Werk der Zerschlagung und Ausmerzung des Bolschewismus zu vollenden. Hin'ter der Front sind heute aber bereits Kräfte dabei, die weifen fruchtbaren Räume des Ostens, die schwarze Erde der Ukraine, in den Dienst Deutschlands ifnd des geeinten Europa zu stellen. Die , Rohstoffe, die gestern noch in sowjeti- i sehen Fabriken zu Waffen geg^n Deutschland geformt wurden, dienen heute bereits der Steigerung des deutschen Rüstungspotentials ins G'gantische. DamH ist Europa blockadefest und hält seinen Brotkorb in eigenen Händen. Der Kriegseintritt Amerikas kann an ilip,seiTi Zustande nichts ändern. Von Kir-kcnes bis zum Golf von Biskaya s'tcht die i «•herne europäische Abwehrfront und verurteilt ieden Versuch, über den Atlantik Europa anzugreifen, zur Aussichtslosigkeit. Dem europäischen Kontinent hat sich ' aber in Ostasien als gewaltiger Bundes- • genösse das japanische Reich mit seinen hundert Millionen glühender Patrioten t xur Seite gestellt. Mij den gleichen Pro- I blemen kämpfend, zu den gelästerten ^Habenichtsen« gehörend, auf engem Raum lebend, hat Japan zum letzten Argument jeder nationalen Politik, zum Schwert gegriffen, um den plutokraü-schen Imperialisten mit Gewalt das - zu nehmen, was sich eine ehrenvolle Nation, die leben will, auf die Dauer nicht vorenthalten läßt. Die kühnen Waffentafen der unter dem Banner der aufgehenden Sonne kämpfenden Soldaten; die Schläge von Hawaii, die Versenkung der »Princ of WaleRepulse«, die kühnen Landungen auf den Philippinen, Borneo und Malakka, haben bei den Plutokraten größte Aufregung und tödliches Entsetzen hervorgerufen. Das Jahr 1041 ist au^gefirllt von küh-reti S egen der jungen Nationen. Der unsterbliche Ruhm des deutschen Soldaten leuchtet heller und klarer denn je zuvor. In Ehrfurcht und Dankbarkeit n^gen wir uns vor den Namen jener, die für Volk. Reich und Führer im Kampf ihr Lc4)cn ließen. Den Hinterbliebenen dieser Helden. di<* ihr Größtes für Deutschland jja-ben, den Witwen und Waisen, soll unsere immerwährende Liebe und Betreuung gelten. Das Jahr 1041 brachte der Untersteier-n»ark nach 23-jähriger Fremdherrschaft (lie Freiheit, Die Grenzsteine bei Sp'elfeW mit der Aufschrift -frSt. Germain 1910*; sind ausgemerzt. Eine jahrhundertelange Schicksalsgemeinschaft ist wieder fester denn je zuvor geknüpft. Spuren des artfremden Interregnums zu tilgen und darüber hinaus 900.000 Menschen der Untersteiermark, die sich zu Volk, Führer und" Reich bekennen, zu vollwertigen Deutschen zu erziehen und zu formen, war und bleicht die uns gestellte Aufgabe. Ihr auch im kommenden Jahre unter dem Befehl te unterwegs, luid auch in dit^sem Jahr verstnklen sii^ wi-eder Millionen bri-lisrlKu Jliindolsschilfsraumc.s. 4. Führer und Rc i c h s m a r sc h a II : Der J'ührtT mil dem Roichsmarsehall in seinem nauj>ffjuarti<'r im Osten. Hinler beiden (Iroßadniiral Haeder. (i ri e e h o n 1 a n d : .Sliikns iibi'rfliefje.n die Hauptstadt (1 riechenIands, Athen. .\uf dem miltleren Hügel die Akropalis. ü. Die Reichs-lagsrcde des Führers vom IL DezenilKT, in der er den Kriegsieintrilt i)eutschlands und Ihdicns j^ef»en die USA bekanntgab. 7. und 8. Sowjetunion: Hin sowietisches Pan/.erungelüni, ilas von unseren Sf)ldalen in Brand j^.'schossen vs'uixli?. — Infanterie überc|uerl einen .Flnti im Osleii angesichts des leinwkhÜ«;&ii Vei^orgiHißshaieni KampffluKzeuge ein größeres Segelschiff. In Luftkämpfen schössen deutsche Jäger fünf britische Flugzeuge ab, ein weiteres Flugzeug wurde am Boden zerstört. stolze Erfolge der japanischen Kriegsmarine 56 r^ndflugzeuge vernichtet — 16 feindliche U-Boote versenkt Tokio, 30. Dezember. Die Marineabteihmg des kaiserlichen Hauptquartiers gab am Dienstag um 15.30 Uhr japanischer Zeit bekannt; Die japanische Marineluftwafie hat in der Zeit vom 22. bis 28. Dezember Insgesamt 56 feindliche Flugzeuge über Borneo, dem Chinesischen Meer, der Südsee, Sulu und Celebes zum Absturz gebracht und vernichtet. Überdies hat die japanische Marine im westlichen Pazifik 16 feindliche U-Boote versenkt und eine große Anzahl weiterer U-Boote beschädigt. OSA-Loflwalle machflos Stockholm. 30. Dezember. Der amerikanische Nachrichtendienst bringt Meldungen, in denen es heißt, die amerikanische Luftwaffe auf Liizon sei von den Japanern völlig verdrängt worden. Zu den Schwierigkeiten des Widerstandes käme noch die Tatsache, daß die Flugplätze auf Luzon von den Japanern völlig durch Bombenangriffe zerstört worden seien. Die amerikanischen Landstreckenbomber könnten nicht eingreifen, weil es erstens keine Landungsplätze in I^uzon mehr gebe, und sie zweitens den Schutz der Jagdflugzeuge brauchten, die keinen genügend weiten Aktionsradius hätten. Monallich 2000 Befeciife in CMna Schwerste Verluste der Tschungking-Truppen Tokio, 30. Dezember Nach einer Mitteilung des Chefs der Heeresabteilung des kaiserlichen Hauptquartiers Oberst Ohira haben die Tschungking-Truppen in China in der Zeit vom Januar bis zum Oktober d. J. 329.927 Gefallene, 04.826 Gefangene und eine große Menge an Waffen und Munition eingebüßt, darunter 637 Geschütze, 3441 Maschinengewehre sowie 91.386 Gewehre. Ohira erklärte, daß die Japaner monatlich durchschnittlich 2000 Gefechte mit den Tschungking-Truppen hatten. Er fügte hinzu, daß die Zahl der japanischen Kriegsgefallenen im gleichen Zeitraum sich auf 9527 beUfufe. ItenetekiHdiinfl der Mmm-Bevötkermg f., i s s a b o 11, .'10. Dezember, l>ie ßevölkeruiig der ^lorlugiesiüchen Kolonie Maeao hat sich • in einem Tele-granmi solidarisch mil der portugiesischen Regierung erklärt. In dem Telegramm heißt CS, daß die Kolonie von Maeao der ]H)rlugiesi.sehen Regierung ihre Solidainlät zum Ausdruck bringen wolle Tür den nicht zu rechtierügeiiden .\kt der Besetzung von Timor ,der ein Attentat gegen das Niehlangriffsprinzip darslellt. an der eii«;Jischen Ostküste mit guter Trefierlage an. Bei Tage wurde westlich der Faröer ein Handelsschiff durch Bombenwurf versenkt. Im Geleitdienst eingesetzte Untersee-bointläger schössen drei von sechs angreifenden britischen Bombern ab. AHe geleiteten Schiffe efreichten sicher ihre Bestimmungsorte. In Nordafrika erzfeiten die deutschitalienischen Truppen Im Raum um Age-dabia weitere örtliche Erfolge. Die Zahl der beim Gegenangriff abgeschossenen feindlichen Panzer hat sich auf 74 erhöht. Mehrere Hundert Briten wurden gefangengenommen. Auf der Jn'-.ei Halta wiMxlen Flufjplätze des Feindes büi Tag und Nacht-angegriffen. \ or La \^jetta versenkten deutsofae' nHHiMHs Verrat an Sirapi rortsetzuiiK von Seite f. Roosevelt fehlt selbstverständlich im Chor der Schreier, die Europa an die Henker von Moskau ausliefern will, keineswegs. Wie das USA-Nachrichtenbüro Associated Preß meldet, hat Roosevelt versichert, daß »diesmal Deutschland entwaffnet bleiben würde«, was bedeutet daß in Zukunft in Europa nur die Bol-schcwisten Waffen tragen und ihr blutrünstiges Regiment führen dürfen. Diese Mitteilungen aus feindlicher Quelle sind der schlagende Beweis für die von uns schon seit langem vertretene These, daß England die europäische Kultur und Zivilisation, deren Hüter es ursprünglich sein wollte, jetzt, da ihm das Wasser bis zum Halse steht, ohne mit der Wimper zu zucken den bolschewistischen Massenschlächtern ausliefern möchte. Europa hat sich dagegen aufgebäumt und im Jahre 1041 das bolschewistische Untier nach Osten getrieben. Es wird unter Deutschlands Führung im kommenden Jahr auch England schlagen und damit die kultnrzerstörenden Pläne des Verbrechers Churchill und seiner Kmnpanei zunichte machen. I>te nächste N»mmer der »Mafbttrgef Zeltung« erscheint am Freitag, den 2. Jänner 1942 zw gev/öhnlichen Stunde! Priick und Verlae: M.irbiiriier Verl.TKS- und Druckern Oes. m. b. H. — Vfrla;;s'Piliini!; r.tfon RjumEartn^'r Hauptschrilllelter: Anton (Icrschack: alle in Marhiiiv _ n. d. Prait, B.idga'^se fi.__________, Zur Zeit tüf Anielpen die Preisliste Nr, 1 vom I Itinl.lWI cdilijr. Ausfall der Lipfmini: des h«l iiftberor Oewalt oiiw Petricbsstönmc cibt keinrr Anbruch'aoJ des •Vunimer 3367 »Martnirgtr Zeffunfif«» 31. Dezember I94t I. jÄnncr 1942 Seite 3 (SrffiHuna und itampf Von Siegfried Tr«inl Marhur«:, .^1. Dezember. Wer heute in der Unter^tciermnrk am letzten Tage des Jalircs l^ückblick und Ausblick linltcn will, der kann dies nicht tun, indem er sich all die vielen Ercif?- iiisse dieses verk'ansunen Jahres ins Gc-dächtnb ruft, sondern er kann schlcchl-liin nur ein Oeschelien als bestimmend tcststdlen, die F3cfrciung der Unterstcier-rnark ans fremdem Joch und damit die Kriiilluna' der Schnsuciil von Mundert-tiiusenden Menschen in diesem Kaum. Damit aber nalmi nunmehr dieses herrliche Siiick Land mit seinen Mcnschen auch sofort aktiv teil an dem iirülJlen en in ihren Auslagen wirksam auf die Bedeutung der Snnunlung hin. Prächtige Winlersaclien zeigen d e Schaufenster. Dabei sind die rusgeslellten Gegenstänue keine Mustcr- stüfke, sondern tatsächlich für die Soldaten der Ostfront in den SaninieNtellcn .■nhgegcbene Spenden. Pelzmäntel, Pelzfutter, Muffs und Pelzkrägen sind neben W i n t e r aus r ü st u n g.sgege ti s t ä n d e n ti n d Woflsachen n\ sehen. Auch viel Selbst-gefertigtes ist darunter. Die untcrsteirischen Frauen haben steh bewährt Was man hus alten S.'u'lu'u nlle^ noch gebrauchsfähig liersteFfn k.mn, das haben die Fr;juen des Sieirischen Heimnt-bundes schnell erfriRt, erlerni imd vorbildlich angewendet. Fäustlinge und Pulswärmer sowie die versch'edensten Schützer für OhrLMi, Nacken, Brust, Knie und Zehen wurden aus alten Flesten angefertigt. I-inige Hausfrauen fanpf ist hart und erfordert ganzen Einsatz, Nicht nur des Soldaten an der kämpfenden Front, sondern der ganzen großen Gemeinschaft auch in der Heiuial, Das konnnendc Jahr wird von diesem Kampfe beherrscht seit). Die Untersteiermark und ihre iMcn-schen sind nun mitten liinciiigcstellt in rr. - - -'nrr iL-........mmsmmmBmMmm diesen Kampf, können so mit zum end-gülti.gen Siege beitragen und werden durch die Tat hinehiwachsen in die große detitsclie Volksgemeinschaft. Wir gehen in das neue ,iahr mit der Gewißheit des Sieges. Und diese Gewißheit gibt uns allen die Kraft, alle Ent-belinmgen und Unannehmlichkeiten, die der Krieg von uns verlangt, leicht unJ freudig zu tragen. Die schöne, herrliche Untersteiermark aber wird in diesem Kampf die schönste Erlüllung finden, die es geben kann: für alle Zukunft Bestandteil des Großdeiit-^chen Rctchcs zn sein. Seite 4 »Marburger Zeltung«, 31. Dezember 1941 -1. Jänner 1942 Nummer 336/1 Das deutsche Volk und seine Sprache Was vor zwanzi§r Jahren im Laibacher „Slovenec" zu lesen war Marburg, 31. Dezember. Mit dem neue» Jahr beginnen in der ganzen Untersteiermark wieder deutsche Sprachkurse, nachdem den bisiie-rigen so überaus zalilreich besuchten imd nunmehr beendeten Kursen überall in unserer Heimat ein wirklich ganz außerordentlich günstiger Unterrichtserfolg beschieden war. Daß sich die Untersteirer alle Mühe geben, sich hi der deutschen Sprache zu ycrvollkonimnen. ist jedermann begreiflich, und die Gründe dafür liegen so klar zu Tage, daß sie in diesem Zusammenhang auch gar nicht erst aufgezählt werden sollen. Wenn also im folgenden das zwanzig Jahre zurückliegende Urteil eines Laibacher slowenischen Blattes über den Wert der deutschen Sprache wiedergegeben wird, dann geschieht dies wahrlich nicht deshalb, weil wir vielleicht um Argumente verlegen wären und sie erst bei unseren verflossenen oder noch gegenwärtigen Gegnern ausborgen müßten. Ks soll vielmehr nur einmal aufgezeigt werden, wie Slowenen damals in der Zeit der gehässigsten Deutschenverfoigung im jugoslawischen Staat "Wirklich dacliten und wie ihnen zeitweilig die »Grausbimen« aufstiegen vor dem, was damals aus Belgrad und aus dem Küstenland in das Land lier-einflutete. Ks sind ja auch genügend zahlreiche Beispiele bekannt, daß führende Slowenen, Orjuna-Häuptlinge u. dgl., die öffentlich gegen alles Deutsche wetterten, wie und wo sie nur konnten, ihre eigenen Kinder in der deutschen Sprache unterrichten ließen und den hiczu beanspruchten Lehrern alsl ;vSchweigegeId« das doppelte und 1 mehrfache Honorar bezahlien. Nur diei große Masse des Volke;> sollte dem; Deuts ' 1 immer mehr entfremdet werden, weil sie dann ein utnso willfährigeres und hilfloseres politisches Spielzeug und Ausbeutungsobjekt in den Händen der slawischen Machthaber war. Und so Ist es immerhin für jene Zeit ganz erstaunlich gewesen, daß der Laibacher klerikale »Slovenec« am 1. Dezember 1921 für die deutsche Sprache eine Lanze brach, daß das Organ des Deutschenhasses sich an diesem Tag als weißer Rabe aufspielte. Vielleicht wollte man aus irgendwelchen partei-gescliäftlichen Beweggründen der Belgrader Regierung einmal drohend zeigen. daß man, wenn nötig, auch anders könne. Wie dem nun gewesen sein mag: an jenem Dezembermorgen vor zwanzig Jahren konnte man neben anderen durchaus nicht deutschfreundlichen Dingen im führenden Blatt der sloweniscli-klerlkalen Unduldsamkeit nachstehendes lesen: »Was ist die deutsche Sprache? Vielleicht wirklich die harte, unerbittliche Hand, die uns durch Jahrhunderte gedrückt hat? Man muß sagen, nein. Die deutsche Sprache ist daran unschuldig und es ist ein bloßer Zufall, daß die' Habsburger und ihr Klüngel sich der deutschen Sprache als eines Mittels für ihr Regime, bedient haben. Tatsächlich müssen wir auf die deutsche Sprache als auf eine Sprache schauen, die von 80 Millionen Menschen mit hoher Kultur und noch höherer Zivilisation gesprochen wird, von einem Volk, an das uns hundertjährige Traditionen knüpfen, von einem Volk, dem wir auf jeden Fall auch den gewichtigeren Teil unserer Kultur und unserer Zivilisation zu verdanken haben, von einem Volk, mit dem uns die im Laufe von Jahrliunderten entstandenen wirtschaftlichen Zusammenhänge verbinden, von einem Volk, das trotz seiner Niederlage noch immer eine große Rolle unter den Weltmächten spielt und eine noch größere in Zukunft spielen wird. Unsinnig ist nämlich der Glaube, inan könne einen Menschenschlag von dieser ungeheuren Lebenskraft. wie sie die Deutschen gerade im Weltkrieg gezeigt haben, seiner Weltgeltung berauben. Mit der Herabsetzung der deutschen Sprache an unseren Schulen haben wir also nicht das starke Werkzeug des früheren österreichischen Regiments vernichtet; das geschah ja von selbst durch die Abtrennung unseres Landes von Wien, Sondern wj;- haben aus unserer Schule jene Weltsprache hinausgeworfen, die allein uns mit der Welt und der Weltkultur-verband. Jahrhunäcrte haben wir hi der deutschen Schule gelebt, in jener soliden, genauen deutschen Schule, und wer gerecht urteilt,, muß gestehen, daß gerade diese deutsche Schule es war, die uns vor unseren südlicheren Brüdern emporhob... Der Einfluß dieser soliden deutschen Krzielmng hat sich sogleich beim Umsturz gezeigt, trägt uns heute noch und wird alle gegenwärtigen Geschlechter tragen. Wir lebten und entwickelten uns im großen Wirtschaftskomplex, dessen Zentrum heute Deutschösterreich Ist. Alle Fäden unseres Wirtschaftslebens sind eng verknüpft mit jenen in den früheren österreichischen Provinzen, und die Ansicht i«t töricht, daß es möglich wäre, ein Wirtschaftsleben in ein paar Jahren in eine andere Richtung zu leiten ... Alle diese Faktoren zwingen uns geradezu dazu, auch in Zukunft die deutsche Sprache in unseren Schulen in ausgiebigstem Maße zu pflegen.. Das Ziel unserer Lehrpläne müßte sein, daß jeder Absolvent einer Mittelschule die deutsche Sprache vollkommen beherrschen muß. Denn sie ist nicht das Symbol unserer Untertänigkeit, sondern nur die Weltsprache, die uns mit der Welt verbindet und uns die Weltkultur vermittelt. Wenn wir freie Menschen sind, dürfen wir uns nicht auf den Standpunkt eines vierzehnjährigen Knaben stellen, der die Volksschule verlassen hat und nun arrogant ohne Gruß an seinen ehemaligen Lehrern vorüberschreitet...« I Drei Tage später, am 4. Dezember I 1921. hat dann das Neusatzer »Deutsche Volksblatt« auf diesen ungewöhnlichen »Slovenec«-Artikel geantwortet, indem es auf die Zustände im »ehemals deutschen« Marburg hinwies. In dieser Stadt, so schreibt das Blatt, mache sich seit dem Umsturz eine solche Amtosphäre von slawisch-nationalem Chauvinismus breit, daß Fernstehende nur mit entsetztem Kopfschütteln die Nachrichten aufnehmen, die von dort kommen. In der letzten Zeit seien dort eine ganze Menge von deutschen Vereinen in die Luft zerflattert. obwohl anzunehmen wäre, daß z. B. der deutsche Verein »Friedenspfeife« noch ruhig weiter hätte glimmen können, ohne daß deswegen das-neue jugoslawische Staatsgebäude in Brand geraten wäre. Das Neusatzer »Deutsche Volksblatt« gibt ferner dem »Slovenec« zu verstehen, daß gerade die slowenischen Zeitungen die ärgsten Ouälgeister der Deutschen überhaupt und im besonderen jener in Marburg sind. In Marburg werde Zeter und Mordio geschrien, wenn ein Tanzlehrer seine Unterhaltungen doppelsprachig ankündige, schon ein einziges deutsches Wort bei einem Tanzabend gelte als Herausforderung des Slowenentums und die Deutschen, die sich ihrer Sprache bedienen, würden öffentlich verschimpfiert. Der größte Schädling der »vaterländisch-jugoslawischen Interessen« sei der slowenische Chauvinismus, wie er in. Marburg zu Tage tritt. So hat das Neusatzer »Deutsche Volksblatt« dem »Slovenec« in ziemlich deutlicher Weise den Rat erteilt, vor seiner eigenen deutschfeindlichen Türe zu kehren. Worauf es dann im Laibacher klerikalen Hetzblatt bezüglich des Wertes der deutschen Sprache auch wieder stille wurde. Höchstwahrscheinlich deshalb, weil Belgrad sich mittlerweile bereit erklärt haben dürfte, den einen oder anderen höchst materiellen und natürlich außerordentlich dringlichen Wunsch irgendwelcher geistlicher Würdenträger der »Slovenec«-Partei zu erfüllen. Jedenfalls verdanken wir dann einem solchen itn dahingegangenen Jugsolawien durchaus nicht seltenen partei'politischen Kuhhandel eine für jene Zeit überraschend klar geschaute Darlegung dessen. was die Untersteiermark und darüber hinaus die Krainer dem deutschen Volk und seiner Sprache seit Jahrhunderten zu verdanken haben. A. Ger. Loidin sieht große fieiahrei «,Die Situation in Ostasim zwalMlet bodmiKÜch varsclilechtart" S t o c k h o 1 m, T«). DczeuiiKT Der hokaniilp onglische MililArkrltiiccr f.itldcll Hart ftestvhl in einem Soiulorbe-i'it.'hl für die süflanu'rilianisclion Zoituiigi'n (Mo schwori'Ji Sor^iou der Engländer ühi-r die Kntwioklunf« clor liUgo in üslnsitni riiL In (li'r (IrilLeii Krii'ßsWoclio habe sich die .SiluiilioJi zweilVllos bedviiklich vor-schlcchltTl. Dii'si's M-i eine Folgccrschci-nung (lor zu Ucginii orlitloiieii SchlappiMi. Auüi'r diT Offcnsivo in Malaya, luilU'ii die JapaniT auch zur Sw gli\ckliclic Opora-lioni'ii in ständig U'acli.si'ntleni Massi' «lurrhf^i'iührl. Ihn- (uMi'ilzü|(»' gi'Uuigleii ohne noiineijswcrlc S<'hwiorigki'iloii ziuu Malayischcn Archijx'l und schilften Truppen auf wichtigen l)rilischeji und noixl-amcrikunischcii Besitzungen aus. Hongkong sei gefallen, die Philippinen in schwerster Gefahr. In Malaya stücn die wichljgsten Ziniigrulwn und Kautschuki)lantaßen besetzt, auch seien Sumatra und Singapur iH'drohl. Die SchneUiglceit dieser F.rfolge iiln-rrasche. Möglicherweise' seien sie auf (Uis Verschulden der urtliciion Mililärbi'-hörden zurückzuführen. Hart sieht angesichts die.ser Entwicklung der Kriegs-ereignißi' insbesondere auch große Ge-faliren für die hrilisch-nordainerikanlschc Gunnniversorgung. Die japanischen Erfolge sein, so meint der englische Mililärkriliker weiter, nicht unvermeidbar gewesen nnd beruhten auf der „mmindesl augenblicklichen japanischen Seeherrscluifl''. Sie hüllen durch eine .Vklion der USA-Flotte vermieden werden können, falls diese eingesetzt worden wän-, l>evor die Japaner festcji, Fuß faßten. Liddell Hart beendet den .\rlikel mit dem verzweifelten .\usruf: „Wo bleibt die USA-Elotlet' Die anglo-amerikanische Stellung bräche zusammen und nur eine sofor-iijie nordanierikanische Flollenaklion könne die Lage reiten. Liddell Hardt vergil.U daiwi die ja auch ihm bekannte Talsache, daß die FSA-Flolle bei Hawaii ihr (irab gefunden hal. W) Züichnune: Tructsch/Deike John Bull: »Verdamnitl... Das neue Jahr scheint auch gegen mich zu sein!« mfsm 1 DIE GELBEN PERLEN I 1 EIN ABENTEUERLICHER ROMAN | Sllllllllllilillll VON HANS RABL llllllllillllllllli« Copyright by Verb: Knorr 6c Hirtb, MQnchco 1940 (45. Fortsetzung) -»Allmählich glaube ich, dies ist meine letzte Reise«, flüsterte er hoffnungslos. )/Von mir — weiß ich es«, hauchte sie. ;>Und — ich bedaure es.« »Sie leben also gern?« ylch hänge nicht daran. Wirklich nicht. Es gibt so wenig, das ich nicht gesehen und erfahren hätte — und doch, eines hätte ich gern noch —« -)Und was ist das?« fragte er, allmählich ihrem seltsamen Ton verfallt?hd. »Von einem Mann geliebt zu werden, den ich achte.« »Aber er —?« >lch habe ihn sehr geliebt. So, wie man es mit \Vorten nicht ausdrücken kann. Vielleicht tu' ich's sogar noch. Aber achten —?« Jan antwortete nicht. Fs überfror ihn. Vor langer Zeit war er einem Fisberg begegnet, der sich fast bis nach Neuseeland verirrt hatte. Plötzlicher Nebel hatte ihn angekündigt, eine frieselnde Kälte und dazu das unabweisliche Gefühl unmittelbar nahenden Unheils. Genau das gleiche empfand er nun wieder. Unwillkürlich stand er auf und blickte üch um. Kirsends war Nebel; die Nacht war wundervoll klar. Auf dem nackten! gelblich-braunen Rücken des Rudergän-1 gers standen feine Schweißtröpichen;j der Mann fror durchaus nicht In diesem] Augenblick empfing Jan die sichere Gewißheit, daß alles, was er seit der leiz-; ten Landung auf Ambon getan hatte, unsinnig war. Einem Phantom war er nachgerannt. Denn — Bctje war tot. Bis jetzt hatte er sich erfolgreich suggeriert, sie lebe; und das hatte ihn vor der Verzweiflung bewahrt. Plötzlich aber besaß er die Kraft zur Selbsisuggestion nicht mehr. Alle, alle sagten es; al'e Zeichen s.prachen allein dafür, und kein einziges dagegen, ßetje war tot; seine Schuld war es. Und nun stand die Strafe vor ihm: durch Brodies Verbreclicn. das er nicht hindern konnte, weil er es nicht kannte, entehrt zu werden. Als er die Umwelt wieder begriff, fand er,sich allein. Die Frau war leise gegangen. Sie hätte noch da sein sollen, haderte er; kein Unrecht war es und keine Untreue gegen die tote Geliebte, wenn er in diesem Augenblick nicht allein zu sein wünschte. Er setzte sich, stützte die Ellenbogen auf die Knie, preßte die Handballen in die Augenhöhlen. Sie hätte — o verdammt! — sie hätte noch da sein sollen! — In Tuku Ncgoros geriiiiniig luftiger Kabine stand Deacon Brodie vor dem Spiegel und kämmte sich. Pheasant. in einem hauchdünnen, spitzenübcrricscltcn Seidenhemd, lag sclir.n tnul hielt die Augen treschlnssen. ^Hat er . fr:igte Brodie überraschend, und nach der langen Stille klang die Frage wie ein Schuß, »dich gekülJt?« »Nein«, antwortete sie tonlos. »Dagegen«, sagte der Engländer und betrachtete aufmerksam den gelungenen Scheitel, »hätte ich nichts. Du weißt, ich bin tolerant. Wenn du dir dagegen irgendwelche sentimentalen Gefühle für ilin gestatten würdest«, er trat zum Bett imd drehte ihr Gesicht mit kurzem Ruck dem seinen zu. »würdest du mich zu empfindlichen Maßregeln zwingen. Du kennst mich, nicht wahr?« Sie wehrte sich nicht gegen seine Hnnd. die ihr Kinn schmerzend festhielt. »O ja«, entgegnete sie. »ich kenne dich. Ococon. Ich kenne dich.« — Mit einer kaum merklichen Handbe-wegung korrigierte der Dajaker am Ruder eine geringe Kursabweichung. Vnn "•iitem, stetigem ^^'ind getrieben, lief »Texas Girl« den SchÜdpad-Inseln ent- gegen. Sechstes Kapitel Als der Ausguck auf der Vorderrnast Land aiissang, geriet die Crew von ^>Texas Girl« in lebhafte Bewegung. Der dajakisclie Bootsmann pfiff alle Mann an Deck. Jan. gefolgt von Tuku Negoro. ucr ihm mit kalter Höflichkeit in den Wanten den Vortritt ließ, enterte zum Mars auf mul suchte durch BroJics vorzügliches Gins zu erkennen, ob wirklich jene Einfahrt vor ihm läge, die die -^Pi-naia« damals hem'it/t hatte. Mit Bcfrif-«'iiriing sah or. er hatte gut navigiert. l'l;icli inid kärglich lag die Schäre vor ihm, nahe der das alte Schiff gestrandet war. Er ließ das Glas auf die Brust fallen und hielt sich eine Sekunde mit beiden Fäusten fest. Jetzt begann es. In einer Zeitspanne, die wohl besser nach Tagen als nach Wochen gezählt wurde, nmßte er erfahren, ob Betje lebte oder nicht; ob die starke, tröstliche Gewißheit ihres Lebens, die ihn so lange aufrechtgehalten, getrogen hatte, oder ob die plötzliche eisige Ahnung ihres Todes, die ihn immer noch düster umfing, nur wüster Traum war. Als Jan wieder herabglitt, stand Brodie auf Deck, reichte ihm zum letzten Sprung die Hand entgegen und befragte ihn mit einem Blick. Jan nickte. In den Augen des Engländers glomm etwas wie Jagdfieber auf. »Also hier«, murmelte er. stützte die Ellenbogen auf die Reling, und drückte das von Jan zurückgenommene Gias an die Augen. Regungslos, die Ufer absuchend, die sich an ihm entlangschoben, verharrte er so die ganze Zeit, die Tuku Negoro brauchte, um, von ein paar sparsamen Winken Jans imterstützt, »Texas Gfrl« sicher durch den Durchlaß des Riffs in die Lagtme zu bugsieren. Der .Javaner tat es mit einer selbstverständlichen Sicherheit, die Jan widerwillig bewunderte; eine Hand in der Takelung, balancierte er auf dem Bugspriet und gab von dort aus seine kurzen Kommandos: die Da.iakcr führten sie mit einer Präzision mul Ruhe aus. die anl'.crordcnHi*.-li war' Manöver anf Manö.er kl:ipp!(;. bis der Anker ans der Klüse rasselte »ind GruiiJ faJjic. Nummer »Marburj3[er Te'fnnp:«. Pe^ember 1041 -t. T.'lnncr 1042 5eite 3 AUS STADT UND LAND ittiiiniiiiimtiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiititiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiniiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii^ "».T'Sff.SS ''•rtli'liliMB iinrcii das Berufserzlelionoswerk An der Schwclle des schicksalsreichen Jahres 1941, an der wir jetzt stehen, eines Jahres erbitterten Rinffens mit un- j seren Oesnieni und unverffleichlicher Siege der deutschen und verbündeten Waffen, können wir danicbar Rückschau halten. Es sind Stunden der Selbstbesinnung, die den letzten Tag des alten Jahres und den ersten Tag des neuen Jahres krönen. Stunden aber auch des Ausblicks auf große Ziele und Aufgaben, die noch vor uns liegen. Über allem, was hinter uns liegt und über dem kommenden Schicksalsjahr 1942, das von uns den letzten Einsatz fordert, steht der Schwur geschrieben, den der Dichter Brockelmeier in seinem Lied besingt: »Du, Deutschland, wirst bleiben, wenn wir auch vergehen, du wirst dich entfalten, wenn wir auch verwehen. Doch was wir geschaffen, wir schufens für dich, was je wir geopfert, war Opfer für dich. Und Söhne werden, und Enkel erstehen und leben und wirken und kämpfen für dich! Deutschland!« Das sind nicht Worte des Feierns, die uns in das Jahr 1942 geleiten, das sind Worte des Kampfes an den weiten Fronten dieses Krieges, aber auch des Kamni-fes in den Werken, überall, wo das Lied der deutschen Arbeit ertönt, dessen mächtige Akkorde bineinklingen in den Schlaclitgesang, in das Hämmern der Geschütze und das Dröhnen der Motoren. Auch in diesen Stunden der Jahreswende stehen wir wieder still vor der Majestät des deutschen Lebenswillens, der sich selbst in härtestem ihm aufgezwungenen Kampf© durchsetzt bis zum Wege, der in die Freiheit des deutschen Volkes führt. Und wenn wir in den letzten Stunden des Jahres 1941 kurze Rast halten, dann überblicken wir das weite Feld, das durch deutschen Finsatzwillen, deutsche Kampfbereitschaft und deutschen Fleiß in den vergangenen Jahren beackert wurde, sehen nocli einmal die unvergleichlichen Heldentaten unserer tapferen Wehrmacht, sehen das Reich, in dem der deutsche Oeistesarbeiter unvergängliche Werke schuf. Unsere Blicke schweifen über die Stätten der Arbeit. Wir folgen dem Handwerker in seine kleine Werkstatt, blicken in die Großbetriebe, die vom Dröhnen der Maschinen wiederhallcn, geleiten den Landmann hinter seinem Pfluge und die deutsche Hausfrau in die Stätte ihres Wirkens als Hüterin des heimatlichen Herdes. Und aus allem erklingt das Lied der engen Verbundenheit dieses taipferen Volkes, der Gemeinschaft und des unbedingten Lebenswillens. Fs jjibt uns kund, daß wir auch für die neuen, großen Aufgaben des kommenden .Jahres gerüstet sind. Wir wissen daß die Meilensteine, die in das neue Jahr des deutschen Schicksals führen, auf kein anderes Ziel hinweisen, als unsere Pflicht restlos zu erfüllen, zu ar- Leben bedeutet Kampf! Kampf bedcudet Arbeit! erfüllvnx! Arbeit erfordert PIlicht- ^ Das Berufserziehungswerk im Amt Volkbiidunw des Steirischcii Heimatbim-des hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Fortbildung dcs schaffenden Menschen planmäßig zu lenken und dem Arbeiter die vielseitigen Kenntnisse und Anlagen entfalten zu lieifcn, damit sie nutzbringend für das Volksganze eingesetzt werden können. Das ganze deutsche Voli< ist angetreten, um dein Führer zu beweisen, daß es seiner wet;^ und bereit ist, ihm nachzuleben und' die von ihm gestellten Aufgaben zu erfüllen. Der Frontkamerad meldet seinem Vorgesetzten: »Befehl ausgeführt!« — und seine Augen leuchten dabei. Der Arbeitet' der Stirn und der Faust — der Soldat der Heimatiront — konunt abends nach Hause und weiß: »Heute habe ieh meine Pilicht erliillt!« — Gibt es etwas Schöneres, als (-.ieses Frohgefühl?! Inner- und überbetriebliche Lehrgänge für Htuulei, Handwerk uml Industrie, Lehrwerkstätten, Übungsfirnien, ja selbst der Film helfen mit, den deutschen Arbeiter zu höchster Leistung zu befähigen. WirtschaftskundÜche Studienfahrten — ein weiteres Mittel zur Ertüchtigung geben dem Arbeiskameratien, der einen Lehrgang besucht oder besnclit hat, die A\ügiichkeit, das Erlernte nun auch praktisch angewandt zu sehen Unter fachmännischer Führung besucht der Kaufmann industrielle und kaufmännische Kanzleien, der Handwerker und Industriearbeiter Werkstätten und Fabriken. Arbcitserleichterungen durch Vereinfach ungsmethoden oder maschinelle Hilfsmittel bewirken die Leistungssteigerung, die das deutsche Volk anch weiterhin befähigen werden, als tuchtigsfe Arbeiter der Welt zu gelten. hl diesem Rahmen wurden in Marburg jetzt erstmalig t.'ie Teilnelnner zweier Lehrgänge für doppelte Buchführung mi: den vollendeten Buchungs-Fiinrichtungen und -Maschinen der Städtischen Fielriebt' am Domplatz bekannt gemacht. Die beiden Hauptbuchhalter, die Kameraden Ma.si und Nowak erläuterten in dei Kanzlei am r>>mplatz theoretisch und praktisch uas Neueste auf dem Gebiete der Buchungstechnik. Anschliefk-nd bewies der Leiter des Berufserziehungswerkes für Marburg-Stadt und -i.and. f^g. S c h r e g e r, liaß bei dem Totalitäts-Anspruch des Nationalsozialismus auch die Buchhaltung ein wichtiges Anfbaumil-tel im I^ahmen der Gesamtarbeit t!es deutschen Volkes ist. r)ie Zuhörer folgten sämtlichen Ausführungen mit aiiRcrfn-dentlich regem Interesse. Ins Jahr 1942 (Zciühuitns von llrabanccck f; beUen und zu kämpfen,_ damit das Jahr j schuldig, die in dem heroischen Kanipf inn Sein oder Nichtsein des deutschen Volkes für uns auf den weiten Schlachtfeldern und auf den Meeren ihr Leben gaben. R. K. 194J, In das wir nunmehr eintreten, ein Jahr der Pflichterfüllung wird. Den Einsatz sind wir neben unserer tapferen Wehrmacht den Vätern und Söhnen Kleine Chronik ni. Todesfälle. In Marburg, hraii-staudner.Straße .55, verschied die 75-jährige Fisenbalinersgattin Juliane Datscliko und in der Gaswerkstralle 19 der 77-jährige Hausbesitzer Josef B r a u c Ii a r t. in Potschgau bei Marburg ist die Private Flisabeth Lorbe r im Alter von 64 Jahren gestorben. Ferner starb im Marburger Krankenhaus der o8-jährige Reiciisbahnkondukteur i. Simon B e d n a r s c h e k. m. Silvesterfeier im Miirburxer Stadtiheater beginnt um J\ Uhr. Das Haus ist ausverkauft. Stehplätze werden an der Kassa von 20 bis 20..^) ausgegeben, dann werden die Schalter geschlossen. in Anbetracht der beschränkten Unterbringungsmöglichkeiten können an dem z\v6iten Teil der Feier, die im Kasi-nosaal stattfindet, nm* die iiesucher mit Theaterkarten für den Silvesterabend teilnehmen. Ganz besonders wird noch auf das strenge Rauchverbot in allen jenen Räuinen hingewtesen, die deutl^h durcli einen Ansclriag bezeichnet simi. Den Aufsiclitsorgancn ist unbedingt Folge zu leisten. Der Eingang zum Theater >s! diesmal auf dem Doniplatz (Kashiogasse), m. Nach 35 Jahren ihres Bestehens hat die Marburger Papiergroßhandlung W. W e i X 1 & S ö h n e ihr Warenlager m^f I. Jänner der Firma H, Karben tz in Marburg verkauft. Die Firma Karbeitl/. übernimmt sowohl das Warenlager aN auch die Geschäftsräume der Firma W Weixl, die durch drei Jahrzehnte hindurch dank der Umsicht und des Fleißes rter Firmainhaber das führende Unternehmen in Papier, Schreibwaren und i^ürobedarff-artikeln in A'larbnrg gewesen ist. m. Pflege des cleatsclien Liedes in Wollen. Der Männergesanjisverein Wölian, dessen Arbeit längere Zeit gc-ruht hatte', hat nach mehrmonatiger Vorliereitung nunmehr tlie Pflege des deutschen Liedes wieder voll aufgenonunen imd mit FremK' latireswende • WeltenweMle! Von llolBrlch Anacker Fijt luiPtes Kampijalu* will sioli iu'ig;i*n. Dus < rzi?e Lied der Glocken lönl. Vorül>er zieht ins näohtigi' Schweigen Der unerhOi'te nildt'rreig*'n (lewaltirt*'!' Sehlaehten, sii'ggokrönl Und, lu ll umtobt vom Schein «ior lirände, Steigt aus dem dunklen Meer der Zeit Das Jalu' der großen Welten wende ... Zum Selwvur erheben wir tiie llfnidi'; [''ütn'i'i*. lietiehl — wir siiul l)creitl Der Probgaul Von Anton Gerschack Am Südufer dei Mur. gleich ober Mureck, liegt der Süßenberg. Über sehic Hänge und Kuppen sind alte deutsche ^ Siedlungen liingestrcut — Saint Ger-main wollte sie slawisch machen. Es war an einem klaren, kalten Silvestertag. als ich einst vor Jahren den Berg hinauf bin. Knapp an der Straße, schon hoch oben, schaut ein festes (ic-höft sicher und schier selbstbewußt ins i-and; der Nenbauerliof. So nennen ihn die Leute aber erst seit zweihundert Jahren, früher hieß er vAm Bncligroid«. Auf diesem Hof haben durch viele Men-schenalter die Vorfahren meiner Mutter gelebt Nun Ist er freilich schon lange in iremden Händen. Weiler droben aber hauste auf seinem bescheidenen Gütl einer, der noch auf dem Neubauerhof auf-gewaclisen war, der Onkel meiner Mutter. Und diesen Großohni habe ich dazumal zur Jahreswende heimgesucht. Von der kleinen Wirtschaft sieht man herab auf den Neubauerhof. So war es nicht verwunderlich, daß wir bald von vergangenen Tagen redeten, daß der weißhaarige Alte von der Zeit sprach, da er noch jung gewesen. Und er wies nach alter Leute Art auf dies und jenes, an dem sein Jugenderinnern haftete: »Dort, das ist das Fenster von deines Urgroßvaters Schlafkammer... Da in dem niedern Graben ist einmal nachts unsere Dirn, die kleine Zilli. im Schnee steckengeblieben und lialbs erfroren ... Das ist das alte Tenntor. mit dem wir Buben Spatzen .gefangen haben; weniiVs glückte, ein paar Dutzend auf einen Schlag: das waren dann Feiertag für unsere zwei Kräheneulen!... Dort drüben steht noch der Mostbinibanm mit dem tiefen (ieäst. unter dem unsere Knecht zur Winterszeit beim Mondenschein auf Hasen paßten... Gleich neben an der Straße hab ich einmal ein Glirringl von der Nannerl gefunden, von deiner seligen Großmutter, das Ohr-ringl war ein gar altes Lirbstnck ... und dort am Sandbrnc,i sin.l wir (n"t gestanden. haben Nattern gejagt und über die Mur hinabgesclirien bis Weitersfeld...« Als der (iroßohm und ich hernach in der Stube saßen, hat er mir von einem Ncuiahrsmorgen erzählt, an dem er sei- nen Vater nach Mureck hinein beglei-' tete: ^>V\ ird wohl schon etliche siebenzig! 1 Jahr her sein. Aber derselbige Neujahrs-1 ; morgen ist mir noch ganz frisch gegenwärtig, weil der Vater gar so feierlich war. ist ihm auch was Seltsames passiert in eben der Silvesternacht. Ks hat lang nit frieren wollen im selben Winter. Endlich ist mit den Weihnachten der Frost gckonnnen und so arg. daß die Mur am Unschuldigen-Kinder-'i'ag dick zugefroren war. Den Bauern ist das freilich recht gewesen; denti sie haben jetzt vom Süßenberg hinab gleich sclmurgrad über die Mur fahren kömien, mit Wein und Frucht und Holz, inid zurück mit Mehl. Ziegeln und Kalk, Weil aber dem jungen Fis nit zu trauen ist. baben's die Bauern immer erst ausprobiert. Hat^ mein Vater in dem Jahr einen alten Scliinnnel überständig gehabt und der hat müssen diesmal der Probgaul sein. Sic haben also das Roll vor einen Schlitten gespanmit. auf den tüchtig Langholz geladen war, nn^ haben die Fuhr dann_ hinüber getrieben übers Eis, mit Schreien und Peitschenschnalzen vom sicliercji Ufer aus. Meint eben der Vater und jeder: In Gottsnamen! Um den Schiinrnel ist nit sveiter scliad. wenn er einbricht, die I^äunie schwinnnen, und der Schmitten wird zusamt dem Holz wohl wieder herauszuheben sein aus dem Wasser... Nt ja freilich hart, das. Aber Bauernarbeit macht nit anders... Damit aber der Prohganl nit ntchr auf den Berg nniß, hat ihn der Vater drunten in Mureck — weiß nimmer, an wen — verkauft. Der Scliinnnel ist mit seinem Schlitten auch glücklicit drüber, und sind die Lcut die drei letzten Tag ini allen Jahr fleißig hin und wider gefahren. in der Silvesternacht ist der Vater auf einmal munter worden, hört ein Schnaufen vor seinem Fenster und ist auf. Steht da unser Schimmel im Sehnet, hat ein abgerissenes Halfterstück um den Hals und hebt, wie er des Vaters Schritt wahrnimmt, ein heiseres Wiehern an. Der Vater hat den Schimmel in den Stall geführt, hat ihm Hafer und Heu vorgegbeji. und der Loisl. unser Roßknecht. hiit später oft erzählt, daß dabei dem Vater das Wasser in den Augen gestanden ist... Hat der alte Probgaul dann ein gutes Ablelxin gehabt bei uns*. Und v^'ie ich also den Morgen mit dem \ ater nach Murcck bin, hat er. wic's sonst nit sein Brauch war, keine fünf Wort mit mir gered't. Ftliche Mal ha: er aber im tiefen Sinnen mit dem Kopf genickt und still vor sich her gesagt: '>Daheim ist halt dalicim...c Der (iroßohm ist dami eine Weil stumm dagesessen. Lhid was er liernacli noch gesagt hat. War auch mehr ein Selbstgespräch: .. Ist vorzeitig gestorben. der Vater. (loit hab' ihn selig!... Ungetreue Freund' hnben uns Kinder vou Haus und Hof gebracht. Bloß cincu Se!te ö »Marburger Zeitung*, 31. Dezember 1941 - 1. Jänner 1942 Nummer 336/1 i>i man dabei, auch in unserem Ort den Verein wieder auf seine einstige Höhe «ji brinticii. I.)aß dieser eriolßrc ch bcsv^iritien ist, davon zeugte du Käme-radschaflsahend, der zur Durchführung kam. Niehl nur der Hesuch ucs>eib(.n wai k'u^ auch die gesanglichen Darbietungen bewegten aui einer ansehnlichen Slufe Damit i,s| ein langersehnter Wunsch, auch in W'üllan e ne we tere l'i eges alte des deuisclien l/edes zu wissen, m r-ifiillung gegangen. Der zu 'junsten des KriegswinlerJnllswerkes ilLiichgeiiihiie Abend erbrachte einen lir-trag VDn KM !S(). , Unter umsichtiger l.e lung werdwU d e I-Tivhen regelmäßig U)rtge;^cizt und wir siml gewiß, oaß sich die /aiil tler Sänger in den kommenden AUmaten rasch 'steigern diu'f'e. IM. Futlcrstellcn für VöRel. I'iir die kalte Jahreszeit heii.lt es f'uttersteiicn für die \'öi;el herricliteij. wenn unsere niit/liclieti Säii.iier niclit /ugrunde ,v;eheii M)Hon l:iii l'utterkästchen ist bald her-iccsielit. doc!) inul{ es «[cgen die Wctter-^eite gCNcliiit^t sein. Sonnenblumen- und l'itkrantsaiTieii werden von den meisten \ ös:elti i;ern gennnnneii. Die .Meisen, tine der nützlichsten N'oiielarten. picken .uich .u'ern an einer Speckscliwarte. Auch Küclieiuibjälle eignen sich zur Winter-riUiertiii.g der \'r),i;el. doch sollte nian Brot- und Kartoifelreste nicht dazu verwenden. -Man glaub: ijar niclit. wie leicht •^icii d.'e \'()'4cl an die I'nttersteHen .vie-wöiinen mid w e .^ie nach und nach immer /ntraiil'clier werden. Hängt niati noch itii Winter in der Nähe ein Nist-l\ästclieM auf oder sorgt für euie sonstige Nist.i^elegenheit. so kann der ^'o;^elfrcund mit ziemlicher Sicherheit damit rcciinen, dal.» .vidi auch ein Vogelpaar ansiedelt HuJ dann ini l'riihiahr unj Sonnner itn (iarten viel Untreziefer. besonders Raupen. verii'-xt. Deshalb er'^eht die Mali-muig an alle (iartenbesitzer und \'ogeI-frcunde: Vergeßt im Winter die hinigern-den \'ögel nicht! In Marburg gibt es immer weniv^er Verständnis für solchc Tierliebe. Im Stadtnark feh't heuer die lläifte der son^t liblichen \'ogelhänschcn und noch die wenigen vorhandenen sin.d mc"sten> - - leer. Auch in den klärten inid an di-Mi lliiusern der Stadt sind wenige solcher Häuschen oder sonstiger l'iilter-stellen /.ii iK-merkcn. Kamt man lieuer auch niclit mit bisheriger l'ulle an Lc- Silvesterpunsch Rezepte aus versansenen Taxen Ungegerble Kaninchen- und Hasen-telle IQr die Woll-nnd Pelzsammlung Im Rahmen der Sammlung van Woll-, Pelz- und anderen M'inter.sacheii sollen nun auch die unscKcrbten Kaninchen-und Ma.'^enicllc durch die Woll- und Pelzsammlung für die Front erfaüt werden. Sic liefern nach ihrer Verarbeitung ein Knte.on wo sie der T^arbeitune zujsc-tiihrt werden. \\'a> wäre der Silvesterabend ohne einen Punsch? Aber welchen Punsch wollen wir trinken? Vorweg muß gesagt werden dal] auch beim Punscli das rechte .Maß'** Voraussetzung ist für die ungetrübte l'reude einiger Stundeti. Die Auswahl unter den vielen Pünschen, die Koch- und andere Hüclier angeben, ist ijicht leicht. Rotweinpunsch. Ptmscli von Weißwein, einfacher Punsch, — das sind nur einige. Für welchen soll man sich entscheiden? Sehen wir, welche Mischung sachverständige Zungen einst erprobten und guthießen: Joseph Haydn. der große Musiker, hat in einem seiner Tagebüchcr das folgende Punschrezept aufgezeichnet; >! ButI Champagne. 1 Hutl Borgogne, I Butl Rum. Ii) Zitronen. .:?U Pomeranzen. 1^9 Pfuud Zuclier.'* Der Punsch ist gewiß nicht zu verachten, imd das gleiche kann man von dem Silvcsterpunsch sagen, den der Dichter Johannes Trojan alljährlich iti der zwölften Stunde des letzten Tages des J'ilires auf dem Brocken braute. Dieser bewährte »altipreußischc Punsche* setzte sich aus folgenden Zutaten zu-sannnen: eine Flasche Arrak oder Rum, etwas Teeaufguß, Zitronensaft und Zuk-Ker. l'Uese Mischimg durfte aber nicht gekocht, sondern nur bis zu?n Siedepunkt erhitzt werden. .\mi. es wird jeder wissen, wie er seinen Punsch zu brauen hat. Der Ordnung wegen sei jedoch noch ein Punsch aufgeführt. der ebenfalls einen sehr illustren Liebhaber hatte, »Zwei Bouteillen Pon-tac in einen Napf, zwei Pomeranzen halbiert, auf dem Rost gebraten, ein Groß Stück Schwarzbrot mit Rübe und etwas stark gedört — diese zwei Stück nebst einem halben Pfund Zucker in den Napf - eine viertel Stunde stehen lassen, zugedeckt. sodann etwas Muskat Nuß gerieben. aficb zu dem vorhergehenden. Ist es zu stark, so kann tnan mit Wasser servieren.« — Der diesen Punscli trank, war der junge Leipziger Student W'olf-gaiig (H)cthe. Das wissen wir v-on seiner Juk^endliebc Kätchen Schönkopf. Punsch und schlechte Laune passen nicht zueinander! Das ist alte Weisheit. Beim Punsch muß man fröhlich sein und den Frjist des Lebens für einige Stunden in Urlaub schicken. Der Meinung sind auch die Dichter. Zwar klingt es wenig lebensfroh wenn Moritz August vcn Thüminel. der Verfasser vieler kölnischer Erzählungen, der 1S17 als Achtzigjähriger starb, sagt: »Nirgend reicht uns der Tod näher, schmerzloser und gaukelnder die Hand, als bei der Punsch-schak, die unsere Abende begeistert.* Dafür aber keimen wir andere Verse, die zum Ruhme des Punsches gesungen wurden. Kin Dichlor suchle lang nai-li oincni Heim auf Wunsch l'nd fand ihn nicht. der C^tt der Sah dann »Tbiirmcnd zu ihni nuxlor t'nd reichr suis dorn Olymp ihm einen ITum)>en Punsch. Der l>ichtor fand den Reim und das (J-e-(riUik nacli Wunsch. So heißt es in einem Punschlied des als Dichter sonst wenig bekannten Pastors Jakobsen. Aber auch die Großen im Reiche der Dichtkunst »haben dem dampfenden Trank Ihre Huldigung nicht versagt. Schiller dichtete im Jahre 1S03 zwei für Goethes »Mittwochkränzchen« bestinmite Punschlieder. »Im Norden zu singen« ist das eine überschrieben, dessen Schlußstrophe lautet: l^runi ein Sinnbild und ein Zcichen Sri uns dief^ep Feuersaft, Was der Mensch sich kann erlangen Mit dem Willen und der Krnft. Die stärkende Kraft des Punsches preist der Honierübersetzer Johann Heinrich Voß im altgriechischen Versmaß. Wein nnd Zitronen und Rack in der Wcidtasch* hnb ich und Zucker. Daß du mit wannendem Punsch den erfrorenen Allen erquickst. Und so wollen auch wir uns mit einem dampfenden Glas in das neue Jahr hin-eiiiipunschen. V^AVS>^lW>>>VVV^^.VWV^«.S^VV^^<^^SVV»V»^VV'^VVV»^ bensnn'lteln und Vogelfutter rechnen, .so verbleiben bei gutem Willen doch noch immer Überreste und Krsatz auch für imscrc hungernde Vogelwelt. m. Gefahren des Ei®es. Alliährlich er-lorileni zugefrorene Seen. Teiche und Bäche ilirc Opfer infolge Einbreehens von Personen auf schwachen Fisdecken. Hs ist daher angebracht, auf d'e Gefahren hinzuweisen, die ein zu frühzeitiges Be-Ircten des Hises mit s'ch bringt; beson-ckr.<^ sollte man sieh davon hüten, allein aufs F\s zu gehen. Namentlich die Kimler s'nd zu warnen und die Eltern haben die Pllicht, darüber zu wachen, daß jugend-l ehcr l'nbcdat htsaiukc't keine Menschenleben zum Opfer fallen. Wer itn Iiis eingebrochen ist, schwebt in Lebensgefahr, Die Kälte de-: Wassers erschwert rettende Bewegungen l.st jemand e ngebrochen, so breite er die .Arme weit aus. um nicht unter die FV'sdeeke zu geraten. H Ife bringt man dem im Eis Verunglückten, indem man ihm lange Stangen entgegen-hä't und Bretter oder auch ein Se'l zu ihtn hinführt. Ist dergleichen nicht in oer Nähe, so versuche man, auf dem Bauch zu der E'nbruch&stelle zu kriechen. Bei brüchigem Eis muß der Retter aber sehr vorsichtig sein. Das Sicherste ist, irgendein Brett als Untertage beim Kriechen zu benützen. Der aus dem Eiswasser gerettete darf nicht in einen warmen Raum gebracht werden; man schaffe ihn zunächst in e'n kaltes Zimmer, hole aber sofort den Arzt herbei. m. Unfälle. Auf ihrem Anwesen in Jah-ring glitt die Gutsbesitzerin Gräfin Lu-bienski so unglücklich aus, daß sie sich beim Sturz eine schwere Kopfverletzung zuzog und bewußtlos legen blieb. Das aus Marburg herbeigerufene Deutsche Rote Kreuz leistete ihr die erste Hilfe und beließ die Verunglückte in häuslicher Pflege. — Die 19-jähriÄe Private Marie Niefergal aus Marburg glitt in der Kärntnerstraße aus und erlitt beim Sturz zu Boden einen ßruch des rechten Unterschenkels. Beim Skitahrcn verunglückte der 12-jährige Schüler Stanislaus Wodnik aus Leitersberg und trug' beim Sturz eine Kopfverletzung sowie ninere Beschädigungen davon. — Der 22-jährigc Friseurgehilie Josef Bertenzel aus Qo-nobitz stürzte gleichfalls beim Skifahreii und zog sich eine Verletzung des rechten Fußgelenkes zu. — Auf der Straße glitt die 41-,iährige Private Mathilde Qai-schck aus Marburg aus und erlitt einen Bruch des rechten Unterschenkels. — In einem Marburger Großbetrieb stürzte der 53-iährige Arbeiter .Johann Mickl aus Lendorf zu Boden, wobei er mehrere Rippenbrüche erlitt. — Die in einer Tex-tilfabrik in Meiling beschäftigte 27-jährige Arbeiterin Maria Zwetko aus Neudorf glitt in der Nähe der Fabrik aus und verrenkte sich beim Sturz das linke Fußgelenk. — Alle Verletzten wurden vom Deutschen Roten Kreuz ins Marburger Krankenhaus überführt. m. AutozuSantmenstoQ. In St. Lorenzen a. B. w'urde in einer Kurve ein Personenkraftwagen von einem Autobus gestreift und zur Seite geschleudert, wobei er schwer mitgenommen wurde. Von den Insassen des Personenkraftwagens erlitten der 47-jährige Industrielle Raimund Dietinger aus Faal, der Grazer Kaufmnan Wilhelm Steinböck imd der 47-jährige Kraftwagenführer Johann Je-senik aus Marburg schwere Kopfverletzungen. Die Verletzten wurden von dem rasch herbeigerufenen Deutscheu Roten Kreuz ins Marburger Krankenhaus überführt. m. Nicht leichtfertig Anzeige erstatten. In letzter Zeit sine' wiederholt bei der Kriminalpolizei Strafanzeigen Über I>icb-stähle oder andere Delikte erstatte^ worden, Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen ergaben jedoch d'e Haltlosigkeit der Beschuldigungen. Die Volksgenossen werden dringend gebeten, mehr Vorsicht in der Erhebung von Beschuldigungen j;egen andere zu beachten und insbesondere Diebstahlsanzeigen erst dann zu erstatten, wenn der Diebstahl einwandfrei feststeht. Auch wer leichtfertig Anze'gen erstattet, die zu behördlichen Verfahren gegen bestimmte Personen führen, kann wegen falscher Anschuldigung bestraft werden. m. Harakiri wegen LcbenSinittef-Schmuggel. Anton Bradatsch, Besitzer des bekannten Gasthauses an der Maut in Agrani und früher Inhaber des Bahnhofswirtshauses »Zum lust'gen Toni« m Rann an der Save. versuchte vor ein'gen Tagen Lebensmittel aus Pischetz nach Agrain zu schmuggeln. Auf der Reichsstraße nach Samobor wurde er von ZoD-beain-ten gestellt und verhaftet und samt dem vollbeladenen Lastkraftwagen nach Munkendorf befördert. Um voraussichtlich empfindlichen Strafe zu entgehen, schlitzte er sich in einem unbewachlen Augenblicke mit einem bosnischen Messer den Bauch auf. Er wurde in das Krankenhaus nach Rann an der Save gebracht, wo er seinen schweren Verletzungen erlegen ist. Zlp.'el von dem alten licimatgruiid liab' ich tuit Müir und Not derhalten. Und Ja. der Kasten« — und dabei hob er die iiocli immer feste Hand nach einem schön gearbeiteten, wuclitigen Kirscli-Iiolzschrank — »ist das einzige Stückl aus mciticm Vaterhaus... Die Äcker imd Wiesen sind auch nlt der beste Boden... ja. war ein hartes Leben, hätt's . ndcrwärts wohl leichter haben können. \her daheim Ist halt daheim...« Und dabei ging sein Blick von dem alten Schrank zu dem kleinen I'ensier iiiiJ hinaus über den schneelKdeckten liiigelbnden der Heimat. Der Alte vom Feuerschiff Von Hans von Hülsen Kentii Ihr die Finsamkcit eines Feuer->chiiJcs. weit draußen im winterlichen Meer? Da ist nichts als der dröhnende ne-sang der Wogen, als schwirrender M()venflug und das chitönige Ticken des .Schiffschronometers... Dann und wann, alle Wochen vielleicht, kommt ein I^ot von Orth herüber, Orth auf der Itisel Fehmarn, das bringt Proviant und Neuigkeiten. Ach, Neuigkeiten! .Man hört vom Krieg, von den Engländern und von unseren Blau-iacken!... [>er I'ischcrjuiige. der das H' fit segelt. muH Jan Steffen, dem Lcuclitviirter. viel erzählen, vormittags kommt er nnd bis /nr ["»ämmenmsr muTi er bei detn Alten bleiben und ihm vom Kriege erzählen. Und wemi er dann wieder, durch einen steifen Grog gestärkt, den Kutter Icsmachi und das große braune Segel hüll und in der Dämmerstunde verschwindet, dann ruft ihm Jan Steffen, an der Rceling lehnend, noch nacli: »Na, adjüs, Kriscltan! Und dat du Uli öwer acht Dag 'neu gauten Sieg mitbringst!« Dann kommen wieder acht einsame Tage für Jan Steffen, in denen er raucht, und das Deck auf und nieder latscht, mit den Möven nlattdeutscli redend, die kreischend das Schiff umschwirren. Das Schiff trudelt unablässig um seine .Anker-iK)jc, daß die armdicke Kette knirscht. Morgen. .Mittag. Abend. Nacht... Gleichförmig, wie das Spiel der Wellen, die gegen die eisernen Bordwände planschen imd den Kahn taktmäßig heben und senken, .lan Steffen kocht sich seiti Mittag in der kleinen KNcuiahrswunschpoeten« war Wlllielm Weber, der schon 1639 mit seinen Neu- TURNEN und 167 Oslnark-SklHiiler der Leislangshlasse 1 Die vom Reichsfacliamt Skilauf heraus-geget)ene Liste der zur Ixiislungsklassc l gehörenden Skiläufer und -läuferinnen weist für den Sportbereich Ostmark 167 Natnen aus. Die nordischen Weltbewerl>e Langlauf und Springen sind daliei mit 4^7 Wettläufem vertreten, während den alpinen Skidisziplinen Abfahrt und Torlauf 61 Männer und neim Frauen zugeteilt sind. Der Sportj^au Tirol {Vorarll>erg ist in diesem Verzeichnis der Spitzenkönnor mit 94 Namen weitaus am stärksten vertreten. Krst mit 27 Wettläufern belegt Salzburg den zweiten Platz, gefolgt von Steiermark mit 14, Ol>cr(lonau mit l.'i, Wien mit 8, sowie. Niederdonau mit 7, während Kärnten auf nur 4 Wettlänfer der Klasse 1 verweisen kann. Im einzelnen zeigt die übersieht folgendes Bild: Nordische Wettbewerbe, insgesamt 97 Läufer, und zwar 41 aus Tirol, 17 aus Salzburg, llt aus Steiermark, 12 aus Oberdonau, 6 aus Niederdonau und ie 4 aus Wien und Kflrnten; alpine Wett-bewerhe Insgesamt 70 Wettläufer, davon 47 Männer aus Tirol, 8 ans Salzburg, 3 aus Wien und je einer aus Steiennark,^ Obtn*-donau unei den Frauen: 6 aus Tirol, 2 aus Salzburg und eine ans Wien. Borapa-Buignste der Tcieisspieler Hauptschriftleiter Erich Schönborn, der Reichsfachamtsleiter für Tennis im NSRL, veröffentlicht in der „DAZ" eine Europa-Hangliste der Tennisspieler, die folgendes Aussehen hat: jahrssprüchen begonnen hat. Cr übte sein »Handwerk« fast 25 Jahre aus und fand nach seinem Tode etliche Nachfolger, die ebenfalls verstanden, aus ihren Neiljahrsglückwünschen ein einträgliches Geschäft zu machen. Im Reichsstatthalterei-Archiv in Graz ist ein geschriebener Neujahrswunsch aus dem Jahr 1616 erhalten. Er lautet: »Winsch dem Herrn von Gott dem allmächtigen ein klickhfälllKes neues Jar, und ein sehen Sun (Sonne) im khrausten Har.« Zv lahresweiide ein Blick in die „Oite** alle Zeil Im Grunde ist es töricht, von der „guten'* allen Zeit zu sprechen. Als diese „gute Alte" noch jung war, kamen die in ihr Lebenden auch nur imter Schimpfen- und Gebrumm mit ihr zum Ziel. Neuerungen wurden stets als irg.'udwie störend empfunden, und sogar den ersten negenschJrmtrflger soll man mit Steinigung Ix^droht habeai, ganz zu schweigen vom ersten Zylinderhut, der geradezu einen Straöenaufnihr zeiligte. Zu vermuten ist, daß einer, den man in die ,.g\ite alle Zeit" zurückversetzen könnte, kreuzunglücklich sein würde. Man l>edenkf, daß noch vor drei Jahrhunderten sielbst Könige und Bankiers keine Bettmatratze, keine Zahnbürste;, keine Spülklosetts und keine StralJenbe-leuehtung kamitcn, daß es im „grauen" SPORT 1. Asboth ^^Ungarn), 2. Cucelli (Italien), 3 Henkel (Deutschland), 4. Uemanoni (Ita-ÜciO, 5. Milic ("Kroatien), 6. I'uncec (Kroa-tifH), 7. Göpfert (Doutseliland), 8. Koch (l)eufschland\ !). Galwry (Ungarn), 10. Gies (Deutschland), Kleine Sporfnachriclilen : Sportborcii'h Ntedcrsaehson aufjgs*lü.el— Livorno 2:1, Hologna—Aml>rnsiana 0:1, Juventus—I.azio 2:0, Genua—Ligiiria 1:1, AS Rom—Turin 0:0, Mailand—J riest 2:2, .\talanta—Venedig 1:0. — Kroatien (Freundschaftsspiel;: Graosl 4:2 (2:2). — Serbien (Winleriwkal): Flektrozentrale—Balkan 2:1, Belgratlcr SK—Obilitsch 9:0, SK 1913 gegi-n SK Maizena 17 :1. : Olympia»f(or Ilernuinn Wilkpr, der frühere deutsche Meisterruderer imd Olympiasieger 1912, ist in Ludwigshafen im Aller von 07 Jabri-n w-storln-'n. Er war mit 129 Siegen dor erfolgrL'ichste doutscbe Renn rüderer. : RolchsrAchamtsleitpr llerrmann Ion. Bei don Kämpfen an dor Ostfront fanrl der I.eilfr des I'achamtes Handball im NS-Heichsbund für l^übesübungen, Generalmajor Richard Ilerrmami, den Heldentod. Aus dem Weltkrieg 1914-1918 kehrte Richard Herrmaim als Hauptmann zurück. Mittelaller Hemden nicht gab, also selbst in öffentlichen Herbergen — einer angesichts des andern — nackt in die Ik'ttlade gestiegen werden nuiljte, splitterfadcn-nackt. Ja, man hat mehrtansendjährige Kü-nlgsrnumien in den Pyramidenkanunem gefunden mit derart verwüstetem Gebiß, daß noch die ülx^rstandoncn königlichen Zahnschmerzen einen Hund jammern könnten. Also gab es dazumal auch keine Dentisten, geschweige denn Zahnärzte. Was es al>er auch damals schon gab, (las waren Leute, die ülx-r die neue Zeit stöhnten und die „gute alle Zeit" berbei^-wünschtei^ und dies in allen Sprachen dieser Erde. Man sollte sich docli nicht über das Gute ärgern, das einem als Zu-spätgeborenem angeblich entgangen ist. sondern sich ül>cr das Gute, die Vorzüge imd Neuerungen freuen, die der neuen Zeil eigen sind und einem das Leben behaglicher machen. Vieles, was fiiistmals wenigen (iroßc.n oder ReielK'.n vorlH'haUcn war, ist IjüligcM Gemeingut gewoi'dcn. Der König und der Bankier, einstmals durch die Xaclirichten eines reitenden Kuriers für Kriegs- oder Spekulutionszwecke über die, Vorgänge in der Welt unterriehlet, lialx'n vor dem geringsten .\rbeiter (larin heute uiu-h nichts mehr ^xlraus. Die Zeitung hat diesen l'nlersehiod restlos ausgelöscht. Und wenn uns das und vieles andere nicht trösten sollte, so doeh das Br-wußtseiii, daß die, die nach uns kimmrn wenlen, uns um unsere Zeit ~ ,.itie gute alte Zeit" U-neiden werdeji. dUtk Muk SüdcsUu o. 5M bulKarisrhe Handwerker bt^uchtm DputArhIand. r>00 bulgarische Handwerker werden nach Deutschland reisen, um dort ein halbes Jahr neue Betriebsmethoden im Hanclwerkslx'trieb kennenzulernen. Nach einer deutsch-l>ulgarischen Vereinbarung werden sie nach den deutschen Sätzen entlohnt und können monatlich bis 22001/ewii nach Bulgarien schicken, o. Die Auff^ibcfn der kroatl^eheii Trau. Der kroatische Staalsführcr luilim am Sonnlag die Ven-idigung der Fühnriiinen der weiblichen l'slusehii-.hjgt*nd v<»r. In einer Ansprache erklärte er, en in den Dienst tlos Volkes gestellt hätten. Das kroatische Volk «lürln nicht »las Objekt einer Sla:itsmnelii sein, .s-otul'Tii bilde zu'^ammen n i'. tlem S'aute eine n lös-biire Einheit. Nur derjenige Staat set stark, der sieh auf den breiten Massen des Volkes auf])au<'. Di'shalb hätten en zu erfüllen. Sie nuj(.Uon Träger des iKdiUsch.'n und .sß der Poglavnik, „und tragt durch Städlvt und Dörfer den (ieist des neuen Kroatiens, dann sind wir sieher. daß die kroatische Nation nie mehr in ivneehlsehal'1 zurückfallen, soiulern esvig beslelicn wird.'" o. Dio Prcisühcrwuelmng in Kroatien. Das neuerrichtete Amt füi* T>ohn- und Preisgestaltung, das den Preisanstieg in Kroatien dureb <'ine staatiieh gelenkte Preispolitik Einhalt bieten soll, hat nun-aufgonommen. Als eine der ersten Maß Textilwaren festge.setzt. Sie dürfen fiir nahmen wurden die Handelsspiuinen für mehr im vollen l'mfange seine Tätigkeil, den Großhandel von 9 bis 22 und für den Kleinhandel von IS bis t0®/(, lietragiMi. o I>io kroatisrhpii Itahncu im südusl' europäischen Vorkehr. Die Alxjrdnnng der kroatischen Staalsbahnen, dier einen Verbatidslarif für den Personen- und Güterverkehr zwischen Kroatien und Ungarn ,st>Nvie über den rTansittarif für den Verkehr zwischen Ungarn und Italien führte, ist nach Regelung der grundsfitzlichen Fragen wiede r nach Agram zurückgekehrt. Weitere internationale Eisenbahnverhandlungen sind für Febi^aur kommenden Jahres vorg-»-seben. Zu diesem Zeitpunkt werden Tai-il-verhandlungi'n für (len Personen- und tiülerverkehr zwischen Kroatien und Italien, s^jwie zwischen Kroatien und der Slowakei gefülirt werden. o. Vorbel'uarseli weslserbisrher Itauorii vor General Nedllseh. Am Sonnlng fand ein Vorbeimarsch von 2f)(X) bänerli<'heii Weslserl>en vor dem serbischen Minister Präsidenten statt Wirtschaftsmirvisler Ollschan hielt hielx'f eine patriol'ischrt .\ns|)raehe Att und wild .'\n der Wiener Oper waren seinerzeit /Avci bCTülnntc Siingcrinncti namens AU und Witd tätig. l>ie letztgeuaimie verstand das (icheiinais, sicli diircli Anwendung aller niögliclien jMitlel reclii lange jung zu halten, sehr zum MiHver-gnügen der crwiilinten Kollegin, die diese Kunst niclit hclicrrschle. Der Wiener Volkswiiz prügle dainah das Wort: »Die Alt ist ni»r deshalb so wild, weil die \Mld durchaus niclil alt werden will!« an: wahrhaftig? ein U-Boot mitten in der Nachtl... Und wie er iioch steht und starrt und sinnt, klingt eine schallende Stimme an sein Ohr. »Jan Steffen!« Jan Steffen erschrickt. Di© kennt er doch! Die Stimme, die aus der Nacht zu ihm spricht! Cr legt die Hände an den Mund, formt sie zur Muschel, ruft: »Jawohl, hier bün ick!« Von drüben kommt Antwort: »Prost Neujahr, Vadding!« »Hein!! büst du dat!?« »Jawoll. Vaddlng! Vcel Glück ook, Vadding!« , ^ , Das Schiff rauscht vorüber, Jan Steffen starrt ilim nach. »Du Döhsbartell!« schreit er plötzlich mit aller Kraft seiner alten Stimme: vMi so *ne Freud tau maken! Prost Neujahr ook!« Er hört nur noch d^s Strudeln des Kielwassers, das sein Feuerschiff auf den breiten Rücken nimmt und wie eine Nußschale hebt iind senkt. Er lehnt an der Reeling und starrt in das Dunkel lind spürt unterm Mantel sein altes Herz klopfen. Dann schlurft er wieder in die Kammer hinunter und gießt sich einen Grog hinter die Uinde Sein breites, verwittertes Gesicht mit der grauen Schifferkrause lächelt. Derlangt flberaff Me ^^JDiatüurfler Die schöne Angela Von Herybert Minzöl Der Schnee bleibt liegen, denn es ist nun wirklich Winter geworden. Die Häuser atii Rande der kleinen Stadt haben Gärten, die bis zu den Wiesen reichen. Aus dem nahen Wald kommt das Wild und sucht Grünkohl und Kartoffelmieten. Dagegen muß man natürlich etwas tun. Al^r es kommen auch die hübschen bunten Vögel auch aus dem Wald und sind nun so zahm und bitten so bewegend um Futter. Da sitzen sie schon wieder vor dem Fenster auf dem Blumenbrett. Wer könnte mitansehen, wie sie frieren und Hunger leiden? Angela, die Tochter des Schneiders Zirkup, hat im Sommer Sonnenblumenkerne gesammelt und Beeren getrocknet, sie hat ein gutes Herz, und nun füttert sie die hübschen Tierchen. Sie kennt sie alle mit Namen. Denn sie hat auch ein Buch über alle ihre Gäste. Das hat ihr ein wandernder Schneidergeselle geschenkt, als sie noch ein Kind war und er hier für Monate seßhaft blieb. Der Schne!der Zirkup hat oft mit ihr in das Buch gesehen. Fr ist ja früher auch viel gewandert. Und er erzählt sehr gern \x)n den Brautzügen, die er da bewundern konnte Es seien wohl viele Prinzen und Prinzessinnen dabei gewesen, tnid sie hätten akurat so ausgesehen wie die buntschMlernden fremdländischen Vögel, die man ja liier nie vor Augen bekomme in solchem Glanz. Ach, was gibt es hier schon! Meist sind es doch nur Sperlinge und grane Haubenlerchen! Und so sei es auch mit den Menschen. Graues und unscheinbares Zeug habe er immer zuzusclineidern — wie für Sperlinge. So" redete er ärgerlich, Und konnte doch lustig lind pfiffig sein. O ja! Und er war auch nicht gerade unzufrieden mit seinem Leben, Wenn ihn etwa jemand bedauern wollte, lächelte er vergnügt vor sich hin, so, als wüLlte er schon, dalJ er gar bald hi der Lotterie gewönne. Ja, davon träumte er. daß einmal das große Wunder in das kleine Häuschen käme, Etwa ein Graf zu Pferde. Und der wollte keine andere heiraten als Angela Zlr-kup, des Schneiders Zirkup Tochter. Denn gäbe es eine Schönere weit und breit? Er hätte das Mädchen wohl verrückt machen können mit seinen Reden. Denn er war rein närrisch über ihre Schön-iieit, die nun schon Stadtgespräch war. Und er erzählte davon, welch buntschillernde Kleider er einmal fiir sie nähen wolle. Aber Ange'a blieb fleißig und still und bescheiden. Und es war nur abzuwarten, wie es mit ihr werden würde, wenn sie nun erst zum Tanze ginge. Denn nun ^var es so weit mit ihr. f>och nah war die Schmiede. Und man wein ia wohl wie krätig die Sclimiedc-bursrhen sind und wie geschickt und gewandt sie sich drehen können und wie es sie gar nicht häßlich machi, wenn ihr Gesicht beruüt wird. Nein, da blitzen ja ihre Zähne er.'^t richtig, wenn sie lachen. l>ics alles fand Angela auch, wenn sie dem jungen Gesellen zusah, den der Nachbar Sclimiedemeister seit dem Herbst bei .sich hatte. Angela liebte ihn lange schon, ohne es zu wissen. Nur da Ii sie ihn gern sah, das glaubte iie. Und am Morgen wie am Abend galt ihm ihr liebster Gedanke. Seit dem Herbst kaufte sie nicht mehr in dem Geschäft an der linken, sondern in dem an der rechten StraMenecke ein. So führte sie ihr Weg immer an der Schmiede vorüber, Gesprochen hatte sie mit dem (ie-seüen noch nicht. Ur war mit seiner Arbeit bescliäftigt, wenn sie zu ihm hinsah. Nun also war es Winter, das Jahr ging zur Neige, und Angela fütterte ihre Vögel, die Spatzen, die Haubenlerchen und die bunteren Tiere. Die Vögel kamen von weit, und sie flogen über die Nacii-bargehöfte hinweg, salien wohl auch dort auf den Ställen imd Drähten. Und an einem iMorgen knallte es dort. Und die Vögel stoben auf und flogen unruhi.^ in immer höheren Kreisen und kamen lange nicht wieder. Und von nun ah knallte es an jedem Tage so ein paarmal. Und Angela erfuhr, daß der Schmiede-geselle nach Snatzen scholl, das mache Mmi mächtig Vergnügen. Kann so ein hübscher und fröhlicher Mensch so böse sein? Angela litt nnd weinte um ihre Vögel. Und jeden Tag Seite 8 »Marburger Zcitiinp;*, 31. Dezember 1041 - 1. Jänner 1942' Nummer 336/1 Die Frau - eine treue Helferin »Neues aus Altem« — das Gebot zur Woll- utid Pelzsammluti}; für die Front Küsten und Laden sind nun durchsucht. Alles, was ßceiirnet war, unseren Soldaten als Kälteschutz zu dienen, haben wir zur Sammelstelle gebracht. Pul-lower, warme Wäsche und Pelze, manch Kutes Stück, das wir vor Ta^en nocli selbst getragen haben, wurde freudigen Herzens für den Frontsoldaten gespendet. Was können wir Jetzt noch tun? Denn dali wir die Tage, die bis zum Schlull der Sammlung noch vor uns liegen, aufs beste ausnützen wollen, ist selbstverständlich. In jedem Haushalt findet sich noch brauchbares Material, um eine der vielen Kleinigkeiten, die der Soldat der Ost-fr^it notwendig braucht, anzufertigen. Kin Restchen Wolle, vielleicht von einem cijjzelnen zertrennten Handschuh herrührend, für Puls oder Kniewärmer, etliche Stücke Stoff, aus den guten '('eilen eines alten Mantels geschnitten, und ein wenig Fell für Fäustlinge, »pensionierte« Plüschtischdecken, Fensterschoner und dergleichen für warme Westen, oder sei es der gute Teil von Damenstrümpfen, aus denen man herrliche Ohrenschützer nähen kann. Ist das Stoffstückchen noch so klein, warme Fjnlagsohlen lassen sich doch noch daraus machen! Und dann, heraus mit den Bettvorlegern aus Fell! Wieviel warme I^elzwesten lassen sich daraus herstellen! Sicher hast Du. Hebe Volksgenossifn als tüchtige Hausfrau auch selbst noch gute Gedanken und bemühst Dich, viele wärmende Dinge für unsere braven Soldaten hervorzuzaubern. Damit aber Jede Frau in der Lage ist, noch rasch etwas anzufertigen, hat das Amt Frauen im Steirischen Heimatbund im Geschäftsfokal des Amtes VoikbildunK in der Gerichtshofjrasse eine Beratungsstelle eingerichtet, in der sich jede Frau Rat und AnweisunR und Schnittmuster für die verschiedensten Dinge holen kann, die unsere Soldaten brauchen. Eine Beraterin steht Dir dort mit Rat und Tat zur Seite, in den Schaufenstern kannst Du verscfiiedene praktische Dinge sehen. Darum, komm in die Beratungsstelle, wo Du alles Nähere erfahren wirst. Frauen der Untersteiermark, an Euch alle ergeht der Aufruf bis Sonntag, den 4. .länner. den) letzten Sammeltag noch Fuer Möglichstes zu tun und wenigstens noch ein Stück für unsere tapferen Soldaten der Ostfront anzufertigen! Keine Frau steht zurück, jede bringe noch ein selbstgefertigtes Stück zur Sammelstelle! Aiifiuiliinc: l'raii/ \V ciLlcnstcituT FÜR DIE FRAU Praktische Winic« Milchflpi'kr uus dunklem /u fulfern^n. Milc'lilU'ckf uns dinikli'ni Woll-sloir ^Miliornl man mll <'int'r .Mischimg von Siilniiyki^i'isl inid WusstM' zu }»h'ichi'n IViltMi, in diT man noch etwas Salz h'isl. NachdiMH man dicM' .Nlischmig in cini'iti . (iiTüche wprdpn austteräuclifrl. I'm schk'chlc Cicrüche in einem Hainn y.w bi'- sciligiMi. hiiri nian sich dui'cii Vi'rljiu'ii-lU'M von \Vaclii>Nlci'hi'L!i\'n oder Tamu'n-nadeln aiil" einer Kolilnischanrel oder in einei* alli-n KtniserM'iiliüehsi'. Diese Durch-räuchernn-^ eijini'i sir-h aiu-h. Wi-nn man in frisch lapi'zierlen Zinnnern ch-n (leriich der neiien 'rapeleii hekatnpfi'n will. Starken Zigarren- und /iLjai'i'llem'auch i-nlfernl ntan ztinächsl dni'ch uniiidlielu'h Onrchlidleii. Danach slelU nian ül lii" Naciil eine Miöf^lichsl j;rtil.u' Scliüss^'l iiiil kallrm Wasser an!', in dem sicli der llanch nieder-schlä^l. l''lienso zwi'i'knifdM^ ist es, eiii.-n gröüei'en, i^ul IVuehL-n Schwamm h\'i-Iifm.i4eiul aufznliän.uen. Kinder richtig nnd falsch abphürlel Ks wini ofl zitiert, das alle di-ulsclu' Volkswort: „Allzuviel ist im}j;esund!"' Der Allta«,' beslätifil auch immer wieder, il (ileichallrii^i'n lümmelt — in dicsi'r Nordpolverpacknnj^ kami OS sich nicht wolilfiihlcMi. I'Ün übermäßig cin^emnmmelti's Kind j{eräl bei malivoller körperlicher lU'we-gimj^ ins Sclnvil/.el)al)lem /eitnngs-ijapier bi'.ijnnf^i'n. Dami mul.\ ji'ehseimiri vorbeikoinnU, tritt einer zur Tiir heraus, ist iler ilinlermoser. l^r sieht den Naetitv\ächter losend am Laden 'ehnen, und so sagt er: »Bist aueh da, BitlerleV Sehau, daß du here n kommst, h'in Kirsehwässerlein könnt dir nicht schalen. Ich zalil's. 1 )(:'•• B'Merle bicii';* aiciu zweiniai heißen. stäubt also der Nachtwächter den Schnee vom .Mantel und sodann hockt er mit den .\nilern hinter dem Wirtstisch. »Oelt Nachtwächter, da ist's df)ch besser denn draußen?« lacht der Schlatler-bauer, »Wohl, wohl!« gibt c/er Bitterle zu. Und jetzt kippt er den Kirsch. Den vom Hintermoser. »Trink noch einen!« sagt der Schlatterbauer. »Allweil!:Feuer kommt keines aus!« sagt er sii'h. »Und außerdem, ieh schlaf ja n'cht. Sollt' es brennen, so bin ich schon da. Ieh mein', der Bitterle schlieft auf ein Viertcl-stiindchen ins Stroh da hinein!« Das Ding ist gut und schön. Der Titus spannt naeh einer Weile ein und fährt davon. Wie soll er's wiss,:n, daß er einen blinucn Passagier im Wi''gen hat? Der /uckcrwein war eben doeh ein starkes (iitriink. Nch{ ein Kanoneiv«ch"ag kön"t' den Bitterle i .;'t eiweckci. So merkt er's auch nicht, w e tlas Fiiiirwcrk naeh eiuur Nummer .136M »Marhurger Zeitung«, 31. Dezember 1941 -1. JSnner 1942 Sehe 9 WIRTSCHAFT IHUNMIlHIIIIIHIIIIIIIIIIIilllHIIIIHIIIttlllinillltllllllllllllllltinilllltllllllllllllllllHIHNIHIHItHIHHIIIIHMilHtNIHIimittllllllHilHnilliHIIHUIIi An das deutsche Landvolk! Neujahrsaufruf des Relchsbauernführers und Reichsernährungsministers Ein Jahr geschichtlichcr treignisse liegt, und damit die Voraussetzung zur Erhal-hinter uns. Der Kampf des deutschen Vol- tung von Arbeitskraft und Wehrbercit- aulienbulcarischfn Slreckwi beslohcn krine Best-hränKunjfen. Richtung aus BuigariiMi; ai Nachnaiini«n und Harvorsrhüssc sind nicht zufijrlassen. b) Die I'rachl und die sonstigen Kosten für die bnl^unscht^ SliTckc hat diM* Absender zu zalilrn. Für (Iii' weilore b'raciit beslehcn koine I5o-M'liränkunj^n. kes und seiner Verbündeten gegen Juden, Plutokraten und Bolschewisten um die Si-'cherung von Lebensrecht und Lebensraum ist jetzt in sein entscheidendes Stadium getreten. Wenn der Sieg immer wieder mit den unvergleichlich tapferen Soldaten unserer Wehrmacht war, so hat doch auch das Landvolk an den erzielten Erfolgen! tung Schaft. Im gegenwärtigen Ringen entscheidet sich die Zukunft unseres Landes. Dicöc Tatsache erfordert den weiteren bedingungslosen Einsatz Aller. Hohe Anforderungen werden auch in Zukunft an jeden Einzelnen gestellt. Alle A^ühe aber aui entscheidenden Anteil. Den Leistungen der Arbeitsplätzen in der Heimat ist gc deutschen Landwirtschaft in den Jahren ""'"S gegenüber dem Opfer, das unsert-seit 1933 ist es zu verdanken, wenn a!le| Soldaten jeden Tag und zu jeder Stnn.k-Pläne unserer Gegner auf eine neue Aus- Volk und Reich bringen. Ihnen wollen hungerung Deutschlands zunichte wur-jwir uns würdig erweisen und hart und den. Ungeheuer groß waren die Mühen —' und Anstrengungen aller Angehörigen des Landvolkes, vor allem aber der Landfrauen, um die laufende Steigerung der Erträge des deutschen Bodens. Die Männer und Frauen des Landes haben sich hier ein geschichtliches Verdienst erworben, denn nur durch ihre letzte Bereitschaft und Opferwilligkeit wurde die Ernährung des deutschen Volkes gesichert verbissen jede Mühe auf uns nehmen, damit der Brotkorb des deutschen Volkes immer gefüllt bleibt. In unerschütterliclicr Treue steht das deutsche Landvolk in der Gefolgschaft des Führers bereit zu jedem Einsatz und zu jedem Opfer! Erfülle ein jeder seinie Pflicht, dann wird der Sie^ unser sein! — R. Walther Darre, Reichs-j minister für Ernährung und Landwirt-' Schaft und Reichsbauernführer. (Sc!ier!-BiMerdienst-Pon«ratz-Auloflcx) Landarbeit hilft silegen Bie üMichei VeriMlerangn in i Schveinebestand Der Schweinebestand des einzelnen Hofes ist im Laufe eines Jahres regelmäßi-j gen Wechsel unterworfen, weil einerseits Schweine aufgezüchtet, andererseits wieder gemästete Schweine verkauft oder ge-* schlachtet werden. Die Ferkel fallen vor allem im Frühjahr und Sommer an, die Mastschweine werden vom Spätherbst bis | ins Frühjahr hinein verkauft oder ge-' schlachtet. Es gibt aber immer Abweichungen von diesem Kreislauf; manchmal läßt es sich nicht vermeiden, daß Sauen mitten im Winter abferkeln, vielfach wieder Mastschweine während des Sommers verkauft oder geschlachtet werden müs- ^ sen. Im allgemeinen sind im Frühjahr die' wenigsten am Hof, im Frühherbst die meisten. I Diese Verhältnisse zeichnen sich auch für das ganze Gebiet der Landesbauernschaft Südmark bei den vierteljährigen Zählungen deutlich ab. Jede Zählung gibt einen Querschnitt des Aufbaues der Gesamtschweinehaltung. Nach der Gesamtschweinehaltung. Nach der Gesamtzahl der Schweine weist die Märzzählung den geringsten Bestand auf, die Septemberzählung den höchsten. Die Unterschiede zwischen beiden Zählungen sind ganz gewaltig: Im Jahre 1940 waren im September um 120.(X)0 Stück mehr vorhanden als im März, also um fast ein Sechstel — 1941 betrug der Unterschied sogar 140.000 Stück oder ein Fünftel. Auch in den einzelnen Alters- und Verwendungsstufen findet ein gewisser jährlicher Umlauf statt, der sich aber mit der Kurve der Gesamtzahl nicht deckt. Die Zahl der Ferkel unter 8 Wochen ist am höchsten bei der Junizählung, am geringsten im Dezember — vom Juni bis September sinkt sie nur wenig ab. Geringere Schwankungen weisen die Jungschweine bis zu einem halben Jahr auf, welche ihren Höchststand im September erreichen. Am stetigsten ist die Zahl der Zucht-1 sauen, deren höchster Stand im Juni liegt,! weil dann schon die ersten Frühjahrsfer-kel als Jungsauen neben den älteren Zuchtsauen -abgestellt werden. Diej Schwankungen sind hier aber unbedeu-' tend. Große Veränderungen weisen die' Zahlen der Schlachtschweine von Jj—1 • Jahr auf, die stärksten die Schlacht-' Schweine über l Jahr. Bei beiden Arten liegen die Höchstzahlen im Dezember, um in drei Monaten bis März fast auf dem Tiefstand herabzusinken. Hier sieht man, am deutlichsten, wie jahreszeitlich begrenzt der Schweinefleischanfall in der: Landesbauernschaft Südmark ist. Bei den Schlachtschweinen von y, bis 1 Jahr fiel der Bestand vom Dezember 1940 bis März 1941 um 83,000, also mehr als um ein Drittel, bei den Schlachtschweinen über l Jahr sogar um 117.000, d. i. drei Viertel des Standes vom Dezember 1940. Diese starken jährlichen Entnahmen aus dem Schweinebestand müssen durch eine Nachzucht immer wieder ausgeglichen werden; die Einschränkung der Nachzucht darf nicht zu weit gehen, so daß die Nachfüllung des Bestandes aus der Nachzucht immer möglich ist. Bauern sorgt daher für einen gesunden Bestfind an Zuchtsauen, Ferkel und Jung-schweinen! R. Montandon AUS ALLER WELT •»* Bonn-Cr-omagnon (jjroßijestaltig). auf 20.0()0 bis l0.tX)ü Jahre jüngere Altsteinzeit, auf 10.000 bis 50UU Jahre Mittelsteinzelt, auf 7000 bis 4000 Jahre jüngere Steinzeit, auf 6000 Jahre Auftreten der europäischen Rassen, auf 4000 Jahre bis 3000 Jahre Kupfer und Bronzezeit, auf 3000 Jahre bis heute Eisenzeit. a. 30 Jahre Alpines Museum in München. Das Alpine Museum des Deutschen Alpenvereins konnte in diesen Tagen nuf ein 30-jährigcs Bestehen zurückblicken. Entstanden ist es auf Grund von Anträgen der Sektionen Austria-Wien und Hannover und eines Beschlußes der Innsbruckcr Hauptversammlung des Deutschen und österreichischen Alpenvereins vom Jahre 1907. Als Sitz kamen in Frage die Städte Innsbruck, Salzburg und München. München wurde gewählt, und im Gebäude der ehemaligen »Isarlust« auf der Praterinsel an der Isar, das als Gartenrestaurant für die Nationale Kunstausteilung 1888 erbaut worden war, fand man das Heim, das im Jahre 1908 dem Alpenverein zu diesem Zwecke überlassen wurde. Im Dezember 1911 konnte es eröffnet werden und wird seit 30 Jahren nun vom Deutschen Alpcn-verein zugunsten der Allgemeinheit unterhalten. AitekäoUit X Neue FrachtzahlifiiftjAM>stimmunj^a im Verkehr zw1«ichpii Dßutschland und Bulija* ripn. Ab 1. Januar 1942 fielten im Gülei'ver-kehr zwlscheji Deutschland und Bulgarien die iiachstchend'en Bestinimimgcn t)czüglich Nachnahnicn und Frachtzahlung: Richtung nach Bulgarien: a) Nachnahin^'n und Bar-vorschflsse sind uicht zugelassen, b) Frachtzahlung: Die Fracht und die sonstigen Kosten für die bulgarische Strecke hat der Empfänger zu zahlen. Für die Zahlung der Frachten und Kosten für die kloinen halben Stund' plölzlich wieder anhält. Nicht so zu verstehen, daß der Sauhändler bereits daheim wär'. Dem ist bloß eingefallen, er hätt' noch einen Durst. Und am »Grünen Baum« zu Herbling kommt er ohnedem schlecht vorbei. Er spannt aber diesmal nicht aus, weil es coch schon spät ist, wirft nur dem Schimmel die Gauldecke über und geht hinein ins Wirtshaus. Nun das ich's sage, es war nicht mehr weit auf Mitternacht. Der Titus hat kaum die Füße unter de«m wirtstisch, da holt die Kirchuhr von Herbling zum Zwölfschlag aus. Lind was vielleicht ein Böllerschuß nicht vermocht hätte, die brave Glocke bringt es fertig. Schon mit dem ersten Erzton reißt es den Bitterle aus seinem dcken Dusel. Alles was Nachtwächter an ihm ist, sein Geist, sein Gewissen, wird davon wach. Geschwind wie ein litis fährt er aus dem Stroh, tappt ein paar Schritte in den Schnee hinein, glaubt nicht anders, als er wäre daheim zu Vogel«chwend, und droben hat die Glocke kaum ausgeschlagen, da tutet auch schon sein Kuhhorn. Uno' dann hebt er an mit Na und junger Mann?«; »Ich bitte um ihre Handl^v >Haben Sie Geld, junger Mann?^ Willi stottert erschrocken: »Wieso? Ich will sie doch heiraten und nicht kaufen« Kein Aberglaube Otto sah Fridolin. Fridolin saß traurig in der Straßenbahn. vNanu, Fridolin? Ich denke, du wolltes acht Tage zur Jagd fahren?7..l Plunino /ii mieten gesucht Anträge imter itintiT Klangf^ .•in die Verw, I0347.'i IJnterfjffizicr llagger Ali luul Mriia Faktor geben ihre Vei l'ibung bekannt. 103ö^.l Hübsche 3 - Zinuuerwoluuing mit Zulielu'ir (schnne Woluu '-'•Rf). ntit i'bensotclier ev ktcineriT /w tauschen gesuchi Sfhriftl. Anfragen nnter Nnr ."^iidseitig mit Dicitsthotenzim-mcr an die Vcnv. PKIOM 2tf ¥eeluuiftH PreRhcte, täglich frisch« bei Werluinz, Reiserstraße 22, im liofe. Fernruf 24-30. K3I4-4 Leere Kisten dauernd zu ver-kanten. Karbcutz, Herrenif. 3 10281-4 Ubernehine (jasthans oii. Ut' schäftslükalitäteti ;in gutem \'c'rkehrsplatzc. 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Nicht anonyme Zit Schriften erboten unter »Neu-jahrswunsch« an die Verwaltung. HKiüti-lü Witwe, 55 Jahre alt, mit 10.000 Mark Vermögen, sucht Bekanntschaft zwecks Eh»' mit Pensionisten, ZuKhnften erbeten unter '>Traufe8 Heim an die Verw. lrt327-U' Intelligente Witwe, 32 jahrf nlt, mit Haus, und Kealitätcn-besitz, wünacht sich |i,ii höherem Staatsbeamten zu verehelichen. Qcfl. Zuschriften unter »Lebensglück« an die Verw. d. Bl. 10272-10 hi$rä$ - IfututH Verloren wurde am Sonntag vormittags im Burgkino eine gestrickte, graue Kindtr-Ro-delmütze. Der ehrliche Fhider wird gebeten, die Mütze ge gen Belohnung in der Kanzlei der Brauerei Tscheligl abzugeben. 10280-f» Am 2U. Uez. wurde zwischct» 13 bis Vj14 Uhr am Haupt-bahnhofc Brieftatche mit Geld verloren. Abzugeben 20% Belohnung in der Verwaltung oder bei August Er-iautz, Angestellter in Trofln Post Saldenhofcn. 10329.!) Samstag, den 20, XII. 1041 wurde Thesen ~ Marburg-Bahnhof in der III. Klasse ein blauer Seidenschirm verged-sen. Der redliche Finder möge denselben gegen gute Belohnung bei Petrisitsch, Un-ter.Rotweinerstraße 16 abgeben. 10.10o-'> Schwarzer Damonmantel mit Mtister gestickt verloren. Der ehrliche Finder bekommt Belohnung, Adr, Verw, 10312-1» w w t ^rÄtiM/ 4 Oblat«nkaai«ln 8 Oblatankaptaln 34 Oblaf«nkaps«ln 6 Suppoaltofian , 10 N«okraHii«tt*ii . . . . . Rf^ -.62 • 3-, 1.74 w «».53 • • a • lilkrilli, Ii«! IHlfi Iii MHMm« wioMiiiNr M. Nwr Im A^afhakaii •rkiltllahl Hausgehlltin, mit etwas Kochkenntnissen, wird sofort aufgenommen, Badgasße 21. 10293.8 Kellnerin, nett und gute Reclr-j nerin, wird sofort im Kaffee Tegelthott aufgenommen. 10259-8 Für größeres Bauvorhaben in Marburg wird deutschspre-cheuder Bauschreiber und Magazineur mit 2. Jänner auf genommen. Anzufragen bei der Firma Fritz Kiffmann 10314-8 War umxiaht, tollta auch an taina Garontol-Eiar ctanktnl Sia mütian baiandara baNandalt wardtm f. iui dar Lösung nehman, 2. nidit abtrock-nan, «orKlarfi lalliif trocknan laitan, 3. iadci Ei varpockan und 4. ann nauan Standort in nauaGoranlollftiung lat«n tii 41« fiar kinnan iadarialt^ nman und zuaalagt wardanl l und w«« wlchtl| i unbadtnkUch «ntnom Bekanntmachung Betrifft: Lohnsteuerkarte 1942 Die Verteilung der Lchnsteuerkarten 1942 wird niit 15. Jänner 1042 abgeschlossen sein. Anträge aut Berichtigung bzw. Neuausfertigung von Lohnsteuorkartcn 1942 sind ausschließlich im städtischen Stcuaramt, Abt. IIa, Marburg a. d. Drau, üomplatz 11, Parterre rechts, einzubringen. Der Parteienverkebr beginnt ausnahmslos am Iti. I. 1042. Der Polltische Kommissar der Stadt Marburg an der Drau 1ÜI37 (Städtisches Steueramt) eitentsprechend wirtschaftlich-und doch lichtstark. i Nammer 33ft'l »MafhurpfCf Zeltun»?«, 31. Dpzemh^r 1<^41 -1. jliiner 1942 Seite 11 Eintragung einer Ges.nLli.H. Eingetragen wurde in das Handelsregister beim Gerichte in Marburg am 8. Dezember 1P41 i Sitz der Firma: Marburg an der Drau Wortlaut der Firma: Deutsche Umsiedlungs-Treuhandgesell-schaft mit beschränkter Haftung, Niederlassung Marburg/Drau als Zweigniederlassung der in Ber-lin unter dem Wortlaut »Deutsche Umsiedlungs-Treuhand-Gesellschaft mit beschränkter Haftung« bestehe?iden Hauptniederlassung. Tag des Absch/usses des Gesellschaftsvertrages: 3. November 1939 Gegenstand der Gesellschaft ist die: Durchführung vermögensrechtlicher Aufgaben, die sich mit der Umsiedlung von Reichs- und Volksdeutschen aus dem Ausland nach dem Reichsgebiet ergeben. Hierbei hat die Gesellschaft die für die Umsiedlungen geschlossenen zwischenstaatlichen Verträge zu beachten und für die Durchführung der sich aus diesen Verträgen für sie bezw. ihre Zweigniederlassungen, Tochtergesellschaften oder Beteiligungen ergebenden vermögensrechtlichen Aufgaben zu sorgen. Insbesondere hat sie unmittelbar oder mittelbar durch zu gründende Tochtergesellschaften oder erworbene Beteiligungen die treuhänderische Verwaltung des bei der Abwanderung in den bisher bewohnten" Ländern verbliebenen Vermögens der umgesiedelten Reichs- und Volksdeutschen, alle sich dabei ergebenden Abwicklungsmaßnahmen und die Übertragungsmaßnahmen nach dem Reichsgebiet sowie die Auszahlung von Abwicklungserlösen an die Berechtigten zu übernehmen. Ferner hat sie die von Reichsstellen ihr für die Vorschüsse und Zuschüsse an die Umsiedler zur Verfügung gestellten Mittel zu verwalten und Zahlungen hieraus zu bewirken. Höhe des Stammkapitals; 1 Million Reichsmark. Geschäftsführer: Bankdirektor Dr. Kurt Kleinschmidt, Berlin, Staatsanwalt a. D. Dr. Ferdinand Bang, Berlin, Wirtschaftsprüfer Helmuth Dülfer, Berlin, Dr. Alfred Kule-mann, Bankdirektor, Berlin, Wirtschaftsprüfer Dr. Heinrich Wollert. Berlin, Dr. Arthur Kaumanns, Gerichts-assessor a. D., Zoppot, Dr. Karl Gollob, Bankdirektor, | Wien, I Prokuristen: Dr. rer. pol. Heinrich Bredenbreuker in Berlin, j Fritz Wolter in Beriin, Hans Kremzow in Berlin, Friedrich i Bader in Beriin, Hans Stürer in Innsbruck, Alfred AIcerj in Beriin-Altglienicke, Dr. Karl Schneider in Beriin, Her-mann Schottmann in Beriin, Dr. Werner Gramsch in Ber. lin, Alfred Zimmermann in Beriin, Richard Kroll in Berlin, Arvid von Nottbeck in Beriin, Dr. Wilhelm Michael Kirsch in Beriin, Dr. Heinrich Schmitt in Innsbruck, Dr. Max Wöß in Klagenfurt, Siegfried Kleinschmidt in Innsbruck. Vertretungsbefugnis: Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer gemeinsam oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Der Chef der ZivÜverwaltuiig in der Untersteiermwk Der Beauftragte tür die Durchführung einzelner rechtssichernder Maßnahmen Dienststelle Marburg a. d. Drau 10233 Gezeichnet: Dr. Hartwig. (I Falclbahng*leis«, ca. 4 km 80 mm hoch bei einem Gewicht von 14 kg/m oder 93 mm hoch bei 15 kgf/m Eisern« Feldbahnloren, ca. 40—50 Vi oder 1 m^ Inhalt, für Lokomotivbetrieb 600 mm Spur Dampflokomotivent ca. 4 10299 40— 60 PS, 600 mm Spur 1 Dampf-Raupenbagger (Hecliiöffel) 0,5—1,0 Johannes Lück Jiefbau Sfolp in Pommern, Ida-Rappolf-Strasse 1, Tel. 2056 AAAAääAAAAAAÄAAAääA. Wer liefert? Teller, Schalen und sonstige hohlgedrehte Artikel. 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(eh bitte meine geehrten Kunden hievon Kenntnis zu nehmen. 10296 jeder Untersteirer liest ille Marbarger Zeitung! UberlettungHstelle der Wirtschaftskammer Südmartc Abteilung Gaststätten, und Beherber gungsgewert>e Verlautbarung über Weisung des Herrn PoHzeidirektors in Marburg wird die Sperrsfnnde in der Slivestemaclit für alle Gaststättenbetriebe (Gast, und Kaffeehäuser) im Bereiche des Kreises Marburg.Stadt einheitlich mit 1 Uhr früh festgesetzt. 10344 Der Leiter: Der Geschäftsführer: Käfer e. h. Schmid e. h. Intelligente sucht Vcrtrii Dame liiiens- stelle ziir Führung eiiM^s fraupiiloson Hauses. Gorivp Land, ist feine Köchin, mit allou Arbeiten in WiHscbafL vertraut tnnl inil län^^eror Praxis. Unter ,,Jänner-Feber UM'J' an die Verw. 100(>> Anzeigen in der »Marburger Zaitung« haben immer Erfolg, denn sie ist die ainilge Tagesiaitung das Untarlandat! Der Beauftragte des Reichskommissars für die Festigung deutschen Volkstums Dienststelle Marburg/Drau sucht für Gefolgschaftsmitglieder dringend gut heizbare möblierte Zimmer Es wird an den seinerzeit vom Herrn Oberbürgermeister der Stadt Marburg ergangenen Aufruf erinnert und gebeten, verfügbare Zimmer der Peraonal-abteilung der Dienststelle des Reichskommissars, Marburg» Gericbtshof- gasse 9/11 anzubieten. n £ t 3'3 101?S Die Firma Das BUromaschlnenhaus W. Welxl & SOhne Ii Marburg — H.Rarlieiitz,Marlnirg,Herrenga$se3 gibt hiemit höflichst bekannt, daß sie ihr Warenlager mit dem 1. Jänner 1942 der Firma H. Rarbeutz, Marburg a. D. verkauft hat. Zwecks Warenbestandaufnahme bleibt das Geschäft vom 1. bis 7. Jänner 1942 geschlossen und wird weiterhin in den jetzigen Räumen von der Firma Karbeutz weitergeführt. Wir danken lür das uns entgegengebrachte Vertrauen und bitten, dasselbe der Firma Karbeutz zu übertragen* W. Wefxl & Söhne 10390 gibt höflichst bekannt, daß selbes mit 1. Jänner 1942 das Warenlager und die Geschäftsräume der Firma W. Iii j im!. Ediotöbniil ta Ii übernimmt. Das Geschäft in der Herrengasse 3 wird mit 7. Jänner 1942 in ein Spezialgesciiäft für Führerbilder, Büsten usw. umgeändert und werden die Kunden höflichst ersucht, ihren Papier- und Bürobedarf ab diesem Datum in der Edmund-Schmid-Gasse 8 (früher Weixl) zu decken. H. Karbeutz 10298 Seit« 12 ^ ttAm^AAk ^ _ &M__■ __^ »Mifburgef Zeitung^, 31. Dtiember IWl »1. Jlnuff 1043 Nummer 336/1 < <4 < < < < < < < < < < < < < < < < < < < StadttheatT Marburg an d^r Drau Heute, Mittwoch, den 31. Dezember, 21 LIfir Silvesterfeier Im Stadttheater iVlor.ifen, Donnerstag, den 1. Janner Nachmittagsvorstellung um 15 Uhr Hänsel und Qretel Märchenoper in 3 Akten von E. Humperdtnck Abendvorstellung titn 2ü Uhr WIEMERBLUT Operette in 3 Akten von J. Strauß ^■reitag, dfii 2. Jäiinei, 20 Uhr Meine Schwester und ich l:in munikansches Spiel in efnem Vorspiel, 2 Akten . tind einem Nachspiel von Ralph Bcnatzky Samstag: »Monika« Sonntag: NailiinittagsvorÄtclliing: »Der WaHen* Hchmledtf Aln'iuUorstellung: »Monika« 11^55 t Weflen" bleibt das Musiichaus Otto Perz Marburgs, Herrenj^asse 34 vom 2. bis 4. jünner gtscblossen m (ine «tr»Wrt«ht4t,ib Kreissparkasse Rann (Save), jdait sfim, wer »pUtfr ItMA* wM! i Bauspardarlehen ■/Hill Niiiiliaii, Kaiil, Aushau, zur Hntbchuidiing mid liistiiiidiäftzung von Wohiihhusern iinter günstigen J'fdingiingeii liei der Oficnlllclien Bausparkasse Ilir die Osliiiarl( Ahtriliing der (iirozentrale der Ostmärkiseljen Sp.nkassen Wien I, l'ichtegasse 10. - Fernrul: Ii ii-'l 15. - Ikratiing und Auskünfte kogienlos lind iHiverhindliiii bei allen Sparkassen und ihren Xweij.;skllen. 10143 I Wer auch! BackmalsterpostanT Wir snclien für die Untersteiermark imd die angreniEendeii deutschen (ieblcte tüchtigen Reisebackmeister für die prak tische Vorführung eines bewährten Backmittels in gewerb-liehen Bäckereien. Wir suchen Mitarbeiter, die gründliche, praktische Fachkenntnisse besitzen, die deutsche sowie slowenische Sprache beherrschen und guten Leumund haben Bewerber, die schon eine ähnliche Tätigkeit ausübten, werden bevorzugt Wir bieten Ihnen: Festes Angestelltenverhältnis, Oehalt, Umsatzbeteiligung, Spesen, Fahrtkosten, Kundendienst. Wer Lust hat unci frei von anderweitiger Verbindung ist, bewerbe sich mit Angaben der bisherigen Tätigkeit, handschriftlichem Lebenslauf, Bild, Zeugnis-Abschriften und Oehaltsansprüchen unter »»30.707« an die Ala-.Anzeigeii 0. m. b. IL, Wien i, Wollzeile 16. 10520 tili sofort oder später schön möblieriai Zimmer gesucht. — Anttäge eib. an Dr. KOCH, Arballsamf, Pettau in Pettau lusni \n die Gemeindeämter Hoheitszeichen Hausnummern-tafein Metdllbuchstaben Hei Anlr.'igen erbeten; yriUiiii, N'orliHiiiiciu' I Siit: MiUKi, Ildl.', III.IS liv\\ . USW. ZiMkl>leLli. Silber mier (luld, s[)ritziackiert, Ciigniblech, Alt. kupfer patiniut, 150 -KH) trn liügelweite. l-;rstklassige Handarbeit. liir die Neube/.eicliuinig v(mi Straßen, (iassen und Plätzen la. weiß.grün emailliert, hilligst. 20 Jahre Garantie, kurzfristig lieferbar, naili künstlerischen Hntwür-fen, in verschiedenen Auaführungen, lieferbare Onißcn bis 15 cnt, ab 15 ctn jede ge vvünsthte Or^iRe nnd J-orin aiicli nach Ihrem 1-Intwurl Mesonclers geeignet für Tt)r-»iberschriften. Türbeschriftun-^;en, (jrul-ihescliriftung \-(>n I Innswändeii: Stadtarnt. Gemeindeamt, Hitr-germeister, Standesamt usw Georg Wastian, Graz, Hofgasse 2 l-i-rnnil IWM2 102f»7 Gebe bekannt, daß meine Vcr- iü.'84 kaufaräume Tegctthoffslraße 39 in der Zeit vom 2. bis einschließlich 8. Jänner 1942 wegen Warenbestanilaufnahnie geschlossen bleiben. ADALBERT GUSEL BRANNT VC EINGROSSBRENNEREI BURG'KINO t'tnurui /i-JV Der Terrd-Filni: LEICHTE KUSE (Was Frauen im FrühÜqg trkumeo) Willy Pritsoh. Adelheid Seedt. Willy Rose Tür Jug«ndliche nicht zugtlassen! Kulturfllni! Neueste deutsche Wqctiensctiau! KULTURFILM-SONDERVORSTELLUNQCN: Mittwoch 13.45 Uhr: HlmmmlgBWrmer Geburt und Geschichte des PlieKcns. Ein Degeto« Film! Für Jui^ettdliche zugelassen! 10^3-1 SSPLAMADE t-ernrut 25-29 Heule 16. 18*30,21 Uhi Oh diese Männer hin entzückendes Ciroßlustspiel, das Laclistürnie erzeugt! mit Johannes Rlctnann, Paul Httrblger, Oeors AlejtanUcr, Grete Weiser, Susi Nlcolcttl, Jane Tiidco, Ruduif Carl Kulturfilm! Ufa-ToDwucbc Nr, 5191 Für Jugendliche nicht zugelassen! ino Brunndorf Mittwoch 20.30 Uhr Donnerstag 15, 18, 20.30 Uhr <3ani grofie Torheiten EIN WIENERFILN '^''•'Jugendliche nicht ^ugoUsaenl 1034*2 Miesstaler FeiHiauerei Ipaz UrbHUI, PrlviU. Ramtn empfiehlt sich bestens für Neuaufbau alter Feilen und Raspeln. — Preisliste sfratis und franko. Vortrot«r: los. Rauch, Prävali 64 mi^,, MfHIIIRI WAOeONS ftdU^üdßlißt ittXSSBSSBSSSSSSSSSSSSm^wiwiiSi hat abzugeben die Landwirtachaftliche Zentralsrenossenschaft Marburg, Mellin-gerttraße 10, Fernruf 29-31 10307 Silvester-Konzert fr V A n r« I Mitwirkeod: Grototkkomikor »RICCARDO« aus Graz Auch dl« Räumr im 3. Stotk •iahen (Itn P. T. Güsten aur Verfügung Hotel, Caf^, Restauration »Adler« Marburg d. Drau 13.6 jfd.'j Vom 2. bis einschheßHch 10. Jänner 1942 bleibt unser Geschäft wegen Warenaufnahme geschlossen. WEKA Wehnbedarf TeQetfliotfsfrasse is» Wir teilen allen Verwandten. Freunden und He-kannten mit, daß mein Uatte, unser \'aler, Herr Simon Bednarschek Kondukteur der Reichsbahn hl Ruhe heute am Diunslag, den 30. Dezember lü41 uni halb 2 Uhr früh nach langem, schwerem Leiden im 58. Lebensjahre verschieden Ist. Die Bterdi-Kiiitg liiulet am Donnerstag, den 1. Jänner 1942 um It) Uhr vtjn der städtischen Leichenhalle in Pol>er8eh aus statt. Die Id. Seelenmesse wird Samstag, den iL |änner hti2 um 7 Uhr früh in der Magdalcnakircfie ge-•lesen, Marburg, Stiuietiiti^ bei Piiltschach, am ;nit-. Iniiloi»-. Inkrao-liiii MAX FEKONYA, STEUEROIRBKTOK *. D. Marburg a/0. Braz Hisniarkstrafle 3.1 Albcrstraße 27-11, Hut 7727 Korrespondenz Deutsch, Kroatisch, Itaüeniscli, Französisch und Slowenisch 10325 Wegen 10315 WARENBESTANDAUFNAHME bleibt das Spezereigeicbäft Hani Max Mernig, Marburg, t ettftuerstralie 1, am ?.• 8« und 9, JInner gsschlossci]. Besondere Parte werden nicht ausgegeben! Anna Brauchardt gibt ini eigenem sowie im Namen sämtlicher Verwandten tjefbetrübt Nachricht von dem Ableben Ihres innigstgeliebten Oat ten, des Herrn josef BrauMI HHusbeiitver welcher Dienstag, den i^O. Liezeniber 11<4I um 1 Uhr im 78. Lebensjahre nach arbeitsreichem Dasein entschhfen ist. Das Leichenbegängnis des teuren Uachinge. schiedenen findet I^onnerstag, den 1. Jänner 1'J12 um IS.i^O Uhr von der städtischen Leichenhalle lu Pobersch aus statt. Die hl. Sseltnmesse wird Freitag, ilen 2. Jaiiner lt)42 um halb !i Uhr in der Franziskaner Pfarr. kirche gelesen werden, !())■!',» Marburg, Graz, Wien, den *;<0. Dezember IIMI