Etriftleitunq: «atha»«ft"sie Wr. fi. i. 21, tntcrurtan etrcAUvacic: t&gliit MI »««nnSn-t fct «tns. tt. ffrtn-agt) Ml 11—1* Bit Mtnu 0»tM#«it>cn irtrbrn lUitl »«> MBtltltfr tfin-ratunarn gi(M fcaiiOTAtwt. «ltHnMgnnmc imi d» jjtrtMttjM fltcfn flarimifl »a billig« fcft-icftiatrn »tftlSun -»lgezca. «■ Uhtfcrtrtun^en Dtn*- ■itbC etc , Cditia« W-U»I' 1«!'B C'ttticuil unt Ca»«ioj itdli fafliii-*»ate S4.»ift Berwaltunq: «athauSgaffe Mr. 6. Xtlmton fli tl. tnKraf»*« Xutdi Mt P»I> bo»»rM: Olmdlilirlf . . . K I N HolvjZdrig . , . . K f M S«nUiib"8. . . . K irt» SA UOrcn um tif fciltctn U««n»iin;Vt»!»Äten. Kr. lO t£isll, Hamstag, ben 1. Atörnar 1013. «irjflrttcti *tonnf*rni« »tllf- di» 411T VtbdtcDuBi) 38. ZaVrqang. Adrianopsl-Ronstantinopel. Der liingtürkifche Handstreich hat der Londoner Rennion bö» mitgespielt. Der alle Kiamil Pascha schien bereits dafür gewonnen, Adrianopel, diese letzte Bormauer und Bastion der Snltansstadt am Goldenen Horn, den Bulgaren preiszugeben und schon stind der Uebergang vom Waffenstillstand znm Frieden, allerdings zu einem problematischen Frie» den, in nächster Nähe. Vielleicht war das Kommunique über den unter dem Protekt-.rat Englands und seiner Verbündeten zustande gekommenen Frieden bereits druckfcrtig, als Envcr Bey an der Spitze der arabischen Sofias zur Hohen Pforte ritt. Mag nun, wie behauptet wird, der jungiürkische Umsturz im Einverständnisse mit Kiamil ersolgt sein oder nicht, jedensalls wurden die in London versammelien Diplomaten davon überrascht und wie es scheint, ist nun auch die Entwicklung der lürkischeu «nie in ein nun rascheres, aber auch gefährlicheres Tempo gekommen. Für jeden, der die Lage der Türkei und die Stimmung des türkischen BolkeS uuvoreingenom-men beurteilte, war eS zklar, daß der Berzicht auf Adrianopel den Berzicht der SultanSherrschast in Europa bedeutete; diesen Bezicht vermochte weder das türkische Reich, noch das türkische Bolk zu er-tragen und es ist sehr erklärlich, daß die Jung, türken den für sie günstigen Augenblick rasch benutz-ten, um die Führung der StaatSgeschäste wieder in die Hände des Komitees zu bringen. Wird aber das jungiürkische Regime die Kraft haben, Atnia. nvpel zu erhalten? Man spricht davon, daß die Kompromißsormel von der Schaffung einer Neutra« litätSzone geeignet sein werde, trotz aller erhöhten Spannung den neuerlichen AnSbruch des Krieges zu verhindern. Sie würde aber den Krieg nur auf« schieben. In der Adrianopler ,^rage handelt es sich nicht um die Sultansgräber, nicht nm die heiligen Moscheen, sondern um die Festung Adrianopel. Wenn Adrianopel geschleist und neutralisier» sein wird, dann ist es bot) nur die Frage einer kurzen Zeit, bis die Bulgaren durch das vermauerte Tor in tzöst'stine. Bon Mcna Kratzig. In einem der Durchgangshöfe der Innern Stadt eine graue Mauernische im Dümmer deS Herbttabends, nur erhellt von der matten Flamme eines Oellämp« chenS vor einer Mutit'goltesstalue an der Wand. Frauen winden schwere Toten kränze, hängen sie an die Wand, viele Blumen decken den nackten Stein-stieß und vorne, unter der Siatue. gerade am meisten vom Lichtlein bestrahlt, sitzt ein Mädchen mit sanften Gilgen, blondem Haar und schlanken Händen; die fingst langen schweimutig in den vollen Blumen-korb neben ihr, um eine blasse Erysantheme nach der anderen in das ma»e Grün d?s KranzeS zu binden. Im leisen Dümmer des HerbstabendS tritt ein Mann in den Hofeingang und bleibt hier stehen, ohne daß Eölestine seiner gewahr wild Er sieht nach ihr hin, mit Augen, die in der Welt nur immer die Schönheit suchen gingen. Sein Schönheitssinn hat ihn wohl schon ein-mal irre gefühlt. DaS war mit seiner Frau, deren herrliche Erscheinung, große, schlanke Fignr und glänzend schwarze Augen ihn einst dezaubert halten. Aber von den seelischen Eigenschaften, die er in ihr zu finden gehasst, wußte ihm ihie helle, liebe Stimme nichts zu sagen Sein Weib war trotz aller Schön-heit nur ein allzu gewöhnliches Weib. Nach drei Jahren hatte er sich von ihr scheiden lassen, nur ab und zu besuchte er sie noch weiterhin um seines Knaben willen. Natürlich waren diese Konstantinopel einziehen werden. Können di: Türken ihr Schicksal noch aufhalten? Wie zur Zeit der griechischen Kaiser im alten Byzanz, unterwühlen blutige Ausstände die letzten Stützen der Autorität des Thrones und der Regierung auch jetzt. Jung türken und L'ga versolgen sich mit tötlichem Hasse und die Führer der Truppen sind gleichzeitig auch die Führer der seindseligen Parteien. Konstantinopel hat für E-kropa eine höhere Bedeutung als bloß die, dak e» die Residenzstadt des Osmanenreiches ist. Bosporus und die Dardanellen sind für Rußland der Weg inS Miitelmeer und voraussichtlich wird die Daldanellensperre gewesen sein, wenn bulgarische Kanoniere die Wach! auf den Batterien von Galli pvli halten wlrden. Und dann rückt Rußland in die Reihe der Miltelmeermächte ein Aber noch mehr. Konstantinopel ist auch der Schlüssel für die Herrschaft in Kleinasien. Die Großmächte stehen einstweilen der durch den Umsturz i» Konstantinvpel geänderten Lage ab-wartend gegenüber. Abwartend, d. h. es ist mit der Einigkeit der Grof-mächie schlecht bestellt und allmählich «küit man wieder zu recht pessimistischen Anschauungen. Die Sorgen von neuen nnarsehbaren europäischen Verwicklungen wird wieder lebendig und sie findet leider eine Begründung in dem zwei-selhasten Verhalten Rußlands, das auf kleiiiasiatifche Gebiete der Türkei sein Augenmerk gewoisen hat und seine Schwarze Meerstotte in Sebastopol bereit hält, um nach den Bosporus zu dampfen Adria-nopel ist die europäische Schicksalsfrage. Sttdsl,«wischt Kiutriclir in Kr,«in. Zn der letzten Zelt wurde von verschiedenen Seiten bedauernd daraus hingewiesen, daß Oester' reich zuviele Gymnasien und Realschulen besitzt, ai s denen ein hoffnungsloses Bildungsproletariat aus den Lebensinaikt gelangt. Da der StaU die Mittel-schulen in den deutschen Kronländern, »umal in Besuche für ihn, obwohl er sein Kind lieb hatte, nicht gar angenehni. Erich war daher sast immer in gedrückter Stimmung und sein früherer Lchaf-fensdrang schien ganz abhanden gekommen zu sein. Drängte es ihm wirklich einmal, ein Bild zn ent-w:rfcn, mußte er die Entdeckung machen, daß feine Phantasie versiegt schien. Da tat er dann alles, was einer in solchen Fällen tn» konnte Er suchte neue Eindrücke, ging ans Reisen, las viel und suchte sich aufzuheitern. Vergebens. Nun brachte ihn ein Spaziergang durch den Hof des alten Durchhaufes auf einen künstlerischen Borwurf. Er möchte dieses Mädchen malen, genau so, wie er es jetzt gefunden, mit die-sem mattbeleuchleten Gesichte und mit dem gleichen Ausdrucke lieblicher n»d doch trauriger Ungeduld den Totenkranz windend. Erich beobachtete es hier-ans »och einige Tage und enlwars unierdeS daheim ein Bild, das seine best« Leistung werden sollte. Doch dieses Beobachten der Ahnungslosen gefiel nicht nnr dem Künstler in ihm, sondern Erich begann anch ein rein menschliches Interesse für daS Mädchen zu fühle». Eines Tages kaufte er von ihr einige lang-stielige, blaßgelbe Chrysanthemen. In der Folge knüpsten sich zwischen Beiden zarte Beziehungen an. Eölestine wand nun keine Totenkränze mehr. Sie wurde Erichs Modell. Aber er nannte sie anders; für ihn war sie der Genius. Er nahm sie zu sich. Uud sie mußte immer in feiner Nähe sein, um ihn mit ihrem Geplauder und mit ihrem Gefange zu erheitern. Sie konnte das so gut; Niederösterrrich und Wien, änßerst stiesmütterlich be< handelt, kann sich dieser berechtigte Tadel nur auf jene Mittelschulen beziehen, die von tschechischen und polnische» Abgeordneten besonders während der Badeni-Aera eingehandelt worden sind. Tatsächlich sind heute die Slawen mit Be-amtensabriken übersättigt und suchen nach neuen Gelegenheiten, die Staaismittel ihien nationalen Be-strebungen dienstbar zu machen. Zn dieser Absicht haben die Slowenen die Errichtung einer StaaiS-gewcrbeschule in Lalbach betrieben, ein Ziel, das sie, dank der wohlwollenden Förderung mehrerer hoher Ministerialdeamter. vor zwei Jahren auch erreicht habe». Die Anstalt besteht aus einer Reihe von Abteilungen und ist eine der größten in der Mo> narchie, wofür schon der Aufwand von fast ändert-halb Millionen Kronen spricht, den der Bau und die innere Einrichtung der Schule erforderten. Der Staat hat aber nicht nnr diesen Riesenbetrag aus-zulegen, sonder» muß auch iür die Elhaltungskosten auskommen, die bei einem Stande vo» sechzig zu« meist tschechischen Lehrkiäften jährlich dreihundert lausend .Kronen — mehr als der ganze Mittelschul-auswaud Kärntens! betragen. Da das Land Kram eine geringe industrielle Entwicklung aufwei», reichte die frühere gewerbliche Fachschule für die Vorhände« nen Bedürfnisse vollsländiz auS. Für die Errichtung einer Staaisgewerbeschule, die von der slowenischen Oeffentlichknt mit Recht als eine Errungenschaft be« zeichne« wird, die wichtiger als vier Mittelschulen sei waren daher keine sachlichen, sondern au. chließ-lieh nationalpolltische Gründe entscheidend. Dies wird anch von der slowenische» Presse offen zugegeben. §0 schreibt der flowenifchklerikale ^Slovenec" in einem Anikel, worin sür eine» stärkeren Besuch der neuen Schule Stimmung gemacht wird, folgendes: »Bei allen größeren Unteruehmungen in Krain sind als Maschinisten und Werkmeister giößtenfalli Fremde angestellt. Auf slawischem Gebiete gibt eS zahlreiche Kraftwag n, als deren Lenker fast aus-fch.ießlich Deutsche verwendet werden. Ebenso man-gelt eS vielfach an fachkundigen Baumeistern, Tisch ler- und Zlmmermeistern. Bei der Staatsbahn und sie war niemals ausgelassen lustig, sondern meist von einer warmen, innigen Fröhlichkeit. Nur zuweilen, wenn sie am Ateliersenster stand, und in den abendlichen Winterhimmel sah, da kam in ihr Gesicht wieder ein Zug rührender Sehnsucht. „Was hast d», Eölestine?" — forschte Erich einmal — „will denn der Vogel davonfliegen? Draußen ist's ja kalt ..." Sie aber fragte ihn, warum er noch nie den Wunsch geäußert halte, sie zu heiraten .... Und während sie sprach, traten ihr zwei Tränen in die Augen. Also das war es. Ja, siehst du, mein liebe« Mädchen, das geht nun leider nicht . . Hierauf erzählte ihr Erich die Geschichte seiner Ehe. Es fiel ihm nicht leicht, den» er rührte nicht gern daran. Aber schließlich sprach er von dieser Sache dann doch in ganz einsacheii Worten, was ihm eigentlich selbst wunderlich vorkam, da er sich doch, wenn er nur dieser Frau gedachte, stelS aufregte, in Zorn und Groll — über jene, über sich selbst und über die ganze Welt. Eölestine halte bei seiner Eröffnung das Gefühl einer unendlichen Vereinsamung. Und diese« konnte sie nimmer los werden. So oft von nun an Erich feine Frau des Knaben wegen besuchte, verständigte er Eölestine davon. Doch wäre eS dieser lieber ge-wesen, sie hätte überhaupt nie erfahren, daß er be« reits anderseits gebunden war. Denn so lächerlich eS eigentlich war. eS verhielt sich doch so; sie war auf feine Frau eifersüchtig. Und dann war noch etwaS: Sie fühlte, daß ihre Liebe zu Erich nimmer S.tii 2 ÄC.IUW 10 Südbahn sind al» Lohn- und T«l>graphenmeister größtenteils Deutsche bedienstet. Ebenso wird man nach Fertigstellung der vom Lande Krai« gebauten «lektrischen Anlagen fachkundige Leute brauchen und wieder Deutsche nehmen müssen, weil geschulte ein» heimische Kräfte fehlen." Diesem Mangel soll also abgeholfen werden und die Hoffnung, das technisch gebildete Personal der in deutichen Händen befindlichen Jnduslrieunter-nehmungen und der Bahne» in Kraiu sowie den Gewerbesland der deutschen Slädte UntersteiermartS zu slowenisieren, war der mächtigste Ansporn für die Schaffung der neuen Schule. Um diesen Zweck noch gründlicher zu erreichen, arbeitet deren Direktor Subic, ein Intimus des abgesetzten Bürgermeisters Hribar, mit Eifer daran, als ausschließliche Unter-richlSsprache via facii daS Slowenische einzuführen, während die frühere Fachschule deutschen wie slowe-nischen Schülern zugänglich war. Die Schule soll eben ein südslawisches Bollwerk werden, das von jedem deutschen t.'aute verschont bleiben muh. Darauf deutet schon die rein slowenische Ausschrift, die bis-her trotz aller Vorstellungen, die von deutscher Seile erhoben wurden, noch immer nicht durch eine doppel-sprachige ersetzt wurde. ES wäre zu wünschen, daß die deutsche Oeffentlichkeit sich u»> die Zustände in Krain etwaS mehr bekümmern würde, damit nicht fortwährend staatliche und deutiche Rechte dem slawi-schen Uebermute zum Opfer fallen! Pnlitischi' Rundschau. Staatssuboention für tschechische Gesangvereine. Das Unterrichtsministerium hat den tschechischen Gesangvereinen „Hlahol" und „Smetana" Subven-tionen von je 400 Kronen bewilligt. Davon, daß auch deutsche Gesangverein« auS Staatsmitteln Zu-Wendungen erhalten, ist nichts bekannt. Die Spaltung unter den Südslawen. Der Kamps zwischen den fortschrittlichen Par« teien unter den Südslawen und der unter dem Kom> mindo deS SlowenenhäuptlingS Dr. Schusterschitz stehenden klerikalen Richtung nimmt in letzter Zeit wieder an Schürfe zu. Die alle floweuischliberale Partei, die noch vor wenigen Jahren die Führung unter den Slowenen lnne hatte, beginnt sich wieder zu regen und setzt insbesondere in Krain mit einer heftigen Agitation ein, die der klerikalen Parleiherr-schast im Lande bereits schwere Sorgen bereitet. Durch seine staatsfeindlich«, großiüdslawische Hal-tung ist «S Dr. Schusterschitz bekanntlich gelungen, eine fast volliiändige trialistijche Abgeordnetenorgani-sation und Parteienkoalition zu schaffen, in der nicht nur die Kroaten, Slowenen und Serben auS der österreichischen ReichShälste, sondern auch auS Bosnien und Kroatien vereint sind. Nun macht sich aber schon seit langem unter den radikalen Serben und so rein war, wie vor seiner Eröffnung. Sie empfand vor sich selber Verachtung, weil sie es jetzt nicht über sie vermochte, ihn zu verlassen, obgleich sie ihm nie rechtlich angehören konnte Freilich setzte sie sich zu Zeiten auch über alle Bedenken und Vorwürse hinweg und gab sich leichtfertig — aber da» war dann nicht die, die Erich in ihr liebte. Da konnte sie plötzlich im lauten Lachen stille werden . . . . Und sie sahen einander erschrocken an, al« wollten sie sagen: „Wir sind in die Irre gegangen." Ach, warum war der Schleier gelüstet worden! Und es war etwas aus ihrer Mille entflohen, da« nicht mehr wiederkehren konnte. Eines jedes von ihnen dachte mit Wehmut an den Beginn ihrer Liebe zurück. An da» Machten derselben und an daS Glück, das sie aus der Erkenntnis dieser Nei» Jung schöpsten. Mit jedem Worte, mit jedem Blicke atte eines das andere reich beschenkt. Und nun war eS ganz ander«. Sie wußten ei»er vom an-dern, daß er noch derselbe Mensch war, noch immer wert, ihm gut zu sein . . . Und dennoch war ein jedes bemüht, den anderen in dem eigenen Urteil herabzusetzen. Und so wuchs das Leid zwischen ihnen empor — und wurde immer größer und größer. Eines Tages kam Eölestine »ach Hause und hörte im Atelier eine Frauenstimme; sie blieb hinter dem Vorhange stehen und wollte, um nicht zu stören, abwarten, b>S jene zu Ende gesprochen. Da hörte sie, wie Ei ich« Frau ihren Gatteu bat, sie wieder aufzunehmen. Nicht ihretwillen, nei», nur ihre« Knaben wegen. Der brauchte Erziehung, bet brauchte väterliche Hand, denn er drohte zu eut- Kroaten DalmatienS eine mächtige Opposition gel-tend, die die Diktatur des Laibacher LaudeShaupt-manne» trotz feiner ferbenfreundlichen Haltung nicht mehr weiter ruhig hinnehmen will. Die Gegensätze sind bereits so weil vorgeschritten, daß eine große trialistische Gegenorganisatio» im Entstehen begriffen ist, an deren Ausbau einflußreiche südslawische Kreise eifrigst beschäftigt sind. Diesen Bestrebungen, die auch eine neuerliche Gefahr für die Deutschen im Süden der Monarchie bedeuten, fetzt daS Organ der slowenischen Liberalen folgende Ziele: l. Die nationale», nicht klerikalen slowenische», kroatischen und serbischen Parteien im Süden Oesterreichs hätten ehestens in einen Ver-band untereinander zu treten. 2. Es hätle binnen kürzester Zeit in Laidach, in Trieft oder einer an-deren zu bestimmenden Sladl eine Zusammenkunft der Poliliker und maßgebenden Faktoren dieser Par-teien stattzufinden. 3. In dieser Versammlung, die vertraulich zu sein hält«, wäre die südslawische Frage eingehend zu erörtern u»d der Standpunkt zu piäzi-sieren. den die südslawischen nichtklenkalen Parteien der Frage gegenüber einnehmen. 4. Die versamm-Iung wäre von den dalmatinischen Politikern Mizn> berufen, die in der südslawischen Frage die führende Rolle spiele«. Wiederausdruch des Balkankrieges. Bulgarien hat der Türkei den Waffenstillstand gekündigt und die übrigen Balkanstaaten haben sich diesem Schritte angeschlossen. Die Wiedcransnahme der Feindseligkeiten ist also noch Ablauf der vier-tägigen Kündigungsfrist, das ist am kommenden Montag, zu erwarten, wenn nicht inzwi'chen eine neue Wendung eintritt. Der Wiederausdruch des Krieges läßt wenig Hoffnungen für die Türke» auf-kommen; die neuerlichen Kämpfe, die sich an der Tfchaialdfchalinie abspielen würden, dielen den An> greiser« günstigere Chancen als den Verleidigern. Zudem ist die türkische Armee durch die früheren Riederlagen entmutigt, deren OsfizicrskotpS aber polilisch demoralisiert, weshalb in dem uenen Krieg mit dem Fall KonstantinopelS gerechnet weide» muß. DicS scheint man auch in Psortekceisen zu fürchte» und die veiöff-ntlictite Antwortnote der Türkei auf die Demaiche der Gioßmächte ist so entgegenkam-mend ausgefallen, dzn ein Einlenken Bulgariens leicht möglich wäre. Nach dieser Antwortnote wird seitens der Türkei bezüglich Adrianopel« eine nalür-licht Teilung durch die Flußgrenze der Tuntfcha vor-geschlagen, wodurch die allerdings rtvaS gekünstrlte Situation entsteht, daß die Vorstadt der Festung mit dem Bahnhos an Buigaiien fiele, während die Festung selbst mit den Gräbern der Sultane türki' Icher Besitz bliebe. Noch größer ist daS Entgegenkomme» der Tüikei bezüglich der Insel». Sie ver-langt nur die vier Inseln, die den Dardanellen vor-gelagert sind und die Dardanelleneinfahrt beHerr-schen, ohne die die Meerenge wertlos wäre. Für die übrigen Insel» wird die Autonomie unter dem arten. Mochte diese Frau immerhin in ihren An-sichten und Gefühlen von seichter Auffassung sein, eineS war doch groß an ihr: die Liebe zu ihrem Kinde und darum wollte sie auch, daß aus ihm elwaS Rechtes werde. Erich halte noch nie so ach-tungSvoll zu seiner Frau gesprochen, al« in dieser Stunde. Er sah sie jetzt in einem neuen Lichte Vielleicht schätzte er sie in diesem Momente höher al« Eölestine. jedenfalls empfand er diese al« Hin-derms. Vielleicht jedoch hätte er sich in Virklichkeit gar nicht entschlossen, seine Frau wieder aufzuneh-men, aber vor seinem moralischen Gewiffen suchte er sich m>t Eölestine zu decken Er' war an jener schuldig geworden — und konnte sie jetzt nicht ver-s'oßen; aber daß sie nicht stärker gewesen und ihm fiaglos in sein Heim gksolgt war, das machte er ihr doch zu stille» Vorwürfen. Und Eölestine hinter dem Vvrhange erriet, wa» er dachie. Sie kannte ihn ja schon gut Und wieder sühlte sie sich in ihien eigenen Augen ein Stück tiefer sinken. Si. vernahm E> ichs ve> ständige Worte. Wohl sagte er zuletzt zu seiner Frau, daß er den Knaben sehr lieb habe und auch nur dessen Bestes wolle, aber den alten, abgerissenen Fade» wieder anzuknüpfen ginge nimmer mehr. Doch da halte seine Frau ganz seltsam gelacht, wie ein GlaS klingt, das einen Sprung hat. Und da» Laz.cn dring als ei» Bonours in des Mannes Brust — dieses Lachen tastete an d.n Aielierwänden bin, drückte sich durch die Poniere hindurch zu Eölestine. Bald daraus hörte sie eine Tür gebe», aber das schien so ferne, so ferne zu sein. Erichs Frau war gedemütigt fort-gegangen. Schutz der Großmächte zugestanden. Zweifellos könnten diese neuen türkischen Friedensvorschläge eine Basis bilden, auf der die Verhandlungen wieder aufgenommen weiden. AlleidingS müßten aber auch die Bulgaren einige Nachgiebigkeit zeigen. Aber hinter Bulgarien steckt Rußland, daS jetzt die Balkan, frage auf die spitze getrieben sehen will, um ge° meinsam mit England und Frankreich den Dreibund vor vollzogene Tatsachen stellen zu können. Und darin liegt die große Gefahr für den europäiichen Flitden, der nach der neuesten Wendung der Dinge wieder nur von Zufälligkeiten abhängig ist. Auo Stadt und Land. Vermählung. Herr Adolf Westen d. I., Fabrikbesitzer in Gaberje bei Eilli, hat sich mit Fiäulein Annemai ie Hünnermann, Tochter des BrauereibesitzerS Max Hünnermann in Satzn am Rhein, vermählt. Heil! Namhafte nationale Spenden. Anläß lich seiner Vermählung hat der Fabriksbesitzer Herr Adolf Westen d. I in Gaberje bei Cilli einen Betrag von 1100 Kronen völkischen Zwecken zugewen-det, und zwar: der evangelischen Gemeinde Eilli 300 Kronen, dem Deutschen Vereine in Eilli 800 Kronen, dem Vereine Deutsches HauS In Eilli 200 Kronen, dem Deutschen Schulvereine 200 K. und dem Vereine Südmark 200 Krone». Möge daS leuchtende Beispiel diese« wackeren deutscheu ManneS recht viele Nachahmer finden. Aus dem Iustizdienfte. Der Justiz minister hat die Richter Dr. Hermann Knaffl in Deutsch-Landsberg zum Landesgerichte in Graz und Dr. Paul Skoberne in Littai nach Laibach versetzt. Er verlieh serner Richlerstellen den Richtern des Grazer OberlandesgerichtSsprengelS Dr. Adolf Lieder-mann in ArnfelS, Franz Zechner in Kötschach und Dr. Franz Kotnik in Littai und ernanute den L«n deSgerichtsrat und BezirkSgerichtSvorsteher Emil Wndich in St. Leonhard im Lavanttale zum La» deSger'chtSrat in Klagenfurt. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonn-tag findet in der EhristuSkirche um 10 Uhr vor-mittags d r öffentliche GemeindegotteSdienst, um 11 Uhr ein KindergotteSdienft statt. — Am Nach-mittag findet im Saale de« Neuheim in Lichten-wald um halb 5 Uhr ein öffentlicher Gottesdienst und daran anschließend die Jahresversammlung der dortige» Predigtstalion statt. — Am kommenden Samstag ve> sammeln sich die jungen Mädchen im Gemeindesaale, um einen Vortrag deS Herrn Pfarrer May „Ueber daS Gewissen" anzuhören. Das veteranenkränzchen verschoben. DaS Veleraiieiikiänzchen wurde mit Rücksicht auf die Hostrauer auf den l. März verschoben. Eölestine hörte indes noch immer das schreck lich« Lache». Sie hätte nun zu Erich hineingehen nnd den Eindruck desselben verwischen sollen. Aber sie konnte nimmermehr. Sie halte nun nicht mehr die Macht, ihn sroh zu stimmen. Sie sah sich plötzlich wieder im Herbstnebel Totenkränze winden. Einsam unter den Frauen, sinnend, warum gerade |U ihr die Liebe nicht gekommen .... Ja einer solchen sehnsüchtigen Stunde war sie Erichs Blick begegnet. Und als sie ihm die langstieligen Ehry-santhemen gereicht, die er von ihr gekaust, da hatte, während ihre Finger sia, dabei sanft berührten, ein Zittern ihren Körper überlaufen und eine Blutwelle hatte er ihr in« Gesicht getrieben . . . Als Eölestine jetzt daran dachte, schlug sie die Hände vor'S Gesicht. Ach, diese Stunde, die den herbe» Duit der Tvtenblnme barg und au« der für sie die Liebe sich keimend erschloß . . . .! Diese Stunde . ... die wie ein leuchtender Stern vom mächtigen H?mmel fiel, schnell kam und versant... Irgendwohin .... in eine Dunkelheit. Versunken, vergangen sür immer! Jetzt aber, jetzt kam etwaS anderes leise an sie heran — drängte sich an sie an heran — ließ ich nimmermehr verjagen — und daS war die Er-kennlniS, daß ihre Liebe mit Entsagung enden müsse . . . . Diese Erkenntnis drängle in ihr einen Ent-chluß auf Sie fühlte, was sie zu tun hatt«. Wieder ging eine Türe, noch leiser wie vor->em, und diesmal war eS Eölestine, die da« Maler heim verließ. . . Rumm.r 10 Scite 3 Von unserer Schaubühne. Die Direk-tion Hai da« Se,isation«schauspicl „Die Zarin" von Melchior Lkngycl und Ludwig Biro zur Ausführung erworben und gelangt dieses ersolgreichsle Prosawerk der heurigen Spielzeit Mittwoch den 5. d. zur Erst-aussührung. In dcr Haupt- und Titelrolle Katharina II. tritt Fräulein von der Hardt vom Jubiläum« Stadttheater in Klagenfurt zum ersten Male »er daS Cillier Publikum. Mit der Darstellung dieser schwierigen und hochinteressanten Rolle erzielte die junge Künstlerin durchichlagendstcu Erfolg. vVi den übrigen H-upIrollen sind die Damen Schossig und Kelse» und die Herren Grüne, Herbst, Adolar, Jores, Berko, Fürst, Felix und Twerdq beschäftigt. — DaS packende und sesselnde Werk steht um Deutschen VolkStheater in Wien mit ganz außer-gewöhnlichem Erfolg am Spielplan und erzielte be-reit« 30 auSoeikau'te Häuser, auch in Graz sand daS Werk große Äncrkcnnuug. Für nächsten Mitt-ivvch steht jedenfalls einer der sesseludste» Theater» adende der Spielzeit in Aussicht. Für die einberufenen Reservisten. Ueber Anregung des Deutsche» Naiioiiolverbandes begaben sich Freitag die Abgeordneten Dr. Groß Dr. BodierSky und Einspinner voni Deutschen Na-«onalverbande, Lchiaffl namens der Chiiftlichsozialen, Staiieck namens der Tscheche», Slapinst! namens der Polen und Cpincic namens des Kroatisch-siowe-nische» Klubs zum LandeSverleidignngSminister Frei-Herrn von Georgi, und legten dem Minister zahlt eiche begründete Beschwerden vor, welche seitens der ein-beru'ene» Reservist?» und Ersatzreservisten und deren Familien erhoben meiden. Sie hoben insbesondere folgende Punkte hervor: Außer den bereit« zugestau. denen Entlassungen sollen weiteie Erleichteiungen dort eintrete», wo veiwöge der Dislokatio»«vrlhält-nisse weitere Milderungen möglich sind. Jnsbeson-dere mögen kurze Beurlaubungen in möglichst großem Umfange gewählt werden. Weiter« wurde der Wunsch ausgesprochen. hje Verpflegung der eiuberusinen Mauuschas cu, insbesondere in Bosnien, Herzegowina und Dalmalien, möge vermehrt und verbessere wer-den. Bei Unteistützung der Familien der einberufenen Reservisten und Ersatzreservisten möge »ich! engherzig vorgegangen werden. Schließlich möge Borsorge ge-troffen werden, daß beim Peitause von LebenSmit-kein an die einderulenen Mannschaften P>eislrcide-reien verhindert weiden. Freiherr von Georgi machte in Auwescnheit der deigezogencn Sektionschess Reiter und Redlhammer den erschienenen Abgeordneten fol* ge»de E,öffuungen: Bei der Ablösung der einberu-fenen Mannschaften sind z» unterscheiden zwischen den in BoSnien, Herzegowina und Dalmalien und den in den übrigen Korpsbereiche» einderufenen Nichtaktive». In den ersteren Länder» sei eine Ad-lösung der unter den Fahnen stehenden Mannschas-ttn ausgeschlossen, weil dort noch 8 43, P. 3 und 44, P. 3 des WthrgesetzeS sämtliche Jahrgänge tinderusen, beziehungsweise rückbehalien wurden. Be^ den übrigen KoipS, die eine StandeSerhöhu.ig er-fahren haben, sei eine Ablösung der Rese»v>sten und Ersatzreseivisten gegen die Bestimmungen der §§ 43 und 44 deS W. G., welche anordnen, daß bei einer teilweiseu Heranziehung der Reserven die jüngeren Jahrgänge vor den älteren heianzuziehen seien und e« untunlich sei die aktiv dienenden jüngeren Jahr-gänge ganz oder teilweise zu beurlauben und durch Angehörige älterer zu ersetzen. Hinsichtlich der übrigen vorgebrachten Wünsche erklärt der Landesverteidigung«-»iniste, sich mit dem Kriegsminister beziehungsweise mit den übrigen Resiort« in« Einvernehmen setzen zu wollen. Heringsschmaus Veranstaltung des Cillier Männergesangvereines. Erfreulicher-weise hat wieder eine ausgezeichnete Kraft ihre Mit-Wirkung zugesagt. Herr Wolsgang Burghauser, der rühmlich bekannte, geistvolle Schriftsteller, hat Kaba-rettvorträge angekündigt. Herr Dr. Earletto Frei-berger (Lereinsmitglicd) hat ein? köstliche Szene ge-schrieben, deren Einzelheiten natürlich geheim ge-halten werden müssen. Wagner (Zipf) wird zweimal auftreten. Die FalchingSzeitung ist bereit« im Drucke. Zur Bermeidung von Mißverständnissen leilen wir mir, daß der Eintritt — wie bei allen früheren derartigen Veranstaltungen — für alle geladenen Gesangvereine und Persönlichkeiten sowie deren Angehörige und Gäste frei ist. Schützenkränzchen. Wie wir erfahren, fin-det da« Schützen trän zchen der Bürgerlichen Schützen-gefellfchast unwiderruflich am 15. d. statt. E« wird alle« getan werden, um den Schützen und Schützen-freunden einen genußreichen Abend bieten zu können. Bon auSwärt« werden eine Menge sremder Schützen erwartet. Der Faschingsumzug. Nach den umfassen-den Borbereitungen und den vielen Gruppenanmel düngen zu schließen, dürfte der heurige FaschingSum-jUg einen äußerst gelungenen Verlauf nehmen. Die ein»elnen Giuppeujührer si»d eifrig an der Arbeit, um durch Witz und Humor sowohl das A»ge wie auch die Lachmuskel» der Zuseher befriedigen zu küi>ne». Der Zug. der eine imposante Länge haben dürfte, wird von der Schemalkaserne ausgehend, fol--zende Straße» berühren: Karolinengasse, Laidacher» flraße, Kaiser Jostsplatz Henengasse. Haupiplatz, Giazergasse, Hermanngass« Neue Schule. Giozer-stroße, Ringstraße, BiSmarckplatz, Bahnhofgasse, Raihausgasse und durch die vaibacherstraße zurück ^>ur Sch'lnalkasernt. Der Umzug beginnt um 2 Uhr und dürfte, da mehiere Stationen gemacht weiden, über zwei Stunden dauern Zur Ausrechie« hallung »er Ordnung weiden Ordner ousgestcllt, denen sich sowohl Teilnehmer wie Zuseher zu fügen haben. In die Schemaltaferne haben nur diejenige» Peisonen Zutritt, die sicb durch eine Teilnehmerkaric au«weisen können. Solche sind beim Herrn Hotelier Stipanek und Herrn Franz Rebeuschegg zu beheben. Alle die» jtiiigen. die sich am Umzüge irgendwie beteiligen wollen, werden ersucht, sich morgen Sonnlag den 2. d. um L Uhr nachmittag« im Deutsche» Haufe einzusindeu, damit die Einteilung in die einzelnen Grupven vorgenommen werde» kann. Zugleich wild auch mitgeteilt, daß das jedes öffentliche Erfühl ver-letzende Moment ausgeschlossen ist. Damit auch der Zweck, dem der Umzug dient, voll »»d ganz eriüllt wird, werde» während desselben einige Sammler an die Mildherzigke t der Zuseher appelliere»; denn e« gilt j>, für die Arme» unserer Stadt. Und lachende Menschen g?ben ja gern. Von der Südmark Hauptleitung. Die Südmark'Hauptleltung hielt Souniag den 10. Männer wieder eine äußerst gut besuchte auße, ordentliche Sitzung ad, an der auch die Aussichisräie des Ver-eine«, Abg. I. W. Dobernig, Dr. Paul Hofmaun von Wellcnhos und der Obmann deS uniersteiriichen BolkSrateS, Rkchisanwal» Dr. Gustav Delpin, sowie eine größere Anzahl auswärtiger Hauptleitung«mit-glieder aus Wien, Trieft, Billach, Linz und Bozen teilnahmen. In dieser Sitzung, die über 6 Stunden in Anspruch nahm, wurde zunächst vom Vereins-Zahlmeister Professor Ganglitz ein ausführlicher Be-richt über den Stand dcr Einnahmen, die eine Ver-mehrung erfahren, erstattet und der Voranschlag sür das Jahr 1913 zur Kenntnis gebracht. Daran schlössen sich eingehende Beratungen über die Schaff-ung eines allensalsigen Besiedlungsichatzr«, dcr zum großzügigen Ausbau des wichtigsten Bcrein«zweckes, dcr Besiedlung, bestimmt sein soll, wodurch zugleich den vielfachen unwahren Ausstreuungen, daß der Verein seine BesiedlungStätigkeit einschränken wolle, an, besten entgegengetreten werden wird; auch die Frage einer Schutzvereinsbank wurde erwogen. Ferner wurde nahezu einstimmig der Beschluß gesaßt, der VereinStätlgkeit al« neuen Zweig die im volkischen Sinne gedachte Waisenfürsorge anzugliedern, um in Verbindung mit dcr bereiis rege arbeitenden Lehr-lingevermittlung dem Ueberhandnehmen slawischen Einflüsse« auf den gewerbliche» und bäuerliche» Nach' wuchs ein starke« Gegengewicht zu bieten Weiler« wurde die Herausgabe eine« für alle Kronländer einheitlichen Südmark Jahrbuches in Betracht ge-zogen und die Durchführung dcr Beschlüsse der Salz-burger Hauptversammlung. soweit sie bisher erfolgen konnte, zur Kenntnis genommen. Schließlich wurden »och innere, auf die Belebung des völkischen Gedan« ten« bei dcr deutschen Studentenschaft sowie in den Ortsgruppen abzielende Vereinsorganisationsfragen erörtert und sowohl in dieser Hinsicht al« auch weg « des Anbaue« regerer Werbetätigkeit wichtige Beschlüsse gesaßt. Die bi« in den späte» Nachmittag dauernden Beraiungen haben ersreulicher Weile gezeigt, wie die Südmark trotz mannigsacher Auseindung eisrig bemüht ist. die ihr gesteckten Ziele in ruhiger, sach-sicher Weise zu verfolgen und ihre BereinSgliederung auszubauen und auszuweiten. Auch ein Deutscher! Ei» Herr Hans Withalm in Graz ließ küizlich dei Orell Füßli in Zülich ein Büchlein e>scheinen, da« den Titel fühlt „An de» Toren zum Balkan Eine Reise an den Balkangrenzen." In diesem Werke leiste« sich der Herr Berfaffer folgende polnische Offenbarungen: Aus Seite 93 gedenkt er der deutschen Bauern in Ungarn und rühmt deren Tüchtigkeit. Mit ganz ab--sonderlicher Logik kommt dann Herr Withalm zu völlig eigen»!tigen Schlüssen. Er stellt iest, daß oft die Kinder der deutschen Bauern die Muttersprache der Eltern nicht mehr kennen. Wirtlich heißt c« nun: „Sie werden in ungarischen (soll heiße» ma gyarifcheu) Schulen erzogen und der Staat sorgt dafür, daß der deutsche Einfluß verschwindet. Damit werden auch der deutsche» Schulen immer weniger und »ine Gemeinde muß schon sehr groß sei», wenn sie sich den LuxuS (!) der E> Haltung einer solchen leisten will. Da und dort widerstrebt die Bevilke-rung diese» mir notwendig lcheinenden Magharisie-rungSversuchen. aber mit geringem Erfolge. — Die Regierung geht von dem Standpunkte aus, daß Un» garii, um sich zu halten, ungarisch sein muß und verweist nicht mit Unrecht auf die Deutschen Oester-reichS, die dank ihrer Gleichmütigkeit und de« Man-gel« an Energie (man beachte da« herrliche Deutsch) von der slawischen Welle ersäuft werden. — Die Konsequenz diese« Standpunktes dringt natürlich Härten mit sich, die aber in ihrer Kraßheit noch lange nicht jenen erreichen, wie sie Germanisieruligi-bcstrebungen in Pole» (!) zeitige»." Weiler unten: „Die klangvolle und schöne Sprache der Ungarn könne» wir in der kurzen Zeit unseres Aufenthalte« nicht einmal aussprechen lernen und so sind wir denn nui jene angewiesen, die unsere Sprache ver-stehen. Am (Leutsch kaun Herr Withalm auch nicht!) Lande ist immer »ur der Jude." Abermal« weiter unten: „. . . ich befolge ein Gebot der Gerechtig-feit, wenn ich an dieser gelesenen Stelle das Mär-chen (!) zerstreue, das da sagt, die Ungarn wollen »ickt deutsch sprechen. Das ist einfach eine Unwahr-heit. ES gibt selbnve, ständlich auch in Ungarn Hitz> köpse und Chauvini'ien, die allem Deuljchen Feind sind und sich schämen würden, ein deutsches Wort zu sprechen. Aber die Kinder sind gottlob selten (Herr Wiihalm scheint ja Ungarn in der „kurzen Zeit" giündlich kennen gelernt zu haben!) und wer-den von der imponierenden Mehrheit der Ungarn selbst verlacht (besonders wird diese „Mehrheit" über Herrn Withalm gelacht haben, de» sie so »eit an der Rase gesühit hat). Diese Mehrheit weiß genau, wie no wendig Ungar» da« Deutsche hat, daß das Land sich nur »ach dieser Seite entwickeln kann und weiß auch, was Ungar» nottut. Die ungarischen Schulen der Siädte haben deutichen Elemeniarunter-richt, dcr gewiß nicht dazu benützt wir», die Deut-schen den Ungarn verächtlich zu machen, sondern dazu, die so siemde» Ltämme einander näher zu dringen." Genug und übergenug! Wenn ma» einen Preis ausgesetzt hätte sür de». der imuande ist, den glößien Unsinn über »ngaiische Verhältnisse zu schreiben, Herr Withalm hätte ihn zweifellos gewon» neu. Wenn schon von Ammenmärchen gefpochen werden soll, so sind e« die Ausführungen de« Herrn Wiihalm; nur schade, daß sie sür uns Deutsche so übe»aus rraurig sind! FeuerwehrKrLnzchen in Bischofdorf. Da« von der Freiwilligen Feuerwehr in Biichosdors bei Eilli am letzten Sonntag vera»staltete Kränzchen nahm trotz der ungünstigen Witterung eine» glän-zenden Verlaus. Die Feuerwehren von Eilli, Hocheu-egg und Neukirchen waien sehr zahlreich vertreten. Der Obmann de« Beziiksfeuerwehrverdandes Herr Karl Ferjen besichtigte voiher da« nenerbaute Feuer-wchrdepot und die röschrequisiteu und sprach hiebei seine vollste. Anerkennung und Zusriedenheit au«. Der Wehrhauptmann der Eillier Feuerwehr Herr Peter Derganz hob in längerer Rede die eisrige Tätigkeit der Bischosdorser Feuerwehr hervor, lobte ihre stramme Hallung und die gute Ausbildung und drückte schließlich den Wunsch au«, die Bischoidorser Feueiwehr möge stet« gedeihen zum Wohle de« Nächsten. Die Unterhaltung dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Zum Zwecke der Anschaffung von Löschgeräten wurde ein hübsche« Reiiierträgni« er« zielt. Regelung des Automobilverkehr». Die Abgeordneten Marckhl und Genossen über-reichten im Abgeordnetenhaus« eine Interpellation, betreffend die Regelung de« Automobilverkehr«. In der Interpellation wurde unter anderen ausgeführt: Die Zahl der Automobilunfälle mehrt sich in bc-dcnklichcr Weise. Diese Unglückssälle sind sehr häusig auf die Verschiedenheit der in den einzelnen Ge-bieten geltenden Vorschriften über da« Ausweichen und Vorfahren zurückzuführen. E« hat sich er-wiesen, daß die bi«her getroffenen VorsichiSmaß-regeln (Warnungstafeln mit Vorjahr- und Au«-weichvorschriften) nicht zureichen, zumal derartige Erinnerungszeichen zur Nachtzeit nicht wahrnehmbar sind. Es liegt nun eine in der Oeffentlichkeit wenig bekannte, aber sicherlich beachtenswerte Anregung vor, bei deren Verwirklichung die Zahl der er-wähnten Unfälle voraussichtlich bedeutend verringert würde. Es ist da« die Anregung de« steirischen Landtagsabgeord.icten Karl v Ritter-Zahony. die dahingeht, daß jede« Automobil vorne am Motor ein Fähnchen von bestimmter Größe zu führen hat. Bei einbrechender Dunkelheit wäre da« Fähnchen Serte 4 durch eine farbig« Laterne zu ersetz««. Da« Fähnchen wäre in den Ländern, in denen link« au«ge> wichen wird, recht«, und in den Ländern, in denen recht« au«gewichen wird, link« anzubringen, so daß b«im Ausweichen da« Fähnchen (Laterne) sich sie!« an der Innenseite befindet. An allen Reichs- oder Provinzgienzen, wo ein Wechsel in der Ausweichung eintritt, wäre der Wagenlenker zum Umstecken der Fähnchen (Laterne) anzuhalten. Zuwiderhandelnde wären mit entsprechender Geld- oder FreiheitSstrase zu belegen. Ein jugendlicher Abenteurer. Ein angeblich am 2t). April 19l)0 in Eisenerz geborener Suade namens Leopold «chödl befindet sich beim Stadtamte Eilli in Verwahrung. Er soll der unehe-liche Sohn der in Eisenerz wohnhaften BergaufieherS-gattin Maria Wikl sein, die ihn während der Zeit, al« sich der Knabe in ihrer Obhut befindet — bi« August voriges Jahre« war rr bei feinem Vater Karl Fischer in Öber-Aspang in NiederSfterreich untergebracht, wo «r eine gute Erziehung genoß — eine deiart schlechte Behandlung zuteil werden l'eß, daß er schon mehrmal« aus dem Elle, »Hause entsteh. Nie gelang et ihm ab«r eine weitere Strecke zurückzulegen, denn er wurde stet« festgenommen und von seinem Lties-va'.er Franz Will abgeholt. Auf einer solchen Fluch« soll er auch nach Brück gekommen und dort ve>has° tet worden fein. Dort brachte man ihn im Schild-arreste unter, wo er. wie er erzählt, mit einem in Schubhaft befindlichen gewissen Michael Danzer aus München, der erst vor Kurzem aus der Kai lau entloben wurde, zusammeukam. Dieser Danzer soll ihm dort verschiedene Lumpereien erzählt und ihn auch dazu bewogen haben, tvenn rr auf freiem Fuß käme, ihm nach München zu folgen, von wo sie nach Uu-gar» wände»» und dort ihr Unwesen durch Einbrüche, Diedstähle und dergleichen treiben würden. Dadurch würde» >ie viel Seid erwerben. Es fei bemeikt, daß es wohl höchst untunlich ist, so junge Leute mit sol-chem gereistem Ausbund der Menschheit zusammen in einem Raume «nterzudringe». Der Knabe beniitzte auch später tatsächlich eine Gelegenheit, um nach München zu fliehen, jedoch ohne Erfolg. Da jedoch beide auch vereinbarten, daß. wenn Schö»l nicht nach München käme, Danzer ihn in Eisenerz aussuchen solle, so kam dieser tatsächlich am 17. Jänner nach Eisenerz, wo sich beide trafen, als der Knabe eben von der Schule nach Haufe gehen wollte. Beide machten sich lofort aus den Weg und gelangten über Brück, Graz, Marburg und CiUt nach Franz bei Eilli Der Knabe wurde unterwegs von Danzer au«, gehalten, der e ne Menge von Papiergeld bei sich gehabt haben soll. Sie übernachteten bei Baue»». In Franz, wo Danzer bereit« damit begann, sich die noiwendigen Einbruchsmittel zu veifertigen und zu ve»schaffen, wurde e« dem kleinen Komplizen doch vor der Strafe bange und er verließ feinen edlen Gönner. Er kehrte nach Eilli zurück und kam unter-weg« in die Gesellschaft de« übel beleumundeten An-dreaS Eapellaii, der ihn mit Gleichgesinnten bekannt mach e, mit denen er sich in Eilli durch zwei Tage herum»ieb. Schließlich wurde ihnen jedoch die Ge-seUfchait des für sie allzu jungen Knaben doch un-angenehm und sie benühten eine Gelegenheit, ihn in die Wachstube zu bringen, wo er sofort in Verwahrung genommen wurde. Der Knabe macht den E>»> druck eine« besferungSsähigen Menschen und es wäre daher Sache der zuständigen Behölde. da« Augen-me>k aus eine bessere Erziehung des Knaben zu richten. Der Knabe wirdseinen Eltern übergeben werden. Beim Holzfiihren verunglückt^ Der öüjährige. in der Papierfabrik d<« Herr« Stallner in Hochenegg beichäsiigte Hilfsarbeiter Michael Liren-ean war mit Holzfübren beschäftigt und fiel dabei am glatten Boden so unglücklich, daß er mit einer Verletzung der linken Kopsseite im bewußtlosen Zu-stände in das allgemeine Krankenhau» in Cilli gebracht werden mußte. Von einem routkranken Hunde ge-bissen. Nach tiner Mitteilung au« Trisail wurde am 21. Jänner' die 33jährige Marie V-rant von einem wuitanken Hunde, dessen «pur man später vergebens versvlgte. in den Fnß gebissen; sie wurde ins Spital nach Laibach gebracht. Ein gug mit Steinen beworfen. Der nachmittag« verkehrende P,rfo»enzug der SiaaiS-strecke Uxlerdrauburg—E>lli wurde am 22. V. in der Näl,e der Station Nietzdors mit zahlreichen großen Steinen beworfen, die mehrere Wogenfenster zertiümmerten. Ein großer Stein wurde mit solcher Kraft geschleudert, daß er auf der enigegengeietzleü Waggonseite hinaueflog; ein Fahrgast und der Kondukteur Jelen, die sich in diesem Wagenabteil befanden, waren durch die Glasscherben und den Stein gefährdet. z'5«tfche _ Ein Verkommener. Au« Rann wird ge-schrieben: Der Arbeiter Franz Kroselj hatte in kurzer Zeit sein väieilicheS Erbteil vertrunken. Um weitersaufen zu können, erpreßte er von feiner 70 jährigen Mutter Anna Kroselj unter Drohungen nnd Mißhandlungen Geld. Vor einigen Tagen be-gehrte er wieder Geld. Da ihm die Mutter keine« gab. nahm er einen Knüttel und hieb auf die Greisin derart ein. daß sie am ganzen Körper blutunter-laufen« Anschwellungen erlitt. Da er sie auch am Leben bedrohte, sah sie sich gezwungen, gegen den eigenen Sohn die Anzeige zu erstatten. Er wurde verhaftet und dem Bezirksgerichte eingeliefert. Die Rache der abgewiesenen Freier. Aus «t. Paul bei Pragwald wird geschrieben: Am 2">. Jänner kamen nochiS die FadrikSarbeiter Valentin Eeftnik und Joief Zeza zur Behausung der Be> siherSwitwe Marie Gorset in Schöschitz, zertrüm-merten am Hause zehn Fenstericheiben und rissen mehrere Fensterrahmen heraus. Dann stiege \ beide durch ein zerschlagenes Fenster in da« Wohnzimmer. Cestnik stürzte sich mit einem Prügel aus die Gorfek und schlug sie nieder, mißhandelte die l3jähiige Tochter Emma Gorsek, die ohnedies schon durch Glasiplitter der eingeschlagenen Fensterscheiben am Kopse empfindlich verletzt worden war, während Zeza den Jungen Rudolf Gorsek in der erbäimlich-sten Weiie mit einem K»o«enstocke prügelte. Der G>und dieses nächtlichen Ueb.rfalles lag in dem Umstände, daß die Gorsek sowohl Eestnik wie auch Zeza, die um ihre Hand anhielten, abgewiesen hatte. Al« sie noch Nevenbuhler waren, waren sie sich spinnefeind, verföhnie» sich aber gle-ch nach ihrer Abweisung nnd schwuren der Wiiwe bittere Rache. Beide wurden bereits dem Cillier KreiSgerichle eingeliefert. Ein ungemütlicher gechgenosfe. Aus Rann wird geschiieven : Am 27. Jänner zechien die bei-den Freunde Anton Balo». Grundbesitzer in Buk-dors, und der Jnwohnersiohn Franz Glazer in einem Wiitshanse in Bi>kc>orf. Glaz^r verlangie von Balon, er möge einige Stamperln Schnap« zahlen, da sich Balon aber weigerte, dies zu >un, siel Glazer mit einem großen Stein über ihn her und hieb solange auf dessen Kopf ein, bis Balon be-wußilo« zu Boden stürzte. Al« man dem Roliling den Siei» weggenomm-n hatte, ergriff er eine Bier, flafche und schlug diese aus dem t.opfe des Balon in Scherben. Balon wuide bewußilo« mit einer schweren Gehicnerschülterung »ach Hause gebracht. Der Dieb im Schweinestalle, «us Gono-bitz wird geichrieben: Wie gemeldet, befindet sich der durch den Besitzer Kuk abgesaßie Dieb Kaspar Halusan aus Hum in Kroatien bei dem BezukS-geiichte in Haft. Vor einigen Tage» erschienen nun die Kroate» Matthias Bracun, Frau, Poh und Michael Borcic und verlangten die Freigabe de« Halusan. Da« Bezirksgericht verstand den -cherz nicht und setzte da« Kleeblatt hinter schloß und Riegel. Bemerk« sei, daß sich diese Kerle als Län ger im Lande umliei trieben und zwiichen Mein und Dein keinen Unterschied machten. In der bcwuplen Natt, als der D>eb im Schweinestalle e> wischt wo>den war, wurde aus der Bezuksstraße Goivbitz— Pöltschach ein kroatischer Wagen mit solchem Pserde, das unweit d>s Tatortes stand gesehen. Gewiß sollte da« Gespann zum Wegschaisen der Beuie dienen. Totschlag. Au« Gonobitz wird gemeldet: Am 22. d. zechte in St. Kunigund unter anderen auch der Bergaibeiier Jinaz Gc'cnik. Abeirt'S kam der Besitzerssoh» Jose, Kropej mit seiner Sch vester und fetzte sich ruhig an einen Tisch AIS er nun gegen 1 Ulir früh mit seiner Schwester das Gasthaus verlassen wvllie, stellie sich il,m G icnik entgegen und versetzte ihm eine so wuchtige Oirseige. daß Krop.j auf einen T'sch siel. Darauf zog Gricuik e n Messer und stach es dem Kropej. während sich dieser er-lwb. >u die rechie Rück.nieite. wodurch die Lnuge duichstochen wurde. Kiopej starb »ach einer dalbe» Stunde an Verblutung, üie noch im Gasttianse Anwesenden nahmen sich des Verletzien an und siichte» den Bluterguß aus der Wunde zu stillen, j.doch waren ihre Mühe« umsonst. Gricnik und Krvp'j waren b>« vvr kurzem gute Freunde, ent-zwtiien sich aber wegen eine« Mädchen«. Der Mör> per, der in Gefalir war, von den Gasto, gelrjndit zu werden, flüchtete und stellte sich am nächsten Tage dem Gerichte. Nummer 10 Schaubühnr. Die Musterweiber. Der heurige Faschinz ist nur sehr kurz. Da muß sich denn die übermütige Frohlaune, die man sein säuberlich sür diese Zeit aufgehoben hat, verdichten, damir die kurze Frist ge-»ügknd ausgenützt werde. DaS scheinen auch die Llbrettisten der Musterweiber bedacht zu haben und haben eine derartige Verdichtung deS blühenden Un» finneS n»d de« harmlosen Scherzes zustande gebracht, daß es unaiöglich zu beschreiben, aber noch weniger nachzuerzählen ist. Aus allen möglichen Operetten haben sie die ollerunmöglichsten Unsinne säuberlich zusammengeklaubt und .ein Gebiäu daraus vcrfer-tigt, das die Lacher aus ihre Seite bringt und harmlos unterhält, wo man wirklich nur harmlos unterhalten fei» will. Ei» toller FaschingSulk. den man willig hinnimmt, weil der Fasching wirklich so kurz ist. Aber auch nur deshalb. Die Herren Berto. Herbst, Hilde, die Damen Lambauer. Kramer taten. waS sie konnten, Julius Twerdh und die Damen Falkenstein und Neuseld sogar mich mehr als das sie übertrieben für ein Publikum der vierten Galerie und benahmen sich, als ob der Fasching nnr einen Tag dauerte. Und gar so kurz ist er wirklich nicht Das war aus die Dauer nicht ergötzlich. Sonst war alle« gut. Die Musik ungesuchr und zierlich, die Kostüme der Herren schön, die der Damen eben falls — cum grano salis — schön. Es klappte olle«. Man sang, sprang, tanzie aus der Bühne, vergnügte sich selber und schliejzlich auch die Zu schauer. WaS will man mehr von einer Operet e? W. G. Vermischtes. „I n s l u e n z a". Heute ist e« vielleicht am Platze, da« vor 23 Jahren enistandene Gedicht über ..Die Influenza" mit geringen Ergänzungen in Erinnerung zu bringen: In P.iriS, der Residenza, In Madrid, in Piazenza. In Neapel, in Florenz«. Ueberall herrscht .Influenza". Rätselhafte Existenza. Im Theater, Zirkn« Renza. Ueberhanpt, wo viel Frequenz». Ist sie da. die „Influenza". Sie beachtet keine Grenza, Kein Respekt vor Exzellenza, In geheime Konferenza Schleicht sich ein die „Influenza". Achtet nicht auf Korpulenza. Nicht aus ärztliche Tendenza, Packt, auch wenn schon In olvenza; Ohne jede Referenza Ist sie da die ..Influenza"! Ein Vikaral« Desraudant. In lothriu-milchen K> eisen bildet ein großer Lkandal. den die klerikale Presse zu vertusch,-» mch', das TageSge-spräch. Der römisch katholische Vikar Fiakre aus Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Hans und Familie. „Bratsche* 38aeden öonniim al» nnfluatUUch» «eüo« sfllb» Jäflr» [ . ()| o (*r Deutschen Wacht". — (liiwln itt .D,e 6flbmarf mdil täuflicb |_ 1 ' 1 beere, der Zypresse nnd dem Oelbaum die Eiche hoch in Ehren gehal'en. Bon ihr nahmen die Römer ven Lronz. welchen sie gleichsam als GotteSgabe demjenigen gaben, welcher einem Menschen daS Leben rettete. spätere Zeit kannte den Eichrnkranz als Bürge, kröne. wie den Lorbeerkranz als höchste Aus-zelchnnng sür den glücklichen jtrieger, auch galt die Eiche als Symbol von Herrenmilde. Bei den Germauen ivar die Eiche das Bild Her Festigkeit, der Stärke, der Dauer und Symbol der Treue. Eichensest. stark und sest wie unsere Eichen, danerhait wie Eichenholz und dergleichen find selbst noch jetzt da landläufige Redensarten, wo die Eichen selten geworden sind. Eichene Kränze spielten von Alters her be> den Festen eine hei vor-ragende Rolle, wie noch heute bei der festlichen Ausschmückung der Häufer und in de» Räumen der« felben. Ein Eichenbruch zier« den österreichischen »rieger in g'vßer Parade, eia Bruch vou der Eicht 1 Aus .Alldeutsch« Walder- 1B13). C. H Edmund 3tb. o. Berfts „Geschichte der deutschen »valder" grnud, die Uebertragung von einem Besitzer auf den anderen durch Ueberreichung cineS an Or^ und Stelle abgebrochenen Zweiges und das Ein-stecken desselben in die Erde, als eine Art Besitz-erqreisung — Hcgung und Bann, zum Beispiel gegen Weidenvieh. bedeuten aus Feld und Wiese eingesteckte Zweige, ebenso auf einem Wege daS Verbot des Betretens oder Befahrens desselben, eine Sitte, welche noch heute in Niedersachse» gebrauch« lich ist. Bäume wurde» von Alter« her zur Bezeich-nung von Eigentums-, Jagd, Weide und Wege-grenzen benutzt und früh schon mit Marke» oder Zeichen versehen, welche in der betreffenden Gegend allgemein bekannt und nicht von dritten Personen gebrancht werden dursten. Man benutzte zu den-selben unter anderen Kreuze. Andreaskreuze, Halb» mondc, Hirschgeweihe, Hirchstangen, Schwerter, Lanzen. Tierköpfe, selbst ganze Figuren, wie zum Beispiel im Erzgebirge ein Reiter zu Pferde noch, den „Kroatenweg" bezeichnet. Die Bäume hießen Mark, Loch- oder Mahlbäume, weil Mark, Grenze nnd Mahl, Zeichen bedeutet. Loch, weil auch Zeichen in einem oder mehreren angehauenen Löchern bestanden. Sie waren durch die ältesten Gesetze be-sonders geschützt, die Sirase sür deren Beschädigung oder für das Aushauen der Zeichen stieg bis zur Höhe de« Königsbannes, im späteren Mittclalter traten LeibeSstrafen ein. — Die Waldzeichen haben sich bis in die neueste Zeit erhallen, man stellte an manchen Orten dieselben in eigenen sogenannten Zeichenbüchern zusammen, der Gebrauch der Wald-Hämmer, Waldelsen, Mahlbarten hat sicher hier seinen Ursprung. In Sachsen übten als „Zeichen« schneider" gewisse mit einer amtlichen Eigenschaft bekleidete Personen noch in diesen Jahrhunderten daS Einschneiden der Zeichen in den königlichen Waldungen au«. (Tharander. Jahrbuch 1854.) Der Stab oder Zweig erscheint als Zeichen der höchsten richterlichen Gewalt. Ein Eichenzweig wurde noch im 16. Jahrhundert in vielen Marken Hannovers dem gewählte» und bestätigten Holz-greven in die Hand gegeben. Den Stab, der oft weiß geschält sein mußte, ergriff der Richter al» Zeichen der Eröffnung deS Ting und legte ihn nie« der, wenn er dasselbe schloß. Die Häsel wurde mit Borliebe zur Verwendung al» Richterstab benutzt. Als GcrichtSbaum kam der Eiche die Linde nahe, sie war früh auch ein sehr beliebter Dorf-banm, hat sich als solcher bis heute erhalten; man sieht oft neue Anpflanzungen derselben auf den Dorfplätzen und größeren Bauernhäusern im größeren Teile von Deutschland. Unter der alten Dorf-linde feiern die Niedersachscn vorzugsweise die länd-lichen Feste »nd halten ihre SonnlagStänze ab. Ihrem schöne» Wuchs und ihrer Langlebigkeit ver-dankt sie mit Recht diesen Borzug. welcher ihr eben« sallS als CrinncrmigSbaum eingeräuml wird. Als ein solcher, wahrscheinlich der älteste in Deutschland, steht auf dem Hofe der Burg zu Nürnberg eine Linde, welche die heilige Kimigunde, Gemahlin Kaiser Heinrich II., vor nahezu 900 Jahren ge-pflanzt haben soll. Selten findet man andere Baumarten als Ge-richtsbäume. Die Eiche bezeichnet die nordische „Dingstätte", in Deutschland diente sie dazu nicht; in Rüdcsheim am Rhein war eine weilbekannte unter einem Wallnußbaume, anch unter einem Bir-nenbanme sindet man sie in süddeutschland. Bon den Nadelhölzern wird auS einigen GebirgSgegen« den. zum Beispiel Steiermark. die Weißtanne an« gesührt. Bon den größeren Sträuchern bezeichneten der Flieder (schwarzer Hollunder) nnd dcr Hage dorn (die wilde Rose) ebenfalls mitunter die Stelle deS Gerichts. Wie die Bänme »nd Sträucher in ihrer Ge samiheit. so spielen außerdem die Blätter eine nicht uninteressante Rolle. Der Landfall bedenket in der Dichtung die Lebensdauer, er versinnlicht aber anch in den Rechtssatzungen die Dauer o er die Ver-fallSjeit beim Grundbesitze. Die Blätter aber habe», ähnlich wie die Blumen, ihre eigene symbolische Sprache, welche in den altdeutschen Gedichten und den Miuneliedern gesunden wird. Linde. Uhland schreibt darüber in den ..Schrif« ten zur Geschichte von Dichtung und Sage" (1806): „Wer Liudenlaub trägt, gibt zu erkennen, er wolle sich mit der Menge freuen nnd mit Niemand be-sonders, weil die Linde gewöhnlich auf der Gemeind' steht, da sich die Menge bei freue«, und gibt dock insonderheit Niemand kein Furcht." In den Minnr liebern des Mittelalters wird von den Sängern vor allen anderen Bäumen „die weiche grüne, breitschattende Linde" ziemlich oft als Liebesbaum gebraucht, unter dem die freie Nachtigall schlägt und die Rosen blühen. Anch ihrer Blüten wegen, als Bienensutter, wurde die Linde besonders geschätzt, sie war im ReichSwalde von Nürnberg (des heiligen römischen Reiches Bienengarten) gebannt, da» heißt. 3 ihre Fällung odkl- Beschädigung mit einer außer-ordentlichen und hohen Strafe bedacht. Die Birke mit ihrem srllh erscheinenden frischen Laube dedeutet den Eintritt des Sommer«. Die ältesten Nachrichten darüber stamme» au« Skau-dinavien »nd Norddeutschland, doch verbreitete sich die Sitte der Maienfeste. Maiensahrten, Maienritte weit über ganz Deulschland. Noch heute hält am 1. Mai dcr König von Schweden mit glänzendem Gefolge den Maienri»» in dem Tiergarten bei stock-Holm und der Kaiser von Oesterreich die Maien-sahrt im Prater. In Dänemark brachte der Mai-greve in feierlichem Umzüge mit stattlichem Gefolge «ine» grobe», grünen Kranz, den er den Mädchen zuwar>. die er sich zur Maiin erkor. Ein ähnlicher Auszug wurde in Stralfnnd gehalten. Im südlichen Schweden bestaub noch im lti. Jahrhundert das Maifest in einem Kampfe zwischen Winter und Zommer. jener, i» Pelzen eingehüllt, dieser, der Blumengras genannt, der den Sieg gewann, mit frischem Laubwerk und Waldblumen geschmückt. In Deutschland erscheint das Maienseyen, die Sitte, am Pftngsttage frisch belaubte Birken in die Kirche zu bringe», allgemein verbreitet, vielleicht indem sich dadurch die ersten christlichen Kirchen gewissermaßen an das Heidentum, der GotteSverehrung in den heiligen Hainen, anschloß, gleichsam den Wald in die Kirche verpflanzt. waS nur um Psingsten, dem einzigen christlichen Hauptseste, möglich war, weil t« zn der Zeit belaubte Bäume gibt. An manchen Orten wurde» die grünen Matten mit Begleitung von Spielleuten auS dem Walde geholt und, eben wohl al» Beweis des Einzuges des Sommers, in Markt und Gasse», vor und in die Häuser ge-bracht Dieser weit verbreitete Gebrauch des Aus-itelleuS der Psingstmaien hat sich, obwohl die christ» liche Kirche ihn srüher als heidnisch verpönte und später forstpolizeiliche Verbote dagegen häufig er-lassen wurden, i« viele» Gegenden bis heute er-halten. Auch gewisie Gerechtsame waren an den 1. Mai geknapst, so der vormalige „Walperzng" in Erfurt, der zu Fuß. Roß und Wagen am Walpurgislage in das kurfürstliche Holz, die Wagmeth, ging, wo die Bürger an diesem Tage vier Eichen sällen dursten, die im festlichen Zuge zur Siadt gebracht wurden. Grimm*» erwähnt von der Birke: Wer sich ielbst einen Meister wählt »nd Strafen von ihm 1 AUbfuiKb« Välder 1813. Im I. Band. S. 131 u. ff. wiid dir B«»e»luiiq der Blumen un» HAtirr ge. qeden, «ninommen au.. altt*Btlederrh»in verirai wird und welche in der Biblioih«! zu Trier auspekunden nnd. Ei« solq.n hier von den vailHewäch en. in gtgniwänig«« Deuijch überlisten. gerne leiden will, sie feien hart oder gelinde, der soll Birken (das heiß» Nuten) tragen ohnr Laub -wem dies empfohlen wird, der mag das bedenken, daß man ihm große Härtigkeit nicht erzeigen, ihn doch unter den Ruten halten will. Wer Eichenblätter trüg», bedeutet Festigkeit, und der meint, feinen Willen mag Nichts brechen; wem dies aber empfohlen wird von seiner Liebsten, vor dem mag man sich enthalten, den» Eichenholz ist fester denn ander Holz. Espyu (Aspe, bedeutet Furcht und Schreck, im Auge der Geliebten Furcht vor Trennung; wenn einem geboten wird zu »ragen (das heißt die Blät-ter). der »oll dabei gedenken, daß er Furcht der Kläffer allzeit habe, daß fei« Lieb und Freude un-gemeldet bleibe, »nd daß er allzeit ohne Unterlaß keine Ruhe habe, um allzeit zu bedenken, was seiner Liebsten gesällig sei. — Die Römer sollen der Pappel (wohl speziell der Zitterpappel oder Aspe) den Namen Populus gegeben haben, weil sich deren Blätter in einem Zustande sorlwährender Aus» regung, wie das Volk, besindeu. — ES gib» auch mehrere BolkSsagen über daS Ziiler» den ASpen« laubeS, welche entweder dahin gehen, daß der Baum sich vor unserem Heilande geneigt habe, oder von ihm verwünscht wurde, weil daS Kcenz Christi von seinem Holze gefertigt fein soll. Maßholder (Feldahorn). Wer in die Fremde geht und seine Treue sesthaltet, der soll Maßholder blätter tragen, denn der Siiel ist lang von dem Blatte und reißt das Blatt davon nicht ab. Kastanie (edle). Wem seine Liebe von Tag zu Tag lieber ist und wer einer Frau wohltut, der soll Kastanien trage», den» die Kastanie» sie rauh; je mehr sie da« sind, desto besser sind sie. (Hier ist offenbar die Frucht mit der stacheligen Fcuchthülle gemeint.) Tanue. Wen, sei» Ansang freundlich ist und in der Mitte weniger Freude und gar lustlich endet, der soll Tannen trage», den» die Tanne ist vorerst grüner als daS andere Laub und sängt dan» an zu selven (gelben?) »nd wenn es zu Holze kommt, so ist e« lichter (heller) denn ander Holz. Haidekrant. Wer Haide trägt mit Laube und mit Blüten, der zeigt, daß er ein ungeselliges Ge-müte hat, denu Haide steht in der Wildnis und hat seine Wohnung nicht gern bei anderem Kraute. Wem sie geboten wird, der soll, dabei gedenken einen eige-neu Willen zn seiner Liebe zu haben und sich in Acht zu nehmen und allzeit seine Liebe i» gleicher Ges«Vschas» zu halten und damit in Ehren und mit Freuden aufzusteigen, wie auch die Haide wächst mit 4 ihre« Gleichen al« hoch auf den Bergen und Felsen, wie wohl sie unter sich selbst verträglich ist. Hollimder. Wer Holder trägt, der mag daS wohl für die Ehe haben, die er sich selber wählt, daS halt' ich für gebräuchliche Liebe. Hagedorn (Weißdorn). Wer etwas Liebes hat und ihm das in allen feinen Willen gefällt und vor alle« das nicht erzählen darf, der soll Hagedorn tragen, drr hat die Art. wie lnstlich er sei. so darf man ihn doch nicht anrühren, wegen seiner Dorn-lein. Schlehen (Schwarzdor»>. Wer fein Liebes fürchtet, der soll Schlehen nmtragen. wo man Gärten mit umzäunt, wer sie links trägt, der nimm« sie. nni seine Lieb bei gntem Glauben zu-erhalten. Wie das alte Lied, so ist sür die Bedeutung der Bäume die Sage ebenfalls als eine reiche Fund-grübe zu betrachten. Sie führt uns Baume auf, von denen die Pest und andere Krankheiten aus» gehe» und in die sie durch das Zuschlagen eines Astloches wieder gebannt werden Ikönnc; sie kennt SchickfalSbSume, wie zum Beispiel mit den letzten Buchen aus dem großen Winterberge der sächsischen Schweiz das AuSfterben des Hauses Wettin in Ver-bindung gebracht wird; oder der prophetische Bir-nenbaum ans dem UnterSberge im bayerischen Hoch-lande, der, seit 1814 mit Napoleons Untergänge, im Wuchs« zurückgeblieben, im Jahre 1847 plötzlich wieder z» treiben begann ; oder die mächtige Linde am Bötzberge im Kanton Aara«, mit welcher sogar der Untergang dcr Welt in Verbindung gebracht wird. DaS mag beispielsweise genügen. Die große Mehrheit dieser Sagen lauten von Laubhölzern, und die Linde spielt entschieden eine Hauptrolle, dann die wilden Obstbäume, Eichen, Dornen und dergleichen, nur im Gebirge begegnen wir dem Nadelholze und da fast ausschließlich der Tanne, was indessen häufig auf die Fichte zn bezieht» ist. wie zum Btifpiel i» der Sage von dem Grazer Wildenmaun, denn dcr Grazer spricht nur von der „Danne". Das im vorstehende» Mitgeteilte zeigt in wefent« licher Uebereinstimmung, daß zur Römerzeit die ttenntniffe der Waldbäume und Sträucher und deren Eigenschaften eine ziemlich umfassende war, daß die Wälder Germaniens damals von denselben Baum-arten gebildet wurden wie gegenwärtig, und daß die Beftockung, die mächtige Entwicklung der Individuen in vielen Wäldern eine. sehr reiche und außer-ordentliche gewesen sein muß, sie gestatten aber auch den Schluß, daß dieselben überwiegend durch Laub Hölzer gebildet worden waren. Ebenso erhält durch diese Nachrichten die obrn ausgcsprochcnc Ansicht. daß die Germanen ein echtes Waldvolt waren, ihre volle Bestätigung, und sie erklären vollständig deren Hochschätzung der Wälder, wie einzelner Baumarten durch den vielsache» Nutzen, welche ihnen dieselben gewähren. Der Wald hat eine reiche, gcdikgcue Literatur gezeitigt: Noßmäßler «Der Wald" (Leipzig 1880) und Literatur bei Artikel „Waldpflanzen", ferncr Ebcrmaycr .Die physikalischen Einwirkungen des Waldes" (Aschassenburg 184.'Vt, Geyer „Der Wald im nationalen Wirtschaftsleben" (Leipzig 1879), „Die Fürsten und Holzungen im Deutsche» Rkich" (1900), Jentich „Forsten" (in ElsterS Wörterbuch) dcr Volkswirtschaft (Zcna 1906). Jösting ..Der Wald und seine Bedeutung, Verwüstung und Wie-derbegrü^dung" (Berlin 1898), Schreiber „Die Einwirkung des Waldes auf Klima und Witterung- (Dresden 1899), Feldmann „Dcr Wald" (Ravensbnrg >900), H. Hausrath „Der deutsche Wald" (Leipzig 1907), „Der deutsche Wald im deutschen Lied" (Berlin 1900), Grottewitz „Unser Wald ein Volksbuch" (Berlin 1907), Semler „Tro-pische und nordamcrilanifche Waldwirtschaft" (Berlin 1888) und die eingangs bezogenen Bücher. Vermischtes. Ein neues „G c f p e n st e rl u ft f ch i ff" über England. Die lächerliche Furcht vor frem den Luftschiffen läßt die englische Presse nicht zur Ruhe komme«. Die englischen Blätter scheinen nicht zufrieden zu sein, wenn sie nicht beinahe jeden Tag über eine Luftjchiffphantasie berichten können. Ntcht nur im Osten und Süden Englands, sondern auch Norden und Westen werden alle Augenblicke geheim niSvolle Luftschiffe gesehen, die aber stets glücklich davonkommen und in den Wolken verschwinde». Diei mal meldet der Londoner „Standard" aus Eardiff, daß Lionel Lindsay, der Ehef der Polizei von Gla morganfhire, berichtet, er habe jüngst abends in der Lust einen Gegenstand bemerkt, der nur ein Luft-schiff sein konnte. Es fei viel dicker und schneller ge-wesen als ein englisches Luftschiff, und eS habe dichten Rauch hinter sich gelassen. Dieser schwarze Rauchschwanz ist natürlich la« Eigenartigste an die sem geheimnisvollen Luftschiff! Das geheimnisvolle Luftschiff war sehr schnell verschwunden, und ein weiterer Zeuge für die Erscheinung Ist auch nicht aufzutreiben. Aber der „Standard" erinnert daran, daß in diesem Monat über Dover und im Bristol« kanal Luftschiffe gesehen wurden. Das Lokal-Museum. A»ser a» Kria«er»»ge» an die Nimerzett t» überreiches ifl an Donnerstag,« ««» 5ouxd*%e* »an 9—1 Ahr geöffnet, «n anderen (Jagen der ZVsche »«» 10—12 Zlhr. PU $ta- trtttsgebühr beträgt 20 Keller Rummer 10 Deutsche jwicdrt öeue § Londwgen bei Saarburg ist. wie man au» Straß, »urg i E. meldet, im Anschluß an eine gerichtliche Untersuchung verschwunden. Der Bikar hat sich als Kasiieier eine« kirchlichen finanziellen Unternehmen» tu Marfal bei Chateau-Salins in Spekulationen ein-gelassen, welche die Mitglieder sast 100 000 Mark kosteten. Wegen eine» Lievesverhältniss.S wurde der Bikor noch den kleineren O't Landingen verletz», wo er jetzt mit einer Frau unier gleichzeitiger Mitnahme der der dortigen Kirche gehörenden Wertgegenstänve verschwunden ist. Selbstmörderischer Sprung einer Frau vom Eiffelturm. Au« Pari« wird ge. meldet: Die KOjähnge Witwe Benin: stürzte sich dieser Tage in selbstmörderischer Absicht von der ersten Plattsorm des Eiffelturms hinab. Sie halte in keiner Weife die Ausmeiksamkeit auf sich gelenkt, sie war, scheinbar von dem Panorama gefesselt, a» die Btüstung gelitten. Die Diener beobachtete» sie nicht. Plötzlich schwang sie sich über die B'üftung und ve> ichwand iu dcr Tiefe. Der Körper schlug mehrmal» mit giößter Wucht an die Traversen des Turm-» an und blieb schließlich in einer Höhe von 4* Mrter an einer Sistiistonge hängt«. Ein Passant ho»t zufällig den herabsausei'den Körper demeikt und r>quil!erte rasch Hilfe. Auch von öden war man natürlich aufmerksam geworden, aber die Stelle, wo der Körper hing, war äußerst schwer zugänglich und t» dauerie eine Stunde, ehe man zu dcr Frau ge« langte. Sie war bereit» tot. Ihre Hände und Füße waren gebrochen und die Schädelk«ochen sast zer-splittert. Das Motiv der Tat dürfte unheilbare Krankheit sein. Nur nicht sich verblüffen lassen. Bei einem Münchner Armenarzt sand sich kürzlich eine allere Frau, die fortlaufende monatliche Armen-untnstützung bezog, cm, um sich behandeln zu lassen. Der A,zt verlangte, fo erzähle» die .Münchner Neuesten Nachrichten", von der Frau das Armen, buch, legte e« auf den Schreibtisch, behandelte z«> vor die F.au und öffnttk sodann da» Büchlein. Da-bei mache der Arzt die überraschende Wahrnehmung, daß in dem Büchlein zw.i niedliche braune Lebe-wesen vvn rundlichen Formen Quartier genommen hatten und sich nun beeilten, in du» weite Feld des Schreibtisches zu flüchte». Der Arzt, dem die Ueber« raschung die Stirn ne verschlagen, fand bald wieder feine Geistesgegenwart, winkle der Frau und meinte: ..Da schau'n s' einmal her, kennen Sie diese Tier-chen?" Die Patientin tat smchibar erstaun', beugte sich wie besohlen über den Sch'eibtisch und erklärte nach kurzer Jnaugenicheinnahme mit entrüsteter Stimme: „Wissen S' Herr Dokta. alles wa« recht ist; aber dös hätt' i a »et glaabt, daß Eahna d' Wanzen glei am Schreibtisch 'rnmlaasa!" D « s einzige Kind. Das „einzige" Kind kann al« eine moderne Erscheinung bezeichnet wer-den und doch lasten die Erfahrungen und Beobachtungen von Aerzlen und E.zietiern immer deutlicher erkenne», daß da« „einzige" Kind schon eine» ge-wisien Typus darstellt, da« heißt daß es eine Reihe von Chalakteleigentümlichkeiten zeigt, die wir nur selten beim einzigen Kind vermissen, und daß dem-gegenüber wieder andere Eigenschaften oft fehle», die wir bei «indem mit Geschwistern fast immer antreffen. Der Mannheimer Kmderarzt Dr. Eugen Neter hat es in einem im Febrnarheft vvn .Westcr-mann« MonaiShesien" eischtenenen Aufsatz über da« „Einzige Kind" unternommen, den Gründe» sür diese Erscheinung nachzugeben und Ratschläge für eine zweckmäßige Erziehung des einzige» Kinde« zn gebe». Er ist der Ueberzeugung, daß die Mißgriffe, welche bei der Erziehung einziger Kinder so häufig gemacht werden, iu letzter Lmie alle in dem einen großen Fehler wurzeln, daß an einem einzige» Kinde zuoiel erzogen wird. Bis weit in da« schal-Pflichtige Alter hinein liegt die Erziehung der «in-der meist in den Händer der Mutter, und das mit Recht. Die richtige, das heißt zweckmäßige Erzie huiig deS einzigen «ii.de«, wird nun dadurch ge fährdet, daß die ganze mütterliche Sorgfalt, die Liebe, aber auch die Aengstlichkeit sich auf da« „Sorgenkind" konzentriert. Die Möglichkeit hierzu ist ja gegeben, da die Aufmerksamkeit der Mutter nicht aus mehrere Kinder verteilt zu werden braucht; die Mutier kümmert sich zu intensiv um das ein-zige Kind, hemmt das Kind überall und beschränkt es in feinem BewegungSdrang, in seiner Selbst-belätigung und in seiner Unternehmungslust. Die Entwicklung bestimmter wertvoller Eigenschaften, inS> besondere der des Mute«, de» Willen« und der Selbständigkeit wird durch die ängstliche Ueber-wachung der Mutttr beciuträchtigt. Der oberste Grundsatz muß deshalb für nn« lauten: Die beste Erziehung beim einzigen Kinde ist die, möglichst wenig zu erziehe». So verständlich diese Forderung anch scheint — die ganze Lebensweise de« einzige» Kinde» innerhalb der Familie erschwert außer, ordentlich die Durchjührung de« gegebenen Rat«'». Die Erfahrungen bei den einzigen Kindern bestati» gen immer mehr die Erkenntnis, daß das einzige Kind unbedingt wenigstens für einige Stunden tag. lich aus feinem gewohnten Milieu heraus in Gesellschaft anderer Kinder gebracht werde» muß. Denn nur hier kann es sich in natürlicher, günstiger, seinem ganzen Wesen entsprechender Weise e»t-wickeln. Möglichst ioeuiv', erziehen und einen regen Verkehr mit anderen Kindern pflegen, das sind die zwei wichtigsten Grundsätze bei der Erziehung «in» ziger Kinder. Herichissaat. Während eines Brandes gestohlen. Am 24. November nachmittag» entstand beim Besitzer Josef Lampret in Schönste!» ein Brand, der jedoch bald unterdrückt wurde. Um aber einen WitderauSbrnch des Feuers zu verhindern, wurden noch bi» zum Abtnd einij*. Männer als Wachen aufgestellt. Als die Gkiidarmerikpatrouille vviüber kam, bemerkte sie, daß sich verdächtige Individuen um den Brandplatz herumschleichen. Darunter waren auch die Arbeiter Franz Razbvrnik au» St Nikolai und Franz Meh ans Raune bei Schönstem Bei ersttrtm wurden verschiedene Gegenstände gesunde», die er während des Brandes anS der Wohnung des Abbrändlers gestohlen ha'te. Beide wurde» vom hie signi Kreisgerichte zu 14 Tagen ichwere» Kerker» mit einem harten Lager und einem Fasttage wöchent-lich verurteilt. Eine Massenrauserei. In Tepma bei Gouobitz wurde» verschiedene Reparaturen an dem SlaatSlelegraphen vorgenom-men Bon den dabei beschäftigte» Arbeitern bewohnten siede» genieinschastlich ein Zimmer der Gastwirtin Scotts Emulsion enth;i!t in vollkommen leicht verdaulicher Form die zur Festigung eines zarten Knochenbaues und zur Zahnbsldung nötigen Aufbaustoffe. Dies erklärt die ausgedehnte Anwendung von Sc o tt s Emulsion seitens der Herren Aerzte in der Kinderpraxis, wenn eine dauernde Kräftigung des zarten Knochenbaues herbeigeführt werden soll. Die Kinder nehmen die wohlschmeckei.de Scotts Emulsion mit Vorliebe, vertragen sie gut und bekommen gerade, schöne Beinchen. B<4m Einkauf verland« man ausdrück ich Scotts Kmu'skw Et Ist die Marke ..Scott*, wclcbe. seit Über 35 Jahre» eingeführt für die Güte unJ Wirkung bttritt. Pret« der Ort*inalflascb« 2 K 50 h. — In alten Apotheken käuflich. Nur _____ •lie*erMa'i- — item Ki%chrt —■ d. KesmeiclM des Scrtitscben V erfahr ens. w\ SParole d honneur. Kameradervch schwörcauf Flor ■ ■Bclmonte.dcrvn es ist da» einzige wirklich gute • ■ Ziqarettenpapier. ! FtOR-BEtMONTE j ; ZIGARETTENPAPIERE-ZIGARETTENHÜLSEN S » SIND IN JEDER K.K.TABAK-TRAFIK ZU HABEN. J Marie Prvfenak. Diese Arbeiter zechten nun am 13 Jänner im Gasthaufe des Gucek, wo sich auch die BesitzerSsöhne Franz Napotaik, Johann Solar und Martin Mlaker au» Tepina einfanden. Zwischen den Arbeitern und den Letzteren kam es dal» zu einem heftigen Streit, der zu keinen Tätlichkeiten ausartete, vielmehr die Telegraphenarbeiter man. laßte. da» GastbanS zu verlassen, worauf sie sich in dai Gasthaus der Profenak begaben. Die genannten Btsitzerssöhne splgicn ihnen, mit Stöcken bewaffnet. Der eine Arbeiter naimnS Plefek hielt nun, um daS Eindringen der Nachgekommenen iu daS Gasthaus zu verhindern, die Tür zu. Bei die-sem Auf- und Anschlagen der Tür bekam Plesek von Napotnik zwei Messerstiche. Da diesem aber rotzdem der E »«ritt >»chl möglich war. drang ert nut seinen Genossen von der anderer seit« bei Hauses in daS von de» Arbeitern bewohnte Zim-mer. wo zuerst alles zer'chlagen wurde, dann aber eine Massenrauierei e» stand, wobei mehrere zum Teil leichte, zum Teil schvere Lerletznngen davon, trugen. DeSyalb halten sich nun die BesistcrSsölme Napotnik. Solar und Mlaker zu verantworten. Na potiiik wurde mit l?j Monaten schkveren KerkerS und Solar mit 1? Monaten schweren Kerker«, mit jk einem harten Lager und ei»em Fastlage moiuit» lich bestraft. Mlaker büßt mit einer fechSwöchent-lichcn Kerkerstrafe Verlsngen Sie bei Ihrem Kaufmann richt ein» fath,,Rindsuppe-Wflrfel '.sonder» ausd-ückiich AJAflfll* R^dsuppe- MAIllll Würfel Ml ä5h drnn sie sind die besten! Allein echt nit dem Namen MA6GI und der Schutzmarke Krenzsiern t H»e,dat'«ya Unterphosphorigsaurer Kalk-Di^n-^irup Seil 4S Iahren ärztlich e r p' o b t und e mp s o t) I e n« t flruft« f i r u p. ifouti ir*. ie>n löf« nb, dust^nsHUend. ovpeiitanreqen» Bef0r».ri Peidauuna und Ernähiuna un» ist oot.iUli» ««iqnet für Wui- uno Aiiodirnbilbung: inebetonder^ d i ftbn äcblid) n Mindern. 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Sag» am Bfjrirt, im Jtbriur 1913. statt jeder besonderen Hnjeißc. :: Eröffnung des neuen Teppichhauses Stepper, Wien 1., Tuchlmiben 7 (Tuchlaube»hos). Mtiwvch den 29. JSnner fand in Wien u»ter Beteiligung zahlreicher geladener Gäste bje feierliche Eröffnung des neuen TeppichhaufeS Rcpprr statt. Das neue TeppichhauS kann ohne Neberireibnng als das vornehmste und eleganteste seiner «rt bezeichnet werden und muß die Zweckmähigkeit in der «noid. nung aller Räumlichkeiien unverhohlen anerkannt werden. Die modernen Verkaufsräume erstrecken sich über vier Geschosse. Ganz ungeheuer ist das Lager roti herrlichen Teppichen. Decken. Vorhängen, Stores, Bettvorlegern usw.. ivelche eine Spezialität des' Teppichhausea Nepper bilden. Eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges ist die orientalische Äbtcilung, welche eine immense Anzahl erlesener orientalisch«! Teppiche entdält. 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