3ll. U«j. Pränumciation«pr«<«! Im Comptoir ganzj. ft, !1, halbj. si, 5-5N, stilr die ^ustcNung ini> Haus halb,, 5><> lr, Mi< der Post ssan,,, <1, ,5,, yalbj, ? 5U. Montag, 36. Mai. Insertionsgebilr: Fiii Nelnc Inserate bi, ,u « ^cilen l!5 lr., größere per Heil« S tr.; dn öfteren Nicbcrholilngrn Per Zcilc » kr. 1879. Amtlicher Theil. Kaiserliches Patent vom 33. Mai 1879, hAHlld die Auflösung des Hauses der Abgeordneten 'Nnchsratycs und die Vornahme der Neuwahlen für dasselbe. ^ir Frau; Joseph der Erste, ^n Gottes Gnaden Kaiser von Oesterreich; ''lomg von Ungarn und Böhmen, König von Dal-^z'en, .^ruazicn, Slavonien, Oalizicn, ^odomcricn '"'b Illyricn, König von Jerusalem :c.; Erzherzog Wn Oesterreich; Grußhcrzog von Toscana und Kra-^."' Hcrzog von Lothringen, Salzburg, Stcycr, Ernten, Krain und der Bukowina; Großfürst von ^lcbcichürgcn; Markgraf von Mahren; Herzog von ^.ber- und ^iicdcr-Schlcsicn, von Modcna, Parma, Mcmza und Gllastalla, von Allschwitz und Zator, °on Tcschcn, Frianl, Nagusa und Zara; gcfürstcter ^af von .f)aböburg und Tirol, von Kybnrg, Gör; "nd Gradiöta; Fürst von Tricnl und Ärircn; Markes vou Ober- und Nicder^ansitz lind in Istrien; ^af von Hohencmbs, Fcldlirch, Br.gcnz, Sonnen-^ :c.; Hcrr von Trieft, von Cattaro und auf der Indischen Mark; Großwojwod der Wojwodschaft ^rbien :c. :c., ^" kund und zu wissen: Artikel 1. U ^>as Haus der Abgeordneten des Reichsrathcs ist Artikclli. ^ .^)e allgemeinen Neuwahlen für das Abgcordnelen- » >lnd sogleich einzuleiten und durchzuführen. 23 n^'^l'cn in Unsevem Lllstschlosse Schönbrunn, am n.'s "' un cinlauseud achthnnderl iiemiilndsiebzigsteil, ""'w'r gieichr im einnnddreißigslen Jahre. Franz Joseph m. p. ss!^mayr m. i». Taäffe m. ,>. Glafcr m. s>. ^ltt,„^.f^ ,„ ^ Pretis m. ,». Horst m. i). Hie mialkowsti m. p. Mannsfeld m. i>. Klmdmachnng. ^, ^I'lfolge Allerhöchsten Patentes vom 22. Mai t,'.^werden über Anordnung des Herrn Ministers ...^»ncrn vom 2ü. d.M. in Gemäßheit des tz 21 ^° Mgcilden des Gesetzes wm 2. April Itt?:;, R. G. Al. hcn,K ' "^'mciue Neuwahlen für das Abgeordneten-H»s des Reichsrathes ansgefchricben und zu dcreu ^s,,""hule iu den dnrch i? «' des obgenannlen Gesetzes ^uMen Orten folgende Tage festgesetzt: I. Für die Wahlen der Abgeordneten der Land- gemeinden : der 24. Juni l879; II. für die Wahlen der Abgeordneten der Städte und Mär'tte: der 30. Iu,;i l«7<), und für die Wahlversammlung der Handels' und Gewerbetammcr in Laibach: der 1. Juli 1570; III. für die Wahl der Abgeordneten des Groß- grundbesitzes : der 3. Juli 157^. Die näheren Bestimmungen über den Ort. den Tag und die Stunde des Anfanges der Wahlhandlung, fowic die Stunde des Schlusses der Stimm-gebuug werden die den Wählern zn erfolgenden Lcgi-timationskartcn enthalten. Laibach. 24. Mai ,879. Der k. k. Landespräsident: Franz Ritter uon Tallinn m. ,,. Am 24. Mni 1870 wurdr i>. .». i, <, Hos ü»d Slants-drucleis! ii, Wim das XXVN,Stiick drs ilirichsgrs^chlaltss. voilnufiss blos in drr driUschrü Allsgadr, ausgcglchr,! und l'srscndct. Dasselbe enthält unlcr Vlr. tt? das laiftrlichs Pawtt vom 22, Mai 1879. betreffend die Alislösnnn. des Kaufes der ?l^rmd!'e^ir. i^iU vom U4. Mai 1679.) 3ilchta>ntllchcr Theil. Parlamentarier Rückblicke, i. Die Pforten des Parlamcntsgrbändes vor dem Schottenthore m Wien haben sich geschloffen, die Mlt-glledcr der beiden Hanser, die nicht m der Residenz ihren standlgen Wohnsitz haben, sind bereits in die Heuuat zurückgekehrt, lind vuigestern wnrde auch schon die Allerhöchste <5!i1scheiomlg Verlautbart, durch welche dle formelle Anslösuug des Abgcordncteuhauscs ausgesprochen wird. Damit fand die sechsjährige Äe-rathungsperiode der ersten, aus direkten 'Wahlen hervorgegangen«! Neichsvertrctung ihren endgilt igcn Abjchlnft — eine Periode, die vermöge der überaus wichligcu legislatorifchcn Acte, die im Laufe dcrselbeu auf die Tagesordnung gelangte», unter allen Umständen einen hervorragenden Platz m der Geschichte der constitillionellen Entwicklung Oesterreichs behaupt ten wird. Wenn der eben geschlossene Neichsrath nichts weiter erledigt hätte, als dir Gesetze zur Abhilfe des wirthschastlicheu Nothstandes, die auf die Erneuerung des Ausgleichs mit Ungarn bezüglichen Vorlagen und den Berliner Vertrag, beziehungsweise die mit der Occupation im Zusammenhange stehenden Angelegenheiten, so würde schou dies allein genügen, ihm eine über den Rahmen des Gewöhnlichen hinausreichende Aedcntung zu sichern. Eine kritische Epoche war es, in welcher das erste unmittelbar gewählte Abgeordnetenhaus seine Berathungen begann. Wenige Monate zuvor war die verhängnisvolle Katastrophe hereingebrochen, welche nicht nnr das durch maßlose Uebcrspeculation errichtete Schwmdclgebäudc wie ein Kartenhaus wegblies, sondern auch die solide Production in ihren Grundfesten erschütterte. Von allen Seiten pochten Hilfesuchende an die Pforten des neu zusammengetretenen Parlaments; aus allen Ländern ertönten Nothschreie, und doch hatte damals noch kein Mensch geahnt, daß die wirthfchaftliche Krisis so ungeheure Dimensionen annehmen, so tief in alle Verhältnisse eindringen und eine so beispiellos lange Dauer haben werde, wie thatsächlich geschah. Der Reichsrath befand sich dieser Situation gegenüber iu einer nicht minder schwangen Lage wie die Regierung. Er war von der besten Absicht beseelt, zu helfen, wo Hllfe nothwendig war; allein abgefehen davon, daß die Finanzlage des Staates jede weitausgreifeude Action gleich voll vornherein ausschloß, galt es strenge zu unterscheiden zwischen den ephemeren Schöpfnngen der Glündnngspeilode. deren Wiederbelebung von gewisser Seile mit allen Mitteln poussiert wurde und den wirtlich lebensfähigen wirthschastllchen Unternehmungen, dle bei dem allgemeinen Zusammenbruche in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Bei der großen Unklarheit, welche damals auf wnthjchustlichem Gebiete herrschte, war dies leine leichte Ausgabe, zumal die öffeutllche Meinung immer dringender nach Abhilfe rief. ohne zu bedenken, daß der durch die Katastrophe hervorgerufene RcinigungS-prozeß seinen naturgemäyeu Verlauf haben mußte. Damals entstanden die StaatKvorschußtussen uud die Nothstands-Elsenbahnbauten, denen sich später weitere Maßregeln ähnlicher Art anschlössen. Daß sich diese Vortehrnngen nicht ausreichend genug erwiesen, der Krise rechtzeitig cmcn Damm zu setzen, taun bn der elementaren Gewalt, mit welcher sie auftrat, und dem universalen nnd gleichzeitig schleichenden Eharalter, den sie später annahm, nicht befremden. Indessen wäre es uubillii, zu vcrtennen, daß die von der Regierung uu Vereiuc mit dem Reichsralhe ergriffene Initiative von wohlthätigen Folgen war und mindestens dle vollständige Zerstörung unseres wirthschaftlichcu Organismus verhindert hat. Der Monarch fand fich denn auch veranlaßt, dies in der Thronrede, mit welcher die Reichsralhösession geschlossen wurde, ausdrücklich hcrvor-znheben. indem er unter Hinweis auf die ungewöhn- Iieuilleton. Älera oder auf dunklen Wegen. Roman von Ed, Wagner. (Fortsetzung.) N). Kapitel. In Todesgefahr. ^ lu?s? Agende Morgen brach hell und klar an. l>ü "Me ein frischer Wind von der See her, welche ^,,''""'schmi glitzerte, als wäre die unendliche ^'"asie mit Goldstreifcn durchflochlen. ^'dat^l.?'"a.scunrt war nach dem Frühstück in ftrc " '"Me" ills Dorf gegangen, und Mrs. Iu-'"irz ^"b Alcxa befanden sich im Balkonzimmer. M^Flgcstre war wieder voller Klagen wie ge-^len ' Ihr Kopf und Herz und all' ihre Glieder hitter, "uordiillng und die Sitze tausendfältiger ^uidi« ' '"" sir Alexa erzählte; und diefe hörte M ih/^'"ld äußerte zeitweilig ihr Beileid, wäh. ^enV/"l'ck crust auf den goldig-schimmernden .. Lo^,?zec"is ruhte. ^ inline ^"cheron ^'"t "'s Zimmer, leise uud sanft ^ Kicw«,, ,^r hörte mit scheinbarem Interesse auf Ar!' 1^"" Schwägerin und bemerkte den ernsten ^d?r^/!'be Augnste." sagte er, ,ich denke, ich "" Mittel empfehlen, welches dir bessere Dienste thun wird, als all' deine Tropfen, Zuckcrpillcn uud Salben." ..Wirklich?" rief Mrs. Ingcstrc gespannt. „Ist es Homöopathie oder Allopathie? Ich habe beide Heilmethoden angewendet, neben Elektrizität uud anderen Mitteln. Ich habe nicht gedacht, daß du irqend ein Interesse all meiner Gesundheil nimmst. Roland Was hast du für ein Mittel?" ..Du hältst dich zu viel im Zimmer auf. Du mußt mehr frische Lnft nnd Bewegung haben. Wcuu du au dicfem fchönen Morgen eine Wa'fferparlie machen wolltest, würdest dn mit einem fcltcnen Appetit zurückkommen und alle deine Leiden würden verschwinden wie dnrch Zauberei." „Ich bin keine Freundin von Wasserparticn," erwiderte Mrs. Ingestre, nnd man merkte deutlich ih^> Enttäuschung. ,.Als ich die letzte Fahrt in der Yacht mitmachte, gelobte ich, daß es das letzte mal fein folltc; denn ich war fchr krank danach." ..Dn branchst nicht in der Yacht zu fahren. Wir haben genug Segelboote, welche sich weit besser ul einer Morgcnsahrt an der Küste eignen. Ich denke Mlß Strange würde gern zu einer Fahrt bereit fein." Alexa s Augen leuchteten. mi "Ä ^'"< "'" ^"ss" aufgewachsen," saale sie. ..Mein Vater hatte eine Yacht, und wir Pflcqlcn liäl sin Ausfahrten zn machen. Ich bin immer gen! au der See gewesen, und wenn Mrs. Ingestre eine Seaclpartic zn machen beliebt, würde es mir angenehm lein si<> zu begleiten." ' ' ,.In einem kleinen Boote herrscht nicht so viel Bewegung, wie in einer großen Yacht," bemerkte Mrs. Ingcstrc, „und da du es empfiehlst, Roland, will ich einen Vcrfuch machcn." In den Augen des Marquis zuckte eK dämonisch auf, was jedoch weder Mrs. Ingestre noch Alexa bemerkte. ..Ich will fogleich Befehl geben." sagte er kurz. Er klingelte und befahl dem eintretenden Diener, den „Heron" zn einer Lustfahrt an der Küste bereit zu machen. „Ich würde cnch gern begleiten." fagte er; „aber ich habe nothwendige Briefe zn schreiben und bitte mich zn entschuldigen. Ihr werdet gut thun, euch warm anzuziehcu, denn es ist immer kalt auf dem Wafser." Damit schritt cr aus dem Zimmer. Die Damen eilten in ihre Zimmer, um sich zur Wasjerfahrt anzukleiden, nnd kamen bald zurück, »mt großen Shawls über den. Arm. Mrs. Ingest"' s uhte sich anf Alfa's Arm und sie stiegen die steilen Stufen auf der Seefeite hinab. .Ich we,s; nicht, wie ich dazu kam. tnefe swle Treppe herabziiste.qcn," sagte Mrs. I'Mstre u angekommen, und fie fah schaudernd nach dem Fel en hinauf. „Ich muß nicht recht be. S.nnen gewesen sein, ein solches Waacstück zu unternehmen. Ich glaube. c3 war, weil Roland plötzlich em solches Interesse an mir nahm Er Hot sich nie zuvor um memc Lnden K»18 liche Heftigkeit und Duller der Krisis die Zeichen wiederkehrender Belebung der Erwerbsthätigkeit con-statierte nnd mit gerechtem Stolze die Erfolge verzeichnete, welche die durch die Knnst veredelte heimische Arbeit, trotz der fchweren Noth der Zeit, auf den Ausstellungen in beiden Hemisphären zu erringen wußte. Neben der Bekämpfung des wirthschaftlichcn Nothstandes war es die Sorge um die Aufrechthaltung des Staatskredits, welche Regierung und Reichsvcrtrctung in gleichem Maße beschäftigte. Einerseits die Folgen der ökonomischen Krisis, anderseits die dnrch die Kosten der Wiener Weltausstellung, die Erhühuug der Beamtengehalte, Neubewaffnung der Armee und andere Maßregeln dieser Art veranlaßte bedeutende Steigerung der Staatsbedürfnisse hatten bald nach dein Zusammentritte des neu gewählten Reichsrathes eine abermalige Störung des nach großen Anstrengungen glücklich erzielten Gleichgewichts im Staatshaushalte zuwege gebracht. Es galt nun, dafür zu sorgen, daß diese Störung je eher je lieber wieder beseitigt werde und der Staatskredit unter allen Umständen uuversehrt bleibe, zumal sich schon damals voraussehen ließ, daß die Deckung der im Wege der ordentlichen Einnahmen nicht sichergestellten Staatsbcdürfnissc einen Appell an den Geldmarkt nothwendig machen werde. Zu diesem Behufe wurden schon im Jahre 1874 dem Reichsrathe Vorlügen, welche eine durchgreifende Steuerreform zum Zwecke hatten, unterbreitet und fpäter für die Beschaffung der außerordentlichen Staatsbedürfnisse die dem auswärtigen Kapital zusagende Form einer Goldrenten-Anleihe gewählt. Leider ist es, trotz aller Bemühungen der Regierung und trotzdem der Finanzminister dem Abgeordnetenhause im Jahre 1876 neue, ein beschleunigtes Verfahren ermöglichende Vorlagen bezüglich der Reform der einzelnen Steuergattungen unterbreitete, nicht gelungen, das angebahnte Reformwerk zum Abschlüsse zu bringen. Dagegen ist es, Dank der zunehmenden Erkenntnis unserer wirthschaftlichen Kraft, ohne Schwierigkeit geglückt, den Staatskredit nicht uur vollständig intact zu erhalten, sondern auch wesentlich zu verbessern, wie dies der gegenwärtige, ungewöhnlich günstige Kursstand unserer Staatspapiere und dann der Umstand beweist, daß der spröde und seit Einführung der Couponssteuer, für österreichische Effekten geradezu unzugängliche englische Geldmarkt sich veranlaßt gesehen hat, die Cotierung unserer Goldrente zu gestatten. Die Parteitage. Wien, 23. Mai. Dr. L. Jeder Tag bringt eine neue Meldung von einem — Parteitage. Es sind bereits ein nieder-österreichischer, ein mährischer, ein steirischer und ein oberösterreichischer angekündigt. Der deutsch-böhmische dürfte auch nicht ausbleiben, und vielleicht erleben wir auch noch einen Vorarlberger Parteitag. In mehrfacher Hinsicht fordern diese Parteitage die Kritik heraus. Muß mau es nicht z. B. seltsam finden, daß anläßlich der direkten Reichsrathswahlen Laudes-Parteitage einberufen werden; macht dies nicht den Eindruck, als ob es eine niederösterreichische und eine steirische Partei gäbe, als ob alle diese Länder nichts mit einander gemein hätten. Wahrhaftig, au diesen Landcs-Parteitagen könnten Föderalisten ihre Freude haben. Doch dies ist eigentlich nebensächlich; man wird einwenden, diese Parteitage sollen nur die Parlei-Orgauisatiou erleichtern, und daher beschränken sie sich auf die einzelnen Kronländer. Von größerer Wichtigkeit aber ist die Frage: sind diese Parteitage überhaupt existenzberechtigt? — Man hat es in letzter Zeit in allen verfassnngstreuen Blättern oft genug lesen können, daß die Ezechen sich von der Führung des staatsrechtlichen Klnbs emancipieren müssen, daß die Wähler über die Beschickungsfrage zu entscheiden haben und nicht die Parteimänner. Nach der letzten Kundgebung des czechischen staatsrechtlichen Klubs wird nmsomehr an die Einsicht der Wähler appelliert; nmn sieht das Heil nur in deren Befreiung von den Parteifesseln. Der Gedanke ist vollkommen richtig, wenn die Eoterie des staatsrechtlichen Czechenklubs auch nach der Wahlcampagne da5 Heft in Händen behält, dann steht es mit der endlichen Aussöhnung der Nationalitäten schlimm. Die Wähler müssen frei ihren Willen zum Ausdrucke bringeu können, nur dann darf man eine gedeihliche Lösung hoffen. Nun darf mau aber wol fragen, wie kommt es, daß mau den Grundsatz, welchen man bei den czechl-scheu Wählern anwenden will, verleugnet, wenn es sich um deutsche Wähler handelt? Weshalb soll iu den deutscheu Provinzen die Wählerschaft nicht frei handeln dürfen, fondern nach dein Kommando eines Parteitags. Und wer gibt den Herren, welche die Parteitage bilden, das Mandat, den Wählern eine Organisation aufzudringeu. Wie kommen die abtretenden Reichsrathsabgeordneten dazu, sich wieder zusammenzuthun und unter der Firma von Vertrauensmännern weiter zu fungiere»? Siud sie denn überzeugt, daß sie das rücksichtslose Vertrauen der Wähler besitzen? Es muß sicher auffallen, daß man gar nicht über Einberufung von Wähleruersammluugen hört, in welchem die Reichsrathsabgeordneten über ihre Thätigkeit berichteten und sich rechtfertigten. Es wäre nach unserer Ansicht doch angezeigt, daß die abtretenden Abgeordneten mit ihren Wählern in Verbindung träten, ehe sie sich das Recht vindicieren, auf Parteitagen als Vertrauensmänner der Bevölkerung weiter zu fuu-gieren. Oder fchcuen viele davor zurück, Rechenschaft zu geben, fürchten sie Vorwürfe, welche sie im engen Kreise ihrer Genossen nnd Freunde auf dem Parteitage allerdings nicht zu besorgen haben? Eorrect wäre es sicher, wenn die Abgeordneten ihren Wählern Bericht erstatten uud dieseu die volle Freiheit in der Entscheidung über die Parteifrage überlassen würden. Mit dem Sisteme der Parteitage verpflanzt man nur das Eoterie« uud Clique-Wesen, das zum Unglücke im Parlamente herrschte, in die Länder. Mit diesem Sisteme erstickt man jede freie Regung, jede Selbst-ständigkeit der Wähler. Dieser soll nicht denken, teinc Meinung haben; dies wollen die Herren auf den Parteitagen besorgen. Was dort ausgekocht wird, ist Evangelium für die Wählerschaft. Es ist ein nichtiger, leerer Vorwand, daß man mit den Parteitagen nur bezwecken will, daß Einigkeit unter den Wählern herbeigeführt werde. Sind ja die Herren selbst nicht einig, bereits wimmelt es von Programmen, in Steiermark übertrumpft man bereits das Programm der Hundertundzwölf, und bald wird dieses so viele Interpretationen und Erweiterungen erfahren haben, daß es nicht mehr zu erkenncu seiu wird. Nein, die Einigkeit der Wähler wird dnrch die Parteitage nicht gefördert. Sie sind weiter nichts als Assccnranzanftaltcn für Mandate. Die Ucberflüsfigkeit der Parteitage tritt um so deutlicher hervor, je genauer man die Sachlage erwägt. Was erwartet die Bevölkerung von dem neuen Rcichsrathe? Welche Aufgaben harren desselben? Die Wähler wünschen, daß ihre Interessen, die materiellen und finanziellen, gewahrt werden; der nene Reichsrath hat keine Prinzipienfragen zu lösen, sondern soll Intcr-essenfragcn behandeln. Man muß daher anstreben, daß gekümmert, und es schien mir manchmal, als ob er gar nicht daran glaubte." Sie erreichten die Bucht, wo der „Heron" zur Abfahrt bereit lag. Zwei Männer befanden sich in dem Boot, von denen der eine am Mast stand, während der andere bei der Ankunft der Damen ans Ufer sprang und das Boot anhielt, bis die Damen eingestiegen waren und Platz genommen hatten; dann sprang anch er wieder hinein, löste die Taue und stieß das Boot vorwärts. Er gab dabei seinem Kameraden ein Zeichen, welcher die Segel spannte, die der Wind sofort füllte, und das Boot fuhr aus der Bucht und schoß dann pfeilfchnell am Ufer hin. „Das ist himmlisch!" rief Mrs. Ingestre. „Ich bm nicht mehr im geringsten krank. Es freut mich, daß ich kam. Pembroke, Sie sollten einige Medikamente zur Hand haben, für den Fall, daß ich krank werden sollte. Ich vergaß, solche mitzubriugen." „Wir haben eine kleine Kiste mit Flaschen voll Tropfen und Schächtelchen voll Pulver uud Pillen hier," antwortete der Schiffer. «Sie wurden gebracht, ehe Sie kamen. Ich habe sonst immer meinen Sohn bei mir, aber er fuhr heute Morgen zum Fischen aus und Mylords Diener erbot sich, semen Platz einzunehmen." Mrs. Ingestre und Alexa sahen jetzt den am Mast stehenden Mast an uud erkannten in ihm Pierre Renard. „Es ist gut, daß Sie hier stnd, Pierre," sprach Mrs. Ingestre in freudiger Ueberraschung. „Ich weiß, Sie verstehen das Segeln sehr gut, daß ich mich sicherer fühle, weil Sie bei uns sind." Renard verbeugte sich und zog seinen Hnt. „Ich brachte die Kiste hierher, Mylady," sagte er. „und da mir Pembroke sagte, daß seiu Sohn zum Fischen sei, erbot ich mich, ihm zu helfen." Alexa fühlte sich durch die Anwesenheit Pierre's unangenehm berührt. Sie lenkte ihren Blick von ihm ab und beobachtete die Scevögel uud die entfernteren Fahrzeuge, während Renard seinen Obliegenheiten mit der Ruhe und Sicherheit eines bewährten Seemannes nachkam. Der „Heron" durchschnitt die Wellen mit beispielloser Schnelligkeit und Sicherheit, uud das auf dem hohen Felfen thronende Schloß rückte weiter und weiter in die Ferne. Mrs. Ingestre äußerte wiederholt, wie wohl ihr die Fahrt thue und daß sie ganz gesuud geworden sei. Der Schiffer hielt das Boot nahe am Ufer, und eine Bieguug brachte das Schloß gauz außer Sicht. Mi's. Ingestre sah nach ihrer Uhr. „Wir wollen noch Martrea Point umsegeln an den Ragged Rocks vorbei und dann umkehren," sagte sie. Ihr Befehl wurde befolgt. Das Boot fchöß mit vollen Segeln vorwärts, in entsprechender Entfernung die genannte Landzunge umkreisend uud au eiuer Reihe halbversunkener Felsen vorbeifahrend, an denen die Wogen schäumend nnd tosend brandeten. (Fortsetzung folgt.) die Wünsche jedes Wahlbezirkes ihren mu'gllG genauen Ausdruck durch die Wahl des Vertreters ftnoei. Gerade heute foll man die volle Freiheit den emMM Wahlkreisen lassen. Die gewählten Vertreter mogcu sich dann zn Parteien vereinigen; der echte P"^"""!' tarismns leidet nnr darunter, wenn man den ^MM» bereits die Wege vorschreiben will, welche sie zu wandeln haben. Die Parteitage werfen sich zu Anwalt >' der Bevölkernng ans, der'man damit das Necht M" die Fähigkeit selbständigen Urtheils abspricht. Vedursk" aber hente die Wähler der Anwälte? ^ Wir glauben, die Verfassungsfrage, die Gruuo-sätze der Freiheit und der constitntionellcn VollsreM sind so gesichert, daß sie keiner Anwaltschaft 'M bedürfen. 'Freilich gibt es Fälle, daß Prozesse tunM^ hervorgerufen werden, nnd wenn vonseite eines Mi der Sturz des dualistischen Sistems angestrebt wiro, " hat man einen solchen Fall. Für die Bevölkern^, aw stehen derartige überflüssige Streitfragen im Hn" gründe, was'ihr am Herzen liegt, ist VcgnmdlW einer rationellen Wirthschaft im Staatshaushalte ">" Förderung der Erwerbsthätigkeit, damit die Stene^ weniger und das Einkommen größer werde. Die Pal tage werden daher anch ihren Zweck gwßteluye. verfehlen. Man wird in den Journalen darüber!!"' chen, aber die Wähler werden sich nicht viel w'w kümmern. Es muß einmal ein Ende nehmen >N" ganzen Parteiwirthschaft, welche die Freiheit der «u verkümmert und diese einfach als Stimmvieh betracy , Freie Wahlen und Freiheit für die Wähler muh "» Losuugswort seiu, sonst werden alle Hoffnungen "", ein gedeihliches Parlamentarisches Leben nneNu bleiben. ___^ Der Präsidcntcnwechsel im deutschen Reichstage» Die liberalen Berliner Journale widm"' ^ zurückgetretenen Reichstagspräsidcnten Max v. F" „ „. b e ck sympathische Artikel. Die „National-ZcituW ^ innert daran, daß Forkenbcck im August des M' 1800 zum ersten male znm Präsidenten des PM'd. schen Abgeordnetenhauses gewählt wnrde, nnd daß ^ Wahl damals als ein wichtiges Zeichen der BM^ llnng zwischen der Regiernng und dem Volle g«^" wurde. Die Nntzanweudung hieraus im Znsanune, hange mit dem Rücktritte Forkenbecks ergibt W " selbst. Die „Natwnal-Zeitnng" begrüßt 'den W'^ eintritt Forlenbecks in die active Slreilttafl der 1^ raleu Partei mit aufrichtiger Befriedigung. Die ^ servativeu uud klericulen Blätter verabschieden ^ zurücktretenden Präsidenten des Reichstages, u'^' ; ihn mit heftigen Vorwürfen wegen feiner TW.M überhäufen. Das „Berliner Tageblatt" dageqci! "^,^ in Forkenbeck den richtigen Mann, um im ^ mit Delbrück eine große liberale Partei zu s"Hs>, „Hand in Hand ihr beide," ruft das geuannte ^. ^ „das Vaterlaud erwartet, daß ihr eure SchnM «, thut. Der liberale Theil des Volkes blickt hoff'''"''„. voll zu euch auf und wird euch verlrancilsvoll !^<^s Die Regierungsorgane stellen den Rücktritt F^kenor als eine unvermeidliche Consequenz seiner P'Ull'lN^ . gcgeu die Negieruugsvorlagc beim SlädletagblN'lel ^ und stimmen hierin mit der Auffassung der l> , ,M Blätter übercin, welche finden, daß Forlendecl '.^ mehr mit seiner „liberalen Flagge" die hanoclspl)l>l, Umkehr im Reichstage habe decken können. yM Von „offiziöser Seite" wird der „Nordd- '" Ztg." zur Frage Fortenbeck geschrieben: ..D'^'^, legnng des Neichslagspräsidinms seitens dl'S H'^„ v. Forkenbeck, von demselben in erster Linie d'U'H „-Widerspruch motiviert, iu welchen er mit der a i^. wärtigen Majorität des Reichstages gekommen, ^Z allerdings eine Eonscqucnz der bei dem Bann'" Städtclages gehaltenen Rede. Die Stellung d" ^ ^ lamentarischcil Präsidenten wird in Deutschen" .. aufgefaßt, daß dieselben gelten sollen als hcrvonG Repräsentanten der politischen Gesinnungen ?^' jjo-jurität. Herr v. Forkenbeck repräsentierte die w ,^ nalcn Frageu wenigstens zusammenhaltende A/g)ia' der Eonservativcn nnd National-Liberalen. D'^ jorität ist jetzt, uud zwar in einer uationalen o ^,, gesprengt. Insofern dürfte Herr v. Fortenbcä M ,chc pflichtet glauben, eine Stellung niederzulegen, ' ^ ihn zum Repräsentanten einer Majorität '"""^ ' ob einstweilen nicht mehr besteht. Es fragt sich a^ ^ diese in Deutschland herkömmlich ^'wordene -^ sung der parlamcntarischeu Präsidentcnstellullg ;„ ist, ob zu dieser Stellung nicht vielmehr """. ^dc, einer politischen Parteirichtung nicht hervoi", ^ sonst aber durch Geschäftskunde und "chlnngs' ^,,ct Charakter ausgezeichuetc Männer vorzugsweise ^...^,. sind. Ein Präsident, welcher sich nicht zum ^ ^ tanten der Majorität, sondern des gaMNH ' tio,l machen bestrebt ist, muß allerdings die ^ ^ ^Z üben, an politischen Demonstrationen auM^ ^t Parlaments sich überhaupt nicht oder weuH ^c in hervorragender Weise zu betheiligen. N"U)" ^ v. Forkenbeck das nicht unterlasse» konnte, ^ bei einer Gelegenheit, die ihn in Gegensatz s"/^ße» wärtigcn Majorität des Reichstags '" ^uM'! schwebenden Fraqe machte, durfte er nach oel ^i Anffassuug von der Präsidentenstellung alleromu anstehen, seine Entlassung zu geben." 1019 Der neue Präsident des deutschen Reichstages, Otto Theodor v. Seydewitz, ist am 11. September l8l8 zu Groß'Badegast geboren und hat die Uniuer-Mät Berlin nach Absolvierung des Gymnasiums zu Torgau frcqucuticrt. Nach Beendigung seiner Studien w Jahre 1840 wurde er Auscultator beim Kammergericht zu Berlin, trat beim köuiglicheu Land- und Stadtgericht zu Görlitz in den Staatsdiest, arbeitete 1lj42 bei der Regierung in Merseburg, verwaltete ^44 bis 1845 das Landrathsamt daselbst, wurde W8 zum Landrath des Görlitzrr Kreises und 1864 zuni Landeshauptmann und Landesältesten der preußi-Den Oberlausitz gewählt. Seit 1867, wo Herr von Scydewitz in den constituierenden Reichstag gewählt wurde, gehörte er dem Reichstage in allen Legislaturperioden an. Er vertritt den 10. Wahlkreis und hat rmcß von Saint-Clond vcrsncht wcrdcn; auf der ^ühnc dic Schaubuden, Earrousscl, Schießplätze aller ^t, das Ganze in cincr neuen Beleuchtung, von der ">an sich einen wunderbaren Esfekt verspricht; im Zn-schauerraume eine Parodie der Versteigerungen im Hotel b«H Ventcs, für welche wiederum gefeierte Schauspieler-'uncn die Nolle der Auctionskolnmissäre übcrnonlnicn haben. Die Kosten des Unternehmens allein sind auf , ?'^^ 3rancs veranschlagt. Volkswirthe werden frci-"ch Zu einem solchen Mißverhältnis zwischen Anlage uud Gewinn die Stirne runzeln, aber es ist nun ein-"wl gewiß, daß dieselben Leute, welche am 9. Juni 100 3rcmcs in der Großen Oper ansgebcn werden, für die ^cberschwemmten von Szegcdiu allein nicht hundert Sons beigesteuert hätten. — (Weltausstellung in Sidney.) Das ^oinitc der österreichifchcn Weltausstcllungslommission ^r Sydney zeigt an, daß ihm leider nur von 160 Aus-gellern Güter im Gesammtgcwichte von ungefähr 1500 ^llzcntncrn rechtzeitig zngctommen sind, während eine ^läufig gleich große Zahl von Ansstellcrn ,nit ihren Ausstellungsobjekten im Rückstände geblieben ist. Es ^rläßt jedoch das Schiff „Cyphrcnes" am 23. Juni ^uudun. Dasselbe wird, ganz unvorhergesehene Ereignisse ""^geschlossen, sicher vor Eröffnung der Ausstellung Sydney pichen. Dic Güter, welche auf diesem Wege verladen '"erden Me», müssen spätestens an, 7. Inni im Besitze /,6 Herrn E. Bänml, Spcditcnrs in der Hcgelgassc 8, '"n. Wie bekannt, ist der österreichischen Ansstcllung in , Sidney durch die in letzter Stunde erfolgte Betheiligung ^ deutschen Reiches, welches den fchr hohen Actrag """ W0.000 Mark diesen, Zwecke gewidinct hat, eine ^.?t zu unterschätzende Eoncurrcuz erwachsen, und es ^^ daher im Interesse der österreichischen industriellen . k" dringend geboten, daß man noch im letzten Augcu- "" sich entschließe, die Ausstellung zu beschicken. d ^- (Mord.) Am 17. d. M., früh morgens, wurde ^ Bezirksgerichts-Prototollist in Szcgszard, Josef hätntes, i,^ ssi,^m Acttc ermordet aufgefunden. Dic "tersuchnng hat festgestellt, daß dem Verbrechen lein ^veres Motiv zugrunde lag, als das der Beranbung äM ^'' ^" welchem der Thäter seit letzterer Zeit einen ^, »irren Geldbetrag vermuthete. Vor einiger Zeit näm- tz? "bergab - wie man „Pesti Naplo" schreibt — der H° äszardcr Einwohner Baron Guido Wimmerspcrg dem f^'tes 5^) ^ ^ Aufbewahrung. A,n 14. d. M. ^Un^ "^ "h'elt ""ch der Baron scin Depot znrück. ttlln '^ ^' bah jciiland um diesen hinterlegten Be- sew-^ußt lMte und um dcS letzteren willen die cnt- btili ^1"t entweder selbst verübte oder zu deren Voll- ^tklä 6 ^"''^ jemand anderen beitrug. Ein anderer üy^""U5gruud liegt eben nicht vor. da SzcnteS sich ^iten^'"^' ^ch^lug erfrente. Ueber verschiedene Einzcl- bel^^.^^'llentlich der verübten Ermordung ist folgendes 2Nh" geworden: Szcntcs kam am 17. d.M. gegen ^ilck '^^ens ans dem Wirthshausc in seine Wohnung ^Nt'es ! ^'^ ^'^ ^hü^' "^"' ^ ^"'"" ^sche hatte ^en R "" scharfes Dolchmcsser sowie einen ge- ^ edolver liegen. Der Mörder hat nun den eigenen Dolch des SzcnteS zur Verübung der Mordthat verwendet; s an der Leiche war blos ein einziger Stich sichtbar. DieTisch-ladc Szcntes' wurde erbrochen vorgefunden und daselbst ein Abgang von 100 bis 200 st. constatiert; außerdcm wnrdcn bei dieser Gelegenheit eine goldene Uhr und sonstige Wcrthsachcn geraubt. Nachdem die That geschehen war, benutzte der Mördcr das Lavoir, um dic Hände vom Blut zn reinigen. Die Untersuchung in dieser mysteriösen Affaire wnrdc bereits eingeleitet; allein bisher sind nicht die geringsten Anhaltpunkte vorhanden, die auch nur anf dic Spur des Thalers führen könnten. Szcntcs war ledig. Am selben Morgen wnrde im Szegszardcr großen Bache cine männliche Leiche, ebenfalls eines Ermordeten, aufgefunden. Dicscr Ermordete war ein Bauer, und tonnte bisher nicht festgestellt werden, ob nicht cttoa zwischcn bcidcn Vcrbrcchcn ein Znsammcnhaug existiere und dieselben auf cincn und dcnfclbcn Urhcbcr zurückzuführen seien. Fokales. AuS dem Sanitätsberichte des Uaibacher Stadt-Physilates für den Munat März 1879. (Schluß) IV. Aus dem Zivilspitale ging für den Monat März d. I. folgender Bericht cm: Mit Ende Februar d. I. find in Behandlung verblieben......434 Kranke, im Monate März d. I. find neu zugewachsen ........ . . 299 „ Summe des Gefammtkrankenstandes 733 Kranke. Abfall: Entlassen wurden . 284 Kranke, gestorben sind .... 40 „ Summe des Abfalles . . verblieben am 1. April d. I. in Behandlung ..........409 Kranke. Es starben vom Gesammtkrankenstandc 5 5 Perzent uud 12 3 Pcrzeut vom Abfalle. Uuter den im Mouatc März d. I. im Zivilspitale Verstorbenen warcn 12 Laiuacher, das ist solche, welche von dcr Stadt aus trank ins Spital kamen, und 24 Nicht^Laibacher, das ist solche, welche auf dem Lande erkrankten und von dort aus trank ins Spital kamen. Dcr Kranthcitscharaktcr im Zivilfpitale im Monate März d. I. war folgender: a) Medizinische Abtheilung: Katarrhe der Respira-tlonsorgane, Magen- und Darmkatarrhe warcn die vorherrschcndstcu Erkrankungen. Melncre Tiwlmssälle vuli aus Bosuicu rückgctchtten Arbeitern. Die Sterbe-falle betrafen melst tuberkulöse uud marastischc Indi-vldnen. Der Krankenstand war ein sehr hoher und erst gegen tzude des Monates in Niedergang begriffen d) Chirurgische Abtheilung: In diesem Monate kamen weniger Verletzungen als im vorigen vor. Der Heiltrieb war sehr günstig. c) Abtheilung für Syphilis: Aufgenommen wnr-den meist Weiber mit breiten Kondylomen und Männer mit primären Geschwüren. cl) Abtheilung für Hautkranke: Znr Behandlung kamen Vorzugswelse acute Ekzeme; der Heiltricb der Geschwüre war ein nurmalcr. s) Irrcnabthcilung: Aufgenommen wnrdcn in dicfem Monate 8 Kranke, darunter 2 acute Erkmn-luugeu, 1 Krauter aus dem Triestcr, l Blödsinnige aus dem Grazer Irrenhause übcrnommmcn. Die ubrigcn betrafen Nccidiveu oder veraltete Fälle. Eutlafscu wurden 3 Kranke geheilt, 3 starben; alle warcn mehr als drei Iahrc in der Anstalt in Vcrpflcguug. Es siud dermalcu 13b Kraukc in der Irrenanstalt. l) Gcbärhans- und gynäkologische Abtheilung: Ereignete sich nichts besonderes, insbesondere verlief das Wuchcnbctt normal. — (Die Reichsralhswahlcn in Krain.) Einc im amtlichen Theile unseres heutigen Blattes vcrlautbartc K'undmachung des Herrn Lanoespräsidcnlen sctzt für Krain die Vornahme dcr allgemeinen Nen-Wahlen für das Abgeordnetenhaus des Ncichsrathcs an folgenden Tagen fcst: 1. Für die Wahlen dcr Abgeordneten dcr Landgcmcindcn: den 24. Juni, II. sür dic Wahlen dcr Abgeordneten der Städte und Märkte: den 30. Juni, sür die Wahlversammlung dcr Handels- uno Gcwcrbetammcr in Laibach: den 1. Juli, III. für dic Wahl dcr Abgrurdnctcn ocs Großgrnndbcsitzcs: den 3. Juli. Die nähere» Bestimmungen über dcn Ort, den Tag und dic Stunde des Anfanges der Wahlhandlung, sowie die Stnnde des Schlusses dcr Stimmgebung werden die dcn Wählern zu crsolgcndcn Lcgitimatiunskartcn enthalten. — (FZM. Baron Knhu.) Sc. Excellenz dcr Herr Landeslummandicrende FZM. Freiherr v, Kichn ist nach beendeter Inspicicrung vorgestern von Trieft nach Graz zurückgekehrt. — (Inspicicrung.) In dcr verflossenen Woche hat dcr Landcsschnlinspcktor für die humanistischen Fächer an den Mittclschulcu Krams. Hcrr Dr. Ernst Gnad, das Laibacher Obergymnafium, die Laibacher Oberrealschule und das Realgymnasium in Krainburg infpiciert. — (Constituti oneller Verein.) Heute um 8 Uhr abends findet im K'lnbznmner der Casino-Restau« ration cine Versammlung dc5 constitulioncllcn Vereins statt, bei welcher die bevorstehenden ReichZrathswahlen zur Discussion gelangen. — (Uebergabe des ncucn LüschtrainS.) Gestern um '/ Punkte der Tagesordnung: „Anträge der einzelnen Mitglieder", beantragte Herr A. Achtschin cine provisorische Stawtenänderung dahin, daß die Feuerwehr-mannschaft künftig in drei Züge eingetheilt werden soll. Haufttmann'Strllvertreter A. Samassa befürwortete diese Aenderung, da dieselbe praktisch und bei fast sämmtliche!! Feuerwehren Oesterreich-Nugarns eingeführt se'. Für die Vertagung dieser Angelegenheit sprachen die Herren Ielencic, Kauhky, Fleischer und Dornit, während Schriftführer Nüting und Hauptmann Doberlet die versuchsweise Einführung befürworteten. Bei der Abstimmung wurde der Antrag A. Achtschins mit großer Majorität angenommen. Letzterer beantragte ferner, die Farbe der Kappcnschnüre in Hinkunft statt weiß-grün, mit roth-gold festzusetzen und dem Ausschusse die Bestimmung der von den einzelnen Chargen zu tragenden Allszeichnungen zu überlassen. Der Antrag wurde angenommen. Die Resignation des bisherigen Spritzenmeisters Koncar wurde Fr Kenntnis genommen. Eine Neuwahl findet in Andacht der bevorstehenden Eintheilung in Züge nicht ^'?l. Am Schlüsse der Versammlung dankte Hauptmann ^oberlet den Mitgliedern für ihr humanes Wirken und forderte sie auf, auch weiterhin noch im Dienste der Menschenliebe auszuharren. Mit einem herzlichen „Gut Schlauch" wurde die Versammlung geschlossen. — (Anton Kullnigf.) Aus Wippach schreibt man uns: „Am 19. d. M. wurde in Wiftpach unter zahlreichem Geleite von Freunden und Bekannten des Ortes und der Umgebung der allbeliebte Bezirlswund-arzt Herr Anton Kullnig. ein echter Sohn des schönen Kärntnerlandes, zu Grabe getragen. Der Verblichene zählte 76 Lebensjahre und ward ein Opfer feiner treuen Berufserfüllung. Er holte sich vor kurzem, gelegentlich einer nächtlichen Gcburtshilfsleistung, durch eine geringe Hautaufschürfung der Hand den Todeskeim der Blutvergiftung. Am 1. Mai feierte er in stiller Bescheidenheit, welche sein ganzes Wesen consequent vortheilhaft charakterisierte, das fünfzigste Dienstjahr am scheinbar nicht gar ernst drohenden Krankenbette dadurch, daß er kaum seiner nächsten Umgebung deu seltenen Tag der vollendeten fünfzigjährigen Laufbahn seiner ärztlichen Thätigkeit in Erinnerung brachte. Während der langen Zeit seiner Praxis hatte er zwei Cholerajahre wie auch die hierorts häufig vorkommenden Eftidemienfällc mit Rath und That mitgemacht. Seine 32jährige ununter« brochene ärztliche Wirksamkeit in Wippach sichert dem bescheidenen, wackeren Menschenfreunde ein dankbares und freundliches Andenken in den Herzen der hiesigen Bewohner. Ehre seinem Namen!" — (Ein glücklicherIunge.) Der kleine Cäsar Sidoli, der im April d. I. bekanntlich in Laibach und einen Monat früher in Trieft so glücklich war, seinen „zehnten Geburtstag" zu feiern und aus diesem Anlasse vom Papa-Direktor stets eine „brillante Geburtsfest-Benestzvorstellung" eingeräumt erhielt, scheint ein wahres Sonntagskind zu sein, dem die Schutzgütter des edlen Sports das Geschenk der ewigen Jugend verliehen haben. Wie wir nämlich einer Annonce in einem Klagenfurtcr Blatte entnehmen, feierte der glückliche Junge in gleicher Weife am 19. Mai in Klagenfurt seinen „zehnten Geburtstag." Hoffentlich ist es nicht das letzte mal, daß ihn das Schicksal auf seinen ferneren Wanderungen diesen freudigen zehnten Gedächtnistag erleben läßt. — Gestern veranstaltete der Clrcns Sidoli seine letzte Vorstellung in Klagenfurt und begibt sich von dort aus zunächst nach Innsbruck. Gouftitutioneller Verein in Laibach. Der Ausschuß beehrt sich, die Herren Vercinsmitglicder zu der heute, Montag dcn 26. Mai l. I,, abends 8 Uhr, im Klubzimmmcr der Casino-Rest au ration stattfindenden 72. Versammlung einznladcn, Tagezoränung: Die bevorstehenden Rcichsrathswahlen. Neueste Post. 'Original-Telegramme der „Laib. Zeitung." Trieft, 25. Mai. Der Kaiser bestätigte die Wahl Bazzom's zum Podeste. Berlin, 25. Mai. Der Fürst von Bulgarien ist hiev eingetroffen und wurde vom Kaiser mittags empfangen. Salonichi, 24. Mai. In einem Theile der muselmanischen Bevölkerung der Provinz NovibaM und von Albanien gibt sich anläßlich der Convention noch immer eine gewisse Aufregung kund; die Regierung zeigt jedoch Energie und wird von den Notablen unterstützt. Iu Novibazar faud ein Conflict zwischen Baschi-Bozuks und türkischen Soldaten statt, wobei drei türkische Soldaten getödtet wurden. Graz, 24. Mai. (Presse.) Die gestern abgehaltene Delegiertenversammlung sämmtlicher verfassungstreuer Wahlcomitcs verwarf mit Zustimmung der Abgeordneten Porlugall, Walterskirchen, Zschock und Heilsberg das durch die „Deutsche Zeitung" veröffentlichte sogenannte freisinnige Wahlvrogramm nnd accev-tierte den vom Redacteur Swoboda vorgelegten, an das Programm der Huudertzwölf anlehnenden maßvollen Progiammentwurf in allen Hauptpunkten als Grundlage für die Verhandlungen des Parteitages. Baden (bei Wien). 24. Mai. (Presse.) Gestern war der Zustand Dr. Giskra's höchst gefährlich, derselbe war dem Sterben nahe, heute ist eine kleine Erleichterung eingetreten, doch wird an dem Aufkommen des Kranken fehr gezweifelt. Berlin, 24. Mai. (Reichstag.) Bei der Wahl des Vizepräsidenten wurden 301 Stimmzettel, darunter IM unbeschriebene, abgegeben. Gewählt wurde Frankenstein, ein Klerikaler, mit 162 Stimmen, der die Wahl dankend annimmt. Paris, 22. Mai. (Nat.-Ztg.) Sicheren Informationen zufolge wird der neu gewählte Fürst von Bulgarien, Prinz Alexander von Buttenberg, sich demnächst mit der Tochter des russischen Fürsten Iussupoff, einer der reichsten Erbinnen Rußlands, verloben. Die angekündigte Reise des Prinzen nach Paris würde, wcnn sie sich bestätigt, mit dieser Verlobuug zusammenhängen, da Fürst Iussupoff mit seiner Tochter sich zur Zeit in Paris aufhält. Paris. 24. Mai. (N. fr. Pr.) In der Kammer-sitzuug gab es heute stürmische Szenen. Paul Cassagnac tritt gegen den Unterstaatssekretär Goblet auf, welcher seine Artikel am Dinstag als scandalö's bezeichnete, nnd dem er vorwirft, er wolle den Gerichten vorgreifen. Gambetta rügt diese Auslassung. Cassaguac verlangt Satisfaction. Gobi!'', solle den Ausdruck zurückziehen. Gambetta erklärt, es sei unstatthaft, die Art zu sprechen vorschreiben zu wollen. Goblet erklärt, er wollte seinen Collegen nicht beleidigen. Bau-dry d'Asson unterbricht wiederholt die Redner. Gambetta ertheilt ihm den Ordnungsruf. Vaudry sagt: Dieser Ordnungsruf macht mich stolz. Die Kammer votiert hierauf die Censur gegen ihn. Auf der Rechten erhebt sich schallendes Gelächter. Gambetta verwarnt die Rechte. Goblet will hieranf Cassagnacs Artikel vorlesen, was Gambetta verhindert. Äaudry fährt fort, über diefen Vorgang zu spotten. Gambetta droht ihm mit zeitweiligem Ausschluß von der Kammersitzung. Hiemit erscheint erst die Ruhe hergestellt. Cassagnac verlangt einen formellen Widerruf Goblets, der aber nicht erfolgt. Cassagnac schließt dann seine Rede mit drr Eiklärimg. er wolle sehen, ob ein Mannesherz in dcm Staatssekretär stecke. Gambctta wiederholt seinen Ordnnngsrnf. Cassaguac schickte Goblet seine Zengen. London, 24. Mai. „Times" melden: Dem Friedensvertrage zufolge wird England die Thäler des Kur«m Sibi Pifchiu als übertragen, nicht als annec-tiert behandeln, dem Emir den Ueberschuß der Ein- künfte abführen und eine jährliche Subsidie von 120,000 Pfund garantieren. Athen, 24. Mai. BeiPhanari (Thessalien) fand ein ernsthafter Znsammenstoß zwischen griechischen Insurgenten und türkischen Soldaten statt; W Insurgenten und ihr Chef Sachiotis wurden getödtct. Petersburg, 24. Mai. Der außerordentllche Gesandte des Sultans. Namyk Pascha, ist am 22. Mal in Livadia eingetroffen, wurde vom Zaren empfangen, zum Diner eingeladen und reiste am 23. Mai ab. Telegrafischer Wechselkurs vom 24. Mai. Papier ° Rente «8 25. — Silber - Ncntc 69 95. — Gold» Rente 80 65. - 1860er Staats-Anlehen 125 25. - - Banl, Karlstädterstraßc Nr. 9, Wassersucht. ____. Lottoziehungen vom 24. Mai: Wien: 85 18 23 17 88. Graz: 29 81 90 73 40. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. n 3 3-3 u « « «> ^O? -- -5 M zs 5 :^ 5^ 6 ^Z Wk ^ 5 3,5 W 7u.Mg, 73552 -1-11-4 O schwach "heiter ^ '„. 24. 2 „ N. 73582 -^208 SW. mäßig trübe <>"" __9 „ Ab. 784 87 -j-15 0 SW. schwach ^heiter ^^ '7Ü.Mg. 734 53 ^14 0 windstill' heiter ^ 25. 2 „ N. 733 11 ^-20-5 TW. mäßig bewöllt 0'"" 3 „ Ab. 732 43 -l-14 8 SW. schwach theilw.heitcr , Den 24. morgens wollenloser Himmel, gegen Mittag d"" Wolkenzüge aus SW.; nachmittags und abends heiter, ^,?.^ leuchten in S. Den 25. morgens klarer Himmel, nachnutl ^ zunehmende Bewölkung, abends theilwcise Aufheiterung- 7.^ vorgestrige Tagcsmittcl der Wärme 4- 15 7". das lM'?, -> 16 4', beziehungsweise um 0 2" und 06° über dem <"" male. ^^^^- Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Ba >ubcr g^^ In Oaibach verkehrende GisenbahnM. Südbahn. Nach Wien Abf. 1 Uhr 7 Min. nachm. Postzug „ 3 „ 52 „ morgens EilpostM-„ 10 „ 35 „ vorn,. Eilzug. „ 5 „ 10 „ früh gem. Zug, „Trieft „ 2 „ 58 „ nachts EilpostM-., 3 „ 17 „ «achm.PostM „ li „ 12 „ abends Eilzug. 0 „ 50 „ abends gen,, M«-(Die Eilzüge haben 4 Min,, die Persouenzüac "«« 10 Miuutcn und dir gemischten Züge circa '/» ^" Aufenthalt.) Kronprinz Nudolfliah». Absahrl :l Uhr 55 Miuuten früh. „ 1 „ — „ mittags. l> „ 30 „ abends. Ankunft 2 „ 35 „ früh. « ,, 25 „ morgens. 2 ., 52 „ nachmittags. ^^, Am'slMl^i'l^t '^""' ^' Mai (1 Ubr.) Die Vorbörsc war in ihrer Tendenz schwauteud. die Mittagsbörsc bei gut behaupteten Kursci, ziemlich ruhig, »icalisicrungm san^,. ^ ^ -^ ^» ^»z». ^i.t^)l. cincm Maße statt, welches die allgemeine Fortsetzung der Hausse verhinderte, sie fanden jedoch in dem Hinzutritte neuer Succulanten ein Gegengewicht, welches a> einen Men Kurssaü auszuschließen. > . ^ -, ^ a ^ u u .. ----- - __________________________________________________________^>------.------'—^ «n»ce < V«ld Ware Papierrcnte........ ^860 68 70 Silberrente........ 7020 7040 Voldrente......... 80 40 80l>0 2"se. 1854........ 117 __ 117 50 " l860........ 125 25 12.°. 7l, " ?°^? l2U ^00 fi.) . . . 129 25 129-50 Ung. Pramien.An,.....106 25 106 50 Kredit-Ü..........171 75 17525 siudolfs-L.........16 50 17- Prämicnanl. der Stadt Wien N675 117 — Donau-Negulierungs.Lose . . 10925 10950 Domänen-Pfandbriefe . . 143. ^g.^ Oefterr. Schatzscheinc 1881 rück« zahlbar.........W1— __.._ Oesterr. Schatzfcheine 1882 rück« zahlbar . .......100 50 101-. Un„arischc Goldrcnte .... 95 — 9510 Uli^lliischc Eiscnbahu.Anleihe . 111 90 112 20 Ungarische EiscnbahN'Anleihe, Cumulativstücle......N140 111 70 Ungarische Schatzanw. vom I. 1tt?4 . ^..... 119 25 119 50 «lnlchen der Stadtgemeinde W,«n in N. N......99 75 100 — «elb W«e wrnndeutlattnngS'Dbliaatlanen. Böhmen.........102— 103 — Niederösterreich......104 75 - '— Galizieu.........8950 90 — Siebenbürgen.......8125 8175 Temesei Nana!......8175 82 25 Ungarn..........85- 8550 «ctleu von Vanlen. Veld W.ii, Nnglo.österr. Vanl.....123 57 124 25 Kreditanstalt .......267 10 26730 Depositenbank.......173 176 - Kreditaustalt, ungar.....254'5,0 254 75 Oesterreichisch-ungarische Vanl 845 - 846 Unionbanl ........8525 8550 Verkehrsbanl.......118 - 118 50 Wiener Bankverein.....126 50 127'- klctien von Transport Unterneh mungen. G«Ib Ware Aljöld.Nahn .......141 50 142 - Donau.Dllmvsschiff..<»esellschalt 574 575'-Elllabeth'Wcslbllhn.....182 — 182 50 «Velb war« Ferdinands. Nordbahn . . 2275-2280 — Franz-Ioseph.Nahn .... 15250 153— Oalizische Karl-üudwig-Bahn 243 25 243 50 Kaschau.Odcrberger Nahn . . 116 50 11? — Uemberg'Czernowitzer Nahn . 140 50 14150 Lloyd - Gesellschaft.....579 — 580 - Oesterr. Nordwestbahn . . . 13450 185 — Rudlllfs«Nahn.......135 - 135 50 Ttaatsbllhn........27250 27350 Tiidbahn.........86 50 86 75 Thciß.Vahn........205- - 205 50 Ungar. 95 ^ ^,^ Siebenbürger Bahn ...» ^.^ iB ^ Staatsbahn 1. Em, - - i«<"" ,^?' Südbahn »3«/....... ^^.^ il)5^ Devisen. Auf deutsche Playc..... "^ li?'" London, kurze Sicht .... "" ^76.', London, lauac Sicht ... - l"'^ 46b" Paris.......... " Geldsorten. Dukaten .... 5 st. 54 kr. 5 ft-^ , Napolconsd'or . 9 ^ 36 ^ " Deutsche Reichs» 5? ?5 ' Noten .... 57 , ?0 , U , ^. , Tilbcrgulden . . 100 « — ^"" " Krainische Ocundentlastungs-ObligatlontN' " ' '^Oeld 91 50. Ware ^'"- .go his K,.«^ 'lachtrag: Um 1 Uhr 15 Minuten notieren: Papierrentc 68 50 bis 6s60. Silberrente 70 25 bis 70 40. G,ldrente 8045 bis 60 50. Kredit 267 70 Ms ^v/'vv. «»»" 1^80. London 117 30 bis 11? «ü. Napoleons 93<» bis 337. Silber 100— bis 100'-. .