Nr. 365, ft. II, h»ll>j. st. 5'50. flül dl« Zxfilllnnz in» Han« haldl. du ll. ll/iil bei Post ss«n»l- ft. l», haUj, 7 i«. Donnerstag 18. November. 4 ««lleu « ll., grsßnl p«r Z«il« « ll., b»l «st«en 1880. Amtlicher Theil. Erkenntnis. 'la« de,^, ^ ^' ^"Udcö. als Prcs^tllcht zu Wien Hal aus All' ^ucks l,T'"",s.°mual!schnst ^^„„,^ i,ns» der Ixlialt der daz»z,^'!' "Was ist der Arbeiter?" in srinen, «anzrn Umsanqe 5t.P O V' "^' ^ ""'^ ^l. W. begründe, und hat »ach 8 4^ ^ipioch ^^^°^ ^" Ueilelverbrcilunl, dieser Druckschrift Nichtamtlicher Theil. Ter öslcrreichische Gedanke. i„ ^>' Besprechung des deutsch-liberale» Parteitages ?d??s" "tl6i die „Wiener Abendpost" es als ganz I'lys, /^' h^^ ,^ Oesterreich zur Herrschlift nicht dttüs. t^."" auch zur Negierung nur Ein Gedanke ^ Wn kann. und das ist der österreichische. ez^'e «Wiener Abendpost" schreibt: Wir haben du„ ^>!7 ^ermiedcn. Eiöilerungen an die Parteitage ^lclb l>^' ^"^"' "'^ Karlsbad zu tniipfc,,. Weil ^t!!f>n" ^ ^'^ "^ Vorbereitungen für den all« ^lovi, " ^'ener Parteilag gegcb'n. Was in jenen inN sweeting« gohr und schäumte, das sollte erst btt^? brstillicrt und krystallisint zutage treten. Die !^„ ^ Spannung, mit welcher mau diesem Mo-^Uil, , lrilig entgegengesehen, dürfte sich indssstN C,^.'"uderlich befriedigt fühlen. Noch scheinen die Partei»' ^" Vorbereitung nicht abgeschlossen. Der «die s?. '^bst ..erwartet" erst «vertrauensvoll", dass ^liichli Grundlage» für die Organisierung ein-dll, ^ Vorgehens baldigst" werden gewonnen wer-blick.""'" einträchtigen Vorgehen fehlt also im Augen-tz ^ ">cht bloß dir Organisation, fondern selbst die "Ndlage dieser Organisation. Das ist nicht wenig, ^.löimte fast sagcn: es ist alles, Was noch fehlt. "« leidem F"Ue kann die Aufgabe, welche die Partei-^ sich selbst gestellt, zur Stunde als gelöst be-^let werden. Dies rechtfertigt in der Ttsat die ^^> stetig wachsende Aeunrnhiguug" der deuts^cn ^. Mling, welche von ihren Führern eine klave ^^"ung der anzustrebenden Ziele und ein positives ^ ^ugramm seit Monaleu vergebens erwartet, ltte ss^^ligt aber auch uns. wenn wir, die wei-Niel!» ^cklnug achtungsvoll abwartend, auch dem h,s l Parteitage gegenüber in der Reserve verbeug ^clche wir den Pruvinzialmeelmgs gegenüber ^üioi^^ ^'"^ "cue F"'mel, Welche die neueste „Neso» ll<^ , Nebracht hat, köuuen wir nicht ohne Brmer-^ "lien. Diese neue Formel modificiert den Be-ldllsf ^ Verfassungstreue, und zwar merkwürdiger-^ ""lch ein Epithel, das sonst in verfassungstreuen Kreisen nichts weniger als populär war. Es wird uämüch die Lchrmeinung von einer „wahrhaften" Verfassungstreue aufgestellt. Wir erinnern uns eines nm Oesterreich hochverdienten und auch in der Ver» fassuu.nsvcn'tci hochgeachteten Siaatsmanncs, des Frei« Herrn u. Lasser, der einst im Abgrorbnetenhause sagte: „Verfassungstreu ist jeder, der hier in diesem Hause auf dem Boden der Verfassung nnd innerhalb der Schranken derselben mitwirkt." Und dieser Mann musste den „wahrhaften" Geist der Verfassung wohl kennen, denn derselbe war im wesentlichen sein eigener Geist. Wir wollen denen die wahrhaste Verfassungstreue gern zuerkennen, die eiue fortschreitende Entwick-luug der Verfassung anstreben. Wir reclamieren diese wahrhafte Verfassungstreue aber vor allem für diejenigen, welche die Verfassung zur vollen Ausführung, zu allgemeiner, unbestrittener Geltung bringen wolle». Ja wir wagen zu behaupten, dass die Verfassungs« tteue derjenigen, welche die Verfassung zum Hort uud Scgeu allrr Voller des Reiches zu erheben suchen, ungleich „wahrhafter" ist, als die Verfassllngbtreue del jeuigen, die das Palladium des Reiches zur Fahne eines unheilvollen Rassenkampfes herabdrücken. Die Verfassuug ist das kostbare und unantastbare Gut aller Völker d!'s Reiches, sie kann und darf nicht zur ausschließlichen Domäue irgend einer Nationalität dcvalviert werde». Die „Deutsche Zntuua." erklärt es als R» fullat des Parteilagcs, dass die Versammelten „ausnahmslos den nationalen Standpunkt als die unverrückbare Grundlage ihre» Strebens hingestellt" haben. E« ist zweifellos das Recht jeder Partei, sich die Grundlage ihrer Action iuuerhalb der Schranken des Gesetzes beliebig zu wählen. Nicht minder zweifellos ist es jedoch, dass in Oesterreich zur Herrschaft »ichl bloß, sondern auch zur Regierung nur Ein Gedanke bernfer. sein kann, und d^s «st der österreichische. Dieser österreichische Gedanke wird dann allezeit auch «wahrhaft vesf.issilnqslreu" sein. denn nawrnochwendig festhaltend an Reich und Verfassung wirb er nicht erst anderweitige «Gruudlagen für die Oraauisieruug ein-trächtige» Vorgehens" zu suchen haben. Gin „innerüsjerreichischer" Jubilar. „Iimerösterreich", so lautete einst die officielle Bezeichnung für die Läudergruppe Steiermark, Körnten nnd Kram, als diese m ihren geistigen und materiellen Interessen vielfach verwandten und auf Gegenseitigkeit angewiesenen Länder mit Rücksicht auf die damals allseits einfacheren Verhältnisse noch gemeinsam admiui-striert werden konnten. Gemeinsam war dadurch das Gefühl der Zusam-mkugehörigkeit der drei Lande, deren helde»müthige Söhne deutscher und slavischer Zunge so oft auf den blutigen Walstätlen der „windifchen und kroatischen Grenzen" gegen den „Erbfeind der Christenheit" in den „landschaftlichen Aufgeboten" zufammen gckämpft und gesiegt. Gemeinsam war und blieb dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit aber auch dann später noch, als die gemeinsame Administration längst gelöst nnd der Name Innerösterreich zur historische» Bezeichnung geworden war. Noch lebt in der schönen Hauptstadt des Herzog« lhums Steiermark, in der einstigen Hauptstadt Inner-österreichs, in dem reizenden Graz, ein Veteran dieses Gefühls innerosterrelchiicher ZnsalüMfNglhöiigkeit, der obschon greise, so doch vollkommen yelstesfrische Dichler-jubilar Karl Gottfried Ritter v. Leitn er. der am heuligen Tage sein achtzigstes Gebuiisfest feiert. Karl Gottsried Niller v. Leilner, der gemülhuolle Lyriker, den Rudolf Gottfchall eimn der edelsten Säuger der österreichischen Dichlerschnle nennt, verdient es aus mehr denn einem Grunde, dass auch wir seiucr anlässlich der heutigen seltenen Feier beglückwünschend gedenken. Ein Zeitgenosse und Biograph des mwergesslichen ErzherzogIohann, dem auch unsere Heimat Kram namentlich sür die Hebuna. der volkswirtichastlichen Wohlfahrt zu ewigem Danke verpflichtet ist. hat näm« lich Karl Gottfried Ritter v. Leitner fowohl in seiner amtlichen Stellung — er war durch ci»e Reihe von Jahren Secrelär der steiermärlisch - ständischen Ver-ordnetenstrlle — wie nicht minder in auheramtlicher Thätigkeit vielfach mitgewirkt, die hohe» Zi-le des vollilhümlichen Punzen, die ganz Innerüstelreich zugute lameu, zu fördern. jliittsr v. Lrilner hat vor allem an der Gründung de« historischen Vereine« für Innerüsterreich, der sich später leider in die drei Vereine für Steiermark, Kärnlen und Kram trennte, -ifrigst mitgearbeitet und auch durch längere Zeit als Mtredacteur der «Steier-märkischen Zeitschrift" fungiert, welche in ihrem Programm auch die schöue Tendenz verfolgte, die Ein« gebornen Innerösterreichs mit allen Culturfortschritten auf heimatlichem Gebiete bekannt zu machen und anderseits die historischen Ueberlieferung-u der drei Lande eifrigst zu pflegen. Ritter v. Leilner, obschou in feiner Gesinnung kerndeutsch, zählte in diesem seinem Wirken für In-nerösterreichs Interessen stets zu jenrn echten, weil objectiven „Rittern vom Geiste", die, unbeschadet der eigenen nationalen Gesinnung, die nationalen Gefühle anderer Völker — hier des slovenischen Volksstamme» in Innerösterreich — zu achten pflegen! Unser Dichterjubilar hat aber in solcher Richtung noch mehr gethan, er hat wiederholt seinen anmu-thenden Dichtungen in sympathischer Weise Stoffe au» dem slovenischen Süden zugrunde gelegt. Jeuillelon. Ne Irre von Wardon-Hall. lloman von Albrecht Heu brich». (2'.>, Fortschuna.,) ^ V do» Saldern athmete tief auf. Sie lehnte ^ge» „ „^Uer in ihren Sessel zurück und in ihren . H'^'n Thränen, ^st V d""ke Ih,,,,,. He„ Pasjo,.. dass Sie diese L >° N,ii>, ?." Seele genommen." flüsterte sie matt. "lwl, . . ^ "iriiie baudlungswcise in Bezug auf ft, HMus gewekn?" "^ l,i^''"'ld,g. gnädige Frau. Der Graf würde das ^" hab «^' "ber ihm uimmcrmehr etwas zulcid ^°''Ä!^" "" b" Thür störte die Unterredung. ^"H»äd^^"l!> um nachzusehen, ^'dlick 3, ^'"". Ihr Nchc bittet, Sie auf cinige ^"ich H H''" "linmclte sie. D^nu sagte sie l?! hau ' Sie fühlte, dass sie ihre« Neffeu ge-A. '^. w.? b"ss sie ihm dies gelegentlich mcr. ill l ^ihll ^u er die Slellc ihres Kindes einnahm. >«hei,. "llch in diesem Moment Abneigung, ihn . ' " ^lkinlommcn?" fragte dcr Pastor. „Er mag kommen," entgegnete sie leise. Graf Otto trat ein. Er sah sehr angegriffen aus. Es war, als weun Plötzlich der frische Hauch der Iu> gend von ihm abgestreift war. „Tante Emmy," sagte er mit seiner sympathisch klingenden Stimme, „ich sehe, ich komme dir nicht gelegen und du möchtest mich lieber nicht sehen Schüttele nicht den Kopf. ich weiß, dass dir mein An-blick nicht lieb ist. aber ich hofft, ^ch mit der Zeit milder zu stimmen, — ich hoffe nicht, dass ich das entgellen mufs, was da« Schickfal dir Böses zu-gefügt hat. Hier bringe ,ch dir Luitgards Ver-mächtnis, das Kästchen nnt irnen Papieren, welche beweisen, dass dein Kind wenigstens nicht begrab.-n wurde." Frau Emmy sah chren Nchcn erstaunt an. „Und das bringst du mir?" „Ja. Tante Emmy, cs ist ja dein Eigenthum," entgegnele er ruhig. ^ . . ^ « ^ . „Und weißt du. das» der Inhalt dieses Kästchens dich deines gauzcn Erbes beraubt, wenn Luitgard noch am Leben sein sollte?" „Ja, das weih lch und wollte Gott, es mochte mir gelingen, dir dein Kind wiederzubringen, um das Unrecht zn sühnen, waches au dir begannen lst!" Ollo " sagte Frau Emmy mit fünfter Stimme uud Thränen in den Augen, „wäre dein Vater so gewesen wie tm — wir wären alle glücklich geworden! Ich danke dir sik deine Worte; sie beweisen nur, dass es noch Menschen gibt, denen mein Schicksal nicht gleichgiltig ist. Komm', führe auch deine Mutter zu mir. Sage ihr, dass ich mir ihre Vergebung erbitten will und dass ich in dieser Stunde fühlte, dass ich ihr Unrecht gethan habe." So war nach einer langen Reihe uon Jahren auf Wardon-Hall der Frieden eingekehrt und Gräfin Marion athmete, wie von einer schweren Last befreit, anf. Frau Emmy von Saldern war genesen, körperlich und geistig, obgleich sie immer noch schwach blieb. Man sah beide Frauen oftmals im Garten anf und nieder gehen. Es war, als wenn fowohl die Gläfin als ihr Sohn sich eifrig bemühten, der unglücklichen Frau ihr Leid vergessm zu machen. „ . .., .. Aber das Leid, was sie erduldet, lieh sich nicht vergessen. I» ihrem Innern war nicht« als eine h^ihe Sehnsucht nach Erlösung, nach der Vereinigung mit ihrem Gatten und ihrem Kinde, welches sie als todt beweinte. Und jeder neue Tag brachte ihr neue Schmerzen. Sie gieng täglich nach dem W^ldwärterhause u»d bohrte sich so immer anfs neue deu Pfeil tiefer in die Brust. Die Wunde louute niemals heilen. Und mittlerweile war Graf Otto eifrig bemüht, die Verlorene zu suchen. Er lieh überall Aufrnse ergchen, überall Nachfrage halte», aber — der Schleier lüftete sich nicht. — Agnes Rudward oder vielmehr Luitgard von Scildcrn war und blieb ve^chwunden. 2246 Ja. eincZ der schönsten Gedichte Leitner«, e» be« handelt die slovenische Erzählung aus dem Nachbar-lande Kä'rnleu von Herzog InguosMahl, bei dem Ritter und Bauern zugleich zu Gaste geladen waren, doch die Ritter hinter den Bauern zurückstehen mussten, da die Ritter zur Stunde noch Heiden ge« Wesen; erst nachdem sie zu Christen geworden, ließ der Herzog die Ritter zum Mahle! Andere, uns durch ihren Inhalt besonders naheliegende Gedichte Leitners sind die herrlichen Verse auf Erzherzog Karl, dm Sieger von Aspern, dann jene auf den Kclden von Lissa, Admiral Tegetthoff; ferner das Gedicht: „In der alten Grafenburg in Cilli" u. f. w. Der «Aufruf zum Kampfe" 1859 führt uns Leitncr als den liebenswürdigsten „Schätzer" aller Voller Oesterreichs vor, die er ein „Geschlecht von todcsmuthigen Söhnen" nennt. „Auf.'anf mein Oester-reich!" ruft er: In all' dem deutschen, dem slavischen Land Steht auf. ihr streitbaren Männer, Ihr Völker der Alprn. die Büchsen zur Hand, Vom Scunnering bis an den Vrenncr! Ihr tapferen Magyaren, zu Ross, zu Noss, Die flinken Säbel geschwungen! Die ssahncnlllnze gefällt zum Stoh, Ihr tuhneu sarmatischen Jungen. In dem 1870, zur Zeit des deutsch-französischen Krieges verfassten Gedichte: „Der deutsche Oester-reicher", ward der Dichter, wie die heute bestehende österreichisch-deutsche Entente beweist, zum Seher, in-dem er vol verkündend sagte: Will's Gott, steht an den Marlen Euch Oesterreich dann zur Seit'. Den Änn, den wieder starlen, Zum Schuh und Truh bereit! Fassen wir das Bild von dein Wirken des greisen Dichters und Patrioten an seinem heutigen Festtage, rückschauend auf ein nur der Verherrlichung und dem Dienste der Heimat gewidmeles Leuen in Eins zusammen, so zeigt sich uns das Prototyp des nicht nur die Heimat Steiermark, sundern auch die Nachbarlande Ka'rnten und Kraiu aufrichtigst liebenden ..Innerösterreichers" an« den Taa/n des ,Prinzen Johann", des Imnrösterreichers, der aber zugleich auch von ganzer Liebe erfüllt ist für das große Oesammwaterland Österreich, für dessen Macht und Wirten nach innen und nach außen! Vom deutsch'liberalen Parteitage. Die Blätter der Opposition bringen seitenlange Berichte über den Parteitag und die dabei gehaltenen Reden, doch wissen sie, wie gewöhnlich, kein Sterbens» Wörtchen über die bei der Vorbesprechung wieder grell zutage getretene Uneinigkeit zn erzählen; bei dieser Vorbesprechung im Saale soll es nämlich — wie man dem „Präger Abendblatt" ans Wien schreibt — wegen des Wortlautes der Resolution, bezüglich dessen lange leine Einigung erzielt werden konnte, zu lebhaften Erörterungen gekommen sein. Bedeutendes Aufsehen erregte — wie die «Presse" berichtet — Sonntag abends ein an dem Hause Nr. 3 der Gärtnergassc im dritten Bezirk angebrachtes Transparent; auf demfelben war ein Akrostichon in zehn Zeilen zu lesen, deren Anfangsbuchstaben im rothen Lichte erglänzten und einen der Regurung feindseligen Ausruf bildeten. Durch die Menschenmenge, die sich vor dem Hause sammelte, aufmerksam gemacht, wollte die Polizei die Entfernung des Trans' parentes veranlassen. Die betreffende Wohnung gehört einem Mcssner, während das Zimmer, zwischen desfen Fenstern das Transparent angebracht war, von zwei Aftermietern, einem 17jährigen Zeichner und einem Lehrer, bewohnt ist. Diese beiden, welche im Momente, als die Polizei in die Wohnung drang, nicht zu Hanse waren — das Zimmer selbst war verschlossen — hatten zusammen das Transparent an« gefertigt und wurden bei ihrer Rückkehr vechaftet; sie werden sich wegen Störung der öffentlichen Nnhe zu verantworten haben. Das Transparent war fchon früher beiseite geschafft worden. Ob mit dem vierten deutsch-österreichischen Parteitag jener politische Erfolg erzielt wurde, den feine Ucheber und Einberufer beabsichtigten, mag — wie die „Presse" schreibt — abzuwarten sein. Die solidarische Vereinigung mit der Verfassungspartei des Herrenhauses ist nicht zuwege gekommen, wenn auch einzelne liberale Pur« sich der Bewegung angeschlossen haben. Die Vereinigung der Fractionen untereinander wurde gleichfalls nicht erzielt. Beweis dessen die Verbannung der Vierzig des liberalen Clubs von der Plattform. Dagegen war das berathende Comite nicht einmal gekräftigt genug, um ein scnrriles Programm für eine „deutsche Volk?partei" zu unterdrücken. Dieses Programm wurde verabredungsgemäß von dem Vorsitzenden, Dr. Kopp, den Parteigenossen notificiert und nach Schluss der Versammlung am Ansgange vertheilt. Wir nehmen Anstand, uns mit den Phantastereien der Programmverfasser zu beschäftigen, infolange wir Grnnd für die Vermuthung haben, dafs eine Promulgicrung nichts anderes war, als eine von dem Wunsche nach formeller Einigung veranlasste — Connivenz. Wir wollen die Volksversammlung in Fünshaus nicht iu den Nahmen dieser Betrachtung ziehen. Die Versammlung der Arbeiter gab sich als Gegendemonstration gegen den Parteitag und hat durch ihre Redner dem Widerwillen gegen ein Bourgeoisregime genugsam kräftigen Ausdruck gegeliei,. Charakteristisch bleibt es immerhin, dass die demokratische Propaganda der Vor« städte nnd Vororte eben jetzt die Partei desavouiert und von anderen Combination,'» Besserung nnd erhöhte Geltung ihrer Forderungen erwartet. Der Prophelen werden zu viele. Wenn nur der Gläubigen nicht immer weniger würden! EineArbeiterdemoustration gegen den Parteitag. Am l4. d. M. — also am selben Tage — da im Sophiensaale der deutsch-liberale Parteitag abgehalten wurde, fand im Amorsaale beim Schwendcr eine über 4000 Köpfe zählende Arbeiterversammlnng statt, welcher auch alö Zuhörer der Abg. Dr. Krona-, wetter beiwohnte, der von den Versammelten mit Hochrufen empfangen wnrde. Es ward eine Resolution verlesen und angenommen, in welcher unter anderm das „österreichische Volt" nationale Hetzereien, von welcher Seite sie immer kommen, auf das entschiedenste verdammt, in dem einträchtigen, friedlichen Zusammenwirken aller Völker Oesterreichs die nnabweisliche! Vorbedingung der Arbeit für die höchsten Zwecke der! Menschheit findet nnd gegen die von der sogenannten' verfafsungstreueu Partei auf den Parteitagen zu Möd-ling, Brunn und Karlsbad glfassten Refolntionen, als eine Verhetzung der Nationalitäten, protestiert. „Die Versammlung protestiert Weilers gegen die Ve-zeichnnng der sogenannten verfaffnngstrenen Partei als einer liberalen Partei, weil alle ihre Handlungen gegenüber der arbeitenden Bevölkerung beweisen, das« ihr die Freiheit nur ein Schlagwort sei und nur als Im Laufe des Winters erkrankte Gräfin Marion bedenklich und sie fühlte bald ihr Ende herannahen. Aber der Tod erschien ihr nicht als ein Schreckens« gespenst. Sie war so müde, dass das Verlangen nach endlichem Ausruhen stündlich lebendiger in ihr wurde. Eines Abends lieh die Gräfin Frau von Saldern und dann ihren Sohn zu sich rufen. Sie lag auf ein^n Ruhebette und die Sonne sandte ihre lehlen Strahlen auf ihr bleiches Gesicht. „Es ist vorbei, Emmy," sagte sie. „Die Müdig-keit in meinen Gliedern ist der Tod, ich fühle es. Weint nicht, lafst mich rnhig sterben — ich sage euch, dass ich unaussprechlich glücklich bin, dass ich diese Welt verlassen kann. Ich habe nicht gedacht, dass du mich überleben würdest nnd dass ich dich eines Tages bitten würde, meinem Sohne eine Mutter zu sciil." „O, Marion, lass' mich sterben!" bat Fran von Saldern, in die Knie sinkend. „Für mich hat das Leben leinen Reiz mehr, mir blüht kein Glück, keine Freude." Schluchzen erstickte ihre Stimme. Iu den Angen der sterbenden Gräfin leuchtete es hell auf. V'elleicht traf eiu Sonnenstrahl das brechende Auge, vielleicht war es der erste Schein eines besseren Tages. „Tröste ihn, Emmy," sagte sie, die Hand ihres Sohnes ergreifend und in die Frau von Salderns legend. «Sei ihm eine Mutter, wie er dis ein Sohn sein wird." Dann sank sie in die Kissen zurück, — ein letzter Blick auf ihren Sohn, dann war alles vorüber. Es war ein stiller Winter, welchen Frau von Saldern und Graf Otto zusammen verlebten, aber eine unlösliche Kette schlang sich unsichtbar um b?ide. Frau EmmyT Lcid schmolz uuter dem Sonnenschein einer Liebe, welche sie nie zuvor empfuuden, wrlche ihr nie entgegengebracht worden war. Sie musste zwar wie ein Kind geleitet uud geführt werden, aber Otto that es mit einer bewundernLwerten Geduld und Ausdauer. Und sie dankte ihm dies mit treuer Liebe uud Dankbarkeit. Sie begann an allen seinen kleinen Sorgen theilzunehmen, und er sprach mit ihr von ihrem Kinde, nnd wie ihr Blick ihn so gewaltsam gchsselt. ohne dass er gewusst, dass es der Blick seiner Tante gewesen sei. Im Stillen wunderte sich der junge Graf, dass Frau von Saldern sich sichtlich erholte. Er hatte sie nie ander« gekannt, als mit blassen Wangen und tief liegenden Augen. Wie war das plötzlich fo ganz anders geworden! Der starre Blick wurde selteuer, die ungelenken Bewegungen, mit welchen sie sich am Theetisch zu schaffen gemacht, fielen ihm weniger anf. Ihre Kleidung hatte sie längst geändert. Sie gieng jcht in T'auerkleider gehüllt, und wenn dieselben die tiefe Blässe ihre« Gesichtes anfangs noch deutlicher hervortreten ließen, fo fah sie doch nicht so unheimlich aus, ali in ihren weihen Kleidern mit den Rosen in dem grauen Haar. (Fortsetzung folgt.) Maske diene, hinter der sich die ärgste pol't'sche wirtschaftliche Corruption verbirgt." ,s,tt,Mz, In den gehaltenen Reden bekam tue K"M' .. Partei arge Dinge zu hören; das Vorgehen der M wärtigen Negierung wurde gebilligt. < cz Ein Redner, Herr Marfchall. "M",", die „Wiener Allgemeine Zeitung" es gewess. " " den Gemeinderath gezwnngen hätte, den W^Hlu,», fassen, den deutsch-österreichischen Parwta^ " " .^ der Stadt Wien zu begrüßen. Oeme,nderatl)e e>r. Bureau der ..Wr. Mg. Ztg." gerufen "«d """ P Herausgeber mit dem Verluste des Mandats ° ^ worden, wenn sie nicht für eine Kundgeblü'g °" "" „„n Gemeinderathcs zugunsten des Parteitages i> ^ würden-, so sei die große Auffahrt dcs Mrgernn > im Namen der Reichs-Haupt- und NestdeMa" » stände gekommen. ,. ^.sse" Man beabsichtigte schließlich, wie die ^ ^ schreibt, die Resolution durch eine Deputation m> v ^ Commers des Parteitages überreichen M'0 " ^ putation durch die Arbeiter "i ml"L<' ,beglr ,,,,^ lassen. Als die Vchij-de von diesem VorMN " nis erhielt, ließ sie den Veranstaltern der ^er am ^ mittheilen, dass sie. falls ein solcher Veschw s . ,, Versammlung angeregt werden sollte, ^1"" > ^ auflöseu würde, da die Regierung fest "uM >> ^„ jedes Hinaustragen der Agitation anf me V ",,^,^ welcher Partei immer dies ausgehen sollte, z y. ^m. dern. Alands versammelte sich >i" Theil der « ^z unter ihnen alle, die in der Wort ergriffen hatten, in dcm Gasthmlse ..M ^ ^„ Schäferin" in der Gumpcndorferstrahe. "'". , W< auch Dr. Kronawetter nnd wnrde von v ^ wesenden stürmisch acclamiert. Herr Marsch"" ".^. ihn als den „Freund der Arbeiter". """»1 "',,'„< nawetter in längerer Rede. d-nilte ""d f>ir das a « ,^ Stimmrecht, sowie die Forderungen zur "" '^ d wird es mir wohl anch gestatten, diese ^>u ^ ^gt, vor der Tagesordnung zu beantworten. ^ ^. „iB ich will die Interpellation beantworten, del'" ' hlte wohl nicht erst auseinandersetzen, dass oa^u^s Haus leine richterlichen Functiunen ausul", ^ her insbesondere vor gepflogener Untersuchung i ^hel-Richter nicht zu urtheilen pflegt. (Nuse a" ^ d' steu Linken: Es ist von einem Urtheile «„^ Rede! Hört!) Der Minister pcllalion und fährt dann fort: Dass die'""'^^ vorgekommen, davon habe ich durch "'"" Mgl'^ Kenntnis, ebenso davon, dass der do"'^ ^ «w Gerichtshof sofort die Untersuchung "''9""" ^ Ms den Thalliestand der Ausschreitung M"I. ai'gest^"' mich brtrifft. habe ich es für meine Pf'^, legt'' fofort Verfügungen zu treffen, daf« d^ ^^^,, heit in einer nach jeder Richtung h>" ^eilM und felbst den leisesten Verdacht einer P ^ g>e anischlisßendcn Weise untersucht werde. ^ «.hue! hovay ruft dazwischen: Wie die A^ie^la" affaire!) Ministerpräsident v. Tisza: M"" ^„, ve Falincnaffaire vorkommen wnd, so ""d« ^. 3ie° trcfftnden Herrn Abgeordneten a^ ""„den S"?, stehen. Jetzt haben wir an der vorw e"° ^tt genug. Ve.mengen wir sie nicht """ aphis«' (Zustimmung.) Ich habe sofort auf ,^,do ""^ Wege das Hermm'nstüdler Milltarcomn" ^,,h'l gefordert, dafür zu sorgen, d")« ^ ' >'^ dnrch eine gemischte, ans '"'!'<"isch" li''^ ,,. lichen M.tg!iedcrn bestehende ^"''U"'''"anz"5 ,, werde, und die betreffende sich in dieser Hinsicht mit dem Obergespan d^^ ! ?" Thatsachen nicht bemänteln. (Zur Ord- m ^^- ^ärm.) stilbm;? weiteren Unterbrechungen fährt der Mini-die ^„ / ^' Ich halte es nicht sür nothwendig. 'l>»H""hung.' dass ich Thatsachen bemäntle, zmück-! «cs^! "' Wcnn ich soeben erklärt habe. dass alles del, / '"' ^"mit die Schnldtragcnden best»aft wer-' 3lede s " ^"" ^°" einer Bemäntelung wohl nicht die bnrf s!^'. .(^o ist es! rechts.) Ich wiederhole, man »!eich , ?" Aubschreilung Einzelner, und wenn es schüft ^" wenn es zehn sind. nicht eine Körper-! j^ilf«!,^^"'^'" und ein solches bedauerliches und hGz ? ahndendes Vorgehen znr Anfachung des, ',lih'„ ^''^en d,Nz^Ä ""llUlng rechts.) — Die Autwort wird vom ^^vause zur Kenntnis genommen. dasHs" 'nan der „Pol. Corr." über uachsteheude, Uln ie<,. ^ Skutari eiugelroffeue Meldungen i ^Nllnlll ^""'»lag berirf Derwisch Pascha eine Ve» ! !chen n ^ ^^ muhainedanischen Häupter der albanesi«! ^« l^s^ ""b befragte sie, ob sie sich dem Wuusche Vl^Ulans nach Abtretung Dulciguos fügen. D,e, ^z, !! Urr sprachen sich fast insgesammt verneinend „^""d ci tlä'rtcu, dass sie eine endgiltige Enlscheidung > ^ .Nach Befragen ihrer Stammesgeuossen zu treffen' ^^M Lage wären. Am folgenden Tage berief Der- > c'? Pafcha sechs tathulische Mitglieder des, Liga-n^cz und theilte ihueu die Weigerung ihrer mnha« ^«^schen Landesgknosftn mit, worauf auch diese ^!??' U'lt letzteren solidarisch vorgehen zu wollen. ^^> hattcu die Muhamedauer eine Versammlung.! ZI Tu Schluss gefasst wurde, eiue Wartezeit von, gefl,,^^> zu verlangen. Eine in dicfrm Sinne ab-b>gt. ^'Wluiion wurde Derwisch Pascha eingehän-den'"'In Skntari treffen fortwährend Zuzüge von den a llch'edcnen Albaliesenstämmcn ein: Dienstag,! ^. ^ M.. kamen 200 Manu aus Prisr^ud, 100 aus > l»Ht„ 2- ^'^ oer im Lager von Sutorman bcfinb-^—^ppendie Erlaub'uis zur Heimlehr ertheilt. Hagesumigkeiten. ^ra^^a2 Erdbeben in A gram,) Die de. !°" Nr>^ "'""' welche in Agram infolge der sich immer anhält, schildert ein j°"! U; ?^"l)latte" zugehendes Trlegrmmn c>u3 Agram i "die ^^^' '" folgender Weise: „Seit Mitternacht M die,> '" fultwährend zitternder Äcwegung. Man ^ni ws/ 'n, sichersten Winkel des Hauses, wie unter l^ do« W^'" ^" S^'be. Wie viel Stöße uns die d ^"> u!>^ ^"""^ bis jrtzt uersct)t hat, wer mag sie ^ l'hr«? '^ ihre Ställe anbelangt, so ist uns auch Gc»ug. dajs wir alle hier in fort» ^br^c,, umfahr ^"'' erschlagen, verschüttet .' ist ^j " ^'l werdrn. Das sind nicht NedrnSarten. bei ^discbe n .?^' 'Ntsohlichstc Wahchcit. Dcizn das ,./llge w "' ^s tcllnrischcn Gewlttrrs. daS n,an m^ ta>„ ""^r hvtt. nls bci dl'r Nacht, Mch Mittcr. ^!/t!l ^^ ^ eifte dcr von untcrildischem Dm,nrr bc« »t.x^tn ^ ""^ lchou war der Ielaiit Play voll von 3 ' ^'t' .j .""'N und Kindern. Die Männer schwei« ^""l st,n ^'usten. Blick sich befragend, während die l z>, l,"^"e" oder dic schreienden oder unruhigen ^ "M'gen versuchten. Ueber dieser traurigen Scene leuchtete in mildem Lichte der prachtvollste Mond' j schein, tiefe, erhabene Ruhe auf dem fternfunkelnden Firmament, das Entsetzen, der Schmerz, die Verzweig lung auf der Erde, Die Stöße und Bewegungen folgten einander ziemlich rasch, der Boden zitterte, hier schwächer, dort stärker, in grauenvollem Wechsel, Noch immer kam.n aus allen einmündenden Gassen die Menschen, suchten Trost und Hoffnnng und fanden im Antlitze der anderen das Spiegelbild der eigenen Furcht. Man wagte kaum zu sprechen, und diese Stille inmitte deö durch das fortwährende Beben nnd Rollen verursachten Geräusches war unsäglich ergreifend. Der Dcnmrr rollte immerfort, wie der dnmpf dröhnende Ton auk dem weiten Schalloche einee uncherschleichcndsn höllischen Ophikleides Die zitternde Bewegung gieng ihren Gang, theils stärker, theils schwächer, hörte aber nicht einen Axgenblick auf. Der furchtbare Gedanke, Agram stehe auf vul. canischem Buden und werde veröden müssen, ergreift die Menschen immer mehr. Keine Znlunft, nicht einmal eine Gegenwart mehr. sondern nur Vcrgangrnheit. solche und ähnliche Ideen wirbrln im Kopfs nmhrr. Dann kommt die Vcrnnnft und sagt. dass solche Erdbrbci« >md .zit« lcrnde Bewegnngen der Erde auch schon durch mehr als wir hirr acht Tage lnng gswnhrt und am Ende weder' Stadt noch Bruüllrning geschädigt haben, „Nach halb 5 Uhr morgens wieder cin. ich weiß nicht wievielter, aber starker Stoß. Der Ielacit«Platz, noch immer voll mit Menschen, ebenso alle dortigen Kaffeehäuser und noch immer die seufzenden Frauen, die ächzenden Kinder, die ernsten Männer. Da wird erzählt, wie nach dem ersten Stoße um Mitternacht die ganze Familie sich um datz Obcrhanpt derselben drängte, angstvoll seine Arme und Knie nmtlamiuerud; welche Mühe r3 kostete, ohnmächtig gewordene Frauen zum Bewusstsein zu bringen, Kinder dic Treppe herabzntragen. wie man die Thüren verfehlte, niederstürzte und sich blutig anfsicl, Kleider zcrriss und die Fehen um den lebenden Leib schlang, wie der Bahnhof überfüllt sei und die Menge die Waggons stürmt, kurz eine schreckens» und grauenvolle Nacht im Freien. Es heißt nur. den Kopf nicht verlieren. Vor allem werdm heute Frauen nnd Kmder, wenn möglich alle. entfernt, wenn nöthig mit Gewalt, denn ihr Schreien lahmt die Thätigkeit und Energie der Männer. Eine Menge von ihnen ist schon reisefertig und geht eilig, jeder Train entführt ihrer nach Hunderten. Heute dürfte überhaupt alle«, was nicht hicr bleibe» muss. Agram verlassen. Dann muss die Regierung große Barackenlager bauen und dieselbe»! theils sehr billig, theils unentgeltlich der Be. völkerung überlassen. Die kommende Nacht dürfte laum ein hiesiger Einwohner wo andcrS al» mtter einem «irdrigen Dache zubringen, sl» Lcbrnsmitteln ist sein! Mangel, u»d wer von Arbeitern arbeiten kann. arbeitet rüstig. Das Wetter ist prachtvoll, die Luft milde, beinahe warm. Ein Einsturz von Mauern oder Häusern kam seit acht Tagen und auch heute nachts nicht vor." — (Expedition nach Westafrila.) Der Univcrsitätsprofessor Dr. Cornelius Doeltcr in Vr<,z begibt sich. der „Orientztg." zufolge, diesrrtage nach Paris, um von dort aus seine Neise nach Westafrila behufs wissenschaftlicher Erforschung des Landes an» zutreten. Professor Doelter. welcher in Anerkennung seiner hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen bereits! vielfach ausgezeichnet wurde, welchem aus diesem An« lasse auch im vergangenen Jahre der Orden der italienischen Krone verliehen worden, ist sur seine Afrika. Expedition von der österreichischen Regierung mit einer bedeutenden Subvention ausgestattet. — (Dynamitexplosion,) Am N.b.M, gegen 8 Uhr morgens flog auf der Zeche ..Nhclnpreuhen" bei < Nuhrort ein Magazin mit 20.000 Pfund Dynamit in die Lnft. An Stelle de« Magazins ist ein mächtiger Trichter entstanden. Glücklicherweise ist lein Mensche«, leben zu beklagen. Der Schaden ist ein bedeutender. Locales. Aus dem eanitatsberichte deK «aibncher Stadt-! physikatrs ! für den Monat September 1380 ! entnehmen wir folgende Daten: I. MctcorulogischeS. Luftdruck: Monatlnittel 736 9 mm.; Maximum' am 2. d. um 7 Uhr 744-8 mm.; Minimum am 1<>. d. nm 7 Uhr 720 2 mm. Lufttemperatur: Monatmittcl -l-i5-4"0.; Maxi-mum am 7. d. -r- 260"; Minimum am 22. d. um 7 Uhr -s-4 6° 0. . Dnnstdruck: Monatnuttel 10 9 mm.; Maximum am 5. d. um 2 Uhr 15 6 mm.; Minimum am 22. d. nm 7 Uhr 5 9 mm. Flüchtigkeit: Monatnuttel 83 Procent; Minimum am 22 d. 34 Procent. Vcwölknng: Monatlmttel 4-8 Proccnt (,m Ver-Hältnisse 1 : 10). wolkenlose Tage 9, theilweise bewölkt 12 Dia/ und ganz bewölkt 12 Tage. Windrichtung 8nml NO., 29mal O.. 5'nal SO., I7mal SW./l)Mal W., 8>nal NW., I8mal Windstille beobachtet- dahrr vorherrschende Winde O. und SW. Niederschläge waren 9. in Summa 134-0 mm.i !Maximum innerhalb 24 Stunden am 9. d.M. 43 6 Millimeter. ! Das Tagesmittel der Wärme war 17mal über, am 3. und 19. b. gleich nnd IImal unter dem Nor< male, am differentesten um 8. d. 4 8" über und am 30. d. 3 4« (^. unter demselben. Am 2., 3., 6., 7., 15.. 17., 19.. 24., 25. und 27. war Morgennebel, am 9. und 29. d. Abendrolh, am 10. Gewitter und am 22. d. ein Mondhof sichtbar. II. Morbilität. Dieselbe war auch in diesem Monate ziemlich bedeutend. Vorherrschend war der ent-zündlich.katarrhalische Krankheitscharakter in den Respirations, und Verdauungsorganen. Häufig kamen Bronchitis, Pneumonie. Pleuritis vcn- und führten nicht selten das letale Ende herbei. Darmlatarrh und Diarrhöen in der ersten Kindheit kamen häufig zur Behandlung. Von den zymotischen Kranheilen iraien Scharlach und Äauchtyphus besonders in den Vordergrund; Tuberkulosen.Verschlimmerungen machten sich im Verlaufe dieses Monates häufig oemersbar. III. Mortalität. Es starben 88 Personen (gegen 87 im Vormonate nnd gegen 73 im Monate Srvtem« ber 187l)). Von diesen waren 49 männlichen nnd 39 weiblichen Geschlechtes, 63 Erwachsene und 25 Kindei-, daher das männliche Grschlrcht nm 10 Todesfälle überwog, die Erwachfenen jedoch mit mehr als Zwei» driltheilen an dcr Monatisterblichleit participierten. Das Alter betreffend wurden: todt geboren...... 1 Kind und starben: im 1. Lebensjahre .... 14 Kinder vom 2. bis 5. Jahre . . 9 , „ 5. ,, 10. „ . . 1 Kind .. 10. .. 20. „ . . 4 Personen ., 20. .. 30. .. . . 10 .. 30. „ 40. « . . 2 .. 40. .. 50. « . . 12 „ 50. „ 60. .... 13 „ .. 00. ,. 70. „ .17 .. 70. « 80. .. . . 4 ., 80. „ 90. .. . . 1_____._____ Summe . 88 Personen. (Fortfetzunn folgt.) — (Pfarrer Köstl f.) Unter außerordentlich zahlreicher Betheiligung aller Ztilnde wurde gestern , nachmittags der am 15. d. M, nach langem Leiden im 57. Lebensjahre verschiedene Stadtpfarrer von St. Jakob und fürstbischöfliche Consistorialrath. Herr Gustau Kdstl. !zu Grabe getragen. Der Leichenzug wurde vom Herrn > Doinprobsten geführt und hatte eine riesige Ausdehnung, < wie wir sie hier schon lange nicht gesehen haben. Die große Zahl der Leidtragellden fpricht gewiss nicht zum ! geringsten Theile für die allgemeine Achtung ui,o Ve-l liebtheit, welche der Verstorbene in allen Kreisen der ^ Stadt genossen hatte. Mit ihm schied ein ehrenwerter Priester aus dem Leben, der mit echtem geistlichen Sinne zugleich ein sehr reges Gefühl filr wahre Huma« nitiit verband und bei jeder Gelegenheit mit edler HelzenSgilte bethätigte. Speciell die St. Ialobspfarre betrauert in ihrem dahingeschiedenen vieljährigen Seel« sorger mit Recht einen stet» hilfsbereiten Wohlthäter und Berather, der zugleich auch unausgesetzt für die Verschönerung der Pfarrkirche besorgt war und die Kosten derselben zum großen Theile aus eigenen Mitteln deckte. Wie wir vernehmen, hat Pfarrer ttöstl seinen milden Sinn auch über den Tod hinans bethätigt, indem er testamentarisch den größten Theil seines zurückgelassenen Privatvermtigens eincr hiesigen wohlthätigen Anstalt vermachte. Ehre seinem Andenken! — (Aemteriibersiedlung) Die k. t. Finanz, direction für Krain nebst ihren HilfSümtern. sowie da» l. t. Gebl'lren. Vemssfungsamt sind gestern aus ihren bisherigen Localitäten iibctsiedelt und amtirren von heute an im neuen Finanzgebäude (dem ehemaligen Sparkllfsegebäube) am Haiser Iosefs-Plahe. — (Das Erdbeben in Landstrah.) So» weit uns bekannt, fcheint das Erdbeben vom 9. d. M. in Krain verhältnismäßig die bedeutendsten Spuren hebliche Vauschadrn auszuweisen. In allem Ueberflusse ist gleich, zeitig auch der die Stadt ganz einschließende und infolge der anhaltenden Regengüsse übermäßig angefchwollene Gurlfluss ausgetreten und hat rinen Theil der Stadt unter Wasser geseht, so dass auch durch dieses Element einige Gebäude bedroht erscheinrn. Nicht minder hart wurden durch diese Ucberschwemmnng die dortigen Land« Wirte betroffen, denen die W ntersaaten von den Fluten der Gurl zum Theil weggeschwrmmt wurden. — (Neue sloven ische Zeitungen) Da der Gründer und vieljährige Redacteur des einzigen in slo« venischer Sprache erscheinenden. re,n literaris^en Blatte» „Ivon", Professor I. Striwr. der jein Blatt bekannt« 2248 lich in Wien redigiert und auch dort drucken lässt, dem Vernehmen nach beabsichtigen soll, dasselbe mit Ende des laufenden Jahre» eingehen zu lassen, so haben meh« rere hiesige Schriftsteller und Freunde der slovenischen Literatur beschlossen, an dessen Stelle ein neues literari-sches und schönwissenschaftlicheS Vlatt zu gründen. Das» selbe wird ocn Namen „Ljnbljanski Zoon" führen und vom 1. Jänner 1881 an in Laibach in mehrwächent« lichen Heften erscheinen. Dasselbe soll, dem festgesetzten Programme zufolge, bloß Originalaufsähe und Erzäh, Inngcn bringrn. — Gleichzeitig verlautet, dass auch der Hermagoras-Verein in Klagenfurt, der dort eine eigene große Druckern besitzt, von Neujahr 188l ab ein großes, dreimal in der Woche erscheinendes slovenisch'politisches Journal herauszugeben beabsichtigt. — (Benefiz-Vorstellung) Den Neigen der diesjährigen Venesizoorstellungen erllffnet am Sams« tag, den 20, d. M., der Regisseur Herr Bocka, der zu dieser Vorstellung „Wallensteins Lager" von Schiller und die Operette „Cannebas" gewählt hat. „Wallen« steins Lager" wurde hier schon mehrere Jahre nicht gegeben, dürfte somit einem erhöhten Interesse begegnen und auch ein geeigneter Abend für die Jugend werden, nmsomehr als der ue^di<'nsiu»lle Benefiziant iu seiner Eigenschaft als Negissenr am besten in der Lage ist, fik eine möglichst effecluolle Insccnierung des schönen und bei gnter Aufführung sehr wirtsamen Vorspieles der Schiller'schen Trilogie Sorge zu tragen und durch Heranziehung der Opernlräfte auch eine entsprechende Ausführung dcs militärischen Schlnsschores zu ermöglichen. Der zweite Theil des Programms ist dazu be» stimmt, den Aliend auch für die zahlreiche» Operetten« freunde zu einem angenehmen zu gestalten, da „Eanne-lias" seiner melodiösen Musik wegen hier bekanntlich sehr beliebt ist. — (Aus Ugram) Im Laufe des gcstrigeu Tages hier eingelanfcne telegraphische Nachrichten aus Agram melden, dass in der unglücklichen Stadt gestern abermals einige Erdstöße auftraten; bei einem derselben sollen zwei Italiener — wahrscheinlich arbeitende Maurer — von herabstürzenden Mauerstücken erschlagen worden sein. In Agrani scheint übrigens das glücklicherweise falsche Gerücht verbreitet gewesen zu sein, dass Laibach gestern von einem heftigen Erdbeben heimgesucht worden sei, indem von dort eine telegraphische Anfrage hier eintraf, ob und was an diesem Gerüchte wahr sei. In den letzten Tagen übersiedelten abermals mehrere Leute von Agram nach Laibach, welche hier vor der Katastrophe Schutz suchen. — (Theater,) Wenn man die etwas aufdring' lich klingende Lebensphilofofthie mit iu den Kauf nimmt, welche der Zimmermaler „Merll". ein verbittertes Genie, bei jedem dritten Worte auf den Lippen führt, fo gehört das alte Verg'sche Lebensbild „Das Mädel ohne Geld" nicht zu den schlechtesten Possen dieses Genres u»d kann, wenn flott und klappend gegeben, immerhin einmal angesehen werden. Vergessen darf man allerdings nicht, dass das Stück vor länger als einem Decenmum geschrieben wurde und dass demnach so manche Anspie, lung und so mancher von den vielen Wortwitzen, mit denen Verg die moralisierenden Tendenzbilder, die er vorführt, in der bekannten, ihm eigenthümlichen Manier auch hier humoristisch auszukleiden liebt, durch den Gang der Ereignisse und die in vieler Hinsicht veränderte» Lebensverhältnisse stark antiquiert erscheinen. Weit besser hätte das Stück zu einer Soimtagsvorstellung gepasst, für die es seiner volksthümlichen Färbung wegen auch Wie geschaffen ist und in der es entschieden mehr Glück gehabt hätte, als in dem gestrigen, noch dazu ziemlich schwach besuchten Hause, fehlt es uns doch selbst an Sonntagen, geschweige denn an Wochentagen an einem eigentlichen Galleriepublicum, diesem nicht zu unter» schätzende» Factor in den Lebensbedingnissen jeder Theaternnternrhmung. Die Aufführung des Stückes war just keine sehr fleißige, reichte aber immerhin aus, um mäßige An- sprüche zu befriedigen. Recht brav waren Herr Frank (Merkl) und Frau Klerr (Therese Fink); speciell der Frau Klerr bot ihre Rolle Gelegenheit, von neuem zu zeigen, eine wie gute Schauspielerin unsere Bühne iu ihr besitzt; die sentimentale Adschiedsscene im zweiten Acte und der Uebergang aus dem Weinen ins Lachen war ihr so vortrefflich gelungen, dass sie bei offener Scene, mit einem wohlverdienten Hervorrufe ausgezeich« net wurde. Gleichfalls zu denjenigen, die in erster Linie zu nennen sind, zählen wir diesmal — es geschieht wahrlich selten genug und darum auch heute mit beson« derem Vergnügen — Herrn Schmelz ing; derselbe spielte den heiseren Volkssängcr „Pschiworsly". eine wider Willen humoristische Figur, und hatte überhaupt nur in einer ganz kurzen Episode zu thun, erzielte jedoch damit einen drastischen Erfolg, wie er felbst einem Komiker vom Fach nicht besser geglückt wäre. Schade nur. dass wir über Herrn Schmelzina,, wenn er in seinem eigentlichen Fache beschäftigt ist. noch niemals in der Lage waren, in gleicher Weise zn urtheilen. Ganz zufriedenstellend und mit entsprechender Komik führten anch Fräulein Mikola (Ncgine Zcilinger) und Herr Brackl (Kiebitz) ihre Rollen aus, vom Couplettvortragc hätte sich übrigens Herr Brac?l, der gestern stlnk heiser war, wohl ans eigener Machtvollkommenheit und ohne dem Stücke Abbruch zu thun. dispensieren können. Fräulein Gilberte (Tonerl) erwies sich als eine in klei« neren Partien gut verwendbare Choristin, dagegen würde sich die Regie ein großes Verdienst um die dramatische Kunst erwerben, wenn sie Choristen von der Qualität des Herrn Korizly in Hinkunft wo möglich von jeg° licher, das stumme Statirren oder Hinausschaffen von Möbeln überragende,, künstlerischen Mission entheben wollte.__________ _______________ ______________ Neueste Post. Origin al«Telegrammc der „Laib.Ze it li ng." Budapest, 17. November. (Unterhaus. Budgetdebatte.) Semiyey erklärt, dass, nachdem gegenwärtig eme Reduction der Ausgaben unmöglich ist, die Bedeckung des Deficits nur durch eine Finanzoperation thunlich sei. Er wei»t gegenüber den Augriffen gegen die staatsrechtliche Basis auf hundertjährige Erfahrungen und Institutionen hin, welche die Grundlage des staatsrechtlichen Verhältnisses mit Oesterreich bilden. Man möge sich des durch del» Ausgleich vorbehaltenen NcchteK mit weiser Mäßigung und derart bedienen, dass auf Grund des Ausgleiches die gegenseitigen Interessen auch gegenseitige Anerkennung finden. Die Regierung möge die Fahne der Regeneration ent-fallrn, die Corruption und den Nepotismus bannen, dann werde die gemäßigte Opposition die Negierung auch ohne weiteren Machtanspiuch unterstützen. London, 17. November. Der Lordmayor leitete eine öffentliche Subscription zur Unterstützung der durch die Katastrophe in Agram Betroffenen ein. — Drr Cabinetsrath beschäftigte sich mit der irischen Frage. Man glaubt, das Ministerium werde das Parlament auf den 6. Jänner 1681 einberufen. Wien. 17. November. Die „Wiener Zeitung" bringt nachstehendes Allerhöchstes Handschreiben Sr. l. und k. Apostolischen Majestät an Se. Excellenz den Herrn MmiswPräsidenten Grafen Taafte. Dasselbe lautet: „L eber Graf Taaffe! Ich finde Mich bestimmt, den Nnchsrath zur Wieonaufn^hme feiner Thätigkeit auf den 30. Nov^nl^r 1880 einzuberufen, und beauftrage Sie, hiernach das weitere zu veranlassen. Gö< dvUö, den 13, November 1830. Franz Joseph m.p. Taaffe in. 9." Brixen, 17. November. Der hiesige Bürger-ausschuss hat gestern den Beschluss a/fasSt, dem Ministerpräsidenten Grafen Taaffe in Anbetracht der vielen Beweise des Wohlwolleus und der Gewogenheit, die derselbe der Stadt Brixen angedeihen ließ, das Ehrenbürgerrecht zu verleihen. Agram, 17. November, der Nacht zwei leichte Erdschwingungen VM^' ^ den sein. Die Bevölkerung verhält stch 'H " arbeitet. Die Demolierung der Cadettenschule '"« wegen unbedingter Lebensgefahr eingestellt. ^ Cannes, 10. November. Ihre k. .- 5M" durchlauchtigste Frau Erzherzogin ltNsav ^ heute ans Madrid hier emgctrofftn nnd vegM Donnerstag nach Nizza. , <^, M St. Petersburg, 16. November. D'e i Tode Verurtheilten Kwjatkowskl «no/ njakow wurden heute früh um 8 Uhr m 0"^ gehängt. - Der ternachrichten über zwischen dem russischen ^"" in Wien und dem dortigen Vertreter der ^" vflogene Verhandlungen, soweit dieselben oen »^ stand der Besprechung betreffen, als uubegMM. durch einiqe Monate geführten Verhaudl'Mge' ^,, bei der Abreise Iacobinis mit einer p"lf"UU"ll ^ sländigung geendet, die nisation der katholischen Bisthilmer in Nuls a w Newy 0 rl, 17. November. In St. P""'" „ ^, nesotta) ist dus Irr-nhauS "l)gc/" ^ Gegen vierzig Geisteskranke !"'" gekommen. ^ n,„M del Washington. 10. November. Der v"" ^ Landwirtschafts-Deparwneiits pro Oktober 0^ ' ^ Nachrichten ans den Bau.iiwolldisttlcten '>' ^a-Oktober günstiger als pro September. ^" ^ ,^ die rolina, Snd"Carolina. Georgia und Aor>°n ^l)„ Production voraussichtlich voll st^'en a"s > ^i„ Procent zugeuominen. dagegen litt in Madam . ^ sämmtlichen Staaten am'Mssiss'pi d>e ^" ^, übermäßigen Regens durch Fäulnis m>d "' ^hrc, selbe einen ähnlichen Rückgang wie im ""^ ' Mzeh» Die Ernte in Texas lässt eine Zunahme von "^„^ auf zwanzig Procent erwarten. Die ""'.^e i" Weizen bi, I.November beziffern die?"'"" ^ den Umonsstaalen um 31 Millionen "'«M»^ ^z den Berichten über den Hafer ist der Mnnu geringer, als im vorigen Jahre. Telegraphischer Wechselcurs vom 17. November. <„ ^. Ooll' Papler.Nentc 72 10. — Silber - Rente " "'^Mtle" Rente 86 60, - 18«0er Slaats'Aülehen 130 50. - ^,her ^ 819, - Kreditacticn 283 40. — London 1>7 35.-7- ^g. ^ — K l. Münz-Ducatcn 5 «0. - 20.Fre Den 16 N 0 vcmber. Martin Irlii. p"!' ^gc»' diener m,d Hausbesitzer, 7« I.. Pctcrsstrasze Nr. »', cmphtisem. . ««bl!l«a^ Den 17, November. Francisca VoM. 3°" terstochter. V« Stunde, Kuhthal Nr, 26. Im Tivllspitale: aMlW'"' Den 13. N 0 vember. Iohcmu Krasovec, ^ ^ H O< 22 I.. I.uu<^»uli». — Johann Guslcr, Inwohner, ^ rasmus. _> krittalbe>"' Den 1«. N 0 ve,nbe r. Michael Ialltt, 3"" 45 I, epileptischer Irrsinn. ______^^--^ Theater. i« jiiü< Heute ssserader Tag): Die Jüdin. Grohe ^^ M," Acten. Nuch dein Französischen dcs E»gin Scrior. von HalövU. Meteorologische Beobachtun^enHD!^ ?. kZ W ZI : :z ^s ^ "Z ZZt i? « ^^ ^. " 7 u. Mg, 725 00".M'gsSWThM' bew^l« z 17. 2 . N. 722 40 ^14 9 SV. mäk'8 be"" "" 9.Ab. 720 45 ^18 6 S. heftig ! ^"7 ,,, S Triibe. dllnlle Wolleliziige m,o heftige W"'0^H ^ag" Den 18, seit A Uhr moraens starte Rea/nattssc. ^^«le-^ «litte! der Wärme 4> Hl6" u>n 74' über dem "^.^-^ _____,___________^___^ ^___________- —^ Ktl8'^> Verantwortlicher Nebacteur: Ottomar Äa^^" Curse an der Wiener ilörse vom 18. November 188N. (Nach dem officiellen llursblatte.) «lld lva« Papierrente........7190 72 0l Sill>err«nt«........73 20 73 35 Koldrent«.........8« 85 87 — Lose, 1854........ 122 50 l23 — . 18S0........ 130 50 181- . 18(i0 fzu 100 fl.) . . . 18>'l — ,33 i.0 » 1864........ 172 5(» 17^ Ung. Pv,'in,Ieli.«ll,l..... 108 75 l09 2°» Vl-edlt l.'.......... 178.'.l) 179 Iheih.Negulierungs» und Sze» gediner Lose....... 10670 107 — Mut>ol,s.U.........^^ ^,^ Prömienanl. der Stadt N!el-, 116 80 117 10 Donax.Ntsiulierungs'Lole . . 112 ?t> 118 25 Domäü-n«Pfandbriefe . . . 14«.. 14350 0-slerr, Schatzlcheixe 1881 rück' zahlbar......... 100 80 100 70 Ocflerr. Schahscheitle 1882 rück» zahlbar........ WI 25 101 75 U„8alilche Ol)ldre„!e . , I07l5K)7ii0 Unaarüchl Eise>ihnl)„.A„izihe . 123 25 124' Unaarllch« Eisfnbal),,.U„lcjh, Emnu!«»wstucke ...... ,2275 »2375 t» _. K.5 H9 Vallzien.........»350 »9 Tlebenbilrqen.......94^ 95 _ Temeser Vanat......95— l<5 75 Ungarn..........9? 7k, 985(1 Änglo.gsterr. Vanl..... 11? 75 I l3 - Tredltanstalt ....... 282 U0 282 90 Pepositenbanl....... «II — 2»u--. Crebitanstalt, unssar..... l.'^— 258 25 Oesterrelchisch. ungarische Vanl 819 - 820 — Unionbanl ........ 1l0 - 110 25 Verlehrsbant....... l»0— 1«1 - Vi-ner Vansverein..... 14 l/5 144 — Actlen »su tr«n»vsrt Nnternetz. «nnaen G«!> Wat« Alsöld.Vllhn .......154- Il5 — T>onllu.Dlllnpfschlff.. — lit. 2. . 2<»9 75 210 25 Rubolf'Bahn.......164-75 !65 - Gtaatsbahn........278 - 278 50 Siidbahn.........87- 87 50 Theih.Bahn........24!l 50 244 50 Ungar,.„al!z Verbindungsbahn 14^25 14i75 Ungarische Norbostbahn . . . 144 25 145--Ungarische Westbahn .... 14975 15025 Wiener Tramwalj-Gesellschaft . 203— 208 50 Psandbrlefe. «lllg.Sft. Vodencr-ditanft.sl.Gd.) 116 90 117 20 . ^ , si.B..N.) 100 - 100 50 Oeslerreichisch. ungarische Vanl 101 W 10185 Ung. Äooencredit'Inst. (N..«.) 98— 99 — PrlsrltötK.Vbllgalisuen. Elisabcth.B, 1. «m.....9775 9s- 2oest.«ahn - - ^ 5 . >s " ^ , Noten .... 57 . ^. ^ -- . Bllbergulden . . 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