ier Verantwortung >ch Partcistimmung einzelne non Ihnen oder Ablehnung" alle einig: in der Mr. 137 mwr-kurg, Mttlwoch den 2S. Äuni igis so Äahry. DeuWland unterzeichnet mit Protest. Die Sitzung Ser Nationalversammlung. KB. Weimar, 22. Juni. Das Haus ist stark besucht, die Tribünen sind überfüllt. Nus der Tagesordnung steht als einziger Punkt die Entgegennahme einer Erklärung der neuen Regierung. Ministerpräsident Bauer ergreift das Wort und führt aus, als Mitglied der bis berigen Negierung könne er deren Tätigkeit keine Anerkennung zollen, wohl aber könne er den ausscheidendcn Mitgliedern, insbesondere dem Ministerpräsidenten Scheidemann. Worte warmen DankeS für ihre hingebende, aufopferungsvolle Tätigkeit, nicht versagen, ebenso der Fliedensdelegation. Der Rücktritt des alten Kabinette? erfolgte, weil sich die Ansichten über den Friedensentwurf icharf gegcnüberstanden, aber nicht getrennt nach Parteien, sondern getrennt nach den Bcrantwortlichkeltsgeiühlen jedes einzelnen Ministers. Unendlich schwer war für uns alle der Entschluß, in die neue Regierung cinzutreten, deren erste und wichtigste Aufgabe sein muß, den Umechtsfrieden abzu-schließen. Die Not von Volk und Land hat rrps zusammengesührt. Das Programm des neuen Kabinette? wird dasselbe bleiben, das der Negierung Schcidemann zugrunde gelegen hat. Die Reichsregierung kann nur zu gut verstehen, wenn angesichts der Friedcnsbedingungen unserer Gegner belle Empörung die einzelnen und die Gesamtheit sortrcißt. Aber wenn ich bet der Uebernahme meines schweren Amtes eine Bitte aussprcchen darf, so ist es die: Lassen Sie die Frage »Annahme oder Ablehnung" nicht zur Parteisache werden; glauben Sie auf der einen Seite nicht, daß die Befürworter der Ablehnung volksfremde Chauvinisten oder Jnteressen-politiker seien, die einen Vorteil ihrer Klasse ober de« Geldbeutels mit der Ablehnung verfolgten; glauben Sie aber auf der anderen Seite auch nicht, daß diestniaen, die stch notgedrungen und unter Selbstüberwindung zur Annahme durchgerungen haben, feige oder schlapp seien und kein Gefühl iür nationales Bewußtsein haben. Auf beiden Seiten stehen gewichtige Gründe, die kein verantwortlicher Mensch übersehen kann. Dir Reichsregierung ist sich vollkommen bewußt, daß die Zustimmuna der Mehrheit ste wohl in demokratischem Sinne entlasten kann, wenn sie der Vollstrecker der Mehrheit ist; aber sie weiß ebenso, daß sie trotz aller Vcrtrauenskundgebunpen vor Volk und Geschichte nur eine wahrhafte Rechtfertioung baden kann, wenn sie rückhaltlos nach Prü-fung der Sachlage unter entscheidet und nicht noch schielt. Wie immer jeder zur Frage »Annahme oder steht, in einem sind wir alle ei schärsstcn Verurteilung des uns vorbehaltenen Friedensvertrages, dem wir unter ungeheurem Zwang unsere Unterschrift geben sollen. Als wir zum crstenmale diesen Entwurf lasen, kam aus dem ganzen Volke wie aus einem Munde ein Protest der Empörung und Ablehnung. Wir haben Stimmen gehört, wir haben geharnischte Widersprüche vernehmen müssen, daß wir wehrlos den Interessen anderer Völker geopfert werden. Wir haben Gegen- vorschläge gemacht und sind opferbereit, wie es noch nie ein Volk gewesen. Die Wirkung all dieser Proteste, die Wirkung zur Bereitschaft der Wiedergutmachung war, daß im Verhältnis zum Kriege verschwindende Milderungen von Bedrohungen und Beschimpfungen begleitet wurden. Montag abends soll der Krieg aufs neue beginnen, wenn nicht unser Ja gegeben wird. Es soll der Vormarsch beginnen, zu dem jegliches Mordinstrument bereit sieht, gegen ein wehrloses und waffenloses Volk, das nur zwei Gebote kennt: Nach außen wieder gut zu machen und nach innen die im Zusammenbruch errungene Freiheit auszubauen. In dieser Stunde auf Leben und Tod, unter dem drohenden Einmarsch, erheben wir zum letztenmale in einem freien Deutschland Einspruch gegen diesin Vertrag der Gewalt und Vernichtung, Protest gegen die Ver-höbnung des Selbstbestimmungsrechtes, gegen die Verknechtung des deutschen Volkes, gegen diese neue Bedrohung des Weltfriedens unter der MaSke eines Fricdensvertragcs. Keine Unterschrift entkräftet diesen Protest, den wir kür alle Zukunft erheben. Die Regierung bat davon abgesehen, auS der fast unübersehbaren Reihe welch oder minder unerträglicher Bedingungen die eine oder die andere noch abzuhandeln. Ein Mittel der Abwendung gibt es nicht, wohl aber gibt der Vertrag selbst eine Handhabe, die wir uns nickt entreißen lassen können: die .feierliche Zusage der Entente in der Gedenkschrift vom 16. Juni, daß eine Revision des Vertrages von Zeit zu Zeit ein-treten und neu eintretenden Verhältnissen angepaßt werden kann. Im Namen der Reichsregierung habe ich zu erklären, daß in Würdigung all dieser Umstände Und vorbehaltlich der Ratifikation durch die Nationalversammlung die Negierung sich entschlossen hat, den Friedensvertrag unterzeichnen zu lassen, indem sie den Gegnern erklärt, niemand könne dem deutschen Volke zumnten, einem Friedensinstrument aus innerer Ueberzeugung zuzustim-mcn, durch das ohne Befragung der Bevölkerung lebendige Glieder vom Deutschen Reiche abgetrennt, die deutsche Staatshoheit dauernd verletzt und dem deutschen Volke unerträgliche wirtschaftliche und finanzielle Lasten auferlegt werden sollen. Die Negierung verpflichtet sich, die Deutschland auf-crlegten Friedensbrdingungen zu erfüllen. Sic will sich jedoch in diesem feierlichen Augenblicke mit rückhaltloser Klarheit äußern, um jedem Vorwurf einer Unwahrhaftigkeit von vornherein entgegcnzutreten. Die auf-erlegten Bedingungen überschreiten daS Maß dessen, was Deutschland tatsächlich leisten kann, und wir lehnen jede Verantwortung ob, wenn die Undurchführbarkcit auch bei schärfster Anspannung des deutschen Leistungsvermögens in Erscheinung treten muß. Wir erklären ferner, daß wir den Artikel des Fricdensvertragcs. der von Deutschland fordert, sich als alleiniger Ur. Heber des Krieges zu bekennen, nicht an-nehmen können und sdurch die Unterschrift nicht decken. Ebensowenig kann es einem Deutschen mit seiner Würde und Ehre ver-einbar sein, den Artikel anzunehmrn und > auszusühren, in dem Deutschland zugemu tck wird, Angehörige des deutschen Volkes zur Aburteilung auszuliefern. Daher werden wir die Vollmacht zur Unterzeichnung in folgender Form geben: »Die Negierung der Deutschen Ne publik ist bereit, den Friedensvertrag zu unterzeichnen, ohne jedoch damit zu er klären, daß das Deutsche Reich der Urheber des Krieges sei und ohne eine Ver pslichtung nach Artikel 227 bis 230 deS FricdcnsvertrageS zu übernehmen." Ministerpräsident Bauer schloß mit fol genden Worten: Wer so über die düsterste Stunde im Leben seines Volkes sprechen muß, der scheut sich fast vor dem Vorwur der Schönfärberei, wenn er. seinen Glauben an eine Aufhellung, an die endliche Verwirklichung einer besseren Zukunft zum AuS druck bringen soll. Aber ich bin überzeugt, in der Deutschen Republik könnte keiner mehr eine Hand rühren, wenn ihm der Glaube an das deutsche Volk nicht geblie ben wäre. Wir stehen vor Arbeitsjabren für fremde Rechnung. Wir haben die Ver pslichtung, Deutschland zusommenzuhalten' soweit cs uns geblieben ist. Nur dank einer Vertragstreue bis zur Grenze unseres Küu nens, nur aus aller Entschließung zum Zu sammenbleiben in der deutschen Schicksals gemeinschaft, nur aus dem Willen zur Mitarbeit in allen Schichten, nur in Disziplin und Pflichtbewusstsein kann auS dieser Stunde noch eine Zukunft für uns erwachsen. Präsident Fehrenbach teilt mit, daß zwei Anträge vorliegen. Der erste Antrag von Schulz (Sozialdem.) und Groeber (Zeu trum) lautet: »Die Nationalversammlung billigt die Erklärung der Regierung und spricht ihr daS Vertrauen ans." Der zweite Antrag lautet: »Die Nationalversammlung billigt da« Verhallen der Regierung in der Frage der Unterzeichnung des Friedens-Vertrages." Parteierklärungen. Abg. Loebcl (Sozialdem.) führt auS: Nicht nur uns, sondern auch unfern Kindern und Kindeskindern wird ein bitteres Schicksal beschicken fein. Wenn wir dafür sind, daß dieser Friedensvertrag unterfertigt wird, ko sind wir cS nur deshalb, weil noch Fürchterlicheres folgen würde, wenn er abgelehnt würde. Wir sind überzeugt, daß auch der Feind zur Erkenntnis gelangen wird, daß viele Friedensbedingungen nicht ausgesnhrt werden können. Wir treten ein für ein Großdeutschland. In dieser Schicksalsstunde verlangen wir für eine bessere Zukunft die Vereinigung mit Unseren Brüdern und Schwestern Je tiefer das deutsche Volk niedergedrückt ist, desto treuer werden die deutschen Arbeiter zu ihm stehen. Die Welt liegt in Trümmern; wir wollen sie neu ausrichten helfen im Geiste der Völker-Versöhnung. Abg. Groeber (Zentrums erklärt, daß die Zentruwsfraktion den Erklärungen der Negierung zustimme und die neue Negierung unterstützen werde. Abg. Schiffer (Demokrat) erklärt namens seiner Partei, die Prüfung des Vertrages habe in uns die Ueberzeugung befestigt, daß ein solcher Friede unvereinbar wäre mit der wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen, moralischen und sittlichen Weiterexistenz des deutschen Volkes. Deshalb haben wir das Nein aussprechen müssen. Abg. Graf Posadowski (Deutschnationale Volkspartei) erklärt: »ir können der neuen Regierung das Vertrauen nicht aussprechen. Wir haben uns alle Folgen überlegt, die eine Ablehnung des Friedens-Vertrages mit sich bringen muß. Aber diese Folgen sind nur vorübergehend, während der Vertrag ungezählte Generationen unseres Volkes dem Elend preisgeben würde. Für uns ist der Vertrag nach wie vor unannehmbar. Man verlangt die Auslieferung des ehemaligen Kaisers und der Heerführer für die Handlungen, die sie innerhalb des deutschen Hoheitsgebietes begangen haben ; das lehnen wir ab, selbst wenn es sich nicht um den Kaiser, sondern um den bescheidensten Staatsbürger handeln würde. Wer seine Unterschrift unter den Vertrag setzt, bekennt sich zum Inhalt. Ich bitte die Regierung, mit größtem Nachdruck dahin zu wirken, daß sich unsere Feinde zu einer gerechten Behandlung unserer deutschen Mitbürger verpflichten. Aber der frevelhafte Uebermut der Menschen rnft die Strafe der Götter herbei. Ich hoffe, daß auch unsere Feinde diese Strafe schlagen wird. Abg. Haase (Unabhängiger) erklärt, den Friedensvertrag anzunehmen. Abg. Kahl erklärte, die Deutsche Volks-Partei lehne diesen Frieden ab und verweigere der Regierung ihr Vertrauen. Abg. Hörstng gibU im Namen der sozialdemokratischen Vertreter der' Gebietsteile, die durch den Friedensvertrag unmittelbar vor der Gefahr der Losreißung stehen, die Erklärung ab, daß sie und ihre Wähler Deutsche sind und Deutsche bleiben werden. Es erfolgt sodann die Abstimmung. Der Friedensvertrag mit 287 gegen 188 Stimmen angenommen. Der Antrag Schulz-Groebcr: Die Na-tionalversammlung erklärt sich mit der Unterzeichnung des Friedensvertrages einver. standen, wird in namentlicher Abstimmung mit 237 gegen 138 Stimmen bei 5 Stimmenthaltungen angenommen. Eine BertraucnSkundgebung für die Regierung wurde mit 236 gegen 89 Stimmen bei 68 Stimmenthaltungen angenommen. Plötzliche Rückkehr Wilsons aus Belgien. Paris, 22 Juni. Wider jede» Erwarten ist Präsident Wilson mit seiner Begleitung von seiner Reise nach Belgien nach Paris zurückgeketzrt. Adresse der DeMschösSerreicher. Wien. 22. Juni Die .Neue Freie Presse* meldet aus Saint Germain, die Mitglieder der österreiÄischen Friedensdelegation haken beschlossen, nach Wien zurdzukehren, da ihnen bis heute die sinarrzieLcn Bedingungen noch immer nicht vorgelegt worden sind. Das neue italienische Kabinett. Nom, 23. Juni. Der König hat Nitti mit der Bildung des Kabinetts betraut, der gestern folgenden Vorschlag unterbreitete: Präsidium und Inneres: Nitti, Aeußeres: Senator Tommaso Tittoni, Kolonien: Professor Luigi Rossi, Kultus und Justiz: Lodovico M a r c o r a, Linanzen : Francesco Tedescho, Marine: Kontreadmiral Giovanni Sechi, Unterricht: Alfreds Bache! li, Schiffahrt und Eisenbahnen: Noberto de vito, Ackerbau: Achille Visocchi, Industrie, Handel und Ernährung: Ingenieur Dante Ferrari, Post und Telegraph: Pietro Lhimenti, Kriegswesen: Ugo Da como, Ministerium für die befreiten Gebiete: Tesare Nowa. Der König hat diesen Vorschlag angenommen. Das Ministerium wird heute um 10 Uhr den Lid ablegen. N o m, 23. Juni. Die italienische Kammer hat am Samstag den provisorischen Voranschlag für die Dauer eines Monates mit 245 gegen 42 Stimmen angenommen. ÄuMMndMe m wklschaftlSchm Fragen. Berlin, 22. Juni. In wirtschaft'ichen Fragen machte die Entente folgende Zuge-ständnisse: Dis Liquidierung des deutschen Privateigentums im feindlichen Auslande soll nur soweit platzgreifen, als sich das Eigentum bei Friedensschlust schon im feind-lichen Auslande befindet. Auch das Liqni dierungsverfahren in den an Polen und Dänemark abzutretenden Gebieten ist zugunsten der Deutschen geändert, ferner wurde die Ueberlegungsfrist, die sich die Alliierten für die Einfübrung des Clearingverkehrs vorbehielten, von sechs auf einen Monat herab-gesetzt. In der Behandlung des gewerblichen Schutzrechtes sind ähnliche Zugeständnisse gemacht. In verkehrsfragen beschränken sich die Zugeständnisse darauf, daß Deutschland in der Dderkommission statt einen Vertreter drei erhalten toll und daß es sich an den Beratungen der Kommission für die Ausarbeitung neuer Donauschiffahrtsakte ohne Stimmrecht beteiligen darf. Der Bau des Rhein—Donaukanals ist freigegeben. Auch der Kieler Kanal wird nicht einer interalliierten Kommission unterstellt. Die Verpflichtung Deutschlands zum Bau neuer Eisenbahnen ist erheblich beschränkt worden. Die sofortige Freilassung deutscher Gefangener, die Strafen abzubüßen haben, wurde aber abgelehnt. Rumänien verläßt Paris. Bukare s!, 24. Juni. Aus Bukarest wird gemsldsk: Wxattarm wird den Friedensveriraq nicht unterfthrsidsn. Die rumänifchsu Delegierten verlassen di» Friedenskauserenz deshalb, Meil sie mit der Lösnny der Toronkalfraqe, aber auch mit dem Slandpunkt der Großmächte auf der Versailler Alonfer-snz gegenüber den kleinen Nalionen unzufrieden sind. » B u k a r e sl, 24. Duni. Der rumöniseke Delegierte auf Ser Friedenskonferenz ifl aus Parks nach Bukarest zurürkqekehrt. Woselbst er Sem König über den Werlaus der Konferenz Bericht erstattete. Der König hat mehrere Politiker in Audienz empfangen. Brattanu hat demissioniert. Es ist nicht ausgeschlossen. Saß Iulin Mamu sein Nachfolger Wird. Versenkung her deutschen Flotte. Von der deutschen Mannschaft vernichtet. London, 24. Juni. Die Admiralität teilt mit: Gestern nachmittags ist eine Anzahl der in der Scapabucht internierten deutschen Schiffe von den Besatzungen verlassen und versenkt worden. Die Besatzungen befinden sich in sicherem Gewahrsam. « London, 24. Juni. Die Nachricht von der Versenkung der internierten deutschen Schlachtschiffe und Kreuzer hat rtn geh eures Aufsehen hervorgerufen. In engli-scheu Marinekreisen wird die Tat der deut-schen Matrosen als heroisch und patriotisch gelobt. Wir hätten, erklären englische Seeleute, es nicht anders gemacht, wenn wir in der Lage der deutschen Seeleute gewesen wären. Ls wurden alle Schlachtschiffe und Kreuzer mit Ausnahme des Schlachtschiffes „Baden* versenkt, im ganzen etwa 15 Großkampfschiffe, 15 kleinere Kreuzer und ungefähr 50 Torpedoboote. Die Versenkungen erfolgten in der weise, daß die Mannschaften die Bodenventile öffneten. Gleichzeitig wurde auf den Schiffen die deutsche Flagge gehißt. Das versenken der Schiffe scheint lange gedauert zu haben. » London, 23. Juni. Ein Telegramm aus Ldinbourgh meldet: Ls waren Vor- kehrungen getroffen worden, um die deutsche Flotte Montag zu besetzen, falls der Frieden unterzeichnet wurde, da die Schiffe in diesem Falle automatisch an die Alliierten übergegangen waren. Die deutschen Besatzungen der jetzt versenkten Schiffe hatten indessen die Absicht vorausgesehen. Vorkehrungen der Neutralen. Sicherheitsmaßnahmen der Schweiz an der Rordarenze Zürich, 22. Juni. Die Schweizer Negierung hat folgende Anordnung erlassen: „Am 23. Juni läuft die Frist ab, innerhalb deren Deutschland die Annahme oder Ablehnung der Bedingungen zu erklären hat. wie auch die Entscheidung fallen wird, besteht in dieser Zeit die Möglichkeit von Unruhen in Deutschland und daß sie nach der Schweiz übergreifen können. Der Bundesrat bot darum zum Schutze der Nordgrenze die Truppe» zum 23. Juni auf. Der Bundesrat hofft, daß das Aufgebot nur von kurzer Dauer sein wird und daß die Truppen bald wieder entlassen werden können." Das Gutachten der volkswirtschaftlichen Sachverständigen. Nauen, 22. Juni. Die vom Kabinette nach Weimar berufenen finanziellen und wirtschaftlichen Sachverständigen Wilhelm Beukenberg, Luis Hagen, ' Ewald Hilaer, Georg von Strauß, Max Wartung, Wilhelm Kuno, Philipp Hsineken, Georg Liebson, Franz Urbig und Gtto wiedfeldt, die auch an den Beratungen in Versailles teilnah,nen, unterzogen die Antwort der Entente vom 10. Juni 1919 mit beiden Anlagen einer eingehenden Prüfung. Sie stellten fest, daß die neuen Bedingungen der Gegner im wesentlichen nichts ändern, daß sie also un-erfühlbar sind und den völligen wirtschaftlichen Nuin Deutschlands herbeiführen müssen. Sie empfehlen darum dem Kabinette, die Friedensbedingungen abzulehncn. Nie polnische Gefahr. Deutschrand zum Waffenflange Kegen die Polen entschlossen. Berlin, 23. Juni. Die deutsche Reichs-regierung scheint entschlossen zu sein, die Ost-seepreußen gegen den polnischen Einmarsch mit Waffengewalt zu schützen. Dieser Ent-schluß geht aus einer offiziellen Erklärung des Neichskommissärs winnig hervor, der wir folgende den Ernst der Lage charakterisierenden Sätze entnehmen. „Dis jetzige Negierung wird einen Frieden, der den (Osten preisgibt, niemals annehmen oder unterzeichnen. Die Negierung ist entschlossen, den polnischen Einmarsch in den strittige» Gebieten des Ostens »nt den Waffen in der Hand abzuwehren. Ganz gleich, ob dieser Einmarsch noch vor Abbruch der Friedens-verhandlungen gewagt werden sollte, was nach einigen Fällen an der Demarkationslinie nicht unmöglich erscheint, oder ob er erfolgen sollte, nachdem die Verhandlungen durch die Weigerung der Neichsregierung. diesen Frieden zu unterzeichnen, zum Abbruch gekommen sind. In jedem dieser Fäll- ist die Negierung bereit, der polnischen Besitzergreifung der Gebiete mit den Waffen in der Hand entgegenzutreten. Ich füge hinzu, auch wenn die Negierung infolge ihrer Ablehnung des Gewaltfriedens durch anderswollende Minderheit gestürzt und durch Leuts ersetzt würde, die zur Unterzeichnung des Gewaltfriedens bereit sind, so werden wir uns im Osten eurer solchen Entscheidung nicht beugen. Die Bevölkerung des Ostens muß allerdings bereit sein, die Folgen einer solchen festen Haltung auf sich zu nehmen. Wir werden die Waffen zum widerstand ergreifen in dem Bewußtsein, so zu handeln, wie wir es unserem Volke und seiner Zukunft schuldig sind. Sollte es uns nicht möglich sein, durch unsern widerstand das Reich zu retten, so retten wir doch die Provinzen, versagt uns das Schicksal selbst dies, so retten wir das Letzte und Höchste, das das Volk zu verteidigen hat: die deutsche Ehre!" Lukunftsnünbeftpi-ogramm der deutschen Gozmldemokralie. KB. Berlin, 22. Juni. Heute begann die Konferenz für dis Einigung der Sozialdemokraten. Nachdem Eduard Bernstein die Konferenz eröffnet hatte, sprach der Vorsitzende des Zentralrates Tohen Neuß und entwarf ein Zukunftsmindestprogramm der Sozialdemokratie. In erster Linie sei die Einsicht notwendig, daß Deutschland vor allem gezwungen sei, eine umfassende pro duktionspolitik zu treiben, wobei auf die Form nicht der Hauptwert gelegt werden dürfe. Die Träger dieser Produktionspoliti? müssen die Arbeiter sein. Auch die Sozialisierung habe sich den Maßnahmen anzupassen, die eine Erhöhung der Produktion ermöglichen. Erweise sich die Sozalisierung nicht als eine solche Maßnahme, dann habe sie zu unterbleiben. Das Zukunftsprogramm müsse unter allen Umständen die strikte Verwerfung der Diktatur enthalten. Der zweite Referent zu dem Thema, Ströbel (unabhängiger Sozialdemokrat) wies zunächst die Vorwürfe Lshen-Neuß gegen die Kriegspolitik der sozialdemokratischen unabhängigen Partei zurück und erörterte die Folgen einer Unterzeichnung oder Nicht-Unterzeichnung, würde der Friedensvertrag unterschrieben, so sei eine ruhige Entwicklung im Innern noch nicht gegeben, vielmehr werde der Kampf zwischen Kapitalismus und Proletariat von neuem entbrennen. Dann entwickelte Redner die Grundlagen, auf denen eine Einigung möglich sei. Stolze Herzen. Roman von Fr. Lehne. 43) (Unberechtigter Nachdruck verboten.) „Jetzt werde ich öfter das Vergnügen haben, Sie zu sehen, gnädige Frau, denn nun bleibe ich den ganzen Winter aufAlr-hof; ich kehre nicht mehr zur Bühne zurück." Vielleicht war es nur eine liebenswürdige Phrase von Ruth, aber doch fühlte sich Jsabella angenehm davon berührt. „Auch ich würde mich freuen, Baronesse, wenn sie sich meiner Einsamkeit erinnxrn wollten!" Nach einigen Worten verabschiedeten sie sich. Jsabella sah dem Brautpaar nach. Ties und schmerzlich seufzte sie auf. Wie glücklich die beiden waren — man sah e§ am G.'anz. der in ihren Augen lag, hörte es an ihrer Stimme! Und sie paßten so gut zueinander: der schlanke, vornehme Mann und das früh--lingsfrischc Mädchen. Sie gingen dem Glück entgegen. Ihr Weg blieb einsam und dunkel. 23. Kapitel. Die große Standuhr in Klaus von Wallbrunns Arbeitszimmer zeigte mit vollem, weichen Klang dir Stundenzahl elf an. „Ich glaube, jetzt könntest du Schluß mit dem Liebesbrief machen, Ruth! Du hast ja so viel geschrieben, den zweiten Bogen auch schon voll! Vergiß nur nicht, die Grüße von mir mit auszurichten. Hast du nicht gehört, es bat elf geschlagen!" „Schon? Ich dachte. eS wäre viel früher. Ich bin gleich fertig, noch einen Augenblick!" Klaus legte die Zeitungen zusammen und sab. lächelnd auf die Schwester an seinem Schreibtisch, die sich heiße Wangen geschrieben hatte. Jetzt faltete sie die Briesblätter und schob sie in den Umschlag. „So. Jetzt kann der Fuhrmann in moraeü in aller Frühe mitnehmen. Dann hat Gerd doch einen Morgengruß, sonst bekommt er meine Briefe immer erst am Nachmittag. Ellen schläft doch?" „Ganz fest. Ich habe vorhin noch einmal nach ihr gesehen! Wenn sie nur nicht gar so elend wäre!" sagte er sorgenvoll. ^Sie ist nur noch ein Schatten. Wie tapfer hast du dich gezeigt, liebe Ruth, du wirst mir recht fehlen. Wie bald ist die Zeit da, daß du Althof verläßt — acht Wochen gehen schnell herum." „Das ist noch nicht so bestimmt, Klaus! Ich warte, bis Ellen wieder gesund ist. Gerd ist vernünftig; er sieht ein, daß ich dich jetzt, da Ellen so schwach ist, nicht verlassen kann. Die Vorstellung bei seinen Verwandten ist erledigt, und ich freue mich, daß wir unS gegenseitig gefallen haben! Du besonders hast sehr imponiert, KlauS — vor allem Gerds Schwester, der Fürstin Gabriele. Ich sah es wohl, wie, sie dich bevorzugte und im stillen mit dem Fürsten verglich! Weißt du, an wen der Fürst mich erinnert? An James Lübbecke. Ich kann mir nicht helfen, das Blasierte, Näselnde, Langweilige, wie aus dem Modenheft Ent-sprunaene, haben sie beide gemeinsam." „Vielleicht haK du nicht ganz Unrecht! Die Fürstin dagegen — diese charmante, schöne Frau — " „Ist aber doch nickt so schön, wie Jsa-bclla Lübbecke! Gerd findet Frau Lübbecke hervorragend schön." Sein Gesicht umdüsterte sich bei Erwähnung der geliebten Frau. „Ich bin neugierig, ob und wann Lübbecke sich wieder hervorwagt. Vorläufig ge-nnß noch nicht!" meinte Ruth. Dann warf sie wie beiläufig hin. hielt Klaus aber doch fest im Auge: „Gräfin Neeberg erzähl? wir heute, daß die Scheidung Isabelle Lübbeckes ziemlich sicher sei. Er will Bir» kenselde verkaufen — ob da Gerd vielleicht —" „Nein, Ruth, auf keinen Fall! Mir ist Birkenfelde ganz gleichgültig geworden! Nach einem Lübbecke dort zu Hausen, wäre für uns unmöglich. Mag nun werden, was will!" Da klopfte es heftig an die Tür. Erschrocken blickte Ruth auf den Eintretenden; es war Löhnert. das Faktotum des HanseS. „Na, Löhnert, was bringen Sie denn zu so später Stunde?" Der Mann dxehi^ erregt die Mütze zwischen den Händen. „Ich sah noch Licht beim Herrn Baron — ich kam vom Krug aus dem Dorf — und da — da sah ich — daß Birkrnfelde brennt — das Schloß —" „Was?" schrie KlauS aufspringend. Die Geschwister wechselten einen langen Blick miteinander, sie waren blaß geworden. „Gottes Gericht?" fragte Ruth leise. KlauS stieß das Fenster auf und sah, daß der Himmel von einer roien, wilden Glut übergossen war. Der Herbsiwind stürmte durch die Wipel der Bäume und gab eine unheimliche Molodie zu der Unruhe, die jetzt überall herrschte. Die Männer standen auf dem Hof, lärmten, gestikulierten; die Hunde bellten, unruhig scharrten die Pferde in den Ställen und r>ssm an den Ketten; es war, als ahnten sie Unheil und Gefahr. KlauS hatte die Bestürzung überwunden, die diese Nachricht ihm zuerst vcrucsacht hatte. Mit rntziacr Stimme befahl er Löhnert, alles zur Hilfeleistung bereit zu machen und nach Birkcnfelde zu eilet,. Für ihn solle man „Titus" satteln. „Klaus, du wolltest? Was geht dich der ftemde Besitz au?" rief Ruth hart. und. dadurch ermutigt, nickte der alte Löhnert bekräftigend. Forts, folgt. Mündliche Verhandlungen mit NeMschösterrerch? Berlin, 23 Juni. Die „Rassische Zeitung" meldet: Die dsutschöster-reichisrÄL Friedensdelegatian in Saint Germain ist verständigt worden, datz über den Sch!ns;teil der Friedens-beding,,«gen, namentlich über die wirtschastlrchen und finanziellen We-dinquntzen mündliche Verhandlungen «lLbald eröffnet werden sollen Eine Bestätigung dieser Meldung liegt bisher nicht vor. Sin Hiisems der Freimaurer. Wien, 24. Juni. Die Grüßloge der Freimaurer Deutschösterreichs richtete an die Freimaurer der ganzen Welt einen flammenden Protest gegen den Frieden, der Deutsch-österreich auferlegt werden soll. Der Aufruf schließt mit den Worten: triebe Brüder! Setzt Eure Hilfskolonnen in Bewegung! bettet, reitet Deutschösterreich! Dis niederöfterreichifchen Gemeinderatswahlen. Wien, 23. Juni. Am gestrigen Sonntag fanden -in den Gemeinden Niederösterreicbs mit Ausnahme von wr. Neustadt und Waid Hofen a. d. Hbbs die Gomeindewahlen statt. Der Hcn-ptkampf wurde zwischen Christlich, sozialen und Sozialdemokraten ausgefochten. In einzelnen Städte» war zwischen Christlich, sozialen und Deutschnationalen ein gemein-sames Vorgehen vereinbart worden. Nach den bisher vorliegenden Meldungen haben die Bürgerlichen gut abgeschnilten. Dis Hoff-nungen der Sozialdemokraten, die Städte und größeren Ortschaften zu erobern, wurden zunichte. In Baden erhielten die gemeinsam vorgehenden Christlichsozialon und Deutsch-Nationalen 4483, die Sozialdemokraten 3119 und die Fixangestellten 836 Stimmen. Die Diandate verteilen sich in derselben Reihen-folge: 23, 13 und 4. In Mödling wurden gewählt: 11 Lhristlichjoziale, IN Deutsch-nationale, 1 Fixangestellter nnd 20 Sozialdemokraten, In pfaffstätten erhielten die vereinigten nichtsozialdemokratiichen Parteien 11, die Sozialdemokraten 5 Mandate. Wilson kandidiert zum drMenmcür. Paris, 33. Juni. Aus Newvork kommende Nachrichten besagen, daß Wilson vuch zum drittenmale als Präsident der Dercinigten Staaten kandidieren wird. Kurze Nachrichten. Der Antisemitismus. Wien, 23. Juni. Gestern wurde hier ein „Abwehrverein gegen a- Judentum* gegründet, welcher die anti-semitische Zeitschrift .Der neue Besen" herausgeben wird. Ehescheidungsklage der Enkeln de» Kaisers. Franz Fnsef. Wien, 23. Juni. D'e Enkelin des Kaisers Franz Josef, Frau Elisabeth windischgrAh, hat dw Scheidungsklage gegen ihren Gatten Otto windischgrätz ««gestrebt und beschuldigt ihn in der Klage-ichrist der Verschwendungssucht und des Ehe- Aushebung des Einrsissver bvles kür Tschechien. Karlsbad, 23. Juni, wie das Fremdenoerkehrsbureau in Karlsbad meldet, wird Sie tschechische Regierung am 26. Juni das Einreiseverbot für Böhmen aufheben. Der deutschöfterreichische Gesandte in Belak'aÄ wie» 22. Juni. Dia „wiener Zeitung" meldet amtlich, daß zum deutschösterreichischen Vertreter im Staate SHS Otto Klimburg, gewesener Sektionschef im gemein, samen Finanzministerium ernannt worden sei. Franz Vau LH'zt H. Frankfurt am Main, 24. Juni. Der Nechtslehrer und sozialpolitische Schriftsteller Professor Franz von "Liszt ist im Alter von 60 Jahren in Seeheim gestorben. Mit Dr. Franz v. Liszt ist einer der bedeutendsten deutschen Rechts-lehrer aus dem Leben geschieden. Franz von List war der Sohn des im Jahre 1879 in Wien gestorbenen österreichischen General prokurators Dr. Eduard Liszt, ein Bruder des Kriminalisten Eduard von Liszt und ein Geschwisterkind des berühmten Komponisten gleichen Namens. Seine akademische Lauf bahn begann er im Jahre 1875 als privat-dozent in Graz. Er war als Strafrechtler der Hauptvertreter der Richtung, die das verbrechen als soziale Krankheit behandelt wisset, will- 'MkUvMiM- Mb LKMs-NachnWsn-. TüeatierdirEvr Leopold Schund H. Der hier allseitts bekannte und beliebt gewesene Direktor Leopold Schmid welcher in den Jahren 1898—1903 die hiesige Bühne erfolgreich leitete, machte seinem Leben am 12. Mai in Wien ein freiwilliges Ende. Leopold Schmid war ein rechtschaffener ebrlicher Mann und genoß in allen Kreisen allgemeine Wertschätzung. Durch mehrere Jahre leitete Direktor Schmid das Olmützer Stadttheater. Seid Jahren war Direktor Schmid Herzleidend, dasselbe verschlimmerte sich während der kriegsjabre immer inehr. immer drückender lasteten die gegenwärtigen Verhältnisse auf dem Gemütszustand dos leidenden Mannes, bis er endlich in einen! schweren Anfall von seelischen Depressionen ans dem Leben schied. Spende« vom Fußballklub „NoteLlf" ging der Freiwilligen Rcttungsabteilung als Reinsrträgnis aus den Einahmcn vom Fußball —Gegenwettspiel (15. Inni 1919i der Betraa von 25 Kronen als Spende zu. — Dem Mannschaftsfonds der Freiwilligen Feuerwehr und deren Nettungsabteilung spendete anläßlich einer Hilfeleistung Herr IliaTrleaca den Betrag von 18 Kronen. Amerikanisch« Silke. wie bereits mit-geteilt, beginnt heute die Ausgabe der Ausweise zur Fassung der von Amerika gcwid mcten Nahrungszubußen, Zur Ausgabe gelangen Kakao, Reis, Zucker und Milch. Diese Zubußen, die einen beträchtlichen Wert repräsentieren, werden unentgeltlich ausgegeben, doch muß zur Bestreitung der Frachtznfuhr und sonstiger Spesen für jedes Kind ein Beitrag von 4 Kronen eingehoben werden, der bei Behebung der Ausweise gegen Bestätigung zu bezahlen ist. Die Ausgabe der Milch erfolgt ob Montag in der Molkerei Bernhard. Auf jedes Kind entfällt beiläufig ein halbes Liter. Die entfallende Monge wird erst durch einen versuch festgestellt werden. Die Ausgabe der übrigeu Zubußen crfolat E ilabethstraße 14 (Reiser-schule). Die Tage der Ausgabe werden in den nächsten Tagen veröffentlicht. Küds»afi«kch««llzfi«e Wien—Tr»efi. Am 25. Zuni wird auf der Südbahnstrecke der Sclmellzugsverkehr zwischen Wien und Trieft und in der Gegenrichtung am 26. Juni wieder ausgenommen. Die Fabrordnungen dieser Züge sind : Wien Südbabnbof ab 8 Uhr 30 Min. abends. Graz 1 Nbr 17 Min. nachts, Marburg an 2 Uhr 50 Min. früh, Laibach an 5 Uhr 57 Min. früh, Triest-Süddahnhof an 11 Uhr 30 Min. vormittags (Sommerszeit); ferner Triest-Südbabnhof ab 8 Uhr 10 Min. abends (Sommerszeit). Laibach ab 11 Uhr 40 Min. nacbts (mittel-europäische Zeit), Marburg ab 3 Uhr 24 Min. früh, Graz ab 4 Uhr 54 Min. früh, Wien-Südbahnhof an 10 Uhr 20 Min. vormittag?. Die Abfertigung der Reisenden erfolgt in Wien mit den gewöhnlichen Schnellzugsfahrkarten bis zur Grenzstation Loitsch. Ebenso wird das Reisegepäck zunächst bis Loitsch abgefertiat. Ab Loitsch werden die Gebühren für dis Strecke bis Triest von den Organen der den Dienst besorgenden italienischen Skaatsbahnen eingehoben. In umgekehrter Richtung werden die Reisenden von Triest! bis Loitsch und ab Loitsch im Zuge neu nach der Zislststion abgefertigt. Die Neuabfertigung des Reisegepäckes erfolgt in der Station Laibach für die Strecke von Loitsch bis zur Bestimmungsstation. Die Reisenden müssen mit den erforderlichen behördlichen Neisedoknmenten (Reisepässen) versehen sein Die Zollrevision des Handgepäckes und des aufgegebenen Reisegepäckes findet sowohl auf dein italienischen, als auch jugoslawischen und deutschösterreichischen Durchlaufe während der Fahrt im Zuge statt. Das aus dem Zollauslande nach Graz und Wien auf-gegebene Reisegepäck wird zur Zollrevision in die Bestimmungsstation überwiesen, Erhöhung der TelesramMyckühren Laut Verordnung des SHS-Postministeriums werden vom 15. d. M. an die Telegramm-gebühren für gewöhnliche Telegramme im Inlandsverkehr von 8 auf 18 Heller für das Wort erhöht. Die Mindestgebühr für ein Telegramm beträgt 1'80Xi Für dringende Telegramme ist die dreifache Gebühr zu zahlen. Der Zuschlag von 20 Heller für jedes Telegramm entfällt. Vnn per- MarSurqer Hütte. Die vereinsleitnng ersucht alle Hüttenbesucher die auf der Hütte zu nächtigen beabsichtigen, dies mindestens 8 Tage vorher beim Obmann löerrn Hans Sach-, Ferdinandstraße 3 (oder Tsgetthoffstraße 12) anznmelden, da sonst infolge der hohen Besucherzahl eins Unterkunft nicht gewährleistet werden kann. Auch wird darauf aufmerksam gemacht, daß im Falle des Bedarfes über die vorher bestellten Botten und Zimmer ohneweiters verfügt wird, wenn der Besteller nicht bis längstens 22 (10) Uhr seinen Anspruch geltend macht. Die Huttdekontumaz. Schon seit langer Zeit ist in Marburg kein Fall von Wut-krankheit bei Hunden voraekoinmen, aber noch immer werden die Hunde durch die Kontumaz unsinnig gequält, wäre es nicht an der Zeit, diesem Matyrium der armen Tiere durch Aufhebung dieser derzeit ganz unnötigen Zwangsniaßregel ein Ende zu bereiten? Zeitgemäß. Bei einem hiesigen Zahn-' arzt erschien in den letzten Tagen eine Bäuerin aus der hiesigen Umgebung, von Schmerzen war nicht die Rede — im Gegenteil — der Arzt war in der Lage, das Vorhandensein eines tadellosen Gebisses fest stellen zu können. Als er nun die Bäuerin nach ihrein Wunsche befragte, da kam es heraus: Die Vorderzähne, dis blendend weiß zwischen kirschroten Lippen hervorlugten, möchte sie wie bei den Stadtleuten — mit Gold versehen baben. (Kommentar über, flüssig.) Mohrcn-Apathckr, Herrengasse Magda-lrnen-Apotheke, Kaiser Wilhelms-Platz, und Schntzerrgel-ApoLheke, Tegetthoffstratzs, ver-sehen diese Woche bis einschließlich Samstag d. Nachtdienst. > Sport.' Sportvereinigung „Rapid I n" siegt über „Note Elf In" mit 7:0 (Fuß-ballwettspiel am Sonntag den 22. Juni auf der Thesen.) Die „Napid"-Mannschaft reiht nun Sieg an Sieg in der Meisterschaft von Marburg. In der kurzen Zeit ihres Bestandes haben sich dieselben unter der Leitung ihres Spielleiters Franz Nueß rasch entwickelt und konnten diese bei dem statt-gefundenen Wettspiel so recht in allen Reihen die Ueberlegenheit gegen ihre Gegner an den Tag legen. Spielverlauf: „Rapid" hat Abstoß, geht schön vor und erzielte gleich am Beginn den 1. Treffer. „Rapid" verbleibt in Führung und in einigen Minuten später schießt Glaser 1 ein vom linken Flügel scharf gezielten Ball ins Tor. Dann kommen die „Noten Elf" einigemale schön vor und schufen eine gefährliche Situation knapp vor dem Tore „Rapid", jedoch Tormann Schauritsch wehrte durch flottes Zugreifen den Angriff glänzend ab. Ls folgen weitere Angriffe von „Rapid", welche durch ihre vorzügliche Kombination wieder die Situation beherrschen. Stoff gelingt es nun den "dritten Treffer zu machen. „Rote Elf" geht nun energisch drauf los, aber es gelingt ihnen nicht durchzubrechen. „Rapid" drängt sie ganz in ihre Spielhälfte ein und im vierten Treffer durch Hoffer erfolgt. Halbzeit 4:0. Nach der Pause nehmen beide Mannschaften das Spiel wieder energisch auf. wieder erreicht „Rapid" Lurch schönes Zusammenspiel drei 'weitere Treffer durch Stoff, Hofer. Ferk 1. Gegen Ende der Spielzeit rafft die „Note Elf" alle ihre ! Kräfte zusammen, um ein Ehrentor zu erzielen, jedoch vor „Rapid" tüchtiger Verteidigung scheitern alle Angriffe. Bemerkenswert ist auch die vollkommene Ruhe beider Mannschaften während des Wettspieles, was einen sehr guten Eindruck auf die Zuschauer machte. Nebrigens gab es sehr spannende Momente, da die „Note Elf", trotzdem sie kein Tor schießen konnte, bis zum Schluffe sich tapfer hielt. Schiedsrichter: F. Nueß. (R.) Kino. StadLkino. Nur heute und morgen wird das Sensationsdrama „Therese Naquin", die großartige Filmbearbeitung des berühmten Zolaromanes „Therese Naquin" mit der Tragödin Maria Larmi zum letzten Male aufgeführt. Auszugsweise sei die Handlung hier wiedergegeben. — Therese lebt mit ihrer Tante und deren Sohn Peter in kleinbürgerlichen Verhältnissen in einem Provinzstädtchen, kaum erreicht sie das heiratsfähige Alter, läßt sie sich von ihrer Tante überreden, Peter zu heiraten. Sie intelligent, lebenslustig, er beschränkt, ja fast kindisch. Im Hause verkehrt der große, stattliche Lorenz und Therese unterliegt bald seinen verführüngskünsten. Peter wird bei einer Kahnfahrt ertränkt. Die Tat wird als Bootsunglück dargestellt. Therese gesteht jedoch im Delirium die Tat und die Beiden gehen freiwillig in den Tod. — Allgemeinen wünschen entsprechend wird ab heute der Beginn der Kinovorstellungen an Wochentagen auf halb 19 (halb 7) und halb 21 (halb 9) Uhr festgesetzt. Landwirtschaft. Zur Bekämpfung der Maulwurfs» grillen (Werren). Im Juni-Juli (eventuell auch noch später) sollen die Nester ausgenommen werden; diese finden sich stets am Ende eines Ganges, wo derselbe plötzlich in die Tiefe führt, meist an Stellen, wo im Umkreise eines Meters aller Pflanzenwuchs verdorrt ist. Man fühle mit den! Finger, an welcher Stelle der kartoffelgroße, festgeknetete Erdkloß liegt, der als Nest dient, und nehme ihn heraus, ohne ihn zu zerbrechen. Auch grabe man Töpfe, deren Boden durch einen Kork sicher verschlössen .wurde, so in die Erde, daß ihr oberer Rand in die Höhe der Werrengänge zu liegen kommt. Die Werren fallen hinein und können nicht mehr heraus, besonders wenn man etwas Wasser in die Töpfe gefüllt hat. Man sammle stets morgens die gefangenen Werren und vernichte sie ! Auch durch Eingießen verschiedener Flüssigkeiten können sowohl alte Tiere wie auch die Brut vernichtet werden. Dort, wo der Gang nach abwärts sich wendet, gießt man erst etwas Wasser, dann rasch etwa ein halbes Glas Petroleum (oder gewöhnliches Terpentinöl oder Leinöl) und so-fort nochmals reichlich Wasser ein ; auch ein-bis zweiprozentige Schmierseifenlösung ist hiezu tauglich. Die baldigst hervorkommenden Werren kann man mühelos töten. Ferner kann man mit einem starken Stock an der Stelle des Nestes ein Loch in den Boden stoßen und ungefähr zehn bis zwanzig Kukuk-Zentimeter Schwefelkohlenstoff eingießen, worauf das Loch sofort wieder mit Erde verschlossen wird. Da Schwefelkohlenstoff aber ungemein feuergefährlich, seine Dämpfe so-gLir explosibel sind, ist dabei größte Vorsicht nötig ^ daher nicht mit brennenden Zigarren, Pfeifen, Zündhölzchen in die Nähe gehen, Schwefelkohlenstoff nicht neben den Herd oder Ofen stellen ! Phosphorpillen, weich gekochte und in Arsenikstaub (Achtung, GiftI) ge-wälzte Erbsen, auch erbsengroße Pillen aus einen! Teig von 75 Dekagramm Lebkuchen, 25 Dekagramm Noggenmehl, 75 Dekagramm Honig und 2 Gramm Arsenik (Gift) die man vorsichtshalber nicht offen auf den Boden verstreut, sondern tief in die Werrengänge schiebt, dienen zur Vergiftung. Bei trockenem Wetter legt man in bedrohten Gärten abends Strohdecken aus und begießt sie; dorthin ziehen sich nachts die Werren zusammen und können daselbst leicht vernichtet werden. Diese Art der Bekämpfung und den Fang in Töpfen kann mann ab Mitte April bis zum Ende des Sommers ausüben. Gegen den Winter zu gräbt man frischen Dünger in die Gräben zwischen die Furchen; die in vielen Fällen dort zahlreich sich sammelnden Werren sind Ende Februar dort zu vernichten! Schonung von Maulwurf und Igel als der größten Feinde der Maulwurfsgrillen! Dr. Brun« Wahl. -c 't .' » .. -t -: .»0» --1 MZKex AnzeßM. Brrschieöenes 2 Knabcnanziige weiß, für 6 bis 8jährigen Knaben zu verkaufen. Anfragen Domplatz 12, 1. 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Villa .AlnieS', Leüers-b-rg 12.971 Damcufriscnrin, die deutsch u. sloweuüch spricht, gut frisiert und onduliert, wiid bei fixem Gehall von 500 K. ausgenommen Antr. an Petar Polaöek in Zagreb, Jlica 15. 12800 Korrespondenz Jenes reizende schwarze Fräulein mit roter Zipfelmütze, das täglich im Bade Käfer bewundert wiid, wird ersucht,unter.Einsam' an die Verw. bekanntzugeben, ob ehrbare Annäherung gestattet. Unter „Gutes Herz" erliegt Brief, bitte beheben. 5802 UßMl-W- MUÄIMg? Bedauere über Frau Antonic Ncuwirth falsche Gerüchte verbreitet zu haben und danke ihr, daß sie von einem gerichtlichen Wege absieht. 13019 A'MoM KmMZ. L VN'KSItfk» Donnerstag von 10 bis 11 Uhr vormittags in der bestandenen Kinderkriegsküche (Gambrinus-hnlle) im Hofe zwei große Tische (Prima plana), neuer gr. 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