Nr. 268. Freitag, 20. November 1908. 127. Jahrgang. Mibacheo Mum Vränumeratlllnöprei«: Mit , Sprrcdftund!,, be, !Kl't'Ntüi„, üu» x bi« 10 Uhl vi>» mittag«, Unsrnnlierle Brieir »erden nicht angenommen, Manustrivt? nich! zutüllgestelll. t«l«ph»n»«r. »e» «ed«ttion 82. Amtlicher Geil. Nuf Allerhöchste Anordnung wird für weiland Seine kaiserliche Hoheit A lexis A ler. andro-vi^>, Großfürsten von Rußland, die Hoftrauer von Freitag, den 20. November, allgefangen durch zehn Tage ohne Abwechslung bis einschließlich 29. November d. I. getragen. Seine k. und f. Apostolische Majestät haben laut Allerhöchsten Handschreibens vom 11. November d. I. dem Sektionschcf im k. k. Ministerium des Innern Dr< ^osef Ritter von Wolf die Würde eines Geheimen Rates taxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. Seine k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 17. November d. I. den Ministerial-Vizesetretnren im Ministerium des Innern Dr. Guido Frei Herrn von Sommaruga und Dr. Georg Grafen Wod-zicti von G rano w das Ritterkreuz des Franz Joseph-Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. Der Minister für Kultus und Unterricht hat den Supplenten am Ersten Staatsgymnasium in Laibach Dr. Paul K o zina zum wirklichen Lehrer an dieser Anstalt ernannt. Nach drin Nmtsblatte zur «Wiener Zeitunq» vom 18. No» vember l'.iW (Nr, 267) wurde die Weiterverbreitung folgender Preßerzeuffnisse verboten: Die in Brunn erschienene, mit «Vo^ei!» überschriebcne Flugschrift. Nr, 22 «Nacian» vom 15, November 1908, Nr, ÄN «I)«>!ni<:lc0 «!^ls>vl;l!8ki Nlli-cx!» vom li. November 1908. Nr.-15 «^iti-cmk»,. vom ilNoumbcr 190X. Nr. 18 .^lluiö I'roull^» vom 13. November 1906. Nr 23 «^l>s>snik mI6,ljo2« soei^liiü äoinokr^tiells» vom 12. November 190». Nr. 9l «Oberlcutcnsdorfcr Zeitung» von, II. Nov. 19^8, Nr. 9l «Vrüxer Voltszritung> vom N.November 1908. Nr. 48 ««träi Liä». vom 13. November 1908, Nl. 859 «Deutsche Wacht an der Miesa» vom 7. Novem» ber IW8. Nr. 8? «?rvni noocivi»^ Ii»t pl-»i»llL<:ii pr«6ms8ti Vn1n6 swvn» vom 7. November 1908. Nr. 135 .A,ivü Dnd»,. vom II. November 1908. Nr. 20 «Ki-opilNu» vom 15. November 1908. Nr. 45 «Monitor» vom 8. November 1908. Nr, 44 «I^'28M0. («Der Esel») vom I.November 1908 (5Nom). Nr, 42 «II inulo» (»Das Maultier») vom I. November 1908 (Bologna). Nr, 42 «I,k Ku,i,H» (.Der Frosch.) vom 30.—31. Oltober 1908 (Bologna). MchtamMcher Heil Die internationale Lage. Das „Neue Wiener Tagblatt" schreibt: Die Erhöhung des Friedensstandes in Bosnien und der Herccgovina umsaßt rund ll(»0l» Mann. Angesichts der ganz außerordentlichen Rüstungen Serbiens lind Montenegros drängt sich allerdings die Frage auf, ob die bisher ergriffenen militärischen Vorleh-rungen tatsächlich den gewünschten Erfolg haben werden. Die geineinsame Regierung steht wohl zunächst vor der Erwägung, daß militärische Maßnahmen mit sehr großen dosten verbunden sind und daß größere Vorkehrungen eine mißverständliche Auffassung im Auslande finden tonnten. Die „Neue Freie Presse" erklärt, Serbien und Montenegro könnten bereits aus der verhältnismäßig unbedeutenden, rein defensiven Maßregel erkennen, daß Österreich-Ungarn sofort alles tun wird, was sich als notwendig herausstellen sollte. Es sei übrigens jetzt in Serbien schon eine gewisse Ernüchterung eingetreten. Das „Neue Wiener Journal" meint, daß man sich in Belgrad fetzt vielleicht besinnen und aufhören werde, mit dem Feuer zu spielen. Das „Deutsche Volksblatt" besorgt, aus der Stimmung in Serbien können gefährliche Kompli-lationen entstehen und die Zentralregierung wird sich wohl veranlaßt sehen, energischere Maßnahmen zu ergreifen, als es die geringe Verstärkung der Truppenmacht im Bereiche des 15. Korps ist. Die „Arbeiterzeitung" hält die angekündigte Maßregel für harmlos, aber von sehr geringem praktischen Erfolge. Ehina. Die fast an Apathie grenzende Ruhe, so meldet man aus London, mit welcher bisher der eingetretene Wechsel in der Regierung Ehinas seitens der Bevölkerung anfgenommen wird, hat die Besorgnisse, die man an den Eintritt des Todes des Baisers und der >taiserin-Mutter geknüpft hatte, wenn auch nicht zerstreut, so doch verringert. Das hauptsächlichste Bedenken hatte sich eben dahin geltend gemacht, ob nicht ein in seinen Konsequenzen schwer berechenbarer Kampf der zwei am chinesischen Hofe sich befehdenden Parteien um den Besitz der Macht entbrennen und das Land ins Mitleiden ziehen werde. Diese wohl noch nicht als endgültig überwunden anzusehende Gefahr scheint durch eine Kooperation zwischen dem zum Regenten ernannten Prinzen Tschucn, dem Prinzen Tsing und Iuan-schikkai zunächst beseitigt zu sein; es bleibt nur abzuwarten, ob sich nicht zwischen diesen Macht-fattorcn doch noch Rivalitäten ergeben. Beruhigend wirkte ferner die aus Tokio cingelroffcne Meldung, daß die japanische Regiernng den Entschluß kundgegeben habe, der Wendung der Dinge in Ehina gegenüber nur im Einvernehmen mit den Mächten, in erster Linie mit dem verbündeten England, und denjenigen Staaten vorzugehen, mit welchen die bekannten Abkommen in betreff Ostasiens bestehen. Unter diesen Uniständen hält nmn den Eintritt internationaler Schwierigkeiten für höchst unwahrscheinlich. Was die Reformbestrebungen in Ehina betrifft, wird angenommen, daß unter dem neuen Regime deren Tempo allenfalls zunächst eine Ver» langsamung erfahren werde, ohne daß aber mit ihnen vollständig gebrochen oder gar eine Ära der Reatlion eingeleitet würde. Prinz Tschuen gilt Feuilleton. Herbst. Von Ac-tN'.-. MrandelH. (Schluß.) Von den alten Linden und Platanen der Lichtentaler Allee zu Baden-Baden sinken die gelben Blätter zur Erde nieder. Der Herbst hat seinen Einzug gehalten auch im lieblichen Oostale. Aber unmer noch ist dieses Fleckchen Erde schön und Zausende sind noch hier, die sich der herrlichen ^) Z5 Katholisch-Konservative gcncn Amtsdaucr sind 149 wieder gewählt wordcn. Tagesneuigteiten. — sOpernsänqcr, die man auf der Straße finbet.j Die Liste der Opernsänger, die aus ganz untergeordneten Berufen hervorgehen, wird immer länger. Es ist noch nicht so lange Zeit her, daß Earusu einen jungen italienischen Schuhputzer entdeckte, der heule Newyurl mit seiner Stimme entzückt. Caruso selbst hat früher als Mechaniker anderthalb Schilling Pro Tag verdieni. In Berlin ist bekanntlich vor nicht langer Zeit ein Maurergeselle mit einer wunderbaren Stimme entdeckt worden, der jetzt zur Oper ausgebildet wird. Nun kommt schon wieder die Meldung von zwei Phänomen des Gesangs, die sich die Entdecker buchstäblich von der Straße geholt haben. Das eine ist ein Straßenbahn» schaffner, der in dem englischeil Städtchen Watefield seinem Gewerbe nachging, und das andere ein Drosch» kenlutscher, der sich auf dem Londoner Pflaster sein Geld verdiente. Der erste heißt Horaeo Potts, der letz» tere Andrew Jones. Veide werden wohl künftighin ma» teriell ein wenig besser fahren, als sie dies biHer auf ihren Gefährten taten. — lDcr rätselhafte Parasit.) Ein seltsamer Fall, der für die Wissenschaft von Interesse ist, wird aus der Gemeinde Taisnil in der Umgegend von Amiens in Frankreich gemeldet. Ein Paket Milchpulver, das dort eine Bauersfrau namens Elise Earun längere Zeit in einem Schrank verwahrt hatte, platzte auseinander, und ein feiner Staub verbreitete sich im" ganzen Hause. Nach einiger Zeit entwickelten sich aus dein Slanb mikrosko» pische Parasiten, die bisher in ihrer Art von den Ärzten »och nicht beobachtet wurden, und die sich mit gioßer Schnelligkeit vermehrten. Frau Eavon und ihre Schwester sind von diesen Tieren am ganzen Körper bedeckt. Wiederholtes Baden hilft nichts, alle Wände und Möbel sind verseucht. Die Bevölkerung läßt die unglück» lichen Frauen das Haus nur im engsten Umkreise ver» lassen. Man sperrt sie ab wie Pestkranke und denkt, nachdem alle Desinfektionsmittel vergeblich waren, allen Ernstes daran, das Haus zu verbrennen. Die Ärzte sollen den geheimnisvollen Parasiten ratlos gegenüber-stehen. — So berichtet außer anderen Zeitungen auch das ernsthafte „Journal des Debats". Ein Mi'troskopi» ler, der über diesen Fall befragt wurde, hält die Schil» derung zwar für starl übertrieben, will aber ihre be» dingte Möglichkeit nicht beslreiten. — lDcr „schwarze Gan.q".j Aus Newyork wird berichtet: Eine eigenartige Szene spielt sich allmovgeud» lich um halb neun im .Hauptquartier der Newyorter Po» lizei ab, in den Räumen, die das Bereich der Geheim» polizisteil bilden. Anf ein Zeichen des diensthabenden Agenten öffnen sich die Pforten eines Nebensaales, in dem alle am vergangenen Tage unter irgend einem Ver» dacht verhafteteil Personen zusammengebracht sind, und im langen Zuge, eiuer hinler dem anderen schreiten sie zu einem großen Nebenraume, in dem mehrere Stufen zu einer schmalen Estrade hinaufführen, die alle Ver« hafteten ohne Unterschied passieren müssen. Schon im Vorzimmer haben Männer wie Frauen den Hut ab» nehmen müssen und nun, wenn sie den großen Saal der Geheimpolizisten betreten, erwartet sie ein seltsames Schauspiel. In dem großen Naume sind 150 Männer oder mehr, bisweilen sogar über 2W versammelt; aber nicht ein einziges Gesicht ist zu erkennen, denn alle diese Gestalten, die ihre Blicke scharf und forschend auf jeden Ankömmling richten, tragen große schwarze Masken, die ihre Züge geheimnisvoll verhüllen. Es sind die Ge» Heimpolizisten, die hier an jedem Morgen sich versam» meln, »m unter der Leitung eines langeifahrenei, Kri» »linalisten die „Eingelieferten" Revue passieren zu las-seil. Vor wenigen Jahren noch kamen die Neamteu ohne Masken zu dieser täglichen Parade des Verbrechens; bald aber mußte man erfahren, daß den Geheimpoli» zisten dadurch ihr Beruf erschwert und in vielen Fällen der Erfolg ihrer Arbeit schwer geschädigt wurde. Denn die gewohnheitsmäßigen Verbrecher lernten auf diese Weise die geheimen Veamlen der Kriminnlpolizei ken» nen, sie merkten sich die Gesichtszüge lind wußten da» durch später oft die feinsten Pläne der Detektivs zu darum gegeben, ihr Auge um Auge gegenüber stehen zu dürfen, seinen Blick in den ihren zu senken, ihre Hände zu drücken. Eine lange, schlaflose Nacht folgt für ihn. Wie toben die Empfindungen in seiner Seele! Am nächsten Vormittag überbringt ihm der Ausläufer des Hotels „Stephanie" ein Vrieflein. Frau Kommerzienrat Anny Wolter. Erich! Ich freue mich, daß es mir gelungen ist, Ihre Wohnung zu ermitteln. Kommen Sie bitte zu uns! Mein Mann kennt unser früheres Verhältnis und hat seinerzeit meine Gefühle für Sie geschont. Er freut sich. Sie kennen zu lernen. Ich erwarte Sie heute noch. V.-B., Hotel „Stephanie". Anny Wolter. Lange hält Widmer das Billett in seiner Hand; er küßt inbrünstig das Papier, die Echriftzeichen, deren Zug ihni einst so lieb gewesen. Und lange sinnt er darüber. Plötzlich aber wird sein Gesicht noch ernster. Sein Entschluß ist gefaßt: er will nicht hingehen, er kann nicht! Soll er ihr Glück schauen, ihren Gatten, ihre Kinder? Soll er die Wunde noch mehr aufreißen, als es schon jetzt geschehen ist? Nein! Er schreibt eine höfliche Entschuldigung, Packt seinen Koffer und reist noch am selben Tage ab. Er weiß es, gegen d i c Krankheit, die ihn jetzt wieder befallen hat, helfen weder die Bäder der Kurstadt, noch die herrliche Umgebung. Gegen sie hilft nur Arbeit. Und diese Allheilerin soll ihn über die nächsten schweren Tage hinwegtrösten. Die junge Exzellenz. Roman von Weorg Hartwig. (111. FortsctzUNss.) Machdnicl verholen.) „Ich weiß, daß ich nichts getan habe, nichts tun konnte, das Glück zu verdienen, das ich ersehne. Ich kann nur bitten, daß Sie es mir schenken. Aber ich weiß auch", fuhr er mit vor Erregung bebender Stimme fort, „daß ich die Erfüllung meines heißesten Wunsches als ein unaussprechliches Glück betrachten würde. Fräulein Eva", flüsterte er, ihre Hand ergreifend und an seine Lippen ziehend, „haben Sie es denn nicht längst bemerkt, daß alle meine Gedanken in den letzten Wochen nur Ihnen gehört haben?" Sie nickte stumm. „Nun dann, wenn Sie das wissen, dann ist Ihnen die Tiefe meiner Empfindungen auch nicht verborgen. Eva" — er suchte ihr glänzendes Auge, das sich hinter den schamvoll gesenkten Lidern verbarg — „Eva, ich liebe dich — liebe dich unsäglich!" Wundersam, wie ihr gerade setzt Lina Wittigs Abneigung gegen das sich Nählenlassen des Weibes durch den Sinn huschte. Konnte es wohl etwas Schöneres geben, als sich so wonnevoll erbitten zu lassen! Sie richtete den Blick auf ihn. Der Gedanke, daß dieser Mann von nun an ihr näher stehen sollte als alle anderen Männer, näher selbst als Vater und Mutter, und daß ein Tag kommen mußte, wo sie mit ihm fortzog für immer, verschleierte das strahlende Blau für einige Sekunden. „Eva, kannst du, willst du mir angehören?" Sie fuhr wie aus einem Traume auf und wandte ihm ihr schönes, heiß erregtes Antlitz lächelnd zu. ^ „Willst du mein geliebtes Weib werden?" Wechting küßte ihre Hände mit wachsender Leidenschaft. „Dich mir schenken — immer und ewig, meine süße Eva?" Sie neigte ihr blondes Haupt voll gewähren-der Scham. Im Salon begann der Oberst auf dem Flügel zu Präludieren — da schlang Wechting mit innerster Bewegung den Arm um dieses Mannes Tochter. „Hab mich lieb, Eva — und glaube an meine große unendliche Liebe! Willst du? Wirst du's können?" Er drückte seine Lippen auf ihr duftiges Haar. „Sprich!" bat er, sie fester an sich schließend. „Liebst du mich? Sage, daß du mich liebst!" „Ich liebe —" flüsterte sie rasch. „Dich! füge hinzu", sagte er lächelnd, seine Wange an die ihre legend. „Ich liebe dich, sage!" Sie stockte in reizender Verlegenheit. „Ich glaube. Mama kommt!"'Doch da sie sein forderndes Auge über ihr Antlitz geneigt sah, flüsterte sie rasch: „Dich liebe ich —'" Die Art, wie sie es tat, erinnerte an einen allerliebsten Trumpf, mit dem ein neckisches Scherz-und Fragespiel zum Abschluß kam. Er zog sie fest an sein Herz. „O, du! Eva! Süße Eva!" Ihm fiel es wie eine Last von der Brust. „Morgen komme ich zu deinen Eltern." „Bitte, laß mich fort!" flüsterte sie hastig. „Ich höre wirklich Schritte —" Laibacher Zeitung Nr. 269 2501 20. November 19W. durchkreuzen. Seitdem ist verfügl wurden, daß alle Bo amten mit der Maske zu erscheinen haben. Schnell nnd ohne Förullichkeit vollzieht sich die Besichtigung der Ver» Haftelen. Sie alle, die am Tage vorher mm den Wach. tern der Ordnung festgenommen wurden, müssen del« „schwarzen Oang" durchschreiten, der alte Gewohnheits» einbrecher, der,, mit der Prozedur bereits vertraut, schnell die Stufen hinaufschreitet, wie die Dame, die im Laden bei einem Diebstahl entdeckt wurde, das junge Mädchen, das der Zechprellerei beschuldigt wird, weil die Geldsendung vou Hause vielleicht nnr um wenige Stun, den zu spät ankommt, und der junge Kommis, der die ihm anvertraute Klasse schlecht verwaltete. „Gesicht geradeaus", tönt es dann kurz durch den Raum und eine Weile heften sich die Blicke von vierhundert Augen aus das Gesicht des Verhafteten. „Gesicht zur Seite", tönt es nach kurzer Weile, die Profillinien werden beobachtet und unten in der Schar der Detektivs hurt man das Naschein von Papier und das Knirschen von Bleistiften. Bei belannten Verbrechern gibt der leitende Kriminalist eine turze (Erläuterung. Bei allen aber wird der Name genannt nnd der Grnnd ihrer Verhaftung, und nicht seilen kommt es dabei zu ergreisenden Szenen, wenn ein nrtümlich oder unter falschem Verdacht Verhafteter, von Scham überwältigt, seine Unschuld beteuern will. Kurz wird ihm das Wort abgeschnitten, das Urleil oder de: ^reispruch ist die Sache der Richter, uud während der Gewohnheitsverbrecher mit einem spöttischen Lächeln >',ach vollzogener Besichtigung weitergeht, bedeckt die unter falschem Verdacht verhaftete junge Dame schluch-zend ihr Gesicht mit den Händen und eilt zitternd da-von, denn 2<»<» Männer haben hier ihren Namen ge» hört und den schimpflichen Verdacht. 2<><1 Männer, die sie nicht tennt und nie kennen wird, und die ihr viel» leicht täglich wieder auf der Straße begegnen, ihr Ge-sicht prüfen nnd dabei sich denken: „Das ist die und die . . ." Land- und Städtebildcr aus Syrien uud Palästina. Rciseerimicrimgen von Johann Pctlovüel. (Fortsetzung.) Von Tiberias uach Kana sind etwa sechs Stunden, doch ist es nicht mehr jenes Kana, wo Jesus zum ersten-mas die Augen der Welt auf sich gerichtet, indem er Nasser zu Wein machte; es ist nicht mehr der Ort der Hochzeit, die Paul Veroneses unsterblicher Pinsel uns mit so glänzenden Farben vor Augen gezaubert. Kam, liegt aus einem Verge nnd sieht wie die meisten allen Dörfer Palästinas wie versallen aus. Ehe man den Berg hinaufsteigt, lommt man an die berühmte Quelle, an welcher wir den Mädchen zusahen, wie sie mit ihren tönernen trügen zum Brunnen gingen, ganz wie es vor zwei Iahrtansenden gang und gäbe war. Eine moderne Kapelle wurde uns hier gezeigt als jene Stelle, wo Jesus das bekannte Wunder vollbrachte, und in der ärmlichen griechischen Kirche sind noch einige große Steinkrüge aufbewahrt, die von jeuer Hochzeit herrühren sollen. Unsere Nengierde, die Hochzeitslrüge zu seheil, blieb anch nicht nnoestraft, denn als Nnr nacy einem einslündigen Ausenthalle zu unseren Wagen und Pferde» zurückkehrten, hatte gar mancher etwas von feinen Habfeligleiten zu vermissen; dem einen fehlte sein Schal, den, anderen sein Nädecker, dem dritten die Landkarte, und so ging es weiter. Nachdem wir aber bei dem Ortsvorsteher energisch Einsprache erhoben, wurden einige der gestohlenen dachen in knrzer Zeit rückerstaltet. — Die Franziskaner erhalten hier eine arabische Knaben» uud Mädcheuschule und gewinnen durch ihr hnmanes Wirken inuner mehr Anhänger in einem Orte, wo Moslems und Griechen vorherrschen. Ans dem Wege von Kana uach Nazareth passierten wir sehr freundliche Dörfer mit fleißigen Inwohnern, die uus mit gastlichen Zurufeu bewilltommten. Auf der Partie Nazareth.Tiberias durchschritten wir einen Teil des Landes jener Mirakel, von denen das Testameut schon eine ausgiebige Kunde gibt. Das schöne Galiläa war es ja, das Jesus vor allen« liebte, wo er seiue freunde und Jünger warb, wo er durch die Überlegenheit seines Geistes das Volk feinem Glau» ben unterwarf. Diese Vorliebe wird erklärlich, wenn man aus diesem Lande heraustritt und das steinige Samaria und Iudäa bereist. IV. Der Nitt durch Galiläa, Samaria n uo Iudä a. Von Nazareth ans ging die große Reilertavalkade über Dschenin, Samaria däa wagten, war zu früh, weil man leicht in die Regen» zeit hineinkommt. Die Mannigfaltigkeit in der Boden» geflallnng bewirkt, daß es hier auch noch die zweite Hälfte des März regnet. Dieser Thrühjahrsregen und die Äquinoktialstürme mit Hagel und Schnee machen die Fußsteige — von Straßen kann man von Nazarelh Weiler nicht mehr reden — fast ungangbar. Tiefe sind vielleicht die schlechtesten der Welt nnd nur mit sehr guten Pferden paffierbar. Der größere Teil der durch Samaria und Iudäa sühreuden Reilpsade find eigent-lich nicht anderes als fortgesetzte ^elsenstiegen, die bergauf und bergab führen. Sie erfordern vorzügliche Reittiere, die bei Hunger und Durst eine solche Tour aushalten, um nicht jeden Augenblick Hals und Beine zn brechen. Die Abreise in Nazarelh trng ein eigenes feierliches Gepräge. Wir verabschiedeten nns am Morgen unserer Ab» reise bei den biedern Franziskanern, die uus während unseres Aufenthaltes fehr gut behandelt halten. Vor dein ^ranzislanerkloster standen seit 5 Uhr früh gegen 8(> gesattelte Pferde und jedermann konnte sich nach Be» lieben sein Pferd aussuchen, das ihn, z» passen schien. Selbstverständlich wurden die schönsten Pferde sofort olknpiert, ohne hiebei die Reitkunst mit der Güte des Pferdes iu Übereinstimmung zu bringen. Die schlechte» slen Reiter kamen aus diese Weise aus die besten Reit» tiere, während die tüchtigsteil fich mit den elendstell Ganlen begnügen mnßten. Diefe Ungleichheil mußte selbstverständlich aus Verlangen der nichlsattelfesten Rei-ter ausgeglichen werden. Das „Zurechtlegen" aus den Pferden, Suchen nach Reituutensilien u. dgl. dauern säst eine Stunde, bis wir uns auf der Straße, die durch die schöue Ebene Iesrecl nach Dschenin führt, in Be» wegnng setzten. Die unser Gepäck, Nahrungsmittel uud Schlafzelle tragenden Kamele waren tags zuvor abge» gangen. Gleich von Nazareth weiter nimml der Weg bereils den Eharalter an, der ihn später für Roß nnd Reiler so beschwerlich macht, und ich möchte wisseu, wie es die alteu Köuige iu Israel anstellten, wenn sie mit ihren unzähligen Streitwagen in den Kampf zogen, da sie ''ben so viele Blöcke und Steinplatten zu passiere» hatten wie wir. Der Fußsteig läuft fast beständig dem Rande der Ver^e entlang, welche die Ebene Jesreel begrenzen. Nach der Überschreitung der Nazarelh. Gebirge blieb uns dann lange der Blick über die weite Ebene offen, auf welcher man zerstreute Zeltlager er» blickt und Karawanen begegnet. Einige Teile dieser weilen Ebene sind versumpft; Tausende von Stelzen-vögeln trieben darauf ihr Wesen. Wir folgten von Nazarelh aus in südöstlicher Richtung gegen das Dorf Ikfal; oberhalb desselben gibt es steil abfallende Fel» sen, die traditionell als jene „Hügel des Berges" be> zeichnet werden, von denen die Nazarenen Jesus hinab» stürzen wollten. Der Weg führt weiter um den steinigen Dschebel Dahi herum, und bald sahen loir vor uns Serin oder Serain in erhöhter Lage. Serin ist das alte Jesreel, hente ein ärmliches, schmnhiges Dorf, einst eine bedeutende Stadt nnd Residenz der Könige Israels; wir fanden es nicht der Mühe wert, abzusteigen und es zu besichtigen. Von Serin weiter führt ausnahmsweise ein ziemlich gerader Weg gegeu Dschenin. Wir kamen hier gegen 6 Uhr abends an und schlugen unser Zelt» lager im Westen des Ortes auf. Dschenin, mit etwa 8000 Einwohnern, liegt auf einem fansten Porsprunge jenes Gebirges, das die Grenze zwischen Galiläa und Samaria bildet, an der Slelle des allen Engannin. Die Stadt ist freundlich, weil sie inmitten üppiger Gärten an einem ergiebigen Bache liegt. Man genießt hier eine entzückende Aussicht über die Ebene Jesrccl oder Esdralon, umgrenzt von den Gebirgen Gilboa und Hermon, die ganz ver. schieden sind von den nicht charakteristischen judäischen Hügeln. Ein Teil der Reisegefährten nahm Wohnung in eineni ruiuenartigen Hause, der andere Teil wurde iu den Zelten untergebracht. Leider drohte uns bald nach nnserer Anlunst ein arges Mißgeschick durch eiueu hes» tigeu Regen, der gegen Morgen rinsepte; uud so schön die vor uns liegende Ebene aussah, so schlimm sind die Fußsteige bei nassem Wetter. Den nächsten Tag zögerten wir lange, den alten Palast der Könige von Israel zu verlassen, mnßten uns aber doch entschließen, den Weg nach Nablus unter der ungünstigsten Wetterprognose anzutreten. 'Wir waren leine Stunde fort, als ein heftiger Regenguß, untermengt mit Hagelkörnern, kam. Beim Übersetzen eines angeschwollenen Baches hallen wir un» scre liebe Not mit unseren Pferden, die nicht das rei» ßende Wasser durchwaten wollten. Jedes einzelne Pserd mußte hiuüber gezogeil werden. Als wir nach dieser an-slrengenden Arbeit aus eine kleine Anhöhe kamen, ver-wandelte sich der Regen in Hagel, nnd die großen Schloßen fielen fu dicht und fo heftig auf uns herab, daß unfere arme» Pferde ganz toll wurden, uach allen Seiten ausrissen nnd wir uns nnr dadurch helfen könn» ten, daß wir die Pferde gegen den Wind wendeten nnd dem Hagelschauer den Rucken boten. Unter solchen schlimmen Umständen mußten wir die sonst hochinter» essante, aber im ^rühjahre ganz versumpfte Ebene ',wi» scheu Knbatije und Dscheba durchziehen. Sie ist reich an Feldern und Weideplätzen und jedenfalls der frucht, bcnsle Teil des Landes Kanaan. Seit den ältesten Zeiten wurde dieser schöne Boden mil Blut getränkt, den» auf ihm schlugen Juden, Sarazenen, Perser, Dru» sen, Bedninen, Araber, Krenzsahrer nnd in neuerer Zeit die Franzosen ihre Schlachten. Dieser Riesenlessel ist von allen Seiten eingeschlossen nnd weist hochinler-essante Punkte aus, aber das Uuwetler trieb uns fort ohne Rast und ließ uns nicht einmal Zeit, auf einige stunden abzusteigen. (Fortsetzung folgt.) Er Preßte einen Augenblick seine Lippen auf ihre Stirn. Dann trat er zurück. Das junge Mädchen entfloh lautlos ins Nebenzimmer, bevor die Oberstin über die Schwelle trat, sich forschend umsah und das Gemach wieder verließ. „Man verlangt dringend nach Ihnen, Herr von Wcchting." Der Assessor folgte ihr. Eine größere Qual glaubte er nie erduldet zu haben, als jel^t, trotz des übervollen Herzens starr ins Nolenbuch blicken zu Müssen und den aufbrechenden Jubel seiner Seele m die erbarmungslose Fessel der Taktcintciluna. zu zwängen. Er vermochte, denn auch nicht mehr richtig bis drei zu zählen und brachte es endlich zustande, daß Muschler seine, Bratsche für diefcn Abend für mundtot erklärte. „Nein, Nüssen Sie, verehrter Herr Oberst", sagte cr, als Nechting aufatmend sein Cello fort-stcllte und zu den Damen aus Sofa trat, „das ist mchr als Vergnügen, das ist Kärrnerarbeit. Ich dcnke, wir stellen es dein Landralsamt anheim, sich smi Urteil selbst zu sprechen. Was meiueu Sie dazu, 'nein Fräulein?" „Mir ist der Wechsel auch sehr aufgefallen", cr-widertc Lina Willig, ihre Geige in den Kasten packend. „Vielleicht'ein Uuwohlfein!" „Da müßte eiuer alicr schon mit dem Tode rin-Nm", sagte der Professor, seinen Arger wegwehend; "wenn er nicht mehr bis drci zählen kanu. Gestattn Sie mir, daß ich Sie au Ihrer Tür drunten sicher abliefere." Als der Assessor als letzter aus der Tür ging, wandte cr sich noch einmal zurück und sagte: „.Herr Oberst, darf ich um die Ehre bitten, Ihnen morgen mittags einen Besuch zu machen?" Herr von Soldeu, einen Moment stark über rascht, faßte steh schnell. „Vitte sehr, Herr Assessor — Sie werden mich zu Hause finden!" Daun wandte er sich und kehrte hastigen Schrit-tes in den Salon zurück, wo er feine Gattin antraf. „Ist Eva nebenan? Nun weiß ich, Luise, warum der gute Wechting vorhin den Professor zur Verzweiflung gebracht und mich bis an die äußerste Grenze der Geduld getrieben hat. Es muß zwischen ihm und Eva schon etwas vorgegangen sein." Frau von Soldcn sah befriedigt und voller Spannung in das Antlitz ihres Galten. „So hätte doch meine Ahnung mich nicht getäuscht!" „Jedenfalls hat Wechting mich eben um Erlaubnis gebeten, mich morgen mittags besuchet! zu dürfen. Du begreifst!" „Das" — Frau von Sulden atmete tiefer auf — „das ging fchnellcr, als ich glaubte — wollte." „Ja, daran ist nun nichts zu ändern", fagte der Oberst, vor sich niederbückend. „Und da die Entscheidung mora.cn an uns herantritt, muß die Geschichte heute noch überlegt werden." „Überlegt?" rief Frau von Colden lächelnd. „Was ist da noch zu überlegen? Nir muffen eben unsere Einzige hingeben, vorausgesetzt, daß Evas ^crz gesprochen hat, denn eine zweite w glänzende Partie findet sich wahrscheinlich so leicht nicht wieder. Laß uns Eva fragen!" (Fortsetzung folgt.) Lokal- und Provinzial-Nachrichten. — Militärisches.) Transferiert werden: Der Militär-Oberlierarzl Michael 5l n a s l i t fch des Dra-gonerregimcnts 5, zngelcill der Remontenasfenttommis» sion Nr. 5, zum ^eldlanonenregiment 7, der Mili'.är. Unterticrarzt Vinzenz Zöhrer des ^eldtanonenregi» ments Nr. 7 znm Remonlendepol in Labod. — In den Präsenzstand werden überseht der nach Postelbere, be» nrlaubte Leutnant Richard (5 b e n hoh des Insanterle-regiments Nr. 27 bei Transseriernng zum Infanterie, regiment Nr. 98 und der nach Wien beurlaubte Leu<> nnnt Rudolf Riedlinger des Dragonerregiments Nr. 5. — In die Reserve werden überseht: der Ober» leutnant Robert Drzemalil lbeim Übertritt in den Zivilstaatsdienst, Aufenthaltsort Trieft) nnd der Ober» leutnaut Josef SPiIler des ^eldjägerbataillons Nr. 20 ibeim Übertritt in den Zivilstaatsdienst, Aus^it» Haltsort Trieft). — Im Znsammenhange mit der Rege» lung der Gagengrbühren der Offiziere wurde anaeord» net, daß die bisher in der 9. RnnMlasfe bestandenen Ab» stusimgen erster und zweiter Klasse in Hinkunft zu ent» fallen haben. Die in den verschiedenen Militärbeamten» bianchen bestehende llhargenbezeichnuilg „Offizial" eister und zweiter Hlasse wird durch „Oberofsizial" uud die Bezeichnung „Ossizial dritter Klasse" szeynte Rangsllassej durch „Offizial" erseht. Welters werden die Kadellossiziersstellvertreler von nun an — so wie ihre Benennung bis zum Jahre 1838 war — ,/^ähn» riche" heißen. — sEinbeiusunq der Nclrutcn und Ersatzrcjervistcn der l. l. Landwehr.> ÄlS (linberusnngslag für die nächste ^rühjahrsrelrutenausbildung der l. t. Landwehr wurde der 22. März 1009 sestgesehl. An diesem Tage ist auch mit der Ausbildung der Ersahreservisten zu beginnen, soweit sie nicht im Herbste erfolgt. i«-—. Laibacher Zeitunq Nr. 268. 2502 20. November 1908. — Die Mutler) betitelt sich Me^tos dreiaktiges Drama, das gestern vor volleui Hause als Novität in Szene ging uud auf fol-gender Fabel aufgebaut ist: Eine Ingenieurswitwe hat zwei Söhne, den Maler Milan uud den Stndenle» Iva», sowie ei»e Tochter Tiula, überdies ei»e Pflege-tochter namens Silva. Diese letzlere verliebt sich in eine» Zigeuuer, der aus offener Szene vo» Milan aus Eisersucht erstoche» wird. Der Maler wanderl ins Ge» fängnis, Silva in die weile Welt. Der Student Ivan wird aus der Schule ausgeschlossen, weil er sich an einer »alio»ale» Festlichkeit beteiligt hat; er wcmdert »ach Amerika. So bleibt die Mutler mit ihrer Tochter Tinla allein. Tinta hat die Werbimg des Försters Kri'5»ik ab-gelehnt, weil er über die Nation, der sie angehört, ge-riiigschätzig denkt. Es verstreicheil drei Jahre. Die M»l-ler härmt sich ab u»o hüstelt ga»z verdächtig. A» ei»em stürmische» Abe»d kehrt Silva au Leib uud Seele ge-brochen zurück; am gleiche» Abeiid ist a»ch Mila» aus dem Kerker eutsprunge», »veil er das Heimweh nicht verwinden konnte. Er hustet noch viel bedenklicher als seiue Mutter, die sich mittlerweile zu Bette begebeil hat; er bekommt auch einen Blutsturz. Schon nahen die Häscher; nur noch seine Mutter will er sehen. AIs er sie erblickt, stürzt er zusammen; die Mutler wirst sich über ihn und der Vorhang fällt. — Das Drama ist dnrchgehends vo» »alionalem Geiste beseelt; es sollte ei» dramatisierter Hymnus an die Heimal sein. Die Vorzüge der heimatliche» Scholle werden i» begeisterte» Worten gepriesen; alles Schädliche kommt vo» auße». Mila» hat sich zu viel iu der Welt umgesehe» »nd wurde dadurch der Liebe zum angestammten Lnnde eilt-sremdet; selbst der tödliche Stich, »»ter desse» Wucht der Zigeuner znsammenbricht, ist ans den verderbliche» Eiufluß der Fremde zurüctzusühre». Das Schicksal Ivuus wird durch Leute besiegelt, die der Jugeud die Liebe zur Heimat aus dem Herze» reiße»; ja selbst der Zige»»er schemt so ei» Stück Fremde zu sei», die Verderbe» i»s stille, ruhige Heim der Ingenieurs-Witwe bringt. Die Tendenz des Dramas ist i»sofer»e lobenswert, als es Liebe zur Heimal wecken will; süg» lich können anch die vielfachen Übertreibungen ver-ziehen werde», durch die die Te»de»z gehobe» werden soll. I» dieser Veziehuilg dürfte der Autor semen Zweck erreicht haben, de»» emige „Schlager" zündeten und hatten lauten Beifall zur Folge. Emigermaße» cmders aber stellt sich die Sache, weuu das Drama aus seim' Qualität als literarisches Wert geprüft wird. Uud es m li ß geprüft werden, da der Patriotismus allein doch uichl den Maßstab für desse» Wert abgebe» laim. Wir wolle» da die Frage osfen lassen, ob der Einslnß der Fremde denn wirklich so verderblich sei, ob es wirtlich für einen anslcmdig »atioiial gesi»»ten Bewohner der heimatlichen Scholle genüge, seine Wälder, Anen, Täler, Berge usw. zu bewundern uud nicht zuweileu über die Berge zu steigen, hinler denen belaiintlich a»ch Mensch?» wohne». Wir lasse» diese Frage »»erörtert, ebe» »lit Rücksicht ails die Te»de»z des Dramas, die wir bereits als löblich bezeich»et habe». Aber wir setze» de» handeln-de» Personen das kritische Messer an die Brust. Me^lo läßt in seinem Drama einen Pfarrer auftrete», einen er< fahrcnen, schlichten, ehrwürdigen Mann, der mit Milan eine »etlc Sze»e spielt, wurm er seine A»sichte» über die Liebe zur .Heimal nachdrücklich verficht, ohne indes die Einwürfe Milans ganz eullrästige» zu lönuen. I" Laibacher Zeitung Nr. 268. 2503 20. November 1«0tt. ülni^n Hai der Pfarrer nichts zu tun; er grcist nir. r wäre streng genommen entbehrlich, weil sie ills Räderwerk der Porgänge nicht in der geringsten Weise eingreift. Sie hat nur insoseine eine Existenzberechtigung, als sich sonst der zweite Akt ans einige wenige Szenen beschränken müßte. Der ^i> geuner ist eine gar mystische Persönlichkeit, von der man nichts weiteres erfährt, als daß er das ^iildellind Silva, das Kind der Straße, in seine Wälder sort-'schleppen will, nm sie unter dem Baldachin des Himmels zur .Wnigiu der Waldungen zn machen. Wir glauben, daß sich die, Zigenner heutzutage einigermaßen moder» nisiert haben und nicht als simple Waldbewohner, son» dern wenigstens als Primasse ihre Prinzessinnen liiren! . . . Und schließlich mag die ?srage ausgeworfen werden, inwieferne das Drama seine Vezeichnnng „Die Mutler" rechtfertigt — wobei wir dem Titel die Veden. tung „Die Heimal" snppouieren »vollen. Außer der Hei-mat lein Leben oder „Ans Paterland, ans tenre, schließ dich an". Hier sind die Wurzeln unsrer Kraft. Aber, »venn auch der Maler Milan seiner Heimat teilweise entfremdet wnrde, lafsen wir durchaus nicht die Ve> glündung gellen, daß der tödliche Stoß, dnrch den er am ^igeuuer zum Mörder wird, lediglich auf den nn» heilvollen Einflnß der /fremde zurückzuführen ist, daß Milan also nichl zugestoßen hätte, wenn er hübsch in den heimatlichen Fluren geblieben wäre. Das treibende Mo» ment ist hier die Eifersucht, und diese wird er doch Hof» fenilich nicht in der . . . fremde kennen gelernt haben? Und wenn sich Silva während seiner Abwesenheit in den romantischen Zigeuner verschant hatte, weil er eben abwesend war, so ist dies ein Zufall, mil dem die fremde sehr sehr wenig zu tun hat! — Me^los Drama ist gewiß ein mit echter ^iebe konzipiertes Werk, aber dramatisch ist es nicht. Dafür sind die Dialoge zu sehr ausgesponnen, von eminent lyrischer garbling nnd wir. ten aus die Dauer ermüdend, so namentlich im dritten Alte, der absolnt nichl von der Stelle rücken will. Die schauspielerischen Kräfte taten ihre Pflicht uud verhalfeu dem Drama zu einem äußeren Erfolgei der anwesende Autor wurde nach dem ersten Akte lant altlamiert. Zu nennen sind namentlich die Damen Dragutinovi» <^ eva , Vor 5 tnikova und Winterova (die eine schöne Blnmenspende erhielt) sowie die Herren N u -5 i ,— — jAus der deutschen Tlicaterkanzlei.) Heute ge> laugt die zugkräftige Operette „Die ^örster-Ehristl" von Georg Jarno zum fünslenmal in der bekannten Ve» sl'hung nnd bei gewöhnlichen Preisen znr Wieder» hulung. — Sonntag wird die Straußsche Operette .,U)s)i Nacht" aufgeführt werden. — Vorbereitet wer. den: „Der Vater", „Die Walküre" uud „Der Mann mit den drei grauen". — Konzert Godowsly.) Auf das heute abends im M'oßen Saale des Hotels „Union" staltsindeude Konzert des Pianisten Godowsly sei hiemit nochmals ganz be-sonders aufmerksam gemacht. Telegramme 5es K. k. Tclegraphen-Borrespondenz-Bureaus. Serbien. Nelgrad, 19. November. Heute wnrde folgendes "l'siziclle5 Kommuniqn«' veröffentlicht: Gestern abends "huben die Vertreter Englands, Italiens, Deutschlands, ^'nßlauds nnd ^ranlreichs bei der serbischen Regiernng Neuudschastliche Vorslellnngen, daß die serbischen Trnp-l'l'n im Interesse der guten Beziehungen mit der Nach. barm ml archie von der Grenze zurückgezogen werden nnd bie etwaige Bildung von Banden verhindert werde. Der Vcmislerpräsident erklärte den Vertretern der Groß. '"ächte, daß sich an der Grenze leine serbischen Trnp. pl'N befinden nnd daß Banden überhaupt nicht gebildel Wurden. Die köliigliche Negierung werde nach wie vor ^»stlich dafür sorge», daß die Bildung von Banden "»möglich gemacht'werde. Der Ministerpräsident be-"ichle die Gelegenheit, nm die Ansmerlsamleil der Ver-treter der Großmächte aus die in der letzten Zeit mehr-Mals erfolgte Verlegung des serbischen Territoriums durch die österreichisch.nngarischen Militärbehörden nnd "us die Maßnahmen zu lenken, welche die Nachbarmon. ^chie ohne jede Neranlassnng gegenüber privaten nnd Amtspersonen uud auch gegenüber dem serbischen Staate selbst ergrissen habe. Der Ministerpräsident überreichte den Vertretern der Großmächte ein Ver-^'ichuis über diese verschiedenen ^älle und wies ihneu "!6 Beweis für die Verletzung serbischen Territo-l'Xlns die auf serbischem Boden vorgefundenen österre,. chlsch-ungarischeu militärischeil Ansrüstnngsgegenstäude ^r, uud zwar einen Kavalleriesäbel mit der eingravier. ten Bezeichnung „!1. Dragoner.Negimenl", Weilers eine Kavallerie.^eldlappe mit dem eingeschriebenen Namen „Tscheruet" und einen Ossiziers.Feldslecher. Überschwemmungen in Sizilien. Rom, 19. November. Der „Messaggero" meldet aus Palermo: Die Nachrichten aus dem Inueru von Eata» ilien nnd Ealabrien sagen, daß das ganz anßergewöhn-liche Unwetter große Verheerungen angerichtet hat. Gioße Besitzungen wnrden zerstört nnd eine beträcht, liche Anzahl von Banerngehöfle» verwüstet. Die Schaf. Herde» sind von, Wasser eingeschlossen uud dürsten ver. lore» sein. Bisher schätzt man die Zahl der Tuten ans etwa zwölf und die der Verletzten auf ruud 2l»<». Es sind dies fast ausschließlich Landleule, die ans freiem ^elde vom Unwetter überrascht worden sind. Militär- uud Polizeiabteilungen gehen mit LebeusmiUelu nnd Ver» bandsstossen an die Unglüctsstäiten ab. l5atanill, 19. November. Heute vormittags ist ein Hilsszug abgegangen, um die Passagiere des beim Tun» nel von Mangano vom Wasser eingeschlossenen Expreß, zuges auszunehmeu. AIs der Hilfszug den Tunnel Pas» sierte, stürzte dieser ein. Die Lokomotive, der Gepäcks» wagen sowie mehrere Waggons liegen nnter den Trum» iucrn des Tunnels. Von den Neiseuden wnrde niemand verletzt. Die Negierung sandle in die vom Unwetter heimgesuchten Gegeudeu Hilfsmittel. Marseille, !9. November. Gestern abends erfolgte vor dem Eingang des dem italienischen Generalkonsnlate benachbarte» Hanfes eine starke Explosion, durch welche das Tor zertrümmert n»d eiu Brand verursacht wurde, der jedoch rasch gelöscht werde konnte. Die Polizei glaubt, daß der mittelst einer Melinilpatroue verübte Anschlag gegen den italienischen Generalkonsul gerichtei geweseu sei, der in der letzten Zeit zahlreiche Droh. briefe erhalten hat. Paris, 19. November. Dem Kolonialminister ist vom Gouverueur vou St. Pierre de Miguelou telegra-phisch gemeldet worden, daß Straßenlundgebungen zu» gnnsten der von Klerikalen gegründeten Privatschulen slatlgesundeu habe», doch fehlt in der Depesche die Mit-teiluug, daß die Ma»isesta»ten die amerikanische Flagge anf dem Palais des Gouverneurs gehißt hätten. Vor-gestern wnrden neuerliche Kundgebungen vor dem Hanse des Nichters veranstaltet, weil dieser de» Lehrer einer Privatschule zu eiuer Geldbuße verurteilt hatte. Es heißt, der Gouverneur habe die srauzösische Negierung ersucht, ei» Kriegsschiff nach St. Pierre de Miquelo» abzusenden. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtcl. Die Bor- und Liihtum-htltlfc-e Heilquelle _ SJ&LVATOR 1 ••wahri. sich bei Nieren- »;id Blaicnleidcn, Gicht, tv-l«ck«rharnr«hr und tatarrhallschen AflectJoii«». ^ Natftrllcher elttnfrtl«r Sauerling. Z Hanptniederlagen \n Lalbaoh: Michael Kaatner und Peter Lassnik. Anbekommene fremde. Grand Hotel Union. Am 16. November. Ülohn, Nottauscher. Puhleiler, Reichenbach. Scidcuberger. Kollmann. Noth. IanSly, Tandlcr. Nsdc.; Lorant. HiUt'g, «site.. Wien. — Pul.chccz, Leqer. 3i,dc.; T>r. Prctner, Advolat, Triest. — Reschla. Nsd.; Sohr, Xrfui.; Clzelleuz Marsch, Feldmarschalleutnant: Laesing. Hauptinaiiii, Graz. — Pah. s. Frau. Ttcin. — Hagar. s. Tochter. Ältcn-marlt l>. Nalcl. Klun. Prioat. Stcinach. — Seagnrtti, Van-mcister, Gnrtfeld — ^oslc. Privat. Eisnern. — Lcbel. Be» sihcr; Rebic, Pfarrer, Bucla. — Schwarz, Mährisch Ostrau. — Dezmai,, Baurat. Razdrto. — Lavrii. Pfarrer. — Uopri-vec, Ratichach. — Fröhlich. Agram. Nolar, Am 17. 3iouember. Fnchs, Strrmann, Kmser, Hirsch, Arcichll, Nrauh. Wcih. Friedl, Piolm, Egger, Ernst, Klmgcr, Rsde.; («roh. ssuliritsdiieltoi; Otte, Ol'crbaurat, W,en. — iiaufer, Nenrath, Nsdc,; Blühwciß. Dentsch, ttsite., Giaz. - -Lulanz, Rsd,; Eitel. Kfm,; Neubauer, Inspektor, Trieft. — strouel. Hanptnmnil, Laibach. — Bolf. Su^al. — Oiilej; wrascina. Ägiam. -- Wulf. Kfm., Brunn. — iientcl, Nular, Bischoflacl, — Sarlany, Nsd,. Budapest. — Kunstelj. Obrr« la'bach. — Masluvits, (^untar. Stoe>z, — Tajn. Jurist, Oroh laschih. — l'Yme!)ner, Vcrgdircltor. IohaoniSthal. — Polz. Baumeister, klac,cufurt. - Äaja, Pfarrer. Heil. Drcifaltigtcit, - Dr. Steinwender, Villach. — Ratschitjch, Gutsbe il,er. s. Tochter. Hotel Elefant. Am 18. November. Vnron Gntmansthal, Guts-besihcr, W^clstciii. - Eger. Fabrilaui. s, Gemahlin, Eisnrrn. Nrich, Nfm,, Knsstcin, - sscigcrk', Dircltor. Villach. — Va. lenta. Obcrinspcltor, Marburg — Zirmaun. Jug., Nr.'NeU' studt. — Achuh, ztausmanuSssattil,, s. Tochter. Fristritz. — Dell. Kfm, Grnz. — Mrksa. Kfm,. s. Gattin. St, Martin. Kwedrr, Kfm,. Cilli. — Maiarou, Kfm., ssrmizdon, — HoMs, Privat. — Vuöwtibor. — Duhadni, Stich. Reich. Linl. Baum. f^ld. Fuchs, (ijottesniann. ttsstr. - Solwn. Iiiss, W^n. Verstorbene. Am 18, Nouembcr. Wilhelm Kysela, Privatbeamter, 50 I., Resselstrahe 26, Magenkrebs. Im Ziliilspitale: A m 1 6. November. Johann Gorjanc, Inwohner, 5« I.. Tuberlulose. Am 17. November. Josef Kompaie, Hcizerssohn, ^ I., Scharlach. > Meteorologische Beobachtunssen in itaibach. Sertiöhe ^06'2 m Mittl. Luftdruck 736 l» mm. 1^ ^ ll^N^ 735 4 1 s SD.'schwach , Regen " 9 U. Ab. ?Z2 8 10 NW. schwach i 20> ,'U. F. j?31 I > I 1, windstill > Nebel j 12>9 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 11°, Nor» male 2 8«. ^ettervorausilli,, für »>en 20. November für ?teier« Nlill, Kä'rnten und Krain: Gräßtmteils brwöllt, mäßige Winde, wenig ru'räuocrt, unbestimmt, schlechtes Wrttcr; für das lrüstenland: meist trübe mit zei'wt'isen Niedcrschläacn, ma» ßigc Winde, wenig ucräudcrt, unbestimmt, schlechte« Wetter. Seismische Berichte nnd Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte ss Ollli», Spallalje l«»?,. (Ort: webuube der l. l. TtantS-Oberrealschule.) ^nae.- Nördl. Breite 46°s»,l'; Östl. Länge vo» Greenwich l4'3l' « H"d. K- ZK Kff m 2 ff . i bch»,,, LZ zZ ZA «3° "H ß - ZZ «Z ^ ^" Z^ z 19. 4000 06 56 57 07 03 27 07 0912 07 11 59 07 40 13 ! (58) Beben b erlchte: Am 15, November gegen N Uhr ein heftiger Erdstoß in Breyenz. Dornbirn und Lindau. Vodenunruhe: " Am 20 November am I ii.Sclun^en-Pendel «sehr schwnch». am ?'Lctundcnpenbel und am 4.Se» lnndenpendel «mäßig start». » T« bsbfiltr» : N - drrisache« holizonlalpenbel vo» NiebfürGb,,!^!, V -^ M!frose!«mo!,rupl, AissMixi, W -. Wiecherl-Vfiibfl. "Dir l« ot>l'„ „„I-» l,r wirb u> »u>»r!,c>s» Släslrniadf» flaüü^i«!' «»«»chlnnr die z» , WllliüX'Il'r »iehr schwach», »»» l bi« « M!N>iu,t« < chwnch», vu» i! hi« 4 M!ll!!,,cls»» .»»us,!« «art., l>u„ 4 b!« 7 Millimetfl»! .slail» »u>! 7 b>« W Willimcls!,, »sehr slarl. >,nb liftsr ,0 Milli,»s!>rl'. - ^lln''»!ri,!f Vlibs»u,i^,>bs. b^t>s„,f, ll!fich«,,m a>,Nvf»«>l>, '»arl». Uns!,!»' «„ n!>s„ l>f,!l>s>» Oandestheater in t^aibach. 27. Vorstellung. Ungerader Tag. Heute Freitag den 2N. November: Hie Försier-Christl. Operette in drei Alten von Bernhard Buchbinder. — Musil von Georg Jarno. Anfang um '/,tt Uhr. Ende 10 Uhr. M lllllche gtlll WM Pfeife Tnblll und am Stammtisch muß eine Zigarre nach der an» di-ru daran glauben, W,mi ich nur nicht anderen Tages so verschleimt wäre! Es dauert allemal Stun» den. ehe ich wieder normal bin; und dann dieie über» fchüssige Säure im Magen! — I>> nun. wenn sie das Nauchrn nicht lassen wollen, dann gewöhnen Sie sich daran, beim Schlafengehen und beim Aufstehen ein paar ssayo rchie Sodeurr Mineral-Pastillen zu nehmen und Sie 'ollen sehen, Sie werden alle diese Beschwerden (478) los sein. Die Schachtel lostet X I ^> il ll und ist in sämtlichen Apotheken, Drogerien und Mineralwasser Handlungen zu haben. Nachahmungen aber weife man ganz entschieden zurück. Gcnrral'Neprusentanz für Osterreich-Ungarn: W, Th, Gmchert, Wien IV., Gruße Neugassc Nr. 17. Schmcrzergrisfen geben wir allen Vrrwüiwü',1. Freunden und Bekannten die tranrigc Nachricht von dem Ableben unseres innigstgelirbten lochterchens, ocziehungsweise Schwesterchens E,rsts welches nach liinaerem schweren Leiden heute nm li Uhr morgen« im 10. Lebensjahre sanft eiit. fchlummert ist. Die Beerdigung der zu früh Duhingeschirdenen erfolgt Freitag am 20, d. M. um 4 Uhr nach^ mittags im eigenen Grabe auf dem Ortsfriedhofr zn Sa«or, Sagor, am 19. November 1!8. Ferdinand Gchüller Werlsdircltor «mllle Bchüller geb Wriehnig Eltern. Laura und Krlba Vchüller Schwestern, s4635) Laibacher Zeitung Nr. 268. 2504 20. November 1908. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Aurslilatte) vom 19. November 1W8. Die notierten Kurie verstehen fich in Kronenwähruna, Die Notierung sämtlicher Nltien und der „Diversen Lose" »ersteht sich per Etüil Geld Ware «llgemeine Staats» schuld. Einheitliche Rente: 4°/, lonver. steuerfrei, Kronen (Mai-«ov.) per Ku,se . , 9b 40 9b 60 detto (Iann.-Iuli) per Kasse 9b 2b »b 45 4 ««/n ö. W. Noten (F«br.-«ug.) per Nasse......98 4« 98 «l> t 2°/„ ö, W, Cilber («pril-Ott., per Kasse......98 4b 98 6b l 860er Staatslose 500 fl. 4"^ib»- !b? -1860er ,. 100 fl, 4"/„2!7- 2i!1' !864er ,. 100 fl. . . 2«!! - 267- 1864er ., bo fl. , ,263 267-- Dom.-Pfandbr. i» 120 fl. b<>/„2«8 - 29l- Vtaatsschuld d. i. Neichs» r»te vertretenen König» reiche und Länder. Ofterr, «oldrente steuerfr., V old per Kasse . , . . 4"/„1ib — libio Osterr. Rente in Kronenw. stfr., per Kasse.....4"/» «b bö 95 ?b dett« per Ultimo . , . 4"/„ 9b üO »5 7« Öft. Investition«-Rente, stfr., Kr. per Nasse . , 8>/,"/^ 8b'0b 8L 2ü Gis«»b»l,N'^t«»t»schnld' «»llchilibnngen. «Nsabeth-Vahn i. G., steuerfr., zu 10,00« st.....4°/« —------------- ssranz Iosep!).«ahn in Silber (bit,. St,» . , . . 5>/<"/nNK2o It9'2<> »aliz. Kar! Ludwig-Bahn (div. Stücke 1 Kronen . . , 4"/„ 9b b0 9« bc> ^udolf-Vahn i» Kronenwähr. sleuerfr, (div. Et.) . . 4"/„ 96 10 97 10 Vorarlberaer «ahn, stfr., 400 und 2000 Kronen . . 4"/<> Sb 6b 96 6b ^« Htaat«schnll»»elschltibnngtu «bgeftewpell« ^isenbahn.Mlien tlisabeth-B, 200 fl. NM. b'///„ von 40« Kr.....457 25 459 2b detlo Linz-Vudwei« 200 sl, ö. W, L, 5'/<"/„ .... 427 - 430 — detto Ealzbura-Tirol 200 sl ü. W. G. 5"/„ . . , ,422- 424 — »remstal Nahn 200 u, 2««0 Kr. 4"/„........192 - 1N4 ^ ! Geld Ware Do» Kt»»tt ful Zahlung 2b«> n»««tnl Visenl>»hn>Pil«lltLt»° Gbligatlonen. Böhm. Westbahn, lkm, 189b, 400, 2000 u. 10.000 Kr. 4"/„ 9b'9O 9« »0 Elisabcih-Äahn «00 u. 3000 M. 4 al> I0"/n......114-90«Iü'9o Elisabeth-Bahn 4«, u. 2000 M, 4"/„........112 8bll3'8b ^eibinandK-Nordbahn 04 7b 0<>t!o 400 u. 5000 Kr. 8'/i"/n «b «0 8« s« Vorarlberaer Uahn Em. 1884 (div, St.) Silb. 4°/„ . . 8b'4b 26>lb Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4°/„ ung. Voldrente per Nasse , no-— no 20 4°/„ detto per Ultimo 110'- liü 20 4"/» un«ar. Rente in Kronen- währ. stfr. per Nasse . . 91 4b 9« Sb 4"/„ beito per Ultimo 9« 40 91>o b'/i°/n detto per Kasse 81-45 8« Sb Ungar. Hrämien.Nnl. ^ 10« sl. 182 - i«8 -detto ^ 50 f! 182 - «8 - Theiß Ne„.-Lose 4"/n , , . .139 75 14., 75 4°/n ungar. Grmidentl.-Vblill, 92^5 U3»ü 4"/„ lroat. u. slav. Grdentl.-llbl, 92 b0 94 b0 Andere öffentliche Anlrhen. Voin, LandeK-AnI. (div.) 4°/, 90 8b 91 «b Vusn.-Herccg, Eisenb. -Landes- Anlehen (dlv,^ 4>/,"/„ . . 97 15 98 1b 5^ Donau Re«.-Anleihe 1878 102 b0i03 b0 Wiener Verlehrs-Änl, . , 4"/„ 9b-40 »e 40 dettl) 1900 4«/„ «5 '.b 96 1b «„lchen der Stadt Wien , .100 70,0170 delto (2. oder G.) 1874 ,2o - >2t bettn (»894,.....92'"b 9» «f> detto (Was) v. I. 1«98 . 9b 50 9« 5 0 delto (Eleltr.', v. I. 1«>0 9b fil> 9« 6b detto (Inv.-N.>V,I,1!»O2 9b Id »6 1b Äörsebau-Änlehen verlosb. 4"/„ »S'20 9? 20 Russische Etaatianl. v. I. 190N f. 100 Nr. p. K, . , 5"/„ 97-1b 97-».', detto per Ultimo . . 5"/„ 9? ib 97'üb Äulg, Etaat« - Hypothekar Hnl. 18S2......6°/„ ,1? »b!1K !lb Veld Ware Aula, Staat« - Golbanleihe 19«? f. 100 »r. . . 4>/,°/n »3-71, 84 7b Pfandbriefe usw. Bude»lr.,alla,üst. i, b0I.llI.4"/„ 94bü 9b-b0 Uühm, Hupothelenb. verl. 4"/» 97- 97 e» ^enlralVod.-Nred,-«!., üsterr., 45 I, verl.....4',,«,« i«2'- — - detlu !!5 I. verl. . . . 4> 97- 98'— Nred. Inst., üsterr., s.Verl.-Unt. u. üfsentl. Ärli. Nat, X. 4"/, 9b— 9b'9ö Landes«, d. Nün. Galizlen und Lodom. 57'/, I. ructz. 4°/« 92 2b 94-lib Mähr. Hnpothelenb. uerl, 4"/n 9b v« 9« /,"/» 8»-2b 89 2b detlo N-Tchulbsch. uerl. 3>/, 88-2b 89-2b dettu verl......4"/» 98 7b 9?>?b Österr. iinaar. Van! 50 Jahre verl. 4"/„ ö, W.....98'30 99-30 detto 4"/„ Kr......99- 100- - Nparl., Erste ösl., 60I. uerl. 4"/„ «9-50 , - Eifenbahn-Prioritäts-Obligationen. Österr. Nordwestb. 200 sl. S. . iO3'b0 i04-d» Ilaatsbahn ^oo ssr..... 397-^ 4>>4-— Liibbahl! ^ 3"/„ Jänner-Juli 5>00 Fr. (per St.) . . . 268-bv 27« b' Eüdbahn ü. b°/, l? 5"/„ Tonau MeauL-Lose 100 fl, Lb«-b« üßu-bv Terb. Präm. Anl.p. lao ssl^"^ «2— «t<-- ssnvtrz!n»llche L»ft. Vudav.-Äasiliw (Dombau) b fl. 20 bi> 22-b0 «lrebüluse 100 sl...... 164'- 474-^ Clary-Lnse 4« fl. NM, , . . 142-bO 152 bl> lüfener Luse 40 fl...... 2I3-- ö^»- Palssu-Loie 40fl. NM. . . . ,sü-- 2«b- Roten tneuz, «st. Ges. U. IN fl. bO'- b4-- Roten Kreuz, una. Ves. v. 5 fl, 26'- 28-— Rub°lf-L«le 10 fl......67-- ?,-- Zalm-Luse 40 !>. KM , , , 230 - 240--Turl. E. B.-Anl, Präm.-Oblig. 400 ssr. per Kc>sse . . . 174>9« I7b'9u detto per Medio , , . t?4'40 !7b'4N Veld Ware Wiener Nomm.-Lose v, I, 1874 486— 496 — Oew.-Ech. d. 3«/„ Präm.-Echnld d. Aodeiitr.-Nnst. Em, 1889 «9-— ?b'- Nltien. f»n,p»ll'Anten«lMnngen. Nnssig-Iepliyer Eisenb. 50« fl. 2385'— L34b'- Vühmische Nordbah» 150 fl. , 403'— 404 b0 Buschtichrader!Li!b 500 fl, NM, 2870 — 2^0'- detto (!it ^, 20« sl. per Ult. 1040 — 1044-D°n«u - Lampsschiffahrt« - Ges., 1.. l, l, priv., 50« sl, KM 939'— 94b- Lux-Nodenbacher 'nbahn- Wesellschast, 20«fl,S, , . 542-^ b46>- loud, üs«..Trlest, 500 s!., KM. »"?-- 49t-> Öslcrr, Nordwestbahn 20« fl, S. 4-»3 b0 44b — deuo (lit. li) 200sl N. p Ult. 443- 444-50 Pran-DuxorEiscnb, 1«>0sl,abgst, 2^n>— 2Ä»>- Zwalöeisenli, li00 sl,E, per Ult. «7» b,) «79 5« Ludbllh» !i«0 sl, Silber per Ult. ili'b« Ii2'b0 Sildnorddeutsche Ncrbindungsb. 2N0 fl, KM...... 3U8Ü6 4t« bc Transport Ges., intern,, N.-V, 200 Kr........ 1l8 - 123 — Ungar. Wcstbahn (Naab - lilraz) 2<»0 sl. S....... 404'- 406'- Wr. Lolalb.-Mtlen Ves. 200 f>. 20b — 21b'— Vanlen. «nsslo-Österr. Äanl, 120 fl. , 2?5b« 288b« Vanluerei», Wiener per Kasse —'- ' — detto per Uüimo b<« 2b bli 25 Budcnlr-Änst. öst,, 300 Kr. . <«<,4'— ,«42- !ien!r, Vod.-Kredbi. »st, 200 sl. b82'— b»6' «redilanstal! fiir Handel und Wewerbc, 32« Kr., per Kasse 6zs?b «27'?^ detlo per Ultimo 62? 7b 628?b «rediluanl, una. alla., 200 fl, 726'— 729- Depositenbank, alla.. <» sl. . . . b98'- «01'- Österr,-»Nssar. Va„l 1400 »lr. I7bl'- 176!-— Velo Nare Unionbanl 200 sl...... b«>'b0 bsL-zo Uüiuiihaul, böhmische ION fl. . »4b-« '"S — Verlehrtibanl. alla. 140 fl. . . 839' - »40 — Inonssril'ssntemehümngen. Vaunesellsch,. alla, üst,. 100 fl. <50 - >b! — Än^er zlohle»berab,-<»el, lOOsl. 7U? - :»9 — (tisri!blll,nverlrhr«'«nstalt. üsl., 100 sl........ 392- 3»b — Eisrnbahnw, Leih«., erst«. 100 sl. il«2 75 2«3 ?b „ltlbrmiihl", Papiers, u. «,-G, 10« sl........ 18b - 19«— 0 sl........ ->3<>e'- 87« ^ Hima- Muranl, - Ealgo-Tarjancr (tisrnw, t«U ll..... b22?b b2»?b Salno-Tarj. Klriulohleu 100 fl. 5?«' b«0— „Schlöalmiihl", Papiers.. 200fl. 30«-— 810 -..Sch°d„ica", «.«, s. Petrol.- Industrie, 500 Kr. . . , 450'— 4bb- - ,,EteUrer,»!!hl",Papiers,u,V.W. 435'— 44b — Trifailcr «chlenw-G. 7« sl. . 2?«'- ü«0 — Türt. Tabalrraie-Ges. 200 Fr, per Nasse..... —'^ — detto per Ullimo . . . 36»— »«8 - Wafsenf.-Oes, üslcrr,, 100 sl, . 603'- 6«? — Nr. Vaunelcllschafl, tO« sl. . , 146— 1b« — Wienerbrrae Mege>s..UN,-«es. 689- s«»" Devisen. KnlZl,?lchltn und Kchtck». Amsierdaiü....... 198-7« 198 90 D»»l!chr Äanlp>ähe . . , . 11? 1« 117-3« fallen ischr Vanlvlüye . . . 9b>22'< 95 3?^ London........ «3»bO 2»s 8ü Pari«......... 9b-40 «Vbz Et, Petersbxra...... 2b1— !25l bl» Zürich und Vase!..... 9b4« 9b'l>« Valuten. Dukaten........ 11-33 11 »« 2O.ssranlen Stüclc..... 19'3 ,9 IS 2<>.MarlS Italienische Uanliwle» . . , 9b 20 95,-40 iliuuel-Nulcn....... 2-bi" 2 52" TT1 r> -juad "V«rlcab\x£ van »