^z«4. ^.^^^^^v^we°nn,t,.z^ Dollllerstal,, ,8. November 1868. Nichtamtlicher Theil. Ungarn und Dalmaticu. L on d o n, 11. November. Ueber den Anfstand in ^«linatien äußerte sich vor einigen Tassen „Daily News" '" einer kurzen, im Ganzen für Olstcricich freundlich lautenden Betrachtung, in welcher übrigens die Ansicht ^lfochlcn wuidc, es sei am besten, Dalmaticn mit Un-^>u zn verbinden. Darauf hin erscheint nnnmehr in bc>! Spalten dc^sclbcn Blattes cinc von Wien cinge-Laiigcnc Eiwideruu.i, deren Inhalt die Ansichten dcs ^tti'er Caliinclö in dicscr Angelegenheit umfaßt. In lus.!!!,!i,'cngcdrä!,gtcr Form theilen wir dicsen Brief im lvcftntlichcn >nit: ..Es ist sicher, daß dic Ungarn D>il-^l>li^,^ gern init dcr 5tlonc des h, Stcphan vereinigen "^chlcn, aber eben so sicher, daß sie weder eine histo-^chl,' noch eine julislischc Bcnchligung hal'cn, den An« ^luß des Bandes an die südslavischeu Tclritoricn zn ^^»gen. Die knize Unterweisung der adiiatischcn Küstc !'"ür dem Bangte Icll^chich's l^inn nnmöglich zu einem ^)l zu landen nnd großsprecherisch ihre EnldlcklNigcn s^ ^Vosulincn. Dicse Älis^c ging schon so weil, dliß >>^ lcdcr Pflastertreter, dem die Werte des großen k ichrn Dichters ebenso unbekannt waicn, wie die jel.,, stifle,, des Bönigs Thackembau der Fidschii-In-"c»cl/ ^^" bcrnflN fühlte, Heinc'schc Senlimcntalität h^ ^nfscn, oder dessen L,cder einem naiven Dämchen ß^ /Emiren, deren ausgesprochenen Inhalt er zumeist >' '""Ul nicht gar — an Geist. Mit Heine wurde he; ?^' mit Hcinc jede Redcfloskel verblümt, mit tu dcr hcgelia-^i^ ^ "'bcni>weishcit, als dcr ,'iseinc Don Quiz'otte !» ^"'"'mpaliun des Fleisches, und cr wurde verehrt ^»dm ^l'gicn, wo Austern. Rheinwein nnd E^Ulel ^llao^" ^'^ Hauptrolle spielten! Welches monströse l>l!dc^ ^" Beurtheilungen, Meinungen, Krilikrn, Lob-lo»^,,/" und Verdammungen dicscr GcniuS uutci !" ^c^" ^°" bebrillten Eintaasfliegen hervorgerufen, >» ^ ^'" klar, dcr nnr ode>flächlich den Hcilu-Cultus ^°ldc.M^ud verfolgte. Aber was ist dadurch erzielt - Lichts. Das Tintengcwäschc hat sich ei schöpft und mit einer objectiven Beurtheilung Heines stehen wir nahezu dort, wo ehedem. Das größte Verdienst ^>m den Dichter hat sich bisher noch Adolf Strodt mann erworben. Er ist sein größter Viogiaph, aber cr vcrehit ihn abgöitisch. Wo das Angc stets nnr t'nrch den Schleier dcr Illusion die Dinge betrachte«, da täuscht es »m allermeisten sich selbst, und gelangt niemals auf den Ginnd dcr Wahrheit. Strbolm^nn ist der P,ophtt Hcincs, dcr in dcr Wüste predig«, um die Mcngc der Ungläubigen sin stch ,n gcwinncn, waS ihm auch lhcilwcisc gelingen mag, doch gciuiß niu bei Icncn. die sclbst unfähig sind, ihicn Oedunkcn jcucn Flug zu verleihen, dcr sie den exotischen Anschannngcn cincs gotischen Geistes näher brächte. Die Vcrehrcr Strodlmanns verlassen sich aof dessen Aussagen und sie gcwahreu ciucn Gott. ohne den iidi scheu Schlacken einer sttrbliclM Erealnr, und noch dazu eine, H^mbnrg'schen, lind sic gcheu hirbei fehl, dc»n Heine halle leider nur zu uicl dcr menschlichen Fehler, und daS wiid man ihm gewiß verzeihen, auch Heir Stiodtmann. Nicht besser gcht es mit Heinrich Laube, der sich wlcdcr zu nhaben übcr seinen Schüler, wie cr Hcinc zn ncnnen pflegt, — flihlt, und sich gcrilt, als stände es bei weitem noch nicht so „göttlich" mit dem Dichter, als man Wesens daraus macht. Lanbc und Heine waren inlime Fienndn-, der nächste Velk.hr ließ ohne Zweifel manches gewahre», waS nicht aus den, idcalen^Reiche dcr Poesie stammle, sondern aus dem dcr alltäglichen Prosa, und dcr slctc Gcdaukeuau^nisch machte das Gcistrciche znm Gewöhnlichen. Mein Gott'. es ist sehr begreiflich. Der Gcnius läßt sich immer anders sehen, als der Mensch, denn jener gehört einer andern Well, dieser seiner Zeit und seiner Umgebung. Zndcm isl L.inb^ sclbst ein bedeutender Dichter und Glci^gcsinntc verstehen sich ,m,ner besscr, ulS ludcntcnd von einander abstehende Naturen. Die „Erinnerungen" Lanve's klären indeß eben so wenig das eigentliche Wc-scn Heine's auf, wie StrodtmannS biugiaphische Auf-^ichnnngc», da sie im Sinne ilnes Verfassers alles Bedeutende unterschätzen, cinc Eigcnsch.ft, die schon mancher Literal vor Heinrich Laube eifahrcn haben dürfte. Dcr Vorzug bleibt ohne Widerspruch dem Werke StrodtmannS. Auch A. Mcißncrö „Erinnerungen an Heinc" gereichen diesem nicht zu sonderlichem Nuhuie, und was hicbci am meisten Verwnndcrnng erregt, ist die Tendenz oiescs Biographen, die sinnliche Eharaktcrscite seines Freundes hervorzuheben. Ist das ein gerechter Vorgang Mcißncrs? Vorthcilhaft znm mindesten ist er nicht für den Dichter, meines Erachten« auch nicht gerecht. In jenen Jahren, wo die Sinnlichkeit die meiste Gewalt auf die unersättlichen Triebe äußert, wo dic Elasticität des Geistes und Herzens mit jener des Körpers ein harmonisches Gan;c bildet, unausgesetzt den Verlockungen des Genusses preisgegeben, daS Ideal mit der profanen Welt den Todcskampf ringt — in jenen Jahren ward Heine's Seele von edleren Empfindnngcn geläutert, als vielleicht all' seine moralischen Tngcndprcdigcr zusammen. Dünkt vielleicht so manchen Heine - Kritikern die Glut der Farben, dcr gewaltige Schwung seines Geistes, dem dcr trockene Hausmannston der deutschen Rhetorik nach Grimm etwas zu unbequem nud uupoetisch schien, als Sinnlichkeit? Freilich mit dcr Krämcrelle, wie man andere Eapacitätcn dcr lyrischen Poesie in Deutschland zu messen pflegt, darf man sich an Heine's Genius nicht wagen; für ihn braucht man Sonncndurchmefscr. Heine's leidenschaftliche Schreibweise mag in ^cr ersten, flüchtigen Auffassung start den Eharalter dcö sinnlichen tragen, allein cs ist mehr geistige Leidenschaft, großer, unermeßlicher Bildcrreichthnm nnd glühende Farbenpracht, mit derer das Universum ausmalt und den menschlichen Geist in den unendlichen Räumen schalten läßt. Ja, ich würde sagen. sein Genius ist ein rasender Komct, der die ewige Finsterniß durchleuchtet, ein lodernder Flammenschweif, dessen donnernde Bahn tcincn Anfang hat und kein Ende kennt, göttlich strahlend, schließlich in der verzehrenden Flamme seines eigenen Elementes nntergeht - zerstiebt! Ist das Sinnlichkeit? Leidenschaft mag es sein, in ihr ist Heine unerreichbar, diese aber braucht keinem materiellen Ziele nach^njagen und Meißner erweist stlnem todten Freunde cinc» schlechten Dienst, wenn cr in diescm Sinne sich berufen fühlt, für ihn eine Lanze zn brechen. 1938 nulig begründet, daß dieselbe auch zu Stande kommen werde. Räumliche Ausdehnung des Bergbaues, a) F r e i- schürfc. Die Anzahl der Freischürfc in Krain hat sich im Jahre 1807 im Gcgenhalte zum Vorjahre von 79 auf 92 gehoben, und zwar im Verhältnisse zur Zahl der Frcischürfc, welche pro 1867 20 betrug, während pro 18s><) nur 23 vorgemerkt waren. Das Verhältniß würde ein noch günstigeres sein, wollte man sämmtliche Frcischiirfc berücksichtigen, welche im Verlaufe des Jahres 1807 durch längere odcr kürzere Zeit im Betriebe waren, da sich auf diese Weife die Zahl 115 ergeben würde. Dieses Nesul-tat ist somit seit dem Jahre 1863 das günstigste, wie auS der nachstehenden Zusammcnstcllnng ersichtlich wird: 1800 bestanden 563 Freischürfc und 46 Freischürfcr 1661 .. 543 ., .. 48 1862 „ 116 „ „ 28 1863 .. 94 .. .. 23 1864 .. 81 „ .. 22 1865 .. 88 .. .. 22 1866 .. 79 .. „ 24 ' 1867 ,. 92 .. . 26 So wie dnrch die im Jahre 1862 erfolgte Einführung der hohen Frcischurfstaxc eine rasche Abnahme, so macht sich in Folge der mit kaiserlicher Verordnung vom 29. März 1866 eingeführten Ermäßignng dieser Taxe von 20 fl. ans 4 fl. wieder ein allgemeines Steigen in der einen odcr d^r anderen Richtung bemerkbar. Von der den Freischürfern gewährten Erleichterung des gemeinsamen Getriebes mehrerer Freischürfc durch einen Hauptbau hat im Bezirke der Laibachcr Berg-hauplmannschaft bisher nnr die adriatischc Stcinlohlcn-Haufttgewerksschaft Gebrauch gemacht. Es steht aber zn erwarten, daß in dem Maße, als man mit den Bestimmnngcn des Ministcrial-Erlasscs uom 14. Juni 1862 sich mehr vertraut gemacht hat, mau eine größere Anzahl von Frcischürfen begehren wird, um sich damit eine größere, durch einen oder wenige und dafür nm so krustiger zu betreibende Einbaue auszuschließende Boden-fläche zu sichern; wofür eiuzclue Kohlenbecken, wie z. B, jene von Tschcrncmbl und Britof, sich eignen würden. Daß im Vergleiche zum Jahre 1860 die Zahl der ssrcischnrfc und Freischurfsbcrechligleu in einzelnen politischen Bezirken im Gegenslandöjahre so sehr abweichen, wie z. B. im Radmannsdorfcr Bezirke, für welchen im Jahre 1866 nur 6 Frcischürfc und 2 Frei' schuifsbcrcchtigtc vorgemerkt sind, während für 1807 die bezüglichen Zahlen 33 und 5 nachgewiesen erscheinen, rührt einfach von der Vereinigung mehrerer Bezirksämter her, wie selbe bei Gelegenheit der neuer-lichen politischen Oigauisirung in Kram zur Ausführung kam. Die Durchschnittszahl der auf einen Schürfer entfallenden Frcischürfc hat im Gcgcnhalte zu dein Erfolge des Jahres 1866 tcine nenncnswcrthe Veränderung er- litten; fo ist auch. wie im Vorjahre, im Jahre 1867 kein ärarifcher Frcifchnrf angemeldet worden. Aus Dalmaticn. Aus Wien, l3. November, wird der „A. A. Z." geschrieben: Das in Paris erscheinende Ganesco'sche Blatt „Parlement" bringt die Mclduug, daß General Ignaticff dcr Pforte zn erklären gehabt: Rußland sei durch die österreichischen Erklärungeu über Nichtüber-schreiten dcr dalmatinischen Grenzen unbefriedigt. Das Wahre an dcr Sache ist, daß am 4. November Fürst Gortschakoff, im Hinblick ans die Zeituugsgcrüchtc bezüglich einer von dcr Pforte gegebenen Erlaubniß. in Montenegro einzurücken, Anlaß nahm, dem türkischen Geschäftsträger in St. Petersburg zu versichern, daß er jenen Gerüchten um so weniger Glauben schenke, als sie mit den Gcfandtschaftsberichtcn aus Wien in dircctcm Widerspruch stünden, und daß er überhaupt zu viel Vertrauen in die Besonnenheit und Weisheit dcr Pforte setze, um für möglich zu halten, sie werde die schwere Verantwortlichkeit für ein derartiges, ihr impu-tirtcs Vorgchcu auf sich ladcu. Diese Aeußerung lcle-graphirtc dcr türkische Geschäftsträger nach Eonstantino' pel, worauf er nmgehcnd ermächtigt wurde, jcncu Gerüchten das bestimmteste Dementi clitgcgcnzusctzcn. Dies hinwieder bot dem Fnrstm Gortschakoff Anlaß, mit den erhaltenen Aufklärungen sich vollkommen befriedigt zn erklären. Das geschah in Eonslantinoftel wie in Wien. Ich wiederhole bei dieser Gelegenheit, daß in den übrigens blos mündlichen Verabredungen bezüglich dcr Ope» rationcn in den Bocche Montenegro ganz anßcr Frage blieb und ein Betreten dircctcn türkischen Gebiets nur für den änßcrstcn Fall in Aussicht genommen wurde. Gcslcrn konnte ich Ihnen einige Andeutungen gcbcn, denen zufolge dieser Fall mit Bezug auf die bevorstehende Expedition in die Krivoscie eingetreten sei. Ich mnß jedoch hinznfügcn, daß maßgebenden Orts die Nothwendigkeit bezweifelt wild, felbst bei dieser Gelegenheit türkisches Gebiet zu berühren. Dcr „N. F>. Pr." wird uns Eatlaro, 14. November, lelc^raphirt: Der Kiicgsoampfer „Juno" ist heute mit Ergäuzuugstnippcn angekommen. Morgc» geht das Hanptgnailicr nach R>sano ab. Gestern Nachts habin siebzig Insurgenten die Ortschaft Giniic überfallen, vier Häufer ansgcvlüudcit und einen Emwohncr u.rwuüdct. Von sechs Orlschaficn nm Eastelimovo, mit denen »mlcrhnudclt wurde, hallen es Mokrane, Moidcs, Rad>sivana und Stefano mit den anfsläudischcn Crwosciancrn; Ramcno und Slicbi sind zweifelhaft. Währc»d dcr Unterhandlungen mit den Oberälkstcn diefcr Ortschaften in I^alo wurde der Ort Trcbcjiu überfalle». Daö militärische Vorgehen gegen die Eri-uosc'ic ist eine beschlossene Sache, und beginnen die Operationen vielleicht schon übermorgen. Die Udlicancl haben neuerdings Unterweisung nnd Truppenuntcrstützung gelobt. Die Türken haben in dcr Sutorina, gegenüber Magazza, den Wachtposten auf 45 Mann verstärkt. NächsttnS mehr ans Nisano. Cattaro, 15. November. Der uenlich zur Haft gebrachte Gjurkovich wurde gestern freigelassen. In Nisauo und Smokooa wurden einigen Einwohnern b^ hnfS Vertheidigung die Waffen zurückgegeben. Eattaro, 15. November. Mit Ausnahme der an die Sutorina streng angrenzende!! Gemeinden Mokrii", Moidcs, Ratiscoma u»d Santo Sttfano haben dic Gcbirgsdörscr von Castclmwvo, sowie die Orlsch^l Ubli ihre Uliterwerfuog angekündigt. Die Waffen-M'-' licfcrung foll auf dem Fuße folgen. Eiiooscic »>^ Ledcnicc verharren in ihrer Renitenz. Dem Vernehmen nach soll der Fürst von Monlc-negro heule iu Grahovo erwartet werden, um sich der vollcu Neutralität der dortigen Bewohner dem Anfswndc gegenüber zu versichern. Nagusa, 15. November, halb 3 Uhr Nachmittag. Savfct Pascha ist heute hur eingetroffen. Er erzählte, daß in dcr Herzegovina bis znm gcgcüwärtigcu Auacn-blicke vollkommene Nuhc herrscht. Fünf Bataillone si"d an die Grenze abgegangen. ' Jus Cairo schreibt man der „W. Abdpst." nntcrm 5. d. M.: Die Vorbcrcitnngcn znm Empfange Sr. Äiajcstät dcS Kai' scrs werden von allen Seiten mit großer Rührigkeit gc fördert nnd unverkennbar ist die Sympathie und Freude, mit der alle, nicht blos die durch die Untcrlhancnbandc an den Monarchen geknüpften Klcisc diesem Besuche en!" gcgcnharren. Die österreichisch-ungarische Colonic baut auf dcr Straße, welche Sc. Majestät beim Einzüge pas' siren wird, eine Ehrenpforte, welch c die Farben mid Wappen aller Königreiche uud Bänder zcigcn soll; außcl-dcm hofft dieselbe Sr. Majestät cincn Fackclzug darbrii'' geu und eine Adresse überreichen zu dürfen. Es war ci» sinniger Gedanke, die Enveloppe dieser Adresse ganz i»> ^ arabischen Style, mit reicheu Perlenstickereien anfertige» zu lassen. Sc. Majestät werden, wie nnn bestimmt, >» dcm mit wahrhaft orientalischer Pracht eingerichtete» Schlosse Gezirch wohnen, das einen der schönsten llN^ größten Gärten besitzt und cincn herrlichen Ausblick iM' den Nil, an dcsscu rechtem Ufer es liegt, und die Stadl Eairo bietet. Dort ist auch Raum für das Allerhöchst Gefolge, für das namentlich ein reizender Pavillon bc' reit fleht. Der Ball in Alexandricn. von dcr dortig^ österreichischen Colonie veranstaltet, verheißt Großartig^ Bereits sind 50.000 Frcs. für die Ausstattung dics^ ^ Festes gezeichnet, und stehen dem Eomilu noch großes Summen zur Verfügung. Dort wie hier hat man cM Vertreter der arabischeu Protogus der österreichisch^ Fahne in das Eomitc, gewählt, die cincn rühmli^' Wetteifer mit den österreichischen Sudditen an den ^". legen, — Von anderen hohen Gästen sind bereits Sci>" Hoheit der Herzog und die Herzogin von Aosta hier "^ wcscnd; Prinz Oskar von Schweden wird angebt hente erwartet. Auch dcr Emir Abd-el-Kader zählt zu den M"' des VicctönigS, denen, welchem Stamme sie auch ai'9 hören mögen, die beste uud gastfreundlichste Aufnahi»^ Um noch einige Biographen zn erwähnen, nenne ich drei, die sich wesentlich bemüht haben, die Größe Heine's in den Koth zn zerren u»d mit unantastbarer Schulweisheit sich gcbcrden, es ist: Friedrich St ein mann, Heine's Bruder Max uud der weitaus gemäßigtste Schm idt-W cißc n fe ls. Letzlerer zieht mit cincr riesigen Lanze von Religiosität zu Felde uud bemüht sich auf alle erdenkliche Wcise, den Atheisten H.'inc in so viel grelles Licht zu stellen, als er nur litcrarischcs Kolophonium und ultramontancs Bärlappcnmchl aufzutreiben vermag, was nm so bedenklicher klingt, als Wcißcn-fels sonst zn den liberaleren Schriftstellern zählt. Im ganzen macht uns sein Buch weder warm noch lalt, was noch ciu Glück ist. Steinmanu hingegen ist cm litermischer Falschmünzer in der verwegensten Bcdcntuug deS Wortes, und er ist es, welcher durch die Heraus-gäbe einer Anzahl von Gedichten und Briefen auS dcm Nachlasse Heine's, die Melt von den vielen Gebrechen dieses Dichters zu überzeugen wußte. Nachdem Stci»-mann, wie Dr. Karpcles sagt, in all' seinen wissenschaftlichen und litcrarischen Unternchmnngcn „ein Pfuscher geblieben", wollte er sich dnrch Herausgabe bewußter Briefe iu sciuem Neuomnn> glänzender stellen, wurde aber auf uuerwartcte Weise bei seinen litcrarischen Falsifikaten durch lVtrodtmann überrascht, dcr mittlerweile den eigentlichen dichterischen Nachlaß Heinrich Heine's erworben und auch schon dessen Veröffentlichung vorbereitet hat. — Max Heine, dcr Bruder des Dichters, hat ebenfalls keine Anstrcngunc, gcschent, die Wahr heit an dem Lcbcn und Eharattcr Heinrichs so viel als möglich zu entstellen, wenngleich er für ihn gestimmt war und mnnch' Schätzcnswcrthcs für Biographen geliefert hat. Er meinte es gnt, besser zum mindesten wie der dritte Bruder Gustav Heine, dcr jetzige Eigenthümer des „Frcmdenblattcs," welcher sich am ttraukcnlagcr Heinrichs auf wirklich undelete Weise benahm. Andeic Biographen sind noch Hermann Schiff und der Franzose LouiS Vcuillot, wclch' letzterer oft besser in den Geist dcr Hcinc'schcn Muse einzudringen verstand, wie die deutschen Kritiker; und schließlich ~ Dr. G. K a r-peleS. Das Wertchcn dcs letzteren ist es, dem eigentlich diese Zeilen gelten und die kurze Uebersicht dcr vorzüglichsten Biographen ward hicrdci nur Mittel zum Zweck. Karpelcs beschränkt sich im wesentlichen auf die oben erwähnten Aufzeichnungen und liefert nur einen Quaderstein mehr zum Monumente dcS großen Dichters. Indeß scheint er in das Privatleben Heine's tief eingeweiht zu scin, und er verhehlt nicht, sogar jenes geheimnisvolle Ideal zn tenncn, das dcr Dichter, iu seinem „Buch der Lieder" so glühend anbetet, so schmerzlich beweint und verzweifelt vcrwüuscht, jcucS matte Ossia-nische Ncbclgcstirn, das dnrch sein ganzes Leben leuchtete, ohne ihn je zn erwärmen odcr zu beruhigen, Daß Kar-vclcs durch dicsc Entdeckung so manchen pnblicistischcn Blödsinn brechen könnte, ist außer allen. Zweifel, doch scheint ihm der Entschluß zu fehlen, das zarte Geheimniß dcr Oeffentlichtcit Preis zu geben. Er wird seine guten Gründe haben, vor dcr Hand noch übcr jenes vielbesungene Geschöpf zu schweigen, da mau nicht wisfcn kann, was Strodtmann veröffentlichen wird, dcr sich ja ebenfalls alle erdenkliche Mühe gibt, dcu Gegenstand jenes jnngcn LicvcS- und Lcbcnsschmcrzcs ausfiudig zu machen. Es ist dies ein neuer Beweis, welch' Coot'sche Weltumseglungs-Arbeiten im Reiche der deutschen Literatur geschehen, um endlich alle Geheimnisse der Heine-schen Utopien anfzudecken. Gräßliches LoS eines lor-beergclrönten Literarhistorikers, so hoffnungslos im Meere dcr Ungewißheit zu steuern. Die Aufgabe mag man-chcu leicht dünken, aber dic dürften eS nicht bedacht haben, daß cS sich hier um leine leichtfertige Liebschaft handelt, um leine „Lili" oder „Laura," um keincu siuulichglühcndcn Roman ^ W Molly -- sondern um eiucn tiefen, gewaltigen Schmerz, dcu keine Zcit und kein Glück zu dämpfen wnßtc. Wie wohl Herr Vischer übcr diesen Gegenstand denken mag! Vielleicht wird es mit den neuen Aufdeckungen gelingen, diesen repnblitani-schcn Kritiker zu überzeugen, daß seine Bezeichnung „Geschwür dcö Gestankes" (!) für Heine denn doch etwas zu roh und gehässig ist!--------- Mcincs uumaßgcblichcn Erachtens nach wurzelt die MeimmgSdiffercnz des großen Krititertrosses wahrschem- lich in der Vielseitigkeit ihres Ausfassnngsvermöiiel'^ daS doch bei Biographen die Hauptrolle spielt. ^^! eS bei Einem oder dcm Andcrcn cinc gelinde U>U"^ lichkcit (!) ist, in die Tiefe dcö Hcinc'schcn Idecngaul! eiuzndringcn, so bleibt ihm in dcr Regel nichts a"d/l übrig, als auf die wahnsinnigste Weise abzunrthc^^ Ist es doch eine allbekannte Sache, daß die lN'^ ^. Schreier in irgend einer wissenschaftlichen odcr lit^ schen Richtnng, sehr oft das geringste Verständniß l die ansposannlc Sache an den Tag legen! 'Daß " . die Größe Shakespeares oben so wenig darnnter l^ wcnn der nächstbeste Ladenschwengel docirt: er ^^'' ^t nicht die historischen Stoffe mit der gehörigen ^' ^s anzufassen, als wcnn sich ein litcrarischcr Psiastn' ^, über die Schreibweise Hcinc's moquirt, ist jedem l^ ^ so mehr, da letzterer selbst das Verhältniß dcS G/„ zur großen Alltagsmasse in den bekannten ^ pointirt: Selten habt ihr mich vn'stcmden, Scltm auch verstand ich cnch; Nur lmiiu wir im Koth u»6 faudm, So vcrstcmdcu wir »mö gleich. . st s>^ Auch seine Lebens- und Denkweise spleg^l „ auf das charakteristischste wider in dem Motto ..Retcliffc:" Auch hab ich mich redlich Tag n"d Nacht Mit ?umpma.esi!idel umhn'getl'N'beii, Uud al« ich dicsc Studini sscmacht, Dn hab' ich bru Retcliffc g'sschricbc». , Möge es so vielen unermüdlichen ^«"'^thc Hemc'schcn Älnse endlich gelingen, das verachten ^ Netz dcr Vcrlenmduug zu durchbrechen, das '"". ^ Zeitlebens nm den Dichter gezogen, mehr noä) /" W-seinem Hintrittc! Jene Baschkiren der dnnl^^cl ratnr aber, die sich unablässig bemühen, b" ^ ,^ der Ehre und des Geuins uuscrcs g",^''',jcht stll" nicdcrznsäbeln. die mögen zusehen, daß stc ^ zhlt einmal auf den Pranger dcr LittratnrgcsaM" geistigen Verbrechen zu stehen kommen. ^, -ge»'- 1939 Theil wird. Ihre Majestät die Kaiserin der Franzosen dürfte am 14. d. M. von ihrer Nil-Reise in Gizeh ein-treffen, um sich von da nach Isma'ila, dem Centrum ber Festlichkeiten, die vom 17. bis 20. dauern werden, zu begeben und dann unmittelbar die Rückreise anzutreten. Am 1. d. fand hier die Eröffnung des neuen Opernhauses statt, daS mit sehr viel Geschmack eingerichtet ist und an das einstige Trcumann-Theater mahnt. Der Vorstellung des „Nigoletto" ging eine italienische Can-late, componirt vom Fürsten Bujatowöki, voraus, die Mit einer Ovalion für den Vicckünig schloß, in die das Publicum, das den Khedive schon bei dessen Eintritt in die Hoflogc stürmisch empfangen hatte, einstimmte. Nächsteno wird hier ein Zug von Wiener Bcrgnügungsreifcn-dcn erwartet, denen das angenehme Los harrt, unter freiem Himmel in Zcltcn campircn zu müssen, da der Unternehmer die Hotclprcisc zu hoch findet. Der k. und k. Konsul Herr v. Questiaux bemüht sich mit anerkenncnS-lvcrlhem Eifcr, den wahrscheinlich höchst überraschten Ankömmlingen wenigstens alle unter solchen Umstanden zu ^reichenden Erleichterungen zu bereiten. Oejlerreich. Agram, 15. November. (Selbst m o r d.) Der Director der croatischcn Ei«comftlcbank, Winkler, hat sich heute Mittags im Parke Makstmir durch einen Pistolenschuß entleibt. Innsbruck, 16. November. (Professor Grcu-te r) wurde auch in zwciler Instanz freigesprochen. Uusland. München, 15. November. (Der König) hat, ^ cr in Kenntniß gebracht, daß die bekannten Führer bcr nltramontancn Baucrnvercinc, Hafenbrädl und Pfahler, bei der Wahlversammlung in Aucrbach aussprengen lic-«e». sie reisen im Auftrage des Königs, den Be;irks-haufttmann von Eschenbach telegraphisch beauftragt, diese ""gäbe als eine unwahre und grundlose Erfindung wi-°errufcn zu lassen. An den Bischof von Passau, wcl-^r bekanntlich den ultramontanen Wahlagitationen "iiftig entgegengetreten ist hat der König cin Handschreiben ^richtet, welches seinen Dank und seine Anerkennung für die Bemühungen des Bischofs, den Frieden zwischen Staat ll"d Kirche zu erhalten und Milde und Mäßigung zu ^l)ren, ausspricht. König Ludwig hat ferner folgendes Handschreiben an den Erzbischof von Mün-Ac n gerichtet: „Mein lieber Herr Erzbischof von Scherr! ^it Vergnügen habe ich das Hirtcnschreibcn der in uulda versammelt gewesenen Bischöfe entgegengenommen, welches Sie die Aufmerksamkeit hatten, mir zu übcr-^ndcn. Ich habe es mit jenem Interesse gelesen, dessen ?" so wichtiges Actcnstück würdig ist, und freue mich, 'n demselben die Ueberzeugung der versammelten deutschen Bischöfe ausgesprochen zu finden, daß das bevor-^hcnde allgemeine Concil keine kehren verkünden werde, ^lchc mit den Grundsätzen der Gerechtigkeit, mit dem ^chtc des Staates und seiner Obrigkeiten und mit den ?"hlen Interessen der Wissenschaft oder mit ^„rech tmäß ige u Frcih eit und dem Wohlc der sicker in Widerspruch stehen. Ich gebe mich der j' °^nni,g hin, haß der Geist der Mäßig u n g, von . "^,il dic Fulda^r Versammlung beseelt war, auch v!' bcm allgcmciuen Concil Geltung finden nnd derselbe ^ heilsamen Folgen für die katholische Kirche haben n^, welcher jeder gute Katholik von einer allgemeinen 'l'chcnvcrsammlung erwartet. Ich verbleibe mit gcncig-^ Gesinnungen Ihr gnädiger König Ludwig. Linden-^'. den 21. October'i86l>." b Berlin, 15. November. (Das Herren ha u s) ^ in der Schlnßdcrathung des Gesetzentwurfes über 2, Großjährigkcitsaltcr den § I, welcher dasselbe mit ^Jahren festsetzt, nach der Regierungsvorlage in Ucber-^>l>Mmung mit dem Abgeordnctenhaufc angenommen. I," § 2 wurde das Amcndement Goßlcrs, wonach das ^setz mit i. Juli 1870 in Kraft tritt, genehmigt, ^l Antrag des Grafen Münster, welcher erklärte, l/, ^rtheilung der Concession für eine Prämienan-»vM ^°" hundert Millionen Thalern sei mit dem Staats-, />lc unvereinbar, wurde in der Schlußbcralhung angc-°'"Mcn. ^ Vrü'ssel. 15. November. (Der König) ist ^n Vorgen mit der Prinzessin Marie Louise nach h.6/aud abgereist. Die Königin konnte wegen Un- ^'»s „icht abreisen. K^Pnris, 15. November. (Präsident Schnei-lig, ^^ seinen politischen Freunden erklärt. daß er ^,^'"cigt sei, sich den Chancen cincr Wahl zum liebe? ""' ^ «csctzgebenden Körpers auszusetzen und ' auf diese Stellung verzichten wolle. >^ ^ 15. November. (Fürst Metternich) trifft blr ^' Abends ein uud übernimmt wieder die Leitung ^°lschaft. Die Reise nach Wien hat er anfgcgcbcn. ^«81" ^- November. (Manifest der Linken.) ^ncel ^ Dcpntirtcn der Linken, darunter Gambetla. ^ltct ( ^'"wn und Favre. unterzeichnete Manifest ^ldc "^Verhalten an, welches die Linke beobachten ^u,w k ^"'kc wird die Negierung über die Ver-^lillz -s^ Kammer, über die Iuniunrnhcu, über die ^ilh ^lk von Anbin und Nicamaric intcrpelliren, sie '^ Aufhebung des Artikels 75, die Aufhebung des Militärgefetzes fordern, sie wird verlangen, daß das Recht, Krieg zu erklären, dem Nationalwillen anheimgegeben werde, sie wird die Abschaffung der Cuutionen und des Stempels für die Journale fordern. Das Manifest verdammt das imperative Mandat als eine falsche und gefährliche Theorie und sagt, die Freiheit der Discussion und die Macht der Wahrheit seien die Waffen, zu welchen die Unterzeichneten ihre Zuflucht zu nehmen bead« sichtigen. Sie würden zu keinen anderen greifen, außer wenn Gewalt ihre Stimme zu ersticken versuchen würde. Das Manifest sagt: das Princip der Wählbarkeit ist in Hinkunft die einzige Gewähr der Ordnung; eS ist berufen, alle Anweisungen (instruction) des Landes von Grund aus umzuwandeln. Um es unversehrt zu erhalten, müsse man es gleichzeitig befreien von monarchischen Compromissen, die es verderben, uud von demagogische« Gewaltsamkeiten, die cS erniedrigen. — 16. November. (Empfang des Baron Werther.) Das „Journal officicl" berichtet über den gestrigen Empfang des Baron Werther bei Ucberrci« chung seiner Beglaubigungsschreiben, Baron Weither sagte: Ich werde dem ausdrücklichen Willen meines Souveraius gehorchen, indcin ich alle meine Bemühungen der Erhaltung und Befestigung der Beziehungen der Freundschaft uud des uollständigcu Elnvcrnchmcns widme, welche in so glücklicher Weise zwischen dcn Höfen nnd Regierungen Frankreichs und Preußens, wie auch des norddeutschen Bundes bestehen nnd die auf den gegenseitigen Interessen beruhen, welche die beiden Länder zu entwickeln lebhaft wünschen. — Der Kaiser crwidclle Folgendes: Ich würdige die Gesini'ungen, die Sie mir im Namen Ihres SouucrumS ausdrücken. Wie er, so wünsche auch ich die Erhallung der guten Beziehungen zwischen den beiden Regierungen und die Entwicklung ocr freundschaftlichen Bczichloren zwischen Preußen, dem norddentscheu Bunde und Frankreich. Ich habe mich zu der Wahl zu beglückwünschen, die der König traf, als cr Sie nach Paris schickte, und ich bitte Sie, auf die wohlwollende Aufnahme zu rechnen, die Sie unter uns siodcn werden. Gousttlntiuuftel, 15. November. (Der Aufstand der Beduinen) im General-Gouvernement Bagdad gewinnt an Ansdchnuu^. Gegen gewisse Con. ^csioncu wollen jedoch die zwei Hauptstämme Frieden schloßen. Dic Unterhandlungen wurden durch Mithab Pascha eingeleitet. Mgesnemgimten. Hur Telcgraphenstörung. Der Nordsturm vom 12. November hat in den Telegraphenleitungen arge Verwüstungen angerichtet. Es wurden in der Grenze, im croatischcn Littorale, auch in Dalmaticn große Strecken der Telegraphenleitung zu Boden geworfen, die noch stehenden Stangen find gänzlich demon-tirt. Die ungarische Tclcgrapheuverwaltuug hat reichliche Gelegenheit, ihre Energie in der raschen Wiederherstellung der zerstörten Leitungen zu beweisen, denn aus naheliegenden Gründen ist gegenwärtig eine regelmäßige, ungestörte telegraphische Verbindung mit Dalmalicn von hohem Werthe. Zwischen Neustadt und Wien wurde ebenfalls eine mehrere Meilen lauge Strecke der Telegraphenleitung zerstört. Diese Störung scheint chronisch zu sein, denn sie wiederholt sich fast regelmäßig in jeder rauhen Jahreszeit. Es liegt nahe, daß man die betreffenden Leitungen fo bauen soll, daß nicht der nächste beste Sturmwind, der alls der österreichischen Ebene doch kein ungewöhnliches Elcmeutar-crcigniß ist, dieselben umbläst. Wenn aber eine solche Verkehrsstockung schon einmal eingetreten ist, so wäre die möglichst rasche Beseitigung derselben höchst empfchlcns-wcrth, denn der Nachtheil einer mehrtägigen Unterbrechung des telegraphischen Verkehrs zwischen Wien und dein Süden liegt auf der Hand. Mau ist heutzutage im Tclegraphenban weit vorgeschritten; man darf dicsfalls nur auf die außerordentlich feste und zweckmäßige Anlage des europäisch - oftindischcn Telegraphen verweisen. Bekanntlich betrachtet man nun selbst den atlantischen Ocean uud zwei Meilen Meeresliefe als kern ernstliches Hinderniß mehr. Es ist daher selbstverständlich die Aufgabe der west-öftcrreichischen Telegraphen-Verwaltung, dafür zu sorgen, daß solche Verkehrsstörungen sich nicht so häufig wiederholen. — (Sturmchronik.) Men, 16. November. Än einen solchen Orkan, wie der, welcher Samstag Nachts sich erhob und den ganzen Sonntag über Wien und in der ganzen Umgegend wüthete, wissen sich die ältesten Leute nicht zu erinnern. Die Straßen Wiens waren int buchstäblichem Sinne nur mit Lebensgefahr zu passiren. Ganze Dächer wurden davougetrageu, hier kollerte ein altersschwacher Schornstein herab, da flog "nc Firma-, tafel auf das Pflaster, rechts und links klirrten zerbrochene Fensterscheibe». Ziegelsteine, Holzstücke und Fcnstersplit-ter wurdcu im Wirbelwind wie Hcrbstlaub umhergctrie, ben. An manchen Stellen, wie z. B. beim Invalidenhotel, vor dem Schottenthore und auf der Ringstraße war es oft unmöglich, weiter zu kommen. Männer und Frauen klammerten sich an die Säuleu der Gas-candclaber oder drückten sich in dichte Knäuel zusammengedrängt an die Wand, um nicht vom Elnrme zu Boden geschleudert zu werden. Die Wagen mußten oft mit ten auf der Straße stehen bleiben, manche wurden vom ^Sturme umgeworfen. Der Karlskctteusteg schnxmkte wie eine Schaukel hin und her und mußte für den Verkehr ^ganz abgesperrt werden, eben so wurde die große Tabor-! brücke abgesperrt. Die Telegraphenleitungen wurden fast nach allen Richtungen zerstört- so wurden z. B. die Drahtstangen auf der großen Donaubrücke umgeworfen und fielen mit ihren 23 Drähten auf das Bahngeleise, so daß bis gestern Nachmittags nur auf einem Geleise gefahren werden konnte. Zahllos sind die Beschädigungen, welche an den Gebäuden augerichtet wurden, und es wird wohl namentlich unter dcn älteren Häusern kaum eines geben, welches verschont geblieben wäre. Wir zählen auch hier nur die hervorragendsten Fälle auf. Das Thaliatheater ist theil-weise demolirt, das Dach ist ganz abgetragen und die losgerissenen Bretter wurden über den Linienwall bis in die Lerchenfelderstraße getragen. Von der Stephanskirche fiel oberhalb des Haupteinganges ein zwei bis drei Schuh hohes steinernes Thürmchen herab; glücklicherweise wurde Niemand beschädigt. — Am Sudbahnhofc wurde das Dach der Wagenhalle fast ganz abgedeckt und müssen die Passagiere, nachdem sie sich die Karten gelöst, den Weg gegen die Him-bergerstraße zurückmachen, um dort, wo gewöhnlich die Schüb-linge in die Waggons befördert werden, zu ihren Plätzen zu gelangen. Die Wartehalle mnßte gestützt werden. Auch am neneu Opernhausc richtete der Sturm Verheerungen an, in die Kaiserloge hat es tüchtig hiucingeregnet, so daß die kostbaren Tapeten in Fetzen von der Wand hängen. — Von einem Magazin des Nordbahnhofs wurden von der Blechbedachung sechs Klafter weggerissen, und auf der Verbindungsbahn zwei Lastwagen ihrer Blechdächer beraubt. — Am Bahnhöfe in Baden ist der südliche Theil der Personenhalle längs der Abgangssticgc ganz zusam« mengestürzt. -^ In Lanzendorf nächst Wien stürzte einer der massiven Kirchenthürme cin, durchbrach das Dach und es erlitt hicdurch die werthvolle Orgel arge Beschädigungen. — Arge Verwüstungen hat der Sturmwind in dcn Gärte» augerichtet, wo er selbst die riesigsten Bäume wie Strohhalme knickte und entwurzelte. Eben fo großen Schaden erlitten die Fruchtfelder, da die augebaute Wintersaat in alle Winde zerstreut wurde. — (Im Kriegsministerium) finden bekanntlich seit einiger Zeit Berathungen statt, welche die Umgestaltung des Armeeuerpflegswesens zum Gegenstände haben. Wie man nun dem „Ungar. Lloyd" aus Wien schreibt, hat sich die Commission für die Ueberlassung der jeweiligen Armeeliefcrungcn auf dem Wege des Offerts ausgesprochen, und zwar waren mehrere Mitglieder der Commission für die Ueberlassung der gcsammten Lieferung in Pansch und Bogen an einen einzigen Concurrenten, andere wieder fiir die partielle Betheiligung verschiedener Offerten, nnd war es dic letztere Ansicht, welche vorzugsweise durch ungarischen Einfluß zum Siegc gelangte. Die Commission wird noch einmal zusammentreten, um die Detailbcstimmungen des neuen Verpflcgösystcms zu vereinbaren. — (Aus Trieft.) Man schreibt der „N. Fr. Pr." aus Trieft: Am Nachmittage des 10. d., während einige Arbeiter auf dem Berge Signole bei Pola eine alte Pulverkammer demolirten, stürzte plötzlich eine Seitenmaner cin, welche vier Arbeiter unter ihrem Schütte begrub. Einer tonnte nur mehr als Leiche hervorgezogen werden, dic drei anderen sind alle mehr oder weniger verletzt. — An demselben Tage fand man, etwa eine halbe Stunde oou der Stadt Pola entfernt, auf einem Felde nächst einer Kirche einen weiblichen Leichnam mit zwei Dolchstichen in der Brust nnd in das Herz. Die Ermordete wurde als die Kellnerin cines dortigen Aierhauses crkaunt; als Motiv des Mordes bezeichnet man Eifersucht. — (DieVermälung desFürsteu vou Nu-mäuicn) soll am 17. November stattfiuden und werden die Damen H. Cornescu uud Z. Stonrdza, sowie Fräulein Cogolnitscheano der Prinzessin von Wicd als Ehrendamen bei der Hochzeit fungiren. Vielfach wird in Rumänien die Frage aufgeworfen, welche Morgcngaben das Land und die verschiedenen Städte dem jungen Herrschcrpaarc darbringen sollen. Die Stadt Iassy soll beabsichtigen, dem Iürstenpaar ein Palais in ihren Mauern anzubieten und das Land wird dem Fürsten vielleicht Güter schenken, da derselbe, mit Ausnahme eines Waldgutes in der Moldau, bis jetzt keinen Grund und Boden in Rumänien besitzt. — (Eln Pester Feuilletonist erzählt): In pikantester Weise wurde dieser Tage in dem Salon eines der erstcn Hotels in Pest eine Probe künstlerischen Könnens abgelegt; von Einem übrigens, der eigentlich keine Prove seiner künstlerischen Fähigkeiten abzulegen braucht — ist's doch in den weiteren Kreisen bekannt, daß Baron Vay (Sohn) ein trefflicher Violinspieler ist. Der Zigeuner Buuko spielte in dem Hotelsalon mit seiner exquisiten Bande, und die Klänge, welche die „geborncn Musikanten" ihren Instrumenten entlockten, übten wie gewöhnlich auf die Zuhörer die fesselndste Wirkung aus — auf den unter ihnen befindlichen Baron Vay aber eine solche, daß er sich plötzlich erhob, einem der Geiger die Violine aus der Hand nahm und — zum Staunen des Publicums — mit den Zigeunern um die Wette darauf losfiedelte. Natürlich spielten die Leute — die wohl scltcn noch cineu so eleganten Cameraden gehabt, mit erhöhtem Animo, aber auch der Baron gericch mehr und mehr in künstlerische Hitze, und so entspann sich cin Wettkampf zwiscwt Baron mrd Zrgeu-»lern. Das Urtheil siel keiueöwegö zu Ungunften des aristokratischen Streiters auf; allgemein — schreibt der Feuille« 1940 tonist des „U. L." — heißt es: „Baron Vay spielt, als wäre er ein — Zigeuner." — (Overbe'ck.) Am 12. d. Abends starb in Rom der berllhmte Maler Friedrich Ouerbeck im Alter von 80 Jahren. Er war an» 2. Juli 1789 zu Lübeck geboren, machte seine ersten akademischen Studien in Wien und ging 1810 nach Rom, wo er 1814 zum Katholicismus übertrat. Seither ist er aus Nom nicht wieder herausgekommen. -^ (Amsterdamer Ausstellung.) Der österreichische Bevollmächtigte bei der Amsterdamer Ausstellung, Eduard Kanitz, hat den Bericht über die am 18. v. M. durch den Prinzen Alexander feierlich vollzogene Schließung der Ausstellung dem Handelsministerium erstattet und die von der Jury den österreichischen Ausstellern zuerkannten Medaillen — 19 goldene, 17 silberne und 22 broncene — Hieher geschickt. Die ^rauä« ^iplomo« ä'iimmsur, die ehrenvollen Erwähnungen, äi^Ioms« (i'yxyllLNl^ und M6iitioli8 «xti-Horäiniur^ dürften erst im Januar 1870 zur Vertheilung kommen. Bon den oberwähuten Medaillen entfällt nur Eine (broncene) auf Ungarn, und zwar auf die «Erste Rastrir - Anstalt, Vuchdruckerci und Geschäftsbücher-Fabrik-Actien-Gesellschaft in Pest." — (Der Afrikareisende Dr. Nachtigal), welcher am 18. Februar d. I. von Tripolis mit Geschenken des Königs von Preußen an den Sultan von Bornu abgereist war, ist glücklich nach Murzuk zurückgekehrt, nachdem er mit Hilfe feiner Diener zur Nachtzeit aus Tibeste entflohen war, wo er vier Wochen Gefangener der Tibus gewesen. Bon Cameradcn und Vorräthen entblößt, mußten er und seine Diener die lange, gefährliche Reise zu Fuß zurücklegen, sich kümmerlich von Datteln und Wasser nährend. Am 8. October trafen sie in Murzuk ein, von Ibrahun-Ben-Allah sehr freundlich empfangen. Mit der großen Decembertarawane werden sie mit den Geschenken, die in Murzuk zurückgeblieben waren, den Weg nach Vornu antreten. — (Eine Velocipud enreise) von Erfurt über Jena, Halle, Wittenberg nach Berlin hat neulich ein jedenfalls sehr geübter Velocip<>dist in !j'/^ Tagen, also trotz des ungünstigen, thcilweise sehr unebenen Terrains täglich 12 Meilen zurückgelegt. Locales. — (Theater.) Das Volksstück Lang's: „Barbara Ubryk," gestern zum Benefiz des Herrn Mo-ser zu erhöhten Preisen gegeben, machte ein ausverkauftes Haus und wurde mit vielem Applaus aufgenommen. Die Ausstattung ist sehr hübsch, das Stück wurde auch sehr gut gegeben, wobei besonders das Spiel des Benefi-zianle'n und des Fräuleins Gleb off lBarbara) alle Anerkennung verdient. Das Ganze ist sehr cffectvoll und wird voraussichtlich noch bei Wiederholungen volle Häuser machen. — (Ernennung.) DaS k. k. Obcrlandesgericht hat die beiden Nechtspraklicanten Raimund Schweiger und Jakob Dcrgavc zu Auscultanten für das Herzog-thum Krain ernannt. — (Concurs.) Am k. t. Gymnasium zu Marburg ist die Stelle des Directors mit dem Gehalte jährlicher 945 fl. ö. W., Decennalzulagen und einer Functions» zulage von 315, fl.; ferner am k. l. Gymnasium zu Eilli eine Lehrerstclle für classische Philologie, mit dem Gehalte Von 840 fl. und dem Ansprüche auf Decennalzulagen, in Erledigung gekommen. Bewerbungen sind bis 15. December d. I. beim steirischen Landesschulrathc einzubringen. Neueste M (Original-Telegramme der „Laibacher Zeitung.") «Paris, »7. November. Ledru Nolliu ist von der Kandidatur abgestanden. Cairo, »7. November. Aus Anlaß der Gröffnunss des Suez Kanals wurde heute eine religiöse Feier in Anwesenheit der Kaiserin der Franzosen, des KaiserS von Oesterreich, des Vicekönigs von Ogyvteu und einer zahl' losen Volksmenge abgehalten, sodann erfolgte die Abfahrt nach Ismailia. (DaS Programm dcr officicllcn Festlichkeiten ist folgendes: 17. November, Reise nach Ismailia. 18. Enthüllung des Monuments von Mchemrt Ali, Ball in Ismailia. 19. Reise nach Suez. 20 Fest in Suez, Enthüllung des Waghorn-MonumentS.) Wien, 16. Noucmliei. Ihre Majestät die Kai» serin gedenken dem Bernchinen nach die Ankunft Sr. Majestät des Kaisers in Trieft zu erwarten. Aus Dalmatic», wo die Operation gc^cn die Cri-voscia begonnen hat, sind nuch leine neueren ^iachrichtcn eingelangt. Die „Wr. Ztg." urinsst weitere Verlustlisten der l. k, Truppen uon Drcigalj (20, October, 2 Mann vom Inft. - Reg. Erzherzoa Albrecht Nr. 44 meuchlings getödtct), Lcdcuicc (20. October, 2 Mann vom Inst.' Reg, Erzherzog Ernst Nr. 48 verwundet) und Certoicc (25. und 26. October, todl: Oberlicntenant Pcschla und 4 Mann, verwundet l Corporal, Hornist, 1 Gefreiter, 9 Mann und 1 Zugführer den Wunden erlegen). Ueber die unS gestern telegraphisch gemeldete Vorrüctung liegen weitere telegraphische Nachrichten vor, wornach dieselbe um 0 Uhr Morgens (am Ili. d.) begann. Gegen 8 Uhr eröffnete die provisorische Batterie oberhalb Risano ein ausgiebiges Feuer, ebcuso di: Batterien der Truppen. Die Insnrgcnlen versuchten es, Steinmassen von den Bergen auf unsere Trnppen hcrab-zuschleudern, indessen ohne großen Schaden, nnr drei Mann wurden leicht verwundet. Nachdem unsere Artillerie die Berge bcslrichen, wurden die Insurgenten gezwungen, sich zurückzuziehen. Der Vormarsch der Truppen ging dann unbehindert vor sich. Um 2 Uhr langte schon die Brigade Simic vor Cerluice und Le« denice an. Das Hauptquartier wurde naäi Smokovac verlegt. Herrliches Wetter begünstigte diese Operationen. Die Escadre liegt vor Risano. Der „N. Fr. Pr." wird aus Cattaro, 11. No» vcmbcr geschrieben: Am 8. d. fand noch vor dem Abgänge des Gouverneurs ein Gcfcchl in ocr Nähe von Vndna statt, welches einen gnnsligen AuSgang halle insofern?, als die Insurgenten in die Gebirge flohen. In Budua blieb nur die Brigade Schonfeld zurück, die übrigen Truppen wnrdcn nach Caslelimouo diri^irt. ViS zum heutigen Tage betragen unsere bisherigen Ge> sammtocrlnslc an Todten und Verwundeten 16 Officicrc. 150 Mann. Was die Geldbeschaffung für den dalmatinischen Aufstand anbelangt, fo wird der ,.A. A. Ztg." geschrieben, daß Finanzministcr Brcstcl vorläufig dem Kriegsminister, auf dessen Budget diese Auölagcn kommen, die nöthigen Gelder vorslreckt und, so gut eS geht, sich mit den vorhandenen Easscbcjtänden hilft. Wenn man indessen von einer beabsichtigten Anleihe spricht, so ist dies jedenfalls verfrüht, zmiial wenn dem cislcithanischcn Finanzministcr die Absicht, einc solche ansznnchm.n, impu-tirt wird. Die ganze auf die dalmatinische Expedition bezügliche Finanzangclcgenhcit gehört, soweit aus ihr eine Ucberschreitung dcS Präliminars nnd die Forderung cincS Nachtrags oder Spccialcrcdits hervorgeht, vor die Delegation, und vor dieser werden sie der Reichsfinanz» und der Neichskricgsministcr zn vertreten haben. In Finanz-krciscn gilt es indessen für eine ausgemachte Sache, daß eine Vermehrung der schwebenden Schuld kaum zu um« gehen sein werde. Bei den Münchener Urlvahlcn scheint sich der Sieg bisher der Fortschrittspartei zuzuneigen. Die eigentlichen Wahlen beginnen erst am 25. "November. In Paris nimmt die Wahlbcwegung größere Dimcnsioncu an. Das Manifest der Linken (val. unter Ausland) wird von den Ionrnalen angegriffen und wurde auch in einer Vcisammluug in Dodcanuille mit Hohn aufgenommen. Port Said, 16. November. Nach gefahrvoller, ungeachtet stürmischen Wetters glücklicher Einschiffung in Jaffa langte der Kaiser von Oesterreich gestern wohlbehalten an, worauf der Austausch der üblichen Besuche stattfand. DaS Gefolge des Kaisers traf erst heule Morgens ein. Die Canalfahrt wurde angetreten. Die „Malta Times" vom 4. d. M. schreibt, e« unterliege den letzten Nachrichten aus Alexandrien zufolge keinem Zweifel mehr, daß sofort uach der Eröffnung des Canals große Dampfer im Stande feien, den Weg von einem Meere nach dem andern zurückzulegen. Die engste und seichteste Stelle des Canals liege bei El Guisr, diesseits Ismailia, abcr auch l,icr betrage die Tiefe ungefähr 22 Fuß bei ciuer Breite von 60 Fuß, während der übrige Theil eine gleichmäßige Tiefe von mindestens 26 Fuß habe. Zur Erleichterung der Schiffahrt seien längs beider Seiten Flaggen, an de» Vitterwassersecn hinter Scrapeum zwei ^euchtthürme und in Port Said ein elektrischer BeleuchlnngSapparat errichtet worden. Handel und Volkswirt!) schastliches. lelessraphiscke Wechselcourse vom 17. November. 5ucrc. MetalliqucS «0.— . — 5perc. Metalliqncs mit Mai« mid November-Zinsen 60.-. — 5perc. National-Anlehen 6^,26. - !W0er Slaalsanlrhen 94.10. — Vantactirii 717. — Creoil-A^lieu 240.5.0, — London 124.20. — Silber 122.35. — ik l Dncatrn 5 8«'/,«. Vaidacl,, 17. November Auf dem heutigen Marltr sind ci< schienen: 8 Wage» mit Getreide, 3 Wagen mit Hen und Slroh, (Heu 54 Ctr.. Stroh 23 Ctr 50 Pfd.), 30 Wagen und 4 Schifft, (28 Klft.) mit Holz. Durchschnitts-Preist. Mlt.. Algz.. Mlt.« illl«^' ! st. lr.fi. li. fl. l». ft.,"' Weizen pr. Metzen 4 ?U 5 «0 Vutter pr. Pfund - 45 —!"- Korn „ 3 - 3 16 Eier pr, Stück — 2; ->— Gerste „ 2 70 3 — Mllch Pr. Maß — II' -" Hafer « 190 2— Rindfleisch pr. Pfd. - 22------' Halbsruchl ,. -------3 55 Kalbfleisch „ —26 — - Heiden ,. 2 60 3 12 Schweinefleisch,. -23-- Hirse „ 2 60 2 89 Schöpsenfleisch „ —^4 — ^ Klltinlll^ .. -------1 3 10 Hahndel Pr. Stuck — 25 - ^ Erdäpfel „ 1 80------ Taube» ,, — 14 - -" l!inse» „ 4 80------- Hru Pr. Zentner 1 -^ («rbseu „ 5---------- Stroh ,, — ?o.. ^ Fisolen „ 4 50— Holz,hart..prKlft. -— ?50 Nindöschmalz Pfd. - 5"-------------- weiches. 22"------5 20 Schweineschmalz „ — 42------- Wein, rother, pr. Speck, frisch, ,.-30-— Eimer .-9^ - neräuchert „ — 42------- — weißer ,. -------10 Angekommene Fremde. Äm 16, November. Stadt 2^ien. Die Herren: Ocslrrsy, Reisender, von Wie»' ^ Hirschmaini, Kcmfm, vo» Krenl^. — Baron, Kansm., vl"' Kanischll. ^ Erler, Handclsm.. von Brnck. — Mororultl. l"'" Mantten. — Kalno. Kausm,, von Pest. — Slrnzel, Decho^ von Goltschcc. — Maucnit. l. k. Äczirtivorsleher. von Sl"^ Elefant, Die Herren: Gollobic, von Zirllach. — Debcljal, o<>" Höflei». — Zcrtovi!i. von Wie». — Mcrlle, von Paris. "" Srgilia», von Trieft. - Fischer, von Wien. -- Lengil, K!"" von z^nuscha, -- Dcsscnibuö Eduard, von Mailand. — Bcr«"' ! Priualier, von Stclermarl, Vaierische» Hof. Herr Schawel, l. l, Hanptmaun. ^laiscr von Vesterrcich. Herr Günther, Spitzenhändlcr, vl" GoNrsgad. ! Mohren. Hcrr Strnovih, Kanfm., anS Sagor. Theater. Hcntc: Znr Namcnsfeier Ihrer Majestät der Kaiserin bc> Äelenchlmiq des äußeren Schauplatzes: Tcr Tchwnr, ^Pcr in 3 Aclcn Meteorologische ^elwachlllll^en ill QiitlnH^ i ^Z Nk N 3 3° eft ^ ^ Z ZI? Ll -" ^-5« 6 U. Mq. 329.»a -j- 4. V windstill ganz bcw. ! ! 17. 2 „ N/ 329.«» , l- 7... windM f. g. bcwüllt ".<< 10.. M. 330.i!i -i- 1« windstill sternenhell .<„-Taqllbcr fast ganz brwiillt. Nachmitt,gö gelockerte W"" decke, auf den Alpen Sonnenschein. Abends heiter, schöne >>, ,,hsl helle Nacht. Da« Tagesmiltcl der Wcirme ^ 4 3°, um l'b dem Normale. Verantwortlicher Nedacteur: Ignaz v. KlcinmaU^ «.^^—^,------^171— 73.- Nieder-Ocsterreich. . „ 5 „ 93.— 93.50 Ober-Oesterreich . - „ ^ « 96.- 94.-Siebenbürgen ... « 5 ., 7.,- 7^.^ Stenrmarl ... „ '^ „ .<^"i^ ^^.— Ungarn .... « 5 „ 79.25 79.75 O Actien von Bankinstitute». > Geld Wnare Anglo-ostcrr. Baul abgest. . . 233^5 233.75 Auglo-ungar. Baul .... U" ^ 83. -Vodcu-Crcditaustlllt .... 'TI' ^.'" Ereditanssalt f, Handel u. Gew. . ^..10 ^65.-Crcdilaustalt, allgem. uugar. . - " " ^? 5l) Escompte-Gefellschaft. u, ü. . . W0. 80.>-Franco-Üsterr. Vanl - - - - ^, " ^y Gcmralbaul......."' ,^- Nalwnalbanl.......__ H I_ " Niederländische Vanl ...» ' -" Vcreiusbaut.......^" Al. Vertehröbant...... - l«8 ^ 108.50 Wiener Vank ....-- ^-" "'" «. Actieu von Trausportunterneh, mungeu. Geld Waare Alföld-Fiumaner Vahu . - - l«2.75 163.2.'» Völim. Westbah».....Ä'?'^ <Äa^ Carl-Lndwig-Vahn . - - - ' K"^ ^'^ Douau.'Dampfschifff. Gesellsch. . 553 - 555,- Elisabeth-Westbahn.....«^r ^«1" FerbinandS-Nordbahn . . - 2075.—>08l>.— Funftlrchcn-Äarcser-Bahn . . --— 77-^ Franz-I°sephg-«ahu .... N6. 176,50 Lemberg-Ezcrn.^Iassyer-Vahn . 194.50 196- Oeld Wanrr Llovd, österr........326.-326 — Omnibus lerste Emission). . . ,20.— 122,— ! Rudolfs-Bahu......160,75 161.— , Siebenbilrgcr Vahn .... 161.» 161 50 Staatsbahü.......378.— 380.— Sildbahn . ......244.50 245. - Sildnordd. Verbind. Nahn . . 158,- 159.— Theib-Aahi!.......248.- 249.— Tramway........126.— 127. - «. Pfandbriefe (filr 100 fl.) Mg. öst, Voden-Credit-Äustall Ocld Waare verlosbar zu 5 pEt. iu Silber 107.50 108 - dto.iu33I.r«ckz.zu5pEt.in>z.W. 89.50 90,- Natloualb. auf >i. W. verloöb. zu 5 pCt........93.50 9il.V.) Ocst Hv.pb. zu 5V, p2t. rilckz. 1878 —.— —.— Ung Bod -Cred/-A,ch.zu5V.pCt. 90.75 91.25 v. «vrioritätsobliaationen. ^ 102 fl. ü. W. Geld Waare Elis.-Westb, iu S. verz. (1. Emiss.) 90,- !>050 FcrdinandS'Nordb, in Silb. verz. 105.- 105.25 Franz-IosephS-Nahu .... 92.— 9250 O.Earl-Ludw.V.i.S.verz.I.Em. 101.50 102.50 , ^5 s Oesterr. Nordwestbahu .... 90-- ^75 Sicbcub. Bahn in Silber verz. . 87.5" „^li Staatsb. G. 3«/« -'. 5.00Fr. „I. Em. 135."' ^.^ ^ Slldb.G.3^«500Frc. „ . .116-70' Slldb.-Bons 6"/.. (1870—74) ^ 2^.«l.^ «500Frcs......242.-^ «. 'privatlose (per Stilcl.) ^ Kreditanstalt f. Handel u. Gew. ^cA ^ Zl> zu 100 fl. ö W......154" "^ Rudolf-Stiflnug zn 10 fl. . . ^4.'-' ^e Wechsel (3M°u)Okld Mß0 Augsburg fllr 100 si sildd. W. l03 ^ ^^ Frankfurt a.M. 100 fl. detto 10'^ ^7" Hamburg, für 100 Marl Bai:co ^ ' ,2^ London, silr 10 Psnud Sterling l^- L9>» Pari«, fllr 100 Franc« . . - " ' Gour« der Geldsorten ^ Geld ,.ss^', K. Mlluz-Ducaw: . 5 fl. Allr. ^ .^ ^ Napoleousd'or . . 9 .. 89 ,. ^ ^^ Vercinsthalcr. . . 1 " ^ " ,zi2 ^ "' Silber . . 122^ ^" " ^ Pli< Krainische Grundeutlaftung« - Obl'8°^^sl,