Schrtftltikmg: >««asse Str. » !»«tchst»»»e: l»»lich (mit tzwhw« »n Sonn- ii. fttin-H)MB U—ll Uftt o««t. j «thu Richt uanltft ti»-nichl f «til stliiniea »U »fOMllun« ( Bezugsbedingungen: D»rch »i« P«i> »q-geBi «>tt!«lji^ri, . . . K SSO felMttria ...»««» ®a|tji;l|Tig • . . K 1S B0 811t Ct (II mit 3>9bbrftcOBB|. P Htr. 55. ßilli, Donnerstag, 9 Znti 1903. 28. Jahrgang. Z>ie Krise beendet. Die „Wiener Zeitung" veröffentlicht da« sol-grabe kaiserliche Handschreiben: .Lieber Dr. v. ttoerber l Nach reiflicher Ueber-tßung und eingehender Piüfung der Gründe, welche Sie veranlaßt haben, Mir Ihre und de« Gesamt» »inisteriu«« Demission anzubieten, vermag Ich nicht trotz der Schwierigkeiten, die nach Ihrem Dafür« alten die Lage beherrschen und hemmend auf Ihre t Eiligkeit wirken. Ihrer Bitte um Enthebung zu »illsahren. Angesichts der in der nächsten Zeit eine Regelung erheischenden hochwichtigen Ange-egenheiten, welche bewährten Kräften anvertraut leiben müssen, bedarf Ich Ihrer Mir überaus nichtigen Dienste auch fernerhin. Indem Ich gerne Ihrer und der übrigen Mitglieder drS Ministerium« Vielfachen bisherigen Verdienste «it Dank und »»erlennung gedenke, zähle ich auf Ihren schon »st erprobten Patriotismus und versichere Sie Meine« fortdauernden vollen Vertrauen». Wien, am 7. Juli 1903. Franz Joseph m. p.* Ministerpräsident Koerber hat damit jene Rückendeckung provoziert, die er sür unumgänglich nötig hielt, um mit innerlicher Festigung den sich ankündigenden Herbststürmen entgegensehen zu kön-nen. Der wahren KrH» treiben wir ja erst entgegen. D«. Tschechen werden hussitischer denn je zuvor in den Reichtrat einziehen, die slavophile Hoskamarilla »ird ihre Maschen noch enger ziehen und der Name ,klu«gleich mit Ungarn* weckt für sich allein den Rachbargedanke« „Sturm'. E« ist wahrlich nicht da« Verdienst Koerber». wenn der slavische Heißhunger nicht mehr stire Sättigung findet. Diese Wendung hat der er» starkende Widerstand der Deutschen herbeigeführt, Alexander von Serbien und fein Kammerdiener. Niemand ist »in Held vor seinem Kammer-dienn! E« ist daher nur ganz natürlich, daß Alexandeir von Serbien, der vhnedie« nur wenig Heldenhafte« an sich hatte, von seinem „hinter Miedern»,' Sammerdiener mit allen seinen mensch lichea, alllju menschlichen Schwächen vorgeführt wird. Besagter Kammerdiener stammt au« Udine und heißt venijomino del Fabdro. Er war früher bei de» Obensten Konstanlinowitsch. dem Schwiegervater de« Primzen Mirko von Montenegro, btdienftet und reiste miit de« alten Herrn im Jahre 1895 von Tnest n«ach Belgrad. Dann trat er in die Dienste de« Köniig« Alexander, der ihn so lieb gewann, daß er iihn wie nnen Freund behandelte und sich von dem» braven Benjamin überallhin begle ten ließ. In der Mordnacht flüchtete Benjamins au« dem Konat im die italienische Gesandtschaft. Er weiß deshalb über da« Verbrechen selbst wenig zu sagen; dagegen i konnte er einem italienischen Au«frag»r über daa« Familienleben im Konak erschöpfende Au«kunf,si geben. De»r König muß nach del Fabbro« Schilderung »in sehr : undeholsener Mensch gewesen sein: er mußte in« Betttt gele, t und bedient werden wie ein Kind Währenlad Milan robust war, war Alexander schwäch lich undd so änastlich, daß er Furcht halte, allein »der gqar im Dunkeln zu schlafm. Die Königin war eivine von jenen Frauen, die die Männer zu die da« ihnen zugedachte Schicksal nicht apathisch hinnahmen und die allseitigen Feindseligkeiten mit gleich feindseligen Gefühlen vergalten. Die Folgen, die sich aus allen Gebieten de« politischen und wirtschaftlichen Leben« fühlbar machten, die wachsende Entfremdung der deutschen Massen hat jenen Sinn gebrochen, der in raschen Schlägen die deutsche Vorherrschast sür alle Zeiten vernichten wollte. Koerber kommt einzig da« Ver« dienst zu, die einzelnen politischen Machtwerte richtig gegeneinander abgeschätzt zu haben. Er macht schließlich feine Rechnung und seinen Pakt mit jedermann und er ist nur de«halb kein An-Hänger der Taasse - Badenischen Slavisierung«-Gewaltstreiche, weil er sich nicht« Gute« sür sein Ideal, d. i. der Monarchie zu erhoffen vermag; im legten Grunde bleibt er ja eben doch der nationale Eunuch, dem da« Wehe seine« Volke« nicht den HerzenSfrieden rauben würde. Wir Deutsche mögen darum auch in dieser Zeit, die sich scheinbar günstiger anlassen wird, nie vergessen, daß unser Schicksal nur in un« selbst ruht, daß wir unser Heil nicht von außen und nicht von oben zu gewärtigen haben und daß wir nur so lange die Gunst der Regierung zwingen können, so lan^e wir sür sie ein wertvoller Verbündeter sind, dessen Feindschaft gefährlich wäre. Der „Deutsche Ring" verleiht diese Beruhigung. Wohl sind die alten Mi^trauen«säer wieder an der Arbeit, die Zweiselsucht und den Pessimismus, der zu jeder schöpferischen Tätigkeit unsähig macht, groß zu ziehen. Sie sagen: der " würde nur der Regierung dienen, um ihr über Schwierigkeilen hinwegzuhelfen, dann hätte er feinen Beruf erfüllt. Auch fei ein wirksamer Schutz des Deutschtums von ihm nicht zu erhoffen, denn schon heute sei e« beschlossen, den Tschechen ihre mährische Universität zu schenken und zwar in schlauer Weise auf dem beherrschen verstehen, und der König betete sie an. Er tat in der letzten Zeit nicht« mehr ohne den Willen seiner Draga. .E« waren zu viel Weiber im Schloß," sagte del Fabbro, .und alle suchten den König zu unterjochen: aißer der Königin hausten da ihre drei Schw.stern, eine eleganter al« die ander», und dann die liebe Tante Nikolitsch, ein aller Brummbär, der den ganzen Tag mit dem König herumzankt». Der König hätt» die ganze Gesellschaft gern hinausgeworfen, aber die Draga hätte sich dadurch beleidigt gefühlt; sie war alle« im Haus», der König nicht«! Er wagt» fetten zu sprrchen, — «in Blick von ihr brachte ihn sofort zum Schweigen. Die Königin war gutmütig, aber wehe, wenn man ihre Familie antastete l Vor allem hatte sie ihren Bruder Nikodem in« Herz geschlossen, und dieser Mensch tyrrannisierl» den König noch «ihr al« Draga. Er war ein wilder, herrsch-süchtiger Charakter und schaltete im Palaste, al« wäre er der Herr. Draga, die anderen gegenüber so stark war, zeigte sich ihm gegenüber von einer merkwürdigen Schwächt und gestaltete nicht, daß er irgendwie gekränkt wurdk. Sthr oft war tr ichw-r betrunken und vrrleitete bet Tifch auch den König zum Trinken, so daß dieser, der nur wenig vertragen konnte, oft schlecht auf den Beinen stand. Nikolau«, der andere Bruder der Königin war meist im Auslande; ihm hatte da« Glück der Schwester nicht den Kopf verdrtht. Während die Königin wirklich intelligent war, war der König nicht sehr schlau. Am Tage des Mordes war die Wege der Verwaltung als kaiserlicher Huldakt mit Umgehung de« ReichSrateS. Wir können nicht daran glauben, denn die Regierung wird sich wohl nicht der Täuschung hin-geben, daß die Wirkung, die die Errichtung der tschechischen Universität, die ja nur der Eroberung Mähren» dienen soll, auf die Deutschen ausüben würde, in diesem Falle eine minder revolutionierende wäre. Die Tagung der Deutschen Volkspartei in Brünn, die sich so wunderbar den Verhältnissen ein-fügt, wird darüber keinen Zweifel gelassen haben. Hoffentlich werden die Gegenleistungen, die sich der deutsche Ring für die Hilfe, die »r dem Staate in Stunden der Not leiht, ausbedingt, nicht einzig darin bestehen, daß die slavischen Wünsche keine Förderung finden. E« wäre die« die Verscherzung einer schätzenswerten Gelegenheit. Freilich würde die« nötig machen, daß sich die geeinten Parteien auf ein Programm der Förderung de« Deutschtum« einigen würden, auf da« die Regierung Abschlag«-Zahlungen leisten müßte. Da« wäre dann die An-bahnung der n»u»n glücklichen A»ra de« Deutschtum« in Otsttrrtich. Der tschtchische Land«mannminister Rtzek ist fallen gelassen worden. Die neue Sachlage würde »« nun erfordern, daß die Regierung mit den Truppen des Deutschen Ringe« Fühlung nimmt und ein deutscher Vertrauen««.,nn al« deutscher LandSmannminister in den Ministerrat entsendet wird. Dagegen würden auf deutscher Seite sicher-lich nur jene Stellung nehmen, die sich bisher nur al« impotente Raunzer und nicht« al« Raunzer erwiesen haben. ganze Familie noch bi« 11 Uhr nachts beisammen, und als Nikodem sich empfahl, sagte die Königin lächelnd: Gut- Nacht, Prinz! Der König und die Königin hotten fast niemal« Zank und Streit miteinander; wenn e« wirklich der Fall war, ver-ließ die Königin ostentativ da« Zim«er, worauf ihr der König nachlief und sie um Verzeihung bat. ES war gesagt worden, daß da« König«paar Selbst-mord begangen habe Da« ist schon be«halb un-möglich, weil der König niemals eine Waffe, weder einen Revolver roch einen Degen, im Schlafzimmer hatte. Die Königin haßte jede Waffe, und der König fürchtete sie sonar. Konnte er doch kaum da« Knallen der Jagdflinten hören, und wenn bei festlichen Gelegenheiten Kanonenschüsse ertönten, schloß er sich zu Hause ein, la« Zeitungen und Bücher, besonder« französier Romane, oder ließ sich von der Königin auf dem Klavier etwa« vor-spielen. Die Uniform trug «r aber trotzde« sehr gern.' Wohlgemeinte Zlnarten. E« sind dieS solche Unarten, deren sich eigent-lich nur da« weibliche Geschlecht schuldig machen kann. Unarten, die dem Grundzuge eine« jeden Normalweibe«, nämlich dessen angeborener Mütter-lichkeit unvermerkt entspringen, zu« Gegensatze der Unarten, die da« männliche Geschlecht im häu«lichen Verkehr häufig an den Tag legt, und die meist einem tief in diesem wurzelnde» egoistischen Triebe Honvedartillerie bezogt» haben. Soviel stehe fest, daß die bezüglichen Arbeiten bereit« fertiggestellt sind, und daß der Kaiser seine Zustimmung schon erteilt habe. — (54 ist fraglich, ob die Angelegen-heit schon so weit gediehen ist, denn die Einführung einer Honvedartillerie, welche ein Zugeständnis on den magyarischen Chauvinismus bedeuten würde, müßte auch die Errichtung einer österreichischen Landwehrartillerie zur Folge haben, Ob der Reichs-rat die großen Kosten hiefür bewilligen würde, bleibt höchst zweifelhaft. „peutlch uncntöchrlich!" Aus Stockholm schreibt man: Die schwedische Kultusbehörde be» reitet seit einiger Zeit die Umbildung de» Unterrichts-plane« an den höheren staatlichen Lehranstalten vor und hatte sich zu diesem Behufe mit den Lehr-körpern der einzelnen Anstalten ring« im Lande in Verbindung geletzt. DaS übereinstimmende Urteil der Befragten lief daraus hinaus, daß der bisherige Vorrang des Französischen, beziehungsweise Eng-lischen gegenüber dem Deutschen unbedingt beseitigt und die letztgenannte Sprache künftig an die erste Stelle gefetzt werden müsse. Sehr interessant lautet die Begründung, mit der der Upsalenser LehrerauS-fchuß die Notwendigkeit dieser Lehrstoffoeränderung darzutun sucht: „Die deutsche Kultur mit ihren reichen Wissen«schätzen, ihren dichterischen Erzeugnissen und der Vielseitigkeit de« sprachlichen Au«-drucke« steht ganz unbestrütenerweise in unseren Tagen an der vornehmsten Stelle. Hiezu kommt, daß die neuzeitlichen Schullestrebungen mehr und mehr einer positiven Be.ücksichiigung jener speziellen Aufgaben zuneigen, durch weiche die Befähigung der heranwachsenden Jugend zur späteren Teilnahme am wirtschaftlichen Leben erhöht und die Aussichten auf eine gesicherte Lebensstellung verbessert werden können. In diesen beiden grundlegenden Beziehungen bietet weder daS Französische mit seinem geringfügigen kommerziellen Werie, noch daS Englische mit seiner geringeren Bedeutung auf rein kulturellem Gebiete die gleichen Bildungsmöglichkeiten wie daS Deutsche, und eS entspricht somit dem woblver» standenen Eigeninteresse der schwedischen Schule, w.nn sie sich endlich von jenen Einflüssen lotmach», die ein überlebter Philo.ialliSmuS lange Jahrzehnte hindurch auf sie ausgeübt hat." Z>ie Kukfeier. Alle», wa» die Tschechen an-packen, liege eS nun aus wirtschaftlichem oder religiösen Geb ete, verwandelt sich in ihren Händen in Deutschenhetze. So auch der Gedenktag d.« Magisters Huß, der gewiß ein freier, hochgemuter und edler Geist war, und der fein Leben gegen die römische Kirche lassen mußte. Teil« durch bewußte Fälschung, teil« au» Verbohrtheit hat man da« Andenken dieses Manne« nicht anders zu feiern gewußt al« durch Orgien wüsten Deutschenhasses, anstatt sich an den resormatorischen Ideen diese« Manne« zu begeistern. Die deut chenfr>sserifche Manie ist da« Gif», mit dem sich da« Tschechen-volk da« Verderben an den Hai« trinken wird. Nummer 58 Aus der serbische« Wörderßöhle. Infanterie - Regiment, dessen Znhaberschast I König von Rumänien niedergelegt hat, wird w mehr den Namen „König Peter I.' führen. U eine besondere An«zeichnung, der KönigSnaaie ß da« Mord-Regiment. — König Karl von R»«d> hat die Verleihung sämtlicher rumänischer Ctba welche an Offiziere deS 6. serbischen Jnfaauri Regimentes, die bekanntlich den KönigSmord al geführt haben, bestimmt waren. zurückgeM Dieser Vorgang findet in ganz Rumänien tinjiL Äus Stadt und iland. ßillier Hemeinderat. Am Freitag, da 10. d. M, um 5 Uhr nachmittag« findet n» außerordentliche öffentliche GemeindeauSjchußsij« statt mit folgender Tagesordnung: Nach Mitte,!» der Einlaufe Berichte der Bausektion über 1. « Eingabe der Cillier Baugenossenschaft um Abteilq der erkauften Jnfelgründe i» Bauplätze und 2. rti Eingabe dt« Siaat«schulrate« Eilli in Angeltgtid» des SchulhauSbaueS; Bericht der Finanzsekiion ii« die Zuschriften der k. k. prjp. Bodtnkreditaisli und der JnSbruck.r Sparkasse in Angelegenlzeit > Darlthensbtwilligungtn; Bericht de« Theaierkom« über die vorzunehmenden Adaptierungen im Su» »heater; Bericht de« WirtschastSkomiieeS in schiedenen Angelegenheiten. Der öffentlichen f^ eine vertrauliche Sitzung. Evangelischer Samikieuabend. Morgen T» nerktag, den 9. d. M findet abendS 8'/4 Uhr , Hotel Teiich/t ein öffentlicher eoankitlischer Kamili» abend statt. Herr Pfarrer May wird über „ZöM Kloster und Wdi" einen Sportrag halten. Zu dir'« anregenden und gemüilichen Abend find all, Aren»« der evangelischen Sache herzlich eingelade». ßvangelischer Gottesdienst in ?öeite,tm Sonntag, den 12. o. M., findet in 4Beüe»jtei nachmittags um '/,5 Uhr wieder öffentlicher eow gelischer Gottesdienst statt. Bei günstigem Tet» soll derselbe bei der Ruine auf dem Schlogt>«p bei regnerischem in der Gemeindestube abgehol« werden. Hiezu hat jedermann freien Zutritt. ßillier Turnverein. SamStag. d.n 4. d. 51 fand im Waldhause zu Ehren der Weiturner Platz und Trichimann ein, Festkneipe statt, die ganz e» sprechend besucht war. Herr Tuinwart HauSba» und Herr Turnlehrer Po,che hj.lten Ansprach, an die Im Lause d,s AbendeS ersch««l auch Gäste, unier andere» Oft ehemalige T»» wart deS SüdösterreichifchrnTurngaue«. £>m tolles Schlachthaus Ausweis über die im Schlag häufe der Stadt Eilli iu der Woche vom 29.1» bis inklusive 5. Juli 1903 vorgenommenen ZchlH «ungen, sowie die Menge und Gattung de« eng» fühlten Fleische«: Fließ Andrea«, eingefi!« 118 kg Kuhflt'sch, 15 kg Kalbfleisch. 35 Schweinefleisch; Gajfchek S., geschlachtet 1 Ochsen, 1 Kuh, 1 Kalb, eingeführt 94 kg Schwer» fleisch; Grenka Johann, geschlachtet 4 Lchst^ 22 Kälber, eingeführt 69 kg Ochsenfleisch; I«,. Seite 2 Wotitifche Wundschau. Steirischer ZZauerntag Sonrtag fand in Graz der erste steierische Bauerntag statt, an dem etwa 4000 Bauern verschiedener Parteirichtungen teilnahmen. Gras Lamberg eröffnete den Agrartag mit einem Hoch auf den Kaiser. Gras Buquoy sprach über die Ziele der Landwirtschaft, Sekretär Juwan über den Zolltarif und die Handelsverträge. Ferner sprachen di« Abgeordneten Freiherr ron RckitanSky und Hagenhoser. Der Agrartag nahm mehrere Entschließungen an. Die Propaganda v. RokitanSky'S, den wirtschaftlichen Forderungen vor dt» aus Sicherung unsrre« VolkSium« gerich-teten nationalen den Vorzug zu geben, trat auch hier genügend klar in die Erscheinung. E« ist nötig, die Entwicklung de» JunkerS scharf imAuge zu behalten. Parteitag der Deutschen Volkspartei in Mähren. Sonntag vollzog sich in Brünn unter Anteilnahme zahlreicher Abgeordneten die selbst-ständige Gründung der Deutschen Volk»partei in Mähren. Der Parteitag nahm »inen erhebenden na!ionalen Verlaus. Wie die Verhältnisse in Brünn liegen, kann daS Hinzutreten dieser neue» völkischen Gliederung zu jener der Freialldeuischen nur wärmsten« begrüßt werden. Vielen Beamten war es durch den Hochdruck der tschechisch«« Nadtrer-Methoden unmöglich gemacht, im alldeutschen Lager mitzuwirken. Die Nationalen BrünnS marschieren nun zwar in zw>i getrennten Heersäulen, sie werden jedoch hoffentlich vereint schlagen. „Anvediugte" Kampfesweise, die selbst Schönerianer schon anekelt. SPei einem kürzlich in Karlsbad stattgehabten OrtSgruppemag de» „Bunde» de» Deutschen in Böhmen" versuchten die „Unbedingten' einen Sturm gegen diesen größten ostmärkischen Schutzverein, der aber glänzend abge> schlagen wurde. Da« Benehmen der Schönerianer bei diesem Anlasse war nun wieder so ein empörend gemeine», daß selbst der bisher noch der „All-deutschen Vereinigung" angehörende, also schone-dänische Abgeordnete Alwin Hanich in seiner „All-deutschen Wacht- darüber folgende» schreibt: „Aus obigen Beispielen kann man klar und deutlich er-sehe», in welch gehässiger Weise die Unbedingten gegen alle» jene vorgehen, da» nicht in da» Horn de< H-rrn von Rosenau bläst, und e« ist nur zu bedauern, daß sich ihr« Zerstörungswut auch gegen jenes Blatt (»Deutscher VolkSbot?" in Prag) richtet, daS schon seit I hren in verdienstvoller Weise die Interessen de» Bundes vertritt." ES beginnt recht bald zu tagen, Herr Schönerer! Artillerie sür die «üonved nnd Landwehr. Der »Budapester Hübp" brinzt die Meldung, daß die Errichtung der Honvedartillerie eine beschlossene Sache sei. Die langwierigen Verhandlungen, welche der frühere Honvedminister Baron Fejervary an-läßlich seine» letzten Aufenthaltes in Wien im Bei-fein mehrerer Ministerialräte de» Honoedministerium» gepflogen ha», sollen sich auf die Errichtung der zugeschrieben werd«n müssen. Von letzterem wollen wir — in unan»rotlbar-angtborener Galanterie — erst ein nächstetmal sprechen. Wenn der Franzose als geborener Rationalist mahnt: „surtout pa» trvp äe ?öle", so hat er natürlich nur den Uetiereifer, den man nicht haben soll, im Auge. Uebereifer unterscheidet sich von Eifer wie Art von Unart. So wohltuend Aufmerksamkeit wirkt, so lästig ist «in Zuviel davon, also Ueber» eifer, in diesem Punkte. Da» allein erklärt e« auch, daß so häufig Uebermaß von Sorgfalt al« Last im häuslichen Leben empfunden wird. Ja, wie diese« an sich gewiß edle Gesühl bei vielen Frauen — und da-runter den besten — zur häuslichen Untugend ausarte». Ein stetig unter Beobachtung sich fühlender — und das ist ein mit zärtlicher Fürsorge Ueber» hänfter — wird (richt von der Empfindung be» schlicht», ein seiner persönlichen Freiheit Beraubter zu sein. Gewiß ein schlechter Dank sür einen Ueberfluß an zartester Sorge; indes erklärlich. Wohlmeinende Frauen sorgen z. B. bei Tische nicht allein dafür, daß „die Männer": Galten, Brüder, «wachsen? Söhne und Freunde, die an» sehnlichsten Stöcke auf ihre Teller bekommen, son-den, fügen auch gerne noch Mahnungen hinzu, al« da sind: „Nimm doch noch Bratenfaft, da« Fleisch ist sonst zu trocken." Der Interpellierte folg» der lieben Weisung und sucht srin Gt'präch wieder auf« zunehmen. „Laß den Brat«n nicht kalt werden," oder .noch etwa« Gemüse, sonst ist da« Fett nicht verdaulich!" — „Die Kartoffeln sind heule gar so schön geröstet, nimm doch noch einige!" Kommen Fische aus den Tisch und wird wäh-rend des Essens derselben gesprochen, mahnt die Hausfrau den von ihr Ueberwachten immer witder daran, daß verschluckte Gräten im Halse stecken bleiben! Aufmtrksamktit über Aufmerksamkeit, die kaum je — von gesunden Menschen — mit Dankbarkeit gelohnt wird. Im Gegenteil, mehr al« einem dräng» sich dabei der Gedanke auf. daß man Bratkartoffeln und eine etwas zu fette Tunk», so-wie ein»» gesotten«» oder gebackenen Fisch gemüt-licher und ruhiger im Gasthause verzehrt. Diest Art von Uebereifer gibt sich nicht bei Tisch allein kund, sondern beginnt gewöhnlich schon am frühen Morgen, sobald der hiezu AuSersehene die Augen öffnet. „Vergiß die Ueberschuhe nicht, eS regnet!" „Lasse da« Parapluie nicht wieder irgendwo stehen!* „Knöpfe den Rock nur ganz zu, e« ist bissig kalt!" „Rauche nicht gar so viele Zigaretten, die Aerzte behaupten, man wird ver» rückt davon!" „Bleibe nicht zu lange aus!' „Sei vorsichtig mit der Lampe!« „Schlafe nicht ein und lasse etwa da» Licht brennen!" — und so fort inS Unendliche. Sehr junge Frauen sind nicht so quälirisch, wird man vielleicht »ich, mit Unrecht einwenden. Aber die Zeit, wo sie nicht mehr „sehr jung" sind, st die längere und kommt demnach in Betracht. Auch sind e» ja lauter wohlgemeinte Mahnungen au« Lieb» und Besorgnis ausgesprochen», aber un» auSstehlich — man verzeihe da« harte Wort — ind sie darum nicht minder. Eine andere weibliche, viel verbreitete Unart ist die übliche Verbtssernng bti Erzählungtn von gemtinschasilich Erlebiem, Gesehenem, Gehört» oder Gelesenem. E« ist nicht zu leugnen, daß ta Frau Einzelyeiien besser im Gedächtnis behäU aU der Mann, allein e« bleibt dennoch «ine „häuSlch Unart" «inen — selbst mangelhaft — Erzählend« beständig verbessernd, unterstützen zu wollen. Eine weitere weiblicht — üble Angewöhimiz wollt» wir sagen, ist da« häufig» Unterbreche» M Gespräche«, um häu«lich» O dre« zu geben, ol« Einschaltungen, die außerhalb de« gewählten 8» versationSthema« liegen, anzubringen. Die der Frau am häufigsten vorgeworfene u) wahrscheinlich unauSronbaiste häusliche Tugeid ö übrige»« da« endlose Rekapitulieren häutlicher II» zulänglichkeilen und da« Beschwerdeführ«n üw Kinder und Dienstboten, die den nach seine« Sig» werk Heimkehrendtn nur zu ost erwarten. Unausrottbar dürfte diese häusliche Unart «ch darum sein, w.-il sie ti.f in der Natur deS Weite« begründet ist, dessen Empfinden fast durchweg e„ retrospektives genannt werden muß. Die Frau grübelt gern nach, um Erlebte« «ih einmal zu durchleben, fei eS nun Angtnthmt« cbn Unangenehmes, zum Unterschiebe vom Manne, da Widerwärtige« zu vergessen und durch ein pM heitere Stunden wett zu machen sucht und viellech auch vergnügliches, sobald e« vorbei ist, nicht tti der dem tchttn Weibe anhaftenden HartnickM in der Erinerung festzuhalten strebt. Nummer 55 {et M., geschlachtet 1 Kuh. 1 Kalbin ; Karlo « Ich«! M>. geschlachtet 3 Kühe, cinßcfüljrl 80 kg Schweinefleisch; Kossär Ludwig, geschlachtet l Kuh, I Kalbin, 1 Kqlb. l Schwein ; Le « koschek geschlachtet 4 Ochsen, eingeführt 91 kg Kalb» fletsch ; PayerS.. geschlachtet 2 Kühe, eingefühlt 197 kg Schwein, fleisch; Pleter « ky A, ge-schlachtet 2 Kalbinnin; R e b e u s ch e k Josef, ge-schlachtet 8 Ochsen. 22 Kälber. 1 Schwein. 2 Zicklein, eingeführt 146 kg Ochsenfleisch. 54 kg Kalbfleisch ; © e 11 o f Franz, geschlachtet 2 Kalbinnen. 3 Kälber; Seutschnii A., geschlachtet 2 Ochsen, 2 Kälber, eingeführt 34 kg Schweine-fleisch; Skoberne Anton, geschlachnt 6 Ochsen. 9 Kälber. 2 Schwein», ein (führt 54 kg Ochsenfleisch, 12 kg Kalbfleisch. 20 kg Schweinefleisch; U m e I Rudolf, geschlachtet 1 Ochsen, 1 Kalbin, 1 Schaf; Vollgruber Franz. geschlachtet 1 Ochsen, 3 Kälber, 1 Schwein, eingeführt 54 kg Kuhfleisch; Wretschko M.. geschlachtet 1 Kuh, 1 Kalb»«. 4 Kälber, 3 Schafe, eingeführt 74 kg Schweinefleisch; Gastwirte, geschlachtet 3 Kälber, eivßesührl 409'/, kg Kalbfleisch; Summe: ge« schlachtet 27 Ochj">, 9 Kühe, 8 Kalbinnen, 70 ttlber, 5 Schweine, 4 Schafe, 2 Zicklein, > in geführt 441 kg Rintfl'ifch, 641 lft kg Kalbfleisch, 534 kg Schweinefleisch. $«ni. Durch die Schiistleitung der „Deutschen Nacht" wurde dem Deutsch völkischen Gehilfen-vvbande für siine Bücherei von Herrn Profrssor Adolf Güssen hau er in Florid«dorf bei Wien ein« ansehnliche Büchersendung zu teil, und sei tem edlfn Spender aus diesem Wege der aufrichtigste treudeutsche Dank gesagt. Maturitätsprüfungen. Die diesjährigen Maiu,itäi«p üfungen am hiesigen k. k. Staat«ober-gy«»afium haben unter kein Vo-sitze te« Heirn Laudetfchul In pektor« Leopold L a m p e l am 2., 3. und 4. Juli l. I. stattgefunden. Z«r Piüsung hatten sich 25 Abiiuiienten gemeldei, von denen Z wegen ungünstigen Ergebniss e der schriftlichen Pri'ungen zur mündlichen Piüsung nicht zugelassen ant) 3 aus (in Jahr reprobiert wurden: 4 weiden jM Rachprüfung zugelass n. Ein Zeugn,« der Reife mit Auszeichnung erhielten die Abiiuii ntcn: Hans F ü r st b a u e r, Albert Krämer, Rud. M o ß-■ titn; ein Zeug, i« der Reife erhielten die Abiturienten: E?ua»d Buschos«ky, Mariin E w e t f o Franz Fürstbauer, HanS Gut-« a n n , August I »rolim »k, Josef I e l l e n z, Adolf K l a u e r , Max Krau«, N. Lovrec , August Onschan, Karl Reiter, Biktor L a n g g e t, Alexander Z e i l i n g e r. Dom ZVetter. Der Monat Juli läßt sich rech, wässerig an. Der wolkenbruchartige Regen-stutz, der am vergangenen SamStag über Eilli, niederging, findet feine Fortsetzung in unaushör-lichen Regengüssen. L>optenbericht. Die Hops»npflanze im Sann-ta!e Hai fit bisher gut entwickelt, dieselbe hat ziemlich Seueninebr angesetzt, wenn auch nichi so zahlreich wie im Vorjahr». so gehen wir doch einer guten Ernte entgegen. Frühhopfen, von welchem akerding« nur einigt hundert Zentner auskommen, ist bereit« in Toldenbildung begriffen, während Golding« feil acht Tagen in vollster Blüte stehen. I«? Frühhopfen wird e« Anfang August und auch schau Ende Juli fertige Ware grben, Golling« hii,geM»n Mitte August. Da in oen l.tzien drei Jahren ziemliche Neuanlagen gemacht wurden, so rechn« man nach dem jetzigen Stande der Pflanze i« Laianta!» aus einen Ertrag von 16.000 Zentner. Wie schon bekannt, verfügen die hiesigen Produzenten über siehr gute Darrvortichtungkn. so daß nur tadel-loset Produkt in Bezug auf Trocknung zum Markte kommtl, außerdem verfügt man über eine groß an-gelegte? Verpackung«- und SchwefelungSanstalt mit Pressen, etc. Daß sich der Sanntaler Hopfen ge-rade >m den letzten Jahren einen gut n Ruf über die Saenzen de« Reiche« erworben hat, beweist der alljährlich zunehmende rasche Abgang d-«selben in da« An«land, zumeist nach Nürnberg. Bei der >u«st»tllung in Pari« wurde der Hopsen mit den erste» Preisen bedacht; in«besondere wurden die Goldimg« al« vorzügliche Qualität beurteilt. Metersetzuugen i« Aiuauzdieulie. Uebersetz» wurde»»: der Sleu>ramt«osfizial Johann Zigroßer vo« Waupisteueramte in P ttau zum Steueramte i» Liöchtenwald, der Sieueramt«adjunkt Johann Merch«er vom Steueramte in Lichtenwald zum Steuereamte in Ran«, die Sleueramt«praklikanten Josef ! Tajaik vom Steueramte in Lichtenwald zum Eteueraa»«» in Rohitsch, Rudolf Starke! vom Steueraa««» in Ro)itsch zum Steueramte in Lichten-»ald. Dienstlich zugewiesen wurden die Steutramt«- «Kentfche Wacht- adjunkt»n Max Zwirn zum St»u»ramte in Gonobitz, Emil Siegel von der B»zirk«haupimannschaft Eilli zum Hauplsttuiramt» in Eilli. F«rn»r wurden übersetzt: die Ausseher Jakob Klinc von Franz nach St. Georgen, Jakob Martin Klinc von St. Georgen nach Franz. KW Wort an die Sommergäste. Die Sommer-gluten sind in« Land gezogen. Wie laden da die kühlen schattigen Hallen in den Parkalleen und in den herrlichen Berganlagen! Und im Parke, an dem die Wellen der silberhellen Sann ein süße« Locklied vorüberrauschen, vernimmst du in sorgenfreier Stunde frohe Musikklänge. Dem Sommerfrischler bietet unser Eilli ja unendlich viel und gewiß mehr al« mancher künstlich ausstaffierte Kurort, wo man für den Flitter noch eine Km- und Musikiax» bezahlen muß. Da ist e« doch eigentlich Ehrensache für unsere Fremden, sich nicht nur mit rühmendem Worte, sondern auch mit „klingender" Tat der Stadt, die ihnen so viel Schöne« uud Angenehme« bietet, freiwillig erkenntlich zu zeigen. Der Eillier Verschönerung«v»r»i», in dessen Obhut die Erhaltung und Pflege de« Parke« und der Anlagrn gegeben sind, nimmt Sp»nd»n gern« entgegen. Solche wollen in der Buchhandlung Fritz Rasch hinter-legt werden. Die Namen der Spender werden vnöffeniliHt. Mit der Nachäfferei der Sonnweudseuer haben die Pervaken entschieden kein Glück. Sie standen heuer unter dem Ansporn der besonder« glanzvoll verlaufenen Sonnwendfeier, und haken sich die Vorbereitung!n auch viel Mühe und ichwereSGeld kosten lassen, es war aber schließlich alle« für die Katz. Bei dem Bauern Lipovsek am Schloßderg halte man einen Holzstoß entzündet und ein Transparent m>t den Buchstaben C und M (Cyrill und Meihud) aufgerichtet. Natürlich brannte auch ein Feu.r auf dem Besitztum de« Abte« Ogradi. Daß e« ohne zahlreiche Böllerschüsse und ohrenbeiäubende« Geschrei nicht abging, ist selbst» verständlich; im Höllenläim wird ja bei slovenischcn Festen der Hochgenuß erblickt. Sehr heiler und zwar in d>« Worte« verwegenster Bedeutung stimmt.« jedenfalls die Klänge docNarodna godba. I» Eilli führte man da» Geschrei, da« vom Berge n edeidrang, aus »ine tollgeirordene Rotte halb« wüchstaer Schulbuben zniück. Wie dem hiesigen Pervokenblatt zu entnehmen ist, waren e« jedoch ti» gesanglichen Da-bietungen de« Eillier sloveni-schen Gesan >«vereit S, in denen mit bec Kraft der Lungen de« Guten zu viel geian wurde. Um da» Fiatko voll zu machen, brannten auch im Sanntale recht spärlich Feuer. Aefle i« Na««. Man berichtet au« Rann: Am 4. d«. abend« fand im Gasthause de« Herrn Adolf Gabritsch in Ramt die Generalversammlung der «Südmark"-Ortsgruppe Ran» statt. Nach der B.rfaminlung wurde die übliche Sonnwendfeier im Garten de« Herrn Gabritsch abgehalten, bei welcher Gelegenheit der Obmann de« Vereine«. HerrHan« Schmderschitsch, den Anwesenden die Bedeutung der Sonnwendfeier in einer Ansprache erklärte. Außer den einheimischen Deutschen waren auch einig« fremde Herr»n und d»rR»ich«rat«- und Landtag«-abgeordnete Herr Alfred Freih. v. Mo«con zugegen. Hlohitsch - Sauerbrunn. (Kurbefuch.) Rohiifch Sauerbrunn e freut sich Heuer eine« über-au« lebhafie» Besuch «. Gegenüber der gleichen Zeiiperiode de« Borjahre« verzeichnet die Kurliste ein Fr'quevzp'.uS von zirka 300 Personen, und die« spricht umsomehr sür die Bivorzugung diese« Badeorte«, al« manche andere Kurorte im Bergleiche zu Ro,iisch merkliche Freq -enzrückgänge ausweisen. Dabei hat Rohitsch-Sauerbrunn »in international,« und srhr distinguierte« Publikum. Wir entnehmen der Kurliste folgende Namen, die dafür Zeugnis g»d»n: Ernst Adolf R»ich«gras zu Münster, Sohn be« bekannten ehemaligen deutschen Botschafter« in Pari«, mit Kammerdiener und Leibjäger au« Glaz, Otto Baron Lütgendorf au« Graz, Ismail Ehakir au« Kairo, Egon Baron Zoi« mit Gemahlin. F -M.-L. von Nemetdy mit Gemahlin, El. Hallt« au« Port Elisabeth, Major Reinhardt au« München, F-M.-L.-Witwe Kukulj von Limobran au« Wien, L. Rokeach au« Jerusalem. Baron Vraryczanq mit Diener au« Karlstadt, BatoiinOdkolek mit Töchter au« Wi-n, k. k. Kämmerer Arpad von Vege« au» H«»zta Gy'nda, Professor von Bodola au« Ofen-pest und andere. 5er Juli ist bekanntlich der Monat, in dem die Sonne au« dem Zeichen de« Krebse« in da« de« Löwen tritt. Von sonstige» astronomischen Er-scheinungen de« Juli oder Heumonai« sei erwähnt, daß sich in seinem Verlaus die Mondphasen folgen-dermaßen stellen: Erste« Viertel am 1. Juli Voll- ^ Seite 3 mond am 9. Juli, letzte« Viertel am 17. Juli, Neumond am 24. Juli und erste« Viertel am 31. Juli. Von den Planeten bleibt nur der Merkur unsichtbar. Mar« geht vor Mitternacht unter, Jupiter vor Mitternacht auf. Unutu« ist am südlichen Sternhimmel zu suchen. Saturn ist die ganze Nacht über zu sehen und Venu« bleibt am Ende de« Monat« noch etwa dreiviertel Stunden lang sichtbar. Kalb» Wetterprognose. Rudols Falb« Prognose bietet für den Juli im ganzen «it Au«-nähme der ersten Tage keine ungünstigePerspektive. Die erste Woche soll regnerische« und kalte« Wetter bringen, um in der zweiten Woche einer Trocken-Periode zu weichen, die der 9. Juli al« kritischer Tag dritter Ordnung einleitet. In der dritten Woche beginnt eine Gewitterphase ohne starke Niederschlüge, die sich dann nach dem 24. Juli al« kritischem Tagt erster Ordnung allmählich verliert. j>ie Klage unserer Weinbauern. Ein nieder-österreichischer Weinbauer au« der Retzer Gegend schildert in einem Briefe an den Dorfboten in be-wkgten Worten den Niedergang de« österreichischen Weinbaues. Da seine Klagen auch unseren Ver» Hältnissen aus den Leib geschrieben sind, so bringen wir im Nachstehenden den bemerkenswerten Brief in getreuer Wiedergabe: Lieben Freunde! Bitte den Verfall de« Bauernstandes in Nr. 16. de« Tors-boten nochmals zu lesen und recht zu beherzigen, denn in ähnlicher Weise muß ich den Schmerz de« niederösterreichischen Weinbauer« schildern. Seil Menschengedenken war das noch nie der Fall, wie e« Heuer der Fall ist, daß gar keine Nachfrage um einen Wein ist. besonder« von heurigem. Daß der Wein vom Jahre 1902 sauer ist, werden wohl alle wissen, aber wa« nicht alle wissen, muß ich hier erzählen: Alle« in Niederösterreich Ist überschwemmt mit ungarischen Wein, italienischen u. a. m.. ja Weine, über welche die Wirte selbst schimpsen, Weine, die sozusagen aus der Kellerstiege wachsen, die noch keine Sonne beschienen hat, zu deutsch ge-sprachen, Judenweine! Daß der heurige Wein sauerer ist al« der in früheren Jahrgängen, da« ist schon wahr, aber gar so schlimm ist die Sache doch nicht. Man bezieht lieber den Wein au« Ungarn, al« von den österreichischen Weinbauern, während alle« Geld in die Säcke der Juden fließt, haben wir kein Geld, um die Steuern zu zahlen. Im Beziike Haug«dors ereignete sich der Fall, daß bereit« 30 Parteien Wein verpfändet wurde, tatsächlich wurden einer Partei et-liche Hektoliter verliziiierl — betreff« der Steuer-rückstände— um den Prei« von 8 Heller per Liter. Ein zweiter Fall ereignete sich in Retz. Der Wein wurde von Haug«dors nach Retz übersührt und versteigert, per Liter um 10 Heller. Werden um den Erlö« die Kosten gedeckt worden sein? Die kleinen Leute haben bei un« alle noch ihre Zahlung; e« kann einer dem andern nicht helfen, e« ist ein Elend. Die höchste Zeit wäre e», wenn betreff« der chemischen Weine etwa« geschehen würde, soll der österreichische Weinbauer nicht zu Grunde gehen. Darum richte ich an alle Freunde und StandeSgenossen die Bitte: Trinket keinen Juden-wein, trinket österreichischen Wein, damit durch euer G ld un« geholfen werde und nicht den Juden l Trinket alle österreichisch»» Wein, welchen eure Slamme«genossen vom Weinstock ernten, trinket ihn so. wie ihn der liebe Herrgott wachsen läßt, nicht wie der Jude ihn macht!* Wir schließen un« diesem Appell vollinhaltlich an, da auch unsere Gegenden immer mehr und mehr mit jüdischen Weinagenten überschwemmt werden. Be-züglich der Qualität dieser Judenweine verweisen wir nur un« auf ein Beispiel zu beschränken, aus die au« gesundheiilichen Rücksichten erfolgteBsfchlag-nähme von Weinen einer Osenpester Weinhandlung im oberen Sanntale. Yeinigt das HSst »or dem Henuffe! Man braucht nur die wä.rend der Obstzeit aufgestellten OdstverkaufSstände einer kurzen Besichtigung zu unterziehen, um die Berechtigung dieser Mahnung anzuerkennen. Der durch den Wind aufaewirbelte Etraßenstaub setzt sich häufig in den Obstkörben fest und macht daS Obst schmutzig; ebenso finden si h daselbst oft große Mengen Fliegen ein. um vom Obste zu naschen. Bedenkt man ferner, durch wie viel nicht immer ganz saubere Hände da« Obst geht, ehe e« vom Konsumenten gekauft und gegessen wird, so erscheint ein Reinigen desselben kurz vor dem Genusse unumgänglich notwendig. Eltern und andere die Aussicht über Kinder führende Personen mögen ferner auch darauf bedacht sein, ihren Kindern oder Pflegebefohlenen da« Aufheben und Seite 4 £ttsis*r mutur Nummer 55 Genießen von abgefallenem unreifen Obst, sowie von unreifen Beeren zu verbieten. Durch den Genuß unreifen Obste« entstehen oft schwere Darm« erkrankungen, welchen schon manche« hoffnungsvolle Kind zum Opfer fiel. Ilnlerkeirische ZZäder. In der Kuranstalt Rönierbad sind di« zum 30. Juni 97 Parteien mit 253 Personen, in der LandeSkur-anstali Rohitsch-Eauerbrunn sind bi« zum 3. Juli 717 Parteien mit I <>38 Personen zum Kurgebrauche eingetroffen. Aus dem Hrazer Amtsötatte. Berstelgernn-gen von Liegenschaften in Aapellen, Blatno, Cnrnovic, SlognSko und Brezje am 29. August, K.-G. Rann. — Tagsatzung zum Konkurse des Georg OeroBätf am 13. b. M. beim KonkurSkommisfLr in Oberburz. — Konkurs fct« Franz Plankl in Weitenstein, K.-G. Cilli. — Eintragung der Firma „Fran, Wiwoda* in Marburg, K.-G. Marburg. — Kuratelverhängung über Martin Zupanöic, pens. Lehrer in Cilli, B.-G. Schönste!». — Einberufung der BerlassenschaftSglSubiger nach Johann Skuhala, Tagsatzung am 20. d. M., B.-G. Lutte»-berg. — Versteigerungen in Berhe, B. G. Windisch-graj, und in Peilenstein, B.-G. Drachenburg. — Aenderung bei der Firma Josef Steyer in Luttenberg. Herichtslaal. Kadubrand und Kildevrand. Bater und Sohn, Markus und Felix Tovormk. Mitglieder der Cillier Xaro6ns godbu, standen dieser Tage vor dem hiesigen Bezirksgerichte wegen Wache-beleidigt»»,,. Der »nationale Musikant" Marku« Tooornik, der e« nicht verschmäh», feinen Be-dienst bei dem deutschen FubrikSuiiternehmen in Slor« zu suchen, wurde zu v er Tagen, sein Sohn Felix zu drei Tagen verschärften Arreste« verurteil». Darob wird natürlich große« Heulen und Zähneknirrschrn bei der Trepalena herrschen, die sich zum Anwalt der Beiden ausgeworfen Hai und au» diesem An-lasse mit den Mitteln der Llis.e und Verleumdung gegen die Cillier SicherheiiSwache und den von ihr bestgehaßten Portier der Südbahn, Herrn Pittamig, gearbeiiet hat. J>ie 3iauner Vorfälle w rden in der morgen bei dem hingen Krei«gerichte stattfindenden Hrtipl-Verhandlung gegen Znidersic und Genossen, die vsm Ranner Narodnidom aus auf die C'llier F ftgäste anläßlich der Siegesfeier ein Steinbombartement eröffnet halten, ein Nachspiel haben. vermischtes. Sehkällen in Pokksschalen. Um den Buch-stabierunierncht det KindeS leichter zu gestalten, find in ter eisten Klasse mehrerer Wiener Volks-schulen Setzkästen aufg,stell» worden, die nach dem Muster der in den Buchdruckereien gebräuchlichen eingerichtet sind und alle großen und kleinen Buch-staben deS Alphabetes enthalten. Beim Unterricht läßt der Lehrer da« ausgerufene Kind bestimmte Worte au« dem Kasteninhalte zusammensetzen. Der so gestaltete Unterricht im .Lesenlernen" macht d»n Kleinen groß, Freude und soll bereit« überraschend gute Resultate zutage gefördert haben. Die Ein-richiung dürste sukzessioe in allen Wiener Vo!kS-schulen durchgeführt werden. ßine Hesellichast jur Förderung der weiblichen Hleichgiltigkeit gegen Männer — so lanie» ihr recht langer Name — ist in Guilfort in Eng-land gegründet worden. Nur Jungfrauen von mehr al« 17 Lenzen dürfen in die sonderbare Vereinigung eintreten, deren Zweck ist, Mitglieder rnr den Ge-fahren der Ehe zu bewahren. Die Gesellschaft hat merkwürdigerweise gleich großen Anklang gefunden und ist dadurch in den Stand gesetzt worden, sich eii eigene« Quartier zu beschaffen, da« den Namen „Spinster Riireal" (Heim der alten Jungfern) trägt. Vorschrift ist, lange Kleider und eine einfache aber gefällige Haartracht zu tragen. Alle Mitglieder müssen gesund und kräftig fein und ihren Unierhalt sich selbst verdienen, um gegen die Gesahr gefeit zu sein, die Ehe al« einen Nothafen zu betrachten. Sie müssen ferner liegen die Verlockungen -der Männer gewappnet fein, einen Abscheu gegen die Liebe besitzen und die Ehe verachten. Wenn ein Mitglied sich verliebt, soll e« die Präsidentin mütterlich verwarnen; wenn e« aber heiratet, wird e« ausgestoßen. S- rftf Pultet des „Deutschen Schul' VtH Ul 11,111 Vereines" und uuseres SchntzvereineS „Siidmarl" bei Spieles uud Wellen, bei Festlichkeiten u. Testamenten, sowie bei uuverhoffteu Gewiuusteu! verstorbene im Monate Juni 1903: Johann Lovretz, 82 I. a.. Gefangene,lausseher i. P., Altersschwäche. Pauline Jom'jjek. 9 Monate alt, Stubenmädchen«-locht er, Fraisen. Karoline Lenermaier, 22 I. a., Tc>peuerer«tochier, Lungentuberkulose. Marie Reppitsch, 62 I. a., Hau«besitzer«gattin, Lungenentzündung. Alma Bencan, 6 Monate alt. Prioaibeamten« tochter, Katarrh. Franz Gollob, >4 I. a., HandelSlehrling Herz-«Weiterung. Koi nelia Kump. 6 Monate alt, K inzlistenSlochter, Darmkatarrh. Am allgemeinen Krankenhause: Anna Soecnit. 87 I. a>, Inwohnerin, Alter«-schwäche. Josefa S»pa», 75 I a., Jnwoherin. Altersschwäche. Ursula Eilej 79 I. a., Ortsarme, Altersschwäche. Sitfau Zvscht, 58 I. a., Knecht, Lungenentzünc ung. Johann Blinoi Sek, 49 I. a., Ziegelarbeiier, Hirn-Hautentzündung. Franz LetkoSek, 4V I. a., Taglöhner, Lungen-tuberkulöse. Ursula Selca», 54 I. a., Taglöhneiin. Lungen-tu'erkulose. Marie Godnanc, Vt I a.. TischlergrhilfcoSgailin, Gehirnblutung. Marie Oberokal, 70 I. a., Inwohnerin, Herz-mutkelentartung. Margarcta P.kolSek, 72 I. a., O'tSarme, Alters-schwäche Luzia JadlenSek, 88 I. a. Gemeindeamt, AlierS-fchi liehe. AloiS Pol?k. 8 I. a.. Schüler. Hirnhautentzündung. Marie Kromerßek, 68 I. a., Inwohnerin, Alter«-schwäche. Anna Zaberl, 67 I. n., Wäscherin, Herzmuskel-eniartung. Margaret» Koller. 77 I. a.. Inwohnerin, Alters» schwäche. Binzenz Jurmann. 38 I. a.. Knech«, Bauchfll-entzündung. Theresia Borvobek, 48 I. a., Magd, Lungen tuberkulöse. Wilhelms flüssige Einreibung „Aafforiv", kaif. kön. priv. 1871. 1 Plützerl Iv 2. —, Postkolli Stück K 24. —. Wilhelm'« kaif. kön. priv. „Bassorin" ist ein Mittel, dessen Wirksamkeit auf wissenschastlicten Untersuchungen und praktischen Er-sabru'igen beruht und wird ausschließlich in d«r Apo-thekc des Franz Wilhelm, k. und k. Hoflieferant, Neun-kirche», Niederöstericich, erjeuzt. Als Einreibung an^ geweitet, wirkt eS beilsain beiuhigend. schmerzstillend und besänftigend bei Nervenleiden, sowie bei Schmerzen in den Muskeln, Gliedern und Knochen. Von Aerzten wird dasselbe gegen diese Zustände, l iSbesondere, wenn dieselben nach starken Anstrengungen auf Märschen oder bei veralieten Leiden auftreten, angewendet; deshalb w'rd es auch von Touristen, Ferstleuten, Gärtner», Turnern, Skiläufern, Freunden von Fußball und LawN'Tennis und Radfahrern mit bestem Erfolg ge» braucht und mich vielseitS als Schutzmittel gegen In-sekteustiche geiühmt. Zum Zeiten der Echtheit befind« sich auf den Emballagen daS Wappen der Marktgemeindt Neunkirchen (neu» Kirchen) abgedru.kt. Durch alle Apoihekcn zu beziehen. Wo nicht erhältlich, direkter Versand! FRITZ RUSCH, CILLI.? Schrifttum. JSfiifts kolorierter ??anzenatlas in Faschen-formal, 124 farbige Abbildungen der bemerkenswerte-tcn Gewächse mit Angabe der deutschen und lateinischen Namen Verlag: Wien, SzelinSki & Komp., Preis 60 li. ,»per Kondukteur". Von diesem offijielle» Koursbuche ist soeben die dieSmonatliche Ausgabe er-chienen, welche wieder die neuesten Eisenbahn- und Dampfschiff - Fahrpläne und Fahrpreise, sowie einen Führer in den Hauptstädten, Kalten und Städtepläne enthält. Zu beziehen in alle» Buchbandlungen, Eisen-bahnstationcn. Trafiken k. und bei der Vertagshandlung R. v. Maldhclin in Wien. Briefkasten der Schriftleitung. An die Anschrift des „Hrazer Wsche». Statte»". Wir wollen zu Ihrer Ehre annehmen, daß Ei« un« neuerlich nur deshalb fälschlich zitieren, «eil Ihr Gedächtnis in diesem Punkte untreu ward, und daß hierin nicht etwa eine „feine diplomatisch«' Fälschung zu erblicken sei. Frankfurt. Besten Sink für die Zusendung Wird Verwendung finden. -Laibach. Danken verbindlichst für Bericht. DentschvölKische Stellenvermittlung in Cilli. Geschäft«stnnden jeden Sonnabend ab 8 Uhr abend« im Gasthofe „zum Engel". Au« der Umgebung wolle man sich dehuf« Ber«ttllu»g von Arbeitern schriftlich an Franko Heu, Lchriftfetzer. wenden. Wilhelm's flüssige Einreibung „BASSORIN" kais. kön. prir. 1871. I Plühprt K 2, Postkolli = 15 Stück K 24. Wilhelm'« kais. künigl. priT. ..Bassorin" ist ein Mittel, dcaneii Wirksamkeit auf wissen-schaftliohou 17nteraur»iangen und praktischen Erfahrungen beruht und wird ausschliesslich l» der Apotheke de« Franz Wilhelm, k.u. k. Hoflieferant Nennkircben, Niederüsterreieh erzeugt. Als Einreibung angewendet, wirkt es heilsam beruhigend, schmerzstillend und besänftigend bei Nervenleiden, sowie bei Schmerzen in den Muskeln, Gliedern und Knochen. Von Aerzten wird dasselbe gegen diese Zustände, insbesondere, wenn dieselben nach starken Anstrengungen auf Mfirechen oder bei veralteten Leiden auftreten, angewendet; deshalb wird e» auch von Touristen. Forstleuten, Gärtnern' Tarnern und Radfahrern mit beatem Erfolg gebraucht und auoh vielseits als Schutzmittel gegen Insektenstiche gerühmt. , 7281 Zum Z«iobm der K«hth«1t befindot Hieb Mf den EabtUftf•• Wappen der Marktfenteind« Krankirchen Kirchen) abg^edmekt. Durch alle Apotheken zo beziehen. Ws nicht erhältlich, direkter Versandt. 1 rv enielt man nur, wenn die JEjX iUlft Annoncen zweckmässig ab-j i . gefasst und typographisch floren Annoncßsl «»(?«■««« «•»«•uttet sind, ferner die richtige Wahl der geeigneten Zeitungen getroflsen wurde Um dies zu erreichen, wende man sieh an die Annoncen-Expedition von Kutlolf Müsse, Wien, I. Seilerstktte 2, von dieser Firma werden die zur Erzielung eines Erfolges erforderlichen Auskünfte kostenfrei ertheilt, sowie Inseraten-Entwftrfe zur Ansieht geliefert. Berechnet werden lediglich die Original-Zeilen-preise der Zeitungen unter Bewilligung höchster ltabatte bei grösseren Aufträgen, so dass durch Benützung dieses Institutes neben den sonstigen grossen Vortheilen eine Ersparnis an Insertions-kosten erreicht wird. Wo ist der Gänsejung« V Nummer 55 Tagesntuigkeittn. ?apst Leo XIII. Aerzliche Borautsicht be-rechnet daS L-be» de« Papste« nur mehr auf zwei-«al 24 Etunden. Eine schon längere Zeit be-stehende Lungenentzündung, die in der letzt«» Zeit (ine Verschärfung erfuhr, hat da« so nahe Ende herbeigeführt. Dr. Lapponi, der Leibarzt de« Papste«, äußerte sich dahin, daß da« letzte Kon-sistorium den Greis im höchsten Grad» erschöpft, ja geradezu gesundheitlich zugrunde gerichtet habe. Der Paxsr empfing bereit« die letzte Oelung und zwar bei vollem Bewußtsein. Er betete alle Gebete «it klarer Stimme, bekreuzigte sich, sank dann krafilo« zurück und verlor sür einige Augenblicke «scheinend da« Bewußtsein. Drn Tod erwartet er in edler Fassung. Für den abzuhaltenden Kon-klave wurden bereit« alle Borbereiiungen getroffen. Obschon die Hälfte der Kardinäle die Kreaturen Rampolla« feien, d. h. daß sie über seine Beran-lassung ernannt wurden, so kann Rampollo« Wahl zu« Papst schon jetzt al« ausgeschlossen gelten. Gotti« Aussichten seien in den letzten Jahren be-deutend zurückgegangen. Am meisten Aussichten habe noch Bannutelli, sür ten die Oesterreich», Deutschen und Italiener stimmen werden. Für Rampolla seien nur die Spanier, Franzosen und einige Jialieaer. Der Jdealpapst vom deutschen Standpunkt wäre Agliardi, allein dieser ist zu jung und die Kardinäle wollen keinen Papst, der allzu lange lebe. Werde Banutelli gewählt, so würde Agliardi einen trefflichen Staatssekretär abgeben, der nur GuieS leisten und die zahllosen Fehler Rawpolla« korrigieren würde. Wacht- Z>er Kriegsminister über die Aeßandkuug der Suvalteraoffiziere. Der Rtich«krieg«ministtr Hai an alle Kommanden ein Zirkular gerichtet, welches die Behandlung der Subalternoffiziere be« trifft. In dem Erlaffe wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, di« BerusSsreudigkeit der Offiziere zu erhöhen. DieS wird — heißt eS in dem Zirkular — sich umso verläßlicher erweisen, als die Er» reichung materieller Verbesserungen in absehbarer Zeit auSsichtSlo« ist, da« Avancement keine«fall« in dem Gange erhallen werden kann, wie e« in den Neunziger»Jahren infolge Vermehrung der General«posten und der Offizier«stellen der Fall war. Dann wird in dem Erlasse hervorgehoben, e« müsse dahin gewirkt werden, daß Offiziere nicht stetig zu Diensten herangezogen werden, die Unter-offizieren zukommen. Es gebe Kommandanten, welche zu wenig Rücksicht darauf nehmen, daß durch rüde Behandlung da« Gemüt deS jungen Offizier« allzu leicht geschädigt und verbittert wird, auch Kommandanten, welche durch kleinliche Bevor» mundung Unzufriedenheit hervorrufen oder nähren. Anderseits sollte der Vorgesetzte keine übermäßige Vertraulichkeit zulassen. In dieser Beziehung habe eS den Anschein, daß mit dem Gebraucht des ,Du" zu weil gegangen wird. Die Verordnung schließt also: „ES ist anzustreben, die Offiziere in ge« ordneten materiellen Verhältnissen zu erhalten. Wucherzinsen, unüberlegte Bürgschaften, Verpfän-dung des Ehrenwortes, selbst Veruntreuung und dergleichen sordern alljährlich verhältnismäßig zahl-reiche Opfer. Wenn auch der Subalternoffizier materiell nictt gerade glänzend gestellt ist, so kann derselbe doch mit den gegenwärtig normierten Be- Seite 5 zügen daS Auslangen finden. E« bleibe dahinge« stellt, ob nicht einzelne Truppenkommandanten durch kostspielige Festlichkeiten anläßlich von Besörderun» gen, Erinnerung«- und Regimentsfeste, Inspizierung und für Sportzwecke jeder Art über da« Maß des Zulässigen hinausgehen." Rohitscher „Styriaplle-'War«. Magen-Geschwüre und Krampst, Aerztiioh Bright'sche Nirren-Entzündung, #mpfohien! Rachen- und Kehlkops Katarrhe,- Magen- nnd Darm-Katarrhe, Harnfanre Dialhese, vorbuche Zuckcrbarnruhr. Heilerfolge! Hartleibigkkit, Leoerleidti». (.Gloria"—Einlaß — Masse) ist be-sonders geeignet zum Neueinlaffen harter Fußböden, da dieses Einlassmittel außerordentlich billig ist und die Anwendung desselben wenig Mühe verursacht. Dosen ä 35 kr. und 65 kr. sind bei Krau» & Ktiger und bei Aictor Zöogg in Cilli erhältlich. „Le Grifftm" bestes französisches Zigarettenpapier. - Ueberall zu haben. - 8064 Das Damenkonfektions- und Manufakturwaren-Geschäft HauptgesckKft: Bahnhofg. 6 Filiale: Grazerstrasse Nr. 5 TZ Vorne §er?c)e F*con empfiehlt als letzte H'eulaelt: Beates nnrl modernstes Jfflecler art • ÄC , vorne gerade ^ C Fayon, zieht den Leib I zurück und verhindert den ^ Druck auf den Magen. Das Mieder ist unentbehrlich für jede Dame bei An. 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Juli, vormittags von 9-12 Uhr die Ausstellung der Zeichnungen und Handarbeiten statt. 8451 Die Vorsteherin. Verschönerungs-Verein in Cilli. Einladung zu der Montag, den 13. Juli 1903 stattfindenden »Eine Ueberjacke TAGES-ORDNUNG : 1. Bt richte der Vereinsleitung. 2. Neuwahl der Vereinsleitung. 3. AllfMIige Antrfige. Ort: Waldhans. Zeit: v»t) Uhr abends Fflr die Vereinsleitung: 8452 Frlt/ Rnsch, Zahlungsstockimgen Insolvenzen aller Branchen werden durch aussergerichtlichen Vergleich rasch nnd coulant beseitigt Kapital hiezu wird event besorgt. KonknrsRU«glei Alexander Langer Wien IX rorzc)laiiK»»*e 3*. ist Sonntag, den 5. Juni im Stadtpark gefunden worden. Dieselbe kann bei llrn. F. Karbeutz In Cilli abgeholt werden. Zu kaufen gesucht: Waldgut (mit ntir schlagbatcii Hölzern), sowie ieder Komplex Waldungen m. anstehenden Hölzern (Eichten u. Tannen) gegen sofortige Kasse. 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