Präun«erati«uS - Preise: Für Laibach: «anzjährig . . 8 fl. 40 kr. Halbjährig . . 4 . 20 „ Vierteljährig . 2 „ 10 „ Monatlich„ 70 „ Mit der Post: Ganzjährig...........12 fl. Halbjährig........... 8 . Vierteljährig 3 „ Laibacher Für Zustellung inS Haus viertrlj. 2b kr-, monatl. S kr. ' Einzelne Nummern 6 kr. TaMati Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht znrückgesenbet. Samstag, 22. Jänner 1876. - Nedxtio» Bahnhosgaffe Nr. 1SL. Expedition^- L Inseraten- Bureau: Tongreßplatz Nr. 81 (Buchhandlung von Jg. v. Klein-mayr L Fed. Bamberg.) JusertisuSpreise: Für die einspaltige Petil ü 4 kr, bei wiederholter schaltung L 3 kr. Anzeigen bis S geilen 2V Bei größeren Inseraten öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Für complicierten Satz brson-dere Bergütung. 9, Jahrgang. Die Festungen Roms. . (Fortsetzung.) Den größten Einfluß übten die Loholiten auf die weltlichen Machthaber, wie auch auf deren Frauen, Favoritinnen und Günstlinge als Beichtväter. Sie erfuhren alles, was an den Höfen, ja sogar was in den Seelen der Mächtigen vorging, konnten daher unbrmerkt auch denselben miitheilen und beibringen, was sie von anderen Höfen wußten, und sich das Vertrauen ihrer vornehmm Beichtkinder erwerben, indem sie sich denselben nützlich machten, theilS Lurch leichte Sündenvergebung, theils durch kluge politische Einflüsterungen. Thalsache ist, welchen großen Einfluß die Jesuiten, insbesondere auch durch ihr Einverständnis mit den fürstlichen Maitressen, geübt haben. Ihr Zweck dabei war und blieb immer, das Interesse der katholischen Groß-Mächte mit dem der römischen Curie zu vermitteln und jeden Lonflict zwischen Rom und jenen Großmächten hintanzuhallen. Das ist ihnen auch mit großem Geschick gelungen. Der schweigende Gehorsam der Völker sowol gegen die weltlichen Despoten als gegen die Kirche wurde m den katholischen San. dern so lange bewahrt, als der Orden gedauert hat. Die berüchtigte katholische Liga wurde im Je« suitencollegium der Stadt Paris gestiftet. Aus ihr gingen die Mörder und Banditen der pariser Blut-Hochzeit hervor. Ludwig XIV. wurde mit Hilfe der Jesuiten der mächtigste Monara, in Europa; dafür mehr als je begünstigt, setzten sie die Aushebung des EdictS von Nantes durch und mordeten oder vertrieben Hunderttausende von rechtschaffenen Reformierten, während gletMettig die bürgerliche Frei-heit in Frankreich auf Null heruntersank und der königliche Hof mit seinen Phrynen und Buben, sowie der durch die Hofunzucht immer mehr verdorbene Klerus und Adel sich alles mit dem Volke erlauben durfte. Ja demselben 17. Jahrhunderte wur»>e der blutigste und längste Krieg, den Oesterreich und Deutschland je erlebt haben, und der in dreißig Jahren zwei Drittheile der Bevölkerung vertitgte, hauptsächlich durch die am Hofe allmächtigen Jesuiten heraufbeschworen. Auf Anstiften der Jesuiten wurden die bereits feierlich anerkannten Rechte der Protestanten in Oesterreich und Böhmen treulos verletzt; da- berüchtigt» RestitutionSedict (1629) reklamierte die seit der Reformation säcularifierten Bis-thümer und Klästerr wovon wieder die Jesuiten die HaupUriebfeder waren. Denn die reklamierten Kloster-Mer sollten ihnen allein zufalle» und nicht den Orden, denen sie früher gehört hatten. Auch die Bischöfe verdrängten sie aus ihren allen Rechten durch ihre neuen kaiserlichen und päpstlichen Privilegien und durch das Monopol des Unterrichtes. In Oesterreich wie in Spanien und Frankreich dienten sie nicht sowol dem kirchlichen, als dem politischen Interesse der weltlichen Herrscher, dem Despotismus, und halfen so die letzten Reste bürgerlicher und ständischer Freiheit unterdrücken. Dabei bewirkten die Jesuiten durch ihre be» rüchtigte Easuistik, die Adoocatur der Sünde, dir sophistische Rechtfertigung der gewissenlosesten Hand» langen, eine förmliche Umkehr der Moral, der christlichen Gebote im Namen Jesu selbst. Die Jesuiten waren im Fall, in den Beichtstühlen von die-ser Easuistik so häufigen Gebrauch machen zu müsset,, daß sie dieselbe in ein förmliche« Lehrsystem brachten, in Büchern, die gedruckt vorliegrn, wie die Werke der beiden spanischen Jesuiten Esrobar und Sanchez und die erst jüngst besprochene Moraltheologie des sranzöfischen Jesuiten Gury. Wenn man erwägt, daß das Lehrbuch des Sscobar in 36 Auflagen ge. druckt worden ist, so kann man nicht zweifeln, daß eS auch viel im Gebrauche war. Um die hvchgebor-nen Sünder, ihre männlichen und weiblichen Günstlinge bei guter Laune zu erhalten, die Gewissens-bisse ob ihrer Frevelthattn zu beschwichtigen, erfand der gute Pater den Probabilismus, d. H. der Beicht-vater braucht «s nur probabel oder annehmbar zu finden, was der Sünder auch gethan, lasse eine milde Auslegung zu. Völlig teuflisch ist ferner dit sogenannte äireotio intsntionig, die Richtung der Absicht, d. H. der jesuitische Beichtvater belehrte das Beichtkind, e« solle selber die gebeichtete Sünde ent' schuldbar finden, es solle nur annehmen, eS habe nicht aus böser Absicht, nicht aus Eigennutz, nicht aus einem verwe'-flichen Grunde gehandelt, sondern einen ganz unschuldigen, ja sogar löblichen Grund gehabt. Wenn der Sünder z. B. seinen Vater ermordet hat, so brauche er nur anzunehmen, er habe es nicht gethan, um den Vater schneller zu beerben, Jeuilleton. Prinzlieschen. Novelle von M. Osterwald. (Fortsetzung.) „Das werde ich nicht zugeben, Herr Pastor," sagte Eoord, sich stol; in die Brust werfend. „Ich habe hier rechtschaffen HauS gehalten und niemals jemandem sein Recht ver—" „kürzt!" hatte Eoord sagen wollen, aber die letzte Silbe war ihm wunderbarerweise im Halse stecken geblieben; und das war gut. Der Herr Pastor konnte oftmals so ganz besonders eigen lächeln, und es war ihm gewesen, als habe derselbe gerade jetzt das fatale Lächeln aufziehen wollen. „Hm, hm! Kanns mir denken, Eoord, daß Ihr der Mann dazu seid, Euer Recht zu wahren," half ihm der Pfarrer aus seiner momentanen Verlegenheit. .Aber Ihr werdet auch einen harten Kopf nölhig haben, wenn's wahr ist, was die Leute jetzt offen reden, denn der Albert scheint mir auch eben nicht der Nachgiebigste zu sein." „Da mögen Euer Hochehrwürden wol Recht haben," sagte Mutter Geesche seufzend. „Der Albert ist immer so ein Angstkind gewesen. Allemal will er justement das Gegentheil von dem, was wir wollen, aber das geht roch nur bis zu einem ge-wisien Punkte, darüber darss nicht kommen. Und bei dem Punkte wären wir, wenn er es sich einmal einfallen la>'en wollte, gegen unseren Willen eine Schwiegertochter in» HauS zu bringen, angelangt. Nein, nein, ,o lange ich lebe, gebe ichs nicht zu, daß solch eine Dirne, wie dieses „Prinzlieschen,- in unser Haus käme. Hier in unserem Haushalte können wir keine Weltdame in seidenen Kleidern gebrauchen, eine Frau, die in des Eoord Temmene Wirtschaft fertig werden will, muß Hand mit ans Werk legen können. Ich Habs immer gehalten, daß die Mägde Butter und Käse besorgen, und so Gott will, solls auch so bleiben in meinem Hause, ich werd dafür zu sorgen wissen, und damit Puncium!" Mutter Geesche hatte eine Sprache angenommen, welche bei ihr selten war, sie gab stet« mehr die stille Zuhörerin ab, um so sicherer war es aber, daß sie, wenn sie je einmal so sprach, ihren uner-schüttrrlichen Willen kund gab, an dem zu rütteln ein ebenso vergebliches als gewagtes Unternehmen war. Ihr Gatte gab durch fortwährendes Kopfnicken zu erkennen, wie vollständig ihm feinr Frau aus der Seele gesprochen halte. „Ja, damit Punctum!" wiederholte er noch. .Ich werde den Albert gleich heute ins Gebet nehmen und ihm in Güte zureden, von dem Mädchen zu lassen, wenn etwas wahres daran. Stellt er sich ungeberdig und widerspenstig, so werde ich für seine Entfernung sorgen, und stall ein Jahr im Soldaten-rock umher zu marschieren, mag er es mit dreien versuchen. Er soll sehen, daß der Kopf seines VaterS nicht zu brechen ist." Damit dalte die Unterredung über diesen Punkt ein Ende, der Priester wußte aber, daß sein Zweck vollständig erreicht war. Diese Typen hochmütiger, geiziger, starrsinniger Bauernköpfe zu brechen, schien ihm eine vollständige Unmöglichkeit, überdies hatte er schon mehrfach Gelegenheit gehabt, Eoord TeMmene« Starrsinn kennen zu lernen. Wa« der Mann nicht wollte, geschah nicht, und wenn es ihm sein Leben, ja, was ihm mehr werth war, seinen ganzen Retchthum gekostet hätte. Nachdem der Herr Pastor noch eine Weile über das schöne Wetter, die ergiebige Ernte und wer weiß was für Dinge geplaudert hatte, nahm er unter den größten Liebes- und Freundschaftsverficherungen von Eoord und Mutter Geesche Abschied, indem er eine baldige Erneuerung seines Besuches in «u«ficht stellte. Beide Gatten begleiteten ihn bi« a» die sondern aus Liebe, damit der Vater früher selig werde! Noch frecher ist die sogenante rsssrvLtio msa-taUs, d. H. der Vorbehalt in Gedanken. So lehrt der jesuitische Beichtvater — kannst du ganz unschuldig einen Meineid schwören, wenn du in Gedanken hinzufügst: „Ich schwöre, daß ich hier vor Gericht sage, daß rc." Der Ehebrecher braucht nur zu sagen, er habe nur an das Vergnügen, aber nicht auf die Sünde gedacht, so ist er entschuldigt. Man kann sich denken, wie fortan das Institut der Beichte durch rncblcise Beichtväter dieser Art ent> weiht wurde, und welche Scheußlichkeiten als ent. schuldbare menschliche Schwächen durchschlüpften. Anstatt einfach die Beichte zu hören, erfanden die frommen Väter die Beichlfpiegel. Der Jesuit San-chez hat in seinem Lehrbuche, einem dicken Folianten, in Fragen an die Beichtkinder einen Vorrath von obscönen Vorkommnissen oder auch bloßen Möglich-leiten ausgekramt, als ob die Kirche ein großes Bordell wäre. Merkwürdig erscheint auch, daß die Jesuiten mit päpstlicher Bewilligung zahlreiche Bruderschaften der Mutter Gottes unter den Laien stifteten und überhaupt den Cultus der Mutier noch höher trieben als den des Sohnes, als ob das römische Christenthum noch nicht genug heidnische Elemente ausgenommen hätte. Welche Verwirrung der sittlich christlichen Begriffe durch diesen Orden hervorgerufen wurde, ist unsagbar. Das Christenthum ist durch und durch sittlich, kann niemals mit einem Gebote der Moral in Widerspruch kommen. Gleichwol unternahmen es die Jesuiten, unsittliche, unehrliche, schändliche, ver-brecherische Handlungen wie den Könizsmord zu rechtfertigen und zu entschuldigen. Wenn man ferner bedenkt, daß den Jesuiten in katholischen Ländern die Aufsicht über das gcfammte UnterrichtSwesen überlassen wurde und daß sie diesen mächtigen Hebel des Völkerglückes lediglich für ihre Zwecke benützten, so wird man das Unheil in etwa« ermessen können, da« dieser Orden über die Menschheit ge-bracht. In ihren Schulen war keine Rede von unbefangener Forschung und von Sinn für Wahrheit. Was irgend dem päpstlichen oder dem absolut mo-narchischem Interesse entgegen war, wurde verschwiegen oder verdammt, der Lehrstoff, wie alle öffentlichen Kundgebungen überhaupt der schärfsten Censur unterworfen. Da ihnen die klassische Literatur unentbehrlich war, um von ihrer Höhe herab alles Deutsche als Barbarei verächtlich zu machen, in den Schriften der alten Griechen und Römer doch aber vieles vorkam, was zu freisinnig befunden wurde, veranstalteten die frommen Väter die sogenannten kastrierten Ausgaben. Den Fortschritt der modernen HauSthüre und auch noch ein paar Schritte durch den Blumengarten, welcher diesem stolzen Namen zwar wenig Ehre machte, dessen üppiger Goldlack-fior aber dennoch den Herrn Pfarrer, zu einigen anerkennenden Worten veranlaßte. Dann schieden sie, und Coord und Mutter Geesche standen noch lange Zeit und blickten Sr. Hochehrwürden nach, bis auch sie ins HauS zurücktraten, um die wichtige Angelegenheit inbetresf ihres Sohnes einer weiteren Be-rathung zu unterziehen. „Was ist dir. Lieschen? Du laß: ja seit einiger Zeit den Kopf hängen, daß es zum Gott-erbarmen ist. Pfui! Schäme dich; so ein frisches, junges Ding darf keine Jaminermiene aufziehen aus wer weiß was für einem dummen Grunde. Frisch an die Arbeit und frisch ans Vergnügen, so Hab ichs gern und so mag ichs leiden." So sprach Thomas Müller zu seinem achtzehnjährigen Töchtercheir, indem er ihr wohlmeinend auf die Schulter klopfte. Lieschen war schon seit langer, langer Zeit nicht mehr so froh und lustig wie vordem. Selten hörte man noch ihre frische Stimme rin Liedchen trällern und noch seltener sah man sie lachen und scherzen, und dem besorgten Vater schien es gar, als seien die Wangen seines Sprachen hinderten sie durch ihr verrufenes Kicchea-und Husarenlatein. Die Prii cipieri ihrer Erziehung erforderen die engste Beschränkung des Menschen. Die von ihnen gedrillte Jugend, das von ihnen ge leitete Volk, sollte nicht rechts noch links weiter sehen dürfen, als ihnen das jesuiliscde Scheuleder gestattete, d. H. das Volk sollte von Jugend auf in Dummheit verharren, oder die Dummheit sollte i» dasselbe hineingeschult und wo möglich durch Hölle und Teufel hiueingeschreckt werden. Das Volk sollte gewöhnt werden, im dicksten Aberglauben zu verharren, blind zu glauben, was ihm die Pfaffcn vorsagten, ohne beileibe je selber zu denken und zu urtheilen. Es war daher ein echt teuflilcher Grundsatz der Jesuiten, nachdem ihnen die katholischen Regenten trotz alles Widerspruches vonseite der Bischöfe, der Hochschulen und der anderen Mönchsorden die Oberleitung des gesammten Schulwesens in die Hand ge-legt halten, die Söhne der höheren Stände nur lateinisch, das gemeine Volk aber gar nicht zu unterrichten. Wer bloß zum Dienen berufen sei, solle auch weder lesen noch schreiben lernen, sagt das losiitutum 806istg,ti8 ^S8U 11.76, und setzt hinzu: 8Ltis si srit, sanetL cum simplioitsts Okri8to ssrvire.___________________________(Fortsetzung folgt) Mttijche Rundschau. Laibach, 22. Jänner. Inland. In den verschiedenen Clubs des Abgeordnetenhauses beschäftiget man sich ununterbrochen mit der Frage der Revision des österreichisch-ungarischen Ausgleiches. Im Fortschrittsclub wurde der von Heilsberg gestellte Antrag: „Der Club erklärt, keinerlei neuen Belastungen Oesterreichs hinsichtlich der Ausgleichsverhandlungen mit Ungarn zuzustimmen," einstimmig angenommen. Ebenso wurde der Antrag des Abgeord. Fux an-genommen, wornach noch vor der Vertagung des ReichSratheS eine Verständigung der ganzen Ver-fafsungspartei in der Angelegenheit des Ausgleiches anzustreben sei. Nach einer Meldung de« „Pester Lloyd" würde der Reichsrath schon am 20. Februar vertagt werden. Ueber die Erkrankung des Baron Lasser, an die sich, wie gewöhnlich in solchen Fällen, schon allerhand Gerüchte knüpften, berichtet man der .Gr. Tgp.": Baron Lasser leidet eben an einem Uebel, wie es sich heute jeder Mann, sei er nun Minister oder nicht, zuziehen kann, falls er so unvorsichtig ist, wie eben der erwähnte Herr. Freitag abends begab sich nemlich Baron Lasser, ich glaube in Gesellschaft mehrerer Abgeordneten, in ein Vorstadt-theater, und zwar zu Fuß. Er trug zwar einen Pelzrock, hatte aber in der Hitze eifriger Rede ganz Mädels lange nicht mehr so rosig. In diesem Augenblick jedoch zwang sich Lieschen zu einem Lächeln, und sie entgegne» erröchend: „Ach, Vater, was sprecht Ihr denn für närrisch Zeug. Ich wüßtS getade nicht, daß ich anders wäre wie sonsten. Man kann doch nicht immerzu herum-jubilieren, denkt doch, was die Leute dazu sagen." „Aha, w:ht da her der Wind!" spottete Thomas Müller, zugleich runzelte er aber auch die hohe Stnn, welche noch keine Faltenspur zeigte. „Ja, ich weiß, daß mir die Bauern nicht grün sind, weil mein Hof mit allem, was herumbaumelt, besser und schöner, oder wie sie's nennen, neumodisLer aussieht, als die ihrigen, ich weiß auch, daß der Herr Pastor sein übriges gethan hat, mich in den Augen aller vernünftiger Denkenden herabzusetzen, allein ich sehe darum nicht ein, daß ich mein Leben unbehaglich zubringen und nichts zu meiner Erholung und zu meinem Vergnügen thun soll, weils meine Nachbaren nicht wollen. Nein, mein Kind, ich bin zwar nicht der Ansicht, daß man die öffentliche Meinung herausfordern muß, allein, wo Land und Leute so weit in der Kultur zurück sind, wie es leider auf diesem so reich gesegneten Fleckchen Erde der Fall ist, da kann man nicht wol die kleinste unbedeutendste Verbesserung vornehmen, ohne als ein Abtrünniger vergessen, sich mit demselben ordentlich zu verwahren. Kurz. >.r holte sich von diesem Gange statt der Erholung eine tüchtige Erkältung, die ihn nun schon mehrere Tage ans Belt fesselt, in welchem er jedoch seine Referenten empfängt, ohne sonst auch seine Arbeiten zu unterbrechen. In der Sitzung des ungarischen Abgeordnetenhauses vom 19. d. M. wurde der Gesetzentwurf bezüglich ter VerwaltungsauSschüfse mit riesiger Majorität zur Basis der Speciald^batte angenommen Bei der namentlichen Abstimmung aber fehlte es nicht an vielsagenden Demonstrationen. Hundenfünsundzwanzig Abgeordnete hatten nicht gestimmt; ein sehr beträchtlicher Theil derselben mar aber s,ä koc abwesend — das heißt, hatte sich unmittelbar vor der Abstimmung entfernt oder sich während derselben in die Couloirs zurückgezogen. Unter jenen, die in dieser Weise ihre Hände in Unschuld wuschen, befanden sich die hauptstädtischen Abgeordneten Theodor Pauker, Franz Hazman, Moriz Wahrmann nnd Julius Schwarz; ferner auch die folgenden hervorragenden Mitglieder der liberalen Partei, Eduard Zfedenyi, Paul Somffich, Anton Csengery. Josef Szlavy, Max Falk, Stefan Bitto, Ludwig Horvath. Nach Kundmachung des Abstim-mungsresultaies begann die Specialberathung. Nach Verlesung des Titels erklärte E. Simonyi im Namen der äußersten Linken, daß diese die Verantwortung für den Gesetzentwurf der Regierung». Partei zuwälze und sich an der Specialdebatte nicht beteiligen werde, woraus iämmtliche Mitglieder dieser Partei unter Simonyi'S Führung den Saal verließen. Die Mittheilung aus Pest, daß General Mol -linary vor einigen Tagen in Pest einem Minister-rathe beigezogen worden sei, fand in mehreren Blättern eine sensationelle Erklärung und wurde mit angeblichen militärischen Combinationen in Verbindung gebracht. In allen wiener Geschäftskreisen ist bekannt, daß General Mollinarh der kroatischen Eisenbahnen wegen den Beralhungen in Pest beige-zogen wurde und nicht politische oder militärische Gründe dessen Reise nach der ungarischen Hauptstadt veranlaßt haben. Ausland. Den Staaten des ehemaligen norddeutschen Bundes hat die deutsche Militärverwaltung eine unangenehme Ueberraschung bereitet. Letztere beabsichtigt nemlich, den Restbetrag aus der französischen Eontribution, den die Staaten noch zu beziehen hätten, für die Kasernierung der ehemals norddeutschen Armeecorps zu verwenden, so zwar, daß die Unterbringung der Garnisonstruppen in Fortsetzung in der Beilage. -WU betrachtet zu werden. Es thut mir leid, daß du anderer Ansicht bist, aber ich denke nicht, daß dir ein Leben behagen würde, wie es die meisten Nachbars-töchter führen. Bedenke nur, ob du Lust hättest, inmitten roher Knechte die allerniedrigsten Arbeiten auszuführen, ich glaube nicht. Allein, wenn du das willst und dazu einen besonderen Trieb verspürst, so werde ich dich am allerwenigsten davon zurückhalten suchen, davon kannst du überzeugt sein. Ich lege keinem Menschen Zwang auf, den freien Willen kann jeder beanspruchen, und selbst dir kann ich wol einen Rath geben, aber dich niemals zwingen, etwas gegen deine bessere Ueberzeugung zu thun." Thomas Müller hatte in einem ungewohnt herben Tone gesprochen. Es that ihm weh, daß sein Kind, die Freude und der Stolz seines Lebens, anderer Meinung war als er, und dieser Schmerz prägte sich so deutlich aus, daß Lieschen fast mit einer gewissen Bestürzung auf ihren Vater blickte. Der Schatten, der über sein stets Helles, wohlwollendes Gesicht flog, zeigte ihr, wie weh sie ihm gethan, und ehe Thomas sich noch besinnen konnte, was sie wollte, hatte sie schon leidenschaftlich ihre Arme um seinen Nacken geschlungen und brach in einen Strom von Thränen aus. „Mein Gott, was hast du? was ist dir, vettage »um „Laibacher Tagblatt" r Privatquartieren aufhören sollte. Die veranschlagten Kosten des ProjecteS belaufen sich auf die enorme Summe von 177 Millionen Marl, die aus den Restbeständen der Contribution kaum zu decken wäre. Die Frage, wohin die Milliarden gekommen seien, erledigt sich ziemlich einfach, wenn die Verwendungen aus denselben für Kriegszwecke berücksichtiget werden. Ueber das Resultat der am Sonntag in Frank-reich stattgehabten Wahlen der Senats-Delegierten läßt sich noch immer nicht» sagen und wird sich auch in der Folge kaum etwas genaues sagen lassen, da es doch schwerhalten dürfte, das politische Glaubensbekenntnis von 36,000 Personen zu erfahren. Erst die am 30. Jänner stattfinde.i-den SenatSwahlen dürften einen annähernden Rückschluß auf den Ausfall der Delegiertenwahlen ge-statten. Mittlerweile liegt es fowol im Interesse der Regierung als auch der Parteien, den Erfolg für sich in Anspruch zu nehmen, um auf den Geist der Wahlmänner und namentlich der schwankenden unter denselben einzuwirken. Die Statistiken, welche somit von verschiedenen Seiten veröffentlicht werde», sind ganz werthloS und meist willkürlich dem Partei interefse entsprechend zusammengestellt. Wie wenig Glauben die osficiösen Versicherungen verdienen, mag der Umstand beweisen, daß nach diesen das Seine-Departement ebenfalls konservativ gewählt hätte, während die Mehrzahl der Delegierten der Bannlinie von Paris republikanisch gesinnt l t. EinBanketl, welches am Dinstag in Mar-seille abgehalten werden und bei dem Gambetta eine Rede halten sollte, wurde durch den Stadtcom-mandanten kraft des Belagerungszustandes verboten. Diese Maßregel ist um so bedauerlicher, als Gam-betta sich zur Aufgabe gestellt hat, in Marseille gegen die intransigenten Republikaner aufzutreten und womöglich auf eine Vereinigung der drei republika-nischen Parteien hinzuwirken. Da« Verbot hat zu keiner Ruhestörung Gelegenheit gegeben, und ist Gam betta der „Gazette de France" zufolge sogleich in Begleitung Chaüemel-Lacour'S und Pelletan'S nach Aix abgereist, wo er seine Rede vor einem engeren Kreise zu halten gedenkt. Der von der Türkei gemachte Versuch, sich von vornherein einer Collectiv - Intervention der Mächte zu widersetzen, beschränkte sich — wie der „Times" aus Wien mitgetheilt wurde — auf eines jener Manöver zur Wahrung der Form, worin die türkischen Staatsmänner bekanniltch immer stark waren. Die Verwahrung ist in einer Circularnote enthalten gewesen, die an die türkischen Botschafter zur Miltheilung an dir betreffenden auswärtigen Lieschen?" fragte Thomas, besorgt über den ungewohnten Gefühlsausbruch seines Kindes. „Ach nichts, nichts, Vater!" schluchzte das Mädchen. .Ich bin ein schlechtes, undankbares Geschöpf das all Eure Güte und Liebe gar nicht »er. dient. Ich habe alle-, was mein Herz begehrt und doch —" Zögernd hielt sie inne. „Und doch?" frag'e Thomas. „Und doch kann ich mich nicht darüber hinwegsetzen, daß alle so unfreundlich und gehässig gegen uns find." „Alle? Ich verstehe dich nicht, Lieschen," sagte Thomas fast verwundert. „Haben wir nicht oft genug davon gesprochen, daß die meisten Bauern so außerordentlich freundlich und zuvorkommend gegen uns sind?" „Ja," entgegnete Lieschen kleinlaut. „Aber doch nicht alle. Denkt einmal an Coord Temmene." Der Name schien dem Mädchen nicht über die Lippen zu wollen, und als sie ihn ausgesprochen, da wurde das hübsche Gesicht so roth wie eine Äpfelblüte. Thomas Müller achtete nicht darauf, allein seine Stimme wurde noch unfreundlicher, als er entgegnete: „Coord Temmene? Und was kümmert dich der? Ja, er und der saubere Herr Pastor, welcher kr. 17 vom 23. JSuner 187«. Aemter gesendet worden war. Aber von Wien und Petersburg aus erfolgte die Antwort, daß die einge--. legte Verwahrung kaum gerechtfertigt sei, indem nicht die Absicht obwalte, sich in innere Angelegenheiten der Türkei einzumischen; aber die zu machenden Vorstellungen seien im Interesse der Aufrechthaltung des Friedens von Europa, was die Türkei kaum von der Hand weisen könne, zumal sie den Inhalt der Vorstellungen noch nicht kenne. Die Mächte seien deshalb nicht in der Lage, sich auf vorläufige Verhandlungen einzulassen über die Form oder über irgend welche Bedingungen, von deneu die Pforte die Annahme der Vorstellungen abhängig zu machen wünsche. Speciell Oesterreich habe ein unzw-ifelhaftes Recht zur Erhebung seiner Stimme in dieser Hrage, durch die es infolge der Gemeinsamkeit einer langen Grenzlinie so nahe berührt werde, so viel Unzukömm lichkeiten und Kosten erfahre und — im Falle sie nicht gelöst wird — mit Gefahr für sich selbst be-drohi würde. Diese Auseinandersetzung der Sachlage scheint in Konstantinopel verstanden worden zu sein, denn die erhobene Verwahrung wurde von Raschid Pascha wieder zurückgezogen. Der Jnsurgentensührer Ljubobratic weicht den gegen ihn gespielten Jntriguen, zieht sich vom Kampfe zurück und erläßt bei Auflösung seines Corps einen Äbsageb'ies an seine Leute, welcher nach einer ragusaner Depesche des „N. W. T." folgenden Wortlaut hat: „Umstände, flärker denn mein Wollen, machen es mir zur Pflicht, mich von euch zu trennen. Ich verfolgte ein doppeltes Ziel: unserem seit Jahrhunderten bedrückten Lande die Frei-heit zu erkämpfen, den Bedrücker, dessen Hand seil Jahrhunderten aus uns lastet, zu verjagen und die Sympathien Europa'« für die Sache der Herzegowina zu erwecken, zu gewinnen und festzuhallen. In dem Streben nach dem ersten Ziele wurde ich lahmgelegt, und nur im Interesse der Sache geschieht eS, wenn ich für jetzt Näheres über die Ursachen verschweige, an denen meine Anstrengungen scheiterten. Glücklicher war ich im Erstreben des zweiten Zieles. Die gesammte civilisierte Welt nimmt Antheil an dem Schicksal der Herzegowina. Ich erwähne der Journale, denen wir großen Dank schulden; ich erinnere an die Freiwillige», die für unsere Sache kämpfen; das rolhe Kreuz versagt uns seine Hilse nicht; die Sammlungen, welche an vielen Orten stattsinden, die Briefe Garibaldi's, die Thätigkeit der Mächte — das alles sind Symptome der uns gewordene» Sympathie». Ich darf nicht weiter ever Anführer bleiben, wenn ich mich nicht eines unpa-triotischen, unendlich schändlichen Verhaltens schuldig machen soll. Mein weiteres Verbleiben würde mich nicht leiden kann, weil ich nicht seinen Teufel, wie er ihn mir gar zu gerne zu Leibe führen möchte, annehmen will. Die beiden möchten mir gar zu gern etwas am Zeuge flicken, wenn ?s nur gehen wollte, und eben weils nicht geht, find sie um so grimmiger auf mich. Aber Coord Temmene mag sich hüten, du weißt, den alten Kaufbrief —" „Vater, Ihr werdet doch nicht?!" unterbrach Lieschen den Vater fast erschreckt. „Nein, mein Kind, ich werde nichts thun, was sich nicht mit meiner Ehre und meinem Gewissen verträgt. Was mein nicht ist, will ich gewiß nicht besitzen, allein, ich werde dem alten Geizhals seinerzeit einmal den Beweis liefern, daß seine Existenz nur von mir abhängig ist, und übrigens — wer weiß, ob bei dem Verkauf der Ländereien alles so sauber zugegangen ist; läßt es sich doch nicht erklären, wie das Papier in den Besitz, meines Groß-Vaters kam." „Ach, Vater, gewiß durch eine Unvorsichtigkeit des Käufers," sagte Lieschen mit großem Eifer. „Nein, Vater, ich an Euerer Stelle würde den ganzen Brief verbrennen —" „Wir wollen nicht weiter über das Ding sprechen," unterbrach Thomas Müller sein Töchterchen ungeduldig. „Du bist ein Kind und verstehst von derlei Sachen nichts. Geh und sei der Mutter zur die Veranlassung unheilvoller Zwistigkeiten werden. Ich ziehe mich daher zurück, günstigere Verhältnisse erhoffend. Ihr aber kämpft unter einer neuen Anführerschaft weiter. Ich beschwöie die Freiwilligen, auszuharren, und bitte, alle Kräfte zu vereinigen in der Verwirklichung jener Idee, deren Losungswort ist: „Hinaus mit den Türken!" Aus Wiedersehen, Brüder! Wojmoda Mica Ljubobralit." Der berüchtigte carlistische Bandenchef Tri-stany hat einer kriegsgerichtlichen Verurteilung, die ihm in Estella gewiß gewesen, die bedingungslose Unterwerfung unter König Alfonfo vorgezogen. Mit Einschluß der in Estella Eingesperrten ist Don Carlos nun seiner ältesten Bandensührer ledig. Die neue Serie hat sich noch keine Sporen verdient. Wie man dem „Daily Telegraph" aus Kairo berichtet, wurde der französische außerordentliche Bevollmächtigte Outrey anläßlich einer jüngst gehabten Audienz vom Khedive w?gen gewisser drohender Ausdrücke zurechtgewiesen. Jene Aeußerungen hätten sich auf die finanzielle uud auswärtige Poli-tik Egyptens bezogen. Der Correspondent fügt hinzu: „Der Khedive beharrt fest bei seinen englischen Tendenzen." Erbestätigt jedoch gleichzeitig die Meldung, daß am 16. d. M. in Kairo der Abschluß eines Änlehens von zwei Millionen Pfund Sterling zur Unterzeichnung bereit rag, welche Summe von einer Anzahl französischer Finanziers vorgeschossen wurde. Zur Tagesgeschichte. — Für den Kriegsschauplatz in der Türkei werden nunmehr auch Aerzte gesucht. Svwol Türken als Insurgenten bemühen sich, Docwren der Medizi» und Chirurgie unter günstigen Bedingungen zu acquirieren, namentlich in Wien ist die Nachfrage groß. Aerztliche Hilse ist aber auch im höchsten Krade nothweiidig, da die Zahl der Kranken und Verwundeten in der Herzegowina bereits Legion ist. Hunderte von Türken (Asiaten) liegen mit erfrorenen Gliedmaßen darnieder. Nach den Schilderungen eines Oester-reichers (Ingenieurs), der von dort nach Wien eben heimkehrte, herrscht in den insurgierten Provinzen das größte Elend. Ganze Scharen von Gefallenen wurden nur nolhdürstig unter Schnee und Eis gebettet, da die Erde wie Stein ge-froren ist. Huuderte von Leichen liegen frei herum. Wie sich die Verhältnisse gestalten werden, wenn wieder die warme Witterung eintnlt, ist nicht abzusehen. — Von den Mäusen gefressen. Der „Secolo" von Mailand erzählt: „Ein schreckliches Ereignis hat sich vor einigen Tagen in dem Hinse des Bauers Pizzigoui zu Tascine del Per» zugetragen. Derselbe hatte erst vor kurzem eine junge Gattin heinigesührt, die ihn vor etlichen Monaten mit der Geburt eines Mädchens, das in der Taufe Hand, da vergißt du am ersten deine Grillen. Im übrigen denke darüber nach, was ich dir gesagt habe. Ich hindere dich nicht, dem Beispiele deiner Kameradinnen zu folgen und schwere Arbeiten zu thun; wenn ich das meinen Leuten überlasse, so ist damit durchaus nicht gesagt, daß du ein gleiches thun mußt." Damit verließ Thomas Müller das Zimmer und die Thür fiel ziemlich unsanft ins Schloß, ganz gegen seine sonstige Weise. Aber er besaß seinen wunden Fleck, und den hatte Lieschen berührt; er that sich nicht wenig darauf zugute, daß er den Muth gehabt, sich über kleinliche Vorurtheile hinwegzusetzen, und am wenigsten von seiner Tochter hatte er erwartet, daß sie ihm darüber Vorwürfe machen würde. Als er jetzt durch seinen Garten dahinschritt, blickte er nicht wie sonst nach recht» und links, um seine schönen Blumen zu betrachten und sich daran zu erfreuen, deren WachSthum zu beobachten, wie es immer seine größte Freude war. Andere Gedanken stürmten auf ihn ein. Lieschens Gesinnung war sonst eine ganz andere gewesen und die plötzliche Umwandlung des Mädchens mußte seinen Grund haben. War man ihr zu nahe getreten, hatte man sie beleidigt, oder was war es sonst (Fortsetzung folgt.) den Namen Virginia erhielt, erstellte. Vor einigen Tagen nun, während der Abenddämmerung, ließ die Mutter ihr in der Wiege schlafendes Kind allein und ging für einige Augenblicke aus dem Zimmer. Bald darauf hörte sie einen schrillen Schrei aus dem Zimmer dringen, worauf sie schnell in dasselbe wieder zurückeilte. Sie fand da zu ihrem Entsetzen neben dem Gesichtcheu ihres Kindes eine große Maus stehen, die ans demselben schon ein Stück ausgefrefsen hatte. Die Maus entfloh sogleich, als sich die Mutter der Wiege näherte. Das Kind, dessen Gesichtchen schon ganz abgenagt war, wurde sofort ins Spital geschafft, wo es jetzt im Sterben liegt." — Ein neuer Bischof der Altkatholiken. Der Synodalrath der schweizerischen Altkatholiken hat auf einer Versammlung zu Solothurn beschlossen, in allernächster Zeit eine allgemeine Synode der Altkatholiken der Schweiz einzuberufen, um zur Ernennung eines Bischofs zn schreiten. — Schwimmende Feuerspritzen. Der Gebrauch schwimmender Feuerspritzen verbreitet sich jetzt rasch in den großen Handelsstädten, wo außerordentliche Kapitalien in Gestalt von Häusern und Waren an den Ufern der Flüsse rc. angehäust sind, welche vom Flusse her, der uuer-schöpfliche Wassermassen zur Verfügung stellt, erreicht werden können. Die Herren Merryweather ck Söhne zu London, welche sich mit der Fabrikation solcher Spritzen befassen, haben neuerdings der französischen Regierung drei derselben von besonders großer Leistungsfähigkeit geliefert. Die Fahr-und Spritzprobe einer solchen Schifssspritze wird im „Scientific American" beschrieben, wo sich auch eine nähere Beschreibung derselben, durch Abbildungen erläutert, findet. Die Spritzenschiffe sind 45 Fuß lang, 8 Fuß breit, 4 Fuß 6 Zoll tief. Die Constrnctenre waren hinsichtlich der Dimensionen des Schiffchens einigermaßen beschränkt, da Schiffe von größern Dimensionen nicht wol in einem Stück transportiert werden können. Das Schiff bietet jedoch reichlichen Raum für Kohlen, Schläuche, Mundvorräthe und eine Lajüte. Die Spritze kann in jeder Minute 1600 Gallonen Wasser in einem 1'/«zölligen Strahl zu einer Höhe von 212 Fuß treiben. — Lachende Erben. In Paris starb diesertage Graf Mieczyslaw Potocki im Alter von 77 Jahren. Sein Tod hat für die Assecuranz-Gesellschasten, man kann sagen ganz Europa's, eine hohe Bedeutung. Graf Potocki hatte nemlich die höchste Leibrente, eine halbe Million Gulden, versichert und dem entsprechend über drei Millionen Gulden Kapital bei den verschiedensten Gesellschaften eingezahlt. Es scheint, daß der Graf seinen Verwandten sein Vermögen nicht zukommen lassen wollte, denn erst im greisen Alter begann er sich eine „Rente" zu versichern und noch im vori-gen Jahre zahlte er bei mehreren österreichischen Assecurauzen mehr als 200,000 fl. ein. Durch seinen Tod fallen nun die drei Millionen fast ganz den Gesellschaften anheim, da der Graf seine Rente — 15 bis 17 Perzent des Kapitals — wie gesagt, nnr wenige Jahre bezog. Lokal- und Provinzial-Angelegeuheiten. — (Die Trottoirs) in der Stadt und in den besuchtesten Vorstädten befinden sich infolge des bei Tage herrschenden Thauwetters und nachts eiutretenden Frostes in einem für die Fußgeher sehr gefährlichen Zustande. Wenn die Hanseigenthümer es verabsäumen sollten, das Eis auf dem Trottoir aushacke», abkehren und mit Sand oder Sägespänen bestreuen zu lassen, so dürsten wir am Montag wol von einigen Beinbrüchen Meldung zu machen haben. — (Der Liebe Müh' umf on st ) Mit Beginn des Jahres 1876 erreichten zwei „katholische" Blätter in unserer nächsten Nachbarschaft ein unrühmliches Ende. Saust im Herrn entschliefen die Zeitschrift „Glas" in Görz und die „Kärntner Blätter" in Klagenfurt, die es im heurige» Jahrgange noch bis zur zweiten Nummer brachten, in wel cher sie erklärten, daß sie ob Mangel an zahlenden Abonnenten zu erscheinen aufhören Sowol unser „Slo-venec" als auch „Danica" finden nicht Worte genug, das Eingehen dieser beiden klericalen Winkelblättchen zu bedauern, und bemühen sich auf alle mögliche Weise nun selbst die Rolle der Dahingeschiedenen zu übernehmen. Letztere hat hiefür um so mehr Grund, als in neuerer Zeit auch das Diöeesan-Blatt in deutscher Sprache erscheint und so als ofsicielles kirchliches Organ von Krain der „Danica" bedeutende Loncurrenz zu machen imstande ist. Wir lönnen hie« mit diese Thatsache nur als ein erfreuliches Zeichen con-statieren und daraus ersehen, daß die Behauptung unserer klericalen Gegner, „das ganze Volk stehe hinter ihnen," sich mehr und mehr als Lüge erweist; denn, wenn die Organe, die ihre Ansichten und Gesinnungen zu vertreten berufen sind, nicht einmal soviel Abonnenten erhalten können, daß damit Druck und Papier bezahlt werde, muß es wol traurig aussehen mit ihrem Anhang. Wenn die Herausgeber solcher Blätter doch endlich zu der Einsicht gelangten, daß sich zwar hie und da immer noch jemand finden wird, der sich auf ihre Blätter aus besonderer Gefälligkeit „abonniert", aber nur sehr wenige, die geneigt sind, ihre politischen und religiösen Schrullen auch noch zu bezahlen. R. I. k. — (Der Marienbruderschastsstreit) ist noch nicht ausgeglichen, denn wir erhalten ein von mehreren Mitgliedern unterfertigtes Beschwerdeschreiben dem wir nachfolgendes entnehmen: „Trotz wiederholter Angriffe in den öffentlichen Blättern sowie bei der Generalversammlung, hat die Direktion der Marienbruderschaft nicht einmal eine Rechtfertigung der so oft gerügten Miswirthschast versucht, sondern verweigert, um die Vereinswirtbschast auch weiter in behaglicher Weise sortsühren zu können, die Einberufung einer Generalversammlung, welche die Neuwahl der drei Directiousmitglieder vorzunehmen hätte. Diesem eigenmächtigen Vorgänge hat sich »och ein statutenwidrigerer und eigenmächtigerer angereiht. Herr'J N. Horak, der weder Directionsmitglied noch sonst ein Funktionär des Vereines ist und sein Ehrenwort verpfände! hat, keine Stelle in unserer Vereinsdirection anzunehmen, hat die Vereinskaffe in seine Verwahrung genommen, ein, gelinde gesagt, sonder-bares Vorgehen, da die Vereinskaffe statutenmäßig in die Verwahrung des Kassiers gehört und unter dreifacher Sperre zu sein hat. Wir müssen auch unsere Verwunderung darob aussprechen, daß der provisorische Vereinsvorstand, Herr Pakik, zur Uebertragung der Kaffe zu Herrn I. N. Horak die Zustimmung gegeben hat. Da die Mitglieder unter solchen Umständen, bei sich wiederholenden statuleuwidrigen Vorgängen der Direktion, kein Vertrauen in die Verwaltung des Vereinsvermögens haben könne», so darf derselben weiterhin kein Geld mehr anvertraut werd », und es wird das Beste sein, wenn alle Mitglieder die Einzahlung der Vereinsbeiträge so lange sistirren, bis die verweigerte Generalversammlung einberufen und durch die Wahl von vertrauenswürdige» ML,men, in die Direktion Ordnung geschaffen wird." Einer ?>iectivn wie der jetzigen — so schreiben uns mehrere entrüstete Vereins-Mitglieder -- geben wir keinen rothen Heller zur Ver-waltung I" — (Ein greiser Nimrod s.) Ppr einigen Ta-gen starb zu Poganitz in Unterkrain der vielen Jagdsreufl-den bekannte Jäger Johann Plut im Alter von 82 Jahren. Plut wurde im Jahre 1811 aus dem Gute zu Poganitz als Waldjunge ausgenommen und diente bis jetzt ununterbrochen 65 Jahre als WalMter und Jäger der gutS-herrlichen Familie v. Langer mit seltenem Eifer und treuer Ergebenheit, Plut war als tüchtiger Schütze weit und hrxit bekannt; sein Schuß erlegte ebenso sicher den Bären und den Wolf, wie unzählige Stücke Hoch- und Niederwild; er war ein Meister im Aufspüren und KiMeisen des Wildes; dabei war rr nicht minder in allem, was die KorYkvltyr betrifft, bewandert und lebte dem Schutze der Wälder. Die Jagdlust verließ de» Greis bis zu seiner letzten Stunde nicht. Er ruhe in FriedenI — (Muthmaßlicher Mord.) Eine am 21 d. M. am linken Saveuser im Bezirke Lichten',vald aufgefundene Leiche, an welcher äußerlich mehrere Verletzungen wahrgenommen wurden, hat man als die des verehelichten Bäckers M Tobnitz in Trifail rckannt. Ls liege, wie die „Gr. Ztg." erfährt, der Verdacht nahe, daß Tobnitz das Opfer eines Verbrechens geworden, da fein Geldtäschchen und diverse Effecten vermißt wurden, die er bei seinem Abgange von Trifail bei sich hatte. — (DerJnsurgentensührerHub mayer) lebt, so melden gestern hier eingelangte Telegramme. — «Von der Nationalbank.) Die General-Versammlung der Nationalbank genehmigte gestern den Rechenschaftsbericht für 1875 und die Dividende von 26 fl. per zweiten Semester. — (Von der Südbahn.) Die außerordentliche Generalversammlung, welche ans den 27. d. M. einberusen wurde, dürfte pariser Meldungen znsolge wegen ungenü- gender Actienanmeldungen nicht beschlußfähig sein. Es soll in nächster Zeit eine zweite Generalversammlung ausgeschrieben werden, in welcher über den Verkauf der oberitalienischen Bahnen an die italienische Regierung Beschluß gefaßt werden wird. — (Für Körner- und Mehlhändler.) Die Haltung im Frucht» und Mehlgeschäfte ist eine zuwartende, matte; jedoch bleibt die Hoffnung auf günstigere Handels-coniuucturen trotz der empfindlichen GefchäftSstockung ausrecht. Aus Pest wird ein lebhafterer Weizenumsatz gemeldet; in Wien noch immer schwacher Verkehr, Mais einigermaßen beachtet, in anderen Getreidearien kein Geschäft. — (Musikalische SoirLe.) Das Programm für die morgen im Glassalon der Lastnorestauration unter Leitung des Kapellmeisters Pick stattfindende Abendunterhal-tung lautet: 1. Romanze aus der Oper „die Jüdin", gesungen von Fräulein Avlor. 2. Deklamation des Fräulein THaller 3 Arie aus der Oper „Figaro's Hochzeit', gesungen von Herrn Re ich man». 4. Solo-Scene der Frau Paulmann. 5. Zwei Lieder „Erlkönig" und „der Neugierige", gesungen von Herrn Schimmer. 6. Violin-Piece von Beriot, gespielt von Herrn Pick. 7. Duett aus „Figaro's Hochzeit", gesungen von den Fräulein Stein und Sdlor. 8. Loncert-Variationeu über das Thema „der Larneval von Venedig", gesungen von Fräulein Stein. 9. Deklamation de« Herrn Jank. 10. Lied, gesungen von Frau Paulmann 11 Loncert-Polonaise für die Violine von Vieuxtemps, gespielt von Herrn P i ck. 12. Schuberts „der Wanderer", Äsungen von Fräulein Adlor >3. Ungarische Lieder, gesungen von Herrn Schimmer. 14. Duett aus der Oper „Stradella", gesungen von den Herren Schimmer und Reichmann. Dieses reichhaltige Programm läßt einen recht vergnügten Abend erwarten und ist ganz geeignet, den GlaSsalon mit Gästen zu Men. — (Unsere Musik-uudTheaterzustände) erfahren im wiener „Illustrierten Musik- und Theater-Journal' eine abfällige Kritik. Der mit scharfer Zunge begabte Musik- und Theaterreferent aus Laibach gibt seiner Meinung dahin Ausdruck: „daß der schwache Besuch des Loncertes Krejma und des Florentiner Quartetts dafür spreche, daß unser großes Publikum weder für neue Er schkinuMN >m Kunstle!>en noch für bewährte Kstnstjer v«,, Weltruf ein hervorragendes Interesse an den Tag legt. Obgleich sich die Laibacher aus ihr Verständnis sür Musik gern etwas zugute thun, stehe es bei rechtem Lichte betrachtet äußerst armselig damit." Der mit „Maxima" gezeichnete Kritiker sagt: „Wenn man die allgemeine Geschmacksrichtung kennt, so kann man sich der wenig tröstlichen Erkenntnis nicht verschließe», daß das Bros des laibacher Publikums über die Grenzen Offeubach'scher Farcenmusik nicht gerne bi>>au«-geht, »nd st» mit bespffderssr Posliph, M tziesem „us-uderen Elemente sonnt und wärmt" Daß da von fisifm Verständnis sür Besseres nicht die Rede sein könne, sei wol einleuchtend und in der That sei es nur ein ganz geringer Theil deS laibacher Publikums, der dasür wirkliches Interesse an den Tag lege und dasselbe auch bethätige. Mat, dürste daraus schon entnehmen, weS Geistes Kind der Kritikus des „Wener Musikjournals" eigentlich ist Nachdem die kritische Stimme die Geschmacksrichtung des laibacher Publikums verurtheilt, geht sie der philharm. Gesellschaft ,u Leibe, rügt die Zusammenstellung der Konlertprffgramme. bezeichnet den Vortrag der Ouverturen als eine „Herabstedelung", findet an dem Violinfpiel Gerstners und Bachs zu mäkeln u. s. w. — Nun saßt die nergelnde Frder „Maxima's" unser Thea-ter, bedauert den Abgang des Baritonisten Tillmetz von der Oper, nennt den Opernsänger Reich mann „das Protoiyp eines Provinzialtheater-Beteranen", welcher als Nachtwächter ersprießliche Dienste leisten würde. Ferner wird Frau Schwabe als eine sehr anspruchsvolle, jedoch ganz mittelmäßige Sängerin bezeichnet, sogar Neudolts lyrischer Tenor wird durchgehechelt und der Lhor als ..jämmerlich", das Orchester als „unvollständig" und „schlecht" hingestellt. Der genannte Referent konstatiert weiter die humane, nachsichtige Kritik der hiesigen deutschen Blätter, beleuchtet die Verwaltung der Bühne unter Schwades Leitung, nennt letztere eine Miswirthschast voll Anmassnng und erinnert, daß Schwabe in Olmütz den gleichen Loup ausgesührt und mitte» in der Saison das Theater verlassen hat. Der laibacher Lorrespondeut des genannten wiener Journals hat einige dieser hier wirklich bestandenen Gebrechen gerecht beleuchtet, im Staate Dänemark ist so manches faul, dir Musik- und Theaterzustände sind nicht so, wie sie sein sollten oder könnten; einer Beschwerde jedoch wollen wir mit der Thatsache entgegentreten, daß der gestillte Saal bei Lon-certen der philharmonischen Gesellschaft und die vollen Häuser znr Zeit guter Opernvorstellungen den unbestreitbaren Nach-weis liefern von dem guten Geschmacke, von dem richtigen Verständnis des hiesigen Publikums. Einer Bemerkung wollen wir schließlich noch Raum gönnen, daß, falls die kritische Feder „Maxima'S" bei den hiesigen Blättern mit den Referat» n über Musik und Theater betraut wäre, sich wol ehestens die Pforten des Loncertsaales und Theaters schließen würden. Der erwähnte Correspondent übersah cs, daß Laibach an Musik und Theater nicht so hohe Ansprüche zu machen berechtigt ist, wie die, Hauptstadt des Reiches; zudem melden wiener Blätter, daß auch in Wien in beiden Fächern — Musi' und Theater — nickt alles Gold ist, was glänzt. — (Landschaftliches Theater.) Fräulein Al -legri vom Theater a. d. Wien wurde gestern als „Eala-thea« in Suppö's gleichnamiger Operette vom Publikum sehr freundlich begrüßt. Wir danken im Namen der Theater-besuchrr dem leitenden Lomite sür diese gelungene Werbung. Jugendfrische, hübsche Gestalt, freundliches Auftreten, lebhafte Bewegungen und wohlklingende, auch mit entsprechender Höhe begabte Stimme sind der Debütantin eigen. Wir geben uns der Erwartung hin, daß, sobald Frln^ Allegri mit den übrigen Bühnenmitgliedern und dem Orchester in nähere Berbindung getreten sein wird, der gesangliche Theil den lautesten Beifall des Hauses erringen wird. Das erste Bustreten der genannten neugewonnenen Operetten- und Lokalsängerin war von günstigem Erfolge begleitet. Frlu. Allegri führt sicherem Vernehmen nach ein reiches Repertoir, und wir können im Verlaufe der Saison mit Sicherheit aus viele angenehme Abende rechnen. Herr Thaller gab den Part des Kunstenthusiasten „Mydas"in Prosa und Gesang vor-züglich. Frau Paulmann war ein recht munterer „Gany-nied", Herr Schimmer (Pygmalion) bewegte sich zu ängstlich. Leider mußten wir im Orchester aus finanziellen Rücksichten Cello, Fagott und Posaune vermissen. Im Ganzen genommen zeigte sich das Publikum mit der Aufführung der Operette zusriedm und spendete Frl. Allegri, Frau Paul mann und Herrn Thaller Beifall. — Das zum erstenmale recht gut vorgeführte einactige Lustspiel „Ich liebe Sie" ist in Wort und Handlung gar zu mager ausgestattet, als daß «s auf eine günstige Aufnahme Anspruch machen könnte. Wir möchten diese Bagatelle znm ersten und letztenmale gesehen haben. — (Billige Romane) rrscheinen soeben in Singers Buchdandlung in Wien zum Preise von 20 Kreuzer. Der erste Roman „Die närrische Gräfin" ist bereits erschienen und trifft der zweite „Die Engelmacherin" in nächster Woche hier ein; der dritte Roman, welcher anfangs Februar erscheint, wird „Der Blaubart von Sievering" betitelt sein. Wir machen die geehrten Leserinnen und Leser auf den, dem heutigen „Laibachir Tagblatt" beiliegenden Prospect besonder« aufmerksam. — Bestellung?« übernimmt und führt schnellstens au« die Buchhandlung v. Kleinmayr L Bamberg in Laibach, woselbst auch der erste Roman zur geneigten Einsicht aufliegt. — („Die illustrierte Frauenzeitung.") Ausgabe der Modenwelt mit Unterhaltungsblatt, Verlag von Franz Lipperheide in Berlin, eröffnete mit Neujahr ihren dritten Jahrgang. Die neueste Nummer (1) dieses unstreitig billigsten und reichhaltigsten aller Modeblätter (vierteljährl. Abmw.-Preis fl. I 50 ö. W) enthält: I. Das Modenblatt: Ball-, Besuchs- und Gesellschafts-Toiletten. Maskenanzüge für Herren und Damen. Ballkleider, Morgeuröcke, Kleiderröcke, Tunicas, Taille und ärmellose Jacke, Hüte, Capoten, Cravaten, Unterrock, Unterjacke und Beinkleid, Tourniire, Schuh und Strümps, einzelne Kleiderärmel, nebst passenden Taschen. Anzug mit hoher Llusentaille und Untertaille für Mädchen, Schürzen für Kinder. Rückenkiffen, Rester- oder Strumpsbentel, Tischplatte (Holzmalerei). Arbeitstäschchen, Schablonenkasten, Blasebalg, Wiegen- oder Schlafdecke, gehäkelte Spitzen, Einsatz (Tülldurchzug), Plattstichstickerei und irische Spitzenarbeiter! rc mit 69 Abbildungen und einer Schnittmuster-Beilage mit 12 Schnittmustern, verschiedenen Snckerei-Bor-zeichnungen und Namenschiffren. II. Das Unterhaltungs-Blatt: Der Kaffee. Von W. Lackowitz. Mit Illustration. — Lieder der Heimkehr. Von Emanuel Geibel. I. " bisher noch ungedrucktes Räthsel Schleiermachers. Die Liebenden auf Tamsel, Von Edmund Höser. — Wallenstein und Piccolomini, Max und Thekla. Portrait-Atuvien zu Schillers Wallenstein. — Von H Scheube. ^erP^traits nach gleichzeitigen Oelgemälden gezeichnet von K. Dielitz. — Elaine. Von Adolf Strodtmann, Mit dem Bilde „Elaine" von Toby E. Rosenthal und dem Por- trait Tennysons. — Die Hausfrau und ihr Reich. Bon «glaia von Enderes. III. Die Mutter. — Verschiedenes. — Bneftnappe. — Frauen-Gedenktage._______________________ Witterung. Laibach, 22. Jänner. Morgens Glatteis, dünner Regen, dann einzelne Sonnenblicke, starkes Schwitzen der Mauersteine, schwacher SO. Temperatur: morgens 7 Ubr -j-0 6°, nachmittags 2 Uhr -s- 3-8« 6. (187Ü 1874 40° 6.) Barometer 739 17 mm. Das gestrige TageSmittel der Temperatur — 3 5« um 15" unter dem Normale. Lieferungs-Ausschreibung. Di- Trifailer Kohlenwerkr-Gesellschast beabsichtiget die Lieferung der für das Jahr 1876 in Trisail erforderlichen Materialien, und zwar: Flacheisen............................ 18500 gollpfimd Flachschienen.......................... 1500 „ Rundeisen.............................. 6600 „ Gittereisen ........................... 3200 „ Bandeisen............................... 800 „ Spaichringeisen........................ 2000 " Äugelommene Fremde am 22. Jänner Hotel Stadt Wien. Bundajek, Asm., und Reiniger, Wien. — Puschner. — Kocar, Privatier, Gottschee. Hotkl Elefant. Moritz, Nadkersburg. — Rosenberg, Graz. — Jser, Reischdorf. — BUu, Kfm, Kanija. — Stein-reich, Wien — Brandenburger, k. k. Lieutenant, Cates Hotel Europa. Bzervidkovsky Wien. Mohren. Salawsky mit Frau, Chiopir. — Pierz mit Frau, Wien. — Schlichtung, Bergbeamte, Trifail._________________ Innerberger Stahl «oorerstahl Schloßblech Elsendraht Blei . . Zinn Theater. Drama in 5 Acten von I. Weilen. Heute: Dolores Morgen slovenische Vorstellung. Montag: Drei Hüte. Lustspiel in 3 Acten von L. Neu> mann. In Laibach verkehrende Eisenbahnzüge. Südbahn. Nach Wien Abf. 1 Uhr 7 Min. nachm. Postzug. >> « „ 3 „ 52 „ morgens Eilpostzug. » ,, „10 „ 35 „ vorm. Eilzug. " ,, 5 „ >0 „ früh gem. Zug. „ Triest „ 2 „ 58 „ nachts Eilpostzug. ,, « „ 3 „ 17 „ nachm. Postzug. « „ „6 „ 12 „ abends Eilzug. „ ,, „ 9 „ 50 „ abends gem. Zug. (Die Eilzüge haben 4 Min., die Personenzüge circa 10 Min. und die gemischten Züge circa '/, Stunde Aufenthalt.) Kronprinz Rudolsbahn. Abfahrt 3 Uhr 55 Minuten morgens. „ 10 „ 40 vormittags. 7 „ 35 „ abends. Ankunft 2 „ 35 „ morgens. 7 „ 45 . morgens. 6 „ — „ abends. erdplatten Röste .... Wasserwannen Bratröhre . . . Bergeisen 8—4pf. Kratzen 3—4pf. Lehmhauen 3—4pf. Reithauen 3pf. Kohlschaufeln 3pf. Spitzschaufeln 3pf. Pucher 3 —lOpf. «eile 8-lOpf. Grubenbacken 3pf. Handfäustel Rechen Telegramme. Wien, 21. Jänner. Der Eisenbahnausschuß genehmigte den Antrag seines Referenten, betreffend den Bau einer Donau-Uferbahn von Nußdorf bis zur stadelauer Brücke nebst einer Abzweigung von Nuhdorf zur Verbindung mit der Franz Josefsbahn, und beschloß ferner, daß, bevor er in die Berathung der Vorlagen über die Predil- und die Arlberger-bahn eingehe, die betreffenden ablehnenden Referenten berichte im Bureau des Hai'fes für Ausschußmit glieder zur Einsichtnahme aufgelegt werden sollen. Wiener Börse vom 81. Jänner. StLLt»k0LÜ«. sperc. Rente, öst. dto. dto. öst. in < Lose von 1854 vose von i««0, ganze iose von 186», Fünsi. Prämienlch. v. ISK4 Orruiüoirt.-Obl. Liebenbürg. Ungar» L»a!o-Bank ... LredilanstaU . . . Depositenbank. . Sscompte-Anstalt Franco-Bank . . Handelsbank. . . Aationalbank . . Oest. Bankgesells. . . Union-Bank.......... BerkebrSbank. . . . iUsöld-Bahn . . , Sail Ludwigbabn > »ais. Ms.-Bahn , »als. Fr. Joscfsb , StaatSbabn ... Lüdbahn. . Geld Ware 68 9^ 69 05 73 90 74-- 106 85 1(,S'75 113 5v 112 75 123 - 123 50 134.25 13475 76 - 76-50 76'- 76-50 90 75 91— 191 80 192' 180 -- 131 - 670 - 675'- 25 50 29 - 46 50 47'- 892 — 894 - 166 - 168- 73 50 73 75 74 50 75— 197 — >1^750 166— 16^50 146 25 146-75 294.- 294-50 114 80!115' Illg. öst. Bod.-Lredii. dto. in ü» I.......... rriortt»t»-0d1. .inz IosefS-Bahn . :si. Nordwestbahn . Südb.-^es.zn 500 Fr. dto. Bons Credit - Lose . Rudolfs - Lose . Geld Warc 101 25 101 75 90 85 SO 75 (3Mon.) AugSb.lOvfi. südd.W tzrankf. IOC Mark. Hamburg „ „ London 10 Pfd.Sterl. Paris 100 Franc» AliurrvL. Kais. Münz-Dncaten SO-Francöttüü .... 'reuß. Kassenscheine. Silber . . 96 90 85-10 94.75 99 50 68-75 «5 25 107 85 97'- 85.30 95'- 100- «9 145 50 107 50 161-80 18 60 5610 56 5 56 15 114-30 45 60 542 9-21 56 »0 105- 162 14- 56 20 56-85 56 25 114 60 45 60 5 41 922 56 95 105 1 Telegraphischer Lursdericht am 22. Jänner. Papier-Rente 68 85 — Silber-Rente 73 85 — 1860er StaatS-Anlehen 112 40.—Bankactien 900. — Lredit l9l 90 — London 114 30. — Silber I04 Ü0 — K. k. Münz ducaten 5 41. — 20-FrancS Stücke 9-18'/,. — 100 Rei>:s mark 56.85. 700 600 4600 250 300 50 Bahnnägel ................................. 21000 „ Schiffuägel ................................... 300 „ Schmiednägel lOpf................................ 10g ISpf.............................. 500 „ 20pf.............................. 400 „ 3vpf.............................. 300 40pf.............................. 100 SOpf.............................. 200 Drahtstifte »/."............................ 30000 Stück "/«" 20000 „ «/." 20000 „ '/." 20000 „ '«/."............................... 50000 » »/." . . ......................... 150000 „ ............................ 75000 ^ "/«" 10000 .. ufnägel...................................... 17000 3600 Zollpfund 2850 „ 240 150 2550 300 5900 3950 1300 400 „ Gezähhelme................................... 10000 600 Zollpfund 300 10 Stück 10 900 Stück WO „ 60 » 50 „ 750 „ 100 . 590 ,. 450 „ 450 80 . 360 Schaufelstiele Stocklaternen Waudlaternen Bretter '/-" Latten 6000 40 40 1600 4300 4700 5700 3100 6000 Schwarten....................................... 7000 „ Buchenpfosten.................................... 800 „ Fichienpsosten................................... 600 „ Eichenpfosten 0'................................. 600 „ Schwellen, lang, 8-/,' lang V dick . 6000 „ kurz, 4'// „ '/^ „ . 20000 „ Tragbäume 6>/z' „ 3'/,/4' dick 600 „ GlaStafeln, groß, 19/23"......................... 300 „ klein, 15/16"........................ 600 „ Lampenzylinder.................................. 2000 „ Lampenkvrper..................................... 100 „ Petroleum...................................... 10000 Zollpfund RUbsöl ......................................... 6600 Wagenfett....................................... 1000 „ Seilfch miere................................... 2000 „ Pulver (Sprengmateriale)....................... 12200 „ Dynamit.......................................... 500 „ Zünder.......................................... 4000 Kränze Kapsel......................................... 10000 Stück Decken............................................ IM „ Leintücher....................................... 200 Strohsäcke....................................... 100 „ Kopfpolster ..................................... 100 „ Pserdestränge, Wurs............................... 50 „ an den Mindt'stsordernden zu überlassen. Lieserungsunternehmer wollen ihre Offerte mit Angabe der zu liefern beabsichiigten Materialien und der Einheitspreise für jeden einzelnen Lieferungsgegenstand franco Bahnhof Trisail, sowie der Zahlungsbedingnisse bis »1. Jänner l. I. an den Vcrwaltungsrath der Trifailer Kohlenwerks-Gesell« schasi in Wien einsenden. Die Lieferung der Materialien geschieht in der von der technischen Direktion in Trisail gesorderten Menge und Zeit und hat der Lieferant im Falle eines monatlichen Mehroder Minderbedarfes keine Erhöhung des bedungenen Preises zu beanspruchen. ' (gh) Muster von Lieserungsgegenständen, welche durch die einfache Art der Benennung nicht genau bezeichnet sind, müssen von den Offerenten vor Stellung des Offertes bei der technischen Direction in Trifail genau besichtiget werden. Aas Ausstspsrn der Vögel in Lrnppen oder einzeln, als netter Zimmerschmuck paffend, übernimmt Kcholgkdände, Meilen Ztock. Musealkanzlei, oder Llchlchosgasse Nr. 108. Schöne und gut erhaltene Vögel werden daselbst auch gekauft. (29) Im Gasthause „zur Krone" Lradischavorstadt Nr. 24, sowie am Domplatze Nr. 3Ü6 wird ver Wein, wovon srüher 1 Maß btt kr. kostete, jetzt 1 Liter mit 40 kr. » 1 „ 40 » „ „ 1 „ „ 30 „ ausgeschänlt. (40) 3—I «ine Mühle mit vier Gängen, Stampf und Brettsäge, im guten Betriebe mit guter Wasserkraft, ein Stock hohem Wohnhause, Wirth schaftsgebäuden und Oekonomie, arrondiert, 10 Minuten von der Stadt, an der Rudolfsbahn, in bester Gegend Unter-kLrntens, zu größerem Holzgeschäfte geeignet, ist mit oder ohne Inventar zu verkaufen. 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(676ä) 18-6 Kundmachung. Den verehrten Casinovcreinsmitglievern wird hiemit bekannt gegeben, daß im Laufe d.s Faschings 1876 zwei Riille abgehalten werde», und zwar: 1. Ball am 26. Jänner. 3. Ball am 23. Febrnar. Der jrdcsmsligr Auf-ing ist um »cht Ahr. Laibach, 1!. Jänner 1876. (25)4-2 Die Cll^lnovereinL'Jirection. Ernst Jamen-Mollen-, Eonseetions- unä Meikmnren-^anäknnli. Der Gefertigt« beehrt sich anzuzeigen, daß er eine reiche Auswahl von Frlnir-Artikeln, bestehend in Zöpfen au« eMem Haar («v-io« Eentimeter Länge) von 3 bis 8 fl., Chignons von jeder Form und Gattung zu K bis LS fl.; ferner Ürspe-Rollen zu k>> Ir. Pr. Stück vorräthig hält. Aur größeren Bequemlichkeit de« verehrten Damenpublikums hält derselbe auch «Inen großen Borrath von Lpeeialität-Haa-ren und wechselt alte Erzeugnisse gegen neue ans. Um einen zahlreichen Anspruch bittet ehrerbietigst (>4) S—L L.. Nu sinai <», Friseur, Sternallee, vis-L-vis dem Casino. 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