w fuiofiMt n. Jahrgang Ertehatal wtebtoUkli ■•chü—I (MI 'AMMlfeife der Pelertige). Schrift-leitunst VerwaltUBn nnd Buchdnickerei Tel 25-67, 25-68 und 25-6! >. Maribor. KopalUka alica 6. Manuskripte werden nicht retoomiert. Aafraflea RAokpoiio beUegen. IjJU/ n • ri-iv Nr. 10 FraHag, dan 15. ISfinor 19S9 Inseraten- und Abonnements-Annahme in Mariltor, Küpali&ka ulica (i CVerwallung). Berugsprelse: Abholen monatlich 23 Din. zustellen 21 Diu, durch die Post monatlich 23 Din, für das Ausland monatlich 3.j Din. Einnlnummer 1.50 und 2 Din. Pr«fs Diu VSO laiUioitt ötiluag Verfielt am ^rensmeg? (Suropa-^onfoHDierung auf neuen ^ßegen aieOtutunoatwnr Xrlnffinra^^ fn Jim / «SDornNrloin ffir frtunöfd&aftlid^e 3ufomiiirnflrMt mit Italien / Sortfeftung Oer QBrrftfinOiounsapoUtff im (Reifte O^RflncfttiK / 3>ie rrllf ^iMtDirfuno De« dfterai^fommen«: 3Iuataufdl) 5er miii-tfirifcOen ^nformotioncn £oiiöoii und 9tom (MTP) Paris, Anfang Janntr. Der Abbruch der diplomatischen Bezithungen zwischen dem Iran und Frank-r^.h erfolgte aus einem nichtssagenden Grunde — einer lächerlichen »Beleidigung« des Schah's In einer französischen Zeitung. Er überraschte nicht nur angesichts der Festigung der englisch-franzö-sischen Entente, sondern mindestens ebensosehr im Hinblick auf das durch die Bereinigung des SandschaJc-Konfüictes wiederhergestellte freundschaftliche Verhllt-tils zwischen Frankreich und der TOrkel. Einerseits ist I^n wirtschaftlich durch die Monopolstellung der Ang>lo-lranian Oil Co. — weitgehend von QroBbritanni-en abhängig; andererseit hat die Außenpolitik des Iran durch den mit dem Irak, dem Hedschas, der Türkei und Afghanistan abgeschlossenen Pakt von Saadabad eine feste, bisher nie verlassene Linie erhalten. Zu beachten ist allerdings, daß die iranisch-englische • Freundschaft Immer nur eine uleMJHr -ztir' Heirat gediehene Ver-nunft-Verlobung war; Sie datiert bekannt«' lieh seit dem Ende des Weltkrieges. Iran, das damals noch Persien hieß, hatte in dieser Zeit zwei dominierende außenpolitische Interessen: die AbschUttelung der bisherigen englisch-russischen Einflußzo-nen-Vormundschaft und die Zurückziehung der noch auf persischem Boden befind liehen russischen Truppen. Beide Ziele konnten nur durch enge Anlehnung an England erreicht werden, das den günstigen Augenblick benutzte, um die Machtstellung seiner Oelgeselischaft zu befestigen. Die kaum angebahnte Freund-scliaft erkaltete'jedoch sehr rasch, als die Sowjetregierung das Prinzip der Selbstbestimmung für die orientalischen Völker proltlamlerte. Die persische Außenpolitik wurde in den nun folgenden fünf Jahren einseitig sowjetfreundlich, so daß sich England ernsthaft beunruhigt fühlte und es im Oktober 1925 in Teheran zur Palastrevolution, Absetzung der Kadscha-ren-Dynastle und Proklamierung einer Republik kam. Der neue Staatschef Reza Schah Peh-levi, der kaum vier Monate später zum Kaiser proklamiert wurde — und übrigens nicht, wie europäisclie Blätter damals behaupteten, einer »Kulifamilie« entstamm te, sondern den alten Feudalherrschem der Provinz Savadkuh — t)e8tätigte die bestehenden Verträge mit England, erteilte der Anglo- Anglo-Iranlen OU Co. erweiterte Privilegien und verzichtete sogar in aller Form auf den bisher nie aufgegebenen Protektoratsanspruch auf die von England okkupierten Bahrein-Inschi im Persischen Golf, lehnte aber gleichzeitig mit aller Entschiedenheit die Berufung L-nglischer Militärinstrukteure und Wirtschaftsberater ab und rief statt dessen Franzosen, Deutsche, Italiener und Tür-l:en nach Teheran. Franzosen organisierten das iranisclK Unterrichtswescn, türkische Offiziere die Armee, Italiener die iKHif^eschaffcnü iranische Marine, amerikanische Fachleute,berieten die Iranischc Finanzverwaltung. Die Deutschen hingc-eroberten sich eine ständig wachsen-tk' Vormachtstellung iw iranischen Wirtschaftsleben. Rom, 12. Jännw. (Avala.) Der italienische Ministerpräsident Mussolini gab geateni abends lu Ehren des englischen Premtefministers Sir NevlUe Cham b e r 1 a i fl und des AuBenministers Lord ff a 1 i f a X ein Qalaioiiper im Venezianl-scheo Palast An dem Abendessen nahmen neben den italleniscben Ministem und Ver Iretefii der engttsdien und der italieni-schan Diplomaäe auch die höchsten Wür dentriger Italiens lowle Vertreter des Hochadels telL Wlhrend des Essens erhob sich M u s. s o 1 i n i z« einem Trinkspruch, in dem er tt. .a. sagte: »Ich ffiMe mich außerordentlich glflcktich, daß Ich Eurer Exzellenz nnd dem Herrn britischen Minister des AeuBcren im eigenen Namen,, im Namen der ItaUenischen Regierung wie auch im Namen des faschistischen Italien meinen herzlichen WÜlkommgruß entbieten kami anllBlich Ihres Besuches in Rpm, aFtfellei'^SIe als Vertr^ der großen britischen Natkm In voller HerzHchkeit be-grflfite. Ich wünsche Ihnen die Sympathien zu beweisen, mit denen das itall^i-sche Volk'Ihr staatsminnischea Werk ver folgt Dies gilt Ihrem Oeiste mid Ihrer Ent scWoiasnhelt, mit der Sie persönlich an der Lösong der Probleme mitgewirkt haben, die hn September des Vorjahres entstanden sind, nnd mit der Sie die Durch-ftthnmg der enropilschen Befriedung unterstützt haben.« Der Dnce schilderte sodann die Bedeutung des italienisch-englischen Osterver-trages, durch den die Beziehungen zwischen den beklen großen Natkmen auf eine sichere Grundlage gestellt wurden. Am Schlüsse seines Toastes erhob Mus-solhii seh Olas auf das Wohlergehen S. M. des Königs von OroBbrltannlen und Irland sowie des Kaisers von Indien, auf das persönliche Wohlergehen des englischen Premierministers und die Größe u. das GWck des englischen Volkes. In seiner ErwUlerung sagte I^remiermi-nlster Chamberlain, ersei tief gerührt über die Gefühle und Empfindungen die der italienische Mhristerprisident nnd Dnce für Ihn und Sehl Land zum Ausdruck gebracht habe. Ebenso habe ihn der be- Ganz ohne Zwischenfälle ging es dabei freilich nicht ab, und Im Jahre 1931 führten zwei besondere ernste Streitfälle — die angebliche Benachteiligung des iranischen Fiskus bei Staatsaufträgen an eine deutsche Tiefbaugesellschaft und einige Monate später Beleidigungen des Schahs in VeröffentVichungcn deutscher Zeltungen •— beinahe zum Abbruch der deutsch-iranischen Beziehungen. Seit der freundschaftlichen Beilegung dieser Zwischenfälle ist der deutsche Einfluß In Iran ständig gewachsen. Die deutschen Konzerne Schenker & Co, und Bcm*-gcr-Tiefbau beherrschen wichtige Zweige des iranischen Wirtschaftslebens. Der Ka-ta-Konzern, der dns Staats-Monopol für den Tuch- und Stoffhandel besitzt, und der den Handel mit Autos und Automobilbedarf beherrschende Markazzi-Konzern arbeiten zu erliebUcheni Teil rr>k deut- geisierte Empfang von selten des italienischen Volkes gerührt. Er, Chamberlain, schulde dem italienischen Ministerpräsidenten viel für die Unterstützung, die er ihm üi München habe zukommen lassen. Als Vertreter eines großen Volkes könne er den Wunsch seines Landes nach intimer freundschaftlicher Zusammenarbeit mit dem faschistischen Italien zum Ausdruck bringen, aus diesem Grunde sei er auch nach Rom gekommen. Der englische Premierminister erklärte femer, daß er fest entschlossen sei, die bereits begonnene Politik der friedlichen Verständigung der Nattonen fortzusetzen. In diesem Gel-ste sei auch das englisch-italienische Abkommen abgeschlossen worden, welches Im November v. j. in Kraft getreten sei. Im Zeichen dieser intensiven englisch-italienischen Zu8anunenart>eit sei gestem in London und in Rom zum ersten Male der Austau^h der militärischen Informatloneh zwisch^ den beklen Wehr- bzw* Flotten-mhiisterlen durchgeführt worden. England und Italien hätten gemeinsame Interessen im MMeHändischen Meere und seien ge- Hitzewette ütier Südamerika. B u e n o s A i r e s, 12. Jänner. Wie berichtet wird, ist über Argentinien und den mittleren Teil Südamerikas eine furcht bare Hitzewelle hereingebrochen. Aus ver schledenen Teilen Argentiniens werden Temperaturen bis zu 46 Grad gemeldet, Die Hitzewelle soll bereits zahlreiche Todesopfer gefordert haben. Marschall Blücher gemaßregelt. Moskau, 16. Jänner. Der außerordent liehe Rat der kommunistischen Partei, der damit beauftragt war, die Beschuldigungen gegen den ehennillgen Chef der roten Armee im Fernen Osten, Marschall Blücher, zu überprüfen, hat den neuen Chef der GPU, Berija, von dem Ergebnis benachrichtigt. Da sich die Beschuldigungen als unbedeutend erwiesen haben, hat der Rat — außer einem Tadel, der dem Marschall ausgesprochen wurde — folgende Maßnahmen gegen den Marschall ergriffen; es wird dem Marschall Blüher für schem Kapital. Auch in den staatlichen Monopolgesellschaften für Baumwolle, Seide und Tabak sind deutsche Finanzgruppen vertreten, und außerdem hat eine Tochtergesellschaft der Woermann-Li-nie eine 2000 Quadratkilometer umfassende Landkonzession im Küstengebiet der Provinz Arabistan erworben, teils zur Anlage von Stützpunkten für den Schiffsverkehr, teils zur landwirtschaftlichen Versuchszwecken. Die Exklusivität, die sich italienische Schiffswerften für die Aufträge der iranischen Marineleitung gesichert haben, hat diese sehr eindeutige Wendung Irans zur Achse Rom-Berlin noch unterstrichen, und auch im iranischen Unterrichtswescn ist, wie der tatarische Publizist Achmed Bey Wäziri kürzlich in einer interessanten Studie hervorgehoben hat, der franzttsi-1 sehe Einfluß in den letzten Jahren gegen- • willt, ein neues Kapitel de * Konsolidierung Europas zu beginnen. »Ich versichere Eure Exzellenz«, sagte Chamberlain, indem er sich an Mussolini wandte, »daß ich Ihre Bemühungen um die Freundschaft der beiden Natkmen hochschätze. Ich wünsche ebenfalls, daß Italien und Großbritannien ihren Beitrag zum europäischen Frieden leisten und erhebe mein Glas auf das Wohl S. M. des Königs von Italien und Kaisers von Ae-thtopien, auf das Wohl Eurer Exzellenz und das Glück und Gedeihen des italienischen Volkes.« Rom, 12. Jänner. Das gesamte Interesse der politischen und diplomatischen Kreise Roms ist auf die Fortsetzung der engKsch-italienischen Gespräche gerichtet. Wie mitgeteilt wird, werden die beiden Regierungschefs Mussolini und Chamberlain gemeinsam mit den bei den Außenministem Lord Halifax und Graf C i a n o um 17.30 zu einer weitereit Besprechung über die europäischen politischen Probleme zusammentreten. eine gewisse Zeit untersagt, eine führende Stellung in der roten Armee einzunehmen. Außerdem muß er sich verpflichten, in Moskau einen Kurs in politischer Tirfah rung mitzumachen, um sich mit den Thtnuf(oIfni un& tulfiStan6 mb Me rfimifdDe fintrrtiue B e r 1 1 n, 12. Jänner. Die deutsche Presse widmet der Rom-Reise der englischen Minister große Aufmerksamkeit. So schreibt die »F r a n k f u r t e r Z c i-t u n g«, deren Informationen meistenteils aus dem Reichsaußenministerium stammen, folgendes; »Deutschland begrüßt diese Rom-Reise, denn sie bedeutet einen Triumph des Duce. Dieser Besuch ist nicht nur ein Beweis, daß Italien die volle Gleichberechtigung mit dem englischen Weltreich errungen hat, sondern sie beweist darüber hinaus, entgegen allen anderslautenden Nachrichten, daß die englische Regierung jede Teilung Europas in eine Welt der Demokratie und eine andere Welt der totalitären Regimes vermeiden will. Chamberlain beweist damit, daß er dem Münchner Abkommen die Treue hält. Es ist offensichtlich, daß Mussolinis Verdienst im Herbst um die Rettung des Friedens den englischen Staatsmännern die Rom-Reise erleichterl hat. Vor Jahren wäre an eine solche Reise nicht einmal zu denken gewesen.« Französischer Fregattenleutnant zum Tode verurteilt Toulon, 12, Jänner. Wie die United Preß berichtet, ist der Kommandant des französischen Zerstörers »Vauquelin«, Fre gattenleutnant Marc A u b e r t, gestern ato(^ tf(D((ifto-flotDanf(0'Ungarif<|)en 3toii(|>enran in Oltunfac) Der während des Krieges verurteilte Tom Mooney, dem zur Last gelegt wurde, daß er am Mobilmachungstage Amerikas in Newyork ein Bombenattentat verübt habe, wurde jetzt nach 22 Jahren Gefängnis, auf G.und einer Begnadi'ping durch den Gouverneur, freigelassen. Mooney hatte unentwegt seine Unschuld beteuert. Unser Bild zeigt Mooney nach der Freilassung. Seine Frau, die den Kopf am ae'ne Brust lehnt, brach nach seiner F ^ilassung in Freudentränen aus. Links: Der B«uder und die Schwesier Mooneys. m Gegen Ende der vergangenen Wochc spielte sich t)ekanntlich in Mtinkacz, das von den Tschechen an Ungarn abgetreten worden war, ein blutiger Zwischenfally bei dem tschecho-slowakische und ungarische Milltärabteilungen sich ein Gefecht lieferten. Im Verlauf der Kampfhandlungen fiel ein tschechischer Kampfwages In ungarische Hände. Du:ch die Erklärung der Prager und Budapester Regierungen ist der Zv/ischenfall jedoch als beigelegt anzusehen. Unrer Bild zeigt den tschechi-schcn Panzerwagen in einem Straßengraben in Munkacz. Ftattagl den IS, Jänner 1939. 3 >Maribofef Zeltung« Nummer 10. vom MHitflrgerlcbt wegen des Verbre* chens des Hochvefrates zum Tode durch Erschießen venirtetlt worden. Seine Ge-llibte Jeanne Morel erhi«lt drei Jahre Ker-iGtf. Fregattenleutnant Attb«rt stand unter dtr Anklage, wihrend der Septemberkrlie vorigen Jahres vertrauliche Nachrichten einem ausländischen Staat zugeschickt zu hat>en. Neuer ungarischer Konsul In Zagreb. Budapest» 12. Jänner. (Avala.) Das MTI meldet: Reicbsverweser v. Horthy hat Ladislaus B a r t o k mit der Leitung des königlich-ungarischen Konsulates in Zagreb betraut. Or. Hodia in der Schnivelz. Prag, 11. Jänner. (Avala.) Der frühere tschechoslowakische Ministerpräsident Dr. Milan H o d i a ist nach der Schweiz abgereist, um längere Zelt In Lausanne Aufenthalt zu nehmen. Wie es heißt, hat sich Dr. Hodia aus Gründen der Erholung in die Schweiz begeben. Die Trauung im italienischen Königshaus aufgeschoben. Rom, 12. Jänner. Infolge schwerer Erkrankung der Prinzessin Mafalda von Hessen, der Schwester der Prinzessin Maria von Savoyen, ist die Trauung des Prinzen von Bourbon-Parma mit der Prinzessin Maria von Savoyen auf unbestimmte Zeit verschoben worden, ebenso der gro ße Empfang am römischen Hofe. 11 GPU-Funktionire zum Tode verurteilt Moskau, 11. Jänner. Der Militttrrat des obersten Gerichtshofes von Tschita in der Nähe der mandschurischen Grenze hat elf Funktionäre der GPU zum Tode verurteilt, die dem GrenzUberwachungs-dienst zugeteilt waren, weil sie militärische Geheimnise verraten und eine konter revolutionäre Tätigkeit ausgeübt haben sollen. Die elf Beamten sollen der Gruppe Jeschow angehören und sich geweigert haben, die Befehle ihrer Vorgesetzten aus zuführen. Außerdem werden sie auch beschuldigt, ihre Flucht über die mandschu Tische Grenze vorbereitet zu haben, um sich dort mit ihrem ehemaligen Chef Liuschkow zu treffen, der im vergangenen Jahre desertierte. Selbstmord unterm Rathauiftnrm. So in bor, 12. Jänner. Am 11. d. M. wurde im Gebälk des Rathausturmes von Sombor der 26jährige Feuerwehrmann Svetbzar SImeniJid, der um jene Zeit die Feuerwache hielt, erhängt aufgefunden. SimenSid teilt in einem zurückgelassenen Schreiben mit, daß er sich aus Gram darüber das Leben genommen habe, weil er sich von j^elner Frau scheiden ließ, die jetzt nicht mehr zu ihm zurückkehren wolle. — Kriegsdrama vor einem rumänischen Qerieht. Bukarest, 11. Jänner. Der eben voll jährig gewordene Viktor Ciulei hat bei d€uti Gericht von Galatz eine Klage gegen den rumänischen Staat eingereicht, in wel icher er für erlittenen materiellen und seelischen Schaden zwei Millionen Lei verlangt. Sein Vater sei im Jänner 1017 irrtümlich beschuldigt worden, als Leutnant den Grenzposten dem Feind übergeben zu ihaben und sei noch am gleichen Tag er-.schössen worden. Inzwischen habe er, der einen Monat nach diesem Geschehnis geboren worden sei, die Beweise dafür erhalten, daß die Anklage und das Urteil auf einem Irrtum in der Person beruhten, und daß sein Vater zu Unrecht erschossen worden sei. Infolge dieses Justizirrtums, habe er unbeschreibliche Leiden «eelischer Natur zeit seines Lebens ertragen müssen und unberechenbaren materiellen Schaden erlitten. ' •' Aus diesen Gründen verlange er vom Staat, daß er wenigstens einen Teil dieses Schadens wieder gutmachc. ' Einen Bär an der Stalltür ertappt und erschossen. Serajevo, 12. Jänner. l^auer Ivan Martinovit ertappte imwelt vüii ja.i-ce einen großen Bären an seiner Stalltürc. Der Mann holte rasch rruu.' Flinte und brachte Meister Petz auf ier Stelle /tir Strecke, glttölinlf Swpii-fleiö lori! NEW JUOOSLAWnCHe UIPTVERBINDUNOEN. 2 e,m u n, 12. Jänner.Seit 15 Jahren ver binden die Flugzeuge der »Air France« den Zemuner Flughafen mit den wichtigsten Hauptstädten Europas. In diesem Jahre wird Vorsorge getroffen werden, daß den Anschluß an die franzosischen rju^Hnien der »Air Franca« auch die Flugplätze Zagreb, Ljubljann, Su'.ak, Sa-rafevo tind Dubrovnlk erhalttM. Die »Air Fronce«' wird femer neue Flutfrouteo natli SoHa und Athen errichten, wodurch un- fcfo Städte via Zemun den an die interkontinentale Rout; Mai-sellle — Adten — Saigon erhalten. Da die Ai'-France - Linie Zemun — Paris be-reitsi besteht und eine Atlantik-Ruute Paris — Newyork geplant ist, wurde Beo-gfüd auch den kürzesten Anschluli an Newyork erhalten. Auf dieic Weise würde auch der Flugverkehr zwischen Jugoslawien und Südamerika ijüt, wesentlich erleichtert werden. 2)06 2>ratf«e ü>au6 in smtb Am Sonnatiend legte der deutsche Gesandte von Biilow-Schwante in Lüttich den Grundstein für das deutsche Ausstellungsgebäude der dortigen Weltausstellung. Unser BUd zeigjt das Modell des eindrucksvollen und monumentalen Gebäudes, das sich aus drei Teilen zusammensetzt und einen Flächeninhalt von etwa 6000 Quadratmeter haben wird. (HiefentoalöDränDr in Qluftralien 9OXW0 QUADRATMEILEN WALDUNGEN IN VOLLEN FLAMMEN — DIE FOL OE DER HITZEWELLE — 200 TODESOPFER Wort englisch spricht. Den englischen Paft den sie alsbald auf der Botschaft bekam, verdankte sie offenbar der hohen Politik: man hält es zur Zeit im Auswärtigen Amt in Moskau für gut, Großbritannien Gefälligkeiten zu erweisen, die nichts kosten, weil das irgendwie in dds Spiet der kauer Diplomatie zu passen sciioint. Uiul so konnte die Familie Grover am 5. Jün-ner gemeinsam Mo<^kau verlassen, waiir-schcinlich für alle Zeiten; denn nach allem, was sie dort erlebt tiat, wird ihre Neigung zur Rückkehr aui ein Mindestmaß ntJsunken sein. Dninit ist aber anch der Film fertig, den hier, wie so oft, das Leben selbst in viel übcrzcu^^ndorer Weise gedreht hat, als es meist in den Ateliers geschieht. Alle Zutaten, die ein snlchcr Film unserer Zeit verlangt, sind in ausreichender Dosis vorlianden: die Liebe, das internationale Publikum, dit- Welte der Welt, die Ueberrasehunu und der Triumph des Fliegern und, nicht /.ulet/t so^ar das happy end. Reichsdeutscher Hilfsvercin in Zan 'eb. Der Heichsdeutsclie Hilisvert-in iii Zagreb veranstaltet am S a m s t a den !4. d. ein K, d. F.-Fest, zu welcheni an Mitglieder und üüste UinladunKon gen sind, beginn 20.30 Ulir. Za;.;rob'-'r Messesaal. Ehedrama. Lille, 11. Jänner. In Valcnciennes hat sieh dieser Tage ein lüiodram.' abt;e-spielt. Der 36jflhrige Ftienno Deeoninck vermutete bereits sei! längerer Zeit, d'iß seine Frau ihm untreu sei. Als er fj'sluili) vor zwei Tagen die Wolinun;-i verlief, kurz darauf abi'i* wieder /uriickkt-iute, fand er ?eine Frau im zärtlieh^tun Zusain mensein mit dem 3öjälirigen Cliaulfeur Robert Tourillon. Deccninek schlug zuerst seine Frau mit der Faust nieder und f^ing dann mit einem Sehürliaken atif Tourillon los, dem er damit den Schiidel einsehUiu;. Der Chauffeur konnte noch auf die Straße laufen, brach aber dort zusammen. Sein Zustand ist hoffnungslos und auch Frau Deceninck ist schwer verletzt. Der Tälvr wurde verhaftet. Melbourne, 12. Jänner. Im Staate Victoria sind infolge der ungeheuren Hitzewelle Waldbrände entstanden, die nach Ermittlungen der Flieger ein Gebiet von 90.000 Quadratmeilen erfaßt haben. Nicht weniger als 50.000 Arbeiter und Feuerwehrleute sind bemüht, das furchtbare Element einzudämmen, doch erwiesen sich alle bisherigen Anstrengungen als vergeblich. Das Feuer frißt immer weiter um sich. Bis jetzt werden bereits 200 Tote gemeldet. Es handelt sich durchwegs um Menschen, die dem Element in den Wäldern nicht mehr entkommen konnten. Einige Dörfer sind von dem Flammenmeer umzingelt. Mutige Flieger vermochten aus diesen Dörfern eine An- zahl von Fraijcn und Kindern zu retten. Der Bevölkerung hat sich eine furchtbare Panik bemächtigt. Während die einen die Flucht ergriffen haben, warten die anderen noch ab, in der Hoffnung, das Feuer werde ihre Häuser verschonen. Urwälder brennen wie trockenes Schilf. Weit und breit herrscht furchtbare Hitze. Der Rauch, den die Brände entwickeln, ist derart dicht, daß er sogar in Melbour ne die Sicht auf 50 Schritte unmöglich macht. In der Stadt ist die Temperatur auf 45 Grad gestiegen. Die australische Regierung hat die Mobilmachung der .Arbeiterschaft und aller Verkehrsmittel angeordnet, um dem Brande entgegenzutreten. Silin Sebent Die »Frankfurter Zeitung« schreibt zum Fall Grover folgendes: Jahrelang hat der britische Flieger Brian Grover auf die Rückkehr seiner Frau aus Sowjetrußland warten müssen. Es ist offenbar eine riskante Sache, wenn ein englischer Sportflieger eine Dame mit sowjetrussischer Staatsangehörigkeit heiratet. Et selbst konnte, dank seiner britischen Staatsangehörigkeit, das Land seinerzeit 'Verlassen, mit keinen größeren Schwierigkelten, als sie normalerweise mit dem Passieren der Sowjetgrenze verbunden sind; aber seine Frau, die nach den russischen Gesetzen durch die Heirat mit dem .Engländer ihre Sowjet-Staatsangehörigkeit nicht verloren hatte, wurde von den russischen Behörden zurückgehalten, allen Bemühungen ihres Gatten zum Trotz. Wer weiß, welche schwarzen Verdachtsgründe die Beamten der GPU dazu bestimmt haben mögen, jedenfalls mußte Brian Grover von außen her zusehen, wie die geliebte Frau die Annehmlichkeiten des Daseins in der Sowjetunion auszu]{osten hatte, ohne, daß er ihr hätte helfen können. Und nun beginnt die Romantik des Falles, eine echte Romantik fies zwanzigsten Jahrhunderts: Der Flieger beschließt, im Vertrauen auf die Mittel der Technik, die er beherrscht, seine Frau aus Sowjetrußland zu entführen. Mit seinem Sportflugzeug landet er in der Nähe von Moskau, in der Hoffnung, un-entdeckt zu bleiben und mit der Frau zurückfliegen zu können. Allein die GPU ist wachfeam, Brian Grover wird entdeckt, verhaftet, vor Gericht gestellt und verurteilt. Zunächst hatte man ihn, wie es in solchen Fällen in Moskau der Regel ist, eines »konterrevolutionären« Unterneh mens beschuldigt, aber schließlich mußten auch die Richter einsehen, daß nlcht-^i anderes vorlag, als ein rein menschlicher Fall, wie er, freilich ohne die Zutaten un seres Jahrhunderts, in allen möglichen Varianten die Weltliteratur anfüllt. Man ließ den Flieger also schließlich frei, man erlaubte iinn sogar, seine Frau mitzunehmen, nachdem man sie vorher formell aus dem sowjetrussischen Staatsverband entlassen hatte. Da die Sowjetpresse den gan zen Vorfall verschweigen mußte, haben ;die englischen Zeitungen Gelegenheit erhalten, ausführlich jedes Detail zu schildern, so auch die Ueberruschung der Frau Grover, als sie, die von der Anwesenheit ihre Mannes überhaupt nichts wußte, in einem Vorort von Moskau in frühester Morgenstunde durch Klopfen an die Fensterscheibe geweckt und mit der freudigen Nachricht bedacht wurde, daß sie nun mit ihm abreisen könne; üiuigens erfährt man hierbei, daß die Dame kein Bei stockendem Stuhlfjanjj, anfge-tr!ebeneni Unterleib infolge VcrstopfuiiÄ leitet das natürliche »Franz-.It^sef«. Bitterwasser die im Parni Ji!,!^cs:Hmmel-ten Rückstänile der Verdauun;.'; ab, in der ärztlichen BernfstätiKkeit w'.rd das Franz-Josef-Wasser bei Männern, Frauen und auch Kindern nnsevv^ndet. l*'e,i;. ?. !)r 13. 100 ,3af»ren? e Im Jahre 1838 wurde iiiii dem Rhein-.\\arne-K.'tnal begonnen, lührie Leipzig die Oasbeleuchtung ein, iu'gaiin Stol/.t* mit der Ausarbeitun,^ M-.ner Kurzschriti, wurde der Dampliiainnicr, der sechsrad-rige Eisenbahnwagen, das unsinkbarc Rettungsboot, das HK-iloteii iuit Wasscr-stoffiamme, die elektrische Uhr, die Niei-masehine, das gezogene Mes-^ing- und Kupierrolir erfunden, desgleiclien die erste brauclibare Scliritlgießmarfchine. Schleiden erkannie die Zelle als l-lointn-tarbestandteil der Pflanzen, und der Ho-tanikiT Link wies nach, dal) S'einkolile ebenso zusanniiengesetzi ist v.ie Torf. Schwind schenkte uns sein iier/liches Werk ».Amor und Psyche , die Droste brachte ihre it('»edichlo. her:;u>, Murike die seinen. 1838 er'icliienen rucii '.enaus >Neiiere (Uillciue., A". Xv.-'.')!- N!\'h-le., immermannk »Münc'n -, Schwabs »Schönste Sar^^n d. !;!. .\. , Marschalls »Spaziergänge einc'- NaUirio; schers<:M Diekens ^(»liver Tv.' .Vbur aucii die Nalionalgalerie von Lor.üi.'i i.;ul .der Zoo von .Amsterdam \\urdeii vor i'n dert J;ihren Erddfiinpfe als elektrische A^^r'"^'^!'. ;'tt. in Oberitalien, besonders in den lloeii-lUlern von Cornia und Ceclna und in den Uergen von Toskana breiten :-ieh weite erddanipfhaltige Gebiete aus. Schon vor Jahren wurd'Mi diese Naturkr^il'le deiii nen'^chlichen l eben nutzbar gemaJit. -'\an konnte L'O bl.-> 30 Toiiiicn ie i^'unde ''*r4iis nächste Jahr an, der Ausgaben in der Höhe von 6,7ö4.823 Dinar vorsieht. Das Programm umfaßt die Fortsetzung der in den vergangenen Jahren begonnenen Arbeiten, so besonders des letzten Teilstückes der Bachernst r a ß e bis Sv. Areh samt der V e r b i n-dungsstraße bis zum Kirchlein, ferner der Straße R u s e—F a I a, der Straßen Bresternica—Sv. Kriz, der Zufahrtstraße lur Papierfabrik in SI a d-k a g 0 r a usw. Im Voranschlag sind auch 200.000 Dinar vorgesehen, die als Zuschuß zu den Annuitäten für dk zum Bau der zweiten Draub rücke in Maribor benötigte Millionenanleihe verwendet werden. Ferner ist die Teiltilgung der Anleihe für den Brückenbau in Peöke vorgesehen. Zur Durchführung der begonnenen Neubauten wird eine Anleihe von 2 Millionen Dinar aufgenommen werden, ebenso eine Anleihe von einer halben Million Dinar zum Bau der neuen Brücke in Pecke. Zur Bedeckung des sich im Haushalt-plan ergebenden Fehlbetrages von rund 3 Millionen Dinar wird der Straßenzuschlag zu den direkten Steuern von \S% ten mußte. Im vergangenen Jahr wurden | auf 20% erhöht. Der Brückenzuschlag be-13.6 Kilometer neue Straßen fertiggestellt, trägt 2 Prozent. 3)ae efnfonie* un6 lOolai* fonsert flatoifc&er ?Rufit veranstaltet von der »G 1 a s b e n a M a-t i c a«, brachte gestern abends einen ausverkauften Konzertsaal und gestaltete sich zu einem schönen künstlerischen Ereignis unserer Stadt. Ueber das Konzert selbst wird sich unser Musikkritiker äußern, es sei jedoch festgestellt, daß das Konzert einen vollen PubÜkumserfolg gefunden hat. Der junge, außerordentlich begabte Dirigent Drago Maria S i j a n e c, Kurzwellen bei Schlaflosigkeit? Eines organischen Leidens wegen bestrahlte in Wien ein Mediziner einen Patienten am Kopf mit Kurzwellen. Im Verlauf der Behandlung stellte sich die Folge ein, daß die Schlaflosigkeit, mit der der' der Orchester und Chor mit sicherer Hand Kranke gleichfalls zu tun hatte, mehr und leitete, errang sich die Sympatien des Pu-mehr zu schwinden begann. Auf dieser j blikums schon nach den ersten Takten Beobachtung baute der Arzt systematische j und wurde von einer Folge zur anderen Versuche auf, die ebenfalls einen guten mit aufrichtig-herzlichem Beifall für seine Erfolg zeitigten. Die Möglichkeit, wenig-' Mühewaltung belohnt. Auch die Mitglie-stens in zahlreichen Fällen die Schlaflosig' der des Orchesters und des Chors waren keit mit Hilfe von Kurzwellen zu beheben,' offensichtlich bestrebt, ihr Bestes zu gescheint damit erwiesen zu sein. Diese ben. Der Dirigent und einige Mitglieder Wiener Beobachtungen lassen Meldungen' des Orchesters erhielten schöne Lorbeer-aus den letzten Jahren wieder aufleben, | kränze bezw. Blumengewinde. Das Kon-die über auffällige Wirkungen der Ultra-|zert übte auf die Zuhörerschaft, insbe-kurzwellen zu berichten wußten. Man sondere in seinem sinfonischen Teil, einen hat damals mehrfach die Feststellung ge-' tiefen Eindruck aus. Man fühlte nachgemacht, daß Personen, die bei der Errlch-'rade den Wunsch des Publikums nach fung von Sendern usw. Bekanntschaft mit ahnlichen Darbietungen für künftighin. den Ultrakurzwellen machten, schon in| - kurzer Zelt von einer großen Ermüdung befallen wurden, eine Wirkung, die auch das Auftreten von Kopfschmerzen begüii-, .*itigte. Man darf wohl annehmen, daß die damaligen Wahrnehmungen und die neueren Wiener Feststellungen g^^meinsame Hotelrestaurants »N o v i s v e t« (Inhaber J. P o v o d n i k), durchgeführt von Vertretern der zuständigen Behörden sowie der an den Arbeiten beteiligten Firmen, statt. Geschaffen wurden zwei neue, große, im alpinen Stil ausgestattete Gasträume, wobei wirklich gediegene Werk-mannsarbeit bezüglich der Innenarchitektur geleistet wurde. Die Räume sind ausserdem mit modernsten Lüftungsanlagen versehen, so daß jede Rauchentwicklung auch bei vollem Verkehr vermieden wird. Besonders auffällig ist der große grüne Bauernkachelofen, der im Stil dem Inte- QSorbil&Hcne Umgeftaltung eine< daftttättenbetrlefred Gestern fand die gewerbebehördliche Kollaudierung der neugestalteten Gasträu Zusammenhänge aufweisen. AliS Piui p. Die ständigen Wählerverzeichnisse werden im Sinne d^s geltenden Gesetzes alljährlich im Laufe des Monates Jänner richtiggestellt. Das Verzeichnis liegt füt; die Stadtgemeinde Ptuj bei der Polizei bis 25. d. zur Einsicht auf. Die Wahlberechtigten werden eingeladen, sich von (ien richtigen Eintragungen zu überzeugen. Personen, die das Wahlrecht besil-lrieur vortrefflich angepaßt ist. Besonders zen, im Verzeichnis jedoch nicht enthal-'fält auch der große, modernst eingerich-fen sind, haben die Eintragung bei der ^ tete Schanktisch ins Auge, der mit einer Polizei in der obgenannton FrisI zu re- Kompression«- und Filtrieranlage für das klamieren , Personen jedoch, die ilas'eingekühlte Bier ausgestattet ist. Der Ein Wahlrecht aus irgendeineni Grunde ver-'gang wurde zweckmäßig verlegt, so daß loren h;'ben. sind aus dem Verzeichnis zu jeder schädliche Durchzug ausgeschlossen streichen. ist. Das Ehepaar Josef und Barbara P o- v o d n i k hat weder Kosten noch Mühen gescheut, um durch diese innere Neugestaltung der Gasträume den neuzeitlichen Ansprüchen im Gastgewerbe vollauf gerecht zu werden. Wie wir erfahren, sind in dem genannten Haus in absehbarer Zeit noch weitere Neuerungen zu erwarten. 3IWurn*er 5m TRaribom 6t6a(ÖtVir gratulieren! ni. Die Telephonabonnenten werden darauf aufmerksam gemacht, daß das Telephonabonnement für das erste Vierteljahr 1939 bis 16. d. beßlichen werden lOonnerttag. &rn 13. 3änntr muß. Säumige werden eine Nachtragsgj-bühr von 100 Dinar zu entrichten haben. m. Silbernes Bühnenjubiläum. Der hervorragende Schauspieler Valo B r a t i-n a, Mitglied des Ljubljanaer Theaters, feiert heuer seine 25jährigc Zugehörigkeit zu den Brettern, die die Welt bedeuten. Sein Bühnenjubiläum wird auch da« Mariborer Theater gebührend feiern, da er ja vor zehn Jahren hier Intendant, Schauspieldirektor und Regisseur war. Zur Aufführung gelangt das neueste Werk des Görzer slowenischen Schriftstellers France Bevk »S c h a c h p a r t i e«, in dem der Jubilar die Hauptrolle übernimmt. m. Feuerwehrkurse. Einen Kurs für pas sive Verteidigung eröffnet anfangs Feber die Mariborer Feuerwehr. Am Kurse, der zwei Monate dauern wird, werden nur Wehrmänner teilnehmen, — Am 5. Feber hält die Mariborer Wehr einen eintägigen Kurs zwecks Vorbereitung zum großen Feuerwehrkongreß ab, der vom 13. bis 15. August in Ljubljana abgehalten wird. Dem Kurs werden Vertreter aller Wehren der Grenzgaue beiwohnen. ni. Heute Premlere Im Theater. Die Cef fentlichkeit wird darauf aufmerksam gemacht, daß heute, Donnerstag abends im Theater das unterhaltende und p'^fü'ilvol-le Stück »Matura« zur Erstaufführung gelangt. Die Rollen sind gut besetzt, so daß mit einem vollen Erfolg dieses Stük— kes gerechnet werden kann. ni. Seinen schweren Verletzungen erlag nun auch das zweite Opfer der Explosion im Kohlenbergwerk in Zagorje, der 37jäh rige Arbeiter Johann Jere, der bei der Entzündung des Grubengases schwere Brandwunden an verschiedenen Körperstellen erlitten hatte. Der 50jährige Arbeiter Leopold H r 1 b a r wurde, wie bereits berichtet, von der Stichflamme auf der Stelle getötet. m. Morgen, Freitag, den 13. d. findet die Ziehung der vierten Klasse der staatlichen Klassenlotterie statt, bei der wiederum Treffer im Gesamtbetrage von meh reren Millionen Dinar zur Verlosung gelangen, Beeilt Euch daher mit dem Ankauf eines Loses in der GlQcksquelle des »Putnik«. m. Schadenfeuer. In Zgornja Bi&trica ging in der Nacht zum Dienstag ein Heuschober der Besitzerin Marie Gun£er in Flammen auf. Der Schaden beträgt 20.000 Dinar. Man vermutet, daß nächtigende Landstreicher das Feuer entfacht hatten. m. Five o' clock tea des Sportklubs »iMaribor«. Der Sportklub »Maribor«, der schon seit jeher viel Sinn fOr Geselligkeit zeigt, wird künftighin Teeabende mit Tanz veranstalten, die jeden Sonntag nach mittag in der Kino-Bar stattfinden werden. Freunde des Klubs und des Sports sowie das übrige Publikum sind herzlichst eingeladen. m. Wetterberichte. Dem »Putnik« sind heute nur folgende Wetterberichte zugekommen: Kotlje-Rimski vrelec: —8 Grad, ruhig-klar, 45 cm Pulver, ideale Skifähre, Eisbahn benützbar. — P e t-zen: 0 Grad, teilweise bewölkt, ruhig, 15 Zentimeter Pulver auf 85 cm hoher Unterlage. Skifähre ideal. m. Flucht aus dem Leben. In Sv. Lenart nahm das 19jährige Dienstmädchen Maria K u r b u s, das unlängst aus dem Krankenhaus zurückgekehrt war, Lysol ein u. erlag bald darauf der tödlichen Veriet-zung. Das Motiv der Tat ist nicht bekannt. m. Evidenzffihrung der MUitärdienst-pfllchtlgen. Der Stadtmagistrat fordert alle in Maribor wohnhaften Jünglinge des Geburtsjahres 1921 auf, spätesens bis 15. Februar im städtischen Militäramt (Slom-§kov trg 11) zwecks Eintragung in die Evidenzliste der Militärdienstpflichtigen vorzusprechen. Mitzubringen sind der Ge-burts- und der Heimatschein oder ein an^ derer Ausweis über die Helmatsberechti- frettag, den 13. JIntier 1930. ^Marlborer Zeitung« Nntnmer 10. gung. Die Eltern, Vormfinder and Lehrmeister haften dafür, daß die jungen Leute der Meldepflicht Genüge leisten. Zuwiderhandelnde werden zur Verantwortung gezogen werden, m. In Steintmich vemfi^lfickt Im Steinbruch von Reka wurde der 27jahrige Hilfs arbelter Andreas Babiö von einem herab-kollemden Stein am Kopfe getroffeni wobei er einen Schädelbasisbruch erlitt. In bewußtlosem Zustand wurde er ins Ma-riborer Krankenhaus überführt. m. Verhängnisvoller Sturz. In Sv. KriS gKtt der 25jährige Knecht Georg Kores im vereisten Hof derart unglücklich aus, daß er mit gebrochener Schädeldecke bewußtlos liegen blieb. Man brachtc ihn ins Krankenhaus nach Maribor. Aus CeSiß c. Evangelischer Gottesdienst Sonntag, den 15. d. findet der Qemeindegot-tesdienst um 10 Uhr, und zwar nicht in der Kirche, sondern im Gemeindesaale statt. Dort wird auch um 9 Uhr der Kindergottesdienst abgehalten. c. Svengali» der elegante, blasse Hexen meister mit dem suggestiven Blick, gab gestern im nahezu ausverkauften Union-Saale seinen ersten Demonstrationsabend rätselhafter übersinnlicher Geschehnisse, dem heute, Donnerstag mit Beginn um 2030 Uhr ein zweiter Abend mit neuem Programm folgen wird. Der gestrige Abend hat nahezu drei Stunden in Anspruch genommen und hätte nach Wünschen des Publikums noch viel länger dauern dürfen. Vom »HellfUhlen« hat man wohl schon gelesen und man stand immer ungläubig solchen Berichten gegenüber. Svengali bestätigt die Möglichkeit solcher Begabung. Nicht nur, daß er mit festverbundenen Augen Gegenstände (darunter nicht alltägliche) nach Material und Form errät, er charakterisiert sie auch mit allen Einzelhelten. Die Ueber-raschung steigerte sich bei der Konstruktion eines Sterbefalles. Dabei arbeitet Svengali ohne Zwischenperson, die durch Art der Fragestellung den Experimentator auf die Fährte bringen würde. Brachtc der erste Teil des Svengali-Abends psychologisch Interessantes, so war der y^weite Teil auch sehr unterhaltsam: er war der Suggestion und Hypnose gewidmet. Eine stattliche Reihe von Damen u. Herren, die Svengali sich aus dem Publikum e^at, waren dem Hexenmeister aus gezeichnete Assistenten. Man ist auf die »Fortsetzung« heute abends gespannt. Zum Schluß soll eines nicht unerwähnt bleiben: Svengali bringt sein ganzes Pro gramm zweisprachig, slowenisch und deutsch. Dafür zeigte sich das Publikum besonders dankbar und sparte auch nicht mit Beifall. c. Besitzwechsel. Der Großgrundbesitz :»Mirozanc in Kasaze im Sanntal ist aus dem Besitze der Holzindustriellensgattin Frau Sonja Borlak, geb. Roblek durch Kauf in den Besitz des Apothekers Herrn Mag. Pharm. Johann TonCiC in Celje übergegangen. c. Jahresversammlung. Der Klub Slowenischer Radfahrer in Celje hält heute, Donnerstag im Klubzinimer des Gasthofes »Zum Engel« (Preserengasse) seine ordentliche Hauptversammlung ab. Beginn um 20 Uhr. c. Trauriges Ende, im Pferdestall des Hotels Skoberne an der Krekstraße fand man in gänzlich verwahrlostem und entkräftetem Zustande einen unbekannten Bettler, dessen Körper mit Eitergeschwüren bedeckt war. Man brachtc den Regungslosen ins öffentliche Krankenhaus, wo er noch am selben Tage starb. Man vermutet, daß es sich um einen gewissen Josef Vrbovsek aus der Umgebung von rcharje handelt. c. Kino Metropol. Donnerstag und Frei tag der auf dem Filmkongreß in Venedig mit dem ersten F^reis ausgezeichnete riroßfilm :>nic große Illusion«. c. Kino Union. Heule, Donnerstag zum letzteninai der Plicgerfllm »Königin der Lüftec mit Annaliclla und Richard Wiini. Ilm 20.30 Uhr dortselbst ein Experinien-talabend des Hellselicrs und Meisters der okkulten Wissenschaften Svengali, draömeffrr der Verarmung DAS STERBEN IN DER DRAUSTADT ALS ANGELEOENHEIT DES GELDES. — DIE BEISETZUNGEN WERDEN VON JAHR ZU JAHR DÜRFTIGER IN IHRER AUFMACHUNG. Die städtische Lei?chenbestattungsan-stalt hat soeben Bilanz gemacht. Eine Bi-laniz des Sterbens, die den Lespr auch wegen ihrer materiellen Seite inters-sieren dürfte. Wie erinnerlich, gab es vor dem Kriege, besonders zur Zeit der privaten Leichenbestattungsanstalt Wolf, sogenannte »Gala-Begräbnisse«. Damals gab es noch prunkhafte Viergespanne, die f^ferde fielen durch ihre feierlichen Kopfbüschel auf, kurz und gut: es gab pompc lunebres in staatlichster Jahreszahl. Das alles ist längst verklungene Wirklichkeit. Seit Jahren bemerkt man immer mehr und mehr die Verarmung breiter Volkskreise, die sich nicht mehr die einstige bürgerliche Aufmachung der Beisetzungen ihrer Angehörigen erlauben können wie in früheren Zelten. So sind beispielsweise 1938 nur 12 Tote in der sogenannten I. Klasse (Aufbahrung in der Friedhofskapelle) beigesetzt worden, obwohl ein Leichenbegängnis dieser Klasse den für Manche noch immerhin erschwinglichen Betrag von Din 6000.— kostet. Die schon bedeutend billigere H. Klasse verzeichnete im Vorjahre die Verabschiedung von nur 65 Verstorbenen, Und nun kommen wir zu der Feststellung, daß in der dritten, vierten, fünften, sechsten und siebenten Begräbnisklasse nicht weniger als 453 Tote beerdigt wurden. Das Sterben ist heute, angesichts der wirtschaftlichen Verknappung an allen Ecken und Enden, eine teure Angelegenheit geworden und so wählen die Angehörigen der Toten immer imehr und mehr die Arme-Leute-Klassen der Leichenbestattungsanstalt. I Vei-wendbarkeit der Lautverstärker bei I Griechen und Römern eine lange Abhand- lung schrieb. Interessant ist es, daß bei I der die Kirche umwohnenden Landbevöl-. kerung die Mär ging, die Engel Gottes I hätten besondere »stimance« für diese Kirche geschaffen, da in keiner anderen Kirche im weiten Umkreise Gesang und Orgelgesang so schön ertönten wie in der Karthäuserkirche zu Pleterje. In Anbetracht dessen, daß die Kirche zu Pleterje der schönste gotische Bau im Draubanate ist und eine Akkustik aufweist, die den Baumeistern des Mittelalters alle Ehre macht, sind Bestrebungen im Gange, diese nunmehr über 500 Jahre alte Kirche unter Denkmalschutz zu stellen. Es wäre auch eine gewissenlose Gleichgültigkeit, diesen herrlichen Bau, das sprechende Denkmal der einst allmächtigen Grafen von Celje verfallen zu lassen. E p a i d a s eil. ?lätfeltDone (Srheimniffe um &fe fdhfinfle goHfdie ^(r(6e 0IotDenien6 GRAF HERMANN U. VON CELJE ERBAUT IM JAHRE 1426 EINE KARTHAUSER-KIRCHE, DIE MIT BISHER UNBEKANNTEN LAUTVERSTARKERN AUSGESTATTET IST, Bald nach seiner Rückkehr von der fruchtlosen Kirchenversammlung in Konstanz, gründete Graf Hermann II. von Celje die Karthäuserklause Pleterje in Unterkrain, Er versah sie mit reichen Schenkungen und der Gerichtsbarkeit, ordnete auch gleichzeitig an, daß er und seine Frau ebendort beerdigt werden sollten. Am 13. Oktober 1434 starb Graf Hermann und wurde wunschgemäß im Kirchenschiff der inzwischen fertiggestellten Karthäuserkirche mit großen Feierlichkeiten beigesetzt. Heute noch besteht das Kloster in seiner ursprünglichen Erbauung und wird dasselbe von Karthäusem verwaltet, die lediglich einen neuen Kir-chenzubau geschaffen haben, da die uralte, im reinsten gothischen Stil erbaute Kirche zu Napoleonszeiten als Stall und Getreidemagazin benützt wurde. Das vorerst unbefestigte Kloster hatte unter den Türkeneinfällen viel zu leiden, auch die Bauernaufstände brandeten bis an die inzwischen errichteten Klostermauern heran, doch konnten sich die Mönche alle ungebetenen Gäste von nun an fernhalten. Zur Zeit der Reformation verfiel auch dieses Kloster, bis es im Zuge der Rekatholi-sierung Österreichs den Jesuiten anvertraut wurde. Diese verwirtschafteten jedoch das ganze Gut und Kaiser Josef IL hob auch dieses unnütze Kloster auf. Erst Im Jahre 1899 zogen wieder, diesmal französische Karthäuser in Pleterje ein. Das Kloster wurde wieder hergestellt und die uralte Kirche vor dem Verfalle bewahrt. Trotz der wunderbaren Akkustik, die in dieser Kirche herrschte, entschlossen sich die Mönche zum Bau einer neuen Stätte für ihre Andachten, und dies um so mehr, als sie ja, aus Frankreich vertrieben, kostbare Altarbilder und andere kirchliche Kostbarkeiten mitgebracht hatten. Im Jahre 1863 weilte der Geschichtsforscher Arnold Luschin in Pleterje, um nach den Gebeinen des Grafen Hermann des Zweiten zu forschen. Diese waren aber weder hier in der Gruft des Kirchenschiffes, noch im Celjeer Minoritenkloster zu finden. Ihr Verbleib ist auch bis auf den heutigen Tag nicht geklärt worden. Bei dieser Forschungsarbeit fielen dem Gelehrten in ungefähr 7J4 m Höhe gleichmäßig von einander entfernte Öffnungen auf. Bei näherer Untersuchung stellte es sich heraus, daß es sich um uralte Lautverstärker handle, wie sie bereits die Griechen und Römer bei ihren Bauten verwendeten, diese jedoch im Wirbel der Völkerwanderung wieder in Vergessenheit gerieten. Dieser seltene Fund mitten in den krainischen Bergen der Gorjanzen wiederhalllc In der ganzen damaligt?ii Oelehrtenwelt. Den bis dahin wurden ähnliche Lautverstärker nur in einer Kirche In Aricß in Frankreich vorgefunden. Dic>? Kirche stammte aus dem Jahre 1281. Luschin löste einen dieser tönernen Lautverstärker aus der Mauer und trug ihn nach Wien, wo der liekannte Alterlums-lorscher Petruzzi ilhcr den Unii und die Eroberung<; des Ginnmisamens in den Urwäldern Brasiliens durch einen jungen Engländer schildert. In den Hauptrollen Rene Deltgen, Gustav Dießl, Veran von Langen und Herbert Hübner. ~ Es folgt »Der Blaufuchs« mit Zarah Leander, Willy Birgel und Ernst Herbert üroh. Esplanade-Tonkino. Der lustige Wiener Film »Millionäre« mit Fried! Czepa, Wolf .Mbach-Retty, Rudolf Carl und Frit/: Im-hoff. Schlagerlieder von Roberl Stolz. Ein toller Wirbel der komischesten Situationen von einem ausgezeichneten Wiener Komiker vorzüglich dargestellt, liiii Film voll Uebermut und goldenem Wiener Humor. Union-Tonkino. Das grolle Drama »Die Pickdame« nach der gleichnainigen Novelle von Alexander f^uskin, dem i^roßcn russischen Dichter. Liebe, Spiel und Leidenschaft paaren sich In diesem wunderbaren Film. In der Hauptrolle der berühmte franz. Darsteller Pierre Blanehar, bekannt aus dem Film »Raskolnikovc. ^ Es folgt der Millionenfilm der italieniseheii Produktion »Scipio Africanus«. ^potOeTennacl^t&ien^i Bis 13. Jänner versehen die Maria-hi If-Apotheke (Mag. Pharm. König) in der Aleksandrova cesta 1, Tel. 21-79, und die St. A n t o n i u s - A p o -theke (Mag. Pharm. Albaneze) in der Frankopanova ulica 1«, Tel. 27-01, d-Mi Nachtdienst. iüäh'pAlOfllOHifH Freitag, 13. Januar. Ljubljana, 11 Schulfunk; Gorjanci. 1:^ Volksmusik. 18 Frauenstunde. 18.40 Französisch. 19 Nachr., Nationalvortrag. LM) Operettenabend. — Beograd, 18 PI. lK.3f) Vortrag: FruSka gora. 19 Nachr., iSütio-nalVortrag. 20 Konzern (aus Zagreb). -Prag, 18.20 Konzert. 19,25 Harmonikaduett, 19.45 Hörspiel. 21.10 Konzert. - -Prag IL, 19 Militärkonzert. 21.15 Tan^;-musik. Sofia, 18 Konzert. 18.3U Vortrag. 18.45 Konzert. 19.15 »Manon ., Ope-* von Massenet. — London, 19 Funkorgei. 20 Deutsche Nachr. 20.30 Hörspiel. 21.15 Übertragung aus einem Zirkus. — Paris, 19 Melodien. 21 Harnionikakonzert. 20.3Ü Konzert. — Budapest, 17.30 Konzert der arbeitslosen Musiker. 19.20 RO. 21.10 Festkonzert. — Straßburg, 19.30 Konzert. 21.15 Oper. — Rom, 19.30 Konzert. 21 Operette. — Mailand, 19.30 Konzert. 21 Kirchenkonzert. — Beromünster, 17 Schubert-Lieder. 19.40 PI. 20 Hörspiel, -Wien, 12 Konzert. 14.10 PI. 15.30 Solisten stunde. 16 Konzert. 18 Konzertstunde. 20 Festkonzert aus Saarbrücken. — BsrUn, 17 Beethoven-Stunde. IS Leichte Mu?ik. 20 Hörspiel. -- Leipzig, 18 Vortrag. 10 Zigeunernmsik. 20.10 Norwegiselie Alusik. Alünchcn, 18 Hör>piel. lo Peportagf'. 2().H) Bunter Konzcrl.nbomj mit Solisten. ^Maribom Zefhing« WBmmer 10. 6 Freitag, den 13. Jänner 1939. @ünfligr (Snltoftflung 5rr Otaotdfinansrn IN DEN ACHT ERSTEN MONATEN DES LAUFENDEN BUDGETJAHRES BE-{RAGT DER UEBERSCHUSS DER STAATLICHEN EINNAHMEN INSGESAMT 891.8 MILLIONEN DINAR. B e 0 g r a d, 16. Januar. Die staatlichen Einnahmen für die acht ersten Monate des laufenden Budgetjahres 1938-39 d. h. in der Zeitspanne April-November 1938 haben insj?esaint 8170,1 Millionen Dinar betragen, während im Budget für diese Zeitspanne insgesamt 8120 Millionen Dinar Einnahmen veranschlagt waren. Dies bedeutet, daß die staatlichen Einnahmen in den acht ersten Monaten des laufenden Budgetjahres um 50.1 Millionen Dinar oder um 0.62»/o höher waren als die für diese Zeitspanne im Budget veranschlagten Summen. In derselben Zeitspanne haben die btaaliichen Ausgaben insgesamt 7278.2 Millionen Dinar betragen, während im Budget für dieselbe Zeitspanne Ausgaben in der Höhe von 8120 Millionen Dinar veranschlagt waren. Das heißt, daß von den im Budgetvoranschlag für die acht ersten Monate des laufenden Budget jahres veranschlagten Ausgabenbeträge der Betrag von 841,7 Millionen Dinar nicht beansprucht worden Ist. Aus den oben erwähnten Zahlen ist i\x ersehen, daß der Ueberschuß der staat- lichen Einnahmen insgesamt 891.8 Millionen Dinar betragen hat. Aus diesem Ueberschusse sollen die Verpflichtungen der Staatskasse für den folgenden Monat gegenüber den staatlichen Oehaltbeziehern, die im Voraus bezahlt werden, wie auch alle anderen au-ßerbudgetären, auf Grund des Finanzgesetzes erfolgten Ausgaben beglichen werden. In den acht ersten Monaten des laufenden Budgetjahres haben folgende staatlichen Einnahmequellen Ueberschüsse im Vergleich zu den im Budget veranschlagten Posten verzeichnen können; die allgemeinen direkten Steuern um 7.9»/o, die außerordentlichen Steuern um 5.3Vo, die Oktfot-Einnahmen um 10.74®/o, die Einnah men aus den Taxengebühren um 4.4®/«, die Zollelnnahmen um 1.69Vo, die Einnahmen der Monopolverwaltung um 6.64 Prozent, die Einnahmen der Postsparkasse und deren Filialen um 14.21«/o, die Ein nahmen des Seeverkehrs um 21.95''/o, die Einnahmen der staatlichen Eisenbahnen und die der staatlichen Eisenbahnverwaltung um 6.85»/o usw. ^6rfrii6rri(&t( Ljubijana, II. Jänner. — Devisen; Berlin 1763.62—1781.38, Zürich 995— i005, London 205—208,20, Newyork •1371.12—4431.12, Paris 115.55—117.85, Tricst 231.20—234.20; engl, Pfund 238, deutsche Clearingschecks 1430. Zagreb, 11. d. Staats werte, 2Va''/o Kriegsschaden 473—476, 4«/«» Agrar 60—62, 4®/oNordagrar 59.50-^.50, 6®/« liegluk 00—91, 6®/o dalmatinische Agrar 89.50—90.50, 7"/» Stabilisationsanleihe 97 -0, 7®/o Invcstitionsanleihe 99.50—100.50, Seligman 99—0, 7®/» Blair 91.50—^3, rn/. Blair 97—0; Agrarbank iXationalbank 7700—0. 225—228, Cfteue 3Barenoaufer in 3u30ilQ)Dien berfroten Der Handeisminister hat eine Verord-nun;:; herausgegeben, wonach die bisheri-fs'e Verordnung über die Warenhäuser teil weist; abgeändert wird. Darnach dürfen ab Neujahr in Jugoslawien keine neuen Warenhäuser oder Zweigniederlassungen bereits bestehender Betriebe dieser Art ins Leben gerufen werden. (SrportftOtDferfgfriten Stockung In der Schweine- und Hanfausfuhr. In der Schweine- und Hanfausfuhr nach Deutschland ist seit einiger Zelt eine Stok kung eingetreten. Die Stockung in der Schwclncausluhr, die sich in einer starken Einschränkung der Kontingente äußert, ist, wie man erfährt, darauf zurückzuführen, daß schon im abgelaufenen Jahie lin Teil des Kontingentes für das erste \ ierteljalir 1939 in Anspruch genommen v.'orden ist. In der Hanfausfuhr ist seit einiger Zeit fiiif» vollständige Stockung eingetreten, über deren Ursachen man noch nichts Be stimmte«; weiß. Tatsache ist, daß die Nii-tioiialbank keine Ausfuhrbewilligungen er tiilt. In dieser Angelegenheit begab sich eine Abordnung des Novisader Verbandes (l^r Hanfhändler u. Hanfverarbeiter unter der Führung des Kammergeneralsekre-Iftrs Dr. Stanid nach Beogratl, um bei der Nntionnibank wegen dieser Sache vorzu-snrethen. X Beendeter Ausgleich; Josefine F u r-m a n, Geschäftsfrau in Slovenska Bislri-ca. ' Die f^rof^e Savebrücke in Zagreb wird v^n der ürodcr Wag^jün- und Ma- schinenbaufabrik bis Ende Juli geliefert werden. Die Montage dürfte bis Oktober d. J, beendet sein. X Die Hanfausfuhr aus Rußland wurde nach einer Moskauer Meldung für unbestimmte Zelt verboten. Rußland braucht den Hanf für eigene Zwecke. Da nach Hanf am internationalen Markt große Nachfrage herrscht, dürfte auch Jugoslawien davon profitieren und In größeren Massen das Ausland mit diesem Artikel beWefem. X Auflassung des Hopfenbaues in Oesterreich. In den letzten Jahren machte der Hopfenbau in Oesterreich nicht unbedeutende Fortschritte, da man sich auch In diesem Artikel von der Einfuhr soweit als möglich freimachen wollte. Jetzt erfolgte die behördliche Anordnung, daß alle Hopfenanlagen aufgelassen werden mUs sen, da nach der Einverleibung des Sude-teniandes in Saaz und Umgebung genug estklassigcr Hopfen zur Verfügung steht und es sich nicht mehr rentiert, in ungeeigneten Lagen Hopfenbau zu betreiben. Die Hopfenbauern erhalten für das Aullassen der Anlagen 3000 Mark pro Hektar. Einschränkung des deutschen Kaffee-Verbrauchs. Berlin, 10. Jänner. Die Schwierigkeiten, die sich gegenüber Brasilien im Verrechnungsverkehr In den vergangenen Mo naten dadurch ergeben haben, daß der Banco do Brasil die Käufe von Verrech-nungsmark einstellt^, well die brasilianischen Importeure mit ihren Warenbezügen aus Deutschland mit den brasilianischen Lieferungen^ an das Reich nicht Schritt hielten, haben sich jetzt in der Weise ausgewirkt, daß Maßnahmen zur Einschränkung des Verbrauches von Kaffee in die Wege geleitet worden sind. Es Ist dazu festzustellen, daß der deutsche Kaffee-Konsum entsprechend der besseren Wirtschaftlage allein in den vergangenen drei Jahren um rund 50®/o zugenommen hat. Die ständig gestiegenen deutschen Kaffee-Einkäufe in Brasilien waren mit der Grund für das starke Anschwellen der deutschen Importe aus Südamerika. Während jedoch gegenüber anderen Kaffee-Erzeuger-Ländern der Verkehr bisher rf»i-bungslos abgewickelt werden konnte, feh len zur Zeit die braslüanlschen Massensendungen, obwohl in der Zwischenzeit eine Verständigung über die Wiederaufnahme des Kompensationsverkehrs erzielt wurde. In den Elnzelhandelsgeschäft^^n werden kleinere Quantitäten an Kaffee als bisher abgegeben. Wie es nelßt, sollen nur noch etwa 60»/ö der bisherigen J-Aen-gen geröstet werden. An zuständigen Stellen wird erklärt, daß man diese Entwicklung sehr bedauere, aber keine Wahl habe, weil Devisen für den Ankauf von Kaffee nicht zur Verfügung stehen. Es ist damit zu rechnen, daß die jetzt eingeführ ten Beschränkungen in dem Augenblick wieder aufgehoben werden, in dem sich die Erzeugerländer, vornehmlich Brasilien bereit erklären, ausreichende Mengen nach Deutschland im Verrechnungsverkehr zu senden. tyfrffafhffriffffltrtf Schauspielen Baden-Baden sein Schauspiel i»Magnus Garbe« zur Uraufführung Ubergeben. Dieses dreiaktige Stück aus der Inquisitionszeit, das den Untertitel ^Dle bitterste Tragödie der Menschheit« trägt, entstand vor 20 Jahren. Bei der Uraufführung, die voraussichtlich Anfang April stattfinden 'wird, handelt e^ sich um eine einmalige Vrirstellung vor geladenen Gästen. -'r Ankauf eines Vemieer van Delft durch Hitler. Nach einer Meldung des »Evening Standard« hat der deutsche Reichskanzler das Gemälde Jan Vermeer van Dclfts »Der Künstler in seinem * Atelier« aus dem Besitz der Familie Czernln in Wien erworben. Vor einiger Zelt waren Verlir—" 'ngen mit der ho'IHndischen Regierung geführt worden« die das Gemälde für eine der staatlichen Sammlungen anzukaufen wünschte, doch kam^ es zu keinem Abschluß, da die Familie Czernin 2 Millionen Hollandgulden forderte, während nur I Million geboten war. Das Bild, das 1 m 30 hoch und 1 m 10 breit ist, stellt den Arbeltsraum des Malers dar, der vom Rücken gesehen, im Vordergrund an seiner Staffelei sitzend erscheint, links im Hintergrund ein weibliches Modell. Das Bild galt bis vor kurzem als Schöpfung Pleter de Hoochs, ist aber dann als Vermeer festgestellt worden. Hitler soll das Gemälde für sein Landhaus auf dem Obersalzberg bestimmt haben. -f Julius Bittner gestorben. In Wien Ist der große österreichische Musiker Julius B i t t n e r Im 65. Lebensjahre gestorben. Bittner, der schon Jahrelang schwer krank war, nahm bis zuletzt noch regen Anteil an allem, was mit der Kunst zusammenhing, -1- Qerhart-Hauptmann-Uraufführung in Baden-Baden. Gerhart Hauptmann hat dem Intendanten Heyser von den 3ugoflatDifdDer cSlrarfng B e Stand 0 g r a d, 11. Jänner. Aus dem der jugoslawischen Clearingrechnung vom 5, d. ist ers'chtrch, daß die jugoülaw'schtn Ciearingforder-u n g c n gegenüber I t a 1 i c n im Vergleich zum Stand vom 31. Dezember des Vorjahres um 4,8 Millionen Dinar gestiegen sind und daß sie gegenwärtig 28.3 Millionen Dinar betragen. Die jugoslawischen Clearingforderungen gegenüber Deutschland sind in derselben Zeitspanne um 1.3 Millionen Reichsmark oder um 19.5 Millionen Dinar zurückgegangen. Sie betragen gegenwärtig 367.4 Mill, Dinar. Die jugoslawischen Clearing forderungen gegenüber Polen sind um 1.6 Mill. Dinar gestiegen und betragen AKTIVER CLEARING: Bulgarien Italien DeutscWand Polen Türkei Spanien PASSIVER CLEARING; Belgien Ungarn Rumänien Tsohcrho-Slownkoi Schweiz Din. Din. RM Din. Din. Pes. gegenwärtig 4,6 Mill, Dinar. Die jugoslawische Clearing-s c h u 1 i gegenüber U r. g a r n ist um 1.6 Mill. Dinar zurückgegangen; sie beträgt gegenwärtig 19.7 Mill. Dinar, Die jugoslawische Clearingschuld gegenüber R u m ä n i e n ist um 4.1 Mill, Din, auf 14.9 Mill. Dinar und jene gegenüber der Tschecho-Slowakei um 1 Million auf 143,4 Mill, tschecho-slowakl-scher Kronen gestlegen. Die jugoslawische Clearingschuld gegenüber der Schweiz ist Um 300.000 Schweizer Franken zurückgegangen. Der Stand der jugoslawischen C 1 e a r 5 n g r c c h n u n g verzeichnete folgende Posten: 5. I. 1939 31. XII.'1939 Unterschied 810,000 1,842,000 — 32.000 28,345.000 33,133.000 — 4,788.000 25,674.000 27,039,000 — 1,365.000 4,590,000 2,990.000 -f 1,600.000 18,496.000 18,560.000 — 64.000 2,935.000 2,935.000 — Belga Din. Din. KC Schw. Fr. 2,370.000 19,687,000 14,888.000 143,473.000 3;i39.00() 2,470,000 21,279.000 10,742.000 142,475.000 3,662,000 — 1,592.000 — 4,146.000 -t- 998.000 — 323.000 inactit luftio Künstlerscherze in Moll und Dur. Der Sinn für Humor ist ein bedeutungsvoller Charakterzug eines begabten oder gar genialen Menschen. Auffallend stark ist dieser Sinn bei Musikern vertreten. Das Leben berühmter Mu&iker — sowie freilich großer Männer überhaupt — ist reich an humorvollen Episoden, von denen wir nur einige besonders charakteristische der Vergangenheit entreißen wollen. Mozart wurde von einem jungen Mann, der sich Im Besitze hervorragender Stimmittel zu sein wähnte, geradezu verfolgt. Eines Tages ließ sich Mozart von dem Sänger in spe eine Arie vorsingen« Vor Erregung zitternd fragte nun der Aspirant den Meister: »Glauben Sie, daß aus mir etwas werden kann?« — »Jawohl, erwiderte der unsterbliche Komponist der »ZauberflÖtc<'.'. ein gewissenhafter Notar«. Von Rossini, dem genialen Meister der italienischen komischen Oper, werden unzählige amüsante Geschichten erzählt. Ein mal erfuhr der Maestro, daß man ihm zu Lebzeiten ein Denkmal in Mailand errichten wollte. Dazu brauchte der Magistrat der Stadt die Einwilligung des seinerzeit ungeheuer beliebten Komponisten. »Was soll nun das Standbild kosten?« fragte Rossini. Darauf wurde eine Summe genannt, die den bekanntlich sehr sparsamen Komponisten sehr in Verwunderung setzte, »Das kann ich nicht zugeben«, erwiderte er. »Für diese Summe wäre ich allerdings bereit, mich, so lange ich lebe, täglich auf dem Marktplatz zu Mailand zur Schau zu stellen«. Während der Generalprobe zu einer neuen Opr in Paris fiel es den Anwesenden auf, daß Rossini Immerzu von seinem Parkettplatz aufstand und in die Luft grüßte. »Wenn haben Sie so oft , gegrüßt?«, fragte man den Komponisten in der Pause. »Es waren meine alten Bekannten«, lautete die Antwort, »nämlich die Melodien, die der Komponist mir ent^ wendet hat. Ich fühle mich verpflichtet, gute Bekannte zu grüßen.« * Obwohl sich Rossini und Richard Wagner nicht sonderlich schätzten, war ihr Zusammentreffen- nicht immer zu vermeiden. So sah sich Wagner auch eines Tages veranlaßt, der Einladung Rossinis zu einem großen Festessen in dessen Wohnung Folge zu leisten. Als sich die Gftste gerade lebhaft unterhielten, ward plötzlich großer Lärm von zerbrechendem Ge schirr aus der Küche vernehmbar. »Zum Donnerwetter«, rief Rossini, »wer spielt denn da draußen den »Tannhäuser?« Wagner ließ sich zwar nichts anmerken, vergessen aber hat er Rossini diese Aeu-Berung niemals. Freitag, den 13. Jänner 1939. 7 -•»Mariborcr Zeltungc Nummer Jius der Sporiwcli (Suro9a-6Ninti|lerf(Daft(n in Der ^ane In ganz eigentümlicher Aufmachung wurde in der neuen Londoner Wintersport halle ein Skispringen veranstaltet, bei dem es gleich um die Meisterschaft von Europa ging. Wie die Blätter berichten, feierten die Norweger mit Kolterud an der Spitze einen famosen Sieg. Um der ganzen Konkurrenz, die genau nach den FIS-Bestimmungen ausgetragen wurde, einen umso feierlichen Charakter zu verleihen, wurden dem Springen noch Girls-Vorführungen angeschlossen. Die FIS, die wegen Planica soviel Lärm schlug, ist begeistert, obwohl die ganze Veranstaltung mit dem Sport so gut wie nichts zu tun hat Hoffentlich wird die FIS ihre neueste Großzügigkeit künftighin der Riesenschan ze von Planica im selben Maße entgegen bringen. : Sportkhib »Rapid« (FuBballsektion). Das Wintertraining in der Halle beginnt am Freitag, den 13. d. um 20 Uhr. Die aktiven Spieler werden aufmerksam gemacht, daft sie vollzählig zu erscheinen haben. : Jahrestaguflg des Sportklubs »Rapid«. Den Mitgliedern wird hiemit zur Kenntnis gebracht, daß die diesjährige Hauptversammlung am Dienstag, den 24. Jänner um 20 Uhr im Hotel »Zamorc« stattfindet. : Der Sportklub »Slavija« in Pobrezje hält am Sonntag, den 15. d. um 9 Uhr vormittags im Gasthof KlemenCiß in Pobrezje seine dritte Jahreshauptversammlung mit der üblichen Tagesordnung ab. Alle Mitglieder sind herzlichst eingeladen. 235 : Punöec — Opfer eines Autounfalles. Jugoslawiens Tennismeister Franz Pun-£ec fiel dieser Tage einem Autounfall zum Opfer. Als er in Buenos Aires vom Tennisplatz ins Hotel fuhr, stieß der Kraft wagen in einen Baum und wurde hiebei vollkommen zertrümmert. Wie durch einen Zufall trug PunSec nur ganz unwesentliche Verletzungen davon. ; Die tschecho-slowakischen FuBbaU-schiedsrichter streiken. Zwischen dem Tschecho-slowakischen Fußballverband und dem Schiedsrichterkollegium ist es zu ernsten Differenzen gekommen, die zur Folge hatten, daß die tschecho-slo-wakischen Schiedsrichter ab 9. Jänner kein Spiel mehr leiten. : Stowakisctaer FußtMllverband meklet sich bei der Fifa an. Der Slowakische Fußballverband hat seine Anmeldung zur Aufnahme als Mitglied an die Fifa abgeschickt und er hofft auch, daß ihm eine eigene Vertretung zugestanden wird. : Bei den Tischtennismeisterschaften des Donaubanates, die in Subotica ausge- tragen wurden, ging Harangozo (Su-^ botica) als Sieger hervor. Zweiter wurde' der Zagreber HerSkoviC und Dritter der Novisader Stein. In der Mannschaftskon-1 kurrenz siegte der Zagreber »Makkabi«. ^ : Berlin — Prag erst im Frühjahr. Nach einer von längerer Zeit getroffenen Verein, barung sollte im Feber das Städtespiel Prag gegen Berlin in der Reichshauptstadr | vor sich gehen. Das Spiel dürfte auf Wunsch der Berliner, die Terminschwic-, rigkeiten haben, auf das Frühjahr verlegt werden. : 81-Meter-Sprung Palmes. Auf der Sprungschanzc in Oberwicsenthal stellte der Rochiitzer Palme, ein Namensvetter des Ljubljanaer Springers Franz Palme, einen neuen Schanzenrekord mit 81 Meter auf. Auch Lahr und Aschenwald kamen auf 80 Meter. ; Beim Hallen-Tennistumier in St. Moritz brachten die Finalspiele folgende Ergebnisse: Herreneinzel: Boussus gegen Lacroix 6:2, 6:3, Herrendoppel Boussus-Gentien gegen Maneff-Metaxa 6:4, 6:8, 10:8, Dameneinzel Tonelli gegen Stuck 8:6, 6:3. : Balkan-Fahrradkonferenz in Sofia, Die Vertreter der Fahrradverbände der Balkan-Staaten halten am 14. und 15, d. in Sofia eine Konferenz ab, In der die Richtlinien für eine engere Zusammenarbeit festgelegt werden sollen. : Tödlicher Unfall beim Skispringen. Am Samstag stürzte in Kitzbühel der Wiener Egon Staic bei einem Trainingssprung auf der dortigen Sprungschanze so unglücklich, daß er einen schweren Schädelbruch erlitt und tagsdaiauf in der Innsbrucker Klinik starb. : Ungarns Tennisrangliste. Der Ungarische Tennisverband veröffentlicht die Rangliste für das Jahr 1938. Sie lautet: Männer: 1, Szigetti; 2. Gabori; 3. As-both; 4. Dr .Dallos; 5. Csikos; 6. Rom-banyi; 7, Petö; 8, Bano; 9. Dr. Ferenzy; 10. Szentpeteri. — Frauen: 1. Somogyi; 2, Kormoczy; 3, Paksy; 4. Baumgarlen; 5. Bard; 6, Szilvassy; 7, Szepessy; 8. Gall ner; 9. lavori; 10. Musitz, : PlaniSka zieht sich zurück. Der populäre tschechische Torwart Franta Pla-niCka nimmt Abschied von der Fußballerei, Sein 75. Länderkampf, das Welt-meisterschaftsspiel gegen Brasilien, in dem er einen Handknöchelbruch erlitt, sollte seiner Karriere den Schlußpunkt set zen. Man hatte damit gerechnet, daß er nach Heilung der Verletzung seinem Klub schon für das Mitropa-Cup-Endspiel zur Verfügung stehen würde. Die Rückkehr aufs Spielfeld verzögerte sich immer länger und schließlich gab er seinen Entschluß bekannt, dem aktiven Fußballsport Valet zu sagen. Unter aktivem Fußball-sport sind aber in diesem Falle nur die Spiele seines Klubs gemeint, den grünen ftODfOber in Ofe fiflge Gcine ' * W V'' *■/* "«.s Rasen selbst wird er noch nicht ganz meiden. Er wird vielmehr seinem langjährigen Traum, im Angriff zu spielen, zu verwirklichen trachten und nun des öfteren mit der Mannschaft der Allgemeinen Pensionsanstalt, wo er angestellt ist, das Leder seinen ehemaligen Fachkollegen in die Netze treiben, : Finnlands Hauptstadt Helsinki, diu in den letzten Jahren einen großen Aufschwung zu verzeichnen hatte, konnte im Laufe des vergangenen Jahres einen Zuwachs von 11.294 Bewohnern verzeichnen und damit die 300.000-Grenze überschreiten. Die Zählung am Jahresende er gab eine Bevölkerungsziffer von 310.346, die etwa zu einem Viertel schwedischer Abstammung ist. Die Gruppe der finnischen Staatsbürger schwedischer Abstammung beträgt 77.084 und welter leben noch 2614 schwedische Staatsangehörige in Helsinki, das auch eine deutsche Volksgruppe von 3010 Bewohnern aufweist. : Wieder Zweikampf Eyston-Cobb. Kaum ist das neue Jahr angebrochen, da rückt der Kampf um den absoluten Geschwindigkeits-Weltrekord für Automobile wieder in den Vordergrund. Capt, Eyston (England), der im Herbst vergan genen Jahres den Rekord auf 575 km-Std brachte, hat sich als Ort seiner Versuche wieder den Großen Salzsee bei Bonne-ville im Staate Utah ausgesucht und — ebenso wie sein großer Gegenspieler John Cobb — bereits um Genehmigung bei den zuständigen Behörden ilachge-sucht. Auch der Amerikaner Jenkins will an den Rekord heran. Zu diesem Zweck hat er sich bereits einen Ueberrennwa-gen bauen lassen, der 650 km-Std. (!) leisten soll. ; Ein neuer Gegner für Joe Louis, Der für den Monat Februar in Aussicht genommene Kampf des neuen amerikanischen Boxsterns Lou Nova gegen den Exweltmeister Bax Baer ist nach den aus USA vorliegenden Meldungn verschoben worden und soll erst im Mai oder Juni stattfinden. Man nimmt an, daß diese Maßnahme in einem engen Zusammenhang mit den Plänen für den ersten Freilustkampf von Joe Louis um die Box-weltmeistersehaft stehen wird. Lou Nova zählt nach seinem Erfolg gegen den britischen Exmeister Tommy Farr zu den er sten Anwärtern auf einen Titelkampf. Da er indessen erst 23 Jahre alt ist und da er im Ring noch wenig Erfahrung hat, ist jeder Monat Zeitgewinn für diesen jungen Kalifornier sehr wertvoll. In Fach kreisen wird daher angenommen, daß Lou Nova von der Verlegung seines Kampfes gegen Max Baer nur einen Vorteil haben kann, weil er sich jetzt ganz systematisch auf diese wichtige Entscheidung vorbereiten kann. Allem Anschein nach zieht man von der Seite des Veranstalter auch Lou Nova als Herausforderer und Gegner für Joe Louis in einem Titelkampf vor, weil der Exweltmeister Baer im amerikanischen Osten nicht sehr hoch eingeschätzt wird. Solitc Lou Nova gegen Baer gewinnen, so dürfte er die Chancc bekommen, um die Weltmeisterschaft 7M kämpfen. AtsaUt^WeU sein Teppich ein echter »Ukasa«, ein muselmanischer Gebetsteppich sei, der aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts stamme. In der ganzen Welt gibt es nur im Britischen Museum in London ein zweites solches Exemplar. Und da^ Britische Museum hat nun dem Arzt 1 Million 200.000 Dinar für den Teppich angeboten, um die Sammlung zu vervollstän-digen. Ob der Händler, der diese wichtjgo Entdeckung machte, leer dabei ausginj;;. ist nicht bekannt geworden. j&at S)ante im $>o(eI getooDnt? (ATP). Einer der ältesten römischen Gasthöfe ist das »Hotel zum Bären<'r — »Albergo all Orso<; — am Ufer des Tiber. In diesem Gasthofe soll Dante um das Jahr 1300 gewohnt haben. Nachgewiesen ist der Gasthausbetrieb dieses Hotels allerdings erst vom 16. Jahrhundert ab, und von dieser Zeit ab knüpfen sich viele bedeutende Namen an Roms ältestes Gasthaus. Am 30. November 1580 soll der berühmte Essayist Michel de Montaigne dort abgestiegen sein, und auch Goethe hat bei kineni ersten Aufenthalt in Ron» im »Albergo all Orsoc gewohnt. Da das uralte Gebäude jetzt stark im Verfall begriffen ist, hat der Gouvernuer von Rom, Bottai, die gründliche Instandsetzung d^r historischen Stätte angeordnet. Eisfabrik in Abessinien. Wenn es sich auch nur um künstliches Eis handelt, das jetzt im italienischen Imperium Afrika-Ost, und zwar in Harrar produziert wird, so ist die Errichtung der ersten Eisfabrik in Abessinien docli für die dortige Bevölkerung ein gewisses Ereignis, das die tiefgreifenden Umwälzungen in den Lebensbedingungen auch von diesem Ende her beleuchtet. Der italienische Bundessekretär inspizierte soeben diese erste afrikanische Eisfabrik. Es wird dort kristallinisches Eis in Blöcken von 25 Kilogramm produziert; etwa 35 Yuin-tale (gleich 70 Zentner) Eis täglich können geliefert werden. Da besonders die Gegend am Roten Meer zu den heißesten der Welt gehört, so kann die dortige Bi'-völkerung diese Eisproduktion wohl g«'-brauchen. Trotz der grimmigen Kälte starten in Paris die Schwimmer zu ihrem traditionellen »Quer-durch-dle-Selne-Schwimmen« um den diesjährigen Weihnnchtspokat. Das Wasser führte bereits Eisschollen, aber die Teilnehmer ließen sich auch dadurch nicht von dem Wettkampf abhalten. QIrst toanftcH auf einer !]1tinion 2>inar Ein Arzt in Sombor machte kürzlieh eine verblüffende Entdeckung. Er hatte täglich über eine Million Dinar mit Füßen getreten. Er ahnte nämlich nichts von den Wert des Teppichs, der den Boden seines Arbeitszimmers bedeckte. Eines Tages kam ein Teppichhändler zu ihm, um ihm seine Ware anzubieten. Kaum erblickte er aber den Teppich im Zimmer des Arztes, als er diesem schleunigst den Vorschlag machte, den Teppich für 100.000 Dinar an ihn zu verkaufe-!. Der Arzt hatte vor einigen Jahren 1500 Dinar dafür bezahlt. Er war also völlig verblüfft über das Angebot. I Nachdem er sich bei einem Sachver-1 ständigen erkundigt hatte, erfuhr er, daß Domröschenschlaf nach Autobusunfall. Ein seltsamer neuer Fall von Schlafkrankheit beschäftigt gegenwärtig die .^rzte in Kopenhagen. Eine 2.Sjahrige FrjLi war vom Autobus gefallen und mit dent Kopf hart auf das Pflaster aufgeschlagen. Seitdem liegt sie besinnungslos, wie von schwerer Lethargie befallen in einem Krankenhaus und zwar mui schon seit hundert Tagen. Die Ernährung der Kranken wird von den Ärzten durch eingeflößte Flüssigkeit und Einspritzungen aufrecht erhalten. Man hofft auch noch immer, daß die Frau wieder zum Bewußi-sein konunt, denn bei einem anderen FaM im gleichen Krankenhaus ist eine junge Frau, die vom Dach gefallen war, nach 136 Tagen wieder ins Bewußtsein zurückgekehrt und am Leben geblieben. Es wäre interessant, wenn sich auch -n diesem Hall der 136. Tag als ein kritischer';' Tag erweisen würde. Frankreich als Land der JäRer. Jahr für Jahr nimmt die Zahl der Jager in Frankreich zu. Allein im Departement Seine wurden in diesem Jahre 1000 Jagdscheine mehr als im vergangenen Jahr ausgegeben. Die Zahl der Nimrod-Jünger beträgt in Frankreich jetzt insgesamt eineinhalb Millionen. Mir dieser Zahl dürfte Frankreich an der Spitze sämtlicher Länder Europas stehen. Der erste türkische Tonfilm. Diese Woche ist in Konstantinopel JlT erste Tonfilm in türkischer Sprache vorgeführt worden. Er führt den Titel »Der Richter vom Heiligen Bergv. In Ankara hat sich eine Gesellschaft gegründet, die heimische Filme für den nahen Osten inszenieren will, da die amerikanischen um! westeuropäischen Filme, die bisher iu sehen waren, dem Geschmack der Zuschauer nicht entsprechen. Der erste I Film, der jetzt fertig wurde, darf nicht ^ ins Ausland gebracht werden, da er noeh I verschiedene Mängel aufweisen soll. Mariborer Zeitung« Nummer 10. 8 Freitag, den 13. Jänner 1939. KUln« Anzaig«n ko«t«n SO Psra er» Wort, In Rubrtk „Ko«t*> •oondani" 1 Olnaf i lna*rat«n«l«u«r O Dinar bis 40 Wort* 7'50 Dinar für grfia9*r* AnK«lg«n) ¥wlrd b«Mnd«r« b«r«ohn«l t Ol* Mindvsttax« <ür aln« kl»ln« Ansalo« b«tr4ot 10 Dinar / Für dt« Zu-••ndung von ehlltr. Briafart lat aina 9abOhr von 10 Dinar w arlagan Anfragen lat aln«i Gebühr von 3 Olnar InPoatmarkan baicuaehllaaaar \fstsflekäe$tei Arn Sonn a« Wurst&ctimaus (I faLi.<;vol;laclitung), PoKanzeii .scLinaiis, Gasthaus Kren. Us empfiehlt sich Klemeniiak. 2.V> 2UÜ0 Din^r sotort KCgcn hohe Zuucn und Sicherstellung kurzfristig gesucht. — Unter >Dringend« an die Verw, 355 iUaäiätett ^C.nstöckiKCs ertragreiches ZirtsliauN 5 Miuuten v. Haupt plau Dl!)zu verkaufen. An trüge unter »Maribor« an d. Verw. 29 i»koufei$feaiuld Marder, Iltissei Füchse so< wie alle Arien Rohfelle kauft zu höchsten Tagespreisen u. übernimmt selbe zum Gerben. Mrben u. vollkommen. 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Afrikanischer Frühling. Von Friedrich Sieburg. Societäts-Verlag, Frankfurt a. M. Im deutsch^ Schrifttum sind Bücher dieser Art s^ten, die nicht nur mit dem schweren Schritt wissenschaftlicher Betrachtung wichtige Tatsachen vermitteln, sondern zugleich in der beschwingten Leichtigkeit des künstlerisch Schauenden die unwägbaren Schönheiten des farbigen Lebens selbst einfangen. Um so wertvoller ist dieses Buch im deutschen Schrifttum. Preis Ganzleinen 7.50 Mk. b Stern und Unstern der Romanow». Oeschicte einer Dynastie in Miniaturen, Von Valerian Tornius. Mit 36 Abbildungen. Verlagshandlung J. J. Weber, Leipzig. In diesem Werk ist keine historische Darstellung Rußland? iinier der dreihundertjährigen Herrschaft der Romanows enthalten. Dazu bestand bei der beträchtlichen Anzahl vorhcindencr guter Ge-schichtswerke russischer und anderer Historiker weder eine Veranlassung, noch lag e'.n solches Vorhaben in der Al7sicht des Verfassers. Was das vorliegende Buch bietet, wird durch semen Titel und Untertitel deutlich angezeigt. Es enthüllt vor dem Leser eine historisch getreue PorträtgaJerie, geschildert in literarischer Miniaturform, eine Porträtgalerie, die das Geschlecht der Romanows von dem ersten bis zum letzten Träger der Krone umfaßt. Heller Kopf! Praktischer Sinn! Inserieren bringt Gewinn! Abgeschlossene Sechszimmer wohnung mit allem Komfort sofort zu vermieten. Anfrag. Livada 5. Part. 30 Villcnwühnung am Park, 2 ^.inimct. Kaliiifit. Garte•^^n-leil sofort zu vermieten. Antrabe unter »Rrwaclisene« a. (i L' \ üri\' 242 Kl. Sparhcrdzinimer für eine Person ah 15. Jänner zu ver mieten, Anfr. Slovenska ul. 22 Vokiii. 361 Leeres Zimmer zu vermieten. Stolna ul. fi. Parfümerie. 244 IM Urheoer-Rechtsschutz dureh Statt jeder besonderen Anzeige. Lud Wik Purkhart gibt im eigenen sowie im Namen seiner Schwestern Mitzi Holzer und Paula Zupanz allen Verwandten, Freunden und Bekannten, tiefbetrübt Nachricht von dem Ableben ihres innigstgeliebten Bruders, des Herrn JOSEF PURKHART Gärtner welcher Mittwoch, den II. Jänner 1939 um '/>18 Uhr, nach langem, schweren Leiden, im 64 Lebensjahre, versehen mit den Tröstungen der hl, Religion sanft im Herrn entschlafen ist. Die irdische Hülle des teuren Dahingeschiedenen wird am Freitag, den 13. Jänner 1939 um 16 Uhr in der städt. Leichenhalle in Pobreije feierlichst eingesegnet und sodann 7.\\x ewigen Ruhe beigesetzt. Mari bor, den 12. Jänner 1939. 25t) Roman von 10 Hans Htrthammar Danksagung Allen, die anlässlich des Ablebens unserer gütigen Mama, der Frau Franja Majer ihr Mitgefütil zum Ausdruck gebracht, ihr Grab mit soviel Blumen u. Kränzen geschmückt u. sie in so stattlicher Anzahl am letzten Wege begleitet haben, sprechen wir unseren innigsten Dank aus. Besonderer Dank sei dem Gesangausschuß des Slow. Kaufleutvereines ausgesprochen. Maribor, 12. Jänner 1939, Familien Maler-Hmelj nd in Hand mit Marlene Ver T' Oskar Deister, Werdau Als dieser nach kurzer Zeit mit verschlafenem Gesicht auftauchte, erkannte Lorenz in ihm den sommersprossigen jungen Mann, ücr ihm am Abend vorher das Zimmer j?ezeigt hatte. Die Beamten stürzten sich sofort auf ihn. )iSie hatten in dieser Nacht Dienst?« ^>Ja, gewiß!« stotterte der Sommersprossige, während er von der Seite einen scheucn, entsetzten Blick nach dem Ermordeten warf. >\Vann kam Qoktor Witte nach Hause ?''v vEtwa gegen elf Uhr!<' >>Unci Prohaszka? Haben Sie ihn im Laufe der Nacht weggehen sehen?« >>Jawohl, er hat einige Minuten vor fünf das Haus verlassen. Ich fragte ihn, was er so früh schon vorhabe, und er gab mir zur Antwort, daß er es auf dem Zim-nier nicht mehr aushalten könne. Es sei da so ein Korl angekommen, der schnarche wie ein Walroß.« Nun wurde Lorenz Burmester aufgefordert, seine Aussage /u machen. Er berichtete, wie er in der N:icl)t plötzlich auf-geschrcckt sei, wie er zwar ein vnerkwür-di?!:es Stöhnen vernommen, ihm aber keine weitere Bcdeutuii?: beigemessen habe. Er sei dann, da er sehr ermüdet war, sofort wieder eingeschlafen. /•Und um welche Zeit war das?« Lorenz zuckte die Schultern. '-«»Das kann ich Ihnen beim besten Willen nicht sagen. Jedenfalls war es noch vollkommen dunkel, es muß also vor drei Uhr gewesen sein.« Die Beamten blickten einander an. »Sie geben selbst zu, daß Sie, noch dazu als Arzt, den Verletzten unter Umständen hätten retten können^ wenn Sie sofort etwas unternommen hätten?« »Allerdings! Und das dürfen Sie mir glauben, daß dieses Versäumnis mein Gewissen sehr belastet. Ich kann lediglich meine große Uebermüdung--« »Wie erklärt sich diese Uebermüdung? Hatten Sie am Tage vorher viel gearbeitet?« »Ich hatte einen zwölfstündigen Fußmarsch hinter mir und hatte auch an den vorangegangenen Tagen ähnlich lange Strecken zurückgelegt.« »Reichlich merkwürdigJ« wunderte sich der Beamte, »Man pflegt in unserer Zeit im allgemeinen mit der Bahn zu reisen und die Landstraße den Vagabunden zu überlassen.« »Womit Sie aber doch wohl nicht behaupten können, daß jemand, der aus bestimmten Gründen eine Fußwanderung der Eisenbahn vorzieht, gleich ein Spitzbube sein muß?« »Das habe ich nicht behauptet, mein Herr. — Das Ziel ihrer Wanderung war also Prag?« »Nein, ich will noch weiter, bis Berlin.« »Mein Gott, das ist doch nicht Ihr Ernst?« »Warum nicht? Es gibt keine bessere Art, den Körper zu stählen und dabei die Menschen und die Landschaft, in der diese leben, kennenzulernen.« »Ansichtssache! — Was meinen Sie, Kollege?« Der zweite Beamte hatte sich bisher am Gespräch nicht beteiligt. Nun hob er nachdenklich die Augen und heftete sie auf Lorenz Burmester. »Das kann jeder halten, wie er will. Fürs erste wird ja der Herr sowieso auf seine Wanderfreuden verzichten müssen.« . Burmester erschrak. »Was . . . wollen Sie damit sagen?« . »Aber, mein Herr, Sie scheinen doch sonst ganz klug zu sein. Wir müssen Sie selbstverständlich ersuchen, sich solange zu unserer Verfügung zu halten, bis dieses Verbrechen hier seine Aufklärung gefunden hat.« *Aber — mein Gott, das . . . das kann ich doch nicht! Sie wollen doch damit nicht sagen, daß . . . irgendein Verdacht —?« , Der Beamte wurde ungeduldig. »Wir kommen Ihnen sclion genug entgegen, daß wir davon absehen, Sie \n Haft zu nehmen. Schließlich haben Sie boch die Nacht hier im Zimmer verbracht. Sie waren anwesend, als das Verbrechen verübt wurde. Könnten Sie nicht selbst der Täter gewesen sein?« »Das ist ja heller Wahnsinn!« schrie Lorenz unbeherrscht auf. »Durchaus nicht!« erwiderte der Beamte in völliger Ruhe. »Sie wollen zu Fuß nach Berlin, anscheinend fehlt es Ihnen also an Reisegeld. Sie sind übermüdet, Sie haben Ihre Kräfte überschätzt, Sie sind zu der Einsicht gelangt, daß Sie Ihr Unternehmen in der bisherigen Form nicht zu Ende führen können; da Sie andererseits auch nicht mehr zurückkönnen, bleibt nur der eine Ausweg: Geld! — Was Hegt näher, als daß Sie —« »— dem Nächtsbesten den Hals abschneiden und in geruhsamer Zufriedenheit die Reise fortsetzen . . .!« In Bur-niesters Augen loderte Empörung. »Mein Herr, ich bin Arzt, bilde mir also ein, einigermaßen meiner Sinne mächtig zu sein Gewiß, es ist mir bisher verdammt schlecht gegangen. Ein glücklicher Zufall schenkt mir nun die Möglichkeit, in Berlin eine aussichtsreiche Stellung anzutreten. — Hier, mein Herr, lesen Sic diesen Brief! Und da sollte ich auf den wahnsinnigen Gedanken kommen, alles zu zerstören, meine ganze Zukunft zu vernichten? Ich hätte doch, weiß Gott, einfachere Möglichkeiten, mich mit Geld zu versorgen. Eine Depesche an Doktor Gerold in Berlin, ein Besuch beim Verein deutscher Aerzte in Prag, eine — ach, was rede ich! Ihr Verdacht ist einfach lächerlich!« »Aber ich bitte, wozu die Entrüstung? Wenn wir einen Verdacht auf Sie hätten, müßten wir Sie doch sofort in Haft nehmen!« »Ich muß morgen meine Reise fortsetzen. Meine Barschaft ist genau eingeteilt und erlaubt mir nicht, länger als vorgesehen in Prag zu bleiben.« Der Beamte lächelte überlegen. »Eben sprachen Sic davon, wie leicht es Ihnen fallen würde, sich nötigenfalls Geld zu verschaffen. Also bitte! — Aber nun wollen wir zu Ende kommen. Schließlich ist es Ihr eigener Vorteil, wenn wir schnellstens die nötigen Schritte unternehmen können, um diesen Prohaszka aufzuspüren.« Lorenz mußte sich fügen, was blieb ihm schon anderes übrig? Während aber nun die Untersuchung ihren Fortgang nahm, wurde ihm erschreckend bewußt, daß dieser Zwischenfall alles zu vernichten drohte. Es war nicht anders, als sei er von einer geheimen Macht verfolgt, die es darauf abgesehen hatte, alles zu vereiteln, was immer er angriff. Er war nie mutlos gewesen, und er glaubte nicht an die bösen Kräfte, die ihre unschuldigen Opfer bis zum Untergang verfolgen sollten, aber warum mußte gerade ihm das widerfahren? Unterdessen erschien der Gerichtsarzt, der die Leiche untersuchte und seinen Be fund zu Protokoll gab. Tödlicher Stich in die Herzmuskulatur. Auch bei sofortigem Eingreifen wäre eine Rettung unmöglich gewesen. fFortsetzung folgt.) Chciredaklcur und für die Redaktion veraniwortiicli: UDO KASPER. — Druck der „Mariborska tiskarijü" in Marlbor. — Füi' dou Herausgeber und den Druck veraAtvortU«U Dirokior STANKX) 0£T£LA, — BdUc vobubalt in Marj^bor.