(Franko pauschaliert.) MM Zkitlllig .> Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag und Sonntag früh. ...... •christlritiing und Verwaltung: Preiernova ul»ca Kr. b. Telephon al. — Ankündigungen rauben in der Berwaltung gegen Berechnung billigster Sedühren entgegengenommen «,,»««preise: Mir da« Inland vierteljährig K 14.-, halbjährig K 48.—, ganzjährig K »6.—. Kür da» «u»land entsprechende Erhöhung. — Einzelne Rummer, l «rone Nummer 51 MoyaliM. Im Anschlüsse an die Tagung deS Schwäbisch-deutschen Kulturbundes wurde in einigen sloweni schen Blättern der demokratische» und national« sozialen Richtung das staatstreue Verhallen der Schwaben in der Woiwodina nachdrücklich hervor-gehoben, um im grellen Gegensatze dazu die poli-tische Haltung der Deutschen in Slowenien als illoyal hinzustellen. Ein Beweis für die Stichhaltig» fett des VorwurseS ist nicht versucht, geschweige denn erbracht worden und es sollte daher über« flüssig erscheinen, Behauptungen, die unsaßbar in der Luft hängen, ernsthast zn widerlegen. Dennoch ist, wie die Dinge bei unS liegen, daS Ueberflüsfige eine Notwendigkeit, weil von der slowenischen Oeffent-lichkeit daS Stillschweigen als Verlegenheit gedeutet und als Vorwand zu einem neuerlichen Kesseltreiben gegen die Deutschen in diesem Lande benutzt werden könnte. Der Schwäbisch-deutsche Kulturbund steht anf dem Boden der Treue zu Staat und Volk und die Korrektheit dieses Programmes wird auch von der slowenischen Presse anerkannt. Umso umgereimter ist eS, den eigenen deutschen Mitbürgern Illoyalität anzudichten, die gleichfalls willens sind, mit der Treue zum neuen Baterlande das Festhalten am angestammten VolkStum zu verbinden. Die Deutschen in Slowenien haben seit dem Umstürze keine Ge-legenhelt vorübergehen lassen, um durch Abordnun-gen ihre Loyalität gegenüber dem Könige und dem Staate und ihre Achtung vor dem Gesetze zu be-künden. Sie haben aber allerdings auch jedesmal erklärt, daß sie sich als Deutsche sühleu und be-kennen und alo gleichberechtigte Mitbürger auch von Staatswegen den Schutz ihrer völkischen Eigenart erwarten. Kann ihnen als Verbrechen angerechnet Schwäöische Reise. (Fortsetzung.) m. Eine ungeheure Scheibe, deren Mittelpunkt daS Schiff ist, im RachmittagSsonnenlichte bittendes, lebendige«. flackernde« Silber. Sie wäre ein Meer, aber im Süden ist ein blauer Bergwellenauswurf, im Ror-be» ein grüner Weidelandstreifen. Duftende frischt Weite. Die Augen schmerzen vor Helligkeit. Dreifa'ben» klang allübel hin: blauer Himmel, grüne« schmale« fastend«« Land und die weißen Sonnenflecke auf den »iehenden fließenden Wellen. So ist manchmal die Doniu um den herum, der schaut. Oft freilich tritt sie scheinbar zusammen, gibt Raum für niedrig« glatt-rasinte Inseln, da« Schiff kommt dem Land« nahe und hält an dem Hafeneinschnitten. Mein Freund nannt« mir die Ort«, dm» lot« Kirchtürme da und dort in den goldenrn Randglanz emporstanden. E« wurde gegen Abend und vom Himmel kam schon ein rosiger Schein. Die Sonne stand im Rücken be« Schiffe« >ber dem Master, nicht hoch mehr, und goß einen Strom Gold bi« zu un« her. Born aber zeigte sich weitab ein grauer Schatten ganz oben, klein noch, mit hellen Punkten: e« mußten Häuser sein, viele Häuser — ich stand und starrte und dachte und träumte: Beograd. In Zemun gingen wir über die lebhafte Landung«-brücke um da« baumüberbufchte Schiffskartenhaus her« um und fuhren zum Hotel Zentral. Die Straßen sind sauber, die Menschen ein klein wenig spießerlicher al« Sonntag den 2ti. Juni 1921 werden, was bei den Brüdern in der Woiwodina als einwandfrei befunden wird? Ein Unterschied besteht ohne Zweisel zwischen den Deutschen im Süden und im Norden des Reiches, ein Unterschied nicht in der Haltung, sondern in der Behandlung. Die Schwaben im ehemaligen Südungarn teilten mit den serbischen Mitbürgern daS gleiche Schicksal magyarischer Fron; sie haben durch die Befreiung vom ungarischen Joche Bewegungsfreiheit erlangt und können die Kräfte ihrer nationalen Wesenheit verhältnismäßig unbehindert entfalten im Dienste für Staat und Volk. Die Deutschen im heutige» Slowenien aber hatten bis zum Zusammenbruche der Habsburgischen Monarchie gleiche Rechte genossen wie ihre slowenischen Mit-bürger; Trotz dieses verschiedenen Schicksals sind die Deutschen in Slowenien dem neuen Staate treu er-geben. H 3. [46.] Jahrgang Ihre korrekte Hallung zum Staate sollte einmal von der slowe-nischen Presse von diesem Gesichtspunkte aus be-trachtet und anerkannt werden. Das Schicksal der Deutschen in Slowenien, verzichten zu müssen, zu verzichten nicht etwa aus ihre angebliche bevorrech-tete Stellung im alten Oesterreich, denn sie würden äußerst zusrieden sein, in diesem Lande nur an-nähernd dieselben Freiheiten und Rechte zu besitzen wie sie die von ihnen vorgeblich früher unterdrückten Völker besaßen, sondern zu verzichten auf den engen, in Rovisad, aber solider. Neben cyrillischen da und dort noch verwaschene deutsch« Aufschriften. Im raschen Fahren fange ich deutsche Worle. Die Stadt ist etwas fremdartig, nicht ganz so wie unsere Städte, aber e« ist verwandter Geist in ihr, e« liegt in der Luft: da leben Deutsche oder haben zumindest gelebt, gebaut und gearbeitet. Abend» gehen wir die h«ll« lange Straße entlang: E« gehen viel russische Flüchtlinge vorbei, junge Mäd< chen und junge Männes. Lm oberen Ende ist ein russisch.» Restaurant. Richt die bloße Reugi-rde macht e«, daß ich mich an e!n«n der runden Tische setz«. Ich hör« die weichen, ein bischen affektiert kind lichtn Stimmen dieser Menschen: ich werd« tn Se-danken zurückgetragen über heiße Sornmerstevp:n, weiße Winterebenen, tausend« und tausend« von Werst: dieselben weichen Stimmen, aber blitzende Augen damals und funkelnde Goldachseln, «in bißchen Befehl, «in bißchen Ueberredung. AI« Väterchen noch herrscht« und Mütterchen Rußland da» größte, liebste, unermeß« lich reiche, h«rmelinverbrämt« Land auf Erden war. Später trafen wir im Gasthofgarltn einen Be-kannten und saßen lange bei dunklem Bier, recht viel Gelsen und Zigeunermustk. Die Sonne stand schon ziemlich hoch über dem blauenden Wasser, al« da» Schiff anfuhr, da« un» nach Beograd bringen sollte. Da drüben lag die viel-genannte, von düsteren Schleiern d«r Geschichte umhüllte, von West und Oft umkämpfte, vielverkannte Stadt. Auf d«m kleinen Ueberfahridampftr, der alle Stunden von Zemun nach Beograd und zurück fährt, ^ fiel mir Jahrhunderte alten Zusammenhang mit de« deutschen Volksganzen. Es sollte begreiflich erscheinen, daß die Deutschen im slowenischen Gebiete, welche seit zweieinhalb Jahren Einbuße auf Einbuße erleiden, in den we-nigen Blättern, die ihnen geblieben sind, sich gegen diese Abbröckelungen zu wehren versuchen und zu ihrem Schutze das Gelöbnis des Thronfolger-Regenten über die Gleichberechtigung oder die Satzungen der internationalen FriedenSvertäge anrufen. Das ist ihr gutes Recht und kann ihnen nicht als Jlloya« lltät ausgelegt werden. Ihre staatstreue Gesinnung aber immer und immer wieder zu betonen, hat weder Sinn noch Zweck, weil ebendieselbe Presse, welche ihnen Illoyalität vorwirft, die Versicherung des Gegenteils ja ohnehin bloß als „Heuchelei" bezeichnet. Soweit wir informiert sind, haben auf dies?» Titel bloß die Anhänger der demokratischen und der aus ihr hervorgegangenen nationalsoziale» Partei An» sprach. Aber selbst einem Anton Pesek, dem neu-gewählten Bürgermeister von Ljubljana, mußte et passieren, daß man ihn, um seine Bestätigung zu hintertreiben, bei der Zentr«lregierung in Beograd als „Austriakant" angeschwärzt, sonach gleichfalls einer Art Illoyalität bezichtigt hat. Umso merk-würdiger ist eS darum, daß daS nämliche Blatt, welches wegen dieser haltlosen Angeberei die demo-kratische Partei mit den schärfsten Worten tadelt, nicht einzusehen vermag, daß eS durch feine unbe-wiesenen Beschuldigungen der deutschen Mitbürger sich gleichzeitig auch selber daS Urteil spricht. Die Schreibweise des nationalsozialen Hauptorganes muß als noch verwerflicher gekennzeichnet werden, weil die Wirkung solcher Bezichtigungen einem in besonder« da» ein« auf, daß sehr viel Deutsch gespro» chen wurde. Deutsch, ohne daß irgendjemaad der Fahr» gaste «in« Miene verzogen «der sich gar aufgeblasen hätte. Und zwar hört« ich L«ute Deutsch sprtch-n, die nicht etwa wie mich d!« neugierig« Ras« über die Do» nau hinüberführt«, sondern Herren mit Aktentaschen unter d«n Armen, ausgesprochen« Kanzleigesichter, die also da drüben tn einem Bureau saßen trotz oder viel-leicht gerad« wegen ihrer deutschen Sprache. Jung« Mädel wisperten und ich wisperte zu meinem Freunde, weil ich glücklich war, daß da hier frei« Luft w«ht« und man keine Gefahr lief, irgendein.Subjekt durch das Sprechen der Muttersprache zu beleidigen. — Also betrat Ich den Boden der Stadt mit einem Bor« urteil. Aber mit einem guten, frohen: Beograd, da» tn meiner Borstellung vom Grauen der Schlachten, von dunklem Krieg«willm umwittert war, baute sich sonnig und heiter über mir empor. Ueber d«n grauen FestungSmauern hing beruhigend lachend der Fritd«. Beograd war mir lieb' geworden, «heüor ich e« noch betreten, weil diese Stadt meiner Sprach« nicht feind-lich ist. Wir stiegen die steinerne Treppe empor, die auf die Höh« über dem Hafen führt. Färbigkeit, Wärm«, Romantik, Duft, Düft« de« Orient«. Ab«r überall an-genehme, von vornehereia auf eine gewisse Höflichkeit gestimmte Leute, wieder viel Deutsch. Wa« soll ich über die Stadt stlbfl viel sagen? Sie ist wirklich die Haupt» stadt «ine« Volke«, dem die Vergangenheit nicht viel Zeit zu überlegungsvollen Frieden«kunstbauten gelassen hatte. Es stnd ja moderne Gebäude in den langen Reihen der breiten Straßen, aber eben moderne, ziem- Seite 2 Falle vom andern abweicht. Ein Anton Pesel kann sich im Parlamente und in der Presse gegen die Anwürfe wehren und die Verleumdungen prallen von ihm ab, ohne ihm oder jemand an« derem zu schaden. Die Deutschen in diesem Staate sind aber in keiner öffentlichen Körperschaft ver-treten, haben keinen RückHall bei den slawischen Parteien und ihre Preßorgane dürfen zur Abwehr nicht so schreiben, wie sie möchten und müßten. Der Schaden, den das nationalsoziale Hauptorgan durch seine tendenziösen Vorwürfe verursacht, ist in den Wirkungen deswegen irreparabel. Mag auch die slowenische Presse, um billige Lorbeeren zu pflücken, sürderhin noch falsches Zeug-nis geben wider die deutschen Mitbürger. Die Deutschen in Slowenien können ihre StaatStreue »or ihrem Gewissen besser bestehen als die Gegner die Stichhaltigkeit ihrer Beschuldigungen. Wenig ruhmvoll aber ist eS, Wehrlose zu verlästern. PolMsche^Rundschau. Inland. Die Annahme und Verlautbarung der Verfassung. Nach den bestehenden Dispositionen soll der BerfafsungSentwurf Sonntag, den 26. Juni, in nner feierlichen Sitzung der Schlußabstimmung unterzogen werden. Thronsolgcr-Regent Alexander wird die Verfassung am Veitstage, Dienstag, den 28. Juni, unterzeichnen, worauf sie promulgiert und in Kraft gesetzt werden wird. Der Wortlaut der Verfassung. (VI. Teil: Stellvertretung.) Artikel 60: Die königliche Gewalt wird durch Stellvertretung ausgeübt: 1. Wenn der König min« zerjährig ist, 2. wenn er infolge geistiger oder kör. verlicher Krankheit dauernd unfähig ist. die königliche Gewalt auszuüben. Ueber die Bildung und das Erlöschen der Stellvertretung entfcheidet die Nationalversammlung in geheimer Abstimmung. So-bald sich der Ministirrat überzeug«, daß der Fall der Unfähigkeit de« König« eingetreten ist, legt er darüber der Nationalversammlung einen Bericht vor. zugleich mit dem Gutachten dreier Aerzte, die heimisch?« medi-zinischen Fakultäten entnommen wurden. Aus die-sclke Weise ist vorzugehen, wenn eS sich um den Thronfolger handelt. — Artikel 61: Die vesugni» der Stellvertretung fällt von Rechtswegen dem Thron« folger zu, wenn er volljährig ist. Wenn der Thron« folger aus den im Artikel 60 angesührten Gründen die Befugni» als Stellvertreter nicht ausüben kann, so wählt die Nationalversammlung in geheimer Ab» stimmung drei kön gliche Stellvertreter. Die köuig« lichen Stellvertreter werden aus die Dauer vou vier Jahren gewählt. Nach diesem Termine und im Falle, daß die Stellvertretung wenigsten« um ZahreSsnst lich seelenlose, «uppcln, vergoldete Gartengitter: Auto flitzen vorüber, elegante Menschen hasten und eilen ia der Hit,«. Aber die Stadt b-a-egt sich und steigt em-per. Sie will und wird werden: «ine «Snigin an Donau und Save. Wir gingen an einem schlichten ebenerdigen H,us« vorüber. Mit feierlichem Dtenstgestcht ein schSner blon-der Posten mit einer «rt Hular«ntschapka davor. Die Wohnung deS Thronfolgers. Sie stimmt mir gut in die Erzählungen von da drunten. Die Schlichtheit de» Fürsten, seine Beliebtheit im Volke fühlt man, wenn man an der unscheinbaren Wohnung vorübergeht. All^r-ding« ist ste ein Provisorium, denn da« neue Sönig»« schloß steht außen fertig, weit« und hochgebaut in der-selben Straße und seine Kuppeln leuchten sichtbar über die meisten Teile der hügeligen, wunderbarschSn gelegenen Stadt. In der Miloschgass« zieht sich im Halbrunde, mit kleiner Ausfahrt, einigen Automobilen davor, einigen Männern in malerischen Trachten am Tore, da« Par« lament, oben die welßblaurot« Flagge am Pfahl, hie und da sich p udernd. Für mich rückte da« Gebäude, sofort al« ich seine Bedeutung erfuhr, in den Schein de« Großen, Schicksalsvollen. Ich wollte hinein kommen. Glücklicher-weise hatten wir an der Donau den Pfarrer von Zemun getroffen und dieser führte un« gerne. Einige Herren in den Gängen auf und ab, rote Fesse, die Stimmung der Borrnittag«sitzung. Da« Fräulein gab die Karte und wir stiegen auf die Galerie empor. So oft in der Zeitung gelesen, fuhren da unten da« Bild und die kreiSemporgebauten Reihen der Sitze vor dem -- - Stiller Zettung verlängert werden muß, wird eine neuerliche Wahl vorgenommen. Wenn die Stellvertretung längere Zeit dauert, finden die Wahlen wiederum nach vier Jahren statt. Die Stellvertreter können bloß geborene Serben, Kroaten oder Slowenen sein, welche Staatsbürger des Königreiches SHL sind, daS 45. Lebensjabr vollendet nnd eine höhere Ausbildung genossen haben. Bevor ste die königliche Gewalt übernehmen, legen sie vor der Nationalver-sammlung, von der sie gewählt wurden, den Eid ab, daß sie dem Könige treu bleiben und nach der Ver> fassung und den staatlichen Gesetzen regieren werden. — Artikel 62: Wenn einer der Stellvertreter zeit-weilig abwesend oder verhindert ist, können die beiden anderen Stellverteter auch ohne diesen die Staats-geschäste versehen. — Artikel 6Z: Für die Erziehung deS minderjährigen König« haden die Stellvertreter Sorge zu tragen. Das Vermögen des ninderjährigcn Königs haben die im Testamente des Königs bestellten Bormünder zu betreuen. Wenn der verstorbene König fvine Vormünder bestellt hat, so sind solche von deu Stellvertretern im Einvernehmen mit dem Staats-rate zu ernennen. — Artikel 64: Bis zur Wahl der Stellvertreter wird der Ministerrat vorübergehend die Staatsgewalt unter eigener Verantwortung aus-üben. — Artikel 65: Falls der König stirbt oder aus den Thron verzichtet, übernimmt der Thron-folger, insofern« er volljährig ist, sogleich die Gewalt und verkündet das der Bevölkerung mit einer Pro-klamation. Innerhalb von zehn Tazen legt er den vorgeschriebenen Eid vor der Nationalversammlung ab. Wenn die alte Nationalversammlung schon auf-gelöst, die neue aber noch nicht gewählt ist, so wird die alle einberufen. — Artikel 66: Wenn der König nach seinem Tode keine männlichen Nachkommen hinterlassen hat, die Königin aber zur Zeit des Ab-leben« des Königs sich in gesegneten Umständen be-findet, so wählt die Nationalversammlung vorüber» gehend einen Stellvertreter, der die Regierung?, gewalt bis zur Niederkunft ausübt. Die Regierung hat der Nationalversammlung vor der Wahl eines Stellvertreter» da« Gutachten dreier heimischen medizinischen Fakultäten entnommener Aerzte bezüg-lich der Schwangerschaft der Königin vorzulegen. Dasselbe gilt auch für den Fall, daß der Thronfolger verscheiden sollte und seine Gemahlin im Augenblicke des Ablebens de? KönizS sich im schwangeren Zu-stände besände. — Artikel 67: Fall« der Thron nach den Bestimmungen dieser Versassung ohne Nach-solger bleiben sollte, übernimmt der Ministerrat die königliche Gewalt und berust die Nationalver-sammlung «nmrzüglich zu einer Sitzung ein, in welcher über die Besetzung des Thrones zu e.it-icheiden sein wird. — Artikel 68: Die königliche Zivilliste wird mit Gesetz geregelt. Die einmal be« schlosscne Zivilliste kann ohne Zustimmung der Nationalversammlung weder erhöht noch ohne Ein-willigung des Königs herabgesetzt werden. Die könig« lichen Stellvertreter erhalten aus die Dauer der Au«» sührung ihrer Obliegenheiten auS der Staatskasse die ihnen von der Nationalversammlung bei der Wahl festgesetzten Bezüge.. Auge aufeinander. Ich Hirte die Stimme in der gespann-ten Ruhe, aber nicht die Worte: da« Auge hatte zu viel »u tun. ES sprach, wie ich später wußte, gerade Trumbik seine berühmte Rede. Die Abgeordneten saßen und räkelten sich in den Sitzen. Gerade unter mir ein farbige« Beet von Fessen und mitten drin ein alter silberbärtiger tnrbanumwickelter Kopf. Im einfachen, mäßiggroßen Saale recht« und link« an der Wand farbenflammcnde Teppiche, »wischen ihnen herau« der Baldachin, Wappen und die weißen serbischen Adler daran-, darunter der Präsident der Konstituante Dr. Ribar. Tiefer die Ministerbänke. Bon einigen Herren besetzt. Merkwürdige« Gefühl in dem Hinblicken auf diese Leute. Ich lasse mir nur den Ackerbauminister nennen und merke mir sein prägnante« scharfe« Gestcht, denn wir sind ja engere Land«leute und ich muß gestehen, daß mich eine «rt von Genug-tuung überlief. Ich kann e« ja gleich hier sagen, später haben mir einige Franztaler Schwaben ganz entzückt vom Besuche de« Minister« in der Kolonie erzählt. Sie waren hochgradig überrascht gewesen von seiner in« kleinste gehenden Fachkenntni» in wirtschaft-lichen Belangen. Und ste schwören auf den Minister Pueelj. Nicht sobald aber hatte ein weißbärtiger Mann meinen Blick aus sich grzogen, so verloren die vielen Menschen da unten ihre Umrisse: ich sah nur ihn und ich wußte, eS ist Pasic, der stärkste Mann de« Balkan«, der alte LSwe der Serben. Er saß und strich ruhevoll den langen weißen Bart', stand dann bald auf, schlank noch und aufrecht und hochgewachsen und schritt ^über da« neue Parkett weg zur Türe, j Nummer 51 Die Umwandlung der verfassunggebenden Versammlung in eine gefetzgebende. Die Regierung beabsichtigt, die versassung-gebende Versammlung nach der endgültigen Verad» schiedung der Verfassung automatisch in eine gesetz-gebende Körperschaft umzuwandeln. Zu den ersten und wichiigsten Arbeiten der nenen Versammlung zählt da» Gesetz über die Wahlordnung für daS ordentliche Parlament. Die Versammlung soll über die Sommerserien vertagt werden und Ende August oder Ansang September wieder zusammentreten. Der Versassungsausschuß soll auf 20 Mitglieder erweitert und in einen GesetzgebungSauSschuß umgestaltet werden, der ununterbrochen arbeiten und auch zur Zeit der ParlamentSserien seine Tätigkeit nicht ein-stellen soll. Die Regelung der Kriegsentschädigungs-frage. Unseren nach Paris entsandten Delegierten Dr. Kumanudi, Dr. Jankovi! und Dragotin Protic ist es nach längeren Verhandlungen mrt den Ver« tretern der Entente gelungen, in der Frage der Kriegsentschädigung ein die Wünsche Jugoslawiens befriedigendes Einvernehmen zu erzielen. Danach erhält der SHS-Staat von den ursprünglich fest« gesetzten 5'/,# der gesamten von Deutschland zu entrichtenden KriegSentschädigungSsumme 5 % in barem ausbezahlt, wogegen das restliche halbe Pro-zent von den Kriegsschulden abgezogen werden soll. Die Delegierten haben sohin die chnen von der Regierung erteilten Instruktionen erfüllt und be« finden sich bereits auf dem Rückwege nach Beograd. Ein Aufruf der südslawischen Sozia demokraten. Die fozialdemokratische Volksstimme in Maribor veröffentlicht einen Aufruf, welchen die fozialdemo-kratische Partei Sloweniens und die sozialistische Arbeiterpartei Jugoslawiens dem Vollzugsausschuß der internationalen Arbeitsgemeinschaft in Wien zur Veröffentlichung übergeben haben. In diesem Aus-r^s wird die Revision sämtlicher FriedenSverträge auf Grund der Selbstbestimmung der Völker ge« fordert, jede einseitige Abänderung zugunsten irgend eine? Staates jedoch verworfen. E« wird der Grund« satz aufgestellt, daß auch die Deutschen das Recht haben müssen, alle im geschlossenen beut» schen Sprachgebiete lebenden Volksgenossen in einem eigenen StaatSwesen zusammenzuschließen und eS wird deswegen das Vorgehen der großen und kleinen Entente, welche den doch naturgemäßen Anschluß Deutschösterreichs an Deutschland zu ver-hindern suchen, verworfen. Ist einmal das Ratio-nalitätenprinzip als Grundlage für die Revision der Friedensverträge anerkannt und auch dem deut-schen Volke daS SclbstbestimmnngSrecht gewährleistet, so sei die Forderung aus Neuregelung der Kärntner Abgrenzung je nach den Mehrheitsverhältnissen als selbstverständliche Folgerung gerechtfertigt. Der Aus-ruf erklärt schließlich, daß durch die Errichtung eine» Wir gingen auch und fuhren mit der Elektrischen nach Topschider. Die Sonne brannte auf die weißver« staubten auzustmäßig verbrannten GraSbüschel am tröst-lo« Aden H>ng über der Straße. Ein blondes Mädel preßte sich mit ihrer aufge-regten roten Mutter herein. Ich war üb«r,euzt, daß e» Deutsche waren und da» erste Wort gab mir recht. Topschider. Romantischer «lang. Aber heute nicht gut behandelt. Der Park mit toten Springbrunnen i» den Bassin« voll grünen Wasser« — oder sprangen sie bloß mittag« nicht — mit der großen mächtigen ästi« gen Platane und dem halb verfallenen Gewächshaus. E« mag aber sein, daß ich d'e schönsten Teile de» Parke« nicht gesehen habe. Nach Topschider waren wir nicht allein hinaus-gefahren. Wir hatten nämlich »u Mittag ,u unserer Freud« den BundeSlekretär d<« Kulturbund«« Dr. Graßl im Hot«l RuSki E,ar getroffen. Er saß da an dem langen Tiiche schwäbischer Bauern, di« rr ia der Schul-frage dem Unterrichtsminister vorgeführt hatte. Wie e» aber schließlich kam, dessen Stellvertreter. Die D«rf-abgesandten prächtige sührerhaste Minner. Und diese ganze Schar war auch nach Topschider gefahren. Ich schrieb einige Beograd« «arten in die Heimat an dem steinernen Tisch unter dem majestätischen stlber-schimmernden Baume, dessen weitgreifende Aeste — selbst stark wie Bäume — ein schattige« kühle« Dach vor die Sonne hielten. ES find vier Buchstaben in de» Stein geschnitten UOKC. Wa» ein gedankeuflmker Schwabe vielleicht richtig la«: Milan Obr«nowit»ch Kaj&i Srpslri. Im Schalten de« Schlißchen«. oder Nummer 51 großdeutscheu Reich s der Friede und die Sicherheit im Herzen Europas am besten geschützt und die Rückkehr der Habsburger bezw. die Wiedererhebunz der zurückgedämmten Reaktion für immerwährende Zeiten unmöglich gemacht würde. Ausland. Drei slowenische Abgeordnete in Kärnten Bei der am 19. Juni in den ehemaligen kärtnerischen Abstimmnngszoncn stattgefundenen Nachwahlen vereinigte die slowenische Partei aus ihre Kandidaten etwas über 9000 Stimmen. Aus Grund dieses Ergebnisses erscheinen drei slowenische Abgeordnete gewählt, und zwar zwei (Ferdinand Kraiger und Dr. Franz Mischitz) sür den Landtag in Klaaensnrt, einer (Johann Bospernik) sür die Wiener Nationalvertretung. DaS Ljubljauaer Tag-blatt Jutro stellt einen Rückgang der slowenischen Stimmen gegenüber dem VolkSabstimmungSergebnisse fest, bei welchem mehr als 15.000 Stimmen sür Jugoslawien abgegeben wurden, der umso aus-fallender erscheine, als diesmal auch die nördliche Zone mitwählte und sonach auch eine Anzahl von Stimmen für die slowenische Liste beigesteuert hat, was bei der Volksabstimmung aber bekanntlich nicht der Fall war. Die Jungfernreden der nationalen Minderheitsvertreter in der italienischen Kammer. Ja der Sitzung der italienischen Kammer vom 22. Juni kam der aus Deutsch-Südtirol gewählte Abgeordnete Walter zum Worte, welcher ausführte, daß die Tiroler Deutschen die neue Grenze nicht mit Genugtuung begrüßen können, weil sie ihnen ausge« zwungen wurde Für die Deutschen bleibe Italien immer nur eiu siegreiche? und fremdes Laud. Der Redner stellte die Forderung auf, daß die deutschen Abgeordneten in der italienischen Kammer ihre Muttersprache gebrauchen dürsen, und erklärt« schließ-lich, daß er und seine Freund« gegen jede Adresse auf die Thronrede stimmen werden. Nach ihm hielt der jugoslawische Abgeordnete Dr. Wilfan «ine Red«, in welcher er in analoger Weise wie der Vorredner daS Recht in Anspruch nahm, im italienischen Parlamente in der jugoslawischen Sprache die Debatte zu jühren. Er sagte, daß in dem Gebiete, das jetzt Julisch-Venetien heiße, daS slawische Element vor. herrsche, und entsesfelte mit dieser Feststellung im ganzen Hause einen Sturm der Entrüstung. In seiner Rev« fortfahrend, bezeichnete er die Einver-leibung des jugoslawischen Gebiete« in da« italie-nische Königreich als «in Unrecht, weil strategische Forderungen auf daS Schicksal von Völkern keinen Einfluß ausüb«n dürfen. Et behauptete, daß das Italienische Befreiungsheer gegen die Slawen mit einer solchen Grausamkeit vorgegangen sei und noch immer vorgehe, wie sie von den Söhnen eines Kul-turvoUeS nicht zu erwarten gewesen wäre. Diese Worte des Abgeordneten Dr. Wilfan erregten einen solchen Lärm, daß seine abschließende» Erklärungen was das fein mag, stand beim Postkasten ein braun« gebrannter Soldat. Ich fragte ihn tn meinem Gemisch von «roatisch-slowenisch-russisch, wo man da Marken haben könnte. Ich merkte wohl, daß der Mann mich merkwürdig erfreut anguckte. Aber gleich getraute er sich scheinbar nicht zu fragen. Erst als ich von dem «aufladen über die weißlcuchtende heiße Straße her »urückschritt, meinte er: „Sie sind ein Slowene!" — „Wie wissen Sie da»?* — »Ich höre da» an Ihrer Sprache." — »Nein, ich bin kein Slowene, ich bin ein Deutscher, aber LandSleute sind wir doch, obwohl ich Sie braunen Menschen sür einen Serben gehalten habe. Bon wo sind Sie zuhauS?" — „V».i Eelje." — „Direkt?" — „Nein, au» St. Peter, kennen Sie da» Vasthau» Zgank? Der Wict ist mein Vater." Und so fort. Er »og flugS eine «arte an» der Brust-tasche mit der Ansicht von St. Peter und freilich seine» Vaterhauses. Seine Freud«, daß er da und draußen einen LandSmann getroffen, war eine geradezu kindlich«. Er erzählte vom Militärleben. Wo er diente? In d«r UnteroffizierSschul« da drüben. Eine unbestimmte Bewegung über die grünen allen Gipfel de» Parke». Ich drückte ihm beim Abschied fist die Hand, denn Eoldatenfreuden und 'leiden hatte ich ja selber sast ein Jahrzehnt lang mitgemacht. Wir fuhren in die Stadt und dann über die Donau. Borh«r aber stiegen wir noch in den Park «alimeghdan auf dem «opfe der Festung empor, die in die Donau abfällt. Wir standen und faßten Donau und Save, die schimmernden Bögen, die schmiegende, ragende Stadt und die sonnen» Cillier Zei tung t der allgemeinen Unruhe unvnstäudlich blieben. Nun erhob sich zunächst der Kammerpräsident Nicola, welcher gegen die Worte d«S Dr. Wilfan protestierte, und sodann der Ministerpräsident Golitti, der die Bemerkungen des jugoslawischen Abgeordneten als eine Beleidigung der heldenhaften italienischen Armee be» zeichnete und dem Dr. Wilfan zu verstehen gab, daß er durch feine Rede seinem Volke einen schlechten Dienst erwiesen habe. Die jugoslawischen Forderungen im römischen Parlamente. Der Abgeordnete BirgiliuS Scek hat im Namen der jugoslawischen Abgeordneten dem Leiter des .^entralamtes für die neuen Gebiete Salata eine Denkschrift mit nachstehenden Forderungen überreicht: I. Wiedereröffnung aller küstenlandischen slawischen Volksschulen, die geschlossen oder in italienische um-gewandelt wurden; S. Errichtung bezw. Wiederherstellung der slawischen Gymnasien in Trieft, Gör; und Pisino; 3. Wiederherstellung der slowenischen Ackerbauschule in Görz und Errichtung einer kroa-tischen Ackerbauschule in Jstrien; 4. Errichtung bezw. Wiederherstellung der slowenischen Real-, Handels« und Gewerbeschulen in den natürlichen Mittelpunkten des Küstenlandes; 5. Firderuug des Wiederaus'.aueS der im Kriege zerstörten Gebäude; 6. Beschleunigung der Auszahlung von Kriegsentschädigungen; 7. Auf-forstung deS Küstenlandes; 8. unbehinderte Zu-sassung und Zustellung der Zeitungen Pncki Prijatelj und Goriska StraZa; 9. Unbehinderte Gründung neuer Vereine; Gewährleistung der freien Entwicklung und der ungestörten Tätigkeit sür die bereits be-stehenden Vereine, wie vor allem sür die Sokol-organisalionen, AuSbildungS-, Gesangs« und andere uationallnlturelle Vereine; 10. Schutz der slowe-vischen Bevölkerung gegen behördliche Verfolgungen und den Terror der Faschisten; 11. Gewährung von Entschädigung an jene, die infolge des Terrors vor und nach den Wahlen durch Brandlegung, Zerstörung des beweglichen und unbeweglichen Vermögens Schaden gelitten haben; 12. Freie Einfuhr von Zeitungen und Büchern aus JuMawien; 13. Freies Passieren der Grenze nach Jugoslawien ohne mit Kosten verbundenen Reisepässen; 14. Unverzügliches Verhör aller Gesangenen und sofortige Freilassung im Falle nachgewiesener Unschuld;15. Gewährleistung der freien Rückkehr und deS ungestörten Aufenthaltes im heimatlichen Wohnorte für alle jene, die vor d«n Faschisten oder sonst jemandem flüchten mußten. Die neue deutschösterreichische Regierung. Zwischen der christlichsozialen und der groß-deutschen Partei ist «in Einvernehmen betreffend die gemeinsame Unterstützung einer neuen Regierung er-zielt worden, demzufolge das n«ue Kabinett die von der Finanzkommission de« Völkerbundes versprochene Sanieruugsaktion durchführen und die gegen-über dem Völkerbund übernommenen Verpflichtungen unter der Bedingung erfüllen wird, daß die Kredit-hilf« spätesten» mit dem Herbste festgesetzt werde. Die beiden Parteien haben sich verpflichtet, auf die Dauer dieses Einvernehmens alle weiteren Aktionen flimmernde Ebene in die Augen. Bevor ich aber „Stadt und Festung Belgerad" verlasse, erzähle ich noch dies. Die Speisen find hervorragend gut. In den HolelS und «afftthäusern — ganz modern einige, gläserne —, Tabaktrafiken und am Markte wird zwanglos ohne da» traurige Herumblicken, »b «» wohl niemand hört, deutsch gesprochen. E» ist ja freilich überflüssig, daß ich da« nun schon zum zw-itenmale belone. Aber ein Lob für die große deutsch« Sprache od«r Propaganda für ste, die ich in China, in Ostasten, in Indien gehört habe, will e« auch nicht sein. Ich sage da« nur, um festzustellen, daß die Serben ein Botk sind von gewissen größeren Zügen und daß sie nicht daran denken, auf der Straße, tm Kaffee oder in der Kirche an der Sprache ihr Mütchen zu kühlen. Ich hatte mich vormittag» durch die «runika ultca, die GesandtschaftSstraße, durchgefragt. Sie schwelst von der Höhe sanft fallend in die Tief« d«r Stadt. Natürlich fragt« ich «in uniformierte» Wesen. Die Ant« wort war serbisch, denn ich sprach ja mein Russo slawisch, und d« Gefragte »«rstand scheinber nicht. Inzwischen ging ein ebenso uniformierte» Unikum vor-über, sagte mein Mann: „G.'h, hörst, Franzt, wo ist d«nu da da« tschechoslowakische Konsulat?* Deutsch. Ich war baff. Allerdings fiel mir der andere mit all der Freude eines landSmannfindenden Tschechen in mein Staunen: Alt ste Czeh? Singend, wie Prag singt. DaS war Beograd. Am Hasen war Farbe und blendender Sonnenschimmer, südliche Ueberschwänglichkeit und die Kühle de« Wasser». ' (Schluß folgt.) Seite 5 für den Anschlug Ve»ilchWrreichS au Den schland einzustellen. Zum Bundeskanzler wurde der bisherige Wiener Polizeipräsident Johann Schober berasen, welcher auch die Agenden für die äußeren Angelegen« heiten führen wird. Die übrigen Mitglieder deS Kabinettes sind um großen Teile Beamte, denen der Ruf fachlicher Tüchtigkeit vorangeht. Interalliierte Gerichtsbarkeit im Rheinland. Die Interalliierte Rheinlandlommission hat eine Verordnung erlassen, durch welche sie sich vor-behält, den deutschen Behörden und Gerichten be« stimmte Verjähren abzunehmen, die nach ihrer An-ficht die alliierten VtsatzungSstreitkräfte angingen. In der Verordnung heißt es: Wenn die Jnter alliierte Rheinlandkomission auf Grund ausreichender Anhaltepunkte.' der Ansicht ist, daß jemand von ir« gendeiner deutschen Behörde oder einem deutschen Gericht mit Sirasmaßnahmen verwaltnngSrechtlicher, disziplinarer, strafrechtlicher oder zivilrechllicher Art bedroht oder ihnen ausgesetzt worden ist. weil er den alliierten Besatzungsbehörden Dienste geleistet haben soll oder weil er mit diesen Behörden in Be« ziehungen gestanden hat, kann die Interalliierte Rhein-landkommission sich mit der Sache befassen. Sie kann selbst iu der Sache entscheiden und das ergangenc Urteil oder Entscheidung einer Revision unterziehen. Sie kann die Untersuchung deS Falles auch an eine von ihr bezeichnete Gerichtsbarkeit verweisen. Der Ueberganz an die Rheinlandkommission unterbricht alle etwa schwebenden Verfahren einer Sache, eS sei denn, daß die Kommission selbst etwas anderes bestimmt. Nachklänge zur Debatte über den Minder-heitsschutz in der französischen Kammer. Ja einem Pariser Briefe, den die offizielle CeSkoslovenSka Republik« veröffentlicht, zieht der lschrnber au» dem Verlaus der Debatte im sranzö-sischen Parlamente über die Ratifikation des Friedens van Trianon und die Minderheitsverträge folgende Lehre: In der Debatte hatte es sich gezeigt, daß die französische politische Ocffentlichkeit systematisch informiert wird über Uebergriffe, die an religiösen oder nationalen Minderheiten in den neuen euro-päischen Staaten.begangen werden. Von uns wurde direkt in diesem Zusammenhange zwar nicht gespro-chen, aber der Sozialist Jean Louguet schreibt in seinem Situationsartikel über die Bedrückung der Deutschen und Magyaren in der.Tschechoslowakei. Die vereinzelten Fülle von Chauvinismus werden im Auslande als typische Fälle geschildert. Ein Staat, der direkt auf die Sympathien der demokra« tischen und fortschrittlichen Schichten im Auslande angewiesen ist, muß strenge achten, daß sein Ruf nicht durch solche Exzentrizität befleckt werde. Solche Vorsälle zu vertuschen, ist nicht richtig, denn da» Ausland erfährt sie dennoch, wie es sich bisher im-mer gezeigt hat. Es erübrigt nur ein Mittel — entschieden jeden chauvinistischen Exzedenten in die Schranken zu weisen, damit da» Ausland ersehe, daß sich die Republik mit solchen Elementen nicht nur nicht identifiziere, sondern sie auch im Zaume zu halten vermag. Eröffnung des irischen Parlament» in Belfast. Wie aus London gemeldet wird, hat König Georg am 22. Juni in Beljast das neue irische Parlament eröffnet. Durch das Zugeständnis einer beschränkten Selbstverwaltung an die Jrländer hofft die englische Regierung, die Sinnseinerbewegung ein« zndämmen bezw. ganz unwirksam zu machen. Ob ihr bieS gelingen wird, ist jreilich eine Frage, die erst von der Zukunft beantwortet werden kann. Aus J-lrttU tmi> sanft. Bestätigung des Bürgermeisters Einer Beograder Nachricht zufolge hat der Thronfolger« regent die Wahl des Dr. Georg Hrasovec zum Bürgermeister der Stadt Eelje bestätigt. Staatsfeiertage. Die Beznkshauptmann-chast Celje hat an die Gemeindeämter ein Rund« chreiben erlassen, daS in deutscher Übersetzung wie olgt lautet: An alle Gemeindeämter! Dienstag, >en 28. d., am Veitstage (Vidovdan) begehen wir )ie Erinnerung an die abgeschiedenen Kämpfer für Glauben und Vaterland. Dieser Tag ist Staats-feiertag und das Gemeindeamt wolle sich nach dem yieramtlichen Rundschreiben vom 28. November 1919, Zahl 496/Pr. richten, welches vorschreibt, wie die Slaatsfeiertage zu begehen sind. Schriftliche Glückwünsche sind im Sinne der Anordnung über Sute 4 die Staatsseiertage an die kgl. Vezirkshauptmanu-fchast in Celje zu adressieren, die sie an die höhere Stelle berichten wird. DaS gleiche gilt auch für den PeterStag am 12. Juli, wo wir den Geburtstag Sr. Majestät des Königs Peter I. begehen werden. Bezirkshauptmannschaft Celje, am 21. Juni 1921. Dr. Zu»ek, e. h. Evangelische Gemeinde. Sonntag vor-mittag» 10 Uhr findet wieder in der Christuskirche ein öffentlicher Gottesdienst statt. In diesem wird Senior May predigen über die Frage: Wie ist Gott? Im Anschluß daran versammelt sich die Jugend zum Kindergottesdienst. Evangelisches. Sonntag, den 26. Jnni, wird in Ptu; der Gottesdienst zur gewohnten Stunde durch Vikar Gerhard May aus Celje abgehalten. Abgabe von Militärtrompeten Der Stadtmagistrat Celje verlautbart unter Zahl 506/21 nachstehende Verfügung des Kriegs- und Marine-Ministeriums vom 22. April l. I. «ach einem Be> richte, den das Kriegs- und Marineministerium von den einzelnen Kommauden in den, neuen Gegenden unseres Baterlandes erhalten hat, befindet sich bei d«c Bevölkerung dieser Gebiete noch eine größere Anzahl von militärischen Trompeten, die zur Zeit des Umsturzes aus den Miliiärmagazinen entnom-menen bezw. von den Militärpersonen des ehemaligen Oesterreich-Ungarn nach dem Umstürze in ihre Hei» mat verschleppt wurden. DaS ist besonders in Kroatien und in Slowenien der Fall; da aber nach der Beuteverordnung diese Trompeten staatliches Eigentum darstellen, das der Armee gehört, so wird die Bevölkerung der Stadt Celje ausgesordert, diese Trompeten sogleich, spätestens aber bis zum 12. Juli l. I. beim Stadtmagistrat Celje abzugeben. Gegen solche Personen, welche diese Trompeten bis zum angegebenen Termin nicht abgeben sollten, wird strenge nach dem Gesetze vorgegangen werden. Die Echuldtragenden haben sich die Folgen sodann selbst zuzuschreiben. Bitten und Beschwerden bezüglich Abkürzung der aktiven militärischen Dienstleistung. Der Stadtmagistrat Celje teilt mit, daß daS Kommando des Celjer Militärbezirkes nachstehend« Verlautbarung veröffentliche; DaS Kriegs -und Marineministerium hat unter F. Dj. Br. 23944 vom 9. Mai 1921 folgende Verfügung heraus-gegeben. Wegen der großen Zahl von Bitten und Beschwerden, welche sich aus Abkürzung der mili-tärijchen aktiven Dienstleistung beziehen, wird behusS Beschleunigung der dieSsälligen Arbeiten nachstehendes angeordnet: 1. Alle derartigen Bitten und Be« schwerdeu, welche den DivisionSkommanden zur Er» ledigung vorgelegt werden, müssen von den Divt-sionSstäben dem Kriegs- und Marineministerium direkt, nicht aber über die Armeekommanden zuge-stellt werden. 2. Alle jene Beschwerden, welche an daS zuständige Militärbezirkskommando abzugeben wären, aber dem Kriegs- und Marineministerium bezw. den Armee- und DivisionSkommanden direkt übermittelt oder durch die Post übersendet werden, sind dem Militärbezirkskommando zur Amtshandlung direkt, nicht aber über die Armee- bezw. DivisionS. kommanden zuzustellen. 3. Die Milltärbezirkskom-manden veranlassen, daß die Bevölkerung ihres Bereiches von dieser Versügung in Kenntnis gesetzt und besonder« darüber genauest ausgeklärt werde, daß daS Kriegs- und Marineministerium auf derartige Bitten oder Beschwerden bei den Armee- und Divi-sionSkommanden keinerlei Schritte unternehmen könne, bevor es von dem betreffenden Militärbezirks-kommando dir notwendigen Angaben zur Erledigung dieser Bitten oder Beschwerden erhalten hat, und daß eS im Interesse des Publikums selbst gelegen ist, alle Bitten bezw. Beschwerden bloß an das zu-ständige Militärbezirkskommando einzusenden, und zwar auch in solchen Fällen, wo sich die Beschwerde gegen die Entscheidung höherer Militärkommanden richtet, weil bloß aus diese Weise die Bitten und Beschwerden so rasch alS möglich erledigt werden können. Reisepässe fürs Ausland. DaS Minute-rium für innere Angelegenheiten hat angeordnet, daß Reisepässe sür das Ausland nur an Personen aus-gestellt werden dürfen, welche sich mit einer Beftä-tigung der zuständigen Steuerbehörde ausweisen können, daß sie die staatlichen jSteuersorderungen sänzlich beglichen haben. DaS Publikum wild auf-merksam gemacht, die Gesuche um Ausstellung von Reisepässen vor der beabsichtigten Reise rechtzeitig einzubringen, damit die Bezirkshauptmannschaft aus Grund dieser Gesuche beim Sleueramte und bei der Steuerbehörde amtlich die bezüglichen Erhebungen vornehmen kann. Die Reisepässe können nur ausge-stellt werden, wenn sich die Partei mit einer Quit- Cillier Zeitung tung ausweist, daß sie nach dem Tage, mit welchem die Antwort deS SteueramteS oder der Steuerbehörde auf die vorhin erwähnten Erhebungen datiert ist, beim Steueramte ihre» ordentlichen Wohnsitzes den ausgewiesenen ZahlungSrest bezw. den Betrag, den die Steuerbehörde provisorisch zur Deckung deS bemessenen Rückstandes festsetzt, entrichtet hat. Der Transitverkehr auf der Linie Maribor Ljutomer hat am 20. Juni begon« nen. Der Zug nach Ljutomer hat zwei Wagen, die von jugoslawischem und österreichischem Personal und Gendarmerie begleitet werden. In St. Jlj werden die beiden Wagen geschlossen, von hier aus begleitet den Zug daS dnitschösterreichische Personal, wogegen da» jugoslawische in den Wagen verschlossen bleibt; erst in RadkerSburg tritt das jugoslawische Personal wieder den Dienst an. Mit anderen Worten, das jugoslawische Personal und die jugoslawische Gen-darmerie stehen ans den beiden auf unserem Terri, tvlium befindlichen Endstücken-der Bahnlinie Mari-bor—Ljutomer in Wirksamkeit, müssen aber das Mittelstück der Strecke auf österreichischem Gebiet in geschlossenem Wagen zurücklegen. Die jugoslawi-schen Reisenden dürfen während der ganzen Fahrt bis nach RadkerSburg nicht auSsteigen. Ju der Rich-tung und Gegenrichtung verkehren täglich zwei Züge. Abfahrt aus Maribor um 5 Uhr 11 Minuten vor-mittags und um 12 Uhr 41 Minuten nachmittag»; Ankunft in Maribor um l Uhr 20 Minuten nach-mittags und um 3 Uhr 52 Minuten abends. girkus Nenloro. Ueber Wunsch des Publikum» mußte die Saison in Ljnbljana verlängert werden, sodaß die Eröffnungsvorstellung erst SamS« tag, den 25. Juni, um halb 9 Uhr abends statt-findet. Am Sonntag (26. Jnni) find zwei große Borstellungen geplant, die eine um 4 Uhr nach-mittag», die andere um halb 9 Uhr abends. Zur Frage der Aufhebung der Se-quester. Wie aus Beograd gemeldet wird, hat die deutschösterreichische Regierung beim Völkerbünde gegen den SHS-Staat Beschwerde geführt, weil in Jugoslawien die nach dem FriedenSvertrage festgesetzte Aushebung der Sequester >Über das Vermögen von unfreundlichen ausländischen Staatsbürgern nicht durchgeführt wurde. Insbesondere hat sich die Wiener Regierung über da» Vorgehen der staat-lichen Sequester in Slowenien beschwert. DaS Tagblatt Jutro polemisiert gegen diesen Schritt der deutschösterreichischen Regierung, sucht die vorgebrachten Beweisgründe zu entkräften und erklärt bezüglich der deutschen Schutzvereine Südmark und Schulverein, daS diese beiden juristischen Personen keinen Anspruch auf Schadenersatz haben können, weil deren Schulen und Baulichkeiten nicht bloß Eigentum eine» Vereines mit dem Sitze im Ausland seien, sondern auch deswegen, weil sie Mittel von Kampfvereinen darstellen, die im SHS-Staate keinerlei Schutz verdienen. Ob und inwieferne dieser polemischen Darstellung Wert beizumessen ist, wird die Verhandlung dartun, welche derselben Quelle zufolge in Kürze im Schoße des Völkerbundes über diese Angelegenheit geführt werden wird. Um den Kafinoverein in Ljubljana ist em^heftiger Streit zwischen der demokratischen und nationalsozialen Partei entbrannt. Der zum Ber-walter deS ehemals deutschen Vereine» eingesetzte Dr. Bitenc hatte, wie da» nationalsoziale Haupt-organ Jugoslavija behauptet, in aller Stille die Aufnahme neuer, der demokratische» Partei ange-höriger Mitglieder begünstigt, sodaß dann bei der vor kurzem stattgefundenen Hauptversammlung die nationalsozialen Parteigenossen in der Minderheit blieben. ES kam zu stürmischen Szenen, die mit allerhand Kosenamen und Vorwürfen garniert waren und deren Erörterung in den Blättern der beide»-gegnerischen und doch wesensverwandten Parteien einen ganzen Wirbel von gegenseitigen Verdächtigungen und Beschimpfungen In die Oeffentlichkeit geschwemmt hat. Von beiden Seiten wird aber Übersehen, daß über die Ausnahme neuer Mitglieder von Rechts-wegen der deutsche Ausschuß zu entscheiden gehabt hätte. Daß durch daS Vorgehen deS eingesetzten Ver» Walters da» auf zehn Millionen geschätzte Vereins-vermögen in slowenische Hände übergegangen ist, kann weder ihm, noch den neuen Mitgliedern zur Ehre gereichen. Aber für derlei moralische Urteile Ist bei uns in der breitesten Oeffentlichkeit leider das Empfinden erloschen. Für deutschösterreichischs Staatsan-gehörige. Die deutschösterreichische Gesandtschaft in Bcograd teilt mit: Deutschösterreichische Staatsangehörige haben im Sinne des Friedensvertrages von Lt. Gnmain ihre" in den Gebieten, Kolonien, Besitzungen und Protektoratsländern von Belgien, Italien und Griechenland befindlichen Aktiven bis Nummer 51 z^m 30. Jini 1931 leim Abrechuung-a^U in Wien (I. Ttubenring 8) anzumelden. Wenn die An-Meldung nicht wahrheitsgemäß, fristgerecht und ge-hörig erfüllt wird, kann ein Entschädigungsanspruch nach Artikel 39 t deS Friedensvertrages von St. Germai» gegen den dentschösterreichischen Staat nicht mehr geltend gemacht werde». Frühere Anmeldunzen auf Grund anderer Anordnungen der deutfchöster-reichischen Regierung entheben von dieser Anmeldung nicht. Wegen näherer Auskünfte haben sich die In« tereffenten unmittelbar an das genannte Abrechnungs« amt zu wenden. Ein Verkehrshindernis bildet« in Wien nach der Ansicht des Wiener Gemeinderates da» Denkmal de» Kaiser» Franz Josef welches vor dem nach ihm benannten Bahnhofe aufgestellt war. Daher wurde eS im LizitationSwege um 35.000 K an eine Steinmetzgesellschaft verkauft. Der Erlös soll verschiedenen WohllätigkeitSzwecken zugeführt werdeil. — W-nn man bedenkt, daß ?S auch in Slowenien eine ganze Meng« von Standbildern habsburglscher Größen gegeben hat, die entfernt wurden, ohne daß daS betreffende Material im In-tereffe der Allgemeinheit veräußert worden wäre, so muß man sich sagen, daß eS sich auch in diesem Falle wieder gezeigt hat, wie schlecht unser« veffent-lichkeit beraten ist, die sich nur von den blinden In-stinkten der Leidenschaft leiten läßt, »hne der prak-tischen Vernunft Einfluß auf ihre Handlungen eiu-zuräumen.- Wirtschaft und verkehr. Die Förderung des ländlichen Be- nossenschaftswesens empfiehlt der deutsche Bau-ernbund für Niederösterreich, Wien, 3. Bezirk, Fuhr-mannsgafse 13» allen jenen, welche in Urlaub auf daS flache Land gehen, weil sie dadurch die Erzen -gung landwirtschaftlicher Produkte und deren Zu« sührung an Kaufleute und Konsumvereine fördern helfen und gleichzeitig sich selber einen dauernden Verdienst sichern. Jnformationsprofpekie sind bei der angegebenen Adresse kostenlos erhältlich. Der deutsche Bauernbund für Niederösterreich vermittelt ferner Ferienplätze an Schüler, Schülerinnen und Studen-ten, welche gärtnerische und landwirtschaftliche Ar-beiten erlernen und gegen Verpflegung und allfäl-ligen Barlohn verrichten wollen. Die neue Auflage von Stempel-marken. Die Zagreber Handelskammer teilt mit, daß der Mangel an Stempelmarken bald behoben sein wird, da zurzeit eine Auflage von 153 Mil-lionen Stück im Gesamtwerte von 99 Millionen Dinar hergestellt wird. Die vorige Auflage stellte einen Gesamtwert von 20 Millionen Dinar dar und reichte n»r für einen Monat aus. Die neue Auflage wird in Zagreb hergestellt. Die Einfuhrtaxe von 50 Prozent auf deutsche Waren ist in Rumänien mit Mtmsterrat»-beschluß aufgehoben worden. Deutschland stellte näm-lich vor Lieferung von bestellten Waggons im Werte von 600 Millionen«» Lei die Bedingung, daß Ru-mänien die Surtaxe aufhebe. Vermischtes Hinrichtung durch Giftgase. An Stelle der bisher Im amerikanischen Staate Neoada gesctz-lichen Arten der Todesstrafe, de» Erhängens oder Erschießen«, hat der Gouverneur von Nevada ein Gesetz genehmigt, daS ausnahmslos die Tölung durch giftiges GaS voi schreibt. Die näheren Bestimmungen verfügen, daß die Strafe innerhalb einer Woche nach Rechtskraft de» Urteils vollstreckt fein muß. Der Verurteilte ist in ein« besondere Zelle zu bringen, die lustdicht abgesperrt werden kann, mit starken Fenstern versehen ist und Ventile für Luft-zufuhr besitzen muß. Der Aufseher, ein Amtsarzt und sechs Bürger müssen der Hinrichtung beiwohnen, indem sie durch die Fenster in die Zelle blicken. Die Sirafe ist ohne vorhergehende Ankündigung an dem Verurteilten zu vollziehe», wenn er schläft (I). Zu-erst werde» die Lustventile geschlossen und dann das Gas in den Raum eingelassen, so daß er den Tod findet, ohne zu erwachen. Wir verstehen, daß diese» HiurichtungSverfahreu gewählt wurde, weil eS als daS barmherzigste erscheint. Da eS aber «in« unbeantwortete Frage ist, wie e» um da« Einschlafen eiueS solchen Verurteilten bestellt ist und wie ia zuverlässieer Weise festgestellt werden kann, ob sein Schlummer lief und dauernd genug ist zum Vollzug Kummer 51 Tiilier Zeitung Seite 5 de« beabsichtigten Verfahren?, so bleibt eS doch zweifelhast, ob da» Gesetz seinen Zweck erreicht, die Qual der Todesfurcht zu lindern. Der Krieg ist nicht vorüver. S. B. Shaw schreibt in Le»lie'» Weekly: Die Zustände hier in Europa sind sehr schlechte und die Aussichten aus Besserung noch schlechter. Nachdem ein Krieg vorüber, sollte e» da» Erste sein, sich loszumachen von allen den Männern, welche bei dessen Durchführung in den Vordergrund getreten find. Ein Krieg benötigt für seine erfolgreiche Durch-führung Männer einer Idee: der Idee zu gewinnen, egal wie. Die» ist die Rolle des Soldaten, und der Soldat muß Rückhalt haben bei Staatsmännern, die mit Macht ausgerüstet wwden, die dem Soldaten durch feine Profession zu eigen ist. Aber in dem Moment, wo der Krieg vorbei ist, ist diese Macht widerwärtig. Der Gedanke zu siegen ist verdrängt durch den einen Gedanken sich zu sichern: die Angst zu unterliege« ist nunmehr aufgeschoben bis zum nächsten Krieg. Wie 1918 der Befehl gegeben wurde, da» Feuer einzustellen, so sollte im Augenblick der Folge-besehl sein, die Herren Clemenceau. Pointart, Lloyd George und Marschall Foch nach irgend einer schönen Insel in der Südsee oder im Mittelmeer zu Iran». Portieren und jegliche Verbindung mit diesem Punkt für mindesten» drei Jahre «bznfchntiden. Statt dessen läßt man die Geschicke Europa» in ihrer Hand. Selbstverständlich fetzen sie den Krieg weiter fort und zwar gegen einen Feind, der sich unterwarf gemäß den Bedingungen des Präsidenten Wilson, die nachdem wie Papierfetzen behandelt wurdeu. Da nun keine Soldaten im Feld mehr zu 38) ^Nachdruck verboten.) Der Australier. Roman von Hedwig «Lourths-AIahler. „DoS ist recht fo, Ralf. So weiß ich doch, daß sie selbst den Wunsch haben, mich kennen zulernen. Einesteils freue ich mich, daß Sie kommen. Ich möchte mir doch gar zu gern das Komteßchen so recht genau in der Nähe betrachten, da» meines Sohnes- Herz gewonnen hat. Aber andernteils ist mir auch ein wenig bange, weil ich nicht recht weiß, wie ich mit den vornehmen Damen umzu-gehen habe." „Es braucht dir nicht bange zu fein, Mutterle. DaS sind wirtlich vornehme Menschen, nicht nur der Geburt nach. Hauptsächlich die jungen Dame» sind so schlicht nnd natürlich, daß in dir gar keine Befangenheit auskommen wird. Wust sehen, wie leicht mit ihnen umzugehen ist. Na und mein Mut-terle braucht sich vor niemand zu verstecken." Frau Jansen lachte leise. „Tue ich auch nicht, mein Büble. Ich habt ja auch nichts Schlimme» getan. Außerdem habe ich einen Sohn, auf den. ich stolz sein kann. Meine Bangigkeit gilt auch nicht mir, fondern dir. Ich möchte nicht, daß die vornehmen Leule über mciue» Sohne» Mutter spotten und ihm damit wehe tun." Er nahm ihre harte, verarbeitete Hand und preßte sie an seine Wange. .Das geschieht ganz sicher nicht, Mutter. Wer dich nicht ehrt und hochachtet, der soll fern von meinem Hause bleiben." Sie strich ihm daS Haar auS der Stirn. »Bist ein guter Sohn. Und habe keine Sorge. Ich sehe den Besuch der Dam-n ganz ruhig ent-gegen, nun ich weiß, daß du selbst ruhig darüber bist." töten waren, so töteten sie Kinder durch Hunger und Not. Da nun keine Unterstäude und Draht-verhaue zu zerstören .waren, 'so zerstörten sie den internationalen Handel, durch de» Europa allein wiederhergestellt werden könnte nach vierjähriger Verwüstung. Und sie zerstören immer weiter. Der Krieg ist nicht vorüber: er ist nur einseitig geworden: dies ist Mord. Wäre dieser Mord ausgeführt von Soldaten, zum wenigsten würden diese verpflegt und gekleidet werden. Aber er geschieht ohne diese. DaS Resultat ist, wir haben 200.000 arbeitslose Männer, vorherige Helden, notleidend, »eil sie den Krieg gewonnen. Sogar die KriegSgewiunler sangen an Not zu leiden, weil ihre Kunden ruiniert sind im Inland und Ausland. Die» ist die beflersreuliche.Nachricht, welche ich zu offerieren habe. Die Remedur ist einzig und allein, den Krieg zu beendigen und den Frieden zu organisieren, egal wie, genau wie der Krieg orga-nisiert gewesen; aber niemand scheint die geringste Absicht zu haben, die» zu tun. Umso schlimmer sür die Zivilisation. _ Totellliste, Monat Mai. Zm allg. Krankenhause: Ferdinand Kronawetter. 66 3„ Hausbesitzer aus Selje. Maria Bach, 35 I., Fabrik«arbeitersgattin auS Prekop. Juliana Dobnik, 28 I., Feldarbeiterin auS Bezovita. Martin Zoher, 75 I., Auszügler, auS Elante. Anton Zupane, 66 I., Gemcindearmer auS JurkloSter. Florian Kautuzar, 29 I., Bergarbeiter aus Loka. Anton Zagar, 63 I., Arbeiter aus Liboje. Katharina Stoklaffa, 52 I., Bedienerin auS Eelje. Maria Plahuta, 56 I., Taglöhnerin auS Ponikoa. Maria Zagar, 54 I., Gemeindearme au» Sv.-Pavel pri Neboldu. Maria Otavnik, 23 I., Taglöhnerin aus Sv. Kriitof. AgxeS Zdoliek, 60 I., Taglöhnerin auS Ponikva. Franz Virant, 32 I., Privatbeamter au» Maribsr. Anton Mal, 16 I., Knecht au» GomilSko. AgneS Gajiek, ? I., Gemeindearme auS?. Michael Moinik, 76 I., Gemelndearmer au» So. Vid bei Grobeluo. Bartlmä Govejsek, 72 I., Gemeindearmer auS Li-boje. Anna Smolinik, 4 I., Dienstbotenkind auß Velenje. Margarete P^-k, 73 I., Gemeindearme aus M. Reka. Anna Sfreief, 42 I., Magd aus Rogatec. Karl Janiö 47 I., Realiiätenbesitzer aus Haler. Anton Bengnst, 13 Z., Sträfling. Apollonia Forstn«, 79 I., Arme aus Slore. AloiS Vahter, 35 I., gew. Arbeiter aus Liboje. — In der Stadt: Antonia Verbek, 30 I.. Wäscherin aus Selje. Her-mann Krusch-tz, 60 I, Oberstleutnant i. R. auS Erlje. — I« Militärspital: Zernej Zmerzljak 43 I., KriezSinvalide auS Sv. Pavel v Sav. dol. M '• unverwüstliche Irf UltS€lrt-| Schuhabsatz Mutter und^ Sohn sahen sich herzlich an und gingen dann miteinander zu Tisch. Nach Tisch hatte Rals noch in der Stadt bei Volkmann zu tun. Dort mußte er heule ein wenig warten. Herr Volkmann befand sich nicht wie sonst um diese Zeit in seinem Kontor. ' Der Diener teilte Ralf mit, Herr Volkmann sei nach Tisch noch gar nicht wieder herüber ge-kommen. Er habe aber 'telephoniert, daß er um vier Uhr kommen werde, man möge ihn sofort an-rufen, wenn Herr Jansen früher kommen »olltc. Ralf mußte einige Minuten warten, bis Volk-mann gerufen worden war. Al» dieser eintrat, merkte ihm Ralf an, daß er etwas erregt war. „Verzeihen Sie, daß ich Sie warten ließ, Herr Jansen, aber ich war in einer Familienangelegenheit ausgehalten worden. Meine Nichte Lisa hat sich soeben mit Baron Korff verlobt." Ralf zuckie leise zusamm:n. Aber er biß die Zähne aufeinander und zwang die Ausregung nieder. „Mit Baron Korff?" fragte er heiser. „Ja, mit d.m Rittmeister Varou Ksiff. Ich hatte einen anderen Plan mit meiner Nichte. Aber die Damen haben mich überstimmt. Meine Nichte liebt den Baron und wird von ihm wieder geliebt. Schließlich habe ich ja aach nicht» gegen ihn ein-zuwenden. Die Hauptsache ist,' daß meine Richte glücklich wird. Schon vor einigen Tagen hat de? Baron meiner Nichte da» Geständnis gemacht, aber mir hat man die» bis heute verschwiegen. Ich sollte erst allmählich weich gemacht werden." Rals hatte Zeit gehabt, sich zu sassen und seinen Grimm über den elenden Verräter zu er-sticken. „Wie wird daS Komteß Dagmar tragen?" dachte er bekümmert. Mühsam brachte er einen Glückwunsch hervor. Dabei kam er sich selbst falsch und hinterlistig vor. Nach seinem Gefühl wär« e» richtig gewesen, Volk- mann zu sagen, daß der Mann, der sich um seine Nichte beworben, ein Schurke war. Aber dieses Urteil hätte er begründen müssen, und das wäre ihm nur möglich gewesen, wenn er daS Geheimnis der Komtesse preiSgegeu hätte. Die Herren erledigten nun ihre Geschäfte, und darnach fragte Volkmann. ob Rals daS Brautpaar begrüßen wolle. Der Baron fei noch drüben, um mit den Damen über die VerlobungSanzeigen zu beratschlagen. Dazu fühlle sich Ralf jedoch außerstande. Er fürchtete sich geradezu, Korff gegeuüberzutreten, w:il er nicht wußte, ob tr feinen Groll beherrfchen konnte. So entschuldigte er sich mit Geschäften und ent-fernte sich. Er hatt? heute fein Auto benutzt und fuhr nun sogleich wieder nach Hause. Dort nahm er sich nur Zeit, einigt Warte mit feiuer Mutler zu wechseln. „Ich muß gleich wieder fort, nach Schönau hinüber, Mutter," sagte er erregt. Sie sah ihn forschend an. „Schon wieder nach Schinau, Ralf? Du warst doch erst heute vormittag drüben." „Ja, Mutier — ich hatte auch nicht die Ab-sicht, nochmals hiuüberzugehen. Aber ich muß eS tun." .Du gefällst mir nicht, mein Sohn. Ist etwas geschehen? Du bist so unruhig." Er sah düster vor sich Hf. „Um mich sorge dich nicht« — mir ist nichtS geschehen. Aber ihr, Mutterle — ihr droht ein großes Leid. Der Manu, den die Komtesse liebt, der hat sich heute mit einer anderen verlobt. Kaum vierzehn Tage ist es her, da hat er ihr von Liebe gesprochen und ihr gesagt, daß er am nächsten Tag um ihre Hand anhalten will. Damals glaubte er, sie fei eine reiche Erbin. I'liun gibt er fein Won einer anderen, weil er inzwischen erfahren hat, daß die Komtesse arm sei. WaS denkst du von so einem Manu, Mutter? Er ist. nebenbei gesagt, ein Baron." (Fortsetzung folgt.) Nur* kurze Zeit in Celje! CIRKUS 1EMLOW Grosse Eröffnungs- abends 8'/2 Uhr aä | Grala-Vorstellung Juni I abends 8'/2 Uhr Preise der Plätze samt 1 1 lll. Platz 1 li. Platz n Vergnügungssteuer u | iVPu > 14 K | 20 K 1. Piatx Ntt™- I »P*™1* 1 Logend «/ 11 I 1 1 ii. ir 2<> K jjjj M. 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