««hrlMstiMg. >chm»»«g «s ^«t»6n»I«W»d>»»k.24. 0»I«»IKI»—/^>hWM lck Mt» MtoIVssw »iWlIiD» »ir. 1« I!H6Ntas. 6SN 22. /UN 1?Z9 » Kb«>MUM»«/VWl»I>«« i» »H»«1bo»» »wfetöGv» >t. 4 ^ i: ^d»»«!»«. moa«0. N vii. »>»«^!l« 24 Vi«», «turok ?o«t ««mT! V VK», Wt <»G ü^klGO ^«I»,»^ »«««tl. SS 0t» V»l«imi»m>ss b St» R 0lW Nsntags-Ausgabe »el««»,«»» ?»«» Mwer erttlmlt Tir B e r l i n, 21. JuN. Tie di« Telesraphen-Unwn erfühtt, ist Reichskanzler Mü ! ke r w B»d MergenS-heim,' «o er zur Kur ^«tlt, plötzlich an einer eiterigen, Gallenblasenentzündung erkrankt. Die Aerzte rietm dem Reichskanzler eine sofortige Operation, die gestern nachmittag in Heidelberg vorgenommen wurde und gut jjU2, A0j USZUSlM q <;UV,jntz' jSlUlZ« lein.. l5 Kommunlfim verhaftet > LM^ B «l. BeSker - r, 2I> Juli. Die Polizei hat wegen kommunistischer Propaganda . wiOdex Personen verhaftet. Bei ihnen wurden große Mengen kommunistischen Propagandamaterials vorgefunden. Die Z«^' der v^« kommunistischer Um« triebe Festgenomn^ne« ist somit bereits «uif 7V gestiegen. Das tleteN im ztaschamr «annwalen»wi»v O a s ch a u, S0. Juli. Heute vormittag wurde im Aigeunermordprozeß da« Urteil Aefällt. Die ^upangeklagten Aoloman I a-n o vulgo Alexgnder Fil ? e und Paul K y da r wurden zu lebenslänglichem Zuchthaus, die übrigen Angeklagten zu Zuchthaus in der Dauer von 18 vis 1V Jcchren verurteilt. Die ungaeifch-tugostavt-scheo Aommunalfchulden LM. B l e d, 21. Juli. Die zwischen der jugoslawischen und unga rtschen Delegation zwecks Regelung der Aar ?ri«gS^mmunail!schulden geführten Verhandlungen wurt«n gestern bandet. Goweit die An^egerchekt' noch nicht völlig ber^'i-nigt werden konnte, werden die strittigen Fragen in einer im kommenden September abzuhaltenden Konferenz nochmals geprüft vnd einer Einigung zuführt werden. Bei den bisherigen Verhandlungen wurde ein . M. Ve r l » n, S1. Fuli. Heute nachmittags stießen in ^r Ntthe deS Freibades Grünau auS bisher unbekannter Ursache zwei voVVesetzte Gtraßenbahnzüge zusammen. Hiebet wurdn mehrere Personen schwer und 1d leicht.verletzt. Au» Engllmd fllr et, dtreNes «Anvmiehmen Vergebliche bulgmlfche Bemavmigen in Varls und Lonbo« RO. S o fia, 21. Juli. Nie die Press« berichtet, arbeiten Auhen-miuister B « r o w in Paris und vesand-t«e H a d i i M i Z e w in London daraus hin, die Weftmüchte slir die bulgarische These betreffend die Beilegung deS jugofla»if^ bulgarischen Konfliktes zu gewinne», d. dafür, dab die Mächte sich für die Sinberu. sunß einer Enquete aussprechen. Die Auf' gaSe Sieser Sm^uete bestünde darin, alle Sre«zz»ischenf«Ie zu untersuchen und an der Grenze eine ständige Kontrolle einzurichten. Während die bulgarische Presse seit ein!» gen Tagen gro^ Siegeszuversicht an den Tag legte, ist sie heute eher pessimistisch ge- > stimmt. Aus der Schreibweise der Blätter ersteht man, daß die ösfentliche Meinung Vul^rienS in den Erfolg ds Außenministers zu zweifeln beginnt, obwohl fich Büro« mit allen Mitteln bemüht, seine Mission erfolgreich zu beenden. Im Zusammenhange damit ersähet man aus zuverlässiger diplomatischer Quelle, daß der englische Geschäftsträger anlähllch seines gestrigen Besuches beim Ministerpräsidenten Ljaptschew dagegen Protest eingelegt hat, dah die bulgarische Presse den Inter-ventionSschritt des englischen Gesandten derart auslege, als ob er gegen Jugoslawien ge richtet wäre. Sr teilte gleichzeitig mit, VtHs» britannien könne aus die bulgarische Forderung bezüglich der Einberufung ei»er internationalen Enquete nicht eingehe», sM-dern müsse der bulgarische» Regiermi« noch mals dringend empfehlen, de« Weg des di-rekte» Einoernehmens mit J«gosra«ieU z» beschreiten, welches bereits z« »iederh»lten Malen seine Friedensliebe dokumentiert ha. de. England neige der Ansicht zu, daß Sie Annahme der im Piroter Einvernehmen ent haltenen jugoslawischen Vorschläge a« ra-schesten zu einer Beilegung aller ftrlMgen Fragen und zur Gicherstellung der Ruhe u. Ordnung an der Grenze stihren würde. Sine Niederlage der ruMchm ostasien VoM Trohti vter den HoWki mU Ehwa TU. K o n st a n t i n o p c l, S1. Juli. Trotzki erklärte, der russisch-chinesische Streit beweise die vollständige Niederlage der Politik Stalins in Ostasien. Die kommu-»ifti^ Partei hätte ihr« Beziehungen zu Marsch»! Tschang-Kai-Ähek nicht abbrechen soRe«, sVnSern «it der bürgerlii^n Gruppe des Kuomingtang im Interesse der Weltrevo lution weiterhin zusammenarbeiten solliin. Trotzki meint, daß die kommunistische Partei alles tun werde, um einen Krieg zu vermeiden. Der Streit sei eine große Niederla. ge der Kvminterne im Fernen Osten. Sine nme Gplonageaffäre Die hiesige» Behörden kam einer «e«n Gpionageassäre aus die Spur. Aus der Insel Kortula landete gestern ein Segler, aus Sem ei» Mann versteckt war. Bei der Untersuchung ergab sich, daß dieser Fahrgast ge-sSlschte Reisedokumente bei sich slchrte. Der Verdächtige wurde nach Dubrovnik über-sührt, wo er beim Verhör erNärte, die Reisepässe seien tatsächlich in Frankreich ge- RO. D u b r o v n i k, 21. Juli. siilscht worden. Osftnsichtlich bestand die Absicht, den Unbekannten an der jugoslawischen Küste auszuschissen, um ihm Gelegenheit zur Spionage zugunsten eines sremden Staates zu geben. Der Verhastete wurde nach Beo-grad übersiihrt, wo er sich vor dem Staats-gerichtshos zu verantworten haben wird. Binnen kurzem ist dies bereits die dritte Verhaftung wegen Spionage aus Koröula. Kurze Nachrichten LM. B e o fl r a d, 21. Juli. In Verbindung mit denk jugoslawischen Protest in Paris und London gegen den Noungplan erhielten die Gesandten Doktor Spalajkoviä und Dr. si; j u r i 6 sowie der jugoslawische Delegierte in der ReparationSkonrmission, B o « k o v i 6, die Einladung, nach Beograb zu koimuen, um der Regierung Bericht zu erstatten und neue Weisungen zu erhalten. TU. Nürnberg, 21. Juli. Anläßlich des zweiten Arbeiter-Turn-und Sportfestes haben die Arbeitersamariter im hiesigen Stabion iVamstag abends bei 1884 Unfällen, darunter 6S schweren, Hilfe geleistet. DU. Pra g, 21. Juli. Der hauptstädtische Magistrat nahm eine Konskription der Prager Nachtlokale vor, da die Verhältnisse dortselbst als sehr gefährlich bezeichnet wurden. Es wurde festgestellt, daß es im eigentlichsn Prag 210, in den Weinbergen 22 unk in der Altstadt .'^7 Nacht lokale gibt. Der Magistrat bereitet eine Vor schrift vor, wonach die.Kellnerinnen künftighin schwarze Kleidung und weiße Schürzen zu tragen haben. Die Schlange al« Auiowächter Eine originelle Sicherheitsvorrichtnng hat eill französischer Großindustrieller lrinem Auto angebracht, um zu verhindern, dasz ihm sein Wagen, >den er meistens selber lenkt, gestohlen wird, während er seine Ge'chüstZ-j^suche und Konferenzen erledigt. Hierzu muß bemerkt werden, daß in keiner Stadt der Welt soviele Autos gestohlen werden, wie in Paris, daS namentlich im Zentnim noch t.)ele enge, gewundene und dadurch bei dem riesenhaften Verkehr unübersichtliche Straßen hat. ES gibt zahllose SichsrheitS-Vorrichtungen, die man beim Verlaisen 5cs Wagens in Funktion setzt, unl sein Gestoh« lenwerden zu verhlitcn, aber bis jetzt hat sich nAch leine als absolut zu'^erläisig er- wiesen. Nur Monsieur DeScantes behauptet, mit der seinen die Lösung des ProblemeS gefunden zu hei seinem Aussteigeil den Platz auf dem Führersitz einnimmt. Obgleich es sich um ein ungift'ges und gutmütiges Tier handelt, wie der Be-sitzert versichert, wirkt nach seiner Behauptung der Anblick des züngelnden Repkes doch so schreckenserregend auf die Herren Autodiebe, daß der Eigentümer jetzt seinen Wagen unverschlossen und unkleallfstchiigt in den belebtesten Straßen stehen lassen kann. Monsieur DeScantes empfiehlt sein probates Mittel mit warmen Worten zur Nachahmung, aber eS ist schließlich nicht jedermann? Geschmack, eine sieben Meier lange Schlange als ständigen Fabrtgenossen KU haben ^ nicht wahr? Der verwegene Dummejungenftretch Der Erfolg entscheidet Über die Ve.ver-tung mancher Tat, die, ivenn sie 'nißglückt, verdamnlt, dagegen lvenn alles gut ausgeht, dein Täter Ruhm und Vorteil elnlnnng:. Den Erfolg hat der junge Mechaniker vo.n englischen Militärflugplatz in Winchester ganz für sich. Auf Grund einer Wette mit einem .^llegen ist der Bursche eines Morgens einfach mit einem der ihm zur War» tung anvertrauten Bombenflugzeuge — einer schilferen zlveimotorigen Maschine --losgefahren. Kühn hinauf in die Wftc. obwohl er die Kunst des FliegenS nur vom Zuschauen kannte. Auf dem Flugplatz war man entsetzt über diese Tollheit. Die Bombenflugzeuge sind besonders schlver zu flie« gen und die Piloten müssen, ehe ihnen eine solche Maschine anvertraut n^rd, ^inen mehr wöchigen SonderknrsuS durchmachzn. Man rechnete spätestens bei der Landung mit einer Katastrophe, und der Kommandant hatte in Ertvartung des Schlimmsten be» reits eine Motorfeuerspritze und einen Sanitätswagen auf den Platz befohlen. Nach zwei Stunden bangen Wartens erschien daS Flugzeug wieder über dem Platz unk landete unter der atemlosen Spannung aller Zuschauer. Und es geschah daS Wunder, daß die Maschine fast glatt auf der Erde auf« setzte und nur geringfügige Beschädigungen am Gestell erlitt, da der kühne Luftikus den Motor nicht genügend abgedrosselt hatte. Er wanderte zunächst vom Führersitz direkt MonIsA, Len 22. AuN !9Ai ins Gefängnis, aber wie der Kommandant ihm schon andeutete, wird cs nicht lange dauern, bis er als rechtmäßiger Pilot seiner britischen Majestät Luftflotte dahin zurücklehrt. Denn die EnMnder sind zu praktisch veranlagt, um so ein fabelhaftes Talent nicht an der richtigen Stelle auszunu!^e.i. Lokales M a r i b o r, 22. Juli. FelerNche tleberrelchung von Auszeichnunoe» Anläßlich der feierlichen Begehung des zehnjährigen Bestandes Jugoslawiens, ain I. Dezember v. I., verlieh der König an einige hlbsige, noch aktive oder bereits in: Ruhestände sich befindliche Eisenbahn« und Postangestellte Or!^nsauszei6)nungen und Mtdaillen in Würdigung ihrer hervorra« ge«den und selbstlosen Leistungen im Dien» ste der Allgemeinheit in den stiirmischen Ta« gxn gegen Ende des Jahres 1013. Die Auszeichnungen wurden nun heute vormittags im Sitzungssaale des Gemeindcratcs vom Herrn Großiupan Dr. Schaubachim Beisein des Herrn Bürgermeisters Doktor Iuvan und des Herrn Magistratsdirek« torS Köchler den Ausgezeichneten in fczi' erlicherweise an die Brust geheftet. Der GroßZupan degrüßte eingangs die Erschienenen und hielt an sie eine Anspra« che, worin er ihre, vor zehn Jahren gelei. steten außerordentlichen Verdienste um die klaglose Abwicklung des Verkehrs gebüh-rend würdigte und sie zu den hohen Aus-zichnungen herzlich beglückwünschte. Im Namen der Ausgezeichneten dankte depiGtati« onSvorstand Herr Mohorko demcherrn GroßZlchan für die warmen Worte bet Anerkennung und drückte die tiefste Ueberzeu-gung aus, daß die Eisenbahn- und Postan^ geistellten stets dem Rufe des Vaterlandes.zu folgen und unentwegt ihre Pflicht aufs strengste zu erfüllen bestrebt sein werden. Redner erfuchte schließlich den Herrn Groß-Slupan, den Dank der Ausgezeichneten Sr. iMajef^t dem König verdolmetschen zu wollen. Er schloß seine Ausführungen mit einen? dreifachen „Ävio" auf den König und das Herrscherhaus, in das alle Anwesenden einstimmten. Der GroßZupan schritt sodann an die Ue-berreichnng der Auszeichnungen. Es erhielten: Den St. Savaorden fünfter Klasse: Josef M o h o r k o, CtationSvorstand, Mari-bor-Kärtnerbahnhof; Alois P l a n t a n, Stationsvorftand-Stellvertretcr, Maribor-HauPtbahnhof; Mivko Perm e, Stationsvorstand in Tezno; Johann A i t a k, Magazin svorstand, Maribor-Hauptbahnhof: Karl RegorLek, Stationsvorstand in SlovenSka Bistrica- Ivan R o g l i e, ehe-inaliger Bahnbeaniter in Maribor; Ivan ZapeLnik, Stationsvorstand in Brezno-Ribniea; Josef P r i n c, Bahnbeamter in Maribor; Janko B r a ö k o, Vorstand der Telegraphen- und Telephonsektion in Mari-vor; Anton K l e m e n o i e, Verwalter -des Postamtes Maribor 3; die goldene Me« daille: Anton R e b o l j, Bahnbeamter d. R.; Albert MoLivnik, Etationsvorstomd d. R.; Ivan S k v a r ö a, Oberkondukwer d. R.; Viktor K o n e L n i k, Lokomotivführer — alle in Maribor; die silberne Medaille: Franz V e r o n i k, Bahnbeamter und I. M e d v e Z L e k, Bckhnarbeiter, beide in Maribor. Nach Beenidigung der kurzen aber eindrucksvollen Feier trafen sich die Ausgezeichneten zu einem Imbiß. Dom Auto niedergtftvßtn Ter 7ljährige, in Tezno wohnhafte Maurer Andreas Bodosek geriet gestern nachmittags bcini Ueberqueren des Äralja Petra trg eineni Auto in den Weg und wurde vom Kraftwagen niedergestoßen. Hiebe! zog er sich einen Bruch des rechten Oberarmes sowie Hautabschürfungen an: Kopfe zu. Die sofort herbeigerufene Rettunzöab-teilung brachte den alten Mann sofi?rt ins Krankenhaus. Sturz vom Heuboden In Skoke bei Hoöe stürzte heute nachmittags der dort wohnhafte 37 Jahre alte Eisenbahnbedienstete Franz Erjave e vom Heuboden und erlitt dabei einen Brpch des rechten Oberschenkels. Die vom- UnfM un-lverzüglich vcrstä^>digte Rettungsabteilung überführte den Schwerverletzten ins Kranke,! Haus nach Maribor. Vferbeb«» In der TvetltÄia ultra wurde heute nach« niittags der bei ber^städtischen Leichenbestattung als Autscher bedienstete, öSjährtge Anton P i n t e r i ö von einem Pferde am rechten Handrücken so kräftig gebissen, daß der PferdewSrter die Hilfe der Rettungsab-teilung in Anspruch nehmen mußte. Klein»« UnMe Beim Pumpwerk in Studenci glitt die 6-jährige Marie S l a v i L e k aus ÄrLevina auf der stark döfelten Treppe aus. Beim Sturz erlitt das Kind eine Rißquetschwun-de am Kopfe. In der Rettungöstatian wurde dem arnien MÄchen die erste Hilfe zuteil. ähnlicher Veise stürzte- heute In den Abendstunden der' 7jährige Dominik B o-2 i e in !i^ajter8perk. ^r Junge erlitt dabei Kontusionen ailn rechten Unterarm. Die Rettungsabteilung überführte ihn inZ Krankenhaus. Da sich'jedoch die Verletzung glücklicherweise als nicht gesäkirlich herausstellte, erhielt das Kind in der Rettungsstation ei-nen Notverband,^ woraus - es in häuslicher ^?floge belassen, wurde. * velikt kavarna: täglich Kabarett, Konzert,^ S333 Sensationeller Selbstmord tn der Hauptstadt Die ÄvnsNerswilwe D«Lell6 nl«ml sich das Lebe« . > LM. B e i> g r a d, SU Juli. Die Witlve nach dem bekannten Maler u. zun: Vorschein. Als man gestern abends das Bildhauer PaSko B u ö e t i Maria, be- Zimmer gewaltsam aufbrach, fand man ging in ihrer Wohnung Selbstmord. In letz Frau. VuLdviL-in ihrem Bette tot vor. Sie tcr Zeit erklärte sie wiederholt Bekannten hatte zuerst'Gift genommen und sich dann gegenüber, sie werde freiwillig aus dem Le- eine Kugel in^^den Kopf gejagt. Da? Motiv ben scheiden. Vor drei Tagen schloß sie sich der Tat ist unbekannt. . in ihr Zimmer ein und kam nicht wieder Derksngnvvoller Stfterz St« MSdchen scherzhaslerwelse k« die Moldau geworfen... Aus Prag wird berichtet: Ein roher Scherz hat in einem Schwimmbad in Prag ein tragisches Ende gefunden. Eine Grippe junger Burschen unterhielt sich damit, Mädchen auf das Sprungbrett zu schleppen und sie dort in die Moldau zu werfen. Einer der jungen Leute packte die 17jährige Beamtin Maria C h in e l, obwohl sie sich verzweifelt wehrte und zerrte sie auf das Brett. Er fragte sie zwar, ob sie schwimmm könne, wartete aber ihre Antwort nicht ab und stieß die Unglückliche in die Tiefe. Sie sank sofort, unter und lam nicht uiehr zum Vorschein. Erst nach vierzig Minuten konnte sie als Leiche geborgen werden. Unterdessen war in der allgemeinen Aufregung der junge Mann! der 23jährige Anton Zapp, verschwunden. Jin Laufe des Nachmittages stellte er sich selbst der Polizei und legte unter Tränen ein Gestä^ndnis ab. Er sagte, das Mädchen habe nüt ihm kokettiert und ihn mit Wasser bespritzt, worauf er sie, dem von den anderen jungen Leuten gegebenen Beispiel folgend, scherzhafterwcise in den Fluß warf. Kregoriüiil'na ul. K (!. Stock). Die Najade Es gab auch Kaviar. Da ist an sich nichts (Nochdruck verboten.) Lächerliches; aber stellen Sie sich bitte vor: Sie sitzen an einer Tafel, an der auyer Ihnen noch dreiundvierzig Personen s'hen. Und nun bemerken Sie, daß einer der Gäste den anderen auf etlvas Ab'onderllches alis-merksam niacht: nämlich, daß fast .iile (^äste schmar.'je Lippen haben! Natürlich gab es erst heinllichcs ?,ch-nun' t^eln, dann verstohlenes Kichern, und en^^lich platzte einer, der das Lachen nicht u:i.'kr bändigen konnte, damit heraus. )!un aal, es kein Halten N'ehr. Alles lachte, alle^i schrie Am meisten aber die Iiiomtcsse. Endl'ch stellte es sich herau!?, was die Ursache dies^^r c?^.l.n-l'rti^en Wirkung des Kaviars war: die Komtesse hat selbst Kaviar gemacht. Und .zwar aus Heringsrogen, Graupen und Farbe! Selbstverständlich hatte kein Mci.sch mehr Appetit auf -die Delikatesse. Die llsom-tesse bekam einen tüchtigen Anpfiff von ihrem Vater, und das Diner nahm scinen Fortgang." Auch Margarete hatte laut auflach.'n n:üs-sen, als sie sich die bemalte Tafelrunde v!?r« stellte. Noch inimer lachend, fragte sie: - „Hat sich denn das L)ssizlerkorps daZ so stilljchweigend gefallen lassen? Ich ineine, die Herren mußten sich doch wenigstens revanchieren?" „Ist allch geschehen, leider war ich selbst nicht dabei, da ich bald darauf nach Hannover versetzt wurde. Aber Salten hat niir's später erzählt." „Und wie hat sich daS Korps gerächt," „Höchst einfach! Zu einem Liebesmahl mit Dainen wurden auch die Komtesse und ihr Vater eingeladen. Die Annahme der Einladung verursachte eine angestrengte Arbeit ittl Korps. Preise für die originellsten Einfälle wurden ausgesetzt, und so weiter. Trotz aller Mühe, die sich die Herren gegeben hatten, bekam dcn ersten Preis — eine Ordonnanz! Diese, ein Heller, findiger Berliner, schoß den Vogel ab. Er hatte von den Sorgen des Korps, natürlich in seiner Eig^n schaft als Kasino-Ordonnanz, Kenntnis gehabt. Wie Salten mir sagte, ist er auch aufgefordert worden, seine Berliner Witzigkeit leuchten zu lassen. Nun, und da hat er dann dem Kopps seine Vorschläge gemacht: Berliner Pfannkuchen mit — Sägemehl gestillt; Früchte auS Wachs; Dessert aus Seife, und solcherlei Dinge mehr. Na, das Liebesinahl kann man sich vorstellen. Und das schönste von allem: diese guten Dinge waren mit den echten gemischt, so das; jeder glauben mußte, nur er sei der Genasführte!" ' Margarete amiisierte sich köstlich, :lm so n,chr', als Arnim sehr anregend zu erzählen vermochte. . - Ais ihr Appetit gestillt lvar, bat Arnim uul die Erlaubnis, eine Zigarette raAch<'n zu dürfen, Margarete glaichzeitig eins der Papyrus anbietmd. V Arnim stand auf. Er ging zur Tür, und rief hinaus: !,Karl — die zwei Flaschen!" Dann trat er hinter ihren Stuhl, die Hände auf den Rücken, verschränkt, und sprach ein Paar gleick)Hültige Mrte. Als sie ihm lustig antwortete, ibeugte Sv sich ganz langsam vor und hauchte einen Kuß auf ihren Scheitel. Er bemerkte «ber nicht, daß sie inl Glase des Büffets alles beobachten konnte. Sie aber sah es, uird sie wehrte sich nicht nur, sondern sie Hab fast unbewußt — den Kopf unmerklich,-slZ.l^ß. seine Lippen fast ihre Kopfhaut berührten. Dabei ging es wie ein heimlicher Schauer üHer ihren Körper. ' Als sich dann'Schritte näherten, ^ng Arnim, sich mühsam bezwingend, zur Tür« Und auch'^ Margarete b^ieb still. Arnim nahm dem Diener den Kühler mit den zwei Goldgekapselten ab und stellte ihn am Tisch auf. einen Stuhl. Als der erste Pfropfen gegen die Decke knallte, schreckte Margarete, die sich süßen Gedanken hingegeben und nichts gehört und' gesehen hatte, zusammen. ' Sie strich sich tlber die Augen. Dann rief sie, sich zur Lustigkeit zwingendi „Nanu--?" Sekt?!" .(Fortl-dijnz.sMZ.' . «Montag, den 2Z. ^ull lS29. 19.Ml. Unterhaltungskonzert. — 20.30: Lke-t^rstunde HanS Hermann Nissen. — Sl.lü: ^»^rt. Budapest, 20.30: Warschauer UÄei^tragung. — L2.l5: Aigeunermusit. — MrWm, 18: Leichte Kusik. - 20.30: Internationales Konzert. — 22.4S: Leichte Musik. — Paris, 20.20: Konzert. FF Die „mWsAe Vropdetin Pichßtte v. Arüdenee, die vorlLufeti» Na-svPi»S. — Sine Frau als Schßpftrw der „Zeilisen Allianz". — Liebe, Beli^on und Politik. < Bon Will Helm. ^'^mer . schon hat es Menschen gegeben, die^^ myf^ch beewflußt — sich selbst als „VjMesandte" beZei^neten und durch ihre qWattM (oft auch, nur erlogene) Frömn:ig-keitz/Gnfluß auf die Führer ihrer Zzit zu KWMen suAten. 'Landers am Zarenhofe Mlten „Pr^phete" und „Heilige" bekannt-Üih^ye grobe Rplly. (Rasputin u. e.), un^ K^Mußten die LUss^sc^ ^litik sehr zum des eigenen Landes und der Nach-In l^em nAchternen Mitteleurypa find PsÄeinungen wie Rasputin allerdings nur sUten anzutreffen,^? auch hier finden »^'ir eine'Religiöse verMtt Äbenteurerin g:?ken FyxtyatS, die ei^ge Zeit lang sogpr die da-y^lge Peltpolitik entscheidend beeinflußte: d^e t t e I u l i a na v. Krüdencr, d^ „MH st i s ch e P r o p h e t i n", wie sie'sewst sich nan^e. Erzogen in einem kurländischen Sldcls» hchise, heiratete sie schon mit 17 Jahren den f^t'40 Jahre älteren russischen Äzsandtsn in'HtoSholm, v. jtrödener. MahloS sinnlich . verMagt» genilgte ihr die mehr väterliche Zuneigung ihres stark verlebten Gatten schcn bald nicht mehr, und schon im zweiten Jahre ihrer Ehe suchte und fand sie Trost bei einem fv»nzöstschen Offizier, den sie während eines Kuraufenthaltes in Frankreich ki.'nnen lernte. Herr v. Krüdener — der inzwisä)e^n nach Berlin über^gesjedelt war — verzieh großmütig und nahm die bald wieder in seine Arme zurückfindende Gattin lieberivll wieder auf. Aber auch'jeht dauerte das eheliche. Glii«l nur kurze Zeit: nach wenigen Monaten ging sie ihrem Mann auf un-d davon und landete nach abenteuerlicher Fahrt in Pari5^ wo sis diesGeliqbte eines französischen D>plcmati'n, sPÄer eines reichen Kaufmanns wurde. Als „ll^ige Witwe"' war sie viele Jahrs tonangebend in der Pariser Gesellschaft, die sich ntP langweilt. Den Tod ihres ManneS esnpfand sie nicht etwa als SchlckfalSschlag, so,^rn als Befreiung von Fesseln, die ihr nui^ lästig waren .. .. PaS tolle Lel^n in dem Itrudel der Pa» risir Vergnügungen dauerte nicht lange. Auß^rechnet die Frau, die biSH«:r hcmwungs loss, über alle Schranken sich hinwegsetzte und ih'-eft erotischen Lei^sii^ften gelebt hatte, in Riga bei eiqem Besuch im Vater-hHPse unter den Änfluß eines 'Ähühmacher« meifterS, der der „stpSertvjihlte" der ^.ama^s weit vEpvreitetm „Böhmischen Brüder" ivar Diese Sektierer ^ hervorgegangen aus den Hufstten — setzten sich in schäM-m Gegensatz. Pl l^rche und Staat, verweigerten Eid, A^«söi«nst und Steuerzahlungen und ge-hyrSten in allem nur ihreni selbster vüülten PistW, der seinen Sitz in Prag hatte. Der ^AuSerwählte^' in Riga, den wahrschzlnlich in'erster Linie das beträchtliche Vermö.An seiner Jüißgevin lockte bekehrte die lsbens-lM^e Da^, die sich nach kurzer Unter-N^isung nicht nur mit ihrer Person, sondern auch mit ihrem Geld in den Dienst «der Sai^ stallte, , und schickte die inzwischen zur ,Mrophetin* avancierte auf das Land hinaus,. wo sie flaminende Reden hielt und sanfte Traktätcheq verteilte.. . Nichtlange Vehrte es, so entwickelte sich die Lebedame zur frömmelnden Hellseherin, die vielleicht sekb^ wirklich überzeugt war, von Gott mit der Gabe der Boraussagung begnadet zu sein. Eine sehr geschickte Regie verstand es, sie rickBg in Szene zu setzen und.'ihr einen Ruf als Hellseherin zu verschaffen, der weit Äor die Grenzen Aurlands örang. Was von ihren ^Weissagungen" Heu-te'nych erhalten ist (und es ist nicht wenig), klingt allerdings für moderne Menschen wie leeres Gewäsch mit dunklen Andeutungen i ihr .Aichang a^r prieS überlaut ihre wunder bare Gabe und verstand e^ selbstverstäir^Iich, ihre Ptithia-Sprüche stets so auszulegen, wie der Lauf der Weltgeschichte eS trior. 5po?t vom 5onntsg „MarVor gewinnt dm Ilgerpokal S: Z <2:0) „plaribor": Koren 2., Koren 1, PliverZek, HreSSak, KirbiS, Koniö, Bertoneelj, Vodeb, PriverLek, Prevolnik, Starc. „telezniear": ötrukelj, Wagner, Bauer, Rvnjak, .Frangesch, Bogrinec, Pollak, Heller, Baönik, Konrad, Jurko. Obzlvar der K r e i s nr e i st e .r mit drei Reserven das Spiel bestritt, kamen die spärlich erschienenen Zuschauer voll auf ihre Rechnung. Die Verteidigung wie auch die Halfreihe waren defensiv und offensiv gut und ragten besonders Koren und K i r-b i 8 hervor. Leider vermißte man in der Stilrmerreihe den richtigen Kampfgeist; sie war aber viel schußfreudiger als sonst. Pie Stürmer scheinen nicht zu wissen, da^ beim Fußball der Start und Schuß auf daS Goal die Haupthedingung ist, u,^ daß manche Si tuation ganz anders ausfallen wsirde, »venn nach jedem Ball gestartet werden Wierde. Es genügt nicht nur, zu siegen, föndxrn auch der Stil ist maßgebenÄ^ in ivelchem Mn siegt. „2 e l e z n i e a r" stellte ^eine aufopfernd kämpfende Mannschaft, jedoch konnte sie in technischen Feinheiten gegen „Maribor" nicht auftonlmen. Die Halflinie war durch das niedrige Paßspiel auf die Defensive beschränkt und konnte die Stürmer nicht mit genügenden Bällen versorgen. Zu Beginn des Wettspieles ereignete sich ein unliebsamer Zwischenfalls der dem Sport absolut nicht nützen kann und nur dem nach giebigen Verhalten der „Maribor"-Funkti!Z-näre ist es zu verdanken, daß das Wettspiel durchgeführt werden konnte. Wie weit daS Auftreten „2elezniears" bezüglich des Schiedsrichters gerechtfertigt erscheint, wollen wir der Entscheidung der hiesigen Schiedsrichtersektion Überlassen. . Im Äri-gen verhielt sich die Mannschaft „2elezni-iÄrs" sehr diszipliniert, nur am Schluß des Spieles bei der Pokalübergabe verließ sie de Monstrativ das Spielfeld, was sportlich uN' fair ist. Nach Slpielende.übergab Herr Ilger den von ihnl gestifteten prachtvollen Poial der Mannschaft des SSK. Maribor, in dessen dauerndem Besitz der Pokal nunmehr verbleibt. KurzerSpielverla'uf: „Z^elez-niöar" legt am Anfang mit scharfem Tempo los,' muß aber nach ein paar harmlosen An^ griffen die Initiative dem Kreismeister über lassen, Die erste Halbzeit verlief nach offenem Spiel mit einer leichten Ueberlegenheit „Maribors", die auch durch zwei Treffer (Goalschützen Prevolniku. Bodeb) MM Ausdruck kam. Nach Beginn der zweiten .Halbzeit konnten die Eisenbahner durch Pollak einen Treffer aufholen. Bald danach erhöht Maribor durch einen Prachtschuß von B e r t o n e e l j die Store. „Ma ribor" belagert intensiv und kann K i r-b i s durch einen Elfmeter den 4. Treffer erlangen. Der Kampf wird immer flotter und kann bald wieder Bertoneelj für seine Farben erfolgreich werden. Schon glaubt man, daß „Zelezniöar" in Grund und Boden gespielt wird, als eine Wendung eintritt, „^leznii^r" bricht durck), Pollak zentriert und Heller erreicht in Abseitstellung den zweiten Treffer für seine Farben. „Maribor" ist bis zum Schluß in erdrückender Uebermacht, kann aber keinen weiteren Treffer erzielen. Zu Beginn, des Wettspiels iMrreichte der SektionSleiter des ^SSK. Maribor Herr N c-r a t dem Verteidiger Koren, welcher heute sein 100. Wetbspicl für die weiß-schwar zen Farben absolvierte, einen prächtigen Sie gelriflg. Schiedsrichter Vesnaver war objektiv und hatte dns Spiel jeder^it in der .Hand. aus dem vorjährigen Wettbewerb, d. Frankreich. tlm vle Stoatsmeifterschaft In der dritten Runde un: die Staatsmeisterschaft gab es wieder Ueberraschungen. So konnte der B. S. K. in Beograd den H. S. K. G r a d j a n s k i überlegen mit 5:1 (3:1) abfertigen. In Split siegte Hajduk nach spannendem Äampse über I u g o -s l a v i j a (Beograd) mit 4:2 (2:2) Toren. Der T a b e l l e n st a n d ist nun folgen-der: 1. Hajduk, 2. B. S. K., 3. Jugoslavija, 4. Ha8k, 5. Gradjanski. Der Davls Sup Amfrika schlägt Deutschland mit 5 : ll! Berlin, 21. Juli. Samstag schlugen die Amerikaner A l l i->I o n und V a n R y n die Deutschen Prenn und Moldenhau er 9:11, 6:2, 6:4 und 6:3. Heute wurden die letzten Spiele ausgetragen. Der Amerikaner T i l-den schlug den Deutschen Prenn 0:1, 6:4, 6:0. H unter siegte nach aufregen-dem und spannendem Spiel über M o I« denhauer 5:3, 1:6, 6:4, 4:6, 6:1. Endresultat ist demnach 5:0 für Amerika. Die Spiele um den Davis-Pokal sind nun soweit gediehen, daß kommenden Sonntag in Paris da's Endspiel stattfindet und treffen sich der Sieger aus den bisherigen Län« derkämpfen, d. i. Anierika, und der Sieqer Den Bater getötet ZragAdi« «t««r Pariser IiivaNde»f«mtUe Aus Paris wird berichtet: Der Kriegs-iirvalide Eugene Marchand in Reims lebte seit langem schon mit seiner FainiUe in Unfrieden. Er war leidend und deshalb sehr nervös, und hatte stets Streit niit den Seinen. Insbesondere seine fünfzehnjährige Tochter quälte er immer mit Vorwürfen. Als ihm dieser Tage die Tochter eine kecke Antwort gab, geriet er in große Erregung und'drohte, er werde die ganze Familie uni bringen. Un: eine neue Szene zu vermeiden, verließen Frau und Kinder die Wohnung. Der am Abend von der Arbeit heimkehrende 18jahrige Sohn Louis, der von dem Vorfall inzwischen vernommen hatte, tadelte den Vater wegen seiner Morddrohung. Dieser stürzte sich wütend auf den Sohn, der zurückwich, ic^ die Äüche eilte, ein dort stehendes Gewehr an sich riß und auf den Vater schoß. Der alte Marchand war auf der Ste,e tot, da die Ängel die Schlagader zerrissen hatte. Louis warf sich, als er sah, was er getan hatte, auf die Leiche des VaterS und hnt ihn um Verzeihung. Dann ging er ruhig zur Polizei und ließ sich verhaften. /L derte. So foll sie — Jahre vorher schon — die Flucht Ludtt>ig des Achtzehnten vor Na-poileou prophezeit haben und sog»? Napc-leons Sturz und seine Verbannung a'.'s St. Helena! In Heidelberg lernte der willen^!chw.ie Alexander von. Rußland währ'^nd der Te-freiungskriege Babette v. Krüdsner kennen, die gemeinsam mit ihnl die Bibel las und sie ihm auslegte auf ihre Weise. Auch scll sie ihm das verlorene Gefecht von Ligneh vorausgesagt haben, wodurch der Zar völlig unter ihren Einfluß geriet. Als die verbündeten Truppen nach kurzem Siege^laui endlich in Paris einzogen, feierte sie den gri'ß-ten Triumph ihres Lebens: an der Seite de) Zaren sah sie die russische Arine.' '.wrbe:-defilieren, die sie segnete und der sie „neue und unerhörte Siege" voraussagte. Dann ging der politische Ehrgeiz nut ihr Rapid" - ..Athletik Sport-Nub Selle" Z:t (2:t) „Rapid" gastierte heute ill Celje und konnte nach schönem Spiel den Kampf für sich entscheiden. Tie Schwarzblauen traten mit geänderter Aufstellung an und spielten B ä u m e l und L ö s ch n i g g Berta in ihren Reihen. Treffer für „RaPid" erzielten Bäumel. Löschnigg Berto und Varlovic, der diesmal in der Sturmreihe tätig war Sonstige Spiele Li»«!-»-: Grosika ! S. ff.' Klan (Novomesto) 1:0 (0:0); durch diesen Lieg wurde „Grafika" Meister der 2. Klasse. Berlin: K. Hertha : F. E. Nürnberg 3:2 (2:1); vor .50.000 Zuschauer wurde da-^ Finale um die deutsche StaatSmeisterschaft ausgetragen. Bekanntlich musite dieses Spiel bereits zweimal wiederholt iverden. Celje: Der Sporttlub „Atena" aus Ljub-ljana traf sich heute mit dem S. K. Eelje in einen: Tennismatch und siegte 5:3. ' : „Maribor"-Referve—„Rapid".Reserve 2:1 (1:0). „Maribor" stellte die ausgegliche. nere Mannschaft, konute aber die vielen gebotenen Chancen nicht ausnützen. Das Spiel wurde trotz der erdrückenden Hitze in flottem und schönem Stil absolviert, Schieds« luchter T o r i n o leitete das Spiel einwandfrei. Nach dem Spiel überreichte .'Herr Ilovar im Namen des MO. dem Sieger der Reserven-Meisterschaft 1928/29, den: 1 SSK. Maribor, einen hübschen Pokal.- durch. Nicht mehr nur als Vorleserin und Deuterin der Bibel wollte sie dem 5)errscher dienen, sondern selbst wollte sie politisch eine Rolle spielen, wollte Macht und Linfluß auf ganz Europa gewinnen! Ihrem beweglichen lÄeiste entsprang der Plan zu de.- „heiligen Allianz", in der alle europäischen Äaaten (mit ?lusnahme von England und Frankreich) sich zu einer „Politik der Religion, des Friedens und der Gerechtigkeit" und zu „gegenseitiger brüderlicher Liebe" oerpflichteten. Metternich den sie grimmig iiaßte und als „Gesandten des Teufels" bezeichnete — nannte zwar ihren Pl.in wegwerfend „Weibergewäsch", an dessen Bestand er nicht glauben wollte. Aber auch er mußte — woll te er nicht als eigenbrödelnder Außensciier gelten — im Austrage der H'aöZburger seinen Namen unter den Vertrag setzen, „das einzige Mittel war, die menschlichen Institutionenfest zu begründen und ihren Unvollkommenhelten abzuhelfen!" Zwar hatte Babette v. Krüdener geglaubk, von dem Zarell Alexander zur Hüterin :'.nd' Wächterin über die Ausführung d-r ?>cr-tragsbestimmungen bestellt zil weciien! kam aber anders! Statt n^den dem Thrc'n des Herrschers zu stehen und mit E:rgels-zungen den Frieden zu predigei:, verfiel sie wieder ihrer Sinnlichkeit, die si" in die Arine eines italienischen Abenteurers irieb, der sie skrupellos ausbeutete, ihr Vermögen verspielte und sie schließlich in der Schwei.^ sitzen ließ, von allen Mitteln entblös'.t. Alexanders Gunst hatte sie sich durrh diese Eskapade verscherzt, die Freunde ^'igcn sich vorsichtig zurück und selbst die „Böhmen" wollten von ihrer „Prophetin" jetzt nichts mehr wissen. Da beschloß sie, einfach eine eigene Sekte zu gründen, reiste :n der Schweiz ulnher und propagierte — die erste Kommunistin reinster Prägung die heit und Freiheit aller Menschen. „Aus der letzten Prüfung des Teus.!l.?, dem ich fast schon verfallen war, hat dcr Herr nnch emporgerissen in seine Svhäre!", schrieb sie damals hochtrabend an eine Verwandte. „Ja, der Himmel selbst hat g.'iocllt, ^daß gerade ich die reine Moral und d^s reine (5hristentum verbreite in der sündi^ien Menschheit! Oh, wenn alle Menschen wüßten, welches Glück uian in der Reli^^ion genieszt, wie würden sie sick) dann vor allen anderen Sorgen hüten, alo der für die Seele!" Tie Regierungen der ^chivei^^ und von Bayern, >das sie ebensalls beeh':re, sahen in ^'>,Mvr!5orer' Wkung^ M. Mov?»st, Ven SS. ?fuN fik»?S. ihr aber merkwürdiger Weise nicht die „Prophetin", sondern einfach eine Aben-teurerin, die von den Almosen ihrer Anhän ger lebte und nebenher staatsfeindliche Id<-en verbreitete. Sie wurde auSgzwiesen, zog zeitweilig als Geliebte eines Lebemannes nach Sachsen, trat dann eifernd für den Freiheitskampf der Griechen ein, bis sie schließlich in der Nähe von Dreiden ein Zk!!.ister gründete, in dem nur Frauen Aufnahme finden sollten, die „durch den Pfuhl der Sünden hindurch zu reiner Frömmigkeit gelangt waren." Auch dieses Unternehmen migling. Fehlte anfänglich das Seld, um die merkwürdige Gründung durchzusehen, so wurde später daS Z^loster der Sammelpunkt zweideutiger ^»»ben teurerinnen, die glaubten, sich hier auf Kosten der Gründerin von ihrem anstrengenden Leben erholen zu können. Babette v. Küdener wanderte in den Schuldturm! Die „böhmischen Brüder", die ihr Vermögen fast restlos für eigene Zwecke verbraucht hatten — antworteten anf die Hilferufe ihrer einstigen Schwester mit Hohn und Spott, und alle die Männer, in deren Armen sie einst gelegen, wollten von ihr nichts mehr wissen, nachdem Jugend und Schönheit geschwun^n waren . . . Noch einmal versuchte sie als Siebzigjährige! es mit der hohen Politik. ?ln den Zaren und an den König von England schickte sie unter Hinweis auf ihre Rolle cils Schöpferin der „heiligen Allianz" umfangreiche Schreiben, in denen sie die Herrscher aufforderte, ein Bündnis zu schlief;cn nnd gemeinsam ein großes „Reich Gottes auf Erden" zu gründen. Sie selbst bezeichnete sich als die „Gesandte des Herrn, der Euch führen wird den Weg, der in den Sternen verzeichnet steht!" Weder Moskau noch London wollten von der „Gesandten des Herrn" etwas .msscn. Verbittert sten Sprachen. Jetzt habe ich den Papagei seit sechs Tagen, und er hat den Schnabel noch nicht aufgemacht. Was denken Sie sich denn dabei, einem so ein Bich zu verkaufen? Wissen Sie nicht, daß ich Ihnen schweres Geld für einen Papagei bezahlt habe, der sprechen kann? Und wissen Sie, was daS heißt, daß er auch noch nicht einmal den Schnabel geöffnet hat und —" — „Ja, liebe Dame," unterbrach sie der Händler, „geben Sic dem Tier auch eine Gelegenheit dazu!" Abgeblitzt. Eine bekannte deutsche Sängerin, die von Amerika nach Europa zurückfuhr, wurde auf dem Schiffe oft von einem eingebildeten englischen Adeligen belästigt, der ihr in unangenehmer Art den Hos machte. Eines Tages, das Schiff nähert? stch der englischen Küste, wurde ein prachtvolles Schloß in der Ferne sichtbar. „Sehen Sie, «dort bin ich geboren wordeir," sagt? der Adelige selbstbewußt und deutete auf das Schloß hin. — „Leider," antwortet? die Sängerin kurz und wandte sich ihrer Gesellschaft zu. Kleiner /^nieiqer Heizbare Badewanne, Elektrisier apparat, Waschtisch mit Mar» morplatte, alte versch. Sachen und Bodenkram. Kejierjeva ul. LS. im Pdrkcas^ Erstklass, russischez Lluartett. nachmtttoftS und ab^dz bei seder Nftter« UN?. 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U?»N6, »utomodllillH V>>W»U l ckiHU, «»tupitv« ll>l«k«ovvl< I «l»» — v>I»»«v>»IIr,0abro?»i!k« vr»6» Uov»k»vi<, >?»<« l Lim, dllUuttllvvic» ulio» 2. Ulli! liir «Ilo l^vilskUvo voriotvortlled: väo K^SPLI^. — Vrvell Äe? »^aridnrslr» ti5lisn,s« in fti»rldor. ft!r «Ivo Nvr»o»>!ed«r oiil> «Ivo vruek vOr»«t» vortUsdi 0l»«ktor 8t»ato Lotöo voduluik w A^»itd<»r.