Schriftleituii,: «athauSgasse Nr 5 Iclevd»» ftr. *1, latmirbia. • »((«duntc lüjtltt u. ffttfrugt! Mg 11—1t D|t vorm. H-rt^arnd«» anten mit: firtttfflcnctirn. B»»eBl«l» «j». cBlaagra mchl fcnütfMngt. 1BIII n t i i b ■ g t n stain: Öls »«rwBllBBg geora Om^naiu der billigst teft->«ftellteB «rbifctca rntocarn. — Set Eds&trJolunjtit Drei». Sie .»»Bis»« Bo«l- atiSnnl Irtrn villl»?» BBt e-mtl-g italM. e«flOatfafli»-»»*to so «wo. Verwaltung RathauSgafse Nr. 5 IflfHOB Wl. 11, tBtfTBlbiB vezugSdrdilljialll,eu DBrch die?«ft dq»ßeu: t»tcrte(jtl»rifl . i . X »*> MWhl . . . i X «'40 •an*t&ttig . . . . X lf-U (fit <1(11 Bitt gBttclBBg in« H-m» t vtoaiin« .... x ei» tWfrtrfiuttt . . .x r— Hnlbji>hr>g ... X C— •«BjlSllttg .... X lt.— Mil XBIUB» er»»»«B M »« ®uiitni antk hljtzrrr» Sers«nt>Bnjl-®rtiHlKS. Ciagclcitttt Uwatteaunil adtta d>« int «bWUflaig. Ar. 8© Mi Mittwoch, 5. Oktoöer 1910. 35. Jahrgang. An die deutschen Land-tagswähler Fteiermarks. Am Sonntag traf in der Statthalterei in Graz die Verfügung ein, daß die Session deS steiermärki-schen Landtages zu schließen sei. Aus diesem Anlasse hat der Verband der deutsch-nationalen Abgeordneten des steirischen Landtages folgende Kundgebung an die deutsche Wählerschaft beschlossen: Zum zweitenmal« in diesem Jahre hat die mut-willige Obstruktion der Slowenen die Arbeit des Landtages verhindert und damit die Hoffnungen der gesamten Bevölkerung des Landes aus die Förderung wichtiger volkswirtschaftlicher Interessen zunichte ge-macht. Der Verband der deutschnationalen Abgeordneten hat die Bemühungen, die Arbeitsfähigkeit des Land-tages wieder herzustellen, von vornherein in ausrich-tiger Weise unterstützt. ES wurde den Slowenen die Möglichkeit geboten, auS der selbstverschuldeten und vor allem für die eigene Wählerschaft Verderb-lichtn Lage einen AuSweg zu finden. Statt diese Gelegenheit zu ergreifen, traten die slowenischen Führer mit neuen und weitgehenden national-politischen For-derungen hervor, über deren Unannehmbarkeit sie selbst keinen Augenblick im Zweifel sein konnten. Dieses Verhalten zeigt klar, daß den Slowenen die Fortsetzung der Obstruktion Selbstzweck ist, um jede geordnete Wirtschaft in Steiermark unmöglich zu machen und damit die Zertrümmerung der Landeseinheit vorzubereiten. Demgegenüber wäre jedes sachliche Zugeständnis gleichbedeutend mit einer PreiSgebung der uns an- Oesterreichs Stellung zu Preußen vor dem Kriege von 1870 71. Ein hochinteressantes und wichtiges historisch politisches Werk erscheint soeben bei der Deutschen VerlagSanstalt in Stuttgart unter dem Titel: „Graf Julius Andrtssy", sein Leben und seine Zeit nach ungedruckteu Quelle» von Eduard von Wertheimer". Wir geben unseren Lesern als Probe daraus einen Abschnitt, der die österreichisch-preußischen Beziehungen vor dem Kriege von 1870/71 behandelt und dartut. wie es nur an einem Haar hing, daß Oesterreich sich auf die Seile Frankreichs schlug und wie es lediglich dem energische» Eingreifen AndrässyS zu verdanken war, daß dies nicht geschah. Nach Dar-stellung deS Gegeusatzes Beust-Andrässy uud der Preßtreibereien in Oesterreich und Ungarn fährt der Verfasser sott: • Die gegenseitigen Anklagen (zwischen Beust und Andrässy) wollten kein Ende nehmen. Da entschloß sich Andrässq, infolge der Aufforderung OrczpS nach Wien zu reisen, wo er am 30. Dezember 1868 in sehr erregter Stimmung eintraf. Dem ihn empfangenden Orczy machte er lebhaste Vorwürse darüber, wie er ihm nur zumuten konnt?, Beust Genugtuung zu geben, der mit seiner unheilvollen deutsche» Po-litik alle Mächte gegen uns hetze und mit seinen schwankenden Grundsätzen eines schönen Tages uns lächerlich machen werde. Preußen, sagte er, brauchte die Hetzereien Beusts in oen süddeutschen Staaten vertrauten Jntereffen des deutschen Volkes in Steier« mark gewesen. Zudem hätte die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit des Landtages auf solcher Grund-läge höchstens einen Augenblickserfolg gebracht; in weiterer Folge wäre die Obstruktion als ständiges ErpressungSmittel in der steirischen Landstube geradezu eingebürgert worden. Angesichts einer derartigen, ebenso gewaltätigen wie frivolen Kampfesweise der slowenischen Abgeordneten erschien die unbedingte Einigkeit aller deutschen Vertreter wohl als selbstverständliche Pflicht. Tatsächlich haben auch einzelne Wortführer der christ-lichsozialen VolkSpartei des Landtages bei den letzten Verhandlungen ihrer Entrüstung Über daS Vorgehen der Slowenen unverhohlen Ausdruck gegeben. Da-gegen mußte schon das Verhalten bei Führers dieser Partei befremden, da die Art seines Eingreifens nur die Wirkung haben konnte und tatsächlich auch hatte, die Slowenen in ihrem Starrsinn noch zu bestärken. Mit Entrüstung aber müssen wir die traurige Hal-tuug des „Grazer Volksblattes" brandmarken, das durch gehässige und unwahre Darstellungen den eigenen Volksgenossen in den Rücken fiel. Wenn nun durch die dauernde Lahmlegung der Tätigkeit des Landtages eine empfindliche Schädigung der kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes eintritt, so fällt die volle Verantwortung auf jene, welche die wichtigsten Güter der gesamten Bevölkerung ihrer blinden Parteileidenschaft zum Opfer brachten. Graz, am 3. Oktober 1910. Der verband der deutschnationalen Abgeordneten im steir. Landtage. nur übelzunehmen, wo wir dann nicht in der Lage wären, uns tüchtig zu verteidigen und zu einem schändlichen Rückzüge genötigt wären. „Zu einer solchen Politil", betonte Andrtssy aufs »"chdrücklichste, „gebe ich meinen Namen nicht her; ich will das begonnene Werk nicht auss Spiel setzen; lieber trete ich zurück, als mich in eine schimpfliche Niederlage hineindrängen zu lassen, für die nicht ich die Ver-antwortlichkeit tragen mag. Ich möchte nicht wir Mensdorff, Belcredi und Esterhüzy im Jahre 1866 handeln, wo jeder die Entstehnngsursache des Krieges von sich ablehnte und schließlich ans die Schullern Biegelebens überwälzte.- Nach der Aussprache mit Orczy weigerte sich AndrSssq, Beust sofort aufzu-suchen, „ich müßte ihm sonst", wie er bemerkte, „alle Grobheiten ins Gesicht sagen." Dasür begab er sich zum Kaiser, den er noch in den Anschauungen großdentscher Politik besangen sand. ES wurde ihm nicht leicht, den Monarchen von den Wegen abzu-bringen, die Beust betreten. Doch wagte er den Kampf, wohl wissend, daß er vor allem den Herr-scher für sich gewinnen müffe, um Beust den Boden für seine weiteren Aktionen abzugraben. Seine Vor-stellungen verhallten nicht ungehört. Es machte aus den Kaiser tiefen Eindruck, als er ihn auf die Ge-fährlichkeit der vom Reichskanzler eingeschlagenen Richtung aufmerksam machte, wie sie alle bisherigen Errungenschaften gefährde und die Monarchie in einen Krieg verwickeln könnte, noch ehe die damals eben in Umgestaltung begriffene Wehrmacht vollkommen unter Dach und Fach gebracht worden. Der Auch ein Korruptionskapitel. Es lohnt sich der Mühe, zu beobachten, wie nacheinander „GottSöberste" aus dem Reiche des BureaukratismuS den Staatsdienst verlassen, um im Dienste einer Privatgesellschaft ihr Einkommen neben der Pension zu verdoppeln und zu verdreifachen. So wurde im heurigen Frühjahre der SektionSchef und Vizepräsident der FinanzlandeSdirettion Dr. Spitzmüller Direktor der Kreditanstalt und in der Sitzung vom 22. v. M. in den BerwaltungSrat der Südbahn kooptiert. Die glänzenden Bezüge ermög-liehen es ihm, auf einen Ruhegehalt zu verzichten. Der noch nicht „ausgediente" SektionSchef des k. k. Eisenbahnministeriums Dr. Ritter v. Schonka (erst al« Sektionschef geadelt) wurde pensioniert und Prä-sident der Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft mit einem fixen Einkommen von 50.000 X. SektionSchef Dr. v. Weber des k. k. Eisenbahnministeriums wird Direktor der Südbahngefellschaft; Sektionsches des Finanzministeriums Dr. Richard Reisch dürfte vor-aussichtlich im Oktober aus feiner jetzigen Stellung ausscheiden und als Direktor der Bodenkreditanstalt eintreten; zunächst will sich der Verwaltungsrat der Zustimmung des Finanzministeriums über diesen Plan versichern. Warum verschreiben sich nun die Privatgesell-schaften gegen glänzende Bezahlung die „Govsöber« ften" aus dem Reiche des heiligen BureaukratismuS? Viel weniger wegen der Kenntnisse, sondern wegen der „Beziehungen", die diese Herren „mitbringen". Die nnnmehngen Direktoren und Präsidenten werden genau wissen, mit welchen Herren vom Eisenbahn-Ministerium oder Finanzministerium sie zu verhandeln haben werden, um den neuen Pflichten gemäß zu arbeiten. Sie werden eS meisterhaft verstehen, den Staat um seine Wolle zu bringen. Ein Gefühl der Empörung mußten jeden staatstreu gesinnten Beam-ten ergreifen, als er las, mit wem und von wem anläßlich der Aufnahme des staatlichen AnlehenS verhandelt wurde. Seitens der Regierung vom frÜ- Kaiser verschloß sich nicht solch triftigen Gründen. Wie schwer eS ihm auch fallen mochte, seinem Lieb-liugswuusche: der Wiedereroberung der Macht in Deutschland zu entsagen, erkannte er doch, bestimmt durch AndrässyS Darlegungen, die unbedingte Not-wendigkeit der Ausrechterhaltung der Neutralität in einem Kampfe zwischen Preußen und Frankreich. Ebenso sah er ein, es sei unumgänglich nötig, vor allem unseren Rücken gegen Osten hin zu schützen. Nach dem entschiedenen Erfolge im Kabinett des Kaisers hatte Andrässy leichtes Spiel mit Beust, zu dem er sich von da begab. Der Reichskanzler, der sich sehr empfindlich zeigte, versuchte seinen deutschen Standpunkt zu verteidigen. Der ungarische Minister-Präsident blieb unerbittlich. Gegenüber allen Be-teuerungen von der Richtigkeit seiner Prinzipien hatte Andrässq nur eine Antwort: er sei sofort bereit, zurückzutreten, wosern Beust das Fingerziehen mit den Preußen nicht aufgebe; unmöglich könnte er es zugeben, daß sein Name in der Geschichte durch die Erinnerung an einen schimpflichen Rückzug gebrand-markt werde. Der Reichskanzler merkte sehr bald, daß Andrüssy nicht zum Nachgeben zu bewegen sei. Wiewohl er sich, was auch der Kaiser von ihm be-hauptete, noch „verschnupft" zeigte, so war er doch zu klug, um es zum Aeußersten kommen zu lassen. Konnte eS ihm doch nicht entgehen, daß ein Bruch mit Andrüssy unfehlbar seinen eigenen «turz nach sich ziehen werde. Beust war nicht der Mann, der für seine Grundsätze daS Amt opfert, an dem er mit allen Fasern seines ganzen Wesens hing. Er Seite 2 Deutsche Ulaqt Nummer 30 heren Gouverneur der Oesterr.-Ungar. Bank Ritter v. Bilinski, seitens der Kapitalsmächte vom Gouver-neur der Bodenkreditanstalt Dr. Sieghart (früher k. k. Sektionsches) und von den' ersten Direktor der Kreditanstalt, dem eingangs ermähnten Dr. Spitz-Müller. Diese Herren, die im letzten Jahrzehnt als glänzende Repräsentanten de» Staates galten, be-mühen sich uun, dem Staate in seinen gegenwärti-gen Finanznöten soviel als möglich zu entreißen, aus der Anleihe den größtmöglichsten EmissionSge-winn zu ziehen. ES ist nicht zu wundern, wenn unter solchen Umständen unsere Staatsbahnen passiv und unsere Finanzen in Unordnung sind und auch die Verwaltung immer schlechter und kostspieliger wird. Nicht die Beamtenschaft trägt die Schuld, sondern jene, die rapid bis zu den obersten Rangsklassen avancieren, vom Staate alles nehmen, was zu neh-men ist: die höchsten Aemter, Titel und AuSzeich-nungen und Würden, die besten Gehälter, Zulagen und Remunerationen und die dann, nachdem sie sich sattgegessen, nachdem sie alles abgegrast haben, ihm. dem früheren splendiden Brotgeber, einen Fußtritt versetzen und im Solde des Großkapitals gegen ihn kämpfen. Polnische Rundschau. Inland. Graf Aehrenthal beim Kaiser. Minister des Aeußeru Gras Aehrenthal, der Sonntag abends aus Turin nach Wie» zurückgekehrt war, wurde gestern nachmittags vom Kaiser in ein-stündiger Audienz empfangen und erstattete dem Monarchen Bericht über seine Begegnung mit Mar-chese di San Ginliano und seinen Empfang bei König Viktor Emanuel. Die Delegationen. Ende dieser Woche werden die österreichischen Delegierten zu Besprechungen zusammentreten, um die Vorberatungen für die Wahl des Präsidiums und der Ausschüsse zu treffen. Die Deutschen nehmen das Präsidium für sich in Anspruch und es käme in erster Linie Dr. Lecher und Dr. v. Nitsche in Betracht. Bon slawischer Seite wird gefordert, daß ein Pole Präsident werde. Bei den Polen besteht jedoch cbensalls keine Einigung über die Person. Abgabenverweigerung in Bosnien. Im Kreise Banjaluka ist eine Bewegung unter den Bauern entstanden, welche den Grundherren willkürlich die Abgaben verweigern. Die Regierung hat umfassende Maßregeln zur Herstellung und Auf. rechterhaltuug der Ordnung ergriffen und die un-tereu Behörden angewiesen, den Grundherren zu ihrem Rechte zu verhelsen. Bon Serajewo und Tnzla wurde Militär zur Assistenz herbeigezogen. Die Ruhe und Ordnung wurde nirgends gestört. Der Kreis Tuzla ist von der Bewegung nicht ergriffen. Es ist Aussicht vorhanden, daß die Bauern infolge der er-griffenen Maßregeln baldigst zu ihrer Arbeit und ihren Pflichten zurückkehren werden. Oesterreich und Serbien. Die „Voff. Ztg." meldet: Die Audienz des österreichischen Gesandten in Belgrad, Grafen Forgach beim Kaiser galt nur der allgemeinen Berichterstattung. DaS Verhältnis Serbiens zu Oester-reich ist keineswegs befriedigend. Dort verdächtigt man nämlich jeden aus Oesterreich der AnSfpäherei, belästig» ihn oder verhaftet ihn sogar. Trotzdem eS in Serbien nichts auszuspähen gibt, denn sein Heer ist im denkbar schlechtesten Zustande und alle Be-sestigungen und Kasernen stammen aus der ;]eit des Prinzen Engen. Alle diele Quälereien übe Serbien nur deshalb auS, um den Haß gegen Oesterreich künstlich zu schüren. In Wiener Kreisen wird man dem nicht mehr lange zusehen. Echt österreichisch. In Aßling werden nach Feldkirchen i. K. doppelsprachige Fahrkarten ausgegeben, wobei Feld-kirchen mit „Trg" «.!) „übersetzt" ist. Da sogar das amtliche Ortsverzeichnis Feldkirchen nur einsprachig führt, so liegt hier wieder eine ZwangSslawisiernng eines reindeutschen Ortsnamens vor, die nicht schars genug verurteilt werden kann. „Trg" --- Feldkirchen in Kärnten! Ja, wie weit soll denn der Stumpfsinn in Oesterreich noch getrieben werden? -Anstand. Ungarn. Da» Magnatenhaus nahm einige Zuschriften des Ministerpräsidenten zur Kenntnis. Hieraus wurde die Wahl der Delegationsmitglieder vorgenommen und sodann die Sitzung geschlossen. Ruhland und Oesterreich. Der „Matin" meldet aus Petersburg: Die Beziehungen zwischen Rußland nnd Oesterreich sind wieder gespannter geworden und zwar infolge der gegen die russischen Produkte angesichts der Cholera-gesahr getroffenen Schutzmaßnahmen. Man betrachtet in Petersburg das österreichische Borgehen al« einen unsreundlichen Akt gegen Rußland. Die Katholikenkundgebungen in Spanien. Soweit amtliche Nachrichten vorliegen, sind die klerikalen Kundgebungen am Sonntag biS ans einige unbedeutende Schlägereien in ganz Spanien völlig harmlos verlausen. Nur in Saragossa gab es vier und in Orense zwei Verletzte. Aus Stadt und Land. Cillier Gemeinderat. Am Freitag den 7. d. M., um 5 Uhr nach-mittags findet eine ordentliche öffentliche Gemeinde-ausschuß-Sitzung mit folgender Tagesordnung statt: Mitteilung der Einlaufe. Berichte des RechtSauSschusses über: 1. die Eingaben wegen Znerkennung des Heimats-rechtes in der Stadt Eilli betreffend den Taglöhner Michael Grosse?, die Bedienerin Agnes Pfeifer, den Handelsmann Franz Marinschek, die Bedienerin Maria Simonifchek und den Hafnermeister August Medwed; 2. das Ansuchen des Johann Vrecko um Erteilung einer Konzession zur Einführung eines periodischen Personenverkehres von Eilli nach Hochen-egg mittels Automobiles und 3. eine Eingabe des StadtrateS in Graz wegen Erwirkung der Zu-Weisung eines Anteiles aus den Personaleinkommen-steuern an die autonomen Gemeinden. Berichte des BauauvschusseS über: 1. daS Ansuchen der Maria Fröhlich um Bewilligung zur Anbringung eines Geschäftssteckschildes; 2. einen Amtsbericht wegen Einstellung des Pauschalbetrages für die Schlosserarbeiten an den Brunnen in der Landwehrkaserne und im Mädchenschulgebäude. Berichte des Finanzausschusses über: 1. das Ansuchen des Theatermeisters Karl Rupprich um Bewilligung einer Erhöhung seiner Bezüge; 2. ein Ansuchen des Militärveteranenvereines um Widmung eines Bauplatzes ,'ür daS Veteranenheim; 3. ein Ansuchen des d«utschen OrtSrateS in Prachatitz um Bewilligung eines Beitrages sür die Deutschen in Böhmen; 4. ein Ansuchen des steiermärkischen Ge-werbeförderungsinslituteS um Bewilligung eines Bei träges für 1911 und 5. ein Ansuchen der Stadt-gemeinde Windisch-Feistritz um Widmung eines Bei-träges zur Errichtung einer Telephonlinie Marburg— Windisch-Feistritz—Gonobitz—Eilli. Berichte des Gewerbeausschusses über ein Ansuchen des Johann Mirtic um Verleihung einer Gastgewerbekonzession und einen Amtsbericht betreffend die Neueinteilung des SicherbeitSwache^ dienstes. Berichte des FriedhosSauSschusseS über eine Eingabe betreffend die Anbringung einer Marmor-tasel bei der Grabstätte des Gustav Nawratil und ein Ansuchen deS Bartlmä Fartschnik um Bewilligung einer Lohnerhöhung. Bericht deS SchulhausbauauSschusseS wegen Vergebung *>er Arbeiten sür den Bau des Knabenvolks- und Bürgerschulgebäudes. Erster evangelischer Gottesdienst ^in Gonobitz. Am kommenden Sonntag den 9. d. Mts. nachmittags um '/,5 Uhr wird in den sreund-lichst zur Bersüguug gestellten Sitzungssaale der liebte die Macht, daS Paradieren in der Oeffentlich> keit, und derartigen Staturen sällt es nicht schwer, rasch umzusatteln, wenigstens sür so lange, als ihnen widrige Umstände herrschen. Der Reichskanzler ließ daher aus der ganzen Linie zum Rückzug blasen. Andrässy hatte den Frieden gerettet. Denn die seind. liche Stimmung zwischen Wien und Berlin war be-reit» so weit gediehen, daß man in diplomatischen Kreisen schon vom Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Oesterreich-Ungarn und Preußen sprach. Bei solcher Lage der Dinge war es geradezu lächerlich, wenn die Preßorgane der Reichskanzlei es in alle Welt hinausposaunten, Andrässy habe eine kriegerische Politik betriebe», der nur allein die staatsmännische Weisheit Beusts die Spitze abge-brochen. Der Herzog von Gramont mußte wohl am besten, daß diese Behauptungen keinen Funken von Wahrheit enthielten. Ihm hatte ja Andrässy un-mittelbar nach einer bewegten Unterredung mit Beust wörtlich gesagt: „Glauben Sie nicht halben Worten und halben Versprechungen, wer immer eS auch sei, der sie Ihnen gibt, lügt Sie au.'^ Der ungarische Premier machte vor dem sranzösischea Botschafter kein Hehl daraus, daß Napoleon absolut nicht aus das ungerüstete Oesterre'ch-Ungarn rechnen dürse — eine Bemerkung, die Gramont mit dem Ausdruck des Dankes sür die ihm bezeugte Ausrichtigkeit erwiderte. Nun wisse er wenigstens, fügte er noch hinzu, wo-ran er sich zu halten habe. Von dem Moment an sprach der sranzösische Botschafter nie wieder von Politik mit Andrüssy. Aber auch der ungarische Ministerpräsident wußte, daß er nicht länger zögern dürfe, mit kräs-tiger Hand in das Wespennest von Jntrigen und abenteuerlichen Plänen, die alle verschiedene Ziele anstrebten, einzugreisen. Die altsranzösische Adels-partei stand von Paris aus mit den Wiener hoch-aristokratischen reaktionären Kreisen in Verbindung, um in gemeinschaftlicher M inierarbeit den AuSbruch des Krieges zwischen Preußen und Frankreich zu fördern. Hoffte von dem Waffengang die altsranr Mische Adelspartei den Sturz des Napoleonischen Kaiserreiche», so schmeichelten sich dagegen die Wiener Aristokraten, durch den Krieg die Demütigung Preußens und in letzter Linie die Wiederherstellung ihrer Herrschast in Oesterreich herbeizuführen. Ihnen schloß sich Erzherzog Albrecht als das an« erkannte Oberhaupt der Militärpartei an, die die Niederlage von 1366 noch nicht verwunden hatte und nichts sehnlicher wünschte, als im Kampfe gegen Preußen die erlittene Scharte der österreichischen Armee wieder auszuwetzen. Als Bundesgenosse bot sich das depoffedierte hannovcranische KöuigShauS an. indem die Anhänger der alten Zustände in den von Preußen neuerworbenen Provinzen ihren Führer sahen. Alle diese verschiedenen Parteien blickten ver-trauend aus Beust, der unermüdlich rührig war, um den Revanchekrieg, daS vornehmste Ziel seiner Lebens-arbeit, vorzubereiten. Während er, woran ja absolut nicht mehr zu zweiseln ist. mit Frankreich und Italien über daS Zustandekommen eine« Dreibunde» mit der Spitze gegen Preußen unterhandelte, wollte er Polen als eine feste Bastion gegen Rußland be-nutzen, um es als etwaigen Bundesgenossen Preußens von dieser Macht abzuschneiden. BiSmarck, der ge> rade des ruffischen Freundes benötigte, ummitdeffen Hilfe den Wiener Hof in Schach zu halten, ver. folgte Beusts polnische Pläne mit der größten Auf-merksamkcit. Werther hatte aus Wien berichtet, der Reichskanzler halte sür den Fall äußerster Sven-tualitäten an der Idee sest, auS Galizien ein unab-hängiges Königreich zu machen und Oesterreich für den Entgang dieser Provinz durch die Besitzergreisung „gewisser" Donauländer zu entschädigen Die ganze Sache >°chien Bismarck durchaus nicht unbegründet; auch ohne daß darüber bestimmte Schriftstücke existierten oder daß aus der Rede des Reichskanzlers selbst Andeutungen hieraus hervorgingen, hielt eS der norddeutsche Kanzler doch sür zweifellos, daß Betist der Idee einer politischen Wiederbelebung der polnischen Nationalität und eventuell eines Länder-erwerbes an den Donauländern sesthalte, und zwar nicht nur sür den Fall extremer Eventualitäten. Um so mehr glaubte Bismarck an das Bestehen d:r-artiger Absichten, als sie schon zur Zeit des Krim. kriegeS vom Wiener Kabinett bei Friedrich Wilhelm l V. von Preußen angeregt worden waren, von dem er eS dann selbst ersahren. BiSmarck war überzeugt davon, daß diese Richtung der Politik von Wien au» nie ausgegeben worden und sie nunmehr eines der wesentlichsten Elemente der Beustschen Bestre-bungen ausmache, um je nach den Umständen von ihr verwertet zu werden. Die Berechnung, meint Nummer 80 BezirkSvcrtretuug zu Gonobitz der erste evangelische Gottesdienst von EiLi aus abgehalten iverdeu, in Verbindung damit findet die Konfirmation eineS Jünglings dieser Station statt, sowie die Feier des heiligen Abendmahles. Zu dieser erhebenden Ver-anstaltung ist jedermann herzlich eingeladen. Ein neues windisches Blatt in Eilli. Seit 1. Oktober erscheint in Cilli eine Neuauflage der alten „Südsteirischen Post" unter dem Titel: „Südsteirische Bolksstimme". Dieses Blait wird in der slowenischen Druckerei „Zvezna tiskarna" gedruckt und beschäftigt sich ausschließlich damit, deutsche Mit-bürger in der maßlosesten Weise anzugreisen und herabzusetzen. DaS Blatt dient ausschließlich nur slo-weilisch-nationalen Interessen, es wild auch von dem Organ des Dr. Kukovec aus das Wärmste empioh-len. Der „Narodni Dnevnik" schrieb in seiner letzten Freitagnummer über das neue wiudische Zeitungs-unternehmen unter anderem folgendes: „Dle „Südsteirische Bolksstimme' er'cheint morgen zum ersten-male in Eilli und die erste Nummer wird sicherlich auch vielen unserer Bereine und einzelner Personen zur Ansicht zugesandt werden. Seitdem die a u s g e -zeichnete Verteidigerin der Interessen und Rechte der Slowenen, die Südsteirische Presse („Südsteirische Post ) zu erscheinen aushärte, halten wir kein Blatt mehr, in welchem wir einer breiteren Oesfentlichkeit unsere Wünsche undFor-derungen ruhig und objektiv mitteilen konnten. Den Deutsäen und zum großen Teile der Regierung hatten verschiedene deutsch-nationale Blätter und Blättchen über uns berichtet, welche sich im Kampse gegen uns selbstverständlich nicht im min-besten an die Wahrheit hielten und welche die ohne-dieS schon erregten nationalen Leidenschaften in Un-tersteiermark in ihrem eigenen Interesse »och mehr aufpeitschten. Eine überaus große Zihl, man könnte vielleicht sage», die Mehrheit der wirklich ernsten Teutschen in Untersteiermark hat diese Hetze, welche insbesondere der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes schadet, satt und sehnt sich nach einem ruhig geschriebenen objektiven deutschen Blatte, welche jedem sein Recht zubilligt und sich endlich um die nationale Verständigung in Untersteiermark annimmt. (Die Win-disch-liberalen Heuchler wöchien hier den Anschein erwek-fcii, als ob nicht jedermann wüßte, daß gc ra d e n u r d i e windische Presse die Verhetzung predigt, zum wirtschaftlichen Boykott aufreizt und das ganze öffentliche Leben durch Angebereien und chauvinistische Wut-auSbrüche vergiftet. Anmerkung der Schrift-lcitung). Und nicht nur vom wirtschaftlichen, sondern Bismarck, ist eine falsche, daß ein solches Königreich nicht lebensfähig sei; eine andere Sache ist eS, daß selbst der Versuch einer durch die österreichische Grenze vorläufig gedeckten Bildung desselben in Galizien durch eine von Rußland unterstützte Gegen-bewegnng neutralisiert und vereitelt werden könnte. Selbst wenn das polnische Reich mit einem Erzherzog als König, sügte er hinzu, nur als Schreckbild nnd zur Lahmlegung für Rußland benutzt werden sollte, würde die Rerechnung salsch sein; denn sie setzt Ver-Hältnisse voraus, wie sie nur zur Zeit der polnischen Insurrektion von 1830 vorhanden waren. Jetzt ist Rußland in seinen polnischen Provinzen in der Lage, einen Aufstand zu ersticken, ehe er sich entwickeln kann. Preußen knüpft also, resümiert der Bundes-kanzler, gerade keine Besorgnisse an die dieSsallsigen Pläne des Grafen von Bcnst; daß er aber solche Pläne hege und dieselben als ein bedeutsames Glied seiner französischen Allianzpolitik ansieht, ist wohl mehr als wahrscheinlich. Hatte Freiherr von Werther gemeint, die Ungarn würden nie den Ersatz GalizienS durch nichtungarische Länder als Verminderung ihres Einflusses zugeben, so war Bismarck hierin anderer Ansicht. Seine Auffassung der Lage zeigt, daß er Benst das Aeußerste, selbst die Zerstörung des soe> ben unter seiner Mitwirkung zustande gekommenen Ausgleiches vom Jahre 1867 zutraute, nur um der Revangepolitik Geltung zu verschaffen. (Schluß folgt.) Zentscke iUnriit auch vom sozialen Standpunkte aus ist das neue Blatt hochbedeutsam, wird es ja doch untergraben helfen die anmassende, geldgierige gegenwärtig herrschende Clique in Cilli, Marburg, Pettau, Flie-dau, Rann und was es noch an solchen kleineren untersteirischcn Märkten und Städten gibt, welche nicht einsehen wollen, daß sie auf die slowenische Bevölkerung angewiesen sind und daß es das Beste ist, wenn sie mit ihr in Frieden leben. (Mü Ausnahme der windischen Geistlichen und Advokaten-schreibe? und einiger geschäftsmäßiger Hetzer, die ausschließlich im windischen Lager sind, ist wohl jeder vernünftige Mensch in Unlersteiermark für den wirt-schaftlichen und nationalen Frieden zwischen beiden auseinander angewiesenen Volksstämmen. Anmerkung der Schriftleitung.) Um die im slowenischen Lager herrschenden inneren politischen Uinstimmigkeuen wird sich daS neue Blatt nicht kümmern. Die „Südsteirische Volksstimme" wird daher eine wichtige Aufgabe zu erfüllen haben und wir empfehlen sie wärmstenS zurInsertion und zum Bezüge." DaS ist also der Empsehlungsbrief welchen das Organ des Dr. Bekoslav Kukovec dem neuen Blatte auf den Weg gibt. Die Empfehlung war anch von einigem Erfolge, denn in der windischen Bolksstimme haben bisher nur Windische inseriert. Die deutsche Bevölkerung Cillis wird das neue windi^che Blatt ignorieren. Es ist von Interesse, festzustellen, daß einzelne Auswürflinge aus dem deutschen Lager nun offiziell zu Mitarbeitern der »indischen Partei geworden sind. Wir beglück-wünschen unsere Gegner zu dieser wertvollen Ber-stälkung, sehen aber heute schon den Tag voraus, wo diesen Auswürflingen der wohlverdiente Fußtritt auch von windischer Seite zuteil werden wird. Deutsche Redeschule. Die Jnngmannschast Scharsenau beabsichtigt, am Freitag den 7. d. Mts. im evangelischen Gemeindesaale eine deutsche Rede-schule zu eröffnen. Zweck derselben ist, Jünglinge und Männer zu schlagsertigen Rednern, besonders in unserem völkischen Belangen, durch Einführung in die allgemeinen Regeln der Redekunst, regemäßige Redeübungen Kritik der Einzellcistuuge» heranzn-bilden. Jeder lernbegierige Deutsche ist hiebet herz-sich willkommen. Die Sektion Eilli des D. u. Oe. Al-penvereines ersucht uns um Ausnahme folgender Zeilen: „Seit Jahren wurde von vielen Sektionen darüber Beschwerde geführt, daß alljährlich neue Mitgliedskarten ausgestellt werden müssen, wodurch die Mitglieder gezwungen seien, auch jährlich neue Photographien einzukleben und überstempeln zu lassen. Es wurde daraus hingewiesen, daß viele andere große Verrue die Erneuerung der Karten durch Ausgabe von Jahresmarken vornehmen und das gleiche Bor» gehen empfohlen. Diesen Anregungen Folge gebend, wnrde die Einrichtung getroffen, daß die für 1910 ausgegebenen Mitgliedskarten auch in künftigen Iah-ren verwendet werden können, indem das viereckige Feld auf der Vorderseite, das die Jahreszahl 1910 enthält, mit einer farbigen Marke, die mit der neue:, Jahreszahl versehe» ist, überklebt wird. Der Vor-gang gestaltet sich also künftighin wie folgt: 1. Neu-eintretende Mitglieder lerHalle» eine Mitgliedskarte in der bisherigen Form, die jedoch mit der Marke des EintrittSjahreS zu versehen ist und in die das Lichtbild eingeklebt und über-stempelt wird. 12. Bereits der Sektion angehörige Mitglieder, die somit schon eine Mitgliedskarte besit-zen, crhalten nur die JahreSmarke, die von ihnen selbst auf der Vorderseite in das viereckige Feld aus-zukleben ist. (Mit dieser Marke ist zugleich eine Quittung verbunden) Nur die mit der JahreSmarke versehenen Mitgliedskarten sind für das betreffende Jahr als AnSweife gültig. Die hüttenbesitzenden Sektionen werden daher in ihrem eigenem Interesse ihre Hiittenwirtschafter ausmerksam machen, daß sie stets auf die Jahreszahl bezw. auf die farbige Marke genau achten. 3. Mitgliedern, die ihre alte Karte nicht mehr besitzen oder deren Karten schadhaft ge-worden find, werden aus Verlangen nene Karten mit der Marke des laufenden Jahres ausgehändigt. Auch die Ausweise für die Ehesranen können durch Aufkleben einer Jahresmarke für das betreffende Jahr gültig gemacht werden. Den Sektionen werden daher sür das Jahr 1911 geliefert: a) eine ihrem Mit-gliederstande entsprechende Anzahl Jahresmarken, Seite 3 b) eine verhältnismäßige Anzahl von Mitgliedskarten (ohne Jahreszahl) für Neneintretende bezw. für Ersatz. Diese Karten sind bei der Ausgabe jedoch gleichfalls mit der Jahresmarke für 1911 zu verse-hen. Diese Neuerung wird allerdings in diesem Jahre etwas mehr Arbeit verursachen, dafür aber in den kommenden Jahren viele Mühe ersparen, insbesondere da» jährliche Ueberstempeln überflüssig machen. Der Samstag-Kegelklub hat dem Stadt-verschönerungSverein anläßlich j des Schlußscheibens fünf Kronen gespendet. Monatsausweis des Einlagenftandes gegen Kassenscheine nnd Einlagsbücher der k. k. priv. Böhmischen Unionbank: Stand am 31. Aug. 1910 . . K 77,781.603-56 „ „ 30. Sept. 1910 . . » 78,035.375-78 daher Zunahme K 253.772-22 Das Fußballwettspiel in Klagenfurt. Der hiesige Athletik - Sportklub hatte am letzten Sonntag in Klagensurt mit dem dortigen ersten Fußballklub das letzte Wettspiel im heurigen Jahre ausgetragen. Leider muß es Heuer das letzte sein, da unsere Mannschaft durch den Verlust der Herren Kalander nnd Joses K r e l l sür die nächste Zeit empfindlich geschwächt wird. Wir hoffen jedoch, daß diese Herren im folgenden Jahre wieder Ge-legenheit finden werden, ihre Kräfte nns bei Wett-spielen zur Verfügung zu stellen. Das Wet'fpiel in Klagenfurt »ahm anfangs einen ziemlich gleichmäßigen Verlauf und die beiden Mannschaften hielten sich das Gleichgewicht. Die vereinzelten gesährlichen Vorstöße wurden beiderseits abgewehrt, so daß bis knapp vor Schluß der ersten Halbzeit keine Partei einen Ersolg erzielen konnte. Erst in den letzten drei Minuten der ersten Halbzeit brachte ein Eckstoß den Gegnern ein Tor. In der zweiten Halbzeit verlegte sich das Spiel größtenteils auf die gegnerische Seite und gleich ansangs gelang es unserem rechten Flügel Herrn C ö l e st i n durch einen schönen Zenter-schuß den Ball derart vor das seindliche Tor zu bringen, daß Herr Josef Krell den ersten Treffer erzielte. Bald darauf gewannen die Klagenfnrter durch einen zweiten Ersolg die Oberhand, der nun unsere Mannschaft zu einem noch schärferen Ein» setzen in das Spiel ermunterte, um einen Ausgleich herbeizuführen, was Herr H r e n nach eifrigster Arbeit unter Mithilfe des Herrn Franz Krell in der letzten Minute bewirkte. So endete das Spiel wieder unentschieden mit 2:2. Im großen und ganzen schienen die Eillier ihren Gegner etwas über» legen, obwohl die Klagenfnrter einzelne ausgezeichnete Kräfte besonders in der Verteidigung und an den Flügeln aufzuweisen hatten, da ja in ihre Mann« schast überraschender Weise auch Realschüler ringe» stellt waren, die als hervorragende Spieler gelten und auch heuer schon einige glänzende Erfolge zu verzeichnen haben. Auch Herr Bürger, der uns schon bei zwei Wettspielen gegen den Marbnrger Sportverein gegenüberstand, trug viel zur Besserung der Klagensnrter Mannschaft bei. Von unserer Mannschaft vertrat jeder einzelne seinen Posten in anerkennenswerter Weise, obwohl insolge der eigen-tümlichen Bodenbeschassenheit des Spielplatzes, wo-durch das Spiel hauptsächlich aber das Zusammen-spiel beeinflußt wurde, ihre Ausgabe eine schwierigere war. Herr S t o k l a s s a fiel besonders durch seine weiten Goalstöße ans. Das Schiedrichteramt lag in den Händen des Herrn Professors Bergmann ans Klagensurt, dem sür seine unparteiische Leitung des Spieles an dieser Stelle der beste Dank auS-gesprochen sei. — Der hiesige Athletiksportklub hatte im lausenden Jahre sechs Wettspiele auSgetragen. Er hat zwei Siege und zwei Niederlagen zu ver-zeichnen, während zwei Wettspiele unentschieden endeten. In der letzten Zeit nahm unsere Mann« schast sichtlich einen schönen Aufschwung und wird hoffentlich auch im nächsten Jahre nicht ermangeln, sich mindestens auf dem jetzigen Höhepunkte zn er-halten. Wir hoffen auch, daß die deutsche Bevölke-rung unserer Stadt, die nicht nur sür daSFubball-spiel regeS Interesse zeigt, sondern auch in anderer Richtung dem Athletik-Sportklub Sympathien ent-gegenbringt, diesem bei seinen Bestrebungen nicht nur in sportlicher, sondern auch in nationaler Hin-sicht behilflich sein wird. Don einer Ratte die Hand durch-bissen. Aus Laibach wird gemeldet: Der bei einer hiesigen Firma bedienstete Knecht Franz Punger» ear wollte eine Ratte, die in ein Faß gefallen war, sangen. Die Ratte erwischte ihn bei einem Finger der rechten Hand und biß ihm diesen buchstäblich durch. Da die Wunde bedenklich anzuschwellen be-gann, verband sie ihm der Arzt und schickte ihn sogleich ins Krankenhaus. Seite 4 Leuische Wacht Nummer 80 Tillier deutscher Athletik-Sportklub. Bei den am letzten Sonntage in den Steinjelder-sälen in Graz statt gefundenen PreiSringkärnpfen er-warb sich Herr Rudolf Bracher, das einstige Mitglied des Cillier deutschen Athletik-Sportklubs die Meisterschaft im Leichtgewichte für die Alpen-länder. Herr Bracher trat bei der Gründung des hiesigen Athletik-Sportklubs als Laie in diesen Verein ein und lernte erst hier nutcr der bewährten Anleitung des Herrn Find eisen die Anfangs-gründe des Ringkämpfens. Sein großer Eiser brachte ihm bald einige Siege und schließlich, wie erwähnt, die Meisterschaft, welche er sich noch lange erhalten möge. Verband deutscher Arbeiter. Der Ge- werkschaftSverband deutscher Arbeiter hielt am Sonnlag den 2. d. M. im Verbandsheime Gasthaus Krell seine ordentliche MonatSvcrsammlung ab, welche sich eines guten Besuches erfreute. Aus dem Berichte des Obmannes Herrn Findeisen könne» wir u. a. die ersreuliche Talsache feststellen, daß sich seit der letzten Monatsversammlung die Gewerkschaft um mehr als 30 Mitglieder vermehrt hat. Der Vorsitzende schloß seinen ausführlichen Bericht mit der Auf-fordernng zu eifriger GewerkschaftStätigkeit, die Versammlung, welcher ein gemütliches Beisammensein folgte. Weinlesefest. Der Verband deutscher Ar-beiter veranstaltet am Sonntag den v. d. M. im Gasthaust Krell ein Weinlesefest, verbunden mit Tanz und vielen anderen Belustigungen. Der Ausschuß gibt sich alle Mühe, dieses Fest zu einem recht an-genehmen und unterhaltenden zu gestalten. Die vom Deutschen Arbeiterverbande veranstalteten Weinlese-seste sind uns aus den Vorjahren in bester Er-innerung nnd wir können den Besuch dieser Ver-anstaltung nur wärmstcus empfehlen. Vom neuen Wehrgesetze. Das neue Wehrgesetz wird sür alle Wehrpflichtigen die Aus-Hebung des Einjährigfreiwilligendienstes auf eigene Kosten enthalten und an Stelle diefer bisher be-standenen Institution die Ableistung dcS Freiwilligen-jahres aus Staatskosten verfügen. Ob, wie behauptet wird, das Freiwilligenrecht nur nach einer zur Gänze absolvierten Mittelschule bestehen wird, ist, wie daS „Reue Wiener Tagblatt" meldet, vorderhand noch fraglich. Sicher ist es, daß die Möglichkeit, nach Absolvierung von Privatkursen, sogenannten Frei-willigen-Vorbereitungsschulen, daS Recht aus einjährige Dienstzeit und Erwerbung der Offiziers-charge zu erhalten, bedeutend erschwert, wen» nicht ganz ausgehoben wird. Für die Einjährigsreiwilligen, die nach diesen neuen Bestimmungen einrücken werden, bedeutet die Neueinführung jedenfalls eine gewisse Verschärsung der Dienstpflichten und eine Aushebung kleiner Erleichterungen, die deu Bemittelten bisher erreichbar waren. Jedenfalls ist aber der Grund-gedanke, der aus der geplanten Aenderung der ein-jährigen Dienstzeit spricht, ein durchaus gesunder und vernünftiger und entspricht sicherlich dem mo-deinen sozialen Empfinden, daS gleichen Rechten auch gleiche Pflichten zumißt. Die wichtigste Bestimmung des neuen Wehrgesetzes ist aber die, daß die In-telligenzprüfung ausgehoben wurde und das Ein-jährigsreiwilligenrechi nur mehr den Absolventen der Mittelschulen zuerkannt wird. Kaisers Namenstag. Anläßlich des NamenSsesteS deS Kaisers waren gestern die össent-lichen Gebäude in unserer Stadt beflaggt. An den Hochämtern in der Pfarrkirche und in der deutschen Kirche beteiligten sich Spitzen der Behörden und die Schuljugend. Lehrstelle. Männliche Lehrkraft an der dreiklassigen in der 3. Ortsklasse stehenden Volks-schule in Prihova. Freie Wohnung. Gesuche bis 30. Oktober an den OrtSschulrat Prihova, Post Gonobitz. Beide Landessprachen erforderlich. („Graz. Ztg." vom l. Oktober.) Los von Rom. Steiermark: Ueber-tritt« von der römischen zur evangelischen Kirche verzeichnen innerhalb der letzten drei Monate: Brück, Brnnndors, Cilli, Donawitz, Eggcnberg, Eibiswald, Feldbach, Frohnleiten, Graz, Kapsenberg, Knittelseld, Leibnitz, Leitersberg, Leoben, Mahrenberg, Marburg, Mürzzuschlag, Pettau, Proleb, Radkersbnrg, Rotten-berg, Stainz, VoitSberg, Waltendorf, Wies, Wuchern. Die Bewegung hält unvermindert an. — Böhmen: Im evangelischen Psarrsprengel Reichenberg beträgt die Zahl der Uebertritte seit N-ujahr 186. Kindergärtnerinnenstelle. An einem der vier öffentlichen deutschen städtischen Kindergärten in Marburg ist die Stelle der zweiten Kinder-gärtnerin sofort zu besetzen. Verlangt wird deutsche Abstammung, die Prüfung als Kindgärtnerin und ein Alter von nicht über 30 Jahren. Mit dieser Stelle ist eine wöchentliche Dienstleistung von 26 Stunden und eine zweimonatige Ferienzeit ver-bunden, serner ein JahreSgehalt von 720 Kronen und drei Dienstalterszulagen je mit 60 Kronen. Gesuche mit den erforderlichen Zeugnissen, dem Taus-schein und einer Lebensbeschreibung sind bis 20. Ok« tober beim Stadtschulrat Marburg einzureichen. Konkurs. DaS KreiSgericht Marburg hat die Eröffnung des Konkurses über das Vermögen dks Hans Heller, Spezerei- und Delikatessenhändlerd in Pettau, bewilligt Der BeziikSgerichtsvorsteher in Pettau wird zum Konkurskommissär, Herr Dr. von Fichlenau, Ädvoka» in Pettau, zum einstweiligen Maffeverwalter bestellt. Ausgeraubt und in die Drau gervor-fen. Aus Pettau wird berichtet: Vor einigen Tagen ging ein wohlhabender Bauer auS St. Marxen bei Pettau spät abends längs der Drau nach Haufe. Als er in die Nähe seiner Wohnung kam, schloffen sich ihm zwei Baueruburfchen an. Alle drei waren guter Laune und gingen mehremale am Ufer der Drau auf und ab und sangen dabei. Plötzlich warfen die Burschen den Besitzer zu Boden, raubten ihn aus und warfen ihn in die Drau. Der Ueberfallene konnte zum Olück schwimmen und versteckte sich etwa zehn Meter unter dem Tatorte in einem Gebüfche. Er wagte es nicht, sich zu zeigen, da er fürchtete, nochmals von den Burschen angegriffen zu werden. Achtung vor Inferatenagenten. Dem Landesverband für Fremdenverkehr in Steiermark ist wieder neuerlich ein Fall bekannt geworden, in welchem ein Agent einer Wiener Zeitung, die nur ganz kurze Zeit bestanden hat, Än zeigen auftrage herauslockte, die gestellten Bedingungen jedoch nicht erfüllte. Alle FremdenverkehrSkreife werden daher, um sich Geld und Aerger zu ersparen, nochmals in ihrem eigenen Vorteile aufmerksam gemacht, mit zweifelhafte» Zeitschriften, Zeitungen und dergleichen, welche in den meisten Fällen keinen Reklamewert besitzen, Anzeigenaufträge nicht abzuschließen. Das Ende eines Schnapsgelages. Am 27. v. M. nachts entstand in einem Burfchenzimmer in Skalis bei Schönstem zwischen den Bergarbeiter» Josef Maknsek und Frank Kovac eine Rauferei, wobei letzterer schwere körperliche Verletzungen erlitt. Makusek, Urirch, Franz itovac und Anton Brlog, sämtliche Bergarbeiter in Skalis, tranken im Burschen-Hause eine Sauerbrunnflasche voll Schnaps aus, und als sie schon ziemlich betrunken waren, kam es natürlich zum Rausen. Makusek griff nach einem in der Nähe befindlichen eisernen Topfe und schlug den Kovac über den Kops mit solcher «kraft, daß er sofort bewußtlos umfiel. Die gerichtlichen Er-Hebungen wurden eingeleitet. Wirtshausrauferei. Am 30. v. M. hatte Johann Hlep im Kac'schen Gasthause in Plesivc mit Franz und Elisabeth Vok wegen eines Ochsen einen Streit, in dessen Vorlaus Hlep und Franz Vok ins Raufen kamen, wobei Hlep am Kopfe leicht beschädigt wurde. Sodann wurde Hlep vom Wirte so hinausgeworfen, daß er über die Stiege siel. Nach kurzer Zeit kam Hlep abermals in das Gasthaus zurück und wollte wieder stänkern, aber Borovnik und Franz Vok fielen über ihn her und verletzten ihn erheblich am Kopfe. Die gerichtliche Erhebungen wurden eingeleitet. Der Verband steirifcher Sparkassen hielt Montag, den 3. Oktober um 10 Uhr vormit-tags im Stadtratsfaale des Grazer Rathauses seinen diesjährigen Berbandstag ab, bei welchem u. a. Josef Pachler ans Gleisdorf einen Vortrag über „Im Kampse mit der Konkurrenz" gehalten hat. Infolge Unvorsichtigkeit ein Kind verbrannt. Am 28. September um 8 Uhr abends legte die Schueidermeistersgattin Rosalia PodsedenSek in Trennenberg bei Cilli ihre ZwilliugSkinder im Aller von 6 Monaten auf den im Zimmer stehenden Bauernofen, auf dem zugleich auch eine brenne ,de Petroleumlampe stand. Die Mutter begab sich unter-dessen in die Küche, um ihre Arbeiten zu verrichten und ließ ihre Kinder unbeaufsichtigt im Zimmer zu-rück. Die Kinder konnten nicht einschlafen, benahmen sich daher sehr unruhig und strampelten mit den Füßchen umher; eines wars dabei auch die Lampe um, wodurch die Kleider des einen Kindes mit Petto-lenm bespritzt wurden und Feuer singen. Die Mutter eilte zwar herbei, aber daS Kind hatte bereits so schwere Brandwunden am Bauche und am Unterleibe erlitten, daß eS am nächsten Tage gestorben ist. Eine Wette mit traurigen Folgen. Am Abende des 1. Oktobers zechten beim Gasthaus-Pächter Max Debelak in Kassase bei Pletrovitsch, Bez. Cilli mehrere Gäste, darunter auch Florian Pogaönik; es gesellte sich ihnen anch noch der Berg-arbeitn Anton Ivane auS Burchberg bei. Die Ge- sellschaft trank abwechselnd Bier und Branntwein und zwar den beliebten ..Florian". Um noch mehr Stimmung in die Gesellschaft zu bringen, wollte Ivane mit dem Schloffergehilfen Marokutti eine Wette dahin abschließen, daß er 1 Liter Brai ntwein auStriuke, wenn Marokutti 1 Faß Bier bezahle. Da sich dieser damit nicht einverstanden erklärte, sagte Florian Pogaenik, daß er 2 Liter Wein zahle, falls Ivane 1 Liter Branntwein in einer Stunde aus« trinke. Ivane erklärte sich damit einverstanden und trank den Branntwein sogar in fünf Minuten aus. sank jedoch sosort zusammen und fiel zu Boden. Da die Gäste glaubten, im sei unwohl, fingen sie ihn mit Wasser nnd Essig zu reiben, aber eS war jede Hilfe vergeblich, da Jvanc bereits am nächsten Tage um 4 Ühr früh feinen Geist aufgab. Hah bis zum Grabe. Ein Pariser Blatt meldete, daß ein neues päpstliches Dekret zu erwar^ ten sei, durch welches die Psarrer angewiesen werden sollen, das kirchliche Begräbnis ohne Ausnahme je-dem zu verweigern, der der doppelten Pflicht zur österlichen Beichte und Kommunion nicht nachgekom-rnen ist. — Nur so weiter! Herr Sarto in Rom pflügt und besäet unsere LoS-von-Rom-Felder, da-mit sie recht üppig gedeihen! Tüffer. (SüdNIarkortsgruppe.) Am 10. d. MiS. um 8 Uhr abends findet in Hotel Henke die Hauptversammlung der Südmarkortsgruppe statt. Die Mitglieder werden ersucht, sich vollzählig einzusinken. Tüffer. (Abschied eines Hetzpriesters.) Dieser Tage verließ der Vikar Fortuuat K o n c a n, welcher Psarrer in St. Paul b. Pr. geworden ist, unseren Markt. Der scheidende Hetzer im Priester» rocke scheint sich während seiner Amtstätigkeit in Tüffer wenig Freunde erworben zu haben. Als er sich zur Bahn begab, begleitete ihn keine dankbare Bevölkerung, wurden ihm keine herzlichen Abschieds, worte auf den Weg mitgegeben. Von wenigen Ver-wandten begleitet schliech er sich still zur Bahn. Doch ganz klanglos verlies sein Exodus nicht. Unter-wegs begrüßten ihn seine christlichen Schäflein mit schrillen Pfiffen und Abzugrufen. In der Nacht vorher wurde ihm ein Ständchen gebracht, das ihm gewiß noch lange in den Ohren gellen wird und als das Dampsroß den edlen Seelenhirten entführte, verkündeten Böllerschüsse die Freude der Tüsterer Psarriusassen darüber, daß nun auch d« letzte Ruhestörer den sonst friedlichen Ort verlassen hat. Den St. Paulern aber gratulieren wir zu ihrem neuen Seelenhirten. Trifail. (G c m c i n d e w a h l e n.) Ende dieses Jahres finden die Gemeindewahlen in Trisail statt. Schon jetzt streiten vier Parteien um die Herrschast in der Gemeinde. Wie der „Slovenec" schreibt, soll es um die Liberalen schlecht stehen, weil sie entzweit sind. Die eine Gruppe besindet sich in Trisail, die andere unter dem Kommando des bekannten Ros in Hrastnigg. Außer diesen will in den Ausschuß die Deutsche oder industrielle Partei kommen. Die Sozial-demokraseu haben viele ihrer Anhänger verloren. Man sagt, daß RoS mit den Sozialdemokraten ein Kom» promiß schließen und 'hnen ein Drittel der Mandate lassen will. Windisch-Feistritz. (Verschiedenes.) Fräulein Wilhelmine Fasching, eine Tochter des hiesigen StadtsekrelärS Viktor Fasching, hat sich mit dem Werksbeamten Herrn Julius Heinrich verlobt. — Am 16. Oktober l. I. beginnen hier die volks-tümlichen Vorträge des Ausschusses sür volkstümliche Vorträge in Graz. Man bringt diesen Vorträgen heute schon großes Interesse entgegen. Wir empfeh-len den Besuchern, sich heute schon die Plätze zu sicher». Auswärtige Besucher wollen ihre Teilnahme dem Berschönerungsvereine Windijch Feistritz bekanntgeben. — D>e Bezirksvertretung amtet vom 1. Oktober an in den von der BezirkSsparkaffe innegehabten Kanzleien im Rathause. Windischgraz. (W indische Messer-stech er ei.) Vor kurzem war in einem Gasthanse in Türkendors bei Windischgraz eine große Tanz-Unterhaltung, an der auch die Bauernburschen Joses Sucnik, Michael Kalinsek, Paul Slernicnik und Anton Plevnik teilnahmen. Wegen eines Mädchens gerieten diese in Streit. Als der Wirt und der Gärtner Johann Rogina den Streit zu schlichten suchten, wandten sich die Rausenden, darüber erbost, gegen die Friedensstifter, bei welcher Gelegenheit Rogina von Anton Plevnik einen tiefen Messerstich in die Brust erhielt, der auch die Lunge verletzte. Der tödlich getroffene stürzte sofort zusammen. Er wurde der ärztlichen Behandlung zugeführt, Plevnik aber von der Gendarmerie verhaftet. .uummcr 80 Pragerhof. (Pferdezucht-Genossen-schast.) Bei der am 25. September 1910 stattge-fundenen Wahl wurden in den Borstand folgende Herren gewühlt: Leopold Reinagl, Gutsbesitzer in Freistem. Obmann; Franz Tröster, Restaurateur in Pragerhof, Obmann-Stellvertreter; Engelbert Si> cherl. Kaufmann und Gemeindevorsteher in Unter-Pulsgau, Kassier und Joses Vodoschek, Oberlehrer in Unter-PulSgau, GenosseuschastS-Sekretär. Rohitsch. (Verschiedenes.) Der auf die Dauer der Beurlaubung tcS Richters Dr. Viktor Pavlieek stellvertretende Richter Hermann Den mußte wieder zu seinem Gerichte nach Gonobitz einrücken. — Die Gesangsproben des hiesigen Männergesang. Vereines werden in Kürze wieder aufgenommen werden. Unterdrauburg. (Windische Siel-lungSflücht!iuge.) Am 27. September um 11 Uhr vormittags kamen mit dem Zuge von Cilli nach Unterdrauburg SteU>:ng?fliichtlinge im Alter von 17, 19 und 28 Jahren, sämtliche aus dem Gerichlsbe-zi« Oberburg, welche sich nach Amerika begeben wollten. Sie wurden vom dortigen Gendarmerie-Wachtmeister A. Cerujavic angehalten, konnten sich weder mit einer Reisebewillignng noch anderen Do-knmenten ausweisen. Sie wurden vom genannten Wachtmeister verhaftet und dem Bezirksgerichte Win-dischgraz eingeliefert. Pettau. lBlutigeRauferei.)Am Diens-tag. den 27. September abends begaben sich Johann Gabrowetz, Matthias Maichen. Jakob Sijanetz und AloiS Klantschitsch, alle vier aus Pettau in die Ge. meinde Krottendors bei Ragosnitz zum Besitzer Franz Anschel Sukurutz schälen. Gegen 10 Uhr nachts ent. sernien sich die Genannten und wollten ein in kleiner Eutsernuug besindliches Gasthaus besuchen. Am Wege dorthin wurden sie von den Bauernburschen Joses Barmesch und Johann Raschl angeblich ohne jeden Grund überfallen und derart geprügelt, daß Johann Gabrowetz schwer verletzt liege» blieb, während die anderen drei aber die Flncht ergriffen. Der schwer verletzte Gabrowetz erholt« sich in einiger Zeit soweit, daß er ansstehen und langsam weitergehen konnte. Jnsolge der erhaltenen Verletzungen und deS teilweisen Blntverlnstes sank er nach Zurücklegung einer kurzen Wegstrecke knapp außerhalb des Ortes neben einrm Gestrüpp zusammen und blieb in bewußtlosen Zustand bis znm Vormittag des nächsten Tages dortselbst liegen. Vorübergehende Leute fände» ihn »nd trugen ihn zum Besitzer Lelonja, welcher dessen Ueberführung ins allgemeine Krankenhaus Pettau veranlaßte. Ge-gen Bermefch und Raschl wurde die strasgmchtiiche Untersuchung eingeleitet und dieselben dem Gerichte eingeliefert. Fast täglich kommen in den Abendstunden Raufereien in den Umgebungsgemeinde vor, woraus die Kulturstufe des durch windifche Kapläne, Lehrer und Advokaten verhetzten Slowenentums mit genü-gender Deutlichkeit hervorgeht. Wie viele solcher Rau-sere.cn aber kommen gar nicht an die O>ffentlichke>t. Besser und würdiger wäre es sür genannte Hetzer, wen» sie sich mehr mit der Knlturerziehnng der Bauernbcvölkerung besasst» möchte», anstatt dieselben nicht nur gegen die Deutschen, sonder» a»ch gegen «»ander zu Hetzen. Allerdings ist dies ein Verlange» welches kaum erfüllbar ist, denn diese Leute haben selber noch keine besondere Bildung. Wiener Neuigkeit. Es dürfte unsere p. t. Leserinnen interessieren, daß es jetzt für weiche Fuß-böden eine neue Lackfarbe gibt, welche binnen drei Stunden mit spiegelndem Hochglanz?, vollkommen geruchlos und hart austrocknet und größte Dauer-haftigkeit verbürgt. Es ist die gesetzlich geschützte echte Eifenstädter'sche ..Eglasine" Fußdodenlackfarbe, welche in jeder größeren Material-, Färb- und Lpe-zereiwareu-Handlung vorrätig ist. Alleinige Erzeuger: Lackfabrik Gebrüder Eisenstädter, Wien lY/1. Man achte genau aus die Schutzmarke „Eiserner Ritter" welche aus jeder Dose ersichtlich ist. Sanatogen. Jeder Tag der Arbeit raubt Nervenkraft. Die Stärkung der Nerven, d. h. die Ergänzuug ihrer verbrauchten Kraft, ist daher sür jede» modernen Berufsmenschen eine Lebensfrage und eine ernste Pflicht. DaS von der Wissinschast aner-kannte und von den Aerzten erprobte Mittel daS hier in Betracht kommt, heißt „Sanatogen". Sana-logen stärkt und stählt die geschwächten und erschöpf-teil Nerven, indem es diese nährt, indem eS ihnen die wichtigsten Bestandteile ihres organischen Auf-baues zuführt und dadurch die verbrauchte Kraft ersetzt. Die natürliche Folge davon ist die Neubele-buug und Verjüngung des gesamten Organismus, eine beglückende Hebung aller seiner Kräfte und Lei-stnngen. So maucher würd' sich wie neugeboren füh-le», wen» er sich entschließen könnte, einen Versuch mit Sanatogen zu machen. Wir verweisen auSdrück-lich auf den der heutigen Nummer beiliegenden Pro« Leuische Wacht spekt der Sanatogen-Werkc Bauer u. Cie., Berlin SW. 48. Herichtssuat. Mit dem Weinglas. Am 7. August kam eS im Gasthause der Helene Cestnik in Schöichitz bei St. Paul, Bez. Cilli zwischen dem 4t»jährigen Schneidergehilsen Anton Srebre und seinem Schwager Anton Oblak, die schon lange in Feindschaft leben, zu einem Streit, in dessen Verlaufe Srebre seinem Gegner ein volles Weinglas au den Kops schlenderte, so das Letzterer eine schwere Verletzung erlitt. Der Anklagte ist seiner Tat geständig, verteidigt sich jedoch damit, daß er in Notwehr gehandelt habe, da sein Gegner nach einem Revolver gegrisfen haben soll. Diese Verantwortung ist jedoch durch die Zeugenaussagen, daß Oblak überhaupt nicht im Besitze eines Revolvers ist, widerlegt. DaS Urteil lautet aus drei Wochen Arrestes. Geringe Ursache, große Wirkung. Am 22. Juni kehrte der Tischler Jakob Fischer in das Brezinsek'sche Gasthaus in Rohitsch ein. Bei seinem Weggange kam er an einem Tische vorüber, an dem der Gastwirtssohn Josef Brezinsek eingeschlafen war. Fischer berührte uun mit seinem Regenschirm den Brezins-k, um ihn aufzuwecken, dieser jedoch sprang erzürnt auf und hätte sich auf Fischer gestürzt, wen» ihn nicht einige anwesende Gäste daran gehindert hätten und Fischer sogleich auS dem Lokale gegangen wäre. Als nun Fischer wieder in daS Gasthaus zurückkam, versetzte ihm Brezinsek einen derart wuchtigen Fasthieb inS Ge-ficht, daß er den Bruch dreier Zähne und eine schwere Verletzung erlitt, infolge deren er dnrch cm Monat feineii Beruf nicht ausüben konnte. Der Angeklagte Brezinsek ist seiner Tat geständig und büßt nun seine rohe Handlungsweise mit 6 Monaten schweren Kerkers, ver»chärft mit 1 Fasttag monat-lich ab. Zwei Langfinger. Der llijährig« Hirte Leopold Operckal auS Oplotnitz stahl iu Gemeinschaft mit dem Besitzer Georg Roser, Besitzer in Planina. Bezirk Gouobltz vom Monate Februar bis April seiner Dienstgeber,n Josesa Zalo',nik Getreide samt Säcke im Werte von über 50 Kronen. Ferner verüble Leopld Operckal allein viele kleinere Diebstähle bei verschiedenen Per-sonen im Werte von zusammen ungefähr 4t) Kronen Georg Roser, der zwar leugnet, an dem Diebstahle teilgenommen zn haben, jedoch durch die Zeugen-aussagen und Erhebungen des Diebstahls überführt ist, wurde zu sechs Wochen strenge» Arrestes, alle 14 Tage mit einem Fasttage verschärst. Leopold Operckal dagegen, der wegen Landstreichern äuge» klagt ist, zu drei Monaten strengen Arrestes verur-teilt und über ihn auch noch die Abgabe in eine Besserungsanstalt ausgesprochen. Schriftleiter Alois Spindler verurteilt' Gestern hatte sich vor dem Erkenntnisgerichte unter dem Borsitze des LandesgerichtSrates Doktor Koeevar der Schriftleiter des bekannten Hetzblattes „Narodni dnevmk" Alois Spindler wegen mehrfacher Vergehen und Uebertretung des PreßgefetzeS zu ver-antworten. Der Anklage liegt solgender Tatbestand zugrunde: Am 17. Juli um 11 Uhr nachts stellte Anton Pesko den Joses Korent bei seinem Hause in Felberndors wegen seiner Beteiligung an einem Feste zur Rede. Der zufällig hinzugekommen- Franz Eokan mengte sich ein und fo geriet Anton Pesko mit Franz Cokan iu einen Streit, in dessen Verlauf Franz Cokan je einen Messerstich auf der linken Brustseite und rechten Schnlter. Anton PeSko aber aus dem linken Oberschenkel halte. Drei Tage nachher starb Cokan und die Leichenobduktion ^ergab, daß sein Tod durch Herzlähmung, welche die Folge einer bedeutenden Herzentartung war, eingetreten ist. Die Stichwunden betrasen nur die Weichteile und konnten die Lunge nicht verletzen; ebenso konnte auch nicht festgestellt werden, daß diese Schlägerei aus den Kraukheitszustand Einfluß genommen hätte. Ueber diese Schlägerei brachte nn» drs Tagblatt „Narodni dncvnik" leidenschaftliche uud aufreizende Artikel, in welchen der Inhalt von Zeugenaussagen mitgeteilt wurde und Erörterungen über die Kraft der Beweis-Mittel, Vermutungen über den Ausgang der Verhandlung, ja auch Enthüllungen der Ergebnisse des Prozesses vorkamen. So schreibt dieses Tagblatt Seite 5 in einem Leitartikel .Ein Mord in Felbern. dorf bei Sachsenfeld" folgendes: ..Pesko hat dem Cokan di, Lunge durchstochen nnd dieser ist heute nachts gestorben. PeSko wird nun mehrere Jahre im Gesängnisse zubringen und er kann leicht auch zum Strange verurteilt werden!" Die Staatsanwaltschaft Cilli sandte nun eine Berichtigung ein, in welcher die Ergebnisse der Letchenbefchau mitge-teilt wurden. Statt nun diese einzuschalten, ver-össentlichte der Angeklagte in der zweituächsteu Nummer neuerdings einen mit: ,.Z u m T o t s ch l a g e in Felberndors bei Sachsenfeld" überschrieben?» Leitartikel, in welchcm der Inhalt des früheren Artikels ausrecht gehalten und wörtlich angeführt wird: „Cokan hat selbst vor seinem Tode eidlich ausgesagt, daß er kein Messer bei sich und auch nicht den PeSko gestochen habe; dies bestätigt auch die Gattin und sagt, daß Cokan dem PeSko außer einer Ohrfeige nichts angetan habe. Es ist also gewiß, daß eS sich hier um einen ganz gewöhnlichen gründ-losen Totschlag handelt; der wissentlich und anS politischer Feindschaft verübt wurde, denn wäre nicht Cokan hinzugekommen, so wäre dies dem Drobe; oder Korent geschehen. Die Ueberzeugung der Klerikalen wollte ja ihr Opser haben . . . Freilich war auch Cokan lungen- und herzkrank; sicher hat die Schlägerei aus seine Krankheit eine» Einfluß gehabt oder sogar unmittelbar den Tod herbeigeführt. Dies werden ja sehr genan die Verhandlung und die ärzt-liche Untersuchung zeigen." Auch der Inhalt der Aussagen der Zeugen Franz und Maria Cokan wird vor Beendigung der Untersuchung und bevor davon in der Hauptverhandlung Gebrauch gemacht worden ist. in einer der solgenden Nummern wieder-gegeben, ja sogar das Gutachten der Aerzte wird einer Kritik mit solgenden Worten unterzogen: „Die Klerikalen berufen sich auf das Ergebnis der von Premfchak-Keppa durchgeführten Obduktion; nun. »ic Sache dürfte noch eine andere Wendung nehmen, da uns das Gutachten des beschauenden Arztes be-sannt ist. daß der Stich die Lunge verletzte, da Cokan ja durch die Wunde atmete. Jedoch ein Totschlag liegt vor, wie wir berichteten." Der An. geklagte begnügte sich jedoch nicht mit diesen auf. reizende« Artikel, auch brachte er die Berichtigung der Staatsanwaltschaft nicht in der vorgeschriebenen Art, sondern in der Beilage zur zweiten Ausgabe des beschlagnahmten Blattes und wurde wegen dieser Uebertretnngen zu einer Woche Arreste« ver-schärst mit einem harten Lager verur-teilt. Gegen dieses Urteil meldete Alois Spindler die Nichtigkeitsbeschwerde an. Ein abgefeimter Betrüger. Am 1. Oktober hatte sich vor dem Erkenntnis gerichie der schon wiederholt wegen unreellen Vor-gehen» vorbestrafte Agent Lazar Sacher, richtig Rosner aus Jaroslav wegen Berübung eines Betruges, begangen durch Ablegung eines falschen Zeugnisses, zu verantworten. 'Der Anklage liegt folgender Tatbestand zugrunde: Der Provisions agent der Jndustrieölgesellschaft ..Freitag u. Wilheim" in Wien kam im August 1907 zu dem hiesigen Mechaniker Josef Leopold Czerny nnd machte ihm den Vorschlag, drei Fäßchen Fußbodenöl znm Weiter-verkauft in Langer zu nehmen. Czerny wollte auf diesen Vorschlag nicht eingehen mit dem Hinweise, daß er als Prövisionist zum Verkaufe des OelS gar nicht berechtigt fei. Sacher versicherte ihm jedoch, daß er dabei nichts aufs Spiel fetze, sondern nur das Oel ins Lager zu nehmen brauche. Sein Ge-winn bestehe ,n der Differenz zwischen dem Eigen-preise und dem Verkaufspreise. Durch den in Aus sicht gestellten Gewinn angelockt, erklärte Czerny, das Oel in Lager zunehmen und so viel als möglich hievon zu verlausen, salls ihm jedoch dies nicht gelingen sollte, der Firma das Oel zurückzusenden. Sacher verlangte nun von Czernii die große Ge-schäftsstampiglie zum Zwecke der Notierung der ge-„anen Adresse und als Czerny ihm diese aus ein leeres Blatt Papier drücken wollte, nahm sie ihm Sacher aus der Hand und sich abwendend drückte er sie in sein Notizbuch. Nach einigen Tagen erhielt nun Czcrny von der Firma die drei Faßchen Oel zum Preise von 481 Kronen 17 Heller. Ezerny verweigerte die Annahme und Zahlung mit der Be-gründung, daß er daS Oel nicht gekauft sondern nur in Kommission genommen habe. Von der Firma eingeklagt, machte nun Czerny die Einwendung, daß ein Kauf nicht abgeschlossen wurde. Sacher wurde nun im Reauisitionswege beim Bezirksgerichte m St. Margarethen einvernommen und erklärt dort, mit Czerny einen regelrechten Kauf abgeschlossen zu haben; von einem Kommissionsgeschäft sei über-Haupt keine Rede gewesen. Er habe den Bestell- St'üe 6 Dmßfch» Nummer 80 .chein der mündlichen Vereinbaning gemäß, ausgefüllt und ihn dann dem Czerny Wort für Wort vorgelesen. Czerny habe auch selbst nachgelesen und hierauf die kleine Geschäftsstampiglie darauf gedrückt. Beim Kreisgerichte Cilli zum zweitenmale als Zeuge einvernommen, hielt Sacher seine Angaben aufrecht. Durch die Aussagen der übrigen Zeugen wurdc je-doch erwiesen, daß die Aussagen Sachers aus Un« Wahrheit beruhen und daS Klagebegehren der Firma in allen drei Instanzen abgewiesen. Dem Sacher lag eS daran, einen günstigen Ausgang des Zivil-Prozesses sür seine Firma herbeizuführen, da auch er in diesem Falle Anspruch auf Provision hätte. Czerny hätte jedoch durch einen ungünstigen Prozeß-auSgang einen bedeutenden Schaden erlitten, da er ja das Oel unter dem EinkausSpreise hätte verlausen müssen. Agent Lazar Sacher wurde nun zu zwei Monaten schweren Kerkers verurteilt. Die Südmarkbüchkr-'i im Mädchrnschulgebäude ist an Werktagen von 11—12 Uhr vormittags nnd von 3—5 Uhr nachmittags. an Könn- und Feiertagen von 10—12 vormittags geöffnet. Deutsche, unterstützt eure Schutzvereine durch die Verbreitung der von ihnen heraus-gegebenen Wirtschaftsgegenstände (Zündhölzer, Seife u. dgl.) da« euch nichts kostet und den Bereinen Nutzen bringt! Gebraucht fleißig die Wehrschatzinarken! Gedenket bei Wetten und Spielen der deutschen Schutzvereine! DaS Lokal-Museum. Anlcr an Krtuueruugeu a« die Vömerzeit so überreich«» Museum ist an iPotmarstagta und Sonntage« hob 9—1 ZlAr geöffnet, an ander» Hage« der Woche von 10—12 7lhr. |>ie fttn-trittsgebübr beträgt 20 Heller Perfil bedeutet für reich und arm eine Um-wälzuna bei allen bisherigen Wascharten. Persil wird mit Recht ein gutes, modernes und unschädliches Waschmittel genannt. Persil gibt bleibend blendend weiße Wäsche und kürzt auch die Zeit der Wasch-arbeit um zwei Drittel. Fällt das Laub und steigt der Saft, dann müssen, wie der Vollem und behauvtet, tm-Ay pfindlicde Leute sich gan! besonder« vor Erkältungen hüten Unschätzbare Dienste leisten ihnen dabei ... Fay4 ächle «odener Mineral PastiUen, natürlich nur JuL die ächten. Wer sie nach der erprobten Lorschrist Wps anwendet, bat ein« gute Gewähr dafür: daß MtterunaSeinsiüsse bei sonst naturgemätzer Haltung ihm n cht? anhabe» können. Kays ächte «odener ww losten nur K > pro Eckackt, l. man achte aber vfn streng daraus, daß man keine Naä-ahmungen erhält. Generalrepräsentain sür Oefletrrid» Ungar*: W, Tb- Guntzer«. k. u.k Hofiieserant, Wi-n. IV'/I, Große Neugasse 17. Ausweis über die im städt. Schlachthause in der Woche vom 26. September bis 2. Oktober 1910 vorgenommenen Schlachtungen, sowie die Menge und Gattung des eingeführten Fleisches. Name des Fleischers bin», flnfl'fttbrtr* ftlntiti »■ aanrn Ctttrfm "5 1 % o ^5 ^ -S (5 u ' S *. « ■I j? t 19 «5 ; «• E * 5 3 fc *D — eingeführtes Fleisch in Kilogramm ^ IS) •e Q « ■3 « ■ t I •e .2 «S «3 «3 Bulschck Jakob . Friedrich .... »lieft..... Grenka Johann . Janschek Martin Jung«..... JtnrS..... Kossär Ludwig . LeSloschet Jakob. Payer Samuel . Planinz Franz . Plescak .... Aedcuichegg Joses EeUak Frani . . Suppan .... Ewettl. ... . Umegg Rudols . VoUgruber Franz Gastwirte.... Private .... 11 — l - 12 60 10 Kundmachung. Bei der Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli werden ab 1. August 1910 die Einlagen täglich yerzinst. ilif Direktion« 'S? ff» * *f» es» r§? r§? r§? r§? rf? rf? mm- iVAVAV/i = Druckau*träge = | in jeäer beliebigen Ausführung * bei massiger Preisanstellung. X • Cilli« Rathausgasse 5 Jnscratenaufträgc für äie veutscke Macht werden nach billigstem Carif berechnet. ► Celephonanschluss Dr. 21 < Nummer 80 Deutsche Macht Seite 7 oxo Rindsuppe-Würfel *.r Comp- LIEBIG Preis Heller. Zur Bereitung einer vorzüglichen Rindsuppe. Der Name der Compi2 LIEBIG ist eine GARANTIE« 0X0 m ---—« « SWan abonniert jedfrcrit auf das schönste und billigste •«- kjfejH a 5 Tamilien-Wi^blatt « - '"f ! Meggendorfer-Btätter! Z Wünthcn o Zusendung voöchcntlich vom Urrtag K 4.— G w 5 Abonnement bei allen Buchhandlungen und W Poftanstaltrn. verlangen Sie eine ßratis-Probe- ■ M nummer vom Verlag, Münzen, ltteatinerktr. «I k « Kein Lelucker der Stadt München a fl sollte es versäumen. die in den Räumen der Redaktion. |J a Theatinerstraff 41«» befindliche. äuljerft intereffante Ru$- n [I Rettung von OriginalMidinungen der Neggendorfer-Blätter •] zu bcsiditigtn. ^ J3®~ läglidi geöffnet. Eintritt für jedermann frei! WA »j * »» V SS * »53 W ■!» ^ *5» » 9SS> WIfO* W*S9 » »58 Ein Stärkungsmittel für Magenschwache und solche, die sich durch Erkältung oder Ueberladung des Malens, du?ch Genuß man^elbaster, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu satter Speisen eine Unpäßlichkeit des Magen». wie Magenkatarrh, Maqenkrampf, Magcnscbmerzen, Blähungen usw. zugezogen haben, stellt da« Dr, Engerschc Itiiiiliiiiinim in hohem Maße dar. Baldrianvm erweist sich bei solchen Unpäßlichkeiten d's Magen?. wenn sie noch im Keime sind, nl« ein guter Magenwei» von vor,s>qlicher Wirksamkeit und verhütet lomit auch deren ,>ol»eerswe>nungen, wie Nervosität, Schlaflosigkeit, Tchwiiidrlansälle. NrNemmnagea usw Jnsolge seiner Zusammen ietzung au» bestem Tamoswem mit Baldrian-tnpsea, Himbeerfirup und Sirschlaft wirkt ^aldriannm auch sördeilich bei Stuhlverslovsunz und zugleich stärkend aus den gai-zen OrgauiSmuS deS Mullchea. Da» Dr. SiiAtl'sche ?sonen und Kindern reibst bei längeren» Gebrauche gut veriragen werden. Am besten nimmt man es früh-morgen» nüchtern und abends vor dem Schlasenqeben in einem Quantum bis z« einem Likörglase voll. Kindern »nd schwächlichen Perionen verdünnt man Baldrianum angemessen mit heißem Waffer und versüßt tt noch mit etwa« Zucker. 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Die Zeitungen sind durchwegs gut erhalten und ich versende selbe in ungeordneter Nummernfolge, nach Beieben sortiert, u. zw.: 25 Stück um K 2*50, 50 StAck um K 4*—, 100 St&ck um K T— bei Vorauszahlung franko. Hogo Achs, Rohitsch-Sanerbrnnn. Marien- nid Fracteleiit nach Amerika kstriel. belgischer Postdampfer der Rad Star Linie' von Aotwerpea, direet nach New-York nnd Boston sonceea. von der höh. k. k. Osterr. Regierung Man wende «ich wegen Frachten und Fahrkarten an die 10271 Hed Klar Linie In Wien, IV., WiednerjcUrtel 6, Julia« Pepper. Sfidbahnatraaa« S li Innxbruck, f'rwsm Dolene, Hahnhofitraaae 41 li Laibach 16799 Stock-Cognac Medicinil garantiert echtes Weindestillat. Einzige Cognac-Dampfbrennerei unter staatlicher Kontrolle. €amii «fc §(ock Barcola. Die k. k. Versuchsstation überwacht die Füllung nnd plombiert jede Flasche. Vor Na:hahaiungen wird gewarnt. Ueberall zu haben. 5Wr h?e 64rftI.ituno »»rannoortlich • Guido ©dfeiblc. Sru'tfr, Sterlroer. HerauSqtber: ^«eiaÄbu4'.T.Cktft „4tleia" in ÄiUt